Samstag. 12. / Sonntag, 15. Juli 1941 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen r fie fluni »eil 5 Gegen den LlGA.-Zmperialismus ch. Ironteindrücke spanischer Journalisten Äunä ein« 1= es euroiaVtöfe in flän3 Europa Iraurigteit, mit ihren undurchdringlichen Staub- w feeVnt'lor't gSantÄ a^en.^ "nd $ lorhtihmf.» S\nfP( wie Island Panzerwagen, die nach Meinung des Gegners nur fi den nF nicht im eine im alter ls« es ten mb s. iu t L n t. u *r r u s r Ü n r Zchristleltung und Geschäftsstelle: Gießen, Schulstrahe 7-9 irten an wird. Der Sonderberichterstatter der Agentur EFE, Garriga, schreibt aus Brest-Litowsk: „Europa wäre heute bolschewisiert, wenn Senin und Stalin fähig gewesen wären, ein erstklassiges Heer zu organi- ,ieren und damit unseren Kontinent zu erobern. Stalin hat sich als großer Machiaoelli erwiesen, aber bei der Generalprobe hat er versagt. Die Sowjetarmee war mit einem U eberschuß an Material versehen und hatte sich ständig die besten Erfindungen amerikanischer Ingenieure an Tanks, Geschützen, automatischen Waffen und Flug- zeugen zunutze gemacht. Aber das Material ist dem deutschen unterlegen, der Stahl ist schlecht. Die Sowjetsoldaten kämpfen wie fanatische Barbaren. Aber die Wildheit wurde zur Stumpf' Der Wehrmachtbericht. DHB. Musbern Führerhauptquartier, 11. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist mit der D o p P e t f ch l a ch t um V i a l y st o k und Minsk nunmehr diegröhte Material- schlacht und Umfassungsschlacht der Weltgeschichte abgeschlossen. 323 898 Gefangene, darunter mehrere kommandierende Generale und Divisionskommandeure, fielen in unsere Hand. 3332 Panzerkraftwagen, 1809 Geschütze sei leicht, eine nicht verteidigte Insel wie Island durch die USA.»marine besetzen zu lassen. In Afrika lägen die Dinge aber anders, da dort die französische Flotte bzw. das Heer gute Wacht hielten. Frankreich wird Dakar verteidigen Druck und Verlag: vrühlfche Universttatsdruckerei». Lange Ll-Vooie und Lustwaffe versenkien 31600 ART. Oie Ooppelschlacht von Bialystock und Minsk. — Bomben auf Hüll, Great Yarmouth und Berwick.-Wieder schwerste britische Verluste an der Kanalküste. 27 000 BHI. Ostworts peterhead wurde durch die Luftwaffe ein Frachter von 4000 BEI. versenkt. In der letzten Nacht bombardierten starke verbände von Kampfflugzeugen den versorgungshafen hüll am humber mit durchschlagendem Erfolg, weitere Luftangriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen von Great Jarmoulh und Berwick sowie Flugplätze und Scheinwerferstellungen in Ost- und Südengland. Bei B e r s u ch e n des Feindes, am gestrigen Tage die K a n a l k ü st e anzugreifen, schossen Jäger 21, Flakartillerie 4, Marineartillerie 3 britische Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften eine geringe Fahl von Spreng- und Brandbomben an einigen Orlen Westdeutschlands. Die Verluste der Zivilbevölkerung sind gering. Erfolgreicher U-Boot-Angriff • gegen Seleiizug. Berlin, 11. Juli. (DNB.» Ein deutsches Unter, feeboot griff am 9. Juli an der Westküste Afrikas einen britischen Geleitzug an. Zwei der Südkurs laufenden Handelsschiffe wurden heraus- geschossen. Bei den versenkten Frochtdampfem handelt es sich um den „Designe r" mit 5945 BRT. und die ^noerne ß" mit 4897 BRT. mit >eiß Mi- ab ißig rre. sich icht' stets »gen ■ W Annahme von Anzeigen für die MittagSnummer biS8'/,Ubr deö Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rpf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr heit, als sie ihre Unterlegenheit begriffen hatten. Wir sahen auf einer Straße 6000 sowjetische Gefangene, die von nur 30 deutschen Soldaten auf Fahrrädern bewacht wurden. Diese 6000 waren das Abbild der 170 Millionen Menschen in der Sowjet« union, die 25 Jahre lang durch den schlimmsten Terror in Schach gehalten worden waren. Wenn diese Wesen mit dem zivilisierten Europa in Berührung kommen, dann werden sie zweifellos den Kommunismus verdammen, der ihnen 25 Jahre lang vom „Sowjetparadies" und dem „Elend des Westens" vorgefafelt hat. Die Kampfkraft der Sowjets wurde nicht durch das mangelhafte Material, sondern auch durch schlechte Organisation und Mangel an technisch geschultem Personal gelichm^- w Seen •m m rit 'N, init au« alle Rumäniens Krieg gegen die Sowjets Von unserem Dr. H.-Korrespondenten. diese deutschen Soldaten auf ihrem Eilmarsch aufhalten will. Wer den unwahrscheinlichen Kampf aus der Nähe betrachtet hat, wer den Menschen auf der einen und auf der anderen Seite in die Augen geschaut hat, für den gibt es nicht den geringsten Zweifel, wer hier als Sieger hervorgehen deutsche Kriegsmaschine auch ohne ihre Mithilfe mit den Sowjets fertig werden kann. Aber dadurch, daß Adolf Hitler die militärische Unterstützung dieses von den Sowjets gedemütigten Landes annimmt, ja sogar dem rumänischen Stagtsführer General Antonescu — einem Manne, der allerdings das übliche Format weit übersteigt — das militärische Obekommando über die verbündeten Streitkräfte an der gesamten rumänischen Front anvertraut, würdigt er das nationale Selbstbewußtsein der Rumänen und gewinnt, nachdem zunächst die Vernunft sie auf seine Seite gebracht hat, auch ihre Herzen. Waren die Sowjets wirklich so kurzsichtig, daß sie um des wirtschaftlich für sie nicht allzu bedeu denten Bessarabiens willen alle Welt auf ihren Ausdehnungsdrang aufmerksam machen und warnen mußten? Selbstverständlich geht es nicht um diesen, im gesamtrussischen Format gesehen, unbedeutenden für Rumänien allerdings wichtigen Landstreifen allein. Hier tritt die so wenig wichtig! erscheinende Streitfrage in den Rahmen großer europäischer und Weltpolitik: Bessarabien ist das Sprungbrett, von dem aus der russische Bär seit Jahrhunderten versucht, am Schwarzen Meer entlang zu den Dardanellen zu gelangen.! Aus demselben Grunde besetzte das zarische Rußland 1812 die bis dahin zum Herrschaftsbereich der Hohen Pforte gehörende Landschaft im Karpathen- Dorland, die bereits von den Türken, wie der Name der Stadt Bender (rumänisch: Tighwa) beweist, als das „Tor" zwischen zwei Welten angesehen wurde. Selbst die russischen Statistiken wiesen immer eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mit moldowanischer (d. h. rumänischer) Sprache in diesem Gebiet aus. Wie großen Wert die Russen immer auf dieses Land legten, geht daraus hervor, daß sie auf dem Berliner Kongreß von 1878 die Rückgabe der 1859 nach dem Krimkrieg an die rumänischen Fürsten-! tümer gegebenen bessarabischen Kreise Eahul, Bolgrad und Ismail erzwangen, obwohl ihnen das kleine, aber schlagkräftige rumänische Heer durch die siegreiche Schlacht bei Plewna den entscheidenden Sieg über die Türken davonzutragen geholfen hatte. Die Enthüllungen Adolf Hitlers über die Absichten der Russen in Bulgarien und die Versuche der russischen Diplomatie, die Engländer zur Anerkennung der russischen Ansprüche auf die Dardanellen, gegen den türkischen Bundesgenossen, zu bewegen, genügen durchaus, um das Bild vollständig zu machen. Der gegenwärtige Krieg aber wird endlich mit jener schlau durchdachten bolschewistischen Taktik, Bundesgenossen zu gewinnen, um sie hinterrücks zu verraten ein Ende machen. und heroische Spanien In den Kampf für seine unwandelbaren Ideale." Das Generalsekretariat der spanischen Falange teilt mit, daß sich alle führenden Männer der Lau- desführung und der (Bauleitungen der Falange als Freiwillige für die Blaue Division gemeldet haben. Da es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, die Falange ihrer Führung zu entblößen, hat zunächst nur eine Gruppe von Falangesührem die Genehmigung zur Teilnahme an den Kämpfen gegen den Bolschewismus erhalten. Die Gruppe, welche später durch andere Falangesührer abgelöst werden soll, setzt sich aus folgenden bekannten Falangisten zusammen: der Chef des Generalstabes der Falangemilizen Mora Figueroa, der nationale Studentenführer Miguel G u i t a r t e, die (Bauleiter von Leon, Palenvia, Zamora, Cuenca, Granada, Toledo, Albacete sowie der Nationalrat Augustin Aznar, Dionisio Bidrejo, Mitglied des Nationalrates und früherer Propagandasekretär, Graf M o n t a r c o, Mitglied des Nationalrates, der während des Bürgerkrieges Sekretär von Serrono Suner war, sowie das Nationalratsmitglied Eguila. Eine niederländische Legion gegen den Bolschewismus. Den Haag, 11. Juli. (DNB.) Der Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, S e y ß - I n q u a r t, wandte sich in einen Aufruf an die niederländische Bevölkerung, im Rahmen einer freiwilligen Legion an den Kämpfen gegen den Bolschewismus teilzunehmen, der ganz Europa bedrohe. Bereits Taufende von Niederländern kämpfen in den Reihen des deutschen Heeres für den Bestand und die Zukunft Europas. Generalleutnant a. D. Sepf färbt, früher Chef des niederländischen Generalstabes, hat die Bildung der I Freiwilligen-Legion übernommen. General oet)f- färbt verweist seine niederländischen Volksgenossen auf die Verantwortung der Stunde. Jetzt könne das niederländische Volk durch aktiven Kamps gegen den Bolschewismus beweisen, daß es feiner Zukunft wert fei. Spaniens „Blaue Division". Die ersten spanischen Freiwilligen verließen spanischen Boden. Madrid, 11. Juli. (Europapreß.) In der Nacht | zum Freitag haben die ersten spanischen Freiwilligen spanischen Boden verlassen, um an der Ostfront eingesetzt zu werden. Hierzu schreibt „ABC", daß diese Jugend, die nun wieder gegen den Bolschewismus antritt, mit den Lorbeeren des spanischen Krieges bedeckt sei, jener blutigen Aus- einandersehung, die Prolog und Anfang des jetzigen Kreuzzuges gewesen sei. „Ihre jetzige Reise durch Europa wird überall mit wärmster Sympathie begrübt Die Gesamtheit der Parteiführung, alle Nationaldelegierten und Promnzial- chefs haben sich vom ersten Augenblick an zur Der- Ifüqunq gestellt, um an der Spitze aller Falangisten das Schwert gegen den Bolschewismus zu ziehen. Mit &£ LivijiM" llllMiert dos W Klare Fronten. Die Ereignisse dieser Woche waren dazu angetan, in der großen weltpolitischen Auseinandersetzung unserer Zeit die Fronten zu klären. Deutschlands Aufruf zum Kampf gegen den Bolschewismus hat bei allen Völkern Europas beispiellosen Widerhall gefunden und den Kontinent in dem Willen geeint, eine politische Erscheinung mit Stumpf und Stiel auszurotten, die aus kaltem jüdischem Intellekt geboren auf einem Trümmerfeld nationaler Kultur den proletarischen Klassenstaat als Machtinstrument für die blutige Gewaltherrschaft einer kleinen Gruppe gewissenloser Tyrannen zu errichten strebte. Das faschistische Italien, einst entstanden aus dem Abwehrwillen des italienischen Volkes gegen die zersetzende Wühlarbeit des Kommunismus in den Jahren tiefster Erschöpfung nach dem Weltkrieg, steht in diesem Kamps mit ehrlicher Ueberzeuaung Seite an Seite mit dem Partner der Achse. Der Duce hat bereits italienische Truppen besichtigt, die für den neuen Kriegsschauplatz im Osten bestimmt sind, ihr Erscheinen wird das Gemeinsame auch dieses Kampfes unterstreichen. Die unmittelbaren Nachbarn der Sowjetunion in Europa, Rumänen, Ungarn, Slowaken und Finnen stehen in einer Front mit der deutschen Wehrmacht und drängen in enger Verbindung mit ihr siegreich nach Osten vorwärts. Aber auch die anderen europäischen Nationen, die vom Krieg bisher nur mittelbar berührt oder durch eine falsche Orientierung ihrer Regierungen in ihn hineingezogen waren, haben den Kampf zur Vernichtung des Bolschewismus als ihre ureigenste Angelegenheit beariffen. Sie alle haben ja schon die zersetzende Wirkung des bolschewistischen Giftes am eigenen Leibe gespürt und während zweier Jahrzehnte in einem mehr ober weniger latenten Abwehrkampf gegen die Höllenbrut bolschewistischer Emissäre gestanden. Und wo liberalistisch demokratische Regierungen zu schwächlich waren, diesen Kampf mit den harten Waffen zu führen, der gegen die Todfeinde menschlicher Gesittung und staatlicher Ordnung allein Er- | folg versprechen, ober wo ber Bolschewismus in der 91- Jahrgang Nr. 16^ erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Biebener Familienblätter Heimat unBild DieSchvlle Brzugsvreis: Nonatlich.......RM 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 such bei Nichterscheinen pen einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Skmfvrechanschluß 2251 Dmbtanschrift:„Anzeiger" koslschea 11686 Franks ^M. Genf, 11. Juli. (DNB.) Die französische Presse und zahlreiche Mengen an sonstigen Waffen des unbesetzten Gebietes sagt zu der Landung nord- wurden erbeutet oder vernichtet. amerikanischer Truppen in Island, daß die Der- Damit hat sich die Gesamtzahl der bisher an der einigten Staaten sich nun inmitten der Kriegszone ystfront eingebrachten Gefangenen auf über einrichteten. Der „Petit Dauphinois" bemerkt zu den ’ ’ » ^nFe^^uICblth„1anbSa^rOifl°''1V^e ,nI I Die Zahl U -rb-u,°.en ober „ermüden feinb- ranzösischen Imperiums, welches Frank- lichen Materials ist auf ? 6 15 P a n j e r f a m p f • reich die Pflicht zu verteidigen hat. Eine solche wagen und 4423 Geschütze angewachjen. Operation der Vereinigten Staaten wäre so uner- Die Sowjetluftwaffe verlor bisher ins- martet, daß wir uns weigern, sie für möglich zu gesamt 6233 Flugzeuge. halten. Die Lorbeeren Churchills sind gegenwärtig ßatnpf gegen die britische Versor- nicht so, daß sie den Neid Präsident Roosevelts gungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im wecken könnten." — Zum gleichen Thema J^f^Pnoröatlantlf 4 feindliche Handelsschiffe mit „Progres", die Besetzung von Island bedeute, daß u ' die Vereinigten Staaten entschlossen seien, bem USA.= Transport nach England ein Maximum von Sicherheit zu garantieren, und eine solche Hanblung sei in Wirklichkeit eine klare Intervention. Was bleibe in dieser Angelegenheit von der Nicht- frieqführunq der Vereinigten Staaten noch ubng? Madrid, 11. Juli. (DNB.) Der „ABC -Kor- Eine Fiktion! respondent befindet sich mit sieben ausländischen che. Köstlich! Ich Ich« sie in unserem alten Gurten zwischen flaggenden Bettüchern auf und ab schreiten, neue Wäsche aufhängen, trockene abnehmen, säuberlich zusammensalten und in den zwelgnfsigen Wei- denkorb ordnen. Manchmal sang sre leise vor sich hin dabei, und der Wind trug ihre altmodischen Weifen weit fort. , Abends wenn die Arbeit getan war, packte ihr meine Mutter das Nachtessen in den Handkorb Frau Volz hatte Mann und Kinder daheim und wollte gerne mit ihnen essen. Wie reichlich gab ihr die Mutter! Ich entsinne mich deutlich, daß sie heimlich noch immer irgend etwas Nettes in diesen Korb schmuggelte. Ein Päckchen Kakao, eine Flasche Malzbier, ein Stückchen kalten Braten. Frau Volz sagte höflich: „Danke schön, gnädige Frau , und knöpfte sich dabei eine abgelegte Jacke meiner Mutter bis unters Kinn zu, weil sie so sehr fror. Ihre Finger sahen dann wie ausgemergelt aus, so weiß, faltig, verschrumpelt vom Wasierpantschen. Neunzehnhundertsiebzehn kam sie einmal mit einer schwarzgefärbten Bluse meiner Mittler, saß aus einem Küchenhocker und weinte Auch meine Mutter wischte sich die Augen, und unser altes Mädchen Anna schneuzte sich häufig. Herr Volz war ^^JchE'sah nur, wie blütenrein das Tuch war, in bas sie ihre Tränen weinte. Und ich ging zu chr i| ter^in Sowjetrußland verfügbaren Zahlen von Ml Hmeugen, die uns zu Gesicht gekommen ist, be- „ ief sich auf 15 000 Flugzeuge (1. und 2. Linie). (fli ganze Reihe dieser Flugzeuge fallen aus: sei ^au^Volz trug immer verbleichende Kleider tM ntii-er Mutter, darüber eine Jacke oder ein Woll- t M das Haar war zur Hochfrisur hlnaufgeichurzt, vcs längst aus der Mode mar. Sie hatte stets ire Laterne und einen Handkorb bei sich. M -Einmal, als ich längere Zeit krank aelegen hatte rtb des Nachts nicht schlafen konnte, sah ich Frau gegen Morgen zum Waschen kommen. Die 'Kn Straße gähnte öde und dunkel. Langst roare Laternen gelöscht, aber der helle Tag wollte ch! kommen. Es war stockfinster. Eine Laterne kam 'M weither angeschwenkt, und als sie naherkam, -k crte sie zu Frau Volz. Gelbe Blitze zuckten vor fa Schuhen aufs Pflaster. Die etwas gebückte 9.1x1t war in ein dickes Fransentuch emgewickelt. 8td der Kopf. hatte mich zum Fenster geschlichen, und wi^ vH ich vor Kälte und Fieber klapperte, konnte icy Nh doch nicht losreißen und ins warme Bett zu- Mriechen. Frau Volz schien so von Einsamkeit um- "frn zu fein da unten. So lange ich aber hier feil und meine Anteilnahme zu chr hinabschickte, Aibte ich in ihrer Nähe zu sein. Ich sah zu, wie Mas Waschhaus öffnete und hantterte. Das gewe 8i) wanderte hin und her. Es kann höchstens tir Uhr früh gewesen fein. • 2'hr bald quoll aus den offenen Türen eme '.Bl «< orrx r • ■. » < < . - * - ATA /1 Ml aufmarschiert gewesen waren, um einen Riesenstoß gegen Ostpreußen auf der einen, das Generalgouvernement auf der anderen Seite zu richten. Der schwedische Korrespondent saßt diese Vereinigung wunderlichster Gegensätzlichkeiten in folgende Worte zusammen: „Hätte Hitler mit seinem Entschluß noch eine Woche gewartet, so hätte das, was er jetzt mit relativ unbedeutenden Opfern erreicht hat, Ströme deutschen Blutes gefordert. Er hat die sowjetische Armee mit einem Knockout- Schlag mitten im Aufmarsch getroffen in einer Zeit, als diese Armee am meiften verwundbar war." Der Sowjetsoldat hat sich zäh und tapfer geschlagen. Es gibt auch Tiere, die tapfer kämpfen, ja die wegen ihrer Tapferkeit sprichwörtlich geworden sind. Don solcher Tapferkeit waren die Sowjetsoldaten. Der schwedische Schriftleiter . erzählt ein charakteristisches Beispiel. Einer der sowjetischen Gefangenen trat auf eine Tellermine am Straßengraben. Durch die Explosion flogen 25 der dichtgedrängten Gefangenen in die Luft. Die anderen zeigten überhaupt keine Gemütsbewegung. Sie begruben ihre Kameraden und stellten sich wieder zum Abmarsch auf, als ob nichts geschehen wäre. Daraus zieht der schwedische Zeitungsmann folgende Nutzanwendung: „Es reicht nicht aus, Massen von Geld in Kriegsmaterial zu stecken, man muß gleichzeitig einen G e i st schaffen, der todesverachtende Männer mit einer Sprengladung in der Hand allein und fteiwillig gegen die stärksten Festungen der Welt stürmen und siegen läßt. Diesen Geist kann man aber nicht durch Propagandafloskeln oder auch noch so schöne Radiovorträge schassen, sondern nur dadurch, daß man durch neue, revolutionierende, dem Zeitgeist entsprechende Ideale die opferwilligsten Antriebe des Menschen herausholt." Dr. Ho. Moskowien war an solchen Menschen niemals reich. Es ist vorgekommen, daß Richtkanoniere und Wagenlenker nach einer Ausbildung von nur einigen Wochen gegen den Feind geschickt worden sind. So arg war der Mangel an fähigen Menschen! Wie soll jetzt erst Ersatz geschaffen werden? Man kann ruhig annehmen, daß die Sowjetführung gar nicht mehr dazu kommt, die Ersatzfrage zu lösen, mag es sich nun um totes Material oder um Bemannungen von Panzern und Flugzeugen handeln. Diese schweren und unaufholbaren Verluste schlagen deshalb so stark zu Buch, weil das Sowjetheer an sich auf die Ausnutzung aller letzten technischen Errungenschaften eingestellt war. Ein schwedischer Korrespondent, der eben von der Ostfront zurück- gekehrt ist, stellt ausdrücklich fest, daß die Sowjetarmee in technischer Hinsicht bedeutend b e s s e r ausgerüstet gewesen ist als die im Frühsommer 1940 geschlagenen französischen und englischen Armeen. Er erklärt den geradezu wunderbaren Tatbestand, daß zwei so vorzüglich ausgerüstete Armeen im Raum von Bialystok und Minsk binnen 39 Stunden nach Ausbruch des Krieges eingeschlossen waren, aus dem gewichtigen Umstand, daß sich die höchste technische Ausrüstung der Sowjetarmee mit einer unglaublichen Nachlässigkeit und Dummheit auf der anderen Seite gepaart hätte. Die Sowjetführung war von sich derartig überzeugt, daß sie ihre hervorragend ausgerüsteten Armeen in den beiden weit nach Westen vorspringenden Bögen von Bialystok und Lemberg konzentrierte, obwohl hier die Gefahren der Einkesselung am größten waren. Für die Nachlässigkeit des Sowjetaufmarsches spricht es, daß am 22. Juni nicht eine einzige russische Luftabwehrkanone in Stellung gebracht war. Und das, obwohl die Sowjetarmeen vollzählig an den deutschen Grenzen weniger nähert. Eisreiche Jahre, durch die die Wachstumsperiode sich noch mehr verkürzt, bedeuten eine Katastrophe für den Bauern, der dann nicht genügend Futter für feine Herden hat. Der Jslandreifende hat unwillkürlich das Gefühl, daß diese Landschaft der Weltschöpfung noch näher steht als irgendeine andere. So urhast wirken die unendlichen, mit Geröll, Schlacke und Bimsstein bedeckten, hier und da mit Moosen und Flechten bewachsenen, baumlosen Ebenen, zwischen denen sich schroffe, mit Lava gefüllte Felsspalten öffnen, überragt von steilen, von ewigem Eise gekrönten, meistens in Nebel gehüllten Bergkegeln, von denen sich reißende Bäche und Ströme mit donnernden Wasserfällen zu Tal stürzen. Uraltes Vulkanland, vielleicht der letzte Rest einer Landbrücke zwischen Grönland und Nordschottland, von der alles übrige in einem der noch heute in Island häufigen Erdbeben in den Ozean versank, ist hier noch immer nicht zur Ruhe gekommen, und die glühenden Kräfte im Innern schaffen sich in Tausenden von heißen Quellen und Springquellen, in Vulkanen und Lavaströmen Luft. Feuer und Eis, die einander widerstrebenden feindlichen Elemente, herrschen unvermischt nebeneinander auf dieser Insel, dem alten Jsenland der Sage, wo eingefesselt und denn- noch flammenumlodert Brunhild dem Siegfried ent- s, veil sie — wenn auch in noch so gedrosselter M__an anderen Grenzen stationiert sind, sei es, RviiU sie sich in normaler Ueberh.olung befinden. 11 t e genaue Zahl der Panzer, über die die Zavjetroehrmacht verfügte, ist überhaupt nicht be- lyi't. Auch hier haben mir gelegentlich ein Hochst- jjftung von 15 000 Panzern angetroffen. Mehr fad b i e Hälfte dieser Höchstschätzung an Sow- Wpinzeni ist vernichtet! Denken wir uns einmal i ’ 7615 Panzer in einer einzigen riesigen Fahr- ob? ine mit einem durchschnittlichen Abstand von iC Meter voneinander, dann machen diese 7615 IWzer eine riesige Panzer-Schlange aus, die in der hrlinie von München bis Frankfurt a. M. reicht. ')« angenommene Abstand von 40 Meter ist mäßig, >«» io n ihm je zwei aufeinanderfolgende Fahrzeuge» "" iit eingerechnet sind, außerdem ist ein Durch- iti chi ttsabftand angenommen worden, obwohl Die ■::rr chreren und schwersten Panzer naturgemäß m -•* . AZ , r i V r f...... ....".Kam Xi A Pt A i M AM 11 nn zu entgehen, aber er führte eine jahrhundertelange Abhängigkeit für Island herauf, die mehr oder minder drückend war und noch vom 17. bis ins 19. Jahrhundert hinein durch das dänische Handelsmonopol den gesamten Handel der Insel lahmlegte. Die gewaltige Entwicklung des modernen Island, begann um die Wende zu unserem Jahrhundert, hat aber seit der Unabhängigkeitserklärung von 1918 ein gradezu atemberaubendes Tempo angenommen. Das Land, das kaum natürliche Boden«, chätze sein eigen nennt, das jeden Baustein, jedes Stück Holz, jeden Nagel einführen muß, hat in den letzten Jahrzehnten ungeheure Anstrengungen gemacht, um sich von dieser Abhängigkeit vom Ausland zu befreien und feine eigenen Kräfte zu mobilisieren. Dafür standen nur zwei Wege offen: dis abrikmäßige Ausnützung der Fischerei und die Schaffung 'moderner Verkehrsverhältnisse. In welchem Tempo die Industrialisierung vor ich ging, dafür zeugt das sprunghafte Anwachsen >er Städte, die Hauptstadt Reykjavik hatte im Jahre 1800 noch 300 Einwohner, 100 Jahre später waren es 3000, die in den letzten 40 Jahren auf 35 000 angewachsen sind. Während es vor 50 Jahren nur ganz wenige städtische Siedlungen gab, die kaum 5 v. H. der Bevölkerung beherbergten, sind jetzt längs der Küste eine Reihe kleinerer und mittlerer Industriestädte emporgeschossen, in denen fast 50 v. H. des ganzen Volkes wohnen. Wo bis vor kurzem das isländische Pony das einzige Verkehrsmittel war, da verbinden jetzt breite Autostraßen die einzelnen Siedlungen. Das Verkehrswesen steht an zweiter Stelle der Staatsausgaben, von denen es ein Fünftel verschlingt. 1930 wurde durch Er- richtung des Senders von Reykjavik der Rundfunk eingeführt, und schon heute ist Island eins der Länder mit der größten Zahl von Radioapparaten auf den Kopf der Bevölkerung. Der Einödbauer, der früher an den langen Abenden der Polarnacht seine Bibel und seinen Kalender las, ist jetzt durch sein Radio mit der ganzen Welt verbunden. Zugleich sorgen Volkshochschulen, die nach dänischem Muster über bas ganze Lanb verbreitet sind und im Sommer als Hotels für die wachfenbe Zahl der Touristen dienen, im Winter aber von der Bevölkerung eifrig besucht werden, für eine gediegene bäuerliche Bildung. Trotzdem geht der Anteil der Landwirtschaft an der Ausfuhr ständig zurück und beträgt heule nur noch rund 10 v. H. der gesamten Ausfuhr gegen 90 v. H. früherer Jahre. Der Versuch, durch Ausnützung der warmen Quellen auch die Ertragsfähigkeit des Bodens zu steigern, steckt noch in den Anfängen. Es ist klar, daß mit diesen gewaltigen Umwälzungen auch ungeheure Probleme bevölkerungspolitischer und kultureller Art für Island entstehen. Die Gefahr der Proletarisierung bteiter Massen mit allen ihren verhängnisvollen Begleiterscheinungen ist unmittelbar akut. Zum Glück sind in dem Lande zielbewußte Kräfte am Werk, die sich bemühen, die alte Kultur, die auf dem gesunden Zusammenhang mit der Ueberlieferung ruht) auch unter den neuen Verhältnissen zu erhalten. Die Einmischung der USA. bedeutet in dieser Beziehung allerdings eine neue schwere Gefahr.W. Island, die Insel der Gegensätze hin und lehnte mich gegen ihre Knie. Ich wollte wieder, wie damals am Fenster, in ihrer Nähe sein, weil sie so einsam aussah. Ich glaube, meine Mutter hatte in dieser Stunde einen heimlichen Schwur getan; denn die Art, wie sie in der Folgezeit für Frau Volz und ihre drei Kinder sorgte, war «so lobenswert und so vollkommen, daß man sich immer wieder daran erinnern, hingehen und desgleichen tun sollte. Frau Volz war jetzt fast immer bei uns. Ihre Kinder spielten im Garten, halfen Obst einkochen, beaufsichtigten uns bei den Schularbeiten, und oft ist es mir ausgefallen, wie nett, anständig und gescheit sie waren. Besonders Hermann, der Aelteste. Er konnte wunderbare Sachen auf die Tafel zeichnen, wodurch wir ihn besonders verehrungswürdig fanden. Viele Jahre sind seitdem vergangen. Meine liebe Mutter ist eine alte Frau geworden. Wir Kinder sind längst aus dem Hause. Ader Frau Volz kommt noch ab und zu. Freilich, waschen kann sie nicht mehr. Aber das hat sie auch gar nicht mehr nötig. „Jeder sind et seinen Lohn", pflegte sie oft pathetisch zu sagen, wie sie überhaupt eine gewaltige Neigung hatte, in Zitaten, Bibelsprüchen und Versen zu reden. Nun, sie hat ihren Lohn gefunden! Ihr ältester Sohn Hermann ist in einer guten Stellung, als Zeichner, in einem Industriewerk, ihr Zweiter Automechaniker, die Tochter verheiratet. Nur Sonntags kommen sie alle zur Mutter. Da sitzen sie in der Stube, erzählen, berichten und lachen. 5"r M Frau Bolz kommt! Die Frau Volz fommt!" riifi* j*c-ten wir Kinder, wenn unsere Waschfrau kam. D, vir liebten sie sehr! Seit mir denken konnten, 6m sie ins Haus, wusch die Wäsch« hängte und j frcfc Migte sie bügelte, rollte und setzte sie weg. Alle chr Wochen wiederholte sich das. Im Sommer kam i< Zum Beerenlesen, Zwetschenaussteinen, Mus- M Üfj ri; im Sjerbft zum Krautschneiden und Sauer- Wtinftampfcn. Dann hatte sie em großes Instru- nit nnterm Arm. eine Art riesengroßen Gurken- ä«=:'K)iC, auf dem ein Holzkasten hm und her sauste, Krautkops sesthielt. Darunter waren bie •ffi U:f«r. Im Handumdrehen waren zwanzig dis ^q'Üistndzwanzig Krauthäupter nuM-tge Streischen Und wenn ich heimkomme, nimmt fie mein kleines Mädchen sofort mit sich und erzählt ihr Wunder» geschichlen darüber, was ich für ein prakttsches Kind gewesen sei, und wie mpn mich mit sieben Jahren über alle Fragen der Wäscherei hätte befragen- können. Ich habe mich ausgekannt! Sie wünsche nur, daß meine Kleine auch einmal soooo werde. — Ich sehe meine kleine Tochter an und gewahre den seligen Schimmer in ihrem Blick, wenn eine gebeugte Frauengestalt vermummt die Straße entlangkommt. Ich sehe, wie sie ihre Händchen hebt, winkt und mit glucksendem Ton in der Kehle aus* ruft: „Muddi, Muddi, die Frau Volz kommt! Die Frau Dos; kommt!" Und dann ist mir, als drehe sich die Lebensuhr um Jahre zurück ... Ich bin es wieder, die am Fenster kauert, in meinen Augen ist der hingerissen glückliche Ausdruck. Wir sehen gemeinsam und doch aus zwei Augen-- paaren auf die Straße und auf den grauen Kopf unserer treuen Freundin hinunter, und mein warm- schlagendes Herz denkt voll Zärtlichkeit: Wenn sie nur noch recht lange kommen kann, die liebe, alte Frau Volz, ach lieber Golt — noch recht, recht lange! > Die Möwe als Haustier. Eine merkwürdige Freundschaft zwischen Mensch und Tier hat sich, wie finnische Zeitungen meldeten, zwischen einer Möwe und einem Fischer entwickelt. Als der Mann eines Tages mit dem Ausbeffern von Segeln beschäftigt war, hörte er auf einmal in den Lüften ein gellendes Dogeigeschrei. Als er emporblickte, 'sah er eine bereits ziemlich ermattete Möwe, die von einem Raubvogel verfolgt wurde. Als sich das verängstigte Tier, dem die Kräfte schwanden, nicht mehr anders zu helfen wußte, schoß es auf den Fischer zu und verkroch sich hilfesuchend zwischen die Falten seines Segels. Behutsam nahm der Mann den sonst so scheuen Vogel in die Hände und brachte ihn in seiner Kabine in Sicherheit. Mit Sorgfalt pflegte und fütterte er ihn. Dann wollte er ihm die Freiheit wiedergeben. Aber die Möwe dachte gar nicht daran, wieder das schützende Schiff zu verlassen, sondern begleitete seitdem den Fischer auf allen seinen Fahrten. Wenn er in den Hafen zurückkehrt, begleitet ihn das anhängliche Tier bis in feine Wohnung, wo es sich häuslich in der Mutter Volz legte die Hände in den Schoß, sieht zufrieden von einem zum anderen und kann sich nicht genug darüber freuen, wie sie untereinander wetteifern, sie zu verwöhnen. Und wenn bei uns, daheim Verlobung, Hochzeit, Kindlaufe oder sonst ein Fest ist — ist Frau Volz die Seele im Haus. Sie steht in der Küche, dirigiert die Mädchen, die Köchin, den Lohndiener. Sie breitet das Damastzeug auf die Tafel und beguckt jede Stelle mit kritsichem Auge. Da sie nicht mehr gut sieht, muß sie die Brille aufsetzen, was sie aber nicht hindert, ihre Kritik mit Ausdauer und Hingabe zu betreiben. Ist denn nicht jedes dieser Tafeltücher hundert-, vielleicht tausendmal durch ihre Hände gegangen? Geweicht, gekocht, gerieben, geschwemmt, gehängt, gebleicht, gespannt,, gebügelt, weaaeiekt worden^ 2Bie? Sollte sie sich unsere ~.~ ... — — , „ , - Tischtücher da nicht genau besehen dürfen, ob denn Küche niederläßt. Nachts schläft die Möwe auf dem auch ihre Nachfolgerin die eigene Arbeit achtet und 1 ’h" We Waschdunst, den ich begierig einatmete. Ziep, H -ich heute nicht dabei fein, konnte, wenn üraa wusch! . _... h D-rnft durften wir Schwestern immer ein Stund- jöims Waschhaus schlüpfen. Da stand Frau Doiz schen Verluste an Toten gewesen sein, denn es lar, daß nach Zerschlagung der bolschewistischen 2u Flotte, dem Verlust der Moskauer Panzer- n iben, die sich bei diesen Armeen befanden, die leuchen Waffen in der zusammengepferchten bol- hövistischen Masse um so furchtbarere Wirkungen Men. Nach dem bereits gemeldeten Untergang He beiden bolschewistischen Heeresgruppen im ia nie von Bialystok ist nunmehr auch die bei fit ft erledigt, und die endgültigen Ziffern be- a ien, daß niemals vorher in der Weltgeschichte üj l Panzer, soviel Flugzeuge und soviel Geschütze gerichtet bzw. erbeutet wurden, als in dieser Dop- i,el ylachl riesenhaften Ausmaßes. >15 Panzer, 6233 Flugzeuge und 4423 Ge- h;e sowie 400 000 Gefangene sind das Gesamt- urgmis des Ostfeldzuges in der Zeit vom 22. Juni is< Juli. Die Aufstellung aus dem Führerhaupt- _ Her ist vom 10. Juli datiert. Die einzelnen Je nchtungs- und Beutezahlen dürften an verschieden Tagen abgeschlossen sein, je nach dem Er- eb is der Waffengattung und des Ortes, wo die Belichtung oder Erbeutung ftattgefunden Hal. Im croicn Durchschnitt kann wohl angenommen werden, a es sich hier um das Ergebnis von 18 Tagen K ldzug handelt. IkN li5 sind Beule- und Vernichtungszahlen, die । br liaupf erst anschaulich gemacht werden itjen. Das kann in doppelter Weise geschehen, i nal durch einen Vergleich mit den bekanntge- Mbenen Zahlen über die Ausrüstung der Sow- > mee etwa im Jahre 1939. Und dann durch eine ) tellung, welcher Raum von den erbeuteten PK.zern in Marschkolonne eingenommen würde. ,r Jahre 1939 verfügte die Sowjetarmee über ■ Flugzeuge in erster Linie und rund 5000 ii weiter Linie. Das sind insgesamt 11 000 Flug- . ie. Davon werden als vernichtet bereits 6233 111 fl.^cuge gemeldet, also 56,7 v. H. der Gesamtzahl! —- ®L- diese Vernichtungszahlen geben noch kein ge- ■J. im-s Bild der tatsächlichen Lage. In diesen acht- eh Tagen Ostfeldzug kamen zunächst d i e M1 ober n ft e n russischen Flugzeuge zum Einsatz, fu sie entfällt der größte Teil der Abschüsse und — er Zerstörungen am Boden. Die höchste Schätzung Menschen und Material. 2n Tage vor dem Abschluß der dritten Kampf- :po6e in Rußland hat das Oberkommando der K rmacht einen zusammenfassenden Bericht über il>n Zusammenbruch der bolschewistischen Angriffs- ?en gegeben, der erklärt, mit der Doppelschlacht Bialystok und Minsk sei nunmehr „die größte lerial - undUmfassungsschlachtder i-chp »erDigen Vorhutpanzer. s tzt haben wir aber nur von dem toten iJuter i a l gesprochen. Allein dieses tote Matenal nui von fähigen Menschen bedient werden. Aus der Stadt Gießen. Kleine Iulimelodie. Wolkenlose Tage voll Sonne lassen das Heran- nahen der Hundstage ahnen, über deren Morgendämmerung das Feuergestirn des Sirius funkelt. Ueberall entfalten sich groß und mächtig die Sorn- merlieblinge unter den Blumen in Gärten und Triften. Noch stehen die Rosen in reichem Flor und lodern in vielen Farben. Die Anmut ihrer immer neu aufbrechenden Knospen ist ohnegleichen. Um chre Schönheit gruppieren sich die schlanken Blütenfackeln des Phlox, die hoch aufschießendett Schäfte des Rittersporns, des Fingerhuts, der Malven und Sonnenblumen. Riesenhaft sehen sie alle auf die kleinen Stiefmütterchen und Maßliebchen herab, die, ihre, letzten Farben versprühend, bescheiden blieben in ihrem Wuchs, weil sie als holde Augenweiden des Frühlings nur wenige Rivalen hatten und darum nicht zu prunken brauchten. Der Sommer mit seiner reifenden Fülle und Glut liebt leidenschaftliches Lodern. Die Blumen im Garten sind seine kostbaren Gewänder, sein schimmernder Schmuck. Draußen an Rainen und Hängen, wo Salbei und Labkraut, Wicken und Steinklee ihre blauen und goldgelben Inseln bilden und die grüne Flut der Gräser überwuchern, ragt zuweilen, durch ihren adeligen Wuchs auffallend, die Königskerze empor. Ihr Name bedeutet unverkennbar Wesen und Art. Viel geheimnisvolle Kräfte werden den Blüten zugeschrieben, und Wetterkundige lesen an ihr die kommende Witterung ab: neigt sich die Spitze der Kerze nach Osten, so steht gutes Wetter bevor, senkt sie sich dagegen nach Westen, so ist mit Regen zu rechnen. Den immer wiederkehrenden Farbenakkorden von Gelb und Blau entspricht in der Landschaft das wechselnde Spiel von Licht und Schatten, deren Kon- traste man ebenso reizvoll wie angenehm empfindet. Einem grell besonnten Wiesenweg folgt, von Baumwipfeln hingezaubert, eine lange Inselkette dunkler Schatten, die der Schwüle eines staubigen Fußsteigs labende Kühle entgegensetzen und zu köstlicher Rast laden. Welche Erquickung, wenn dem brennenden Durst noch die leise Musik eines kristallenen Quells antwortet, und der Atem seiner feuchten Frische beruhigend die erhitzte Stirn umweht! Wasser ist das Begehrenswerteste unter dem feuernden Himmel des Juli. Menschen und Tiere stürzen sich mit Wonne in seine Fluten und lassen sich schwimmend übersprühen. Auf den Wassern zu paddeln, zu rudern, zu segeln gehört zu den höchsten Genüssen des Sommers. Wundervoll zu wandern, wenn nach einem Gewitter alle Poren der Erde neue Kraft und Lebensfreude dampfen und die Düfte der wilden Blumen stärker und verschwenderischer wehen. Schön ist der Juli mit seinen Sommererstasen und kühlen Duschen. P. B. Äornotizen. Tageskalender für Samstag. Gießener Hochschulgesellschaft: 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes, Landgraf-Philipp- Platz 3, Hauptversammlung, anschließend um 17.15 Uhr Vortrag von Pros. Dr. Küster im Hörsaal des Botanischen Instituts. — Bereichs-Meisterschaft im Rollschuhlaufen: Am Schwanenteich, 15 Uhr Pflichtlaufen, 20 Uhr Schaulaufen. — Gloria-HZalast, Sei- tersweg: „Kopf hoch, Johannes".'— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verräter am Nil". Tageskalender für Sonntag. Bereichs-Meisterschaft im Rollschuhlaufen: Am Schwanenteich, 9 Pflichtlaufen, Meisterklasse, 14.30 Uhr Kürlaufen und Tanz-Wettbewerb. — Bereichs- Kanu--Kurzstrecken-Regatta 1941: Beginn 14 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: ,Lopf hoch, Johannes". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verräter am Nil". Oeffentliche Bekämpfung von Brandbomben. Am Montag, Mittwoch und Freitag nächster Woche, jeweils um 20 Uhr, wird durch den Reichsluftschutzbund, Ortsgruppe Gießen, eine öffentliche Vorführung zur Bekämpfung der Brandbomben stattfinden. Hierdurch ist der'Bevölkerung in ihren jeweiligen Wohnbezirken die Möglichkeit gegeben, die Löschweise und Unschädlichmachung von Brandbomben praktisch zu sehen. Näheres in der heutigen Anzeige. Der Gerichtsvollzieher im Dienst der Rechtspflege. Llmfaffende Rechts- und Warenkunde ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dieses Berufes. Auf dem weitreichenden Gebiet der Rechtspflege hat der Gerichtsvollzieher bedeutsame und vielseitige Funktionen au erfüllen. Bei der Ausübung seines Berufes sieht er sich oft vor die Notwendigkeit gestellt, unmittelbar aus der Lage des Einzelfalles heraus unter eigener Verantwortung. rechtsverbindliche Entscheidungen treffen zu müssen, ohne vorher eine Beratung durch eine andere rechtskundige Stelle in Anspruch nehmen oder sich durch Nachschlagen in den Gesetzen oder der juristischen Literatur unterrichten zu können. Er muß daher außerordentliche Kenntnisse der gesetzlichen Vorschriften und der ständigen Rechtsprechung der maßgebenden Gerichte besitzen, um sein verantwortungsvolles Amt in der rechten Weife ausüben zu können. Uetzer das Aufgabengebiet dieses Iuftizbeamten haben _ wir uns mit Gerichtsvollzieher Karl Moll in Gießen unterhalten, der neben seinem Gerichtsvollzieheramt noch als Schulungsleiter dieses Fachgebiets für Oberhessen tätig ist. Der Gerichtsvollzieher als öffentlicher Beamter geht aus der Laufbahn der mittleren Iuftizbeamten hervor. Nach einem besonderen Vorbereitungsdienst für das Amt des Gerichtsvollziehers, der ein Jahr dauert und während 9 Monaten bei einem Gerichtsvollzieher und während 3 Monaten in einem besonderen Lehrgang abzuleisten ist, muß sich der Anwärter für den Gerichtsvollzieherdienst einer Prüfung unterziehen. Nach bestandener Prüfung wird er zunächst als außerplanmäßiger Gerichtsvollzieher angestellt. Wenn er sich in dieser Eigenschaft bewährt, erfolgt nach Maßgabe der freien Posten seine Anstellung als planmäßiger Gerichtsvollzieher. Auch die An- wärter für den gehobenen Justizdienst und die Referendare müssen während ihres allgemeinen Vorbereitungsdienstes eine gewisse Zeitspanne ihrer Ausbildung bei dem Gerichtsvollzieher verbringen, um diesen Dienstzweig kennenzulernen. Der Gerichtsvollzieher ist nach hem Gesetz Zu- »- und Vollstreckungsbeamter des Gerichts. liegt als Zustellungsbeamter die Zustellung gerichtlicher Entscheidungen, soweit durch die Zu- stellung Fristen in Lauf gesetzt oder gewahrt werden. Die Zustellung muß entweder von ihm persönlich vorgenommen werden oder in seinem Auftrage durch die Post mit besonderer Zuftellungs- urkunde erfolgen. Weit umfangreicher als die Zustellungstätigkeit ist das Wirken des Gerichtsvollziehers als Vollstreckungsbeamter. Hier kommt in erster Linie die Zwangsvollstreckung in Betracht. Dabei handeü es sich zunächst um die Pfärünina beweglicher Gegenstände, wofür er ausschließlich zuständig ist. In Ausübung dieses Dienstes fordert der Gerichtsvollzieher den Schuldner unter gleichzeitiger Zustellung des vollstreckbaren Schuldtitels zur Zahlung der Schuldsumme auf. Wird die Zahlung nicht geleistet, so muß er zur Pfändung in die bewegliche Habe des Schuldners schreiten. Die Pfändung geschieht durch die Anbringung des Pfandsiegels an den gepfändeten Gegenstand, wobei das Pfandfiegel in sichtbarer Weise anzubringen ist. Zur rechtlichen Gültigkeit der Pfändung gehört aber auch als unerläßlicher Bestandteil der Amtshandlung die Aufnahme eines Pfändungsprotokolls an Ort und Stelle in Gegenwart des Schuldners oder eines seiner Hausangehöriaen, falls der Schuldner selbst von dem Gerichtsvollzieher nicht angetroffen wird. Von dem Augenblick der Pfändung an gehen die gepfändeten Gegenstände in den Besitz des Gerichtsvollziehers als Treuhänders des Gläubigers über. W'vd die Zahlung der Schuldsumme innerhalb der festgesetzten Frist geleistet, so erhält der Schuldner die schriftliche Ermächtigung, das Pfandfiegel von dem gepfändeten Gegenstand wieder zu entfernen und damit seine Verfügungsgewalt über den Gegenstand wiederein Anspruch zu nehmen. Bezahlt der Schuldner innerhalb der Frist aber nicht und erhält er auch von seinem Gläubiger keinen sog. Fristschem, durch den ihm eine längere Frist zur Erfüllung seiner Verpflichtungen gewährt wird, so werden die gepfändeten Gegenstände von dem Gerichtsvollzieher oder seinem Beauftragten bei dem Schuldner abgeholt und zur Verwertung, d.h. zur Versteigerung in das Pfandlokal gebracht. Bis zum Beginn des Versteigerungstermins kann der Schuldner durch Bezahlung der Schuldsumme die gepfändeten Gegenstände noch für sich einlösen. Versäumt er diese letzte Möglichkeit, dann wird die Versteigerung durchaeführt. Diese wird von dem Gerichtsvollzieher soweit ausgedehnt, bis der von dem Schuldner zu zahlende Betrag zuzüglich der Haupt- geldzinfen und der Kosten durch den Versteigerungserlös erreicht ist. Sobald dieses Ergebnis vorliegt, werden etwa weitere aepfändete Gegenstände von dem Gerichtsvollzieher freigegeben und dem Schuldner als unbeschränktes Eigentum wieder zur Verfügung gestellt. Der Pfändung unterliegen nicht solche Gegenstände, die zur Erhaltung eines angemessenen bescheidenen Hausstandes bzw. der Erwerbstätigkeit des Schuldners dringend notwendig sind. Die Entscheidung darüber, was im Einzelfalle als dringende Notwendigkeit anzusehen ist, unterliegt unter eigener Verantwortung dem pflichtgemäßen Ermessen des Gerichtsvollziehers. Dieser hat dabei in den einzelnen Fällen Entscheidungen zu treffen, die zwar gesetzlich in großen Umrissen umschrieben sind, jedoch fast immer nach Lag« der Verhältnisse außer- ordenllich verschieden sein können. Alles über den Rahmen der dringlichen Notwendigkeit hinaus, gehende Besitztum unterliegt der Pfändung. 4 Im Rahmen der Zwangsvollstreckungspflicht hot der Gerichtsvollzieher auf Grund von richterlichen Entscheidungen auch die Wegnahme von beweglichen Gegenständen des Schuldners durchzuführen. Es handelt sich dabei z. B. um solche Sachen, die dar Schuldner nur unter Eigentumsvorbehalt des Der, käufers erkannt, aber überhaupt nicht oder nicht völlig bezahlt und auch die entsprechenden Mahnun. gen des Gläubigers unbeachtet gelassen hat. Nach richterlicher Entscheidung kann in solchen Fällen von dem Gläubiger der fragliche Gegenstand zurückgefordert und von dem Gerichtsvollzieher durch Weg. nähme dem rechtmäßigen Besitzer, also dem Gläu. biger, wieder zugeführt werden. Geht eine Zwangsvollstreckung fruchtlos aus, so kann der Schuldner von dem Gläubiger zur Leistung des Offenbarungseides vor Gericht geladen werden. Erscheint der Schuldner zu dem vom Gericht festgesetzten Offenbarungseid-Termin nicht, so wird dem Gläubiger auf seinen Antrag ein richterlicher Haftbefehl gegen den Schuldner erteilt. Die Vollstreckung des Haftbefehls obliegt dem Gerichtsvollzieher. Er hat den Schuldner zur Leistung des Offenbarungseides dem Richter zuzuführen. Verweigert der Schuldner den Offenbarungseid, so wird er von dem Gärichtvollzieher in gerichtliche Hast eingeliefert, die bis zu einem halben Jahr ausge- Oie Iagd im Juli. Das Kalenderjahr hat seinen Höhepunkt bereits wieder überschritten, und draußen in Feld und Wald wächst die Wildjugend heran, die z. T. so entwickelt ist, daß sie selber jagdbar wird oder der Führung nicht mehr so bedarf, wie das vorher der Fall war. Das hat zur Folge, daß auch der Schonzeitkalender wieder mehr weiße Felder aufwerst, die Schußzeit bedeuten. Im Vordergründe der Jagdausübung steht immer noch die Jagd auf den Rehbock. Wurde sie seither dadurch erschwert, daß das Wild mit Vorliebe in den Feldern stand und der Bock die Ruhe der Feiste genoß, so ändert sich das Bild nun bald. Denn etwa um die Monatsmitte setzt die hohe Zeit des Rehwildes, seine Brunft, ein. Damit aber kommt es von sich aus in Bewegung. Zu allen Tageszeiten besteht die Aussicht' suchende oder treibende Böcke anzutreffen, wo seither das Revier wie tot und ausgeblasen erschien. Den Beginn der Brunft wird der Weidmann vor allem dazu benutzen, nach Möglichkeit noch abschußnotwendige Böcke auf die rote Decke zu legen, ehe sie sich vererben. Seinen guten Böcken wird er dagegen möglichst lange die Kugel ersparen. Denn sie sollen die Väter der Böcke werden, die das Ziel der jägerischen Hege sind. Jedenfalls wird die kommende Blattzeit dazu benutzt werden müssen, um einen großen Teil des noch nicht getätigten Abschusses durchzuführen. Die Kunst, den Rehbock mit Hilfe des „Blattens" vor die Büchse zu bringen, wird dies dem Jäger nur erleichtern. Der Krieg stellt jedem, der ein Revier besagen darf, zwei vordringliche Aufgaben. Die eine verlangt, daß jeglicher Wildschaden an Gewächsen der landwirtschaftlichen Kultur auf ein Mindestmaß herabgesetzt, die andere, daß durch völlige Erfüllung des festgesetzten Abschusses die Ernährungsreserve, die unser Wild für die gesamte Volksernährung darstellt, aus ausgenutzt wird. Um beiden Anforderungen gerecht werden zu können, obwohl zahlreiche Jäger im Felde stehen, sind die Schußzeiten für verschiedene Wildarten durch den Reichsjägermeister vorverlegt worden. Das macht sich bereits im Juli bemerkbar. Während der Rothirsch noch mit dem Aufbau oder dem Fegen seines Geweihes beschäftigt ist und das Alttier sein Kalb führt, bleiben beide von der Jagd verschont. Das gilt in gleicher Weise für den Schaufler und das führende Damtier. Anders dagegen steht es mit nicht führenden wckb. lichän Stücken beider Wildarten, die ebenso wie Rot- und Damspießer bereits ab 16. Juli besagt werden dürfen. Sauen sind uneingeschränkt frei, und der Jäger wird schon im eigensten Interesse alles versuchen, ihren Schaden möglichst einzuschränken. Wenn nn Laufe des Monats die Getreideernte einsetzt, Unruhe in die Felder kommt und die Deckung geringer wird, wird die Jagd auch erfolgversprechender. Das Federwild ist mit dem Führen seiner Jungen beschäftigt. Die Brutzeit ging zu Ende, fp« weit es sich nicht um sogenannte Nachbruten für verlorene Gelege handelt. Am weitesten entwickelt sind bereits die Jung- enten, so daß die Entenjagd schon am 16. Juli aufgeht. Zwar werden noch nicht alle Schafe flug- bar und damit jagdbar sein. Aber sie holen dann den Abstand auch bald ein. Unreife Entchen zu schießen, ist sinnlos. Wenige Zeit später fteilen, sie eine vollwertige Beute dar. Die alten Enten, vor allem die Erpel, sind in der Mauser und zm Zeit der sogenannten Schwingenmauser flugunfähig. Sie stellen den Hund, der im Schilfe stöbert, oft vor eine schwierige Aufgabe und verlangen von dem Jäger einen schnellen Schuß. Wenn das Korn auf Hocken steht, ist die Ringeltaube schußbar. Auch ihre Jagd ist mit dem 16. Juli ausnahmsweise freigegeben worden. Der Ansitz an den Rastbäumen oder an den Tränkestelleir verspricht den meisten Erfolg. Der Abschuß des D a ch s e s am Bau sollte überall dort betrieben werden, wo später seinem Graben vermutlich doch Schwierigkeiten durch Zeitmangel, Fehlen guter Hunde u. a. m. entgegenstehen werdeu. Denn es liegt nicht im Interesse der Niederjagd, den Dachsbestand größer werden zu lassen. Auch der Fuchs kann überall und ohne Einschränkung besagt werden, wo er zu Schaden geht. Hubertus. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! AS t Dl |tn ® Dsv Rerm zeckun W W i de- A bat W Mit 8 HM k« s He ” PI joiibr i rec Ines In jlhisb ßW Sujer 0ii a -haft eich Scheck sicht! W )nrn u erwirken, der " ' ~. r. . k. sckiedenen NuKunqsarten kommen 287 ha auf Ge- Begriff ist, fid) Arfttrmer AO dlf Männern der ihm anvertrauten Kompame stets die schl^^ Straßen und Plätze, rnd dadurch ben $W - , [flji 7 ds 1 «6 ®i ' °i°l fr i i? ch W eint ist keine Kündigungsfrist und kein Ablauf oettinl^rt^ßrQU5> ma5 Speier ausgetüftelt hat. 21 JDas5 Iagllfa im^Wesen der Abrede", meint Do- Das Gesetz steht der artige,^w ist er- S.-TSSwä“*' „Diese Verpflichtung besteht auch dann, wenn der rechtliche Grund später wegfällt oder der mit einer Leistung nach dem Inhalt des Rechtsgefchaftes bezweckte Erfolg nicht eintritt. —" „ ... wenn der rechtliche Grund später wegfällt wiederholt Dominik nachdenklich. „Ich oder .... ----- , bin im Bilde — Weiter. in (einem UHL Er bedauert jchtz daß er diesen Besuch persönlich ««nacht hat. Un Brief Don Rechtsanwalt Speier hatte ihm diese peinliche Situation erspart und bte flktdjm 2mge getan. Allerdings hätte sich dann die Sache unter Umständen sehr in die Länge gezogen. ,Zch kann mich in diesem Augenblick nicht auf die Ausdeutung irgendeiner juristischen Diwan fest-' Kinderbeihilfe noch in und September 1941 beim Finanzamt emreicht, er- hält Kinderbeihilfe ab 1. Januar 1941. 2. Haushaltszugehörigkeit der Kruder. Es bestehen da und dort Zweifel, welche nun. derjährigen Kinder zum Haushalt gehören und m die Anmeldung aufzunehmen find. Zum Haushalt gehören: a) die minderjährmen Kinder, bie beim Haushaltsvorstand wohnen; b) die minderjährigen Kinder, die sich nur vorübergehend oder zur Er- lernung eines Berufes auswärts aufhalten, bei- I spielsweise Soldaten bis zum Gefreiten oder Ober- fähnrich, Lehrlinge, die auswärts in der Lehre sind. konstruiert werden." „Soso ... — Frinzka wird von diesem „Soso" nervös. Er kennt Dominik aus alten Jahren als den Mann des festen Zufassens und der grobkernigen Ursprünglichkeit, die ihn ost zu Unüberlegtheiten verleitete. Er hat gehofft, den früheren Ches zu unbesonnenen Äußerungen der Erregung, die man als Zugeständnisse auswerten konnte, zu verleiten, oder zu Wutausbrüchen, aus denen man ihm einen Strick drehen würde. Aber dieser kalte, undurchdringliche Spott nimmt ihm selber die Sicherheit. ,Zch habe, bevor ich zu Ihnen kam, mit meinem Rechtsbeistand gesprochen, um ganz sicher zu gehen. Er hat mir an Hand von Kommentaren nachgewle- sen, daß alle Rechtsgelehrten von Bedeutung in die- em Falle von ganz austottender Uebereinstimmung )er Auffassung sind." Einen Augenblick ist Dominik zumute, als wurde ihm schwindelig. Jetzt ist die Katastrophe da vor der ihm jahrelang gegraut hat. Aber jetzt um Gottes willen nicht schlapp machen. Um Gottes willen jetzt nicht?. Jetzt nicht? Und mit einem Male kommt ihm ein Einfall. „Hör mal, Nissen. Mir scheint in dem, was Herr Frinzka da sagt, ein recht gesunder Kern zu stecken. Der Sohn sieht stagend auf. Auch er ahnt nicht, worauf sein Vater hinaus wlll. „ „Ich halte den Vertrag gleichfalls für nichtig. Frinzka weiß nicht, was er für ein GestA machen soll. Er fühlt irgendwie, daß seine Sache schief geht, ohne doch recht zu begreifen warum. Hast du das Bürgerliche Gesetzbuch da, Rißen? Guck doch mal unter Ungerechtfertigte Bereicherung." „ Er wendet sich wieder zu seinem Besucher. Ich habe doch richtig verstanden: Sie leugnen den Rechtsgrund des alten Abkmmnens?" Frinzka wird verlegen. Er ruckt auf fernem Stuhl. „Ich bin fein Jmnst", verwahrt er sich unsicher. legen." „Sollen Sie auch nicht, Herr Frinzka. Sie sollten mich eigentlich besser kennen. — Hast du gesunden, Nissen?" Der sitzt da mit hellen Augen. „Soll ich vorles en?" „Ditte." Wer durch die Leistung eines anderen oder m mistiger Weise auf dessen Kosten etwas ohne recht- lichen Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe ver- pflichtet —" n * ,Halt! Sind Sie gefolgt, Herr Frinzka. Ja? Dann weiter." ich $ erk ch>-k i rot fielt- f)t fie, ( rf* i «*£ n* gin5! X ^nt werden kann. Die Kosten für die Jnhast- achme des Schuldners müssen von dem Gläubiger beim Gericht vorher bezahlt werden. erhält sie: für 600 g Fleischkarte» 480 g Schweinefleisch 600 g „ 450 g Rindfleisch „ 600 g „ 420 g Kalbfleisch Dieses Verhältnis errechnet sich aus der gesetzlichen Bestimmung, daß in dem angenommenen Fall fleisch um 30 v. H. höher liegen muß als die! zu ^^chäic°.a.Luits^-°nd Ar-iölallfhormone.Gr«st di-B-schw^ „Als Leistung gilt auch die durch Vertrag erfolgte Anerkennung des Bestehens oder des Nichtbestehens eines Schuldvechältmsses —" „Weiter." .. , „Das Geleistete kann auch zuruckgesordert werden", liest Missen, „wenn dem Anspruch eine Em- rebe —" „Aum Beispiel Nichtigkeit", kommentiert Dominik, eine Einrede entgegenstand, durch welche die Geltendmachung des Anspruches dauernd ausgeschlossen wurde." „Weiter." v A „Fertig." Nissen klappt das Buch zu. Dominik geht wieder an den Schreibtisch mA lehnt sich in seinen Stuhl zurück. Seme Augen strÄ klein und blinken vor innerer Lust. Sie blitzen spofr tisch auf Frinzka, der es vorzieht, nicht aufzusche«. .Darf ich mir das Buch mal ausbitten? frag! er nacf» einer Weile zögernder Ueberlegung. „Recht gern." .. _ Hrinzka lieft und blättert vorwärts und rufli wärts. Manchmal hellt sich fein Gesicht auf, ab« immer wieder verdüstert es sich dann wEer fehl band es deutscher Zigarrenhersteller, Bezirksgruppe Hessen-Unterfranken. Diese Bezirksgruppe wurde später in die Fachuntergruppe Zigarremnduftrie Hessen-Unterfranken umgewandelt, deren Leiter der Jubilar heute noch ist. Im Weltkrieg 1914/18 stellte sich Kommerzienrat Schirmer als Soldat dem Vaterland zur Verfügung, obwohl er damals schon einige Jahre über die Fünfzig hinaus alt geworden war. Als Rittmeister führte er eine Landsturmkompanie, der die Bewachung des damaligen großen Kriegsgefangenenlagers auf dem Trieb bei Gießen oblaa Seme vornehme Gesinnung und sein persönlich schlichtes Wesen waren auch in seinem Verhältnis zu^den^ Ich glaubte, daß über unseren Zwist Gras genug gewachsen sei", wirft er vorsichtig ein. * Um endlich zur Sach- zu kommen. Sicher! Frinzka wird glatt wie ein Aal. . E- acht eigentlich um eine reine Formsache — gewissermaßen nur um die äußere Bestätigung eines Rechtsstandpunktes, über den Sie sicher der gleichen Meinung sind, wie ich sie —" f h „Das wäre schon an sich auffällig — aber fahren ®'e65rbanbelt sich um die Aufhebung her alten Vereinbarungen. Ich wollte fragen, wenn es Ihnen recht wäre, daß wir gemeinsam zum Notar gehen und die Sache in Ordnung bringen? Dominiks Hand rückt heftig über die Schreib- ^Aröchien sich nicht endlich klar ausdrücken, ^Frinzka ^glaubt lange genug Verstecken gespielt ju zwischen uns geschlossene Aktieh- vorkaufsrechtoertrag ist nichtig. Es hat keinen Zwe eine nichtige Vereinbarung formell bestehen zu ia|- sen Man kann sticht wissen, welche Schwierigkeiten daraus entstehen können, wenn der eine oder am Teil von uns nicht mehr lebt. . b Dominik lächelt vor sich hin. Es ist 1-ne-J««, aus schmerzlicher W-lt-rfohrung und geistiger Ueberlegenheit geborene Lächeln, das starker sein kann als alle Worte. , . .. Wenn einer von uns einmal nicht mehr lebt — Sie können sicher fein, fierr Fnnzka, daß ich bann Ihren Erben keine Unbilligkeiten zumuten werde. : Dazu bin ich nickt der Mann. Und was den Der- trag angeht - Sie glauben wohl ,-lbst nicht >m , Ernst, daß ich Ihrem G-dank-ngang ,olge. . Der Vertrag ist nichtig", beharrt cherr Frmzka. . ',',Aus welchem R-chtsgrunde, wenn ich fragen Das"ttingt^nicht bloß mie Spott. D°rm liegt Angst, jene tierhafte Angst, die Frmzka all die Jahre der Zusammenarbeit Mit I-mem so ganz anders gearteten Chef empfunden hatte, und d. fauch jetzt noch periodisch in Traumen bei Vollmond nachtln auszutreten pflegt. W«^ andere W von ihrem Abitur träumen, so stehen vor Frinzkas Seele nächtens im Schlaf di- alten Differenzen Mit „Soso ..." Dominik scheint die Unterredung nicht ernst zu nchmen. Er lächelt wie über einen Witz aiy Stammtisch. Frinzka ereifert sich: , ,. „Es entspricht nicht der Moral, die der Rechtsstaat durch seine Gesetzgebung zu schützen beabsichtigt, wenn auf solche Weise Beengungen der Individualität und Untergrabungen der Personlichkert eine bewährte Haltung als deutscher Mann haben l Die Länge der Straßen in Gießen, ohne die Vor- hm weithin in der9 Bevölkerung große Wert- orte Wieseck und Klem-Lmden, belauft sich aus rund chätzuna erworben. Daher werden alle, die den 65 km, während die Feldwege m der Gemarkung -Äibila/ und sein Wirken kennen, am morgigen Gießen, ebenfalls ohne Wieseck und Klem-Lmden, Taae seiner in freundlicher Gesinnung gedenken, eine Strecke von rund 16 km ausmachen. Von unse- Auch wir bringen ihm unsere herzlichen Glückwun- rem Straßennetz sind rund 90 000 qm m Chausste. che zu seinem 80. Geburtstage und für einen wei->----- n.nh 9K snn nm m Kuhaivball. teren ungetrübten Lebensabend dar. Forschungsaufgaben der Institute unserer Unwer- 2Im Dienstag, dem 15. Juli, findet nachmittags fität, ferner dem Rektor als Förderungsfonds zu 1530 au| bßm Sportplatz Aslerwegwiefe-Ecke wissenschaftlichen Zwecken der Betrag von 10 000 $anbfelb ein Derbenachmittag der ^ndergrWpe Reichsmark anläßlich der Neuweihe des un^estalte- $u ber wir die ganze Ortsgruppe ^^oen-Noro ten Dorlesungsgebäudes im November v. I. über» herÄlid) einladen. 2968D reicht wurden. In laufender Rechnung stehen zur zxx:Ac.At»ÄM freien Verfügung 2A14 RM., von einem Separat- \ ©tepCttCr ^01)160. konto 1415 RM. , Wer «durch die Straßen unserer Stadt geht, auf Das Vermögen der Hochschulgesellschast beufferte frönen Spazierwegen in unserer Feld- und sich am Ende des Geschäftsjahres 1940 auf rund ^^markung sich erholt, oder wer die öffenllichen 46 200 RM., die Zahl der Mitglieder belief sich unseres Gemeinwesens in Anspruch aUf 382. , 1 1 v m ... „.U 3m Verlaufe des Jahres 1940 verstorben aus dem Kreise der Mitglieder: Geheimrat Professor Dr. Fröhner, Berlin; Geheimer Kirchenrat Professor D. Dr. Krüger, Gießen; Rechtsanwalt Dr. Pagenstecher, Mainz; Professor Dr. Reinhold, Gießen; Fabrik- direktor Röhm, Darmstadt; Rechtsanwalt Soldan, Leipzig; Geh. Justizrat Professor Dr. Schmidt, Tübingen; Professor Dr. Velke, Gießen. Es ist ein außerordentlich weitschichtiges Arbeits- ebiet unb gewaltiges Sachwissen das ber^ig- (?it des Gerichtsvollziehers im Dienste der Rechts jflege und damit- zur Erfüllung wütiger Aufgaben inferer Volksgemeinschaft zum Ausdruck kommt, hier trifft das Wort zu, das einmal von einer matz- cebenben Stelle der Reichsjustizverwaltung ausgesprochen wurde: „Es kann nicht ,eder Beamte Gerichtsvollzieher sein." Das deutsche Volk ist im Verein mit noch ankeren europäischen Staaten zum Kampf gegen den Kultur und soziale Errungenschaften zerstörenden Bolschewismus angetreten. Europa r)t auDestanden, um die rote Gefahr aus dem Osten für alle Zeiten zu beseitigen. Heer, Luftwaffe und Marine unserer sieggewohnten Wehrmacht stehen im ent« cheidenden Kampf gegen einen heimtückischen und ^ohnstätten^und'(^treidevorraten aufgerufem Mit I tor und der Horst-Wesiel-Wall, ferner die Straßen biefer für den bolschewistischen Dernichtungsge-1 im Schwarzlachgebiet zu nennen, danken bezeichnenden Anordnung treffen die Machthaber im Kreml das eigene Volk. ----- —- - „ 3m stärksten Gegensatz zu diesem zerstorungs- 70 km Schmutzwasserkanal und 60 km Regenwasser- tDÜtigen Regime steht unser sozialer Dolksstaat in fana[ in den Straßen verlegen lassen. seiner straffen Organisation. Unsere überlegene Wehrmacht wirft die mit brutaler Gewalt ange- ^ItlttlClOCTrifl triebenen roten Truppenteile an allen Fronten fßr Kinderbeihilfe verlängert. 1 üjtenien UXerrorjetif^^01^t^en Kriegs- Don zuständiger Stelle wird dem Deutschen Nach- ^VEİ1°-"s« b-r'H-iinck! Gi-b bei d-r ^u-ft1'°F rl st "k? 1 ä n g - r u n g Di- Anm-U>ung-n fammlunq für bas Deutsche Rote Kreuz am 13.Juli zum Bezug von Kmberbelhllfe mit dankbarem Herzen eine angemessene Spende? am 30. Fum 1941 abzugeben, menn Shnberbeibilf Bedenke daß dein Opfer zur Heilung verwundeter ab 1. Jan. 1941 gezahlt werden sollte. Der Reichs. Soldaten beiträgt, die chr Leben einsetzten, damit Minister der Finanzen hat die Anmeldesrist mit du in 6er W ungestört d-in,r Arb-it nuchgch-n RUcksicht^uf ^^ri-g-v-r^ltn.si- b.^zum m S-P^ - ... , - c Kinderbeihilfe noch in den Monaten Juli, August Zur Beachtung beim Fleische,»kauf. Ferner gehört im Rahmen der Zwangsvoll- Am heutigen Samstag nachmittag findet im , itrecfunq auch die Vollstreckung des persönlichen Sitzungssaale des Landratsamtes Gießen, Land- 1 M des dinglichen Sicherheitsarrests, die beide auf graf-Philipp-Platz 3, die diesjährige Hauptversamm- : richterliche Anordnung hin vorgenommen werden, zu King der Gießener Hochschulgesellschast statt. An- d'N Obliegenheiten des Gerichtsvollziehers. Der per- schließend wird der Direktor des Botanischen Jnstl- sönliche Sicherheitsarrest wird verhängt, wenn die ^s, Professor Dr. Küster, im Hörsaal des Bota- Gesahr besteht, daß der Schuldner sich zum Nach- eschen Fnstituts einen Vortrag über das Thema teil des Gläubigers seines Vermögens entäußern „Probleme der experimentellen Zellforschung yal- E sich durch Abreise in das Ausland dem Zugriff ten, danach wird ein Rundgang durch den botam- Gläubigers entziehen könnte ober wollte, um sch en Garten unternommen werden. sich dadurch der Vollstreckung der richterlichen An- 21us dem Jahresbericht, den der Vorsitzende der oSnung zu entziehen. Der Schuldner wird in sol- ^chfchulaesellschaft, Landrat Dr. Lotz, in der chen Fällen solange in Haft genommen, bis seine Hauptversammlung vorlegen wird, ist u.a. zu ent- L/buldverpflichtung in irgend einer befriedigenden nehmen, daß die Einnahmeseite der Rechnung von Mise geregelt ist? Die Voraussetzung zu einer sol- 1940 mit rund 19 699,— RM. abschlieht. Darm dun Maßnahme ist jedoch, daß der Gläubiger den sind u. a. ein Barguthaben von 3380,— RM. aus fieren Nachweis für eine derart arglistige Absicht hem Vorjahre und Mitgliedsbeiträge in Hohe von oder Maßnahme des Schuldners erbringt. Der bing- 4656,— RM., ferner rund 10 249,— RM. aus dem bä>e Sicherheitsarrest wird durch die Vornahme Verkauf von Wertpapieren enthalten. dsr Pfändung beweglicher Gegenstände bei dem Aus der Ausgabenseite ist u. a. zu ersehen, daß Stzuldner vollstreckt. Er wird verhängt, wenn dem rilnb 1800 RM. zur Förderung von verschiedenen ßflaubiger bei der Kürze der Zeit es nicht möglich | m rechtzeitig einen Schuldtitel zu erwirken, der Khuldner aber nachweisbar im £ feines Vermögens zu entäußern und dadurch Aigriff des Gläubigers unwirksam zu machen. Schließlich gehört nach in den Rahmen der!Znhaber der altbekannten v - Zwangsvollltr-ckung durchsd-n M-r in H - n^r. ch te?UUrteilOnbie °Sriung5räumung angeordnet feit seinen 80. Geburtstag begehen. ist Durch Entfernen der dem Schuldner gehören- $er Jubilar trat am 10. Oktober 1887 als Tell- drn Gegenstände aus der Wohnung führt der Ge- hnber in die von seinem Großvater am 10. Oktober Mtsvollzieher diese Maßnahme durch. Die Gegen- ^25 gegründete Firma ein, nachdem er sich nn In- Unde werden dann dem Schuldner außerhalb der un& Ausland eine umfassende praktische und ttyeore» Wohnung zur Verfügung gestellt. tische Vorbildung für seine Ausgabe erworben hatte. * Nachdem ihm im Jahre 1888 sein einziger Bncher m unb 1892 sein Vater durch den Tod entrissen worden In den Angelegenheiten der freimütigen ©e- maren ftanb Heinrich Schirmer als alleiniger Jn- Mtsbarkeit wirkt der Gerichtsvollzieher bet frei- Haber an der Spitze des Familienunternehmens, «illigen Versteigerungen auf Antrag eines 2sep Durch feine geschäftliche Tüchtigkeit, feinen Weitblick Täufers mit. Solche Versteigerungen erstrecken sich ^ine vornehmen Charaktereigenschaften m Ver- mr auf bewegliche Gegenstände, Urkunden, wissen- fcinbung mit seiner unermüdlichen Arbeitsfreudigkeit fdioftlidie Dokumente und dergleichen. In diesen Be- gelang es ihm, das väterliche Erbe immer weiter räch der Amtstätigkeit des Gerichtsvollziehers ge- aufroärt5 zu entwickeln und über manche wirtschaftest auch die Protestierung von Wechseln unb Schwierigkeiten in den Jahren vor und nach Schecks die am Fälligkeitstage nicht emgelost bM. bem Weltkriege glücklich Hinwegzubringen, feine nicht bezahlt worden find. Ferner gehört hierher bie Firma auch zu einer im Tabakfach hochgeachteten Tätigkeit des Gerichtsvollziehers bei der Siegelung Stellung emporzuführen. Dabei kamen ihm ferne tr Lr Konkursmasse gehörigen Gegenstände wie ^ziale Einstellung und sein gutes personllches Ver- Lich bei der Entsiegelung solcher Sachen. hältnis zu allen Arbeitskameraden seines Unter-- bb" Ätf-"»SÄESS - n- w-7t Üb-r das °°rg°ruf-n durch St-u°r-xp-rim-nt- Abl°tzkns-n, Mangsverst-lgerung-n -in- w Sach- Lohnstreitigkeiten im Tabakgewerbe usw nut seiner □rmale ®a66inau,5nrc'7e"8l Senn , @e o gfdjaft in schöner Harmonie zu bleiben und ertkunde besiltzen,^ tst^>ie^ umfassendegemeinlam an d7m Gedeihen des Betriebs zum »rkehrs gerade K dir Tätigkeit des Sachoerständi- Nutzen aller Beteiligten zu arbeiten. en der Devisenstelle besonders erforderlich. Denn 3n der Bevölkerung von ^eßen und Umgegend^ ier sind in allen Fällen der Wertbemessung des insbesonbere in der Höfchen Wirtschaft, wirk»dem nnuasautes Waren und Gegenstänbe der oer= 3uhilar feit vielen Jahren «Wemein große Wer i fhiphenften Art abzufchätzen, bamit bie Jntereffen schätzung dargebracht. Das Betrauen zu ferner V5 Reiches nach jeher Richtung hin in weitgehen- charaktervollen Persönlichkeit und zu “ d m Maße zur Geltung kommen. Don ben aus- fen führte dazu, daß er 31 Äahre lang, nanüich von erlesensten Luxus- unb Schmuckstücken bis zu den 1893 bis 1924, als HanbelsrichterinGießentatg ? des Alltaas muß der Gerichtsvollzieher als war, und 33 Jahre lang, nämlich von 1897 bis kachö°rständkg°r^eiq"nttich ollks nach seckem Her- 1930. der Industrie- und ®Ä ’ 1lnb Verkebrswert zuverlässig beurteilen angehorte, davon m der Zett von 1920 bis 1930 als leit auch hier eine maßgebende Rolle fpleien er ver , bem Weltkneg äSÄ'-TÄÄ 1* «w- ts dien Gebieten sein, wenn er seinen Aufgaben in tollem Umfange gerecht werden will. i1—------------- Die Dominiks. Roman von Hellmuth M.Löttcher. -».Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) MIsens seine Nerven spüren den lauernden Un< ertön in den Worten des Besuchs. So spricht einer ter geheime, ungute Absichten >m Sch'lde suhrt Er dreht den Rücken dem Fester zu und> sucht, da er hinter Frinzka steht, sich das Gesicht des ^7mü°rd°I'Lr° nichts Beson^res daran sehen /können, auch wenn er vor dem Besucher säße. Das ' Gesicht, ein wenig hohl, ist glatt — liebenswurd g ^Jch^kann mich nicht entsinnen", erklärt Friedrich Dominik nach einer Weile schroff. "K-ELn°n^mich wohl nicht als M-nn von Redensarten, sollt' ich meinen. _ „Aber als den Mann eines vorzüglichen Gesacyi- ni^ vergesse allerdings selten ^was, Herr Frinzka" betont Dominik, „gerade dav, was rmr zusammen erlebt haben, steht mtt solcher De ich- keit in mein Hirn gegraben, daß auch das Alter da- Don nichts verwi chen kann. Sie haben wahrsche lich keine Luft, daß ich Ihnen einen Beweis dafür SJt.-’fpont er des Kunstlaufs durchweg sehr jung find, dann wird. am LAMM sehr gut gehalten. Holz-Heim muß sich -auf eigenem Platz im Alter von 31 Jahren. In tiefem Leid: 02321 usw. fünfer, Vereinöleiter. ICH twaige Sn- Gießen (Bergstraße 32), im Juli 1911. Von Beileidsbesuchen bitte abzusehen. Karlsruhe (Schubertstr. 2), den 9. Juli 1041 am Mittwoch, dem 16. Juli 1941 Daubringcn, Im Juli 1911 2942 D A n AlrVA Fotofilm 3ln-cc Rranltm kaffe bei erste wird lau Sie klas in ei lau llllllllllllllllllllllllllllll Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitnng, den GießenerAnzelger llllllllllllllllllllllllllllll Au-ßovdevu«g Im Nachlasse des MetzgermeisterS uni) Gastwirts Gustav Trinkauö und dessen Cbesrau Emilie, geb. s darstellen. In der Meisterklasse ijt mit Walter rhan (Kassel) ein Läufer der deutschen Spitzen- e am Start. Er wurde 1940 Deutscher Jugend- ter, und erst wenn man weiß, daß die Spitzen- ToddemHausschwamm Beseit.ig.auf ehern. Wege,ohne Abbruch v. Mauerwerk, lOj. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfurt/Hain Sandweg 6, Gartenh. Ruf 4650(1 Zur Vernichtung der blutigsten Tyrannei, die auch Dein Haus bedrohte, sehen unsere Soldaten ihr Leben und ihre Gesundheit ein. Danke es ihnen am nächsten Sonntag durch Deinen Beitrag für das Sriegshilsswerk! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Becker beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sowie für die Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank Jm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Lotz, geb. Schäfer Gießen, Werrastr. 8, im Juli 1941 In tiefem Schmerz: Marianne Schrfiidt, geb. Senner. Süctö*Luxus Schuhcreme Büdo-Steinbock Lederfett BUDO eOTBtlrgtOtmttta BüdoWart Wolfgang Schott Clrenkfabr&.Sc&wannlngen/N > Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. fyr&äCtun&en, cTCusten, tBronchitif r Giesser^ Friedri chstr? Lieferant aller Kassen Statt Karten Unser Fritz hat ein Schwesterchen bekommen In dankbarer Freude Gretel Bert, geb. Jaegef Dr. med. vet Friedrich Bert Gießen, den 10. Juli 1941 Am Nahrungsbg. 701, z.Z. Univ.-Frauenklinik Grüningen wird versuchen, den Gästen die Niederlage beizubringen. Ob dies möglich ist, das Spiel zeigen. Holzheim — Lang-Göns. Lang-Göns hat sich in den ersten Treffen Unser dritter Bub ist angekommen In dankbarer Freude Margret Loh, geb. Götz Dr. Walter Loh, prakt. Tierarzt z.Z. im Felde In den Kümpfen im Osten fiel an der Spitze seiner Kompanie mein geliebter Mann Hans-Jürgen Schmidt Oberleutnant und Kompaniechef in einem Inf.-Regt. Am 26. Juni fiel in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland bei den Kämpfen im Osten mein lieber, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser herzensguter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Max Heilmann Obergefreiter in einer Panzerformation Lieber Sommermarkt Schweine- und Krämermarkt CHRIST^/^ hygienisch einwandfrei veredelte böhmische Federn. Hohe Füllkraft lange Lebensdauer. Muster gratis Jos. Christ1 Nchf. Cham-Opr. 361 sprllche an die Genannten innerhalb von acht Tagen bei mir cmzumclden, ebenso innerhalb gleicher Frist Schuldbeträge an mich abzufübrcn. 293nuß geprüft und unteren Verwaltungsbehörden, oft auch dem Kreisleiter der NSDAP, zugeleitet werden. In allen Dienststellen fehlen die Arbeitskräfte, die zum ist diese Leistung richtig zu würdigen. Auch die übrigen überragen z. T. weit den Durchschnit, und es wird nicht nur zu prächtigen Leistungen, sondern auch zu heißen Kämpfen um Sieg und Plätze kommen. Lina Hollmann, geb. Lieh, und Töchterchen Marge \ Bruno Hellmann und Frau Marie, geb. Duseberg und alle Angehörigen. Gießen, den 10. Juli 1911. Von Beileidsbesuchen wird gebeten abzuschen. 2N-7O freundlicher. Doch hielt sich auch hier die Umfojfr tätigfeit in engsten Grenzen. Tagesgeld unv. 1,75 v. H. Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 12. Juli. (Borbericht.) Es kosteten: Ochsen 38 bis 49,50 RM., Bullen 37,50 bis 47,50, Kühe 23 bis 28, Färsen 25 bis 48,50, Kälber 32 bis 74, Hümmel 42 bis 50, Schafe 15 bis 44, Schweine 56 bis 64 RM. Marktverlauf, alles zugeteilt. Wehrdienst einberufen sind. Cs läßt sich aus diesen Gründen nicht vermeiden, daß die Haushaltsvor- ftände einige Zeit auf den Festsetzungsbescheid des Finanzamtes warten müssen. Die Kinderbeihilfe wird in allen diesen Füllen nachgezahlt werden, soweit die Anmeldung als in Ordnung befunden wird. Gießener Wochenmarktpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen fid) für A-Ware. Für B-Ware ober abfallende Ware (orale für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. ♦ Gießen, 12. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, Wirsing, % kg 15 bis 18, Weißkraut 15 bis 16, gelbe Rüben, das Bund 16 bis 20, rote Rüben, % kg 10, Römischkohl 10 bis 12, Erbsen 22 bis 38, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 38, Zwiebeln, das Bund 90 Rpf. bis 1 RM., Rhabarber, kg 10 bis 12 Rpf., Stachelbeeren 28, Blumenkohl, da- Stück' 20 bis 60, Salat 5 bis 12, Salat- gurken 25 bis 50, Eimnachgurken 10, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich, das Bund 15 Rpf. * ** Eine Achtzigjährige. Frau Ww. Elise Hainer, Ebelstraße 39 wohnhaft, wird am morgigen Sonntag, 13. Juli, in aller Rüstigkeit achtzig Jahre alt. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zu ihrem Geburtstag. *'* Auszeichnung einer Gießener KünstIeri n. Die junge und erfolgreiche Gießener Geigerin Wa l t r a u d Schüttler hat den Felih- Mottl-Preis der Münchener Staatlichen Akademie der Tonkunst erhalten. Wir beglückwünschen die begabte Musikerin zu dieser höchsten Auszeichnung, die diese Anstalt zu vergeben hat. ** Die Gießener Herbstmesse findet vom 4. bis einschl. 12. Oktober auf Oswaldsgorten statt. ** Schlafen Sie bei offenem Fenster? Gewiß tun Sie das. Besonders jetzt in den warmen Sommernächten. Sorgen Sie aber auch während der Sommermonate für gewissenhafte Verdunklung! Jeder Lichtschein ist Angriffsziel für feindliche Flieger! Eindringlich ermahnt das neueste Heft der „Sirene", der illustrierten Zeitschi ist des Reichsluft- fchutzbundes, zur Verdunklungsdisziplin. Eine Reihe reich bebilderter Aufsätze führt außerdem belehrend und unterhaltend durch verschiedene Gebiete der Arbeit im deutschen Luftschutz. Bei Beschickung des Schweinemarktes sind die seuchenpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Auftriebszelt von 8-9 Uhr Der Bürgermeister: Geil. 2943 D