Dienstag, 12. August Ml S Annahme von Anzeigen für die Mittqgsnummer biS8'/,Ubr des Vormittags Anzeig en-Preife: Anzeigenteil 7 Rvt» ie nun bei 22 mm Zeilenbrelte, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrene Nachlässe: Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenitanel B Platzvorschrttt (vorherige Vereinbarung) 25°/«» mehr : Giehener Anzeiger infolge höherer Gewalt ^chÄu686^antt?M. vrühlsche UniversttStsdnnlerei 8. L«ge General-AnzeigersürOberhessen «ieße^Schilftraße 7-9 •geben. M Ml - 62 auf V >et ’n und 48 al hin i Die deutsche Ostfront nach dem Stand vom 2. August is der M DorspM^ in :eten auch l finki mit ge WO Met» i Speer im Süden und des leren Frontabschnitt Die Schlacht von Aber am 9. August die Volksfront gegangen ist und das parla- mtarische Chaos in der Zeit vor dem Kriege |ij't allen Auswüchsen zwar nicht direkt verschul- j aber immerhin ertrug und vielfach als die -inig mögliche Art französischen staatlichen Daseins licheVorjch msh — der Individualismus dieser Generation ist 11iidt fähig, die Revolution des Marschalls Pätain iu verstehen, geschweige denn erfolgversprechend Arbeiter. Und nun zu der kämpfenden Truppe an der vordersten Front. Wir schreiben heute den 12. August. Seit der Fixierung der Frontkarte, die dem Leser vorliegt, sind zehn Tage vergang en. Da hat sich manches verändert. Es wurde gekämpft und marschiert. Die Karte ist überaus eindrucksvoll, auch wenn sie die letzten Erfolge noch nicht voll einschließt. Im Süden wird die unmittelbare Gefährdung der Sowjets zwischen Dnjestr und südlich Bug offenbar. Unser Blick fällt auf die Städtenamen von Odessa (östlich von der Dnjestr-Mündung) und Nikolajew (an der Bug-Mündung). Dann kommt der große Dnjepr-Bogen. Hart an Kiew geht die Front vorbei. Hier weicht sie nach Westen zurück. 3n diesem Gelände wurde inzwischen Kessel. Und in der Natur eines „Kessels" liegt, daß er diesseits der vordersten Front liegt, daß also die vorderste Front schon über den Raum einer solchen Kesselschlacht hinaus vorgetragen ist. Wie weit sich die vorderste Front über den Raum der jeweiligen Kesselschlacht hinaus nach vorn vorschiebt, ist jeweils ganz verschieden. Im Wehrmachtbericht vom 7. August wird davon gesprochen, daß gerade die Schlacht von Smolensk in einer Breite von 250 Kilometer und in einer Tiefe von 150 Kilometer ausgefochten wurde. Zum Teil lag also die Kesselschlacht sehr weit hinter der vordersten Front. Andere Teile der emgekesselten Truppen mögen sich nahe der vordersten Front befunden haben. Ja, es ist vorgekommen, daß zum Entsatz angesetzte Sowjettruppen — Marschall Timoschenko opferte hier Divisionen auf Divisionen — soweit vorwärts kamen, daß die überaus wendige deutsche Kampfleitung diesen Entsatztruppen den Weg zu den ein- gekesselten Truppen frei gab, um hinter diesen Entsatztruppen, die nun selbst eingekesselte Truppen wurden, eine um so stärkere Riegelstellung zu errichten. Solche Situationen legten der deutschen Heeresleitung jenes Schweigen nahe, das die Heimat als notwendig gerne hingenommen hat, wenn sie an ihre Soldaten dachte, die in bitter harten Kämpfen um den Sieg rangen Werfen wir noch einmal einen Blick auf die Karte. Gemessen an dem durch die punktierte Linie kenntlich gemachten Stand der Operationen der deutschen Truppen im Weltkrieg sechs Wochen nach Beginn der Frühjahrsoffensive im Jahre 1915 kommt das Ausmaß der Erfolge der deutschen Wehrmacht erst recht zur Geltung. Aber selbst der Stand der Ostfront bei Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen im Dezember 1917, also nach üb-er 2'/r Jahren andauerndem Ringen, ist in diesem Feld zu g räumlich schon nach sechs Wochen weit überflügelt worden. Der auf der Karte eingezeichnete Stand der gegenwärtigen Operationen erläutert auf das anschaulichste, welche Riesenräume von unserer Wehrmacht in dem kurzen Zeitraum von nur sechs Wochen unter andauernden schwersten Kämpfen gegen einen über ungeheures Menschen- und Kriegsmaterial verfügenden Gegner besetzt wurden. Der feindlichen Agitation, die diese großen deutschen Er- folge aus begreiflichen Gründen nicht wahrhaben möchte, wird mit der Beröffentlichung dieser Karte der Boden für ihre nur zu durchsichtigen Zweckmeldungen entzogen. aus. Smolensk ist abgeschlossen, meldete der Wehrmachtbericht, 100 Kilometer südostwärts von ll'Arcan duchzufiihren. ts bleibt also die Jugend, und da darf ohne vor- iilie Anerkennung und unter Berücksichtigung im 6 Harlottenb »erbchch« oers $opt,M ge Meier I f harbi en Sta etik-Klubl C- mit II Uk beb • Weit! * ftfi den Held v\ t'MeisteLß in Aad Mi k Ungarn n Qm Bien Men q am daß bei Roslawl — Smolensk — eingeschlossene Verbände des Feindes vernichtet, 38 000 Gefangene eingebracht, 250 Panzerkampfwagen, 359 Geschütze und weiteres Kriegsmaterial erbeutet wurden. Das war wieder so ein I der wichtige Eisenbahnknotenpunkt K o r o st e n nach Meldung des Wehrmachtberichts vom 9. August „in unwegsamem Wald- und Sumpfgelände" genommen. Und diese Beschreibung der Landschaft paßt für die ganze nach Westen sich erstreckende Ausbuchtung der Front oberhalb Kiew. Hier sind der Pripjet, der mittlere Dnjepr, die Desna und zwischen Dnjepr und Desna noch der Sosh große Hindernisse. Alle diese Flüsse sind von breiten Sumpfstreifen eingesäumt. Hinter den. beiderseitigen Sumvfstteifen aber erheben sich Hügelketten, die das Leben schwer machen. Der frontale Angriff auf diese Fluß-, Sumpf- und Hügelstellungen hätte sehr viel gekostet. Diecklare Linienführung der Karte legt andere Lösungsmöglichkeiten nahe. Wenn die rückwärtigen Verbindungen dieser nach Westen aus- gebuchteten Stellung der Sowjets vom Norden oder vom Süden her bedroht sind, dann wendet sich die ganze Ungunst des Terrains gegen den Verteidiger. Was seine Stärke war, wird seine Schwäche. Das macht die strategische Bedeutung des Dnjepr-Bogens 1 1 Keils vor Smolensk im mitt- (2achdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Paris, August 1941. ks wird einem kommenden französischen Ge- jytsschreiber vorbehalten bleiben, die Leistung ns Mannes zu würdigen, der — im hohen Grei- lter stehend — mit dem nüchternen und unbe- ichen Blick des Soldaten in der Stunde der sten Not das Kommando übernahm, um nicht ein militärisch besiegtes Land zu organisieren nach neuen Prinzipien auszurichten, sondern auch die Herzen derer mit neuer Begeisterung int einer Nüchternheit zu erfüllen, die um Pflicht iri Dienst wissen — — die Jugend Frankreichs. M sprechen von Marschall Petain, denn, pern man von der Revolution erzählen will, die gfanfreid) zwar nicht erfaßt hat, aber um die die Wen des Landes ringen, dann muß der Name die- £1 ungebeugten, klarblickenden und um die Funda- Wte des staatlichen Lebens wissenden Soldaten inj Staatsmannes an erster Stelle genannt wer- und vorläufig seiner allein: denn die franzö- M Revolution heißt Petain! Und ihre Hoffnung ie Jugend, denn wenn der französische Ju- linifter Barthelemy jetzt in verjchiedenen ungsinterviews und einem Artikel im „Grin- s" erklärt, daß die künftige französische Verfos- einen erzieherischen Wert haben und daß den Straßenpionieren und den Baubataillonen einer Front: es ist die vorderste Front der zähesten n im E ZufchmA. >eiß, mente« w ges W Zwischen Gestern und Morgen Von unserem E. K.-Berichterstatter. reich abzuschaffen, das sich allzu sehr daran gewöhnt hatte, die europäischen Dinge mit den Augen Richelieus zu sehen, ohne je die Verpflichtung zu spüren, die der absinkende Liberalismus als neue Verantwortung auf die Völker und Staaten Europas auch schon dann legte, bevor England in der Kriegserklärung an Deutschland die einzige „Lösung" sah, nämlich die, die alte Ordnung unter allen Umständen zu retten und Frankreich, wie immer und je, dabei als Festlandsdegen zu gebrauchen. Das Bewußtsein von der Rolle, die Frankreich im neuen Europa zu spielen hat, ist noch nicht sehr wach in den Köpfen der Franzosen. Es wäre falsch, das zu leugnen. Aber es besteht doch in jener Schicht junger Franzosen, die in der Führung P6- tains mehr sehen als eine Notlösung, die in dem Marschall vielmehr den Mann erblicken, den ein gütiges Geschick für ein besiegtes Frankreich auf» sparte, damit er ihm die harten, aber notwendigen Worte von der Arbeit, dem Dienst am Vaterlands, von der nationalen Gemeinschaft und der Opfer» bereitschast sagte und mehr noch: als Erster danach handelte und diese Begriffe in allen feinen Maßnahmen d o r l e b t e. Familie, Arbeit, Vaterland — sind die Leitgedanken, die Petain seiner Eröffnungsrede in der ersten Sitzung des Verfassungsausschusses voranstellte. Daß es sich dabei um mehr als nur Gedanken handelt, sondern um Forderungen, die sich nur in der tätigen Bereitschaft des Einzelnen erfüllen, das hat immerhin heute schon eine dünne Führungsschicht in der französischen Jugend begriffen und auf sie baut der Marschall, auf sie kommt es auch an. Die Generation, die redete,' Bücher schrieb, Programme entwarf, aber nicht ge- >en lief ny in W. He der w tnült war, non den Traditionen und Vorrechten ihrer eigenen Gruppe abzulassen, oder die den Sozialismus . kommunistischer Prägung, die klerikal gebundene Bewegung, die Bevorzung der Arbeiter, det Landjugend usw. auf ihre Fahnen geschrieben hatte, diese Generation besteht zwar heute noch in vielen Splittergruppen, aber sie wird — wenn überhaupt! — sich eines Tages einfügen müssen in die Generallinie, die heute von den Führern des Arbeitsdienstes und der Pfadfinder gelebt und in die Tat umgesetzt wird. In vielen Dingen fehlt es noch an Köpfen, die gewillt find, mit alten Zöpfen radikal Schluß zu machen, es fehlt vielfach auch noch am nötigen Tempo — von der Einsicht ganz zu schweigen. Schwache feindliche Fliegertätigkeit in der letzten Nacht. Berlin, 12.Ang. (DBB. $unffprud).) 3n 6er Nacht zum 12. August überflog der Feind mH schwachen Kräften die Reichsgrenze und warf an mehreren Orten Westdeutschlands einige Bomben, die unbedeutenden Schaden verursachten. Line geringe Zahl von Feindflugzeugen, vermutlich Sowjetbomber, unternahmen plan- lofe Angriffsversuche ohne jede Wirkung im Rord- o st e n des Reiches. Rur zwei Flugzeugen gelang es, bis in die weitere Umgebung Berlins vorzudringen. Sie wurden jedoch durch gutliegendes Flakfeuer zum Abdrehen gezwungen. 27 Feindflugzeuge heute morgen bei Kiew abgeschossen. Berlin, 12. August. (DRB. Funkfpruch.) Bei der Ueberwachung des Luftraumes um Kiew schaffen deutsche Jäger in den Morgenstunden des heutigen Tages 27 feindliche Flugzeuge ab. Sa “”‘«1£ Hl , Alge IM x, jrfter Stelle die Unterwerfung unter die natio? Gemeinschaft stehen müsse, dann wissen die »ner, die heute für die Ausrichtung und Durch- u||:ung dieser Arbeit verantwortlich sind, daß ich in erster Linie auf die Jugend stützen müß- Der Individualismus jener Generation, die Dor dem Leser liegt die deutsche Frontkarte vom 2 August. Sie unterrichtet ihn über den Stand des Ostieldzuges sechs Wochen nach seinem Beginn. Unser Auge fällt auf den vorspringenden Keil um Smolensk am oberen Dnjepr. Smolensk ist heute für den, der die Ausweise der Obersten Heeresleitung hat, von Berlin in zwei Autotagen zu erreichen. Unsere Pioniere und Baubataillone zum Teil motorisiert, zum Teil auf Rädern — haben die Straße wieder in Gang gefetzt. Bis Smolensk verkehren die Eisenbahnzüge. Die gewaltigen Materiallager an der deutschen Ostgrenze, die angesichts der Gefahr eines Sowjeteinbruches angehäuft wurden, werden der kämpfenden Truppe auf Bahnschienen nachgeführt, die bis Smolensk vor der russischen Spurbreite (1,524 Meter) auf die d-utsche Regelspur von 1,435 Meter umgenagelt sind. Die deutschen Ellenbahnpioniere stehen mit Oer „dicke Stock". Der Plan Roosevelts geht dahin, das Nationalgefühl und das Souoeränüätsbewuhtsem der latem- amerikanischen Staaten zu mißbrauchen, um unter geschickter Tarnung die wirtschaftliche Ueberlegen- heit und monopolhafte Stellung der USA. durchzusetzen. Für das Verständnis dieser Methode ist wesentlich zu begreifen, was es mit dem Nationalgefühl und mit dem Souveränitätsbewußtsein in den latein-amerikanischen Staaten für eine Bewandtnis hat. Diese Staaten lösten sich vor etwa 125 Jahren von dem spanischen Mutterland. Drei Gemeinsamkeiten zeichnen ihre Entwicklung aus: sie verfügten über weite Räume, sie hatten eine dünne Bevölkerung und waren für die Entwicklung ihrer Staatswesen sowohl auf die Einwanderung fremder Ar- beitskräfte wie fremden Kapitals angewiesen. Wollten sie mit diesen drei Problemen fertig werden, so mußten sie ein starkes Pationalbewußtsein und einen sehr lebhaften Begriff von ihrer Souveränität entwickeln. Wir in unserem alten Europa sind gewohnt gewesen, über die südamerikanischen Pro- nunziamentos, Putsche und Revolutionen zu lächeln. Es soll auch durchaus nicht behauptet werden, daß diese Ereignisse in der Geschichte der ibero-amerika- nischen Staaten Bewunderung verdienen. Allein es muß doch auch verstanden werden, daß die Pro- leme, vor die sich diese Staaten gestellt sahen, recht schwer waren: wir erinnern nur an die Notwendigkeit, eine sowohl fprachlich wie moralisch sehr mannigfaltige Einwanderung in das jeweilige Staatsgefüge bei sehr unvollkommenem eigenen sozialen Aufbau einzufchmelzen. Unverkennbar ist bei alledem, daß die starke Beeinflussung durch das Frank- reich der Revolution von 1789 und den spezifischen Chauvinismus dieses Frankreichs auf die geistige Haltung der latein-amerikanischen Staaten abge- ij hrite. Hs war ja nicht so, daß es in den Jahren vor bj Kriege keine Bewegung in Frankreich gegeben We, die dunkel oder mehr oder minder bewußt aiirte, daß etwas geschehen müsse, daß ein neues Gibs geschaffen werden und neue Formen des Zu- (citmenlebens gesucht werden müßten. Im Gegen- ttil: dieser Suchenden und Ringenden gab es überzeug, aber wenn man sich heute die Programme uif Zielsetzungen etwa der Männer der „Nouveaüx Stiers", der Gruppe „France 1950" oder „Nou- H oelAge" ansieht — Marcel D6at mit feinem Buch n ZohaWA -1 $(an Francis" nicht zu vergessen —, dann fhct man viele gescheite Gedanken, viel glühendes Whos, viel radikalen Neuerungswillen, aber es f * Lkreich", aber die Ansatzpunkte setzten eine Orb- . nirg voraus, die nicht gerabe von realpolitischem « Mtanb sprach, auch hier von Ausnahmen abge- : fntn. Wer bies weiß, wer die Debatten, Wunsch ti me, Forderungen und Programme dieser Franzi kennt, die sich zu den führenden rechneten jedenfalls eine geistige Elite barftellten, mir schwer feststellen können, daß es eme ungeheuer hre Forderung des Marschalls war die sich m kn schlichten Wort „Dien st und Arbeit . »roarg. Viele hielten in der unentrinnbaren Jch^ kicngenheit des Franzosen 'hre höchst personlche «-i'ccht darüber, was Frankreich Vfrommt und nub ftr wichtiger als jenen praktischen un^^nprücht- totoenbigerroeife immer harten und Verzicht- söveren! — Beginn. Viele halten d^se Gruppern naressen auch heute noch für wertvoller und bester die schweigende und zähe Arbeit und v ks überragende Beispiel des Marschalls. 26er es muß als gutes Zeichen g°w°r e werden t?:n die Pfadfinderbewegung ihre Mitgliederzahl »n-rhalb ron W Monaten »erboppeto tonnte^ lern in den Schulungskursen dieser Bewegung rer heranreifen, denen man bas S^ugnt Iten barf, daß sie wirklich nüchtern und enermlch tfi oor allem selbstlos genug smd, um d,e Au- tte her Zukunft zu begreifen, bte N'cht 'N «wnz Wen Programmen und literatisch berühmterI Na feil., lonbern im schweigenden und namenlosen lunft besteht. Der Weg ist z«°'s^b°rt lind Jng und nicht vor Hindernissen und Schwier g Ihr. Unmöglich, innerhalb eines ^nhres alle I ^geworbenen Gewohnheiten gus einem Weisses., Meer ..... firjansk *Oret N ‘"l £H -tfinsirXZi— 'S Steffin Ö, Sewasttinjk e Mündungen SCHWARZES MEER 8 Wochen nach Beginn der Frühjahrs -Offensive 1915 Stand bei Beginn der Waffenstillstands Verhandlungen 19K7 (22.12.) 6 Wochen nach Beginri des Ost-Feldzugas ' ** fTTTTTl Hee«*--.!« <*?-»» KWS 'M*" HSttdMfS Charkrn^ fb/hrwa • Je Deutschland 3m Kanalgebiet schossen am gestrigen Tage Jäger ila dann auf die geistige Zersetzung der Feindmäii^ zu sprechen, so auch auf die heuchlerischen Phrase mki-Park Keine Hilfe für die Sowjets hMdM , a'm 0 der Sowjets in der tffroitu. U 0 DD] Dün alten Zieles und Wunsches des "gesamten kroatischen griffen editkn bie BolschEisten blutig Verlust«. Volkes, Die Erklärung wurde von 126 Abgeord- Im Zusammenhang mit diesen Unternehmungen Ein ein bri- ekli jfe opi criid)1 Srer und Flakartillerie zehn britische Flugzeuge ab. Sperrbrecher der Kriegsmarine brachte vier, Vorpostenboot zwei und ein Minensuchboot ein tisches Flugzeug zum Absturz. 3n Nordafrika erzielten deutsche und lienische Sturzkampfflugzeuge Vombenvolltreffer in Hafenanlagen von Tobruk und brachten britische Flakbatterien zum Schweigen. Ein stärkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge bombardierte in der Nacht zum 11. August mllitä- rische Anlagen am Suezkanal. Einzelne feindliche Flugzeuge flogen in der letzten Nacht aus Nordosten in das Reichsgebiet ein und versuchten bis Berlin vorzudringen. Sie wurden durch das Feuer der Flakartillerie abgewiesen. Zwei der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 11. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n der S ü d u k r a i n e macht die Verfolgung des weichenden Feindes überall schnelle Fortschritte. Auch an den übrigen Teilen der Ostfront verlaufen die Operationen planmäßig. Kampffliegerverbände belegten in der letzten Nacht Werke der Moskauer Rüstungsindustrie, vor allem im Nordwesten und Osten der Stadt mit vielen Tonnen Spreng- und Brandbomben. 3m Kampf gegen Großbritannien richteten sich Nachtangriffe der Luftwaffe gegen Hafenanlagen an der schottischen und englischen Ostküste. ihm die Erde, ja die Frucht seiner Arbeit. Der Kampf Bulgariens gegen den Bolschewismus sei vor allem ein Kampf zum Schutze des bulgarischen Bauern. te.riell und geistig die Besseren ffr-j. Daran kann auch Amerika mit seinem og> logenen Präsidenten nichts mehr änbeu Wer aber das deutsche Volk besiegen will, der mz in Europa antreten." färbt und manches weniger Erfreuliche oder auch, groteske Ergebnis gezeitigt hat. Und hier setzt nun mit überlegter Systematik Roosevelt ein. In der Form eines Appells an ' DNB.....11. August. (PK.) Als der Befehlshaber des Abständigen Wehrkreises dem Befehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Fromm die zur Vereidigung angetretene Division der spanischen Freiwilligen meldete, durchbrach eben die Sonne die Wolkendecke und erhellte das weite Hügelland des Truppenübungsplatzes, auf dem unter deutschen und spanischen Nationalflaogen die Blaue D i - ion in einem großen offenen Viereck angetreten war. Die Spanier sind in deutsche Uniformen gekleidet, nur die rot-gelb-roten spani- chen Nationalfarben am Stahlhelm machen sie als Angehörige der Blauen Division kenntlich. Unter den Klängen des bayerischen Defiliermor- ches marschiert nach dem Abschreiten der Front die deutsche Ehrenkompanie auf. Sie führt zehn Fahnen bayerischer Regimenter mit sich, die sich inmitten des offenen Vierecks zwischen Rednerpult und dem hier aufgebauten Altar, der mit den Nationalfarben Spaniens geschmückt ist, aufstellen. Und während über das Feld die Melodie des Marsches der Falange tönt, löst sich aus den spanischen Kolonnen d.ie Fahne der Blauen-Division, die, zu den deutschen Fahnen getragen, mitten unter ihnen ihren Platz findet. Auf seinen Degen, den der deutsche General gezogen hat, legt General Munoz Grande feierlich seine Hand. Auch seine Soldaten heben ihre Hände zum Schwur, und aus ihren Kehlen tönt zweimal der Ruf „Furo" — ich schwöre. Sie schwören bei Gott und bei ihrer Ehre als Spanier dem Führer Adolf Hitler und den von ihm eingesetzten Vorgesetzten Gehorsam und Treue bis zum Tod. Im Auftrage des Führers nimmt Generaloberst Fromm die spanischen Freiwilligen in den Verband des deutschen Heeres auf. „Das deutsche Volk ist stolz darauf", so sagt er, „euch in seinen Reihen zu wissen". In herzlicher kameradschaftlicher Verbundenheit grüßt er den spanischen Staatschef und bringt ein hoch auf die spanische Armee und das spanische Volk aus, das General Munoz Grande mit einem hoch auf Adolf Hitler, die deutsche Wehrmacht und das deutsche Volk erwidert. Der General setzt sich selbst an die Spitze seiner Division zum Vorbeimarsch der Spanier, die in tadelloser Haltung und mit weit schwingenden Armen vorbeikommen. \ Agram, 11. Aua. (DNB.) Die früheren Abgeordneten und alle Maßgebenden Führer der kroatischen Bauernpartei Dr. Matscheks sind der Ustascha-Bewegung beigetreten und haben in die Hände des Staatsführers Dr. Pavelitfch den Treueid geleistet. Damit hat sich die gesamte Bauernpartei, die bis zum Zusammenbruch Jugoslawiens die größte Partei in Kroatien war, der Ustascha-Bewegung angeschlossen. Der Abgeordnete Jankotortisch erklärte, der unabhängige Staat Kroatien sei die Erfüllung eines - ...... ■ BBj! tiefen und Amtswaltern der früheren kroatisch'! Bauernpartei unterzeichnet. Wieder Bomben auf Moskau. PK. ..., 12. Aug. (DNB. Funkspruch.) Langsam, mitten in den ersten Reihen der Infanterie, rollen die Sturmpanzer. Leise brummen ihre Motoren, als wenn in großer höhe viele Flugzeuge ihre Bahn zögen. Das ganze Feld ist erfüllt davon. Nach langen Märschen und Kämpfen stehen deutsche Truppen vor Kiew. Dies ist die vorletzte Etappe ihres Marsches. Angriff auf G., ein von den Bolschewisten. mit Feldbefestigungen geschütztes Dorf vor der ukrainischen Hauptstadt, deren mächtige Kirchenkuppeln im Hellen Dunst dieses Sommermittags weiß herüberschimmern. Ueberläufer halben ausgesagt, daß vor G. Minen gelegt worden sind. Schmal eingeschnitten führt die Straße in einen Bachgrund hinab. So schlau wie die Sowjets sind die Pioniere unserer Gebirgsjäger schon lange, hier und nirgendwo anders wird die gefährliche Stelle sein. Denn hier müssen die Sturmpanzer über den Bach fahren. Der Regen hat den Weg verwaschen. Ein kurzes vorsichtiges Zufassen, und behutsam Heden geübte Pionierhände die schwere Mine aus dem Boden. So wird Stück für stück gesucht und ausgegraben. Drei Sperren sind zu beseitigen. Dann rollen die Sturmpanzer der Infanterie nach. verieidigi die Kultur Europa;. ;-- Gauleiter Springer vor dem Führerkoya^. - der Partei des Kreises Gelnhausen. W: i w MN M tiff1 tt 0rtl | Schnelle Fortschritte bei Verfolgung des Feindes in der Südukraine. U? ui R fall Qni N Die Vereidigung der Blauen Division Von Kriegsberichter Wilhelm Brinckmarm. aufbau Europas ist praktisch schon eingleitet baif des Einsatzes deutscher Männer, die auch btesirtf wieder tagtäglich ihr Heldentum beweisen, tnbin sie von Sieg zu Sieg eilen. Der Gauleiter fait Berlin, 11. Aug. (DNB.) Deutsche VorausÄ» IgrN teilungen stießen am 10. August bei der Verfolgung " ' der Bolschewisten in der Ukraine auf planlon umherziehende sowjetische Verbände In kühnem Ansturm wurden die Bolschewisten vel'- n i ch t e t. Andere deutsche Abteilungen verlegte» liehenden sowjetischen Truppen den W Der Feind hat sich am Dorfrand zum Widerstand g e st e l l t. Immer wieder zirpen seine MG.-Garben durch das Korn, darinnen wir seine leeren Feldbefestigungen fanden. Die Sturmpanzer rollen den Dorfrand ab. Auf kurze Entfernung jagen sie ihre Granaten in die feindlichen Stellungen, hellgelber Qualm quillt aus dem Strohdach einzelner Häuser. Gleich werden sie hellrot aufflammen. Einzelne Gewehrschüsse und das Helle Knattern der Maschinenpistolen zeigen an, daß rechts und links der Straße der Dorfrand schon erreicht ist. heiß weht uns die Glut brennender Häuser an. Das Dorf ist genommen. Aufmerksam spähen viele Augenpaare zum jenseitigen Kornfeldhang. Da sind fliehende Bolschewisten! Sofort gellen Befehle durch den abgesengten Bauerngarten. Mit wenigen Handgriffen sind die leichten Granatwerfer gerichtet und schon jagen die ersten Granaten hinaus. Awei, drei Volltreffer gehen genau in die Kornfeldhecke, wo soeben die Fliehenden Deckung suchten, hoch über uns rauschen und gurgeln Granaten, die einige Kilometer weiter die Gedanken des Widerstandes aus den Köpfen hämmern. 3m Raum vor Kiew Von Kriegsberichter Adolf Weber. NSG. Im Rahmen eines Appells sprach Montagnackmittag im Sitzungssaal der Kr, Hl > w !8 enib nbe: das Nationalgefühl und an das Souveränitätsbe' wußtfein der lateinamerikanischen Staaten sucht er sie aegen fremde Gefahren mobil zu machen. Sein Schlagwort ist die „W e st h e m i s p h ä r e", in welche Parole sich auch die Vorstellungswelt der „panamerikanischen Solidarität" umgießen läßt. Dabei hat das Stichwort „Westhemisphäre" noch den Vorteil der Unbestimmtheit und zugleich einer scheinbaren Allgemeingültigkeit, während die alten Sprüche vom Panamerikanismus einigermaßen dadurch kompromittiert sind, daß die „panamerikanische Bewegung" seit ihrem Beginn im Jahr 1887 kein einziges praktisches Ergebnis gezeitigt hat. Die plumpe Fälschung des angeblichen Briefes, den der bolivianische Militärattache B e 1 m o n t e in Berlin dem deutschen Gesandten in La Paz, der Hauptstadt Boliviens, geschickt haben soll, ist geradezu ein Musterbeispiel der Rooseveltschen Methode. Kein erfahrener Kenner politischer Verhältnisse wird diesen angeblichen Brief, der von öligen Phrasen eines schlechten Leitartikels trieft, als echt ansehen. Aber gerade die Primitivität eines solchen zweifelhaften „Dokumentes" ist geeignet, au ahnungslose Leser zu wirken und ihre Phantasie zu mobilisieren. Es ist ein richtiger Gimpelfang. In anderer Richtung soll wieder die Beschlagnahme diplomatischer Post Deutschlands in Argentinien oder die nachträgliche Verweigerung der Zustimmung zur Amtsübernahme durch den neuen deutschen Gesandten in Paraguay wirken. Hier ist es die kraft- meierische Geste, die ein übersteigertes Nationalgefühl und einen überwachen Souveränitätsbegriff in Bewegung setzen soll. Es ist ein richtiges Moritaten-Theater, das Roosevelt in mannigfachen Verkleidungen aufführen läßt, um primitive Instinkte zu reizen und in eine bestimmte Blickrichtung zu bringen. Denn während aufgeputschte Südamerikaner in den Himmel gucken, um die deutsche Gefahr zu entdecken, überzieht die Kreuzspinne der Neuyorker Börse Südamerika mit ihren monopolistischen Stützpunkten, die wieder die Vorläufer der strategischen Stützpunkte sind, nach denen Roosevelts ganze Passion geht. Es ist selbstverständlich, daß dieser Taschenspielertrick von den südamerikanischen Regierungen durchschaut wird, die nicht gekauft sind und sich auch nicht kaufen lassen wollen. Sie sind nur in einer verteufelt schweren Lage. Der Krieg hat die normalen Absatzgebiete gesperrt. Die Verfolgung einer selbständigen Politik kann von der Dollar-Diplomatie leicht dazu ausgenutzt werden, die schlechte Geschäftslage durch Anstiftung sozialer Bewegungen oder gar Unruhen auszunutzen. Auch die selbständig senkenden ibero-amerikanischen Regierungen müssen im Augenblick lavieren, besonders da die bösartigen jüdisch-freimaurerischen Auhenposten der Roosevelt- schen Politik in den einzelnen Staaten nur auf den Augenblick lauern, wo sie putschen können.' Wohl ist bei allen diesen Vorgängen gewiß keiner süoamerikanischen Regierung. Sie wissen, daß die Vereinigten Staaten selbst Fleisch, Getreide und Baumwolle sowie Erdöl ausführen. Das sind aber auch die Hauptausfuhrwaren der süd- und mittelamerikanischen Staaten. Nur soweit es sich um Gummi und einzelne Erze, wie z. B. Zinn handelt, können sie eine etwas selbständigere Stellung gegenüber den USA. einnehmen. Weit reicht aber auch diese Selbständigkeit nicht. Denn darum ist ja eben die Washingtoner Regierung bemüht, sich in Niederländisch-Jndien und Hinter-Indien eine starke Stellung zu schaffen und Enaland zu beerben, um den dortigen Kautschuk und das dortige Zinn fest in die Hand zu bekommen und, auf ein ziemlich umfassendes Rohstoffmonopol gestützt, die eigentlichen Produzenten in die Zange zu nehmen. Hinter dem Moritaten-Theater, mit dem Roosevelts Werbetechniker die Gaffer in den latein-amerikanischen Staaten unterhalten, steht der „dicke Stock" der Dollar-Diplomatie, mit dem eben diese Gaffer zu Paaren getrieben werden sollen, wenn der Zweck des Moritaten-Theaters erreicht ist. Dr. Ho. Churchills lügen bloßgestellt. Auslandsjournalisten in Smolensk. B e rlin , 11. August. (DNB.) Arn Montagmittag erklärte der Londoner Nachrichtendienst dreist „Smolensk befindet sich nach wir vor in den Händen der Sowjets". Zur gleichen Zeit befanden sich bereits A u s l a n d s j o u r n a l i st e n , die auf Einladung der Presseabteilung der Reichsregierung Smolensk besucht hatten, wieder auf der Rückreise. Sie sahen Smolensk, das sich seit dem 16. Juli in deutscher Hand befindet. Churchills dreiste Lügenmethode ist damit erneut vor aller Wett bloßgestellt. Obgleich schon nach dem Bericht des OKW. die Einnahme von Smolensk durch deutsche Truppen unzweifelhaft war, hatten ausländische Korrespondenten bei einem Besuch der Stadt Gelegenheit, vihren Blättern von Ort und Stelle über die Besitznahme der Stadt zu berichten. In seiner beispiellosen Mißachtung der Wahrheit glaubt Churchill aber auch jetzt noch durch hartnäckiges Festhalten an der Lüge dje Welt bluffen zu können. Die Oeffentlichkeit hat wieder einmal erkannt, mit welch unverfrorener Frechheit Churchill seine Lügen in die Welt setzt, wenn es ihm darauf 'ankommt, den Erfolg der deutschen Waffen zu schmälern. Bulgariens Antwort an Eden. Plutokratie und Bolschewismus wären der Tod Bulgariens. Sofia, 11. August. (Europapreß.) Auf dem Kongreß des bulgarischen nationalen Studentenverbandes führte der bulgarische Innenminister Grabowski aus, daß die Welt heute in einem großen Kampf stehe, der durch die Mächte der Dunkelheit, der Plutokratie und des Bolschewismus hervorgerufen sei. Das bulgarische Volk sei auf der Seite der Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit. Bulgarien könne nicht auf der Seite Englands und der Plutokratie stehen, nicht nur, weil diese gegen die Neuordnung Europas seien, nicht nur, weil die Zukunft Bulgariens mit. dieser Neuordnung unlösbar verknüpft sei, sondern weil die Plutokratie den ' Tod Bulgariens bedeute. Das heimtückische . Albion sei stets gegen die nationale Einigung Bulgariens gewesen. Es habe den Frieden von San Stephano nicht anerkannt. Es habe das Diktat von Neuilly unterschrieben. Es wünsche heute die Zerschlagung des geeinten Bulgariens. In Antwort auf die letzte Rede Edens führte Innenminister Gabrowfki aus, Bulaarien fürchte nicht die britische:. Drohungen und lasse sich nicht " noch einmal auseinanderreißen. Bulgarien kenne 1 die Kehrseite des neuen Europa, den Bolschewis- < mus. Die Einigung des bulgarischen Staates gehe vom bulgarischen Bauern aus. Der Bolschewismus sei der Tod der bäuerlichen Gemeinde, er verbrenne das Dorf, er pernichte den Bauern, er nehmet Mi her das MN her ! hi la. ichtÄi lid) eilunc ision" mi unhe Iperr: Ichem ii Krä M B erlin, 11. Aug. (DNB.) In der Nacht wie 10. zum 11. August setzten Verbände der deutsch!' Luftwaffe ihre erfolgreichen Angriffe auf Induftri«- werke der Stadt Moskau erfolgreich fort Ds Schwerpunkt des deutschen Angriffs lag auf In.- dustriewerken im Osten und Nord- westen der Stadt. In diefen Stadtteilen liegen außer den Rüstungswerken der sowjetischen Schrverindustrie auch Auto-, Tral- toren- und Maschinenfabriken. Chemische Werke befinden sich gleichfalls in dein von der deutschen Luftwaffe bombardierten Nord» westteil der Stadt. Schwere Verluste eoerHodisdiule •.Wer Park 'BhfJ : Zoolot irlowo- IhGid. cW ifjö Chodynla Fdd^ von Zerlin. 11. Aug. (DNB.) Deutsche Seestreit- Von der Linkreisungsschlachl bei Smolensk ^ren lroü> fMvrl MG.-Stellung als Jnfanteriesicherung auf den Höhen von Smolensk. — (PK.-Henisch-Scherl-M.) , Sie Rittmeister Aiemack das Eichenlaub erwarb Arbeitsmänner am peipus-Gee luste , BEiern, neben Ladoga- und Onega-See einer der (fffdH ritzten Binnenseen im Osten. Mitten durch ihn l irdurch geht die unsichtbare Grenze, die früher lefer und die grünen Wiesen mit dem sauberen schmutzig die.Jungen, veAebtlurck^entehrt die Mad- unb B b iÄ"n"P-"°tz"°g°m°ch. ° "^ie°st^ ^hen ch^l'°tz7°- ^^ägÄn. °um ^m° Elenb haben dadurch den Nachschub wesentlich erleichtert, st-ben Waldes lind verbrannt, Arbeit der noch zu gefallen. Eine kranke Jugend ohne Glau- ^kitterkreur ivsttttche7 Vern"chtungsbat°ill°ne In den den und ohne Hoffnung, an ihr wird das Ber- -’00 JWnCTn’CUS krengtrchtern längs der Straße sammelt sich brechen des Balfchewismus ach deutlichsten. Bon -/r fdöCere (Seeoffiziere. Lell das Wasser, der Boden ringsherum ist stark diesen zu den trotz Staub, Hitze und Strapazen sUr sttlpsk» k _ Sumpft. Dazwischen gibt cs dunen artige sauberen deutschen Soldaten gibt es keinen Weg I Berlin, 11. Aug. (DltB.) Der Führer und auf attet. Carmonas Rückkehr von den Azoren «!!ft M n letzt natürlich keine Zeit. Wir nehmen nmj unu rien, l^en einen Knüppeldamm, denn Holz gibt WsÄ I t; hier genug. Wälder, Steppe und Emsamkelt, so- ,2 en flfc h t das Auge reicht. Teilweise verschwinden die keiwahrlosten, kümmerlichen Siedlungen, deren NesteliuS ; foububen in Deutschland sämtlich .baupolizeilich 12 bet kchlagnahmt werben würben, tn dem undurch- 2700 Tonnen Sowjet-Schiffsraum auf dem Onjepr durch Artillerie versenkt den Sowjets bringend benötigt. Britischer llmgehungsversuch bei Tobruk abgewiesen. en jftZ’ d» WS breit Boben klammert. Dieser Kampf forbert wahrhaft b en ganzen Mann. Hier können nur Männer bestehen, bie wirklich ganze Soldaten sind. Wochenlanges Lagern in einem kleinen Zelt, stetes Zusammenleben auf engstem Raum, bas nicht burch bie kleinste Annehmlichkeit erleichtert wirb, der Stellungskampf vor Tobruk mit seinen Spähtruppunternehmen unb Schleichpatrouillen, bas alles erforbert ein Maß von Kameradschaft und solbatischer Härte zugleich, wie es einzig ist. Wenn es in den vorangegangenen Feldzügen diese- Krieges irgendwann einmal so erscheinen konnte, als sei der neue deutsche Soldat ber nationalsozialistischen Wehrmacht nur den schnellen Sieg gewohnt, ja, wenn man sogar Stimmen hörte, die bavon sprachen, baß eben biese schnellen Siege, bie bürd) eine überlegene Führung unb bie Ausstattung unserer Wehrmacht mit den mobernsten Waffen der Welt ermöglicht würben, ben Solbaten unserer jungen Wehrmacht verwöhnt hätten unb er vielleicht nicht bie Härte zum Ertragen bes Stellungskampfes aufbringen würbe, bann ist ber Kampf bes Deutschen Afrikakorps vor Tobruk ein klarer Gegenbeweis. Wie ihre Väter im Weltkrieg liegen heute die Soldaten des Deutschen Asrikakorps dem Engländer Berlin, 11. August. (DNB.) Die Wachsamkeit der deutschdtalienischen Truppen um Tobruk ver- siland von Rußland trennte. Wir liegen hier sub- ftlich von Leningrab. Wir weit sinb wir schon von ki deutschen Grenze weg, weit, weit hegen Kowno Bit» Dünaburg hinter uns Die sauberen lettischen krcite operierten im Verlaufe der letzten Tage erfolgreich im nördlichen Eismeer. Bei einem Vorstoß gern sowjetische Kriegsschiffe versenkten deutsche grftörer durch Artilleriefeuer ein Bewachung s« n der Nl :l lllde der fei iffe auf W j reich fort. I iffs lag auf | unb Stadtteilen der fowftü! uto-, Z!lg brifen. 6: | gleichfalls bi. 's barbierten -1 ei der Wr > auf pH’ che 8"* tiungen * panie ab. Dann bilbete sich ein langer Zug, ber ben ' Staatschef auf bem Wege zum Nationalpalast o~n Belem, seinem amtlichen Wohnsitz begleitete. Zu Fuß schritt General Carmona, gefolgt von ben höchsten Würbenträgern bes Staates, den höchsten Richtern bes Lanbes unb hohen Offizieren bes Heeres unb ber Flotte, zwischen einem Spalier von Truppen unb Legionären burch bie Straßen, bie in reichem Fahnen- unb Blumenschmuck prangten, zu bem Palast. Viele Tausenb Menschen, die aus ber Hauptstabt unb ber ganzen Umgebung herbeigeeilt waren, jubßlten bem Staatschef begeistert zu. Im Palast hießen zwölf junge Mäbchen General Carmona in ber Heimat willkommen. Am späten Abenb noch siebelte General Carmona vom Nationalpalast nad) seinem eigenen Wohnsitz, ber Zitabelle des etwa fünfzehn Kilometer westliä; von Lissabon gelegenen Küstenstäbtchens Cascaes über. Unterwegs war ber Staatschef erneut Gegenstand» herzlicher Kunbgebungen ber Bevölkerung. * Die 'st. Ser' J. emglch '. b'e °uch tfe beeisen, j. r. Sauleüer । der Fein^ rben. siegen' "ffiei( wir { besseren mit feinem 'ehr änh >en will, bei front, sse ito Ritterkreuze im Afrikakorps Deutsches Heldentum im dunklen Erdteil. Ä IM ueui uien -piunicitai — xj „ _ , f toten werben, liegen Steinhaufen. Er hat wohl kr Kampf mit dieser Straße gescheut, den nun der tettsche Arbeitsmann aufnimmt. Zum Pflastern ift jetzt natürlich keine Zeit. Wir nehmen Holz unb t ■ u , v _ ____ Gr» 12 nmr ;°.ffenen lben, so 1 rrisumpft. Dazwischen gibt es bünen artige ' - Schäften mit knietiefem, staubförmigem w lv# der in bie Poren bringt unb bie Motoren leiftopft, ber bie Fahrzeuge bis an bie Achsen ver- 2urch bieses Gelänbe hinburch geht ein Keil ies beutschen Vormarsches Hinburch, wie er überall in das Sowjetreich hineinstoht, schneu M>> unaufhaltsam. Es gilt, diese Straße zu b e - V tige n. Der Feind hat es wohl früher einmal hier im Stellungskampf gegenüber und messen mit ihm ihre Kräfte. Wie ihre Väter im Weltkrieg be- weisen sie in diesem Kampf unter schwersten Bedm- qungen immer aufs neue ihre soldatische Anspruchs- losiakeit, ihren Mut und eine Entschlossenheit, die sie auch mit den kritischsten Lagen fertig werden läßt? Der kühne Entschluß zur Tat verheißt den Erfolg. Die Bewährung soldatischen Mutes und das eigene Vorbild sind Voraussetzungen für jeden Sieg. Wenn wir in ben solbatisch schlichten Begrünbungen für bie Verleihung bes Ritterkreuzes an Soldaten bes Afrikakorps Nachlesen, bann spie- gelt sich in ihnen biese Entschlossenheit unb btefer Mut wider. „ Die Anerkennung unb Ehrung, bte mit ber Ber- leihung bes Ritterkreuzes an einige Kampfer des Afrikakorps jedem Soldaten dieser deutschen Verbände in Nordafrika zuteil geworden ist, ist ehr- lich unb burch ben vielfachen Einsatz des Lebens verdient. Der Name „Deutsches Afrikakorps" ist dem beutschen Volke ein Begriff geworben, mit bem sich bie Vorstellung von einer Gemeinschaft unb Auslese tapferer entschlossener Soldaten oerbinbet, beren schneibiger Angriffsgeist jede Schwierigkeit über- windet. Diesen Soldaten kann Afrika nichts mehr anhaben. Sie schreckt nicht der Stellungskampf um Tobruk, für sie ist die fürchterliche Hitze kein Gegner mehr, der nicht zu überwinden wäre. Wenn der Engländer in ber Schlacht von Sollum glaubte, baß bie Solbaten des Afrika- korps bei Temperaturen von 55 Grad ben tropengewohnten unb tropenerfahrenen Briten und Australiern nicht wiberftehen könnten, bann hat der Ausgang ber Schlacht ihm blutig genug bas Ge- genteil bewiesen. Im Fels ber wenige Zentimeter unter bem Sand beginnt, hatten sich unsere Soldaten ihre Stellungen gebaut, sie haben sich an diese Stellungen geklammert und einen Femd ab« gewiesen, der die Masse seiner Panzer zum Stoß gegen die deutschen Linien ansetzte um sie zu durchbrechen und aufzurollen. Der britische Versuch ist gescheitert an der überlegenen kämpferischen Hal- tung der Soldaten des Afrikakorps und der folda. tischen Tat einzelner, die das Schicksal und ber Be- fehl ihres Gewissens auf ben richtigen Platz stellte und sie handeln ließ. Ritterkreuze im Afrikakorps lenken die Blicke der Heimat auf die Männer im fernen Süden, die wie ihre Kameraden an der Ostfront soldatische Eigen- schäften im höchsten Maße bewähren und letztlich im Kamps gegen nur einen Feind stehen, ber Eng- lanb heißt. Sie sinb Anerkennung soldatischer Tat unb zugleich der Dank der Heimat an Soldaten, die in entscheidenden Augenbli^en Entscheidendes leisteten. Ritterkreuze im Asrikakorps lassen die Her- zen der Soldaten des Korps und der Heimat höher schlagen in der Gewißheit des gemeinsamen Sieges. Leutnant H. Staake. Zerlin, 11. August. (DNB.) An der finnischen Fr>nt konnten auch am 10. 8. von den beutsch- ifnnischen Truppen weitere Erfolge erzielt werben, ßr. bolschewistischer Verbanb würbe eingekreist unb Hvernichtet. Im weiteren Vorbringen würben meh- rtie Orte genommen. Am 11. August gelang es einem einzelnen sowjetischen Flugzeug, die finnische IBtibt Porvoo am Finnischen.Meerbusen zu über» fingen. Die bolschewistischen Flieger wählten als „Militärisches" Ziel den Dom von Porvoo, ber doi ber abgeworfenen Bombe schwer beschädigt nnrbe. Der Dom wurde 1414 bis 1418 von einem duschen Baumeister errichtet und ist eine der s|bAua_ , f HflfHt Wer von UNS hat vor Beginn oes Feldzuges in lebhafte Spahtrupptatigkeit. >Norbafrika etwas gewußt von ber soldatischen Härte, die der Kampf in der Cyrenaika fordern würde. Auf sich allein gestellt, mitten in der Wüste unb weitab von jeder Zivilisation, stehen unsere Soldaten auf einem Posten, den sie sich erkämpft haben gegen den Sand der Wüste, gegen die unbarmherzige Glut der afrikanischen Sonne, gegen die Tücken unb Widrigkeiten der Landschaft und gegen einen Feind, der sich verbissen an jeden Fuß- Ze r l i n , 11. Aug. (DNB.) Rittmeister Niemack, n der Führer für feine Waffentaten im Ostfeld- t das Eichenlaub zum Ritterkreuz des '?rnen Kreuzes verlieh, hat als Führer euer Aufklärungsabteilung gleich am Men Tage des Krieges gegen die Sowjetunion im {chtslosen Zupacken einen starken Gegenangriff ich Seirijai zurückgeworfen. Er stieß mit seiner lung über den Njemen vor und öffnete seiner ion den Weg über den Fluß. Wenige Tage r wurde er im Gefecht durch einen Beinschuß unöet. Trotzdem blieb er bei feiner Abteilung sperrte mit ihr eine wichtige Rückzugsstraße der hewiken. Lange Zett rannten die Sowjets mit Kräften gegen die Aufklärungsabteilung, die zm größten Teil aus Württembergern bestand, an, Bj e sie zum Wanken zu bringen. Die tapferen aLrttemberger hielten unter Führung ihres schwer- «wundeten Rittmeisters ihre Stellungen unb ver- Berlin, 11. Aug. (DNB.) Artillerie des deutschen Heeres bekämpfte vom Ufer des Dnjepr aus am 9. August sowjetische Handelsschiffe. 2700 Tonnen sowjetischen Schiffsraumes wurden versenkt. Der Schiffsweg auf dem Unterlauf des Dnjepr wird durch die Zerstörung der übrigen Verkehrslinien durch die deutsche Wehrmacht infolge des raschen Vormarsches der deutschen Truppen f a h r z e u g der sowjetischen Kriegsmarine. Ein deutsches Unterseeboot versenkte durch wohlgezielten Torpedotreffer einen sowjetischenZerstörer. ^m Osten, 9. Aug. (DNB.) Vor uns liegt der tieiige Peipus-See mit seinen 3500 Quabratfito3 WflWen DicW ber Birken-'unb Kiefernwälder. Infere Fahrzeuge haben wir rings um eine figtung in Deckung gefahren. ’ Mitunter kommen koch Sowjetflugzeuge. Mit nacftem Oberkörper «reiten die Männer rings im Wasde verteilt. Man iont, wie sie mit Axt unb Säge die Kiefern fauen. ^nn nehmen sie die klebrigen Stamme, die in ki Hitze ihr Harz ausschwitzen, auf die Schultern im> tragen sie zur Straße, wo unaufhörlich der • räppetbamm wächst. Vorsichtig, hange mir weiße Stoffetzen Zwischen den Baumerem kVild daran „Achtung! Mlnengefahr! Emen re M «gen darum zu machen, ist ratsam. filjet uttiB uern Mfluns mi7>hren°Se,xännen jeimEs iffeine Me.jterleistung unfetet Eilenbahn? der aus Wannetruxpen bestehenden Ehrcstkom 'S? 1 Auch zu unseren Männern nicht die innerlich und I oberf|e Befehlshaber der Wehrmacht verlieh äußerlich so sauber dastehen und dle Axt m der Vorschlag des oberbefehlshabei der Kriegsmarine Meter °uf"Met°r''wächst der Damm der deutschen dos Rlllerkreu; des Eisernen Kreuzes Karvellen- Arbeit am Peipus-See. Seit 4 Uhr früh sind sie tapitän p a 1 m g t e n, Korvettenkapitän Breit- auf den Beinen, ihre beiden Arbeitsführer vorne Haupt unb Oberleutnant zur See Wupper- weg. Morgen früh um 10 Uhr geht es weiter, mann. Dann ist diese Sandwüste befahrbar. Hezrte Nacht Korvettenkapitän Palrngren war als Korn- soll schwere Artillerie über den See schießen. Arn Mandant eines Sperrbrechers besonders anderen Ufer drüben sind noch eingefchlosfene erfolgreich und bewies bei der Durchführung von feindliche Divisionen. Unsere Männer werden es1 nicht hören. Wenn man an einem Tage 60 Kilometer auf bem Fahrrabsattel sitzt unb am anberen von 4 Uhr früh bis abenb um 9 Uhr mit zwei Stunben Mittagspause an einem Knüppeldamm baut, dann stört kein Kanonendonner mehr. Dann L i s s a b o n , 12. Aug. (Europapreß.) Die Ruckhört'man nicht mal mehr das Rattern der langen kehr des portugiesischen Staatschefs General Car- Fahrzeugkolonnen, die die ganze Nacht hindurch m o n a von ben Azoren gestaltete sich zu einer den Knüppeldamm nach vorne rumpeln mit Muni- überwältigenden Kundgebung des portugiesischen tion, Benzin und Verpflegung. Volkes für die Einheit des Mutterlandes und fei3 , ner überseeischen Kolonien. Zahlreiche festlich ge- Cnfenbabnpiontere. timMte aller & von ben Sriep- 1 r schiffen und Überseedampfern bis zu den kleinsten Die zusammenfassende Sondermeldung „Vernich- Motor- und Segelbooten waren dem Dampfer tete Millionenheere" — erwähnt neben dem Helden- „Carvalho Araujo" bis zur Mündung des Tejo tum der beutschen Soldaten in ihrer Allgemeinheit, eittgegengefahren, um den Staatschef zu begrüßen, neben den Marschleistungen der Jnfanterie-Divi- Um 7 Uhr abends legte der Dampfer am Kai in fionen, neben der hervorragenden Organisation des Belem an. Donnernd rollten die Ehrensalven der Nachrichtendienstes und der rückwärtigen Verbin- Kriegsschiffe und Küstenbatterien über bie breite düngen auch, baß das Eisenbahnnetz bes be- Flußmünbung bahin, als General Carmona bas setzten feinblichen Gebietes „fast in vollem Umfang Schiff verließ. Auf bem mit Fahnen unb Blumen bis bicht hinter bie Kampfzone wieberherzu- geschmückten Kai würbe ber Staatschef von tarnt» [teilen" gelungen ist. lichen Regierungsmitgliebern unter Führung bes Diese Umnagelung bes sowjetischen Eisenbahn- Ministerpräsibenten Salazar empfangen. Nach verhungerte netzes miri> für die Heimat eine Ueberrafchung der Begrüßung schritt General Carmona die Front Ka ift eine Meifterleiftuna unterer Eisenbahn-t der aus Marinetruvven bestehenden Ebrenkom- '^gehabt, denn längs ber Eisenbahn, auf der dank k! deutschen ' Pivnieren ^b°ld ^d,e Zuge^wieder ($hNn. enivickelten sich heftige Lu ft kämpfe, bei de en 54 Flugzeuge der Sowjets abgeschossen wur- 11 Sähy.y - Der. Auf deutscher Seite gingen vier Flugzeuge ver- «I* Ms ' Erfolge an der finnischen Front. . i>er y en nter ren Ortend »rialverluM nen flS? & 6 AiHiioen v pwnb, ber Oer italienische Bericht. Rom, 11. Aug. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika an der Front vor Tobruk beiderseitige Spähtrupp- und Artillerietätigkelt. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe griffen militärische Ziele in Tovruk, Flakstellungen und im Hafen vor Anker liegende Schiffe an, wobei Schäden und Explosionen hervorgerufen wurden. Andere italienische Flugzeuge bombardierten die Hafenanlagen von Marsa Matruk sowie feindliche Anlagen im Osten von S i d i e l Garant Deutsche Flugzeuge griffen englische Flugzeugstützpunkte in Aegypten an. Der Feind führte Einflüge auf B a r d i a und auf die Küste der S y r t h e durch. In Oftafrika unternahmen Abteilungen aus der Garnison von Culquabert unter der Führung von Oberstleutnant U g o l i n i einen kühnen Vorstoß gegen bewaffnete feindliche Gruppen, schlugen sie in die Flucht und fügten ihnen beträchtliche Verluste zu. Englische Flugzeuge bombardierten aufs neue G o n d a r und die Stellung von U o l ch e f i t. In der Nacht zum 11. August griff ein englisches Flugzeug das Lazarettschiff „California" an, das auf der Reede von Syrakus vor Anker lag und traf es mit einem Torpedo. Das Schiff ist nicht gesunken. Aus -em Reich. Das Studium der Ausländer in Deutschland. Das Studium der Ausländer in Deutschland hat trotz des Krieges kaum eine nennenswerte Ein- schränkuna erfahren. So ist im Trimester 1941 die Gesamtzahl der ausländischen Studierenden gegen das Sommersemester 1939 nur um etwa 18 v. H. zurück gegangen. Insgesamt studierten vom Januar bis März d. I. 4638 Ausländer an den Hochschulen des Grostdeutfchen Reiches, darunter 1174 Volksdeutsche und 3464 Ausländer fremder Volkszugehörigkeit (darunter 10,5 v. H. Frauen). Sie gehörten 56 verschiedenen Staaten an, und 400 von ihnen waren staatenlos. Bulgarien führt mit 1375 Studenten mit weitem Vorsprung, dann folgen die Türkei mit 197, die Slowakei mit 181, Norwegen mit 160 und Rumänien, Ungarn, China, Griechenland, die Niederlande, Iran, Italien, die Schweiz, Finnland, Japan, Dänemark, Syrien, Peru, Schweden, USA., Irak, Luxemburg, Portugal, Spanien usw. Fast die Hälfte aller ausländischen Studierenden studierten technische Fächer, mit Abstand folgten Medizin und übrige Naturwissenschaften, Wirtschafts-, Kultur-, Rechtswissenschaften, Landwirtschaft und sonstige Wissenschaft. Oie Hütten den Bergsteigern. Die Hütten im Hochgebirge, die der Deutsche Alpenverein errichtet hat und betreut, sind zn einem guten Teil längst keine „Hütten" mehr. Der ursprüngliche primitive Schutzcharakter ist durch erhebliche Bequemlichkeiten ergänzt, und zwar in einem Umfang, wie man ihn in der eigentlichen Hochgebirgswelt kaum in anderen Alpenländern findet. Der Deutsche Alpenverein hat sich aber jetzt genötig gesehen, allen Besuchern ins Gedächtnis .znrückzurufen, daß diese Hütten für die Berg- (teiger da sind, daß sie nicht den üblichen Charakter von Gaststätten haben, sondern für den Hoch- gebirgswanderer als Ausgangspunkt der eigentlichen „Touren" dienen. Er hat daher bestimmt, daß von 21.30 Uhr an kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf. Wer am nächsten Tag morgens in aller Frühe bei der ersten Dämmerung — etwa um 2 oder 2.30 Uhr — aufbrechen will, hat auch ein Anrecht auf Ruhe, vielleicht ein ganz besonders Anrecht, weil er Bergsteiger ist und mit Rücksicht auf die Schnee- und Gletscherverhältnisse ror der Einwirkung der vollen Sonnenstrahlen aufbrechen muß. Ein Schöppchen in Ehren wird im übrigen niemandem verwehrt. Dazu ist der altberühmte „Tiroler" da, der wohl selten so herzhaft mundet wie droben auf der Höhe. Umgekehrt hat der Deutsche Alpenverein den Ausschank des nicht gerade stilechten Schaumweines grundsätzlich untersagt. Auch steht die Klampfe jedem frei, jedoch mechanische Musikinstrumente sind verboten. Württemberg führt die Hauptschule ein Neben den neuen Gebieten des Westens und Ostens, die zunächst die Hauptschule einführen werden, will auch Württemberg schon in diesem Jahre zur Hauptschule übergehen. Nach den Sommerferien errichten sämtliche Gemeinden, die bisher schon Mittelschulen hatten, mit Beginn des neuen Schuljahres erste Hauptschulklassen. Die Mittelschulen dürfen daher in die 1. Klasse keine Schüler mehr ausnehmen. In Stuttgart wird gleichzeitig die Umwandlung von drei Oberschulen inHauptschulen durch die Schaffung entsprechender erster Klassen eingeleitet. Die planmäßige Durchführung der Hauptschule im ganzen Land soll möglichst schon im Schuljahr 1942/43 erfolgen. Die in Württemberg von jeher für den Aufstieg der Tüchtigen aus dem Volke fo segensreichen kleinen Landoberschulen werden in geeigneter Weise in das Netz der Land-Hauptschulen einbezogen. Die Gewerbelehrerausbildung. Die Reichsfachschaft Berufs- und Fachschulen im NS.-Lehrerbund hat Richtlinien für die künftige Gewerbelehrerausbildung ausgearbeitet. Voraussetzung für die Tätigkeit des Gewerbelehrers soll neben der notwendigen Allgemeinbildung das in eigener Werktätigkeit erwogene Betriebserlebnis, das in Praxis und Schule erarbeitete fachliche Können und Wissen und die Fähigkeit sein, dem Nachwuchs der Wirtschaft als Führer auf menschlichem, weltanschaulichem und beruflichen Gebiet zu dienen. Zum Studium sollen zugelassen werden Diplom- ingenieure und Absolventen einer Ingenieurschule, einer Bauschule, einer Meisterschule des Handwerks oder einer sonstigen anerkannten Fachschule, Absolventinnen einer Frauenfachschule mit mindestens einjähriger praktischer Tätigkeit in einem hauswirtschaftlichen Betrieb und einem einjährigen Berufspraktikum, Hauswirtschafts- und Turnlehrerinnen nach mehrjähriger Bewährung im Schuldienst, Handwerksmeister und Ausbildungsleiter, in besonderen Fällen Abiturienten und Volksschullehrer mit Eignung für den Gewerbelehrerberuf. Neues für den Büchertisch. — Dr. Hermann Otto Vaubel: Das kleine Buch von der Lahn. (Die kleinen bunten Reisebücher. — Band 2 der Rhein-Maini- schen Bücher.) — 111 Seiten. Geb. 2,80 RM. Farbige Zeichnungen von Kunstmaler Walter Kröll. Herausgegeben vom Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main im Verlag von Karl Christ in Gießen. — (75) — Dr. H. O. Vaubel, unseren Lesern aus zahlreichen Beiträgen zur „Heimat im Bild" bekannt, läßt seinem Lleinen Buch von Gießen" ein „Kleines Buch von der Lahn" folgen, das ebenso angelegt und im gleichen Stile wie jenes geschrieben, auch ebenso aufgemacht und ausgestattet ist. Als gründlicher Kenner der engeren Heimat gibt Vaubel, der Lahn von ihrer Quelle am Lahnhof bis zur Mündung folgend, ein farbiges und anschauliches Bild der vom Flusse durchström- ten und beherrschten Landschaft, ihrer Geschichte, ihrer Bewohner, ihrer Natur und Kultur. Eines der kleinen Kapitel ist der gotischen Bergstadt Marburg gewidmet, wobei die Elisabethkirche und das Religionsgespräch von 1529 ebenso gewürdigt werden wie die Forschung Emil von Behrings und die Festspiele auf dem Schloßberg: eines der Stadt Giesten, der alten Festung Philipp des Großmütigen, eines der Stadt Werthers und der Leica, eines dem Lahnmarmor, ein anderes der Stadt des siebentürmigen Domes (Limburg), wieder ein anderes dem Weltbad Ems. Eine Fülle von historischen, kunst- und kulturgeschichtlichen Merkwürdigkeiten ist in die flüssige und klare Darstellung ausgenommen. So etwa die düstere Weilburger Kadettengeschichte aus dem Jahre 1827, das Runkeler Liebes-Idyll oder die Geschichte des „Fremden Fräuleins" auf Lahneck; die glänzende Würdigung des Limburger Domes durch Dehio, Marburg in der Schilderung Bettinas, Braunfels in der Beschreibung Rilkes. Gute Photos und die hübschen farbigen Miniaturen des Gießener Malers Kröll begleiten den Text lebendig und anregend. Sachliche Zahlenangaben und erprobte Vorschläge für Fuß- und Masserwanderungen, auch für eine Autofahrt durchs Lahntal werden vielen Lesern willkommen sein. Hans Thyriot. — Hans Friedrich Blunck: Sage vom Reich. 475 Seiten. Leinen 7,50 RM. Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg 1941. — (66) — „Es ist das Werk", so schrieb der Dichter an den Betrachter, „das ich einst als Bestes meinem Volk zu hinterlassen glaube." Es ist, so wird man hinzu- fügen dürfen, die Zusammenfassung und Krönung eines schöpferischen Lebens, das sich die Erkenntnis des eigenen Volkes, die Deutung seiner Herkunft, seiner Geschichte und seiner Aufgabe in der Welt zum Leitmotiv gemacht hat. Zwar ist das Ganze noch nicht zu übersehen, aber schon abzuschätzen im ungewöhnlichen Ausmaße seiner Konzeption, wenn man erfährt und überlegt, daß der vorliegende Band erst einer von dreien ist, die dann eine epische Einheit von imposanter Spannweite bilden werden; dieser erste nun umgreift in 21 Gesängen das Werden unseres Volkes, begiynend mit der germanischen Schöpfungsgeschichte und den Götter- und Heldenmythen, von der dämmernden Frühzeit bis zum Reiche Heinrichs I. Blunck erkannte, daß die außerordentliche Aufgabe, die er sich vorgenommen hat, mit außergewöhnlichen Mitteln bewältigt werden müsse, und kehrte zurück zu der heute fast ausgestorbenen Form großer Erzählung, zu jener echten Epik von unerschöpflich scheinendem Atem, immer neu quellender Phantasie und kaum zu überblickender Fülle des Stoffes, wie wir sie etwa bei Homer oder den Werken der höfischen und Volksepik des deutschen Mittelalters kennen. Er bediente sich dazu, wechselnd in jambischem und daktylischem Rhythmus, eines fünfzehigen, reimlosen Verses, der beweglich und geschmeidig genug schien, den breit hinströmenden Fluß der Erzählung ungehemmt aufzunehmen und zu tragen. Das ergab eine Form, die den meisten ungewohnt fein wird und eine konzentrierte Lektüre voraussetzt; wer sich einmal eingelesen hat, wird sich willig vom Rhythmus tragen und vom Dichter führen lassen in die Vor- und Frühzeit der Nation, wo die Gestal. ten noch in der Ueberlebensgröße aller Volksmythen erscheinen, wo die Welten der Götter find der Irdischen noch nah beieinanderliegen; allmählich heben sich bann aus der Dämmerung sagenhafter Vorvergangenheit die schärferen Konturen der ersten beglaubigten Geschichtsbilder ab, ohne daß Bruch, stellen erkennbar oder Uebergänge betont würden: Blunck begreift die germanische Vergangenheit, die Genesis aller Deutschen als untrennbare Einheit und die Idee des Reiches als das große Ziel, die innere Mitte und die endliche Erfüllung aller völ. kifchen Entwicklung durch Jahrhunderte und Jahr- tausende hin. Hans Thyriot. — Das „Handbuch der Geographischen Wissenschaft" (Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam) ist heute ein unentbehrlicher Fübrer in dem gewaltigen Umkreis weltpolitischer Zusammenhänge, der zu jedem militärischen und politischen Ereignis den überzeitlichen Kommentar liefert. Wenn wir z. B. die geographisch-wirtschaft- lich-politische Schilderung Singapores in dem jetzt fertig gestellten Teil „Vorder- und Südasien" lesen und dazu die geopolitische Ueberschau über den Südosten dieses Kontinents, so sind die Fäden zum heutigen Kriegsgeschehen mit Händen greifbar. Diese Wirklichkeitsnähe, verbunden mit einer mij« senschaftlich genauen und von hoher Warte aus die Dinge, ihre Ursachen und Zusammenhänge er- klärenden Darstellung gibt diesem Werk den besonderen Charakter. Hervorragende Geographen zeichnen für die einzelnen Beiträge dieses Bandes. Ulrich Frey für die Türkei, Oskar v. Nieder« mager für Persien und Afghanistan, Paul Rohrbach für Syrien mit Palästina und das Zwei- ftromland, Hermann v. W i ß m a n n für Arabien, L. van Vuuren, R. L. Kaltofen und Karl Helbi g für Vorderindien, Wilhelm Credn er für Hinterindien und Walther Behrmann für den Malaiischey Archipel. Alles ist unmittelbare Anschauung, packendes Leben, und nicht zuletzt der weite Blick für die Entwicklungen und Zusammenhänge. Wieder ist auf den Bilderteil besonderer Wert gelegt, es fehlt auch das Gerüst der Zahlen, Tabellen, graphischen Darstellungen und eines sorgfältigen Registers nicht. Hauptschriftleiter: Dr, Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. (beurl.), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport' Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. Am 19. Juli 1941 fiel in Erfüllung seines Fahneneides bei den Kämpfen im Osten mein lieber, treusorgender Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Enkel, Onkel und Neffe Karl Krombach Feldwebel in einem Infanterie-Regiment, Inhaber des E. K. II im Alter von 26 Jahren. In tiefer Trauer: Ottilie Krombach, geb. Seipp, mit Kindern Roland, Wilmi und Inge Familie Karl Krombach Familie Adolf Valentin Familie Karl Seipp Familie Ludwig Krombach Familie Heinrich Wolf Familie Heini PUchler und alle Angehörigen. Lollar. Odenhausen-Lahn, Krofdorf, August 1941. 3349 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Heinrich Karl Kuhl sowie die vielen Kranzspenden und allen, die dem Verstorbenen das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Weg unseren herzlichsten Dank. Familie Karl Luh Familie Willi Ruth Familie Richard Kaiser. Lang-Göns, den 12. August 1941. 3339 D mm sorgen« nungsvoller Sohn, mein einziger, unvergeßlicher Bruder, mein lieber Enkel, unser braver Schwiegersohn, Schwager, Pate und Onkel Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß bei den Kämpfen im Osten am 8. Juli mein 1—ügstgeliebter, unvergeßlicher Mann, der treu- genae Vater seines Kindes, unser lieber, hoff- Otto Arnold Oberschütze in einem Infanterie - Regiment, im blühenden Alter von 21 Jahren sein junges Leben lassen mußte. In tiefem Schmerz: Elisabeth Arnold, geb. Reitz, und Kind Albert Arnold, San.-ßefr. Philipp Arnold und Frau Familie Karl Reitz. Leihgestern, Saalfeld, Holzheim. _____________ 02635 Sonntag abend entschlief sanft, nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater und Bruder Heinrich Elges im Alter von 75 Jahren. In tiefer Trauer: Hermann Elges und Frau Lisbet, geb. Sack Adolf Elges und Frau Hedwig, geb. Klanke Dorle Elges. Gießen (Seltersweg 66), den 10. August 1941. Die Trauerfeier findet in aller Stille statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. ________________________________________________________02643 Bekanntmachung. Die Straßenbeleuchtung wird ab sofort um 1 Uhr abgeschaltet. 3348A Gießen, den 11. August 1941. Stadtwerke Gießen. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den öleßeuerÄBieigy Dr. Wolf Walltorstrafce 48 Wiederbeginn der Sprectistnnde Mittwoch, den 13. August 1941 3336D - Jüngerer Kaufmann gewissenhaft und vertrauenswürdig, sucht f. einige Abende in der Woche lohnende Tätigkeit. Sehr. Angebote erbeten unter 3341D an den Gieß. Anzeiger. Jüngere M. MMW für leichte Büroarbeiten sofort oder sväter gesucht. Kenntnisse in Maschinenschreiben erwünscht. 3m7d wtthelm &eil Baustoff - Großhandlung und Tiefbaggerei Gießen, Weserstr. 17, Tel. 4236. 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GIESSEN M Os waldsgarten W Donnerstag, SÄ Festliche Eröffnung Freitag bis Sonntag täglich Zwei Vorstellungen nachmittags 3 Uhr und abends 7.30 Uhr Vorverkauf: 3337D . Muslk-Challler ^4 Neuen weg 10. I t Hielt Mm MAlMmrmWa-Wet! Nr. 190 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 12. August 1941 Aus der Stadl Gießen. An der Schranke ... Täglich donnern die Züge über dos stählerne Band der Schienen. Mal ist es ein Güterzug, der m langer Reche Kohlenwagen mit sich führt, dann braust ein O-Zug vorbei, und häufig kommt in ge° machlicherem Tempo ein Personenzug, aus dem fröhliche Kinder winken. Immer aber steht der Schrankenwärter in korrekter Haltung vor seinem Häuschen: mit gespannter Aufmerksamkeit läßt er den Zug an sich vorübergleiten und greift erst dann zu den Hebeln der Schranke, wenn sich bereits die Lokomotive in der Ferne verliert. Es ist ein Bild der Ordnung und Sicherheit, das sich an jedem Tage mehr als ein dutzendmal zeigt: den Ernst und die Ruhe der Landschaft widerspiegelnd, die für wenige Augenblicke erfüllt wird von 'der dröhnenden Melodie vorwärtsjagender Maschinenkräfte. Die Schranke liegt im Bannkreis der Stadt, in Verdunkelungszett 12. August von 20.55 bis 5.54 Uhr. der das nimmermüde Leben feine lebhafte Sprache spricht. Und doch ist es ein anderer Ton als jener, der dort über den Schienen schwingt, wo die Melodie der Ferne für kurze Zeit aufrauscht. Im Lärm der Stadt triumphiert der Rhythmus alltäglicher Arbeit, während dem Lied der Schienen der Zaluber der Romantik innewohnt. Der Fußgänger, der das Schauspiel aus der Nähe erlebt, gerät eben, so wie der Kraftfahrer, der seinen Wagen vor der Schranke zum Stehen bringt, für ein Weilchen in den Bann dieses Vorgangs, und der anfängliche Mißmut über den unfreiwilligen Aufenthalt verwandelt sich in nachdenkliches Sinnen. Da stampfen die stählernen Kolosse gewaltig vorüber, in denen sich die Reisenden gegenübersitzen, deren Weg von feinem Landstrich zum anderen führt, wo das Schicksal sie mit Heiterkeit oder Bitternis erwartet. Telegraphenstangen gleiten vorbei, Felder und Wälder; saus dem Rattern und Pfeifen der Maschine aber Erklingt immer wieder verführerisch der Lockruf der Ferne. Groß ist die Zahl der Schranken in dem weitverzweigten Schienennetz der Deutschen Reichsbahn. Es gibt solche, gegen die der Verkehrslärm der Städte brandet, es gibt andere, die in dörflicher Einsamkeit liegen. Auch an stillen Feldwegen und in Waldbezirken sieht man die sauber rot und weiß gestrichenen Schlagbalken. In vielen Fällen hat der Schrankenwärter aus seiner nächsten Umgebung ein Schmuckstück gärtnerischer Anlagen zu machen verstanden, das die Pracht ber Blumen in allen Far- hcn zeigt. Der Reisende, der einen Blick aus dem Fenster des Zuges wirft, ist dann wohl überrascht non der Schönheit des Fleckchens und wünscht sich einen kurzen Aufenthalt an jener Stelle. Doch sein Zug donnert weiter über die blitzenden Schienen, immer wieder an Schranken vorüber, die dem Verkehr Halt gebieten, die aber zugleich einen Blick pewähren auf das bunte Abenteuer, das jeder vor- beifahrende Eisenbahnzug verkörpert. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheäter: 19.30 Uhr „Der Etappenhase" (Gastspiel Ludwig Linkmann). — Gloria-Palast, Seltersweg: „Friedemann Bach". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Musketier Meier III". Gießener Vochenmarktpreise. * Gießen, 12. Aug. Aus dem heutigen Wochen- warkt kosteten: Markenbutter, Vt kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, M kg 8 Wirsing, grün, 8 bis 15, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12 bis 20, gelbe Rüben 9 bis 20, rote Rüben 6 bis 10, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, prün, 18 bis 25, Mischgemüse 5 bis 7, Tomaten 30 bis 40, Rhabarber 12 bis 15, Salatgurken 25 bis 30, Salat, das Stück 8 bis 10, Einmachqurken 1 Yi bis 5, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich 10 Rpf. Der Himmel lächelt. Von Karl Heinrich Waggerl. Wir ruhen im hohen Gras, das Mädchen und ich. ks liegt eine wunderbare Stille über dem Feld, die Stille des reifen Tages, aber dennoch hundertfältig tonend. Der Himmel ist eine klingende Schale, mein Llut rauscht, und mein Atem bewegt die Halme vor mir, dünne Stiele mit nickenden Blüten. Ich betrachte genau diesen handbreiten Fleck Boden vor meinen Augen, und zuletzt ist auch er eine große Nett, weitläufig und mühselig und schwer zu begreifen. Ich sehe, eine Fliege aus dem Moos kneten, es ist ein ganz winziges Tier, langsam klettert es an einem Blatt hinauf, bis es den Sonnenschein erreicht. Und nun sitzt es da im warmen Licht, es breitet zitternde Fühler aus und Flügel, die in allen Farben schillern wie öliges Glas. Diese Stunde ist der Gipfel feines Daseins, gestern kam es zur Veit, morgen lebt es vielleicht nicht mehr, so kurz währt sein Leben. Aber es ist trotzdem eine vollkommene Fliege, mit Herz und Nieren sozusagen. Ameisen schleppen ungeheure Lasten kreuz und quer durch das Dickicht, sie rennen und verständigen sich in atemloser Eile,, und dann nehmen sie ihre Beute wieder unverdrossen auf, eine Spinnenhaut, ein Säferbein ober eine bestimmte Nadel unter hundert näheren. Im gleichen Augenblick geschieht em Mord, em haariger Wurm wird ermordet, und anderswo hängen zwei langbeinige Mücken, regungslos im glücklichen Schlaf der Liebe. Schließlich bin ich ja wohl selbst ein Wurm, ein winziges Wesen, das um fein Leben rennt; die -hielt ift nicht kleiner für mich, der Himmel nicht niedrige^ |c wie ich daliege. Ich kann mir gut denken, daß ich irgendwo zwischen den Halmen stunde im endlosen Gestrüpp grüne Kräuter über mir, die wehenden Mattfahnen der Gräser, und hoch oben, schon m einer anderen Welt, ihre schweren glanzenoen Blüten gibt es, Margueriten, Flockenblumen, das Räbchen meint, sie trügen breite Federhute über ihren bärtigen Gesichtern. Unb blaue Glocken, - die haut ihrer Kelche ist so bünn baß bie Sonne blirchscheint, unb habet stürzen sich bte Hummeln einfach kopfüber hinein, ohne alle Vorsicht mit ihrem Bärenungestüm. Sie kommen auch zu mir, i«h habe mein eigenes Ohr wie eine Blute feitet, unb dabei halte ich listig den Atem an unb bi mühe mich sehr, ganz still zu sein, ganz zur Wiese Oer Arzt ist nur für die Kranken da! Kein „Mädchen für alles". Auch her Arzt ist nur ein Mensch. Besonders währenb des Krieges hat er aus den befonberen Umständen heraus meist boppelte und dreifache berufliche Bürben zu tragen. Trotzdem erfüllt er stets gern unb hilfsbereit feine Pflicht. Indessen ist es nötig, daß auch bie Volksgenossen für feine Arbeitslast und seine erhöhte Verantwortung mehr als bisher Verständnis aufbringen. Fn einem Krieg gibt es unter der kämpfenden Truppe naturgemäß immer Verwundete und Kranke. Nicht nur aus menschlichen Gründen, sondern auch aus her Erwägung heraus, diese Volksgenossen möglichst schnell wieder zum Einsatz zu bringen, ist in diesen Fällen sofortige und wirksame Hilfe erforderlich. Das Kostbarste in diesem Krieg ift das Menschenleben, unb deshalb muß gerettet werden, was zu retten ist. Hierzu benötigt bie kämpfende Truppe Aerzte, unb zwar viele und' tüchtige. So sind denn feit Kriegsbeginn viele Aerzte mit hinausgezogen, und mancher hat in Ausübung feiner Pflicht den Heldentod erlitten. Die in her Heimat verbliebenen Aerzte müssen die Praxis ihrer zum Wehrdienst einberufenen Kameraden mitoersehen. Hast du dir, lieber Volksgenosse, auch schon einmal überlegt, daß diese Aerzte hierdurch äußerst stark in Anspruch genommen sind? Weiht du, baß her Arzt von morgens sieben, acht Nhr bis abends acht, neun, zehn Uhr unterwegs ist, und dann auch noch — ohne Fliegeralarm — das zweifelhafte Vergnügen haben kann, in der Nacht zwei-, dreimal aus dem Bett geholt zu werden? Auch der Arzt ist nur ein Mensch, dessen Leistungsfähigkeit Grenzen gesetzt sind. Seine Arbeitskraft ist für bie Volksgemeinschaft derart wertvoll, daß alles unternommen werden muß, um sie zu erhalten. Der A r z t i st nur für hie Kranken h a ! Aber nur für die tatsächlichen, nicht aber für bie „einge- bilbeten" Kranken! Volksgenosse, belästige beinen Arzt nicht mit Bagatellen! Wegen eines Schnupfens laufe nicht gleich zu ihm! Bilde dir nicht ein, daß du unbedingt „Nervenstärkungsmittel", „Schmerzlinderungsmittel", „Schlafmittel" ober dergleichen benötigst! Ober wenn man an die Volksgenossen denkt, die sich tatsächlich einbilden, sie müßten bei der heutigen Lebensmittelzuteilung verhungern und nun den Arzt einspannen wollen, damit sie noch zusätzlich Lebensrnittel ergattern können. Sie machen sich alle möglichen Leiden, Schmerzen unb Gebrechen zurecht, um Vollmilch, Eier, Butter usw. zu erhalten. Sei dir doch darüber im klaren, lieber Volksgenosse, daß der Arzt an ganz bestimmte Vorschriften für die Beantragung von Lebensrnitteln gebunden ist. Wenn ein kranker Volksgenosse zusätzlich Lebensrnittel benötigt, dann beantragt der Arzt diese ganz von selbst und braucht nicht daran „erinnert" zu werden. Es ist schon bald nicht mehr aufzuzählen, für welche Zwecke von dem Arzt „Atteste" gefordert werden, welche Notwendigkeiten her Arzt „bescheinigen" soll. Deshalb verlange diese Atteste nur, wenn sie zur Bearbeitung deiner Anträge oder Anliegen auch tatsächlich erforderlich sind. Der Arzt ist kein Mädchen für alles! Deshalb merke dir folgende Grundsätze: 1. Nimm den Arzt nur in Anspruch, wenn du dich tatsächlich so krank fühlst, baß du beine gewohnte Beschäftigung nicht ausüben kannst. 2. Halte bich genauestens an bie Svrechstunben- Zeiten, beim her Arzt kann nur bei systematischer Einteilung seiner Zeit bas von ihm geforderte Maß an Arbeit schaffen. 3. Suche nach Möglichkeit den Ar.ft in seiner Sprechstunbe auf. Die Hausbesuche finb nur für bie schweren Fälle, unb außerdem hat der Arzt beute auch nicht mehr so viel Betriebsstoff zur Verfügung. 4. Die Bestellung her Hausbesuche muß — von bringenden Notfällen abgesehen — bis spätestens vormittags 9 Uhr erfolgen, bamit her Arzt sich seine Fahrten einteilen kann. 5. Denke baran, daß auch der Arzt bringend der Nachtruhe bebarf, unb rufe ihn nachts nur, wenn ein wirklich fchwerwiegenber Fall oorliegt. 6. Besonders überlastet finb bie Fachärzte. Deshalb gehe zuerst zu beinern Hausarzt. Er kann sest- stellen, ob er dein Leiben behanbeln kann ober bich an einen Facharzt überweisen muß. 7. Rufe in Notfällen immer nur einen Arzt! 8. Denke baran, baß heute her Arzt besonders den schaffenden Menschen in wehrwichtigen Betrieben betreuen muß, damit seine Arbeitskraft uneingeschränkt erhalten bleibt. Diese Volksgenossen können sich nicht stundenlang in ein Wartezimmer fetzen. 9. Meckere nicht über deinen Arzt, wenn du im Wartezimmer warten mußt, ober wenn er nach beiner Ansicht bich nicht genau angehört hat, ober wenn er bich nach beinern Anruf nicht sofort aufsucht. Denke baran, baß bu nicht her einzige Kranke bist! 10. Wer einen Arzt ohne genügenden Grund — besonders nachts — zu sich ruft, wer einem Arzt in der Sprechstunde durch Bagatellsachen die Zeit wegnirnrnt, handelt unverantwortlich und vergeht sich an der Volksgemeinschaft. Volksgenossen, übt auch in dieser Hinsicht Disziplin! Durch Einhaltung dieser Grundsätze helft ihr mit, daß bie ärztliche Versorgung her Kranken auch im Kriege gesichert bleibt. Wie wer de ich Offizier bei der Lustwaffe ? Deutscher Junge, willst hu Offizier bei her Luftwaffe werben, bann gibt es für dich zwei Wege: 1. Das Reifezeugnis (Abitur, Matura) bzw. dessen Zuerkennung für Schüler her 8. Klasse und bie Doll- enbung bes 17. Lebensjahres ist für die unmittelbare Einstellung als Offiziersbewerber Voraussetzung. Einstellung 1941: am 1. November. Melde- termin bis spätestens 1. 9. Einstellung 1942: Für alle Offizierslaufbahnen her Luftwaffe (Flieger-, Flak-, Luftnachrichten- und Jngenieurosfizierslauf- bahnen des Flugwesens) im Frühling bzw. im Herbst. Bekanntgabe des Einstellungstermins erfolgt rechtzeitig in der Tagespreffe. Wünsche für eine bestimmte Waffengattung werden berücksichtigt. Bewerbungsgesuche kannst bu zu jeher Zeit bis zwei Monate vor Einstellungstermin an bie Annahmestelle für Offiziersbewerber her Luftwaffe richten, die deinem Wohnsitz am nächsten liegt: Annahmestelle 1: Berlin-Charlottenburg, Uhlanbstraße 191; Annahmestelle 2: Hannover, Escherstraße 12. Auskunft über alle Fragen sowie ein Merkblatt erhältst bu bei allen Wehrersatzdienststellen. gehörig. Aber ich bufte nicht verlockenb genug, plötzlich entschwinbet das brummenbe Ding mit einem mächtigen Schwung im Blauen. Darüber vergeht eine lange Zeit. Ich sollte vielleicht nicht hier liegen unb mein Dasein leichtsinnig oergeuben. Jetzt müßte ich etwas Großes anfangen, ein schwieriges Werk, bas meinen Tob überbauert. Aber was ist nun eigentlich wichtig in her Welt Was könnte man tun, um einen Platz unter ben Gestirnen zu erobern: Ein Mensch baut Pyramihen, ein anberer sitzt fein Leben lang in her Einöhe für bas Heil feiner Seele, unb her Himmel lächelt über beiben. Ja, her Himmel kann lächeln, er trägt bas Geheimnis in feinem Schoß. Der Notaussah. Eine Schülergeschichte von Franz Lüdtke. Das auszuhalten war unmöglich! Die Minuten behnten sich zu Stunben, bie Stunben zu Tagen unb Ewigkeiten. Wer hätte geahnt, baß Tage fo enblos sein könnten! Im bie letzten braußen, vor bem Schloß, Unter ben Linben, am Branbenburger Tor — bie waren im Flug bahingesaust, aber nun — es war eine Qual! An allen Bahnübergängen sah man Militärzüge rollen. Tücherschwenken, Lieder! Unb bann bie Kameraden aus ben anberen Klassen! Die waren schon eingereiht, übten, schossen, trugen ^elbgrau — unb sie, bie Primaner von 1914, mußten bie Notprüfung ablegen, währenb in her Ferne, an Ostpreußens Grenzen unb vor Lüttich, bie Geschütze bonnerten. Gestern war hintereinander Mathematik, Latein, Französisch geschrieben worben. Heute kam Deutsch heran, und bann war münbliche Prüfung. Fritz Sandmann sah mißmutig nach her Uhr. In fünf Minuten, stellte er fest. Wozu nur die Plage? War's nicht wichtiger hinauszueilen, war nicht jeher Tag bebeutungsvoll? Unb hier sollte man sitzen unb wie gestern über greuliche mathematische Formeln, so jetzt vielleicht über bie „Iphigenie" ober bie „Braut von Messina" schreiben? Ja, bie „Braut", bas wäre noch gegangen, sie enthielt herrliche Worte, bie in diesen Stunben ihren Sinn erhielten! „Aber her Krieg hat auch seine Ehre!" Da wollte er schon fertig werben! Doch wer wußte, was noch kommen würbe? Auch bie Freunbe teilten feine Besorgnisse, aber die meisten bachten im Augenblick nur wenig an M das. „Wo melbe[t bu dich?" — „Bist bu schon 2. Auch ohne Reifezeugnis kannst bu, beutscher Junge, Offizier werben, wenn hu bei mehrmonatiger Bewährung als Solbat burch Charakter unb Leistung hervorstichst und dir burch beine militärischen Vorgesetzten bie Eignung zum Offizier zugesprochen wirb. "In biesem Falle richte bein Gesuch um Einstellung als Freiwilliger an beine Wehr- ersatzbienftstette! Zugehörigkeit zur Flieger-HI. ober zum NSFK. verpflichtet erst recht zu freiwilliger Meldung. Verdunkelungseinrichtungen nachsehen! In biefen Tagen bes Spätsommers, wo die Nächte wieher länger werben, wirb bas Verbunke- lungsproblem wieher mehr unb mehr an die Volksgenossen herantreten. Der Abend kommt jeben Tag früher ins Zimmer, unb ba müssen wir auch wieher mehr an unsere Verbunkelungseinrichtungen denken. Gar mancher Riß wird sich bei genauerer Untersuchung feststellen lassen, und auch sonst wird vieles nicht mehr ganz in Drbnung fein. Auch her kleinste Lichtschein, her durch die Ritzen bringt, kann genommen?" — „Als Freiwilliger ober Fahnenjunker?" — „Garbe ober —?" So ging es hinüber unb herüber. Da tat sich bie Tür auf. Der Deutschlehrer trat ein. Beinahe heiter blickte er, als er bie zwanzig Augenpaare an seinen Lippen hängen sah, ba jetzt schließlich hoch die Frage wichtig würbe: „Braut" ober „Iphigenie"? „Ich will Sie nicht warten lassen! Schreiben Sie kurz unb knapp! Das Thema lautet: Was bewegt mich in btefer Stunbe?" Ein Aufatmen — Gott fei Dank! Unb nur eine Stunbe brauchten sie zu schreiben, unb gleich ins Reine, frisch vom Herzen los! Fritz Danckmann überlegte, währenb bie anbern bie Feber nur so über bas Papier gleiten ließen. Er merkte bas kaum. Sinnenb saß er ba. Er wollte über bas, was er empfanb, klar werben. Er begriff, baß er sich barüber eigentlich noch feine Rechenschaft gegeben hatte bei all bem ungestümen Drang, nur hinauszukommen, nur braußen zu fein bei ben Taufenben unbekannter Solbaten, bei bem Ringen um bas, was Deutschland) hieß. Er sann. Da hatte er Jahre um Jahre gelebt, als Kinb, als Knabe, nun als Jüngling. Jetzt hatte sich ein Garten vor ihm auftun sollen, bas Bunte, Vielgestaltete, das entbeckt fein wollte, bas Leben, bie Freiheit, Stubentenlust ... Da schlug mit ehernen Tönen bie Weltenuhr unb rief zu ben Waffen, für bas plötzlich bebrohte, von sinnloser Feinbschaft umstellte unb gehetzte Vaterlanb. Ja, er will bie Seinen schützen, bie Eltern, bie jungen Geschwister — alle, bie hierbleiben müssen, Vaterhaus, Stabt, Walb, bie Felber, bas schöne, weite öanb — für alle unb alles quillt eine heiße, nie zuvor gekannte Liebe in feinem Herzen auf. Sich hingeben, sich opfern! Nur etwas erreichen, Dollenben wirken — für bas unsagbar Heilige: bie Heimat. Er staunt: wie wirb sein kleines, bescheibe- bes Dasein mit einemmal so groß, bebeutungsvoll — burch bie Aufgabe. O, er wirb sie nicht lassen, diese Ausgabe, er wirb sie halten, sie erfüllen, er ist bankbar, baß Gott sie ihm gab ... Er schreibt nicht, er sinnt. Ihm ist es, als trüge er bas beutsche Lanb, als hätte er allein es zu schützen, als hinge von seinem Kampf Sieg unb Herrlichkeit ab. Unwillkürlich strafst sich sein Körper, seine Augen leuchten, sein Gesicht glüht ... Da hört er, erwachenb, Worte — wie aus einer anberen, längst vergessenen Welt: „Bitte, geben Sie bie Aussätze abl" unter Umständen zum Verräter werden. So entsteht mit ben kürzer roerbenben Tagen für uns eine große Verpflichtung ber Allgemeinheit gegenüber, bamit bann, wenn bie langen Verbunkelungszeiten angebrochen finb, alles in bester Drbnung ist. Jetzt haben wir noch genügfnb Zeit, bie Verbunkelungs- einrichtunaen in Ruhe zu überprüfen unb auch bie behelfsmäßigen Vorrichtungen bes letzten Winters, bie hin unb wieher noch anzutreffen sinh, burch sachgemäße Verbunkelungseinrichtungen zu vervollkommnen. Wir sparen uns baburch viel Mühe und Aerger. Unterlaßt jede überflüssige Reise! Die Leitung bes heutschen Frembenverkehrs for« bert alle Volksgenossen bringenb auf, jede überflüssige Reise zu unterlassen. Die Frembenverkehrs- orte in vielen heutschen Gauen finb so stark besetzt, haß ErHolungsuchenhe zur Zeit entroeber gar nicht ober nur in sehr beschränktem Umfange ausgenommen werben können. Wer feinen Erholungsurlaub aus beruflichen ober familiären Grünben während ber Hauptreisezeit nehmen muß, möge vor Beginn her Reise beim zustänbigen Verkehrsamt ober Lau- besfrembenverkehrsverbanb ober im Reisebüro anfragen, ob er am Reiseziel Unterkunft finben wird. Richt vergessen: Epinnffoffsammlung! In Kästen, Schränken, Säcken, Truhen Viel Lumpen, Flicken, Reste ruhen. Den Motten ein gefunb'nes Fressen Sinb sie im Haushalt längst vergessen. Der Hänbler rückte ein zur Wehr Unb holte sie schon längst nich^ mehr. Doch Hausfrau'n, Mäbchen, Junggesellen. Sie eilen zu hon Sammelstellen. Urfunhen gibt's für Liebestaten, Den Nutzen haben bie Solbaten, Für bie viel gute, neue Sachen Die Spinner unb bie Weber machen. Geldüberweisungen an Wehrmachtsangehörige. An Wehrmachtsangehörige im Deutschen Reich, im Protektorat Böhmen und Mähren sowie in den. Niederlanden können Geldbeträge in jeder Höhe und auf jede Weise (burch Postanweisung, Zahlkarte, Bankscheck usw.) überwiesen werben. Nach allen sonstigen Gebieten, in denen sich Teile der deutschen Wehrmacht befinden, sind Geldüberweisungen, sofern sie nicht grundsätzlich verboten sind, nur durch Feldpostanweisunq statthaft. Jede andere Uebevweisungsart, insbesondere durch Beilegen des Geldes in Feldpostbriefe oder in Feldpostpäckchen, ist verboten unb wirb als Devisenvergehen bestraf t. Mittels Fel dpo st Überweisung bür» fen monatlich insgesamt gesanbt werden nach: bem Generalgouvernement, Belgien und Frankreich Beträge bis zur Hohe eines Monatswehrsoldes, höchstens jedoch 100 RM., nach Dänemark Beträge bis zur Höhe eines Drittels bes Monatswehrsolbes. Nach allen nicht aufgeführten Ländern (Norwegen, Italien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowakei, Griechenland, Kroatien, Serbien usw.) ist jede Ueberweisung von Geldbeträgen verboten. Ich das Aufenthaltsland eines Wehrmachtsangehörigen nicht bekannt, hat jede Ueberweisung von Geld zu unterbleiben. Die Ueberfenbung von Geldbeträgen an Wehrmachtsangehörige wird überwacht: soweit Gelder unter Nichtachtung dieser Vorschriften eingezahlt werben, gehen sie an benAbsenber zurück. Ein kranker Zahn kann den ganzen Körper vergiften. Grund genug, um es nicht dazu kommen zu kaffen. Chlorodont we'St d6.n Weg zur .richtigen Zahnpflege ? Ihm stockt einen Augenblick ber Atem. Keine Zeile steht auf seinem Blatt — nur bie Ueberfchrift. „Was bewegt mich in dieser Stunbe? „Danckmann, Ihre Arbeit!" Da faßt er sich. „Sofort, Herr Doktor!" Unb bann schreibt er — bann jagt seine Feder... „Mich bewegt ein einziger heißer Wunsch: für mein geliebtes Volk zu kämpfen, damit es frei bleibt unb groß, damit es — Deutschland bleibt!" Er loscht ab unb reicht bas Blatt seinem Lehrer. Der sieht ihn fragenb an — aber Sandmanns Augen leuchten so voll Glanz, baß er nichts sagt. Später ist münbliche Prüfung. Aber mertroürbig, bie Stunben erscheinen ihm nicht mehr lang, immer wieher gleitet er in bie Stimmung zurück, bie er vor kurzem hurchlebt. Schließlich wirb das Ergebnis verkünbet: Alle haben bie Prüfung bestauben — alle finb für reif erklärt, hinauszugehen — für Deutfchlanb. Ein leiser Jubel, ein Hänbebrücken unb Glückwünschen, unb bann ins Unbekannte ... Namenlose ... ins Schicksal ... Als Fritz Sandmann seinem Deutschlehrer bis Hanb reicht, zum Abschieb, drückt dieser sie kräftig unb sagt: „Lieber Freunb, auch Ihr Aufsatz ift ausreichend gewesen. Eigentlich kann man ihn sogar gut nennen. Denn wirklich, Sie haben alles ausgebrüdt, was in Ihrem Herzen klingt, nur kürzer, knapper als Ihre Kameraben, aber — vielleicht einbringlicher. Leben Sie wohl — unb seien Sie bebanft für das Leuchten, bas ich heute in Ihren Augen sah!" Das waren die Kriegsprimaner. Das war bis Jugend, die mit dem Deutschlandlied auf den Lippen bet ßangeinard stürmte. ßangemard — lange hat man gefragt: Warum? War es nicht ein nutzloses Opfer? Verloren wir ben Krieg nicht trotz ßangemard?1 Wir verloren ben Krieg — aber wir gewannen bie Zukunft. Aus bem Sturm unserer Kriegsprimaner unb Studenten bei ßangemard würbe ber Mythus eines Volkes, das unsterblich ist. Das Blut, bas bei ßangemard stoß, würbe Saat, und die Saar würbe Ernte, ßange schlummerte hie Saat, bann aber wuchs sie unb reifte unb gab herrliche Frucht. Ihr feib nicht tot, ihr Kriegsprimaner von 1914, auch wenn her Acker euer Blut trank. Ihr feib ein Teil ber Ewigkeit unseres Volkes, unb wenn bis jungen Solbaten heute stürmen, wo es auch fei, bann weiß es jeher: auch ihr „marschiert im GeiA in unfern Reihen mit..." L ’pi*11 verurteilt. S.jlxfportf 54. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) stehen. touchiert werden. in die Manschettendichtlungen, an die Den« Stoßstangen muß noch gedacht werden. Auch an tile, die '5; welen, Tafelgeschirr, Bestecke, Kristall, Wäsche, Kleidungsstücke usw. übersichtlich ermöglicht. Gleichzeitig enthält das Formular zwei Vordrucke für Zeugenbestätigungen. Diese Aufstellung kann bei Bomben- oder Brandschäden für die Frage der Schadensanmeldung von Wert sein. Das Formular kann durch Papiergeschäfte bezogen werden. Herzschlag regeln und seine Wirkung übertragen oder zum Stillstand bringen. Schon greifen auch Zahnräder in Zahnräder O ja, man hat doch allerhand geschafft in dieser langen Zeit, und wenn Herr Konrad Lietzendorf sich nicht beeilt, sich nicht sehr beeilt, dann könnte es sein, daß man selber ... Nicht vorspulen! Lieber die Gedanken und die Augen bei der Ar« beit haben! Hier sind sie nötiger! Unendlich viel haben sie noch zu schauen und zu überwachen. Noch gilt es zu drehen und zu bohren, abzurich« ten, zu schleifen, hobeln./ Noch tausend-, tausendmal wird die Grobfeile über die Metalle kreischen, wird die Schlichtfeile die Teile passend und glatt machen. Aber auch damit ist's noch lange nicht getan. Der Schweißer muß heran. Und der Nieter. Und die Lager für die Kreuzköpfe müssen noch Ihre Entschlüsse sind schnell gefaßt. Die Dominik- Werft arbeitet ja wohl mit dem Bankhaus Schneider & Co.? Sie kennt den alten Peter Schneider sehr gut. Schon von der Schule her. Auch als Gast ihres früheren Hauses. Sie ruft ihn einfach an. „Herr Schneider, würden Sie mir wohl in einer wichtigen Angelegenheit einen Gefallen erwqisen?" Peter Schneider ist sehr verbindlich. „Selbstverständlich! Sehr gern, gnädige Frau!" „Dann bitte, kommen Sie doch auf eine Viertelstunde zu mir, wenn es Ihre Zeit erlaubt! Sie wissen wohl, wo Sie mich erreichen?" Schneiders Stimme wird plötzlich belegt. Die Aufforderung scheint ihm nicht so ganz nach dem Sinne zu sein. Aber schließlich sagt er doch zu. Und kommt. Martha Lind geht ohne viel Umschweife auf ihr Ziel los. „Ich möchte ein Geschäft mit Ihnen machen, lieber Herr Schneider, eine finanzielle Transaktion." „Sehr interessant, gnädige Frau! Sie wissen, daß Sie bei mir kulant und seriös bedient werden. Handelt es sich um Aktien?" Martha freut sich, daß die Dinge so gut vorangehen. „Nein, um ein Darlehen." „Wieviel, gnädige Frau?" „Eine Diertelmillion." „Viel Geld heute, gnädige Frau! Brauchen Sie es für sich persönlich?" An die Möglichkeit einer solchen Frage hat Mar- tha noch gar nicht gedacht. Natürlich! Sie kann doch nicht sagen, daß sie das Geld für Friedrich Dominik nötig habe. Das w"rde ein schiefes Bild schaffen. „Jawohl, für mich persönlich", lügt sie und hat mit einem Male die Sicherheit, daß das gar keine Lüge ist. Denn was für Friedrich Dominik ist, das ist auch für sie. Es gibt da keine, Unterschiede und keine Trennungen. Turnier in Frankfurt a. M.: 27.Z28. September: Stahlunion Düsseldorf — Hessenmeister; Kölner BC. *— Südwestmeister. Die vier Turniersieger kommen in die Schlußrunde, die am 11. und 12. Oktober an einem noch zu bestimmenden Ort durchgeführt wird. Letzter deutscher Handballmeister der Frauen war der VfN. Mannheim. 1500 Meter in 3:47,6 Minuten. Neuer Weltrekord des Schweden Gunder hägg. Das überragende Ereignis bei den schwedischen Leichtathletikmeisterschaften in Stockholm war der 1500-Bleter-Weltrekordlauf des jungen Gunder Hägg in 3:47,6 Minuten. Der Schwede unterbot damit den von dem Neuseeländer Jack Lovelock bei gemocht. Und er sie auch. Das weiß sie. Und trotzdem! Die Sache Dominik muß verzweifelter als sie bisher meinte. Eine Weile überlegt sie. Wie helfen? Uebermorgen braucht er das Geld. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M Böttcher. Volksgenosse, hast auch Du schon Dein Päcklein zur Spinnstoffsammelstelle getragen? Vergiß nicht, daß auch das kleinste Stückchen von Wichtigkeit ist! £ii $ont n vor den verschiedenen Hexenpilzarten mit rotem Stiel, roten Poren (Hutunterseite) und mit blauoer- särbendem Fleisch; mit den Hexenpilzen kann nämlich der giftige Satanspilz verwechselt werden. — Zum Schutze vor unangenehmen Verwechslungen und vor Vergiftungen wende man sich im.Zweifelssalle an die nächste Beratungsstelle oder e i n"i'e « Wustr g M daß dei Ei des 2 Er eine 2os Et Es wi Merirags M |ie in Mres 1941 M hervor, MM Ml icjr bis Kr Migsmach «Ä es wö M mit 5 to- die zr langem* jii einen C Im Gen nsch geö oor IG us den man le B wen N r. znahme f' Freih U übt die W Ä" am N i Haupt W A Star W Äe, den f rs Ei nbem Serbin ferben JSmol WO Di ’M Wijio k Qbe; Jptui ji^os be IvNrat kJ Tin Schweinemarkt in Schotten. L * Schotten, 12. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 272 Ferkel und Läufer- ' fchweine zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Tiere 20 RM., 8 bis 9 Wochen alte 25 bis 30 RM., 10 bis 12 Wochen alte 30 bis 35 RM., Läufer 50 bis 53 RM. das Stück. Markt-