land, Italien begeben. «ach Rom feine und N e u y o r k, 10 März.' (Europapreß.) In der I den Hammerschlägen der deutschen Stukas re p t b e Montagausgabe der „New York Herald Tribüne" zusammen geschrumpften Vorräte in wird erneut auf das Schiffsraumproblem Lagerhäusern und Docks der britischen Inseln so hingewiesen. Die Washingtoner Experten seien rm heißt es u. a. in dem Artikel, könne man ermessen, Ungewissen darüber, ob England seine Lebenslinie | was die bisher erfolgten Versenkungen britischen offenhalten könne. Die überwiegende Meinung gehe Schiffsraums bedeuteten. Selbst die raffinierteste hnfein »6 fnnn» fohr mnhi sein dast diese Kochkunst werde England niemals in die Lage ver- Montagausgabe der wird erneut auf das in t&f 1 N Dreimächtepakt unterzeichnet. rung d)ar m ßunttf. nie p -M mil it, verlautet, wird Rlalfuoka am 2H i H ro o d) Reife nach Berlin anlreten. schen Mächte kämpft. Oer japanische Vermittlungsvorschlag angenommen. Abtretung einiger Grenzgebiete von Französisch-Jndochina an Thailand. Tokio, 11. März. (DRV.Funkfpruch.) Durch unkten 'M} r noch in her 'n 8e- ), ein i Äorii t dem pmtll jckk 'unm hatte e her n bei?, ähcki turnet en ein r denn geben. TUrch Abschluß feiner Besprechungen in Deutschland wird sich Außenminister Matsuoka Deutschlands, als Vertreter einer Nation, die gleich uns den Freiheitskampf gegen die alten plutokrati- wen, J ileiteri ; W'\ rrken. \ 043.* 1 lichrnkl 9 iiir o Er.v Atlich und Unterzeichnung des japanischen Vermittlungsvorschlages zur Beilegung des Grenz- ft r e i t e s zwischen Thailand und Französisch Jndo- china bekanntgegeben. Danach werden von Franzö- sifch-Jndochina an Thailand der P a k l a y - B e - zirk sowie Gebiete im westlichen, nordwestlichen und südwestlichen Eambodscha, die ehemals thailändisch waren, abgetreten. Alle diese Gebiete werden entmilitarisiert. Zwei Inseln im 2He- kong-Fluh, Khong und Khone. kommen zwar unter thailändische Souveränität, werden aber gemeinsam verwaltet. Japan garantiert die Endgültigkeit des Uebereinkommens, während Frankreich und Thailand die im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens von japanischer Seile gemachten Anstrengungen sowie Japans korrekte Haltung anerkennen. Matsuoka vom Kaiser empfangen. T o k i o, 11. März. (DRB. Funkfpruch.) Anläßlich der Unterzeichnung des Friedensabkommens mit Thailand und Jndochina sowie seiner bevorstehenden Europareife wurde Außenminister Matfuoka vom Kaiser in einer Sonderaudienz empfangen. Wie elbst^ höht fich die Verlustliste der englischen Zerslörer- flotle im bisherigen Verlauf des Krieges a u f 4 3 Einheiten. Neun englische Küstenwachtschiffe in drei Wochen. Berlin, 10. Blärj. (®BB.) Nach einer mit- leilung der englischen Admiralität find in der Rächt zum Sonntag die beiden Küstenwachlschiffe „R e - mllo" und „Eodders" versenkt worden. Einschließlich dieser beiden vernichteten Schiffe hat die englische Flotte innerhalb der letzten drei Wochen allein von diesen leichten Streitkräften neun Einheiten verloren, hiervon war der Untergang der ,.h u n t l e y" mit 73 Mann Besatzung und des Vorpostenschiffes „O r m o n d e" sowie eines namentlich nicht festgestellten Minenlegers, der am 5. März durch einen schweren Bombenvolltreffer buchstäblich zerrissen wurde, mit schweren Verlusten an Offizieren und Mannschaften verbunden. Mit und ohne Amerikahilfe Vor der Geheimsitzung des britischen Unterhauses. Bon unterer Berliner ecbrittleitunfl. mach, riche unb fchon- nmg. ' -ei- n umr ch!!1- ening n un> bent * 8. 1 wir "in San Huitj ‘artin H K 'tiet । t bfr itUltfl flfeil. t! unb । nie M unb $ ahe" “ Britische Zerstörerflotte verlor bisher 43 (k'n^eiten. Berlin, 10. März. (DRV.) Die englische Adml- Fragen, die sich aus der Zusammenarbeit, wie sie im Drei-Mächte-Pakt zwischen Deutfch- “ " und Japan bestimmt worden ist, er- Amor! bangt für Eng'ands Lebenslinie Vie Gefahr der kombinierten U-Doot- und Bomberangriffe. ein gemeinsames Kommunique Japans, Frankreichs Thailands wurde am Dienstag die Annahme irn nin unb r ijufotr.' üllii rpeyrl!. W 2Beüi sogar dahin, es könne sehr wohl sein, daß diese Lebenslinie ab geschnitten fand Englands Widerstand gebrochen werde. Die kommenden k o m- binierten U-Boot-Bomberangriffe Japans Außenminister besucht Berlin und Rom Besprechung aller mit dem Dreimächtepakt zusammenhängenden Fragen. Das englische Unterhaus tritt in dieser Wache zn I Es ist nicht einmal Benins aBeinifle Sdjulb wenn einer Geheimsitzung zusammen, in der außer dem diese neuen Diktaturmaßnahmen des Systems Ehur Ministerpräsidenten vor allem das Marineministe- chill die denkbar unglücklichste Begründung e.yalten. rium, das Schiffahrtsministerium, das Verkehre Einerseits laßt nämlich die RePeru"g den Minister Ministerium und das Arbeitsministerium im Mittel- Bevm beharipten, daß Deutschland nach der An- punkt schärfster Auseinandersetzungen stehen wer- nähme des Englandhilfegesetzes im amerikanischen den Je änger desto mehr machen'sich die Auswir- Senat den Krieg gar nicht mehr gewinnen könne vuh. vc , । 2. . / , J . . ___ «Vxav onthn l Mhff hto (Vrflnritnn ’Rpnmci Alitts «önip s? 'S s; ftcU Asiens und Europas nur in der Beseitigung der plutokratischen Gewalten liege. Japan bildet, da diese zusammenhänaende Kette von Inseln durch seine Luftwaffe und seine Flotte leicht geschützt wird, eine geschlossene strategische Basis, die beinahe als unangreifbar bezeichnet werden kann. Es hat den Vorteil der inneren Verteidigungslinie. Soeben hat Japan den Frieden zwischen Französisch ■ Jndochina und Thailand vermittelt. Frankreich und Thailand haben also den berechtigten Anspruch auf die ostasiatische Vormachtstellung Japans anerkannt Wenn England oder die USA. diese Stellung noch bekämpfen, so ist das von minderem Belang, denn im Bündnis mit den Dormäch- ten Europas ist Japan die stärkere Partie. Und dieses Bündnis wird gerade durch den Besuch Mat- <91. Jahrgang llr. 59 (Jnidieini tanlicb. anker Sonntags und Feienags Beilagen: Tie .Illustrierte (Siebener ftnmilienblntter Heimat imBild TieSctwlle Monats-Bezuasvreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne.Illustrierte <. 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gemalt rycrnivrechanschluk 2251 Dra l) tnnfcbrift: „Anzeiger" Po'lscheck116»fiArants. M exhtk; eh, ! firner1' Oer Hier orquriq ueiuti luui. auic iiiiiiivc m. - — ------u- / , . , Fällen denkt Churchill, der verantwortliche Chef der , Aufnahme des verschärften Seekrieges durch britischen Regierung, nicht im Traum daran, die . Deutschland könne England einer vollen Niederlage volle Wucht der Angriffe aus dem Parlament per-, nahebringcn 2. England könne dieses ^ahr nicht sönlich abzufangen. Vielmehr hat er nach bewähner mehr durchhalten, wenn nicht die obenerwähnten Methode einen jener Minister vorgeschickt, die im Diktaturmaßnahmen für den englischen Schiffsbau Kabinett Churchill als berufliche Sündmböcke be- sofort durchaeführt wurden Damit ist bereits zu- reitgehalten werden und gegebenenfalls jederzeit in rc—ts “ r m ' M n h n * die Wüste geschickt werden können. die USA. zu erwerben. Diese kurze Zusammenstellung der britischen Schiffsbau- und Flottenlage wirft das denkbar grellste Licht auf die Aussichten, mit denen England dem großen Entscheidungskampf entgegenzugehen gezungen ist. Was sich die Engländer unter diesen Umständen noch von dem amerikanischen Hilfegesetz versprechen können, aus dessen Annahme durch den Senat sie im Reklamewege am liebsten eine Kriegsentscheidung machen möchten, das ist um so begreiflicher, als ja eben erst eine amerikanische Autorität, ein aktiver Admiral, zugegegcben Hot, daß schon jetzt, d. h. noch vor Beginn des verschärften U-Bootkrieges, 35 v. H. der amerikanischen Lieferungen versenkt werden. Die angelsächsischen Kriegsoerschwörer können sich also ausrechnen, was von der angeblich „vollen" Hilfe Amerikas im Frühjahrt noch übrig- bleiben wird. Unter diesen Vorzeichen steht die neue Geheimsitzung des Unterhauses, in der die Reyie- ------- Churchill einen schweren Stand haben wird. Roosevelt und der Weltfrieden Das Echo des Englandhilfegesetzes inJapan Tokio, 10. März. (Europapreß.) Das Zusammenfällen der Annahme des Englandhilfe-Gesetzes durch den amerikanischen Senat mit dem A u s • bruch größerer Streiks in der amerikanischen Industrie wird von der japanischen Presse dahingehend gekennzeichnet, daß die nordamerikanische Regierung ohne Rücksicht auf die sozialen Interessen der Arbeiterschaft ihr Hilfsprogramm für England aus imperialistischen Gründen durchsetzen will. So erklärt „Yomiuri Shim- bun-", daß Roosevelt keinen einzigen Grund für die Notwendigkeit der von ihm verfolgten Polittk en- führen könne, weil kein Land beabsichtige, Amerika über den Atlantik oder über den Pazifik h.nweg an- zugreifen. Das Blatt bezeichnet Roosevelt als „öffentlichen Feind des Weltfriedens" und verweist hierbei auf die durch die amerikanische Kriegspropaganda bei der breiten Masse hervorgerufenen Jnoafionsbefürchtungen. Aehnlich spricht die Zeitung „Hochi Shimbun" von Roosevelt als dem „Feind der Menschheit". Von diesem „Titel" könne er sich weder durch Entschuldigungen noch durch Erklärungen frei machen. Unfruchtbares Angelfachsentum. Wie der Jude niemals irgendeine künstlerische, das heißt aus dem irrationalen, durch den Intellekt nicht zu erfassenden Volksbodcn entsprungene Tat vollbrachte — selbst ihr Tempel mußte mit fremden Bauleuten und fremden Plänen errichtet werden —, so ijt mit dem Eindringen des Puritanismus in England und seinem in der Moralauffassung jüdischen „Gesetz" sowie dem äußeren Dcksein maßgebenden Erwerbsprinzips die künstlerische Veranlagung der Briten einfach vor die Hunde gegangen. Die Grüßen der englischen Kunst wurden ausgerottet. Der Puritanismus kam durch Cromwell politisch zur Macht und hat immer tiefere Spuren gezogen. Die englische „society“ entstand, und es starb das England Shakespeares. Im „Kaufmann von Venedig" sagt'Shakespeare: „Der Mann, der nicht Musik hat in ihm selbst. Den nicht die Eintracht süßer Töne rührt, Taugt zu Verrat, zu Räuberei und Tücken: Die Regung seines Sinns ist dumpf wie Nacht, Sein Trachten düster wie der Cerberus. Trau keinem solchen!" Mit der Shakespearezeit versank die Musik. England hat keinen einzigen bedeutenden Komponisten hervorgebracht. Wie ein Leichentuch legte sich die puritanische Scheinheiligkeit über alles, was Kunst ist, über Architektur, Dichtung, Musik. Der Engländer wurde amusisch, und seine Romane schreibenden Frauen sind nur ein Beispiel für diesen Puritanismus, der mit schöpferischer Kunst so wenig zu tun hat wie die Reimereien eines Vansittard mit der Geisteswelt der nordischen Heroen Shakespeare oder Goethe. Die Keimtötung des seelischen Wachstums, des Denkens und Fühlens, hat in England von Jahrzehnt zu Jahrzehnt so zugenömmen, daß die Engländer heute als Asphaltintellektuelle ein Leben ohne die eigenllichen germanischen Zeugungselemente der Kunst führen. Ihr Gehirn ist ein Hauptbuch mit Soll und Haben. In seinem Buch „Sesam und Lilien" schrieb der englische Soziologe John Ruskin, der erst 1900 starb: „Ich sage, die Engländer haben die Kunst verachtet. ,Wiell, werden sie roieber antworten — ,haben mir nicht meilenlange Kunstausstellungen? Und bezahlen wir nicht Tausende von Pfunden für einzelne Bilder? Haben wir nicht mehr Kunstschulen und Institute, als je eine andere Nation befa&?‘ Ja, gewiß, aber alles nur um des Geschäfts willen. cheii Regierung stattfanden. Als der Völkerbund sich I ebenso naseweis wie unfruchtbar mit ber mondlchuri- Ichen Politik Japans beschäftigte, vertrat Matsuoka die japanischen Interessen in Genf. Es fiel bamals onalisten. Brüssel, 10. März. (DNB.) Auf einer Massenkundgebung im Stadttheater von Brügge rechnete der Führer der flämischen Nationalistenpartei, Staf de Clercq, mit den Kräften des internationalen Kapitalismus ab und stellte ihnen die auf den Wert der Arbeit basierende nationalfozta- listische Weltanschauung gegenüber Er sprach leine Bewunderung für die Leistungen der deutschen Militärverwaltung in Belgien aus, die (rotz des Wider- ftandes der teilweise englandsreundltchen Beamtenschaft unermüdlich an der Lösung aller lebenswichtigen Probleme des belgischen Raumes arbeite. Oie stowaklfchen Staatsgründungsfeiern. P r e ß b u r a, 10. März. (Europapreß.) Anläßlich der Feierlichkeiten am zweiten Gründungstag der slowakischen Republik veranstaltete am Montag die Deutsche Partei im Staatstheater eine Festvorstellung. Zur Aufführung gelangte „Figaros Hochzeit" von Mozart. Das Ensemble der Wiener Staatsoper und das Wiener Philharmonische Orchester, die die Vorstellung bestritten, ernteten reichen Beifall. Die Festoorstelluna hatte durch die Anwesenheit des Staatspräsidenten Dr. T i s o , des Reichsleiters von Schirach, des deutschen Gesandten Ludin, des Gauleiters von Niederdonau, Dr. Jury, des Führers der deutschen Volksgruppe, Franz Karmasin, sowie von Vertretern der Deutschen Partei, der Hlinka-Garde, des slowakischen Heeres und der Spitzen der Behörden einen würdigen Charakter. Am Mittwochabend rouÄe im Gewerbehaus in Preßburg eine Gedenktafel enthüllt für den bei der slowakischen Revolution im Jahre 1939 an dieser Stelle erschossenen Gardisten Anton K o p a l. Oie deutschen Lustangriffe aus Malta. Ein dritter englischer Flugplatz unbenutzbar geworden. Rom, 11. März. (Europapreß.) Mit dem Angriff der deutschen Flieger auf La Venezia auf Malta hat nun auch der dritte Flugplatz oon Malta nicht leicht wieder zu behebende Schäden erlitten, berichtet der Sonderkorrespondent des „Gior- nale d'Italia". Der Angriff wurde am Sonntag in aller Frühe durchgeführt. Nach dem Bombenabwurf haben die deutschen Flieger aus geringer Höhe mit ihren Bordkanonen und Maschinengewehren am Boden stehende ,Hurricane"-Maschinen angegriffen. Zwei Flugzeuge wurden in Brand geschossen und bei einem weiteren Angriff teilte eine dritte „Hurricane" das gleiche Schicksal. Ein deutscher Jäger setzte sie in Brand Schließlich wurde der Flugplatz noch so mit Bomben belegt, daß er nicht mehr benutzt werden kann Die Flammen griffen von den bombardierten Hallen auf weitere Gebäude .über. U. a. muß ein Treibstofflager getroffen worden fein, denn die starken Rauchwolken ließen nur diesen Schluß zu. Oer Wehrmachtbericht Berlin, 10. Marz. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe fetzte bei Tage und in der letzten Nacht ihre Kampfhandlungen gegen militärische Ziele in Großbritannien und im Seegebiet um die britischen Inseln erfolgreich fort. Ein stärkerer Berband von Kampffliegerkräflen griff trotz [ schwieriger Wetterlage und heftiger Abwehr kriegswichtige Anlagen, in London in rollendem Einsatz mit großer Wirkung an. Ein weiterer Angriff richtete sich in der letzten Nacht gegen die Anlagen der Staatswerfl von Portsmouth. Durch Bombentreffer mittleren und schweren Kalibers entstanden starke Brände. Aufklärungsflugzeuge griffen an der schottischen Ostküste einen Geteitz ug an und beschädigten zwei Schiffe schwer. Südlich Plymouth wurde ein großes Handelsschiff mit Bomben belegt. Bei Angriffen gegen Flugplätze in Südengland zerstörte die Luftwaffe hallen und Unterkünfte. Die Hafenanlagen mehrerer Städte in Südenaland und Schottland wurden wirkungsvoll bombardiert. Leichte deutsche Kampfflieaerverbände zerstörten beim Angriff auf einen Flugplatz der Insel Malta drei britische Jagdflugzeuge am Boden und schossen eine Halle in Brand Auch die Hafenanlagen von La Baletta erhielten Bombentreffer. Fernkampfartillerie nahm einen feindlichen Geleitzug in der Straße von Dover unter Feuer. Batterien des Heeres zwangen einige britische Schiffe, die sich in der letzten Nacht der Kanalküste zu nähern versuchten, zum Abdrehen. Der Feind flog weder bei läge noch bei Nacht in das Reichsgebiet und die besetzten Gebiete ein. Deutsche Bomber greifen Tobruk au. Von Kriegsberichter Alfred Schuseil. P. K. „In 15 Minuten Einsatzbesprechung, in 30 Minuten Start!" La primavera sizihana, der berühmte sizilianische Frühling, schickte uns seinen schönsten Sonnenschein zum Start. Und dann flog unser Verband Stunde um Stunde unter dem strah- lend blauen Himmel und über die leichtbewegten Wasser des blauen Mittelmeeres, und wir erlebten wieder einmal, daß alle Schönheit langweilig ist, wenn sie dem Auge keine Abwechslung bietet und zu lange dauert. Erst der Abend, dem wir gegen Osten entgegenflogen, brachte andere, unoergleid)- lich schöne, farbenfrohe Bilder. Wir freuen uns dieser Herrlichkeit, sind ausgeschlossen und empfänglich dafür, und doch vergessen wir in keinem Augenblick unser Ziel und unseren Auftrag. Blendend senkt sich im Westen der Sonnenball auf das Meer. Ostwärts kommt die Dämmerung herauf und allmählich beginnt am Horizont ein stetig änderndes Farbenspiel. Das Gold im Westen verblaßt zu einem kräftigen Orangegelb, das gen Osten über ein lindes Grün zu einem zauberhaften Blau, Lila und Violett sich wandelt, bis bann wenig später eine graue, schwärzliche Nacht von Osten her sich ausbreitet, die einen dunstverhangenen, düster dräuenden Himmel zeigt, wie ihn die Maler über Schlachtfeldern malen. Und als bann bie ersten Sterne blinken, währenb im Westen ber letzte rote Schimmer ber längst untergegangenen Sonne auf bem Wasser liegt, taucht als matter Streifen vor uns bie afrikanische Küste auf. Unb schon greifen Helle Arme in bie Nacht, b i e Scheinwerfer am Hafen von Tobruk. Vergessen sinb bie malerischen Bilber, bie uns vor wenigen Minuten noch gefangen hielten, alle Sinne konzentrieren, sich auf ben Angriff. Der Komman- bant liegt in ber Kanzel unb sucht sich sein Ziel. Durch knappe Befehle korrigiert er ben Kurs. Kein Ton verrät eine Erregung, roeber bic ungewöhnlich grellen Scheinwerfer, bie oftmals knapp über ber Maschine hinweg, ober kurz vor ber Kanzel vor- beigleiten, nvch bas heftige Münbungsfeuer ber schweren Flakartillerie vermögen seine Ruhe zu beeinträchtigen. Als wir bas Wasser überflogen haben, fällt bie Bombe? Nur kurze Zeit sehe ich sie, bann schluckt sie bie Dunkelheit unter mir. Da — ein Blitzen zeigt die Detonation ,an, unb bann breitet sich langsam etn roter Schein auf ber Stelle aus. „E s brennt!" ruft der Bordmechaniker. Wir haben gut getroffen. Als wir weiterfliegen, die Küste entlang, erkennen wir im Dunkel unter uns eine Straße, auf der reger Verkehr ist. Der englische Nachschub für die Front in Libyen. Noch einmal können wir werfen unb gute Wirkung feststellen. Dann sind wir wieder über ber Küste und nehmen in dunkler Nacht Kurs auf Sizilien. An der langsam entschwindenden Küste Afrikas erkennen wir noch zwei weitere Brände, die unsere Kameraden dort angerichtet haben. Der Feuerschein der Bombenwirkung kennzeichnet den Erfolg der deu-tschen Bomber. Oer italienische Bericht. - Rom, 10. Marz. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Infanterie- und Artillerietätigkeit an den verschiedenen Abschnitten der 11. Armee. Am Abschnitt der 9. Armee haben wir in Kämpfen von örtlicher Bedeutung Gefangene gemacht und Waffen erbeutet. Zahlreiche Ber- bände unserer Luftwaffe haben feindliche BatterieEin siegreiches Schnellboot. % >^v- •r - - -. -r Wie aus einem ber letzten Wehrmachtberichte her- vergeht, haben bie Schnellboote bei einem überraschenden Vorstoß zwei Zerstörer von je 1090 BNT. unb insgesamt 10 Dampfer mit zusammey 45 600 BRT. feindlichen Handelsschiffsraums versenkt und dazu noch Gefangene eingebracht. — (Scherl-M.) stellungen, Grabenstellungen, Kraftwagen, Zeltlager und Truppen gründlich mit Bomben und Maschinengewehrfeuer belegt Ein wichtiger feindlicher Stützpunkt wurde getroffen. 3n Luftkämpfen wurden vier feindliche Glosker-Jagdflugzeuge abge- schossen. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben ben Flugplatz L a Baletta auf Malta angegriffen und dabei drei Flugzeuge am Boden vernichtet und eine Flugzeughalle schwer beschädigt. 3n Nordafrika wurden feindliche Panzerkraftwagen. die sich G i a r a b u b zu nahem versuchten. durch unser Artilleriefeuer in die Flucht geschlagen. Unsere Flugzeuge haben feindliche Flotten- und Luftwaffenstühpunkte in der Eyrenaika bombardiert. Am S. März haben Abteilungen des deutschen Fliegerkorps britische Kraftwagenansammlungen unter Maschinengewehrfeuer genommen. Feindliche Flugzeuge haben Tripolis und Zuara dombardlert Es gab drei Tote und zwei Berroun- dete sowie leichten Materialschaden. 3n Ostafrika lebhafte Spähtrupptätigkeit an der Nordfront. Der Feind führte, ohne Schaden anzurichten, Einflüge auf harrar und Dlredaua durch. 3n Dlredaua wurde ein feindliches Flugzeug von unserer Abwehr abgeschossen. Meine politische Nachrichten. Im Reichsministerium des Innern sprach ber 'Beauftragte bes Führers für bie Ueberwachung ber gesamten geistigen unb weltanschaulichen Schulung unb Erziehung ber NSDAP., Reichsleiter Rosenberg, vor ben Offizieren unb Beamten bes Hauptamtes Orbnungspolizei über bie politische unb weltanschauliche Lage, bie zum Krieg Englanbs gegen Deutschlanb führte, unb bie Aufgaben, bie bie nationalsozialistische Revolution schon gemeistert habe unb welche sie in ber Neuorbnung Europas noch zu erfüllen habe. In Nizza ist ber frühere belgische Außenminister Paul Hymans gestorben. Nach Tieibungen aus Neuyork wurde ber briW sche Frachter „A n g l o - P e r u v i a n" (5457 BRT.) torpebiert unb ist gesunken. Ein Teil ber Besatzung wurde am Montag in Boston gelanbet Die argentinische Hochseeflotte verließ ben Kriegshafen Puerto Belgrcmo in Richtung El Rincon, um von bort aus gemeinsam mit ben Marinefliegern ein Manöver im Sübatlantik abzuhalten. Erlebnisse eines Gerichtschemikers. Von «. C. Locher. Währenb man bis vor hunbert Jahren feinen Mitmenschen mit Arjen aus ber Welt schaffen konnte, ohne baß bamals dieser Tod von ber natürlichen Krankheit des Brechdurchfalls zu unterscheiden war, sinb wir heute in Der Lage, auch bie aeringften Spuren dieses Giftes, und bi es selbst bei älteren Leichen, mit absoluter Sicherheit nachweifen zu können. „Die Gerichtsmedizin ist also eine noch ziemlich junge Wissenschaft", meinte ber bekannte Gerichts- unb Handelskammercherniker Dr.« Rubolf Ieserich, ber mir manche Einzelheiten aus biefem interessanten Arbeitsgebiet erzählte. „Einer ber ersten, ber sich damit in Deutschlanb befaßte, war ber Berliner Universitätsprofessor FL. Sonnenschein unb sein erster Assistent war mein Vater Sie führten nicht nur bie ersten chemischen Untersuchungen von Leichenteilen auf Gifte aus, fonbern wiesen auch bie Wege, wie mit Hilfe ber Wissenschaft aus ben traurigen Resten eines Morbverbrechens bie chemischen Beweisstücke herauskristallisiert werben können/ „Mit bem Tobe Sonnenscheins 1879 übernahm mein Vater bessen Praxis unb fügte noch eine neue Arbeitsmethobe bei: bie iDlifrophotogra- p h i e, bie ben Befund des Untersuchenden einmal für ewige Zeiten festhält, ihn zweitens aber Einern weiten Kreis oon Beteiligten sichtbar macht. Ferner hat sich durch bie Mikrophotographie bas weite Gebiet ber Urkundenfälschungen unb Ibentifizierungen von Schrifturhebern so ungeheuer erweitert, daß mit ber Zeit, ein sehr großer Teil positiver Aufklärungen auf diesem Gebiet erreicht würbe." Mit bieser neuartig kriminalistischen Tätigkeit änberte sich auch bald das Bild in ben verschiedenen „Kri- minalmuseen" Währenb man um 1900 noch in deren Schaukästen nur Stücke vom Tatort: Reool oer, Dolche. Stricke unb bergleichen sah, also Schau- stücke, bie bie Aufklärung unb nicht bat- Geschehen bes Verbrechens illustrierten, würben allmählich die Indizienbeweise durch bie Chemie unb Mikrophotographie im Bilbe gezeigt. Unter diesen Aufnahmen, bie überall verbreitet sinb, finben wir immer wie- ber benfelben Namen: Dr. Paul Ieserich. „Hier ist noch eines seiner ersten Haar-Mikrophotogramme aus bem Jahre 1884. Sie haben sich erstaunlich gehalten unb sinb noch heute verwendbar!" ♦ Dr. Ieserich erzählte bann von ein paar interessanten Untersuchungen: „In einem Fall, bei bem es sich um ben Morb an einem jungen Mäbchen hanbelt, finbet bie Kriminalpolizei bei Rekognoszierung ber Leiche als einzige Jndizie ein graues Haar. Es wirb mikroskopisch als bas typische Haar eines grauen bayrischen Schnauzers ermittelt. Nach einem Jahr verhaftet bie Kriminalpolizei einen jungen Mann unb finbet bei ihm einen grauen bayrischen Schnauzer. Es wird ihm, ber wegen eines anberen Deliktes festgenommen würbe, Die Morbtat auf ben Kaps zugesagt, unb er gesteht. „Dank ber Mikrophotographie ist es möglich, Men- sehen- unb Tierhaare genau zu unterscheiben, und ba es immer roieber „haarige Geschichten" für den Gerichtschemiker gibt, habe ich mir sogar eine Haarsammlung angelegt. Besonbers fonftnt es immer roieber bei Wilddiebgeschichten „haargenau" darauf an, von welchem Wild dieses oder jenes Haar stammt, das man an ben Kleibern bieser Burschen finbet." Sogar Haare bes volkstümlichen, vor einiger Zeit eingegangenen See-Elefanten fRvianb hat Dr. Ieserich aufbewahrt. Aber auch eine Kollektion von Holzarten besitzt er. * Ein übel beleumunbetes Inbividium begeht an einer alten Frau Raubmord, versucht die Leiche 3U beseitigen, übergießt sie mit Petroleum und zündet sie an, um die Spuren zu verwischen Doch das alles nützt ihm nichts. Er wird verhaftet, der Tat überführt unb zum Tobe verurteilt Aber in ber Nacht vor der Hinrichtung gelingt ihm bie Flucht. Er ist spurlos verschwunben Nicht einmal Fingerabbrücke waren von ihm gemacht worben, da er hingerichtet werben sollte .. Nach genau zehn Jahren nimmt ein Felbgenbarm einen Mann wegen 'Bettelei fest. Er hat keine Ausweispapiere. Aber durch Zufall kommt er mit einem Beamten in Berührung, ber seiner Zeit bei bem Morbprozeß auf- klärend tätig gewesen war. Der sagt ihm auf ben Kopf zu: Sie sinb ber Mörder ber alten Frau I! Der Verhaftete leugnet hartnäckig. „Der Oberstaatsanwalt kam, nun aus die Idee, ihn eine umfangreiche Eingabe schreiben zu lassen. Diese schickte man bann mir zusammen mit Eingaben, bie ber Mörder ber alten Frau vor zehn Jahren aus bem Untersuchungsgefängnis geschrieben hatte. Durch wissenschaftliche Schriftvergleichung wie Gegenüberstellung mikrophotographischer Wiedergaben ber Schreibbewegungen und Einzelformen ber Schrift konnte ich mit völliger Eindeutigkeit die sichere Uebereinftimmung ber beiden Schriften feststellen, daß selbst ber Angeklagte fein Ableugnen aufgab unb ein Gestänbnis ablegte!" * „Der erste Weihnachts'feiertag 1931", erzählt Dr. Ieserich weiter. „Das Telephon rasselt. Die Mord- kommission! Es handelt sich um einen Raubmord im Berliner Norden, dem ein Ehepaar in seinem Zigarrenlaiden zum Opfer fiel. Die mutmaßlichen Tater sind bereits in Haft. Es sind drei, aber wer ist der Haupttäter? SicherHnur einer. Die beiden anderen mögen Schmiere gestanden haben. — Da ber Fußboben bes Labens stark mit Blut befubelt ist, müßte ber Haupttäter Menschenblut an ben Schuhen haben. — Ich konnte am rechten Schuh bes später als Haupttäter verurteilten Angeklagten positiv Blut feststellen, unb unter ber erbrürfenben Last ber Beweise gestand er bann bie Tat auch ein." „So wirb jeber Verbrecher über kurz ober lang der Tat überführt unb abgeurteilt", schloß Dr. I e - s e r i ch. „Währenb bas Aufgabengebiet bes Gerichtschemikers als Helfers ber Justiz sich auf bie kriminalistische Kleinarbeit mit Reagenzglas unb Mikroskop erstreckt, muß ber Kriminalist bie praf- usche Aufklärungsarbeit am Tatort vollbringen. Er ist der Erste am Tatort, um bort in fachwissenschaftlicher Weise bie Spuren zu lesen, zu sichten unb sicherzustellen, und um daraus kombinatorische Schlüsse zu ziehen, bie ein Netz oon schlagenden Beweisen hüben, aus bem es für ben Täter kein Entrinnen mehr gibtl" Tigerjagd am Bosporus. Die Bewohner einer ber Hauptstraßen von Istanbul wurden eines Nachts in nicht geringen Schrecken versetzt, als plötzlich die Hupen des UeberfaUtom- manöos gellten unb burch Lautsprecherwagen bekannt gegeben würbe, baß sich ein Tiger in der Gegenb herumtreibe. Passanten würben aufgesor- bert, sich in Sicherheit zu bringen, Hausbewohner gewarnt, bie Häuser zu verlassen. Entdeckt worden- war das Raubtier von einigen Zechkumpanen, die in etwas angeheitertem Zustand gegen Mitternacht ihre Behausungen aussuchen wollten. In einem Borgarten bemerkten sie im Zwielicht bes Monbes ein merfroürbiges Tier, bas sich anscheinend mit dem Vertilgen eines wohlschmeckenben Bissens beschäftigte. Der eine hielt es für einen großen 'Bern- hardinerhunb, der andere für ein Kälbchen. Um nun dem Streit ein Ende zu machen, fingen bie „Nachtlichter" an, bas Wesen mit Steinen zu bewerfen. Ein bösartiges Knurren antwortete, unb mit einem Satz sprang bas Tier über bas Gitter, die Beute — einen toten Hunb — im Maul tragend. Die hurtigen Brüber erschraken nicht wenig, als sie es als Tiger erkannten. Glücklicherweise war eine Haustür offen und entsetzt flüchteten die Nachtschwärmer nun ihrerseits in den schützenden Hauseingang, dessen Tür sie erleichtert hinter sich zuwarsen. Nachdem sie sich von ihrem Schrecken erholt hatten, spähten sie vorsichtig nach außen: der Tiger — es handelte sich um ein aus einem Wanderzirkus entsprungenes Raubtier — lag immer noch in ber Nähe, behaglich an bem fetten Hunb schmatzend. Sie läuteten nun bei sämtlichen Hausbewohnern Sturm, bis sich ein Telephon fanb, von bem aus man bie Polizei oerftänbigen konnte. Diese rückte zusammen mit ber Feuerwehr an, ber Tiger flüchtete in eine Nebenstraße, wo er schließlich in einem Schuppen in bie Enge getrieben unb oon dem ebenfalls oerftänbigten Zirkuspersonal mit vielen guten Worten und noch besseren Leckerhissen in einen mitgebrachten Käfig gelockt werben konnte. Leibtragenber war der Zirkusbirektor, ber zum Ausgleich für bie nächtliche Ruhestörung unb bas Ausrücken oon Polizei unb Feuerwehr einen tiefen Griff in bie Kaffe tun mußte. kluSbildungSbeihilfen für Kriegswaisen und Kinder Schwerkriegsbeschädigter, gen, ist bod> W den -inz-ln-n °°n ihnen, die dadurch betroffen wurden, das ■/ In der TlSK. veröffentlicht der Chef der geringfügig übererhoben. Generalfeldmarschall List bei den Truppen in Julgarieu landet- ! Slot- Regelung getroffen, die den Ausbau der Für- ■ für die Kriegerwaisen und die Kinder von i'ie mlniftct Frau Luise Henrich, geb. Beppler im besten Alter von 39 Jahren. Lang-Göns, den 11 März 1941. Großen-Buseck, den 10. März 1941. Die Beeidigung findet Mittwoch, den 12. M&rz, um 13% Uhr statt Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. März, nachm. 2 Uhr statt 1237 V 1232 D Sommeriad Saasen, den 9. März 1941. iuc her kr anke Beuern, den 10. März 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13. März, um 14 Uhr statt 1236 D .2- 'eil ai 'chadei redolli UMg Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Heinrich Menz II. Familie Willi Schepp. Nach Gottes unerforschlichem Patsdilufi verschied am Montag, um 15 Uhr, nach langem, schwerem mit grober Geduld ertragenem Leiden meine liehe, unvergeßliche Frau, meine treusorgende Mutter, unsere Hebe Schwiegertochter, unsere herzensgute Schwester, Schwägerin, Tante und Patin ifw immen, Zinne erroun- >r britl' «) ler Bf nbet Ariegr- con, um esliegerst In tiefer Trauer: Wilhelm Henrich Hugo Henrich und alle Angehörigen. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. M&rz, nachmittags 2 Uhr statt __________________________1235 D In tiefer Trauer: Karl Hofmann I. Familie Heb. Hofmann IV. Familie Hans Wißner Familie Aug. Hofmann Familie Wilh. Hofmann. iiiiiiiiiiiäiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiini umenm i Gescnmackvoii i Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache nietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Aus ‘ü rungsarten und Papieren zu mifll en Preisen trUh *'Che Oruc e>ei. Schulstr 7. Ruf 2261 iiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniHUiiiimiiiiiiiiiiU Vehrmachtsfürjorge- und verforgungsabtei- lung im Oberkommando des Heeres, Oberst von Graevenih, einen Artikel über die Fürsorge für die Kinder Gefallener und die Ausbildungsbeihilfen für Krlegerwaifen und Kinder Schwerkriegsbeschädigter. geb. im Alter von 67 Jahien. •izielten laut ständig bei uns eingehenden Erfolgsberichten 'Chon mit einigen Paketen unseres Drclkönlgs-Spezlaltces egen Zuckerkrankheit merkliche Erfolge zum Teil ohne >iSt. Darum sollten auch Sie mit DreikönigMee einen Versuch machen Packung einschließlich Porto RM 2.55. fi, Fischer & Sohye, Nürofcerg 21UA . jjQbließiath 381, fen. er Bf 9 6er huiunz o(en« haupl- ib mell' i gegen die nst' rt habe noch zu I gen mußten." Steuerabzug vom Arbeitslohn vereinfacht. Am 9. März entschlief sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Georg Menz L, Maurerpolier i.R. nach Vollendung seines 78. Lebensjahres. Ho|d)|. blichet rout. flöge« ■d des grifsta et uni f her. über, i W- 45 600I 'I uni 1<) Der Oberbefehlshaber unserer Truppen in Bulgarien besichtigt eine deutsche Panzer-Division. (Aufnahme: PK.-Koch-Scherl-M.) I y II t .1 , Ult VUVUIUJ V V.. V | | — — - Opfer schwer. Unsere ganze Z u n e i g u n a, un- sere Liebe und unsere F ü r s o r a e gehören denen, die diese Opfer bringen mußten, oie haben das erlitten, was Generationen vor uns an Opfern brin» Am Montag verschied nach kurzer, schwerer Krankheit meine Hebe Frau, unsere Hebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Grobmutter Anna Margarethe Hofmann n M Zchrecktst rffllltonf - in o« ausgejol' IflDOljlW men, Öj itternQ11)1 icm 'N* nde» mü W? beschäl' n W Ilmn? hem R S* "4 neull<1 Heute morgen entschlief sanft nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber, herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Siegfried Landwirt, Gastwirt und Kaufmann Im 56. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Elise Siegfried, geb. Tnderthal Heinrich Frank und brau. geh. Siegfried Heinrich Siegfried und Frau, geb. Bonarius und 3 Enkelkinder nebst Geschwistern und allen Angehörigen. Durch die Zusammenfassung der Lohnsteuer und des Kriegszuschlags hat der Reichsfinanzminister nunmehr auch für den Steuerabzug vom Arbeits- Haltung des Kindes, wenn das Kind außerha des Haushalts des Unterhaltsverpflichteten wohn.'n und verpflegt werden muß, weil sich am Wohnort des Unterhaltsverpflichteten eine geeignete ’Zluebil- dungsmöglichkeil nicht befindet, oder weil das Kind aus sonstigen zwingenden Gründen außerhalb des Haushalts des Unterhaltsverpflichteten untergebracht werden muß. Beihilfen für die Kosten der Lebens« Haltung des Kindes werden beim Besuch einer' mittleren oder höheren Schule bis zu 50 RM. monatlich gewährt, beim Besuch einer Fachschule oder Berufsfachschule oder Hochschule im Betrag von 300 RM. für das Schulhalbjahr. Bei Fachlehrgängen richtet sich diese Beihilfe nach der Dauer des Lehr- firge für die Kriegerwatsen und Die Äinoer von Lhroerbefd) (folgten im einzelnen festlegt. Unter leier Regelung fallen alle versorgungsberechtigten bolb und Halbwaisen, gleichgültig nach welchem lSilitärversorgungsgcsetz die Versorgung gewährt rerS Es fallen ferner darunter de.Kinder Der 6 chwerbeschädigten dieses Krieges, soweit tefe Versehrtengeldzulage beziehen, die Schwerbe- befolgten des Weltkrieges unter der Voraussetzung, M die Frontzulage nach dem Reichsversorgunas- A fetz gezahlt wird, sowie die Kinder der nach dem Yeletz über die Versorgung Der Kämpfer für die imtionale Erhebung Versorgten. Die Unterstützung wird, soweit eine Ausbildung d 5 Kindes in Betracht kommt, in Form von .Uusbildungsbeihilfen" gewährt. Diese rchtet sich im allgemeinen nach den Kosten, die im enzelnen Falle bei der Ausbildung des Kindes ent» s»hen: Ausbildungsbeihilfen können deshalb zum besuch von mittleren oder höheren Schulen, Fach- faulen, Berufsfachfchulen oder Hochschulen oder rolionalpolitischen Erziehungsanstalten ober zum V:\utiy des großen Militärwaisenhouses gewahrt r-erden. Zum Besuch von Volksschulen wird eine Bestellungen nimmt l«>e Duchhanolung ent» gegen Der ongen Sie b Ne da» au»fübrlid)« bebilderte TBerbeblntt liiimmuHHimiHmiiiimiiiimiiiiiuHimiimiiin Sofia, 10. März. (DRB.) Das Änteresie für die endlosen Kolonnen deutscher Truppen aller Waffengattungen, Die nunmehr seit einer Woche ununterbrochen alle wichtigen Straßen unD Pässe Des Landes bevölkern, hält in Der bulgarischen Presse in unvenninDertem Maße an. Sie veröffentlicht auch Stimmungsbilder über Die Ausrüstung unD Die vorbildliche Haltung Der deutschen Truppen, Die überall mit herzlicher Freude und freundschaftlichen Gefühlen begrüßt und nicht zuletzt wegen ihrer Disziplin bewundert werden. Am Sonntag fanden in einigen größeren Städten Des Landes deutsch-bulgarische Truppenpara- D e n statt. Die zugleich herzliche Kundgebungen Der alten WaffenbrüDerschaft zwischen beiden Ländern waren. — Die Kommandierenden Generale Der Dort stationierten Deutschen Truppen legten Kränze AusilDungsbeihilfe in Form einer Beihilfe zu Den Lebenshaltungskosten nur Dann gezahlt, wenn Das Kind aus zwingenden Gründen außerhalb des Haus- Helts wohnen und verpflegt werden muh. 50 v. H. des Kriegszitschlags. Bisher hatten die Arbeitgeber die Lohnsteuer, die sie in einem Kalen- Dermonat einbebalten, in zwei Teilbeträgen zu ocr- schiedenen Zeitpunkten abzuführen. Der Minister kündigt seine Absicht an, zur Erleichterung für Arbeitgeber und Finanzämter künftig nur einen Zeitpunkt im Kalendermonat oor^usehen. Der Kriegszuschlag zur Lohnsteuer ist so zu bemessen. Daß Dem Arbeitnehmer ein Arbeitslohn von mindestens 234 RM. monatlich verbleibt. Diese Vorschrift bient ber Beseitigung von Härten. Sie schloß zunächst ober nicht aus, Daß ber Teil hes Arbeitslohns, Der Die Freigrenze nur geringfügig überstieg, Durch Den Kriegszuschlag zur Lohnsfeuer in voller Höhe weggesteuert wurde. Diese Härte ist bereits beseitigt worden. Es muß dem Arbeitnehmer von dem Arbeitslohn, ber die Freigrenze übersteigt ein Betrag von mindestens 50 o. H. verbleiben. Die neue Lohnsteuertabelle bringt nun für die Arbeitnehmer, Deren Arbeitslohn Die Freigrenze nur geringfügig übersteigt, weitere Erleichterungen. Wenn Die Freigrenze Durch einen sonstigen, insbesondere einmaligen Bezug überschritten wird, bann wird der Kriegszuschlag nur noch von dem sonstigen Bezug Von (Eugen Schuhmacher On»ge|amt '04 Setten mit 92 Bildern nach wundervo en Naturaufnahmen 3n Cdnee gebunden NM 3.90 Der Verfasser, her a » Orn tho oge und Tier» pboiitirtipb bekannt Ist, b l meb ere Wochen auf zwei ei famen deuischen Nordfeeinseln an ber Eidermündung zusa men mit oen eigenartigsten Döq In unserer Heimat gelebt und die her lichsten «Raturoufn fernen von den Sabel (fenäblern, Seef t roalben Nor- fAenhcln, Austernfischern u a. miigebracfet (Er e.zäfe t Im Texiteil unterhalt am und spannend aue der K-afi eigenen (Erleben» die on erbarften Beg benh iten, die er, im Zelt cersteckt, aus nächster Nähe beooachten und im Bild leftbolten konnte . piroenDig erkannten Maßnahmen hat auf An- renaila tciunq der Wehrmacht der Reichsfinanzminister cyx f-. —. — a.ImaUam X»* Xaw 9titüfrnii hoi* FCiir• en Des1 ganges. c) Als Beihilfe für die Fahrtkosten, die durch die Fahrten zwischen Dem Wohnort des Unterhaltsverpflichteten und Dem Schulort entstehen. Die Beihilfen für Die Fahrtkosten roerDen in einem Pauschbetrag gewährt, Der der ungefähren Höhe Der tatfächlich entstehenden Kosten entspricht. d) Als Beihilfe für Die Beschaffung von Lern- Mitteln im Betrage bis zu 30 RM. für Das Halbjahr, wenn Das Kind eine mittlere oder höhere Schule besucht. Die unter Buchstaben a bis d bezeichneten Arten von Ausbildungsbeihilfen können nebeneinander gewährt werben. Lebenshaltungskosten und Fahrtkosten werden jedoch nicht nebeneinander ge- währt. Beim Besuch einer nationalpolitischen Erziehung san st alt wird die volle Freistelle im Betrag von monatlich 50 RM. (jährlich 600 RM.) und ein Pauschbetrag für das Taschengeld gezahlt. Die große Militärwaisenanstalt Potsdam ist einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt gleichgestellt. Difc Ausbildungsbelhilfe wird auf Antrag auf einem besonderen Formblatt und nach Prüfung der geforderten Voraussetzungen gewährt. Beim Besuch von allgemeinbildenden Schulen (Volksschulen und mittleren ober höheren Schulen) ober Fachschulen und Berufsfachschulen ist Der Antrag bei Der Schule zu stellen. Die Schule reicht Den Antrag an Das Finanzamt weiter. Beim Besuch einer Hochschule wird Der Antrag unmittelbar beim Finanzamt gestellt. Das Finanzamt zahlt Die Beihilfe durch Postschecküberweisung aus. Auskünfte können auch bei den Wehrmachtfür- sorgeofsizieren, Den Wehrmachtfürsorge. und -uersor- gunqsämtern und Den Versorgungsämtern eingeholt roerDen. Der tragende (Be-Danfe bei dieser Regelung ist Die Erfüllung des Versvrechens an die Angehörigen ber Für Deutschlands Größe gefallenen ober schwerbeschädigten Soldaten. Ihre Kinder sotten in Dem Bewußtsein aufwachsen, Daß für ihre Ausbildung in jeder Hinsicht gesorgt wird und daß sie damit wie jedes andere Kind und jeder andere junge Mensch Die Möglichkeit haben, sich für ihren Beruf und für den Lebenskampf vorzubereiten, um sich im Leben nach Dem Beispiel ihres Vaters zu bewähren. Mit Der Fürsorge für die Kinder unserer Gefallenen und Schwerkriegsverletzten wird an das Wort iw ne W" $le W I iie es w s fei । iiiitiiiiiiniiiuf'iinmiiiiimimnmiiuniimiiiilll Seltene Natururkunden von den | Halligen und vom Wattenmeer öle oll» Naturfreunde uno "DogelUel habet mit Begeisterung leien und Ich ucn werden: Unter Säbelfchnäblern und Seeschwalben Vrodachmnge-n und Naiururkunden mit der Bogelwell der deutschen NvrdseekuflO an Den bulgarischen Kriegsdenkmalern nieder. Im Anschluß Daran marschierten deutsche und bulgarische Truppen aller Waffengattungen im Parabeschritt an den Kommandierenden Generalen beider Armeen unter Den Klängen Deutscher unD bulgarischer Militärmärsche vorbei. In kurzen Ansprachen wiesen die Generale auf Die Waffenbrüderschaft und Schicksalsgemeinschaft Der beiDen befreundeten Völker sowie auf Das Unrecht Der FrieDensbiktate hin. Für Die Bevölkerung der Städte war dieser Tag ein freudiges Ereignis. — Sie umsäumte im dich- ten Spalier Die Plätze unD Straßen, durch Die Die Truppen marschierten unD begrüßte sie mit herz- lichen Hurra- unD Heilrufen. Den Paraden wohnten Vertreter aller Militär- und Zivilbehörden bei. An Den Vorbeimärschen beteiligten sich auch größere n oer- Jludjl Die Ausbildungsbdihilfe wird gewährt: a) Als Beihilfe für das Schulgeld oder die Lehrgebühr in Höhe des Schulgeldes oder Der Lehr- gebühr, Die für Das einzelne Kind tatsächlich zu zahlen ist. Die gesetzliche Geschwisterermäßigung oDer ein sonstiger Erlaß ober Teilerlab Des Schul- gelDes oDer ber Lehrg.bühr wirb berücksichtigt. b) Als Beihilfe für Die Kosten Der ß e b e n 6 • .....____z ...... „ _ Haltung bes Kindes, wenn das Kind außerhalb ' lohn, eine Vereinfachung ermöglicht. Die außerDem k. n-i—----- tv.-i.k-i... । e|ne roej|ere Beseitigung von Harten zur Folge hat. Run roerDen Lohnsteuer und Kriegszuschlag zur Vereinfachung Der Lohnabrechnung rechnerisch zu- sammengefaßt, beim laufenDen Arbeitslohn Durch eine neue Lohnsteuertabelle, gültig ab 1. April 1941, bei Den sonstigen, insbesondere einmaligen Bezüaen durch eine Erhöhung Der Steuersätze um ole as Reich sorgt für die Kinder unserer Gefallenen JBknn ^auch im gesamten Die Zahl Der Toten und .... _ . .. ... ______ . Verletzten klein ist gegenüber allen bisherigen Krie- Der Sieg in dem uns von England aufgezwun- flmen Kamps ist ohne Opfer nicht möglich. Niemals kcnn der Familie, Die Den Mann, Vater oDer Den x,hn verloren hat. Der Verlust, Den sie erlitt, er» tat roerDen. Die SolDaten Der großdeutschen Wehr- ! «acht, Die im gegenwärtigen Krieg ihr Leben «ten, fielen, wie Die Kämpfer des Weltkrieges, ftr Führer unD Volk und für Die glückliche Zukunft lir tommenDen Generation. Sie kämpften und star- bin in Dem felsenfesten Glauben an Den Sieg unD |r. dem Vertrauen, daß das nationalsozialistische ^ich das Opfer, Das sie mit ihrem Leben brachten, st t einer verstärkten Fürsorge für ihre Kinder ver- ölten roerDe. Dieses Vertrauen wird, soweit Men- kentraft helfen kann, nicht enttäufd)t Für Die Jin Der Der Gefallenen s o zu sorgen, v e es Der eigene Vater getan haben roürDe, ist Die i stihre Erfüllung nationalsozialistischer Dolksgemein- kttift und soldatischer Kameradschaft. Ülusgangspunkt bei jeder materiellen Hilfe ist Die 1 Verlegung, wie Den verwaisten Kindern eine usbildung gewährt werden kann, Die sie für bin Lebenskampf ebenso vorbereitet wie Die Kin- ir, Deren Erziehung unD AusbilDung noch in Der finD sorgender Eltern liegt. Zn den Kreis der Jtifoer, die auf die besondere Unterstützung des stitionalsozialistischen Reiches Anspruch haben, sind d) Die Kinder von den Soldaten einzubeziehen, t> infolge ihres Einsatzes und damit ihrer Bewäh- t.ng im Freiheitskampf des deutschen Volkes !.-)w e r b e sch ä d i g t worden sind. Wie kein Un» cschied besteht zwischen Dem Opfer des Lebens n gegenwärtigen Krieg und im Weltkrieg, so Darf d ch kein Unterschied gemacht werden in Der Für- -rge für Die KinDer, Deren Vater im Weltkrieg öer im gegenwärtigen Krieg gefallen ober schwer- schädigt sind, unD Den KinDern Der Männer, die x Kamps der Bewegung für Die Innere Freiheit •r Blgtopfer brachten. 3ur praktischen Durchführung der als M J. » . ...... «n.t__i______ k»i Aul f)fn. ; MH Abordnungen der Schulen. Die bulgarischen Blatter berichten ausführlich über die Truppenparaden. In den lebensfrohen Gesichtern dieser jugendlichen Soldaten, die die Blüte eines großen und stolzen Volkes darstellten, erblicke das bulgarische Volk, so sagt das Regierungsblatt „D n e s , zugleich auch den Träger des mächtigen Glaubens an den Sieg des deutschen Geistes und der festen Ueberzeugung, daß die heutigen Kämvfer des wiedergeborenen Deutschlands durch ihre Siege der Welt eine neue vollkommene Ordnung bringen würden. Die Art und Weife, mit der die deutschen Truppen in Bulgarien empfangen wurden, seien der beste Beweis für die ungezwungene und herzliche Freundschaft zwischen Deutschland und Bulgarien. Diese Freundschaft beruhe sowohl auf der Waffenbrüderschaft des Weltkrieges, als auch auf der späteren Schicksalsgemeinschaft. Daraus habe sich auch die gemeinsame revisionistische Ausrichtung der Außenpolitik beider Länder ergeben: deshalb fänden die Bemühungen des deutschen Volkes um die Aufrichtung einer zwischenstaatlichen Gerechtigkeit und eines dauerhaften Friedens ein so tiefes Verständnis in Bulgarien. Aus aller Welt. Oe ausländischen Etudentenmannschosten. K i h b ü h e l, 10. März. (DNB.) Anläßlich der Reichswettkämpfe im Skilauf, die von der Reichsstudentenführung in Kitzbühel veranstaltet wurden und an denen 13 ausländische Nationen teilnahmen, empfing Reichsstudentenführer Dr. Scheel die Vertreter der befreundeten ausländischen Studentenschaften aus Bulgarien, Dänemark, Finnland, Flandern, der Slowakei, Holland, Italien, Japan, Norwegen, Rumänien, Schweden, Spanien und Ungarn. Den Vertretern der ausländischen Studentenschaften teilte Dr. Scheel in seiner Ansprache mit, daß er ihre Teilnahme an den Winterspielen der studentischen Jugend in Kitzbühel deshalb besonders begrüße, weil sie ein Bekenntnis bedeute zur Neuordnung in Europa und der Welt, die heute im siegreichen Vormarsch begriffen sei. Ein eigenartiger Unfall. t Auf der Haaner Landstraße bei Wuppertal, an durchaus übersichtlicher Straßenstelle, überholte ein Personenauto einen Lastwagen: beide Wagen fuhren unvorschriftsmäßig schnell. Der Personenwagen geriet auf der regennassen und glatten Straße ins Rutschen, fuhr auf den Bürgersteig, und der rer konnte nur noch verhüten, daß ein Fußgänger | von dem Wagen erfaßt wurde. Er war zu Boden gefallen, gab aber dann selbst an, daß ihm außer einigen Hautabschürfungen nichts passiert sei. Plötzlich fiel er einem der Umstehenden in die Arme und starb nach einigen Augenblicken. Der Schock hatte einen Herzschlag bewirkt und so den Tod (Schluß*.) Außer den vorerwähnten Maßnahmen, die als Ziel die Heranbildung von Baufacharbeitern, Bilanzbuchhaltern, technischen Zeichnern und guten Stenotypisten und Korrespondenten haben, werden eine ganze Anzahl von Einzelmaßnahmen, allerdings mit entsprechendem Stufenaufbau, durchgeführt werden. Es wird also jedem schaffenden deutschen Menschen im Berufserziehungswerk Gelegenheit geboten sein, sich auf speziellen Berufsgebieten zu vervollkommnen oder neue Teilgebiete des Berufes zu erarbeiten. Wer sich z. B. im technischen Zeichnen vervollkommnen will, hat hierzu die Möglichkeit in den Lehrgemeinschaften „Technisches Zeichnen, Stufe l—V". Will ein Volksgenosse besonders die Kenntnisse in Doppelter Buchführung ausbauen, dann hat er hierzu in den Lehrgemeinschaften „Doppelte Buchführung, Stufen I—V" ausreichend Gelegenheit. Alle Gebiete der verschiedensten Berufe sind vertreten, z. B. Kurzschrift, Maschineschreiben, Buchführung (doppelte und einfache), Kaufmännisches Rechnen, gutes Deutsch, Steuerwesen, Betriebswirtschaftslehre, Schriftverkehr, Technisches Zeichnen, Technisches Rechnen, Werkstoffkunde, Mathematik, Elektro- und Funktechnik, Bauzeichnen usw. Die Uebungsstätte Gießen im Deutschen Berufs- erziehungswerk wird im Laufe des Monats März 1941 den neuen Sommerarbeitsplan herausbringen. Hierin werden alle Einzelheiten bezüglich Dauer, Gebühr, Stoffverteilung und Stufenaufbau, Teilnahmevoraussetzungen, Ziel der Maßnahmen usw. enthalten sein. Dieser Arbeitsplan kann zu gegebener Zeit auf der Dienststelle der Hauptabteilung für Berufserziehung und Betriebsführung in der Kreiswaltung Wetterau, Gießen, Schanzenstraße 18, kostenlos angefordert werden. Den Betrieben wird der Arbeitsplan ebenfalls in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt, damit die * Vgl. Anfang im Gießener Anzeiger Nr. 57 vom 8 /9. März 1941. herbeigeführt. — Der Fahrer des Wagens stand jetzt unter Anklage der fahrlässigen Tötung. Das Gericht ließ Milderungsgründe gelten und verurteilte den Angeklagten nur zu zwei Monaten Gefängnis. Verteilung an die Gefolgschaftsmitglieder oder der Aushang im Betrieb erfolgen kann. Wir müssen an dieser Stelle einmal kurz einen Einwand behandeln, der verschiedentlich von Gefolgschaftsmitgliedern der Betriebe, wie auch von Betriebsführern selbst bezüglich des Besuches der Uebungsstätte der DAF. gemacht wurde. So wurde bei Aufforderungen zum Besuch der Uebungsstätte des öfteren entgegengehalten, daß infolge Mehrarbeit im Betrieb oder sonstiger starker Beanspruchung des Gefolgschastsmitgliedes die Teilnahme an Berufserziehungsmaßnahmen nicht möglich sei. Es wurde dann immer auf die Zeit nach dem Kriege vertröstet, wenn alles wieder feinen normalen Gang gehe usw. Hierzu muß gesagt werden, daß die Zeiten nach dem Kriege bezüglich des Ar- beitseins.itzes keine wesentliche Entlastung bringen werden. Nach dem Kriege wird der große Ausbau beginnen, es werden Aufgaben von gigantischem Ausmaße zu lösen sein, während auf der anderen Seite die notwendigen Fachkräfte in nicht ausreichendem Maße vorhanden sind. Diese Fachkräfte zu beschaffen muß jetzt unsere vordringlichste Aufgabe sein, sie müssen da sein, wenn der große Aufbau beginnen soll. Es darf deshalb keine noch so kurze Zeit gezögert werden, und es müssen sich alle schaffenden deutschen Volksgenossen darüber klar sein, daß es auf jeden einzelnen ankommt. Jeder sollte seine beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse ausbauen, erweitern und vertiefen. Er muß dann aber auch entsprechend seinen Fähigkeiten und Kenntnissen im Betrieb eingesetzt werden. Auch die Betriebe müssen in verstärktem Maße fördernde Berufserziehungsmaßnahmen einsetzen. Es gibt genug Möglichkeiten, den Leistungsstand der Gefolgschaft, im ganzen gesehen, wie auch des einzelnen Gefolgschaftsmitgliedes zu heben. Die Deutsche Arbeitsfront stellt Arbeits- und Lehrunterlagen jeder Art für jede Fachrichtung zur Verfügung. . Nun wird es für manchen Volksgenossen, der die Uebungsstätte der DAF. in Gießen, Friedberg, Bad-Nauheim oder Butzbach gerne besuchen macht», aus verkehrstechnischen Gründen unmöglich sei^ dies zu tun. Viele von ihnen haben den Wunsä und den Willen, sich beruflich zu vervollkommne^ der Betrieb liegt aber zu weit abseits, oder bie Bahnverbindung ist zu ungünstig und was für. Um, stände sonst noch mitspielen mögen. Aber auch füt diese Volksgenossen besteht die Möglichkeit der b-, ruslichen Weiterblldung durch die Fernunterricht-, briefe „Der Weg zur Ingenieurschule" und „2er neuzeitliche Kaufmann". Alle Volksgenossen aus bet Gruppe „Eisen und Metall", „Bau" ober die jg kaufmännischen Beruf Tätigen sind durch die Fern. Unterrichtsbriefe in die Lage versetzt, unabhängig von Bahnfahrt und sonstigen einschränkenden Ei. schwernissen, zu Hause den Lehrstoff durchzuarbeiten. Die Fernunterrichtsbriefe sind so abgefaßt, daß sj, von jedem Fernstudierenden leicht durchgearbeitet werden können. Das Studium wird durch die Fern, schule laufend kontrolliert. Der besondere Wert de; Fernstudiums liegt darin, daß der Studierende beim Durchlaufen der ungeschriebenen Semester all bie Kenntnisse erwirbt, die als Voraussetzung für den Besuch einer Ingenieurschule vorhanden sein müssen. Aber selbst wenn der Besuch einer Ingenieurschule, oder bei den Kaufmannsbriefen der Besuch einer Wirtschaftsoberschule u. a. nicht beabsichtigt ist, mu$ das Studium der Fernunterrichtsbriefe in jedem Falle als positiv gewertet werden, da hierdurch ein, Erweiterung und Vertiefung der beruflichen Kennt nifse erreicht wird, die sich zur gegebenen Zeit be> stimmt verwerten lassen. Die Deutsche Arbeitsfront stellt Interessenten Prospekte über die Fernunter, richtsmaßnahmen „Weg zur Ingenieurschule" uni „Der neuzeitliche Kaufmann" kostenlos auf Anfoc. derung zur Verfügung. So ist auch seitens des Berufserziehungswerker in Gießen die Sommerarbeit, bereits jetzt in der Planung fertig. Zu Beginn des Monats April werden alle neuen Maßnahmen eingesetzt. Alle Volksgenossen, die eine Erweiterung und Vertiefung ihrer Berufskenntnisse anstreben, werden aufgefordert, sich zwecks Beratung und Einweisung in die entsprechende Maßnahme an die Deutsche Arbeitsfront zu wenden. Eine vorherige Beratung ist schon deshalb notwendig, um eine Fehlleitung zu vermeiden, denn jeder deutsche Volksgenosse soll an dem Arbeitsplatz stehen, an dem er im Inter- esse der Gemeinschaft die höchsten Leistungen voll- bringen kann._________________________ yuup;id)prueuer: Dr .vrteond) Wudei« 1,'aegf (gteuuetnetei od t>mipnd)ri. n. Sport: Em.. B.um,che >. Druck uno Benag Brühl.che Untrer itai.orucferei R. Lanqe S. iBetiOTtietter Dr. • Ang. EN» Hamann '-lnzecgenie ter Hane lüed » frrrw Inhef* berfln-emfn Tbeotmr ftümme' P^.R'.S. Das Deutsche Verusserziehlingswerk im Kriege. Rückblick und Ausblick in Gießen. Bon Kreisberufsw alter Müller, Deutsche Arbeitsfront Kreiswaltung Wetterau, Gießen Größeres Industrie-Unternehmen In Gießen sucht zum möglichst baldigen Eintritt einen zweiten Buchhalter für die Hauptbuchhaltung und einen Lohnbuchhalter Handschriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild und Zeugnisabschriften, sowie Angabe des frühesten Eintrittstermines und der Gehaltsansprüche unter 1193D an die Geschäftsstelle d. Gießener Anzeigers erbeten I । l beim Glütksmann t das grosse G/ödc ! Hiiht mehr M Unseren Mitgliedern zur Aufklärung! Wie Sie aus den Tageszeitungen gelesen haben, werden die Verbrauchergenossenschaften als Gemeinschaftswerk in die Deutsche Arbeitsfront •eingegliedert und zu M uster betiieben ausgebaut. Diese Tatsache bedingt nun, daß 1. die Geschäftsguthaben ohne Kündigung restlos in bar an unsere Mitglieder ausgezahlt werden; 2. die Rückvergütung restlos ausgeschüttet wird und 3 daran anschließend Rabatt in der gleichen Höhe gewährt wird. Der Zeitpunkt der Auszahlung der Geschäftsguthaben wird noch besonders bekanntgegehen. Es geht also nichts verloren, im Gegenteil unser Werk wird weiter ausgebaut Der Vorftand der Gießen, e.G.m.b.H. Gießen, Schanzenitrabe 16 J229A^ - Üfc | Mietgesuc~| | Kaufgesuche | Uhr 124OD Wouöwiü jenn. Heren nad) der Naturschutz Verordnung vorn 18. mär 1936 (9KB 81.1 Seite 181 und den ergänzend n Bestimmungen, aus -ührlicb erläutert von Professor Dr. W Weber, o. ö. Pro', der ' echte und Refercn. m Reichs- und Preußischen Ministerium fü> Misse schäft, Erziehung und Volksbildung nd Prof. Dr. Walther Schoenichen öeiter der Reichsstelle für Naturschutz Gebunden RM. 3,60. Bestellungen du ch alle Duchband ungen öim SeuM.er tetiog, Becan m;eci. Für die ns erwiesenen Aufmerk- samkei en und Geschenke an äß. lichun erergoldenenHoch'elt danken wir a len her lichst. 0863 WiihelmKraemerundFlau Gießen, den 10. Diärz 1941. ö5ut erda-lene Pianos u. 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Schultze Christian Kayssler — Hermann Braun - Heinz Welzel Hannes Keppler - Marietheres Angerpointner Carsta Lock - Adolf Fischer Horst Birr - Peter Voß Kurt vom Hofe SPIELLEITUNG: HANS BERTRAM Mittwoch, den 12. März, 2 Uhr nachm t ags Große Fest-Vorstellung Es spielt ein Musikkorps der Luftwaffe Vogfefs. Giessen GoetKeifr. 32 Se fersweg 44, ' Ruf . 2464 Dienstag. 11. Mr; Ml Gießener Anzeiger ,1S der MARYLAN-Ko6metik #roMe Tib« 8M QJ| kauf marVlan m Sntfi gen Dein jefl Md n un* land’ und nisse Jiultze lelzel >.! r Voß Eine Besatzung des „Kampfgeschwaders Lützow" mußte hinter den polnischen Linien notlanden. Kameraden auf der Suche nach den Vermißten. Mit einem See-Mehrzweckeflugzeug He 115 landen sie auf der Weichsel HerMinfeluna^eil 11. Marj von 19.18 bis 7.48 Uhr. Frohe Stunden für unsere Verwundeten. Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht veranstaltete die NSG ..Kraft, durch Freude" in einem hiesigen Reseroelazarett em Konzert der „Sängeroeremigung Lollar" unter Leitung ihres Chormeisters Meyer (Gießen-Wieseck) Der sehr starke Sangerckoi brachte in seiner gesanglicher Darbietung eine Reihe von Volksliedern und Chören zu Gehör, die von den verwundeten Soldaten mit starkem Beifall belohnt wurden Die Familien der aktiven und inaktiven Sänger hatten außerdem aus eigenem Antrieb noch 105 Kuchen für die La- zarettinsassen gestiftet Vereinsleiter K r e h b i e h l brachte den Verwundeten die Dankbarkeit und herzliche Verbundenheit der Sänger zum Ausdruck Stabsarzt Dr Fleck dankte den Lollarer Spendern für ihre schönen Gaben für die verwundeten Kameraden — Im Laufe der letzten Tage hat auch die NS -Frauenschaft Alsfeld-Lauterbach als Pcü n der Gießener Lazarette große Kuchenspenden für die hier untergebrachten Verwundeten übermittelt. An dieser Svende waren die Orte Merlau. Flensungen. Lehnheim und Nieder-Ohmen beteiligt. Mona Sappe» ehem. '16er. Die NS.-Kriegerkameradschaft ehem. 116er hielt am Samstagabend im .Pälzer Hof" ihren Monatsappell ab. bei dem Kameradschaftsführer Hans Bill einige neue Kameraden begrüßen konnte. Kamerad Enders hielt einen Vortrag über die Aufteilung des Lebensraumes der Völker, bei dem er besonders die ungerechte Verteilung herausstellte, durch die es den liberalistisch-plutokratischen Völkern möglich wurde, jahrzehntelang fremde Völker auszubeuten und sie zu unterdrücken. Der Redner fand reichen Beifall Schießwart K Kern berichtete über den Wettkampf 1941 Kamerad Unteroffizier Emil Becker dankte für die Beweise kameradschaft- ’N na oeitssk. Der legte Femdflug des Flugzeugführers Paulsen (Heinz Welze l) mit ferner He 111. Auf dem Heim- fluq von einem Einsatz gegen England hat er eine tödliche Verwundung erhalten. Aber mit eisernem Willen hält er aus bis zur Landung. Seine Karne raben stützen ihn. Dann sind sie alle gerettet Aber der Flugzeugführer ist hinübergegangen zur großen Armee deutscher Kampfer. mutter. Tapfere Briefträgerin! Generalmajor Z'egler f. Kameraden Anton Wagner, des früheren Regimentskommandeurs Generalmajor von T r o 11 a gen. Treyden. und des Generalmajors Ziegler, der in einem Reservelazarett verstorben ist. Bei einem Preisschießen errang Kamerad Paul eine und Kamerad Kern drei Ehrenscheiben Anläßlich des dreißigjährigen Bestehens der Kameradschaft soll eine schlichte Feier abgehalten werden, be. der die Mitbegründer und die alten Kameraden ausgezeichnet werden sollen. Einige Vorarbeiten dazu wurden besprochen. Jahreshauptversammlung desTleichsvahn-KameradÄastswerkeS. Arn Sonntag hielt der Ortsverband Gießen des Reichsbahn - Kameradschaftswerkes im ..Burghof" unter dem Vorsitz des Leiters Reichsbahnober- sekretärs E. R e u s ch , seine gut besuchte Jahres- haupioersammlungab Nach der Begrüßung gedachte der Leiter der 13 verstorbenen Mitglieder die Versammlung ehrte zugleich die Gefallenen Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß im letzten Jahre keine. Veranstaltung durchgeführt wurde, und daß die Arbeit sich in erster Linie auf die Fürforgetätlg-- keit erstreckte Aus dem Ortsverband wurden allem 80 Anträge bearbeitet. Den im Felde stehenden Kameraden wurden Feldpostpäckchen gesandt 24 Mitglieder wurden laufend von der Fürsorge für Zucker- ernuni- ule" u. 4 Ach ‘gsmerifü !t in L ils Sh- etzt. 8* Aus der Stadl Gießen. Unsere Snefträgmn. Im Briestragerjaal des Postamtes, dem „Sammelbecken" der Postsendungen für die Stadt, herrscht Stunde um Stunde emsige Geschäftigkeit flinke Frauenhande sind in diesem Raum am Uerk Berge von Briefen. Postkarten, Päckchen unb Zeitungen, die aus allen Himmeisnchlungen cuf dem Schienenweg und auf der Landstraße eranroUen, zu sichten und zu ordnen, um sie bann len Empfängern zuzuleiten In Friehenszeiten war los die Arbeit der Männer, der Briefträger Doch In einem Reserve-Lazarett ist nach kurzer Erkrankung der Generalmajor z. V. Hermann Siegler, ein bekannter Offizier des alten Gie- tener Infanterie-Regiments 116, gestorben Gene- ralmajor Ziegler, der am 11 Mai 1869 in Oldenburg geboren war, wurde im September 1888 Leutnant tm Jns-Reg. 116 in Gießen, im August 1895 Oberleutnant im gleichen Regiment. 1891 wurde r-r Adjutant des 1 Bataillons, dessen Kommandeur damals Major Emmich war. Im Jahre 1903 wurde Oberleutnant Ziegler unter Beförderung zum Hauptmann im Inf.-Reg. 85 nach Rendsburg ver- s«tzt von dort kam er 1913 als Major beim Stabe >es Inf.-Reg. 146 nach Allenstein. Mit diesem Regt- ment rückte er im August 1914 ins Feld Er nahm nn der Tannenberg-Schlacht und später an den wei- neren Kämpfen im Osten und in Galizien teil. Von 1916 ab stand er an der Westfront. Dort wurde er .......eines Infanterie-Regiments das er bis zum Ende des Weltkrieges führte. Nach dem Kriege setzte er sich in Ostpreußen im Verbände der vort stehenden Truppen für den Schutz der deutschen Heimat ein Im Jahre 1920 wurde er unter Verleihung d.s Charakters als Oberst in den Ruhe- Stand versetzt. Er lebte dann ih Potsdam. Im August 1939 wurde er als Tannenberg-Kämpfer vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehr- v.acht durch die Beförderung zum Generalmajor ausgezeichnet Bei Ausbruch des jetzigen Krieges stellte sich Generalmajor Ziegler sofort wieder der Wehrmacht zur Verfügung. Im Juli 1940 wurde er in den aktiven Dienst zurückberufen, und er fand bann Verwendung im Westen. Hier hat er bis zu Seiner Erkrankung Dienst für Führer. Volk und Vaterland geleistet. Das Eiserne Kreuz II und : I Klasse und eine Reihe anderer Orden wurden ihm im Weltkriege verliehen, sein Einsatz tm letzt- gen Kriege wurde ebenfalls mit Auszeichnungen gewürdigt In Gießen, wo er einen großen Freundes- und Bekanntenkreis befaß, und besonders bet den alten 116ern, wird man den im Frieden und Krieg verdienten Offizier in guter Erinnerung be« halten. । Oberst Maack. die bJ inde b3 Dor einigen Tagen konnten wir berichten, daß Oberstleutnant Maack vorn Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht zum Oberst befördert wurde Oberst Maack stammt aus Stelle bet Hamburg wo er 1891 geboren wurde Am 1 Oktober 1911 trat er als Einjährig-Freiwilliger beim See- Bataillon in Wilhelmshaven ein mit bem er bet Ausbruch des Weltkrieges ins Feld ruckte Im verbände der Marine-Infanterie nahm er an ben Stellungskämpfen an ber Yser teil Am 12 Marz 1915 würbe er zum Leutnant beforbert. Durch 'chwere Derwunbung im Mai 1915 mußte er aus ber kamp- fenben Front ausfchetben. Nach völliger Wiederher- stellunq nahm er am Aeldzuff in /Rumänien teil Rach bem Weltkriege kämpfte er im Baltikum ur den Schutz bes beutfchen Daterlanbes. Das Eiserne Kreuz unb bas Baltenkreuz würbe ihm fur feinen Einsatz an der Front verliehen Im November 1919 trat er in bie bamalige Lanbespolizei ein, in ber er am 15 April 1920 zum Oberleutnant berorbert würbe Am 1 Avni 1926 würbe er Hauptmann und am 2d April 1935 Major ber Lanbespolizei Beim Wieberaüibau unserer neuen Wehrmacht trat er tm Juli 1935 als Major in ein Infanterie-Regiment ein 1'36 wurde er Kommanbeur eines Jmantene- Bataillons in Gießen Im März 1938 erfolgte feine Beförberung zum Oberstleutnant ber nunmehr die Bewrberung zum Oberst folgte Im fetzigen^Kriege hat Oberst Maack an ben Kämpfen tm Westen teil« genommen Morgen, Mittwoch, 12. März, findet tm Gloria-Palast bie Gießener Erstaufführung des Tobis-Films „Kampfgeschwader Lützow" Im festlichen Rahmen statt Es war in den ersten Septembertagen 1939. In atemraubendem Tempo marschieren deutsche Truppen zum Gegenschlag über die Grenze. Der seit Monaten kriegsbereit stehende Gegner wird gepackt, Bunkerlinien werden auf breitester Front durch- toßen und ständig unterstützt von der Luftwaffe, die entscheidend in die Erdkämpfe eingreift, flutet die polnische Armee zurück Presse, Rundfunk und Wochenschau künden vom deutschen Sieg im Often: „Die deutsche Luftwaffe hat in wiederholten kraftvollen Einsätzen )er letzten Stunden für die 'Briefträgerinnen in Fächern oorgeorönet Und nun gilt es, diese Fülle [er Botschaften. Päckchen und Zeitungen nach Strafen und Hausnummern für den Zustellgang zu irdnen. eine Arbeit, die weit über eine Stunde voll Hermann Braun spielt den jungen Flugzeugführer Eckhard. (Aufnahme s3j: Tobis.) zu nehmen, glatt wieder zu starten und ben eigenen Fliegerhorst mit ihnen zu erreichen. „K a m e r a b f d) a f t". <5o ist ber kurze Tatsachen- bericht überschrieben, der uns dramatisch einen Ausschnitt vom Einsatz unserer jungen deutschen Luftwaffe miterleben läßt. Wir haben das Beispiel nicht absichtslos heraus- gegriffen aus dem großen Zeitgeschehen unserer Tage. In dem Hans-Bertram-Film der Tobis „Kampfgeschwaber Lützow" ber in engster Zusammenarbeit mit ber beutschen Luftwaffe entstand und als erster Kriegsspielfilm ihren Einsatz im Polenfeldzug und gegen England schildert, erleben wir eine Szene, die in vielem an jenes Heldenstück bei Tluscz erinnert. Um die zwingende Aehnlich- -leit beweist, daß sie nicht mit viel Phantasie für den Film erfunden wurde. Sie spiegelt unmittelbares Kampferlebnis wider unjkgreift mitten hinein in die Kameradschaft unserer Flieger, bie in treuester Waffenbrüberschast mit ben Solbaten des Heeres und der Kriegsmarine den Sieg im Osten, im Norden und im Westen erringen halfen unb heute in vorderster Front um ben Endsieg gegen England stehen. Gewiß stellt die Szene nur einen kleinen Ausschnitt des Filmes dar, aber in ihrer Grundauffassung ist sie dennoch typisch für das Gesamtwerk, weil hier das Dokumentarische des Kampfes sinnvoll mit menschlichen Einzelschicksalen verknüpft wird Bei aller künstlerischen Freiheit in der Gestaltung ber packenden Spielhanblung. bie bem Geist bes Filmes angepaßt ist, bleibt im „Kampfgeschwaber Lützow" das Erlebnis der Wirklichkeit des Krieges und im besonderen bie in vorbehaltloser Kameradschaft wurzelnde kämpferische Leistung unserer Luftwaffe dramatischer Angelpunkt. Heldenlied 0er Kameradschaft. Zur Erstaufführung des Fliegerfilms „Kampfgeschwader Lühow" eine kleine Notiz auf. Sie machte in den ersten Septembertagen die Runde durch fast alle Zeitungen Mt Recht, denn die wenigen Zeilen sind mit ihrem Inhalt irgendwie typisch für den soldatischen Geist unserer Truppen, die solche Leitungen vollbrachten- (DNB.) 11 September 1939: Wahrend eines Feindfluges war heute ein Flugzeug einer beutschen Bombenstaffel gezwungen hinter ber polnischen Linie in Dyskow bei Tlufcz n o t z u 1 a n b e n Um ihren in Bebrängnis geratenen Karneraben zu Huie zu kommen, lanbete ein anberes Flugzeug der gleichen Staffel neben den notgelandeten Kameraden mitten zwischen den Polen, die durch Bombenabwürfe der übrigen Flugzeuge der Staffel m Schach gehalten wurden Die Besatzung des notgelanbeten Flug" zeuges steckte dieses in Brand um es nicht in die Hände der Polen fallen zu lassen Dem zu Hilfe geeilten Flugzeug gelang es, bie Kameraden an Bord ! < S,, »Het ; füq. 1 der [ i S bi/! ntjU nben f warben eit dem Tage, da sie zu den Fahnen eilten oder iuf einen anderen Posten gestellt wurden, sprang r üll! !cuch an diesem Kampfabschnitt der Heimatfront 'bie L2r w ’jrau ein, um mit ihrer Kraft einen wertvollen n müfl Zweig des Lebens der Stadt zu sichern: ben Post- Kutsch^ uitellbienft Sie verpflichtete sich bamit einer Auf- Ush eir cabe, bie von ihr hohen Einsatz lorbert. : ift fr Die Stadt liegt noch im Dunkel, wenn die Brief- irägerin zum Postamt eilt Schon um 6 Uhr steht ie an ihrem Arbeitsplatz, und bald ist sie umfan- en von der Betriebsamkeit in jenem nüchternen ^aum. in bem bas Durcheinanber ber Postsendun- jen, taufenden an ber Zahl, gesichtet und verteilt nirb 'Beamte haben bereits ben reichen „Segen" rben oä eifunq JJ itföe ■atunqjil :itiing * lii licher Verbunbenheit unb schilberte seine Einbrücke von bem Besuch ber Kampfstätten bes alten Regiments im Welten. Kamerabschastsführer Hans Bill gedachte der in letzter Zeit verstorbenenj Do'ksgenoffen — Achtung! In jedem haushalt häuft sich Altpapier! Bitte nicht wegwerfen oder verbrennen!, sondern / sammeln und aufheben! Altpapier sammeln Hilst den deutschen Wald erhalten! 20 Tonnen Altpapier ersparen 66 Raummeter Holz. Sammelt daher Altpapier und haltet es bereit. 3m kreise Wellerau wird in der Woche vom 17. bis 23. März 1941 eine umfassende Sammelaktion durchgeführt und das Altpapier in jedem Hause abgeholt! Oie ftronf spricht zur Keimar Im Rahmen ber Kriegswinterpropaganba kommt auch ber Frontsvlbai zu Wort Am Mittwoch, 12 März spricht um 20 Uhr in ber 2luta bei Universität in Gießen ber Felbwebel Paul Schick aus Hannover unter bem Motto „Die Front spricht zur Heimat" zu den Volksgenossen unserer Stabt. Der Redner kommt von ber Wehrmacht und vermag über den Kampf des deutschen Soldaten für Führer und Volk vieles zu jagen Es versäume daher kein Volksgenosse und feine Volksgenossin, diese außerordentliche Kundgebung zu besuchen, um dadurch auch die Verbundenheit mit unserer stolzen Wehrmacht zu bekunden Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast. Seltersweg: „Sieg tm Westen". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Ich heirate meine Frau". Ortszeit für den 12. März. Sonnenaufgang 7 49 Uhr Sonnenuntergang 19 22 Uhr - Tlohbuntergang 6.57 Uhr, Mondaufgang 18.24 Uhr. die militärischen Anlagen auf zahlreichen Flugplätzen angegriffen und zerstört". — „Die Luft- herrfchaft über den polnischen Raum erkämpft". — „Die polnische Luftwaffe praktisch verschwunden". — „Polnischer Rückzug artet durch Tiefangriff deutscher Flieger in Flucht aus". — „Luftwaffe zerstört Weichselbrücken südlich von Warschau". — „Radom genommen" — „Lodz besetzt" — Deutsche Panzertruppen in Warschau eingebrungen". — Melbun- gen auf Melbungen jagen sich unb bestimmen die Anteilnahme der Heimat an dem Heldenmut ihrer Söhne, die eine harte Probe im Osten für Deutschlands Freiheit siegreich bestehen. In ber Fülle von Melbungen jener Tage über den gigantischen Siegeszug. fast erdrückt von Schlagzeilen über die deutschen Erfolge, fällt uns trttttn« JoiiH Q W Tfirr- nidffi. ianqf > ( Hank n Anspruch nimmt. Mit schwerbepackten Taschen verlassen die Brief- Irägerinnen in früher Vormittagsstunde das Post- imt. Brief liegt neben Brief, bie Päckchen bazu, lie Einschreibsenbungen, an bestimmten Tagen jebes Monats auch bie Unterlagen für bie Erhebung her Hunbfunkgebühren unb Zeitungsgelder Von Holls m Haus führt ihr Weg. treppauf und treppab, von Wohnung zu Wohnung; ein anstrengender Dienst, [.er Kraft und Ausdauer, Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit verlangt Mittags sind die Brief- irägermnen auf bem Postamt abermals zur Stelle. |ür ben zweiten Zustellgang Viele von ihnen stehen schon seit den ersten Kriegslagen im Dienste der Post, junge und ältere, Ledige und Mütter. Wie alle die Frauen, die auf :nberen kriegswichtigen Arbeitsplätzen ihr Können iir die Gemeinschaft, für die Wehrkraft der Nation linsetzen, so geben auch sie mit ihrem stillen, auf- »pferungsooüen Tagewerk ein hehres Beispiel der Pflichterfüllung. Einige sind unter ihnen, die schon Ikinmal auf gleichem Posten standen, als deutsches Land von einer feindlichen Welt umdroht war: 1914—1918 Auch damals reihten sie sich ein in die Verteidigungsfront, um dort zu helfen, wo es not- tot Und manche von ihnen ist heute stolze Soldaten- kranke betreut, da das Kameradschaftswerk sich der Zuckerkranken besonders annimmt und für diese in Bad Homburg ein Sanatorium besitzt. Eine groß« Zahl von Anträgen aus dem Kreis Wetterau an den Leiter Pa. Reu sch, der zugleich Vertrauensmann für den Kreis Wetterau ist, wurden der Kreisamts- waltung der NSV. zugeleitet. Mit der NSV. wurde gute Zusammenarbeit gepflegt. An geldlichen Aufwendungen wurden 12 445,68 RM., das sind 2 000 RM. mehr als im Vorjahr, für Fürsorgemaßnahmen ausgegeben, von denen die Bezirksfürsorge in Frankfurt 11 130,68 RM. trug, während die Betroffenen 1315 RM. aufzubringen hatten. Diese Ausgaben verteilten sich auf die einzelnen Sachgebiete wie folgt: Tuberkulosefürsorge rund 6651 RM., Er- holungsfürsorge 344 RM., Heilfürsorge 953 RM., Geldbeihilsen 1355 RM., Sachbeihilfen, vor allem Wäsche für das Kleinkind kinderreicher Familien, 342 RM., und für Krankendausbehandlung und ärztliche Fürsorge 2820 RM. Diese segensreiche Tätigkeit hat durch die Mitglieder vielfache Anerkennung gefunden, denn es bedeutet für den Erkrankten eine Beruhigung, zu wissen, daß seine Familie keine wirtschaftliche Belastung erfährt. Dadurch wird auch der Heilprozeß beschleunigt. Die Mitgliederzahl hat sich von 1940 auf 1944 verändert. Für das Fahr- personal wurden während der heißen Jahreszeit insgesamt 36 490 Flaschen Wasser ausgegeben. Das Kameradschaftswerk soll jetzt auch Werksküchen einrichten bzw. die zwei schon bestehenden Werksküchen, die von den zuständigen Dienststellen getragen werden, übernehmen. Der Kassenbericht wurde in Ordnung befunden. Der Leiter, Reichsbahn- obersekretär R e u s ch , dankte seinen Mitarbeitern für ihre Hilfe und gab einige Richtlinien für die weitere soziale Betreuung bekannt, darunter auch eine solche zur Förderung begabter Kinder und über die Erholungsfürsorge für Beamte. Mit dem Dank ich fast — einen Jungen, ein Kind! Wie glücklich du sein kannst!" Sie seufzte schwer auf und wendete sich halb ab. „Don mir wollen wir nun aber, bitte, nicht mehr reden." „Mein Gott, ist es denn dazu schon zu spat?" „Ja, Lis, es ist schon zu spät dazu." Lis kehrte zu ihrem Platz zurück und ließ sich nieder. ,Hch bin sehr traurig, Lolott. Verraten werde ich dich zwar nicht, an Stefan nicht und erst recht nicht an die anderen. Aber du tust mir leid, denn ich fürchte, daß du noch viel unglücklicher sein wirst, als du es jemals hier gewesen bist. Du weißt noch nicht, was das bedeutet, sich einfach von der Heimat loszusagen." Charlotte gab keine Antwort mehr. * Der Abend verging Charlotte wie jeder andere auch. Sie verbrachte ihn in Gesellschaft ihrer Mut- ter, die einige Oschnitzer Damen bei sich hatte. Ihr Vater ließ durch seine Sekretärin telephonisch ausrichten, er werde geschäftlicher Besprechungen halber im Werkskasino essen. Gert war am späten Nach- mittag zu Freunden gefahren, die sich in den Bergen ein Blockhaus gebaut hatten. Don den Oschnitzer Damen wurde Charlotte mit einer übertriebenen Herzlichkeit behandelt, die unecht war. Sie erschöpften sich in Liebenswürdigkeiten, und jeder einzelnen mar die Enttäuschung darüber anzujehen, daß Lasard am frühen Vormittag ab- NGKK-Verkehrshilfs-ienst Freiwilliger Einsatz für alle. Seit nahezu zwei Jahren stehen am Straßenrand; der Reichsstraßen, jedoch nicht auf den Reichsautobahnen, in Abständen von etwa 6 bis 8 Kilometer die blau umrandeten Tafeln mit der roten Telephon-Wählscheibe und dem Zeichen des Roten Streu» zes. Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer konnte im Verlaufe der letzten Wochen und Monate feststellen, daß sich die Zahl der Tafeln bedeutend vermehrt hat. Diele Verkehrsteilnehmer stellen heute noch die Frage über Sinn und Zweck dieser Tafeln, ohne zu wissen, daß hier das NSKK. eine ehrenamtliche Organisation über sämtliche Reichsstraßen Deutschlands geschaffen hat, die jedem Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall sicher jede notwendige Hilfe gewährleistet. An der mit der Hinweistafel gekennzeichneten Stelle befindet sich eine Rufstelle. Wer sie betritt, findet am Fernsprechapparat ein Anhängeschild angebracht, auf dem die Telephonnummer eines Verkehrshilfsdienst-Zonenführers verzeichnet, ist. Der Verunglückte ruft unter dieser Nummer den Zonen- ührer an. Er wird dann sofort feststellen, daß die- er nach einem bestimmten Schema alles fragt, was ür den Verunglückten überhaupt von Wichtigkeit ist. So wird der Zonenführer vor allem sich nach dem genauen Unfallort erkundigen. Er wird ferner feststellen, ob sofortige ärztliche Hilfe oder ein Krankenwagen notwendig ist. Auch eine etwa notwendig werdende Meldung an Polizei- bzw. Gendarmerieposten wird von ihm veranlaßt. Nicht vergessen ist auch das Abschleppen der beschädigten Fahrzeuge, sowie die Verständigung der Feuerwehr oder der Technischen Nothilfe, sofern letzteres notwendig ist. Zusammenfassend wird der Verunglückte die Feststellung machen, daß dieser Zonenjührer alles das fragt, was er in feiner durch den Unfall verursachten Aufregung bestimmt vergessen hätte. Sv kann sich der Verunglückte in Ruhe sofort wieder zum Unfallort begeben, um dort nach kurzer Zeit sich zu überzeugen, daß rasche und restlos genügende Hilfe eintrifft. Derjenige Verkehrsteilnehmer, der auf feinem Wege Zeuge eines Unfalls ist, bei dem die Fahrzeuginsassen durch ihre Verletzungen zur Herbei- rufung von Hilfe nicht in der Lage sind, wird es als seine selbstverständliche Pflicht betrachten, sofort selbst bei der nächsten Rufstelle des NSKK.-Ver- kehrshilfsdienstes seine Meldung an den Zonenführer abzugeben, damit den Verletzten sofort entfpre- chende Hilfe zuteil werden kann. Die Russtellen des Derkehrshittsbienstes sind dem Unfallmeldedienst angeschlossen, so daß der Zonenführer Tag und Nacht erreicht werden kann. Auch beim Zonenführer ist durch Einschalten des Stellvertreters jederzeittge Rufmöglichkeit bei Tag und Nacht gewährleistet. Bei rechtzeitiger Verständigung ist der Zonen- führer in der Lage, mit Hilfe der im Verkehrshilfs» dienst geschaffenen Organisation und im Bedarfsfall unter Hinzuziehung der NSKK.-Männer in den Einheiten nicht nur den Verunglückten sofortige Hilfe zukommen zu lassen, sondern er wird darüber hinaus auch in der Lage sein, dafür Sorge zu tragen, daß die Straße an den Unfallstellen sofort für den Verkehr wieder frei gemacht wird. Somit bietet der NSKK.-Verkehrshilfsdienst neben feinem eigentlichen Zweck als Helfer in der Not auch die Gewähr für die Verkehrssicherheit auf den Reichsstrahen. Auch bei eintretenden Katastrophenfällen wird er ein jederzeit sicherer Vermittler von Nachrichten an Dienststellen von Partei und Staat sein. Bei richtiger Anwendung des NSKK.-Derkehrs- hilfsdienstes wird der Benutzer der Reichsstraße feststellen, daß auch diese vom NSKK. geschaffene Einrichtung unter dem Motto der freiwilligen Einsatzbereitschaft und des nationalsozialistischen Opferwillens geleitet wird. Reifeprüfung der Lustus-v -Liebigsckmle Im Laufe der letzten Woche fand an der Justus» von-Liebig-Scyule die diesjährige yieifeprujang patt. Alle 24 Schüler der achten Klasse bestanden die Prüfung, außerdem waren schon im Laufe des Schuljahres 21 Schüler mit dem Zeugnis der Reife vorzeitig entlassen worden, um in den Arbeitsdienst oder die Wehrmacht einzutreten. Am Samstag verfammelten sich noch einmal Lehrer, Abiturienten und Eltern zu einer Abschiedsfeier im festlich geschmusten Singsaal. Leider stand der Schule kein größerer Raum zur Verfügung, sp daß die übrigen Schüler an der Feier nicht teilnehmen konnten. Die Feier wurde eingeleitet durch Vorträge des Schulorchesters und Schulchors unter Leitung von Musikoberlehrer Dietrich, der im Rahmen des Chors selbst auch als Solist hervortrat. Der stellvertretende Direktor, Oberstudienrat Dr. Kiefer, begrüßte darauf zum letztenmal die scheidenden Abiturienten. Er wies m einer Rede auf die große Bedeutung der Schule ür die Erziehung des deutschen Menschen hin, stellt ie doch eine Schicksalsgemeinschaft im kleinen dar, der der Schüler 12 Jahre hindurch angehört. Nicht die Summe des hier erworbenen Wissens gibt der Schule ihren Wert, sondern weit wichtiger ist die Erziehung des Charakters, wie sie sich aus dem Zusammenwirken aller Fächer ergibt. Der Schüler der höheren Schule soll lernen, sich freiwillig aus innerer Ueberzeugung in die Gemeinschaft en- zuordnen, aber er soll sich heroorheben und aus- zeichnen durch das größere Maß von Verantwortung und Selbständigkeit. Er muß bereit fein, die höheren Aufgaben zu erfüllen, die das Leben an ihn traft feiner Vorbildung stellen wird, wie es deutlich wird am Beispiel des deutschen Soldaten, der heute für Deutschlands Größe und Zukunft kämpft. In diesem Sinne sprach Oberstudienrat Dr. Kiefer-alle guten Wünsche für den Zukunftsweg der scheidenden Abiturienten aus und überbrachte auch die besten Wünsche des als Hauptmann bei der Luftwaffe eingezogenen Direktors der Anstalt. Ober- ‘ studiendirektor Leonhardt. Mit dem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland schloß die Feierstunde. Lustschutzräume beheizt! Womit soll der Luftschutzraum beheizt werden? Wie beheize ich ihn am besten? Das sind Fragen, die auch heute noch eine wichtige Rolle spielen, da der Frühling sozusagen schon vor der Tür steht. Mag die Märzsonne auch zum ersten Spaziergang ohne Wintermantel verführen, in den Kellern wird die Kälte noch auf Wochen hinaus anhalten. Wie die Beheizung zweckmäßig geschieht, darüber unterrichtet in allen Einzelheiten ein Aufsatz im neuesten Heft der „Sirene", der großen deutschen Luftschutz- Illustrierten. In dem wieder reich bebilderten Heft wird u. a. auch über die Fallgeschwindigkeit der Bomben und Flaksplitter sowie über den Luftschutz- Warndienst berichtet. Amtsgericht Gießen. Die A. H. in Gießen, einschlägig vorbestraft, hatte sich wiederum an fremdem (Eigentum vergriffen. Sie war beschuldigt, im November 1940 und Januar 1941 der Zeugin B. eine seidene Bluse und der Zeugin E. ein Kleid und ein Paar Strümpfe entwendet und sich angeeignet zu haben. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde die Angeklagte wegen Diebstahls in zwei Fällen zu einer Gesamt st rafe von fünf Monaten G e - f ä n g n i s verurteilt. Sechs Wochen der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Straferschwerend wirkten die einschlägige Vorstrafe und das hartnäckige Leugnen der Angeklagten. In bet; Urteilsbegründung wurde ausgeführt, die Vorstrafe habe auf die Angeklagte keinen Eindruck gemacht, deshalb müsse ihr durch eine empfindliche Strafe klar gemacht werden, daß sie auf eine andere Bahn kommen müsse. Strafkammer Gieße«. Die M. G. in Gießen hatte sich wegen Meineids zu verantworten. Sie war beschuldigt, am 22. Mai o. I. vor dem Amtsgericht Gießen wissentlich einen Meineid geleistet zu haben. Es handelte sich um eine Pfändung von Möbeln, von denen die Schuldner behaupteten, sie seien Eigentum der Tochter. Die Angeklagte hatte unter Eid ausgefagt, die Möbel seien im Jahre 1934 gekauft worden, während der Kauf tatsächlich im Jahre 1933 stattaefunden hatte; weiterhin hatte sie erklärt, der Kauf sei mit Geldmitteln der Tochter erfolgt, die jedoch erst ein Jahr später im Besitz von Geld war. Der Anklagevertreter beantragte wegen Meineids eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Der Der- leidiger führte aus, die Angeklagte könne hn Falle einer Verurteilung nur wegen fahrlässigen Falsch- eids bestraft werden. Wenn sich die Angeklagte auf die Jahreszahl 1934 feftgelegt habe, so habe sie doch auch gesagt, es sei das Jahr gewesen, in dem der Verkäufer der fraglichen Möbel von Gießen weg- gezogen sei. Wäre das Jahr 1934 wirklich in Frage gekommen, bann wäre auch die Angabe, daß die Tochter bereits Geld verdient habe, richtig. Die Angeklagte wurde' wegen fahrlässigen Falscheids zu einer Gefängnis st rafe von sechs Monaten, abzüglich sechs Wochen der Untersuchungshaft, verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde aus- geführt, die Fahrlässigkeit bestehe darin, daß sich die Angeklagte nicht genügend davon überzeug! habe, welches Jahr in Betracht gekommen sei. Aus der engeren Heimat. Landkreis (Sieben 3 Lollar, 10. März. Am Samstagabend hielt der O bst - und Gartenbauverein Lollar bei Gastwirt Schwalm feine Generalversammlung ab. Der sehr starke Besuch läßt erkennen, wett.) großes Interesse gerade in der Kriegszeit die Mitglie- der an der Obst- und Gartenbewirtschaftung haben. Der Vereinsführer Pg. Wilhelm Schmulbach begrüßte die Besucher, insbesondere den Redner des Abends, Diplom Gartenbauinspektor Ren t sch von Friedberg. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Dereinsführer des verstorbenen Mitglieds Heinrich Schwalm Wwe., sowie Oer Ovfer Oes derzeitigen Krieges, die in der üblichen Weise geehrt wurden. Hierauf hielt Diplom-Gartenbauinspektor Rentsch einen etwa einstündigen Vortrag über Frostschäden und Schädlingsbekämpfung, der mit großem Interesse verfolgt wurde. Der Vereinsführer gab alsdann den Tätigkeitsbericht bekannt, worauf der'Kassenwart Pg. Karl Seitz den Kassenbericht oortrug, der einen günstigen Abschluß zeigte. Dem Kassenwart wurde, nachdem die Rechnung gcf prüft war, Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb in seiner seitherigen Zusammensetzung bestehen. Anschließend kam eine größere Anzahl von Wolfsge- rät&n. Halbhochstämmen und Sträucher zur Verlosung. Dann wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. + Orünberg, 9. März. Die siebente Veranstaltung des Feierabendringes Gründe r g brachte am Freitag einen gut besuchten Darietö-Abend in der Turnhalle. Ein buntes Programm namhafter Künstler mit Musik, Gesang, Tanz und anderen Darbietungen unterhielt die Besucher aufs beste. Mitte März findet noch eine Veranstaltung des Feierabendringes statt, die das Lust- spiel „Der zerbrochene Krug" von Kleist bringen wird. — Am Freitag fand an der hiesigen Oberschule die Reifeprüfung statt. Zwölf Jungen und drei Mädchen erhielten das Reifezeugnis. — Am Samstagabend fand in der Turnhalle ein Elternabend der Volksschule statt. Rektor Häusel begrüßte die zahlreich erschienenen Ettern und Ehrengäste. Der erste Teil der Darbietungen, der von Schülern aus allen Klassen bestritten wurde, umfaßte Gedichte ernsten und heiteren Inhalts, Lieder und Volkstänze. Im zweiten Teil zeigten die Knaben und Mädchen der Oberklasse unter Leitung von Rektor Häusel turnerische Vorführungen: Bodenübungen der Knaben, Lieblingen der Mädchen am Schwebebalken, sowie Sprünge am Pferd und Turnen am Barren. Die Vorführungen zeugten von gutem Können und wurden mit reichem Beifall belohnt. Ein kleines Märchenspiel, das meist von Schülern der Oberklasse bärge« stellt wurde, beendete den gut verlaufenen Abend. Eine von den Kindern vorgenommene Sammlung erbrachte 87,05 RM. für das WHW. \ Schweinemarkt in Alsfeld. • seid, 10. März. Aus dem heutigen Schweinemarkt waren 132 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Tiere 30 bis 35 RM., 7 bis 9 Wochen alte 35 bis 45 RM., 9 bis 12 Wochen alte 45 bis 55 RM. pro Stück. Es verblieb geringer Ueberftanb. Dieser Schuh hält lange weil er jeden Tao mit Nigrm Extra gepflegt wird, das nicht nur tadellos glänzt, sondern auch das Leder konservieit. Also auch für Ihre Schuhe jeden Tag NIÖRIN EXTRA gereift war, ohne für einen unterhaltsamen kleinen Skandal gejorgt zu haben. Charlotte sah auch nicht aus wie jemand, der an gebrochenem Herzen zu sterben gedenkt. Sie war gelassen und freundlich, zärtlich ihrer Mutter gegenüber, und als die Rede auf ihren Vater kam, blieb jedes Anzeichen von Groll uei ihr aus. Die Gespräche, die von Frau Mathesius mit einer bis zum Ueberdruß geübten Routine gelenkt wurden, schleppten sich matt dahin, und eine Dame nach der anderen bekam von unterdrücktem Gähnen Wasser in die Augen. Aber pflichtgetreu saßen sie die üblichen Stunden ab und bedankten sich für den „reizenden" Abend, als sie zur gewohnten Stunde pünktlich aufbrachen. „Wie sinnlos bas boch alles ist!" sagte Charlotte gequält, als sie mit ihrer Mutter allein war. „Als ich noch ein ganz kleines Mädel war, habe ich dich immer bewundert, weil du für alle Leute, die mir unausstehlich waren, so freundliche Worte hattest. Aber jetzt frage ich mich manchmal, wie du es fertig gebracht hast, in diesem leeren Trott Jahre und Jahrzehnte auszuhalten. Ich könnte es nicht." Sie stand vor dem Fenster und sprach quer über den Raum hinweg. Frau Mathesius saß, ein wenig ermüdet und abgespannt, in einem Sessel der gegenüberliegenden Ecke. Ihre blassen, feinen Hände hingen lose von den Lehnen herab. Charlotte mußte an gebrochene Flügel eines weißen Vogels denken, als sie diese Hände betrachtete. Sie erschienen noch zarter und leuchtender in ihrer Blässe, weil alle Lichter im Zimmer gelöscht waren mit Ausnahme der hohen Stehlampe, die neben dem Sessel stand. Die kleine Porzellanuhr auf dem Kaminsims tickte eilig. „Bist du nicht müde von alledem, Mama?" Frau Mathesius lächelte ihr zu. „Aber auch ein wenig glücklich, Charlotte. Und darüber vergißt sich leicht ein bißchen Müdigkeit." Zögernd und unbewußt kam Charlotte langsam näher, und als sie dicht vor ihrer Mutter stand, beugte sie sich nieder und fragte eindringlich leise: „Glücklich? Ist bas wirklich bie Wahrheit? Bist bu wirklich glücklich, Mama?" Ein verwunderter Blick. „Warum zweifelst du daran?" „Was macht dich glücklich?" „Oh, ihr alle! Ihr seid ausgewachsen und gut geraten — jeder in seiner Weife. Das Leben hat mir damit alles gegeben, was ich erwarten durfte." „Und das ist dir genug?" „Es ist so Diel! Es ist wenigstens genug zum Glücklichjein." Charlotte beugte sich noch tiefer und fragte noch eindringlicher: „Aber früher, VJlama, als du jung warst, als dein Herz noch nicht fo bescheiden und einsichtsvoll war, wie jetzt — bist bu auch bamals glücklich gewesen?" Charlotte bemerkte, baß ihre Mutter errötete, ihr Blick unsicher wurde und ausweichen wollte. Doch sie nahm sich schnell- zusammen und gewann ihr altes Lächeln zurück: „Du fragst wie ein törichtes Kind, Lolott, das da glaubt, das Leben nftire herrlich, wenn es tagaus tagein Weihnachten ober Geburtstag feiern könnte, unb wenn es mit dem Geschenke- empfangen fein Ende nähme." „Aber auch bu, Mama — auch du hast einmal auf solch ein ewiges Fest gehofft unb gewartet?" „Vielleicht — ja, ich weiß es nicht mehr ... Aber es war ein kindischer Irrtum, dem bu niemals verfallen darfst, Lolott. Schenken ist Glück, Beschenktwerden eine Gnade." Charlotte richtete sich empor, sah auf ihre Mutter nieder und fühlte jene Ratlosigkeit in sich, die einen befällt, wenn aus der Dunkelheit eine vertraute Stimme ruft, .aber noch so fern klingt, daß man nicht weiß, wohin sich wenden. Deine Weisheit hilft mir nicht, dachte sie ratlos. Was nützt es mir, wenn du mir den Weg dahin nicht zeigen kannst? Wenn ich so alt fein werde wie du, werde ich gelernt haben, dich zu verstehen. Jetzt aber muß ich meinen eigenen Weg gehen, unb ich werbe versuchen, ihn zu finden. Aber ich will nie vergessen, was bu mir gesagt hast, du Liebe und Gute ... Sie nahm bas kleine Gesicht ihrer Mutter zwischen bie Hänbe unb küßte sie auf bie Stirn, anbächtig unb wortlos. Dann trat sie zurück und wollte gehen. Als sie aber an der Tür stand, wendete sie sich um, zögerte, wollte etwas sprechen und kam noch einmal hastig zu ihrer Mutter zurück. „Ich habe dich sehr lieb, meine liebe, kleine Mama! Vielleicht hast bu in diejcn letzten Tagen manchmal daran gezweifelt. Das darfst bu nicht! Und bu darfst auch niemals irre werden an deiner Liebe zu mir!" „Aber Kind —" „Du wirst mich immer lieb behalten?" fragte Charlotte inbrünstig. „Unb du glaubst mir, daß auch ich dich immer lieben werde?" Frau Mathesius sah in angstvoller Sorge Charlotte an. „Natürlich werde ich dich immer lieb haben, Lolott! Weshalb aber fragst bu und warum?" „Was adch immer geschehen mag?" „Ja, bist bu denn nicht mein Kind?" „Ich banke bir!" flüsterte Charlotte. „Ich danke dir so sehr, Mutter!" Bevor Frau Mathesius noch weiter fragen konnte, verschloß Charlotte ihr mit einem Kuß den Mund, küßte sie auf bie Augen, und bei jedem öiejer scheuen, raschen Küsse, sagte sie in Gedanken: Lebewohl! Lebewohl! Dann fuhr sie ihrer Mutter mit der Hand ganz leicht und zärtlich über das Haar, umfaßte mit einem Blick des Dankes und feierlichen Versprechens noch einmal bas ratlos zu ihr aufblickende Gesicht, nickte ihr zu unb ging schnell hinaus. Frau Triebsch hatte an biefem Abend mannigfache Besorgungen in der Nähe von Charlottes Zimmer. Sie schlich draußen auf dem Flur ruhelos umher, machte sich durch Räuspern bemerkbar und wollte wahrscheinlich eingelassen werden zu einem der endlosen Gespräche, bei der sie mit der zermürbenden Zähigkeit eine’s Untersuchungsrichters alles aus einem herausfragte, was sie erfahren wollte. Charlotte hatte Ihr Bett aufgesucht, das Licht im Zimmer gelöscht, schlief, aber nicht und tat keine Bewegung. Dor einer halben Stunde war ihr Vater aus dem Werk nach Hause gekommen. Sie hatte seine schweren Schritte gehört. Danach war es still geworden. Dom Turm der nahen Kirche hatte es elf geschlagen. Noch drei Stunden! dachte Charlotte. Sie war zu ihrer Verwunderung völlig ruhig, obwohl alle ihre Sinne angespannt waren unb wie empfinbliche Instrumente jebe Störung wahrnahmen. Nicht bie mindeste Befürchtung war in ihr, daß ihre Flucht entdeckt werden und mißlingen konnte. (Fortsetzung folgt.) .