Mittwoch. 12.März MI Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Schristleitung und Gefchästrstelle: Sietzen. Zchulftratzr 7-9 dadurch wurde mit einem Schritt die Grund- AnchÄalien begrüßt denEurovabesuchAiatsuokas 11 März (Europapreß.) In den Mittags-«Heuchelei hatten, über den Haufen geworfen. Das >s Dienstags wurde auch in Rom die amt-! gleiche Gefühl der Erhebung, das die Brücke zum stählernen Pakt der Achse schlug, hat auch zwischen Europa und Ostafien in einem gemeinsamen Willen des Verständnisses und einem gemeinsamen Empfinden internationaler Gerechtigkeit die Brücke zum Dreimächtepakt geschlagen. Mittels des Dreimächtepaktes erkannte Europa die volle Reife und die gewaltigen kulturellen Funktionen der großen Kräfte des modernen Asiens an, wie andererseits Asien den alten Gemeinplatz angelsächsischer, Marke von bet „verhängnisvollen Unfähigkeit des Sichverftehens zwischen dem europäischen und dem asiatischen Geist" zunichte machte. Denn zwischen zwei universalen Mentalitäten die die beiden größten Kulturen der Welt, ja die beiden einzigen Kulturen der Welt schufen, kann es kein verhängnisvolles Sichnichtver- ftehen geben. Botschafter Ottauk der Befte nach Berlin Hsingking, 11 März. (DNB) Der deutsche Botschafter in Tokio General Ott. kam auf seinem Wege nach Berlin, wohin er sich anläßlich des Deutschlandbesuches Matsuokas begibt, Montag 22.16 Uhr in Hsingking, der Hauptstadt von Mandschukuo. an Botschafter Ott wurde am Bahnhof vom deutschen Gesandten Dr Wilhelm Wagner empfangen. Rach einem kurzen Aufenthalt bestieg Botschafter Ott den Zug nach Charbin, um dort den internationalen Zug nach Manchuli zu erreichen Der Gesandte Dr. Wagner begleitete Botschafter Ott nach Charbin. stört. Mit der Vernichtung mehrerer am Boden befindlicher Flugzeuge ist zu rechnen. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen auf der Jnfel Malta den Hafen La Valetta und den Flugplatz Lucca wiederholl an. Bomben mittleren und schweren Kalibers richteten starke Zerstörungen an. 3n Nordafrika wurden bei Age- dnbia britische Truppenansammlungen und molori- sicrte Kolonnen wirkungsvoll mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und mehrere Panzerwagen und andere Fahrzeuge zerstört oder beschädigt. Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf eine Stadt in Westdeutschland. Es wurden keine mitt- torischen Ziele getroffen, dagegen Wohngebäude und ein Krankenhaus schwer beschädigt sowie einige Zivilpersonen getötet oder verletzt. .Asahi Shimbun". Das Blatt schreibt: ,,Die Dichtigkeit dieser für den Fernen Osten historischen Konferenz liegt in zwei Punkten: Einmal ist durch 'en Abschluß der Verhandlungen die Aufcechterhal- rjnq des Friedens und der Ordnung Ostasiens f e st in d i e Hände dieses Erdteils gelegt. Druck und Vertag: VrühUcheUntverfitatsdruckerei 8. Lange Der wieder nach Deutschland zurückgekehrte japanische Botschafter, Exzellenz General Oshima, stattete dem Stellvertreter des Führers Die Luftwaffe fetzte den Kampf gegen Großbritannien überall erfolgreich fort. Starke Kampf- flicgerverbände griffen in der letzten Nacht die Hafen, und Dorfanlagen von Portsmouth in mehrstündigem Einsatz an. Durch heftige Explosionen und Grohfeuer entstanden im Hafen und in den Werftanlagen schwere Zerstörungen. 3m Seegebiet vor der britischen Südostküste und vor dem Bristolkanal bombardierte die Luftwaffe mehrereha n- delsschiffe und beschädigte zwei Frachtschiffe Japans Führungsanspruch in Ofiasien. Oie japanische presse zum Friedensvertrag zwischen Thailand und Lndochina. Preßburg, im März 1941. Der jüngste europäische Staat, die Slowakei, begeht am 14 März — inmitten der gigantischen Auseinandersetzung, die zwischen einer verfallenden libe- ralistischen Welt und einer kampferprobten, siegreich anmarschierenden Neuordnung vor sich geht — mit würdigen Feierlichkeiten im ganzen Land den Tag eines zweijährigen Bestandes. Die Entwicklung des Landes unter der Tatra ist in diesen beiden Fahren über alle aus dem Aufbau sich ergebenden Schwierigkeiten hinweg getragen gewesen von dem Willen, vor aller Welt als Nation zu bestehen, die. nachdem sie viele Jahrhunderte hindurch unterjocht war, sich reif genug zeigt, um selbständig zu leben und an der Seite der jungen Nationen mitzubauen an der Neuordnung Europas. .. Diese zwei Jahre haben aber auch genügt, um von der Welt als selbständiger slowakischer Staat zur Kenntnis genommen zu werden. Ein wichtiger Schritt in dieser Richtung war der Beitritit der Slowakei zum Dreimächtepakt, durch den der junge Staat vor aller Welt in die Reihe der jungen Volker der europäischen Kontinents ausgenommen wurde. Und es sind nur Phantastereien, wenn heute noch tschechische und slowakische Emigranten in London behaupten wollen das slowakische Volk wollte in der von ihnen erträumten neuen „Tschecho-Slowa- kei" leben Denn es gibt keinen Slowaken unter der Tatra, der nicht für die Selbständigkeit seines Staates einstehen würde. Damit wurde aber auch der Beweis erbracht, daß die slowakischen Volkssührer vor zwei Jahren — beim Zerfall des tschecho-slowa- kischen Staatengebildes — den einzig richtigen Weg gewählt haben, indem sie ihr Land unter den deutschen Schutz stellten und daran gingen, auf den nicht mehr lebensfähigen Trümmern des Be- nesch-Staates einen neuen Staatsorganismus auszubauen. _ , . . „ Es waren dabei nicht geringe Schwierigkeiten zu überwinden. Ein eigener Staatsapparat mußte aufgestellt werden, eine Armee wurde geschaffen, die Monate später schon mit den siegreichen deutschen Truppen gegen Polen zog; ein eigenes selbständiges Wirtschaftsleben mußte organisiert werden; denn bisher war die slowakische Wirtschaft eigentlich nur ein Zweigunternehmen Prags gewesen. In diesen schweren ersten Monaten des ' Bestehens der selbständigen Slowakei hat das i befreundete Deutsche Reich dem slowakischen Aufbau - auf allen Gebieten — trotz des Krieges — mit Rat Zerstörung der Werften stellt ferner einen erheblichen Ausfall an Reparaturkapazitäten für die englische Kriegsmarine dar. Auch die Bekohlungsund Oelfeuerungsanlagen von Portsmouth sind für die englische Kriegsmarine von großem Wert. Daß Portsmouth ein ausgesprochener Kriegshafen ist, geht aus der Tatsache hervor, daß für den Handelsverkehr in Friedenszeiten lediglich zwei Piere zur Verfügung gestellt wurden. Portsmouth ist auch ein Standort der englischen R ü st u n g s i n d u st r i e. Im Stadtgebiet befinden sich Werke für die F l u g z e u g m o n t a g e und für die Herstellung von Flugzeughallen und Flugzeugteilen. In den Flugzeugwerken von Ports, mouth werden in erster Linie Jagdflugzeuge her- gestellt. Oer Wehrmachtbericht Berlin. 11. März. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Kriegshasen portsmonlh sechs Siunden lang im deutschen dombenregen Der japanische Außenminister Matfuoka. (Scherl-Bildarchio-M.) Oer Krieg „vor feiner finstersten Phase". Englands Luftfahrtminister im Unterhaus Stockholm, 11. Marz. en Bündnis setze die Geschichte das Problem ines gleichen tätigen Bündnisses jener Machte entgegen, die das Bedürfnis nach Befreiung emp- lage für den ost asiatischen Großraum geschaffen. Dann aber zeigt auch der japanische Erfolg in einer ersten internationalen Vermittlerrolle Japans Führer st ellung in Ostasien." Das Blatt fährt bann fort, ber Verhandlungserfolg biete trotz ständiger angelsächsischer Störungsversuche die Gewähr dafür, daß Thailand sowohl wie Jndochma das englisch-nordamerika nische Joch endgültig abgeschüttelt hätten. Jetzt sei es Japans Aufgabe, durch wirtschaftliche Zusammenarbeit mit diesen Staaten an die Stelle zu treten, die bisher von der imperialistischen engllsch- nordamerikanischen Finanz eingenommen worden fei. Seit dem Waffenstillstand vom 31. Januar und der darauf folgenden Eröffnung ber Vermittlungskonferenz am 7. Februar in Tokio hätten die angloamerikanischen Mächte nichts unversucht gelassen, um die Vermittlung zu stören, so schreibt „C h u - gai Shogy o". England sei sogar so weit gegangen, längs der malayisch-thailändischen Grenze Truppen z u s a m m e n z u z i e h e n und darüber hinaus ständig neue japanfeindliche Propaganda- Gerüchte in die Welt zu setzen. Trotz dieser Obstruktionen habe "'Japan alle Schwierigkeiten überwunden und die beiden Seiten zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes geführt. Japan habe sich damit eine führende Stellung im Süd- pazisik geschaffen, wo bisher der angloamerikanische Einfluß seine stärksten Positionen instehatte. Der japanische Reichstag wirb am 15. März zu einer Geheimsitzung zusammentreten und Erklärungen bes Ministerpräsidenten Fürst K o n o y e über den Abschluß ber Friedensverhanblungen entgegennehmen. Tokio, 11. März. (Europapreß.) Die japanische «resse beschäftigt sich eingehend mit bem Friebens- prtrag zwischen Thailanb und Jndochina. Symp- tmatisch für die Einstellung ber japanischen Oef- mtlichkeit finb bie Ausführungen ber Zeitung Auch Agenzia Stefani betont, Matsuokas Anwesenheit in Europa werbe den Dreimächtepakt m seinem konstruktiven Geist verkörpern. Die Soli- •arität zwischen Italien, Deutschlanb unb Japan habe Hd) automatisch an jenen Tagen herausgestellt, als *rei Länder, jedes auf eigene Rechnung, den kategorischen Imperativ verspürten, sich gegen die ori- iische Vorherrschaft und die plutokratische Unterdrückung aufzulehnen. Als nach dem August 1939 „ie Plutokratien bie Maske fallen ließen unb ihr sntiitallenisches, antibeutsches unb antijapanisches Haßerfülltes Antlitz offen zeigten, empfanden bie drei Imperien bie Pflicht, eine gemeinsame Front gegen )»en gemeinsamen Feinb zu bilben. Die Pt^tokratien Hatten gerechnet, Deutschlanb, Italien unb Japan ^tÄni5bCbiebi^m, I and-nsich "eine länge« herzliche Serlin unb Tokio von ber englischen Perfibie unb | Aussprache anschloß. verHgt Portsmouth °über eine der bedeutendsten ^^ei einem Angriff 'auf den Flugplatz Neuyork. 12. März (DNv.) wie der wehr- machlberichl meldete, griffen starke kampffliegerver- bänbe in der Nacht zum Dienstag die Hafen- und Dorfanlagen von Portsmouth an und verurfachlen ! chwere Zerstörungen. Dazu berichtet United Preß, die deutschen Flieger hätten in endlosem Ansturm die schwere Flaksperre durchbrach e n und in kühnen Angriffen das Gebiet von Portsmouth sechs Stund en lang bombardiert. Käufer und Geschäfte" seien vernichtet und das Verkehrswesen zeitweilig lahmgelegt worden. Es sei der längste und heftigste bisher erlebte Angriff auf Portsmouth gerofen. Rettungskommandos hätten bis zum Morgengrauen gearbeitet, viele Straßen seien durch Trümmer völlig blockiert wahrend der Morgenstunden hätte es neue Fliegeralarme gegeben. INDO l »US ftanqty* \ho'On THAILAND (SIAM) LCfflNA Ischlechtert. daß in den Jahren der Depression vor dem jetzigen Kriege gerade die besten und aktivsten Arbeitskräfte in andere Jndustrie- luste aber hat die Admiralität sich nunmehr durchderartige- Produktionssteigerung trotz aller Zwangs- Stockholm, 12. März. (DNB. Funkspruch.) gleiches als lebenswichtigen Grundsatz anerkennen. , Resistenz. Die örtlichen Gewerk chaften erklären sich Rede vor Bauern in Chester bei der Schilderung Gefühl der Freude und des Glücks, das diese Men« Die praktische Wirkung des Paktes liegt ja gerate für machtlos und klagen über Mangel an Autorität, der englischen Versorgung-nöle, daß die augenblick- fchen beseelte, ein Gefühl des Stolzes, nun auch zu für die ihm beigetretenen oder noch beitretenden Dazu treten die Gegensätze zwischen den gelernten liche Lage der britischen Schiffahrt unendlich ihrem Teil beitragen zu können zu dem gewaltigen kleineren Staaten darin, daß sie von der Gefahr Arbeitern und den jetzt in Massen in die Industrie verzwe ifeiter sei als vor zwölf Monaten und Au'bauwerk des Führers, dessen einzelne Phasen befreit Hnb hnrrh hie nnnefinrhGfrfwn ! einströmenden .fwlb- und Ungelernten T)ie Dualis u n e n M i fh viel l ck l e cd t e r als in den Stohren in der Ostmark mit wachen Auaen verfolat toorten- in der Ostmark mit wachen Augen verfolgt worden- Sie suchen nach Lösungen gegen die A-Vooigefahr Ernste Lage -er britischen Werstindustri'e Militarisierung der Arbeiterschaft soll Leistungssteigerung von 30v H erzwingen einströmenden Halb- und Ungelernten. DieQuali - unendlich viel schlechter als in den Jahren t ä t der Arbeiter hat sich auch dadurch v e r - 1914/18. werden. Jeder Luftangriff aber bringt, selbst wenn vielleicht nur kleinere Teile einer Werftanlage aus« Berlin, 11. März. (DNB.) Bei dem UeberfaH deutscher Schnellboote auf englische Geleit« da die Gewerkschaften immer wieder davor warnten, die Stimmung unter der Arbeiterschaft zu verschlechtern. Infolge der letzten großen Schiffsver- roaren. Die Aufgabe, die im Vordergrund der gesamten Arb-eit stand, war — im Rahmen des Wiederauf« bauwerkes — die möglichst rasche Beseitigung d e r A r b e i t s l o s i g k e i t. Die System-Statistiken, die von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit zu berichten wußten, erwiesen sich ausnahmslos als ge- fälscht, die Wirklichkeit redete eine viel bittere und ernsthaftere Sprache. Im Mittelpunkt der Maß- nahmen wirtschaftspolitischer Natur stand naturgemäß die unmittelbare Aufrüstung, der Bau von Kasernen und Flugplätzen, der Ausbau der Rüstungsindustrie ustv. Neben dieser unmittelbaren Aufrüstung stand die mittelbare Ausrüstung: Erschließung sämtlicher Produktionsquellen und Erstellung neuer Produktionswerkstätten. Zu einem besonderen Markstein sollte sich der Baubeginn der „Reichs- werke Hermann Göring" gestalten, die jetzt eines der wichtigsten Industriezentren des Reiches darstellen. Durch sinnvolle Planung konnte es erreicht werden, daß alle Teile der Ostmark aus dieser wirtschaftlichen Erschließung ihren Nutzen ziehen konnten und somit die Arbeitslosigkeit bereits nach Jahresfrist völlig verschwunden war, sa sogar, genau wie im Altreich, sich ein ausgesprochener Facharbeitermangel bemerkbar machte. Aber auch den notleidenden Bauern wurde die dringend er'or- derliche Hilfe zuteil. Die landwirtschaftlichen Maßnahmen erfaßten, um nur einiges herauszugreifen, eine entscheidende und durchgreifende Wildbachrcgu- lierung, Dränagearbeiten, eine Ausgestaltung unb Förderung der Almwirtschaft, Kredite für den Ausbau der Höfe, Scheunen und Ställe, Neuregelung und Verbesserung des gesamten landwirtschaftlichen Kreditwesens, kurzum eine Hebung des Bauernstandes wie im Reich, ausgehend von der Erkenntnis, daß der Bauernstand der Urstand der Nation ist. Man hatte in London und Paris gehofft, daß die Ostmark widerwillig die „preußische Herrschaft" tra« lich steht dieser ja auch satzungsgemäß allen Völkern offen, die die Paktpolitik des gerechten Aus- zweige abgewandert sind. Alles das, jo wird in dem Bericht festgestellt, maßnahmen auch wirklich durchführen läßt, liegt allerdings nicht in der Macht der britischen Admiralität. Hier wird, wie bereits eingangs hervorgehoben, die deutsche Luftwaffe ein entsprechendes Wort mitzureden haben. „Unendlich verzweifelter als vor zwölf Monaten.-' nen kürzester Zeit wieder an anderen Stellen und in anderen Werken einzusetzen, ohne Rücksicht auf Anstellungsoerträge und sonstige Bindungen. Auf der anderen Seite haben die Luftangriffe die ohnehin niemals besonders gute Stimmung unter den Arbeitern der Werften und Docks, die sich vor allem am Clyde stets durch besondere Radikalität auszeichneten, noch verschlechtert. Aus allen Bezirken kommen Klagen über abnehmende A r - Stockholm, 12. März. (DNB. Funkspruch.) Die s s ch le ch tert, daß in den Jahren der Depression Reise des englischen Arbeitsministers B e d i n in bas v -- Industriegebiet von N e w Castle on Tyne und nach dem Dlyde-Revier sowie die scharfen neuen Verordnungen zur Steigerung der Produktion im Schiffsbau wurden nach einem Bericht aus britischen Gewerkschaftskreisen durch zwei Ursachen her» oorgerufen: Aufcher einen Seite haben die britischen Werften und Docks gerate in letzter Zeit besonders schwere Schäden durch deutsche Luftangriffe erlitten. Man befürchtet, daß sich diese Schäden in den nächsten Wochen noch stark erhöhen In O st a f r i k a an der Nordfronk lebhafte Tätigkeit unserer Spähtruppen. Unsere Luftwaffe hat im Tiefflug eine starke britische kraftwagenabteilung angegriffen, wobei ungefähr 30 Fahrzeuge getroffen und in Brand geworfen wurden. Feindliche Flugzeuge, die einen unserer Flugstützpunkte anzugreifen versuchten, wurden von unseren Jagdflugzeugen angegriffen und in die Flucht geschlagen, wobei es gelang, ein Blenheim-Kampfflugzeug abzuschießen. Kreuzer „Sheffield' schwer beschädigt in Gibraltar eingelaufen. Madrid, 11. März. (Europapreß.) Aus Algeciras wird gemeldet, daß der britische Kreuzer „Sheffield" zusammen mit einem britischen Zerstörer in schwer beschädigtem Zustand im Hafen von Gibraltar eingelaufen ist. neuen diplomatischen Sieg in Gestalt des Beitrittes Bulgariens zu verzeichnen. Dieser Sieg hatte zur Folge, daß die diplomatische Front Englands vom Balkan nach dem Nahen Osten zu- rückverlegt werden und die englische Außenpolitik einen neuen Zusammenbruch ihrer Verschwörer- plane hinnehmen mußte. Ebenfalls in diesem Augenblick hat Japan die volle Berechtigung seines im Berliner Vertrage besiegelten Anspruches auf den Rang als o st a s i a t i s ch e Vormacht durch die erfolgreiche Vermittlung in dem Konflikt zwischen Thailand und Französisch-Indochina erneut bewiesen — auch dies ein Kennzeichen einer schweren Schlappe der englisch-amerikanischen Intrigen im Fernen Osten. Der Besuch M a t s u o k a s ist die bisher stärkste Demonstration der weltumspannenden Bedeutung des Dreimächtepaktes. Die Paktpartner und ihre Freunde haben gemeinsame Interessen, gemeinsame Feinde und gemeinsame Ziele für die Zukunft, so wie ihnen auch der Glaube an eine neue stabile Weltordnung gemeinsam ist Für die Erkämnfunq dieser neuen gerechteren Weltordnung haben die drei militärisch mächtigsten Staaten der Erde in dem Berliner Pakt ein Instrument ihrer Interessenvertretungen geschaffen Dieses stellt aber gleichzeitig auch eine Warnung an diejenigen dar, die die Neuordnung Europas stören wollen. Der Block der Ordnungsmächte ist nicht nur willens, sondern auch in der Lage, allen solchen Störern mit militärischen, politischen und wirtschaftlichen Mitteln auf das wirksamste entgegenzutreten. Wie Reichsaußenminister v. Ribbentrop schon in Wien anbeutete, dürfte Bulgarien kaum der letzte Staat sein, ber dem Berliner Pakt beitritt. Tatsäch- befreit sind, durch die angelsächsischen Mächte für deren imperialistische Ziele mißbraucht zu werden. Im Gegensatz zu diesen Mächten beschränken sich die im Dreierpakt führenden Ordnungsstaaten ganz bewußt auf ihre Führungsansprüche in den ihnen zustehenden Räumen und lehnen eine Einmischung in die internen Angelegenheiten anderer Staaten grundsätzlich ab. In diesem Block des Berliner Paktes spielt I a • van eine außerortentlich wichtiae Rolle schon allein durch die Einheitlichkeit seiner Staatsführung, ferner durch seine machtpolitische Stärke und nicht zuletzt durch seine imponierende Flotte, die auf ber östlichen Halbkugel zusammen mit der Luftwaffe bi? Wacht gegenüber ten unoerhüUten Erpansions- bestrebungen der USA. hält. Hintergrund. Anlaß, Zeitpunkt und Charakter der Reise Maisuokas kom- Der durch italienische Luftstreitkräfte im Mittelmeer schwer beschädigte leichte Kreuzer „Sheffield" gehört zu der gleichen Schiffsklasse wie die am 10. Januar in der Straße von Sizilien mit 482 Mann vernichtete „Southampton". Von den fünf Kreuzern dieser „Glasgow"-Klasse wurde eine Einheit laut Wehrmachtbericht vom 19. April 1940 bei den Shetlandinseln durch ein deutsches Unterseeboot unter dem Befehl des damaligen Kapitän» leutnants Hartmann torpediert und versenkt. Die Kreuzer der „Glasgow"-Klasse haben eine Wasserverdrängung von 9100 Tonnen. Sie sind mit zwölf 15,2-cm-Geschützen, acht schweren und zwölf leichten Flakgeschützen, sowie sechs Torpedorohren bestückt. Die Besatzung umfaßt 700 Mann. 317 gegen 71 Stimmen für das Engtandbitfegesetz. N e u y o r k, 11. März. (DNB.) Das England- hilfegesctz wurde vom Abgeordnetenhaus mit 317 gegen 71 Stimmen endgültig angenommen. Das Haus stimmte heute über die Zusatzan- träge des Senats ab. Mit Annahme dieser Zusatzanträge ist von beiden Häusern das Gesetz angenommen und tritt in Kraft, sobald Roosevelt es unterzeichnet hat. England verweigert Navicerts für Uruguay-Turbinen. Montevideo, 11. März. (Europapreß.) Alle Ersuchen Uruguays, um Navicerts (Ocleitbriefe) f ü r öen TransportvonTurbinenzu erlangen, die dringend für den Ausbau des Rio-Negro-Werkes benötigt werden und die seit langem in Deutsch- lanb ablieferungsbereit lagern, sind von England zurückgewiesen worden. Durch diese englische Haltung wird ausschließlich Uruguay benachteiligt, weil die benötigten Turbinen bereits bezahlt sind. Die Verzögerung der Fertigstellung des Riesenkraftwerkes, bas ganz Uruguay mit Strom versorgen soll, legt die wirtschaftliche Initiative des Landes an zahlreichen Stellen lahm. Das Verhalten lähmt die Produktion gerate in einem Augenblick, da England infolge der wachsenden Schiffsverluste ganz besonders auf feine Werften angewiesen ist. Die Regierung hat sich nur zögernd zu durchgreifenden Maßnahmen veranlaßt gesehen, Verlaufe der letzten 20 Jahre hinreichend als Verräter erkannt hat. Nun haben die Engländer dem Emir Abdullah das Versprechen gegeben, ihn zum Herrscher über Syrien einzusetzen, wenn die englische Kriegspolitik im Vorderen Orient „neue Verhältnisse" geschaffen haben würden, obwohl sie eben erst bei Edens Besuch in Ankara dies französische Mandatrland den Türken angeboten haben. England verschenkt eben immer Gebiete, die ihm nicht gehören. 99,9 Prozent für Antonescu. Das Ergebnis der Volksabstimmung in Rumänien. B u karest , 11. März. (Europapreß.) Die Kommission für die Feststellung des Ergebnisses ter Volksabstimmung gab folgendes Ergebnis bekannt: Insgesamt wurden 2 963 294 Stimmen abgegeben; davon waren 2 960 298 Ja-Stimmen und 2996 Nein- Stimmen, d. h. 99,9 v. H. Ja- und 0,1 v. H. Nein- Stimmen. In der Zahl der angeführten Stimmen sind auch die Ergebnisse der Abstimmungen bei den ausländischen Vertretungen Rumäniens mit einbegriffen. Die rumänische Presse veröffentlichte einen Aufruf General Slntonescus an das Land, in dem er aus Anlaß des Abschlusses der Volksbefragung alle Rumänen zur gemeinsamen Arbeit zum Besten des Landes aufruft und fordert, alle Kräfte für ein einziges Ziel einzusetzen: Für das Vaterland. Antonescu betont, stolz darauf zu fein, die Geschicke eines entschlossenen und geeinten Volkes lenken zu dürfen. Er erklärt weiter: „Es bleibt mit nur ein einziger Wunsch übrig, daß alle diejenigen, die sich aus der Mitte der rumänischen Einheit loslösten — wenige, sehr wenige, die mir ihr Vertrauen nicht schenkten — in meinem künftigen Bestreben die Grundlage für eine Ueberprüfung ihrer Ueberzeuguny finden mögen." Der Aufruf schließt: ..Rumänen, m kurzer Zeit werde ich euch mein Arbeitsprogramm unterbreiten, auf das wir unsere Zukunft bauen müssen. Es wird sich auf den nationalistischen Glauben stützen, der euer aller Glaube ist, auf die Hebung des Bauernstandes, des Arbeiters und auf die nationale Disziplin, dje eimm Volk von Kämpern zukommt, das bereit ist, in eine neue Welt der Zukunft einzutreten." Deutsche Schnellbootmänner retteten ‘ 0 Schiffbrüchige. men so zusammen, um die weltpolitische Bedeutung dieser Reise gebührend zu unterstreichen. Oie Blockierung des Suez-Kanals. Auswirkungen der deutschen Luftangriffe. Bukarest, 11. März. (Europapreß.) Aus den Erzählungen rumänischer Seeleute geht hervor, daß infoloe der entmischen Tätigkeit der deutschen und italienischen Luftwaffe große Teile des Suez-Kanals von versenkten englischen Schiffen blockiert sind. Vierzig Meilen vom Meere entfernt an einer Stelle, wo der Kanal nur 25 Meter breit sei, läaen vier große versenkte englische Schiffe. Infolgedessen sei der Verkehr vollständig unterbunden und könne nur unter großen Schwierigkeiten, und zwar durch Umladen aufrechterhalten werden. Wegen der Tätigkeit der feindlichen Luftwaffe gingen auch die Aufräumungsarbeiten nur sehr langsam vor sich. Die Zeitung „Timpul", die diese Berichte rumänischer Seeleute veröffentlicht, fügt hinzu, daß nach dem Urteil von Sachverständigen sogar in Friedenszeiten die Räumung von gesunkenen Schiffen wenigstens 90 Tage erfordere. Oie Verteidigung von Giarabub. Rom, 11. März. (DNB.) Nach einem Bericht des Popolo d'Italia über die Verteidigung von Giarabub, schildern die Flieger, die dieses Gebiet überflogen haben, daß Giarabub vom Feinde umgeben sei, wie eine Insel vom W ü st e n - sand. Die feindlichen motorisierten Truppen um Giarabub, die sich in ständiger Bewegung befinden, erinnern an eine starke Flotte, die bemüht ist, eine Felfeninsel zu erobern, ohne daß es ihr aber bisher gelungen ist, auf dieser zu landen ober diese zu zerstören. Die englischen Kanonen donnern vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Die Italiener antworten mit gut gezielten Schüßen. Wiederholte Male sind die englischen Panzerwagen bis an die Grenze der Oase gelangt, gefolgt von der motorisierten Infanterie, die immer wieder versucht hat, den äußeren Befestigungsgürtel zu durchstoßen. Aber das Feuer unserer Maschinengewehre hat bis- her die Angreifer immer wieder zum Rück- zug gezwungen. Die Eingeborenen der Oase kämpfen mit den italienischen Soldaten in unerschrockener Verteidigung zusammen. Zu wiederhol- ten Malen hat das englische Oberkommando die Truppen, die Giarabub belagern, verstärkt. Bisher jedoch haben sich alle diese Verstärkungen als unzureichend erwiesen. Die Brunnen der Oase garantieren für die Wasserversorgung. Die Lebensrnittel sind so rationiert, daß sie au-reichen. Die Munition wird derart ausgegeben, daß kein Schuß verloren geht. Die Moral der Soldaten ist die einer Familie, die ihren Besitz gegen Wüstenräuber verteidigt. Oer italienische Bericht. Rom, 11. März. (DRB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front in den Abschnitten der 9. Armee Spähtrupptätigkeit, in den Abschnitten der 11. Armee Artillerietätigkeit und örtliche Infanterie-Kampfhandlungen. Unsere Flugzeuge heben den Flottenstützpunkt von La Valetta auf Malta bombardiert. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben bei einem im Tiefflug durchgeführten Angriff gegen einen Stützpunkt auf Malta zwei große Wasserflugzeuge schwer beschädigt. In Nordafrika wurde in Giarabub ein neuer feindlicher Angriff abgeschlagen. Deutsch? Flugzeuge haben in der Lyrenaika eine Anzahl feindlicher Panzer- und Kraftwagen im Tiefflug angegriffen und in Brand geworfen. Unsere Fagd- flieget haben ein Blenheim-Flugzeug abgeschossen. Wie können wir den deutschen U-Booten entgehen? Zur Lösung dieser Frage hatderFührereines britischen Konvois die für feinen Geleitzug bestimmten Kapitäne der Frachtdampfer kurz vor dem Auslaufen des Geleitzuges aus einem britischen Hafen zu einer Besprechung zusammengerufen. Welchen Weg sie jedoch wählen mögen — die deutschen U-Boote und Flugzeuge werden den Konvoi schon zu treffen wissen.' — (Associated-Preß-M.) der Engländer ist offenbar noch darauf zurückzuführen, daß sich seinerzeit englische Firmen vergeblich darum bemüht haben, die Aufträge zum Bau der Turbinen zu erlangen. Aber weder die englische noch die U3A.-Industrie sind leistungsfähig genug, um die erforderlichen Spezialarbeiten durchzuführen, erklärte der Leiter des Industrie-Konsortiums „Con- fal", das die Arbeiten am Rio Negro durchführt. Englands Blockade trifft allein Frankreich. Marschall Petain über denAushungerungsversnch Churchills. Genf, 11. März. (DNB.) Aus Vichy wird gemeldet: Staatschef Marschall Pötain hat am Montag in Anwesenheit von Vizeadmiral Dar! an und dem Staatssekretär für Versorgung Achard die Vertreter der amerikanischen Presse in Vichy empfangen. Staatssekretär Achard wies darauf hin, daß unter den Auswirkungen des Krieges und der verringerten Zufuhrmöglichkeiten aus dem Ausland die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide außerordentlich mangelhaft gemärten sei. Die französische Regierung habe der amerikanischen diese Lage auseinanderaesetzt und sie ersucht, fünf Millionen Zentner Getreide auf sichere Weise nach ter freien Zone zu transportieren. Admiral Dar! an betonte, daß die Engländer fortführen, chre törichte Blockade gegen Frank- reich durchzuführen. Diese Blockade schade aber keineswegs den Deutschen, wie dies als Vorwand von den Engländern behauptet werde. In diesem Augenblick griff Marschall P 6tain ein unb erklärte, ein Beweis für diese Worte Sarians sei, daß die Deutschen zwei Millionen Zentner Getreide, die requiriert worden waren, den Franzosen in ter besetzten Zone wieder zurückerstattet haben. Staatssekretär Achard fügte hinzu, daß die Gesamtsumme des Getreides, das von den Deutschen in der besetzten Zone ursprünglich requiriert worden war, 2,7 Millionen Zen!ner betrug. Darlan erklärte fortfahrend, die Deutschen feien großzügiger undoerständnisvoller für die Pflichten gegenüber der Menschlichkeit als die Engländer. Es fei nicht Deutschland, das unter der britischen Blockade leide. Ein Beispiel sei es, daß, als die Engländer beschlossen, gegen Französisch-Indochina eine Blockade zu errichten, diese Blockade naturgemäß sich einzig und allein gegen Frankreich richtete. Cnaland „verslck-nkt" Gyr en. Genf, 11. März. (DNB.) Aus Vichy wird gemeldet: lieber öie englischen Umtriebe im Vorderen , ^ujucuuuuie uu, en »il, a»e oeitn* Orient hat man Informationen erhalten, wonach' züge wurden von einigen deutschen Booten zwan- die Engländer zur Zeit ihre gegen Syrien und Li- zig Schiffbrüchige versenkter engliichek banon gerichtete Propaganda besonders intensivie- Dampfer aus dem Master geborgen Diese in- rcn. Die Engländer bedienen sich dabei im befon- mitten des Kampfgetümmels durchgeführte Ret- deren Maße des von ihnen bezahlten Emirs A b - tungstat wurde trotz starkem Seeaange und anhal- dullah von Transjordanien. Die Aufwieaelungs- lend heftigem Beschuß durch englische Zerstörer von versuche Abdullahs sind jedoch schon öecmegen roenig den deutschen Schnellbootbesatzungen unter eigener gefährlich, weil die arabische Welt Abdullah im Lebensgefahr durchgeführt. Vor drei Fahren. Die Ostmark kehrte heim ins Reich. Wen jetzt sein Weg in die Ostmark führt, cl er nach Wien, Tirol oder Salzburg kommt, ber wird nicht die geringsten Zeichen dafür finden, daß dieses so kerndeutsche Land so lange Zeit unter einem volkssrernden Regime hat leben müssen, dessen einziges Ziel dahin gerichtet war, den An- schluß an das Neich mit allen Kräften zu hintertreiben. In krassem Widerspruch zu der wahren Einstellung der Bevölkerung wurde eine Politik getrieben, die in scharfer Frontstellung gegen bas nationalsozialistische Deutschlanb stand und in der Propagierung des „österreichischen Menschen" glaubte, damit einer unabänderlich kommenden Entwicklung Einhalt gebieten zu können. Der Kamps bes Deutschtums in der Ostmark ist ein Kampf ber nationalsozialistischen Bewegung gewesen, benn in ihr hatte bie Ibee bes Großbeutschen Reiches ihren sichtbarsten Ausdruck gesunden, in ihr ftremten jene Kräfte zusammen, die, fanatische Kämpfernaturen, kompromißlos den Weg zu gehen entschlossen waren, ben ihnen ihr Gewissen vorzeichnete. Als ber Führer an ber Spitze feiner Truppen in ber Ostmark seinen Einzug hielt, als jene Grenz, pfähle niebergeriffen wurden, die lediglich eine äußere Trennung bedeuteten, da war für diese rund sieben Millionen deutscher Menschen der Tag ange« brachen, der ihnen die Erfüllung ihrer geheimen Wünsche und Sehnsüchte gebracht hatte. Elend, Hunger unb Not, all' diese Begleiterschei- nungen einer volksfremden Regierung, deren Ter- rormethoden sich schließlich gegen sie selbst richteten, fallen, die Arbeit großer Bezirke oft auf lange gesetzt und verlangt, falls die britische Flotte ihre Zeit in Unordnung. Deshalb suchte man jetzt! Ausgaben erfolgversprechend aussühren unb falls burch Unterstellung ber Werftarbeiter un!er die bie Situation auf bem Atlantik nicht zur Katastrophe Abmiralität und bie bamit verbundene M i l i t a r i- werden solle, eine Erhöhung ber Probuk- fierung ber Arbeiterschaft infolge von tion um mi nbe ft e n-s 30 o. H. Ob sich eine Luftangriffen brachliegende Arbeitskraft stets bin- t-----1!‘ —fl-:-------- 1--1- 6 beitsdisziplin, Unpünktlichkeit, tagelanqes! Der parlamentarische Sekretär im britischen Land- waren vergessen, als, mit stürmischem Jubel be- Fortbleibe,i vorn Arbeitsplatz, Sabotage unb passive Wirtschaftsministerium, Williams, sagte in einer grüßt, die Befreier kamen. Es war ein tief inneres Chester bei ber Schilberung Gefühl ber Freude unb des Glücks, das diese Men- WM lir Aus -er Geschichte -er Bulgaren derlanden wurde wesentlich gelockert. Gleichzeitig ent* die sich gegenseitig aufs beste zu ergab als einzelnen speziellen Bedürfnissen gebraucht wer» ')er kann es daher nur ein Vor- Buf Wunsch vieler Verbraucher gibt es Hen ko, Henkels Cinweich- unü Cnthärtungsmittel, jetzt auch im doppelpaket. Preis 25 Rpf. Vorläufige Regelung -er Hausbrandverlorgung. Die Reichs st eile! ür Kohle hat eine An. ordnung über die vorläufige Hausbrand-Versorgung im Kohlenwirtschaftsjahr 1941/42 verösfentlichi. Die Anordnung sieht vor. daß die Händler im bisherigen Umfang und auf dem gleichen Handelswege weiter beliefert werden Die Abgabe an die Verbraucher regeln die Wirtschaftsämter nach dem echten Bedarf der Verbraucher. Die Verbraucher werden nur von dem Händler beliefert, bei dem sie am 1 März 1941 in die Kundenliste eingetragen waren. Beim Dor- liegen besonderer Verhältnisse können die Wirtschaftsämter Ausnahmen zulassen Die Anordnung tritt am 1. April 1941 in Kraft und bleibt in Geltung bis zum Erlaß der endgültigen Rege- lung, die in Kürze erfolgt. Zreichstreffen der Dollsaeiundhe tsverbände. Die Dolksgefundheitsverbände hielten in Weimar ihr driues Reichstreffen ab. zu dem fast 1800 Amtswalter der Verbände erschienen waren. Im Mittelpunkt stand eine Kundgebung in der Mei- marhalle, auf der Gaule-ter Sa u cf e l und Reichs- gesundheitsführer Staatssekretär Dr. Conti sprachen. Gauleiter Sauckel wandte sich gegen den Mißbrauch der Genußgifte und forderte das Bekenntnis zum Kinderreichtum Reichsgefundheitsfüh- rer Dr. Conti warnte besonders vor dem Mißbrauch von Genußgiften und anderen chemischen Präparaten, die nur aus finanziellen Interessen vertrieben werden Die Erweiterung der Rezept» pflicht habe hierbei schon eine wesentliche Besserung gebracht Auch seien die Wirtschaft und ihre Führer in den letzten Jahren mehr und mehr von her Richtigkeit dieser Ansicht überzeugt worden. Beson- „Der Bauernhof auf -er Drehbühne." gewaltigen Ausgleichsinstrument für den Zahlungsverkehr anderer Länder, lieber die Reichsbank laufen nicht, nur die Zahlungen zwischen Deutschland und den besetzten Gebieten, sondern auch zwischen dem neutralen europäischen Ausland und D lgien, Holland, Dänemark, Norwegen, Frankreich usw Dr. Ho. Nieie ®ebiraslan6fd)aft aus dem Westen Bulgariens zahlt zu den herrlichen G°b>°t°n die etzl oon den deutschen Soldaten bei ihrem Vormarsch durchstreift werden. Intereffont sind di- eigen- irtigen Felsbildungen, die der Landschast dort ein besonderes Gepräge geben. — (Scherl-Archw-M > Kärntner und steiermärkischen Gebirgstruppen Der« dunden die hier. 4000 Kilometer von bei Heimat entfernt, gegenüber einer gewaltigen Uebermachl ihre Treue zum Führer unter Beweis stellten und zum Schluß doch Sieger blieben Drei Sabre zwar sind erst nach der Heimkehr Der Ostmark ms Reich vergangen aber in dieser kurzen Zeitspanne hat sich ein Wandel vollzogen, wie er sonst vielleicht nur in drei Jahrzehnten erreicht werden konnte. Die Ostmark gehört zu Großdeutschland, jetzt und in alle Zukunft. Die Reichsbank berichtet Von unserer Berliner Schriftleitung. rung der selbständigen bulgarischen Kirche im Jahre 1870 Aber erst die Niederlage der Pforte im Rus- silch-Türkischen Krieg 1877/87 brachte, wenigstens zu einem Teil, auch die politische Selbständigkeit. Die weitgehenden bulgarischen Hornungen, die im Frie- den von San Stefano schon Gestalt gewonnen hatten, wurden allerdings auf dem Berliner Kongreß durch die Umtriebe Englands zunicht gemacht, in dessen Interesse es lag. eine ohnmächtige und England abhängige Türkei gegey.den erstarkenden Einfluß Rußlands ausspielen zu können. Den Preis für erschienen, also für ein Jahr, das vom ersten bis zum letzten Tage bestimmt war von den Auswirkungen des englischen Krieges. , ,ri Was hat die Reichsbank im Kriege zu leisten? Jeder Soldat, der in die besetzten Gebiete kommt merkt sehr genau das Wirken der Reichsbank. Er muß seme deutschen Banknoten entweder in „Besatzungs- flelö", nämlich in Reichskreditkassenscheine umtauschen die für die besetzten Länder ausgegeben werden oder aber in die Banknoten der besetzten ©e- biete Die Reichskreditkassenscheine sind ein Hilis- mittel für den ersten Bedarf: heute sind sie m fast allen besetzten Gebieten wieder zurückgezogen, und die deutschen Soldaten zahlen mit französischen, belgischen, dänischen und norwegischen Banknoten für die ein besonderes Verrechnungsabkommen zwischen der Reichsbank und den Notenbanken in den besetz- ten Gebieten besteht . . Mit anderen Worten: die Reichsbank hat bet jedem deutschen Offensivstoß sofort darauf gesehen, daß nicht Banknoten, die in Deutschland umlaufen, »n würde, man glaubte auch gerade bei Kriegs- Linn. daß die Ostmark die Gelegenheit benutzen xurde sich vorn Nationalsozialismus „zu betreten' Jamais riet der Führer Herrn Daladier. der tetzt lingst m der Versenkung verschwunden ist das oe- »hmte Wort zu. „Sie werden meine Ostmärker linnenlernen’" Und dieses Wort des Führers haben he ostmärkischen Regimenter an allen Fronten D.c- i,s Krieges eingelöst und wahrgemacht, ob es nun in iolen. Norwegen oder beim Feldzug im Westen der fall gewesen ist Und gerade der Name Narvik ist immer untrennbar mit dem Heldentum jener oemeur in den Händen der Türken lasten und die lürkische Souveränität anerkennen mußte. Das junge Fürstentum wählte sich Den Prinzen Alexander von Battenberg tu seinem Herrscher, einen Mann. Der sich trotz vielseitiger und grotzer Begabung seiner Ausgabe nicht gewachsen zeigte Es gelang ihm allerdings 1885 Ostrumelien mit 'Bulgarien zu vereinen und jein junges Heer siegreich gegen ©erbten zu führen Aber gerade diese Erfolge erregten die Eifersucht Rußlands, das durch eine Offiziersoerschwörung Alexander stürzen ließ. Eine sofort einsetzende Gegenrevolution machte ihm allerdings den Weg zum Thron wieder frei, aber der Fürst war durch die gemachten Enttäuschungen und Erfahrungen innerlich so gebrochen, daß er freiwillig verzichtete. Sein Nachfolger wurde Prinz Ferdinand von Coburg, Der bei feiner Thronbesteigung 1887 außerordentlich schwierige Verhältnisse oorfand Zwischen Rußland und der Türkei, die beide Bulgarien in Ab- hängiateit von sich zu erhalten wünschten, wußte er dem Lande allmählich eine wirkliche nationale Selb- ständigkeit zu erringen. Durch zielsichere und von zäher Klugheit getragene Politik und durch Mobilisierung aller Kräfte Des in jeder Hinsicht so fruchtbaren Landes, der wirtschaftlichen wie der geistigen und kulturellen, kam er Schritt für Schritt diesem Ziel näher. Die jungtürkischen Wirren im Jahre 1908 gaben ihm willkommene Gelegenheit, auch den letzten Schein der türkischen Oberhoheit abzustreisen und den alten Zarentitel anzunehmen In Der alten Krönungsstadt Tirnowo ließ er sich krönen. Im Ltrwald des Amazonas. rdrantianiiche (ircuAtomnuiioncit von Zndios belagert Rio de Janeiro. 11 März. (Europaprefe.) Aus Manaos der Hauptstadt der brasilianisch.tr Provinz Amazonas, berichtet der Kommandant Der fruppenabteilung, der von Der durch wilDe Indios belagerten Grenzt ommis s ton ausgesandt worden ist, um Hilfe zu holen, die lor- Hut seiner Truppe habe das Lager der ersten Gruppe der Grenzkommission am Fluß Demirn erreicht. Diese ganze Gruppe konnte vom Druck der Wildm befreit werben Eine zweite Hilfsexpehition mar- schiert eilig gegen Norden zu einer anderen belagerten Gruppe, Die sich in den Bergen von Curu- pira südlich der venezolanischen ©renie m der Nahe der Quelle des Flusses Demini befindet. Die Hil's- erpeöition kommt nur m it kleinen Booten auf ben reißenben Gewässern des Rio Negro und Rio Demini langsam vorwärts. Wo die Schiffahrt unmöglich ist, bedient man sich des F > ugze u g e s. Don dieser zweiten Gruppe wird gemeldet, daß neben Mitglieder — darunter der Arzt der Expedition — durch vergiftete Pfeile der Indios getötet und andere verletzt worden sind. Don weiteren Lagern der Grenz-kommission an Der venezolanischen Grenze fehlt jede Nachricht, man befürchtet. daß sie gl"-chfalls den wilden Stämmen dieses Gebietes zur.. Opfer gefallen find Militärllug- zeuge versorgen aus Manaos die Hilfsexpeditionen mit Lebensmitteln. Oie Sendung des Fiamenlums. Brüssel, 11 März. (Europapreß.) Der Leiter des Dlaamsch National Verbond (VNV), S t a f he ©lerque, erläßt in der nationalflämischen Zeitung „Volk en Staat" einen Aufruf, in dem es u. a. helfet, der BND. fei sich darüber klar, dafe er die Verantwortung für d i e Zukunft Flanderns trage. Der DRV sei gerade dabei, die schöpferischen Kräfte des flämischen Volkes zu wecken, aus denen ein neuer Staat des Z u - fammenlebens gegründet werden solle. Dabei müßten alle persönlichen Belange gegenüber dem Gemeinwohl zurückaestellt werden, um einer na- tionalsoziali st Ischen Ordnung zum Siege zu verhelfen, die von wahrhaft germanischem Bewufetsein getragen fei. Die dänischen M nderheitenschulen in Nord-Schleswiq. in Wbe ehten ©ebiete fommen Sie hat die deutsche Reichsbahn gekommen ist. Die Durchführung des Währung damit „a b g e b i ch t e t". Wir heben diesen Zinsabbaues wahrend des Krieges ist eine ins Auge <ßunft n*ur deshalb hervor weil viele Hunderttau- fallende Leistung der Reichsbank. _ Berlin, 10. März. (DNB.) Wie das Reichs- erziehungsministerium bekannt gibt, hat sich her Stanb her Minherheitenschulen mit dänischer Unterrichtssprache in der Provinz Schles- wig.Holstein im Laufe des Jahres 1940 nur un- , wesentlich verändert. Es bestehen von diesen Schulen t nach wie vor die öffentliche Volksschule in Flensburg und die sieben privaten Volksschulen in Tarup, Iarplund, Langberg, Harrisleeseld, Schleswig, Tönning und Ladelund sowie die private mitt, lere Schule in Flensburg-Stadt. Die Zahl her Schüler, die am 1 Januar 1940 696 betrug, belief sich am 1. Januar 1941 auf 625 An den acht privaten Schulen mit dänischer Unterrichtssprache sind zusammen 23 (ein Jahr vorher 24) Lehrkräfte tätig, davon 14 (15) an der mittleren Schule in Flensburg-Stadt. Von biefen 23 Lehrkräften besitzen 2 (vor einem Jahr 6) die beut- sche Staatsangehörigkeit. Soeben ist der Bericht der Reichsbank für 1940 I sende deutscher Soldaten an ihm das fürsorgliche - *- - ------rt— u;ä Wirken her Reichsbank merken können, hie ja sonst eine sehr ferne unb geheimnisvolle Instanz ist. Aus bem Geschäftsbericht heben wir nur wenige wesentliche Tatsachen hervor. Es ist bekannt, baß die Hälfte bes Finanzbedarfes bes Krieges b u r ch bas Steueraufkommen geheckt wirb. Unter Führung her Reichsbank wirb her Rest bes finanziellen Kriegsbedarfes burch Anleihen geheckt. Aber anders als im Weltkrieg, nicht durch fünfpro- zentige Kriegsanleihe, für die eine große Werbung gemacht wird, sondern durch mittel- und langfristige Schatzanweisungen, die ohne große Publikumsbeanspruchung bei den Geldinstituten und ©rofeunter- nehmen untergebracht werden. Wir haben schon wiederholt auf den bemerkenswerten Tatbestand hingewiesen, daß die Reichsbank im März 1940 zum 4prozentigen und Anfang dieses Jahres zum 3'/-. prozentigen Schatzanweisungstyp übergehen konnte. Insgesamt wurden unter Führung der Reichsbank Mehr als 16 Milliarden an Anleihen im Jahre 1940 aufgebracht, wozu noch eine ansehnliche Anleihe Der Die deutsche Messe- und Ausstellungstechnik hat! für die in- unb ausländischen Besucher unserer gro- ßen Schauen schon manche Ueberraschung gebracht. | Die Wiener Frühjahrsmesse wahrt bie j Trabition und zeigt als befonbere Neuheit ben „Bauernhof auf der Drehbühne". Dreiundzwanzrg Bilder werben durch dieses neue Mittel der Technik dem Beschauer vorgesührt, in ihrer Gesamtheit ergeben sie ein eindrucksvolles Bild betriebswirtschaft- kicher Neuerungen des modernen deutschen landwirtschaftlichen Betriebes. So wenden z. B. gezeigt eine arbeitswirtschaftlich richtige Küche, ein vorschrifts- mäfeiger Rinder- und Schweinestall, die Technik der Düngerpflege, moderne Bodennutzung, die Besonderheiten der Kulturen von Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln und Zwischenfrüchten, insgesamt gesehen also eine Neuerung, die dem Besucher der Frühjahrsmesse ohne große Anstrengung einen Eindruck der Erfolge der deutschen Agrarwirtschaft vermittelt. Diese Sonderschau ist im übrigen kennzeichnend für das besondere Motto, unter dem die Wiener Frühjahrsmesse in diesem Jahre steht. In den vergangenen Jahren hat sich die südostdeutsche Handels- Metropole Wien immer stärker zum Vermittlungs- saktor im Handel zwischen Großdeutschland unb dem Südosten und darüber hinaus mit dem d o r - deren Orient erwiesen. Das muß zwangsläufig - ---- - - . - . , eine besondere Hervorkehrung der l a n d w i r i -, wird daher gerade in der heutigen Zeit eine de- schaftlichen Fragen zur Folge haben, benn fnnbere Mllston zu tragen haben unb beweisen, dafe die Staaten im Südosten sind vorwiegend Agrar- Großdeutschland unb Sübosteuropa Zwei Wirtschafts, ftaaten unb im Handelsverkehr mit Deutschland vor- gebilbe sind, tJ- yz . 2 nehmlich an der Entwicklung der Ernährungswirt- j gänzen vermögen. egen hie türkischen Bebrücker war unb bei benen i ch bas Ibeal her Freiheit unb bes kriegerischen Beistes von ©eneration zu Generation forterbte. «eufeerlich lag alle politische Macht in ben Händen ber Türken, bie Muselmänner waren bie privilegierte Schicht unb es kann hoher nicht überraschen, bafe lin Teil ber Bevölkerung zum Islam übertrat. Die Nachkommen biefer mohammedanisch geroorhe» r. en Bulgaren bie Pomaken, leben noch heute im Lanbe bilben seboch nur eine kleine Minberheit. Doch auch innerhalb ber christlichen Kirche, ber bie : rofee Masse bes Volkes treu büeb, brohte ben Bul- : aren bie Brechung ihrer Selbstänbigkeit, inbem bie griechische Kirche von Konstantinopel aus banach Irrebte ihre Herrschaft über Bulgarien auszudehnen. Tatsächlich würbe 1767 bie bis bahin unabhängige bulgarische orthoboxe Kirche aufgehoben unb bas Sanb bem Patriarchen von Konstantinopel unten 'teilt Seitbem war bie geistige Ueberfrembung durch He griechische Geistlichkeit nicht minder grafe als Die solitilche durch die Türken. Allein das Streben nach nationaler Selbständig- leit, das sich zu Anfang des 19 Jahrhunderts in eilen Völkern zu regen begann, ergriff auch Die Bulgaren Als ihre griechischen Nachbarn das turkiiche !ioch unter der begeisterten Anteilnayme ganz Europas abschüttelten, hofften auch die Bulgaren cuf ihre Befreiung. Mit großer Schnelligkeit griff He nationale Bewegung um sich 1^55 entstand die i irfte bulgarische Volksschule in ©abrovo. unb schon r ad) zehn Jahren gab es deren 53 Bulgarische Bu» Öer bulgarische Zeitschriften wagten sich überall ans Licht unb fanden weite Verbreitung Der erste wirk- lid)p Schritt zur Befreiung war die Wiedereinsuh- uu;|C .^uum i;uuv ... Linie das neu errichtete den Beweis erbracht, daß es versteht, die Zeichen Fürstentum Bulgarien zu zahlen, das auf ben Zu- her Zeit zu beuten unb gewillt ist, bie ihm zukvm- x ,um Aegäischen Meer verzichten. DftrumHien menbe Rolle beim Ausbau des neuen Europa zu Monome Provinz unter einem christlichen Gou- übernehmen. W. Die Bal kankneae verliefen jedoch für Bulgarien höchst unglücklich und kosteten ihm fast ganz Mazedonien sowie einen Teil der Dobrubscha unb Ostrumeliens. Der schwerste Schlag für bas Land aber war her Frieben von Neuilly, Den es 1918 hm- nehmen mußte, weil es in treuer Waffenbrüherschaft mit Deutschlanh unb Oesterreich versucht Hatte, seine so oft zurückgestellten nationalen Ziele zu verwirklichen. Dieser Frieben, ber Bulgarien von neuem vom Aegäischen Meer abschnitt, war nicht minber schmachvoll wie für Deutschland das Diktat von Versailles. Durch Zahlung unmöglicher Reparationen, durch das Verbot der Wehrhaftigkeit und andere entehrende Bedingungen suchte man Bulgarien ebenso zu entrechten wie Deutschland. Es zeugt für die Lebenskraft bes bulgarischen Volkes, daß es unter dem jungen Zaren Boris, nach Abdankung seines Vaters Ferdinand, unverdrossen barangegangen ist, sich Schritt für Schritt von diesen Fesseln zu befreien, durch Einführung der Arbeitsdienstpflicht und Wiederherstellung seiner Wehrhoheit den ©rund zu neuem Aufstieg aus eigener Kraft gelegt hat. Den ehrenvollen Beinamen der „Preußen des Balkans", der ihm schon früher von Bewunderern wie von Neidern zugelegt worden ist, hat es sich damit von neuem verdient. Durch seinen Ansch’uß an die Achsenmächte hat es nun vollends Der Name Bulgarien erinnert an ben Namen fites Wolgadorfes: Bvlgary. Tatsächlich birgt l efes Dorf die Ruinen einer einst mächtigen Stadt, l-r ehemaligen Residenz der Wolgabulgaren, eines ’imisch-ugrischen Stammes, dessen blühendes Reich •n 14 Jahrhundert durch Timur zerstört wurde Im : uge bet großen Wanderungen der europäischen !-älter flämme von Osten nach Westen und Süden Irad) auch ein Teil der Wolgabulgaren westwärts iuf unterwarf die Ukraine, die Moldau und Sieben- r . „ „ liirgen unb ließ sich enblich im 7. Jahrhundert sud- fluß Rußlands ausspielen zu Ich der Donau, im heutigen Bulgarien nieder. Ob- diese Politik ^atte in erster L .... l < f * • f f. A______.Mi O nnu har An ber Grenze zwischen kriegswirtschaftlicher unb volkswirtschaftlicher Betätigung steht schließlich die Ausweitung bes Verrechnungsverkehrs o- wohl mit bem neutralen Ausland wie mit den besetzten Gebieten. Es haben sich da fd)on viele Zwi- chenformen ausgebildet. Gegenüber dem Protektorat „U ,.u.. L°hm°n-M°hr-N sind am I.pttober mrt ber Zoll- Erzeuguns chlacht grenze auch bie Devisenbeschränkungen gefallen Der kontinental- Zahlungsverkehr zwischen Deutschland und den Bie- schäft interessiert. Die Darstelluna ber besonderen Verhältnisse unseres landwirtschaftlichen Aufbaues in her Ostmark finb dabei burchaus geeignet, die Besucher aus den Bauervölkern des Südostens zu interessieren. Wie früher schon, so ist auch bei ber diesjährigen Ausstellung bie deutsche Lanb - maschineninbustrie in überzeugenber Stärke vertreten. Der Einsatz ber Technik roirb babei außer ben Ständen ber einzelnen Industriefirmen verstärkt burch bie eingeglieberten Lehr- unb S o n » derschauen bes Reichsnährstandes. Wir wissen, bafe es heute nicht nur barauf ankommt, in Deutsch, (anb selbst eine Erzeugungsschlacht zu schlagen, heute gilt es mehr, heute gilt es, eine E in allen europäischen K-......-... ... ftaaten burchzusühren. Was konnte bafür wich- -----------— -—_ . . , tiqer fein ols der Ein fotz 3 m e et m ä 6 i q e r wickelt sich die Reichsbont immer mehr ZN einem Londmofchinen und Gerät«. Deutfchsiind Für den Äodluno». ist trotz bes Krieges in der Lage, fremben Länbern alle lanbwirtschaftlichen jSeräte zu liefern, die bei ben einzelnen speziell ben. Für alle Befuthi. teil sein, wenn neuen ben zahlreichen maschinentechnischen Schauen ein Gesamtüberblick über bie landwirtschaftlichen unb ernährungswirtschaftlichen Arbeiten Deutschland gegeben wirb. Denn wer viel sieht, kann viel lernen. Die Wiener Frühjahrsmesse i-cren Beifall fand die Mitteilung des Reichsgesundheitsführers, daß tm Jahre 1940 d i e Geburtenziffer des deutschen Volkes die Zahl des Jahres 1939 übertroffen hat. Beschleunigte Zulassung ehemaliger Wehrmachl-Krastfahrzeu'e. Das OKH. gibt fortan bei jedem ausgesonderten und veräußerten Kraftfahrzeug je nach Lage den Kraftfahrzeugbrief oder einen Ersatzbrief oder eine Bescheinigung mit. Der Kraftfahrzeugerwerber hat mit dem Antrag auf Zuteilung des amtlichen Kennzeichens und Ausfertigung des Kraftfahrzeugfcheiris eines dieser drei Papiere vorzutegen. -für bereits erworbene Kraftfahrzeuge haben sich deshalb die Käufer, soweit ihr Fahrzeug mangels einer dieser Bescheinigungen noch nicht zugelassen werden konnte, an denjenigen zu wenden, von dem sie die Fahrzeuge erworben haben. Die beschleunigte Inbetriebsetzung der von der Wehrmacht veräußerten Kraftfahrzeuge, namentlich der N u tz f a h r z e u g e, soll von den Verwaltungsbehörden im Interesse der Wirtschaft in jeder Weise gefördert werden. Günstige Dorratslage für Zucker. Auf keinem anderen Gebiet in der Ernährungswirtschaft ist eine solche Flächen- und Produktionssteigerung feit der Machtergreifung festzustellen, wie bei der Zuckerwirtschaft. Einer Rübenanbaufläche von 241 000 ha in 1932 stand 1939 eine solche von 675 000 ha gegenüber, und 1940 brachte noch eine wesentliche Steigerung. Der Vorsitzende der Hauptvereinigung der deutschen Zuckerwirtschast, Freiherr von Bülow, stellt daher fest, daß heute die Vorratslage in Zucker in Deutschland noch günstiger ist als zu Kriegsbeginn. Nicht nur aus dem Reich, sondern auch aus dem Protektorat können ansehnliche Zuckermengen zur Versorgung benachbarter Länder zur Verfügung gestellt werden, ohne daß dadurch die Versorgungslage in Deutschland irgendwie beeinträchtigt würde. Die auf Zuckerkarten zur Verfügung gestellten Zuckermengen stellen ja einen höheren Verbrauch dar, als er durchschnittlich vor dem Kriege in Deutschland vorhanden war. Daß trotz dieser Lage die Zuckerkarten beibehalten werden, ergibt sich aus denselben vorsichtigen Dersorgungsüberlegungen, die dazu führten, die auf Grund unserer Versorgungslage an sich ebenfalls nicht notwendige Brotkarte einzuführen. Für 1941 muß eine weitere Steigerung des Anbaues von Zuckerrüben flächen- und ertragsmäßig erreicht werden, die vor allem der Futtermittelerzeugung zugute kommen muß. Auch die Fabriken, vor allem in den eingegliederten Ostgebieten und im Sudetenland, müssen Vorsorge für gesteigerte Verarbeitung treffen. Kleine politische Nachrichten. Nach dem Bericht von 23 Ueberlebenden wurde der britische Frachter „M a r s l e w" (4542 BRT.) am 23. Februar 300 Meilen westlich der irischen Küste versenkt. 13 Seeleute seien ertrunken. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Liverpool nach Südamerika. * Die britische Admiralität gab bekannt, daß die Vorpostenboote „R e m i l l o" und „C o d d e r s" versenkt wurden. ♦ Belgier die sich seit den Kriegsereignissen noch interniert in der Schweiz befinden, werden durch Vermittlung deutscher Stellen nach Belgien zurückgeführt. Die Rücktransporte belgischer Soldaten aus deutscher Kriegsgefangenschaft werden fortgesetzt. Der Gouverneur von Algerien, Admiral A b r i a l, ist am Montag in Vichy eingetroffen. Er wurde auf dem Innenministerium von Admiral Darlan empfangen. ♦ Eduardo A. Geballos wurde von der argentinischen Regierung zum neuen Militär- und Lust- attachs bei der argentinischen Botschaft in B e r - l i n ernannt. ♦ Der neue nordamerikanische Militärattache, Major Norman Caum, traf in Lissabon ein. Damit haben die Vereinigten Staaten zum ersten Mal seit dem Weltkrieg wieder einen Militärattache nach Lissabon entsandt. * Ein Sonderzug mit den sterblichen Ueberresten Alfons XIII. hat in der Nacht zum Sonntag das französische Staatsgebiet passiert. Sonntag traf der Sonderzug in Spanien ein. Mehrere Persönlichkeiten der Umgebung des früheren spanischen Königs begleiteten die sterblichen Ueberreste im Zuge. * Der Führer hat dem Bergschuldirektor a. D. Dr.-Ing^ e. h. Friedrich Heise in Berlin-Nikolassee aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um das Bergschulwesen die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung fand in Wesel die Beisetzung der Parteigenossin Frau Martha Luyken statt. Der Stabschef der SA. würdigte am Grabe das Wirken der Frau des ehemaligen Kreisleiters von Wefel und heutigen Obergruppenführers Luyken, deren Name aufs engste verpflochten ist mit der Geschichte der Bewegung des Kreises Wesel. ♦ Der Erzbischof von Köln, Kardinal Schulte, ist am Montag um 23 Uhr einem Herzschlag erlegen. Er war 1871 geboren, hatte in Essen die Schule besucht, war 1895 zum Priester geweiht, dann Vikar in Witten, Professor am Priesterseminar in Paderborn, 1909 Bischof von Paderborn und 1920 Erzbischof von Köln. 1921 erhielt er den Kardinalshut. Aus aller Wett. Abschluß des Gastspiels der Be liner Staatsoper in Hom. Rom, 10. März. (Europapreß.) Mit einer unvergeßlichen „Meistersinger"-Aufführung unter der Stabführung Herbert von Karajaus hat die Berliner Staatsoper sich am Sonntag nach einem einwöchigen Gastspiel von der Bevölkerung der italienischen Hauptstadt verabschiedet. „Wir waren ergriffen von soviel Schönheit", schreibt der Kritiker des „Messaggero". Die „Meistersinger"-Aufführung stehe erhaben am Abschluß der Festwoche, meint „Giornale d'Jtalia", und „Lavoro Fascista" spricht die Hoffnung aus, die Berliner Staatsoper bald wieder in Rom begrüßen zu können. Derartige künstlerische Fühlungnahmen seien nicht nur ein ästhetischer Genuß, sondern sie seien erwünscht um der Zukunft des gemeinsamen Opernschasfens mitten Die Berliner Staatsoper wurde am Montag in der Casina delle Rose in den Parkanlagen der Villa Umberto vom Gouverneur von Rom zu einem Ehrentrunk empfangen. Anwesend waren außer den Mitgliedern der Staatsoper der deutsche Botschafter und der stellvertretende Parteisekretär sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus der Kunst- und Musikwelt. Der Gouverneur überreichte Generalintendant Tietjen mit herzlichen Worten eine bronzene Wölfin als Erinnerung. Die Solisten wurden durch eine Erinnerungsmedaille geehrt. Generalintendant Tietjen dankte für die herzliche Ausnahme, die die Staatsoper in der italienischen Hauptstadt gefunden habe. 40jähriges Bühnenjubiläum von Generalintendant Everth. Generalintendant Franz Everth vom Hessischen Landestheater in Darmstadt blickte am 10. März auf eine 40jährige Bühnen- tätigfeit zurück, wozu ihm Reichsminister Dr. Goebbels folgendes Telegramm übermittelte; „Zu Ihrem 40jährigen Bühnenjubiläum beglückwünsche ich Sie herzlichst. Mit meinem Dank für die bisher geleistete vorbildliche Führung Ihres Instituts verbinde ich den Wunsch, auf weitere erfolgreiche Jähre im Dienst der deutschen Bühnen- arbeit." Everth, der 1880 in Berlin geboren ist, nahm seinen Weg über zahlreiche Bühnen, bis er 1925 am Düsseldorfer Schauspielhaus Oberspielleiter wurde. 1932 ging er als Spielleiter an die Kölner Bühnen, wo er 1933 mit der Leitung des Schauspiels betraut wurde. 1934 erfolgte feine Berufung zum Generalintendanten des Hessischen Landes- theaters. Zwei Tote bei einem Autobusunglück. In der Nähe des Dorfes Naßweiler (Saargebiet) fuhr ein Autobus, mit acht Personen besetzt, gegen die Mauer einer Ziegelei. Der Wagen ging fast vollständig in Trümmer. Eine Frau war sofort tot, ein 18jähriges Mädchen starb nach einigen Stunden an den schweren Verletzungen ein Mann, der einen komplizierten Schädelbruch erlitt, schwebt in Lebensgefahr. Die übrigen Fahrgäste erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Der Fahrer des Wagens, der offenbar angetrunken wär, unternahm einen Selbstmordversuch, der jedoch vereitelt werden konnte. Am Sonntag, dem 9. März 1941, starb in Saasen unser ältester Arbeitskameiad und ArbeitsVeteran Polier Georg Menz Im Alter von 78 Iahten. Der Verstorbene hat unserem Betrieb von der Gründung an 48 jähre hindurch angehört und durch seine biedere Art seine treue und unermüdliche Pflichterfüllung, sich bei seinen Arbeitskameiaden sowohl, als auch bei seinen Bauherren Vertrauen und Ansehen erworben. Sein Wesen und seine Arbeitstührung so len uns für unsere Arbeit allezeit ein leuchtendes Vorbild sein. Betriebsführung und Gefolgschaft Martin Abermann Hoch-, Tief- und Eisenbetonbau K.-G., Gießen. ______________________________________________________________________________1253D Am Samstag, dem 8. März, verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser einziges und innigstgeliebtes Söhnchen, Enkelkind und Pate Joachim im Alter von 7 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Christ, z. Z im Felde und Frau Erna Christ Auguste Wittenburg Familie August Schmidt Gießen, Leiozig, Familie Paul Tamtne den 12 März 1941. Familie Willi Sehrt. Die Be rdigung findet statt Donnerstag, den 13. März, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. 0869 Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir aller? auf diesem Wege innigsten Dank. Carl Geißler. Werkmeister und alle Angehörigen. LoVar, den 12. März 1941. . ________________________________________1255 D Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit, Ver- schleimun", Bronchial katarrh, Asthma den bewährten Bergona Brust- und Lungentee Mk. 1.19. — In allen Apotheken zu haben. Bestimmt: Pelikanapotheke. I244v Schweres Herrenzimmer möglichst flämisch. Stil zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 0868 an den Gießerier Anzeiger erb. - »Ford-Eifel« Limousine 34 PS, Bau.alir 1939, 7000 km gelaufen, neuwertig, sofort zu verkaufen. OeioiiD UM Wlllirg/M Telefon 246. iM2d Angesehene Gießener Einzel» Handelsfirma sucht gtöfierestötf Wons in bettet ©efWsinge 3U laufen. Schriftl. Angeb. unt. 1245D an den Gieß. 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Sachverständigen. gern des RLB., bi ten Itl en it! en en nit dem Duft der Blüten eine Melodie über den Korten. Man meint Klänge, zauberhafte Musik zu Ortszeit für den 13. März. Uhr. Es bist, ruckt es an seiner Aber als du am Ufer es Jussuf; in die wird. Meine kommen. Zusehen!" behaup- ichte sfrau iflS1 12412, n : >och Am gestrigen Dienstag ist in den Gärten an der Lahn die allgemeine Spritzung der Obstbäume und Beerensträucher begonnen worden, die auch in den übrigen noch vorgesehenen Gärten bis Ende dieser Woche durchgeführt sein soll. Ueber die große Bedeutung dieser Maßnahme und die Zielsetzung zum Nutzen der Gemeinschaft unterrichtet dieser Aufsatz aus der Feder eines viele :n im « t! jnjJ leder wng- und Uhr. 19.44 Geschicklichkeit seinem Felsen und zieht und ;frei- halt, yeiß- ofld du. vermeidet Angel zu groß zum erin [äri, i bis ienst Angelrute, und Salimu muß alle und Kraft aufbieten, um nicht von herunterzugleiten. Salimu hält fest zieht. Er ist ganz bei der Sache. Nester keine Jungvögel enthalten. Kinder bzw. Jugendliche dürfen sich beim Beseitigen solcher Nester oder beim Fangen von Vögeln nicht beteiligen. Dieses Verbot gilt auch für das Verhalten gegenüber den Vögeln, die nicht in der Liste der ausdrücklich geschützten Arten aufgeführt sind und landläufig leicht als „schädlich" bezeichnet werden. In Wirklichkeit gibt es jedoch keine Vögel, die — an menschlichen Begriffen gemessen — nur nützlich oder nur schädlich sind. Deshalb werden auch alle Tiere durch das Tierschutzgesetz gegen Quälerei geschützt. Bestraft wird ebenfalls, wer es unterläßt, Jugendliche unter 18 Jahren, die seiner Aufsicht unterstehen, von einer Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften der Naturschutzverordnung abzuhalten. Als Strafen sind Haft und Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder eine dieser Strafen festgesetzt. en giri >r sch: einici’ i*N erlitte, verdunkelungszeil 12. März von 19.20 bis 7.46 Uhr. „Jnschallah!" sagst Seit jenem Tage Nähe von Salimus Nasenlöcher sind zu tet er. herüber: „Ein daß durch die im ganzen Reich geltende Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 allgemein verboten ist. den Sing- und sonstigen vorwiegend nützlichen oder seltenen Vögeln nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen oder zu töten oder ihre Eier, Nester oder andere Brutstätten zu beschädigen oder wegznnebm"n. Vogelnester, die sich an "oder in Gebäuden störend oder belästigend bemerkbar machen, dürfen vom Eigentümer nur dann entfernt werden, wenn diese Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. NSDAP.: 20 Uhr in der Großen Aula der Uni- isrsität Vortrag von Feldwebel Paul Schicks aus ! annover über „Die Front spricht zur Heimat". — k-loria-Palast, Seltersweg. „Kampfgeschwader lnitzow" (um 14 Uhr Festvorstellung). — Lichtspiel- hus, Bahnhofstraße: „Ich heirate meine Frau". — beffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21 Uhr in Kunstwissenschaftlichen Institut Lichtbildervortrag Professor Dr. Glöckner über „Das Tier in der 5 unst". ijiren. Daß man aus einer japanischen Art der Magnolie, und zwar aus ihrer Rinde, Weihrauch breitet, beutet auf dieses Beschwingte, Bewegungsri iche im Wesen der Magnolie hin. Sie verheißt rit der lebhaften Gestik ihres Blütenüberschwangs bn Frühling als die Jahreszeit der zu tausend fielen aufbrechenden Jugend. P• ,n«° zu haben. Vom BDM -Werk „Glaube und Schönheit-'. Doaelschutz. wird immer noch nicht genügend beachtet. beutle knetjl brl atmen, sich dehnen und gesund und frisch wachsen. 12IU diese Vorteile machen die Winterspritzung zur Grundlage aller Schädlingsbekämpfung im Obstbau. Deshalb wurde sie auch behördlich angeordnet und muß überall, soweit es die vorhandenen Mittel zulassen, gründlichst durchgeführt wer- Sonnenaufgang 7.46 Uhr, Sonnenuntergang 19.24 — Monduntergang 7.27 Uhr, Mondaufgang Er hat dich entdeckt und schrott , ganz großer, bwana, ein Riese!" Und dabei hält er seine Rute krampfhaft fest und kämpft mit dem Fisch. Seine Augen glänzen. Also doch nicht ver- gebens! denkt er sicher. Bühn]: er i Mich bW an! I Äch tereg °ÜhlIk! iren it , _ bis! ’ielleitc ÄÖlPi Echv etufm ßanbfc. . \ Warum Winterspritzung der Obstbäume? Von Dr. M. Hanf, Pflanzenschutzamt Gießen. den. Ein Erfolg ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn nicht mit Brühe gespart wird, sondern die Bäume buchstäblich „abgewaschen werden". Wie schon gesagt, ist diese Spritzung keineswegs ein „Allheilmittel". Viele Krankheiten und Schädlinge treffen wir dadurch nicht oder nur ungenügend. Z. B. den Schorfpilz (Fusikladium), der im Sommer die schwarzbraunen Flecke auf den Aepfeln verursacht, können wir' nur durch Sommerspritzungen mit kupfer- oder schwefelhaltigen Mitteln abtöten und damit gesunde glatte Früchte erzielen. Die Obstmade wiederum muß nach der Blüte durch Arsenspritzungen oder durch Anlegen von Wellpappefanggürteln bekämpft werden. Jeder 'Obstzüchter sollte es daher nicht bei der einen Spritzung bewenden lassen, sondern alles versuchen, fein Obst so gesund als möglich zu machen und zu erhalten. Dadurch wird nicht nur eine gewisse Ertragssteigerung, sondern vor allem auch Qualitätssteigerung erreicht. Der eigene Keller wird gefüllt, aber auch vor allem der Gesamternäh- rung wertvolles Obst zugeführt. Neben den Obstbaumkarbolineen kommt auch Schwefelkalkbrühe bei der Winterspritzung zur Anwendung. Allerdings ist hier die Wirkung keineswegs so umfassend. Don Vorteil ist, daß die Schwe- felkalkbrühe empfindliche Unterkulturen wie Salat, Gemüse, Spinat usw. nicht verbrennt, wie es das Karbolineum tut. Aber man kann sich hier leicht dadurch helfen, daß die Unterkulturen vor der Spritzung irgendwie abgedeckt und sofort mit Wasser stark überbraust werden. Jedenfalls Ust in Hunderten von Versuchen immer wieder erwiesen worden, daß eine Spritzung, und insbesondere die Winterspritzung, für die Erzeugung von Obst, das wir gerade heute so notwendig brauchen, von ungeheurem Vorteil ist. Viele Gießener werden es daher begrüßen, daß auch im Stadtgebiet wieder eine allgemeine Spritzung durchgeführt wird. Allerdings wiro es auch Leute geben, die die Vorteile nicht einsehen wollen und nur Nachteile suchen. Aber auch für diese wird vielleicht die Spritzung einmal eine Selbstverständlichkeit werden. Fischfang in Ostafrika. Von Konrad Seiffert. Salimu geht an der Veranda vorbei. Er hat die Angelrute geschultert wie ein Gewehr. Du fragst: .Wohin willst du gehen?" „Angeln, „bwana*“, antwortet Salimu, „angeln, itj werde dir eine Menge Fische angeln, zum Mit- tegeffen!" Er glänzt übers ganze Gesicht und trabt sqnell davon, als befürchte er, du könntest ihn zrrückrufen, du könntest vielleicht doch nicht damit unverstanden sein, daß er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht. _ Beschäftigung! Ein Laster ist diese Angele»! In jöem Fluß, in jedem Bach stehen die Boys und äugeln. Den ganzen Tag. Die>halbe Nacht. Du hast mich nicht feststellen können, ob dieser Sport hier ik Ostafrikä immer heimisch war, ober ob er aus Heia (Europa) herübergekommen ist. ^ebenfalls äugeln sie jetzt alle mit burchaus europäischem 2ngelzeug und auf europäische Art, Salimu auch. Der Fluß ist meist voll von Fischen. Zuweilen alerdings kommt es doch vor, daß nicht ein Cchwanz da ist. Aber das schadet nichts: geangelt Bcrb dock). Je weiter der Tag vorfchreitet, und je fl-ringer die Beute ist, desto tiefer waten die Boys ir das Wasser hinein. Sie denken nicht an Die Krokodile. Und am Abend spiegelt sich der Mond ir. ihren glänzenden Schultern. Bis zur Brust । sichen sie im Wasser. Mittags erscheint Salimu nicht. Du weiht: es ; pt heut keine Fische zu essen. Du schickst Jussus ^nunter zum Fluß. _ , .r Jussuf ruft Salimu zu: „Na? Sie beißen heut Eine der wichtigsten und grundlegendsten Maß- t nahmen im Obstbau ist die Winterspritzung. Diese Spritzung, die, wie der Name schon sagt, während des ganzen Winters geschehen kann, wird im allgemeinen mit dem bekannten Obstbaumkarbolineum Aus -er Stadt Gießen. Ziersträucher blühen. Dem zitronengelb lodernden Goldflieder-Strauch, 0113 dessen schlanken Gerten die kleinen Blüten wie htichflämmchen züngeln, sieht man seine Verwandt- ihast mit unserm Flieder nicht an, und doch gehört c ebenso wie der Liguster in die gleiche Familie, leberschwenglich und weithin leuchtend feuert sorsythia, wie sein allgemein bekannter lateinischer Rame lautet, seine Frühlingsfreude über Garten- ;tter und graue Mauern in bie Straßen, sonnever- sißend unb blauen Himmel. Wie eine Fackel lammt er zwischen tnofpenben Bäumen und trei- enben Hecken der Anlagen als Wegbereiter aus irblofer Eintönigkeit in bas bunte Blühen der Lenzmonate. Er verscheucht jede Schwermut aus iiner Nähe und entzückt als strahlende Augenweide •ten, der vorübergeht. Ich möchte einen Arm voll liner flammenden Gerten auf meinem Schreibtisch oben, aber allzu rasch Verladern die zarten Blüten, i-ie teilen das Los aller leidenschaftlich überströ- Aber Jussuf antwortet: „Es hätte nichts genützt! Deine Angel hätte mich auch da getroffen. Allah wollte es so!" „Sicher!" machst du. „Aber gefangen hast du doch nichts, Salimu!^ „Hast du ihn gesehen, bwana?" ereifert sich Salimu, „es war wirklich ein Riese! Ein Ungeheuer! So lang!" Und dabei zeigt er, wie das Angler auch in Europa zuweilen tun sollen, wie lang der Fisch war: „Und morgen werde ich ihn herausholen, bestimmt!" I renden Herzen, jung zu sterben. Aber daß er die (Gai: roch kalten Nächte nicht gescheut, daß er so früh i beftk. : jin goldenes Geloder ausbrechen läßt, macht ihn lir gefeierten Schönheit, und kein Auge wird ihn 3ne stille Dankbarkeit bewundern. Die Kornelkirsche entfaltet ebenfalls vor dem Haubausbruch ihre Blüten, die in goldgelben Dolen an den Zweigen und Zweigspitzen wie zierliche kllkette aufgesteckt sind. Wie ein vielarmiger, barock rschwungener Leuchter trägt die Kornelkirsche ihren übel burch bie Märztage. Manchmal begegnet sie -ns sogar als Baum, was bie Pracht ber gehäuften olben noch erhöht. Sie ist eine Verwanbte bes ifeus und war schon den alten Griechen bekannt, e das rötliche und feste Holz zu Speeren verar- riteten. Dagegen warfen sie die kleinen eßbaren Qarladjroten Früchte den „erdaufwühlenden Schwei- en" vor, wie es Homer in seiner „Odyssee" berich- t. Im Ganzen wirkt die Kornelkirsche nicht so iberwältigend wie Forsythia, da die Dolden klein ib und vereinzelter stehen. Aber' als Frühlings- lüher grüßen wir auch sie mit herzlicher Freude. Ob Strauch oder Baum, immer breitet die *Ma- nolie ihre weitausladenden Zweige bereits nahe 5er der Erde, auf denen die großen weißen Nüten, mit zuweilen rosigem Anflug, wie seltsame keine Vögel sitzen. Eine bemerkenswerte Mannig- sltigkeit in den Formen bestärkt den Beschauer n diesem Eindruck. Während einzelne Blüten kurz ur dem Aufklappen der großen Blätter einem Ei cjneln, erinnern andere, die bereits zwei ober mehrte Blätter gespreizt haben, an flattembe ober sich ptjenbe Vögel. Die Vielfalt der Einzelbewegungen kner sich öffnenden Blüte wirkt bei keinem andern brauch ober Baum so einbrucksvoll wie bei ber Magnolie. Diese Cebenbigfeit erhöht die Schönheit H Anblicks. In ihr drückt sich die Freude, der Jibel am wahrnehmbarsten aus. Es ist, als strömte Ä Ur. 60 Zweites Blatt °hi x i Am 1. Februar hat die 4. Geldlotterie des Reichs» buftfchutzbundes begonnen. Die hellblauen Lose mit dem Zeichen des Reichsluftschutzbundes kosten 50 Reichspfennig, Doppellose 1,— RM. Es werden über 104.000 Gewinne und zwei Prämien ausge- spielt. Man kann neben vielen kleinen Gewinnen auf ein Einzellos 25 000,— RM., auf ein Doppel- los 50 000,— RM. gewinnen. Die Ziehung dieser Lotterie findet am 30. April statt. Gut und schön, denkt der Leser, vielleicht gehöre ich zu den 100 000 Gewinnern. Aber, wozu eine Luftschutzlotterie? Der Reichsluftschutzbund hat doch sicherlich viel Geld. Schabe, daß diese gute Meinung nicht richtig ist. Gewiß, es gibt kaum noch Volksgenossen, die den Wert des Reichsluftschutzbundes und vor allem seiner Arbeit im Dienste der Gemeinschaft verkennen. Viele Millionen Frauen und Männer zahlen als Mitglieder des Reichsluftschutzbundes ihren Beitrag. Nur darf man dabei nicht vergessen, daß der Reichs- luftschutzbund eine Selbstschutzorganisation ist und sich in der Hauptsache durch seine Mttgliederbetträge eryält. Die halbe Mark für ein Los kann helfen, ein Menschenleben zu retten, vielleicht sogar das eigene. Denke daran, wenn du die blauen Lose des Reichsluftschutzbundes siehst! Leiste auch du deinen Beitrag durch Kauf eines Loses, und du hast außerdem noch die Aussicht auf einen ansehnlichen Gewinn! Der Verkauf der Lose obliegt den Amtsträ» ~~~ ioch sind die Lose auch bei den Staatlichen Lotterie-Einnahmen, bei den Sparkassen und in den durch Plakate gekennzeichneten Geschäf» Schwer zu schätzen. Wenn wir bei irgendeiner Schilderung Angaben über gewisse Größenverhältnisse machen müssen, pflegen wir uns ziemlich allgemeiner Dder vergleichender Ausdrücke zu bedienen. Sind wir gezwungen, unsere Angaben zu präzisieren, so fühlen wir uns unsicher, unb das mit Recht. Es ist für den Durchschnittsmenschen schwer, schätzungsweise zu sagen, wie schnell ein Fahrzeug sich bewegte, ober wie groß etwas ist. Das zeigt sich immer roieber vor Gericht. Bei der Verhandlung über ein Autounglück wirb ber eine Zeuge erklären, der Wagen sei mit 80 Kilometer Geschwindigkeit gefahren, ein anderer behauptet, es seien nicht mehr als 50 Kilometer gewesen, und bann waren es vielleicht nur 40, benn in den weitaus meisten Fällen wird die Geschwindigkeit überschätzt. Noch schwerer ist es, sich über die Schnelligkeit zu äußern, mit ber bas Wasser in einem Fluß strömt. Prüfungen dieser Art, die ein Psychologe kürzlich vornahm, ergaben, daß die Schätzungen zwischen 18 bis 30 Kilometer in der Stunde lagen, während tatsächlich die Schnel- ligfeit der Strömung nur 11 Kilometer betrug. Interessant ist es auch, im Reptilienhaus des Zoo darauf zu achten, welche Schätzungen die Besucher von der Länge der großen Schlangen machen. Vier Leute unter fünf werden behaupten, daß eine 3,5 Meter lange Riesenschlange wenigstens 6 Meter lang sei. Ebenso viele Fehler werden gemacht, wenn es sich darum handelt, die Länge einer Straße ab» Es kommt auch noch oft vor, daß mit Luftbuch» sen oder kleinen Gewehren nach Vögeln oder anderen kleinen Tieren geschossen wird, sogar im Winter, wenn sich die Vögel, vom Hunger getrieben, in ber Nähe der menschlichen Wohnungen ober an Futterplätzen sehen lassen. Dies ist eine besonders große Roheit, bie ebenfalls vielfach von Kindern verübt wird. Solche Vergehen werden nach dem Reichsjagdgesetz sowie nach dem Reichsstrafgesetz und, wenn ein Tier gequält wird, auch nach dem Reichstierschutzgesetz besonders schwer bestraft. Es ist überhaupt verboten, an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten mit Feuergewehren ober anberen Schießwerkzeugen zu schießen. Zu den letzteren gehören auch Luftbüchsen, Bogen mit Pfeil, Armbrust und Gummischleudern. Warum Reichslustschuhlotterie? Jussuf neben dir hat auch große- Augen bekommen und noch größere Nasenlöcher. „Soll ich helfen?" schreit Jussuf hinüber. Aber Salmu ist beleidigt: „Nein! Bleib da! Ich schaff's allein!" Salimu hat den richtigen Sportgeist. Und nun bekommt er den Fisch tatsächlich aus dem Wasser. In hohem Bogen saust das Tier über den Kopf Salimus hinweg. An der Angel, ganz hoch oben, macht er ein paar elegante Bewegungen, und im nächsten Augenblick überschlägt er sich, kommt los, landet mit gesträubten Flossen im Wasser und ist verschwunden. Salimu verliert das Gleichgewicht und stürzt von seinem Platz in den Fluß. Aber er hält die Angelrute fest dabei. Der Haken an der Schnur beschreibt einen kühnen Bogen und findet mit bewunderungswürdiger Sicherheit das linke Nasenloch Jussufs. Da hakt sie sich fest, von innen nach außen bringt ber spitze Haken burch bie Nüsternwand von Jussufs Nase. Salimu ruckt im Fallen noch ein paarmal baran und zieht den schreienden Jussuf ein Stück hinter sich her, zum Wasser hin. Jussuf brüllt wie ein Büffel. Auch du schreist und reißt an der gespannten Angelschnur. Salimu läßt die Rute verdutzt los, krabbelt aus dem Wasser und bemüht sich mit dir, den Angelhaken aus Jussufs Nase zu ziehen. Du mußt die Schnur abschneiden und den ganzen Angelhaken durch die Nase Jussufs bohren, von innen nach außen. Dann atmet Jussuf tief auf. Er reibt sich seine geangelte Nase, die nur ein wenig blutet. Er ist grau geworden vor Schreck im Ge- fld£u lachst und klopfst ihm den Rücken. Da lacht der Bursche auch. Und auch Salimu lacht: „Warum hast du dich gerade da hingestellt! Konntest du nicht ein wenig zur Seite gehen?" or 9D S Zeitschriften. — Das Deutschland-Heft, das die Monatszeit» Zeitschrift „die neue linie" (Beyer-Verlag, Leipzig-Berlin) vor kurzem herausbrachte, gibt gemäß den einleitenden Worten des Reichspressechefs Dr. Dietrich — „einen Ausschnitt von den geistigen Grundlagen und kulturellen Voraussetzungen unseres Sieges". Das geschieht auf eine sehr eindrucksvolle und repräsentative Weise: Geschichte und Gegenwart, bildende Kunst und Architektur, Musik und Schrifttum, — alle wichtigen Gebiete unseres kulturellen Lebens werden in gewichtigen Beiträgen und mit hervorragenden Bildtafeln behandelt, wobei jeweils die neue unb fesselnbe Fragestellung besonders bemerkenswert ift So wird in einem außerordentlich anregendem Aufsatz der Anteil der deutschen Landschaften an der deutschen Kultur untersucht, jede Landschaft wird dazu in einer prachtvollen photographischen Bildtafel gezeigt — Professor Hamann, der Marburger Kunstgelehrte, stellt an Hand von meisterhaften Farbwiedergaben (Ausschnitte aus einem unbekannten Altarbild) die Frage nach dem deutschen Gesicht in der bildenden Kunst. Die Höhepunkte deutscher Reichsherrlichkeit zeigt Professor Haushofer, der bedeutende Geopolitiker in seinem Aufsatz „Erneuerer des Reichs" auf, dazu anschauliche, künstlerisch sehr reizvolle farbige Karten. — Unmöglich, die wertvollen Aufsätze und prachtvollen Bilder sämtlich zu nennen. Dieses Heft ist so umfangreich und inhaltsschwer, daß es den Rahmen einer üblichen Zeitschriftenausgabe sprengt und den Charakter eines Kulturdokw» , ments non bleibendem Wert hat. zuschätzen, und zwar werden solche Strecken im Gegensatz zu anderen Taxierungen fast regelmäßig unterschätzt. Wenn man sich dagegen über die Breite eines Flusses äußern soll, werden meistens übertriebene Angaben gemacht. Nur wenige Menschen haben eine richtige Vorstellung von der Größe oder Höhe eines Raumes. Die Höhe eines Zimmers wird fast immer größer taxiert als sie ist. Dasselbe ist bet Bodenerhebungen und Bäumen der Fall. Eine solche Schätzung läßt sich annähernd richtig nur auf Grund sehr großer Erfahrungen machen, oder wenn dem Auge ein sicherer Maßstab geboten C. K. dessen Eier von uns nicht durch die Winterspritzung bekämpft wurden. Neben diesen Hauptfeinden werden noch unzählige an den Bäumen überwinternde andere Insekten, wie Wickler, Gespinstmotten, Apfelblütenstecher usw., getötet. An Beerensträuchern und den jungen Trieben der Bäume sitzen im Winter in Menge die Eier der verschiedenen Blattlausarten, die wir ebenfalls zum Absterben bringen. Außer dieser direkten Bekämpfung zahlreicher Schädlinge erreichen wir aber noch — und dies ist vielleicht mit der wesentliche Vorteil der Winterspritzung — eine allgemeine „Reini- gung" des Baumes. Die alte Rinde wird abgestoßen, Flechten und Moose, die oft als dicke Kruste die Aeste und Stämme überziehen, werden vernichtet. Der Baum bekommt wieder Luft, kann frei Schweröl 4 bis 6 v. Sy, Dbftbaumtarbolineum aus Mittelöl 6 bis 8 v. H., Obstbaumkarbolineum emulgiert 8 bis 10 d. Sy). Die Wirkung der einzelnen Mittel ist die gleiche. Je früher im Jahr mir spritzen, um so höher muß die Konzentration der Brühe fein, da dann die Schädlinge noch nicht so empfind lieh sind. Die beste Zeit für die Behandlung unsere Obstbäume und -sträucher liegt im zeitigen Frühjahr, also im Monat März. Auch für die Stadt Gießen ist die Spritzung für diese Tage an- gesetzt worden, ebenso wie für das ganze Gebiet unseres Gaues. Was wollen wir durch diese Maßnahme erreichen? Hierüber ist allerdings schon viel gesagt und geschrieben worden. Trotzdem fehlt es oft noch am nötigen Verständnis, weil einige Dinge verwechselt werden. Häufig wird die Winterspritzung mit Karbolineum als „Allheilmittel" für unsere Obstbäume angesehen. „Wenn ich gespritzt habe, darf im nächsten Jahr kein Schädling auftreten, und die Ernte muß sich vervielfachen." Aber durch die beste Spritzung können wir keine Aepfel und Zwetschen an Den Baum spritzen. Was nicht durch gute Düngung, Bodenbearbeitung, Schnitt, Auslichten usw. bereits angelegt ist, kann auch durch die Spritzung nicht kommen. Wir erreichen aber durch Bekämpfung der Schädlinge, daß alle Früchte erhalten und besser ausgebildet werden. Zwei der wichtigsten Obstbaumschädlinge werden durch die Winterspritzung vernichtet. An der Zwetsche ist dies die Schildlaus, kleine braune Buckel, die überall an Aesten und Zweigen sitzen und durch ihre Ausscheidungen im Sommer den üblen schwarzen Ueberzug auf Früchten und Blättern bewirken Schwarze, rußige Zwetschen und Mirabellen konnten wir leider im vergangenen Jahr übergenug in den Läden „bewundern". Am Apfel ist- es der Apfelblattsauger, ein kleines, grünliches, blattlausähuliches Insekt. Der Blattsauger oder Blattfloh saugt an jungen Blättern und Blüten und verhindert die gesunde Ausbildung dieser Organe. Die Apfelblüten bekommen ein bräunliches, verkrüppeltes Aussehen, und es wird dann häufig gesagt. sie seien durch den Frost geschädigt. Nicht der Frost hat die Blüte zerstört, sondern der Schädling, Am kommenden Sonntag 10 Uhr tritt das BDM.- Werk „Glaube und Schönheit" mit einer Morgen* Veranstaltung im Gloria-Palast, Selterswey, zugunsten des Kriegs-WHW. an die Öffentlichkeit. Wie vielseitig das Arbeitsgebiet des BDM.-Werks „Glaube und Schönheit" ist, wurde von uns bei verschiedenen Gelegenheiten schon berichtet, im Hinblick auf die Veranstaltung am kommenden Sonntag sei aber noch einmal darauf hingewiesen. Je eine Arbeitsgemeinschaft widmet ihre Tätigkeit der Gymnastik, dem Sport, der Hauswirtschaft, der Wertarbeit, der deutschen Dichtung, der deutschen Geschichte, der persönlichen Lebensgestaltung, dem Singen und Spielen, dem Gesundheitsdienst und der bäuerlichen Berufsertüchtigung. Einmal im Monat wird ein Gemeinschaftsabend durchgeführt, der zur Besprechung der politischen Vorgänge benutzt wird. Das Programm des kommenden Sonntags bringt Gymnastik (Lauf, Keulenübungen, Bälle), Lieder, einen Kanon, Orchestermusik, Tänze und das Spiel vom Birkenzweig. Die Veranstaltung dürste sicherlich von besonderem Interesse sein. Cha*1 Itnf5 ll2hl nicht?" , ,, ,ri Salimu ist wütend: „Wenn du so schreist wie letten sie da anbeißen?" Jussuf meldet, Salimu habe noch nichts gefan- g.n, er werde weiterangeln. Gut. Soll er! Am Nachmittag, die Sonne steht schon tief, unö hr Schein liegt rötlich auf Palmen und Sisal, Schst du mit Jussuf zmn Fluß hinunter. Salimu It ht bis zu den Knien im Wasser, auf einem Felln anscheinend. Er sieht aus roie eine ’oTon&e- fijur. Gut sieht der Bursche aus. Er steht ganz still. - Herr. ausgeführt. Von diesem Pflanzenschutzmittel gibt es zur Zeit drei Typen, die je nach ihrer chemischen Zusammensetzung in verschiedenen Konzentrationen verwandt roeroen (Obstbaumkarbolineum aus Der schwächste Punkt in unserer Gesundheit sind unsere Zähne, denn keine andere Krankheit hat auch nur annähernd die gleiche Verbreitung wie die Zahnfäule, an der große Teile unseres Volkes leiden. Darum ist die richtige Zahnpflege ein wichtiges Gebot der Gesundheit. Zur richtigen Zahnpflege gehört außer der täglichen, gewissenhaften Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Bürste eine vernünftige Ernährung, gründliches Kauen und die regelmäßige Über* wachung der Zähne. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege Iahfeshauptmusleruna her 2Nanne*R hem au entnehmen mar, buh audi ba« Krt«g«sahr 1040 al« «In tr|plfhUd)ro be« Atljnit werden kann. (Ein pule« kamerad|d)aftlid)e-> Band Aiülfchen den Romeraben der Front unb der j)flmai besieht, wie die viele» Kartell, Briese sowie irmelllfler Urlauborbesuch Im Marineheim beweisen viele brausten Hehfiibe Kameradkn mürben auegt- Arid)nrt iino besöroort, *21 um im B, lld)Isfahre min- Drn mehrere Tonsilmvcranstaltungtn veranlaßt. bie, vorn Kameraden U)larhu,-(Dlabe|i,lhimbtl Heinemann geleitet, guten 'Beriatlf nahmen und Immer gilt belud)! marin. Ihr ymi'tf, bei brr dugenb bl< Plebe zur See unb den Willen zum Wehrdienst bei her K> I egomarine zu wecken, dürste erreicht sein Die Im Hause beo Wahres abgeholiinen Kamerad chasla-Muslerungen mnren flut besucht. ’Jhu clngi?- reten sind mehrere Kameraden, burm lob schied n *|r. 0 । ul) und da» imtei st Ützenb, Mitglied Biel mann au». Die Kanlerab|cha|t hatte ferner den Tob Ihres langsührigen .tyelmucrmalkre Ernst Biegler zu beklagen. ;d)r Gedtichlni» mürbe gebührend geehrt Der Karne,ab|chastv|iihrer ehrte bann den Kam ra den Wilhelm Schmidt für 40 Jahre bewiesene Treu« zur Kanieradsihast Nach brm Bericht brr Kamerab|chast«|ührung gaben bie Ka|sen|»ihrer Seibert für Dir uame- rabjÄa|l«fa||ö und Kamerad Herbert sür die W!ll|lbast»|iihruna ihre Nechnungslegimg Nach den Mlttellungei, beo NechniiNg»tiii»fd)uIseo mürben voll« kommen einwandfreie BuchsÜhrling und geordnete Fliianzvcrhäftnlste vorgejunDen. so dast den Kassen* sührern mit Worten de« Danke« Enttastung erteilt werden konnte Zum Schiestmart wurde stir den einberufenen Schkstwurt der Kamerad Horst Schmidt neu be- stellt. Wk Platzw.ii I wurde neu verpflichtet der Kamerad Viihmlq 'Hieran. .s)!>uptge|nla|chnito|tihrer Ernst Nuppel sprach bann über die Zusammenarbeit zwischen Marine- $*>A. nnb Marine-Kameradschaft. Nus Grund einer Vereinbarung zwischen der Neichofugendslihrnng und dem Ne - -Mnrinebnnd übernehmen die Marine- 5ramerab|i1)a|len die Unterhaltung des Auobildiings- lind Boolsmaterials her Marine-HI. In (Wehen, wo |il)on Immer enge Bindungen zwischen den formal Io neu, die den Morinegedanken vertreten, bestanden, wird diese Mastnahme weitere Zusammen- nrb-'U zur Folge haben. Die ^ahrevhonptmufterung wurde vom Kamerad, schaito'üllrer ge|cl)lossen mit der Erinnerung an die ei hoben n O i eigni||e Im Weltgelchehen, mit dank hm em Gedenken an alle, dir stir Dl-ntschland starben nhi-r leiden und mH dem Gelöbnis der treuen (ße- |oln|i1)n|f für den Führer Vlnfchllkstend an die Iah re« h a u v Imusierullg führten Marlne-.^labsseldw bei H einema n n lind Maat (5 d) m I b t In bem vollbefebten Marineheim dir Krlrgnmorin,-filme ..Sililachstchlfse in Fahrt" nnb „Seefahrt nn'd Wlsfen'chafl" vor. ^nobefonbrre der letztere Film, b-r die ForschunflareUen beo Bermes- sungoschlfse« „Meteor" nnb die vielfältig« Klein- arbeit an ®nrt he» Schilfes zeigte, fand regen Hin» klang. Der Tonfilm „Schlachtschiffe In Fahrt'* war ein lebhalteo Bild her IdllflMt unfercr grasten Krlcaofchisfe. ^ief*ett'CTkitvC.inben. film Samstagabend hielt die Spar- und Dar» lehn»!ässe Klein-Linden ihre 18. Jahreshaupli'cr. ammfuilg unter Leitung de» Borsiilkuben de» Bus» ichte rat« Heinrich F i | ci)e r ab Kaisen rechne»- Theo- inr Leib erstattete den Bericht über blc Jahres« rechnung und hie Bilanz Allgemein war sesJu» stellen, bah einem RückWig her Schlliden eine auherorbenllldje Erhöhung her Spareinlagen gegenüber stehl Diese wllchsen Im Gefchöftsiahr non niü r.(«) NM auf 4üfl 220 NM an. Der Kleinfpar» Markenverkauf belief sici,, die Schulfporkasse ringe» ici lofsen, ans 10 002 NM; glich hier liegt eine ve« irdd)Üld)e Steigerung gegenüber bem Bors aff, vor. Den Gefchäftlvoridd gab her Direktor her Kasse, Schreinermeister Wilhelm F e >) Der Mitglieder- ltond hat sich um 3 auf 204 mit 272 Anteilen er» nicht. 102 neue Sparbücher konnten ausgestellt mrr- hen Der Neliifi'winn beläuft sich auf 1308,79 NM Oi soll wir lolgt verteilt werden: Ans die ringe- zahlten Mitglirberbeltrüge werden 5 n..(') an Dlul« henbrn ausbrzahlt Der lNenleindeoolks- und Sä tilcr- l'ücherei werden 10 NM., her Kleinkinderschule .0 Reichsmark überwiesen, für da« Krleg-winterhilfs» mcrl1 merben bO yiVlt ber» tlgesteitt. Uei du DieibniDe Nest soll Je zur Hälfte her Betriebirtlcklage und bem Neservesonbo zugesüdrt werben Die Nechnung fand Oknehmigung, jo das, dem Borstand, dein Aus- slchtcrat und Dem 'Hedjni-r einstimmig Entlastung erteilt werden könnt«. t)ae fatzung geniäst aueschel- henbe Uchrstandttmitglied Friedrich Stein und die Aussichlvr-alvmitgliedei Ludwig Bolk IV. und Friedrich Stelnmüller wurden wieder mit ihren Aemtern betraut. Pg Bechtold al» Vertreter der Paitel wies zum Schlust noch auf die gesunden Verhältnisse der Kaffe hin und schlost mit betn Grust an den Führer die Jahreshauptversamm- lickg. (Siebener (?xblad)ft>iebmarH. Auf dem aeftrlaen Gießener Schbichtoiehmarkt (Ächlachtvieh-Bei leitung.markt) in der Btehverstet» gcrungshall« Nhetil-Main lasteten Ochicn 32 bl» 43,8, Bullen 30,8 bis 49,5, Kühe 18 bis 46,8 Für» fen 33 bis 40,t, Kälber 27 bis 87, Schafe 20 bl« 44 ytpf. |e % Kilo Lebendgewicht. Für Schweine wurden fe Kilo Lebendgewicht folgend« Preise bezahlt: Klosse n (IhO !<<' und mehr) 1, M, In (I■»> bis 140,5 kg) 1,13, b2 (120 bl« 134,5 kg) 1,11, c (00 bl« 110,8 kg) 1,07, d (80 dis 80,5 kg) 1,01, c l (unter 80 kg) 0,0/, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Allschnei- der) 1,11, g*2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 Vieichimart. Markt verlauf, regeimaizig, alle» zu- geteilt. (Dichencr Wochenmarktprelfe. Nachstehende Preise stnd Handlerpreife und verstehen sich für A'Warc Für lt-Ware ober abfallende Ware Idiihc für Selbflerzeuger liegen die Pretfe niedriger ♦ 0) I e ß e n, 12. Mürz. Auf dem heutigen Wochen- markt kofteten: Markeiibutler, kg 1,80 NM., Matte 30 Npf., Käse da« Stück 8 bla 9, Kartoffeln, r> kg 45. Wirsing, V. kg 11 bis 14, Weißkraut 8 bis 12, Not kraut 10 bl« 14, rate Nüben 10 bis 12, llnterkohlrabl 0 bis 8, (Orünkohl 10, Zwiebeln 15, Schwarzwurzeln 26, Feldsalat, */ui 10 Npf., XA kg 1 NM., Aep el, 28 bis 40 Npf., Lauch 24, Sellerie 21 bl« 23, Blumenkohl, da» Stück 45 bl« 00, Endivien 20 Npf. •• Siebzig Jahre alt. Am morgigen Donnerstag, 13. Mürz, wird der Schuhmachermeifter Johannes 01 lItfch, Linhengaffe 4 wohnhaft, siebzig Jahre alt Dem Jubilar bringen auch mir unfern Glückwunsch baf ♦♦ Alte Familien paplere, D o f u ■ mente nsw. Ino Stadtarchiv. Beim Aus- räumen allen, ast lang« Jahre unbeachtet gebliebenen Material« ftostt man zumal In der Umflune« zelt ost auf geschichtlich Wertvolle», rolc alte ßa« mlllcnpaplere, Haushalts-, (Bcfd>üflc- und Tage- bücher. Bleie können nicht selten sllr die (beschichte unserer Stadt von Wert sein Eie gehören deshalb ins Stadtarchiv, wo sle al» Bausteine zu einer künftigen Stadtge>chichte psleo'ich anfbemabrt werden. Es wird deshalb gebeten, Dinge dieser Art nicht zu vernichten, sondern sie dem Siadtarchlv zur Der» silgung au stellen. Gegebenenfalls werden die Ur» künden durch einen Fachmann an Ort und Stelle auf ihren Wert geprüft. Otraftaiumer (Hieven. Leider werden die Berdunkelnngsvorschi'isten von manchen Mannern und Frauen immer noch nicht in genügendem Maste befolgt. Die Lässigkeit und der Lelchislnn find mandjmal Io grast, dast man sich sragen must, ob denn die e Berdunkelungssünder noch niemals etwas davon gehört haben, hast feindliche Flieger b^l Ihren nüchtl chen Einslügen nach federn >lchtbnren'Lii'i)t mit Bomben werfen. Und dost durch eine derart leiichlsertige, wenn auch ungewollte lln» lerftilstung beo Feindes nld)t nur da» eigene Leben und das her Familie, sondern auch viele Bewohner her benachbarten Häuser und Straften aufs schwerste aesährdet werden, ist den Berdunrelungvsündern in Ihrer GedankenlvOgkett offenbar auch nicht in den Sinn gekommen. Deshalb must Im berechtigten Inter» e|le bet Volksgemeinschaft gegen berarttg-e Sünber mit aller Strenge voi gegangen werben. Da» erfuhr lebt wieder eine Frau aus Nötigen bei Bob-Nau» Mim i it halt« Im 4 loptembii i-m lg«n Jahr«» bat Küchen senil er ihrer Wohnung nicht auoreld>eiib Der» dunkelt. Für Ihre Sanmsellgkett hatte ste einen Strache>ehl über 30 NM. erhalten. Diele Sühne erschien Ihr zu hoch. Deo halb erhob Ile Einspruch mit dem Erfolg, dast das Amtsgericht in Bad-Nauheim die Strafe auf 10 NM. derobsestte. Aber auch die 10 NM. wollte die Verdnirkelungssünderin nicht be» ' zahlen. Nun legte sle Beruiung gegen das Bad-Nau» .Heimer Urteil ein, so dast sich die Strafkammer in lhiestkn mit dem Boraang zu belchäflizien hatte. Hier kam die hartnäckige Frau vom Negcn In die Iraufe, denn die Verhandlung ergab elnwandsrei ihre Schuld. Darum wurde die Slrafe, entsprechend bem Antrag be« Anklagevertreter», aus 80 NM. erhöht, so dost ! bae Auomast be» ursorünailchen Slrasdefeyl» wieder Gültigkeit hat. Stra oerschärsend erachtete bas Ole» licht bie Hartnäckigkeit, mit brr bie Frau nach ihrem klaren Vecstost gegen bk elementarsten Nückfichtcn auf blc Völlige ni" In schäft auch noch gegen die Bestrafung analna. Hoffentlich wirb Ihr — unb an- Deren — biese Strafe eine ernste Lehre für bie Zukunft fein. Amtsgericht (Hieben 'Wegen gefährlicher Kvrpcrverlestung hatte sich gestern ein Wlann aus Neiskirchen (Kreis Giestm) zu verantworten. Er hatte Im Dezember v. I. in Nvb-gen einem Mann, ber in ein Abteil einte Zuges einzelnen wollte, in bem her Angellagte fast, mit bem Hust so hestig Ino Gesicht getreten, bast ber i Mann erheblich verletzt würbe. Nach bem Urteil be» Sachverständigen |lnb bk Maststäbe für nor- | nv.de Menfchen aus den Angellao en nicht anzuwenden, ihm sei vielmehr ber Schutz beo §51 filbf. 2 i des Strafgesetzbuches anzuwenben. Der Vertreter der Anklage wies demgegenüber auf bk Roheit des Täters hin und beantragte einen Monat Ge- sängnls. linier Zubilligung mildernder Umstände verurteilte das Olericht Den Angeklagten zu 50RM. Geldstrafe. Aus her engeren Heimat. Behelfsmilß-ae Lustschutzräume auch iit den 'Dörfern. DI« vorn Führer befohlene Vermehrung und Der» besseiung behclismüstlger Luftfchiitzrüume gilt auch für ländliche Gemeinden, für Dörfer und Einzel- Hätz Ersahrungsgenwst belegen Feindslieger nicht nur aroste Wohnplütze, Städte und Industrieanlagen mit Sprengbomben, sondern auch Dorsanlagen, und diese besonder» häufig dann, wenn der Feindflieger, durch itarken Flakbefchust vom eigentlichen Angriffsziel abgelenkt gezwungen wird, feine Bombenlast ander» roculfl avzuwerfcn. Oft findet der EnalÜnoer auch da» ihm befohlene Ziel nicht und wirst bann feine Bomben da ab, wo er im Land ein Licht steht. Diese sogenannten Verlegenheitsabwürfe auf land» ltche Gebtete sind weit Aahlreicher als allgemein angenommen wird. Okuno genug, auch im Dorf be» helfcmÜstfge Luftfchutzräume zu erstellen, Deckung vor Splitter, Einsturz» und Trümmerlasten zu schas» fen, wo und wie dtes immer mäalick) ist. Der geeignetste Raum tm Hause ist der Keller. Wo solche vorhanden sind, must hier zumindest ein Unterschluvs für die Hausbewohner vorbereitet wer. den. Erwünscht ist es, bei der Einlagerung ber Hack, srucht hieraus Nückstcht zu nehmen, d. h., mehr al» bisher, sofern Boden», Klima- und Betrlebsverhält. niste cs zulaffen, von ber Einmietung der Hack, fruchte, Nüben unb Kartoffeln, Gebrauch zu machen. Zur Zelt werben bk Keller von Tag zu Tag fa leerer unb bieten fomit bie Möglichkeit, mit ein» fachen Mitteln Splitterfchutz, einen zweiten Aus» flieg und Sitzgelegenheit zu schaffen, um hier während Luftangriffen Deckung zu haben. Canbfrc't (fliehen < Watzenborn-Steinberg, 12. März. Am heutigen Mittwoch feiert bie ä 11 e ft e Etn » n> o I) n «r I n von Watzenborn-Steinberg, Frpu Anna (Hi’nbcdh Schmundt Wito geb >iit$, wohnhaft Bchnhofstraste bei Hrch. Mauer, ihren 9 0. Geburtstag Ihr Ehemann, der ben Krieg 1 1870//1 milnrmadit Hot Ist |cho»i in 1930 cr|i r- den. Frau Schmanbt ist trotz Ihre» ousterordentllch hohen Alter» noch geistig regsam. Der Jubilarin bringen auch mir unseren herzlichen Glückwunsch dar. Von der Straßenbahn gesprungen und getötet. LPD. Pk a I n z, 11. März. Am Montagnachmittag stiest ein Wogen ber Slrastenlrohn mit einem Rangierzug der Hafenbahn an der Kreuzung Nhctnalle« zusammen. Kurz vorher sprang ein Fahrgast von her Strastcnbahn ab, um vor ber Hafenbahn bie Straste zu überqueren; er geriet jedoch unter den vorderen Wagen de» Nangierzua-a und wurde so» fort getötet. SJ.-fporl Äeräteinannschastskäinpfe de« BDM. Turnerischer Lcislungowettbewcrb der Müdel unseres Gaues. Am Sonntag sanden in der Turnhalle des Frank, furter Turnvereins, Sanbweg, die Mannschasts- rümpft des VDM.-Vbergaueo Hessen-Nassau (13) im Gerätturnen statt. Eo wurden Hebungen am Neck, Seitpferd, Barren und eine Schwunggi)m- nastik verlangt. Hierbei erranacii die Mädel de» lliitcrgauce 117 Mainz vom Mainzer Hockeyclub nach einer guten Gi;mnasiikübung, die mit der HücWzahi von 80 Punkten gewertet wurde, den ersten Platz mit 26^,0 Punkten knapp mit 3 Punkten Vorsprung vor dem llniergau 115 Darmstadt (61(13. Darmstadt). An die dritte Stelle setzte sich mit 240,5 Punkten der Untergau 81 (Tv. Vorwärts Dackenheim), nachdem er vor der Gymnastik, für die er nach einer ausgeglichenen Leistung 70 Punkte bekam, mit Abstand -nn dem vierten Plast gelegen hatte. Bedauerllcherwei c belegten die Müdel des Ihiterqaiic» 304 (Tv. Alsfeld), nachdem fie nach den (tferdtübunflcix mit nur einem Punkt Abstand khr au slchtsrelch an zweiter Stelle gelegen batten, mit einer nur mit 50 Punkten bewerteten Gymnastik hen vierten Platz. Beste Einzelturnerin war Irmgard Brand (Ilm tergau 115) mit 50,0 Punkten vor Hildegard Notl)e (Untergau 304) mit 53,5 und Nia Keller (Unter* flau 81) mit 50,5 Punkten. Die Höchstpunktzahl 20 wurde nur zweimal von Irmgard Brand und Hlide- gard Roth« am Barren erreicht. (Spteittercinifluna 1900 (Hießen. Verteidiger vor sich hatte, die In Hochform spletten, war es zuzuschrewen, daß Gcgenersolge versagt blieben. Don Splelanfang zeigte sich eine leichte Feld- Überlegenheit der Platzbesitzer. In der st. Mtnut« kam diese bereits durch einen Treffer von Luther zum Ausdruck. Bei etwas mehr Sicherheit des Tor» Wächters wäre dieser Treffer alleidlngs zu vermelden gewesen. In her 17. Minute stellte Kraft II. den Stand auf 2:0. (Eine genaue Flanke von Schmelz köpfte er unhaltbar In bk lange Ecke. Bel weiterer Ueberlegenhelt der Blau-Welsten gelang e» den Soldaten, verschiedene gefährliche SituaUonen vor dem blau-welsten Tor hervorzurufen. Bei zwei Ge. legenhelten hatte Letsch grostes Glück, dast er den Ball noch abwehren konnte. Dor dem Wechsel kamen die Plastbesitzer bann burch Luther noch zu einem dritten (Erfolg. Nach dem Wechsel waren cb die Soldat, n, bk einige Zelt Feldvortelle hatten. Aber auch in dieser Zeit verstanden sie es nicht, dies durch Treffer zum Ausdruck au bringen. Gegen Ende des Spieles ging das Geschehen dann voll und ganz an 1900 über. Drei Treffer von Luther unb ein Tor von Greven, bk teilweise aus guter Kombination entftanben, waren ber Ausdruck dieser Ueberlegenhelt. Die Mannschaft der Soldaten hatte einige gute Kräfte In ben Neiden Der Elfer war vorbildlich, jedoch genügte er nicht, um eine geschlossene Mnin- schaftüleistung aufzubrtngen, die den Platzbesistern hätte gefährlich werden können. 1900 zeigte vor und nach der Pause in anderer Aufstellung eine gute Letstung, die gegen einen stärkeren Gegner ebenfalls einen Erfolg garantiert hätte. 1900 — Vchrwachl 7:0 (3:0). Die Blau-Wilsten bestritten am Samstag gegen eine Wehrmachlmaiiiiscbast ein Oksellfchaftsipiel. Das Suiel nahm trotz des grasten Tornnterschiedv einen spannenden Verlauf. Die Soldaten zeiaten manche beochtltche Leistung, und lediglich bem Um- staub, hast ber Sturm in Lippert unb Jäger zwei tinWMnauficrWL Kommt von Mo lltnftlöf. 11 Fortfcstnng (Nachbrnck verboten ) Sie besohl slch elnzuschlosen imh schlies auch tatsächlich em, ohne Sorge, bie rechte Zeit All uer* säumen Um zwei ilhr erwachte sie, wie sie sich'o vorgeiumunen hotte, unb erhob sich Kein Laut regte lld) Im Hgnfe. Ste kleidete (Id) geräuschlos lm Dum i.in .ui wusch sich unb rieb sich ba« h«ist« Gesicht mit .Kölnischem Wasser ab Mil bem Üborscharfen Tastgefühl einer Blinden bewegte sie sich ohne Ole- rrtufm, sand mit bem ersten Griff ihre ziirechtgeleg» teil . bast kein Bekannter zugegen war. Darauf frühstückte sic im Speisewagen unb kehrte bann in ihr Abteil zurück Ihre Neisckofsr hatte sich aus der Autofahrt von ^schnitz na di Breslau unvermutet mehr aU verdoppelt Diele Bereicherung verdankte str Lts Als Eharlotte nämlich bei grauendem Morgen in Breslau einsuhr. entdeckte ste neben fld), festgeklemmt zwischen ben Sistpolstern, «inen Brief, der in bitten. roten Buchstaben bie Aufschrieft trug: Für dich, Lolott! Eharlotte brachte ben Wagen sofort zum Stehen und riß ben Umschlag auf: Vicht Fünfzigmarkscheln« unb ein vngbeschr.ebenes Kärtchen fand ste bann. „Wae Ich dir Hier beigelcgt Habe", Ichrieb Li», „Ist leider alles, worüber ich im Augenblick ver« fugen kann, unb wenn mir Steff eine Nachzahlung verweigert, steht c» in biesem Monat windig au» um mein Haushaltsgelb. Aber ich glaube, er wirb nicht zanken, foiibcrn im stillen froh fein, baß ich bir noch habe helfen können. Heb ee gut auf, 13o» lottl Man kann nie wissen, wie bringeub man ein paar hundert Mark noch braucht, wenn man |oich« auogewachlcne Dummheit begeht wie bu. Vielleicht — hoffentlich kommt bas große Heimweh noch einmal über dich, imb bann sollst du wenigsten« zurückkommen können. Woher ich weiß, baß bu In Stoffs Auto auerctßen willst? Ich habe zwei gute Augen im Kopf, und du hast die Garagenschlüssel ein bißchen zii auffällig an dich genommen. Verraten werde idi dich nicht. Aber wenn Steff morgen merkt, baß fein Wagen verschwunden ist, werbe Id) ihm wohl beichten mühen. Aber nur ihm, unb ich werbe ihm davon berichten, als ob Ich beine Verbünbetc wäre Vor Papa unb ben anberen werden wir reinen Mnnb halten, and) wenn uns Daumenschrauben angelegt werben sollten unb ber FamiUensluch broht. Wir sind hartgesotten. Ilm bld) aber, liebe Lolott, bin Ich in schwerer Sorge, unb ich habe nur noch eine Bitte: Mach' meine Sorgen zuschanben! Schlag dich tapfer durch. Jdr kann letzt nur noch beide Daumen für dich halten, beim ich weist, bu wirst niemals um Hilf« bitten. Also, Kops hoch, kleine Lolott, unb bleib blr selbst treu!" Unb quer über ben ganzen Brief hinweg hatte Lis mit Rotstift geschrieben: „Laß halb von bir hören!" Der Brief lag wohlverwahrt neben bem Geld In Eharlotte» Täschchen. Der dicke Mann Im Abteil war nach seinem er» giebigen Frülistück eingeschiasen Der junge Mensch zählte seine Barschaft durch. Sie war wohl nur sehr gering, denn er machte ein sorgenvoll nachdenkliche» Gesicht. (Fortsetzung folgt.)