Mittwoch, 10-Ve;ember1<>41 ießener Familienblätter Monatlich .... v jmitellRebuBr . x Uri« sl?i rfitpi Japans Weg zur Weltmacht CHINA Z0N==l Hainans ^=Mwän -rbar. ( ►enbekdi iann 5. Dez. 1« Teil der augenvucriicyen ’-pagijuiiuue ucl ulcu. - finrolinen-3nfeln Freude der japanischen Nation fei um so großer, l der Karolinen unfein. Roosevelts unannehmbare Forderungen er anjiii-g, und enife' Men b Bener it Erna n Cyriy LWehnni-' 5::: THAILAND Bangkok ; Geburt^ öndeszu; Freude y Cyriax rince 0 f Wales- und „Repulje- in der 5==^!5 sähe der Ostküste der Malaien-Halbinsel versenkt benfo m |nL Die britische Aernostslotte wurde am Mittwoch fbaueit $ im 11.30 Uhr japanischer Zeit in der Nähe der r ®Q|te stufte der Malaien-Halbinsel gesichtet. Japanische Die gesamte japanische Nation, so scheibt „Tokio Nitschi Nitschi", fühle den Geist, der Manne, Luftwaffe und Armee beseele und sei überzeugter denn je vom Endsieg. An diesem Sieg könne kein Zweifel bestehen, wenn man sich auch keinen Hoffnungen hinqebe, daß der Kampf bereits in kurzer Zeit beendet sein werde. Die USA.^totte habe ledoch einen schweren Schlag erlitten und einen erheblichen Teil der augenblicklichen Pazifikflotte verloren. Die Ein LlSA.-Unterseeboot versenkt. T 0 k i 0, 10. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ein nord- amerikanisches Unterseeboot, das wahrscheinlich der USA.-Mfienflotfe angehörte, wurde am Morgen des 8. Dezember von Einheiten der japanischen Kriegsmarine in der Nähe der Insel Palau versenkt. Es wird angenommen, daß es die Ducht von Manila verlassen hatte und in Richtung auf die japanischen Südseegewässer fuhr. Die unter japanischem Mandat stehende Südseeinsel Palau liegt östlich von den Philippinen und gehört zur Gruppe ^An die Stelle des zaristischen Rußlands trat seit dem Weltkrieg zunehmend Washington als Rufer im Streit gegen Japan. Die Einwanderung von Japanern aus dem überfüllten Mutterland nach Kalifornien wurde unterdrückt,, und immer deutlicher wurde das Interesse der USA., Japan sogar in Ostasien affen entgegenzutreten, aus Ha- wai und den Philippinen, ebenso wie auf dem asiatischen Kontinent selbst. Das Ergebnis dieser Spannungen war der beiderseitige Ausbau riesiger Schlachtflottenbasen. Auf gemeinsamen angelsächsischen Druck hin kam es zu den Washingtoner 23er- handlungen von 1922 über die gegenseitige Flotten- stärke. Ihr Ergebnis war eine in ganz Japan unvergessen gebliebene Kränkung des japanischen Nationalstolzes, weil die USÄ. und England ihr Stärkeverhältnis von 5:5:3 gegen Japan durch- zusetzen wußten. _____ Englands und Nordamerikas Politik der „offenen Tür" in China vollendete, was noch zu tun übrig blieb Als endlich aus der Durchdringung Chinas (. Jahrgang Nr. 295 Meinl täglich,, außer onntags und feiertags Beilagen: flotte und Luftwaffe völlig zerstört worden, buf Guam sind sämtliche Gebäude nieder- gebrannt. Die pazifische Küste des nord- ^nerikanischen Festlandes befindet sich jetzt t n 110II em Kriegszustand. Zum erstenmal stärksten und modernsten Schlachtschiffe der britischen Flotte. Bei einer Wasserverdrängung von 35 000 Tonnen entwickelte es eine Geschwindigkeit von 28,5 knoten. Es war mit zehn Geschützen von 35,6 cm, 16 Geschützen von 13,2 cm, 32 4-crn-Flak- geschühen und 15 Maschinengewehren bestückt und hatte vier Flugzeuge an Bord. Die Besatzung betrug 1500 Mann. Das Schlachtschiff „R e p u l s e“ hatte eine Wasserverdrängung von 32 000 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 29 knoten. Das im Jahre 1916 vom Stapel gelaufene Schiff verfügte über fechs 38,1-crn-Gefchühe, zwölf 10,2-cm-Ge- fchühe, acht 10,2-crn-Flakgefchühe, vier 4,7-cm-Alak- geschähe und sechzehn 4-cm-Flakgeschühe sowie acht Maschinengewehre. Ferner verfügte es über acht Torpedorohre und vier Flugzeuge. Die Besatzung Mel; Ä Zeil Die USA.-Stiitzpunkte im Pazifik Guam und Wake von den Japanern besetzt wurde die ganze Küste in der Nacht zum Dienstag völlig verdunkelt. Die Wake-Insel ist ein Korallen-Eiland von nur 7,6 qkm Ausdehnung, aber als Kobel- und Kohlestation inmitten der Südsee Halbwegs zwischen Hawai und den Marianen gelegen für die Flotte und die Luftwaffe der USA. auf dem Weg zu den Philippinen von außerordentlicher strategischer Bedeutung. Die Insel Guam gehört zur Gruppe der Marianen und war ebenfalls Kabelstation, Flotten- und Luftstützpunkt der USA., und zwar der am weitesten nach Westen zu in die japanische Machtsphäre vorgeschobene. Die Insel hat eine Ausdehnung von 544 qkm und zählt 23 000 meist polinestsche Einwohner. iure rrrh.^ g ns**“' litt*«“' I rllbf. nrmer lM dessen mben nI Von acht USA.-Schlachtschiffen in Hawai bereits sechs außer Gesecht gesetzt. . vao fortgesetzt. In Manila wurde eine große Flugzeughalle zerstört, lieber dem Stützpunkt ist es zu heftigen Luftkämpfen, gekommen, deren Ergebnisse noch nicht bekannt sind. Ein Vertreter der National Broadcasting Corporation hat den ersten Luftangriff auf Manila mit° erlebt. Schon zu Beginn des Angriffs feien Rle- senbrände ausgebrochen. Man nehme an, daß ein Benzintank von einer großkalibrigen Bombe getroffen worden sei. Aber auch an verschiedenen anderen Stellen habe man Brände beobachten können. Auch das Fort WilliamMacKmley in der Nahe.von Manila sowie der Flughafen von Nicholas im Außengebiet von Manila seien außerordentlich heftig angegriffen worden, ferner die Rundfunkstation. — Bei dem Luftangriff auf Luzon seien etwa 200 Soldaten, darunter 60 Nordamerikaner, getötet worden. ;tiW» iann ein H<* den«< *0 400____600km Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8' -UbrdesNormittags Anzeigen-Preisei Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel T AbschlüffeMengenstaffelv Vlatzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr Forderungen, die Japan geradezu versklavt hatten. Einmal sollte Japan seine Stellung im Dreierpart sondern habe, von Roosevelt auf die fernöstlichen Verhältnisse ganz bewußt übertragen, eine Stabilität im Pazifik geradezu verhindert. Wir dürfen wohl annehmen, daß hierin der leitende Gedanke des ia- panischen Memorandums klar zum Ausdruck kommt, denn die angeführten Tatsachen belegen diese Ver- ranntheit des Mannes, der der wahnwitzige Diktator gegen die USA.-Demokratie geworden ist. Als die USA. und England die japanischen Guthaben sperrten, lag die Tendenz klar, Japan durch aufgeben, also sich der von ihm erkannten Zielsetzung als Ordnungsmacht Ostasiens entbinden, und ferner sollte Japan bedingungslos militärisch und wirtschaftlich China räumen und überdies nur die Tschungking-Regierung des Marschalls Tschlang- kaischek anerkennen, d.h. Japan sollte die national- chinesische Regierung, die mit ihm z.usammen- arbeitete, fallen lassen. Es sollte also nicht allein auf alles das, was es durch militärische und wirtschaftliche Anstrengungen erreicht, um Roosevelts I willen in die Wolfsschlucht schleudern, sondern sollte sich noch obendrein zu dem ungeheuerlichsten Treuebruch bereitfinden, den die moderne Geschichte kennt. Damit war, wie Japans Memorandum zusam- menfaßt, Japans Opfer in China wahrend vier Jahren für ein Nichts erklärt, Japans Existenz bedroht, seine Ehre und fein Prestige standen aus dem Spiel. Da brach Japan die Verhandlungen ab und griff zum Schwert. Es blieb Japan nichts anderes übrig, als nach allem, was geschehen, dem Wahnwitzigen zu zeigen, daß die Ehre einer Nation höher steht als die Forderung eines Menschen, dessen Größenwahn und Illusionen alles übersteigen. japanischen Volke Freude und Stolz ausgelost. Die Chefs des Generalstabes der Armee sowie der Kriegsmarine sandten dem Kommandanten der kombinierten japanischen Flotte, Admiral Pama- moto sowie den Befehlshabern der Luftkorps und der U-Boote, die im Kampf gegen Hawai eingesetzt waren, herzliche Glückwünsche Die gleichen Glückwünsche gingen an den Oberbefehlshaber der Operationen gegen das Malaien-Gebiet, wo m engster Zusammenarbeit zwischen Armee und Kriegsmarine wichtige Punkte besetzt werden konn- Von unserer Berliner Schriftleitung. Memorandum heißt, „im Namen der Selbstverteidigung einen Angriff auf Deutschland oorzube- reiten", stehe nicht nur in bewußtem Gegensatz -zu den laut verkündeten Prinzipien der USA.-Pol.tlk, wirtschaftliche Machtmittel langsam abzuwurgen. Ganz berechtigt stellt das japanische Memorandum fest ein solches Druckmittel sollte unter den Volkern als noch unmenschlicher denn ein militärischer Druck verurteilt werden. Ausführlich wird dann auf Japans wiederholt bezeugtes Entgegenkommen hmge- wiesen Vergeblich versuchte die japanische Regi^ mnq den wirtschaftlichen Kamps gegen Japan durch Hinweis auf die Wirklichkeit zu dämpfen. Vergeblich war Japan bereit, zuzugestehen, daß die beiden Regierungen keinerlei Streitkräfte in irgendwelche Gebiete Südostasiens und des Pazifik schicken wurden, mit Ausnahme von Französisch-Jndochma, wo aber die japanischen Truppen nach Herstellung emes Vertrages zurückgezogen werden sollten Ferner sollten sich beide Regierungen verpflichten, den1 Wirtt schaftsverkehr mit Niederländisch-Jndien vertraglich 3u regeln und weiter sollte sich Rooseöelt verpflichten, den Bemühungen zur Wiederherstellung des Friedenszustandes zwischen Japan und China keine Hindernisse zu bereiten. . .. , Man wird objektiv zugeben müssen, daß dieses japanische Verhandlungsvrogramm gut war und der wirklichen Lage entsprach. Nur em Wahnwitziger konnte dieses Verhandlungsprogramm ablehnen. Nur ein Verrückter, der der ganzen Welt sein Diktat auferleaen wollte, konnte eine Verhandlung über diese Punkte ausschlagen, denn selbstverständlich kann es bei Verhandlungen nur Gleichberechtigung, aber nicht von vornherein Unterwerfung des einen Partners geben. Roosevelt aber, der glaubte, aus dem japanischen Entgegenkommen auf Japans Schwäche schließen zu dürfen, stellte Obgleich der Portugiese Mendez Pinto schon 1542 das heutige Japan entdeckte, blieb das Insel- reich des Fernen Ostens noch Jahrhunderte fing dem Abendland so gut wie unbekannt. Denn as die wenigen Kaufleute aus Portugal, Spanien, Holland und England berichteten, was der eine oder , andere Forschungsreisende an Kenntnissen über diese fremde Welt mitbrachte, drang nicht in das Bewußt sein der abendländischen Völker. 1853 erzwang der USA.-Admiral Perry mit der Drohung einer Beschießung die Deffnung japa nischer Häfen für fremde Schiffe. Das gab den letzten Anstoß dafür, daß aus jahrhundertelangen inneren Wirren in einer tiefgreifenden Revolution seit 1868 das moderne S t a a t s w e s e n Japans erwuchs, das den Feudalismus abschaffte und sich eine Verfassung nach europäischem Muster gab, wodurch es zu einer konstitutionellen Monarchie mit modernem Staatsaufbau wurde. Die Wirtschaft stellte sich, kaum weniger geschmeidig, auf die Erfordernisse der neuen Zeit ein, das Land industrialisierte sich und schloß eine Reihe von Handelsverträgen mit fremden Nationen, die Japan bald zu einem gefürchteten Wettbewerber auf den Weltmärkten machten, da das Jnselreich anders als China sehr rasch die politischen und wirtschaftlichen Waffen Europas zu führen lernte, ohne seine Seele und seine Kultur an die Fremden zu verlieren. Armee und Marine waren in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts großenteils noch deutschen Vorbildern auf geb aut und zu einem ausgezeichneten Instrument japanischer Politik geworden. 1894 bis 1895 brachte der Krieg mit China die erste große und erfolgreiche Kraftprobe für Japans Auseinandersetzung mit Rußland, Die zehn Jahre später die ganze Welt aufhorchen ließ. Im Grunde ging es hierbei um eine große Frage: ob Japan das Schicksal des niedergehenden chinesischen Riesenreiches teilen oder sich dem Abendland mit dessen eigenen Mitteln entgegenstellen wollte. Angesichts des Nationalcharakters der Japaner konnte die Entscheidung nicht zweifelhaft sein. Beide Kriege brachten Javan durch das Eingreifen der westlichen Mächte nicht den erhofften Siegeslohn, die Mandschurei. Während Europa in den eZten Weltkrieg taumelte, benutzte Tokio die günstige Gelegenheit, seine Stellung in China zu festigen. Als japanische Truppen den bolschewistischen Bürgerkrieg wahrnahmen und von der südmandschurischen Interessensphäre aus weiter vorrückten, kam es zu einer bewaffneten Intervention der Engländer, Nordamerikaner und Franzosen, um den stärksten Widersacher des Bolschewismus, Admiral Koltschak, in Sibirien zu verraten und Zugleich Japan abermals aus der Mandschurei zuruck- zudrängen, bis 1933 endlich M a n dschuku 0 un-, ter japanischem Schütz als selbständiger Staat ersetzt, wo Roosevelt wenigstens den einen Krieg hat, bricht sein Kartenhaus zusammen. Dieser Krieg in Fernost kommt ihm, wie aus seiner Botschaft an den Kongreß hervorgeht, recht ungelegen Aber er hatte ihn in geradezu unverschämter Weise provoziert und darf sich jetzt nicht wundern, wenn seine Bluffmethode gegen i h n ausschlagt. Die Grundthese der Rooseveltianer war: „Wir können gegen Europa alles unternehmen. Japan bleibt ruhig, denn es ist in China beschäftigt." Diese irrsinnige Annahme veranlaßte Roosevelt, Japan auf alle mögliche Art und Weise zu reizen und seine gegenüber den Achsenmächten beliebten Gaunermethoden auch gegenüber Japan anzuwenden. Wahrend Roosevelt gegenüber Europa Handlungen unternahm, die nur nicht durch eine Kriegserklärung vom Weißen Haus aus gedeckt wurden, sonst aber kriegerischen Handlungen so ähnlich sehen wie ein Qi dem andern, wurde gegenüber Japan die Politik der wirtschafttichen Kriegführung mitten im Frieden mit einer Beharrlichkeit verfolgt, wie sie un ftrieae selbst nicht schroffer hätte ausfallen können. Das japanische Memorandum vom 8. Dezember an die USA. und England deckt diese Machenschaften Roosevelts auf, Dinge, die sich keine ehrliebende Nation gefallen läßt. Hier liech der eigentliche psychologische Kern der Haltung Roosevelts Roosevelt hielt die Japaner für das, was er selbst ift, unb ist nun abgrundtief enttäusche, daß sie sein Verhalten als provozierend auffaßten und darauf mit bem einziaen Mittel antworteten, bas einer splhstbewußten Ratton gegeben ift. 2In einer Stelle bes Memorandums wird darauf hinaeroiefen daß Roosevelt, besessen von feinen eigenen Ansichten und Meinungen, auf Kriegsaus- weitung geradezu hingearbeitet habe, denn f^n Versuch, England zu helfen und, rote es tm japanischen Nanking, 9. Dez. (DNB.) Der Sprecher der spanischen Marine in Nanking gab bekannt, daß " |n e USA.-Stützpunkte auf W a k e und l u a m d e s e tz t worden sind. Der Stützpunkt auf ■ Hi Midway-Jnseln liege unter dem Feuer < l r japanischen Kriegsschiffe. — Nach einer (Europa- -eß-Meldung aus Washington müssen die Stützpunkte Guam und Wake Island — wenigstens vor- ufig — als verloren betrachtet werden. Wie , he Leitung der Panamerican Airways berichtet, ist Bäte Island durch den Angriff der japanischen planmäßige Durchführung der Operationen. Schanghai, 10. Dey (DNB.Funkspruch.) Die spanischen U e b e r f e e ft r e 111 r a f t e und die ..nterfeebootroaffe erlitten am ersten .empfinge keinerlei Verluste, teilte der, Sprecher :aer japanischen Marine in Schanghai mit. Wahrend Her Operationen dieses Tages habe die Luft- »affe noch nicht einmal zehn S^gdaige oerloren. )°er Sprecher betonte, daß die Durchführung der Angriffe auf Hawai, Guam, Wake, die Philippinen .mb Singapur trotz der Streckenausdehnung von 5 000 Kilometer u h r w e r k s m a ß 1 g geklappt :xibe. Die Angriffe seien genau zur gleiche ;eit erfolgt. Es sei unausbleiblich, daß an cm- slnen Stellen ungünstig e s W e 11 e r für die :Operationen geherrscht habe, doch.feien Ae Ergeb- iiffe auch in diesen Füllen zusr.edenst-lend g-. Hefen. Der Sprecher der japant^en Armee in Nanking gab bekannt, daß o o n b e n a d) t ■un .1 a m a i stationierten u 8 - Schl- ch t ich i s s-r n sechs bereits außer Gesecht gesetzt sind. Ä „ONahoma" und die „West-Virarma" wurden »rsenkt und vier Schlachtschisse durch Bomben b- als hierbei nicht ein einziges eigenes Schiff verloren ging. Hier zeigten sich die Auswirkungen langjähriger Vorarbeit und harter Ausbildung. Oie japanischen Truppenlandungen auf denphilippinen Schanghai, 9. Dez. (Europapreß.) Japanische Truppen sind auf der Philippinen-Insel Lubang gelandet. Lubang ist eine kleine Insel mit etwa 5000 Einwohnern, rund 100 km südöstlich von Manila. Bereits am Montag wurde aus Manila gemeldet, daß japanische Fallschirmtruppen auf einer b& Philippinen-Inseln gelandet seien. — Die japanische Luftwaffe hat am Dienstag ihre Luftangriffe auf Ma n i l a und Da - ^Jn ^Tokio stellte der Sprecher des MarineMinffte- Thums lest, daß durch die Ersolge der Marine in Hawai und in anderen Geb. ten des Stillen Ozeans die Marinestrategie der USA. . Sachverständigen -r s chu t tert worden sei. die den Gedanken vertraten im 6°lle i'On Kampshandlungen im Stillen ä Itripa direkt nach Japan tragen zu io «en. Nüchtern denkende Amerikaner muhten ebenso wie die Neutralen aus Grund der >ap sch , wlge zu der Erkenntnis kommen, daß das N°°,^ Esche Einkreisungsprogramm aus ->n-r Feyi i'ÄÄ gemacht, das natürliche Wachstum des Reiches oes "®^Ä6"^tiOn darf überzeug, s-m daß ihre Marine das ^5ifitS=biet ä«. 5".- her iu sichern weiß" stellt in „Jommn Schimdun oer spanischen Seefoldaten große Opf gl , ;cef 4egeU fOgar a.eiqe sich das Ergebnis oteier f m a - iomme, daß die japanische Flotte ' befihe. mamoto einen äußerst befähigten Führer vefige Große Freude über die ersten Erfolge. T ° k i ° . 10. Dez. (DNB. Funkspruch., Di-großen - Xrsolge der japanischen Kriegsmariri, ^?n( in waten Nachtstunden vom japanischen R P Sondermeldungen verkündet wurden, haben tm isn einzelnen ycuntmein r folge höherer Gewalt 6.,. 2-rnsvrechanschluß 2251 f Drahtanschrift i^lnzeiger'' Oel- Uft^ecJ 11686^tan^-/9^* ihres Z ------- Eichener Anzeiger General-Anzeiger siirOberhefsen , Üugzeuge traten sofort in Aktion. Die „Repulse" narbe uni 14.29 Uhr durch BombenooH- ) ' Keffer augenblicklich versenkt. Das urter^I ichlachtschiff „Prince of Wales" erhielt nach einem egelniQh Treffer Schlagseite auf Steuerbord und versuchte Stich - « entkommen. Um 14.50 Uhr erhielt dieses Schlacht- olbaten » tziff jedoch weitere Treffer und sank. • rlste by. Das Schlachtschiff „Prince of Wales", das 1Qn red; i Hm z. 5. 1939 vom Stapel gelaufen ist. ist eines berbetrug 1200 Mann. SeberSi. arten res ersten in dank- in midt Idt, Asses’ r1941 gi!) I Sie britischen Schlachtschiffe „Aepulse" und „prince of Wales" H >mch japanische Flngzeuge bei der Malaien-Halbinsel vernichtet Tokio, 10. Dez. * > g o1 I | (1) I n ii fl f n 11 d) * f mund)», glaubten Vonbon und W(i|l)lii(|lnn bi'lmibci« thifl burnii zu tun, hie (B | n f # r V I ß n fl-vacn 'I ofln 411 moblllflirtn. Die Anlat war Tohms Vlimtrltl au» brm loflimaiinltn 'Htilferbunb. Dte|em Schritt folgte etwa flteld)Aelll(| mit br» entspred-enhen Maftnahmen hen Vleldje«* und ^ila- iiriin nun hte ’Herflelluiifl bei (in Pazifik, para ll-l mlt bfi (Lrsiarkimg Dt'ullchlaiid.» unb ben an- Idnaen der Vli'uoibiiMim hi 0 uropa, da» hurdi den 'Ahi0n]hin von tüirfallli'» Win Ergötzen der Vinah)- ainirlrantr und Bolschewisten an den Naud de« Vlbflninibeti geraten war. Vln» der (irunbfilhlld) anll- fommunl|ll|a)i,ii Haltung Japan» wie der jungen ytrtMSi i unsere» Jtonhnent» ermüd;» 103(1 her *21 n - 11 r n in 1111 * । H pakt and 101" da politische. mit । sd-aslilche und Mllüi licht tMlnfrnil» deu Drei- in d d) I e 11) |l v in « Berlin Nom Io Mo, blird) welche» ein Siegst unter den fltnwlnfonwn 'Ahlten der Habsnlchi'fe unter den Welimäd)len uebrlhfl rrmrde, Leiden»!aum und Anteil an ben Gütern der Erde zu gewinne 11. ’2ilu infolge de» ledigen Kriege» die drillichen *lJlud)l|m,Üluiien Im feinen Ollen Immer brüd)luer wurden, nickten die USA. aus Meie BaNvuen, mdlj- rend berufene und unbernleae 'jtolhlrer he# Weiften Ha ule«, au» Parlaiiienlvl-allen und In den Zei- hmaen immer uimeiIjülllei forderten, Japan en»ivlchtlger Güter nach Japan aus. Driftsethe Spiel wubde in Jlieroamerika ner|ud)l, und zugleid) fmiAenlnlerle 'Üoosevslt Immer neue (Held) mn brr, sillegei iiasseln und Ai meedlnislanen aus den inzwitzEen völlig maldllfterlen Philippinen, aus Howai, Guam usw Nun hol her hibenbbrlfle Präsident her USA. heu flileo, hinter hem er so lange inbrünstig Wnler- herllef Aus sein verbrecherische» Betreiben hin hat Englanb, soweit die flnifte he« Empire reichten, hie iwibainei tkantschen Provokationen Mitgemacht. In Brljlsch-Malala zahlreld)e Regimenter ansmailchie- reu lassen, Singapur ausgebaut unh den Nordamerikanern zur 'Verfügung gestellt und aus diese Welse den rleseubasten Nlng um Jazmn» Lebens- ||il)dre schlieften Helsen Die Beweggründe sllr den auglo-arnei lkanlschen Angrlss Ihnen seit Jahren klar »ar aller Augen Genau mle In Europa unh hi den europäischen Einsluftgebielen wollte unh will man und) In Oslaslen Die Konsolidierung her neuen Orh- nung neiljlnhern, koste e». mn» e# wolle. Japan hat mit enblofer Gebnld gewartet, gemahnt unh aus die natiirnotwendlge Konsequenz der zahllasen Provokationen der Angeliadisen hin- «n. Nun snrechen die Kanonen unh hie Bom- t» leiste Wart auch Im pazifischen Naurn, wo seit Jahren h|< Spannung zur Entladung drängte Angesicht# her drahenben Aspekte hat Tokio nlrf)l» unterlassen, sich militärisch, wirtschaftlich unh politisch In hen Stand äiifterster Nerelnchaft zu sehen. (?» hat den ihm zrigeworsenen (>aiwsd)uh auf- gemnnmen und sicht um seinen Bestand al» Weltmacht In her Ihm gebührenden Sphäre. ow. Gedämpste Stimmung in London. W e n f, 0 Dez (WH.) Neuler verbotet eine Bresse schau zum Öluobrud) he# Kvleg»'# lm Stillen vzean Dabei bildet da» Hmipitbenm „dle Noiiven- bigkell einer veirnehiien Prodiikilon in England, um die zu erwartende Lücke In den amei i kau Ischen Vie- he ran gen wetizumachen". „siür die nächste sielt werben wir weniger von unseren siveunben bekommen und müllen bereit fein, leibst fertig zu werden", |d>relibt die „Time#". Auch die anderen Blätter find aus bleien Ton abaestlnunt und erklären, haft ble USA Ihre „un sulänglidre Ki leg#produklimU Mir längere Kell selbst h end II neu werden. Man rnlisse sich aber damit mifinden, selbst mn hen Preis, haft ble brlii|rt)e Gchissahrt aus hem Atlantik darunter leiden würde „Dailn Herold" |d)retbl, es sei zwar eine ganz |d)hne Sadre, ine 11 n man sagen könne, man besähe vlor Alin stet her Welt, bad) bedeut»! hie# gar nicht«», solange man nicht In her Loge sei, Kindheitsstraße. Bon NiHihi Achtlnck. Ob sie noch so ist, mle einst? Domain war hon Pilaster der Strohe holprig und bulle Lhcher und Senkungen Q# kam Darüber zu hitzigen Debatten Im Gemeinderot, aber geändert wurde nicht». Id) lieble diese# willkürliche Pslasler, aus dem ble si Uhrwerke furchtbar knarrten und die Pierbehuse lunkenlm ihenb slampsien. Ad) lieble e#, weil an# leinen DUheii Gra# wuchs, und weil der Regen hdegelnde Pfützen in die Löcher schwemmte. Die Schisse au# Papier sahen wundeilchän au# Ob da# Hau# und) sieht, bau kühl in hen Schollen zurücktretenbe Hau#, worin mein unruhiger Knaben- aelst gehaust hat? Ob ble Strahe nod) ihren allen Namen führt, den uoetlschen Namen Lagdstrohe, mell sie unmittelbar In die Weizen« und Kmuseldei sührte? Es war die Strohe einer allen fränkischen Kleinstadt mit einem bäuerlichen Gesicht Man sah ihr nie unablässige Al ul gelebten» aei brauchten, verrauchten und zerstäubten Dasein# und Menhhentrel- den# an ble raten Sandstelntreupen her Häusei waren lief ausgetreten, ble T ürdrucker waren non 'HMIIhmen Handgrissen dünn gemacht warben, da# Gebälk an den Häusern wai müib, unh alte »er- schwärzt» Jahreszahlen waren In ble Wappensleine hlneingemeisielt lleberreld) war sie an (Geräuschen — hu gab e# einen schwarzen Schmied, dessen Homme» schlug Immer,ort aus den Amdah. beim Schreiner fuhrwerkte her Habel, beim Käser wurden die Reisen aus ble Fässer getrieben, und an» den Scheuern klapperten die Dresdrslegel im Dreivierteltakt. Sie hatte bittere, dmnpse, sohle sühe und salzige Gerüche man rach die 'hinten, ble am Sonntag geschmort wurden >>>>>' man roch dte Rtkch Ile auf hen Küchenherden anbrannte, man rach den süften Backgeruch au« dem Kandltarloden und den mal ni'ii gemütl t u otlalbbufi au ■ bi > Bäckei ei Ein schwerer Vedjschwaden trieb du uh ble Strafte, wenn der 'hlernrauer die Fässer pichte, und au# den Kellerlachern stieg der Dunst gärenden Obste# oder do# Brama wilder Aepsel Mban ipd) den Weihrauch, wenn die Aelertagsprazesiion aber her dunkle Oie Luftwaffe versenkte 14000 BKT britischen Schiffsraumes. Der Mehrmachtbericht. V51V. 'M II e he m Aührerhauplquarller, 0. Orjeinber. Da» Oberfumnumbo der Wehrmacht gibt bekannt: An der 0 sl s r 0 111 nur örtlich« Kampfhandlungen. 3m Kumps gegen dle b r I f I f d) e Derfor- gung»schlfsahrt versenkte die Luftwaffe am gestrigen Tage In den Gewässern ostwärts Dundee an» einem Geleit^ng einen Herst ö r e r und vier Handel»schifse mit jufam- meii HOOO DRI. Kainpfslugsenge bombarbk-rlen In der vergangenen Tlndjl den wichtigen $d)lff«ibauplafo New (La st l e. heftige (trplo|lonen und an»ge- breUele vrände In Dockunlageii und versorgun«»- belrieben der Stadt liehen hen Erfolg diese» jnm Teil au» geringer höhe geführten Angriff» erkennen. An der Kanatkltste verlor der .%elnb am geflrigeii läge di,rch Zagdabwehr zehn, durch Dta- rlneartillerle weitere zwei Alngsenge. Jn Jtorbafrlfa dauern ble Kämpfe an. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpsen sich» britisä-e 3lufl)eiifle ab. 3n der Ilacht 311111 8. Dezember wurden hasen- aulagen und .^lugplähe auf 7Nalta von deutfd)en Kampfflugzeugen bombardiert. Angriff aus niebdafler Höhe. Berlin, 0. Dez. (DNBer Schlag unserer Karnpssliigzeuge gegen ble Aersorgungoschlfsabrl vor her sd)0ttlschen i'slkllsle aus der Höhe mm Dundee war auherordenllld) eluhrmfflnoll, da her Angkiss trotz starker Abwehr an# n i e d r I g st e r Höh e, zum Teil 30 Dieter über dem Wasser, durchgeführt wurde unh alle Schiffe von ganzen Bombenserien mittleren und fchweren Kaliber« gelrossen würben. Den yerlltirer trafen drei Bomben mitlichiss», die alle Ausbauten zerstörten und die Bordwanb aus- rissen. Ür sackte und) kurzer ^elt über Heck ob. Ein Schiff von 401)0 'ABT. erhielt aus 80 Dieter Höbe uler Bomben, brach unter der Explosion In sich zusammen und uer|duDunh In einzelnen Teilen In den Fluten. Die Detonation konnte Im Flugzeug sogar gehört werden. Aus zwei wetteren Handeloschlssen von 4000 und 8000 ART., die von einem ningzeug kurz hintereinander rbenfnll» au» 30 Bieter Höhe versenkt wurden, entstanden mächtige Orolosionen, ble die Schisse teilweise aueelii- anderrisseu. Die Flugzengbeiahnng konnte beim Abslug nur nod) Wrackteile Im Wasssser verschwln- ben sehen. tkudbahnhof Abu ^eidan in Aegypten schwer bombardiert. Berlin, 0. Dez. (DNB.) Kompsslugzeuge unh Zerstörer unternahmen am Montag In auseinander- a end en Wellen Bombenangriffe auf die Eisen- nslakion Abu sie« da n in Aegypten. Die Bahngleife wurden an mehreren Stellen ausgerls- sen uiib 'Aerladeraniven und andere üierkehroan- lugen burd) Bombentresser beschädigt. Zwei abue- stellte Benzinzüge würben In Brand gesetzt. Die Angriffe auf Abu sieidan sind für ble Kampshand- lungen In 'llordasrlkn de^hnO, non groher Be- heulung, weil diese Station der Endpunkt der Pinie A I e x 0 n d r t a Marfo'M atrut ist Die Beilängerung non Dlar|a-Dlatruf nach dem lüblld) non Sidi Baron« gelegenen VIbu sieldon wurde erst In siingsler jjeli sertiggesiellt. Da» ne- samte bvitische Kriegsmaierlal, lnadesondere die schweren Wakfen, Benzin, Munition usw. werden uns dieser Wille non Alexandria und dem Suez- Kanal nad) Vilm sieidan transportiert und non dort aiiif Wüsienstrahen und Pisten und) dem Kampfraum geschafft. „da# gepanzerte fünfte fünftel au erobern". Man mach« kein Hehl daran», das) der Ausbruch de# Pazifik-Kriege» ble allgemeine Lage vngland« oerschled-terl Kot. Die nordamerlkanlsche Tonnage wird weitgehend im Pazifik benötigt werden und daher i|m xTOanhlf ausfallen. Die# bedeute« die 'Aolwenblgkeit einer Ber'itäi kung der brltisdien Rüstungsproduktion. Man könne auch die Liese- rungen sllr bk* Smvsel'Unlon nicht e'lnsd-ränken ober gar aufheben. „Wir mlissen nod) mehr arbeiten a 1 # bisher", meinte auch ber ehlmmlige Kritgsmiulsier H 0 r e - B e 11 s h a In einer Rede al» er faal«, dle gröftere Hahl brr Menschen sei zwar Im Lager der Demokratien, ble gröhere Schlagkraft edod> auf der anderen Seite. 0» fomime letzt darair hn, ble g-roften Menschenmassen zu bemannen. Die Presse warnt i>or übertriebenem Optimls- mus. Die Giärke der fapgnischen silott'e mli-d Immer wieder herausgestellt. Erfolqreiche Kämpfe in Nord-Malaia. Schanghai, 10. Dez. (DNB. sinnkspruch ) Ja- panische Marinestreitkräfte landeten an mehreren Stellen he» G 0 ife # n 0 n T Hail a n d. Sie befinden sich gegenwärtig in Kämpfen mit britischen ( äreilkrästen, die an» Burma und) Thailand eingedrungen sind. Im nördlichen B r i t i s d) - Dl a • In In wurde eine strategisch wick)ilge Sihltisselstel- lang besetzt, meld)» hie Engländer nergeblirh zu ner- ieldlgeu versuchten. Dao Gelände, da» die lapanl- id)en Truppen aus der malaiischen Halbinsel äuge- lrossen haben, bietet besondere Sdiwierlgkeiteu. Die Wege sind bei der gebirgigen Natur deo Lande# Aitm graften Teil nur reiht schmal. In anderen (hegenden befinden sick) oersumpfte ^leioselder, die einen halben Meter unter Wasser stehen. Hinzu kommt die tropische Hitze von etwa 40 Ulrab Celsius. Neuer Luftangriff auf Honufong. Schanghai, 10. Dez. (DRV. siunkspruch.) Am Dien»tagnad)mlltag erfolgte ein neuer schwerer l‘>- panischer Luftangriff auf Hongkong. Die silugzeuae konzentrierten Ihren Vlngrlfs auf die auf ber siest- landsseite liegenden Dockanlogen van Kaitzm und den Flugplatz auf dieser Seite. Auch die Hong- kong-Jnsel mürbe angegrllfen Bei dem Angrisi am Dlontaamlttan wunde gröfter Schaden in den britischen silughallen angerlchlel, hn Hasen mürben brlllfdye Zerstörer schwer besd)ädigt. Portugal und die Kriegs» ausweitung im fernen Osten. Lissabon, 8. Dez. (Europapreft.) In Portugal siebt man mit beträchiltzher Sorge auf den neuen Kriegsschauplatz Im Pazifik, in dessen Bereick, die portugiesischen Kolonien Timor und Dl a Q a 0 gelegen find Dian hält e» kelneosallo für auoge- fdjloffen, duft E n g land die Insel Timor nie Stützpunkt verlangen wird, wie kürzlld) ntibeu- tungsweise von dem nusirallsd)en Auftenmlnister angekündigt worden war. Timor mit seiner Hauptstadt Dill liegt im ’Aereld) Niederländlsch-Jndlen» und stellt eine strategisch wichtige Brücke zwlsck)en Iona und Port Darwin (Australien) dar. — Zum andern beschäftigt man sick) In Portugal mit her Haltung der Iberoomerlkanlschen Republiken in erster Linie 'Nrafllienv, mit dem Portugal die besten Beziehungen unterhält. (Sitflcre Zusammenarbeit Japans mit 3iibod)iiiA. Genf, 10. Dez. lü'urapapreft.) „Der Dollar flieht die Bereinigten Staaten , ist die iüngste n 11 0 Süda m e r l k a elngeiausene Sensntlonomeldiinn. An hen südamerikanischen Börsen waren hie Werte schwarze Zug einer Beerbigimg burd) ble Strafte saug und betete, und wenn ber Krämer seinen Kaffee röstete, ober wenn da# neue Heu In hie Tore eingefahren wurde, war ha# noch lange In ber Strafte zu spüren. Tod und Leben, siröhiichkelt und Leid wohnen hier eng beieinander, die Strafte sang und lachte, schimpste, schwatzte und lolmmei te, lärmte und hämmerte, wetzte und pfiff, unh her kleine hellhörige und |d)iiuopei nbe Knabe lebte dazwischen, unh e» war sein Paradies und and) manchmal seine Hölle teufte lief unmittelbar In die Felbel llnb wenn |tille Sommernächte waren und her Wind kam von den Hügeln herunter, Io hörte lch ha» Korn «rauschen. Manchmal härte ick) Im Stör 11 and) den Schritt non Geheimnissen Da» war aber nur der Spenglergeselle mit der Küchln non der Brauerei. Am mahlten Tage wusste es ble ganze Strafte. Die lächelnde Muse. *:PhijiTei-\,lm*Tbok‘ii, p«zählt von AuPP Rh*bi*ilvi,d>. Hausmusik bei Goethe Unter den Gästen befindet sich Wilhelmine S d) r b e r • D e u r I e n t, hie be- rühmte dramatliche Sängerin. Im Lause be# Abend# bittet her Ha 11#Herr ble Sängerin, eine Probe ihrer Kunst zur sireade her Gälte beiznstenei n. Die S.iirä- der-'Denrient, non der Liebenswürdigkeit des Dichter» entzückt, 11« sofort bereit. Den „Erlkönig" will |le singen Goethe verbirgt eine kleine Enitänschung. Er Hot ble Vertonung feiner Ballade durch diesen Wiener siranz Schubert |d)on einigemal gehört, aber sie hat ihm nie gefallen Aber er läfti sick) nicht» merken und dankt her Sängerin galant. Dann singt die Sängerin, und Goethe horcht auf Dein, so ift ble# Lied nod) nicht gelungen worden. Ihm noch nicht llnb am 0 nbe klatscht Der Dichter hingerissen Beifall Er Ift völlig für ^djubert# Tondichtung gewonnen lind die Schröder-Deorienl? And; sie ist bezaubert Ans hem Heimwege non diesem Abend erklärt sie einem der übrigen Gäste „Goethe ist her schön te alte Mann, den Ich |e gesehen Habe Ich könnte mich unsterblich In ihn verlieben." • Jahre zuvor hatte die Schröder-Devrtz'ut ein andere» Erlebnis» Sie I)u4t» tu „sildelio" ivtfber einmal ble Zuhörer begeistert und nad) ber Aufführung in Ihrem Hotel »mzählige Aufmerksamkeiten erhalten. Ein Brief war barunter, in hem ber 17|ährige Schreiber ihr eulhusiasliid) mitteilte, duft sein Leben nun erst einen Sinn erhalten hätte. Zwölf Jahre später feierte her Schreiber al# Komponist selbst Triumphe. Es mar in Dresden. In ber Oper. Der Beifall wollte sich nicht legen. Unter den Glückwünschenden war and, die Schräder. Sie erinnerte den Gefeierten nun an |enen Brief, dessen Absender der jmifle Richard W n gner gewesen war. ♦ Wagner, ein temperamentvoller unh glänzender Regisseur, stand später einmal aus ber Probe. Hagen warf ben Speer nach Siegfried. Da fuhr Ihm her Meister dazwischen: „Unmöglich! Haben Sie beim nod) nie in Ihrem Leben leuvanb von hinten um- gebracht?" Sprach'», nahm hen Speer und warf Ihn gewaltig in die Kulisse. „So mlrb ha# gemacht!" Die Probe ging weiter. ch Eine Probe — zum „sira Dlavolo" in Hannover mar her Schauplatz be# folgenden Begebnisses: Albert Niemann hatte ben siva Dlavolo zu singen. Der Probe war eine kleine Verschwörung gesolgt, weil, wie bas an Bühnen üblich, fafdylerie (nachgemachte) Speisen aufgetragen wurden, und ble Künstler beratschlagten nun, wie dieser Brauch zu ändern sei. Niemann beruhigte: „Laftt mich nur machen." — Die Aulsührung kam sira Dlavolo- Niemann gebot hem 'Matteo, da# Mahl von Zerllne austragen zu lassen. Kerllne bringt ha» gebratene Huhn Niemann setzt sich an den Dl Id). Stille. Der Sänger greift zum 'Nkesser und klopft ein paarmal laut und vernehmlich damit auf die braune Holzbrust de» Brathuhn# „Corpo di b»cco“, ruft er au# — ,.hle|ein Huhn bin Id) bei meinem Leden hier schon Öfter begegnet." Die Zuschauer verstehen sofort und toben vor Vergnügen. Da» Ziel ist erreicht. Bel ber nächsten Ausführung gibt es keine hölzernen Speisen mehr, sondern „ed)te" au» hem nächsten Gasthaus. ♦ So wird und wurde den Tbeaterfeltungen da» Leben wohl zuweilen nicht leicht gemacht. Waren ha an einer Berliner Bühne zwei Sänger verpsiich- tet. beide Im gleichen sioch beide beim Publikum beliebt. Der Direktor denkt pch, rtn gleichzeitige# Auf- Der Stille Ozean. Der Stille Ozean ober, wie ihn Engländer, Vfmt. rlfaner und siranzosen nennen, ber Pazifisch, Ozean, ist setzt Schauplatz de» japanisch-amerlka. nljdyen Kriege» und damit nicht mehr stiller ober pazifischer (friedlicher) Ozean Im Entdeckunaszeit. alter hieß er „S ü d s e e" und mürbe Io von Bal. boa genannt, der al» erster 1813 die Landenge von Panama überquerte Der grofte Portugiese Mo. g a l h a e » nannte IHv „vazifischen" Ozean (abg,. kürzt Pazifik) oder Stillen Ozcan, well er nach einer stürmischen siahrt von drei Moimten bei be« ständigem füllen Weiter diele» Meer durchsegelte. Der Äille Ozean ist da» grttftte Möer unsere» Plg. neten. 0 r ift mit einem silächenraum non 170 (XXI (NN) Quabratfilometer um ein reichliche, Fünftel gräfter al» ble ganze feste Oberfläche unterer Erde. Die fünf Erdteile gehen bequem In ben Stillen Ozean hinein. Er ist aud> da» tiefste uni bekannte Meer. Hier würbe die gröftte bisher be. kannte ‘Dleereetiefe Im fogenannten „Philippinen. Graben" mit 10 730 Meter gemessen. Der Stille Ozean trennt Ostasien, Australien und ble reich gegliederte Inselwelt zwischen Ostasien und Viiiftrallen von ben beiden Vlmcrlfa». 3m Norden I und Süden hat er Anschluft an die Eivmeere bei I Nord- und Südpol». Südlld) von Kap Horn, ber I Endspltze Südamerikas, fleht er mit dem Allan- 1 tischen Ozean In Berhindung. Der Panamakanal ist 1 eine künstliche Nerkehrsstrafte zwischen dem Allan- I tl|d)en Ozean und dem Stillen Ozean. Südlich von 1 Vlflen steht der (Stille Ozean durch zahlreiche Meer. 1 straften, von denen die rolrtjdiaftlld) und strategisch 1 mld)tlnfle die Strafte von Singapur Ist, mit dem ] Indischen Ozean in Berblnbung silir den C?nropäer können setzt ble Angaben ber 1 'Wellgegenben sehr leicht Irreführen, wie sie In htm | Telegrammen oft stehen bleiben müssen, soll nldji | bao ganze Telegramm umgeschrieben unb badnrch | seine» urjprünfilld>en Stlmnumgsgehalte» beraubt: | werben siür uns Europäer beginnt der Stille Ozean Im „siemen Dften'. siür ben Amerikaner Ift ble|er sierne Osten ber f e r n ft e 'W e ft e n. Die amerikanlfche Landnahme vollzog fld) von den atlantischen Staaten Immer weiter und) Westen bU | 11 ad) Kalifornien, Seattle und Vancouver, unb V> i fleht her Vlmerlfaner gegen Japan unb China aud) und) Immer nad) Westen. In hen letzten zwei Jahrzehnten sind ble rleflqen Entsermmgen des Stillen, I Ozean» burd) da» silngzeng wesentlld) schneller bewältigt worden. Ganz vergessene Eilande von wenigen hundert Quabratfllomcler silöche, ble im normalen älteren Nachschlage merken überhaupt nicht gen-annl roui^hen, sind plötzlich als Luftlandehäfeil. zu grofter Bedeutung gelangt. ..............■ ■■■■■■ । l ■■gl verschiedener südamerikanischer Jnduftrle-Gesell' । schäften, vor allem Eisenbahn« und Metallwßrk^ be|onber» gefragt. Die Nachfrage kam von norb* amerikanischen Käufern. Man (d)llefjt daran», dah. mindesten» ein grösserer Teil her norbamcrltanl* scheu siinanzleute unb he» Sparervublikum» den Nooseveltfd)en Politik mehr denn je jkeptlsch gegen« übersteht. llGA.-Ti-uppen-TranSporter versenkt. J 0 f I 0, 10. Dez. (D)1U. .^unkspruch.) 3apanischE U-Boote versenkten nm Dienstag einen USA.« Iransporler von 15 000 BBX. in der Manilabuchl« Südlld) Hongkong wurde ein britischer be« wnffneter 0 <111 b e I ob a m p f e r von tiOOÜ BBI. nufnebrhd)t Meine politische Nachrichten. Jin Hinblick auf ben Ernst her Lage hat da» nord» oiiWrlkan'lfche Clipper-Flugboot Weistmg erhallen, fld) sofort von Lissabon nad) Neugork zurlickzubegk'' beit. An Bard befanden fld) nur Poff agiert,, da uerfudyt werden soll, die Bermuda-Jnleln lull Dlrefiflufl anzufliegen. • Wegen TapferMt vor dem Feinde mürbe Vdersln leuinant Ga! Iond, Kommodore eine« Jagdgt" fd)wader», zum Oberst beförbert. * Jn brm Spionageprozeft gegen den ehemaligen i‘nall|d)cn Militärattache in Sosia, Colonel Nostz mit) Genossen, wurden Roft und ber sranzösisäM Jude Gervilller In Abwesenheit zu fe 10 Jahre,» Kerker verurteilt. Der Staatsanwalt hatte ble To* heiftvate beantragt. Der anmefenbe sranzöslschß Jude Goolin erhielt die gleld;e Strafe. treten der beiden wird — nach Adam Niese — elnril doppelten Erfolg geben Er sucht ein aeelgneb» Werk und bittet die zwei zu fld). „Was wurden 611 für hen Abend foltern?" tragt er hen einen, nad)» hem er den Plan auseinanhergefetzt hat. „Die halb! Abendkasse", antwortet ber Gefragte prompt. „Un| öle?" wird ber andere gefragt. „Die andere Hälste! ist die erhoffe Antwort. Der Direktor nickt wehinllti-» „Bleibt mir übrig, In den Bertraa nodi ben Paftziß auszunehmen, haft mir für den Abend eine Frei« I karte zu gewähren ist." ch In Braunschweig saften einige Künstler belnN Wein, unter ihnen Marcel Witirisch, dem nicht! \ nur her Nut be# groften Künfiler», sondern aud) hfl eine» famosen Weinkenners damals schon voraus» i ging. Die sireunbe Jorherten wieder einmal von M i Beweise für seine Kennerschaft. Ville» mögliche fetzll man ihm vor: Weiften, Noten, Mosel, Rhein, dt» rühmte unb billige Marken. Wlttrlfd) nannte lebci'» mal haargenau Sorte, Gewäch» Jahrgang Vlllgte meine Bewunderung. „Aber hier!" sorderle |e|« einer und setzte ihm ein neue# Glas hin 'IVMItrlliT probierte, stutzte, probierte wieder, schien unsicher zuckle schlieftlld) die Achseln. „Kenne Ich nicht", gad er schlleftlich kleinlaut zu. — Es war Wasser. ch Matthias E i a n d i u s , her Wandsbecker 'Bot* wuftte aud) die Orgel zu meistern. Einst, e» uwr i-X Thüringen, wanderte er durch e4n Dort, kam M Kirche und blieb betroffen flehen. Er hörte Mutz^ Musik 011» her Kirck)e. Wer mochte zu bleser Siwckl dort spielen? Offenbar waren e» mehrere, ble v1” ha rehlld) um eine siuge quälten Claudiu» laiischfr- Zwo! Blaser unb drei Geiger hörte er Lächelnd d> | trat er hie Kirche, stieg zmn Organisten unb bat IH'S fld) ho di einmal für ein paar Minuten ablösen Kl lassen Unb schon saft der Dichter an ber Orgel. luhlerte ein wenig, begann dann abermal» die siuö'l Die fünf Manner, Bauern offenbar, fielen ein Td mochte C InuMiie fid) einen Spa ft: er begann lall" zu spielen, um ble Männer au» dem Takt zu drin' gen. Aber e» gelang ihm nicht. Die fünf bllebcni । stramm im Taft. „Woher kommt das?^ erkundig!» sich her Dichter zum Schlaft erstaunt. „Boni Drid)ter, der heute 65 Jahre zählt, studierte zunächst Finger weg von der Abteiltür! Wer im Zug seine Hand zwischen Tür und Rahmen legt, ist selbst schuld, wenn er beim Zuschlägen der Tür verletzt wird. Die Gerichte versagen ihm jeden Schadensersatzanspruch gegen die Eisenbahn. Wozu sind auch Türklinken und Griffstangen da, an denen man sich ungefährdet festhalten kann! .. Erst aus st eigen, wenn der Zug halt! Schon im Frieden ist das vorzeitige Aussteigen ge- jährlich, daher'verboten und strafbar. Erst recht gilt das bei Verdunkelung im Kriege. Also aufpassen und erst, wenn der Zug ganz zum Halten gekommen ist, die Tür öffnen und aussteigen! Wer das nicht beachtet und dabei Schaden nimmt, hat keinen Ersatzanspruch gegen die Reichsbahn. Wenn der Zug einfährt, von der Bahnsteigkante zurücktreten! Wer sich vordrängt, wird leicht vom Zug oder einer vorzeitig geöffneten Wagentür erfaßt und hat dann die Fol- gen selbst zu tragen. Mindestens hindert er mit seinem Drängen das rasche Aussteigen der ankom- Mim formt ■ * tonet rn. t- den c sten F uni1 na oii* ei M Stil eilet h de pti ■ die ■ upt nij ckK W hemck nel I 'anB 0 » e die - tanzöf! Kunst und Wissenschast. Wilhelm Schmillbonn Träger des Rheinischen Literaturpreises. ickzubef iassagie! infdn ö Nationalrat Gazzotti, über „Unsere Auffassung □m neuen europäischen Handwerk", wobei er die iischisttsche und nationalsozialistische Auffassung vorn -andwerk im neuen Europa zur Darstellung brachte. allroerli in not ins, k neriloi uns V h«-I° Explosion inRaumS Roman von H.C. Hansen Copyright by Prometheve-Veriog Dr.Eldiacfcer, Cröbonxell b.MBndion ;cm verlorenen Sohn ins Moderne übertragt, „Der das das uralte Thema der i iteratur in neuem Lichte zeigt, und „Die Stadt ler Besessenen", das die Ereignisse der Wieder- liufeneü in Münster behandelt, und die „Fahrt och Orplid", in dem das „eine, was not tut" — lingebenber Dienst am Alltag unserer Zeit — zum besetz erhoben wird. Reicher noch als das drama- Ische war das epische Schaffen Schmidtbonns, das i zahlreichen Novellen, Erzählungen und Roma- "en, unter ihnen „Uferleute", „Garten der Erde, .Die unberührten Frauen", „Mein Freund „Del , Der dreieckige Marktplatz", „An einem Strom cboren" und „Anna Brand" feinen Niederschlag imb. In schlichter Form deutet Schmidtbonn m Schicksalen, und Begebenheiten das Volkstum seiner heinischen Heimat. Dabei kommt es ihm darauf an, mie die Menschen ihr Schicksal meistern ober an lern Auftrag scheitern, den Gott ihnen gab. Kriminalkommissar Kammin stellte mit einem Blick fest, daß es bereits halb neun Uhr abends war, als er die Haustürglocke des Fabrikanten Kobelt in Bewegung fetzte. Nach Abschluß der Vernehmung hatte er sich in kurzer Ueberlegung entschlossen die Nachprüfung des Kasparschen Alibis auf den folgen- den Tag zu verschieben, aber sofort den Kompagnon des Verhafteten aufzusuchen, von dem wichtige Auskünfte einznholen waren. Nach Sekunden öffnete -ein Mädchen die Tür und musterte neugierig den späten Besucher. Sie nahm die Karte in Empfang und erklärte gleichzeitig, Herr Kobelt sei nicht zu Hause, werde aber jeben Augenblick zurückerwartet. Ob der Herr warten wolle. Kammin war damit einverstanden und ließ sich in ein behaglich auzgestattetes Wohnzimmer führen, wo er sich zwei Damen gegenuberfaf). Die eme von ihnen war sicher schon Ende der Vierzig, die andere höchstens Mitte Zwanzig. Kammin bewegte unbehaglich den Hals im xra- Auf dem gestrigen Gießener Schlachtvieh markt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Diehoerstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten Ochsen 41,5 bis 45, Bullen 33,5 bis 43,5, Kühe 16,5 dis 46,6, Für» sen 39,5 bis 44,5, Kälber 40 bis 57, Schafe 30 bis 48 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20, bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 dis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e—f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. — Marktverkauf: Alles zugeteilt. bem y n audp in < il oon i- mg-S .,Ä nichi' • stl. iiwd ti 1 Orti •H ■3- grüßen. Seinem Namen murmelte er unverständlich und stand bann ziemlich unbeholfen da. Daß Mädchen hatte inzwischen der Dame des Hauses bie Besuchskarte überreicht und das Zimmer wieder verlassen. Frau Kobelt begriff sofort, um was es ging. „Herr Kriminalkommissar Kammin? Sie kommen sicher wegen des Herrn Kaspar. Mein Mann fuhr vor einer Viertelstunde zum Präsidium Sicher wird er bald zurückkommen." Dann machte die Dame eine Handbewegung, die von den vorstellenden Worten: „Meine Tochter Karla", begleitet war und gleichzeitig eine Aufforderung zum Platznehmen enthielt. Theo Kammin setzte sich schwer und wuchtig hin. Er stutzte über bie Aeußerung von Frau Kobelt, aus der hervorging, daß man hier offenbar schon von der Verhaftung wußte. Dann sah er Karla Kobelt prüfend an und stellte fest, daß sie zweifellos nicht zu den landläufigen Schönheiten gehörte. Trotzdem tonte er sich dem Eindruck nicht entziehen, daß sie bestrickend wirkte. Aber woran bas lag, war schwer zu erklären, denn eine zu hohe Stirn, eine zu kühn geschnittene Nase, ein weicher Mund und ein dazu nicht passendes energisches Kinn ergaben mitsammen kein Bild der Harmonie. Darüber verging eine Weile. Langsam bedachte er, daß die Situation von ihm notwendig ein paar erklärende Worte verlangte. „Ich bin erstaunt, gnädige Frau, daß Sie meinen Besuch mit Herrn Kaspar in Verbindung bringen." Frau Kobelt lächelte nervös. „Eine Mitteilung von amtlicher Seite lag meinem Mann auch nicht vor, aber als Herr Kaspar Stunden hindurch nichts von sich hören ließ, als seine Frau besorgt umhertelepho- nierte, wo er stecke, erkundigte sich mein Mann eingehend bei Fräulein Barkow und kam zu dem Schluß, daß die beiden amtlich aussehenden und so bestimmt auftretenden Besucher, die Herrn Kaspar vorsorglich in die Mitte nahmen, sicher von der Polizei geschickt worden waren. Er rief bann beim Präsidium an und erhiett zur Antwort, daß man telephonisch keine Auskunft geben könne. Deshalb ist er selbst hingefahren." Gut kombiniert." Kammin schmunzelte. „Es ist nicht nötig, baß ich Ihnen widerspreche gnädige Frau. Allerdings bitte ich, aus der Tatsache der Verhaftung keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. (Fortsetzung folgt.) 9t id (•fr Mbl 1 N 'djlid in he b‘ PpinerJ Auf der Dienstbesprechung der Gebietsführer und (lebietsmädelführerinnen der HI. sprachen Reichs- iinenminifter Dr. Frick und Reichserziehungs- ninifter Rust sowie der Inspekteur des Erziehungs- mb Bildungswesens des Heeres, Generalmajor $ riefen er. Die Besprechung fand mit Ausmaßen des Reichsleiters v. Schirach und des Reichs- stgendführers Axmann ihren Abschluß. Europäische Handwerkswoche in Frankfurt. Auf Einladung des Leiters des Deutschen Hand- rerks in der DAF. und Amtsmeisters der Jntei> rilionalen Hand werkszentrale, Reichsamtsleiters Lehnert, wurde in Frankfurt eine Europäische §ondwerkerwoche eröffnet, zu der neben dem Prä- jbenten der Internationalen Handwerks,zenttale, Nationalrat Gazzotti, die Vertteter des Hand- rerks einer Reihe europäischer Staaten erschienen ter front des Hauses nicht, denn gerade dort finden sich die meisten schlecht verdunkelten Fenster. Um Babezimmer-, Klosett» und Speisekammer- fenfter haben wir uns lange nicht gekümmert. Man erleuchtet diese Räume nur kurze Zeit, besitzt außer- dem dort nur kleine, meist schmale Fenster und glaubt damit bereits seiner Verdunkelungsvflicht zu genügen. Vergessen wir vor allem nicht, daß auch die Verbunkelungseinrichtungen erneuerungsbedurf- tig sind. Erst wenn bei uns selbst alles in Ordnung ist, sind wir berechttgt, andere als Derdunkelungs- siinder zu betrachten. Mehr Rücksicht auch beim Bucheinkauf. NSG. Die Landesleitung der Reichsschrifttums- kammer wendet sich mit folgender Bitte an die Oesfentlichkeit: Auch der Buchhandel leidet wie alle anderen Betriebe unter Personalmangel. Es ist daher nicht möglich, daß der Kunde üverall so rasch bedient werden kann, wie es in Friebenszeiten der Fall war. Auch kann bei dem großen Bedarf an Büchern für bie Front in der Heimat nicht jebes Buch verfügbar fein, selbst wenn es in ber Tageszeitung besprochen worden ist. Käufer, nimm baher Rücksicht beim Bucheinkauf! Schone auch die Bücher beim Anfassen, wirf sie nicht durcheinander und unterstütze durch Disziplin den Buchhändler, der es dir danken wird. Aufklärung für richtiges Hei,en. Die auch für diesen Winter geplante große Aus- klärungs- und Schulungsaktion für richtiges Heizen wurde durch ein Merkblatt eingeleitet, das allen 24 Millionen Haushaltungen bes Großdeutschen Reiches zusammen mit den Lebensmittelkarten für die jetzige Kartenperiode zugeftellt wurde. Es soll durch weitere Merkblätter ergänzt werden, die die Kohlensyndikate für die einzelnen Brennstoffarten herausgeben werden. Zudem wird in diesem Winter auch die Heizerschulung weiter durchgeführt. Insbesondere werden die noch nicht geschulten nebenberuft „Heize richtig" ber DAF. zugeführt. Äießener Swlachtviehmarkt. > -titf aeeignf urben ? • nen, M npt weW ien M eine 5?|1f Keine WeihnachtS- und Neujahrstelegramme. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Pro- paganba und der Reichspostminister teilen mit: Mit Rücksicht auf bie Kriegszeit und bie starke Dean- pruchung der Post allem schon durch die große Zahl der Feldpostsendungen muß in diesem Jahre erwartet werden, dafe jeder Volksgenosse von der Der- enbung der sonst aus Höflichkeit In großen Tiengen versandten Wcihnachts- unb Neujahrsglückwunschkarten absieht. Ferner hat ber Reichspostminister für bie Zeit vom 18. Dezember bis zum 5. Januar bie Annahme oon Telegrammen mit Glückwünschen zum Weihnächte- und Neujahrsfest, auch wenn sie als Brieftelegramme aufgegeben werden, gesperrt. Lichtspielhaus: »Wir bitten zum Tanz-. Hans TIof er als Besitzer einer Schute für Tanzunterricht und Anstandslehre in Wien um die Jahrhundertwende —: das ist der eigentlidje humori- tische Reiz dieses Lustspielfilms ber Terra. Moser entfaltet fein ganzes, oft beschriebenes Temperament; das Hübsche dabei ist, daß man fast jedes Wort versteht, und daß hinter Melancholie, Erbitterung und Granttgkeit immer wieder ein weiches Herz und ein goldenes Gemüt zu empfinden sind. Die Pointen der von Hubert Marifchka teils idyllisch, teils turbulent entwickelten Handlung beruhen darauf, baß Paul Hörbiger ein Konkurrenzunternehmen aufmacht, während in Mosers In- ftitut über Nacht versehentlich ein junges Paar ein- gesperrt wird. Die Lösung der hieraus resultierenden Konstikte ergibt sich in doppelter Harmonie mit einer Verlobung unb der naheliegenden Versöhnung und Geschäftsverbindung ber bei'ben Tanzmeister. Den zweiten spielt Hörbiger mit wienerischer Liebenswürbigkeit. Elfi May er Hof. er ist ber reizende Backfisch Sylvia, Hans Holt ein umbefüm- werter und fescher junger Kavalier aus verschollener Zeit. Fritz Koselka schrieb das Drehbuch, Anton P r o f e s die Musik. — Im Vorprogramm gibt es einen kulturhistorisch anziehenden Film über alte Puppen unb Puppenspiel. Hans Thyriot. irrt haben können, als Sie am 11. Mai dieses Jahres Herrn Kaspar kurz vor sechs Uhr abends ins Werk und fünfzehn Minuten vor sieben Uhr wieder aus dem Werk herausgehen sahen?" „Heute erinnere ich mich nicht mehr genau. Es ist zu lange her. Aber ich habe es hier eingetragen, unb das muß stimmen, unbedingt stimmen.' „Herr Kaspar behauptet, bah er um emhalb sechs Uhr bas Werk verlassen hat unb an diesem Tage er ft zurückgekehrt sei, als er um einhalb acht Uhr bie Mitteilung von bem Unglück erhielt." — bann ..." Der Mann war ganz oer- fein sollte. , Einsicht bei WeihnachtseinkSufen. Tragt den Bebürfnlffen der Front Rechnung. Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda teilt mit: „Die deutsche Wirtschaft hat jetzt im Kriege so unendlich viele und große Ausgaben zu bewÄttgen, daß die Produktion von Geschenk- ar di kein aller Art als zweitrangig dahinter zurück- treten muß. Arbeitskräfte, bie früher beispielsweise Kinderspielzeug hergestellt haben, drehen heute Gra- naten. Arbeiter und Arbeiterinnen, die früher Handtaschen unb schone Geschenkartikel fertigten, machen jetzt Pelzklei-dung für die Soldaten an der Ostfront. Unsere Transportmittel werden für die Versorgung unserer Truppen im Osten und für den Transport von Kohle und Kartoffeln benötigt. Allein die Feldpost befördert täglich 15 000 000 Postsendungen. In Deutschland besteht infolgedessen stärkster Mangel an Geschenkarttkeln. Der Weihnachtstisch kann in diesem Jahre nicht so reich gedeckt fein wie früher. Diele Volksgenossen haben nur wenige bescheidene ober gar keine Geschenkartikel kaufen können. Es wird deshalb erwartet, daß in diesem Jahre jeder Volksgenosse dieser Sachlage Rechnung trägt und keine größeren Weihnachtseinkäufe durchführt. Der Gedanke an unsere Soldaten im Felde unb an die Mühen unb Strapazen, die sie für die Sicherheit der Heimat auf sich nehmen, wirb jedem Dolksge- nassen dieses bescheidene Opfer leicht machen." Gießener Vochenmarktpreife. * Gießen, 11-Dez. Auf dem heutigen Wochbn- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 6 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Unter- kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, «Sellerie 15 Rpf. Jahren wiederholt so günstige Gelegenheiten zum Erwerb von Porzellanen, wie sie selten mieber- kommen. Der Wert meiner Sammlung beläuft firn auf fast 200 000 Mark. Ein Drittel davon ist erst innerhalb der letzten zwei Jahre erworben worden. Wir werden das nachprüfen", sagte Kammin und diktierte Michel den Rest der Vernehmung ins Protokoll. Bevor er damit noch ganz fertig geworden war, wurde ihm gemeldet, der Pförtner fei mit dem gewünschten Buch gekommen. Sobald der Kommissar den letzten Satz diktiert hatte, ließ er den Mann ein- treten. Er fuhr zusammen, als er seinen Ches erblickte, und trat scheu näher. Die Vernehmung nahm nur Minuten in An- spruch. Der Pförtner schlug auf Verlangen Kammins bie Seite auf, die die Eintragungen vom Nachmittag des 11. Mai enthielt, und versicherte auf Befraaen, daß er mit dem besten Gewissen bezeugen könne, daß jeder Buchstabe der Wahrheit entspreche. Er wurde hinausgeschickt mit dem Bedeuten, auf dem Gang zu warten. * Mollen Sie sich selbst überzeugen?" Kammin schob dem Verhafteten das Buch hin. „Hier steht deutlich und klar, daß Sie 17.55 Uhr zum Drittenmal an diesem Tage das Werk betreten und es um 18.45 Uhr wieder verlassen haben." Kaspar starrte fassungslos auf das Papier und stammelte fchliefelich: ,Lch begreife nicht. Das ist faI^e bleiben bei der Behauptung, daß Sie um diese Zeit in Ihrer Wohnung bet den Geburtstagsgasten Ihrer Frau gewesen sind?" Äa." 'Ist Der Pförtner zuverlässig? < "Der Mann ist Kriegsbeschädigter und feit 1919 bei' uns tätig. Ich habe ihn immer für zuverlässig ----- der besten und wichtigsten Kraftquellen, die die Natur dem Menschen schenkte, ist der Schlaf. Mit dem Schlaf tzaben sich vjele Wissenschaftler und Gelehrte befaßt. Er birgt ein tiefes Geheimnis, denn für einige Stunden ist der Mensch im Schlaf völlig dem Leben entrückt, fein Denken wird ausaefchaltet, er ist ohne Bewußtsein, ohne Energie. Man hat festgestellt, dafe die Schlaftiefe verschieden ist und Dafe Der Schlaf meist leichter wird, ie mehr es dem Morgen zugeyt. Weiser weife man, Safe nach bem Schlaf die Tätigkeit des Hirns bei Dem einen schneller in Gang kommt als beim anderen unb das völlige Wacywerden für Den einen kein Problem Darstellt, für den anderen da- menden Reiseckden und verzögert dadurch fdn eigenes 6 inf teigen. Abteilfensier selbst verdunkeln! Jeder Reisende ist verpflichtet, bed Eintritt der Dun- kelheit die Vorhänge seines beleuchteten Abteils selbst zuzuzieben und geschlossen zu halten. Er darf also nicht warten, ob vielleicht die «Schaffnerin kommt und die Arbeit für ihn tut. Zuwiderhandlungen sind nach bahn- und luftschutzpolizeilichen Stimmungen strafbar und Die Reichsbahn ist gezwungen, diese Vorschriften ftreng ourchzusühren. Niemand kann sich dabei mit Unkenntnis ausreden. Denn die Bestimmungen hängen in jedem Abteil aus. Dorfichtam verdunkelten Bahniiber- gang! Schrankenbeleuchlungen müssen heute selbstverständlich auch abgeblendet oder ganz ausgeschal- tet werden. Das erfordert der Luftschutz und ist nicht etwa Fahrlässigkeit der Reichsbahn. Also während der Verdunkelung noch vorsichtiger an Bahnübergänge heran fahren als im Frieden! * ♦* Konzert der Jugend. Das Orchester Des Bannes 116 Der Hitler-JugenD gibt am kom- menben Sonntag ein Konzert, Das Den Besuchern einen Einblick in Die musikalische Arbeit her Hitler- Iugenb während der Kriegszeit ermöglichen soll. Die Vortragsfolge, aus Werken für Flöte, Klavier und Orchester von Telemann, Dittersdorf und Di- valdi sowie Kompositionen von Händel unb einer Trio-Sonate für zwei Blockflöten unb Klavier von Schickhardt bestehend, soll für die Besucher ein inneres Erlebnis werden. Auck das Lebensalter spielt beim «Schlaf eine große Rolle. Das Kind, Der Jugendliche, kann beim größten Lärm einschlafen und läßt sich durch nichts stören, während ältere Menschen oft völlige Ruhe brauchen, um den ersehnten Schlaf zu finden, aus Dem sie dann beim kleinsten Geräusch wieder erwachen. Solche Störungen gehören wegen Der Wichtigkeit gesunden Schlafes für die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit zu den Erscheinungen, Deren Bekämpfung auf naturgemäßem Wege sich die Wissenschaft zum Ziel gesetzt hat. Es ist nämlich nicht damit getan, daß man durch Schlafmittel den «vchlai künstlich herbeiführt, im Gegenteil, der dauernde Gebrauch von Schlaftabletten stumpft ab und macht so am Ende Den Schaben noch größer. Solern es sich bei bem einzelnen Menschen nicht um funktionelle Störungen handelt, gibt es eine viel einfachere Methode, zu einem guten Schlaf zu gelangen. Sie besteht im richtigen Haushalten mit den Kräften unb der entsprechenden Vorbereitung auf den Schlaf. Wer abends lange und viel in lärmender Gesellschaft ist, wird sich nicht wundern können, daß er Angstträume und Beklemmungen verspürt, die das Schlafen zur Qual, aber nicht zur Erquickung werden lassen. Es gilt das einfache Gesetzt, daß- nicht zu spät zu Abend gegessen werden soll, daß man vor dem Schlafen das Lesen aufregender Lektüre und große körperliche Anstrengungen vermeiden muß und daß vor allen Dingen im Schlafraum frische Luft Selbstverständlichkeit Das paßte Kammin nicht ganz in seinen Verneh- tiungsplan. Er fügte sich aber und besann trocken Hne Darlegung. „Wir haben Sie im Verdacht, eine t xplosion im Laboratorium des Herrn Wand her- leigefülirt zu haben." „ . „Was? Das ist ja Irrsinn." Jede Zuruckhaltung ichwand. Kaspar sprang auf, als wolle er sich auf len Kommissar stürzen. ,Zch unb einen Mord besehen. Das ist.Wahnsinn!" „Möglich, möglich auch nicht." Kammin zuckte nich mit Der Wimper. „JeDenfalls erreichen Sie mit kdjimpfroorten nicht. Daß wir Ihnen Glauben schen- lim. Wollen Sie nicht lieber ruhig antworten. Der Fabrikant hatte noch Ueberlegung genug, um Nach dem Gutachten der Sachverständigen hatte der Tod des Mannes auch beim völligen Genuß des Kuchens nicht eintreten können, da die beim Backen benutzte Giftmenge zu gering war. Der Anklagevertreter beantragte eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Der Verteidiger stellte dem Gericht anheim, der Angeklagten weitgehend mildernde Umstände zuzübilligen und sie vor dem Zuchthaus zu bewahren. Die Angeklagte wurde wegen versuchten Totschlags zu einer Zuchthaus st rase von zwei Jahren, auf die sieben Monate Untersuchungshaft angerechnet werden, verurteilt. In der Urteils» begründung wurde ausgeführt, bei de^r Strafzumessung seien die Familienverhältnisse berücksichtigt worden »sonst hätte auf eine höhere Strafe erkannt werden müssen. Es könnten aber der Angeklagten mildernde Umstände nicht zugebilligt werden, da es nicht ihr Verdienst sei, wenn der Mann an dem Genuß des Kuchens nicht gestorben sei. Unsere Bätet und Brüder flehen Tausende von Kilometern von unserer Heimat entfernt, um den letzten widerstand des Gegners zu brechen und damit für alle Zeiten die Gefahr des Bolschewismus zu beseitigen. Schaffe ihnen für die Kampfpausen und Ruhetage Stunden der Entspannung durch deinen Beitrag zur Grammophonapparate- und Schallplattensammlung. Reichsautobahnen dienen nur dem motorisierten Verkehr. Lpd. Es ist allgemein bekannt, wie auch durch Veröffentlichungen in den Tageszeitungen schon mehrmals dem Publikum zur Kenntnis gegeben wurde, daß die Reichsautobahnen nur dem motorisierten Verkehr dienen und die Benutzung durch Fußgänger und Radfahrer verboten ist. Infolge der derzeitigen Kriegsverhältnisse und der dadurch bedingten Einschränkungsmaßnahmen auf den privaten motorisierten Verkehr, lassen sich viele Volksgenossen dazu verleiten, die Reichsautobahnen zu überqueren oder sie als Fuß- oder Radweg unbefugterweise zu benutzen; sogar Viehherden werden über die Reicksautobahn getrieben. Es ist von Fußgängern und Radfahrern unverantwortlich, erst recht mit Kindern, die Reichsautobahnen verbotswidrig zu benutzen. Besonders in der Dämmerung ist die Gefahr am "größten. Es muß deshalb von jedem Volksgenossen soviel Selbstdisziplin erwartet werden, daß er sich nach den polizeilichen Verkehrsvorschriften über die Benutzung der Reichsautobahnen richtet. Die motorisierte Gendarmerie ist angewiesen, gegen Übertretungen schärfstens vorzugehen und sie zur Anzeige zu bringen. Geflügelausstellung in Großen-Linden. * Großen-Linden, 8. Dezember. Eine in allen Teilen • mustergültig durchgeführte l o k a l c Geflügelausstellung hielt der Geflügelzüchterverein Großen-Linden am Samstag und Sonntag im Saal der Wirtschaft „Zum Rebstock" ab. Die Ausstellungsleitung hatte Wilhelm Sam- merlad, der mit dem Vereinsführer Alfred Jung und einigen weiteren Mitarbeitern für glatte Abwicklung der Schau Sorge getragen hatte. Als Preisrichter waltete Ludwig Aho g k (Echzell) seines Amtes. Die Zahl der zur Schau gestellten Nummern betrug 142, und zwar waren es drei Stämme, 104 Hühner, sechs Zwerghühner, sieben Enten, 20 Tauben und zwei Satz Eier. Die von der Reichsfachgruppe anerkannten Wirtschaftsrassen waren besonders gut vertreten, die weißen Leghorn allein mit über 30 Nummern. Die Reichsfachgruppe und die Landesfachgruppe Hessen-Nassau hatten je drei, der Verlag der „Geflügelbörse" einen und die Stadt Großen-Linden zwei Ehren-, bzw. Zuschlagspreise gestiftet. Mit der Ausstellung war eine Lehrschau verbunden. Das Urteil des Preisrichters ging dahin, daß im allgemeinen gutes, zum Teil sogar sehr gutes Tiermaterial ausgestellt war. Die höchste Bewertung mit den drei Reichsfachgruppenzusatzpreisen fiel auf ein Tier der Rasse Wyandotten, silber (Züchter Alfred Jung), ferner auf ein Tier der Nasse Rhodeländer (Albert Weber) und auf eine Henne der Rasse Weiße Leghorn (Heinrich Lein). In den Besitz der Landesfachgrupp^nzusatzpreise gelangten die Züchter Heinrich Lein auf Weiße Leghorn, Albert Weber auf Rhodeländer und Emil Walkendorf auf Italiener, goldfarbig. Den Zuschlagspreis der „Geflügelbörfe" errang Alfred Weber auf Rhodeländer. Nachstehend das Ergebnis der Bewertung. Es bedeuten E = Ehrenpreis; Z = Zusatzpreis; RFZ = Reichsfachgruppenzusatzpreis; LFZ = Landesfachgruppenzusatzpreis; fg 1 = sehr gut, 1. Preis; fg 2 = sehr gut, 2. Preis; fg 3 = sehr gut, 3. Preis; g — gut. Stämme: Bronze-Puten: Alfred Jung sg 1. — Silberwyandotten: Alfred Jung sg E. — Indische Laufenten: Heinrich Sänger g. Enten: Weiße Pekingenten: Ludwig Volk sa E; fg 1; sg 2; sg 3; zweimal g. — Emil Wallendorf H ü h n^e r : Plymouth Rocks: Wilhelm Jung sg E; zkveimal fg 1; sg2; fg; g. — Wyandotten silber: Alfred Jung sg E; sg E; sg RFZ; dreimal sq 1; zweimal sg 2; zweimal sg 3; zweimal sg; g. — Rhodeländer: Albert Weber sg E; sg RFZ; sg LFZ; sg Z; zweimal sg 1; zweimal fg; zweimal g. — Wilhelm Seth sg 2; fünfmal g. — Barnevelder, doppelt gesäumt: Werner Happel sg E; zweimal sg 1; sg 2; g. — Italiener, goldfarbig: Emil Wallendorf so 1 Z; fg 1. — Italiener, schwarz: Heinrich Größer sg E; zweimal sg 1; sg 2; sg. — Italiener, schwarzgescheckt: Wilhelm Sommeriad sg E; dreimal sg 1; zweimal g. — Leghorn, weiß: Heinrich Lein sg E;, sg LFZ; sg RFZ; sg Z; dreimal sg 1; sa 2; sg 3; zweimal g. Alfred Juno g. Heinrich Medebach dreimal g. Ludwig Stumpf fg 2; sg 3; sg; zweimal g. Albert Faber sg 1; sg 3. Ludwig Dem sg 2; zweimal g. — Rheinländer, schwarz: Ludwig Hanke! sg E; zweimal sg 1; zweimal sa 2; zweimal g. — Westfälische Totleger: fg Z: 1g 1; fg 2; zweimal g. Zwerghühner: Zwergwynndotten, dunkel: Heinrich Größer sg E; dreimal sg 1; zweimal g. Tauben: Schautauben: Wilhelm Sommeriad fg E;sg Z; viermal sg 1; zweimal fg 2; sg; dreimal a. — Schilder, blau-hohl: Heinrich Größer fg 1 3: f8 1; fg 2; fg 3; fg; g. — e-Mer, rot: Heinrich Größer sg E; fg 1. Eiersätze: Wyandotten, silber: Alfred Jung sg 1 Z. — Weiße Leghorn: Heinrich Lein: sg 1 Z. Landkreis Gießen. □ Laubach, 9. Dez. Die fünfte Veranstaltung der Laubacher Kun st gemeinde brachte einen interessanten Vortrag des Berliner Geologen Dr. Ernst Herrmann über seine Forschungsreisen, die er mit dem Fieseler-Storch in der Arktis und Antarktis durchführte. Zugunsten der lebendigen und anschaulichen Schilderung seiner vielseitigen Erlebnisse beschränkte sich der Vortragende auf knappe Angaben von der Veranlassung und dem Zweck seiner Reisen und stellte seine zahlreichen bunten Aufnahmen und Farbfilme in den Vordergrund seiner Ausführungen. Die humorvoll gewürzten Ausführungen, die ein anschauliches Bild von den Natur- fchönheiten der Polarzonen wie von dem praktischen Wert der Expeditionen vermittelten, wurden von der interessierten Hörerschaft mit großem Beifall ausgenommen. * Ruppertsburg, 9. Dez. Für Tapferkeit vor dem Feinde wurden aus unserem Dorfe ausgezeichnet mit dem EK. II und I der Oberleutnant Hansgeorg Imhof, dem EK. II der Hauptfeldwebel Walter Diehl, der Unteroffizier Otto S ch n e i ö m ü 11 e r 2., der Obergefreite Bernhard Möll, der Gefreite Karl Möll, der Obexgefreite Heinrich Papst, der Ober-Maschinist Wilhelm N i c r. Schweinemarkt in Gedern. * Gedern, 9. Dez. Der heutige Schweine markt war mit 27 Ferkeln beschickt. Es kosteten 8 bis 12 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 RM., zwölj Wochen und ältere Tiere 40 bis 45 RM. pro Stück. Der Auftrieb war in kurzer Zeit ausverkauft. 1 Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. LPD. Darmstadt, 9. Dez. Die Justizprefst. stelle Darmstadt teilt mit: Arn 9. Dezember 1941 ist der am 30. Juli 1904 in Gotha geborene Huldreich Ritter hingerichtet worden, den das Sow dergericht Darmstadt als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt hat. Der Verurteilte hat schon etwa 20 Jahre, Zuchthaus und Gefängnis hinter sich. Während der Verbüßung einer elfiäh. rigen Zuchthausstrafe ist er entwichen, um sein früheres Leben als Berufsverbrecher fortzusetzen. Er hat dann — mit einem Revolver bewaffnet - wieder viele Einbrüche begangen. ©er Schießapparat in Kinderhand. LPD. Marburg, 9. Dez. In dem Schwalm- dorfe Merzhausen erwischte im Schlachthaus eines Metzgers ein Junge den zum Betäuben der Schlachttiere dienenden geladenen Schießappa r a t. Ehe das Kind gewarnt oder gehindert werden konnte, hatte es bereits feiner butter in ben Kopf geschossen. Die schwerverletzte Frau wurde dem Krankenhaus zugeführt. G. A.-Sport. Europameister Bickel gefallen. Der weit über die Grenzen des Reiches hinaus, bekannte deutsche Segelmeister Ernst Bickel (München) ist als Leutnant und Zugführer in einem Schützenregiment bei den Kämpfen im Osten im Alter von 24 Jahren für Führer und Volk gefallen. Bickel war einer der besten Segler, die-Deutschland je hervorgebracht hat, vertrat die deutschen Farben auf dem Segler-Olympia und errang als Krönung; seines sportlichen Strebens die Europameisterschaft, Hessen-nassauische Turnermeisterschaft. Der Gau Hessen-Nassau trägt am 22. Mär« seine Turner-Meisterschaft für Männer aus. Der-- bunben damit werden Wettkämpfe der Ober-, Mittel- und Unterstufe sowie für die älteren Turner, lieber die Meisterschaft wird in einem Zehnkampß entschieden, der je eine Pflicht- und Kürübung M den fchwebenden Ringen, Längspserd, Barren, Boden und Reck umfaßt. Das Turnen an den Ringen ist auch bei den Mehrkämpfen der Ober-, Mittel- und Unterstufe an die Stelle des Pferbeturnens getreten, nur bei den Mehrkämpfen ber älteren Turner kehrt das Seitpferd wieder. Di- Wettkämpfe sind auch für die Kreise verbindlich, die- ihre Meisterschaften bis spätestens 22. Februar erledigt haben müssen. Die Futtermittelverteiler werden hiermit auf» gefordert, innerhalb einer Woche nach Erlaß dieser Bekanntmachung die bei ihnen abgelieferten Abschnitte 9 des Futtermittelscheines zum Umtausch in Bezugscheine bei dem für sie zuständigen Ernährungsamt — Abt. B — vorzulegen. Auf etwa erst jetzt vorgelegte Abschnitte 7 oder 8 oder solche aus noch früherer Zeit können keine Bezugscheine mehr ausgestellt werden, da diese Abschnitte verfallen sind. Desgleichen können auch Ersatzbezugscheine für verfallene Abschnitte nicht ausgestellt werden. Der Verfalltag für den Abschnitt 10 des Futter- mittelscheines wird auf den 25. Dezember 1941 festgesetzt. 5048D Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß es sich bei der Vorverlegung des Ausrufs nicht um eine Mehrzuteilung von Futtermitteln handelt, sondern lediglich um eine Terminverlegung im Interesse der rechtzeitigen Auslieferung des Pferdernifchfutters. Bor dein 1. Januar 1942 darf daher der Abschnitt 10 des Futtermittelscheins für Pferde nicht mit Pferdemischfutter beliefert werden. Gießen, den 8. Dezember 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. £i