M- Jahrgang Nr.m (Sdcbeim täglich, auker Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giekener^amilienblätter Heimat imBild DieSckwlle MonatS-BezugSvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 aucb bei ^«'icbtersckemen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanschluk 2251 Drahtanscknnft:„Anzeiger" Postscheck 116««krankt. M GietzenerAnzeiger vrühllche Unti>erfUäts6ruon lnb den en und 9e auf kr de.' 'uf fei- n- Das kr vor K°sts- Voltes ‘rflöte- IQs wir °ben, 'n und Atzung Äürde \ sonst 3t< und 'ts und iloweise lebt sich Segen rtuni. 1 in der Soldat. - haus^ Die Sendefolge „Blinkfeuer Heimat", die deutsche Kurzwellensender zur Betreuung der deut- scheu Seeleute in Uebersee seit einem Jahre zusammen mit der Auslands-Organisation der NSDAP, durchführt, tonnte ihre 25. Sendung h'nausschicken. Der Jubilaumssenduug wohnten 500 Frauen und Angehörige von Seeleuten sowie auch Verwundete bei. Der Leiter der Auslandsorganilation der anerkannten Sittenordnung und Weltanschauung sowie der maßgebenden Willensäußeruna ihres Schöpfers und berufensten Künders, des Führers, ausgelegt und angewendet werden. Staatssekretär Dr. F r e i s l e r unterstrich diese Feststellungen mit der Betonuna, daß der Richter für seine Entscheidung dem Führer allein als dem höchsten Richter, dem deutschen Richter schlechthin, verantwortlich sei. Oer Arbeiterurlauberverfehr W Pfingsten. Auch anläßlich des Pfingstfestes darf die Reichsbahn wegen ihrer kriegswicytigen Aufgaben nur in geringstmöglichem Maß für den Festtagsverkehr beansprucht werden. Das wirkt sich auch auf den Arbeiterurlauberverkehr aus. Es wird im allgemeinen I nur möglich sein, Urlaubsreisen ober Familien- Heimfahrten in der Psingstzeit mit den Regelzügen durchzuführen. Sonderzüge werden nur in seltenen Fällen in Frage kommen. Betriebsführer und Gefolgschaften werden daher ersucht. Familienheim- fahrten und Urlaubsreifen möglichst gleicbmäßia auf die ganze Jahreszeit zu vertellen und nicht aus die Festtage zu legen. Meine politische Nachrichten. Reichsstudentenführer Dr. Scheel hat den Leiter des Langemarck-Studimns und Amtsleiter der Reichsstudentenführung Dr. Ulrich Gmelin als bevollmächtigten Vertreter des Reichsstudentenfüh- rcrs im Kriege eingesetzt an Stelle von Dr. Kuba ch, dessen wiederholten Bitten, zum Heer einrücken zu dürfen, stattgegeben werden konnte. Shurchill gibt die Hälfte der April-Verluste zu Er findet in den USA. keinen Glauben. Kopenhagen, 11. Mai. (DNB.) In der Hol- trsnskirche fand eine Trauerfeier für den verstör- innen dänischen Gesandten in BerUn, Kammerherrn ?ahle statt, der der König von Dänemark, der ftronprinj und die Kronprinzessin, der Dsvollmäch- tijte des Deutschen Reiches, Gesandter Dr. von Aenthe-Fink sowie der Landesgruppenleiter Dänemark der Auslandsorganisation der NSDAP, und der Nkihe en W* träumten Äiel.M' rwsN 'ifeur es' * Ulw ffädchen. ■in kleines muE kam Auf Ott, t* Dos ichE nichts Ät» Dor einem Jahr. Am 12. Mai gingen In Holland deutsche Truppen westtich des Sud-Willem-Kanals vor und stellten die Serbinbung mit den um Rotterdam auf dem Luftwege gelandeten Truppen her. In Belgien wurde der Uebergang über den Albert-Kanal auch nordwesttich Äaffelt erzwungen. Westtich Lüttich waren unsere Truppen nördlich der Maas im Vorgehen nach Westen und drangen in die Stadt Lüttich ein. Auf der Zitadelle von Lüttich webte bereits am Vormittag die deutsche Flagge. Westlich der Ourthe und in Südbelgien warfen unsere Divisionen französische Truppen. Die Luftwaffe vernichtete 320 feindliche Flugzeuge. Vorsitzende der deutschen Kolonie von Kopenhagen, kchäfer, beiwohnten. Im Chor der Kirche war der Larg zwischen hohen Kerzen ausgebahrt, geschmückt mit einem großen Lorbeerkranz des Königs und ihr Königin. Der Kranz des Führers und ein Kranz bis Königs Gustafs von Schweden standen zu bei» -angte im herrlichen Flaggenschmuck. Punkt 11 hr wurde die von zahlreichen Jagdflugzeugen betitele Maschine sichtbar, die den König und Kaiser ad) Tirana brachte. Generalstatthalter I a c o - m X hmS ffütMfhflrnrnhhrtMl 91 a r f a i hnfon Som Dor allem bemängelt das Neuyorker Blatt das Fehlen von Angaben über Schiffe, die beschädigt wurden oder „geopfert werden mußten", um andere Schiffe zu schützen, weil deren Ladung wichtiger war. Die Bestürzung, die schon die Hälfte der wahren April-Verluste in England hervorgerüfen hat, schildert ein Bericht von „Socialdemokraten^ (Stockholm). Auch der Korrespondent dieses Blattes weist darauf hin, daß die amerikanische Presse immer dringender dem Wunsche Ausdruck gegeben habe, eindeutiges Zahlenmaterial über die Schlacht im Atlantik zu erhalten. Die Situation sei für die britische Regieruna äußerst heikel gewesen. Auf der einen Seite sei die Tatsache der nachrichtenyungrigen Amerikaner aufgetreten, man habe iynen nach Möglichkeit gerne konkrete Zahlen geben wollen, auf der anderen Seite habe man aber „Deutschland nicht irgendwelche Zahlen offenbaren wollen" (!?). Äm Ergebnis sei ein Kompromiß zustande aekommen, das alle Mängel eines Kompromißes in sich trage. Die veröffentlichten Zahlen seien keineswegs eindeutig für die ganze Schwere Der Lage. „HeMnike politeia." Sett der Bildung der neuen griechischen Regierung Tsolakoglou heißt da» Königreich Griechenland ,^eflinite Politeia". Mancher Leser mag sich fragen, ob das Wort „Politeia" nicht mit unserem Wort „Politik" oder „Politiker" zusammen» hangt. So ist es in der Tat. Die gemeinsame Wurzel oller dieser Wortbildungen ist das griechische Wort Polis, was die „Stadt" bedeutet. Denn die alten Griechen haben niemals einen Staat in unserem Sinne gekannt. Sie kannten nur eine ziemlich große Zahl von Städten, zu denen auch das umliegenoe Dersorgungsgebiet gehörte. Allein die Stadt war immer die Hauptsache. Die allen Griechen waren ausgesprochene Städter. Dann bekam das Wort Polis den Sinn von Gemeinwesen. Etwa wie oir auch heute noch von einem städtischen Gemeinwesen sprechen. Sehr wenig bekannt ist, daß die Worte „Politik" und „Politiker" in unseren abendländischen Sprachgebrauch erst im 16. und 17. Jahrhundert übergingen. Bis dahin gebrauchte man für „Stadt" das lateinische „Eioitas". Ein Ausdruck, der noch in dem italienischen Eitta, in dem französischen CitL (daher auch Eitoyen) und in dem englischen Cito fortiebt Etwa um das Jahr 1600 bezeichneten sich nun als „Politiker" jene Männer, die — von Frankreich ausgehend — die nationalstaatlichen Interessen über die religiösen stellten. Heute ist das Wort „Politiker" stark'in Mißkredit gekommen, weil es jene Menschen bezeichnet, die die berühmte parlamentarische Parteipolitik trieben; ursprünglich, also im 16. und 17. Jahrhundert, bezeichnete „Politiker" einen Mann, der über die Einzelinteressen hinaus zum Wohl des Staatsganzen wirken wollte! Der Führer hat dem Wort „Politiker" erst wieder diesen ur- sprünglichen Sinn zurückgegeben. Bekannt ist fein Wort aus „Mein Kampf": „Ich aber beschloß, Politiker zu werden." Es gibt noch eine Unmenge von Beispielen für dieselbe Art, wie allmählich der Sprachgebrauch einen guten Wortsinn in einen schlechten ober anrüchigen verwandelt. Man denke etwa nur an „Schulmeister" oder „Pfaffe" ober „Solbate^ka". Menn die neue griechische Regierung bas Wort „Politeia" setzt oermenbeL so greift sie bomii zwar auf eine altgriechische Wortwurzel zurück, meint aber selbstverstänblich nicht einen Stabtstaat, fonbem ein „staatliches Gemeinwesen" im heutigen Sinn. Dr. Ho. rsonderes- fort, „ich je ich °on ;er, „eirn m N* «iE Innen « bekamen, Auf ber Ordensburg Sonthofen findet eine Arbeitstagung ber Erzieher ber Abolf-Hitler- Sch ulen statt. Die Tagung würbe durch eine Aussprache mit Professor Dr. Bäumler, bem Leiter des Amtes Wissenschaft und Professor Dr. Harber von ber Dienststelle des Reichsleiters Rosenberg eröffnet Es werben weitere führende Männer ber Partei und Wissenschaft zu Worte kommen. Ionia und Kaiser, der die Uniform eines ersten karsthalls bes Imperiums trug, auf silberner latte Brot und Salz bar. Unter Beifall ber Menge chr er bann zum Königsschloß. Hier empfing er n Oberbefehlshaber der italienischen Wehrmacht Feucht, Dresden-Altstadt beliefert. Die 23er- g von Sagan, Breslau, Chemnitz, Alsfeld. Darmstadt, Karlsruhe, Gruibingen, Siegburg, Opladen. Wiedenbrück und Chiemsee steht bevor. ©er deutsche Gemeindebeamte im Kriege. Li NA, 10. Mai. (DNB.) Der Leiter des Haupt- amtes für Kommunalpolitik der NSDAP., Reichsleiter F i e h l e r, hat auf einer kommunalpolitischen Kundgebung die besondere Stellung erläutert, die den Gemeindebeamten auf Grund feiner Volksnähe, Vielseitigkeit und der aus ber engen Verbundenheit mit der örtlichen Gemeinschaft geborenen schöpferischen Initiative und Entschlußfreudigkeit aus- zeichnet. Der Gemeindebeamte steht mitten im Volk, ihm obliegt die volks- und lebensnahe Anwendung ber Gesetze. Als besonderes Ziel hob der Reichsleiter die Schaffung einer einheitlichen Verwaltung hervor. Der Gemeindebeamte müsie aber dennoch durch Vielseitigkeit des Wissens, gepaart mit einem besonderen politischen Verständnis und einer eingehenden Kenntnis des Lebens und des wirtschaftlichen Geschehens gekennzeichnet sein, um den durch den Krieg erhöhten Anforderungen gerecht zu werden. Der Krieg habe von den Beamten der Gemeinden nicht nur fachlich, sondern auch menschlich und politisch das Letzte verlangt. Darum verdiene chre Arbett uneingeschränkte Anerkennung und den unbedingten Schutz gegen seds gedankenlose und kurzsichtige Kritik. Der Gemeinde- bienst sei kein leichter Dienst und sei daher wert, die tüchtigsten Kräfte des Nachwuchses an sich zu ziehen. ©je Aufgabe des Richters. Auf der Tagung der Oberlandesgerichtspräsidenten und Generalstaatsanwälte machte Staatssekretär Schlegelberger Ausführungen über die Stellung des Richters. Mit der Freiheit von Weisungen, die ber Staat dem Richter gewährleiste, müsie sich die wahre innere Unabhängigkeit paaren, die Sache des Charakters sei. Der wahre Richter müsie die Abwehrstoffe gegen unsachliche Beeinflussung in sich tragen und dürfe sie nid)t dadurch ersetzen wollen, daß er sich ängstlich von Meinung«- äußerungen Außenstehender abscyließe. Wahrhaft unabhängig sei, wer In voller Kenntnis aller über den Rechtsfall vorhandenen Meinungen mit der durch Wissen begründeten inneren Unabhängigkeit entscheide. Darüber hinaus aber verlange das Volk die Ausübung der Rechtspflege durch Richter seines Vertrauens. Der Richter müsie sich mit feinem ganzen Herzen dem Volk verbunden fühlen und von ber neuen Weltanschauung durchdrungen sein. Des- halb müsse jede Norm des geltenden Rechts unter Berücksichtigung der in dem Parteiprogramm Rom, 10. Mai. (Europapreß.) In einem Bericht des „Giornale d'Jtalia" aus Neuyork wird mitge- teilt, daß der Hafen von Neuyork voll- kommen verstopft fei. Die Verstopfung der Lagerhäuser und der Malen mit Bergen von Waren aller Art, vor allem mit Kriegsmaterial, das nicht nur nach England, sondern auch nach allen See- und Luftstützpunkten der USA. bestimmt sei, sei durch den Mangel an Schiffsraum verursacht worden. Das Eisenbahnnetz des Hafens von Neuyork, auf dem in normalen Zeiten täglich etwa 10 000 Eisendahnwaaen die Waren zur Verladung unter Bord der Schiffe bringen, sei durch endlos lange Schlangen von Eisendahnwaaen verlegt, die viele 10 000 von Wagen zahlen und seit Wochen vergeblich auf Entladung warten. Die Derstopsuna des Hafens fei bei weitem größer als in den Jahren 1917/18, als die USA. an die Seite Englands traten. Aber sie habe sich diesmal auch auf andere USA.-Häfen, auf Boston, Philadelphia, Baltimore und andere, ausgedehnt. Dazu komme das Anwachsen der Waren dieb stähle. Die gestohlenen Waren werden an Kleinhändler weiter verkauft, ja sogar an die Lieferfirmen zu- rückverkaust. Das Gangstergeschäft komme zu neuer Blüte. Um all dem beizukommen, sei einer ber bekanntesten amerikanischen Reeber, Harris Robinson, zum Hafendirektor bestellt worben. Trotzdem bessere sich die Lage nicht, weil vom Marine- tmnifferium Woche für Woche Schiffe aller Art aus dem Verkehr gezogen und der Kriegs- Berlin, 10. Mai. (DNB.) Nachdem das englische Volk feit mehreren Tagen darauf vorbereitet war, daß die zu erwartenden Zahlen über d i e Schiffsoerluste im April eine bedeutende Höhe erreichen würden, ließ Churchill am Freitag bekanntgeben, 106 britische und für England fah renbe Schiffe mit 488 1 24 BRT. seien versenkt worden. Wie ber OKW.-Bericht bereits am 3. Mai meldete, wurden im Monat Aprll tatsächlich durch die deutsche Luftwaffe und Ueber- und Unter» wasserstreitkräfte zusammen 1000 211 BRT. versenkt, 250 weitere Schiffe beschädigt. Wenn sich also Churchill — wie die USA.-Zeikungm melden, übrigens erst auf amerikanischen Druck hin — bereitgefunden hat, fast die Hülste der wirklichen Einbußen der englischen Oeffentlichkeit mitzuteilen, so bedeutet dies für ihn allerdings ein ungewöhnliches Verfahren. Denn bisher pflegt« er kaum mehr als ein Viertel zuzugeben. Aber auch feine neuen Ziffern finden von vornherein keinen Glauben, nicht einmal in den befreundeten Vereiniaten Staaten. Die „New Port Times" sagt, seine Angaben über die im April versenkte Tonnage gäben „kein völliges Bild über die Gesamtverluste". den Seiten des Chores. Nach ber kirchlichen Trauer- feier wurden die sterblichen Ueberreste nach dem Westfriedhof übergeführt, wo in Gegenwart der nächsten Verwandten die Beisetzung erfolgte. „Oeutsches Theater Lilles Brüssel, 11. Mai. (DNB.) In dem ehemali- gen Opernhaus wurde das „Deutsche Theater Lille" mit der Festaufführung von Goethes Trauerspiel „Etzmont" eröffnet Reichsdramaturg Ministerialdirigent Dr. Schlösser überbrachte die Grüße der Heimat und der deutschen Künstlerschaft an die Wehrmacht und das nach Lille verpflichtete Ensemble. Die neue deutsche Kulturstätte sieht, wie der Intendant Ernst Andreas Ziegler mitteilte, sowohl für bas nnlsikcllische wie für das schauspielerische Ensemble Konzertabenbe und Gastspielreisen nach Antwerpen, Brügge, Gent, Brüsiel, Namur, Lüttich, Charlerois, St. Omer, Calais, Arras und Cambrai vor. Die Künstlergruppe, die aus allen Gauen des Reiches zusammengestellt wurde, steht unter der Leitung von Ernst L e m p e r l e. Volksdeutscher Schristtumspreis für Wilhelm pleyer. Der Oberbürgermeister von Stuttgart und Präsi- beni des beutschen Auslands-Instituts, Dr. S t r o e - [in, hat den Volksdeutschen Schrifttum s p r e i s, der alljährlich am Todestag Schll- lers vergeben wirb, für 1941 dem fudetendeutschsn Dichter Dr. Wilhelm P l e y e r für fein Buch „Das T a l der Kinbheit" verliehen. Diese Ehrung gilt zugleich den früheren Werken Pleyers. In ber Bewahrung deutschen Kulturerbes, vor allem mit der Pflege deutscher Sprache ist Pleyer ein hervorragender Vertreter des volksdeutschen Schrifttums. Zugleich hat er sich als Vorkämpfer [einer sudetendeutschen Volksgruppe bewährt. Pleyer wurde am 8. März 1901 in Eisenhammer geboren. Mehr oaft durch seine züchterischen Arbeiten insbesondere aus dem Gebiete der Pferde- und Schweinezudst, und auf zahlreichen bedeutenden Ausstellungen wurde seine züchterische Arbeit durch hohe und höchste Preise anerkannt. Diese weithin wirkenden Erfolge seines Schaffens führten dazu, daß er vor einigen Jahrzehnten in maßgebliche Führungsstellen der hessischen und der deutschen Landwirtschaft berufen wurde, in denen er viele Jahre lang in fruchtbarer Weise zur Förderung unserer Landwirtschaft mitarbeitete. So war er u. a Mitglied des Vorstandes der früheren Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Berlin und Vorsitzender der Zuchtabteilung deutsches Edelschwein, Leiter des früheren Landrvirtlchaftlicijen Klubs in Frankfurt a. M. und lange Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrates der Friedberger Zuckerfabrik. Für fein vorbildliches und allezeit uneigennütziges Wirken wurde er im Jahre 1902 zum Oekono- mierat ernannt. Mit besonderer Freude nahm er im Sommer 1936 als Auszeichnung ein Bild des Führers aus der Hand des Reichsminifters für Ernährung und Landwirtschaft. Reichsbauernführers T q r r 6 in Empfang, das ihm gelegentlich der da- maligen Reichsnährstands-Ausstellung in Frankfurt in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Aufwärtsentwicklung der deutschen Landwirtschaft überreicht wurde. Ferner war er Inhaber der Großen Max-Eoth-Medaille, die er als alter Mitarbeiter de» Gründers der Deutschen Landwirtschafts- aesellschast schon vor einer Reihe von Jahren erhalten hatte. Neben feinem Beruf und einer Reihe weiterer Ehrenämter aalt sein besonderes Interesse und feine ganze Lieb* Der Jagd. Als eifriger Weidmann fand er in dem edlen Weidwerk immer wieder eine Quelle wertvoller Lebensfreude. Dem Verein „Hubertus", Verein weidgereclster Jäger in Gießen war er durch feine eifrige Mitarbeit allezeit ein besonders wertvolles Mitglied, das der Verein in dankbarer Würdigung der vielfältigen DerdienfB zu feinem ersten Ehrenmitglied ernannte. Der nunmehr Entschlafene mar auch der älteste bisher noch lebend« Reserve- Soldaten als Steuerzahler. Der Reichsfinanzminister befaßt sich in der 'Zeitschrift der Akademie für Deutsches Recht" u. a. mit der Frage, inwieweit die Kriegsverhältnisse eine besondere steuerliche Berücksichtigung gefunden haben. Die Finanzämter seien von ihm gleich zu Beginn des Krieges angewiesen worden, uirdillige Härten zu vermeiden. Dabei haben sie zwei Gesichtspunkte besonders zu beachten: den erhöhten Finanzbedarf des Reiches einerseits und die geringere steuerliche Leistungsfähigkeit mancher Volksgenossen anderseits. Es wurde den Finanzämtern zur Pflicht gemacht, besonders dann entgegenzukommen, wenn ein Soldat oder ein im gegenwärtigen Krieg Verwundeter beantragt, ihm den Kriegszuschlag zu erlassen. Auch wenn die Ehefrau oder ein unversorgtes Kind eines Kriegsgefangenen, eines Internierten oder eines im gegenwärtigen Krieg gefallenen Soldaten einen Antrag auf Erlaß des Kriegszuschlags stellt, ist Entgegenkommen geboten Hat ein Steuerpflichtiger Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer und den Kriegszuschlag zu leisten und er wird eingezogen, so hat das Finanzamt die Vorauszahlung von Amts wegen herabzusetzen, sofern erkennbar ist, daß das Einkommen erheblich zurückgeht. Bei verspäteter Abgabe von Steuererklärungen sowie von Steuerzahlungen soll kein Verspätungs- oder Säumniszuschlag erhoben werden, wenn die Verspätung darauf zu- rückzuführen ist, daß der Steuerpflichtige inzwischen zur Wehrmacht einberufen wurde. Auch von Soldaten versäumte Rechtsmittelfristen fallen nicht dazu führen, daß dem Soldaten das Rechtsmittel Der- lorengeht. Dollftreckunasmaßnahmen gegen Wehr- machtsangehörige dürfen grundsätzlich nicht mehr eingeleitet werden. Das gleiche gilt auch für Steuer- straf verfahren. Durch diese Bestimmungen soll der Soldat vor jeder unbilligen Härte in Steuersachen geschützt werden. Aber auch bei Steuerpflichtigen, die nicht zur Wehrmacht einberufen sind, kann durch kriegsbedingte Veränderungen die steuerliche Leistungsfähigkeit gemindert werden, z. B. wenn Betriebe stillgelegt ober eingeschränkt werden wußten, wenn Warenvorräte beschlagnahmt wurden usw. Auch in diesen Fällen sind die Finanzämter angewiesen, die eintretenden Veränderungen zu berücksichtigen und unbillige Härten zu vermeiden. SJtXfpOTt 50. LSnderspielskeg im Hockey. Deutschland — Ungarn 2:0 (1:0). In Schweinfurt fand der 4. Länderkampf der Hockeymannschaften von Deutschland und Ungarn am geftriaen Sonntag statt. Wenn auch Deutschland meist leicht überlegen war, so muß doch die harte und unermüdliche Gegenwehr der Ungarn anerkannt werden. Die Mannschaft legte riesigen Eifer an den lag, war technisch gut beschlagen und vor allem in der Hintermannschaft, wo Liefka und Dr. Miklos überragten, sehr sicher. Die deutsche Elf glänzte mit sauberem Zusammenspiel. Bester Spieler war der Halblinke Lange, von dem die meisten Angriffe ausgingen. 3rt der Abwehr ging insofern nicht immer alles nach Wunsch, als Torhüter Droese nicht mit der früheren Sicherheit abwehrte. Aber er hatte doch das Glück, sein Tor rein zu halten. In der Hockeysportbilanz der beiden Länder fuhrt nun Deutschland mit 2 Siegen, zwei Treffen endeten unentschieden. VfB.'ReichSbahn Sieben. VfV.-Neichsbahn — Luftwaffe 1:2. Beide Mannschaften zeigten nur mäßige Leistungen. Das Spiel rann man als ein Spiel der Hintermannschaften bezeichnen, da das Können dieser Mannschaftstelle das Spielgeschehen bestimmte. Die Abwehrarbelt von Schlitz und Gebrüder Ziegler ist um fo höher zu bewerten, als die Außenläufer des Gastgebers derartige Schwächen aufmiefen, daß sie nur durch den vollständigen Einsatz der anderen Spieler ausgeglichen werden konnten. Die Luftwaffe hat dieses Spiel verdient gewonnen, da die Mannschaft mit größtem Einsatz kämpfte und auch an Schnelligkeit den VfB.ern überlegen war. Allerdings hält die Mannschaft einen Vergleich mit der seitherigen Mannschaft der Luftwaffe nicht aus. Man vermißte bei ihr das flache Zusammenspiel und den flüssigen Spielaufbau. Die halbhohe Spielweise der Gäste Dürfte schon scheitern, wenn sie auf eine Mannschaft trifft, die schneller als die Leute vom Waldsportplatz ist. Die besten Kräfte der Luftwaffe waren neben der Hintermannschaft die beiden Außenstürmer. Schiedsrichter Hofmann leitete aufmerksam. Spielverlauf: Von Spielbeginn an ist die Luftwaffe leicht überlegen. Durch die mangelhafte Deckung des Linksaußen kann dieser Spieler durch gute Flanken immer wieder gefährliche Momente im Strafraum Der GrüniWeihen Hervorrufen. Ziegler hält jedoch, wenn auch teilweise mit Glück, die »ten Schüsse. Die VjBer spielen zu durchsich- merDen immer wieder van der Verteidigung De"r Luftwaffe abgestoppt. Trotzdem haben sie eine klare Torgelegenheit, als ihr Halblinker an der Verteidigung vorbeikommt. Er schießt jedoch darüber. Als wieder einmal der Linksaußen der Luftwaffe freisteht. fällt durch ihn das Führungstor der Luft- roaffe. Bei diesem Stand bleibt es bis zur Halbzeit. In der zweiten Halste stellen die Gießener um, Ehmann geht auf Rechtsaußen und Barschel auf Halbrechts. Hierdurch gewinnt der Sturm beb erntend an Gefährlichkeit. Als Der Mittelstürmer bei einem Linienspiel nach Rechtsaußen rückt und von dort zur Mitte flankt, verfehlt der Tormann den Ball, und dieser springt vom redjten Läufer ins Tor. Der Ausgleich war damit gefallen. Unverständlicherwerfe wird Ehmann schon wieder zurückgenommen und damit dem Sturm der Durchreißer entzogen. Der Druck der Luftwaffe wird dadurch sehr stark. Als Schlitz neben dem Halbrechten fällt, kann dieser zum 2:1 einschießen. Fast mit dem Schlußpfiff rettet der linke Verteidiger der Luftwaffe, als er dem Linksaußen fallend den Ball vom Fuß zieht, feiner Mannschaft den Sieg. Lingam stark verbessert Mr ein ll:8=(Sieg der deutschen Handballelf. Der neunte Handb all-Länd erkämpf zwischen Deutschland und Ungarn, der am Sonntagnachmittag vor 10 000 Besuchern im Mannheimer Stadion vor sich ging, brachte zwar den erwarteten deutschen Sieg, aber mit 11:8 Toren fiel das Ergebnis überraschend knapp aus. Das lag einmal an der wenig überzeugenden Leistung der deutschen Nationalelf, dann aber zeigten sich die ungarischen Gäste als stark oerbefiert, und es hätte nicht viel an einer lleberrafdjung gefehlt. In der ersten Halbzeit, die die Ungarn mit 5:3 für sich buchten, mar das Zusammenspiel in Der deutschen Elf höchst mangelhaft, eine Tatsache, die um so mehr überraschte, als gerade die deutsche Nationalmannschaft stets durch prächtige Zusammenarbeit aller Mannschaftsteile begeisterte. Diesmal wurde aber allzu viel auf eigene Faust gespielt, was nicht nur Den Erfolg, sondern auch die Schönheit Des Kampfes beeinträchtigte. Die Ungarn überraschten Dagegen nach der angenehmen Seite. Sie zeigten gute Mannschaf tsai-beit, hatten in Meray einen großartigen Torhüter unD in Dem Halbrechten Erdody einen Stürmer von Sonderklaste. Die Stürmer verstanden sich sehr gut, und ihr Wurfvermögen war erstaunlich. Dabei muß allerdings erwähnt werden, daß es in der Deut-fd^en Hintermannschaft viele Deckungsfehler gab, Die Die Gäste geschickt ausnutzten. Torhüter Körvers, Mittelläufer Brinkmann und Die Stürmer Fromm, Zimmermann und Brüntgens waren noch die Besten auf deutscher Seite. Der Berliner Den- schel war uoar der erfolgreichste Torschütze, aber er zeigte Doch die mäßigste Stürmerleistung. Bester wurde Die Zusammenarbeit auf Deutscher Seite erst nach Der Pause, unD da wurDen Dann auch die tapferen Ungarn noch nleDergefämpft. Die Deutsche l:0-Fuhrung glichen Die Ungarn sofort aus, unD nach einem ZwischenstanD von 3:1 sicherten sie fick) bis zur Pause eine 5:3-Führuna. Nach Seitenwechsel wurde es über 5:5, 5:7 und 7:7 schließlich 11:7 für Deutschland, unD mit einem achten Treffer für die Ungarn schloß Der von Müller (Wiesbaden) vorzüglich geleitete Kampf. Die Mannschaften: Deutschland: Körvers; Knautz, Himer; Mücke, Brinkmann, Kelter; Zimmermann, Denfdjel, Sutter, Brüchgens, Fromm, Ungarn: Märay; Dr. Petery, Benda; Birta- Ian, Rakosi, Liber; Ciraki, Erdody, Fodor, Eszeki, Ottö. Die Torschützen für Deutschland: Denschel (4), Brüntgens (3), Brinkmann (2), Fromm und Zimmermann; für Ungarn: Erdody (6), Fodor und Eszeki. Vst. 99 Köln unter Den „letzten Vier". Offizier Des früheren Regiments Der DarmftäDter weißen Dragoner. Weit über den Kreis feiner Beruss-kameraden und der Weidmänner hinaus wurde Oekonomierat Hoffmann als vorbildlichem und charaktervollem deutschen Mann größte Wertschätzung dargebracht. Diele beruhte sowohl auf seinen hervorragenden menschlichen Qualitäten, als auch auf seinem ausgezeichneten beruflichen Wirken, bei Dem es ihm allezeit auf guten Dienst an Der Landwirtschaft zum Nutzen Des Volkes anfam. Daher wlrD auch Das AnDenken an Diesen wackeren Mann allezeit in dankbarer Erinnerung lebendig bleiben. ** NS. -Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk, Ortsgruppe Gießen- Mitte. Am Donnerstag, 15. Mai, um 20 Uhr, findet im „Burghof" der Gemeinfchaftsabend statt. Vortrag non Fräulein Harter mit Lichtbildern über „Unser ©arten". Amt aenckt Si-ßen. Ein Mann in Allertshausen hatte einen Strafbefehl über 60 RM erhalten, gegen Den er Einspruch einlegte. Er war am 13. September v I. mit seinem Fahrrad aus einer Waldschnelse auf Die Fahrbahn Der Straße Gießen—Steinbach gekommen, als sich ein Personenkraftwagen ihm näherte. Seinen Hund, Der etwa bis auf Die Mitte Der Fahrbahn lief, hatte er nicht angeleint. Hierdurch wurde Der Führer Des Wagens gezwungen, plötzlich zu bremsen, wodurch Der Magen in Den Straßengraben stürzte. Die Insassen des Wagens erlitten leichte Verletzungen. In der Houvtoerhandlung wurde Der Angeklagte überführt unD Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend zu einer Geldstrafe von 60 RM. verurteilt: Deutsche Fußball-Meisterschast. Die Kämpfe um Die deutsche Fußballmeisterschaft nähern sich innerhalb Der vier 'Bereidpgruppen ihrem Ende. In Der Gruppe 3 ist bereits Die Ent- chelDung gefallen, obwohl noch ein Spieltag aus- tel)t Der Mittelrheinmeister VfL. 99 Köln hat ich hier Den EnDsieg gesichert und flch Damit als erster Teilnehmer für Die Meisterschafts-Vorschlußrunde qualifiziert. Die Kölner hatten ihr vorletztes Spiel im neutralen Straßburg gegen den Elsaß- meister FC. 9 3 Mülhausen auszutragen unD siegten sicher mit 4:1 (2:0) Toren. Damit war Die Entscheidung in der Gruppe 3 endgültig zu Gunsten der Rheinländer gefallen. Den zweiten Platz hat der Südwestmeister Kickers Offenbach sicher. Der in Esten gegen die niederrheinische Meisterelf T u S. Helene Essen mit einem 4:0- Sieg überraschte. Für die Kickers kommt dieser Sieg natürlich zu spat; die wichtigen und entscheidenden Punkte wurden in den Heimspielen gegen Esten und Köln vergeben! Wer zusammen mit dem VfL. 99 Köln unter die „letzten Sier* kommt, ist noch ungewiß, aber Der Krets Der Bewerber ist auf ein halbes DutzenD zu- sammengefchrumplt. In der unterteilten Gruppe 1 hat sich nun doch noch Sclilesiens Meister 23 / 3t Gleiwitz, Der den OsllandmeistoU Preußen Danzig 4:1 (2:0) schlug, zum Endkampf gegen den Sacysenmeister qualifiziert. Der Dresdner S C. konnte and) in seinem letzten Gruppenfpiel gegen Die 31S T G. Prag in Prag nicht überzeugen und kam nur Durch ein Prager Selbsttor zu einem glücklichen l:0-Sieg. In Der Gruppe 2 standen mit Schalke 04 und Hamburger SA. Die Endkampftellnehmer bereits fest Am kommenden Sonntag wird kn Dortmund das Vorspiel ausgetragen. Während Der H SD. am Sonntag pausierte, hatte Schalke noch gegen Borussia Fulda Das Rückspiel zu bestreiten. Die ,Knappen" trafen auf einen eneraie- gelaDenen Gegner und siegten nur knapp mit 2:1 (0:1) Toren; vier Minuten vor dem Ende schoß Szepan das entscheidende Tor. Im Rückiviel zwischen VfB. Königsberg und 1. S V. Jena kamen Die Thüringer, die den Vorkamps bekannllich verloren hatten, mit 4:0 zu einem klaren Erfolg. In der vierten Gruppe lallt am kommenden Sonntag Die Entscheidung zwischen Rapid Wien und 1860 München, die jetzt je 7:3 Punkte haben. Rapid genügt dank dem besseren Torverhältnis schon ein Unentschieden zum Endsieg, während 1860 au jeden Fall in Wien gewinnen muß, wenn es unter die „letzten Vier" kommen will. Rapid fertigte Diesmal Den V f L. Neckarau mit 8:1 (6:0) .ab, während 1860 Die Stuttgarter Kickers mit 2:1 (1:0) bezwang. Gruppe 1». * 23.-31. Gleiwitz 4 9:5 5:3 LSD. Stettin 4 8:9 4:4 Pr. Danzig . 4 5:8 3:5 Gruppe 1 b. Dresdner SC. 4 11:4 8:0 T.-D Berlin 4 5:7 3:5 NSTG. Prag 4 3K 1:7 Gruppe 2a. Hamburger SV. 4 9:5 7:1 1. SD Jena 4 9:8 3:5 VfB. Königsberg 4 6:11 2:6 Das Haar der Berenike. Der Sternhimmel im Mai. Von Dr. Erwin Kosiinna. Mit Dem Fortschreiten der Jahreszeit setzt die abendliche Dunkelheit immer später ein, so daß mir im Mai erst nach 22 Uhr Sommerzeit Den । leftirnten Himmel beobachten können. Als erste i Sterne erscheinen noch währenD Der Dämmerung im Westen Die Kapella im Sternbill» Des Fuhrmanns, Die Zwillingssterne Kastor unD Pollux nebst Prokyon und, noch ziemlich hoch im SÜD- westen. Der Königsstern Regulus im Löwen. Link« von Diesem prächtigen Sternbild bemerken wir den ehr Hellen, rötlich gelben Arkturus im Bootes, darunter die weiße Spika, während über Dem nordöstlichen Horizont hie blauweiße Wega funfett Aber erst bei völliger Dunkelheit kommen auch Die aus schwächeren Lichtpunkten bestehenden Sternbilder voll zur Geltung. Dazu gehören neben anderen der Herkules und Die halbkreisförmige NörD- liche Krone, beihe zwischen Wcga unD Arktur, Darunter Schlange und Schlanaenträger, ferner in Dem Raum zwischen Arktur und Denebola, Dem linken Eckstern Des Löwen, das zierliche Sternbild „Haar Der Berenike" ober „(Torna*. Diese die Form einer herabhängenden Locke be- itzende Sterngruppe verdankt ihren Namen Dem ägyptischen Mathematiker und Astronomen Kanon, Der sie zu Ehren Der Berenike» der Schwester des Ptolemäus Energetes, fo benannt hat. Das kleine, unscheinbare Sternbild hieß bei Den Griechen ein- ach ,J)aar* ober auch Spindel. In einem licht- tarfen Feldstecher gewahrt Die Sterngruppe einen mßerorDentlich schönen Anblick. Von Den zahllosen chwachen und schwächsten Sternen ihrer Umgebung »eben sich hie hellen Lichtpunkte wirkungsvoll ab. ähre Anordnung im Raum ist jedoch kein Zufall. Vielmehr gehören Die hellen Sterne nicht nur scheinbar, sondern auch sthysisch zusammen. Ihre gemein- ame und gleichgerichtete Bewegung im Raum, ihre mnähernd gleiche Entfernung und ähnliche Be- chafsenheit Deuten auf einen gemeinsamen Ursprung tiefer Sonnen. Sie bilden einen sogenannten „Stemftrom*, ähnlich wie Die Sterne des Großen Wagens oder Die Plejaden unD die Hyaden im Stier. Während die Plejadensterne noch ziemlich iicbrängt stehen, sind Die Mitglieder des (Torna- Sternes schon stark auseinander gezogen. Aus Der viele hunDert Lichtjahre betragenden Entfernung ergibt sich, daß die Hellen Sterne im Haar Der Bcrenike Sonnen von gewaltiger Leuchtkraft und großer Masse sein müffen, im Vergleich mit Denen unsere Sonne wie ein Zwergstern erscheinen würde. In klaren, monDlosen Nächten haben wir Gelegenheit, den großen Kugel st ernhaufen im Herkules zu beobachten. Die oberen vier Hellen Sterne Des Herkules bilhen ein Trapez, auf Dessen rechter Seihe ein milchiger Lichtfleck den Kugel- ternhaufen anheutet Wenn dieser auch mit bloßem Auge bereits erkennbar ist, fo benutzen wir aut Auffindung doch mit Vorteil den Feldstecher. Aber erst Die mit großen Instrumenten hergestellten photographischen Ausnahmen haben uns Die wahre Gestalt Dieser eigenartigen Gebilde des Kosmos gezeigt, von denen es in unserem Sternfqftem £napp hundert gibt. Sie zeigen alle eine starke Verdichtung der Sterne nach Der Mitte zu und sind ausfallend reich an veränderlichen Sternen von hoher Leuchtkraft. Wohl 50 000 bis 100000 Sonnen mögen in jedem Kugelsternhaufen vereinigt fein. Derjenige im Herkules ist der einzige mit freiem Auge sichtbare unD einer der nächsten, trotzdem be- inbet er sich in Der enormen Entfernung von s3 000 Lichtjahren. Tief im Süden finden wir gegen 22 Uhr Das Viereck des Raden in günstiger Stellung, rechts davon Den Becher und Die Hydra. Gegen 23 Uhr er- cheint auch Der Skorpion mit Dem roten Riesentern Antares über Dem Horizont. Nahe Dem Zenit funkeln Die sieben hellen Sterne Des Himmrls- roagens Im Großen Bären. Dieses schone Sternbild erscheint in seiner jetzigen hohen Stellung viel kleiner als vor einigen Monaten, währens es noch näher dem Nordhorizont stand. Natürlich ist Dies nur eine optische Täuschung, Denn Die Winkelabstände der Sterne haben sich nicht verändert. Im Nordosten ist unter Der Hellen Wega Der kreuzförmige Schwan herausgekommen. Mit weit ausgebreiteten Schwingen fliegt er südwärts, sein kurzer Schwanz wirb Durch Den Hellen Stern Deneb bezeichnet. Die einem lateinischen W gleichende Kassiopeia erreicht nach 22 Uhr ihre tiefste Stellung genau im Norden. Links schließt sich der Perseus an, besten optifdh veränderlicher Stern Algol für Die Beobachtung feiner Lichtminima aber jetzt zu tief steht. Der Mai weist keine besonders auftälligen Planetenerscheinungen auf. In der zweiten Hälfte Des Monats kann an klaren Abenden her schwierig zu beobachtende Merkur tief im Westnordwesten gefunden werden; Ende Mai auch Die Venus, die aber schon eine Stunde nach Sonnenuntergang verschwindet. Mars geht Anfang Mai um 2 Uhr, Ende des Monats gegen 1 Uhr auf; er bewegt sich an Der Grenze her Sternbilder Steinbock und Wassermann. Sein Abstand von der Erde verringert sich im Lause des Monats von 180 auf 148 Millionen Kilometer. Seine Helligkeit erreicht Ende Mai die des Arkttir. Jupiter und Saturn ftnb vom Abendhimmel verschwunden, auch Uranus bleibt unsichtbar. Gruppe 2b. xhatte 04 4 16:2 8:0 Hannover 96 4 10:15 2:6 Borussia Fulda 4 6:15 2:6 Gruppe 3. VfL. 99 Köln 5 18:6 9:1 Kickers Offenbach 5 14:8 6:4 Helene Esten 5 9:12 4:6 FC. Mülhausen 5 8:23 1:9 Gruppe 4. Rapid Wien 5 22:5 7:3 Stuttgarter Kickers 5 8:11 4:6 1860 München 5 14:9 7:3 VfL. Neckarau 5 5:24 2:8 Srauffurfer Schlack,fviehniarkl. Frankfurt a. M.» 10. Mai. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 5 bis 46 5, b) 42 bis 42,5, c) 36,5 bis 37,5; Bullen a) 44,5, b) 40 bis 40,5, c) 35,5; Kühe a) 43,5 bis 44.5, b) 39 bis 40,5, e) 30,5 bis 34,5, d) 18 bis 25; Färsen a) 45 5, b) 41,5, c) 34 bis 36,5. d) 20 bis 28; Kälber (Sonderklasse) 65 bis 74, andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 48 bis 50, d) 31 bis 40; Hammel bl) 48 bis 51, c) 38 bis 44. d) 20 bis 30, Schafe a) 42 bis 44. b) 40, c) 18 bis 32: Schweins a) 60.5. bl) 60.5, b2) 59,5, c) 57,5, d) 54,5, e) 52,5, gl) Sauen 60,5. Marktoerlouf: alles zugetellt.