Montag, w.8ebruar MI GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen I Luftverkehrswege nach dem Fernen Osten und Süd- ostasien und dem gesteigerten Interesse, das umso- mrtKr SIa 1 IQ A KiaF/ih rtrnnotiPninnforoti ftifnPflPtl» Marineartillerie an der Kanalküste Britische Lügen. l Nachricht, daß Calais und die ' Fernkampfbatterien an d Zeichen für ein rrsolgte, Einstellung " biinich« oller europolsch-n MS' eng- Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Gießen. Schnlstrahe 7-9 Pazifik. Man wird, wenn man brücksichtigt, daß zu den Positionen, über die eine Weltmacht oersügt, nicht nur deren tatsächlicher Besitz, sondern auch jene Kraftlinien gehören, die sie ausströmt, in Europa mit Recht zu dem Schluß kommen, daß mit der Räumung der Konzession in Schanghai durch die englischen Truppen nur eine Entwicklung eingelcitet wurde, die seither planmäßig ihren Weg geht. Eines Tages — und dieser Tag ist nicht mehr fern — wird der englische Einfluß im Stillen Ozean der Vergangenheit angehören. Schon heute ist er in Asien so weit gesunken, daß er über Singapore kaum mehr nennenswert hinausgeht. Druck und Verlag: vrühlsche UnlversttätLdruckerei 8. Lange -----„ k 'en Denn iufubh ber Sr}eben erhalten bleibe. „Jeder". io be- Nachrichten sind engllscheDampfersch ^geschaltet, tonte Rudoli Heß, „der zur Umgebung des Führers L ° ^_?us dem pazifischen Verkehr aus^^cy gef)5rt, kann bezeugen^ wie sein ganzes Sinnen und Diese Tatsache in Verbindung m.t 3°hlrelche^2n geyorr, r y TOirfcn au”flerid>tet mor aui rächen für em weiteres.Vordringen des ime £ friebrid)e Werke der Kultu- und auf die Besserung An Einflusses im Paznik,, mit der . '^^päischen des Lebens der deutschen Menschen, wie er bedacht Mit modernsten Hilfsmitteln wird die Kanalküste von unseren Truppen beobachtet. Feindliche Streitkräfte die sich nähern, können dadurch schnell und mit großer Treffsicherheit unter Feuer genommen werden. — (PK.'Engelmeyer-Scherl-M.) ^.Jahrgang nr.54 irrftöpint täglich, außer Sonntags und feiertags geilagen: Die Illustrierte Siebener ftnmilienblnttei Heimat imBild DieScholle Ronats-Bezugsvreis: Lt 4 Beilagen RM.1.95 Cbne illustrierte 1.80 guiteUgebübr. . . „ -.25 itueb bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt iternsvrechanschluß 2251 7)mhtanschrift:„Änzeiger" Üoiitcberf 11ß8R$vranff. M Annahme von Anzeigen für die Mittagsnunimer viS8'/,Ubr deS Vormittags Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Beilen breite# Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Beilenbrcite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Rlengenstasiel B Platzvorschrift (vorherige Bereinbartmg) 25n/o mehr lasten? v. , m n.io Jedenfalls sind wohl nur von diesem Gestcyrs- winkel aus auch die enormen Forder-ungen zu verstehen, die Roosevelt an den Kongreß für 0 en Neubau von Handelsschiffe n L^richteth rnd die die Indienststellung von über 200 modernen ,roßen Dampfern mit einem Kostenaufwand 0 mehreren Hundert Dollarmillionen vorsehen. >jeoen- 'alls wird nach dem heutigen Stand der Dinge England aus dieser seiner pazifischen Erbmasse^karun noch etwas retten können, denn nach lapanNche mehr die USA. diesen Fraaenkomplexen entgegen- bringt, — alle diese Umstände haben dazu geführt, daß man in Japan den Tatbestand durchschaut und auch diese seltsame Verkehrspolitik als das wertet, was sie ist, nämlich als eine zunehmende Abdankung Großbritanniens zu Gunsten Amerikas am „Mit geballter Krafi dem Endsiege Adolf Hitlers zu!" Rudolf Heß spricht bei der Einführung der schlesischen Gauleiter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tokio, Anfang Februar 1941. Der Ausverkauf des britischen Empire geht un- aufhaltsam weiter. Mit jeder Woche wird der bri- lsche Einfluß in der Welt, in Ost und West, mehr jurückgedrängt, erleidet das englische Prestige neue Cinbufeen ober geht gar englischer Besitz verloren./ Sie weitgehend die Wirkung dieser britischen Ab- tankung — hauptsächlich zugunsten der Vereinigten (Staaten — draußen in der Welt ist, davon kann nan sich in England selbst heute kaum eine zutref- |?nbe Vorstellung machen, wenn man sich vielleicht mch schon in London die bange Frage vorlegen tag, wie das Britische Weltreich der Zukunft aussen wird. Denn abgesehen von den weithin sicht- aren Anzeichen der Unterhöhlung der britischen Seltmachtstellung — so der Räumung der Konzes- onen in China, der Ueberlassung britischer Gut- iaben an Amerika und des berüchtigten Tauschge- war, den sozialen Aufstieg der Massen zu ermöglichen, wie er bedacht war auf den Bau neuer Wohnungen, auf den Bau neuer Werke zur Versorgung der Menschen mit Dingen, die sie sich bisher nicht leisten konnten. Alles konnte der Führer eher brauchen als Krieg, wenn er seine Pläne verwirklichen wollte. — Die Geschichte wird diejenigen brandmarken, die die ungeheure Schuld auf sich nahmen, Europa in diesen Krieg zu stürzen, und die zugleich des Führers Pläne des friedlichen Aufbaues um Jahre hinausschoben. Im Augenblick steht vor allen Deutschen — alles andere überschattend — riesengroß und fordernd die gewaltigste Gemeinschaftsaufgabe, die überhaupt denkbar ist: der Krieg, eine Gemeinschaftsaufgabe, die ihre Lösung nur finden kann und finden wird im Sieg. Die Engländer haben für die Zeitspannen zwischen dem Polenfeldzug, dem Nor- wegenfeldzug und dem Westfeldzug die Bezeichnung „Paus e" erfunden. Sie nennen also „Pause" die Zeit, in der gerade kein Gegner durch uns niedergeschlagen wird. Demgemäß ist augenblicklich für sie wieder einmal eine Pause, eine Pause nämlich, in der das Zentrum der Hauptstadt und noch viele Teile darüber hinaus durch schwerste Vergeltungs- angriffe in Trümmer gelegt wurden, weite Teile der großen Dockanlagen niederbrannten, Hafen auf Hafen die furchtbarsten Luftangriffe der Geschichte erlebten, kostbarste Rohstoff- und Lebensmittellager vernichtet wurden — eine solche „Pause" ist wahrhaftig keine Pause. Das, was in dieser „Pause" geschah, war ein allmähliches, aber sicheres und ununterbrochenes Zermürben, ein Zermürben das die Wirkung ist des heroischen Einsatzes einer verhältnismäßig kleinen Zahl tapferster deutscher Soldaten in der Luft, auf dem Meere, im Meere. Auch die „Pause" hat für Deutschland gearbeitet, mögen sie drüben lügen, so viel sie wollen, dies zu verbergen. Wir wissen es bsser! Sie haben drüben nur einen kleinen Vorgeschmack bekommen von dem, was nach der „Pause" geschehen mag. Sie Seulsch-nordlsche Begegnungen. Von Dr. E. Waltan. Der skandinavische Raum als Ganzes ist zwar von der Urheimat der nordischen Rasse in Niederdeutschland nicht unerheblich verschieden, trotzdem haben die dahin auswandernden Germanen nicht soviel Eigenentwicklung angenommen, daß sie ihre Blutsverwandten vergessen hätten. Vielmehr haben sie als der beweglichere Teil immer wieder Verbindungen nach Süden geknüpft und über allen Wandel der Staatsbildungen und politischen Ereignisse hinweg ein Gefühl von Gemeinsamkeit erweckt, das nicht nur einen ständigen Austausch unter einzelnen Angehörigen der verschiedenen Völker ermöglichte, sondern diese selbst auch als solche zu wichtigen Begegnungen veranlaßte. Hierbei spielte im frühen Mittelalter die Berührungszone zwischen Nord» und Westgermanen eine bedeutende Rolle. Sie liegt in dem Nordseewinkel an der Elbmündung und reicht westlich bis zur Ems und nördlich wenigstens bis zur Eider. Die hier siedelnden westgermanischen Niedersachsen haben lange Zeit geschwankt, ob sie dem Locken des Meeres oder dem des Landes folgen sollten. Die Frage war: sollte sich rings um die Nordsee ein angelsächsisch-normannisches See- reich bilden, oder sollten die Niedersachsen in dem Rahmen der festländischen Germanen sich zu dem späteren deutschen Volk verbinden? Beantwortet hat die Frage K a r l d e r G r o ß e , der die von seinem Vater angetretene merowingische Erbschaft innerlich endgültig verfestigte und nach außen hin abrundete: er fügte, wenn auch mit großen und blutigen Opfern, 'die Sachsen dem von ihm beherrschten festländischen Germanentum ein. Damit übernahm er auch den Schutz gegen das damals besonders lebhaft vordringende Normannenbum. Er trat diesem zu Wasser und zu Lande entgegen und gewährleistete so ein ruhiges Hineinwachsen der Sachsen in die sich allmählich anbahnende Gemeinschaft des deutschen Volkes, in der sie hundert Jahre später schon eine führende Rolle übernehmen sollten. Diese erste große Begegnung der beiden Völker verlief derart, daß sie ihre beiderseitigen Besitzver- hältnisse gegeneinander absetzten. Allerdings geschah das nicht durch Ziehung einer klaren Grenzlinie, Karl legte vielmehr die Nordmark, also eine Grenzlandschaft, an, in der von mehreren Burgen aus der Grenzschutz ausgeübt wurde. An anderen Stellen haben solche Grenzsäume allmählich zu festen Grenzen bei scharfer Trennung der Sprach- und Volksgrenze geführt. An dieser Stelle aber, wo die beiden germanischen Volksgruppen sich auf dem Festlande begegneten, da ist es eigentlich bis heute bet einem Grenzsaum geblieben, in dem sich das beiderlei Volkstum verzahnt, wenn auch im Laufe der Jahrhunderte das deutsche Volkstum ein nicht unerhebliches Stück nach Norden Dorgebrungen ist. Die Blutsverwandtschaft hat sich eben nicht zu reinlichen Scheidungen durchringen können, zumal die lange Reihe dänischer Könige aus dem deutschen Hause Oldenburg solche durch lebhafte deutsche Einwan- berung zu verhindern wußte. Die Normannen haben als Herrscher über Fremdoölker in Rußland, Frankreich, Süditalien eine hervorragende staatsbildende Kraft entwickelt. Jedoch • hat der ungewöhnlich stark ausgebildete Eigenwille ’ ihrer Stammesgenossen Großstaaten von Dauer >1 nicht ermöglicht. Die Vereinigung Dänemarks, Nor- । roegens und Englands unter König Knut dem i Mächtigen hat doch kaum ein Menschenalter ge- > dauert. Interessant ist, wie er sich hierbei auf deutsche Hilfe stützte. Er traf in Rom mit dem machtvollen deutschen Kaiser Konrad I I. 1035 zusammen, um die schon seit zehn Jahren gepflegte England räumt wichtige Positionen am Pazifik Von unserem -er-Benchterstatter. Breslau, 9. Febr. (DNB.) Am Sonntagvormittag fand in der Jahrhunderthalle in Breslau die Amtseinführung des neuen Gauleiters von Niederschlesien Karl Hanke durch den Stellvertreter des Führer statt. Rudolf Heß sprach dem scheidenden Gauleiter Joseph Wagner als dem letzten Gauleiter Gesamtschlesiens den Dank für die geleistete Arbeit aus, um dann die Persönlichkeit des neuen Gauleiters zu würdigen. Parteigenosse Karl Hanke, der selbst Schlesier ist, kenne aus eigner Praxis die Führungsau'gaben der Bewegung, denn er habe selbst vorn Zellenleiter angefangen. Er habe am Ausbau des Propagandaministeriums wesentlichen Anteil. Als Staatssekretär dieses Ministeriums ging er als einfacher Soldat an die Front, bewährte sich in Polen und Frankreich, wurde zum Offizier befördert, mit dem E.K. I. und II. Klaffe und dem Panzersturmabzeichen ausgezeichnet, das er neben dem goldenen Ehrenzeichen der Partei trage. Ihm fei als Nationalsozialist die Not so wenig fremd geblieben wie als -Soldat scheinbar hoffnungslose Lagen Um so tiefer habe er den Sieg der Bewegung und den Sieg des deutschen Soldatentums Adolf Hitlers erlebt. In diesen beiden großen Erlebnissphären des politischen und des soldatischen Kämpsertums lägen die Wurzeln des Charakters und der Persönlichkeit des neuen Gauleiters und Oberpräsidenten von Niederschlesien. Rudolf Heß erinnerte daran, daß gerade in Schlesien das brutale Unrecht des Versailler Vertrages seinen sichtbaren und vor der Geschichte unverwischbaren Ausdruck gesunden habe. Trotz des namenlosen Unrechts, das durch den Raub schlesischer Ge- biete begangen worden sei, sei der Führer bereit gewesen, sich mit dem Lande, das diese urdeutschen Gebiete' raubte, gütlich zu einigen, damit seinem aa «* v O*\ Uf a ^1 aX r A kfl. seit einem Monat unter dem Feuer britischer Fern- den. kampfartillerie lägen. Hierzu wird von zuständiger deutscher Stelle mitgeteilt: Weder ist! i bisher ein einziger Schuß in die Stellung deutscher Fernkampsbatterien gegangen, noch war von einer Berlin 8 Febr. (DNB.) Eine amerikanische seit einem Monat anhaltenden Beschießung der Nachrichtenagentur verbreitet auf Grund von In- Kanalküste durch britische Fernkampfgeschutze etwas formationen' britischer militärischer Stellen die zu spüren. Vielmehr sind alles in allem bis- - - ■ - • ‘ • v i, deutschen her fünf Einschläge britischer Ferngranaten der Kanalküste im gesamten Gebiet der Kanalküste festgestellt mor- Für Japan als dem Träger asiatischer Neuordnung ergibt sich aber damit zunehmend eine neue Lage. An Stelle der englischen und sonstigen europäischen Flugrouten, die infolge des Krieges eingestellt wurden, treten solche Amerikas, das bestrebt ist, den süd- und südostasiatischen sowie den südpazifischen Raum, der von Europa abgeschlossen wurde, nun näher an Amerika heranzubringen. Es ist vielleicht eine Frage von nur noch sehr kurzer Zeit, ob England in der Lage sein wird, feige Verbindung von Singapore nach dem östlichsten Außenposten Englands, Hongkong, aufrechtzuerhalten. Wie sich dann Amerika verhalten wird, ist um so bedeutungsvoller, als die Gerüchte nicht verstummen wollen, daß Großbritannien bereits gezwungen war, den USA. Singapore für ihre Flott e zur Verfügung zu stellen. Und schließlich: trifft es in der Tat zu, daß auch hinsichtlich der Verteidigung Australiens und Neu- feelands bereits London mit Washington ein entsprechendes Abkommen getroffen hat? — Japan ist sich zwar bewußt,- daß feine Position gut, ja beinahe unangreifbar ist; aber mit um so größerer Aufmerksamkeit verfolgt es die pazifischen Machenschaften der angelsächsischen Verbündeten und :~ besondere die Rolle Amerikas, das durch jeden lischen Rückzug neuen Auftrieb erhält. können sicher sein, es ist wirklich nur ein kleiner Vorgeschmack. Und sie wissen es auch: Sie schreiben selbst, daß die größte Kriegsmaschine aller Zeiten zum Entscheidungskampf bere-itsteht. Und wir wissen, daß diese Kriegsmaschine bedient wird und damit beseelt d u r ch d e n deutschen Soldaten. Seine Leistungen im Kriege 1939/40 sind bis heute von keiner moderne Armee übertroffen. Sie reihen sich würdig an die Taten unserer Väter. Jeder Deutsche weiß, daß er in ebenso grenzenlosem Vertrauen auf feine Wehrmacht schauen kann, wie er in grenzenlosem Vertrauen auf den Führer schaut. In ruhiger Zuversicht steht die deutsche Heimat hinter der gewaltigen Kriegsmaschine. Sie kämpft unter Einsatz ihrer ganzen Arbeitskraft, ihres Opferwillens und ihrer Hingabe für den Führer, und es ist unter stolzes Wissen, daß die nationalsozialistische Bewegung diesen Geist der Einheit, der Entschlossenheit und des Vertrauens in langem und unermüdlichen Wirken im deutschen Volkes gestaltet hat. Mit geballter Kraft schreiten wir — die Front des nationalsozialistischen deutschen Heeres und dis Heimat der nationalsozialistischen Arbeit — dem Endsiege Adolf Hitlers zu, der leuchten wird über die Geschichte der nächsten tausend Jahrs unseres geliebten Großdeutschen Reiches." ♦ Am Abend nahm Rudolf Heß die feierliche Amtseinführung des Gauleiters Fritz Bracht in Ratto* witz, der Gauhauptstadt des neuen Gaues Oberschlesien vor und gab die Ernennung des bisherigen Hauptdienstleiters in seinem Stabe, Pg. Albert Hoffmann, zum stellvertretenden Gauleiter von Oberschlesien bekannt. Reichsorganisationsletter Dr. L e y zeigte die Gründe auf, die den Führer oer» anlaßt haben, diesen neuen Gau zu schaffen und zog Parallelen zu dem Kampf der nationalsozialistischen Bewegung von einst mit dem Lebenskampf, den das deutsche Volk heute nach außen zu führen hat. Der Sieg, so erklärte Dr. Ley, werde pbensa sicher und ebenso groß fein wie damals im Rampf gegen die Gegner im Innern. Als letzter Coup auf diesem Gebiet ist ein Fchifssroutengeschäft zu nennen, das zwischen Washington und London abgeschlossen vurde und das vielleicht nur deshalb in der Weltöffentlichkeit nicht die genügende Resonanz gefunden -at, weil beide Teile — jeder aus eigenen Grün- )en — beschlossen haben, die Sache nicht an die yroße Glocke zu hängen. Für England ist die Anliegenheit mit einem weiteren beträchtlichen Ruck- nang seines Einflusses, wie für Amerika mit einer Verstärkung feiner Position am Stillen Ozean Der- ounden. England fürchtet also einen neuen Prestige- verlust und möchte aus diesem Grunde gerne den Schleier des Schweigens darüberbreiten, während man in Amerika verhindern möchte, daß I a p a n , tos ohnehin gegenüber allen derartigen Geschäften besonders hellhörig ist, diesen neuen Vormarsch der USA. am Pazifik kritisch betrachtet und seine Folge- fungen daraus zieht. Aber gerade die Tatsache, daß die beiden Hauptbeteiligten darüber mit einer Hand- Bewegung hinweggehen mochten, hat die Sache in Tokio zur besonderen Be-achtung empfohlen, und so Mt es in der japanischen Oeffentlichkeit großes Auf- et)cn erregt, daß England und Amerika überein- gekommen sind — wie es harmlos genannt wird —, .eine „Umgruppierung ihrer Schiffahrts- routen vorzunehmen". Aus den Einzelheiten dieser eltsamen „Umgruppierung", die im übrigen nur den Schluhpunkt unter eine Entwicklung setzt, die schon ange im Gange ist, ergibt sich die Bedeutung der ituen engltsch-amerikcmisthen Derkehrspolitit am Pa- Das Abkommen besiegelt ebenfalls ein Tauschgeschäft und es ist nach dem Grundsatz des Jnsel- Zerstörer-Geschäfts abgeschlossen. Das heißt, daß amerita von England wertvollstes Gut übernimmt, iozusagen ein paar weitere Bausteine des Weltreiches, während Amerika dagegen Dinge bietet, tieren an sich nicht vollwertige Bedeutung angesichts der Kriegslage Englands noch geringer erscheint. England hat sich nach diesem Abkommen verpflichtet, schrittweise seine Schiffe aus iem pazifischen Verkehr Suruckzu - ziehen und die Schiffsrouten den Amerikanern zu überlassen, während Amerika sich seinerseits an gewissen nordatlantischen ßinten irtsintereffiert und das Recht zur Befahrung dieser Linien England einräumt. Das Abkommen wahrt nach außen hin das Gesicht der Gleichheit und geht oon der Erwägung aus, daß die besonderen Interessen jedes der beiden Beteiligten gewahrt werden. Abgesehen davon, daß aber von einer wirklichen Gleichheit hier schpn deshalb nicht die Rede sein rann, weil England unter dem drohenden Zwang ^er Kriegslage gar nicht anders handeln konnte int) sich damit zufrieden geben mußte, was ihm bei wohlhabendere Bruder geboten hat, ist diese Be- rufung auf die Interessen der beiden Jßartner ein : i>eutlid>es Eingeständnis dafür, daß der englische Rückzug von seinen pazifischen Positionen elne^at- !ache ist, die sich nicht mehr verschleiern laßt. Denn sedem ist heute klar, daß die pazifischen Linien in naher Zukunft voraussichtlich eine weit größere Rolle spielen und durchaus mehr Bedeutung be- 'itzen werden als die relativ wenigen nordatlan- tischen, die von Amerika befahren wurden. Es kommt weiterhin hinzu, daß England damit ofien /-bekennt, diese wichtigen Verkehrswege nicht wehr befahren zu können, obwohl es sich auch um solche handelt, auf denen die Verbindung n ach Australien, Kanada und Neuseeland also den britischen Dominien, aufrechterhalten wurde. Oder sollte man in der Tat m Englano glauben, daß Amerika sich je wieder aus die,em Geschäft — hinter dem es selbstverständlich auch 1 politische Vorteile wittert — würde verdrängen chäfts: britische Inseln gegen amerikanische Zer- :örer — spielen sich am Rande der großen Welt- reignisse, und insbesondere hier am Pazifik, im- ner wieder Vorgänge ab, bei denen England Jets auf ber Verliererseite zu suchen ist. lluch daß der jüngere Bruder jenseits des Pazifik, ter nur aus reiner geschwisterlicher Liebe zu handeln vorgibt, sich alles aneignet, was aus der bri- lischen Erbmasse schon heute greifbar ist, versteht sich kbenso am Rande. Freundschaft durch die Verlobung seiner Tochter Gunild mit Konrads Sohn Heinrich zu festigen und zu krönen Um den neuen Bund zu sichern, verzieh- tete Konrad sogar auf die Schleswiger Mark und begnügte sich mit der Eidergrenze. Tatsächlich eröffnete diese friedliche Verbindung dem deutschen Handel und der Mission von Bremen aus ein neues weites Feld bei den nordgermanischen Völkern Sie wurde trotz des baldigen Verfalls von Knuts Trostreich und des frühen Todes feiner Tochter die Unterlage für die regen Wechselbeziehungen der Ostseevölker, die ihren Höhepunkt in der Blütezeit der deutschen Hanse erreichte. Die Auseinandersetzung mjt dieser wurde den nordischen Völkern zu einem bedeutsamen Akt der Erziehung; sie fanden allmählich ihre heute noch bestehende Wesenheit auf nationaler Grundlage in den drei nordischen Staaten. Dabei ernteten sie so unbekümmert, wie das jungen Völkern eigen ist, den Segen der hansischen Arbeit im Ostseeraum. Wiederum war also Deutschland der Gebende gewesen. Der Hauptnutznießer war Schweden, das sich unter dem Geschlecht der Wasa zu einer europäischen Großmacht entwickelte. Gustav Adolf wollte feinem Ostseereich durch die Einverleibung der porn- merschen Küste den südlichen Abschluß geben. Doch gewährte ihm die Vorsehung nur die Erfüllung des damit verbundenen zweiten Planes: die Rettung des deutschen Protestantismus! Daß er 1632 dafür fein Blut bei Lützen opferte, hat ihn in der germanischen Welt unvergessen gemacht, und viel Dankesschuld des Nordens an das Reich ist damit abgetragen worden. Allerdings wurde auch die Gefahr vermieden, daß das Deutsche Reich sich in einen habsburgisch-jesuitischen Süden und einen mit Schweden verbundenen und von diesem beherrschten protestantischen Norden aufspaltete. Dies ist überhaupt das letzte Mal, daß der Norden seine Hände nach dem Süden ausstreckte Es war ihm im 17. Jahrhundert ebenso wenig ein Großreich um die Ostsee beschieden wie tausend Jahre vorher ein solches an der Nordsee. Die einzelnen Völker sind seitdem ihren eigenen Weg gegangen. Der Norden verblieb in individueller Aufspaltung, trotz aller Einigungsoersuche, die immer wieder unternommen wurden. Der Süden fand über Brandenburg-Preußen feine völkische Einigung. Bemerkenswert ist, daß dabei Schweden und Dänemark ihr Teil beisteuern mußten, wenn auch meist negativ. Aber das junge brandenburgische Heer verknüpft doch seine schönsten Ruhmestaten mit dem Namen Warschau, wo es 1655 mit Schweden und Fehrbellin, wo es 1675 gegen dieses kämpfte. Und endlfch eröffnet ja der Feldzug gegen Dänemark 1864 das unmittelbare Eini- gungswerk Bismarcks. Diese politischen Begegnungen haben selbst wenn sie feindlich verliefen, die freundschaftlichen Beziehungen der Völker nie nennenswert in Mitleidenschaft gezogen. Die Kraft des Blutes erwies sich in jedem Fall als unüberwindlich. Beweis dafür ist der starke Kulturstrom, der sich seit der Reformation unentwegt zwischen beiden Volkern in beiden Richtungen bewegt. Rollende Luftangriffe aus Malta. Schwere Bombentreffer auf Unterkünfte und Lagerhäuser. Berlin, 9.$ebr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Einzelne Kampfflugzeuge griffen gestern bei Tage und in der Nacht kriegswichtige Ziele in den INidlands und in Südoflengland erfolgreich an. 3m Mittelmeerraum erzielte die deutfche Luftwaffe bei rollenden Angriffen gegen Flugplätze auf der 3nfel Malta und den Hofen La Valetta Bombentreffer schweren Kalibers in Unterkünften und Lagerhäusern. Ausgedehnte Brände entstanden. Der Feind warf in der letzten Nacht mit wenigen Flugzeugen an drei Stellen Bomben auf Wohngebiete in Westdeutschland. Von drei feindlichen Flugzeugen, die nach Norwegen einzufliegen ver- fuchten, wurden zwei abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Der Bericht vom Samstag. Berlin, 8. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Einzelne Kampfflugzeuge griffen kriegswichtige Ziele auf der britischen 3 nf el erfolgreich mit Bomben an. hierbei wurde in einer Hafenstadt der schottischen Ostküste der Kessel eines Gaswerkes im Tiefangriff in Brand geworfen. Bomben schwersten Kalibers trafen in Südosteng- land einen Bahnhof und eine Fabrikanlage. Vor Dundee wurde ein kleines Handelsschiff durch Botn- benvolllreffer zerstört. 3m Mittelmeerraum griffen deutsche Kampfflieger in den gestrigen Abend- und Nachtstunden im rollenden Einsatz die Flugplätze Luca und Hal-Far, den Seeflughafen Marsa-Scirocco und die Hafenanlagen von La Valetta auf der 3 n f et Malta an. Bombentreffer zerstörten hallen und Unterkünfte und verursachten größere Brände. Der Feind warf mit schwachen Kräften in der letzten Nacht an der Kanalküste Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Flakartillerie schoß ein feindliches Flugzeug ab. Oer englische Lustangriff auf Düsseldorf. Ein bewußter Mordüberfall auf die Zivilbevölkerung. Berlin, 8.Febr. (DNB.) 3n der Nacht zürn 5. Februar — wie im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht bereits gemeldet — hatten britische Bombenstreitkräfte die Stadt Düsseldorf angegriffen. Der um das 3ndüstrievieriel gelegte Sperrfeuergürtel wurde, wie einwandfrei festgestellt werden konnte — von den feindlichen Maschinen umflogen, und das dicht bef iebelle Wohngebiet der 3nnenstadt planmäßig mit Spreng- und Brandbomben belegt. Die Zahl der Toten, die diesem heimtückischen Angriff zum Opfer fielen, hat sich nach den letzten Feststellungen auf insgesamt 35 erhöht. Die Räumung Bengasis. Rom, 8.Febr. (DNB.) Der italienische wehr- Machtsbericht vorn Samstag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front wurde im Abschnitt der 11. Armee ein feindlicher Angriff unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen, wobei sich das 13. 3nsanterie-Regiment besonders auszeichnete. Unsere Luftwaffe hat militärische Ziele in Preoeza bombardiert. Am 5. und 6.Februar tobte in der südben- gojischen Senke eine äußerst heftige Schlacht mit schweren eigenen und nicht weniger schweren Verlusten des Gegners an Mann und Material. Am Abend des 6. Februar hat der Feind Bengasi beseht, das von unseren Truppen zur Schonung der italienischen Cingeborenenbeoötferung geräumt worden war. 3n Ostafrika, im Abschnitt von Keren, lebhafte beiderseitige Artillerietätigkeit. An der Sn- dangrenze von Galla und Sidamo Patrouil- lenzusammenstöhe. Abteilungen unserer Luftwaffe haben lagernde feindliche Truppen mit Bomben belegt 3m Kampfe mit feindlichen Jagdfliegern wurden drei englische Flugzeuge brennend abgeschossen. Der Feind hat Luftangriffe gegen Keren, hargeisa und javello unternommen. Am Nachmittag des 31. Januar wurde ein bewaffneter Prahm unserer Kriegsmarine, der zu einem anderen Liegeplatz geschleppt wurde, von einem feindlichen U-Boot angegriffen, das das Feuer gegen ihn eröffnete. Der Prahm erwiderte sofort lebhaft das Feuer, wobei es ihm gelang, das U-Boot zu treffen. Der kleine Schlepper, der während des Kampfes getroffen wurde, geriet in Brand und sank darauf. Dis 67 Mann starke Besatzung wurde gerettet Das Echo in Nom. „Nichts Lebenswichtiges bedroht." Rom, 9. Febr. (Europapreß.) Bengasi ist von den Italienern selbst geräumt worden. Damit hat der englische Vorstoß in Nordafrika einen Punkt erreicht, wo die englische Führung sich entscheiden muß. ob sie noch weiter gegen Westen marschieren tasten und die syrtische Wüste durchqueren und vielleicht bis Tunis vorstoßen will, oder ob sie es für bester hält, den mit gewaltigem Aufwand in Gang gebrachten Apparat anzuhalten. Ohne die Augen vor den harten Tatsachen zu verschließen, fragt man sich in Italien, welchen Zweck die gewaltige englische Anstrengung in Nordafrika im Rahmen eines strategischen Gesamtplanes der Kriegführung haben konnte. „Libyen war unglücklicherweise niemals*, so betont ,Teoere', „eine Stellung von strategischer Bedeutung. Es ist eine reine Siedlungskolonie Wäh. renb einerseits bei einem geglückten Vorstoß über Sidi el Darani hinaus Alexandrien und Suez hatten gefährdet werden können, wird andererseits von den Engländern nichts Lebenswichtiges b e- droht. Die gegenwärtigen Kriegshandlungen der Engländer in Nordafrika haben daher einen rein demonstrativen Wert, während sie in der Totalökonomie nur negativ zählen können. Was auch immer in Afrika sich ereignen mag, England wird sich immer in schwierigen Umständen befinden, die sich nur noch steigern können. England erlangt damit keine Handlungsfreiheit. Im Gegenteil, es bindet immer mehr neue Kräfte und fesselt seine Bewegung durch die Notwendigkeiten der Besetzung. Von dem demonstrativen und propagandistischen Wert abgesehen, den man allerdings diesen Handlungen nicht absprechen kann, ist der Rest der Bilanz negativ. Es ist überflüssig zu sagen, daß der Krieg nicht mit Demonstrationen und Propaganda gewonnen wird.* Italien, so hebt „Pop olo di Roma" hervor, ist stolz darauf, daß es eine schwere Aufgabe zu lösen hat und weiß, daß dieser Krieg nicht in Bengasi entschieden wird, zumal England durch die Zersplitterung seiner Kräfte einen nicht geringen strategischen Fehler beging. Auch „Lavoro Fascista" unterstreicht die außerordentlichen Schwierigkeiten des Kampfes im italienischen Imperium. Es handelt sich um eine grandiose Aufgabe, deren sich Italien, als es zur Verwirklichung seiner Aspirationen und zur Erlangung feiner vollen Freiheit und Unab- hängigkeit in den Krieg.eintrat, restlos bewußt war. Gerade die schwierige geographische Lage des italienischen Imperiums und das Fehlen direkter Serbinbungen von und zum Mutterlande war einer der Hauptgründe der italienischen Intervention, die unerläßlich war, wollte Italien nicht für alle Zeiten im eigenen Meer Englands Gefangener und Sklave bleiben. Die Kampfe in Ostafrika. Der italienische Bericht vom Sonntag. Nom, 9. Febr. (DNB.) Der italienische wehr- machtberichl vom Sonntag Hal folgenden Wortlaut: An der griechischen Front Aktionen örtlichen Charakters. Unsere Luftwaffe bombardierte im Tiefangriff wirkungsvoll feindliche Stellungen und Truppen. Desgleichen wurden einige Ziele der Stützpunkte von preveza und Navarrino getroffen. 3m Verlauf dieser Aktionen wurden ein Flugzeug vom Gloster-Typ sowie eines vom PZL.-Typ ab- geschossen. 3m westlichen Mittelmeer wurde eines unserer Erkundungs-Flugzeuge von drei Jagdflugzeugen vom Hurricane-Typ angegriffen, von denen eines abgeschossen wurde. 3n Nordafrika Kämpfe örtlichen Ehargkters in der südbengasifchen Senke. 3n Ostafrika erneute der Feind im Ab- schnitt von Keren seine Angriffe, die zurück- geschlagen wurden. An der SomaHfroot wurde ein Angriff gegen eine unserer Stellungen durch einen Gegenangriff zurückgefchlagen. Unsere Luftwaffe hat MH DJ M 3M .. - - Roosevelts Englandhilse-GeseK an den Kämpfen mit Tiefangriffen und MG.-Feuer auf feindliche Truppen, Kampfmittel und Anlagen unermüdlich teilgenommen. Der Feind versuchte Luftangriffe auf Asmara und Adi Ugri, die durch das sofortige Eingreifen unserer Jäger vereitelt wurden. Bei dieser Aktion schoß Hauptmann Mario Visentini zwei Flugzeuge ab, womit er feinen 16. Luftsieg errang. Lin weiteres feindliches Flugzeug wurde von der Flock abge- fchofsen. Drei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. 3m Aegäifchen Meer bombardierten gestern nachmittag feindliche Flugzeuge unsere Flughäfen. Kein Opfer, leichter Schaden. 3n der Nacht vom 7. zum 8.2. belegten Verbände des deutschen Fliegerkorps mit sichtlichem Erfolg einige Flughäfen auf der 3nsel Malta mit Bomben. 3n der Nacht vorn 8. zum 9.2. wurden die Bombenangriffe auf den Stützpunkt Matta von den deutschen Fliegerverbänden mit bemerkenswerter Heftigkeit und Wirksamkeit wiederholt. Oer Duce im Operationsgebiet. Holland, Baron Roell ein, besten Kabinettschef er war. Die bisherigen Kommissare für bie Provinzen Utrecht und Limburg finb in ben Ruhestanb Den setzt worden. Der neue Kommissar für Utrecht ge> hört schon seit 1932 ber NSB. an unb war zuleM Bevollmächtigter bes Leiters ber NSB. für die Provinz Utrecht. Auch Graf M be Marchant et d'An- fembourg ist altes NSB.-Mitglieb und gehörte dok 1937 bis Mai 1940 als Mitglied ber NSB. ben Zweiten Kammer an. waffe mitgetejlt. Beaoerdrook habe bamals er* wibert, baß man viel zu viel aus ben Bomben mache, bie bie „Engländer mit ihrer Flakartilleri! aus ber Luft blasen würben!" Williams er* klärte, er habe Beaoerbrook darauf erwidert: „2Benn Sie die deutsche Luftwaffe in der gegenwärtige^ Stärke mit dem bekämpfen, was Sie haben, fann es Sie das Empire kosten, und Sie merbir, die Niederlage Ihres Lebens erfahren." Auf ein- Frage des Senators Nye bestätigte Williams äh» lich wie Lindbergh, daß er nicht an einen Sieg Englands glaube. Auch der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Landon lehnte das Gesetz ab uni klagte Roosevelt des Versuches an, die Gegner bes Gesetzes mundtot machen zu wollen. Die Bebath und Redefreiheit über das England-Hilfegesetz roerbt durch Regierungspropaganda und Kriegshysterie er. stickt. Landon bezeichnet es als Feigheit, durch pr» oozierende Beleidigungen den Ruf des Gegners w belasten, um ihn zum Schweigen zu dringen. Es fei leichtfertig, Roosevelt so weite Vollmachten zu gewähren, daß er ber britischen Regierung gegenüber unbegrenzte Verpflichtungen eingehen könnte, ohn- baß man festgestellt habe, was Englands Ziele air bem Gebiete ber Weltmachtpolitik seien. Amsterdam, 8. Febr. (Europapreß.) Der Relchskommissar für die besetzten nieberlänbischen Gebiete, Reichsminister Seyß-Inquart, hat drei neue nieberlänbische Kommissare für die Pro- vinzen ernannt, unb zwar Mr A. I. Backer für Nord-Holland, Ing. F. E M ü l l e r für Utrecht unb 9raf M. be Marchant et d'Anfembourg ür Limburg. Mr. A. I. Backer nimmt U ~ bes kürzlich verstorbenen Kommissars für____ Unser Bilb zeigt Mussolini währenb einer Inspektionsreise im Operationsgebiet in Begleitung bes Generalstabschefs ber italienischen Luftwaffe, General Francesco P r i c o l o (Mitte). (Astociated-Preß-M.) ei lokft M bis iinton r -SM jib vier Die Poli Mde in Nie ir iirät oei □unbeten 'ch der rin ganze :i5 Vra .Zager, Äldaten »n zwei tineinfti 3)ef der Ria M Pchffor jmmerje -bensjahre Mete l Taille und Wad Nogifd norde do chn. Ünt e loroei •foumboc Manöver 'her & Wert! Wj bad Sit 51 ytm 'enktii Jon be Pzvei Wenl > Pr Nah J^ura s ° Me a Laval lehnt Vorschlag pstains ab. Genf, 9.Hebr. (DNB.) Aus Dichy wirb gemeldet: Zu ben Besprechungen bes Admirals Bar- Ian in Paris wird Sonntag früh eine Verlautbarung in der Presse veröffentlicht, die besagt, daß Staatschef Marschall P e t a i n Pierre Laval vor- geschlagen habe, als Staatsminister unb Mitglied eines Direktionskomitees in d i e Regierung ein zu treten. Pierre Laval hat das Angebot des Marschalls nicht angenommen. Frankreich führt den Arbeitsdienst ein. Genf, 8. Febr. (DNB.) Die französische Regierung hat für alle französischen Bürger männlichen Geschlechts die Arbeitsdienstpflicht eingeführt. Alle Franzosen müssen im Laufe ihres 20. Lebensjahres acht Monate in einem Jugendlager bzw. Iugendwerklager verbringen. Die Einberufungen sollen dreimal jährlich erfolgen. Die Einsüh- rung dieser Arbeitsdienstpflicht findet auch auf Algier, bie französischen Kolonien, Protektorats- unb Manbatsgebiete Anwenbung. Die Einführung der Arbeitsbienstpflicht in ber besetzten Zone er« folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt. Neue niederländische Kommissare. Folgen des briüschen Tonnagemangels. Kritische Lage der Viehzüchter Süd-Argentiniens. BuenosAires,9. Febr. (DNB.) Die kritisch« Lage ber Viehzüchter Süd-Argentiniens, bie durch bie starke Verminderung ber britischen F1 eischkäufe infolge ber Einstellung des englischen Schiffsverkehrs mit ben Häfen der Territorien Santa Cruz unb Feuerland hervorgeruiein ist, kommt in einem Gesuch ber argentinische« Fleisch-Korporation an ben Landwirtschaftsmini-' fter erneut zum Ausdruck. — In ber Eingabe roirti gesagt, daß bie Absatzschwierigkeiten noch erfjöW werden burch bie Maßnahme Chiles, bas z>p» ersten Male bie alljährliche Einfuhr von 700 00® lebenden Schafen aus Patagonien e i n st e l l e. Die bisher für ben englischen Konsum bort oerarbeitete Fleischmenge konnte jetzt wegen bes britischen Tonnagemangels nicht mehr abgeholt werden. Der Wert des südargenttnischen Viehs, besonder» der Lämmer unb Kapaune, sei burch Unverkäuflichkeit derart gesunken, daß bie Verarbeitung in den Fleischfabriken nicht mehr lohne,, zumal bie Versenbung nach ber Bundeshauptstadt; wegen fehlenden Schiffsraumes nicht in Frage: komme. — Die Viehzüchter ersuchte baher bie Regierung um finanzielle Unterstützung, um die Kosten für Verarbeitung in Büchsensleisch decken zu. können, da sonst bie Viehzucht eingestellt unb der' Bestand vernichtet werden müsse. Japaner verlassen die LlGA. Schrumpfung des japanisch-nord» amerikanischen Handels. Tokio. 8. Febr. (Europapreß.) Die antrjapa* Nischen Wirtschaftsmaßnahmen der Vereinigten Staaten führten, wie „Asahi Shimbun" schreibt, bereits zu einer ft arten Schrumpfung des nord- cmerikanisch-japanischen Handels. Zur Schließung ihrer Neuyorker Börse hat- ten sich bereits die südmandschurische Eisenbahn, eine große japanische Textilsirma sowie kleinere japanische Handelsgesellschaften gezwungen gesehen. Die am 15. Februar in Kraft tretende Verschärfung des Lizenz- Systems in den Vereinigten Staaten wird zu einer 80prozentigen Einschränkungder Handels- schiffahrt auf dem Pazifik in Richtung Japan führen. Infolge bieses Rückganges ber norbamerikanisch-japanischen Handelsbeziehungen werden Vorbereitungen zur Heimschaffung einer größeren Zahl von Japanern aus den Vereinigten Staaten getroffen. Japanische Großfirnien in Newyork schicken sich an, Familienmitglieder nach Japan zurückzuschicken, die angesichts der gespannten Lage im Pazifik spätestens im März oder April ab reifen sollten. Das japanische Landesverteidigungs- geseh angenommen. Tokio, 9. Febr. (Europapreß.) Arn Samstag wurden die Abänderungen zum japanischen Generalmobilisierungsgesetz und zum Gesetz zur Sicherung der Landesverteidigung vom japanischen Unterhaus ohne Debatte genehmigt. Die wichtigsten Regierungsvorlagen sind damit angenommen. Durch das Generalmobilisierungsgesetz erhält die Regierung außerordentlicheDollmach- t e n für die Lenkung unb Kontrolle kriegswirtschaftlicher Betriebe Das Landesverteidigungsgesetz gestattet dem Justiz- und Wehrministerium weitgehenden Einfluß auf bie Gestaltung der öffentlichen Meinung. In Tokio rechnet man mit einem baldigen Schluß der Parlamentssesston. Eine USA.-Marinekonferenz in Schanghai. Washington, 9. Febr. (Europapreß.) Die Englandhilfe-Vorlage wurde am Samstagnachmittag durch das Repräsentantenhaus nach Abschluß der Aussprache über bie Zusatzanträge mit 260 gegen 165 Stimmen verabschiedet. Vor der Abstimmung wurde ein Zusatzantrag des Abgeordneten Hamilton Fish mit 147 gegen 70 Stimmen adgelehnt, der ein Verbot von Reparaturen ber Schiffe kriegführender Staaten auf Wersten in ben USA. voriah. Die Debatte im Repräsentantenhaus hatte sechs Tage gedauert. Die Vorlage geht jetzt an den Senat weiter, dessen auswärtiger Ausschuß gegenwärtig die (Benner der Vorlage vernimmt. Vor dem Ausschuß wies der 21jäljrt$e Student der Pale-Universität B r e w st e r mit offenen Worten auf bie Gefahr bes Englandhilfegesekes unb die Methoden hin, mit denen man es in USA. durchzupeitschen versuche. Brewster, der auch die Zeitschrift „Pale Daily News" herausgibt, betonte, daß er für jenen Teil ber Jugend spreche, „der Frieden und Souveränität Amerikas über die britischen Interessen stelle". Er erklärte, gegen das Englandhilfegesetz zu sein, „weil es das Schicksal der ganzen Nation in die Hände eines Mannes lege, dessen letztes politisches Ziel Krieg bedeuten müsse, gleichgültig, ob er das beabsichtige ober nicht. Man sollte einem solchen Mann nicht durch Abtretung von Vollmachten unbegrenzte Gewalt über Leben und Tod einer freien Nation geben". „Jeder Schritt", so sagte Brewster weiter aus, „sollte dem Volke zur freien Entscheidung vorgelegt werden. Das Volk müsse j e l b st entscheiden, ob es ben Krieg wolle ober nicht. Vor bem Ausschuß beschulbigte ferner ber amerikanische Flieger unb Publizist Major Williams bie USA.-Regierung, bie Flotte und das Heer planmäßig seiner besten Flugzeuge zu b e • rauben, um England zu helfen. Damit würde es unmöglich gemacht, die USA.-Luftwafie ausreichend ’ ittiontn I 'WS a I jurten. Airine s | Mit oor • >>Mng u Unglücks ■ 3iN Mi üeut) Nll-gow nijen en Mi u 0effln0nl! in ®ar' irheim^ Afifen00 Ml--ge Maar1 .stnM aufzubauen. Tatsächlich sei die USA-Lunmacht fjeuti beklagenswert unzulänglich. Williams Angriff tx, zeichnete das England-Hiljegesetz als „Selbftmotj der amerikanischen Lebensart". Auf einer Sein rXm schwäche die Regierung die Schlagkraft der Vereinig kv^se ten Staaten, andererseits würden Schauermarche, j über die Jnvasionsgefahr verbreitet und den Euro R [et päern und Asiaten in ihre internen Angelegenheile, 1 hineingeredet. Amerika solle das Gerede über dir Unvermeidlichkeit des Krieges verbieten. Erst wen., Amerika ausreichend gerüstet sei, sich zu oerteidi, gen, werde er die Abgabe von Flugzeugen ai fremde Nationen gutheißen. Er habe dem britische, ,t Den Flugzeugbauminister Beaoerbrook oor dr<> ’ Jahren Einzelheiten über die deutsche Lust, Tokio, 9. Febr. (Europapreß.) Eine Konferenz m b o u r g norbamenkanischer Marineoffiziere im Fernen die Stelle Olten ist, wie „Tokio Nishi Nishi" meldet, burch für Nord-1Aomrral Thomas Hart, den Oberkommandtereo- Churchills Trost war j für bit}; jen hier Aus dem Reich lgsterart einen bewaffneten Raub- Geschäft verübt. überfall auf ein eB und das Deutsche Reichspost Die M s, die k er brii nfteDimj! n beritf eroorgeni’ rgentinijr Wtsr’ ingabe v. noch eri, 9, das s- von IN int et dl. gehörte:- 1 »- Gebäude. Ausreichendes Wochengeld ohne Ueberanstrengung. peln als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat find hingerichtet worden. Wojtafik, Koza und Kozak haben nach Gangsterart einen bewaffneten Raub» Mütter kurz vor der Arbeitsniederlegung chre Arbeit ohne erhöhte Anstrengungen tun können, ohne daß sie eine Minderung des Wochengeldes zu befürchten hätten. in dem er Me spanische Krone den Bourbonen vermachte. Die 59 Mitglieder der dritte« Antarktis- Expedition Admirals Byrds befindet sich nach einem dreizehn Monate währenden Aufenthalt in den Eiswüsten jetzt auf dem Heimweg nach den Bereinigten Staaten. Der rumänische Staatsführer General Antone s c u wurde vom König Michael zum Armeegeneral befördert. Nachdem erst kürzlich in Paraguay das Innenministerium umbesetzt worden war, ist nunmehr auch der K r i e g s m i n i st e r Oberst Gaudioso Nunoz zurückgetreten. Der Staatspräsident hat den Innenminister Oberst Machuco mit der Vertretung beauftragt. "bieud Alle sind wir heute aufs Sparen eingestellt, um in allen Lebenslagen sicher zu sein. Das Postsparbuch macht das Sparen großer und kleiner Beträge für den Sparer in der Heimat ebenso leicht und bequem wie für den Sparer an der Front! Einzahlungen und Abhebungen können bei sämtlichen Postämtern, Poststellen und Landzustellern in Großdeutschland vorgenommen werden. Selbst kleinste Pfennigbeträge können in Form von Briefmarken mit der Postsparkarte für das Postsparbuch zusammengespart werden. Wer im Felde steht, kann seine Ersparnisse mit Feldzahlkarte auf sein eigenes Postsparbuch oder auf das Postsparbuch von Angehörigen einzahlen. Man kann auch Postsparbücher für Dritte ausstellen lassen. Deshalb ist das Postsparbuch die gegebene Sparmöglichkeit für jeden Deutschen. Gehen Sie noch heute zu Ihrem Postamt. Verlangen Sie die ausführliche „Anleitung für Postsparer“ und lassen Sie sich ein Postsparbuch ausstellen. ftoNl ükö MwLt mit bei» fto&pn! inettsfyL e Pnch. heftend Utrchi & Eine englische Lockhead-Maschine griff an der norwegischen Westküste eine deutsche Räumbootflottille ohne Erfolg an. Die Räumboote wichen den Bomben durch geschickte Manöver aus, nahmen das Flugzeug trotz ungünstiger Wetterlage unter Abwehrfeuer und erzielten mehrere Treffer. Ein herbeigerufenes Zerstürerflug- zeug dachte die englische Maschine zum Absturz. „Wasserbomben los." Deutsche Unterfeebootjäger im Kampf. Von Kriegsberichter Karl Judmaier. verM itischen V oft m!-' s, befont- •i buch je Stffli'' hr lojii Oeshou^- t in Fr- iher bie m bie anstatt, das dazu geführt habe, daß etwa 1000 Bild- stteifenstellen des Heeres errichtet wurden, durch die mehr als 50 000 Unterrichtsfilme vor der Truppe zur Aufführung kamen. Die Veranstaltung schloß mit der Vorführung einer Auswahl von Unterrichts- Forschungsfilmen und einem Rundgang durch Die Polizei erwies sich als machtlos. Ein Haus wurde in Brand gesteckt. Eine Reihe von Soldaten mußte ins Lazarett eingeliefert werden. Die Behörde verweigert jedoch die Bekanntgabe der Der- wundetenzahl. Ebenso wurde es abgelehnt, die Ursache der Unruhen mitzuteilen. In Quebeck mußte ein ganzes Regiment Highland Light Jnfantery, das aus Brandford (Ontario) kam, mit unbegrenztem Lagerarrest bestraft werden, nachdem 400 Soldaten die städtische Polizei wegen der Festnahme von zwei Soldaten angegriffen hatten. Es entstand ein einstündiger heftiger Straßenkamps, bei dem der Thef der städtischen Polizei verletzt wurde. wurde zum Gesundheitsminister und der bisherige Gesundheitsminister Malcolm MacDonald zum Oberkommissar in Kanada ernannt. Thomas John- ft o n wurde Staatssekretär für Schottland. Eine Mitteilung des spanischen Außenministeriums gibt bekannt, daß zwischen der argentinischen und der spanischen Reaierung eine Vereinbarung getroffen wurde, der zufolge Argentinien Baumwolle und Lebensmittel an Spanien liefern wird, darunter 500 000 Tonnen Konserven- flersch. e An der spanisch-französischen Grenze ist der größte Teil der Dokumente von Simanca eingetroffen, die während der napoleonischen Feldzüge aus Spanien geraubt und seitdem in Frankreich aufbewahrt wurden. Unter den Papieren befindet sich das Testament des letzten spanischen Habsburgers, König Karl II., ’w »■£ m bniK oor v, Nüls, HM J’Üiquh , r.« 60$ [fll b Cv ioniff > eft i*, V ’M ■ £ ten Lehrmittelbeiträgen der deutschen Elternschaft erstellt worden. All diese Beittaae flössen nun in Gestalt von Filmen und Borführungsgeräten an die Schulen wieder zurück. Die Verwaltungskosten trage dagegen der Staat. So verkörpere das Unterrichtswerk eine wahrhaft nationalfozialisttsche Gemeinschaftsleistung, die auch den entlegensten Dorfschulen wertvolles Anschauungsgut und Lehrmittel vermittele. Nach herzlichen Dankesworten an den preußischen Finanzminister Professor Dr. Popitz, Ministerialrat Zieroid und den zum Präsidenten der RWU. ernannten Dr. G a u g e r schloß Reichsminister Rust mit einem Appell an alle zu gesteigertem Einsatz für die Fortentwicklung der Reichsanstatt zum Nutzen der deutschen Äugend. Generalleutnant Reinecke würdigte dann das Abkommen des Oberkommandos der Wehrmacht mit der Reichs- Das Boot dreht darauf zu. Jetzt — jetzt — „Wasserbomben los!" Eine nach der anderen fliegt hinaus. Die Männer warten, horchen, hatten den Atem an. Endlich! Die ersten dumpfen Detonationen, schwarzer Wasserschwall kommt hoch. Aber kein Wrackstück, kein Oelflecken, nichts. Aber was ist das jetzt? Herrgott ja, das — das muß er sein. Das Boot läuft daraus zu. Das Geleitflugzeug schießt Signalsterne. Jetzt ist jeder Zweifel ausgeschlossen. „Sehrohr steuerbord voraus, 250 Meter, nach Steuerbord auswandernd." Unterstützend weist der ausgestreckte Arm des Ausguckpostens in die angegebene Richtung. Jetzt ist der Augenblick da. Nur jetzt ke-ine überflüssigen, keine falschen Handgriffe tun, nur nicht überhasten, ruhig, ruhig,--das Herz schlägt bis zum Hals herauf. Blitzschnell erfaßen und handeln, daß Kommando und Ausführung ineinander übergehen. Endlose Sekunden — jetzt — , ■. Munis ü| 1 1 tyafa Ach- die L Wb? shyskliki - burd) f. ®egntt{. nqen. K hien ju) Ä geW °nnte,« to 3kle i den der USA.-Flotte in Asien, nach Schanghai sinberufen worden. Die Konferenz soll sich mit Maßnahmen im Zusammenhang mit der Beilegung des indochinesisch-thailändischen Konflikts beschäftigen. An der Konferenz werden der Kommandant >es nordamerikanischen Marineregiments in Schanghai und die USA.-Marineattachös aus Tschungking, Peking, Bangkok und Singapur teilnehmen. Admiral Thomas Hart werde, so berichtet das Blatt, an der Konferenz nicht teilnehmen, da er wegen „Spannungen im Süden" anderweitig beschäl- tigt fei. ch beite: ellt i^‘ Ans aller Wett. Italienische Grenzfchuhstreife durch Lawine verfchültei. Eine Lawine, die vom Gipfel des Monte Bogattn bei Tolmein im Alpengebiet von Goerz nieder- ging, verschüttete italienische Grenzschutzsoldaten. Der die (Streife anführende Offizier und acht Mann wurden getötet, weitere elf mit Erfrierungen aufgefunden. Fünf Todesopfer eines Autounglücks an der französischen Allantikküste. Auf der Sttecke zwischen Rochefort und Royen .stürzte ein mit drei Frauen, zwei Männern und einem Kind besetzter Kraftwagen in die Charente. Als es der Feuerwehr gelang, die Insassen zu bergen, waren bereits fünf Personen tot. Nur bei einem der jungen Männer hatten die Wiederbelebungsversuche Erfolg. Eisenbahnunglück bei Saloniki. Don der jugoslawisch-griechischen Grenze wird berichtet, daß zwischen Saloniki und Dodeno zwei Eisenbahnzüge aufeinanderprallten. Man spricht von mehreren Toten und einer Anzahl Verletzten. Drei Räuber hingerichtet. Der 1913 in Wenglowitz, Kreis Blachownia geborene Franz Wojtasik, der 1896 daselbst geborene Josef Koza und der 1909 in Wickensen- Gut bei Aschershausen (Braunschweig) geborene Bronislaw Kozak, die das Sondsrgericht in Op- Nach den Satzungen der meisten Krankenkassen richtet sich die Höhe des Wochengeldes nach dem Durchschnitt des Verdienstes, den die versicherte Frau in den letzten vier Wochen bezogen hat. Werdende Mütter hatten sich daher bisher häufig besonders bemüht, vier Wochen vor ihrer Arbeitsniederlegung noch einen hohen Arbeitslohn zu erzielen, indem sie sich, wenn sie im Akkord arbeiteten, um eine erhöhte Arbeitsleistung bemühten. Diese könnte aber unter Umständen der Gesundheit der werdenden Mutter nicht zuträglich fein. Auf Anregung des Frauenamts der DAF. hat daher der Reichsarbeitsminister die Krankenkassen ersucht, das Wochengeld nach dem Durchschnitt des Verdienstes während der letzten dreizehn Wochen und bei Gehaltsempfängern während der letzten drei Kalendermonate zu berechnen, damit die werdenden Wie Reuter meldet, bedauert die britische Admiralität mitteilen zu müssen, daß die Dorpostenboote ,Alm o nd" und „Arctis Trapper" ver- lenkt worden sind. Don dem Osloer Flugplatz Fornebu sind am Frei- tag zwei weitere Abteilungen Freiwilliger für das Regiment Nordland nach Deutschland abgeflogen. In Prag fand die Vereidigung der Prager SA.- Standarte 52 und die Uebergabe der Sturmfahnen statt. Nach (Eintreffen des Reichsprotektors Freih. 3. Neurath wurde dem Stabschef Lutze Meldung erstattet, worauf Gauleiter Henlein eine kurze Ansprache an die Standarte «hielt. Nach einer Reuter-Meldung wurde Lord Moy ne As Nachfolger des verstorbenen Lord Lloyd zum britischen Kolonialminister ernannt Ernest Brown „Um Gottes willen, alle unsere schönen Schiffe!" „Beruhigen Sie sich, mein Lieber, so tief sinkt kein Schiff, daß es in unseren Listen nicht wieder auftauchen könnte." (Zeichnung: Holtz-Scherl-M.) Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Maler und Presse^eichner Professor Eduard Thoeny in Holzhausen am Ammersee aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste auf dem Gebiete der Jllustrationskunst die G o e t h e - Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. In der Universität Neapel fand eine Feier aus Anlaß des 100. Geburtstages des Gründers der Zoologischen Station von Neapel, des deutschen Wissenschaftlers AntonDohrn, statt. Dem Sohn und Nachfolger Anton Dohrns in der Leitung der Zoologischen Station, Professor Reinhard Dohrn, wurde das Ehrenbürgerrecht der Stadt Neapel verliehen. Gefängnis für englischen Spion in Japan. Tokio, 8. Febr. (DNB.) Das Sondergericht in Kobe verurteilte den in Kobe ansässigen Engländer Pincent Peters wegen Spionage zu 5 Jahren Gefängnis. Peters, der im Weltkriege Marineoffi- zier war, hatte im Dezember 1938 vom britischen Geheimdienst den Auftrag erhalten, in japanischen Werften den Schiffsbau auszuspionie- ren. Seit 1939 gab Peters englischen Schiffen im Hafen von Kobe daraufbezügliche Nachrichten und Unterlagen. Peters wurde verhaftet, als er im Januar 1940 mit einem japanischen Dampfer nach Hongkong fliehen wollte. Fliegertod eines japanischen Admirals. Tokio, 8. Febr, (DNB.) Nach Mitteilungen des Marineministeriums verunglückte Admiral 0 f u m i, Mitglied des Obersten Kriegsrates und 1931 bis 1933 Marineminister, bei einem Flug von Kanton nach Hainan. Auf einer Besichtigungsreife in Südchina, begleitet von Konteradmiral Suga und vier anderen Offizieren. Da die Maschine, die am 5. Februar gestartet war, ihr Ziel nicht erreichte, führten Marine- und Landeinheiten Suchaktionen durch, wobei die Ueberrefte des Flugzeuges am Westufer des Sikiangflufses gefunden wurden. Unter Dem Schutz der Luftwaffe und der Marine stieß eine Landungsabteilung zur Unglücks- stelle vor. Es ist anzunehmen, daß die gesamte Besatzung ums Leben gekommen ist. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt. Zusammenstöße zwischen kanadischem Militär, Zivilisten und Polizei. Neuyork, 10. Februar. JA Quebeck und New Glasgow auf Neuschottland haben sich schwere Unruhen ereignet, bei Denen kanadisches Miliar sowie Polizei und Zivilisten stundenlang in Straßen- kämpfe verwickelt waren. In New Glasgow war das Zentrum der Stadt zeitweise völlig blockiert. PK. — Kurz — kurz — lang... kurz — kurz... heult die Hupe durchs Boot. Alarm! Alarrrm! Wie elettrrfiert springen die Freiwächter im Mann- schaftswohnraum auf. Ein Griff nach der Bordmütze, und schon sind sie über den steilen Niedergang hinaus verschwunden. Nur um einen Gedanken hinterdrein hastet der Funkgefreite, der sich eben zu kurzem Schlaf hingelegt hatte. Noch während des Hinausturnens machte er den Verschluß seiner Schwimmweste zu. In wenigen Sekunden stehen sie alle auf ihren Gefechtsstationen. Unterfeebootalarm. „Verdammter Regen!" brummt der Wachhabende Offizier. Die Sicht ist wjeder schlechter geworden. Alle verfügbaren Gläser sind auf die ungeheure graue Wasserfläche hinausgerichtet, suchen nach der Spur des Sehrohrs, das den Gegner verraten muß: aber nichts, nichts. Die Männer am Ruder, an den Geschützen, den Wasserbomben, den Maschinen kämpfen mit der unerträglichen Spannung, zwingen sich zur Ruhe. Nur jetzr nicht nervös werden, wo es Darauf an kommt. Wie am Schnürchen soll alles ablaufen, so wie sie es gelernt und hundertmal geübt haben. Unterseebootjäger X darf nicht versagen. Die Wasserbomben sind längst klar zum Wurf. Die Männer warten, nein, lauern nur noch auf Das KommanDo, auf das kleine Wörtchen „los!", das den todbringenden Angriff entfesselt. An ihnen wird es nicht fehlen! Blitzschnell werden sie zupacken. Der erste Wurf wird mit Dem Kommando in eins verstießen. „Verflucht, sollte er uns tatsächlich entwischt fein?!" Die Augen bohren sich in den diesigen Re- genschle-ier, daß sie brennen. Umsonst. Doch — grelle Sterne zerreißen Die grauen Schwaden: Eine der Maschinen, Die die Luftsicherung für Den Verband, Den auch U°Jäger X geleitet, übernommen haben. Dort muß er stecken! ,^Hart Backbord!" Der Ma- schinenteleglaph wird auf „äußerste Kraft" gelegt. Wieder Signalsterne, diesmal steuerbord voraus. Oer Gauleiter vor den Kreiswaltern des 7ISLD. NSG. Die Kreiswatter. und Gaureferenten des NS.-Lehrerbundes im Gau Hessen-Nassau waren zu einer Arbeitstagung im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. zufammenqekommen. Richtungweisend für die zukünftige Arbeit Der nationalsozialistischen Erzieher war die Rede von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger. Die Partei organisiere Den Neuaufbau Der Erzieher. Lehrer und oor allem auch die Amtswalter Des NSLB. feien durch ihr Amt dem Führer verpflichtet. Der Gauleiter machte Dann noch längere Ausführungen über Die Schulreform und Den weiteren Ausbau des Schulwesens und Der Lehrerbildung. Anschließend zeigte Gauschulungsleiter Ruder Den Weg auf, Den Der nationalsozialistische Erzieher zu gehen hat. Der stelloerttetende Gauwatter des NSLB. Schütz, unter dessen Leitung die Arbeitstagung stand, sprach abschließend über Den großen Einfluß des Lehrers auf die Jugend. Reichsanstalt für Film und Bild in Wiffenschast und Unterricht. Am Samstag murDen die neuen Dienftgebäube Der „Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht" ihrer Bestimmung übergeben. Nach musikalischer Einleitung und dem Dorttag von Goethes „Türmer-Lied" durch Mathias Wiemann nahm Staatsminister Popitz das Wort. Alle Schwierigkeiten, die sich dem Werk in Kriegszeiten entgegengestellt hätten, seien durch vorbildliche Zusammenarbeit bewältig worden. Reichserziehungsminister Rust erinnerte an Die nun sieben Jahre zurückliegenDe Stunde, in Der er mit Hanns Sch emm den Plan gefaßt habe, den Film der Erziehung und Dem Unterricht Dienstbar zu machen. Der Unterrichtsfilm solle streng nach pädagogischen Erfahrungen gestaltet und in Der Praxis verwen- Det werDen. Alles Lebendige enthülle feinen Charakter leichter in Der Bemgeung als in der Ruhe. Der Film sei Darum fesselnder als alle anderen Anschauungsmittel. Auf Rat von Hanns Schemm fei dieses große Werk aus den pfennigweise gefammel- Gefährliches Spiel mit dem Luftgewehr. Ein Jugendlicher aus einem Dorf in der Umgebung von Frankenstein spielte in seinem Zimmer mit einem Luftgewehr, Das er mit Wachskugeln lud. Als ein älterer ArbeitskameraD das Zimmer betrat, legte er auf diesen an. Das Gewehr entlud sich, und der Schuß Drang Dem Besucher ins rechte Auge. Trotz der sofort vorgenommenen Operation konnte die Sehkraft Des verletzten Auges nicht erhalten werDen. Für feine Unbesonnenheit wurde Der jugenDliche Schütze wegen gefährlicher Körperverletzung zu Jugendarrest von einem Monat verurteilt. Die Salzburger Seen unter Schuh. Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Rainer hat Silber: Dr. yr. W. Lange: für bal Feuilleton: Dr. Han« Lhyrtot; für Stadt Sieben, Provtw, Wirtschaft u. Sport: Trost Blumjchern. Druck imb «erlag: Brühljche Univerittättdruckeret 8L Lange Ä. 9. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Trich Hamann: Anreigeoleiter: Hane Beck. SeronttüortH* tür den Inhalt der An« eiaen: Dbeodor Kümmel $U?r.6 uei -nord« s. )ie anM inigtenfr reibt desE ndels^ Börst- senbahn,!' erejflR i. Die^' ; Des -E ■ htE' r norW?; werten? einer F BeE SrE s n oter”r ,v M Programm durchzuführen. Aus dem Bericht des Verkäufe Kartenverkauf Saalkasse. «29D In tiefem Schmerz: Großen-Linden (Falltorstraße 5), den 9. Februar 1941. jüngerer 718Ü Die Beerdigung findet Dienstag, 11. Februar, nachm. 3 Uhr statt. 0486 | Empfehlungen] IFrosp.d Chefn.lab. I Schneider, Wiesbaden! cfORifl Gießen-Wieseck, im Februar 1941. t 715 D HEUTE MONTAG ERSTAUFFÜHRUNG j W W Fachgeschäft für Naturheilmittel in der Mäusburg 721D Angestellte! < * MMeMftMrHeide iililiMM Grob- u. Kleinh. in Kurz-,Weib-,Wollwaren 713 A 710 A LAMBOSAN Ein volkstümlicher Film mit einer fesselnden Handlung nach dem bekannten gleichnamigen Schlager mit der hervorragenden Besetzung Die neue einzigartige Der große Kriminalfilm / Heinrich Krauskopf, Metzgermeister Walter Krauskopf. fern eine erneute Mahnung zur größten Vorsicht sein. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch Brühl’Gche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2261 Am 9. Februar entschlief plötzlich und unerwartet meine liebe, treue, unvergeßliche Frau, meine herzensgute, treusorgende Mutter, unsere liebe Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante ELnkasflerer(irr) zur Aushilfe für sofort gesucht. Adolph Lyncker, Bahnsvedition und Möbeltransport. - Fernruf 3947. Itotfrofor bre Baugeschäfte, Znn- AJiHlClCl mereien, Industrie, Wehrmachtstellen usw. besuchen, finden in der Mitnahme eines kl. App., der überall gebraucht wird, lohnenden Verdienst. Angebote an Postfach 43, Mengen, Wflrttbg. [712V Karl Martell, Maria von Tasnady, Rolf Weih Hilde Sessak, Paul Klinger, Hilde Hildebrand Theodor Loos, Fritz Rasp, Rudolf Platte Spielleitung: Herbert B. Fredersdorf Dieser Film zeigt die minutiöse und bei allem Wirklichkeitssinn phantasievolle Arbeit der Kriminalpolizei, die anläßlich eines rein privat erscheinenden Falles einen für die gesamte Oeffentlichkeit gefährlichen Zusammenhang aufdeckt NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU JRCeueste Seutscfte Wocßenscfiau Heinz Engelmann / Günther Lüders Else von Moellendorf / Lotte Rausch / Siegfried Schürenberg / W. Steinbeck / Albert Florath Oscar Sabo Regie: Jürgen von Alten / Musik: Edmund Nick Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: ' Rose Kuhn, geb. Groß. Kreis Wehlar. # Wißmar, 6. Febr. Der hiesige Turnver- e i n hielt seine Jahreshauptversammlung im Der- einslokal von H. Wolf unter Leitung des Vereinsführers Pg. Hermann ab. Nach der Begrüßung der Mitglieder und besonders der in Urlaub weilenden Soldaten erstattete der Vereinsführer den Bericht über das vergangene Geschäftsjahr. Darin wird u. a. betont, daß die jugendlichen Mitglieder noch mehr als bisher regelmäßig an den Turnstunden teilnehmen müßten Von dem Oberturnwart Amend ist eine stattliche Anzahl Turner und Turnerinnen für die Vereinsarbeit gewonnen worden, so daß der Verein in der Lage ist, Mitte Februar eine Veranstaltung mit rein turnerischem Frau Anna Krauskopf, geb.Weiß im 48. Lebensjahre. Landkreis G * Reiskirchen, 9. Febr. Am heutigen Sonntag, 9. Februar, beging Frau Elisabeth Balser W w e., geb. Lepper, zu Reiskirchen in guter körperlicher und voller geistiger Frische ihren 8 5. Geburtstag! In tapferstem Einsatz steht sie noch heute ihrer einzigen Tochter zur Seite, deren Gatte im Weltkriege sein junges Leben opferte. Sie hilft noch nach Können in der Landwirtschaft, zumal der eine ihrer beiden Enkelsöhne an der Front steht. Der Jubilarin nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. Praxis ab Dienstag, den 11. Februar wieder aufgenommen ständig. Staatsanwaltschaft und Große Strafkammer m Hanau waren übereinstimmend anderer Meinung und die Angeklagte erhielt wegen Diebstahls drei Monate Gefängnis. Erfchwe- rend fiel ins Gewicht, daß selbstsüchtige Motive bei der Aneignung des an sich geringfügigen Gegenstandswertes ausschlaggebend waren. Frankfurter Börse Fwd. Frankfurt a. M., 6. Februar. An den Aktienmärkten zeigte sich in der Berichtszeit eine im Grunde freundliche Stimmung. Die Umsatztätigkeit war äußerst klein und beschränkte sich auf wenige Werte, die je nach den technischen Umständen Steigerungen und Prozentbruchteile bis zu etwa 2 v. H. erfuhren, zeitweise aber wieder kleine Rück- schlüge erlitten. Generell hat sich das Kursniveau leicht gehoben. Unverändert fest und fast täglich um 1 bis 2 0. H. anziehend lagen Scheideanstalt, die mit 302 schlossen, auch VDM. vorübergehend etwas stärker erhöht. Die Farbenaktie lag zwischen 203 und 205 sehr schwankend. Etwas mehr Geschäft hatten. Stahloerein, die auch wieder auf 150 anziehen konnten. Fest lagen ferner Schiffahrtswerte, wie Hapag und Lloyd, sowie von Banken vor allem ReichsbankanteUe. Der Rentenmarkt stand weiterhin im Zeichen der Anlagekäufe, die sich, vor allem den Staatspapieren, wie 4,5-, 4- und 3,5-v. H.-Reichsschatz- anweisungen, zuwandten. Steuergutscheine I konnten vorübergehend einen Rekordstand mit 110 erreichen. Die Reichsaltbesitzanleihe schwankte um 159. Pfandbriefe blieben nach wie vor stark gesucht, die 4,5- v.H.-Serien wurden meist auf 3,25 bis 3,50 v. H. heraufgesetzt, auch die Kommunalobligationen wurden etwas heraufgesetzt. r« „MWM" Bliitteinigunfls-lep aus bewährten Kräutern, hält das Blut rein u. frisch u. verjüngt den Körper. Blmr.-Tee ab 65 Pf. 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Der Spielbetrieb in der Fußball-Abteilung ruht zur Zeit, er soll aber im Frühjahr mit einer Jugendmannschaft wieder ausgenommen werden Eine Anzahl Jugendturner meldete sich auch für das Handballspiel. Die Anschaffung neuer moderner Turngeräte wurde beschlossen. Nach einem Appell des stellv. Vereinsführers Todt an die Turner, auch weiterhin mit aller Kraft der Turnerei zu dienen, wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. Ein kameradschaftliches Beisammensein schloß sich an. Ein Nickelkännchen gefiel ihr zu gut. Lpd. Hanau, 8. Febr. Eine 23 Jahre alte Hausangestellte hatte im letzten Sommer von ihrer Hausfrau in Fulda den Auftrag erhalten, mehrere Gegenstände zur M e t a l l s a m m e l st e l l e zu bringen. Bei dieser Gelegenheit behielt sie ein Nickelkännchen, das ihr zu gut gefiel, für sich zurück und stellte es in ihren Schrank. Die Freude über diesen Erwerb schien bei dem Mädchen so groß gewesen zu sein, daß es seiner Mutter davon schrieb. Der Tochter der Hausfrau fiel dieser Brief in die Hände; sie öffnete ihn, las ihn mit sichtlichem Interesse und machte sich eine Abschrift davon. Als das Hausmädchen die Absicht eines Stellenwechsels äußerte, kam die Angelegenheit mit dem Nickelkännchen zur Sprache, und es folgte eine Anzeige. Die Verhandlung vor dem Fuldaer Amtsgericht im November 1940 ließ die Version auftauchen, daß dieser 'Fall unter die Verordnung zum Schutz der Metallsammlung des deutschen Volkes falle, und das Fuldaer Gericht erklärte sich für unzuPlllfal wöchentlich dreimal von 18 bis 20 Uhr gesucht. 720D Konditorei-Eafü Amend Am Selterstor. Kinderlieb, nwo f. ganze od.halbe Tage sofort gesucht. s 703 D Werner, ^riedensstr. 49. Heute Montag: Erstaufführung 1 Liditfpielhaus Täglich: 3.15, 5.15, 7.30 Uhr. Sonntag: 2.80, 4.45, 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt MylMÄII a uc i ■1 *)£Ch\v-. 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Nach dem das dreijährige Töchterchen in das Bericht des Kassenprüfers, Lehrer Z 0 tz m a n n , heiße Wasser und zog sich derartige Ver- 1 konnte dem Rechner Entlastung erteilt werden, brühungen zu, daß es leider noch am Abend ver- Oberturnwart Amend berichtete hierauf über die starb. Der bedauerliche Vorfall möge anderen Müt-1 bisher durchgeführten Uebungsstunden, ihm wurde WOMPTtr Pfl^on.Wirksto” Täglich eingehende Dankschreiben bezeugen die erstaunliche Wirkung in sehr kurzer Zeit. Erfolg auch in schweren Fällen. Original Packung Bestell Nr. 811 mit 90 Stück RM 5.50. In wenigen Min. wirksame Spezial« Creme Bestell Nr. 107 per Tube RM 3.—. Beides zusammen RM 8.—x Lambosan für Frauen Best. Nr. 811« Orig. Packung mit 90 Stück RM 6.50« Noainahme und Porto stets extral Prospekte Nr. 811 und 107 gratis. Illustr. Preisliste über hygienische Artikel auf Anforderung kostenlos. k Lambrecht, Frankfurt/Main Schließfach 2441 TD Vollstreckung eines Todesurteils. Lpd. Frankfurt a. M., 8. Febr. Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 8. Februar 1941 ist der am 22. September 1919 in Friedberg (Hessen) geborene Rudolf Wintersdorf hingerichtet worden, den das Sondergericht in Frankfurt a. M. als Gewaltverbrecher wegen Totschlags zum Tode verurteilt hat. Wintersdorf, ein vielfach vorbestrafter und arbeitsscheuer Mensch, hat eine Frau erstochen. Ausbrecher vor Gericht. LPD. Butzbach, 9. Febr. Vor dem hiesigen Amtsgericht hatten sich zwei Ausbrecher zu verantworten, die bei dem Versuch, aus der hiesigen Strafanstalt auszurücken, noch rechtzeitig erwischt worden waren. Einer von ihnen, gegen den das Urteil auch Sicherungsverwahrung ausgesprochen hatte, erhielt zu seiner früheren Strafe noch sechs Monate Gefängnis hinzudiktier, der andere, der eine mehrjährige Zuchthausstrafe absitzen muß, erhielt für seinen Ausbrüchversuch zusätzlich drei Monate Gefängnis, die in e i n e n M o n a t Z u ch t- h a u s umgewandelt wurden. Schrecklicher Tod eines kleinen Kindes. 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Äng. unt. 690Da.d.G.A. llr.34 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger fflr Vberhesten) Montag.lv. Februar Ml Mütterehrung in Gießen Mitte und -Ost .nb: Mit dem Gruß an den Führer und dem Aus- an: Lahresappell des Iieichstreubundes Zorm: inb: er- E. L. St. reitete die Wieseck mundeten gen. Auch Spendern in W. an hier dankte herzlicher Beifall den jungen dieser schönen Stunde. „Wandle stets auf Rosen, auf immergrüner Au, bis einer kommt in Hosen Das Vieh war versorgt worden. „Feierabend. Run gehst du in den Krug. Krischan." ermunterte sich der Graukopf. Aber dann setzte er sich doch auf bic Haustreppe und rauchte dort seine Pfeife. Da stahl sich eine kleine Hand in die seine. Du bist die kleine Hanning, nicht wahr?" Das Mädchen nickte, schob ihm ein Buch hin und bat treuherzig: »Lies mir vor, Krischan. der dritten Stufe 31. Die Jugendgruppe der RS.-Frauenschaft brachte im Rahmen dieser Feierstunde zwei Lieder „Alle stehen wir verbunden" und „Setzt ihr euren Helden Steine, dann vergeßt der Mutter keine" in schöner Weise zu Gehör. Auch das Musiktrio Frau Fischer, Fräulein Treppinger und Herr M ü r l e trugen durch ihre feinen instrumentalen Darbietungen zur Verschönerung der Feierstunde bei. oerbandes in Friedberg stattgefunden. Auf der Bun« destagung in Berlin, die am 11. und 12. 3anuar stattfand, konnte der Bundesführer, Gauleiter und Oberpräsident von Pommern, Staatsrat Schwede- Coburg, feftstellen., daß die Bundesarbeit in allen Dienststellen weitergeht. Der Bundesführer stellte ferner fest, daß die Dienststellen und die Kameraden sich in den Kriegszeiten bewährt haben, so daß es eine Freude und Genugtuung war, als der Ches des All-gemeinen Wehrmachtsamtes im Oberkommando der Wehrmacht feststellte, „daß d'e Arbeit des Reichstreubundes aus der Wehrmacht nicht mehr wegzudenken ist". Der stellvertretende Bundesführer, SA.-Gruppenführer Friedrich, s, über die Aufgaben des Bundes in Kriegszeiten, die sich in erster Linie auf die verschiedenartige Betreuung erstrecken. Wichtig war ein Borttag über die Militäranwärterfürsorge während des Krieges. Wie geht die Geschichte mit Krischan weiter? Fragt ihn selbst, denn er ist noch auf dem Heide- Der Inspekteur für das Erziehungs- und Bildungs- wesen im Heer machte wichtige Ausführungen über die Unteroffiziervorschulen, die Unteroffizierschulen und die Mitarbeit des Bundes an der Gewinnung des Unteroffiziernachwuchses. Bei der Tagung des Landesverbandes in Friedberg, der die Kameraden Bill, Friedrich und Volz beiwohnten,' wurde eine Reihe auch für den einzelnen wichtiger Fragen besprochen. Kamerad Bill führte dazu u. a. aus, daß die nach dem Osten berufenen Kameraden wichtige Aufbauarbeit leisten müssen. Kamerad Friedrich gab dazu ausführliche Erläuterungen. Er schilderte dann die gute Zusammenarbeit mit dem Reichsbund deutscher Beamten und unterstrich vor allem, daß der Soldatenberuf für das ganze Leben Ehrendienst am Volke ist. Verdunkelungszeit 10. Februar von 18.25 bis 8.50 Uhr. Der Graukopf bekam einen Schreck. Das konnte man doch nicht von ihm verlangen. Aber als er das Kind ansah, brachte er es nicht fertig, nein zu sagen. Verlogen blätterte er in dem Märchenbuch, brummte etwas von einer vergessenen Brille und von Zwielicht. Dann aber begann er gehorsam zu lesen, was er aufgeschlagen hatte: „Die Sterntaler". Fremd klang ihm seine Stimme ins Ohr, und doch war er es, der da laut vorlas. Das kleine Mädchen hatte die Wangen aufgestützt, lauschte und wandte den bewundernden Blick nicht von Krischans Antlitz. Da empfand er ein nie zuvor gekanntes Glück. Roch nie hatte man ihm so vertraut und so an ihn geglaubt wie in dieser Abendstunde. Als das Märchen zu Ende war, strich er Hanning sanft übers Haar und sagte: „Gute Nacht!" Und meinte es wörtlich so — gute Nacht. „Zwei Täubchen auf dem Dache, die liebe ich so sehr, Und Dich, liebe Else, Dich liebe ich noch mehr!" „Ich saß im Garten und schlief, da kam ein Täubchen und rief: Liebe Ilse, Du sollst Dich beeilen und in der Renate ihr Album schreiben." niedergelegt: „Wer den Kern essen will, muß die Nuß knacken!" Dornotizen. Tageskalender für Hlonfag. Gießener Vortragsring: 19.15 Uhr in der Großen Aula der Universität lieft die norwegische Dich- (Straffammer Gietzen. H. W. in Angersbach, Fr. K. B. und H. G terin Marie Hamsun. — Gloria-Palast (Selters- weg): „Am Abend auf der Heide". — Lichtspielhaus (Bahnhofftrahe): „Alarm". Stadttheater. Dienstag, 11. Februar: „Der Vogelhändler", Operette von Karl Zeller. 20. Dienstag-Miete. Mittwoch, 12. Februar: „Das Ferienkind", Lustspiel von Nuß. 19. Mittwoch-Miete. Donnerstag, 13. Februar: Geschlossene Veranstaltung für KdF. „Des Meeres und der Liebe Wellen", Trauerspiel von Grillparzer. 8er-Ring 5. Vorstellung. Freitag, 14. Februar: „Die ungarische Hochzeit", Operette von Dostal. 20. Freitag-Miete. Sonntag, 16. Februar: Zur Eröffnung der Gießener Woche für Kunst und Literatur", 5. Morgenveranstaltung Vorspiel zu „Donna Diana" von Emil Nikolaus von Reznicek. Uraufführung! „Terzinen an die Nacht", Marionettenspiel von Max Komme- und holt Dich heim zur Frau." Die Taube, das Zeichen der Sanftheit, wird auch ?on unserer nicht gerade sanften Jugend gern gekannt: „Lebe glücklich, geh auf Rosenwegen, Reitzend sey Dir jedes Morgenlicht, Dich begleite stets der schönste Segen, Und dabey: Vergißmeinnicht!" Köstlich in seiner treffenden Kürze heißt es bann: Genieße stetz des Lebens Freuden mit heiterem Gesicht, Und trifft mitunter Dich ein Leiden, So sey es kurz wie dies Gedicht." Gleichfalls am gestrigen Sonntag vormittag be- Sing- und Spielschar des BDM. durch Gesang und Aufführung' den Vereines Lazaretts ein besonderes Vergnü- „Willst Du mich jemals vergessen, soll Dich gleich der Wauwau fressen!" Ein musikalischer Jüngling meinte: „Wer Allegro im Entschließen, wer Adagio im Genießen, wer Piano das Vergnügen liebt und Forte seine Pflichten übt, der spielt in sich zur Harmonie des Lebens schönste Symphonie!" Ein anderer, der den Ernst des Lebens schon könnt, chatte mit äußerst schwungvoller Schrift Mutter den Platz innerhalb unserer Volksgemein- chaft erhalten, der ihr gebühre. Auch in dem uns jetzt aufgezwungenen Kriege erweise sich wieder so recht das stille Heldentum der deutschen Mutter, der wir alle zu unendlichem Dank verpflichtet seien. Ein sicherer Garant für das Bestehen unseres Volkes sei und bleibe stets die deutsche Mutter. Und deshalb gelte alle Fürsorge des Reiches und insbe-, — ----- —» v sondere auch die des Führers den kinderreichen marsch der Fahnengruppe fand die Veranstaltung Familien. Als Beweis hierfür fei u. a. nur an die ihren Abschluß. Kinderbeihilfen seitens des Reiches erinnert. Eine I ----------- Er war ein anderer Krischan, der am Morgen ausstand und wie ein Berserker an die Arbeit ging. Im Stall, auf dem Feld, im Garten, im Hof, überall war er vornweg. Auch beim Essen, veiffteht sich! So willig und anstellig war er, daß der Bauer, der sonst mit Lob kargte, mehr als zufrieden mit dem „Tunichtgut" war. Krischan war aber auch ein richtiger Praktikus. Er konnte den Traktor reparieren und eine Truhe zimmern, ja, er bemalte sie mit schönen Blumen. Den Jungen schnitt er die Haare, kunstgerecht wie ein Friseur, und als das Kleinste ankam, übernahm Krischan eine Woche lang das Küchenregiment und kochte fremde, aber kräftige Speisen. „Tja, gelernt ist gelernt." Im Geschichtenerzählen vom Klabautermann, von Indios und Papuas konnte es ihm keiner gleichtun. Man merkte, daß er weit in der Welt herumgekommen war und viel gesehen und erlebt hatte. War es nicht so, daß er über alles Bescheid wußte? Lobte man ihn, winkte er bescheiden ab. Insgeheim aber freute es ihn, daß feine Ruhelosigkeit und fein Umhergetriebensein nun zu guter Letzt noch zu etwas nütze war. wesenlliche Unterstützung werde den kinderreichen Familien noch in der Wohnungsfrage zuteil werden, wie überhaupt alle Maßnahmen des Reiches das Ziel verfolgten, die kinderreichen Familien zu fördern. Alsdann erfreute wieder Pg. Geiger mit dem Gedicht „Soldat am Muttertag". Hierauf nahmen Pg. Weber für die Ortsgruppe Mitte und Pg. T r e f e r für die Ortsgruppe Oft die Ueberreichung der Mütter-Ehrenkreuze vor. In der Ortsgruppe Mitte wurden in der ersten Stufe 6, in der zweiten Stufe 14 und in der dritten Stufe 36 Mütter- Ehrenkreuze verliehen, in der Ortsgruppe Ost in der ersten Stufe 6, in der zweiten Stufe 4 und in Mit geschulterter Hacke trabte Krischan gemächlich hinter dem anderen drein, die auf den Acker gingen. Nur nicht überhasten! Er atmete tief die würzige Luft ein und blinzelte vergnügt in die Sonne. Wer trillerte da so keck? War das etwa eine Lerche? Er beschattete die Augen mit der Hand und spähte nach dem Vogel aus. . . . Ein Kinderlied über die Lerche kam ihm in den Sinn .Mein Vater ist im Himmel, da möchf ich auch gern fein!" Ja, so sang sie am Aufsteigen. Jetzt hatte er sie als einen winzigen Punkt in großer Höhe erspäht. Scharfe Auaen hatte er alfo wohl noch. „Bin noch kein altes Eisen." Krischan schritt rüstiger aus, um die anderen em- wholen. Auch bei der Arbeit versuchte er mit ihnen Schritt zu halten. Dabei grübelte er: Was singt die Lerche beim Niedersteigen? „Doch ist s so weit, so weit." Der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten, Standort Gießen, hielt am gestrigen Sonntag nachmittag im „Burghof" unter ßeituncj des derzeitigen Standortleiters, Kamerad Hans Bill, seinen Iah- resappell ab. Nach der Einleitung durch den Stand- ortführer, der daraus hinwies, daß die Arbeit fortgeführt wurde, auch wenn keine Zusammenkünfte abgehalten werden konnten, wurde der in letzter Zeit verstorbenen 8 Kameraden, darunter des Generalmajors a. D. Fritz, gedacht. ®ie der Standortführer ausführte, ist ein großer Teil der Kameraden, soweit er aktiv war, einberufen, während von den älteren viele verschiedene Dienste wieder ausgenommen haben. Der Standortrechner, Kamerad Friedrich, widmete dem verstorbenen 2. Rechner, dem Kameraden Schleifer, einen herzlichen Nachruf. Kamerad Schleifer hat nach seiner Ausweisung aus dem Elsaß für den Standort in unermüdlicher Weise gearbeitet, er war Fachschaftsleiter der Fachschaft Reichsbahn, gehörte dem Führerrat an und hat in den letzten Jahren auch die Kassengeschäfte noch übernommen, die er sorgfältig und mustergültig führte, so daß er sich allein damit ein ehrendes Andenken im Standort geschaffen hat. Als sein Nachfolger wurde Kamerad Karl Volz bestimmt. Der Standort verfügt über einen guten Kassenbestand. Die Kassenführung wurde in bester Ordnung befunden, so daß den Kameraden Friedrich und Volz Entlastung erteilt und ihnen der Dank für ihre Mühewaltuna ausgesprochen wurde. Wie Standortführer Bill mitteitte, haben m den letzten Wochen eine Führertagung des Bundes in Berlin und eine des südlichen Teiles des Landes- Aus Oer Stadt Gießen. Albumverse. Wieder möchte ich — für Liebhaber — eine An- M von Versen mitteilen, die ich in hessischen Alden cefunben habe. Zuerst einige aus der empfindjamen Jeit! Dor ungefähr hundert Jahren wurden sie, in rerlicher Schrift und mit reizenden Blumensträußen daneben niedergemalt: „Dein Leben sey der Rose im Thale gleich, und jeder Deiner Tage an Freuden reich/' Hof und hat alle Hände voll Arbeit. So bleibt ihm keine Zeit, mit euch in feine Vergangenheit ober gar in Zukunftsträume zu schweifen. Mit beiben Füßen steht er in der Gegenwart. Er sagt zur kleinen Hanning an seiner Seite: „Nirgend fingen die Lerchen so schön, und nirgend gibt es so viel blaue Seen —" „Wie bei uns." vollendet Hanning beseligt. Und Krischan bekräftigt es: „Bei uns. So sagt er, denn er gehört ja zu uns und tut an seinem Platz ein rechtes Tagwerk, bei dem jede Mühe ihren Dank findet und jede Arbeit ihre Frucht. Aus dem Trubel der Welt ist Krischan in die Stille eingekehrt, wo die Kraft wächst. Krischan ist bis ans Ende der Welt gefahren, und wo endete seine Reise? Daheim! Zu einer würdigen Feierstunde aus Anlaß der Verleihung der Mütter-Ehrenkreuze an kinderreiche Mütter hatten die Ortsgruppen Gießen-Mitte und Ost am gestrigen Sonntag vormittag in die Große Aula der Universität eingeladen. Die Aula war mit den Fahnen des Reiches, den Wimpeln der NS.-Frauenschaft schön geschmückt. Nach dem Fahneneinmarsch eröffnete Ortsgruppenleiter Pg. Treser von der Ortsgruppe Ost die Feierstunde. Pg. Geiger, Mitglied des Stadttheaters Gießen, trug sodann das Gedicht „Mutter" vor. * Kreisgeschäftsführer und Ortsgruppenleiter von Gießen-Mitte Pg. Weber umriß sodann in einer kurzen Ansprache die Stellung der deutschen Mutter im Dritten Reich. Erst nach der Machtergreifung durch den Nattonalsozialismus habe die deutsche und sagte, um sich zur Geltung zu bringen: „Nun kann's an die Arbeit gehen, meinetwegen!" »Krischan heißen Sie?" Der Bauer blätterte in ten Papieren, die ihm ausgehändigt worden waren, uni) mußerte den Ankömmling mit kritischem B ick S-egeiftert war er offensichtlich nicht, ja, er seuszte ' ft- gar, was besagte: „Ausgerechnet o nen Tunichtgut hab' ich erwischt!" Aber er verpflichtete doch den .Krischan" mit einem kräftigen Hand^lag uno schickte ihn in seine Kammer unterm Dach. Eine schöne Aussicht bot sich dort in den Nuh- bium, und ein stattliches Bett stand in her ft - tter. Aber gewiß mußte man hier mit dem H^n - syrei schon aufstehen. Versöhnung hingegen war- biß man als erste Beschäftigung den Knschan D-fpem hieß. Er vertilgte drei Teller Gerstens pp und schnitt sich vom großen Brotlaib dicke Sch - b»n ab die er mit Butter bestrich. „Ich bin nun mal nnf)t kleinlich!" . Auch die kleinen Zuschauer, die sich emfanden, $»ei rotbärtige Jungen und em blondes Madche ^ lürten Krischan nicht Als er gesättigt mat ftretfte e- sich, gähnte und schnitt dabei eine lotete ® nasse, daß die Kinder Hellaus lochten. „Na. ich Lmme euch wohl komisch oor?" brummelte Kr - shan. Und als die Kinder treuherzig nicklen, zuckte er die Achseln, schob sich hinter dem Tisch hervor Recht langatmig mutet bas folgende Gedicht „Ach, liebe Freundin, sey so gut und lese mit Bedacht. < Ich wünsche Dir vergnügten Muth Beim Tag und bei der Nacht, Und daß dem wirklich also sey, So wünsch ich Dir noch nebenbei) Gesundheit, Reichthum, Geld und Guth Und was in jener Urne ruht!" Eine Urne, nach dem Geschmack der Zeit, gez^chnet inb mit zarten Farben angetuscht, enthält bann wch ben Wunsch: „Ein Freunb, geprüft in Noch, Ein langes Leden, später Tob." Lustig ist bieser Vers: „Unter frohem Schertz unb unter Freube, Fließe, Freunbin! Dir Dein Leben hin, Unb ber große Freubenschöpfer gebe Dir ein Männchen halb nach Deinem Sinn!" Unsere Zeit tleibet benselben Wunsch in biefe Peim Abenbbrot betrachtete Krischan nachbenklich alle bie mit ihm am Tisch saßen. Der alte Bauer hatte ein kantiges Gesicht, bichte Brauen unb stahl- graue Augen — ein Alter, ber auch in Knegs- -eiten seinen Mann stellte. Die rotbäckige Großmutter verstaub sich gut mit ber jungen Bäuerin, deren Mann im Feld ftanb, unb bie em Kind er martete Dann waren da noch ein wortkarger Knecht, eine Magb, ein kecker Lanbjahrjunge unb wieberum bie brei Kinber, bie ben Vielfraß schon am Morgen angestaunt hatten Dem Knschan gegenüber aber saß bas kleine blonbzöpfige Möbel, bas Augen hatte wie zwei blaue Sterne. Wann immer Krischan von seinem Teller aufsah, sttahlte sie ihn an. Da bachte Krischan für sich: Mir scheint, ich hab's nicht schlecht getroffen. Das deutsche Goldatenpferd. Das beutsche Solbatcnpferb hat auch in biefem Kriege außerordentliche Leistungen vollbracht, bie denen bes Weltkrieges ebenbürtig finb. Dr. Anton Mayer plaubert im Februarheft von V e l h a g e n & Klasings Monatsheften aus seinen Kriegs- unb Pferbeerinnerungen. Die langen Märsche unter sengender Sonne ober in ber Kälte bes russischen Winters waren für bie Tiere schlim- mer als bie Kämpfe, vor allem ba nicht selten bie Verpflegunasverhältnisse äußerst schwierig waren unb bie Pferbe, was bie Nahrung betrifft, unge- Heuer empfinblid) finb unb lieber gar nichts als irgenb etwas fressen, besten Geschmack ober Geruch ihnen nicht zusagt Ist ber Haser bumpfig, rühren sie ihn nicht an, ist bas Wasser nicht einmanbfrei, lehnen sie es ab; es kann für ben Reiter zu verzweiflungsvollen Lagen führen, wenn nach riefen- haften Anstrengungen ber treue Gefährte sich selbst die notwendige Kräftigung versagt. Das edel gezogene deutsche Svldatenpferd trotzte zwar bei allen Entbehrungen dem Schicksal bis zum letzten, aber die abgezehrten Gestalten, deren Rippen zu zählen waren, deren Hüftknochen weit hinausstanden, deren fein gemeißelte Gesichter hart und dürr wurden, mußten das tiefste Mitgefühl aller derer erregen, denen sie in Frieden unb Krieg, im fröhlichen Spiel bes Manövers unb im furchtbaren Ernst bes Feldzuges verbunden waren. r ! Lanbenhausen hatten Strafbefehle erhalten: • ■ über vier Wochen Gefängnis, B. unb G. je Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Wochen über eine Gelbstrafe von 100,— RM. B. unb G. waren beschulbigt, als Holzsuhr- Krischan daheim. Bon Paul Schwarz. Die Kleinbahn schaukelte burch bie Heibe, bie in eilen Farben leuchtete. Der Graukopf, ber m ber kcke des Abteils saß, aber warf nicht einmal einen Äick aus dem Fenster. Er war mit sich selbst beschäftigt und rodete sich gut zu: „Nicht griesgrämig V in, Christian. Bist weit in der Welt herumgekom- nen und hattest mal Glück und mal Pech — meist cllerbings Pech. Warum solltest bu es ba nicht cuch einmal mit einem kleinen Heidoborf versuchen wirst bich schon nicht überanstrengen. Drum gekost sein unb immer guter Dinge bleiben.' So weit war er mit sich gekommen, als bie Kleinbahn mit einem energischen Ruck hielt. Nun guckte ter Graukopf aus bem Fenster. Eilig rappelte er sich hoch unb nahm seine Siebensachen zusammen. „2lusfteigen, Christian, bu bist ba." rell. Außer Miete. — Abenbs: Festvorstellung zur „Gießener Woche für Kunst unb Literatur" „Der Bogelhänbker", Operette von Karl Zeller. Außer Miete. Marie Hamsun liest im Gießener Vortragsring. Die norwegische Dichterin Marie Hamsun, bie Gattin von ' Knut Hamsum, wirb am heutigen Abenb im Rahmen bes Gießener Vortragsringes auf Einlabung des Goethe Bundes, der Kulturellen Vereinigung unb ber Volksbilbungsstätte Gießen in Verbinbung mit ber Norbifchen Gesellschaft aus Werken von Knut Hamsun unb aus eigenen Büchern lesen. Ortszeit für ben 11. Februar. Sonnenaufgang 8.52 Uhr, Sonnenuntergang 18.29 Uhr. — Monbuntergang 8.09 Uhr, Monbaufgang 18.04 Uhr Zrohe Stunden für unsere Verwundeten. Das Dberfommanbo ber Wehrmacht bereitete burch bie NSG. „Kraft burch Freube" ben Verwunbeten in ben Gießener Lazaretten auch in ben letzten Tagen roieber einige frohe Stunden. Am Freitag waren es „Klänge der Heimat", die im Rahmen eines Liederabends den aufmerkam lauschenden Soldaten einen schönen Genuß boten. Als Mitwirkende machten sich Waldtraut Frey (Sopran), Ilse Bernatz (Cello), Erich Meyer-Stephan (Bariton) unb Hebe Schmitt (Klavier) um ben vollen Erfolg bes Abends. oerbient. Ihre schönen Darbietungen würben mit dankbarem Beifall ausgenommen. Am gestrigen Sonntagvormittag erfreute ber Gesangverein „Germania" Grvßen-Buseck bie Insassen eines Lazaretts mit einem abwechslungsreichen Gesangskonzert, bas verbientermaßen ebenfalls starken Beifall auslöste. leute bes Mitangeklagten W. für biefen Holz, bas einem Holzwerk in Lauterbach gehörte, abgefahren unb auf ben Lagerplatz bes W. gebracht zu habem Das Holz würbe auf diesem Lagerplatz gefunden. Die von ber Forstverwaltung an ben Holzstämmen eingeschlagenen Nummern waren zum Teil unkenntlich gemacht. Der Angeklagte W. hatte vor ber Beschlagnahme bes entroenbeten Holzes schon einen Erst Erkältung, dann Grippe Das ist häufig bie Reihenfolge! Erkältungen unb ben ersten Grippeanzeichen sofort wirksam begegnen, heißt beshalb schwerere Erkrankungen in ber Regel vermeiben. Bei Witterungsumschlag unb vor allem bei sogenanntem Grippewetter trinke man breimal täglich eine Tasse Tee mit einem Guß Klosterfrau-Melissengeist. 719V Ist eine Erkältung bereits ba, bann wenbe man folgenbe bewährte Kur an: 1—2 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist unb 1—2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa ber hoppelten Menge kochenben Wassers gut verrühren. Diese Mischung sofort nach bem Zubettgehen möglichst heiß trinken unb bann schwitzen. Wenn notroenbig, wirb biefe Anwenbung 1—2mal wieberholt. Zur Nachkur, unb um Rück- fällen entgegenzuwirken, nehme man noch einige Tage, unb zwar 2—3mal täglich, befonbers abenbs, einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist in einer Tasse Pfefferminz- ober anberem Tee. Halten auch Sie in Ihrer Hausapotheke ben bekannten Klosterfrau-Melissengeist in ber blauen Packung mit ben brei Nonnen stets vorrätig. Er ist in Apotheken, Drogerien unb Reformhäusern erhält- lieh in Flaschen zu RM. 2,80, 1,65 unb 0,90 (Inhalt: 100, 50 unb 25 ccm). Vergessen Sie ihn nicht bet Ihrem nächsten Einkauf! Die Wirkung von Klosterfrau-Melissengeist wirb Sie gewiß beliebigen. Eigentlich ist bas ja nur eine Einleitung: nun mißten bie guten Wünsche boch noch kommen, aber tafür langt anscheinenb bie „Dichtkunst" nicht mehr! „Sei treu und hold, wie Sonnengott)!" „Wenn Du glaubst, ich lieb Dich nicht und treib mit Dir nur Scherz, so zünde ein Laternchen an und schaue in mein Herz." „Das Veilchen am Bache, das Röschen am Strauch sind alle zwei herzig, und Du bist es auch." Diese drei Sprüche sind etwas überschwenglich, llndere lagen es, wie es gemeint ist: „Mach es wie die Sonnenuhr, zähl' die heitern Stunden nur." „Sei immer mopsfidel und froh, und kannste nicht, dann tufte so!" Auch der nächste Spruch läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: vor allem, wenn man be- knft daß eine „liebende" Tochter ihn der Mutter ins Album schrieb: ________ Teil in seinem Betrieb verarbeitet. Der Wert des entwendeten Holzes beträgt 745,42 RM. Der tatsächlich entstandene Schaden beträgt nur 102,— RM., da der größte Teil des Holzes wieder zuruckgegeben wurde Gegen die Strafbefehle yatten die Angeklagten Einspruch eingelegt. In der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Lauterbach am 19 Roo. v. I. waren die Angeklagten mangels Beweises freiZespro- chen worden. Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Der Anklagevertreter hielt die Angeklagten durch Indizien für überführt und beantragte die gleichen Strafen, wie sie in den Strafbefehlen festgesetzt worden waren. Die Berufung wurde zurückgewiesen. In der Urteilsbegründung wurde festgestellt, daß zwar gewisse Verdachtsmomente bestünden, aber nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme ein schlüssiger Beweis für die Schuld der Angeklagten nicht hätte erbracht werden können. SJi.-tfpoTi Aussehen: damit Ergebnisse der Bezirksklaffe. 1900 — Luftwaffe 0:3. Der Sieg der Luftwaffe ist zahlenmäßig zu hoch ausgefallen. Ein knapper Sieg wäre den Leistungen beider Mannschaften eher gerecht geworden. Durch die Niederlage ist Burgsolms bei einem Spiel weniger vor 1900 in der Tabelle aufgerückt. Die anderen Spiele sind ausgefallen. Dabei wird über die Wertung des Spieles Wetzlar 05 gegen Burgsolms noch entschieden werden. Die Tabelle hat Verein Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Wetzlar 05 11 9 1 1 19:3 W -Steinberg 11 8 1 2 17:5 VfB.-Reichsbahn 12 7 1 4 15:9 Naunheim 11 7 0 4 14:8 Burgsolms 11 5 2 4 12:10 1900 12 5 2 5 12:12 Luftwaffe 11 3 0 8 6:16 VfL. Marburg 8 2 1 5 5:11 Bifsenberg 7 1 0 6 2:12 Sportfreunde 10 1 0 9 2:18 1900 — Luftwaffe 0:3 (0:2). Im Spiel gegen die Luftwaffe konnte 1900 wieder emmal die Schwierigkeiten nicht alle beseitigen, und so kam es, wie im Vorspiel, zu einer Niederlage. Neben Luther und Greven fehlte Goß, und da außerdem noch für den verletzten Löbfack Ersatz eingestellt werden mußte, kann man sich die Schwierigkeiten oorstellen, die hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung zu bewältigen waren. Die Platzverhältnisse taten ein übriges, und so war für die körperlich unterlegenen Blau-Weißen keine Gewinnchance vorhanden. Die erste Viertelstunde des Spielverlaufs war ein Gewöhnen an die Platzoerhältniffe. Nach Ablauf dieser Zeit schälte sich eine kleine Feldüberlegenheit der Luftwaffe heraus. Der Linksaußen hatte in der 22. Minute wohl die klarste Chance des ganzen Spiels, als ihn ein von der blau-weißen Verteidigung verfehlter Ball in freie Schußstellung brachte. Aus fünf Meter setzte er das Leder jedoch neben den Pfosten. Auf der Gegenseite war es Schellhaas, der eine aussichtsreiche Chance nicht verwerten konnte. Bei einem Gedränge vor dem Tor der Platzbesitzer fiel in der 35. Minute der erste Treffer für die Luftwaffe. Für Launspach gab es nichts zu halten, da ihm die Aussicht versperrt war. Dagegen hatte er beim zweiten Treffer der Luftwaffe insofern Pech, als der aus der Ecke heraus- geholte Ball von seinen Händen an den Pfosten und von da ins Netz sprang. Nach dem Wechsel begann für die Platzbesitzer eine große Zeit. Die Luftwaffe wurde mehr und mehr in ihre Hälfte zurückgedrängt. In der 65. Minute gelang es auch Kraft II. einen Treffer aufzuholen, der vom Schiri jedoch wegen angeblichem Abseits nicht gegeben wurde. In diese Ueberlegenheit fielen einige Vorstöße der Luftwaffe, die stets gefährlich waren. Auf diese Weise kam auch der dritte Treffer durch den Linksaußen zustande. Für die Blau-Weißen gab es trotz größter Ueberlegenheit keine Möglichkeit, den Ehrentrefser zu erzielen. Eine Einzelkritik säßt sich scdwer anstellen, da man mehr als sonst die Platzveryältnisse berücksichtigen muß. Die Luftwaffe befaß in ihrer körperlichen Ueberlegenheit einen großen Vorteil, der hauptsächlich für den Sieg ausschlaggebend war. 1900 in der Aufstellung Launspach, Jäger, Keil, Theis, Kraft I., Weniger, Schellhaas, Kraft II., Jürgens, Sittner, Koch verstand es nicht, durch Einsatz der Flügel sich Vorteile zu verschaffen, vielmehr wurde immer und immer wieder versucht, in der Mitte durch- zukommen, wo neben der massierten Deckung die Platzverhältnisse den Lauf des Balles hemmten. Schiri war Kaletfch, Wetzlar, der, abgesehen von einigen Kleinigkeiten, jederzeit überzeugen konnte. Ausklang in Cortina d'Ampmo. Kurikkala vor vier Schweden. Ski-Maxathon in Cortina. Am vorletzten Tag der Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo stand der 50-km-Dauerlauf zur Entscheidung. Dieser Wettbewerb gestaltete sich erwartungsgemäß zu einer neuen Auseinandersetzung zwischen den Finnen und Schweden, die schon im Langlauf sich ihren mitteleuropäischen Kameraden überlegen gezeigt hatten. Der Finne Jusse Kurikkala, der im 18-km-Langlauf seinen Titel an den Schweden Alf Dahlqvist hatte abgeben müssen, entschädigte sich durch den Gewinn der „Marathon- Meisterschaft", die er in 3:35:35,8 Stunden vor den vier Schweden Brännström (3:38:17), Dahlqvist (3:41:44), Diklund und Back an sich brachte. Als bester Mitteleuropäer erwies sich der Schweizer Freiburghaus (3:48:37), während von den beiden gestarteten Deutschen der Tiroler Hans K a s e b a • cb e r in 3:53:00 Stunden den neunten Platz besetzte. Vinzenz D e m e tz schied nach zwei Skibrüchen im letzten Teil des Rennens aus. Von 32 Teilnehmern erreichten 19 das Ziel. Erster finnischer Sprunalauffiea. Bierfo und Laakfo auf den ersten Plätzen. Mit einer großen Ueberraschung endete der letzte Wettbewerb bei den Skiweltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo. Sieger des Spezialsprunglaufs wurde der Finne Paavo D i e r t o mit Note 221,5 und Sprüngen von 64,5 und 75,5 Meter vor Leo Laakfo (Finnland) mit 220,5 und 67,5 + 72 Meter. Ein Finne Weltmeister und auch der zweite Platz an Finnland, zum erstenmal überhaupt seit Bestehen der FIS.-Weltmeisterschasten ein finnischer Sieg im Springen! Auf den dritten Platz wurde Sven S e l a n g e r (Schweden) mit Note 218,3 (63 + 73,5 Meter) gesetzt, dann erst folgt Josef Weiler (Deutschland) mit 217,7, der mit 67 und 76,5 Meter sogar den weitesten Sprung des Tages, insgesamt die arößte Weite erzielt hatte. Der Titelverteidiger Josef Bradl (Deutschland) mußte mit 216,4 (63 + 74,5 Meter) mit dem fünften Rang vorliebnehmen. Bei der Bewertung der Sprünge stützten sich die Sprungrichter auf die FIS.-Regeln, nach denen die Haltung höher einzuschätzen ist als die Weiten. Dadurch kam Josef Weiler ins Hintertreffen, obwohl er mit feinen beiden Sprüngen insgesamt 143,5 Meter erzielt hatte. Der Schnee war etwas stumpf geworden, so daß die im Training erzielten Weiten nicht erreicht wurden. Vierzig Springer kämpften um den Titel, 11 Deutsche, 14 Italiener, 7 Finnen, 4 Schweizer, 2 Schweden und je ein Norweger und Slowake. Oie Skiwettmeister 1941. Die Ehrenliste der Skiweltmeister von 1941 hat sich gegenüber dem Ergebnis von Zakopane 1939 nicht sehr wesentlich verändert. Fünf Titelverteidiger haben sich auch diesmal wieder in die Siegerliste eintragen können. Aus den 11 sonst zu vergebenden Weltmeisterschaften wurden in Cortina durch die doppelte Verleihung des Titels im Torlauf der Männer 12, von denen sechs, also gerade die Hälfte, auf Deutschland entfallen. Mit einer Ausnahme wurden sie alle in den alpinen Wettbewerben errungen, doch ist diese Ausnahme, der Umwege ües herzens Roman von h.H. Hansen Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eichadcer • Gr oben teil 21. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Laß mich bitte erst einmal ausreden. Ich will nicht bagegenftreiten, daß dir und uns allen das Geschick des Wilderers, wenn er verurteilt wird, nicht gleichgültig sein kann. Aber eins ist zu bedenken: der Mann ist ohne Zweifel nichts wert, nicht als Mensch, nicht als Staatsbürger, nicht als Gatte und Vater. Er gehört zu dem Heer der Entwurzelten, der ständigen Gesetzesbrecher. Ich habe mich in den Zeitungen noch einmal informiert, ehe ich zu dir fuhr. Die Bestrafungen des Mannes sagen genug. Er wird wie alle seines Schlages mehr Verbrechen begangen haben, als die Polizei überhaupt weih. Es ist nicht unmöglich, daß er einer von den Verbrechern ist, die in den wüsten Nachkriegsjahren einen Mord an Förstern und Jägern begangen haben. Gibst du das zu?" „Restlos, Mutter. Das alles habe ich mir in tausend Uebedegungen bereits gesagt, und deine Tochter hat sich in ähnlicher Form auch schon geäußert." „Schön. Und bann bu Von beiner Arbeit verstehe ich wenig ober nichts. Aber ich habe mir sagen lassen, daß sie wertvoll ist. Dein Vater und du, ihr habt im Laufe von dreißig Jabren ein Werk geschaffen, das heute einige tausend Menschen beschäftigt. Das spricht allein für euch, denn die Entwicklung einer Fabrik fällt einem nicht so in den Schoß wie ein Vermögen beim Handel Du hast als Erbe deines Vaters eine Menge von Erfindungen gemacht. Welcher Art sie sind und welchen Wert sie haben, weiß ich nicht. Aber sie werden gerühmt und gelobt, haben dein Ansehen gesteigert und deine Fabrik vergrößert. Also muß auch der Nicht- sachverständige begreifen,- daß sie wertvoll sind. Früher schufen wir für die Vermehrung des Reiches und unfern Kaiser. Heute habt ihr die Parole, für das Volk und' feine Zukunft zu arbeiten Beides sind Ideale, denen sich Männer widmen können — Hannes, halte das einmal gegeneinander, den Wert des verhafteten Verbrechers und deinen. Auf welche Seite muß sich die Waaafchale fenfen9" „Die Antwort darauf erspare mir, Mutter, du weißt sie selbst. Daß ich mich nicht auf die gleiche Stufe mit Korn stellen kann, kst selbstverständlich." „Wieder ein Punkt, in dem wir einig sind. Nun noch bas letzte. Wenn bu dich der Behörde stellst, wird dir der Prozeß gemacht werden. Richard meint zwar, du könntest mit einem Freispruch rechnen, weil Notwehr vorlag, aber der Prozeß würde wohl kaum zu umgehen sein." „Davon bin ich überzeugt." „Schuldig bist du nicht, am wenigsten moralisch gesehen. Du willst also um eine Tat, deren du dich nicht zu schämen brauchst, und die nicht gegen das Gesetz verstößt, aus überspitztem Ehrgefühl Folgen heraufbeschwören, die gar nicht übersehen werden können. Weißt bu, was bu zu erwarten hast? Du mußt dich in öffentlicher Gerichtsverhandlung entblößen, mußt deine Empfindungen und die Schande deiner Familie preisgeben. Du wirft der Blickpunkt für Hunderte von sensationslüsternen Augen fein. Du wirst den Stoft für Dutzende von Zeitungsberichten liefern, die dich vielleicht nicht herabsetzen wollen, aber der Menge in Hülle und Fülle Anregungen geben, deine Schmach durchzuhecheln und breitzutreten. Deine Dienstboten, deine Arbeiter und Beamten, jeder der dich kennt, wird darüber sprechen. Viele werden dein Verhalten billigen, viele werden es verdammen. Das ist nicht so wichtig. Aber wir werden uns alle wie zur Schau gestellt Vorkommen. Wie stehst bu vor ben Männern, bie bu in beiner Fabrik beschäftigst? Unb wenn du nur ihr Mitleid erweckst, ist das nicht Schmach genug für einen Mann? Ich glaube richtig zu vermuten, daß du bas alles nicht ertragen kannst und deshalb von deinem angestammten Platz weichen wirst. Du gehst aus dem Betrieb, den dein Vater und du mühsam aufgebaut haben. Du wirst dich irgendwo begraben, wo dich niemand kennt Deine Arbeitskraft, deine Talente werden brachliegen. — Vor dem Scheidungsprozeß kannst du dann nicht mehr zurückschrecken und mußt ihn sogar durchführen um deiner Ehre willen. Das schwerste aber, Hannes, lädst du auf deine Kinder. Sie werden einst hören, warum sie keine Mutter mehr haben. Du nimmst ihnen damit in fugendlichem Alter zunächst einmal die Fürsorge der Mutter unb später bie Achtung vor ihrer Mutter. Wenn Brigitte auch keine Achtung verdient fo ist es doch für deine Kinder besser. Siegreiche schwedische Militärpatrouille. Bei den Wettkämpfen in Cortina d'Ampezzo wurde diesmal Deutschlands Skipatrouille in einen harten Kampf von der schwedischen Mannschaft auf den zweiten Platz gedrängt. Die Aufnahme de uns als Silbteleqramm erreichte, zeigt die Ankunft der siegreichen schwedischen Läufer am Ziel. - (Scherl-Bilderdienst-M.) Lwii1' ■ Äil !>«'M Si^ !♦«% äs 1(10 M 0<| j VehlN" Wkamp •jns 5 * * n her P01 Sieg Berauers in der Nordischen Kombinatton, gerade der wertvollste Titel des Skisports. Finnland brachte es auf drei Weltmeisterschaften (in Zakopane zwei), Schweden auf eine (in Zakopane keine) und Italien auf zwei (in Zakopane keine). Norwegen und die Schweiz gingen diesmal leer aus. Die Ehrenliste des Skiweltmeister von Cortina d'Ampezzo 1941 hat folgendes Aussehen: Abfahrtslauf: Josef Iennewein (Deutschland). Tor lauf: Albert Pfeifer (Deutschland) und Dittorio Chierroni (Italien). Alpine Kombination: Josef Iennewein (Deutschland). Nordische Kombination: Gustl Berauer (Deutsch- land). 18-I habe in diesen Tagen gelernt, daß die Kraft ein scheiden jetzt bie Umstände anders, als ich vorauf sehen konnte, dann muß ich auch die letzte unb terfte Konseaunz aus Gittas Verhalten unb mein-ck Tat tragen." „Man glaubt, man höre einen mohammedanisch" Fatalisten. Das paßt doch gar nicht zu dir, Hannes „Fatalismus wäre es, wenn ich bie Dinge einM ihren Gang gehen ließe. Ich habe aber das Reck und bie Kraft, bis zuletzt noch eine Tat zu begehe auch wenn sie zu meinem eigenen Untergang wenigstens zu dem, was ich als einen Untergang für mich ansehen muß." Hannes, aber denke doch dabei nicht nur an bid denke an deine Kinder, denke an mich alte FraH an den Namen meines verstorbenen Mannes, ben ‘e an Richard, der ebenfalls betroffen wird. Du em- scheidest nicht für dich allein, du hast auch dccs .Schicksal von fünf anderen Menschen in ber Hand' „Nicht nur von fünf, Mutter. Du vergißt Korn und feine Familie." „Wie kannst du diese Menschen überhaupt neben uns nennen." . | „Er mag fein, wie er will. Ich bin nicht se n Richter und habe kein Recht dazu, über ihn den Stab zu brechen. Ich weiß nur, daß er ein Meni h ist, ber ebenso wie ich Anspruch auf Gerechtigks' hat, und daß feine Familie ebenso leidet wie t»e meine." „So bist du unter gar keinen Umstanden deinem Entschluß abzubringen?" Furchtbare CM gung sprach aus Worten, Blick unb Haltung M alten Frau. Sie zitterte am ganzen Körper. Wied Ist' habe p Besc pW bei "Mm 81 ks isiä !; Jynmt k * welei •w Don st vergeb Au< Hnlei . 8ttlin ' Wt Meli I ei>ie .11'1 in (Fortsetzung folgt.)