Donnerstag, 9. ©ffober 1941 (91. Jahrgang Nr. 240 Beilagen: Neue gewaltige Vernichtungsschlachten im Osten twanowsk* Seliger Petro wsk Podolsk ranowa Serow Kaschira Jelnja Koselsk •Michwin YSÄSTSn ule ementsrhug ekaterinoslaw äry üjbg D 0 n Taganrog 1941 Mlchaelsburg Schebalsk >2Mkoj* -We Temrjuk 1L" ^cdossid Blati in daß das bW burt' Possad Puschkino MOSKAU u e, V ja ■koMk ihren Schiffsgeschützen in den Landkampf einzugreifen versuchten. In allen Fällen haben die deutschen Artilleristen ihre gute Treffsicherheit bewiesen. Bereits am 17.9. setzten die Geschütze einer deutschen Artillerieabteilung zwei Sowjetkreuzer im Hafen von Leningrad durch ihr gutliegendes Feuer außer Gefecht. Einer der beiden Kreuzer erhielt einen Treffer in die Munitionskammer, der zweite wurde durch mehrere Treffer schwer beschädigt. Im Laufe des September versenkten die deutschen Geschütze im Hafen von Leningrad insgesamt fünf sowjetische Handelsschiffe und beschädigten ein weiteres so schwer, daß es auf Grund gesetzt werden mußte. Die Hafenanlagen von Leningrad, Kronstadt und Oranienbaum sind durch das •Luka passk^Jesfy FeJorzewa Erscheint täglich, außer [ Sonntags und feiertags Dicke schwarze Pilze wachsen drüben bei den Bolschewisten aus dem Boden. Die Erde unter unseren Füßen erzittert. Dann dringt dumpfpolternd der Einschlagsknall zu uns herüber. Puiii, Puiii, es kracht, als wäre die Hölle l 0 s. Wir ducken uns unwillkürlich, so dicht pfeift es über unsere Köpfe hinweg, und blicken uns um. Die Nebelwerfer find in Tätigkeit getreten. Wenn ihre Geschosse drüben zerbersten, fließt ein milchigweißer Qualm auseinander. Nebel von der dicksten Sorte. Schöne Suppe für die Bolschewisten: sie werden fluchen, so sie noch können. Alle Sicht für die Lenkung ihres Abwehrkampfes ntteltrbd PMM tfdjein: ffc «MSi» langt R.5. Han« M tel PIM essen- ie Weil, he Wett. M Nieder- ie folgt horchen-' ti (Ober- mau 93), , Picard, ib (Ein- DRV. Aus dem Führer Hauptquartier, 8. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Während in der U k r a i n e die Angriffs- und Verfolgungsoperationen i n v olle m F l u h find, hat der am 2. Oktober eingeleitete Durchbruch in der Mitte der Ostfront zu einer neuen Folge gewaltiger Vernichtungs- schlachten geführt. Allein im Raum von Wjasma find — wie durch Sondermeldung bekanntgegeben — mehrere sowjetische Armeen eingeschlossen. Sie gehen unerbittlich ihrer Vernichtung entgegen. Westlich von Leningrad scheiterte in der Rächt zum 7.Oktober ein erneuter Landungsversuch des Feindes, bevor er die Küste erreicht hatte. In kühnen Luftangriffen wurden hinter der ganzen Front Transportwege und Eisenbahnlinien schwer getroffen. Zahlreiche Eisenbahnzüge wurden zerstört oder beschädigt. In der letzten Rächt griff die Luftwaffe kriegswichtige Anlagen in Moskau und Leningrad an. Bei Luftangriffen auf die Reede von Suez wurde in der letzten Rächt ein größeres handÄrfchiff durch Bombentreffer beschädigt.. Einslüge des Feindes in das Reichsgebiet erfolgten nicht. tchowka , 0 S' ^em’t'bumpfer Sbfchutzknall. Zischend ziehen über uns hinroeq die ersten Granaten zu den Bolschewisten hinüber. Der Auftakt! Es geht los. Ueberall rumsen und brüllen nun die Geschütze. Untere ganze Artillerie — es ist eine stattliche Versammlung — schießt, was aus den Rohren geht. w Mb 3IPorts '3 be. *9(1(1 *nierH N eü Sk- lern. •1 (3:1) >:6 (0:3) Zweit« Sport, ßäufer heuchel, berg zu ■(fragen, er fort mgen, N. e deut, einem d>«R eibtnbe raun m uni quaiifj, h dies. Sturm, spielt, Seiten. (»Ihi el mm, "nFrl. oorwärtsgerückt, gleichzeitig machte das einem Leitartikel darauf aufmerksam, ziehen. Als der Führer 'm feiner letzten Rede sagte, diese gewaltigen Operationen seien feit 48 Stunden im Hange, knüpften die Schreibtisch-Strategen der englisch-amerikanischen Judenpresse an diese Aeußerung ihre Kritteleien, aber schon am Montagmorgen jchwante wenigstens einem Teil der britischen Presse llnheil. Der militärische Mitarbeiter der „Times" schrieb, die Deutschen schlügen hart zu^ und seien " "VKaljasin DNB....., 8. Oft. (PK.) „Noch fünf Minuten." „Alles fertigmachen," „Hans, hak mir mal rasch die Gasmaske ein." Das leise Klappern des Rüstens zum Aufbruch ist zu hören. Die feldgrauen Männer in den schmalen Laufgängen der vordersten Jnfanteriestellungen setzen die Stahlhelme auf, greifen nach den Gewehren. Alle find von einer unerhörten Spannung gepackt. Noch Minuten ..., noch Sekunden ..., dann beginnt, was wir seit Wochen erwarteten: Der Großangriff der Mitte gegen die Mehrere sowjetischeArmeen eingeschlossen Eine neue Folge gewaltiger Bernichtungsschlachten. — Durchbruch in der * Mitte der Ostfront. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 8. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In kühner Operation aus dem Raume ostwärts Dnjepropetrowfk ist eine deutsche, durch italienische, ungarische und^ slowakische Verbände verstärkte Panzerarmee zum Asowschen Meer vorge stoßen und hat der bei Melitopol frontal geschlagenen 9. sowjetischen Armee den Rückzug verlegt. Gleichzeitig haben deutsche und rumänische Kräfte die Verfolgung von Westen her fortgesetzt. Dabei ist es einem schnellen Verband der Wassens gelungen, entlang der Küste des Asowschen Meeres nach V e r d j a n s k durchzustoßen und den von Rorden kommenden panzerkrästen die Hand zu reichen. Von allen Seiten eng umschlossen, stehen hier nunmehr sechsbissiebenseind- liche Divisionen unmittelbar vor ihrer Vernichtung. Den schwachen Resten des geschlagenen Gegners, die aus R 0 st 0 w abzuziehen versuchen, ist der ^-Verband bereits bis M a r i u p 0 l nachgestoßen. Feuer der deutschen Artillerie ebenfalls bereits schwer beschädigt. Mehrere Landungsversuche der Bolschewisten an der Küste des Finnischen Meerbusens unter dem Schutz sowjetischer Schiffsgeschütze wurden unter Mitwirkung der deutschen Artillerie ebenfalls vereitelt. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 8. Oktober das eingefchlofsene Leningrad. Erneut wurden viele taufend Kilogramm Spreng - und Brandbomben bei guter Erdsicht abgeworfen. Zahlreiche Brände entstanden in den Zielräumen. Durch die erfolgreichen Angriffe wurden wieder erhebliche Zerstörungen an kriegs- und wehrwirtfchaftlichen Anlagen angerichtet. Annahme dort Anzeige« für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr des BormittagS Anzeigen-Breise: Anzeigenteil7Rvf. je mm bei 22 mm Zellenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenttafsel B Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Onjepropetrowskl StalinoT öitSItni Master sorgen. ms vor« IMS nfr uni Nerven- seit 26 Togal Wgktl e uvan- md) 3ir ■kowwen «ke. jrftrW ■litt llllo Vor uns eine flammende qualmende Feuerwand Der Beginn einer neuen großen Schlacht im Osten. Bon Kriegsberichter Rasso Königer. chr Auge, die Beobachtungsstelle, geblendet. Sie verstreut wahllos ihre Schüsse in die Gegend. Gegenüber unserem machtvollen Feu^rüberfall wirkt diese Gegenwehr kläglich. Unserer Infanterie tut dieses schwache Feuer nichts. Die Sonne ist inzwischen am Himmel hoher ge- stiegen. Strahlend blitzt sie über das Kampffeld Sind Stunden vergangen oder nur Sekunden, seit das Tosen begann? Wir müssen erst wieder auf unsere Armbanduhr sehen. 00 stürmten in einer vorher noch nicht gekannten Zusammenballung die gewaltigen Eindrücke auf uns ein, daß wir jedes Zeitgefühl verloren. Es ist erst Viertel nach 6. Wie auf einem riesigen Schlachtenpanorama rollt der Angriff vor unseren Augen ab. Als schnurgerade Ketten durchschreiten die Infanteristen die schmale, von unseren Pionieren gebahnte Gasse durch die eigenen Minenfelder, steigen über die Krümmung der vordersten bolschewistischen Erdstellungen und verschwinden in den Mulden und im Strauchwerk am Horizont. - M , Weit links tacken jetzt MG.s. Das ist beim Nachdarregiment, erst das langsame Knattern eines bot» chewistischen Maschinengewehrs. Die raschen Feuer- töße unserer eigenen MG.s antworten. Dort cheinen noch einige vom Feuer verschont gebliebene Bolschewisten zu sitzen. Vor uns marschiert alles wie im Manöver. Ohne Widerstand geht es vorerst zügig vorwärts. Die Feldtelefone bei den Artillerie-B-Stellen klm- geln. „Feuer vorverlegen — lOO Meter zulegen — 200 Meter vor." Unser Artilleriefeuer wandert wei- ter in das feindliche Gebiet hinein. Bohlen find nun schon über unsere Schützengraben gelegt. Die ersttn Gefechtsfahrzeuge poltern langsam darüber. Dahinter weitere endlos scheinende Ketten der Infanterie. Es ist wieder das alt- gewohnte Bild des Vormarsches. Wir blicken uns noch einmal in den oerlafsenen Stellungen um. Rund zwei Monate — ja, so lange ist es schon — waren wir in diesem Gelände. Es war damals ein harter Befehl für uns, den Vormarsch zu stoppen und eine feste Stellung in der Mitte zu beziehen. Wir erinnern, uns noch gut, wie es war. Es gab strapazenreiche Tage damals im heißen Juli und August und Kämpfe, die hart und verbissen waren. So freuten wir uns zu einem Teil, daß mir uns wieder etwas verschnaufen konnten. Zum anderen Teil bedauerten wir es. „Jeder Tag ist kostbar", sagten wir damals, „zusammenschlagen müssen wir die Bolschewisten doch — also je eher desto besser." Die Tage waren aber nicht verbummelt, das erkannten wir später, als die Erfolgsmeldungen aus dem Norden und dem Süden Bolschewisten. > Es ist der 2. Oktober. Erneut ein kurzer Blick - auf die Armbanduhr, gleich wird es 6 Uhr fein. 1 6 Uhr früh ist die befohlene Zeit für den Feuerschlag Dor uns in dem fanft hügeligen, mit niedn- l gern Buschwerk bestandenen Steppengelande . herrscht tiefe Ruhe. Es ist der lauernde Friede tas 1 Niemandslandes. Wir kennen das. Dort drüben, in» 1 etwa 500 Meter Entfernung, wo eine unregelmäßige Bodenwelle anfteigt, fitzen die vordersten - Posten der Bolschewisten. Gestern abend haben sie von dort unseren vortastenden Spähtrupp ange- schossen-en ^ndwall vor unserem Graben haben Beobachter unserer Artillerie ihre Scherenfernrohre gestellt Mit dem Fernglas wandern wir die gegnerische Stellung ab. Nichts! Nichts ist zu sehen, die Bolschewisten — gewandt wie die Katzen — tarnen sich gut. Hinter dem Strauchwerk blinft roter Ziegelschutt durch. Das war einmal die Kirche eines unscheinbaren kleinen Dorfes nordostwärts von Smolenfk. Nur Trümmer find noch dort. In ihnen oder dicht dabei müssen bolschewistische Granatwerfer sitzen. Von dort pfiff es immer unangenehm in unsere Gräben hinein. Keine Bewegung ist zu sehen „Wartet nur", murmeln mir, „gleich wird es ein Wecken geben, daß euch Hören und Sehen Durchbruch. Mit tiefer Dankbarkeit für Führung und Soldaten hat das deutsche Volk die Kunde vernommen, laß im Verlaufe der am 2. Oktober eingeleiteten Operationen im Zentrum der ganzen Ostfront nicht Stur mehrere sowjetische Armeen im Raum von L j a s m a eingeschlossen worden sind, sondern darüber hinaus der Durchbruch unseren Tapferen gelungen ist und sich jetzt in diesen großen Räumen gewaltige Vernichtungsfchlachten voll- kamen. . Damals sahen wir ejn, daß wir m der Mitte eine wichtige Aufgabe hatten und nicht die geringste dazu. So wuchs im Raum von Smolensk eine feste, von der Führung befohlene Stellung. Erst gruben wir uns nur Deckungslöcher gegen die feindliche Artillerie. Im steten Abwehrkampf gegen die bolschewistischen Vorstöße näherten sich diese ^chüt- zengräben, wurden zusammenhängende Laufgänge und MG.-Nester und Unterstände. Ein lückenloser Stacheldraht wurde gezogen. Als die Nächte kühler wurden, begannen wir Bunker auszuschachten. Holz gab es genug. Mit Erde überworfen und Rasen abgedeckt sahen sie wie Zwerghütten aus. „Villa Frohsinn" und „In die Heimat möcht' ich wieder" stand mit Rotstift gemalt über der Türe. Innen war es schön warm und abends beim Schein der Petroleumlampe fast gemütlich. Bald hatten wir uns eingelebt. Die Essenholer hatten feste Trampelpfade. Es war wie am Westwall — nur daß die Bolschewisten lebhafter als die Franzosen mit Granatwerfern und Artillerieüberfällen störten — und wie am Westwall dehnten sich allmählich die Tage und Wochen. „Wenn es nur weiterginge", stöhnten wir mit einem Blick auf den Kalender. Aber vom Westwall her wußten wir, daß unsere Führung schon weiß, was sie tut. Alles ist wohlüberlegt und auch unser Tag wird kommen. Jetzt ist er da. Wir sind wie von einem Druck erlöst. Der Stillstand ist vorbei — e s g e h t a u ch in der Mitte vorwärts, das stimmt uns freudig, obwohl wir genau wissen, daß auch ernste und harte Stunden in den kommenden Angriffstagen zu erwarten sein werden. lieber uns dröhnt es in der Luft. Bomber — drei sechs, neun zählen wir. Wie silberne Riesenvögel zieht die Staffel über unsere Köpfe hinweg. Wir wissen, jetzt werden die rückwärtigen bolsche- wistischen Batterien eingedeckt. Es ist alles bis ins klein st e gut vorbereitet. Wochen stiller Vorbereitung, in denen bei den Stäben eifrig auf den Karten gemessen und gerechnet wurde, in ’irgorod 1 Charkow .. V ' \poiMw, "VxC V Gießener Famikienb lütter Heimat unBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich....... RM 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 Luck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^eruivrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postfcheck 11686 Krantt^M. iftriegsmaterial an den Rätebund nicht so schnell geliefert werden könne, weil Transportmöglichkeiten fehlten. Die Armeen des im Mittelpunkt der sowjetischen Front kommandierenden Marschalls Tim 0 schen - r o sind von ihrem angeblichen Siegesmarsch aus Smolensk, den die pluto kra tische Presse wollüstig «usmalte, sehr schnell abgekommen. Der Sieges- marsch verwandelte sich in Gegenangriffe, die bolschewistische Oftensive, die nur auf dem Papier stand, in Defensive. Die Meldungen über die riesigen bolschewistischen Verlusts an Gefangenen, Panzern und Geschützen waren nur der Auftakt zu dem vernichtenden Schlag, der jetzt Timoschenko getroffen hat. Wenn zum ersten Male jetzt das OKW. den Erfolg Der Angriffs- und Verfolgungsoperationen in diesem Abschnitt meldet und von einem Durchbruch spricht, dann weiß das ganze deutsche Volk, was das bedeutet. Wir warten ruhig und siegesgewitz auf die weiteren Meldungen, aber schon heute steht i feft, daß die Vernichtung für die Sowjets unabwendbar ist. Dazu kam am Dienstag 6ie Meldung von dem Zusammenbruch des Südflügels des Marschalls Budjenny. Nach ihrer Nieder- 'age nördlich vom Asowschen Meer haben die Bol- 'chewisten jede Möglichkeit verloren, das gewaltige Donezbecken mit feiner kriegswichtigen Industrie zu verteidigen. Der Südflügel der Armee Budsennys kann dieses wohl wichtigste Rüstungszentrum der Sowjets nicht mehr decken. Der Angriff auf 0 - ito m traf die wehr wirtschaftlichen Werke der «ow- jets bis ins Mark, und ebenso wurden die Rüstungswerke im Raume von Charkow und von K r' a - matorffaja vernichtend getroffen. Heber Rostow i ttihrt die Eisenbahnlinie vom Kaukasus nach Moskau. Sie ist unterbunden. Der Angriff dort ist wei- . ter in vollem Gange. ; Also vom Schwarzen Meer bis über die Mitte der I bolschewisttschen Stellung ist das deutsche S ahl- j gewitter vernichtend über die Bolschewisten gekom- < men. Aber auch im Raume um L en tng r adasio | auf dem Nordflügel, geht das deutsche Schicksal V über die Bolschewisten hinweg. Vergeblich versuch- | ten sie, durch Landungsversuche einen Entsatz der \ zweiten Stadt des großen Reiches zu erhaltew Sie I wurden vernichtend geschlagen. Weltgeschichtliche I Entscheidungen sind im Gange. Dor LeAMgrad. Berlin, 8. Okt. (DNBH Die in Leningrad I eingeschlossenen sowjetischen Kräfte unternahmenum I Laufe des 7. Oktober wiederum erfolglose I Ausbruchsversuche. In dem Abschnitt eines I deutschen Armeekorps versuchten die Dolschewistem i mit dem Einsatz aller Kampfmittel den Durchbruch | 3u erzwingen. Nach vorausgegangener star.er /ir- F tiUerieoorbereitung griffen sie die „deutschen «tel. | langen mit Panzer- und Luftwaffenunterstutz g on. Außerdem griff ein sowjetisches Kanonenboot / in den Landkampf ein. Die Bolschewisten wurden von den deutschen Truppen mit schweren b lüften zurückgeschlagen. Sie verloren von den sechs eingreifenden Panzerkampfwagen insgesamt vier. 1 -Zwei Panzerkampfwagen .würben von öen j, Aschen Truppen vernichtet, Zwei aiüiere wurd - iwegungsunfähig' geschossen und blieben vo ■b=utfd)en Stellungen liegen. Das Kanonenboot Wurde durch deutsches Artilleriefeuer zum Abdreyen . ^nb zur Einstellung bes Feuers gezwungen. Die schwere deutsche Artillerie hat >n den Kämpfen -°r Leningra b einen erheblichen Anteil an der Bekämpfung der sowjetischen Kriegsschiffe, die tostesdrkfW tmei. Selina Giessener Anzeiger General-AnzeigerfurGberhessen •^sssss- wird ihnen versperrt. Die ganze Front erzittert jetzt, als erschüfterte ein Erdbeben den Boden. Die Artillerie hämmert und grollt wie bei einem schweren peitschenden Gewitter. Eine undurchdringliche, flammende, rauchende Feuerwand wä ch st vor unseren Augen zum Himmel. Es ist ein imposanter Anblick. Wir haben schon viel in diesem Kriege gesehen, aber so einen „Feuerzauber" Haden wir noch nicht erlebt. Unsere Infanteristen in den Gräben blicken, von diesem vernichtenden Schauspiel gepackt, zu dem Feuerorkan hinüber. „Meine Herren, die kriegen's aber." „Ich mochte nicht da drin stecken.* „Das i st Zunder erster Klasse" — sagen einige von Zeit zu Zeit und machen damit ihrer Bewunderung über die wuchtigen Schläge unserer Arttllerie Luft. Winkzeichen der Jnfanterieführer — Signal zum Angriff. Die Infanteristen steigen aus den Gräben. Einer nach dem anderen klettert über den Sandwall. Der Stacheldraht vor der Stellung ist bald niedergetreten. Aufrecht gehen sie und in Reihe, dicht aufgeschlossen. Es ist, als recke sich eine Schlange /us dem Graben und schiebe sich dem Feinde entgegen. Bei den Bolschewisten rührt sich nichts. Die meisten sind wohl im Feuerstrudel untergegangen. Den Ueberle-benben muß ber Schreck lähmenb in bie ©lieber gefahren fein. Doch — jetzt knallt es. Ein Schrapnellwölkchen schwebt plötzlich in der Luft. Eine ber weiter rückwärts stehenden bolschewistischen Batterien ermannt sich zu einem Abwehrversuch. Aber der Nebel hat 1942 h n findil Elf» Gießen iktobe; Ibmiete» ioW ZetterW 3.60 R-M Sastheiko Sfariza CJarki na Kaluga, 0K3 eremyschl N.Alexandrowsk Sutoki 'Suchimtsch 9\Syls(hewka Swenigoro Cb-Moshaisk Gsha Meuenbufg Saporoshje »Orjwow ßslaschkowa «g Jljinsk Twer uoi a* Korts Golowina Borowsk* Wjasma Medvn Juchnow jrakina • Mariupol Fedofovka Melitopol Berdjansk ASOWSCHtS MEER Wyssokoje Pokrow\.N ■> t. Mit solchen Gräben und Tankfallen, wie sie hier in einer Länge von nahezu 7 Kilometer und einer Tiefe von etwa 4 Meter erbaut worden sind, hofften die Bolschewisten, den Vormarsch der deutschen Truppen in diesem Gebiet unmöglich zu machen. Heute ist dieses Kampfgelände längst in unserem Besitz, denn unsere Panzer fanden inzwischen andere Wege, um ihren Vormarsch fortzusetzen. (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Kudicke. sSch.j M.) Katzenjammer an der Londoner Börse. Genf, 8. Okt. (DNB.) Die Londoner Börse verkehrte am Mittwoch in ausgesprochen lustloser Haltung. Hierbei kam vor allem die gedrückte Stimmung angesichts der letzten Ereignisse zum Ausdruck, so daß auf der Käuferseite kaum Unternehmungslust zu beobachten war. Das Ritterkreuz. Berlin, 8. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall v. B r a u ch i t s ch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant von Loeper, Kommandeur einer Infanteriedivision. Oberst Herr, Kommandeur einer Schützenbrigade, Oberst S ch l o e m e r, Kommandeur, eines Schützenregiments, Oberstleutnant v. B o d d i e n , Kommandeur einer Aufklärungsabteilung, Hauptmann K o e tz , Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment, Oberleutnant Salwey, im Stabe eines Infanterieregiments, Oberleutnant Buchner, Kompaniechef in einem Infanterieregiment. 3m Stukahagel. pausenloses Trommelfeuer auf starke bolschewistische Feldstellungen. Stuka sicherte einen Brückenkopf. Von Kriegsberichter Kurt Mißler. DNB. ..., 8. Okt. (PK.) Der junge Herbstmorgen ist nach Wochen diesigen Wetters zum erstenmal wieder sonnenklar. Ein blaues Firmament überspannt den weiten Ostraum, in dem die Verbände des Heeres und der Luftwaffe zur entscheidungsvollen Schlacht gegen den Bolschewismus angetreten sind. Seit dem frühen Dämmern ist die Luft erfüllt von dem permanenten Grollen des Trommelfeuers, das unsere Artillerie auf die Feldstellungen der Sowjets jenseits des Flußbettes legt. Wir erleben den Auftakt eines gewaltigen militärischen Schauspiels, wie es sich uns am ersten Tag des Vernichtungskampfes gegen den Bolschewismus bot. Damals, vor über zwölf Wochen, standen wir an dem Westufer des Bug. Heute stehen wir viele hundert Kilometer weiter östlich. In zahllosen Schwärmen tragen unsere Flugzeuge ihre tödliche Bombenlast nach Osten, dorthin, wo auf breiter Front die deutschen Angriffsgruppen, Panzer und schnelle Verbände zum Vorstoß über die Stellungen der Bolschewisten bereitstehen. Die ersten Einsätze unserer Stuka- und Zerstörerverbände gelten an diesem Morgen den Feldstellungen der Sowjets am Ostufer des Flusses. Tief gestaffelt ragen aus dem Schwarzbraun dieses Landes zahllose Bunker, daneben die Zickzackgräben und kilometerlangen Tankfallen, geschickt getarnte Schützenlöcher, vollgespickt mit Bolschewisten. Diese Stellungen müssen geknackt und ausgeräuchert werden. Als unsere Stukas und Zerstörer Über die Spitze der deutschen Truppen dahindonnern und im Sturzflug ihre Bomben in die feindlichen Nester hineinschleudern/ ist der Hauptwiderstand der sich zäh verteidigenden Bolschewisten zerbrochen. Der Gegner zieht sich aufgelöst und kopflos aus der Befestigungslinie zurück und sucht sein H e i l i n d e r Flucht. Da setzen die deutschen Schlachtflugzeuge zu hartnäckigen und schneidigen Tiefangriffen an. Aus Bordkanonen und Maschinengewehren spritzen die feurigen Garben in die zurückslutenden Massen. Das war der Auftakt zu einem kaum vorstellbaren Luftbombardement, das den Sowjets gerade in diesem Sektor blutige und unersetzliche Einbußen an Menschen und Waffen zufügte. Im ungestümen Nachdrängen bleiben unsere Heeresverbände dem Gegner auj den Fersen. Da, wo Widerstand aufflackert, stoßen in immer neuen Wellen die deutschen Schlachtmaschinen in den feindlichen Raum hinein und bahnen an den Brennpunkten des Kampfes unserer vorrückenden Spitze den Weg. Der Gegner hat sich über eine Brücke zurückgezogen und beabsichtigt die Sprengung der Brücke. Schon rollen feindliche Panzer zur Sicherung heran. Glückt den Bolschewisten ihr Vorhaben, dann ist der zügige deutsche Vormarsch gehemmt und neue Widerstände sind dann zu überwinden. Ein Stuka hat den Vorgang dort unten beobachtet. Die Brücke muß gehalten werden, bis die eigene Panzerspitze heran ist. Pfeilschnell stürzt die Maschine erdwärts. In engen Biegen umkurvt sie wie eine bissige Hornisse den Brückenkopf und jagt Garbe um Garbe gegen das bolschewistische Spreng- tornrnando. Fast 60 Minuten währt die „B r ü ck e n w a ch e" unseres braven Stuka, dann rollen die deutschen Panzer heran. Der Ueb ergänz ist frei. In unvermindertem Tempo wälzt sich der deutsche Heerbann nach Osten. Unsere Truppen, deren unvergleichliche Leistungen höchste Achtung verdienen, haben es verdammt eilig. Ihr W e g i st n o ch weit. Wir aber, die Stukas und Zerstörer, begleiten unsere Kameraden auf diesem Weg. Bis der Sieg unser ist. Großeinsatz unserer Kampfflieger. Berlin, 8. Oktober. (DNB.) Starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge unterstützten am 8. 10. mit großem Erfolg die Kämpfe des deutschen Heeres an der Nordküste des Asowschen Meeres. Besonders heftige Angriffe der deutschen Kampfflugzeuge galten Transport- und Handelsschiffen der Bolschewisten. Im Seegebiet von Mariupol wurden ein Handelsschiff von 1800 und ein Frachter von 1500 BRT. durch Volltreffer versenkt. Im Hafest von Berdjansk wurden zwei kleinere Schisse zum Sinken gebracht, ein weiteres sowjetisches Handelsschiff von 2000 BRT. wurde schwer beschädigt. In dem Rückzugsraum der geschlagenen und ostwärts Mariupol auf Rostow zurückweichenden Bolschewisten griffen die deutschen Kampfflugzeuge erfolgreich sowjetische Kolonnen an. lieber hundert motorisierte und bespannte Fahrzeuge wurden durch Bombenvolltreffer vernichtet. Eine große Anzahl weiterer Fahrzeuge erlitt schwere Beschädigungen durch die deutschen Bomben. Englands „Humanität." Deutschland schlägt den Austausch von Gchwervermundeten vor, die englische Regierung vereitelt ihn. Berlin, 9. Okt. (DNB. Funkspruch.) Auf die Initiative der deutschen Reichsregierung ist im August d. I. durch Vermittlung der Schweiz 8er englischen Regierung der Vorschlag des Austausches von schwerverwunoe- ten Kriegsgefangenen mittels Schiffstransports zwischen zwei Kanalhäfen gemacht worden. Durch die Siege der deutschen Wehrmacht über England belief sich die Zahl der in deutscher Hand befindlichen und nach Feststellung einer internationalen Aerztekommission für den Austausch in Betracht kommenden britischen Kriegsgefangenen auf 114 3, während dem nur ungefähr 50 deutsche Kriegsgefangene in englischer Hand gegenüberstanden. Auf die zustimmende englische Antwort zu diesem Austauschwege hat die Reichsregierung dann am 23. September über die amerikanische Botschaft in Berlin der englischen Regierung mitteilen lassen, daß sie im Hinblick auf den großen Zahlenunterschied der auszutauschenden englischen und deutschen Kriegsgefangenen die Erwartung aussprechen müsse, daß der für den Rücktransport der englischen "Kriegsgefangenen zur. Verwendung kommende Schiffsraum auch auf dem Wege nach dem Kontinent voll ausgenutzt werde, d. h. also, daß für die fehlende Zahl deutscher Kriegsgefangener zumindest eine entsprechende Anzahl deutscher Zivilinternierter, und zwar entsprechend dem hierüber zwischen Deutschland und England getroffenen Abkommen vom Februar 1940, mit in die Heimat befördert werden müsse. Auf diesen mehr als billigen Vorschlag hat am 29. September die amerikanische Botschaft eine Aeußerung der englischen Regierung übermittelt, wonach es nicht in Frage kommen könne, den Zahlenunterschied durch Heimsendung von Zivilisten auszugleichen; jedoch sei die englische Regierung bereit, dem vorgesehenen Transport einige deutsche Frauen anzuschließen. Angesichts dieser Stellungnahme der englischen Regierung, die der traditionellen britischen Politik gegenüber wehrlosen Zivilgefangenen entspricht — wie sich erst kürzlich wieder bei der jedem Völkerrecht hohnsprechenden Verschleppung bzw. Auslieferung an die Bolschewisten der in Iran lebenden deutschen Männer und der trotz Zusicherung freien Geleits durch die englische und sowjetrussische Regierung erfolgten restlosen Ausplünderung der deutschen Frauen und Kinder gezeigt hat —, hat die deutsche Regierung am 1. Oktober der amerikanischen Botschaft mit geteilt, daß durch diese ablehnende Stellungnahme der britischen Regierung eine neue Lage geschaffen sei, die bis zur Klärung der Angelegenheit einen vorübergehenden Aufschub des Austausches erforderlich mache. Am 4. Oktober machte die amerikanische Botschaft in Berlin als Schutzmacht Englands nunmehr den Vorschlag, pb nicht ein englisches Lazarettschiff mit den inzwischen an Bord geschafften rund 100 deutschen Wehrmachtangehörigen nach Frankreich auslaufen und von dort eine entsprechende Anzahl heimsendungsberechtigter britischer Kriegsgefangener zurückbringen könne. Die deutsche Regierung hat am gleichen Tage der amerikanischen Botschaft die Zustimmung zu einem derartigen 1 ... KW ' '• . . MM sRW Von den Bolschewisten geräumte Feldstellungen. Bei Beginn der neuen gewaltigen Operationen im Osten wurden die SowjetZ/im ersten Ansturm schnell aus diesen Feldstellungen geworfen. (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Eusian. sSch.j M.) begrenzten Austausch in einem Memorandum mit« geteilt und für dessen Durchführung den 7. Oktober vorgeschlagen. Die Reichsregierung hat ebenfalls sofort eine entsprechende Anzahl britischer schwerverwundeter Kriegsgefangener zum Abtransport in Frankreich bereitgestellt. Trotz dieser über die amerikanische Botschaft in Berlin verabredeten Regelung blieb das Schiff aus, und statt dessen wurde durch den englischen Rundfunk die Annullierung des Austausches bekanntgegeben. Soweit der Tatbestand. Die englische Regierung hat nunmehr durch verschiedene Veröffentlichungen versucht, diesen Tat- bestand zu verdrehen und zu verfälschen, und u. a. die Behauptung aufgestellt, daß die Reichsregierung versucht habe, ein getroffenes Abkommen zu vereiteln, und daß die englische Regierung sich nicht in der Lage gesehen habe, den vereinbarten begrenzten Austausch von etwa 100 Kriegsgefangenen vvrzunehmen, weil damit die übrigen britischen Verwundeten und Kranken jede Möglichkeit einer Rückführung nach England verloren hätten. Daß dies eine doppelte Lüge ist, geht aus dem obigen Tatbestand völlig klar hervor, denn: 1. Es wurde von Deutschland nur eine Regelung verabredet, und zwar die über den partiellen Austausch von je 100 schwerverwundeten Kriegsgefangenen. Die Durchführung dieser Vereinbarung aber wurde nicht von der deutschen Regierung, sondern allein von der englischen Regierung vereitelt. 2. Die britische Regierung war sich völlig im klaren darüber, daß sie durch Rücksendung von Zivilgefangenen entsprechend dem deutschen Vorschlag jederzeit ihre gesamten in Frage kommenden Schwerverwundeten hätte zurückbekommen können. Anscheinend hat die englische Regierung dies nicht gewollt, woraus nur der Schlug gezogen werden kann, daß ihr in ihrem verblendeten Haß offenbar mehr daran liegt, internierte deutsche Frauen und Kinder weiter in völlig unverschuldeter Gefangenschaft zu behalten, als den englischen Anverwandten ihre eigenen schwerverwundeten Männer zurückzugeben. Es ist daher auch begreiflich, daß die englische Regierung das Bedürfnis empfindet, ihr flagrantes Unrecht durch unrichtige Darstellungen und lügenhafte Behauptungen zu verschleiern, um sich gegenüber den zweifellos mit Recht enttäuschten Angehörigen der Kriegsgefangenen zu rechtfertigen. Die deutsche Regierung muß also feststellen, daß die Schuld für das bisherige Nichtzustandekommen dieses Austausches ausschließlich auf englischer Seite liegt. Kleine politische Nachrichten. Auf Anordnung des Führers, die der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei in einem Runderlaß den Polizeibehörden bekanntgegeben hat, dürfen die bei der Verkündung von Sondermeldungen verwendeten Fanfaren, die als Kennzeichen deutscher Waffensiege zu nationalen Symbolen geworden sind, nicht bei anderen Gelegenheiten gespielt werden. Die äreiSjtllwmw®* Vornan von Horst Hiernach 39.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Hoffentlich läßt das Wetter mich noch mit dem Beet fertig werden. Was meinst du, Konrad, solange der Wind anhält ..." Hellwang öffnete den Mund, als hätte er sekundenlang vergessen, den Atem auszustoßen. — „Solange der Wind anhält, kommt es gewiß nicht zum Regnen", sagte er und warf einen Blick auf seine Armbanduhr. „Wir haben bis zum Essen ja noch eine volle Stunde Zeit. Ich werde sie ausnutzen und noch ein paar Seiten lesen." Er nickte ihr zu und ging über den Rasen zum Hause. Trix stand ein paar Sekunden lang reglos da und starrte ihm nach. Die dünnen, niederhängenden Zweige des Kirschbaums streiften seine Schulter und schnellten zurück. Der Wind erlaubte sich einen Scherz und blies seine Haare von hinten auf. Es sah komisch aus und ähnelte dem drastischen Kunststück eines Clowns, den sie einmal gesehen hatte. Aber sie lächelte nicht. Ihr strömte langsam das Blut ins Gesicht und sie spürte das Aufsteigen einer sanften Wärme, die bis unter ihre Kopfhaut drang und wohltuend von ihr Besitz ergriff und sie mit einer angenehmen Schwäche füllte, als wäre ein Zcmber- bann über sie geworfen. Es war süß und erschreckend zugleich. Ihre Gedanken huschten wie ein Nest aufgescheuchter Wiesel durcheinander. Ich bin drauf und dran, mich zu verlieben, dachte sie beklommen. Und dann sprach die Stimme ihres gesunden Verstandes auf sie ein: Sei vernünftig! Schlag dir das aus dem Kopf! Nicht, weil er der Mann deiner Schwester war, aber wie willst du an Luisas Stelle treten? Luisa war eine herrliche Frau und wunderbar klug, von jener stillen- Klugheit, deren Wurzeln Erfahrung und Reise sind. Wie soll es dir je gelingen, den Vorsprung einzuholen, den Luisa dir an Jahren voraus hatte? Du kannst nie mehr als seine Geliebte werden — und das wäre Verrat an Luisa, und es macht keinen Unterschied, daß sie nicht mehr am Leben ist. Trix griff nach dem Spaten und beugte sich über das Erdbeerbeet. Wenn doch der Brief aus Berlin käme! dachte sie, wenn er doch bald käme?-- Hellwang nahm in dem Sessel unter dem Bücherbord in der Leseecke Platz. Eine Studie über die überseeischen Unternehmungen der Welser lag auf seinen Knien. Ein Zettel mit Notizen stak als Lesezeichen zwischen den Seiten. Er schlug das Buch auf und begann zu lesen. Vor zwei Wochen hatte er die Arbeit wieder intensiv ausgenommen und war, ohne es selbst recht zu merken, von Tag zu Tag immer tiefer in das neue Thema eingedrungen. Der Stoff fesselte ihn und begann Ausblicke zu eröffnen, die ihn erregten, als befände er sich auf einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt in neues Land. Das ursprüngliche Thema weitete sich ungeheuerlich aus. Die Geschichte des augsburgischen Patriziergeschlechtes, die es ihn anfangs zu gestalten gereizt hatte, rückte in den Hintergrund. Die Gestalten der Welser mit ihren kühlen schmallippigen Gesichtern und herrschsüchtigen Augen traten in einen größeren Rahmen ein, der ein Gemälde von tieferer Bedeutung umspannte. Mit der Anhäufung des Kapitals in den Niederlassungen der Augsburger und Nürnberger Gewürzkrämer regte sich ihr Machthunger. Und wo fanden sie ein besseres Spielfeld für ihren verruchten Ehrgeiz als in der Politik? In den Mauern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zeigten sich die ersten Sprünge, und in seinem Gebälk nagte der Wurm. Diese „fürstlichen Kaufherren" taten nichts, um den tragischen Zerfall aufzuhalten. Der Blick dafür, daß die stürzenden Trümmer des Reichsbaues auch sie selbst erschlagen würden, war ihnen nicht gegeben. Die Schwäche des Reiches war der Nährboden, auf dem sie hypertrophisch wucherten. In bet dünnen Luft ihrer Handelskontore schoben sie mit spitzen Fingern die Figuren über das politische Schachbrett. Stürzten oder erhoben die Kaiser, verschuldeten die Ritterschaft, nahmen Länder zum Pfände, ließen die Bauern verbluten, verheirateten gelegentlich eine Dame aus ihrem Geschlecht mit einem Königssohn, dämonische Drahtzieher einer selbstsüchtigen Hausmachtspolitik, deren unheilige Insignien Kontobuch und Zinsbegriff waren, während die heilige Krone der deutschen Kaiser auf unwürdigen Häuptern ihren Glanz verlor und der Reichsapfel aus schwachen Händen in den Staub rollte. Hellwang überflog die Notizen, die er gestern gemacht hatte. Er versuchte weiterzulesen, aber er brachte keine Sammlung auf. Und es war zwecklos, die Gedanken mit Gewalt in den Stoff hineinzuzwingen. Sie rutschten ihm aus. Er klappte das Buch zu und trat ans Fenster. Hinter dem Netzwerk des Geästs der entlaubten Kirsche schimmerte Trixens blaues Kleid und darüber der leuchtende Fleck ihres bunten Kopftuches. „Wenn doch dieser verdammte Brief aus Berlin nicht käme!" sagte Hellwang plötzlich laut. Er fuhr sich über das Gesicht, als nehme er eine Maske ab, und was dahinter zum Vorschein kam, war die blanke Furcht, Trix könne ihn und das Haus wieder verlassen. Warum sollte er sich nicht eingestehen, daß mit ihrer Ankunft ein guter Geist eingezogen mar? Ein Geist der Fröhlichkeit und Jugend, ein befreiendes Aufatmen, ein heiterer Glanz, der sich allen mitteilte, den Kindern, Kathi und nicht zuletzt ihm selber. Verstand er überhaupt noch, daß er vor kaum einem Monat geglaubt hatte, leergebrannt und erledigt zu fein? Eine neue Ausgabe drängte sich heran und er spürte, wie sie sich in ihm ausbreitete und beglückend von seinem Wesen Besitz ergriff und nach Vollendung verlangte. Und daneben oder vielmehr darüber keimte etwas Neues in ihm, etwas Zartes, mehr Geahntes als Bewußtes. War es Liebe. Gewiß war es nur, daß es mit Trix zusammenhing und daß der Gedanke, sie könne wieder aus seinem Leben verschwinden, einen unerträglichen Schmerz verursachen und zurücklassen würde. Er wünschte nichts sehnlicher, als daß sie bliebe, aber er fürchtete nichts mehr, als daß sie diesen seinen Wunsch erraten könne. Denn er war davon überzeugt, daß sie auf und davonlaufen würde, wenn sie seine Gedanken auch nur ahnte. Er war ein Mann von achtunddreißig Jahren, und wenn er sich im Spiegel betrachtete, bann fand er an den Schläfen graue Haare, und die Vergangenheit war an ihm nicht vorübergegangen, ohne ihre Spuren zu prägen. Trix war dreizehn Jahre jünger als er. Wie konnte er von ihr den Mut verlangen, sich ihm anzuoertrauen? Um Gottes willen, dachte er inbrünstig, du barfft dich nie oeY raten! Das Gespräch heute ging schon über die Grenzen der Vertraulichkeit hinaus, die du dir erlauben darfst. Und es wäre unerträglich, wenn du sie in die Verlegenheit brächtest, dich auch nur mit einem Blick zurück- und zurechtweisen zu müssen. Du hast nur eine Chance, daß dieses verfluchte Krankenhaus - in Berlin die Stelle anders besetzt und daß die Kinder Trix hier festhalten und nicht mehr loslassen. Er hatte kein Glück. Der Brief war schon unterwegs. Als Hellwang am späten Nachmittag das Haus verließ, um durch die Greif fing er Lohe zu laufen, begegnete er Trix. Sie kam vom Bahnhof, denn sie war nach dem Essen in die Stadt gefahren, um Britta zu besuchen. Sie schloß sich ihm an. Er erzählte ihr, daß er die Absicht gehabt hätte, die Kinder auf seinen Spaziergang mitzunehmen, aber sie hätten sich geweigert, da Kathi beim Kuchenbacken fei, wobei ihre ,Hilfe" darin bestand, die Schüsseln auszulecken. Er grüßte nach rechts und nach links über die Zäune, wo alte Herren in vorsintflutlichen Anzügen Leimringe um die Obstbäume legten oder die Stämme kalkten. „Du kennst hier aber auch jeden Menschen!" (Fortsetzung folgt.) Mrelien - Grenzland zwischen zwei Kulturen. Von unserem Dr. v.-Sonderberichterstatter. I Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Helsinki, Anfang Oktober 1941. !rt Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! mi mit. Oktober falls so, Werver, — durch die neuejs Os ra m • Kryp ton • La m f>en! silberweißes Licht, sparen aber Strom I Die Osram- Krypton-Lampe 40 Watt/220 Volt ist z. B. fast viermal so hell wie eine Osram-Lampe 15 Watt/220 Volt. Das ist der Erfolg der Edelgasfüllung. Verwenden Sie darum Osram- Krypton-Lampen richtiger Wattstärken, je nach dem Beleuchtungszweck. ungen. 'nen im 'schnell ch-I M.) öllig im ing von n Lor. imenden können. rch ver> m Tat, nd U.L Regelung en Aus- iriegsfle- nbarung ing, jon> erung I richtige Erkenntnis dieser Probleme gewonnen en, gehörte Gustav Adolf. Er hatte versucht, Grellen seinem Reiche einzuverleiben und die nze an die Küste des Weißen Meeres vorzu- tben. Er mußte sich aber stärkeren Mächten gen und im Jahre 1617, im Frieden von Stol- »a, in dem er das westliche Karelien und Inger- iland erwarb, doch Ostkarelien und die Eismeer- e den Russen belassen. Hierbei spielte eine ent- idende Rolle die auch damals nicht fehlende -tische Einmischung. Die Briten, die in ?n Jahrhunderten ihr Interesse auf Archangelsk teten, wünschten keine Kontrolle des damals ner stärker werdenden Schweden über die Verdungen mit dem inneren Rußland. Sie sahen es ürlich lieber, wenn diese Gebiete weiterhin dem nals verhältnismäßig schwachen Rußland zuge- ren, mit dem sie wohl leichter glaubten fertig den zu können. Auf diese Weise haben sie letzten des mehr als drei Jahrhunderte Unfrieden und ) über Finnland gebracht, indem sie dem sinni- !N Volk die Lösung vorenthielten, die ihm die ! «wendige Sicherheit gebracht hätte. So sind die «enden Jahrhunderte hindurch die Kämpfe immer K und her gegangen, bis es schließlich im Jahre ■9 Rußland gelang, ganz Finnland an sich zu Silberweißes Licht, wie Sie es sich wünschen F.ine gerade heute wichtige Neuerung: Osram-Krypton- Lampen von 25, 40 und 60 Watt! Der Arbeitspreis beträgt ohnehin meist nur noch 8 Rpf. und weniger für die Kilowattstunde. Trotzdem kommt es darauf an, die verfügbare Elektrizitätsmenge richtig auszunutzen. Osram-Krypton- Lampen sind klein und gefällig in der Form, geben verbleu- iternieri? > illig un« j als den hwervei । iher auch, das Be- ht durch Behaup- )en zwei- igen der llen, daß ^kommen .lifch-k ffngen. Itls dann im Jahre 1917 unter den Schlägen itr deutschen Heere das Zarenreich zusammenbrach, fen mit der Befreiung Finnlands auch die Stunde kr Befreiung für Ostkarelien gekommen zu sein. Kir lebte ein Volksstamm, der sich zum finnischen ft gehörig fühlte und unter russischer Herrschaft M-hundertelange Kämpfe für seine Eigenart ge- fc hatte. Damals, im Jahre 1918, gingen Trup- p der weißen finnischen Armee auch nach Ost- »Uien hinein, um dieses von der Bolschewisten- »r'lchaft zu befreien. Es erklärten sogar zwei Mnzbezirke, Repola und Porajärvi, ihren An- itifc an das neugegründete finnische Staatswesen. |b:r alle Opfer waren umsonst. Das britische e d i t i 0 n s k 0 r p s, das im März 1918 in Pirmänsk gelandet war, wandte sich nicht nur die Bolschewisten, sondern auch gegen finnischen B e f r e i u n g s t r u p p e n al vertrieb auch diese wieder aus dem Lande. Als e Engländer sich dann im Herbst 1919 wieder in drmansk einschifften — auch hier schon einer irr „erfolgreichen Rückzüge", wie sie später so trifynt werden sollten! — überließen sie das Land roten Truppen und verhinderten auf diese St fe seine Befreiung. Damals konnte also General ^rnnerheim sein Versprechen, nicht vor der Freiung Finnlands und Ostkareliens die Waffen liü-erzulegen, noch nicht erfüllen. Das war ihm erst ^NirLzwanzig Jahre später, im Bunde mit der ölen deutschen Wehrmacht möglich. hn Frieden von Dorpat (1920)»mußte Finnland tort nur auf ganz Ostkarelien verzichten, sondern vlch die beiden ihm bereits staatsrechtlich angegue- frt.cn Bezirke Repola und Porajärv, wie- herausgeben. Als Gegenleistung verpflichtete P Sowjetrußland, die Eigenart des karelcichen Mstums zu achten und dem Lande eine germhe ^bständigkeit zu geben. Daß dieses Versprechen !i! mals eingehalten wurde, ist bekannt. ML Erhebung gegen den blutigen Bolschewisten- pr wurde im Jahre 1922 mit den modernsten Melnniedergew0rfen. Planmäßig wurde^ersucht^ der größten Entschlossenheit, den erforderlichen materiellen Beistand zu leisten. Ihr in Freundschaft ergebener Franklin Roosevelt." Dieser Brief Roosevelts an seinen lieben Freund Stalin, vor allem die Schlußwendung, daß er den bolschewistischen Armeen den Sieg wünscht, ist ein neuer Beweis für die Skrupellosigkeit und den Zynismus, mit dem der Präsident entschlossen ist, ganz Europa dem Bolschewismus zu überlassen. Seltsame Logik von Mr. Knox. R e u y 0 r k, 9. Oktober. (DNB,^Funkspruch.) Ma- rineminister Knox hielt in Chicago eine Rede. Er sagte darin, die deutschen U-Boote versenkten mehr Schiffe, als durch Neubauten ersetzt worden könnten. jedoch dürfe angenommen werden, daß die Atlantikschlacht sich zugunsten der Demokratien entwickele." Eine seltsame Logik, die eiye gleichzeitige Erklärung des britischen Ernährungs- Ministers W 0 l t 0 n ins rechte Licht setzt: England verlasse sich darauf, daß die Vereinigten Staaten 25 v. H. der für seinen Bedarf notwendigen Lebensmittel lieferten. Wer ist nun eigentlich der Blockierte? hie«. ichsfuhrii m Rund' hat, dük' Meldungen deutsche rden sm lerben. Roosevelts „lieber Freund Stalin" Sin aufschlußreicher Brief. Der beste Lustwaffennachwuchs der Welt Lieber Flieger-HZ. und 7rS.-Fliegerkorps zur Lustwaffe. Bon NSFK.-Hauptsturrnführer Alfred Juhre. Hauvtschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichriftiett-rs: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: für das Feullleton: Dr. HanS Thyriot; für Stadt Gießen. Provinz, Wirt- 'chaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck unb Verlag: Brühlsche Untversitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Beramwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. Berlin, 8. Okt. (DNB.) Aus bester Quelle wird der Wortlaut einer B 0 t s ch a ft Roosevelts ern Stalin bekannt, die durch den Leiter der U8A.-Delegation auf der Moskauer Konferenz Harriman überreicht wurde: „Me.in Lieber Freund Stalin! Dieser Brief wird Ihnen durch meinen Freund Harriman überreicht werden, den ich beauftragt habe, der Leiter unserer Moskauer Delegation zu sein. Herr Harriman ist ein guter Kenner Ihrer Probleme und wird, das weiß ich, alles tun, was er kann, um die Verhandlungen in Moskau zu einem erfolgreichen Abschluß zu dringen. Harry Hopkins berichtete in langen Ausführungen über seine erfolgreichen und befriedigenden Besuche beim Außenministerium. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie tief wir alle beeindruckt sind von den Leistungen der tapferen sowjetischen Armeen. Wir werden geeignete Wege finden, das Material und die Ausrüstung zu beschaffen, die erforderlich sind, um Hitler an allen Fronten zu bekämpfen, einschließlich der Sowjetfront. Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, um mein großes Vertrauen darüber zum Ausdruck zu bringen, daß Ihre Armeen zum Schluß über Hitler siegen werden, und versichere Sie OSRAM-KRYPTON-LAMPEN —. verschoß achend sehnll^ meir> me. 2* davon' and) rißig tete, W* d die g igen.op >hn * Wl oel' bu IW ging % xHW'l di-h^ Ile V’ Ä Kx legte" dann mit regelrechten Gleitflügen auf dem offenen Schulgleiter. Wer seine „A" erflogen hat, jene (als Leistungsabzeichen) erste Schwinge auf blauem Grund, der hatte bereits ein fliegerisches Erlebnis, das ihn zu weiteren Zielen, zur „B", zur „C", später schließlich zu den höchsten fliegerischen Leistungen als Segelflieger oder Motorflieger anspornt. Für die beste Luftwaffe der Welt stellt eine solche Jugend auch den besten Nachwuchs dar. Doch wer aus den Reihen des NS.-Fliegerkorps, in die der 18 Jahre alt gewordene Flieger-Hitlerjunge übergeführt wird, später zur Fliegertruppe kommt, hat nicht allein das Fliegen gelernt. Die fliegerhandwerkliche, theoretische und Bordfunkerausbildung, die nebenher läuft, befähigt den einstigen Pimpfen zu all den Aufgaben, welche die Besatzung eines modernen Flugzeuges in Krieg und Frieden zu erfüllen hat. Wie viele Flugzeügbesatzungen nannte der OKW- Bericht als Anerkennung für höchste Bewährung vor dem Feind. Wieviel Können und Leistung liegen in jedem Einsatz, die die Summe gründlichster Dorschulung und Ausbildung sind. Es liegt bereits ein klassisches Beispiel vor, was aus einem tüchtigen Hitlerjungen, der sich der Fliegerei verschreibt und als Flugschüler des NS.-Fliegerkorps seine fliegerisch-vormilitärische Ausbildung besteht, werden kann: Hauptmann B a u m b a ch ist diesen Weg gegangen und erhielt für seine hervorragenden Erfolge das Eichenlaub. zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Dieses Vorbild sollte sich jeder deutsche Junge vor Augen halten, denn Fliegen bedeutet die höchste Erfüllung. Wenn nach dem Willen unseres Reichsmarschalls Hermann Göring bas deutsche Volk ein Volk von Fliegern werden soll, so ist damit nicht gemeint, daß nun jeder Deutsche als Soldat der Luftwaffe oder auf einer der zahlreichen Segelflug- und Motorflugschulen des NS.-Fliegerkorps das Fliegen zu erlernen und Pilot zu werden hat. Nach jenen schmachvollen Jahren der Wehrlosigkeit soll vielmehr die Idee des Fliegens zum geistig-seelischen Gemeingut desdeutschen Volkes werden, wie dies symbolisch im Wahrzeichen des NS.- Fliegerkorps, dem „Fliegenden Menschen", zum Ausdruck kommt. Nächst der Luftwaffe selbst ist es ausschließlich das Ziel des NS.-Fliegerkorps, diese Forderung des Reichsmarschalls in die Tat umzu- fetzen. Kaum zweieinhalb Jahre bestand das NS.-Fliegerkorps bei Kriegsbeginn: in dieser Zeit hat das Korps nicht nur eine das ganze Reich' umfassende, organisatorische Aufbauarbeit geleistet, sondern die fliegerisch-vor- und nachmilitärische Ausbildung ihrer Flugschüler und NSFK.-Männer so weit vorgetrieben, daß sie allen drei Wehrmachtteilen, vornehmlich naturgemäß der Luftwaffe, außer Flugzeugen und Geräten sofort und- seitdem ständig in der geforderten Zahl einsatzfähige Männer zuweisen konnte. Sie alle haben seither ihre Pflicht vorbildlich erfüllt, und wenn die Zahl all der unvergessenen Kameraden, die im Kampf für die Zukunft unseres Volkes fielen, verhältnismäßig groß erscheinen mag, so ist sie der überzeugendste Beweis für den vorbehaltlosen Einsatz der Männer vom NS.-Fliegerkorps. Im Dienst friedlicher Luftfahrt wie norm Feind gilt für sie das Wort Lilienthals: Opfer müssen gebracht werden! Dank und Anerkennung des Führers fanden ihren schönsten Ausdruck in zahlreichen Verleihungen des Eisernen Kreuzes aller Klassen sowie in ehrenvollen Beförderungen zu hohen und höchsten Dienstgraden. Das Großdeutschland Adolf Hitlers ist berufen, die unbestrittene Vorrangstellung, die es heute im Gesamtbereich der Luftfahrt einnimmt, unter allen Umständen zu behaupten. Dieser Führungsanspruch ist erworben durch Lei st ungen und Opfer auf jedem, auf technischem, wirtschaftlichem und militärischem Gebiet. Es sind Leistungen, die nicht umsonst gebracht sein dürfen, und es sind Opfer, die verpflichten! den Modellfluggruppen des Deutschen Jungvolks zusammenfinden. In dieser idealen Arbeitsgemeinschaft stehen - ihnen die Einrichtungen des NS.-Fliegerkorps, Räume, Material, Handwerkszeug, vor allem auch erfahrene NSFK.-Män- ner als Ausbilder zur Verfügung. Es wäre grundfalsch, wollte man diese Arbeit als Bastelei oder gar Spielerei bezeichnen; es hat in der Tat seine tiefere Bedeutung, wenn die Pimpfe das Wort über ihre Tätigkeit setzen: Es gilt dem Vaterland, wenn wir zu spielen scheinen! Unterliegt doch das Flugmodell in feiner Form und in seinem tflug ähnlichen Gesetzmäßigkeiten, die für das Segelflugzeug und Motorflugzeug gelten. Die Erfahrungen, die der Pimpf im Flugmodellbau und Modellflug sammelt, sind ihm später als Segelflieger nützlich. Nicht ohne Grund kommen auch die Jungen bereits alljährlich einmal auf den Heiligen Berg der Segelflieger — auf die Wasser kuppe in der Rhön — mit ihren bewährtesten Flugmodellen zu einem Wettbewerb des NS.-Fliegerkorps zusammen, wo sie genau wie die Großen die Goldene Plakette, eine Silberne oder Bronzene Plakette erringen können. Korpsführer General C h r i st i a n s e n fühlt sich in der Gemeinschaft dieser Jungen am glücklichsten, sieht er in ihnen doch die Zukunft der deutschen Luftwaffe gesichert, und die Jungen selbst begegnen ihm unbefangen, wie einem guten Freund. Die Verwirklichung des Traumes vom Fliegen rückt immer näher. Mit vierzehn Jahren wird aus dem Pimpf ein Flieger-Hitlerjunge, der seine weltanschauliche und wehrsportliche Ausbildung in der HI. erhält, das Fliegen selbst nun schon auf Lehrgängen in den Segetflugschulen des NS.-Fliegerkorps erlernt. Das beginnt wie- bei einem Abcschützen mit kleinen Rutschern, Sprüngen, Befehl übertrug der Oberbefehlshaber der Luftwaffe die Auslese und vormilitärische Ausbildung des Nachwuchses für die Fliegertruppe dem NS.-Fliegerkorps. „Sinn und Tätigkeit des NS.-Fliegerkorps im Kriege", jo heißt es in diesem Befehl, „muß sein, den Nachwuchs der Luftwaffe fliegerisch und technisch zu fördern und die Teile der deutschen Jugend zu binden und sicherzustellen, die, angespornt durch den erfolgreichen Einsatz der Luftwaffe, zur Fliegerei drängen!" Die Geschichte pes Fliegens und der Luftfahrt berichtet von Einsatz und Opfern die Fülle — um wieviel leichter hat es die flugbegeisterte Jugend des Großdeutschen Reiches! In den Stundenplänen der allgemein-bildenden deutschen Schulen ist zur Freude aller Jungen ein neuartiges Fach aufgenommen: der Flugmodellbau. Jugendlicher Schaffenstrieb und Forscherdrang finden hier beim Flugmodellbau der acht- bis zehnjährigen Jungen ein erstes und ernstes Betätigungsfeld. Die Jungen halten es für sehr wichtig, ihre Flugmodelle, die sie nach den Bauplänen des NS.-Fliegerkorps zunächst hauptsächlich aus Papier herstellen, flugfähig zu bekommen, und groß ist jedesmal die Freude, wenn der Traum vom Fliegen schöne Wirklichkeit wird — wenn vorerst auch nur durch das selbstgebaute Flugmodell. Einen gewissen Grad selbstschöpferischer Leistungen rm Flugmodellbau erreichen die zehnjährigen und älteren Jungen, die dann als Pimpfe sich in Am 3. März 1935 wurde die Luftwaffe des neuen Deutschland begründet. Zahlreiche Mitglieder des Deutschen Lustsport-Derbandes, der bis dahin als private Organisation den Luftfahrtgedanken gepflegt hatte, reihten sich als Flugzeugführer, als technisches und Bodenpersonal in sie ein. Es kam nun aber auch darauf an, der jungen deutschen Luftwaffe einen ausgesuchten, bestgeeigneten und weitestgehend fliegerisch-militärisch vorgebildeten Nachwuchs zu sichern. Die Aufgaben des DLD. waren erfüllt. Mit Erlaß vom 17. April 1937 löste der Führer den DLV. auf und begründete als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts das Nationalsozialistische Fliege r k 0 r p s , mit der Aufgabe, den fliegerischen Gedanken im deutschen Volke wachzuhalten und zu vertiefen, eine vor der militärischen Dienstzeit liegende fliegerischeAusbildung durchzuführew^und die vielseitigen luftsportlichen Betätigungen in Deutschland einheitlich zusammenzufassen. Zum Korpsführer bestimmte der Führer den rühmlichst bekannten Weltkriegsflieger, Iraner des Pour le m6rite, General der Flieger Fr. Christiansen, nach dessen Richtlinien die Aufgaben des NS.-Fliegerkorps gemäß dem Erlaß des Führers und den Ausführungsbestimmungen vom 17. April 1937 durchgeführt werden. Am 7. Oktober 1939 erließ Reichsmarschall G ö - ring den Befehl über die Aufgaben des National- sozialistischen Fliegerkorps im Kriege. Mit diesem . • gnäfe an der mangelnden Stärke des schwedisch- u “ nnischen Reiches, zum Teil aber auch daran, daß 1 -Xi «1 führenden Männer Schwedens nicht immer die । 2 M Osten liegende Aufgabe ihres Volkes genügend angenen haben. Zu den schwedischen Königen, die britischen it einet 'n. Daß us dem Monaten durchlebt und durchlitten -hat. Heute aber steht es nicht mehr einsam an der Grenze gegen Osten! Oie höchste finnische Auszeichnung für Mannerheim. Helsinki, 8. Okt. (DNB.) Der finnische Staatspräsident R y t i hielt sich am Dienstag mit dem Ministerpräsidenten R a n g e l l und dem Verteidigungsminister Walden im Hauptquartier des Feldmarschalls Mannerheim auf. Bei dieser Gelegenheit verlieh der Präsident dem Feldmarschall als erstem das Mannerheim- Kreuz I. Klasse. In einer kurzen Ansprache hob der Präsident die Verdienste des Feldmarschalls hervor, der den in der ganzen Welt bekanntesten finnischen Namen trage. Es sei, so betonte der Staatspräsident, kaum jemals in der Geschichte vorgekommen, daß die gleiche Persönlichkeit dreimal für die Freiheit ihres Volkes kämpfen durfte. Diese Verleihung werde im ganzen finnischen Volk aufs herzlichste begrüßt werden. Der Feldmarschall dankte in einer, kurzen Pede <ür die hohe Auszeichnung und drückte u. a. aus, daß nicht allein von der kämpfenden Truppe und ihren Führern, sondern auch vom ganzen Volke die äußerste Anstrengung verlangt werde. Die zurückeroberten Teile Kareliens gäben neue Kraft und neuen Glauben, daß es in Zukunft nicht mehr den Feinden Finnlands gelingen wird, in das Land ohne weiteres einzufallen. Eine deutsch-türkische Feststellung. Abfuhr für die feindlichen Brunnenvergifter Berlin, 8. Okt. (DNB.) In den letzten Tagen haben Presse- und Radiomeldungen verschiedener fremder Quellen zu wiederholten Malen und in verschiedensten Variationen versucht, den Eindruck zu erwecken, als ob das Deutsche Reich durch Forderungen und Pressionen sowie Truppenaufmärsche in Bulgarien im Begriff stände, die Türkei anzugreifen. Die türkische und die deutsche Regierung, welche in keinem Augenblick diesen tendenziösen Gerüchten auch nur die geringste Bedeutung beigemessen haben, sind trotzdem übereingekommen, festzustellen, daß solche jeglicher Begründung entbehrenden Veröffentlichungen in gar keiner Weise geeignet sind, die Beziehungen der vertrauensvollen Freundschaft zu stören, welche die beiden Länder durch ihr Uebereinkommen vom 18. Juni bestätigt haben. Nachdem die finnische Wehrmacht vor kurzem mit der Wiedereroberung des alten ehrwürdigen V i i p u r i (Wiborg) den entscheidenden Schlag zur Vertreibung der Sowjets aus den Grenzen des Finnland von 1939 getan hatte, ist ihr nunmehr nach weiteren schweren Kämpfen P e t r 0 s k 0 i, die Hauptstadt des bisherigen Räte-Kareliens, in die Hände gefallen. Diese Stadt, von den Finnen jetzt Aeänislinna (Onega-Burg) genannt, ist vielleicht das bezeichnendste Beispiel einerseits dafür, welche Bedrohung die ungeschützte lange. Grenze gegen Ostkarelien hin für Finnland bedeutet hat, zum andern auch dafür, wie der Bolschewismus darauf ausgegangen ist, das finnische Volkstum dieses Grenzlandes auszurotten und damit alle ftüheren finnischen Ansprüche auf dieses ihm volkstumsmäßig nahestehende Gebiet illusorisch zu machen. Zetroskoi war als Hauptstadt der karelischen wjetrepublik von den Bolschewisten nicht nur zu rm Wirtschaftszentrum, sondern auch zu einem ategischen Mittelpunkt erster Ord- n g ausgebaut worden. Von hier aus baute man Jahre 1939 in Richtung Finnland eine Eisen- inlinie, die für den sowjetrussischen Aufmarsch Winterkriege 1939/40 von erheblicher Bedeu- S wurde. Ueberhaupt war die Frage der Zu- rigteit des umstrittenen Ostkarelien und damit die Bevölkerung von mehreren hunderttausend Menschen, unter denen sich ein großer Teil Karelier befindet, zu russifizieren und, als dies nicht gelang, zu verschleppen oder auszurotten. Noch heute weiß man nichts Genaues darüber, wieviel von der ursprünglichen Bevölkerung diesem Schicksal entgangen sind. Und es entbehrt nicht einer gewissen Berechtigung, wenn kürzlich ein schwedisches nationalsozialistisches Blatt marxistischen Forderungen auf eine Volksabstimmung in Ostkarelien gegenüber darauf hinwies, daß dann die Marxisten auch alle ermordeten, verhungerten oder verschleppten Ost- pinnen an die Wahlurnen bringen müßten, um ein gerechtes Ergebnis herbeizuführen. Gerade Onega- Burg ist ein Beispiel für die bolschewistische Russi- izierungspolitik. Während nämlich die Einwohnerzahl im Weltkrieg noch 20 000 und im Jahr 1927 27 000 betragen hatte, war sie von diesem Zeitpunkt ab, seitdem also die bewußte Entnationalisierung Ostkareliens eingesetzt hatte, auf 80 000 gestiegen. Man hatte bewußt Nichtkarelier dorchin gebracht, um diese wichtige Stadt zu einem zuverlässigen bolschewistischen Stützpunkt zu machen, und gleichzeitig die ursprüngliche Bevölkerung, soweit sie karelischen Stammes war, durch Deportierungen, Hinrichtungen usw. dezimiert. Heute, nach^der Eroberung von Onega-Burg, freut sich ganj Finnland der Befreiung eines Volkstammes, der Jahrhunderte hindurch vom Stammvolk getrennt leben mußte. In feinem Tagesbefehl zu Beginn des gegenwärtigen Sowjetkrieges hatte Feldmarschall Mannerheim u. a. gesagt: „Soldaten! Den Boden, den ihr betretet, ist ein. heiliger Boden, getränkt mit dem Blut unserer Stammes- genossen. Eure Siege werden Karelien seine Freiheit schenken. Eure Taten schaffen Finnland eine große und mächtige Zukunft!" Diese Stunde ist jetzt gekommen. Eine lange und blutige Geschichte gibt Finnland das Recht, von einer schicksalhaften Grenze zu sprechen, von einer schicksalhaften Grenze nicht nur für das eigene Volk, sondern für die ganze europäische Kultur. Das muß auch wohl jener finnische Grenzsoldat gefühlt haben, der im vergangenen, hier oben an der Grenze mit Elektrizität geladenen Sommer die Worte auf einem Baumstamm in den Oedmarken Kareliens einritzte: „O, Europa, wo sind deine Wächter? Einsam stehen wir an den Toren des Ostens!" Diese Worte brachten in der ganzen Eindringlichkeit das zum Ausdruck, was das finnische Volk in jenen schweren 6 Grenzfrage immer eine Lebensfrage für Finn- ‘larb gewesen. Schon in früheren Jahrhunderten Irirg das Bestreben Rußlands daraus hinaus, die Dort m iöimze möglichst weit nach Westen zu verschieben, Im von dort aus das endgültige Ziel, die Unter» diQif in |J» fun9 des finnischen Volkes, besser durchführen vckiss Wonnen. Für das schwedische Reich, zu dem Finn- ;nol bekanntlich in den früheren Jahrhunderten ' t ’Börte, kam es demgegenüber darauf an, eine 9 Cf r pichst günstige strategische Verteidigungsposition ■ gewinnen. Dabei gelang es aber niemals, eine [S nse zu erreichen, die für alle Zukunft die Be- Mhung durch den mächtigen Nachbarn von Osten ausschließen können. Das lag zum Teil natur- Tieferschüttert erhielten wir heute die schmerzliche Nachricht,daß mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner drei Kinder, unser guter Sohn, Schwiegersohn und Bruder Friseurmeister Walter Wahl Gefreiter in einer Sanitätskompanie in den heißen Kämpfen im Osten für Führer, Volk und Vaterland den Heldentod gefunden hat. In tiefer Trauer: Tina Wahl, geb. Schäfer und Kinder Herta, Reinhold und Horst Gießen, Frankfurt a. M. Beileidsbesuche dankend verbeten. __'_____________________4188 D S Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß mein lieber, hoffnungsvoller, braver Sohn, mein herzensguter, lebensfroher Bruder, mein über alles geliebter, unvergeßlicher Bräutigam, unser lieber Schwiegersohn, Neffe,Vetter und Patc Karl Wagner Wachtmeister in einem Art.-Regt.; Inh. des EK II und des Westwall-Ehrenzeichens am 13. Sept. 1941 bei den schweren Kämpfen im Nordosten im Alter von 26 Jahren in treuester Pflichterfüllung den Heldentod fand. Er ga b sein j unges Le ben f ür Großdeutschland. In tiefem Schmerz: Luise Wagner Wwe., geb. Weber Johannette Wagner Lilli Jacobi als Braut Chr. Jacobi und Frau, geb. Haarbusch sowie alle Angehörigen. Krofdorf, Gießen, Fellingshausen, imOkt.1941. 03334 03331 Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, mein lieber Bruder, Schwager, Neffe, Onkel, Pate u.Cousin WiU. s.mon Uffz. in einem Inf.-Regt. am 1. September 1941 bei den schweren Kämpfen im Osten im Alter von 28 Jahren in treuer Pflichterfüllung gefallen ist. Wer ihn gekannt, kann unserenSchmerz ermessen. In tiefer Trauer: Margarete Simon, geb. Speier und Kinder Renate und Brigitte Heinrich Simon und Frau Marie, geb. Schadeck Erna Simon Familie Christian Hirschhäuser und aile Angehörigen. Odenhausen-Lahn, den 6. Oktober 1941. Die Gedächtnisfeier findet am 12. Oktober, 14 Uhr statt. 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Okt. 1941, J verschied plötzlich unser langjähriges Ehrenmitglied, Kamerad ? noch nach Verein- J barung festgelegt. Doppelstunden - der Anmeldung. wollen, en. altmodischen Verband. Wenn Sie aber gleich weiter arbeiten wollen, dann genügt ein Stück von dem dünnen, straff sitzenden, heilungfördernden Wundpflaster * einjährige Handelsfach klasse Beginn 13. Oktober 1941. Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 32, Ruf 2486. Lieber Str. 74. Die Beerdigung findet Freitag, 10. Okt., 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Um zahlreiche Beteili- Diejenige Person die in der Löber- strahe das Portemonnaie rn.Reitzverschlusi u. Inhalt an sich genommen hat, ist erkannt und wird ersucht, dasselbe innerhalb drei Tagen auf d. Fundbüro ab- zugeben,andernfalls Anzeige erfolgt. [03355 iii iiiiiiiii Ü JJ EDGAR BORRMANN Weitere Auskunft und Anmeldung Dienstags und Donnerstags von 18—20 Uhr auf der Kreisdienststelle, Schanzenstr. 18, Zimmer 23. 4173 D 20—22 20—22 18—20 20—22 Ihr Fachgeschäft für Eisenwaren Herde und Oefen Haus- und Küchengeräte Glas und Porzellan (Dichterlesungen, Anfertigung von Arbeiten, Uebungen im mündl. Gebrauch der Sprache usw. für Sonderberufe (Drogisten, Apotheker usw.) für Anfänger Dienstag 18—20 Uhr für Fortgeschrittene für Anfänger für Fortgeschrittene für Anfänger für Fortgeschrittene für Anfänger für Fortgeschrittene für Anfänger für Anfänger Sehr schönes Gymnastik- Schaukelvferd (fast neu) gegen mod. Puvven- wagen od. Binder-Zweirad zu tauschen gesucht. Ferner 1 Paar braune Svort- schuhe (neu), fl. Absatz, Gr. 38, gegen ebensolche Gröhe 39 zu tauschen. - Schrift!. ErL*MÄ li ii lNN EDGAR BORRMANN Dienstag Donnerstag 20—22 Dienstag Freitag Mittwoch Montag 1 die Zeiten werden Wir beginnen ab Anfang Oktober 1941 in Gießen bei genügender Teilnehmerzahl mit folgenden ^pratfienünrsen Heute Donnerstag Wiederaufführung Lichtspielhaus Tägl. 2.30,4.45,7.30. Jugend hat keinen Zutritt 4178A Edgar BORRMANN2 Heute morgen ist meine liebe langjährige Hausgenossin Fräolein Katharine Sauselen nach einem Leben voll Pflichterfüllung und Treue im Alter von 88 Jahren heimgegangen. An Stelle der Angehörigen: Martha Feder Gießen, den 8. Oktober 1941. Die Trauerfeier findet Freitag, d. 10. Oktober nachm. 2,45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 03367 Feldposl. die erfreut. Schicken Sie Trockenbrennstoff Esbit ins Feld. » Esblt ist viel- 1 ff seitlg verwend- ff 1 bar, z. B. zum 1 Bereiten von ff Tee, Kaffee, A Fleischbrühe, u Rasier- und * Mundwasser k oder ähnlichem. H Ueherall erhfittl l Preis 20TablettM B mit klelnemEoch- t fipstell 60 Plfi. Ä Bezugsquellen 7 T?pixt na» der k Hersteller: Erl» r S»umm, Eshtt- A Brennst' f-Fnbrll f Stutliail >V 109 Ireibankverkauf am 10. Oktober 1941: . 4191A von 8- 9 Uhr Nr. 51-120 von 9-10 Uhr Nr. 121-190 von 10-11 Uhr Nr. 191-260 von 11-11.30 Uhr Nr. 261-300 am 11. Oktober 1941: von 8- 9 Uhr Nr 301-370 von 9-lOUbrNr. 371-440 von 10-11 Uhr Nr. 441-500 Fleischbrühe! Stadt. Schlachthof, Gießen. Zuverlässiges Allein- mädchen in unser ruhiges Haus ges. s03381 Koehler-Kaeh, Franks. Str. 44. Pünktliche zuverlässige Hilfe für den Haushalt auch halbtags od. stundenweise gesucht 4192D Professor Hanle Goethestraße 40. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Wer hat am Mittw., 1. Okt., im Caf6 Huber beobacht.,wieein ^nirvs an der Theke abgeg. u. gleich darauf abgeholtwurde. Es w. geb., daselbst vorzusvr. Fahrtkosten werd, vergütet. [03358 Cafe Huber. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! 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Oktober von 18.41 bis 7.34 Uhr. Stoffgürtel geschlossen. — Der Rock ist und roirb seitlich (übergeschlagen) geschlossen. Mit grauem, kurzhaarigem Pelz ist das dunkelrote, glockiggeschnittene Jackenkleid rechts verarbeitet. Neu ist an ihm die Zwei herbstliche Jackenkleider mit Pelzbesatz haben wir oben skizziert. Eine schlichte, elegante Form (mit weitangeschnittenen Aermeln und großen P e l z t a s ch e n) zeigt die Form links aus weichem, schwarzem oder dunklem Material. Die lange, enge Jacke wird am Halse mit einem großen Knopf und in der Taille mit einem schmalen Aus der Stadt Gießen. Abschied vom Balkon. Es ist wieder einmal so weit. Wir haben dtt letzten Feuerbohnen, die letzten Tomaten geerntet, pflücken die letzten leuchtend roten Weinblätter als Tischdekoration am Sonntag und entbehren mit einem Seufzer das sommerliche Freiluft-Wohn« Zimmer, wenn wir uns nun am Feierabend um den Tisch versammeln. „ Seien wir dem Balkon jedoch noch nachträglich dankbar, ersparen wir es ihm, abgetakelt, lächer« lich, öde in die Luft hinauszuragen, jämmerlich behängt mit windzerzausten welken Ranken, beschädigten Schutzvorhängen, verregneten Lampions« Die letzte Arbeit an diesem einst so heiteren ifrie Leistung der Frau ist aus der Gesamtleistung it Heimatfront nicht wegzudenken. Ihr Wert tritt rnurgemäß dort am sinnfälligsten in Erscheinung, v ihr Einsatz in unmittelbarem Zusammenhang lil dem Kriegsgeschehen steht. Aber auch dort, wo ie Aufgaben die gleichen geblieben sind, wo das lei en seinen gewohnten Gang weitergehen .muß, n kleinen, kaum beachteten Kreis chrer Familie tlt sie als Mutter und Erzieherin heute unter dem Ir'prud) einer außerordentlichen Zeit. Die Stunde iffert nicht nur das doppelte Maß der sachlichen Itieit von ihr, sondern gleichzeitig auch ihre höchste ritterliche Bewährung. Die Kinder sollen ja nicht uir körperlich versorgt, gepflegt und gesund erhalten Irben, sie wollen auch geistig überwacht und ^isch geführt sein. Das bedeutet für die Mütter eine große Derant- tartupg, denn innerhalb der Familiengemeinschast hrn das natürliche Kräftespiel, das in der Einheit toi Vater und Mutter gegeben ist, durch die Kriegs- ebvesenheit der Väter gestört werden. Was vordem h Eltern gemeinsam verkörperten, muß die Mutter Hit aus eigenem Vermögen wahren. Wo diese berfte Uebereinstimmung der Eltern die Grundlage f Familiengemeinschast ist, wird sich auch eme hfie Abwesenheit des Vaters niemals nachteilig ^wirken. Es ist darum gar nicht so wichtig, den ptter als Erzieher innerhalb der Familie zu Der- Ft en, weit wichtiger ist es, ihm die Kinder innerlich !u>uführen, auch während seiner Abwesenheit immer htber Verständnis und Liebe für ihn in den Hetzen Kinder zu wecken und wachzuhalten. Es sind, die schlechtesten Mütter, die einsehen, daß selbst tüchtigste Mutter auf die Dauer den Vater m pi Familie nicht ersetzen kann, weil sie männliches Men, männliche 'Denkungsart und auch männliche priftentfaltung von sich aus nicht vermitteln kann, p1* die doch den Kindern gegenüber jene Autorität Mörpern, die in der Einheit „Vater — Mutter einfach fraglos für sie geworden ist. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, die Kinder innerlich um den abwesenden Vater zusammenzuschließen. Die Mutter, die sich trotz aller Arbeitserschwerunaen bemüht, die gemeinsamen Mahlzeiten genau so nett und freundlich zu gestalten, als wenn der Herr des Hauses da wäre, tut mehr für die Familie als eine Frau, die zwar den ganzen Tag vom Vater schwatzt, aber alles hängen und gehen läßt. Die gemeinsame Sorge um ihn, das Warten von Post zu Post, die erlösende Freude, wenn endlich ein Brief kommt, das alles vermag die Familie in ungeahnter Weise zu verbinden. Auch hier können Notzeiten den Sinn und das Verständnis füreinander wecken. Wesentlich ist es, daß die Mutter es trotz ihrer zusätzlichen Kriegsarbeit fertigbringt, die älteren Jungen, die ihr hier und da einmal ein .wenig zu entgleiten drohen, an eine gemeinsame häusliche Arbeit zu binden. Diese Einbeziehung der Kinder in den häuslichen Pflichtenkreis ist nicht nur für die Entlastung der Mütter, sondern ebenso für die Festigung der Familiengemeinschaft unerläßlich. Nichts verbindet so stark, als gemeinsame Arbeit, gemeinsames Sorgen und gemeinsame Freuden. Die gegenseitige Hilfsbereitschaft bei häuslichen Geschäften, bei den Schulaufgaben, ober auch die gemeinsame Freizeit — wie klein sie auch sein mag — all das kann unter Einbeziehung des Vaters viel ersprießlicher werden, als wenn man sich allzu rasch damit abfindet, „daß Vater ja doch nicht da ist". Aber auch in. kritischen Stunden, wo die Mutter strafen und Recht sprechen muß, wird ihr die Besinnung auf des Vaters ruhige Ueberlegen- heit nur heilsam sein. Was gibt der „väterlichen Hand" denn den erzieherischen Nachdruck? Gewiß ihr Seltenheitswert. Was sichert dem väterlichen. Urteil seine Unantastbarkeit? Die Sparsamkeit an Worten. Das müssen sich die Mütter merken: Die ruhige Ueberlegenheit und die eherne Konsequenz in Einmal gegebenen Anordnungen wirken erzieherisch. Die Kinder fühlen genau, wie stark oder schwach die Mutter ist, was sie sich erlauben können und was nicht. Auch unter Berufung auf den Vater läßt sich ihre Autorität nur so lange aufrechterhalten, als sie in der Persönlichkeit der Mutter selbst verkörpert ist. Seine Abwesenheit ist darum der Prüfstein für mütterliche Persönlichkeit. Man soll sich deshalb hüten, nun, alle auftauchenden Schwierigkeiten auf das Konto der väterlichen Abwesenheit zu schieben. So einfach liegen die Dinge nicht. Gewiß, zwei Jahre wiegen schwer, wenn aus Zwölfjährigen Vierzehnjährige, aus Vierzehnjährigen Aufenthalt sei ein gründliches Aufräumen, das den Balkon sauber und schmuck in den Winter hinein- gehen läßt. . Wir nehmen das Sonnensegel ab, es wird gewaschen, gerollt und bis zum nächsten Frühjahr ordentlich aufbewahrt, wobei wir ihm als Gesellschaft alle nötigen Schnüre und Stangen beigeben, sämtlich gesäubert und in einem Zustande, der im kommenden Jahre eine sofortige Anbringung ermöglicht. Dann werden die Balkonmöbel gesäubert und in Sicherheit gebracht. Aus den Kästen und Töpfen entfernen wir alle nicht wiederkehrenden Gewächse, die übrigen werden in die Wohnung zum Ueberwintern gestellt. Damit der Balkon aber nicht ganz ohne Schmuck bleibt, ist es angebracht, Nadelzweige oder kleine Tannenbäumchen am Gitter und in den freien Kästen zu befestigen. „ Vergessen wir auch nicht, jetzt schon alles für dis Fütterung der Vögel vorzubereiten! Wenn wir damit erst beginnen wollen, wenn der erste Schnee ällt, dann ‘ift das tveit weniger angenehm. Prak- isch ist eine Fütterungsplatte, die gegen die Haupt- ächlichsten Winde von Nord und Ost geschützt ist und sich leicht von aufgewehtem Schnee reinigen läßt. Auch gegen Sicht zum Fenster schirmen wir den Futterplatz ab, was mit ein paar Fichtenzweigen geschehen fann; denn wenn wir auch die gefiederte Gesellschaft gern bei der Mahlzeit beobachten mögen — jenen ist das durchaus nicht angenehm. E- Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „... reitet für Deutsch- land". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Karussell"- — Oswaldsgarten: „Herbstmarkt" (Schaumesse). Ausländische Dichter im Gau Hessen-Nassau. NSG. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda hat namhafte ausländische Dichter und Schriftsteller zu einer Fahrt durch Deutschland einaeladen. Dieser Einladung sind Autoren aus zwölf europäischen Nationen gefolgt. Von Bonn aus trafen die Teilnehmer am Montag in Bingen ein, wo sie von dem Leiter des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein - Main, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, begrüßt wurden. Nach kurzem Aufenthalt in Rüdesheim ging bie Fahrt durch den Rheingau nach Wiesbaden weiter, wo das Kurhaus und die Kuranlagen besichtigt wurden. Einem Empfang am Dienstag durch die Stadt Mainz folgte ein solcher am Mittwoch durch den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt. Nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt des Deutschen Handwerks begrüßte Bürgermeister Kremmer im Kurfürstenzimmer des R'mers die ausländischen Gäste mit einer Ansprache, in der er auf die hohe Bedeutung der wechselseitigen geistigen Beziehungen der europäischen Länder untereinander hinwies. Die Gäste werden am Donnerstag über Heidelberg nach Straßburg fahren und weitere deutsche Städte bereisen. Die Dichterfahrt endet in Weimar, wo die ausländischen Gäste an der Großdeutschen Dichtertagung teilnehmen werden. Arbeitsforschung, Arbeitsmethoden, Zeitmessung. Am gestrigen Mittwochabend fand im Hotel Hindenburg, Gießen, ein Vortrag über „Arbeitsforschung, Arbeitsmethoden, Zeitmessung" statt, für den die Deutsche Arbeitsfront, Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, als Referenten Dipl.-Jng. Kleinschmidt, Berlin, verpflichtet hatte. Nach der Begrüßung der in sehr großer Zahl er- schienen Zuhörer und' des Referenten durch Kreis- walter Müller begann der Vortragende seine Ausführungen, in denen er einleitend auf Sinn und Zweck der „Refa" (Reichsausschuß für Arbeits- Zeitstudien) einging. Gemeinverständlich gab er den Zuhörern ein klares Bild von der Arbeitsleistung der Menschen in den Betrieben und erläuterte an Hand von Beispielen eine rationelle Arbeitsweise. Notwendige Arbeitszeiten für eine bestimmte Fertigung solle man nicht schätzen, sondern messen und auch etwa auftretende Streitfragen über Arbeitsmethoden durch Zeitmessung, Anstellung von sinn- gemäßen Vergleichen usw. regeln. Für die anfallenden Arbeiten solle man die geeigneten Ptasch'nen zur Fertigung nehmen, damit jeder mögliche Ar- Sechzehnjährige werden und die Mutter in der Erziehung so ganz allein auf sich gestellt ist. Gerade die Erziehung der Großen erfordert von der Mutter viel Aufmerksamkeit und Umsicht. Sie wird sich dazu verstehen müssen, manches Unwesentliche liegenzulassen, um für ihre wesentlichen Aufgaben der Menschenführung Verständnis und Kraft zu behalten. Auch manche ihr liebgeroorbene gesellige Beziehung ober persönliche Neigung wirb sie jetzt als Ballast abtun müssen, wenn sie badurch Gefahr läuft, sich zu verzetteln und für bie Kinber nicht genügend Zeit zu haben. Es ist ja nicht so, baß bie großen Kinder einen weniger brauchen, im Gegenteil, den Säugling kann man stundenlang abschieben, das Kleinkind läßt sich mit einem Kreisel abfinden, die Anliegen unserer Größeren verlangen den ganzen Menschen. Denn wo der erwachsene Geist nach Nahrung verlangt, wo der Charakter sich entscheidend bildet, da darf man nicht leichtfertig über seine mütterlichen Ausgaben hinweggehen. Gerade auch im Kriege nicht. Kein militärischer und politischer Sieg könnte uns auf die Dauer Erfolg bringen, wenn in dieser kleinsten Zelle der Volksgemeinschaft, in der Familie, das Leben stockte, wenn die Mütter nicht auch die besten Erzieherinnen ihrer Kinder sein wollten. Hier sind sie zweifellos unersetzlich. Irene Weidle. Rezepte. Kurbisfpeise: Vs Liter Milch, 40 Grämm DPM oder Stärkemehl, 20 Gramm Zucker, 1 Prise Salz, 250 Gramm Kürbisstückchen (süß oder süßsauer) mit Vs Liter Saft in die kochende Milch mit dem angerührten Stärkemehl binden und abschmek- ken. Die Masse füllt man bann schichtweise mit den Kürbisstückchen und Saft in eine Glasschale. — Holunderspeise: 250 Gramm ab gestielte Holunderbeeren, IGO Gramm Sago oder Grieß, 250 Gramm Apfelstückchen, Zucker nach Geschmack. — Die Beren werden mit so viel Wasser aufgesetzt, daß man nach dem Kochen etwa 1 Liter Saft gewinnt. Man gibt alles durch' ein Sieb, bringt den Saft wieder zum Kochen, läßt Sago ober Grieß einlaufen und gar werden. Dann mischt man die geschnitzelten Aepfel darunter, schmeckt mit Zucker ab und füllt die Speise in eine Schüssel. Dazu gibt man Vanilletunke. — Fruchtsalat aus Kürbis: 2 Kilogramm Kürbis, V« Kilogramm Aepfel werden auf der Roh- foftreibe gerieben. Dann mischt man die Früchte mit Zucker und Zitronensaft und läßt mehrere Stunden durchziehen. — Was sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Da macht das Sparen Spaß: i wenn eine so gute Zahnpasta wie Nivea nur 40 Pfg. die große Tube kostet! So kommt einEroschen zum anderen und - / @ yj 4— eefpart ift gripartl Hagebutte — ; Ilästiger Gesundheitshelfer. ; ie oft ift bas „Heideröschen" besungen worden, > oft erfreute uns der Duft ober bie Blüte der i mrosen, unb wie achtlos gingen wir meist an - Früchten, ben Hagebutten, vorüber. Gewiß, ' Farbe, die feste rote Frucht zwischen ben < en Blättern erfreute uns auch, aber baß diese 1 ht für uns einen gesundheitlichen Wert haben ; !, wer dachte wohl daran? Und doch ift die i ibutte (Heckenrose), auch Junirose, Hundsrose, . |g örofe, Hagedorn unb Dornröschen genannt, bie lauf trockenen, sonnigen Abhängen, an Walb- « bern, Hecken unb auf Oeblcmd wächst, ein wich- Wr Vitaminträger. Sie besitzt nämlich bas Dita- M C, bas auch in Beerenfrüchten, Zitronen, IBelfinen, Tomaten, allen Gemüsen, Kartoffeln, Ien Organen, wie Gehirn, Herz, Lunge unb vorkommt. Aus dieser Zusammenstellung er» n wir schon bie Wichtigkeit der Hagebutte, das Vitamin C ift - es ja, bas uns in den ermonaten am meisten fehlt, das uns aber ibehrlich ist zur Widerstandskraft gegen Jnfek- « unb Erkältungskrankheiten unb dessen Fehlen »chuld am Ansteigen dieser Erkrankungen gegen ies Winters trägt. ;nn wir nun ein einfaches Mittel kennen, da- l anzugehen, warum sollen wir es also nicht enden? Wir sammeln daher im Herbst bie butten, d. h. sie müssen einzeln abgezupft wer- en. Zum Trocknen eignen sich nicht nur die >n Früchte, sondern auch die Kerne. Diese sind )r allem, die einen guten Tee ergeben. i den hohen Gehalt an Vitamin C, das gegen uernde Hitze außerordentlich empfindlich ist, chatten, sind die Koch- und Einkochvorschriften ibers gut zu beachten. So nimmt man z. B. Tee auf zwei Eßlöffel getrockneter Schalen Kerne ein Liter Wasser, in dem sie eingeweicht 12 Stunden stehenbleiben. Dann werden sie kinweichwasser 10 Minuten lang gekocht und me, Zucker oder Vanillezucker hinzugefügt, len Geschmack zu verfeinern. Besonders gut ist buttentee für Kinder geeignet, wenn man ihn I nß Milch vermischt. Jedoch soll er nicht andauernd ID»unken werden, sondern abwechselnd mit an= I Mn deutschen Teesorten. » Die machen wir nun Hagebutten haltbar? Erst f mal durch die Trocknung. Dazu halbiert man die Mchte und läßt sie, nachdem man sie entfernt hat, I tor dem Backblech im oder auf dem Herd trocknen. I Jes Backblech wird vorher mit Papier belegt, I Hnfo wie man bei der Trocknung im Herd die • BtfröT)re. etwas offenlassen muß, damit die Feuch- ~ Weit entweichen kann. Auch die Hagebuttenkerne 7 toben getrocknet und durch Schütteln auf einem ,1 Erb von den Härchen befreit. Die Hagebutten '! »nen aber auch im ganzen getrocknet werden. [tu der Arbeit des Halbierens und Entkernens M einen Tip. Man zieht sich dazu am besten MTbschuhe an, da die an den Kernen sitzenden Muhen einen häßlichen Juckreiz auf der Haut ver- Michen. Mußer durch Trocknung kann man Hagebutten Ml anderweitig haltbar machen, und zwar als ■3moft, Marmelade, Mark, Gelee und eingemach- M Kompott. Da die Hagebutte zum Einkochen nur Miig Zucker braucht, ift sie eine besonders will- Kimene Frucht, die man allein verkocht oder mit Mnaten vermischt, zur Marmelade verarbeiten Mn. In welcher Form man aber auch die Hage- Kre haltbar macht, immer ist die Kochzeit genau ■ beachten, damit ihr Vitamingehalt erhalten Mbt. Denn dieser ist ja wichtig, wenn wir in ben tonenarmen, dunklen Wintertagen die frischen Ge- fc e und Früchte entbehren müssen. E. Sch. Wenn Mutter allein ist. nd STÜCK Das interessiert die Hausfrau 3