0 Montag, 10. November 1041 Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer vis Z'/rUhr des Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengemtafsel B Platzvorfchnft 1 vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Erscheint täglich, aufeer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Famitienblätter Heimat »mBild-DieScholle Bezugsvreis: Monatlich.......RM 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt sternivrechanschluh 2251 Ma hlanschrift:,,Anzeiger" Postscheck 11686 Arants ^M. vrühlsche Unlversttattdruclerel 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen $ «letzen,^chulftrahrr-^ 191. Jahrgang Nr. ?67 JHÄH D 9 Mon Gießener Anzeiger Kompromißloser Kamps gegen die Feinde Europas. Der Führer sprach in München am Vorabend des 9. November. München, 8. November. (DNB.) Zum zweiten Male seit Kriegsbeginn treten die Männer vom 9. November 1923 im Löwenbräukeller an. Viele der Marschierer haben das Braunhemd mit dem Waffenrock Les nationalsozialischen Volksheeres oder der Waffen-^ vertauscht. Mit den Getreuen des Führers haben eine Reihe hoher Vertreter der Parteiformationen, des Reichsarbeitsdienstes sowie der Organisation Todt und Speer Platz genommen, ebenso Angehörige der Blutzeugen des 9. November 1923 und der Opfer vom 9. November 1939. Reichs- leiter und Blockleiter, hohe Formationsführer und einfache SA.-Männer, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, alles ist eine einzige große Familie. Einigendes Band ist der Blutorden, doch so manche Brust schmückt dazu ein weiteres rotes Band: das des Eisernen Kreuts. Auch das E.K. I an manchem Waffenrock zeugt von der Tapferkeit der alten Kämpfer, nicht minder das Ritterkreuz, das mehrfach vertreten ist. Mit vielen Reichsleitern und Gauleitern, Reichsministern und anderen hohen Persönlichkeiten sind inzwischen von den bekanntesten Männern des 9. November 1923 Amann, Esser, Ftchler, Frick, Ley und Schwarz erschienen. Fanfaren! Die Versammelten erheben sich von den Sitzen, die Blutfahne, treue Begleiterin bei dem Marsch vor 18 Jahren, zieht ein. Freudige Erregung ist in allen. Es wird kaum noch gesprochen. Blicke zum Eingang. Da — der Badenweiler Marschl D e r F ü h r e r i st d a ! Die Parteigenossen Adolf Wagner, Himmler und hohe Offiziere der Wehrmacht begleiten ihn. Ein Begeisterungssturm hebt an, als der Führer durch das Spalier seiner ältesten Kameraden schreitet. Gauleiter Adolf Wagner begrüßt den Führer. Er gedenkt des Opfers der Kameraden des 9. November 1923 an der Feldherrnhalle, der Gefallenen des Weltkrieges, des jetzigen Krieges und dabei insbesondere derer aus den Reihen der alten Kameraden. Parteigenossen, ruft Adolf Wagner, der Führer ist da! In Euerem Namen danke ich ihm, daß er in dieser Stunde zu uns gekommen ist. Wir freuen uns, mein Führer, Laß Sie so frisch und gesund unter uns fitzen! Adolf Wagner erinnert dann daran, daß der Führer in seiner letzten Rede allen alten Kämpfern aus dem Herzen sprach, als er verkündete, aus diesem Kriege als noch fanatischerer Nationalsozialist zurückzukehren und nun erst recht bis zur letzten Konsequenz^das Parteiprogramm durchzuführen. Nichts werde die alten Kämpfer veranlassen können, in ihrem Fanatismus, in ihrem Glauben und in ihrer Liebe nachzulassen. Immer werde die Partei für Adolf Hitler kämpfen. „Wir sehen in Ihnen, mein Führer, unser Vvrbild und unser Beispiel? Gewaltiges tragen Sie. Sie führen r^olk und Partei. Sie führen die stolze Wehrmacht. Sie tragen das Reich. Als dann Adolf Wagner den Führer bittet, zu sprechen, brausen Heilrufe um Heilrufe auf, als Kundgebungen der Wiedersehensfreude, der Liebe und Verehrung, der Dankbarkeit und Hingabe. Dann spricht der Führer zu seinen alten Kämpfern. Die Rede des Führers. Parteigenossen, Parteigenossinnen! Deutsche Volksgenossen! Ich bin wieder auf wenige Stunden hierhergekommen, um, dem alten Brauche treu, mit Ihnen, meine ersten Anhänger und Mitkämpfer, zu sprechen und jene zu ehren,' die damals das größte Opfer, das sie b/mgen konnten, für unsere Bewegung und damit für Deutschland gebracht haben- Als ich das letztemal vor Ihnen stand, lag hinter uns ein ruhmvolles Jahr großer Geschehnisse. Ich weiß nicht, wie- viele Menschen außerhalb des Reiches sich eine klare Vorstellung von dem gemacht hatten, was sich ereignen würde. Selbst in unserem eigenen Volke gab es wohl mir ganz wenige, die eine Ahnung besaßen von dem, was damals beoorstand, was gelingen mußte und was gelungen ist. Als im Jahre 1939 auch meine letzten Bemühungen, die notwendige Revision auf friedlichem Wege zu erreichen, schließlich gescheitert waren, nachdem es also endlich den internationalen demokratisches Hetzern gelungen war, Europa in den Krieg zu stsjrzen, war zunächst unsere erste Aufgabe, den einen Feind im Osten zu beseitigen. Das geschah in 18Tagen. Eigentlich hätten sichdie nicht ganz vom Geist Verlassenen schon nach wenigen Wochen Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie aussichtslos ihr Versuch war, das Deutsche Reich noch einmal niederzuzwingen. Sie taten es nicht, im Gegenteil, die Friedenshand, die ich ihnen eyb gegenstreckte, wurde zurückgestoßen. Ich wurde persönlich dckfiir beschimpft und der Feigheit bezich- ten ersparen. Zuerst wollte ich sie unserem eigenen Volke ersparen, aber auch der übrigen Welt gegenüber glaubte ich als Sieger es verantworten zu können, die versöhnende Hand hinzuhalten. Das wurde, wie gesagt, von jenen nicht begriffen, die ja selbst noch nie in ihrem Leben Opfer gebracht hatten und die auch keine nähere Berührung mit den Opfern ihres eigenen Volkes besahen. So blieb uns nichts anderes übrig, als nunmehr den Helm endgültig feftzufchnallen und den Weg anzutreten, der uns für alle Zeit von den Gefahren befreien wird, die nicht nur das Deutsche Reich, sondern ganz Europa bedrohen. Oer Jude als treibende Krast. Als ich das letztemal hier zu Ihnen sprach, meine alten Parteigenossen, da konnte ich im Vollgefühl eines Sieges sprechen wie kaum je ein Sterblicher vor mir. Und trotzdem lastete damals auf mir eine schwere Sorge, denn ich war mir im klaren, daß hinter diesem Kriege als letzter derjenige Brandstifter zu suchen ist, der immer von dem Häno^ der Nationen gelebt hat: Der internationale Jude! Ich wäre kein Nationalsozialist mehr gewesen, wenn ich mich von dieser Erkenntnis je entfernt hätte. Wir haben seine Spuren verfolgt durch so viele Jahre, wir haben, wohl zum erstenmal, In diesem Reich wissenschaftlich planmäßig diese Probleme für alle Zeiten geklärt und so recht die Worte eines großen Juden begriffen, der sagte, die Rassenfrage sei der Schlüssel zur Weltgeschichte. Wir wußten daher auch ganz genau, und ich wußte es vor allem, daß hinter diesem Geschehen der Jude die treibende Kraft war, und daß es — wie immer in der Geschichte — Strohköpfe sind, die bereit waren, für ihn einzutreten: teils charakterlose bezahlte Subjekte, teils Leute, die Geschäfte machen wollten und davor nicht zurückschreckten, für solche Geschäfte jederzeit Blut vergießen zu lassen. Ich habe diese Juden als die Weltbrandstifter kennengelernt. Man sah ja, wie sie in den Jahren vorher über den Umweg von Presse, von Rundfunk, von Film und Theater usw. langsam die Völker vergiftet hatten, man sah, wie diese Vergiftung weiterlief, man sah, wie ihre Finanzen, ihre Geldgeschäfte in diesem Sinne arbeiten mußten. Und in den ersten lagen, des Kriege haben es ja gewisse Engländer — es waren nur Rüstungsaktien im Haber — auch ganz offen ausgesprochen: „Der Krieg muß mindestens drei Jahre dauern! Er wird und darf vor drei Jahren nicht enden!" — so sagten sie. Das war selbstverständlich, denn sie hatten ja ihre Kapitalien festgelegt und konnten nicht hoffen, daß sie unter drei Jahren eine Amortisation würden erreichen können. Gewiß, für uns Nationalsozialisten, meine Parteigenossen und -genossinn, ist das fast unverständlich. Aber in dieser demokratischen Welt ist es eben so. Man ist Ministerpräsident ober Kriegsminister und zugleich Inhaber zahlloser Aktienpakete von Rüstungsfabriken. Die Interessen sind damit geklärt. Wir haben diese Gefahr als die treibende Kraft in unserem inneren Kampf einst kennengelernt. Wir hatten diese schwarzrotgoldene Koalition vor uns, diese Vermischung von Heuchelei, Mißbrauch von Religion auf der einen und Kapitalinteressen auf veränderen Seite, und endlich die wirklich jüdisch- marxistischen Ziele. Wir sind mit dieser Koalition im Innern in einem harten Kampf restlos fertig geworden. Nun steht dieser Feind im Aeußeren genau so vor uns, er ist ja der Inspirator der Weltkoalition gegen das deutsche Volk und gegen das Deutsche Reich. Er hatte einst Polen vorgeschoben, dann spater Frankreich, Holland und Norwegen in den Bann seiner Dienste gezwungen. England war dabei von vornherein eine treibende Kraft. Aber was war verständlicher, als daß eines Tages auch die Macht gegen uns antreten würde, die diesen jüdischen Geist als klarsten Herrscher besitzt: die Sow> j e t u n i o n , die nun einmal der größte Diener des Judentums ift Die Zeit hat unterdessen das bestätigt, was wir Nationalsozialisten viele Jahre hindurch behauptet hatten, es ist wirklich ein Staat, in dem die gesamte nationale Intelligenz abge= schlachtet worden war und ein geistloses, mit Gewalt p r o 1 e tarifiertes Untermenschen* tum übrig blieb, über dem sich eine riesige Organisation jüdischer Kommissare — das heißt in Wirklichkeit Sklavenhalter erhebt. Es gab oft Zweifel, ob nicht vielleicht doch in diesem Staat die nationale Tendenz siegen würde. Man hat dabei nur ganz vergessen, daß es ja die Träger einer bewußten nationalen Einsicht garnicht mehr gibt, daß letzten Endes der Mann, der vorübergehend der Herr dieses Staates wurde, nichts anderes ist, als ein Instrument in der Hand dieses allmächtigen Judentums, und daß, wenn S t a l i n auf der Bühne vor dem Vorhang sichtbar ist, hinter ihm jedenfalls Kaganowitsch und alle diejenigen Juden stehen, die in einer zehntausendfachen Verästelung dieses gewaltige Reich führen. Die Knegsvorbereitungen der Sowjets. Als ich damals im vergangenen Jahr zu Ihnen hier sprach, bedrückte mich bereits die Einsicht in eine Entwicklung, die nicht mehr mißdeutet werden konnte. Während wir gerade den Aufmarsch im Westen durchführten, begann Sowjetrußland schon mit dem Aufmarsch im Osten. Es trat ein Moment ein, da standen von uns in Ostpreußen drei Divisionen, während Rußland im baltischen Raum 22 mobilisiert hatte. Und das d e r ft ä r 11 e s i ch nun von Monat z u Mona t. Es blieb uns das nicht verborgen, fast Monat für Monat konnten wir bei jedem' einzelnen Verband genau feststellen, wo, wie und wann er einrückte. Damit verbunden war eine ungeheure Arbeit ar. unseren Ostgrenzen, die auch nicht übersehen werden konnte. Im Laufe von wenigen Monaten wurden richt weniger als 9 00 Flugplätze in Bau gegeben und zum Teil fertiggefteUt, man konnte sich ausrechnen, zu welchem Zweck eine so gigantische, über alle Vorstellungen hinausreichende Massierung v?r russischen Flugwasfe stattfand. Dazu begann nun das Auffüllen iner Basis für einen Aufmarsch, einer Basis, die so gewaltig war, daß man schon daraus wieder auf die Größe des Aufmarsches schließen konnte. Parallel damit ging eine ins Unerhörte gesteigerte Rüstungsproduktion. Neue Fabriken wurden eingerichtet, Fabriken, von denen Sie sich, meine Parteigenossen, zum Teil vielleicht keine Vorstellungen machen können Wo vor zwei Jahren noch ein Bauerndorf stand, wurden in dieser Zeit Rüstungs- rabrifen aufgerichtet, die nunmehr 65 000 Arbeiter beschäftigen! Vor Lehmhöhlen wurden Fabrikanlagen und Verwaltungsgebäude der GPU. gebaut. Vorne Paläste, rückwärts Gefängniszellen für grausamste Märterung! Parallel damit ging nun eine Verschiebung der Truppen an unsere Grenze', nicht nur aus dem Inneren Rußlands, sondern sogar aus dem Fernen Osten dieses Weltreiches. Division reihte sich an Division. Schließlich waren es-;1 über 100, dann 120, 140, 170 Divisionen uni) darüber hinaus. Unter diesen bedrückenden Erkenntnissen habe ich damals Molotow nach Berlin geladen. Sie kennen die Ergebnisse der Berliner Besprechung. Sie ließen keinen Zweifel darüber, daß Rußland entschlossen war, spätestens in diesem Herbst vorzu- gchen. möglicherweise bereits im Sommer. Er verlangte, daß wir selbst, ich möchte sagen das Tor des Aufmarsches friedlich öffnen sollten. Ich gehöre nun nicht zu den Menschen, die gewisse Tiere nachah- men, die sich ihre Schlächter selbst aussuchen. Ich tigt. So blieb nichts anderes übrig, als das Jahr 1940 mit dem Entschluß zu beginnen, nunmehr den w e st- lichen Gegner des Reiches endgültig mederzu- werfen. Nur durch Unvorsichtigkeiten und Schwatzhaftigkeit der Gegner erfuhren wir, daß man unter dem Motto, Finnland helfen zu wollen, einen Handstreich gegen Norwegen, in Wirklichkeit gegen die schwedische Erzbahn und die schwedischen Erzgruben plante. Sie haben schon damals nicht mit unserer und mit meiner Entschlußkraft gerechnet! Sie haben sich das Bild meiner Persönlichkeit von jenen Emigranten zeichnen lassen, die gerade wegen mir Deutschland verlassen mußten. (Heiterkeit.) Dieses Bild stimmt allerdings nicht ganz genau; es ist falsch. (Erneute Heiterkeit.) Ich habe mich nämlich im Gegensatz zu den Erwartungen dieser Gegner sehr schnell entschlossen, zunächst die nor« wegische Frage in unserem Sinn zu lösen. Das ist gelungen. Und kurze Zeit darauf kam dann jener beispiellose Siegeszug, der den Gegner im West en niederwarf und England zu jenem „ruhmvollen" Rückzug zwang, der, wie mani behauptet, einer der Ehrentitel der britischen Mitt' tärgeschichte für alle Zeiten sein wird. Ich . habe die Spuren dieser „ruhmreichen" Aktion persönlich gesehen, sie sehen aber sehr unordentlich aus. (Stürmischer Beifall.) Ich habe mich auch dann noch einmal, zum letzten Male — und dies habe ich ausdrücklich vetont — entschlossen, England die Hand hlnzu- st reck en und es darauf Hmzuwelsen, daß eine Weiterführung dieses Krieges gerade für Englano nur sinnlos fein könnte und daß es nichts gebe, was einen vernünftigen Friedensschluß hindern konnte, ja, daß zwischen England und D e ut jch - land an sich keine Gegensatz e vorhanden seien, außer solchen, die künstlich gemacht wurden. Der wahnsinnige Säufer, der nun seit Jahren Eng' land dirigiert (stürmischer Beifall), hat auch darin sofort wieder ein neues Zeichen metiier schwach erblickt. Ich wurde abermals als ein Mann Hm9^ stellt, der sich die Zukunft schwarz varsi-llt und sich deshalb nicht mehr getraut, den Kampf fortzusetzen. In Wirklichkeit habe ich die Zukunft^mcht anders gesehen, als sie sich abspielte. Aber ich habe neben all dem Glorreichen auch die O p f e r vorausge- sehen. und ich wollte diese Opfer nur allen Sei- Der 9. November in München. München, 9. Nov. (DNB.) Arn 9. November ehrte, wie in den früheren Jahren, die nationalsozialistische Bewegung wiederum ihre Toten. Zu den 16 an der Feldherrnhalle gefallenen gehören nun auch die Toten, die dem Meuchelmord im Bürgerbräukeller vor zwei Jahren zum Opfer fielen, gefallen durch ein Verbrechen im Solde Englands. Gemeinsam haben die Volksgenossen auf dem Münchener Nords rcke d h o f ihre Ruhestätte gefunden. In einer schlichten Feier ehrte am Vormittag vor ihrem Grabmal die nationalsozialistische Bewegung ihr Gedächtnis. Kränze des Gauleiters Adolf Wagner und des Oberbürgeriheifters der Hauptstadt der Bewegung, Reichsleiter Fiehler, waren in früher Morgenstunde niedergelegt worden. Gauleiter Adolf Wagner erschien mit dem Reichsleiter Baldur v. S ch i r a ch , Gauleiter Schwede- Coburg, Generalleutnant R e i n i ck er vom Oberkommando der Wehrmacht und zahlreichen anderen führenden Persönlichkeiten der Bewegung — unter ihnen die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink — an der geweihten Stätte. Aus den Händen dreier alter Kämpfer nahm der Gauleiter den Kranz des Führers entgegen, um ihn im Auftrage des Mannes niederzulegen, für den diese echt deutschen Menschen in des Wortes wahrster Bedeutung vor zwei Jahren starben. Die Stätte, an der an dem tragischen 9. November 1923 die ersten Blutzeugen der nationalste Wischen Bewegung ihre Treue zu Adolf Hitler mit ihrem Leben bezahlten, war wiederum der Schauplatz einer von weihevoller Stimmung getragenen Erinnerungsstunde. Neben dem Mahnmal wehte auf schwarzem Grunde die weiße Siegrune, Doppelposten der *1*1 stand an der Tafel, deren Namen vom Opfer der Männer des 9. November künden. In der Residenzstraße hatten vor dem Mahnmal je eine Hundertschaft der SA, des NSKK., der Politischen Leiter und de, HI. Aufstellung genommen, mit ihnen der Musikzug der SA.-Standarte, die traditionell den ehrenvollen Auftrag der aktiven Teilnahme an der Feier hat. Tausende aus der Bevölkerung säumten den Platz ein, die durch ihre Teilnahme ihrer Verbundenheit mit den Marschierern des 9. November und Vorkämpfern des heutigen Reiches Ausdruck geben wollten. Die beiden prächtigen Kränze, der Kranz des Führers und der Kranz der Wehrmacht, wurden von je vier Offizieren des Heeres und der Waffen- ff herangetragen. Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner und als Vertreter der Wehrmacht Generaloberst Fromm schritten bis vor das Mahnmal. In Hummern Gruß und Gedenken verweilten sie und ehrten die Kämpfer Adof Hitlers, die am 9. November vor 18 Jahren diese Stätte mit ihrem Blute tränkten. Trommelwirbel ertönte, und eine im Hofgarten aufgestellte Batterie löste 16 Salven zum ehrenden Gedächtnis an die Gefallenen des 9 November. Dann erklang das Lied vom guten Kameraden. Nun legte Gauleiter Adolf Wagner den Kranz des Führers nieder. Es folgte die Kranzniederlegung für die Wehrmacht durch Generaloberst Fromm. Münchens Bevölkerung erhob entblößten Hauptes den Arm zum Deutschen Gruß. Nochmals grüßten Gauleiter Wagner und Generaloberst Fromm die Helden des 9. November. Der eindrucksvolle Akt an der geheiligten Stätte hatte damit sein Ende erreicht. Den würdigen Schluß-Stein in der Reihe der Gedenkakte zum 9. November bildete die Weihestunde am Königlichen Platz. In mächtigen Blocks sind Abordnungen von Partei und Wehrmacht und der deutschen Jugend, Bannerträger der Zukunft, ausmarschiert. Waffen-^ und SA., NSKK. und NSFK., Politische Leiter und deutsche Polizei, HI. und BDM. sind mit Fahnen und Standarten der Bewegung und ihrer Formationen mit Blick zur Ewigen Wache angetreten. Ihren Aufstellungsplatz umsäumen Tausende und aber Tausende deutscher Volksgenossen. Reichsleiter und Gauleiter stehen auf den Tribünen nahe der Ewigen Wache. Groß ist die Zahl der hohen Offiziere, die mit ihnen, sowie Vertretern des konsularischen Korps, insbesondere Italiens, versammelt sind. In nächster Nähe der Ewigen Wache, auf Ehrenplätzen, haben sich die Angehörigen der Helden des 9. November 1923 eingefunden, als aus Richtung Feldherrnhalle einziehend, barhäuptig wie damals, die Blutfahne voran, in grauer Windjacke mit dem Braunhemd darunter oder in der Uniform der Wehrmacht, die Blutzeugen des 9. November nahen. Als einzigen Schmuck, aber heiligen, den Blutorden an der Brust, marschieren diese Künder der national- sozialistischen Weltanschauung durch die Mitte der angetretenen Verbände bis zu den gegenüberliegenden Propyläen und zu beiden Seiten zurück, um dann als erste hinter den Angehörigen der Blutzeugen des 9. November 1923 vor der Ewigen Wache anzutteten. Stillgestanden!, ertönt das Kommando. Feierliche Stille liegt über' dem weiträumigen Platz, dessen Krönung die Parteibauten sind. Dumpf wirbeln die Trommeln. Der Gauleiter des Traditionsgaues begibt sich in Begleitung des Vertreters der Wehrmacht, Generaloberst Fromm, in die beiden Ehrenbauten und legt hier die 16 Kränze des Führers nieder. Jeder der Lorbeerkränze mit weißen Chrysanthemen trägt zwei rote Schleifenbänder, eines mit dem Namen des Führers, das andere mit dem Flamen, an dessen Sarg der Gauleiter den Kranz niederlegt. Währenddessen präsentieren die Männer der Waffen-^ das Gewehr. Der Trommelwirbel ist beendet. Kommandos hallen über den Platz. Der Gaumusikzug spielt das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied. Dann erscheint der (Bauleiter vor der Front der angetrete. nen Verbände und grüßt zusammen mit dem Vertreter der Wehrmacht die Blutfahne, um dann jedem der Angehörigen der Toten des 9. November die Hand zu schütteln. Ein letzter Gruß an die Blutfahne, die Weche- ftunde ist beendet. Das nationalsozialistische Deutsch, land hat im Jahre des Sieges "über den Bolsche- wismus seine Toten wieder in würdigster Weise geehrt.- habe daher auch Molotow damals in Berlin kurz verabschiede t. Ich war mir im klaren, daß nunmehr die Würfel gefallen waren, und daß uns der schwerste Gang nicht mehr erspart bleiben würde. Dies wurde durch die Tätigkeit Sowjetrußlands vor allem auf dem Balkan bestätigt, durch jene untere irdische Wühlarbeit, die wir ja von Deutschland her" zur Genüge kennen. Ueberall bolschewistische Agenten, überall Verhetzung und Zersetzung, die man nach kurzer Zeit schon gar nicht mehr verheimlichen wollte und auch gar nicht verheimlichen konnte. Auch bei uns begann man aufs neue mit der bolschewistischen Propaganda. Sie war allerdings nicht erfolgreich, denn die Wirksamkeit der nationalsozialistischen Arbeit hatte sich unterdes gezeigt. Endlich kam der Moment, da man den Abschluß des russischen Aufmarsches daran erkennen konnte, daß es — ausgenommen ein paar Divisionen in Moskau, die man ersichtlich zurückhielt als Handhabe gegen das eigene Volk, und einige Divisionen im Osten — nichts mehr gab, was nicht an der Westfront war. Und zu all dem brach in Serbien, von Rußland geschürt, der Ihnen bekannte A u f st a n d los, der Putsch der bolschewistischen Agenten, von englischen Emissären angezettelt, und gleich darauf der Unter st ützungspakt Rußlands mit Serbien. Damals war Herr Stalin der Ueberzeugung, daß schon dieser Feldzug uns vielleicht das ganze Jahr festhalten würde, und daß dann bald der Moment kommen konnte, wo er nicht mit Waffen und Material, sondern mit seinem ganzen Menschenreservoir würde in Erscheinung treten können. Heute aber kann ich es zum ersten Male aussprechen: Es war noch etwas weiteres, was uns darüber belehrt hat: 3m Jahre 1940 fanden in London eine Anzahl von sogenannten Geheimsihungen des britischen Unterhauses statt. Und in diesen Geheimsihungen hat der whisky-selige Herr Churchill seine Gedanken geäußert. seine Hoffnungen und endlich seine Ueberzeugung, nämlich daß Rußland zu England hin auf dem Marsch sei, daß er von Mister Cripps die absoluten Unterlagen besitze, daß es höchstens 1 bis 1% Jahre dauere, bis Rußland in die Erscheinung treten würde und man daher höchstens noch 1 bis 1% Jahre aushalten mühte. Das war auch der Grund für diesen damals nicht begreiflichen Mut dieses Herrn. Wir haben davon Kenntnis erhalten, laufend Kenntnis erhalten. (Beifall.) Ich habe nun daraus die Konsequenzen gezogen. Die erste war die der Freimachung unserer Züdo st flanke. Ich kann nur sagen, wir müssen heute, nach Kenntnis von all dem, was vorgefallen war, Mussolini wirklich danken, daß er noch im Jahre 1940 in diese Eiterbeule hineingesloßen und gestochen hat. Es war uns in wenigen Wochen mit Hilfe der zu uns stehenden europäischen Staaten gelungen, dieses Problem endgültig zu lösen und mit der Einnahme von Kreta und damit der Vorlegung eines Riegels vor die Dardanellen siegreich abzuschliehen. Ich habe schon oft über die Leistungen unserer Wehrmacht gesprochen. Sie hat sich auch in diesem Feldzug ruhmvoll bewährt, sowohl das Heer als auch die Luftwaffe. Und nun achtete ich auf jede Bewegung unseres großen Gegners im Osten. Ich war seit April und Mai, ich möchte sagen, fortgesetzt auf der Beobachtungsstation und sah mir ununterbrochen jeden Vorgang an, entschlossen, in jedem Moment, in dem mir bewußt wurde, daß der Gegner Anstalten machte, seinerseits anzugreifen, wenn notwendig 24 Stunden vorher loszuschlagen. (Brausender Beifall.) Unser Kamps für ganz Europa. Mitte Juni wurden die Anzeichen drohend, und in der zweiten Hälfte des Juni konnte es keinen Zweifel mehr g^ben, daß es/sich hier um eine Frage von Wochen, ja vielleicht Tagen handeln würde. So gab ich den Befehl für den 2 2. Juni, nun unsererseits sofort anzutreten. Glauben Sie mir, meine alten Parteigenossen, es war das der schwerste Entschluß meines ganzen bisherigen Lebens. Ein Entschluß, von dem ich wußte, daß er uns in einen sehr schweren Kampf verwickeln würde, von dem ich aber hoffte, daß die Chancen, ihn zu gewinnen um so größer waren, so schneller wir dem anderen zuvorkommen würden. Wie war nun damals die Lage? Der W e st e n war an sich gesichert. Dabei möchte ich gleich eines vorwegnehmen: Es gibt sogenannte geniale Politiker im Lager unserer Gegner, die jetzt sagen, ich hätte gewußt, daß man uns im Westen nicht angreife, daher hätte ich den Mut gehabt, im Osten anzupacken. (Große Heiterkeit.) Diesen Genies kann ist nur sagen: sie verkennen meine Vorsicht. Ich habe mich im Westen so. vorbereitet, daß sie jederzeit antreten können. Wenn es den Herren Engländern beliebt, sei es in Norwegen, sei es an unserer deutschen Küste, oder sei es in Holland, in Belgien oder in Frankreich, eine Offensive zu unternehmen, so können wir nur sagen: Tretet an, ihr werdet schneller wieder ab treten, als ihr gekommen seid! (Tönender Beifall.) Wir haben diese Küsten heute in einen anderen Zustand versetzt, als sie es noch vor einem Jahr gewesen waren. Es ist dort gearbeitet worden, und zwar mit nationalsozialistischer Gründlichkeit. Der Chef eines großen Teiles dieser Arbeif — um nur einen einzigen Namen zu sagen — war unser Todt. (Stürmischer Beifall.) Und es wird dort natürlich dauernd noch weiter gearbeitet. Sie kennen mich ja aus unserer Parteizeit her. Ich habe niemals den Stillstand gekaniÄ, sondern wenn irgendwo zehn Batterien stehen, dann kommen noch fünf dazu, und wenn fünfzehn stehen, dann noch einmal fünf weitere und noch weitere dazu, — unsere Gegner liefern uns ja die Kanonen selber. (Erneuter jubelnder Beifall.) Wir haben auch überall genug Kräfte gelassen, um jederzeit bereit zu fein. S i e sind nicht gekommen. Auch gut! Ich will gar kein Blut vergießen. Aber wenn sie gekommen wären, dann — wie gesagt — würden sie längst- wieder gegangen sein. Hier waren wir also sicher. Den B a l f*a n hatten wir auch gesäubert. In Nordafrika war es unseren gemeinsamen Bestrebungen gelungen, ebenfalls eine stabile Ordnung herzustellen. Finnland erklärte sich bereit, an unsere Seite zu treten. Rumänien desgleichen. Bulgarien begriff ebenfalls die Gefahr. Ungarn erkannte, die große historische Stunde und faßte eineü heroischen Entschluß, so daß ich es, als der 22. Juni kam, vor meinem Gewissen verantworten zu können glaubt^, dieser Gefahr — und wenn auch nur mit wenigen Tagen Vorsprung — entgegenzutreten. Dieser Kampf ist nun, meine allen Parteigenossen, ein Kampf wirklich nicht pur für Deutschland, sondern für ganz Europa, ein Kampf um Sein oder um Nichtsein! Sie kennen unsere Verbündeten, angefangen vom Norden das tapfere kleine Heldenoolk der Finnen, das sich wieder so über alle Maßen bewährt hat. Aber dazu sind dann gekommen Slowaken, Ungarn, Rumänen und endlich Verbündete aus ganz Europa: Italiener, Spanier, Kroaten, Holländer, dänische Freiwillige, selbst französische und belgische Freiwillige. Ich kann wirklich sagen, daß i m Osten vielleicht zum ersten Male in einer gemeinsamen Erkenntnis ganz Europa kämpft: So wie einst gegen die Hunnen, so diesmal gegen diesen Mongolen st aat eines zweiten Dschingis Khan. (Tosender Beifall.) Das Ziel dieses Kamvfes war erstens die Vernichtung der feindlichen Macht, d. h. der feindlichen Streitkraft, und zweitens die Besetzung der feindlichen Rüstungs - und Ernährungsgrundlagen. Prestigemomente spielen bei uns überhaupt keine Rolle. Wenn daher heute einer sagt: „Sie sind bei Leningrad ja in der Defensive!", dann komme ich und antworte: „Wir waren vor Leningrad genau so lange offensiv, als dies notwendig war, um Leningrad ein- z u s ch l i e ß e n. Jetzt sind wir defensiv, und der andere muß jetzt auszubrechen versuchen, aber er wird.in Leningrad verhungern!" (Tosender Beifall.) Ich werde sicher nicht einen Mann mehr opfern, als unbedingt notwendig ist. Wenn heute jemand da wäre, um Leningrad zu entsetzen, dann würde ich den Befehl geben, es zu stürmen, und wir würden es stürmen. (Wieder bricht tosender Beifall los.) Denn wer von der ostpreußischen Grenze bis 10 Kilometer vqr Leninarad gestürmt ist, der kann auch noch die. zehn Kilometer vor Leningrad bis in die Stadt hineinmarschieren. (Abermals umtost ein Sturm der Begeisterung den Führer.) Aber das ist nicht notwendig. Die Stadt ist umklammert, und niemand wird sie mehr befreien, und sie fällt in unsere Hand. Und wenn man sagt: „Nur als Trümmerhaufen" — ich habe gar kein Interesse an irgendeiner Stadt Leningrad, sondern nur an der Vernichtung des Industriezentrums Leningrad. (Stürmische Zustimmung.) Wenn es den Russen gefällt, ihre Städte in die Luft zu fprengen, ersparen sie uns selbst vielleicht manche Arbeit. (Erneuter tosender Beifall!) Prestigemomente — ich wiederhole es — spielen bei uns überhaupt keine Rolle. Wenn man z. B. sagt: „Warum marschieren wir denn jetzt nicht?" — weil es momentan regnet oder schneit, oder vielleicht, weil wir die Bahnen noch nicht ganz fertig haben! Das Tempo dieses Vormarsches bestimmen nicht jene wunderbaren britischen Strategen, die das Tempo ihrer Rückzüge bestimmten, sondern das bestimmen ausschließlich wir. (Stürmische Bravorufe.) Und zweitens: B e - setzung der feindlichen Rüstungs- und Ernährungsgrundlage. Auch hier werden wir planmäßig vorgehen? Es genügt manchmal die Zerstörung eines einzigen Werkes, um sehr viele Werke lahmzulegen. Die bisherigen Erfolge des Ostfeldzuges Denn ich nun zusammenfassend den bisherigen Erfolg dieses Feldzuges umreißen will, dann hat die Zahl der befangenen nunmehr rund 3,6 Millionen erreicht, d.h. 3 600 000 Gefangene, und ich verbitte mir, daß hier ein englischer Strohkopf kommt und sagt, das sei nicht bestätigt. Wenn eine deutsche militärische Stelle etwas gezählt hat, dann stimmt das! (Stürmischer, minutenlanger Beifall.) Zwischen einem deutschen Offizier und einem britischen Börsenjobber ist jedenfalls immerhin noch ein wesentlicher Unterschied. (Erneuter tosender Beifall.) Das stimmt also genau f ö, wie ja auch unsere Angaben über die französischen und die englischen Gefangenen gestimmt haben! Die Engländer wissen es ja selbst sehr gut, weil sie sich ja dauernd um ihre Gefangenen kümmern wollen. Wenn ich nun 3,6 Millionen Gefangene auf der einen Seite sehe, und ich nehme nur die Weltkriegsoerhältnisse, dann entspricht dies mindestens der gleichen Zahl an Gefallenen. Es würde für Herrn Stalin ein schlechtes Zeugnis sein, wenn seine Leute jetzt weniger tapfer kämpfen würden, als sie das im Weltkriege getan haben, im Gegenteil, sie kämpfen ja teils aus Furcht und teils mit tierischem fanatischem Wahnwitz. Wenn ich nun annehme, daß in Rußland ähnlich wie bei uns auf einen Gefallenen drei bis vier Verwundete kommen, dann ergibt das eine Zahl, die acht bis zehn TUiHionen bedeutet, und zwar ohne die leichter verwundeten, die vielleicht noch einmal geheilt und eingesetzt werden könnten. Weine Parteigenossen, davon erholt sich feine Armee der Welt mehr, « uch die ruffifche nicht! (Stürmischer Beifall.) Wenn nun Stalin plötzlich sagt, wir hätten 4'/r Millionen Menschen verloren, dagegen Rußland nur 378 000 Vermißte — und das können dann nur Gefangene sein — 350 000 Tote und eine Million Verwundete, dann kann man nur fragen: Warum sind die Russen dann 15 0 0 Kilometer zurückgelaufen, wenn sie bei ihren riesigen Truppenmassen nur die Hälfte der Opfer hatten als wir? Es ist wirklich schon stark jüdisch, was dieser Kremlgewaltige hier von sich gibt. Im übrigen werden sich ja die Gefangenen langsam den europäischen Gefilden nähern. Hier werden wir sie nützlich in die Produktion einbauen und man wird sehen, daß es nicht 378 000, sondern wirklich 3,6 Millionen sind. Das Waterial. das wir in dlffer Zeit erbeuteten, ist unermeßlich. Zur Zeit find es über 1 5 000Flugzeuge,über22 000 Panzer, über 27 000 Geschütze. Es ist ein wirklich gewaltiges Waterial. Die ganze Industrie der Welt, einschließlich selbst unserer deutschen, könnte dieses Waterial nur langsam ersehen. Die Industrie unserer Demokraten erseht es jedenfalls in den nächsten Jahren nicht! (Brausender Bei- fall) / Und nun komme ich zum Territorialen. Wir haben bisher 1 6 7 0 0 0 0 Quadratkilometer befehl. Das ist also immerhin ein Gebiet, das rund drei- bis viermal Frankreich und etwa fünfmal England umfaßt. In diesem Gebiet liegen 6 0 b i s 75 Prozent aller Industrien und aller Rohstoffe, die Rußland besitzt. Ich hoffe, daß wir in kurzer Zeit noch ein paar weitere Waßnahmen treffen können, durch die wir ihnen Strang um Strang langsam aber sicher abschneiden werden. Wenn nun jemand sagt: „3a, aber Sie haben sich in der Zeit geirrt" — diese Leute also wissen genau, was ich für Zeitmaße habe! Wir haben Frankreich in rund sechs Wochen besiegt; das besetzte Gebiet ist nur ein Bruchteil dessen, was wir im Osten eroberten. Jetzt kommt jemand und sagt, wir hätten erwartet, daß wir im Osten das in eineinhalb Monaten machen. Blitzkriege in allen Ehren! Aber marschieren muh man dabei trotzdem! Und was nun unsere Infanterie hierbei geleistet hat im Marschieren, ist weltgeschichtlich überhaupt einmalig. (Tosender Beifall begleitet diese Worte des Führers.) Natürlich, wenn man von Dünkirchen nach Ostende geht und sich dann von Ostende wieder nach Dünkirchen Hurückzieht, dann geht das leichter, das gebe ich zu. Aber wenn man immerhin von der deutschen Grenze bis nach Rostow oder bis zur Krim oder bis nach Leningrad marschiert, dann sind das Entfernungen, besonders wenn man die Straßen des „Paradieses der Arbeiter und Bauern" berücksichtigt. Ich habe noch nie das Wort Blitzkrieg verwendet, weil es ein ganz blödsinniges Wort ist. Wenn es sich überhaupt aus einen Feldzug anwenden läßt, dann aber auf diesen! Roch niemals iff ein Riesenreich in kürzerer Zeit zertrümmert und niedergeschlagen worden, als dieses Wal Sowjetrußland! (Wieder bricht ein ungeheurer Beifallssturm los, der minutenlang anhält.) Geschehen und gelingen konnte dies nur durch die unerhörte einmalige Tapferkeit und O p f e r w i l l i g k e i t unserer deutschen Wehrmacht, die unvorstellbare Strapazen auf sich nimmt (Erneüt erhebt sich brausende Zustimmung.) Was hier alles die deutschen Waffen geleistet haben, das ist in Worten nicht auszudrücken. Wir köpnen uns nur vor unseren Helden auf das tiefste verneigen. Ich habe schon in Berlin gesagt, ob wir unsere Panzerschützen nehmen oder unfere Pioniere, unsere Artillerie, unsere Nachrichtentruppen, unsere Flieger, unsere Sturzkampfbomber, unsere Jäzzer oder Aufklärer oder unsere Marine — wen wir immer nehmen, am Ende kommt man doch stets zu dem Resultat: Die Krone gebührt dem- deutschen Infanteristen, dem deutschen Mu s k e • t ier. (Ein Beifallssturm sondergleichen durchbrgust, sich immer erneuernd, den weiten Saal.) Er marschierte in endlosen Weiten auf grundlosen Wegen, durch Morast^durch Sümpfe, er mar- schierte im Sonnenbrand über die endlosen Felder der Ukraine oder im Regen„;Schnee und Frost und er kämpfte Bunker um Bunker nieder. Mit seinen Stupmpionieren reißt er Front um Front auf. Es ist wirklich ein Heldenlied, das er sich hier selber singt. Die zweite Md die dritte Front. hinter dieser Front aber steht nun die zweite Front, und 1)05 ist die deutsche Heimat. Und hinter dieser deutschen Heimat steht eine dritte Front, und die heißt Europa. Wenn mir in der letzten Zeit so oft gesagt wird, daß nunmehr die Demokraten rüsten — so habe ich es schon so oft erwähnt, daß wir doch nicht nichts tun. Ich habe ja die deutsche Rüstung in den Jahren 1939/40 und 41 nicht eingestellt. Was wir bisher auf diesem Gebiete leisteten, war doch allerhand. Und wir r ü st e n weiter. Ich habe nur die Rüstung jetzt auf einige besondere Gebiete verlagert. Wenn die Herren dauernd mit ihren Zahlen kommen — tchrede nicht von Zahlep, aber ich spreche nur das eine aus: sie werden staunen, mil was wir eines Tages anlrelen! (Wiederum umbraust ein Sfurm der Begeisterung minutenlang den Führer.) Wir haben das, meine alten Parteigenossen, ja auch im Innern erlebt. Jedes Jahr hörten wir, was die Demokraten machen, was die Sozialdemokraten machen, was das Zentrum oder die Bayerische Dolkspartei macht, was meinetwegen die Bürgerlichen oder sonstige Gruppen machen, oder was gar die Kommunisten tun. Wir haben auch etwas gemacht, und zwar am Ende mehr als diese ganze Koalition zusammen: denn wir haben sie nieder- geschmettert. (Tosender Beifall.) Man sagt mir: „Ja, aber da ist Amerika mit 125 Millionen Menschen." Das Reichsgebiet mit Protektorat und Gouvernement umfaßt aber auch 125 Millionen Menschen! Das Gebiet, das heute direkt für uns arbeitet, umfaßt weit mehr als 2 5 0 Millionen Menschen. Das Gebiet, das in Europa indirekt aber für diesen Kampf arbeitet, umfaßt schon jetzt über 350 Milionen! Soweit es sich nun um das deutsche Gebiet handelt, das Gebiet, was wir besetzt haben, das Gebiet, das wir jetzt in unsere Verwaltung genommen haben — so soll man nicht daran zweifeln, daß wir es fertig bringen, es in die Arbeit restlos einzuspan- nen. Das kann man uns glauben! (Brausende Beifallsstürme umjubeln den Führer.) Es ist nicht das deutsche Volk des Weltkrieges, das heute im Kampf steht. Es ist ein ganz anderes deutsches Volk! Es ist das Unglück unserer Gegner, daß sie das nicht begriffen haben und daß sie diesen jüdischen Strohköpfen nachlaufen, die immer wieder erklären: „Man braucht es nur genau so zu machen, wie man es schon ein Mal gemacht hat." Das nehme nicht einmal ich von unteren Gegnern an, obwohl ich sie nicht für gescheit halte. Selbst ich tue niemals das gleiche, sondern immer etwas anderes. (Wieder bricht brausende Zustimmung los.) Sie sollten es erst recht aber endlich aufgeben, immer auf das Alte zu hoffen? So sagen sie jetzt z. B.: „In der Etappe wird ein Auf- rühr ausbrechen." Es kann vielleicht irgendeinen Dummkopf geben, der auf englische Rundfunkmeldungen sich plötzlich rührt. Aller nicht lange? Wir werden mit solchen Dingen fertig! Man soll sich darüber keiner Täuschung hingeben, solche Versuche brechen sehr schnell zusammen, denn heute tritt ihnen nicht mehr ein bürgerliches Deutschland mit Glacehandschuhen entgegen, sondern das nationalsozialistische, und das hat harte Fäuste! (Stürmische Zustimmung.) Wir sind überall dort, wo wir Gebiete besetzen, sehr höflich und sehr anständig zur Zivilbevölkerung, vielleicht manches Mal zu anständig, zu entgegenkommend. Bei uns wird niemand vergewaltigt da drüben, aus vielerlei Gründen nicht. Es finden auch keine Einbruchsdiebstähle der deutschen Soldaten statt, die dort auf Raub und Plünderung ausgehen. So etwas wird dort sogar härter bestraft als in der Heimat. Wi r schützen diese Bevölkerung. Wenn aber einer glaubt, sich gegen die Besatzung auflehnen oder durch Meuchelmord sie vielleicht erschüttern zu können, dann werden wir zuschlagen, so wie wir es zu Hause getan haben in den Jahren, wo unsere Gegner glaubten, uns ßerrorisieren zu können. Am Ende sind wir mit ihrem Terror fertig geworden. Wir hatten uns die Organisation dafür geschaffen. Wir werden auch mit dem Terror unserer heutigen Gegner fertig! Dann kommen nun die allerblödesten Hoffnungen, nämlich in Deutschland breche ein Aufstand, eine Revolution aus. (Schallende Heiterkeit.) Die Leute, die hier eine Revolution machen könnten, bit Deutschlands Lebensrecht und Mchtanspruch. Oie römische presse zur Führer-Hede. Rom, 9. November. (DNB.) Die römische Sonntagspresse berichtet ausführlich über die Rede des Führers vom 9. Nooemoer sowie über die Feier in München. Alle Blätter unterstreichen die kategorische Feststellung des Führers, daß jede deutsche Schiffseinheit das Recht habe, sich zu verteidigen, wo immer sie angegriffen werde. Der Direktor des „G i o r n a I e d ' Italia" erblickt in der Rede eine ernste und würdige Betätigung des deutschen Lebensrechtes inb Machtanspruches und führt anschlie- zend an die Worte des Führers den Beweis, daß der von den Achsenmächten geführte Krieg ein Krieg der Verteidigung und nicht des Angriffes sei. „Die Achsenmächte haben nichts anderes verlangt als den ihren Bedürfnissen einerseits, ihrer Arbeitskraft anderseits entsprechenden Platz in derWelt. England habe unter dem Vorwand, feine Verpflichtungen gegenüber Polen zu erfüllen, diesen Krieg vom Zaune gebrochen, um Deutschland utid Jtlien in ihrer wachsenden Arbeitsleistung und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu vernichten und damit seinen Weltverkehr uno seine (veldvorherrschaft von den gefährlichsten Konkurrenten zu befreien. „Auf diesem Wege mußte London zwangsläufig auf den nordamerikanischen Finanzimperialismus und auf den Moskauer Kommunismus als Verbündete stoßen. So-kam das Bündnis zwischen dem angelsächsischen und dem bolschewistischen Imperialismus mit seinem paradoxen und verhängnisvollen Programm und den □genannten gemeinsamen Idealen zustande." Nordamerikas Rolle in diesem Bündnis werde gerade in dieser Stunde, da eine Senatsmehrheit für die kriegstreiberische Politik Roosevelts gewonnen wurde, klar vor Augen geführt, aber die Rede des Führers lasse keinen Zweifel über die Folgen, die die nordamerikanische Entscheidung, ihre Handelsschiffe zu bewaffnen und ins Kriegsgebiet zu schicken, möglicherweise haben könne. „Die Einheiten der Kriegsmarine und der Luftwaffe der Achsenmächte werden nach wie vor die seinerzeit gemäß den Bestimmungen des Völkerrechts erklärte Blockade durchführen und werden sie um jeden Preis respektieren lassen." Nicht ohne Bedeutung sei es, so schließt Gayda seine Ausführungen, die sich gegen die Ränke und gegen die Angriffslust der Gegner richten, daß gerade in diesem Zeitpunkt Lit - winow-F inkelstein als Botschafter Stalins nach Washington entsandt werde. Litwinow-Finkel» stein fei „der Mann des Völkerbundes, der Mitarbeiter Edens in der Sanktionsfrage und der Erfinder der Formel des unteilbaren Friedens" und damit auch des unteilbaren, d. h. des allgemeinen Krieges. Drei Feststellungen in der Rede des Führers sind, wie Stefani schreibt, dem italienischen Volk besonders zu Herzen gegangen. Es sind dies die Festste!» langen der Gemeinsamkeit der beiden Revolutionen, der Freundschaft zwischen dem Führer und dem Duce und der Schicksalsgemeinschaft der beiden Rationen. „In der Tat", bemerkt die italienische Nachrichtenagentur, „sind die beiden Revolutionen, obwohl verschieden, historisch parallel, politisch auf ein Ziel gerichtet und geistig verwandt. Neben dem Militärbündns, der diplomatischen und politischen Solidarität der beiden Regie/Ungen und der Verbundenheit der beiden Revolutionen sichert die persönliche Freundschaft des Führers und des Duce den Beziehungen der beiden Nationen untereinander und gegenüber dritten Mächten eine hundertprozentige Klarheit. Dieser Faktor verleiht dem deutsch-italienischen Block unbedingte Festigkeit, an der auch die tollsten Manöver des Feindes nichts auszurichten vermögen." Neuyorker Zeitungen veröffentlichen die Führer-Rede. Neuyork, 9. Nov. (DNB. Funkspruch.) Dis späten Neuyorker Abendblätter und die ersten Sonntagsausgaben bringen teilweise in großer Aufmachung Auszüge aus der Führer-Rede in München. „New Port Journal American", „New Port Post", New Port Daily News" und New Jork Daily ÜJHrror" betonen in Überschriften, Hitler habe die Vereinigten Staaten geringschätzig abgetan und gleichzeitig hie USA.- Schiffe gewarnt. Weiter stellen die Blätter die Versicherung des Führers heraus, er werde Europa gegen jede feindliche Kombination verteidigen und halten. Auch die Aeußerung, daß gewisse USA.- Versuche, Deutschland durch Drohungen und Rüstungspläne einzuschüchtern, albern seien, wird von den Neuyorker Blättern stark beachtet. Bisher liegen noch keine Kommentare vor. *0Nd4 Roosevelt kann uns nicht emschüchtern das au f e i g sche Schiff Torpedos wird sich wehren und unsere lächerlichen Fälschungen abzugeben, z. B. daß ich ^urd) deutsche Experten eine Landkarte fabriziert hätte. e fabriziert hatte, sagen: Ich habe Da kann ich Herrn Roosevelt nur Eine gewaltige Ausgabe und einkasfiert ton wird nie Welkhauptstadt werden! (Brausender halbes I derar-1 wn> da wir auch des Großen Beifall.) In Europa würde, so glaube ich, ein Hundert sogar von Mittelstädten gegen eine alle außerhalb der Lufts-chutzräume. Mit dem Ableben einiger Schwerverletzter muß noch gerechnet werden. Und zwar einen Kastenkuchen, den wir auch inS Feld schicken können. - Wir brauchen dazu: ZO g Fett, 150 g Jucker, 300 g Mehl, 1/2 Päckchen Mondamin-Backpulver, 1 Päckchen Mondamin-Vanillinzucker, etwa 1/8 Liter Milch, 30 g Haferslocken, 10 g Zucker. Haferflocken mit 10 g Zucker karamelisieren, erkalten lassen und durch die Mandelmühle geben. Fett mit dem Zucker schaumig rühren, SaS mit Mondamin-Backpulver gesiebte Mehl und die Milch dazugeben. Die zerkleinerten, gerösteten Haferflocken unter den Teig rühren, der dann in einer gefetteten Kastenkuchenform etwa 30 Minuten gebacken wird. Den Kuchen nach dem Erkalten mit Puderzucker bestreuen oder mit einer Zuckerglasur überziehen. Obenauf mit Zucker karamelisierte Haferflocken streuen. MQhlDAMihl-RACKPULVEft wach» ho Uifcl öilflia Ah jetzt wieder in Rechnung gestellt werden. (Brausender Beifall.) Es wird die Stunde kommen, vor die Gräber der Gefallenen Krieges hintreten und sagen werden können: Kameraden, auch ihr seid nicht um- s 0 nst gefallen! Das, was wir einst vor der Feldherrnhalle aussprachen, das werden wir noch mit einem tausendmal größer» Recht vor den Gräbern unserer Weltkriegssoldaten verkünden können: „Kameraden, ihrhabtdoch gesiegt!" Mit tiefer Ergriffenheit und immer größerer Begeisterung waren die alten Parteigenossen den Schlußworten des Führes gefolgt. Jetzt löste sich die gewaltige Spannung in einer ungeheuren Ovation für den Führer, aus der die unerschütterliche Siegesgewißheit jubelnd sprach, die ganz Deutschland auf das tiefste erfüllt. Das Sieg-Heil, das sie ausbrachten, kam aus übervollem Herzen, aus dem Bewußtsein, daß mit ihnen ein ganzes Volk seinem Führer dankt. ist, was unsere Gegner nur nicht begriffen haben, einer Bewegung, die bis in jedes Haus hineinreicht, die eifersüchtig darüber wacht, daß sich ein November 1918 niemals mehr wiederholt. Ich bin so oft Prophet gewesen in meinem Leben. Man hat mich immer ausgelacht, aber ich habe doch recht bekommen. Ich möchte es wieder fein: Niemals wird sich in Deutschland ein November 1918 wiederholen; er kann sich gar nicht wiederholen. Alles ist denkbar, nur eines nicht: daß Deutschland jemals kapituliert. Wenn unsere Gegner sagen: „Ja, dann dauert eben der Kampf bis zum Jahre 1942" — er kann dauern solange er will — das letzte Bataillon aber auf diesem Feld wird ein deutschestem! (Ein neuer Beifallssturm umbraust minutenlang, den Führer.) interessiert nur den Herrn amerikanischen Präsidenten Roosevelt. Im Deutschen Reich und nach unserer Auffassung kann jeder nach seiner Fassonseligwerden! , Ich habe gelesen, daß es in den Vereinigten Staaten verboten ist, daß ein Prediger gegen den Staat redet, und daß es Soldaten verboten ist, solche Predigten zu besuchen. Es ist das gleiche wie bei uns, nur mit einem Unterschied, nämlich dem, daß im Deutschen Reich die Konfessionen fast 900 Millionen Mark jährlich von Staats wegen bekommen, in Amerika aber keinen Pfennig! (Schallende Heiterkeit.) Es ist auch im Deutschen Reich kein Priester jemals wegen seiner Glaubensgrundsätze verfolgt worden, sondern nur dann, wenn er von den Glaubensgrundsätzen weg sich in Staatsgrundsätze einmischte. Das haben aber immer nur sehr wenige getan. Die große Mehrzahl steht in diesem Kampf hinter dem deutschen Staat. Sie weiß ganz genau, daß, wenn dieser Kampf für das Deutsche Reich verloren würde, unter dem Protektorat von Stalin jedenfalls die Religion schlechter fahren würde, als unter unserem Regime. Alle Versuche, von außen her vielleicht auf das deutsche Volk einzuwirken, sind kindisch und lächerlich. Das deutsche Volk kennt nun das nationalsozialistische Regime als Partei seit bald 20 Jahren, als Staatsführung jetzt ebenfalls schon acht Jahre, und ich glaube, daß es keine Zeit der deutschen Geschichte gibt, innerhalb der in acht Jahren so Gewaltiges geleistet worden ist, als im Deutschen Reich unter der Führung der nationalsozialistischen Bewegung. (Brausender Beifall.) Die größten Zeugen für das Wirken unserer Bewegung werden diejenigen sein, die von der Front zurückkommen und ein 2Zjähriges Wirken des Kommunismus mit dem unsrigen vergleichen formten. Sie können ein Urteil abgeben, was der Nationalsozialismus geleistet hat und was unserem Europa bevorstünde, wenn diese andere Welt siegreich sein sollte. Sie verstehen unsere große Zielsetzung: In diesem Kampf nunmehr endlich die Gefahr des Ostens von Europa nehmen und dadurch diesen Osten in feiner unermeßlichen Fruchtbarkeit, mit feinem unermeßlichen Reichtum an Bodenschätzen und Erzen nicht mehr gegen Europa mobilisieren lassen, sondern ihn in den Dienst Europas stellen. (Brausender Beifall.) Das ist ein gewaltiges Ziel, das weit über die Grenzen unseres Deutschen Reiches hinausreicht, gewaltig nicht nur als Leistung, sondern auch gewaltig in den Folgen. Der bisherige Zustand ist doch ein Wahnsinn, — dieses Europa, in dem auf manchen Gebieten — ich brauche nur an den Westen zu denken — bis zu 260 Menschen auf dem Qua- dratkilometer leben! tige Kulturbelastung der Menschheit protestieren. (Große Heiterkeit.) * Unser großes Ziel im Osten ist im Grunde genommen nur die letzte Auswertung unseres Programms, nach dem wir einst angetreten sind, dieses nüchternen Programms, das die menschliche Arbeit und damit den Menschen s e l b st in den Mittelpunkt des Handelns, des Strebens und auch des Erfüllens rückt. Wir haben damals gegen die Begriffe von Gold und Kapital den Begriff Mensch, Volksgenosse und Arbeit gesetzt, und wir setzen heute gegen -diesen Begriff wieder den Menschen und seine Arbeit. Wir umfassen damit auch alle diejenigen, die mit uns heute als Verbündete stehen, in erster Linie den Staat, der unter der gleichen Not, zum Teil unter einer noch viel größeren leidet, als Deutschland selbst: Italien. (Großer Beifall.) Der Duce — ich weiß es — empfindet diesen Kampf nicht anders als wir: auch sein Land ist übervölkert, immer benachteiligt, nicht wissend, woher das tägliche Brot genommen werden soll. Er hat sich mit mir verschworen, und diesen Bund wird und kann keine Gewalt der Welt lösen! (Erneuter stürmischer Beifall.) Es sind zwei Revolutionen, die zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Formen, aber doch mit gleichen Zielen angetreten sind. Sie werden gemeinsam diese Ziele erreichen. Zu uns find nun eine ganze Anzahl weiterer Gebäude- und Sachschäden in Berlin. Berlin, 8. Nov. (DNB.) Berlin wurde in der Nacht vom 7. zum 8. 11. zweimal von mehreren britischen Bombern angegriffen. Durch Bombenabwürfe entstanden in Wohnbezirken Gebäude und Sachschäden. Sieben Personen wurden getötet und 32 verletzt. Sie befanden sich Das Ritterkreuz. Berlin, 8. Roo. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Pick, Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment; Oberleutnant Schmelzried, Kompaniechef in einem Infanterieregiment; ^-Obersturmführer Bremer, Kompaniechef in der Leibstandarte Adolf Hitler. bann darüber hinaus aber auch alle diejenigen, die in gleicher Not leben, wie wir auch. Und dann bin ich-der Ueberzeugung, daß dieser Kontinent nicht de^ zweite der Welt sein wird, sondern daß er nach wie vor der erste bleiben wird. (Erneute stürmische Zustimmung.) Und wenn Herr W i l l k i e, dieser Ehrenmann, erklärt, es gebe nur zwei Möglichkeiten, entweder Berlin wird Welthauptstadt oder Washington — dann kann ich nur sagen: Berlin will gar nicht Welthauptstadt fein, und Washing- Wenn also ein amerikanisches Schiff aufgrund des Befehls seines Präsidenten schießt, bann wird es das auf eigene Gefahr hin tun. Dasdeut - HauptschrifUeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bauptichrtftleit»rs: Ernst Blum'cliein. verantwortlich fftr Politit und Bilder: Tr. Fr. W. Lange (erfrantt), «. D. Ernst Blumschein: für sa» Feuilleton: Tr. Hans Tbynot: lür Stadt Giepen. Provinz, Win- choft ii. Sport: Ernst Blumichein. Truck und Berlaq: Brühlsche Univertitütsdruckerei R. Lange tt.Qf. 'terlagsleiter: Dr.- Fng. Erich Hamann' Anzeigenleiter: Hans Beck. D erontworilich für den Snbov der Anzeigen' Theodor Kümmel P> Nr.6. Ich sehe alle diese Dinge von einer — ich darf wohl sagen — höheren Warte. Ich unterscheide zwi- >che» den Franzosen und ihren Juden, zwischen den Belgiern und ihren Juden, zwischen den Holländern und ihren Juden. Ich weiß, daß dort zahllose Menschen leben, die auch die Opfer dieser wahnwitzigen europäischen Konstruktion sind, nach der tatsächlich der reich st e Teil Europas gegen Europa fortgesetzt mobilisiert wird, ohne daß dabei die eigenen Menschen dort auch nur den primitivsten Lebensstandard besitzen. Das haben ja auch unsere Soldaten gesehen: In einem Land, in dem die Fruchtbarkeit nur so aus dem Boden quillt, in einem Land, in dem man mit einem Bruchteil der Arbeit ein Vielfältiges an Gewinn erzielen würde, wie bei uns, da haben die Menschen kaum so viel, daß sie auch nur einen Kochtopf ihr eigen nennen; in elenden Katen hausen sie, verkommen, verlaust und verdreckt. Vor wenigen Tagen pabe ich gelesen, daß man bei einem deutschen Kriegsgefangenen im Osten Läuse gefunden haben oll. Das läßt Herr Stalin verbreiten. Ich nehme an, daß er doch nicht glauben machen will, dieser Kriegsgefangene habe die Läuse etwa von München »der von Berlin nach Rußland mitgebracht. 'Im Sowjetparadies existiert wirklich das Miserabelste, was es an Sklaventum überhaupt auf dieser Welt je gegeben hat. Millionen verängstigter, unterdrückter, verkommener Menschen, halbverhungert! Dar- Iber allerdings steht ein Regime von Kommissaren, zu 90 Prozent jüdischer fyer- ' unft, das diesen ganzen Sklavenstab dirigiert. Es wird für Europa eine wahre Erlösung sein, wenn nicht nur diese Gefahr verschwindet, sondern wenn die Fruchtbarkeit dieser Erde ganz Europa zugute kommt. _ Das ist eine gewaltige Aufgae, die uns gestellt ft, und ich bin nun allerdings so viel Materialist, i aß ich sie als viel wichtiger ansehe, als mich etwa kirum zu kümmern, welche Religionen in den ver- jchiedenLN Ländern herrschen. (Große Heiterkeit.) Wir haben ein Ziel, cs umfaßt diesen Kontinent, primär unser Vaterland, Von unserer berliner Schriftleitung. Das Fanal, das der Trauer um alle, die dem deutschen Daterlande ihr Leben gegeben haben, und der düsteren November-Symphonie den Beiklang historischer Größe und die Melodie vom ewigen Deutschland die Schwingen verleiht, ist stolze Botschaft: Und ihr habt dennoch gesiegt! Sie haben gesiegt, jene Helden von 1914, die Blutzeugen von 1923 und die Kämpfer des jetzigen Krieges; sie haben damals gesiegt, diejenigen, die ihr Leben in den Kreidefelsen der Champagne ober an den Dardanellen oder in den Steppen und Urwäldern des Ostens oder bei den Falklands-Inseln ihr Leben opferten; sie haben gesiegt, die auf dem Pflaster Münchens, zum Marsche für ein ewiges Deutschland angetreten, mit ihrem Blute die Straßen der bayrischen Hauptstadt färbten; sie haben gesiegt, die im jetzigen Kriege in Polen, Norwegen, Belchen, Holland, Frankreich und auf den Schlachtfeldern der Sowjetunion, in den Lüften und auf den Meeren Zeugnis ablegten für ihren Willen, ein freies, sicheres und großes Deutschland zu erkämpfen. Sie haben gesiegt, ob sie in den braunen Uniformen der Partei, in dem grauen Ehrenkleide des Soldaten, blauem Gewände der Matrosen oder in dem blaugrauen Rock des Fliegers dem Feinde zum Kampf sich stellten. Wenn der Führer in der Rede, die er diesmal zum 9. November im Münchener Löwenbräu hielt, die Ehrung all der Toten wieder mit dem stolzen Worte: „Und ihr habt doch gesiegt!" beschloß, so hat er damit all derer gedacht, die im Laufe des letzten Vierteljahrhunderts für Große und Sicherheit, Freiheit und Leben Deutschlands fielen. In diesem Worte aber ist schon eingeschlossen das Bekenntnis zu einem kompromißlosen Kampfe gegen d ie Feinde Europas. Der Führer hat dieses Bekenntnis im Verlaufe feiner Rede auch kräftig unterstrichen und eindeutig her- ausgestellt, daß der kompromißlose Sieg allein dieses Ringen beenden könne. Im Gegensatz zu der feigen Luge Churchills, jenes Exponenten der pluto- kratischen und jüdischen Kriegshetzer, daß er alles getan habe, um England aus dem Kriege herauszuhalten, während er doch selbst in Wirklichkeit alle Minen springen ließ, um seinen Krieg, den er den „reizenden" nannte, au bekommen, konnte der Führer auf feine mehrfachen Bemühungen um einen Ausgleich mit den Mächten, die den Untergang des Reiches wollten, Hinweisen. Dieser Hinweis hat um so größere Schlagkraft, als -ja die Tatsache unwiderleglich feststeht, daß die Kriegstreiber Englands, aufgepeitscht von ihren Hintermännern und vor allem den ewigen Juden, auch formell Deutschland den Krieg erklärten. Wenn der Führer von einem kompromißlosen Kampfe sprach, so war das nur der Ausdruck der Entschlossenheit, die das ganze deutsche Volk b eseelt, das weiß, daß hinter den Kriegstreibern der internationale Jude steht, der sich im Bolschewisnzys ein furchtbar drohendes Instrument geschaffen hatte und von einem teuflischen Haß gegen die Mächte der Ordnung erfüllt ist, von einem Haß, mit dem es eben keinen Ausgleich gibt. Diese Erkenntnis erfüllt aber nicht nur das deutsche Volk, der Führer konnte in seiner Münchner Rede mit stolzem Bewußtsein darauf Hinweisen, daß es ihm gelungen ist, gegen die Hunnen der Neuzeit eine gemeinsame Front der europäischen Volker aufzurichten. Die Entschlossenheit, den aufgezwungenen Kampf mit einem kompromißlosen Siege zu beendigen, äußert sich auch in dem unbeugsamen Willen des Führers, die Wehrkraft nicht nur des Reiches, sondern von ganz. Europa zu entwickeln. Mit Recht konnte der Führer die nüchterne Feststellung machen, daß er mit seiner Rüstung nicht erst in diesen Monaten zu beginnen brauchte, sondern daß er das gewaltige Rüstungspotential des Reiches feit Beginn des Krieges bereits um ein Vielfaches habe steigern können. In diese Entschlossenheit des Führers, die die Entschlossenheit des ganzen deutschen Volkes und all feiner Verbündeten ist, fügte sich auch die Feststellung ein, daß jedes deutsche Schiff das Recht habe, sich zu verteidigen, wo auch immer es angegriffen werde. Daß der Führer neben den Toten auch den Helden, die heute an den Fronten stehen und die Fahne des Sieges weitertragen, ein stolzes Gedenken weihte, ist bei dem Soldaten des Weltkrieges, der heute auch wieder mit feinen Soldaten lebt und opfert, eine Selbstverständlichkeit. Seine Anerkennung galt all denen, die eingesetzt sind, damit das Vaterland lebe. Alle Waffengattungen kamen zu ihrem Recht. Daneben vergaß der Führer aber auch nicht, die Leistungen der deutschen Infanterie, die auch heute noch „die Königin der Waffen" ist, heroorzuheben. Und ihr habt dennoch gesiegt! Das Vermächtnis der Toten ist die Pflicht der Leben- den, dem Opfer der Toten seinen Sinn zu geben und dafür zu sorgen, daß es in einem kompromißlosen Siege seine letzte Erfüllung findet. Der Führer hat in feiner Münchener Rede dadurch, daß er die Heldenehrung zum Ausgang nahm, das Opfer der Toten mit dem Gelöbnis der Lebenden vereint. Das deutsche Volk hat dieses Gelöbnis verstanden. Es wird sein Letztes hergeben, daß auch nach der Beendigung des gigantischen Ringens das Wort erst recht gilt: Und ihr habt dennoch gesiegt! auf gewissen Gebieten überhaupt keine Experten. Bei mir genügt immer mein Kopf ganz allein. Ich habe keinen Gehirntrust zu meiner Unterstützung notwendig. (Brausender Beifall und große Heiterkeit.) Wenn also wirklich eine Veränderung irgendwo stattfinden soll, dann entsteht Das zunächst in meinem Gehirn und nicht im Gehirn anderer, auch Nicht in den von Experten. Ich bin auch kein Gymnasiast, der in einem Schulatlas Karten einzeichnet. Südamerika liegt so weit weg wie meinetwegen der Mond. Es sind das dümmste Behauptungen. Aber nehmen wir die zweite Fälschung, w i r wollten alle Religionen der Welt aus» löschen. Ich bin jetzt 52 Jahre alt und habe etwas anderes zu tun, als mich mit Kindereien ober Dummheiten zll beschäftigen. (Stärkster Beifall.) Außerdem interessiert es mich gar nicht, ' welche Arten von Religionen in der Welt sind und wie die Völker zu diesen Religionen stehen. Das werden treffen. Ich habe auch gar keine Lust, micfjjnit diesen Es ist auch ganz zwecklos, mich irgendwie ein» schüchtern zu wollen. Sie wissen, daß ich oft monatelang, oft jahrelang über eine Sache schweige. Das heißt nicht, daß ich sie nicht berücksichtige oder, daß ich sie nicht erkenne. Wenn heute, besonders von Amerika aus, immer neue Drohungen gegen Deutschland ausgestoßen werden, so habe ich auch das beizeiten ins Auge gefaßt. Ich habe schon vor über einem Jahr erklärt: Was für ein Schiff auch immer Kriegsmaterial bringt, also Material, um Mannschaften zu töten, es wird torpediert werden! (Ungeheurer Beifall.) Wenn nun der amerikanische Präsident Roosevelt, der einst schon verantworllich war für den Eintritt Polens in den Kampf, der, was wir ihm heute genau belegen können, Frankreich bestimmte, in diesen Krieg einzutreten, glaubt, durch einen Schießbefehl uns vielleicht mürbe machen zu können, so kann ich diesem Herrn nur eines zur Antwort geben: Herr Präsident Roosevelt hat feinen Schiffen befohlen z u schießen, fobald sie deutsche Schisse sehen. Und ich habe den deutschen Schissen besohlen, wenn sie amerikanische sehen — n ich t darauf zu schießen, aber sich zu wehren, sobald f te angegriffen werden. Einen deutschen Offizier, der sich nicht wehrt, stelle ich vor ein Kriegsgericht. (Unerhörter tosender Beifall.) europäischer Staaten gestoßen. Wir können sagen, daß fast ganz Südosteuropa in unserem Lager steht und daß große Teile des übrigen sich, wenn auch nicht staatlich, dann wenigstens gesinnungsmäßig in unserer Front befinden. So kämpfen wir als Nationalsozialisten heute nicht mehr allein, sondern in einer gewaltigen europäischen Front. Und wir können am Ende dieses Jahres wohl sagen, daß durch diese europäische Front die grotzte Gefahr b e - r_e i t 5 abgemenbet worden ist. Als ich neulich in Berlin sprach, da standen wir gerade vor dem Ablauf zu einem letzten gigantischen Hieb. Er ist über alle Maßen gelungen. Rund 75 Divisionen wurden mit einem Schlag ausgelöscht und vernichtet. Und die Führung dieses Kampfes sowohl als die Ausführung wird nicht ermüden und nicht ermatten. Das der Heldenmut an der Front geleistet hat, ist unsterblich, und für eine so unsterbliche Tat wird auch — das können wir als Rlenfchen, die an eine Vorsehung glauben, annehmen — ein unvergänglicher Lohn kommen! Dir dürfen keinen Zweifel darüber haben, daß in dieser Zeit jetzt das Schicksal Europas für die nächsten 1 0 0 0 3ahre entschieden wird. Öanf undGelöbnis denToten. zSßir alle können glücklich sein, daß wir diese Zeit anbahnten, und Sie, meine Freunde aus alter Zeit, Sie können stolz darauf sein, daß Sie mir, den die Vorsehung bestimmt hat, diesen Weg zu beschreiten, schon damals in einer Zeit und unter Umständen folgten, in denen ich in dieser Stadt noch als ein unbekannter Mann meinen Weg begann. Wir dürfen gerade in diesem Jahr mit noch mehr Stolz vor die Gräber unserer alten Kameraden hintreten. Im vergangenen Jahr konnte uns vielleicht vor ihnen etwas belasten, wir haben nicht rneyr gegen Rotfront gekämpft, das Schicksal hatte uns gezwungen, mit ihm einen Waffenstillstand zu schließen. Ich habe diesen Waffenstillstand ehrlich gehalten. Von der andren Seite ist die Entbindung von dieser Verpflichtung erfolgt. Ich blicke jetzt fast wie e r {ö ft in diesem Jahr zu den Gräbern unserer Parteigenossen hin, denn ich weiß, daß diese Parteigenossen ja einst alle das gleiche Ziel hatten: Der Kampf gegen diesen marxlsti - schen Weltfeind und seine Verbündeten. Sie sind damals unter den Kugeln dieser Front, die sich von einer dummen Reaktion bis zum fanatisierten Wahnwitz des Bolschewismus hin erstreckte, gefallen. Wir erinnern uns gerade in diesem Jahr dieser Gefallenen mit besonderer Rührung und mit besonderer Ergriffenheit. Meine eigenen Empfindungen werden Sie verstehen. Ich bin nur wenige Stunden wieder hier in dieser Stadt, von der ich einst auszog, aber ich bin so glücklich, Sie wieder hier zu sehen, meine alten Gefährten, meine alten Kampfgenossen. Und Sie dürfen mir schon glauben, daß mir in diesem Jahr eine ungeheure Last vom Herzen genommen worden ist. Ich empfinde so recht die ganzen Opfer, die wir bringen mußten: alle unsere vielen jungen und alten Freunde, die jetzt wieder mit ihrem Blut Deutschlands Rettung bezahlen mußten und vielleicht noch bezahlen müssen. Allein es ist der alte, ewige Streit und der alte, ewige Kampf. Er fand eben im Jahre 1918 kein Ende. Damals hat man uns um den Sieg betrogen. Damals haben wir zwei Millionen Tote geopfert, über 7% Millionen Verwundete gehabt und find trotzdem durch den Wahnwitz einer inneren Revolution um den Sieg gebracht worden. Es war aber nur der Anfang, das erste Stück dieses Dramas, das zweite und der Schluß werden jetzt geschrieben, und wir werden diesmal das einholen, um was man uns damals betrogen hat, Punkt um Punkt und Position um Position wird sind gar nicht mehr ba. Die sind nämlich schon lange in England, in Amerika und in Kanada usw. Die haben wir also nicht mehr. Die Leute aber, die vielleicht eine Devolution machen wollten, sind so wenige und so belanglose, daß es geradezu ein Witz ist, auf ihre Hilfe zu hoffen. Sollte aber irgendeiner ernfttich bei uns hoffen, unsere Front stören zu können, ganz gleitb, woher er stammt, aus welchem Lager er kommt, so — Sie kennen meine Methode — sehe ich dem immer eine gewisse Zeitlang zu. Das ist die Bewährungsfrist; aber dann kommt der Augenblick, an dem ich blitzartig zuschlage und das sehr schnell beseitige. (Stürmischer Beifall.) Und dann hilft alle Tarnung nicht, auch nicht die Tarnung mit der Religion. (Tosender, minutenlanger Beifall.) Aber, wie gesagt, das wird ja bei uns gar nicht notwendig fein, weil ja vor allem dieses ganze deutsche Volk heute in einer Bewegung organisiert IGLORlfl Erstaufführung Heute Montag Saltrai .1111 hi h m ff rwn 1111111111111111 n 111111111111 n 111111 j 1111111111111111111111111 iri i m. NEUSTE WOCHENSCHAU Was koche ich ? ■aMuxiuiwuuiiwiiiiu' 4622V Zimmer 14. ä* Fpqlöst Rezept auMthnelden und aufbewahren! Sie können es immer verwenden — auch wenn Sie beute mol keinen Knorr-Würfel bekommen haben. An fleischlosen Tagen Ist wohl jeder dankbar für eine gute Suppe. Zu Reis mit pikanter Soße schmeckt die Knorr«Klärchensuppe ausgezeichnet. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr« Suppenwürfel. Gedämpfter Reis mit pikanter Soße Ist ein nahrhaftes und wohlschmek- kendes Gericht. Aber wie ohne Fett und ohne Fleisch eine leckere, ausgiebige Soße bereiten? Merken Sie sich das folgende Rezept; Pikante Soße Den TPSflCVU Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit ’M Liter Wasser, 1/2 Lorbeerblatt, einer Prise Zucker und Essig nach Geschmack unter Umrühren 3 Minuten kochen. Fertig! das Richtige! Wenn Ihre Füße vor Übermüdung und Anstrengung schmerzen. dann ist und bleibt Saltrat das bewährte Mittel zur schnellen Linderung der Beschwerden. Es lohnt eich deshalb, wiederholt danach zu fragen, wenn Sie Bei der Abholung der Schwer- und Schwerst- arbeilerkarken ist die Liste vorzulegen. Die Abgabe der Langarbeiterkarlen erfolgt gegen Vorlage der vorgeschriebenen Bescheinigung. Bei späterer Abholung wird eine Ordnungsgebühr von 1,— RIN. erhoben. Giehen, den 10. November 1941. Der Oberbürgermeister der Sladt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Lichtspielhaus Tägl. 2.30,4.48,7.30 • Jagend hat keinen Zutritt es beim ersten Versuch nicht gleicherhalten. Vergessen Sie nicht: Saltrat! 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November 19 41, in der Zeit von 8 bis 12 und 14.30 bis 17.30 Uhr im Liebigbau, Heute Montag Erstaufführung Seltene Statur» urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer. bte alle Naturfreunde und DogeNiebhaber mit Begeisterung lesen und schauen «erden: Unter SöüeiKönfiölem n.5eef®iufli6en Beobachtungen und Natururkunden aus d. Dogelwelt d. deutschen Nordseeküste. - Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seilen mit 92 Bildern nach wundervoller Naturaufnahmen. 7M Leinen gcbunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. tzugoDermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Klein» Anzeigen richten fick an die Bevölkerung der engeren Heimat! Dar nm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BleBener Anzeiger ^Kleine Mädchen I grosse Sorgen Ein Großfilm der Märkisc/ien-Panorama-Schneider-Südost Sybille Schmitz, Attila Hörbiger, Viktor Staal, Oscar Sima, Harla Koppenhöler, Ednard Köck machen diese Filmschöpfung zu einem unvergeßlichen Erlebnis. 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Er wurde an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 40 RM. verurteilt. Die seitherige Unbescholtenheit des Angeklagten wirkte strafmildernd. Der G. Sch. in R. hatte einen Strafbefehl über 10 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Er hatte am 7. September am Bahnhof in Gießen ruheftörenden Lärm verübt. Der Angeklagte bestritt, sich schuldig gemacht zu haben, er wurde aber üb erführt. Die Geldstrafe wurde auf 30 RM. erhöht. Fufiball-^undschau. Favorilenslürze lm Reichsbundpokal. Die zweite Reichsbundpokal-Dorrunde war reich an Ueberraschungen. Die größte Ueberraschung kam wohl in Fulda zustande, wo die Auswahl des Gaues K u r h e s f e n mit 4:2 (1:1) über den Pokal- oerteibiger Sachsen gewann, der bekanntlich auf biß Spieler des Dresdner SC., glaubte verzichten zu können, was sich wohl aber jetzt — natürlich zu spät — als eine Fehlrechnung erwiesen hat. Die süddeutschen Mannschaften kämpften im übrigen ohne Glück. Baden ging iiti Karlsruher Phöyix- Stadion, allerdings völlig verdient, mit 1:3 (0:2) gegen iie wesentlich schnelle Niederrhein- E l f ein, Württemberg zog in Stuttgart gegen den -Bereich Mitte, der anscheinend an fein erfolgreiches Pokaljahr 1935 anknüpfen will, mit 4:6 (2:3) den kürzeren, und Bayern verlor in Köln trotz besseren Feldleistungen mit 3:4 (2:3) gegen Köln-Aachen. Den eindrucksvollsten Sieg des Tages landete die stark verjüngte O st m a r k - E l f in Wien, wo sie gegen Oberschlesien 5:0 (4:0) gewann. Westfalen, ohne die Schalter Spieler, stand gegen Niedersachsen auf verlorenem Posten und unterlag nach torlofer ersten Hälfte mit 1:4. Nordrnark schlug in Breslau den Bezwinger von Hessen-Nassau, Niederschlesien, mit 3:0 (0:2), während es in Berlin zwischen Berlin-Brandenburg und Ostpreußen trotz verlängerter Spielzeit ein torloses Unentschieden gab. Für die Zwischenrunde am 7. Dezember stehen also vorerst sieben Mannschaften bereit, und zwar: Kurhessen, Köln-Aachen, Mitte, Niederrhein, Niedersachsen, Nordmark und Ostmark. Dazu kommt noch der Sieger des Wiederholungsspieles Ostpreußen — Berlin-Brandenburg. Meisterschaftsspiele In Hessen-Nassau. Kickers Offenbach — TSVgg. Hanau 1860 4:0 FC. Hanau 93 — KSG. Wiesbaden 9:0 FSV. Frankfurt — SV. 05 Wetzlar 6:1 NSG. Rotw. Franks. — RSG. Wormatia Worms 1:0 SV. 98 Darmstadt — Union Niederrad 5:5 Lahn. Ehringshausen — TSV. Naunheim 0.5 SV. Watzenborn-Steinberg — Burgsolms 1:0 Die Terminliste. 16.1L: 1900 — Luftwaffe. Naunheim — V. f. B-- Reichsbahn. Burgsolms — Sportfreunde Wetzlar. Ehringshausen — Watzenborn-Steinberg. 23.11.: V. s. B.-Reichsbahn — Burgsolms. Sportfreunde Wetzlar — Luftwaffe. Ehringshausen — 1900. Watzenborn-Steinberg — Naunheim. 30.11.: Ehringshausen — V. f. B.-Reichsbahn. Burgsolms — Lu'ftwaffe. 1900 — Naunheim. 7.12.: V. f. B.-Reichsbahn — Sportfreunde Wetzlar. Watzenborn-Steinberg — Luftwaffe. 14.12.: Luftwaffe — Ehringshausen. Sportfreunde Wetzlar — 1900. V. f. B.-Reichsbahn — Watzenborn- I Steinberg. Hockey-Länderspiel. InVudapest: Ungarn — Deutschland 0:2 (0:1)« Handball. Meisterschaftsspiele Hessen-Nassau. TG. Hanau — Polizei Frankfurt 2:18; TG. Offenbach — LSV. Gießen 8:9; TV. Marnbach — X®. Friedberg 20:5; GsL. Pfungstadt — TG. Rüssels, heim 9:8. Fußball-Werbung im Gan Hessen-Nassau. In Hessen-Nasiau werden am Sonntag, 30. November, an verschiedenen Orten des Gaugebiets Fußball-Werbespiele der aktiven Mannschaften in Verbindung mit Spielen der Hiller-Jugend durchgeführt. Diese Spiele werden vornehmlich in den neuen Gebieten des Gaues stattfinden und verdunkelungszeil 10.11. von 17.36 bis 8.32 Uhr. sollen von den Mannschaften der Gauklafse, die an diesem Tage in der Meisterschaft spielfrei sind, bestritten toerben. Folgende Treffen sind angesetzt: In Gießen: Stadtelf Gießen — RSG. Rot- weiß Frankfurt; in Limburg: SD. 05 Wetzlar — Union Niederrad; in Friedberg: Aus- wähl Friedberg-Nauheim — FSV. Frankfurt; in Gelnhausen: Auswahl Geldhausen-Büdingen — FC. Hanau 93; in Dieburg: Auswahl Rodgau — Kickers Offenbach; in Alzey: Auswahl Alzey — Wormatia Äorms; in Bingen: Rheingau- Rheinhessen — Eintracht Frankfurt; in Bad Schmalbach: Auswahl Untertaunus — Kampfsport Wiesbaden. Bereits am Sonntag, 23. November, spielt der SV. 98 Darmstadt in Bensheim a. d. B. gegen eine Auswahl der Bergstraße. Im Laufe des Winters werde» noch weitere Werbespiele durchgeführt. Don der Börse. FWD. Frankfurt a. M., 7. November. Die vergangene Berichtszeit brachte an fast sämtlichen Tagen an den Aktienmärkten überwiegend leichte Kursabschwächungen, da die Umsatztätigkeit überaus klein blieb. Diese Tatsache war für viele Kreise eine gewisse Enttäuschung, da man nach Erlaß der neuen Bestimmungen, die der Börse einen totalen Charakter gaben, eine Belebung der Umsätze erwartet hatte. Erst im weiteren Wochenverlauf trat kleines Anlagebedürfnis hervor, das aber ohne nennenswerte Kurssteigerungen befriedigt werben konnte. Eine Sonderbewegung verzeichneten nur einige wenige Aktienpapiere, wie Südd. Zucker, Sie mehrfachen Schwankungen unterlagen und zum Schluß leicht erhöht lagen. Zell Waldhof bröckelten dagegen ebenfalls unter Schwankungen etwas ab. Bei den meisten Papieren hielten sich die Kursveränderungen unter 1 v. H., Stahlverein und IG. Farbenind., beides als Standardwerte anzusehen, verzeichneten kaum eine Aenderung. Am Einheitsmarkt wurden vielfach Kursnotierungen mangels jeglicher Gefchäftstättgkeit ausgesetzt. Stärker gedrückt lagen Grün & Bilfinger, die insgesamt etwa 10 v. H. niedriger schlossen. Am Rentenmarkt stand die neue Folge der 3,5 v. H. Reichsschatzanweisungen im Vordergrund. Die Kündigung der 4,5 v. H. Reichsschätze von 1937 bewirkte vorübergehend eine leichte Abschwächung der Kurse. Reichsaltbesitz bei kleinen Umsätzen kaum verändert, auch Steuergutscheine I wenig verändern In Pfandbriefen unb Kommunalobligationen waren die letzten Notierungen meist weiter rein nominell. Jndustrieobligationen veränderten sich kaum, mit Aktien gekoppelte Obligationen im Zusammenhang mit der Aktienbewegung abbröckelnd bzw. schwankend. Am Freive'rkehrsmarkt kam es ebenfalls nur zu sehr kleinen Umsätzen. Fränk. Schuh gaben dabei bis 116,5 nach. Für Katz & Klumpp, die nunmehr wieder 6 v. H. Dividende ausschütten, bestand zu 167 Nachfrage. Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Schickt 3Wrierte an die Front! Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein. Besonntes Alter auch für Dich! Sn Zeiten ernsten Nachdenkens über den späteren Lebensabend wird immer der glücklich sein, dessen Borausblick schon vor Jahren zum Besitz einer Lebensversicherung führte. Und welches Gefühl des Geborgenseins gibt die Lebensversicherung erst jetzt im Kriege! Der Familienvater an der Front-die Mutter seiner Kinder zu Hause, sie alle wissen, daß diese wirtschaftliche Sicherung die Brücke in kommende Zeiten baut und sofort Hilfe bringt, falls die SMnde sie fordert. ___________________________________ Gesichertes Alter • Zukunftsschutz der Deinen - Lebensfreude durch Geborgensein Statt Karten. Am 5. November 1941 verunglückte bei einem Fluge und starb den Fliegertod unser ihniggeliebter, einziger Sohn und Brud6r, Enkelsohn, Neffe und Vetter - Hans Dieter Fischer Oberfähnrich Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und des deutschen Schutzwallehrenzeichens. Das unerbittlich^ Schicksal hat nach Gottes Ratschluß einem hoffnungsfrohen Leben nach 22 Jahren jäh ein Ende gesetzt. Schmerzerfüllt und in tiefer Trauer: Dr. Paul Fischer, Zahnarzt Elfriede Fischer Brigitte Fischer im Namen aller Familienangehörigen. Gießen (Seltersweg 64II), 8. November 1941. Die Beisetzung findet am Dienstag, 11. Nov., um 15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __4628 D Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare, schmerzliche Nachrieht, daß mein über alles geliebter,treusorgenderMann, unser hoffnungsvoller, unvergeßlicher Sohn, mein lieber Schwiegersohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel und Pate Albert Rühl Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Inhaber des E. K. II in Folge einer schweren Verwundung in einem Feldlazarett im Osten am 6. Oktober sein junges Leben für seine Heimat gab. „Der ist in tiefster Seele treu — wer die Heimat liebt wie Du.“ Das hat er mit seinem Heldentod besiegelt. In tiefer Trauer: Helene Rühl, geb. Müller Adolf RUhl und Frau Berta Lina Müller Wwe. und alle Angehörigen. Laubach, Oberh., Adolf-Hitler-Str. 18, Rod am Berg üb. Usingen,Ts., Henriettenhof-Grünberg Land, Oberhessen, den 5. November 1941. __4624 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich desHeldentodes unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Neffen und Paten Konrad Preiß, Oberjäger in einem Gebirgs- jäger-Rgt., sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. In tiefer Trauer Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Joh. Heinr. Preiß Gießen (Wetzlarer Weg 80), im Nov. 1941. 4625 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schweren Verlust, den wir durch den raschen Tod meines lieben Mannes und unseres guten Vaters erlitten haben, sowie für die ehrenden Nachrufe danken wir herzlichst. Frau Marg. Medebach und Söhne. Gießen, den 10. November 1941. 4626D Bi Weg damit: fohlen ( durch S O LT IT „SOLTIT" gibt Ledersahlen längere ________Haltbarkeit, macht sie wasserabstoßend f