Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer 6i881/3Ubr desBormittags Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm ^'Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzoorfchnft (vorherige Bereinbarung) 25°/o mehr 19b Jahrgang ttr. 266 JBSSSV ® AA Q Samrtag, 8. * Sonntag. 9 November 1941 ^nntag: 'und 'Ateriags Al ^A A A A AA AA A Ak jA A. A AA ss Metzener Anzelger infolge höherer Gewalt SaSS msau General-Anzeiger für Oberhessen ’^sssssr Französische Skizzen. Von unserem G. N.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Vichy, Anfang November 1941. „Ah, ma chSrie, ich bin glücklich, Sie wiederzusehen! Aber wie schrecklich: Äe sagen ,i)eil Hitler'? Ja, wissen Sie denn nicht, daß die Nazis diesen Krieg nicht gewinnen werden? Ich komme direkt aus Vichy, ich kann es Ihnen vertraulich sagen. Ich bin hierher gekommen, um meinen Mann zu besuchen, der ja wegen seines Geschäfts ins Elsaß zu- rückkehren mußte. Ich habe ein Vierteljahr bezahlten Urlaub und kann anschließend bis Oktober 1942 unbezahlten Urlaub dazu bekommen, aber dann muß ich meinen Dienst bei meiner Behörde wieder aufnehmen; selbstverständlich in Straßburg, hat man uns gesagt. Dann werden die Franzosen wieder hier sein. Ma obere Ivonne, wie aihnungslps sind Sie!" So sprudelt es über die Sekretärin im Vorzimmer einer elsässischen Amtsstube; die Tür steht offen zum Zimmer des Amtschefs, meines Freundes Renatus. Wir hören jedes Wort. Wir schauen uns zuerst verblüfft, dann unverkennbar das laute Lachen nur mühsam bezähmend an. Und warten gespannt darauf, was die tüchtige und gescheite Sekretärin darauf antworten wird. Es war nicht von Pappe. „Die werden wir einladen zu einer Besichtigung im Elsaß und sie kurieren, wenns möglich ist", flüstert Renatus. Nun, die Einladung ist auch für uns sehr instruktiv gewesen! zur Belieferung des unbesetzten Gebietes Frankreichs mit Nahrungsmitteln. Die Franzosen transportierten Bannware an Bord ihrer Schiffe, was unterbunden werden müßte. Als Bannware aber werden von der englischen Regierung auch Lebensmittel, wie Bananen, Ananas und andere Produkte der Tropen, bezeichnet. „Die Zeit ist gekommen", schreibt das Blatt, „eine riesige Blockade über Vichy- Frankreich zu verhängen und zwar im Interesse unserer Selbstverteidigung!" Der Londoner Korrespondent der schweizer Zeitung „Suisse" bestätigt die Campagne, die in England seit geraumer Zeit im Gange ist und die zum Ziel hat, die Gewaltmethoden gegenüber dem französischen Lebensrecht zu rechtfertigen. Der Korre- sppondent schreibt: „Man kann wohl sagen, daß die britische Flotte in Zukunft, soweit es ihr möglich ist, energisch intervenieren und die Blockade Gegenüber Frankreich schärfer durchführen wird." Die Aufbringung des französischen Geleitzuges vor der südafrikanischen Küste durch englische Kriegsschiffe am 6.11. zeigt, daß England gewillt ist, seine Ankündigungen, wann sich immer eine Gelegenheit bietet, zu verwirklichen. Obgleich England nicht in der Lage ist, die Verbindungswege Frankreichs in allen Gewässern zu kontrollieren, genügt doch die bloße Absicht, um erkennen _zu lassen, welches Schicksal England seinem ehemaligen Verbündeten zugedacht hat. Wer England nicht nützt, hat das Recht, zu leben verwirkt, und das höchste Recht für den, der mit England geht, ist, sich für England zu opfern. Don Engländern aufgebracht. Lissabon, 7. November. (Europapreß.) Der portugiesische Schoner „Maria Luzia" ist von englischen Seestreitkräften aufgebracht und nach Gibraltar eingeschleppt worden. Wie verlautet, befand er sich mit einer Le- bensmitelladung auf der Reise nach Südfrankreich. In Lissabon hat dieses Vorgehen der Engländer starke Erregung in Schiffahrtskreisen hervorgerufen, zumal der portugiesische Schoner „Nina", der vor einiger Zeit ebenfalls zum Anlaufen Gibraltars gezwungen wurde, dort noch immer festgehalten wird. Verfolgung aus der Krim erfolgreich fortgesetzt. Auch im Oonezbecken weiter vorwärts. — Stark ausgebaute Stellungen im mittleren Abschnitt der Ostfront durchbrochen. „(EoUaborafion?“ Wer als Deutscher im unbesetzten Frankreich mit Franzosen ins Gespräch kommt, dem wird bald das Wort „Collaboration" entgegentönen. Man könnte meinen, hierunter würde an eine Zusammenarbeit mit Deutschland im Sinne Lavals gedacht, an die wirkliche Ausnützung einer Chance, wie sie ein Sieger wohl selten in der Weltgeschichte einem Unterlegenen, einem so hoffnungslos geschlagenen Feind aus dem großen Verantwortungsgefühl gegenüber der Zukunft eines Kontinents heraus geboten hat. Weit gefehlt. Der ehrsame Bürger, der in der „noch nicht rationierten Sonne" seinen Apsritif-Ersatz vor sich stehen hat, versteht unter Kollaboration, daß Deutschland feine Ernährung sicherstellt, für Zigaretten sorgt, das französische Gebiet in Mutterland und Kolonien unangetastet läßt, sich nobel bis zur Selbstaufgabe zeigt. Collaboration: das schließt nicht die französischen Freiwilligenbataillone an der Front gegen den Bolschewismus ein, im Gegenteil: man hält „diese jungen Leute" im stillen für „nicht ganz normal"! Man spricht von „Kollaboration" und geht öaitii nach Hause^ um englische Sender zu hören. Attentisme. Attentisme: das ist immer noch die höchste politische Weisheit des französischen Bürgers und nicht nur des Bürgers, der darüber schimpft, daß selbst in den Zentren des französischen Weinbaus der Wein — ungenügend — rationiert und zugeteilt Der Wehrmachiberichi. DAV. Aus dem Führerhaupfquarlier, 7. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim fetzten die deutschen und rumänischen Truppen die Verfolgung trotz unwegsamen Gebirgsgeländes und zäh kämpfender Nachhuten des Gegners erfolgreich fort. Sturzkampfflugzeuge zerschlugen feindliche Stellungen im Festungsgebiet von Sewastopol und brachten mehrere Batterien zum Schweigen. Im Donezbecken kämpften sich deutsche und italienische Verbände weiter vorwärts. 3 m mittleren Abschnitt der O st front durchbrachen Infanteriedivisionen stark ausgebaute Stellungen des Feindes und brachten zahlreiche Gefangene und Geschütze als Beute ein? Vor peterhof versenkten Batterien des Heeres X’.nen feindlichen Frachter. Leningrad wurde bei Tage mit Bomben schweren und schwersten Kalibers belegt. 3m Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht Häfen an der englischen Ost- und Südwestküste. Volltreffer in Versorgungsbelrieben riefen große Brände hervor. 3mKanalgebietundvordernieder- ländischen Küste wurden zehn, vor der nor- wegischen Küste ein britisches Flugzeug abgeschossen. 3n Nordäfrika griffen deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung britische Zeltlager und Befestigungen in Tobruk an. Der Feind unternahm in der Nacht zum 7. November mit einer geringen Zahl von Bombern wirkungslose Angriffsoersuche auf einige Orte Norddeutschlands. (Störangriffe ohne nennenswerte Wirkung. Sechs Britenbomber abgeschossen. Berlin, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Feind unternahm in der Nacht zum 8. November Stör- Angriffe auf größere Teile Deutschlands ohne nennenswerte Wirkung. Ferner griff er die R e i ch s h a u p t st a d t an. Durch Bombenabwürfe auf Wohnviertel auch in Berlin hatte die Zivilbevölkerung geringe Verluste. Nach bisherigen Feststellungen wurden fechsbritifcheBomber abgeschossen. Ihr Vermächtnis. Wenn wir morgen am 9. November — 18 Jahre nach der Erhebung der nationalsozialistischen Bewegung — uns in Ehrfurcht und Dankbarkeit vor den Sarkophagen jener Blutzeugen des 9. November ttl23 verneigen, so fühlen wir stärker und klarer als jemals zuvor den inneren Gleichklang der Idee, des Geistes und des Herzens, der die Opfer der Feld- herrnhalle mit den namenlosen Helden des jetzigen Krieges verbindet. Ist es nicht so, daß die Männer, die einst als erste im Kamps der Partei im Innern ihr Leben geopfert haben, heute wieder lebendig geworden sind und mitten unter uns stehen? Sie, die durch ihren Opfertod den Weg zum Aufstieg der nationalsozialistischen Bewegung und damit Deutschlands frei machten, reichen heute unseren im Osten gegen den bolschewistischen Todfeind kämpfenden Soldaten die Hand. Ihr Wille und Geist, der einst der Geist einer kleinen Schar tapferer und unentwegter Gefolgsmänner Adolf Hitlers war, sind heute zur Weltanschauung und zur inneren Kraft eines ganzen Volkes und seiner Millionenarmee geworden, deren Kampf und Sieg im Osten von der gleichen Tapferkeit und Opferbereitschaft Zeugnis ablegen und Deutschland und Europa für immer von dem furchtbaren Feind befreien werden, gegen den sich die Helden des 9. November einst erhoben haben. Die Ausmaße aber, in denen sich heute der gigantische Kampf Deutschlands, ja Europas, gegen die wirtschaftliche und politische Ausbeutung und Versklavung und schließlich Vernichtung durch Pluto- fratie und Bolschewismus vollzieht, sind dank des Opfers jener 16 Gefallenen völlig anders als damals in den Tagen der Erhebung vor 18 Jahren. Welche unermeßlichen Früchte aus ihrer Blutsaat einst für Deutschland erwachsen sollten, hat allein der Füh - r e r in seherischer Weise erkannt, als er vor dem Volksgerichtshof ungebrochenen Glaubens die Worte sprach: „Ich glaube, daß bie Stunde kommen wird, da die Massen, die heute mit unseren Kreuzfahnen auf der Straße stehen, sich vereinen werden mit denen, die am 9. November auf uns geschossen haben... Die Armee, die wir herangebildet haben, die wächst vcm Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde schneller. Gerade in diesen Tagen habe ich die stolze Hoffnung, daß einmal die Stunde kommt, daß diese wilden Scharen zu Bataillonen, die Bataillone zu Regimentern, die Regimenter zu Divisionen werden, daß die alte Kokarde aus dem Schmutz geholt wird, daß die alten Fahnen wieder vvranflattern, daß dann die Versöhnung kommt beim ewigen letzten Gottesgericht, zu dem anzutreten wir willens sind." Die Divisionen, von denen der Führer damals vor fast 18 Jahren sprach, marschieren heute "zu Hunderten in einer riesigen Front von Finnland bis zur Mündung des Don. Sie marschieren als die Revolutionsarmeen des nationalsozialistischen Rei- ches unter dem gleichen Banner, das einst die Kämpfer vor der Feldherrnhalle mit ihrem Blut geweiht haben. Daß sie mit solcher Zuversicht in diesen Kampf gehen konnten und daß es ihnen gelunllGA.-Handelsschiffe bewaffnet in die Kriegszone. Die Bewaffnungsvorlage vom Senat angenommen. worden ist. Das ist die höchste Weisheit bis weit in die höchsten Regierungskreise hinein. „Abwarten! Vielleicht gewinnt England doch noch." Neuen Austrieb erfuhren die Vertreter dieser Politik des Abwartens durch den Ausbruch des Krieges im Osten. Jedes Schweigen des deutschen Wehrmachtberichtes über die Operationen im Osten wurde mehr oder minder laut als der Beginn des Umbruchs der Kriegslage gefeiert. Immer wieder — wie in den Tagen des Falles von Kiew, Odessa, Charkow usw. — bricht solche eine Hoffnung zusammen. Immer wieder werden andere Hoffnungen genährt — nicht nur, weil es sich so am bequemsten lebt. Die Regierung in Vichy aber kämpft im eigenen Lande um ihre Selbstbehauptung. Reformen in Frankreich? Sie wurden laut angekündigt unÄ von manchen Franzosen mit großer Hoffnung begrüßt. Auch in Frankreich gibt es viele um ihr Volkstum und dessen Zukunft besorgte Menschen, Gegner des Freimaurer. und Judentums. Aber zwischen der Ankündigung eines Reformgesetzes und seiner Durchführung liegt ein so weiter Weg, daß er nur in den seltensten Fällen zu Ende gegangen worden ist. Musterbeispiel kann die Judengesetzgebung und ihre Handhabung sein: lustig strömts in die Pforten der Kirche, denn ein getaufter Jude ist nach den Bestimmungen des Judenkommissars Vallat kein Jude mehr. Der „Prozeß gegen die Schuldigen an der französischen Niederlage", er ist immer wieder hin- ausgeschoben; die Urteile lauteten auf Festungshaft; die Begnadigung wird in Frankreich- nur als Frage der Zeit angesehen. Nicht wenige erheben schon wieder ihre Stimmen und verkünden, wie man Deutschland 1918 eigentlich habe behandeln müssen. Die „Unioerfite de Strasbourg" setzt ihren Betrieb nach wie vor in Clermont-Ferrand fort, getrennt von der dortigen Universität. Elsässische Studenten werden dort mit finanziellen und allen Mitteln der Propaganda festgehalten, und ihnen die Heimkehr in die Heimat als Vernichtung beruflicher Zukunft aus- gemalt. Einsichtige Franzosen bewundern die deutsche Geduld. Wie weit wird sie reichen? Welche Erschütterungen muß Frankreich noch erleben, um die Wirklichkeit von heute und morgen zu erkennen und um ein wertvolles Glied des neuen Europa werden zu können? Englands „Dank". Verschärfte Blockade gegenüber Frankreich geplant. Berlin, 8. November. (DNB. Funkspruch.) Vor kurzem erklärte der britische Blockademinister Dal- ton, England werde den französischen Hafen Marseille blockieren, um Frankreich von seinen Zufuhren aus Nordafrika abzuschneiden. Am 6.11. forderte die englische Zeitung „Daily Mail" eine totale Blockade über Frank- r e i ch. Das Blatt wendet sich in einem Leitartikel gegen das nordamerikanisch-franzöfifche Abkommen Washingkon, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Oer Senat nahm mit 50 gegen 37 Stimmen die Vorlage über die Bewaffnung und (Eoffen b u ng von V8A.-Handelsschlffen in bie Kriegszone an. Alle Schuld kommt auf Roosevelt. Unter der Überschrift „Alle Schuld kommt aus Roosevelt" schreibt der „D. V.": Der Kongreß der Vereinigten Staaten beschäftigt sich im Augenblick mit dem Antrag Roosevelts, das Verbot der Bewaffnung nordamerikanischer Handelsschiffe aufzuheben. Es liegt ihm darüber hinaus ein Antrag vor, auch die Artikel 2 und 3 des Neutralitätsgesetzes aufzuheben, das heißt nordamerikanische Handelsschiffe sollen ermächtigt werden, Waren und Fahrgäste in die Häfen k r i e g f ü h r e n d e r Staate n zu bringen und die vom Präsidenten bekannt- gegebenen Kampfzonen zu befahren. Nur jemand, der wie Roosevelt die Absicht hat, die Vereinigten Staaten in den Krieg hineinzuziehen, kann auf eine derartige Abänderung des amerikanischen Neutralitätsgesetzes hinwirken. Jedes Wort der Begründung dieser geplanten neuen Maßnahmen durch den Präsidenten ist eine politische Fälschung. Selbstverständlich wird die Sicherheit der nordamerikanischen Handelsschifffahrt nicht erhöht, sondern mutwillig- aufs Spiel gesetzt. Denn die Bewaffnung eines Handelsschiffes ändert an sich schon automatisch seinen friedlichen Charakter und bringt den Satz in uneingeschränkte Gültigkeit, daß derjenige, der Waffen Hilfe anruft, Waffengewalt zu gewärtigen hat. Im Falle der nordamerikanischen Handelsschiffe hat Präsident Roosevelt schon durch seine bisherigen Maßnahmen dafür gesorgt, daß der Zweck jeder Kanone auf einem nordamerikanischen Handelsschiff eindeutig feststeht. Er hat es als amtliche Politik der Vereinigten Staaten proklamiert, Deutschland zu vernichten. Schon daraus ergibt sich, wer der Angreifer ist. Er hat ferner erklärt, er werde mit allen Mitteln dafür sorgen, daß die Waffen, die er den Feinden Deutschlands liefere, auch in deren Besitz kommen. Er hat zu diesem Zweck bereits nordamerikanische Handels- und Kriegsschiffe eingesetzt und in die Kriegszone entsandt. Er hat den Befehl erteilt, auf jedes deutsche Kriegsfahrzeug sofort bei Sicht zu schießen. Er hat bereits schießen und an» greifen lassen. Deutschland ist berechtigt und verpflichtet, anzunehmen, daß auch die Kanoniere, die nun die nordamerikanischen Handelsschiffe bemannen sollen, den Schießbefehl bereits in der Tasche haben, genau so wie 1917, als Präsident Wilson am 12. März 1917 die Bewaffnung der nordamerikanischen Handelsschiffe verkündigte, in der klaren Absicht, mit Hilfe der sich daraus ergebenden Verluste an Menschenleben und Schiffen das amerikanische Volk in die Kriegshysterie hineinzutreiben. Der Präsident setzt mit der Bewaffnung der Han- desschiffe und ihrer Entsendung in die Kampfzone die Schiffe und nordamerikanischen Staatsangehörigen absichtlich einer verschärstenVernich- tungsgefahr aus. Er ist sich des damit verbundenen Risikos und aller Folgen bewußt. Er weiß, daß nordamerikanische Handelsschiffe in der Blockadezone und in britischen Häfen keine Son- derbehandluna durch Deutschland erwarten können. Er schickt sie in die Gefahr, damit sie darin umkommen und er die ersehnten Vorwände findet, zu Hetzen. Bewaffnete Handelsschiffe haben keinen Anspruch darauf, nach den Regeln der deutschen Prisenordnung und nach den Regeln des Völkerrechts als f r i e d l i ch e Handelsschiffe behandelt zu werden. Handelsschiffe, die sich mit Kanonen versehen, haben die Absicht, sich der prisenrechtlichen Untersuchung mit Waffengewalt zu entziehen. Sie müssen es sich daher gefallen lassen, wie ein Kriegsschiff behandelt zu werden. Dieser deutsche Rechtsstandpunkt wird von allen maßgebenden Völkerrechtslehrern des Auslandes, herunter .auch der Vereinigten Staaten, geteilt. Er ist kürzlich der amerikanischen Regierung auch bei den Zeugenvernehmungen im Senatsausschuß und Repräsentantenhaus von den juristisches Sachverständigen entgegengehalten worden. Deutschland hat das Recht, bewaffnete Handelsschiffe ohne Warnung zu torpebieren. Der Schießbefehl vom 12. September 1941 an die nordamerikanische Kriegsmarine gilt auch für die bewaffneten nord- amerikanischen Handelsschiffe. Auf welcher Seite also der Befehl zum Angriff und auf welcher Seite das klare Recht zu entsprechenden Verteidigungsmaßnahmen liegt, steht absolut fest. Die deutschen Seestreitkräfte sind demnach berechtigt, gegen bewaffnete nordamerikanische Handelsschiffe nach Maßgabe der militärischen Notwendig- keU zu verfahren. Sie können nicht mehr im Rahmen der prisenrechtlichen Anhalte- und Durchsuchungsverfahren gegen sie vorgehen. Die Verantwortung für jeden Schaden, den nord- amerikanische Schiffe und Bürger dadurch erleiden sollten, trifft ausschließlich die Regierung r Vereinigten Staaten. Das gleiche gilt erst recht für die Folgen der Aufhebung der Artikel 2 und 3. Wer sich in dis Blockadezone und in britische Häfen begibt, sucht und findet den Tod und die Gefahr, vor der er gewarnt und bisher durch das Neutralitätsgesetz geschützt war. Wenn Roosevelt den nordamerikanischen Bürgern und Schiffen diesen Schutz wegnimmt, dann übernimmt er die Verantwortung für alle Folgen. Der Präsident hat in letzter Zeit versucht, die deutsche Kriegsmarine, die in völkerrechtlich legaler Weise den Blockadekrieg führt, als „Piraten" zu diffamieren. In der Geschichte des Seekrieges ist die Vornahme von Kriegsyandlungen durch Kriegsschiffe der Kriegführenden niemals als Piraterie angesehen worden. Dagegen ist die Vornahme von Kriegshandlungen durch Handelsschiffe als Piraterie anzusehen und besonders dann, wenn die Kriegshandlungen von Handelsschiffen formell nichtkriegführender Staaten begangen werden. Präsident Roosevelt legt, weil er gewisse internationale Rückfragen fürchtet, Wert darauf, nicht als formeller Kriegführender angesehen zu werden. Wenn er trotzdem nordamerikanische Handelsschiffe bewaffnet, um sie auf deutsche Seestreitkräfte schießen zu lassen, dann ist hier der latbeftanb der Piraterie erfüllt. Nicht die deutsche Kriegsmarine, sondern die nordamerikanischen Handelsschiffe, die unter der Flagge des formell neutralen Amerikas Kriegshandlungen begehen, müssen als Piraten angesehen werden. Ihr eigener Präsident hat sie in diese wenig ehrenvolle Lage gebracht. Von welchem Gesichtspunkt aus man auch die beantragte Aufhebung der Artikel 2 und 3 sowie 6 betrachtet: die Welt hat es hier mit neuen A n - griffsakten, mit weiteren planmäßigen Schritten zum Kriege, mit Fälschungen von Tatsachen und mit der Absicht zu tun, um jeden Preis Serien von Zwischenfällen e r b e i 3 u • führen. Die Verantwortung für alle Folgen, die sich daraus ergeben, trifft den Präsidenten unb müßte, wenn der Kongreß ihm zu willen ist, auch von diesem vor dem amerikanischen Volk und der Welt getragen werden. Eines steht heute allerdings schon fest: durch keine dieser neuen Neutralitätsoerletzungen und Aggressionen wird sich Deutschland daran hindern lassen, die Blockade Englands mit allen Mitteln durchzuführen« Oie Batterien von Sewastopol. gen ist, auch dem Bolschewismus den entscheidenden Schlag zu versetzen, noch bevor er den furchtbaren Ueberfall begann, das verdanken sie wiederum der Tat jener Männer, die heute in der Ehrengruft am Königlichen Platz in München ruhen. Diese Ratio, nalsozialisten waren es, die unbekannten Soldaten des Weltkrieges, Männer der verschiedensten Devöl- kerungsschichten und Berufe, die den Kern jener neuen umfassenden Volksgemeinschaft bildeten, um die das Ringen der nationalsozialistischen Bewegung ging und aus der heraus allein das neue Dolksheer, Unsere siegreiche nationalsozialistische Wehrmacht, -rstehen konnte. Ebenso aber, wie die Heine Schar der tapferen Kämpfer Adolf Hitlers in die Millionen wuchs und aus ihr eine geeinte deutsche Ration hervorging, so haben sich auch die Bedingungen des Kampfes grundlegend geändert. Wie gering waren doch die Erfolgsaussichten, als sich am 9. November 1923 der Äug der Nationalsozialisten am Bürgerbräukeller M Marsch setzte. Der Führer kennzeichnete ihre Lage einmal mit den wenigen Sätzen: ,Hhr Opfer war umso größer, als sie damals das, was seitdem geworden ist, nur in einer blassen Phantasie erkennen konnten. Sie haben damals wirklich in einer grenzenlosen Liebe für Deutschland gehandelt, denn wer damals zur Bewegung kam, bei dem konnte man nur sagen: Du kannst alles andere aufgeben, du wirst verlacht und verspottet und verfolgt werden. Du mußt gewärtig sein, daß du brotlos wirst, daß sie dich überall Hinauswersen. Du hast gar nichts, was dir sicher ist, außer viel- leicht deinen eigenen Tod." Mit der gleichen Unbedingtheit und Treue bis in den Tod, mit der jene Männer trotzdem zum Führer standen und selbst das schwerste Opfer nicht toeuten, kämpfen heute alle unsere Soldaten. Viele von ihnen gaben im tapfersten Einsatz ihr Blut und Leben für die Zukunft unseres Volkes. Aber sie konnten ihre Augen schließen in der Gewißheit des kommenden Sieges. Sie durften noch erleben, wie die Genialität des Führers aus ihren Siegen und ihren Opfern die ewigen Grundsteine der Große, der Kraft und Freiheit des Reiches schuf. Ein ehernes Band umschlingt sie alle, die namen- losen Helden des Weltkrieges, deren Opfer — durch marxistischen Verrat in den Schmutz getreten — erst durch den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung wieder seinen Sinn bekam, die Gefallenen der Partei, „bie Rotfront und Reaktion erschossen", und die Toten des jetzigen Krieges, die im Kampfe gegen Bolschewismus und Pluto- kratie gefallen sind. Sie alle waren Träger des gleichen Geistes unvergänglichen Heldentums, sie Me legten das gleiche, höchste Opfer aus den Al- tar der Nation. Und so wollen wir in den Feiern, die in diesem Jahre erstmalig am 9. November in allen Ortsgruppen des Reiches für die Gefallenen des Weltkrieges, der Bewegung und dieses Krieges stattfinden, auch gemeinsam unserer gemeinsamen toten Helden gedenken. Wir in der Heimat wollen ihnen danken durch Unermüdlichen Einsatz, an welchen Platz uns das Schicksal auch stellen mag. Ihr Vorbild soll uns An- sporn sein, mehr zu tun als unsere Pflicht. Was bedeuten die kleinen und großen Sorgen des Alltags gegenüber den Leistungen, die sie m schwer- gender Pflichterfüllung vollbracht haben! Was bedeuten all unsere Mühen und unsere Arbeit in der Heimat gegenüber ihrem Einsatz und ihrem Opfer an der Front! Das heiligste Vermächtnis un- lerer Gefallenen soll uns sein, die unerschütterliche Deftigkeit unserer Volksgemeinschaft als Doraus- jehung des kommenden Sieges zu wahren und besonders in dieser Zeit der größten Entscheidungen «unsere persönlichen Wünsche und Bedürfnisse bis zum Aeuhersten zurückzustellen hinter den Erfor- demissen des gemeinsamen Schicksals. Die Mahnung, die der Führer im ersten Kriegsjahr an feine Olten Mitkämpfer und das ganze deutsche Volk richtete, wollen wir uns heute und in Zukunft erst kecht vor Augen halten: „Das, was wir Nationalsozialisten als Erkennt- tüs und Gelöbnis vom Totengang des 9. November in die Geschichte unserer Bewegung mitgenommen haben, nämlich, daß das, wofür die ersten Sechzehn gefallen sind, wert genug war, auch viele andere, wenn notwendig, zum gleichen Opfer zu verpflichten — diese Erkenntnis soll uns auch m Zukunft nicht verlassen. Für unser deutsches Volk sind im Laufe von vielen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden, zahllose Millionen gefallen. Millionen anderer haben ihr Blut dafür gegeben. Kemer von uns weiß, ob es ihn nicht auch trifft. Allein jeder muß wissen, daß er dadurch nicht mehr an Opfern bringt, als andere vor ihm gebracht haben und andere nach ihm einst wieder bringen müßen. Durch den Krimkrieg ist S e w a ft o p o l zu einer kriegsgeschichtlichen Berühmtheit geworden. Damals kämpften Engländer und Franzosen im Bunde mit der Türkei gegen den Zaren Nikolaus II. Die Belagerung von Sewastopol begann Anfang Oktober 1854 und dauerte bis zum 27. August 1855. Sie wäre zu einer Niederlage für die Angreifer geworden, wenn nicht die Franzosen die Lage gerettet hätten; die Engländer haben sich auch damals nicht mit Ruhm bekleckert. . Der Wehrmachtbericht vom 7. November meldet, daß Stukas feindliche Stellungen im Festungs - gebietvonSewaftopol zerschlugen und mehrere Batterien zum Schweigen brachten. Diese Formulierung deutet darauf, daß die Batterien von Sewastopol schon das Feuer eröffnet haben, daß also die Einschließung der Stadt begonnen hat. Sie Engländer behaupten, daß die Verteidigungswerke von Sewastopol in einem Umkreis von 25 bis 30 Kilometer angelegt sind. „ E ri. Ausgangspunkt für diese Berechnung der Befesti- gungsanlagen ist sichtlich die Stadt Sewastopol elbst. Sie liegt gleich am Eingang der gleichnamigen großen Bucht. Die Hauptbucht zieht sich fast 20 Kilometer weit in das Innere der Krim bis nahe zu dem Städtchen Inkerman, das schon 1854/55 eine große Rolle gespielt hat. Kurz hinter dem nur 800 Meter breiten Eingang zu dieser geräumigen Hauptbucht zweigt nach Süden eine 7 Kilometer lange Nebe nbucht ab, an deren Westufer sich Sewastopol halbkreisförmig an den Hügeln aufbaut. Im Krimkrieg fast völlig zerstört, hat es ein modernes Aussehen, dessen Wirkung durch breite, baumbestandene Straßen noch gehoben wird. Die Stadt hat heute 112 000 Einwohner. Der tiefe und geräumige Hafen machte sie zu einem bevorzugten Standort erst der zaristischen, dann der sowjetischen Schwarz-Meer-Flotte. Nach englischen Meldungen haben die Kriegsschiffe wegen der Luftgefahr den Hafen verlassen und teils in Nvvvrvssisk, teils in Datum — beides Häfen im Kaukasusgebiet — Zuflucht gefunden. Im Jaila-Gebirge auf der Krim eroberten Truppen des deutschen Heeres in kühnem Ansturm Verteidigungsanlagen der Bolschewisten. Dieses Stellungssystem war von den Bolschewisten in aller Eile ausgebaut und stark befestigt worden. Die Sowjets hatten Flammenwerfer zur Verstärkung der Stellungen eingebaut. Trotzdem durchbrachen und eroberten die deutschen Trup- Berlin, 7.Nov. (DNA.) Die ganze Schwere der bolschewistischen Niederlage offenbart sich in den geradezu ungeheuren Verlusten, die die Bolschewisten seit Beginn des Ostfeldzuges hatten. Genaue Nachprüfungen und Feststellungen ergeben, daß in der Zeit zwischen dem 22.6. und dem 30. S. n a h e z u 3 0 0 s o w j e t i s ch e Divisionen mit der Masse ihrer Mannschaften und ihres Kriegsgerätes von den deutschen Truppen vernichtet worden sind. Im einzelnen waren es: 217 sowjetische Schützen-Divisionen, 50 Panzer-Divffionen, 19 Kavallerie-Divisionen, 9 Gebirgs-Divisionen, 2 Volkswehr-Divisionen; zusammen mithin 297 sowjetische Divisionen. Diese Zahl erhöht sich um 3 Luftlande-Brigaden, 2 Infanterie-Brigaden, 1 Panzer-Brigade. Im Laufe des Oktober setzten sich diese schweren Verluste, die bis zum 30.9. für die Sowjets einen Gesamtausfall von mindestens sechs bis sieben Millionen vollausgebildeter Soldaten bedeuteten, fort. In der Schlacht nördlich des Asow- s ch e n Meeres wurden Anfang Oktober die Masse der 9. und 18. Sowjetarmee vernichtet. Am 18.10. war die Doppelschlacht von Brjansk- Wjasma mit einer Gefangenenzahl von 658 000 beendet. In dieser Schlacht wurden acht s o w 1 e - tische Armeen zerschlagen. Die Bolsche- misten verloren wiederum pen die Stellungen und zwangen die Bolschewisten zu weiterem Rückzug. „ „, Bei der Verfolgung der geschlagenen Bolschewisten auf der Krim stieß am 6.11. eine deutsche Jnfanterie-Division stärkeren sowjetischen Kräften nach. Die deutsche Division verlegte den Bolschewisten den Weg und schloß sie ein. Die Vernich- tun g dieser bolschewistischen Kräfte ist im Gange. Bisher machten die deutschen Truppen über 1000 Gefangene und erbeuteten zahlreiches Kriegsmaterial. Unter deutschen Bomben. Berlin, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die deutsche Luftwaffe nimmt sich neben den stark befestigten W i d e r st a n d s n e st e r n der bolschewistischen Stellungen und den kriegswirtschaftlichen Anlagen irn Hinterland der Sowjets immer wieder die Verkehrswege zur Front und die Transportschiffe zum Ziel. Allein am 5. und 6. November zerstörten deutsche Kampfflieger im Osten 11 vollbeladene Transport- und Versorgungszüge und beschädigten 199. Wenn man die durchschnittliche Länge eines solchen Zuges mit nur 20 Wagen annimmt, dann hatten die Bolschewisten in 48 Stunden einen Ausfall von 4200 Waggons. Die Erfolge bei der Bekämpfung von Schiffs- zielen sind nicht geringer. Seit Anfang Oktober versenkten deutsche Flieger allein im Schwakz-Meer- Gediet 34 Sowjetschiffe, die mit Truppen, Kriegsgerät oder Verpflegung vollbeladen waren, und zerstörten damit einen Schiffsraum von 137 000 BRT. Eine noch größere Anzahl bolschewistischer Schiffe wurde so schwer beschädigt, daß auch sie für einen weiteren Einsatz unbrauchbar geworden sind. In den wenigen den Sowjets noch zur Verfügung stehenden Häfen liegen die Werften und Reparaturanlagen unterden Bomben der deutschen Luftwaffe. Das Jtifferfreua. Berlin, 7. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Gümbel, Kommandeur eines Infanterieregiments, Oberstleut- | nant HitzfeId , Kommandeur eines Infanterieregiments; Hauptmann Köster, Bataillonskom- I manöeur in einem Infanterieregiment. 67 Schützen-Divisionen, 6 Kavallerie-Divisionen, 7 Panzer-Divisionen, 6 Panzer-Brigaden. So haben die Bolschewisten bisher also winde- stens 389 geschlossene größere Verbände verloren, deren Ersah ihnen nicht mehr möglich sein wißd. Insgesamt bedeutet dies einen Gesamtausfall von mindestens sieben bis acht Millionen Soldalen seit Beginn des Ostfeldzuges. Die Gröhe der Gefahr, in der die europäische Kultur durch den Aufmarsch dieser Kräfte geschwebt hat, komryl darin zum Ausdruck. Die deutsche Wehrmacht hat diese Gefahr beseitigt. USA.-Milliardenanleihe für die Sowjets. Neuyork, 7. November. (Europapreh.) Eine Anleihe an die Sowjets in Höhe von einer Milliarde Dollar ist nach Mitteilungen des Weißen Hauses am Donnerstag von Roosevelt autorisiert worden. Wie bekannt wird, wird die Anleihe den Sowjets keineswegs in bar zur Verfügung gestellt. Sie dient lediglich der Deckung s o wj e t r u s s i s ch e r R ü ft u n g s m a t e r i a l • und Rohftoffeinkäufe in den USA., über deren Umfang keinerlei Mitteilungen gemacht werden. Die Anleihe wurde Stalin in einem vom 10. Oktober datierten Brief Roosevelts angeboten und sofort von Stalin angenommen. In dem nunmehr veröffentlichten Brief betont Roosevelt, daß die Anleihe zinsfrei sein würde. Stalins Furcht. Am 7. November pflegt der Bolschewismus den Jahrestag der Revolution von 1917 zu feiern. Diese Revolution hat das alte Zarenreich verwüstet, Rußlands Reichtum zerstört, hunderttausende von Menschenleben vernichtet und nach der Liquidierung der „bürgerlichen" und bäuerlichen Schoten die Diktatur des Untermenschentums über ein Reich von 175 Millionen Menschen aufgerichtet. Die grausame Ermordung der Zarenfamilie ist nur einer der Schandflecke jener „glorreichen" Revolution. Es war daher sehr aufmerksam von Herrn Eden, daß er seinem Kollegen Molotow in diesem Jahr „zum 24. Nationalfeiertag" seine herzlichsten Glückwünsche übermittelte. Stalin selbst, der sonst am 7.November die große Parade auf dem Roten Platz vor dem Kreml abzunehmen pflegte, hat diesmal am Vorabend des 7. November eine Rede vor dem Moskauer Staot- sowjet gehalten. Diese Rede war geistig eine recht bescheidene Leistung, ohne Würde und Größe, «w gleicht stellenweise einem Angstgestammel, sie sucht nach Ausreden, Auswegen und Hoffnungen, aber sie vermag der Bevölkerung der Sowjetunion nichts anderes zu verheißen als Blut und T r ä n e n. Vielleicht sagt sich Stalin, daß unter dem Bolsche- roismus die Masse niemals etwas anderes gerannt und die ungeheuren Opfer mit Ergebenheit zu tragen hat. Seine Behauptungen über deutsche Riesen- Verluste sind so grotesk, daß man darüber nicht streiten kann, zumal Stalin am allerwenigsten wißen kann, wie hoch die deutschen Derlustziffern gewesen sind. Was man aber jederzeit zu kontrollieren vermag, das ist die Zahl der bolschewistischen Kriegsgefangenen. Sie befinden sich munter und lebendig in deutschen Lagern, wohl abgezählt und über drei Millionen Mann. Stalin aber behauptet in seiner Rede, die Zahl der sowjetischen Vermißten betrage 378 000! Hier ist der Häuptling des Bolschewismus der glatten Lüge überführt, und er kann keinen Anspruch darauf erheben, sachlich ernst genommen zu werden. An anderer Stelle hat er davon gesprochen, daß der deutsche Einmarsch „die Freiheit der Völker ausgelöscht" habe. „Der Feind hat die Ukraine, Weißrußland, Moldavien, Litauen, Lettland, Estland und andere Gebiete erobert, t|t in das Donezbecken eingebrochen und bedroht unsere herrliche Hauptstadt Moskau." Nun, Stalin mag sich beruhigen, die Völker der Somjehinwn haben die deutschen Truppen mit Jubel begrüßt, sie sind glücklich, daß sie d i e B a r b a r e i d e s B o 1 - j Chemismus losgeworden sind. Das gut insbesondere von Lettland, Eslland, Litauen, Beßa- rabien und den Grenzgebieten von Finnland. An- bererfeits beflogen andere Völker, z. B. 3 r a n , be«n Verlust ihrer Freiheit und empfinden den Druck einer brutalen Fremdherrschaft, seitdem Stalin feine Divisionen dort einmarschieren ließ. Das Lob, das der sowjetische Diktator für England und die Vereinigten Staaten spendete, war recht zweideutig. Er sprach davon, daß die Sowjets ihre Mißerfolge deshalb einstecken mußten, weil sie im Krieg zunächst allein standen. Jetzt aber sei die zweite Front in Europa im Entstehen. Es ist nicht gesagt, ob sie jemals zur Tatsache wird, Stalin selbst sieht sie also noch m weiter Ferne. Ebensowenig kann gesagt werden, daß England sich um diese Front besonders an- strengen wird, es war in seinen Versprechungen immer größer als in seinen Stiftungen. Wenn Stalin behaupten will, daß die Moral der bolschewistischen Truppen der deutschen Wehrmacht überlegen sei, so wird bas von ber ganzen Welt als bummes Geschwätz empfunden werben. Die Bil- bung, die Haltung, bie Geschicklichkeit, die Leistungen unserer Soldaten werden von niemanden übertroffen, sie sind würdig der großen Tradition unserer Geschichte und der Kultur unseres Voltes. Zum Trost behauptet Stalin, daß die sowjetische Luftwaffe überlegen fei. Bisher sind alle Luftwaffen, die unseren Fliegern gegenübertraten, ihnen „überlegen" gewesen, Franzosen, Engländer usw. Das Ergebnis aber war, daß d i e Deutschen ben Luftraum beherrschten und ihre Gegner schlugen, wo sie zu finden waren. So ist es auch bei den Sowjets. Worauf setzt Stalin seine Hoffnung? Wenn, wie er angibt, die bolschewistischen Panzer besser seien als die deutschen — weshalb stehen die Deutschen jetzt vor Leningrad, vor Moskau, weshalb werden seine angeblich ungeschwächten Truppen auf der Krim zu Paaren getrieben? Weshalb winselt er geradezu um die Hilfe Roosevelts und Churchills? Er lagt, und hat darin etwas von Churchill gelernt, daß die Deutschen gehofft hätten, die Bolschewisten in einem Blitzkrieg zu erledigen, der sei fehlgeschlagen. Die deutschen Kräfte seien erschöpft, wir Ungeheure Verluste der Sowjets. Mindestens 389 geschloffene größere Verbände mit 7 bis 8 Millionen Soldalen verloren. musternd. Der °,te M^nn sah aus und 9 trieft« Bauerngefährt mit einem Holzsarg. Der Priester und ein paar Soldaten schritten hinterher. Es wurde haltgemacht, es bildete sich eine Gruppe im Der Vater. Von Waldemar Bonsels., Ich ging im Krieg an einem grauen regnerischen Herbstmorgen mit einem alten Mann durch die verödeten Straßen eines kleinen östlichen Orts. Der Fremde hatte die weite, mühevolle Reise von» Norden Deutschlands bis dicht an die russische Grenze in Tagen und Nächten gemacht, um eine kurze, traurige Weile am Grab seines Sohnes stehen zu können, und wir gingen nun miteinander hinaus, um es zu suchen. Die grausam nützliche Sachlichkeit und der eherne Gleichmut des Kriegshandwerks, wie sie sich nahe hinter der Front oft so ernüchternd barbieten können erschütterten den alten Mann zu Anfang heftiger als der Gedanke an das Grab seines Sohnes. Ihm mochte zumute sein wie einem, der erwartet hat, in das feierliche und großzügige Ruhmesdam- mern einer im Orgelklang erbrausenden alten Kirche ,zu kommen, und der sich plötzlich in die grausame Nüchternheit eines modernen Fabrikbetriebes ver- setzt sieht. Das liegt daran, daß der Krieg selbst alt ist uralt, als Kriegshandwerk dagegen ist er neu, ganz neu, sein kaltes dröhnendes Gettiebe übertrifft alles, was wir je von Fabriken, Warenhäusern oder Maschinen in der Heimat auch nur geahnt haben. Und In diesem Gewitter der Sachlichkeiten haust der fclte Tod? Der Tod der Blumen und der schwemm- tigen Lieder, der Tod stiller Gebete und andächtig geschmückter Gräber? Das alte Männchen an meiner Seite tat mir innig leid, aber ich verstand es wohl, denn auch mein Mund ist verstummt, als ich die ersten Eindrücke dieser verwirrenden und er- schütternden Lebens- und Todesformen empfing. Es gehört viel Gleichmut, viel Oberflächlichkeit da- zu, hier draußen drauflos zu schwatzen. Es regnete ohne Aufhören, die grünlich schimmernde Ebene war weithin verhängt, unsere Füße sanken tief in den durchweichten Lehmboden. Em paar armselige Bauerngefährte begegneten uns, die fteutf grüßten M uns mit großen. anMroÜLN Nebel. „Hier ist er begraben ...", sagte eine rauhe Stimme leise neben mir, „hier liegt er." Es klang seltsam sachlich. Nach einer Weile atmete der alte Mann tief auf und sagte ohne Schmerz und ohne eine Klage im Ton: „Ich hatte ihm, als er ein kleiner Junge war, eine Schaukel bauen lassen, hinter meinem Arbeitszimmer im Garten, und von meinem Schreibtisch aus sah ich seinem Spiel zu. Das war eine Freude für mich, von der er nichts wußte. Da sah ich, was er trieb, was sich in ihm regte, und was ihn beglückte. Und eigentlich ist es immer so geblieben: Ick sah ihm zu, und er wußte nicht gar zuviel von dem, was mich bewegte. Heute scheint es mir, als habe ich nicht unrecht daran getan. So blieb ich mir auch treu, als er in den Krieg wollte. Ich habe nichts versucht, was seine heiße Freude hätte schmälern können, und nun steh ich wieder hier, schau' auf ihn nieder, und er weiß nichts davon ..." Nach langem Schweigen fuhr er ruhig fort: „Ich bin zu alt geworden, um dem Leben nicht gehorsam zu sein. Schauen Sie über die weiten Gräberreihen hin, alle Gefallenen weiht ihr großer, heiliger Ge- horsam, und je tiefer er aus dem eigensten Wesen und innersten Willen bringt, um so edler ist er. Oft meine ich, der Gehorsam um aller und ihres Wohles willen und die wahre Freiheit, die haben viel miteinander gemein, aber ich kann Ihnen nicht sagen inwiefern, denn meine Gedanken vermögen meinem Herzen nicht immer zu folgen, wohl aber ich selbst, und es scheint mir das Rechte." Wir gingen schweigend heim, und der alte Mann trat noch in der gleichen Nacht die beschwerliche Rückfahrt an. Ich gedachte feiner in einer wehmütigen Erhabenheit, bis in meiner Erinnerung aus seinen einfachen Worten langsam ein heimliches Glühen erwachte, dessen Glanz und Wärme mich begleiteten, wie Licht aus der Heimat. meinen Blick. „ , „Sie wissen nicht, vor wem sie sich beugen , sagte er langsam, „sie neigen sich vor der Majestät des Krieges und vor dem Leid der Menschheit." Seine Worte sanken mir tief ins Herz. Dir hat der Schmerz die fleine Unparteilichkeit im Urteil genommen, dachte ich, du fühlst, daß die ehernen Schranken, die die Völker im Kriege trennen, einen Ausgleich in einer ganz neuen Gemeinschaft Hervorrufen, in der Gleichheit ihres gemeinsamen Leides. Ich betrachtete meinen Begleiter heimlich und aufmerksam. Er war mir so fremd, wie nur ein Mensch dem andern sein kann, ich kannte nicht einmal seinen Namen. Aber nach seinen letzten Worten war er mir seltsam nahegerückt, und zum erstenmal empfand ich, daß wir hier zu Zweien, in einem fremden Land, an einem traurigen Morgen, zwei lebendige Menschen, einen Verstorbenen suchten. Der Kirchhof war weit draußen. Wir betraten ihn endlich, naß und ermüdet. Er bot, wie die Friedhöfe hier alle, unserem deutschen-Anspruch wenig Erhebendes, der Blech- und Steinschmuck der Graber, die fast alle kahl und zum größten Teil vernachlässigt waren, berührte nüchtern und lieblos, ich dachte an die durchsungenen lotengärten meiner deutschen Heimat, und ein Frösteln der Fremde befiel mich. Ein Feld hinter dem Kirchhof war der neue Begräbnisplatz. Dort lagen Deutsche, Polen und Russen, jede in ihrem Teil bestattet, und beim Anblick dieser gleichmäßigen Reihen, die wie neue Beete eines frisch angelegten Gartens wirkten, erschien mir das Bild des Todes in der Gestalt eines Gärtners, der sein Land in liebevoller Ordnung und bedachter Bereitschaft zu einer großen Ernte bestellt hat. Wie sorgfältige Anpflanzungen zogen die Kreuzreihen sich dahin, ihr hellgelbes Holz über dem Lehmboden gegen den grauen Himmel ist mir unvergeßlich geblieben. Ein jedes dieser schlichten Denkmale trug einen Namen, den Todestag, eine Nummer und das Regiment seines Schläfers. Das war ein trauriges Suchen. Ich sah, daß mein Nachbar zitterte. Er ging müh- [am und gebeugt, und fein Mantel war durchnäßt. Firns Fracen Ein dänischer Psychologe glaubt ein sehr einfaches Mittel gefunden zu haben, die Beobachtungsfähig' feit eines Menschen festzustellen. Er hat eine Reihe von Fragen formuliert, auf die der zu Prüfende in der kürzesten Zeit, in der es ihm möglich ist, antworten muß, wobei er wenigstens drei richtige Antworten geben muß, um als Mensch von normaler Beobachtungsgabe anerkannt zu werden. Cs handelt sich um folgende fünf Fragen: 1. Wieviel Knöpfe hat Ihr Mantel? 2. Hat Ihre Uhr lateinische oder arabische Ziffern? 3. Wieviel Knopflöcher haben Ihre Schuhe? 4. An welcher Seite befindet sich der Hahn für warmes Wasser an Ihrem Bade, rechts oder links? 5. Wieviel Fensterscheiben haben die Fenster Ihres Eßzimmers? — Es wird behauptet, daß diese Methode sehr beweiskräftige Ergebnisse erzielt hat. C. K. Zeitschriften. — Die Staatliche Graphische Sammlung in München hatte zum 100. Todestage von Johann Georg von Dillis (28. 9. 41) eine Ausstellung feiner Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik veranstaltet. Das November-Heft der im Verlag F. Bruckmann, München, erscheinenden Monatsschrift „Die Kun st" berichtet darüber mit einer Reihe schöner Abbildungen. — Ulrich Christoffel setzt mit einem Aufsatz „Vom plastischen und malerischen Bildnis" di« Reihe seiner Veröffentlichungen über die Große Deutsche Kunstausstellung München 1941 fort. — Das Alterswerk Philipp Francks, sprühend von jugendlicher Begeisterung und von einer ebenso leidenschaftlichen wie sensitiven Pinselführung, bezeichnet Bruno Kroll als beglückendes künstlerisches Erlebnis. — Henri Rannen ist mit einer aufschlußreichen Abhandlung über „Maske und Gesicht der sowjetischen Kunst" vertteten. — Der der Wohnkultur gewidmete Teil bringt eh» unter Denkmalschutz stehendes, von Architekt Paul Darius, Stuttgart, gestaltetes Wohnhaus aus der Zeit des Barock, vor und nach dem Umbau. Schöne Oefen der Heinstein- werke werden neben Arbeiten der Handweberei Wagner-Reichardt gezeigt. fürchteten den „General Winter". Und was dergleichen Künste der englischen Beruhigungspropaganda, die Stalin imitiert, mehr sind. Wir lassen diesen Blutsäufer weiter im Irrsinn delirieren. D i e Antwort gibt ihm das deutsche Schwert als Vollstrecker des Urteils der Geschichte gegen ihn und seine Mißwirtschaft, seine Verbrechen gegen die Ruhe und gegen den Wiederaufbauwillen aller europäischen Nationen. Wenn Stalin und seine Judengenossen jetzt vor dieser Urteilsvollstreckung zittern, dann ist das der beste Beweis für die Gerechtigkeit dieses Urteils. Denn die Strafe ist, wie der alte Rechtslehrer Jhering lehrte, das Recht des Verbrechers. Auch Stalins. Englische Glückwünsche. Stockholm, 7. November. (DNB.) Am 24. Jahrestaa der Sowjet-Oktoberrevolution, dem dunklen Erinnerungstage, an dem die Aarenfamilie von den bolschewistischen Horden umgebracht wurde, sab sich der britische Außenminister Anthony Eden veranlaßt, an den sowjetischen Außenkom- missar Molotow ein Telegramm zu senden. Obgleich zwischen dem britischen Königshaus und der ermordeten Aarenfamilie verwandtschaftliche Beziehungen bestanden, schämt Eden sich nicht, darin die Glückwünsche „Seiner Ma je st ät Regierung" zu diesem blutigen Gedenk, tage auszusprechen. Der unverschämte Ton, mit dem Eden dann zu der „weisen und entschlossenen Sowjetregierung" über den „gemeinsamen Kampf für Freiheit und Aivilisation" spricht, paßt sowohl zu dem Charakter des Absenders, wie dem des Erinnerungstages. Oie,Zwei-Zronten-Wun-e" in England. Stockholm, 7. Nov. (Europapreß.) Durch Stalins Aeußerung über eine zweite Front, die gegen Deutschland aufgerichtet werden müsse, wurde in England eine kaum geheilte Wunde wieder aufgerissen, berichter der Londoner Korrespondent von „Aftonbladet". Verschiedene Presseäußerungen zeigten die Tendenz, dieses Thema mit allgemeinem Schweigen zu übergehen. Japanische Post unter USA -Kontrolle T o ki o, 7. November. (Ostasiendienst des DNB.) Dem japanischen Dampfer „Tayo Maru", der am 5.11. in San Franzisko ausgelaufen war, wurde, wie „Tokio Asahi Schimbun" meldet, von den Hafenbehörden in Honolulu nicht gestattet, für Japan bestimmte Po st an Bord zu nehmen. Ein Schritt der japanischen Botschaft in Washington blieb ohne Erfolg, so vaß die gesamte Post, darunter 2000 Pakete, in Honolulu zurückbleiben mußte. „Oie deutschen Truppen sind erstklassig." Eine Unterredung mit dem türkischen General Erkilet. Istanbul, 7.November. (Europapreß.) General Huesni Emir Erkilet, der zusammen mit dem Kommandeur der türkischen Kriegsatade- mir, General Ali Fuad Erkem, am Mittwoch von seinem Besuch der Ostfront, der auf Einladung des OKW. erfolgte, zurückgekehrt ist, hatte mit dem Europapveß-Korrespondenten in Istanbul eine län- gere Unterredung, in der er u. a. folgendes ausführte: „Unsere Reise an die Ostfront war keine Studien- sahrt im eigentlichen Sinne des Wortes, weil wir nicht als Delegation, sondern unter Kameraden reisten. Was wir gesehen haben, läßt sich nicht mit kurzen Worten sagen. Ich werde in vielen Artikeln die unvergeßlichen Eindrücke schildern, die ich von dieser Fahrt habe. Ich habe die feste Ueberzeugung gewonnen, daß der Feldzug im Osten im wesentlichen bereits beendet ist. Die Berichte des OKW. mögen oft knapp gefaßt sein, aber sie sagen die Wahrheit. Die Aufgabe der Deutschen besteht jetzt in der Hauptsache darin, den Nachschub unb die Verbindungslinien noch zu verbessern. Vereinzelt noch austretende Widerstandszentren der Sowjetarmee müssen früher oder später zusammenbrechen. Ihre B- seitigung hat aber schon jetzt kaum mehr den Charakter von Schlachten, sondern eher von A u f - räumungsarbeiten, allerdings gewaltigen Aufräumungsarbeiten, entsprechend den Ausmaßen des Raumes und den ungeheuren Massen erbeute- ter Waffen der Sowjetsoldaten. Die Sowjets waren den Deutschen an Zahl der Soldaten und des Materials zweifellos überlegen. Vielleicht war das deutsche Material besser. Aber was nützt das beste Material, wenn es nicht von den richtigen Leuten gehandhabt wird. Die Sowjets haben z. B. schwerere Tanks alsdie Deutschen, aber sie konnten damit nichts ausrichten, denn wichtiger als die Maschinen sind die Menschen, die sie bedienen, und die deutschen Truppen sind e r st k l a s s i a. Die gute Laune, die die deutschen Soldaten auch unter den schwersten Bedingungen in den härtesten Kämpfen bewahren, hat auf mich einen unauslöschlichen Eindruck gemacht. Aus den Worten und Handlungen jedes einzelnen sprach das alte deutsche Soldatenwort: „Schwierigkeiten sind da, um überwunden zu werden." Der General erwähnte dann die gute Verpflegung der deutschen Truppen, die er auch dann festgestellt hat, wenn irgendwo unangemeldet Mittagsrast gemacht wurde. Die strahlenden runden Soldatengesichter und die großen Leistungen seien der beste Beweis für die gute Versorgung. General Erkilet hat jetzt in der größten türkischen Zeitung „Cumhuriyet" einen ersten Artikel über seine Eindrücke veröffentlicht. Der türkische General kommt in diesem Aufsatz, der auch den Besuch im Führerhauptquartier streift, zu folgenden Feststellungen: „W ir haben die besten Eindrücke und haben viel Wichtiges gesehen. Ueberall wurde die Loyalität der Türkei anerkannt, und man hat uns eine herzliche Freundschaft entgegengebracht, die die der alten Waffenbrüder war. Ich kenne sehr gut die alte deutsche Armee während und nach dem Weltkrieg. Auch jetzt hatte ich Gelegenheit, die deutsche Armee kennenzulernen. Ich habe festgestellt, daß sie vom einfachsten Soldaten bis zum Oberstkommandierenden von der alten Pflichterfüllung und bemalten Geist beseelt ist. Daraus entstehen auch die gewaltigen Siege, die das deutsche Heer in zwei Jahren errungen hat." Acht von vielen Millionen. Mädchen in der Sowjetarmee. — Oas grausige Antlitz des bolschewistischen Massenelends. — Begegnungen im Gefangenendurchgangslager. Von Kriegsberichter Freiherr von Esebeck. (PK.) Seit Tagen ergoß sich unaufhaltsam der Strom durch Die ukrainische Stadt. 10 000 Bolsche- wiken, von einer Handvoll Landser bewacht — ein wahrlich Nerven und Körperkraft erschöpfenöer Auf- trag —, fluteten durch die Straßen. Vor den Häusern und an den Ecken standen Weiber, Kinder und Männer in schwarzen Klumpen und betrachteten stumm den Zug. Zeigte einmal eine Frau ein Stück Brot, eine Mütze, eine Faust voll Machorka, so stürzte ein Rudel Gesellen über sie her, ja warf sie, ehe die Wache dazwischentreten konnte, zu Boden, entriß ihr die Gabe, während die andern fluchend mit leeren Händen hinter dem Knäuel sich schoben. In nichts glich dieser Zug der Vorstellung, die man in Europa gemeinhin vom Soldaten hat. Es war eine erdfarbene, breiige Masse, entsetzlich anzu- schauen, die sich daherwälzte, 10 000 Mann, die hier ihrem Durchgangslager zustrebten, sich alsbald zum Essenfassen an den Kesseln mit dicker Suppe vorüber- schoben, auf dem Gelände der Ziegelei übernachte- ten und am Morgen weiterzogen, einem neuen Schub von 10 000 Platz zu machen. Aus der Ferne schon kündeten sich jeweils die Marschgruppen an. Jetzt bogen sie in die Gassen ein, über den Köpfen schwankende Strohgarben, an denen des Nachts die Feuer entzündet werden, eine Armee von Lumpenproletariern, halbwilde Herden, Tataren, Usbeken, Kirgisen, Russen, Juden, Armenier, Ukrainer, Osseten, die Völkerwanderung des verlorenen Krieges, ein Teil jener drei Millionen, die heute alle Straßen und Wege des weiten Ostens überschwemmen. Diele trugen keine Uniform. Fetzen irgendwelcher Kleiderreste umhüllten sie, Schirmmützen, Tücher um die Köpfe gewickelt, Turnschuhe, darfuß, zerschlissene Schaftstiefel, Säcke um die Beine, stumpfen, ausdruckslosen Gesichtes. Ganz selten eine aufrechte Gestalt, ein gutes Bauerngesicht, ein Mensch mit wachen Augen und gestraffter Haltung. - In der Dämmerung loderten die ersten Feuer auf. Jeder schien darauf bedacht, sich einen eigenen Herd du bauen, aber beileibe nichts mit dem Nachbarn oder einem Schicksalsgenossen zu teilen, wie diesen Wilden überhaupt die Kameradschaft fern lag. Nie- mand von diesen Gestalten schien Müdigkeit zu ken- nen. Schreiend und gestikulierend flutete es über das weite Gelände. Inmitten des Unflats. „Uebrigens sind heute acht Frauen mitgekommen. Wollen Sie mit ihnen sprechen?", fragte mein Begleiter. Wir verließen das Lager und gingen die Straße der kleinen strohgedeckten Häuschen hinauf. Der junge Leutnant berichtete weiter. Wo die Mädchen aufgegriffen wurden, mußte er nicht. Sie wurden inmitten der Horde aufgelesen, drei Aerztinnen und fünf Studentinnen der Medizin. Ob ich mir das vorstellen könne, fragte der Offizier, Mädchen in diesem Unflat. Nein, das alles sei nicht mehr erklärbar. Was hier geschehe, sei das Spiel fremder satanischer Mächte, die Gute und Schlechte in den Strudel einer Hölle werfen, welches nichts mehr mit Menschenwürde und Leben zu tun habe. Jetzt seien die acht in einem Hause untergebracht. Man müsse sehen, sie heimzuschicken. Freilich sei es ein Rätsel, wie das geschehen könne, denn sie seien weit fort von ihrer Heimat. Wer gebe ihnen zu essen? Wer sorge für sie auf einem Marsch von einigen hundert Kilometern? Nun ja, es möge dumm und bizarr erscheinen, solche Gedanken in einer Zeit zu nähren, in der acht Menschenleben weniger als ein Nichts wögen. Und doch geschehe es so, ihnen allen geschehe es so, die in Deutschland vielleicht eine Schwester oder einen geliebten Menschen hätten. Denn, so müßten sie immer wieder denken, wie wäre es geworden, wenn dieser Spülicht sich über die Heimat ergossen hätte. Was wäre mit unseren Frauen und Mädchen geschehen? Gewiß, das sei nicht vorstellbar, und man täte besser, nicht an derlei zu denken. So erreichten wir das Haus der Mädchen und traten in zwei ineinandergehende niedere Räume. Ein paar Stühle, ein Bett, ein winziges Sofa bildeten die Einrichtung. Auf dem Boden war Stroh geschüttet worden. Die Mädchen, die zum Teil Uniformen mit der Rote-Kreuz-Binde trugen, hatten sich gewaschen und blickten uns unsicher entgegen. Es waren junge Dinger, 23 Jahre die Netteste, eine Russin mit schönem slawischem Kopf, 18 Jahre die Jüngste, eine Ukrainerin mit schwermütigen Au- Oer Sieg des Ll-Booies. Es ist nur natürlich, daß sich auch die neutrale Presse mit den Fragen des Handelskrieges lausend befaßt. Stellt doch gerade der Ausgang des Seekrieges für England eine Schicksalsfrage dar. In mehr oder minder objektiver Weise versuchen die neutralen Fachleute, die Aussichten des Kampfes zur See zu deuten. Da sich heute der Handelskrieg zur See immer stärker auf das Duell zwischen Unterseeboot und Geleitzug konzentriert, so steht dieses Thema naturgemäß im Vordergrund des Interesses. Bereits im Weltkrieg erlebten wir den Zweikampf der deutschen U-Boote gegen das britische Geleitzugsystem, dem die englischen Historiker große Bedeutung für den Ausgang des Krieges zuschrieben. Allerdings stand damals das deutsche U-Boot vor einer viel schwereren Aufgabe als heute. Einsatz und Bau der Unterseeboote erfolgten nur zögernd, so daß die Zahlen Der Front-U-Boote kaum ausreichten. Die ungünstigste Lage der Operationsbasen zwang die U-Boote damals ständig zu dem weiten Umweg um Schottland, um an die atlantischen Seewege Englands heranzukommen. Eine Unterstützung durch Klugzeuge war noch nicht möglich. Ueberdies standen her britischen Admiralität damals fast doppelt soviel Zerstörer zur Verfügung als heute, ungerechnet die Seestreitkräfte der Alliierten, die auch noch im Handelsschutz tätig waren. Wie anders ist dagegen heute die Lage! Die Voraussicht des Führers stellt der Front genügende Mengen von U-Booten zur Verfügung. Die Werften verfügen über genug Material und arbeiten mit Hochdruck. Der Sieg im Westen verschaffte der deutschen Kriegsmarine ausgezeichnete Operationsbasen an der atlantischen Küste. Ohne langen Anmarsch können die U-Boote von hier aus die britischen transatlantischen Versorgungswege angreifen. Das bedeutet für uns Zeit-, Nerven- und Treibstoffersparnis. Eine weitere Folge dieser günstigen Ausgangslage ist die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Fernkampfflugzeugen, die den U-Booten die Stellung der Geleitzüge rechtzeitig ankündigen können. Eine weitere Neuerung der U--Boot-Taktik ist der gemeinsame Angriff von U-Boot-Gruppen, gegen den die britische Admiralität bis heute noch fein wirksames Abmehrmittel gesunden hat. Der spanische Marinefachmann des Madrider Blattes „Pueblo", Luis de Salazar, schreibt unter dem Titel „Der Sieg des U-Bootes" einen, bemer- । kenswerten Kommentar zu diesem Problem. Er meint: „Die neue deutsche Taktik, die Konvois mit ! U-Boot-Gruppen anzugreifen, hat auf der ganzen Linie triumphiert. Das U-Boot, das im Weltkrieg ! einzeln, Schiff gegen Schiff, operierte, kämpft jetzt im Verband der U-Bootfottille, die zur maßgebend- den taktischen Einheit geworden ist. Bisher haben die Engländer hiergegen kein wirksames Mittel finden können, weil es in der Tat fein anderes Mittel als die Verstärfung des Geleitschutzes gibt. Doch müßte diese Verstärfung in einem Ausmaß erfolgen, das völlig außerhalb der englischen Möglichkelten liegt. Daher bleibt nichts anderes übrig, als die amerikanische Flotte in articulo mortis zu Hilfe zu rufen. Die letzten Schläge haben das System der überseeischen Verbindungen Englands so erschüttert, daß die Londoner Admiralität sich gezwungen sah, einen j Teil der Verluste zuzugeben, obwohl sie erst vor ■ zwei Wochen angekündigt hatte, daß sie künftig im Interesse der Landesverteidigung keine Verlust- I Ziffern mehr veröffentlichen werde." I Zu den letzten schweren Schlägen gegen britische Geleitzüge meint der spanische Verfasser: „Weniger wichtig als die Zahl der verlorenen Schiffe ist dabei die Enthüllung über die ausgezeichnete Zusammenarbeit der angreifenden U-Boote und Flugzeuge. Die Luftwaffe ist als Informationsquelle für die U-Boote unersetzlich geworden, denn sie garantiert den fortlaufenden Kontakt mit dem verfolgten Gegner. Ein Geleitzug, der heute nach eigenem englischen Geständnis die Hälfte feiner Schiffe verliert, ist ein absoluter Versager, und wenn dieses System versagt, muß England den Kamps aufgeben." Wir brauchen diesen klaren Darlegungen des spanischen Marinefachmannes kaum etwas hinzuzu« fügen. Sie bringen deutlich die günstige Lage des U-Boot-Einsatzes zum Ausdruck. Das technisch wei- terentwickelte und verfeinerte U-Boot, gefahren von ausgewählten und kriegserfahrenen Besatzungen, steht heute in besonders aussichtsreichem Kampf gegen die britischen Geleitzüge, die gegenüber dem Weltkrieg keine grundsätzliche Neuerung bieten. Die deutsche U-Boot-Toktik jedoch hat sich außerordentlich entwickelt und bewährt. Auch in Zukunft werden die Männer der deutschen U-Bootwaffe vernichtende Schläge in dem Kampfgebiet austeilen, das der Gegner immer wieder als feinen Lebensnerv bezeichnet. Die Schlacht im Atlantik Hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. RDS. gen, ein Kind noch, unentwickelt, blaß und verweint. Die meisten indessen glichen sich wie Schwestern. Kollektive des Elends. Es ist das Seltsame dieses Landes, daß es keine Einzelschicksale zu kennen scheint. Die Ausmerzung der Klassen — ein Programmpunkt Wladimir Jl- jitsch Lenins, dessen Erfolg uns täglich die Züge der Gefangenen demonstrierten — hatte, so scheint es, Die Kollektive des Elends zum Ziele. So ergab sich denn auch, daß diese acht Mädchen das gleiche zu berichten hätten, vom Cttemhause angefangen bis zum Tage ihrer Gefangennahme. Zum erstenmal treffen wir in ihnen die bolschewistische Jugend der Räteunion, die vom Gestern nichts weiß. Sie ist im Kommunismus aufgewachsen. Sie repräsentiert das gebildete Proletariat. Ist sie erst im dreißiger Alter, so wird es keine „Ehemaligen" mehr geben. Auch die Mädchen waren ohne Ausnahme Komsomolzen. Woher stammen sie aber und wie kamen sie zum Universitätsstudium? Dies find die Berufe ihrer Väter und deren Einkommen: Ein Gärtner 350 Rubel, ein Bäcker, der auf zwei Stellen arbeitet von früh um fünf bis abends um neun und für acht Kinder 600 Richel verdient, ein Telephonarbeiter 450 Rubel, ein Kol- chosarbeiter, dessen Verdienst die Tochter nicht an- geben kann („Wir lebten von Kartoffeln, bis ich in die Stadt kam."), ein Radiotechniker 400 Rubel, ein Nachtwächter 270 Rubel, ein Arzt 300 Rubel, eine Witwe, Maschinenfabrik, 300 Rubel für vier Kinder. „Vir kennen nlch> anderes." Die Mädchen kamen zur Schule und wurden zur Universität ausgesucht. Fünf wählten das Studium der Medizin, drei erhielten es, ohne gefragt zu werden, zudiktiert. Fünf Jahre Universität, Unterbringung in Gemeinschastshäusern. Die Aerzttnnen wurden nach bestandener Prüfung angestellt, eine in Charkow, eine in Kaukasien, eine in einem Nest Weißrutheniens. Sie hatten keine Möglichkeit, sich ihr Arbeitsfeld selb st auszuwäh. len. Und da sie als Aerztinnen mit 300 Rubel Einkommen sehr schnell lernten, daß ein Mensch von diesem Verdienst allein nicht leben kann, so heirateten sie ebenfalls einen Arzt. Es war eine Interessengemeinschaft, wichtig vor allem, weil man auf diesem Wege eine eigene Wohnung erhalten konnte, freilich nur ein Zimmer, aber hoch eines für sich unb nicht gemeinsam mit fremden Familien. ßfbten sie zufrieden? War ihnen diese graue Trostlosigkeit des sowjetischen Alltags selbstverständlich? Nur zwei Dinge beherrschte ihr Leben. Die Arbeit und die Jagd nach dem Essen. Bücher? Die Mädchen schauen erstaunt. Warum Bücher? Wir hatten doch Zeitungen und Kino!" Und dieses Leben? Sehr .zögernd, sehr unsicher kommt die Antwort, die heute hier die Antwort jedes jungen Menschen ist. „W i r kennen ja nichts anderes." Nein, sie haben über nichts nachgegrübelt, diese jungen Menschen. Es gab keine Probleme für sie. Es gab nur einen oorgezeichneten Weg, den zu überschreiten niemandem einfiel, nicht nur weil es gefährlich war, sondern weil diese Menschen keinen eigenen Willen kannten. Sie waren nur Amboß, unb es war ihnen recht so unb auch nicht absonderlich, daß sie als halbe Kinder eingezogen, in Uniformen gesteckt und mit der Rotkreuzbinde an die Front aeschickt wurden. Niemand fragte, ob das so sein müsse, ob gar nun Kinder ohne die Mutter blieben, ob der Mann die Frau entbehren könne, ob der Vater willens sei, das Kind dem kalten Grauen des Krieges preisyigcben. Tanja Vukanowa. Warum sollte man auch solches bedenken und warum die schmächttge Tanja Bukanowa nicht in den Krieg ziehen lassen? Es gab ja niemanden, der die Frage nach dem Warum an das Leben stellte. Es war alles berechnet, Arbeitszeit und Produktion unb Stachauowsystem. In Statistiken unb in Akten. Und wo für den Menschen kein Raum blieb, da blieb er auch nicht für seine Gedanken, unb wo sie sich dennoch regten, da ftanrb ein überlebtes Altes, ein her Jugenb Unbekanntes. „Der Vater unb die Mutter arbeiteten", sagt Tanja. „Wir waren im Kinderheim. Manchmal kochte der Bruder in einer Ecke unseres Hofes. Abends aßen wir Kohlsuppe. Dann kam ich in die Schule, und eines Tages sagte man mir, daß ich studieren würde. Drei Jahre hatte ich noch vor mir, als ich mit den anderen an die Front geschickt wurde. Ich war Gehilfin eines Chirurgen^ Nein, von den Deutschen wußten wir nichts. Der Polittuk hatte uns nur bestätigt, was auch die Zeitungen schrieben, daß wir bei den Deutschen erschossen würden." Sie faßt das alles mit gleichgültiger Stimme, als plappere sie GelemtLs nach. Wie armselig ist diese Jugend! Immer war es ein fremder Wille, dem sie sich unterwerfen mußte und der ihr das Leben vorzeichnete, dieses Dasein ohne innere Ordnung, ohne Spannungen, ohne Möglichkeiten, bas unabhängig blieb von Leidenschaften, Vorstellung, Leistung, Wille, Freube ober Leib, von dem nicht der einzelne Besitz ergriff, um es zu gestalten, sondern das den Menschen brach, bis er Teil der stumpfen formlosen Masse geworden war. Go-the-M da lle für Paul finde. Berlin, 7. November. (DNB.) Der Führer hat dem Komponisten Paul L i n ck e aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Unterhaltungsmusik und Operettenkunst die G o e t h e - Medaille für Kunst unb Wissenschaft verliehen. Außerbem hat der Führer dem Jubilar persönlich herzliche Glückwünsche übermittelt. Paul Lincke stand am Freitag im Mittelpunkt eines Festes im Berliner Rathaus. Reichsminister Dr. Goebbels überbrachte ihm die Glückwünsche des ganzen deutschen Volkes und insbesondere seiner Vaterstadt Berlin. Ungezählte Millionen, so führte Dr. Goebbels aus, vereinigten heute ihren Dank und ihre Glückwünsche für den Komponisten, der so vielen Menschen im Lause seiner langen und fruchtbaren Schaffenszeit so viel an Lebensfreude, Unterhaltung, Erhebung und Entspannung geschenkt habe. Seine ewig jungen Melodien ' ?n über den ganzen Erdball gewandert, und so fü -ne man den Altmeister mit Recht als einen Sendbo.en des deutschen Gemütes in der Welt bezeichnen. Dann überreichte Dr. Goebbels Paul Lincke die ihm vom Führer verliehene Goethe-Medaille mit den besonderen Glückwünschen des Führers. Ferner übergab er dem Jubilar den Ehrenbürgerbrief der Reichshauptstadt und beglückwünschte ihn herzlich zu dieser großen und seltenen Auszeichnung. Als persönliches Geschenk widmete Reichsminister Dr. Goebbels Paul Lincke einen aus edelstem Material gearbeiteten Dirigentenstab. Aus dem Dunkel ins Osram-Licht! Dunkelheit draußen — da soll es daheim schön hell sein! Osram zeigt den Weg zu richtiger Ausnutzung der verfügbaren Elektrizitätsmenge. Gutes Liebt x.um Schreiben — durch die sparsamen Osram-D-Lampen / Schonen Sie Ihre Augen beim Schreiben! Verwenden Sie überhaupt stets Osram-D-Lampen richtiger Wattstärke, je nach dem Beleuchtungszweck. (Der Arbeitspreis beträgt ohnehin meist nur noch 8 Rpf. und weniger für die Kilowattstunde!) Je höher die Wattstärke — desto größer die Lichtausbeute! Die Osram-D-Lampe 60 Watt/220 Volt gibt z. B. mehr als dreimal soviel Licht wie eine Osram- Lampe r; Watt/220 Volt. Diesen Unterschied macht die Osram-Doppelfcendel. Es kommt auf denNamenOsram an! OSRAM D -LAMPEN INNENMATTIERT in allen Apotheken und Drogerien. T9 in Landerziehungsheim Burg Nordeck über Gießen. 4565D 8. November 1941. (4604D gesucht. 4595 D Tilly Gutermuth Wilhelm Keusch/Giefeen, Broken-Linden. Dank aus. Seltersweg 65 Gießen, November 1941. 4581 D Mn-oder MMik gesucht. 4676D Kleine Wohnung |stellenangebote| 3 — 4 Zimmer 275 A Gießen, Sonnenstr. 12. | Verschiedenes g. unt. 03725 d. Gieß. Anz. Erlengaüe 7, Tel. 3947 4611D bchaMchbem Meifttzbrans ■IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIB TraumaPlast Juwelier Giessen Kreuzpl.8 AN! an SCHUHE TASCHEN» in Gießen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 3857A an den Gießener Anzeiger erbet. ? ein ? Weinbrand der hält/ wa v fei n Xa nte verfpricht Metallwerk Berkenhoff & Co. Kinzenbach über Gießen. Alleinfteh.Frau (50 I.) m. schön. Heim wünscht zwecks späterer Heirat d. Bekanntschaft eines sol. Herrn in gut. Position. Zuschriften unt. 03734 a.d.G.A. Brauner Dackel Jahr alt, zu THEATER der Universitätsstadt Gießen ftür Haus- und Küchenarbeiten w. stundenweise, bzw. halbtägig Frau oder M'dchen 2 gebrauchte gußeiserne MenHerüe z. verkauf. Näh.: Kevlerstraße 9. Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Beier Nacht Baadalistenmeisl. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Nebenverdienst! Grobverlag sucht per sofort einen äußerst zuverl. Austräger(in) nut Fahrrad zur Belieferung von festen Abonnentenmit Zeitschrift.3Tage in der Woche. Borzust. a. Dienstag, d. 11.11., zwischen 15 u. 17 Uhr bet Zeitfchriftenvertrieb Weber Gießen, Plockstr. 1 (Laden) f45020 Wohnungstausch Gießen—Kassel 4 Zimmer, Küche, Bad, Mansarde, gegen 3—4 Zimmerwohnung, möglichst Bad, in Kassel zu tauschen gesucht. Adolph Lyncker,Bahnamtl.Sved. Möbeltransport, Gießen (Lahn) Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer getroffenen Verlust, sowie denjenigen, die ihm die letzte Ehre erwiesen, sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Weber. Gießen (Bleichstr. 18), den 8.November 1941. __03737 Ordentliche AusgevilA gesucht, evtl. a. f. % Tag. 4605D Horst-Wessel- Wall 36. Im Namen der Angehörigen: K. Zöller, Lehrer. DanksagUng' IWKW Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme anläßlich des Heldentodes unseres unvergeßlichen lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Willi Sommer, Obergefreiter in einem Inf.-Reg., sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigsten Dank. In tiefer Trauer: Ludwig Sommer und Frau. Gießen (Bleichstraße 40), im November 1941. 03723 Einlagen Leibbinden Gummi- strümpfe 297/ A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Danksagung. Für die herzlicheTcilnahme an dem tiefen Schmerze, den wir durch den Soldatentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Studienassessor Otto Zöller, Gefr. in einer MG.-Komp., erlitten haben, sprechen wir unseren aufrichtigen Buchhalterin sofort oder zum 1. Januar 1942 angenehme Stellung gesucht. Heute entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit mein herzensguter Mann,unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Pate Heinrich Wiedmeyer im Alter von 60 Jahren. /* Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Luise Wiedmeyer. Gießen, Wolkengasse 22, den 6. November 1941 DieTrauerfeier findetMontag,10.Nov., 14/oUhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. ___________________4596 D Lediger Geschäftsmann sucht als Dauermieter möbliertes Mn UM SMMm Schriftliche Angebote unter 03751 an den Gießener Anzeiger erbeten. GEBRJt&Tgr FÄRBEREI Läden und Annahmestellen überall Eriiuenimspostarteii vom Prinz-Heinrich-Flug Mai 1914 gesucht. Sehr. Angebote mit Preis unter 03738 an den Gießener Anzeiger erbeten. Ehrlicher Fuhrmann gesucht, per sofort oder später. Adolph Lyncker Bahnamtl. Sped.,Möbeltransp. Gießen, Erlengasse 7. Tel. 3947 4610 D Sonntag, den 9.November ll.30i-12.30 Uhr Morgenfeier • Uraufführung Der Tod und das Reich Chorisches Spiel v. Hans Rehberg 17—20 Uhr Festabend dramat. Bühnenkunst zum Gedenken des 9. November Prinz Friedrich von Bomhorß Schauspiel von Kleist Preise von 0.60 bis 3.10 RM. KAISERS gIWft Frau [ 4607 D Marie Schmidt, Bismarck- straße 38 11, sucht für sofort oder bald WMMe M fahiechmteriii evtl, auch für halbe Tage, sofort Keine Ursprungszeugnisse, iandern nur Zeugnisabschriften dem Be werbungöfchreiben beilegen! — Lichtbilder nndBewerbungsunte^ lagen müffen zur 8er meiduag von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Danksagung. Für die zahlreichen Beweise inniger Anteilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes und Vaters Wilhelm Lotz, Revierförster a.D. sprechen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank aus. Besonders danken wir Herrn Dekan Sattler für seine erhabenen Trostesworte, sowie dem Turnverein Wieseck, den Berufskameraden und für die vielen Kranz- und Blumenspenden Lina Lotz, geb. Baumann Dr. Alfred Lotz. Gießen-Wieseck, den 8. November 1941. 4589 D Sehr gut erhaltene Schreibmaschine neueres Modell, zu kaufen gesucht. Auf Wunsch kann ältere, gut erhaltene Maschine in Tausch gegeben werden. Herren-Bekleidungshaus ADOLF KÖHL, K.-G. Marktplatz 4582D Am 30. Oktober vorm. 7 Uhr starb in der Cliir. Klinik zu Gießen nach kurzem Krankenlager mein lieber Mann, unser treusorgender Vater Ph. Fr. Heinrich Rinn im Alter von 51 Jahren. DieTrauerfeier hat in aller Stille stattgefunden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Johanette Rinn, geb. Hartmann Johanette Rinn Ella Rinn. Heuchelheim-Gießen, Ludwig-Rinn-Str. 6, Hartnäckige ilustenqualen und Bronchitis 4579 0 ■ MflKB Juwelen S alter Schmuck Gold unSiIber alte Silbermarken SS kauft 8 tum Höchstpreis 8 Carl Brück .— Briefmarken—« Ankauf Verkauf ' Taxation kostenl. fachm. Beratung Otto Hase, Frankfurt/M., Biebergasse 5 Telefon 21738 4218 V Schon blutet es. Wenn Sie nun krank feiern wollen, dann machen Sie sich einen „bedeutenden . dicken, altmodischen Verband. Wenn Sie aber gleich weiter arbeiten wollen, dann genügt ein Stück von dem dünnen, straff sitzenden, heilungfördernden Wundpflaster__ chronische Verschleimung, hartnäckiger Luftröhrenkatarrh und Akem- beschmerden werden seit Jahren mit Dr. Äoether Toblettea, auch m alten Fällen, erfolgreich bekämpft. Dies bestätigen die vielen oft gerade- zu begeisterten Dankschreiben von Verbrauchern. Dr. Boether-Tablet- ten stnd ein unschädliches kräuterhaltiges Spezialmittel. Enthält Z erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend' und auswurffördernd. Beruhigt und kräftigt das angegriffene Bronchiengewebe. Zahlreiche schriftliche Anerkennungen von dankbaren Patienten ond 11 ■ sisriedenen Ärzten! In Apotheken m 131 und 3.24. — Vieh- und Krämermarkt zu Aliendorf an d. Lumda Mittwoch, 12. November 1941, findet der diesjährige Hicfeelsmaaftt der Stadt AHendorf an der Lumda statt. Auftrieb des Viehes von morgens 9.00 bis 9.30 Uhr. Verlosung der Marktstände von 7% Uhr an auf dem Rathaus. Die allgemeinen für die Abhaltung von Viehmärkten geltenden Bestimmungen sind genauestens emzuhalten Zum Besuch des Marktes ladet freundlichst ein: Die Stadt Aliendorf an der Lumda. Der Bürgermeister: I V. Becker._____4593D Jg. Frau sucht 1-2 leere Zimmer mit Küche oder Kochgelegenheit. Schr. Ang. unt. 03716 a.d.G.A. Student, ruhiger Mieter, sucht nettes, gut heizb. Zimmer m. voll. Verpfl., in gutem Hause. Schr. Ang. unt. 03760 a.d.G.A. MsiMlesM vorm. tägl. 1 bis 2 Std. ob. 2mal wöch. tagsüber gesucht. >4387 D Liebigstr. 58 I. Für ein. Privat- haushalt in der südlich.Wetterau wird eine ältere, erfahrene Hausgehilfin gesucht. Schrift!. Ang.m.Gebalts- angabe U.4583D Zimmereinrichtung Sofa, 6 Stühle (gepolstert, hand- geschnitzt, gesckiweifte Beine), groß, runder Tisch, Schreib-Kommode, alles Nußbaum, in gutemZustand, Alter üb. 100 Jahre, zu verkaufen. Besichtigung nach Anmeld. Wo, sagt die Geschäftsst. d. Gieß. Anz. Wir kaufen u. verkaufen gebrauchte, guterhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL, fließen, Ruf 2847 48 ___________________3316 D | Vermietungen"] Separates, eins, mäht Simmet z. vermiet. (03715 'Asterweg 82 Hl. I Mietgesuche | Ruhige Familie sucht 4-5-ZimmJolm. mögl. mit Bad, für baldigst. Schr. Ang. unt. 03741 a.d.G.A. od. Ruf 2318. Pens. Beamter sucht in Gießen ober Umgebung 3-5-2im.-Wohng. 5-Zim.°Wohng. inEins.-Haus auf bem Lande kann in Tausch gegeben werden. Sckr. Ang. unt. 03710 a.d.G.A. Soldatenfrau mit Kind sucht möbliertes Zimmer Schrift!. Angeb. unter 03720 an den Gieß. Anz. ) Gut möbliertes, heizbares Zimmer , für Studentin , gesucht. Schrift!. 1 Angeb. U.4575D an b. Gieß. Anz. Kirchliche Anzeigen. (GL = Gottesdienst, KG. - Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottes- oienst, HG.-Abendm. = Vauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 9. November. Stadtkirche. 10, Missionspfarrer Gerhold; 11 KG., Matth.-Gem.; 16.30, Becker. Jobauneskirche. 10, Schultheis; 1 11.15 KG., Iohs.-Gem. Johannessaal. 9.-14. November täglich 18 Uhr: Bibelstunde (Mis- sio'nsvfarrer Gerhold). Zlapelle Alter Friedhof. 10, Waltber,-11.15 KG. Kavelle Wetzlarer Weg. 10, Ober- studienrat Micke!; 11 KG. Gießen-Klein-Linden. 10.30 KG.: 13.30 (m. Abenbm. f. Verheiratete u. weibl. Fügend), Walther. Gießen-Wiefeck. 10, G.-Abendm. Kirchberg. 10, G.-Abendm. für b. Jungen von Lollar; 11.20 KG. Mainzlar. 13.30 G. Daubringen. 14.15 G. Cvang.Stadtmission,Löberstr.14. Sonnt., 9. 11., 9 Andacht: 13.30 S.-Schule; 15 Fabresfest: Prediger Dornemann. - Mittw., 12.11., 17 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Gießen, Zn den Mühlen 2. Sonnt., 9. 11., 9.45 Erbauungsstunde,' 11 Sonn- tagschule: 16.30 Predigt. verkaufen. [03755 Krofd. Str. 11. Reinrassiger Foxterrier y2 Jahr alt, und Kind.-Sportwagen z. verkauf, [oaegs Zu erfr. in der Geschst. d. G. A. Gebrauchte jdiwpumpe aus Holz, mit Gußrohr u. Kandel, gut funktionierend, zu verkaufen. [4588D JuliuS Jhring, „Zum Löwen", Lick. Braune DaüiJaltouhe Größe 38 ^,geg. Größe 39 zu tauschen gesucht. Näh. i.d. Geschst. d.G. A. .[03739 AmDienstagabd. im Gloria-Palast silbernes Armband verloren. Geg. gute Bel. abzugeb. auf d. Fundbüro.[0374d Mündlich können Sie e§ nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Kleinas Zimmer zum Unterstellen von Möbeln gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 03740 an d. Gieß. Anz. |Wohnungstausch| WohnungstausGhl Geboten: 3-Zimm.-Wohn. in Duisburg. Gesucht: größereod.klein. Wohnung in Gießen oder Umgebung von Dauermieter. Schr. Ang. unt. 03759 a.d.G.A. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger Wertvolle fflarmotbüKe u.Lederklubsofa zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 03729 an den Gieß. Anz. Alte Geige, komvl., 2 Leder- Schulranzen, 2 eiserne Cefctt z. verkauf. [03752 Zu erfr. in der Geschst. d. G. A. werden von Taufenden Unguvc u.*woov beachtet und aeleien. Ian d. Gieß. Anz. Student erteilt gründliche Nachhilfe in Mathematik und Latein. Schr. Ang. unt. 03743 a.d.G.A. Nachhilfe in Mathematik f. Obertertianer gesucht. Schriftl. Ang. unt. 03748 an d. Gieß. Anz. Elegante Damen-Sportschuhe Größe 38, gegen Größe 39 zu tauschen. - Schriftl. Wnagen mit Matratze zu verkaufen. [03702 Wernerwall 7 p. Gut erhaltener Wtmantel für starke Figur z.verkauf.[4587O Lang-Göns, Bismarckstr. 3. | Kaufgesuche Schlachtziegen laufend zu kaufen gesucht.458oV Gaststätte Zunfthof, Frankfurt a.M., Domstr. 10. Komvl., einfach. Bett mögl. m.Klcid.- Schranku Nacht- tisch, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. U.4553D an d. Gieß. Anz. Kinder-Pult, Kiud.-Tischchen m.2-3 Stühlchen z. kaufen gesucht. Ebenso gut erb. schwarz.Tamen- Halbschuhe, Größe 40, gegen Ski-Stiefel, Gr. 35, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 03702 a.d.G.A. Kinder- Ski mit Bindung für Zwölsjährigenzu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03719 a.d.G.A. CARL SCHLÜTER Kaffee-Großhandlung Altere oder jüngere DAME zur Mithilfe in Juweliergeschäft zu sofort gesucht. 4601D in sonniger Lage mit Zentralheiz. gesucht. 03691 Dr. Schäfer Goethestraße 44. 2-3-Zimm.-WoliD. oder 2—3 leere Zimmer, möglichst sofort, evtl, später, gesucht. - Schrift!. Ang. unt. 03754 an 0. Gieß. Anz. Spielplan vom 11,-16. Nov. Dienstag, 11. November, 19 Uhr J1.Dienstagmiete u.Halbmiete? Dschungel Mittwoch, 12. Nov., 18.30 Uhr 11 .Mittwochmiete u.Halbmiete A Erstaufführung: Monika Freitag, 14. November, 19 Uhr 11. Freitagmiete u. Halbmiete A Erstaufführung: Nora Samstag, 15. Nov., 18.30 Uhr Wochenend im Theater Carmen Sonntag, 16. Nov., 11.30 Uhr Musikalische Morgenfeier Beschwingte Musik 18.30—22 Uhr Monika 4494D Besonders kinderliebes Mädchen gesucht f. ganze ober % Tage. Schr. Ang. unt. 4585va.d.G.A. [Stellengesuche) Fräulein sucht Stelle als MMn oder auf Büro. Schriftl. Angeb. unter 03747 an den Gieß. Anz. j Verkäufe [ MkettSilsel u. ältere Ferkel z. verkauf. [03732 Salzböden, Haus 51. Verkaufe einige Itniötiönet 45S7D Gießen, Marburger Straße 199. Drei 8 Mon. alte, schwarzr., kurzh. Teckel-Rüden, kl.Schlag,m.ein- getr.Stammb.,i. nur gute Hände z. verkauf. [03713 Rosenberg, Rauischholzhausen, Kreis Marburg /Lahn. Flammschutzmittel leuchtblau, leuchtgelb JOH. MULLER & CO. HorstAWessel-Wall 44 _____________4608 D Svielmoren gut erhalten, für 2-u.6jähr.Jung. zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 4614D an denGieß.Anzeig. Gut erhaltener Korbkinderwagen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03701 a.d.G.A. Kinder- Dreirad oder Roller zu taufen gesucht. Schr. Ang. unt. 4591D a.d.G.A. Gui erhaltene Kinder-Eisenbahn ;. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 4594D an den Gieß. Anz. 600—700 Stück MMMlS- Böume 3. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03712 a.d.G.A. Gut erhaltener Herren- Wintermantel, Gr.50-52( Loden bevorz.) z. kauf, gesucht. [03753 Näheres in der Geschst. b. G. A. Suche einen Wintermantel f.14iähr.Mäbch., etwa Gr. 42-44, zu kaufen. Schr. Ang. mit Preis u. 4609D an b. Gieß. Anz. Skistiefel Größe 36 bis 37, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03730 an den Gieß. Anz. Frau oder Mädchen 2-3ma!wöchentl. vorm. im Haushalt gef. (03736 Leihgeft.Weg21 Zuverlässige Frau od. Mädchen für ein. Std. vorm. (2—3mal wöch.) gesucht. [03756 Fr. M. Schmidt, Stevhanstr. 11II stunöenfrau zu alleinst.Tame gesucht. [03746 Hindenburg- wall 17 p. Wegen Heirat meiner jetzigen tüchtige Hausgehilfin gesucht. [03742 IVrait W. Becker, Gießen, Bahnhofstr. 16. Suche [4598V Hausangestellte ab 1. Jan. weg. Berheir» meines jetzig. Mädchens. Frau Gebrauchte Windjacke Gr. 44 oder 46, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03745 an den Gieß. Anz. Damenmaute Größe 48, und yemn-SWe Größe 44, z. kaufen gesucht. Sckr. Ang. unt. 03721 a.d.G.A. Ein Paar Skistiefel (Schuhgröße 39 /z—40) z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03750 a.d.G.A. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschla- feneD Theodor Erb sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Auch danken wir für die überaus reichen Blumenspenden und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen aller Hinterbliebenen: Familie Heinrich Ickler. Röhr 8 Znlind., ohne Bereifung, um- baufähick füt Lieferwagen zu verkaufen. [03744 Neustadt 21, im Laden. Neue GllS'VM- MWne z. verkauf. [03735 Steinftraße 31. Uhotooppotat 9x12, und GosMeosen z. verkauf. [03714 Anzufeb. vorm. bis 12 Uhr. Franks. Str. 241 Gr. Schreibtisch (a.f.Bürogecign.) Feldbett m.Mtr. (für Luftschutzr. vass.), gr. rund. Tisch, emgel. (Biedermeier), Fruco-Koch- Brattopf(8 Lit.) z. verkauf. [03757 Licher Straße 9. Bulett und Kreta gebr.( Eiche) und elektr. Beleuchtungskörper zu verkaufen. [03753 Zu erfr. in der Geschst. d. G. A. Bürohilfe mögl. mit Kenntnissen im Maschinenschreiben, für ganze oder halbe Tage sofort gesucht. [03758 Verlag Karl Christ, ' Gießen. Anernlm mit Eignung für Büro gesucht. Schriftliche Angeb. unt. 4613D an den Gießener Anzeiger erbet. Zur Führung d. Haush. in Landhaus m. Garten (Kreis Gießen) sucht alleinsteh., älterer Rentner zuverlässige öonsliölterin. ^vchr. Ang. unt. 03646 a.d.G.A. Ur. 266 Zweites Blati 8./Y. November Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) ä n ftY 'Ofc AUVÄ Fotofilm Ewige Mahnmale deutschen Heldentums Oie deutschen Kriegerfriedhöfe an den Stätten des Kampfes und Sieges. Zum- Heldengedenktag 1941 hat der Führer die Vorbereitungen zur Errichtung würdiger Kriegerfriedhöfe angeordnet und mit der Durchführung den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht beauftragt. Er hat ferner den Berliner Architekten Prof. Dr. W. Kreis zum Generalbaurat für die Gestaltung der deutschen Kriegerfriedhöfe ernannt, um insbesondere die mit der Gestaltung der Ehrenfriedhöfe zusammenhängenden künstlerischen Aufgaben zu bearbeiten. Unverzüglich hat oer Generalbaurat seine Arbeit ausgenommen, die vom Oberkommando der Wehrmacht an den Stätten der deutschen Siege geplanten und an mehreren Stellen bereits errichteten Kriegerfriedhöfe zu ewigen Mahnmalen deutschen Heldentums zu gestalten. Wir hatten Gelegenheit) uns mit Prof. Dr. Kreis über die bisher schon geleistete Arbeit und seine vielseitigen Pläne zu unterhalten. Wieder steht in diesen Tagen nicht allein das gesamte deutsche Volk, sondern die ganze Welt im Banne der gewaltigen Taten der deutschen Wehrmacht. Von Tag zu Tag und Stunde zu Stunde fiebert jedes deutsche Herz den Sondermeldungen aus dem Führerhauptquartier entgegen, und mit Stolz und Ehrfurcht blickt das ganze Volk zu seinem Führer und der von ihm geschaffenen Wehrmacht auf. Alles heiße Wünschen und Gedenken der ganzen Nation ist bei denen, die unter höchstem Einsatz die deutsche Freiheit und die Neuordnung Europas erkämpfen. Jeder Sieg läßt unser Herz höher schlagen, aber jeder Sieg kostet Opfer, und in stolzer Trauer senken sich die Fahnen vor denen, die im größten Freiheitsringen der Welt für das Vaterland ihr Leben ließen. Ein Volk, das zu siegen weiß, weiß auch seine Helden zu ehren. Keine Mühe und kein Einsatz wird zu groß sein, um das Heldentum derer, die ihr Höchstes ließen, zu ehren und ihr Gedenken für alle Zeiten im deutschen Volk zu verankern. ftampffläffen bleiben Stätten des Gedenkens. Sturmwege sind immer Opferwege, und die Straßen unserer Siege sind oft weite Strecken lange Sturmwege gewesen. In diesen heiß umstrittenen Bezirken, deren Erde der deutsche Soldat mit seinem Blut getränkt und erkämpft hat, soll er auch zur Ruhe gebettet werden. Daher werden die Kriegerfriedhöfe dieses Krieges nach den Wünschen der Truppe an wenigen Stellen dort, wo die Truppe besonders hart gekämpft hat, zusammengefaßt, damit nicht die oft verstreut liegenden zahlreichen kleinen Soldatenfriedhöfe der Betreuung, wie auch dem Besuch Schwierigkeiten bereiten. Die Kriegerfriedhöfe sollen leicht erreichbar sein, daß heißt, sie sollen möglichst nahe an den Verkehrswegen liegen. Auch sollen die zum Besuch dieser Ehrenstätten kommenden Angehörigen in der Nähe leicht Unterkunft finden können. Bei diesen sehr eingehend zu prüfenden Fragen konnten naturgemäß noch nicht überall endgültige Vorschläge gemacht werden. Es liegt aber dem Oberkommando der Wehrmacht und dem Generalbaurat viel daran, dem Wunsch des Führers entsprechend die Ausführungs-Planungen bald zur Genehmigung unterbreiten zu können, wenn die allgemeine Lage dies gestattet. Die vorläufigen Kri'egerfriedhöfe werden sorgfältig gepflegt, so daß sie, sobald der Besuch freigegeben wird, einen würdigen Eindruck machen. Eine große Anzahl schöner Kriegerfriedhofsanlagen ist bereits vorhanden. Der Lhrenfriedhof in Oslo. Eine der schönsten Kriegerfriedhofsanlagen wird die von Oslo werden, die unter Förderung des Wehrmachtbefehlshabers in Norwegen entstanden ist. Nachdem viele führende Persönlichkeiten diesen Friedhof besichtigt haben und dort auch die Frage nach der endgültigen Gestaltung der Lösung sich nähert, kann bald mit der Fertigstellung begonnen werden. Die provisorische Gestaltung dieses Kriegerfriedhofes wird an der Stelle verbleiben, wo er sich jetzt befindet, an der Höhe des Ekeberges mit einem weithin reichenden Blick über den Fjord und das Land, um das jene kämpften, die hier ruhen. Die Planung und Ausgestaltung weiterer Kriegerfriedhöfe in Bergen, Narvik und Drontheim wird eifrig betrieben. kleinere Kriegerfriedhöfe in den wieder zu Deutschland heimgekehrten Gebieten. Von dem Grundsatz ausgehend, die Kriegerfried- höse nur an wenigen Stellen zu sammeln, wird ausnahmsweise aus besonderen Gründen in den wieder zu Deutschland gekommenen Gebieten, wie im Korridor, Elsaß und Lothringen, abgewichen. Es wird erwogen, in diesen Gebieten auch kleinere bestehende und gut gepflegte Kriegerfriedhöfe zu erhalten und nicht in größeren zu sammeln, weil die dortige deutsche Bevölkerung aus dem Gefühl heimatlicher dankbarer Verbundenheit mit den Opfern, die zu ihrer Befreiung gebracht wurden, die Auflösung dieser Kriegerfriedhöfe nur sehr ungern sehen würde und um die Erhaltung gebeten hat. Die Kriegerfriedhöfe Vielih und ZUlaroa. Die beiden Kriegerfriedhöfe Bielitz an den Beskiden und M l a w a in Ostpreußen sind schon in der endgültigen Gestaltung begriffen. Bei diesen beiden Einlagen handelt es sich insofern um Ausnahmen, weil diejenigen zurückgeholt wurden, die in dem nach Abschluß des Polenfeldzuges zum sow- jetrussischen Interessengebiet erklärten Gelände gefallen sind. Auch diejenigen, die in den Grenzkämpfen in Ostpreußen und Ostoberschlesien gefallen sind, wurden hierin gebettet. Der Kriegerfriedhof unweit Mlawa liegt auf einem teilweise bewaldeten, hügeligen Gelände. Dieser Landschaft wurde die-Gestältung angepaßt; ein weiter runder Platz mit einer Mauer umwehrt, so daß eine schöne und bedeutende Wirkung in der Landschaft erreicht ryird. Für die Gestaltung eines Ehrenmales sind gegenwärtig vier Künstler mit der Ausarbeitung von Ideen beschäftigt, unter denen die Wahl zu treffen fein wird. Auch die Gestaltung des Kriegerfriedhofes in Bielitz ist seit einiger Zeit im Werden. Die Anlage des Friedhofes ist bereits in der Ausführung begriffen, die Gestaltung des Ehrenmales ist noch in Vorbereitung. Es ist auf einer Anhöhe über dem Kriegerfriedhof als starkes Bollwerk gedacht. Im allgemeinen sollen die Kriegerfriedhöfe des Weltkrieges dort bleiben, wo sie jetzt sind und wo die Truppe damals gekämpft hqt, zumal es untunlich erscheint, nach so langer Zeit noch Umbettungen vorzunehmen. Lrinnerungssieine für die vom polnischen 2Nob gemordeten Deutschen. Die feige Ermordung Volksdeutscher durch den polnischen Mob soll für alle Zeiten angeprangert werden. Deshalb — so versichert Professor Kreis — werden an vielen Stellen, an denen Volksdeutsche verfolgt und ermordet wurden, Gedenksteine ausgestellt werden, damit niemals die Erinnerung daran verloren geht. Diese Male werden durch Anpflanzung von Eichen oder anderen gut gedeihenden Bäumen landschaftlich hervorgehoben werden. Slelnkreuz mit dem „Eisernen kreuz" für alle. Was die Gestaltung der Kriegerfriedhöfe und Denkmale im großen und ganzen betrifft, so ist es der Wunsch des Führers, daß sie in würdiger Weise der großen Taten des Krieges entsprechen. Sie sollen — so faßt Professor Dr. Kreis zusammen — ewige Mahnmale deutschen Heldentums sein, sie sollen aller Welt von der Tapferkeit deutscher Söhne künden. Nicht in großsprecherischen und riesenhaften Bauwerken wird man dem beispiellosen Heldenmut deutscher Soldaten in diesem größten Ringen aller Zeiten Ausdruck verleihen, sondern in schlichter und doch kraftvoller, aber verhaltener Weise Gestaltungen schaffen, die durch die Idee für sich selbst sprechen. Grundsätzlich soll jeder Kriegerfriedhof ein Ehrenmal erhalten. Auch in der Gestaltung dieser Ehrenmale wird man ausfallenden Prunk und architektonische Anhäufungen vermeiden. Sie sollen wie schlichte Volksweisen dem deutschen Herz und Sinn sich einprägen und in Erinnerung bleiben. Die jetzt überall angebrachten Holzkreuze in Form des „Eisernen Kreuzes" werden später in Stein hergestellt, jeder Stein wird also das gleiche Ehrenzeichen, das „Eiserne Kreuz" erhalten, lieber» all wird man sich bei der Anlage der Kriegerfriedhöfe den Gegebenheiten der Landschaft anpassen, wird bei der gärtnerischen Gestaltung bodenständige Pflanzen und Bäume verwenden, das Ehrenmal aus möglichst dort vorkommenden Steinen errichten und es in seiner ganzen Anlage der Landschaft eingliedern. Zahlreiche Gartengestalter, Bildhauer und Architekten sind bereits als Mitarbeiter gewonnen, immer mehr treten hinzu. In der Gestaltung der deutschen Kriegerfriedhöfe wird keine Monotonie, sondern Vielgestaltigkeit sein, da überall mit neuen Kräften und in bodenständiger Gestaltung gearbeitet werden wird. Adolph Meurer. Aus der Stadt Gießen. Oes Lebens gedenken. Besitz stirbt, Sippen sterben, du selbst stirbst, wie sie; eins weiß ich, das ewig bleibt: des Toten Tatenruhm. (Aus der Edda.) Herbststürme gehen über das Land; das bunte Leben in Feld und Wald erstirbt. Unter der harten grauen Erde aber ruhen schon die Keime für neues Leben. Das ist so gewiß wie die tägliche Wiederkehr der Sonne. Das Leben Um uns in der Natur stirbt zwar, wenn es sich in seiner Daseinsform erfüllt hat, aber es vergeht nicht. Es versinkt nur. Es kehrt dahin zurück, woher es kam, um dann mit dem steigenden Licht neu zu erstehen. In dieser Zeit der Lebensneige gedenken wir der Toten — der Toten unseres Volkes und in der Familie. Was heißt eigentlich: der Toten geben» DerdunkelungszeU 8.11. von 17.39 bis 8.28 Uhr. 9.11. von 17.37 bis 8.30 Uhr. fen? Der einst Lebenden gedenken, wäre richtiger gesagt, denn wir rufen uns alle Erinnerungen aus dem gemeinsamen Leben mit ihnen ins Gedächtnis, wir erleben das Gewesene noch einmal. Es gibt Stunden, in denen diese Erinnerung fast greifbar lebenswirklich wird und für Augenblicke das Gefühl gibt, die Entschlafenen säßen noch wie damals neben uns. Mit besonderer Gewissenhaftigkeit würdigen wir dann ihre Leistung, die sie vollbrachten, ehe ihr Schicksal sich vollendete. Dabei 'entdecken wir immer wieder Neues, was uns bei den Lebenden nicht bewußt geworden war. Ja, wir übersehen jetzt erst, was sie schafften, wie groß der Raum war, den sie ausfüllten, und wieviel sie in ihrer Umgebung durch ihr Wirken hinterlassen haben. So gelten unsere Gedanken an die Toten in Wirklichkeit dem Leben, und wir ahnen, wie eng beides miteinander verbunden ist. Man kann auch nicht ernsthaft über das Leben nachdenken, ohne den Tod miteinzubeziehen. Wo Leben ist, lauert als Schicksal der Tod, und den Tod können wir nur begreifen, weil er uns ein Leben nahm.. Für viele Frauen und Mütter unter uns hat der Tod in dieser Zeit ein grausames Antlitz. Die bange, drückende Furcht langer Nächte ohne Schlaf ist nun doch Gewißheit geworden. Frauen und Mütter, Schwestern'und Geliebte, in dumpfem Sinnen ho.r- chen sie der Frage nach: Warum? — Warum mein Sohn, mein einziger? Warum mein geliebter Mann, der Vater meiner Kinder? Warum? — Warum er? Und sie ergründen es nicht. Es gibt keine Antwort auf diese Frage, keine Antwort, die das so schwer gtroffene liebende Herz wieder aufrichten kann, wie es auch keinen Trost gibt, der den Verlust verringern könnte. Ohnmächtig erhebt sich aus dem gequälten Herzen die Anklage gegen das Schicksal, daß seine vernichtende Faust zu früh traf, bevor ein blühendes, viel verheißendes.Leben sich erfüllen konnte. Und es bleibt nur der Schmerz, der ganz still und unbemerkt in der Seele sich einen Platz sucht für immer, von dorther zur Wohltat wird und heilt. Aber auch dieses gehört zu den Gesetzen des Lebens: es läßt den Leidtragenden nicht am Wege zurück. Wenn sich sein Schritt unter der Schwere des Erlebten auch verlangsamt hat, der Strom des Alltäglichen führt ihn weiter mit, und eines Tages muß auch der Schmerzgebeugte wieder Schritt halten und fein Schiff steuern, das wohl fortan eine unsichtbare Last trägt, die Leid heißt. Dann finden wir ein Gleichnis für das immer noch Unbegreifliche draußen auf den herbstlich kahlen Fluren, die unter der harten Kruste das Neue bergen. Dio ewige Wiederkehr, die Unendlichkeit des Lebens im weiten All, sie allein vermag den unwiderbringlichen Verlust zu verklären. Wohl starben die geliebten Menschen, aber das Leben dieser Toten blüht neu auf in ihren Kindern und Kindeskindern und es wirkt ewig fort durch ihre Tat, durch ihr Opfer und ihr Mitschaffen am großen Werk der Zukunft. L. R. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 18 Uhr Veranstaltungsring der Hitler-Jugend „Prinz Friedrich von Homburg". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dorf im roten Sturm". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 10.30 Uhr HeldenEhrungsfeier, Feierstunde der NSDAP, und ihrer Gliederungen, ejy ■ das altbewährte Hustenbonbon ■ « nur im Orangebeutel Karin Grunelius Roman von Guiöo R. Brand 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die rote Mauer des Nordfriedhofs lief wie ein steifes Band neben ihr her, das kein Ende nehmen wollte. Dann kamen die großen Häuser mit den hohen Fenstern, fremdklingende Straßennamen und endlich die Hausnummer an einem grauen, wie aus- gestorbenen Gebäude. Am Eingang hing eine Tabelle, auf der die Einwohner verzeichnet standen. „Grunelius" hieß es an dem zweiten Täfelchen von oben. Als sie mit dem Zeigefinger die Glocke berührte, überkam sie eine leichte Verwirrung. Erst nach einiger Zeit schnarrte der Deffner und Karin fiel beinahe in den Flur, weil sie sich an die Tür gelehnt hatte. Langsam nahm sie Stufe um Stufe, weniger um sich den Empfang auszumalen, dessen sie in ihrer Phantasie fähig gewesen märe, sondern mehr, um sich irgendwie auf ein Entweder-Oder vorzubereiten. Schließlich mußte sie alles dem Schicksal überlassen. Was sich ein paar Sekunden später im Korridor der Wohnung abspielte, übertraf allerdings ihre sämtlichen Erwartungen. Das Gesicht, das die Haushälterin, eine rundliche, schon etwas verrunzelte Fünfzigerin machte, als Karin sich als Nichte des Geheimrats bezeichnete, ließ sämtliche menschlichen Merkmale hinter sich und verzerrte sich zu einer grotesken Maske, die einem Negertotem nicht unähnlich sah. Dann lief sie schreiend den Gang hinab, riß eine Tür auf, worauf in dem Zimmer ein stürmisches Gepolter entstand, ein paar Stimmen durcheinanderriefen, aus dem Karin mit Deutlichkeit nur den Ausdruck: „Jesiasmariandjoseph" heraushörte, ohne zu wissen, um was es sich handelte. Auf alles gefaßt — denn nun war es ja gewiß, daß der geheimrättiche Onkel zu Haufe war —, stand sie im Flur und schaute sich die Bilder an. An den Motiven und der Auswahl glaubte sie konstatieren zu können, daß der Besitzer immerhin kein amusischer Mensch sein konnte. Der Gedanke beruhigte sie einigermaßen, besonders als die Haushälterin wieder zurückkam, mit einem freundlichen Lächeln auf ihrem ebenso runden Gesicht, sich An- nerl nannte und abzulegen bat. „Bitt schön, in den Salon... meiner Seel, so was... entschuldigns, FräulÄn, daß i so aufgeregt bin, aber Sie ham ja keine Ahnung, was sich seit vorgestern getan hat, seitdem der Herr Geheimrat das Telegramm bekommen hat!" begleitete sie Karin in ein Zimmer und forderte sie zum Sitzen auf. „Ja, was für ein Telegramm denn? Ich habe doch Feins geschickt!" verteidigte sich Karin. Im gleichen Augenblick, als Annerl antworten wollte, 'trat, das Gesicht in strenge Falten gelegt, die Karin sofort auf künstlich taxierte, Geheimrat Grunelius, ein gelbes Papier in der Hand schwingend, ein, ging einige Schritte vorwärts und blieb dann, die Arme auf dem Rücken verschränkt, plötzlich stehen. Während Karin bei sich dachte: Also so sieht ein Geheimrat aus, der ein Bruder meines Vaters ist! erhob sie sich und schaute ihn mit zurückhaltendem, aber doch prüfendem Blick an, dem nichts entgehen sollte. Der Geheimrat dagegen fühlte eine magische Kraft auf sich zukommen, gegen die er — seit zwei Tagen schon darauf vorbereitet wie auf einen Zusammenstoß — sich mit jener Haltung wehrte, die er sich auf dem Katheder der Universität zugelegt hatte. Er warf die Schultern etwas zurück, schob die linke Augenbraue hoch und drückte das Kinn an die Brust wie jemand, der sich räuspern will. Er tat es auch, ehe er anfing zu sprechen. Die Haushälterin faßte es als Zeichen auf, das Zimmer zu verlassen. Gleichzeitig öffnete sich eine zweite Tür und die Frau Geheimrätin, eine zierliche, in ihrem Alter durch eine merkwürdige Blässe verschönte Dame, näherte sich mit vor der Brust gefalteten Händen und begrüßte Karin mit einer etwas pathetischen, hohen Stimme. „Aber das ist ja ein wahres W,under, daß Sie ohne Unfall zu uns gekommen sind. Ich freue-mich ja so unendlich, Sie einmal kennenzulernen. Mein Sott, wie sind Sie gewachsen. Wie lange ist es her, Gottfried, daß wir deinen Bruder zum letztenmal' gesehen haben? Wie die Zeit vergeht! Was macht er denn in Afrika? Wo ist er? In Arusha? Mein Sott, wo liegt denn das? Setzen Sie sich doch! Warum stehen wir denn überhaupt? Annerl! Annerl! Bringen Sie mir doch einen Samos! Ich trinke nämlich immer so ein Släschen am Morgen. Sie trinken doch auch eins mit? Nein, wie Sie aussehen! Wunderbar! Ich habe mir vorgestellt, daß Sie ganz schwarz wie ein Neger ausschauen, und jetzt sind Sie ja genau so blaß wie wir auch. Was sagst du dazu, Sottfrieb ...?" Karin hajte sich gesetzt und schaute abwechselnd den Geheimrat an und dann dessen Frau. Weder ihr noch dem Onkel hatte sie bis jetzt die Hand geben können noch überhaupt ein Wort eigentlicher Begrüßung gehört. Sie erwartete zwar, daß nun auch der Geheimrat ein Wort sagen würde, aber er kam noch nicht dazu, denn, ohne sich darum zu kümmern, nahm die Tante ihre Rede wieder auf, wie einen Faden aus einem Wollknäuel. „Ach, wir haben solche Angst um Sie gehabt, ob Sie auch den weiten Weg überstehen würden. War. es schön in Sizilien? Weißt du noch, Gottfried, wie du einmal den Aetna besuchen wolltest und ich unten in Messina saß?" Diese plötzlich auftauchende romantische Erinnerung legte eine Pause in ihren Monolog, die der Geheimrat sofort benutzte, um endlich zu Worte zu kommen. „Meine liebe Cornelia, gestattest du, daß ich zuerst einmal meine Nichte Karin begrüße. Sie sind zwar ein großes Mädchen schon, aber ich sage trotzdem du, da Sie die Tochter meines leibhaftigen Bruders sind." — „Wie? Ihr kennt euch noch nicht?" tat Frau Grunelius über die Maßen erstaunt. „Oh, ich dachte ..." „Nein!" betonte der Geheimrat ziemlich barsch, drehte mit zwei Fingern an seinem weißen Spitz- bärtchen, in das sich Karin auf der Stelle verliebt hatte. Dann streckte er seine Hand über zwei Sessellehnen und schüttelte ihren Arm mit einer Kraft, die sie gar nicht an ihm vermutet hatte. — Ohne nun unterbrochen zu werden — denn Annerl hatte unterdessen den Samos gebracht —, berichtete der Datei* von dem Telegramm, dessen Absender Günther gewesen war. Es enthielt eine ziemlich undurchsichtige Aufforderung, Karin wieder nach Spacca- form) zurückzuschicken, überließ aber die Entscheidung dem Onkel. Der Tert war unklar und ohne Kenntnis der Zusammenhänge sinnlos. In großen Umrissen berichtete nun Karin über die Umstände, die sie zur Reise im Flugzeug nach Deutschland veranlaßt hatten. Sie sprach auch davon, wie es zu dem Unglück über Sampieri kam, und wie sie den Entschluß faßte, nach München zu fahren. Sie konnte es tun, ohne daß sie auch nur einmal gestört wurde. — Die Augen der Tante waren immer größer geworden. Sie raffte sich zu einer Antwort auf. „Kind! Was haben Sie alles durchgemacht! Natürlich bleiben Sie bei uns. Annerl kann Ihre Koffer aus dem Hotel holen! Mein Gott, wie tapfer ist die heutige Jugend!" lobte sie mit eingestreuten Fisteltönen das Abenteuer Karins. Erst als sie sich belehren lassen mußte, daß die üblichen Koffer auf dem Meeresgrund bei Sampieri lagen, schien sie begriffen zu haben, daß der Tod über dem Leben ihrer Nichte geschwebt hatte. Sie wurde ganz ruhig und überließ die Unterhaltung ihrem Mann unt> Karin. Es war dann alles rasch erledigt. Ein Telegramm an Günther bedeutete ihm, daß Karin in München blieb und bat, nach seiner Gesundung erst zu ihr zu kommen. Alles Weitere sollte und mußte sich aus den Dinaen selbst entwickeln. Die Haushälterin erhielt den Aufttag, in das Hotel zu fahren, den kleinen Koffer zu holen und die Rechnung zu begleichen. „Ich danke dir, Onkel, und Ihnen, liebe Tante .. “ „Du sagst auch ,du' zu Cornelia! Das wäre ja noch schöner!" dekretierte der Geheimrat. — Karin schluckte ein paarmal, schätzte das etwas zu spitze Gesicht der Seheimrätin ab und überwand sich. Daraufhin durfte sie Tante Cornelia einen Kuß auf die zartlederne Wange geben und schien damit eubgültig in die Familie aufgenommen zu fein. Daß die Geheirnrätin keinen bayerischen Dialekt sprach, son- dern aus dem Hannoverschen stammte, wo sie Grunelius vor mehr als vierzig Jahren kennengelernt und geheiratet hatte, versöhnte Karin mit der etwas überbetonten grazilen Atmosphäre. Der Geheimrat dagegen hatte sich im Laute der Jahre, die er als Lehrer für physikalische Chemie an der Technischen Hochsch-ule verbrachte, so sehr an die heimische Ausdrucksweise gewöhnt und die Heiterkeit der süddeutschen Landschaft eingeatmet, daß man ihn kaum von einem seßhaften Münchener unterscheiden konnte. Als er jedoch merkte, daß sich Karin nur mühsam in der volltönenden Umgangssprache orientieren konnte, unterhielt er sich nur noch hochdeutsch. (Fortsetzung folgt.) Weitere Auskunft durch das Amt für Volkswohlfahrt. Gauleitung Hessen-Nassau, Darmstadt, Steubenplatz 17 43S3V Ausbildung: l1/,jährige Lernzeit, ilautliche Prüfung, praktische! Jahr. Fortbildung: Operation»-, Diät- Säuglingsschwester usw. Aufstiegsmöglichkeiten: JuDgschwesterolührerin. Oberschwester, Oberin. Gehalt nach neuem Tarif. Einsatz der Reichsbund-Schwester: , Krankenhäuser, Sanatorien, Kinderkliniken. Mütter». Säuglings- und Kinderheime und Krippen, vorbeugende Familienhilfe aut dem Lande, krankenpflege- rische Tätigkeit im Ausland. Werkschwestern. -^dtwesierndienst - Straf und Schule für s Lehen ... . . Ao.» Froipn SchwARtprn nnd Pflegerinnen e. V. stellen laufend junge Mädel und Frauen im Alter von 18 bis 88 Jahren als Lernschwestern in den staatlich an- Die N S. - S ch w e s t ern s ch$aft^urnield) sb^ Ganes ein- _ Weitere Ausbildungsslätten im übrigen Reichsgebiet werden durch die Eeichsdienstotellen der Schwesternschaften Berlin W 62. Kurfürstenstraße 110. vermittelt Einsatz der NS.-Sdiwestert Krankenhäuser. Kinderkliniken. Gemeinden, SS-Laza- rettc. SS-Mütter- und Säuglingsheime. Schulen der NSDAP, und Ordensburgen. anschließend Nrauffühnmg „Der Tod und das Reich": 17 bis 20 Uhr: „Prinz Friedrich von Homburg". — Gloria-Palast, Seltersweg: »Hameraüen^. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dorf im roten Sturm". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. vom Gießener Konzertring. Wie in einer Voranzeige der diesjährigen Veranstaltungen des Gießener Konzertringes 1941/42 bereits bekanntgegeben wurde, feiert der Gießener Konzertverein in diesem Winter das 150. Jahr seines Bestehens. Im Zeichen dieses seltenen Jubiläums steht denn auch das Programm, das er sich für sein Festjahr gewählt hat. Denn seit seinen ersten Anfängen hat der Gießener Konzertverein stets das Bestreben gehabt, nur die edelste Musik durch die allerbesten Künstler seinen Besuchern zu bieten. Namen wie Sarasate, Wilhelms, D'Albert, Lammond, Wilhelm Backhaus, Edwin Fischer, Lilli Lehmann, Erna Sack und Heinrich Schlusnus, um nur die allerbekanntesten zu nennen, bürgen für diese Tradition. So konnten denn auch für diesen Winter Künstler verpflichtet werden, deren Namen jedem Konzert- und Musikfreund alte Bekannte vorstellen und weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus einen guten Klang haben: Wilhelm Backhaus, Elly Ney, Gertrude Pitzinger, Quar- tetto di Roma. Den Reigen eröffnet am Sonntag, 16. November, der Altmeister des Klavierspiels Wilhelm Backhaus mit Werken von Bach, Schubert, Brahms und Chopin. Oer gleiche Herzschlag. Am 9. November Ist Opfersonntag! Zwei große Kr-aftquellen sind es, die die Geschichte später einmal als die Retter der Kultur und Zivilisation nennen wird: Den deutschen Soldaten und die den Geist Adolf Hitlers atmende großdeutsche Heimat, den Hort der deutschen Seele. Von ihr aus geht die Kraft, die unsere Soldaten täglich von neuem zum rastlosen Angriff beseelt. Mehr denn je stellt die Heimat das Herz des ganzen Krieges dar. Dieser Herzschlag ist draußen an der Front zu spüren, wo man auf die Opfer der Heimat ver- trauensvoll blickt. Wir wollen deshalb unser Opfer n-icht gedankenlos geben. So wesentlich der materielle Erfolg des Kriegswinterhilfswerkes immerhin auch fein mag, noch wichtiger ist der Ausdruck einer geschlossenen und bejahenden Volksgemeinschaft, die durch den gemeinsamen Opferwillen vollzogen wird. Diese durch nichts zu trennende Volksgemeinschaft ist es aber, die unseren Soldaten die Kraft gibt, immer wieder ihr Leben für die Heimat einzusetzen. Die bisher errungenen Erfolge waren nur möglich, weil die Front wußte, daß sie nicht auf sich allein gestellt kämpfte, sondern daß hinter ihr eine Heimat stand, die nicht nur von dem Gedanken erfüllt war, den Krieg zu gewinnen, sondern auch eine neue und bessere Weltanschauung für kommende Generationen zu erfüllen. Obus-Linie 3 im Betrieb. Am gestrigen Freitagnachmittag fuhren die Obuswagen zur Probe auf der neu eingerichteten Strecke Schubertstraße — Ludwigstraße — Ludwigsplatz — Licher Straße — Endhaltestelle im Stadtwald an der Licher Straße. Seit heute Vormittag befindet sich diese Linie als dritte unseres Obusbetriebes im Dienste des öffentlichen Verkehrs. Die Wagen verkehren in Abständen von 15 Minuten. Haltestellen sind: Schubertstraße (Wendeplatz), Uhlandstraße, Leihgesterner Weg, Ecke Liebigstraße/Ludwigstraße, Ecke Bleichstraße/Ludwigstraße, vor der Universität, Ludwigsplatz, Nahrungsberg/Ecke Licher Straße, Am Lutherberg, Graudenzer Straße, Endhaltestelle im Stadtwald an der Licher Straße (Wendeplatz). Am Ludwigsplatz ist Umsteigemöglichkeit in Richtung Bahnhof und Rödgener Straße gegeben. Es ist erfreulich, daß nunmehr mit diesem neuzeitlichen Verkehrsmittel eine gute Fahrverbindung nach dem Südoiertel geschaffen worden ist und damit zugleich die Möglichkeit besteht, auch zu Besuchen im Klinikviertel fahren zu können. Wer will Sanitätsoffizier der Lustwaffe werden? Schüler höherer Lehranstalten, die ihre Reifeprüfung 1943 ablegen und die Absicht haben, sich um Einstellung als aktive Sanitätsoffiziersanwärter der Luftwaffe zu bewerben, müssen ihre Bewerbungen sofort bei dem für ihren Wohnsitz zuständigen Luftgauarzt einsenden. Die Dienstanschriften der Luftgauärzte sind auf den Wehrbezirkskommandos bzw. Wehrmeldeämtern und bei der nächstgelegenen Lustwaffendienststelle zu erfahren. Bei den Luftgauärzten können Merkblätter über die Sanitätsoffizierslaufbahn der Luftwaffe angefordert werden. Gießener Dochenmorktprelse. * Gießen, 8. Non. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 7, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, 1/io 10, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 6 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. MöbelhausJiuhL das ^dc/tqz6c^LCL^t 29/30- Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Helden-Ehrenfeier am 9.^00 em bet 1941 im Theater der Universitätsstadt Gießen um 10 U h r. L Teil: Feierstunde der NSDAP, und ihrer Gliederungen. Das Städtische Orchester unter Leitung von Otto Söllner wirkt mit n. Teil: Uraufführung: Der Tod und das Reich. Chorisches Spiel von Hans Rehberg. Die Bevölkerung Gießens, einschließlich Klein-Linden und Meseck, ist herzlichst eingeladen. Karten durch die Parteidienststellen. Kreisleitung Detterau. Was uns -ie Lahn auf ihrem Lauf erzählt. Eine heiter-ernste heimatkundliche Plauderei. Von Dr. I. Horn, Gießen. In dem Keller des Försterhauses von Lahnhof, einem stillen Weiler im Gebiet des Ederkopfes im Rothaargebirge (Westfalen), komme ich aus dem dunklen Schoß der Erde ans Licht der Welt. Richt viele deutschen Flüsse erfreuen sich eines ähnlich romanttschen Ursprungs; dazu ist mein Name, Lahn, wie der von vielen anderen Flußläufen, keltischer (vorgeschichtlicher) Herkunft. Recht stolz bin ich auf meinen arisch-keltischen Namen, auf meinen sprachlichen Uradel sozusagen, und so fahr ich denn in die Welt; mein guter Stern geleitet mich. Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt. Hurtig geht es unter fteudigem Geplätscher den Wiesenhang hinunter; denn muntere Bäche sind wie wilde Buben, die nicht schweigen und nicht stillsitzen können. O selig! o selig! ein Bach noch $u sein! Unweit Feudingen, aus einem ganz reizenden Seitental herauskommend, schließt sich mir die lu- sttge Ilse lachend an, und weiter gehts voll Tatendrang durchs alte Wittgsnsteiner Land. Heute können die wackeren Frauen von Saßmannshau- f e n unbesorgt ihre Wäsche zum Trocknen im Freien aufhängen, denn die Zigeuner, die von einem Witt- gensteiner Fürsten hier angesiedelt worden waren, und in einer Kolonie zusammenhausten, sind längst ihrem alten Wandertrieb gefolgt oder Haden sich den ortsüblichen Sitten gefügt. Zur Linken schaut hoch oben das Schloß Wittgenstein (Wittgen — Wittekind) weithin in das bergige Land, in dessen ausgedehnten Waldungen, Gott sei's geklagt, Wilddiebe, Wildschänder, immer wieder ihr schimpfliches Handwerk betreiben. Zu Füßen des Schlosses liegt ein vielbesuchter Luftkurort, das anmutige Laasphe; die zweite Silbe dieses Namens (phe, in anderen Worten fe) leitet sich — so unglaubwürdig das auf den ersten Blick erscheinen mag — von lateinisch aqua (gotisch ahva) ab, und „Laasphe" heißt ganz einfach „Lachswasser"; in meinem Wasser sich tummelnde Lachse verhalfen also der Siedlung zu ihrem Namen. Bedeutende Badeorte gibt es auf meinem Oberlauf nicht, erst der Taunus ist damit reich beschenkt. Dafür aber ist hier, wie überall auf meinem ganzen Lauf, auch in dem kleinsten Dorf, ein Strandbad an meinen Ufern eingerichtet. Unsere wildschweifenden Buben aber lassen sich von keinem König das Vorrecht bestreiten, an passender Stelle ein Freibad zu nehmen, ohne da- bei immer die sittenstrenge Badehose für unbedingt notwendig zu erachten. Schon lange sind die leichten Kinderschuhe ausgetreten, und, ein Sträuße! am Hute, den Stab in der Hand, so wandert es sich lustig in dem sogenannten „Hinterland", einer reizvollen Landschaft, als deren Perle sich das herrliche Biedenkopf mit Recht preisen darf. Bis 1866 gehörte dieses Gebiet zu Hessen-Darmstadt, und wurde dann zu Hessen-Nassau geschlagen; jedoch ob darmstädtisch, ob nassauisch, die Biedenkopfer sind alleweil gut deutsch! Steil klettern die winkligen Gassen den Berg hinauf zur Schloßruine, die ein ansehnliches Heimat- und Trachtenmuseum enthält. Der Blick vom'Schloßberg herab ins Tal und auf die benachbarten und fernen Höhen sei bezaubernd schön, so höre ich immer wie- der sagen: ein Volkslied, das bildhafte Gestalt angenommen hat, liege vor den Augen ausgebreitet; es klinge immer in den Ohren wie „Hinunterblickend ins weite Tal, mein selbst und der Welt vergessend". Ja, so sagt man immer wieder zu mir. In früheren Zeiten habe ich manches Mühlenrad unentgeltlich gedreht und manchem Sägewerk kostenlos wertvolle Dienste geleistet; in den heutigen Zeitläuften aber wird die schwache Kraft von un- sereinem für die schweren Arbeiten in Hütten, Eisenwerken, Schleifereien, Steinbrüchen, kurzum industriellen Betrieben jeder Art entlang meinem ganzen Laufe, von mächtiaeren Gewalten abgelöst. Einer fo weitberühmt-n Talsperre, wie meine Schwester, die helläugige Eder, sie besitzt, kann ich mich leider nicht rühmen. Gern würde ich an diesem schönen Fleckchen Erde noch länger verweilen, doch habe ich noch einen weiten Weg vor mir, da heißt es die Beine in die Hand genommen. Ich seh' so manch Städtchen, ich seh' manchen Ort, Doch fort muß ich wandern, muß weiter fort gen Südosten, in einem breiten Tal. umsäumt von waldreichen Beraen. vorbei an sauberen Dörfern: gar nicht weit abseits, am Fuße des Hnnsteins, liegt das Gaumusterdorf Holzhaufen. Bold nehme ich die Obm auf, d'e an der Amöneburg vorbeifließt, einem wie ein riesiges Schlachtschiff sich trotzig zum Himmel reckenden Basaltgipfel; hier gründete Boni- fattus das erste Kloster, die erste Kulturstätte im schönen Hessenland. Jetzt lohnt es sich schon, mit Vorbedacht die Richtung zu ändern und nach Süden zu steuern, denn es gilt, ein einzig-schönes Städtebild, das hochgemute Marburg, mit Muße zu bestaunen, mit dem hessischen Landgrafenschloß auf dem Berg und der frühgotischen Elisabethenkirche im Tal. Zu ihrem festgegründeten Ruhm als bedeutende Universität und beliebte Garnison fügt die geschichtlich belebte Stadt noch manches hinzu, was ihrem guten Namen einen neuen Klang zu leihen geeignet ist. Wir leben hier inmitten eines weiten Trachtengebietes (Biedenkopf, Marburg, die Schwalm), und es gewährt mir eine ganz besonders tiefe Freude, wenn ich sechs, wie die Wissenschaft der Erforschung und der Pflege des Volkstums im weitesten Sinn hingehend dient, und wie Maler sich mühen, die Hessenlandschaft mit ihren Bauern und Trachten künstlerisch zu erfassen. (Bantzer, Ubbelohde,die Malerkolonie W i l- lingshausen in der Schwalm.) Zu allem kommt noch hinzu, daß Marburg seit einigen Jahren Fest- spielstadt geworden ist. Das Naturtheater hoch oben auf dem Schloßberg, da wo sich in früheren Zeiten die Ritter zu festlichen Spielen zusammenfanden, wurzelt im völkischen Lebensgefühl und hat sich infolge seiner künstlerischen Leistungen die Beachtung führender Persönlichkeiten und die Förderung durch das Reich verdient. Im Rahmen einer Vortragsfolge über „Betriebsführung und Berufserziehung", veranstaltet von der DAF., sprach gestern abend in der Universität Professor Dr. Horsten über nationalsozialistische Leistungsauslese im Betrieb. Kreisobmann Katzenmeier begrüßte Kreisleiter Backhaus, den Referenten und alle Zuhörer und eröffnete den Vortragsabend mit einigen einleitenden Worten. prof. Or. Horsten begann feinen Vortrag unter dem Leitgedanken des Gedichtes „Wir fanden einen Pfad" von Christian Morgenstern und kam dann ausführlich auf das Wesen des Nationalsozialismus in der Arbeitspolitik zu sprechen. Fast alle Menschen sähen in den Fragen des Alltags und der Arbeit das Wesentlichste und beurteilten so das große Geschehen in der Fortsetzung der 1933 begonnenen Revolution nach dem Unwesentlichen. Gemessen an der Zeit vorher seien von 1933 an bis zum Ausbruch des Krieges bedeutende Umwälzungen vor sich gegangen, auch sozialpolitischer Art. Wichtig bei der Beurtei- lung des bis heute Geschaffenen sei die schöpferische Kraft, die dahinter stehe. Politisch sei auch heute kein Vergleich mit dem Krieg 1914—1918 möglich, weil ganz andere Voraussetzungen für den Beginn und die Führung bestünden. Der Sieg in diesem Kriege werde uns den Weg frei machen zur Durchsetzung unsere Weltanschauung. Die größte Revolution aller Zeiten habe 1933 begonnen; bei allen anderen Revolutionen sei nur die Macht ausgetauscht worden. Es habe politische Lehren gegeben, die in dem Besitze ein Unrecht sahen und es aus- tilaen wollten. Der Nationalsozialismus dagegen gehe von einem anderen Glaubenssatz aus. Das Leben fei so au nehmen, wie es ist. Ungleiches bestehen lassen, das sei unsere heutige politische Lehre. Verschiedene Rassen, verschiedene Menschen könnten nie gleich fein. Mannigfaltigkeit sei das Prinzip des Lebens. Es komme nicht darauf an, daß ein Volk viel Besitz habe, sondern Lebenskraft und Lebenswille eines Volkes bestimmen feinen Raum und fein Land. Das Lebensstärkere werde sich dem Lebensschwächeren gegenüber immer durchsetzen. Das Höchste für den Nationalsozialismus sei das Volk. Der Eigennutz sei dem Gemeinnutz unterzuordnen zur Erreichung einer wirklichen Volksgemeinschaft. Das Erbgut des deutschen Menschen sei das Höchste, nicht Gold und Besitz. Unsere Weltanschauung sei der Ausdruck des deutschen Lebens überhaupt. Schöpfer dieser Weltanschauung ist ein einziger deutscher Mann: Adolf Hitler. In großer Notzeit habe er dem Volke die Kraft zum Wiederaufstieg gegeben. Welche Gründe haben die deutschen Menschen veranlaßt, Nationalsozialisten zu werden? Diese seien Dicht heran treten Me Berge von allen Setten: nur mein Lauf öffnet den großen Zug in die Ferne, und bald schon trete ich auf hessen-darmstädtisches Gebiet über und halte meinen Einzug in dem lieben G i e ß e n, der aufbaufreudigen Stadt, der Stadt Liebigs. Gewiß kann sich Gießen nicht anmaßen, es Marburg an landschaftlicher Schönheit gleichtun zu wollen/Und doch ist Gießen in mancher anderen Hinsicht eine schone Stadt, die im Begriff steht, sich zu dem alten Ruf als Universität mit hervorragenden Kliniken, als angesehene Soldatenstadt und als bedeutender Verkehrsknoten- punkt, den neuen guten Namen einer Gartenstadt zu erwerben. Es wäre auch gelacht, wenn es sich in Gießen nicht gut leben lassen sollte, der Hauptstadt des Frühlings, dem Ort mit dem ^normalsten deutschen Frühlingsanfang. In' Gießen ist der Frühling daheim, deswegen läßt man auch ihm zu Ehren in feinem schönsten Monat vom hohen Kirchturm geistliche und weltliche Lieder erschallen, mag auch die Bezeichnung „Wonnemonat" in manchem Jahr ganz und gar nicht gerechtfertigt erscheinen. Unter den vielen mittleren und kleinen Städten an meinem Lauf kommt sich Gießen groß und führend vor, fühlt sich als Faktor des Kulturlebens im Gau und schuf daher auch die einzige ständige Bühne in meinem Bereich, die rührig und strebsam — gleich dem Mädchen aus der Fremde — auch anderen Orten bereitwilligst-fthre Gaben der Kunst darbietet. w Um seine reichgegliederte waldreiche Umgebung mit einem Kranz von Klostern unb Burgruinen wird Gießen viel beneidet. Alles Wirtz' von dem mit Recht so beliebten Dünsberg mühelos beherrscht, der mit magischer Gewalt einen angesehenen ehemaligen Gießener Hochschulprofessor in einem einzigen Jahr 32mal auf seinen Gipfel zog, wie der bergfteigenbe Gelehrte einmal _ mit verhaltenem Stolz im Kreis von neiderfüllten Dünsbergver- ehrern vertraulich beichtete. Eine trotz gelegentlicher Seitenfprünge volkstümliche Kleinbahn hilft in dem weiteren Bereich des stattlichen Berges, einem idealen Wandergebiet, Landschaft und Bodenschätze erschließen. In der Obermühle, am Fuße des Berges, im lieblichen Tal der Bieber, wurde der Kupferstecher I. G. Will im Jahre 1715 geboren; er kam früh nach Paris, machte sich in feiner Kunst einen Namen, wurde mit Napoleon bekannt und schließlich im Pantheon beigesetzt, wo die dankbaren Franzosen ihren großen Männern die letzte Ruhestätte bereiten. Ich weiß nicht, ob die herrlich gelegene Mühle noch heute im Besitz der Familie Will ist. Es ist schade, daß meine Flußlandschaft wegen eines vorgelagerten Bahndammes in Gießen gar nicht recht zur Geltung kommen kann; doch hoffe ich auf den Ausbau der Wasserstraße mit Lahnhafen, Dann werden die aufbaufreudigen Kräfte in Gießen sehr verschiedener Art. Mele seien Nattonalsoziatt- ften geworden aus Ueberzeugung, weil sie innerlich vom Nationalsozialismus angesprochen wurden. Der Redner brachte einige Beispiele über die sitttiche Forderung des Nationalsozialismus. Die Organisationen seien nicht Selbstzweck, sondern auch mit ihrer Hilfe solle die Lebenskraft des deutschen Volkes erhöht werden. Dazu gehöre auch die Erziehung der Menschen zu neuen deutschen Menschen. Die Arbeit solle nicht zur Erhöhung des Besitzes geleistet wer- den, sondern Sinn des deutschen Menschen fein. Früher seien die Untere ff en des Goldes denen des Blutes übergeordnet gewesen. Als Beweis hierfür sei an die riesige Arbeitslosigkeit vor 1933 gedacht, die nie hätte eintreten dürfen. Ehre, Treue und Freiheit solle die Richtschnur sein für jeden Deutschen. Nichts tun, was der Stimme des Blutes wi- oerspricht. Wahrhaftig fein, nicht nur im Kriege, sondern auch immer, wenn es zur Durchsetzung der Volksgemeinschaft notwendig ist. Freiheit ohne Pflichtbewußtsein gebe es für deutsche Menschen nicht. Die Leistung stehe über allem. Erziehung und Führung seien nur möglich durch eigene vorbildliche Leistung; jeder Betriebsführer solle immer Vorleben und die Führung ständig neu erwerben. Rezepte hierfür gebe es nicht. Immer den Glauben an die sittliche Kraft des deutschen Menschen haben. Innerhalb des Volkes müsse jeder, ob Gefolgsmann oder Betriebsführer, Ehrfurcht vor dem andern haben. Alle arbeitenden Menschen seien eine Gemeinschaft, in der Ehre, Treue und Freiheit Lebensanschauung sein sollen. Für einen deutschen Menschen unwürdige Dinge solle man abstellen und über allem das Verantwortungsbewußtsein malten lassen. (Lebhafter Beifall.) Kreisobmann Katzenmeier dankte dem Red. ner für feine Ausführungen und schloß den Vortragsabend mit dem Gruß an den Führer und seine siegreiche Wehrmacht. 2 Nationalsozialistische Leistungsauslese im Betrieb Vortrag von Professor Or. Horsten. mit5(Jg3eiH-undl SZ Backzeit: Etwa 30 Maulen bei guter Mttelhitze. Bitte »UMchneldf! Teig (L oeröffentl.Rezept „flartoffeltelg für Füllung: 7-8mittelgr.Aepf el,ettvasMarmeladL Kleingebäck" aus dem Dr.Oetker-Prospekt 3um Bestreichen: .Zeitgemäße Rezepte'. 1 (Eigelb, 1 Eßlöffel entrahmte Frischmilch. 7Nan rollt den Teig dünn aus und rädert für die Aepfel paffende Vierecke aus. Danach werden die Aepfel geschält, mit einem Apfelbohrer wird das Kerngehäuse entfernt und die Höhlung zur Hälfte mit Marmelade ausgefüllt. Rian bestreicht die Vierecke an den Rändern mit verquirlter Eigelb-Mlch, setzt die Aepfel in die Mtte, drückt die vier Zipfel über den Aepfeln zusammen, bestreicht den leig mit Eigelb-Mlch und (egt auf die Zipfel ein kleines Teigviereck. Die Aepfel im Schlafrock werden auf ein gefettetes Backblech gesetzt. — daran zweifle ich nicht — schon Mittel und Wege finden, trotz des lästigen Bahndammes meine Beziehungen zu Gießen immer lebendiger und enger zu gestalten, zu erweitern und zu vertiefen. Außerdem wird der neue, hochgeschätzte Straßenomnibus seinen Weg auch zu mir herüber bald finden, in seiner schnellen Fahrt. Kaum habe ich die Wieseck mit dem Klingelbach ausgenommen, als sich mir Klein-Linden, ein Ausläufer des Taunus, breitspurig in den Weg stellt. Sieh' mal einer an; mit kühler Gelassenheit nehme ich jedoch diese wenig vornehme Haltung zur Kenntnis und lasse mich nicht aus der Ruhe bringen, denn das wäre mir ein rechtschaffener deutscher Fluß, der deswegen gleich seine gute Laune verliert! Kann ich doch ein Liedlein davon singen, wie man mich auf meinem ganzen Lauf immer wieder gegen einen Damm, gegen eine Mauer oder eine Felswand so bedenkenlos anrennen läßt, daß wir der Schädel brummt! Nein, ganz dankbar bin ich eigentlich, bin ich doch ja jetzt gezwungen, auf einem kürzeren Weg als ursprünglich vorgesehen war, den Rhein zu erreichen, das Ziel meiner Sehnsucht. Ich kehre also kurz entschlossen dem Darm- städtischen den Rücken, pfeife mir ein lustiges Liedchen und setze meinen Wanderstab wieder auf das Nassauische, dem ich^nun unwandelbar treu bleibe. (Fortsetzung folgt.) Butterschmalz von der 31. Zuteilungsperiode ab. Von der 31. Zuteilungsperiode ab erhalten die Normalverbraucher und die Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren sowie die entsprechenden Verbraucker- gruppen der Selbstversorger mit Butter (Reichsfettkarten SV 1 und SV 5) bis auf weiteres 50 Gramm Butterschmalz gegen entsprechende Herabsetzung der Ration an Schweineschlachtfetten. Um die rechtzeitige Belieferung der Kleinverteiler mit Butterschmalz für die 31. Zuteilungsperiode sicherzustellen, ist ejne Vorbestellung auf die Reichsfettkarten 30 erforderlich. Aus diesem Grunde haben die Normalverbraucher und die Jugendlichen von 14 bis 18 Jahres den mit „F" bezeichneten freien Abschnitt der Reichsfettkarten 30 zusammen mit dem Bestellschein 30 für Margarine bei dem Kleinverteiler ab- zugeben, bei welchem sie Margarine zu beziehen wünschen. Die Inhaber der Reichsfettkarten SV 1 und SV 5 geben den Abschnitt „F" zusammen mit dem Bestellschein 30 über Butter oder Margarine den Abschnitt ab. Der Abschnitt „F" gilt also nur als Bestellschein zur, Voranmeldung für den Bezug in der 31. Zuteilungsperiode. Die Abgabe von Butterschmalz erfolgt später auf einen besonderen Bezugsabschnitt der Reichsfettkarten 31. Die Reichsfettkarten 31 für Kinder bis zu 14 Jahren sowie die Reichfettkarten SV 2, SV 3, SV 4, SV 6 und SV 7 werden einen Bezugsabschnitt für Butterschmalz nicht erhalten. Deshalb ist eine Vorbestellung auf die „F"-Ab- schnitte dieser für die 30. Zuteilungsperiode geltenden Karten völlig zwecklos. Den Kleinverteilern ist es verboten, derartige Abschnitte entgegenzunehmen. Bei der Entgegennahme von Vorbestellungen auf Butterschmalz versieht der Kleinverteiler den Stammabschnitt der Reichsfettkarten 30 mit feinem , Firmenstempel und dem Zusatz „Butterschmalz" oder abgekürzt „BS". Die Verbraucher müssen den so gekennzeichneten Stammabschnitt der Reichsfettkarten 30 bis auf weiteres aufbewahren, weil der spätere Bezug von Butterschmalz nur gegen Vorlage dieses Stammabschnittes erfolgt. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Puddingpulver Reese-Gesellschaft, Hameln b^n verlange beim Einkauf Kaninchenausstellung in Gießen SJl.-'fpOTt Der- zu erwarten. Kreisklasse. eigener Zucht; Otto Dörr (Gießen) ein Ehren- diplom auf blaue Wiener aus eigener Zucht und Karl Melius (Gießen) den Kroisfachgruppen- zufatzpreis auf weiße Wiener. Die weitere Preisverteilung hatte folgendes (Ergebnis: (Es bedeuten: E. = Ehrenpreis; 1., 2., 3. --- 1., 2., 3. Preis; b. — brauchbar als Jungtier- bewertung.) Angora: Ludwig Kreiling (Gießen): zweimal 2.; Karl Diehmann (Heuchelheim): zweimal E., 1., 2., viermal 3.; Karl Hoff (Wieseck): viermal 3.; Kurt Benner (Gießen): 2., zweimal 3.; Otto Fußball-Meisterschaftsspiele. Ehringshausen — Naunheim Watzenborn-Steinberg — Burgsolms. Während diesmal sämtliche drei Gießener ** 82 Jahre alt. Am heutigen Samstag, 8.November, feiert Frau Elise Kraft, Ludwig- straße 50, in körperlicher und geistiger Frische ihren 82. Geburtstag. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend dar. ** Fünfzigjähriges Geschäftsjubiläum. Herr Heinrich Schmidt, Wetzsteingasse 24, kann am heutigen Samstag, 8. November, fein 50jähriges Geschäftsjubiläum als Brezeloerkäufer Luftwaffe II — Grüningen. Die Soldaten zeigten im letzten Spiel eine wesentliche Formverbesserung. Wollen die Gäste in oie weitere Entscheidung noch eingreifen, so bedarf es großer Anstrengung, um auf Gießener Boden zu Punkten zu kommen. begehen Der „Brezel-Heinrich" mit seinem Korbe auf der Schulter ist von jeher eine bekannte Erscheinung in den Gaststätten und in den Straßen unserer Stadt. Durch sein originelles und humorvolles Wesen hat er sich allgemeine Beliebtheit erworben und im Lause der Jahre ungezählte Gäste mit seinen Späßen unterhalten. Der Jubilar, der bereits im 64. Lebensjahre steht, erfreut sich noch voller Rüstigkeit und ist noch wie seit einem halben Jahrhundert mit seinem Korbe unterwegs. Um weiteste Kreise unserer Einwohnerschaft auf die Bedeutung der Kaninchenzucht und auf eine planmäßige Rassezucht aufmerksam zu machen, hatte der Kaninchenzuchtverein Gießen im „Burghof" eine Ausstellung veranstaltet. Was die Leistungen in der Rasse der Angorakaninchen betrifft, so hat sie, trotzdem viele Züchter im Felde stehen, die früheren Ausstellungen noch übertroffen. Die Ausstellung zeigte bis auf eine Ausnahme nur Tiere der anerkannten Wirtschaftsrassen. Das ist um so höher zu werten, als gerade die Besucher angeregt werden sollen, in Zukunft nur die vom Reich anerkannten Wirtschaftsrafsen zu halten. Mit der Ausstellung war eine Lehfschau verbun- den; sie brachte anschauliche Tadeln mit Aufklärun- gen über die lo-hnende Angorahaltung mit ihrem besonderen Nutzen an Wolle, über die Volkswirt- schaftliche Bedeutung her Kaninchenhaltung, über Stallbaufragen, Haltung und Pflege der Tiere und Felloerwertung. Auch Erzeugnisse der Kaninchenzucht, wie Wollkleider, Felle und Kaninchenfleisch warben für den Gedanken einer planmäßigen Ka- ninchenzucht. Ausstellungsleiter Otto Dörr eröffnete in Gegenwart zahlreicher Besucher — vor allem des Vertreters des Oberbürgermeisters, Vermessungsrat Carlö, und der beiden Vertreter des Tierschutzvereins Gießen, Professor Dr. Keller und Tierschutz- infpektor Haas — die reich beschickte Ausstellung. Er ward in warmen überzeugenden Worten für die Kaninchenhaltung und gab einen Rückblick über den Aufschwung der Kaninchenzucht gerade in den letz- ten Jahren. Er ermahnte aber, nur bestes Tienna- terial zur Zucht einzustellen: ferner sprach er über die Beschlagnahme der Kaninchenfelle und über die Fellbehandlung vor der Abnahme durch die Sammelstellen und Händler. Für die unterstützende Ar- beit des hiesigen Tierschutzvereins sprach er besonders herzliche Worte des Dankes. Professor Dr. Keller überreichte im Auftrag des Tierschuhvereins einen Ehrenpreis. Er warb namentlich für die Haltung der wolleerzeugenden Angorakaninchen. Vermessungsrat CarlS wünschte im Auftrag des Oberbürgermeisters der Veranstal- hing besten Verlaus und teilte mit, daß die Stadtverwaltung auch weiterhin bemüht sein werde, die Kleintierzucht zu fördern. Ein anschließender Rund- gang durch die Ausstellung unter sachgemäßer Füh- rung ließ erkennen, wie sehr die Dereinsmitgilieder bemüht sind, nur die besten Tiere zu züchten. Die Prämiierung der Tiere hatte in Händen des Preisrichters Schuh (Frankfurt am Main) gelegen, der mit Hilfspreisrichter Lang (Gießen-Kl.-Linden) die Tiere bewertet hatte. Es standen zur Schau 108 Nummern, in der Hauptsache die beiden Der- einsrassen Angora und weiße Wiener, ferner in größerer Zahl noch blaue Wiener und Chinchilla. Den höchsten Preis der Ausstellung errang Züchter Karl Burger (Gießen), nämlich den Reichsfach, gruppenzusatzpreis mit Diplom auf ein Tier der Rasse Angora. Ferner erzielten noch besondere Aus- Zeichnungen: der Dereinsführer, Züchter Ludwig Kreiling, den Landesfachgruppenzusatzpreis auf Klein-Chinchilla, ferner derselbe den Zuschlagspreis des Tierschutzvereins: Reinhard Lang (Gießen-Kl.- Linden) ein Ehrendiplom auf Klein-Chinchilla aus eine spielfrei find, kommen nur zwei Begegnungen zum Austrag. In Ehringshausen dürfte es zu einem spannenden Kampfe kommen. Bei dem Können der Naunheimer muß dieses Treffen als vollkommen offen betrachtet werden, denn gerade die Gastgeber haben schon für manche Ueberraschung in dieser Runde gesorgt. Burgsolms wird versuchen, in Watzenoorn-Stein- berg zum ersten Sieg zu kommen. Man mutz allerdings sagen, dah die Mannschaft bei den seither ausgetragenen Spielen mit viel Pech gekämpft hat. Auf Grund der gezeigten Leistungen gegen 1900 sollte Burgsolms in der Lage sein, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Am kommenden Sonntag führt die 1. Jugendmannschaft der Spieloereinigung 1926 Leihgestern nach Gießen, um gegen die Stadtjuaendelf das fällige Derbandsspiel auszutragen. Die Stadtmannschaft, die wohl die stärkste Elf in dieser Gruppe ist, wird sich auf eigenem Platze so leicht nicht schlagen lassen, zumal sie bis jetzt noch kein Spiel verloren hat. Für Leihgestern gilt es aber, das Spiel unter allen Umständen zu gewinnen, wenn sie die Aussichten auf die Bannmeisterschaft 1941/42 nicht ganz begraben will. Da beide Mannschaften als gleich spielstark anzusprechen sind, ist der Ausgang vollkommen offen. Handball-Vorschau. Gauklasse. Offenbach — Luftwaffe Gießen. Nach der nicht erwarteten Niederlage am vergangenen Sonntag geht es diesmal nach Offenbach. Hat man aus dem Punktverluft die Lehre gezogen und zeigt eine taktisch bessere Einstellung, fo ist ein gutes Resultat unseres Vertreters von dort Holzheim — Heuchelheim. Holzheim ist auf eigenem Gelände schwer zu schlagen. Obwohl die Gäste im letzten Spiel ein hohes Resultat erzielten, werden sie um eine Niederlage nicht herumkommen. f)3.-Spiele im Bann 116. • Lang-Göns — Watzenborn-Steinberg. Ein spannendes Treffen wird es in Lang-Göns geben. Die Platzmannschaft hat nur einen Spiel- verlust zu verzeichnen, während die Gäste noch kein Spckl verloren haben. Eine Vorhersage ist dadurch schwer, man muß das Trefsen als offen bezeichnen. M tv. Gießen — Holzheim. Die Gießener führen ohne Punktverluft die Tabelle an. Holzheim zeigte in den bisherigen Spielen unterschiedliche Leistungen. Guten Halbzeitresultaten folgten noch knappe Niederlagen. Durch den Platzvorteil erwartet man einen Sieg der Gießener. Mto. Gießen Schüler — Grüningen Schüler. Die Kleinen der Gießener finden hier einen Gegner, der noch nicht bezwungen worden ist. Sollen die Punkte in Gießen bleiben, so müssen schon bessere Leistungen als bisher gezeigt werden. ,kreisklaffe. Holzheim — ßuftmaffe Gießen II 8:6. Trotz der Niederlage konnten die Gießener Soldaten gut gefallen. Holzheim konnte im ersten Spiel- abschnitt eine kleine Führung erzielen, mußte aber nach der Pause sehr kämpfen, um Sieg und Punkte sicherzustellen. Heuchelheim — Krofdorf 14:2 (8:1). Heuchelheim hatte zu diesem Spiel einige ältere Spieler zur Stelle. Die Gäste traten demgegenüber nur mit 9 Spielern an, so daß die hohe Niederlage verständlich ist. Mtv. Gießen l.Jgd. — Grüningen Jgd. 8:5 (4:3). Stey (Gießen): zweimal t., 2., 3.; Karl Burger (Gießen): zweimal E., 3.; Reinhard Lang (Gießen- Kl.-Linden): 3., b.; Helmut Müller (Gießen): 1. — Deutsche Widder, grau: Christian Hütten- berger (Gießen): 1., zweimal 3. — Helle Groß- silber: Kurt Benner (Gießen): zweimal 3. — Groß-Chinchilla: August Stieber (Gießen): E., zweimal 3. — Wiener, weiß: Johannes Nicolai (Gießen): zweimal 3.; Karl Melius (Gießen): E., 1., zweimal 3.; Emil Kern (Gießen): E., 3.: Georg Schellhaas (Gießen): E., 1., siebenmal 3.; Albert Wißner (Gießen): E.; Julius Dolz (Heuchelheim): zweimal 3.; Adolf Stey (Gießen): 2., 3.; Otto Stey (Gießen): 1., 2., 3.; Rudolf Zinßer (Wie- feck): 1. — Wiener, blau: Georg Schellhaas (Gießen): 1., 3.; Albert Wißner (Gießen): E., 3.; Walter Abermann (Gießen): 1., 2.; Otto Dörr (Gießen): E., zweimal 1., 2., 3. — Klein-Chinchilla: Reinhard Lang (Gießen-Kl.-Linden): t., 2., b.; Willi Weller (Gießen-Kl.-Linden): dreimal 3.; Ludwig Kreiling (Gießen): dreimal E., 1., 2., dreimal 3.; Hugo Jung (Gießen-Kl.-Linden): 3., b.; Heinz May (Gießen-Kl.-Linden): 3.; Rudolf Zinßer (Wieseck): 2. — Havanna: Adolf Stieber (Gießen): 1. Kann man am Gewitter Geld verdienen? Wenn man alles Regenwasser sammeln und damit Wäsche waschen würde, könnte man viel Geld verdienen. Denn Regenwasser läht die Seife im Waschpulver ganz anders schäumen als Leitungswasser. Wenn die Lauge aber gut schäumt, dann wird auch die Waschkraft richtig auvgenuht! Man spart Waschpulver! Verstehen Sie jetzt, wie man mit Regenwasser Waschpulver sparen und Geld verdienen könnte? Wie. kommt es aber, daß die Waschlauge aus Leitungswasser so viel schlechter schäumt? Das Wasser nimmt auf feinem Weg durch die Erde verschiedene Mineralien, unter anberm auch Kalk, auf, ehe es als Quell- oder Leitungswasser wieder zutage tritt. Diese Mineralien geben dem Wasser oft einen feinen und eigenartigen Geschmack. Sie kräftigen die Gesundheit, ja fit heilen fogar bei gewissen Krankheiten. Zum Waschen eignet sich dieses Wasser aber weniger. Der Kalkgehalt macht das Wasser hart. Sobald dann Seife oder seifenhaltiges Waschpulver mit diesem hatten Wasser in Berührung kommt, bildet sich Kalkseife. Kalkseife aber schäumt nicht und hat auch keine Reinigungskraft mehr. Man mutz also noch mehr Waschpulver nehmen, um die Wäsche einigermatzen sauber zu bekommen. Sehr oft braucht man doppelt soviel! All diese Seife bzw. das Waschpulver kann man sparen, wenn man das Wasser vor dem Waschen weich macht. Man mutz nur kurze Zeit vor Bereitung der Waschlauge einige Handvoll eines guten Enthärtungsmittels im Kessel verrühren. Diele Hausfrauen staunen, mit wieviel weniger Waschpulver sie dann auskommen! Die Waschlauge schäumt viel besser als früher und reinigt viel gründlicher. 0m Haushalt gibt es überhaupt manche Gelegenheiten, durch überlegtes Wirtschaften Seife und Waschpulver zu sparen. Einmal durch Einsparen von Wäsche: Mundtücher zum Beispiel lassen sich durch Papierservietten ersetzen. Statt der Tischdecken nimmt man — wenigstens am Alltag und im kinderreichen Haushalt — am besten Wachstuch. Kleine ein, fache Holzbrettchen als Untersetzer für Kaffeekannen, Kompottschüsseln usw. verhindern ein schnelles Fleckigwerden der'Tischwäsche usw. Jede findige Hausfrau entdeckt sicherlich noch weitere solche Möglichkeiten^ Die beste Sparmöglichkeit bietet aber dav Waschen selbst. Diele Hausfrauen welchen nur kurz und ungenügend ein. Sie müssen dann den Schmutz unter Verwendung von viel Waschpulver erst mühsam herauswaschen. Richtiges Einweichen über Nacht mit Dleich- soda, Soda oder einem anderen Einweichmittel löst dagegen schon den grötzten Teil des Schmutzes. Wer gründlich und vor allem lange genug eimveicht, schont die Wäsche, spart Waschpulver und Arbeit. Denken auch Sie künftig beimWaschen an diese kleinen Minke! Sie leisten damit nicht nur sich selbst und Ihrem Haushalt, sondern auch der deutschen Volkswirtschaft wertvolle Dienste! Bekanntmachung. Ausgabe dec Lebensmittelkarten für den 30. Verforgungsabschnitt. L Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt: 1. Ausgabetag: Montag, 10. November 1941. 2. Ausgabetag: Dienstag, 11. November 1941. 3. Ausgabetag: Mittwoch, 12. November 1941. 4. Ausgabetag: Donnerstag, 13. November 1941. 5. Ausgabetag: Freitag, 14. November 1941. Ausgabezeiten: von 8 bis 13 Ahr und von 15 bis 18 Uhr. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem Vermerk auf dem Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsene ausaehändigt. Die Reste der Karten des 28. Versorgungsabschnittes müssen bei der Kartenausgabestelle vorgelegt und zurückgeliefert werden. Die Verbraucher müssen den Stammabschnitt der Nährmittelkarten 29 zum Zwecke des späteren Bezuges von Bohnenkaffee sorgfältig aufbewahren. II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karten hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Altersstufen nachzuprüfen; spätere Beanstandungen sind zwecklos. III. Bei nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Ordnungsgebühr von 1,— RM. erhoben. IV. Die Verbraucher müssen die Bestellscheine der Eier-, Jett- und Marmeladekarten bis spätestens Samstag, 15. November 19 41, bei den Warenverteilern abgegeben haben. Bei verspäteter Einreichung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. V. Ls wird wiederholt darauf hingewlesen, daß Lebensmittelkarten ohne Namenseintragung ungültig sind. Die Abgabe und der Bezug von waren auf Lebensmittelkarten, die nicht mit Name und Wohnung des Inhabers versehen sind, sind unzulässig. VI. Die Warenverteiler werden darauf hingewiesen, daß bei den Reichseierkarten jeweils nur ein Bestellschein, nämlich der für den nächsten Der- sorqungsabschnitt gültige, abgetrennt werden darf. 46000 VII. während der Ausgabetage werden Bezugscheinanträge nicht entgegengenommen. Gießen, den 8. November 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsomt B und Wirtschaftsamt. Anch „General Winter“ wird den Sowjets nicht mehr helfen! Dn hilfst mit, ihn zu schlagen durch Deine Spende zur Reichssammlung: „Flaschen für unsere Wehrmacht!“ am 8. November 1941, Ca. 50 TmiiMüiuL und Dltnbittt auf btt 17. Milchvieh - Versteigerung ifl Borken i.W.y Viehverateigerungs - Haie Freitag, den 14. Novbr. 1941, 12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): mcRIohldit Drooiniiol-DiehoecmErtungsgenontnltholt •.G.m.b.H., Münster i.W., Windthontstr. 20, Ruf 26644-45 Ständige Vermittlest vea Vieh «Her Art. #ett- und Weidevieh z Ferkel / Läufer z Fferde «* ' Mehr Sveude an der Natur durch Vermähl er-Bücher! JPIUOEIR. Füße erhihi, überangestrengh brennend? Da hilft allen, die viel gehen und sieben müssen, rasch Esasit-Fußpuber. (Sr trocknet, beseitigt übermäßige Schweißabsonderung, verhütet Blasen, Brennen, Wandlaufen. Hervorragend ze! Für die sonsiige Fußpflege x Cfasil-Fußbad, -Creme u. »Xindur, Streu-Dose 75 pfg. Nachfüllbeutel 50 pfg. Jn Vpoihekkn. Drogerien i. Aachgrschäslkn crhSIMch. wirkt Hansaplast Warum heilt die Wunde schneller? Hansaplast hat durch das Zusammenwirken verschiedener Eigenschaften schon immer den natürlichen Hei» iungsprozeß gefördert. Nun ist aber eine wichtige Verbesserung hinzugekom» men: schon seit geraumer Zeit wird das Mullkissen mit einem neuartigen, stark keimtötenden Antiseptikum getränkt. Diese Eigenschaft nennt der Wissenschaftler sie bewirkt, daß die Wunde ungestört von äußeren Einflüssen schnell heilen kann. 5 Gründe sprechen außerdem für Hansaplast, • Hansaplast sitzt unverrückbar fest, • es schließt die Wunde staubdicht, ✓ • läßt aber die heilungfördernde Luft heran, • stillt das Blut und • schützt die Wunde vor schmerzhafter Berührung! OeHeolliche Vorträge der Universität 1. Prof. Dr. Hermann Glöckner: Der Humor in der bildenden Kunst. Mittwoch, 12. u. 26. Nov., 10. Dez., 7. u. 21. Jan., 4. u. 18. Febr., 4. März. Mit Lichtbildern. Jeweils 18-9*/2 Uhr (vorverlejft I) im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (Ludwigstraße 84). Der Eintritt ist frei. 2. Prof. D. Dr. Wilhelm Vollrath: Englische Schlagworte und die Sprache der Tatsachen. Beginn: 3. Dez., 20-21'/? Uhr, alle 14 Tage. Eintritt frei. Hörsaal 34 der Universität. «saoD Wir geben unsere Verlobung bekannt Marianne Jung Hermann Stein Uffz. in einem Flak-Regt. för Rudsodt, Wäusdpotheke u. Verbondkosten Gießen-Klein-Linden, 8. Nov. Wetzlarer Wilhelmstr. 7 Straße 93 z. Z. im Felde _______________________03717/ Statt Karten ! Kanin-, Hasen-, Rehfelle Füchse, Marder, Iltisse sowie alle anderen Felle kauft zu besten Preisen Heinrich Adorf, Marburg /Lahn Häute und Felle «ooD Telefon 2750 Einige Pfennige M in der Woche könnten Sie M doch wohl für fnre Füße H ousgebenl M Wund- und Blasenlaufen, M Brennen, Entzündungen, W Fußschweiß usw. verhüte! M und beseitigt g W Gegen Hühneraugen und H Hornhaut W Zur weiteren Fußpflege |g dann gjtßcM® == Fußcreme und -bad! Mit ollenen Augen Drei Jungen und ein Mädel en'decken ihr« SBalöbeimat. «on TBertter Siebold 135 Seilen Texi und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 HugoBermühler Verlag Berlin -Lichterfelde Die glückliche Geburt ihres 8. Jungen zeigen hocherfreut an Minni Flimm geb. Philipp Dr. Fritz Flimm Gießen, den 6. November 1941 Landgrafenstraße 3 II z. Z. Kath. Schwesternhaus _________________________4584 D / fü unentbehrlich für die D-VlTAMIN IAUSTIERE Imit e n Aufzucht und Mehrleistung Zu beziehen durch die Kornhäuser, Spar- und Darlehns- Rassen, Futtermittelhändler u. Kolonialw.-Großhändler Gewaltig sind die Aufgaben der Deutschen Reichsbahn gewachsen. Weit über die Grenzen des Großdeutschen Reiches hinaus spannt sich heute das Verkehrsnetz. Von der Meisterung der gestellten Aufgabe hängt Entscheidendes ab für die kämpfende Truppe und für die Heimat Fast 5 mal so groß wie vor dem Kriege ist heute der Arbeitsbereich des deutschen Eisenbahners ... ... una irotzaem —ITTEL 'troztd müssen alle Güter pünktlich rollen! Jeder Güterwagen, der auch nur um eine Stunde schneller wieder in den Verkehr kommt, vergrößert den verfügbaren Wagenraum und erleichtert der Deutschen Reichsbahn ihre gewaltige Kriegsaufgabe. Jede Stunde zählt, wenn neben den Wehrmachts- transporten auch der übrige Güterverkehr in großem Umfang bewältigt werden soll. Beachten Sie daher folgendes; Genaue Innehaltung, ja immer weitere Abkürzung der Ladezeiten muß mit allen nur möglichen Mitteln erreicht werden. Kein W agen darf standgeldpflichtig werden! Für die Deutsche Reichsbahn ist die Erhebung von Standgeld ein Beweis dafür, daß em wertvoller Güterwagen dem Verkehr entzogen wurde. Auch Sonn- und Feiertage dürfen keinen Stillstand der Güterwagen bringen. Auch an Sonn- und Feiertagen müssen bereitstehende Wagen be- und entladen werden. Wo vermeidbare Verzögerungen eintreten, kann die Deutsche Reichsbahn im Interesse pünktlicher Versorgung von Wehrmacht und Bevölkerung zur Zwangsentladung und Zwangszuführung schreiten. Auf jeden Wagen kommt es an! HILF DEB DEUTSCHEN REICHSBAHN UND DU HILFST DIR SELBST1 Auslria- ie weitbekannte eine Zigaretten i Auswahl reiner, fei begründet. Erhaltung Qualität. MILDE SORTE technisch hochentwickelten ein besonderer Maschinenpark im Werk, Die Geburt einer gesunden TOCHTER zeigen erfreut an Heinz Kleinke und Frau, geb. Steinhöfel Esselborn /über Alzey Untergasse 30 __________________________03761/ Für die zahlreichen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich meines 80. Geburtstages danke ich herzlichst. Emil Spitz Schuhmachermeister Gießen, Hillebrandtstraße 2. _____________________4612D/ Danksagung. Für die freundlichen Aufmerksamkeiten und die reichlichen Spenden anläßl. meines 80. Geburtstages sage ich allen auf diesem Wege meinen herzlich- sten Dank. Wilh. Weigel 11. Gießen-Klein-Linden, 8.11.41. \4599 0/ Die Mutterberatung in der Ortsgruppe Nord, WallMrJ findet ab 13. November anstatt wie seither von 15-16 Uhr in Zukunft <60iD von 15.30— 16.30 Uhr statt. 00 wTirrskrf BÖRO-EINfUCHTUNGEM Gießen, Bahnhofstraße. melabon tndtoieeaiJan •merz dwiiv Melabon hat den Vorteil, nicht einfach nur den Schmerz zu betäuben, sondern oft auch dessen Ursache zu bekämpfen, indem cS regulierend aus den Gefäst- tonus und die Blutzirkulation ein wirkt. Darauf beruhen seine guten Erfolge bei Kopfschmerzen, rheumatischen und aichti- lchcn Beschwerden sowie bet Zahnschmerzen. Verwenden Sie Melabon auch bet starken Schmerzen sparsam — meist genügt schon eine Kapsel. Packung 72 Pfg. in Apotheken. Sraunfclecr- Hchloßbeau Das Edet&iek i/tty lesendetet Warum gerade 3 Stunden? Für alle wirkliche Feinwäsche nimmt die erfahrene Hausfrau ausschließlich das „Waschmittel für Feinwäsche“ und für die Weiß-, Grob- ünd Buntwäsche nur das entsprechende Waschpulver. Und als die beste Waschmethode mit der stärksten Ausnutzung des Feinwaschmittels hat sich folgendes Rezept erwiesen: man weicht die schmutzige Feinwäsche, soweit sie farbecht ist, in dem vorgeschriebenen lauwarmen Waschbad 3 Stunden ein. Dann erst wäscht und spült man wie üblich. Genaue Untersuchungen haben nämlich bewiesen, daß bis zu 3 Stunden das Reinigungsvermögen des „Waschmittels für Feinwäsche“ dauernd ansteigt. Wer weiß, worum es heute bei der Wäsche geht, der nimmt zum Waschen stets das richtige Paket