Mittwoch,Y.AprNMI Gietzener Anzeiger Oslo, An-f-ana April 1941. jeder einmal hallen hier im Norden die Bor unb Iil 'ilhiÜ! I m rnd mir Deutsche, die n M V »11:11 so überrascht, wie un hr« ; ich gerade diesen Eindruck Iaitfen, denn die «roße Zeit, TkirM Üt'hren vielgestaltigen milit legin: Ikmmissen manches bald a' NU so überrascht, wie unsere Umwelt. Es lohnt »hren vielgestaltigen militärischen und politischen Li immer ausgespielt. Führr.' (1 Frachtschiffe von etwa 8000 BRT. ver- >iten M int C® des en. Bulgariens außenpolitische Linie )»rr Unabhängig davon hat schon in ins Gedächtnis zurück- in der wir leben, läßt es hing Toi". Ith lis Wv ese y 1 trtiJ lat W teil iq, dn W bei | enIeiiüW er 1 Erfolgreiche Angriffe im Güdosten Trotz großer Geländeschwicrigkeiten und gegen zähen Widerstand ■ 1 Zusammengehen mit England, ein leichtes ( zu haben. Die Umtriebe der Engländer wur- hier im Lande immer deutlicher. In Oslo ielte man die Gesandten Englands und Fränking durch „aktivere" Personen aus. Längs der ^1:egischen Küste traten mit Einwilligung der pegischcn Regierung englische Marineoffiziere Konsuln auf. Der Secret Service, das System Mfichwarzen Handelsliste, und wie die mannigfal- versteckt und offen arbeitenden englischen Minittel alle hießen, machten sich mehr und bemerkbar. Während des Finnlandkonflikts Personen wurden verletzt. Die ungarische Flak hat beide Flugzeuge abgeschossen. Ein jugoslawisches Bombenflugzeug, das die Stadt S i k l 0 s angegriffen hatte, stürzte ab. Die Besatzung kam ums Leben. __. fssen manches bald als allzu selbstverftänd- ItJ jni) gewohnt erscheinen. Wenn heute unter den Oer Wehrmachibericht Berlin, 8. April. (BJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Troh zahlreicher Geländeschwierigkeiten und Strahenstörungen wurde der Angriff der deutschen Truppen an der serbischen und griechischen Front gegen zähen feindlichen Widerstand mit Erfolg fortgeführt. Die Luftwaffe griff auch am gestrigen Tage trotz ungünstiger Wetterlage in rollenden Angriffen militärische Fiete der F e st u n g Belgrad mit Spreng- und Brandbomben an. 3n hallen und Anlagen des Hauptbahnhofes entstanden neue Grotz- feuer. Angriffe von Sturzkampf- und Zersiörer- verbänden richteten fich gegen feindliche Flugplätze in Serbien, hierbei wurden 3 2 Flugzeuge am Boden zerstört und zwei weitere Flugzeuge schwer beschädigt. 3m Save-Gebiet vernichteten Kampfflugzeuge Lisenbahnbrücken, Bahnhöfe und Gleisanlagen und erzielten Volltreffer auf Transport- und Betrlebsstoffzügen. 3m Raum um liest üb bekämpften Verbände der Luftwaffe 3nfanterie- und Kraftfahrkolonnen durch Abwurf von Sprengbomben und mit Bordwaffen. 3agdflugzeuge schossen am gestrigen Tage im Südostraum 20 feindliche Flugzeuge ab. Ein Kampfflugzeug vom Muster Bri- stol-Blenheim konnte in der Oslsteiermark zur Landung gezwungen werden. Die Luftwaffe führte am 7. April gegen Großbritannien und die britische Schiffahrt den Kampf mit starken Kräften weiter. 3m Seegebiet um die britischen 3nfe(n wurden gestern bei Tage zwei Budapest, 8. April. (DNB.) Ein jugoslawisches Bombengeschwader hat am Montag die Stadt ung R Inders^ stlerW haben bedeutende Kräfte neuerdings unsere Grenzposten angegriffen. Ganz Bulgarien verfolgt mit großer Anteilnahme die Kriegsereignisse i n Mazedonien. Es bereiten sich Geschehnisse vor, die für das gesamte bulgarische Volk von ungeheurer Bedeutung sein werden. Die bulgarische Regierung ist bereit, wenn es nötig wird, die Ehre, das Recht und die Interessen des bulgarischen Dol. kes mit allen Mitteln zu verteidigen. * Der bulgarische Kriegsminister, General Das- kaloff, besuchte gemeinsam mit dem Minister für Verkehrswesen und öffentliche Bauten die non fremden Flugzeugen bombardierten Stadt- teile von Sofia. Das Unterrichtsministerium hat den vorzeitigen Beginn der Osterferien in Sofia und Küstendil verfügt. Sämtliche Sportveranstaltungen wurden verschoben. Auch die Oper und das Schauspielhaus haben am Montag ihre Vorstellungen abgesagt. Flucht der jugoslawischen Regierung aus Belgrad. Madrid, 8. April. (DNB.) Reuter meldet, daß die jugoslawische Begierung Belgrad mit unbekanntem Ziel verlassen hat, auch der britische Gesandte in Jugoslawien, Campbell, mit dem gesamten Personal der Gesandtschaft sei aus der Hauptstadt abgereist und befinde sich „irgendwo in Jugoslw wien" in Sicherheit. Neun jugoslawische Flugzeuge über ungarischen Städten abgeschoffen & se iwffl Annahme von Aruemea für die Mittaasnummer vis 8'/, Uhr des Vormittags Anzelgen-Breile: Anzeigenteil 7 Rvf. le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttetl 50 Stvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nakbläste: Wtederbolung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Dank der würdigen Haltung der Bevölkerung der Rücksichtnahme der deutschen Wehrmacht auf dänische Gefühle und Stimmungen ist es geglückt, sowohl auf politischem wie auf wirtschaftlichem Ge- Hand genommen und halten sie fest in der lieber- zeugung, daß die Haltung Deutschlands gegenüber Norwegen ehrliche und freundschaftliche Beweggründe hat. Keine Macht der Wett — vor allem aber nicht England und sein Helfer Amerika — werden imstande sein, gegen die ungeheure Kraft unseres deutschen Brudervolkes etwas auszurichten. Es sind nur Stümper und politische Glücksjäger, die unserem Volk vorspiegeln wollen, daß die alte Zeit mit ihrem alten Regime und ihrer England-Orientierung noch einmal zurückkehren könnte. Die internationale Kamarilla, die in Norwegen herrschte, verstand wohl, daß, wenn Deutschland siegte, ihr Regime sich nicht länger in Norwegen halten könnte. Daher wünschte sie von ganzem Herzen Deutschlands Niederlage. Ebenso gut öerstand sie, daß sie fertig sein würde, wenn Norwegen auf die Seite Deutschlands käme. Deshalb mußte Norwegen auf die Seite Englands manövriert werden, wenn die Proforma-Neutralität aufgegeben werden mußte." Der frühere norwegische Außenminister K 0 h t habe das norwegische Volk erwiesenermaßen bewußt hin- ters Licht geführt, als er am 6. April vor dem Parlament die ihm am Vorabend überreichten englischen und französischen Noten verschwieg. Erst nachdem das englische Expeditionskorps am 6. Avril eingeschifft und der Feldzug Englands gegen Norwegen am 7. Avril begonnen habe, habe Koht die Noten der Oeffentlichkeit übergeben. Nachdem die Nasjonal Sämling zur staats- führenden Partei geworden sei, stehe Norwegen heute schon sechs Monate in einer Periode wl 'M 1 kJ ' W Ä M M kiiii 1 biet durch das vergangene Jahr unter günstl- g e r e n Bedingungen durchzukommen, als wir zu Beginn zu errechnen wagten. Die bisherige Entwicklung berechtigt uns, zu hoffen, daß Dänemark auch künftig durch die schwierigen Zeiten besser hindurchkommen wird als viele andere Länder, die ebenso wie unser Land von der großen Ausein- andersetzung berührt werden. Vidkun Quisling zum Jahrestag des deutschen Einmarsches. Oslo, 8. April . (DNB.) Am Vorabend des Jahrestages des deutschen Einmarsches in Norwegen hielt Vidkun Quisling, der Führer von Nasjonal Sämling, auf einer Massenversammlung in Oslo eine Rede, in der er betonte, es werde an Norwegen selbst liegen, welche endgültige Form das Verhältnis Deutschlands zu Norwegen annehmen werde. Deutscherseits sei man gewillt, jedem ehrlichen Norweger die Hand zu reichen. „Wir Mitglieder der Nasjonal Sämling Haven die gebotene •4 fiinfl y ßfiJC iö so. einer „stets vorwärtsschreitenden nationalen Revo lution", das alte System habe seine Rolle für uni 1 iliiiU] !riO ielt! Ji ,w1 Sofia, 9. April (Euröpapreß.) Ministerpräsident Prof. Filoff erklärte im bulgarischen So- branje zur neuen Lage auf dem Balkan: „Seit dem 6. April sind Deutschland und Jugoslawien .n einen Krieg verwickelt worden, in den auch Italien eingetreten ist. Die diplomatischen Dokumente haben die Anstrengungen dieser beiden Staaten aufgezeigt, eine Ausweitung des Krieges zu verhindern und mit Jugoslawien eine Zusammenarbeit auf der Grundlage des Dreierpaktes zu erzielen. Die bulgarische Regierung hatte den Beitritt Jugoslawiens zum Dreierpakt mit Freude begrüßt, weil er auch neue wertvolle Verbindungen zwischen Bulgarien und Jugoslawien geschaffen hätte, zwischen welchen Staaten ein ewiger Freundschaftsvertrag besteht. Wir haben immer geglaubt, daß er die Lösung der noch strittigen Fragen zwischen beiden Nachbarn erleichtern werde. Heute bedauern wir es, daß das schöne Werk zerschlagen wurde. Die Grundlage unserer Außenpolitik war es immer, den Frieden zu erhalten. Auch heute beteiligt sich an dem Krieg zwischen Deutschland und Jugoslawien kein einziger bulgarischer Soldat. Und wir hatten das Recht, anzunehmen, daß unsere Haltung auch in Belgrad günstig gewertet wird. Indessen sind wir Zeugen eines Brudermordes geworden. Die jugoslawische Luftwaffe hat einige Male Bomben auf unser Landgebiet geworfen, und zwar nicht gegen militärische Objekte, son- dem auf offene Städte und auf die friedliche Bevölkerung im Zentrum von Küstendil und in Sofia, wo die Toten und Verwundeten ausschließlich bub latenten englischen Aktion gegen Norwegen, wofür t • nnische Krieg eine günstige Vorlage zu bieten . Als der Friedensschluß in Finnland dieser enheit einer Einmischung ein Ende machte, Wuierte die französische Presse einen neuen und erklärte, die Westmächte seien ent- Men, die norwegische Neutralität nicht mehr zu 1 und die Rolle des Polizisten selbst zu über- Kroatische Freiheitskundgebung in Wien. Wien, 9. Avril. (DNB. Funkspruch.) Heber 500 Kroaten, die serbischer Terror aus ihrer Heimat vertrieben hat, veranstalteten in Wien eine Demonstration, die vor der Reichsstatthalterei am Ball- hausplatz endete. Eine Abownung der Demonstranten begab sich zum Reichsstatthalter 0. Schirach. Der Sprecher schilderte in bewegten Worten die Leiden des kroatischen Volkes unter der serbischen Gewaltherrschaft und übergab eine Adresse, die er dem Führer zu übermitteln bat. In dieser wird ein erschütterndes Bild von der politischen Knech- hing und wirtschaftlichen Ausbeutung Kroatiens durch die Serben, von den Wortbrüchen der Belgrader Politiker und den Verfolgungen kroatischer Nationalisten entworfen. An den Führer wird die Bitte um Hilfe bei der Errichtung eines selbständigen, freien Kroatiens unter der Führung Dr. Ante P a v e l i c s gerichtet. Reichsleiter von Schirach versprach die Denkschrift an den Führer weiterzuleiten und forderte die Abordnung auf, in Ruhe und Zuversicht die kommenden Ereignisse abzuwarten. Er trat dann auf beit Balkon der Reichsstatthalterei und rourtve von den kroatischen Flüchtlingen mit herzlichem Beifall begrüßt. Die llSA.-Hilfe für Jugoslawien. Neuy 0 rk, 8. April. (Europavreß.) Nach Mitteilungen der nordamerikanischen Presse vom Dienstagmorgen sotten in USA.*S)äfen etwa 20 jugoslawische Frachtdampfer mit einem Ton- nageqehalt von 80 000 bis 100 000 Tonnen (etwa die Hälfte der jugoslawischen Handelsflotte) bereit- stehen, um Kriegsmaterial nach dem Bal- f a n zu befördern. „New Port Herald Tribüne" meldet aus Washington, das Weiße Haus scheue nach wie vor davor zurück, seine Flotte für den Schutz von Geleitzügen einzusetzen. Eine positive Entscheidung in diesem Sinne würde erst getroffen werden, wenn die öffentliche Meinung in den USA. für diese Regierungsmaßnahmen reif gemacht worden sei. Allgemeiner Kurssturz an der Aeuyorker Börse. N e u y 0 r k, 9. April. (DNB. Funkspruch.) Die Neuyorker Effektenbörse eröffnete am Dienstag mit niedrigen Kursen. Die Meldungen von Erfolgen der Achsenmächte auf dem Balkan lösten eine beträchtliche Abgabeneigung aus. Zahlreiche Papiere waren rückläufig. Die Börse schloß mit den niedrigsten Tageskursen und in ausgesprochen schwacher Tendenz. „New ?)orf Journal American" spricht von einem allgemeinen, Kurssturz der Neuyorker Börje. Wie norwegische „Staatsmänner" ihr Vaterland verrieten. Von unserem St.-Berichterstatter. Vor einem Fahr. Arn 9. April jährt sich zum erstenmal der Tag, an dem die militärischen Operationen in Norwegen und Dänemark ihren Anfang nahmen und der „kühnste Feldzug der Weltgeschichte", wie der Führer in seiner großen Reichstagsrede das Unternehmen kennzeichnete, begann. Es gibt kaum etwas Dramatischeres als den zusammenfassenden Bericht, den das Oberkommando der Wehrmacht über den Verlauf dieses Feldzuges erstattet hat. Teile des Heeres und der Luftwaffe sowie die gesamte Flotte waren zur Vorbereitung einer einheitlichen Aktion unter persönlicher Leitung des Führers zusammengefaßt worden. Die Sicherung Dänemarks ließ sich infolge der oerftänd- hi du orten Haltung des Königs und feiner Regierung nach kürzeren Gefechten an der Grenze reibungslos durchführen. In Norwegen landeten am 9. April, und zwar sowohl durch Schiffe als auch in Flugzeugen — zum Teil an den englischen Seestreitkräften in nächster Nähe vorbei stoß end — deutsche Truppen. Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Egersund, Christi an sand, Arendal und Oslo wurden besetzt. In Narvik mußte der Widerstand norwegischer Seestreitkräfte, in Drontheim, Christi ansand und vor allem in Oslo die Küstenvertei- bigung durch die Kriegsmarine, die Luftwaffe und gelandete Stoßtrupps des Heeres niedergekämpft werden. Am 21. April waren die gewonnenen Stützpunkte ausgebaut, gesichert und nach allen Seiten hin erweitert, der Raum um Oslo befriedet, die befeftigte Zone Fredrickstadt-Askim in deutscher Hand, Kongswinger genommen und die Landverbindung von Oslo über Christiansand nach Sta- oanger hergesteltt. Weiter nördlich befand sich die Bahn von Drontheim bis zur schwedischen Grenze und ostwärts Narvik der größte Teil der Erzbahn in deutscher Gewalt. Noch waren die Kämpfe mit Teilen verschiedener norwegischer Divisionen im Gange, als die Alliierten zum Gegenschlag ausholten. Unter stärkstem Einsatz von Seestreitkräften und Handelsschiffen warfen sie in Andalsnes, Namsos und Harstad Truppen an Land. Ihre Absicht war, den erlahmenden norwegischen Widerstand neu zu beleben, Drontheim wieder zu nehmen, die schwache deutsche Kampsgruppe im Raum von Narvik zu vernichten und bei günstiger Gelegenheit gegen das schwedische Erzgebiet von Gättoare vorzustoßen. Dieser Versuch fand überall ein klägliches Ende. Am 30. April reichten sich die in Oslo und Drontheim gelandeten deutschen Truppen bei Stoeren, 50 Kilometer südlich Drontheim, die Hand. Fluchtartig zogen sich die Engländer zurück. Am 6. Mai wurden Grong, Namsos und Mosjoen von unseren Truppen genommen. Bodö, über 500 Kilometer von Drontheim entfernt, wurde am 1. Juni erreicht. Am 8. Juni gab der Feind Narvik, das am 28. Mai hatte geräumt werden müssen, und damtt das letzte Stück norwegischen Bodens auf. jfotn des Frühlings ihren Einzug. Ein Jahr ist es air her, seitdem deutsche Soldaten den Raum von )-! bis Narvik besetzten und das kühnste Lan- ,,M'Sunternehmen der Kriegsgeschichte Wirklichkeit orten ließen. Die Welt hielt damals den Atem m xnd wir Deutsche, die wir hier lebten, waren DtM hi««!x an Sy jooIIof -hehl der Inschutznahme. .l»3aRen, 8. ülprit. (DNB.) Die b ä n t • Jtfci Staatsreqierung gab über den dam We Rundfunk eine Erklärung ab, in der es he'tzt. vrühlsche Untetr(ltäls6nidtrd B. tauge General-Anzeiger für Oberhessen S*,i«ief|en,9S*HlRrä*e7-» Jahrgang Nr.8§ rx-fdjetm täglich, außer SlimtagS und Feiertags tr lagen: Die Illustrierte >>kener Familienblätter Keniat unBild DieSckolle i^nats-Bezngsvreis: äih 4 Beilagen RM.1.95 tfae Illustrierte • 1.80 xiiettgebühr. „ -.25 •ip.) bei Nichterscheinen einzelnen Swmmern blge höherer Gewalt schlutz 2251 lschrift:„Anzeiger" ck 11686 Irrankf^M. n Strahlen der wieder erstarkenden Sonne II in Norwegen deutsche Uniformen das längst he Bild des Tages bestimmen, so gehen die Ge- n zurück zum Vorfrühling des vergangenen es. Damals war es einmaliges Erlebnis, als )en Anflug der deutschen Luftwaffe chteten und den ersten deutschen Sol- ^iÄen vor der Deutschen Gesandtschaft sahen. [Ile Schlagzeilen der Extrablätter berichteten, die MLcheFlotte sei ausgelaufen. Das war alles, was Ernt am Nachmittag des 8. April wußten. Kein »M'ch dachte an ein deutsches Unternehmen in Mwmenbruch des alten Systems schlechthin. Mit Wi em, die zuerst an ihre Bezüge denken, lieh M > r notwendig gewordene Neuaufbau des nor- W'Dm Gemeinschaftswesens nicht vollziehen Die Wir an erster Stelle erforderliche weltanschau- ivJfyt I mgestaltung konnte nur von derN asjonal i n g ihren Aus gang nehmen. Die Bewegung to -iqg trat in letzter Stunde an, nachdem \xa) IM ehe Parteienwelt selbst unmöglich gemacht hatte. Dänemark am ersten Jahrestag ■mbinaüien. So etwas erschien den Norwegem M MM vornherein als unmöglich, von einer Besetzung - Mjchiks im hohen Norden jenseits des Polarkreises । in zu schweigen. Getragen von dieser Stimmung, Kvten die früheren norwegischen Machthaber bei senkt, drei weitere große $d)iffe schwer beschädigt. Mehrere Hundertkampfflugzeuge führten in der letzten Aacht wuchtige Angriffe gegen zahlreiche kriegswichtige Ziele in Großbritanicn. An der Llyde-Mündung bei Glasgow wurden zwei Hafenstädte mit ausgedehnten werft- anlagen und Ladeeinrichtungen wirkungsvoll mit Spreng- und Brandbomben belegt. Weitere Angriffsziele waren die Häfen von Bristol, Liverpool, 3pswich und Harwich. 3n kühnem Anflug griff ein Linzelflugzeug ein wichtiges Werk der britischen Flugzeugrüstungsindustrie in Mittelengland mit Spreng- und Brandbomben an. 3n den Montagehallen waren beim Abflug starke Brände zu beobachten. Der Feind beschränkte sich bei Tage aus einzelne küstenanflüge im besetzten Gebiet. 3n der letzten Nacht warfen feindliche Flugzeuge im norddeutschen Küstengebiet an einigen Orten Spreng- und Brandbomben. Sie trafen in einer norddeutschen Stadt Wohnviertel. Entstehende Brände konnten rasch gelöscht werden. 3n einem anderen Küstenort wurden durch Sprengbomben ebenfalls Wohnhäuser beschädigt. Unter der Zivilbevölkerung entstanden Verluste an Token und Verletzten. Bei diesen Angriffen verlor der Gegner acht Flugzeuge, von denen fünf durch Nachtjäger, eins durch Flakartillerie und zwei durch Marineartillerie abgeschossen wurden. Die Gesa mtverluste des Gegners am gestrigen Tage betragen 63 Flugzeuge. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. garische Bürger, vor allem Frauen und Kinder waren. Die bulgarische Regierung protestierte energisch durch ihren Gesandten in Belgrad wie auch bei dem jugoslawischen Vertreter in Sofia qeqen diese Handlungsweise der jugoslawischen Szegedin angegriffen. In dem über der Stadt Armee die bulgarisches Blut unnötig vergassen hat. entstandenen Luftkampf schossen ungarische Jager Unabhängig davon hat schon in der Nacht zum sechs jugoslawische Bomber ab. Zwei jugoslawische 3. April jugoslawisches Militär unsere Grenz. Bombenflugzeuge griffen am gleichen Tage Fünf. pofteu beschofzeu und i» der letzten Nacht kirchen an und warfen sechs Bomben ab. Einige ik)5 war in den letzten Tagen des März. In jagte eine Sitzung des Stortings die andere, uni mit schönen Worten und leeren Gesten sparte d e nglandhörige Regierung nicht. Langatmige tztttt, te Hsalimentsreden dienten als dürftige Fafsade eines ? Mtbriebenen Doppelspiels. Die inzwischen ver- ertlärt! < Liffutichea Dokumente haben die wahren Hinter- Djit R flrtMe längst enthüllt. In Abend des 5. April erhält Herr Koht von t 'n He sandten Englands und Frankreichs eine ,n « ^legend wichtige Note, die nicht mehr und nicht ' (j[g«r tr»Titer besagte, als daß die Weftmachte die nor- -min DkWche Souveränität nicht mehr zu beachten ge- jjii Am 6. April hält Koht um 10 Uhr vor- , M1 MMs,s vor dem Parlament eine „wichtige äußern f Mche Rede", in der er die Note bewußt ver- W^vegt. Man stelle sich vor, was das nach nor- nKiti# Ffr1'1 Begriffen bedeutet: Es geht um die Hoheit , 'V tt'5 Staates. Der Außenminister schweigt, führt das ’ toment an der Nase herum, fährt ins Wochen- um erst zwei Tage später — wohlgemerkt zu . Zeit, als die englischen Kriegsschiffe bereits nMA b'M Norwegen unterwegs waren! — auf die Note *W®Fdlufommen. Der Stortingpräsident Ha mbro, i1 L.j ttiüa; Hamburger, leistet diesem an Deutlichkeit :n Ms zu wünschen übrig lassenden Treiben Dor- und beantragt im Parlament, die Aussprache te auszusetzen, bis Kohts Rede gedruckt (!) vor- , Feine Demokraten! Man kann sich gut vor- ... wie enttäuscht diese Herren waren, als statt erwarteten englischen Schiffe die d e u t s ch e c g s m a r i n e in die norwegischen Hafen em- j A Du- die Kenntnis dieser Geschehnisse aus der .'d?r & 8:iticr einem Jahr ist das neue Norwegen tfifliA :u verstehen. Der Flucht der ohnehin genugenv mb te'", bMten früheren Machthaber folgte ein innerlicher __<____k s - - Snfhmifi frhf<»rfvf'hin. Tiit war in der Zeit der hiesigen Hochspannung, e jrj nach dem Ueberfall auf d i e „Alt- is begann. Während noch alle Wett über die- I!klaren Rechtsbruch des englischen Zerstörers ack" und über das unmenschliche Auftreten der ^Wchen Piraten entrüstet war, erklärte Churchill, müde, über die Rechte der Neutralen nach- ken. Seine Rede war damals der Auftakt der Ujfah man in den Straßen Oslos Khaki- Unifor* mit englischen Stahlhelmen. Damals fiel auch er Regierungssitzung das inzwischen bekannt- ne Wort des früheren norwegischen Außen- Bitter5 Koht, Norwegen müsse sich so einstellen, nicht „auf falscher Seite" in den Krieg komme. cs In seinen Rückmarsch stießen deutsche Seestreitkräfte und vernichteten den Flugzeugträger „Glo- rious" mit seinen beiden Begleitzerstörern und Trans- pvrt- und Handelsschiffe mit einem Tonnengehalt von fast 30 000 BRT. Am 10. Juni kapitulierte Norwegen. Die gesamten noch vorhandenen norwegischen Streitkräfte legten die Waffen nieder. Ein Unternehmen von beispielloser Kühnheit war innerhalb weniger Wochen glänzend durchgeführt worden. Es lieferte zugleich ein Musterbeispiel glänzender militärischer Zusammenarbeit von Heer, Luftwaffe und Marine, wie sie in solchem Umfange nach nirgends in der Kriegsgeschichte erlebt worden war. Die Kriegsmarine hatte zunächst die Hauptlast des Kampfes zu tragen und die Voraussetzungen des Gelingens zu erfüllen. Dann kam der hervorragende Einsatz der Flieger, die nicht nur das Auge der Wehrmacht waren, sondern auch die englische Flotte bei Narvik zur Heimkehr zwangen, weil sie die ungeheuren Verluste durch unsere Bomber picht mehr vertragen konnte. Unser Heer hat gewaltige Entfernungen auf unwegsamem winterlichen Gelände überwunden und überall frischen Angriffsgeist bewiesen. Der Ruhm der Gebirgsjäger ist ein Kapitel für sich. Die Leistungen anderer Truppen und der Pioniere stehen nicht zurück. Ob die Kämpfe von Narvik, ob der heroische Kampf und Untergang des Kreuzers „Blücher, ob der heldenmütige Einsatz und Tod des Zerstörer-Kommodore Bonte: überall äußerte sich eine Tapferkeit und eine Opferbereitschast, wie sie strahlender kaum irgendwo in der deutschen Geschichte zu finden sind. Notwendig geworden war das Unternehmen rn Dänemark und Norwegen durch die Absicht der westlichen Plutokratien, Norwegen zu besetzen und damit die Eisen- und Erzgruben in britische Hände zu bekommen. Schon beim Fall „Altmark" hatte es sich gezeigt, daß Norwegen den Neutralitätsver- letzungen der Westmächte gegenüber nichts zu unternehmen beabsichtigte. Von da an wurden die Umtriebe der Engländer von Tag zu Tag lebhafter, längs der norwegischen Küste wurden mit Einwilligung der norwegischen Regierung die englischen Konsulate mit englischen Marineoffizieren besetzt. Am 5. April war es so weit, daß die Westmächte nicht mehr daran dächten, weiterhin die norwegische Souveränität zu respektieren. Da die deutsche Regierung einem solchen Angriff auf die Neutralität Dänemarks und Norwegens nicht ruhig zusehen konnte, übernahm sie in blitzartigem Zuschlägen den bewaffneten Schutz dieser beiden Staaten. Es hat sich gezeigt, daß auch die englischen Kriegsverbrecher bereits auch ihre Cadres gegen Norwegen in Bewegung gesetzt hatten. Der deutsche Zugriff hatte' ihre Spekulationen im letzten Augenblick vernichtet. Heute ist Norwegen fest in der Hand der deutschen Wehrmacht und stellt für sie eine strategisch überaus bedeutsame Flankenstellung gegenüber der britischen Ostküste dar. Der 9. April aber ist zu einem der stolzesten Erinnerungstage der deutschen Kriegsgeschichte geworden. Mit ihm begann ein Heldenlied deutscher Treue, deutscher Tapferkeit, deutschen Todesmutes und deutscher Kühnheit. Dieser 9. April ist daher auch der Garant für den glorreichen Endsieg und die stolze Zukunft des Großdeutschen Reiches. Wir wollen an diesem Tage vor allem der Männer gedenken, die den Si-eg, den sie erkämpft, nicht mehr erleben durften, und wir wollen geloben, uns all der Männer würdig zu erweisen, d-te diesen „kühnsten Feldzug der Weltgeschichte" siegreich geführt und beendigt haben. E. Der italienische Bericht. Rom, 8. April. (DRV.) Der italienische Wehr- machlbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: In Albanien an der jugoslawischen Front Aktionen vorgeschobener Elemente. An der griechischen Front haben unsere Truppen im Abschnitt der 9. Armee örtliche Angriffe zurückgewiesen. Es wurden hierbei Gefangene gemacht. Unsere Luftwaffe hat feindliche Stellungen mit Splitterbomben belegt. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben am 6. April aus jugoslawischem Gebiet Wunilionsdepoks und Truppenzusammenziehungen erfolgreich angegriffen. Vei dieser Aktion wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen und weitere 17 Flugzeuge am Voden zerstört. 3n der Lyrenaika haben die italienisch deut- schen Panzer- und motorisierten Streitkräfte nach lleberwindung starken feindlichen Widerstandes Barce und Tocra besetzt. Der Vormarsch „Spähtrupp Hattgarten." Gloria-Palast. In der zusehends länger werdenden Reihe der Kriegsfilme nimmt der Germania-Film „Spähtrupp Hallgarten" insofern eine besondere Stellung ein, als er sich auf den Kampf einer bisher im Film noch nicht ausdrücklich und ausschließlich behandelten Waffengattung konzentriert: es geht hier um den Einsatz deutscher Gebirgsjäger in Norwegen, aber die allgemein bekannten Ereignisse im hohen Norden bilden nur die landschaftliche und militärische Kulisse für eine weitausholende reine Spielhandlung, die mit dem Einzug einer Gebirasjägerformation in ihren neuen Standort kurz vor Ausbruch des Krieges beginnt. Aus dem Umstande, daß zwei junge Kameraden, eng befreundet, sich in das gleiche Mädel verlieben, welches sich lange nicht entscheiden kann, etwickelt sich ein persönlicher Konflikt, der erst an der Front in Norwegen entschieden wird. Bei einem Spähtruppunternehmen, das die Freunde gemeinsam ausfuhren, wird der eine von beiden schwer verwundet, und der andere, der ihn, widerstrebend, liegen lassen muß, in der Kompanie einer unehrenhaften Handlungsweise verdächtigt und am Ende selbst in ernste Zweifel gestürzt: man glaubt, er habe sich des Nebenbuhlers entledigen wollen. Erft viel später, als der Verwundete aus englischer Gefangenschaft befreit ist, wird der Jäger Hallgarten von einem unwürdigen Verdacht gereinigt; er gibt dann bei einem neuen Einsatz ein hervorragendes Beispiel seiner soldatischen Tüchtigkeit und Opferbereitschaft, indem er unter Hingabe seines Lebens dem schweren Gefecht eine für die deutschen Truppen entscheidende Wendung gibt. — Die Spielleitung von Herbert E. Fredersdorf hat diesen Konflikt, der den Kern der breit und stellenweise etwas umständlich ausgesponnenen Handlung bildet, durch die Einflechtung heiterer und volkstümlicher Nebenszenen aufgelockert. Aus der Front der Darsteller heben sich, knapp und soldatisch umrissen, Ren6 Deltgen und Paul Klinger als die beiden Freunde, Rudolf Carl und Beppo B r e m mit drolligen Episoden heraus. Don den wenigen Frauengestalten erscheinen Maria Andergast und Ursula Herting am ausgeprägtesten; Gustav Waldau, Karl Martell und Rudolf Prack seien M to ÄriM mH gevMtzK --- Las Drehbuch gehl weiter. In der Rächt zum 7. April habe« englische Flugzeuge Tripolis angegriffen, Hospitäler und Wohnhäuser wurden getroffen. Lin Toter und einige verwundete. Englische Flugzeuge haben in den frühen Morgenstunden des 7. April einige Ortschaften der Insel Rhodos bombardiert. Rein Schaden. In Oslafrlka nichts besonderes zu melden. Verbündete unter sich. R o m, 8. April. (DNB.) Aus Ankara trafen Meldungen von Zwischenfällen ein, die sich zwischen neuseeländischen und griechischen Truppen in Mazedonien ereignet haben. Neuseeländer sollen auf Griechen gefeuert Hoden, die eintn Um- gehungsmarfch im Struma-Tal angetrete» haben, was aber von den Neuseeländern als kampfloser Rückzug gedeutet worden sei, so daß sie durch Eröffnung des Feuers auf griechische Truppenteile dem Verbündeten 40 Tote und zahlreiche Verwundete beibrachten. Das griechische Abschnittskommando habe zur Vermeidung weiterer Zwischenfälle die Zurückziehung der Neuseeländer verlangt. Der erste Tag an Stolze Bilanz eines DNB. ..., 8. April. Eine einzige riesenhafte Staubwolke liegt auf unserem Flugplatz. In die- fern Dunst, der sich wie ein dichter undurchdringlicher Schleier über Baracken und Zelte gelagert hat, startet Flugzeug auf Flugzeug. Meist werden sie erst wieder sichtbar, wenn sie schon Hunderte von Meter hoch sind und sich im ständigen Hochkreisen zum Sammeln finden. Auf den schneebedeckten Kuppen der Berge, die unseren Flugplatz wuchtig einrahmen, glitzern die ersten Strahlen der Morgensonne, als das Jagdgeschwader auf Feindflug geht. Di? de"tsche Luftwaffe am griechischen und jugoslawischen Himmel! Fast unter jeder Maschine hängt eine Bombe. Diele Befestigungen und Flugplätze dicht hinter der Grenze sind die Ziele, für die die eisernen Eier bestimmt sind, und es dauert nicht lange, da blitzt es unten auf, da zerplatzen die ersten Bomben mitten in der griechischen Bunker- l i n i e. Flugzeug auf Flugzeug stürzt sich einem Raubvogel gleich auf Forts und MG.-Nester, aus Bunker und Straßensperren. Andere Staffeln nehmen sich einen Flugplatz vor, zertrümmern Hallen und Baracken, über denen die dicken, schwarzen Rauchpilze rasch größer und größer werden. In geschlossenem Verband brausen die Gruppen zum Platz zurück, die Flugzeuge frisch zu tanken. Nur kurze Ruhepausen gönnen sich die Flieger, dann geht es in die Liegestühle, die vorsorglich in den Schatten der Zelte und Baracken gestellt sind, denn hier unten brennt die Sonne doch schon gar zu arg. Dann lassen sie sich eine erfrischende Zitrone südöstlichem Himmel. deutschen Jagdgeschwaders. bringen oder knabbern an ihrer Schokolade oder genehmigen sich einen guten Kaffee. Doch lange hält es sie nicht, immer wieder geht es auf Einsatz. Auf jeden Flugzeugführer kommen an die sieben und acht Feindfluge. Nicht immer geht es glatt ab, zäh und verzweifelt wehren sich die Griechen, und auch die Männer von dem Teil des Geschwaders, der sich Jugoslawien vorgeknöpft hat, berichten oft, wie die feindliche Flakartillerie sie abzudrängen versucht hat. Die Serben sind es auch, dir den knutschen Angreifern die erste Jagd abwehr entgegenstellen. Auf einem Flugplatz, den eine Gruppe unseres Geschwaders im ersten Morgengrauen angreift, sind die ersten serbischen Jagdmaschinen — es sind alles Flugzeuge vom Typ Hawker-Fury — gerade gestartet, als die Kavalkade der deutschen Jäger anrollt. Noch im Starten faßt die deutsche Gruppe den Gegner, und ehe die Serben zur Besinnung kommen, sind bereits elf ihrerDoppel- beeter den Weg alles Irdischen gegangen; der Rest, der auf dem Boden startbereit steht, wird mit einigen MG.-Serien binnen weniger Augenblicke in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandelt. Dazu kommen die zahlreichen Zerstörungen in Kasernen, Munitionsdepots, Truppenlagern, Fabriken, und anderen militärisch wichtigen Zielen in Griechenland und Jugoslawien durch die zahllosen Tiefangriffe des Geschwaders. Ein einziges Geschwader ist es, das diese Leistungen vollbracht hat. Müde, aber mit einem freudigen Lächeln im Gesicht hauen sich die Flugzeugführer an diesem Abend in ihre Klappe. Von Kriegsberichter Wolfgang Küchler. Englands Schiffsraumnot. Croß erwartet von den !lSA. jährlich vier Millionen Tonnen. Stockholm, 8. April. (DNB.) Der brittsche Schiffahrtsminister Ronald Croß mußte einem Berichterstatter des schwedischen Regierungsblattes „Socialdemokraten" gegenüoer zugeben, daß die britischen Schiffsverluste schon jetzt ein verheerendes Ausmaß angenommen hätten. England müsse mit weiteren schwerenDerlusten seiner Schifffahrt rechnen. Um diese Verluste ausgleichen zu können, setze das britische-Schiffahrtsministerium seine ganze Hoffnung auf die Leistungsfähigkeit der Vereinigten Staaten. Es erwarte von den USA. jährlich vier Millionen Tonnen Schiffsraum als Gratislieferung, da die Verluste der britischen Flotte bei weitem größer seien, als der'Ersatz durch Neubauten und das Tempo der Abfertigung der Schiffe in den englischen Häfen alles andere als zufriedenstellend sei. „Times" fügt hinzu, daß „die Hafenarbeiten sowohl bei Tag wie vei Nacht ost durch die deutschen Luftangriffe g e st ö r t würden. Die Gesamtverluste des Feindes an Handelsschiffen betragen im Monat März 718000 BRT. Dieser der englschen Schifffahrt verloren gegangene Schiffsraum entspricht einer Flotte von rund 1500 Schiffen, bas Schiff zu je 5000 BRT. So wird es klar, daß das Sea Commitee of National Expenditure in der „Times" große Eile für den Gütertransport in den Häfen und umgehende Schiffsreparaturen im Ausland fordert. Der Pafsagierberkehr auf den Eisenbahnen sei an bestimmten Tagen einzuschränken, um den ungeheuren Transportschwierigkeiten zu begegnen. Auch Sir Arthur ©alter, der Leiter der britischen Schiffahrtskommission in den USA., erklärte, daß es heute schon schwierig werde, für England genügend Schiffe heranzuschafsen, um das m den USA hergestellte Ma ter i al nach England zu bringen. England stöhnt Über die neuen Kriegssteuern. Stockholm, 8. April. (Europapreh.) Die Bedeutung des am Montag von Greenwood im Unterhaus bekanntgegebenen Kriegsbudgets wird in englischen parlamentarischen Kreisen nach einem Bericht der „Nya Dagligt Allehanda" außer in der Schaffung von Mitteln für die Kriegführung darin aesehen, daß damit ein erster ernsthafter Versuch gemacht worden sei, der Jnflationsge- fahr entgegenzutreten. Man sehe allerdings alle die neuen Steuermaßnahmen als nicht ausreichend an, um eine Inflation zu verhindern. Man erwarte deshalb in Kürze Höchstpreise für Güter aller Art, Dienste, Elektrizität, Gas, Eisen- bahntarife und dergleichen. In Kreisen der Industrie werde die Beibehaltung 'der hundertprozentigen Kriegsgewinn st euer stark kritisiert, da sie der Wertoerminderung,industrieller Anlagen und der Neuynschaffungspflicht nicht Rechnung trage. Das Budget erlege dem englischen Volke die schwersten Steuerlasten auf, die je einer Nation in modernen Zeiten aufgezwungen worden seien, so lautet das allgemeine Urteil. Erstmals deutsche Bomber über Nordirland. Stockholm, 8. April. (Europapreß.) Die deutschen Luftangriffe auf England in der vergangenen Nacht waren nach vorläufigen englischen Mitteilunschrieb Kurt E. Walter; an der Kamera stand Eduard H o e s ch. * Aktuelle Bildberichte der neuen Wochenschau: Verpflichtung der Jugend; Besuch Matsuokas in Berlin; Panzer und Stukas in Bulgarien; Nachschub und Vormarsch beim deutschen Asrikakorps; schwere deutsche Seestreitkräfte im Atlantik. — Dazu auf der Bühne saubere Parterre-Akrobatik mit dem weiblichen Partner als „Untermann". * Hans Thyriot. Goethes Jugendfreund. Zum 200. Geburtstage von Johann Heinrich Merck. „Ein Mensch wie Merck wird gar nächt mehr geboren", mit diesem Wort umreifet Goethe die einzigartige Bedeutung des Jugendfreundes, dem er in der Frankfurter Geniezeit, während der Entstehung des „Götz" und des „Werther" so wesentliche Anregungen verdankte und der auch späterhin wiederholt als wichtige Gestalt, als Freund auch Karl Augusts und Anna Amalias, in feinen Weimarer Kreis trat. Als Goethe dann in „Dichtung und Wahrheit" das Porträt des Freundes gibt, hat er ihn, in dem Bestreben nach gerechter Verteilung von Licht und Schatten auf die einst so nahen Gestalten, ein wenig allzu kühl und abschätzend geschildert: „In seinem Charakter lag ein wunderbares Mißverhältnis: von Natur ein braver, edler, zuverlässiger Mann, hatte er sich gegen die Welt erbittert und ließ diesen grillenkranken Zug dergestalt in sich walten, daß er eine unüberwindliche Neigung fühlte, vorsätzlich ein Schalk, ja ein Schelm zu sein Verständig, ruhig, gut in einem Augenblick, konnte es ihm in dem andern einfallen, wie die Schnecke ihre Hörner vorstreckt, irgend etwas zu tun, was einen andern kränkte, verletzte, ja ihm schädlich ward ..." Diese Darstellung gibt uns doch nur einen schwachen Begriff von dem wunderbaren geistigen Zauber des Mannes, wie er uns. aus den Worten anderer Zeitgenossen und vor allem auch aus gelegentlichen Bemerkungen Goethes entgegentritt. Üm das widerspruchsvolle Wesen Johann jyeinrid) Msxcktz eiptgermabey richtig zu erfaße» muß Mas vor allem auch den tragischen Ablauf seines Lebens kennen. Der hochbegabte, ja genial veranlagte Knabe, der 1741, drei Wochen nach dem Tode feines Vaters, in Darmstadt zur Welt kam, wurde von einem strengen Oheim, dem Pfarrer Kayser, erzogen und von ihm zur Theologie bestimmt, zu der er nicht die geringste Neigung fühlte. Dagegen eignete er sich umfassende Kenntnisse der Literatur und Kunstgeschichte an. Zum tiefsten Unwillen des Oheims, mit dem es bald darauf zum völligen Bruch kam, verließ er ohne Examen die Universität, -durfte jedoch mit einiger Sicherheit auf die Stellung eines Galeriedirektors in Dresden hosten, als ihm „ein großer Herr" (wahrscheinlich Graf Brühl) durch seinen Tod „einen verflucht dummen Streich spielte." Als Erzieher und Reisebegleiter des Freiherrn Heinrich Wilhelm von Bibra besuchte Merck nun Nürnberg, Altdorf und die Schweiz, von wo er 1766, wie Goethe sich ausdrückte, „beroeibt zurückkehrte". Seine Gattin war die Tochter des französischen Steuereinnehmers Charbonnier, Luise Franziska, die schon vor der Hochzeit-ein Kind von ihm erwartete und um deretwillen er nicht länger in der Schweiz bleiben konnte. Um Frau und Kind zu erhalten, sah Merck sich gezwungen, im heimatlichen Darmstadt eine kleine Stellung als Kanzleischreiber anzunehmen, was gleichbedeutend mit dem Verzicht auf alle ehrgeizigen Träume war, denen er sich bis dahin mit einigem Recht f)ingegeben hatte. Zwar stieg er durch feine Begabung und Tüchtigkeit rasch zum Sekretär, Kriegszahlmeister und Oberkriegszahlmeister mit dem Titel Kriegsrat, der Verkehr mit fast allen getftia bedeutenden Schriftstellern feiner Zeit hob fein Leben hoch über das Alttägliche; aber das alles konnte ihn nicht darüber täuschen, daß er, der geborene Krittler, der für bedeutende Verhältnisse geboren schien wie fein Zweiter, fein Dasein in der Beamtenlaufbahn einer Kleinstadt vertat. Dor allem aber gestalteten seine häuslichen Verhältnisse und seine Ehe sich höchst unglücklich, zumal er vier seiner Kinder im blühenden Atter durch den.Tod verlor. Geschäftliche Unternehmungen, in die er sich in späteren Jahren, vielleicht um eine gewisse geistige Unruhe zu betäuben, einließ, schlugen fehl, so daß er in wirtschaftliche Bedrängnis geriet. Ein körperliches Leiden, das schon den Dreißigjährigen quälte, untergrub vollends feine Lebenskraft, und fo machte er in seinem 50. Jahre durch eineu Pistolenschuß seinem ßetatt selber «rr Ende. ffao r'' Der Gn:, hww || W int an anderen Liegenschaften angerichtet". fo,3 IÜ5 q' erkennt, was ich thu und wie ich's thu, und es wieder anders sieht wie ich, von ort, fo gibt das schöne Gewißheit." IR 2 ir erif Äsmti T A irre ment 2 'oiröfa M ft de die l M N Änoec aW Front gegen England. Wenn die deutsche Wehrmacht jetzt gegen Jup slawien und Griechenland marschiert, bann maH sie die Ankündigung des Führers zur Tat, dc; wir England überall dort schlagen, mir es treffen. Es handelt sich also auch j, Griechenland und Jugoslawien um die gleiche en^ lische Front, wie in England selbst. Der Kampf hier wie dort der Niederringung Englands und tat Vertreibung der Briten vom Kontinent. Englische Schiffe bleiben englische Schifte, gleich gültig, ob sie im Kanal ober im Atlantik, im M«, telmeer ober im Stillen Ozean fahren. Ihr Dv» itn Ä w bist C s < LSj PW ! Etrie EMtn Men Monte Puffere, h hilf- A Für Goethe, ber ihn wiederholt als „Mephisto 's bezeichnet, wurde Merck gerade durch seinen Witast W ^UQ' spruch, durch den beißenden Witz, mit dem er 0m* - thes jugendlichen Enthusiasmus oft genug dämpft Ife h liegen! ) 5 J rten j ckr, e, . nter, 1 lNMt iment W be i L nqc nun gel rben.'b Mei ne, d auf L llfiftra iff, ein, nbu gen ausgedehnter als feit einigen Wochen Hauptziel fei eine Stadt an der Ostküfii! gewesen, in der viele Häuser zerstört worden feie--. Zum erstenmal feit Kriegsbeginn find deutsch Kampfflugzeuge in der Nacht zum Dienstag übrf dem unter englischer Herrschaft stehen den Nordirland erschienen. Sie warfen Boi» ben auf kriegswichtige Ziele ab. einer in Belfast ausgegebenen kurzen amtlichen Erteilung wurde durch die deutschen Bomben „einifiitf . Schaden an Industrie- und Handelsanlagen som- ’ ■ bisher. So wurden am 6. April beispielsweise, aüi starke Verbände ber deutschen Luftwaffe zum erftem mal militärische Ziele in Jugoslawien angriffr, im Seegebiet um England von deutschen Konr»« flugzeugen vier Schiffe mit zusammen 16 000 BRT versenkt und fünf weitere große Schiffe sehr fcfjiM! beschädigt. Und der Bericht des Oberkomman-« der Wehrmacht vom 8. April weiß zu melden, bej die Luftwaffe am 7. April gegen Großbritannn und die brittsche Schiffahrt den Kampf mit ftartsi Kräften weitergeführt, im Seegebiete um N* brittsche Insel bei Tage zwei Frachtschiffe von etol 8000 BRT. versenkt und drei weitere große Schift schwer beschädigt habe und daß außerdem mcfjrcit hundert Kampfflugzeuge wuchtige Angriffe gegei zahlreiche kriegswichtige Ziele in Großbritamrisi wirkungsvoll mit Spreng» und Brandbomben (w legt hätten. Die neue Etappe des Krieges wird also — tau werden die Engländer selbst sehr bald merken - für England selbst keinerlei Erleichterung bringen. England wird vielmehr zu spüren befonr» men, daß die deutsche Luftwaffe so stark und mäfi« füg ift, baß sie überall mit ber Wucht aufjD treten vermag, die ihre Führung einsetzen nrE Auch darin irren sich die Engländer, wenn fit gruben, in Deutschland werde man enttäuscht fein, rvri | sich ber Vormarsch gegen Griechenland und Jugic- slawien nichtin Form eines „Blitzsieqe- vollziehen werde. Wir wissen noch vom Weltkricar her, wie schwierig das Gelände in Jugoslawien u Griechenland ist. Wir kennen noch die Regiment gcschichte, die uns beispielsweise berichtete, daß tat Infanteristen in oft tief aufgeweichtem Boden Wie wenig die Kämpfe im Südosten eine Dr'< änberung ber deutschen Kriegführung zur Folg haben, zeigen uns am besten die Berichte des Obe-, kommandos der Wehrmacht in ben letzten Tagc^ Sie unterscheiben sich von denen ihrer Vorgang dadurch, daß . sie höchstens ein ober zwei Äbföh mehr enchalten. Im übrigen legen sie aber Zeugin davon ab, daß ber englische Feind auch an d«, V. " f übrigen Frontab schnitten nicht zu lu:| kommt und dieselben Schläge erleiden muß m: thu, und es ä!“ anderem StanL» Wie wenig Goethe der „mephistophelische Our> blick" Mercks für die Entwicklung seiner 3ugo war, gesteht er bei vielen Gelegenheiten, z. B- seiner Schweizer Geniereise mit den BrüdaN- Stolberg, die Merck mißbilligte. Ja, als ta- Reisenden in Mannheim auf bas Wohl von LeopM Stolbergs Geliebter tränten und die durch solche» Trunk geheiligten Gläser hinter sich an die Wom warfen, war es Goethe, als wenn ihn „Merck M M Kragen zupfte". Das Wort aber, bas Merck oor । /'er Reife zu Goethe sprach: Deine unablenkbare W \ hing ist, dem Wirklichen eine poettsche Gestalt geben, die andern suchen bas fogenannte Poetisak' das Imaginative zu verwirklichen, und das nichts wie dummes Zeug", das wurde für nicht nur bei dieser Gelegenheit, sondern noch ^*\ zählige Male in seinem Leben aufschlußreich urnJ lüft ist ein Verlust für die britische Handelstonneg-, gleichviel ob er bei Island oder bei Kreta, an tax afrikanischen ober an ber englischen Küste selbst e< egr^n folgt. Wenn darum die englische Pwpaganür ■ glaubt, von einer Zersplitterung b er beui, l|tin schen Kräfte sprechen zu können, fo tut sie bei p fä nur, um ängstliche Gemüter zu beruhigen und M Vi Anschein zu erwecken, als ob sich jetzt das BlajD gewendet habe und als ob es England gelungen fr, -| der deutschen Wehrmacht das Gesetz des Handels ff wegzunehmen. Sie weiß aber dabei ganz gena^ daß ihre. Argumentation grundfalsch ist. 2t ; Feldzug im Südosten bedeutet weder eine ZersM 'H ’l' terung der deutschen Kräfte, noch bringt er England eine Entlastung auf Malta, in Afrika ota{ 1 in England selbst. UeberaU wo die deutsche Weh^, i macht kämpft, stehen ja auch Engländer urj > man könnte daher mit viel größerem Rechte faget, ; per b*51 die neuen Kriegsschauplätze bedeuteten eine Ze-, ^ren. fplitterung der englischen Kräfte und zwar ur?« | so mehr, als die Derbindungswege von C lanb viel länger und unter viel größeren Schwü»«m.-- rigteilen und Gefahren zu erreichen sind als nwt j die neuen Krieasschauplätze von Deutschland aus. f W unb . „ , , . . „ y ttrigf j für ihn äußerst fruchtbar, wenn es auch hin um wieder zu einer ärgerlichen Spannung zwischK ihnen kam, wie in Wetzlar, wo Goeche, sich M . bem kühlen Spott, mit dem Merck Lotte Buss urteilte, gekränkt fühlte, und fieben Jahre später £■ I Weimar, wo sich ähnlickes in bezug auf Frau oß i e Stein wiederholte. Aver gerade nach diesem M' tnarer Besuch schreibt Goethe in fein iagebu# „Gute Würkung auf mich von Mercks Gegemvan; sie hat mir nichts verschoben, nur wenige dünst ? Schalen abgestreift und im alten Guten mich festigt ... Da er der einzige Mensch ist, der dadurch richtungwersend. Doch keineswegs nur durch negative Kritik f^' derie Merck den um acht Jahre jüngeren Schließlich war er es, der darauf bestand, Goethe die zweite Fassung des Götz" nicht, eigentlich beabsichtigt, zwecks späterer nochNA»^ Umgestaltung liegen tiefe, sondern der sie cm Oeffentlichkeit brachte. Ja, in sicherer Erkenntnis Bedeutung des Werkes ließ Merck, da sich nid)i gleich ein Verleger fand, das Manuskript auf Kosten drucken unb ist der Erste gewesen, der kometengleich aufstrahlenden Ruhm Goethes Nßtefi bereitet*. - i I die ka Mn. l M er ritt# in reinigt Alles! 5!lei n hersteiler: PJos.Möbs,Seifenfabriken.Giessen Athen, 30. Oktober 1939. Nr. 122/8. -arfenW le ob.« iben nlagtn W rechtzeitig an, wie bas Hauptsignal, das er noch gar nicht sehen kann, steht. Menschheit von einem chrer gefährlichsten Oifte' erwiderte. Lawineuunfälle In Italien. anhaltenden Unwetters hat sich i m neues Lawinenunglück ereignet. In Caiolo (Provinz Sondrio) wurde Neue Infolge des D e l t l i n ein der Gemeinde Bus aller Wett. Institut für poslwesen tn Darmstadt und Frankfurt a. 21L Auf Anregung des Reichspostministers Dr.-Jng. e.h. Ohnesorge wird demnächst ein gemein- sames Institut für Postwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt und an der Universität Frankfurt seiner Bestimmung übergeben werden. Träger dieses Instituts ist die Reichspost. Das Institut wird den Zwecken der wissenschaftlichen Forschung und Lehre auf dem gesamten Gebiete des Post- und Fernmeldewesens, sowie der Staatswissenschaft und der Verwaltung dienen. Zu diesem Zweck werden Vorlesungen und Uebungen über die Verfassung und Verwaltung sowie über das Benutzungsrecht der einzelnen Dienstzweige der Reichspost gehalten werden. In einem Seminar für Postrecht werden größere Arbeiten durchgeführt werden. Der älteste Klempnermeister Deutschlands f. In Ochtendung in der Eifel starb im Alter von 99 Jahren Altmeister Georg Hollmann. Mit ihm wird der älteste Klempnermeister Deutschlands zu Grabe getragen. Unter der Schirmherrschaft des Gauleiters Sauckel begann in Weimar eine wissenschaftliche Tagung zur Erforschung der Tabaksgefahren, bei der namhafte Vertreter der deutschen Gesundheits- führung, Aerzte und Wissenschaftler, alle mit dem Tabaksgebrauch zusammenhängenden Probleme erörterten. Zugleich sand die Eröffnung ttes ersten wissenschaftlichen Instituts zur Erforschung der Tabaksgefahren an der Friedrich-Schiller-Unwersität in Jena statt. Direktor Dr. Paulstich (Berlin) gab von einem Telegramm Kenntnis, mit dem der Führe r den Gruß der Tagungsteilnehmer mit den „besten Wünschen für ihre Arbeit zur Befreiung der 3C—m——MM I IHM ........I » !■"" qen $:•" r Dttli vorbei » sind bes mstag « s „N [ seinen H dein iy । iuch tte 3“ ufF in 5 M jten ift, * derein^ Unter dem Mantel der Neutralität Neue Dokumente aus dem deutschen Weißbuch. zieht den Schluß, daß es daher Sache der ftanzö- fischen Regierung sei, zu entscheiden, ob die große Unterstützung, die Jugoslawien bei der Verschärfung der Blockade Deutschlands leisten kann, die Ueber- lassung eines kleinen Teils unserer Reserven an Kriegsmaterial wert ist oder nicht wert ist. Ich beehre mich, Ihre Aufmerksamkeit auf die vorstehend entwickelten Gedankengänge zu lenken. Zusammenarbeit des serbischen Generalstabs mit Frankreich. Der französische Gesandte in Belgrad an das Ministerium des Aeuheren. Telegramm (Entzifferung). (Auszug.) Belgrad, den 5. Dezember 1939, 0.40 Uhr. Nr. 938. Eingegangen 5 Dezember 1939, 2.40 Uhr. Wenn wir zu unseren Gunsten ein wenig Ordnung in dem Chaos, das sich vorbereitet, sicherstellen wollen, so ist es dringlich, daß wir durch angemessene Militärabmachungcn unsere Lage und unsere Bemühungen sowohl nach der türkischen wie nach der jugoslawischen Seite hm konsolidieren. Unter diesem Gesichtspunkt besteht meiner Ansicht nach ein unmittelbares Interesse an den Besprechungen, die gegenwärtig eingeleitet werden, sowohl auf dem Gebiet der an Jugoslawien zu liefernden Rüstungen wie über die etwaige Zusammenarbeit der beiden Generalstäbe. Gez.: Brugere. Besprechungen über die Landungs häfen Der französische Militärattache in Athen an das Kriegsministerium. Athen, den 4. Dezember 1939, 15.10 Uhr. (Chiffriertes Telegramm.) Der Chef des hellenischen Generalstabes hat dem britischen Militärattache und mir selbst gegenüber den Wunsch geäußert, Besprechungen über die militärischen Fragen aufzunehmen, die sich aus den Griechenland erteilten Garantien ergeven. — Er möchte zunächst die Unterstützung durch die Luftwaffe und die Frage der Luftabwehr für den Landungshafen ... (Name ausgelassen) prüfen. Zur Wahrung einer vollständigen Geheimhaltung lehnt er jedoch die Entsendung einer Mission oder einer offiziellen Persönlichkeit nach Athen ab. Der französische Gesandte in Athen hat mit dem Unterstaatssekretär des Aeußeren in der gleichen Angelegenheit eine Besprechung gehabt. Auslieferung militärischer Geheimnisse an die Westmächte. Der französische Mililarallachö in Athen an das Krlegsmlmsterlum. Athen, den 8. Dezember 1939. Der Unterstaatssekretär im Außenministerium hat dem französischen Gesandten mitgeteilt, der Chef des Generalstabes habe Befehl erhalten, unsere Bitten um Auskünfte zu beantworten. Im Einverständnis mit dem britischen Militärattache bereite ich eine kurze Zusammenstellung der ersten zu stellenden Fragen vor und erwarte Ihre Weisungen, die ich Sie zur Ausnutzung der günstigen Einstellung schnellstens zu senden bitte. Das Geheimnis um ein zur Reparatur nach Neuyork eingelaufenes englisches Schlachtschiff ist nun gelüftet worden. Es handelt sich um das 31 OOO-t-Schlachtschiff „M alay a", das in einem Gefecht mit deutschen Streitkräften schwere Beschädigungen erlitten hat. Raschid Ali El-Kaylani hat nach seiner Machtergreifung im Irak im Rundfunk dem irakischen Volk die Programmpunkte seiner Regierung dargelegt: Fernhaltung des Irak vom Kriege; Einhaltung der internationalen Verträge; Engergestaltung der Beziehungen mit den arabischen und nichtarabischen Nachbarstaaten des Irak. Aus dem Reich. Nur der Samstagnachmittag dienstfrei bei den Behörden. Die Notwendigkeiten des Krieges fordern, daß jede Arbeitskraft, insbesondere im öffentlichen D i e n st voll ausgenutzt wird. Die Begrenzung der Arbeitszeit der Beamten ist bereits aufgehoben. Andererseits muß bei den notwendigen Mehrleistungen auch die Arbeitskraft erhalten bleiben. Es ift deshalb zweckmäßig, wenn zwischen den Dienststunden eine Pause eingeschaltet wird, damit die Beamten, Angestellten und Arbeiter, wenn möglich, ihre Mittagsmahlzeit zu Hause einnehmen können. Der Reichsinnenminister hat infolgedessen für die Dauer des Krieges die Ermächtigung zum pausenlosen Durcharbeiten der Behörden auf gehoben. Es ist demnach an Orten mit geteilter Arbeitszeit die Tagesarbeitszeit a m Mittwoch ebenfalls in Dor- und Nachmit- t a g s di e n ft zu teilen, auch wenn bisher am Mittwoch durchgcarbeitet wurde. Nur der Samstag- Nachmittag darf dienstfrei bleiben. Em Zwischensignal beiderNeichsbahn- Der Reichsverkehrsminister hat weitere technische Verbesserungen des Eisenbahn-Signalwesens und damit der Verkehrssicherheit verfügt. Von besonderem Interesse ist die Neueinführung von Zwischensignalen, eine wichtige Ergänzung der bisher bestehenden Haupt- und Vorsignale. Der Minister wünscht, daß jeder Lokomotivführer immer auf einige hundert Meter im voraus erkennen kann, ob das Hauptsignal auf freie Fahrt steht oder nicht. Da dieser Wunsch bisher bei unübersichtlichen Streckenteilen, namentlich bei Krümmun- • gen, nicht immer zu erfüllen war, wird das neue i Zwischensignal eingesetzt. Es zeigt dem Zugführer General Wavell. - (Es ist die richtige Zeit, dem deutschen Leser den feigen General vorzustellen, auf den England stolz jf: Sir Archibald Peroival Wavell. Er ist am -April zum Oberkommandierenden der britischen tzreitkräfte auf dem Balkan ernannt worden. Er «ar bisher engliscker Oberkommandierend er im i>rberen Orient, -schlug die Araberrevolte in Palt tina nieder, war dann das englische Gegenstück | General Weygand in der englisch-französischen x-ientarmee, befehligte den Libyschen Feldzug und fforte die Operationen in Abessinien. ISBtfoeU ift heute 57 Jahre alt. Als junger Leut- «int machte er den Buren feldzug mit. Dann lernte |r die koloniale Militärstrategie der Engländer in ß’ibien. Davon ist ihm die Liede zur Weittäumig- 11 geblieben. Er ist ein Offizier, der aus einer Uten Soldatenfamilie stammt. Don Indien aus ent- scloß er sich, Russisch zu lernen, als Rußland der : ritte in der französisch-englischen Entente wurde. Irrum kam er auch als englischer Derbindyngs- Mizier zur russischen Kaukasus-Armee. Nach dem ».sammenbruch Rußlands wurde er Regimerttskom- fcnbeur in der britischen Orientarmee des Welt- freges unter Lord Allenby.. Sein Idealbild vom ß-fanteriften ist etwas drastisch, aber jedenfalls Hht sentimental. Er verlangt, daß der Infanterist jrne Kombination von Wilderer, Einbrecher und Uraßenräuber" sein müsse. Das koloniale Erlebnis- ■ment Wavells ist hier sehr zugespitzt. Aus dieser ■ lonialatmosphäre ist wohl auch zu verstehen, daß Martell selbst seinen Erfolg von Sidi Barani als L^nes der entscheidenden Ereignisse des Krieges, tzts die Zukunft der Freiheit und Kultur der gan- gh Welt entscheidend beeinflußen wird", in glühen- Lih Farben gepriesen hat. Jetzt ist Wavell selbst H'adewegs von Abessinien nach Griechenland geeilt 'tyb damit an die Stelle gekommen, von der jene Wüsche Redewendung singt und sagt: „Hier ist Modus, hier tanze!" Jugoslawiens Wehrmacht. Die jugoslawische Armee ist nach den | rliegenden Mitteilungen in 16 Infanteriedivisionen | b 5 Kavalleriedivisionen eingeteilt. Insgesamt I litten friedensmäßig gezahlt 53 Jnfanterie-Regi. I inter. 10 Kavallerie-Regimenter, 2 Radfabrba- Mlone, 32 Artillerie-Regimenter, 2 Pionier-Regi- |||nter, 1 Eisenbahn-Regiment und 2 Brückenbau- Stcgimenter. Dazu kommt noch ein Nachrichten- durch eine während des Regens niedergehende Lawine ein Barackenlager verschüttet, in dem sich vierzig Arbeiter befanden. Sechs Arbeiter konnten nur noch als Leichen geborgen werden. — Ein weiteres Unglück ereignete sich i m Denina- tal, wo ein unterwegs befindlicher Arbeiter von einer Lawine verschüttet wurde. Großflugbool der USA.-Hlarine abgestürzt. In Dirginien entdeckten Suchflugzeuge vor Kap Charles das Wrack eines Flugzeuges, das der Beschreibung nach ein seit Montag vermißtes Großflugboot der 05A.-Marine sein dürfte. Rauhe See verhinderte die Suchmaschinen am Wassern, doch hegen die Marinebehörden wenig Zweifel, daß die treibenden Wrackstücke und ein unbemanntes Rettungsfloß von dem vermißten Flugboot stammen. Don der zehnköpfigen Besatzung fehlt bisher je de Spur. Gewallverbrecher wegen Widerstandes erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 1. April 1941 wurde der Gewaltverbrecher Fritz Ambros wegen Widerstandes erschossen. seiner J den M t 'S» lenU »ff o er p G Berlin, 8.April. (DNB.) Aus dem in Vorbereitung befindlichen Weißbuch Nr. 7 werden heute in einer zweiten Veröffentlichung weitere Dokumente wiedergegeben. Griechenland bleibt den Westmächten treu! Aufzeichnung für den französischen Ministerral. (Auszug.) 20. September 1939. Griechenland bleibt den Westmächten treu. Es ist von der italienischen Regierung aufgefordert worden, einen Freundschaftsvcrttag, der im kommenden Oktober abläuft, zu erneuern. Es würde jedoch vorziehen, nur einen Neutralitätsvertrag abzuschließen. Ueberbies wird es einen solchen nur insoweit abschließen, wie eine derartige Abmachung nicht die Bildung einer Ostfront behindern mürbe. (Erklärung des griechischen Gesandten P o ° litis an Herrn Coulondre vom 18.9.1939.) Griechenland an der Seite der Alliierten Der französische Militärattache in Athen an den Ministerpräsidenten. Generalstab der Armee 2 Büro-S. A. E. Bett.: Gespräch mit General Papagos. (Auszug.) Ich habe heute morgen General Papagos, den Chef des Generalstabes der griechischen Armee, aufgesucht, um ihn zu seiner Ernennung zum Inhaber des Großkreuzes der Ehrenlegion zu beglückwünschen. Der Generalstabschef der griechischen Regierung hat mir versichert, daß der in meinem Bericht Nr. 121/5 vom 29. Oktober angekündigte Briefaustausch sehr bald stattfinden wird, aber daß dies keine Bedeutung hätte und daß Griechenland sich weigere, den Nichtangriffspakt zu erneuern, um, falls es notwendig wäre, seine Handlungsfreiheit an der Seite bet Alliierten zu bewahren. Ich habe diese Gelegenheit benutzt, um mit General Pavagos über die geheimen Kriegshäfen in der Gegend von Kavalla zu sprechen. 4 Griechenland sabotiert italienische FreundschastS bemühungen. Der französische Marlneattachs In Athen an den Oberbefehlshaber der französischen Marinestreitträfte. Athen, den 31.Oktober 1939. Nr. 55. Geheim! Betrifft: Italienisch-griechische Beziehungen. Mein Telegramm Nr. 45/46 vom 25. Oktober 1939 hat Ihnen die unmittelbar bevorstehende Deröffent- lichung eines Schreibens der griechischen Regierung an die Italienische Regierung angekündigt, in dem die zwischen den beiden Ländern bestehenden freundschaftlichen Beziehungen festgestellt werden. Darin soll sogar bas Wort „Zusammenarbeit" gebraucht werden. Diese Erklärung ist von Italien erbeten worden, dessen Nichtangriffspakt mit Griechenland A n'l H'll "dlkM chk ■ eint 1 'zvvW eoon« en t.a 7000 Mann. Die Luftwaffe setzt sich zusammen tus der Heeresfliegerttuppe von 3 Fliegerbrigaden » je 2 Flieger-Regimentern. Es gibt auch «ine RmnefHegertruppe, die eine Kampfstaffel, 2 Jagd- fsffeln, 3 Äufklärungsstaffeln umfaßt. Der Gesamthand einschließlich der Reserven beträgt etwa W Flugzeuge, davon sind rund 500 Heeresflug- yige und 100 Marineflugzeuge. Die Personalstärke klrägt 11 000 Mann und im akttven Luftschutz Ütnen 20 Flakbatterien. Selbst von brittscher Sette tirb aber daraus hingewiesen, daß es vorerst un- mglich sei, den Effekttobestand der jugoslawischen Dchrmacht vollständig auszurüsten. An moderner litmerie herrscht ebenfalls nach brittscher Rldung einiger Mangel, da ein großer Teil der schütze und Haubitzen noch vom letzten Kriege her Hairmt. Die Wehrpflicht in der jugoslawischen Ar- l'»ee ist auf 2 Jahre festgesetzt. Als der Hauptmangel viid das Fehlen vonPanzerkampfwagen ^nchnet doch wurde auf der anderen Sette aber b-rüts auf die natürlichen Geländeschwierigkelten Wgewiesen. Zu den Geländeschwierigkeiten kommt Äe mangekhafte Beschaffenheit der Sttaßen und let Eifenbahnverkehrslinien. Was ist ein Karstgebirge? ! Unter Karst versteht man in unseren Alpenländern Eft einmal das Gebiet zwischen den Sudalpen riest. Dann ist aus diesem Eigennamen em elname für alle Gebirge ähnlichen Aufbaues »en, wie sie auf der ganzen Balkanhalbmsel, iuch in anderen Erdgegenden vorkommen. Karst versteht man ein steiles in, in dem das Wasser entweder ,ah abfließt oder durchsickert, bis es auf Tonerde oder Schiefer stößt. Der Karst ist waldlos, häufig überhaupt vegetationslos. Die Wälder, di« im Altertum vorhanden waren, sind von den Venezianern für ihren Schiffsbau gefällt worden, ohne daß für Nachwuchs gesorgt wurde. Die Erde wurde abgeschwemmt und heute ist eine Wiederaufforstung sehr schwer, wenn nicht unmöglich, besonders, da auch die Ziege, das Haustier des Karstbauern, ein ungesagter Feind jungen Baumwuchses ist. Eigentümlich dem Karst finit) die Jogenannten Schlundflüsse. Ganz respektable Flüsse verschwinden plötzlich im Boden, fließen unterirdisch weiter und treten viele Kilometer entfernt wieder an die Oberfläche. Es gibt auch Höhlenfeen, die nur in der Regenzeit oder nach der Schnee- schmelze oberirdische Seen werden. Es gibt Quellen, die plötzlich aus dem öden Gestein armdick hervorschießen. Zu Sonnenuntergang oder -aufgang zaubert die Sonne ihr Farbenspiel auch über dieses Oedgebirge. Sonst sind wenig Reize an ihm zu entdecken: oie spärlichen Felder sind häufig von Steinmauern umgeben, damit sie nicht der Wind wegweht ober das Wasser wegschwemmt. Nur in den Deckenlandschaften findet sich etwas Grün. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine den Hauptamtschef der Marinewaffenämter im Oberkommando der Kriegsmarine Admiral W i tz e l l und den kommandierenden Admiral in Norwegen Admiral Böhm zu Generaladmiralen befördert. Der Führer hat dem nieberbeutfdjen Maler Prof. Dr.phil. h. c. Fritz Mackensen in Worpswede aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Malerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat ihm telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Aus der engeren Heimat. Oer Vogelsberg als Bienenweide. LPD. Schotten, 8. April. Nachdem in vielen anderen Gegenden des Reiches das Bienenwan- d e r n in sog. Weidebezirke schon seit längerer Zeit durchgeführt wird, soll dieser Zweig der Imkerei zur Steigerung der Honigerträge nunmehr auch in Oberhessen mehr als bisher in den Vordergrund treten. Auf einer Tagung der Imker des Vogelsberges wurde dieser Plan in Vorträgen von berufenen Männern der Bienenzucht behandelt und dabei die verschiedensten Möglichkeiten zur Verwirklichung des Gedankens ins Auge gefaßt. Wenn auch im Bezirk der Ortsfachgruppe Schotten der Imker schon eine große Zahl von Bienenvölkern gehalten wird, so besteht doch die Möglichkeit, in verschiedenen anderen Gegenden des Vogels6erges noch zusätzliche Stände für Wanderbienen zu schaffen und damit neue Bienenweiden für die Steigerung der Honiggewinnung nutzbar zu machen. Eine lustige Fuchsgeschichte. LPD. Schotten, 6. April. Aus dem Vogelsberg ist eine lustige Fuchsgeschichte zu berichten. In einer Mühle bei Schotten hatte ein Fuchs nachts einen Hühnerstall besucht und unter den Hühnern ziemlich aufgeräumt. In der folgenden Nacht kam er wieder; diesmal ging er aber in eine Falle, in der er nun gefangen saß. Als man am anderen Morgen den roten Räuber' entdeckt hatte, wurde der Jägersmann geholt und der Fuchs in einem Sack zum Tod durch Erschlagen verurteilt. Nach der „Exekution" öffnete man den Sack, und da lag mäuschenstill und alle Viere von sich gestreckt der „tote" Fuchs. Kaum erblickten jedoch seine blinzelnden Augen den hellen Tag und zugleich eine Möglichkeit zum Entweichen, da sprang er auch schon auf und fegte davon, verfolgt von dem Hund des Sägers, Öen er jedoch nach einer kurzen Balgerei abwimmelte, um dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Schweinemarkt in Vuhbach. * Butzbach, 8. April. Der heutige Schweine- markt war mit 353 Ferkeln beschickt. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 28 bis 32 RM., 6 bis 8 Wochen alte 33 bis 37 RM., 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 45 RM. pro Stück Der Geschäftsgang war gut, es verblieb geringer Ueberstand. Landkreis Gießen. 3 Lollar, 9. April. Am gestrigen Dienstag fand hier im Saalbau „Zur Linde" ein Vortragsabend des Reichsluftschutzbundes statt, bei dem auch zahlreiche belehrende Lichtbilder gezeigt wurden. Gemeindegruppenleiter Lehrer Eberle machte die außerordentliche Wichtigkeit der vorschriftsmäßigen Verdunkelung aller Räume und der sorgsamsten Verhütung auch des kleinsten Lichtscheins nach außen hin während der Verdunklungszeit eindringlich deutlich, und er ermahnte in seinem Vortrage alle Volksgenossen, den Anordnungen der Amtsträger des Reichsluftschutzbundes genau Folge zu leisten. Untergruppenführer Lehrer Fenchel behandelte eine Reihe von örtlichen Luftfchutzange- legenheiten. Anschließend konnte Gemeindegruppen, leitet Lehrer Eberle eine Reihe von verdienten Mitarbeitern des Reichsluftschutzbundes ehren. Der Stellvertreter des Bürgermeisters, 1. Beigeordneter Hermann Schwalm, sagte den Vortragenden und den Amtsträgern des RLB. namens der Gemeinde herzlichen Dank für ihre vorbildliche Arbeit und ermahnte auch seinerseits zur genauesten Erfüllung der Verdunkelungspflicht. Dann wurde der Abend in üblicher Weise geschlossen. + Grünberg, 8. April. Gestern abend fand in der Turnhalle die Aufführung des Schauspiels „Der Leutnant Sarg" von Walter Erich Schäfer durch die Rhein-Mainische Landesbühne statt. Es war dies die 9. Veranstaltung, welche der Feierabendring der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in Grünberg durchgeführt hat. Das ernste Stück wurde vom den Künstlern gut dargestellt. Strafkammer Gießen. Ein Mann in Echzell (Kreis Büdingen) hatte sich im Juni, Juli und 2luguft vorigen Jahres nicht an dem Kartoffelkäfersuchdienst, zu oem er aufgefordert worden war, beteiligt, auch hatte er keine Vertretung dazu entsandt. Er hatte deswegen einen Strafbefehl über 100 RM. erhalten, gegen den er Einspruch eingelegt hatte, worauf das Amtsgericht in Nidda im Februar dieses Jahres die Strafe auf insgesamt 60 RM. herabfetzte. Damit war der Bestrafte aber durchaus nicht einverstanden. Er legte gegen dieses Urteil Berufung ein, so daß sich nun die Strafkammer mit der Angelegenheit beschäftigen mußte. Hier behauptete der Mann, er sei weder Grundbesitzer noch Nutzungsberechtigter, denn nur diese seien zu dem Suchdienst verpflichtet gewesen. Er hatte jedoch auch einer späteren Aufforderung durch den Landrat, an der Kartoffelkäfersuche teilzunehmen, nicht Folge geleistet. Während der An- geklagevertreter dem Angeklagten den guten Willen Mir Mitarbeit an dieser Gemeinschaftsaufgabe absprach und deshalb die Verwerfung der Berufung beantragte, hob die Strafkammer das Urteil des Amtsgerichts Nidda auf und verurteilte den Mann, unter Freisprechung im übrigen, wegen einer lieber» tretung der Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers zu 10 R M. G e l d st r a f e. Dabei ging das Gericht aus von der Erwägung, daß der Angeklagte durch den Landrat am 3. August 1940 zu dem Suchdienst schriftlich aufgefordert und dienstlich nicht verhindert war, wahrend er an den anderen Tagen verhindert gewesen sei. Der Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Turnen wird am Karfreitag fortgesetzt. Es stehen noch acht Bereichsmannschaften im Wettbewerb, von denen in Mannheim und Hannover je zwei ausscheiden müssen. Die Sieger und Zweiten, also vier Mannschaften, treten am 27. April in Essen zum Endkampf um die deutsche Meisterschaft an. In Mannheim kämpfen der vorjährige Meister Baden, Südwest, Württemberg und Westfalen um den Eintritt in die Endrunde. Eine Favoritenstellung nimmt die von Meister Karl Stadel angeführte badische Riege ein, die wohl auch im Mannheimer „Rosengarten" den ersten Platz besetzen wird. Wenn Württemberg wieder seinen Spitzenturner Eugen Göggel einsetzen kann, dann wird allerdings den Badenern der Sieg nicht leicht fallen. Für eine Ueberraschung könnte der Bereich Südwest sorgen, der im Vorjahr ebenfalls unter den „letzten Vier" war und für Mannheim eine verhältnismäßig starke Riege ausbieten kann. Das gleiche gilt für die Westfalen, die außer so bekannten Turnern wie Steffens, Stutte und Grüdel- bach den deutschen Jugendmeister Ernst Braun zur Stelle haben werden. Sicher scheint also nur der Sieg Badens zu sein, während der Kampf um den zweiten Platz völlig offen ift Folgende Turner sind angekündigt: Srieffaffen der Redaktion. Lang-Göns. Wenn das Mädchen neben dem angegebenen monatlichen Barlohn in Ihrem Hause noch Kost und Wohnung hat, dann sind monatlich Jnoalidenmarken im Werte von 90 Rpf. zu Heben. Hat das Mädchen in Ihrem Hause aber keine Wohnung, schläft es also zu Hause und bekommt von Ihnen nur den Barlohn und die Kost, bann haben Sie Jnoalidenmarken im Werte von 60 Rpf. zu kleben. E. IN. in h. Eine erschöpfende Auskunft kann von hier aus nicht erteilt werden, da Rückfragen erforderlich sind. Unser Sachverständiger empfiehlt Ihnen, sich unter Vorlage der Unfall- und Jnva- lidenrentenbescheid- an das für den Wohnort des Rentenempfängers zuständige Versicherungsamt (falls der Empfänger in H. wohnt, kommt bas Amt in Alsfeld in Betracht) zu wenben. Baden: K. Stabet, Beckert, Anna, Walter, Eschwei, Batz, Dilg unb Mücklich. Württemberg: Göggel, Weischedel, E. Wied, Th. Wieb, Strobel, Mack, Brunner. Sübwest: Reuther, Bantz, Hainz, Hlmetzky, Zellekens, Metz und Rosenberger (Ersatz). _ W e st f a l e n: Steffens, Stutte, Grüdelbach, E. Braun, G. Braun, Röthner, Rinke. Jeder Bereich kann sechs Turner einsetzen; geturnt wird ein Fünfkampf. In Hannover sind Bayern, Sachsen, Mills und Nordmark die Gegner. Am Sieg der Mitte- Riege ist nicht zu zweifeln, dagegen ist auch hier die Frage nach dem Zweiten schwer zu beantwor« ten. Es dürfte hier zu einem scharfen Kampf zwi. scheu Bayern und Sachsen kommen, in den die Nordmark-Riege wohl kaum eingreifen kann. Mit folgenden Mannschaften ist zu rechnen: Mitte: Krötzsch, Müller, Limburg, Bauer, Baumbach und Tetzner. Bayern: Friedrich, Bezler, H. Münder, D. Münder, Hölzl und Bilas. Sachsen: Haustein, Schichtholz, Schumacher, Landgraf, Frenzel und Pagel. Nordmark: Gauch, Smuda, Ulber, Peters, Behrends und Weilands Deutsche Mmischastsmeisterschajl im Turnen. fiufWunsch vieler Verbraucher gibt es Henko, Henkel s Cinweich- unü Cnthärtungsmitteh jetzt auch im Ooppelpaket. Preis 25 Rpf. Wie Frauen Mädchen Frankenthal (Pfalz) Im Felde für leichte Arbeiten J.&C.A. Schneider, Schuhfabriken, Frankfurt a. M, abgeben. 1709A Stadtwerke (Heben, Mainzer Landstraße 281/01 1644 D ZmrWge Statt solide und gewandt, sucht Achtung! Achtung! 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Dr. Walther Schoenichea, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Ouüo Bermööer rerica. Beriln-ÄerL Ziegenlämmer kauft jedesQuan- turn, geschlachtet Beinr. KalhlleisrA Liebigstraße 66 Fernruf 3686 Niir K« Ibf Ladengeschäft zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 01202 an den Gießen. Anzeig. Gut erhaltener Wochenend- Meiwii z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01271 a.d.G.A. [Verschiedenes] Wer erteilt jung. Mädel Wllft i.Finanzmathern. Franz, und Engl. Schriftl. Angeb. unter 01270 an den Gieß. Anz. Geldbeutel Oll 30i 1 Inhalt von jungem Mann verloren. Abzugeb. gcß- Belohnung auf demFund- büro. 17:3° Brauner Lederhandskbuo Dammstr.—Ls waldsgarten oni Samstag oir«»> verloren. Abz.geg.Belobw auf d.Fundburo. Kleine Anseifl«; richten fick an dtt Bevölkerung der engeren Heimal- Barum: KlernA zeigen in dieser matzeitung, kieSs-eräiuE Mel ä, angenehm. Aeiu ßere, gute Ver» gangenheit, wünscht Bekannt' schäft mit nettem soliden Herrn uH Alterv.26-30^ in sicherer Stell-, zw. spät. Heirat, Bildzuschriftuni, 01260 and.G.Sl.- !lr. 84 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefjen) fyn; J II ii le ncheo wird. (Nachdruck verboten.» L Fortsetzung )l Zwischenräumen eintrafen, konnten von keiner ver- , NI 'M । ijumad^ M Na verdient's, und er wartet darauf, daß du nett bist! Ich könnte mir keinen besseren Schwager wünschen!" „Habt ihr etwas darüber gesprochen, als ihr auf den Bauten wart?" „A u ch darüber, ja! Und noch eine Meng« mehr! Er klemmte die Daumen in die Fäuste und schüt- für freundliche Unterredungen." Die folgenden Briefe von Gert, die in längeren fie verloren. Er hielt noch einmal an und wendete ich zurück. „Ich komme wieder, Lolott! Bald, sehr bald! Und meinen Brief habt ihr schon übermorgen!" „Grüße alle! Komm gesund nach Hause!" Er winkle noch einmal und führ endgültig davon. Als er verschwunden war, kehrte sie zu den beiden Männern zurück. „Schwermütig, Lolott?" fragte Peter, während Hanne sich diskret abwendets. „3a, ein bißchen. Ein paar Wochen genügen dock nicht, um ganz mit dem Heimweh fertig zu werden. Gerts Brief kam pünktlich, aber er war in ver- dächttger Weise nichtssagend, und sein .chaldiger" Besuch ließ auf sich warten. Sicher war, daß er in feinem Brief nicht alles erzählt hatte, was er von der Unterredung mit I „ I „ . — (T) — 4 - - «rtnfttun m <1 nn T\n r diesen Briefen war nicht viel mehr zu entnehmen. Sie waren herzlich, ohne Lorwurf, aber nickt einer enthielt auch nur die Andeutung der Aufforderung: Verdunkelungszeit S. April von 20.09 bis 6.39 Uhr. !lt kJ Md n°n J [1110:... M Ä A W >tnt k. lllti Ein HläötDcn auf öcr Jlud»t Roman von Wo WM. urM Mv'd । M «Aji' • Heilpflanzen aus der Hand des Arztes Nur richtig angewandt sind sie für uns von Nutzen. m, 3M er M, auch h acanhtJ N 5* den S ann. fr s Ä s Jahresversammlung des Deutschen Alpeuvereins Zweig (Sießen-Oberheffen. Vornotizen. lageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 1515 bis 17.30 Uhr „Der Frosch- könig oder Der eiserne Heinrich": 19 bis 21.45 Uhr Mer mit deinem Peter und macht eure Sache gut! habt hundertmal recht: Als Sieger kehre heim obt- aar nicht! So, und nun bin ich hundemude I M 'lege mich ins Dettchen! Gute Nacht, fuße , Sdroefter! Ich halte euch beide Daumen daß ihr DWi«npforten bekommt, wenn ihr Prei5getront in Lchmitz einzieht. Dos Nest soll Kopf stehen! Und I bcs wird's ja wohl auch, wenn du gleich außer I bttr Mann ein ausgewachsenes Kmd nulbrincht. | flUnere Klatschtanten werden sich die Gebisse ent- hierzu die Ausführungen eines jungen Ißcklarer Berafreundes gehört, der die Möglichkeit ankündigte, werngstens die dortige Jugendgruppe schon jetzt wieder in Gang zu bringen. Der Zweig wird dahingehende Bestrebungen, wie immer, weitgehcndst unterstützen, um einen Nachwuchs für Bergsteiger und vor allem für die Gebirgsformationen zu schaf- fcn. Die Zahl her Mitglieder des Zweiges hat sich im Berichtsjahre fast nicht verändert. Der Hüttenwart berichtete von dem guten Zustand der in Kärnten liegenden „Gießener Hütte". Es wurden kleine Neuanschaffungen und Ergänzun acn vorgenommen. Der Hüttenbesuch war gut. Der Kassenbericht ergab wieder eine gute finanzielle Lage. Dem Zweigvereinsführer und seinen Mitarbeitern wurde Entlastung erteilt. Zum Schlüsse wurde noch das silberne Edelweiß für 25jährige ununterbrochene Mitgliedschaft an Kaufmann Hein und Universitätsprofefsor Dr. Schliephake verliehen. Nach der arbeitsreichen und eindrucksvollen Iah- reshauptversammlung wurden von dem Film- und Bildberichter des Zweiges, Rechtsanwalt und Notar Dr. Spohr, einige feiner wohlgelungenen Buntfilme von Wanderungen sowie hervorragende Buntbilder, wie Blumen und Ansichten von Gießen, die Mitglieder des Zweiges hergestellt hatten, mit begleitenden Worten oorgcführt. Danach blieben die Mitglieder noch längere Zeit gemütlich beifammen. verschiedene Frühlingskräuter verwendet werden. Grüne Kräuter am Gründonnerstag genossen, so sagt man vielfach, erhalten nicht nur die Gesundheit, sondern bewahren auch das ganze Jahr hindurch vor Geldmangel. Auch in Berlin hält man noch vielfach an dem Brauch fest, am Gründonnerstag Grünkohl zu essen. In anderen Gegenden Deutschlands gibt es an diesem Tage Backwerk mit (Brün, fo in Bayern und Böhmen gefüllte Spinatkrap- sen, in Schwaben grüne Maulschellen oder Laubfrösche, das sinh Nudeln, die mit grünen Kräutern gefüllt werden. In Mecklenburg, im westlichen Pommern, sowie in manchen Gegenden Schleswig-Holsteins ist Schweinskopf mit Grünkohl ein alther- gebrachtes Gründonnerstagsessen. Dom Gründonnerstag ging die Bezeichnung „grün" auch auf die Karwoche über, die in manchen Gegenden unseres Vaterlandes noch heute die grüne Woche genannt C. K. In der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Zweiges Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpen- Vereins begrüßte der Zweigoereinsführer, Direktor W r e d e , zunächst die Mitglieder und gedachte dann des verstorbenen langjährigen Vorstandsmitgliedes, Amtsgerichtsrat Schudt. Nach dem Treucgruß an den Führer erstattete der Zwcigvcreinsführer den Gcfchaftsbericht, der die Zeit vom 1. April 1940 bis 31. Mär^ 1941 umfaßt. Zur Pflege des alpinen Gedankens und der guten Kameradschaft unter den Zweigvereinsmitgliedern wurden im Berichtsjahre außer den regelmäßigen monatlichen Tages- sowie Nachmittagswandcrungen eine Reihe von Lichtbildervorträgen durchgefüyrt. All« Veranstaltungen hatten eine gute Beteiligung von Mitgliedern, Angehörigen und Gästen aufzuweisen. Mit den im Felde stehenden Mitgliedern wurde die Verbindung aufrechterhalten und ihnen zum Wcihnachtsfeste ein Buch als Liebesgabe gesandt, was durch zahlreiche Dankschreiben der bedachten Soldaten anerkannt worden ist. An der Im November vorigen Jahres durchgeführten Straßen- sammlung des Kriegswinterhilfswerkes hat sich der Zweig aktiv und mit bestem Erfolg beteiligt. Durch die rege Sammeltätigkeit und die Opferfreudigkeit der Mitglieder trug der Zweig wesentlich zu dem guten Erfolg bei. Die Gießener und Wetzlarer Jugendgrupven des Zweiges mußten, da die Jugendgruppenfüyrer in- K des Krieges nicht zur Verfügung standen, noch endiert bleiben. Mit großem Interesse wurden NSG. Zwanzig verschiedene Heilpflanzen lehrte uns die letzte Reichsstravensammlung kennen. (Bar manche ist darunter, die auch in unserem Heimatgau in reichen Mengen vorkommt, und die wir bisher nur als Unkraut kannten. Keimt auch der Botaniker kein „Unkraut", so kennen es Bauer und Gärtner desto mehr! Als lästigstes Unkraut gilt beispielsweise der Löwenzahn. Und doch, wie kostbar ist die zarte Jungpflanze im Frühling als roher Salat, gerade bann, wenn vitaminreiche Kulturgemüse und Salate knapp und teuer sind. Das Wunder der vielseitigen Heilpflanzen als Rohkost, Tee, Packuna, Bad, Frühlingskur usw. soll aber nicht vom Quacksalber bezogen werden. Gerade wo wir nun die Wiedererweckung der uralten deutschen Heilpflanzenkunde in Verbindung mit dem Wissen der heutigen Medizin erleben, würde Selbstbehandlung auf gut. Glück oder den Rat Wohlmeinender womöglich die neue Heilpflanzenkunde in Verruf bringen! In Krankheitsfällen ist der Arzt oder anerkannte Heilpraktiker aufzusuchen. Erst die Ermittlung der Art der Erkrankung ermöglicht die Auswahl der eventuell nötigen Heilpflanzen und ihre Anwendung. Auch das haufenweise Ausraufen der gerade aussprießenden zarten Pflanzen ist der Nachbildung der Heilpflanzen in höchstem Maße abträglich. Zu gegebener Zeit werden besttmmte Organisationen Sammlungen vornehmen, deren Ertrag sachgemäß konserviert werden wird. Zahlreiche Heilpflanzen sind so empfindlich, daß ihre Aufbereitung und Vorratshaltung große Erfahrung orancht. Man kann ich sogar um die erhoffte Wirkung beim Einham- tcrn bringen! Im Fachgeschäft ist für wenig Geld las ärztlich empfohlene Kraut, bzw. seine Wurzeln usw. zu haben. Die Anwendung in Krankheitsfällen ordnet der Arzt oder anerkannte Heilpraktiker an. Anders ist es mit den vielen Teesorten, die als Mahlzeitengetränk (oder bei leichten Störungen des Wohlbefindens im Fachgeschäft) zu kaufen sind. Für beide Zwecke halte man verschiedene Sorten vorrätig, diese in der Speisekammer, jene in der Apotheke. „Genau das, was du hier geieyenyan. Lftauu ich denn das? Kann ich '«nb? Mt/'fie. „Hals- und Beinbruch für euch beide, ßo; f.r nette Kerle der ^nne und der r i (oft, (sanken bin ich bei euch! Wiedersehen! ich am liebsten gleich cätte jd) I Er fuhr davon, während sie ihm nachsah und das «»>6 mich einmauern roollenl Und i>ir Ijatre >a)| [ oIs ging, ein Stück van ihr | . rscheinlich alles verdorben! »e in dem bekannten Wort Goethes „Grün ist des rbens goldner Baum". Schiller sagt: „Unsere Be- :intfd)a|t ist noch grün." Wir sprechen von einem »reifen Menschen als von einem „grünen Jungen" irr von einem „Grünschnabel". Der grüne Zweig i das Symbol des Kräftigen, Gedeihenden, und n einem, der nicht recht vorwärts zu kommen rmag, sagt man: „Er kann auf keinen grünen fjeig kommen." liniere Vorfahren erhoben dann (Brün, die Frabe V neuerstehenden Frühlings, zur Farbe der fieude, der Hoffnung und der Liebe. Das Wort rün" nahm die Bedeutung von „lieb" an. Die rine Seite, von der in dem bekannten Volkslied städele, ruck, ruck, ruck" die Rede ist, ist die liebe Aus -er Stadt Gießen. Oer „grüne" Donnerstag. Don sämtlichen Farbenbezeichnungen, die wir be- fen, spielt wohl keine in unserer Sprache eine c hervorragende Rolle wie der Ausdruck „grün". Hin auch der Gründonnerstag seinen Namen ver- hilft. Das Wort „grün", eine Ableitung von der ^manischen Wurzel gro (wachsen, grünen), geht ii.f denselben Ursprung zurück wie das Wort Gras, Ixs uns also zeigt, wie sich die Farbenbezeichn-ung nun entwickeln konnte. Das Wachsende und das (i'ünenbe sind dasselbe. So konnte „grün" auch d-- Bedeutung von „frisch" annehmen. Wir sprechen von grünen Heringen, das sind fsjchgefangene, noch nicht gepökelte oder geräucherte ß ringe. Der Bayer bezeichnet junges Bier als aunes Bier, und für den Hutmacher sind grüne Aare die Haare von frifch abgezogenen Fellen, strüne Beefinge (Blaubeeren) sind rot", sagt man ir Mittel- und Niederdeutschland Die Bedeutung du grün als Farbenbezeichnung ist in den zuletzt gnannten Fällen vollständig verschwunden, ebenso iMtireden." V „Gute Nacht, Bruder!" sagte sie und gab ihm die ; rBm anderen Margen mar er sehr früh UJ^ hol Charlotte in der Küche. Er habe wenm stl.sen können, behauptete er Zuviel lel 'hm durch tn Kops gegangen, und als er sie habe ausstehen h-rrn, sei er ebensalls rasch aus dem Bett «ekrockt-n. ,S> mit wir beide doch wenigstens noch «in ttetnM | Ländchen für uns ganz allein haben, Lolottl I Sein zärtlicher Ton rührte fie. .Ach was", meinte er ärgerlich. „Zärtlicher Tom lai ist nach der gestrigen Begeisterung für euch | einfach Kakenjammen Denn heute geht s »«der zurück: abends fW ich oor dem alten cherrn !uil erstatte Bericht. Willst, du mir gefälligst sagen, ih ich ihm erzählen soll?" ; „Genau das, was du hier gesehen hast. „Die Petersburger Krönung". — Gloria-Palast, Seltersweg:. „Spähtrupp Hallgarten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Petersburger Nächte". Sladtlheaier Gleßen. Am heutigen Mittwoch wird das erfolgreiche Ofterwärchen für Kinder „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich" von Robert Bürkner mit - einem österlichen Nachspiel von Karl Volck erstmalig wiederholt. Spielleitung: Karl Volck. Bühnenbild: Karl Löffler. Bühnenmusikleitung: Fritz Diehmann. Tanz- leitung: Irmgard Trömel. Außer Miete. — Abends findet die letzte öffentliche Aufführung der Tragödie „Die Petersburger Krönung" von Friedrich Wilhelm Hymmen statt. Spielleitung: Horst Hoffmann (Staatstheater Bremen) a. G. 28. Mittwoch-Miete. Wer muß das Treppenhaus verdunkeln ? Don den maßgebenden Stellen wird die Bevölkerung immer wieder ermahnt, ihre Derdunkelungs- pflicht voll und ganz zu erfüllen. Insbesondere find natürlich in den Wohnhäusern auch die sog. Treppenhäuser zu verdunkeln. Da immer noch Zweifel darüber bestehen, wer verantwortlich für die Der- Am grünen Donnerstag im Mai Kocht eine Bäuerin ihren Brei Don neunerlei Kräuterlein, Soll wider alle Krankheit fein. tm verschiedenen Gegenden Westfalens stellt man daß Charlotte briefliche Verbindungen mit ihrer Mutter und Lis ausgenommen hatte. Auch aus ml» ESS le WnM1/ i ToIbbW j ] 5d)oenW atvrlM . K»-- Komm' zurück! Charlotte litt darunter. Peter merkte es ihr an und versuchte fie zu trösten. Die Entwürfe waren ________ pünktlich abgesandt worden und trugen das Kennselbst für 1 wort „Jockels". Wie es vorgeschrieben mar, befand „Ja, was willst du ihm also wirklich sagen?" Er starrte ratlos auf den Boden. „Weiß ich selber noch nicht. Ick) werde es mir während der Rück- fahrt durch den Kopf gehen lassen. Er versteht doch die Welt nicht mehr, Lolott, und wir müssen sie ihm nach seinem Geschmack zurechtfrisieren." Er seufzte schwer auf. „Wie leicht du's dagegen hast!" Er blieb noch bis gegen Mittag, obwohl er ur- sprünglich schon gleich nach dem Frühstück hatte wegfahren wollen. Es hatte den Anschein, er könne sich nicht trennen. Als Peter aufbrach, um seine beiden Landhausbauten zu besichtigen, schloß er sich ihm an. Sie fuhren in Gerts Wagen und nahmen auch Jockele mit. Charlotte erfuhr niemals, was die beiden inzwischen miteinander besprochen hatten. Als fie zu- rückkehrten, waren sie vertraut wie Freunde und ------ .. nannten sich beim Vornamen. Manchmal verstän- , seinem Vater eigentlich hätte erzählen müssen. Der diäten sie sich mit einem verschmitzten Augenzwin alte Herr habe wieder einmal bewiesen, daß er fern das Charlotte nicht zu deuten verstand, und einen „Eisenschädel" habe und tatsächlich alt ge- nack' dessen Bedeutung sie auch nicht fragte. Sie war worden sei. Im übrigen hoffe er, (Bert, den alten luirieden daß die beiden einander so nahe ge- Herrn im Laufe der Zeit zu einer Verständnis- kommen waren. volleren Auffassung der ganzen Angelegenheit zu . ®eaen zwei Uhr brach er auf. Man sah ihm leicht überreden. Das war so ziemlich alles. an daß er schweren Herzens Abschied nahm, und „Rosig sieht das nicht aus", bemerkte Charlotte er'gab es ohne weiteres zu. Jockele nahm er auf § nachdenklich zu Peter, als sie den Brief zum zwei- den Arm und drückte ihn an sich. Mit den beiden! tenmal und sehr aufmerksam gelesen hatte. „Es Männern tauschte er feste Händedrücke. Charlotte klingt nach endgülttger Verbannung. (Bert hat an- blieb noch einige Augenblicke allein neben seinem scheinend etwas zuviel von uns geschwärmt, und Wagen stehen „Grüße alle, besonders die Mutter das hat mein Vater ihm übelgenommen. Er wird unh ßis’ Sag' ihnen, daß ich keinen vergessen habe das auch zu spüren bekommen. Ich kenne den alten und keinen jemals vergessen werde. Sag' ihnen Herrn. Er fühlt sich von Aufruhr und Verrat um- auch daß ich glücklich bin, und... daß ich wieder-! geben. In solchen Fällen ist er Nicht sehr zugänglich kommen werde! I eite, die Herzseite des Menschen. In Schützes | holsteinischem Idiotikon" liest man: Die „platt- I gl ante" Holsteinerin pflegt den Herrn zum Sitzen I 3 ihrer Seite mit den Worten einzuladen: „Setten se sik man an mine grüne Sid, dar is noch feen e< oerbrögt!" „Jemandem grün fein" bedeutet „je- llttmbem gewogen sein". Der Wachtmeister in „Wal- icisteins ßager" erzählt seinen Kameraden, daß man l|bi Hofe dem Feldhaupimann nicht grün sei. | Wie hat man sich nun das „Grün" in dem Namen ,,(ründonnerstag" zu erflären? Viele find der An- jir t, daß diese Bezeichnung von der allgemein in I n Diutschland verbreiteten Sitte herrühre, an diesem Sme grüne Kräuter zu genießen. Die Sprachsor- Iming nimmt aber demgegenüber wohl mit Recht en daß sich umgefehrt diese Sitte aus dem Namen «nwickelt habe und daß die Bezeichnung dieses ges kirchlichen Ursprungs sei. In der Tat wird ser Tag schon früh in der lateinischen Kirchen- ache der dies viridium (Tag der Grünenden) tannt. Virides hießen die losgesprochenen Büßer, die Fastenzeit hindurch Buße geübt hatten b am Gründonnerstag wieder in die Gemein- ist der Gläubigen ausgenommen wurden. Wie \ Wort virides diese firchliche Bedeutung erlan» i konnte, zeigt die bekannte Stelle des ßukas- -mgeliums: „Denn so man das tut am grünen iz, was will am dürren werden?" Ms später die kirchliche Bedeutung des Wortes a,Gründonnerstag" in Vergessenheit geraten war, juote man nach einem anderen sachlichen Zusorn- Tninbang, und dieser wurde dann durch die grünen Muter hergestellt. Die Sitte, am Gründonners- tai die ersten grünen Kräuter des Frühlings auf fce Tisch zu bringen, ist in Deutschland sehr alt. ~pon in der aus dem 16. Jahrhundert stammenden ptung Rollenhagens „Der Froschmäusekrieg" in wir: Mittwoch, >>. April Ml dunkelung der Treppenhäuser ist, wird In der „ei- rene" hierzu eine Klarstellung veröffentlicht. Grundsätzlich trägt danach der Hauseigentümer die Der- aniroortung für die Verdunkelung des Treppenhauses. Wo ein Hausmeister vorhanden ist, wird diesen in allgemeinen die Verantwortung treffen. Dem Mieter kann nur auf dem Wege einer freiwilligen vertraglichen Vereinbarung die Psl'd)t zur Durchführung der Verdunkelung des Treppenhauses übertragen werden. Biegt eine solche 'vertragliche Vereinbarung nicht vor unb unterläßt der Mieter aus irgendeinem Grunde die Verdunkelung des Treppenhauses, so niacht sich nicht der Mieter, sondern der Hauseigentümer bzw. der Hausmeister, dem im allgemeinen die Sorge um das Haus vertraglich übertragen ist, strafbar. Vorsicht mit Lorcheln. Vorn Reid)sgesundheitsarnt wird oor dem Genuß unsack)gemäß zubereiteter flord)eln gewarnt, da sie häufig Erkrankungen verursachen. Lorcheln werden in Geschäften und auf Märkten fälschlich meistens als Morcheln verkauft. Sie enthalten Giftstoffe, die beim Kochen in das Waffer übergehen. Um Vergiftungen durch Lorcheln zu vermeiden, kocht mah sie nach Zerkleinern mit einer reichlichen Menge Wasser mindestens fünf Minuten lang, schüttet das Kochwasser fort und läßt die Pilze auf einem Sieb abtropfen. Ein wiederholter Genuß von Lorcheln am gleichen Tage ober innerhalb weniger Tage ist zu 1 vermeiden. (Siebener Schiachiviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 34,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 32,5 bis 49,5, Kühe 17 bis 44,5, Färsen 33 bis 49,5, Kälber 30 bis 57, Schafe 20 bis 40 Rpf. je % k$r Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 k? und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverkauf: regelmäßig, alles zugeteilt. ** Laßt Eure Hunde nicht zu früh scheren oder trimmen! 93ie($ Tierfreunde glauben, wenn die erste Frühlingssomie bescheiden ihre Strahlen durch die Wolken sendet, daß es bann schon an der Zeit ist, seinen vierbeinigen Hausfreund, den Hund, scheren ober trimmen zu lassen. Es wirb immer vergessen, baß boch eigentlich bas Haarkleid des Hundes ein von Natur aus qegehem’r Schutz für das Tier selbst ist. In Wirklichkeit bürf- ten Hunde überhaupt nicht geschoren werden. Erst, die Ueberzüchtung der einzelnen Nassen führte dazii, hier Korrekturen vorzunehmen. Es ist ganz falsch, seinen Hund in geschorenem Zustand den Mitte- rungsumschlägen auszusetzen, und es komntt hierboi 'vielfach zu Erkrankungen unb Erkältungen des Tieres. Man verfahre also vorsichtig unb beraube seinen Hund nicht Zu früh bcs ihm von ber Natur gegebenen Haarkleibes. Auch ein warmes Bad mit anschließendem Auslauf bei kalter Witterung kann zu Gesundheitsschäbigungen des Hundes führen. Brotgetreide ist kein .Hühnerfutter. Wer Brotgetreide als Viehfutter benutzt, macht sich strafbar. In dem Frankfurter Vorort Griesheim kam man kürzlich dahinter, daß Leute zentnerweise Weizen kauften, den sie zur Hühnerfütterung verwandten. Gegen fünf solche Frevler verhandelte jetzt das Amtsgericht in Frankfurt a. M. Die Beschuldigten, die geständig waren, wurden zu Geldstrafen von 20 bis 200 RM. verurteilt. Ein An^ geklagter hatte geltend gemacht, doß er „Kehrgut vom Schiff" gekauft habe, unter dem sich auch Unrat befunden habe Da es ober trotzdem Weizen war, entging er nicht der Bestrafung. ..auch ihm hilft Nivea die Haut wirksam zu schüteen. Mit Nivea gepflegte Haut bleibt glatt und geschmeidig. sich Peters voller Name und feine Anschrift in einem verschlossenen Umschlag, der das gleiche Kennwort trug. • Peter war voller Zuversicht. Auch jetzt noch, da die Arbeit getan und abgesandt worden war, kamen ihm keine Zweifel. Er war überzeugt, daß e r Charlotte den Weg nach Hause bahnen werde. Sie tat, als sei sie gläubig wie er, konnte aber nicht verbergen, wie ungeduldig sie die Entscheidung herbeisehnte. Um sie zuversichtlicher zu stimmen, malte er ihr genau aus, wie sich alles abspielen werde. Eines iages würde ein großartiger Brief von ber Osch- nitzer Stadtverwaltung kommen, vielleicht sogar ein Telegramm, bas ihn aufforberte, sich unverzüglich nach Oschnitz zu begeben. Er würde reisen, mit Ehren empfangen werden, würde vor den zuständigen Herren einen erläuternden Vortrag halten unb bei dieser Gelegenheit Mathestus tennenlernen. „Es wird ein Riesenspaß werden", erklärte er. „Ich werde mir Mühe geben, auf ihn einen guten Eindruck zu machen. Wenn ich nämlich will, kann ich ehrpusselig sein, wie eine alte Jungfer. Er wird mir die Hand drücken, wird meine Arbeit laben, roirb mir schmeichelhafte Dinge lagen, wirb mich vielleicht zu sich nach Hause einlaben, und gerade, wenn wir so im besten Zuge sind, werde ich mir an die Stirn klopfen und sagen: Herrgott, da fällt mir ja ein, Herr Mathesius — ich habe Ihnen ja Grüße auszurichten! — Grüße? wird er fragen. Unb ich sage ihm: Ja, von Lolott, wir wohnen nämlich in Berlin zusammen! So ungefähr!" Sie versuchte ihm begreiflich zu machen, daß er mit solchen billigen Mitteln ihren Vater höchstens gegen sich einnehmen würde. „Unsinn! Damit komme ich natürlich erst heraus, wenn wir schon ein Herz und eine Seele sind, wenn er mir gar nicht mehr die kalte Schulter zeigen kann. Den richtigen Augenblick werde ich schon ab- passen! Ich habe ihn noch nie versäumt! Diesmal auch nicht! Verlassen Sie sich drauf, Lolott! Und dann... bann geht das Telegramm an Sie ab, und die ganze Kälberherde wird für die verlorene Tochter geschlachtet! Sie werden sehen! Unb was bann kommt...? Ja, bas geht bann nur uns beide an 1" (Fortsetzung folgt) Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb heute früh plötzlich und unerwartet mein lieber, guter Mann, unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel Heinrich Datz, Malermeister im 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Frm Berta Date, geb. Brunow Albert Krauskop! Fran Berta KranskopI, geb. Date Georg Heb Fran Erna Heb, geb. Date Ernst Marx nnd 3 Enkelkinder. Gießen Dleichstraße 16), Frankfurt a. M., Brooklyn, Lang-Göns, den 8. April 1941. Trauerfeier: Donnerstag, den 10. April, nachmittags 2 Uhr, Neuer Friedhof. 1708 D Heute verschied nach einem arbeitsreichen Leben und nach langem schweren Leiden, kurz vor Vollendung ihres 68. Lebensjahres meine liebe Frau, meine gute Schwester, unsere über alles geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Minna Mählich • geb. Kirchner. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Mühlich, Wagnermeister. Gießen, Darmstadt, z. Z. im Felde, den 8. April 1941. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 10. April, um 14.80 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 1706D Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft unsere herzlich geliebte gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Katharine Volkmann geb. Neidei Trägerin des Silbernen Mutterkreuzes im 91. Lebensjahr. In tiefer Trauer, Fritz Rinn und Frau Lina, geb. Volkmann Heinrich Rinn und Frau Marie, geb. Volkmann Theo Nauheimer und Frau Grete, geb. Volkmann Wilhelm Volkmann u. Frau Liese, geb.Schenzlnger Mirny Volkmann Wwe., geb. Märker. Heuchelheim, Gießen, Berlin, Bochum, den 8. April 1941. Die Beerdigung findet Karfreitag, 11. April, naehm. 4 Uhr, vom Sterbehause, Ernststraße 46, aus statt. 1712V Danksagung. Für die Hebevolle Anteilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Frau Luise Ve&e und Kinder. Giefien (HammStraße 11II.). den 8. April 1941. '1707 D letzten Ehre: Donnerstag. rufen worden. vergessen. Antreten zur ein Kämpfer des Weltkriegs, ist zur großen Armee abbe- — Wir werden ihn nicht 13.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Artillerist^nkameradschaft v. 1895. __1710 D Unser lieber Kamerad Heinrich Datz miiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiii Ihre Geschäfts- Drucksachen •teilen dleVerblndung her tu Ihren Erzeugniesen.Man »teilt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren e» vor, wie man Briefbogen, Brlefumachläge.Poet- karten. Rechnungen, (Beschatt »karten Ihre» Mause» beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druck- »achen | Wir bieten sie Ihnen preiswert I BröhFsche Druckerei Scbulstr. 7, Rui 2251 llllllllllllllllllllllllllllll 1 Roto-Werke AG, Königslutter Wenn wir viele M technische Zeichnungen W brauchen, für Angebote, einzelne Werksabteilungen, so nehmen wir l'Sy , dazu den Roto-Vervielfältiger. /J-Ou Auch sonst ist die Maschine unserem Betriebsbüro sehr nütz-' 1 \ lieh Jabellen, Meldungen, Kurven, |\ ' Statistiken, Formulare usw. Die' Anzeigen behaupten nicht zu viel, sie sagen: Franz Vogt L Co., Gießen Seltersweg 44 1609A Ruf 2464 Freibankverkauf am 10. Avril 1941 1714Ä Nr. 1111-1130 Städt. Schlachthof, Gießen. 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AllersvereiniOinifi 1879-1929 Wir beklagen den Heimgang unseres 1b. Alterskameraden Malermeister Heinrich Datz dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 10. April, nachmittags um 2 Uhr statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand Gießen, den 8. April 1941. 1724D Zwetschenhochstämme Mirabellen • Viktoriapflaumen Birnenhochstämme Apfelbusch und Kordon Johannis- und Stachelbeerbusch Himbeeren, sowie sämtliche anderen gärtnerischen Pflanzen Oleßener Staudengärtnerel und Baumschulen Eberhard Schwarz Fernruf 4082. 1689 D Abends: 26. Mfttwoch-Mlete I Die Petersburger Krönung Tragödie von Hymmen. Preise von RM. 0.60 bk 8.10. Gehackter, lockerer Boden isf der Kernpunkt produktiver Bodenwirtschaft, umHöchsferträge zu erzielen. Der neue Wclf-Schar- Versfell-Kulfivafor Nr. 194 mit den so beliebten, schnittigen Wolf- Scharen zieht sich leichter in mittleren Boden von Feld und Garten ein. Es ist bequemer damit zu hacken. 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