1 MW T - ' GietzenerAnzeiger Dienstag.« Februar I9U Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Anreigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvk. ie mm bei 22 nun Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite AackläUe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Dlengennanel 8 Plavvorschrift «vorherige Vereinbarung) 251 <. mehr Jahrgang Nr. 35 fcudiemt täglich, allster Sonntags und »>elenags Beilagen: Die Illustrierte yicuener^tiinilienblntter heimak imBild DieDcholle itlonats-Bezngsvreis: Wit 4 Beilagen NM. 1.95 Cbne^’tUuitnerie .. 1.80 -unellgebühr „ -.25 „ich bei Nichterscheinen icn einzelnen Nummern cholge höherer Gewalt lernsvrechanschlust 2251 ^ahlanschriü:„Anz,elger" Itoiifdierf 1168ß#Vrantf. M vrühlsche Unloerfttäudruckerei H. lange General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen.^5chulftratze 7-9 Heute im britischen Parlament geändert hat, und im übrigen waren die neuen Angriffe auf Malta beispielsweise längst Mit änderen Worten, der Durchschnittsdeutsche wie sie sich selbst überzeugen eist über — nun, sagen wir beispielsweise Tibet Herr Roosevelt gleich vier seiner Vertrauten in den Man lese beispielsweise einen solchen haarsträubenden Blödsinn: Die Deutschen hätten 150 Stukas nach Sizilien geschickt; davon hätten die Engländer 50 abgeschossen und 40 am Boden zerstört. Und daher hätten die Deutschen ihre Fliegerangriffe dort nicht wiederholt! Jeder Schuljunge bei uns weiß, daß der tägliche Wehrmachtbericht jedes einzige Flugzeug, das verloren ging, hüt peinlichster Genauigkeit meldet, also natürlich auch die geringen Verluste, die dort im Mittelmeer bürger in dieser unverantwortlichen Weise anlog. Innerhalb eines solchen Lügen^eldzuges, wie wir chn jetzt erleben, ist Churchills Bemerkung über die deutschen Stukaverluste nur ein Moscnksteinchen. Abwehrfeuer einen Angriff britischer Tor- p e d o f l u g z e u g e vor der südwestnorwegischen Küste ab. Sämtliche abgeschosienen Torpedos verfehlten ihr Ziel. Ein Flugzeug wurde vor Abwurf seines Torpedos so schwer getroffen, daß es nicht mehr zum Einsatz kam und aller Voraussicht nach auf dem Rückflug ab gestürzt ist. * Die durch Reuter verbreitete amtliche britische Meldung, daß am 9. 2. ein deutscher Zerstö - rer in Höhe der norwegischen Küste torpediert worden sei, ist frei erfunden. Die Wiederaufbauarbeit im besetzten franrSsischen Gebiet. Paris, 10. Febr. (DNB) In St. Germain fand eine Zusammenkunft der Präfekten des englischen Bereich. Hopkins und Mllkie nach England, ten Obersten Donovan in den Nahen Orient und Herrn Currie nach China. Oder erinnert man sich heute vielleicht in England nicht mehr der falschen Hoffnungen, die Churchill persönlich mit dem Angriff auf Norwegen verhand? Gar nicht zu reden von der „Beherrschung der See und der Luft oder von dem Heer der Ironside und Gort in ; i" tint- ’nQ|x Unser Bild zeigt einen Teil des britischen Parlamentsgebäudes in London, das bei einem deutschen Luftangriff beschädigt worden ist. — (Associated-Preß-M.) Der Wehrmachibericht. Berlin, 10. Febr. (DJIB.) Das Oberkommando fcr Wehrmacht gibt bekannt: Fernkampfflugzeuge unter Führung des haupt- vonns Flieget griffen gestern etwa 500 km roest- lch der portugiesischen Küste einen durch Kriegs- ftiste gesicherten G e 1 e i k z u g an, versenkten nach lüher vorliegenden Meldungen Handelsschiffe mit c jammen 24 500 VRT. und beschädigten vier rod- Ire Schiffe schwer. Der Geleitzug wurde damit pllig zersprengt. Bewaffnete Aufklärungsflugzeuge sehen bis Island vor und nahmen einen vom Feinde befehlen Flugplatz auf der Insel nter MG-Feuer. Lin Kampfflugzeug griff vor ter schottischen Ostküste ein Borposlenbooi ßfolgreich mit Bomben an. 3n der letzten Nacht röteten sich Angriffe von Kampfflugzeugen gegen tiicgswichtige Ziele In London und Südost- Ugland. In der Nacht warfen einzelne feindliche Flugzeuge lomben an zwei Orten in Nordwcstdeutschland. Sachschaden entstand lediglich an einem vauern- s.us. Der Feind verlor gestern zwei Kampfflug- zivge im Kampf vor der norwegischen Lüste. Vier fiilische Sperrballone wurden zerstört. Zwei dgene sugzeuge werden vermißt. Nach dem erfolgreichen Angriff gegen den feind- Jfjen Geleilzug westlich der portugiesischen Küste Hal ne Lampffliegergruppe sdt dem 1.8.1940 allein «nd 350 00 0 VRT. feindlichen han- ?lsschiffsraumes versenkt und darüber ; naus eine Großzahl feindlicher Handelsschiffe f.roer beschädigt. er er e>n^ l: 1. fr r (Mj «;2.& + 15 i (17/Mffi B: 1.& Hälfe 3m Aktionsbereich der deutschen Lustwaffe. 500 Kilometer westlich Portugal Geleitzug zersprengt. — Auftlärungsvorstoß fts nach Island. — Kampfflieqergruppe versenkte seit 1. August 350000 ART suchten fc- )utzendi Dleifkrjki Beltergtr Titels m RiiG aber te: mterjch ■ o.-Eieg s 'gewicht in iilieb chieden gt: n. besetzten Frankreich statt, um in Anwesenheit von Vertretern der deutschen Besatzungsbehörden die für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des besetzten Gebietes notwendigen Bedingungen zu prüfen. Die deutsche Militärverwaltung ließ erklären, sie sei bemüht, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, daß das französische Volk auch diese Kriegsphase überstehe. Sie unterstrich die ungeheure Leistung, die vollbracht worden sei, um das Eisenbahnnetz, die Flußschiffahrt wieder in Gang zu bringen und die Brücken wiederherzustellen, die von den zurückflutenden französischen Truppen zerstört worden seien. Die Stromversorgung sei heute trotz des Ausfalles mancher Werke höher als im vergangenen Jahr. Von den 142 Gaswerken eines Militärverwaltungsbezirks feien 123 wieder in Betrieb. Schließlich wurden die Präfekten noch auf die Notwendigkeit hingewiesen, eine Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse durchzusetzen. Ueberall da, wo die Ernte noch nicht gedroschen fei, würden die Feldkommandanten helfend eingreifen Es dürfe im Interesse des französischen Volkes in diesem Jahr kein Brachland geben. Churchills Lügenfeldzug Von unserer Berliner Schriftleitung. Wir haben schon häufig Gelegenheit gehabt, die tt.ßerordentliche Reichweite und Wirksamkeit der h u t f d) e n Fernkampfflugzeuge zu be- i untern. Waren es im vorigen Winter vor allem b? Flüge nach den Orkneys und Shetland-Inseln, i si sind es in diesem Winter neben den Fernunter- phmungen im Se ege biet westlich Irland I nd) die weiträumigen Aktionen unserer Bomber h Mittelmeer gewesen, welche den Respekt sur den Leistungen der deutschen Fernkampsslug- |t ige vermehrten. Nun liefert der Wehrmachtbericht Ilm 10. Februar weitere Beyoeise in dieser Rich- ■ ino. 5 00 Kilometer westlich der portu- ss e s i s ch e n K ü st e wurde ein britischer Geleitzug £t,n deutschen Flugzeugen angegriffen und unter .dweren Verlusten für den Feind völlig zersprengt. Leichzeitig stießen deutsche Aufklärungsflugzeuge 1 5 Island vor und beschossen dort einen von lligläntern besetzten Flugplatz. Wir haben keinen .Erlaß, zu verraten, welches die Startplätze für diese F rnunternehmungen gewesen sind. Aber ein Blick oif die Karte zeigt schon, daß die kürzeste Entfer- ing’ zwischen dem von deutschen Truppen besetzten 6 biet und dem für Flugplatzanlagen geeigneten i |il Islands ungefähr 1500 Kilometer beträgt. Auf jiten Fall muß also die fliegerische Leistung an- o annt werden, die in dem Flug nach Island liegt Darüber hinaus ist aber auch die militärische und -Mische Bedeutung dieses Unternehmens nicht zu -tterfchätzen. Am 10. Mai 1940 wurde das wehr- ible Island von britischen Truppen unter trJig haltlosen Vorwänden besetzt und hat seitdem lüer der Anwesenheit ter fremden Truppenmacht Wwer zu leiden Durch das arrogante Auftreten und lii laxen Umgangsformen ter Briten ist das Empnn, ki tes isländischen Volkes tief verletzt worden. Da- |u kommt eine schwere wirtschaftliche Krise, welche ■ Anwesenheit der zahlenmäßig sehr starken ori- Üshen Besatzungstruppe verursacht hat Das Cr- Minen deutscher Flugzeuge mag den Isländern freigt haben, daß ihre Hoffnung auf baldme Ve- frtiung von den unerwünschten englischen „(Saften I liht vergeblich ist. tv- Auch der Miiielailaniik unter deutschen Bomben. 85 Schisse mit über 500000 BRT. Berlin, 10. Febr. (DNB.) Nach dem großen b öig deutscher gerntampfbomber gegen einen eng. !!uen Geieitzug westlich der P°rdug>-M-N IN . si eine einzige b e u t d) e K a m p ss l l e uigrüppe oomei. 8. 1940 an dem Gegner 61samtverluste in Höhe von 85 Sch s ki mit insgesamt 555 675 BPT. 3U9efug • 5 ' M wurden 3 63 30 0 B VT. verse 19: 163 VRT. teils in Brand geworfen, teils an teilweise Vernichtung L-s großen britischen GeleilFUges 500 Kilometer telllid) von Portugal hat m der ganzen Seit b e sichtlich es Aussehen erregt. Die Bedells tag dieses ersolgreichen Vorstoßes liegt vor allem d der Tatsache, daß nicht nur m N ord- U ontuk diS lebenswichtigen eng ischen -ö“ I»drstraßen west11ch von. El/land pr Kontrolle der deutschen bu'twa se stehe ,1 kn auch des öfteren britische Geleitzuge sch-> »eit außerhalb der um England -"Ahnten lc^rrzone in den mittelatlantischen C> lö.ssern von deutschen gernfampfllutoeugen im Kampfe gestellt und angegriffen wurden. Jn lllabonner Schifsahrtskreisen wud betont daß da^ til britische Geleitzuge schon 2000 km ii en fi e i m a t f) ä f e n entfernt nicht nur le Gefahrenzone deutscher U-Boot., londern a ch tu-scher Bombenflieger zu durchlaufen »altem luffongriff an der üdlvestnorwegnchen Süfte abgewielen. Flandern ... Jeter Verbrecher macht bei ter Tat mindestens einen Fehler, auf Grund dessen er dann von den Kriminalisten schließlich gefaßt wird. Churchills Reden wimmeln von solchen Derbrechersehlern. „Entscheidend ist, was auf dem Ozean, in ter Lust und vor altem aus dieser Insel passiert", ruft er in seiner letzten Rundfunkrede aus und gibt damit im Gegensatz zu seinen bisherigen Behauptungen zu, daß beispielsweise die Vorgänge in Libyen mit der Entscheidung m diesem Kriege über» ind- Ml | । *£ i »n * I ®e»iJ» \ oeniW, i . ls i-h ! 'N unö atn H niit'C’ « »“Lr V' (.in v M if w16 •fi' Ml' Es ergibt sich wieder einmal die Notwendiakeit, nur zu einer einzigen Schlußfolgerung kommen: daran zu erinnern, unter welchen absonderlichen dieser Mann, den einmal die Flüche von Hunderten Voraussetzungen sich die gegenwärtigen Lenker der von Millionen Menschen um dieses von ihm Her- Schicksale Englands an die Oessemlichkeit ihres Lan- aufbeschworenen Krieges willen treffen werden, hat des menten, sei es von ter Rednertribüne des Un- das Schicksal Englands und feiner 45 Millionen lerhaufes aus, sei es durch Rundfunkübertragung, Einwohner mtt einer unvorstellbaren Leichtfertig- fei es durch mehr ober weniger beeinflußte Presse- kett auf eine Karte gesetzt. berichte usw. Diese Voraussetzungen ungewöhnlicher Art sind gerade durch die neueste Churchill-Rede! wieder einmal aktuell geworden. Es hat nicht nur bei uns zu Lande, sondern auch draußen in der Welt oft genug in diesem Kriege die Frage kopfschüttelnde Verwunderung hervorgerusen, wie es nur möglich ist daß England ausgerechnet in der ernstesten Krise seiner ganzen Staatsgeschichte die Lenkung des Staatswesens regelrechten $ata> strophenpolitikern der Sorte Churchill, Eden und__D.....o_. _—...---- Konsorten anvertraut hat. Wir haben d'ese Frage eingetreten sind. Jedermann kann sich also an Hand hier wiederholt angeschnitten und gedeutet. I ter Wehrmachtberichte die Gesamtzahl dieser Der- Noch sonderbarer aber erscheint vielen Zettge-1 lüfte selbst ausrechnen. — ^)err Churchill aber noffen die Frage, wie es möglich ist, daß eben diese bringt mit einem einzigen Satz persönlich gleich Katastrophenpolitiker sich an ihr Volk mit Reden ! 90 Stukas um! Wir können versichern, daß sich an wenden können, deren haarsträubender Unsinn und den geringen Verlusten dort nicht das Geringste deren bedenkenlose Schwindeleien bei uns und an- geändert hat, und im übrigen waren die neuen derswo jedem Setzerlehrling auffallen drüben in Angriffe auf Malta beispielsweise langst England aber nach wie vor zum großen Teil noch wieder im Gonge, als Herr Thurchlll seine Mu- als Gottes unverfälschtes Wort angesehen werden. ..«nomnhnnrifi^n M-ite nnloa. Das erklärt sich in erster Linie aus der Tatsache, daß die britische Oeffentlichkeit nicht erst seit Jahren. | sondern seit Jahrzehnten in einer plan---------n..- mäßigen, von der jeweiligen Regierung streng kon- Es gehören zu diesem angelsächsischen Lugensturm trollierten Weise über alles, was Deutschland ist,1 auch die Meldungen über angebliche Unruhen in irreaefübrt und belogen wird Abipger dieser Italien, die erlogenen Berichte über englische Luft- planmäßigen Brunnenvergiftung und Fälschungs- siege an der festländischen Kanalküste die von der arbeit haben wir ja in den früher mit England ver- Sowjetagentur Tah dementierten und als Erftn- bünteten Ländern erlebt: sie, die ihre Meinung über düngen zurückgewiesenen Meldungen über em ruf- Deutschland ausschließlid) aus englischen Ouellen sisch-türkisches Abkommen. Oder Churchill behauptet bezogen hatten mußten erleben, daß englische Sol- etwa, er habe niemals ^s Minister falsche baten Raub, Plünderungen und sonstige Ausschrei- Hoffnungen erweckt — datei bedeutet heute in tungen aller Art, deutsche Soldaten dagegen Ord- der gan^n Welt ter Name Churchill so mel wie. runa Recht und geregelte, gesicherte Arbeit Bluft, Illusion, Betrug, Luge Entstellung Selbst hrnrhten ’ U 1 die Roofevett-Amerikaner glauben ihm nur so weit, Wit unteren Worten, ter Durchschnittsdeutsche wie sie sich selbst Überzeugen — deshalb nämlich schickt heilige TrupM d mit V ) Meiti k Note ü N ««■ Dieter), weiß über —, _ ... . oder bas Feuerlanb mehr als ber Durchschnitts- englänter von Deutschland, bas ihm geographisch ja nahe genug liegt. Unb biese halb gewollte unb halb künstlich gezüchtete Unwisienhett ber breiten Masse des englischen Volkes über Deutschland über Natto- nalsozialismus, über biefen Krieg unb seine Grunbe usw ermöalichen es ben amtlichen unb nichtamtlichen Marktschreiern des Systems Churchill nach wie vor, ber englischen Oeffentlichkeit mit einer unoeränberten Ueberheblichkeit ben f r e ch st en S ch w i n b e l, bie bümmften Naivitäten unb bie albernsten Derbrehungen als amtliche Mitteilun. qen ja sogar als offizielle „Erklärungen des Pre- mie'rminifters" oorzufetzen Don dieser Möglichkeit hat Churchill, wohl der bedenkenloseste aller bisherigen britischen Ministerpräsidenten. auch jetzt wieder weitestgehenden --------- _ , ! Gebrauch gemacht. Wenn mnn diese neue Unter- Berlin 10 Febr lDNVi Sicherungsstreitkraft im Wortlaut gelesen hat. bann kann man le en am Nachmittag des 9.2. durch gutnegenu^ i) rfefiaff istsfühnÄ | jbaU-Sen 1 mgen füll 2, M di üie fük Srafilkr,: •(ränben!- er W' finben: [u ben ti« ^fien Unb büi; । an beut” ben ein»j 3änber t i in $oi nirb not | Anznd! I d)tet WA Der moderne Don Qmjoie. Die Regierung von Washington, in einer unheili« gen Allianz mit England verbunden, hat die Rolle eines Don Quijote übernommen, um ben amerikanischen Kontinent vor einem erträumten Angriff ber totalitären Staaten Europas zu schützen. Leiber ist biefer Spleen nicht zu ungefährlich wie bie Phan. taftereien bes eblen Ritters ooh der traurigen Gestalt, ber sich bamit begnügte, auf feiner Rosinante Sturm gegen Winbmühlenflügel zu reiten unb Weinschläuche mit seinem Schwert zu zerschlagen. Nein, hinter ben Don Quijote-Streichen ber norb- amerikanischen Politik steckt mehr! Hinter ber Parole, bie westliche Hemisphäre vor ben Angriffen ber Nationalsozialisten unb Faschisten vertei- biegen zu wollen, verbirgt sich eine Aggressivität, die vor keinem moralischen unb völkerrechtlichen Ueberlegungen Halt macht. So würbe z. B. im Senat ber Vereinigten Staaten ber Antrag gestellt, Kuba als den 49. Stern ber Union einfach einzu- fügen. Es ist bas ein alter Traum ber Vereinigten Staaten, von biefer reichen unb großen Antilleninsel Besitz zu ergreifen. Schon Präsibent Jefferson hatte oot runb 100 Jahren erklärt, baß er Kuba als bie wünschenswerteste Zugabe zum norbameri- kanischen Staatensystem betrachte, benn „bie Beherrschung bes Golfes unb ber anüegenben Länder würbe bas Maß unseres politischen Wohlbefinbens voll machen". Aber Kuba gehörte bamals Spanien, und so mußte denn bie Erfüllung bes Wunsches bis zu einer günstigeren Gelegenheit hinausgescho- ben werben. Ein Vorwanb bot sich im Jahre 1898. Damals würbe bas norbamerikanische Kriegsschiff „Maine" im Hafen von Havanna aus einer gänzlich ungeklärten Ursache burch eine Explosion vernichtet. Washington beschulbigte Spanien, bas Schiff absichtlich in die Luft gesprengt zu haben, ohne irgendwelche stichhaltigen Beweise Vorbringen zu können. Man ließ keine Erklärungen Madrids gelten, schlug jede Dermittlungsaktion aus und erklärte Spanien den Krieg. Die Rough-Riders Theodor Roosevelts landeten in Kuba und machten mit den örtlichen Aufständischen gemeinsame Sache. Die schwache spanische Flotte wurde vor Santiago de Cuba vernichtet, im Frieden von Paris mußte Spanien auf den Besitz von Kuba und Porto Rico sowie auf die Philippinen verzichten. Obgleich die Vereinigten Staaten, wie sie erklärt hatten, für bie Befreiung ber Inseln von ber spanischen Tyrannei gekämpft hatten, wurde Porto Rico doch einfach zu einer nordamerikanischen Kolonie erklärt, und Kuba wurde bie Convecktion Platt auferlegt, die Vereinigten Staaten behielten sich das Recht vor, ohne vorhergehenbe Formalitäten mit bewaffneter Macht in Kuba zu intervenieren, sollten Unruhen auf ber Insel ausbrechen ober sollten bort norbamerikanische Interessen verletzt werben. Havanna hat lange gegen biese erniebrigenbe Klausel gekämpft. Sie wurde enblich auf einem ber letzten «panamerikanischen Kongresse aufgehoben, da dem jüngeren Roosevelt baran lag, bas Mißtrauen ber Iberoamerikaner zu beseitigen, um bie von ihm geplante panamerikanische Einheit verwirklichen zu Haupt nichts zu tun haben. Und was „diese Insel", nämlich England betrifft, so wird Herr Churchill Gelegenhett haben, sich an dieses unfreiwillig wahre Wort noch zu erinnern. Churchill schließt — und damit kommt er zu dem eigentlichen Zweck seiner Rede — mit Versicherungen über die enorme Stärke des heutigen England. Ja warum bann um Himmelswillen gleich im nächsten Satz der schrille Hilfeschrei nach Washington? Und dies ausgerechnet unter Berufung auf feine und Englands Vertrauenswürdigkeit! Bei solchen Widersprächen muß es um die plutokratische Sache in der Welt schon schlecht stehen. B. R. Selbsthilfe Fberoamerikas. Bahnbau und Erdölleitung zwischen Argentinien und Bolivien. — Boliviens und Paraguays Anschluß an das Weltmeer Buenos Aires, 11. Febr. (DNB. Funkspr.) Anläßlich ber Anwesenheit ber Außenminister B o - l i d i e n s unb Paraguays auf der Rückreise von der La-Plata-Konferenz hat Argentinien mit den beiden Nachbarlänbern mehrere Verträge unterzeichnet, so über den schon vor zehn Monaten beschlossenen B a h n b a u von Pacuiba in Argentinien nach dem bolivianischem Erdölgebiet von Santa Cruz sowie bie Herstellung einer Gr b Ölleitung vom bolivianischen Hochlanb nach ber nördlichen argentinischen Provinz Salta. Argentinien wird beibe Unternehmungen finanzieren unb sich die Ausgaben von Bolivien burch Petroleumlieferungen zurückzahlen lassen. Durch einen weiteren Vertrag zwischen den brei ßänbern wurden bie Internationalisierung unb Schiffahrtsregelung bes Flusses Pilcomayo beschlossen, ber bie Wasserstraße Boliviens zur La- Plata-Münbung unb ber Grenzfluß zwischen Argentinien unb Paraguay ist. Hierbei übernimmt Argentinien bie Schiffbarmachung bes Pilcomayo sowie bie Baggerarbeiten bes bem gleichen Flußnetz angehörenten Paraguayflusses, wobei bie Nachbar- länber später ben entsprechenden Kostenanteil rückvergüten. Der Warenverkehr Boliviens und Paraguays, ber burch bie geographisch ungünstige Lage ohne Meereszugang stark gehemmt ist soll daburch neu belebt werten. Der Export Paraguays nach Europa ist um runb 90 v. H. gegenüber bem Vorjahr zurückgegan- gen. Trotz aller Bemühungen ist es bisher auch nicht entfernt möglich, ben Riesenausfall burch gesteigerten Warenaustausch innerhalb Amerikas auszugleichen. Nur mit Argentinien konnte der Han bei intensiver werben. Große Hoffnungen werben auf ben verstärkten Export nach Japan gefetzt, nachbem schon unlängst 258 000 kg Baumwolle bort- hin verschisst mürben. Die Regierung will bie gesamte letzte Baumwollernte auftaufen, um sie in Japan abzusetzen. Die LISA, gegen Japan im ostasiaiischen Raum Der italienische Wehrmachtbericht — An der Nordfront Größte Gozialgestaltung — größte Wirtschaffsentfaltung. Sine 5 Jerl In TromsS ist die erste Ausgabe der Deutschen Polarzeitung" erschiene». Das Blatt« wird sechsmal wöchentlich erscheinen als Unteraus» gäbe der „Deutschen Zeitung in Norwegen" füi Rom, 10. Febr. (DNS. Funkspruch.) Der ilalie- nlsche Vehrmachibericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front hat der Feind In Kämpfen von örtlicher Bedeutung empfindliche Verluste erlitten. In den Kämpfen der letzten Tage zeichnete sich das 14. Schwarzhemdenbataillon der Legion Leonessa besonders aus. Lebhafte Tätigkeit unserer Luftwaffe gegen Stratzenknotenpunkte, feindliche Stellungen und Truppen sind den ganzen Tag durch zu wiederholten Malen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer wirkungsvoll belegt worden. Des weiteren wurden mit sichtbarem Erfolg wichtige griechische Flottenstützpunkte, der KSnal von Korinth und die militärischen Ziele in Saloniki getroffen. In Lusttämpfen haben unsere Jagdflieger elf feindliche Flugzeuge abgeschossen. In Nordafrika wurde eine feindliche motorisierte Kolonne b e i K u f r a in die Flucht geschlagen und anschließend von unserer Luftwaffe mit Splitterbomben und Maschinengewehrfcuer belegt. Im Gebiet des Aegäischen Meeres haben feindliche Flugzeuge in der Nacht zum 10. Februar einen unserer Flugplätze überflogen. Von unseren Jagdfliegern angegriffen und von unserer Flak unter scharfes Feuer genommen, entfernten sie sich, ohne Schaden verursacht zu haben. !d) eii snb hi Zeitige chine b schnd c „rMeriefeuer auf beiden Seiten iaern. Von den-frühen Ttori— reichte und schwere Geschütze l Wspre D 3c llbers, 1933 ^til •önb5 •tatfa । front, Gauamtsleiter Willy Becker, und bti I . Reichstreuhänder der Arbeit, Dr. Semmel ter, .. sprachen vor 1400 Betriebsführern, Betriebs ob männern und Vertrauensmännern des Kreises Darin- Mitten in die Nachricht von der Wahl des neuen Den nötigen Boden stellen der Staat, die gemein- f in ni leben Staatspräsidenten fiel die Trauerbotschaft, den und die großen Landgesellschaften zur Derfi Kroßzügiger Ausbau der MverW Straßburg Schule und Hitler-Jugend obersten Klassen höherer Schulen auf Grund des hmutroirhpnhpn Awnnens be- tigt Aus dem Reich fen, finn nicht durch wahllose Einführung von Mehr- oibeit, Sonntagsarbeit oder Urlaubsverkürzung er- reicht werden. Die Maßnahmen müssen viel tief« weisender sein. Jeder Betrieb muß selbst überprü« Fn ob in ihm jeder den Arbeitsplatz hat, an dem L hie höchstmögliche Arbeitsleistung erzielen kann. Liuamtsleiter B e ck e r erklärte, Betriebsführer kinn nur sein, wer Menschenführer ist. Alle an ver- ^wörtlicher Stelle im Betriebe Stehenden können j!re Aufgabe nur lösen, wenn sie von der national« sozialistischen Idee beseelt sind. Die Aufgaben der putschen Arbeitsfront sind abgestellt auf das große o;e( des Sieges. Zum Schluß behandelte der Gau« twann die Frouenfrage, der bei dem starken jiriegseinsatz der Frau besondere Bedeutung zu« bmmt. Oer Gauleiter vor der Alten Garde. durch den finnisch-russischen Friedensvertrag an die Sowjetunion kamen, während die meisten Einwohner dieses Raumes es vorzogen, für Finnland zu optieren. Dadurch strömten etwa 450 000 Menschen dem verkleinerten Finnland zu. Das sind rund 111 o. H. der Gesamtbevölkerung. Finnland hat zwar nur eine Bevölkerungsdichte von rund 10 Menschen auf 1 Quadratkilometer, aber andererseits darf nicht Hl übersehen werden, daß weite Teile des nördlichen I Landes als bewohnbares Kulturland nicht in Frage i« «kommen. Wenn deshalb ein Vergleich mit anderen Gebieten Europas nicht zulässig wäre, so bedeutet der Zustrom solcher Massen und die Notwendigkeit ihrer Ansiedlung in einem enger, statt weiter gewordenen Land doch eine wirtschaftliche und soziale Auf- gäbe, die nicht leicht zu lösen ist. |IUCIU JV u 4 i I v BH“'“'*" n L r • O sein Landgut begeben wollte, um dort seinen Le- bensabend fern von den Sorgen, die heute leben Staatsmann Finnlands bewegen müssen, zu verbringen. Denn Finnland hat gegenwärtig eme Reche Bauern überläßt. Die geplante Umsiedlung der kare- lischen Bauern in die schwedischsprechenden Gebiete ist aber dort auf Widerstand gestoßen. Die schwe- dischen Finnen fürchten nämlich eine dadurch ein- tretende Finnisierung ihres Sprachgebietes Dies und manche andere Schwierigkeit haben das Umsied- lungswerk stark gehemmt, so daß heute noch ein gro- her Teil der Ausgesiedelten in Lagern untergebracht ist — ein Zustand, der natürlich auf die Dauer nicht tragbar erscheint. Schon hat man die Jugendlichen in besonderen Lagern unterbringen müssen, wobei sie in den Formen des Arbeitsdienstes beschäftigt wer- zuteilen. Meinungsverschiedenheiten entscheidet die Schulaufsichtsbehörde nach Fühlungnahme mit dem ^Heute wird in Finnland auf Grund des noch nicht offiziell aufgehobenen Kriegszustandes durch Notverordnungen regiert. Dadurch sind die Parteien zum Teil ausgeschaltet, und die Regierung kann manches tun und hat es getan, was sonst in dem Hin und Her parlamentarischer Politik nicht möglich gewesen wäre. Aber gewisse Einflüsse bestehen eben doch, und wie das Beispiel des finnischen Umsied« lungswerkes zeigt, ist das alles nicht ohne Gefahren. Die Leidtragenden sind dabei in erster Linie die am Siedeln verhinderten Bauern der abaetrennten Gebiete, die ihre bisherige Heimat aus Liebe zu ihrem Vaterland verlassen haben, ohne nun auf entsprechende Opferbereitschaft zu stoßen. Daß unter diesen Umständen in neuester Zeit sich in Finnland Der- einigungen gebildet haben, die über den Parteien und z. T. im Gegensatz zu ihnen stehend eine nationale und sozialere Führung ihres Vaterlandes an- streben, ist verständlich. Eine nationale Kundgebung in Helsinki. (Freiburg). Ende dieses Monats werde die Fakultät im wesentlichen errichtet sein. Professor Niemeyer !r ®ÜUÖJ Reichs ?uptbisrk ie $rei=:i letretäi i ied. Ach Grunds g des iß mtrb. M der 9 sA.-TlH Führers? obes Mi. ie ber I» SMg i eine ta Simon > Das Verwundetenabzeichen. Verwundetenabzeichen einer höheren Stufe können auch nach der Schwere der Derwundun- gen und nicht nur nach der Anzahl verliehen werden. Das silberne Abzeichen kann ohne Rücksicht auf die Anzahl der Verwundungen verliehen wer- den, wenn bte ^-^-mdung zum Verlust oder zur Finnische Sorgen. Bon unterem R. G. H.-Korrespondenten. "Ä Deiirr'clf.i X St der Jen Das k!i, 's Untere-1 rroegen' t int) IroiB I ?i,k >°"d tr, 'M A. «tat NaniiX hmbtis 4 SÄ bien teilte mit, daß bereits der Botaniker Schuh macher (Bonn) und für physikalische ChemieM o d- d a ck (Freiburg) an der Arbeit seien, ferner Profes- or Willkens, der der Senior der Universität ein werde. Der Dekan der medizinischen Fakultät, Professor Dr. Stein, konnte mitteilen, daß die Universität Straßburg mit niodernen medizinischen Forschungsinstituten ausgestattet werde, die sich vor allem der Bekämpfung der Volksseuchen, rote z. B. Hektar erreicht und beträgt somit das Zwonzigfache des Jahres 1932. Damit kann nunmehr der Leinen- bedarf zu einem erheblichen Teil aus eigener Er- zeugung gedeckt werden. Von einer weiteren Aus- dehnunq der Anbaufläche soll abgesehen werden, je- doch wird sich durch Fortsetzung der erfolgverspre- chenden Züchlyngen und durch Einsatz entsprechend hochwertigen Saatgutes eine Verbesserung der Erträge noch in bedeutendem Umfang erzielen lassen. Die Hanf-Anbaufläche hat gegenüber etwa 230 Hektar im Jahre 1932 nunmehr eine Anbau« fläche von über 200 000 Hektar erreicht. Eme wei- tere Ausdehnung der Anbaufläche wird Zunächst noch durchzuführen sein, da hierfür moorige Boden, die dem Ernäbrungssektor noch nicht dienstbar gemacht werden können, Mr Verfügung stehen. Eme stetige Ausweitung erfuhr auch btt Kunftfeiben- industrie, deren Produktion von 28 000 Tonnen im Jahre auf rund 100 000 Tonnen am Jahresende 1940 anwuchs. Einen besonderen Aufschwung erlebte die ^ellwollproduktion, deren Erzeugung 2000 Tonnen im Jahre 1932 auf 192 000 tton- Höhere Schulen mit Heimen in allen Gauen. Häufige Versetzungen oder der Tod der Väter im Kriege haben bei Kindern von Sol da« ten und Beamten der Wehrmacht sowie in ähnlichen Fällen au einer Gefährdung der schuli- schen Ausbildung geführt^ soweit die Höhere Schule besucht wird. Um solchen Kindern in I n t e r n a t s. schulen eine ungestörte Erziehung zuteil werden zu lassen, hat sich der Reichserziehungsminister be« reiterklärt, neue Höhere Schulen mit Heimen ins Leben zu rufen, die in erster Linie den Kindern von Berufssoldaten und sonstigen Wehrmachtange« hörigen, weiter aber auch den Kindern von Beamten des Staates und der Partei und anderen Kindern dienen sollen, deren Eltern an Orten ohne Höhere Schulen leben oder mit wiederholten Der- setzungen rechnen müssen. Das Reichserziehunas- Ministerium beabsichtigt, bereits im Laufe dieses Jahres mehrere solcher Höheren Schulen mit Hei- men, in denen je bis zu 250 Kinder untergebracht werden können, ins Leben zu rufen. Ein Teil die- jer Anstalten soll nach dem Lehrplan der Deutschen Oberschule, ein anderer nach dem des humanistischen Gymnasiums unterrichten. Ferner ist daran gedacht, auch noch eine Höhere Schule für Mädchen ein- zurichten, falls hierfür Bedarf besteht. Die Errich- tung der Schulen wird in verschiedenen Gauen des Reiches erfolgen. Die Erziehungskosten dieser Internate werden so niedrig wie möglich gehalten werden. Ersatzbeschaffung von Kleidung bei Fliegerschäden. Beförderungen Gefallener oder Vermißter. Ist ein Soldat oder Wehrmachtbeamter während des Krieges vor der Bekanntgabe seiner Ernennung oder Beförderung gefallen oder gestorben, so wird die Ernennung oder Beförderung schon mit dem ersten Tage des Monats wirksam, in dem sie voll- zogen wurde, soweit nicht eine weitergehende Ruck- Wirkung ausgesprochen ist. Voraussetzung ist, daß der Soldat den Tag der Wirksamkeit er- lebt hat. In besonderen Fällen kann als Aus- Zeichnung für hervorragende Leistungen vor dem Feind die Ernennung oder Beförderung schon mit dem ersten Tage des Monats für wirksam erklärt werden, in dem sie . zu Lebzeiten von dem Borge- setzten zur Ernennung ober Beförberung schriftlich oorgeschlagen worben sinb. Letzteres gilt ent- sprechend auch für Vermißte. bauernden Unbrauchbarmachung einer Hand oder eines Fußes ober eines Auges führte oder wenn sie völlige Taubheit ober an Taubheit grenzenbe Schwerhörigkeit zur Folge^hat. Es kann ferner verliehen werben an Hirnverletzte unb solche Kriegs- beschädigte, bie abstoßenb wirkenbe Entstellungen bes Gesichts erlitten haben. Das golbe ne Abzei« chen kann ohne Rücksicht auf die Zahl der Verwun- düngen verliehen werben, wenn Verletzte als Folge von einer ober mehreren Derwunbungen mehrere ber vorstehend aufgeführten Merkmale aufweisen. Ferner an Verletzte, bie infolge Einwirkung von Kampfmitteln erblindet oder hirnoerletzt sind unb Pflegezulage empfangen. Bei einmaligen Verwundungen ungewöhnlicher Art kann auf Antrag bie Verleihung einer höheren Stufe bes Verwundeten- abzeichens verfügt werden. Verschiedentlich ist darüber Klage geführt worden, daß die Wirtschaftsämter die Zuteilung von Bezugscheinen für die Ersatzbeschaffung von Spinn- stosfwaren unb Kleidungsstücken an durch Fliegerangriffe geschädigte Personen in unzureichender Weise handhaben. Die Wirtschaftsämter sind ange- wiesen, Bezugscheine in angemessenem Umfang auch unter U eb erschr e i tun a der Nor- malbestandsgrenzen zu erteilen, wenn der Antragsteller glaubhaft macht, daß er bisher über größere Bestände verfügt hat. Der Reichswirtschaftsminister ersucht auf eine möglichst großzügige Auslegung dieser Bestimmungen hinzuwirken. Die Wirtschaftsämter sollen in derartigen Fällen Bezugscheine in einem Umfang zu« leiten, der dem Antragsteller die F o r t f u h r u n g seines bisherigen Lebensstandards unter Berücksichtigung seiner persönlichen Verhalt- nisse, insbesondere seiner Stellung im Erwerbs, leben, in angemessenem Umfange ermöglicht. ÖtrW tr 1« & der w M »•ft Ä V> Berlin, 10. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung unb UI der Jugendführer bes Deutschen Reiches haben lM Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers durch eine Vereinbarung über Schule und Hitler-Jugend in Anerkennung der bei« I beseitigen Erziehungsaufgaben bie Jnanspruch- nähme der Jugend im Dienste dieser Ausgaben um- I fassend geregelt. Die durch den Krieg entstandenen I Schwierigkeiten in der Erziehung werden nunmehr dadurch erleichtert, daß die .Erziehungsträger Schule und Hitler-Jugend mit Unterstützung des Eltern- Hauses eine starke Schranke gegen die Ueber- beanspruchung der Jugend ausrichten. Die Vormittagsstunden aller Wochentage werden der Schule, die Nachmittage dagegen grundsätzlich der HI. und dem Elternhaus zur Verfügung stehen, wobei der Samstagnachmittag und ein weiterer jeweils örtlich von beiden Teilen gemeinsam zu bestimmender Nachmittag schulaufgabenfrei bleiben so daß sie uneingeschränkt der HI. zur Jßevjjgnng stehen. Wird über den Rahmen des von der Reichs- jugendführung erlassenen Dienstplanes für die übrigen Nachmittage der Woche HJ-Dienst , sondere Führerbienst — an gesetzt, jo bedarf dieser der Genehmigung der zuständigen Vannfuhrung, wobei barauf Rücksicht genommen wird, bah ben Jugendlichen sowohl ausreichend Z e t s bas Elter nh au s, die häuslichen Schulaufgaben als auch p e r s ö n l i ch e F r e iz e i t bleibt Die Bestimmungen über Ferienzeit, Fahrten und Lager sehen vor, daß die Jugend wahrend der Ferien von der Schule nicht in Anspruch genommen wird unb daß Land-, Großfahrten und Sommerlager der HI. n u r i n d e n F e r i e n siattfmden. Unterrichtszwecken bienenbe ganztägige ^eyr Wanderungen ber Schule Nnden v.e teftahrUch einmal statt und werden von dem Schulleiter mit dem zuständigen Bannfuhrer der HI- aus den Dienstplan der HI. abgestimmt^ Tage, an denen der Nachmittag aufgabenfrei ist, werden für diese Lehr Wanderungen nicht angesetzt. $ o« Für bie Teilnahme °n der b ei a nde ren Fuhrerlchulung der S)3. unb für bie vbliga torischen Lehrgänge, bie ^Xiter auf tüdifiauna dienen, erteilt der Schuueiier auj Grund des vorn Gebiets- und Bannfuhrerauf gestellten Einberufungsbefehls den notwendigen Ur l a u b Wenn angesichts des Leistungsstanbes eine Schülers Bedenken gegen feine Beurlaubung geltend zu machen sind, ist dies dem Bannfuhrer mit Nasiau, soweit sie nicht in Sen Reihen der Wehr-, macht stehen, zu einem kameradschaftlichen Zusammensein im Palmengarten versammelt. Er wies | darauf hin, daß unser Sieg durch den Besitz der nationalsozialistischen Idee gesichert sei Heute hatte diese das ganze deutsche Volk erfaßt, das Verdienst und die innere Genugtuung der Alten Garde aber sei es, den Nationalsozialismus zuerst gelebt und im Kampfe durchgesetzt zu haben. Daraus aber leite sie keinerlei Privilegien, sondern nur ein Recht ab, an der Front wie in der Heimat wiederum im vordersten Einsatz zu stehen. In Anerkennung dieser Haltung brachte der Gauleiter dann weiter zuw) ^V1UI n.a-------- Ausdruck, daß er jenen Männern und Frauen, Mit schwieriger innerer Probleme zu lösen. Sie denen er einst im Kampf um die Eroberung bes erfleben sich aus ber Abtrennung jener Gebiete, bie Rhein-Main-Gebietes für ben Nationalsozialismus ' rr ek-s-‘-------*■----- begann, heute so Kamerad sei wie immer. Dieses Verhältnis, in Not und Kampf geschmiedet, werde Erfolge -er deutschen Textilwirtschaft. Wenn bi- nahezu DÖUige Abschnürung °°n den überfecitoen NaMrfpinnstoff-n. bl« noch 'M S°h 1Q93 u falt 90 v. H. bie Deckung bes oemi^en Textilbedarfs bildeten, Kriegsversorgung Deut ch- lands nicht entscheidend behmb rt hat, so ist oi^e Tatsache bas beste Zeugms dafür daß bie oeuncye Textilwirtschaft alle bie ihr f h Rahmen des ^cria^respIancsnon beir Deun^ Wirifchafi-sührung gefetzt "^"d-m Gebieie der termingemäß erreicht hat. Zlul o ftetige landwirtschaftlichen Lelbsterzeugung st bu Vermehrung der Schafzucht Die tion von 5000 Tonnen gewaschener Wolle Jahre 1932 auf etwa 10 000 TonEim z aesteigert worden. Eine weitere ständige f „ Ölung be- Schafb-stand--und Produktion wird sich um so leichter ,:UL mit ihrer iktion wirb 110) um ]o t ihren von 2000 Tonnen im oapre am als die -nngegli«bert«n Ostgebiet« mit 0 nen im 1939 gesteigert werden konnte. Dabei grotzen landwirtschaftlichen Flachen tur di^^ hQt Me Erzeugung im Jahre 1940 m noch verstärk, zücht reiche Möglichkeiten bieten. Der,Anv^a km Iempo ^««nammen unb b« darüber hinaus Die Zeitschrift des Deutfchen Noten Kreuzes ver- । öffentlidjt einen Bericht über den Einsatz des Roten । Kreuzes im Westen. Der gewaltige Strom der del- , gischen unb französischen Flüchtlinge brauchte Für- ; sorge, Verpflegung und sanitäre Betreuung. Die NSV. unb das Rote Kreuz haben diese Ausgabe in . verständnisvoller Zusammenarbeit gelöst. Der Einsatz des motorisierten DRK.-Bereitschaftslazaretts unb die Wirksamkeit des Roten Kreuzes in den Hunderten von Flüchtlingslaaem verlangten außerordentliche Hingabe. Die Dienststelle in Brüssel war umlagert von Belaiern und Franzosen, bie sich mit einer Flut von Wünschen an bas Deutsche Rote Kreuz wandten. Vornehmlich handelte es sich um Nachforschungen nach vermißten Angehörigen. Auch die Zusammenarbeit ber DRK.-Beauftragten in Paris und Brüssel mit dem französischen ufib belgischen Roten Kreuz ist von Vertrauen getragen. Die Vermittlung von Hilfssenbungen wirb mit peinlicher Sorgfalt durchgesührt. Die Zahl ber Solbaten- Heime der Wehrmacht, die vom Roten Kreuz betreut werden, vergrößert sich ständig. Sie sind besonders wichtig in den kleineren französischen und belgischen Provinzstädten. Auf ben größeren Bahnhöfen Frankreichs unb Belgiens wirken die Ver- pflegungseinheiten, um den großen Durchgangs verkehr von Wehrmachtangehörigen zu betreuen Auch die Frontleitstellen sind mit weiblichen DRK.- Einfatzkräften besetzt. Daneben wirken DNK.-Hel- ferinnen im Besichtigungsdienst Paris. Täglich kommen 4000 bis 6000 Soldaten nach Paris. Sie wer- den in einer großen Verpflegungshalle oerforgt Täglich werden dort durchschnittlich bis zu 1500 Brote zerschnitten, 1,5 Zentner Butter unb 400 Kilo Wurst verbraucht, lieber diesem Aufgabengebiet steht die Hauptaufgabe des Deutschen Roten Kreuzes, der Einsatz im Wehrmachtsanitätsbienst. Helsinki, 10. Febr. (Europapreh.) Mitglieder des ftnnischen Reichstages verschiedenster Partei- richtungen veranstalteten am Sonntag rm Nationaltheater zu Helsinki eine Kundgebung zur Aut- 'rechterhaltung der nationalen Soli» Parität. An ihr nahmen teil Staatspräsident Ryti, die Regierung, Vertreter der Armee unb zahlreicher wirtschaftlicher und tultureller Organi» fation-en. Als Hauptredner trat Untenrichtsrnmister Kuktonen auf. Seine Rede war vor allem ein Bekenntnis zur Freiheit und zur nationalen unb staatlichen Selbständigkeit unb gegen den Materia- lismus. Finnlands Aufgabe sei es, bie christliche Kultur, unter deren Schutz bas finnische Volk bisher gelebt habe, zu verteidigen. Die gegenwärtige internationale Lage fordere vom Volke Wachsamkeit. Ein Volk müsse, wenn es notwendig sei, auch um jeden Preis seine Freiheit verteidigen. Die Einigkeit der Nation sei in ber Gegenwart das stärkste Erforbernis. Die Schwierigkeiten Finnlanbs feien nicht größer als die einer Reihe anderer Völker. Sie feien jedoch groß genug, um ber Forderung nach Einigkeit des Voltes ihre überragende Bedeu- tung zu gebem a- : tuns. hen Srbr , unb 1 chmelli i triebsobm: reifes ftn ibigfeiten' nmenöen i leichsti^'-j jeftaltunp 1 de W- reierW n. Ein fr gunebwr- Das Ab' ue . Daher -■ ie MJF iten auf >b der fr? geregelte r Berjrot; iiensrök'- oirtfchahl' tnflsHS [Dorlö^1' t , über öö= flogen tP der W eblüte ippelfie^ beeren f id üfte ii «"J. f*eu teil lV”; i, bitte« - r 9l<5©. Gauleiter und Reichsstatthalter S p r e n ° sich niemals ändern, hatte die Alte Garde des Gaues Hessen- Sesichtspunkte, unter denen die Philosophische Fakultät der neuen Universität wieder zu einer wahrest tragenden Fakultät werden könne. Für diese Aufgabe seien bereits Männer gewonnen worden, garantierten, daß bas Ziel erreicht werde. Dabei nannte er folgende neue Professoren: Heim- pel (Leipzig), Franz (Jena), Höfler (München), F e h r I e (Heidelberg), Schrade (Hamburg), H u t (Tübingen), Bogner unb Oppermann Die Umsiedlung der Menschen aus den abge- . tretenen Gebieten ist darum die nächste unb größte ( —... v« -------r.—p -- - ■ « -a Ä -j Sorge Finnlands. Die Mehrzahl konnte vorerst nur , der Influenza, zuwenden werden. Der Kurator .r jsih untergebracht werden. Zur Ansiedlung : der Universität, Professor Dr. Scherberger Regierung einen Plan ausgearbeitet, für (Heidelberg) gab bekannt, daß di« Studentenschaft im Voranschlag 1940/41 rund 800 Millionen in zwölf bis fünfzehn Kameradschaften Oes totu- ^nnenmarf eingestellt wurden. Da 100 Fmk. etwa bentenbunbes aufgebaut werde. 5 RM. entsprechen, so sind dies 40 Millionen RM. Der badische Minister für Kultus und Unterricht, xeine erschütternde Summe! Der Plan sah vor, Professor Dr. Schmidthenner, Rektor der n£), -m ^a^re 1940 mit dem Bau von 6000 Siedler- Universität Heidelberg, dem vom Eyes der ^Zivu- |teöen unt) zgOO städtischen Wohnstellen zu beginnen. Verwaltung im Elsaß, Gauleiter Roben BZagner, »>ür Herstellung einer Siedlerstelle wurden rund der Aufbau der Abteilung Erziehung, Unterricht und ^0 yoy veranschlagt, dazu kommen noch ein Volksbildung übertragen worden ist, stellte fest, datz ^taII cür 3—5 Mhe und 1—2 Pferde, ferner andere die deutsche Universität Straßburg nicht allem das landwirtschaftliche Baulichkeiten, auch di? Anlage gewaltige kulturelle Erbe deutscher Vergangenheit ^nes Brunnens ist nötig — kurz, ber Gesamtbetrag zu wahren, sondern auch die Ausstrahlung1 national- miirt>c nch auf etwa 100OO0 Fmk., dos sinb 5000 sozialistischen Geistes durch die Wissenschaften 3U 9^. beziffern. Da die Siedler aber meist kein Der- verwirklichen habe. Nach seiner Mitteilung ist die möfien mef)r besitzen, so müssen für Anleihen große Ausmerzung ftanzösischer Ueberbleibfel tm eliant» a[i$;emeine .©elbmittel bereitgestellt werben. Zwar schen Schulwesen bereits restlos erfolgt. Die um- haben die evakuierten Siedler Anspruch auf eine schulung bet elsässischen Lehrer ist abgeschloisen, die gnt|*ät)iqung, aber über bie Höhe besteht noch keine Einführung deutscher Lern- und> Lehrmitte ernge- endgültige Klarheit. Die Meinungen gehen weit leitet und in Kürze beendet. In Sesenheim soll eme QUgeinQnt)er und da in Finnland die Parteien mit Goethe-Gedächtnisstätte errichtet werben. ^hren verschieben gelagerten Interessen bie Sache --------- ber Siebter sich zu eigen machten, so hat die Ent- schädigungsfrage neuerbings ein politisches Gesicht bekommen, was roieberum ber boch so nottvenbigen raschen Durchführung nicht eben zugute kommt. Auch in ber Beschaffung von ß a n b für . , . , |bie neuen Siedlungen haben sich Schwierigkeiten <5meLereinbaruna zwischen lierchserzlehungSmmlster uno^elchStugenosuyrer. cr bßn bie nicht ohne politische Hlntergrunbe sind. ho erster Linie wird ay Neusiedlung in dem nordöstlichen und östlichen Finnland öa)uiaui]iajiüueyuiut: vu1 gedacht. Besondere Prämien für urbar gemachtes Gebietssührer der HI. Wenn bet Schulern Der ganb 0Qen einen Anreiz bilden. Jede Siedlung soll obersten Klassen höherer Schulen auf Grund Des ehDQ Hektar umfassen, wovon die Hälfte als Zeugnisses ber Einwand unzureichenden Könnens ve- befteben bietben muß, damit der Eigenholz- j ’Rnnnfnhr«« auf Mn-1 Finnland hat kein« Kohl«! Straßburg, 10. Febr. (DNB.) Auf einem Empfang von Vertretern der Presse gab der Rek- ur der Universität Straßburg, Professor Dr. I Schmidt, ein Bild über die bis jetzt erfolgte Auf- -anachstr.3l7»M Hilfe gesucht vorm. 1-3 Std. Schr.Angeb.unt. 732D an d.G.A. Vermietungen] Neuzeitliche mit Bad u. 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Aber wie das bei den Menschen nicht anders ist — sie entsprechen alle beide durchaus nicht immer ihrem Ruf. Nach welchen Grundsätzen soll man nun gehen, wenn man daran denkt, sich einen Hund anzuschaffen und kein großer Hundekenner ist? Vor allem soll man sich sagen, daß man einen Hund haben muß, der zu einem paßt, dessen Eigenarten man entgegenkommen kann. Denn wenn auch ein Hundeleben nur kurz ist, wenn es hoch kommt, so sind es fünfzehn Jahre, so soll doch diese Zeit für den Hund und seinen Herrn und seine Herrin eine gute Zeit sein, voll gegenseitigen Einverständnisses. Verdunkelungszeit 11. Februar von 18.27 bis 8.48 Uhr. Nichts schlimmer, als wenn nach einigen Monaten gesaat wird: „Ach, es ist doch nichts mit dem neuen Hund, wir schaffen ihn wieder ab." Eine Gesinnung, die für einen echten Tierliebhaber nicht weit vom Sklavenhandel entfernt ist. Wer auf dem Lande oder in 'der kleinen Stadt wohnt, wird gern einen großen Hund wählen, der gleichzeitig Schutzhund oder sonstiger Gebrauchshund ist. Der Jäger wird je nach seinem Revier einen Hühnerhund, einen Setter, einen Dackel usw. wählen. Mit Leichtigkeit kann man diesen Hunden die ihnen zukommende reichliche Bewegung verschaffen, weite Spaziergänge mit ihnen unternehmen, und meist kann man ihnen dort auch Auslauf aus eigenem Grund und Boden bieten. In der mittleren Stadt und gar m der Großstadt ist die Frage nach einem geeigneten Hund schon weit schwieriger zu beantworten. Hier wohnen die Menschen eng beieinander, nur wenige besitzen einen Garten, zu einem Spaziergang, der sich nicht nur auf Pflaster und Asphalt bewegt, braucht man schon erhebliche Zeit. Es muß also ein Hund gewählt werden, der der Nachbarschaft nicht lästig fällt, kein Kläffer, kein scharfer Hund, der gleich zuschnappt, wenn jemand mit ihm ins Haus treten will, den er nicht kennt. Es muß ein kleiner und leicht erziehbarer Hund, sein, den man hier auszusuchen hat. Dackel und Fox haben beide einen Fehler, der sie eigentlich für die große Stadt ungeeignet macht: beide sind nämlich ausgesprochene Jagdhunde, beide haben starken Jagdtrieb, der nun — Herrchen und Frauchen ahnen allerdings nicht, was sie tun — gewaltsam unterdrückt wird. Beide haben starkes Temperament, das sich austoben möchte, finb unermüdlich im Spielen und Umhertoben, was häufig genug als lästig empfunden wird. Für den vielbeschäftigten Städter mit kleiner Wohnung und angestrengten Nerven kommen da viel eher die echten Schoßhunde in Betracht, für die es keine Zumutung bedeutet, wenn sie einmal über Tag nicht weiter ausgeführt werden als bis zur .nächsten Straßenecke, die keinen Schaden tun können und deren Stimmchen die schwachen Wände keineswegs erzittern lassen. Es gibt eine große Auswahl dieser Schoßhunde: Zwergspitze, Malteser, Zwergspaniels, Griffons, kleine Pinscherrassen verschiedener Art, Zwergpudel, Japan-Tschin, Pekingesen und andere. Sie alle blicken auf eine große Vergangenheit zurück, wurden schon auf den Gemälden alter Meister dargestellt und sind in ihrer Hochzucht nicht minderwertiger geworden. Einzelne unter ihnen, so die Pinscher, Spitze und Pekingesen, sind sogar recht harter Natur, durchaus nicht das, was man sich verweich- Durch Italiens Gaue im Kriege. Erinnerungen an die Heimfahrt mit italienischen Landarbeitern von Oberheffen nach Italien. Bon C. Didoni, Gießen (Schluß)'. Beim Abschied von Neapel genießen wir noch einmal den herrlichen Anblick des feuerspeienden Vesuv. Dann bringt uns der Nachtzua in angeregter Unterhaltung mit Kaufleuten aus Albanien und einem Offizier der italienischen Luftwaffe in kurzer Zeit nach Rom. Dort steigen wir um und fahren weiter nach Florenz, wo wir in den frühen Morgenstunden eintreffen. Einige Stunden später sind wir zur Besichtigung^ der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt unterwegs. ' Nach kurzem Aufenthalt setzten wir unsere Fahrt von Florenz üb^r Bologna nach Venedig fort. Zwischen Florenz und Bologna durchqueren wir in einem 18 km langen Tunnel die Appeninen. Heber hohe Viadukte und durch unzählige Tunnel geht es weiter nach Bologna, dann von Mestre über eine dreieinhalb Kilometer lange Brücke über die Lagune nach Venedig. Hier lernen wir eine ganz eigenartige und wunderbare Stadt kennen. Der ganze Verkehr spielt sich auf den Wasserstraßen ab. Pferde oder sonstige Zugtiere, Autos oder Straßenbahnen sind nirgends zu sehen. Alles Verkehrsleben geht auf den Kanälen vor sich. Schon beim Verlassen des Bahnhofsgebäudes hat man sofort den Canale Grande mit seinen typischen Gondeln vor sich. Wir fahren mit dem „Daporetto" (Stadtdampfer) zum Markusplatz. Auf der breiten Wasserstraße des Canale Grande herrscht ungeheurer Verkehr von Gondeln, Motorbooten und Vaporetti, sowie Frachtkähnen, die mit allen möglichen Waren vom Festland heeüberkommen. Unterwegs stellen wir u. a. fest, daß hier sogar die Beerdigungen über die Wasserstraßen erfolgen, daß der ganze Trauerzug sich in Gondeln und Barken bewegt. Nicht minder interessant ist uns. daß auch die Müllabfuhr durch Motorboote vorgenommen wird, ebenso der Dienst der Postbooten mit Motorbooten vor sich geht. Die herrlichen Gebäude zu beiden Seiten der Kanäle, ebenso die vielen schönen und zierlichen Brücken und natürlich die Taubenfütterung auf dem Markusplatz finden unser tzrößtes Interesse. * Vergl. „Gieß. Anz." Nr. 18 vom 22. Januar, Nr. 20. vom 24. Januar, Nr. 27 vom 1./2. Februar, Nr. 32 vom 7. Februar 1941. Wir lernen hier u. a. auch eine Mosaik-Werkstätte kennen, deren Arbeiten wir besichtigen, um uns dann durch einen Einkauf ein Andenken an diese Sehenswürdigkeit zu sichern. Nach den Besichtigungen am ersten Tage machen wir am zweiten Tage vor allem eine Gondelfahrt durch Venedig, bei der wir eine neue Fülle großartiger Eindrücke gewinnen. Der Reichtum und die Pracht der Paläste und Kirchen und der übrigen Sehenswürdigkeiten läßt sich einfach nicht in Worten schildern. Am Spätnachmittag verlassen wir Venedig und fahren weiter nach der Hafen- und Industriestadt T r ie ft an der Adria, meiner Garnisonstadt vor 18 Jahren. Gegen 12 Uhr kommen wir dort an. Die „Bora", ein kalter vom Meere kommender Wind bläst durch die Straßen der Stadt. Mich überrascht dieser Wind nicht, denn Triest ohne die „Bora" ist gar nicht denkbar. Am andern Morgen machen wir uns auf zur Besichtigung der Stadt. Dabei gehen wir u. a. auch hinaus zu der Mole und genießen von hier den Blick auf die blaue Adria, während rückwärts hinter uns die Höhenzüge des 'Karst-Gebirges sich auftürmen und die Häuser von Triest terrassenförmig am Berghang hinaufstreben. Die Schönheiten dieser Stadt und ihrer umgebenden Landschaft erregen wiederum unser Entzücken. Nach einem schönen Spaziergang am andern Morgen auf der Uferstraße am Meer entlang bis zum Schloß Miramare und einigen weiteren Ausflügen fahren wir weiter nach M a i l a n d, wo wir erwartet werden. Von dort kehren wir über Innsbruck, durch Vorarlberg, über Bregenz, Lindau, Friedrichshafen und Stuttgart zurück zu unserer Heimat Gießen. Eine Fahrt voll wunderbarer und unvergeßlicher Erlebnisse liegt hinter uns. Gerne und mit Dankbarkeit für alle Freunde in Italien denken wir an die schöne Zeit mit den italienischen Kameraden zurück. Und immer wieder wird es mir eine besondere Freude fein, den italienischen Arbeitskameraden als guter Kamerad in Deutschland zur Seite zu stehen und ihnen behilflich zu sein, sobald sie wieder in unserer schönen deutschen Heimat als Helfer bei der Arbeit weilen werden. licht, empfindlich, launisch und zart als Schoßhund vorstellt. Diese kleinen Hunde wurden seit jeher weder für Jagd, noch zum Schutz, sondern für das Haus gezüchtet und haben darum auch alle Vorzüge, die man von einem wahren Haushund verlangt. Dabei find sie sogar noch wachsam und meist auch mutig, wenn sie angegriffen werden. Begeht man nicht den Fehler, sie anspruchsvoll in ihrem Futter zu machen, dann sind sie ebenso gern bereit, ihren Hundekuchen zu knabbern wie der Schäferhund oder der Fox. P- K. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19 dis 22 Uhr „Der DogskhSudler". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Am Abend aus der Heide". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Alarm". Sladtthectter Gießen. Am heutigen Dienstag wird der große Operetten» Erfolg „Der Vogelhändler" wiederholt. Die musikalische Leitung hat Arthur Apett, die Spielleitung Intendant Hans Walter Klein. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Die Operette wurde neu ausgestaltet und wird mit verstärktem Chor und verstärkter Tanzgruppe aufgeführt. 20. Dienstag-Miete. Gießener Konzertring 1940/41. Am Montag, 17. Februar, findet im Stadttheater das 9. Konzert des Gießener Konzertringes als Festkonzert zur „Gießener Woche für Kunst und Literatur 1941" statt. Unter Leitung von Professor Stefan Temesvary"wird vom Städtischen Orchester Gießen „Heitere deutsche Musik" aufgeführt. Solisten sind Luise Schmidt-Frank (Harfe) und Paul Kirchmann (Flöte). Es werden gespielt: Richard Strauß, Suite aus „Bürger als Edelmann", Werk 60; Mozart, Konzert für Harfe und Flöte mit Orchester, Köchel Verz. 299, und die „Vierte Sinfonie", Werk 60 von Beethoven. Das Konzert ist das vierte der Gruppe B. Auf Fortunas »Dienstweg-'... Sprichwörter sind keine verläßlichen Spielregeln. Eine Frau ließ beim Tischdecken ein paar Teller fallen. Scherben bringen Glück, dachte sie und kaufte am Nachmittag auf dem Weg zum Geschirichändler beim Glücksmann ein Los. Sie gewann hundert Mark, ein einträglicher Handel. Solche kleine Begebenheiten ereignen sich in verschiedener Art fast täglich, nur kommen sie freilich nicht in die Zeitung. Es spricht sich auch so herum. Und womöglich käme eine Hausfrau auf den Gedanken, mit dem Kaffeeservice nach dem Haupttreffer zu zielen. Lieber nicht! Das Glück kommt gerade dann, wenn man am wenigsten daran denkt. Es steht plötzlich vor einem, in grauer Uniform und mit einem roten Loskasten. Da muß man sofort zugreifen, denn in jeder Serie der Kriegswinterhilfe-Lotterie wird eine ganze Million Mark an Gewinnen, aufgeteilt in Treffer zu einy bis tausend Mark, die Prämien, die im Frühjahr fällig werden eingerechnet, ausgespielt. Es kann niemand sagen, daß ihm die Gelegenheit fehlt, dem Glück eine Chance zu geben., Vierzehn bis fünfzehn Stunden sind die Glücksmänner täglich unterwegs, um ihre klingenden Botschaften auszu- tragen. Sie stehen unverdrossen bei Winterkälte an den Zehnerlspielplätzen, waten bei Tauwetter durch die matschigen Straßen und laufen durch die rauchigen Lokale von Tisch zu Tisch. Ja, dann sollen sie noch sagen, wo ein hoher Treffer drin ist! Als ob sie es wüßten! Da lobt man sich die Luftwaffe, die bei den Glücksmännern hoch im Ansehen steht. Sie zielt mit kühnem Griff und trifft. Vier Mann kauften neulich einen ganzen Kasten Lose und teilten sich hundert Mark Reingewinn. So geht es auch? Ein anderer nahm einen Restposten von zwanzig Losen mit einem Hauptgewinn von fünfhundert Mark. Eigentlich hatte er sie nur gekauft, damit ber Glücksmann bei dem schlechten Wetter heimgehen könnte. Gutes Tun trägt Zinsen, heißt es. Womit wir wieder bei den Sprichwörtern angelangt wären... Es empfiehlt sich gelegentlich daran zu denken und danach zu handeln. Kameradschaft ehem. 116er. Beim Monatsappell der Kameradschaft ehem. 116er im „Frankfurter Hof" gedachte, nach dem Treugruß an den Führer, der Kameradschaftsführer Hans Bill des verstorbenen Kameraden Mahr. Es wurden die letzten Kreisbefehle verlesen und über die Werbung und Propaganda gesprochen. Propagandaobmann Kamerad R öd e r kündigte an, daß im nächsten Appell ein Vortrag über die Kolonialfrage gehalten werden soll. Nachdem noch die Kameraden Reitz und Haupt einige Anregungen gegeben hatten, wurde unter 'Leitung des Schießwartes, Kamerad Sern, ein Preisschießen durchgeführt. Die Ehrenscheibe schoß Kamerad Pfeil, Sieger im Preisschießen wurde der Rechner, Kamerad Georg K o r e l l. Die weiteren Ergebnisse waren: 2. Kamerad Pfeil, der mit drei Schuß 36 Ringe schoß, 3. Röder 35, 4. Appel 34, 5. Biedenkapp 33, 6. Kern 33, 7. Sänger 33 Ringe. Filmabend der Paddler-Gilde Gießen. Die Mitglieder der Paddler-Gilde Gießen trafen sich am vergangenen Samstag im „Bayrischen Hof". Zur Vorführung gelangte der Film „Auf der schwarzen Drin, durch vergessenes Land", der dem Zuschauer ein Bild von dem Grenzgebiet zwischen Albanien, Griechenland und Südslawien vermittelte. Mit dem Faltboot ging es über den Ochrid-See zum Ausfluß der schwarzen Drin, dann den Fluß hinunter, der mit seinen engen Schluchten und Wildwasserstrecken in das Adriatische Meer mündet. Die herrlichen Aufnahmen von diesem Gebirgslande mit seinen interessanten Menschen und Städten ließen bei jedem den Wunsch wach werden, auch einmal eine solche Bootsfahrt zu unternehmen. Der Abend schloß mit einem geselligen Zusammensein mit den Kameraden vom Ski-Klub Gießen, die als Gäste anwesend waren. Wichtig ist t6, daß wir die Zähne jeden Abend vor dem Schlafengehen wirklich gewissenhaft reinigen. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege Gießener Boriragsring. Dichterabend: Marie Hamsun. Der Gießener Vortragsring (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen) hatte in Verbindung mit der Nordischen Gesellschaft zu einem Dichter ab end in der Aula emge- l'aden: Marie Hamsun, die Gattin Knut Hamsuns, des großen norwegischen Dichters und großen Anregers, war, auf' einer Vortragsreise durch Deutschland begriffen, auch bei uns mit einer Lesung aus Knut Hamsuns Werken und aus ihren eigenen Büchern zu Gast. Kreisleiter Backhaus hieß Frau Hamsun mit herzlichen Worten willkommen: wir haben, so sagte er, uns schon lange auf diesen Abend gefreut; wir haben vom festlichen Empfang in Berlin gehört, und er glaube sagen vu dürfen, daß der Gast aus Norwegen bei uns m Hessenlande eine nicht minder dankbare Hörer- chaft finbe-n werde. Unsere Grüße gelten Marie Hamsun und auch ihrem Gatten im hohen Norden; in seinen Werken spüre man etwas Ursprüngliches imb ganz Natürliches, die tiefe Lebenserfahrung, He er sich im harten Kampf mit dem Leben in vieler Herren Ländern erworben habe. Hamsuns Bücher seien aus germanisch-beutschem Geiste geschrieben. Er, Kreisleiter Backhaus, glaube, daß Hamsuns Werk wesentlich dazu beitragen werde. He Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen mger zu gestalten, und daß wir die Früchte dieser Arbeit bald werden ernten können. In diesem Smne srüße er Marie und Knut Hamsun herzlich. Nachdem der Dichterin namens der Nordischen Gesellschaft und des Deutschen Frauenwerks Blu- nen überreicht worden waren — auch ein kleines Rädel brachte einen Strauß —, betrat Frau H am- iu n das Podium und bedankte sich zunächst für iie Begrüßung und die Blumenspenden; es sei ihr kme große Freude, hier zu lesen. Der Nordischen Gesellschaft sei angesichts der gegenwärtigen politischen Lage eine schone Aufgabe zugefallen: es mutz- t»n Brücken geschlagen werden zwischen Deutschland inb Norwegen; dazu wolle auch sie zu ihrem Teil Beiträgen. Dann begann die Vorlesung mit einem großen Zusammenhängenden Abschnitt aus Knut Hamsuns berühmtem Roman „Segen der Erde". Die klare, tusdrOcksvolle Art, in der Frau Hamsun die Dich- ting ihres Gatten zum Dorttage brachte, stimmt Sut zu der einfachen, fast paradiesischen Welt, die |ter beschworen wird; man spürt etwas vorn Ur- Zustande, von den Anfängen des Menschengeschlechts, wenn Hamsun hier vom einfachen, harten Leben eines Mannes im hohen Norden erzählt. Der Mann ist ein unverdrossener Arbeiter, ein Siedler in großer Einsamkeit, der rodet, ackert und ein Haus baut — allein mit seinem Werkzeug, seinen Tieren, seinem Felde, unter den Sternen allein mit Gott. Bis Gott ihm eines Tages auch eine Gefährtin schenkt: Magd und Frau. Mit ihr kommt auch die erste, scheues wortkarge Liebe in-bas kleine Paradies, und als das Mädchen dm Ende gar eine Kuh mitbringt, ist das ein kaum zu glaubender, kostbarer Besitz und ein großes Glück für die beiden, und alles was hier geschieht und gesprochen wird, ist so beschaffen, „wie das Leben eben ist". Darnach las Frau Hamsun einen Artikel Knut Hamsuns gegen die Landflucht; obwohl vor Jahren schon geschrieben, ist er überaus aktuell. Der Dichter singt darin das Lob des gesunden und natürlichen Lebens auf dem Lande und hält eine' sehr deutliche Ansprache an seine bäuerlichen Landsleute: das gilt alles noch heute und in Deutschland wie in Norwegen. Zurück zur Erde — heim aufs Land! heißt die Losung Hamsuns, der sich mit diesem Aufsatz zu einer natürlichen Ordnung des Lebens und der Arbeit in Stadt und Land bekennt. — Dann härten mir noch die Nachschrift Hamsuns zum „Gedämpften Saitenspiel": nichts von der abgeflärtefi Weisheit müden Alters, sondern einen Dank an das Leben und seinen Reichtum; das sind die Worte eines jung gebliebenen Mannes, ber weit gewandert ist, auf ein reiches, erfülltes, gesegnetes Dasein zurückblickt und sich die Freude daran in der Erinnerung ganz ungetrübt bewahrt hat: „Es war luftig zu leben." Im zweiten Teile des Abends las Frau Hamsun, mütterlich und heiter beschwingt in einem, so wie man etwa seinen Kindern Märchen und Geschichten vorliest, aus ihrem eigenen Werk, welches wie das ihres Mannes seit langem viele Freunde bei uns in Deutschland gefunden hat; zunächst aus den „Ämgerudkindem" das Kapitel „Es wird Frühling": ein kleiner Hof oben .im Norden, in der Heimat der Hamsuns, die Eltern, vier Kinder und vier Kühe; ein Idyll, ein einfaches, fröhliches, von Lachen und Weinen und Spielen und Lärmen erfülltes Kinderparadies auf der Alm. Die Geschichte von den getauschten Kühen und den von der Hose geschnittenen Knöpfen ist nicht minder drollig beschrieben und luftig zu hören als die Schilderung vom ersten Schultage nach den großen Ferien und der Begegnung der Kleinen mit einer neuen Lehrerin. In der darin enthaltenen biblischen Geschichte von Josef und seinen Brüdern spiegelt sich alle Heiterkeit und das tiefe, embringenbe Verständnis für die kindliche Welt, welche in den Langerud-Büchern lebendig ist. Zum Schluß, als Zugabe und Dank für lauten Beifall; die Geschichte, vom 17. Mai, dem norwegischen Nationaltage, der mit einem herrlichen Kinder- und Frühlings fest auf Langerud begangen wird. — Der zahlreichen Hörerschaft wird der harmonische Abend lange nachklingend im Gedächtnis bleiben. Hans Thyriot. Das kluge Aeffchen. Professor Scirletti in Gallarate besitzt ein Aeffchen, Ines genannt, ein munteres Tier, das er zärtlich liebt, das sich aber eines Tages nicht mehr zu Scherzen aufgelegt zeigt, sondern still und zitternd auf dem Heizkörper sitzt. Es ist augepschein- lich krank, und der Professor beschließt, mit ihm zu einem guten Tierarzt nach Mailand zu fahren. Die Fahrt nach Mailand verläuft programmäßig. Auf den Knien des Professors oder auf seinem Arm sitzend, hält sich Ines ruhig und wird kaum beachtet. Erst bringt der Professor das Tier in den Zoo zur Untersuchung, dann wird er zu einem bewährten Tierarzt gewiesen, der eine gründliche Untersuchung Dornimmt und eine Kur oorschreibt, die Ines wieder völlig auf die Beine bringen soll. Um die Mittagszeit steigt der Professor mit seinem Aeffchen im Arm in eine Straßenbahn, um zum Bahnhof zurückzufahren. Der Wagen ist gedrängt voll, und Ines ist eingeklemmt zwischen verschiedenen Ellenbogen und Rücken. Da sieht das kluge Tier, wie eine Hand sich von hinten vorschiebt und in einer Manteltasche des Professors verschwindet, um mit einer Brieftasche wieder aufzutauchen. Ines weiß nicht, was ein Taschendieb ist, das Aeffchen versteht jedoch, daß die fremde Hand in der Tasche des Herrn nichts zu suchen hat, und es packt zu. Zugleich beginnt es zu kreischen, wird ganz aufgeregt und fletscht die Zähne gegen den Mann, dem die Hand gehört. Dieser ist entsetzt und läßt die Beute fahren, die nicht weniger als vier Tausendlirescheine enthält. Aber Ines läßt die Hand nicht los, und der Professor, der sich umgedreht bat, merkt, was geschehen ist, ebenso • die anderen Fahrgäste, die durch das Gekreisch und die Aufregung von Ines aufmerksam geworden sind. An der nächsten Haltestelle wird ein Polizist in den Wagen gerufen, und ihm überantwortet Ines den Dieb und läßt seine Hand los. Aber das Aeffchen bleibt aufgeregt auf dem Arm feines Herren, während dieser den Polizisten und den Dieb unter den verwunderten Blicken ober dem Schmunzeln der Vorübergehenden zum Polizeibüro begleitet. Der Taschendieb, der 28jährige wohnungslose T., kann natürlich nicht anders als dem Kommissar gestehen, daß er tatsächlich den Diebstahl versucht hat, den der Affe durch seine Wachsamkeit verhinderte. C.K. Lichtspielhaus: „Alarm". Nach den Motiven eines Romans von C. V. Rock hat hier Herbert B. Fredersdorf einen handfesten Kriminalfilm gedreht, der mit immer wieder bewährten Spannungseffekten in etwas modern frisiertem Milieu arbeitet, wie Fliegerei und Film es bieten. Aber der Kern ist doch wieder das alte Motiv der Suche nach dem Verbrecher unter einer großen Zahl mehr ober weniger Verdächtiger, wobei die Pension als Tatort des Mordfalles, der hier zur Aufklärung steht, zwanglos Gelegenheit gibt, zwei Welten zusammenzubringen, die sonst nichts miteinander gemein zu haben pflegen. Die Findigkeit der Kriminalpolizei entlarvt schließlich die Doppelnatur eines Mannes, der hinter der Maske eines harmlos gutmütigen Lebensphilosophen fein Treiben als Hehler einer weitverzweigten Einbrecherbande verbirgt. Theodor Loos hat hier eine lohnende Aufgabe erhalten, die er in einem ungemein nuancenreichen Spiel sehr sauber durchführt. Bei der Aufdeckung des Mordes geht auch noch ein Einbrecher mit hoch, der als „Einzelgänger" feine Beute suchte. Ihn spielt der begabte Fritz Rasp als einen wortkargen, unheimlichen Gesellen, dem auf der Flucht vor der Polizei fein Ausweg bleibt, als ber Tobessprung vom Dach eines Hochhauses. Unser besonderes Interesse verdient die Arbeit ber Kriminalpolizei. Die beiben, hier im Film von Gerhard Dienert und Karl Martell repräsentierten Methoden by systematischen unb ber mehr intuitiven Wahrheitserforschung tun sich mit Erfolg zusammen, um alle Fäben klarzulegen unb damit die Gültigkeit des alten Sprichwortes erneut zu bekräftigen: „Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch endlich an die Sonnen." — Paul Klinger und Rolf Weih spielen zwei Werkpiloten, sympathische nette Burschen, deren Kameradschaft auch mancherlei Anfechtung übersteht. Hilde Hildebrandt macht als Pensionsinhaberin eine gute Figur. Maria von Tasnady ist sehr fraulich ein junges Mädchen mit sicherem Instinkt und zuverlässigem Charakter. Rudolf Platte sieht man in einer seiner scharf beobachteten und gut charakterisierten Verbrechertypen. An der Kamera: Eduard H o e s ch. (Mittel- deutsche-Kopp-Film-Südost.) ♦ Im Mittelpunkt ber neuen Woch en schau steht die große Rede des Führers am 30. Januar. Weiter sieht man Bilder von der Trauerfeier für den Reichsjustizminister Gärtner und von Empfängen in der Reichskanzlei. Besonders fesselnd ist ein Filmbericht von den erfolgreichen Streifzügen eines deutschen Hilfskreuzers in fernen Meeren. Umwege öes Herzens Roman von h.G. Hansen Copyright by Prometheus »Verlag Dr. Eichacker - Gröbenzell 22 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Richard d'Oleron, der bis dahin schweigend zuge- hört hatte, hielt es für angebracht, jetzt einzugreifen. „Bitte, beruhige dich, Mutter. Ich will dir nicht mit der billigen Ausrede für den Augenblick kommen, daß alle von dir befürchteten Folgen vielleicht gar nicht eintreten werden. Aber selbst wenn ich als sicher ooraussetze, daß Korn verurteilt wird, kann ich Hannes nur in vollem Umfange beipflichten. Würde er anders handeln, dann müßte er die Achtung vor sich selbst verlieren, hätte keine ruhige Minute mehr im Leben, da er sich als Mörder eines Menschen suhlen müßte, und obendrein würde er nur bedingt damit rechnen können, daß er selbst für immer unbehelligt bleibt." „Aber außer uns weiß doch niemand etwas von der Geschichte, und wir haben alle Ursache zum Schweigen." „Gewiß. Verrat könnte keiner von uns üben. Aber wer mag voraussehen, welche Aufklärung spätere Monate und Jahre bringen können. So wie Korn durch das Zusammenwirken vieler unglückseliger Umstände in seine Lage gekommen ist, so kann eines Tages auch etwas aufkommen, das auf Hannes weift." ,Hch glaube nicht daran." „Aber es ist möglich. Und noch eins. Stände ich an Stelle von Hannes, dann müßte ich ebenso handeln wie er. Es gibt einfach keine Möglichkeit zu einer anderen Einstellung. Ehrbegriff hängt nicht von Aeußerlichkeiten ab, nicht von juristischen Erwä. gungen. Er ist unabhängig von allem, was Gesetz und Sitte uns verbieten oder vorschreiben. Verzeih, Mutter, wir Männer haben davon oft eine andere Auffassung als ihr Frauen." , „Das ist das letzte und schlechteste Argument, mit dem ihr uns immer dann kommt, wenn alle anderen Gründe nicht verfangen." „Nein, es ist eben nur der Ausdruck der ewigen Verschiedenheit zwischen den Geschlechtern. Für mich und alle anständig denkenden Menschen wird Hannes Kotzmann auch dann untadelig und ehrenhaft, wenn er durch eine öffenlliche Gerichtsverhandlung Aus der engeren Heimat nerinnen entsenden. Als H. (Fortsetzung folgt.) zu er Jahreshauptversammlung des Turnvereins Krofdorf. für am Bezirksschule für Turnerinnen im Bezirk 8 Gießen des JlSltC. Korn zu erhalten, fiel schwer, weil ich niemand mitt zuviel Fragen überfallen konnte. Immerhin, habe ich wohl alles erreicht, was Sie wünschen. Hier ist! ein schriftlicher Ueberblick." Koßmann nahm den Bogen Papier zur Hand und las. „Gustav Korn, landwirtschaftlicher Arbeiter, dreiundfünfzig Jahre alt, geboren in Treuen- brietzen, seit neünzehnhunderzwanzig an feinen jetzigen Wohnort gemeldet. Sohn des 1931 verstorbenen Bauarbeiters Fritz Korn in Treuenbrietzen und seiner 1928 verstorbenen Ehefrau Anna. Fünftes Kind von elf Geschwistern. Lebte bis 1914 in Treuenbrietzen, ging dann neunundzwanzigjähri^ ins Feld, wurde zweimas leicht verwundet. 1918 als Gefreiter entlassen. Kämpfe unter den Spartakisten in Berlin, später in Hamburg. Wurde von Regierungstruppen gefangengenommen und soll!« wegen Ermordung von Geiseln erschossen werdeir. wurde aber amnestiert. Heiratete 1921. Der Ehe entstammten acht Kinder, von denen zwei gestorben sind. Der älteste Sohn ist jetzt achtzehn Jahre alt und als Bauarbeiter in Magdeburg tätig, das zweite Kind, eine siebzehnjährige Tochter, als Hausgehilfin in Berlin. Drittes Kind, ein fünfzehn - jähriger Sohn, ist Helfer auf einem Gut in dell Altmark. Zu Hause' sind noch drei Kinder, em Knabe von dreizehn und zwei Mädchen von tv und neun Jahren, alle noch schulpflichtig. Kom wurde 1922 wegen Wilderns, 1926 wegen Widerstandes gegen einen Polizeibeamten, 1928 wegew Wilderns, 1931 wegen schwerer Körperverletzung zai Gefängnisstrafen verurteilt. Gesamtstrafen Jahre und elf Monate. 1934 saß er wegen Verdat des Wilderns und Einbruchs in ein Jagdhaus vier Monate in Untersuchungshaft. Wurde wegen Man.- gels an Beweisen freigesprochen. Korn besitzt zweieinhalb Morgen Acker unb eir Wohnhaus. Wert zusammen rund sechstausend Mark. Belastet mit tausend Mark Hypotheken. W als tüchtig in seinem Beruf. Arbeitgeber ist nw* ihm zufrieden, abgesehen von seiner Neigung Roheitsdelikten gegenüber Vieh und Mitarbeiters Trinkt im allgemeinen mäßig, ab und zu ab« au® stark und hat dann das Bedürfnis zum Ronda' lieren. Ruf schlecht. Bevölkerung im Dorf traut ihm alles zu. Soll an zahlreichen kleineren Felddieb-' stählen beteiligt sein. Nachweis bisher aber m« möglich. ballbetrieb stand im ersten Teil der Runde auf beachtlicher Höhe; naturgemäß ließ dann infolge Einziehungen zum Heeresdienst die Spielstärke etwas nach. Doch werden mit Eintritt der besseren Jahreszeit die jugendlichen Nachwuchsspieler aktiver in Tätigkeit treten. Mitglied Hch. Schmidt, Hsnr. 93, erhielt die Ehrennadel für 50jährige Turnertreue. Auf 25 Turnjahre konnte der Vorsitzende E. Sch le en - b e ck e r zurückblicken. Mitglied E. Praß ehrte in anerkennenden Worten namens der Versammlung Vezilks-Meisterschaften der Radfahrer im Radball und Kunstfahren. Die Ausbildung der Uebungsleitevinnen Frauen-, Mädchen- und Kinderturneb wurde vorigen Sonntag durch Bezirks-Frauenturnwart Schneider- in Wetzlar fortgesetzt Die Zahl der Teilnehmerinnen hat sich auf 45 erhöht, 15 Vereine (3 mehr) waren vertreten. Es stehen immer noch einige Gemeinschaften abseits, die dann nicht in der Lage sein werden, den an sie gestellten Anforderungen zu genügen. Zum nächsten Lehrgang der Bezirksschule, der am 16. April ebenfalls tn Wetzlar stattfindet, müssen auch diese Vereine Tm- mit all den Folgen gegangen ist, die du vorhin so drastisch schildertest. Wir Männer erkennen nur einen Urteilsspruch an, den der Männer, die ebenso denken und empfinden wie wir selbst, wenn es um Fragen der Ehre geht." Jetzt verlor Frau d'Oleron' ihre Fassung. Zum erstenmal seit dem Tode ihres Mannes kamen Tränen in die Augen. Sie weinte still vor sich hin. Hannes Koßmann stand auf und nahm sie zart um die Schultern. Ihr Sohn ergriff ihre beiden Hände und streichelte sie. Sie sahen lange schweigend beisammen und hingen ihren Gedanken nach. Wenn auch die nächste Zukunft grau und unfroh, bebrüt« kend und voller Schwere vor ihnen lag, so gewannen sie in diesen Minuten etwas Neues dafür, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und der unlösbaren Verbundenheit. Daran richtete sich die alte Frau wieder auf. Sie trocknete chre Tränen und nahm von jedem ihrer Söhne eine Hand. „Wenn es denn nicht anders geht, will ich wenig- stens zu euch halten. Wir müssen alles gemeinsam tragen. Vielleicht ist es für den einzelnen dann leichter. Du kommst später, wenn alles, was Gott verhüten möge, so kommen sollte, zuerst einmal zu uns nach Werder, Hannes. Wir suchen dann zusammen einen neuen Wohnsitz irgendwo in Deutschland." Die beiden Männer sahen sie gerührt an. Hannes Koßmann sagte nur: „Ich danke dir und Richard. Jetzt ist mir vieles leichter." Die nächsten Tage vergingen Koßmann besser als die Woche vorher. Er hatte das Grauen vor dem Kommenden überstanden und widmete sich tnit verstärktem Eifer seiner Tätigkeit in der Fabrik. Die Gedanken an das Schicksal Korns ließen sich zwar nicht verscheuchen, aber sie hatten nicht mehr so viel Beunruhigendes. Es ging ihm wie tausend Menschen in ähnlicher Lage. Nachdem einmal der Entschluß gefaßt war, nachdem man sich mit dem Unabänderlichen vertraut gemacht hatte und nachdem das Ziel klar vor Augen stynd, ließ sich alles leichter tragen. Dazu kam Koßmann mit seinen Ueberlegungen, die um Korn, dessen Familie unb sein eigenes Geschick gingen, stänbig die Erinnerung an bie Stunden der Aussprache mit Schwiegermutter und Schwager. Sie bildeten eine starke Stütze für feinen Willen unb schufen bas Bewußtsein um eine letzte, sichere Zuflucht, wenn alles zusammenbrach. treter der heimischen und deutschen Turnsache vor Augen, denen nachzueifern höchste Pflicht bedeute. Nach Erledigung von Punkt „Verschiedenes . um ter dem u. a. hauptsächlich technische Regelungen des Turnbetriebes verhandelt wurden, schloß der Vorsitzende mit dem Gruß an den Führer bie Versammlung. Turnverein Watzenborn-Steinberg. die Jubilare, würdigte ihre Verdienste unb gab insonderheit der Hoffnung Ausdruck, daß der seit 1921 dem Führerrat angehörende jetzige Vorsitzende noch lange der bewährte Vereinsführer bleiben, — - ... —--- • möge. Den zahlreich anwesenden jungen Turnern wiesene Einsatzbereitschaft und dem Sieg' stellte der Redner die Jubilare als vorbildliche Ver- • den Führer schloß der Lehrgangsleiter. am Samstagabend der Vorsitzende Ernst Schleenbecker die Jahreshauptversammlung des Turnvereins Krofdorf eröffnete, war derxSaal der Gastwivtschaft Abel bis zum letzten Platz besetzt, ein schöner Beweis für den auch in der Kriegszeit hochgehclltenen Turnge-ift. Nach einem Augenblick stillen Gedenkens der Toten erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht. Das Turnjahr .verlief zufriedenstellend. Mit verdoppeltem Eifer hatten die' Zurückgebliebenen turnerische Arbeit zu leisten, um das Programm des NSRL. in die Tat umzusetzen. Anerkennend hob der Vorsitzende die Bereitwilligkeit aller Gruppen hervor, wenn es aalt, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, fei es bei Sammlungen für das WHW., beim Versand von Liebesgaben oder anderen Angelegenheiten. Er schloß mit dem Dank an alle Mitarbeiter unb bet Aufmunterung zu weiterem Einsatz. Der vom Rechner Rich. Drescher erstattete Kassenbericht bekunbete bie volle Ordnung der Vereinsfinanzen, was die beiden Kassenprüser E. Leib unb K. Daubershäufer bestätigten; somit konnte Am Sonntag fanden in Aßlar die Bezirksmeisterschaften im Saalfahren statt. Es beteiligten sich daran 7 Mannschaften im 2-er Radballspiel, sowie 2 Fahrer im 1-er Kunstfahren. Die Austragung hatte der Radfahr-Verein „Schwalbe Aß- lar" übernommen und sie zur vollen Zufriedenheit ausgerichket. Die Wettbewerbe standen unter Leitung des Kreisfachwartes für Saalfähren, Gottlieb Häßler, Krofdorf. Um den Bezirksmeist'er festzustellen, mußten 21 Spiele ausgetragen werden, und so spielte jede Mannschaft gegen die andere. Den Mannschaften merkte man an, daß sie in den Lehrgängen, bie an drei verschiebenen Sonntagen vorher aus- getragen wurden, gut jn Form gekommen waren. Als die stärksten Mannschaften schälten sich bie beiden Mannschaften der G. R. V. von 1885 sowie die Mannschaft von Wetzlar-Niedergirmes und Aßlar heraus. Nach einer Mittagspause wurden bei sehr gutem Besuch die restlichen Spiele ausgetragen, bei denen das Publikum mit großer Begeisterung bei der Sache war und so die Mannschaften zu guten Leistungen-und fairer Spielweise anspornte. Sieger und Bezirksmeister wurde die Mann? schäft der G. R. V. von 1885, August Deibel — Willy Von-Eifs mit 12 Punkten, zweiter die Mannschaft des Radfahr-Vereins Wetzlar-Niedergirmes, Roll—Schäfer mit 10 Punkten, dritter bie Mannschaft W. Stommel—Otto Von-Eifs der G. R. V. von 18 85 mit 8 Punkten, vierter wurde die Mannschaft vom Radsahr-Verein Krofdorf, Bor! —Häßler mit 6 Punkten. Im Einer-Kunstfahren errang der Fahrer Engel vom Radfahr-Verein Wetzlar-Niedergirmes ben 1. Sieg mit 191,5 Punkten. Bei den Kämpfen der HI. wurde H. Engel vom Radfahr-Verein Wetzlar-Niedergirmes mit 183 Punkten Sieger. Beide Fahrer zeigen gute Veranlagung zum Kunstfahren« sie müssen aber noch, um in größeren Konkurrenzen erfolgreich bestehen zu können, die Wettfahrbestimmungen und ihr Programm nicht nur fahren können, sondern auch im Kopfe haben, was bei einen Kunstfahren bei der Wertung sehr ins Gewich! fällt. Sollten die Mannschaften und Kunstfahrer weiterhin im Training bleiben, so dürften sie bei den Bereichsmeisterschasten ein ernstes Wort mitsprechen- -cwmvrs —III>' ~।KAUM ।* ü' msTFA «n » » »' gleichzeitig überreichten ihm seine Arbeitskameraden ein Geschenk. Die eigentliche Ehrung durch die Firma findet am 1. Mai statt. 3 Lollar, 10. Fedr. Am Sonntaa fand in der Wirtschaft „zur Germania" die diesjährige Jah- reshauptverfammlung des Gesangvereins „S ä n g e r d e r e i n i g u n g" statt. Für den zur Wehrmacht einberufenen Vereinsführet Erich Espich leitete dessen Stellvertreter Rudolf K r e h b re l die Versammlung. Nach einem Liedvortrag und den Begrüßungsworten des Versammlungsleiters erfolgte die Totenehrung. Der Verein hat durch Tod drei Sangesfreunde verloren; es sind dies Karl Dort, Heinrich Kraft und Jost Lemmer. Der Stand der Gesamtmitglieder ist wie im Vorjahre. Die Zahl der Singstunden im verflossenen Dereinsjahr war gering, doch waren bie Begründungen für bie ausgefallenen Stunden berechtigt. Das öffentliche Auftreten des Männekchors war der Zeit entsprechend auch nicht so oft als in früheren Jahren. An dieser Stelle sei des Lazarettsingens am 1. September vergangenen Jahres gedacht, wo es der Sängerschar vergönnt war, den Kriegsverlehten eine Freude zu bereiten. Freudig wurde die Mitteilung begrüßt, daß am 9. März wiederum ein Singen vor Kriegsverletzten in Gießen stattfindet. Aus dem Bericht des Rechnungsführers war zu entnehmen, daß die Kaffe sich in sehr gutem Zustand befindet. Die silberne Ehrennadel für 25jährige Sängertätigkeit wurde an drei aktive Mitglieder überreicht. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt Philipp Hasselbach \unb Heinrich Erbe. Ergänzungswahlen zum Vorstand waren nicht erforderlich, so daß der Vorstand in seiner settherigen Zusammensetzung bestehen bleibt. SJtit dem Appell Er wunderte sich manchmal ein wenig darüber, daß er sein Herz an Menschen hing, die ihm früher nicht allzuviel bedeutet hatten. Und doch konnte er nicht umhin anzuerkennen, welchen Wert auch für einen Sicherheit und Selbstbewußtsein gewohnten Mann Freundschaft und verwandtschaftliche Zuneigung bildeten. Sie gaben Rückendeckung, auch wenn sie keine materielle Stütze bieten konnten, nicht einmal Hilfe in bescheidenster Form. Allein das Bewußtsein ihres Daseins schuf vermehrte Kraft. Die Tage vergingen in dem gewohnten Gleichmaß verflossener Jahre. Nur eines war endgültig aus dem Leben Koßmanns gestrichen, seine Frau. Er sah sie nur bei den wenigen Mahlzeiten, die er zu Hause einnahm. Die Angestellten des Haushalts merkten keine Veränderung im Benehmen und in der Haltung der Ehegatten. Den Kindern kam erst recht nicht zum Bewußtsein, daß sich der Spalt zwischen den Eltern zu einer nicht mehr überbrückbaren Kluft gedehnt hatte. Gitta verspürt das Bedürfnis, ihren Mann zu verwöhnen, seine geheimsten Bedürfnisse zu erraten und für ihre Befriedigung zu sorgen. Sie hing verstohlen mit den Blicken an seinen Zügen, wenn er nicht zu ihr herübersah, und hätte sich zu den demütigsten Diensten herbeigelassen, wenn er es gewünscht hätte. Aber vor seinem harten Blick zerbrach alles in ihr und sie hatte nie den Mut, mehr zu tun, als er offensichtlich zu dulden bereit war. Sobald sie ohne Zeugen beisammen waren, vermied er überhaupt, sie anzusprechen. Manchmal wollte sich Erbitterung in ihr regen, dann gewann aber sofort Schuldbewußtsein und Mitleid mll ihrem Mann die Oberhand in Ihr unb erstickte jede Auflehnung. Erst neun Tage nach dem Besuch in der Auskunftei erhielt Koßmann auf feine immer drängender werdenden telephonischen Anfragen den Bescheid, daß er den verlangten Bericht abholen könne. Sofort fuhr er in die Friedrichstraße und ließ sich anmelden. „Es war doch nicht so einfach, Herr Brauer, wie ich zuerst angenommen hatte. Das Dorf ist so klein, daß ich sehr behutsam zu Werke gehen mußte, um nicht Aufsehen zu erregen. Ich habe sechs Tage als Sommerfrischler in dem kleinen Gasthaus gewohnt. Das Gespräch auf den Mord zu bringen, war einfach, da jedermann dort kaum von etwas anderem spricht. Aber nähere Einzelheiten über die Familie Oie 60-Zahrfeier des Dogeisverger Höhen-Clubs. LPD. S ch o t t e n, 10. Febr. Die Vorbereitungen für die 60-Jahrfeier des Gefamt-VHE., die als 60. Jahreshauptversammlung am 7. und 8. Juni m Schotten begangen wird, sind in vollem Gange. Die Tagung wird den Charakter einer „Kriegstaguna" erhalten, also verständlicherweise nicht das festliche Gepräge des 50. Geburtstags des Vogelsberger Höhen-Clubs im Jahre 1931 erreichen. Dennoch wird die Veranstaltung einen würdigen, fesmchen Charakter haben, wobei Heimatliebe und Wanderpflege im Vordergründe stehen werden. Der Vogelsberger Höhen-Club, dessen Führung der Gießener Oberbürgermeister Ritter hat, umfaßt in 37 Zweigvereinen rund 3000 Mitglieder. Der eigentliche Gründungstag des DHC. war der 22. Juni 1881. Gemeinderatssitzung in Schotten. △ Schotten, 10. Febr. Jn feiner Sitzung befaßte sich der G e m e i n d e r a t mit einer Reihe ge- meindlicher Fragen, u. a. des Kindergartens, der Schafhaltung u. a. m. Die diesjährigen Märkte werden wie im früheren Rahmen abgehalten. Mit dem Pfingftmarkt wird wieder eine Prämiierung verbunden jein. Die Hundesteuer wurde für Rj. 1941 in der alten Höhe von 22 RM. festgesetzt. Die Bewilligung des auf die Stadt entfallenden Beitrages für die Beschaffung einer fahrbaren Motorspritze des Brandhilfeverbandes Schotten wurde gutgeheihen. Große Siedlungsbauten in einer Vogelsbergstadt. Lpd. Ortenberg) 9. Febr.' Jn einer Sitzung des hiesigen Gemeinderats wurde ein großes Siedlungsprojekt beraten, das vön einer Baufirma nach dem Kriege hier durchgeführt werden soll. Es handelt sich um die Schaffung von 40Siedlungshäusernmit einem Gemein« schaftshaus der Partei und mit Kinderspielplätzen. Für später ist eine Erweiterung der Siedlung schon jetzt ins Auge gefaßt. Im kommenden Frühjahr soll mit dem Bau von drei großen Straßen durch das Siedlungsgelände, dessen Erwerb von den Grundbesitzern bereits abgeschlossen ist, begonnen werden. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 10. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 32 bis 35 RM., Läuserschweme 45 bis 50 RM. pro Stück. Bei flottem Geschäft wurde der Markt geräumt. Landkreis Gießen. > Großen-Buseck, 10. Febr. Dieser Tage hielt der hiesige Viehversicherungsverein Nachfolger des ausgefchjedenen Jugendleiters bestellte er O. Maid. Zum Schlüsse gab Vereinsführer Jung bekannt, daß ab sofort die Turnstunden wieder in der Volkshalle stattfin. den, die von Turnkamerad O. Sommer geleitet werden. Er forderte alle Akttven, insbesondere aber die Jugend auf, die Uebungsstunden regelmäßig - besuchen. Mit dem Gruß auf den Führer schloß dann die Versammlung.