Mittwoch. 8. VNober IW St. Gießener Anzeiger n. Be-ugSvreis: ■J«n ys Monatlich.......RM1B0 bie Zustellgebühr... „ -L5 runQ i. pick bei 'Nichterscheinen \ p .1 1 ion einzelnen Nummern ■ «folge höherer Gewalt i0 ?. ? ernwrechanfckluß 2251 y 3U b<, )mhtanichrist:„Änzeige^ Pomckeck 11686 Franks ^M. Voll )irb, möglichst viel das Erbichleicherei man ilt tn Oie neuen Angriffsoperationen im Osten |en, ist noch er wird ge- 880 Zentrum uno oie iegte haben gezeigt, daß Wayrheit entsprechen. Jetzt ist bie arohe Offensive im Osten wieder einmal in ein ent cheidendes und für uns sehr günstiges Stadium getreten. Wenn der Wehrmachtbericht wieder einmal die Zerschlagung eines zweiten sowjetischen Landungsversuchs bei Leningrad erwähnt und bereits am Montag angab, die mißlungenen Landungsoersuche hätten bei Kronstadt stattgefunden, dann heißt das: Die außerordentlich harten Kämpfe um das eingeschlossene Leningrad und um die stärkste Seefestung der Russen, Kronstadt, das ebenfalls eingeschlossen ist, haben von neuem die deutsche Kraft erwiesen, trotz des Eingreifens der vor Kronstadt eingeschlossenen Sowjetflotte unb ber Kanonen dieser Festung. Unbereitung einen Landungsversuch unternommen, der völlig scheiterte. Diese Idee, vom Finnischen Golf her zu einem Flankenangriff anzusetzc" einmal versucht worden. Am 7. Oktob, meldet, daß ein nächtlicher Landungsversuch sowjetischer Kräfte an ber Küste w e st l i ch Leningrad zurückgeschlagen wurde. Die Mehrzahl der zum Abtransport benutzten Schiffe wurde dabei versenkt. Die Sowjetflotte in ber Ostsee war währenb des ganzen Felbzuges auf eine passive Rolle beschränkt. Sie hat bereits schwerste Verluste erlitten. Trotzdem ist sie von ßeningrab—Moskau unter Druck gesetzt worben, um die von vornherein ganz aussichtslosen Lanbungsversuche zu unternehmen. Der Berzweiflungscharakter bieses Beginnens ist augenscheinlich. Die Kirow-Putilow- Werke finb, ebenso wie anbere Großunternehmen ober auch Versorgungsbetriebe von ßeningrab, durch ßuftangriffe und schweren Artilleriebeschuß sowohl nach Gefangenenaussagen, als auch nach den Ergebnissen ber Luftaufklärung kräftig angeschla- gen. In einer solchen Situation liegt es nahe, baß ber Flotte gesagt wirb: ,Lhr seid auch zu etwas Der Nebel weicht. Am Dienstag früh meldete ber ßonboncr Nachrichtenbienst, jetzt wüßten bie Briten endlich, was Hitler am Freitag gemeint habe, denn die in England vorliegenden Nachrichten über den Fortschritt unserer gewaltigen Offensive im Osten haben den britischen Plutokraten plötzlich bie Augen für bie große Gefahr geöffnet, in ber auch Englanb schwebt. Wenn Lord Halifax noch vor wenigen Stunden emphatisch betonte, England und die Sowjetunion gingen bis zum Siege zusammen, unb ber Erste Lorb ber Abmiralität, Alexander, die gleiche Erklärung abgab, bann ist es klar, baß bie Nieber- läge ber Sowjets auch die bisher wohl schwerste Nieberlage Englands bebeuten wirb. Noch am Samstag und Sonntag hat der Propagandadienst Churchills versucht, die Worte des Führers von dem Beginn einer großangelegten Offensive ins Lächerliche zu ziehen, und noch am Montagabend berichtete ber englische Nachrichtendienst, bie Neuyorker Presse richte ihr Augenmerk auf bie große Offensive, bie nach Moskauer Melbungen bie Sowjets auf ber ganzen Front gegen bie Deutschen unternommen haben sollten. Das ist zuviel Humbug, unb der Absturz erfolgte denn auch bis in die tiefsten Tiefen des Pessimismus. Während der Nachrichtendienst diese Lüge von einer Sowjetoffensive in die Welt hinausfunkte, saß sorgenvoll der militärische Berichterstatter der „Times" in seinem Kämmerlein unb rang sich bie inhaltschweren Worte ab: „Die deutsche Offensive hat trotz starker Gegenwehr beträchtliche Fortschritte gemacht." Auch die amerikanischen Blätter melden genau das Gegenteil dessen, was ihnen der Londoner Nachrichtendienst zugeschoben hatte. Wenn ein Kommentator dieses Nachrichtendienstes dann erklärt: „Wir müssen einsehen, daß die deutschen Armeen im Osten in einem bemerkenswerten Grad fest zuschlagen und entlang der ganzen Front tief einbringen", dann beweist diese Aeußerung im gleichen Nachrichtendienst doch den Gipfel der Verwirrung. Auch der neueste Wehrmachtbericht gibt in lafo- nischen Worten das gewaltige Fortschreiten unserer OD M. i@ie&- j vrühlsche UniVerfilätrdrnckerei«. Lange General-AnzeigersürGberhessen ***«HtfteOdmlftrX 7-9 Der Wehrmachibericht. DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 7. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Zuge der angekündigten neuen Operationen hat im Raum nördlich des Asowschen Meeres eine große Schlacht stattgefunden. Seite an Seite mit Sen Truppen der verbündeten Staaten verfolgen die deutschen Truppen den geschlagenen Feind. Motorisierte und Panzerverbände stießen tief in die feindlichen Rückzugsbewegungen hinein. Dabei wurde der Stab der 9. sowjetischen Armee gefangen genommen; der Oberbe- ehlshaber hatte sich vorher im Flugzeug In Sicherheit gebracht. An den Übrigen Abschnitten der O st f r o n t nehmen die Angriffsoperationen ihren vorgesehenen Verlauf. Ein erneuter nächtlicher Landungsversuch sowjetischer Kräfte an der Küste w e st l i ch Lenin- zu gehen und Buße zu tun: „Unsere Aufgabe ist es, in jeder Weise um unser unb unserer Kinder willen sicherzustellen, bas Franklin Roosevelt gerechterweise als Amerikas größter Präsident bejubelt wird." Als die Voraussetzungen für den Tanz der Welt nach der Flöte Roosevelts zählt Henry Luce folaen- des auf: „Amerikanischer Jazz, Hollywood-Filme, amerikanisches Kauderwelsch, amerikanische Maschinen und patentierte Produkte sind in der Tat bie einzigen Dinge, bie überall in ber Welt, von San« fibar bis Hamburg, übereinstimmend anerkannt werben. Blind, unabsichtlich, zufällig und gegen unseren Willen sind wir bereits eine Weltmacht in all den kleinen Dingen — in sehr menschlichen Dingen. Aber mehr als dies: Amerika ist schon das geistige, wissenschaftliche und künstlerische Haupt der Welt. Und das bedeutendste von allen, wir haben jenes unerklärbare, unmißverständliche Zeichen ber Führerschaft: das Prestig e." Für den Anspruch auf bie Weltführung scheinen Jazz und Konserven unzureichend zu sein, und über den Satz vom geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Haupt ber Welt kann ein Europäer nur milbe lächeln wie über einen denkbar schlechten fehle. Aber 60 bis 70 v. H. der sowjetischen Kriegsindustrie lägen in den bedrohten oder schon eroberten Gebieten! Lustangriff auf Rostow. Ein neuer Schlag gegen die sowjetische Rüstungsindustrie. Berlin, 7.Oktober. (DNB.) Der Angriff der deutschen Luftwaffe aus R o st o w in der Nacht zum 7.10. bedeutet einen neuen Schlag gegen die sowjetische Rüstungsindustrie. Rostow zählt über 500 000 Einwohner und ist eine der wichtigsten südrussischen Städte. Die Stadt, die zugleich Hauptstadt des gleichnamigen Gebietes ist, liegt am rechten Ufer des Don, ungefähr 50 Kilometer oberhalb seiner Mündung ins Asowsche Meer. Bekannt ist Rostow vor allem durch seine große Fabrik für den Bau landwirtschaftlicher Maschinen, die jetzt im Kriege in ein Rüstungswerk umgewandelt wurde. In dieser Fabrik, Rosselmasch, wurde im Frieden neben Güterwagen und Landmaschinen schon verschiedenartiges Kriegsgerät hergestellt. Die Arbeiterzahl beträgt ungefähr 25 000 Mann. Daneben besteht noch die weitere Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen, die Krasnyi Aksaj heißt, außerdem gibt es Röhrengießeroien, Eisend ahnwerk- stätten, eine Emaillierfabrik, Werke der chemischen und der Baustoffindustrie. Bon besonderer Wichtigkeit ist Rostow insofern, als von hier aus neben einer wenig bedeutenden, weiter östlich gelegenen Bahn die einzige Eisenbahnverbindung nach dem Kaukasus besteht. Es ist die Eisenbahn, die von Moskau über Woronesch nach dem Nordkaukasus und weiter nach Grosnyi und nach dem Kaspischen Meer und Baku verlaust. Mit Bomben belegt Berlin, 7. Okt. (DNB.) Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 6.10. kriegs- und wehrwirtschaftlich wichtige Ziele im Raum von Charkow. Bei diesen Angriffen wurde auch die Rüstungsindustrie von Kramatorsk a j a erfokgreich mit Bomben belegt. 3n zwei Tagen 169 Flugzeuge verloren. Berlin, 7. Okt. (DNB.) Nachdem die sowjetischen Luftstreitkräfte in den 24 Stunden des 5. Oktober 116 Flugzeuge verloren, brafyte ihnen die deutsche Luftwaffe auch am 6. Oktober neue schwere Verluste bei. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpfen 32 Sowjetmaschinen ab. 16 Flugzeuge der Bolschewisten wurden durch deutsche Flakartillerie zum Absturz gebracht. Fünf weitere Flugzeuge wurden bei Anariffen auf Flugplätze am Böden zerstört. Damit hat die sowjetische Luftwaffe in zwei Tagen 169 Flugzeuge verloren. Neuer Hilferuf Halifax'. Neuyork, 7. Okt. (Europapreß.) Bei einem ihm zu Ehren veranstalteten Essen in Neuyork richtete der britische Botschafter Lord Halifax an die Vereinigten Staaten einen neuen Appell zur Hilfeleistung für Großbritannien. Er betonte, daß die vordringlichste Aufgabe der USA. und England jetzt die Produktion und immer wieder die Produktion sei. Die Vereinigten Staaten und England müßten jetzt alle zur Verfügung stehende Energie zusammenreißen. England selbst, so fuhr Halifax fort, müsse die höchsten Anstrengungen machen, um so schnell wie möglich von der Defensive zur Offensive überzugehen, die es nötig habe, weyn es den Krieg gewinnen wolle. Verlustreiche Einflüge in das Reichsgebiet. Berlin, 7. Oft. (DNB.) Die Briten flogen während des Monats September 16mal in das Reich ein. Sie brockten bei der Mehrzahl der Einflüge freilich nur schwache Kräfte über die Deutsche Bucht und die deutschen Küstengebiete hinaus vor, weil die deutsche Abwehr ihnen bei jedem Einflug Verluste, meist recht schwere, beibrachte. Die britische Luftwaffe verlor bei diesen 16 September- einflügen in das Reich allein 77 Flugzeuge, überwiegend viermotorige Bomber. Sie wird auch jetzt, wie schon im August, feststellen müssen, daß die Einflüge ins Reich ihr teuer zu stehen kommen, zu teuer im Vergleich zu der Wirkungslosigkeit ihrer Angriffe auf militärische Ziele. Neues vom alten Mond. Bon Bruno H. Bürgel. In gewisserMeit ist der gute alte Mond da droben entthront. DiedLiebenden, die ihn in verklungenen romantischen Zeiten besangen, haben sich anderen Idealen zugewandt, und die Entwicklung des technischen Zeitalters, die mit Millionen elektrischer Sonnen die Nacht zum Tage machte, hatte des alten Nachtwandlers. zarten Schimmer, den noch unsere Großväter liebten und priesen, in den Schatten gedrängt. Nun, heute, in der allgemeinen Verdunkelung Europas, kommt auch der alte Mond wieder zu Ehren, ja, man erwägt sogar, ob in den Nächten, in denen sein Rundgesicht über Land und Meer steht, gewisse kriegerische Maßnahmen zu befürchten oder nicht zu erwarten sind. Die Wissenschaft beginnt sich des Mondes zu bemächtigen; die Physiologen und Psychologen wollen eingehend untersuchen, woher die Wirkung des Mondes auf manche empfindsame Menschen kommt; in Amerika hat sich eine Kommission gebildet, die feststellen will, ob der alte Glaube oder Aberglaube, daß der Mond Einfluß auf das Wachstum der Pflanzen habe, wirklich berechtigt ist, und selbst zum Schwerarbeiter soll er werden, der Mond, denn man will an der kanadischen Grenze ein ungeheures Kraftwerk bauen, das eigentlich der bleiche Trabant der Erde in Bewegung erhält. Die anziehende Kraft des Mondes hebt dort in einer Bucht das Wasser des Meeres zur Zeit der Flut fünfundzwanzig Meter hoch, und dieses Flutwasser soll von nun an ungeheure Turbinen treiben. Wie haben sich die Zeiten gewandelt! Einst besang Goethe den stillen Silbermond, und der Märchendichter Andersen schrieb seine köstlichen Mond-Träumereien, nun aber interessiert es die Flieger und die Ingenieure. Einer freilich ist ihm treu geblieben, nämlich der Astronom, der Erforscher der Mondwelt. Wir haben heute Karten und photographische Bildwerke von der Mond-Oberfläche, die so genau wie die Erdkarten sind. Unsere modernen Riesenfernrohre zeigen uns heute Einzelheiten auf dieser Welt, die etwa 300 Meter Durchmesser haben; wäre sie bewohnt, wir würden größere Anlagen und Bau- Brandfackeln auf Eisenbahnschienen. Von Kriegsberichter DNB....., 7. Okt. (PK.) Seit dem frühen Morgengrauen starten die Maschinen unserer Kampfgruppe wieder in ununterbrochener Folge gegen den Feind. Während ein erster Angriff einem sowjetischen Truppenlager galt, das durch mehrere Bomben getroffen wurde, lagen während des ganzen Tages die Eisenbahnlinien in einer Flanke der Front im Bombenhagel unserer Kampfgruppe, die in den dreieinhalb Monaten des Osteinsatzes bereits so manche Eisenbahnstrecke durch Volltreffer aufriß. Bei einem der Angriffe am ersten Tage der neuen Offensive wurde als verheißungsvoller Auftakt zu den Einsätzen dieser Entscheidungsschlacht von der Besatzung des Gruppenkommandeurs, Hauptmann P., ein langer Tankzug getroffen, dessen Wagen wie riesige Fackeln über die Schienen rollten. In niedrigster Höhe nahm die deutsche Maschine den Tankzug an, tauchte in die Dampfwolken der Lokomotive, löste im Feuer feindlicher Maschinengewehre ihre Bomben los, um dann in einer Steilkurve hochzuziehen. Außerhalb der Reichweite sow- jestscher MG.-Schützen Überzeugte sich die Besatzung von ihrem Treffergebnis, das in seiner vernichtenden Wirkung ihre Erwartungen noch übertraf. Der letzte Tankwagen brannte lichterloh. Glühende Bombensplitter hatten ihn getrosten. Wie eine riesige Fackel, die ihre rote Glut nach allen Seiten ergoß, wurde der brennende Wagen über die Strecke gezogen. Umsonst versuchte die Lokomotive, ihre kostbare Fracht durch beschleunigtes Tempo zu retten. Die Vernichtung saß dem Transport im Nacken und verbreitete sich unaufhaltsam. Schon war das Feuer übergesprungen auf den zweiten Wagen, der ebenfalls in Flammen aufging. Anton Mttller-Engstfeld. Dann aber erschütterten nacheinander etwa 1 0 Ex- fi l o s i o n e n die Luft, daß die Erschütterungen selbst in der fliegenden Maschine noch spürbar waren. Zehn riesige Stichflammen, die in Abständen von wenigen Augenblicken aufzischten, hatten zehn Tankwagen, auseinandergerissen. Wie von mutwilligen Riesenfäusten wurden die übrigen Wagen durcheinander gewürfelt, deren Brennstoff sich zum Teil über die Böschung ergoß und Feuer fing. Längst hatte die Lokomotive gebremst, denn der Transport war re st los vernichtet. Auch die Besatzungen anderer Maschinen meldeten an diesem Tage Treffer in rollenden Eisenbahnzügen und auf Eisenbahnlinien der Sowjets, die in den von unseren Kampfftiegern berührten Gebieten überall auf dem Rückzug sind. Während auf den deutschen Vormarschstraßen ein ungeheurer Verkehr herrscht, liegen die sowjetischen Straßen wie ausgestorben da. Die Furcht vor den deutschen Stuka verbänden, den Zerstörern und den Jagdmaschinen, die den Besatzungen unserer Kampfgruppe in starken Verbänden begegnet sind, halten die Sowjets i n den Wäldern zurück. Auf den Waldwegen aber wurde ein Verkehr sowjetischer Kraftfahrzeuge beobachtet, die sich eindeutig nach rückwärts bewegen. Bolschewistische Widerstandsnester, die meist schon in Flammen stehen, sind von deutschen Panzerkräften umzingelt. Während die Geschütze der Panzer in die eingeschlossenen Sowjetverbände feuern, sahen die heimflieaenden Kampfflieger die Kameraden der Sturzkampf, und Zerstörerverbände auf die feindlichen Stellungen stürzen, um mit Bomben und Bordwaffen ihr Dernichtungswerk zu beginnen. Finnland gegen englische Erpressung. Oie Sowjets als Friedensstörer. Helsinki, 7. Oktober. (DNB.) Die englische Regierung hat vor kurzem der finnischen Regierung eine Note zugeleitet, in der sie für den Fall, daß finnische Truppen in sowjetisches Gebiet eindringen, Finnland mit der Drohung einzuschüchtern versuchte, das Land nicht nur während des Krieges, sondern auch nach Friedensschluß als Feind Englands zu betrachten. Die finnische Regierung hat der englischen Regierung neben der praktischen Antwort durch die Besetzung Petrowskois nunmehr auch eine eindeutige Antwort zugeleitet, in der eingangs auf folgende Tatsachen hingewiesen wird: „Am 30. November 1939 begann die Sowjet- Union einen unbegründeten und unprovozierten Angriff auf Finnland. Am 14. Dezember erklärte der Völkerbund aus diesem Grunde gemäß Artikel 16 des Dölkerbundstatuts die Sowjetunion zum Angreifer und schloß sie aus dem Völkerbund aus. England nahm an dieser Abstimmung teil. Finnland wurde in seiner Kriegführung allein gelassen, und es wurde nicht die Frage aufgeworfen, wie der Angreifer die Folgen seines Angriffes wieder gut zu machen hätte. Am 12. März 1940 mußte Finnland mit der Sowjetunion den Moskauer Zwangsfrieden abschließen. Hierbei konnte Finnland die Abtretung wesentlicher Teile seines Territoriums an den Feind nicht vermeiden, worüber hinaus es seine Einwilligung zum Bau einer die Sicherheit Finnlands und ganz Skandinaviens bedrohenden strategischen Eisenbahn zugunsten der angreifenden Sowjets erteilen mußte." — Die finnische Note verweist sodann auf das im finnischen Blauweißbuch Nr. 2 veröffentlichte Material über die nach Abschluß des Friedens vonseiten Moskaus verfolgte rücksichtslose Erpresserpolitik, welche die Vernichtung Finnlands zum Ziele hatte. Die Note fährt sodann wörtlich fort: „Am 22. Juni 1941 leiteten die Streitkräfte der Sowjet-Union die Feindseligkeiten gegen Finnland unter anderem durch von der Luft aus erfolgte Bombenangriffe auf finnische Kriegsschiffe und auf ein finnisches Befestigungswerk ein. Am darauffolgenden Tage wurde in der führenden Moskauer Zeitung Prawda erklärt, daß ,d i e Finnen v o m Erdboden zu vernichten find'. Am 25. Juni entwickelten sich die Feindseligkeiten von feiten der Sowjet-Union zu einem systematischen, gegen zahlreiche rein finnische Punkte gerichteten ausgedehnten Angriff. Nachdem Finnland festgestellt hatte, wiederum Gegenstand eines bewaffneten Angriffs geworden zu sein, ging es erst Anfang Juli zu aktiven Abwehrmaßnahmen über. Der Kampf Finnlands gegen diesen am 30. November 1939 begonnenen und in verschiedenen Formen ununterbrochenen fortgesetzten Angriff war und ist Selbstverteidigung. Wichtige Gebiete innerhalb der Grenzen von 1939 sind immer noch in Feindeshand und diese, ebenso wie die außerhalb der erwähnten Grenzen befindlichen Gebiete, bis zu denen die finnischen Truppen im Verlauf der Kämpfe vorgeorunaen sind, wurden als Ausgangspunkt eines Angriffes auf Finnland benutzt. Die Sowjetregierung hat diese Gebiete als denkbar vollständige Stützpunkte für nach dem Westen gerichtete Angriffe ausgerüstet. Dieses konnte nunmehr an Ort und Stelle festgestellt werden. Die von der Murmansk-Bahn in Richtung auf die finnische Grenze abzweigenden Stichbahnen, wovon bisher fünf festgestellt werben konnten, ebenso wie die nur in Angriffsabsicht in die Ein- öden Kareliens gebauten neuen Verkehrsstraßen und die zahlreichen Flugplätze enthüllen unbestreitbar die Angriff fspläne der Sowjet-Union und die unhaltbare strategische Lage, in die Finnland auf Grund dieser Vorbereitungen geraten war. Eine effektive Verteidigung, zu der niemand Finnland das Recht versagen kann, ist für das Land nur möglich durch die Vorschiebung seiner Verteidigung auf diese Gebiete selbst." Nach der Feststellung, daß diese jenseits der alten Ostgrenze liegenden Gebiete eine fast rein finnische Bevölkerung aufweifen, heißt es zum Schluß: „Finnland führt feinen Verteidigungskrieg ohne politische Verpflichtungen. Das Land ist dafür dankbar, daß es diesmal nicht allein zu kämpfen braucht. Finnland kann es nicht verstehen, daß Großbritannien, mit dem es die Beibehaltung friedlicher Beziehungen gewünscht hat und dies immer noch tut, nur aus dem Grunde, weil Finnland jetzt nicht allein gegen die Sowjet- Union kämpft, sich als berechtigt oder gar als verpflichtet fühlen kann, Finnland als offenen Feind zu behandeln." werke erkennen, aber die beiden Grundvoraussetzungen für das Leben fehlen da, nämlich Luft und Wasser, und als weitere, einem höheren Leben höchst ungünstige Eigentümlichkeit kommt hinzu, daß Tag und Nacht nicht schnell wechseln wie bei uns, sondern daß beide je 14 Tage dauern, so daß also der Sonnenschein des Tages die Oberfläche bis auf 120 Grad erhitzt, die Kälte der Nacht sie bis weit unter 100 Grad abkühlt. Klar liegen die weiten Ebenen, die langgedehnten Gebirgszüge, die abertausend seltsamen Ringberge, Krater, Kegel, Täler, Furchen im scharfen Glase vor uns, aber das alles ist überlagert vom ewigen Schweigen des Todes. Es ist gar nicht sehr weit bis zum Monde! 384 400 Kilometer trennen Erde und Mond, eine Strecke, die nur siebenundfünfzigmal länger ist als der Seeweg Bremerhaven—Neuyork; ein Flugzeug flöge 40 Tage an dieser Strecke, wenn ... ja wenn es im luftleeren Raum zu fliegen vermöchte! Aber nun kommt einer (und er ist nicht der crfte), der behauptet, daß der Mond einst der Erde sehr nahe war, ja, daß er einst zu ihr gehörte. Der Mond soll ein Stück der Erde fein, das sich loslöste, selbständig machte, und heute noch wäre die Stelle zru erkennen, die ungeheure Narbe sichtbar, wo die Masse des Mondes sich vom Körper der Erde ab» trennte, im mächtigen Kessel des Stilles oder Großen Ozeans hätten wir nach dieser Auffassung die Wunde zu sehen. Nun, der Gedanke, daß der Mond ein wirkliches Kind der Erde sei, sich aus ihrem Schoß löste, ist keineswegs nur die verrückte Idee eines der vielen Hypothesen'-Schmiede, die es ganz genau wissen wollen, wie Gottvater einst die Welt erschuf? ausgezeichnete Gelehrte, deren Ruf und Name in allen Ländern anerkannt wird, haben sehr schwierige Arbeiten über dieses Problem veröffentlicht. Nicht immer sah ja die Erde so aus wie heute. Einst war sie ein Glutball, der sich.mit großer Geschwindigkeit um seine Achse drehte; sehr wahrscheinlich dauerte der Tag damals nur wenige Stunhen, drei bis fünf, wie die mathematische Behandlung der Frage zeigt. Nehmen Sie einmal eine weiche Tonkugel, bringen Sie die auf eine Drehvorrichtung und lassen Sie sie schnell rotieren. Dann bleibt sie keine Kugel mehr, sie plattet sich ab, wird eiförmig, und wenn man das Experiment in geschickter Weise durchführt, erlebt man, daß schließlich am Rande, an der Ausbauchung, sich Teile ablösen, die davon- fliegen. Noch viel stärker wird diese Formänderung bei einem glühendflüssigen Körper, wie es einst die Erde war; es kann auch eine Birnenform eintreten, die ehemalige Kugel schnürt sich ein, und auch hier kann schließlich der kleinere Teil sich ablösen. So etwa kann vor einer Ewigkeit die Masse, die dann zum Monde wurde, sich vom Erdkörper getrennt haben; langsam mußte der abgesprengte Teil sich entfernen und in einer immer weiteren Bahn die Mutter Erde umkreisen. - Ein interessanter Gedanke, daß einst der uns so ferne Mond zur Erdenwelt gehörte! Aber wenn diese Anschauungen über die Geburt des Mondes richtig sind, dann muß sich der Vorgang, wie getagt, zu einer Zeit abgespielt haben, als von Ländern und Meeren auf dem Stern, den wir bewohnen, noch keine Spur vorhanden war; keinesfalls kann mehr die Narbe zu bemerken sein, die entstand, als die Mondmasse sich selbständig machte. Man kennt die Große und Masse des Mondes heute mit aller Genauigkeit. Man kennt auch die Große und Tiefe des Großen Ozeans und kann so ausrechnen, daß die Masse unseres Mondes dreißigmal größer ist als die Masse, die nötig wäre, um den Riesenkessel dieses Weltmeeres auszufüllen. Hackten wir den Mond in Stücke und füllten wir mit dieser Materie jenen Kessel, so würden wir also nur den dreißigsten Teil der Mondkugel da unterbringen können. Wo sollen die anderen neunundzwanzig Teile hergekommen sein? Nun, so sagt man, einst war dieser Meerkessel viel tiefer. Er ist im Laufe der Jahrmillionen zum Teil zugefchüttet worden, durch Materjal, das die Flüsse vom Lande losten und dort hinbrachten. Derlei muß natürlich berücksichtigt werden, denn ein einziger Fluß, wie der Mississippi, trägt in einem einzigen Jahr 210 Kubikmeter Sand und Schlamm ins Meer. Aber auch wenn wir diesen Einwand gelten lassen, kommt unsere Rechnung nicht ins reine, und die Geburt des Mondes aus dem Erdenschoß kann zudem, wie gesagt, nur erfolgt sein, als die Erde noch eine glühendflüssige Kugel war, lange vor der Entstehung der Weltteile. Die Loslösung von der Erde ist dem Sohn schlecht bekommen! Während die Mutter eine Well voll mil« Am Ajowschen Mer. Von Dr. Paul Rohrbach. Die Halbinsel Krim, und das früher dem Don- scheu und Kubanschen Kosakenheer gehörige Land umgeben das Asowsche Meer. Die Krim ist alt« hrstorischer Boden; die Kosakenländereien wurden erst zur russischen Zeit aus besonderen Gründen ab. gegrenzt und organisiert. Die Alten nannten die Meerenge, durch die bas Asowsche Meer mit dem Schwarzen Meer zusam- menhängt, den Kimmerischen Bosporus (heute heißt sie die S t r a ß e v o n K e r t s ch), und danach hieß das halb fkythische, halb griechische Staatswesen, das hier während mehrerer Jahrhunderte vor und nach Beginn unserer Zeitrechnung bestand, das Bosporanische Reich. Seine Könige und sein Adel waren, nach ihrem Namen zu schließen, Verwandte der Jranier und wurden später Vasallen des römischen Jmperiüms. Im 3. Jahrhundert n. Ehr. wurden die Goten Herren der Pontischen Steppe und auch der Krim. Von hier aus fuhren sie mit ihren großen,-seetüchtigen Booten über das Schwarze Meer, durch den Bosporus und die Dardanellen und plünderten Ephesus und Athen. Ein gotischer Rest hat sich noch über ein Jahrtausend im gebirgigen Süden der Krim erhalten. Erst im 17. Jahrhundert scheinen seine letzten Spuren verschwunden zu fein, doch waren diese Nachkommen der Krim-Goten, denen man ihre körperliche Abkunft und ihren Adel noch ansah, vermutlich Mohammedaner und sprachen tatarisch. Die Nachrichten italienischer Kaufleute über sie sind nicht ganz deutlich. Nach der Abwerfung des mongolischen ober tatarischen Jochs durch die Zaren von Moskau am Ende des 15. Jahrhunderts erhielt sich in der Krim und in der nördlich auf dem Festlande ihr vorgelagerten Nogaischen Steppe eine starke tatarische Macht, Die den Moskowitern gefährlich blieb. Der Krimsche Chan Mengli Cirei rückte mit feinen Reiterscharen einmal bis vor Moskau und verbrannte die Stadt, bis auf den befestigten Kreml. Seit 1472 behauptete der Sultan in Konstantinopel eine späterhin nur noch nominelle Oberherrschaft über die Krim; 1783 fetzte die Kaiserin Katharina II. den letzten Chan ab und machte die Krim zur russischen Provinz. Die Halbinsel, die nur durch den schmalen Hals der früher durch tatarische Befestigungen geschlosse. nen Landenge von Perekop mit dem Festland zusammenhängt, ist in ihrem nördlichen und mitt« leren Teil ein steppenhaftes Flachland, teilweise mit salzigem Boden, eine hervorragende Schafweibe. Die Krimschen Schafe zeichnen sich burch ein schön gelocktes Fell aus, das als Krimmerpelz geschätzt wird. Es gibt auch fruchtbare Striche mit einer Anzahl deutscher Bauernkoloni LN. Die von den Russen gegründete Hauptstadt, mitten in der Steppe, ist Simferopol; schöner, gegen das Gebirge zu, liegt die alte Tatarenresidenz Bak. tschisarai mit einem verfallenen Chan-Palast. Den Südrand der Krim bildet das Jaila« Gebirge, eine niedrigere Fortsetzung des Kaukasus, von diesem durch den Einbruch der Straße von Kertsch getrennt. Es hält die kalten Nordwinde vom südliches Gestade ab und schafft dadurch hier ein Mittelmeerklima mit sehr milden Wintern. Die russischen Herrscher, die Aristokratie des Hofes uni) reiche Kaufleute hatten hier ihre Paläste und Villen in Livadia, Jalta, Alupka und anderen luxuserfüllten Plätzen. 21m Westende des Gebirges, an einer felsigen, fjordähnlichen Einbuchtung, liegt der bekannte Kriegshafeii Sewastopol. Im fogenannten Krimkrieg, 1853 bis 1855, den Frankreich und England gegen Rußland führten, um die Türkei vor dem drohendes Zugriff Rußlands zu schützen, wurde Sewastopol fast ein Jahr lang durch den Ingenieur-Obersten Totleben, einem Kurlänber von Geburt, glänzend verteidigt, war aber zuletzt nicht mehr zu halten. Rußland besaß damals noch fast gar keine Eisenbahnen und brachte es nicht fertig, über die großen Entfernungen aus dem Innern des Reichs genügend Truppen und Material zum Entsatz der Festung heranzuschaffen. Finanziell erschöpft, mußte es 1856 in Paris einen Frieden schließen, der es nötigte, keine Kriegsschiffe mehr auf dem Schwarzen Meer zu halten und einen Teil von Bessarabien an Rumänien abzutreten, das damals noch ein türkisches Vasallenfürstentum war. Das Gebiet im Norden und Osten des Asow- schen Meeres gehörte bis zur bolschewistischen Revolution den Kosaken des Don und des Kuban. Die Kosaken waren wohlhabende Landbesitzer und führten eine bäuerliche Wirtschaft, doch waren alle Waffentüchtigen eine Reihe von Jahren zum Militärdienst verpflichtet und bildeten eine mit lionenfachen Lebens ist, ist er ein toter, starrer Steinklumpen, auf dem wahrscheinlich nicht einmal Bakterien zur Entwicklung kommen konnten. Die Kleinheit des Mondes trägt Schuld an diesem Zustand. Der Mond hat eine achtzigmal geringere Masse dis unsere Erde, er konnte die Gase, die Luft und Wasser bilden, nicht an sich fesseln; sie entwichen hinaus in den endlosen Raum, und damit war die Mondwelt zum Tode verurteilt. So haben auch die Weltkörper ihre Schicksale, wie die Menschen, denn alles wird und vergeht nach großen Gesetzen, die ewig und unabänderlich sind. Maler-Geschichte. Als der große französische Landschaftsmaler Claude Monet im Alter auf der Hohe des Ruhms stand, kam eines Tages ein Kunsthändler in feilt Atelier zu Giverny und zeigte dem Meister ein Bild aus feiner Jugend, das datiert und mit seinem Namen gezeichnet war. Das Werk zeigte noch sehr die Schwächen des Anfängers. Monet betrachtete sich bas Bilb aufmerksam, bann stieß er einen Fluch aus und hieb mit der Faust hinein, so daß ein. großes Loch entstand. „Damals war ich noch eilt elender Stümper!" schrie er wütend. Der Kunst* Händler schien außer sich zu geraten über die Vernichtung des Bildes und erklärte jammernd: „Und ich hatte es jo teuer bezahlt, es war doch gezeichnet! Sie müssen mir den Schaden ersetzen!" — „Wählen Sie sich was aus", sagte Monet verächtlich und zeigte in eine Ecke des Ateliers, wo eine Aanzafst Bilder von ihm standen. Das ließ sich der Kunsthändler nicht zweimal sagen, er suchte lange und gründlich und wählte ein Bild, das ihm das beste von Monets Meisterhand zu fein schien. Dann ging er unter Dankesbezeigungen mit dem Bilde fort. „Du läßt dich doch immer von den Kunsthändlern reinlegen", sagte ein Freund, der die Szene miterlebt hatte, zu Monet; „der Mann hat'dir das Bild doch bloß gebracht, weil er wußte, was du damit Machen würdest!" — „Denkst du, das weiß ich nicht auch?" antwortete Monet. „Aber das ist mir ganz recht — ich wünschte, ich wäre reich genug, um alle meine schlechten Bilder auf diese Weise aus der Well schaffen öu können." && - w;x ! w,£ ■irii# uns ybann W ifrfjttw: mrbe Mir gölfshir i^ünbur %-prun ll jttter Herl Ate I» erst nZeich Mdie lusbrud Volien, iitien, riülor Gung |» ausfi ner so i n habe thon do H n hin gü 1 Mrdi ftr jed füge d- il(iL «n, w * ■Ute. , >bt dah non zu i eins huneh I)tt in s’tmalig »schoss t? Mo io alle iL'cn raus $ »Mg rbern MM fr beutj Ivie Fi lltschlo h nid n giei erziel m so nb V sprä( ans d soz '( Ge Seiten Men ülei Jer ? IJH in' plpr ||' Dbe ■hiti J ® r c J rer P ■rer. .die de ifl), bei Mn ! ! die Wildel & h'lll p® h in hw L-m £ l’M Xu rjw A[ 8. K 3e, > v. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Ansicht gehört die Bevölkerung am Unterlauf des von und des Kuban größtenteils zum ukrainischen Volkstum. Der große Seehafen R o ft o w an der Stundung des Don ins Afowsche Meer ist modernen Ursprungs. tiebaj Nain. ?u^ öen ob, bü5 tn Abri! fttanbi»: des d 9it öttl HrllrvangMöer Vornan von ^jorft 3fernoth r Srin en, r- burdj jnderitü nch iw den btr Ichektt m, boJ drnerl chen k,i ute übel en obfl \ -kau qq I in bet I anbe itzt« ne fallt fefähch' nckte mit I lau uri | n Kreml I mtinopi! herrscht farinoll zur ru'. len Hal; I zeschlch I Festig inb mitt, weise ui fafaeibt ein sG geM einer Ai> d Die dop , n in bet] egen beiz Soll m-Palafll Iaila-I des Srni'l i Strch lortam )urd) hie item, fiel )ofes uribl nd M n lupd irges, dl ließt brl im fod sTantreifl die Iw lands v lang burt Surlänic der zul-x mals nt: > es niü s dem 3» । Materi: FinaB n Frick D M einen D- n, das 11 tum wo’l s 21 fall lewistM und btt] >nbe M >on Wj •n eine r| hellwang steuerte den Wagen durch einen Blät- wirbel hindurch. Ein rotes Ahornblatt tanzte Wien die Wandschußscheibe und blieb auf ihr haf- ’e . Hellwang ließ den Scheibenwischer laufen, der Kiene Motor surrte eifrig, aber das kleine Blatt H'bte fest. Er bremste, stieg aus und entfernte es, p es seine Sicht behinderte. .Ja, Kathi", murmelte er, als er den Wagen wie- k in Fahrt brachte, „das wird für Britta ein fum« pirooller Tag werden, wenn für Fräulein Trix die ilisschiedsstunde schlägt. Und ich fürchte, wir müssen p3 bald darauf gefaßt machen, wieder allein zu Men." I -Warumma?" fragte Kathi mit störrrischem Ge- klt, „ich mein, warum muß das Fräulein Trix wie- P fort?" I Weil sie ihren Beruf hat", knurrte er und schien Iküstzlich gereizt zu sein. Kathi verzichtete auf eine tUrtsetzung des Gesprächs. Sie lehnte sich zuruck i rn verschränkte die Arme über der Brust. | ^rix öffnete das Gartentor, als sie den Wagen hörte, Hellwang fuhr in die Garage ein. I Wie geht es Britta?" fragte Trix. Ihre Hande pren voller Erde. Sie wischte sich die Haare, die gber dem bunten Kopftuch hervorquollen, mit dem pn aus der Stirn. . „ I Diwei verlangts nach Eahna, Fräulein Trix , -.niwortete Kathi. ... l Ich fahre nachmittags in die Stadt. Sie können |?_ Essen schon aufseßen, Kathi." — Lydia und fflynchen hängten sich in Kathis Arme unt> oep lusanben mit ihr im Haus. Hellwang schloß die 'liagentür. _ , ß, 'Post gekommen?" fragte er über die Schulter. i-lK schüttelte den Kopf. Er schob den Riegel vor. ter, W ich! ei"* unten. - diesem ö- i; r«< unb J* So -dieM ad) R inb. ganze, Gewehr und Nagaika bewaffnete, reguläre v\. | leichte Kavallerie. Die Nagaika war eine im Stiefel getragene Peitsche, ein Bündel scharfer, dünner Üederriemen an einem Stiel, mit der namentlich auf i K I unliebsame Bolksansammlungen eingehauen wurde. ' faJ Die Donschen Kosaken unter ihrem Ataman waren ijt q? ursprünglich die Kolonisatoren dieses Teils der den - ■ Krimschen Tataren abgenommenen Steppe. Eine llbzweigung von ihnen waren die jenseits der Meer- mge von Kertsch, im Gebiet des Kuban,, zur Bändigung der kaukasischen Bergvölker anaesiedelten . ^ubanlkosaken. Beide Kosakenheere wollten vom Iler ter mit « fe be< eiitenF >Ä '.M ! lar,8 b.<| 'm J Dam L hat W b Sä Oie Frau und völkische Aufgaben. ZnternationalesFranentreffen in Berlin. Berlin, 7. Okt. (DNB.) Am Dienstagmorgen liröffnete Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink in Gegenwart des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley las erste internationale Frauentreffen in Zeichen der europäischen Zusammenarbeit. Nach- tem die Reichsfrauenführerin ihrer Freude darüber Ausdruck gegeben hatte, daß die Vertreterinnen aus Italien, Japan, Spanien, Finnland, Ungarn, Bul- tarien, Rumänien, Kroatien, Dänemark, Holland md Norwegen während des Krieges zu einer ersten Fühlungnahme nach Berlin gekommen seien, sprach se ausführlich über die Gedankengänge, die dazu seführt hätten, daß fich die deutschen Frauen zu iner so umfassenden Gemeinschaft zusammengeschlos- in haben. Weder habe die deutsche Frauenorgani- j:tion das Erarbeitete eifersüchtig für sich allein getütet, noch habe sie den Anspruch erhoben, die tlein gültige Organisationsform von Frauen gefun» Jen zu haben. Allerdings müsse fich heute jede Nation, gewiß tber jede, die Notzeiten durchzumachen habe, die frage der Einbeziehung der Frau in die lölkischen Aufgaben stellen und sich über- sgen, welchen Anteil an den großen Entwicklungsprozessen der Nation sie den Frauen zuweisen rollte. »Die nationalsozialistische Frauenbewegung hbe daher vor der Aufgabe gestanden, eine Organi- stion zu schaffen, die es jeder einzelnen Frau, auch B?-r einfachsten, ermöglichte, am völkischen Leben s silzunehmen. Das bedeute das Hineintragen der fDce in den Alltag der Frau. So sei es gelungen, [ cftmalig in Deutschland eine Frauenorganisation lp schaffen, die, von der breiten Masse getragen, I eie Möglichkeiten zu höchster Auswirkung bietet, itus alledem gehe hervor, daß die Erfassung von »krauen nur völlig freiwillig aus der Ueberzeugung ||irau3 geschehen darf und geschieht. Eine einmal Iverzeugte Frau sei dann nicht nur die treueste, I Imbern auch die opferbereiteste Anhängerin einer »Bewegung. Nur so seien die ungeheuren Leistungen Ibr deutschen Frau im Kriege zu verstehen. ■ Die Form der deutschen Frauenarbeit habe fich in »l.'utschland außerordentlich bewährt. Das solle fe- Nich nicht heißen, daß andere Länder nach genau bin gleichen Schema arbeiten müßten, um Erfolge I» erzielen. Man solle nicht alles gleich machen, son- WNrn so wie in Deutschland müsse auch jedes andere »nd seine Volksart in seiner Frauenorganisation ■tsprägen. Bei aller Verschiedenartigkeit verbänden ■r anwesenden Frauen die gleiche Arbeitsauffassung ||j!b soziale Kameradschaft, die sich absetze gegen ffjtie Gedankenwelt, der durch das gemeinsame Hin- »kbeiten auf ein neues Europa nun auch von den trauen der Kampf angesagt wird. i Meine politische Nachrichten. | Der Führer hot mit Wirkung vom 1. Oktober . 1*41 in der Schußstaffel folgende Beförderungen |ü:5gefprod)en: ^-Gruppenführer Haußer zum ■ff • Obergruppenführer, H - Brigadeführer Dr. Monti zum ^-Gruppenführer, -^-Brigadeführer ffk^ G r a w i tz zum ^-Gruppenführer und ^-Ober- Mhrer Professor Dr. Gebhardt zum -Brigade- ff irnr er. ■ Die deutsche Regierung hat sich gezwungen ge» ff!«1 en, den Berufs- und Wahlkonsuln Costaricas im M utschen Reich das Exequatur zu entziehen und mit die Regierung von Costarica gebeten, dafür ff^rqe zu tragen, daß die Konsulate bis zum 111 Oktober 1941 geschlossen werden. I Die Große Loge von Frankreich in Paris ist in ifftii Freimaurermuseum umgewandelt worden, das ‘pri Mittwoch eröffnet wurde.__ te L. öolschewismus nichts wissen. Sie wurden daher ach hj? furchtbar dezimiert, ihre selbständige Organisation isives.. wurde aufgelöst und ihr Land zwangsweise der )or Kollektivwirtschaft überantwortet. In nationaler Aus der Stadt Gießen. Einiges vom Essen. Nicht allein, was wir essen, ist für den Aufbau des Körpers und dessen Gesunderhaltung wichtig, sondern auch, wie wir die Nahrung zu uns nehmen, sollte beachtet werden, denn beides zusammen erst garantiert Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen. Dabei ist ein Unterschied zu machen zwischen dem Kinde, dem Erwachsenen und dem alten Menschen. Kinder bedürfen einer leichten Nahrung, denn der kleine Magen ist nicht in der Lage, viel unb Schwerverdauliches zu bewältigen. Auch seien die Speisen für die Kinder wenig gewürzt. Man überlaste den kleinen Magen nicht, gebe lieber weniger, dafür aber in kürzeren Abständen eine kleine Mahlzeit. Das Abendessen für Kinder soll spätestens um 6.30 Uhr bereitstehen. Für die Erwachsenen ist die Essensfrage weniger entscheidend, vorausgesetzt, daß alle Nahrung richtig gargekocht wurde. Auch für sie gilt der Grundsatz: nicht zuviel auf einmal. Was roh gegessen werden kann, verdunkelungszett 8. Oktober von 18.43 bis 7.33 Uhr. sollte man nicht kochen, um die Vitamine zu erhalten: das gilt für jedes Lebensalter. Und was die 'alten Leute betrifft, so nehme man auf deren oft empfindlichen Magen Rücksicht, der schwere Kost nicht mehr verarbeiten kann. Alte Leute essen möglichst auch leichte Kost, roenia auf einmal und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen. Stets ist es wichtig, auf den Gesundheitszustand der Zähne Rücksicht zu nehmen, bei schlechten Zähnen oder Zahnerkrankungen in jedem Lebensalter möglichst geriebene, gehackte oder sonstwie zerkleinerte Kost zu reichen. Man esse nie zu heiß, doch auch nicht zu kalt. Beides schadet dem Magen und den Zähnen. Bei Magenverstimmungen, d. h. wenn man das GesühT hat, baß der Magen die Speisen nicht verdauen könne, Helse man mit einer Messerspitze Natron. Zum Essen lasse man sich Zeit. Man schlinge nicht, sondern kaue und zerkleinere alles reichlich, denn nur so können die Aufbau- unb Nährstoffe völlig ausgenutzt werden. Nie soll man mit vollem Magen zu Bett gehen. Nach jedem Essen ist Bewegung verdauungsfördernd. Wer alt und kränklich ist und sich niederlegen muß, der tue es v o r dem Essen, denn die ausaedehnte Mittagsruhe macht träge und bi cf, was die wenigsten unter uns erstreben: es sei denn, daß sie krank waren und einer Gewichtszunahme bedürfen. Was wir kochen, fei sorgfältig zubereitet. Sind die Speisen appetitlich angerichtet, so mundet auch das einfachste Essen. Und wenn es etwas Abwechslung in der Ernährung geben kann, so ist jedes Familienmitglied dafür empfänglich. H. v. L. Vornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19 Uhr „Liebe in der Lerchengasse". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Annelie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heimat". — Auf dem Oswaldsgarten: Herbstmarkt (Schaumesse). Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 9. 10. 41, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen statt. HHeinefofHiift W dünn Srenöe Sportamt. Gymnastik und Spiele. Wiederbeginn Donerstag, 9. Oktober, von 20.30 bis 21.30 Uhr in der Goethefchule in Gießen. |4171D Professor Or. Wilhelm Löhr t- In Magdeburg o er ft ar b dieser Tage nach schwerem Leiden der auch in Gießen bekannte Leiter der Chirurgischen Klinik des Krankenhauses Sudenburg, Professor Dr. Wilhelm Löhr, im 52 Lebensjahre. Wilhelm Löhr wurde am 15. März 1889 in Hohensolms (Kreis Wetzlar) geboren. Er faßte schon früh den Entschluß, sich der medizinischen Wissenschaft zu widmen und studierte in Gießen, wo er 1908 immatrikuliert und 1914, kurz vor Ausbruch des Weltkrieges, als praktischer Arzt approbiert wurde. Den Weltkrieg machte er von 1914 bis 1918 als Arzt in vorderer Linie mit. Nach Kriegsende begann feine eigentliche Laufbahn als Chirurg und Wissenschaftler. Neben der reinen Chirurgie widmete sich Professor Löhr ausgiebig der Bakteriologie; hier ergaben sich Probleme, deren Klärung für das wichtige Gebiet der Wundheilung von großer Bedeutung „Auch für dich nichts? Ich meine, aus Berlin ..." „Nein." Er zündete sich eine Zigarette an und bohrte das abgebrannte Streichholz in die Markröhre eines abgebrochenen Jasminzweiges. — „Kathi sagte schon, daß'das für Britta ein böser Tag sein wird, wenn sie erfährt, daß du uns verläßt. Ich getrau mich nicht, es ihr beizubringen. Das muht du schon übernehmen, Trix ..." „Mein Gott", sagte sie etwas bestürzt, „aber schließlich muß Britta es doch einsehen, daß ich nicht ewig hier bleiben kann." „Gewiß, gewiß", murmelte er, „aber mach ihr das einmal klar ..." Er ging mit Trix über den Rasen. Vor dem Erdbeerbeet blieb sie stehen. Mehr als die Hälfte der Anlage war vom Unkraut unb von den wuchernden Ausläufern befreit. Hellwang scharrte mit der Stiefelspitze in der schwarzen lockeren Erde. „Was du dir da für eine Arbeit gemacht hast! Sauber ist das Beet geworden, bildsauber! Ich hab' einmal versucht, da Ordnung 'reinzubringen, aber ich habe den Versuch bald aufgegeben. Nur eine Frau bringt so viel Geduld auf." „Ohne uns liefet ihr ja heute wahrscheinlich noch mit Steinbeilen herum", sagte sie mit einem kleinen Lachen. „Oder im Paradies", erwiderte er. „Aber schau, Trix, nun machst du dir diese Arbeit und plagst dich hier und wirst nichts von deiner Mühe haben — es sei denn, daß du uns versprichst, deinen Urlaub im kommenden Jahr bei uns zu verbringen." „Vorsicht!" warnte sie, „sei nur mit Einladungen vorsichtig, ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich zweimal nötigen lassen." „Ach Trix, du weißt doch, wie willkommen du hier immer bist!" „Wirklich?" „Wie kannst du fragen!" „Nun, ich hatte vor drei Wochen gar nicht das Gefühl, daß dir mein Besuch so sehr gelegen käme ..." Sie sah ihn von der Seite an, ihre Gründung einer städtischen Musst- und Orchesterschule in Gießen. Eröffnung und Unterrichtsbeginn am 15. Oktober im Liebigbau. Wie aus einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil ersichtlich, ist in Gießen eine st ä d t i s ch e Musik, und Orchesterschule gegründet worden, die unter der Leitung von Profejsor Dr. Stefan Temesvary steht und am 15. Oktober eröffnet werden wird. E4 ist ein erfreuliches Zeichen kultureller Aufgeschlossenheit und Initiative, wenn eine kommunale Verwaltung mitten im Kriege sich zur Begründung eines solchen Institutes entschließt und den Entschluß in die Tat umsetzt. Die Schaffung einer Musikschule in Gießen entspricht überdies einer ausgezeichneten Tradition: in unserer Stadt hat die Pflege der Musik von jeher in hoher Blüte gestanden; das braucht nicht ausführlich bewiesen zu werden. Es genügt, bei dieser Gelegenheit etwa an die Beziehungen Gießens zu Max Reger zu erinnern, an die Schaffung und liebevolle Ausgestaltung eines Opernspielplanes an unserem Theater, und vor allem auch an das Wirken des Gießener Kon- zertvereins, der feit langefn zu den vornehmsten Kulturinstituten der Stadt gehört und der, worauf bereits früher hingewiesen werden konnte, die Feier feines 150jährigen Bestehens im Rahmen einer Festwoche im Frühling des kommenden Jahres würdig begehen wird. Die Veranstaltungen des Gießener Konzertvereins haben dem Musikleben in unserer Stadt seit vielen Jahren ein Niveau von großstädtischem Rang gegeben, sie haben die Bekanntschaft mit Künstlern und Werken vermittelt, wie sie gemeinhin in Städten vergleichbarer Größe nicht oder jedenfalls nicht regelmäßig geboten wird, und sie haben einen festen Kreis von Liebhabern und Musikverständigen herangebildet, an deren Urteil und Aufnahmebereitschaft hohe Anforderungen gestellt werden können: das beweist schon ein flüchtiger Blick etwa in die Konzertprogramme der letzten Spielzeiten. Es darf also wohl gesagt werden, daß die Gründung einer städtischen Musik- und Orchester- schule in Gießen nicht von ungefähr kommt, und daß dem Verständnis und der tätigen Anteilnahme an einem Kulturinstitut dieser Art gerade bei uns in ungewöhnlich günstiger Weise der Boden bereitet ist. Die neue Musikschule, die am 15. Oktober d. I. eröffnet wird und den Unterrichtsbetrieb aufnimmt, kündigt die Ausbildung in allen Orchesterinstrumen- ten wie Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Horn, Trompete, Posaune, Tuba und Schlagzeug an, ferner in allen Streichinstrumenten und, was gerade heute nicht unwichtig erscheint, in Militärmusikin- strumentem, außerdem wird theoretischer Unterricht (Harmonielehre) erteilt werden. Die Leitung des Instituts hat Professor Dr. Stefan Temesvary, der durch sein akademisches Lehramt wie durch seine Dirigententätigkeit in den Konzerten des Gießener Konzertvereins für eine Aufgabe solcher Art her- uoragenb qualifiziert ist. Uebrigens sollen auch regel» mäßig Gemeinschaftsübungen abgehalten werden. Zur Begründung der Schule, die im Liebigbau in der Liebigftraße ihre Stätte gefunden hat, wird von zuständiger Seite darauf hingewiesen, daß es in weiten Kreisen der Bevölkerung noch viel zu wenig bekannt sei, wie überaus lohnend und aussichtsreich' Der Beruf des Orchestermusikers ist: viel zu wenig Eltern wissen, daß sie ihrem Sohne, sofern er musikliebend und begabt ist, in kurzer Zeit und in verhältnismäßig jungen Jahren eine Lebensstellung schaffen können, wenn sie ihn in einem Orchesterinstrumekit ausbilden lassen. Dazu kommt, wie ferner bemerkt wird, daß die wenigen, die über die Möglichkeiten und Aussichten der Laufbahn des Orcheftermusikers Bescheid wußten, vielfach die Aufwendungen der Ausbildung scheuten, die sich durch die Entsendung des Schülers in die Großstadt mit Reise- und Aufenthaltskosten unverhältnismäßig erhöhen. Um solchen Schwierigkeiten zu begegnen, hat man die städtische Musik- und Orchesterschule in Gießen gegründet. Da es schon seit Jahren in allen großen und kleinen Kultur- und Unterhaltungsorchestern an gut ausgebildetem Nachwuchs fehlt, wird die Eröffnung der Schule, die den Kreis kultureller Einrichtungen in unserer Stadt in willkommener Weise erweitert, von vielen Interessenten dankbar begrüßt werden. war. Professor Löhrs weiterer chirurgischer Tätigkeit hat sich immer wieder seine Leidenschaft für das Gebiet der Wundheilung gezeigt und ihren Niederschlag in bedeutenden Arbeiten über die verschiedensten Zweige der Bakteriologie und insbesondere in den letzten Jahren in der Herausgabe eines Lehrbuches über die Wundheilung gefunden. Nicht zuletzt ist es fein Verdienst, wenn auch er maßgeblich an der Herstellung wichtiger Seren für die Behandlung der eitrigen Bauchfellentzündung und des Gasbrandes beteiligt gewesen ist. Einen starken Auftrieb erfuhr die übrige Chirurgie gerade während seiner letzten zehnjährigen Tätigkeit in Magdeburg dadurch, daß Professor Dr. Löhr als Erster in Deutschland die für die Hirnchirurgie wichtige röntgenologische Darstellung der Hirngefäße betrieb und zur höchsten Entfaltung gebracht hat, daß fein Name weit über die Grenzen des Grohdeutschen Reiches bekannt wurde. Gtrahenverkehrsschuh jetzt auch für Kindergärten. Straßenverkehrsschuh-Zeichen, sogenannte Dor- sichtszeichen, sind bisher im wesentlichen nur vor Schulen und Krankenhäusern aufgestellt worden, um die Verkehrsteilnehmer darauf hinzuweisen, daß sie an und in der Nähe dieser Gebäude ganz besondere Vorsicht und Zurückhaltung beim Straßenverkehr walten lassen müssen. Wie der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei jetzt bekanntmacht, bedarf es gleicher Vorsichtsmaßnahmen grundsätzlich aber auch bei NSV.-Kindergärten oder anderen größeren Kindergärten, zumal es sich hier um den Schutz von Kleinkindern handelt. Der Erlaß ordnet an, daß daher vor derartigen Kindergärten an verkehrsreichen Straßen oder unübersichtlichen Straßenstellen künftig gleichfalls die bekannten Hinweiszeichen aufzustellen sind. Regelmäßig ist dabei unter dem weißen Dreieck in weißer ,Schrift die Bezeichnung „Kindergarten" anzubringen. Oie GetbstkostenpreiSerrechnung nach den £<5Ö. Line Vorlragsreihe der DAI. Die Deutsche Arbeifsfront, Kreiswaltung Wetterau, Hauptstelle für Berufserziehung und Be- weißen Zähne schimmerten zwischen den Lippen: „Na, habe ich recht?" „Nein, du täuscht dich gewiß!" rief er überstürzt, „selbstverständlich freute ich mich über deinen Besuch. Ich fürchtete nur, du würdest dich hier nicht wohl fühlen. Sieh einmal, du hattest das Haus in Erinnerung, wie es früher einmal war, und mich vielleicht in Einnerung, wie ich früher gewesen bin — Trübsal blasen war ja nie meine Sache — aber nun lag über allem der Schatten von Luisas Tod. Und wie du deine Ankunft so überraschend meldetest, da war mein erster Gedanke: Arme Trix, viel Freude wirst du bei uns nicht erleben. Und bann mußte auch noch die Geschichte mit Brittas Krankheit dazukommen. Ich bin selbstsüchtig genug, dem Himmel zu danken, daß er dich gerade zur rechten Zeit schickte. Für dich waren diese Wochen leider alles andere als eine Erholung ..." „Du scheinst mich für sehr vergnügungssüchtig zu halten?" „Nun, es müßte ja mit dem Teufel zugehen, wenn dir ein Kinobesuch oder ein Theaterstück ober eine nette Autopartie nicht lieber wären als Krankenbesuche unb bas Ausputzen von verwilderten Erdbeerbeeten!" ,^Zch habe nichts dagegen, das alles im nächsten Sommer nachzuholen", gestand sie lachend. „An mir soll es nicht liegen! Aber weiß Gott, wcks bis zum nächsten Jahre alles geschieht ..." „Was soll schon geschehen? Bei dir geht es ja immer ein wenig auf und ab. Manchmal beneide ich dich um deinen Beruf. Ich finde ihn großartig und spannend wie ein Abenteuer ..." „Ach meine Liebe", unterbrach er sie, „das Abenteuer hat seine Schattenseiten: zuweilen beneide ich meine ehemaligen Studienfreunde, die jetzt in ihren sicheren Richter- ober Lehrstühlen sitzen." „Ich verstehe bas; aber trotzbem schaubert es mich manchmal ein wenig, wenn ich an meine Zukunft benke. Eigentlich bin ich fein Uhrwerkmensch. Unb so tröstlich unb versöhnend die Vorstellung auch ist,. triebssührung, Gießen, hat Professor Dr. W. A u l e r vom Institut für Wirtschaftswissenschaft der Uni- oerfität Gießen für eine weitere Vortragsreihe über die Selbstkostenpreiserrechnung nach den LSO. (Leitsätze für die Selbstkostenpreiserrechnung bei Aufträgen der öffentlichen Hand) verpflichtet. Diese Vortragsreihe wird Ende Oktober oder Anfang November 1941 durchgeführt werden und für alle Kaufleute von besonderem Interesse sein. Die Bestimmungen der LSÖ. sind für viele Betriebe in der Kalkulation verpflichtend. Interessenten an dieser Vortragsreihe, die an zwei hintereinanderliegenden Abenden in Gießen durchgeführt wird, werden gebeten, sich zwecks näherer Auskunft an die Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront zu wenden. Was der Einfatzwille vermag. Deispielhafle Gemeinschasisleistung oberhessischer Schulen in der Hagebuttenernte. NSG. Der Gausachbearbeiter für Heilpflanzenkunde unb Heilpflanzenbeschaffung, RfH., Gauabteilung Hessen-Nassau unb Kurhessen teilt mit: Die außerorbentliche Wichtigkeit der Sicherstellung der gesamten Hagebuttenernte wurde wiederholt betont. Ein hervorragendes Beispiel für die Ausnutzung der gegebenen Möglichkeiten geben einige oberhessische Schulen. .Sie haben an nur zwei Tagen über 1800 Kilo netto an Hagebutten ausgebracht, entsprechend einem Sammelwert von über 600 RM. Es handelt sich um die Oberschule in Nidda mit 985 Kilo, die Volksschule in O bersch m i 11 e n mit 79 Kilo (Leiter: Bezirkssammelstellenleiter RfH. Lehrer Dieter, Nidda). Eine vorbildliche Leistung wurde hier vollbracht, die bei dem reichen Ertrag, den die diesjährige Ernte verspricht, nur zur Nacheiferung anreqen kann. Weitere ausgezeichnete Ergebnisse, die an einem Tag abgeliefert wurden: Volksschule Eichelsachsen, Schulleiter Roth, Kreis Büdingen, 265 Kilo; Volksschule Ga m b a ch, Kreis Friedberg, 260 Kilo; Stadtschule Butzbach, Kreis Friedberg, 205 Kilo. Eine außerordentliche Leistung der Sammlung von Ebereschenbeeren (Vogelbeeren) weist auf die Volksschule Kefenrod, Lehrer Emmrich, Kreis Büdingen, 440 Kilo. Die gesamte Ernte im Gau Hessen-Nassau betrug daß die Kriegskasse an jedem Ersten aufgefüllt wird — dafür tickt aber auch ewig der Wecker neben dem Bett ..." Hellwang scharrte mit der Sohle ein paar Erd- frumen an den Rand des Beetes unb trat sie fest. „Ich wunbere mich eigentlich, Trix", sagte er nach einem kleinen Zögern, „baß bu nicht heiratest. Ich kann mir nicht vorstellen, baß es dir etwa an Be- mebern gefehlt hat ..." Sie errötete flüchtig: „Das nicht — aber ber Richtige wirb wohl nicht dabei gewesen sein ..." „In Berlin gibt es schätzungsweise zwei Millionen Männer!" bemerkte er hartnäckig. „Du tust gerade so, als ob du noch nie in einer Großstadt gelebt hast. Man macht eine Unmenge Bekanntschaften; aber wen lernt man schon wirklich kennen? Ich bin davon überzeugt, zu Hause hätte mich die alte Dame schon längst unter die Haube gebracht — und wenn mit Gewalt ..." Er bewegte den Kopf: „Ich glaube, bu hängst sehr stark an deinem Beruf ..." sagte er schließlich, als hätte er damit den entscheidenden Grund getroffen/ „Ja", antwortete sie nach einem kleinen Zögern, „mein Beruf macht mir viel Freude." Der Ton schwang noch eine Weile nach. Sie schloß den Satz sozusagen ohne Punkt, als hätte sie die Absicht, noch etwas hinzuzufügen, aber sie schloß die Lippen. Ein heftiger Windstoß fuhr heran. Er drückte die Hecke ein und spritzte ein paar Regentropfen gegen ihre Gesichter Trix schaute besorgt empor und beobachtete den Flug ber Wolken Der Wind preßte das Kleid gegen ihren Körper, er modellierte ihn, den schönen Körper eines Hirtenmädchens, das sich emporreckt und dem Rauschen des Sturmes lauscht. Hellwang sah, wie das Blut in dem gespannten Bogen ihrer Kehle pulste. Sie trug ein Dirndl aus blauem Wollstoff. Den Spenzer schlossen matt glänzende Münzenknöpfe, auf die im lateinischen Spruchband ber Tiroler Doppeladler geprägt war. Sie liefen in einer silbernen Kurve vom Halsschluß unter das breite, rotgewürfelte Schürzenband. (Fortsetzung folgt.) an den ersten sieben Tagen des Einsatzes bereits über 6000 Kilo frischer Hagebutten und fast 1000 Kilo Vogelbeeren. Keine Plockwurst mehr. Durch eine gemeinsame Anordnung des Reichsernährungsministers und des Reichskommissars für die Preisbildung wird bestimmt, daß vom 15. Oktober 1941 an als Rohwurst nur noch frische Äreichmettwurst nach Braunschweiger Art hergestellt und in den Verkehr gebracht werden darf. Ausgenommen sind Wehrmachtaufträge. Auch können die anordnenden Stellen weitere Ausnahmen zulassen. Die Neuregelung bedeutet lediglich das Wegfällen der Herstellung und des Verkaufs der sog. Plockwurst. Alle übrigen Wurstsorten werden durch die Anordnung nicht berührt und bleiben also weiterhin erhältlich. Die am 15. Oktober 1941 vorhandenen Bestände an Plockwurst dürfen noch bis zum 31. Oktober 1941 in den Verkehr gebracht werden. Siebener Gchlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehoerstei- gerunashalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 bis 45,5, Bullen 38 bis 49,5, Kühe 13 bis 55, Färsen 22 bis 49,5, Kälber 30 bis 57, Hämmel 10 bis 48 Reichspfennig je H Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,24, bl (135 bis 149,5 kg) 1,24, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,22, c (100 bis 119,5 kg) 1,18, d (80 bis 99,5 kg) 1,12, e—k (unter 80 kg) 1,08, gl (fette Specksauen) 1,24, i (Altschneider) 1,22, g2 (andere Sauen) 1,12, h (Eber) 1,12 RM. — Marktverlauf: Regelmäßig, alles zugeteilt. ♦ ** Vom Theater der Universitätsstadt Gießen. Ernst Heck, der sieben Jahre am Hessischen Landestheater Darmstadt als Sekretär und Darsteller wirkte, wurde nach erfolgreicher einjähriger Tätigkeit als Leiter des künstlerischen Betriebsbüros des Theater der Universitätsstadt Gießen von Intendant Hans Waller Klein auf weitere vier Jahre für diesen Posten verpflichtet. ** M i t dem Auto verunglückt. Auf der Reichsautobahn ereignete sich gestern nachmittag in der Nähe von Garbenteich ein schwerer Autounfall. Ein in Richtung Frankfurt a. M. fahrender Personenwagen überschlug sich. Don den Insassen wurde einer getötet, ein zweiter verletzt. Die Ermittlungen über die Ursache des Unfalles sind noch im Gange. ** Wer trägt di e Kosten? War es bei Ihnen auch so? Als der Luftschutzraum im Keller fertiggestellt und wohnlich hergerichtet war, begann ein großes Geschrei darüber, wie die entstandenen Kosten zu verteilen seien. Das Reich hat diesem Aerger ein für allemal und rückwirkend ab 1. Oktober 1940 ein Ende bereitet: Es übernimmt die Kosten bzw. erstattet sie zurück. Der Reichsminister der Finanzen hat dazu die notwendigen Ausführungsbestimmungen erlassen. Sie sind in der neuesten Ausgabe der „Sirene" (Folge 20) abgedruckt. Für Hausbesitzer wie Mieter ist diese Nummer gleich wichtig. In derselben Ausgabe ist übrigens auch ein kürzlich ergangener Erlaß ausführlich besprochen, der die Verdunkelung von Fahrzeugen neu und einheitlich regelt. Hilfeleistung bei Lustangriffen. Die Heranziehung In der Praxis der Abwehr der heimtückischen feindlichen Luftangriffe besonders auch auf die Wohnungen der Zivilbevölkerung hat sich der tatbereite Einsatz der zivilen Selbstschutzkräfte und der sonstigen Volksgenossen aus der Nachbarschaft als sehr erfolgreich bewährt. Diese Einsatzfreude der Bevölkerung steht unter dem besonderen gesetzlichen Schutz des Reiches. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe nimmt nun Veranlassung, die gesetzliche Lage hierzu flarzustellen. Nach den Bestimmungen zum Luftschutzgesetz können bei Gefahr im Verzüge die ordentlichen Polizeibehörden und die polizellich herangezogenen Werkluftschutzleiter, Betriebsluftschutzleiter und Luftschutzwarte alle in ihrem Zuständigkeitsbereich Anwesenden zur vorübergehenden Hilfeleistung heranziehen. Die Heranziehung kann mündlich erfolgen. Zur Sicherung der Herangezogenen besteht die Regelung, daß diese Volksgenossen bei Beschädigung während des von ihnen verlangten Dienstes Fürsorge und Versorgung nach den Vorschriften des Lustschutzrechts erhalten. der Bevölkerung. Wie alle gesetzlichen Regelungen, mußte auch diese auf etwaige Außenseiter abgestellt werden, die sich fahrlässig oder böswillig aus der Schutzgemeinschaft des deutschen Volkes insofern ausschließen, als sie einer Heranziehung nicht Folge leisten. Diese Außenseiter werden nach der gesetzlichen Regelung mit Geldstrafe, Gefängnis oder, wenn durch die Verweigerung der Hilfeleistung vorsätzlich Menschen oder bedeutende Werte gefährdet worden sind, sogar mit Zuchthaus bedroht. Die Pflicht, auf Grund polizeilicher Aufforderung bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe zu leisten, ergibt sich überdies auch aus § 330c des Strafgesetzbuches. Der Erlaß 'des Reichsministers der Luftfahrt beauftragt alle zur Heranziehung befugten Personen, insbesondere die Polizeiorgane, dafür Sorge zu tragen, daß zur Bekämpfung von Luftangriffsschäden alle in der Nähe befindlichen Personen, soweit sie nicht andere öffentliche Dienstpflichten zu erfüllen haben, in geeigneter Weise eingesetzt werden. Strafkammer Gretzen. Karl Hammel in Ständen (Kreis Friedberg) war durch Urteil des Amtsgerichts Altenstadt vom 17. Juli d. I. wegen Milchfälschung zu einer G e - fängnis strafe von fünf Monaten und einer Geldstrafe von 500 RM. verurteilt worden. Gegest das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein, und zwar wegen der Strafhöhe. Der Angeklagte hatte im April vorsätzlich verfälschte Milch in den Verkehr gebracht. Eine Kanne, die etwa 19 Liter enthielt, hatte einen Wasserzusatz von 80 v. H., eine andere Kanne, die etwa 2 bis 3 Liter enthielt, hatte einen Wasserzusatz von 15 v. H. Wie in so vielen derartigen Fällen, will auch dieser Angeklagte „vergessen" haben, das Kühlwasser aus der Kanne zu entfernen. Er gibt aber zu, daß er, obwohl er den angeblichen Irrtum merkte, die verwässerte Milch an Die Molkerei abgeliefert hat. Er lieferte aber nur das gewöhnliche Tagesquantum ab, obgleich er an diesem Tage einen erheblichen Ueberschuß an Milch hatte. Der Verteidiger führte aus, der Angeklagte habe sich schuldig gemacht und sei zu bestrafen, die Strafe sei aber zu hoch; er beantragte eine Geldstrafe, die den Angeklagten bei seinen wirtschaftlichen Verhältnissen empsindlich treffen würde, oder doch die Gefängnisstrafe wesentlich herabzusetzen. Der Anklagevertreter machte geltend, daß die Strafe eher zu niedrig als zu hoch sei. Das Gesetz, gegen das der Angeklagte sich in ganz unerhörter Weise vergangen habe, sehe eine Höchststrafe von sechs Monaten Gefängnis vor. Dieses Gesetz sei aber im Jahre 1936 erlassen worden und passe nicht für die Kriegsverhältnisse, da jetzt doch nur Kinder, werdende -und stillende Mütter und Kranke mit Vollmilch beliefert werden. Die Berufung wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, verworfen und somit der Angeklagte zu fünf Monaten Gefängnis und 500 RM. Geldstrafe verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, in der Tat des Angeklagten, der sich als Volksschädling erwiesen habe, liege auch ein Betrug. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 8. Okt. Heute feiern die Eheleute Karl Becker, Reichsbahnbeamter, und Ehefrau Marie, geb. Mohr, Watzenborn, Bahnhofstraße 71 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. Herzliche Glückwünsche. Kreis Büdingen. (D Schotten, 6. Okt. Stadtrechner Karl Glock, der langjährige Rechner des Vogelsberger Höhen- Elubs, konnte am 5. Oktober seinen 6 0. G e - burtstag feiern. Schon 27 Jahre lang führt er mit großer Treue und Gewissenhaftigkeit sein verantwortungsvolles Amt im Gesamtvorstand des VHC. Als er im Weltkrieg im Felde stand, übernahm Carl Linck seine Vertretung. Für seine Verdienste um den VHC. wurde er von dem Reichs- verbanü der deutschen Gebirgs- und Wandervereine durch die Verleihung der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. (T) Schotten, 4. Okt. Unter dem Vorsitz des Kameradschaftsführers Dr. D a m b m a n n fand der diesjährige Generalappell der hiesigen Krieger- kameradschaft im NS.-Reichskriegerbund statt. Nach Verlesung eines Führerwortes gab der Kameradschaftsführer den Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß die Kameradschaft zur Zeit 150 Mitglieder zählt. Der im Berichtsjahr verstorbenen 7 Kameraden wurde ehrend gedacht, ebenso auch des im Westen gefallenen Hauptmanns August Rausch. Die Kameraden beteiligten sich wiederholt an den Sammlungen für das Kriegs-Winterhilfswerk und für das Deutsche Rote Kreuz, ebenso auch an der Metallspende zum Geburtstag des Führers. Ferner konnte festgestellt werden, daß eine zum Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter M Hauptschch'tleit"rs: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirt- >chaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: TheodorKümmel Pl.Nr.6. Besten von Kindern gefallener Kameraden durch- geführte Kriegsschnellsammlung einen schönen (Ertrag brachte. Auch der Pflege des Schießsports wurde Erwähnung getan. Kamerad H a i n z berichtete sodann über die Kassenverhältnisse: nach Bericht des Rechnungsprüfers Kameraden Schalk wurde die beantragte Entlastung erteilt. Kamerad Bing sprach hierauf in sehr anschaulicher Weise über die Leistungen des deutschen Afrikakorps. Mit dem Gruß an den Führer wurde der Appell geschlossen. G. A.-Sport. Düsseldorfs Handball-Frauen siegten. Das Frankfurter Vorrundenturnier um die deut- sche Frauen-Handballmeisterschaft endete mit einem Siege der Stahlunion Düsseldorf, die am Sonntag vor 1000 Besuchern das entscheidende Spiel gegen BSG. Hartmann & Braun. Frankfurt, mit 9:4 (5:0) Toren gewann und sich damit für die Meisterschafts-Endrunde qualifizierte. Die Rheinländerinnen verdankten auch dies- mal Den Sieg ihrem durchschlagskräftigen Sturm, der einfach unwiderstehlich war. Frankfurt spielte im Feld nicht schlecht, kam aber erst nach Seitenwechsel zu Torerfolgen. Im Trostspiel siegte CT. H e s se n /P r. Ka s se l mit 3:1 (2:1) über KölnerBC. Für Kassel mar- fen Frl. Strey (2) und Frl. Schulte, für Köln Frl. Herz gen Die Tore. Gpielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern 1. Jgd. — Heuchelheim 1. Jgd. 7:1 (3:1) W.-Steinberg 2. Jgd. — Leihgestern 2. Jgd. 0:6 (0:3) Die 1. Jugend bestritt am Sonntag ihr zweites Verbandsspiel. Gegner war die gleiche des Sportvereins Heuchelheim. Bis auf den rechten Läufer trat Leihgestern in stärkster Aufstellung an. Heuchel- heim stellte ebenfalls seine beste Garnitur. Die 2. Jugend war in Watzenborn-Steinberg zu Gast, um das fällige Verbandsfpiel auszutragen. Leihgestern fetzte feinen Siegsszug auch hier fort Das Resultat entspricht den gezeigten Leistungen. Kurze Sporlnotizen. Das Programm der Ski-Weltmei« st er sch asten vom 6. bis 15. Februar 1942 in Garmisch-Partenkirchen liegt jetzt vor. Man findet Darin erstmalig einen Spezial-Torlauf. Die Ski-Mei st erfchaften von Hessen- Nas f a u werden am 24.Z25. Januar (alpine Wettbewerbe) und 31. Januar/1. Februar (nordische Wett- bewerbe) im Taunus Lurchgeführt. Hessen-Nassaus Fußballelf zum Reichsbundpokal-Wiederholungsspiel gegen Niederschlesien am 26. Oktober in Liegnitz steht wie folgt: Fischer (Eintracht Frankfurt); Eufinger, Herchen- han (beide R. Rotweiß Frankfurt); Farschon (Oberrat) 05), Lehmann (Eintracht), Willführ (Hanau 93), Glowalla (Hanau 93), Wirsching (Eintracht), Picatt), Nowotny (beide Kickers Offenbach), Wiegand (Eintracht). Ersatz: Dasbach (Hanau 93). — Niere und Blase Schriften durch die Kurverwaltung Bad Wildungen Bezug für Haustrinkkuren durch: Jean Weisel,Gießen,Sonnenstr.6,Tel.3888 sowie durch alle Apoth. u. Drog. nur bei Nacht? Ischias Städtische Musik- und Orchesterschule Gießen/Lahn Leitung: Professor Dr. Stefan Temesväry Heuchelheim, Launsbach, Kassel, Berlin, den 7. Oktober 1941. Eröffnung u. Beginn am 15. Oktober 1941 03352 Theoretischer Unterricht (Theorie- und Harmonielehre Stadthaus, Bergstraße, statt. 4167C 4170 D £69D Friedrich Sack Heinrich Sack Hermann Sack. Familie Familie Familie Ausbildung in allen Orchester - Instrumenten (Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Horn,Trompete, Posaune,Tuba, Schlagzeug. Harfe -, ferner Militär- Musik- sowie alle Streichinstrumente Das Ergebnis der Auslosung wird in den Tageszeitungen alsbald öffentlich bekanntgegeben. Gießen, den 4. Oktober 1941. Der Oberbürgermeister: Ritter. ffliföLSimioet mit 2 Betten an berufstät. Herrn zu vermieten, nähe Kaserne. Sehr. Ang. unt. 03343 a. d.G.A. Nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden ist mein treusorgender Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Onkel und Pate Herr Ludwig Sdimitt III. nach einem arbeitsreichen Leben am 6. Oktober 1941, im Alter von 82 Jahren, für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Frau Katharine Schmitt, geb. Döring Familie Heinrich Schmitt II. Familie Wilhelm Schmitt I. Familie Ludwig Schmitt Familie Wilhelm Hetterich und alle Angehörigen. Bollnbach, Saasen, Großen-Buseck, den 7. Oktober 1941. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. Oktober 1941, um 14 Uhr statt. 4172D Anmeldung, Auskunft und Druckschriften durch die Geschäftsführung (W. Amberg) Gießen, Hindenburg- wall 1, Fernruf 4189. Sofa gut erhalten, zu verkaufen 03350 K. Böhling, Polsterwerkstätte Steinstraße 68 H In tiefem Schmerz: Heinrich Sack III. Familie Luise Pfaff Wwe., geb. Sack Betr.: Ablösung der Markanleihen der Stadt Gießen; hier: Ziehung der Auslosungsrechte für das Jahr 1941. Bekanntmachung. Die öffentliche Ziehung der Auslosungsrechte zu den Ablösungsanleihen der Stadt Gießen für das Jahr 1941 findet am 23. Oktober 1941, 15 Uhr, im JungeFrau sucht für halbe Tage Beschäftigung auf einem Büro. Kenntnisse in Buchführung etwas vorhanden. Sckr. Ang. unt. 03342 a. d.G.A. Die Deutsche Arheilsironl NSG. „Krall durch Freude Kreis dienststeile Wetterau Am Donnerstag, dem 16. Oktober 1941, im Theater, 19.30 Uhr: „Gau-DaTietezug“ mit: Zwei Warells, Hand- und Parterre-Akrobaten Trio del Arte, das schönste Tanz-Trio am deutschen Variete Lu Chang Fu, artistisches Allerlei aus dem Reich der Mitte Alice de Beke, die einzigartige ungar. Parodistin u. 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