Gietzener Anzeiger Beilagen: ^ebener Familienblätter Meimat imBild-DieScholle nte I' und Flugzeu sanzelgin igumeli« leigen not • F. straff organisierter Planforschung aufgerufen werden mußte. einigten Staaten, die sich als „Demokratie", zu bezeichnen pflegen, führen fort zu bekunden, daß sie „für das Recht und die Freiheit" kämpften, während sie gleichzeitig für die Rechte anderer Staaten eine Achtung bekundeten, die durch das Ausbleiben jeder Antwort auf die Pro- teste der portugiesischen Oeffentlichkeit gegen die Reden Roosevelts gekennzeichnet werde. Die M t ß- Lissabon, 8. Juni. (Europapreß.) Die Sprache der portugiesischen Presse gegenüber den nordamerikanischen Angriffsabsichten auf die Azoren und die. Kapverdischen Inseln wird zusehends schärfer. Das Lissabonner Blatt „A Voz" schreibt, die Vereinfach in ihren ------- amerikanischen Politiker erhöben ohne jeden Schat- bet HiL 1 kanischen „Demokratie" sich über die Souverä« nität der kleinen Völker hinwegsetze, sei Montag, 9. Juni Ml Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer OiSSVaUbr desVormittags Anzeig en-Preiie: Anzeigenteil 7 Npf. ie mm. bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Atengenstaffel 8 Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25% mehr Die „neuen Methoden der Kriegführung". Von Helmut Sündermann. Im Zuge der krampfhaften Bemühungen der Churchill-Regierung, den schweren Schock von Kreta zu zerreden, wird den britischen Zeitungslesern eine Fliut von Artikeln beschert, in denen dargestellt wird, wie völlig „neue Methoden der Kriegführung" von deutscher Seite in Kreta angewandt worden seien—< Methoden, die die „Times" als „revolutionierend, im Erfolg sicher und wissenschaftlich durchdacht" be« zeichnet. Der Versuch, nach mehr als zwanzig Monaten Kriegführung und nach einem nie dagewesenen Siegeszug des deutschen Soldaten durch die Länder aller seiner Feinde auf dem Kontinent Ueberraschung zu heucheln, ist nichts 'anderes als grotesk — er wird dem Engländer auch den Nutzen der Entschuld di'gung Nicht bringen, den er sich von solchen Betrachtungen verspricht. Denn die Welt beginnt darüber nachzudenken, worin nun eigentlich wirklich die Ursachen des durchschlagenden deutschen Erfolges begründet liegen und welche Momente es find, dis dazu berechtigen, von einer wahrhaft revolutionären Kriegführung zu sprechen. Gewiß — es sind der Waffen manche, die in diesem Kriege von deutscher Seite überraschend ins Treffen geführt und neuartig angewandt werden. Aber dürften nicht die meisten dieser Waffen auch dem Gegner schon vor dem Kriege bekannt gewesen sein, haben nicht über viele der Methoden, die heute die Entscheidung in manchem Kampf herbeiführen. Bübin» den Obr W- Jahrgang Ur. 134 scheint täglich, außer r KniMjonntags und Feiertags 1 Beilagen: uch finden» denn «dl rt.Refon* irchweidl ■schwuntil ehe Pekfil Cb'lbuh isigetir fnmmi.it. freitragaj g. Neu«« ;en Sie $4 sowie i-j bei meiteg lote! Kok! Hotel Hs j Juni, Hc’f iS, lOJ^I rbacb, hr. »j >acb(^' Englands Griff nach Syrien Oer Angriff hat begonnen. Portugal gegen den Imperialismus der LISA Um die Azoren und Kapverdischen Inseln. Aenn man die Liste der weltbewegenden Erfindet gen und Entdeckungen durchsieht, so stellt man Mn bei einem flüchtigen Ueberblick fest, daß Arische darin in überwältigender Zahl vertreten 'sif. Nicht nur Buchdruck, Taschenuhr, Stahlfeder, gurrad, Schreibmaschine und Steindruck, nicht nur Te.'phon, Schiffsschraube und Dynamomaschine sind txr Deutschen erfunden worden, auch der Gasglüh- sümpf, das Automobil, das Flugzeug verdanken duschen Wissenschaftlern und deutschen Technikern lljl: Existenz. Aber neben diesen Großleistungen \ bei zivilisatorischen Fortschrittes findet man eine ^ebnsolche Fülle bedeutender, wissenschaftlicher Theorie- und Entdeckungen, die wiederum deutsche Leiste gen sind. Angefaugen mit der Begründung des nwernen Weltbildes durch Kopernikus und Kepler, der Entdeckung des Aluminiums durch sfki'drich Wöhler, der Begründung der moder- n:r Düngemittellehre durch Liebig, der Spek- Irsänalyse durch Kirchhoff und Bunsen, der Videckung der Kathodenstrahlen durch P l ü ck e r ui! Hittorf bis zur Begründung der Quanten- thecrie durch Max Planck. Man könnte die Reihe ntfi lange fortsetzen.' Aber schon diese erste Gegen- ürfteUung zeigt deutlich genug, wie im Deutschen bis theoretische Denken und das praktische Handeln In jeder deutschen Bombe, in jedem deutschen Panzerwagen, in jedem Flakgeschütz, in jedem U-Boot kämpfen neben dem deutschen Soldaten heute auch die deutschen Forscher und Techniker mit, die in jahrelanger, stiller Arbeit den deutschen Vorsprung mit vorbereiten halfen. Die Lösung der Rohstoff-Frage, des Ernährungsproblems, die Schaffung der besten Waffen, der schnellsten Flugzeuge, alles das ist nicht denkbar ohne den Forscher, der die Vorarbeit leistete, und der unaufhörlich an Verbesserungen arbeitet oder in der Grundlagenforschung die Voraussetzungen für weitere Fortschritte der Technik des Krieges und des Friedens schafft. Die nachfolgenden Aufsätze berichten über einige Leistungen der Wissenschaft, die nicht nur den deutschen Vorsprung der Gegenwart mitbe- gründeten, sondern auch für die Zukunft den Weg zu großen Umwälzungen eröffneten. I Forschung als Organisationsproblem. Oer deutsche Vorsprung Von Dr. Ludwig Kühle. tut immer schon schief und einseitig. Vor anderen ifcern hat das deutsche Volk gerade voraus, daß Igt grüblerische Sinn vieler seiner begabten Eine in stillen Zeiten den Grund der Dinge auf- rij-te und breite Fundamente der Erkenntnis ftr, die dann in den Zeiten der Not zum Aus- auzspunkt jener Leistungen wurden, die oft eine Btt in Erstaunen versetzten. danten im mittleren Orient, durchgesetzt. Sie wollten zur Aufbügelung ihres Ansehens einen Erfolg unter allen Umständen ... auch wenn es ein Erfolg auf Kosten desselben Frankreich ist, das seinen Kampf für England mit der größten Niederlage seiner Geschichte bezahlt hat. Die bodenlose Tücke dieser moralischen Sanierungsaktion zu Gunsten von Churchill und Genossen — das Unterhaus soll in dieser Woche zur Kreta-Debatte zusammentreten! — wird dadurch unterstrichen, daß die im Solde Englands stehenden französischen Generale de Gaulle und Car- troux die Vorhut gegen Syrien führen: also „freie", will sagen: englandhörige Franzosen gegen die Franzosen des Marschalls P e t a i n, des „ßöroen von Verdun". Und damit sind wir bei dem französischen Problem: Syrien ist wichtig; wichtiger ist, was Frankreich tut. Frankreich ist nicht unvorbereitet. Die offiziöse Nachrichtenagentur von Vichy hat bereits am Samstag gemeldet, daß nach dem propagandistischen Trommelfeuer der Londoner Presse und des englischen Rundfunks der Anschlag gegen Syrien „unmittelbar bevorstehe". Diese Ankündigung des Einmarsches in Syrien wurde präludiert durch die schon vor acht Tagen abgegebene Erklärung des englischen Außenministers Eden, daß England den „Unabhängigkeits"-Bestrebungen der Syrer mit größter Sympathie geaenüberstehe, und begleitet durch eine widerliche Kampagne, in der versucht wurde, den General W e y g a n d gegen den stell- oertretenben Ministerpräsidenten Frankreichs, Admiral Sarian, auszuspielen und scharfzumachen. Dabei wurde Weygand die Rolle zugeschoben, daß er um seines persönlichen Ehrgeizes willen die französische Regierung für irgendwelche zwischenstaatliche Verhandlungen diskreditieren werde. Die Aufdeckung dieser Zusammenhänge gibt erst eine Vorstellung, bis zu welchen Höhen oder — besser ten eines Rechts und der geringsten Achtung vor der Souveränität Portugals Ansprüche auf diese Inseln. Die Presse gehorche ohne jede Scham dieser Parole und unterstütze die Annektionsforderungen der Politik. Ja, diese schamlosen Forderungen schlügen sich sogar in sonderbaren Anspielungen in Präswentenreden nieder! Portugal, das politisch auf dem Boden des Rechts, der Gerechtigkeit und der Rechtschaffenheit stehe, bleibe seiner Neutralitätspolitik treu. Gegenüber skandalösen Drohungen, die formell ausgesprochen oder auch nur kaum angedeutet würden, verstärkte es feine Truppen auf den Inseln. Es sei gut, daß die portugiesische Regierung so vorgehe. Würdiger als England. Roosevelt hat in seiner letzten Kriegsrede „Am Kamin" die atlantischen Inseln Portugals, insbesondere die Inselgruppe der Azoren und die Insel Madeira, als „Vorposten der westlichen Hemisphäre" bezeichnet. Die portugiesische Presse setzt sich gegen triefe Vorverlegung der amerikanischen Grenze mit großer Entschlossenheit zur Wehr und illustriert damit aufs anschaulichste, welche wirklich Bewandtnis es mit den sanften Flötentönen Washingtons Über die „Politik der guten Nachbarschaft" hat. Portugal ist ein kleines Land am Rande Europas. Aber es schickt zur Verteidigung seiner atlantischen Inseln Truppen aus und seine Presse schlägt gegen den „großmächtigen" Sprecher des Pankee-Jmperialismus eine kräftige Klinge. Ist es nicht ein merkwürdiger Kontrast, daß Portugal, das von England lange wie eine Kolonie behandelt worden ist, sich nach besten Kräften gegen den raumgreifenden Yankee-Imperialismus zu wehren sucht, während sich jenes England freut, von den Amerikanern als erste Verteidigungslinie betrachtet und behandelt zu werden? Berlin, 8. Juni. (DNB.) Heute morgen haben nach einer Reutermeldung aus Kairo englische Truppen, unterstützt von ihrer französischen Fremdenlegion, einen Angriff auf das französische Mandatsgebiet Syrien unternommen. Als Begründung wird sowohl von den Engländern wie von den französischen Landesverrätern die lügnerische Behauptung verbreitet, daß sich deutsche Truppen auf syrischem Boden befänden. Ziel des Angriffs sei die Befreiung Syriens und des Libanon und ihre Eingliederung in den Sterling-Block. Die ftanzösische Regierung hat ihrerseits, erneut die Unwahrheit der englischen Behauptung entlarvt und mitgeteilt, daß sie das französische Imperium bis zur äußersten Grenze ihrer Kräfte verteidigen werde. In weiterer Beantwortung des neuen englischen Raubzuges hat Marschall Pstain eine Botschaft an bie Franzo s e n der Levante gerichtet, in ber es heißt: „Dieser unqualifizierbare Angriff wird wie in Dakar von Franzosen geführt, die sich unter bie Fahnen des Aufstandes gestellt haben. Unterstützt durch die brittschen imperialen Truppen, schrecken sie nicht davor zurück, bas Blut ihrer Brüder zu vergießen, bie bie Einheit des Imperiums und bie ftanzösische Souveränität verteibigen." Er branbmarft dann die Vorwände, die der Feind für den Angriff geschmiedet habe und erklärt: „Vor der Gewalt kam die List. Ihr wißt, daß es keinen einzigen deutschen Soldaten weder in Syrien noch im Libanon gibt. Ihr kämpft für eine gerechte Sache, für bie Sache ber Unversehrtheit ber Gebiete, die die Geschichte dem Vaterland anvertraut hat. Ihr werdet sie zu verteidigen wissens Die Londoner Kataftrophenpylittker haben den Einmarsch in Syrien gegen den Rat des Generals WaoeU. ihres eigenen Oberkomman- fonders wehrtechnische Ziele ausgerichtet. Damit war wiederum ein wesentlicher deutscher Vorsprung erreicht, nämlich die Mglichkeit, Aufgaben, bie für bie beutsche Rüstung wichtig waren, bireft ben besten Köpfen ber deutschen Wissenschaft zu übertragen. Die gesamte deutsche Rohstoffwirtschaft wurde unter den Gesichtspunkt gestellt, daß der Wert eines Stoffes, etwa der Kohle ober bes Holzes, sich nicht aus technischen unb handwerklichen Ueberlieferungen, sonbern nur aus seinen Möglichkeiten ergibt, und baß bie Forschung nach ihren Erkenntnissen ben wahren Wert ber Stoffe bestimmt. So hat bie Rohstoffarmut frühzeitig — für Deutschlanbs Feinbe viel zu früh — eine neue Epoche eingeleitet, bie mit traditionellen Bindungen brach. Das aber ist die Lage. Der Reichtum Englands ließ dieses nachlässig werden. Es glaubte, auf besondere Anstrengungen verzichten zu können. Es versäumte, Organisationen zu schaffen, denn sie schienen seiner hochkapitalisierten Industrie durch Privatinitiative ersetzbar. Es muß nun heute improvisieren, zu spät begreifend, daß sich in scheinbarerer Freiheit auch der Horizont seiner wissenschaftlichen Ideenwelt gefährlich eingeengt hatte. Im Gegensatz dazu mußte das arme Deutschland den eisernen Ring des lieber lieferten überall zu durchbrechen versuchen, in der Hoffnung, hinter den bisherigen Grenzen fruchtbares Neuland zu finden. Aus Not erwuchs so eine Freiheit des Denkens und damit auch des Handelns, die bie letzte und tiefste Wurzel der deutschen Leistungen und der heutigen deutschen Macht geworden ist. (Weitere Aufsätze folgen.) 5 in Deutschland wurde ber moberne wissenschaftlich. Erfinder geboren. Seine Arbeit beginnt mit IÄm sorgfältig burchbachten Plan. Oft wird diele: geändert, manchmal führt er zu ganz uner= Arteten Ergebnissen, nie aber sind System und Nchode aus ihm fortzudenken. Mag auch der 8u|aU bei der Erreichung eines Zieles gelegentlich eilt Rolle spielen, so ist es gewissermaßen ein typisch amerikanisch und liege ganz in der Linie des Verfahrens, das die Vereinigten Staaten gegenüber Kuba, Panama und ben Philippinen an= gemenbet hätten. Jedenfalls hätte man erwarten dürfen, daß Roosevelt in dem Augenblick, in dem er behauptete, das Recht der Kleinen und Schwachen gegen die Uebergriffe der Großen zu vertei- bagen, ein Mindestmaß an Logik in (einen Worten beobachtet hätte. Seine Rede müsse erläutert werben, falls etwa die Absichten nicht so weit gingen wie die Worte. An anderer Stelle weist dasselbe Blatt darauf hin, daß die Propaganda der Vereinigten Staaten schon in ben achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf eine Annektion der portugiefifchen Inseln im Atlantischen Ozean hinaearbeitet habe. Heute beziehe die „Demokratie" Amerikas die Azoren und die ' Bezugsvreis: Lonatlich.......RM1.80 Mellgebühr -.25 veil h/; Lich bei Nichterscheinen re > ;i3ll W 10.4. griff Oberleutnant Rast mit seinem Pionier'' ’Jh iJ.jM sturmtrupp zusammen mit der Jnfanteris über «e» frlt Q[ n 4) H Major Stiefvater, Kommandeur einer Pan- zerjägerabteilung, hat sich als Führer der Vorausabteilung einer Division 'bei den Kämpfen in Süd- ferbien besonders ausgezeichnet. Seiner kühnen unto umsichtigen Führung sowie seiner Tapferkeit sind die großen Erfolge der Vorausabteilung zu verdanken. Die Abteilung hatte nach Einnahme von Stip am 7. 4. nachmittags den Vormarsch auf Deles fortgesetzt. Nach Vernichtung des überlegenen, von Panzern unterstützten Feindes westlich Stip zwang er die stark besetzte Stadt Veles noch am gleichen Tags liche Flugzeuge in Brand geschossen. In Nordafrika haben wir an der Tobruk- Front einen feindlichen Angriffsversuch im Keinte erstickt. Abteilungen unserer Luftwaffe haben bit Verteidigungsanlagen von Tobruk erneut mit Bom» JÄnfa u g?” on das Oeila ° jnrng blin Jt Auch r unb besetzte dieses. Die Beute der Abteilung am 6. und 7. 4. 1941 betrug rund 8000 Gefangene, bar- i-u SPÄH schleim X des Sf Bom Sonntag. e Rom, 8. Juni. (DNB.) Der italienische Wehn Machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut In der vergangenen Nacht haben unsere Flug, zeuge Flugstützpunkte auf Malta bombardiert. In Nordasrika zu Lande nichts Neues. Sii ! Luftwaffe hat in der Nacht zum 7. und währen- ■ des gestrigen Tages Batterien und militärische Be> festigungsanlagen von Tobruk wiederholt mit bester Wirkung getroffen und Brände ausgelösi In der Nähe von S i w a wurden britische Kraft, wagen bombardiert. Feindliche Flugzeuge hoben Einflüge auf Be n g a f i und Demo durchgeführt In Ostafrika geht die Schlacht im Gebiet von ft«* Arier Ulf t Grfrti Berlin, i Wo brii N von 2 tarnen, wc lelänb if d Zungen 64 ft haben. 5 Wndi linf 8 Met: Der ( Bewahrung. Berlin, 7. Juni. (DNB.) Der Führer uni Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh au* Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene- rolfelomarschall v. Drauch.itsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Stiefvater, Kommandeur einer Pan-» zerjägerabteilung; Hauptmann Prinz von Schönburg-Wal» b enburg, Kompaniechef in einem Panzerregi- ment. Oberleutnant Rast, Kompaniechef in einem (9t- bivgspionier-Bataillon; Oberleutnant Schirms cher, Kompaniechef m einem Panzer-Pionierchataillon; Oberleutnant Behr, Kompaniechef in einer Aufklärung sab te vlung. : „Daily M Port de iffar mii 1'4en Da Ichlagnc von Ma -lifdjes Ers fer „Dm alten d , 3o I Stütze lofio, ! Ämi M iubente Hingt» n i " abge i Kleine iAl ungar; per Bar {fr Weitu » Bei M ab, in p|t m Runter reim fit* w te Ve» öA >r Mpa sä» Sft Sidamo am Omo-Botego-Fluß heftige Kämpfe im Gange. Im Abschnitt von G o n d a r habe: wir einen Versuch sudanesischer Abteilungen, eine unserer Garnisonen einzuschließen, zurückgewiese 2, runion ÖSP 4»; bs'i: kn i bei Krivolac gegen eine serbische Division eingesetzt. In konzenttischem Vorgehen gelang es zusammen mit anderen Kräften der Division am gleichen läge den Feind zu entwaffnen. Weitere 10 000 Gefangene und zahlreiche Geschütze waren die Beute. Hauptmann Prinz von Schönburg-Waldenburg erhielt den Aufttag, mit seiner verstärkten 1. Kompanie eines Panzer-Regiments am 24. 4.1941 als Vorausabteilung seiner Division vo« Samia auf die Thermopylen anzutreten. Wegem Sprengung verschiedener Brücken und der Gebirgsstraßen war ein Ersteigen des Passes durch di« Vorausabteilung nicht inöglich. Die Abteilung erhielt darauf den Befehl, auf Molos abzudrehen^ um nach Niederkärnpfung der feindlichen Artillerie den Vormarsch auf dieser östlichen Straße forffu» setzen. Hauptmann Prinz von Schönburg-Walden" bürg erkannte, daß er hier auf die Schlüsselstellung! des Gegners bei den Thermopylen gestoßen mar* ein Warten auf Verstärkung jedoch die Aussicht auf den Erfolg in Frage stellen würde. Er entschloß sich daher zum Angriff. Trotz Ausfalls vom zwölf Panzern seiner Kompanie kämpfte er bis zum Einbruch der Dunkelheit, nur noch mit seinem auch schon getroffenen Panzer und einem weiterem Wagen allein gegen den sich zäh verteidigenden Gegnec und erschütterte dessen Widerstand vollkommen. Sc hat durch seinen Entschluß zum Angriff bei Molos die Thermopylen-Stellung zu Fall gebracht. Dadurch wurde der Weg für den weiteren Vormattcht der Division und des gesamten Korps freigemaM. was von ausschlaggebender Bedeutung für bitt Fortsetzung des Durchstoßes auf Athen mar. Oberleutnant Rast war am 7. 4.1941 mit feinerra Pionier-Sturmtrupp der nördlichen Angriffsgrupp« gegen die Bergbefestigung Hellas zugeteilt. Seinem Truppen vorangehend, erklomm er in heftigem» feindlichen Feuer die Höhe und bahnte der stürmenden Infanterie den Weg, indem er die Schar- tenftänbe mit Handgranaten und geballten Ladun- Die Luftwaffe versenkte in der lehtch Nacht an der schottischen Westküste drei bewassueie feindliche Handelsschiffe mit zusammen 21 000 B2t£ Zwei weitere große Schiffe wurden in den schott scheu Gewässern und im Atlantik beschädigt. Ei Kampfflugzeug zerstörte an der englischen Ostküsl ein feindliches Borpostenboot durch Bombenvol treffer. In Nordafrika nahm deutsch-italienische Av. lillerie britische Schiffe im Hafen von Tobruk un* fer wirksames Feuer. Die deutsche Luftwaffe gris mit guter Wirkung feindliche Valteriestellungen uri Kraftfahrzeugkolonnen an. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs, gebiet fanden weder bei Tag noch bei Nacht siatL Oie italienischen Berichte. Bom Samstag. Rom, 7. Juni. (DNB.) Der italienische Wehs« Machtbericht vom Samstag hat solaenden Wortlach In der Nacht zum 7. Juni Haven unsere Flug» zeuge die Luftstützpunkte von Malta zurückgewiesen iMe M W ei" - „ ... ; 5°rt5 ben belegt, wobei sichtbare Brände cntftanben, sv> gs - J^11 rjt. Die p QUl nciuciiyuvc, lUU-UCl UUlll (ClIltL UlC uui- J . • . tige Vardar-Brücke unversehrt in deutsche Hanto -4‘ fiel. Am folgenden Tag ging er mit feiner Abtei- • lung, ohne auf Befehl zu warten, auf Prilep voll ’JJWe und besetzte dieses. Die Beute der Abteilung ain <. *4. oeicuig rinno m/vu vjejangene, ihU- zwei Generale und unübersehbares Kriegs- «A aL Am 10. 4. wurde die Abteilung erneut bombardiert. In den ftühen Morgenftundeil „ des Samstag hat ein Verband unserer Jagdflug. fsW'L, zeuge im Tiefflug einen Angriff auf den Flugplatz "nn’ von Hal - Far durchgeführt. Es wurden feind. Gala und S i d a m o weiter. In der Zone von |T,JM jn Go ndar hat unsere Besatzung von Uolshefit er- £aqe neut eine Aufforderung zur tiebergabe abgelehu! m Jj und mit kühnen Ausfällen den Belagerern bettächb L liche Verluste beigebracht. Ritterkreuz für hervorragend« 5tnl)en rtockhol WT* Angriff lemdllche di SA rcchlreiche Gefangi . W1 Oberleutnant S iene. °Sb Hie. 3Q[fD irutf. Die fpater erfolgte endgültige Besetzung von ige » ' I Agheila wurde ebenfalls von ihm und seiner bQr ri ührung blind vertrauenden Kradschützen durchge- unQen > L'fjrt. Auch im Gefecht um das Fort Regina am ürfL';. 4.1941 zeichnete sich Oberleutnant Behr durch -sondere Kühnheit und Umsicht aus. sondere Kühnheit und Umsicht aus. Sprechende Zahlen. ageok ^gehalten worden. den panich ■ n einer ihrer verlieh ieres, (fcr Nittertlqi einer rg'W«' PanM einem f? öer be» Japanisch-amerikanische Studenten-Konferenz abgesagt. Tokio, 9. Juni. (Europapreß.) Die für mgenen und Panzerspähwagen beibrachte. An der 5pitze des Spähtrupps brach Oberleutnant Behr in 3 Agherla em und hielt sich trotz der feindlichen Besatzung einige Zeit aus dem Beobachtungsturm !»s Forts auf. Erst nach Erledigung seines Auf- rages — Einbringung von Gefangenen — kehrte r über 150 Kilometer Entfernung zur Abteilung irück. Die später erfolgte endgültige Besetzung von 5as Auslandsamt der Dozentenschaft der deut- Universitäten und Hochschulen veranstaltet vom bis 14. Juni in Leipzig ein Treffen deutscher _ bulgarischer Akademiker, zu dem 60 bis 80 bul- ische- Wissenschaftler erwartet werden. Die Ta- V sieht drei Arbeitskreise, einen geistes- und 'ikwisienschaftlichen, einen Wirtschaftswissenschaft' sn und einen medizinisch-naturwissenschaftlichen 200 Meter breiten Nestos die feindlichen Bunker. Stellungen an. Mit derselben Tapferkeit und Ein- ^atzfähigkeit wie am 7.4. setzte er auch bei diesem Angriff feindliche Bunker außer Gefecht und machte Nit rumänisch-bulgarischen Feiern wurde am intag die Eisenbahn-Fährverbindung zwischen urgiu und Russe, die eine direkte und kurze Bergung zwischen Bukarest und Sofia herstellt, ffnet. Die beiden Länder waren durch ihre ikehrsminister vertreten. Außerdem waren u. a. Lesend der deutsche Gesandte und der italienische anbte in Sofia, der slowakische Gesandte in Jureft und ein Vertreter der deutschen Wehr- ^htmission in Rumänien. Berlin, 8. Juni. (DRB.) Die aus Kreta ein- ? c'setzten britischen Truppen sind mit einem ? ferluft von 25 Prozent ihrer Kampfkraft davon- y «-kommen, während die a u st r'a li s che n und neu- eländischen Regimenter nach amtlichen Fest- llungen 6 4 Prozent ihres Bestandes einge- llßt haben. Diese Zahlen sprechen Bände. Leygand nach Nordafrika zurückgekehrt Eenf, 8. Juni. (DRB.) Aus Vichy wird ge» elbet. Der Generaldelegierte der französischen Re- 2tung in Nordafrika, General W e y g a n d , der -ehrere Tage zu wichtigen Besprechungen in Vichy teilte, ist mit dem Flugzeug wieder nach Nord- rrifa zurückgekehrt. Son den Engländern beschlagnahmt. ‘Si Sm» iOöoÄ Juni geplante japanisch, amerikanische tudenten-Konferenz in der Universität ashington ist, wie Domei meldet, von japanischer ite abgesagt worden. Kleine politische Nachrichten. Der ungarische Ministerpräsident und Außen- mfter Bardossy ist am Sonntagvormittag mit Begleitung aus Rom wieder in Budapest ein- fen. Bei seiner Ankunft gab Bardossy eine Er- cung ab, in der er seststellte, daß er von seiner ienreise mit den besten Eindrücken heimkchre. e Unterredungen mit dem Duce seien ganz im truktiven Geist des Dreimächtepaktes geführt rden und hätten in allen Punkten die völlige Mreinftinrmung der Absichten erwiesen. Aus dem ch das Dreimächte^bundnis vorgezeichneten Weg uschreiten, bleibe nach wie vor die Aufgabe i ungarischen Außenpolitik. — Der ungarische sverteidigungsminister Karl Bartha ist am mstag nach Italien abgereift, um mit den Chefs italienischen Wehrmachtgattungen Fühlung zu i)aber«; jmity standen^ von d ilsche Sin euge Mg 'urchflchh Gebiet ’ Zone lolshesit o e abgti 'M betriti istz , n Borät; njere nbarbitr. Neues, s, Mchet, derholt n Erweiterte Zeugengebübren. -^ach der Gebührenordnung für Zeugen und rHverständige ist die Entschädigung eines Zeugen rZeitoersäumnis auf nicht mchr als 10 Stunden Tag zu gewähren. Diese Beschränkung hat sich 't r den jetzigen außerordentlichen Verhältnissen - unbillig erwiesen. Der Reichsjustizminister hat ;-aIb angeordnet, daß bis auf weiteres die Ent- cnigung auch für eine längere Zeit als 10 Stun- 1 bezahlt werden kann. Sie darf jedoch nicht ür als 20 RM. pro Tag betragen. Die Eisenbahnstrecke Zaribrod—Nisch wurde bis apcrlanka und ferner ein entsprechender Teil der ie Nisch—Skoplje auf Grund eines Uebereinkom- zwischen den deutschen und bulgarischen Be- an das bulgarische Eisenbahnnetz angeschlos- 15ßonj Ionnarsch des Korps ausfchlaggend, da alle ande- nfete sn in Betracht kommenden Brücken gesprengt i *nn, von tp Zeichen sicht die ätsche J feiner s Pckp ibteÄne fangent ares W "■ ion ’ ?5 00 -iltr- urg,$!; t \W E eten der ÜbteMU tt°V buÄ hlüss A die» W-X SIE -K S & ____ chirmacher hatte am 7.4.1941 xen Auftrag erhalten, mit Teilen seiner Panzer- Oionier-Kompanie die besonders wichtige Straßen- „rücke bei Bares im Handstreich zu nehmen. Es geling ihm, den Auftrag mit vollem Erfolg zu er- üffen. Mit großer Kühnheit und Entschlossenheit etzte er in der Nacht trotz ungünstiger Witterung nit seinen Leuten auf Floßsäcken über die ange- ,e chwollene Drau, überwand mehrere Hindernisse und «reichte mit seinem Stoßtrupp die jenseittge Brücken- Jlsll rite. Schnell veranlaßte er das Durchschneiden der Zündkabel. Zur selben Zeit drangen andere Teile einer Kompanie auf der Brücke vor, machten die Zesatzuna unschädlich und durchschnitten ebenfalls weitere Zündungen. Die Inbesitznahme der unzer- örten Brücke von Bares war für den schnellen Sturm auf die Maginot-Q'nie. Zur Erinnerung an einen ruhmreichen Zunitag 1940. Von Rittmeister Alfons Freiherr von Czibulka. Am 8. Juni 1940: Französische Abwehr- front im Somme- und Oise-Gebiet in viertägiger Schlacht durch Infanterie- und Pan- zerdivisionen zerschlagen. Rückwärttge Verteidigungslinien in Richtung auf untere Seine durchbrochen. Beiderseits Soissons die Aisne überschritten. Am 9. Juni 1940: Die Südfront zwischen Oise-Aisne-Kanal und der Maas tritt an. Letzter entscheidender Vorstoß in den Rücken der Maginot-Linie. Sieg der Gruppe Narvik. Flucht der Engländer, Kapitulation der Nor- weger. Eingerahmt von goldgrün leuchtenden Hügel« höhen und dunklen Forsten breitet sich, durchzogen von kleinen Waldstücken und hohen Pappelreihen, von gelbstaubenden Feldwegen und blinkenden Wasserläufen, geschmückt von dem Dächerrot freundlicher Dörfer und Fermen, weithin das Weide- und Ackerland des Talgrunds, darüber wie eine natürliche Festung die mächtigen Höhenrücken der Magi- nollinie vor einem wolkenlosen, sonneglühenden Himmel stehen. Eine Sperrstellung der Maginotlinie, ein mit allen Mitteln heutiger Befestiaungskunst ausgestat- tetes Panzerwerk, dessen nach allen Seiten aus- schauenden und wirkenden Kuppeln die Talebene beherrschen, ist das große Ziel. Wohl wird es schließlich nur ein kleiner Trupp todesmutiger Männer sein, der das Werk selbst im Sturme zu nehmen hat. Damit es aber überhaupt zu diesem Sturme kommen kann, damit diesen Männern der Ansprung bereitet wird, muß vorerst das in Wiesen und Auenwald gebettete Dorf Villy in unserer Hand sein, bas selbst von kleinen, zum Teil als Häuser getarnten Buntem gesichert zu Füßen des Panzerwerks liegt. Dieses Dorf Villy wird von einem langgestreckten, baumlosen Höhenrücken zu seiner Rechten gedeckt, dessen Wiesenhang glacisartig und sturmfrei aus dem Tal- grunde aussteigt. Ehe diese Höhe 311 nicht genommen ist, ist an die Erstürmung des Dorfes und des Panzerwerks nicht zu denken. Eine Weile noch. Dann richten sich die Scherenfernrohre der Artilleriebeobachter, der Stäbe, die auf einer weitausblickenden Waldkuppe stehen — der Kommandierende des hier kämpfenden Armeekorps und der Armeeführer selbst sind auf diesem Hügel erschienen — neugierig auf die schon von Sommerdunst verschleierten Waldmauern, die den freien Hang der heute zu erstürmenden Höhe säumen. Die Feldtelephone klingeln. Bewegung ist am Waldrand zu sehen. Einzelne dunkle Punkte tasten sich aus dem Gehölz, dichtere Gruppen folgen. Plötzlich wimmelt- der Hang der Höhe 311 vom Feind. In dichten Massen stürmt er quek über den Hang herunter gegen Villy. Kurze, knappe Befehle. Wenige Augenblicke später flammen ringsum die Mündungsfeuer, donnern die Batterien. Erst noch suchend, dann immer schneller und schneller. Die einzelnen Einschläge verschwinden in einer wirbelnden Wolke von feurigem Qualm und schwarz- grauem Rauch, aus der nur, bald am Hang, bald oben am Waldpfad, bald in Wipfelhöhe grell die Feuerkugeln berstender Granaten blitzen. Um Hang und Waldrand tobt die Hölle. Was vom Feinde noch lebt, flüchtet in den Wald zurück, aus dem das Verfolgungsfeuer unserer Batterien dämpft. Der Angriff ist abgeschlagen. Für eine Weile ist Ruhe auf der Höhe. Das schwere Feuer liegt jetzt über der Mitte des Scklach- tenbildes, über dem dem Panzerwerk vorgelagerten Dorf Villy, in das unsere Spähtrupps einzudringen versuchen und die Marokkaner sich verbissen und hartnäckig wehren. Weiße Leuchtkugeln steigen bald da und dort am Dorfrand oder hinter den ersten Häusern, geben unseren Batterien das Zeichen: „Hier sind wir!" In der Nacht gelingt die Wegnahme der Höhe 311. Vergebens trommelt das zornige Feuer des Feindes gegen den verlorenen Höhenrücken. Als der Morgen graut, ist die Höhe in unserer Hand. Nur ihre höchste Erhebung, die Stelle, wo die oberste Waldspitze an sie heranzüngelt, bleibt noch vom Feinde besetzt. Eine der Borausfefrungen für die Erstürmung des Panzerwerks ist geschaffen. Nun gilt es das Dorf. Während dort, uMerstützt von den beiberfeihgen Artillerien, von Haus zu Haus, von Keller zu Keller der Sttaßenkampf tobt, während — ein dramatisches Zwischenspiel — der Feind abermals aus dem Walde hervorzubrechen versucht, um dadurch die ihm oertorengegangene Höhe im Rücken zu fassen, und ihn wiederum der vernichtende Schlag unserer Batterien trifft, hämmern schon schwere Geschütze gegen die Panzerkuppeln des Werks. Mörsergranate auf Mörsergranate heulte heran, Rauchpilz um Rauchpilz wächst aus der Plattform. Doch ehe die sich wütend wehrenden Marokkaner nicht aus Villy geworfen sind, kann, der Sturm auf das Werk nicht gelingen. Die immer wiederholten, immer wilderen Feuerstöße haben einstweilen nur den Zweck, die Nerven der Werkbesatzung zu zermürben. Stunden hindurch wälzt sich das Feuer vor und zurück, liegt bald über der Ortschaft, springt bald den Waldrand oder das gepanzerte Werk an oder wütet weit jenseits der Höhen gegen französische Batterien. Dörfer brennen wie riesenhafte Fackeln. Grauweißer Rauch weht träge über den Wiesengrund. Bald nach Mittag ist V i 1 l y genommen. Arn Nachmittag fällt durch einen kleinen Stoßtrupp ein dem Hauptwerk vorgeschobener Bunker. Der letzte Akt des Dramas beginnt. Genau wie ein Uhrwerk läuft der Schlußakt ab. Während des Einsckießens legen schnellfeuernde Batterien eine undurchdringliche Wand vor die Maginotlinie. Dann stürzen sich die Mörser auf das Werk. Erst 'sind noch die einzelnen Einschläge zu erkennen, dann umbrandet nur mehr, immer wieder da und dort aufzüngelnd, wie eine Springflut eine ungeheure Woge von qualmendem, feuerdurchschimmer- tem Rauch das Werk, indes andere Geschütze gegen die Batterien des Feindes hämmern. Selten nur faucht von drüben her eine Granate heran, schlägt weit links berstend in einen Wald, darin der Feind Beobachter vermutet. Himmel und Erde sind ein einziges Donnern und Dröhnen. Schlag 19 Uhr schweigen die Ddörser. Nur noch eine Batterie feuert. In ihrem Schutz steigt der Stoßtrupp den deckungslosen 800 Meter langen Hana hinauf, erreicht die Hindernisse, durchschneidet sie, kommt an die Werkmauer. Eine Welle ist von den Tapferen nichts mehr zu scheu. Plötzlich fährt es wie eine Stichflamme aus einer der Kuppeln. Trotz de? rasenden nervenverreißenden Feuers der schweren Mörser wehrt sich der Feind noch immer. Schlag auf Schlag blitzt es links aus einem kleinen Wäldchen auf. Eine Sekunde später brandet an der Panzerkuppel der Einschlag hoch. Weiße Leuchtkugeln fünften: „Wir sind hier!" Drei unserer Männer sind jetzt auf der Plattform des Werkes zu sehen, aus dessen linker Kuppel immer noch in kurzen Abständen gelb rot der Feuerstrahl fährt. Kurz darauf fliegt, vom Stoßtrupp gesprengt, die Panzerkuppel in die Luft. Das Werk ist genommen. Noch in der gleichen Minute tritt der Kommandierende ans Feldtelevhon, meldet dem Oberbefehlshaber der hier angesetzten Armee die Erstürmung des Werks und bittet um Verleihung des Ritterkreuzes für den Oberleutnant Germer. Der frische, jugendliche Wagemut des Stoßtruppführers, der Heldenmut seiner Männer, sorgfältige Vorbereitung, beispielhafte Mitwirkung der Artillerie, mitreißende und alle Bedenken überwindenÄe Führung haben zu einem einzigartigen Erfolge, zur ersten Erstürmung eines Hauptwerkes der für unbezwinglich gehaltenen Maginaklinie geführt. Oie strategischen Fronten im Pazifik Von unserem St.-Berichterstatter. Weg aber geht mitten durch das japanische V e rte i ft i gu n g s sy st e m . das sich in einer Länge von 3000 Seemeilen von den Kurilen über das japanische Jnselreich nach Formosa und Hainan hinzieht und im Südosten durch die Mandatsinseln aeschützt wird. Die amerikanische Flotte würde, sollte sie diesen Weg wählen, so vielen Gefahren und Zwischenfällen ausgesetzt sein, daß sie nur dezimiert und mit erschöpften Brennstoff- und Munitionsvorräten dem Kern der japanischen Schlacht- flotte gegenübertrefen könnte. Der andere und nähere Weg führt durch die Subarktis: von Dutch-Harbour in Alaska nach den Kurilen. Wer nun jene Gewässer und die dortigen klimatischen Verhältnisse kennt, der weiß, daß in jenen Breitengraden von 16 Tagen 13 Aage schwerste Polarnebel herrschen, die jeoe Bewegung von größeren Kampfverbänden ganz unmöglich machen. Im übrigen aber braucht Aapan auch eine offene Seeschlacht mit der gesamten amerikanischen Pazifikflotte nicht zu fürchten. Die japanischen Schlacht, schiffe sind neuer, wendiger, schneller und zum Teil auch schwerer beftückt. Diese Meinungen des japanischen Admirals stehen nicht im Widerspruch zu den Aeußerungen des nordamerikanischen Marineministers Knox, der vor dem Ausschuß des Repräsentantenhauses sagte, die Bereinigten Staaten hätten sich entfalten können, ohne dadurch behindert .zu sein, daß Großbritannien einen großen Teil der Meere beherrsche, aber die Dinge würden anders stehen, sollten die Deutschen oder eine andere Großmacht die Herrschaft über diese Meere erringen. Nordamerika habe sich in den letzten Jahrzehnten gezwungen gesehen, eine starke Flotte wegen des Expansions- dranges Japans aufzubauen. Wenn bisher eine einzige mächtige Flotte im PaMk genügte, so nur deshalb, weil die englische Flotte den Bereinigten Staaten im Atlantischen Ozean die Sicherheit ver- bürgte. ,^)etzt, wo die britische Seemacht in Gefahr geraten ist, müssen wir eine Zwei-Ozean- flotte bauen, sie kann öfter nicht vor sechs Jahren fertig fein", so schloß Knox seine Erklärungen. Amerikanische Sachverständige, deren Blick nicht durch politische Leidenschaften getrübt ist, meinen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Ende Mai 1941. Der Begründer der japanischen Unterseeboots- maffe, Admiral Nvbumasa' Suetsuga, der als eine der ersten Autoritäten in Marinekreisen gilt, hat Erklärungen über die strategischen Fronten im Pazifik abgegeben, die große Beachtung in der Oefsenllichkeit gefunden haben. Suetsuga wies darauf hin, daß die nordamerikamsche Politik seit Monaten darauf ausgehe, Japan durch unfteund- üche Handlungen und durch wirtschaftlichen Druck dazu zu zwingen, seine Ziele in Ostasien aufzugeben. Mit der Kündigung des Handelsvertrages habe Nordamerika über Japan eine kalte Wirtschaftsblockade verhängen wollen, und diese sei im Laufe der letzten Monaten ständig verschärft worden. Die Reden des Präsidenten Roosevelt enthielten aufreizende Drohungen. Jedoch irre s ich Amerika, wenn es glaube, Japan durch Abschließung von den Ueberseemärkten „geräusch- los" erledigen zu können. Noch weniger aber könne Roosevelt durch Anwendung von Gewalt erreichen. Der Admiral behandelte sodann die strategischen Fronten, die sich im Pazifik gebildet haben. Die amerikanischen Schlachtschiffe seien im Pazifik um H a w a i konzentriert, jedoch müsse sich das Haupt- interesse Wasyingtons bei der europäischen Kriegs- läge auf Öen Atlantik richten. Im Grunde genommen, meint Admiral Suetsuga, könne es Nordamerika gleichMttg sein, ob England im Endergebnis durch das Beistandsgesetz siege oder nicht, denn in j e d e m Falle habe England den Sieg schon lange an die Bereinigten Staaten verloren. An dieser Tatsache ließe sich nichts mehr ändern. Was nun den Pazifik anbetreffe, so bemühe sich Amerika, dort seine strategischen Positionen aus^ub-auen und versuche unter anderem, Japan an seiner Süd flanke zu umklammern. Auf fast allen amerikanischen Pazifikinseln würden Flugzeugstützpunkte und Häfen für Unterseeboote errichtet, aber alle diese militärischen Vorbereitungen könnten Ja- pan keineswegs beunruhigen. Japan habe keinen Anlaß, einen bewaffneten Konflikt mit dem Nack- barn auf der anderen Seite des Ozeans zu fürchten, da ein Angriff der USA.-ftlottc deren Untergang bedeuten würde. . Amerika hat zwei Anmarschwege. Einmal daß die Durchführung des Englandhilfegesetzes in den von San Franzisko und von San Diego aus, der geplanten Weife früher oder später den Ver- der über Hawai, über die Wake- und Midway-Jn- zicht auf die angelsächsischen Machtpositionen in {ein und Guam nach den Philippinen führe. Dieser Asien bedeuten wurde. Davon aber wollen weder England noch Amerika etwas wissen: sie stehen deshalb einer weiteren, unvorherges^hsjien Zersplitterung chrer Kräfte gegenüber. Die Japaner haben im Herbst 1939 unter dem Kabinett AbL-No« mura ein letztes Mal versucht, einen gütlichen Aus« gleich mit den Bereinigten Staaten zu finden. Nomura wurde zum Botschafter in Washington ernannt und bemühte sich, die Anerkennung des japanischen Führungsanspruches in Ostasien zu erreichen. Er fand bei Roosevelt fein Verständnis: im Gegenteil, der Präsident ernannte Stimpson 3um Kriegsminister, also einen Vertreter jener Richtung, die in Amerika für eine unversöhnliche Haltung gegenüber Japan eintritt. Der japanifd)e Admiral Suetsuga ist nun der Ansicht, daß der Zeitpunkt gekommen sei, wo Japan aegen Nordamerika energisch hervortreten müsse. Ein bekanntes Sprichwort lehre, daß selbst die Geduld Buddhas einmal ein Ende nehme. Japan müsse den Vereinigten Staaten zeigen und sie unmißverständlich wissen lassen, daß die japanische Flotte jeden Augenblick bereit fei zuZuschlag e n , wenn Washington feine provokatorische Haltung nicht aufgebe. In Europa hat Roosevelt mit feiner Hetze gegen die Achsenmächte keine Lorbeeren ernten können. Ganz im Gegenteil! Die Drachensaat, die Roosevelts Sonderbevollmächtigter, Oberst Donovan, im Balkan und im Nahen Orient ausstreute, ist zu seinem eigenen Schaden aufgegangen. Dasselbe Schicksal kann sich für ft en Kriegstreiber Roosevelt im Fernen Osten nur um so empfindlicher für die USA. wiederholen, zumal der ja« panisch-'sowjetrussische Pakt ein deutliches Menetekel für Washington ist. Außenhandelshilfe. In den ersten Meldungen über die Verhandlungen einer deutschen Abordnung in Tokio heißt es, daß nicht nur über den deutsch-japanischen, sondern über den gesamten deutsch-fernöstlichen Warenaustausch gesprochen worden sei. Aehnlich dürste seiner Zeit bei dem Besuch des japanischen Außen- Ministers Matsuoka in Berlin auch über den japa- nischen Wirtschaftsverkehr mit ' ganz Kontinentaleuropa gesprochen worden sein. Es gehört 3um Wesen der Führerschaft in einem wirtschaftlichen Raum, daß das führende Land bzw. die führenden Länder sich für die Interessen auch der kleineren Partner ihres Bereiches einsetzen. Im Kriege ist das mehr ober weniger selbstverständlich. Die Achsenmächte führen, auch wenn das noch nicht überall in ihrem Führungsbereich erkannt wirb, einen Krieg um tvachähige staatliche und wirtschaft- liche Grundlagen der in ihrem Raum lebenden Staaten und Völker, und zwar Deutschland und Italien gegen Großbritannien, und Japan gegen China. Sie haben die Verfügungsgewalt über die Verkehrsmittel, mit denen die beschaffbaren Waren innerhalb des Raumes verteilt bzw. von außen herangeholt werden. Sie können es nicht dulden, daß ein nicht unmittelbar am Kriege beteiligtes Land sich Vorteile und Annehmlichkeiten verschafft, die auf Kosten einer wirksamen Fortführung des Krieges gehen. Dies gilt in besonderem Maße, seit- dem ein besonders reiches ehemals neutrales Roh- ftofflanb, die Vereinigten Staaten von Amerika, einseitig für die eine Kriegspartei in Europa — für Großbritannien, und in Asien für China — Partei genommen hat. In welchem Grade sich die autoritären Länder gegenüber den angelsächsischen Mächten solidarisch suhlen, hat die kürzliche Erklä, rung Matsuokas gegenüber einem amerikanischen Pressevertreter gezeigt. Aber die Verantwortlichkeit der führenden Mächte in einem Wirtschaftsraum hört keineswegs mit dem Kriege auf. Das rechtfertigt sich zunächst aus den bekannten Bemühungen der nordamerikanischen Politiker, den Krieg auch nach formellem Abschluß des Friedens mit wirtschaftlichen Waffen fortzusetzen und insbesondere den wirtschaftlichen Einfluß der Achsenmächte auf die Länder der Neuen Welt auszurotten. Wenn bann etwa zwei Dutzenb kontinentaleuropäische Staaten versuchen sollten, getrennt voneinander in die von der amerikanischen Union geschaffenen Phalanx Bresche zu schlagen, so werden sie das bestimmt nicht zuwege bringen. Vielleicht würde die Regierung des Herrn Roosevelt oder seines Nachfolgers versuchen, einige europäische Länder mit ihrem Wohlwollen auszu- zeichnen, ihnen Vorteile einzuräumen und damit oen Block der europäischen Länder endgültig zu sprengen und die besonders unbeliebten Länder knapp zu halten. Dann würden große Länder, die auf nordamerikanische Wirtschastsschikanen wirksam zu antworten vermöchten, sich zwei-fellos besser durchsetzen als kleine Länder, die zur Sicherstellung von Rohstoff- und Lebensmittelbezügen aus Amerika ihre eigenen Erzeugnisse — koste es, was es wolle — absetzen müssen. Treten aber die zu einem großen Wirtschaftsraum, — etwa dem kontinental- europäischen Raum —, gehörenden Länder gemeinsam auf, so können sie ausreichende Gewichte in die Waagschale werfen. Wenn man die Frage auswirft, ob die führenden Länder eines Wirtschaftsraumes den kleineren Partnern Derhandlungshilfe leisten könnten, so erfolgt fast prompt die Gegenfrage: „Und die Handelsvertragsfreiheit?" — Es ist richtig, daß jemand, der einen andern mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt, sich in bestimmtem Umfang der eigenen Ausübung feiner Rechte begibt. Aber aus welchem Grunde werden denn überhaupt Der- handlungsvollmachten erteilt? Doch fraglos aus feinem anderen Grunde als aus dem, einem besseren Unterhändler die Entscheidung zu überlassen. Wir stehen noch in den Ausläufern einer Zeit, in der die Völker jedes Stück ihrer Souveränität ängstlich und argwöhnisch hüteten, weil sie fürchteten, ein freiwilliger Verzicht oder auch nur eine zeitlich begrenzte und jederzeit widerrufliche Preisgabe von staatlichen Rechten sei die Vorstufe zum Verlust der staatlichen Selbständigkeit und zur Rückkehr in frühere nationale Knechtschaft. Es wäre töricht, ein Vertrauen erzwingen zu wollen, bas nicht aus dem Inneren fließt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, baß ein Verhandeln kleiner Staaten mit überseeischen großen Staaten nicht nur eine oermeibbare Zeit- und Kraftvergeudung, sondern gleichzeitig eine ernste Gefahr bedeutet, — eine Gefahr nämlich für die wirtschaftliche Wohlfahrt des kleinen Landes. Wenn als angeblicher Beweis dafür, baß es auch in Zukunft keiner Außenhandelshilfe zugunsten der kleinen Länder bedürfe, die Zeit vor dem jetzigen Kriege angeführt wird, so ist das nur sehr bedingt richtig. Man nahm es als selbstverständlich hin, daß die großen Länder den kleinen alle erdenklichen Wirtschaftsvorteile einräumten. So schien es naturgegeben, daß Deutschland den beiden im Nordwesten vorgelagerten Ländern, den Niederlanden und Belgien, einen wesentlichen Teil des Durchgangshandels aus überseeischen Ländern (über Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen) gestattete und auf einen entsprechenden Ausbau und eine Bevorzugung der deutschen Nordseehäfen Hamburg, Bremen und Emden verzichtete. Man kam auch nicht auf den Gedanken, daß Deutschland und mit ihm gleichzeitig auch die beiden anderen graben Nachbarn der Schweizer Eidgenossenschaft bei der Durchfuhr von Waren von und nach Uebersee Schwierigkeiten bereiten könnten, obwohl sich zwei der genannten Länder im Weltkriege 1914/18 einseitig der gegen die Mittelmächte gerichteten britischen Blockade zur Verfügung gestellt und ihre Verpflichtungen als Transitland verleugnet hatten. Man wird schon heute sagen müssen: eine Folge des Krieges wird es sein, daß die zu einem Wirtschaftsraum gehörenden Länder einander ehrlich und treu dienen und nicht die erste Gelegenheit benutzen, um sich von raumfremden Mächten einfangen und gegen die Interessen ihrer naturgegebenen Partner ausspielen zu lassen. D. S. Aus aller Wett. Goelhemedaille an Oberbaurat Büttner verliehen. Der Führer hat dem Geheimen Oberbaurat a. D. Dr.-Jng. e. h. B ü r k n e r in Berlin-Lankwitz aus Anlaß des Jahrestages der Seeschlacht vor dem Skagerrak in Würdigung seiner Verdienste um den deutschen Kriegsschiffbau die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Goethe-Medaille für den Maler Prof. Junghanns. Berlin, 9, Juni. (DNB.) Der Führer hat dem Maler Professor Julius Paul Junghanns in Düsseldorf aus Anlaß der Vollendung seines 65. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste auf dem Wiederaufnahme,der Praxis am 10. 6. 2536 D DR. HAHN, Nervenärztin Johannesstraße 15, Fernruf 3468. Bekanntmachung. Befr.: Ladenschluß in den Sommermonaten. Ich weise erneut darauf hin, daß It Anordnung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vom 22. März 1941 in den Sommermonaten (April bis September) der Ladenschluß für sämtliche Verkaufsstellen auf 19 Uhr festgesetzt ist. 2534C Gießen, den 7. Juni 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Gewerbepolizei. I. V.: gez. Nicolaus.___________ GLORIA Heute Montag Neuaufführung Willy Forst*« Welterfolg« T PQLßST GLesserTT ] Der Film, den Sie nie vergessen werden PAULA WESSELV ADOLFWOHLBRÜCK OLGA TSCHECHOWA HILDE V. STOLZ / HANS MOSER PETER PETERSEN MASKERADE ein Film, der das Menschliche in allen seinen Stärken und Schwächen: Liebe — Leichtsinn — Eifersucht Ehre — Moral — Klatsch unerhört lebenswahr und erschütternd schildert. Die Idee dieses Films geht auf eine wahre Begebenheit zurück, die sich vor Jahren während eines Faschings in Wien abgespielt hat. Die Namen der vorkommenden Personen durften -----------nicht genannt werden ----------- Neueste deutsche Wochenschau u» a* unsere Fallschirmspringer auf Kreta Täglich 3.30, 5.45, 8.00 Uhr nur bis Mittwoch, den 11. Juni einschließlich. Jugend hat keinen Zutritt! 2531 A Gebiete der Tiermalerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Emil Jannings beim Duce. Der Duce hat Staatsschaufpieler Emil Jan- n i n g s , der aus Anlaß der Aufführung des Films „Ohm Krüger" in Rom weilt, zu einer herzlichen Unterredung empfangen. Ehrung des Dramatikers Friedrich Bethge. Reichskultursenator, Chefdramaturg und stellvertretender Generalintendant der Frankfurter Städtischen Bühnen, Friedrich Bethge, beging dieser I Tage seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlaß überreichte Oberbürgermeister Staatsrat Dr. K r e b s in Anerkennung seiner Verdienste um das Frankfurter Kulturschaffen die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt a. M. Der Oberbürgermeister würdigte Bethge als einen Mann, der als Soldat, Dichter und Mensch jederzeit sein Schaffen im Geist der nationalsozialistischen Weltanschauung in den Dienst des neuen Deutschland gestellt habe. Das „Neue Haus des Deutschen Theaters" in Oslo eröffnet. In Anwesenheit des Reichskomissars Terbo- v e n und zahlreicher deutscher und norwegischer Ehrengäste wurde am Sonntag in Oslo das „Neue Haus des Deutschen Theaters" mit der Festaufführung der Operette „Land des Lächelns" eröffnet. Uhter den Ehrengästen sah man auch mehrere kommissarische Staatsräte Norwegens. Wegen Widerstandes erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 3. Juni 1941 wurde der Gewaltverbrecher Friedrich Scheid wegen Widerstandes erschossen. Drei Bolksschädlinge hingerichtet. Am 24. Mai 1941 sind der 43 Jahre alte Alfons Czoska aus Danzig, der 33 Jahre alte Ernst E b e l d t ans Eggesin und der 58 Jahre alte Fritz B e n k aus Stettin hingerichtet worden, die das Sondergericht in Stettin am 15. März 1941 als Volksschädlinge zum Tode verurteilt hat. Die Verurteilten, gefährliche, bereits mit Zuchthaus vorbestrafte Gewohnheitsverbrecher, haben als rückfällige Diebe unter Ausnutzung der Verdunkelung Einbrüche verübt und hierdurch wertvolle Rohstoffe in großer Menge der planmäßigen Bewirtschaftung entzogen. Rüstungswerk in Westvirginia durch Feuer vernichtet. Ein Feuer, das nach einer Associated-Preß-Mel- dung in Wheeling in Westvirginia ausbrach, zerstörte die gesamte Anlage der Wheeling Machine- Products Company. Die Fabrik war mit Rüstungsaufträgen beschäftigt. Großfeuer in Florida. Im Hafen von Jacksonville in Florida (USA) entstand ein Bran d, der die Pieranlagen der Clyde-Mallry=2)ampferünie zerstörte und erheblichen Sachschaden verursachte. Zwei Speicher, in denen hauptsächlich Kühlmaschinen lagerten, sind vollständig ausgebrannt. Das Feuer vernichtete mehrere beladene Schuten und griff auch auf einen am Kai liegenden Fahrgastdampfer über. Bei den Löscharbeiten wurden neun Feuerwehrleute so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Die Brandursache ist noch nichf' ermittelt. Der Leiter der U8ALuftfahrlkommission in Ecuador tödlich verunglückt. Der Leiter der Luftverkehrskommission der USA. in Ecuador, Oberst B u r g e ß , ist, wie Reuter meß» bet, auf dem Fluge von Esmeraldas nach Guaya« quil mit seiner Maschine ins Meer gestürzt Burgeß war von zwei jungen Offizieren begleitet' von denen der eine ebenfalls g e t ö t e t wurde, wäh. rend der andere schwimmend die Küste erreichen konnte. 5000 Tote durch einen Wirbelsturm am Ganges. Im Gebiet von Baris al, an einem der Haupt, mündungsarme des Ganges, wütete ein Wirbel, st u r m. Eine größere Zahl Dörfer wurde völlig verwüstet. Nach den ersten Nachrichten sollen 5000 Menschen ertrunken sein. 3m Baum eingewachsen. In Regensburg stieß man beim Zerschneiden eines mehrhundertjährigen Kastanienbaumes aus den städischen Anlagen, der aus Sicherheitsgründen gefällt werden mußte, inmitten des Stammes au{j eine 2,5 Kilo schwere eiserne Kanonenkugel vor 10 cm Durchmesser. Das Geschoß stammt höchst, wahrscheinlich aus dem Dreißigjährigen Krieg, und zwar aus dem Jahre 1633, als Her. zog Bernhard von Weimar die Stadt Regensburg belagerte und erstürmte. Damals tobten in der Ge- gend des Fundortes heftige Kämpfe. Die Kugel wurde vermutlich von der kaiserlichen Besatzung Regensburgs auf die heranstürmenden Schweden abnefeuert. Zum Scheuern und Putzen stets Montag, den 16. Juni 1941, 20.00 Uhr, in Gießen, »Gloria-Palast« Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Kratt durch Freude Kreisdienststelle Wetterau MUSIK GESANG TANZ Heiteres aus Oper und Operette in einem Großen bunten Abend unter Mitwirkung von »A WüHseUe. wewlen WieklwWwi Ein GdF.- Bausparvertrag sichert Ihnen eine günstige Gesamtfinanzierung Ihres Bau- oder Kaufvorhabens. Wir bieten Ihnen: 3°/o Zinsen bis zur Zuteilung, unkündbare, zinsbillige 2. Hypothek, Beschaffung der 1. Hypothek ohne besondere Kosten, Steuervergünstigung, Lebensvcrsicherungsschutz. Bei 25 bis 30% Eigenkapital itt geeigneten Fällen sofortige Zwischenfiuanzierung möglich. fleutfrhlonös größte Boufpachufle in LudwigSburg-Württ. A Ä 'n die j % Ivie 3al * A s 4 noch a d-rl > und ins den ® S geschH , n einen ‘ Matts bet D Tnebe * velivltoel * c rji) machen ' die > >" der | der u , büschelig M bleiber X die sich j »Wtergri Mit de W als J !l MN zu dei ! Z und die : Srr sie all । . Uönheit ■ Michkeit Hgin der ( *Üte sich 9 I Oen Wei j zrrle sie di pries ih i! I ’t Königin i | j hinimels, j irranfcn gi Ihn die ij fcmpljbogen, i liefen sie g ! | iiit oder b | • sich in Liel l&er auch l 111 durch di b H dicker v Ü h im Laub i lote Rosen । n hi Mund. Sie । Rudolf Bensing, Tenor Mathias MraSkitsch, Bassist Lya Justus, Soubrette Emil Seidenspinner, Buffo Lya Wöhr, Vortragskünstlerin E. Rosenkranz, Sopran Emil Franz, Xylophonist Karl Kremer, Pianist Lotte Riegel, 1. Solotänzerin Else Baros, Tänzerin Traudl Gehm, Tänzerin Irmgard Graf, Tänzerin Emmi Dunsing-Steinmüller, Tänzerin Liesel Zollinger, Tänzerin sämtlich vom Opernhaus Frankfurt am Main Musikalische Umrahmung erfolgt durch ein erstklassiges Orchester EINTRITT: RM. 3.-, 2.50, 2.-, 1.-. Wehrmachtsangehörige 50%, Ringmitglieder 20% Ermäßigung. - Karten im Vorverkauf in d. Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Gießen, Seltersweg 60 (Teleph. 2141) 2533 D^Z Stellenangebote Wr. fallier sucht eine ältere Dame, kinderlose Wwe. nicht unter 45 Jahren, nicht ausgeschlossen. 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Ehe ihr tausch noch verlodert ist, strömen die mächtigen jjppcln der Linden ihre Duftwogen aus, und das Summen und Schwirren der rastlosen Bienen und fummeln in ihrem Blätterdickicht nimmt kein Ende. Aus den Wiesen steigt das kleesüße Aroma der lireits geschichteten Heuschober, und am Waldrand «men einen die Blüten des gehölzurnschlingeitden s.eißblatts betäubend an wie die sehnsüchtig ran- Inden Triebe des Jelängerjelieber aus dem Dik- lcht verwilderter Parks. In diesem Monat schwillt die Bielfalt der Farben nb der verschwenderischen Düfte zu einer Fülle Li, die nicht mehr zu übersteigern ist. In Gärten nb an Straßen grüßen die oft kugelig geschnittenen Kipfel des Rotdorns. Heber Zäune und Mauern rinken die zierlichen Blütentrauben des Gold» [».154 Smdtes BItft unies its9rüi ber USi I M Aus der Siadt Gießen |(«M i ?■>>! Ls H “«ensiiir ln ber (1' i Vie Schloß । Doll-, i gens wie zarte Geschmeide in den Händen schöner olIen , ^auen. Weil wir wissen, daß der Baum in allen ! Zeilen giftig ist, wirken die Blütengehänge viel- l'icht trotz allem Goldfeuer kühl, während die wei- eri, | tn und blaßblauen ähnlichen Gebilde der Akazien 'Wt sid Robinien wegen ihres köstlichen Duftes ent- fr Mit starker Leuchtkraft und überschwenglichem 6?rud) machen sich die Nelken der Gärten bemerk- fcr, die „Federröschen" des Dolksmunds und die .Üöglein" der Liebeslieder. Mannigfaltig sind die färben der ungefüllten und gefüllten Arten, die nrn büschelig blühen, aber im Einzelnen zart und i z.'rlich bleiben gegenüber einer Abart der Bart- reifen, die sich in allen Farbtönen, dicht von Kelch« | t h Blättergrün umgeben, bäuerischer und derber ! pben. Mit den Nelken wetteifert noch immer der kaldlack als Düftespender, und als stolze Zierden binnen 311 der blauen und gelben Iris die weißen [ tuen und die Feuerlilien hinzu. Aber sie alle werden übertroffen und überboten r Schönheit der Form, an Adel im Wuchs und ’l ge is. : 0- Köstlichkeit des Duftes von der unbestrittenen ! j nigin der Gärten, der Rose. Schon Hafis be- r.uschte sich gern an ihrem Duft wie am Becher I t llichen Weins, und dem genußfrohen Horaz ifgerte sie die Freuden der üppigen Gastmähler. , inte pries ihren Duft als himmlisch und fand für se Königin der Blumen nur den einen Vergleich I 3 Himmels, den Sitz seiner Auserwählten. Oft icrranfen geschmeidige Kletterrosen mit ihren i ieben die Gartenpforten wie mit zierlichen | iumphbogen. Manche prangen in Weiß, als cr= , arteten sie glückliche Bräute, andere glühen zart len ich. unfertig fid) am <* iges. H«11 uchhän^!? . guifi broi Verfahre, alle Wert' ?treidekor 0 nahrhaft ilich. yt ms liii =t für vot )ensmitk- rBIäaüin lt. ne R trätet oder brennen dunkelrot wie heiße Herzen, d sich in Liebe verzehren. Aber auch der Ruch der süßen Reife weht be- nls durch die Gärten: Die Erdbeeren schwülen lsilich dicker und locken ebenso wie die roten Kirsten im Laub. Rote Rosen und rote Kirschen pflück ich für einen rren Mund. P. B. Oie Säuglingspflegeschule Iw UniversitätskinderNinik Gießen. Die Säuglingspflegeschule der Universitätskinder- li! Gießen unter Leitung von Professor Dr. iller gilt als staatlich anerkannte Säuglings- Kinderpflegeschule in Hessen. Die Pflegeschule, seit Gründung der Klinik besteht, ist von jeher in Anspruch genommen worden und erfreut eines außerordentlich regen Besuches. Seitdem f. Keller vor kurzem einen Vertrag mit dem i NSV. angegliederten Reichsbund der freien roeftern und Pflegerinnen abgeschlossen hat, orb die Schule vom Reichsbunde mit Pflegerin- «t aus dem ganzen Reich gern und ausgiebig be- L,‘idt. Prof. Dr. Keller, dem der Ausbau der ule sehr am Herzen liegt, hat ferner das eHeils Soetbeerfche Haus in der Frankfurter Straße mietet und als Jungfchwesternheim eingerichtet. Jungschwestern werden dort von einer Jung- fvefternführerin vor allem außerdienstlich betreut, hrd) diese und ähnliche Einrichtungen und Maß- uimen konnte der Ausbildungsgang an der Gis- Mer Säuglingspflegeschule in der letzten Zeit ganz m entlieh erweitert und vertieft werden. Durch die Raffung neuer Arbeitsgebiete konnte die Schü- drinnenzahl innerhalb von zwei Jahren um mehr e Grüße. Er würdigte dabei mit 'Worten ber Anerkennung die Arbeit des VHC. im Dienste der Heimat, die durch den Verein auch in den Herzen der jungen Generation in tiefer Liebe verwurzelt sei. Landrat Dr. Braun (Büdingen) sprach dem VHC. ebenfalls volle Anerkennung für sein Wirken in den verflossenen 60 Jahren aus und betonte, daß dem Verein auch nach dem Kriege ein reiches Arbeitsfeld offenstes) en werde. Der stellv. Gebietsführer des Taunusgebiets, Rödding (Frankfurt a. M), überbrachte die Müße und Glückwünsche des Nachbarvereins und hab dabei das gute kameradschaftliche Verhältnis zwischen dem VHC. und dem Taunusbund sowie der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Main der Gebirgs- und Wandervereine hervor. Der Festakt am Sonntag. Festliche Musik aus dem „Freischütz" stimmte am Sonntagmorgen die Feierstunde ein, die in der Turnhalle den eindrucksvollen Abschluß der 60°Jahr- feier bildete. Der geschäftsführende Vorsitzende des Gesarnt-VHC.'s, Berufsschullehrer Hitz- Gießen, überbrachte zunächst die Grüße des erkrankten 23er» bandsführers, Oberbürgermeister Ritte r-Gießen. Dann entbot er der stattlichen Festversammluug herzliche Grüße und hieß insbesondere willkommen: den Landrat des Kreises Büdingen Schotten, Dr. Braun- Büdingen, NSRL.-Bezirksführer SA.- Hauptsturmführer O 11 e r b e i n - Friedberg, sowie den stellvertretenden Gebietsführer des Taunus im Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main und stellvertretenden Führer des Taunusbundes, Bankdirektor R ö d d i n g-Kelfterbach, und den Gebiets- führer Oberheffen-Dogelsberg im öanbesfremben- verkehrsverband, Schriftleiter Schuster-Gießen, ferner den Ehrenvorsitzenden des VHC., Dr. B r u ch h ä u f e r-Ulrichstein unb als den an Mit- gliebsjahren ältesten DHCer, Lehrer i. R. Heinrich D a m b m a n n-Schotten. Die Reihe der Glückwunschansprachen eröffnete ßanbrat Dr. Broun, der als geborener Vogelsberger die vom VHC. geleistete Arbeit trefflich zu würdigen verstand. Er sprach die Hoffnung aus, d-aß im Großdeutschne Reich den Wandervereinen neue Gebiete erschlossen werden, und daß auch der VHC. einen neuen Aufschwung erleben möge. Gebietsführer Rödding überbrachte Gruß unb Glückwunsch des Taunusbundes, dabei das freundschaftliche Verhältnis besonders betonend, bas zwischen Taunusbund unb VHC. seit der Grünbung ber beiben Wanderverbände besteht. Als Jubiläumsgabe überreichte ber Taunusbund ein wertvolles Bild, das ber Königsteiner Künstler Luck- barbt gemalt hat. Der Gebietsreferent für Ober- hefsen-Vogelsberg, Schriftleiter Schuster, erkannte die Verdienste des VHC. um die Erschließung des Vogelsbergs für den Wander- unb Frem» benverkehr bankbar cm. Der Verkehrsverband greife gern zurück auf Kräfte, bie schon früher auf dem Gebiete bes Verkehrswesens tätig waren; er werbe sich auch für die Zukunft die Mitarbeit des VHC. erhalten. Im Mittelpunkt ber Feststunde stand der F e ft • vortrag des Vorsitzenden des Zweigs Schotten, Apotheker Th. S c r i b a, der Erinnerungen aus der Gründungszeit des VHC. in fesselnder Art erzählte unb dabei u.a. ausführte, daß der VHC. um 1900 einen machtvollen Aufschwung auch dadurch genommen habe, daß ber frühere Gießener Vogesenklub als Zweig Taufstein sich dem VHC. anschloß. Der Rebner, dessen geschichtliche Betrachtungen lebhaften Beifall fanden, schloß mit dem Appell: Freut euch an Natur unb Heimat, erwandert sie euch! Dann nahm der aeschästssührende Vorsitzende Hitz eine Reihe von Ehrungen mit Worten besonderer Anerkennung vor. Es erhielten das Abzeichen für 25jährige Mitgliedschast u. a.: Otto Bergen (Gieße n), Erny A d 01 s-(Laubach), Hrch. Steinhauer (Schotten); das Abzeichen für 40- jährige Verbandszugehörigkeit u. a. Theodor Scriba (Schotten), das Abzeichen für 50jährige Mitgliedschaft Adam Spam er (Schotten) und Jakob Die hm (Lauterbach). Oberlandmefser i. R. Adam Spamer wurde außerdem die silberne Ehrennadel des Reichsverbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine unb der Ehrenbrief des Deutschen Wan- derführers unter lebhaftem Beifall der Festoer- sammlung überreicht. An Verbandssührer, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), wurde ein telegra vH sicher Gruß mit den Wünschen für baldige Genesung gesandt, und dem Deutschen Wanderführer Professor Dr. Werner (Breslau) wurde in einem Telegramm für seine Grüße und Wünsche herzlich gedankt. In seinem Schlußwort dankte ber geschäfts- führende Vorsitzende dem Zweig Schotte für die treffliche Ausrichtung der 60-Jahrfeier. Er unterstrich die Wichtigkeit der Ausgaben, die in diesem Kriege der Heimat gestellt sind. Die Parole heißt: mit eisernem Willen unsere Pflicht tun und in unerschütterlichem Glauben auszuhalten und durchzü- halten bis zum großdeutschen Sieg, nach dem bie starken Kräfte der Heimatliebe wertvolle Mitarbeit im Rahmen des großen nationalsozialistischen Aus- bauprogramms zu leisten haben. Die Treue unseres Führers zu seinem Volke verpflichtet uns zu treuestem Einsatz. Mit dem Gruß an den Führer, unsere siegreiche Wehrmacht und unser herrliches Großdeutschland unb mit den Liedern der Nation schloß die eindrucksvolle Feierstunde und damit die Büchern und Heften. Aber immer wieder erlag er der Versuchung. Immer wieder schlich er in das verbotene Zimmer und gab sich dem Glück des Betrachtens unb des Spiels mit ganzem Herzen hin. Das war sein erlistetes und darum doppelt wertvolles Glück. Und zart unb schon war es, wenn er ungestört blieb unb niemand nach ihm suchte. Unb von diesem Glück, von diesem Märchenglück, bas eine kleine wundersüchtige Seele anhauchte, und mit Glanz übergoß, schwebt ein Hauch über dem gewebten Teppich auf der Auktion. Es konnte sein, daß ber Teppich jeboch im Zimmer eines eleganten Herren, vielleicht im Zimmer eines Schauspielers ausgebreitet war. An der Wand ziehen sich halbhohe Bücherregale entlang mit dunklen kostbaren Lederrücken, darin in Gold Titel und Namen eingepreßt leuchten. Masken an den Wänden geben dem Raum etwas Fernes, Schweigendes unb Unburchbringliches. Der Teppich war vor einen weichen tiefen Sessel gelegt, worin ber Schauspieler oft lag unb blaue Zigarettenringe in die Lust blies, wenn er über eine Rolle nachbachte, ober von vergangenen unb zukünftigen Bühnenerfolgen träumte. Einm-al meldete sich eine junge Dome, bie ben Schauspieler schwärmerisch verehrte, zu Besuch. Als bie junge Dame ben Teppich sah, klatschte sie vor Freube in die j^änbe unb tat verzückt. Sie sagte: „Ein schöner Tevpich. Oh die reizenden Tiere! Lassen Sie mich sehen, welche Tiere es sind!" Und da es ber erste Besuch der Dame beim Schauspieler war, knieten sich beide auf den Teppich hin, um den vielfältigen Tierreigen näher zu betrachten. Sie knieten Körper an Körper, unb der Schauspieler legte den Arm um die Schulter des Mädchens. Schauspieler haben Begabung für fofor- tige Vertraulichkeit unb das Mädchen erschauerte angenehm unter der Berührung des schwärmerisch Verehrten. Dann strich er dem Mädchen über das Haar, dann gab es Küsse, erst kurze, dann immer längere, und auf dem Tisch standen Schalen mit Obst und Leckereien, unb sie naschten davon, steckten sich die Leckerbissen in ben Mund unb taten verliebt. Unb so geschah es noch an vielen Nachmittagen. Aber dann legte der Schauspieler immer seltener seinen Arm um bie Mädchenschulter, immer seltener wurden bie Küsse, immer seltener auch bie Leckereien, gelangweilt blätterte er in Zeitschriften herum, ober er schrieb in Anwesenheit des Mädchens Briefe, ober er führte lange, von Gelächter burch- flochtene Gespräche am Telephon mit einer dem Mädchen unbekannten Frauenstimme. Der junge unb elegante Schauspieler war ber Besucherin müoe geworben. Und bas Mädchen fühlte bie Erkältung beim Manne erst nach geraumer Zeit, unb als es biefe Erkältung bemerkte, warf es sich, entsetzt unb gepeinigt vor Eifersucht, auf ben Teppich nieber unb umklammerte unter Tränen unb Vorwürfen bie gutgebügelten Hofenbeine. Gott wie theatralisch, saate der Schauspieler, als das junge Mädchen fassungslos zu feinem Füßen schluchzte. So hatte der Teppich zwei Eindrücke. Zwei fast unsichtbare und winzige Eindrücke zurückbeyalten — ben einen hatte bie Freube verursacht, ben anberen Leid unb Kummer. Unb man hätte meinen sollen, baß beide Einbrücke tief und schwer gewesen wären unb dem Teppich einen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt hätten. Aber mit Leichtigkeit hatte ein Dienstmann den Teppich auf die Schulter genommen und in das Auktivnshaus gebracht. Er spürte von den Eindrücken nicht bas Geringste. Weber von dem bangen Glück bes Knaben, noch vom Himmel unb von ber Holle eines üebenben unb anmutigen Mädchens. Neue Ergebnisse der Storch-Forschung. Don den deutschen Dogelwarten Rossitten unb Helgoland wurden im Laufe bes letzten Jahrzehnts 15 Storchforschungsgebiete geschaffen, in denen der ganze Storchnachwuchs durch Beringung Jahr für Jahr erfaßt wird. Dabei werden Ringe verwendet, bie nach Gebieten unterscheidbare Schlaufen-Aus- schnitte haben und bei denen auf bie Lesbarkeit ber Ziffern besonders geachtet ist. Das Ziel dieser Beringungen ist die Erfassung der Heimkehrer durch Ablesung, wenn sie auf Dach ober Horst Fuß gefaßt haben. In einem gut besetzten Gebiet wie etwa dem Forschungskreis Insterburg (Ostpreußen) werben alljährlich über 1700 Ringe unter Einsetzung ber Genbarmerie untergebracht und gleichzeitig an vielen Stellen die Ringe von Heimkehrern abgelesen. Durch diese umfassende Arbeit ensiteht ein genaues Bild dieser Vogelart, ihrer Verörei- Montag, Y.Zxni 1441 in allen Teilen Wahlverläufe ne 60-Jahrfeier bes uni unsere oberhessische Heimat so verdienten VHC. Oie Wettkämpfe des IR(3.TR i. Fünfzig Jahre lang hat der Vogelsberger Hohen» Club (VHC.) fein traditionelles Hoherodskopffcst fast alljährlich um die Zeit der Soimnersonnen- wende gefeiert. Nachdem 1935 bas im Jahre 1907, begründete Bergfest bes NS. Reichsbundes für Leibesübungen auf bem Hoherobskopf burch Bezirks« fachwart für Turnen, Dr. Siegert, Stockheim, wieber zu neuem Leben erweckt worben war, uer« zichtete der VHC. aus freiem Entschluß auf bie eigene Verbandsveranstaltung; er gliederte sich ein in die große Gemeinschaft des NSRL. unb feiert seitbem mit den Kameraben von Turnen unb Sport gemeinsam bas H 0 h e r 0 d s k 0 p s b e r g s e st, das seit 1935 einen, ungeahnten Aufstieg genommen, wurde -doch im Jahre vor dem Kriege die Zahl von 1780 Wettkämpfern erreicht. Sich in irgend einer Form an der 60-Jahrfeier des VHC. zu beteiligen, war für die NSRL.-Führung unseres Heimatgebietes eine Selbstverständlichkeit. Aus Anregung van Bezirkspressewart Oß- wald (Bad-Nauheim) hat NSRL.-Bezirksführer SA>Sturmbannführer O t t e r ib c i n (Friedberg) verdunkelungszeil 9. Juni von 21.42 bis 5.00 Uhr. volkstümliche Wettkämpfe als Ersatz für bas Hohe» robskopfbergfest ausgeschrieben, das aus Verkehrs« technischen Gründen in diesem Jahre nicht auf der Bergeshöhe stattfinden konnte. Tiit 170 Teilnehmern! aus den NSRL.-Bezirken Friedberg, Oließen und Marburg hatten die volkstümlichen Vreikämpfe der verschiedenen Altersklassen, die auf dem Bockzahl bec Schotten durchgeführt wurden, eine recht gute Besetzung aefunben. Unter Leitung des stellvertretendem Bezirksfportwarts Karl Heil (Weißkirchen) und seiner Mitarbeiter wickelten sich die Kämpfe reibungslos ab. Erfreulich war ber frohe Einsatz betf Jugend, die mit den älteren Kameraden um den schlichten Eichenkranz kämpfte unb babei recht gute Leistungen zeigte. Die Siegerehrung nahm Sportbezirksführer Otterbein (Friedberg) vor. Anschließend entbot er bem VHC. zur 60-Jahrfeier bie herzlichsten Grüße ber Bezirksführung unb des NSRL., dabei beim Wunsche Ausdruck gebend, daß die kameradschaftliche 3 uif amm en arbeit des NSRL. mit dem VHC. bei der Gestaltung des Hoherodskopfbergfestes sich auch irr Zukunft bewähren möge. Der Bezirksführer sprach die Hoffnung aus, daß das Hoherobskopfberafeft im nächsten Jahre wieder auf der herrlichen Bergeshöhe im alten Glanze und mit feinen Vorkriegsteilnehmerzahlen gefeiert werde Kamerad Otter* dein mahnte zu nimmermüdem Einsatz, besonders bei den jetzt zur Durchführung kommenden Turn- unb Sporttagen in ben Gemeinden, Kreisen unb im Bezirk. Er gebadjtc ber Kameraden im feldgrauen Rock und gelabte mit dem ganzen Bezirk treueften Einsatz in der (Erfüllung ber bem NSRL. im Kriege vom Reichssportführer aufgetragenen Pflichten und Aufgaben. Dieses Gelöbnis klang aus in bem begeistert erwiderten Treuegruß an den Führer. Die Lieder der Nation beschlossen die eindrucksvolle Feierstunde. Oie Ergebnisse. Aus der Siegerliste geben wir nachstehend einem Auszug. M ä n n e r - O b e r st u f e: 1. Fritz Steinlein, Tgm. Friedberg (Wehrmacht°Heer), 60; 2. Walter Karle, Tgm. Friedberg (Wehrmacht-Heer), 46 P. M ä n n e r • 11 n t c r ft u f e: 1. K. VcWheimer, To. Nidda, 58; 2. F. Wetterau, Tschft. Büdingen, .H. Herbst, Tschft. Büdingen, 45 P. HI.-Kl ässe A: 1. W. Ruckdeschel, Tschft. Büdingen, 76; 7. Hermann Hinterlang, Tv. Klein-Linden, 56; 16. Hermann Süßei, To. Lich, 46; 22. Werner Nordmann, Pvstspv. Gießen, 40; 23. Manfred Uhl, Tv. Lich, 39; 25. (Egon Otto, Tv. Klein-Linden, 37 P. HI.-Klasse B: 1. H. Wien, Tv. Burgholzhausen 62; 3. Fritz Bree, Postspv. Gießen. 57; 10. Werner Hofmann, Postspv. Gießen, 42 P. Altersklasse I (32 bis 40 Jahre): 1. A. Pfeffer, Tv. Nieder-Eschbach, 64; 3. Wilhelm Weis- tungsbebingungen und Beftanbsänberungen, über bas ber Leiter der Vogelwarte Rossitten, Dr. Ernst Schüz, in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" berichtet. Der Storch als Kenner eines großen Speisezettels, als Segelflieger, als Weltreisender und als spätreifer langlebiger Vogel hat eine ganz besondere Art, fein Leben zu gestalten. Er versteht geschickt, fast jede Art von tierischer Nahrung auszubeuten; Frosche sind durchaus nicht immer seine vorherrschende Nahrung, sondern er tonn sich auch, wenn sie massenhaft auftreten, auf Regenwürmer, Heuschrecken, Maulwurfsgrillen, Maikäfer, Laufkäfer, Blattwespenlaroen, Wollhandkrabben und Fische umstellen, sodaß cs eine ernstliche Hungersnot für Freund Adebar kaum gibt und er für den Menschen durch seine Schädlingsbekämpfung auf Wiesen und Aeckern nüsjlich wird. Den Luftraum beherrscht er in erstaunlicher Weise, aber während ber Schwarzstorch als Walbbewvhner sich auch zwischen Zweigen noch geschickt zu bewegen weiß, braucht ber Weißstorch viel freien Raum für An- und Abflug vom Nest, denn er ist in hohem Maße Segelflieger und demnach ein Meister im Ausnützen von Aufwinden, nicht aber im Landen und Starten auf beengtem Raum. Der Weißstorch vermeidet auch möglichst ben Flug über die See unb fliegt lieber Tausende von Kilometern über die nahrungslose Wüste. Als Großsegler braucht er die warmen Luftströmungen, die gerade von den Landmassen am Tage aufzusteigen pflegen. Schönwettertage sind besondere Fluglage für ihn, Regentage unbeliebt. Alljährlich meistert der Storch auf dem Zuge zweimal ungefähr 10 000 Kilometer, aber er läßt sich dazu Zeit, im Herbst wohl etwa drei^ Monate. Erfahrene Vogel sind bei der Wanderung entscheidend, und die unerfahrenen fliegen eben mit, aber eine ungefähr südliche Richtung vermag, wie Versuche gezeigt haben, auch der unbeeinflußte Vogel zu finden. Die noch nicht reifen, einjährigen Störche verbringen oft ben Sommer nicht in der Heimat, sondern irgendwo im Zug- gebiet, sogar in Afrika. Erst bei Dreijährigen beginnt ein Interesse an Horst und Brutrevier; die meisten (Erftbrüter sind Vierjährige. — Der Storchbestand ist zeitlich und örtlich oft recht schwankend; die letzten 15 Jahre brachten im ganzen eine stark- Aufwärtsbewegung. C. Ke desverkehrsverHandes, des städtischen Verkehrsamtes und der Heimatvereinigung Schiffenberg. Die Versammlung übermittelte den erkrankten För- Tagung derern des Gleibergvereins, den Herren Oberbür- dem Ge das Beste zu leisten. germelfter Ritter, Landrat Grillo (Wetzlar) Generalversammlung des Gleibergvereins Clemens fuhr fort: „Dann mar da noch die Sache vor und Mitglie- daß die mit der üerbestand ist unverändert geblieben. Infolge Mangels an Material und Arbeitskräften wurden nur geringe Jnftandsetzungsarbeiten an Ruine und (9e= Lumpen find wichtig für die Lertiiwirtschaft. Laß fit nicht den Motten rum srg-, gib fit an das nüchfte Schulkind wtiteel ** Ladenschluß um 19 Uhr. Der Oberbürgermeister weist in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil darauf hin, daß der Ladenschluß in den Sommermonaten allgemein auf 19 Uhr festgesetzt ist. Landkreis Gießen. = Göbelnrod, 9. Juni. Am morgigen 10. Juni feiert der in weiten Kreisen bekannte es drinnen nicht erwähnen, weil mich Mühsam sonst nachträglich vorlädt. Ich habe natürlich von Anfang an allerhand gewußt, was die Polizei bis heute noch nicht weiß. Bei keinem andern hätte ich geschwiegen, — nur gerade bei ihm, hol's der Teufel, es war so etwas wie Rivalität zwischen uns feit Anbeginn." Sie fragte streng: „Was hast du gewußt?" „Oh — nichts Entscheidendes natürlich. Aber ich wußte, daß er lügt — auf eine überzeugende und glaubhafte Art, die bei so ernsten und klugen Männern etwas Gefährliches hat. Warum hat er dir nie etwas davon gesagt, daß er dich damals bei der Modenschau im Ringstraßenhotel gesehen und sofort erkannt hat? Ich hörte, wie er sich nach deiner Adresse erkundigte, damals, als du weg warst und ich dir die Blumen schicken wollte. Warum hat er dir nie erzählt, daß er dich gesehen hotte?" Sie brauchte ein paar Sekunden, um ihre trocken gewordenen Lippen zu befeuchten. „Ich begreife es sehr gut", sagte sie bitter, „er hat mich als Empfehlung und Strohmann im Haus gebraucht." Clemens war verblüfft. „Wieso? Wieso Emp- pfehlung und Strohmann?" Aber sie wollte-es nicht erklären, jetzt noch nicht. Jäh war ihr die Erkenntnis gekommen, wer seinerzeit den anonymen Brief an das Stellungsvermittlungsbüro geschrieben hatte: Paul, der sie bei der Modenschau gesehen und dann wohl herausgekriegt hatte, daß sie eine Stellung suchte. Da 'war ihm der Gedanke gekommen, sie in seine Pläne einzubauen. Und er hatte es durch den Brief an das Büro versucht. Wie teuflisch klug und geschickt, auf diese Art konnte er unauffällig ins Hous kommen, konnte aus ihr herausholen, was ihm dienlich war. Gerda traf es wie ein Schlag, sie konnte noch nicht darüber sprechen. Dornotizen. Tageskalender für Alontag. Gießener Vortragsring: 20 Uhr in der Neuen Aula der Universität Sonder-Veranstaltung „Erwin Guido Kolbenheyer liest aus eigenen Werken". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Maskerade". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die gläserne Brücke". »w Äs k '1. QU(f »^1 W mehr bi pmer all, JJw auch «llschast »tonnte „ft Boller libe Rtol)tilb bei aWionso Minbuftrii Momme Weit sei m Somei klein nicht l'j beim Ali Mniumhüt p tonnen. Nr aus A [ Mehrfache |q mar eher H schwedisch» pings mir e Produkt i 'iörbetung kn zur Di Ito Form jo kann i toter lieg Nie Sach \ gegebener Regelung ergebe keine Schwierigkeiten, so Hoffnung bestehe, sofort nach Kriegsende Verwirklichung zu beginnen. Lehrer Praß legte die Iahresrechnung erläuterte die einzelnen Positionen. Der NeNaim lmM. Roman von Elisabeth jjolt (Schluß.) In seinem Koffer liegt ein ganzer Pocken von Zeugnissen über frühere Anstellungen. Ausgezeichnete Zeugnisse durchweg. Nur die Daten sind nicht ganz ridjtig.--Er besaß eine saubere Fassade von geradliniger Männlichkeit und dahinter die nie aufzuhellenden Untiefen einer Bestie. Es kann aber auch fein, daß es irgendwo in der Welt Leute gibt, die ihn noch von einer dritten Seite kennenlernten. Vielleicht stand ein verhehltes kostspieliges Laster als Triebfeder hinter allen feinen Verbrechen — hinter den Raubmorden, den Einbrüchen mit der enormen Beute, vielleicht ist er auch das Opfer eines Erpressers gewesen. Weiß man es? Peter Schiff hat keinen Äefährten gehabt und Paul Bürger keinen Freund. Er Hot auf zwei Kontinenten das Leben eines vorbildlich bescheidenen Mannes geführt, und es bleibt ungeklärt, ob die Riesensumme seiner Beute unter unbekannten Namen in einem Bankjafe liegt, ober ob der Mann der großen, tollkühnen, lebensgefährlichen Wagnisse vielleicht nicht den Mut zu geschickter Verwertung aufbrachte. Polizeirat Mühsam war da und die Herren Schweiger und Spohr, zwei erwartungsvolle junge Wachtmeister, und ein Assistent ooip Gerichtsmedizinischen Institut. Auch Dr. Kempf und Gerda Maurer waren do. Sie alle fanden sich in dem großen, ziemlich verstaubt aussehenden Raum ein, der ehemals Polo Luckners Schlafzimmer gewesen war, und hörten Kommissar Schweigers zusammen- foslende Darstellung an. Er sprach von Peter Schiff und was man von der Neuyorker Polizei über ihn erfahren hatte. Daß man, nachdem man allerlei Photos hinübergeschickt hotte, von denen keines das richtige war, das Zugeständnis erhalten habe, daß auch drüben der Fall Peter Schiffs keineswegs klar war. Carter, auf den man zuerst Verdacht gehabt hatte, sei in Muyork nicht zu identifizieren gewesen, und es habe sich herausgestellt, daß die bisherigen Angaben über Peter Schiff außerordentlich ergänzungsbedürftig gewesen seien. Gewisse Anzeichen hätten darauf schließen lassen, daß Schiff unmittelbar nach jeder Tat den amenfa- Nischen Kontinent verließ, um nach Europa zu reifen — so wie nach dem Mord an Roste Barker. Schiff ist jedesmal erst ganz kurz vor der Tat an s? erb I! Nirtscha E freie L lach'N ui«, M U 8«* WnJ. L Handels Lon sich ■ L Oriente [M die L und der t sehr viel Mt Zeiten ßschon oorh hin der T W. M 1 fei und ;its vir knien zu r feite, es ss fe wichtigst ß nicht ai «ursuhr ko ■Jen, da sie b reichlich feden trotz fei Verzicht V< ,ll er.jeu- k Lisenhalt her eigenen :if lag der k Llei- i irtiert. Ein ns in Sch' däuüen vorgenommen: die vorgesehenen Geldsummen wurden dem Umbaufonds zugeschrieben. Auf Antrag des Kassenprüfers E. Leib erteilte die Versammlung Entlastung. Burgbaumeister Mohr führte über die A b - ändern n gen der Wirtschaftsräume im Erdgeschoß des Nassauerbaues etwa folgendes aus: Den Anstoß für den Umbau gaben Beanstandungen des Ausschanks. Der anfängliche Plan nahm Rücksicht auf das „gemalt Stübche" mit feinen Wandmalereien, die man aus Gründen der Pietät glaubte erhalten zu muffen; die Wohnung des Wirtes sollte ins Dachgeschoß verlegt werden. Als weit bessere Lösung Hot sich aber erwiesen — ausgehend van dem Gedanken, den schönsten Raum iih Bau den Gästen zugänglich zu machen — die jetzige Küche und die beiderseitigen Privaträume für Gastzwecke umzubauen mit dem herrlichen Blick nach Süden auf Gießen; etwa 80 Gäste vermögen hier an bequem geordneten Tischen Platz zu finden. Die etwa 60 qm umfassende Küche kommt an die Stelle der jetzigen „Bauernstube" zu liegen. Ausgänge und Ausschankverhältnisse sind bestens geregelt. Unmittelbar aus dem in Wirtschafts- und Spülküche gegliederten Raum führt eine Treppe in den Wirt- fchoftskeller. Die grofje, jetzt nicht zur Geltung kommende Treppe im Albertusbau wird freigelegt, neue Bedürfnisanstalten entstehen am Platze der Waschküche. Die Verlegung der Wohnung des Wirtes in das Kellergeschoß, das infolge des abschüssigen Geländes nach einer Seite freiliegt, ist gut möglich; fünf Räume können hier mit Leichtigkeit geschaffen werden. Der stellvertretende Provinzialkonservator Baurat Dr. Feldtkeller, würdigte die verdienstvolle Arbeit des Geibergvereins -und erhofft erfreuliche Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Er äußerte sich zu den Umbauplänen und bezeichnete sie in ihrer inneren Haltung als hieb- und stichfest. Auch gab er die Zusicherung geldlicher Unterstützung. Kreispropagandleiter Kotz (Wetzlar) regte großzügigen Einbau von Fremdenzimmern an, da nach dem Kriege hierfür ein vermehrtes Bedürfnis vorliegen werde. Der Gleibergverein hat schon öfters über dieses Problem beraten und ist nicht abgeneigt, je nach Umständen später diesen Plänen näher zu treten. — Schriftleiter Schuster überbrachte eine internationale Pelzhändlergruppe für da» märchenhafte, unheilbringende Stück." „Wie gut, daß ich ihn damals von Birinsky nicht nahm", sagte Gerda leise, fast als sei diese De- merfung nur für sie selbst bestimmt. Der Wagen lief ruhevoll brummend die enge, dem betreffenden Ort aufgetaucht und sofort danach wieder verschwunden, was die Vermutung zulasse, daß er gar nicht in Amerika lebe, sozusagen nur zu Gastrollen hinüberkomme. Mühsams ursprüngliche Theorie, daß der Einbrecher in Parkstraße 16 mit Schiff personengleich fei, habe sich so immer mehr befestigt. Teils hörten die Anwesenden diesen Darlegungen zu, teils taten sie bloß so. An Gerdas Ohren zum Beispiel ging das meiste der sachlichen Rede vorüber, für sie ist dieses Zimmer voll von lebendigen Bildern und Erinnerungen. Vorhin hat sie eine Bürste vom Ankleidetisch weggenommen und darin ein kupferrotes Haar gefunden, einen metallisch glänzenden Faden, der sich noch immer eigenwillig zusammenringelt. Drüben auf dem Bett liegt der Zobel. Faul und hochmütig spreizt er sich auf den nackten weißen Matratzen und zeigt sein aufgetrennte 5 Brokatfutter, den zerrissenen Wattebalg der Schulterpartie her. Die Polizei wertet den Fall als Zufallserfolg mit beachtlich lehrreichen Einzelheiten. den Gegner vollständig ein. Diese zwingende liebe» legenheit war auch der Grund für das Vergebe der herausgespielten Torgelegenheiten. Die Mani schäft hatte offensichtlich den Eindruck, daß gegei über diesem Gegner nach Belieben gewonnen we den könnte. Eine Auffassung, die sich fast bitter gerächt hätte. Schiedsrichter Bücher leitete einmanb. tMi8e r stebielen Ning «usmirfi M!en’ b rwn S glicht c Mbenn iW do! um B d R.löfte jbWunq N 6,in? mttr il°M° »mV 1 iE y do IkJ* d-n «uh M d°° biAn de isr kehrenreiche Straße durch den Wiener Wald. Sie schwiegen. Clemens Kempf achtete genau auf den. Weg. Nur einmal, kurz bevor sie sich wieder der Stadt näherten, blickte er zu Gerda hinüber. Ast Gesicht war von einem stillen, glücklichen Ausdr^ wie von innen her erhellt, alles Gehetzte und Müde wlen unten — ich kenne die dor- i war ausgelöscht. Er fuhr ganz langsam und mit sind beinahe Spelunken. Damals größter Behutsamkeit. Seine Rechte suchte ihtt caustriegen, was die Polizei mit 1 Hand, die er küßte. Spielverlauf: Die Gießener spielen zuerst mil der Sonne im Rücken und reißen nach zwei Durch, brüchen der Gäste das Spielgeschehen vollständig an sich. Kraft und Ehmann brechen mit dem Flügel spiel immer wieder durch, um im Strafraum flr versagen. Ehmann schießt zweimal in aussichtss reicher Position daneben. Zwei unheimlich schoif geschossene Bälle von Kraft treffen nur die Lattj Als derselbe Spieler allein vor dem Tormann steh^ schießt er daneben. Auch verschiedene Ecken dringeq nichts ein. Als es 0:0 in die Halbzeit geht, können ■ die Gäste darüber sehr froh fein. Nach Wiederbs. ginn haben die Gießener offensichttich die Ermahi nungen in der Halbzeit beherzigt. Sie spielen foiu zentrierter, und der Erfolg bleibt nicht aus. Alr der Verteidiger bedrängt seinem Tormann zuruä geben will, startet Kraft dazwischen und schießt ein. Schon zwei Minuten später kann derselbe Spieler eine Flanke von links zum zweiten Tor einköpfen« Weiter drängen die Gießener, scheitern jedoch an dem Tormann der Gäste. Die Homburger werden in ihrer Spielweise jetzt schneller. Der linke FlÜA« wird jetzt bevorzugt eingesetzt. Als der Mittelstur mer mit einer Flanke von Jints Ziegler passiere« will, wird er unfair gehalten. Den fälligen Elsmetv schießt der Mittelstürmer ein. Ein erneuter Flav kenlaiuf des Linksaußen, eine Körpertäuschung de; Mittelstürmers und der Halbrecht steht frei Doßt- Larwig. Sein Schuß ist nicht zu halten. Die Gästr verstärken nur ihre Abwehr und halten das Resultat. Wasserballspiel Gießen — Wetzlar. Am Samstag hatte der Gießener Schwimmvereiri Wasserballspieler aus Wetzlar zu Gast. Es wurdni zwei Spiele ausgetragen, bei denen jedesmal dir Mannschaft der Gießener verdienter Sieger nnirtte, Gießen spielte in folgender Aufttellung: Tor Beckert; Verteidigung: Pascoe, Schomber; Sturm: Kirstein, Funk. Das erste Spiel endete 6:2 (2:1) für den SB. Gießen. Dom Spielbeginn an war Gießen sofort im Angrifi. Durch ein Mißverständnis ging Wetzlar aber mit 1:0 in Führung. Hierauf fanden sich jedoch । die Gießener, und bis zur Pause wurde ein knapper Vorsprung erkämpft. Nach dem Seitenwechsel war der SV. Gießen durchweg überlegen und gewann: sicher. Beim zweiten Spiel setzten die Wetzlarer ander« Spieler ein, aber auch diesmal siegte Gießen, mit derselben Mannschaft spielend, mit 5:2 (2:1) Toren. Das Spiel war in der ersten Hälfte ausgeglichen,j aber in der zweiten Halbzeit behielt Gießen durchs bessere Technik und Ausdauer die Oberhand. Die Gießener Mannschaft zeigte jedesmal ein I schnelles und technisch ausgezeichnetes Spiel. Die Ballabgabe und der Torwurf waren hervorraaenö. Der Wettkampf bewies wieder einmal, daß auch im Krieg die Arbeit des NSRL. weitergeht. Das Rückspiel wird demnächst in Wetzlar aus getragen. mantel, Tv. 1846 Gießen, 57; 8. Walter Schmitz, SA. G i e ß e n , 45 P. Altersklasse II (41 bis 50 Jahre): 1.Gustav Baldauf, Tv. 1846 Gießen, 71; 5. Walter Jürgens, Tv. 1846 Gießen, 64; 8. Uffz. Karl Spamer, Wehr- macht-L., 60 P. Altersklasse III (über 50 Jahre): 1. Adam Popp, Tgm. Friedberg, 8§; 8. Philipp Götz, Postspv. Gießen, 59; 10. Ludwig Petri, To. 1846 Gießen, 55 Punkte. Frauen: 1. Gertrud Greger, Spg. Dortelweil, 60 Punkte. B D M. - K la s s e A: 1. Alwine Lehr, Tschft. Büdingen, 64; 2. Gertrud Hörder, Tv. Klein-Linden, 49 Punkte. B D M.° Klasse B: 1. Griedeldis Butsch, Tgm. Friedberg, 81; 7. Irmgard Süßei, Tv. Lich, 57; 11. Paula Urhan, To. Lich, 51; 13. Elisabeth Lenz, Tv. Klein-Linden, 47; 14. Erna Stein, Tv. Lich, 40 Punkte.