Donnerstag.-. Januar Ml General-Anzeiger für Oberheffen Sietzen. Zchulstrahe 7-9 (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Die inne die sich im England will die Franzosen aushungern Stockholm ne |üi latum: snöern i! gewisser Wandel ein lionären Mentalität Der italienische Bericht. Rom. 8. Jan. (DRV.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: In der Lyre n a i k a Streifen- und Artillerle- tätigkeit -wischen Barbia und Tobruk Unsere Tor- pedöfluazeuge haben einen feindlichen Zerstörer bei Sollum torpediert. Jagd- und ftampfWecer haben feindliche motorisierte Einheiten mit Mafchinenoe- wedrfeuer und Sprengbomben belegt. Die feindliche Luftwaffe hat zahlreiche Einflüge auf verschiedene Oertlichkeiten der Lyrenaika und auf die Wohnviertes von Tripolis burrfinrhlhrt wo c«. wer Tot- und etwa zehn Verwundete gab. Lin feindliches Flug- durch Zerstörer stark gesicherten feindlichen Gele i t z u g an und versenkte ein Handelsschiff von Tokio. 8. Jan. (DNB.) Nach zuverlässigen In- ormationen hat die japanische Regierung grund- ätzlich beschlossen, für alle Übergriffe Englands gegen japanische Staatsbürger in Handel und Schiffahrt Vergeltung zu üben, da die bisherigen Übergriffe Englands eine absolute Verletzung des internationalen Rechts gegenüber Japan als neutralem Staat darstellten. füllt wird. Dor einigen Tagen erst hat Ungarn im Derem mit Jugoslawien durch den Abschluß eines Freundschafts- und Konsulationspaktes in Belgrad Druck und Verlag : vrühlfche Univerfttät5druckerei B. Lange 2500 BHX. Die Luftwaffe fetzte auch gestern bei ungün-1 stigem Wetter ihre Angriffe auf London fort kleine Kampffliegereinheiten belegten im Laufe des ganzen Tages die britische Hauptstadt wirkungsvoll mit Brand- und Sprengbomben. Einzelne Flugzeuge griffen ferner Flugplätze. Bahnanlagen sowie kriegswichtige Industriegebiete i n Süd- und Mittelengland erfolgreich an. Sie befchoffen dabei auf mehreren Flugplätzen zahl- reiche abgestellte Flugzeuge im Tiefflug mit Bord- waffen. Weiter wurde eine chemische Fabrik schwer getroffen. Lin Kampfflugzeug der bewaffneten Aufklärung griff in der mittleren Nordsee nördlich Great 9ar' mo’ifh eine britische Miner iuchflcttille ''"d erzielte auf einem der Räumboote mehrere Volltreffer. Das Schiff blieb brennend und in finkendem Zustand liegen. Ein feindliches Flugzeug wurde im Luftkampf bei Dover abgeschoffen. Japanische Vergeltungsmaßnahmen für englische Llebergriffe. fliii wird bk ung. Le Genf, 8. Ian. (DRV.) ..Das französische Volk muß wissen, daß nicht die deutsche Bell tzung schuld an dem Lebensmittelmangel im besetzten Frankreich ist, unter dem das französische Volk zu leiden hat, sondern England." Das ist der Grundgedanke einer vom Generalsekretär.ai für Information herausgegebenen statistischen Darstel-1 lung. „Nichts erreicht uns mehr an der Meeresfront, die von Dünkirchen bis Biarritz geht. Die Mittelmeerhäfen erhalten wohl Einiges vom Kolonialreich, aber was an Gütern eintrifft, ist unbedeutend im Verhältnis zu den Bedürfnissen Frankreichs uns zum Import von früher", so heißt es in dieser Auslassung. „Denken wir daran, daß sich 1938 im normalen Jahre unsere Einfuhr in folgenden Zahlen ausdrückt: Einfuhr an Lebensmitteln 5 851 5661, an Rohstoffen 39 500 0001, an Fertigwaren 1 717 000 t, insgesamt rund 47 Millionen Tonnen im Werte von 46 Millarden Francs. Von alldem erhalten wir fast nichts mehr. Das ist es, was die Franzosen über die englische Blockade wißen müssen. Im Jahre 1938 erhielten wir: 1 250 800 dz Trockengemüse. 1 585 000 dz Kartoffeln, 682 000 dz Frischgemüse, 4 718 000 dz Weizen, !lde ux ist ebft Dläqpj die hl’ llld W ■ Septtw n Moiö it hat bii aber rcn » unter« unchnm l vor dii finstern«, Die Zoiu »en Ariden mitt zeug wurde von einem unserer Säget im Kamps abgeschoffen. AndergriechischenFroni Aktionen lokalen Eharakters, in deren Verlauf wir dem Feind starke Verluste zufügten und seine Angriffsversuche auf unsere vorgeschobenen Stellungen abwiesen Englische Flugzeuge haben wiederholt, ohne Opfer zu verursachen, unsere Sanitätssorwationen bombardiert. Drei feindliche Flugzeuge wurden brennend zum Absturz gebracht Unsere Flotteneinheiten haben mit sichtlichem Erfolg Oertlichkeiten und Fahrstraßen längs der feindlichen Küste beschossen. In Ostafrika ist der Versuch der feindlichen Luftwaffe, eine unserer Ortschaften in Eritrea zu bombardieren, durch das sofortige Eingreifen unserer Jagdflieger zum Scheitern gebracht worden. London w'rknnosvoll bombardiert. Berlin, 8. Jan. (DNB.) Das Oberkommando l,el»k X N K s Ui. v s England die schwersten Sorgen bezüglich seines Bestandes an H a n d e l s s : f, * “ /*' hauptung, daß die englische Handelsflotte unbehindert die Weltmeere durchkreuzt, ist schon seit Monaten nicht mehr wiederholt worden. Statt dessen werden Stimmen laut, wie z. B. in der „Daily Mail", wo es heißt, daß die U-Boots- und Bombenangriffe auf dem Ozean zu der größten Betz r o h u n g des englischen Lebens und der Sicherheit der Insel geworden sind, der England »emals geoenübergestanden hat. Falls es nicht gelingen sollte, die Bedrohung der englischen Lebenslinie zur See zu überwinden, so würde das einem Fehlschlag auf allen Kriegsschauplätzen und allen Fronten gleichkommen „Bei dem Schwinden unserer ! Handelstonnage", schreibt das Blatt, „wird die Wahl, ob wir Nahrungsmittel oder -Kriegsmaterial befördern wollen, immer schwerer. Wir können unmöglich ohne eines von 1 beiden- auskommen. W i r brauchen beide s." Da«; Blatt weist weiter darauf hin, daß auch die Aufträge für Schiffsneubauten, die nach Amerika vergeben werden sollen, ein geringer Trost seien, da es mindestens ein Iadr dauern 1 werde, bis diese Schiffe gebaut sind. Englands Ret- 5 632 000 dz Reis, 3169 000 dz Zucker, 1862 dz Kaffee und 692 000 dz Del. Dazu kommen noch neben den großen Einfuhren für die Fleijchversor- gung bedeutende Transporte von lebendem Vieh: 240 000 dz Gefrierfleisch und 68 000 dz Konservenfleisch. . Gewiß erzeugt Frankreich Weizen, Gemüse und Früchte. Es ist richtig, daß es niemals hinsichtlich seiner Lebensmittelversorgung völlig vom Ausland abhängig ist und daß es die Blockade nicht zur Hungersnot führen kann. Aber die Hausfrauen, die besonders wegen Zucker, Kaffee, Reis und Oel an« stehen müssen, müssen wissen, daß sie dies alles nicht haben, weil sie infolge der englischen Blockade fast völlig vom Kolonialreich und der Welt abge- schnitten sind. Vergessen wir nicht — und dies sei denen gesagt, die unsere Nöte auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung der Besatzung zuschreiben wollen — daß der Lebensmittelmangel in der freien Zone, wo keine Requisitionen vorge- nommen werden, herrscht. Dies ist das beste 2Irgue i ment, um die ganze Tragweite der englischen Blockade zu beweisen." Oer Secret Service im Raben Osten. Beim Ausbruch des Krieges verkündete der damalige britische Minister Inscip im Parlament, daß der Geheimdienst bedeutend ausgebaut und ihm zwei neue Abteilungen angeschlossen worden seien. In der Tat zog in Black Castle, wo die britische Spionageschule in einem efeuumrankten Schloß an» tergebracht ist, und wo der Lehrgang durchschnittlich zwei Jahre dauert, ein sehr reges Leben ein. Hunderte von Männern und Frauen meldeten sich zum aufregenden Dienst im Secret Service, der *n England als durchaus „fair" gilt, und ließen sich auf ihre Fähigkeiten prüfen. Denn selbstverständlich werden nur solche Kandidaten in die Brigaden des Geheimdienstes ausgenommen, die sich für diese im allgemeinen sehr schmutzige Arbeit eignen, die an keinen Gewissensskrupeln leiden/ keine moralischen Hemmungen kennen, und die bereit sind, alle ihnen übertragenen Aufgaben blindlings zu erfüllen. In Black C-astle werden auch qualifizierte Verbrecher als Schüler ausgenommen und unter der Bedingung begnadigt, daß sie ihre Fähigkeiten dem Secret Service zur Verfügung stellen. Die Methoden des britischen Geheimdienstes sind bekannt, er schrickt vor keiner Untat zurück, auch nicht vor Mord und Brandstiftung, wenn vermeintliche britische Inter- I essen dadurch gefördert werden sollen. Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/ >U hr des Vormittags Anzeigen-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvß je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Ros. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr d- * M * Ü's'S 'S- kl ble ii»' UL», üch ity 5 >rr. fr 1 ren ist 'n, tt, 'urk,i ‘Ober ft v°n f Der jo5 ^utenlki 'es Jfe kur (ar em Shit Wink i tiar, der nenuntir 9 Ülugu' nhinWi Nahrungsmittel oder Kriegsmaterial Britische Tonnagesorgen stören den Einsatz in Nordafrika. Ungarns Weg in die neue Ordnung Von unterem ständigen Dr. Grf. Schl.-Berichterstatter. m. Jahrgang ttr.Z tSrictieim laglict). anher sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte GießenerrVamillenblätter Heimat imBild DieScholle Monats-Vezugsvreis: Mit 4 Beilagen AM. 1.95 Ohne Illustrierte .. 1.80 'Zustellgebühr... „ -.25 iauck bei 'l.ichterscheinen von einzelnen 'Kummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschlust LL51 iDrahtanschrist:„Anzeiger" »Ponscheck 116»« Arants. M. iquert dii irme, bii m. Dm schnuppk aus dir ( iftmcteon i 10. bi! nnnenbik , loDemfrtr er in bi! LufthU Kilomtki e zu ttp । stets auch isstrahlk^ ib 13.2k' chiapa- die Bck n 186:2111 i Ungarns politischer Weg im vergangenen Jahre ist abgesteckt durch Meilensteine einer staatlichen Aufwärtsentwicklung, die das Ergebnis der konsequenten Achsenpolitik Ungarns einersetts, sowie der tatkräftigen Hilfe und Unterstützung durch Deutschland und Italien andererseits ist. Nach einer krisenhaften Spannung der politischen Stimmung zu Beginn des Jahres, hervorgerufen durch eine shstemalische, von den Westdemokratien betriebenen Propaganda, die über das ungarische Judentum und feinen feuöabreattionär-Iiberalen Anhang Einaang fand und die Einstellung der ungarischen Oeffent- lichkeit nachteilig für die Achsenmächte beeinflußte, trat schon unter dem Eindruck des deutschen Sieaes in Flandern und im Artois und der ^Flucht der Engländer bei Dünkirchen ein gi Die von der jüdischen und reaft infizierte Presse steckte in ihrer stark nach Schaden- freube schmeckenden Objektivität ihre Pflöcke merklich zurück, wobei aber der entscheidende Umschwung in der Presse und den übrigen Elementen der öffentlichen Meinungsbildung erst mit dem Eintritt Italiens in den Krieg am 10. Juni und schließlich mit dem Abschluß des Waffenstillstandsoertrages, den das rtiebergerungene Frankreich mit Deutschland und Italien schließen mußte, eintrat. Von diesem Zeitpunkt an war die große Linie der öffentlichen Meinungsbildung sichtbar beeinflußt von der Achsenfreundlichkeit. Mit anderen Worten, die ungarische Regierung zog aus den glänzenden Waffenerfolgen Deutschlands die einzig mögliche realpolitische Konsequenz und duldete nun auch nicht mehr unter dem fadenscheinigen Mäntelchen einer verdächtig beflissenen Objektivität die Stimmungssabotage jener jüdischen und reaktionären Elemente, die aus nahe- . liegenden Gründen wußten, daß sie ihre Schäfchen nur dann ins Trockene würden bringen können, wenn England Enbsieger im großen Ringen bleibt. Deutschland und Italien, die als die führenden Großmächte Europas das Recht für sich in Anspruch nehmen, die Neuordnung in Europa zum Segen aller hier lebenden Völker durchzuführen, haben m Südosteuropa im Laufe dieses Jahres bereits eine Reihe von Voraussetzungen geschaffen. Ungarn, das im Weltkrieg an der Seite Deutschlands die Ungerechtigkeiten des Versailler Systems im Diktatt frieden von Trianon am eigenen Leibe schmerzlich zu spüren bekam, hat erkannt, daß sein Aufstieg nur an der Sette Deutschlands möglich sei. Ungarn wurde in dieser Erkenntnis bestärkt durch die Erfahrungstatsache des ersten Wiener Schiedsspruches, wo durch die Rückgliederung des Ober- l a n d e s die ersten Fesseln von Trianon fielen, so- wie durch die endgültige Liquidierung der Benesch- Tschecho-Slowakei,' als deren Folge das Kar- p a t e n l a n d zu Ungarn heimkehrte. Das politische Leitmotiv, das Ungarns Politik feit den Tagen von Trianon beseelt, ist die Revis i o n s i b e e. Im Norben und Nordosten waren die Gebiete schon zurückgekehrt, auf die Ungarn auf ber Basis des Volkstumsprinzips, sowie auf der Grundlage seiner außenpolitischen Achsenorientterung Anspruch erheben durfte. Das brennendste Revi- sionssproblem Rumänien gegenüber war aber noch offen und harrte seiner Lösung, die von den Ordnungsmächten des im Entstehen begriffenen neuen Europas, Deutschland und Italien, im zweiten Wiener Schiedsspruch vom 30. August auch gefunden wurde. Die ungarischen Reoisionsanspruche wurden in einem Ausmaß honoriert, wie es nur die großzügigste Anwendung des als politisches Regulativ in Anspruch genommenen Volkstumspnn- zips bringen konnte. Ungarn ist mit dem zweiten Wiener Schiedsspruch volle Gerechtigkeit widerfahren Dies empfindet jeder anständige Magyar« und dies anerkannten auch die führenden 'Staatsmänner Ungarns in verschiedenen Aeußerungen vorbehaltlos. 'Der Beitritt Ungarns zum Berliner Dreierpakt im Wiener Belvedere in Anwesenheit des Führers, war daher nicht nur ein Akt der Dankbarkeit, sondern ein verpflichtendes Bekenntnis zum neuen Europa der Achse. Die Rückgliederung eines Gebietes von 43 UOO Quadratkilometer aus dem großen rumänischen Staatsqebilbe an Ungarn auferlegt Ungarn aber auch Pflichten ber europäischen Gesamtheit gegenüber ebenso, wie gegenüber den in den rudgegue’ berten norbsibenburgischen Gebieten lebenden Vol- kerschatten. Ungarn trägt infolge der (frmeiterung feiner Grenzen heute stark ausgeprägte Merkmale eines Nationalitäten st sattes. Die Volks- gruppenfrage ist somit in den Vordergrund getreten und harrt einer einwandfreien Lösung nicht nur im Interesse der in Ungarn lebenden Nationalitäten, sondern auch im Interesse des magyarischen Volkes selbst Die verantwortlichen ungamchen Staatsmänner haben diese Notwendigkeiten offenbar erkannt. Die Unterzeichnung des Wiener 3 ul a B ’ abkommens am Tage des Zweiten Wiener Schiedsspruches, das die Stellung der deutschen Volksgruppe in Ungarn regelt, spricht Iebenfalls dafür Dor wenigen Wochen hat die ungarische Regierung diesem zwischen Deutschland und Unoarn abgeschlossenen Dolksgruppenabkommen durch Der- orbnung ber Gesamt-Regierung einen Nachdruck verliehen ber ihren Willen funb u biefes Bolfs« gruppenabfommen in Ungarn selbst auch ta d)- lich durchzuführen Der ungarischen Bevölkerung t das Volksgruvpenvroblem ziemlich fremd geblieben. Hier entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten, wird die dankbare Aufgabe eines weisen und weit* blickenden Regimes auch weiterhin bleiben. Die Atmosphäre zwischen Ungarn uno Rumänien konnte sich bis heute noch nicht in dem gewünschten Maße entspannen Der EibeNo- tvmber zwischen Budapest und Bukarest geschlafs-ne Presse‘rieben hat nach nicht bte m 'd" gesetzten Erwartungen gerechtfertigt. Das Resjenti- Die Beziehungen Ungarns zu seinen beiben nördlichen Nachbarn, ber Slowakei und der S o w - j e t u n i o n, stehen im Zeichen einer günstigen Aufwärtsentwicklung. Die kürzlich erfolgte Unterzeichnung des ungarisch-sowjettussischen Handels- und Schiffahrtsabkommens spricht dafür, daß die beiden Länder auf dem wirtschaftlichen Sektor einander näher zu kommen wünschen. Das zwischen Ungarn und der Slowakei anfangs November abgeschlossene Ammstteabkommen ist ein sichtbarer Ausdruck für die Stärkung des Verhältnisses zur Slowakei, von dem Czaky in feiner Mitte November gehaltenen großen Parlamentsrede erklärt hat, daß er eine weitere Besserung der ungarisch-slowakischen Beziehungen ehrlich hoffe und anstrebe. Man hat überall die Verbrechen des Secret Service zu spüren bekommen, im Reich, im Vetroleum- gcbiet Rumäniens; überall dort, wo es Unruhe zu stiften galt, waren die Agenten des englischen Geheimdienstes zugegen. Augenblicklich macht sich ihre Tätigkeit vorzugsweise im Nohen Osten bemerkbar, wo die Verhältnisse noch labil sind, und wo sich verschiedene Strömungen und Gegenströmungen kreuzen. Man weiß, daß sich die Zentrale des britischen Secret Service in Kairo befindet und dast in der Hexenküche der ägyptischen Hauptstadt alle die Verbrechen ausgeheckt werden, die d"n Nahen , Orttnt in Aufregung und Unruhe oersegt haben. Von den sechs arabischen Gebieten, die sich um das i östliche Mittelmeer und um bas Rote Meer grup» pieren, stehen Aegypten, Palästina, Transjordanien und ber Irak unter englischem Einfluß, einige dieser | Länder sind von englischen Truppen besetzt. Weder : ber Irak noch Aegypten konnten von Englanb, trotz ! aller Gewastmaßnahmen Englanbs veranlaßt werben, Deutschland und Italien ben Krieg zu erklären. Es blieb beim Abbruch ber diplomatischen und Han- belsbeziehungen Das Saudische Arabien hat allem Drängen Lonbons und britischer Agenten roiberftan- ben und uneingeschränkte Neutralität gewahrt. Weder der Irak noch Aegypten fügen sich ganz passiv 'bem britischen Druck, die ägypttsche Armee mußte t! als „unzuverlässig" entwaffnet werden und da der । Ministerpräsident nicht bedingungslos den britischen i Wünschen sich fügte, so wurde der Secret Service . eingesetzt und der Regierungschef wurde kurzer - Hand vergiftet. Im Irak zeigt sich das dortige Offizierskorps, das die am besten bewaffneten einge- rpolitifchen Verlagerungen, vie |lu, .... Herbst dieses Jahres vollzogen hatten, ; sind von untergeordneter Bedeutung. Die Regierung . verfügt im Abgeordnetenhaus über eine so starke . Mehrheit, daß sie Erschütterungen, die sich auf der parlamentarischen Basis vollziehen konnten, nicht zu ^fürchten braucht. Wirtschaftlich blickt Ungarn einem ernsten Winter entgegen. Infolge des harten und langen Winters im vergangenen Jahr, aber noch mehr infolge der Hochwasserschäden im Frühjahr und im Herbst, ist die Ernte schlecht ausgefallen. Lebensmittelvorräte sind nur in ungenügendem Maße vorhanden, und das rückgegliederte Nordsiebenbürgen ist ein wirtschaftliches Zuschuß- Gebiet. Ein wochenlanger Streit in den Kohlengruben, der wegen Lohnforderungen der sehr schlecht bezahlten Bergarbeiter ausgebrochen war, hat schwere Ausfälle gezeitigt, die sich in der Industrie gleichermaßen nachteilig auswirken, wie bei der Heizmaterialversorgunq ber Bevölkerung. Die Mitte Dezember in Kraft getretenen Einschränkungen bes elektrischen Stromverbrauchs sinb deutliche Symptome bes Kohlenmangels. Hinzu kommt eine mangelhafte Organisation ber Verteilung, erschwerte Transportbedingungen nach den ostsiebenbürgischen ßanbesteilen und die noch immer starke Verjudung der ungarischen Finanz und des Handels, der in verantwortungsloser Weise durch Verstecken und Hamstern der Lebensmittel und anderer Waren Preisspekulation treibt, die zu einer allgemeinen Teuerung mit unverkennbaren inflationistischen Erscheinungen geführt hat. Von rechtsoppositioneller Seite werden auch immer wieder diese Mißstände gegeißelt und die Regierung bedrängt, endlich energisch gegen das jüdischeParasitentum durchzugreifen. Durch die Vorbereitungen eines dritten Iudenge - setzes wirb erkennbar, baß die Regierung sich bte immer bringenber merbenben Mahnungen zu Herzen nimmt Die Probleme im Innern sinb schwierig genug. Es wirb noch erheblicher Kraftanstrengung bedürfen, um das größer geworbene Ungarn zu festigen Dorbebingung bazu ist das durchgreifende und entschlossene Herangehen an die Fülle unge« : läster sozialer Probleme, die auf dem witt- chaftlichen Sektor in einer bedenklichen Ungleich- ; ^it ber Vermögens- unb Einkommensverhältnisse Ausbruck finben. Hand tn Hand damit geht die ‘ Lösung des Jugenproblems, deyn folgnge die Macht des Judentums in Wirtschaft und Finanz in Ungarn nicht endqulttg gebrochen ist, solange ist Aufstieg unb Gesunbung bes Landes unb seiner Bevölkerung in volle Maße nicht gesichert. . hat mit sie Dealt Das nw6l Meer hi» etwa li^fll Dort ha k mb wuhir, hnen leise. kannst fourn- W > sehr leit' anM.yJ idit lot se"' S MN >«-- fidj tletne eine A unb stra» Ihre 2 härten der sileise oel' Mnle ent i'n de-A 1»Ä jzreunoicyails« unu jiun|uiuiiuii=punt= m (jgf Wehrmacht gibt bekannt: ben Beweis erbracht, baß es die auf bie Stabili- Vei einem Vorstoß gegen die englische Ostküste sierung bes Friebens in Sübosteuropa gerichtete j« ejn sdineöboot vor ber Themfemünbung einen Konzeptton der Achsenmächte wohl verstanden hat. 3 - - ..........- * - Allerdings war eine freunbnachbarliche Einigung mit Jugoslawien insofern leichter, als hier die Vielfalt ber psychologischen (Spannungselemente, wie sie in ber Beziehung Ungarns zu Rumänien vorhanden sinb, nicht in bie Waagschale fällt. Dafür sprechen auch bie Kommentare ber ungarischen wie ber jugoslawischen Presse, bie ben Vertragsabschluß gewissermaßen als Herzensbebürfnis ber beiden Völker bezeichneten, die eigentlich seit Jahrhunderten immer in bester Freundschaft gelebt haben. Ungarn nimmt für sich in Anivruch die Initiative zum ungarisch-jugoslawischen Freundschaftspakt ergriffen und damit der Befriedung und Stabilisierung, wie sie den Motiven der südosteuropäischen Achsenpolitik entspricht, Geltung verschafft zu haben. ment zwischen Magyaren und Rumänen ist eben ... « . , 1Q,n zu tief verankert. Auch hier könnte zweifellos die Budapest, im Dezember 1940. > Pemühung, Verständnis für bie gegenseitigen Be- “ ~ ' bürsnisse zu schassen, sich segensreich ausroirten. Ein nach bem Dorbilb bes Wiener Zusatzabkommens zwischen Ungarn unb Rumänien auf ber Basis der Gegenseitigkeit beruhenbes Volksgruppenabkommen wäre geeignet, jenen Rahmen zu schaffen, in bem sich ein freunbnachbarliches entspanntes Verhältnis allmählich entwickeln könnte, wenn vorerst allerbings als wichtigste Voraussetzung bie vorbehaltlose unb ehrliche Absage an alle Revisionsibeen unb Hoffnungen beiderseits er- Stockholm, 8. Jan. (DNB.) Täglich häufen tung könne baher von solchen Neubauten nicht mehr sich jetzt bie Meldungen, aus benen hervorgeht, baß abhängen. „ ... . ... - - * * r * r- ^--qen bezüglich seines B e - „Jllustrated London News weist daraus hin, daß schissen hat. Die Be- bie Angriffe ber beutschen U-Boote unb Bomber - !..... ' " England daran Hinbern, sich im Mittelmeer unb in Norb afri ka so einzusetzen, wie es notwendig wäre. „Jedes versenkte Schiss könnte dazu bestimmt sein, die nächste Reise mit Tanks und Geschützen nach Aegypten zu machen", schreibt das Blatt. Auch halb ferttggestellte Flugzeuge, bte burch einen Angriff auf eine Fabrik zerstört werden, können den Zweck haben, in Nordasrika eingesetzt zu werden. Selbst wenn nicht einmal Flugzeugwerke von ben beutschen Bombern unmittelbar getroffen würden, so vermehre bereits der Angriff als solcher das Zvgern, weitere Flugzeuge nach Aegypten zu schicken, denn man müsse immer sorg- fällig überlegen, ob nicht die neuen Luftgeschwaber, bie eigentlich für einen anderen Kriegsschauplatz bestimmt seien, zur Verstärkung der eigenen Verteidigung zurückbehalten werden müssen. Genau die aleichen Überlegungen müßten auch bezüglich der Nahrungsmittelvorräte angestellt werden, die zwar für den Einsatz im Osten vorgesehen seien, die aber möglicherweise bald in der Heimat noch dringlicher benötigt würden. Eichener Anzeiger ““ ** Zchrifttettung unb GeschäfttsteNe: borenen Truppen befehligt, den englischen Wünschen, Zi immer weniger gefügig Nur auf den Emir A b - K, dallah von Transjordanien, der von England Ui vor- Stockholm, 8.Jan. (DNB.) Nach einem Behöbe das Programm des britischen Ernährungsmini- mutete, die Fleischer behielten absichtlich ihre Ware steriums vollkommen über den Haufen geworfen. $,c gesamten Ladeneinrichtungen wurden Die jetzt in Kraft befindlichen gekürzten Rationen zerschlagen. 3n manchen Bezirken kanu man nur stünden lediglich auf dem Papier, da es n'°$ Konservenwurst und das einst in England fo einfach an Vorräten zur Verteilung verachtete Kaninchenfleisch bekommen. fehle. 1 "origen rouroe aoer scyon damals tn englischen Betrachtungen festgestellt, daß die durch deutsche Fliegerangriffe verursachten Verluste unbl Stockholms. Ian. (Europapreß.) Ein großes und kriegswichtiges Industrie-Unternehmen in Shef- field scheint durch den letzten deutschen Luftangriff auf Sheffield schwer in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Dies geht aus b?m Umstand hervor, daß das englische Königs- paar dem Werk einen Besuch abstattete. 24 (Stunden nach dem Angriff auf Sheffield hatte der König an den Oberbürgermeister der Stadt ein Telegramm gerichtet und darin versprochen, in geraumer Zeit die Stadt aufzusuchen, um sich von den angerichte- b" ?S,^Cr7U überzeugen. Der Besuch zu bie-Uiuue .Vre 3tamPrrraft oeyair, sen^Industrleuntemehmen scheint daher dem gleichen! und selbst wenn es keine englische Flotte mehr Der Sternenhimmel wölbte sich auch über die wppelt gespannten Flächen der schwerfälligen großen „Gothas", die vor 23 Jahren mit etwa 120 Kilometer Stundengeschwindigkeit über England hinflogen. Aber sonst war alles anders. Das Heute verblaßte und das Gestern stieg wieder aus den Worten von Hauptmann Henkel, die mir noch immer im Ohre klangen: neue Dauerermächtigungen verlangen, mit anderen Worten: um feine Pläne durchzuführen, verlangt Roosevelt neue Steuern und eine absolute Gewalt, die Staaten zu unterstützen, die bisher schon amerikanische Unterstützungen erhielten, freliich nur, wenn sie als Vorkämpfer der Demokratie, wozu auch Roosevelt merkwürdigerweise Tschiangkaischek rechnet, abgestempelt sind. Der amerikanische Steuer« Zahler wird bat)ei an die vielen Milliarden denken, die er im Kriege an England verpumpte und nie« mals zurückerhielt, und denen pach Roosevelt noch viele andere folgen sollen. Den Gipfel imperialistischer Anmaßung erreicht der Präsident der Vereinigten Staaten mit der Er« klärung, die USA. würden keinem Frieden (wohlverstanden: in Europa!) zustimmen, der auf einem Siege der Achsenmächte beruhen würde. Abgesehen davon, daß ein solcher Ausspruch für das Staatsoberhaupt einer angeblich neutralen Macht rmer« hört ist, liegt darin die Anmaßung eines Richter- amtes über rein europäische Angelegenheiten, die die Vereinigten Staaten überhaupt nichts angehen., England auf der Suche nach Fleisch England angesetzten die Starterlaubnis zu Cnglandflug zwischen damals und heute Als die ^Gothas« London bombardierten. - (Sin Weltkriegsflieger erzählt. » Von Kriegsberichter Georg Hinze (PK). sweck gedient zu haben. Im übrigen benützte der iönig die Gelegenheit, um dem Chefdirektor des Unternehmens angeblich unerwartet zum Sir zu erheben. In der fozialiftischen Presse Englands wird erklärt, es fei das erstemal, daß der König eine derartige Adelserhöhung in einem Jndustriewerk genommen habe. Roosevelt bleibt sich treu. Von unserer Berliner Schriftleitung. Wenn sich Professor Georgii, der damals ''Wetterfrosch" unseres auf England an Kampfgeschwaders III war, Lit cwneu-, einem Nachtflug vom besorgten Herzen gerungen hatte, bann, zeichnete er uns vorsorglich auf der Sternenkarte einenZiel-undHeimat st ern ein, nach denen wir fliegen sollten. Die Abtrifft durch Wind hatte er dabei schon berechnet. Und wir wußten danach nichts Besseres zu tun, als das Maschinengewehr im Beobachterfitz starr einzustel- len, so daß der Flugzeugführer ständig über die- fen MG.-Lauf den zuständigen Stern anvisieren konnte. So kamen wir bis London und auch wieder zurück, wenn alles gut ging ..." Aus den Gedanken blickte ich auf. Vor mir ragte flar und deutlich die Silhouette des Flugzeugftihers aus dem sternlichterhellten Halbdämmer der Kabine, ftme Augen umfingen eine verwirrende Fülle und Vielfalt auf dem Jnstrumentenbretl: Uhren, Zeiger, Pendel, Meßgeräte, eine komplizierte Apparatur neben der anderen. Nur mit dem Blick meisterte der Pilot Nacht für Nacht den Kurs, in Mondschein, landschaft und durch Wolkengebirge, eine Selbstverständlichkeit. Wer unter uns könnte auch nur annähernd richtig sagen, wann die erste Tausendttlogramm-Flieger- bombe auf London fiel? Es scheint heute fast unvorstellbar — und doch geschah es vor fast 23 Jahren, am 16. Februar 1918. ♦ „Gerade so viele Londonflüge habe ich auch gemacht!" unterbrach mich der Hauptmann. Er saß neben mir und schaute mich durch seine Brille mit vergnügten Augen an. Den leicht ergrauten Kopf hatte er oorgeneigt. Erstaunt ging mein Blick über Die braunen Spiegel seiner Lustnachrichtenuniform und die gleichfarbigen Unterlagen der Schulterstücke. Er hing einen Augenblick am E. K. I von 1914 und glitt dann zur Spange zum E. K. II,roeiter, die den Rockaufschlag schmückte. Diese Auszeichnung der jungen Wehrmacht hatte sich Hauptmann Henkel als Chef einer Luftnachrichtenkompanie in den stürmischen Tagen des stürmischsten Vormarsches erkämpft. Das wußte ich. Doch Londonflüge? „Es war allerdings v o r 2 3 I a h r e n", fuhr der Hauptmann nach einer kleinen Weile fort, in der er sich augenscheinlich an meiner Verwunderung er göht hatte. „Das war 1917, als ich noch zum „Bo- gohl 3", dem Englandgeschwader des Weltkrieges, gehörte." Und dann sprach er vom großen Gestern.. Ein paar Stunden später stieg das, was der alte Londonflieger des Weltkrieges von einst berichtet hatte, fast Satz um Satz noch einmal in meinen Überlegungen auf. Wir glitten hoch über der englischen Insel unaufhaltsam unserem Ziel in den Midlands entgegen. In der Untätigfeit des Anfluges stürmten die eben heraufbeschworenen Schatten der Vergangenheit wieder auf mich ein. Vergleiche kamen urtb jagten einander. Es war ein England- flug zwischen gestern und heute. Nur 116 deutschen Kampfflugzeugen war es im Weltkrieg gelungen, London zu erreichen. Aber wer weiß denn noch etwas , von diesen hundertsechzehn Flugzeugen des Weltkrieges? Wer weiß heute noch, daß London bereits vor der ersten Waffenhandlung dieses englischen Krieges Spuren deutscher Luftangriffe trug? Wer weiß, daß schon vor 23 Jahren die Bombenflugzeuge eines deutschen Geschwaders in rollenden Einsätzen gegen die Insel vorstießen? Wem er- scheint es nicht fast unglaubwürdig, wenn er hört. Das Ritterkreuz für kühne Unternehmen an derWestfront Berlin, 8. Januar. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, das Rll- (erfreu; des Eifernen Kreuzes verliehen dem Ober, leutnant Bopp, Kompanieführer in einem 3nfatu lerie-Regiment, dem Oberleutnant Spinbier, Zugführer in einem Infanterie-Regiment. — Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Heeres, nachträglich das Ritterkreuz des (Eifernen Kreuzes verliehen dem Leutnant Danzer, Zug. führer in einem Panzer-pionier-Bataillon. Oberleutnant Bopp unternahm mit zwei Unter, ofsizieren und fünf Mann eine gewaltsame Auf. flärung, in deren Verlauf ihm nach dem Einbruch in die Befestigung bei Velosnes der Rückweg ab. geschnitten wurde. Durch seine Geistesgegenwatt gelang es ihm, sich mitten in dem befestigten und vom Feind besetzten Ort in einer Scheune zu Der. stecken und das Treiben der Franzosen in der Be. festigung etwa 40 Stunden lang zu beobachten. So erzielte er wertvolle Erkundungsergebnisse über Art, Stärke und Haltung der französischen Truppen. Die Rückführung seines Stoßtrupps ohne Verluste er. reichte er durch Nachahmung einer französischen Wachablösung. Oberleutnant Spindler setzte durch schneidigste Initiative mehrere feindliche Pan. zerwagen, die bis in den Rücken seines Bataillons vorgeftoßen waren, außer Gefecht und vereitelte so einen Umgehungsversuch des Feindes, der die Dormarschstraße der deutschen Truppen bedrohte. Als einer der gegnerischen Panzer herankam, ohne daß es gelang, ihn durch Paktreffer zu stoppen, griff Oberleutnant Spindler diesen Kampfwagen wirksam mit Handgranaten an und schüchterte durch sein entschlossenes Auftreten Vie Besatzung fo ein, baß sie sich gefangennehmen ließ. Leutnant Danzer hat unter heldenhaftem Einsatz seines Lebens die wichtige Moselbrücke bei Epinal in deutsche Hand gebracht. Zur Durchführung dieses Unternehmens bemächtigte er stch eines an der Straße stehenden französischen^ Straftroagens. Er fuhr auf die Drücke, durchschallt dort im feindlichen Feuer die Zündleitungen und vernichtete die mit ihnen verbundenen Minen. Dann sprang er zurück und wurde dabei durch Bauch- und 0 b e r sch e n k e l s ch u ß schwer verwundet. 24 Stunden später starb er an den erlittenen Verletzungen. Leutnant Danzer hat schon vorher in ganz ähnlicher Weise amLa-Bassöe-Kanal bei St. Omer eine Drücke vor der Sprengung bewahrt und dadurch den Vormarsch der Division um etwa acht Stunden beschleunigt. Dem heldischen Geist dieses Kämpfers wird jetzt nach seinem Soldatentod durch die Verleihung des Ritterkreuzes höchste Anerkennung zuteil. „Als Beobachter war mein Platz vorn in dem engen kreisrunden Sitz der „Gotha , den wir sehr ^reffend „Hutschachtel" nannten. Das nur fünf Millimeter starke Sperrholz des Bodens bog sich auch unter der Last des menschlichen Körpers, eine unsichere, schwankende Unterlage. Um den Ober» körper aber strich, durch kein Verdeck gehindert, der Flugwind. Im Kreis schwenkbar bewegte sich ein einziges MG. Wollte man steil nach unten feuern, bann mußte man dazu Sicherheitsgurt und An- schnalloorrichtungen lösen und auf den Sitz klettern. Bei Start oder Landung drückte ich mich durch den chmalen unüberdeckten Laufgang zum Flugzeug- uhrersitz nach hinten, denn bei den nicht allzu Kopfständen der Maschine blieb von der ^Hutschachtel" meistens nichts übrig. Den Sitz des Bordschützen hatte der Konstrukteur ganz dicht am Drehkreis der beiden Druckpropeller angebracht, die, von je 260 PS starken Motoren angetrieben, das Flugzeug vorwärts. drückten. Ein Schutzgitter be, wahrte den Bordschützen davor, in den Propeller- kreis hineinzugeraten. Die Männer unserer Kamvf- geschwader würden heute über diese Vögel ebenso lachen wie ein Nordatlantikkapitän, der etwa mit per Barkasse des Christoph Kolumbus noch einmal die neue Welt erreichen sollte!" Der Vergleich hinkte. Wer je in stürmischen, bitterkalten Dezem. bemachten nach England flog, wird ahnen, was die ersten.deutschen Kampfflieger erlebten. In der angeregten Unterhaltung hatte der Haupt- mann sein Photographienalbum aus dem Weltkrieg und ein paar Dokumente herbeigeholt. Dann sprach er weiter: Ich will nicht sagen, daß unsere Angriffe wirkungslos waren. Ich habe darüber in dem amtlichen englischen Luftkriegwerk „The War in !•£ Aie Bereinigten Staaten noch behaupteten, sich an den europäischen Dingen zu desinteressieren, hatten Pfadfindertreffen in Kopenhagen. Ein Dementi der TAGS. Aus dem Reich ien ihre solche Staaten gegeben werden, die ihre Schulden aus dem Weltkriege nicht bezahlt haben. Freilich, Roosevelt begnügt sich vorerst immer noch mit schwer greifbaren Andeutungen, wenn er den Engländern die Hilfe der Bereinigten Staaten verspricht. Er überläßt es den Briten selbst, sich aus seinen vielseitig schillernden und von Moral triefenden Grundsätzen einen Bers zu machen. Aber der Präsident kann versichert sein, England wird vernichtend geschlagen werden mit und ohne die amerikanische Bereitschaft, Tanks, Kanonen und Flugzeuge zu liefern, wobei noch nicht einmal fest- steht, ob die Bereinigten Staaten überhaupt in der Lage sind, zu liefern, und auch dann werden sie zu spät kommen. Deutschland und seine Berbündeten werden sich durch keinerlei Provokationen eines Roosevelt vom graden Wege abbringen lassen und ihren Siegesmarsch gegen die europäische Dormacht der Plutokratien unbeirrt fortsetzen, bis die Bahn für ein Neues und besseres Europa frei ist. land zurück ... Heute im Winter 1940/41 ist es ander s als 'm Sommer 1919. Zwar ist wieder Krieg, aber diesmal steht Deutschland siegreich und unbezwinglich in der Welt! Griechenland befindet sich in einem erbitterten Ringen gegen den deutschen Waffengefahrten Ita. lien.' Das ist schmerzlich für jeden Deutschen der ~ ....... Denn über das nahe Meer NSKK. Gruppenführer R i e d e r > W e st e r m a n n in Dortmunds c) als zweiten Vertreter: ---Br,, gadeführer Götze, Oberst a. D. in Berlin-Wilmers. Der Unterausschuß für eheliches Guterrecht der Akademie für Deutsches Recht beschäftigte sich unter Vorsitz von Prof. B o e h m e r (Marburg) erneut mit dem Gesetzesoorschlag über die allge- meinen wirtschaftlichen Grundlagen des hausgeno,. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Athen, im Dezember 1940. Der Führer hat auf Vorschlag des Relchsmini- sters der Justiz auf die Dauer von fünf Jahren ernannt: a) zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Bolksgerichtshofes Oberst Hofmann und Oberst. leutnant ® ebb, beide beim Oberkommando des Heeres in Berlin; b) erneut zu ehrenamtlichen Mitgliedern dss Volksgerichtshofes General der Panzertruppen Schmidt in Weimar. Generalmajor Dr. von Schämen in Berlm-Nikolassee, Konteradmiral Kur§e in Berlin, Oberst Freiherr von und zu Gilsa in Potsdam, --»Oberführer Regierungspräsident Dr. Palten in Brombera, ---Oberführer Tscharmann in Berlin und Obersturmführer W i 11 m e r in Berlin. — Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz mit Wirkung bis zum 31. Dezember 1942 bestellt: a) zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Besonderen Senats des Volksgerichtshofes: Ge- neralmajor der Landespolizei a. D. M e i ß n er in Dresden, SA -Gruppenführer Dr. R ä ck e in Münder nordamerikanischen Öeffentlichkeit mit gemischten Gefühlen betrachtet wird. Neues Gozialwerk im Gau Hessen-Nassau! Kostcnlojcr Erholungsaufenthalt für erwerbstätige Frauen. arbeit im NS-Lehrerbund. Oie Ehe eine genossen- schafil che Nechtsgemeinschasi Weltreiches vernichtete Und hinter dem Hymettus- berge, der durch die Säulen des Parthenon sichtbar wird am Fuße des ebenfalls sichtbaren Pentelikon liegt Marathon, wo vielleicht ein noch winzigeres Heer dem großen Weltreich der Perser Holt gebot! Eine unbändige Vaterlandsliebe und der unstillbare Drang nach Freiheit brachten diese Wunder der Tapferkeit zustande Wer kann es daher dem heutigen Griechen ver- Übeln, wenn er bei seinem fetzigen Kampfe der ihm von der englandhörigen Plutokratenschicht des Landes eingebracht und als „Freiheitskrieg frisiert worden ist, durch die Erinnerung an jene glanzen- den Ereignisse seiner Geschichte ange spornt wird? Tragisch ist nur, daß auch dos griechische Volk sich als Kastanienholer Englands zwecklos ausopfert. Obwohl die Akropolis heute auf englische Flugzeuge emporblickt und auf englische Soldaten drunten >n der Stadt hinabsieht, und trotz aller goldenen Worte, die in der amtlichen Propaganda dem wenig er- wünschten „Bundesgenossen" gespendet werden, kann man wahrlich nicht behaupten, daß die Be- geisterung für das „große und heroische England im griechischen Volk und Heer große Wellen schlüge. ihnen zum Trotz den uns von ihnen verweigerten König zurückholen. Und was der einfache Mann aus dem griechischen Volke in jenen Sommertagen 1919 prophezeite es erfüllte sich ur Griechenland tm ffleri920 und für Deutschland am 30. Januar 1933 Einer ganzen Welt von Siegern zum Trotz kehrte König Konstantin unter dem Jubel aller Griechen, von ihnen zurückgerufen, nach Griechen- ^ongreßbotschaft Roosevelts ifta , der Präsident finde es normal, daß tue Be^ inigten Staaten als neutral anzusehen seien, auch Denn sie weiter Flugzeuge, Panzerwagen und Kriegsmaterial an eine der kriegführenden Par- leien lieferten. Aber auch die Vereinigten Staaten könnten nicht verhindern, daß sich die Blockade rr.tner enger um England schlinge. Auch fd)on als Jtn -------- .. je alles, was sie konnten, nach England geschickt. Oie Worte Roosevelts könnten also bei den Aci^en- Dächten keine Beunruhigung Hervorrusen. Die Rede des Präsidenten bestätige, daß dieser Krieg em Kamps der Armen gegen die Reichen der Gerech- ligkeit gegen die Ungerechtigkeit und der Arbeit zcgen die Aushungerung und Bedrückung der Plu- lokratie sei. . , Die Turiner „Stampa" erklärt, Roosevelt habe zugegeben, daß die amerikanischen Küsten auch m Falle einer Niederlage Englands nicht bedroht seien. Ein solches Eingeständnis genüge, um die logische Grundlage der ganzen Rooseveltschen Politik zusammenbrechen zu lassen. Wenn für die Vereinig- ten Staaten keinerlei Gefahr bestehe, warum wolle sie der Präsident dann in eine so risikooolle und abenteuerliche Angelegenheit hineinstürzen? Damit enthülle sich die parteiische Gereiztheit, die den Präsidenten daran hindere, in den europäischen Dm- oen klar zu sehen. Ein anderer Widerspruch liege in der Auffassung vom Kreditproblem für England. Roosevelt sucht die Hindernisse damit zu beseitigen, Laß er erkläre, England werde nach dem Kriege die Schuld bezahlen. Damit habe Roosevelt bewußt feine Mitbürger zu täuschen versucht. England werde seine Schulden ebensowenig bezahlen, wie es jene aus dem vorherigen Kriege bezahlt habe. Friedliche Akropolis im Kriegslärm Von unserem X -Sonderberichterstatter. 3 ist dies ein neues Beispiel jener sachlich-vollig nberechtigten und unbegründeten Einmischungs- ilitik die die USA. bald in Mittel-Amerika, bald । Südamerika, bald — wie im Weltkriege — in uropa und bald in Ostasien getrieben haben und i eiben. Selbst wenn die USA. sich jemals auch i ur rein theoretisch ein Schiedsrichteramt über europä- । jje Angelegenheiten zusprechen würden, so wäre e erste und wichtigste Voraussetzung dafür die rengste Neutralität gewesen. Diese Neutralität nben die USA. schon dadurch schwer verletzt, daß e die von ihnen selbst beantragten Beschlüsse der :an-amerikanischen Konferenz über die 300 Meilen- Sperrzone in zahlreichen Fällen zu Gunsten Eng- mds wissentlich und willentlich mißachtet haben, ar nicht zu reden von den ständigen Kriegsliefe- tingen an England, die noch ausgebaut werden allen. Gerade in diesen Tagen ist überdies in Washington der Antrag eingegangcn, die John- m-Akte aufzuheben, die verbietet, daß Kredite an darf. Zustimmung des Arbeitsamtes bei Kündiaunq von ein^erufenen Gefolgschastsmitgliedern. In letzter Zeit haben Wehrmachtsangehörige, deren Entlassung bevorstand ober die Ar- beitsurlaub erhalten hatten, ihr Arbeitsverhältnis ohne Zustimmung des Arbeitsamtes entgegen den arbeitseinskitzmäßigen Erfordernissen g e - kündigt. Der Reichsarbeitsminister hat deshalb angeordnet, daß auch zum Wehrdienst einberufene Gefolgschaftsmitglieder ebenso wie die Unternehmer das Arbeitsverhältnis nur mit Zustimmung des Arbeitsamtes kündigen könneiu hindern, müssen rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden. So hat das G a u a m t für Volksgesundheit bei der Gauleitung Hessen- Nas au der NSDAP, mit der Lande so er- sicherungsanstalt Hessen-Nassau die Verein, barung getroffen, daß das dieser Anstalt gehörende Erholungsheim in Hofgeismar für erholungsbedürftige erwerbstätige Frauen zur Verfügung gestellt wird. Hierdurch erhalten diese Frauen einen kostenlosen Erholungsaufenthalt von 14 Tagen in der reizvollen Landschaft des kurhessischen Berglandes Sie werden durch die Kreisabteilungen „Gesundheit und Dolksschutz" und „Frauen" der DAF. im Zusammenarbeiten mit den Betriebsärzten ausgesucht Fahrtkosten werden vergütet. Da eine Erholungskur aber nur bann Erfolg hat, wenn keine Sorgen brücken, werben sich bie Dienststellen ber DAF bemühen, bah bie Betriebsführer für bie Dauer ber Erholungskur ben Lohn weiterzahlen ober zum minbeften ein angemessenes Taschengeld gewahren. Auch soll diese Kurzeit nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet werden. Die erste Verschickung erfolgt am 10. Februar. > 50 Lahre Invalidenversicherung. .’M«, vb, Ti?* t2'". >aW ^ifetnq “el > /Uibrii> ?e9entBQn W Ur] '6 öU tXt Her 'chlen. über An ppen. Ij. ; -rluste; ,nWd|ft ! Son, Bataillons vereitel!, der di, bedroh oljn, 1 foppen erte bur* •9 fo ein, Hem Ein. lbrück, K 3« chüqte ei NMschq urchschni« ngen und > Minen, ei durch schwe, b er an Leutnant her Wch mer ein, ) dadurch Stunden Kämpfen die Ver, mung zu. Die deutsche Invalidenversicherung begeht in diesem Jahreswechsel ihr goldenes Jubiläum: am 1 Januar 1891 trat das Gesetz über die Jnoalidi- täts» und Altersversicherung m Kraft. Der Präsident des Reichsversicherungsamts, Dr. Schaff e r, weist darauf hin, daß immer starker neben bie Renten bie Sorge für bie Erhaltung ber Volkskraft durch oorbeugenbe G e s u n d h e 11 s f u r - sorge trat. Allein bei ber Lungentuberkulose konnte seit 1895 bie Sterblichkeitsziffer von 23 auf 6 je 10 000 gesenkt werden. Das erhebliche Ber' mögen bas durch bas Anwartschaftsbeckungsver- fahren' angesammelt wirb, ist in weitem Maße für ben Arbeit er Wohnungsbau oerroenbet worden unb hat dadurch die Gesundheit ber Arbeiterbevölkerung wesentlich gefordert. Seit 1924 [inb mehr als eine Milliarde Reichsmark für cor» beugenbe Gesundheitsaufgaben verwendet warben, durch Bereitstellung von etwa 1,5 Mstliarden RM konnten äußerstem rund 400 000 Arbeiterwahnungen gebaut werden. Diese gelundheitlichen Maßnahmen der Jnvalidenversich.rung dürften m, dazu beigetragen haben, daß sich das Durchlchnlst-alter der Invalidität feit 1913 um rund sechs Jahre er- hobt hat Die Heilanstalten und Genesungsheime ,uVl „V______nx_____- mm nrnfoon Teile bie Anlage von j---------- ------- «, Erhöhung ber landwirtschaftlichen Erzeugung und auf die Lenkung der Einfuhr. Für die Großstädte ist ein Einheitsbrot angekündigt worden. Deren» nut. — y .; schastlichen Prüfung auf mindestens sechs Fach- emefter erfolgt ist, wird nun auch die Dauer des Vorbereitungsdienstes von bisher zwei auf ein Jahr herabgesetzt. Nach diesem einen Jahr kann der Kandidat sich zur Pädagogischen oder As- sessoren-Prüfung melden, er kann aber auch, wenn er glaubt, noch nicht fo weit zu fern, einen längeren Vorbereitungsdienst absolvieren; andererseits kann ihm eine Verlängerung auch auferlegt werden. Die Studienreferendare sollen im Borbereitungsdienst in die Verantwortung des national ozialistischen Erziehers hineinwachsen und die Au gaben und Arbeitsweisen der Höheren Schule 0 weit beherrschen lernen, daß sie gegen Ende des Vorbereitungsdienstes zu selbständiger arbeit fähig find. Da der verkürzte Dordereitungs- dienst die volle Arbeitskraft der Studienre erendare beansprucht, ist es im allgemeinen nicht statthaft, sie zur aushilfsweisen Beschäftigung heranzuziehen. Beurlaubungen dürfen nur im Interesse der Ausbildung erfolgen und zwei Wochen insgesamt mcht überschreiten. Die Studienreferendare erhalten einen Unterhaltszuschuß. Der Dorbereltunqsdienst erstreckt sich auf die Unterrichtstatigkett, Arbeiten der Fachgruppen unb der Pädagogischen Arbeitsgemeinschaft, bie Erlernung besonderer Fertigkeiten Leibesubungen, Besuche wichtiger Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, Veranstaltungen der Gemeinschaftserziehung ufw. Der Seminarleiter berat und fördert die Anwärter, deren Vorgesetzter er ist. , Er unterrichtet sie auch ständig über die außer- 1 schulische Betätigung der Studienreferendare m ber NSDAP., ihren Gliederungen unb angeschlossenen Verbänden unb veranlaßt unb förbert ihre Mit- LlnderechMe Einmischung. Tokio, 9. Jan. (DNB. Funkspruch.) Zur Kongrehbotschaft Roosevelts sagt der dem Auhenamt nahestehende „Japan Times and Advertiser , Roose- velts Widerstand gegen „einen Frieden, ber von Diktaturstaaten aufgezwungen oder von kompromiß- geneigten Staaten vorgeschlagen wird stelle eine politische Einmischung ohne historische Rechtfertigung bar. „Tokio Asahi Schimbun" sagt, Roosevelt habe mit Argumenten jongliert, bie für den gesunden Menschenverstand unannehmbar seien. Insbesondere bewege sich Roosevelt hinsichtlich seiner Argumen- tierung über Demokratie und Totalität auf '-dünnem Eis", wie auch bei feiner Behauptung bah bie Sicherheit Amerikas vom Ausgang ber Kriege in Europa, Afrika und Asien abhänye. Wenn Amerika sich nicht in den China-Konflikt einmisc^ könne es sich auch recht bedroht fühlen Auch ^od^chi Schim- bun" stellt fest, bah niemand bie Sicherheit ber worben. Daß ben Schwerverwunbeten unb den liarben und für 1942 ein solcher von y,z nciuiur-1 Witwen unb Waifen der Dersicherten ™ den Dollar erwartet. Aus ben ersten Pressestimmen Verforgungssatzen eme ^.^ jE^ben^Kämpfern hierzu ergibt .sich,„daß Jau^altoptai von Versicherung in Aussicht st^ ^kunst.^äsi- bent SchAr erklärt, baß bie Invalidenversicherung in ihrer gegenwärtigen Form aber auch Mangel hat Die Renten ber Witwen unb Waisen reichen auch nicht für eine bescheibene Lebenshaltung aus. „ . I mij+jf nprftanben wirb ber Verlust aller Beiträge, Mo-kau, 8.Jan. (DNB.) Der Moskauer Rund- d,/Wartezeit nicht erfüllt oder die Deckung fünf verbreitet folgendes TASS.-Dementi: In vorhanden ist. Das Zi-l der Zukunft weift das einigen ausländifchen Zeitungen wurde die Mel- Me,Programm. Die Rot im Alter fall für alle düng verbreitet, wonach der fowietru sifche Gesandte 4°r P 9 Rechtsanspruch .völlig be- in Bukarest, Lawren.few. angebllch vori fe.nem M-nd-n f.f0 beffen sid)erung das Reich MW Posten abberufen werben solle. Die TASS, ist ' ^ie Invalidenversicherung hat diesen Weg errnächtgt, mitzuteilen, daß diese Meldung nicht ü0rbereitet Erfahrungen werden bie Grunb- den Tatsachen entspricht. (afle für bie kommenbe Regelung bilben. Oie außenpolitische Linie der Türkei. ErziehernachWUchS Istanbul, 8. Ian. (DRB.) Zu Beginn der Parlamentsferien erklärte Ministerprasibent Say- ätl vDUyUlClI» dam, es sei bas Ziel ber Türkei, auf bie Erhaltung bestehen bes ersten Abschnitts bet Prüfung ihrer eigenen Sicherheit bebacht zu sein. D>e Turke, ^'tey Oberen Schulen, ber Wissenverfolge aufmerksam aber ruhig alle politischen unb . b 0 Künstlerischen Prüfung, treten die militärischen Vorgänge ber Welt. Die Reg erung fei Ä auf An- entschlossen, ber Bevölkerung ein M'nbestmaß von ^'eher-Anwarter oer^ „ gsbien st. Für bie- Verpflegung, Kleidung und Heizmaterial zu f ch-rn. g n den B "dienst hat b®r Reichserziehungs- Die Regierung r>-^e ihre Aufmerkfamk-,t auf d - im ^°r°-r«iung^ ™ M -rlaffen. Nachdem Bermeidung von Wucher und Pretstreiber-i auf m f Verkürzung der Zeit bis zur wiffen- - staatlichen Vorratslagern, auf die ?I^,,^""^molliuna^auf mindestens sechs Fach- Mitten im Ärie^-getümmel suchte ich sie auf: bie Akropolis von Athen Stolz unb ruhig, als gäbe es keine Flugzeuge unb anbere tobbr.ngenbe Was- fen, ragt sie in bie im Kriege befmbliche Millionen, stabt Athen hinein. Unbekümmert streben ihre schonen Marmorsäulen in ben blauen griechischen Win» terhimmel. Ke.n Geschütz ist aufgefahren, um dem brohenben Feinbe abzuwehren. Kein Sanbwck ist vorhanben, ber sie fchützen könnte, nut temerSchutz- farbe ihr herrlicher golbig verwitterter Marmor bem heutigen Kriegsgebrauch ent prechenb ange- , tüncht. Was brauche ich schütz? Was brauche ich Was en?, so klingt es, fast unangenehm berührt ob solcher Gebanken, vom lauen Sübwinb getragen her- ab zu bem einsamen Besucher, ber berounbernb zur Akropolis hinaufschaut Unb wirklich! Sie braucht weber Schutz noch Waffen; sie vertelbigt sich selbst. USA. bedrohe, dagegen habe Amerikas Störung ^em^sie ^^^ße"Geschichte. So steht sie hier der sich anbahnenden Neuordnung Ostasiens die h ^r Helle des Tages unb im Dunkel ber Nacht, Spannung verschärft. Aus leben Fall müsse Japan J wr neue oes » gegen bie feindliche Einstellung ber USA. gegen- ^eö(Juern stieg ich bie Stufen zur Akropolis über ben Achsenmächten gewappnet fein. „Tokio aerJn traurig baniber, baß dieses Nitfchi Nitfchi" fagt. Roofeöelts Behauptung, für hinan, ^cht,„udig°n Hauptstadt die Verteidigung der Freiheit einzu reten fei nichts ^"ne H toön({cn Stirnfchmuck der Antike, der weiter als cm Vorwand, um die alte kapitaststifche ^..„^lis wieder durch englifche Intrigen in den Weltordnung aufrechtzuerhalten. Die Katastrophen' P'bcn 3d) erinnerte Mich dabei Politik Roofevelts muffe von der ganzen Welt ab- Weltkrieges und der Tag- von Ver- gelehnt werden. ltaiUe3 Auch daMals stand ich, wie heute, hier in 10,8 Milliarden • w für Roosevelts Aufrüstung. bicllSiuknb"sa>dbetnrnVZbamit der Wafh.ngton, 9. Ian. «kuropapreß.) » Budget-Botschaft, die Präsident No°sevelt dem Kon. ^^ Daterland d ^^nzes unb bes Ruhmes greh zuleitete, sieht für bas Haushaltsjahr 1941/42 mieDer o y) eine Nation, einen Ausgabenetat von 17,5 Milliarden Dollar l^^n \ Fremden nicht duldet und ab- vor. 10,8 Milliarden Dollar, das sind 6 2 d. ünt) b»e ^ie OTa^t gegen diese mäch. fürAusrüstungszwecke bestimmt. Einschließ- schu . Weltkrieges aufstehen unb lich der letzten brei Haushaltsjahre ergeben biefügen Siegerstaaten oes y ______ Ausgaben für Rüstungszwecke insgesamt 28 Milliarben Dollar. Der Botschaft zufolge wirb für bas Jahr 1941 ein Fehlbetrag von 6,2 MU- liarben unb für 1942 ein solcher von 9,2 Milliar- Gebt Bucher für unsere Soldaten! Ein Aufruf Alfred Rosenbergs. Berlin, 8. Jan. (DNB.) R-ichsleit-r Alfred lung ber NSDAP, für bie deutsche Wehrmacht hat alle Erwartungen übertroffen. Hebe r zehn Millionen Bücher würben gesammelt. Nach burchgeführter Auslese konnten über 40000 Büchereien unseren Solbaten ms gelb geschickt werben. Dieses Ergebnis i t em be- rebtes Zeugnis ber beutschen Dpferbereitschaft. Die Gemeinschaft ber Heimat stellte sich hiermit geschlossen hinter bie Kamerabschaft ber Front. ^Jch bamke allen Spenbem sowie allen, bie für bie Durchs führung ber Sammlung ihre Kraft zur Der^ugung gestellt haben: ben Schulungsamtem, ber MSB. unb allen ©lieberungen ber Partei. B *. _ _ m} n , Nun stehen wir im zweiten Kriegswtn t e r. Wieber gelangen an uns von allen Teilen ber Front Wünsche nach neuem Lesestoff. Darum richte ich ben Appell an alle Volksgenossen, an bie V?rlagsanstalten unb Buchhanblungen " °llen Gauen Großbeutschlanbs, wieberum Bucher für bie Solbaten zur Verfügung zu stellen Mit Zu stimmung des Stellvertreters bes Führers rorrb diese Büchetsammlung als stanbig e E i n r 1 tung für bie Dauer bes Krieges durchgefuhrt. In allen Gauen nehmen Sammelstellen laufenb Spen den entgegen. Die Sammlung erfolgt wiederum durch die Block- und Zellenleiter sowie durch die Angehörigen ber Gliederungen und der NSV. u ; (Gez.) Alfred Rosenberg. i anberen verlangt ! Gewalt, )n ameri'\ sich nur, tic, wozu j nakaischel ; )e Steuer- 1 n denken, unb nie- welt nach g erreicht tt der Er- en (wohl- inf einem llbfiesehen 3 Staats- cht imer- , 5 Richter- eiten, die angehen. aber bie beträchtlich nzel- unb 72 Boni' ben von r mürben hatte sich meifettet jnatc ber iten. 3eht r W en Mos. rönbe, 20 Sie silt* Qtfen. sie mehr Ionibe" n Schein' f ein vor* ren * 7 letzten t)‘ n «X „Dir bli '6if ’Tr «o« 6l* dien; b)*als Vertreter: ---Brigadesührer Dreher. fifch-n"Familieni-'b«nr. Bef°nd-r- b-deustam für Me und Ratsherr In _ M^Danau. Praxis ist dabei die Regelung des Fami» lienunter Halts. Es handelt sich hier um zwei Fragen: Verteilung ber Unterhaltslasten auf bie Familiengenossen unb Gestaltung der Haushalts, geschäfte. Der Ausschuß ist bemüht gewesen, bas Prinzip genossenschaftlicher Re chtsge- meinschaft wieder lebendig zu machen Neben der Erfüllung ihrer Hausfrau- unb Mutterpflich. ten soll bie Frau im Falle selbstänbiger Arbeits- ober Dermögenseinkünfte einen angemessenen Beitrag zu leisten haben Auch in ber Regelung ber sonstigen Arbeitspflicht ber Frau will ber Aus. schuß neue Wege gehen Anberseits soll aber auch ber Mann erforderlichenfalls zur M'thi lfe im Erwerbsgeschäft ober Beruf ber Frau verpflichtet sein. Diese Verschiebung ber Rangvrbnung- ber Unterhaltsquellen macht auch eine anbere Regelung ber Inanspruchnahme ber beiderseitigen Vermögensstämme notwendig. Der Das dänische Pfadfinberkorps hielt vor dem Schloß Rosenborg in Kopenhagen eine große Neujahrs- parade ab, an der sich über 2000 Pfadfinder beteiligten. — (Affociated-Preß-M.) genossenschaftliche Charakter der Ehe verlangt, daß auch in der Frage ber Haushaltsgeschäfte an bie Stelle ber einseitigen Vertretung bes Mannes durch .bie Frau (Schlüsselgewalt) ein Vertretungsrecht be Iber Ehegatten für bie eheliche Gemeinschaft tritt. Daraus folgt bie schon lange geforderte MithaftungderFrauausHaus- Haltsgeschäften. Die Entziehung ober Beschränkung des Vertretungsrechts soll künftig nur noch durch Entscheidung des Dormundschaftsgerichts bei Mißbrauch erfolgen. Die Publikation soll nicht nur* durch Eintragung ins Güterrechtsregister, fon- dem auch durch Zeitungen geschehen; von beiden hängt die Wirkung für gutgläubige Dritte ab. Mitglieder des DolkSgerichtsho es. NSG. Viele Mütter verlassen ^ühmorgens Kinder unb ihren Haushalt, um ben Arbeitsplatz bes Mannes einzunehmen wohrenb drou« n mit ber Waffe in ber Hanb die Heimat verteloig Ihre Kinber werben durch bie NSV. betteUo^^n ihrem Haushalt erhält sie burch die NS £ sLrriWLSs:WS?.L SSS’JraSSÄ ISS®?"l! w Meine politische Nachrichten. D>r Duce weilte zwei Stunden in einem M i» litärlazarett Roms, wo er bei seinem Rund- gang von den Verwundeten begeistert emvsanaen wurde. Mussolini unterhielt sich mit jedem. 3m Gespräch brachten alle immer wieder ihren Wunsch zum Ausdruck, bald wieder am Kampf teilnehmen ZU dürfen. ♦ Der spanische Botschafter in Rom, Garoia Conds, ist von seinem Posten zurückberufen worden. Ein neuer spanischer Botschafter für Rom ist noch nicht ernannt worden. * Der französisch Staatschef, Marschall Pstain, empfing in Vichy den neuen Botschafter der Der- emigten Staaten, Admiral L e a h y , der fein Be- glaubigungsschreiben überreichte. Die Reise der Japan-Abordnung der Hitler-Jugend fand ihren Abschluß durch einen Empfang beim Reichsjugendführer, dem die HJ.-Führer über ihre Erlebnisse auf der dreimonatigen Japanreise eingehend Bericht erstatteten. Nach einer Meldung der britischen Admiralität ist das britische Unterseeboot „Regulus" überfällig und wird als verloren betrachtet. Das im Jahre 1930 erbaute Boot hatte eine Wasserverdrängung von 1475 Tonnen und eine Besatzung von 50 Mann. Finnischer Sportführer wird Ministerpräsident. Der finnische Reichsbankdirektor I. W. R a n g e 11, ehemaliger Präsident des Organisattonskomitees für die XII. Olympiade, der seinerzeit auch die Ein- iadung Zu den Olympischen Spielen 1940 in Helsinki ergehen ließ, ist jetzt an Stelle des zum Staatspräsidenten gewählten Ministerpräsidenten Ryti zum neuen finnischen Ministerpräsidenten ernannt worden. — (Schirncr-M.) Aus aller Welt. Die Bukarester Philharmoniker in Berlin. Auf Einladung und in Anwesenheit von Reichsminister Dr. Goebbels gab das rumänische Staatsorchester ein Konzert in der Berliner Phil- barmonie. Unter der Leitung ihres Dirigenten George Georgescu spielten die Bukarester Philharmoniker rumänische Werke. Deutsche Musik umrahmte die Dortragsfolge, mit deren künstlerisch hochstehender Darbietung die Gäste stürmische Ovationen auslösten. Im Zeichen der deutsch-rumänischen Kulturgemeinschaft stand auch ein Empfang, den nach dem Konzert die Kameradschaft der Berliner Philharmoniker ihren Bukarester Gästen gab. Italienisches Bauernhaus durch Erdrutsch vernichtet. In einer Ortschaft der oberitalienischen Gemeinde Predappio stürzte infolge einet Erdrutsches ein von zwei Familien bewohntes Bauernhaus ein. Stmzkampf-Mgzeuge werden für den Einsatz fertig gemach! der Missionsanstatten rechnen mit über 1200 verschiedenen Sprachen der Schwarzen. Davon haben 243 auch eine Schriftsprache entwickelt, so daß bie ‘V- ‘ I ' 4 ■ NM ••• *r. A.. M A M - Unsere Abbildung zeigt Sturzkampfmaschinen auf dem Schießstand. Hier werden die Bordwaffen der Flugzeuge neu justiert. — (PK.-Brecht. — Atlantiic-M.) Zahlreiche Bewohner des Hauses und das Vieh blieben unter den Trümmern begraben. Sieben Personen, ein Landwirt mit seinen Familienangehörigen, konnten nur als Leichen geborgen werden. Weiter wurden drei Personen verletzt. Die Hausttere sind sämtlich umgekommen. Drei Gewaltverbrecher hingerichtet. Am 8. Januar ist der 1922 geborene Alfons Herzke aus Dt.-Krone hingerichtet worden, den das Sondergerickt Schneidemühl als Gewaltverbrecher zum Tode und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt hat. Herzte hat seine Mutter erschlagen, die ihm wegen seines liederlichen Lebenswandels Vorhaltungen machte. Ferner wurde der 1913 geborene Wacwal Fadi- czewski hingerichtet, den das Sondergericht in Frankfurt (Oder) als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Fabiczewski, ein Volkspole, hat sich in schwerster Weise an einem 14jährigen deutschen Jungen vergangen. Außerdem ist der 28jährige Josef Kloucek aus Mazyk in Böhmen hingerichtet worden, den das Sondergericht Kiel wegen Raubmordes als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Kloucek, ein vielfach vorbestrafter, dem Trunk ergebener Mensch, hat seinen Arbeitskameraden ermordet und beraubt. Eine Zirkusschule im vöhmerwald. Die Bewohner des Böhmerwald-Dorfes Stach a u sind international bekannt als Spezialisten in den technischen Zirkusarbeiten. Sie durchziehen die ganze Wett als Zeltarbeiter, Auf- bauer, Tierwärter, Musikanten und Beleuchter im Zirkus. Die Stachauer werden daher im Böhmerwald auch als „Weltenbummler" bezeichnet. Um dem Nachwuchs eine richtige Schulung geben zu können, hat der Regierungskommissar von' Stachau nun die Errichtung einer Zirkus-Fachschule angeordnet. Dieser Schule wird ein richtiges Zirkuszelt für Hebungen zur Verfügung stehen. An ihr wird u. a. auch Unterricht in 'Musik und fremden Sprachen erteilt. Genoveva Haritzer f. Die in Bergsteigerkreisen bekannte Frau Genoveva Haritzer ist im Alter von 83 Jahren in Sagritz in Oberkärnten gestorben. Sie hatte dav Glockner-Haus von dessen Erbauung an bis 1910 in Pacht. Während dieser Zeit bewirtschaftete sie außerdem sämtliche Hütten des damals noch wenig begangenen Glöckner-Gebiets. Ihr Gatte erbaute von 1904 bis 1906 das Kaiser-Franz- Joseph-Haus oberhalb der Pasterze. 30 Jahre lang führte Frau Haritzer gemeinsam mit ihrem Manne dieses Bergsteigerheim an der hochalpinen Glöckner-Straße. Ihren Ehrennamen „Bergsteiger- Mutter" hat sie sich verdient, weil für sie die Bewirtschaftung der Alpenhütten nicht ein bloßes Geschäft war, sie sah vielmehr ihre Aufgabe darin, allen Wanderern in diesen hohen Regionen die beste Pflege und Fürsorge angedeihen zu lassen. Ihre besondere Liede galt den vielen Bergführern, die immer gern bei ihr Einkehr hielten. Zu großem Dank sind ihr auch die Schulkinder verpflichtet, die jahrein jahraus in ihrem Talgasthof in Döllach im Mölltal auf dem stundenlagen Weg zur Schule kostenlos verpflegt wurden. Der Fallschirm im Dienst der Bevölkerungspolilik. Aus Ankara wird berichtet: Einen wohl einzig- artigen Rekord konnte dieser Tage ein türkischer Arzt aufstellen, der als Geburtshelfer besonders in entlegenen Gegenden einen guten Ruf hat. Zum 200. Male ist er mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug abgesprungen, um werdenden Müttern Hilfe zu bringen. Bemerkenswert ist, daß der mutige Medizener bereits über 60 Jahre zählt. Lokomotivführer als Freskomaler. Die Reichsbahn eröffnete auf dem Frachtenbahnhof in Innsbruck eine Werktantine, die einen besonderen künstlerischen Schmuck erhielt. Ein Fresko mit Spruchband, darstellend die Arbeiter der Stirn und der Faust, den Fahnenträger der Be- roegung und den Sämann, sowie ein großes Oel- gemälde schmücken den Raum. Diese künstlerische Ausgestaltung schuf der 35jährige Lokomotivführer Ernst Schroffenecker, der in seiner Freizeit die Kurse bei Professor Esterle und Professor Nepo besucht hat. Im Zuge der von den deutschen Behörden betriebenen Anbaulenkung wurde die Tabakanbau- fläche im Generalgouvernement von 4000 Hektar in den Vorjahren im Jahre 1940 auf das Doppelte, also auf 8000 Hektar, vergrößert. Das Jahr 1941 soll eine noch bedeutendere Steigerung bringen, um das Generalgouvernement, auf dessen Boden ausgezeichnete Tabaksorten gedeihen, von der Einfuhr völlig unabhängig zu machen. Gegenwärttg werden in den Monopolfabriken des Generalgouvernements täglich sechs Millionen Stück Zigaretten und 4000 Kilogramm Schnittabak hergestellt. Negerliteratur in 243 Sprachen. Die Zahl der N e g e r s p r a ch e n ist weit großer, als gemeinhin angenommen wird. Die Zentralen Missionare Bibeln für die Eingeborenen in der Landessprache liefern können. Darüber hinaus gibt es in 17 Negersprachen auch eine weltliche Literatur, die im Durchschnitt je 25 Bücher umfaßt. Doppelehe. Der 55jährige aus Mähren gebürtige und seit Jahren in Köllme ansässige Joses E. hatte als junger Mann in seiner Heimat geheiratet und aus dieser Ehe waren fünf Kinder entsprossen. Als durch das Diktat von Versailles seine Heimat zur Tschechoslowakei geriet, kam E. als gedienter Mann in Ge, fahr, gegen seinen Willen in das tschechische Heer eingereiht zu werden. Er floh ins Altreich und trat dem Grenzschutz bei. Seine Frau und Kinder aber hatte er in der Heimat zurücklassen müssen. Anfang 1920 lernte er in Potsdam Else H. kennen und schloß mit ihr die Ehe. Dieser Ehe entsprossen drei Kinder. Als nun Mähren in das Großdeutsche Reich eingegliedert wurde, stellte die erste Frau Nachfor, schungen nach dem Vater ihrer fünf Kinder an und fo kam die Geschichte mit der Doppelehe heraus. Josef E. hatte sich nun vor der Ersten höllischen Strafkammer zu verantworten Er gab zu, daß seine erste Frau aller Voraussicht nach noch am Leben und daß seine Ehe mit ihr noch nicht für nichtig erklärt worden sei. Der Fall einer Doppelehe lag also einwandfrei vor. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu der gesetzlichen Mindest, strafe von sechs Monaten Gefängnis. Kalender. — Der Greif. Ein Jahrweiser des guten Buches. Druck und Verlag von Poefchel & Trepte, Leipzig. — Dieses sehr hübsche Jahrbuch in Kalender- oder Almanach Form beginnt, statt eines Vorwortes, mit einem Lob des Buches: die Herausgeber haben sich das Ziel gefetzt, den Leser und Betrachter zum Buch zu führen, zum Lesen zu locken, • zum Schmökern zu verführen: eine vortreffliche Absicht. Die Art, wie dabei zu Werke gegangen wurde, scheint uns großen Erfolg zu versprechen. Man bekommt schon beim flüchtigen Blättern und Betrachten Lust zu verweilen, man erhält vielfältige Anregungen von einem lockeren Streifzuge durch die Produktton guter deutscher Verlage. Hier ist ein Griff getan in den unerschöpflichen Reichtum deutschen Geistes und Wesens. Gedichte und Prosa, Klas- sisthes und Gegenwärtiges, Ernstes und Heiteres, Bilder und Schriftproben, — keine „scherbengerichtliche Auswahl", aber alles gleichsam nach einer anmutigen inneren Ordnung bestimmt und zusammengestellt, alles auch im Geleit zweier Worte Friedrichs des Großen: „Bücher sind kein geringer Teil des Glücks" und „Die Literatur wird meine letzte Leidenschaft sein." Satzanordnung, Druck- und B'ld- geftaltung lassen den gleichen Geschmack und die innige Liebe zur Sache erkennen, welche die Herausgeber bei der Auswahl und Zusammenstellung des Stoffes sichtlich geleitet haben. Hans Thyriot. Büchert'fch des Sportlers. — Der Kicker-Bildkalender 1941. Verlag „Der Kicker" in Nürnberg. Preis 2 RM. — Ein gut ausgeftatteter Kalender mit Diesen interessanten Bildern, der seinem Besitzer Freude machen wird! Auf Kunstdruck-Karton gedruckt, kommen die Aufnahmen von den vielen Fußball-Ereignissen vortrefflich heraus. Dazu enthält der Kalender noch vier farbige Kunstblätter. HaupuchnsUeiler: Dr. ZNedrtch ©tibelm Lange Eiel!veruelei oe» Haupvkdri'tletter»- Srnst Blumscheln. Seranftoortii* ur l'nitfi unft Bilder Dr ffr. W. Lange für das iVeii'.ietim: Tr. Hans Thdriot; rüi Stad, Gießen. Provm-, iviti.diai. u. Sport: Lcnn ^.uni,a>e i. Druck und Berlag Brühige Unieer-itairdnliterei R. Lange v «. Benagelerrer Dr. Ing. Hamann Än,eigeni? ler Hanr rteck. 8er.ni HD nrfb» ür den ."Vidal! der ein etoen TberonrÄümme P- -)b und Silbergegenstände gefunden. verdoppelter Tabakanbau im Generalgouvernement. geben vermag. Allen Freunden dieses Sports kann es empfohlen werden. Ein Deutscher entdeckt Inka-Festungen in Bolivien. Der deutsche Archäologe Pucher entdeckte in der bolivianischen Provinz Larecaja militärische Anlagen der Inkas, die umfangreicher - sind als die Ausgrabungen in Juanjchupijchu in Peru. Die Befestigungsanlagen sind von sechs Vertoidigungskrei- fen umgeben. Im Innern der Anlagen fand man Tausende von Gräbern und die Reste von zahl— Kicker-Almanach 19^0/41. (Verlag ,Der Kicker" in Nürnberg. Preis 1,25 RM.) — reichen Gebäuden. Außerdem wurden kostbare Gold- (215) — Ein vielseitiges Büchlein im Taschenformat, und Silbergegenstände gesunden. das auf alle Fragen der Fußballer Auskunst zu Vermietungen 6-Mohü mit Bad u. Küche (Mockstraße > ver 1. Marz evtl. 1. Avril 1941 zu vermieten. Schr. Angebote unter 113D and.Gieß. Anzeiger erbet. ÜlöL 3immer an Mädch. billig Auucrm. Zu erfr. in d. Geschaftsst. d. Gieß. Anz. m Nach langem, schwerem Leiden ist unsere liebe, herzensgute, unvergeßliche Tochter »chwcster und Schwägerin Frieda Seibel im Alter von 40 Jahren für immer von uns gegangen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Seibel. Gießen (Seltersweg 87), den 8. Januar 1941. Die Trauerfeier findet Samstag, den 11. Januar, um 111/3 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. ' _ ________________0U5 Wir suchen sofort weibliche Bürokraft Stenografie und Schreibmaschine wird verlangt. Angebote, die nur fdiriftl einzurcichcn sind, an Firma Johannes Nickel O. H.G. HaNbmalttverke, Ober-WidderS- oeim über 4ttdda erbeten. u,p Tüchtiges Allein-Mdchen gesucht nsD Anfragen: Telephon 3852 | Mietgesuche 2-Zimmer- Wohnung sofort zu mieten gesucht. Schrift!. Angeb. unt. OSO an d. Gieß. Anz. Giuf.möblicrteS Zimmer gesucht. Schriftl. Angeb. m.Preisangabe unt. 086 an ü. Gieß. Anz. Stellenangebote Für besseren Geschäftsbaus- balt wird Mädchen s. tagsüber evtl, au di 3. Mithilfe im Geschäft gesucht. Schrift!. Ang.unt. 116V ad. Gieß. Anz. I Kaufgesuche Perfonem Wagen Gasofen für klein. 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Januar 1941: von 8- 9 Nbr Nr 1001-1050 von 9-10 Ubr'.Kr. 1051-1100 von 10-H Uhr Nr 1101-1150 von 11-12 Ubr Nr 1151-1200 am 11. ?anuar 1941: u8a von 8- 9 Ubr Nr 1201-1250 von 9-10 Ubr Nr 1251-1800 von 10-11 Ubr Nr 1301-1350 StÄdt. Schlachthof. Gießen. WERRE DRUCKSACHEN 11 Brühl, OteOea Donnerstag, 9. Januar 1941 Giehener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Gberhesien) r. 7 Zweites Blatt Stab ein geschlafen. Elisabeth war Sinnbild seiner Gewalt, am Hofe seines Dynasten für Ordnung zu sorgen. Der imposante, knopfver- zierte Stock, den heute noch mancher Schloßkastel- lan führt, ist Abbild der sinnbildlichen Bedeutung, die der Stab früher hatte. Ja, in manchen Gegenden unseres weiten Vaterlandes war es vor noch nicht gar zu langer Zeit nur „Honoratioren" erlaubt/ einen SvaZierstock zu tragen, so wie es in altgermanischer' Zeit Knechten verwehrt war, die „Frame", den Kurzspeer des Freien, zu tragen. Als ein ausgesprochenes Hoheitssymbol hat sich der Stab aber vielerorts bis in die Zeit der letzten Jahrhundertwende erhalten, als ein Sinnbild der die Dorfgemeinschaft leitenden Amtmannschaft! Die Kartoffel enthält viele Stoffe, die für die menschliche Ernährung wichtig sind. In diesem Jahre steht uns eine große Kartoffelernte zur Verfügung, die verwertet werden muß. Die Wissenschaft ist sich darüber einig, daß der Genuß vott Kartoffeln in jeder Weise nur vorteilhafte Folgen haben kann. Man darf deshalb annehmen, daß die Verwertungsmöglichkeit der Kartoffel bei der Zusammenstellung von Speisen und bei der Herstellung von Gerichten für die Zukunft noch viele Möglichkeiten bietet. Die Kartoffel hat ein hochwertiges pflanzliches Eiweiß, mehrere wichtige Vitamine, Stärke und Nährsalze. Der Stärkegehalt ist prozentual ebenso hoch wie beim Getreide, und der geringere Eiweißgehalt entspricht in seiner Wertigkeit ungefähr dem Fleischerweiß. Von den Mineralstoffen, die bis zu IV2 v. H. in der Kartoffel enthalten sind, entfällt der größere Prozentsatz auf Kali, das für die Ernährung wichtig ist. Die Kartoffelknolle enthält dis beiden Vitamine B und C. Besonders der Bedarf des Menschen an Vitamin B kann bei regelmäßigem Genuß von Kartoffeln gedeckt werden. Auf die richtige Pflege der Kartoffeln kommt sehr viel an. Die Kartoffel soll möglichst erst an dem Tage geschält werden, an dem sie gegessen werden Die Kartoffel als Volksnahrungsmitiel und Rohstoff. Lothar. _ „, Und bald hatte sich die Runde um den Tisch wieder geschlossen. Diesmal aber saß das hübsche Mädchen mit dabei, dem sich später auch noch der Wirt, der Onkel Elisabeths, hinzugesellte. ' Verdunkelungszeit n der Woche vom 5. bis 11. Januar: 17.25 Uhr bis - 25 Uhr. Die Spötter und Lächler find längst verstummt. Aus den Toten des Weltkrieges und der Feld- herrnhalle erstand das Großdeutsche Reich, das geeinte deutsche Volk, der Aufstieg zu Macht und Größe. Und nun sind wir in das Jahr 1941 em- getreten, das „die Vollendung des größten Sieges unserer Geschichte bringen wird". „Gerüstet wie nie zuvor" in unseren Waffen und in unseren Herzen sind wir in dieses Jahr hinein- gcgangen. lieber die Gewißheit der Vollendung, die uns dieses Jahr bringen wird, vergessen wir aber nicht, daß vor ihr immer wieder unser Einsatz, unser Opfer stehen muß. In mannigfacher Form wird es an uns herantreten. Es wird uns stark sehen und nie zittern lassen. Es wird ein Volk finden, das den Sinn des Opfers längst begriffen hat. So wird auch der Opfersonntag für das Kriegs-Winterhilfswerk, der erste Opfersonntag des Schicksalsjahres 1941, ein Volk finden, das in dem Groschen der armen Witwe, in dem Markstück des Arbeiters und Angestellten, ini dem Scheck des Unternehmers mehr als nur den finanziellen Beitrag zu einem großen Sozialwerk sieht, ein Volk, das in der Höhe des finanziellen Opfers vi-elmehr einen Maßstab an sich selbst anlegt, wieweit es der Erfüllung würdig ist. Es wird darum wissen, daß die Millionen, die dieser Opfersonntag erbringen wird, nicht nach ihrer wirtschaftlichen, sondern nach ihrer moralischen Höhe und Bedeutung zu messen sind, als der so oft wiederholte und doch -immer wieder neue Kraftquellen erschließende Appell des deutschen Volkes an seine eigene Haltung und Stärke. K- Opfer und Erfüllung. Gedanken zum ersten Opferfonntag 1941. Geschichte aus Bremen. „Das hättest du mir gar nicht zu sagen brauchen, das weih ich ja", bemerkte der alte Konsul Wellerbrok, als sein Hausarzt ihm mit schonenden Wor- ten andeutete, daß eine etwaige Wiederholung des Herzkrampfes unter Umständen wohl als nicht ganz unbedenklich angesehen werden müsse. Am anderen Morgen fuhr Konsul Wellerbroks schwarzer Zweispänner auf lautlosen Gummirädern, mit blitzenden Radspeichen und leise klingendem Silbergeschirr, über die Schwachhauser Chaussee (damals hieß sie noch so) und bog in die Anfahrt zum Riensberger Friedhof ein. Der Kutscher Diedrich Busekist ließ die Pferde feierlich in Schritt gehen und hielt vor dem Friedhossportal an. Kon- sul Wellenbrok, im schwarzen Rock, den spiegeln- den Seidenhut auf dem Kopfe, lehnte sich leicht in die Polster zurück und sah sich mit gelassen wandernden Blicken alles an. , In diesem Augenblick trat einer seiner G^aMs- freunde aus dem Tor und sagte aufmunternd: „No, Wellerbrok? Kleine Spazierfahrt?" „Nein", versetzte der Konsul und gab' dem Kutscher das Zeichen zur Wetterfahrt. 'Generalprobe^' Kari Urb» i Oer Ritterkreuzträger Leutnant Becker in Gießen. Im Laufe der verflofienen Nacht ist der Ritterkreuzträger Leutnant Hans Becker, Kompanie- führer in einem Infanterie-Regiment, als Begleiter des Generalmajors Herrlein zu emem Ur- laubsaufenthalt in Gießen eingetroffen. Das Bild des Leutnants Becker haben wir im „Gießener An- ,eiger" Nr. 308 vom 31. Dezember 1940/1. Januar 1941 veröffentlicht und dabei erneut über seine besondere Tat berichtet, für die er vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Finger langsam wie liebkosend über die glatte Gla- ! sur, als streichelten sie Stirn oder Wange des Ge- , li^Na, Lothar!" chörte sich schließlich der Maler an- aerufen, „wir warten auf dein Urteil!" Es war der Jüngste, sein Nachbar, der ihm lachend die Hand auf den Ärm legte und leiser hinzufügte: Das Mädchen sei ihm wohl ein Bildnis wertt Der aus seinen Gedanken Aufgescheuchte entschuldigte sich, trank den andern zerstreut zu und meinte, es sei müßig, nach Worten zu suchen, wo sie doch alle das gleiche empfänden, das gleiche wie em holdes Geschenk dieser Dämmerstände erlebten. Worte würden nur den Zauber zerreden, man mußte ern Meister aus dem Klavier sein, um in Tonen sort- schwingen und ausklingen zu lassen, was das Herz bewege. „Chopin und Schumann haben solche Traum- stü'cke geschrieben", antwortete der Jüngste, „aber ich bin ein Stümper im Spiel, zumal wenn mir die Noten fehlen." „Eine Romanze von Schumann kenne ich , sagte der Maler ernst, unterbrach sich aber jäh, denn heller Lichtschimmer und gedämpfte Klaviertone fluteten aus der Richtung her, wo das Mädchen gesessen. Er hatte die bis dahin geschlossene Xür des Nebenzimmers gar nicht bemerkt. Nun stand sie offen, und niemand anders konnte drinnen am Ria- vier sitzen, als das Mädchen, das wohl die letzten Worte vernommen haben mußte. „Aber das ist ja -I" rief der Maler aus. ist ja die Romanze, von der ich soeben sprach! Er sah die andern groß an, und auf seinem erstaunten Gesicht stand die unausgesprochene Frage: Könnt ihr das begreifen? — Hastig erhob er sich. „Ihr müßt mich einen Augenblick entschuldigen .stammelte er und eilte mit großen geräuschlosen Schritten dem Nebenzimmer zu. Auf der Schwelle zögerte er eine Weile: lieber ter Spielerin gegenüber der Tür hing em großer ovaler Spiegel an der Wand, sie mußte ihn also kommen sehen. „ Bitte, lassen Sie sich nicht stören! bat er darum mit merklicher Ergriffenheit m der Stimme und trat rasch auf Zehenspitzen hinter sie. Da begegneten sich ihre Blicke im Spiegel! Elisabeth!" jauchzte er mit gedämpfter Stimme. , nntz das Gesicht des Mädchens, dessen Lippen aua) . jsinen Namen lautlos flüsterten, glühte auf, indes lus der Stadt Gießen. Stecken und Stab. Bon Werner Lenz. Seit der Urmensch seiner eigensüchtigen Einsam- eit — sie sicherte ihn vor dem neidischen Zugriff ntererl — entwuchs, seit er im Nebenmenschen licht mehr vorwiegend den Nebenbuhler, vielmehr ien Nachbarn zu erkennen gelernt hatte, kurzum — eit der primitive Egoismus dem aufdämmernden Sozialgefühl Platz gemacht hatte, lebte im Einzel- nennen das Bedürfnis auf, sich der Mehrheit mit» mteilen. Aus dem gereizten Zornschrei wurde die ermittelnde Rede, aus der drohend abwehrenden ßefte des Wildmenschen wurde der Vertrauen hei- chende und Vertrauen verheißende Gruß des Kul- Urmenschen. Je weiter sich nun das Verkehrsbe- türfnis, dieses Urelement volklicher Zusammenfin- tung und nationaler Bindung, ausbreitete, vom Einödshof übers Nachbartal in den weiteren Stam- nesgau tastend, desto notwendiger wurde neben der iprachlichen Mitteilung die Fernmeldung. Bevor ein geschlafen. Elisabeth war zuerst beim Frühstück erschienen und hatte sich nach Herrn Stark erkundigt, worauf ihr die verhängnisvolle Auskunft geworden, die ihre überstürzte Abreise verursacht hatte. Lothar war mit seinem unverhofft eingetroffenen Bruder und dessen Braut nur noch einen Tag geblieben, dann war auch er völlig niedergeschlagen ab gereift In der Wirtsstube wurden die Stimmen der Freunde laut: Es sei höchste Zeit zum Zug!, riefen sie und erschienen auch schon in Hut und Mantel auf der Schwelle des Nebenzimmers. Dor den glücklichen Gesichtern der beiden verstummten sie aber und ließen sich leicht überreden, in dem Gasthof zu übernachten. ,