Mittwoch, 12. November Ml Annahme von Mmettien für die MtttaaSnummer vis8'/,Ubr de^BormittagS Anzeiaen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm ^etlenbreite# Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm .Seilenbreite Nachlässe: Söicberboiimg iUolftaffefl Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (norbermc Vereinbarung) 25u/0 mehr (9t. Jahrgang Nr. 269 ÄHf ® A W Q Mittw Glchener Anzeiger von einzelnen Nummern I\ > WM infolge böberer Gewalt 1 8SS£S «uSmu^i General-Anzeiger für Oberhessen Oietzen?5ch«lfire§e z-9 Englands gefährlicher Freund. düng herbeigeführt hätten, obwohl die Sowjetunion an Deutschlands Grenze mehr Flugzeuge und Tanks besessen habe, als die Vereinigten Staaten 1943 be- Von unserem W. S Stockholm, 10. November. Neben außenpolitischen und militärischen Gefahren umdrohen England Erscheinungen einer Gärung, die ans Tageslicht gekommen find, seitdem der tirieg für England durch das Bündnis nut dem Kommunismus einen ungewöhnlichen sozialen und innerpolitischen Akzent erhalten hat. Man wird, wenn man die englischen Verhältnisse annähernd richtig sehen will, Churchill nicht so viel Einsicht in sich anbahnende Entwicklungen zu- erkennen dürfen, wenn man von ihm behauptet, er sehe den Weg als verhängnisvoll an, der durch den fortschreitenden Einfluß kommunistischer und vom Kommunismus abhängiger Kreise eingeleitet worden ist. Die leichtfertige Einstellung, mit der maßgebende Schichten diesen Weg verfolgen, ist vielmehr durch Ausführungen charakterisiert, mit denen die „T i - m e s" am 7. November, dem Jahrestag der bolschewistischen Revolution, der Sowjetunion ihren Tribut zollte. Darin hieß es, England könne, was die Schaffung sozialer und wirtschaftlicher Rechte anlange, viel von dem sowjetischen Regime lernen. Die Zusammenarbeit mit ihm müsse deshalb immer enger werden Und die Kriegszeit überdauern. Nicht die Selbftentäußerung angelsächsischen Herrenmenschentums beunruhigt Churchill und seine Umgebung, sondern die innere Aufspaltung des englischen Volkes, wie er in dem Artikel der „Times" zutage tritt. Churchill nimmt diese inneren englischen Spannungen ernst genug, um nach einem Weg zu suchen, sie zu überwinden, da er sie nie unterdrücken kann. Sein Rezept, um die innere Einheit wiederherzustellen, sieht er in dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, von dem er keine militärischen, aber psychologische Wunder erhofft. Die Vereinigten Staaten können naturgemäß die ihnen von Churchill zugedachte Rolle nur spielen, wenn sie in sich gefestigt genug sind, um auch England neuen inneren Halt zu geben und die von Moskau noch London schleichende Gefahr zu bannen. Niemand, der die Vereinigten Staaten keimt, hat bisher derartiges zu behaupten gewagt. Es besteht im Gegenteil der Eindruck, daß in den Vereinigten Staaten noch nachgeholfen wird, um auf das Moskauer i den amerikanischen Punkt zu setzen. Die faulen Eier und Tomaten, mit denen kürzlich der „München-Mann" Lord Halifax in den Vereinigten Staaten beworfen wurde, liefern nicht nur Stoff für amüsante Geschichten, sondern ebenso für ernste Betvachtungen. Die Vereinigten Staaten, in denen viele Fragen ungeklärt sind und schwere innere Auseinandersetzungen in der Luft liegen, verbinden ihre Hilfe für England mit massiven Angriffen nicht nur gegen Englands strategische Stützpunkte, sondern auch gegen das ihnen unsympatische Sozialsystem, für dessen Erhaltung Männer wie Lord Halifax diesen Krieg Englands begonnen haben. Die englische Oberschicht kämpft heute einen Zwei- frontentrieg gegen kommunistische und gegen amerikanische E i n f l ü s se. Ein Bericht in der amerikanischen Wochenschrift „Saturday Eoemng Post" über die Eindrücke englischer Flieger, die in UZA.-Lagern ausgebildet werden, enthält einige Angaben, die erkennen lassen, daß die jungen Leute in den Vereinigten Staaten nicht nur das Fliegen lernen. Nach dem Kriege müßten viele Dinge in England geändert werden. Das ist nach diesem Bericht das übereinstimmende Urteil derer, die mit dem amerikanischen Leben Kontakt erhalten haben. Einige der künftigen Unteroffiziere der britischen Luftwaffe gingen so weit, zu erklären, daß sie nach Beendigung des Kurses in den Vereinigten Staaten sich weigern würden, ihre Lagerkameraden zu grüßen, die Offi,ziere werden würden, weil sie zu einer pri- Dileaierten Schicht gehörten, während sie selbst me Hoffnung, Offizier zu werden, nicht haben könnten. Ernste Widerstände auf englischer Seite gegen eine solche Beeinflussung sind nicht zu bemerken. Im Gegenteil zeigt ein kleiner „Führer für den Umgang mit Amerikanern", der den Fliegern von der englischen Luftwaffe in die Hand gegeben w>rd,^daß die Schonung der Gefühle der Alliierten im Falle USA. (ebenso wie im Falle der Sowjetunion) allen anderen Ueberlegungen übergeordnet wird. Sie müßten die Amerikaner lieben und verstehen, werben die jungen Engländer ermahnt. Das sei ebenso wichtig wie die Fliegerausbildung, denn während dieses Krieges und wahrscheinlich danach sei Eng- l a n d s Sch icksal eng mit dem der Vereinigten Staaten verbunden. England brauche Menschen, die Amerika verstünden und ihre Reaktion den Engländern interpretierten. Man braucht vielleicht nicht so weit zu gehen, von einer in Gang befindlichen Revolution in England zu sprechen, wie es der Hohepriester der gesellschaftlich Unzufriedenen, der Schriftsteller P r i e ft t • Lei), von dem Amerikaner sagen, er habe nach Churchill den größten Einfluß auf die englischen Massen, in feinem Buch „Out of the people“ tut. Man wird um so eher zögern, Priestleys Feststellungen für möglich zu halten, als er die Behauptung ■ hinzufügt, diese' Revolution habe nichts Centimen- J -ales, Jakobinisches oder Marxistisches an sich. „Unsere Lebensart zu bewahren" sei keine Kriegs- | parole, hält Priestley den Vertretern des alten England entgegen, die den Krieg um dieses Zieles willen erklärt haben. Die meisten Engländer hielten nicht allzuviel von dieser Lebensart. Sie wünschten 'ich eine neue, bessere, anständigere, freundlichere und — freiere. Man kann sicher sein, daß Priestley ! in den Vereinigten Staaten nicht mit Tomaten ireworfen werden würde. Jenseits des Atlantik verfolgt man die Vorgänge in England mit größter Aufmerksamkeit und, wie zesagt, man hilft nach. Für einsichtige Engländer ergibt sich daraus die banale Wahrheit, daß jedes Ding zwei Seiten hat, auch die Hilfe der Vereinig- \ ien Staaten für England. Nich einmal vernünftige I oziale Aenderungen sind für sie das Erschreckende, , vielmehr ist es die Furcht, daß auf diesem Wege sich l.-Korrespondenten. ein beherrschender politischer Einfluß der Vereinigten Staaten über England einschleicht. Wie ein Alpdruck liegt manchem Engländer die Vorstellung auf der Brust, England könne geistig, politisch und wirtschaftlich eine Kolonie der Vereinigten Staaten werden, die einst eine englische Kolonie waren. Würde die künftige amerikanische Sicherheit nicht am besten garantiert sein, wenn die Souveränität Englands und seiner Dominions bestehen bliebe?, so fragt in der Zeitschrift „Common Senfe" die englische Journalistin U 11 e y. Man könne nur hoffen, schreibt sie, daß die Vereinigten Staaten nicht England gegenüber die gleiche Rolle spielen, die England mit Polen, Norwegen, Griechenland und Jugoslawien gespielt hat. Großbritannien befinde sich heute in der Lage, in der es praktisch von den Vereinigten Staaten gezwunden werde, den Kampf fortzusetzen. Die Vereinigten Staaten erklärten, daß kein amerikanisches Blut „für die gerechte Sache" vergossen werde, sie bestünden aber darauf, daß die Europäer sich untereinander bekämpften, bis Europa und England zugrunde gingen. Die Schreiberin äußert den Verdacht, daß die Vereinigten Staaten Hilfsversprechungen machten, die sie nicht erfüllen könnten, mit dem Ergebnis, daß England in eine Lage gebracht werde, in der alles verloren fei, während jetzt noch manches gerettet werden könne. England sei kein Teil Europas, sondern ein Weltreich. Es wäre nicht notwendigerweise zum Untergang verurteilt, wenn es sich vom Kontinent lossagen würde, wie einige wenige Männer, darunter auch der jetzige Beschaffungsminister Lord Beaverbrook, es v o r dem Kriege befürwortet hätten. „Oder wollen die Vereinigten Staaten", so fragt die Schreiberin, „ein ungeheures Expeditionsheer ausrüsten, den nötigen Schiffsraum schaffen, gleichzeitig noch England die Fortsetzung des Kampfes ermöglichen, um bann den europäischen Kontinent zu erobern?" Es sei schwer zu glauben, daß das amerikanische Volk die dazu nötigen Opfer freiwillig bringen werde, und es sei noch schwieriger, sich vorzustellen, daß die 3000 Meilen entfernten Vereinigten Staaten großen Eindruck auf Deutschland machen würden, nachdem jetzt England und die Sowjetunion zusammen keine Wen- Gegen Gewastk Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 11. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gib! bekannt: Auf derkrim sind die deutschen und rumänischen Truppen in weiterem Vordringen gegen S e ro a ft o - p o l und Kertsch. Beide Häfen wurden mit guter Wirkung von der Luftwaffe bombardiert. 3m Raume um Moskau erlitt der Feind durch Luftangriffe erhebliche Verluste an schweren Waffen und rollendem Material. Militärische Anlagen in der sowjetischen Hauptstadt wurden mit Bomben belegt. 3n Nordkarelien haben deutsche und finnische Truppen unter schwierigen Kampf- und öe- ländeverhältnissen starke Teile einer feindlichen Division vernichtet, hierbei wurden 7 0 0 Bunker im Kampf genommen, 1200 Gefangene gemacht, vier Panzerwagen, 30 Geschütze, über 100 Maschinengewehre und Granatwerfer sowie zahlreiches anderes Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Die blutigen Verluste des Feindes betragen ein Mehrfaches der Gefangenenzahl. Vor der britischen Südostküste erzielten Kampfflugzeuge bei Tage Bombentreffer auf drei größeren Frachtern. Die Schiffe wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Ostwärts L a st o n wurde ein Hochofenwerk von Bomben schweren Kalibers getroffen. 3m Vorfeld Von Kriegsberichte DNB...., 11. November. (PK.) Es sind nicht einmal mehr 100 Kilometer, die die Spitzen der deut- schen Truppen vom Mittelpunkt Moskaus entfernt stehen. Selbst auf den Kartenblättern der Kompanieführer liegt die bolschewistische Hochburg schon als dicker schwarzer Klecks am rechten ostwärtigen Rand. 100 Kilometer! Das ist in diesem Land der Unendlichkeit für gewöhnlich ein Katzensprung. Aber diese 100 Kilometer, diese letzte Strecke vor dem Kreml, hat es doch in sich und muß gewissenhaft von den deutschen Streitkräften „aufgearbei- tet" werden. Denn der Gegner hat vor seiner Haupt- stabt alle Sperren und Geländehinbernisse für seinen Abwehrkampf bis ins letzte ausgenutzt. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man bas gesamte Vorgelände der F e st u n g Moskau als ein einziges großes Minenfeld bezeichnet, das vor allem auf den Straßen und Wegen, zu ihren bei- den Seiten auf dem angrenzenden Gelände und an allen Derkehrsengpäffen verlegt worden ist. Der Hauptbunbesgenosse des Feindes ist jetzt im Herbst die Witterung und das Gelände, das bei dem vorherrschenden naßkalten Wetter bei sumpfigem Untergrund grundlos, bei lehmigem unendlich schmie- rig geworden ist. Der Boden hat sich mit Regenwasser vollgesogen wie ein Schwamm, und so ist der deutsche Vormarsch an das vorhandene, kümmerliche Verkehrsnetz gebunden. Dieser Umstand ist natürlich den Bolschewisten' wohl bekannt, und so haben sie auch längs der Straßen chren Haupt- miberfta^b aufgebaut sitzen konnten. Die beutsche Beherrschung Europas nennt Utley ein kleineres Uebel für England als bas Uebel sein würbe, bas wahrscheinlich bas Ergebnis einer Ermutigung Englanbs sein mürbe, einen hoffnungslosen Kampf unbegrenzt fortzusetzen, bis bis englischen Freiheiten von innen oder von außen zerstört würden. „Nach einem Jahr werden die meisten Engländer wahrscheinlich einsehen, daß Englands Freunde in den Vereinigten Staaten gefährlicher waren als die Amerikaner, die Isolationisten genannt werden: denn zu viele amerikanische Freunde weigern sich, Englands jetzige Lage realistisch zu sehen", heißt es in diesem Bekenntnis, aus dem jedenfalls hervorgeht, baß bie Vereinigten Staaten bie ihnen von Churchill zu- gebachte Rolle eines Einigers bes englischen Volkes nicht spielen können. llGA bestehen auf ihren Forderungen Washington, 11. Noo. (DNB.) Auf bie in der Pressekonferenz gestellte Frage, ob die englische Regierung die Antwort auf die bekannten amerikanischen Vorschläge betreffs Gegenleistungen für die Pacht- und Leidliefe- runäen erteilt habe, antwortete Hüll, bie Prüfung durch England besinde sich im letzten Stadium. Wie erinnerlich, stellen die USA. an England keine geringeren Forderungen, als bie, daß 1. den USA. das Recht zufteht, alle britischen Stützpunkte auch nach Kriegsende zu benutzen 2. England auf Vorzugszölle im britischen Empire verzichtet: 3. England seine Monopolstellung in Kautschuk, Zinn usw. aufgibt. Zweifellos hat ein britischer Vorschlag auf „Preisablaß", den A 11 l e e in Washington persönlich vortrug, von Hüll kalte Ablehnung erfahren, da eine „vertrauliche Verabschiedung" Attlees zu der Anfrage in der Pressekonferenz führte. Washington besteht auf seinen brutalen Forderungen,' die deutlich zeigen, mit welcher Gier die USA. sich nach dem Ausverkauf Englands heute schon anschicken, bas Erbe bes bankrotten britischen Empires anzutreten, um für eine von ihnen diktierte Weltwirtschaft freie Hand zu bekommen. pol und Kertsch In Nordafrlka griffen deutsche Kampfflugzeuge einen britischen Flugplatz ostwärts Bla rf a Matruk mit Spreng- und Brandbomben an. Der Feind flog nicht in das Reichsgebiet ein. Unter deutschen Bomben. Berlin, 11. Nov. (DNB.) Die deutschen und rumänischen Truppen drangen auch am 10. 11. auf der Krim in Richtung Sewastopol und Kertsch weiter vor. Damit machen sie im Verein mit der deutschen Luftwaffe die Absicht der Bolschewisten zunichte, den sich einschiffende Sorojcttrup- pen in beiden Häfen die notwendige Zeit zu verschaffen. Deutsche Kampfflugzeuge hielten nicht nur die sich in Massen stauenden Bolschewisten im Bereich der beiden Derladeplätze unter einem dichten Bombenregen, sondern zerstörten auch Anlegestellen, Hallen und Materiallager in Sewastopol und Kertsch durch zahlreiche Treffer. Die Einsätze der deutschen Luftwaffe dehnten sich darüber hinaus bis zur Nordostküste des Schwarz en Meeres aus, wo den Bolschewisten als einziger Kriegshafen noch Noworossijsk verblieben ist. Im mittleren Teil der 0 ft front ist der Angriff zweier deutscher Divisionen am 10. 11. gegen bolschewistische Stellungen bemerkenswert. Der völlig überraschende Vorstoß in dem stark ver- schammten Gelände brachte tausend sowjetische Gefangene und zahlreiches Kriegsgerät ein. Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge unterstützten auch im gesamten mittleren Abschnitt die Operationen des Heeres. i>on Moskau. Günther Hehsing. Stützpunkt nach Stützpunkt muß von den deutschen Angreifern in mühevoller Kleinarbeit geknackt und ausgeschaltet werden. Trotzdem ist die große Moskauer Stellung, bie ben vorberen Rand bes Kampffeldes um bie sowjetische Hauptstabt abgrenzte, bereits durchbrochen und überwunden worden. Sie stellte eine etwa von Kaluga bis Kalinin durchlaufende 300 Kilometer lange Be- feftigungslinie dar und sperrte besonders bie von Westen auf Moskau führende große Straße von Minsk über Smolensk durch ein wohlausgebautes und nach den letzten Kriegserfahrungen ausgeklügel- tes System von Feldstellungen. In unübersichtlichem welligen Gelände, in dessen Senken sumpfige Bäche nach Norden zur Moskwa hin entwässern, waren an allen Stellen, wo sich nur Panzer nähern konnten, Minenfelder verlegt worden. Darauf folgte eine lange Reihe von Flammenwerfern, bie, in die Erde versenkt, von den Angreifern nicht zu erkennen waren. Sie bestanden aus großen Stahltöpfen, von denen nur das Mundstück aus der Erde herausragt. Den An- greifern sollte von diesen Geräten aus, bie man bisher nur als Angriffswaffe ber Pioniere kannte, viele Meter lange Stichflammen entgegengeschleu- bert werden. Die Flammenwerfer wurden von versteckt im Gelände liegenden Bunkern aus gezündet. Es folgte eine Linie neuartiger Panzerhindernisse, die von unseren Soldaten „S p a r g e l b e e t ew getauft wurden. Sie bestanden aus langen Rippen hintereinander liegender Erbwälle in Zickzackform, Oer Kriegsschuldige. Winston Churchill versucht in ber letzten Zeit krampfhaft, sich von der Vaterschaft für den Krieg wegzuleugnen. Jedes Mittel ist ihm recht, dazu, sich hinsichtlich der Verantwortung für diese n Krieg ein Alibi zu verschaffen. Dor allem glaubt er, diese Mohrenwäsche dadurch bewirken zu können, daß er es mit ber Methode „Haltet den Dieb" versucht und mit einer Hartnäckigkeit sondergleichen sich bemüht, bie Kriegsschuld von sich auf andere abzuwälzen. Besonders in der letzten Zeit ist dem alten Kriegsverbrecher nicht mehr wohl in seiner Haut. Er will unter allen Umständen von dem Vorwurf der Kriegsschuld frei werden. In jeder seiner jüngjten Reden behauptete er, dieser Krieg sei von Adolf Hitler begonnen worden. Er glaubt damit die Welt seine eigene Schuld vergessen machen zu können. Dieser Versuch kann Winston Churchill nicht glücken, denn seine Verantwortung an diesem Krieg, den er übrigens einmal „seinen reizenden Krieg" genannt hat, ist nicht nur einmal zu beweisen. Wie ein roter Faden zieht sich durch die englische Geschichte der letzten Jahrzehnte Churchills Kriegs- t r e i b c r e i. Schon lange vor dem 3. September 1939 hat Churchill bei jeder Gelegenheit, so ungefähr wie der alte Cato im alten Rom, darauf aufmerksam gemacht, daß der Krieg mit Deutschland nicht zu umgehen sei. So hat er bereits am 17. Oktober 1938 in einer Rundfunkrede, die nach Amerika übertragen wurde, „aufs neue", wi^Reuter feftftellt, betont, daß es sich nicht um Vorbereitungen für einen gewöhnlichen Krieg handele, sondern um einen Konflikt, bei dem „die freien Länder" in der Heber- macht seien. Je länger man warte, um so schwieriger werde es sein. Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion hätten schon im Frühjahr 1938 gemeinsam erklären müssen, daß sie zusammen gegen Nazi-Deutschland stehen würden. Diese Kriegstreibe- rei wurde Churchill bald darauf von dem französischen Senator Reynold, einem Mitglied des Militärausschusses des französischen Senats, bestätigt, ber erklärte, Churchill habe bas amerikanische Volk zu einem Weltkrieg gegen Deutschland aufge- fordert, um die Demokratie zu retten. Im Juni 1939 ! hielt Churchill im Londoner City Carlton-Club eine | kriegshetzerische Rede, in der er bemerkte, daß er angesichts der genroärtigen politischen Lage glaube, daß man kaum zu einer anderen Schlußfolgerung kommen könnte als derjenigen, daß das „Schlimm- sie" sich ereignen würde, und zwar recht bald. Und einige Tage fnäter gab dieser Kriegshetzer Churchill in einem Au fatz im Pariser „Soir" folgendes zu: „Es liegt ein gutes Stück Wahrheit in diesen Vorwürfen der Einkreisungsabsichten der Westmächte. Es ist nicht mehr nötig, die Wahrheit zu verbergen." Die Aktivität, mit der Churchill schon vorher auf die Vorbereitungen Englands für einen Krieg mit Deutschland hinarbeitete, bestätigte übrigens die „New Port Times", die einem Spezialkabel über eine Churchillrede in Manchester am 9. Mai 1938 die Ueberschrift gegeben hatte: „Churchill schlägt Einkreisung Deutschlands vor. Er drängt Britannien, die Hilfe Rußlands und der kleinen Nationen zu suchen." Schließlich erklärte auch die Moskauer „Jswcstija" dem politischen Freibeuter Winston Churchill, daß er „seit langem den Plan eines unvermeidlichen Präventivkrieges Englands gegen Deutschland verfolgt habe." Die ganzen Jahre hindurch hatte der Kriegsverbrecher Churchill dem eng« li schen Volke suggestiv klargemacht, daß ein Krieg mit Deutschland „unvermeidlich" sei und daß dieser Krieg deshalb als „Präventivkrieg" geführt cherden in denen sich die angreifenden Panzer festfahren sollten. Hinter diesen „Spargelbeeten" folgte ein tiefer Panzergraben und dann eine Art Höckerlinie, wie man sie schon vom Westwall kennt, bie hier aber aus gekreuzten unb zusammengeschweißten Eisenbahnschienen beftanb. Zwischen all biefen Hinbernissen waren selbstver- ftänblid) wieder Minen verlegt. Das ganze Stellungssystem wurde überwacht durch Artillerie und Flak unb konnte aus zahlreichen überhöhten und flanfterenben, zum Teil sogar Detonierten Bunkern mit panzerbrechenden Waffen, Maschinengewehr- und Schützenfeuer bestrichen werden. Ein Durchbruch dieser Befestigungslinie schien selbst ben Sowjets, nach ben schlechten Erfahrungen, bie sie mit dem deutschen Soldaten gemacht hatten, unmöglich, und sie fühlten sich wieder einmal recht sicher. Auf den Zufahrtsstraßen erschwerten wieder Minen unb tiefe Sprenglöcher, sowie abgebrannte unb auseinandergerissene Brücken und angeftaute, versumpfte Flußläufe die Annäherung. Sollte sich in dieser mit allen Schikanen ausgebauten Stellung dennoch eine Lücke zeigen, in der es den angreifenden Deutschen gelänge, einzudringen, dann wollten bie Bolschewisten diese Eindringlinge mit Panzergegenstöhen wieder herauswerfen. Auch baran hatte man also gebacht unb zu biesem Zweck zahlreiche Kampfwagen hinter ber Befestigungslinie versammelt unb sie teilweise in unter- irdischen, meisterhaft getarnten Tankgaragen ober in dichten, aus ber Luft nicht einzusehenoen Wald- stücken untergebracht. Diese Tankgaragen waren übrigens so eingerichtet, baß bie Kampfwagen aus ihnen auch bireft ins Gefecht eingreifen konnten. Sie sollten, wenn notroenbig, plötzlich auftauchen, einige Schüsse abgeben unb wieder verschwinden, also innerhalb der Befestigungslinie so eine Art von beweglichen Bunkern barstellen. Obwohl bie angreifenben beutschen Truppen infolge ber grundlosen Enge bie Moskauer Stellungen nicht umgehen konnten und sie sogar an ihrer stärksten Stelle angriffen, gelang es ben beutschen Soldaten bennorf), sie in wenigen Tagen auseinan- derzureißen unb z u burchbrechen. Der Kampf fanb babei teilweise auf bem alten Schlacht- selb aus bem August 1812 statt, wo auch bamals bas letzte Mal vor Moskau versucht würbe, bem Vormarsch Napoleons Halt zu gebieten. Deutsche Verbände Haden sich auf dem Schlachtfeld unsterblichen Ruhm erworben. müsse. Schon diese Tatsache allein genügt, SBinfton' Churchill die persönliche Kriegsschuld zuzusprechen. Aber auch noch in einer anderen Weise ist Winston Churchill persönlich für den Krieg verantwortlich. 3n jenen Ionen des Jahres 1939, als der Führer die größten Anstrengungen machte, mit Polen zu einer Verständigung zu kommen, war es Churchill, der im Verein mit Eden, Duff Cooper und den anderen Kriegstreibern der englischen Plutokratie das Kriegsfeuer schürte und es zu verhindern wußte, daß eine Verständigung, zu der das weitgehende Entgegenkommen des Führers eine annehmbare Grundlage geboten hätte, zustandekam. Diese Kriegshetzer unter Führung Winston Churchills verhinderten den friedlichen Ausgleich. Sie bemühten sich noch mehr, sie sorgten dafür, daß England am 3.September 1939 Deutschland den Krieg erklärte und auch eine formelle Kriegserklärung in Berlin überreichen ließ. Nachdem er nun „seinen reizenden Krieg" hatte, tat Churchill denn auch alles, um ihn nicht so schnell wieder zu verlieren. Ihr Verdienst ist es, daß alle Vorschläge des Führers, mit England zu einem Ausgleich zu kommen, hohnvoll abgewiesen wurden, und daß die Kriegsfurie weiter durch die Länder raste. Es gibt nur noch einen Mann, der sich dem Kriegsverbrecher Churchill würdig an die Seite stellen kann, und das ist der Präsident der Vereinigten Staaten, Franklin Delano Roosevelt. Er hat dem Kriegsverbrecher Churchill sekundiert, bis der Krieg zum Ausbruch gekommen war, und er ist derjenige, der heute mit allen erdenklichen Mitteln im Sinne dieser Kriegsverbrecherclique sich bemüht, das USA.-93olf ebenfalls in den Krieg zu fuhren. Die Kriegsschuld Churchills und Roosevelts steht heute schon so einwandfrei fest, daß man nicht einmal die Geschichte zu der Feststellung braucht. E. Generaloberst Frhr.v. Weichs 60 Jahre alt. Berlin, 12. November. (DNB.) In seinem Hauptquartier im Osten, inmitten der Entscheidungs- kämpfe gegen die Sowjetunion, vollendet am heutigen 12.November Generaloberst Maximilian Frei- Herr von Weichs sein 60. Lebensjahr. Freiherr von Weichs wurde am 12. November 1881 in Dessau geboren, wo sein Vater als Oberstallmeister in herzoglich-anhaltischen Diensten stand. Nach dem Besuch des Wilhelm-Gymnasiums in München trat er im Jahre 1900 als Fahnenjunker in da4 2. Bayr. Reiterregiment ein. 1914 zum Rittmeister befördert, zog er bei Ausbruch des Weltkrieges als Adjutant der 4. Bayr. Kavallerie-Brigade ins Feld. In den Schlachten des Weltkrieges zeichnete er sich sowohl in Truppen- wie in Generalstabsstellungen aus. Nach dem Krieg wurde Rittmeister Fryr. von Weichs in das Hunderttausend- mann-Heer übernommen. In verschiedenen Front- und Generalstabsstellungen verwendet, erfolgte 1923 seine Beförderung zum Major, fünf Jahre spater zum Oberstleutnant. Dom 1.2. bis zum 1.3.1930 war er Kommandeur des Reiterregiments 18 in Stuttgart-Cannstatt. Am 1. 3. 1930 wurde von Weichs Chef des Generalstabes der 1. Kavallerie- Division in Frankfurt a. d. Oder, welche Stellung er, am 1.11.1930 Oberst geworden, drei Jahre inne- hatte. Nach der Machtübernahme wurde er als Generalmajor Infanterieführer III, danach Kommandeur der 3. Kavallerie-Division. In dieser Stellung stellte Generaloberst von Weichs nach der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht aus der 3..Kav.^Div. die erste Panzerdivision des deutschen Heeres auf, deren Kommandeur er bis zu seiner Ernennung zum Komm. General des XIII. AK. in Nürnberg war. In dieser Stelle wurde er am 12. 10.1937 General der Kavallerie. 1938 marschierte er mit seinem Armeekorps mit in die Ostmark und in den Sudetengau ein. Nach Ausbruch des großdeutschen Freiheitskampfes erzwang das Korps Weichs im Polenfeldzug auf dem rechten Flügel der fchlefischen Armee den Uebergang über die Warthe und marschierte in Lodz ein. Während der Schlacht an der Bzura gingen feine Divisionen gegen die polnische Hauptstadt vor, an deren Fall das Korps Weichs erfolgreichen Anteil hatte. In Anerkennung feiner Verdienste ernannte der Führer General der Kavallerie Freiherrn von Weichs am 26.10.1939 zum Oberbefehlshaber einer Armee, die im Verbands der Heeresgruppe erfolgreich im Westen kämpfte. Das Ritterkreuz und die Beförderung zum Generalobersten waren die äußeren Zeichen der Anerkennung Oie Reichsmark bleibt stabil. Unsere Arbeit als sichere Grundlage unseres Geldes. Berlin, 11. Noo. (DNB.) Auf einem Betriebsappell der Deutschen Reichsbank in Berlin sprach Reichswirtschaftsminister, Reichsbankpräsident Funk. Er wies einleitend darauf hin, daß es nunmehr fast drei Jahre her sei, seit ihn der Führer mit der Leitung der Deutschen Reichsbank beauftragt hatte. „Wenn der Führer die Leitung des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank in eine Hand gelegt hat, so hat er damit zum Ausdruck gebracht, daß die Wirtschaftspolitik und die Geld Politik eine Einheit darstellen und daß eine gesunde und starke Wirtschaft die Voraussetzung für eine gute und stabile Währung ist. Ich lege größten Wert auf enge Zusammenarbeit zwischen der Reichsbank und der Wirtschaft. Die Deutsche Reichsbank muß als Liquidationsrückhalt unserer gesamten Wirtschaft stets in der Lage sein, die Entwicklung bei den Kreditinstituten zu überblicken und zu überwachen und, wenn erforderlich, auch in dem erwünschten Sinne zu beeinflussen. Diese Lenkung des Geld-, Kredit- und Kapitalstromes ist in der autoritär geführten Wirtschaft auch notwendig, besonders im Kriege, wo besondere Geldprobleme aus der Tatsache heraus entstehen, daß der umlaufenden Geldmenge eine verringerte Menge von Konsumgütern gegenübersteht und das auf diese Weise freigefetzte Geld möglichst weitgehend erfaßt und der Kriegsfinanzierung zugeleitet werden muß. Aber dieses Geld wird nach Beendigung des Krieges wieder volle Kaufkraft haben, denn wir werden es mit Gütern zusätzlich belegen können, die uns reichlich und billig aus den neugewonnenen Rohstoffgebieten zufließen werden. Wir haben uns auch gesetzlich durch das Gesetz Über die Deutsche Reichsbank vom 15. Iurvi 1939 von den überkommenen Golddeckungsvorschriften gelöst, weil es für uns nicht tragbar ist, daß Wert und Sicherheit unserer Währung sowie die Gestaltung unserer Währungspolitik weitgehend von internationalen Interessen und Einflüssen, insbesondere von einer international bestimmten Zins-, Kredit- und Preispolitik und von Währungsmanipulationen anderer Länder abhängig find. Unser Geld ist soviel wert wie unsere Arbeit wert ist. Der Geldwert drückt den Wert des Sozialproduktes aus. Also ist unsere Währung eine soziale Währung. Der Staat bestimmt durch Preis und Lohn den Wert unserer Arbeit. Die Preis- und Lohnpolitik ist also Sozialpolittk im höchsten Sinne. Da das Geld den Entgelt für die Leistung, also für die Arbeit darstellt, wird sein Wert ebenfalls vom Staat bestimmt, also ist die Geldpolitik Sosialpolitik. Wenn mehr Geld als Güter vorhanden ist, muß entweder das Geld verringert, der Geldwert erhöht werden, was zu sozialen Härten und zur Produktionsbeschränkung führt (und das lehnen wir ab), oder es müssen zusätzliche Güter ins Land gebracht werden, und zwar billige Güter. Dann bleibt der Geldwert unverändert und der Lebensstandard kann gehalten oder gar erhöht werden. Bis zur Erreichung eines solchen Zustandes kann man ohne Schaden die Kaufkraft des Geldes sozusagen auf Eis legen (was wir jetzt tun). Aber schließlich ist die Währungsfrage immer eine Vertrauensfrage. Nicht Gold und Devisen oder das Wechselportefeuille garantieren letzthin die Sicherheit der Währung, sondern die innere und äußere Kraft des Staates. Und allein diese Erkennt- nis läßt im deutschen Volke nicht den geringsten Zweifel an der Stabilität der Währung aufkommen. Die Reich § markist stabil geblieben und sie wird auch weiterhin stabil bleiben unb nach siegreicher Beendigung des Krieges erst recht! Denn hierfür ist uns der Garant unser Führer, dessen Sache wir mit heißem Herzen verschworen sind, hierfür ist uns Garant unsere unvergleichliche Wehrmacht, aber auch die Arbeitskraft und der Einsatzwille unseres ganzen deutschen Volkes. Dieser fanattsche Lebenswille, geboren aus dem Geiste des Nationalsozialismus, und der Glaube an die Zukunft unseres Volkes sind unerschütterlich. Ein Glaube und eine Gewißheit aber fielen über allem: Der Führer führt uns dem sicheren Sieg entgegen." der besonderen Leistungen des Armeeführers und seiner Truppen. Im März 1941 wurde Generaloberst von Weichs mit der Aufgabe betraut, mit einer Armee zwischen Save und Drau gegen Jugoslawien in das Gebiet westlich Belgrad vorzustoßen und im Zusammenwirken mit den aus Bulgarien und Rumänien auf Belgrad vorgehenden Kräften des Generalfeldmarschalls List die in Nordjugoslawien stehenden Feindkräfte zu vernichten. Seiner geschickten Führung ist es zu verdanken, daß trotz des schwierigen Geländes die Aufgabe in der kurzen Zeit von neun Tagen gemeistert wurde. Im Ostfeldzua gegen die Sowjetunion kämpfte die Armee des Generalobersten Freiherrn v. Weichs in der Mitte der Ostfront im Rahmen der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Bock und war maßgeblich an den siegreichen Schlachten von Smolensk, Gomel, Kiew, Brjansk und Wjasma beteiligt. Zwei Ritterkreuzträger gefallen. Berlin, 11. Nov. (DNB.) Im Kampf gegen die Sowjetunion fand Ritterkreuzträger Major Kurt Böttcher, Abteilungskommandeur in einem AR., den Heldentod. Beim Vormarsch seiner Abteilung wurde eine Batterie in einem dichten Wald- aelände überraschend von den Sowjets angegriffen. Ausrecht in seinem Fahrzeug stehend gab er seine Befehle, bis ihn eine feindliche Kugel traf und schwer verletzte. Wenige Stunden später starb er auf dem Hauptverbandplatz. Mit Major Böttcher ist ein Soldat dahingegangen, der — von seinen Soldaten als tapferer Führer verehrt und bewundert — sich im Laufe dieses Krieges vielfach auszeichnete. In Polen erwarb er das Eiserne Kreuz II. Klasse, im Westen das Eiserne Kreuz I. Klasie und jetzt im Osten das Ritterkreuz durch eine Anzahl besonders schneidiger Taten. Sein Anteil an der erfolgreichen Abwehr sowjetischer Durchbruchsversuche aus dem Kessel von Minsk wurde für die Kampfführung seiner Division ebenso bedeutsam wie sein Einsatz in siegreichen Gefechten gegen starke sowjetische Panzerkräfte im Raume von Senno. Die Erfolge feiner Artillerieabteilung waren in erster Linie das Verdienst seiner kühnen Entschlüsse und sicheren Führung. Als Vorbild an Tapferkeit und Einsatzbereitschaft hat er gelebt und jetzt dieses Leben für Deutschland gegeben. Leutnant Hans Hahn, der am 9. Juli 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde, ist von einem Feindflug nicht zurückgekehrt. Mit ihm hat ein Flieger den Soldatentod gefunden, der seine Angriffe stets mit hohem taktischen Verständnis und unerhörtem Schneid ansetzte. Durch persönlichen Mut und zähe Ausdauer hat er im Einsatz seiner Waffe nicht nur besondere Leistungen, sondern bahnbrechende Erfolge erzielt. Er war am 21. Februar 1919 in Rheydt-M.-Gladbach geboren, kam mit 18% Jahren zur Luftwaffe und wurde nach der militärischen Grundausbildung einer Flugzeugführerschule überwiesen. Im Januar 1940 wurde er Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader und flog in diesem am 10. Mai 1940 seine ersten Einsätze gegen Frankreich. Besonders erfolgreich waren seine Flüge gegen Dünkirchen. Er erhielt im Westfeldzug das E. K. II. und I. Klasie. Kurz vor Verleihung des Ritterkreuzes war er zum Leutnant befördert worden. Am 11. Oktober ist er in Erfüllung feines fliegerischen Soldatentums vor dem Feinde geblieben. Oer italienische Bericht. Rom, 11. Nov. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht hat folgenden Wortlaut: In der vergangenen Nacht warfen britische Flugzeuge erneut Bomben auf Brindisi und Neapel. Es entstand einiger Schaden. Unter der Zivilbevölkerung gab es keine Opfer. Die Bodenabwehr schoß zwei Flugzeuge, eines in Neapel und eines in Brindisi, ab. Die Zahl der Opfer des ersten Angriffs auf Brindisi erhöht sich von 38 auf 96 Tote, die der Verwundeten auf 102. Kriegswichtige Ziele wurden nicht getroffen. In Nordafrika wurden an der Tobruk- Front Angriffsoersuche des Feindes auf einige Stellungen erfolgreich vereitelt. Der Feind wurde zum Rückzug gezwungen und erlitt beträchtliche Verluste an Toten und Gefangenen. Deutsche Flugzeug- verbände bombardierten wiederholt militärische Ziele in Tobruk und verursachten Zerstörungen und Brände. Ein feindlicher Luftangriff auf Bengasi hatte Schäden an Wohnhäusern und vier Opfer unter der arabischen Bevölkerung zur Folge. In Ostasrika wurden erneute Angriffe auf unsere Stellung von Culquabert zurückgewiesen. „Ich sah den Bolschewismus Von SA.-Obergruppenführer Böckcnhauer, z. Zt. Oberleutnant und Kompanieführer. „Ich sah den Bolschewismus", wird mancher vom Ostfeldzug heimgekehrte deutsche Soldat der Familie, den Verwandten, Bekannten und Arbeitstame« roden sagen. Aus diesen Worten wind die lieber« zeugung vom Selbstgesehenen und Selbsterlebten sprechen. Dieses Selbstgesehene und -erlebte ist von so einmaliger Wucht und Eindringlichkeit, daß es in der Erinnerung unauslöschlich haften wird. Was alle nationalsozialistische Aufklärungsarbeit durch Wort und Bild, durch Presse und Literatur, durch Versammlungen und Rundfunk selbst bei größter Intensität auch nicht annähernd in diesem Ausmaße vermocht hätte, hat der Ostfeldzug möglich gemacht. Die große Masse des Heeres, die marschie- rerobe Infanterie, die Schritt für Schritt zurücklegt und nirgends im Eiltempo oordeiflitzt, hatte genug Gelegenheit, Land und Leute, den praktischen Kommunismus und die wirtschaftlichen Sowjetoerhält- nisse kennenzulernen. Unser Weg führte von einer Provinz nach der anderen, durch Einzelgehöfte, durch kleine und große Dörfer, durch kleine, mittlere und große Städte. Millionen sind gleich uns so durch die Sowjetunion marschiert und Haden gesehen und gehört. Vom Asowschen Meer zurückgekehrt, habe ich erst einmal die Zeitungen nachgelesen und sah Illustrierte und Wochenschauen. Man kann aber den Bolschewismus einfach nicht erschöpfend beschreiben oder in Bildern zeigen. Wenn für irgend etwas das Wort gilt, „das muß man gesehen Haden", dann für die Sowjetunion. Millionen deutscher Soldaten, vom Jünglingsalter bis zum Weltkriegssoldaten, der wieder öabe-i ist, werden Stunden und Stunden berichten. Ich weiß schon jetzt, daß es manchesmal heißen wird: „Das ist übertrieben", oder „das ist doch nicht allgemein so". Und doch ist alles tausendfach gesehen und erlebt worden. UeberaU dort, wo wir marschierten, ob am Pruth oder Dnjestr, in Podo- lien oder Nikolajew, am Dnjepr, am Schwarzen Meer, an der Pforte zur Krim, bei Melitopol oder am Asowschen Meer. Man glaubt, man s e i nicht mehr unter Menschen, sondern unter Tieren in Mensch enge st alt, so verkommen und halbvertiert, dumpf und stumpf sieht die Bevölkerung zu einem großen Teil aus. Die Vielzahl rassischer Erscheinungen widert geradezu an. Die bolschewistischen Lebensoerhältnisse — Lehmbuden wie in einem Negerkraal — find unbeschreiblich; die Bekleidung besteht aus Lumpen, fast alles läuft barfuß, und die Ernährung ist ge- raoezu undenkbar. Alles kaut rohe Maiskolben und Sonnenblumenkerne. Dabei Schmutz, Dreck und Ungeziefer, wie es für Deutsche einfach unvorstellbar ist. Immer wieder sprach ich mit Soldaten meiner Kompanie über das, was wir stündlich und täalich sahen. Immer wieder wies ich darauf hin: „Und bei uns haben noch 1933 mehr als 6 Millionen wahlberechtigte Männer und Frauen ihre Stimme mehr als 100 kommunistischen Reichstagsabgeordneten gegeben, damit das bolschewistische System auch bei uns eingeführt wird." Angesichts dieser Derhältnisie erscheint den Männern die in Erinnerung gebrachte Tatsache so absurd, daß ihnen alle Worte fehlen. An einen Soldaten richtete ich die Worte: „Sagen Sie mal, wenn das hier das Paradies der Arbeiter und Bauern ist, wie die Sowjets sagen — was ist denn dann bei uns in Deutschland?" Aus vollem Herzen antwortete er zugleich für seine Kameraden: „Der Himmel auf Erden, Herr Oberleutnant." — In zwei Fällen hatte ich besondere Gelegenheit, den Eindruck der sowjetischen Verhältnisse auf unsere Männer zu studieren. Zwei Männer, die noch 1933 illegal für die KPD. meitergearbeitet hatten und dafür gerichtlich bestraft worden waren, sind nun beide seit Wochen im „Vaterland der Arbeiter". Als ich einen ins Gespräch zog, sagte er mir erschüttert: „Ich rufe jetzt ,Heil Hitler* fanatischer als der älteste Kämpfer." Mehr konnte er nicht herausbringen, so sehr lastete das Gesehene und Erlebte auf ihn. Unsere Männer sahen sich täglich und stündlich vor neue Überraschungen gestellt. Hatte man sich gerade langsam mit der Tatsache vertraut gemacht, wie unendlich viele Juden es überall gab, und erkannt, daß sie die geistigen und zum großen Teil auch praktischen Anstifter und Missetäter der gräßlichsten Untaten waren, mußte man zur Kenntnis nehmen, daß sie bei den Sowjets tatsächlich alle politische, staatliche und wirtschaftliche Macht besessen hatten. Hatte sich der Landser gerade die poliischen Schauspieler all die prächtigen großen und kleinen, zarten und plumpen, dekorativen und grotesken Fische und als deren Regisseur eine Fluge Museumsverwaltung mit künstlerischem Weitblick zu betrachten ist. Der Erfolg, den die Schau bei den deutschen Besuchern hat, ist derart, daß schon daran gedacht wird, eine ähnliche Anlage auch in Deutschland zu schaffen, um gemeinsame Erfahrungen zu sammeln, Zuchtversuche zu unternehmen und lchlietz- lich die Zuchtergebnisse zu tauschen. Zu den wirkungsvollsten, wenn auch bei weitem nicht zu den wertvollsten Bewohnern des Pariser Aquariums gehören entzückende, apfelsinenfarbige Zierfischlein, die von zart-wallenden durchsichtigen Flossen umgeben sind, so daß jedes von ihnen wie eine ungemein ziervolle Schleiertänzerin anmutet. Durch ständige Kreuzungen wurden diese Tiere in langjähriger geduldiger Züchterarbeit in Ostasien gewonnen, und doch geschieht es mitunter, daß unter der Nachkommenschaft ein Kleinchen entsteht, das durchaus nicht so schön aussieht wie seine Geschwister, sondern sehr zum Leidwesen feines begreiflicherweise vom Züchterehrgeiz beherrschten Schmtzherrn nichts anderes wird als ein ganz gewöhnlicher Goldfisch. Gleich neben diesen dekorativen kleinen Tierchen stteckt und dehnt sich faul ein .japanischer Salamander". Mit seinem breiten, flachgedrückten Schädel und den winzigen Augen nicht eben das Bild hervorragender Klugheit; dennoch hat er ein Anrecht auf einen gewissen Familienstolz, denn er gehört, einen halben Meter lang, zu den größten seiner Art. Daß es unter den Fischen fleißige Männchen gibt, die die Frau Gemahlin unterstützen, indem sie für die Nachkommenschaft oder besser gesagt: für die winzigen Eier ein kleines Nestchen zurechtbauen, beweisen uns die überseeischen Stichlinge. Spricht man im allgemeinen von „starren Fischaugen", so führt der „Tetrodon" diese Behauptung ad absurdum, denn seine etwas gestielten, bernsteingelben und be» Besondere Beleuchtungseffekte der in die Wände ! sonders großen Augen sind beweglich, wie die eines versenkten Aquarien lassen alles in den herrlichsten j Säugetieres und haben den treuen Blick eines Hun- Farben erstrahlen, und fast meint man, es nicht des. Dieser „Tetrodon", der förmlich zu kokettieren mit der Wirklichkeit, sondern mit einer glanzvollen versteht, hat noch eine andere, sehr seltsame Eigen- Inszenierung zu tun zu haben, als deren Bühne die schäft; er ist ein „Luftschlucker" und vermag sich bei hierher verpflanzte exotische Meerestiefe, als deren diesem Schucken auf das Dreifache feines Volumens Wunderweli ferner Meere. Spaziergang imPariserUebersee-Nqirarirrin Paris, im November. Einer der beliebtesten Anziehungspunkte auf naturwissenschaftlichem Gebiete ist für die in der französischen Hauptstadt weilenden Deutschen das Uebersee-Aquarium Seine groszzugige Anlage macht es zu einer Sehenswürdigkeit ersten Ranges, die nur mit dem in den Felsen seines malerischen Halbinselreiches eingebauten ozeanographi- fdjen Museum des Prinzen von Monaco und dem prächtigen Aquarium von Neapel vergleichbar ist. Im Verlause eines kaum einftünbigen Besuches vermag man alle Süß- und Meerwasserfische der französischen Kolonien in einer prächtigen Guckkastenanordnung in weitläufigen Sälen und Korridoren in Augenschein zu nehmen. Die Tiere leben tjier unter Voraussetzungen, die völlig ihren heimatlichen Lebensbedingungen angepaßt sind: von Gestein umgeben, das dem ihres Meeresgrundes gleicht, und unter Pflanzen leoend, die in dem jeweiligen Boden gedeihen. Man kann also auf diese Weise nicht nur sich mit den Fischen ferner Kontinente, sondern auch mit der Eigenart der Bodenbeschaffenheit und mit einem höchst interessanten Kapitel der Wasserflora vertraut machen. Da habe ich den Schutzmann zum erstenmal lächeln sehen, und mit einem geübten Polizeiariff packte er den kleinen Buben im Genick, öffnete seine Pelerine und schob den Knirps unter sich ins Trockene. So kam es, daß südlich von der Wachstuchhülle vier Beine auf dem Asphalt standen, zwei in Ledergamaschen und zwei in Wadenstrümpfen. Der Verkehrsbeamte hob weiter seinen Arm, so bald ein Fuhrwerk kam, und jedesmal sah ich dann im Pelerinenspalt ein pfiffig-stolzes Grohstadtjungenangesicht. Giraßen-Idytt. Von Paul Eipper. Mitten unter uns blüht bas Jbyll, leuchtet die Regung des Herzens, verborgen nur, weil wir die Augen nicht aufmachen in unserem Weiterstürmen. Der Weg zum Bahnhof führt durch die Gegend der Güterschuppen, Unterführungen und Lagerplätze. Dort ist stets ein großer Verkehr; am Schnittpunkt dreier Straßen steht ein Polizeibeamter und dirigiert mit den Armen: lebende Sicherheit. Ich komme oft durch diese Gegend: jedesmal steht der gleiche Beamte, ein kräftiger, energisch aussehender Mann mit einem langen schwarzen Schnurrbart. Er hat stets die Dienstmiene aufgesetzt, ist ernst, wenn auch gewiß nicht zum Fürchten. Nun, eines Nachmittags wollte ich verreisen, und weil es regnete, ging ich zu Fuß zum Bahnhof. Ich liebe die nassen Asphaltstraßen und den silbrigen Nebel der Feuchtigkeit. Aber plötzlich wurde aus dem Regen ein Wolkenbruch; was blieb mir anders übrig, als unter der Eisenbahnbrücke Schutz zu suchen. Ein Glück, daß noch reichlich Zeit bis zur Abfahrt des Zuges war. Ich stand also im Trocknen und sah vielleicht acht Meter von mir entfernt den Derkehrsschutzmann stehen, selbstverständlich mitten im Vlatzregen, unbeirrt und auch geschützt; denn um feine Schultern lag eine schwarz glänzende Pelerine, auf deren Lack die Regenböen trommelnd tanzten. Er hatte in diesen fünf Minuten wenig Verkehr zu regeln: eine Auto- droschke kam vorbei, ein Radfahrer, und mit pflichtschuldiger Handbewegung gab der Polizist jedesmal die Strafe frei. Da sprang plötzlich durch den Regen ein Kind, ein richtiger Straßenjunge, ein „Steppke" von vielleicht sechs Jahren, unmittelbar auf den Schutzmann zu. Weil der Kleine barhäuptig war, nickte er zum Gruß und sprach etwas; ich meinte aus der Mimik schließen zu können, daß es eine Frage war. Der Schutzmann antwortete, und von seinem langen schwarzen Schnurrbart, der so hoch über dem „Steppke" stand, tropfte das Regenwasser herunter, gerade auf des Knaben Gesicht. Der wischte mit dem Handrücken an Mund und Nase vorüber und wollte wieder meiterlaufen. zu vergrößern. Wehe dem aber, dem es einfiele, einen solchen Fisch, der mit seinem reizvollen silber- grauen Schuppenkleid so unschuldig und harmlos aussieht, verspeisen zu wollen ..., er wäre ein Kind des Todes, denn es gibt kaum ein giftigeres Tier als den luftschluckenden Tetrodon mit dem schwärmerischen Blick. Bisher meinten wir immer, daß die schönsten Tupfen im Reiche des Wassers die der Forelle seien; wett gefehlt! Wir lernen hier einen strahlendweißen Fisch kennen, der in den tropischen Gewässern der französischen Kolonien beheimatet ist, und dessen Tuvfen mindestens daumennagelgroß und glänzend schwarz sind, so daß sein ganzer Leib in einer unvergleichlichen schwarz-weißen Musterung erscheint. Und welch einen unbeschreiblichen Anblick bietet der „Geophagus". Eine wahre Pracht: zartrauchgrau und mit phosphoreszierenden, bläulichen Flecken besät, die wie kostbare, goldgefaßte Saphire schimmern. Diese Tiere aber neigen gelegentlich au einer eigenartigen Verkümmerung der Schädeldecke, und die so entstehenden Abarten haben zwar die gleiche schone Zeichnung, sind aber mit ihrer gedrungenen Kopfbildung sehr drollig, daß man sie nicht zu Unrecht die „Mopse des Meeres" nennt In einem anderen Guckkasten dieser märchenhaften Welt lernen wir die „Lepidosiren" kennen; nicht eben appetitliche Gesellen, wie Grottenolme von Riesenformat anzusehen, aber von der Natur überaus lebenstüchtig mit Kiemen und Lungen ausgestattet, so daß sie im feuchten Element ebenso daheim sind wie im durchsonnten Sande. — Ist der Rundaang durch dieses so abwechslungsreiche Pariser Aquarium beendet, so tritt man in die Mitte des Hauptraumes und blickt in die von einem sprudelnden Wasserfall überspielte Felsentiefe, in der eine ganze Gruppe von Krokodilen ihr temperamentloses, anscheinend von allen Vorgängen unberührtes Leben fristet. Und es kommt bann vor, daß eine in die Betrachtung dieser Tiere versunkene Französin ihre Handtasche und ihre Schuhe prüfend anblickt und sich seufzend an ihren Begleiter wendet: „Siehst du, chdri, jetzt hätte ich das Leder gefunden, wie ich es schon jo lange suche «.«T W. v. We und wirtschaftlichen Verhältnisse klarlegen lassen oder die ukrainische Bevölkerung selbst gehört und dabei erfahren, daß rund 80 bis 90 v. H. des Ertrages der Arbeit der Menschen dem Staat als Steuern verfiel, so mußte er gleichzeitig alle Einzelheiten des Kollektivsystems erfahren. Wie „frei" der Sowjetbürger war, ergab sich z. D. daraus, daß ec für eine Viertelstunde Zuspätkorn- men zur Arbeit sofort vom Fleck weg drei Tage ar- restiert wurde, unter Lohnabzug für sechs Tage, was zugleich eine Woche Hungern bedeutete, da der Lohn zum großen Teil in Lebensmitteln gezahlt wurde. Der Bauer mußte keine gesamte Ernte — wenn er nicht ohnehin in Kollektivwirtschaft arbeitete — dem Staat zu einem Spottgeld verkaufen, wobei er dann den selbst benötigten Teil zum zehn- fachen Preis wiederkaufen durste. Das alles in einem Land mit einer unendlich fruchtbaren Erde, die keines Düngers bedarf. Bei aller Primitivität an Wohnung, Hausrat, Er- nährung, Bekleidung hatte die Sowjetunion eine Rüstung, die gigantisch an Zahl und hochmodernem Zustand ist. Für sie haben die gesamten sowjettschen Staatseinnahmen gedient. Daraus erklärt sich die ungeheure äußere Verelendung des Volkes. Niemand weiß besser, wie notwendig der Schlag des Führers gegen den Bolschewismus war, als die Soldaten der Ostfront selbst. Diese bolschewistische Welle wäre nicht nur über Deutschland, sondern über Europa hinweggegangen, um alles auszulöschen, was europäische Kultur und Zivilisation heißt. Das Wort vom „Kampf für die europäische Kultur Und Zivilisation" ist auch dem letzten Landser, der es vielleicht früher nicht voll und ganz verstanden hatte, nun klargeworden, nachdem er die grauenvolle Unkultur und Barbarei des Sowjetsystems mit eige- nen Augen sah. Britischer Terror im Irak. Ankara, 11. Nov. (Europavreß.) 243 führende Persönlichkeiten im Irak wurden, wie aus Bagdad gemeldet wird, innerhalb 24 Stunden nach einem Attentat auf den anglophilen Politiker Fakri Nashashibi, der dabei getötet wurde, auf Anordnung der von England eingesetzten irakischen Regierung Nuri es Said verhaftet. Unmittelbar nach dem Attentat wurde über Bagdad erneut der Belagerungszustand verhängt; da bis Montagabend der Täter nicht fest- gestellt werden konnte, ordnete Nuri es Said die wahllose Verhaftung nationaler Araber an. Auf Fakri Nashashibi sind im Laufe der letzten Jahre bereits vier Anschläge verübt worden, drei in Jerusalem und einer in Kairo. Fakri Nashashibi war in allen arabischen Ländern einer der bestgehaßtesten Männer, da er in den gegen die englische Herrschaft gerichteten Aufständen in Palästina 1936 bis 1939 als der politische Gegenspieler des G r o fern u f 11 von Jerusalem die ihm von London vor- geschriebenen Richtlinien gegen das Wohl seiner eigenen Landsleute durchführte. Nashashibi war bekannt wegen seiner proenglischen und pro- jüdischen E i n st e l l u n g. Die jüdischen Zeitungen in Jerusalem veröffentlichten dementsprechend auch lange schmerzerfüllte Nachrufe. Der Attentäter, der Fakri Nashashibi ermordet hat, wurde, wie aus Bagdad weiter gemeldet wird, verhaftet. Nach der offiziellen Verlautbarung handelt es sich um einen Araber aus Palästina. Reisende, die dieser Tage — also vor dem Attentat — aus dem Irak in der Türkei eintrafen, erklärten, die Stimmung sei wie In einem Vul- kantrater. Zunehmende (Spannung in Aegypten. Lissabon, 11. Nov. (Europapreß.) Heber das Anwachsen der innerpolitischen Spannung in Aegypten enthält die „Times" am Samstag einen aufschlußreichen Bericht. Danach ist der Einfluß der Wafdisten im Steigen begriffen, während das Ansehen Englands-in Aegmtten ständig sinkt. In erster Linie, so schreibt das Blatt, mache sich die E r n ä h r u n g s f r a g e als Folge der Versorgungsschmierigkeiten immer mehr unerfreulich bemerkbar und verfehle nicht, ihre politischen Auswirkungen zu zeitigen, und zwar ge gen England. Aegypten habe nunmehr zwei fleischlose Tage einfuhren müssen. Weiter mangele es an Weizen, Zucker und vielen anderen Waren, die nicht näher bezeichnet werden. Die Preise stiegen in unheimlicher Weise an. Aus der Stadt Gießen. Weit ist der Weg... Der Feldpostbrief hat einige tausend Kilometer hinter sich gebracht, wenn er glücklich in die Hand des Empfängers kommt. Viele Hände haben ihn weitergereicht. Aus einem unscheinbaren Briefkasten an einem der dl'eckbespritzten Kraftwagen ist er in den Postsack gewandert; der Kradfahrer hat ihn in eine Beiwagenmaschine geworfen, und damit ist er meinem Gesichtskreis entschwunden. Es wird lange dauern, bevor mich die Antwort erreicht. Wir werden längst weiter marschiert sein, dieses kleine ukrainische Dorf mit einem anderen vertauscht haben, einen anderen mit ähnlich klingendem Namen. Auf der Karte werden wir die Kilometer ausrechnen können, um die wir feit dem Absendetag meines Briefes weiter vorgefloßen find. Wir werden sogar verschiedene Karten aneinander- legen können, Karten mit einem so kleinen Maßstab allerdings, daß auch noch diese kleinen Dörfer, die verdunkelungszeil 12.11. von 17.32 bis 8.36 Uhr. Höhen und Wegkreuzungen, die Gehöfte und Windmühlen, die kleinen Bäche mit den breiten Sumpf- ftreifen, um die oft erbittert gerungen worden ist, darauf zu finden sind. Wenn wir sie nicht hatten, diese Karten, wir würden in diesem unendlichen Raum untergeben. So aber können wir mit dem Zeigefinger auf eine Karte tippen und mit einem dicken Strich den Weg zeichnen, unseren Weg. Der Brief wird denselben Weg wandern und wird an einem solchen Strich entlang, der dann inzwischen wieder etwas länger geworden ist, wieder zu uns zurückkommen. — Er wird alle modernen Verkehrsmittel benutzen, vielleicht mit einer der treuen alten Ju's die weite Strecke bis zur Heimat überfliegen, oder als freier Passagier einen der Züge benutzen, die durch die abgeernteten Felder, durch den herbstlich gefärbten Wald brausen. Ader dann hat er es nicht mehr weit, dann wird er zum letzten Male sortiert. Er ist inzwischen unansehnlich geworden; rauhe Soldatenfäuste haben ihm zugesetzt, Spuren von Staub und Del, von Schweife und Benzin sind an ihm. haften geblieben. Die Aufschrift ist schon etwas verwischt, der Stempel mit der Dienststelle der Feldpostnummer etwas matt geworden. Aber er hat sich durchgekämpft bis zu der Strafee und dem Haus, wo sie oder er ober es wohnen. Ein paar Treppen nur noch, dann fällt er mit dem kurzen Klingelzeichen durch den schmalen Schlitz der Tür und liegt auf dem Kokosläufer der Diele. — Wann er wohl ankommen wird? — Ob die Kinder zu Haufe sind und mit jubelndem Sturm auf den kleinen unscheinbaren Briefumschlag stürzen? Hoffentlich hält er der Balgerei noch stand-, bis die Mutter aus der Küche kommt und beschwichtigend, aber mit einem frohen Schein auf dem Gesicht sich den Brief geben laßt! Und dann wird sie sich setzen, ans Fenster auf den Erkerplatz vielleicht, dort, wo ihr Nähtisch steht, und wird etwas umständlich in ihrer feierlichen Art den Brief öffnen. Ober wirb sie an meinem Schreibtisch sitzen, über besten Ranb die Kinder jetzt längst hinwegsehen können? Es muß erst ganz still fein, das wissen die kleinen Schlingel. Die Mutter lieft den Brief erst für sich, ganz allein, und bann kommen sie baran, bann lieft sie ihn vor, mit ihrer weichen flingenben Stimme. Sie wirb bazwischen manchmal stocken; dann überspringt sie einige Zeilen, bie nur für sie bestimmt sind. — Und auf dem Schreibtisch liegt wieder eine Karte und auf ihr wird ein Finger entlang fahren, bis er weit im Osten einen Namen gefunden hat, einen Namen an einem schwarzen Punkt mit einem Kreis,-bas ist bann bie nächste größere Stadt, von der aus der Brief feine Reife angetreten hat. — Es sind wirklich schon einige Wochen her, viele Blatter hat sie inzwischen vom Kalender abgerissen, und da kommt ihr schon bie Sehnsucht nach bem nächsten Tag und bem nächsten Brief. — Was kann sich in ber Zwischenzeit nicht alles ereignet haben!? In ber Zwischenzeit? Ich halte ihn ja noch in den Händen, diesen Bries, (Bebnnfen sind schneller, sind schneller als unsere modernsten Verkehrsmittel. Und jetzt muß ich doch eilen, damit ihn ber Kradmelder noch mi klimmt, meinen Brief. Ein paar Minuten, bann ist es zu spät. Dann wirb es wieber Stunden, vielleicht Tage dauern, ehe er mitgenommen werben kann. So geht es auch hier um Minuten, so wie zu Hause beim Briefkasten, wenn man davor steht und an dem kleinen Metallsckilb bie nächste Leerung abliest. Um Minuten geht es hier, und doch braucht er Wochen, dieser Bri^. — „Fertigmachen! In einer Halden Stunde Abmarsch!" Klar und energisch klingen bie Befehle durch den Gemüsegarten, in bem unsere Fahrzeuge unter Dbftbäumen getarnt untergestellt sind. Der Brief ist fort; bie Zwischenzeit beginnt. In einer Stunde sind wir wahrscheinlich wieder am Feinb, zerschlagen ihn ober nehmen ihn gefangen, gewinnen wieber Zentimeter um Zentimeter Raum auf bem Kartenblatt, bas jetzt an ber Reihe ift Der Strich unseres Vormarsches wirb wieber langer. Kreu.ze und Namen stehen an biefem Strich, bas sind bk gefallenen Kameraden. Wo wird bas nächste Kreuz stehen und welchen Namen wirb es tragen? Wirb ein anberer einmal einen Brief für mich schreiben müssen, weil ba auf meiner Karte plötzlich der Strich aufhört? Nun, dann wird ihn auch ein Kamerab weiter ziehen, diesen dicken Strich auf der Karte, und am Ende wirb bas Ziel fein, wirb bas Wort „Sieg" stehen, um dessentwillen wir burch diesen Raum marschieren. Aber ich hoffe doch, eines Tages benfelben Weg zurückgehen zu können und vor derselben Tür zu stehen, durch deren Schlitz vielleicht gerade jetzt mein Feldpostbrief fällt. Dann wirb er für lange Zett nicht mehr nötig sein, der Brief aus dem Osten. Unsere Märchen. Zur 3. Reichsstraßensammlung am 15. und 16. November. Jtein anderes Volk", sagt ber bekannte Märchen- forscher Friebrich v. b. Leyen, „hat in Dichtung unb Forschung den Märchen solche Treue bewahrt, kein anderes seine ewige Kindlichkeit so liebevoll heraus- gehoben, keinem anberen Volk bann darum fein Märchen so lieblich unb unschuldig verklärt das eigene Antlitz zeigen, wie dem deutschen." Unser Volk ist sich dessen bewußt. Wenn Mutter ober Großmutter der Jugend die Geschichten von Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und- Dornröschen, von Aschenbrödel und Rumpelstilzchen erzählen, bann trägt bas Märchen seine Wunder in bie kleinen Seelen unb macht sie empfänglich für den unsterblichen deutschen Geist. Mele Märchenbücher laufen durch unser Volk. Ein Büchlein von ganz besonderer Art, aber vielmehr zehn reizvoll ausgeftattete Heftchen mit je WH W1941/3-2 fcBEKHtlTIU«ENSÄNMWMGAMty vor einigen Jahren Abolf Weife, ber Bauernbichter aus Mademühlen, ersann: „Hui Wäller? — Allemol!" Dieser kernige Schlachtruf ber Wäller in feiner herben Einfachheit wirb unsterblich sein. Don Taunus unb Westerwalb getreulich begleitet, mit mir unb ber Welt zufrieben, ströme ich ruhig gen Sübwesten in einem Ehrenspalier von Schlössern unb Burgen, von Kirchen unb Klöstern sonder Zahl, sozusagen von weltlichen und geistlichen Herren ((Bleiberg, Braunfels, Schaumburg u. a. m. — Altenberg, Limburg, Arnstein u. a. m.), bie iri ihrem wechselvollen Geschicke lehrreiche Beiträge zur bunten Geschichte ber unseligen Dynastenherrlichkeit unb Kleinstaaterei liefern können. Unb schon sehe ich am Hang bas gute, alte Wetzlar mit feinem rötlich schimmernden Dom, in bem bie beiben Konfessionen dem gleichen Gott dienen, unb mit seinen großen industriellen Werken von Weltruf. Es freut mich, baß Wetzlar so mit Wärme bie Erinnerung an Goethe pflegt unb wachhält. Wenn ihm auch das alte Stäbtchen selbst mit seinen engen unb steilen Gassen nicht sonberlich gefallen hat, so erfreute ihn um so mehr bie Schönheit der Umgebung unb bes Tales weiter abwärts: „Mein Auge schwelgt in Betrachtung ber Nähen unb ber Fernen, ber bebuschten Felsen, ber tyronenben Schlösser unb ber aus ber Ferne lockenden blauen Bergreihen." In der Stimmung der „Leiden des jungen Werthers" war dem Jüngling die Seele so voll, daß er Beruhigung der Leidenschaften im Umgang mit der stummen Natur suchte, um Klarheit in seine wogenden Gedanken zu bringen. In Wetzlar wurde der junge Goethe zum Wanderer. „Was ich nicht erlernt habe, das habe ich mir erwandert", bekannte er selbst; trug er doch in seiner Stürmer- und Drängerzeit den Beinamen „Der Wanderer". Bei Wetzlar nehme ich zur Rechten meinen größten Nebenfluß, die Dill, auf, bie mir aus einem an- Karin Grunelius Roman von GuiüoK.vranö 25. Fortsetzung. (Nachbruck verboten.) 11. „Schon wieber ein Telegramm!" rief Schwester Franzeska Günther zu, ber schon auf ber Terrasse des Krankenhauses sah unb sich von ber heißen Sonne braun brennen liefe. Die Heilung seiner gebrochenen Glieder hatte schnellere Fortschritte gemacht, als man anfänglich annehmen durfte. „Don wem?" fragte er etwas gleichgültig, denn •es war heute schon das dritte eingetroffen. Er konnte» sich gar nicht entsinnen, von wem noch eine Antwort zu erwarten war. Schwester Franzeska rife es auf unb reiche es ihm wortlos hin, ein wenig rot im Gesicht. „Prüfung bei Professor Gruber in Ghemiebio- logie bestanden — bin ab morgen Assistentin bei ihm — schreibe, wann bu kommst — erwarte dich lehnsüchtig — Karin." „Es ist gut, Schwester!" sagte Günther, als tonne er bie Nachricht zu ben Akten legen, weil tr ben Weg nach München sowieso in seinen Plan eingefügt hatte. Im Augenblick war er barmt be- Idjäftigt, all die Städte, bie er besuchen wollte, m eine möglichst wenig zeitraubenbe Ordnung zu bringen. Längst war er davon abgekommen, Karin mit irgendeinem Auftrag zu betrauen. Nicht, weil er fein Vertrauen zu ihr hatte, oder weil ihre erste Nachricht nach ihrer Ankunft in München etwas lehr kategorisch gelautet hatte, sondern einfach Deshalb, weil seine unverhofft rasche Besserung unb Kräftespannung ein intensives Betätigungsfeld luchte. , . . Schwester Franzeska orbnete noch em wenig die Papiere auf bem Tisch: „Haben Sie noch einen Wunsch, Herr Merck? Heute war wohl ein ereignisreicher Tag, wie?" .. Er machte ein Gesicht, als bächte er angestreng nach. „Wir könnten gleich meiner Verlobten antworten. Schreiben Sie doch bitte ben Text auf und bringen Sie ihn zur Poft —" Sie rückte sich einen Stuhl zurecht unb schrieb: „Hoffe in den nächsten Tagen Krankenhaus zu verlassen, Besserung grofeartig — leider Reiseplan geändert — komme erst anschließend an Berlin, Breslau, Rendsburg, Witzenhausen, Frankfurt a. M. nach München — gratuliere zum bestandenen Examen — war das notwendig? — genaue Ankunft teile ich noch mit Grüße Günther." Nachdem sie ben Wortlaut noch einmal wie eine Sekretärin oorgelefen hatte, korrigierte er noch eine Stelle. „herzlichste Grüße . . . schreiben Sie bitte!" Damit schien bie Angelegenheit nach aufeen hin er- lebigt zu fein. Aber als die Schwester bie Veranda verlassen hatte, überflog er noch noch einmal Karins Mitteilung. Lag da nicht mehr in ihren Worten, als er vorhin oberflächlich begriffen hatte? Was sollte das heißen: „bin ab morgen Assistentin bei ihm? Sie hatte also eine Stellung angenommen unb ihn vor eine vollendete Tatsache gestellt? Obgleich es nicht mehr die gleiche Situation war wie damals, als sie plötzlich Spaccaforno verlassen hatte, als ihn körperliche Schwäche daran hinderte, sich zu konzentrieren, spürte er doch auch jetzt eine ähnliche Entschlufelosigkeit, von Karin eine Entscheidung zu verlangen. Wo lag ba nun bie Schuld? Was hältst bu von bem Telegramm?" fragte Karin ihren Onkel beim Frühstück. Da§ Annerl hatte es ihr kurz vorher auf bas Zimmer gebracht. „Schwer zu sagen!" wich ber Geheimrat aus. „Du mußt eben abwarten, bis er hierher kommt. Ich würbe mir vorher auch keine Gebauten barüber machen. Konzentriere bich lieber auf beinen Anfang im Institut!" mahnte er väterlich. „Ich hole dich heute nachmittag ab. Das heißt, wenn es dir recht ist!" w . Karin schaute mit erstaunten Augen über Den Tisch. Warum sollte es ihr nicht recht fein? Sie mar sogar froh darüber, daß sie ben ersten Tag, ber sie mit all dem Neuen und Ungewohnten Überfällen wurde, nicht einsam zu beschließen brauchte. „Also um fünf Uhr, Onkel?" Pünktlich wie ein Gymnasiast wurde er am Portal auf sie warten, meinte er lachend, ohne daß es ihm auffiel, wie sehr er sich damit verriet. Profe sor Gruber empfing sie in seinem Sprechzimmer mit größter Zuvorkommenheit, bot ihr eine Zigarette an unb unterhielt sich kurz über ihr Ar- beitspensum. Es waren eben Versuche im Gange, bie Doktor Bröger vor seinem Urlaub angefangen hatte, unb bie jetzt mit beschleunigtem Tempo weitergeführt werben sollten. Bielleicht, daß sie sich mit feinem ersten Assistenten bie Arbeit teilte. Ohne ihr viel Zeit zur Besinnung zu lasten, bk sie sich in der Sekunde wünschte, als sie ben Namen Doktor Bröger hörte, bat er sie, mit ihm ins Institut hinüberzugehen. Was für merftoürbige Zufälle es boch gab. In Sampieri war sie mit einem Maler Bröger zusammen und jetzt mit einem Doktor Bröger. Ob das vielleicht Brüder waren? Mit einer kaum vermuteten Behendigkeit schritt Professor Gruber neben ihr her. Er rife die Tür zum Laboratorium heftig auf unb rief wie ein Inspizient hinter der Bühne in ben leeren Raum hinein: „Herr Doktor Bröger! Herr Doktor Bröger!" Er behnte nicht nur bie Silben, fonbern sang sie auch ein wenig. Es muhte wirklich ein sehr kollegiales Verhältnis herrschen, benn aus bem Nebenraum brang burch bie halboffene Tür: „Ja, hier bin ich! Ich komme!" Für Sekunben glaubte Karin nicht mehr den Schlag ihres Herzens zu spüren. Diese Stimme, wenn auch ein wenig oeränbert durch das Ruf- unb Antwortspiel, kannte fiel Sie prefete bie Hänbe in- einanber unb wehrte sich verzweifelt gegen bie körn- menbe Wirklichkeit. „Darf ich vorstellen, Herr Doktor Bröger! Hier ist unsere neue Assistentin, Fräulein Grunelius! Es ist so ziemlich alles in ihr brin, lieber Doktor, was man von ber heutigen Vitamin- unb Hormonwisten- schäft verlangen kann." Er unterbrach sich unb liefe seinen Blick zwischen ben beiben hin unb her gehen, bie sich völlig über- rascht, ja, er konstatierte, beinahe verstört, gegen- überftanben. „Verzeihung ... ich verstehe nicht recht .. kennen Sie sich vielleicht schon von irgenbwoher? Dann wäre meine Ansage ja überflüssig!" meinte er mit einem scherzhaften Unterton. „Allerbings, Herr Professor", fanb Thomas Bro- ger zuerst das Wort. „Zufall! Reiner Zufalls aber wie mir scheint, ein sinnvoller 1 Ich kenne Fraulein Grunelius von Sizilien her, wo ich meinen Urlaub verbrachte." „Na, dann allerdings ist meine Bemühung überflüssig. Ich wünsche Ihnen, Fräulein Grunelius, Hals- und Beinbruch, unb sehen Sie zu, wie Sie mit Doktor Bröger zurechtkommen!" Karin stand wie gelähmt noch an ber gleichen Stelle neben einem mit Gläsern und Retorten überladenen Arbeitstisch, als sie bie Tür hinter sich «gen hörte unb Thomas mit einem Lächeln, e Unwirklichkeit der Situation steigerte, auf sie zukam. Dieses Gesicht, bas sich nur ein paar Armlängen entfernt von ihr greifen liefe, wollte sich noch nicht einorbnen in ihre Vorstellungen. „Ja, Fräulein Grunelius. Ich weiß nun nicht, wer baran schuld ist. Sie oder ich ober bas Schicksal, wenn wir es einmal so nennen wollen. Vielleicht ist es ein wahrhafter Zufall, kein alltäglicher", meinte er mit leicht vibrierender Stimme, als müsse er selbst eine leichte Erregtheit überwinden. „Schuld? Zufall?" rief sie ebensowenig beherrscht, zerrte an ihren Handschuhen, legte sie etwas heftig auf ben Tisch unb nahm ben Hut ab, ohne wie sonst vielleicht mit orbnenben Hänben über Das Haar zu fahren. Sie sah völlig die Grunblosigkeit bes aggressiven Tones ihrer Antwort ein, fanb aber in biefer frauenhaft gefühlten Entscheibung keine (Begengrünbe, anbers zu fein. Vielleicht war ihr Verhalten auch gar nicht so sehr gegen Thomas Bröger gerichtet, fonbern vielmehr gegen bie Undurchbringlichkeit einer nie geahnten Zukunft. Denn jetzt, ba sie ihm ins Gesicht sah, erinnerte sie sich seiner fonberbaren Worte, die er damals in Sampieri gesprochen hatte: „Dieleicht später einmal ..." Es war ihr, als hätte sie schon einmal diese Szene in genau demselben Raum erlebt, als Thomas ihre Handschuhe unb ben Hut vom Tisch nahm, auf einen schmalen gelben Schrank zuging unb bie Sachen hineinlegte. Wie In einem zweiten Gesicht sah sie bie» selben Bewegungen, bie gleichen Lichtreflexe in ben großen Kolben unb Retorten; es roch wie bamals ganz leicht nach Gas aus ben Bunsenbrennern, unb unaufhörlich tropfte wie jetzt an ber Wanb ein Wasserhahn. (Fortsetzung folgt.) Die Verjährung von Forderungen. mutigen, breiten Tal zustromt und mir von reizenden Nassau-Städtchen allerlei zu erzählen weih, von Dillenburg, der Hauptstadt des ehemaligen Nassau-Oranischen Landes, von Herborn und seiner ehemaligen Universität, und von dem glocken- giehenden Sinn. Kein Halten gibt es im schonen Nassauerland, und wieder ist es geboten, meinen Lauf zu verlangsamen, denn vor uns erhebt sich auf einer Felsen» insel eines der schönsten Kleinodien im deutschen Städtekranz, das nassauische Salzburg, das stolze Weilburg. Auf drei Seiten ist Weilburg von meinen Fluten umflossen, und nur gegen Osten hängt es durch einen schmalen Bergrücken mit dem hessen-nassauischen Festland zusammen. In Weilburg verlebte W. H. Riehl (f 1897), ein großer Kulturhistoriker, der Begründer der deutschen Volkskunde (er selbst sagte Naturgeschichte des Boltes), Verfasser von Novellen und eifriger Wandersmann, entscheidende Jahre seiner geistigen Entwicklung. Das Wandern hat es mir nun einmal angetan: Ich hab nicht Ruh bei Taa und Nacht, Bin stets auf Wanderschaft bedacht; und weiter geht's im ehemaligen L a h n g a u. Em Graf vom Lahngau war es, der im Jahre 911 von den deutschen Fürsten zum König gewählt wurde (Konrad L), und die dankbaren Nassauer errichteten ihm auf einem schmalen Felsvorsprung zwischen Villmar und Runkel ein Denkmal. Wie eine trutzige Zwingburg aus lange verschollenen Zeiten ragt schloß Runkel aus meinem Spiegel empor, ein Dürerscher Holzschnitt scheint lebendig geworden zu In einem langen Gedicht läßt Otto Roquette die Weine des weiteren Rheinlandes an Pfingsten zu einem rauschenden Fest, einer Hochzeit, zusammenkommen; hoch gehen die Wogen der Begeisterung, denn bei Musik, Gesang und Tanz fließt der Wein in Strömen. Da kommen sie, die wackeren Traubensöhne, die Rebenfürsten, Prinzen von Geblüt, vom Rhein, von der Mosel, von der Pfalz, vorn Nahetal usw.; aus meinem Bereich sind aber keine Abgeordneten erwähnt; der L a h n w e i n ist also, wohl als nicht ganz ebenbürtig und standesgemäß, gar nicht eingeladen worden. Nun klingt aroar — das gebe ich unumwunden zu — das vinum bonum der Glocken an der Lahn ein gut Teil weniger voll, weich und langgedehnt als das der Glocken vom Rhein und von der Mosel; aber trotzdem ist der Lahnwein (Runkel, Weinähr) gar fein so profaner, stumpfer Geselle, und man kann bei ihm fingen und fröhlich sein. Nur darf man, wenn man Runkeler Roten trinkt, nicht gerade an Aß- mannshausen am Rhein denken. In meinen Fluten spiegelt sich eines der schönsten Baudenkmäler Deutschlands und das reichste Werk der Spätromantik, der siebentürmige Felsendom in Limburg. Schon seit 700 Jahren schaut er herab auf enge Gassen, malerische Winkel und Treppen, auf hochragende Giebelhäuser mit reichem Schnitzwerk. Aber solch ein Aussehen gefiel einer Beschreibung Deutschlands aus dem Jahre 1839 ganz und gar nicht, wo Limburg als „uralt und urhäßlich getadelt wird; wir aber bekennen uns zu dem anderen Glauben: Limpurg, Eine Edle Stadt, Im Land die Schönste Kirche had. Ein anderes Kleinod birgt Limburg in einer der aufschlußreichsten Chroniken des deutschen Mittelalters, der Limburger Chronik des ehrenwerten kaiserlichen Stadtschreibers Tilemann (14. Jahrhundert), der sich schon mit der Auszählung der An- Der Reichsminister der Justiz hat soeben eine Verordnung erlassen, die wichtige Vorschriften über die Verjährung von Forderungen enthält (Verordnung zur Ergänzung der Vertragshilfe vom 3.11.1941). Bei Kriegsausbruch war zunächst bestimmt worden, daß alle Verjährungsfristen bis auf weiteres gehemmt fein sollten. Diese allgemeine Fristenhem- munq dauerte an bis zum Erlaß der Dertragshilfe- verordnung, die am 3. Dezember 1939 in Kraft trat. Alle Verjährungsfristen, die bei Kriegsausbruch bereits liefen, verlagerten sich danach um 87 Tage. Die Forderungen, die nach den allgemeinen Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch am 31. Dezember 1940 verjährt waren, verjährten z. B. erst am 28. Marz sangsverse von den vom Volk gesungenen Liedern um Dolkstumsarbeit und Heimatkunde verdient gemacht hat. Damals war das kraftvolle Limburg ein wichtiger Punkt an der großen Handelsstraße Frankfurt—Köln, heute schaltet sich die regsame Stadt als markanter Haltepunkt der Reichsautobahn in den hochgesteigerten und umfassenden Verkehr der modernen Zeit ein und läßt eine gewaltige Brücke mein weites Tal Überspannen. (Schluß folgt.) Dornoiizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 18.30 Uhr „Monika". — Gloria- Palast Seltersweg: „Wetterleuchten um Barbara". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kleine Mädchen- große Sorgen". — Cas6 Wien: 16 und 20 Uhr Modenschau. rlS'GmeinsM M fitaft Wrenöe Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr Turnhalle Schillerschule, Schillerstraße. 46540 Langem«, cf feier an der Langemarckschule. Die Langemarckschule hält seit 1938, seitdem sie diesen verpflichtenden Namen trägt, den Tag von Langemarck, das reinste Sinnbild völkischer Hingabe, in besonderen Ehren. Auch die diesjährige Feier gestaltete sich mit musikalischen Vorführungen, Darbietungen in gebundener und ungebundener Rede und der Weiherede des Studienrats Schmidt für die gesamte Schulgemeinde zu einem starken Erlebnis. Der Mythus von Langemarck wirkt kräftespendend weiter bis in die Sturmzeiten des deutschen Schicksalskampfes um Freiheit und Ehre. Unsterblich sind die Kämpfer von Langemarck, sie rufen den würdigen Nachfahren zu: „Pflanzt die Säulen des Reichs In die Verwesung der Welt!" (Wehner.) zweiten Jahres nach ihrer Entstehung. Die im Jahre 1939 entstandenen Forderungen verjähren z. B. am 31. Dezember 1941, nicht erst am 28. März 1942. Eine Sonderreglung gilt nur für Wehrmachtsangehörige und andere Personen, die durch die Auswirkungen des Krieges an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert sind. Für und gegen Wehrmachtsangehörige ist die Verjährung weiterhin gehemmt. Wie die neue Verordnung bestimmt, endigt die Verjährung bei den Wehrmachtsangehörigen erst sechs Monate nach der Beendigung des Wehrverhältnisses. Die Wehrmachtsangehörigen und ihre Gläubiger haben also nach der Entlassung des Soldaten noch sechs Monate Zeit, in denen sie den Eintritt der Verjährung durch Klageerhebung verhindern können. Zugunsten von Wehrmachtsangehörigen und anderen Personen, die durch die Auswirkung des Krieges an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert sind, sind in Zukunft auch die Fristen gehemmt, innerhalb deren die. Zinsscheine und Dividendenscheme dem Aussteller zur Einlösung vorzulegen sind. Lichtspielhaus: „Kleine Mädchen - grohe Sorgen." Aus einer mehr als harmlosen Pensionsmädchenschwärmerei entsteht beinahe ein Familienkonflikt, in dem sich die junge und die ältere Generation in feindlichen Fronten gegenüberstehen. Die halbwüchsige Tochter glaubt eines Tages die Brüchigkeit der elterlichen Ehe entdeckt zu haben; ihre Bemühungen, den Eltern zu helfen, sind einigermaßen unzulänglich, aber zuletzt kommt alles auf eine ganz lustspiel- haft-felbftverständliche Art wieder ins Geleise. Aus dem, was sich da anspinnt, könnte sich ein ernstzunehmendes Problem entwickeln, aber in dem Drehbuche von Curt I. B r a u n und Gerhard T. Buchholz war es sichtlich mehr auf eine freundliche Unterhaltung abgesehen. Der Spielleiter B. Barlo g hat denn auch die Problematik des Stoffes nur eben angedeutet, und das Publikum fand sich demgemäß weit mehr zum Lachen als zum Nachdenken angeregt. Eine reizende Szene, eigentlich das Hübscheste, was der Film zu bieten hat, spielt zwischen Geraldine Katt (man muß, im Vorübergehen gleichsam, an „Das Mädchen Irene" denken) und Fritz O'd e m a r, der mit leiser Ironie einen scharmanten Papa abgibt. Dagny Servaes spielt fein und behutsam die Mama, Hannelore Schroth mit temperamentvoller Unbefangenheit die unausgegorene Tochter, die sich so schwere Sorgen um das Glück ihrer lieben Eltern machen muß. Sonst wären vom Ensemble noch Hans Brausewetter, Hermann Braun und Carsta L ö ck zu nennen. — (Terra.) . Im Beiprogramm lausen die Wochenschau und Szenen aus einem vor zwanzig Jahren gedrehten Bergfilm, einem der ersten seiner Art, heute schon von historischem Interesse. Hans Thynot. (Sie&ener Gchlachkviehmartt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis Nach der neuen Verordnung wird das in Zukunft anders fein. Wenn die Verjährung nach den allgemeinen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches am 31. Dezember 1941 oder später eintritt, verlängert sich die Verjährungsfrist um die erwähnten 87 Tage nicht mehr. Die Forderungen aus den Geschäften des täglichen Lebens verjähren jetzt also mieber — wie vor Kriegsausbruch — am Ende des 45 Rpf. Kühe 19 bis 20,5, Färsen 32 bis 49,5, Kälber 40 bis 57, Schafe 15 bis 46 Rp. le % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden le ^ Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg uno mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20 b2.(120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e—f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. Marktverlauf: regelmäßig, alles zugeteilt. *♦ Ein Ver kehrsunsall ereignete sich gestern um die Mittagszeit an der Kreuzung der Wilhelmstraße und der Ebelstraße. Hier stießen zwei Personenwagen zusammen, die bei dem Anprall beide erhebliche Beschädigungen davontrugen. Von den Insassen mußte einer der Fahrer mit schweren Verletzungen in die Klinik gebracht werden, wahrend zwei weitere mit leichten Verletzungen davonkamen. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärb Aus der engeren Heimat. 3n der Scheune abgestürzt. Am gestrigen Dienstagnachmittag stürzte in H eu » chelheim ein bei einem Landwirt beschäftigter Mann bei Arbeiten in der Scheune so unglücklich ab, daß er mit schweren inneren Verletzungen bewußtlos liegen blieb. Das Deutsche Rote Kreuz in Gießen verbrachte den Verunglückten in ein hiesiges Krankenhaus. Beide Beine abgefahren. Arn gestrigen Dienstagabend ereignete sich auf der Bahnstation Beltershain der Strecke Gießen— Lollar—Grünberg einfchwerer Unglücks f a I l, der leider den Tod der betroffenen Frau zur Folge hatte. In den Abendstunden war die aus Essen kom» mende Frau E l i s e P f e i f f, die ihre in Bellers- Hain verheiratete Tochter besuchen wollte, mit dem Zuge von Gießen her eingetroffen. Auf bis jetzt noch nicht völlig geklärte Weise kam die Frau unter den noch oder wieder fahrenden Zug zu liegen, wobei ihr beide Beine abgefahren wurden. Die Bedauernswerte wurde von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes sofort der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, wo sie im Laufe der verflossenen Nacht an ihren schweren Verletzungen gestorben ist. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittags geschlossen. 2 MM Station Saalburg. 4641P Dannenrod. 03764 4643 D Praxis bis Mitte Dezember beschlossen fahret. 03794 Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 THIEAXTIER der Universitätsstadt Gießen HansMaiWoifl, Dentist Seltersweg 54 (Gloria-Palast) Zur Aufarbeitung und Verladung von Gru- benbölzern 2-3 Mann gesucht. Zuschriften unt. 4642Da.d.G.A. Haushaltshilfe Halbtagsmädchen oder Stundenfrau, evtl, auch Mädchen für ganze Tage, sucht sofort [40520 Stleütlfli SM.wetzlHkklMglS Suche zu kaufen ein leichtes Salbverdelk am liebst.Selbst- Hilfsarbeiter oder Hillsarheilerin gesucht für saub. Betrieb, in dem angelernt wird u. die Möglichkeit ist, in bester bezahlte Vertrauensstellung aufzurücken. Sckr. Bew.unt.4623D an d. Gieß. Anz. Putzfrau für die Reinigung uns. Büroräume in Dauerstellg. gesucht. Heyligenstaedt & 6omp. Werkzeugmaschinenfabrik G.m.b.H., Gießen. MMtefroii norm. tägl. 1 bis 2 Std. 00. 2mal wöch. tagsüber gesucht. [4387D Liebigstr. 58 I. Mittwoch, 12. November 18.30—22 Uhr «eziD 11. Mittwochmiete u.HalbmieteA Erstaufführung! Monika i Operette von Hermecke/Dostal. Preise von 0.90 bis 8.60 RM. Heute entschlief nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Tr - A < Karl Appel im Alter von 67 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Appel Klara Appel Lina Silbernagel, geb. Appel und 1 Enkelkind Familie Friedrich Appel Familie Georg Höhn. Gießen (Gutenbergstraße 16), Carlshafen, den 10. November 1941. Die Trauerfeier findet Donnerstag, 13. Nov., 14 Uhr ,in d. Kapelle d. Neuen Friedhofs statt _________________03795 Runder tonziminer Tisch z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 03799 an den Gieß. Anz. Gebrauchte WllMtlen z. kaufen gesucht. Telef. Anruf 3886. 46510 Maurer, Zimmerer Zemeniarbeiter Hilfsarbeiter finden dauernde Beschäftigung bei Gleitbau Klotz & (So. Eifenbetonbau, Hoch- und Tiefbau Frankfurt am Main. 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Fragen Sie die Güterabfertigungen um Rat und Auskunft Jeder Verfrachter hat die Möglichkeit und Verpflichtung für den Güterverkehr des eigenen Betriebes Erleichterungen zu schaffen. Beachten Sie deshalb folgendes: Ständige Fühlungnahme mit den Güterabfertigungen der Deutschen Reichsbahn verhütet zeitraubende Fehler, vereinfacht die Arbeit und trägt zur glatten Durchführung der Güterbeförderung bei. Jede Güterabfertigung besitzt einen großen Erfahrungsschatz über Vorteile bei der Auflieferung von Gütern, den sie den Verfrachtern gern zugänglich macht Jede Güterabfertigung gibt Auskunft über zweckmäßige Auflieferungszeiten, über bestehende Gütersperren,über zugelassenes Lademaß, über die Möglichkeiten des Sammelgutverkehrs usw. Auf jeden Wagen kommt es an!