Donnerstag. 13. Zebruar VH1 Luft auf britische Dampfer außerhalb jenes Luft auf britische Dampfer außerhalb jenes Ringes durchgeführt worden, den die deutsche Jegenblockade um das Inlelreich gelegt hat Gewiß über englischem Gebiet in Gefangenschaft. Nach zwei mißglückten Fluchtversuchen in England ist es ihm Itershi I der Chip lffen lojlti rfe Hai i! sich an ili •t An N n. Die s find ou| ifo- fob Schwere Bombardements griechischer Flughäfen. i'afo der Fernbomber geworden. Plötzlich sind untre Fernkampfflugzeuge an einer ganz anderen Stelle des Atlantiks aufgetaucht Ein paar hundert kleinste Rauchfahne am Horizont nicht mehr ent- geht. Es war wieder ein herrliches Bild, als unsere Fernbomber zum Wochcnbeginn den Großeinsatz aus den britischen Geleitzug starteten, und ebenso inv posant war dann die Heimkehr. Dann hat der Grup- penkammandeur seine Männer um sich gesammelt, hat ihnen die Hand geschüttelt Es bedurfte da nicht vieler Worte. Der Hauptmann weiß, was er an feinen Männern hat, und sie alle wissen, was sie an ihrem Kommandeur haben. Dieser Schlag au» den Geleitzug war eben wieder mal ein echtes Stück Weg-elscher Prägung. Mit solchem Schneid und solchem Angriffsgeist gehts der Tonnen-Million entgegen. >en. ftern gegiu »rechen m tzt, als fr i unjüdjii«! Er wurtii en zu fM Oberleutnant von Werra, der für seine Luft- siege mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, geriet — wie schon gemeldet — nach einem Luftkampf |9|. Zahrgang Nr. 57 (nirtiemt mniirt) anbei 2onntnn^ und feiertags Beilagen: Tte,Wimmerte (tyicfumerftamilienblätter 4>cnihit nnBild TieSetiolle Altona to-Beziiasprei'? : Mit 4 Belagen WTi. 1.95 Obne Illustrierte ,. 1.80 ^uiieilaebübr. „ -.25 nurfi bei 'j.idHerfcbemen uun eiiiAemen Wummern infolge bnberei Gewalt ^ernivrertmnirtiliiH 2251 Dmhmnsctirikt:„Aiizeiger" Bouictieckllsinekrankt. M darunter zwei Eingeborene, und einige Verwundete gab und leichter Sachschaden entstand. 3n der Nacht tum 12. Februar haben britische Flugzeuge einige Bomben auf Latania abgeroor- sen, ohne besonderen Schaden anzurichten. Oer Wehrmachiberichi. Berlin, 12.Febr. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin Unterseeboot versenkte 21 500 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Bei erfolgreichen Angriffen gegen Schiffsziele im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 7000 BRT. und beschädigten zwei weitere Schiffe fchwer. Ein Versuch des Feindes, gestern am Tage In das besetzte Gebiet an der Kanalküsie einzufliegen, mißlang wiederum. Der Gegner verlor hierbei vier Flugzeuge, und zwar zwei im Luftkampf, eines durch Flakartillerie und eines durch Marineartillerie. Der Feind warf in der letzten Rächt in Rordwest- undMitteldeutfch- land eine kleinere Zahl von Spreng, und Brandbomben auf Wohnviertel. Außer einer geringen Zahl Toter unter der Zivilbevölkerung entstand nur leichter Sachschaden. Genaue Feststellungen haben ergeben, daß bei dem am 10. Februar gemeldeten Angriff von Fernkampfflugzeugen gegen einen britischen Geleitzug westlich der potugiesischen Küste insgesamt sechs Schisse mit 29 500 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum versenkt worden sind, wie bereits gemeldet, wurden beim Angriff auf das Reichsgebiet in der Rächt zum 11. Februar fünf weitere feindliche Flugzeuge abgefchosfen, fo daß sich die Gesamtzahl der am 10. und in der Rächt zum 11. Februar vernichteten britischen Flugzeuge au' 38 erhöht. Oberleutnant von Werra nach seiner Flucht aus Kanada. Kilometer westlich der portugiesischen Küste, etwa in der Höhe der spanischen Hafenstadt ! Cadiz haben sie einen stark gesicherten feindlichen Deleitzug angegriffen und dabei sechs Schiffe mit uisgesamt 29 500 BRT vernichtet außerdem drei Schiffe mit 20 000 BRT beschädigt. Zum ersten Male ist ein solch großer Angriff aus der oegenzustellen versuchten, wurden abgeschossen. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Der Flugzeugführer hat sich durch Fallschirmabsprung gerettet In Rordafrlka nichts besonderes zu melden. 3n OstasrIka entwickelten sich im Keren- A b i ch n i 11 den ganzen gestrigen Tag hindurch erbitterte Kämpfe, an denen sich die Luftwaffe auf beiden Seifen beteiligte. 3m 3ubaLand hat eine feindliche motorisierte Kolonne, unterstützt von I Luftangriffen. Afmadu besetzt. 3n Kenia hat Fernbomber beherrschen den Atlantik. Der Schlag an der portugiesischen Küste.-Lieber S30 000 BRT. feindlichen Schiffsraums wirksam bekämpft. Von Kriegsberichter Ludwig von Danwitz. e. >d oerfleta lende e niebrign en Wch» L80 JH 9, ffiirfa Rothaut ö iben 12 di, 10 bis 11 . 8 kg 3 K kg 3! Das ist eines der K * '«Oen Fernkampfflugzeuge vom Typ Focke-Wulf „G o n b o r" t)te in letzter Zeit der britischen Flotte empfindliche Berluste beigebracht, haben. (Scherl-Büderdienst-M.) hatten. Oer italienische Bericht. Born. 12. Febr (BBB Fun"-"-iickiI Der Nenlsche wehrmachlbericht vorn Mittwoch hat genöen Wortlaut: Sif’nhrern hält , uno oir airanntnr inrw ’n1 vroiiun? uu»u» . Dobei bebouten sechs Monate eine Sammlung i Beistand an den Laudope rationeu ausgezerchnel, in-, von Addis Abeba gemacht, wobei es neun Tote,! tut von Erfolgen, sondern auch von Ersayrunge . AN der griech11chen J t °n ' v°'r°.,Men,n- nnjere Zink °w 4 und 1°. Februar oier s-'ndttche i abtn,ehrlichen Fluch, aus fornmenstöße und Artilleriefatigkeil 3n den Komp Ttugzsuge abgescholsen Lin weiteres Flugzeug vom | ^QnQgQ amerikanisches Gebiet zu retten Unser hm dieser Tage hoben sich das 4 Lustoefchwider Gtoster Tnp wurde im Sudan abaeschosien. Der ^nkbild zeigt Oberleutnant von Werra (rechts) unh die atbaniiche Lnstw^fst besonder« durch ihren ^elnd ha» einen Cuffannriff ""I den Flughafen „ach seiner Flucht vor dem deutschen Generalkon» ' l fulat in Neuyork. — (Associated-Preß-M.) Annabmr von Anzerae« für die Mittagsnummer biäS'/Jlbr desBorniittagS Anzeigen-Preile: Vlnaeiaenteil 7 Rvi ie nun bei 22 mm Seilenbrette# Wertteil 50 Nvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wtederholun g '.Waiftaffdl Abschlüsse Mengenitassel 8 Plnvvorschrtft (öorbertge Vereinbarung) 25" <> mehr K SS iteht der Atlantik außerhalb der Blockadegebiete rtad) wie vor der neutralen Schiffahrt offen, aber fein Neutraler darf sich in einen britischen Deleitzug hineinwagen. Gemäß den Völker- rechtsbestimmungen wäre das ein glatter Bruch der Neutralität. Welche Dolgen ein solcher Neutralitäts- 5rutf) haben kann, das haben unsere Fernbomber 'fhon bei ihrem ersten Auftauchen innerhalb der Sperrzone höchst anschaulich gezeigt. Der britischen Admiralität muß ein gewaltiger Schock in die Glieder gefahren sein, als ihre Funk- llahonen die Notrufe der sinkenden und beschädigten Schiefe auffingen. Da man ja drüben die „Pause" -enießt. hat man ja Gelegenheit, sich vor Augen zu Men. daß hier den Deutschen der bisher größte Schlag der Flugzeuge gegen Schiffe gelungen ist Mögen die Briten von der „Pause^ reden, unsere Fernkampfslieger kennen reine Pause. So war es in den letzten Tagen ^gegangen: Hauptmann D vernichtete mit Drei Dolltresfern einen britischen Frachdarnpfer von 5000 Tonnen Das Schiff zerbrach. Oberleutnant B. traf ebenfalls i einer. 5000er mit zwei Bomben, die eine mächtige ^Krplofion hervorriefen, und beschädigte zwei Tage \ päter einen Frachter von 3000 Tonnen. Wieder | roei Taae später trat Oberleutnant H. einen Frach er von 4500 Tonnen mit zwei Volltreffern. In vier !Minuten war das Schiff gesunken Tags darauf gelang es Hauptmann Fl. einen Frachter von 3700 Tonnen zu beschädigen Ein paar Tage später führte >>erleide Hauptmann die deutschen Fernkampfbom- frer zu einem großen Angriff westlich der portugiesischen Küste, bei dem neun Britenschiffe daran glauben mußten. Seine Fernkampfgruppe bat mit die- (em Schlag in den ersten zehn Februartagen ins- lefamt 65 700 BRT feindlichen Handelsschiffsraumes wirksam bekämpft. Hier spiegelt sich in Zahlen ein glanzvolles Bild iliegerischer Leistungen und soldatischen Schneids. , Lin paar Tage nach Neujahr im angenehmen Erinnern an das kleine Fest, das wir zum Jahresende begangen hatten, war von einigen Unent» »egten schon nach neuem Anlaß zum Feiern gesucht ' «orten „Sachte, sachte", zügelte der Kommandeur t»ie Stimmung, „man kann nicht alle Tage Feste •-eiern, aber so in zwei Monaten, wenn wir unsere 500 000 Tonnen voll haben, dann soll wieder ein ’ «’.-uDoenfeft steigen" 500 000 Tonnen bekämpfter I kindlicher Hondelsschiffsraum wurde damals zum I BorläuHgen Ziel Es zu erreichen hatte die Gruppe J iber nicht 2 Monate, sondern gerade vier Wochen i gebraust, und schon ist die halbe Milli o n I im weitere 50 000 Tonnen überschritten ..Es geht auf die erste Million zu", hat einer I vor Freude ausgerufen, und jeder schwört darauf. | b-aß die Gruppe schon bald zum Tonnen-Millionar wird Wie der Wehrmachtbericht meldet, sind von I b-en 550 000 Tonnen nicht weniger als 350 0 00 I To n n e n v e r n ich t e t worden Wenn eine Kampfgruppe nach einem Jahr I E.i n s a tz ihre erfte halbe Million Britentonnen I »fern kann, hat sie wahrhaftig Anlaß, voll Stolz | Rückblick zu halten. Der Handelskrieg, wie ibnum I lere Fernbomber draußen auf dem Atlantik fuhren. I 5at erst eine kurze Geschichte. Aber wie inhaltsreich • diese Geschichte ist, das wird jedem klar, wenn er | ich an die vielen Erfolgsmeldungen erinnert. Die lurch die deutschen Webrmachtberichte gegangen | inb Auch mancher Dovpelerfolg ist dabei geroelen Troße Schläge waren darunter, so die Vernichtung I b-er Empreß of Britain" durch Oberleutnant 3 o P e innb der gleichfalls von Hauvtmann F l i e g e l ge- ührte Angriff auf eine Kindliche Sch'f sansamm- | iiung in einem schottischen Fiort Schließlich lüftete I rdch der Oeffentlichkeit auch das Geheimnis der,^ug- ieuge mit denen diese sensationellen Siege erfochten I ^Schlm sind die Namen einzelner Condor-Kom- [ nanbanten berühmt geworden Aber wenn wir 'M Arbeitszimmer bes Gruppenkommandeurs d'e groRe k Wandtafel betrachten, auf der über die Angri fe I c-uf feindliche Schiffe Buch utnnnt H. kommen schon auf 10 000 Tonne > Hl^chmäßia wachsen die Ziffern und es ist erstaunlich wie glänzend sich der Nachwuchs in d'e. 4M Wettbewerb mit seit Monaten erprobten ^inan p°rt ehfcl •""loo le"X I Een üt., I D't?ini> M $ ieichen ober nv Qelouif, li-, lmel)r k fein uni Jr Äöm.-, 'dt> h 9 iuk lurchschui) 'ssliches ij, 121nleihir. leichter cJ > allein y M trauen seichen mj Rom, 13. Febr. (Europapreß.) lieber den An- 'dem sie in ständigen wirksam siegreichen Akkionen griff auf ben griechischen Flughafen 3annina >m eingriffen. 3m Verlaufe des gestrigen Tages haben Epirus berichtet „Giornale d'Jtalia", daß dieser Flugzeugformationen wiederum Verbinbungslmlen, durch vier gut gelungene italienische Attacken in Verteidigungsstellungen und feindliche Truppen einen wahren Flug.zeug Friedhof verwandelt woc- bombardiert, mit Brisanzbomben und mit Rlaschi- den ist Zehn Flugzeuge wurden bei d'esem.Jlngr',i nengewehrfeuer belegt. Es wurden auch militärische ^*^-8 o'bin", e r S ö r* ^meirnal mürbe L°- 3«» «" ChOti"“ ri Ha, einmal Preoeso und einmal der Hafen 3agbfliegeroerbanbe haben im Tiesflug den Flug- Portos bombardiert Hervorzuheben ist, daß bei ! platz von 3anino angegriffen und am Beben <*0)1- ben Angriffen auf den Flughafen Iannina zwei qe» zehn Gloster-Flugzeuge zerstört. Zwei weitere Flug- roaltige Explosionen Volltreffer in da s TI u» ^euge desselben Typs, die sich unserem Angriff ent- nitionsdepot und wahrscheinlich auch in das ..... Treib st offlager bezeugen Nach den wieder- holten Angriffen der Bomber haben schließlich in der letzten Welle die Jäger im Luftangriff mit Maschinengewehren noch alles das zerstört, was bie Bomben bei ihrer groben Arbeit bisher verschont (PK.)......13. Febr. kDNB) Mit einer neu-1 Schon bie regelmäßigen Langstreckenstuge wie sie artigen Tlelbung hatte soeben der Wehrmachtbericht1 jetzt mit den Fernbombern tagtäglich und bei jeder einen großen Erfolg deutscher Fernkampfflugzeuge Wetterlage durchaejuhrt werden, waren ohne beruhtet. Bisher waren d utsche Erfolge durchweg Vorbild und erörterten eine gewaltige Aufbau- so und jo viele Hunden Kilometer westlich Jr- - - - ...... - - - sand errungen worden Dieses „westlich Irland^ war gewissermaßen zum Stichwort für den Ein „Menschenrechte" — drüben und bei uns. Bon Hclnutt Sündermann Stabsleiter des Neichspressechefs. „Den Menschenrechten ziehe ich die Rechte der Engländer vor" — diese gewiß eindeutige Fest« tellung des in England jo hochgeschätzten lüdischen Zrimerministers ©Israeli hindert seine Nachfahren nicht daran, in jeder ihrer zahllosen Reden, mit denen sie sich den Winter verkürzen, als Grund für ihren Krieg gegen Deutschland hervorzuheben, daß es ein „Kampf für die Menschenrechte" sei, den das britische Empire führe Der Ausdruck „Menschenrechte" erscheint ihnen im allgemeinen genug zll fein, um ihn gebrauchen zu können, ohne sich für die Zeit nach dem Kriege zu irgendwelchen Taten zu verpflichten. Was bie englischen Lorbs als ..Menschenrechte" verstanden zu wissen wünschen — darüber haben sie jedenfalls bisher ebensowenig gesprochen wie etwa über ihre „K r i e g s z i e l e", die das englische Volk nun schon seit anderthalb Jahren vergeblich zu erfahren wünscht. Wenn wir deshalb — mangels näherer Erklärungen von jen- eits des Kanals — uns der Mühe unterziehen, unter der Phrase von bem „Kampf für die Men- chenrechte" nach einem realen Gebanken zu suchen, so müssen wir uns mit ber Frage beschäftigen, welche Auslegung bes allgemeinen Begriffes der „Menschenrechte" bie englischen Redner und Artikelschreiber wohl im Auge haben. Am nächsten dürfte die Möglichkeit liegen, daß man in London — wenn überhaupt an etwas — an bie sogenannten „Menschenrechte" gedacht hat, die während der französischen Revolution 1789 verkündet wurden. Wir wissen nun allerdings, welche verhängnisvollen Folgen die Verherrlichung des Egoismus der Einzelperson für die Völker gebracht hat, welcher Denkfehler es war. zu glauben, daß bas freie Walten bes menschlichen Eigennutzes bas natürlichste Orbnungsprinzip ber Gemeinschaft sei. Wir verschließen uns aber nicht 2 MoiE erurteilt $t| hrt, daß M len Wil en In M n Handl« §1 en j . diese U» . des W' [berung. OIL hverhalb?• I inbigen^l oerbnW i empfehl i MM I pinggl den Ki« ■ verpMZ i den eW ben. 34 N r Deine Dj er/ . j Worte nDjl schreiben, ine in --Z leuborf M $ insgEI infunddtt^ ter, nachts I Verhalts 'Öl nach 15 unh "l । ein'96 1 in hnle < I l"a* » Ä GietzenerAnzeiger Brflblfdjt Untoerntätsbrudrret H. langt General-Anzeiger für Gberhesfen ettfien."sd)ul#ra6t Z-» arbeit, die nicht nur der Ausbildung ber Besatzun “ gen, sondern auch der Weiterbildung galt. Zugleich !- lernten die Flieger und svezialisierten sich auf das i» ihnen bislang fremde Gebiet des Anflugs a u ’ -* Schiffsziele. Es ist kein Zuiall, wenn die Zahl der vernichteten Tonnage die Zahl der beschädigten immer stärker überflügelt. Aber nicht nur die 6 i • cherheit beim fielen wuchs, sondern es schärfte sich auch ber Blick für ben Atlantik und die Vorgänge auf ihm. Mehr und mehr bekam bas Auge ben sicheren Blick des Seemannes, bem auch bie I der Erkenntnis, daß viele der Gedanken, die vor 150 Jahren über das Zusammenleben der Menschen überlegt und ausgesprochen wurden, manchen Fingerzeig zur Erkenntnis des Weges nach der wahrhaften und natürlichen Ordnung beigetragen haben. Und auch in der Erklärung jener „Men- schenrechte", die einst von Pariser Literaten aus- O wurden, finden sich in ihren Hauptpunkten ätze, die den nationalsozialistischen Erkenntnissen ebenso nahestehen, wie sie von der britischen Privilegienphilosophie durch eine ganze Welt getrennt sind: „Die sozialen Unterschiede können nur auf den allgemeinen Nutzen gegründet werden." — „Das Prinzip aller Souveränität liegt dem Wesen nach bei der Nation. Keine Gesellschaft und kein einzelner kann ein« Autorität üben, die nicht ausdrücklich von ihr ausgeht." —• „Da alle Bürger vor dem Gesetz gleich sind, sind sie auch in gleicher Weise zu allen Würden, Stellen und öffent- lichen Aemtern zugelasien, je nach ihrer Fähigkeit und ohne anderen Unterschied als den ihrer Tugenden und ihrer Talente." Diese Formulierungen der „Menschenrechte" von 1789 zitieren — das allein heißt schon beweisen, wie weit btt britische Gesellschaftsordnung von den Parolen entfernt ist, für die die Kriegshetzer von der Themse prahlerisch zu kämpfen vorgeben. Wir brauchen nur an die unbestrittene Tatsache zu erinnern, daß der Milliardenreichtum des britischen Weltreiches in die Taschen weniger tausend Familien flieht, um zu erkennen, wie merkwürdig sich in der englischen Praxis die Forderung auswirkt, dah die sozialen Unterschiede „nur auf den allgemeinen Nutzen gegründet werden". Wir haben uns nur der Farce des britischen Parlamentes zu erinnern, dessen Sitze nach einer kürzlichen Darstellung der ßonboner „Picture Post" mir solchen Bewerbern erreichbar sind, die etwa 15 000 RM. jährlich und zusätzlich noch 20 000 RM. in jedem Wahlkampf aufzubringen in der Lage find — um zu wissen, wie sehr in England die Souveränität „bem Wesen nach bei der Nation" liegt. Und ein Blick auf die Statistik, die den Anteil von „Eton"- und ,Harrow"-Boys an den führenden Posten des ganzen Empire ausweist, genügt zur Aufklärung darüber, wie die führend« Schicht hn England von 1941 „ot)ne anderen Unterschied als den ihrer Tugenden und ihrer Talente" ausgewählt ist! So merkwürdig diese Beiträge der englischen Wirklichkeit zu den so laut verkündeten Idealen der einstigen französischen „Menschenrechte" zu werten sind, so traurig und brutal enthüllen sich die Phrasen vom «Kampfe Englands für die Menschheit", wenn sie gemessen werden an den Prinzipien, die sich als die wahren Fundamente eines glücklichen Lebens der Völker erwiesen haben und um die der deutsch-englische Kamps heute geht. Wenn wir es unternehmen wollten, diese Grundlagen einer wahrhaft natürlichen Ordnung als „Rechte" zu formulieren, dann schiene uns zum Beispiel d a, Recht des freien Wettbewerbes unter den Völkern eines der wichtigsten Gesetze zu sein. Denn es ist allein di« ,,G l e i h e i t d e r Bedingungen" — wie Dr. Dietrich kürzlich formulierte —, di« die Entfaltung wahrer nationaler Leistung und menschlicher Größe herbeizuführen vermag. Sie fordert aber gebieterisch den Sturz jener Prinzipien, mit denen das britische Weltreich Jahrhunderte hindurch den schöpferischen Kräften des europäischen Kontinents den Wettbewerb auf dem Felde der übrigen Welt versagt hat. Wie es unsinnig und verbrecherisch ist, im eigenen Vokke durch starre Standesgrenzen dem Tüchtigen den Aufstieg xu den Aufgaben zu verwehren, zu denen feine Leistung ihn berechtigt, so bedeutet es einen unheilvollen Verstoß gegen das Grundgesetz jeder menschlichen Ordnung, wenn eine Gruppe von Machthabern für sich den Anspruch erhebt, drei Mer- tel der Welt zu besitzen und jeden mit Krieg überzieht, der — pochend auf seine Leistung und seine Kraft — nichts anderes fordert als das gleiche Recht zum Wettbewerb! Dieses Recht hat England bisher jedem bestritten, der es forderte. Ob es Japan ist, das im Fernen Osten kraft eigener Leistung fein Reich zu errichten beginnt, ob Italien im Mittelmeer seinen Platz an der Sonne fordert ober ob Deutschland entschloßen ist, im Kreise der Nationen feinen Platz einzunehmen, auf den es dank feiner Leistungen für die Menschheit Anspruch hat — immer ist es die herrschende Kaste in England, die auf das ver- gilbte Papier angemaßter Privilegien pocht und ie Hilfe der ganzen Welt herbeiruft, um mit der Gewalt der Waffen einen friedlichen Wettbewerb unter den Nationen ebenso zu verhindern, wie es ibn auch im eigenen Volke immer unterdrückt hat. Denn was das Recht auf den Wettbewerb unter den Dottern ist, das ist d a s R e ch t a u f s o z i a l e Ordnung innerhalb der schaffenden Gemein- schäft. Die Forderung nach der „gleichen Chance für jcben", nach dem „Erfolg für den Tüchtigen" und nach dem Anteil aller an der Entwicklung der nationalen Lebensführung schlägt dem kapitalistischen Feudalsystem ins Gesicht, sie ist aber gleichwohl bie Voraussetzung jedes menschlichen Fortschrittes. Sie stürzt die Throne der Geldherrschaft, und sie sprengt die morschen Festungen des Kasten- 9elftes. Im Geiste der Schillerfchen Forderung: „Was du ererbt von deinen Vätern haft — erwirb cs, um es zu besitzen" errichtet sie eine Gesellschaftsordnung, die nicht Ansprüche aus der Vergangenheit, sondern nur Leistungen der Gegenwart anerkennt. Dieses Recht auf soziale Ordnung legt das Lebensschicksal des einzelnen in seine eigene ganb — es ist der alleinige Schlüssel zu irdischem Gluck nnb innerer Zufriedenheit. Die Verweigerung dieses Rechtes istdieUrsacheallersozialen Revolutionen der Menschheitsgeschichte — auch jener Umwälzung auf der englischen Insel, bie der Londoner Privilegiertenklüngel durch den Krieg von 1939 zu verhindern versuchte, und die nun um so tiefgreifender sich vorbereitet. Zu diesen Prinzipien des freien Wettbewerbes der Völker und der sozialen Ordnung in der mensch- lichen Gemeinschaft glauben wir auch jenes Ersor- berms rechnen zu müssen, das — feit es ein Zusammenleben der Menschen gibt — Gegenstanb der vielfältigsten Experimente gewesen ist: Die Orga. nisierung d ex staatlichen Ordnung. Für sie kennen wir Nationalsozialisten nur eine Forde- rung und ein Recht der Volksgenossen: das Recht auf eine Führung, bie vom Volke kommt undnurbemVolkedient! Auch dies ist eine Forderung, bie in Deutschland heute eine Erfüllung gefunden hat, wie niemals zuvor in seiner ganzen Geschichte. Wir haben nichts gemein mit der eng- lischen Methode, bie sich im Parlament jene verlogene Institution geschaffen hat, bie bem Volk ein Theater vorzufpielen hat, um es über die wahren plutokratifchen Machthaber hinwegzutäufchen. Dem deutschen Volke, das lange genug die parlamenta- rischen Irrwege beschritten und davon nichts an- deres in Erinnerung behalten hat als den Ekel vor brr polittschen Geschästemacherei, kann man mit und grelle Theatervorhänge hinter denen sich Bulgarien und -er Krieg könne „Seelische Planung" in Ungarn Von unserem Dr. Sch.-Korrespondenten. Sofia, 12. Febr. (DNB.) Das Regierungsblatt „Dncs" schreibt, die bulgarische Außenpolitik werbe nicht vorn Zufall ober von der Einstellung gewisser Parteien und Gruppen desttmmt, sondern vom Willendes ganzen Volkes,da sie seinen Lebensinteressen entspreche. Ueberbies fei sie die Politik eines Volkes, das in der Vergangenheit ein ferneres Unrecht erlitten und stets mit Offenheit und Klarhett auf Wiederherstellung der Gerechtigkeit bestanden habe bei gleichzeitiger Bereitschaft, für feine Lebensinteressen einzutreten. Diese Politik könne keinen Einflüssen unterliegen, die Voll und Staat abträglich seien. Sie werde auch in Zukunft verfolgt werden. Der ehemalige Minister Smiloff weist in der Zeitung „Utnr darauf hin, daß bie bulgarische Politik im Augenblick ihr Hauptaugenmerk auf ben Krieg lenken müsse. Die schicksalhaften Ereignisse, bie Europa und Bulgarien erlebten, müßten in ihrer ganzen Tiefe richtig beurteilt njerden. Der gesunde historische Geist des bulgarischen Volkes werde alter erreichten Rekordbesuch von über 7000 Besuchern auf, bie in der Mehrzahl mit.ihren schmucken alten deutschen Volkstrachten erschienen waren. Der Schwabenball ist ein echter Dolksball. auf dem alle Unterschiede und Schranken, die trennend wirken könnten, aufgehoben sind, auch in diesem Sinne zugleich Kundgebung und Symbol der völkischen Zu- sammenaehörigkett der Deutschen in Ungarn. In diesem Jahre nahmen erstmals an ihm die Volks- deutschen der rück gegliederten Siebenbürger Landesteile mit einer großen Abordnung teil, um auch auf diese Weise ihre Zugehörigkeit zum großen deutschen Volk zu bekunden. Die deutschen Volksgruppen aus Jugoslawien, Rumänien und der Slowakei hatten sich mit eigenen Abordnungen eingesunden. Es war em Ehrenfest des Deutschtums, das jeden volksbewußten Menschen mit Stolz unb Bewunderung erfüllen mußte. OasOeutscheWiffenschastliche Institut in Budapest. Budapest, 12. Febr. (Europapreß.) In der Aula der Budapester Universität fand die Eröff- nuna des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts durch den deutschen Gesandten Dr. v. Erdman n sd o r f statt. Als Ehrengäste nahmen teil Ministerpräsident Graf Teleki, Kultusmini ter Dr. H o m a n und der Präsident der Ungari ch- Deutschen Gesellschaft, v. Tasnady-Nagy, ferner der Rektor der Universität Budapest sowie Vertreter der italienischen Gesandtschaft und des italienischen Kulturinstituts. Von deutscher Seite waren zugegen der Präsident der Deutschen Akademie :n München, Ministerpräsident Siebert, der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Generalmajor a. D. o. Massow, der Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft Berlin, General- leutnant a. D. Glaise v. Horstenau und die Rektoren der Universitäten Berlin, Wien, L e i p z ig und Breslau. Gesandter von Erd- mannsdorf dankte den ungarischen Stellen für ihre entgegenkommende Mithilfe bei der Errichtung des Instituts. Gesandter o. Twardowski übermittelte die herzlichen Wünsche des Reichsaußen- minifters. Nach Ansprachen des Rektors der Universität Budapest, des Staatssekretärs im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung unb Volks- bilbung Dr. Zschintzsch unb des Kultusministers Dr .H o m a n hielt der deutsche Gastprofessor an der Universität Budapest und Leiter des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts, Prof. Dr. Frey er, einen Vortrag über „Gemeinsame Probleme der deutschen und der ungarischen Wissenschaft". Die Feier schloß mit bem Gesang bet beutschen unb ungarischen Nationalhymnen. Das neueröffnete Deutsche Wissenschaftliche Jnsti- tut steht in erster Lime ben an der deutschen Wissenschaft interessierten ungarischen Kreisen zur Der- Fügung. Eingegliedert ist eine Sprachadtei - l u n g unter der Leitung des Universitätslektors für deutsche Sprache, Dr. Häckel, mit der Aufgabe, bie Kenntnis der deutschen Sprache in Ungarn zu verbreiten, vor allem durch Abhaltung von Sprachkursen unb Einrichtung von Sprachschulen. Die be- schränkten Möglichkeiten zur Fortbilltung in der beutschen Sprache werden sich dadurch wesenttich erweitern, womit bie Voraussetzungen vertiefter kultureller Annäherung geschaffen nrrten. Hier schaltet sich die Deutsche Akademie ein, indem sie bie notigen beutschen Sprachlehrer zur Verfügung stellt. Dinge abwarten. In diesem Kriege hieße es: Jetzt ober nie! Und seine Folge sei bie endgültige Beseitigung des Versailler Systems. Die Zeitung „Sora" sagt, es fei für jedermann verwunderlich, bah Churchill von Bulgarien wünsche, es solle seine Neutralität verlassen unb an Seiten der- j e n i gen zur Waffe greifen, die bas bulgarische Volk ausgeplünbert unb entehrt haben. Der englische Ministerpräsident habe viele marine Worte gefunden, um Hoile Selassies Unglück zu bedauern, von Bulgarien spreche er mit einer unerklärlichen Erbitterung. Man könne erwarten, baß Churchill bie Wiedergutmachung der Ungerechtigkeiten verspreche, indessen aber stoße er Drohungen aus. Das, was er wünsche, fti die Einmischung Bulgariens in ben Krieg auf Seiten Großbritanniens. Bulgarien solle das erreichen, was Großbritannien mit seinen Verbündeten unb den 100 Divisionen, bie den Demokratien auf dem Balkan zur Verfügung gestanden hätten, nicht zustande- gebracht habe. Wenn von Bulgarien verlangt werde, daß es gegen Deutschland antrete, so fei das gleichbedeutend mit dem Wunsch es solle Selbstmord begehen. Hatten etwa jemals die Angelsachsen Gelegenheit gehabt, in großen Volksabstimmungen zu den Fragen chres Schicksals unmittelbar Stellung zu nehmen, wie es im verlästerten Reich der Unbulö» fomfeit innerhalb von einigen Jahren nicht weniger als viermal der Fall gewesen ist? Kann etwa im England der „freien Meinungsäußerung" ein einfacher Volksgenosse zu denen gehen, bie sein Schicksal gestatten — unb sei es auch nur ein kleiner Beamter — unb offen von dem sprechen, was ihn bedrückt, wie es bei uns bei allen verantwortlichen Männern — von der Ortsgruppe bis zu den führenden Persönlichkeiten des Reiches felbstverständ- licher Brauch ist? Das offene Wort von Mannzu Mann ohne Standesunterschieb durchzieht unser ganzes nationales Dasein. Die Lords freilich verstehen nur bie Sprache des Gelbes, nach dem sie ttachten, nicht die des Volkes, das sie beherrschen! Gewiß, der „freie Engländer" bars sich im Hydepark auf einen Stuhl stellen unb eine Rede halten — aber niemand hört i h m zu! Auf welchem Gebiete auch immer wir Englands Kriegsparolen antreffen — überall erweisen sie sich als eine traurige Farce, als leere Trompetenstöße Ferner wird im Institut die akademische wü kulturelle Abteilung, bie praktisch öü Nachfolge des schon bisher bestehenden Austausch d i e n st e s antritt, ihre Wirksamkeit aufnehmen unj darüber hinaus bas deutsche kulturelle Leben, d9 1«W denen bebeuttn* Willkür, k uien. to»> erinj )en und M !-!«< nb 0em^ Berlin, 12. Fedr. (DRB.) Wie verantwor- dngslos die berufsmäßigen amerikanischen Hetzer e?gen Deutschland vorgehen, ist aus einem Dementi z, ersehen, das die haitianische Regierung durch Mr Mner und Hetzer im neuenEuropa kem Platz Reichspreffechef Dr. Dietrich spricht zu Vertretern der Auslandspreffe. zi ersehen, das die haitianische Regierung ourcy bren Gesandten in Washington erklären ließ. Als lächerliche Erfindung wurde dabei die von einem rmerikanischen Reifenden namens Simms verbrei- dte Meldung über die Existenz eines beut- schen Flottenstützpunktes auf Halt i ge- Iranbmarft und zurückgewiesen. Die amerikanische Hetzpropaganda hat wieder einmal bewiesen, daß i3 ihr in Verfolgung ihrer gehässigen Ziele nicht lerauf ankommt, die anderen Rationen des ame- ikanischen Kontinents trotz der laut aepriesenen «Gute-Rachbarschaitspolitik" bei jeder Gelegenheit Buenos Aires. 13. Febr. (DRV.) Der noch » immer wegen Krankheit von den Amtsgejchaften bell i r la übte Staatspräsident Dr. Ortiz, der in der ■ ätzten Zeit im Zusammenhang mit der mnerpolt- W tischen Krise verschiedentlich in den Vordergrund \ («traten war, hat in einer Botschaft an bas argen- r Nische Volk ausgeführt, daß es im Augenblick der ■ lonftitulioneUen Verwirrung die Aufgabe der 1 ktaatsführung fei, der Ration den Weg zur Ueber- | »inbung der Krise zu weisen. Seit seinem Amts- 1 («tritt habe Ortiz das Einhalten der ©cfeße als iiöchste Pflicht betrachtet, daneben die Ueberbruckung irr Gegensätze im Volk, das nicht in Sieger und Aesiegte aufgefpalten werden dürfe. Aus diesem hbprinth her Verwirrung gebe es nur einen Weg, im nicht Gefahr zu laufen, daß die Ratton in ein Chaos gestürzt werde- Eintracht im Glauben an lie republikanische Sache, Rückkehr zu Verfassung- nötigen Zuständen und uneigennützige patriotische Sflid)terfüllung. gen wurde, die sich bereits heute vergeblich bemühen, ihre Schande zu verstecken.- _ Der Reichspressechef prangerte die Auswüchse einer schmutzigen Pressemoral in gereiften Ländern an die oft genug den Romen anständiger Jour- nalisten und nicht selten in den Heimatredaktionen die Berichte der Korrespondenten umfälschen, weil man dort einfach die Wahrheit nicht ertragen könne. Wir pflegen einen anderen Iourn alis- m u sw, so rief Dr. Dietrich aus, „den Journalismus aus eigener innerer Verantwortung. Wir wollen hier keine Söldner der Lüge, sondern Vertreter der Wahrheit! Wir wollen in unserem Lande keine Werkzeuge der Kriegshetzer, sondern Verfechter der wahren Interessen der Völker! Die Reform einer entarteten Presse, die die systematische Verdummung ganzer Völker betreibe, sei deshalb auch eine Aufgabe bei der Neuordnung Euro- pas Die Lügner und Hetzer sollen in Europa keine Bleibe mehr haben? Wir wollen sie in ihrer ganzen Verwerflichkeit bloßstellen und ihnen das Handwerk legen, damit wieder Glück und Frieden bei den Völkern einkehren können. Es hieße die Grenze der Torheit überschreiten-, so schloß Dr.Dietrich, „wenn man dieser Lügenhetze nicht mit der Deutlichkeit entgegentreten wollte, die ihre Anmaßung nerbient.* Die Ausführungen des Reichspressechefs boten viel- fache Anregungen bei der sich anschließenden zwangs- losen Unterhaltung, die Dr. Dietrich und seine aus- ländischen Gäste noch lange vereinte. rett werden könnten. Insbesondere vermöge das Uugzeugbauprogramm der Vereinigten Staaten für I :141 nur geringe Hilfe zu bringen. Schließlich ’ hte er seine Stellungnahme zur Hilfe Englands | n der Feststellung zusammen: Großbritannien wird I rel(eid)t zugrunde gehen, wenn sich die Hilfe Arne- | rfas als nicht wirksam erweist Aus wiederholte Anfragen lehnte Willkie mit I jusflüchten die Erinnerungen an seine Wahlreden 0, in denen er Roosevelt zum Vorwurf gemacht btte, daß der Präsident das Land zum Kriege f.ifhetze. Als der Republikaner Vandenberg tue schlüssige Antwort von Willkie auf die Frage prlangte, ob die Englandpolitik der Vereinigten Hnaten nicht zwangsläufig den Kriegs ei n- tritt bedinge, versuchte Willkie zunächst mehrfach cuszuweichen, bis Vandenberg nochmals die kantete Frage an Willkie richtete, ob die England- ; Hfe nach feiner Auffassung schließlich den Äriegs- rntritt der Vereinigten Staaten bedeute Willkie tequemte sich daraufhin zu der vorsichttgen Antrott: ,Hch möchte sagen, nein!* Haiti dementiert amerikanische Hehmeldungen. Der Reichsführer ff hat als Reichskommisiar ür die Festigung deutschen Volkstums Richtlinien für ben länblidjen Aufbau in den neuen Ostgebieten erlassen. Aus volkspolittschen Gründen wird den Rormalbauernstellen, deren Arbeitsverfassung vor- wiegend durch familieneigene Arbeitskräfte de- stimmt ist, der Vorzug gegeben. Art und Große der Höfe soll durch eine Bodenfläche bestimmt fein, die kinderreichen Familien eine gesicherte Lebens- qrunblage bietet, die der bäuerlichen Familie die volle Teilnahme am sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Austausch bietet Bei der Großenbemes- fung wird also nicht mehr von dem Begriff der ausreichenden Ackernahruna ausgegangen. Die An- Ordnung bestimmt, daß bei mittleren Verhältnissen eine bäuerliche FarnilienwirtsHaft einen Umfang von 25 bis 40 Hektar haben soll. Bei ungünstigeren Wirttchaftsbedingungen sind größere Betriebe vor- zuiehen Reben dem Kern der Bauernwirtschaften und den größeren Betrieben sollen kleinere Be- triebsgräßen für Spezialbetriebe sowie jur Landarbeiter. und Handwerkerstellen gebildet werden Da das bäuerliche Leben eigene Mittelpunkte haben muß, gehört immer zu einer Gruppe von Dörfern ein Hauptdorf. Die Hauptdorser müssen von den ihnen zugeordneten Dörfern noch zu Fuß gut erreichbar bleiben. In ihnen werden roirt- schafttiche und volksgemeinschaftliche Anlagen ihren Platz rinden, die eine größere Beteiliguna erfordern, wie Gemeinschaftshäuser der Partei, Feierhallen, Festplätze, Sportfelder, Lagerhäuser, Reparatur- Werkstätten, weibliche Arbeitsdienstlager. Die Große der Einzeldörfer soll 300 bis 400 Einwohner nicht unterschreiten. Zu den Gemeinschaftsanlagen eines Einzeldorfes gehören das Parteihaus, Bauten der Erziehung und körperlichen Ertüchtigung, Gaststätte mit Saal und Gebäude für gemeinschaftliche Wirt- schaftszwecke. Sorgsam soll die Grüngestaltung tm Berlin, 12.Febr. (DRB.) Reichspressechef Dr. Dietrich gab im Deutschen Auslandklub für Die Vertreter der Auslandpresse einen Empfang, zu dem auch zahlreiche Berliner Diplomaten erschienen waren, u.a. der spanische Botschafter, der chinesische Botschafter, der dänische, ungarische, schwedische, bul- garische, jugoslawische, portugiesische, iranische, finnische und slowakische Gesandte, die Geschäftsträger Italiens. Japans, der Bereinigten Staaten. Der Schweiz, Rumäniens und der Sowjetunion. Der Reichspressechef betonte, daß der faire Geist der Zusammenarbeit zwifchen der Presseabteilung der Reichsregierung und den Vertretern der Aus- landpresfe es ermöglicht habe, daß di^ Männer der Feder aus aller Herren Länder bei uns heute im Kriege ebenso wie vordem im Frieden in ungezwungener beruflicher Freiheit leben und arbeiten können. „Wir brauchen nicht — wie andere — die Welt zu belügen über die Zu- stände, die bei uns herrschen, sondern können ihr Einblick in die Wirklichkeit geben. Wir wollen nicht — wie andere — die außerhalb des Krieges stehenden Völker über die wirkliche Kriegslage täuschen, sondern ihnen durch ihre eigenen Pressevertreter die Möglichkeit einwandfreier 21 u f • flärung verschaffen. Wir wollen uns nicht durch eine geknebelte oder bestochene Presse mit einer widerlichen Moralheuchelei umgeben, sondern uns stolz und freudig zu den soldatischen Tugenden die- fes Krieges bekennen, der uns von denen aufgezwun- Kleine politische Nachrichten. Nachdem Frauen und Kinder der OS^ -Marin«- chfiziere auf den Philippine n bereit» m> leren Monaten noch den Veremichen Staaten zu lückgekehrt waren, werden in Kurze etroa Frauen und Kinder von l^.-Armeeofsizieren auf len Philippinen heimkehren. « Zum 85. Geburtstag des Generalfeldmarschalls fkrei Herrn von B o e h m - E r m o l l i haben ler Führer. Reichsmarschall Göring, Generalfeld. Nlarschal! von Branchitsch. Generalfe^marschavl Rei- lei. Großadmiral Dr. h. c. Roeder, ®cne^Xl- schall von Mackensen, Gauleiter und Re chsstatthai ter Henlein Glückwunschtelegramme übersandt—. Dorf betrieben werden, ferner die Durchsetzung der Feldflur mit Baum und Strauch nach den Grund- , sätzen einer wehrhaften Landschaftsgestaltung. Ins Dorf gehört ein Glockenturm. Die Gehöfte sollen der Landschaft und dem Brauchtum ihrer Bewohner entfprechen. Der Mindestroohnraumbedars der Bauernsamilie ist grundsätzlich auf eine Familie von 10 bis 14 Köpfen abzustellen. In jedem Wohn- Haus des Dorfes ist ein Bad oder eine Duschanlage vorzusehen. Auch für die würdige Unterbringung der Altenteiler ist zu sorgen. Das Ziel einer fünf- tig restlosen Eindeutschung geht aus der Bestimmung hervor, daß die Wohnungen zunächst noch notwendiger polnischer Landarbeiter abseits von der deutschen Siedlung zu liegen haben. Die Kinderbeihilfe. Der Haushaltsvorstand, dem eine Kinderbeihilfe zusteht, muß dem Finanzamt eine Anmeldung einreichen. Die Finanzämter geben Vordrucke dafür ab, sobald sie die Vordrucke vorliegen haben. Die Finanzämter sind ferner verpflichtet, durch öf - fentliche Bekanntmachungen die Familien auf die neuen Vorschriften aufmerksam zu machen. Haushaltsoorstände, die bisher schon Kinderbeihilfe erhalten haben und nur für dieselben Kinder weiterhin erhalten werden, brauchen eine Anmeldung nicht einzureichen. Haushaltungsvorstände, denen Kinderbeihilfe für weitere Kinder ober denen erstmalig Kinderbeihilfe zu gewähren ist, müssen sofort eine Anmeldung einreichen. Familien, die gegenüber der bisherigen Regelung eine Einbuße an Kinderbeihilfe erleiden, muffen die Abfindung beantragen, über die bereits berichtet wurde. Das Finanzamt übersendet den Antrag an ben Landrat oder Oberbürgermeister und an den Kreisleiter der NSDAP, zur Stellungnahme. Widerspricht feiner der Gewährung der Kinderbeihilfe, so ist dem Haushaltungsvorstand ein Fest- sehungsbescheid zu erteilen. Die Ausza h l u n g wird monatlich nachttäglich vorgenommen, rückwir- pr allem auf die aus dem Munde gewisser ameri- dnischer Staatsmänner so oft gehörte Phantasie- frategie, derzufolge im Falle einer englischen Nie- Hage Deutschland sich „wahrscheinlich wittschaft- Ich oder militärisch gegen Lateinamerika unter mög- !d)ft gleichzeitigem südlichen Vorstoß Japans" wen- werde. Unter den Hilfsmitteln für England auf lange $ld)t erwähnte Willkie Flugzeuge, Muni- I o n und Schiffe, gab aber zu, daß es viele hen Fall vorsieht, daß im Stillen Ozean ttn Krieg ausbreche, ober dah die Kriegs- Mahlungen dritter Machte zu einer Gefährdung japanischen Handelsflotte führten Der Ver- reter des Marineministeriums betonte, daß in . (uropa schon lange ein Derartiges Gesetz einge- ihtt sei, während es in Japan nun zum ersten jhl in Anwendung kommen soll. Willkie über seine Englandreise. Bleibt Amerikas Hilfe ohne B-irkung, mutz England zugrunde gehen. N e u y o r k, 12. Febr. (DND.) Nach einer fast zweistündigen Unterredung mit Roosevelt schilderte !ZiUkie Dem außenpolitischen Senatsousschuh fine in England gewonnen Eindrücke. Er wies auf te „schweren und herzerschütternden Verwüstun- t e n der italienischen Jugendorga- ni ation Gil versammelten jungen Sportler un>d Sportlerinnen des neuen Italien vereinigten sich m t der deutschen HI.-Mannschaft und Abordnung, die erstmalig aus italienischem Boden starteten, auf der- Kuppe des Im Weltkrieg erbittert umkömpsten Laitenberges zu einer Feierstunde. Hier hat das faschistische Italien unweit der deutschen Heldengröber von Gallio 88 OOO Gefallenen eine monumentale Ruhestätte bereitet. Längs der sahnenge- schmückten Anmarfchstrahe hatten die Wettkämpfer und Wettkämpferinnen zusammen mit den deutschen Kameraden Aufstellung genommen, als Stabs. fÜhker Möckel zusammen mit dem italienischen Generalvizekommandanten B o n a m t c I im Beinhaus zu Ehren der Gefallenen Kränze niederlegte. Bei dem Vorbeimarsch aller Teilnehmer wurde die deutsche Mannschaft mit besonders herzlichem Beifall bedacht, nachdem die Hitlcrjungen am Vormittag Im zweiten Wettbewerb des Länderkampses Deutschland—Italien den Abfahrslaus in schneidi- Sen Schluszfahrten überlegen unter den spontanen jurufen: „Stukas! Stukas!" gewonnen hatten. Der Führer ehrt einen alten SA.-INann. Wie bereits gemeldet, konnte am 12. Februar der älteste SA.-Mann Deutschlands, Sturmführer Andreas Hofmann, Standarte 7 (Bayreuth) in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 9 5. Geburtstag feiern. Der Stabschef der SA suchte Sturmsührer Hofmann an diesem Ehrentage in seinem Heimatort Presseck auf und überbrachte ihm die Glückwünsche de» Führers und lein Bild mit einer herzlichen Widmung. Stabschef Luhe gab feiner besonderen Freude Ausdruck, dast er ihm feine Beförderung zum Obersturmführer auf Grund seines rastlosen Einsatzes aussprcchen könne. Ueberschwemmung In Kalifornien. Lang andauernde Negcnfälle sowie die rasche Schneeschmelze haben in Ukicih (Kalifornien) ein starkes Anschwellen de» Flusses Sacramento hervoraerufen. In Tehama sind tausend Personen vom Wasser einstefchlossen und in grotzer Lebensgefahr, zumal die Fluten im Ucberschwemmungs- geviet andauernd weiter ansteigen. Auch die Flüsse San Lorenzo und Fresno beginnen das Ufcrgelände zu überschwemmen. Bisher beklagt man acht Todes- opfcr. An einer Stelle Haden die Fluten eine Irrenanstalt völlig eingeschlossen. Da man unter den Kranken eine Panik befürchiet, macht man den Versuch, sie in Booten aus der.Anstalt zu entfernen. Serbisches Hotel In Flammen. In der südserbischen Stadt Skoplse geriet das dreistöckige Hotel „Balkan" in Brand. Da das Hotel teilweise aus Holz erbaut ist, war das ganze Gebäude bald völlig vorn Feuer ersaht, so das; eine Flammensäule von 20 Meter Höhe die ganze Stadt beleuchtete. Um den Brand nicht auf die umliegenden, ebenfalls aus Holz erbauten Gebäude übergrcifen zu lassen, wurde die gesamte Garnison zu Lüscharbeiten herangezogen. Es Ist noch nicht bekannt, ob Menschenopfer zu beklagen sind. Starke Hitze In Brasilien. Brasilien wird in diesen Tagen von einer unge. wöhnlich starken Hitzewelle heimgesucht, die täglich neue Opfer fordert. Allein in den letzten 48 Stunden sind neun Todesfälle durch Hitzschlag einge- treten. Volksschädling hlngerichtel. Am 11. Februar ist der 1914 in Simianowitz (Kreis Kattowitz) geborene Peter Kulas hinge- richtet worden, den das Sondergertcht in Stuttgart am 11. Januar als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Kulas, ein vielfach vorbestrafter Ver- brecher, hat eine große Anzahl von nächtlichen (Ein. bruchsdiebstählen begangen, wobei er sich die Der- dunkelung zunutze machte. vaupnd)Ci|Ueurr Dr .tneDnrf) WildeUn Vaitflr Slellveme,«» * VaupiKDrl'heliero (frnft ®lum|(f)eln. «eroniroorriith Ur $01(11, unb Bilder Dr >tr. W Xirnißc für da« Preu- leion: Tr. Han« Thdriot; (h Stob (Sicfien. Provin-, Wiruclia., u. Sport: tfmu «.iiimdic n. Drud uno Merian itirühl-dir Llnii-er-iiairOrurferei W. Van^e > G, Beriaqeieuer Tr. • flnn ^r-ä, Hamann itlnzeipenie ier (xm» v.ct >n-m< - 1 d- ftr h<-n inl’nl- her'«in r'nen fberhnr ffftmme -Pi - Leihgestern, den 13 Februar 1941. Elisabeth Seim, geb. Lieh Schotten, den 11. Februar 1941. Gießen (Steinstraße 63), den 13. Februar 1941. Gießen, den 13. Februar 1941. 4D Bürsten waren usw. ■ Die Beisetzung bildet am Samstag, dem 15. Februar, vormittags 11% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes In Gleben aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir allen auf diesem Wege innigsten Dank. Nadi dem willen unseres allmächtigen Gottes v | Mietgesuche") Alteinsfed. Frau nicht Dauerrooiinuno bestehend auS 2 Simmern und Küche SchrilN. Angeb um.0532 an d. Gies;. Anz. 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Vorstellung Im ser-Rloft Des Meeres und der liefe Wellen Y Wolsdleier 10. 2. 41 Wir freuen uns über die Ankunft eines Stammhalters (Srifo Margarete Schwind £)r. Richard Schwind ged Schneider Negierungö» u. Landw.-Nat a. d. Hess. Lanb.-Reg. von Gilllparzer Anfang 19 00 Uhr Darmstadt 8-3 Vrlv ffllnlf Dr K Hofsmann Frlebrlbsiraße 15 0529J Heute im Caf6 Leib, um 19.30 Uhr Militär-Konzert Das Büfett Ist bei dieser Veranstaltung geöftnet Eintritt RM. 0.50 769 D Oberschule in Hungen (Klasse 1 bis 5) | Verschiedenes! Schulstratze 7. tmD Kratz. !64D Gießener Woche für Kunst und Literatur 2. 3. 5. 0. 7. Filuwortrag mit deS der Karten im Vorverkauf in der Kauen Verkaufsstelle der NS. - Gemeinschaft Kraft durch Freude, Selters weg 60 Die Anmeldungen der Knaben und Mädchen für die Klasse 1 kommenden Schuljahres werden vom 18. bis 20. Februar, in Zeit von 16 bis 18 im Amtszimmer des Leiters (Bahn- von 3 bis 20 vom Hundert erhalten bk bei mehrmaligen Veiöffentlichungen' Hiiht mehr als ein/ünfjigpfennigstüik Sonntag, den 10. Februar, vorm. 11.80 Uhr, im Stadttheater Morgenfeier: Uraufführung „Terzinen an die Nacht“ von M. Kommerell. - Im Anschluß: Ausstellung des Oberh. Kunstvereins Hnmor und Poesie in der deutschen Graphik. Abends 7 Uhr im Stadttheater: Festliche Aufführung „Der Vogelhlndler“ von Karl Zeller. Montag, den 17. Februar, abends 7 Uhr, im Stadttheater Orchester-Konzert: Heitere deutsche Musik. Dienstag, den 18. Februar, abends 7 Uhr, im Stadt theat er Festliche Aufführung: „Der Biberpelz“ v. Gerb. Hauptmann. Mittwoch, den 19. Februar, abends 7 Uhr, im Stadttheater Festliche Aufführung: „Ungarische Hochzeit“. Freibankverkaus am 15. Februar 1911: von 8- 9 Uhr Nr 1051-1085 von 9-10 Ubr Nr 1086 1120 von 10-10^, Uhr Nr 1121 1150 Slädl. Schlachlhof, Gießen. Es spielt das Musikkorps einer Wehrmachtseinheit Zum Vortrag kommen Milifflrmärsche, Soldatenlieder-Potpourri und Ausschnitte aus den bekanntesten Operetten Kennen Sie schon unseren Steueraufklärungsdienst »DOB.«? W Wenn nicht, verl. Sie sofort unverbindlich Prospekt vom Fachverlag für Steuer» und Wirtschaitsrecht Hans Leupold, Chemnitz 55 Donnerstag, den 20. Februar, abends 7.15 Uhr, in der Neuen Aula Froher Vortragsabend: Heilt res aus deutscher Dichtung, veranstaltet von der NSG. „Kraft durch Freude“. Ab nachmittags 5 Uhr in den Räumen des Gesellschaft» hauses (Klub), Sonnenstraße 10. Festliche Veranstaltung: Frohe Stunden bei Wilhelm Busch. Ilse Meudt n er, erst« Solotänzern) der Staatsoper Berlin, tanzt, und Vortrags meister Emil Kühne spricht Wilhelm Busch. Abends 7 Uhr im Stadttheater Festliche Aufführung: Neuinszenierung „Der schwarze Peter“. Genaues Programm kostenlos erhältI. bei Challicr, Theaterkasse Buchhandlungen u. Karten Verkaufsstelle der KdF., Selters weg Karten • Vorverkauf: Stadttheater - Tageskasse, Challier und. Kart en Verkaufsstelle der KdF., Seltersweg Freitag, den 21. Februar, abends 7.15 Uhr, in der Neuen Aula Feierstunde des Goethe-Bnndes: Otto Hombach liest Heiteres aus eigenen Werken. Sonntag, den 23. Februar, vorm. 11.16 Uhr, im Stadttheater Morgenfeier: Erstaufführung „Die stamme Schönheit“. Franz Vogt&(2. Giessen Goeihestr. 32 Seilersweg 44 Rui. 2464 kostet beim Glüdtsmann i das grosse G/üft ! Verkaufe Adi. • PrlmtiK Kabriolett ii. IdmotiNlnc ie 1,5 Litr. l auch z. Uu.bauen alS tziefenvagen geeignet). 778D Frankfurter Strafte G» hart. Fernruf 3571. Gießener Konzertring 1940/41 Arboltsgem. Konxertvoreln, Stadttheater* HSO. Kraft durch Freude Sonntag, den 16. Februar 1941, 16 Uhr Uniwrelttttwanla 8. Konzert (Gruppe A. Nr. 5) Das SfroßsQuartett Streichquartette: Schubert 6-dur op. 161, Mozart ö-dur (Köchel 387), Beethoven e-moll op. 59 N. 2 Karten zu 1.50, 2.-, 2.75 und 8.50 RM. bei Challier, Neuenweg 10 (Ruf 2Ü71> und in der Kartenverkaufs- stelle NSG. „Kraft durch Freude*’, Seltersweg 60 (Ruf 2141). Studentenkarten 1 RM. nur beim Hausverwalter im Kollegiengebäudc gegen Ausweis. |Od8D Meister deutschen Humors Unter der SdUrmberrschaft des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Sieben. hosstratze 5, Fernruf 91) entgegeagenommen. - Hierbei sind vorzulegen: Geburtsschein und Impfichein. DaS Abgangszeugnis der LolkSschule wird, da das laufende Schul! hr verlängert wurde, erfi füt die später stattsindende Aufnahmeprüfung benötigt. Der Leiter der Oberschule in Hungenr 1 dunkelblauer Konlirnmitd.- Än»UK |Mto gut erb., Gr. 40, für 25 NBt.z.verlausen. 8u cur. in d. GeschäftSst. de» Giesi. Anz ZiliellWeM »sZellliWWerlll gelucht. Bering Des SWnel Anzeigers | Kaufgesuche | Wenig gebraucht. 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Iv»,« Laubere, zuverl. Hilfe 2-3inal wöchentlich oorrnittagd gesucht. ?toD Georg «Bbilivp» Gail-2lr. 15 _ 2. Türe.__ Zuverlässiges JBoodien kür-Hausarbeit u. Mithilfe im Geschäft z. 1. März gesucht ImD Marburger 2traue 40 uart. | Verkäufe | Aulzugsmoior mit Windeselbst- \ n lasse r, 440 V ol t Gleichstrom, fast neu. zu verkauf. C’nrl Nichunck Bahnhofstr. 60. M.37 Zweites Blaff Donnerstag. 13. ZebruarMl Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Aus dem Reiche der Krau feines Hneidtf nb.^tg. straßri; Chemnitz j| Ir.d das genügt in den meisten Fällen, denn nicht Meili" ieinheit igei Wie ieratur rri und eretten •öflnet 7690 teile der sweg 6Ö Bereits mit den Kleinen können wir beginnen, i:n kameradschaftliches Verhältnis zu entwickeln. >azu hilft uns das Zeitalter des Sports. Einst gin» jen Eltern gemessenen Schritts durch das Kinder- । mmer und sahen sich die Spiele ihrer Sprötzlinge furch die Brille an. Heute aber planscht Mutter mit *n Kleinen in der Badewanne herum, und Vater Igt sich am Strande mit seinen Jungen, veran» Itet Wettrennen und andere Spiele. Viel ge» nder ist diese Art -er Erziehung, ganz abgesehen savon, daß sich auch die Eltern durch ein intensives Ritgeben mit der Jugend jugendlich und geistig wie Srperlich elastisch erhalten! Und das eben imponiert den Kindern, wenn die Eltern so „schneidig snd, alles mitzumachen"! Auf diese Weise gewinnen i» von selbst Achtung und Respekt vor den Eltern. Fallen sie aber doch mal aus der Rolle, unsere dffnungsvollen Sprößlinge, dan gibt es von den fitem mitten im Spiel eine tüchtige Ermahnung. Ein großer Kummer sind die kleinen Fältchen um die Augen, die „Krähenfüße", gegen die wir aber auch mit einem Wechselbad angehen können. Außer dem täglichen Wechselbad mit besonderer Beachtung der Augenpartien machen wir gegen Abend Wechselbäder mit Kamillentee. Abwechselnd kommt ein kleines Tuch mit heißem, dann mit kaltem. Kamillentee auf die Augen, zuletzt das kalte Bad und wir werden merken, wie frisch die Augen am anderen Morgen aussehen. Die Hände sind ja auch ein großer Kummer, denn man soll ihnen die Arbeit im Hause nicht so ansehen. Auch ihnen helfen Wechselbäder, aber nicht mit Kamillentee, sondern mit Kartoffel-Kochwasser, das den Händen eine wundervolle Weichheit verschafft und Röte und Unsauberkeit ganz vorzüglich beseitigt. Dr. Gerta Wendelmuth. die Mehl- und Brotrationen würden mal kleiner. Das ist einmal sehr unsozial gehandelt, zum anderen für den Haushalt eine unnötige Belastung und im Grunde ist doch nichts dabei gewonnen. Es ist wie eine Krankheit, dieses Hamstern um jeden Preis, ohne Plan und Zweckmäßigkeit, und bie Hausfrau wundert sich, wenn sie mit ihrem Haushaltungsgeld nicht mehr zurecht kommt. Die Kriegs- wirtschaft hat in allen Haushaltungen den gewohnten Küchenzettel verändert, viele Hausfrauen haben hinsichtlich ihres Küchenzettels sich noch nicht ganz neuen Verhältnissen anpassen können, haben noch nicht gelernt, das für ihren jeweiligen Einkommens- stand Zutreffende herauszufinden. Wie jeder Handwerker, Kaufmann, 'ikiumeifter usw. vor Beginn seiner Tätigkeit eines Planes, eines Ueberblickes über das zu Schaffende bedarf, so sollte sich auch jede Hausfrau für jede Zuteilungsperiode einen Plan zurechtlegen, einen Voranschlag über das zur Verfügung stehende Haushaltungsgeld und einen Ueberblick über die ihr zustehenden Lebensmittel in den nächsten vier Wochen Auf Grund dieses Ueberblickes kann sie sich den Küchenzettel aufstellen, braucht nicht unnötig oorauszukaufen, spart Zeit und Geld und erlangt dadurch wieder die Sicherheit in der Haushaltsführung. Sie wird zur Erkenntnis gelangen, daß die Lebenshaltung sich zwar unwesentlich geändert, aber nicht verschlechtert und auch nicht verteuert hat Sie wird seststellen können, daß der Gesundheitszustand ihrer Familie trotz manchen Verzichtes auf frühere Genüsse ein ganz vorzüglicher ist. O Sind!* die M 5ebtuai,i eih'id (N bei sind k? zszeugi''^ [t mA r Rande mit der Hand eingerollt. — Aus einem Res (von einem schottisch-karierten Wall kleid) ist die Krawatte genäht, aus einem älteren Sweater sind Sport st rümpfe un passende warme Handschuhe gestrickt. — D e Pullover ist aus W o 11 r e st e n (in Schwarz, Hellgrau und Dunkelrot) glatt gestrickt, er wird zu einem dunkelgrauen Winteranzug sehr willkomme sein. H. ien: l»! gen wir heute. 7 So ist die warme Hausjacke (in der Mitte) aus einem abgetragenen Ulster so gearbeitet, daß das eingewebte, großkarierte Flauschfuter nach außen kommt. — Das reinseidene Halstuch ist aus einem schadhaft gewordenen Sommerkleid und wird am isditi* it" von* rh. Heining 9* ^•Ven-,, ___man ohne Punkte auch für ihn mit etwas Geschick aus Getragenem allerlei Praktisches für den Winter selbst Herstellen kann, zei- as sollen wir tragen ? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS einer llh ' . bie * I jetzt N1VEA! W Denn Nivea-Creme . I schützt Ihre Haut fi und erhält sie glatt H und geschmeidig. \ Ettern als Kameraden. Freier und ungezwungener ist die Erziehung des putschen Kindes von heute im Vergleich zu bergigen vergangener Tage. Einstmals beherrschte '■er Gedanke des Respekts die Erziehung eines Kinnes voll und ganz Die Folge davon war allerdings, daß die Jugend keine Widerrede wagte, sich cm Urteil am Schalten und Walten ihrer Erzieher :nmaßte, geschweige denn es zu sagen wagte! Aber - und das war der Grundfehler dieser Erziehung - diese Kinder waren sozusagen aus lauter Angst er den Eltern zusammengesetzt. Und wo die Angst ! 8 , uJ)d * bürste gut bearbeitet, weil dadurch bas Blut in bie Haut gezogen wird, bann waschen wir uns so heiß, wie wir es nur aushalten können. Ob wir Seife dazu nehmen ober nicht, kommt auf bie Haut an Durch bas warme Wasser wirb jebe Unreinlichkeit und auch etwa vorhandenes Hautfett gut entfernt. Anschließenb wird bie Haut so kalt wie nur möglich abgerieben unb schon spüren wir, wie ein Strom von Leben dui?cb bie Abern rinnt. Roch einmal warmes Wasser, bann wieder kaltes und die Haut kribbelt vor Leben, als ob wir in einem Sauerstoffbad gewesen wären. Dieses Wechselbad am Morgen ist daher auch ein vorzügliches Mittel gegen Müdigkeit nach schlaflosen Rächten. Rach dem Wechselbad frottieren wir die Haut mit einem möglichst rauhen Handtuch und reiben sie bann leicht mit einem guten Tageskrem ein. Mehr Hefegerichte im Winter. Jetzt im Winter muß die Hausfrau besonders barauf bedacht fein daß in der Kost genügend Vitamine ober Schutzstoffe enthalten find In der Hauptsache wird an. frisches Obst gedacht, bann erft an Gemüse, unb manche Nahrungsmittel bleibeit vergessen, weil wir uns ihres Vitamingehaltes nicht bewußt finb Zu diesen wertvollen Stoffen gehört bie Hefe, die einen besonders hohen Gehalt an einem Vitamin hat, das zum Beispiel im Obst und in ben meisten Gemüsen nicht annähernd so gut enthalten ist, höchstens noch im Vollkornbrot. Deshalb sind Hefegerichte und Hefekuchen im Winter für unsere Gesundheit so wertvoll^haß wir Hausfrauen sie öfter zubereiten sollen Ein guter Hefekuchen schmeckt zum Kaffee und braucht keinen Belag, ein Hefekloß ober sonst ein Hefegericht nach einer kräftigen Suppe zum Mittag ist sehr beliebt. Der Brocken Hefe, ben wir beim Bäcker kaufen, besteht aus einer Unzghl von lebenbigen kleinen Hefepilzchen. Wie alle Lebewesen braucht bie Hefe etwas Wärme, so ungefähr hanbwarm hat sie es sehr gern, bann will sie etwas zum Futtern haben, und bas finbet sie im Zucker ober in der Stärke des Mehles, zuletzt muß sie auch frische Luft zum Atmen haben, benn bie Hefe „veratmet" ben Zucker ober bie Stärke unb liefert bafür Kohlensäure, bie ben Teig in bie Höhe hebt unb somit lockert. Wenn bis! Hefe im Teig ihre Cebensbebingungen oorfinbet, arbeitet sie auch für uns. Vor allen Dingen werben bie Zutaten wie Mehl, Milch, Eier. Fette unb vielleicht Rosinen hanbwarm verarbeitet, um gleich bie richtige Temperatur für bie kleinen Hefezellen zu bekommen, Zucker findet sie im Teig vor und nun müssen wir noch für viel frische Luft sorgen, Das angewärmte Mehl wirb baher erst gesiebt, dann mit der lauwarmen Milch, in der die Hefe aufgelöst wurde, vermengt und an einen warmen Ort gestellt Dann wird der Hefeteig kräftig mit den Fäusten bearbeitet, ober auch mit einem schweren Holzlöffel geschlagen, um recht viel frische Luft hinein zu bekommen. Wenn ber Teig zu „quietschen" anfängt, so ist bas ein Zeichen dafür, daß er sich ganz mit Lust gesättigt hat. Nun können wir den Teig zu einem Aschkuchen oder zu einem großen Hefekloß gleich in der Form zum Gehen aufstellen, und zwar schön zugedeckt an einem warmen Orte. Die Hefe arbeitet nun aus Leibeskräften, was wir daran merken, daß sich der Teig hebt, und wenn wir dann mit einem Holzstiel eine Druckprobe machen, füllt sich die Stelle erst langsam wieder auf. Nun kommt der Kuchen in ein nicht zu stark geheiztes Ofenrohr, weil die Hefe auch erst noch arbeiten kann, ehe sie bei ansteigender Temperatur zugrunde geht. Dann hat sie ihre Pflicht für den Kuchenteig getan, aber für uns leistet sie noch mehr, indem sie uns, selbst im Gebäck noch einen guten Teil von ihrem Vitamingehalt liefert und bami* dafür sorgt, baß wir gesunb bleiben. Dr. Gerta Wendelmuth. ld> die $ :hon unitii ärun§j. $.«? m kl. Sie ufy । Prospekt rrt! ' Steuer tsrecht ftanb gab. Sie stehen am Pranger. 3 Säfte der Schalotte nicht ganz so scharf wie die der großen Zwiebel, aber es gibt viele Hausfrauen, die gerade deswegen ihr den Vorzug geben. P. Schl au ß. Der Filmschneider, im großen Entstehungsvor- aang eines Filmes eine von den bewegenden und komponierenden Kräften im Hintergründe, kann in seinem kleinen Schneideraum den kleinen Komparsen wie den großen Mimen nicht nur mit einem erstaunlichen artistischen Können begaben, sondern er kann ihnen auch Kräfte zuwachsen lassen, die das Maß alles natürlich Möglichen übersteigen. Seine Hand braucht das Filmband nur rückwärts laufen zu lasten, und schon verwandelt sich die ge- iilmte Wirklichkeit in ein Theater des phantastisch Unwirklichen. Leder an seinem platz Von Hans Brandenburg. Diese auf Ehrenwort wahren Geschichten — ich könnte noch mehr erzählen — sind zwei von vielen Svenen aus einem ernsthaften Film im Rohbau. Am Filmschneidetisch läßt der Filmschneider auf die einfachste Weise von der (Film-) Welt die be- wundertsten Schauspieler in jedem Augenblick den kurzen Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen tun. Während er es unternimmt, aus vielen tau- senv Metern Aufnahmestreifen das Brauchbare auszuwählen, läßt er das horizontal gleitende Band, dessen Bilder in einem Guckkasten auf der Mattscheibe erscheinen, vor sich abrollen. Mit einem Hebelgriff oder einem Druck auf das Pedal kann er den Ablauf des Streifens unterbrechen. Und wenn er ihn rückwärts laufen läßt, was sehr oft geschieht, erlebt er so phantastische Geschichten, wie wir sie hier ausgeschrieben haben. Man muß den guten Willen für die Tat nehmen, ist eine verbreitete, aber darum nicht minder bedenkliche Redensart. Was nützt aller oute Wille, der nicht in die Tat umgesetzt wird? Da ist doch weit besser eine gute Tat, die unwillkürlich, die ohne Willen oder gar wider Willen geschieht. Freilich, auch unser bestes Tun ist unvollkommen, fehler- haft und begrenzt, und all unser Wollen bleibt Stückwerk. Dennoch muß unser ganzes Streben dahin zielen, Wollen und Können in Einklang zu setzen, sonst verfallen wir unrettbar einer Lebenslüge. Ein kluger Mann, Otto von Leixner, einstmals ein sehr bekannter Literarhistoriker, hat das treffende, beherzigenswerte Wort gefunden: „Eine kleine Stelle, die du ganz aus füllst, ist ein Ehrenplatz; die größte, der du nicht genügst. tand bringt, die Pflanzzwiebeln ziemlich, eng ein- icsteckt werden und entwickeln sich noch schneller als m Frühjahr im freien Land. Es empfiehlt sich aber, ie Pflanzung so früh vorzunehmen, daß im April ie schlauchartigen Blätter voll entwickelt sind. Man ann dann die Kiste, wenn keine Fröste mehr drohen, uf den Balkon oder in den Hof stellen, und die heitere Entwicklung der Sonne überlasten. Auf hden Fall erreicht man auf diese Weise, daß die laschwüchsigen ersten jungen Zwiebeln schon zu knde des Frühjahrs aus dem Boden geholt werden [önnen. Das wichtigste aber ist, daß das Experiment nit der richtigen Zwiebelsorte angestellt wird. Man höhlt also nicht etwa die dicke runde Hauszwiebel, sie langsamer wächst, sondern die kleinere schmalere Schalotte, die rascher vorankommt und aus ihrer ftfuft von neben- und übereinanderliegenden kleinen stwiebeln sich ergiebiger vermehrt. Zwar sind - die Klarer werden die vorher vernebelten Sinne, um Io gelöster seine Bewegungen, solange bis die alkoholische Verzauberung ohne einen Rest aus Gehirn und Äiedmaßen gewichen ist. Zum Schluß geht der geheimnisvoll Ernüchterte, wie um sich pur Buße etwas Schwieriges aufzuerlegen, rückwärts aus der Kneipe hinaus. I Ich habe nie zuvor ein Mittel gesehen, das einen trunkenen auf eine geistvollere und dabei doch so vollkommen ästhetische Weise von seinem Rausch vefreit hätte. Einen einzigen Hinweis, auch wenn Ir die Geschichte nur noch rätselhafter machen sollte, will ich als Versuch zu einer Teilerklärung noch leben. Unser Trinker besaß die Fähigkeit, eine dichte Wolke von Tabaksqualm, die sich über seinem Kopfe ballte, ohne spürbare Anstrengung mit einem Einzigen Zuge in einem tiefen Sog einzuatmen. Wan kennt ja die elektrisch betriebenen Rauchver- lehrer, über deren Wirkungsweise ich jetzt in der Erinnerung an den lebendigen Rauchschlucker nur |od) lächeln kann. Der Apparat verhält sich zu Vielem wie die Rechenmaschine in der Hand eines «lBC-Schützen zu einem Genie im Kopfrechnen, las ohne Hilfsmittel im Handumdrehen sechsstellige Kiffern multipliziert. Je mehr der Trinker geballte kiauchwolken schluckte, um so schneller schien er die leeren Gläser mit seinem mühelos hervorgebrachten Vier zu füllen, und je schneller er sie füllte, um so gründlicher und am Ende spurlos wich von ihm die mühsam und kostspielig erworbene Trunkenheit. Schuster, bleib bei deinem Leisten! heißt es. Und das enthält keineswegs etwas Verächtliches, vielmehr nur einen Gewissensaufruf zur wahren Ehre. Denn ehrenvoll ist es, eine Stelle ganz auszufüllen, und fei es die kleinste. Jede treu erfüllte Pflicht adelt, und Segen ruht auf dem schlichtesten und bescheidensten Posten, an den jemand seine beste Kraft hlngibt, während Flüche zu dem Throne schal- len, den ein höchstes Geblüt zum Lotterbette macht. Es gab Zeiten, wo die größten Künstler sich Handwerker nannten, weil sie vom Handwerk als dem natürlichen Wurzelboden ausgingen und es stufenweise bis in die Höhen des Geistes hinantrieben. Und diese Zeiten haben mehr für die Kunst geleistet als die neueren, wo sich Hunderte und Tausende selber Künstter nennen, ob schon sie oft nicht einmal das Handwerk beherrschen. Die Treue im Kleinen ist etwas Großes; eine Stelle wirklich auszufüllen, ist fast immer schwierig, und es gibt fast keine noch so geringe Aufgabe, und sei es Handlangerdienst, die sich nicht auch mit Geist und Sinn verrichten oder bei der sich nicht wenigstens Freudigkeit und Geduld entwickeln und bewähren ließe. Goethe hat einmal geäußert, es sei ihm stets gleichgülttg gewesen, ob er Töpfe oder Schüsseln mache — er wußte, daß es nichts geben könne, dem er nicht den Stempel feiner Persönlichkeit ausdrückte. Jemand kündigte einen Posten, auf dem er nichts zu tun hatte, als Adressen zu schreiben: das fei ihm zu stumpfsinnig, zu geisttötend. Der Nachfolger jedoch fand die gleiche Tätigkeit höchst fesselnd, weil er sich in all die Lander, Orte und Menschen versetzte, mit denen sein Arbeitgeber in Verbindung stand. Selbst eine rein mechanische Tätigkeit braucht den Geist nicht zu knechten oder zu töten, sie kann ihn vielmehr entbinden, daß er frei darüber hinschwebt und hinspielt; und auch dieses: daß wir noch überschüssige Kräfte über unseren Beruf hinaus behalten, kann uns zur Ehre gereichen und wiederum dem Berufe erfrischend, anfeuernd, bereichernd zu gute kommen. Ja, Hans Sachs ist über feinem Leisten zum Dichter geworden, und für Jakob Böhme wurde die gläserne Schusterkugel zum erleuchteten Weltall. Verächtlich ist immer nur der aufgeblasene Mensch, der Gernegroß. Jeder, der etwas gelernt hat und etwas kann, muß seine eigenen Grenzen kennen und mit dem berechtigten Stolz auf die eigene Leistung die Achtung vor fremder Leistung, die Ehrfurcht vor höherer verbinden. Und es gibt Gebiete, auf denen du nur so viel leistest wie du bist, auf denen du nur siegen ober kläglich unterliegen kannst, auf denen du zum Meister geboren fein mußt, wenn du nicht zeitlebens und bei aller Mühe ein Stümper bleiben willst. Jeder stehe an seinem Platz und fülle ihn aus. Prangere dich nicht selbst an, indem du dir Aufgaben wählst, denen du nie genügen wirst, indem Du mit unzulänglichen Mitteln und Kräften über dein Maß und Vermögen töricht hinausbegehrst und statt der Ehre die Schande wählst. „Ehrt den König seine Würde, ehret uns der Hände Fleiß", heißt es im .Lied von der Glocke". Würde mag angeboren sein oder verliehen werden — die Ehre der Arbett verdienst du dir selbst, jeder die {einige dort, wo er steht, und niemand wird sie dir ftreitig machen. Oie Zunglehrerirr. Von Erich Klaila. Ich bin erst neunzehn Jahre alt, schrieb sie, habe aber schon ein volles Dienstjahr hinter mir! Sie ist Ostmärkerm. In einem WaDwinkel tut sie Dienst. In dem niedrigen Klassenzimmer sitzen sechsunddreißig Kinder und sagen Fräulein Lehrerin zu der Neunzehnjährigen. In den Bänken sitzen nicht nur sanfte Mädchen; auch dreizehnjährige Jungen find dabei. Die haben immerhin schon eine leise Ahnung und den Verdacht, daß chnen eine neunzehnjährige Lehrerin im Grunde genommen hoffnungslos unterlegen ist. Mit dem Stock in der Hand läßt sich da nicht viel machen.. Ist denn nicht alles viel zu schwer für Sie? wurde die junge Lehrerin in einem Brief gefragt. Manchmal ist es wirklich nicht ganz leicht, gab sie zu. Die Stelle müßte eigentlich mit einem Lehrer besetzt sein; aber der Krieg hebt solche Bestimmungen vorläufig aus. Meine Vorgängerin ist von den Jungens vertrieben worden. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht hat sie nur ein einziges Mal etwas verkehrt gemacht. Das genügte, sich die Jungen zu verscherzen. Sie glauben nicht, schrieb sie, wie hals- ftarng ein Bub im Waldgebiet sich benehmen kann! Er kann bestimmt etliche (Stunden lang auf eine Stelle der Wand starren und ist durch kein Zureden zu bewegen, einen Laut von sich zu geben! Ich darf die Jungen gar nicht so sehr die Lehrerin spüren lassen; ich muß tun, als wäre ich eine von ihnen und nur durch einen komischen Zufall um ein paar Jahre älter als sie. ein Pranger". Schlagen wir uns also an unsere Brust und fragen wir uns, ein jeder sich selbst: Willst du an deinem rechten Platz oder willst du am Pranger stehen? Vielleicht standest du schon oft genug am Pranger — aber das möchtest du doch wohl nicht, daß der Pranger als dein rechter Platz gelten soll? Bemühe dich um deinen rechten Platz, du sollst dir keinen geringeren und keinen höheren wünschen als den, der deiner Befähigung entspricht, für jeden Menschen ist der seinige da, für jeden ist ein Ehrenplatz bereit — es hängt nun von dir ab, daß du ihn dazu machst. Und doch hat sich wiederum keiner den seinigen eigentlich ausgesucht: b aj5 Schicksal ruft jeden an feine Stelle, niemand braucht den anderen zu beneiden, die Großen würden sich nie mit einem noch fo glücklichen und ersehnten bescheidenen Los begnügen, die Kleinen nie die Kraft aufbringen und die Verantwortung tragen, die von denen verlangt wird, welche man sehr mit Unrecht für Bevorzugte hält, weil sie sich auf einem höheren und darum schwierigeren Dosten behaupten müssen ober in ihrer Höhe nur desto sichtbarer am Pranger stehen. Nichts ist törichter unb nichts rächt sich unfehlbarer als falscher Ehrgeiz. Es muß einmal gesagt werden, daß jeder Unrecht hat, der da glaubt, er sei zu gut für das, was er tue, er fei zu etwas Besserem geboren, er sei zu kurz gekommen. Niemand ist für irgend etwas zu gut, und niemand kommt zu kurz. Zu kurz ist höchstens er selbst für das Gewand, das er sich anmaßt und das ihm darum so kläglich um den Leib schlottert, um den Fuß schierst, während dem Riesen, dem die Glieder aus dem zu bescheiden gewählten Rocke hängen, meist schon sehr bald vom Schicksal die passenden Kleider angemessen werden. Wer steigen und springen känn, dem wird alles zu Stufe und Sprungbrett, und wer fliegen kann, den trägt die Luft. Don den anderen. Die es nicht können, sondern nur möchten, sagt man mit Recht, daß sie „zu hoch hinauswollen". Und warum wollen sie so hoch hinaus? Meist doch nur, ban.it sie es leichter unb bequemer haben, damit sie mehr Geld verdienen und mehr gelten. Darum wollen sie unter allen Umständen höhere Schulen besuchen unb akabemische Grade erwerben, ober bie Väter zwingen sie bazu, um sich mit ihren Söhnen zu brüsten. Aber bas Volk hat eine un° jtrügliche Witterung bafür, ob einer etwas ist ober Buir scheint. Es zeigt mit Fingern auf bie, denen iott mit einem Amt keineswegs auch den Der- Fenchel — ein neues Gemüse. In unseren Gemüseläden sehen wir seit einigen Wochen zwiebelförmig gerippte, zartweiße Knollen, bie in ber Art wie Bleichsellerie gezogen werben. Das ist ber Gemüsefenchel (Finocchio), ber in Italien stark kultiviert wirb. Sein Verbrauch ist wegen seiner vielen Verwenbungsmöglichkeiten auch in Süddeutschlanb heimisch geworden unb wirb zweifellos immer mehr ansteigen. Seine ausgesprochene Heileigenschast (verdauungsförbernd), in Verbindung mit seinem aromatischen Geschmack und seinem Ditaminreichtum haben bas Rohessen in In einer Kneipe hocktau^Mm Stuhl ber Durstige. Ein Glas Hopfensaft nach dem anderen fließt ihm durch die lechzende Kehle. Je mehr er sich von dem durstlöschenden Bier zu Gemüte führt, um so mehr ändert sich seine Gemütsversasfung. Der vor einer Stunde noch durstig Gewesene, ber seitdem Trinkende, ist trunken geworden. Aber eine geheimnisvolle Hand verwandelt den Trunkenen in den Trinkenden unb diesen in den durstigen Nüchternen zurück. Dabei kann man als Zuschauer eine Gänsehaut bekommen. Der Trunkene hält ein leeres Glas an den Mund, und während bie Lippen bas Glas fest umfassen, füllt es sich mit Bier. Der Kellner nimmt dem Manne das volle Glas ab unb trägt es an ben Schanktisch. Der Zapfer hält es schräg unter ben Zapfhahn unb während er ihn öffnet, steigt das Bier als dünne gelbe Säule aus dem Glase empor, und es findet ben Weg durch ben Hahn ins Faß zurück. Je öfter nun ber vorher Trunkene, längst nur noch ein gewöhnlich Trinkenber, bas genaue Gegenteil vom Trinken tut, um fo nüchterner wird er, um fo Trockengemüfe. Bon M. A. von Lütgendorff. Der Nährwert eines Gemüses bleibt bei sachgemäßer Trocknung vollständig erhalten, somit ist jebes Trockengemüse, was seinen Nährftoftgehalt anbelangt, eine Dollkost, die das Frischgemüse sehr wohl ersetzen kann. Die Haltbarkeit ber Dörr gemäss beruht auf der burch das Trocknen bewirkten Wasserentziehung der Gemüse-Zellgewebe. Im Durchschnitt kommt es dabei zu einem Wasserver- luft von 85 bis 90 v. H. Frischer Spinat enthält zum Beispiel 89 v. H. Wasser, getrockneter aber nur mehr 4 v. H. Grüne Bohnen, die im frischen Zustand 84 v. H. Wasser enthalten, verlieren beim Trocknen dagegen nur 70 Teile ihres Wassergehaltes und grüne Erbsen gewöhnlich nur etwa 64 Teile. In jedem Fall aber wird durch den Wasser- verlust das Gewicht des Trockenaemüses bedingt, daher Dörrgemüse nur mehr ein Zehntel bis höchstens ein Achtel des Grüngewichtes wiegt unb infolgedessen 100 Gramm Trockenware minbeftens einem Kilogramm Frischgemüse gleichwertig sind. Um bem Trockengemüse nicht nur feinen Nah- mngswert, fonbem auch ben guten Geschmack zu erhalten, muß allerbings richtig damit umgegangen werden, und dazu gehört vor allem, daß sich bie eingetrockneten Gewebe nach unb nach wieder mit Wasser füllen. Zuerst wäfcht man bas Trockengemüfe kurz durch, gibt es bann in Wasser, so daß es gut bedeckt ist — für 100 Gramm kann man eineinhalb Liter Wasser rechnen — unb läßt es nun mindestens sechs Stunden, besser sogar noch länger, weichen. Darauf wirb bas Gemüse gesalzen, mitsamt bem Wasser auf ben Herb gesetzt und langsam weichgekocht. Unbebingt ist zu vermeiden, daß das Gemüse schnell zum Kochen kommt ober mit kochenbem Wasser übergossen wird, weil es, zu plötzlich erhitzt, an Geschmack verliert und über- Haupt nicht weich werden kann. Ist das Gemüse auf diese Weise vorbereitet, fo enthält es ungeschmälert feine sämtlichen Nährfalze unb kann jetzt wie jebes frische Gemüse gekocht werben. Erhöht werden beim Trockengemüse Nährwert wie Geschmack, wenn man reichlich Fett daran gibt. Die Zubereitung von Trockengemüfe ist also einfach genug, ja, abgesehen von ber kleinen Arbeit des Einweichens, sogar viel einfacher als bas Kochen von Frischgemüse, weil alles zeitraubenbe Putzen unb Schneiden wegfällt. Und dazu kommt ber Vorteil, daß durch bie neuzeitlichen Trockenverfahren die Gemüsepflanzen nicht nur nichts von ihrem Nährwert einbüßen, sondern sich auch — richtig gekocht — in ihrem Aussehen nicht wesenttich vom Frischgemüse unterscheiden. Teig, diesen rollt man aus, sticht mit einem Glas Kreppe! aus, die man auf ein gefettetes Blech fetzt unb gehen läßt. Dann mit Zuckerwaffer bestrichen, werden sie schön braun bei Mittelhitze gebacken. Gute Hefebrezel. 500 g Mehl, 30 g Hefe, 1 Ei, etwa % Liter Milch, 60 g Zucker, 30 g Fett, etwas Salz, 30 g Margarine. Man stellt wie gewohnt einen Hefeteig her, ben man aufgehen läßt. Dann knetet man die blättrig geschnittene Margarine unter, formt Brezel unb läßt sie auf einem gefetteten Blech aufgehen unb bei guter Hitze backen. Man kann sie evtl, mit Eigelb bestreichen. feingefchnittenen Scheiben auf Brot zur Sitte wer* den lassen. In Italien wird er auch wegen feiner anregenden Wirkung an Stelle von Obst als Nachtisch verzehrt. Wird er als Gemüse zubereitet, fo werden vor allem die zu starken äußeren Blatt- rippen entfernt, bann halbiert ober geviertelt unb mit verschiedenen Beigäben gedünstet oder gebacken. Ganz besonders fein wird der Geschmack von Fleisch, wenn man Fenchelknollen mitschmort. Die findige Hausfrau wird bald feine Vorteile herausfinden und ihn bann in ihrer Küche nicht mehr miffen wollen. Ein Haushaltsbuch für unsere Frauen. Die Buchführung in ber Hauswirtschaft ist keineswegs etwas, das sich erst bie Hausfrau unserer Zett ausgebacht hat. Im Gegenteil, bas Haushaltungs- buch mürbe bereits schon von unseren Vorfahren als eine äußerst nützliche Einrichtung betrachtet. Dor allen Dingen der Stadthaushalt kann durch eine hauswirtschaftliche Buchführung wesenttich gefördert und gefestigt werden. Die Reichsstelle des Deutschen Frauenwerkes schreibt zu dieser Frage folgendes: „Der Stadthaushalt beruht auf der Geldwirtschaft, d. h. der feste Lohn ober Gehalt, die wechselnden Einnahmen aus freier Berufstätigkeit aller Art bilden die wirtschaftliche Grundlage ber städtischen Haushaltsführung. Darum ist auch die georbnete Geldwirtschaft bie Grundlage einer geordneten Haushaltsführung. Eine ordnungsgemäße Buchfüh- rung ist daher für jeden Haushalt unerläßlich." Mtt ihrer Hilfe kann bie Hausfrau jeberzeit ihren Be- staub an Geldmitteln seststellen, sie hat eine lieber« sicht über die regelmäßigen unb außergewöhnlichen Einnahmen unb Ausgaben unb kann an Hand dieser Uebersicht auch Pläne für bie Zukunft machen. Die Reichsstelle bes Deutschen Frauenwerkes, Hauptabteilung Volkswirtschaft-Hauswirtsckaft, hat jetzt ein Haushaltungsbuch für die deutsche Hausfrau herausgegeben, das ber Hausfrau in einfacher Form ermöglicht, ihre Einnahmen und Ausgaben einzutragen. Neun verschiedene Spalten, von denen die Spalte Ernährung eine sechsfache Unterteilung aufweist, können alles aufnehmen, was für Wohnung, Steuern, Beiträge, Kleidung, Blldung, Vergnügen, Gesundheits- und Körperpflege, Verschiedenes und Ernährung ausgegeben wurde. Da bie Hausfrau in unserer Zeit ganz besonders die Verantwortung für eine wobldurchdachte Führung des Haushalts trägt, wird sie das Erscheinen dieses Haushaltungsbuches begrüßen Es ist zum Preise von 70 Rpf. in allen Dienst- und Beratungsstellen des Deutschen Frauenwerkes zu haben. Rezepte. Rote Rübengemüse mit Meerrettich: 1 Kilogramm rote Rüben, */• Liter Genrüsebräche, Vs Liter saure Milch, geriebener Meerrettich, Salz nach Geschmack, evtl, auch etwas Zitronensaft oder Essig. — Die roten Rüben werden gekocht, ober ungeschält auf dem Rost im Ofen gebacken, dann, zieht man die Schale ab, schneidet sie in Würfel, gibt sie in die heiße Brühe. Wenn sie etwas gedünstet haben und gut heiß sind, fügt man Milch und Meerrettich frei und schmeckt ab. Das Gemüse tarnt auch mit einer Mehlschwitze gebunben werden. Hackbraten mit Gurkeneinlage: 800£ Hackfleisch (zweierlei) vermischt man mit 1 Ei, 4 ein« geweichten, sehr fest ausgedrückten Brötchen, etwas Salz zu einem festen Fleischteig. Man formt iroet Braten, in jeden von ihnen gibt man in die Mitte eine große Salz- ober Gewürzgurke, wälzt in Weck- mchl unb brät mit einigen Zwiebeln und Fett kräftig an, schmort mit wenig Wasser gar unb dickt die Tunke mit etwas Kartoffelmehl. Wenn Ihr Haar zu sdinell fettig wird, dann beruht das auf Überreizung der In der Kopfhaut befindlichen Talgdrüsen Abhilfe schafft regel mäßige Pflege des Kopfes mit milden Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkselfe im Haar zurüddassen, also mit 3333i Ist es denn nicht entsetzlich langweilig im WaQ- viertel? fragte ich im nächsten Bries. Diel geschieht hier natürlich nicht, antwortete fte- Aber ich wohne doch gar nicht im Dorfe, ich lebe in einer kleinen Stadt, eine halbe Stunde vom Dorf entfernt. Wie? fragte ich Da müssen Sie also jeden Tag zweimal eine halbe Stunde lausen? Das bedeute für sie gar nichts, schrieb sie. Es fei ehe eine Erholung. Ich machte sie auf den Winter aufmerksam Sie sollte doch einmal so freundlich sein uni) an die Kälte nn letzten Jahre denken! Ob es nicht doch besser fei, sie würde ganz ins Dorf ziehen? Das geht mcht, antwortete sie. Ich habe nämlich auch noch eine Nebenbeschäftigung: ich muß jeden Nachmittag auf dem Gemeindeamt Schreibarbeiten erledigen. Wer soll sie denn machen? Und der Winter? Nun, so schlimm sei das auch wieder nicht. Zwar habe sie nicht den ganzen letzten Winter nt dieser Gegend zugebracht, nur noch einen Zipfel davon. Aber im Winter müßte sie nicht die Straße gehen. Man kann über die verschneiten Felder lausen und den Weg ab kürzen. Am Schlüsse ihres Briefes hieß es: Gewiß, es gibt schönere Lehrerstellen. Aber es ist Krieg. Da muß jeder nichts als die Pfticht tun! Das rst es wirklich: Die Pflicht tun! Wer in diesen Tagen einmal meint, unzufriebeiH fein zu dürfen, der stelle sich die Neunzehnjährige vor, wie sie in der Frühe eines kalten Wintertages über vereiste Felder wandert. Es schneit. Das Fräulein Lehrerin lächett harrhäckig in das Weiße hinein. Wohl weil sie an die Kinder denkt, di« rni niedrigen Klassenzimmer einer Dorfschule aus sie warten. An den Florian und die Zenzi, an ben Kaspar und wie sie alle heißen. Seifftbriffen. — Die „Mob en ro elf* (Deutscher Verlass Berlin), die jetzt wieder monatlich erscheint, zei^ in ihrem Februar-Heft bereits eine große Zahl von Frühjahrs-Modellen. Man findet Straßenanzüge, leichte Kleider und Dirndl, Gartenkleidunss Es gibt sportliche unb elegante Mäntel, schlicht* Alltagskleider, aber auch Nachmittags- und Abend kleider. Es folgen Bufchhemben, Blusen, Kinder- kleibung usw. Auch praktische Aenberungsoop fchläge werden gezeigt und erklärt. Sonnenaufgang Mond in 4711 CREME schützt < | Pflegt MM -eil Hitler! Backhaus. Kreisleiter. Aus d-r Siadi Gieben. Gießener Woche für Kunst UN- Literatur 1941. Zum dritten Male wird die Bürgerschaft der . Stadt Gießen xur „Gießener Woche für Kunst und unter Arthur Apelt und Ter Kunflwoche zum Geleit um ein kulturell bedeutsames und vielseitiges Pro- »Pflegedes i, also mit (Nachdruck verboten ) Fortjetzung. Juli auch vor. Uhr. — 21.58 rrettit! rmüsebiHt, ettich, 6g1| irnlalt ota »kocht, oder icken, dm in Wmfel, etwas flt- man M vs Geich ^ngsleiter schaut mißbilligend zu, die Kollegen werden aufmerksam. Eine peinliche Situation, es , gehen pflegen. Als der Angeklagte hereingefuhrt wurde, !ay Kvßmann mit brennenden Augen zu ihm 3ms Schicksal dieses vielfach Straffälligen wurde Lach das Schicksal des Fabrikanten Hannes Kotz, wann entscheiden. Korn sah ordentlich aus m einem emfachen grauen Anzug. Er hatte einen glatt g Literatur" aufgerufen. Wieder hat Oberbürger- meister Ritter die Schirmherrschaft übernommen und damit das große Interesse bekundet, das die Stadt Gießen der Förderung und Pflege des Kultur- und Geisteslebens in unserer Stadt entgegen- bringt. „M e i st e r deutschen Humors" ist das Geleitwort, das die Gießener Woche für Kunst irsere eigene Unvollkommenheit die Ursache der lücken des Alltags, nur muß man darum wissen Verdunkelungszeit 13. Februar von 18.30 bis 8.44 Uhr. Ortszeit für den 14. Februar. 8.46 Uhr, Sonnenuntergang 18.34 9.41 Uhr, Mondaufgang i die Mi ilztinM i und F-1 ar und M ir Haar zu fettig wird, eruht dal errelzung der Kopl- eflndlidien „Ja." „Es ist Ihnen doch bekannt, daß Hafen im Schonzeit -haben?" „Ja." „Also liegt nicht nur Jagdfrevel, sondern Vergehen gegen die Schonzeitbestimmungen Das ist Ihnen doch klar?" „In der Nacht vorher." hatten Sie früher auch schon Schlingen gelegt?" „Nein." „Sie meinen wohl, daß Sie nur das zugeben müßten, was Ihnen nachgewiesen werden kann. Es ist doch unglaubhaft, daß ein Mann wie Sie, der bereits zweimal wegen Wilderns bestraft wurde und im dringenden Verdacht weiterer ständiger Wild- diebereien steht, am Tage vor dem Mord zum er- stenmal Schlingen gelegt haben soll." „Ich habe früher nur mit der Schußwaffe gewildert. Die Urteile ergeben das auch." hatten Sie am Abend des vierten Juli, als Sie Ihr Haus verließen, eine Waffe mitgenommen?" „Ja, den umgearbeiteten Karabiner, den die Po- lizisten bei mir gefunden haben." „Wozu mußten Sie die Waffe -denn mitnehmen, da doch zum Schlingenstellen eine solche nicht notwendig ist?" ,Lch wollte hinterher noch sehen, ob ich einen Bock erwischen könne." „Bleiben wir noch etwas bei den Schlingen. Sie waren für Hasen gelegt?" „Meister deutschen Humors." Von Dr. Otto Henning. Umwege -es Herzens Neman von h.H. Hansen Copyright by Prometheus-Verlos Dr. Li-h.ricer • Gröbenzell „3a." „Erzählen Sie mal, welchen Weg Sie gegangen sind." „Ich ging aus meinem Hause, das etwas außerhalb des Dorfes liegt, ent über die Straße in Richtung Lehnin; wo der Feldweg einbiegt, lief ich über die Aecker zu den Hecken, wo die Schlingen lagen." „Das ist also nordwestliche Richtung?" „3a, ich glaube." „Wieviel Zeit brauchten Sie bis zu den Schlingen?^ „Ungefähr fünfundzwanzig Minuten. „Sie waren also um elf Uhr fünfundzwanzig dort?" „So genau kann ich das nicht sagen. Es war ungefähr elf, als ich von zu Haufe wegging, es kann aber auch etwas spater gewesen fein." lg irn «, ü*! [o jefrtiH roiedtl tschkr . ii$ ö-Ä JX Erst drei Tage vor der Verhandlung fiel Koh- üiann ein, daß es zweckmäßig sei, sich.eine Karie fum Eintritt in den Schwurgerichtssaal zu verschas- sm. Er rief deshalb bei Staatsanwalt Doktor 6ecyl m und erhiell sofort die erbetene Zusage. Die Karte tig zur Abholung bereit. Fecht hatte keine Ver- N'underung über die Bitte gezeigt, Da er drs Interesse Äoßmanns am Verlaus der Derhand- fcing gegen den Mörder seines Freundes und Jago- krnosien als selbstverständlich voraussetzte. Noch am Vorabend der Entscheidung schwankte icannes Koßmann und überlegte, ob es klug 1 , 'rnzugehen. Er lühlt- stark- Beklemmung. Trog- b*m überwand er alle inneren Einwande fcho MS dem Empfinden heraus, daß er Nicht feige (Ilern aus dem Wege gehen dürfe und noch wem- <-rr Ruhe hätte, wenn er im Büro oder zu Haufe frm Ausgang der Verhandlung abwarten mußte, iim Betrieb gab er alle Anordnungen für den Tag, wußte kaum, in welcher Form Diese vor 18. Februar, findet im besonders festlichen Rahmen die Neuinszenierung der Komödie „Der Biberpelz" von Gerhart Hauptmann unter Spielleitung von Albert Schewe tait Es folat am Mittwoch, 19. Februar, Die estliche Aufführung Der Operette „Die ungari che Hochzeit" unter Der musikalischen Leitung von Arthur Apelt und (Spielleitung von Harry Grüneke. Das Stadttheater beschließt die Reche seiner Aufführungen am Sonntag, 23. Februar. Am Vormittag wird als Erst- aufführung das Lustspiel „Die ft u m m e Schön» h e i r von Johann Elias Schlegel unter der Spielleitung von Hans Geißler gebracht. Zu Beginn der Veranstaltung spricht Kreisleiter Backhaus, um nochmals Zweck und Bedeutung der Gießener Kunstwoche in der heutigen Kriegszeit hervorzuheben. Für Den AbenD ist die festliche Aufführung Der Märchenover für große unD kleine Leute „D e r schwarze Peter" unter der musikalischen Leitung von Otto Söllner angesetzt. Der Konzertverein wird im Rahmen des Gießener Konzerttinges am Montag, 17. Februar, ein Orchesterkonzert unter Leitung von Professor Temesväry bringen: Heitere deutsche Musik. Die „Gießener Woche für Kunst und Literatur 1941" bringt wieder, diesmal unter Dem Leitsatz „Meister deutschen Humors", einen Querschnitt und zugleich einen Höhepunkt des kulturellen Schaffens während des zweiten Kriegswinters in unserer Stadt. Den beteiligten Veranstaltern danke ich für ihre Mitarbeit an dem Kultur- und Geistesleben in Gießen und wünsche der diesjährigen Kunstwoche einen vollen Erfolg. Heil Hitler! Ritter, Oberbürgermeister. Kunst einen hervorragenden Platz einräumt, trägt Ewigkeitswerte in sich, die feine Zukunft garantieren. Unser Dank gilt daher allen. Die zur Förderung der deuffchen Kunst ihren Beitrag leisten. Ich wünsche der Kunstwoche des Jahres 1941 in Gießen den besten Erfolg. I Sßt sich nicht bestreiten. Ja, wo kann das Akten» I ::M nur fein? Du suchst und suchst, und der Chef - wartet! Plötzlich ein Anruf aus dem Direktions- immer: Die Aufstellung wird nicht mehr gebraucht. Iber gerade in diesem Augenblick fft auch das Aktenstück zur Stelle. Es lag ausgerechnet dort, wo üu es nicht gesucht hast. So etwas ist Pech, wahr- 6 saftig! Manche Menschen schreiben solche Aergernisse Der .»Tücke Des Objekts" zu und lassen es damit behenden. Eine bequeme Methode, denn man kann Der Kunstwoche im Dritten Reich soll der leben. Dige Ausdruck unserer Weltanschauung fein. Daß sie in den letzten Jahren einen gewaltigen Impuls bekommen hctt, zeigt uns, welche künstlerischen Begabungen in unserem deutschen Volk schlummern. Es ist unsere Aufgabe, das Kunstschaffen zu för» dem und die deutsche Kunst möglichst nahe an alle Schichten des deutschen Voltes heranzubringen. Die Stadt Gießen hat in jeder Beziehung Vorbildliches geleistet. Das Gießener Stadttheater ist bemüht, die kunstfreudige Bevölkerung auf dem Gebiete der darstellenden Kunst in jeder Weife zufrie- denzustellen. Aber auch in Bezug auf bas Dorttags- mefen, die Dichterlesungen, die Musik usw. wird in Gießen etwas geboten, was wir nur feiten in Städten gleicher Größe vorfinden. Wenn es_ uns sogar im Kriege, genau wie im Vorjahr, möglich ist, eine Kunstwoche zu veranstalten, so wollen wir dafür ganz besonders dankbar sein. Ein Volk, das neben seinen großen militärischen, wirffchaftlichen, sozialpolitischen und sonstigen Leistungen auch der schorenen Kopf, ein sonnverbranntes und verwittertes Gesicht, dem die kurze Untersuchungshaft nichts von feiner Frische genommen hatte. Die Augen waren etwas heroortretend aber doch klein, der Mund verkniffen mit herabgezogenen Winkeln. Das Kinn verriet Kraft, Widerstand und Brutalität. Der ganze Mann machte trotz des vierschroti- aen Aussehens den Eindruck der Verschlagenheit. Die Schultern neigten nach unten. Der Brustkorb war stark gewölbt, Die Arme lang und sicher sehnig. Korn nahm in der Anklagebank Platz. Neben ihn setzte sich ein Polizeibeamter in Uniform. Im Zuhörerraum erhob sich ein leichtes Gemurmel, und alle Augen richteten sich auf den Mann, der hier die Hauptrolle des Tages spielen sollte. Dieser schien sich darum nicht zu kümmern und sah unbewegt aus die gegenüberliegende Wand. Erst als der Rechts- anwalt eintrat, der Korn als Offizialverteidiger zu- geteilt war, zeigte er Leben. Er unterhielt sich mit ihm im Flüsterton und über Dte Brüstung Der Anklagebank gebeugt. Kurz darauf betraten Die Richter mit den Geschworenen den Saal. Koßmann folgte dem Beispiel der anderen Anwesenden und erhob sich zur Begrüßung. Als Vertreter der Anklage erschien nicht Staatsanwalt Dr. Fecht. sondern sein Kollege Schort. „ , . - Nachdem Die Anwesenheit aller geladenen Zeugen festgestellt war, wurden diese wieder in Den Warte- raum entlassen und Der Angeklagte über seine Personalien befragt. Korn antwortete knapp und deutlich. Er hatte eine gerade Haltung und sah Den Vor- sitzenden, Landgerichtsdirektor Beckhausen, ohne Be- fängenheit an. Koßmann deutete Das als ein Zeichen Dafür, daß Korn damit rechnete, von der Anklage Des Mordes freigesprochen zu werden. Die Befragung Des Angeklagten zu Den verschiedenen Punkten Der Anklage verlief ohne sonderliche Aufregung. Er gab unumwunDen zu, daß er in Der Nacht in Deren letzten Stunden Kühlitz erschollen worden war, von elf Uhr abends an unterwegs gewesen war. Anfangs habe er seine Hasenschlingen revidiert und sei später über die Aecker zu Dem Wald gegangen, in Dem Das IaqDhaus lag. ,Haben Sie in Den Schlingen gefangene Hasen gefunden?" fragte Der Vorsitzende. Nein. Es waren nur drei, und die waren leer. .'.Wann hatten Sie Die Schlingen gelegt?* • Zch unterwegs. Im Büro ging Dir Die Arbeit flott k. -onftatten. Plötzlich kommt Der Abteilungsleiter an- , gestürzt. Der Chef wünscht sofort eine Aufstellung , ui Sachen Meiers Erben. Ditte, sagst Du, in we- 1L tilgen Minuten, unD greifst zu Dem Aktenstück. Ge- nauer gesagt, du willst greifen, doch das Akten- 2ück ist nicht da. Schockschwerenot, es ist wirklich ücht Da, obwohl es gestern abend bestimmt noch Da □g. Nervös fängst du an zu suchen. Der Abtei- Daß Der Alltag seine Kümmernisse hat — wer «ollte es bestreiten? Mitunter stellen sie sich bereits 1 -m frühen Morgen ein, wenn wir kaum Das erste Frühstück hinter uns haben. Ja, es kann sogar pas- i Kren, daß wir schon im Bett die Mißhelligkeiten । pes Alltags zu spuren bekommen. Da hast Du zum ' Beispiel am Abend vergessen, Den Wecker aufzu- ileben. Statt des gewohnten Ratterns weckt dich eine gewisse Unruhe. Schnell wird das Licht angeknipst. M was los? Nein, nichts Besonderes, ober du hast hid) um eine Viertelstunde verschlafen. Flugs geht ' in Die Kleider, Das Frühstück wird regelrecht ver- chlungen, doch an der Haltestelle ergibt sich ein i peinlicher Tatbestand: Die Elektrische ist fort. Bis I nie nächste kommt, Dauert es ein paar Minuten, -iber gerade diese Minuten werden Dir fehlen am „iinttUchen Erscheinen im Geschäft. Es braucht nicht immer ein vergessener Wecker pi sein. Du warst beispielsweise heute ganz pünkt- bringen. Uebergroß ist Die Fülle köstlicher unD herrlicher Gaben, Die wir hier finden. Ich bin dem Schirmherrn der Gießener Kunstwoche zu ganz besonderem Dank vervslichtet, daß er gerade diesem Geleitwort seine besondere Zustimmung gegeben hat. So werden Die seelischen und geistigen Kräfte, Die Der echte Deutsche Humor vermittelt, frei von allen unDeutschen Witzen und übler Komik, uns stählen unD stärken im Kampf gegen den letzten Feind einer sozialen und kulturellen Neuordnung in Europa, gegen England. In enger kameradschaftlicher Zusammenarbeit haben sich, dem Ruf des Schirmherm der Gießener Kunstwoche folgend. Die kulturellen Institute und 'M» ÄS ät "r-h eifl, »olgenbr,; 'Hlklndq lr Mrtüb fleorbntit Wneitti . $udM w w lhnn fc ine lieh ®of>nlifyn ®n N 'ft madttt uenmertes, M M Iche fjou$i n einfache Ausgaben non Denen nterteibj für Th wng, Sn. Verschiede, e- Da di! ,5 Die Ser. ifjrunq denen diele; ium Preise tungsfteUfli nD aus dieser Erkenntnis Die praktische Nutzem- vendung ziehen. Wenn man bann noch seinen Morgenkaffee sozusagen täglich mit einem ordentlichen Schuß Humor genießt. Dann ist es um Die Schrecken geschehen, Die Die Kümmernisse des Alltags zu ver- irciten pflegen. Vornottrrn. □um mit Berechtigung behaupten, daß ein Objekt I nit Der Fähigkeit begabt ist, Bosheit zu verbreiten, | Dfern es sich nicht zufällig um ein menschliches F Wesen handelt. In den meisten Fällen ist tatjächlich Lehrstuhl für Veterinär-Physiologie. Professor Dr I i!uq habilitierte 1930 in Hannover für Physiologie ind medizinische Chemie. Gleichzeitig wurde er Lei- :: «r Der Apotheke Der Tierärztlichen Hochschule in • i-annover und erhielt einen Lehrauftrag für Die Lbhaltung von pharmazeutischen Hebungen. 193d nurbe er Dort zum nb. ao. Profesior ernannt Seine besonDeren Arbeitsgebiete sind Physiologische Chemie der Körperflüssigkeiten, intermediärer Stoff- wechsel und Torikoloqie der Flußiäure und Des Alkali und Quecksilbers. Im Frühjahr 1939 kam Professor Dr. -uy von Teheran, wo er als deutscher Wissenschaft- __sr gewirkt hatte, nach Gießen rSD Die außerplanmäßige Professorin Frau Dr. Char- UrB Otte von Reichenau ist von der PH'losophlsch2N rrVf/ Fakultät Der Universität Gießen in Die W'rtschafts- N ü.iti) Sozialwissenschaftliche Fakultät Der Universität Frankfurt a. M. übergetreten., Tageskalender für Donnerstag. NSG. «Kraft durch Freude": 19 Uhr im Stadt- ßeater „Des Meeres und der Liebe Wellen". — IS®. „Kraft durch Freude": 19.30 Uhr im Caf6 i.eib Militärkonzert. — Gloria-Palast, Seltersweg: Am Abend auf der Heide". — Lichtspielhaus, len werben. | zahnhofstraße: „Alarm". IN,dm. Don her Universität Ziehen. Uebertragen wurde dem Profesior Dr.-Ing. Dr. Ior".' ned. vet Paul L u y in Gießen unter Ernennung mTbixtaito^Sät De^f Uniuerfität'©^e^en°Der FerÄ^'unf^er’©tabt zusammenaefunden, ein kulturell bedeutsames und vielseitiges Mülleimer abends von der Straße weg! Vor einigen Wochen haben mir schon einmal darauf hingewiesen, daß die selbstverständlichste Sorgfaltspflicht aller Volksgenossen auch auf die Entfernung der leeren Mülleimer von den Straßen spätestens vom Beginn der Dämmerung ab gerichtet sein muß. Dieser Hinweis hat zum Teil gute Früchte getragen, denn man konnte in manchen Straßen, die vorher in den Abend- und Nachtstunden geradezu durch eine „Galerie" von Mülleimern aufgefallen waren, die Feststellung machen, daß dieser gefährliche Zustand einer durchgreifenden Besserung gewichen war. Leider besteht aber immer noch in zahlreichen anderen Straßen begründeter Anlaß, über Verkehrshindernisse in Gestalt von Mülleimern, die in der Dunkelheit auf den Bürger- steigen herumstehen, Klage zu führen. Kürzlich ist in einer Straße ein Mann über einen solchen Mülleimer zu Fall gekommen und hat sich einen Armbruch zugezogen, an einer anderen Stelle hat eine Frau, die in der Dunkelheit gegen einen Mülleimer stieß, erhebliche Verletzungen am Bein davonge- traaen. Den Eigentümern dieser Mülleimer dürften diese Unglücksfälle teuer zu stehen kommen, denn es ist selbstverständlich, daß die geschädigten Personen ihren Haftungsanspruch an die leichtfertigen Besitzer der Mülleimer geltend gemacht haben. Ein solcher Ustfall, der bei der primitivsten Sorgsamkeit der Eigentümer der Mülleimer ohne weiteres zu verhüten ist, kann unter Umständen für den Verantwortlichen eine außerordentlich teure Angelegenheit werden, die gegebenfalls auch die Bezahlung einer lebenslänglichen Rente an den Verletzten in sich schließen kann. Wenn also die Hausfrau oder der Hausherr nicht darauf sehen, daß ihr Mülleimer spätestens bei Beginn der Dämmerung von der Straße entfernt wird, so gehen sie ein schweres Risiko ein, ganz abgesehen von den strafrechtlichen Folgen. Wer sich vor derartigen Unannehmlichkeiten schützen und seine selbstverständlichen Verpflichtungen den anderen Volksgenossen gegenüber erfüllen will, der sorge dafür, daß die Mülleimer alsbald nach der Leerung, spätestens aber bis zum Beginn der Dämmerung von der Straße entfernt werden, damit die Bürgersteige in der Dunkelheit frei und die Fußgänger nicht durch derartige vermeidbare Hindernisse gefährdet sind! Jeder denke an das Sprichwort: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem andern zu. Unfug an Feuermeldern. In den letzten Tagen ist wiederholt in verschiedenen Stadtteilen grober Unfug an Feuermeldern verübt worden. Die Glasscheiben an den Meldern wurden eingeschlagen und der Meldeknopf gedrückt, so daß die Feuerwache ausrücken mußte. An der Alarmstelle angekommen, ergab sich sofort, daß wieder einmal Unfugftifter ihr schändliches Werk getrieben und dadurch Gefahr für die Gemeinschaft heraufbeschworen hatten. Denn in der Zeit, in der die Feuerwache infolge eines solchen Unfugs nutzlos unterwegs ist, kann an einer anderen Stelle der Stadt, vielleicht am entgegengesetzten Ende, ein Brandunglück geschehen und großes Ausmaß annehmen, wenn die Feuerwehr durch die Tat der Unfugftifter nicht fo rafch zur wirklichen Unglücksstelle eilen kann, wie es sonst geschehen wäre. Diese Ueberlegung zeigt, welche schweren Folgen aus dem Unfug an den Feuermeldern entstehen können. Es ist daher selbstverständlich, daß derartige Unfugstifter, sobald sie erwischt werden, strenge Strafen zu gewärtigen haben und außerdem zum Ersatz des Schadens an den Feuermeldern und auch etwaiger weiterer Schäden herangezogen werden. Sind die Unfugftifter Jugendliche, so haben die Eltern den entsprechenden Denkzettel zu gewärtigen, da sie für die Taten ihrer Kinder selbstverständlich haftbar sind. Wer sich derartige Scherereien und unnötige Ausgaben für ©trafen und Schadenersatz ersparen will, der sorge dafür, daß seine Kinder keinen Unfug an Feuermeldern treiben. Uebermütige junge Leute, die selbst schon in der Lage sind, ihr Treiben beurteilen zu können, seien ebenfalls vor derartigen „Späßen" gewarnt, da sie teuer zu stehen kommen können. Alle Volksgenossen mögen ein wachsames Auge auf solche Personen richten, die sich in auffälliger und verdächtiger Weise bei den Feuermeldern oder in deren Nähe aufhalten. Im Falle eines Unfugs an diesen Anlagen mögen sie sofort zupacken und den Töter so lange festhalten, bis die von ihm mutwillig alarmierte Feuerwache eintrifft, damit sie ihn zur Bestrafung und zum Schadenersatz namhaft machen kann. Reis besonders für Kinder. Die wiederholte Zuteilung von Reis auf Lebensmittelkarten hat gewiß jede Hausfrau freudig begrüßt. Sie bedeutet eine weitere Abwechslung im Speisezettel, wenngleich betont werden muß, daß es auch mit den übrigen Lebensmitteln möglich ist, einen abwechslungsreichen Küchenzettel zusammenzustellen und gesunde und schmackhafte Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen. Eine Hausfrau, die daran gewöhnt ist, alles gut und richtig einzuteilen, wird vielleicht die Reistüte zögernd in der Hand halten, ehe sie den Reis für irgendein beliebiges Gericht verbraucht. Sie erinnert sich, daß es Fälle gibt, in denen man besonders gern etwas Reis zur Verfügung hat. Gemeint find hierbei Krankheitsfälle, in denen nur leicht verdauliche Speisen vertragen werden, besonders bei einer Magenverstimmung und in ähnlichen Fällen. Wo Kinder im Hause sind, kommt es öfter vor, daß das eine oder andere eine Darmstörung hat, wo der stopfend wirkende Wasserreis besonders wohltuend ist. Wenn man diese und ähnliche Fälle in Betracht zieht, kommt man zu dem Schluß, daß es praktisch ist, wenn etwas von dem zugeteilten Reis beiseite gestellt wird. Deutscher Reichspost-Kalender 1941. Der Deutsche Reichspost-Kalender (herausgegeben mit Unterstützung des Reichspostministeriums vom Konkordia-Verlag, Leipzig. Preis 2,80 RM. — [251) —ist soeben im 13. Jahrgang erschienen. Er gibt wie seine Vorgänger in gemeinverständlicher Form einen Ueberblick über die Vielseitigkeit der Aufgaben und Leistungen der Deutschen Reichspost und ihre Bedeutung als gemeinnützige staatliche Einrichtung im Dienste des einzelnen und der Dolksge- sarntheit. Der Kalender zeigt die neuzeitliche und fortschrittliche Entwicklung der Deutschen Reichspost; er will gleichzeitig die zweckmäßigste, bequemste und wohlfeilste Ausnutzung der gebotenen Verkehrsmöglichkeiten erläutern und damit ein wertvoller und praktischer Berater sein. Das von Künstlerhand entworfene Titelblatt zeigt in achtfarbigem Druck das „wachsende Reich im Spiegel der Briefmarke" und erinnert an das weltgeschichtliche Geschehen der Jahre seit 1933. Es versinnbildlicht ferner in der von einem Fahnenwald umrauschten Siegessäule Großdeutschlands Siegesgewihheit. Die dann folgenden 128 Blätter geben ein lichtvolles Bild der Ausgestaltung und Leistungen der Deutschen Reichspost. Auch die noch wenig bekannten Neuerungen der Reichspost ziehen in Bildern oder Zeichnungen und bündigen Texten am Beschauer vorüber. Die sozialen Einrichtungen der Reichspost, ihre Mitarbeit am Vierjahresplan, die Briefmarkensammler und die Reichspolt in den entrissenen Kolonien sind nicht vergessen. Besondere Darstellungen und Ausführungen sind der Reichspost im Kriege, der Feldpost und dem Aufbau des Post- und Fernmeldewesens in den wiedergewonnenen bzw. eingealie- derten Gebieten gewidmet. Wichtige politische Daten und solche aus der Entwicklungsgeschichte der Reichspost begleiten die einzelnen Tage. Ausführliche Gebührenübersichten der wichtigsten Post-, Postscheck-, Telegraphen- und Fernsprechgebühren geben Auskunft auf vielerlei Fragen. Zwei Kalendarien bilden den Schluß. Der Reichspost-Kalend^r hat die Form eines Abreißkalenders. ♦ ♦♦ Reifeprüfung am Landgraf-Lud- wigs-Gymnasium. Die mündliche Reifeprüfung an dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium fand am gestrigen Mittwoch unter dem Vorsitz von Oberschulrat Leip statt. 14 Schüler und 3 Schülerinnen wurden zur Prüfung zugelassen, und alle bestanden die Prüfung. Am Anfang des Schuljahres betrug die Schülerzahl der Abschlußklasse 34, die in zwei Parallelklassen unterrichtet wurden. Von Oktober bis Januar wurden bereits 15 Schüler zum Wehr« dienst einberufen. Ihnen wurde die Reife vorzeitig zuaesprochen. 2 Schüler legten wegen ihrer Einberufung die Prüfung bereits am 4. Februar ab. Don den 34 Abiturienten wollen 6 Offizier werden, 24 werden studieren, die übrigen wenden sich praktischen Berufen zu. ** Fahrraddieb st ähle am laufenden Band. Wie die Kriminalpolizei Gießen uns mitte ilt, wurde von ihr am Montag der 18 Jahre alle Der Brunnen am Selterstor. Zu dem gestern bereits gemeldeten Ausschreiben des Oberbürgermeisters über einen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für eine Brunnenanlage am Selterstor ist ergänzend mitzuteilen, daß sich das Preisgericht zur Beurteilung der eingereichten Entwürfe aus folgenden Personen zusammensetzt: Der Landesleiter Hessen - Nassau des R. K. d. b. K. Professor Dr. Lieser, Frankfurt am Main; Stadtbaudirektor Gravert, Gießen; Kreisbeauftragter der R K. d. b. K. Bildhauer Karl Wagner, Frankfurt a. M.; Oberbürgermeister Ritter, Gießen; K. Christ, Gießen, Mitglied des städtischen Kulturbeirates; Ersatzpreisrichter sind: Bildhauer Harold Winter, Oberursel und Beigeordneter Nicolaus, Gießen; Vorprüfer ist Bauinspektor Klein, Stadtbauamt Gießen. Einem der Verfasser der preisgekrönten oder angekauften Arbeiten wird die weitere künstlerische Bearbeitung in Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt übertragen, sofern die Brucknenanlage zur Durchführung kommt. Die Entwurfsarbeiten sind bis zum 22. April beim Stadtbauamt Gießen einzureichen. Alle durch das Preisgericht beurteilten Arbeiten und Schriftstücke werden nach der Entscheidung des Preisgerichts ausgestellt. Hinsichtlich der künftigen Gestaltung des Selters- tors ist vorgesehen, daß die gegenwärtigen Grünflächen beiderseits des Straßenbahngleises, nach der Einführung der Obus-Linien und der dadurch bedingten Beseitigung der Gleise, zu einer einheitlichen Grünfläche zusammengefaßt werden. In dieser Fläche soll dann die Brunnenanlage mit einem Becken von etwa 15 Meter Durchmesser ihren Platz finden. Es soll nicht die ganze Größe der Grün- Insel für die Brunnenanlage mit Wasserkunst in Anspruch genommen werden, sondern ein mindestens vier bis fünf Meter breiter Grünstreifen bleiben. Auf jeden Fall soll der Blick vom Seltersweg in die Frankfurter Straße und umgekehrt frei fein. Nach der Auffassung der Stadtverwaltung kann für die Brunnenanlage nur eine geringe Höhenentwick- lick in Betracht kommen. Es ist vorgesehen, von jedem Teilnehmer an dem Wettbewerb eine zeichnerische Darstellung der Rundinsel mit Brunnenanlage und Wasserkunst im Maßstab 1:50 anzufordern und die bildhauerischen Arbeiten im Maßstab 1:10 darstellen zu lassen. Ausklang der Ski-Weltmeisterschaften in Cortina. kurlkkalla gewann in Cortina den 50-km-Dauettauf. - HM ffl M Sepp Weiler erreichte in Cortina die größte Sprungweite. X f Die Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo gingen am Sonntag mit einer Abschlußfeier und Siegerehrung im Ski-Stadion zu Ende. — Unser linkes Bild zeigt Josef Jennewein (Sonthofen), Weltmeister im Abfahrtslauf der Männer und Alpinen Kombination, mit dem Siegerpreis. — Rechtes Bild: Die Weltmeisterin Christel Cranz, Siegerin im Abfahrtslauf für Frauen und in der Alpinen Kombination, Käte Grasegger (Mitte) und Anneliese P r o x a u f (rechts), die im Abfahrtslauf den 2. und 3. Platz belegten, mit ihren Ehrenpreisen. — (Schirner-M.) Franz Herkommer aus Duisburg - Hamborn wegen mehrfachen Fahrraddiebstahls festgenommen. Der junge Mann ist geständig, in Gießen drei, in Frankfurt a. M. drei, in Wiesbaden vier Fahrräder und in Marburg ein Fahrrad gestohlen zu haben. Die Fahrräder hat er bald nach Den Diebereien verkauft, zum größtenteil an unbekannte Leute. Seine Festnahme in Gießen erfolgte in dem Augenblick, als er das zuletzt gestohlene Fahrrad zu verkaufen suchte. Die in Gießen von ihm gestohlenen Räder konnten ihren Eigentümern wieder ausgehändigt werden. Herkommer wurde am gestrigen Mittwoch dem Amtsgericht Gießen zugeführt und unter Haftbefehl gestellt. ** „D i e Besteuerung des Einkommen s." Die Dresdner Bank hat eine Broschüre „Die Besteuerung des Einkommens unter Berücksichtigung der Nebengesetze und der Gewerbesteuer" herausgegeben, die zur jetzigen Einkommensteuererklärung ein guter Ratgeber ist. Bei straffster Zu- sammenfassuna wird eine vollständige Uebersicht über das gesamte Einkommensteuerrecht geboten. Ausführlich werden die Bewertungsfragen erörtert, wobei insbesondere die durch den Krieg aufgeworfenen Probleme berücksichtigt sind. „Wie sind Ausverkaufsgewinne zu behandeln?", „Darf man Rückstellungen für unterlassene Reparaturen vornehmen?", „Wie hoch dürfen die Abschreibungen im Kriege fein?", „Steuerfragen der Wertpapier- besitzer"; das sind einige besonders interessante Kapitel aus dem Heft. Amtsgericht Gießen. Der H. H. in Lollar hatte einen Strafbefehl über 30,— RM. erhalten, gegen den er Einspruch ein- legte. Der Mann wollte am 18. Oktober v. I. mit seinem Personenkraftwagen nach Gießen fahren. Am Ortsausgang in Lollar fuhr er auf einen auf Verhandlung konnte die Schuld des Angeklagten- nicht nachgewiefen werden, und er wurde dahei BöS KL Lischest 0er Derlin, 1 ztrkomlnaW N Aorlsetz ^Unler itigjeu0ej ib oon Port» fgrheti, Habel jtenöe hnB .»dien Gel< üivassliei perfenf dampfet, hi tzßlanh voll flröe her Lei Angriff Ihemfe- a 3 KoiNpsflUg Üligungsanlai ßnrngssllM lindelsschisf iinhs anhel siihostküsl freigesprochen. Aus der engeren Heimat. Kriegerkameradschast in Heuchelheim. * Heuchelheim, 10. Febr. Am Sonntaanach- mittag fand im Gasthaus „Zum Treppchen" der Hauptappell der NS- -Kriegerkamera d--, schaftHeuchelheim statt. Nachdem der Käme-; radschastssührer Dr. R e i d t die Kameraden begrüß hatte, gedachte er der im verflossenen Jahre Der.; ftorbenen Kameraden und der vier in diesem Kriege ' gefallenen Sohne Heuchelheims. Der dann folgende Geschäftsbericht gab ein deutliches Bild über die Tätigkeit innerhalb der Kameradschaft. Aufgabe,,/ und Ziel des NS.-Reichskriegerbundes wurden von, Kameradfchaftsführer eingehend besprochen. Erläuterungen über das Fechtwesen gab Fechtwart Zimmer, den Kassenbericht verlas Kassenwart Karl G e r n a n b t; letzterem wurde Entlastung erteilt Ein Lichtbildervortrag über „Deutschlands Wehrkraft zur See" und „Die Wunschkonzerte des NS.,' Reichskriegerbundes" beendeten den Appell. Tätige pflege des Heimatgedankens. LPD. Lauterbach, 12. Febr. Don tätiger Pflege des Heimatgedankens im Zeichen fruchtbarer Museumsarbeit legt der jetzt erschienene Jahresbericht für 1940 des „Vereins Lauterbacher Mufeunn e. V." Zeugnis ab. Auf den verschiedensten Arbeitsgebieten wurde unentwegt vorwärtsgearbeitet, hu; vorderster Linie auch auf dem Gebiet der Ausgro-» bungen. Hier stehen im Vordergründe dte Ersor--; schungsarbeiten an der bekannten Burgruine War«, tenbach bei Angersbach, für die feit dem Jahre 193T insgesamt rund 7160 RM. auf gement) et wurden, die! aus Spendengeldern ein tarnen. Die Ausgrabungen: sollen fortgesetzt werden. Das „Hohhaus" als Un«- terbringungsftätte der Museumssammlungen bedarf' in verschiedenen Dingen baulicher Ueberholung, namentlich der Trockenlegung des Mauerwerks. Als; sehr wertvoll erwies sich die Stipendiengewährung, durch das Museum an junge Geschichtsstudierende,, deren Arbeiten der Erforschung des Lauterbacher' Kreisgebietes zugute kommen. Jubiläum der Straße haltenden Personenkraftwagen auffl . wobei er die höchst zulässige Geschwmdrgkeit oon W vu‘ 40 Kilometer überschritten hatte. In der Haupt. Mdif|llVun einer wichtigen Straße Oberhessens. LPD. Aus dem Vogelsberg, 12. Felm, Eine der wichtigsten Straßenoerbindungen, die durchs Oberhessen bzw. den Vogelsberg führen, die Heft; fische Staats st raße, blickt auf ihr hundertjähriges Bestehen zurück. Mit dem Bau dieser Straße, die Frankfurt a. M. auf direktem Wege über Lauterbach mit Fulda verbindet, war im Jährt- 1841 begonnen worden. Landkreis Gießen. *Großen-Linden, 11. Febr. Am kommendes Samstagabend tritt der hiesige Turnverein mit: einer Veranstaltung zugunsten des W HW. in bie> Oeffentlichkeit. Bodenturnen, Ballspiele, Barrenturnen, Bodenakrobatik usw. sollen von den einzeln nen Abteilungen gezeigt werden. Die Darbietungen; werden als Maßstab der geleisteten Arbeit in der! Zeit des Krieges zu werten sein. Kreis Wehlar. T Waldgirmes, 10. Febr. Von den deutschen Rückwanderern aus Litauen waren Vorfahren auch aus unserer Gegend. Das Kirchenbuch von hier berichtet, daß im Winter 1724/25 achtzig Personen von Waldgirmes und dem benachbarten Naunheim nach Litauen ausgewandert sind. Soldaten von hier fanden dort im Weltkrieg hier bekannte Namen, wie Best, Failing, Jung,. Kern, Räuber u. a. vor. Wegen Aebeitsvertragsbrnch bestraft. LPD. Marburg, 12. Febr. Im Schnellverfahren verhandelte das Amtsgericht gegen einen Mann, der sich gegen die Bestimmungen des Arbeitsdienstgesetzes vergangen hatte. Wie aus dem! Eröffnungsbeschluß zu ersehen war, stand der Angeklagte von Anfang März bis Ende Juli in einem größeren Betrieb in Arbeit, wurde dann krank und trat nach seiner Wiederherstellung seinen Dienst nicht wieder an, sondern machte sich ohne weiteres eine andere Arbeit aus. Seiner Schutzbehauptung, daß er sich nur habe erholen wckllen, konnte bas. Gericht schon deshalb keinen Glauben schenken, weil, die von ihm erwähnte Beschäftigung auch nicht' leicht gewesen und zudem sein Verhalten mit den gesetzlichen Bestimmungen überhaupt nicht in Ein« klang stand. Das Gericht erkannte wegen Arbeite« Vertragsbruchs auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen, von denen vier Wochen durch die Vorhast als verbüßt angerechnet wurden. Gestohlene und verschobene Kleiderkarten. . LPD. Frankfurt a. M., 12. Febr. Sckgn* lich der Verhaftung eines langgefudjten, inzwischen abgeurteilten Heiratsschwindlers wurde festgestellt, daß der Betreffende sich lange Zeit unangemeldet in Frankfurt aufgehalten hatte. Hierdurch mar es ihm unmöglich, Lebensrnittel- und Kleiderkarten oon den behördlichen Stellen zu erhalten. Um leben zu können, mußte er sich also solche Karten auf unreelle Weise verschafft haben. Im Zusammen' hang mit dieser Feststellung wurde eine Schie' beraffäre mit K l e i d e r k a r t e n aufgedeckt, die nun zu einer Verhandlung vor dem Sondergericht Frankfurt gegen vier Personen führte. Der jetzt 44jährige Alois Friedrich Ring hatte im AM vorigen Jahbes, als er sich in Trier befand, die Absicht, sich Bezugscheine für Taschentücher zu beschäl' fen. Als er zu der betreffenden amtlichen Stelle ktm, fand er Gelegenheit, 55 Kleiderkarten Z u entwenden. Als er einige Zeit später W der nach Frankfurt kam, unterhielt er ein Verhältnis mit einer 38jährigen Frau Er erkundigte R bei ihr, ob sie keine Abnehmer für die Kleiderkarten misse. Die Frau vermittelte ihm das jüdische Ehe' paar W i 11 ft e b t, das einen erheblichen Teil W Karten zu Preisen von 8,50 und 12,50 RM. kaufte und sie für 15 bzw 20 RM. rneiterveräußerte. Bon jedem Verkauf hafte die Vermittlerin insofern ihren Vorteil, als sie dem Ring von dem Erlös einen gernisfen Prozentsatz abzog. Das jüdische Ehepaar veräußerte die Karten an einen Juden weiter, gegen den das Verfahren abgetrennt ist und noch lauu Das Sondergericht verurteilte Ring zu zwei Iah' ren Zuchthaus, den 37jährigen Hermann Israel Willstedt wegen gewerbsmäßiger W lerei zu drei Jahren Zuchthaus und ore' Jahren Ehrverlust, seine 38jährige Ehefrau Lucie Sarah wegen einfacher Hehlerei zu einem 3°^ Gefängnis und die Geliebte des Diebes wegen Hehlerei zu neun Monaten Gefängnis. K :?1n?rNna ? Lenina km £ r* u?r den El '^nique üb Het Ä k”n9unb C ""d in E A ist dein En fchrt oen IS Sb iS L'?in $ beschütz o stegswichlige 3n her nörh « Cuffroaffe ikilischen 0 Anlagen Hirn Bombe; /können muri ms jedprenc i! ahLuca lki kuslkamp fri Mgieuss jenuar richte! «griffe beul luez-kan chivungen bi bnalelnschnil Mmqen B .pnelbef, stell IjHunfene Männe als kir Cuilbilbai stade 5chisfsai pperrffeflen. ick'en demnach itfchr dnrch! ! N’in Unfern sanllschen 6 ■0 erfolglose > teinb s Kchrgebiel n M°ch läßt s Wen M । Wehen Es M Verluste M gebt be hfliiffen „m e; befanden Adelnden m, p höher sage r d'e britif feto9'” . in K’M. i KVr te«?