M Budapest. im April 1941. Wie das Blatt „Zora" berichtet, wurden die mm «fit gebow ließen. Die Saupikommission des Dreimächiepakies lopy'i JW mit fini v^^l°ertypen j ber das dauerte nicht einmal 24 Stun- >e!. Dann kam die Ernüchterung, die sich jjeanschleichende, lähmende Furcht. Man glaubte Ml 1731A Berlin, 10.April. (DRB.) Unter dem Vorsitz des Reichsminiffers des Auswärtigen von Ribbentrop trat am Donnerstag die nach Abschluß des Dreimächtepaktes zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Italien und Japan gegründete Hauptkommission dec drei Rlächte zu einer Sitzung zusammen. Als ständige Bevollmächtigte ihrer Regierungen in der Hauptkommission nahmen der italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, und der japanische Botschafter in Berlin, hirota Ofhima, an der Sitzung teil. Der Reichsminister des Auswärttgen gab einen Ueberblick über die bisherige Zusammenarbeit auf politischem, militärischem und wirtschaft- lichem Gebiet. Anschließend wurden von der Hauptkommission die Richtlinien und Weisungen für die weitere Arbeit der seit dem Abschluß des Dreimächtepaktes tätigen Unterkommissionen auf den verschiedenen Gebieten festgelegt. serbischen Heer hätten sie dann zur Flucht nutzt. Berlin, 10.April. (DRB.) Das OKW. gibt bekannt: Deutsche Danzertruppen sind am 10.4., abends, unter dem Jubel der Bevölkerung in Agram, der hanplftadt Kroatiens, eingerückt. ' Schiffe mit zusammen 49 000 BRT., darunter einen großen Tanker. Fünf weitere große Schiffe sowie ein britischer Zerstörer wurden durch Bombenwurf schwer beschädigt. An diesen Erfolgen haben Verbände des Generalobersten S k u m p f f besonderen Anteil. Der Feind flog in der letzten Rächt in Rord- deutschland ein. Sein Hauptangriff richtete sich gegen die Reichshaupt st ad t. Spreng- und Brandbomben verursachten vor allem in Wohnvierteln sowie im Zentrum der Stadt an öffentlichen und kulturhistorisch wertvollen Gebäuden, Kirchen und Museen Schäden zum Teil beträchtlichen Ausmaßes. Die Verluste an Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung sind im Verhältnis zur Anzahl der abgeworfenen Bomben besonders niedrig. Der Feind griff außerdem Emden und Bremen sowie einige andere Punkte Rorddeutschlands mit schwächeren Kräften an. In den beiden letzten Rächten gelang es, besondere Abwehrerfolge zu' erzielen. Rachtjagdver- bände unter Führung des Generalmajors Kammhuber sowie Flak- und Marineartillerie schossen in der letzten Rächt 16, in der vorletzten Rächt 7 feindliche Flugzeuge ab. Ein vom Einsatz zutück- kehrendes eigenes Kampfflugzeug brachte in der letzten Rächt ein weiteres feindliches Kampfflugzeug im besetzten Gebiet zum Absturz. Bei Versuchen detz Feindes, am Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, wurden gestern und vorgestern zehn feindliche Flugzeuge abgeschossen. Einschließlich je eines bereits erwähnten und eines durch Jäger in Libyen abgeschofsenen Flugzeuges belaufen sich die G e- famtoerluffe des Feindes seit dem 8.April auf insgesamt 43 Flugzeuge, davon 36 britische und 7 jugoslawische. Eine Anzahl weiterer britischer und jugoslawischer Flugzeuge wurde beschädigt. 3m gleichen Zeitraum sind 19 eigene Flugzeuge bisher nicht zurückgekehrt. In der Rächt zum 8. April hat sich die Besatzung eines Kampfflugzeuges mit Oberleutnant For- gatfch (Kommandant und Flugzeugführer), Leutnant G e r l a ch (Beobachter), Unteroffizier Thoms (Bordfunker) und Unteroffizier Starke (Bord- schühe) in zweimaligem Einsatz auf ein wichtiges Werk der englischen Flugrüstungsindustrie in den Midlands durch besonderen Angriffsgeist und Kühnheit ausgezeichnet. lahmt I 'N? itt eine hmldtl fer n Felde I im be= rß »o» Mr, überfüllten den, Bahnhof, saßen stundenlang ui ihren Koffern und warteten auf ihren Ab- rcnsport. Wer es irgend konnte, verließ die Stadt ml bald war kein Koffer mehr in Belgrad zu pbin. Dann kam die erste große Berdunke- Ligsübung. Jetzt merkte jeder: es geht Nach dem Besuch des japanischen Außenministers M a t s u o k a in Berlin und Nom und im Augenblick, wo die deutsche Wehrmacht auf dem Bal- f an zur Beseitigung des letzten Bollwerkes von Versailles schreitet, das sich nach dem Verrat einer chauvinistischen Clique an den Ideen des Dreimächtepaktes einer vernünftigen und gerechten Neuordnung Europas blind entgegengestellt hat, kommt dem Zusammentritt der Hauptkommission des Dreimächtepaktes besondere Bedeutung bei. Der Dreimächtepakt als das moderne weltpolitische Instrument der jungen totalitären Völker ist auch ideell das Fundament, auf dem sich die Neuordnung Europas und Asiens aufbaut. Sein Ziel ist die Verhinderung einer Ausweitung des Krieges und gerechte Neuordnung der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verhältnisse in Europa und Asien. In den nach dem Abschluß des Paktes eingesetzten Kommissionen, die nun, in der Berliner Sitzung des Hauptausschusses neue Weisungen erhalten haben, ist unermüdlich an der großen Zielsetzung ebenso gearbeitet worden, wie in prakttscher Kleinarbeit die gemeinsame Idee der Neuordnung verfolgt wurde. Gerade diese praktische Arbeit und die daraus hervorgegangenen praktischen Erfolge stehen in krassestem Gegensatz zu dem leeren Gerede, wie es seinerzeit in dem Genfer Völkerbund und heute noch in den parlamentarischen Institutionen der bankrotten Demokratien üblich ist. Deutschen in der mazedonischen Stadt U e s k ü b von der bulgarisch sprechenden Bevölkerung mit unbeschreiblicher Freude empfangen. Die Einwohner waren überrascht, weil sie den Einmarsch der Deutschen viel später erwartet hatten. Die Waffen der Deutschen seien mit Blumen geschmückt worden. Je tiefer die Truppen nach Süden Vordringen, desto mehr steigere sich die Freude. Am Mittwoch sei es auch in Bulgarien überall zu Verbrüderungsszenen zwischen deutschen und bulgarischen Soldaten gekommen. Im Lande wurden Freudenkundgebungen veranstaltet, an denen sich besonders die bulgarische Arbeiterschaft der Staatsbergwerke in Pernik beteiligte. Es bilden sich freiwillige Ausschüsse, um Spenden für verwundete deutsche Mazedomenkömpfer zu sammeln. Diese Geschenke sollen zu Ostern den Deutschen übergeben werden. Bei den serbischen Luftangriffen auf Sofia und K ü st e n d i l wurde kein einziges Mitglied der reichsdeutschen Kolonie in Bulgarien verletzt oder getötet. Ebenso wenig erlitten sie Schäden an ihrem Eigentum. ünscht itri Kriege z u. Zug auf Zug rollte in dichter ebenS. lchincmderfolge aus dem Bahnhof, überfüllt mit ! Dl>r|d)en, Tieren und Gerät, und in endlosen stiftn durchzog das Militär die Stadt. Üswarder letzte deutsche Sonderungen, mit dem wir Belgrad verließen. Er war Mn fahrplanmäßigen Schnellzug Belgrad Buba* p ll cngehängt. War es ein Symptom, daß er auch onl-letzter Wagen den Bahnhof verließ? Man- mochten solche Gedanken gekommen sein. Diahnhofspolizei, Zoll- und Grenzbeamte: das war bi:? irtzte Berührung, die wir mit Serbien hatten. £':el? von ihnen konnten den Druck der letzten Tage mehr ertragen und so begannen sie mit uns W Ipredjen. höflich, sogar freundlich, wie seit lan- nicht mehr. Die Sorge machte sie mitteilsam; fr Dd-urteUten — es war ihnen sichtlich ein Be- Äpnis, dies gerade uns zu sogen — die hal- tuitj der neuen Regierung. Der Agrarner Rundfunksender forderte in einem Aufruf an das kroatische Volk auf, öle Waffen niederzulegen und den Eid auf den Staat der unabhängigen Kroaten zu leisten. Kroatien werde nicht mehr für eine fremde, sondern für dle eigene Freiheit kämpfen. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung durch den Rundfunk aufgefordert, die Häuser für die bevorstehende Ankunft des kroatischen Freiheitskämpfers, Hauptmann Dr. Ante Pawel lisch, zu flaggen. Große Erfolge der Lustwaffe. Seit dem 8. April 43 feindliche Flugzeuge vernichtet. Berlin, 10.April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die großen Erfolge in Serbien und Griechenland wurden am 9. April bereits durch Sondermeldungen bekanntgegeben. Aus der Steiermark vorgehende deutsche Truppen besetzten am 9. April Marburg. Panzerverbände und Infanteriedivisionen des Generalobersten von Kleist stießen nach Besetzung des Eisenbahn- und Straßenknotenpunktes Risch dem weichenden Feinde nach. 3m Vorstoß auf die albanische Grenze wurden nach lleberschreiten des Vardar T e t o v o und p r i- lep genommen. Außer den gestern gemeldeten 20000 Gefangenen fielen etwa 100 Geschütze und mehrere hundert Maschinengewehre sowie große Vorräte an Betriebsstoff, Munition und Gerät in utifere Hand. Sturzkampfflugzeuge griffen in Jugoslawien Straßen- und Bahnziele erfolgreich an. Kampfflugzeuge belegten Flugplätze in Bosnien mit Bomben, zerstörten hierbei sieben und beschädigten fünf am Boden abgestellte Flugzeuge. 3m Raum zwischen Drau und Save wurden Rachfchubzüge und Gleisanlagen durch Sprengbomben getroffen. Aus 3ugoflarolen im Vardar-Tal vorstoßende Panzerkräfte gewannen Saloniki. Die weiter ostwärts kämpfenden Truppen erreichten nach Durchbrechen der Metaras-Linie unter Einnahme oon Tanthi das Aegäische Meer. Die von ihren Verbindungen völlig abgeschnittenen griechischen Kräfte ostwärts des Vardar haben bedingungslos kapituliert. e 3n Rordafrika wurde nach hartem Kampf Derna genommen. 80 Kilometer südwestlich davon fiel auch El Mechilli in die Hand der deutsch-italienischen Truppen. Sechs Generale, zwei Obersten im Generalsrang und 2000 Mann wurden gefangengenommen. Die Beute an Kriegsmaterial ist noch nicht zu übersehen. Starke Kampsfliegerverbände führten in der Rächt zum 10. Avril bei besonders gutem Angriffswetter harte Schläge gegen das britische Rüstungszentrum Birmingham und die bedeutende Hafen- und Werftstadt Rew East le. 3n Rüstungswerken, Schiffswerften und Docks richteten Volltreffer von Bomben schweren und schwersten Kalibers ausge- breitete Zerstörungen an. Es konnten Großseuer und zahlreiche Explosionen beobachtet werden. Auch in den Häfen von 3pswich und Southampton wurden kriegswichtige Ziele wirksam bomllar- biert Außerdem führte die Luftwaffe am gestrigen Tage den Kampf gegen die feindliche Handelsschi f f a h r t im Seegebiet um England mit großem Erfolg weiter. Kampfflugzeuge versenkten neun Zreitag, II. April Ml Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/,Nbr des Bormittags Anzetgen-Breife r Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25’/« mehr Dom Umsturz zum Krieg. Ändrücke eines Deutschen aus seinen letzten Tagen in Belgrad Von unserem Kö.-Korrespondenten. halten sollten. Die Unglücklichen wurden so deni Feuer Ddn beiden Seiten ausgesetzt. Die Panik Me wild kontrastierender Bilder! Zuerst der Mel einer irregeführten, über die Hintergründe ml die sich drohend ankündigenden Folgen des Der» tierischen Vabanquespiels getäuschten Menge. M war es, was die Leute in diesen Rausch Der» War es jener erste Schwung, der so oft bei linr plötzlichen Veränderung die Menschen über hn Kräfte täuscht; war es der Zauber des im jiaOe so oerehrten Namens, den der junge Peter m seinem Großvater geerbt hatte oder war es die illumeine Gier, feine Angst vor dem Abgrund zu ibertäuben? Deutsche Panzertruppen in Agram eingerülkt Don der Bevölkerung Kroatiens jubelnd empfangen. Ä bilisierungsköfferchen", ober schlechtsitzenden Uniformen zum Hauptbahnhof und vergrößerten durch ihr Zusammenströmen, das von keiner ordnenden Hand geregelt wurde, das allgemeine Chaos. So taumelte Belgrad in den Krieg. Oie Serben schickten Bulgaren ins Feuer. Sofia, 10. April. (Europapreß.) Unter den Kriegsgefangenen, die sich in Bulgarien befinden, sind auch der Kommandeur der Breaalnica-Division, General Dragutin Jowanowitsch, ferner der General der Artillerie der gleichen Division, Mihailowitsch, der Divisionschef Grabro- d i j t s ch. In Sofia sind nun auch die ersten g r i e » chischen Gefangenen eingetroffen, die ins Inland weitertransportiert wurden. Sie wurden im Strumatal gefangen genommen. Ein Referveleut- nant aus Mazedonien, ein Bulgare, berichtete nach feiner Gefangennahme, er hätte sich mit Ungarn und Bulgaren, die in der serbischen < I 'M *SI ot,ii‘i NitJ ediej.I bt5 j 'Ne Crl "•» J ' Mir waren die letzten Deutschen, die ntx) in Belgrad zurückgeblieben waren; alle übri- ger hatten bereits die Stadt verlassen. Nun warte- ter wir, Mitglieder der Gesandtschaft und drei I ।gemaltsten, auf den Zug, der uns über die ■ $rnge bringen sollte. Es war Donnerstag, genau IS W Woche seitdem General S i m o w i t s ch mit einen jungen Fliegeroffizieren die Macht an sich gerb'en hatte. ■i Lie vieles hatte sich in diesen sieben Tagen ge- jliiert: die Stadt, die Menschen! Wie fern schien dar friediche Leben, das durch einen Ausbruch von Mhtgier und Leidenschaft aus feiner Bahn ge- riffn wordeil war! Welche Zufammenballung auf- vülender Ereigniffe in fo kurzer Zeit, welche | [i Berni man sich die Menschen näher ansah, dann - Mute man ihnen die Besorgnis aus den Zügen ■ I.'scp Die Stimmung war gedrückt. Man bangte um Üe Zukunft, um die Erhaltung Hes Staqtes, um das fflflf 1 gere Ich. Nicht nur die Frauen, auch die Männer I IP Ilitten ernst und niedergedrückt. Der Staat wankte i lil feinen Fundamenten; das fühlte auch der einfache -ging • Ituin. Kroaten und Slowenen verließen in äderen die Hauptstadt und zogen —darin spiegelten s h! ie ersten Anzeichen des staatlichen Verfalls — IM einer nicht zu verkennenden Unbeteiligtbeit, 9NHI r)er nicht mit kaum verhohlener Freude in ihre o-n jitim at. Alle Züge nach Kroatien und Slowenien 8p laftBRn überfüllt. 20 Jahre lang hatte Belgrad in le nem chauvinisttschen Zentralismus nichts wif- in vollen von den Bitten und Wünschen der Kroa- iinunb Slowenen. Nun war die Macht dieses Zen- kkuB fragwürdig geworden. Werden sie die Ge- vU™ li gm’ieit wahrnehmen? — das war die beuiv rstunde Frage, die sich so mancher Serbe, wenn ei' än nordwärts rollenden Zügen nachblickte, ge- sich hoben mochte. Gegen England. Diese Woche gehört wohl zu den bewegtesten der Weltgeschichte. Sie hat nicht nur Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung gebracht, sondern ist mit deutschen Siegen von einmaligem Ausmaße verknüpft. Trotz außerordentlich schwieriger Geländeverhältnisse und der überaus starken und tapferen Abwehr haben die deutschen Truppen in wenigen Tagen unerhörte Erfolge erzielt und eine strategische Position geschaffen, von der aus die Niederwerfung Jugoslawiens und Griechenlands unter günstigen Aspekten in Angriff genommen werden kann und die alle Hoffnungen zertrümmerte, die die englischen Kriegsverbrecher auf diesen Kriegsschauplatz gesetzt hatten. Eine Sondermeldung jagte die andere und kündete davon, daß es in einem atemraubenden Tempo an allen Frontabschnitten vorwärts geht. Da wurde im Marsche auf die albanische Ostgrenze Tetovo und Prilep genommen, da durchbrachen deutsche Truppen die stark befestigte Metaxaslinie, eroberten Tanthi und stießen bis zur Küste des Aegäischen Meeres durch, da nahmen starke deutsche Panzerverbände, die aus Jugoslawien nach Süden vorstießen, Saloniki und schnitten damit die griechischen Truppen, die in Thrazien ausgestellt waren, von Griechenland ab, da besetzten schnelle Truppen und Panzerverbände Nisch. Im Vorgehen aus der Steiermark wurden Marburg und Agram genommen. Das Ergebnis dieser Anfangskämpfe der ersten Tage erbrachte schließlich die Kapitulation der ostwärts des Vardar kämpfenden griechischen Armee. Noch hat unsere tapfere Wehrmacht schwere Aufgaben zu lösen. Die stolzen Anfangserfolge berechtigen uns aber zu der Hoffnung, daß auch dieser Feldzug mit einem einzigartigen Siege beendet werden wird. Auch dies- mal haben Heer und Luftwaffe vorbildlich zusammengewirkt und gemeinsam den Gegner niedergekämpft, der sich tapfer wehrt. Aber nicht nur auf griechischem und jugoslawischem Boden, sondern auch in Nordafrika, in der Cyrenaika, haben die deutschen Truppen unter der Führung von Generalleutnant Rommel, im Verein mit ihrem italienischen Kameraden stolze Taten vollbracht, die es wert wären, allein ein Kapitel in der Geschichte dieses Krieges auszufüllen. In kurzer Zeit haben sie ungeheure Sttecken bewältigt und den sich zum Kampf stellenden Feind niedergeworfen. Die Einnahme von Derna und El Mechili, das 80 Kilometer südwestlich von Derna liegt, sind die Gipfelpunkte der Operationen auf diesem Kriegsschauplatz. Im Zusammerchang mit dem Feldzug in Jugoslawien und Griechenland hat die englische Reklame davon gesprochen, daß England nunmehr Deutschland einen Zweifrontenkrieg aufgezwungen habe, und daß die deutsche Wehrmacht infolgedessen gezwungen fei, ihre Kräfte zu zersplittern. Das würde — so posaunt man aus dem englischen Lügenministerium in die Welt hinaus — den Anfang vom Ende bedeuten und Deutschland zum Erliegen bringen. Diese Argumentation ist aber nichts anderes als ein kümmerliches Propagandamäßchen. Das englische Lügenministerium scheint von Strategie fo gut wie keine Ahnung zu haben, sonst muhte es wissen, daß man von einem Zweifrontenkrieg erst dann sprechen kann, wenn zu einem großen Gegner einer oder mehrere andere große Gegner stoßen, die einen Großteil der militärischen Kräfte des Feindes binden, hier handelt es sich aber nur darum, daß wir auf dem neuen Frontabschnitt auch nur wieder gegen England allein an-ge» treten sind. Wenn wir unsere Kräfte teilen mußten, so doch nur deshalb, weil auch England seine Kräfte geteilt hatte. Es geht hier wie dort, auf der Insel, um die Insel, in Griechenland, in Jugoslawien, in Nordafrika und im Mittelmeer einzig und allein gegen hie englische Front. Dabei haben wir, abgesehen von einem Kriegspotential, das so unerhört groß und stark ist, daß England sich kaum einen Begriff davon machen kann, noch den Vorteil, daß wir die einzelnen Frontabschnitte von innen heraus besetzen können, während England mit der Bestreitung der Kampffrortten erheblich größere Schwierigkeiten hat, da die Strecke viel länger, die Transportzonen außerordentlich gefährdet und die Kräfte von außen heranzuführen sind.^Wenn also schon Nachteile aus einer Teilung der Fronten sich ergeben, so kommen sie einzig und allein aus das Konto Englands, das in Wirklichkett einen Zweifrontenkrieg fuhren muß. Daß es in Griechenland und Jugoslawien so kommen mußte, ist die Schuld einer hinterhältigen griechischen Regierung und einer notorischen Derschwö- 29? Armee dienten, an der bulgarischen Grenze gefunden. Die serbischen Offiziere hätten alle Bulgaren vor die Grenzbefestigungen gestellt wo sie den e r st e n Angriff der Deutschen auf» M meht den Versprechungen der Usurpatoren; u )eutlich drückten schon die Vorboten des [nie g e s ihre Spuren in das Bild der Stadt, inlb die Zahl der Einberufenen schon in den letzen Lochen und dann von Tag zu Tag immer grö- «fgeworden, wenn man auch amtlich davon nichts Droben wollte — jetzt schwoll sie flutartig an. jlig-slawien mobilisierte. Tausende und fmmfenbe Einberufene durchzogen lärmend die ^.Jahrgang M.86 • fcftöeint täglich, außer ▼ Hl SS Eichener Anzeiger LrÄeÄTi Kr fr ^chÄn6Z^rankf?M vrühlfcheUniverfitätrdr»ckerei H Lange General-AnzeigerfürOberhefsen^rr7L:L'' I« I Steno- t krn kam die Abfahrt. Ich werde die Stunde n>"! nrrgessen. Die Nacht war schon hereingebrochen. D"e Linien der Stadt verschwammen im Dunkel, ui d £5 schien, als gingen in dieser Finsternis alle ton?rungen an die Tage eines besinnlicheren Oe- inter. Das aber ist der nachhaltigste, unver- ■ Wrnfte Eindruck aus jenen nervenaufpettfchen- rv plagen in Belgrad: das Bild der mobilisierten Wtöi tausender Pferde, großer und kleiner, stam- . 2 mtgtr und untersetzter, gepflegter und vernachlassig- hov ter, eil Sinnbild ihrer Besitzer. Reit- und Zug- . Iftirle Droschken- und Zuchtpferde, sie alle hatte ieI , Mlw cstlich von Belgrad mobilisiert, und nun wur- j/ pi si> Tag und Nacht durch die- ©tabt getrieben ' urii ned) dem Süden gebracht zu werden. Ungezählte solche Pferde durchzogen die fiebernde Hauptstadt unbbrachten den aufgeregt pulsierenden Verkehr — wite nchig war es hier noch vor ein paar Tagen, uttö oielleicht fand in diesem Wandel die allgemeine D'ftcrrierunq ihren stärksten Ausdruck — zum f'feei. Man hatte einem Bauernvolk feint Pferde genommen und trieb nun Mei Reichtum in den Krieg. Daneben aber eilten di' ! Aufqerufenen, junge siebzehniahrige Bur- mit kindlichen Gesichtern, aber auch bärtige .■ i- j mit dürftigen Pappschachteln, „Mo rerclique in Belgrad. Es ist nicht so, daß die englischen Kriegsverbrecher diese beiden Staaten gewissermaßen mit Gewalt in den Krieg hineingezogen haben, sie haben wohl alles getan, um Jugoslawien und Griechenland an ihre Seite zu ziehen, es ist aber heute erwiesen, daß auch in Athen und Belgrad Leute am Werke waren, die allzu willige Opfer der Krieasausweitungspläne der englisch« französischen Kriegsverbrecher waren. Die Dokumente, die seinerzeit in La Charitö aufgefunden worden waren, haben der deutschen Regierung bereits Aufschluß über die Treibereien gegeben, nichtsdestoweniger hat aber damals die Reichsregierung aus diesen „engen Beziehungen" noch keine Konsequenzen gezogen, weil der Führer vorher noch den Versuch machen wollte, dem ganzen Balkan und damit auch Jugoslawien und Griechenland den Frieden zu erhalten und die Kriegstreiber und Sekundanten der englischen Kriegsverbrecher auszuschalten. In Belgrad und Athen hatte man sich aber so sehr schon zum Werkzeug der englisch-französischen Politik gemacht, daß man für den Frieden nichts mehr übrig hatte, sondern sich als Bundesgenosse an die Seite Englands und Frankreichs stellen wollte. Die Schuld Athens und Belgrads ist durch die in deutscher Hand befindlichen Dokumente einwandfrei und für alle Zeit erhärtet. Wenn diele beiden Länder mit Krieg überzogen worden sind, so haben sie es den Drahtziehern in Athen und Bel-; grad zu verdanken. Bei den bisherigen Operationen in Jugoslawien und Griechenland ist eine Berührung zwischen unserer Wehrmacht und den britischen Streitkräften noch nicht festzustellen gewesen. Die Briten halten es also auch hier mit chrem alten Grundsatz, den Krieg bis zum letzten Griechen und Serben zu führen. Sie selbst befinden sich, wie der Londoner Nach- richtendienst zugab, „in der Nachhut", und „könnten jeden Augenblick zur Liquidierung des kriegerischen Durchbruchs eingesetzt werden", wie ein Londoner Rundfunksprecher mitteilte. Von diesem Können hat man aber bisher noch nichts gemerkt, die Briten haben es im Gegenteil vorgezogen, sich auch hier unstchtbar zu machen. Es wird aber sicher der Tag kommen, an dem die deutsche Wehrmacht wissen wird, wo die Briten stecken. Dieser Augenblick roifrb aber für die britischen Streitkräfte durchaus kein erhebender sein. Alle konstruierten Siegesmeldungen und alle Bagatellisierungen der deutschen Erfolge werden sie davor nicht bewahren. Auch die vergangene Woche hat bewiesen, daß Deutschland und Italien nur einen Gegner kennen und daß dieser Gegner England ist. Jeder Angriff und jede militärische Handlung ist auf dieses Ziel abgestellt und bringt uns der Erreichung der Niederringung Englands näher. Der Sieg gehört in diesem Kriege Deutschland. Die über alle Maßen stolzen Erfolge der vergangenen Woche lassen das der ganzen Welt erkennen. Ev. Englands gefangene Generale Madrid, 10. April. (DNB.) Das britische Große Hauptquartier in Kairo gibt folgenden Bericht über die britische Niederlage in der Cyrenaika heraus: „3m Verlauf des jüngsten Rückzuges, der sich über eine längere Reihe von Tagen ausdehnte, verloren wir eine gewisse Anzahl von Gefangenen und sind ohne Nachricht über drei (?) höhere Offiziere: den Diktoriakreuzträger Generalleutnant N e a m e, den Generalleutnant Sir Richard O' C o n n o r und den Generalmajor Cambier P a r r y. Die Deutschen behaupten in ihrem Wehr- machtbericht, 2000 Gefangene gemacht zu haben. Diese Zister erscheint nicht unmöglich angesichts der Umstände, unter denen die Kämpfe stattgefunden haben." Heber die gefangenen Generale teilt Reuter mit, daß Generalleutnant O' C o n n o r als die rechte Hand des Generals Wavell bekannt geworden sei. Er sei im vorigen Monat aum Kavalier und Kommandeur des Bath-Ordens für seine vorzügliche Leitung der Operationen ernannt worden, die durch die Einnahme von Benghasi gekrönt wurden. Er kommandierte das 13. Korps und wurde von Churchill in seiner Rundfunkansprache vom 9. Februar besonders lobend hervorgehoben. Generalleutnant N e a m e sei der frühere Oberkommandierende der britischen Stteitkräfte in Palästina und Generalmajor Cambier P a r r y war Chef der britischen Militärmission, die sich vor einiger Zeit nach Griechenland begab. Oer italienische Bericht. Rom, 10. April. (DNV.) Der llallenische Wehr- machlberichl hat folgenden Wortlaut: An der julifchen Front wurde der Vormarsch unserer Truppen Im Save-Tal über Srunjska Gora fortgesetzt. 3o Albanien wurden an der jugoslawischen Front feindliche Aktionen im Abschnitt von S k u t a r i Im keime erstickt und zahlreiche Gefangene gemacht. Unsere Kolonnen rücken auf jugoslawischem Gebiet nach Osten vor, um sich mit den deutschen Kolonnen zu vereinigen. An der griechischen Front nichts Neues von Bedeutung. Unsere Luftverbände haben feindliche Truppen und Kraftwagen in der Gegend von Benco- vazzo bombardiert. Die Hafenanlagen von Sebent c o wurden neuerdings von unseren Bomberverbänden getroffen. Jagdformatlonen haben Ver- nant zur See Domenico Romano einen englischen Kreuzer der Liverpool-Klasse torpediert. Oie italienischen Verluste im März Rom, 10. April. (Europapreß.) Im Monat März sind, wie vom italienischen Hauptquartier bekannt- gegeben wird, an der griechischen Front 3102 Mann gefallen und 6031 verwundet worden, während 7483 Mann vermißt werden. — Die Verluste m Nordafrika betrugen 58 Gefallene, 128 Verwundete, 24 088 Vermißte. — In Oft« asrika waren 159 Gefallene, 383 Verwundete und 645 Vermißte zu verzeichnen. — Die Marine meldete 48 Gefallene, 104 Verletzte und 641 Vermißte, während bei der Luftwaffe 33 Gefallene, 44 Verwundete und 298 Vermißte gezählt wurden. Die Derlustmeldungen stützen sich auf Angaben, die bis zum 31. März durch vorschriftsmäßige Nachweise oder amtliche Mitteilungen gemacht worden sind. Serbischer Grenzschutz von den Ungarn zurückgeschlagen. Budapest, 10. April. (Europapreß.) Eine amt- liche Mitteilung besagt, daß am Dienstag um 20.30 Uhr serbische G r e n z s ch u tz a b t e i l u n g e n an zwei Stellen auf ungarisches Gebiet ei »drangen. Die Serben versuchten bei Perdoc- major und Somogyudvarhely vorzugehen, und zwar in dem Teil des Komitats Somogy, wo^ die jugoslawische Grenze etwas über d i e Drau reicht. Die ungarischen Grenzwachen eröffneten das Feuer und jagten die Eindringlinge zurück. Llrsache und Wirkung. Eine notwendige Klarstellung. Budapest, 10. April. (Europapreß.) Gegen die von türkischer und auch von anderer Seite geäußerte Auffassung, Ungarn habe den Freundschaftsvertrag mit Jugoslawien gebrochen, wendet sich der offiziöse „Pester Lloyd". Ungarn, so sagt das Blatt, habe den Vertrag mit Jugosla- mien .als Mitglied d e s Dreierpaktes abgeschlossen und damit gleichzeitig Jugoslawien der Dreimächte-Polittk im Südosten näherbringen wollen. Der damalige jugoslawische Außenminister Cincar Markowitsch habe in seinem Trink- spruch beim Abschluß des Vertrages den Wunsch zum Ausdruck gebracht, der Vertrag solle ein Beitrag fein zur friedlichen Entwicklung im Donau- Becken „im Einklang mit den Bestrebungen der beiden benachbarten Großmächte Deutschland und Italien". Noch Ende Februar dieses Jahres, als Außenminister Cincar Markowitsch nach Budapest gekommen sei, habe er in seinem dortigen Trinkspruch geäußert: „Mögen unsere friehlichen Anstrengungen in der Zusammenarbeit mit unseren großen Nachbarn Deutschland und Italien zum Wohle Ungarns und Juao- slawiens sowie dieser ganzen Region Europas ihre Früchte tragen." — Mit dem Staatsstreich vom 27. März jedoch, so stellt der „Pester Lloyd" fest, sei das Steuer des jugoslawischen Staatsschiffes umgeworfen. Die führenden Elemente hätten keinen Zweifel darüber gelassen, daß das Jugoslawien vom 27. März ein Todfeind des früheren Jugoslawien, des Jugoslawiens der friedlichen Zusammenarbeit mit den Achsenmächten sei, von dessen Beitrittserklärung die Tinte noch kaum ttocken sei. Die Tatsache, daß Ungarn den deutschen Truppen Durchmarsch, recht gewährt habe, sei eine Folge des zwischen Deutschland und Ungarn bestehenden Vertrages, was Jugoslawien bei der Unterzeichnung durchaus bekannt gewesen sei. Es wäre die krasseste Fälschung der Tatsachen, leugnen zu wollen, daß Jugoslawien das deutsche Vorgehen durch sein eigenes Verhalten herausgefordert habe. „Schatten des Zweifels." Neuyork fragt: Wo ist die britische Expeditionsarmee auf dem Balkan? N e u y o r k, 10. April. (DNB.) Der starke Eindruck, den die ersten deustchen Siege auf dem Balkan auch in der 05^.-Oeffentlichkeit ausgelöst haben, findet seinen deutlichen Niederschlag vor allem darin, daß fast sämtliche Blätter in ausführlichen Kommentaren zu den deutschen Erfolgen Stellung nahmen. Selbstverständlich fehlt es angesichts der englandfreundlichen Haltung der meisten Blätter nicht an Beschönigungsversuchen, aber zahlreiche Stimmen tragen doch notgedrungen den Tatsachen offen Rechnung. So schreibt der militärische Mitarbeiter der „New Dort Herold Tribüne", der Fall Salonikis sei eine ernste Drohung für England. Ueberlegene Waffen, sorgfältige Pläne und unglaubliche Kühnheit, verbunden mit gründ- licher Zusammenarbeit der Landtruppen mit den Luftformationen seien wiederum Bestandteile des deutschen Sieges gewesen. Man könne nicht den britischen Zeitungen beistimmen, daß der Fall Salonikis von geringer Bedeutung sei. Saloniki sei vielmehr von größter Bedeutung für die Aufrechterhaltung der jugoslawischen Nachschub- Knien gewesen. Der fehlende Baustein im Balkanstaat sei augenblicklich die b r i t i s ch e E x - peditionsarmee. Niemand wisse, wo sie sich befände, wie stark sie sei ober welche Pläne ihr Befehlshaber habe. Der ganze Zweck der britischen Armee in Griechenland sei gewesen, eine neue Balkanfront zu schaffen. Ob eine derartige Front geschaffen und vielleicht ein Teil der serbischen Armee gerettet werden könne, seien Fragen, auf die die deutschen Erfolge Schatten des Zweifels würfen. „New Pork Times" schreibt, die Schnelligkeit der deutschen Balkansiege sei unerwartet gewesen, ebenso wie der Vormarsch der AchsenmäcHe über 2) er na hinaus. Eine große Verantwortung ruhe jetzt auf den Schultern des Befehlshabers der britischen Truppen in Griechenland. Die britischen Truppen seien wahrscheinlich viel zahlreicher als gemeldet, gut ausgerüstet, gut ausgebildet und gut geführt und warten nur aufbie Gelegenheit, Dünkirchen zu rächen! Jetzt werde ihnen diese Gelegenheit gegeben. Wenn sie Erfolge hätten, dann wäre her Mythos der deutschen Unbesiegbarkeit zerstört. Schlägt alles fehl, so würde Idie unerhörte moralische Depression tiefen Einfluß auf den Verlauf des Krieges haben „New York Dimes" weist ebenfalls die englische Dagatellifierung des Falles von Saloniki zurück. Die Nazis seien jetzt am Ostmittelmeer. Sie hätten einen Hafen erobert, den die Engländer selbst „Tor zweier Kontinente" genannt hätten. Der Eindruck der Churchill-Rede ist für die 08^.-Oeffentlich- keit ebenfalls alles andere als ermutigend. Die Presse stellt die düsteren Ausführungen des britischen Premiers und die Warnung vor den kommenden harten Schlägen heraus United Preß berichtet, Churchill habe mit größerem Ernst ge- sprachen als je und habe betont, daß England jedes bißchen. Hilfe gebrauchen könne, das ihm angeboten werde. Churchills Klagelied im Llnierhaus. Berlin, 10. April. (DNB.) Wie alles, was in den letzten Tagen von der britischen Insel zu uns herüberdringt, Zeugnis ablegt von einer tiefen Depression, so auch die Rede Churchills, die er am Mittwoch vor dem Unterhaus hielt. Dieser selbe Churchill, der einst das Wort von „Benghasi statt Butter" als Plagiat in die Welt setzte und dessen Presse sich nicht genug tun tonnte über den Wert dieser Eroberung, verkündet nun, der Verlust von Benghasi sei nur bedauerlich wegen des „kostbaren Fluggeländes", England.wäre eigentlich froh gewesen, wenn es damals seinen Vormarsch bei Tobruk eingestellt hätte. Welches Kompliment ist es für die deutsche Heeresleitung, wenn er zugeben muß, daß die Deutschen mit stärkeren Kräften und früher als erwartet in Asrika er« chienen seien. Mit der kaltschnäuzigen Feststellung, >aß die englische Hilfe für Griechenland und Jugo- lawien „im Augenblick natürlich nur beschränkt" ein könne, mögen sich die beiden für England blutenden Länder selbst auseiuandersetzen. Wenn aber Churchill in einem Atemzug erklärt, es sei noch niemals Englands Politik gewesen, den Krieg auf dem Balkan auszubreiten und kurz danach sich des längeren über alle britischen Intrigen bis $u der Reife von Eden und Dill verbreitet, so bestätigt das nur, was wir nicht erst seit gestern oder vorgestern wissen. Nicht erst aus dem Mund des englischen Premiers auch brauchten wir oder die Griechen oder die Jugoslawen zu erfahren, baß britische Truppen an ben Kämpfen auf dem Balkan bisher noch nicht teilgenommen haben. Die „Schlacht im Atlantik" bereitet ihm die größten Sorgen. „Alles", so sagt er, ,chängt von dieser Schlacht ab, die mit wachsender Heftigkeit geführt wird. Unsere Verluste an Schiffen sind sehr schwer. Diese Verluste können sich nicht ewig fortsetzen, ohne unsere Exi - ftenamittel auf das ernsthafteste zu beeinträchtigen. Was wird in der Zukunft werden, wenn die Verluste in demselben Tempo weitergehen?" Diese ungewöhnlich pessimistischen Klagerufe mün» den natürlich in das große Jllusionswort: USA., die aber nach des Ministerpräsidenten eigenen Worten e r ft 1 9 4 2 die ersten neuerbauten Schiffe zur Verfügung stellen können. So mutet die Rede Churchills vor dem Unterhaus am Tage des Einmarsches in Saloniki fast wie ein Grabgesang an. ieidigungsanlagen und Truppen an der jugoslawisch-albanischen Front mit MG.-Feuer belegt und im Tiefflug bei Slofcüa zehn vor Anker liegende Wasserflugzeuge angegriffen, von denen vier zerstört und die anderen fchwer beschädigt wurden. Feindliche Flugzeuge haben Zara überflogen und wenige Bomben abgeworfen, die einigen Schaden anrichteten. 3n der Lyrenaika versuchte der Feind vergeblich, der von den italienischen schnellen Truppen vollzogenen Einkreisung zu entfliehen, die sich im Vormarsch längs der Küste und südlich des Gebet hinter Derna vereinigt haben. Das erbeutete Kriegsmaterial ist beträchtlich, lieber 2000 Wann, sechs Generale sowie mehrere höhere Offiziere wurden gefangen genommen. Unsere Luftverbände haben feindliche Schiffe im Hafen von Tobruk getroffen und heftige Brände verursacht. Zwei unserer Flugzeuge fehlen, ein englisches Flugzeug wurde abgeschossen. In Ostafrika ist Wassaua unter dem Druck überlegener feindlicher Streitkräfte nach heldenhafter Verteidigung gefallen. Der Hafen wurde versperrt, die Anlagen zerstört. Im östlichen Wittelmeer hat eines unserer Il n- terseeboote unter dem Kommando von Cent- Englands letzte Hoffnungen. Stockholm, 10. April. (Europapreß.) Während in ben offiziellen Darlegungen der Fall Salonikis in feiner Bedeutung abgefchwächt wird, berichtet der Londoner Korrespondent von „Dagens Nyhete»'". der 9.April fei in London als schwarzer Tag empfunbe-n worden. Man habe den Ernst der Lage erkannt. Ein militärischer Sachverstän- diger habe sich dahin geäußert, die Deutschen hätten den Vorteil des fliegenden Starts gehabt. Die Langsamkeit der Engländer beim An-setzen des Gegenstoßes zeige sich auch jetzt wieder, genau roi e in Belgien und Holland. Aber es fei noch zu hotten, daß England mit Hilfe Griechenlands und Jugoslawiens eine Front über den Südbalkan herzustellen und ben Hauptteil Griechenlands als Brückenkopf noch halten tonne. Auch feien Englands Möglichkeiten zur See noch nicht völlig ausgenutzt. Im übrigen vertrete man die Ansicht, daß Rückschläge auf dem Balkan die Lage im großen nicht entscheidend verändern konnten. Der Korresvondent des schwedischen Blattes be- [tätigt bann, daß auch in hohen militärischen Kreisen Englands sogar Meinungsverschieden- heiten darüber entstanden feien, ob es zweckmäßig sei, große britische Stteitkräfte auf dem Balkan einzusetzen. Die nächsten Wochen konnten jedenfalls sehr kritisch werben. Einen zuversichtlicheren Ton versuchen die offiziösen Verlautbarungen zur Lag auf dem Balkan. Man spricht von einer er ft en Phase des Krieges in Griechenland, bie jetzt beendet fei. Die britischen Streitkräfte ständen ja voll ausgerüstetzum Kampfe bereit. Gleichzeitig werde in London bestätigt, baß die Räumung Salonikis gründlich burchgeführt worben fei. Die Engländer hätten nicht nur Kriegsmaterial, fonbern auch Lebensrnittel mitgenommen. Unter der Ueberschrift „Verlust und Gewinn" unterstreicht die „Time s" in einem Kommentar zur Churchill-Rede dessen pessimifttsche Feftstellun-- gen. Das Blatt schreibt, „der erste Ansturm ber motorisierten deutschen Kolonnen, ber wahre Blitzkrieg, hat sich wieder einmal als ü b ermäßige nb erwiesen, trotz ber Schwierigkeiten des Balkanlanbes. Saloniki fit gefallen, Nordgriechenland entzweigeschnitten. Es stehen noch Eze Kämpfe bevor, und bie britischen Stteitkräfte noch nicht in Aktton getreten. Aber die ersten Tage des Feldzuges muffen die höchsten Hoff- Aus dem Opfer reist die Tat, mir au« hin reicht biii Äfier fiel 8r Ja, Kraft Leben hier liegen gesehn, Mols I" I fefer,1 bas wissen cM Jo f mn (io »inn« '*1 fir in seiner großen Stunbe, ber greife tief in seine Seele bis zum letzten Grunbe. bann ober steh' er tapfer und sei unverzagt: Gott ist mit ihm im Bunde!" I i?re & bis in bie tiefste Seele hinein des Opfertums, unb so kann bas ganz- nur burch Opfer und Opserbereitschaft z» w i I gl W iK >tkt * Ml W |i U un i-:M W! Di eil Sos i Milbe. Hin, roae qm dem Mild. Ml Yeik em Gesetz, er unterstellt sich ihm, weil er weiß, bat er zugleich das große Lebensgesetz seines Dolke- ist. Aus bem Opfer reift bie Tat! Darum ist auch kein echtes Opfer jemals gani] umsonst, selbst wenn es einmal so aussehen solltr So fürchteten wir es einst im tiefsten Zusammen, bruch für die Gefallenen bes Weltkrieges, baß füi umsonst ihr Leben gelassen. Aber wir haben c, erlebt, baß sie gerade bie metaphysische Kraft gern orben sinb für bas Auferstehen unseres Volk« im neuen Reich, sie marschierten unsichtbar an Spitze ber braunen Bataillone, sie waren ber Geist ber neuen Wehrmacht und führten sie von Sieg p Sieg. Aus ihrem Opfer reifte die neue Tat! Das nimmt bem Opfertum bann bU Bitterkeit und es bleibt zuletzt nur bas wirklich Große iito j rig, bas reine große Wollen unb das heilige Miif- ’ sen um ber Wahrheit und Freiheit willen, wie ei I ber Dichter in ben Worten ausspricht: „Wer um bie Wahrheit kämpfen muß IM I Ifföod) tiefst in Ordnung gebracht werben — wie verschiv ben bas auch im einzelnen ausgebrückt unb au» geführt werben mag. Immer aber kommt es alldem Wissen, daß unser Leben nicht nur aus sH Karfreitag stellt uns roieber in Gebauten v« ben großen Opfergang, der einst für die Mensch beit getan würbe. Was bas eigentlich bedeutet, kön. neu wir heute besser denn je verstehen, wo wh mit unferm ganzen Volke uns zum entscheidende l Opfergang rüsten. In ben „Pflichten bes Soldatem' steht auch ein Satz, ber jetzt besonders stark auf, leuchtet: „Die Ehre des Solbaten liegt im bedingungslosen Einsatz seiner Person für Volk unj Vaterland bis z ur Opferung seines gebens. Gehorsam ist die Grundlage ber Wehrmach« Vertrauen bie Grundlage bes Gehorsams." Uiü unsere alten unb jungen Frontsoldaten haben die, ! Opfergesetz zur Tat unb zur Wahrheit gemacht, wj,. i 1 es auf einem Soldatenfriedhof in Frankreich i5 M t Anlehnung an jenes alte Therrnopylenkämpferwar.1 ' -i & zu lesen steht: „Wanberer, kommst du zur Heimai, kiH verkündige horten, du habest uns ä*,-l *u roie bas Gesetz es befahl! Wie bas Gesetz es befahl — ja, 1 ... bis zum fünften: in dem Augenblick, wo sie einge- etzt werben, ba steht über ihrem Leben bies ehem- , ,ilt - Gesetz von ber Opserbereitschaft bis i, Mha ben Tod. Unb kein echter Solbat entzieht sich bie vir kl 'm ii flau Koilrielb Ber I i Kl bie 1 1*110.1 KitrorlM r^l beg Erhöhe Mi allen ir1 laiche ttra Jlai n) bk Bmitn Bb bas M sys fclalfai hm In i mil Mli fiel Du W« bt w Eh F.500 Kl tu kui mit Europa. Istanbul, 10. April. (Europapreß.) Die 3 und Po st Verbindungen nach 'unb nj Europa sind seit Beginn ber Kriegshandlung^ auf bem Balkan unterbrochen. Der letzte hier am Samstagabenb abgegangene Zug fit i rückgekommen, nachbem er einen lofl lfl an ber griechischenGrenze festgehal' worben war. Der am Mittwoch fällig 0em€. rumänische Kursbampfer ist hier eingetroffen. Die Zeitung „Cumhuryet ", bet aus Ankara, der türkische Ministerrat habe _ schlossen, wegen ber Schwierigkeiten des Portes zur Sicherstellung ber Früchteausfuyr Syrien ben Landweg zu benutzen. rrungen erfüllt haben, die der Feind gehegt huttr. mag." „Oie Vorteile der Offensive." Großer Eindruck in Stockholm. Stockholm, 10.April. (DNB.) 2m Südost«- und in Nordasrika entwickelt die deufiche Kriegs maschine jetzt eine gewaltige Kraft und eine fammenarbeit, die eine überlegene strategische MH rung beweist, stellt „Nya Dagligt Allehanda" M Die deutsche Durchschlagskraft habe erneut di i Vorteile ber Offensive gezeigt. Mit untttix. kicher Präzision hätten bie Deutschen auch biestncl ihren alten Fahrplan einhalten köiv nen. Die Engländer schienen von ihrem gewöhnlichen Schicksal getroffen worden zu fein —r zu spät z u kommen. Die englischen Sachverständ!'- gen unb die englische Presse sähen sich nahezu eir- sttmmig zu dem Geständnis gezwungen, daß biii deutsche Panzerwasse unüberroinblitr sei. Die deutsche Pan^rwaffe, so erklärte z. B. bf? militärische Mitarbetter ber „Times", könne nur durch Erschöpfung besiegt werden. Der ,Laily. Gg- preß" betonte, daß ber Krieg erst beendet werdm könne, wenn es gelungen sei, eine Panzerdivision zu schaffen, die die deutschen Panzerdivisionen schlv gen könne. Oer Eindruck in Vichy. Vichy, 10. April. (Europapreß.) Die <5onberm& düngen bes Oberkommandos ber Wehrmacht übni die Einnahme von Saloniki bret Tage nach Begim des Balkanfelbzuges wurde am frühen Nachmittag bes Mittwochs in Vichy bekannt unb pflanzten W mit Winbeseile von Büro zu Büro, in ben in btu verfchiebenen Hotels untergebrachten Derwaltungin ber Regierung unb in ben Ministerien fort. Der druck, ben diese Nachrichten machten, ist ungeheu-S groß und mit Worten kaum wieberzugeben. 21m bem Unterton ber Unterhaltungen hört man heraus, daß man auch hier bas Gefühl hat, man befinde si-r am Beginn einer neuen Aera, die weiten* gehende Perspektiven hat für bie Auseinandca' setzung im Mittelmeer, unb bamit überhaupt für k große restliche Auseinanbersetzung m>> E n g I a n b eröffnet. Man hört jetzt mehr u™ mehr Stimmen, bie offen bem Gefühl dafür Ausdruck geben, wie unverantwortlich die englischen v» nordamerikanischen Diplomaten gehandelt haben, die Jugoslawen in dieses Abenteuer getrieben have^ das das Ende des jugoslawischen Staates in w- Form bedeuten wird, die es zwanzig Jahre IwN hatte. Was den Kampf um bie Herrsch«H i m Mittelmeer angeht, so bringt bas dafür durch, daß der Tag herankommen werde, Englands Vormachtstellung im Mittelmeer gebrot' chen fein wird. Eden und Dill wieder in England. Stockholm, 10. April. (DNB.) Wie ber W boner Nachrichtendienst meldet, sind Außenminift» Eden und General Dill nach iyrer ausgebebnu* Reise, die sie in den Nahen Osten unb ue Balkan führte, nach Englarrd zurückgekehrt, Die Türkei ohne Verkehrsverbindungm »z»r fieUun ^ni)i M aus Kkullch '-Ulg W Pc Tp Jlad) 51 Wan 2 hUtlf A die ijftn qh 8.Kn, Mlor M Sd)| l?1 Jonn, ' Jem, cs, sfe fci h'«e, E öU( Mm, p öieft Beim Lteberschreiien -er griechischen Grenze kulturstäiten undWohnvieriel Bei klarer Sicht systematische Bombenwürfe in Berlin und Potsdam. enfbt en. Tf)QVP^, em MtkS' 6*': i e aus den Häusern verbündeten Deu gern ein, I Berlin, 10.April. (DJIB.) Bei ihrem Angriff auf die Reichshauptstadt in der Bach! vom S. auf dm 10. April wurden die Engländer durch die M« auch c": alten 1 Oie britischen $erhifie durch Luftangriffe im März. 'N» e jLr > Ho wärts. „Brav habt's gemacht", ruft einer der Einwohner dem Offizier in der Windjacke zu, von dem er nicht wissen kann, daß das ein General ist. Selbst wenn er das Ritterkreuz sieht, das sich der Korn- n reiDl da; H ■Wi wie Ml ft und »j rnrnf kJ nur oiL«'; final;; 2 lehn, iij lon 6»1 e U e ti MgiU flen.y aiieÄ tt höhe erkennen ließ. Sie warfen Spreng- und r allem Brandbomben In der Hauptsache solche Gebäude, die In der gesamten Kulturwelt tuen -kamen haben. U.a. wurden die Staalsoper Im SA Glind ehr NM ehands''. erneut !• ’m S Nx JJes x Bey rnz'g ta*? W. ’mpjtJ ur 9en^ •Jhj M Dies ;C !tzt hl rem ged £* S rwi”! arte zk ' foimi’ r ,M! ibc m in den park von Sanssouci, fernab von jedem militärischen Ziel, und in das lleue Pa- Ui9 fielen. 3m übrigen richteten sich die englischen Angriffe ausschließlich gegen Wohnviertel. Auch zwei Kirchen und ein Kranken h a u s wurden getroffen. Der militärische und i; Wuflrielle Sachschaden ist völlig unbedeutend. Churchills Schuld. w nti I Wenige Männer erkämpfen 10 Bunker Oer Divisionskommandeur stürmt mit an der Spitze. Bon Kriegsberichte, Walter Enz !Mtzerordentlich klare Sicht der Hellen Mond- Olm. »echt begünstigt, die sämtliche Ziele auch aus gro- rnbet vfi panM oifion r 2$630 Tote in England, die Folge derBer ihrem Vormarsch keinem britischen Soldaten begegnet, mit deren Hilfe Jugoslawien und Griechenland gerechnet hätten. Die beiden Staaten müßten sich mit den eigenen Kräf - ten und britischen Versprechungen begnügen. Der Londoner Korrespondent der spanischen Zeitung „ABC" schreibt seinem Blatt in einem Stimmungsbericht aus London:' Drei Tage Balkan- schlacht haben die angreifenden Truppen drei über, aus wichtige Punkte erreichen lassen: 1. die Trennung der griechischen Heere Thraziens von denen im Epirus, 2. die Trennung der jugoslawischen Truppen von ihrer Verbindungs- und Versorgungs- linien, 3. der Schnitt der Verbindungs. linie mit der Türkei. Angesichts dieser über- wältigenden Tatsacken und den immer größeren Erfolgen der deutschen Streitkräfte im Atlantischen Ozean, die den wesentlichen Beitrag zum deutschen Siege liefern, bleibt England nichts als die Verteidigungsstellung an allen Fronten, einschließlich der propagandistischen und politischen Front. So konnte auch die Bedeutung von Churchills Rede letzten Endes nur einen informatorischen und vor allem defensiven Charakter tragen. Zweifel darüber herrschen, daß Deutschland und Italien auf dem Balkan ein rascher Erfolg beschieden sein wird, ich bin dessen überzeugt, daß sie die Befriedung dort in nächster Zukunft herbeiführen werden." M a t s u o k a wird sich von Moskau am 13. April nach Tokio zu- rückbegeben. Mit seiner Ankunft in Tokio rechnet man für den 23. April. Englische Niedertracht! Die Vardarbrücke im Rucken der Griechen gesprengt. B e r I i n , 10. April. (DJIB.) Der Führer der griechischen Mazedonienarmee, die am 9. April die Waffen gestreckt hat, General B a c o p u I o s, hat die Erklärung abgegeben, daß die Engländer im Bucken der in der Front heldenmütig kämpfenden Griechen die Vardarbrücke gesprengt haben. Diese niederträchtige Handlungsweise der Briten habe ihn zu dem Entschluß gebracht, die Waffen zu st recken. Das von dem griechischen Befehlshaber angeprangerte Verhalten der Engländer unterscheidet sich in nichts von den „Heldentaten" der britischen Truppen in Norwegen und Flandern. Nach altbewährter Methode überläßt man dem Bundesgenossen zuerst die Hauptlast des Kampfes, um Ihn dann, wenn es brenzlig wird, schmählich im Stich zu lassen. Daß dieses Schicksal auch die Griechen treffen würde, kann niemanden überraschen. Seit dem Tage, an dem deutsche Infanteristen die Anmarschstraßen an der Grenze Griechenlands pas- fiert haben, sind aewaltige Erfolge erzielt worden. Wenn wir auch an Blitzsiege unserer Wehrmacht gewöhnt waren, so haben die Eroberung von Saloniki und anderen Städten in dieser kurzen Zeit doch wieder dne große Ueberraschung gebracht und Bewunderung ausgelöst. (PK.-Wurm-Atlantic-M.) „Keinem britischen Soldaten begegnet." Oie spanische presse zu den deuifchen Siegen auf dem Balkan. habeck^ wie schnell und plötzlich die Serben aus den Bunkern flüchten oder aber in kurzem Kampf mit den Deutschen unterliegen würden. Der Divisionsgeneral drängt vorwärts. Erst als 150 Meter vor ihm eine schwere, vielleicht 20 m breite Eisenbahnbrücke über den Talbach von den Serben in letzter Not gesprengt wird und unter lautem Getöse in sich zusammenbricht, scheint der Volmarsch ins Stocken zu aeraten, da unmittel, bar hinter dieser Brücke ein schwerer Bunker in den Fels eingehauen ist, durch Tannen ausgezeichnet getarnt. Der General selbst hat als erster durch seinen Feldstecher diesen schweren Bun- ker ausgemacht. Er kniet kurz hinter seinem Panzerabwehrgeschütz und gibt bann dem Geschützführer den Befehl, den Bunker zu beschießen. Wenige Minuten später hat auch die Haubitze Stellungswechsel gemacht, geht hinter einem Gut in ihre neue Feuerstellung und bedeckt den Bunker auf halber Höhe mit fünf, sechs Granaten, die die Tarnung, den Tannenbestano, rings um den Bunker in die Luft fliegen lassen und dem Betonkloß selbst so schwer zufetzen, daß die Besatzung nach rückwärts auskneift. Ein MG.-Halb- zug, der links einer Talsperre auf halber Höhe gleichzeitig mit der Spitzengruppe vorangegangen ist, nimmt die Bunkerbesatzung unter schweres Feuer. Ein vielfaches Echo hallt» von den Bergen längs des Tales wider und mag die moralische Wirkung auf die Flüchtenden womöglich noch verstärken. Kur^e Zeit später ist der Divisionskommandeur mit feinen Männern an der gesprengten E i - senbahnbrücke und klettert als erster über ihre Trümmer hinüber. Er befiehlt, daß aus dem Sägewerk neben der Brücke die aufgeftapelten, frisch ge- bem jugoslawischen Geschäftskrüger überreicht. Der slowakische Geschäftsträger in Belgrad ist bereits in die Slowakei zurückgekehrt. Er hatte in Belgrad nod) die fürchterliche Wirkung der ersten deutschen Luftangriffe erlebt und nach einer gefahrvollen Fahrt die jugoslawisch-ungarische Grenze erreichen können. „Belgrads Treuebruch kann nicht übersehen werden". Matsuota vor japanischen Pressevertretern Moskau, 10. April. (DNB.) Am Mittwoch gewährte Außenminister M a t s u o k a in Moskau japanischen Pressevertretern eine Unterredung, in der er sich wie folgt äußerte: „Bei meinem Berliner Aufenthalt hatte ich die bestimmte Hoffnung, daß einKonfliktaufdem B a l k a n nicht ausbrechen würde; unterwegs nach Moskau, in Malkinia, erfuhr ich, daß die deutsche Wehrmacht gegen Jugoslawien und Griechenland angetreten war. Da Deutschland und Italien jede mögliche Anstrengung gemacht haben, um eine friedliche Regelung herbeizuführen, bin ich überzeugt, daß sie sich der unvermeidlichen Notwendigkeit gegenüber» gesehen haben, ihre Streitkräfte vorgehen zu lassen. Jugoslawien, das dem Dreimächtepakt beigetreten war, hat gleich am Tage darauf einen Staatsstreich durchgesührt und eine Aktion eingeleitet, die den Dreimächtepakt ignoriert; auch vom japanischen Standpunkt aus betrachtet kann hier ein Treue- bruch nicht übersehen werden. Es kann kein hobelten Bretter geholt und als Notsteg über die Drücke gelegt werden. Dann schaut er kurz hinauf Zu dem bloßgelegten Betonbunker über der Tal- straße. Der Bunker steht 15 Meter neben der Dorfkirche, während aroei Meter unter ihm ein großes Heiligenbild aufgestellt ist. Der- Bunker ist nach der Sttaße zu gut getarnt, und nur bas Heiligenbild ist weithin sichtbar. Die Männer, die nunmehr unterhalb des Bunkers auf der Tal- straße werter vorgehen, machen sich samt und son- ders ihre eigenen Gedanken über diese Lage des Betonklotzes zwischen Kirche und Heiligenbild. Der Bunker sieht recht wenig vertrauenerweckend aus; trotz seiner Dicke und feiner Schwere. In feinem Inneren herrscht ein recht unmilitärisches Durcheinander, zum Teil von den schweren Kalibern unserer Haubitzen hervoraezaubert, zum Teil auch von der überstürzenden Flucht der Besatzung ver- ursacht. Während weiter hinten links und rechts vom Tal- gründ aus Gruppen und Züge des Bataillons auf die Hohe hinaufgehen, dabei flüchtende slowenische und serbische Soldaten auf greif en und gefangen- nehmen, bevor sie sich als Heckenschützen in Gehöften und Bäumen wieder festnisten können, dabei auch manche Zivilisten antreffen, die in letzter Minute ein armseliges Bündel geschnürt haben und nicht wissen, wohin sie eigentlich flüchten sollen, während auf Maultieren und Lastwagen der Nachschub für das Bataillon herangebracht wird, drängt der General immer nach vorwärts, und erst die hereinbrechende Dämmerung und ein unerwartetes und unerwünschtes Schneetreiben bietet dem schnei- len Vordringen Einhalt. An der Spitze einer Handvoll Männer zusammen mit einer Panzerabwehrkanone und einer Haubitze hat der General in drei Stunden Angriff lO Bunker in unsere Hand gebracht und eine ganze Menge Gefangene gemacht. Und es ist für ihn ein ebenso einfaches wie klares Rechen- exempel. daß morgen, wenn der Angriff nicht erst wieder am Nachmittag, sondern in der Frühe beginnt, in sechs Stunden 20 Bunker' erkämpft werden müssen, nämlich die Bunker, die noch zu nehmen sind, wenn die Verbindung zum angelehnten Bataillon hergestellt werden soll. Und das Rechen- exempel geht auf. Zm Hintergrund der Gecret Service. Bombenexplosion vor dem deutschen Konsulat in Habana. Habana, 10. April. (DNB.) Dor dem Eingang des deutschen Konsulats in Habana explodierte am Abend des 8. April eine Bombe. Der ungerichtete Schaden ist gering. Drei Verdächtige wurden verhaftet. lieber die Hintergründe, des Attentats sind Zweifel nicht möglich. Ein zurückgelassenes Flugblatt, das Schmähungen gegen den Nationalsozialismus und Faschismus enthielt, trägt den Namen einer gemeinen Terrororganifa- tion: „Union Revolucional Guiterras". Bei dieser Vereinigung handelt es sich um eine Gründung der kubanischen Zweigstelle des Secret Service. Durch Mittelsleute der britischen Gesandtschaft wird der „Union Revolucional Guiterras" eine bestimmte monatliche Unterstützung gewährt. Die Organisation bedient sich der in Kuba sehr zahlreichen Arbeitslosen, um Flugblätter und Propaganda- s ch r i f t e n zu verteilen, die ihr von der englischen Gesandtschaft zugespielt werden. Obwohl die kubanische Regierung eine strenge Bestrafung der Schuldigen angeorbnet hat, ist sie in der Durchführung solcher Maßnahmen beschränkt. Die „Union Revolucional Guiterras" erfreut sich nämlich auch des Wohlwollens des Gesandten der Vereinig- ten Staaten in Habana, des Juden Messer- s ch m i t h. Oer Chef des nordamerikanischen Lustkorps fliegt nach London. N e uy o rk, 10. April. (Europapreß.) Der Ehef des nordamerikanischen Luftkorps, Generalmajor Arnold, flog über Lissabon nach London, wo er während eines Aufenthaltes von drei bis vier Wochen die Abwehr der Luftkämpfe studieren will. Gleichfalls zu Studienzwecken über die Vorgänge auf dem Balkan, in Afrika und im Fernen Osten weilen zur Zeit in London weitere Offiziere der nordamerikanifchen Luftflotte. fetter stammt und darum auch nicht blaß uns selbst gehört, «andern andern, höheren Ursprunas tff und immer wieder aus feiner Eigenmöchtiqkeit 3u feinem Ursprung zurückgerufen werden muß Und das kommt im Opfer zum Ausdruck und wird IN ihm zu neuer Tat. So reift aus dem Opfer immer wieder die Tat! vas Opfer lahmt unsere Kraft nicht, es zwingt ans nicht zum Verzicht, im Gegenteil, es ruft un- ere besten Kräfte wach, es fordert erst recht unsere lande Xätitfeit heraus. Leben und Opfer sind keine Segensätze, ckie sich nicht vertragen, das Opfer will «erade umgekehrt desto reicheren Inhalt in unser Leben bringen, es will den Wert des Lebens er- böhen, es will ihm erst zu seinem wirklichen Wert verhelfen. Und wie oft erhält erst ein geopfertes Leben einen Wert! Einen Wert, den es sonst nie- nals erlangt hätte, und wenn es äußerlich auch Der weiß wie „alt" geworden wäre. So aber ent-. tani> und reifte aus ihm eine Tat, zu der es sonst | niemals fähig gewesen wäre. Ein Leben ganz ohne Opfer, das ist kein rechtes Leben, das ist leer und !ohl. Wer sich immer noch nicht verantwortlich fühlt |um Opfer, der verflacht und gerät in heillose, in- 'ere Leere. Wer aber des Opfers tiefsten Sinn er. aßt hat, wer den Gehorsam kennt, der die Seele irft wirklich frei macht, und wer das Opfer bringt, las auch von.ihm gefordert wird, der lebt in der freue, die ihn in höhere Zusammenhänge stellt ! Md ihn befähigt zum letzten und höchsten Einsatz, it wächst über sich selbst hinaus, er sieht, weil er i rßt glauben und opfern kann. Aus dem Opfer reift | hm die Tat feines Lebens! Freilich, eins bleibt wahr, wie es der Dichter - Heinrich Anacker — seherisch ausspricht: „Fallen müssen viele und in Nacht vergehn, eh' am letzten Ziele groß die Banner weh'» auch die übrig blieben, tragen all ihr Mal auf die Stirn geschrieben, flammend Notfanal." Aber ein stolzes Bewußtsein dürfen sie auch In tret Brust tragen, daß aus ihrem Opfer einst die Iqat und die Tat reifen wird, die den letzten Sieg rerbürgt. Aus dem Opfer reift die Tat? Einmal wird reifen, was wir gesät, was wir im Glauben erkämpft und erlitten, was wir mit hoffendem Herzen erstritten, einmal wird unsere Saat gemäht", I Das ist unser starker Trost und unser fester laube. So gehen wir getrost der Zukunft entge- in, was sie auch bringen mag, mir wissen, daß js dem echten Opfer die Tat für den Sieg reifen ird. M. DNB. ..., 10. April (PK.) Der Divisionskommandeur führt selbst die Männer, die zuerst über die Grenze gegangen sind und nunmehr jenseits des die Grenze bildenden Gebirgszuges die Tal- 0 Kilometer für Kilometer erkämpfen. Dis [amen haben diese Straße mit einer Kette von Bunkern bespickt, die von halber Höhe aus den Weg durchaus beherrschen. Es ist nur eine handvoll Männer, die nunmehr Bunker um Bunker an der Straße ausräuchern. Einmal ist es ein Pakgeschütz, hinter dem sehr oft der Divisionskommandeur selbst liegt und das Ziel anrichtet. Das andere Mal eine 15-cm-Haubitze, die ihre Brocken in direktem Beschuß auf die Betonklötze haut, einige Male auch eine Gruppe von Infanteristen, die sich mit Handgra- naten an die Bunker heranpürschen und die Besatzungen ausheben. Dorf um Dorf wird so von den Spitzengruppen des angreifenden Bataillons erreicht, Dorf um Dorf beseht, Dorf um Dorf von der Herrschaft der Serben befreit, und keiner hat Zeit, die Zahl der Bunker zu registrieren, d i e b e r General mit seinen Männern erkämpft und vernichtet hat. Keiner hat Zeit, denn der General drängt unaufhaltsam vor- Das Ritterkreuz für zwei erfolgreiche Kampfflieger. Berlin, 10. April. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Bors ichlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem Hauptmann flieget, (Sruppentommantbeiir in einem Kampfgeschwader, und dem Leutnant Ge- schwill in einem Kampfgeschwader. Hauptmann Fliege! konnte an der Spitze seiner Kampfgruppe auf zahlreichen Flügen gegen England und auf erfolgreichen Seefer nk amp se i ns ätze n bedeutende Erfolge im Handelskrieg erringen. Die Gruppe hat 39 Schiffe mit 206 000 BRT. versenkt uni) 20 Schiffe mit 115 000 BRT. schwer beschädigt. Hauptmann Flieget selbst hat davon sieben Schiffe beschädigt. Im Bericht des Ober- kommandos der Wehrmacht vom 10. 2. wurde be- fanntgegeben: „Ferntampffiugzeuge unter Führung des Hauptmanns Flieget grissen gestern 500 Kilometer westlich der portugiesischen Küste einen durch Kriegsschiffe gesicherten Geleitzug an, versenkten nach bisher vorliegenden Meldungen Handelsschiffe mit 24 500 BRT. und beschädigten vier weitere schwer. Der Geleitzug wurde damit völlig zer- fprengt." Hauptmann Fliege! halte selbst zwei Schifte versenkt. Am 26. 2. griff eine Gruppe abermals einen durch Kriegsschiffe gesicherten Geleitzug etwa 500 Kilometer westlich Irland an, versenkte neun Schifte und beschädigte sieben schwer. Leutnant G e s ch w i l l hat einen für den Feind besonders wichttgen Rüstungsbetrieb nach drei vergeblichen Angriftsversuchen zerstört. Es gelang ihm beim vierten Einsatz unter schwierigsten wetterlichen und naoigatorischen Umständen das be- ohlene Ziel mit seinen Bomben vernichtend zu reffen. Durch diesen Erfolg angespornt, startete Leutnant Geschwill mit feiner hervorragenden Be- atzung zwei Stunden nach seiner Landung erneut und griff einen Nachtflughafen mit Erfolg an. Da die Wetterverhältnisse sich inzwischen weiter verschlechtert hatten, war er gezwungen, die starke feindliche Abwehr in kaum 100 Meter Höhe zu durchfliegen. Trotz aller Schwierigkeiten erreichte er sein Ziel, landete seine Bomben in der Halle des Flughafens und zerstörte me'hrere ab gestellte Flugzeuge. d die Staatsbibliothek schwer getroffen, ombeu fielen weiter auf dIe Universität md bas Alte Palais. Daß diese Bombenab- lÄrfe systematisch erfolgten, geht einwandfrei aus btr Tatsache hervor, bah auch Bomben in Pots- 1 lleu Dorf, 10. April. (DNB) Nach einer Mit- Ityühng des englischen Ministeriums für die innere ,,n ii"; ^chrheit sollen im März in England infolge von ।IWtmgriffen 4259 Personen in Rüstungswerken 1 , a «"tätet und 5557 verletzt worden fein.. »et r6|IW™ Angriff auf Liverpool am 12./13. Marz . Mn 50Ö Personen getötet und 500 verletzt, b;im : Urqiift auf den C l y d e - B e z i r k am 13 /14. Marz W Personen getötet und 1000 verletzt worden. 'tfc Oi< Slowakei bricht die Beziehungen ‘"Jl | zu Zuaoslawten ab. r-eß bürg, 10. April. (DNB.) Die slowakische ^c i rung hat die ^^^J^mn^^fn^r^bieTer manbeur an'der Spitze seiner Truppen' im Sturm Jri^\ab9fe^Sn ftnHumf ber1 neuen jugo- auf die Maainotlinie geholt hat. ,Mt habts uns ""Eder feindlichen Haltung der n I . endlich erlöst", lagen die Einwohner, mit weißen "VS, X; ä.‘Ä üw«pi'w«S i" "•*> 37. Fortsetzung kommt das Geld, der größte Teil des Geldes we- war genau der gleichen Meinung. sich seiner besseren Einsicht fügten." I „Und dann," fuhr Gert fort, „wie soll er denn sein Bewenden haben soll. Es kam ja nicht allein Sann gibt es nur eine Erklärung: er weiß, wer erfahren haben, daß es sich um Ihre Entwürfe auf die Preiszuteilung an! Die war mir wichtig. der Mann ist, der die Pläne unter dem Stichwort merkt.. .Nein!" rief Charlotte erbittert. „Nein, niemals! Gert blickte fragend auf Charlotte, aber sie beer versteht Sie nicht, Sie sind ihm fremd, und des- (Fvrtfetzung folgt.) nicht, Peter! Man muß ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen. Die Grundsätze, die er aufgestellt hat, gelten nicht nur für uns gewöhliche Sterbliche, Ml fliif hatte in ihm und tatfrohen merkte es nicht, sondern sah schweigend zu Boden. Als sie einmal den Kopf hob, warf sie Peter einen Blick heißen Dankes zu. Und dies war für Gert entscheidend. Er seufzte ein wenig. „Meinetwegen! Es ist zwar möglich, daß ich in Deubels Küche komme, wenn ich Sie mit angeschleppt bringe, aber wir werden uns ‘al ben It im Oktober 1934 seine Ernennung vorfitzenden des Vereins. Das Musikleben in unserer Stadt Die beiden Geschwister sahen ihm voller Mitgefühl nach, wechselten dann fragende Blicke. Gert zuckte stumm die Achseln und machte eine Handbewegung, die bedeutete: Ihr müßt euch abfinden. Ich weiß keinen Rat! Nach einer Weile drehte sich Peter wieder um. mich nicht länger aufhalten. Ich habe mich mit einer Schwindelei gedrückt, und niemand weiß, daß ich nach Berlin gefahren bin. Morgen früh muß ich wieder an der Arbeit sein." Peter kam langsam auf ihn zu. „Wäre es Ihnen recht, wenn ich mitfäme?" 2)iev Frage kam so unerwartet, daß Gert zurück- fuhr. „Sie wollen mit...? Nach Oschnitz? Was haben Sie vor?" „Ich möchte Ihren Vater kennenlernen. Ich möchte mir selbst ein Urtet! bilden. Haben Sie keine Sorge, daß ich etwa Lärm schlagen oder das verkannte Genie spielen will. Ganz genau weiß ich selber noch nicht, was ich eigentlich vorhabe. Das bä 1 ii ßtloni Kobrin nigftens, und deshalb haben alle so getan, als ob sie sich seiner besseren Einsicht fügten." in Darmstadt ____ _______ M. anschließend im Oktober 1894 in Gießen für Geburtshilfe und Gynäkologie. Gleichzeitig war er als Hebammen-Lehrer an der Hebammen-Lehranstalt in der hiesigen Universitäts-Frauenklinik tätig. 1899 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Gießen ernannt, von 1900 ab versah er eine etatmäßige Stelle als außerordentlicher Professor seines Fachgebiets, daneben war er weiterhin Hebammen-Lehrer an der Hebammen-Lehr- anstalt und Mitglied der ärztlichen Prüfungskom- von besonderen Einfällen. Und dieses Neue hat er bei Ihnen herausgefühlt. Daher fein Widerspruch." Peter schüttelte den Kopf. „Glaub' ich nicht! Was j müssen die Umstände ergeben. Ader so geht es nicht!" । „W a s geht so nicht?" „Daß es mit der Ablehnung Ihres Vaters nun Sie zu meinem Plan?" Sie überlegte sekundenlang. „Fahren Sie, Peter! Ich erhoffe mir zwar auch nicht viel; aber ich glaube auch nicht, daß noch etwas zu verderben ist. Also — Mission. Im Weltkriege leitete er von August 1914 bis März 1919 als Chefarzt ein Reserve-Lazarett in Gießen. Auf feinen Wunsch trat er am 1. April 1933 als außerordentlicher Professor an der Universität Gießen in den Ruhestand. Um die gründliche Ausbildung der Hebammen in der Hebammen-Lehranstalt, die nach Walthers liebertritt in den Ruhestand nach Mainz verlegt wurde, hat sich der Jubilar in langjähriger Arbeit große Verdienste erworben. Neben der praktischen Ausbildung der Hebammen ließ er ihnen durch seinen „Leitfaden zur Pflege der Wöchnerinnen und Neugeborenen", der nach der deutschen Ausgabe in russischer, bulgarischer und japanischer Übersetzung erschien, auch starke theoretische Förderung zuteil werden. In der gleichen Weise nützlich wirkten der von ihm herausgegebene „Leitfaden der praktischen Geburtshilfe" und seine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit in Fachzeitschriften. Seine Verdienste um die Ausbildung der Hebammen in Hessen wurden im Jahre 1912 durch die Verleihung des Titels „Medizinalrat" besonders anerkannt. 1933 ernannte ihn die „Vereinigung zur Hals- und Beinbruch! Und glückliche Fahrt!" i Am späten Nachmittag fuhren die beiden nach Oschnitz ab. » gen Einkäufen mit Jockele nach Hause zurückkam, stand Hanne vor dem Hoftor und hielt nach ihr Ausschau. Das war etwas Ungewöhnliches, dcnn sie wußte, daß er viel zu tun hatte und mit jeder Minute geizte. Er machte ein beunruhigtes Gesicht, als er sie kommen sah und ihr langsam entgegen- $ ,Jöas gibt's denn?" fragte sie. „Etwa schon Nach' richt von' Gert oder Peter?" Er schüttelte den Kopf, warf einen kurzen Blick auf Jockele, der an ihm hochzuklettern versucht, und sagte halblaut: „Die Mutter von Jockele ist da..." . Charlotte erblaßte und streckte unwillkürlich ott Hände nach dem Jungen aus, um ihn an sich P1 ziehen und festzuhalten. Ihre Lippen zitterten. Sie konnte nichts fragen und nichts antworten. Ihr er* fter Gedanke war, sich und Jockele in Sicherheit ZU bringen. Hanne Jjielt sie am Arm fest. „Sie ist vor einer halben Stunde gekommen und hat nach dem Jungen gefragt." „Was will sie?" Ich gebe ihn nicht her!" „Aber sie will chn haben!" Sie schwieg verzweifelt. Auch Hanne sah ratlos zwischen chr und Jockele hin und her. Endlich fragte Charlotte: „Wie hat sie mich Über» hauvt gefunden?" „Sie kannte Ihren Namen und hat sich bei der Polizei erkundigt." „Und erst jetzt ist ihr eingefallen, daß sie sich Kleine politische Nachrichten. In Oberursel sprach auf Einladung der NS.- Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" der aus Oberursel stammende Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Bartels auf einem Dorttagsabend, bei dem vorwiegend Arbeiter aus Rüftungsbetrieden zugegen waren. ♦ Am 10. April 1941 begeht Generaladmiral Saalwächter sein 40jähriges Dienstjubiläum als Soldat. Als Oberbefehlshaber eines Marinegruppen-- kommandos ist er einer der höchsten Führer im Seekrieg gegen England. * Auf den deutschen Soldatenfriedhöfen Norwegens fanden am Jahrestag des Beginnes des Norwegen- feldzuges würdige Gedächtnisfeiern statt. In Oslo legten Reichskommissar. Terboven und der Wehrmachtsbefehlshaber Norwegens, Generaloberst von Falkenhorst, Kränze auf dem Heldenfriedhof auf dem Eckeberg nieder. spreche." ,Hch nehme es Ihnen nicht krumm! Aber Sie irren sich! Solche kleinlichen Gefühle widersprechen feinem Charakter. Er tut dergleichen nicht. Das ist „So feien Sie doch ruhig, Peter!" beschwichtigte ihn Charlotte. „Es hängt doch nicht chr Leben daran!" „Nein, aber das Ihre!" „Ach, was kommt es denn auf mich an?" Er wollte eine heftig widersprechende Antwort geben, schwieg aber und nickte nur Gert zu mit der Aufforderung, weiterzusprechen. „An sich wäre es ja gar nicht verwunderlich," bemerkte Gert, „wenn er Ihre Gedanken und Pläne ßaei Verdunkelungszeil 11. April von 20.13* bis 6.35 Uhr. Dem „Secolo" wird aus Bissau (Portugiesisch- Guinea) gemeldet, daß dort ein Rettungsboot mit 18 Schiffbrüchigen des im Atlantik torpedierten englischen Dampfers „Dian Ogilvy" (5802 BRT.) eintraf. Das 9. portugiesische Infanterie-^Bataillvn, das am vergangenen Samstag an Bord des Dampfers „Mousinho" eingeschifft wurde, um die Besatzung der Azoren zu verstärken, ist in Pvnta Del- gada eingetroffen. Die Bevölkerung bereitete den Soldaten einen herzlichen Empfang. J Beamte in m .Wann fahren Sie zurück, Gert?" * .Noch heute nacht. Nein, nein, diesmal könnt ihr' Als Charlotte am anderen Vormittag von envi» chr Kind kümmern muß?" schon irgendwie aus der Schlinge ziehen. Wir kön- Hannne sagte halblaut und in fast entschuldigen« nen uns das ja noch unterwegs überlegen. Ich weiß dem Ton: „Sie hat mir eine lange Geschichte et« nicht verstehen kann. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Sie hätten dann eben Pech gehabt Aber ..." „Nun, was denn?" drängte Peter. „Aber..." „Tja, die Form, wissen Sie, das ganze Drum und Dran, w i e er Ihre Ablehnunng durchgesetzt hat, — das war auffallend. Sonst sagte er eben ,nein‘, , „ und damit basta. Aber nach allem, was ich von Pi- i für mich so sicher wie das Amen in der Kirche, storius gehört habe, ist er diesmal gewaltig ins Eher gehe ich Pferde stehlen, als daß der alte Herr Zeug gegangen, vielleicht auch, weil ihm wider- , jemandem von hinten eins auswischt. Wo er eine sprachen wurde, und schließlich haben sich ihm die Leistung anerkennt, läßt er sie gelten, und wenn es anderen eben gebeugt — rote immer. Von ihm sich um seinen Todfeind handelt." Charlotte nickte mehrmals zur Bekräftigung. Sie allezeit einen warmherzigen Freund Förderer. Auch als Musiker, der Violine und Bratsche im Orchester und namentlich in Kammermusik von Ihnen?" „Bestimmt nicht! Dessen bin ich ganz sicher! Ich wußte doch, worauf es ankam, und lieber hätte ich mir die Zunge abgebiffen, als daß ich aus der Schule geplaudert hätte. Ihren Namen mußte ich ja erwähnen. Das war nicht zu vermeiden, aber ich habe ihm mit keiner kleinsten Andeutung verraten, „ , .. .. daß Sie Architekt feien, und noch weniger, daß Sie sondern auch für ihn selber. Würde er jemals einen sich an dem Ausschreiben beteiligen wollen. Er kann! von uns auf solchen Schleichwegen ertappen, er ' ' • '1 ' ' würde ihn auf Lebenszeit verbannen, und genau »Jockele* eingereicht hat", behauptete Peter. „Er weiß nicht!" widersprach Gert fest überzeugt. „W i e soll er denn dahintergekommen fein?" „Vielleicht durch eine unvorsichtige Bemerkung, Im Vorprogramm sieht man die hier schon besprochene neue Wochenschau und einen Kulturfilm Leben der Lotsen auf einer kleinen Ostseeinsel. WgWÜMSUsMIlM Roman von Wo Renfelöt. „Nein!" unterbrach ihn Gert. „Auf keinen Fall! auch Ldlott mit im Spiel. Und auf sie kommt es an. Das entspricht ihm noch viel weniger. Er geht im- Ich gebe das Rennen noch nicht auf. Wenn Sie mer und stets und unbedingt den geraden Weg! mich nicht mitnehmen wollen, Gert, komme ich Jh- Ausspionieren, sich mit jemand zu heimtückischen nen mit der Bahn nach." Zwecken verbünden — unmöglich. Sie kennen chn m—1 1-----k ' Hans Thyriot. - Neue Tarifordnungen im Wirtschaftsgebiet Hessen. NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit hat durch zwei Tarifordnungen die Löhne der in Natursteinbetrieben beschäftigten Gefolgschaftsmitglieder (Na- turroerksteinbetrieb'e, Pflasterstein- und Schotterwerke) für das Wirtschaftsgebiet Hessen neu geordnet. Die Gefolgschaftsmitglieder werden, je nach der Wertung ihrer Tätigkeit, in 6 Lohngruppen aufgeteilt. Die in den Tarifordnungen feftgelegten ©tun« denlöhne sind in Anlehnung an die im Wirtschaftsgebiet Hessen zur Zeit geltenden Löhne gefunden worden. Bemerkenswert ist, daß nunmehr auch in diesen Tarifen nur 4 bzw. 3 Ortsklassen aufgeführt sind, was gegenüber der bisherigen Regelung eine wesentliche Vereinfachung darstellt. Die Tarifordnungen find im Reichsarbeitsblatt Nr. 8 und in den Amtlichen Mitteilungen des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen vom 10. April 1941 veröffentlicht. Außerdem hat der Reichstreuhänder der Arbeit Förderung des Hebammenwesens" zu ihrem Ehrenmitglied, der Hessische Hebammenverein beschloß ~~ . ~ zum Ehren- ®]rom ifelMei »Hem Mur, i Mem ■«ein J« fit troolif, Btfe j «leff We 'S ist denn schon neu an meinen Vorschlägen? Gar , nichts! Ich will keine Wohnkästen bauen, sondern Heimstätten, die in das Gesicht der Landschaft passen. Ich will keine Siedlung hinstellen, die geometrisch gegliedert ist, sondern aufgelockert, wie es zu Ihren Rabitsch-Bergen paßt. Die Landschaft soll ihr Gesicht behalten. Das kann man nicht alt und nicht neu nennen, und schon längst nicht verstiegen modern. Nein, nein, Gert! Es steckt etwas anderes da- S 6 s „Ml M Hille l”Sta E?» Äieru U5 ’M Ä'ei ausgezeichnet spielt, hat er sich bei zahlreichen musikalischen Veranstaltungen um deren Gelingen verdient gemacht. Er ist ein guter Kener der Quartett- Literatur der Klassik und der Moderne und ein warmherziger Freund der Werke von Brahms und von Reger, für die er sich in unserer Stadt erfolgreich einsetzte. Mit Max Reger war er in enger Freundschaft verbunden. In dankbarer Würdigung seines eifrigen Eintretens für Regers Schaffen erfolgte die Ernennung Professor Walthers zum Mitglied des engeren Ausschusses der Max-Reger-Ge- sellschaft. Im Gießener Konzertverein und im Akademischen Gesangverein hat sich der Jubilar an einflußreicher Stelle in hohem Maße für die ideellen Ziele dieser beiden Vereine unermüdlich betätigt und ihnen und damit zugleich dem Gießener Musikleben unvergeßliche Dienste geleistet. Noch Professor Or. Walther 75 Jahre alt. Der in Gießen und weit darüber hinaus bekannte Frauenarzt und frühere außerordentliche Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Gießen, Medizinalrat Professor Dr. Heinrich Walther, kann am morgigen Samstag, 12. April in bester Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Neben seiner Berufsarbeit hat auch seine tatkräftige Förderung des Musiklebens in unserer Stadt wesentlich dazu beigetragen, daß dem Jubilar in weiten Bevölkerungskreisen große Wertschätzung dargebracht wird. heute läßt der Fünfundsiebzigjährige allen Bestrebungen zur Förderung des Musiklebens tn unserer Stadt seine rege Förderung zuteil werden. Dem Jubilar wird an seinem morgigen 75. Geburtstage das herzliche Gedenken weiter Bevölke- rungstreife in Stadt und Land gelten mit dem Wunsche, daß ihm noch ein langer und schöner Lebensabend beschieden sein möge. Lornoiizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Spähtrupp Hallgarten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Sunde der Rogelia Sanchez". Ortszeit für den 12. April. Sonnenaufgang 6.36 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. — Monduntergang 7.05 Uhr, Mondaufgang 21.07 Uhr. Mond in Erdnähe. Lichtspielhaus: ,0te Sünde der Noqelia Sanchez«. Ein Roman des 1938 verstorbenen Spaniers Armando Palacio Valdes lieferte den Stoff für eine italienisch-spanische Gemeinschaftsproduktion, die in italienischen Ateliers unter italienischer Regie mit spanischen Hauptdarstellern gedreht wurde. Mario S o l d a 11, Alberto Moravia und Roberto de Ribon schrieben das Drehbuch. Es handelt sich um das Schicksal einer jungen asturischen Frau namens Rogelia, deren Sünde darin besteht, daß sie ihren Mann verläßt und damit die Heiligkeit der Ehe verletzt. Der Mann, in einem Bergwerk beschäftigt, ist ein Säufer und Raufbold, der mit seiner Gewalttätigkeit das ganze Dors tyrannisiert. Die junge Frau verliebt sich in den Arzt, der ihren durch einen Messerstich verletzten Mann behandelt hat, und folgt ihm in ein neues Leben. Aber obwohl sie ein Kind miteinander haben, können sie nicht heiraten; das Verhältnis der beiden kompliziert und erschwert sich so, daß die Frau eines Tages den Geliebten und ihre kleine Tochter verläßt, um zu ihrem Mann zurückzukehren und ihm, der als Steäf» ling für einen aus Eifersucht auf den Arzt verübten Mordanfall büßt, das Leben zu erleichtern. (Die Zustände in der Sträflingskolonie find, nebenbei bemerkt, für unsere Begriffe einigermaßen verblüffend.) Der Sttäfling, der sich mittlerweile seinerseits gewandelt hat, kommt bei dem Versuch, einen Unfall zu verhüten, ums Leben. Dadurch wird die Frau endgültig erlöst; sie kann zu dem geliebten Arzt und^ihrem Kinde zurückkehren und bei ihnen ihr Glück finden. Die Handlung wirkt für unsere Vorstellungen etwas antiquiert, was überdies durch die an amerikanische Vorbilder erinnernde Dialogführung noch untersttichen wird; technisch läßt die Synchronisierung nichts zu wünschen übrig. Unter der Regie von Carlo B o r g h e s i o erscheinen in den Hauptrollen Germana Montero (Rogelia), Juan de Landa und Rafael Rivelles. — In Berlin wurde eine Internationale Rechtskammer" gegründet, in der die Juristen- oerbände der den Achsenmächten befreundeten Nationen vertreten sind. Der Leiter des 516.= Rechtswahrerbundes, Reichsleiter Generalgouverneur Dr. Frank, hat das ihm angettagene Präsidium dieser Institution angenommen. Reichsntinister Dr. Goebbels hat als Präsident der Reichskulturkammer den Bildhauer Professor Arno Breker und den Architekten Professor Leonhard Gall zu Vizepräsidenten der Reichs- fammer der Bildenden Künste ernannt. * Die Gründung der Reichsuniversität Posen wird am 20. April vollzogen werden. Die Gründungsfeier selbst wird erst am 27. April in Posen stattfinden. Reichsminister Rust wird sprechen. ♦ Die 65. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, die für den 16. bis 19. April 1941 nach Berlin einberufen worden war, wird auf unbestimmte Zett verschoben. Zwischen dem dänischen Mnister für öffentliche Arbeiten Gunnar Larsen und Staatssekretär Klein- mann ist zur Durchführung einer neuen Eisenbahn- und Autobahnverbindung zwischen Deutschland und Dänemark über Lübeck—Fehmarn—Belt—Laaland— Kopenhagen ein Abkommen unterzeichnet worden. Die dritte deutsch-japanische Akademikertagung in Hochsoelden im Oetztal wurde mit einer feierlichen Kundgebung in Anwesenheit des Gauleiters Reichsstatthalters Hofer, des japanischen Gesandten Sakuma und des Präsidenten der Deutsch- Japanischen Gesellschaft, Admiral Förster, beendet. Aus Nassau (Bahamas) meldet „Exchange Telegraph", daß die Jacht des Herzogpaares von Windsor auf der Hohe der Insel Eleutera gesunken ist. Das Herzogspaar wurde gerettet. Ein Kreuzer und mehrere Flugzeuge wurden zu der Unfallftelle entsandt. Die Jacht wurde gehoben und ist nach Nassau unterwegs. Am 10. April ist in Moskau ein Abkommen abgeschlossen worden, das den Waren - und Zahlungsverkehr zwischen Norwegen und der UdSSR, regelt. Die Verhandlungen hierüber sind auf deutscher Seite von Botschaftsrat Hilger, kommissarischen Staatsrat Johannessen und anderen norwegischen Sachverständigen, auf sowjetischer Seite von dem stellvertretenden Volkskommissar für den Außenhandel der UdSSR., Stepanow, geführt worden. handelt?" Das streite ich nicht ab. Ich wäre sehr glücklich ge- „Oh, ich kann mir vorstellen, daß er mich aus- wesen, wenn man mir den Auftrag gegeben hätte. spionieren ließ, ohne daß ich etwas davon ge» Aber es werden sich auch noch andere Gelegenheiten I finden, zu zeigen, daß ich was kann. Hier aber war i „Den Jungen haben! - -- -------A -- - - I Nein!" rief Cbarlott eine neue Tarifordnung für die Konditoreien int Wirtschaftsgebiet Hessen erlassen. Hierdurch erfährt erstmals das Konditorhandwerk eine einheitliche tarifliche Regelung. Die Entlohnung erfolgt für die vorwiegend im Handwerk beschäftigten Gefola- schaftsmitalieder in Anlehnung an den Bäckereitarif, für die überwiegend in der Bedienung tätigen Gefolgschaftsmitglieder unter Berücksichtigung der Ta, rifordnung für das Gaststättengewerbe. Je nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit beträgt, ber Urlaub 6 bis 14 Arbeitstage. Die Tarifordnung regelt ferner besonders eingehende Fragen des Arbeitszeit- rechtes für Konditoreien, die Weiterzahlung des Lohnes bei Arbeitsverhinderung und Krankheit, sowie der Einführung einer Lohnbeihilfe beim Tods eines Gefolgschastsmitgliedes. Neue Nichiiinien für Housaehilfinnen. NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat in seinen Amtlichen Mitteilungen vom 25. März 1941 die von ihm neu bearbeiteten Richtlinien für die Arbeitsverhältnifse der in Privathaushalten als Hausgehilfinnen und Hausangestellte beschäftigten Volksgenossen vom 15.2.1941 zum Abdruck gebracht. Diese Richtlinien sind eine Neufassung der bisher gültigen Richtlinien vom 1.9.1937, für die sich eine Aenderung und Ergänzung in vielen Punkten als notwendig erwiesen hatte. Außer einigen redaktionellen Äende- rungen und der Neufassung der Bestimmungen über Urlaub, Lohnfortzahlungen bei Krankheit usw. enthalten die neuen Richtlinien nunmehr insbesondere Lohnsätze für Hausgehilfinnen und Pflicht- jahrmädchen, die in Zukunft zu beachten sind. Kreis Bübingen. § Schotten, 10. April. In der hiesigen Förster schule beginnen nach Ostern wieder neue Ausbildungskurse für Waldarbeiter, zu denen nun« mehr auch aus weiteren preußischen Gebieten (Bezirk Wiesbaden) auszubildendes Waldpersonal herangezogen wird. — Forstmeister Ritter wurde nach Ostoberschlesien abkommandiert, Heinr. Bing am Forstamt Schotten wurde zum Forstobersekretär ernannt. — Gefreiter Heinrich Meidt wurde zum Unteroffizier befördert. Stille Aktienmärkte. FWD. F r a n k f u r t a. M., 10. April. In der Be- hinter: persönliche Abneigung, persönliche Feindschaft, Rachsucht — Niedertracht! Verzechen Sie, bitte! Ich habe vergessen, daß ich von Ihrem Vater richtszeit verkehrten die Aktienmärkte an der MW« 51 Frankfurter Börse in sehr stiller Haltung. Es zeigte sich keinerlei Unternehmungslust, und die Kurs- gestaltung war durch die geringen Umsätze uneinheitlich. Immerhin blieb der Grundton freundlich. In Groß-Gerau am 12. April 1866 als Sohn des Distriktseinnehmers, Rendant Peter Walther geboren, besuchte Heinrich Walther das Gymnasium in Gießen, studierte dann hier von 1885 bis 1890 Medizin und war anschließend, nach seinen Exami- nas und der Doktorpromotion, Assistent in der Universitäts-Frauenklinik. Nach Reisen zu seiner wei- wissenschaftlichen Ausbildung praktizierte er rmstadt als Frauenarzt und habilitierte sich ^Innii !Nnn also gar keine Ahnung gehabt haben. , „ „Dann möchte ich wissen, welche Erklärung Sie I dasselbe verlangt er von sich. Es ist, wie ich sage, sonst für feine Entscheidung haben." 1 «r versteht Sie nicht, Sie sind ihm fremd, und des- Gert kratzte sich den Kops. „Schwer zu sagen, halb versteht er auch Ihre Arbeiten nicht. Es gibt „ .. Peter. Ich habe natürlich selbst darüber nachgedacht keine andere Erklärung." zwar nicht, was Sie sich von einer Unterredung mit zählt.. Er sträubt und sperrt sich gegen das Neue, gegen l Peter schien widersprechen zu wollen. Man sah ' Dem alten Herrn versprechen. Ich kenne chn in sol-1 in ram. Iti 00c Richli ßäii Ionen (10 C chs» th in sind WIDHI Etzrnv men. thtnj .De Erfolg l s C h et| Einige Sonderbewegungen ragten auch diesmal hervor. Conti Gummi setzten ihre Aufwärtsbewegung bis 314 fort, und auch Südd. Zucker konnten bis 280 anziehen. Bei beiden Gesellschaften rechnet man angesichts einer bestehenden Unterkapitalisierung mit Kapitalaufstockungen. Allerdings hat die Südd. Zucker AG. sich nach einer Aeußerung mit der Frage bisher nicht befaßt. Die Farbenaktie lag weiterhin verhältnismäßig schwach und gab vorübergehend wieder bis 183 nach, um dann aber in den letzten Tagen wieder bis 188 anzuziehen. Für Autoaktien bestand vorübergehend ebenfalls einiges Interesse, desgleichen für einzelne Montanwerte. Per Saldo hat sich das Kursniveau jedoch wenig verändert. Die Berichtszeit schloß — da sich wieder einiges Anlaginteresse und auch einige Meinungskaufe ttafen — ziemlich fest. An den Rentenmärkten zeigte sich laufend Nachfrage nach Reichsschätzen und nach Pfandbriefen, in welch letzterem das Angebot nach wie vor so knapp ist, daß die Notierungen mehr ober tveniger rein nominellen Charakter haben. Die Altbesitzanleihe des Reiches lag zwischen 160 und 161, Steuergutscheine I bröckelten bis 104,25 ab. Jndu- strieobligationen lagen meist freundlich, doch ohne größeres Geschäft. Im Aktienfreiverkehr war die Umsatz- tätigfeit sehr gering, und die Kursveränderungen kaum nennenswert. Das Bezugsrecht für Beck & Henkel (Kassel) wurde mit zirka 8 bis 8,50 v. H. genannt, nach Abgang hörte man die Aktien mit 119 bis 120 v. H. — Tagesgeld blieb unverändert 1,75 v. H. Haupuchvttleuer: Dr. iWebrt» Stiteüe Lange Stellvertreter 6H Hauptichrillletie»- Ernst Bhimfdjde. Vevantwvrllich füt Pollill ent Bllder: Dr. Hr. V. Lange: füi dar Feuilleton: Dr. Han» Ttzortot; to Stadt Sieben, Prvvttv, Äirychml ,. Sport: $mft Biumjchem. Druck und Vertag BrLdllche UnivertttLievruckeret R. Lange K. < Srrmaeletter. Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeiaenlett«' Han» Beck, Sei-nttworfH* , itr den Inbali der Ämeiaen: DbeodorSümme! W.Nr.t.