OasGrabderMskauerpanzer-rigadenL $|U9 Über »M «chl-chts.Id Wische»»«, unb BiaWbl. - Au! be« «puren 'S w‘lÄ »«HAI* itfrlmlrt/lOttOtt yiFtttOO . ____« v . _ i _ s:.. o » M a »«««»- einer zerschlagenen Armee. Von Kriegsberichter Werner Kark (PK) er ‘rin rab, LL^Wch^ll^^BÄ-l.-S-.d-nt-dde-Hauptmann-Balthasar. g«,. si^u^lb.^ i ($itt 52-Tonnen-panzer der Sowjets rho^ e« is B Die host ßen iit m i! übü it t nrt Abek ii er it er le, • ib en Qlffl loh. J eine lll hol, | M v wer ir do- ! in tn. en Silin. Jie Ä, )er in« in- Ttt Uj. St. er. )Q5 hen ort jer. en- K ein, 15 •en, 38, Hel- 80, 12, 12, Der Wehrmachibericht. DRB. Aus dem Führer Hauptquartier. 10. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Operationen im Osten schreiten unaufhaltsam vorwärts. An der sinnifchen Front wurde am 8. Juli durch Amfassungsbewe. Zungen finnischer Kräfte unterstützt, das sehr stark befestigte Salla nach mehrtägigen Kämpfen durch deutsche Verbände genommen. Die dort kämpfenden Sowjetdivisionen wurden zerschlagen. In Vordafrika wurden örtliche Vorstöhe feindlicher Panzer aus Tobruk abgewiesen. Deutsche Kampfflugzeuge belegten am 8. und 9. Juli militärifche Ziele des Hafens Tobruk und einen Flugplatz südostwärts Warfa Watruk erfolg- über 2000 Tanks, wie damals die Zahlen ungefähr lauteten", so erklärt der schwedische Korrespondent, „sind phantastische Zahlen auch für diejenigen, die sich an die Bilder der militärischen Paraden aus dem Roten Platz in Moskau erinnern, wo die Kampfwagen in einem scheinbar nie versiegenden Strom vorwärts rollten und wo die Flug- zeugformätionen nahezu den Himmel verdunkelten. Für den jedoch, der ein paar Tage lang auf den Straßen gereist ist, in deren Nähe die deutschen Sturzkampfbomber in oft nur wenigen Stunden den letzten Rest des phantastischen Widerstandes der eingeschlossenen sowjetischen Soldaten zerhammerten, erweisen sich diese Ziffern als nicht länger unglaubhaft. Was man hier zu sehen bekommt, ist die Wahrheit, die hinter den nackten Zahlen der deutschen Berichte steht." Hauptmann Balthasar, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, der mit 40 Luftsiegen an den genannten Erfolgen der Luftwaffe hervorragend beteiligt war, fand in siegreichen Luftkämpfen am Kanal den Heldentod. Mit ihm verlor die Luftwaffe einen ihrer tapfersten Jagdflieger. Das Andenken dieses heldenhaften Offiziers des Jagdgeschwaders „Richthofen", der sich schon in der Legion „Londor" durch todesmutigen Einsatz wiederholt ausgezeichnet hatte, wird im deutschen Volk unvergessen bleiben. Liberalismus. ~ t m . Darum steht am Ende der Lehre des Marxismus nicht die Herrschaft der „arbeitenden Klasse', sondern die Diktatur des Abschaums der Menschheit, die Tyrannei einiger weniger. „Was ist kommunistische Moral?" fragten einst einige Parteigänger Lenin. Er antwortete: „Morden, zerstören, in Scherben schlagen, wenn es der. Revolution nützt." Das ist also das „Sittengesetz" der Diktatur des Proletariats, über die Lenin ein andermal sagte: „Diktatur bedeutet nichts anderes als die durch nichts eingeschränkte, durch kein Gesetz, absolut stützende Macht." Mit dieser anarchistischen Parole wurde die Diktatur in der Sowjetunion errichtet, und Mord und Terror haben in den 25 Jahren bolschewistischer Herrschaft alle gesunden und lebensfähigen Keime dieses großen Dölkerraumes zum größten Teil aus- ‘ gerottet oder doch so stark entnervt und niedergedrückt, daß man im Lager Stalins glaubt, nunmehr unumschränkt und absolut die Herrschaft über diesen Teil der Erde innezuhaben. Schon 1926 hatte man in Rußland über 11,5 Millionen Bauern uäd Handwerker hingerichtet, waren 6 Millionen z u Zwangsarbeit verurteilt und deportiert worden. Seitdem ist die Zahl der Ermordeten und nach Sibirien Verbannten nicht geringer geworden, sondern stets von Jahr zu Jahr gewachsen. Der Sowjetbürger, den Stalin' heute mit „Bruder und .Schwester" anredet, wurde mit Gewalt gehindert, einen Blick über die Grenzen seines Paradieses hinaus zu tun, um einen Vergleich zwischen den herrlichen Zuständen seines Landes und jen- eits der Grenzen anzustellen. w # Die Gewinnung Bessarabiens und der Nordbuko- es verständlich, daß mancher Laie die höhe der >«hl nur schwer begreifen konnte", so schreibt em Korrespondent von „Dagens Nyhete r", der sich durch Vermittlung der deutschen Behörden an die onlagen an der Ost- und äüdostküste der Insel. In der Rächt zum 9. Juli wurde nördlich Berwick ein weiteres großes Handelsschiff von Kampfflugzeugen schwer beschädigt. An der K a n a l k ü st e schossen am gestrigen Tage Jäger 17, Flakartillerie und Marineartillerie je ein britisches Jagdflugzeug ab. Britische Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt verschiedene Orte Westdeutschlands. Die Verluste der Zivilbevölkerung sind gering. Die Krankenanstalt Bethel bei Bielefeld wurde abermals mit Brandbomben belegt. Bei diesen Angriffen verlor der Feind durch Jagd- und Flakabwehr vier, durch Marineartillerie zwei Kampfflugzeuge. 25 britische Flugzeuge bei Einflug- versnchenanderKanalküsteabgeschossen Berlin, 10. Juli. (DRV.) In den Miltags- tunden des Donnerstag versuchten britische Kampflugzeuge unter starkem Jagdschutz ins besetzte französische Gebiet an der Kanalküste einzuftiegen. Der Gegner erlitt bei diesen Angriffsversuchen erneut schwere Verluste. 19 Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire und ein Kampfflugzeug vom Muster Bristol-Blenheim wurden von deutschen Jägern abgeschossen. Flakartillerie brachte außerdem zwei Spitfire, zwei Vristot-Vlenheim und ein viermotoriges Kampfflugzeug des Feindes zum Absturz. Dem Gesamtverlust des Gegners von 25 Flugzeugen stehen zwei deutsche Verluste gegenüber. Sieger in 40 Lustkämpfen. Berlin, 10. Juli. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat Leutnant Schnell anläßlich seines 40. Luftsieges das LichenlaubzumRitterkreuzdes Eisernen Kreuzes verliehen und ihm davon mit folgende^, Schreiben Mitteilung gemacht: „In dankbarer Wür- digung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Ihrem 40. Luftsieg als 18. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." ♦ Leutnant Schnell wurde 1916 als Sohn eines Oberpoftinspektors in Zielenzig (Bez. Frankfurt an der Oder) geboren und erlernte nach Beendigung der Schulzeit das Malerhandwerk. 1934 trat er als Freiwilliger in ein Pionier-Bataillon ein, um später in die Luftwaffe überzutreten. Nach Abschluß seiner fliegerischen Ausbildung wurde er m ein Jagdgeschwader versetzt. Er wurde am 1. September 1940 Oberfeldwebel. Nachdem er am 14. (September das Eiserne Kreuz I. Klasse erhalten hatte, wurde er in besonderer Anerkennung seiner Leistungen als Jagdflieger am 4. November zum Leutnant befördert. Am 30. November, nachdem er im Luftkampf den 20. Gegner zum Absturz gebracht hatte, wurde ihm das Ritterkreuz verliehen« Die Doppelschlacht von Vialystok und Minsk. LWKLVSWI«. u«b ««mim »« nk.ww. AusdemFührerhauptquartier, 10. Juli (DRV.) Das Oberkommando tarne- 1 IW! t|ein rinzl' üteiü gjlan« nach See in. er jlaW 3tn Osten unaufhaltsam vorwärts. Salla an der finnischen Klont genommen.-Bomben auf Tobruk und Zsmmlia. a I«1 OliH10’ W. St»' l ts" (jtk- pl. Jahrgang Ur. 165 Erscheint täglich, außer tzonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich........RM1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 euch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt tzernivrechanickluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankl J M. W hStVs ghWixg über Bialystok. Die Straßen der Stadt sind verödet. Auf dem^n^en Flugplatz entdecken nur mehrere abgestellte Ma- Ichinen. Ihre Flächen glitzern tn der Sonne. Es müssen Jäger sein: wenn sie jetzt aufsteigen wurden, wäre rasche Flucht die einzige Rettung fur uns Wir beruhigen uns rasch an Bord — der Feind hat auch hier das Feld fluchtartig verlassen und seine Flugzeuge wie an anderen Stellen unzerstort Sie „Moral" der Sowjets. Von Karlheinz Rüdiger. Die in den letzten Tagen der deutschen Oeffentlich- feit mitgeteilten Verbrechen im „Paradies des Ar- deiters" reden eine eindringliche Sprache: fte dokumentieren die Tatsache einer ungeheuren, m der Ge- chichte bisher ungekannten menschlichen Verworfen, beit. Noch heute leben die sowjetischen Machthaber in dem gleichen Blutrausch wie vor 24 Jahren als sie die Macht an sich rissen. Dieser moskowisterte Marxismus hat zur Verwirklichung des indischen Welteroberungsplanes ein System der Grausamkeiten Verwerflichkeiten und Niedrigkeiten errichtet, das nur in diesem rassenvermischten Raum des Ostens der eine jahrhundertealte Tatarisierung und Mongolisierung hinter sich hatte, so wirksam werden konnte, weil die gesunden Instinkte viel zu schwach roaren; um sich gegen die Vergewaltigung zur Wehr zu setzen. Dem bolschewistischen Terrorregime geht es nicht um eine Lebensordnung, sondern um die Zertrümmerung jeder auf Persönlichkeitswert auf- gebauten Welt. Er war niemals konstruktiv, sondern stets destruktiv. Das hat seinen Grund nicht allein nur in den Verfallserscheinungen des östlichen Raumes, der für menschliche und politische Außenseiter schon immer das große Versuchsfeld ge- wesen ist, sondern im wesentlichen in dem Durchbruch der vorderasiatischen Masseninstinkte, die die- sen Osten benutzten, um Rache zu nehmen für Die „Progrome", die einst ein altes Regime an ipnen vollzog, um rücksichtslos alle jene zu verfolgen, die ihre Racheinstinkte durchschaut haben. So ist dieses Sowjetreich ein Ausfluß des perversen und rasselosen Charakter, der jemals in der Geschichte der Menschheit wirksam war, das Ergebnis und der Höhepunkt jener die Völker nun schon 150 Jahre bedrohenden, auflösenden Tendenzen des Freitag, Il-M 1441 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf.ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengemtaffel B Pladvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25% mehr „Mll Mann und Roß und Wagen ... — ie™^ Wort, das aus dem Munde des Fuders nach dem Polenfeldzug kam, steigt wieder auf. KrloMeterlang fliegen wir über die Tru mm e r e i ne 3 fdilagenen Armee. Was Stukas, Bomber und Zerstörer hier geleistet haben, ist schlechchmmerster- haft. An und auf den Straßen liegen d>e Krater schwerster Bomben. Ihre Splitterwirkung mutz furchtbare Ergebniste erzielt haben. P°nzerkamp,. wagen. Lastautos, Kräder, P,erbe und M-nfchen liegen in wüstem Chaos durcheinander An den Knotenpunkten türmt sich das Strandgut der Der nichtung zu unentwirrbaren Knäueln. Auf allen Nebenstraßen das gleiche Bild wüster Auflösung chier und dort schleppt sich noch em ein verlorener Wagen weiter - inmitten des Grauens. Ihnen gelten letzt unsere Maschinengewehrgarben. In kopfloser Flucht sehen wir die mannhaften Heraussturzen und m den Wäldern verschwinden. Nur einmal pudet em fetnö- licher Panzer den Mut zur Gegenwehr und schickt uns wenige wirkungslose Salven nach. Wir abe sind schon mit hoher Fahrt auf Heimatkurs. t 82 Sowjetpanzer vernichtet. Berlin, 10. Juli. (DNB.) An der Spitze seines Panzerregiments hat Oberst Rothenburg, am 8. Juli im OKW.-Berichl genannt wurde^ den litauischen Ort Olita in kühnem Handstreich genommen und den Uebergang über den Ns em en erzwungen. Die Sowjets versuchten, von den deutschen Regimentern gebildeten Brucken- köpf in heftigen Gegenstößen unter Einsatz schwer ster Panzerkampfwagen, von Artillerie und' ^fan- terie wieder einzudrücken. Das^Regimen des Ob r^ jten Rothenburg mehrte nicht nur dieje 2wWܰ '"ÄÄ! °°° u.? »l.l« W grösiteMaterial-undUmsassungsschlachtderWeltgeschichte abgeschlossen. 323 898 Gefangene, darunter mehrere Sommandterende Generale und Divisionskommandeure, sielen m unsere Hand. 3332 P a n j e kampswagen . 1809 Geschütze und zahlreiche Mengen an so n si'geh Massen wurden erbeuket oder vernichtet. Dgmil ha« sich d>e Gesamtzahl der bisher an der Ostfront eingebrachten Gefangenen aus über 400 000 echoht. Die Zahl des erbeuteten oder-vernichteten seindl.chen ^rmls ist aus 7615 P an ze r tampf wagen und 4423 Geschütze angewachsen. Die Sowfetlustwasse verlor bisher insgesamt 6233 Flugzeuge. wagen eingesetzt. 2wer aum oiqe: ung f ber Bolschewisten, der mit einer chweren Kanone i.... w. «w Gietzemr Anzeiger Ml«sau. General-Anzeiger für Oberhessen Sd|tl6lit6en,gsd)nl|tta8t 7-4 Das Gebiet zwischen Bug und Bialy-Iab, sondern erweiterte den Brückenkopf durch neue ft o f /ift das Feld der ersten großen Panzer-Angriffe. Hierbei vernichteten die deutschen Panick l a ch t des Ostfeldzuges gewesen. Starke deutsche zerkarnpfwagen im harten Kampf Panzer gegen verbände trafen an Bug, &a und Narew auf Panzer insgesamt 82 bolschewistische Panzerkampf- massiette Formationen der Sowjetarmee, auf die wagen. Oberst Rothenburg ist Trager de^ R ter- Noskauer Panzerbrigaden. An den Rändern des kreuzes und wurde bereits wahrend des Weltkrieges vnergründlichen^B i a^l o w i e c e r Waldes prall- mit dem Orden „Pour le mente“ ausgezeichnet. kn die kampferfahrenen Sturmwagen unserer hübten!'7 Armeen mit den sowjetischen Einheiten zusammen; puf Straßen, Feldern, Lichtungen blieben zurück Stockholm, 10. Juli. (DNB.) „Als das deutsche die ausgebrannten und bewegungsunfähigen ^>ow- Oberkommando der Wehrmacht vor wenigen Tagen jetpanzer. Der Feind hat feine Feuertaufe mit Zusammenstellung der Zahl der in der er- chwerften Verlusten bezahlen müssen. . ften Kriegswoche eroberten oder zerstörten Was diese Begegnungen den Bolschewisten koste- fischen Tanks und Flugzeuge veröffentlichte, war en und was darüber hinaus dem wuchtigen Ein-1 atz deutscher Kampfflieger weit im Hinterland des Gegners zum Opfer fiel, das konnten wir b e i de n Flügen unjergr Nahaufklarer über» Äonen. Oft sind unsere Flugzeuge Augenzeugen ' ™ _ ______ft a hnhon mim nit greifen können. Ein neuer Einsatz führt uns heute | in den Kampfraum zwischen Bug und Bialystok.. Unser Auftrag geht v o r b e i a n d e n S ch 1 a ch t - eldern von gestern und vorgestern iber die Marschwege des Feindes bis an feine Fluchtstraßen heran. Die Führung will um das Ergebnis der ersten Op.rationen wissen, zugleich aber auch jede Bedrohung der vorwärtssturmenden Truppen durch versprengte oder verborgene Strafte Jes Gegners durch sorgsamste Erkundung im Keim ^Jm^Defflug^streichen wir über die grünen 5ßogen bes Bialowiecer Waldmeeres. Hier und dort begegnen wir deutschen Kolonnen auf den Wegfchneisen m raschen Marsch nach Nordosten. Das rteftge Gebiet mit feinen dunklen Forsten ist für uns kern unergründliches Geheimnis mehr; kühne, genaueste Aufklärung während der Angriffstage hat den Sta- ber ben die Sorge genommen, daß hier vielleicht noch ' überraschend starke Feindkräfte in die Monte unseres Vormarsches stoßen konnten. Was sich dort verborgen hielt und in diesen Bereich hinemgezogen ( wurde von den Sowjets, ist vernichtet und . zersprengt^Auf den Feldern Zwischen den em= ' .einen Waldstücken und auf den Lichtungen zeugen geschwungene Schleispuren, Bombentrichter und Skelette ausgebrannter Panzer von kurzen, aber heftigen Zusammenstößen. Der Bialowiecer Wald hat aufgehört, eine Rolle in den Operationen des O^Zum "erstenmal' ermessen wir auch auf diesem Flug im östlichen Kampfraum den ganzen Umfang jenes unschätzbaren Vorteils Der Nah aufklarer, weiter die ©efarnttoge der Kriegshandlungen zu über» jbliden als jede Formation der Erdtruppe und zu gleich näher den Schlachtteldem. zu sein als die ope rative Luftwaffe. Wir schauen letzt hef m das Antlitz der von den Schlachten zerfurchten Erde iw Osten, folgen den Spuren der motorisierten deutschen Armee, sehen die Trümmer des sWy™ Feindes am Wegrand und blicken hinab auf die Erfolge unserer Kampfgeschwader, die an den Ste len härtesten Widerstandes die Landschaften mit Bombentrichtern übersät urrd die Dert^digung^ gettoffe^n6aLSlul brTi F?ugplatz'en können wir reichU Bomben. Rördlich Sollum erhielt ein i überdies Belege für den schweren Schlag gegen• britifeber Zerstörer Bombentreffer. Fliegerverbände und ihre Bodenorganrsatton Nnoen deutscher Kampfflugzeuge warfen ruhe im weiten Land. . r .. J 3m Kampf gegen bie britische Versorgungsschiff- Jetzt kurvt das Flugzeug über Bialystor. vernichtete die Luftwaffe in der letzten Rächt * ” ' - -----nnhpn 1 aus einem gesicherten Geleitzug nördlich Rewquay heraus fünf Handelsschiffe mit zusammen> 21 000 BRT. und bombardierte wirksam Hafen-j 'M em E. s. vor." Aber in klärt tyabe: „Stellt die Agitation für die DoUs- regierung ein! Ich ziehe Winston Wie Moskau die Kinnen erpreßte Das finnische Dlau-Weiß-Buch. Prawda" und anderer Zeitungen zitiert, wonach die religiösen Menschen in Zukunft nicht mehr un. terdrückt werden sollten. Die Vereinigung der Gottlosen werde als unzeitgemäß aufgelöst, ihre Tätig, keit sei ein Mißgriff gewesen. Unter der Wucht der deutschen Waffen versprechen die Juden in Mos» kau alles Mögliche, und die Briten tun, als ob sie diesen abgefeimten Heuchlern glaubten. Auch ein Stück der bekannten englischen Heuchelei ... E. S. portzüge und verursachte durch Volltreffer große Schäden. Bis zum Abend des 8. Juli schossen die finnischen Flieger und die Flak insgesamt 7 3 feindliche Flugzeuge ab. Vier finnische Flugzeuge kehrten nicht zurück. * * Einige Sowjetflugzeuge warfen Mittwoch in den ersten Morgenstunden Bombenüberder fin- Nischen H a u p t st a d t. Sie richteten dabei ihren Angriff gegen ausgesprochene Wohnviertel. Vierzehn Personen wurden getötet und 93 verletzt. Mehrere Wohnhäuser und drei Schulgebäude erlitten Beschädigungen. Eine Reihe von Holzhäusern, in denen Arbeiter wähnten, wurden durch Feuer vernichtet. Bei dem ruchlosen Versuch der Sowjetflieger, das Ehrenmal für die Gefallenen des Winterkrieges 1939/40 zu zerstören, fiel eine Bombe in unmittelbare Nähe des Denkmals, richtete jedoch keinen Schaden an. Die Bevölkerung nahm die Aufräumungsarbeiten sofort in Angriff. nen in Dänemark und den entsprechenden Organisationen in Schweden feststellt. Näheres Licht auf die Sabotagetätigkeit wurde durch das Buch „O u t o f t h e n i g h t“ geworfen, das in den Vereinigten Staaten unter dem Pseudonym Jan Valtin veröffentlicht wurde. Aus diesem Buch ergab sich, daß sich in der schwedischen Hafenstadt Göteborg eine Zentrale dep kommunistischen Tätigkeit befand. Diese Vermutung ist durch eine Haussuchung bestätigt worden. In einem Gartenhaus in Göteborg wurden Verhaftungen vorgenommen. Die Polizei entdeckte auch Dynamitvorräte. An der Gtätte der GpLl.-Morde in Lemberg. Berliner Vertreter der Auslandspresse hatten Gelegenheit, sich an Ort und Stelle von den furchtbaren Mordtaten der GPU. in Lemberg, der Tausende von Bewohnern dieser Stadt zum Opfer fielen, zu überzeugen. Unser Bild, das ein Auslandsjour- nalist ausgenommen hat, xeigt Hinterbliebene an dem Grab eines ihrer Angehörigen. (AP.-M.) Britischer Mstungsindustrieller wegen Spionage hingerichtet. Lissabon, 10. Juli. (Europapreß.) Nach einer Mitteilung des britischen Jnformationsministeriums wurde der bekannte englische Industrielle George Johnson Armstrong am Mittwochvormittag im Gefängnis von Wandsworth durch Erhängen hin« aerichtet. Armstrong, der 38 Jahre alt war, sei, so heißt es in der Mitteilung, der erste Engländer, der wegen Hochverrates unter den Kriegsgesetzen zum Tode verurteilt worden sei. Angeblich soll Armstrong gelegentlich einer Reise nach den USA. vor einigen Monaten einem fremden Spionagedienst feine Mitarbeit Angeboten haben. Bei seiner Rückkehr aus. de« den Ereignissen gegenüber. Insgeheim rechnete man wohl nach den Erfahrungen des Weltkrieges mit einer neuen, nie wieder gutzumachenden Niederlage des südlichen Nachbarn. Der Siegeslauf der deutschen He-ere hat indessen auch den letzten Skeptiker eines besseren belehrt. Man spricht nicht mehr davon, daß sich Deutschland wie im letzten Kriege tot- siegen werde, sondern hat die feste Ueberzeugung gewonnen, daß nur Deutschland siegen kann. Müßig und satt hat die dänische Nation der.Geburt des Dritten Reiches zugefeyen, und in künstlich gesteigerter Furcht vor Bedrohung feines schla- rassischen Daseins die ätzende KiÄir des Ueber- mütigen an dem Geschehen jenseits der Grenze geübt. Das Erwachen aus dem Wunschtraum privilegierter Unantastbarkeit des Neutralen — am 9. April 1940 — brachte geschwind alle Vorbehalte wieder zum Vorschein, die endlich einer vernünftigen Beurteilung deutschen Wesens und deutscher Aufgabe gewichen waren. Auch fyier hat am Ende die unwiderstehliche Wucht der Kriegsereig-msse sich zugunsten einer Annäherung an Deutschland ausgewirkt und ^nmerklich fast versöhnlichere Einstellun-- gen geschaffen. Erst die Kampfansage Deutschlands an den Bolschewismus aber und die erstaunlichen Erfolge dieses Feldzuges gegen Stalins Sowjetarmee haben erreicht, was allen früheren Ereignissen versagt blieb. Wie ein Mann hat sich die in ewigem Partei- Hader zersplitterte dänische Nation zusammengefun- den, um Front zu bilden gegen den Weltfeind Moskau. Die Begriffe Kommunismus und Bolschewismus sind aus dem politischen Wortschatz der Dänen gestrichen. Zum erstenmal stellt sich das ganze Land auf die Idee Großdeutschlanüs ein, das es gewagt hat, gegen den bolschewistischen Mammutstaat Sturm zu laufen. Damit ryat Dänemark die Führerrolle Deutschlands im kommenden Eurova vorbehaltlos anerkannt und eine grundsätzliche An- vassung an die Politik der Achse vorgenommen, die der weiteren Zusammenarbeit mit dieser nur dienlich sein kann. Oie kommunistische Tätigkeit in Schweden. Stockholm, 11. Juli. (Europapreß.) „Afton- bladet" fordert Maßnahmen gegen die Kommunisten in Schweden. Das Blatt nimmt an, daß auch jetzt noch Kommunisten als Spione für Moskau tätig sind. Diese Annahme findet eine Stutze in den Erklärungen der Polizei, die einen Zusammenhang zwischen den Sabotageorganisatio- Helsinki, 10. Juli. (DNB.) Vom finnischen Außenministerium wurde eine zusammenfassende Inhaltsangabe des Blau-Weiß-Buches herausge- geben, in der es heißt: Das Blau-Weiß-Buch legt dar, wie die Sowjetunion versuchte, ihren mitbestimmenden Einfluß in Finnland zu verstärken. Die Tatsachen, die auch in der Hauptsache in der Rundunkrede des Staatspräsidenten erwähnt wurden, ind folgende: Durchfahrtsrecht nach Hanko zu Lande, Entmilitarisierung der Aalands-Jnseln, Nutzungsrechte an den Nickelgruben von Petsamo, propagandistische Wühlarbeit in unserem Lande, Unterbrechung des Handelsaustausches mit Finnland, Anstellung von Sowjetbeamten in unverhältnismäßig hoher Zahl, Grenzänderungen, Einmischung in die inneren Angelegenheiten Finnlands und andere. Um den Frieden zu erhalten, war Finnland gezwungen, diesen Forderungen nachzugeben. Der Einmarsch sowjetischer Truppen in die abgetretenen Gebiete erfolgte in sehr viel schnellerem Tempo als verabredet und erschwerte die zugesicherte Räumung des Gebietes, so daß die Rückwanderer außerordentliche Verluste erlitten. Die Sowjetunion ging nicht darauf ein, für die Bevölkerung der abgetretenen Gebiete das Optionsrecht zuzubilligen, auch ging sie nicht auf den Vorschlag ein, daß der Sainaa-Kanal als Schiffsweg und Uuras als Verladehafen benutzt werden dürften. Ebenso verweigerte ie Finnland das Recht, das Fahrwasser des Pachtgebietes von Hanko zu benutzen. In falscher Auslegung der Bestimmungen, keine Verträge anzunehmen und zu schließen, widersetzte sich die Sowjetunion dem zwischen Finnland und den übrigen nordischen Ländern geplanten Defensivbündnis, das in keiner Weise gegen die Sowjetunion gerichtet war. Die Schwierigkeiten des in Petfamo errichteten Konsulats bilden einen eigenen Abschnitt des Plauweißbuches, die Sowjetunion verlangte, daß zum Wirkungsbereich des Konsulats folgende Gebiete gehören sollten: Die Stadt Petsamo, das ganze Lappland — Laen mit den zugehörigen Städten Petsamo, Oulu, Tornio, Kemi, Rovaniemi, Kimi- järvi sowie der Hafen von Liinahmari. Die Sowjetunion verlangte auf diesem ausgedehnten Gebiet eine auffallende Bewegungsfreiheit. So wurde gefordert, daß die Vertreter Der Sowjetunion unter Wasser gehende Fahrzeuge benutzen durften. Die Svwjetbeamten ließen sich dann Spionage und grobe absichtliche Verstöße gegen die Verfügungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung ßu« chulden kommen. Die Spekulationen der Sowiet- union auf die N i ck e l g e s e l ls ch a ft von Petsamo führten zu zähen Verhandlungen. Die Sowjetunion trebte entweder nach der Erlangung der einem ausländischen Konsortium bewilligten Konzession, oder nach einer gemeinschaftlichen Mischgesellschaft, Wirklichkeit ist es keine Meldung aus der Sauregurkenzeit, daß jetzt der sowjetische Rundfunk Aeußerungen der „Jswestija", der „Komsomolskaja in der die Sowjetunion das Besitzrecht habe. Die Konzession der Gruben gehört auf Grund eines zwischen dem finnischen Staat und der kanadischen Mond-Gesellschaft abgeschlossenen Vertrages seit 1934 der Mond-Gesellschaft.Das Konzessionsverhalt- nis konnte mithin nicht einseitig oon Finnland rückgängig gemacht werden. Der Sowjetunion wurde daher vorgeschlagen, einen Teil der Produkte der Gruben zu kaufen. Die Sowjetunion ging aber nicht darauf ein, und Molotor^bemerkte schon Ende Juni 1940, daß die Sowjetunion nicht nur an dem Nickelerz, sondern auch an dem Gebiet selb st Interesse habe und auch daran, daß die englischen Konzessionsbesitzer von dort entfernt würden. Nach monatelangen gespannten Verhandlungen war Finnland gezwungen, die Forderungen anzunehmen. Aber auch trotz dieser großen weitgehenden Bereitwilligkeit zeigte die Sowjetunion keinen Willen, einen Vertrag auf dem gewöhnlichen Verhandlungsweg zustande zu bringen. Im Januar 1941 unterbrach die Sowjetunion ihren in Gang gebrachten Exportnach Finnland, indem sie als Ursache dieser Maßnahme angab, daß die Exporte der Finnen nach der Sowjetunion zu gering gewesen seien. Hiermit begann die Sowjetumon den Handelskrieg gegen Finnland. Nach der Clearingbilanz vom 18.6. hatte Finnland bei bft Sowjetunion ein Guthaben von 310 638 USA.-Dollar. Da der Export der Kontingentwaren von der Sowjetunion nach Finnland in diesem Jahre unterbrochen war, sind während des am 30.6. abgelaufenen Vertragsjahres von der Sowjetunion folgende Kontingentsbeträge nicht geliefert worden: 35 000 Tonnen Getreide, 18 000 Tonnen Apatit, 5000 Tonnen Gasöl, 14 000 Tonnen Leuchtpetroleum, 8000 Tonnen Benzin, 300 Tonnen Schmieröl, 30 Tonnen Paraffin, 1000 Tonnen Manganerz, 1250 Tonnen Baumwolle und 3400 Tonnen Oelkraftfutter. Die Sowjetunion hat keinen Tropfen von dem vertragsgemäßen Venzin- kontingent geliefert. Eine gewisse kleine Menge mußte mit freier Valuta bezahlt werden. Don dem vertraglichen Getreide hat die Sowjetunion mir die Hälfte geliefert. Das Blauweißbuch enthält auch eine Sammlung von Akten, die einen Einblick in die zwischen dem finnischen Gesandten und Molotow geführten Diskussionen über Pläne eines nordischen Defensivbündnisses geben, in welchem Zusammenhang Molotow behauptete, daß es in Schweden Strömungen gebe, die für die Teilnahme Schwedens an dem Krieg gegen die Sowjetunion einträten. Aus den Dokumenten geht auch hervor, daß es der Sowjetunion mißfiel, daß Finnland in der das Nickel von Petsamo betreffenden Angelegenheit auch mit Deutschland unterhandelte. Kopenhagen, im Juli 1941. Die Erhebung des europäischen Kontinents gegen den Bolschewismus hat auch in Dänemark die beachtlichsten Ansätze für eine Gesundung des politischen Denkens gezeitigt. Die Stunde ist gekommen, die spezifisch skandinavische Form des „Salonkommunismus" und „Kulturbolschewismus" zu liquidieren. , Wie ein schleichendes Gift hat feit zwei Jahr- zehnten die marxistische Denkweise in den intellektuellen Schichten der dänischen Bevölkerung um sich gegriffen. In völliger Verkennung ihrer nihilistischen Grundzüge ließ man sich in Dänemark mit einem kulturell getarnten Bolschewismus füttern, was um so grotesker wirken mußte, als seine Anhänger sich auch Kreisen der Gebildeten und sogar der Begüterten des Landes rekrutierten. Bei diesen Opfern bolschewistischer Derführuna hat man es mit den gleichen Elementen zu tun, denen heute noch die innere Loslösung von England Schwierigkeiten bereitet. Andererseits glaubten viele von ihnen (dank einer jahrelang betriebenen hemmungslosen Agitation gegen das nationalsozialistische Deutschland durch die verjudete Presse Dänemarks), zur Rettung Europas auf dem Umwege über Asien beitragen zu müssen. Den „heldenhaften Kamps der Menschheit gegen die Barbarei" nannte ein namhafter, viel gelesener dänischer Schriftsteller, dem (l^her wenigsten) ein Ehrensold des Staates gezahlt wurde, diese Betätigung. Wie in zahlreichen ähnlich lautenden Aeußerungen bekannter Persönlichkeiten zeigt hier die beispiellose Irreführung des dänischen Volkes durch Sowjetrußland ihre Wirkung. Trotzdem hat sich schon feit einiger Zeit ein gründlicher Wandel angebahnt. Es konnte nicht aus- bleiben, daß beim Ueberfaü Sowjetrußlands auf Finnland 1939 die Schar der Nachläufer Moskaus gehörig 'zusammenschmolz. Auch die sich anschließenden Ereignisse im Baltikum waren nicht dazu angetan, das dänische Vertrauen auf die völkererlösende Sendung des Bolschewismus zu stärken. Was sich seither noch an zerbröckelnden Ueberreften eines stark idealisierten, reichlich verschwommenen Kommunismus, wenig beobachtet, zu erhalten Der» macht hat, ist in diesen Tagen von der Empörung einer ganzen Nation hinweggefegt worden. Schon lange vorher hatte sich der gehässige Kampf der Handlanger Moskaus und Judas in Dänemark totgelaufen. Die Berichte dänischer Beobachter über Deutschland waren die beste Widerlegung mancher Lüge und Verleumdung. Die Masse des dänischen Volles stand indessen bei Kriegsausbruch in ausgesprochen unschlüssiger Haltung Heuchler. Von unserer Berliner Schriftleitung. Das Blatt Lden-, der „Daily Telegraph", bringt eine Karikatur. Zwei Engländer unterhalten sich und der eine erklärt: „Zum erstenmal seit dem Jahre 1917 habe ich Wodka mit reinem Gewissen getrunken." — Dieses Bild englischer Heuchelei hat nur den Nachteil, daß kein bolschewistischer Schnaps nach England gelangen kann, da die deutschen 11» Boote schon für seine Versenkung sorgen. Aber im übertragenen Sinne ist ganz England vom Bolschewismus beschnapst. Die Ankunft einer sowjetischen Militärmission in London führte zu Szenen, die die Einstellung der Briten deutlich zeigen, sie fangen die Internationale und jubelten den Mördern zu, die nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa in eine Wüste verwandeln wollten. Die Selbstsucht der Briten macht die Augen vor den Gefahren zu, die alle Welt erkennt, und verbündet sich mit dem bolschewistischen Satan gegen das Abendland. Nun stand rein gefühlsmäßig dem bigotten Briten, der in der einen Hand die Bibel und in der anderen das Scheckbuch hat, dort die offizielle Gottlosenbewegung im bolschewistischen Paradies gegenüber. Zwar die Führenden in England fanden nichts dabei. >:r berüchtigte Erzbischof von Canterbury hatte schon 1935 für die jüdischen Bolschewisten gesprochen. Aber die britischen Massen waren immerhin von dem Wüten der jüdischen Bolschewisten an« gewidert. Daß die Gottlosenbewegung eine staatliche Institution in der Sowjetunion war, daß Kathedralen in die Luft gesprengt wurden, die russisch- orthodoxe höhere Geistlichkeit vernichtet wurde, das schlug doch dem Erzbischof von Canterbury geradewegs ins Gesicht. Man hatte nicht vergessen, daß allein in den Jahren 1917 bis 1923 im Bolschewistenreich 28 Bischöfe und 1215 höhere Geistliche, deren Namen damals durch,die englische Presse gingen, von den Sowjets gemartert und getötet waren. Und jetzt? Mit Wonne liest der britische Spießer, die Bolschewisten hätten plötzlich den Begriff Vaterland entdeckt, den Gottesdienst freigegeben und dis Menge sänge religiöse Lieder. Nach 25 Jahren blutigster Verfolgung hätten also die bolschewistischen Henker gewissermaßen wieder die Religion entdeckt und sich bekehrt, und das freut natürlich jssden Briten, weil diese Henker sich gegen die deutschen „Hunnen" wenden. Wenn der bolschewistische Botschafter in London, Maisky, den Gottesdienst in der St.-Pauls-Kathe- brale besucht, und die englische Presse Bilder bringt, ' die diesen zusammen mit dem Dompropst zeigen, dann nimmt der englische Spießer so etwas ernst! Ein schwedisches Blatt, das diese Sache glossiert, meint, wenn augenblicklich nicht die Wärme des Sauregurkenmonats herrschte, würde ganz England glauben, Stalin habe ein Telegramm an die britisch-kommunistische Partei gerichtet, indem er er» wina, die Eingliederung der baltischen Staaten haben die Zuversicht der Führerclique des Bolschewismus auf die siegreiche Weiterentwicklung ihrer Weltrevolution gestärkt. Allzu schnell haben sie die großen Rückschläge vergessen, die man ihnen bei ihren verschiedenen Aufstandsversuchen in den europäischen Ländern, am stärksten im spanischen Bürgerkrieg, bereitete, allzu leichtgläubig meinten sie, durch die geschickte Ausweichtaktik eines Vertrages mit dem immer als Hauptfeind angesehenen Deutsch- , land sich in diesem kapitalistischen Krieg der Groß- < rnächte der Welt jene Basis schaffen zu können, von der aus sie mit Erfolg die Weltrevolution weitertragen können. Mit Aufmerksamkeit haben wir seit dem deutsch- ; russischen Vertrag jene Aeußerungen verfolgt, aus denen immer deutlicher hervorging, wie sehr die ; Bolschewisten mit dem Zusammenbruch Deutschlands rechneten. Manche dieser triumphierenden Haßdikta- toren konnten über ihre Pläne nicht lange genug schweigen. Sie taten schon so, als ob sie vor vollendeten Tatsachen standen. Dabei waren das alles Hirngespinste, die heute unter dem harten Zugriff der deutschen Wehrmacht in ein Nichts zerflattern. Die bolschewistischen Zeitungen wurden zum Sprachrohr politischer Ehrgeizlinge, die schnell bei der Hand waren, um die große „Zukunft" des Sowjet- reiches, die vor der Türe stehe, zu prophezeien. Sie haben uns interessante und aufschlußreiche Beweismaterialien in die Hände gespielt. An der Spitze dieser Weltbefreier steht aber wie immer ber Iube. Er glaubt, den Sieg sicher in der Hand zu haben, und wieder einmal, wie so oft, muß er erleben, daß er auf ber Höhe seines scheinbaren Triumphes in den Abgrund seiner Verwerflichkeit sinkt. 1921 glaubten bie Juden, sich völlig frei in Deutschland bewegen zu können und die Herrschaft über das deutsche Volk innezuhaben. Damals tagte in Karlsbad ber Zionistenkongreß, und der Jude Arthur Holitscher schrieb darüber: „Wem das Glück zuteil geworden war, das elementare Erlebnis Sowjetrutzland mit dem Herzen und Hirn aufzunehmen, dem mußte in Karlsbad die überraschende Parallele Moskau — Zion zwingend zuck: Bewußtsein kommen. An der Spitze der Bewegung sehen wir die genialen, befreiten O st» juden ungestüm vorwärtsdrängen." Diese ungestüm vorwärtsdrängenden Ostjuden stellen in ber heutigen Sowjetarmee den größten Prozentsatz der politischen Kommissare, die mit grausamen Verbrechen an wehrlosen Opfern sich hervortun, an aussichtslosen militärischen Stellen zu Hunderten Sowjetsoldaten in das Feuer der an- greifenden deutschen Armeen jagen und deren Terror und Schikane so groß ist, daß die völlig hoffnungslos gewordenen Sowjetsoldaten trotz der ihnen vor- gelogenen drohenden Erschießungen in der Gefangenschaft lieber ihre Peiniger erschießen und in gewaltiger Zahl überlaufen, als sich von ihnen zu Tode quälen zu lassen. Diese Welt der Derkslavung und des Chaos muß endgültig ausgerottet werden. Wir sehen heute, daß es nicht mehr allein möglich ist, sich vor diesem Massenterror zu bewahren, indem man ihn aus dem eigenen Lande mit aller Härte verbannt, sondern man muß ihn aus der Welt schaffen. Das Sowjetparadies muß ein Ende finden, so wie jede Krankheit überwunden werden muß, soll der Körper wieder leistungs- und einsatzfähig für die ihm gestellten großen Arbeiten sein. Moskau trifft Verteidigungsvorbereitungen. Genf, 10. Juli. (DNB.) Der Figaro" vom 9. 7. veröffentlicht folgende von der sowjetrussischen Grenze datierte Meldung über das Leben in Moskau: Drakonische Maßnahmen reglementieren seit fünfzehn Tagen das Leben der Moskauer. Die Zivilbevölkerung hat nach dem Eintritt des Ausgangsverbots kein Recht mehr, auf bie Straßen zu gehen. Personen, bie ein öffentliches Amt bekleiden, müssen mit einem besonderen Ausweis versehen fein. Alle Reisenden, die nach Moskau kommen, werden einem strengen Verhör unterzogen. Don Moskau weggehen? Unmöglich! Nur die Träger eines Erlaubnisscheines ber GPU. haben bas Recht, bie Sowjet- hauptstabt zu verlassen. Selbst bie fremben Diplomaten müssen, um wegzugehen, mit einer Ermächtigung versehen sein, die vom Volkskommissariat für auswärtige Angelegenheiten stammt und auch von der Polizei unterzeichnet sein muß. Ein starker Verkehr herrscht in den Bahnhöfen. Immer zahlreichere Eisenbahnzüge, die mit Soldaten, Tanks und Kriegsmaterial aller Art beloben finb, burchfahren die Hauptstadt. Der Luftschutzdienst ist ganz besonders tätig. In den Untergrundbahnstationen werden rasch Unter st ände eingerichtet. Das Tragen' der Gasmaske ist obligatorisch geworden und häufig finden Luftschutzübm/gen statt. Die Brücken über die Moskwa sind unterminiert. Rund um die Stadt herum sind Schützengräben und Drahtverhaue errichtet. An den wichtigen Punkten sind Flakbatterien und Maschinengewehre postiert worden, während auf den betonierten Terrassen Flaktruppen fieberhaft ihre Kayonen aufttellen. Oer ungarische Heeresbericht Budapest, 10. Juli. (Europapreß.) Der Chef kbes Generalstabes ber Honveds veröffentlicht am ^Donnerstag folgenden Heeresbericht: Unsere schnellen Truppen haben gestern die Kämpfe und d e n 11 ebergang übfer den Fluß Sb rucz in der Verfolgung der feindlichen Nachhuten fortgesetzt. Vom 9. Juli angefangen setzen unsere schnellen Truppen im Verband des deutschen Heeres ihre Operationen fort. Unsere Jnsanterietruppen befrieden weiter die besetzten Gebiete. Die Gesamtzahl ber Gefangenen erreicht 25 000. Diejenigen, die sich als Ukrainer ausweisen können, werben in ihre Heimat entlassen. Oie finn.sche Fahne wieder über (Salla. Helsinki, 10. Juli. (DNB.) Generaloberst von Falkenhorst sandte am Mittwoch, 9. Juli, ein Telegramm folgenben Inhalts an Felbmarschall Mannerhe i m: Salla erobert! Auf dem Gipfel des Sallatunturi weht die finnische Fahne. Der * Feldmarschall antwortete dem Generaloberst oon Falkenhorst mit folgendem Telegramm: Sende meine besten Glückwünsche anläßlich der nach schweren Kämpfen erfolgten Eroberung oon Salla Das finnische Volk und seine Wehrmacht freuen sich darüber, daß Sie, Herr'Generaloberst, es zustandege- dracht haben, daß bie finnische Fahne nüeber über dem geraubten Gebiet weht. Zu dem Telegrammwechsel aus Anlaß der Eroberung von Salla schreibt „Ajan Suunta", das Organ der Vaterländischen Volksbewegung, das ganze finnische Volk freue sich aufrichtig darüber, daß die deutsche Armee die finnische Flagge wieder über den Finnland geraubten Gebieten wehen lasse. Die Kämpfe um Salla feien hart gewesen und auch deutsches Blut sei für Finnland ge- Dänemark räuchert den Bolschewismus aus Von unserem Ha.-Korrespondenten. flössen. Aber dieses Blut sei nicht veraeblich vergossen worden. Die deutsch-finnische Waffendrüder- chaft wurde zu einem immer stärkeren Bunde zu- ammengeschweißt und dadurch auch die beiden Völker. Finnische Erfolge. Helsinki, 10. Juli. (DNB.) Wie das Ober- kommando der finnischen Wehrmacht Mittwoch abend bekanntgab, hat an der südöstlichen Landesgrenze hauptsächlich Erkundungstätigkeit und Störungsfeuer der Artillerie stattgefunden. Die innischen Truppen erbeuteten acht Geschütze, eine Menge Maschinengewehre und andere Waffen. An der Ostgrenze wurden die Kriegsoperationen planmäßig fortgesetzt und einige Ortschaften besetzt. Die finnischen Seeftreitfräfte versenkten m den letzten Tagen fünf feindliche Fahrzeuge, darunter zwei große Transporter und einen Minensucher von etwa 500 Tonnen. Die finnische Luftwaffe bom- bardierte feindliche Flugplätze, Bahnhöfe und Trans- wiederholt ÜirftänDen leutnant Streil wurde bereits im Weltkrieg als zum mit1 d« Llrnd drtläßt. um so' heftige? wird der Artilleriebeschuß, der sich lo'iitif vornehmen soll, so glaube ich, daß kein ein- -g-r Abgeordneter dafür auftreten wurde. ■ ' "' '_**** i&£S >■;- ■ r.T .. ■ ;' x . w» -z j' - . • ' - -V lällii Aus den Kluchiwegen der Sowjets SM) ge- Herrschaftsgelüsten im Wege stän- ,/|V/ ■■fconferv/ert Ho/z;of?/en an cf macht $ie haftbarer' Ge- rcht« rau* eiert* out’ art t) n, e» It, n, t! ch es ib i- r- s- in e> n! ja ch n« tt- überraschend. Bel günsttgsien wellerbedingun- gen und mondheller Nacht stieß der deutsche Kampsfliegerverband auf den feindlichen Flugplatz im Geleit- und Sturzflug herunter. Sämtliche Bomben wurden aus nledrigsker höhe gezielt abgeworfen, infolgedessen wurden auch die weiträumig gegliederten Plahanlagen an allen wichtigen Punkten gleichmäßig getroffen. Beim Abflug konnten die Bedungen der deutschen Kampfflugzeuge die Feuersbrunst, von der die Einrichtungen des Flugplatzes erfaßt worden waren, noch auf mehr als 100 Kilometer Entfernung beobachten. Sämtliche deutschen Flugzeuge kehrten unbeschädigt zu ihren Ltühpunk- fcreinigten Staaten nach England sei er verhaftet mb abgeurteilt worden. Berlin, 10. Juli. (DNB.) Zu dem Angriff auf den britischen Flugplatz Abu Sueir bei I s m a i l i a, der im Wehrmachtbericht vom 10. 3uü erwähnt wurde, liegen jetzt ergänzende Meldungen vor. Danach hatte das Bombardement des deutschen Kampffliegerverbandes eine geradezu vernichtende Wirkung, lieber hundert feindliche Flugzeuge modernster Bauart wurden am Boden z e r st ö r t. TNunitions- und Treibstofflager gerieten unter gewaltigen Lxplosionserscheinungen in Brand. Die gesamte Bodenorganisation des Platzes einschließlich der Werfteinrichtungen wurden von Bom- icht. LlGA.-Giützpunkie auf Kamtschatka? Große Aufmerksamkeit in Japan. Lieber n 00 Flugzeuge am Boden zerstört Vernichtendes Bombardement auf britischen Flugplatz am Suezkanal. Unterofffgier mit der Bayerischen GoDenen MWzx. Verdienstmedaille ausgezeichnet. Im Westseldzug ge- lang es ihm an der Spitze seines Regiments m kühnem Angriff den Uebergang über den Qulmn.a» Kanal sowie über die Maas und den Maas-Schelde- Kanal zu erzwingen. Am folgenden Tage erkämpfte er den Uebergang über den Albert-Kanal und durchbrach die hartnäckig verteidigten feindlichen -öe- feftigungen. Am 17. Mai 1940 fiel Oberstleutnant Streil in der vordersten Linie bei der Erzwingung des Uebergangs über den Charleroi-Kanal. Ludwig Streil wurde 1893 zu Zusammzell (Bayern) als Sohn eines Schmiedes und Landwirts geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Zusammzell und der Bauschule in Fugsburg war er bei verschiedenen Bausirmen als Praktikant tätig. 1912 trat er als Freiwilliger in das Bayr. Infanterie - Leib - Regiment ein, in dem er nach schwerer Verwundung im Weltkrieg 1917 zum Leutnant d. R. befördert wurde. Nach Beendigung des Weltkrieges trat er in das Freikorps Epp em und wurde 1920 in das Inf.-Regt. 42 und bald darauf in das Znf.-Regt. 14 versetzt. 1925 wurde er Oberleutnant, 1929 Hauptmann und 1935 Major. Zwei Jahre später wurde er Bataillonskommandeur im Inf.-Regt. 62 und 1938 Oberstleutnant. Irland will neutral bleiben. bl in, 10. Juli. (DNB.) Der irische Mimster- de Valero hat in den letzten Tagen zu der Stellung Irlands im gegen war - Erklärungen abgegeben. De Valera hierzu gezungen, da die britische Regierung britische Presse einen ständigen Druck auf ausüben, damit es seipe Neutralltatspolitit Es wurden sogar englische Stimmen laut, verlangen, daß man mit Irland gen au s o mit Island verfahren solle. Jetzt foll- USA. dazu den ersten Schritt tun. Am Mitt- estättate de Valera während einer Debatte im erneut die Absicht Eires, unter allen die Neutralitätspolitik beizubehalten. Er daß das irische Volk in dieser Frage voll und hinter ihm stehe. Er sagte: „Wenn es zu einer fön« nb hip Nation eine Aenderung ihrer Jie Wochenzeitschrift „United States News" mel- bel, Washington werde versuchen, die Sowjetregie- rimg auch dann noch zu unterstützen, wenn sie aus Mitropa nach Sibirien vertrieben sein Kirbe. Dies solle zur Einkreisung Japans und zur iWtzung Chinas erfolgen. Diese Meldung bestätigt di- Berichte der vorigen Woche, nach denen die Eoujctunion den Bau neuer Flugzeug - und Mstungsfabriken in' Sibirien erwäge url ent prechende Pläne zum Ankauf von Maschi- nic bereits der USA.-Regierung eingereicht habe. Taft gegen die Island-Landung. ! Washington, 11. Juli. (Europapreß.) Die . Den Roosevelt persönlich angeordnete Landung rvorö= m rikanischer Truppen auf Island wurde am Don- । itirstag von Senator Taft (Ohio) scharf verurteilt urt als eine Eigenmächtigkeit Roo s e - D? ts bezeichnet. Er stellte fest, daß Roosevelt für dch Handlung nichtdieDollmacht vom nord- Wcrikanischen Parlament besaß. zu gewinnen. Während eine Panzerspitze durch eine Furt nördlich der Stadt vorstößt, geht die Spitzenkompanie unseres Schützenbataillons am späten Nachmittag von der sanften Anhöhe langsam durch das Morastvorland an den kleinen, sich -in vielen Windungen durch das breite Tal hinziehenden Fluß heran. Wir betreten schwankende Floße, die fast die ganze Brette des Gewässers einnehmen, springest von Baumstamm zu Bamstamm, sacken am jenseitigen User knietief in Schlamm und Moor ein, bis wir schließlich in einen kleinen Wald untertauchen können. Vorher einige kitzlige Minuten, als fünf feindliche Bomber an der Einbruchstelle erscheinen, uns kurvend umziehen und bann ihre Last beim Erscheinen der ersten MG.s auf uns abwerfen. Deutlich sieht man das Ausklinken der Bomben, dicht stoßen sie auf uns herab, aber keiner wird getroffen, da mir weit auseinandergezogen fest in den moorigen Untergrund uns hineindrücken. Nur wirbelnde Erdklumpen fallen auf uns nieder. Ein Glück, daß unsere Jäger zur rechten Zeit erschienen waren, sonst wäre der Abwurf wohl noch gezielter gewesen. Langsam tasten wir uns an den genau nach Norden führenden Damm der großen Eisenbahnverbindung längs des Dnjepr heran. Aus der Ferne das langsame Tacken eines sowjetischen MGs. Dann fliegen 'unter zwei geballten Ladungen die Schienenstränge der Babn weit auseinander. Die Verbindung ist unterbrochen, hier rollen keine Verstärkungen gegen unsere Division mehr heran. Langsam wird der Brückenkopf nach allen Richtungen erweitert. Rechts von uns die kleine Stadt, die vor wenigen Minuten unsere durchrollenden Panzer erlebt hat. Trotz des schwierigen Geländes ist es gelungen, auf einigen Floßsäcken drei Infanteriegeschütze und zwei Paks mit .heruberzu- bringen. Unsere Panzerjäger wissen sich zu helfen. Als es mit Menschenkraft nicht mehr weitergeht, sind schnell ein paar herumlaufende Pferde einge- fanqen und vorgespannt. Während die Stute schwer in den Seilen liegt und das Geschütz durch Morast und Sand vorzieht, läuft das Füllen mit lustigen Kapriolen hinterdrein. Die Weißruthenen, die, durch das Vorgehen unserer Truppen überrascht, noch sämtlich in ihren Häusern sind, zeigen keinerlei Feindseligkeit. Zweimal erleben wir.es selbst, wie die Männer unseren Geschützen zuspringen und helfen sie aus dem Sandbett Der Straße zu befreien. Bolschewiki kaputt!" und die bezeichnende Gebärde des Halsabschneidens zeigen nur zu deutlich, was diese Menschen vöm „Sowjetparadies halten Vorsichtig betreten mir die ersten Straßen Der Stadt. Gewehrfeuer empfängt uns stoßweise aus als bewährt. Hauptmann Balthasar. Berlin, 10: Mi. (DNB.) Hauptmann Balthasar, Träger des Eichenlaubes des Ritterkreuzes, tyr — wie der OKW.-Bericht meldet — in siegreichen Luftkämpfen am Kanal den Heldentod fand, wurde 1914 in Fulda als Sohn eines Ober- försters, der als Hauptmann 1914 vor Lille den Heldentod fand, geboren. Auf der Oberrealschule seiner Vaterstadt erlangte er 1933 das Reifezeugnis und trat als Freiwilliger beim Art.-Regt. 5 ein. Als Oberfähnrich trat er 1935 zur Luftwaffe über, wo er am 20. April 1935 zum Leutnant befördert wurde. Er gehörte der Aufklärungsgruppe in Prenzlau an, nahm als Freiwilliger an den Kämpfen der Legion Condor teil und wurde wegen hervorragender Leistung als Aufklärungs- und Jagdflieger am 18. Januar 1938 mit einem Rangdienst- alter vom 1.8.1936 zum Oberleutnant befördert. Im Juni 1938 ins Jagdgeschwader Richthofen versetzt, kam er im selben Jahr als Staffelkapitän ins Jagdgeschwader 131 und wurde am 1. Dezember 1939 im Jagdgeschwader Nr. 1 zum Hauptmann befördert. Im Juni 1940 wurde Hauptmann Balthasar, nachdem er 20 Gegner zum Absturz gebracht und elf feindliche Flugzeuge am Boden durch Angriffe aus Der Luft vernichtet hatte, in Anerkennung seines kühnen Angriffsgeistes das Ritterkreuz verliehen. Anfang Juli 1941, nach seinem 40. Luftsiege, wurde ihm vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Das Ritterkreuz für einen gefallenen Helden. Berlin, 10. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den gefallenen Oberleutnant Streik, ehemal. Kommandeur eines Infanterie-Regiments. Oberst- Oer italienische Bericht. Rom, 10.Juli. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort- laut: Verbände unserer Luftwaffe haben den Flottenstützpunkt Nicosia auf Cypern angegriffen und beträchtlichen Schaden sowie Brände verursacht. In der Nähe der Küste von Cypern haben unsere Flugzeuge einen 5000-Tonnen-Dampfer torpediert. Ein Sanitätsflugzeug ist in der Straße von Sizilien von britischen Jagdflugzeugen angegriffen worden. Südlich Siziliens haben unsere Jäger ein Hurricane-Flugzeug abgeschossen. In Nordafrika wurde an der Soll umfront eine feindliche von Panzern unterstützte Ab- teilung in die Flucht gejagt. Luftstreitkräste der Achse haben in Tobruk auf der Reede liegende Schiffe sowie befestigte Stellungen bombardiert. Weiter wurden, feindliche Flugstützpunkte östlich S i d i el Barani angegriffen. Es entstanden Brände. Auf einem der Flugstützpunkte wurden zahlreiche brittsche Flugzeuge zerstört. Der Feind unternahm Luftangriffe auf Bengasi und Tripolis. Bei dem Angriff auf Tripolis wurden von den sieben angreifenden Flugzeugen zwei von der Bo- denabwehr, vier von den Jägern adgeschossen. In Ostafrika wies die Besatzung eines Stützpunktes in Amhara einen feindlichen Annäherungsversuch auf untere Stellungen glatt ab. Im Abschnitt von U o l ch e f i t lebhafte Artillerietätig. feit. Auf ihrer Flucht haben die Bolschewisten überall eine Menge Änegsgerat Suruug^ayen. uh» Panz°^°gen und Lastkraftwagen in einem «einen Flußlauf steckengebUeben. (PL-Jager-Scherl-M^) Schützen und Panzer stoßen zum Dnjepr vor. Von Kriegsberichter Lutz Koch. wahllos streuend auf die kleine Stadt legt. Schon brennt es hie und da, unsere Panzer rollen wieder nordwärts aus der Stadt heraus. Die gr o 6 e Dnjepr-Brückei st gesprengt, die Bildung eines Brückenkopfes an dieser Stelle für unsere Panzer unmöglich. Irgendwo weiter nördlich wird es an einer anderen Stelle erneut versucht werden müssen, den Fluß zu bezwingen. Langsam wird in den langen Nachtstunden, in denen wir mit einaezvgenen Köpfen in den Schützenlöchern liegen und die Wut des aegnerffchen Artilleriefeuers und der Bombenwürfe über uns ergehen lassen müssen, die Stadt, die wir durch einen überraschenden Vorstoß gewannen, elnF lamme n m e e r. Sengender Brandgeruch durchzieht Die Gassen, die Weißruthenen fliehen unter dem Ge- schoßhagel der Bolschewisten, der ihre offene Stadt zerfetzt, während sich unsere Schützengruppen langsam dem Dnjepr nähern, auf den wir von einer bewaldeten Anhöhe einen umfassenden Ueberblick haben. Hinten am Horizont blitzt es überall auf. Es sind die Abschüsse zahlreicher feindlicher Batterien, die unserem Vorgehen gelten. Der Drutüber- gang aber ist dennoch gelungen, und der Erfolg ist gesichert, als wir den Anschluß an ein rechts benachbartes Schützenbataillon gewinnen, das auf der rechten Flanke den Drut überschritt und tn Die Stadt eindrang, lieber uns lodern die Flammen und zerbersten Häuser in Glut und Rauch gleich gespenstischen Visionen. Eine Schreckensnacht für die kleine Stadt am großen Dnjepr-Strom, der unter un eren Augen entlang fließt. Unsere Schützen aber haben sich in Stunden härtester Erprobung, mehr PK..... 11. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wieder testen wir vor zerstörten Brücken und langwierigen Uebergängen. Was an der Beresina begann, setzt sich hier angesichts des Drut und des ve- nachbarten Dnjepr mit stärkerer Betonung fort: härtester Widerstand der bolschewistischen Divisionen, rücksichtslose Zerstörung aller Brücken und zäher Einsatz Der Bomber trotz größter Verluste durch unsere Schnellen Jäger. Das erste Ziel unserer Panzerdivision, die als stählerner Keil dem Gegner immer tiefer in Den Leib dringt, während Hunderte Kilometer rückwärts die zerschlagenen sowjetischen Armeen, eingekreist und zusammengehauen eine unwahrscheinliche Beute herausgeben müssen, ift Der Ueb er gang ub er Den Drut, der bei einer mittleren Stadt am Dnjepr, dort, rop beide sich vereinigen, das erste natürliche Hindernis für unseren Vormarsch bedeutet. Panzer und Schützen fällt die Aufgabe zu, mit dem Schwerpunkt links der Stadt einen überraschenden Angriff zu machen und das jenseitige Drutufer feiten zu machen. Kleine politische Nachrichten. In Bayreuth treffen die ersten Sonderzüge aus den Gauen Südhannover-Braunschweig und Baden einschl. dem Elsaß ein, um am Samstag die erste Aufführung der diesjährigen Kriegsfestspiele, den „Fliegenden Holländer" unter der Stabführung von Staatskapellmeister Karl Elmendorfs, zu hören. Vorher findet durch Dr. Ley ein Empfang statt. Reichserziehungsminister R u st besichtigte in Sont- Hosen Die Adolf-Hitler-Schulen. Er über- zeugte sich persönlich von der systematischen wissen- schaftlichen, musischen und* körperlichen Erziehung. 670 deutsche Frauen und Kinder, die nach mehr als einjährigem Zwangsaufenthalt in niederländisch- indischen Internierungslagern mit dem Dampfer „Asamu Maru" in Schanghai eintrafen, wurden von Vertretern des Generalkonsulats, der Partei' und der deutschen Kolonie* herzlich begrüßt. Botschafter Yoschizawa traf auf der Rückreise von Batavia in Kobe ein und erklärte, daß ein Abkommen mit Niederländisch-Jndien nicht hatte geschlossen werden können, da die internationale Öage Japans von der Niederländisch-Jndiens grundsätzlich verschieden sei. Es würde zwecklos sein, einen neuen Versuch zu unternehmen, da bei der Haltung der führenden Persönlichkeiten in Niederländisch- Jndien eine günstige Entwicklung der Verhandlungen nicht zu erwarten sei. Die türkische Regierung hat den Schutz der französischen Interessen in der Sowjetunion übernommen. Aus aller Welt. Earl Friedrich von Siemens f. Der Chef des Hauses Siemens, Carl Friedrich von Siemens, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Der jüngste Sohn des Begründers der Firma Werner von Siemens war im Jahre 1899 in den Konzern eingetreten und hatte 1912 den Vorsitz des Vorstandes der Siemens-Schuckert-Werke AG übernommen. Nach dem Tode seines älteren Bruders Wilhelm von Siemens wurde er Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens & Halske und von Siemens- Schuckert und hat diese Aemter über zwei Jahr- wirtschaftlichen Nutzen des Konzerns Am Nachmittag des 9. Juli griffen britische Flugzeuge Syrakus im Tiefflug an. In der Nacht unternahmen britische Flugzeuge einen Angriff auf Neapel, wo 14 Tote und 30 Verwundete unter der Zivilbevölkerung zu beklagen sind. Vermittlung zwischen Peru und Ecuador. Buenos Aires, 10. Juli. (DNB) Peru und Ecuador haben den Dermittlungsvorschlag Argentiniens, Brasiliens und der Vereinigten Staaten angenommen. Es wird mit einer amtlichen Erklärung aus Lima und Quito gerechnet, daß sich die Grenztruppen beider Länder, wie es der Dermittlungsvorschlag forderte, je 15 Kilometer zu - rückgezogen haben, um so die Atmosphäre zu schaffen, in der die diplomatischen Vertreter der drei Vermittlermächte an Ort und Stelle eine Untersuchung der Vorfälle machen können. Den Militärattaches Brasiliens, Argentiniens und der Vereinigten Staaten wird es obliegen, sich an dem umstrittenen Grenzabschnitt selbst ein Bild der Feindselig- ben schwersten Kalibers zerschlagen. _ Der Angriff kam für den Feind offenbar völlig len zurück. England spekuliert auf den sowjetischen Schiffsraum. Berlin, 10.Mi. (DNB.) England hat es bis- -wgt immer verstanden, wirtschaftliche Werte der 1 Kündeten für sich selbst „in Sicherheit" zu fanden, wenn diese Verbündeten militärisch ge- sKäsen waren. So hat England jede Gelegenheit tinM um sich der Handelsschiffe seiner Nstundeten zu bemächtigen und damit Den immer 1 zur Neige gehenden eigenen Tonnageraum ' ^igstens etwas erhöht. Auf diese Weise sino Teile 1 Hr norwegischen, holländischen, belgischen, franzö- 1 Mm und zuletzt der griechischen und jugoslawischen • Lin-elsflotte in englischen Besitz gekommen. * Daß nun England in Der gleichen Zeit, in der ‘ ü ter englischen Agitation die militärischen Aus- ' fihttn der Sowjets als „keineswegs aussichts- ltzz" dargestellt werden, neue Möglichkeiten zur ' AerMffung von Schiffsraum aus der Niederlage ’ ßir Sowjetunion sieht, zeigt eine Veröffentlichung ' IM Londoner Financial News, in der gesagt wird: ' britische Mission in der UdSSR, wird 5 fl|h neben technischen und wirffchaftlichen Pro- 1 ffienim auch mit Der Frage befassen, welche Rolle ' Är sowjetische Schiffsraum im Rahmen • ür gemeinsamen Anstrengungen spielen wird und • mte diese Schiffe eingesetzt werden sollen. Die e II,)^SR. verfügt über eine große Anzahl von Schis- « fln in allen Teilen Der Welt, besonders in ameri- " kknijihen Gewässern." — s j)ie Spekulation auf den sowjetischen Schiffsraum > ind, wie dringlich Die englische Tonnagenot gewor- & t£n ist, Denn England kann von Der Sowjetunion !• LIrilien erheblichen Zuwachs von Tonnage enDtrten. Die gesamte Sowjettonnage stellte sich im i. $Mne 1939 auf nicht mehr als rund 1,3 Millionen Ä. und hat sich durch die Besetzung Litauens, Lettlands und Estlands lediglich um rund 370 000 t. vermehrt. Die recht kleine Flotte hat die stttsche Volkswirtschaft bisher für sich Lokio, 10. Juli. (DNB) Meldungen aus »öchnghai, wonach die Bildung einer britisch-ame- 1 Misch - sowjetisch - chinesischen Allianz beabsichtigt jxildie besonders Japans Handlungsfreiheit ein- Stenten soll, werden von der japanischen Presse nit Ausmerksamkett wieder gegeben. Man weist auf J steigende Verwicklung der USA. in die oft- «Mischen Verhältnisse durch wachsende Hilfe Wa- sttgtons an die Regierung in Tschungking hin. « Kttumin Schimbun" schreibt: Nordamerikas ftrabe- • :ifde Pläne im Pazifik mögen in der Theorie gut Eehen. In der Praxis würde jedoch Störung bei nrr Durchführung ein zuverlässiges Arbeiten der -Kriegsmaschine im Pazifik unmöglich riwiien. Man muß auch damit rechnen, daß die "jSA. im Nordpazifik beispielsweise auf Kam- :sitatka Militärstützpunkte anlegen, um die nördliche Route zu sichern. Eine solche Mchnahme würde jedoch bei Japans künftigen Enthebungen eine maßgebliche Rolle spielen. n Dosevelt und seine Clique träumen von einer ^Herrschaft der USA.; jedes Mittel ist ihnen liech, um diesen Traum zu verwirklichen, schreibt V\t Zeitung „Tschugrai Schogio Schimbun" und er= Ion gleichzeitig, daß diesen Herrschaftsgelüsten Deutschland und Japan im Wege stan- i:en. „Tokio Nitschi Nitschi" fordert, daß kein Kom- miüfc mit den USA. abgeschlossen werden Durfte, r la Die USA. und England nach wie vor Feinde än jjapms und der Neuordnung seien. Kokumin Schim- lun bezeichnet das Vorgehen der USA. im Fernen “* lüften als Abenteuerlust. Es müsse Roosevelt Gsttassen bleiben, das Leben seiner Soldaten gering nimuschätzen und sie ihrem Schicksal im fernsten Mkel der Welt auszusetzen. Vielleicht wollten die "USA. Tschunking bis zum Herbst aufrechterhalten, M selbst Zeit für ihre Aufrüstung und neuen w3fönen zu gewinnen. Aber man vergäße anschei- in Washington, daß auch Japan die Zeit für IMarfte Rüstung benutzen werde, worüber kein ||$ö£ifel bestehen könne. und zum sozialen Wohl der Gefolgschaften bis zu seinem Tode innegehabt. Die Rolle, die der bedeutende Industrielle in der deutschen Elektrotechnik und in der allgemeinen Wirtschaft spielte, führte zur Uebernahme wichtiger anderer Aemter. So war er u. a. von 1924 bis 1935 Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahn. Die Heeresmusikfchule Frankfurt. Die Heeresmusikfchule Frankfurt wird am 1. August eröffnet. Beginn des Schuljahres ist der 1. September. Zunächst werden zwei Jahreslehr- gänge eingestellt. Es können sich Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren für die Aufnahme melden. Die Bewerber müssen musikalisch veranlagt sein, mindestens eine abgeschlossene Volksschulbildung besitzen und sich über die aktive Dienstzeit hinaus auf insgesamt 12 Jahre als Heeresmufiker verpflichten. Die Ausbildungszeit beträgt für den ersten Jahrgang vier, für den zweiten Jahrgang drei Jahre. Besonders befähigten Schülern steht die Musik- ineisterlaufbahn im Heere offen. Für die Ausbildung einschließlich Bekleidung, Verpflegung und Unterkunft (Heimerziehung) wird ein " Schulgeld von 35 RM. monatlich erhoben. Deutschlands größte Bühne — in Dessau. Die neue Bühne des Dessauer Theaters ist mit einer Größe von etwa 500 Quadratmeter und einer Höhe von rund 28 Metern die größte Bühne Deutschlands. Zwei Seitenbühnen sowie die versenkbare Bühne und die Drehbühne gestatten schnellen Szenenwechsel. Vier eiserne Vorhänge rund um'die Bühne, die genau wie die Bühne selbst bei Feuersgefahr mit Wasser berieselt werden, lassen einen größeren Brand wohl zur Unmöglichkeit werden. Mittels sinnreicher Beleuchtungseinrichtungen kann auf dem Rund der Bühne jeder gewünschte Horizont hervorgezaubert werden. Ein besonderer Wolkenapparat erlaubt es, selbst die größten Wol- kenberge auf den Horizont zu bringen. Zwei Gewohnheitsverbrecher wegen Widerstandes erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: „Am 4. 7. 1941 wurden die Gewohnheitsverbrecher Walter Volz und Wilhelm Ulit wegen Widerstandes erschossen." Schweres Unwetter in Ostnorwegen. Ein starker Zyklon mit Hagelschlag wütete nördlich der Stadt Gjoervik am Binnensee Mjoesen. Dächer wurden fortgetragen, Bäume entwurzelt oder wie Streichhölzer zerknickt. Große Waldgebiete sind verwüstet. Auf den Feldern und Wiesen ist durch den Hagelschlag alles niedergepeitscht. Das Elektrizitätswerk wurde außer Betrieb gesetzt, Strom- und Telephonleitungen zerstört. Der Zyklon, der 15 Minuten dauerte, hatte eine Breite von 7 Kilometer. Amokläufer. Ein Amokläufer hat in der argentinischen Stadt Bahia Bianca ein wahres Blutbad angerichtet. Der Mann, ein Spanier namens Valerio Rivas, tötete zuerst feine Frau mit einem Dolch und stürzte sich dann auf seine 17jährige Tochter, die bei einem 60jährigen Mann Schutz suchte. Der Amokläufer stürzte sich darauf auf diesen Mann und verletzte ihn tödlich. Dann drang er mit dem blutigen Dolch in der Hand in einen Laden ein und verletzte den Ladenbesitzer tödlich. Darauf näherte er sich einem haltenden Autobus, bestieg ihn und stach auf die Passagiere ein. Er tötete dabei eine Frau und verletzte einen weiteren Mitreisenden schwer. Auf der Straße er st ach er dann noch ein Mädchen. Endlich wurde er von einem jungen Mann durch einen Faustschlag niedergeschlagen. Man glaubte ihn unschädlich gemacht zu haben, doch sprang er plötzlich wieder auf, stürzte sich mit einem anderen Messer auf den Vater des jungen Mannes, den er e r st a ch. Schließlich wurde er von herbekgeeilter Polizei durch zwei Schüsse niedergestreckt. Kamerad Huhn. Einen seltenen Beweis von Intelligenz lieferte ein Huhn in Ellrich bei Braunschweig. Seit 14 Tagen wurde dort eine Henne vermißt, die man schon auf das Konto des Fuchses setzte. Da bemerkte das Töchterchen des Hühnerhalters eines Tages, daß ein anderes Huhn ein soeben gelegtes Ei zer- pickte und die Schalen fortschleppte. Man fand, daß das Huhn damit unter einen doppelten Bretterbelag eines Bodens verschwand. Hier fand man auch das wertvolle Huhn, das sich nicht mehr befreien konnte. Sein Kamerad aber hatte es treu und brav täglich gefüttert und damit vor dem Hungertode bewahrt. Einer Schwerkranken die Hilfe verweigert. Wegen einer schweren Verweigerung der Hilfeleistung gegenüber einer Kranken wurde die 47jäh- rige Geschäftsfrau Rosa S. vom Burger Schöffengericht zuzwei Monaten Gefängnis ver°, urteilt und ihr der für ihren Bereitschaftswagen erteilte rote Winkel entzogen. — Die Angeklagte war von dem Ehemann einer unmittelbar vor der Entbindung stehenden Fr'au eines Abends gegen 11 Uhr aufgefordert worden, die schwerkranke Frau nach Brandenburg ins Krankenhaus zu schaffen. Auch der Hinweis, daß vor- Aus Dei Keine Frauenhand darf untätig bleiben. Düsseldorf, 10. Juli. (DRB.) Die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz - Klink sprach in Düsseldorf vor mehreren tausend Frauen, Amts- walterinnen und Betriebsführern aus dem ganzen Gaugebiet. Wir arbeiten, so sagte sie, um in der harten Auseinandersetzung unseres Volkes um seine Behauptung in der Welt unser Teil beizutragen. Immer mehr muß die innere Umstellung des Deutschen zur Arbeitsauffassung als dem Dienst jedes einzelnen Volksgenossen im Gesamtdienst der Nation alle Volksgenossen erfassen." Wenn es heute, wo unsere Männer in hartem Kampfe an der Front stehen, notwendig sei, daß auch in der Heimat keine Frauenhand untätig bleibe, so sei dieses Ziel noch nicht ganz erreicht. Leider stände heute im Einsatz für den Sieg noch manche Frau beiseite. Allerdings sei die Zahl der Menschen, die noch zu einem wirklich nutzoollen Einsatz gebracht werden könnten, nicht mehr allzu groß. Es muß heute, wo das ganze deutsche Volk bestrebt ist, Opfer,zu bringen, festgestellt und gesagt werden, daß die Arbeit der größte Adel und die größte Kriegsauszeichnung ist, die eine deutsche Frau sich in diesem Krieg holen kann. Nichtstun ist die größte Schande, die nachher zeitlebens an denen haften bleiben wird, die diese Schande auf sich genommen haben. Es darf heute keine deutsche Frau geben, die sich aus der Kette der helfenden Hände ausschließt. Keine Frau darf vergessen, daß die deutschen Frauen in großen gefährlichen Zeiten und in Zeiten innerer Kraftproben immer nahe zusammengerückt sind. Jede deutsche Frau muß daher auch heute ihr Teil zur Erringung des Sieges beitragen. Der größte Kampf unseres Volkes um seine endgültige Position in der Welt verlangt eben von allen Opfer. Soldatenfrauen sollen ein Beispiel geben. Berufsoffiziere und zu längerer Dienstzeit verpflichtete Unteroffiziere und Mannschaften sowie aussichtlich eine Frühgeburt erfolgen werde, vermochte sie in ihrem Gleichmut nicht zu stören, und sie erklärte kalt, man könne ja bis zum nächsten Morgen warten, dann müsse sie sowieso nach Brandenburg fahren. Nach vielen vergeblichen Bemühungen gelang es dem besorgten Manne, aus Brandenburg den Krankenwagen heranzuholen, der gegen 2 Uhr nachts ankam. Inzwischen war seine Frau aber schon von einem Kinde entbunden worden, das nach einer halben Stunde starb. Auch die Mutter schwebte in Lebensgefahr. Da die Verweigerung der Hilfeleistung so schwere Folgen gehabt hatte, kam als Sühne nur eine Gefängnisstrafe in Frage. Der tödliche Bienenstich im Wunde. In Bogense (Dänemark) fand beim Abendessen eine Hausfrau ganz plötzlich den Tod durch einen Bienenstich. Sie führte ein Butterbrot zum Mund und achtete nicht darauf, daß darauf eine Biene saß. Gleich darauf schrie die Frau erschreckt auf, denn das Insekt hatte ihr einen kräftigen Stich in die Mundhöhle versetzt. Im Laufe weniger Minuten schwoll der Hals an und die Frau litt fürchterliche schmerzen. Der telephonisch herb ei gerufene Arzt konnte keine Rettung mehr bringen. Das Bienengift war durch die Blutbahn gegangen und hatte die Herzfunktion gelähmt, so daß die gestochene Frau nach dreiviertelstündigem Leiden verstarb. n Reich. aktive Wehrmachtbeamte bedürfen zur Uebernahme einer mit Vergütung verbundenen Nebenbeschäftigung der Erlaubnis ihres Disziplinarvor- gesetzten. Für Haus st andsmitgli euer aktiver Soldaten und Wehrmachtbeamten ist dagegen eine Genehmigung nicht erforderlich. Es wird vielmehr erwartet, fraß die weiblichen Familienangehörigen, insbesondere auch die Ehefrauen der aktiven Soldaten und Wehrmachtbeamten, es während des Krieges nicht nur als selbstverständliche Pflicht ansehen, ihre Arbeitskraft für kriegswichtige Aufgaben zur Verfügung zu stellen, sondern daß sie hierin beispielgebend vorangehen. Als Einsatzgebiete kommen die Wirtschaft, Behörden und Dienststellen oder Hilfsorganisationen in Betracht. Das Betreiben eines Gewerbes bleibt auch für Hausstandsmitglieder genehmigungspflichtig. Soldaten und Wehrmachtbeaznten des Beurlaubtenstandes bedürfen nach Einberufung zum aktiven Wehrdienst ebenfalls der Genehmigung zur Uebernahme oder Fortsetzung einer Nebenbeschäftigung, die nicht der Fortführung des eigenen Betriebes dient. Einer besonderen Genehmigung der Beschäftigung des Soldaten oder Beamten des Beurlaubtenftandes während seines Erholungsurlaubs im eigenen Betriebe oder in dem Betriebe, in dem er vor der Einberufung als Angestellter oder Arbeiter tätig war, bedarf es nicht. Familien angehörige von solchen Offizieren und Beamten, die Leiter einer Dienststelle der Wehrmacht sind, dürfen bei der diesem Leiter unterstellten Dienststelle weder als Angestellte noch als Arbeiter beschäftigt werden. Erziehung zum Lustschuh. In jedem Jahre werden alle 13—14jährigen Pimpfe und Jungmädel im Luftschutz-Selbstschutz unterwiesen, und zwar im Winterhalbjahr. Die Unterweisung umfaßt zwei Doppelstunden im Monat und wird durch LS.-Lehrkräfte der HI. und des BDM. vorgenommen. Sie ist Pflichtdienst im Rahmen der Jugenddienstpflicht. Führer und Führerinnen der HI. und des BDM., die als Selbstfchutz- kräfte zur Luftschutzdienstpflicht polizeilich herangezogen werden sollen, werden vom RLB. im Ein- vernehmen mit dem zuständigen HJ.-Bannführer Finnischer Lustangriff auf sowjetischen Flottenstützpunkt Zwei Torpedoboote getroffen. Helsinki. 11. Juli. (DNB. Funkspruch.) D« Kriegskorrespondent der finnischen Zeitung „üat. jala" gibt einen Bericht über ein Unternehme, der finnischen Luftwaffe gegen den Stützpunkt V a l t i s ch p o r t wieder. Die Besatzung einer Bombenmaschine erzählt, wie sie in einem übet, rafchenden Angriff in das Hafengebiet von Baltis^ port eindrang und den dort stationierten Teilen öer fowetischen Flotte beträchtlichen Schaden zufügh. Obwohl bereits aus weiter Entfernung eine stach Bodenabwehr einsehte, führte die Maschine ihre, Flug unbeirrt weiter. Line Flottille von Motor-Torpedobooten war ge. rade im Auslaufen. 3m Gleilflug näherte sich dir finnische Maschine den Booten und warf ihre ech Bombe aus verhältnismäßig niedriger höhe ab. Sie traf ihr Ziel. Zwei Boote blieben auf dem Wasset liegen, die übrigen zerstreuten sich in größter Der- wirrung und kehrten schleunigst an ihre Stützpunkt« zurück. oder der Führerin des Untergaues ausgewählt. jedem Jahre ist ein I u g e n d l u f t s ch u tz t a g vor- gesehen. Wehrmachtangehörige im Lustschuh-Selbstschuh. Das Oberkommando der Wehrmacht stellt in einem Erlaß klar, fraß alle nicht kasernier, ten Angehörigen der Wehrmacht öer Heranziehung durch die Ortspolizeibehörde zur Lustschutzdienstpflicht im Selbstschutz Folge zu leisten haben. Die Heranziehung ist sofort der vorgesetzten Dienststelle zu melden, die jedoch nur auf Grund zwingender dienstlicher Notwendigkeiten Einspruch erheben kann. Für den Sicherheits- und Hilfsdienst, den Luftschutzwarndienst, den Werkluftschutz und den erweiterten Selbstschutz dürfen Wehrmachtange« hörige auch weiterhin nicht herangezogen werden. Der Erlaß bezeichnet es als Pflicht eines jeden Angehörigen der Wehrmacht, sich im Luftschutzeinsatz beispielhaft bei der Abwehr von Gefahr und Besei« tigung von Schäden zu betätigen. Wenn er dies als Luftschutzwart tun könne, so entspreche dies am besten seiner Stellung in der Volksgemeinschaft und fördere das Vertrauen zur Wehrmacht. Unter die. sem Gesichtspunkt sind Freistellungen von der Luft« schutzdienstpflicht im Selbstschutz nur in dringenden Fällen gerechtfertigt. Mädel-Jahrgang 1923 wird für weiblichen Arbeitsdienst gemustert. Dre weiblichen Dienstpflichtigen des Geburtsjahr« gangs 1923 werden nun vom 21. 7. bis 30.8.1941 für den weiblichen Arbeitsdienst gemustert. Zur Musterung haben alle erfaßten Dienstpflichtigen zu erscheinen. Verheiratete, Verwitwete und Geschiedene sind jedoch nicht reichsarbeitsdienstpflichtig und zum Erscheinen bei der Musterung nicht verpflichtet. Das Meldeamt kann jedoch eine Meldung anordnen. Die Dienstpflichtige muß einer Anordnung des RAD.« Meldeamts, sich einer Untersuchung durch einen Facharzt zu unterziehen, Folge leisten. Sie erfolgt auf Kosten des RAD., im allgemeinen durch Fach, ärzte, die der RAD. benennt. Es steht aber der Dienstpflichtigen frei, auf eigene Kosten ein fach« ärztliches Gutachten beizubringen. unser 2925 D ist geschlossen 2930 D Mehr Freude an der Olafur durch Äermühler-Bücher! 2926 D 1Sriho Beruf einzuarbeiten. 28150 eeutel 25tPTq. 2931 Alleinverkauf für Hessen: Ernst Volkmann Bochum-Brenschede, Burgstraße 15, Ruf 81589 Friedrich Schmidt Gasthaus Werb, Butzbach. LaAlüffevonshf 20 v. tz. erhalten sie M wiederholten Ans. aobtnra einer Anreiz Heinrich Noll Papiergroßhandlung rohe oder gekochte Früchte mit oder / i ohne Zucker m Zubindegläsern und -gefäßen Klempner-, Installateur-und Kupferschmiede-Innung für Stadt und Kreis Gießen. Lieh, Obermeister. WFDRE DRUCKSACHEN Brühl, Gießen edmund t&huhhaus | Kaufgesuche | 4—6 noch gut springende Twsbälle zu kaufengesucht. Bitte Anruf 3053 Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — LichtbUder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Kaufmännisches Büro in Wetzlar sucht zum sofortigen Eintritt mehrere tüchtige, zuverlässige ANGESTELLTE Handgeschriebene Bewerbungen m.Lebens lauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften und Ge- haltsanspr. unt. 2919D an den Gieß. Anzeig. 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Herr Louis Mootz im Alter von 63 Jahren für immer von uns gegangen. In tiefem Schmerz: Anna Mootz, geb. Hohage Philipp Mootz, z.Z. im Felde, und Frau Friedel, geb. Müller Walter Mootz, z.Z. im Felde, und Frau Elly, geb. Rieß Helmut Mootz, z.Z. im Felde, und Frau Marianne, geb. Strohm und 4 Enkelkinder. Gießen (Goethestr. 35), Ludwigsburg, Schwenningen, Dillenburg, Kassel, den 10. Juli 1941. Trauerfeier am Samstag, dem 12. Juli, 11.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof.—Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. . ___________________02300 Mädchen und Frauen gesucht für leichte, sitzende Beschäftigung Hollmann-Werke, Wetzlar -- ... ,Jlu.i. _ 2042 D | Verkäufe | Klavier sehr gut erhalten, sowie zweiZink- badewannen zuverk.Wo?sagt d.Geschäftsst. des Gieß. Anz. 292?d weiten (Betriebsferien vom 14. Juli bis einschließlich 28. Juli MM mit Matratze zu verk. 02297 Gnauthstr. 7. Tüchtiger solider Kellner(in) für bürgerliche Gaststätte sofort gesucht. Evtl auch jemand, der Interesse hat, sich in den Zum 1. August zuverlässige Hausgehilfin gesucht. 2982V Dr. Lange An der Johanneskirche 6 alles kurzfristig, teils auf Vorrat, lieferbar. — Anfrag, an Vertreter Theo Tigges, Frankfurt a. M., Reuterweg 59. 2933V Nach kurzer, schwerer Krankheit ist mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender, guter Vater und Schwiegervater, unser lieber Großvater, Bruder, Schwager und Onkel . Hersteller: Friko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 34732 Rationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen / Sereich XII Seffen Sonntag, den 13. 3uli 1941, auf der Lahn Jereichs-Kanu-Kurzstresten-Regattaisa Durchführung: Paddlergitbe Gießen c.B. - Regattaplatz: Äootshausgelänbe Ruderklub Haffia 1906 e.D. - Zuschauer: Bootshäuser der Gießener Ruderaesell- schäft v. 1877 e. D. und des Gießener Ruderklubs Hafsia 1906 e. D. - Beginn: 44 (ihr greftafl, V. Juli 1941 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hr.165 Zweiter Blatt andervorschläge für den Sonntag bis R. B. un- unb die Reich!" Der Kastellan faltete die fiänbc unb schaute verwanbt auf seinen jungen Herrn. „Auf bas Letzte!" Schepeler hob blc Schale Weidenhausen—Oberweidbach—Zollbuche— Eiserne Hand—Franken bach—Bieber. Asiatische Horben standen zmn C Insatt nach Deutschland bereit, um auch Dir das Schicksal von Millionen Gemordeter zu bereiten. Vie deutsche Wehrmacht zerschlagt diesen lenslischen Plan. Danke es ihr am kommenden Sonntag bei der 4. Hauvsammlung für das ttriegs- hilfsmerkk kicher Hilfe im Vorbeigehen. Dornotizen. lageskalender für Freitag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Kopf hoch, Johan, ues". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Verräter nm Nil". Vollkornbrot verhindert Zahnfäule. NSG. Durch die erhöhte Kautätigkeit, die das Vollkornbrot verlangt, werben die Rillen ber Zähne abgeschliffen, in benen Bakterien unb Nahrungs- reffe ihr Zerstörungswerk treiben. Vollkornbrot erholt durch den Zwang der Kautätigkeit unb durch feinen Gehalt an Vitamin B, das eine normale Speichelproduktion gewährleistet, die Zähne gesund. Deshalb müssen in erster Linie Kinder Vollkornbrot essen. Vollkornbrot schmeckt würzig unb kräftig, sättigt daher besser als weißes Brot und kann ohne Aufstrich mit Genuß gegessen werden. Vollkornbrot hilft das Mittagessen zu vervollständigen. Die gute setzte sie langsam an. Er wandte sich dabei um, damit Thiesing Träne nicht sah, die in den Wein lief. Dann bot er Der siegreiche Feldzug im Osten in der neuen Wochenschau. den können. Die randvoll eingefüllte unb mit einem durchlässigen Tuch bedeckte Einstampsmasse wird nm besten mit einem Brett unb einem Granitstein beschwert, ber Saft muß immer ‘über die Einfüll- mässe stehen. Rael) etwa einmonatlichem Gären in einem Raum mit Zimmertemperatur ist die weitere Aufbewahrung in möglichst kühlen Räumen ersor- derlich. Bei offenen Gefäßen ist die sogenannte Kahmhaut öfter abzuschöpsen Bei solcher Behandlung ist ein gutes Gelingen des Einmachgutes gewährleistet. *♦ (Ein Siebzigjähriger. Am kommenden Sonntag, 13. Juli, kann ber Kaufmann Karl GeiIfuß, Horst-Wessel'Wall 32 wohnhaft, seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist Inhaber der Finna Dan. Wirths Rachf., die im vorigen Jahre ihr I26jähriges Bestehen feiern konnte. Auch wir bringen dem Jubilar herzliche Glückwünsche 311 (einem Geburtstage bar. Ein seltsames Erlebnis: Hundert von Kilometern fern von ber eigentlichen Front sieht man, wie von einem Felbherrnhügel, perspektivisch zusammengedrängt, vor sich einen schweren Angriff deutscher aus sowjetische Panzer. Die Kampfwagen scheinen sich unmittelbar gegenüber- < ustehen und einander zu beschießen. Man hat das Gefühl, dem seltenen Augenblick des entscheidenden Höhepunktes einer Schlacht unmittelbar beobachtend beizuwohnen, und man spürt etwas von ber Atmo- phäre jenes historischen Feldherrnhügels, von dem aus früher Schlachten entschieden wurden. Die Filmtechnik hat der neuen W ochen - chau (Nr. 566) noch zu einem zweiten besonders indrucksvollen Bildbericht verhalfen: Zeitlupenaufnahmen zeigen den MG>Beschuß am Boden stehender feindlicher Maschinen vom Flugzeug ans: man lernt begreifen, was es heißt, wenn der Wehrmachtbericht Taufende feindlicher Flugzeuge als am Boden vernichtet meldet. Die Fülle des Geschehens ist kaum faßbar, aber die Wock)enschau hat sie doch zu fassen nenn acht: vergessen!" Thiesing öffnete eine Flasche Wein und ließ das edle Getränk langsam in die goldene Schale des Kaiserbechers rinnen, in dessen Mitte ber Herrscher mit seinem Schwert stand. Er bot ihm den Pokal dar: „Jhi? seid doch nicht böse?" „Gewiß nicht", antwortete der Bürgermeister leise. „Aber worauf soll ich trinken?" „Auf euer eigenes Wohl! Ihr habt es redlich um uns alle verdient." „Das wäre zu wenig, Alter, und stünde mir auch nicht an!" „Trinkt denn auf die Stabt und auf unser altes Deutsche Luftangriffe vor allem auf die rückwärtigen Verbindungen des Feindes, auf ihre Rückzugs-, oder richtiger: Fluchtftraßen (wie einzelne Aufnahmen tung beliebig großer Gemüsemengen, es i|l billig, ehr zeitersparend, beansprucht keine besonderen Konservierungsmittel und sorgt für Erhaltung ber Nährwerte. Diese für Kraut, Gurken und grüne Bohnen schon immer angewandte, aber ans biefo Gemüsearten beschränkte Einmachart kann, dies beweisen neuzeitliche Erfahrungen, auch ans viele andere Geiiilisearten Anwendung finde«' Dabei sind die grundlegenden Voraussetzungen für bas Gelingen, daß nur frisches, geputztes, mit fließendem Wasser gereinigtes lind abgetropftes, meist verkleinertes Gemüse zur Verwendung kommt. Geinüse- arten, die selbst Soft ziehen, werden mit Salz durch- mischt, andere mit einer Salzausgußlösung in die Gefäße, am besten Steingut oder Hvlz, einge- tampft, wobei Gewürzkräuter zwischen gemischt wer- (Biefoen—Wettenberg—ftrofborfer Forst— Schmelz—Fronhaufen. Eine hübsche Waldwanderung bildet die Begehung ber schwarzen Punktmarkierung, die am Neustädter Tor in Gießen ihren Anfang nimmt. Wir gehen die Krofdorfer Straße entlang bis zum Wegweiser, wenden uns hier rechts und kommen bald banad) an einen Feldweg, der uns über eine Eisenbahnbrücke auf die Höhe des Wettenbergs, im Volks- mund Sieben Hügel genannt, bringt. Hier genießen wir eine prächtige Aussicht auf das Lahntal mit Gießen und auf die umliegenden Höhen. Namentlich umfassend ift der Blick von der höchsten Erhebung des Berges, der sog. Napoleonsnase, über die das Zeichen führt. Nachdem wir die Krofdorf- Wißmarer Straße überschritten haben, gelangen wir alsbald in den großen wildreichen Krofdorfer Forst, der uns stundenlang begleitet. Nach geraumer Zeit durchqueren wir das liebliche Wißmarbachtal (schwarze Striche), kurz darauf den Hess. Rennweg (rotes H unb roter Keil) und gelangen 'schließlich in ein idyllisches Tälchen und in diesem abwärtsgehend ins Salzbödetal mit ber anmutig gelegenen Schmelz (Sommerwirtschaft). Nach lieber- schreiten eines Höhenrückens erreichen wir nach ins- gesamt 4,/eftünbiger Wanderung unser Endziel Fronhausen. hart geworden, so läßt sich der Schaden durch ein einfaches Mittel wieder gutmadyen. Man legt sie in Salmiakwasser und hält sie hinterher etwas über Wasserbampf. Bei dieser Behandlungsweile wird man beobachten, daß Gummi wieder weich und elastisch wird. Sorgfältige Pflege der Gummiringe und -tappen ift sehr wichtig- beim sobald ein Gummi Sprünge bekommt, hält er nicht mehr dicht. Marttumschau für die Hausfrau. Die kürzlid) bekanntgegebene Umtauschmöglichkeit nicht verbrauchter Brotmarken gegen Zuckermarken nach dem Verhältnis 1:4 lenkte die Aufmerksamkeit auf das Einmachen. Schon in den letzten Monaten wird an das Zuckersparen für das Einmachen erinnert. Selbstverständlich gilt der Grundsasi, daß Einmachen irgenbroeld)er Früchte ober Gemüse immer erst bann in Betracht kommt, wenn über bie laufende Versorgung aller Volksgenossen hinaus überschüssige Mengen des betreffenden Erzeugniffes vorhanden sind. Heute soll einmal auf bas noch vielfach wenig bekannte Einsäuern von Gemüse hingewiesen werben. Dieses Verfahren erlaubt schnellste Verarbei- ($ine nichard-Wagner Sriunerung. Die im Zusammenhang mit bem großen militärischen Geschehen im Osten jetzt mehrfach erwähnte Stobt Mitau fpielte einst im Leben Richarb W a g - ners eine bedeutungsvolle Rolle. Von Mitau aus unternahm Wagner mit (einer ersten Gattin Minna Planer unb dem ihm dort zugelaufenen Neufundländer Robber jene abenteuerliche Flucht nach Paris, von ber er hoffte, baß sie ihm bie Tore zu Ruhm und Anerkennung öffnen werbe. Die Rigaer Theatergesellschaft, bei ber Magner bis bahin als Kapellmeister, feit kurzem jeboch in ge- fünbigter Stellung tätig mar, gab im Hochsommer 1839 in Mitau ein Gastspiel. Diese Gelegenheit he- nutzte bas Ehepaar zur lange geplanten Flucht. Mit bem kleinen Wagen einer Extrapost, in bem schließlich auch Robber trotz seiner Größe nod) einen Platz fand, weil es Wagner nicht mitansehen konnte, wie bas anhängliche Tier in seinem birfen Fell bei brütenber Sommerhitze ftunbenlang neben bem Wagen herlief, ging es zur russischen Grenze. Auf schmalen Pfaden gelangte man zu Fuß in eine Schmugglerkneipe nahe ber Grenze: bork würbe bie Dunkelheit abgewartet. Dann kam ber schwierigste Teil bes kühnen Unterfangens: bio Postenkette mußte passiert werben, die gegenüber auf der Höhe eines langgestreckten Hügels patrouillierte. Ein günstiger Augenblick war abzuwarten, wenn die Ablösung erfolgte ober bie Posten sich entfernt hatten. Bange Minuten verstrichen in ber Deckung eines Gebüschs. Enblich verhallten wieder einmal die Schritte der Kosaken. Im Lauf ging es zur Hohe und drüben hinunter in den Graben, bann aber auch gleich eilends weiter, um außer Schußweite zu gelangen. Der heimliche Grenzübertritt war gegluckt. Minna, von Richard Wagner halb gestutzt und halb getragen, stand atemlos neben ihrem Gatten, ihnen, zur Seite schweiswedelnd der treue Robber, ber txhne Laut zu geben gefolgt war, als wüßte er um die Gefahr, die sein Herr auf sich genommen hatte, um mutig den Weg in die Welt und zunr Ruhm anzutreten. L. B. Am Tage nachher. Eine Geschichte von Ludwig Bäte. Der Erste Bürgermeister der alten ehrenreichen Stadt Osnabrück, Dr. Gerhard Schepeler, stieß eins ber hohen Bleirutenfenster ber Großen Stube bes Rates auf und ließ die kräftige frische Lust vom Marktplatz her ih den Saal einströmen. Gestern war nach fünfjährigem Handeln hier unb im benachbarten Münster ber Friebe nach drei Jahr- zehnten Kampf und Streit, Not unb Elend verkündigt worden, und die Herren Abgesandten fast aller Staaten Europas schickten sich langsam an, zu ihren mehr ober minber beglückten Souveränen zuruck- zukehren, güldene Ehrenketten, Titel und Besitz oder bitteren Tadel davonzutragen. Geld genug hatten sie die Stadt gekostet, die immer noch unter den Folgen des bösen Brandes von 1613 und der zehn Jahre I bauernden schwedischen Besatzung litt. Was da alles ian Grätislieferungen von Wein, Hafer, Fisch, Holz und Ehrenpokalen braufgegangen war, stand puna für Punkt in den Akten verzeichnet; ihm graute, sie cmzusehen. Dabei war so gut wie nichts verdient worden, da die Ambassadeurs fast alle ihre Hond- werter mitgebracht hatten unb Kleidung und schuhe, Waffen und Essen von den eigenen Leuten anfertigen unb zubereiten ließen. Oft hatte es noch Handel zwischen ihnen, die sich auf die (5$terrttoria- lität ihrer großmächtigen Herren beriefen, unb Der ; einheimischen Bevölkerung gegeben, unb es hatte i einiger Geduld und Kunst bedurft, die Widerstreben- j den nicht noch mehr zu verärgern. Aber es war doch Friede geworben. Gerharb Schepeler lächelte schmerzlich. Die Fluß' Mündungen besaß jetzt Schweben, bas Elsaß mit Metz Toul und Derbun hatten bie Franzosen genommen, bas spanische Habsburg war von Dem : österreichischen Stammhaus getrennt worben, Doa) hatten die deutschen Reichsfürften ihre Libertat, freilich auf Kosten des Kaisers, der nun wie ein blasses Gespenst in dem alten großen Reiche Caroli Magni Irrlichtern mochte, wenn er es Nicht vorzog, den Kopf in den seidenen Kissen seiner klein unb : bedeutungslos gewordenen Hofburg zu vergraben. Außerdem waren bie Schweiz und die Nieber- lanbc endgültig von Deutschland abgelost worDcn, Aus der Stadt Gießen. 3m Vorbeigehen. Heber ber Stabt liegt ein heißer Sommertag, ber mit Überzeugeiiber Gewalt jung unb alt, Männlein unb Weiblein hinaus zum kühlen Flußbab treibt. Durch bas doppelt geöffnete Tor schiebt sich in wallendem Haar aud) eine junge Maid mit herein. Diesmal trippelt sie nicht auf buntverschnürten Sandalen aus der drängenden Menge, sondern schreitet im schweren, wiegenden Gang langer Reitstiefel .gemächlich bahin. Langsam stapft sie bie Treppe hoch hu einem Liegesteg unb verschwinbet irgendwo in der langen Flucht der Kabinen. Nicht lange, und bie stille Klause wirb hörbar. Dumpf, untermischt mit helleren Schlägen gegen die engen Holzwänbe rollt es bie höhle Reihe Der Zellen entlang. Nein, mit einem solchen Aufwand an Klangmasse zieht man sich nicht um für Sonne unb Wasser! Wieber knarrt ber Schlüssel, unb heraustritt bie junge Nachbarin, zwar nicht mehr im vollen Sportdreß, aber noch in Reithose unb langen Stiefeln, die sieghaft in ber Sonne glänzen unb spiegeln. Schweigenb sucht sie umher, unb schweigend hakt sie eine Ferse auf bie Kante ber Querlatte unter dem Kopsende einer freien Pritsche. Nun war es klar, sie ftanb im Kampf mit ihren langen Stiefeln, unb nachdem hinter verschlossener Tür ber erste Gefechtslärm verklungen war, leitete sie jetzt mit stärkeren Waffen einen neuen Kampfabschnitt ein. Unter einer ausgiebigen Rumpfbeuge brückt sie mit beiben Händen auf bie Spitze bes Fußes, aber ber Stiefel fitzt allzu gut. Ein älterer Herr winbet sich von seinem geruhsamen Pritschenlager herab, um mit vereinten Kräften ben zwecklosen Wiberstanb ber Stiesel brechen zu helfen. Umftänblid) übernimmt er mit seinem Fuß ben Druck gegen bie Spitze bes Stiesels, bie Sportlerin steigert ihre 'Reserven zu höchster Zug- kraft, aber siegreich überstehen bie Stiefel auch biefe Phase bes Kampfes. Da kommt gemessenen, aber elastischen Ganges ein junger Unteroffizier die Treppe herauf, biegt ein und kreuzt bas Fußenbe ber Pritsche, bie unter ihrem Kopfende gerabe eben zum Stiefelknecht geworben war. Er stutzt — ob ihn ber 8O8°Blick ber gequälten Mäbchenseele bannte, ober ob er sich von der solidarischen Hinterhältigkeit aller Langschästigen ganz persönlich angesprochen fühlte — nur einen Herzschlag lang, unb steht nach zwei, brei Schritten schon in Angriffsstellung, so unmißverstänblich, daß (eine Partnerin mit gewinnender Selbstverständlichkeit ihren Stiesel kurzerhand in seine Hände legt. Unter fachmännisch geführtem Druck und Zug gerät nun der lange Schaft ins Gleiten und gibt, gleichsam als Entschuldigung für sein widerborstiges Verhalten. am Ende eine füllige Packung weißer, molliger Fußlappen frei, wirb aber nichtsdestoweniger von feinem Herrn unb Meister mit hörbarem Knall zur Seite gestellt. Nicht besser ergeht es bem anberen Stiefel. Freunblich mit militärischem Gruß breht der Unteroffizier nach vollbrachter Hilfe ab und sucht nach der Nummer seiner Zelle. „Bielen Dank!" kann ihm bie erlöste (Sportlerin gerabe noch nachrufen. Unb bas waren die einzigen Worte des spannungsreichen Augenblicks, um so heller aber leuchtete bie soldatisch-schlichte Tat, ein Vorbild kameradschaft- Wilna, R i g a, Johava (wo die jüdischen GPU.- Agenten bei den Zer-ftörungen ber Sowjets vor ihrem Rückzug nur Die Synagoge stellen ließen) — alle Bilder zeigen immer wieder eindringlich bie sonst nicht vorstellbaren Fähigkeiten und Leistungen des deutschen Soldaten, die dem unterschied zwischen der beut|d)en imb ber bolschewistischen Welt den stärksten Ausdruck geben. Die furchtbaren Bilder von den grausam verstümmelten Lemberger (Blutopfern stehen in frappantem Gegensatz zum jubelnden Empfang der deutschen Soldaten biird) die vom Sowjetterror befreite Bevölkerung in der Ukraine, in Litauen unb Lettland, und die ausdruckslosen Gesichter und Gestalten der unzähligen Gefangenen, die in endlosen Reihen zurückiluten, während in den befreiten Gebieten bereits Ordnung, Sicherheit unb Sauberkeit endlich wieder hergeftellt werben, zeigen diesen Unterschied auf. Der deutsche Soldat ist aud) auf diesem Vormarsch jedem Gegner und jeWr Situation gewachsen, da ihn weder Sonnenglut noch Staub, unwegsame Sowjet-„Straßen" nod) verzweifelte sowjetische Gegenangriffe mit einer Unzahl von x___ _...u..... Panzerwagen aufhalten können: die beutfd)c Wehr- eindrucksvoll zeigen), der Vormarsch und Kampf im I macht marschiert im Osten vorwärts, und die Raum von Bi all) stak unb Minsk unb im dal- Wochenschau gibt dem Triumph des ©elftes über tischen Raum, die Besetzung von Ä o w n o, Iben Ungeist vollkommenen Ausdruck. ll. U. Aus der engeren Heimat. Kreis Wetzlar. (D Gleiberg, 11. Juli. Am heutigen Freitag, 11. Juli, begeht unsere ältere Einwohnerin Fran Margarete D r e f d) e r Wm , geb. Krombach, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 9 2. Geburtstag. Die Jubilarin versieht heute noch uncrmiibl'id) nicht nur alle häuslichen Arbeiten, sondern betätigt sid> aud) nod; im Feld und Garten. Ihr Lieblingsplatz ist auf der Ruiibbank unter der alten Linde, wo sie dank ihres sehr guten Gedacht- niis(es oft und gern der sie umgebenden Jugend aus den alten, längst versunkenen Zeiten erzählt. Wir brinaen der Jubilarin unseren herzlichen Glück- wunsch zum heutigen Geburtstag und für einen weiteren schönen Lebensabend dar. Lebensmittelkarten doppelt bezogen. LPD. Mainz, 10. Juli. Einen schweren Vertrauensbruch an der Allgemeinheit beging der Martin Heinrid) Klein aus Hed)tsheim bei Mainz, der hier polizeilld) gemeldet ist und bei seinem verheirateten Sohne wohnt. In den Jahren 1939 und 1940 hielt er sich auch häufig bei seiner in Boden- heim a. R. ansässigen Tochter auf. Bei Einführung der Bezugsck)einpflicht im August 1939 wurde Jtleln Wir benutzen die Bahn über Rieder-Malgern zur Station Weiden Hausen. Vom Bahnhof aus verfolgt man die Herborner Straße, die zunächst an der Bahn entlang geht, bann links ab bi egt unb allmählich ansteigend durch prächtigen Bud)enhod)- roalb, ben Gladenbacher Folft, führt, um an der Zollbuche ihre l)öd)ftc Erhebung (398 Meter) zu erreichen. Die große Straßenkehre vorher kürzt ein Fußpfad ab. An der Zollbuche zweigt nach links die Straße nod; Gießen ab, während die Herborner Straße geradeaus fid) nach Oberweidbach hinab senkt. Von Oberweidbach (gute Einkehr) nehmen wir von der Mitte des Ortes aus links die Verbindungsstraße, die uns auf die Hohe der Gießener Straße bringt. Diele führt über bie Alten Berge durch Wald und Feld zur Wirtschaft „Eiserne Hand". Mir gehen nun die Straße, auf ber sich prächtige Ausblicke, namentfid) auf Hohensolms, bieten, über Frankenbach weiter bis zum JsseIscheid. Am Waldrand zweigt nad) rechts der Fahrweg Frankenbad>—Bieber ab, den wir einschlagen und durch das anmutige Dünsbachtal zwischen Duns- berg und Helfholz an der Obermühle vorüber bem Biebertal entlang nach unserem Endziel Bieber gelangen. Dauer der Wanderung 4Vi Stunden. Qualität des mit der Gütemarke des Amtes für Volksgesundheit versehenen Vollkornbrotes wirb überwacht vom Amt für Volksgesundheit. Vollkornbrot mit der Gütemarke ist frei von allen chemk- schen Zusätzen (Bleichmittel, Backhilfsmittel). Daher ist Vollkornbrot ein reines, natur nahes, gesundes und bekömmliches Brot. Wer bisher nur gewohnt ift, weißes Brot zu essen, beginne langsam und all- mählich mit Vollkornbrot, da sich ber träge gewor- bene fßerbauungsapparat erst umstellen muß. Gummiringe richtig behandeln. Die Pflege ber Gummiringe ist in der heutigen Zeit mehr denn je unerläßlich. Man muh bnrd) sorgsame und pflegliche Behandlung die Lebensdauer der Gummiringe zu verlängern suchen. Nach dem Oeffnen der Gläser müssen die Ringe sofort gründlich gereinigt und gut getrocknet werden. Nach dem Trocknen reibt man sie mit Talkum ein. Tal- kum ist ein weißes Pulver, das in jeder Drogerie ober Apotheke erhältlich ist und Gummi vor dem Sprödewerden bewahrt. Ein trockener Platz ist als Aufbewahrungsort bis zur Wiederverwendung nötig. Sind aber Gummiringe oder ^kappen dod> wucherte überall ber Hunger, ber Abevalapbe unb bie viehische Roheit der von den Söldnern unb Marodeuren verdorbenen, geschmähten und geschän- beten Bauern unb Bürger. Für seine Stabt hatte er nicht einmal bie Reichsunmittelbarkeit durchzusehen vermocht, obwohl sie schon seit langem als reidjsfrei behandelt wurde. Die Besatzungsgelder waren nicht mehr aufzutreiben gewesen, und er hatte sich selbst schließlich auch des unehrenhaften Handels geschämt. Der Kastellan riß ihn aus seinem Sinnen. „Herr", sagte er, die schwere, eisenbeschlagene Tür schließend, „das haben sie bod) nicht gekriegt!" Schepeler wanbte sich um. Der alte Thiesing hatte olle bie funkelnben Ehrenbecher, Zeugen reicher Tage, auf ben großen Magistratstisch gestellt, mitten barunter ben golbenen, über unb über mit Zierat beberften Kaiserpokal, um ben bie Stadt seit langem weit und breit beneidet wurde. „Ich habe alles versteckt gehalten. Der Rat war manchmal nahe daran, den Gelüsten der Herren zu folgen, aber das ist nun doch nicht geschehen!" Der Bürgermeister klopfte' ihm auf die Schulter-, „Will's nicht vergessen, so andre Zeiten kommen!" „Es ist nicht deswegen", meinte der Alte einfach, aber man hängt doch daran wenn man’s von Jugend auf behütet hat. Einem ber Herren habe ich bie Herrlichkeiten freilich heimlich gezeigt, ba ich wußte, baß er nichts verraten würbe. Er ist abenbs gekommen, als bie anbern Ambassabeure beim Grafen Ochsenstirn ein Fest begingen, und hat nach- her sogar geholfen, alles wieder unten im Keller zu verstecken." „Wer war es denn?" fragte Schepeler freundlich. , Der Magdeburger Bürgermeister, bem Tilly ba- mals bie Stabt abgebrannt hat. Er hat mich nach- her sogar eingelaben, ihn in seinem Losament zu besuchen unb hat mir auch alle bie Maschinen gezeigt, womit er sich in seinen freien Stunben be- schaftigt." , „Otto von Guericke", sagte Schepeler. „So hieß er", ermiberte ber Alte. „Aber er ist schön länger fort unb mag nicht allzuviel Gutes von hier mitgenommen haben." „Gewiß nicht", fügte ber Bürgermeister an. „Aber was machst bu?" „Das haben sie auch noch bet ber letzten Sitzung ihm ben Pokal. „Nicht, Herr", antwortete er bemütig. „Ihr tut mir zuviel Ehre an. Ick) habe euch vielmehr noch um Permission zu bitten, baß ich ben Wein anbrach, ber mir nicht gehört!" „Trinkt!" sagte ber Bürgermeister noch einmal. „Die Treuen müssen zusammengehalten werben, wenn anbers wir wieber hochkommen (ollen. Da ist Stanb unb Alter, Geschlecht unb Glaube einerlei! Alle müssen helfen, alle anpacken, baß bas geliebte Vaterland nach soviel Drangsalen und Pressuren wieder wachse und wie seine müden Adler steige!" Er gab ihm die Hand. Von der Galerie ber gegen- überlicgenben Marienkirche wehte ber Ehoral ber Stabtpfeifer, bie gestern morgen ben Frieben eingeblasen hatten: Verzage nicht, bu Häuflein klein, obwohl bie Feinbe willens (ein, bich gänzlich zu zerstören. Es war Gustav Abolss Sck)lachtlieb, mit bem er in seinen tapferen Tob gegangen war. Sie horchten beibe. Die Sonne kam durch unb schüttete ihren Schein auf bie liegengebliebenen Akten ber Gesanbten, auf ben Leuchter unb bie kostbare Wanbtäfelung. Unb auf ben golbenen Pokal ber einmal bod) wieberfommenben Herrlichkeit beut- chen Reiches unb deutscher Ehre. Das Golb funkelte unb gleißte. Unb auf bem Marktplatz jubelten die Bei Schnupfen tritt meist eine Verstopfung der fltafcnüffmmncrt ein, die auf Anschwellung der Schleimhäute zurück- Attfübren ist. Die lästigen Erscheinungen werden oft bnrd) .Klosterfrall-Sdmnpfpnlver behoben, ebenso wie die anderen ^^escbiverbell, die nid Begleit- erscheinnngen ded Scbnnpsend anstreten. Ed> wirb nitd wirksamen Heil krön lern von der gleichen VWrnia bergestellt, die den bekannt giik’it Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. , ~, . . Verlangen Sie Klostersrnu-Schnupspnlver in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Originaldosen au 50 Vs. (Inhalt 4 Gramm) reicht monatelang aud, da kleinste Mengen gettiigen. Kinder, auf deren Sd>ultern die 3i'if lag wie ein schwerer Sack. Doch aud) der Morgen und bie Zukunft. Tausende von Flugzeugen und Tanks standen bereit, auch Dein heim zu verwüsten. Deutschlands Soldaten bewahrten Dich -davor. Das danke ihnen durch Dein Opfer der Haussammlung für das Kriegshilfswerk! Im Beiprogramm läuft außer d-er Wochenschau je ein Vorspann zu „hallo, Janine" (Neuaufführung) und „Venus vor Gericht". Hans Thynot. „Kopf hoch, Johannes!" Ein Tobis-Film im Gloria-pi-last. tn Hechtsheim und in Bodenheim für den Bezug von Lebensmittelkarten, der Reichskleiderkarte und der Seifenkarte angemeldet. Klein hat diese Karten dann auch doppelt erhalten und die kartenpflich« Ligen Waren selbst oder durch seine Angehörigen bezogen. Der unberechtigte doppelte Bezug der Karten kam dadurch ans Tageslicht, daß die Tochter vor einiger Zeit von Bodenheim nach Mainz verzog. Der Betrug kam zur Anzeige und Klein wurde wegen Vergehens gegen die Derbrauchsregelungs- Strafverordnung vom Amtsgericht Mainz, das einen besonders schweren Fall annahm, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Den gegen die Strafe eingelegten Einspruch nahm der Angeklagte vor Beginn der Berufungsverhandlung zurück. Gefängnis für einen Milchpantscher. LPD. Frankfurt' a. M., 10. Juli. Der Milchverteiler Johann Schnarr war vom Amtsgericht zu drei Monaten Gefängnis und 100 RM. Geldstrafe verurteilt worden, weil er „V o l l m i l ch" mit sich führte, die zu einem Drittel aus Magermilch bestand. Der 30jährige Angeklagte legte Berufung ein und leugnete trotz eindringlicher Warnung auch vor der Strafkammer, die sich veranlaßt sah, die Strafe auf fünf Monate Gefängnis zu erhöhen. G.A-Sport. Erste Schlußrunde um den Tscharnmer-Pokal. Der Verzicht auf die in den Vorkriegsjahren übliche Sommerspielfperre gibt dem Fachamt Fußball die Möglichkeit, den letzten Teil des volkstümlichen Tschammer - Pokal-- Wettbewerbs früher als sonst in Angriff zu nehmen. Der kommende Sonntag bringt die erste Schlußrunde dieses Wettbewerbs, die durch das Eingreifen der Bereichsmeister besonderes Gepräge hat. Von den vielen tausend Mannschaften, die vor einigen Monaten hoffnungsvoll den Kampf um die Trophäe des Reichssportführers aufnahmen, sind nur noch 64 übrig geblieben, und von ihnen muß am Sonntag wiederum die Hälfte ausscheiden. Interessant ist, daß in diesem Die Anfänge des poAesens in unserer Gegend Von Friedrich Germer, Großen-Linden. Dieser Film, zu dem Toni Hupperts, Wilhelm Krug und Felix von Eckard t gememsam das Drehbuch schrieben, behandelt ein ähnlich zeitnahes Thema wie der neulich hier gelaufene Film „Jungens". Der Sohn eines Rittergutsbesitzers, Johannes von Redel, der nach der Scheidung feiner Eltern bei der Familie seiner Mutter in Südamerika erzogen wurde, wird nach deren Tode zu seinem Vater zurückgebracht, vermag sich aber in der neuen Umgebung nicht zurechtzufinden, und das Verhältnis zwischen Vater und Sohn, von mancherlei Mißverständnissen und Schwierigkeiten belastet, ist denkbar unerfreulich, obwohl sich die Tante des jungen Johannes, die ihn zu seinem Vater nach Deutschland begleitet hat, nach besten Kräften um Vermittlung, Ausgleich und gesunde Grundlagen der Beziehungen bemüht. Es scheint alles vergebens, und auch als Johannes eines Tages in eine nationalpolitische Erziehungsanstalt gebracht wird, ist anfangs wenig Erfreuliches über seine Entwicklung zu berichten. Er ist ein durchaus begabter Junge, aber schwer zu nehmen und offenbar auch durch seine unglücklichen Familienverhältnisse gehemmt. Nachdem man ihn ih der neuen Gemeinschaft schon fast aufgegeben hat, gelingt es einer einsichtigen Erziehung, den Jungen zu gewinnen und aufzuschließen. Noch einmal spielt ihm fein eigenwilliger Charakter einen bösen Streich — eine schwere Disziplinlosigkeit kostet beinahe einem Kameraden das Leben und ihm selber fast die mühsam errungene Stellung in der Anstalt —, aber dann ist der Bann gebrochen, und Johannes wird ein tadelloser Jungmann und findet damit endlich auch ben Weg nach Hause, zum Vater zurück. Die Spielleitung hatte Viktor d e K o w a , der als Schauspieler bekannter wurde als durch eigene Inszenierungen. Er ist hier der nicht ganz einfachen und nicht ohne weiteres durchschaubaren Entwicklung eines jungen Menschen und noch unfertigen Charakters behutsam nachgegangen und hat die Akzente so verteilt, daß von den Szenen in der nationalpolitischen Erziehungsanstalt der wesentliche Eindruck des Films ausgeht: mit Recht, denn der Einblick in diese Anstalt, der nicht an der Oberfläche haften bleibt, sondern das Grundsätzliche zu zeigen bemüht ist, erscheint wichtiger und interessanter als die romanhafte Beschreibung unerquicklicher Familienverhältmsse. Diese Gewichtsverteilung drückt sich auch in der Darstellung aus, in der die junge Generation entscheidend und entschieden im Vordergründe- steht. Claus Detlev S i e r ck, der früher bereits in einigen Filmen zu sehen war, gibt den Knaben Johannes, manchmal fast schon mit der Bewußtheit eines Erwachsenen, aber doch auch mit dem natürlichen Verständnis seines Alters für das, was hier von ihm erwartet wurde. Der kleine Gunnar Möller (Papse) wirkt neben ihm noch ganz bubenhaft. Don den Großen: Albrecht Sch o e n- hals, der sich mit Takt in der nicht leichten Rolle des Vaters zurechtfand, Dorothea Wieck, Karl Jammann, Otto Gebühr, ReneeStob r awa und Hans Z e s ch - B a l l o 11. Die Rechnungen des Amtes Gießen aus dem 16. Jahrhundert (im Staatsarchiv zu Darmstadt) enthalten regelmäßig einen Ausgabeposten „Ausgabe wegen der Poft zu Großen-Linden". Im Jahre 1568 werden gezahlt „156 kl. (— Gulden), 4 thor (= Tornus),. 17 Pfg. (= Pfennig) dem Johann Andreas, dem Postschreiber zu Großen-Linden zu oerlag der Post das (--im) 68.Jahr; vor Lichter und Papyr dem postschreiber 3 fl." Ferner: „Chuno Spenglern dem postpoten Jarlohn 52 fl. 6 batzen." „Item (— ferner ebenso) der Nebenpost 101 fl. 6Vs Batzen." (1 Tornus = 1 Batzen; 12 gehen auf 1 Gulden.) Im folgenden Jahre werden ausgegeben „wegen der Poft zu Großen-Linden, 52 fl. dem Chuno Spengler, geschworen postpoten zu vor seinen ganzen Jahressold, jede Woche 1 fl. 4 fl. dem Postschreiber Johann Andreaßen vor papyr und lichter. 17 fl. 4 th. 10 Pf. Ludwig Reitzen, auch geschworenem postpotten in 17 Wochen 2 Tagen — 1 fl. die Woche, — soll ab geschafft werden wegen der Kosten." Demnach bestand in Großen-Linden nach heutigem Sprachgebrauch ein „Postamts, es war das einzige in unserer Gegend. Denn es wird in den Rechnun« gen kein weiteres erwähnt. Andere Quellen bestätigen dasselbe. Da, wie bekannt ist, es vor dem 16. Jahrhundert in Deutschland überhaupt noch keine Einrichtung gab, auf die die Bezeichnung Post in auch nur annähernd heutigem Sinn zutrifft, kann Großen-Linden für sich in Anspruch nehmen, das älteste Postamt der Gegend besessen zu haben, errichtet im Jahre 1539. Wie es gerade zu dem Vorzug kam, ist nicht ohne weiteres ersichtlich, erscheint sogar befremdlich, da der Ort — damals noch abwechselnd als „Flecken" oder als „Stadt" bezeichnet — nicht etwa im Schnittpunkt großer Landstraßen lag. Der Grund mag gewesen sein, daß die Entfernung von Marburg, dem Ausgangspunkt der Post, einer normalen Tagesreise entsprach. Gießen lag zu nahe an Marburg. Zudem mündete in Großen-Linden eine Straße, wenn auch nicht Hauptlandstraße, der „Wetzlarer Weg" in die Landstraße Frankfurt—Gießen—Marburg— Kassel. Wenn im 16. Jahrhundert von „Post" geredet wird, so ist zu beachten, daß es sich um Post im vollen heutigen Sinne, als einer der gesamten Bevölkerung zugänglichen ständigen Verkehrseinrichtung zur Beförderung von Briefen und Kleingütern, auch Personen, noch nicht handelt. Diese Post, 1539 errichtet vom Landgrafen Philipp dem Großmüti- 5en — 1518 bis 1567 regierend —v diente ausschließlich dem Hof und den Kanzleien und sonstigen amtlichen Behörden. Das Wesensmerkmal bestimmter Orte, „Stationen" mit einem „Postamt" -mit angestellten Beamten — „Postschreiber", „Postbote", auch „geschworener Postbote", das ist vereidigter Beamter — ist bereits vorhanden. Die Regelmäßigkeit des Verkehrs von Poststation zu Poststation bildet sich gegen Ende des Jahrhunderts erst heraus. Der „Postbote" war übrigens nicht der Mann, der die Briefe trug, sondern der, der das Amt verwaltete, neben dem „Postschreiber". Das Merkmal, daß die Einrichtung eine ständige ist, ist in den 60er Jahren des Jahrhunderts auch bereits vorhanden. Bis dahin war es noch anders. Im Jahre 1555 werden gezahlt „27 fl. Ciborio Keulgen die post, so gegen Augsburg gangen bis uff den sechsten Oktober, und ferner nachher Worms uff den zehenden November, ihm (für) 27 Wochen, jede einen Gulden, laist Bekenntnus" (— Quittung). Hier sehen wir die Post in dem ersten Stadium ihrer Entwicklung. Die Einrichtung ist nicht ständig, sondern nur von solcher Dauer, als es der besondere Zweck, dem sie. diente, erforderte. Im vorliegenden Falle war das der Reichstag zu Augsburg, der den „Augsburger ReligionssHeden" brachte. Der Landgraf, der daran teilnahm, war dadurch in regelmäßiger Verbindung mit der Regierung in Kassel oder Marburg. Nach Augsburg war er dann offenbar in Worms, und damit ging die Poft dorthin. Mit jener Rückkehr ging diese Post wieder ein. 1561 wurde von Hessen für dauernd die P öftrer - bindung von Kassel über Marburg, Großen- Linden, Ober-Roßbach, Frankfurt, Darmstadt, Zwingenberg eingerichtet. Hier war Anschluß an die pfälzische Post über Heidelberg, und dann die württembergische bis Stuttgart. Es handelt sich um eine „laufende" Post, das heißt, die Boten legten den Weg' zu Fuß zurück. Ausnahmsweise scheint auch geritten worden zu sein. So erscheint einmal eine Ausgabe für einen „Klepper" (= Pferd). Der Amtmann in Gießen mußte feine Briefe durch besondere Boten auf die Post nach Großen-Linden liefern. 1568 besorgten die Gänge meist zwei Frauen, die „Armbrusterin und die Sommersche", also/ heute höflicher gesagt, die Frau Armbruster Feld der Vierundsechzig noch mancher zweitklassige Verein zu finden ist und daß anderseits mancher berühmte Name fehlt. Die süddeutschen Bereiche sind noch verhältnismäßig stark vertreten, und so gibt es gerade im Süden einige recht bedeutende Treffer. Wir nennen: Sv. Waldhof — SpBgg. Sandhosen FD. Metz — VfL. Neckarau Rotweiß. Frankfurt — VfL. 99 Köln SpDgg. Fürth — Stuttgarter SC. Schwaben Augsburg — 1. FC. Nürnberg Jahn Regensburg — 1860 München Stuttgarter Kickers — VfB. Knielinaen FC. Rheinfelden — FC. 93 Mülhausen Borussia Fulda — Kickers Offenbach Kurhessen Kassel — Sport Kassel. Sprelvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern 1. Jugend — Grünberg 1. Jugend Leihgestern 2. Jugend — Göbelnrod 1. Jugend Leiygestern Schüler — Großen-Linden Schüler Am kommenden Sonntag erwartet die 1. Jugend die gleiche von Grunberg zum fälligen Rückspiel. Das Vorspiel in Grünberg konnte der Gastgeber knapp für sich entscheiden. Ob es Grünberg gelingt, auch das Rückspiel zu gewinnen, erscheint fraglich, denn Leihgestern wird mit einer starken Mannschaft antreten, die sich zu Hause so leicht nicht schlagen läßt. Die 2. Jugend hat ebenfalls einen starken Gegner zu Gast. Die 1. Jugend von Göbelnrod tritt zum Rückspiel in Leihgestern an. Das Vorspiel konnte Göbelnrod für sich entscheiden. Im Rückspiel wird allerdings die 2. Jugend von Leihgestern versuchen, die Vorspielniederlage wettzumachen. Die Schüler tragen ebenfalls in Leihgestern ein Gesellschaftsspiel aus. Gegner find die Schüler des Turnvereins Großen-Linden. Hier werden die Schüler von Leihgestern den Sieg sich nicht nehmen lassen. und die Frau Sommer. Sie machen auch gelegentlich Botengänge an den landgräflichen $)of 3U Marburg, „haben Quitten" (aus dem obstreichen Gießener Schloßgarten), ein andev Mal „hat Mal- blümiein zu meiner gnädigen Fürstin und Arau nachher Marburg getragen". Dieser Postverbindung bediente sich auch die nassauische gräfliche Kanzler zu Dillenburg. Sie ließ ihre Briefe durch besondere Boten nach Gießen bringen, und der Amtmann schickte sie von hier nach Großen-Linden. Die Rechnung von 1568 enthalt mehrere Ausgabeposten hierfür. ... . , Zwei Großen-Lindener Postbücher von den Jahren 1582 und 1599 im Staatsarchiv zu Marburg (Postsachen, Signatur 17a) geben Zeugnis, daß außer dieser „ordentlichen" Postverblnduna Kassel- Zwingenberg noch eine „extraordinari" Post zwischen Großen-Linden über Limburg nach Rheinfels (bei Sankt Goar) ging. Das Bedürfnis da- nach ergab sich, als mit der Teilung des Landes nach Philipps des Großmütigen Tod Rheinfels Residenz eines Landgrafen und Sitz einer Regierung wurde. Die verwandten Höfe und die Regierungen zu Marburg und Rheinfels erhielten damit schnelle Verbindung. Die Poststation zu Limburg war hessisch. Die Briefe gingen von Marburg nach Großen- Linden und umgekehrt mit der ordentlichen Post oder mit besonderem Boten -(mehrfach Ausgaben dafür verrechnet), und dann nach ß imbürg durch Boten aus Großen-Linden. Als solche werden genannt Georg und Tobias Christmann, Hen Moller, Zacharias, Johannes uitd Gerhard Hiel, Melchior Juna, Bast Frank, Wilhelm Wel (wohl verschrieben v für Weil), Laux Spangeller und Wentzel Schieberstein. Der Postschreiber ist Melchior Schieberstem. Die Ausgaben für Botenlohn beliefen sich auf je • 16 bis 20 Albus für den Gang (27 Albus = 1 Gulden); insgesamt im Jahre 1582 auf 46 Gulden, 8 Albus und 6 Pfennig, im Jahre 1599 auf 47 Gulden, 14 Albus, IOV2 Pfennig (168 Pfennig — 1 Gulden). Vorn 15. Oktober 1627 datiert eine Verordnung des Landgrafen Georg II. von Darmstadt, nach der jede Woche regelmäßig eine Post zwischen Darmstadt und Marburg und zurück zu gehen hatte. Sie ging „Montags umb 12 uhr in der Nacht von Darmbstadt ab" mit dem Boten von Darmstadt. „Dienstag 8 Uhr vor mittags zu Frankfurth, Dienstags 2 uhr nach mittags zu Ober-Roßpach, der Ober-Roßpacher Lott Dienstags 8 Uhr abends zu Großen-Linden, der Großlir^er bott Mittwochs 9 uhr vormittags zu Marpurg, Mittwochs 2 uhr von Marpurg ab, Mittwochs 10 Uhr in der Nacht wieder zu Großen Linden, Ober-Roßbacher bott im haimbraisen Donnerstag 9 uhr vormittags wieder zu Ober-Roßpach (von Dienstagabend bis Mittwoch Nacht hatte er also sich in Großen-Linden ausruhen können), Darmstätter bott im haimraisen (nach Ruhe in Ober-Roßbach von Dienstagnachmittag) Donnerstag 3 uhr nachmittags wieder zu Frankfurth, Donnerstag 8 Uhr gegen abend wieder zu Darmbstadt." Dies ist die erste hessische Po sh mit nachOrt und Zeitfestem Kurs. Nach derselben landgräflichen Verordnung hatte zu Großen-Linden der Gerichtsschreiber auch die Post- geschäfte zu versehen. Wirtschaft. Veränderungen im Vorstand der Adam Opel AS. Rüsselsheim. Nach 13jähriger erfolgreicher Tätigkeit bei der Adam-Opel-AG., Rüsselsheim, ist der bisherige Betriebsführer Hanns G r 0 w e n i g auf eigenen Wunsch in freundschaftlicher Verständigung aus dem Vorstand der Adam-Opel-AG. ausgeschieden, um die Vereinigung des Amtes des Betriebsführers mit dem des Vorsitzers des Vorstandes zu ermöglichen. Vorsitzer des Vorstandes und Betriebsführer ist Professor Dr. Carl L ü e r (Präsident der Handelskammer Hessen), stellv. Vorsitzer des Vorstandes und stellv. Betriebsführer ist Heinrich Wagner. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen. ADOX Ä Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die Verhandlungen mit dem Konkursverwalter von Birk & Co. haben ein ganz brauchbares Ergebnis gezeitigt. Friedrich Dominik hat die Werft mehrmals genau besichtigt, ist auch zweimal an der Ruhr gewesen, wo die Birkschen Erzgruben liegen. Jetzt sieht es natürlich überall trostlos aus. Denn sobald nicht gearbeitet wird, verkommt der Betrieb. Dazu kommt, daß die Firma schon ein paar Jahre notleidend war, bevor es zum Konkurs kam, und daher für Erneuerungen und Reparaturen nur das allerwenigste hat aufwenden können. Trotzdem läßt sich Dominik nicht täuschen. Seinen geübten Augen können Mängel, die mit ein paar tausend Mark wieder behoben werden, nicht den Blick trüben. Er hat von Sachverständigen Gutachten eingeholt, die alle darin übereinstimmen, daß die Erzgrube noch über ganz bedeutende Schätze verfügt, die einen jahrzehntelangen, wirtschaftlich ergiebigen Abbau garantieren. Das in den tieferen Lagen fündig werdende Erz ist sogar reiner und besser als in den zuletzt von Birk & Co. angeschnittenen Schichten. Die Stollen sind nicht so in Ordnung, wie sie fein müßten. Auch das Hüttenwerk kann eine fach' mannische Hand und einige Erneuerungen und Modernisierungen vertragen. Im großen und ganzen aber kann' man nicht viel aussetzen. Auf der Werft sieht es besser, noch gepflegter aus. Die bisherigen Inhaber haben offensichtlich dem Schiffbau mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als der Grube. Wahrscheinlich haben sie auch davon mehr verstanden. Hellinge, Docks, Maschinenwerkstätten, Holzbearbeitung — alles in leidlichem Zustande. Sogar Aufträge sind noch da. Aber es fehlt das Geld, sie auszufuhren. Wer Birk & Co. kauft, ein paar hunderttausend Mark außer dem Kausgeld hineinstecken kann und natürlich was vom Fache versteht, der kann seine echte Freude an der Sache erleben. Der Kaufpreis selbst ist allerdings wch zu hoch. Aber da wird der Konkursverwalter schon noch mit sich reden lassen. Käufer, die über große Beträge verfügen, laufen heute nicht so dicht herum, daß die Verkehrspolizei einschreiten müßte. Das wird der Konkursverwalter auch begreifen. * Frinzkas Stellung in den Generalversammlungen der Dominikwerft ift in den letzten Jahren des Kampfes um die Vorherrschaft zwischen den beiden großen Gegnern Lind und Dominik von einer Bedeutung gewesen, die an sich der Kapitalbeteiligung Frinzkas in keiner Weise entsprach. Er hätte mit seinen zweihundertsiebzig Aktien gegen den vielfachen Besitz jedes der Gegner verschwinden sollen. Ein besonderer Treppenwitz der Verhältnisse hatte es aber so gestaltet, daß er mit seinen Stimmen immer das Zünglein an der Waage bilden und so nach seinem Ermessen der Dominikschen ober der Lindschen Auffassung zum Siege verhelfen konnte. So hatte er in dem Ringen der beiden Männer eine ausschlaggebende Bedeutung gewonnen, und wenn Dominik nc j immer an fernem Posten stand und dem Gegner nicht hatte weichen müssen, so dankte er das zum guten Teile seinem zweiten Feinde Frinzka. , Allerdings — aus Gerechtigkeitssinn oder aus großmütigem Verzeihen hat Frinzka seine Stimme nicht für Dominik abgegeben. Er ist kein Narr. Nein! Aber, wenn er anders gehandelt hätte, bann würde er nicht bloß Dominik, sondern sich selbst geschadet haben. Dominik vertritt dadurch, daß er Lind die Stirne bietet, auch die Interessen der kleineren Aktionäre. Solange er die Geschicke der Werft leitet, ist die Gewähr für eine ordentliche Geschäftsführung und eine größere oder kleinere Dividende gegeben. Bekommt Lind die Oberhand, so ziehen mit dem nächsten Quartalsersten die Direktoren der Norddeutschen Werft bei der Dominikwerft mit ein. Dann folgt zunächst eine praktische, später auch die rechtliche Fusion. Und daß diese auf die kleineren Aktionäre keine Rücksicht nimmt, sondern sie mit Majoritätsbeschlüssen und Finanztransaktionen an die Wand quetscht ober über Bord wirft, daran ist nach ben Erfahrungen, bie andere Leute mit Lind gemacht haben, für Frinzka kein Zweifel. Wenn er also bisher Dominik bie Stange gehalten hat, so geschah das mit zwei weinenben Augen. Unb wenn er sich jetzt seine Aussichten überrechnet, so ist er entschlossen, sich alle seine Rechnungen, aber auch alle, die er in früheren Jahren nicht präsentieren konnte, begleichen zu lassen. Seit er weiß, baß Linb auf seine Aktien brennt, steht sein Plan bei ihm fest. Dominik weiß, was ihm von Lind blüht, wenn dieser bie Majorität bekommt. Also wird er sich mit Hänben unb Füßen wehren. Das heißt: Er wirb zahlen, zahlen, zahlen, soviel Frinzka nur fordert. Er wird zahlen bis zum Weißbluten. Er wird zahlen, und wenn er dafür seine Seele verkaufen muh. Das heißt ... Zunächst wird er bieten. Ob er auch zum Zahlen kommt — das wird von der guten Laune Otto Frinzkas abhängen. Oder besser — das wird sich zeigen, wenn man die beiden Gegner gegeneinander ausspiett. Auktion im kleinen. Wer bietet mehr? Dominik wird bis zum Alleräußersten gehen. Für ihn haben die Frinzkaschen Aktien nicht bloß ihren Eigenwert, sondern verteuern sich noch um jenes Vielfache, bas bie Entwertung bes eigenen Aktienbesitzes unb ber Verlust seiner Stellung als Direktor für Dominik und seinen Sohn ausmacht. Domjnik wirb also bereit sein müssen, tief in die Tasche zu greifen. Wenn Frinzka sich das nächste Mak mit Lind trifft, bann roerben bie Dinge ein anberes Gesicht tragen, als im Rambower Jagdhäuschen. Er hat ja keine Eile. Gott sei Dank. Lind wird, ein Gegengebot machen. Er wird Dominik übersteigern. Unb bann wirb Dominik wieder mehr bieten — und bas so lange, bis einem ber beiben bie Puste au^geht. Wer bas schließlich sein wird, bas. steht für Otto Frinzka heute schon fest. Unb bann wirb er endlich in der Lage fein, feinem früheren Chef Friedrich Dominik die Quittung dafür zu geben, daß er ihn damals bei ber ersten ihm passenden Gelegenheit trotz langer treuer Mitarbeit in schwersten Jahren hinausgeworfen hat... mitten aus einer Laufbahn, bie Frinzka nach seinen Berechnungen in wenigen Jahren in den Vorstand der Werft geführt hätte. Dann wird Otto Frinzka mit Friedrich Dominik quitt fein. Dann fliegt Friedrich Dominik mit Pauken und Trompeten. Der Anwalt macht ihm alle Hoffnungen. Der Vorkaufsrechtvertrag ist anfechtbar. Um elf Uhr vormittags ist Friedrich Dominik gewöhnlich mit der Postlektüre fertig. Das weiß Otto Frinzka von früher her. Also gibt er zehn Minuten vor elf Uhr seine Karte im Meldezimmer ab und schenkt dem Diener, der ihm schon vor dreißig Jahren die Tür aufgemacht hat, eine Zigarre. Solche kleinen billigen Aufmerksamkeiten Haven sich stets bezahlt gemacht. Frinzka, der selbst Nichtraucher ist, trägt ans dieser Lebenserfahrung stets eine Tasche mit Zigarren verschiedener Preislagen bei sich. Der Chef drinnen liest die Karte unb wirst sie auf die Tischplatte. „Ich lasse bitten." - Der Diener verschwindet. Einige Minuten später sitzt Frinzka bei ben Herren. Dominik thront auf seinem harten, ungepolfterten Schreibtischstuhl. Frinzka hat sich bis beinahe an bie Ohren in einen Leberklubsessel gleiten lassen. Nissen steht halb gedreht am Fenster und guckt manchmal mit flüchtigem Blick in den Hof hinaus unb hinüber zum Maschinenhaus, zu den Fabrikanlagen und Hellingen. Er ahnt nicht, wie sehr dieses prächtige Besitztum für ihn gefährdet ift. „Nun, was führt Sie zu mir, Herr Frinzka?" leitet Dominik die Unterreoung ein. „Es ist lange her, daß Sie nicht mehr.in diesem Stuhl gesessen haben. Als Sie das letztemal hier waren, vor sechs, sieben Jahren, brachten wir unsere Beziehungen zueinander endgültig in Ordnung." Das ist deutlich. Frinzka läßt sich aber nicht imponieren. „Doch nicht so ganz endgültig, Herr Direktor." „So? — Ich wüßte nicht —" „Eine Kleinigkeit haben wir vergessen ..." (Fortsetzung folgt.)