8reltag,12. September (94( Giehener Anzeiger Armabme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS 8'/, Uhr desVormittags SUueigen-Pretfe: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zellenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung MalstaffelL Abschlüsse Mengenitaffel B Platzvorschnft (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr vrühlsche Universttätrdnlckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen 6it6ee,9$d)*l»te8t 7-9 |»b Jahrgang Nr. 2(Z Erscheint täglich, außer Gonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat miRtld-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanschluß 2251 Dmhtanschrift:„Anzeiger" Voftfckeck 11686 Frankf j M. Ungarns Reichsverwefer beim Führer. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Sept A u f Einladung des Führers r altete der Reichsverwefer des Königreichs Ingarn, von horthy, vom 8. bis 10. Septem- /ler dem Führer in feinem Hauptquartier , in der Ostfront einen Besuch ab. Der Reichsverweser nar begleitet von dem Königlich ungarischen 7Ni- ilsterpräsidenten und Außenminister von Bar- )! o s s y sowie dem Lhes des ungarischen General- fabes Feldmarschall-Leutnant Szombathely. )er ungarische Gesandte in Berlin, Feldmarschallleutnant Sztojay, sowie der deutsche Gesandte i, Budapest, von 3 agow, nahmen gleichfalls in der Reife des Reichsverwefers teil. Während des Aufenthaltes fanden B e f p r e - düngen zwischen dem Führer und dem Reichs- lenvefer über die politische und milltä- dankte Ungarn die Wiedergewinnung der meisten durch Trianon verlorenen Landesteile. Es war ein Triumph Horthys, als im November 1938 die Magyaren in die befreiten nordungarischen, bis dahin tschecho-slowakischen Landesteile einrückten und im September 1940 in den durch Trianon verlorenen ungarischen Teil Siebenbürgens. Treu zur Achse, bewußt, daß der Bolschewismus mit seinen plutokratischen Helfershelfern der Todfeind jeder abendländischen Gesittung und Kultur ist, haben unter Horthy die Ungarn jetzt auch d-en Kampf um die Vernichtung des Bolschewismus an der Seite der Deutschen, Finnen, Rumänen und Slowaken ausgenommen. Horthy v. Nagybanya wird in dieser Aufgabe, den Bolschewismus mitzuerledigen, die Krönung seines langen und erfolgreichen Lebens erblicken. 2m Weltkriege durchbrach er mit dem Kreuzer „Novarra" die feindliche Transportflotte in der Meerenge von Otranto und vernichtete dabei fünf englische Schiffe, im Mai 1917 lieferte er der feindlichen Uebermacht die siegreiche Schlacht ebenfalls in dieser Meerenge. Nach dem Zusammenbruch, als die bolschewistischen Horden unter dem Juden Bela Khun seine Heimat verwüsteten, bekämpfte er erfolgreich den Bolschewismus und warf ihn aus Ungarn hinaus. Das dankbare ungarische Volk wählte ihn am 1. März 1920 zum Reichsverweser. Als der Habsburger Karl seinen Putsch auf Ungarn unternahm, verweigerte ihm Horthy in einem I dramatischen Zusammentreffen die Uebergabe der Regierungsgewalt und in der Begegnung der Horthy- Truppen mit denen des Ex-Kaisers verlor Karl die Schlacht ynd jede Hoffnung, jemals wieder Ungarn in den Machtbereich seines Hauses zu ziehen. Der Reichsverwefer hat stets die natürliche Verbindung Ungarns zum Deutschen Reich betont, und die Ereignisse haben die Richtigkeit seiner Politik bestätigt. ,1 s ch e Lage statt. Die Besprechungen waren gebogen von dem Geist der traditionellen Wassen- irüderfchaft der beiden Völker, die heute im getnein- srmen Kampf gegen den Bolschewismus ihre Bewährung findet. An den politischen und militärischen Vesprechun- l?n nahmen von deutscher Seite der Reichsminister les Auswärtigen von Ribbentrop und der lhef des Oberkommandos der Wehrmacht General- lldmarfchall Keitel und von ungarischer Seite ter Königlich ungarische Ministerpräsident und hifjenminiffer von Vardossy und der Chef des ivgarischen Generalstabes Feldmarschall-Leutnant < ; ombathely teil. Während seines Aufenthaltes im Hauptquartier faltete Reichsverwefer von horthy dem Oberbe- shlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von ? r a u ch i t s ch, im Oberkommando des Heeres tuen Besuch ab und folgte zum Abschluß seines Aufenthaltes einer Einladung des Reichsmarschalls Göring in fein Hauptquartier. Die Besprechungen des Führers mit dem Reichs- rerroefer des Königreiches Ungarn, von horthy, fan- bm am 10.9. ihren Abschluß. Der Führer verlieh ! b feierlicher Form dem Reichsverweser in dessen Eigenschaft als Oberster Befehlshaber der kgl.- mgarischen Wehrmacht das Ritterkreuz des eisernen Kreuzes. Der Führer ehrte damit die lapferfeit der kgl.-ungarifchen Truppen, die in heuer, bewährter Waffenbrüderschaft Seite an Seite Bit den deutschen Soldaten gegen den bolschewisti- |6en Feind europäischer Kultur im Felde stehen. Aufruf an das ungarische Volk • Vudapest, 11. Sept. (Europapreß.) Am Don- lirstag verbreitete der Budapester Rundfunk einen fcjfruf des ungarischen Ministerpäsidenten an das ingarische Volk. Darin heißt es, das unaarffche blE stehe heute zum zweiten Male der bolschewisti- V en Anarchie gegenüber. Das erstemal vor 22 Jah- titn mußte Ungarn mit den Bolschewisten im eige- nn Lande fertig werden. Nach viereinhalbmonati- M Leid stieß damals die Nation das Glst-aus ilrem Körper, dessen Ansteckung für sie daher keine Cffahr mehr bedeuten kann. Als jedoch das de- i-eundete Deutsche Reich seinen giganti- den Kampf gegen den im Osten Europas lauernde Feind begann, und nach dem brutalen und blutigen Sowjetangriff auf unsere friedlichen Städte, ^ternahmen im Bewußtsein unserer europäischen glicht auch wir sofort unser Teil an dem großen Meinsamen Ringen. Vom Dank und ^>egen der Innzen Nation begleitet, wissen unsere wackeren bildaten sehr wohl, warum sie kämpfen. In den rädten und Dörfern, in denen sie einziehen, er- feben sie all die Barbarei, all das Elend und Leid, bcs die Sowjetherrschaft mit sich bringt, in seiner । järeckenerregenden Wirklichkeit. In der ^riegs- bute aber, die ihnen in die Hande fallt, sehen sie ml eigenen Augen immer neue Beweise dafür, vs l ch e Pläne diese Herrschaft gegen Europa zechmiedet hatte. Dieses Ringen ist der Schutz bi r christlichen Gesinnung des Ab e n d- lcndes. Ganz Europa sieht in ihm den Un- S>ist der Gottlosigkeit und der Zer- »ö rung. Der siegreiche Kampf, in dem die ver- tir ten Aufbaukräfte der europäischen Volker heu e rter der zielbewußten Führung der Achsenmächte tchen, geht um die Grundsätze, nach denen sie ieoen ihrem eigenen Leben ganz Europa :m c chen der wahren sozialen Gerechtigkeit und der lisneinschaft neu zu errichten entschlossen sind. Oer Waffeugefährie. hi Fesseln des Diktates von Trianon befreit, ge- rn wie Adolf Hitler Deutschland aus den Fesseln bru Versailles. Der Anlehnung an die Achse v.r- Der Reichsverweser des befreundeten Ungarn, Molaus Horthy von Nagybanya, hat. im Großen hcuptquartier unserm Führer einen Besuch abge- Icttet und dabei das Ritterkreuz zum Eisernen Ri-uz erhalten. Durch diesen Besuch und durch die : Airleihunq der hohen Kriegsauszeichnung wird die rliuewährie Freundschaft abermals unterrnauerr, iii beide Länder verbindet. Ungarn hat sich nach hn Weltkriege, in ^em seine Soldaten Schulter an Nulter mit den Deutschen kämpften unter Fu )- NiUg des Reichsverwesers gegen den -öd i” Heroismus unb für Deutschl°nd -rNart tc» war eine Tat, die aus der ganzen Einstellung hcrthy's entsprang, aber zunächst, als in Deutsch- krb der Nationalsozialismus noch gegen die alten, knrotteten und anonymen Gewalten kämpfte, doch lir Maß von Mut und politischem Blick^in die Zu- hrft erforderte, das in der damaligen Welt um so uerkennender ist, als sich alle Welt gegen Horthy 'nschwor. Er hat mit deutscher Hilfe Ungarn aus Deulsche Kaffenerfolge in harten Kämpfen. Berlin, 11. Sept. (DNB.) I m Raum nwrd- l i ch Kiew entwickelten sich am 10. 9. heftige Kämpfe. Die deutschen Truppen zerschlugen die sowjetischen Verbände. Eine größere Ortschaft wurde erobert. 1200 Gefangene wurden gemacht und 60 Geschütze erbeutet. In einem Abschnitt setzten die Sowjets etwa hundert Panzerkampfwagen ein. Im harten Kampf, in dem der zähe Widerstand der Bolschewisten gebrochen wurde, erlitten die Sowjets schwere Verluste. 400 Gefangene wurden eingebracht. Die Panzerabwehrwaffen ließen die sowjetischen Panzerkampfwagen herankommen, um sie dann um so sicherer abschießen zu können. Durch das gutgezielte Feuer wurden 68 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet. In einem anderen Abschnitt erzielte eine deutsche Division in schneidig geführtem Angriff größeren Geländegewinn. In zweitägigen Kämpfen erlitten die Bolschewisten schwere Verluste. 3700 Gefangene wurden gemacht und zahlreiches Kriegsgerät erbeutet. Einen erfolglosen Versuch zur Zerstörung einer Dnjepr- Brücke unternahmen die Sowjets. Sie ließen auf dem Fluß brennende Oelschisfe stromabwärts treiben in der Hoffnung, daß sich diese Schiffe quer an die Brücke legen und sie in Brand setzen würden. Die Schiffe blieben jedoch weit vor der Brücke auf Sandbänken hängen und brannten vollständig au5. Am 10. 9. griffen die Sowjets mit Unterstützung durch Panzerkampfwagen die deuffchen Stellungen im mittleren Abschnitt der Osffront an. Die deutsche Infanterie ging ihrerseits zum Angriff über und warf die Bolschewisten in kühnem G e g e n st o ß. Die Sowjetverbände zogen sich eilig zurück. Don den nachstoßenden deutschen Truppen wurden 13 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet. An einer anderen Stelle des gleichen Frontabschnitts verloren die Sowjets 10 weitere Panzer- kampfwagen. Ein Angriff im Nordab schnitt führte tief in die sowjetischen Stellungen. Die deutschen Soldaten drangen bis zu den Artilleriestellungen der Bolschewisten vor. Sie vernichteten zwanzig Geschütze, darunter mehrere vom Kaliber 20 Zentimeter. Ein sowjetischer Divisionsstab wurde überrascht und zersprengt. An einer anderen Stelle machten die deutschen Truppen 300 Gefangene und vernichteten mehrere sowjetische Panzerkampfwagen. Die vordringenden deutschen Truppen stießen in sowjetische Marschkolonnen und zersprengten sie unter schweren bolschewistischen Verlusten. Oer Webrmachiberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 11. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten verlaufen die Angriffsoperationen weiterhin erfolgreich. 3n Rordafrika erzielten deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage Bombenvolltreffer in Vorratslagern des Feindes bei Tobruk und Marfa INatruk, zersprengten Kraftfahrzeugkolonnen und zerstörten Bahnanlagen in Rord- ögypten. 3m Golf von Suez vernichtete die Luftwaffe in der Rächt zum 9. September ein Handelsschiff von 6000 BRT. Bei Luftkämpfen vor der nordafrikanischen Küste verlor der Feind am 9. September fünf 3agdflug- zeuge. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt. Roosevelt sucht neue Iwischensälle. Von unserer Berliner Schriftleitung. Mit einiger Ueberraschung hat die "Welt vernommen, daß der nordamerikan-ische Staatssekretär Hüll amerikanischen Bürgern erlauben will, von England aus die Reise nach den Vereinigten Staaten auf englischen Schiffen anzutreten. Bisher galt als ein Hauptgrundfatz des Neutralitätsgesetzes, daß kein amerikanischer Bürger während des Krieges die Schiffe einer kriegführenden Macht benutzen soll. Damit wollte Roosevelt, wie er damals sagte, alle Zwischenfälle ausschal t.en, die daraus entstehen mußten, daß amerikanische Bürger durch kriegerische Ereignisse zu Schaden kommen konnten. Wenn der Staatssekretär Hüll jetzt diese wohlerwogenen Grundsätze preisgibt, so muß man wohl daraus den "Schluß zichen, daß es den Kriegshetzern in USA. dur ch a u s nicht unerwünscht ist, wenn sich durch die Benutzung englischer Schisse Zwischenfälle ergeben. Das Ganze ist wieder Zin Beispiel damr, mit welcher Leichtfertigkeit die nordamerikanische Regierung ihre feierlichen Versprechungen verläßt, um überall dabei sein zu können, wo es im Trüben zu fischen gilt. Roosevelt betrachtet sich schon als Herr des Atlantik, wobei die englische Flotte und Schiffahrt nur eine Nebenrolle zu übernehmen hat. / Liddel Hari warnt vor Illusionen. z Von unserer Berliner Schriftleitung. Zu Beginn des Krieges war Hauptmann Liddel Hart nicht nur ein in England geschätzter Militärkritiker, sondern auch der ständige militärische^ Mitarbeiter der „Times". Die Tendenz seiner Arbeiten hat aber den britischen Regierungsstellen wenig gefallen, zumal Liddel Hart in vielfacher Beziehung als Einspänner gelten kann. Er widmet daher jetzt seine Mitarbeit der weniger offiziösen „Daily Mail", wo er sich mit der Lage an der Ostfront eingehend beschäftigt. Liddel Hart warnt davor, immer neue Erwartungen durch allzu viel Optimismus zu erwecken. Wenn die Sowjets an der Ostfront örtliche Gegenangriffe starteten, so hätten die englischen Blätter schon von einer großangelegten Offensive gesprochen. Dabei hätten die Sowjets große Verluste an ihren besten Trup - p e n und an Kriegsmaterial erlitten. Es sei durchaus nicht gleichgültig, wieweit sich die Bolschewisten zurückziehen müßen, denn man dürfe nicht übersehen, daß zwei Drittel bes Eisenerzes und die Hälfte der Stahlerzeugung der Sowjetunion sich in dem u m k ä m p f - ten Gebiet befinden. Die Hoffnungen auf neue Möglichkeiten für eine Hilfe für die Sowjets durch die Besetzungdes Iran seien weit übertrieben. Es gebe keine direkte Effenbahnlinie durch den Iran nach der Sowjetunion. Die Straßenverhältnisse seien ebenfalls schlecht; die Häfen am Kaspischen Meer seien für einen größeren Warenumschlag ungeeignet. Ebenso tritt der britische Militärschrrft- steller der Meinung entgegen, der Winter im Osten werde auf die deutschen Truppen dieselbe Wirkung haben wie auf die Armeen Napoleons 1812. Napoleon habe keine rückwärtigen Verbindungen und keinen Nachschub gekannt, während der deutsche Aufmarsch offenbar nach ganz anderen Gesichtspunkten vor sich gegangen sei. Wie man sieht, hat Kapitän Liddel Hart den englischen Jllu- sions^politikern eine sehr ernste Lektion gehalten. Seltsames Oiplomatengepäck Belgrad, 12. September. (DNB.-Funkspruch.) Die Belgrader Zeitung „Obmova" befaßt sich mit den schon berichteten Waffen- und Sprengstofffunden in der früheren englischen Gesandffchaft in Belgrad und schreibt u. a.: „Wir hatten in Belgrad früher nicht gewußt, wie die diplomatischen Instrumente eines britischen Gesandten aussehen. Es ist interessant, daß gelegentlich der Flucht des Sowjetgesandten aus einem Automobil ein Koffer voller Totschläger fiel. Aus einem anderen Automobil der Suite des Genossen Plotnikow wurde ein Koffer geworfen, in dem sich vier M a s ch i n e n p i st o - l e n neuester Konstruktion befanden, wie sie in Amerika Al Capone und andere verwandten. Diese Aehnlichkeit der „diplomatischen Arguniente" der sowjetischen und britischen Vertreter beweist, daß das jetzige Bündnis zwischen Moskau und London keine Vernunfts-, sonder eine Liebesehe ist. Die Belgrader Entdeckungen sind ein Beweis, daß die Atmosphäre von Barbarei und Wahnsinn vor dem 27. März ein gemeinsames Werk Plotnikows und feiner Towarischtschi und Campells und seiner ©entfernen ist." 3ran=6ifenbabn unter bolschewistischer Kontrolle. Ankara, 11. Sept. (Europapreß.) Durch ein Ultimatum ist der iranischen Regierung die Einwilligung abgezwungen worden, daß Bolschewisten und Engländer die unmittelbare Verwaltung aller wichtigen Eisenbahnen übernehmen. Damit ist der ira- Neuer Anbau in Europa. Wenn man sich die durchschnittlichen Ernteerträge in den verschiedenen europäischen Ländern ansieht und damit vergleicht, was diese Länder auf Grund ihrer Fruchtbarkeit hervorbringen könnten, so kann das Urteil nur lauten: es ist noch sehr viel zu ändern und zu bessern. Soebenchaben die rumänischen Staatsbahnen eine Ermäßigung der Tarifsätze für künstliche Düngemittel aus dem Reich verfügt. Sie wollen durch diese Maßnahme dazu beitragen, daß die Düngung in diesem so fruchtbaren Lande endlich auf eine ausreichende Höhe gebracht wird. Es ist im Hinblick auf die wirtschaftliche Zukunft der aufeinander angewiesenen, kontinental- europäischen Länder nicht mehr erträglich, dgß die durchschnittlichen Hektarerträge bei Brotgetreide m Südosteuropa nur wenig über die Hälfte des viel weniger fruchtbaren Deutschen Reiches beträgt. Ganz ähnlich wie bei Rumänien liegen die Dinge bei den übrigen südosteukopäischen Ländern, aber auch bei Frankreich und bei Spanien, wo ohne große Mühe, allerdings bei entsprechender Düngergabe, der Ertrag, auf die Flächeneinheit berechnet, um etwa die Hälfte gesteigert werden kann. Die deutsche Produktion an Kali-, Phosphor-' und Stickstoff- Dünger ist so steigerungsfähig, daß ein Mehrbedarf bis zu einem hohen Grade befriedigt werden kann. Als weiteres produktionssteigerndes Moment kommt eine Vermehrung der Anbaufläche hinzu, die besonders rn Frankreich erheblich zu Buche schlagen und den Gesamternteertrag erhöhen helfen wird. Genau wie in der gewerblichen Produktion wird auch bei der landwirtschaftlichen Erzeugung eine umfangreiche Neuplanung eintreten müssen. Auf einer Reihe von Gebieten ist diese Planung bereits erfolgt und zum beträchtlichen Teil verwirklicht worden. Kontinentaleuropa ist eben nicht erst durch den Krieg eine Schicksals- und Versorgungs- gemeinschaft geworden. Um die Richtung zu erkennen, in der sich die Umgestaltung des Anbaus bewegen muß, ist es notwendig, sich über die V e r • nischen Regierung ein weiterer Teil ihrer Hoheitsrechte genommen worden. Die Bolschewisten beabsichtigen, in ihrem Abschnitt, zu dem auch Teheran gehört, das iranische Personal der Eisenbahn durch Sowjets zu ersetzen. Außerdem sollen bol- schewististsche Formationen zur militärischen Sicherung der Eisenbahnlinie eingesetzt werden, so daß auf diesem Umwege d i e b o l s ch e w i st i s ch e Besatzungszone ausgedehnt wird. Aegypten Opfer des britischen Imperialismus. Ankara, 11. September. (DNB.) Das ägyp- tisch-britische Baumwollabkommen, nach dem die britische Regierung die Hälfte der ägyptischen Baumwollernte zu niedrigen Preisen übernimmt, während die ägyptische Regierung mangels anderer Ausfuhrmöglichkeiten den R e st aufkau f e n muß, führte zu einer scharfen Debatte im ägyptischen Parlament, als die Regierung zur Finanzierung der Baumwollkäufe einen Kredit von 17,5 Millionen ägyptischen Pfund forderte. Der nationalistische Senator Hafez Ramadan Pascha erklärte, Aegypten sei durch die britische Politik unb die nachgiebige Haltung der ägyptischen Regierung praktisch zu einer englischen Kolonie geworden. England kontrolliere die ägyptische Notenbank und alle ägyptischen Häfen und Verkehrswege. Aegypten sei durch die britische Kriegfiihrunq im Nahen Osten zum Kriegsschauplatz und das Opfer des britischen Imperialismus geworden, dessen Zukunft ungewiß sei. Es sei daher an der Zeit, sich auf die Selbständigkeit der ägyptischen Politik zu besinnen. Die Erklärungen lösten große Erregung bei den Regierungsparteien und Beifall bei den oppositionellen Abgeordneten aus. Das Artitterieschulboot „Sremfc". Bei der Durchführung. von Geleitaufgaben zur Versorgung der im äußersten Norden kämpfenden Truppen stieß das Artillerieschulboot „Bremse" (1400 Tonnen), wie der OKW.-Bericht meldete, in nordnorwegischen Gewässern bei schlechter Sicht überraschend auf britische Seestreitkräfte. Zum Schutze des Geleits nahm die „Bremse" den Kampf gegen diese überlegenen feindlichen Kräfte auf und ging nach einem kurzen, harten Gefecht durch mehrere Torpedotreffer verloren. Unser.Bild zeigt die „Bremse" im Kaiser-Wilhelm-Kanal im Jahre 1932. (Scherl-Bildarchiv-M.) sorgungslücken klar zu werden. Europa hat Mangel an Speisefetten und natürlichen Faser st offen. Die Mehrerzeugung an Speisefetten ist an eine Vermehrung d e s Best a n d e s an Rindern und Schweinen gebunden. Zur Aufzucht größerer Bestände an diesen Viehsorten bedarf es einer Steigerung des Anbaues von Kraftfuttermitteln. Besonders hochwertige Kraftfuttermittel sind die Nebenprodukte der Pflanzenöl-Erzeugung: die Oelkuchen. Eine Vermehrung des Oelfrüchteanbaues dient also unmittelbar (Margarinerohstoffe) und mittelbar (Fütterung der Kühe) der Besserung der Speisefettoersorgung unseres Erdteils. Seit erdenklichen Zeiten werden in Europa Raps, Rübsen, Lein, Mohn, Sonnenblumen und einige andere Oelpflanzen angebaut. Jüngeren Datums ist der Anbau der aus dem Fernen Osten stammenden Sojabohne. Sie ist in Südosteuropa mit Erfolg eingeführt worden und nimmt an Bedeutung ständig'zu. Nachdem Bessarabien, das bedeutendste Sojabohnengebiet des festländischen Europas, für Rumänien zurückgewonnen worden ist, darf die Störung, die der Bolschewismus auch auf diesem Wirtschaftsgebiet verursacht hat, als überstanden angesehen werden. Auf dem Gebiet der Faserpflanzen ist in Europa zu den alten Kulturen des Hanf- und Le in bau es die Anpflanzung von Baumwolle hinzugekon^men. Auch hier ist Südosteuropa dasjenige Gebiet, das verhältnismäßig die meisten für den Baumwollanbau geeigneten Böden aufweist. Daneben hat man auch in Italien und neuerdings sogar auch in Spanien mit der Baumwoll- tultur gute Erfahrungen gemacht. Die entscheidende Frage war die, ob es gelingen werde, klimageeig- nete und dabei ertragreiche und qualitativ befr''e- digende Sorten zu züchten. Der verstärkte Anbau von Baumwolle wird in Europa auch dann eine Zukunft haben, wenn es gelingen wird, das baumwollreiche Aegypten in die Derforgungsgemeinschaft der Alten Welt bzw. des Mittelmeerraumes einzubeziehen. Eine gewisse Rolle wird stets die Seidenraupenzucht spielen, für die sich gleichfalls die südöstlichen und daneben auch die südlichen Gebiete des europäischen Kontinents eignen. In die gleiche Linie gehört die vermehrte Schafzucht, die besonders in den dünn besiedelten Ländern mit mageren Böden (südöstliche Gebirgsgegenden, das Innere Spaniens und Norwegen) gute Aussichten bietet. Neben einer Vermehrung der Schafhaltung hat auch eine Veredlung der zur Zeit vorhandenen teils recht wenig leistungsfähigen Schafrassen Bedeutung. Einer Sicherung der Produktion an künstlichen Spinnstoffen wird eine bessere Forstwirtschaft und eine planmäßige Wiederherstellung der durch Raubbau verödeten Waldungen dienen. Innerhalb des Körnerdaues wird zunächst eine Verlagerung von Brotgetreide nach Futtergetreide, also Doh Weizen.fort nach Gerste, Hafer und Mais, ins Auge gefaßt werden müssen. Die Steigerung der verfügbaren Weizenmengen wird durch Erhöhung der Hektarerträae erzielt werden müssen. Dagegen muß darauf hingewirkt werden, daß eine aus der tropischen und der subtropischen Zone stammende Getreidesorte stärker als bisher angebaut wird, und zwar der Reis. Für diese Feldfrucht bestehen in der Türkei, in den Bal- kanländern, in Italien und in Spanien günstige Bedingungen. Die italienischen Reiseryten haben in den letzten Jahren ständig zugenommen und haben für die Versorgung Deutschlands eine wachsende Bedeutung gewonnen. Auch hier mußte in den landwirtschaftlichen Züchtungs- und Versuchsbetrieben viele Jahre hindurch emsig gearbeitet werden, bis die für das verhältnismäßig rauhe europäische Klima geeignete Sorten entwickelt worden waren. Bei der Ueberführung aller dieser Neuerungen in die landwirtschaftliche Praxis genügt durchaus nicht die Bereitschaft der Behörden und Organisationen der betreffenden Länder; es muß auch das Verständnis der praktischen Landwirte hinzukommen. Nachdem auf diesem wichtigen Gebiete erst einmal das Eis gebrochen worden ist, darf man dem neuen Anbau von Feldfrüchten in Kontinentaleuropa mit Zuversicht entgegensehen. D. S. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin. 11. September. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarfchall von Vrauchltsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Melzer, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Haupt- Unermüdliche Luftangriffe in Nordafrika. Berlin, 11. Sept. (DNB.) Deutsche Fern kampfflugzeuge haben am 10. September ein Handelsschiff von 8 bis 10 000 BRT. getroffen. Der Flugplatz Abu Sueir wurde mehrere Male bombardiert, Alexandria und Port Said erhielten Bombentreffer, der Flugplatz G c - reifa wurde mit Bomben belegt, im Großen B i 11 e r f e e wurden Schiffe, darunter ein Frachter von 4000 BRT. getroffen, der Flugplatz Ismail i a sah seine Gebäude unter dem Bombenhagel in Brand aufgehen, Truppenansammlungen bei Sidi Barani und Marsa Matruk wurden auseinandergesprengt, drei Zerstörer vor der Küste angegriffen, die Ausladestellen in T o - b r u k mit Bomben belegt, der Ostteil von Tobruk und der Nordteil von Marsa Matruk getroffen und der Bahnhof hier wie in Abu Haggag bombardiert. Oer italienische Bericht. Rom, 11. Sept. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: In der vergangenen Nacht haben britische Flugzeuge die Städte Genua und Turin überflogen, in deren Umgebung einige Bomben abgeworfen wurden. Zwei Tote unter der Zivilbevölkerung und einige Verwundete. Messina hat einen neuen Luftangriff erlitten: einige Privatgebäude wurden beschädigt. Vier Verwundete unter der Bevölkerung. Ein feindliches Flugzeug wurde van der Luftabwehr abgeschossen. Die Luftwaffe der Achse setzte mit Erfolg ihre Angriffe auf die Verteidigungs-, Hafen- und Versorgungsanlagen von Tobruk fort. Außerdem wurden Truppenlager von Marsa Matruk und Autokolonnen im Gebiet der Oase von S i w a wirksam angegriffen. Italienische Bomber landeten einen Volltreffer auf ein britisches Handelsschiff in der Nähe von Tobruk. Deutsche Flugzeuge trafen einen feindlichen Torpedobootszerstörer auf Fahrt östlich von S o l l u m. Im Luftkampf haben deutsche Jäger fünf Hurricane abgefchossen. In O st a f r i k a schlugen unsere Truppen in den Abschnitten von U o l ch e f i t und Culquabert in mehreren Zusammenstößen den Gegner unter Verlusten zurück. Englische Flugzeuge überflogen die Schweiz. Bern, 11. September. (Europapreß.) Vom zuständigen Territorial-Kommando wird mitgeteilt: „In der Nacht vorn 10. zum 11. September zwischen 23.15 und 4.15 Uhr haben mehrere Wellen von Flugzeugen unbekannter Nationalität in sehr großer Höhe den westlichen Teil der welschen Schweiz überflogen. Sie flogen zuerst in Richtung Nordwest—Südost und später in umgekehrter Richtung. Einige Flugzeuge kreisten eine Zeitlang über Genf." mann Kaiser, Kompaniechef in einer Gebirgs- jägerabteilung, Hauptmann Oll, Abteilungskom- mandeur in einem Artillerie-Regiment, Oberleutnant Geißler, Batterieführer in einer Skurm- gefchühabteilung, Oberleutnant h ä n e r t, Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment, Oberfeldwebel Gabriel, Zugführer in einem Panzerregiment; ferner an General der Pioniere Förster, Kommandierender General eines Armeekorps, Oberstleutnant h e n n i ck e, Kommandeur eines Infanterieregiments, Oberstleutnant Lang, Kommandeur einer Gebirgspanzerjäger-Abteilung, hauptmann Borchardt, Kompaniechef einer Panzerfpähkompanie, Oberleutnant Kalbitz, Kompaniechef in einem Pionierbataillon und Feldwebel Jungkunst, Zugführer in einem Infanterieregiment. SA.-Mann mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. / Berlin, 11. Sept. (DNB.) Der Stabschef der SA. hat dem Sturmmann Otto Bukatschek, der als Unteroffizier des Heeres vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, feine Glückwünsche ausgesprochen und ihn in Anerkennung seiner vorbildlichen Haltung zum SA. - Scharführer befördert. Unteroffizier Bukatschek hat hervorragenden Anteil am erfolgreichen Uebergang seines Regiments über die Beresina am 1. Juli. In selbständigem Entschluß stürmte er mit den ersten Schützen auf die zur Sprengung vorbereitete Brücke vor, riß die erste bereits brennende Zündladung auseinander, löschte mit feinem Spaten das Feuer und sand noch Zeit, die ebenfalls schon brennende Zündschnur zur zweiten Ladung zu zerschneiden. Bukatschek ist der 27. Ritterkreuzträger aus den Reihen der SA. Erneuter Lustangriff auf Leningrad. Berlin, 11. Sept. (DNB.) Im Laufe des 10. September und in der Nacht zum 11. September wurde das von den deutschen Truppen auf allen Seiten umschlossene Leningrad erneut von Kampfflugzeugen angegriffen. In allen Teilen der Stadt brachen große und viele kleinere Brände aus, die von ' den deutschen Truppen vor Leningrad noch lange beobachtet werden konnten. Im mittleren Abschnitt der Ostfront unternahmen Sturzkampfflugzeuge heftige Angriffe gegen militärische Ziele. Truppenansammlungen und Gleisanlagen wurden mit zahlreichen Bomben belegt und verschiedene Bahnhofsanlagen, Bahnhofsgebäude und Verladerampen durch gutliegenbe Treffer in Brand gefetzt ober zerstört. An anderer Stelle wurden Artilleriestellungen und sowjetische Panzeransammlungen mit Erfolg angegriffen. Rund um den Ladogasee. Der Ladogasee, der jetzt so viel genannt wird, gehört zu der finnisch-baltischen Seenplatte. Finnland führt ja auch den schmückenden Beinamen des „Landes der 1000 Seen". Der Ladogasee ist mit seinen mehr als 18 000 Quadratkilometer Fläche fast so groß wie ganz Württemberg. Er nimmt insgesamt 70 Flüsse in sich auf, von denen in den letzten Wochen besonders genannt wurden: derVuoksen auf de? Karelischen Landenge, der S w i r, der seinerseits der Abfluß des Onegasees ist, der Wolchow, der Abfluß des Ilmensees, und der S j a s, der von Tichwin herkomrnt und knapp östlich vom Wolchow mündet. Das Südufer ist verhältnismäßig seicht und durch viele Sandbänke und Klippen der Schiffahrt gefährlich. Daher wurden zwei Umgehungskanäle, die sogenannten Ladoga-Ka- näle, gebaut, die die Newa mit dem Wolchow verbinden. Das Nvrdufer stürzt dagegen steil zum See ab und ist viel stärker gegliedert als das Südufer. Infolge dieser Steilküste ist hier auch der See am tiefsten. Im Nordteil finden sich auch zahlreiche Inseln, von denen die größte Salomo, ein altes orthodoxes Kloster beherbergt. Wie die meisten Gewässer der finnisch-baltischen Seenplatte ist auch der Ladogasee sehr fischreich. Der Abfluß des Ladogasees zum Finnischen Golf ist die nur 64 Kilometer lange Newa. Mit dem Ladogasee ist der Onegasee durch den Swir verbunden. Der Onegasee ist der zweitgrößte See Europas, aber nur halb so groß als der Ladogasee. Er erreicht knapp die Größe Thüringens. 1238 Lustsiege des Geschwaders Trautloff. Berlin, 11. September. (DNB.) Das Jagdgeschwader des Ritterkreuzträgers Major Trautloff erzielte am 7. September feinen 1200. Abschuß und hat seither die Zahl von 1238 Luftsiegen erreicht. Unter den -im Osten abgeschossenen 850 Flugzeugen waren 500 Bomber und 350 Jäger. Dem stehen lediglich 8 eigene Verluste gegenüber. Dem Geschwader gehört der Eichenlaubträger Oberleutnant Philipp mit 66 Luftsiegen an, 7 Angehörige des Geschwaders tragen das Ritterkreuz, 14 Flugzeugführer haben 20 und mehr Abschüsse. Eine einzige Staffel schoß allein 208 Gegner ab. Der erfolgreichste Tag des Jagdgeschwaders war der 30. 6., an dem bei einem Angriff der Sowjets von 80 angreifenden feindlichen Bombern 69 abgefchossen wurden. Am 6. 7. konnten 65 und am 7. 7. 60 Luftsiege errungen werden. Jagdgeschwader Mölders errang über 2000 Abschüsse. Berlin, 11. September. (DNB.) Das Jagdgeschwader Mölders errang am 8. September sei- 0er Schöpfer de« 7!SKK. Korpsführer Hühnlein 60 Jahre alt. Auf einer Fahrt zu feinen im Fronteinsatz fte- henden NSKK.-Männern vollendet der Korpsführer des NSKK., Reichsleiter der NSDAP., Adolf Hühnlein, fein 60. Lebensjahr. Der Name Adolf Hühnleins, mit dem sich Aufbau und Entwicklung der motorisierten Gliederung der Partei unlösbar verbinden, wurde zum Begriff für die m o t o r i • s ch e Wehrerziehung des deutschen Volkes, deren unschätzbarer Wert sich heute auf allen Schlachtfeldern dieses Krieges, insbesondere gerade jetzt im Osten, täglich erneut beweist. Die Bedeu- llnfer Bild zeigt Korpsführer Hühnlein in einem Sommerlager der Motor-HI. bei der Ueberreichung von Leistungsurkunden. (Schirner-M.) * V r. K \ MN tung, die das NSKK. unter seiner Führung als Willensträger des Motorisierungsgedankens errang, ist ebenso bekannt, wie der triumphale Siegeszug, den der deutsche Motorsport unter ihm antrat Der Krieg wurde zur großen Bewährungsprobe auch für das NSKK. Während oie Mehrzahl seiner Führer und Männer seit den ersten Septembertagen 1939 unter den Fahnen steht, wurde dem Korps eine Vielzahl kriegswichtiger Sonderausgaben übertragen. Vom Polarkreis bis nach Afrika, vom Atlantik bis in die weiten Steppen der Sowjetunion reicht heute der Gesamteinfatz des NSKK. Trotz dieses umfassenden Fronteinsatzes geht auch in der inneren Kampffront die kriegswichtige Arbeit des NSKK. weiten Sie und die vormilitärische Ausbildung — insbesondere der Motor-HI. — auf wehrsportlichem und kraftfahrtechnischem Gebiet stellen im Verein mit dem Fronteinsatz des NSKK. das Ergebnis jener zähen Schulung dar, die in der Kampfzeit der Bewegung Begann und nun im großen Schicksalskampf des deutschen Volkes ihre höchste Bewährung findet. Wenn am 60. Geburtstag Adolf Hühnleins das deutsche Volk auf die große Leistung dieses alten Kampfgefährten des Führers blickt, dann weiß es in Dankbarkeit die im Krieg und Frieden bewährte Arbeit Hühnleins und feines NSKK. zu würdigen. nen 2000. Abschuß. Den 2001. Abschuß konnte Major Beckh durch Abschuß eines sowjetischen Jägers erringen. Bis zum 10. September wurden vom Jagdgeschwader Mölders insgesamt 2033 feindliche Flugzeuge abgeschössen, davon im Osten 1357. Ferner wurden 188 Flugzeuge durch Bordwaffen am Boden vernichtet und 110 Flugzeuge durch Bomben am Boden beschädigt bzw. zerstört. 142 Panzerkampfwagen, 16 Geschütze, 34 Lokomotiven, 432 Lkws., 75 Fahrzeuge aller Art und ein Panzerzug wurden vernichtet. 354 Tiefangriffe wurden auf feindliche Flugplätze, marschierende Kolonnen, Batteriestellungen, Bereitstellungen feindlicher Heeresgruppen, Eisenbahnzüge und sonstige militärifdye Ziele durchgeführt. Dem Jagdgeschwader gehören 16 Ritterkreuzträger an. Die Erfolge wurden in 12 252 Flugstunden errungen. Die ÜlliWMng-kmöer Roman von 4jorft Hiernach 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Britta zögerte sekundenlang, sie suchte nach dem richtigen Wort. — „Das Leben, weißt ...", murmelte sie schließlich mit einer kleinen, vagen Handbewegung. Sie errötete ein wenig. Wahrscheinlich geschah es zum erstenmal in ihrem elfjährigen Dasein, daß sie solch ein verwunderliches Wort aussprach und hinter ihm all die dunklen Rätsel und Geheimnisse ahnte, die es umschloß. Lydia hob verständnisvoll die Schultern und starrte sie an. Britta konnte es ihx nicht erklären, was sie verspürte. Es war wie ein Schmerz. Manchmal stach er deutlicher, manchmal schwächer, sie wußte nicht zu sagen, wo er saß, und am wenigsten hätte sie erklären können, wo er herrührte. Am lautesten empfand sie ihn oftmals abends. Wenn sie wach im Bett laa und auf den Schlaf wartete, geschah es, daß ihre Augen sich in der Dunkelheit mit Tränen füllten. Es war ein Gefühl der Verlassenheit, aber sie konnte ihm keinen Namen geben. — „Was denkst nach?" Britta schrak leicht zusammen. — „Meinst, daß das stimmen tut, was die Kathi vorhin gesagt hat?" „Ha ...?" machte Lydia. „Daß der Konni die Sieglinda ... na, weißt schon!" Lydia kratzte sich nachdenklich mit dem linken Fuß das rechte Bein. Sie erinnerte sich daran, daß der Vater einer Klassenkameradin auch zum zweitenmal geheiratet hatte. Das schien also ein durchaus üblicher Vorgang zu sein. „Weißt, der Konni ist halt ein Witwer ...", meinte sie vielsagend und mit jenem Genuß, den ihr seltene Worte stets bereiteten, „ein Witwer, verstehst, und die heiraten immer noch einmal ..." Britta schloß sekundenlang die Augen und drückte das Kinn geaen die Knie. „Wenn er die Sieglinda beiraten tut', sagte sie nach einer Weile, und es klang wie ein unverbrüchlicher Schwur, „bann reiß ich aus!" Lydias Augen flammten auf. „Iesfas naa, bees wär was!" stammelte sie atemlos. „Und wohin täten wir ausreißen?" Das „Wir" bezeichnete, daß sie sich Brittas kühnen Plan schon vollständig zu eigen gemacht hatte. „Zur Omi vielleicht ..." Lydia schüttelte entschieden den Kopf: „Das wär nirn? Die töt uns am nächsten Tag zurückexpedieren, bees sag bir i! Aber ich wüßt was, ich kennet eine, bie zu uns halten töt unb uns nicht verraten tpürb ... Die Tante Trix in Berlin, wo sie boch Luisas Schwester is unb so ..." In Brittas Gesicht erstarb der kurze Hoffnungsschimmer. „Ach", sagte sie, „aber wie kommen wir zur Trix hin, bis auf Berlin ...?" „Sechs oder sieben Mark hätt ich in der Sparbuchs". Aber Britta schüttelte den Kopf. „Was denkst, was das kostet! An Hunderter zumindest! — Mei, das wenn die Luisa wüßt, die tat die Sieglinda schon zum Tempel 'maushauen!" Lydia nickte beipflichtend: „Und ob sie das töt!" Sie sah Britta abschätzend an, als überlege sie, ob sie es wagen dürfe, ihr ein Geheimnis ’ anzuvertrauen, das sie bis dahin tief verschlossen mit sich herumgetragen hatte. „Du, sag mal", bohrte sie vorsichtig, „betest du eigentlich noch jeden Abend?" „Freilich ...", bekannte Britta. Es war ihr anzumerken, daß sie nicht recht wußte, worauf Lydias Frage in diesem Augenblick abzielte. „Und tut's was nutzen?" fragte Lydia kühl. Britta mußte ihr die Antwort schuldig bleiben. Sie stotterte zwar etwas vor sich hin, aber es waren höchst unklare, verworrene und verstaubte Worte. ,Ich bet' nicht mehr", sagte Lydia herausfordernd laut und hell, sie sah dabei Britta gerade und trotzig in die Augen. „Hundertmal hab' ich gebetet, lieber Gott, mach', daß die Luisa zurückkommt und daß dafür die Sieglinda tot umfällt. Und was ist geschehn? Nix!" Sie stampfte mit dem Fuß auf. Britta nagte an ihren Fingernägeln. ..Weiß", murmelte sie nach einer schweren Pause, "ich hab' auch schon manchmal gemeint, daß der liebe Gott hier katholisch is und von uns Protestanten nix wissen will ..." „Brauchst ja nur nach Maria-Eich gehen, da hängt die ganze Kapell' voll Krücken von die Lahmen und Brillen von die Blinden, denen wo er geholfen hat, aber 's fan lauter Katholische!" Britta angelte ihren Pantoffel mutlos unter dem Bett hervor und hüpfte ins Badezimmer voraus. Lydia folgte ihr nach. Söhnchen durfte noch im Bett bleiben und sich die Zeit bis zum Frühstück mit dem Struwwelpeter vertreiben. Wer hörte, wie Lydia sich wufch, mußte glauben, sie läge in einer randvollen Badewanne und sei ständig in Gefahr, zu ertrinken. Es war fabelhaft, wie sie es verstand, mit* einem Liter Wasser zu prüften, zu sprudeln und das Badezimmer zu überschwemmen und dabei selbst bis auf die Fingerspitzen knochentrocken zu bleiben. Dafür entwickelte sie beim Zähneputzen um so mehr Eifer; allerdings kam es dabei auf den Geschmack der Zahnpasta an. Beim Spangl gab es eine Sorte, die „Blankodont" hieß; die war rosa gefärbt und schmeckte nach Rosenwasser. Davon verbrauchte Lydia in acht Tagen mit Leichtigkeit eine große Tube. Als die Mädel endlich ins Speisezimmer glichen, um zu frühstücken, saß dort bereits Fräulein Zögling beim Kaffee. Sie trug das hellgraue Kostüm mit der weißen Seidenbluse, das sie sich erst vor ein paar Wochen angeschafft hatte. Die große lederne Einkaufstasche ftani) neben ihrem Stuhl. Sie wollte mit dem nächsten Zug in die Stadt fahren, um dort einige Besorgungen zu machen, die sich in Greiffing nicht erledigen ließen. Hellwang brauchte ein neues Farbband für die Schreibmaschine und Kopierpapier, und in der Küche mußte Geschirr ergänzt werden. „Ich bin zum Mittagessen wieder zu Hause.-Was werdet ihr inzwischen tun?" „Im Teich spritzeln ober sowas", antwortete Lydia. „Ah, und dabei einen rechten Skandal machen und euern Vot?r stören, der gerade jetzt die Ruhe so dringend braucht!" fiel Fräulein Zögling scharf ein. ,Das kommt gar nicht in Frage! Für eure Spiele habt ihr am Nachmittag Zeit genug! Es ist nicht nötig, daß ihr die Ferien gänzlich vertrödelt. Es wird euch nichts schaden, wenn ihr an jedem Tag für ein paar Stunden wenigstens die Nasen in die Schulbücher steckt, damit ihr nicht völlig verdummt!" Britta schluckte schwer an ihrer Suppe. Jede Hafer- slocke schien sich in einen harten, stachligen Kloß.zu verwandeln. Lydia starrte wütend in den Teller. Ihre Augen waren vor Erbitterung ganz hell. „Wir haben früher in den Ferien nie zu lernen brau« chen!" stieß sie trotzig hervor. Fräulein Zögling hob überrascht den Kopf: „Was ist denn das für ein merkwürdiger Ton?" fragte sie und runzelte die Brauen. „Sie können ja unfern Papa fragen oder die Kathi, wenn Sie's nicht glauben wollen", fuhr Lydia störrisch fort; es war etwas von der Wildheit durchgehender Fohlen in ihrem Ausdruck. Und plötzlich flammte auch Britta auf, die sanfte, ängstliche Britta, die sonst den Kopf zwischen die Schultern und ein piepsiges Sümmchen bekam, wenn sich aus Fräulein Zöglings Stirn Unmutsfalten zeigten. „Immer haben wir in den Ferien spielen dürfen und baden und tun, was uns Spaß machte, und erst seit Sie da sind, müssen wir lernen und rechnen und haben überhaupt keine Freud' an den Ferien mehr. Und die^ Kathi hat schon gesagt, daß es so kommen wird..." Britta empfing von Lydia einen fürchterlichen Stoß ins Schienbein und brach plötzlich ab. Zornige Tränen rollten über ihre Wangen. Fräulein Zögling war ein wenig bleich geworden. „Ach, wie intereffant!" zischte sie und schien die Ichrnalen Lippen beim Sprechen kaum zu bewegen, „aus der Küche weht also dieser Wind der Rebellion! Nun, es wird höchste Zeit, daß ich mit eurem Vater ein ernsthaftes Wort über Kathi rede! Das ist ja unerhört...!" Sie warf einen Blick auf ihre Arm- banduhr und erhob sich plötzlich, sie stützte sich mit den Knöcheln der geballten Faust auf den Tisch. „Erzogen werdet ihr von mir, und von niemandem sonst, verstanden?! Und über Spiel ober Arbeit entscheide ich, und niemand sonst, verstanden?.' Und am allerwenigsten hat Kathi ein Recht dazu, sich in meine Angelegenheiten zu mischen, und auch gegen mich aufzuhetzen. Kathi — tschi! Es ist ja wirklich unglaublich, was sie sich herausnimmt!" Es war so unglaublich, daß Fräulein Zögling mit klirrenden Schritten das Zimmer verließ und schnurstracks in die Küche rannte, um solch unerhörte Uebergriffe in ihre Rechte von vornherein und für alle Zukunft in ihre Schranken zu verweisen. „Au weh, jetzt schnackelt's", wisperte Lydia, „jetza is gefehlt aä! Was mußtest du auch die Kathi reinbringen, du saublöde Gans?" „Ich wollt's ja nicht, es ist mir halt so rausae- rutfcht", schluchzte Britta. (Fortsetzung folgt.) Aus der Stadt Gießen Aus dem Reich. ■ ver- Der Opfersonntag Kleine politische Nachrichten mnnten Gesandten Portugals Graf Tovar und kn neuernannten Königlich dänischen Gesandten crohr zur Üeberreichung ihrer De glaub igungs- andervorschläge für den Sonntag W ■ ' -------------- . V- -r, f-, ■- ■ ' r a nnv AUUa Fotofilm einem eichmg Der Führer empfing in seinem Hauptquartier r Anwesenheit des Reichsministers des Auswär- tgen von Ribbentrop den neuernannten spanischen Zvtfchafter Graf Mayalde sowie den neuer- Kopenhagen, 11. Sept. (Europapreß.) In Telegrammen aus London über die Zusammensetzung der brttif-*-- ktA nien bei der.........— - - Aioskau vertreten soll, wird auch der Name des britischen Ingenieurs Allan M o n k h o u s e genannt. Monkhouser der augenblicklich als Oberstleutnant im englischen Heere dient, stand 1933 in dem sentionellen Moskauer Prozeß als ein wegen Spionage und Sabotage Angeklagter vor einem sowjetischen Gerichtshof. Zusammen mit chm waren fünf andere englische Ingenieure augeklagt. Der Prozeß, endete mit der Ausweisung der Ingenieure aus der Sowjetunion. „Zuerst Spion, dann Erretter", kann Monkhouse triumphierend proklamieren, wenn er jetzt wieder nach Moskau zurückkehrt, schreibt „Daily Herald". den müssen, dann kann es für uns in der Heimat nichts anderes geben, als immer wieder Opfer bringen, die über die bisherigen 'weit hinausragen. Heute wissen bereits viele Volksgenossen von der segnenden Kraft der sozialen Einrichtungen des na- tionalsozialistischen Deutschlands; denken wir nur an die unzähligen Kindertagesstätten, an die Mut- ter-Erholungsheime, an die Hilfsstellen „Mutter und Kind", an die vielen Pflegestellen und Lager im Rahmen der Erweiterten Kinderlandverschickung und an noch vieles andere mehr, für die die Mittel aufgebracht werden müssen. Jede Sammelliste ist auch ein Dokument der Opferbereitschaft jedes einzelnen Volksgenossen. In den Chroniken des Gaues, der Kreise und der Ortsgruppen werden diese Sammellisten aufbewahrt und später einmal Zeuge werden von. dem Opfergeist der Heimat in der Zeit des Kampfes um Groß- deutschlands Zukunft. ßerdem werden ihnen Fahrpreisermäßigung en auf der Eisenbahn gewährt und S t e u e r- vergünstigungen bewilligt. Sie werden ferner zu niederen Sätzen in Kuranstalten usw. auf- genommen und von den Aerzten bevorzugt behandelt. »Zuerst Spion, dann Erretter.-' Krieg ruft uns erneut ein zum Sammeln, Geben und aber sind es die Opfersonu- erfte Opfersonntag, an dem Entbehrung sein muß. Die Pfund nur etwa % Pfund im Jahr entfällt. Don 'einem Volksnahrungsmittel kann also gar keine Rede sein. Wohl aber ist der Honig ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel für Geschwächte aller Art, ein hervorragendes Linderungsmittel bei Erkältungskrankheiten der Luftwege und ein Heilmittel bei äußerlichen Verletzungen und Entzündungen. Viele vorsorgliche Hausfrauen haben ständig ein Glas Honig für Heilzwecke vorrätig, um es im Bedarfsfälle zur Hand zu haben. Und so sollte der Honig auch verwendet werden. Wollte man ihn als täglichen Brotaufstrich verwenden, so mußte in Deutschland mindestens die fünfzigfache Menge erzeugt werden, was ganz unmöglich ist. Die Bienenzucht ist mehr noch als alle übrigen Zweige der Landwirtschaft vom Wetter abhängig, und die Bienenweide ist durch die erfreulicherweise fortschreitende wirksame Bekämpfung honigender Unkräuter nicht gebessert worden, wohl aber durch den mehrten Anbau von Raps und Rübsen. Verdunkelungszett ;>12. September von 19.44 bis 6.48 Uhr. t Lite- luhrer öols cklung lösbar °r i. H allen gerade Sebeua blickt eg und seiner Oer Uebergewinn nach § 22 der Kriegswirtschostsverordnung. Eine Vortragsreihe der DAI. Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Hauptstelle für Berufserziehung und Bc- triebsführung, hat Professor Dr. 21 ul e r von der Universität Gießen für eine Vortragsreihe, die zwei Vortragsabende umfaßt, verpflichtet. In dieser Vortragsreihe werden der Uebergewinn nach § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung, der Betriebsgewinn, der angemessene Gewinn und die Errechnung und Abführung des Uebergewinnes ausführlich behandelt werden. Prof. Dr. Auler, der auf dem Gc- biete der Wirtschaftswissenschaft als Kapazität gilt, wird in den beiden Vorträgen die zur Behandlung stehenden Probleme nach den neuesten Richtlinien zur Sprache bringen. An der Vortragsreihe dürften in erster Linie alle Betriebsführer interessiert sein, aber auch für die führenden Mitarbeiter der Betriebe, Prokuristen, Buchhalter usw. werden die I» to«* ! Major Zägers n vorn Endliche )7. Fef ffen am i) Bom- 12 Paulen, 432 inzerzug wurden olonnen, >er hce- lilärische gehören [ge Ml- Jiis/tuitschniUen Zeig: 2 (Eier. 3 (E&L Wasser. 100 g Zucker. 1 Päckchen Dr. Oetker Vanillinzucker, 100 g Weizenmehl. 3g (1 gestrichener Teel.) Dr. Oetker ..Backin". ' Füllung: 1. .,Frolting"-Srem. k 1 Päckchen Dr. Oetker .^rullina"-Puddingpulver I Zitrone-Geschmack. 3/81 Apfelsaft, 75 g (3 gehäufte ' (Efel)Zucker oder 2. (Etwa 125 g nicht za sähe Marmelade. Guß: 75 g Puderzucker. 1-2 Ehl. Apfelsast ober Wasser. scheu Delegation, die Großbritan- D r e i m ä ch t e k o n f e r e n z in lnzige Schrift zu verwenden. Die Aussagepsiichi über Vorstrafen. Der Generalbevollmächtigte für die Reichsverwal v >n brau* if: fragte f« oder die fuhr Sx Wildheit lnd Plötz' ängstliche schultern Denn M 1 rE !lt dMI-» und erst h"-!> “5 ien «* komme" fürW jtzlich flb* ;eE schien Ö!E bewege"' W* jrent^ i Das 'n ihre 7 sich ich! , chemach )er Ärbe zu,'sich Ä I tjreiben. * Die Stadtverwaltung von Wiborg hat an Feldrarschall Mannerheim die Bitte gerichtet, die Ka- rlien-Straße in Wiborg, eine der Hauptstraßen ) r Stadt, nach ihm benennen zu dürfen. Wie * die finnischen Blätter melden, ist der Leichtathlet Järvinen, der besonders als Langstreckenläufer in der internationalen Sportwelt h rvortrat, bei den Kämpfen in Karelien gefallen. Wie Associated Preß Meldet, hat ein deutscher Handelsstörer im Stillen Ozean das in eng- lichem Dienst fahrende, früher holländische Motor- foiff „Kota Nopan" (6322 BRT.) versenkt. In Madrid wurde der Rotsponier Manuel R a s - con standrechtlich erschossen. Er war verantworl- lch an der Ermordung^ zweier Brüder des jetzigen ionischen Außenministers Serrano Suner sowie frs spanischen Schriftstellers und Philosophen Ra - niro de Maeztu, des Vertreters des Hifpam- tcts-Gedankens während des Befreiungskrieges. 2ufeerbem wird Rascon die Ermordung des spa- irschen Generals Lezeda zur Last gelegt. I Jn Skolpje hat die bulgarische Polizei eine neue klmmunistische Propagandaaktion aufgedeckt. Meh- rr bisherigen lateinischen Schrift am meisten önlid) sind. Künftig scheiden die deutschen Alphakte aus. Der Erlaß hebt hervor, daß die Stellung ~ier Schrift, ob senkrecht oder schräg, von un- hrgeorbneter Bedeutung ist. Hierfür soll die natür- Iche Anlage des Schülers ausschlaggebend fein. Bür das Normalalphabet ist die Rechtsneigung ge- rählt worden, weil sie am gefälligsten wirkt und rn meisten verbreitet sein wird. Das Schreien soll wieder stärker gepflegt werden, Sid) auf der Oberstufe. Für die höheren Schüler ird angeordnet, daß die deutsche Schrift bei der nfertigung von schriftlichen Arbeiten mit Beginn Schuljahres nicht mehr verlangt werden darf, iielmehr ist in dem Maße, wie die Schüler bereits neue Normalschrift gelernt haben, diese als Gießen—Badenburg—Ludwigsburg- Trohe—Rödgen—Annerod—Gießen. Wir beginnen unsere Wanderung an der Unterführung in der Ed erstraße und folgen blauen Strichen, die uns am Bahnkörper entlang mit hübschen Blicken nach den jenseits der Lahn liegenden Höhen zur Ruine Badenburg geleiten. Hier stoßen wir auf den roten Ring der Markierung „Rund um Gießen", dem wir nach rechts folgen. Auf einem breiten, aussichtsreichen Feldweg kommen wir zur Marburger Straße, die wir jedoch bald wieder verlassen, um in den Wald einzubiegen. 2ln den Hängen des Hangelstein her gelangen wir zur Ludwigsburg, gehen von hier die Straße über Trohe noch Rödgen, an dessen letzten Häusern vorbei wir in starkem Anstieg auf die Höhe kommen. Am Waldrand bietet sich uns ein prächtiger Blick über das Lumda- und das Lahntal nach den Burgen Gleiberg, Vetzberg und dem Dünsberg. Nachdem wir den Bergwald passiert haben, kommen wir an der vielhundertjährigen, mächtigen, unter Naturschutz stehenden Eiche vorüber, überschreiten die Grünberger Straße und erreichen über freies Gelände Annerod, von wo wir auf bekannten Wegen heimwandern. Wanderzeit knapp 5 Stunden. Laubach—Rudingshain—Schotten. Diese lohnende Vogelsberg-Wanderung beginnen wir in Laubach, bis wohin wir die Bahn über Hungen ober Mücke benutzt haben. Wir besichtigen zunächst das interessante Städtchen mit dem Schloß und Park und. folgen dann der von Gießen tom- menben gelben Strichmarkierung, die gemeinsam mit roten Kreuzen der Staatsstraße folgt, von ber sie nach etwa 2 Kilometern abzweigt. Nach einem kräftigen Anstieg im Hochwald überschreiten mir bie Bahn Laubach—Mücke, kommen später über den Wintersberg, genießen stellenweise hübsche I Ausblicke in das Seental mit feinen idyllisch lie- Bewährungsmöglichkeit unmöglich machte, hat deshalb stets darauf hingewiesen, daß die nationalsozialistische Bewegung fein Verständnis dafür habe, daß ein Mann, der wegen eines an sich geringfügigen Vergehens einmal kurze Zeit eingesperrt war, für fein ganzes Leben verfemt fei. Er hat auch hervorgehoben, daß wir es uns in Deutschland nicht leisten könnten, Tausende von im Grunde tüchtigen Volksgenossen einfach auszuschal- ten und auf ihre Arbeitskraft zu verzichten. Habe ein Volksgenosse durch die Tat bewiesen, daß er wieder ein anständiger Mensch werden wolle, dann müsse man ihm auch die Möglichkeit geben, sich töeit terhin zu bewähren und sich allmählich wieder heraufzufinden. Das Strafmilderungsgesetz sieht zwar vor, daß eine Verurteilung nach einer gewissen Zeit unter beschränkte Auskunft gestellt und nach einer weiteren Frist schließlich völlig getilgt wird. Die Personalfragebogen enthalten auch heute nicht mehr bie Frage nach getilgten Strafen. In ihnen wirb aber noch immer nach Strafen gefragt, die bereits der beschränkten Auskunft aus dem Strafregister unterliegen. Zwar wird heute jeder Arbeitswillige Arbeit finden; die größte Zahl der einmal Bestraften übt jedoch völlig untergeordnete Tätigkeiten aus und ist allein durch die „Vorstrafe" häufig daran gehindert, wieder in einen ihren körperlichen und geistigen. Fähigkeiten entsprechenden Beruf Eingang zu finden. Der unserem Volke aufgezwungene Existenzkampf macht es aber erforderlich, alle vorhandenen Arbeitskräfte f o nutzbar wie nur irgend möglich anzu- fetzen. Mit diesen Erfordernissen ist es aber nicht in Einklang zu bringen, auf den vollen Einsatz von Volksgenossen zu verzichten, bei deren Strafen der Staat bereits eine uneingeschränkte Kundmachung nicht mehr für notwendig erachtet. Die Betriebsführer sind demnach verpflichtet, die Personalftage- bogen zu berichtigen und sich bei der Einstellung eines Gefolgschaftsmitgliedes mit einem p o l iz e i - lichen Führungszeugnis zu begnügen. Tagung der Äottsschullehrer. In der Reichsschule des NS.-Lehrerbundes in Bayreuth-Donndorf fand eine Tagung aller Gaufachschaftsleiter der Fachschaft Volksschulen statt, um den Aufgabenbereich ber Volksschule nach Einführung der Hauptschule zu erörtern. Unter allen Umständen müssen Mittel unb Wege gefunden werden, um die Volksschule nicht nur voll leistungsfähig zu erhalten, sondern ihre Arbeit zu steigern und zu sichern. Vertreter der Wissenschäft, der Wirtschaft, ber Wehrmacht und der Schulpolitik trafen sich hier auf einer Linie. Die Ergebnisse der Tagung sollen in einem Buch sest- gehalten werden, das davon zeugt, wie im Her- bart-Jahr 1941 die Dolksfchullehrerschaft bemüht ist, ihre Schule als vollwertiges Organ im nationalsozialistischen Erziehungswesen auszubauen. Aus aller Welt. Oberst von Nida 60 Jahre. Der Chef des Generalstabes des stellvertretenden Generalkommandos IX. A. K., Oberst von Nida, beging seinen 60. Geburtstag. Die Friedensausbü- bung begann er 1901 als Fahnenjunker des Infanterie-Regiments 25. Im Weltkrieg bewahrte er sich als Felbeisenbahnchef, in einer militärischen Mission nach Konstantinopel und.in ber Eisenbahn- abteilung bes Großen Generalstabes. 1920 nahm er seinen Abschied, studierte in Frankfurt a. M., wurde bann Geschäftsführer des Deutschen Lustschutzoerbandes, Ortsgruppe Frankfurt, und Zweigstellen- leiter im Reichskuratorium für Jugendertüchtigung. 1935 trat er wieder in die »Wehrmacht ein. Beim Stabe des Wehrkreiskommandos IX begann feine Dienstlaufbahn, die ihn an die Spitze des Generalstabes des stellvertretenden Generalkommandos IX. A. K. führte. Erdbeben in der östlichen Türkei. In den im Osten der Türkei gelegenen Städten Erzingen, Kaxaköste, Bitlis und Van ereignete sich ein 30 Sekunden andauerndes Erdbeben. In einigen Dörfern fanden die Bewohner unter den Trümmern zusammengestürzter Häuser den Tob. 2Han schlägt (Eigelb unb wasser mit einem Schneebesen schaumig unb gibt nach unb nach 2/3 bes Zuckers mit bem vanitlinzucker dazu. Danach sch^gt man sa lange, bis eine kremartige Masse entstanben ist. Das Eiweiß roirb zu steifem Schnee geschlagen. Dann gibt man unter ständig-rn Schlagen nach unb nach ben Rest bes Zuckers bazu. Der Schnee muß so fest sein, baß ein 5chnilt mit einem Messer sichtbar bleibt (Er roirb auf ben Eigelbkrem gegeben. Darüber roirb bas mit „Rackin" gemischte Mehl gesiebt Man zieht alles vorsichtig unter ben Eigelb- frem. Der Teig roirb etroa 1 cm bick auf ein mit gut gefettetem Papier belegtes Backblech gestrichen. Damit er an ber offenen Seite bes Blechs nicht auslaufen kann, knifft man bas Papier unmittelbar vor bem Teig zur Falte, so bah ein Raub entsteht Lack zeit: Elma 12 Minuten bei starker Hihe. k k t .. „ . fia^bemTfttfen roirb ber Biskuit sofort auf ein mit Zucker bestreutes Papier gestürzt unb bas Backpapier vorsichtig aber schnell abgezogen. 5ür ben „5ruttina*'-ftrem roirb bas Pubbingpuloer mit 4 Eßlöffel von bem Llpfelsaft angerührt Den übrigen Saft bringt man mit bem Zucker zum kochen. Scbalb ber Saft kocht nimmt man ihn von ber Kochstelle, gibt bas ange- rührte Pubbingpulver unter Rühren hinein unb läßt noch einige Male aufkochen. Damit sich kerne haut bubet rührt man den Krem roäbrenb bes Erkaltens häufig um. Man schneibet ben Biskuit in xroei Hälften, bestreicht bie eine mit bem Krem ober ber Marmelabe unb legt bie anbere herüber. 5 ü r ben Guß rührt man ben gesiebten Puberzucker mit so viel WHW Flüssigkeit an, baß eine bickflüssige Masse entsteht Damit bestreicht man bie Oberfläche bes Gebäcks, wenn ber Guß trocken iftldjneibet man ben Biskuit in Schnitten in ber Große von etroa 4 V2 x 8V2 cm. Bitte au«*c/ineiden! Nach zwei Jahren Kriegswinterhilfswerk Opfern. Insbesondere tage, und gerade der unser Opfer auch eine ---------- . - Spende darf nicht gedankenlos eingezeichnet, sie muß freudigen Herzens gegeben werden als Dank dafür, daß unsere Truppen fern der Heimat für uns kämpfen, jede Familie und jedes Haus beschützen vor den Bestien der roten Horden, die, wenn sie nach Deutschjand gekommen wären, alles vernichtet hätten. Wenn nun am ersten Opfersonntag vom Blockwalter der NSV., der neben feinem persönlichen Opfer auch noch die Zeit opfert, von Tur zu Tür geht und die Sammelliste jedem Volksgenossen vorlegt, das jDpfer verlangt wird, dann soll es auch wirklich ein Opfer sein! Wenn wir weiterhin an die großen Aufgaben denken, die durch das Winterhilfswerk geleistet wer- ing als errang, geszug, antrat jrungs« Mehr« ersten i stehh wich« , Am i in die ute der issenden Kampsweiter, insbe- rtlichem Verein rgebnis mpfzeit Schilk- ste Bc- 1 Adals Leistung genden Mühlen und Gehöften und gelangen an das Feld des Oberseenerhofs, wo sich uns eine Zeitlang blaue Ringe zugesellen. Später überqueren wir die Staatsstraße Schotten—Lauterbach und kommen in den Grund von Rudingshain. Ueberraschend schön ist hier der Blick auf die vor uns liegenden Höhen des Vogelsbergs. Von Rudingshain benutzen wir rote Kreuze, die die uns durch das Niddatal nach unserem Endziel Schotten leiten. Dauer der Wanderung 41/» Stunden. ing hat angeordnet, daß ein Verurteilter gegen- 16 e r privaten Personen und Stellen De Auskunft über die Tat und über die Strafe lerweigern darf, wenn der Vermerk über eine lerurteilung im Strafregister der beschränkten us tun ft unterliegt. Der Verurteilte darf sich lchen Personen oder Stellen gegenüber als u n- e straft bezeichnen, soweit nicht eine andere, sich nicht der beschränkten Auskunft unterliegende ierurteilung entgegenstedt. Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP., »eichsleiter Bouhler, der aus der Fülle der t:glich an den Führer gerichteten Gesuche einen t'sen Einblick in die Sorgen und Nöte der Dolks- e nassen gewann, denen eine oft Jahrzehnte zurück- ?gende Strafe Picht nur bie Erlangung eines fern Arbeitsplatzes, sondern darüber hinaus jegliche Ausführungen des Vortragenden wertvoll fein und manche Zweifelsfragen klären. Interessenten wenden sich zwecks näherer Auskunft an die Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung in der DAF., Kreiswaltung Wetterau, Gießen, Schanzenstr. 18. Wir verweisen auf die «Anzeige in der heutigen Ausgabe. (jlihksmann mddeh Jjf Fünfhundert Reichsmark gezogen. Am Mittwochabend wurde bei dem Losverkäufer. Nr. 194 der Reichslotterie der NSDAP, in einem Kaffeehaus in der Plockftraße ein Los mit 500 RM. gezogen. Der glückliche Gewinner ist ein zur Heit in Gießen weilender Rüstungsarbeiter aus Gelsenkirchen, der hier seinen Urlaub verbringt. Der Gewinn wurde am Donnerstagmorgen bereits in der Geschäftsstelle zur Auszahlung gebracht. Betriebsbesichtigung mit „Kraft durch Freude". Die Reihe der von der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" für den Winter 1941/42 geplanten Gießener Führungen eröffnete am Mittwoch eine Führung durch die Gailfchen Tonwerke, zu der sich neben Gießener Volksgenossen eine Anzahl Soldaten eines Reservelazaretts eingefunden hatte. Betriebsleiter Krause als Führender durch den Betrieb gab zunächst einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Werkes, das vor 50 Jahren gegründet wurde und nach Erwerb durch den verstorbenen Geh. Kommerzienrat Gail zu großer Be- deutuna gebracht wurde. Er ging dann auf die geologische Beschaffenheit des Tones ein, dessen Abbau die Besucher besichtigen konnten. Der bessere Ton wird von unten nach oben gewonnen. Weiter wurde beobachtet, wie der abgebaute Ton in Hängewagen 'in den obersten Stock des Werkes befördert, dort zerkleinert unio gemischt und einer ersten Reifung unterworfen wird. Man war Zeuge der verschiedenen Herstellungsvorgänge, wobei der Ersatz menschlicher Hände durch manche sinnreiche Maschine besonders gewürdigt wurde. Betriebsleiter Krause erläuterte insbesondere den Trocken- und Brennvoraang sowie die Technik des Ringofens, dessen Bedeutung in der wissenschaftlichen Bewertung lange umkämpft wurde, sich aber heute wieder durchgesetzt hat und wie vor 70 Jahren bei seiner Einführung umstritten ist. Noch mancher Einblick in den lehrreichen Betrieb eines neuzeitlichen Werkes wurde vermittelt. Man schied mit einem Dankes- wort an den Führenden. Für die teilnehmenden Soldaten soll diese Führung eine besondere Erinnerung bedeuten. — Wie wir hören, sind von der NS.-Gemeinschaft gerade für Wehrmachtangehörige weitere solche Führungen durch Betriebe, die für Gießen charakteristisch sind, geplant. Zweifellos erwirbt sich damit die Gießener Dienststelle der NS.- Gemeinschaft .Kraft durch Freude" ein Verdienst um die Erkenntnis ynb Wertung unserer Heimat. Aus der vertieften Teilnahme an der Leistung deutscher Menschen erwächst der Stolz auf diese Leistung und das Gefühl der Verpflichtung ihr gegenüber wird gestärkt. —ff. Wichtig für Eigentümer von Kraftfahrzeugen. Der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges muß der Zulassungsstelle Anzeige erstatten, wenn er seine Wohnung wechselt, das Fahrzeug veräußert, es umbaut oder außer Betrieb setzt. Zieht er mit dem Fahrzeug in den Bezirk einer anderen Zulassungsstelle, so hat er sich bei der einen abzumelden und bei der anderen anzumelden. Wechselt er seine Wohnung im Bezirk der gleichen Zulassungsstelle, so sind die Angaben über die Wohnung im Kraftfahrzeugbrief und -schein und in den amtlichen Karteien zu berichtigen. Es ist auch der Zulassungsstelle zu melden, wenn technische Aenderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, z. B. der Motor ausgewechselt, der Aufbau geändert, zu einem Kraftrad ein Beiwagen beschafft wird. Dabei ist immer der Kraftfahrzeugbrief vorzulegen. Wird das Fahrzeug nicht nur vorübergehend außer Betrieb gesetzt, so sind Kraftfahrzeugbrief und -schein abzuliefern. Ohne Zäh verteidigte Sowjetstellung durchbrochen. Oie Waffentat des Ritterkreuzträgers Major Ritter Edler von Peter. Im „Gießener Anzeiger" vom 14. August berichteten wir über die Verleihung des Ritterkreuzes an den Major Wilhelm Ritter Edler von Peter. Er wurde am 27. Januar 1899 zu Friedberg (Hessen) geboren als Sohn eines Landwirtschaftsrates, der von 1898 bis 1908 Direktor der Landwirtschaftlichen Winterschule war. Er besuchte die Kadettenanstalt in Wahlstatt und Groß- Lichterfelde, trat am 15. Dezember 1915 als Fahnenjunker in das Grenadier-Regiment 11 ein und fiel im folgenden Jahre in französische Gefangenschaft, aus der er 1920 zurückkehrte. Am 15. 6. 1934 trat er wieder in das Heer ein. Am 21. Oktober 1939 wurde er zum Major befördert und zum Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment ernannt, lieber die Waffentat, die Anlaß zu der hohen Kriegsauszeichnung des aus Oberhessen stammenden Offiziers war, erhalten wir folgenden Bericht: Nur durch die Vernichtung starker feindlicher Panzerkräfte durch das kühne Zupacken der Vorhut einer Panzerdivision unter Führung des Kommandeurs einer Panzerabteilung, Major Ritter Edler von Peter, gelang es, die Widerstandskraft des Gegners bei Alexandrawka zu erschüttern und den Durchbruch nach Luck zu ermöglichen. Dabei hat Major Ritter Edler von Peter, dem vom Führer und Obersten Befehlshaber das Ritterkreuz zum Oie Lebensmittel-Verteilung vom 22. September bis 19 Oktober 1941. In her 28. Zuteilungsperiode des Kartensystems für Lebensmittel vom 22. September bis 19. Oktober 1941 bleiben die laufend gewährten Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Butter, Margarine, Schweineschlachtfetten, Quark, Teigwaren, Kartoffelstärke- Erzeugnissen, Kaffee-Ersatz- und Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig unb Kakao- pulver gegenüber der 27. Zuteilungsperiode unverändert. Die Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten in der 28. Zuteilungsperiode an Stelle von 62,5 Gramm Käse eine Normaldose zu 170 Gramm Kondensmilch und an Stelle von 125 Gramm Nährmitteln 125 Gramm Reis. Die Reisabgabe erfolgt wieder auf den Abschnitt N 6/N 10 der Nährmittelkarte, der entsprechend seinem Aufdruck zum Bezüge von 125 Gramm Reis berechtigt. Da die Kleinverteiler vielfach an Stelle von zwei Normaldosen Kondensmilch eine oftoße Dose Kondensmilch erhalten haben, können die Verbraucher im Rahmen der vorhandenen Vorräte auf je zwei Abschnitte N 28/N 29 der Nährmittelkarte auch eine große Dose kondensierte Vollmilch (400 Gramm gezuckert) oder eine große Dose kondensierte Vollmilch (450 Gramm ungezuckert) beziehen. Die Kondensmilch Eisernen Kreuz verliehen wurde, am 24. Juni als Kommandeur seiner Panzerabteilung im Rahmen der Vorhut im harten Kampf eine zäh verteidigte Sowjetstellung bei Alexandrowka durchbrochen. Krisen im Verlauf der Gefechte, die diesem Durchbruch vorausgingen, hat Major Ritter Edler von Peter stets durch seine Tatkraft und seinen persönlichen Einsatz überwunden. In kraftvollen wiederholten Vorstößen und unter gleichzeitiger Abwehr starker feindlicher, von Panzern unterstützter Gegenangriffe hat er die von zahlreichen Panzerabwehrgeschützen und feindlichen Batterien gehaltene Stellung genommen. Sein Entschluß, mit seiner Abteilung und weiteren Teilen der Vorhut Alexandrowka anzugreifen und durchzustoßen, war selbständig gefaßt und erwies sich als ausschlaggebend für das weitere Vorgehen. Mit der Masse der Abteilung stieß er an der Spitze seiner Panzerschützen vor und schoß alles zusammen, was sich ihm in den Weg stellte. Bei diesen kraftvoll geführten Vorstößen erlitt der Feind schwerste Verluste an Material. Durch die tapfere Abteilung und den persönlichen Einsatz ihres Kommandeurs wurden 141 Feindpanzer, 27 Pak und 14 Geschütze vernichtet. Die blutigen Verluste des Gegners waren nicht zu übersehen. Dieser Sieg in der Panzerschlacht, der erkämpft wurde, obwohl die Abteilung Ritter von Peters zahlenmäßig unterlegen war, ist in erster Linie der geschickten Führung und dem persönlichen tapferen Einsatz von Major Ritter Edler von Peter zu danken. darf nur bei dem Kleinverteiler gekauft werden, der durch die Abtrennung des Abschnitts N 28/N 29 der Nährmittelkarte 27 und die Abstempelung des Stammabschnitts dieser Karte die Vorbestellung entgegengenommen hat. Die Möglichkeit des Bezuges von Hülsenfrüchten an Stelle von Nährmitteln fällt fort. Die Einzelabschnitte sämtlicher Lebensmittelkarten der 28. Zuteilungsperiooe haben aus Sicherungsgründen ein besonderes Zeichen erhalten, das mit jeder Zuteilungsperiode geändert wird. Es hat sich weiter als zweckmäßig herausgestellt, die mit „K4 gekennzeichneten Abschnitte der Reichsbrotkarten durch besonderen Druck von den übrigen Abschnitten deutlicher zu unterscheiden. Deshalb erscheint nunmehr die Schrift in der Farbe des Papiers, während die Druckfarbe den Untergrund abgibt. Bei dieser Gelegenheit ist die Bezeichnung der Einzelabschnitte der Reichsbrotkarten, um ihre Handhabung zu erleichtern, geändert worden. Die Großabschnitte mit einer Mindestmenge von 250 g tragen, soweit sie eine Woche lang gültig sind, die Wochennummer der Zuteilungsperiode, also z. B. I für die 1. Woche. pünktliche Erfüllung dieser Verpflichtungen durch die (Eigentümer der Kraftfahrzeuge ist die richtige Führung der Kraftfahrzeugkartei bei den Behörden nicht möglich. Nachlässigkeit der Kraftfahrzeughalter bei diesen Obliegenheiten muß daher streng bestraft werden, und zwar mit Geldstrafe bis 150 RM. oder mit Haft bis 6 Wochen. Jeder Eigentümer eines Kraftfahrzeuges sollte aber aus eigenem Antrieb diese Pflichten gegenüber Volk und Staat, besonders jetzt in der Kriegszeit, erfüllen. Bestrafungen werden von jetzt ab rücksichtslos ausgesprochen. Unsere VersoraunaSlaq«' Bericht des landwirtschaftlichen TNarklbeobachlers. NSG. Getreidewirtschaft: Die Einbringung der Getreideernte kann nunmehr praktisch als beendet angesehen werden. Die Mehlversorgung kann als ausreichend bezeichnet werden. Auch Grieß war wieder ausreichend vorhanden. Kartoffelwirtschaft: Im Lauf der Be- richtswoche trat auf dem Kartoffelmarkt infolge der verstärkt einsetzenden Rodetätigkeit eine gewisse Entlastung ein. Die bereitgestellten Kartoffeln werden von den Verbrauchern restlos aufgenommen. Gartenbauwirt schäft: In der Gemüseversorgung wirkte sich vor allem die stärkere Bereitstellung an Kopfkohl und Spinat aus. Auf dem Obstmarkt ist keine Veränderung gegen die Vorwoche eingetreten. Das Obst wird in diesem Jahr, auch soweit es früher auf dem Wege der Versteigerung abgegeben wurde, ausnahmslos über die Bezirksabgabestelle gelenkt. Viehwirtschaft: Die Versorgung mit Fleisch- und Wurstwaren wurde wieder so gesteuert, daß der Bedarf hinreichend gedeckt werden konnte. Milch- und Fettwirtschaft: Als Ziel für den Markt für Milch und Milcherzeugnisse gatt wieder die Sicherstellung der Bedarfsdeckung mit den verschiedensten Produkten. Eierwirtschaft: Im 27. Versorgungsabschnitt werden auf die Abschnitte a und b der Reichselerkarte je ein Ci, im ganzen also zwei Stück, zum Ausruf gelangen. Sobald die Eier bei den Verteilern verfügbar sind, was nicht immer im ersten Moment und gleichzeitig erfolgen kann, ist die Aushändigung möglich, ohne daß vorher noch einmal ^ein Aufruf erfolgen muß. Aus der engeren Heimat. Schwerer Llnglücksfall auf einem Reubau. Arn gestrigen Donnerstag ereignete sich in Bu« dingen ein schwerer Unglückssall, dem leider zwei Menschenleben zum Opfer fielen. An einem Neubau, an dem auch ein Handwerksmeister aus Gießen mit Gesellen und Lehrlingen beschäftigt Mir, stürzte plötzlich aus noch unbekannten Gründen das Dach des Gebäudes her» a b und fiel auf die an dem Bau beschäftigten Gießener Handwerker. Dabei wurden der Schlosserge- selle Wilhelm Hedrich aus Großen-Linden und der Schlosserlehrling Walter Frey aus Wiese ck so schwer getroffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Meister und ein weiterer Geselle kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die Ermittlungen über die Ursache des bedauerlichen Unglücksfalles wurden sofort von der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Gießen ausgenommen. Landkreis Gießen. > Weickartshain, 10. Sept. Der älteste Einwohner unseres Dorfes, Hermann Theiß, beging heute feinen 8 5. G e b u r t s t a g. Dem Jubilar, dem auch unser herzlicher Glückwunsch gilt, wurden zahlreiche Aufmerksamkeiten erwiesen. Ein Volksschädling hingerichtet. LPD, D a r m st a d t, 11. Sept. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Am 11. September 1941 ist der am 1. April 1900 in Worms geborene I o. Hann Specht hingerichtet worden, den das Sondergericht in Darmstadt als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Specht, ein schwer vorbestrafter Verbrecher, hat nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus unter Ausnutzung der Verdunkelung wieder viele Einbrüche begangen. Vom Geländer tödlich gestürzt. LPD. Frankfurt a. M., 11. Sept. Ein in den 40er Jahren stehender Mann aus Hof heim wollte sich an feiner Arbeitsstätte in Frankfurt a. M.« Höchst kurz vor Feierabend auf ein Geländer setzen. Er verlor dabei plötzlich den Halt und stürzte hinterrücks etwa sechs Meter tief ab. Er erlitt einen Genickbruch, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. G. A.-Spori. Earl Steding f. Aus Heidelberg kommt die Trauerbotschaft, daß Reichsfachamtsleiter Carl Steding einem Herzschlag erlegen ist. Vor wenigen Tagen noch hat der Leiter des Fachamtes Turnen im NSRL. in voller körperlicher und geistiger Frische sein 60. Lebensjahr vollenden können. Mitten aus seinem arbeitsreichen Leben wurde Earl Steding vom Tod abberufen. Der mit hohen organisatorischen Fähigkeiten begabte Mann stand inmitten grundlegender Vorbereitungen für die weitere Gestaltung des deutschen Turnens. Ohne Schonung seiner Person war er rastlos tätig. Carl Steding begann seine turnerische Arbeit in Bremen, wo er jahrzehntelang erfolgreich wirkte. Nach dem Tode von Max Schwarze wurde Steding 1928 zum Oberturnmart der DT. berufen. Nach seinen Plänen gestaltete und führte er die Deutschen Turnfeste 1928 in Köln und 1933 in Stuttgart . durch. Der Reichssportführer betreute 1933 Steding zunächst mit der fachlichen Leitung des DT. und ernannte ihn zu seinem Stellvertreter. Nach der Eingliederung der DT. in den Deutschen Reichsbund für Leihesübungen wurde Carl Steding zum Reichsfachamtsleiter des Fachamtes Turnen berufen. Dieses Amt hat er bis zu seinem plötzlichen Ableben mit allen seinen Kräften ausgefüllt. GLORIr Heute Freitag Erstaufführung von der Reise zurück 3778 D 02999 [Verschiedenes 3779 A Giessen Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Sucher! Für Führer und Volk fiel am 5. Aug. im Osten Unser lieber unvergeßlicher Sohn und Bruder THEATER der Universitätsstadt Gießen JUNGER MANN für leichte Hausarbeiten und Heizungsbedienung gesucht Franz Bette,Gießen,Mäusburgio _________3769 D In tiefer Trauer: Familie Heinrich Bender nebst allen Angehörigen. Großen-Buseck, Wallenrod, 12. Sept. 1941. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 13. September, nachmittags 2.30 Uhr statt. 03013 Fellingshausen, Vetzberg, Rodheim, Gleiberg, Bieber, z. Z. im Felde. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnseiger Suche Heine gutgehende Gaststätte zu pachten oder zu kaufen zum 1. Januar 1942. Schrift!. Angeb. unter 3784D an den Gieß. Anz. I Dr. Franz Geyer Arzt Freitag, 12. September 19.30—22.30 Uhr |3717d 2. Freitagmiete u.Halbmiete B Prinz Friedrich von Homburg Schauspiel in 5 Akten von Heinrich von Kleist Preise von RM. 0.60 bis 3.10. Einige Angora- Kaninchen mit Stallungen zu verkauf. 02017 Karl-Vogt-Str.5 Willi Bender Oberschütze in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 21 Jahren. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren treusorgenden Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Heinrich Pfeffer Postagent i.R. im Alter von 83 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Elisabeth Pfeffer, geb. Hohmann Alfred Christ und Frau nebst allen Angehörigen. Die Deutsche Arbeitsfront Derufserziehungswerk llebungsWte für Berufstätige, Gießen KONTORISTIN und FRAUEN für leichte, sitz. Beschäftigung gesucht. HOLLMANN-WERKE Wetzlar 37350 Mädchen oder junge Frau zu leichten Arbeiten f. unseren Buchbindereibetrieb gesucht. Brühlsche Universitätsdruckerei Schulstratze 7/9 37330 | Mietgesuche""| Dame mit zwei Kindern (5 und 13 Jahre) sucht 2 freundl. lnW.Mnier in nur gut. Hause mir Küchenben. oder voll. Pens. Badegelegenheit angenehm. Ang. inkl. Heizung ob. ohne Heizung unter 02987 an den Gieß. Anz. Studienrat sucht 1 oder 2 Ml.ZlNMl mögl. mit voller Pension u. Zentralheizung. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unter 03014 an den Gieß. Anz. In gutem Hause gut möbliertes Zimmer mit Heizung für jung.,Mädel zum 1. ökt. od. später gesucht. Schriftt. Angeb. mit Preis unter 37820 an den Gieß. Anz. (Stellenangebote Zuverlässiger Junge zum Wäscheholen ges Heißmangel' betrieb Donau, Liebigstr.63.I78il) | Verkäufe | Gut erhaltener SAMW preiswert zu verkaufen. 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Stock, Zimmer 4, erhältlich oder werden auf Anforderung und gleichzeittge Gebührenüberweisung auf Postscheckkonto 7836 (Vermerk „Vortragsreihe") zugestellt. Referent der Vortragsreihe ist: Prof. Dr. W. Auler, Gießen Alle Interessenten werden gebeten, die Teilnahme an der Vortragsreihe bis spätestens 20. September 1941 an die obengenannte Stelle mitzuteilen. Die Benachrichtigung über Beginn, Ort und Zeit der Durchführung erfolgt nur an angemeldete Interessenten. Die Gebühr ist mit der Anmeldung zu entrichten. MW Ein Afa-Film mit Carl Kuhlmann, Herbert Hübner, Albert Florath, Sans Stiebner, Walter Franck, Waldemar Leitgeb, HanS Leibelt, Ludw. Linkmann (fr. Stadtth. Gießen), Hilde Meißner? Gisela Uhlen. Spielleitung: Erich Waschneck. Diese* Film zeigt den Weg und schildert den ..Aufstieg“, jener Frankfurter Getto-Jaden, die die eigentl.Sieger bei Waterloo waren und mit denen über London a. Paris das Judentum in das arische Wirtschaftsleben Europas einzudringen begann — die Rothschilds Täglich 3.00, 5.15, 8.00 — Sonntag 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Jugend hat Zutritt!