8rettag.lv. Oktober 1941 Gießener Anzeiger «6(06 I«. Mrgaus Nr. 241 1 lvß Twer? Turshol Umisx Mossalsk Suchinitschi. Dankow Jefremow vrel 50 100km (Scherl-Bilderdienst.) Well hat Aehnliches bisher noch Die hinter Länge tung übernommeen. Dort wird das Leben schnell-1 Führer und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht •Jegorjewsk Djedinowo des ange- 2 400 000 17 500 21 600 14 200 . mit tyl im \±Uülinin) (nrodnja\? Gefangene habt Ihr gemacht; Panzer und Geschütze vernichtet oder erbeutet; Flugzeuge wurden abgeschossen oder am Boden zerstört. sind gebaut worden. 405 Eisenbahnbrücken werden hergestellt; 25 500 Kilometer Eisenbahnen sind wieder in Betrieb genommen; ja: über 15 000 Kilometer Bahnen sind bereits auf die allgemeine europäische Spurweite umgenagelt. An Tausenden von Kilometern Strotzen wird gearbeitet. Grotze Gebiete sind schon in die zivile Verwal- Ueber über über und Ptr&slawl Aaljeski r Jurjew Mski Meundrow eßjelkowe Kriegsindustrie mit Rohstoffen aller Art versorgt wird. Zn wenigen Wochen werden seine drei ausschlaggebendsten Jndustriebezirke restlos in Eurer Hand sein! Eure Hamen, Soldaten der deutschen Wehrmacht, und die Kamen unserer tapferen Verbündeten, die Kamen Eurer Divisionen. Regimenter. Eurer Schiffe und Luftgefchwader werden für alle Zeiten verbunden fein mit den gewaltigsten Siegen der Weltgeschichte. Rjasarfx ''■Michailow er Scheid;!, nschaf! : R.M A Tschem Jdiensk NowoiSil 0 / Bolchow ßrjansk chotynez Karalschow 1 Vertin. 9. Okt. (DKB. Funkfpruch.) 3n der Kacht vom 1. zum 2. Oktober wurde folgender Aufruf des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht an die Soldaten der Ostfront verlesen: Soldaten der Ostfront! Erfüllt von tiefster Sorge für das Dasein und die Zukunft unseres Volkes habe ich mich am 22. Juni entschlossen, den Appell an Euch zu richten, dem drohenden Angriff eines Gegners noch in letzter Stunde zuvorzukommen. Es war die Absicht der Machthaber des Kremls — wie wir es heute wissen — nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zu vernichten. Zwei Erkenntnisse. Kameraden, werdet Ihr unterdes gewonnen haben: 1. Dieser Gegner hatte sich für seinen Angriff militärisch in einem fo enormen Ausmatze gerüstet, datz auch die stärksten Befürchtungen noch übertroffen worden sind. 2. Gnade Gott unserem Volk und der ganzen europäischen Welt, wenn dieser barbarische Feind seine Zehntausende an Panzern vor uns in Bewegung hätte fetzen können. Ganz Europa wäre verloren gewesen. Denn dieser Feind besteht nicht aus Soldaten, sondern zum grotzen Teil aus Bestien. Kun, meine Kameraden, habt Ihr selbst mit eigenen Augen das ..Paradies der Arbeiter und der Bauern" persönlich kennengelernt. In einem Lande, das durch seine Weite und Fruchtbarkeit die ganze Welt ernähren könnte, herrscht eine Armut, wie sic für uns Deutsche unvorstellbar ist. Dies ist das Ergebnis einer nunmehr bald 25jährigen jüdischen Herrschaft, die als Bolschewismus im tiefsten Grund nur der allergemeinsten Form des Kapitalismus gleicht. Die Träger dieses Systems sind aber auch in beiden Fällen die gleichen: Juden und nur Juden. Soldaten? Als ich Euch am 22. Juni gerufen habe, um die furchtbar drohende Gefahr von unserer Heimat abzuwenden. seid Ihr der grötzten militärischen Macht aller Zeiten entgegengetreten. Aber in knapp drei Monaten ist es. dank Eurer Tapferkeit, meine Kameraden, gelungen, diesem Gegner eine Panzerbrigade nach der anderen zu zerschlagen, zahllose Divisionen auszulöschen, ungezählte Gefangene zu machen, endlose Räume zu besehen — nicht leere, sondern jene Räume, von denen dieser Gegner lebt, und aus denen feine gigantische slens wieder nach vernünftigen Gesehen in Gang gebracht. Ungeheure Lager an Verpflegung, Treibstoff und Munition aber liegen bereit! Dieses grötzte Ergebnis eines Kampfes wurde dabei erreicht mit Opfern, deren Zahl — bei aller Schwere für die einzelnen Kameraden und ihre Angehörigen — im gesamten noch nicht 5 v. h. derjenigen des Weltkrieges beträgt. Was Ihr, meine Kameraden, und was die mit uns verbündeten tapferen Soldaten an Leistungen, an Tapferkeit, an Heldentum, an Entbehrungen und Anstrengungen in diesen kaum dreieinhalb Monaten hinter Euch habt, weih keiner besser als derjenige, der einst selbst als Soldat im vergangenen Krieg feine Pflicht erfüllte. In diesen dreieinhalb Monaten, meine Soldaten, ist nun aber endlich die Voraussetzung geschaffen worden zu dem letzten gewaltigen hieb, der noch vor dem Einbruch des Winters diesen Gegner zerschmettern soll. Alle Vorbereitungen sind — soweit sie Menschen meistern können — nunmehr fertig. Planmätzig ist dieses Mal Schritt um Schritt vorbereitet worden, um den Gegner in jene Lage zu bringen, in der wir ihm jetzt den tödlichen Stotz versehen können. heute ist nun der Beginn der letzten grotzen Entscheidungsschlacht dieses Jahres. Sie wird diesen Feind und damit auch den Anstifter des ganzen Krieges, England selbst, vernichtend treffen. Denn indem wir diesen Gegner zerschlagen, beseitigen wir auch den letzten Bundesgenossen Englands auf dem Kontinent. Vom Deutschen Reich aber und von ganz Europa nehmen wir damit eine Gefahr hinweg, wie sie feit den Zeiten der Hunnen und später der Mongolenstürme entsetzlicher nicht mehr über dem Kontinent schwebte. Das deutsche Volk wird deshalb in den kommenden wenigen Wochen noch mehr bei Euch fein als bisher. Was Ihr und die mit uns verbündeten Soldaten geleistet habt, verpflichtet schon jetzt alle zu tiefster Dankbarkeit. Mit angehaltenem Atem und Segenswünschen aber begleitet Euch in den nächsten schweren Tagen die ganze deutsche Heimat. Denn Ihr schenkt ihr mit Gottes Hilfe nicht nur den Sieg, sondern damit auch die wichtigste Voraussetzung für den Frieden! Führerhauptquartier, den 2. Oktober 1941. Adolf Hitler, eine gemeinsame Aktion zur Rettung wertvoll st en Kulturkontinents sehen. Gewaltig ist aber auch die Arbeit, die Eurer gigantischen Front geleistet wurde. Fast 2000 Brücken von über 12 Meter ft" keinen , Seife W Liner WP Das Ritterkreuz. Berlin, 9. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichs- marfchall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Generalleutnant Pflug- bei!, Kommandierender General eines Flieger- ') ‘Wentw LTulj Englands Traum vom Zweifrontenkrieg ist ausgelräumt. Heichspressechef Or. Dietrich teilt mit: Der Feldzug im Osten ist endgültig entschieden Shmabtne von Anzeigen für die MittagSnummer biSSV.Ubr deSBormittagS Ameigen-Vreife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Seilenbreite# Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Seilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/«» mehr •»*! i#1* f?p< t »•j Dienst nun ertts" -achtes Wäscht Iverges^ Sie oief len: M | ®urj( »QUfii ‘7 Ring, chn 'schaii e- Er i iben Wie-t Tut 1 mit 1 Fi» . 157, SA. »er! f B. he J 153, chZ. 153® rmani, e. Tai °g- b.» stsp- nnsch. ff meistes 5s folgen: , Figum 3.) 853 R 293 Rch ‘piffok W. ten könnten. Rach dreieinhalb Monaten ununterbrochener Kämpfe seien sie noch stark genug, den Gegner tausend Kilometer von den eigenen Landesgrenzen frontal anzugreifen und ihn dann in Kesseln zu Paaren zu treiben, lieber allem aber,1 Corps. y Kimry 'Kortschewa Dmitrow t ‘PossedJ Berlin, 9. Oktober. (DNB.) Auf Grund der wattigen, geschichtlich beispiellosen Erfolge der utschen Wehrmacht im Kamps gegen den Welt- nb Bolschewismus sprach Reichspressechef Dr. ie tri d) am Donnerstagmittag vor Vertretern r deutschen Presse über die entscheidende ntwicklung der militärischen Lage Ti Ost en. Dabei gab er zugleich die neue durch- gende Siegesmeldung des OKW. über die Ein- ließung dreier weiterer feindlicher Armeen im mm um Brjansk bekannt, die begeisterten Bei- ll auslösten. Die sich aus dem Bericht des Reichs- essechefs ergebenden Folgerungen, die besagen, ß mit diesen Waffentaten der ruhmreichen beut- ,,n Wehrmacht die m i l i t ä r i s ch e Entschei - jng im Osten Endgültig gefallen ist, n von den Teilnehmern mit tiefer Ergriffenschlag. , msch^ Ges. Sief. Ob« HZ. @n Kassel usiegcl ae. Es n 144, t Tch.S- ® ie&:’ okf 135,1 hön- Schiel ff id & Jljinfk // Juki 850 J ‘Stariza Khn •Loloschino Die letzte große Entscheidungsschlacht dieses Jahres Ein Tagesbefehl des Führers an die Soldaten der Ostfront. fchloffenen Armeen, die der Vernichtung anheimfallen, abgesehen, die Reste der geschlagenen sowjetischen Armeen überall im Rückzug. IXer Feldzug im Offen iff mif der Zertrümmerung der Heeresgruppe T i - mosch enko entschieden. Die weitere Entwicklung wird so abrollen, wie wir es wünschen. Die Sowjetunion ist mif diesem letzten gewaltigen Schlag, den wir ihr versehen, militärisch erledigt. Wan kann von opera- fionsfähigen grötzeren Verbänden der Bolschewiken heute überhaupt nicht mehr sprechen. Die letzten noch vorhandenen Divisionen, deren Widerstandskraft unter den ununterbrochenen Schlägen bereits stark nachgelassen hat, werden eine nach der anderen ausgelöschf werden. Der englische Traum vom Zweifrontenkrieg ist endgültig ausgeträumt." Sicherlich, erklärte Dr. Dietrich, würben sich, wenn diese entscheidenden Operationen demnächst abge= chlossen seien, die unverbesserlichen Schwätzer in England mit dem Schlagwort von einer Restaurierung der sowjetischen Armeen oder dem riesengroßen russischen Raum zu trösten und die Weltöffentlichkeit aufs neue einzunebeln versuchen. Diese Hoffnung sei nach den wahrhaft vernichtenden Niederlagen militärischer Dilettantismus, und im übrigen dürften unsere Gegner versichert sein, daß der Führer nicht der Mann ist, der ihnen die Zeit läßt, ich wieder zu restaurieren. Nach der Kennzeichnung der sowjetrussischen Heerführer, die zwar große heereskörper unter ihrem Kommando hatten, aber nie geführt haben, und der Feststellung, daß das taktische Verhalten der Bolschewisten die deutschen Erfolge begünstigt hat, da sie angriffsbereit mit ihrer ganzen Rüstung an unseren Grenzen aufmarschiert waren, würdigte der Reichspressechef in mitreißenden Worten die ungeheuren Lei st ungen unserer Truppen in den harten, schweren und erbitterten Kämpfen. Diese Leistungen seien über jedes Lob erhaben, und in der ganzen Welt gäbe es keine Soldaten, die ihnen gleichwertig an die Seite tre- DieWmfel find gefallen Von unserer Berliner Schristleitung. Der Feldzug im Osten ist, wie Reichsprcsseches Dr. Dietrich sagte, mit der Zertrümmerung der Heeresgruppe Timoschenko entschieden. Die Entscheidung ist militärisch endgültig gefallen. In 3*/2 Monaten hat in einem Siegeszuge, wie ihn die Welt bisher noch nicht sah, Adolf Hitler den Drachen des Bolschewismus bezwungen. Er hat damit die Welt vor einer Gefahr gerettet, wie sie massierter und militärkräftiger noch niemals seit den Stürmen der Mongolen Dschingiskhans und Tamerlans vorhanden war. Der Bolschewismus glich der lernäischen Schlange, die Herkules im Sumpf vernichtete. Für ein verlorenes Drachen Haupt wuchsen drei neue nach, und Herkules blieb nichts anderes übrig, als dieses vielköpfige Ungeheuer dadurch zu vernichten, daß er die Entstehung neuer Köpfe einfach durch Ausbrennen verhinderte. Tyrann über Millionen Menschen, denen das Charakteristische, ihre Seele, genommen war, hatte Stalin in unvorstellbarem Ausmaß feine Horden an Deutschlands Grenzen massiert, um die Kultur des Abendlandes zu vernichten. Er ist selbst per- nicht et worden. Seine Niesenarmeen sind allerwärts geschlagen, ihr Kriegsmaterial siel in deutsche Hand, ihre Rüstungsindustrien wurden von den Deutschen erobert. Und nun, da als letzte Anstrengung dieser Mann des Chaos die Armeen des Marschalls Timoschenko ansetzte, um Smolensk wiederzunehmen, haben die Genialität unseres Führers und die beispiellose Tapferkeit unserer Soldaten Briefe letzten voll kampffähigen Armeen im Raume von Wjasma eingeschlossen, und im Raume von Brjansk, östlich Go'mel, sind weitere drei russische Armeen von gleichem Schicksal ereilt worden. Ihre Vernichtung ist sicher. Damit hat praktisch die Heeresgruppe des Marschalls Timoschenko aufgehört zu bestehen. Sie ist von dem Schicksal des vorher vernichteten Marschalls Budjenny ereilt worden. Die Weltgeschichte ist das Weltgericht, und Adolf Hitler ist der Vollzieher dieses unerbittlichen Urteilsspruches. Wie beispiellos die Mühen und Strapazen, die Tapferkeit und der eherne Wille unserer Truppen sind, den Feind zu vernichten und wie sie diesen Drachen Bolschewismus erlegten, das werden nachträglich die Geschichtsforscher im einzelnen ergründen. Wir, die Mitlebenden, erfüllt von dieser gewaltigen Zeitenwende, in Dankbarkeit und Ehrfurcht unserer Soldaten, unseres besten Blutes, gedenkend, können heute schon sagen: Die Jahrhunderte werden bewundernd auf dieses Geschlecht von Frontkämpfern, vom Führer bis zum letzten Soldaten, blicken. Sie haben niemals solche Taten verzeichnet, wie sie jetzt geschehen sind. Schweigend sind sie geschehen. Die Moskowiter und die Briten, Erscheint täglich, außer - Sonntags und Feiertags nie gesehen! Das Gebiet, das die deutschen und die mif ihnen verbündeten Truppen heute beseht halten, ist mehr als doppelt so groß wie das Deutsche Reich vom Jahre 1933, mehr als viermal so groß wie das englische Wutterland. Seit dem 22. Juni find die stärksten SfeUungs- fysteme durchbrochen worden, gewaltige Ströme wurden überschritten, unzählige Orte erstürmt, Festungs- und Vunkeranlagen zertrümmert oder ausgeräuchert. Angefangen vom hohen Korden, wo unsere so überaus tapferen finnischen Verbündeten zum zweitenmal ihr Heldentum bezeugten,' bis zur Krim steht Ihr heute im Verein mit slowakischen, ungarischen, italienischen und rumänischen Divisionen rund 1000 Kilometer tief in Feindesland. Spanische, kroatische und belgische Verbände schließen sich nunmehr an, andere werden folgen. Denn dieser Kampf wird — vielleicht zum erstenmal — von allen Kationen Europas als IK Der von keinerlei Sachkenntnis getrübten Bericht- tiftattung unserer Feinde stellte der Reichspresse- t*f die in der ganzen Welt als zuverlässig aner- !bunten deutschen OKW.-Berichte gegenüber, deren Angaben stets durch die Ereignisse bestätigt muroen. Ian könne auch nicht erwarten, erklärte der Retchs- Mfedjef, daß die Meldungen des Siegers von b-nen bestätigt würden, die die Prügel bekommen, fär diese Berichte und ihre Wahrheit sprachen die 1 G-foIge der deutschen Wehrmacht in über zwei K'iegsjahren und die könne niemand bezweifeln. Neichspressechef Dr. Dietrich umrtß bann m ffofjen Zügen die Bedeutung der letzten mllltarilchen Sitroitflungen im Osten. Diese Operationen seien bs Produkt einer sorgfältigen großen Planung, b.ren ganze Größe aus dem Aufruf des Führers :$i erkennen fei, der in der historischen Nacht vom ,1 zum 2. Oktober den deutschen Soldaten an Der Ctfront bekanntgegeben wurde, bevor ste zu dieser [Cfenfioe unter der genialen Führung Adolf Spitlers [a traten, der diesen gewaltigen Feldzugsplan wie IM übrigen erdacht und geleitet habe. Die unge- Ihuren Erfolge dieser Riesenschlacht 4re4e” D0.n e unbe zu Stunde sichtbarer hervor. ter stürmt - \\t em Beifall verlas dann der Reichspressechef die pBte Siegesmeldung des OKW. aus dem ^uhrer- |huptquartier, wonach nunmehr auch tm Raum Ipsn Brjansk drei feindliches! rmeen |i rer Vernichtung entgegen f eben. Damit habe der gewaltige Durchbruch durch i idie Zentralfront zu der völligen Einschließung | 6er Armeen des Warschaus Timoschenko in zwei l Kesseln geführt, deren Gröhe auf 60 bis 70 E Divisionen geschäht werden. „Denn Sie be- l denken", erklärte der Reichspressechef, „daß die ? Armeen Woroschilows in Leningrad einge- schlossen sind, und die Vudjennys in den großen schlachten ostwärts Kiew und nördlich des Asowschen Weeres praktisch erledigt wurden, dann besteht kein Zweifel, daß die gesamte sowjetische Front zertrümmert ist, und daß nach der Vernichtung der Armeen Timoschenkos, die zur Zeit im Gange ist, auch 6 i e letzte bolschewistische Heeres- Nruppe beseitigt und ausgelöscht lein wird. Vom Ouellgebief der Wolga bis zum Asowschen Meer sind heute, von den einge- it ausgenommen. . Reichspressechef Dr. Dietrich kennzeichnete einend noch einmal den gewaltigen Unterschied zwi- en der deutschen und der feindlichen Nachrichten- litik. Er wies darauf hin, daß die modernen ethoden unserer deutschen Kriegführung bewußt propagandistischen Möglichkeiten zugunsten der litä risch en Handlungen eine Zeitlang zu rück tret en ifen. Erst dann, wenn der Erfolg eingetreten ist, fjen wir Taten spreche n. Bei der Kriegfüh- und der Nachrichtenpolitik unserer Gegner sei l:s gerade umgekehrt, sie formten gewissermaßen SJHM (s Worten Schlachten, und wenn dann die Schlach- © w fr geschlagen würden, fehlten ihnen die Worte, w $as sich die „militärischen Berichterstatter" unserer .1 eigner gerade in der letzten Zeit geleistet hätten, a e alles bisher Erlebte in den Schatten. Hier yau'11'' i militärische Analphabeten am Werke, die nicht nal in der Geographie die Kenntnisse von ABC- ützen hätten. Ihre sogenannten militärischen Be- ,te seien ein einziger Witz. Der Reichspressechef zitierte dann eine Reihe der tmptsächlichsten Lügen, die sich die Sachverstän- qen auf der gegnerischen Seite aus ihren Fingern sogen haben. Zu der vielbesungenen großen Offen» e Timoschenkos erklärte der Reichspressechef aus ge- uefter Kenntnis, daß Timoschenko überhaupt nie- als etwas unternommen habe, was man mit betrt men Offensive bezeichnen könne. Wo seine Trup- in den letzten Monaten einmal in Bataillons- Kompaniestärke angriffen, seien sie zusammen- fchossen worden. Die ganze Ofensive Timoschenkos ein einziger Bluff und Schwindel, mit im man die Welt getäuscht habe. Genau der gleiche windel sei die immer wiederholte Behauptung, Landverbindungen mit Leningrad seien wieder- rgefteUt. Seit genau einem Monat sei Leningrad p jeder Landverbindung abgeschnitten, und es f-ibe abgeschnitten. Wenn aber ihre lächerlichen 5?f)auptungen von angeblichen Kämpfen an Orten, » Hunderte von Kilometern hinter der deutschen ont liegen, von den angeblich letzten deutschen fferven nicht mehr aufrechtzuerhalten, die deuten Erfolge nicht mehr zu bestreiten seien, dann ißten immer die gewaltigen deutschen Verluste rhalten, die in Wirklichkeit bis auf den heutigen g 5 v.H. der Verluste des Weltkrieges aus- chen und die, so schmerzlich sie auch sind, doch hlatio gering angesprochen werden müssen, wenn nan bedenkt, daß wir. schon jetzt im Osten in dreieinhalb Monaten viel mehr erreicht haben, als wir jin Weltkrieg in dreieinhalb Jahren erreichen konn- vrühlsche UntiHrfttätsbniderd B. Lange General-Anzeiger für Oberhessen S*d«e6t*,9S*eI|ir«*et-e schloß der Reichspressechef, steht der militärische Genius des Führers. Er ist einmalig und einzigartig. Wenn einmal die Geschichte dieses Feldzuges geschrieben wird, dann wird man erkennen, daß die an Wunder grenzenden Operationen das Werk seines Geistes waren und daß die Armeen, die sie durchführten, vom Feuer seines Willens beseelt wurden." hbroti Beilagen: Siebener Familienblätter ., । Heimat rmBild DieSchvlle !,n ’M Bezugspreis: 65 M -ronatlich.......RM1L0 Zustellgebühr... ,, -.25 MN v nitb bet Nichterscheinen ion einzelnen Nummern m 1 yfolge höherer Gemalt fSl fernivrechanschluß 2L51 n ’eM dmhtanschrift:„Anzeiger" ^MOSKAIf* iTh_______Petrows* Subzow Wolokolamsir^^ J Swenigorod l torowsk* haruhno 'Wjasmas *Myn (mo St/pudw#- ‘ A. * Urosslawa/T ■*^hi Juchnow \ f afertmyschJ . „ , , k\Lichwin Koselsk 1 i 'odojw^'^Lukmo . JepifdR ----—/____ßogo rodizk Sbisdr?/ . 6jdtN [ Kzyn , die Hetzer der ganzen Welt, geiferten. Sie erzählten Ammenmärchen. Der deutsche Soldat handelte. Und jetzt ist die Wende der Geschichte eingetreten. Der Bolschewismus ist vernichtet. Was der Führer in seinem Aufruf vom 2. Oktober, dem Tage des Beginns der letzten und vierten Offensive im Osten, sagte, ging in Erfüllung. Dieser letzte gewaltige Hieb hat noch vor dem Einbruch des Winters diesen Gegner zuschmettert. Die letzte große Entscheidungsschlacht dieses Jahres ist gewonnen und damit der letzte Bundesgenosse Englands aus dem Kontinent beseitigt. Der Bolschewismus ist erledigt. Sein höllisches Treiben mit den Gütern der Kulturmenschheit ist verloren. Und über den weiten Gefilden des Ostens weht siegreich das Hakenkreuz, das Symbol einer Neuordnung und Neuwerdung der abendländischen Kultur. Oer Zusammenbruch -er Sowjets. Die Entscheidung eines Feldzuges ist nicht identisch mit seinem Ende. Das sagt der Sprachgebrauch ganz klar. Um den Fall der Sowjetunion an einem kleineren Beispiel zu illustrieren: am 18. September 1939 meldete der deutsche Wehrmachtbericht: „Der Feldzug in Polen geht seinem Ende entgegen"; aber erst am 27. September kapitulierte Warschau. Das Wort von der gefallenen Entscheidung m der Sowjetunion besagt, daß noch vor Beginn des Winters die militärische Widerstandskraft der Sowjets endgültig zerdrückt ist und daß das, was jetzt noch folgt, „Aufräumungsarbeiten" find. Freilich Aufräumungsarbeiten in den kolossalen Maßstäben, die uns gerade der Ostfeldzug in den 109 Tagen von seinem Beginn bis zu seiner Entscheidung so eindringlich gelehrt hat. Diese Maßstäbe übersteigen unsere deutschen Vorstellungen. Unsere Truppen stehen stellenweise 1200 Kilometer, im Durchschnitt 1000 Kilometer im feindlichen Land. Wohlgemerkt: In der Luftlinie gerechnet. Setzen wir den Zirkel am nördlichsten Punkt der gemeinsamen deutschfranzösischen Grenze von 1939, also an der Dreiländerecke Deutschland-Frankreich-Luxemburg, an, und schlagen wir mit ihm nach dem Maßstab der Karte einen Bogen von 1000 Kilometer, so ergibt sich, daß dies^: Bogen südlich von Barcelona, genau gesagt bei Tarragona, durchgeht und Bilbao streift. Setzen wir den Zirkel in Flensburg ein, so liegen in seinem Bogen in der Nordsüdrichtung gang Deutschland, die Alpen und die venezianische Ebene bis zur alten Universitätsstadt Padua. Noch niemals in der Weltgeschichte sind so große Räume in so kurzer Zeit überwunden worden. Noch eins! Vor dem Herzen der Sowjetunion liegen die Pripjet-Sümpfe, die größer sind als Bayern; liegt auch die breite sumpfige Dnjepr-Barriere. Darum das Wort oom „heiligen Rußland". Heilig war im osteuropäischen Volksmund das Zarenreich nicht allein wegen seiner „Rechtg-läubigkeit", sondern vor allem deshalb, weil sein Kern als unoersehrbar galt. Die deutschen Armeen haben diesen Kern geknackt. Der Anlaß der Erklärungen des Reichspressechefs Dr. Dietrich war der neue große Erfolg bei Brjansk. Er ist sozusagen die Kehrseite der Medaille: Die beiden Kessel von Wjasma und Brjansk sind örtlich getrennt, aber eine st r a - tegisch-taktische Einheit.'Woroschilow ist mit seiner Armee in Leningrad eingeschlossen und bleibt eingeschlossen. Die sowjetische Suogruppe ist neuerdings bei Melitopol frontal geschlagen, eine ihrer Armeen eingekesselt. B u d" j e n n y kommandiert nicht mehr. Das ist sicher. Die Anzeichen deuten darauf, daß er bereits in den Fängen der GPU. ist. Timoschenko — der Sowjetmarschall, der die Mitte kommandiert — hat bei Wjasma und Brjansk seine besten Regimenter der Gesamtfront der Sowjets geopfert. Diese Gesamtfront war aber schon eine sehr dubiose Angelegenheit geworden. Seit Kiew ist die Südarmee im großen Stiel nicht mehr attionsfähig. Offensivvorstöße auch im taktischen Rahmen — von Strategie kann auf sowjetischer Seite hier nicht mehr geredet werden — fallen ihr sehr schwer und tragen nur zur endgültigen Zerrüttung bei. Die militärische Entscheidung ist gefallen. Die weitere Entwicklung wird so abrollen, wie der Führer es bestistmmt. Nach der militärischen Erledigung der Sowjetunion sind neue operationsfähige Truppen überhaupt nicht aufzustellen. Dafür sorgt der Führer. Auch ein Raumproblem gibt es nicht. Die deutsche Wehrmacht bewältigt jeden Raum. Jenseits von Don und Wolga ist der Feind von wenigen Bahnlinien abhängig; wenn er die Bahnlinien nicht beherrscht, steht der Raum gegen ihn. Ihm versagt der Motor in der Luft und auf der Erde seine Dienste: Er hat keinen Nachschub mehr. Dieses gewaltige Ringen hat bis jetzt 5 v. H. der Weltkriegsverluste gekostet. Jeder einzelne Verlust schlägt schwer zu Buch. Aber die Anerkennung erzwingt sich, daß mit dem geringsten Einsatz das höchste Ziel erreicht wurde: dem deutschen Volk für alle Zukunft seine Lebensfähigkeit zu bewahren. Dr. Ho. Das Echo in Frankreich. Vichy, 9. Oktober. (Europapreß,) Die deutschen Sondermeldungen oom Mittwoch über die gewaltigen Siege der deutschen Heere im Osten haben auch in Vichy einen tiefen Eindruck gemacht. Alle übrigen Ereignisse traten gegenüber dieser neuen Phase des Krieges, welche dem mehrtägigen Schweigen über die Entwicklung der Operationen ein Ende machte, zurück. Ein Kommentar der Agentur Fournier sagt, daß die bevorstehenden Ereignisse nicht nur den Krieg im Osten entscheiden, sondern auch eine schicksalhafte Bedeutung für die Entscheidung des gesamten Krieges überhaupt haben werden. Aehnlich äußern sich auch die Mittwochnachmittagsblätter, so vor allem der „Soir". General Duval hatte bereits im „Journal" im Anschluß an die letzte Rede Churchills die Frage gestellt, ob Churchill wirklich an den Mythos glaube, wonach die Zeit für England arbeite, Die Zeitung „L'Effort" schreibt, die letzte Rede Churchills im Unterhaus müsse jedermann die Augen öffnen. Es sei unmöglich, noch naiver und zynischer als Churchill zuzugeben, datz es England lediglich auf seine eigenen Interessen ankomme und daß es bedenkenlos alle seine Verbündeten, die es in den Krieg gehetzt habe — allen voran Frankreich — ihrem Schicksal überlasse. Die ungeheure Tragweite der deutschen Siege über die Armeen Timoschenkos und in der^ Südukraine treten auch in allen Kommentaren hervor, die die Presse des unbesetzten französischen Gebietes dem Kampf gegen den Bolschewismus widmet. DeM-MWe MWastsvereinbaruligen. Langfristiges Abkommen zur Regelung des Warenverkehrs. Berlin, 9. Oktober. (DNB.) Die d e u t f ch - tü r- kischen Wirtschaftsverhandlung>en, die in Len letzten Wochen in Ankara stattgefunden haben, sind zum Abschluß gelangt. Die getroffenen Vereinbarungen wurden heute von Botschafter von P a p e n und Gesandten Clodius für Deutschland und oom türkischen Außenminister Saracoglu, Botschafter Numan M e n e m e n c i o g l u und Unterstaatssekretär im türkischen Handelsministerium Halid Nazmi K e s m i r für die Türkei unterzeichnet. Durch ein langfristiges Abkommen zur Regelung des Warenverkehrs wird der Warenaustausch zwischen den beiden Ländern für die Zeit bis zum 31. März 1943-geregelt. Für diese Zeit ist eine Ausfuhr von nahezu 200 Millionen Reichsmark in jeder Richtung festgelegt worden. In diesem Rahmen werden von deutscher Seite alle Erzeugnisse der deutschen Industrie geliefert, die für die Türkei vorwiegend von Interesse sind, und zwar vor allem der Eisen- und Stahlindustrie und der eisenverarbeitenden Industrien, einschließlich von Kriegsmaterial. Andererseits liefert die Türkei an Deutschland Rohstoffe und N a h r u n g s m i t t e l, die stets die Hauptgegenstände der türkischen Ausfuhr nach Deutschland gebildet haben, darunter vor allem Baumwolle, Tabak, Olivenöl und Mineralien. In den gleichzeitig unterzeichneten Abkommen zur Regelung des Zahlungsverkehrs wird die Abwicklung aller Zahlungen zwischen Deutschland und der Türkei, die sich aus dem Warenabkommen und darüber hinaus aus den sonstigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ergeben, auf einer großzügigen Grundlage geregelt. Die Verhandlungen wurden von beiden Seiten in dem freundschaftlichen Gei st geführt, der den traditionellen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei entspricht. Beide Regierungen waren bestrebt, bei der Gestaltung des Warenaustausches zwischen den beiden Ländern für einen längeren Zeitraum der seit vielen Jahren bestehenden engen wirtschaftlichen Verflechtung der beiden Völker im weitesten Umfang Rechnung zu tragen. Die weitere große Llmfassungsschtacht in der Mitte der Ostfront. Oer Wehrmachtbericht. DNB.Aus dem Führerhauptquartler, 9. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie gestern durch Sondermeldung bekanntge- geben, ist eine durch italienische, ungarische und slowakische Truppen verstärkte deutsche Panzerarmee aus dem Raume off märte Dnjepross e t r o w s k zum Asowschen Weer vorgestoßen und hat der bei 7N e l i t o p o l geschlagenen 9. sowjetischen Armee den Rückweg verlegt. Gleichzeitig haben deutsche und rumänische Verbände die Verfolgung von Westen her fortgesetzt. Dabei ist es einem schnellen Verband der Waffen-^ gelungen, entlang der Küste des Asowschen Weeres nach Berdjansk durchzustohen und den von Norden kommenden Panzerkräften die Hand zu reichen. Von allen Seiten eng umschlossen, stehen hier sechs bis sieben feindliche Divisionen unmittelbar vor ihrer Vernichtung. Den schwachen Resten des geschlagenen Gegners, die auf Rostow abzuziehen versuchen, ist der Verband der Waffen-^ bereits bis Mariupol nach- gesiohen. In der Wi tte der Ost fro n t haben, wie ebenfalls durch Sondermeldung bekanntgegeben, die tiefen Durchbruchsoperationen zu einer weiteren großen UmfassungsfchlLicht geführt. Von starken Panzerkräften im Rücken angegriffen, haben nunmehr auch im Raume um Brjansk drei feindliche Armeen ihre Vernichtung zu erwarten. Zusammen mit den bei W j a s m a eingeschlossenen Verbänden hat hier der Marschall Timoschenko die letzten vollkampfkräftigen Armeen der sowjetrussischen Gesamtfront geopfert. Das Trugbild fortgesetzter Angriffserfolge, die von der lügenhaften Propaganda des Gegners gerade diesen Armeen seit Wochen zugeschrieben waren, ist damit endgültig zerrissen. Erneute Versuche des Feindes, die Einschliehungs- front westlich Leningrads mit Panzerunter- stühung zu durchbrechen, scheiterten unter schweren Verlusten für den Gegner. Zahlreiche sowjetische Panzer wurden dabei vernichtet. Die Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront mit starken Kräften die Operationen des Heeres. Erfolgreiche Angriffe richteten sich gegen feindliche Truppenansammlungen, Artilleriestellungen, Verbindungslinien und Eisenbahnanlagen. Das Rüstungswerk südostwärts Charkow wurde erneut bombardiert. 3n der letzten Nacht griffen Kampfflugzeuge kriegswichtige Anlagen in Leningrad an. Das Verminen der Gewässer um die britische Insel wurde in den letzten Wochen planmäßig fortgesetzt. In Nordafrika bekämpften deutsche Sturzkampfflugzeuge bei Tobruk mit guter Wirkung eine britische Batteriestellung und Verladungen des Gegners. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 8. Oktober britische Flugplätze bei Warsa Walruk und Fuka. Der Feind flog.nicht in das Reichsgebiet ein. Im Kampf gegen die britische Luftwaffe wurden in der Zeit vom 1. bis 7. Oktober bei nur drei eigenen Verlusten 35 feindliche Flugzeuge vernichtet. Pioniere schaffen und sichern den Dnjeprübergang bei Krementschug. Der Dnjepr ist -bei Krementschug 700 bis 1000 Meter breit uni) stießt in mehreren Ar i-en, die sich abwechselnd trennen und wieder vereinigen, zu Tal. Zwischen den Flußarmen liegen zahlreiche mit dichtem Gebüsch bewachsene Inseln. Auf dem Südufer treten nur selten beherrschende Höhen bis an den Fluß heran. In diesem Gelände wurden im Kampf um den Brückenkopf an die Pioniere alle Aufgaben gestellt, die im Angriff über einen Fluß nur gefordert werden können. Krementschug und sämtliche an das Südufer her- anreichende Inseln waren stark befestigt und wurden vom Feind zäh und wachsam verteidigt. Unseren Pionier-Offizier-Spähtrupps gelang es in zahlreichen Tag- und Nachteinsätzen, verhältnismäßig rasch ein klares Bild zu schaffen, auf Grund dessen die Truppenführung den Uebergangsstreifen befehlen konnte. Eine recht unangenehme Ueberraschung war die Feststellung zahlreicher Sandbänke und Granitriffe, die oberstrom der beabsichtigten Brückenstelle vorgelagert waren und die.die Ausfahrt aus einem zum Fährenbau geeigneten Nebenarm stark eineng- ten. In kürzester Zeit vollzog sich der Aufmarsch und die Bereitstellung der großen Mengen an Kamps- und Brücken gerät, eine glänzende Leistung, wenn man die miserablen Wegeoerhältnisse, die Feindnähe und den gleichzeitigen Aufmarsch der zahlreichen anderen sich bereitstellenden Waffen im Kampfraum der Pioniere berücksichtigt. Ab 6 Uhr jagten die Sturmboote der Pioniere über den Strom, eine Angriffswelle nach der anderen zum Feindufer hinübertragend. Kaum war drüben Fuß gefaßt, da brausten auch schon die Pontonwagen zum Flußuser, damit rasch Fähren zum Uebersetzen der schweren Waffen gebaut unb in Betrieb genommen werden konnten. Einen besonders geeigneten Flußarm deckten die Sowjets allerdings mit Artilleriefeuer derartig zu, das Ausweich, plätze gesucht werden mußten und auch gefunden wurden. Nach einigen Stunden waren die Inseln und das Feindufer so in unserer Hand, daß der Uebersetzbetrieb mit motorisierten Fähren in einem bisher noch nie erlebten Umfang begonnen werden konnte. Am Nachmittag erging der Befehl zum Einfahren der Fähren zur Pontonbrücke. Die Stromverhältnisse waren infolge der Inseln und Riffe äußerst schwierig: oft schräger Strom, z. T. sogar Gegenstrom, dazu auffrischender wechselnder Wind, im Strombett selbst Sandbänke und unsichtbare Felsenriffe, die Fähren und M-Boote gefährdeten. Auch während des Einfahrens ging der Fährbetrieb weiter, um die weitere Rührung des Angriffs keinen Augenblick zu unterbrechen. Für die Pionierführung gab es oft recht kritische Momente: z. B. stark auflebendes Artilleriefeuer auf die Fährenbaustellen, Umbau von beschädigten Föhren, Ausfall von M- und Sturmbooten durch Feindeinwirkung, Gegenstrom und Wind verlangten Verstärkung der Windverankerung usw. Ein kleines Kunststück war das fristgerechte Herausziehen der Fähren aus dem Uebersetzbetrieb, der mit allen verfügbaren Kräften möglichst ununterbrochen aufrecht erhalten werden sollte und rstußte. Dann saßen wieder einmal einige Fähren auf einer Sandbank auf, Sturmbootmotore versandeten und mußten ersetzt werden. Um Mitternacht warf ein großer Sowjetbomber seine Eier und verursachte Verluste an Menschen und Material. Als der Morgen graute, war das Werk vollendet: 112 Fähren waren in eine Brückenlänge von 742 Meter eingebaut Daneben lief immer noch ein starker motorisierter Fährbetrieb mit schwersten Lasten im Gegenverkehr. Kaum hatte der Ueoer- gang über die Pionierbrücke begonnen, da setzte auch wieder starkes sowjetisches Artilleriefeuer ein, das aber von unterer Fernkampfgruppe bald zum Schweigen gebracht werden konnte. Erneute Fliegerangriffe erfolgten, jedoch erzielten die Feinde keinen Volltreffer. Einmal sanken durch starke Splitterwirkung sechs Pontons, doch der Schaden konnte in zwei Stunden behoben werden. Nach Fertigstellung der Brücke wurden sofort Pioniere, Sturmboote und sonstiges Kanwfgerät herausgezogen und an anderer Stelle zum Angriff über einen Fluß nördlich des Dnjepr eingesetzt. Auch hier war die feindliche Gegenwehr bald überwunden, und die Stadt Krementschug wurde genommen. Es folgte aber eine noch schwerere Aufgabe, geradezu ein Meisterstück der Pioniere am Dnjepr: Umbau der 8-Tonnen-Brücke in eine von 16 Tonnen Tragfähigkeit und Verlegung um 12 Kilometer stromaufwärts nach Krementschug. Diese Aufgabe erforderte die Lösung von drei Sonderleistungen: Es mußten zwei Landbrücken, eine davon von 250 Meter Länge gebaut werden, dazu noch eine An- und Abmarsch-Bohlenbahn von 700 Meter und zeit- kürzeste Verlegung der Pontonbrücke in diese nun 12 Kilometer nach oberstrom entfernte Brückenlinie. Dazu steifer Wind, der große Wellenberge mit weißen Schaumkronen erzeugte, unterwegs Hindernisse in Form von Sandbänken und Riffen, einzelne geschleppte Führen verirrten sich in Nebenarme des unübersichtlichen Flusses. Um 16 Uhr war der Verkehr über die alte Brücke unterbrochen worden, 112 Fähren wurden um- gebaut, und mit einbrechender Nacht begann die Flottenfahrt dnjepraufwürts. Um 21 Uhr brach ein Wolkenbruch los, daß man nicht die Hand vor Augen mehr sehen konnte. Die vorbereitende Nachtbefeuerung des Flußufers war zum Teil erloschen, zum Teil durch feindliche Elemente entfernt. Trotzdem ging es vorwärts durch Gewitterregen und Finsternis an Sandbänken und Felsenriffen vorbei, durch die Trümmer einer im Fahrwasser gesprengten Eisenbahnbrücke — und es gelang! Dom Morgengrauen ab wurde die neue 16-Tonnen-Brücke eingefahren, und um 11.45 Uhr schloß die letzte Führe die Brückenstrecke, während gleichzeitig die letzte der 39 Bockstrecken fertiggestellt wurde, und wiederum gleichzeitig die letzten Stämme in die Bohlenbahn eingefügt wurden — 5 Stunden vor der festgesetzten Zeit! Das war ein Pioniertriumph. Wir haben es geschafft, und damit war der Pioniereinsatz von Krementschug eine kriegsentscheidende Tat. Obsllt. v. Ahlfen, Rollende Großangriffe unserer Lustwaffe. B e r l i n, 9. Okt. (DNB.) Die deutsche Lustwafse führte am 8. Oktober wieder sehr schwere Schläge, gegen die Bolschewisten. In rollenden Großangriffen flogen Kampf- und Sturzkampfflug, zeuge vernichtende Angriffe gegen die in den Kesseln ' eingeschlossenen Sowjettruppen und erstickten jeden Versuch einer geordneten Ver- t e i b i g u n g. Hunderte von deutschen Flugzeugen J waren auf die rückwärtigen Verbindungen in den bolschewistischen Aufmarschräumen eingesetzt und unterbrachen die Haupteisenbahnlinien bis weit in des Hinterland an vielen Stellen. Hierbei wurden ’ fast 60 durchweg vollbeladene Eisenbahnzüge, ein großer Betriebsstoff-Kesselwagen- Zug und außerdem 17 Lokomotiven völlig vernichtet und eine weitaus größere Zahl in rollendem Einsatz durch Beschädigungen zum Stehen gebracht. Eine Reihe von Bahnhöfen verfiel der Zerstörung, wobei wiederum eine große Zahl abgestellter Transport- und Güterwagen unbrauchbar gemacht wurden. Auf den Straßen vernichteten die deutschen Flugzeuge mit Bomben und im Tiefslua durch Be- schuß mit Bordwaffen Hunderte von Kraftwagen, Eisenbahnen in großem Ausmaß angegriffen. B e r l i n, 10. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die bis in den gestrigen Abendstunden eingetroffenen Nachrichten von der Ostfront melden auch für den 9. Oktober . bereits bemerkenswerte Erfolge der deutschen Luftwaffe an allen Kampfabschnitten. Wieder wurden Eisenbahnlinien in großem Ausmaß angegriffen, um die Bewegungsmöglichkeit der Sowjets für den Nachschub und Rückzug zu beeinträchtigen. Mindestens 20 Züge wurden hier-, bei 3 e r ft ö r t oder in Brand geschossen und zahlreiche Eisenbahnstrecken an vielen Stellen unterbrochen. Eine Lokomotivwerkstatt und ein Rüstungswerk der Bolschewisten im Donez-Jndüstriege- b i e t wurden schwer getroffen. Kampfflugzeuge zerstörten im mittleren Angriffsraum * sechs zum Einsatz bereitstehende Sowjetflugzeuge am Bo- den und beschädigten auf dem Ladogasee zwei Frachter der Sowjets von je 800 BRT. schwer. Oer italienische Bericht. R o m, 9. Ott. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Größere italienische Bomberverbände griffen gestern nacht die Raffinerien und Petroleumbehälter von Haifa an. Trotz heftiger Abwehr des Feindes gelang es unseren Flugzeugen, die Ziele zu treffen, in denen sich Brände größten Ausmaßes entwickelten. Alle unsere Flugzeuge kehrten an ihre Stützpunkte zurück, einige mit Treffern der feindlichen Flak. In der gleichen Nacht führte der Feind einen Ein- । flug auf einige Ortschaften der Ostküste Sizi-i l i e n s durch. Bomben- und Maschinengewehr- 1 angriffe verursachten weder Opfer noch Schäden. Die Abwehr von Syrakus schoß ein Flugzeug ab, das in der Nähe der Küste ins Meer stürzte. Die gesamte Besatzung wurde gefangen genommen. In Nordafrika Aufklärungstätigkeit an der j Front von Tobruk. Feindliche Einheiten wurden abgemiefen und ließen Gefangene in unseren Händen. An der Front von Soll um schossen deutsche" Jäger zwei feindliche Flugzeuge ab. Andere deutsche. Flugzeuge griffen vorgeschobene feindliche Flugplätze an, trafen Vorratslager und zerstörten ein Flugzeug , am Boden. Ein Luftangriff auf Tripolis hatte lediglich 1 leichte Materialschäden zur Folge. In O st a f r i f a griff eine starke, aus nationalen und kolonialen Truppen bestehende Kolonne bet Stellung von U a I a g , nordöstlich von Go nd ar. unter dem Befehl des Oberleutnants Carmelo; Liuzzo den Sitz des englischen Komman- ; dos, die wichtige Stellung von Amba Ghiorghis, im kräftigen Vorstoß an. Olad) Ueberminbung jedes Widerstandes wurde der Feind in die Flucht geschlagen und ihm beträchtliche Verluste beigebracht. Wiederholte Gegenangriffe des Feindes wurden zurückgeschlagen. Unsere Truppen ließen den | Sitz des feindlichen Kommandos in Flammen auf- 1 gehen und zerstörten ein Munitionslager sowie die 1 Radiostation. Sie kehrten mit Gefangenen und er- j beuteten Waffen und Material an ihren Ausgangs- 1 punkt zurück. Alle beteiligten Einheiten und besonders das 25. Kolonialbataillon zeichneten sich I durch Entschlossenheit und Tapferkeit aus. Am Nachmittag des 7. Oktober beschoß eines unse-1 rer Flugzeuge, das sich auf einem Aufklärungsflug | entlang der Straße von Debra Tabor befand, feindliche Kraftfahrzeuge mit Maschinengewehrfeuer und j steckte sie in Brand. Roosevelts Brief an „Freund Stalins Berlin. 9. DH. (DNB.) Durch die Berdfsent-l lichung des Roosevelt-Briefes an Sta- i lin, der die ganze Skrupellosigkeit und den Zynis- J mus offenbart, mit dem der Präsident der Der- I einigten Staaten entschlossen ist, den gesamten eure». | päischen Kontinent dem Bolschewismus zu überant- I worten, sah sich Roosevelt genötigt, die Existenz i und die Echtheit dieses Briefes zuzugeben. Wie Associated Preß aus Washington meldet, ließ 1 Roosevelt durch das Weiße Haus amtlich bekannt- | geben, daß er an Stalin einen Brief gesandt fjabe, in dem erklärt wird, daß Mittel und Wege gefunden würden, um das Material zu liefern, das notwendig fei, „um Hitler an allen 1 Fronten einschl. der sowjetischen, zu bekämpfen". Dieser Brief sei Stalin von, Harriman, dem Leiter j der IÜ8A.-Mission in Moskau, übergeben worden. Auch „New $ort Herold Tribüne" und „New Port Times" müssen zugeben, daß die von Berlin I veröffentlichte Fassung des Roosevelt-Brieses dem j Inhalt entspreche. Aus aller Welt. Der Kinderarzt Professor Czerny f. Der hervorragende Kinderarzt und bahnbrechende Förderer der modernen Kinderheilkunde, Professor Dr. Adalbert C z e r n y, ist im Alter von 78 Jahren in Berlin g e ft o r b e n. Czerny wurde 1863 in Szczakowa geboren, studierte in Prag und wurde dann als Direktor an die Kinderklinik in Breslau berufen; über Straßburg kam er 1913 nach Berlin an die Charitö, wo er bis 1932 als Ordinarius lehrte. Nicht zuletzt seinen Forschungen ist es zu verdanken, daß seit etwa 40 Jahren die Säuglingssterblichkeit in Deutschland von 22 auf 6 v. H. heruntergedrückt werden konnte. Czerny begründete die Kinderheil' künde als selbständiges Lehr- und Prüfungsfach, y e Die Schlacht im Atlantik in der Wochenschau andervorschläge für den Sonntag li ische Betriebe. Ziel dieser Führungen ist, den (Nachdruck verboten.) W Fortsetzung. XV ADOX Fotofilrn i Flugziiiz :e ledigllö Die,neue Wochenschau ist aufgeteilt in vier große Abschnitte. Die große Kundgebung im Berliner Sportpalast eröffnet die Bildfolge. Der Führer spricht zum deutschen Volk. Den zweiten Abschnitt kann man zusammenfassend als eine Reihe von außerordentlich glücklichen Bild-Feuilletons bezeichnen. Er zeigt Streiflichter aus Stunden der Ruhe bei unseren Soldaten an der O st front. Erfrischend ist es zu sehen, wie der Humor nicht abreißt, aber keineswegs gekünstelt erscheint, sondern sich bei den Tätigkeiten des Alltags immer wieder wie von selbst einstellt. — Die erschütterndsten Bilder sind diesmal Blicke in die Gesichter g e - f a n g e n e r Sowjets, die ein Ausmaß von ästhetischer und rassischer Unschönheit annahmen, wie wir es bisher noch niemals sahen. Eine dramaturgische Meisterleistung stellen die mit dramatischer Wucht und Geschlossenheit geschnittenen Aufnahmen vom Kampf des Unterseebootes von Kapitänleutnant E n d r a ß dar. Auch an technischem Aufwand hat der Filmberichter nicht gespart. Es gibt eine fest an die Bordwand anmontierte U n - terwasser-Kamera, das Objekt schaut weiterhin mit durch dps Sehrohr des Kommandanten, und dazu kommt eine für eine. Dokumentaraufnahme selbst jetzt noch überraschende Feinfühligkeit für Verdunkelungszeil 10. Oktober von 18.38 bis 7.36 Uhr. ungswerk Kriege. nationale, ilonne dc SondaU LariiM ommani j.usbuben, diese Schwäche. Mußte di« Oma des kleinen Störenfrieds nicht (nz anders verfahren? Sie hätte den Enkel, nach- n er wahrheitsgemäß berichtet hatte, zu seinen -meraden zurückschicken müssen und hätte ihm sa- i sollen: ,/Du mußt auch einmal nachgeben, es in nicht immer nach deinem Kopf gehen. Jetzt bei kn schönen Wetter könnt ihr doch hübsch spielen. 5t) habe keine Zeit für dich. Geh!" Der kleine Stö- Alfried würde dann nicht bei einem Streite rufen: K'ch sag's meiner Omar Denn er weiß, daß er bei keine Unterstützung finden wird. —h. Vornotizen. • Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19 Uhr „Wie du mich wünschst". »inen Ein« e Hizi" engewehi- Schädig igaeug ai, ürzte. Nr men. it an 6c n wurde feile 3% Npfflug. see zmi Mer. - Gloria-Palast, Seltersweg: „... reitet für Putschland". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Karussell". — Oswaldsgarten: Herbstmesse (Schau- v-lse.) Ehrungen für die Gießener Polizei. ehrmacht» ortlaut: ' griffet mbehälit? s Feinds iu treffen. n an ihkn der feind» le ürelHMmgMöer Roman von Horst Alemath Dem jahreszeitlich bedingten verminderten Milch- und Butteranfall entsprechend wird die Butterration der Normalverbraucher um 62,5 Gramm herabgesetzt und die Margarineration um die gleiche Menge erhöht: die Fettration bleibt also unverändert. Unser ist 6er Sieg! NSG. Die Jugendkraft des neuen Deutschland marschiert. Ein freies, aufblühendes Europa, eine gerechte Weltordnung zu schaffen, ist die Sendung der großdeutschen Nation. In dem fanatischen Glauben an seinen Sieg, an den herrlichsten und ruhmreichsten Sieg, den die Welt gesehen hat, bringt das deutsche Volk Opfer um Opfer, einmütig und mit unerschütterlicher Geduld. Jede der Reichsstraßensammlungen und jeder der Opfersonntage des deutschen Volkes ist vor dem Führer und aller Welt ein flammendes Bekenntnis seiner Kraft. Unser ist der Sieg! Dessen sind wir gewiß. Jedes vom deutschen Volk gebrachte Opfer wird dem deutschen Volk tausendfältigen Lohn bringen, weshalb uns fein Opfer zu groß sein darf. Auch der nächste Opfersonntag soll wieder ein Dokument des Sieges- willens unseres Volkes werden! Gefährliche Vergeßlichkeit. Bei offenem Fenster zu schlafen ist gesund und härtet ab. Man darf dann aber nicht vergessen, daß dadurch das Schlafzimmer nicht verdunkelt ist. Wer durch den Heulton der Sirene aus dem Schlaf gerissen wird, ist erfahrungsgemäß leicht versucht, ge- dankenlos d-ie Nachttischlampe anzuknipsen. Wenn das viele tun, ist gerade in den gefährlichsten Minuten die ganze Stadt im Dunkeln erkennbar. Hier Hilst nur eins: Dor dem Einschlafen die Birne in der Nachttischlampe locker schrauben, oder sie ganz beiseite stellen. Niemand verlasse sich darauf, daß er „schon daran denken werde", wenn Fliegeralarm ertönt. Wer sich nicht bei vollkommener Dunkelheit für den Luftschutzraum fertig machen kann, muß unbedingt gewissenhaft verdunkeln, bevor er das geringste Licht macht! Großer Straßenpreis von Gießen mit internationaler Besetzung. Zu dem am kommenden Sonntagnachmittag stattfindend en Rundstreckenrennen der G.R.V. laufen die Meldungen aus ganz Deutschland ein. Bis jetzt haben u. a. die Berliner Gebr. Hacker, die Dortmunder Schneider, Evers, die Chemnitzer Günther und Kühnert, Riemann, Friese aus Zwickau, die Kölner Bronold, Rüth, der Belgier Jack Beeks, der Holländer Schulte, der Sieger in den letzten 4 Straßen, rennen Pfannenmüller aus Nürnberg, gemeldet. Diese Fahrer sind nur eine kleine Auslese aus dem Meldeergebnis, welches bis jetzt vorliegt. Da der Meldeschluß erst Samstagnachwittag ist, darf mit einer ganz hervorragenden Besetzung gerechnet werden. er das Alter mitspricht? Oder ijt es nicht die ehe, die hier allein ein Vorrecht oeansprucht und ? beiden Augen zudrückt, wenn die Kleinen unge- gen sind? Großeltern verzeihen sehr leicht. „Es d halt unverständige Kinder", so sagen sie. Und e schnell merken die Kinder, besonders die kleinen ren j)w i deuM :e deutfchi! Flugplap Werden einer Zigarre und eine Uebersicht über den bedeutenden Betrieb; man ließ sich sachkundig belehren über die verschiedenen Tabaksorten, lernte Einlage, Umblatt und Dejblatt kennen, bewunderte die Fingerfertigkeit der Wickelmacherinnen, stand bewundernd in dem Zollager, vor den modernen Entrippungsmaschinen und in den neuzeitlichen Arbeitsräumen, in der Kistchenfabrik und dem Zigarrenlager. Der Leiter der Volksbildungsstätte Gießen brachte den Dank der Teilnehmer an den Führenden und die Werksleitung zum Ausdruck. Oie neuen Lebensmittelkarten. In der 29. Zuteilungsperiode, die vom 20. Oktober bis zum 16. November reicht, bleiben die laufenden Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Fett und so weiter unverändert. Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten zum letzten Mal an Stelle von 125 Gramm Nährmitetln 125 Gramm Reis, und zwar wie bisher auf den Abschnitt N 6/N 10 der Nährmittelkarte. Verbraucher, die auf das Essen in Gaststätten angewiesen sind, können den Abschnitt in Reise- und Gaststättenmarken für Nährmittel umtauschen. Wie schon im Vorjahre wird die Mehrausgabe von Butter, durch die in den Sommermonaten Margarine- rohstosfe eingespart wurden, weiter eingeschränkt. Es gibt 3 Sorten Ai« s Ä ragte er. Sie zögerte mit der Antwort und in ihm lammte die jähe Hoffnung auf, sie könne eine Ab- age erhalten haben. „Ich soll mich in den nächsten Tagen in Berlin vorstellen und die Stellung so bald wie mögliw antreten." Sie faltete den Bogen zusammen und steckte den Brief in ihre Schürze. Hellwang streckte die Hand vor, er bekam Trixens Finger zu fassen und drückte sie herzhaft... „Also dann kann man ja gratulieren", rief er munter, „das ist ja fabelhaft, daß sich deinp Wünsche erfüllt haben. Die Kinder werden natürlich ein Jam- mergeheul anstimmen, daß du uns so bald verlassen • willst ... Und ich finde, man hätte dir ja eine etwas längere Atempause gönnen können ..." Er schwatzte drauf los und schwatzte alles nieder, was in ihm an Enttäuschung aufsteigen wollte. „Aber was ist denn das?' fragte er plötzlich betroffen, „du freust dich ja gar nicht, du machst ja ein Gesicht, als ob du eine Trauernachricht bekommen hättest..." Trix befeuchtete sich die Sippen. „Doch — ich freue mich", antwortete sie, „sehr!" — Das letzte Wort klappte merkwürdig nach. Sie versuchte den Eindruck zu verwischen: „Die Ueberraschung ist zu groß — ich habe es noch gar nicht recht begriffen ..." „Du hast diesen Brief doch erwartet!" „Nun ja", stammelte sie, „immerhin, ich bin ja schließlich nicht die einzige, die sich um diese Stellung beworben hat — und daß ich sie nun tatsächlich bekommen habe!" „Jedenfalls gratuliere ich dir nochmals herzlich." „Danke ..." Sie versuchte so auszusehen, als ob sie sich freue. Der Versuch gelang ihr nicht ganz. „Und wann wirst du nun fahren müssen?" Sie hob die Schultern, ihre Finger tasteten nach dem Brief, der in ihrer Schürzentasche knisterte: „Ach denke, daß ich es mir erlauben darf, noch ein paar Tage hierzubleiben ..." Sie sah ihn an, aber er starrte an ihr vorbei. (Fortsetzung folgt.) Stimmungswirkung bei den Ausnahmen im Inneren des Schiffs. Wir erleben den Kampfeinsatz dieses U-Botes vom Auftauchen der ersten Rauchfahne bis zum Sieg zweimal. Das erstemal schickt das an Bord befindliche Geschütz einen feindlichen Frachter, der die Schüsse erwidert, auf Grund. Das größte Erlebnis aber ist der Angriff auf einen ftarf gesicherten Geleitzug. Nach Abschuß des Torpedos, der fein Ziel nicht verfehlt, greift ein feindlicher Zerstörer das Boot durch Wasserbomben an. Der nüchterne Bericht vom Erlebnis der U-Boot- Männer während dieser Stunden ist eine der erstaunlichsten Leistungen der Kamera überhaupt. Wir sehen die Züge jedes einzelnen Mannes, wir erleben die Stimmung mit, wenn das Licht im ganzen Schiff durch den gewaltigen Druck der Bombe von außen für eine Zeitlang erlischt, wir haben vorher das Wasser gesehen, das sich gurgelnd an den fahrenden Schiffsleib preßt, und wir erleben auch den befreienden Augenblick des Auftauchens wieder, der dieser Mannschaft freilich nur dazu dient, um sich zu orientieren und den Geleitzug aufs neue anzugreifen. Einer Tatsache werden wir uns dabei vor allem anderen bewußt: England ist nicht mehr Herr des Atlantik. H. H. G. 3m Rahmen der Erwachsenenbildung veranstaltet V NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Volks- toungsftätte Gießen, Führungen durch Gießener Hturftätten und für die engere Heimat charakte- he bis in Nachrick. Oktober len Lch. wurden U5inah chkeit der iu beetrn uen hier. Jnb zahl, n unter« e Flu-M «lüfte Ml •i Feinbk ließen 6o inmen c sowie * en und v. Äusga^ n und fr hneten i- eines ISrunM fanb, ftf irfeuer m r!Dtan lebt nicht ungestraft in Greiffing. Ich kenne nht ur jeden Menschen, sondern ich kenne auch tii Geschichte jedes Baumes und Rosenstocks, der Itiwm Besitzer Sorgen macht. Und in Greiffing * M es in dieser Beziehung nur Sorgenkinder. Zu nir mit meiner „Wildnis" haben die allen Herren Jitrauen. Ich luchse ihnen ihre Geheimnisse nicht ü. mit denen sie auf der nächsten Gartenausstel- Triumphe feiern und den blassen Neid ihrer üliberoerber herausfordern wollen." Ich finde unsere Wildnis wunderbar!" rief Trix. Die alten Herren sind da anderer Ansicht. Meine hchbarn haben mir lange bittere Vorwürfe ge- -ntcht, daß ich Löwenzahn und Gänseblümchen nicht '-nwgisch ausrotte. Jetzt haben sie mich als hoff- ^gslosen Fall aufgegeben. Aber heimlich haben ie.bie Kinder bestochen. Eine von Lydias Geldguel- ist Herr Direktor Beyerlein. Für hundert abge- ^erte Ärwenzahnblüten bekommt sie ein Fünfer!, ■'d bin nun neugierig, was er für Augen machen 2rd, wenn er dahinterkommt, daß ich Gegenmaß- 'toimen ergriffen habe. Lydia holt bte Butterblu- 3l"i nämlich Dorf der Schäferwiese." ,-rij lachte hell auf; sie hängte sich für em paar st ritte impulsiv in Hellwangs Arm. Er spurte ihre 2 rme und hielt den Arm ganz sttll, als trüge er «s kostbare Vase. Sie ließ die Hand langsam sm- Das Gespräch stockte für eine Weile. Sie hatten den Wald erreicht. Der Wind rauschte 3 den Kronen. Nadeln rieselten herab. Die Wege *-en feucht. In den schmalen Lichtungen regte sich Ml Luftzug. Es roch herbsttich nach modernden '^Dämmen. Boviste stäubten unter ihren Fußen. . Wie geht es deiner Arbeit?" fragte Tnx ertö» Menschen vertiefte Kenntnis der Heimat zu vermitteln. So finden an sechs hintereinanderfolgenden Mittwochen derartige Führungen für Polizeibeamte statt, die in Je zwei Abteilungen das Oberhessische Museum, das Liebigmuseum, die Gailschen Tonwerke und die Firma Rinn & Cloos in Heuchelheim besuchen. Am 8. Oktober fuhren etwa 25 Mann unserer Schutzpolizei mit dem „Bieberlieschen" nach Heuchelheim. Nach einer Besichtigung der Heuchelheimer Turnhalle begann die Führung im Rinn & Cloos- schen Werke; hier sprach zunächst der Leiter der Dolksbildungsstätte Gießen, Oberstudiendirektor Dr. R o l o f f, ein Wort der Begrüßung, kennzeichnete den Sinn der geplanten Führungen für die Polizeibeamten und wünschte dem neuen Beginnen besten Erfolg. Auch das Vorstandsmitglied der Rinn & Cloos AG., Dr. Dönges, begrüßte die Besucher herzlich; er gab einen kurzen Ueberblick auf die Entwicklung des Werkes, das feit der Begründung durch seinen Seniorchef im Jahre 1895 einen ständigen Aufstieg erlebte; diese Entwicklung freilich durch den Krieg unterbrochen, weshalb man das Werk jetzt nicht in vollem Betrieb besichtigen könne. Immerhin gewannen die Teilnehmer bei der anschließenden Führung durch den technischen Betriebsleiter Albert Rinn einen Einblick in das juint heim zu feiner Großmutter und beschwert h. Nachdem sie ihm die Tränen abgewischt und je Hände gewaschen hat, träft sie ihn, gibt ihm tnt Süßigkeit und sagt: „Laß die bösen Buben nur M Sandhaufen, bleib bei mir, ich erzähle dir auch ne Geschichte." - Macht es jede Großmutter so? Gibt es nicht auch stauen, die voll und ganz auf ihrem Posten stehen k'd die Kinder so heranziehen, daß'sie sich später tnmal gut einfLigen in die Volksgemeinschaft? Wir ab eben im Kriege. Viele Väter stehen vor dem Die jungen Frauen kehren ins Elternhaus Brück, suchen selbst einen Arbeitsplatz und über- fen ihre Kinder den Großeltern. Damit legen i eine schwere Aufgabe auf die Schultern der alten Hellwang wischte ein Spinnennetz aus seinem Gesicht. ,F)h, das wird eine große Sache. Ich räume mit der Legende von den .königlichen Kaufleuten' gründlich auf. Sie waren eine verruchte Bande, diese Welser. Sie waren mit ihren Kollegen in Augsburg und Nürnberg die gefährlichsten Würmer in dem großartigen Bau jenes Ersten Reiches der Deutschen. Was sollte daraus werden, wenn in einem Staat, der aus dem Mythos stammte, Bankiers mit ihren dürren Händen Politik und Geschichte machen wollten?" Trix hörte stumm zu. Sie vermochte nicht zu unterscheiden, ob seine Gedanken richtig ober falsch waren. Es war auch gleichgültig. Sie spürte in ihm die Flamme eines Geistes, der um Erkenntnis rang, und es beglückte sie, daß er zu ihr sprach wie zu einem vertrauten Freunde. Und Hellwang entwickelte ihr in großen Linien die Umrisse seiner Arbeit. Er sah selber noch nicht das Ganze, aber er hatte bis dahin auch Den Grundriß noch nicht deutlich vor sich gesehen. Auf diesem Spaziergang bekam der Entwurf schärfere Konturen. Die Spieler schieden sich von den Gegenspielern, und die dramatischen Spannungen auf der düsterbunten mittelalterlichen Bühne ballten sich zusammen. Sie kehrten bei anbrechender Dämmerung nach Hause zurück. „Arme Trix", sagte er ehrlich be- kümmert, als er das Gartentor öffnete, „jetzt habe ist dich eine geschlagene Stunde lang mit den ollen Welsern und ihren trüben Geschäftspraktiken gelangweilt ..." In ihren Augen erlosch ein Licht. Sie hob enttäuscht die linke Braue: „Red keinen Unsinn", sagte sie oersttmmt, „ich verstehe wirklich nicht, weshalb du glaubst, dich entschuldigen zu müssen, wenn du einmal zu mir wie zu einem vernünftigen Menschen sprichst!" Was dachte er eigentlich von ihr? Hielt er sie für so oberflächlich und vergnügungssüchtig, daß er meinte, sie empfände ein ernsthaftes Gespräch als langweilige Belästigung! Es war geradezu kränkend für sie. Spürte er denn nicht, wie sehr sie es Gießen — Wellenberg — krofdorfer Forst — Wiß- marbachlal — Wißmar — Gießen. Von unserem Ausgangspunkt am Neustädter Tor folgen wir schwarzen Punkten, die uns zunächst die Krofdorfer Straße entlang bis zum Wegweiser, von hier ein kurzes Stück die Launsbacher Straße, sodann einen Feldweg aufwärts über eine Eisenbahnbrücke zum Wettenberg bringen, der es wahrlich verdient, feiner herrlichen Aussicht wegen von Gießener Naturfreunden mehr besucht zu werden. Das Zeichen führt uns über die höchste Erhebung des Berges, die sog. Napoleonsnase, später über die Krofdorf—Wißmarer Straße in den großen wild reichen Krofdorfer Forst. Durch prächtige Wald- beftänbe kommen wir nach geraumer Zeit in das Wißmarbachtal, wo wir die Punkte verlassen, um nunmehr schwarzen Strichen nach rechts zu folgen. Wir gehen das liebliche, viel gewundene Tal, eines her schönsten unserer näheren Umgebung, abwärts, erreichen bas ansehnliche Dorf Wißmar mit guten Gaststätten, und wandern von hier über die Lcchn- brürfe heimwärts. Marschdauer 4Vs Stunden. impffluii. ute. Daß Großeltern, auch wenn sie einst gegen um Uj eignen Kinder sehr streng waren, ihre Enkel > am Bo- hr ost und sehr gern verwöhnen, ist bekannt. Ob £)W- an Sri ben3$ t de- W irntf« u übera# s * Miltes ien » tyj voll ß Brief* * Nieber-weimar — Runder Baum — Wehrshausen — Blaue Pfütze — Blutbad) — Warburg. Wir fahren mit dem Frühzug nach Nieder-Wei- mar, wo wir schwarze Vierecke antreffen, die uns, nachdem der Ort passiert ist, hinauf zum Wald geleiten. An dessen Rand bietet sich eine großartige Aussicht. Wir sehen u. a. den Frauenberg, den Dünsberg, Hohensolms, die Lahnberge und die Höhen des Hinterlandes. Auf einsamen Waldwegen führt uns das Zeichen zu einem hübschen Ruheplatz, den Runden Baum; einige mächtige Buchen und eine Schutzhütte kennzeichnen die Stelle. Nunmehr folgen wir gelben Strichen, die uns über eine aussichtsreiche Höhe an dem verträumt liegenden Dörfchen Wehrshausen vorüber auf die Kaldener Straße geleiten. Auf dieser hochliegenden Straße gehen wir weiter, bis wir bei der Blauen Pfütze auf rote Striche stoßen, die uns jetzt den Weg nach rechts weisen. Zumeist durch Wald gehen wir abwärts, kommen durch das reizvoll gelegene Marbach mit seinem stattlichen Kurhaus, hierauf durch das anmutige Marbachtal nach unserem Endziel, der alten Musenstadt Marburg. Dauer der Wanderung 4% Stunden. l£ten 1 Der. Heu^ 'n ben ht unb weit in «Men ?lsen. '/.vagen. Der.: Sendern gebrach, Worum, ^Eranz, cht mur. wischen WBe. Magen. naß wünschte, daß er sich ihr aufschlösse und daß er zu ihr spräche, wie er einst mit Luisa gesprochen hatte. Sie hatte das Gefühl, als sänke eine Schranke, die sich für ein paar Viertelstunden gehoben hatte, wieder klirrend zwischen sie nieder ... Er machte ein unglückliches Gesicht, er konnte es sich nicht erklären, weshalb sie ihn plötzlich so gereizt anfuhr. Lydia unb Söhnchen hüpften ihnen entgegen. „Der Guglhupf is der Kathi zammgefalln!" schrie Lydia begeistert, „wie a Nudelbrett! Aber pfundig schmecken tut er, akkrat wie Mandelpudding!" Trix knüpfte ihr eine Haarschleife ein, die sich zu lösen drohte. Ihr Gesicht war wieder fröhlich, als sie sich zu Hellwang umdrehte: „Schau einmal nach, Konrad, ob wir Baldrian im Hause haben! Ich befürchte das Schlimmste ..." Aber ihre Befürchtungen waren grundlos, die Kinder hatten eiserne Mägen.-- Als Hellwang am nächsten Morgen die Post holte, fand er ein an Trir gerichtetes Schreiben. Im gleichen Augenblick, in dem er den gelbeft, amtlichen Umschlag mit dem Pergamentfenster in die Hand nahm, wußte er, was der Brief enthielt: Trixens Berufung nach Berlin. Für den Bruchteil eine Sekunde durchzuckte ihn der Wunsch, den Brief einfach zu unterschlagen. Es war kein kindischer Gedanke und er schämte sich seiner Torheit. Aber nicht minder töricht wäre es gewesen, den Bries in den Kasten zurückzuwerfen und es Trix zu überlassen, sich die Botschaft aus Berlin selber aus dem Briefkasten zu fiscyen. Trotzdem empfand er es als eine besonders boshafte Fügung, daß gerade er chr diesen Brief auch noch übergeben sollte. Und es erforderte eine ordentliche Ueberwindung, ehe er sich dazu entschließen konnte, Trix zu rufen. Sie kam aus dem Kinderzimmer, wo sie den Spielschrank neu eingeräumt hatte, und nahm das Schreiben in Emofang. „Aus Berlin ..." sagte er. Sie riß den Umschlag in seiner Gegenwart auf und entfaltete den Bogen. Er schaute heimlich über ihre Schulter. „Nun ...?" Aus der Stadt Gießen. »Ich sag's meiner Oma!" Die Kinder spielen am Sandhaufen. Die ganz trinen haben Förmchen und backen Kuchen. Das it für sie ein Spiel, das sie nie müde werden. Die höheren Buben aber „bauen". Da entstehen Bun- und Befestigungen, Kanonen werden ausgestellt p>er markiert, Flüsse überbrückt usw.... Einem kleinen fünfjährigen Lockenkopf geht aber liötzlich etwas nicht nach seinem Sinn, er'verlangt, ttßder eine Bunker wieder umgebaut werden soll, iie andern widersetzen sich. Da reißt dem Kleinen i-.e Geduld, und er tritt mitten hinein in die Feld- bfeftigungen, daß alles zusammenstürzt. Das kön- jen sich Die beiden andern Buben nicht gefallen lissen. Sie packen den Störenfvied und hauen ihn p!)örig durch. Heulend verläßt er die Spielstätte Lib ruft aus sicherer Entfernung: „Ich sag's meiner üna! Ich sag's meiner Oma!" Die andern sind anfcheinend solche Drohungen x-wöhnt, sie hören gar nicht darauf, sondern begin- pn ihre Bauten von neuem. Der Störenfried aber Hauptschristselter: Dr. Friedrich Wichelm Lange. Stellvertreter de« Haupticyristleit'-rr: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: für da« Feuilleton: Dr. Han« Thyriot: für Stadt Gietzen, Provinz, Wirt- chast u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UntversitütSdruckeret R. Lange K.G. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han« BeL Verantwortlich für den Inhalt oer Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. Gesdtäfts-fröffmmgl 4190 A Als Verlobte grüßen Fußbad! WA Saltrat Beutel 25 PfQ- ßlORIn > 03353 Auch zum Feldpostversand zugelassen. kauft 4399D Herstellen Friko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 34752 Giessen. PQLAST melabon 5töifrütö&Benöer Walltorstrabe 53 Sonntag, 12. Oktober 10.30 Uhr vormittags: MehrFreude an der Natur durch Äermühler« Bücher! 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