Der deutsche Sieg in -er Schlacht von Smolensk. (fVr Züge, Tausende von Kraftfahrzeugen und 3m Kampf gegen die britische Verforgung^schiff- IllUUfl VCl lU^U 15 Brücken wurden blerbei vernichtet. Auch am fahrt versenkten Kampfflugzeuge in der Tracht zum 15 Brücken wurden hierbei vernichtet. Auch am DerKührerüei den Operationen im Osten »rffog Sie Oberbefehlshaber der drei Seeresaruppen im Osten en und gegen fortgesetzte wütende Angriffe Mit dem Mute der Verzweiflung und unter btu- arine und der Waffen-f auf die stark verteilte Stalin-Linie geflohen, die — hinter dem und oder wurden aber an vielen Stellen von den deutschen und verbündeten Truppen nbgefangen uvd den ver- mit des Kampf gegen die feindlichen Bunker- und Geschützstellungen sowie gegen die Panzerkampfwagen des Gegners wirkte die Luftwaffe unter großen Erfolgen mit. Am Verlauf dieser gewaltigen Schlacht waren die Armeen des Generalfeldmarschalls von Kluge und der Generalobersten S t r a u h und Freiherr von Weichs, die Panzergruppen der Generalobersten Guderian und ho 1 h sowie die Luftwaffenverbände der Generale der Flieger L o e r z e r und Freiherr von Richt- Hofen ruhmreich beteiligt. Stärkere Kampffliegerverbände griffen in der letzten Rächt wieder Moskau an. Zahlreiche Bombenvolltreffer wurden in einer Flugzeugfabrik erzielt. 3m Moskwa-Bogen und ostwärts davon entstanden mehrere Großbrände. => "km -1OO 1. ist er sch«,'' schweig W Me eg Netara. vollzählig * fahrt versenkten Kampfflugzeuge in der Rächt zum 7. August an der britischen Ostküste ein Handelsschiff von 10 000 BRT. 3n Ost- und Mittelengland wurden mehrere Flugplätze mit guter Wirkung bombardiert. Vorpostenboote schossen im Kanal einen britischen Bomber ab. 3n Rordafrika erzielten deutsche Kampfflug- Ier8:7(^ einen kmy Kleinen doi und 40 Geschütze, 45 Pak, 69 Granatwerfer 370 Lastkraftwagen und Zugmaschinen erbeutet vernichtet. Kleinere versprengte Sowjet-Gruppen, die Llebergang weiterer Verbände über den Dnjestr. Schwere Verluste der Bolschewisten. Verli n, 7. August. (DRB.) Beim weiteren Hebergang deutscher heeresverbände über den Dnjestr durchbrachen diese die Befestigungslinie an der alten rumänisch-sowjetischen Grenze von 1940. Von diesen Truppen wurden in der Woche vom 27.7. bis 2. S. 1941 101 Sowie t b u n k e r im Kampf genommen. Außerdem räumten die Bolschewisten 12 Bunker kampflos. Heber 8000 Gefangene wurden gemacht igen), Iw* jelfjeim), A rrfjner (M Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber des Heeres,, Generalfeldmarschall von Brauchitsch (links^ im Gespräch mit dem in der Sondermeldung genannten Generaloberst von K l e i st und Generale seldmarschall von Reichenau (rechts). (PK.-Schneider-Scherl-M.) (Scherl-Bilderdienst-M^ Besprechung des Führers im Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres dem Oberbefehlshaber des Heeres Generalfeldmarschall von Brauchitsch und dem Chef Generalstabes des Heeres Generaloberst Halder über die Lage. — (PK.-Reichelt-Scherl-M.) ningen). An lltv. Gießt« vernichtet. Die schweren blutigen Ver- luste der Bolschewisten steigern sich von Tag zu Tag an der gesamten Ostfront. Am TNittwoch. dem 6. August» wurden allein vor dem Kampfabschnitt einer deutschen Division 3000, vor dem Gefechtsstand einer Flakbatterie 600 gefallene Sowjets festgestellt. Stuka-Angriff auf Panzerzüge. Berlin, 7. Aug. (DRB.) Ein Verband deutscher Sturzkampfflugzeuge führte am Dienstag, 5. August, einen Angriff mit vernichtender Wirkung auf Panzerzüge der Sowjets durch. Zwei Züge, die in die Flanke vorgeschobener deutscher Truppenteile herangeführt werden sollten, wurden durch Volltreffer schwerer Bomben zerstört. Oie meisten wagen wurden umgeworfen, einer der Lokomotiven wurde durch Bombensplitter der Kessel aufgerifsen. Die Gleise wurden mehrfach unterbrochen. Ein auf einem Rebengleis stehender Güterzug erhielt ebenfalls mehrere Bombentreffer und brannte vollständig aus. An einer anderen Stelle wurde ein dritter Panzerzug durch Volltreffer auf das Gleis unweit vor dem Zuge zeuge Bombentreffer schweren Kalibers in Lagerhäusern und waterialspeichern bei Tobruk und warsa watruk. Lin weiterer erfolgreicher Luftangriff, der von einem stärkeren deutschen Kampffliegerverband durchgeführt wurde, richtete sich gegen die Hafenanlagen von S u e z. Der Feind warf in der letzten Rächt an verschiedenen Orten West- und Südwestdeutschlands Vrand- und Sprengbomben. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verwundeten. Racht- jäger und Flakartillerie schossen fünf britische Bomber ab. N Sch l.*l 31t* Nm £ peinig hH (7:2). chl'ch & e tapjtr W tn M MH des Lon- * einen leg der 6o[. ! fanden s» ch Echtz ii ir das £pii( er Torinani größere K x.< zum Stehen gebracht und sodann ebenfalls voll^ kommen zerstört. Schwache feindliche Kräfte nach Deutschland eingeflogen. Berlin, 8. Aug. (DRV. Funkspruch.) 3 n b er Rächt zum 8.8. flogen feindliche Flugzeuge mit schwachen Kräften nach Deutschland ein. Rur einzelnen Maschinen gelang es, bis zur Reichs- Hauptstadt vorzudringen und einige Sprengbomben abzuwerfen. Ls entstand geringer Gebäudeschaden. Einige Personen wurden verletzt. m. Endspiel ue letragen. konnten Kl soweit je Ireis Gieße m die Dem dortign StadtniM nen sich in it Die A mf die ®tbt- 5d)iebsrid)!fl »lgende Sie Anschluß an ihre zurückweichenden Verbände loren halten, versuchten sich durch die vorderen Linien der deutschen Truppen hindurchzuschlagen, ^ichÄ^ ehabt. )onM 'S 5 t*# Ä '«in 5 !--> täZ' LUnb ft« Neil 3 1:Na|. '."’M ’M etI»9e d w £1 ,m vreunk :tDQf(e, hu- seit wiederzugewinnen, während neu herangeführle !ruppen in den Kampf geworfen wurden, um ihnen kiiösah zu bringen. Alle diese Versuche scheiterten an iet Wendigkeit und Zähigkeit unserer Truppen. Das 5agen und im Verein mit der Flakartiller e Hie Einwirkung aus der Luft auszufchalten. I 126 Elfenbahnziiger sechs JJanjct- ORB. Aus dem Führerhauptquartier, 7. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Vie bereits durch Sondermeldung bekannl- (j(;eben, hat die Heeresgruppe des Generalfeldmar- felalls von Bock im Zusammenwirken mit der Luftflotte des Generalfeldmarschalls Kesselring bi große Schlacht von Smolensk siegreich zl Ende geschlagen. Bei mäßigen eigenen Verlusten sich die blutigen Verluste des Gegners ungewöhn- l>c, hoch. Rund 310 000 Gefangene fielen in utfere Hand. 3205 Panzerkampfwagen, 31?0 Geschütze und unübersehbares sonstiges illiegsmaterial wurden erbeutet Die Sowjetluft- tttffe verlor 1098 Flugzeuge. Heber den Verlauf der Schlacht kann nunmehr fügendes berichtet werden: Roch vor dem Ab- säluß der Doppelschlacht bei Bialystok und jjinff waren schnelle Verbände des Heeres, der Nei xZ "ST? L * gjre vv Die Sondermeldungen des OKW. aus dem Führerhauptquartier ermahnten zum erstenmal die Befehlshaber der im Osten eingesetzten Heeresgruppen, und zwar Generalfeldmarschall von Rundstedt (links) der den Oberbefehl auf dem Südflügel hat, Generalfeldmarschall Ritter von Lee b (Mitte) der Führer der Heeresgruppe in den Ostseeländern, und Generalfeldmarschall von Bock (rechts), der die große Schlacht in der Mitte der Ostfront schlug. (Scherl-Bilderd ienst-OKW.-M.) LühelliMDMjepr und bet oberen Düna verlaufend — in den ZarbenhM z | festigten Orten* 2R ohilew, Orscha, Witebfk tKasienfm! k P o l o z k über gewaltig ausgebaute Stüh- Mlkle verfügte. wWi j Unter schweren Kämpfen gelang es, beiderseits kyalo zk Brückenköpfe zu bilden. Am 11. 3uti wurde Viteb s k genommen und der zäh verteidigte Kjepr-Abschnitt südlich Mahilew und Orscha in planmäßigem, durch örtliche Heberraschungen i Merstühten Angriff über den Fluß durchbrochen, den folgenden Tagen stießen dann die schnellen Krbände beiderseits der Straße Orscha — Smolin ff in breiter Front nach Osten vor. Am 16. 3uli tmrbe das vom Feind außerordentlich zäh vertei lte Smolensk von einer motorisierten 3nfan- 3 Feindes gehalten. während der Durchbruch südostwärts, ostwärts nordostwärts von Smolensk durch Panzerverbände und motorisierte 3nfanteriedivisionen trotz erster Gegenangriffe erweitert wurde, deckten die ivkschließenden 3nfanteriedivisionen unter unge- vchnlichen Marsch- und Kampfleistungen die vom Zcind immer wieder angegriffenen Flanken des Stofefeits und übernahmen die Einkreisung des von schnellen Verbänden durchbrochenen und in einzelne, noch kampfkräftige Gruppen zerschlagenen Zcindes. 3n einem Raum von 250 Kilometer Breite mb 150 Kilometer Tiefe entstand somit eine geistige Schlacht, als deren hauptsächlichste Brenn- pintte neben Smolensk die Orte Witebsk, hlojf, Rewel und Mohilew zu nennen ^reundfchü^ pertsburc, Rupperts zmolensk von einer motorisierten Jnfan- 1 Iugeck triiedivision im Kampf mit der blanken Waffe ge- Die Beruhigungspille. Der Eintritt der Sowjetunion in den Krieg hat auf das englische Publikum phantastisch gewirkt. Der Durchschnittsengländer, der seit zwei Jahren 1 eine Hiobsbotschaft nach der anderen hinunter- chlucken mußte, ging seelisch hoch wie ein Hefekuchen. Das psychologische Bild Englands wandelt ich verblüffend. Die englischen Ferien beginnen pät, etwa in den letzten Julitagen. Die Züge in die Badeorte sind überfüllt, öbwohl die Reisenden durch die Zeitungen erfahren, daß die Hotels und Pensionen von der Wehrmacht belegt sind und daß die früheren Badeorte auch keine Sonderzuteilung an Lebensmitteln erhalten. Ganz elementar bricht nach all den schweren seelischen Bedrückungen ein Erlösungsgefühl des englischen Volkes durch. Die englische Regierung hat Ende Juni den Ostfeldzug — wie sich versteht — sehr gern zu einer Aufpulverung' der Stimmung in England benutzt. Aber dieser Ueberschwang, der aus der Tiefe der Volksseele losgebrochen ist, war für sie doch eine Ueberraschung, deren Gefährlichkeit sie sofort erkannte. Denn was geschieht, wenn dieser lieber* chwang ein jähes Ende findet? Wenn eine neue, größere Enttäuschung bevorsteht? Darum hat Churchill in seiner letzten Rede das Schreckgespenst einer deutschen Invasion für den September aufgerichtet. Es hat alles nichts genutzt. Die Engländern feiern die Sowjetunion als die Erlöserin aus ihrer Rot. Umgekehrt setzt Stalin die englische Regierung unter schärfsten Druck, jetzt doch mit allen Mitteln, also mit dem Einsatz des englischen Heeres und der englischen Flotte, eine Entlastungsoffensive irgendwo an den weiten Küsten vom Eismeer bis zum Mittelmeer gefälligst zu beginnen. In diesem Wirrwarr widerstreitender Tendenzen muß die englische Regierung lavieren. Sie sieht sich einem seelischen Aufstand des eigenen Volkes gegenüber; sie wird zugleich von den neuen Sowjetfreunden unter Druck gesetzt. Die Englandfreunde in USA. erheben dazu ihre Stimme unb verlangen nun auch, daß etwas geschieht. Es ist sehr instruktiv, wie die englische Presse und der englische Rundfunk aus diesem Wirrwarr einen Weg ins Freie zu gewinnen suchten. Die Hoffnung auf die Sowjetunion darf ja nicht erschüttert werden. Sie soll nur eingedämmt werden. Darum ist die deutsche Sonderyieldung über den siegreichen Abschluß der Schlacht von Smolensk katastrophal empfunden worden. Diese katastrophale Schockwirkung soll beseitigt ober wenigstens gemildert werden. Die Engländer erklären also, daß bei den deütschen Sondermeldungen vom 6. August alle genauen Angaben fehlen. Jeder Deutsche konnte die bei Smolensk abgeschlossenen sowie die auf dem Nord- und Südflügel noch in Gang befindlichen Operationen mit dem Zeigefinger auf der Landkarte nachziehen. Die Engländer sind genau so wie die Franzosen verzweifelt schlechte Erdkundler. Darauf verläßt sich das Londoner Jn- formationsministerium. Brandon Bracken, der gelehrige Schüler Churchills, erklärt einfach, daß alle genauen Angaben bei den deutschen Meldungen fehlen und verläßt sich auf die einschläfernde Wirkung der ewigen Wiederholung. Ja, er läßt Mitteilen, daß sich die Sowjetverbände gegen alle deutschen Angriffe unerschüttert in Smolensk halten, wobei es jedem Neutralen unbenommen ist, sich durch Augenschein davon zu überzeugen, wer in Smolensk fitzt. Aber nun kommt die andere Aufgabe der Zwickmühle, in der das JnformationsministeriuM steckk. ich bei bir , ich I Ito. • innen- , ____________________ , „ ^en -M feiten Opfern versuchten die eingeschlofsenen Teile *l'l' 1 ki Feindes in fast vierwöchigem Ringen ihre 5rei- 8rettag,8.AugustM1 n. Jahrgang Nr. (87 Aitor /httotdW FR.i'XS'“""' Urik nlr Hk I ZI 11 ii llIK I “ämK BMuS VlVIlvIlvI »wäm MN einzelnen Nummern Wiederholung MaMaffell rcrnwre»ani»lun 2251 vruck und Verlag: WtiDorftbtiftfootbenge WchecknİKrants?M. krllhIlcheUnlverstlälrdrucker.lB.r-»ge (DCnvlUl-ZIll JVI |Ul Vvlljv|| V II «teften.Schulftraße 7-a Vereinbarung,28°/.mebr xSleskat - ^Oitebsk o • toben i. F Den Sowjetfreunden geht es schlecht. Ihre Situation darf deshalb auch wieder nicht au rosenrot gemalt werden. Also läßt Brandon Bracken orakeln, in der Ukraine sähe es allerdings ernst aus und die Deutschen hätten Fortschritte gemacht. Aber die Sowjetführung habe nur einen taktischen Rückzug angetreten, der mit allen 'Einzelheiten geschildert wird. Bom taktischen Rückzug ist es dann nur ein Katzensprung bis zum glorreichen Rückzug. Die andere Methode ist, die deutschen Sondermeldungen zu bagatellisieren. Und nun meldet sich wiederum ein neuer Sprecher, der erklärt, die vier Sondermeldungen hätten gar keine Bedeutung, ihre Angaben seien nicht einmal sehr übertrieben, sie berichteten nur, was ohnehin schon alle Welt wisse. Dazwischen wird ein großes Wesen mit den Todesanzeigen gemacht, die in der deutschen Presse erscheinen. Run, den Krieg hat es überhaupt noch nicht gegeben, bei dem keine Toten zu beklagen gewesen wären. Bon diesen deutschen Todesanzeigen wird weidlich gesprochen. Bon den 895 000 Sowjet- gefangenen, von den um ein Mehrfaches höheren blutigen Verlusten der Sowjets, von den ungeheuren Beute- und Zerstörungszahlen wird klüglich geschwiegen. Aber mit Beflissenheit wird berichtet, daß der Moskauer Jnformationsminister, der Jude Losowsky, in einer Pressekonferenz erklärt habe, Hitlers Armee beginne bereits zuzer- bröckeln. Auf diesem jüdisch-sowjetischen Wahrwort reitet die Londoner Presse mit wahrer Wollust herum. Und das schon deshalb, weil dann ja eine besondere englische Anstrengung nicht mehr nötig ist, wenn nach offiziöser'Moskauer Erklärung Hitlers Armee zu zerbröckeln-beginnt. Damit aber diese klügelnde Spekulation nicht bemerkt wird, läßt der englische Jnformationsminister erklären: der britische Löwe wartet, bis seine Zeit ge- kommen ist. Und, um nicht neue Illusionen gar zu hoch schießen zu lassen und zugleich jenen rosaroten Optimismus des so lange gequälten Durchschnittsengländers zu dämpfen, fordert der „Daily Expreß" im schönsten Sowjetjargon „die Arbeiter und Soldaten" dazu auf, jeden Tag mit einer deutschen Offensive gegen die eigene Insel zu rechnen und die Bevölkerung entsprechend darauf vorzubereiten, die sich allzu sorglos am Strande der Seebäder aale. Dr. Ho. 24 Britenflugzeuge im Kanalgebiet abgeschossen. Neue schwere Verluste der britischen Lustwaffe am Donnerstag. Berlin, 7. August. (DNB.) Die britische Luft- waffe erlitt im Laufe des Donnerstag abermals schwere Verluste. Bereits am Vormittag wurden ein britischer Bomber durch Flakartillerie und ein Lpitflre-Jagdflugzeug durch Jäger im Kanalgebiet abgefchosfen. Bei Angriffsversuchen eines aus Bombern und Jägern bestehenden britischen Verbandes schossen deutsche Jäger in den Mittagsstunden bei Luftkämpfen im Raum zwischen Dünkirchen und Boulogne neun Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire ab. Durch Flakartillerie wurde außerdem eine Spitfire über See zum Absturz gebracht. Ein in den Abendstunden einfliegender gemischter Verband verlor durch die deutsche Jagdabwehr im Kanalgebiet zwölf Flugzeuge. Die Gesa m l v e r l u st e des Feindes am Donnerstag betragen nach bisherigen Meldungen danach 2 4 Flugzeuge. Auf deutscher Seite traten keine Vertu st e ein. 3m Juli 463 Briten über dem Kanal abgeschoffen. Berlin, 7. August. (DNB.) Während der zwar groß angekündiqten, aber kläglich gescheiterten britischen Luftoffensive verlor die britische Luftwaffe allein im Juli 463 Maschinen über dem Kanal. Außer den bereits gemeldeten Piloten, die In acht Tagen des Monats Juli in deutsche Gefangenschaft gerieten, wurden im gleichen Zeitraum die unten genannten britischen Flieger mit Verwundungen und Verletzungen in deutsche Lazarette ausgenommen: Sergeant Hans Soal, Erkennungsnummer 650186, aus Brockry, 21 W. Pulborough; Sergeant Ernest Agoold (759 244) aus London NW 9 Creret Kingbury Highmeadow 30; Sergeant Kenneth Kemp aus Watten, Herts Coach House; Sergeant William John Jackmann (1 163 494) aus London W 12, Shepherds Bush, Richmondgardens 55; Sergeant Graham Francis Breckon (NZ. 402162) aus Pt. Chevalier, Auckland (Neuseeland), Dignan Road 14; Sergeant Eduard William Perkins (7481) aus Oxford, Jffay Road Howard Street Road 6; Sergeant Joseph Biel (780 378); Pilot. Dfficer Cheick (P. O. 548); Sergeant Hiltens. Oer Mißerfolg von Kirkenes. Die Namen gefangener britischer Piloten. Berlin, 7. August. (DNB^ Wie bereits gemeldet, unternahm die britische Luftwaffe am 30. 7. einen Angriff sv ers uch auf Kirkenes, der mit einem völligen Mißerfolg der Briten endete. Von den angreifenden 40 britischen Flugzeugen konnten nur 10 und diese zum Teil mit schweren Beschädigungen zu ihrem Stützpunkt zurückkehren. 23 Maschinen, vorwiegend Torpedoflugzeuge, wurden von deutschen Jägern abgeschossen, 5 von der deutschen Boden- a b w e h r zum Absturz gebracht. Zwei weitere britische Flugzeuge wurden so schwer beschädigt, daß sie ihren Stützpunkt nicht mehr erreichten. Da das britische Luftfahrtministerium auch von diesen großen Verlusten bei Kirkenes nur einen Bruchteil zugab, werden, wie schon nach der Luftschlacht über dem Kanal, nachstehend die Namen der britischen Piloten bekanntgegeben, die bei diesem völlig zusammengebrochenen Angriffsversuch gefangengenommen wurden. Es wurden in deutsche Gefangenschaft eingeliefert: 1. Lt. R. N. Alastair Trevithic Easten; 2. Sub. Lt. Robert Stanley Miller; 3. Lt. Rm. John Ferraby Olsen; 4. Lt. R. N. Hugo Hastings Bracken; 5. Lt. R. N. Harold Frederick Bond; 6. L. N. A. Edward Lancaster; 7. Lt. R. N. David Miles Lubbock; 8. Sub. Lt. Arthur Percival Keep; 9. Sub. Lt. Tom Eadie Blacklodk; 10. Sub. Lt. Charles Vyvyan Howard; 11. Sub. Lt. Herard Luptin Turner; 12. L. N. A. Donald Edward Polmeer; 13. Lt. R. N. Robert Roß-Taylos; 14. Sub. Lt. Peter John Greenslade; 15. Sub. Lt. William Walter Parfons; 16. Lt. R. N. Peckup; 17. Lt. R. N. Miles; 18. L. N. A. Harry Griffin; 19. Sub. Lt. N. A. David Myles; 20. Lt. R. N. L. E. R. Behairs; 21. Lt. R. N. Bul- ford. Viele Briten fanden den Tod in den Wellen. Außerdem wurden zahlreiche britische Flieger als Leichen geborgen. Diese konnten aber zum größten Teil nicht identifiziert werden. Lediglich von vier toten Piloten wurden die Namen bisher festgestellt. Es handelt sich um: Lt. N. A. Beer, Lt. N. A. Darrow, Lt. N. A. Clayton und Lt. N. A. Nade. England bedroht den mittleren Osten. Von unserer Berliner Schriftleitung. Reichlich viel Unglück ist über England gekommen. Es stützte sich bis jetzt auf die dummdreiste Arroganz seiner mundfertigen Staatsmänner und auf die Hilfe anderer Völker, mit denen es seinen weltumspannenden Raubstaat errichtete. Aber beide Stützen brechen, und es ist sehr,amüsant zu beobachten, wie sich England in einer so kritischen Situation benimmt. Als am 6. August die Sondermeldungen der deutschen Wehrmacht die beispiellosen Erfolge im Osten meldeten und genaue Ziffern Über die unvorstellbare große Gefangenenzahl sowie die Vernichtung ganzer Armeen mit ihrem Kriegsmaterial meldeten, sowie darauf hinwiesen, daß deutsche Infanteriedivisionen rund 1000 Kilometer zurückgelegt hätten, stand ein Typ dieser englischen sehr gemischten Gesellschaft, der sogenannte Arbeiterparteiler und Renommiermajor der jetzt verschwundenen spanischen Bolschewisten, Attlee, vor dem Unterhaus und erzählte — die Sowjets seien doch prächtige Kerle, ihre Armee führe wirklich einen wundervollen Kampf. Allerdings fei die britische Hilfe nicht sichtbar, aber um so wirkungsvoller. In der gleichen Unterhaussitzung erklärte Eden, England wolle sein äußerstes tun, um den Ländern im Mittleren Osten dazu zu verhelfen, sich eines freien und unabhängigen Lebens zu erfreuen. Der britische Außenminister fuhr dann fort: „Inzwischen werden unsere Truppen im Mittleren Osten verstärkt, damit sie für die nächste Angriffsaktion bereit sind." Diese überraschend offenherzige Ankündigung eines brutalen Ueberfalls auf die Staaten des Mittleren Ostens begründete Eden mit vagen Verdächtigungen des Iran und plumpen Drohungen gegen die Türkei. Seine- Behauptung, daß im Iran deutsche Agenten tätig seien, ist von der Regierung in Teheran erst vor drei Tagen klar und eindeutig widerlegt worden. Edens dreiste Drohungen sind ein neuer Beweis dafür, daß die Behauptung, England kämpfe für die Unabhängigkeit und Souveränität der kleinen Staaten, nichts anderes sind als hohle Phrasen, mit denen die britische Politik ihre imperialistischen Ziele verschleiern möchte. Edens letzte Unterhausrede ist daher geeignet, den Völkern des Mittleren Ostens über die wahren Beweggründe der britischen Politik die Augen zu öffnen. Man wird in Ankara und Teheran den Sinn der britischen Drohungen nun wohl verstehen. Auch ein Artikel der „Times", der die Ausgliederung Europas behandelte und den Sowjets große Jnterefsenzonen im Mittleren Osten ein» räumen wollte, gehört durchaus in diesen Rahmen. Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, daß die „Times" nun von diesem Artikel abrücken möchte, weil ihr die hier zutage gekommene Indiskretion der wahren englischen Pläne unbequem wird. Beunruhigung in der Türkei. I st a n b u [, 6. August. (Europapreß.) Die allgemeine Empörung der türkischen öffentlichen Meinung über einen Artikel der „Times", der den Bolschewisten nach dem Kriege die Führung über das gesamte Osteuropa mit Einschluß der Meerengen verspricht, findet in der Istanbuler Presse starken Eindruck. Sadel sagt in der Zeitung „Ian": „Bisher haben England und die Vereinigten Staaten behauptet, Krieg zu führen, um zu verhindern, daß eine einzige Macht den Sieg in Europa erringe, weil alle Staaten ein Lebensrecht hätten. Wenn die „Times" als Wortführer des Foreign Office es für notwendig hält, eine Macht zu beauftragen, die Völker Öftsruropas zu beherrschen, womit dieser Teil Europas zur sowjetischen Einflußzone wird, so widerspricht das den erwähnten Grundsätzen." In der Zeitung „Vakit" heißt es, man müsse sich fragen, ob zwischen der Sowjetunion und Großbritannien außer dem Beistandspakt noch ein Geheimvertrag bestehe, der der Sowjetunion nach dem Kriege die erwähnte Aufgabe zuspricht. „Da rojr mit der englischen Regierung ein Bündnis abgeschlossen haben", so sagt das Blatt, „wären wir gern unterrichtet." Diese letzte Stimme wird in Istanbul so aufgefaßt, daß die Regierung von England Aufklärung über die Bedeutung des „Times"-Artikels verlangen soll. Oer Parasit Europas. Madrid, 7. August. (DNB.) „England will mit seinen jüdisch-nordamerikanischen Komplizen Europa in eine Kolonie verwandel n", so schreibt die Zeitung „Madrid" zu den Aufteilungs- plänen der „Times". „England hat von der Uneinigkeit der europäischen Länder gelebt. Ihre Zwietracht war die beste Nahrung für den britischen Imperialismus, aber Europa sind heute hie Augen aufgegangen, es weiß, wo der fürchterliche Parasit zu suchen ist. England hat wie ein Drache Europa im Nacken gesessen. Das Wort von dem Schutz der kleinen Völker hat es niemals im britischen Sprachschatz gegeben. In der Stunde des Todes wird es England auch recht fein, wenn es feinem nordamerikanifchen Komplizen hur d i e Trümmer Europas ausliefern kann. Diese ungeheure Gefahr, die über Europa schwebt, trägt bereits ihre ersten Früchte. Sie schweißt alle euro» päischen Länder zu einer Einheit zusammen, an der alle jüdisch-englisch-nordamerikanijchen Pläne zer. fallen. Bruno Mussolini tödlich abgestürzt. an W1, igtti sie Ment iss auf hier treibt Wenn die Vereinigten Staaten ein fO Oie portugiesische Freundschastsmissioii e bisherige Brücke war von den Sowjets in dar ist gesprengt worden. Oie ersten flämischen Freiwilligen. Brüssel,?. Aug. (Europapreß.) Ein erstes * und Luft Der dortig 1 I st ausgk Wche formen 1 Ifr dort kenb li bn: Dc Id. Es Damals lalb, mi zeitig hat Mussolini der rumänischen Armee semr kameradschaftlichen Grüße übermittelt. , Xi Weji r’ baue: £ ook, ches Ansinnen ganz offiziell an die brasilianische Regierung stellten, dann wäre es — wie schon ft vieles andere — ein zynisches Eingeständnis de: wahren Gesinnung der nordamerikanischen Politik», Am Mittwoch hat der e r st e r u m ä n i s ch e Z u S nach der Befreiung Bessarabiens und der Bukowina den Pruth überquert auf einer von beul' sehen Pionieren vom 18. Juli bis 4. August errichte ten Brücke, die auf Holzpfeilern ruht und viel Bogen mit einer Spannweite von je 57 Meter hart Die bisherige Brücke war von den Sowjets in dar der Welt als der Inbegriff des Barbarentums der Zerstörung. Oie Verteidigung Zndochinas. Krankenhaus von Santa Chiara auf, wo er an der Bahre seines Sohnes Bruno verweilte. Anschließeih besuchte er die Absturzstelle. PSi k'N NA F-M Mi t( N t« IS üprh. Paris, 8. August. (DNB. Funkspruch.) ©eneralgouDerneur' von Jndochina, Vizeadmiral Decoux, hat in einer Erklärung die lügenhaften englisch - amerikanischen Unterstellungen hinsichtlich des französisch-japanischen Abkommens zur gemeinsamen Verteidigung von Jndochina mit allem Nachdruck zurückgewiesen und sich dagegen verwahrt, daß sich diese Länder in die französisch-japanischen Angelegenheiten einmischen. Frankreich stehe auf dem Standpunkt, daß die Sicherung Jndochinas durch eine gemeinsame Verteidigung des Landes zusammen mit Japan am besten gewährleistet sei. !: 'M yiet SHe d. Ml ft das auch dem gutmütigsten Mann in Südamerika |>« ist ni die Augen öffnen müßte. Auf jeden Fall ist die lot' ptiggebl fache allein, daß von solchen Plänen gesprochen Mm Tc werden kann, ein sehr trübes Symptom für bti liit ui) i Charakter dessen, was man in Washington täi Mtrn. Solidarität Amerikas nennt 1 später, kanische Sache schlagen könnte? Tatsächlich soll bii | 8ch hab' nordamerikanische Regierung, wie gemeldet wurde, MW: l die brasilianische Regie.rung dazu er. muntern, mit ihren Truppen d i e p o r< „Alcazar" stellt fest, daß die Erklärungen Edens über die „neue Ordnung" in Europa nach dem Kriege ein typisches Beispiel für den englischen Cant seien. Nur die Engländer könnten eine Zweiteilung Europas in einen von England unterdrückten und einen von den Bolschewisten barbarifierten Teil als „Ordnung" bezeichnen. Mit Ausnahme von Mr. Eden und dem kleinsten Teil seiner Anhänger gelte der Bolschewismus nach wir vor in Ni -h Bruno Mussolini, der erst 26 Jahre alt war, als freiwilliger Fliegeroffizier mit fernem etwoz älteren Bruder Vittorio und dem Außenminister Graf Ciano schon am ersten Feldzug in Ostafrih teilgenommen und sich wiederholt bei kühnen Kriesr» flügen ausgezeichnet. Auch im spanischen Bürgerkrieg Sat er sich Lorbeeren errungen. Seit Kriegsau.;. Rom, 7. Aug. (Europapreß.) Am Donnerstag um 10 Uhr ist in der Umgebung des Flugplatzes San Giusto bei Pisa ein neues viermotoriges Bombenflugzeug aus noch ungeklärten Gründen abgestürzt. Das Flugzeug gehörte zu einem Geschwader, das sich in dem abschließenden Versuchsstadium unmittelbar vor dem Abgang die Front befand und machte einen Probe- im Felde und führte ein Bombengeschwader erst an der Westfront, dann im Mittelmeer und auf Den Balkan. Bruno Mussolini nahm 1937 an dem Flug Jstres—Damaskus—Paris, bei dem er als Dritter eintraf, und aud) an dem Flug der „Grünen Mäuse" nach Südamerika teil. Unmittelbar vor Kriegsau^ bruch hat er die neue italienische Luftverkehrs!^ nach Südamerika organisiert. Er gehörte auch ber Direktion der Luftverkehrsgesellschaft LATI an/ Brüssel, 7. Aug. (Europapreß.) Ein erftH Kontingent flämischer Freiwilliger, die sich M Kampf gegen den Bolschewismus gemeldet habem. verließ am Mittwoch den Brüsseler Norübahnho'!- In feierlichem Zug marschierten die flämische" Soldaten hinter dem schwarz-goldenen Löwenbai«' ner der Flamen durch die Straßen von Brüssel. einer kurzen Feierstunde, an der das gesamt Führerkorps der Flämischen Einheitspartei, die A» gehörigen der Freiwilligen sowie deutsche OffiZleN teilnahmen, würdigte der Führer der Flämischer Einheitspartei, Staf de Clerq, den Entschluß der Freiwilligen, sich zum Kampf gegen den Welk' feind an die Seite Deutschlands zu stellen. „Unse* Platz", so erklärte er, „farm nur an der Se»r Deutschlands sein. Deutschland erweist uns ctn große Ehre, indem es euch mitmarschieren läßt ® den Reihen des ruhmreichsten Heeres der Weltflv- schichte." Unter Führung eines deutschen MusM korps und begleitet von zwei Kompanien der beim- schen Wehrmacht marschierten die Freiwilligen dann zum Brüsseler Nordbahnhof. Italiener an der rumänischen Front. B u k a r e st, 7. Aug. (Europapreß.) Der Duce hat an Staatsführer General Antonescu ein Telegramm gerichtet, in dem er ihm seinen Dank ausspricht für die Botschaft, die der rumänische Staatsführer b e i d e r A n k u n f t der für den Osten bestimmten italienischen Truppen in Rumänien an ihn gerichtet hat. Gleich- in Brasilien. Lissabon, 8. Aug. (Europapreß.) Der brapv I lianische Außenminister A r a n h a gab in Rio 8* I Janeiro ein Bankett zu Ehren der portugiesischem I Freundschaftsmission, bei dem Botschafter oe Co> st r o, ein antikes Gemälde als Geschenk der portugiesischen Regierung überreichte. Außenminister; Aranha erklärte, der Besuch der portugiesischer Mission stelle eine Bekräftigung der Entschlossene der beiden Regierungen und Völker dar, mit allen I verfügbaren Kräften ihre Länder, ihre Traditionen, und ihre Ideale zu verteidigen. Der Führer den portugiesischen Mission, Dr. Julio Bantas, erwiderte, Brasilien und Portugal bedürften feinet Annäherung, von der so oft gesprochen werde, b«c sie sich niemals voneinander getrennt ober entfernt hätten. Beide Länder müßten jedoch ihn friedlichen Anstrengungen vereinigen, damit fu morgen an der politischen sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung der Welt Mitarbeiten fönnte» Die Oienstzeitverlängerung in -en USA. Washington, 7. August. (DNB.) Der norfo amerifanische Senat nahm mit 44 gegen 28 Stim men das Dienstzeitverlängerungsgesetz an. Durch das Gesetz wird die Dienstzeit um 18 Monat» verlängert, so daß sie praftisch 21/z Jahn beträgt. Mit lebhafter Bestürzung wurde die Kunde ddh dem Absturz des tapferen Fliegeroffiziers im ganzen Lande aufgenommen. Die italienische Abendvreft schreibt, das italienische Volf schließe sich in dieser Stunde eng um den Duce in der Hoffnung, daß be Teilnahme von 50 Millionen Italienern beit Schmerz des Regierungschefs lindern möge, b« Italien ungeachtet aller Prüfungen zum Siege führt. Der König und Kaiser hat an den Ducs folgendes Belleidstelegramm gerichtet: „In diesem Augenblick, der Ihrer Vaterliebe einen so barte» Schlag verletzt, wünschen die Königin und ich Ihre», tiefen Schmerz zu teilen und sprechen Ihnen M diesem schweren Verlust unser tiefgefühltes Beilei aus. Ihr Ihnen herzlich zugeneigter Detter. Gezj Viktor Emanuel." Beileidstelegramm des Führers. B e r l 1 n, 7. Aug. (DNB.) Der F üh rer hak de, Duce in einem in herzlichen Dorken gehaltene» Telegramm fein tiefgefühltes Beileid zum 2lus druck gebracht. Bruno Mussolini. — (Scherl-Bllderdienst-M.) flug. Von den Angehörigen der Besatzung sind getötet: der Fliegerhauptmann Bruno Mussolini als Kommandant der Maschine und Geschwaderführer, der Fliegeroberleutnant Ditalini und der Technifer-Feldwebel T r e s s i n i; fünf wurden verletzt. Gleich nach Erhalt der Nachricht hat sich der D u c e, begleitet vom Chef des Generalstabs der Luftwaffe, General Priccoli, im Flugzeug nach Pisa begeben. Nach Abschreiten der Front der auf dem Flugplatz angetretenen Mannschaften suchte der Duce zusammen mit seinem anderen Sohn, Fliegeroberleutnant Vittorio Mussolini, das Berlin, 7. August. (DNB.) Unter der Ueber- schrift „Sfrupellose U8A.-Regierung" veröffentlicht das „Hamburger Fremdenblatt" folgende Meldung: Während das Zusammentreffen des brasilianischen Bundespräsidenten mit denz Präsidenten von Paraguay zu einer Manifestation des herzlichen nachbarlichen Verhältnisses wurde, kam das ebenfalls aeplante Zusammentreffen mit dem boli- v i a n i s ch e n Präsidenten Penaranda nicht zustande. Penaranda sagte im letzten Augenblick ab und ließ sich an der brasilianischen Grenzstation durch seinen Außenminister Derlreten. Wie man sowohl aus bolivianischen als auch aus brasilianischen Kreisen erfährt, wurde dieses persönliche Treffen durch ein Eingreifen Nordamerikas verhindert, und zwar durch Inszenierung des Belmonte -Falles. Dadurch sollte innen- und außenpolitisch eine so gespannte Atmosphäre in Bolivien geschaffen werden, daß Penaranda von der Hauptstadt nicht abwesend sein konnte. Der nordamerikanifchen Regierung' lag vor allem daran, zu verhindern, daß durch diesen Besuch die Solidarität, Zusammenarbeit und Unabhängigkeit der La-Plata-Staaten gestärkt würde. In den Ländern der La-Plata-Staaten beobachtet man diesen neuen Versuch Washingtons, zwischen den südamerikanischen Staaten Zwietracht zu säen, mit wachsender Besorgnis. Zum gleichen Thema berichtet die „Frankfurter Zeitung": Die nordamerikanische Politik scheut sich auch keineswegs, einzelne südamerikanische Staaten für sich selbst vorzufchicken, ihnen politische Entscheidungen oder gar militärische Maßnahmen zuzumuten, für die sie selbst vor der Welt nicht Die Verantwortung auf sich nehmen möchten. Der Hunger nach Stützpunkten ist heute eines ihrer unersättlichen Bedürfnisse geworden. Es ist dank des Zusammenspiels mit England und dank besonderer geographischer und gesamtpolitischer Umstände in verschiedenen Teilen des Atlantischen Ozeans schon befriedigt worden, aber es gibt noch zu viele Inseln zwischen Amerika und Afrika, auf die Präsident Roosevelt die Hand der Vereinigten Staaten legen möchte. Und nun hat sich gezeigt, daß der Griff nach den portugiesischen Inseln im Atlantik nicht gerade einfach, ja geradezu gefährlich ist. Aber wozu, so sagt man sich wohl in Washington, hat man, seine Freunde in Südamerika, wenn sie in einer solchen Situatipn nicht bereit sind, ihre Dienste anzubieten? Wozu vor allem herrscht zwischen Brasilien und Portugal ein solch inniges Verhältnis wie zwischen Tochter und Mutter, wenn man daraus nicht auch Kapital für die nordameri- tugiesischen Inseln im Atlantik zube, Millungen setzen und damit zu verhindern, daß sie einer an- j|:d)tbart deren Macht als Stützpunkte zur Verfügung stehn könnten. Die Mißachtung der Souveränität Portugals über diese Inseln ist so groß wie der Mißbrauch mit der Würde Brasiliens, den Washington iir iW ttV g Daii tzt die' hm H mW ' M i*j) Mil j t-Wcn it*1'. I M lN> " innen in öeE , i- sind itzveiß r!in die ir * iS Men WS, I M di brte.! K ;Beli S'lMst npjen m i Lerae den, Ki ■rgana den de «(IS hat" er sich Lorbeeren errungen. Seit Ärtegsaui. j g M bruch stand Bruno Mussolini als Fliegerhauptmanu »,lt B Ml .Dem | W, w I |i dem R Hschli H Haue »»n Schi ; Ms, ir- Man s W Bild !! Mn j W Sch an bei if.Jrum Wdung k Der H? Ed Ri"i auch ( Skrupellose LlGA.-Regie. je Oer Fall Belmont« sollte Zusammenarbeit der La Plata-Staaten verhindere ||«™n£’ Aus dem Reich • Setter. prgana aus der Heimat. Aber über die Stein- an- die lii. Es war verdammt hart hier! nur noch das Skelett eines Waldes an der Straße nach Kandalakscha am Weißen kl. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) müßten! Glauben Sie, Rio de Janeiro anrufen Verbesserte Kristen bei der Kriegs-Ferntrauung neu gesprch nptom ft » LWnytoil -eß.) Der ki gab in N x--im Bild, will mir , es. Denn wenn ich berichte, daß ui: Wälder am Horizont brennen, daß der Himmel säwimmt von dunklen Brandwolken uni) daß die Hize die Sumpflöcher gären und ekelhaft stinken lä' t — was stellt man sich zu Hause, in der Heimat, banntet und Verbrecher geben, das unter der Sonne glüht und die ganze verkommene Szenerie w' d sich wiederholen. Denn am Rand unseres Krieges stehen keine Städte und keine Menschen, sondern nur Namen. Alles andere ist ausgeloscht. Es stehen aber an der Straße Berge und Wälder und Sümpfe und unsichtbare Stellungen und aüf und in ihnen von Sowjet-Politruks und -Kommissären aufgehetzte Getriebene, die sich verzweifelt wehren. Hier reißt der Sieg keine Kilometer längs der Straße herunter. Hier stockt er bisweilen und legt eine Pause ein. Während ich vor meinem Zelt schreibend sitze, denke ich: Was stellt ihr euch vor, wenn ich jetzt sage, daß hier gekämpft wird, so hart und so erbittert, wie kaum jemals an anderen Fronten dieses Krieges. Was denkt ihr, wenn ich sage: Die deutschen Soldaten hier kämpfen mit beispielloser Tapferkeit, sie ringen den Gegner nieder, trotz der Sümpfe, trotz der Dickichte, der Hitze, der Mücken, der schwelenden Wälder? Seht, da steigt hinter der Straße ein Tunturi, Später, weiter hinter dem „Schack-Weg", der von Utruppen und Pionieren mitten durch Sumpf Dickicht gelegt wurde, ließ ich das Grübeln Denn wir passierten nun jenen Teil der paße, wo immer wieder bolschewistische Trupps ls dem Dickicht brechen und tückisch unseren Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. Urinbe keine Heimlichkeiten oder Vertrautheiten |b:m. Trotzdem! Das Gerede in der Stadt will damals hat hier ein Wald gestanden, ein ilb, wie jener, der am Horizont' brennt. Aber er VH' mi gejagt unu getan, um oen xaten und Der Lei- Iriin stmg derer gerecht zu werden, die hier oben, über ‘‘ß W itn Polarkreis, an einer einsamen Front stehen. Kriege Wir umfassen zu wenig Welt i ........ Mrlehlch Meinen. Ja, das ist es. Denn we We audi hi Wälder am Horizont brenn? velhitM sächlich lolll emelbet wJ ng da zu iß en die pil rntikzudj lß sie einer 1 erfügung ftd eränität fy: wie der Ü ggeblieben, das Gerippe einer Landschaft, die Men Tage Kampf sah, die zerrissen wurde vom |rnb von Granaten, Stukabomben und Erd- lic\?rn. - wie schor ; igeständnis L I äschen PoU |_____ in SiidaM ist Fall ist bie üb tgg too er !! Bei der Ferntrauung der Soldaten verliert von dem Soldaten bei 'seiner zuständigen militärischen Stelle abgegebene Erklärung seines Willens, die Ehe einzugehen, nach der ursprünglichen Rege- Das ist eine verteufelte Situation. Dadurch wird das ganze, so mühselig aufgebaute Zahlenwerk Friedrich Dominiks über den Haufen geworfen. Wie soll er seinen Verpflichtungen Nachkommen, wenn seine Kundschaft ihn im Stich läßt? Nissen eilt zu Dr. Klarer. „Sie müssen die Leute verklagen!" fordert er aufgebracht. „Im Guten ist doch nichts mehr zu erreichen." Klarer prüft Vertrag und Rechtslage. „Unanständig! Zweifellos unanständig, dieses Geschäftsgebaren!" sagt er schließlich. „Trotzdem hat die Klage keinen Zweck." Nissen versteht nicht. „Wieso keinen Zweck'?" „Weil Sie die Gerichte in Buenos Aires und »en Washin:: L Staaten ein f ie brafiliann m Sieg? fü den i * ,.3n ik Schutz des Wohnraums. Die Umwandlung von Wohnungen in Räume anderer Art, z. D. Werkstätten, Dienst-, Fabrik-, Lager- oder Geschäftsräume, bedarf in Orten mit 1OOOO und mehr Einwohnern der Ge- fti: Trümmerfeld, es ist vielmehr eine wüste Rld un g , ein elendes, verkommenes Baracken- KT, verdreckt, stinkend, widerlich. Und weiter >dki wird es nicht viel anders aussehen. Es wird r auch ein Konzentrationslager sowjetischer Ver- Aus aller Welt. Der neue Leiter des Arbeitsamtes Kassel. Im Rahmen eines Betriebsappells wurde der neue Leiter des Arbeitsamtes Kassel, Oberregierungsrat Klein, in Gegenwart des Gauobmannes der DAF., Herbert Köhler, durch den Präsidenten des Landesarbeitsamtes Dr. Kretschmann eingeführt. Nach anerkennenden Worten für die Leistungen des bisherigen Arbeitsamtsdirektors Dr. List wies Präsident Dr. Kretschmann auf die un- aeheure Bedeutung der gegenwärtig durch den Krieg bedingten Arbeitseinsatzverwaltung hin, wobei er die überragenden wehrwirtschaftlichen Erfordernisse dieser Aufgabe unterstrich. Sie könnte nur in engster Zusammenarbeit von Partei und Staat, weil nur im nationalsozialistischen Sinne, gelöst werden. Die Filmschauspielerin Alarleluise Claudius f. Die aus zahlreichen Filmen auch in der Provinz bekannte Schauspielerin Marieluise Claudius ist im Alter von 29 Jahren an Herzmuskelschwäche in Berlin gestorben und in aller Stille beigesetzt worden. Marieluise Claudius, übrigens eine Nachfahrin des Dichters Matthias Claudius, stand unter Professor Carl Froelichs Spielleitung in dem Film „Reifende Jugend" zum ersten Male vor der frau anzunehmen, es sei denn, daß auf Grund arbeitsrechtlicher Vorschriften ober mangels getrennter Festsetzung der Bezüge ein einheitliches Dienstverhältnis der Ehegatten vorliegt. Die Wehr st euer ist erstmalig nicht mehr einzubehalten von dem Arbeitslohn, der nach dem 31. Juli bezahlt wird. Veranlagte Wehrsteuerpflichtige müssen noch die Wehrsteuerbeträge zahlen, die für 1940 oder für frühere Jahre veranlagt sind oder noch werden, ferner die Wehrsteuervorauszahlungen für bas erste, zweite unb dritte Vierteljahr 1941. Die Vorauszahlung für das dritte Vierteljahr ist jedoch nur zu einem Drittel zu entrichten. Sie wird nicht erhoben, wenn dieses Drittel 10 RM. Nicht erreicht. Oie Heilmittelwerbung. Der Werberat der deutschen Wirtschaft hat neue Bestimmungen für die Heilmittelwerbung erlassen. So weitgehend wie möglich wird dabei der Gesundheitssicherung und Gesundheitserziehung des Volkes Rechnung getragen. Aus den neuen Vorschriften sind besonders erwähnenswert das Verbot der Werbung mit Dank, unb Empfehlungsschreiben, mit Preisausschreiben, Selbstbehanblungsvorschriften, Haus- zeitschriften für Laien, durch Werbevorträge vor Laien und Hausbesuche sowie die Erweiterung der Krankheiten, gegen die Heilmittel nur in Fachkreisen angeboten werden dürfen, auf Erbkrankheiten, ernste Erkrankungen des Herzens und der Nieren sowie auf die Zuckerkrankheit. Aus volksgesundheitlichen Gründen wird die Werbung auf Fachkreise beschränkt, für Schlafmittel, Dromverbindungen, Pyra- midon, Job, radiumhaltige Mittel und Gegenstände, sowie Sexualkräftigungs- und Büstenmittel. 6y "l «rL °nÄ portugiH , .. . . , . Entschlösse'- au wenn er von Salla hört, von der bolschewi- r bar, mit i füllen Schlüsselstellung an der Schwelle Kareliens ihre Irabir- uni er. v . W V --- Der FührerI Mur. Ach, es ist kein Ort, unb es ist auch daß Sie da durchdringen? Ich könnte Ihnen da Fälle aus meiner Praxis erzäylen ..." Eine Weile schweigen beide Herren nachdenklich. Nissen sieht, daß der Anwalt nicht helfen kann. Die Sache ist verfahren. Man hat sich von dem Herrn de Castro eine Suppe einbrocken lassen, die man nun auslöffeln muß» sie mag schmecken wie sie will. Er will schon gehen, da halt der Anwalt ihn noch lung nach zwei Monaten ihre Kraft, wenn die Frau ihr Ja-Wort bis zu diesem Zeitpunkt nicht vor dem Standesbeamten abgegeben hat. Durch eine neue Verordnung ist jetzt die Frist von zwei auf sechs Monate verlängert worden, damit in jedem Falle, auch wenn der Soldat in unwegsamen Bezirken weiter entfernt von der Heimat liegt ober kämpft, nicht etwa an der Formalie des Fristablaufs die gewünschte Ferntrauung scheitern kann. Aus dem gleichen Grunde war bereits durch vorherige Anordnung die Frist für Kriegsgefangene, mit denen die Postoerbindung gelegenttich recht kompliziert ist, auf neun Monate verlängert worden: Oie Steuererleichterung für Ehefrauen Der Reichsfinanzminister hat jetzt Ausführungsanweisungen zu den Steuererleichterungen für mitarbeitende Ehefrauen herausgegeben. Der Hinzurechnungsvermerk von 52 RM. monatlich ist auf der Lohnsteuerkarte einer mitverdienen- den Ehefrau nicht mehr aufzunehmen. Die Arbeitgeber haben ab 1. August diese Eintragung bei mit- verdienenden Ehefrauen nicht mehr zu beachten. Bisher bestand die Möglichkeit, den Arbeitslohn der Ehefrau und des Ehemannes zusammenzurechnen und die Lohnsteuer von dem Gesamtlohn der Eheleute zu berechnen. In solchen Fällen wurde auf der Lohnsteuerkarte der Ehefrau vermerkt, daß Lohnsteuer nicht einzubehalten ist. Auch diese Regelung gilt nicht mehr. Soweit bei Eheleuten entsprechende Vermerke auf den Lohnsteuerkarten stehen, hat das Finanzamt auf Antrag diese Vermerke aufzuheben. Ein einheitliches Dienstverhältnis der Ehegatten wurde bisher angenommen, wenn die Ehefrau als Gehilfin ihres Ehemannes beim gleichen Arbeitgeber tätig ist. Künftig ist grundsätzlich ein eigenes Dienstverhältnis der Ehe- PK. Während wir von Salla nach K. fuhren, habe id oft nachgedacht, wie wenig unsere Berichte von bijem Kriegsschauplatz hinter der finnisch- s-wie tisch en Grenze doch aussagen von der Lcndschaft Kareliens und von dem harten Kämpfen v/ferer Soldaten. Es fehlt uns oft an Vergleichen urb Bildern, und wir kommen uns oft recht arm- je:g vor, wenn mir vor unseren Zelten unsere Beriete schreiben. Wir umfassen zu wenig von dieser ffiett und von diesem Ringen in dem, was wir schreiben. Und wir meinen: es ist nicht genug da- mt gesagt und getan, um den Taten und der Lei- ijßs dauert kaum drei oder vier Tage, da spricht Di ganze Stadt von dem Skandal, der sich um das Sr.5 Dominik zu spinnen beginnt Dominik hat «n beiden Damen ein Gartenhaus eingerichtet. Er Nissen betreten dieses Häuschen, das gut zwei- &n3ert Schritt von der Villa entfernt liegt, nie- !|al5. Martha und Brigitte kommen nur gelegent- lihM den Mahlzeiten oder zu einer anderen Zeit ci Sage auf ein Plauderstündchen zu den Herren. M jedem Klatsch vorzubeugen, weiß Dominik es Wprichten, daß zu diesen Gelegenheiten alles Per- s' l im Hause ist. Es kann also schon aus diesem Kampf in den Urwäldern Kareliens Von Kriegsberichter Hans H. Henne. Hegenh<”- SA# tV blcken der gewaltigen Moränen absteigend, umfaßen sie uns mit ihrer tückischen Heimlichkeit, mit ibn Mücken und Sümpfen, ihrer fast tödlichen Ci samkeit, die die Vögel schweigen läßt. Und diese Alder nun, ausgedörrt von der Hitze und dem w men Wind, brennen w i e Zunder dort, m die Sowjets sitzen. Mch habe gedacht, während wir über die Straße furen": Dies ist nun der Weg, auf dem das eine Rsiment kämpfte. Es ist der Weg unseres An- gt’fs auf die Waldfestung Salla. Die feindlichen 61 Hungen links und rechts haben ihre Gefahr und Fi.'chtbarkeit verloren. Die bolschewistischen Panzer fir. ausgebrannt und ihre Geschützrohre sind eine läcerliche Drohung. Es ist'der Weg, der unser Firmen sah und der Weg der Tapfersten, die dort f dort unter den Birkenkreuzen ruhen. Dahin- stend lesen wir die Namen noch einmal. Wir ftn: Da liegt auch noch einer und hier wieder mit einer Handbewegung fest. „Was macht eigentlich Ihre große Erfindung? — Ihr Vater deutete mal fo etwas an — Sie hatten ja wohl schon mit der Kriegsmarine Verbindung auf genommen?" N'fsen spricht nicht gerne darüber. „Das war übereilt. Gewiß, wenn wir bei der Arbeit hätten bleiben können. Aber Sie wissen ja selbst, wie es uns im letzten Jahr gegangen ist." „Da haben Sie die Pläne aufgegeben?" „Natürlich nicht. Aber ich warte auf ein paar ruhige Monate, wo ich mich an die Sache machen kann, um die Lösung zu Ende zu führen. Es handelt sich eigenlich bloß noch um die Versuche auf dem Probierstand. Die Pläne und Zeichnungen sind längst abgeschlossen. Auch die Versuchsanlage steht fast fertig montiert da — aber was soll man machen? Man hat auch bloß zwei Hände — und die reichen im letzten Jahr schon oft für die laufenden Geschäfte nicht." Der Anwalt pafft ein paarmal in die Luft! Nissen merkt ihm an, daß er noch etwas auf dem ein kahler Berg, auf. Zu feinen Füßen liegt der Sumpf, dumpf schläft der Wald. Der Berg hat keinen Namen, und selbst die Hunderttausenderkarte verschweigt seine Existenz, obwohl er über 500 Meter hoch ist. Geht mit uns durch den Sumps. Da arbeiten sie in verschwitzten Hemden und machen das Unmögliche möglich: sie stoßen eine Straße vor durch den Sumpf, durch das Dickicht, über Geröll und Fels. Eine Straße, die Karren und Kufen tragen kann. Fragt die, die hinter dem Berg liegen, wann sie zum letztenmal warmes Essen bekommen haben, oder wie gut kühles Wasser schmeckt. Fragt den Sanitätssoldaten auf dem vorgeschobenen Verbandplatz, wie lanae es dauert, einen Verwundeten bis zu dieser Geröllhalde zu tragen. Er wird sagen: drei Stunden, und es sind nur zwei bis drei Kilometer! Und die Hitze des Taaes wird abnehmen, Nebel werden aus den Sümpfen steigen, und die Nacht' wird kalt und feucht werden. Sie aber liegen da vor dem Feind uni) Kämpfen. Denn das ist ihr Geheimnis, wie sie das machen und woher sie ihre gute Laune und ihren Humor nehmen. Es gibt an dieser ansamen karelischen Front den gleichen Typ des harten, zähen und kampsesfreudigen Soldaten wie überall dort, wo die deutsche Wehrmacht gegen den Bolschewismus aufgestanden ist und ihn schlägt. hen 2ltn.ee teil. - Sß Sk H Sowjet* * DantaM bedürften f ochen weil: rennt ober t iten jedoch' aen, bamu und wich' ^beiten W gerutts Bei Birk & Co. ist vieles nicht so, wie es sein sollte. Die Neuordnung der Verhältnisse allein auf dem kleinen Werftbetrieb erfordert einen ganzen Mann. Es ist unendlich schwer, in den verlotterten Betrieb Ordnung zu bringen. Die Fabrikationseinrichtungen sind unvollkommen und heruntergewirtschaftet, die Kundschaft ist durch schlechte Lieferungen verstimmt, die Arbeiter nicht mehr an geordnetes Schaffen und Disziplin gewöhnt. Auch der Erzabbau der Firma im Ruhrgebiet läßt zu wünschen übrig. Die Stollen sind nicht in Ordnung und bedürfen überall der Nachbauten und Versteifungen. Ein Wunder ist es, daß die Baupolizei nicht schon längst die Arbeit unter Tage aus Sicherheitsgründen verboten hatte. Die Förderung ist unzulänglich. Auch die Ausschließung des Erzes und seine Verhüttung müßte vorteilhafter gestaltet werden. Es ist vieles unmodern und veraltet. Nissen arbeitet wie ein Besessener. Es gibt Wochen, wo er überhaupt kaum mehr ins Bett kommt. Er richtet es so ein, daß er auf feinen Fahrten vom und zum Ruhrgebiet den Schlafwagen benutzen kann, er hat sich sogar darauf abgerichtet, daß er im Auto schlafen kann. Das geht so natürlich nicht auf die Dauer. Aber vorläufig laßt es sich noch ertragen. Viel schlimmer ist es, daß Dominik viel größere Erträgnisse von Grube und Hütte erwartet hatte, als er die Dispositionen für den Schiffsbau traf. Auch die langen Anlaufzeiten für die Wiederaufnahme der Förderung im Ruhrgebiet hat er nicht richtig in Ansatz gebracht. Der Birk-Stahl wird langsam knapp auf der Dominik-Werft. Und die weitere Folge ist, daß das Schiffsbauprogramm nicht mit der Exaktheit durchgeführt werden kann, wie es berechnet war. Das ist wieder für die Südamerikaner ein Grund, in der Abnahme der bisher ferttggewordenen Schiffe Schwierigkeiten zu machen und die Zahlung der vereinbarten Akzepte über Gebühr hinauszuziehen. Sie verstecken sich hinter allerhand Mätzchen und Ausflüchten. Der wahre Grund ist der, daß die letzte Ernte da drüben schlecht ausgefallen ist und daß die Weltmarktlage auf die Preise drückt. Das gestehen sie natürlich nicht ein. Don Bau- tifta de Castro beruft sich sogar noch auf den Vertrag, der wohl die Werft zur Lieferung, den Käufer aber nicht zur Abnahme verpflichte. nehmigung der Gemeinde. Die Gemeinde darf die Umwandlung nur gestatten, wenn die umzuwandelnden Wohnungen für andere als Wohnzwecke dringend benötigt werden oder wenn es wegen der Beschaffenheit der Räume vertretbar erscheint, sie nicht als Wohnraum zu erhalten. An die Umwandlungsgenehmigung müssen Auslagen geknüpft werden, z. B. zur Beschaffung neuen Wohnraumes oder zur Geldablöfung. In Zukunft „soll" die Umwandlung genehmigt werden, wenn Unwirtschaftlichkeit des Hauses vorliegt. Die nichtgenehmigte Umwandlung von Wohnungen in Räume derer Art ist strafbar. 6t; verstummen. . ... . T-e vier Menschen im Hause Dominik Horen das trägste davon. . . f Hon Mattheus Lind kommen m diesen Tagen 8ßc Briefe, in denen er durch Rechtsanwalt Speier & iofortige Rückkehr von Frau und Tochter m sein 113 fordert. I an überlegt lange im Kreise der Viere, was itu tun soll. Eine Lösung findet keiner. Jeder ihnen weiß, daß Lind alle Bestimmungen des -stzes auf feiner Seite hat und daß alles sor- tk: Recht gegen sie ist. Aber es gibt ferne Umkehr. Bienige Wochen nach der Uebernahme von Birk (o. ist der Vertrag mit Lietzendorf abgelaufen. $" fagt nicht von selber, wohin er geht. Und Do- " fragt ihn nicht. Nissen ist zusalliaerwe.se in .iit Tagen auf dem Filialbetrieb imVUV9ßn^r ; Sann sich Lietzendorf nicht einmal bet ihm ver- ic ieben. ,. , rrt.Ai. MFredrich Dominik weint dem bisherigen Cyes- *rnieur keine Träne nach. Ihm ist es auch rech, £Uie Arbeitslast nun noch drückender wird. £)a ^rtut man wenigstens nid)t in Versuchung, l 'Stadtstunk zu hören. fc'ofcbem vermißt er die Hilfe duld. Atz !’c Kuch ters Qmll ,H61 — WU3 ,uuu 1lty au j;uuje, in oer jjeimar, )e Sibel, dc unter groß vor? sich in [j | 5s finb ja feine Wälder, wie sie daheim wachsen, !"Ung,dl nch sonstwo. Es sind Dickichte von riesigen Wienern ß L-maßen mit Moospolstern und zähem Gras, mit w möge IlBrschen, faulenden Stämmen, mit nackten, kahlen »■■ften, mit trockenem Gerank, mit Kiefern, Fichten, ernten und Birken, verworren in- und durchein- idergezwängt, verwuchert und verpilzt. nen so hZI 5s sind Wälder ohne Wege und Pfade, undicht Jö weiß von einem Soldaten, der abtam von hen 3hnth1lper Truppe während des Kampfes und sich ver- Mes U : ir.e in diesem Labyrinth und erst nach sechs Tagen '3t zerstochenem Gesicht und mit zerschundenen ” IIG ebern zurückfand zu seinen Kameraden. Es sind Halber, die zuweilen die ganze Furchtbarkeit und oUprerd ganze Verdammnis dieser Landschaft am „Ende ihr f W1 Welt" in sich au versammeln scheinen und die 9rcr9ilk ni:n verfluchen und hassen lernt, so man in ihnen 1en gehM jtinpfen muß. Zuweilen täuschen sie, wenn wir auf eib , d«! Bergen von Kairala stehen und nach Süden 3UDl 8 blfen, Kühle, Friede und Stille vor, eine Fata 0„_ .. Icchschub überfallen. Das Dickicht war wie r portuaie^ tini Mauer und die Schneisen waren feine heim- chafter del lchn Schießscharten. eschen! deli links, irgendwo, mußte K. liegen. Wie, dachte ich, Auhenck dicx man sich zu Hause einen solchen Ort vorstellen, Mche Bilder beispielsweise drängen sich dem Leser Kleine politische Nachrichten. Luftverbände der Achse haben Verteidigungs- anlagen, Magazine Und Hafenanlagen von T o - b r u f bombardiert, wodurch Brände und Explosionen entstanden und ein im Hafen liegendes Schiff mit Volltreffern getroffen wurde. Außerdem wurde ein feindlicher Luftstützpunkt mit Bomben belegt. In Ostafrika hat die feindliche Luftwaffe erneut das Wohnviertel von G o n d a r bombardiert. Unter der Eingeborenenbevölkerung gab es fünf Verwundete. * Deutsche Vorpostenboote bekämpften am Mittwoch mehrere britische Flugzeuge über dem Kanal mit gutem Erfolg. Nachdem wohlgezieltes Flakfeuer die britischen Maschinen aum Abdrehen gezwunaen hatte, sil-oß ein deutsches Vorpostenboot ein britisches Bombenflugzeug ab. * Fernkampfbatterien der deutschen Kriegsmarine nahmen am 6. August kriegswichtige Ziele in der Stadt Dover unb die Hafenanlagen mit guter Wirkung unter Feuer. * Der nordamerikanische Polarforscher Hubert Willi n s befindet sich in Singapur und hat die Absicht, nach Batavia und Australien weiterzureisen. Kamerg. Die klaren, sympathischen Züge der jungen Schauspielerin werden vielen Filmbesuchern auch aus manchen anderen Filmen noch in lebendiger Erinnerung sein; mir nennen von ihnen etwa „Peer Gynt" (Solveig), „Der alte und der junge König", „Ich war Jack Mortimer", „Pan" und „Krach um Jolanthe"; ihre letzte Filmrolle spielte sie in, dem Bavaria-Film „Ein Robinson". Ein Musisches Gymnasium In Leipzig. Am 1. September d.J. wird in Leipzia mit Zustimmung des Reichsministers für Wissenschaft, Er- Ziehung und Volksbildung das zweite Musische Gymnasium im Reichsgebiet eröffnet, und zwar zunächst mit den Klassen I und II der Oberschule. Wie das Musische Gymnasium in Frankfurt soll auch das in Leipzig künstlerisch und besonders musikalisch hochbefäyigte Jungen aus dem ganzen Reich sammeln. Kinder verbrüht. In Lampertheim fiel in einem unbewachten Augenblick ein dreijähriger Knabe im Hause der Großmutter in einen Kübel mit heißer Waschbrühe. Das Kind trug so schwere Verbrühungen am Oberkörper davon, daß es einen Tag später im Krankenhaus starb. — In Groß-Zimmern verbrühte sich das dreijährige Töchterchen der Familie Storck an heißem Wasser tödlich. Beim Paddeln vom Blitz erschlagen. Der Oberzahlmeister Aloys Burkart aus Bad Homburg o .d. H. stand am Samstag mit seiner jungen Frau in Worms vor dem Traualtar. Als passionierter Wassersportler unternahm er mit seiner Frau am Montag, seinem letzten Ur- lau b s t a g, noch eine Paddelfahrt nach dem Lampertheimer Altrhein. Kurz vor der Anlegestelle am Gasthaus Kern schlug plötzlich derBlitz in das Paddelboot. Augenzeugen beobachteten, daß der junge Mann vom Blitz getroffen wurde unb bas Boot kenterte. Während die Frau sich mit Hilfe von Passanten an das nahe Ufer retten konnte, blieb Burkart verschwunden. Erst nach einigen Stunden konnte feine Leiche geländet werden. Transandinifche Eisenbahn bürd) Schneefälle unterbrochen. Die txansandinische Eisenbahn Chile — Arge n t i n i en wirb vermutlich für einen Monat außer Betrieb bleiben müffen, da die Linie durch Verwehungen schon geraume Zeit unterbrochen ist. Auch die Telephon- und Telegraphenleitungen sowie die Zufuhr des elektrischen Stroms ist beschädigt. Das Einsetzen einer Schneepflugmaschine ist infolge der Hohe und Härte der Schneemassen nutzlos. HauptsckrifUetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteler des Hauptichrislleiters: Dr. Hans Thyrivt. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beurl.), i.V.: Dr.Hans Thyriot. Dmck und Verlag: Brühlsche Unwersitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiler: Dr.°Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter:.Hans Beck. Verantwortlich für denJnhalt der Anzeigen:Tyeodor Kum«el. Pl.Nr.6. Herzen hat unb offenbar nicht recht weiß, wie er es los werden soll. „Ihr früherer Ingenieur Lietzendorf fehlt Ihnen wahrscheinlich jetzt auch sehr? Er hat bei den Konstruktionen fleißig mitgearbeitet ...?" Nissen fährt hoch. - _ _ „Bei welchen Konstruktionen meinen Sie, Herr Doktor?" Klarer fährt sich mit der Hand über beide Backen. „Das weiß ich natürlich nicht. Ich habe neulich bloß gehört, daß er im Frühjahr bei der Norddeutschen Werst anfangen will. Bis dahin hofft er mit seiner Prioatarbeit, die er vorher unter Dach und Fach haben will, fertig zu sein. Die Zwischenzeit hat er sich nämlich für die Durcharbeitung einer eigenen Erfindung vorbehalten ...Ich vertrete da zufälligerweise eine Erbengemeinschaft, die ihm eine gut eingerichtete Schlosserwerkstatt verpachtet hat, wo Herr Lietzendorf mit zwölf — oder sind es fünfzehn Mann? — arbeitet. Was sonst an seiner Sache dran ist, ahne ich nicht." Nissen ist zumute, als ob sich nach seinem Herzen eine eiskalte Hand streckte. Ganz langsam tastet sie sich vor. Aber das Herz pocht schneller und hef- tiger vor der Angst der drohenden Gefahr. Es dauert eine ganze Weile, bis er sich so weit gesammelt hat, daß er fragen kann. „Und was ist das für eine Idee?" würgt 'er stockend herckks. Klarer kann sich nicht genau besinnen. Einem Anwalt gehen ja täglich so viele Dinge durch den Kopf. Da merkt man sich den Einzelsall meistens nur ganz oberflächlich. Noch dazu, wenn es sich um eine technische Sache handelt, von der man sowieso nicht allzu viel versteht. „Da kann ich Ihnen wirklich nichts sagen. Mir ist bloß aufgefallen, daß Herr Litzendorf furchtbar geheimnisvoll tut. Aber vielleicht können Sie mir auf die Sprünge helfen..? Sie müssen doch wissen, um was es sich da handeln kann. War's nicht was mit Unterseebooten? Schade, wenn ich gewußt hätte, daß Sie die Sache interessiert, hätte ich mehr gefragt. Aber Herr Lietzendorf war, wie gesagt, überhaupt etwas verschlossen. Und da drängt man sich nicht gern auf. — Halt. Ja — mit dem Antrieb.hatte es wohl was zu tun? Ersparung von Akkumulatoren und Motor oder sowas ... kann das stimmen?" (Fortsetzung folgt.) Flaschen aller Art werden Samstag gesammelt. Hitler-Jugend. kampf zusammengeführt werden. Der Turn- und Sporttag, dieses Kriegskind des Bereichs Hessen, ist heute die verbreitetste Wettkampfform geworden und hat im ganzen Reich Schule gemacht. Der Sportbezlrk Gießen stand dabei erfreulicherweise im ersten Kriegsjahr mit an führender Stelle. In diesem Jahr wird es nicht anders sein. Schon heute ist die Zahl der im Bezirk Gießen gemeldeten Turn- und Sporttage der einzelnen Gemeinden höher als im Vorjahr. Der Höhepunkt dieser örtlichen Turn- und Sporttage und gewissermaßen die Zusammenfassung der Wettkampfarbeit bildet jeweils der Bezirks- Turn- und Sporttag, der aus technischen Gründen auch in diesem Jahre wieder in Gießen stattfindet. Zunächst treten dabei alle die an, die sich in ihren Gemeinden auszeichneten und unsere hiesigen Kräfte, so daß man von einer gewissen Auslese sprechen kann, die hier in den Kampf geht. Dann kommen bei dem Bezirks-Turn- und Sporttag auch die Sportarten zu Wort, die nicht überSJl.-'fpOTt Wirtschaft für Reit- und Jagdpferde kommen fünf Jagdspringen, ein Geländeritt sowie Schaunummern der Wehrmacht und des Landesgestüts zur Vorführung. Obwohl der Nennungsschluß erst am 26. August abläuft, liegen jetzt bereits viele Zusagen auch von auswärtigen Teilen der Wehrmacht, Polizei und Gliederungen der Partei vor. Kurze Sportnotizen. Major Stubbendorff, der Olympiasieger von 1936 in der reitsportlichen Vielseitigkeitsprüfung (Military), fand bei den Kämpfen im Osten den Heldentod. *. Italiens Leichtathleten haben die Reise zum Länderkampf gegen Ungarn in Budapest in bester Besetzung angetreten. Der Mannschaft gehören u. a. Lanzi, Monti, Mariani, Beviaqua, Romeo, Missoni und Facchini an. Heffen-Raffau nicht mehr geschloffenes Kartoffelanbaugebiet. Nach einer Anordnung des Kartoffelwirtschaftsoerbandes Hessen-Nassau kommen die in der Anordnung vom 20. 6. 1941 hinsichtlich der Frühkartoffelbewirtschaftung getroffenen Bestimmungen für das geschlossene Anbaugebiet in Wegfall, das Gebiet des Kartoffelwirtschaftsverbandes Hessen- Nassau gilt somit als nichtgeschlossenes (offenes) Anbaugebiet. Der Erzeuger darf Speisefrühkartoffeln im nichtgeschlossenen Anbaugebiet innerhalb des Erzeugerbetriebes zu Speisezwecken verwenden, an ortsansässige Verbraucher zu Speisezwecken verkaufen und liefern. Das Selbstmarkten und Ausfahren an nicht am Orte des Erzeugers wohnende Verbraucher ist verboten. Alle über diese Mengen hinaus anfallenden Frühkartoffeln sind nur an zugelassene Genossenschaften und Kaufleute zu verkaufen und abzuliefern. Die Anordnung ist am 1. August 1941 in Kraft getreten. Erhebliche Ausdehnung des Gemüsebaues für 1941 vorgesehen. müse bestellten Fläche um insgesamt 35120 ha oder 21 v. H. gegenüber 1940 vorgesehen worden ist. Die Anbaupläne verzeichnen eine beträchtliche Vergrößerung der Anbauflächen von solchen Gemüsearten, die teils für Konserven- und Trockengemüseherstellung (Weiß- und Wirsiingkohl, Erbsen, Möhren, Spinat), teils als lagerfähige Wintergemüse (Weiß-, Röt- und Wirsingspätkohl, Mohren) Bedeutung haben oder wichtig für die Sicherung der Vitamin-Frischversorgung im Winter und zeitigen Frühjahr sind (Kohlrabi, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl und sonstiger Spatkohl, Möhren, Spinat, Salat). Am größten ist die geplante Anbauerweiterung bei Spinat und Mangold, die zusammen.eine Ausdehnung um 6 336 ha oder 105 v. H. der Vorjahrsfläche aufzuweisen haben, ferner bei Möhren mit einer Zunahme um 4797 ha (47 v. H.) und Pflückerbsen mit einer Erweiterung um 3462 ha (30 v. H.) Auch für Kohlgemüse sind die Kulturflächen für die meisten Arten erheblich höher ausgewiesen worden als im Vorjahr. Die Steigerung beträgt bei Wirsing 3216 ha (36 v. H.), Kohlrabi 3188 ha (80 v.H.); etwas geringer ist sie nach der absoluten Zunahme der Fläche bei Blumenkohl mit 2722 ha (58 v. H.), Grünkohl, Weißkohl und Rotkohl, am geringsten bei Rosenkohl (36 v. H.). Ferner ist ein beträchtlicher Mehranbau von grünen Pflückbohnen (+ 1967 ha = 19 v. H.) und von roten Rüben, (+ 1764 ha all durchzusühren sind, wie Rudern, Kanu, Schwerathletik, Tennis usw. Deshalb bietet der Bezirks- Turn- und Sporttag den eigentlichen Höhepunkt der gesamten turnsportlichen Arbeit des Jahres. Er wird ein buntes, vielseitiges Bild aller im hiesigen Bezirk gepflegten Sportarten bieten. Der Hauptkampftag ist der 10. August. 17. Darmstädter Reit- und Fahrturnier Das traditionelle Darmstädter Reit- und Fahrturnier wird auch in diesem Kriegsjahre stattfinden, und zwar zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes am 6. und 7. September auf dem Exerzierplatz. Neben Material-, Eignungs- und Dressurprüfungen Turn- und Sporttage. Als mit Ausbruch des Krieges die Mehrzahl nicht nur der aktiven Turner und Sportler,^sondern auch der Großteil der Amtsträger des NSRL. zu den Waffen gerufen wurde, stand die deutsche Sportbewegung der Frage gegenüber, wie der Betrieb der Leibesübungen auch im Kriege weitergeführt werden könne. Daß er weitergeführt Werden mußte und weitergesührt werden würde, darüber waren die Verantwortlichen sich von vornherein klar, lieber das Wie konnte man streiten. Ein Weg konnte dabei nicht außer acht gelassen werden: Der Wettkampf, weil er der eigentliche Motor der Leibesübungsbewegung von Anfang an war und immer bleiben wird. Ein glücklicher Gedanke ließ den Bereich H e f - s e n eine neue Wettkampfform finden, die dem Kriege angepaßt war: -Den Turn - und Sport- t a g. Ohne große Vorbereitung sollen hier an möglichst allen Orten, alle, die Lust haben, im Wett- Die Ergebnisse der im Frühjahr 1941 durchgeführten Erhebung über die Anbauabsichten der Betriebsinhaber zeigen nach einem Bericht des Statistischen Reichsamtes, daß für 1941 im Deut- — — - -- ----- - fchen Reich eine Erweiterung der mit G e = | = 58 v. H.) vorgesehen. Absolut geringere, relativ jedoch zumeist noch bedeutende Flachenerweiteru;. gen sind außerdem für Sellerie, Porree, Kopfsal^ Gurken, dicke Bohnen sowie für Feld- und End,, viensalt ausgewiesen worden. Eine größere Eh. schränkung der Anbaufläche ist nur für Speisezwil, bebt (—1123 ha = 14 v. H.) angegeben worden. Rückgang der Konkurse und Vergleichsverfahren, Nach einer Veröffentlichung des Statistisch Reichsamts wurden im Jahre 1940 für das Deutsch- Reich (altes Reichsgebiet) insgesamt 1406 Kor, kursanträge und 50 gerichtliche Vergleich;/ verfahren feftgefreUt gegen 2440 Konkursai- träge und 156 gerichtliche Vergleichsverfahren jy Jahre 1939. Die rückläufige. Bewegung d-r Konkurse und Vergleichsverfahren, die feit ben Jahre 1933 zu beobachten ist, hat somit auch in vergangenen Jahre angehalten. Gegenüber den Vorjahre haben die Konkursanträge um 42,4 v. ft, die gerichtlichen Vergleichsverfahren um 67,9 v. h. abgenommen. Von der Gesamtzahl aller Konkurs anträge im Jahre 1940 entfallen 48,2 v. H.. vy, den Vergleichverfahren 78,0 v. H. auf Jndustve und Handwerk und auf den Einzel- und Gr^ handel. Innerhalb der einzelnen Gewerbegruppen girg die Zahl der Konkursanträge besonders im EinzHI handel und im Großhandel, in der Kleider- unb| Wäscheherstellung, im Nahrungs- und GenußmiA- ] geroerbe, Holz- und Schnitzstoffgewerbe, Gast- unbl Schankwirtschaftsgewerbe und in der Handels»?»! mittlung zurück. Am Rückgang der gerichtliche I Vergleichsverfahren waren alle Wirtfchaftsgebie!e ] gleichmäßig beteiligt. Innerhalb der verschiedene! Unternehmungsformen entfallen fast 90 v. H. dir! Konkursanträge und rund 80 v. H. der Vergleich;» | verfahren auf nichteingetragene Erwerbsunternej»ß mungen und Einzelfirmen. * 16. Verbrauchszuckerfreigabe. Dir! Vorsitzende der HV. der deutschen Zuckerwirtschch I hat als 16. Freigabe 1940/41 5 v. H. der Jahrs»! freigaben 1940/41 bestimmt. Die vorstehende gr6| gäbe gilt mit Wirkung vom 5.8. 1941 für 23er« | fäufe zur prompten Lieferung. Das gleiche m auch für die unverkauften Mengen aus den Jahrs» ! frei gab en 1939/40. I ADOX Fotofilr/ Gastspiel Linkmann ausverkauft! Iglo ri fü Erstaufführung Heute Freitag Ein großes künstlerisches Ereignis ! Preise 0.60 bis 3.10 RM. Anfang 19.30 Uhr 1"Jriho Hausen (Kr. Gießen), August 1941. 3288 D Bernet 25 Pfg. FRIEDEMANN BACH In tiefer Trauer: Steinbach, Oberbessingen 3287 D B ü ro-Ma sch i nen Neueste Wochenschau Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 geben. 02596 3M9D Hauptveranstaltung: Bunte Schau der Leibesübungen sowie komplelleriDZüQ Sonntag, 14 Uhr: Universitäts-Sportplatz. 3284 D Giessen. ; ! PPLPST Herstellen Friko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 347 52 'ogt&K.o Pauline Gerhard, geb. Keller Familie Ludwig Gerhard Familien Keller und Schmidt nebst allen Angehörigen. Rechnungen bei Brühl, CleBen Ordentliche Verlobungs-Anzeig bei Brühl, Schuld (Wachtel) zu verkaufen. Gießener Zoo Seltersweg 6 Xcl« 3292« 3292D Margarete Christ, geb. Blumschein, mit Kindern Rosemarie und Heiner Heinrich Christ und Frau Ernst Blumschein und Frau Anni Friedrich, geb. Christ Wilhelm Friedrich für dauernd gesucht. Meldung, bei der (3285D Verwaltung des Stadttheaters Gießen. Hertha Beck, geb. Christ Dipl.-Ing. Otto Beck Ernst Blumschein, Hauptmann, z. Z. im Felde Liselotte Blumschein, geb. Wohlfarth Karoline Christ, geb. Bender. rohe oder gekochte / j Früchte mit oder / j ohne Zucker in Zu b indeg läsern und-gefä ßen für groß. Figur zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 02604 an d.G.A. Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen Bezirk 8 (Gießen) 5Won Wien Liieren nach der Naturschutzverordnung vom 18. Marz 1936 (RG SI. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Suso BermtlniEc verlas. Sellin-Mert Jede Rolle, auch die kleinste, ist mit einem Darsteller von Rang besetzt. Allen voran gibt Gustaf Gründgens der Gestalt des Friedemann Bach das Profil seiner überragenden Persönlichkeit Leny Marenbacfa / Job. Riemann / Camilla Horn / Eugen Klöpfer / Hermine Körner / Gustav Knuth / Wolfgang Liebeneiner / Sabine Peters / Franz Scbafheitlin Ernst Dernburg / Otto Wernicke / Paul Bildt Spielleitung: Traugott Müller Musikalische Gestaltung: Mark Lothar Druckschriften in gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr,Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und -preiswert durch Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 (Stellenangebote Zuverlässige Stundens trau zu einzeln. Dame gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02593 an ü. Gieß. Anzeig. General-Vertr. für Hessen: Ernst Volkmann, Bochum-Brenschede, Burgstrafee 15 / Ruf 81589 Weist auch Bezugsquellen nach! ab Samstag, dem 9. August 1941 wieder geöffnet! Inhaber: E. Kitz Goldene Herren- Manduhr verloren. Gegen gute Belohnung auf dem Fundbüro abzu- Vorverkauf an der Theaterkasse 10-13 Uhr und Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg Theater der Universitätsstadt Giefoen 3290 D Cafe-Restaurant „Rheingold“ Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Schwager, der Gefreite Robert Steiner am 19. Juli bei den schweren Kämpfen im Osten im Alter von 23 Jahren den Soldatentod gefunden hat. Im Namen aller mittrauernden Angehörigen: Pfarrer Ernst Steiner und Frau Annedore Schmidt, geb. Steiner Hatto Steiner Pfarrer Erich Schmidt, Leutnant, z.Z. im Felde. Bekanntmachung. Durch das Abladen von brennbaren Stoffen sind an der Schuttabladestelle im Bergwerkswald wiederholt Brände entstanden. Damit solche Brände noch vor Eintritt der Dunkelheit gelöscht werden können, ordne ich an, daß brennbare'Abfälle nur vormittags abgeladen werden dürfen. Zuwiderhandlungen werden bestraft. 3286D _ Gießen, den 7. August 1941. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. I. A.: G r a v e r t. 7. Juli 1941 starb in einem Feldlazarett an den 3 seiner am 15. Juli 1941 in den Kämpfen im erlittenen schweren Verwundung mein innigge- Iiebter Mann, der liebevolleVater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn,Bruder, Schwager und Enkel Dr. jur. Heinrich Christ Leutnant in einem Schützen-Regiment im Alter von 35 Jahren. In tiefer Trauer: (Cape) zu kau^ oder gegem Lodenmantel tauschen geiu» Näheres inj Geschäftsstelle Gieß.AnzA-N Samstag und Sonntag, den 9. und io. August -1941 Bezirks-Turn-Eporiiag Turnen, Leichtathletik, Schwerathletik, Schwimmen, Tennis, Radrennen, Fußball, Handball, Faustball, Korbball In treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland fiel bei den Kämpfen im Osten mein lieber, herzensguter Mann, unser treuer, unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Jakob Gerhard Gefreiter in einer Panzerjäger-Abteilung im Alter von 31 Jahren. Der großen Nachfrage wegen einmalige Wiederholung am Dienstag, dem 12. August 1941 Der Etappenhase Lustspiel in 4 Akten von Karl Bunje । Spielleitung und Hauptrolle: Ludwig Linkmann Auf der Bühne: Trio del Arte Pausenlose Revue kultivierter Tänze Achtung! Wochentags: 3.15 Uhr Hauptfilm, 5.00 Uhr Wochenschau, 5.45 Uhr Hauptfilm, 8.00 Uhr letzte Vorstellung Sonntags 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassen MSN WM Hund »«h* Stettin, Bethanienstr. 4, den. 2. August 1941. Lollar (Kr. Gießen), Gießen, Brünn, Bitburg (Eifel). 3239 D Aettag, 8. August 194X Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesten) Ur. 18? Zweiter Blatt Aus dem Reiche der Frau Zwischen Schule und Beruf RAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Schnittlauch zu jedem Men SofiHERXLEiDER. elastisch Oer Name isU%Md-plost Bitte genau beachte^ alls 274 Oebl^ jif nansapiast Kleid und ufIQhrung eignis! ^uuerwirtit H. der Ich stehende fr 1941 für; )a5 gleiche Als den Zch lorn/E^ ,uth/»* , Schafte«11’ >aul Bild* ler tbar Igensder , J (berrag^ ree ,«L'z ur ht. it. Ä. Rezepte. Buttermilch küchle. 375 g Mehl, 20 g Hefe, 1 Teelöffel Zucker, etwa % Liter Buttermilch, 20 g Fett, Salz. Man stellt wie üblich einen Hefeteig her, formt Plätzchen, die man auf ein gefettetes Blech setzt und noch einmal gehen läht, mit Buttermilch bestreicht und bei guter Hitze bäckt. P i l z g r a u p e n. 750 g Pilze, 250 g Graupen, Gemüsebrühe, Salz, 15 g Fett, gehackte Petersilie. Die Graupen werden in der Gemüsebruhe garg,e^ kocht, dann mischt man die sorgfältig verlesenen und gründlich gewaschenen Pilze, die in Fett gar gedünstet sind, darunter, schmeckt mit Salz ab und streut beim Anrichten reichlich Petersilie darüber. Pilzragout. 3A bis 1 kg Pilze, 1 Eßlöffel Fett Salz, 1 rohe Kartoffel oder 1 Teelöffel Mehl, 1 Eßlöffel gehackte Petersilie. Die gewaschenen und geputzten Pilze werden in Fett gargedünstet. Zum Binden der entstandenen Brühe gibt man etwa 1 Urte :f' itii® ©rieft-Quarg = Speife % Liter Milch, die mit 50 g Zucker gesüßt wurde, Vanillezucker 25 bis 30 g Grieß werden aufgekocht und nut einem Schneebesen kühlgeschlagen. Allmählich werden 250 g durchgerührter Quarg dazugegeben alles we'terge- schlagen, bis die Masse luftig und locker ijt Die Creme wird über rohes oder gekochtes Obst gegeben und mit Obst verziert. Statt Grieß kann man auch 25 g Stärkemehl nehmen. Kohlrabi mit Klößchen. Die Kohlrabi werden gewaschen, geschält, in Scheiben geschnitten und weichgedünstet. Dann stellt man eine weiße Tunke her, schmeckt sie mit Petersilie ab und gibt die fem- qewieqten Kohlrabiblätter dazu. Dann stellt man aus einer steifen Grießmasse oder Semmelmasse nut reichlicher Kräutereinlage Klößchen her, die man Salzwasser garziehen läßt und legt sie im Kranz L14«6 $1 loyalen e9enubet „uM7.9, fr N v. h: efQuf e[: und Z puppen. ers im ij, r Kleids ;L®enu6ini '.rbe, Taster handelt ' verschiß t 90 d. fj,. der Verglkü ■®«bsunkr. Zur schmalen Schulterpasse hat das rechts einen breiten M-i e d e r g ü r t e 1 kurze Puffärmel. Es wird ebenfalls im Rücken geschlossen; alle Säume und Quernähte sind rot paspeliert. Der Gürtel wird vorne mit kleinen roten Schleifen gebunden. H. Die zwei heute skizzierten jugendlichen Sommerkleider sind aus weißem Wasch- st o f f mit r o t e n P a s p e l n. Das Kleid links h°t °ng°l-tMttenekurze Flügelärmel und wird im Rucken getnopft. Ser /in rNkiinpIbreltel wird hinten zur Einheitliches Marmeladen«Rezept: 4 Pfund Sauerkirschen, Pfirsiche, Aprikosen, reife Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Mirabellen, Reineclauden, Pflaumen, Zwetschgen — einzeln X beliebiger Mischung - seh, gut .............. mit 4 Mund unier leleh.em Rühren zum Kochen bringen. Hierauf 10 Minuten stark durchkochen dann eine Normalfiasche Opekta zu 70 Pfg. (bei süßen Früchten nach Belieben den Saft einer Zitrone) hinzuruh < mals 4 bis 5 Sekunden aufwallen lassen und sofort in Gläser füllen, die heiß verschlösse__________ gegessen, und zwar nicht süß — was der Hausfrau schon wegen des Einmachezuckers eine angenehme Abwechslung bedeutet: Unter den Eierkuchenteig mischt man gehackten Schnittlauch in großen Mengen, schmeckt ihn nur mit etwas Salz ab und reicht zu den frischgebackenen Eierkuchen irgendeinen grünen Salat. Wie gesagt, es gibt tausend Möglichkeiten für die Verwendung des Schnittlauchs, denn sein kräftiger Geschmack ist eigentlich für alle Gerichte passend und erhöht sogar noch deren Wohlgeschmack. In der augenblicklichen Jahreszeit kann man Schnittlauch als Gewürz zu warmen wie zu kalten Speisen verwenden und er sollte aus keinem Tisch fehlen. Bleibt etwas nach der Mahlzeit übrig, so wird er feingeschnitten mit Salz vermischt und m einem kleinen Gefäß zugedeckt aufgehoben. H. v. L. Reue Kartoffeln - sorgfältig behandelt. Mit Freude begrüßen wir in jedem Jahr die Zeit der neuen Kartoffeln. Haben erst einmal neue Kartoffeln auf dem Tisch aestanden, dann mag plötzlich die ganze Familie kerne alten Kartoffeln mehr, diese Erfahrung haben bestimmt schon un zählige Hausfrauen gemacht. Wir wissen aber, daß wir trotzdem den vielleicht noch vorhandenen Rest Kartoffeln doch aufbrauchen müssen und nicht etwa im Keller liegen lassen, bis er reif für den Mull eimer ist. Das könnte niemand verantworten und wir wissen, daß uns unser gutes Hausfrauengewissen auch bestimmt bei solcher Handlungsweise keine Ruhe ließe. Sind die alten Kartoffeln aber endgültig alle, dann „genießen mir m des Wortes wahrster Bedeutung die Erzeugniste der neuen Ernte. Hierbei heißt's nun aber auch, den Wert der Kartoffel voll erkennen und ihm Rechnung tragen. So müssen wir ganz besonders daraus bedacht sein, daß die neuen Kartoffeln nun nicht etwa in gleicher Art wie die alten geschalt-werden. Wir kochen die neuen Kartoffeln stets m der Schale, es wäre Vergeudung besten Nahrungsgutes, wollten wir die hauchdünne Schale durch vorheriges Schälen entfernen, wir würden uns des wertvollen Eiweißes berauben, dessen Trager die Kartoffel ist, und das dicht unter der Schale sitzt. Zur Ab wechslung können wir die Kartoffeln auch mi Der Schale im Bratofen Überbacken dafür reinigen und halbieren wir nicht 311 grofee Kar» to fein, tauchen die Schnittflächen in Salz und Kümmel, setzen die Kartoffeln dann aus ein gefettetes Blech und lassen sie im Ofen in ca. 1It >Stunbe gar werden. Wir vermeiden auch das Abkochen der Kar- c toffeln im Wasser direkt, sondern dampfen un» sere Kartoffeln im Kartoffeldämpfer oder in einem Sieb, das wir in unseren Kartoffeltopf hineinstellen. , So erhalten wir auch die wertvolleni Salze die in der Kartoffel vorhanden sind und die im Wasser ausgelaugt würden. Es ist doch heute mehr denn je untere9 Pflicht, unserer Familie die Nährwerte aller Nahrungsmittel ungekürzt sukonnnen zu lassen, deshalb — neue Kartoffeln nicht schalen. Gemüsemark als Zusatzmark für die Marmeladenberettung. Die Frage, ob Gemüsemark bestimmter Gemüse- arten, wie Kürbis, Tomaten, Rhabarber und Mohrrüben als Streckungsmark zum Obstmark bei der Marmeladenbereitung verwendet werden kann, sei auf Grund früherer Versuche dahingehend beantwortet: Sehr zufriedenstellend war der Zusatz von Kürbismark bei einer Apfel-Kurbis-Marmelade, die wirklich als wohlschmeckend 3U bezeichnen ist- Das Mischungsverhältnis von XA Apfel- und A Kürbis mark ist besonders günstig. ~ Tomatenmark aus reifen Tomaten kann ebenfalls als Zufatzmark Verwendung fmdem vor allen Dingen zu einem Mark von ®’™en, OT™ men im Verhältnis von A zu *A Obftrnark ^ir besseren Gelierung ist in diesem Falle em Fruchtgeliermittel am Platze. Rhabarbermark paßt ausgezeichnet als Zu- satzmark zum Obstmark fäurearmer Fruchte wie z. B. Erdbeeren, Süßkirschen, Pfauchen, Pfirsiche und Birnen. Verhältnis X' zu /^. Der Zusatz eines Fruchtgeliermittels ist am Platze, um die Gelierung zu fördern. . Mohrrübenmark ist auch als Streckungsmark im Bedarfsfälle zu betrachten. Durch einen mehr süßlichen Geschmack paßt es besser zu saure- reicheren Früchten, wie Sauerkirschen, Aepfeln, Rhabarber, in einem Mischungsverhältnis von zu A oder besser noch % Fruchtmark und .Mohrenmark. Auch hier ist ein die Gelierung forderndes Mittel zu verwenden. . Nicht zu vergessen sind unsere W11 b» und Halbfrüchte, wie Hagebutten, Holunderbeeren, Mahonien, aus benen man ebenfalls prächtiges Zusatzmark zum Obstmark bereiten kann Man miM stets säurereiches Fruchtmark mit süßerem Fruchtmark. Ein Zuckerzusatz ist natürlich bei jeber Der- kochung von Marmelabe notwendig. Man kann ferner jedes Frucht- und Zufatzmark in Gläsern sterilisieren, um es dann spater bei Scharf zu verwenden. Leichtgezuckerte Marmeladen können durch Sterilisieren in Glasern haltbar ge- macht werden. Ebenso verfährt man auch mit den für Diabetiker (Zuckerkranke) bestimmten Marmeladen. Da Süßstoff nur als Gewürz anzusehen ist und im Gegensatz zum Zucker nicht .konserviert müssen Diabetiker-Marmeladen, die nut ^uMvss (Kristall-Süßstoff) gesüßt werden, m den Glasern sterilisiert werden. Dieses Sterilisierverfahren bei Marmeladen kann sich in jetziger Zeit manche Hausfrau um Zucker zu sparen, zunutze machen. a. K. AUeMtfimeladen ÄMifuitenfnttOpeKTQ Die Schule ist beendet, ein paar fröhliche Som- nerwochen bringen Erholung. Aber bann erhebt sich ! >ie Frage: Wie beschäftigt man bas fchulentlasfene ] Rädel, bas noch zu jung ist, um mit ber Lehrzeit ■ :u beginnen? Da gibt es eine gute Möglichkeit für 1 ille diejenigen, die sich einem sozialen Berufe 1 ni-bmen wollen, die Kindergärtnerin, Jugendleiterin, * llS.-Gemeindeschwester, Säuglinigsschwester, Volks- Siegerin ober Haushaltspflegerin werben wollen. Zis zur Erreichung bes 18. Lebensah r e s , bas notwendig zum Eintritt in bas Seminar ober die Krankenpflegefchule ist, wirb bie Zeit dazu genutzt, um die Vorschulung in der Hauswirtschaft burchzumachen. Kenntnisse ber Hauswirtschaft sind für jeben sozialen Beruf bringend erforderlich. Jedes Mädel in einem solchen Be- ■ rirf will eine tatkräftige Helferin der Volksgenossen ein, muß also zufassen können, wo es nötig ist nn6 muß Verständnis haben für alle Nöte und Schwierigkeiten der Hausfrauen und Mütter. Die Ausbildungszeit einer Vorschülerin für |o= Üale Berufe dauert zwei Jahre. Davon soll das Mädel ein Jahr in einer kinderreichen Familie und ein Jahr in einem haus- wirtschaftlichen Betrieb einer größeren RSV. - A nsta11 arbeiten. Der hauswirtschaftliche Betrieb muß jedoch von einer staatlich geprüften Haushaltpflegerin geleitet fein, bie die Mäbel als ihre Kamerabfchaftsführerin betreut und eine gründliche Ausbildung gewährleistet. $n einem laichen Heim gehört bas Mädel nicht zum Haus- perfonal, sondern zur Erziehergemeinschaft. Die Borschüierinnen arbeiten nicht kostenlos. Sie haben Anspruch auf freie Wohnung, Verpflegung unb ein monatliches Taschengeld von ungefähr 15 RM. Haben sie auch nach ber Vorausbilbung noch nicht das vorschristsmäßige Alter erreicht, so werden sie als Helferinnen in den betrcffeil'b^n Berufsgruppen eingesetzt 'unb nach dem NSV.-Tarif bezahlt. Sind sie dann 18 Jahre alt geworben, beginnt bie richtige Berufsschulung. In der Vo-raüsbilbung aber erweisen sich seelische und körperliche Eignung schon recht klar, und wenn nach einem Mißerfolg, doch noch ein anderer Beruf gewählt werdsy sollte, bann Haden das Mädel und die Eltern doch-dos'. .Bewußtsein, die freie Zeit nach ber Schule so genutzt zu wissen, daß notwendige Kenntnisse erworben worden sind, die dem Mädel auf jeden Fall im künftigen Leden nötig sind. esch. um die Schüssel herum. Karamelfpeife: -/- ßittr ®a(fer 1 $rife Salz, etaas Vanillezucker, 120 Gramm Zucker 60 Gramm Stärkemehl, 1 Ei oder Eiaustau,chnnttell Der Zucker wird in einer Pfanne gebräunt. Man loscht ihn mit wenig kochendem Wasser ab und gießt ihn in bie kochende Milch, der man Salz und Panill-zucker zugesügt hatte. Dann rührt man das ungerührte Stärkemehl barunter unb kocht alles aut burch. Der steifgeschlagene Schnee wud unter- gezogen unb die Speise in eine Schussel gefüüt. y Khabarbertartoffetn: 1 Kilogramm Kar- toffeln 500 bis 750 Gramm Rhabarber, 50 Gramm Speck, Zucker, Salz. Die geschälten und m kleine Stücke geschnittenen Kartoffeln werden in wenig Wasser fast gargekocht, etwas zerbruckt, ber klem- geschnittene Rhabarber dazugegeben und gargekocht. Mit Zucker, Salz unb evtl, etwas Zitronensaft schmeckt man ab und gibt den in Würfel geschnittenen, ausgelassenen Speck barüber. Nach der vitamin- und kräuterarmen Zeit bietet sich uns jetzt Schnittlauch -in Hülle und Fülle und wir sollten nicht versäume«, ihn so viel wie möglich . . ...........„ur nt- löhr nofnnh ift * Schnitt,auchgehal. besonders gut 1 5gc — "°'L-L°7'w°«uch einmal auf andere Art L schmeck, n!!-n mit Salz und Petersilie^ .. ■ , Hansaplast-elastisdi ist stets gebrauchsfer- Kleine« tig! Im Nu angelegt, sitzt dieser praktische 1 Schnellverband unverrückbar fest. Er wirkt UfWtClBK blutstillend,keimtötend,heilungsförderndl zj verwenden. Nicht nur, daß er sehr gefunb Ht Lurch seinen großen Vitamingehalt, auch sein Geschmack ist uns willkommen unb hilft, daß uns manches einfache Gericht bebeutenb besser munbet Besonders wichtig erscheint er uns jetzt als Ersatz für die zu entbehrende Zwiebel, nur mit dem Unter» chied, daß er nicht mitgekocht wird, sondern dem Essen in rohem Zustande zum Schluß bei gefugt werden soll. So macht er z. B. Tunken von Braten, Gulasch usw. besonders herzhaft. Nicht zu vergessen sei bie gute Schnittlauchtunke, die aus einer Mehlschwitze besteht unter Zusatz von großen Mengen femgehackten Schnittlauchs. Diese Tunken sind zu Fleischresten, Fischen, Kartoffeln, Klößen unb Knödeln aller Art wegen ihrer Schmackhaftigkeit überaus willkommen. Suppen gewinnen ebenfalls an Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit , wenn ihnen Schnittlauch beigegeben.wurde Wenn die Hausfrau sich nicht über den Brotbelag klarwerden kann, so nimmt sie ebenfalls feingehackten Schnittlauch, um ihn, leicht mit ^alz bestreut, auf Butter- oder Margarinebrote zu legem Auch für Salate ist Schnittlauch unentbehrlich. Quark ohne Schnittlauch ist wie eine Suppe ohne Salz, nicht nur, baß die zarten grünen Stengel ihm em besonders appetitliches Ansehen geben, sonbern ber Geschmack des Quarks wirb gehoben Wunbervoll schmeckt eine Frühlingssuppe, deren Hauptbestandteil Schnittlauch ist. Ein wenig angerostete- Mehl evtl, ein Lorbeerblatt, einige Tropfen Suppenwürze und viel, sehr viel frischer Schnittlauch, den, man m etwas Fett leicht anlaufen laßt, wird kur^z aufge kocht. Zum Schluß gibt man erneut ro^en femg - hackten Schnittlauch dazu, um bie Vitamine, bie durch das Kochen vernichtet wurden, zu! ersetzen Haben wir einen Bismarck- ober anberen sauren H^ing erwischen können, so chachen wir uns daraus ein ganzes Gericht, inbem wir ihn strecken. In klei nere' Würfel wird ber Fisch geschnitten, m eine Schüssel gelegt urtb mit etwas Essig ubergossem Als- bann fügt man sauer geworbene entrahmte Frich- milch hinzu bie geguirlt,würbe. Emen ^vwisei E gehackten Schnittlauch mischt man unter bie Tunke so baß bas Ganze appetitlich hellgrün aus- fleht. Alsdann wird alles ^ut °°"uhrt und zugedeckt. Bereits nach einigen Stunden hat sich eine be sonders pikante Tunke ergeben die nnt den Herings- ftütfdien köstlich zu Pellkartoffeln schmeckt. Jedow sinb frischgekochte Kartoffeln nicht Bedingung. Auch ____ Reste gekochter Sartoffeln *** StTsürtd sin" Paspelbreite, wird hinten j w-nd-ch Ebenfalls in Wursel geschnitten menlst m _ [eife gebunden. Den Hals schlleftt eben» sie unter die pikante Tunke und s-w'nnt w - men -y Bündchen in Paspelbr-it- ab. sehr wohlschmeckenden löeringssalat. der dura, feinen------- «<*1 - Aei^M j (elMp nin* Wandervorschläge für den Sonntag Tat! Vorsicht beim Verkauf von Landkarten! so im Jntere! schäümpönXZ SCHWARZKO PFQ nommen, so werden and) die Stromkosten für die Beleuchtung des Luftschutzraums erstattet. Bei Brandmauerdurchbrüchen wird davon ausgegangen, daß die Eigentümer der beteiligten Häuser jeweils die Hälfte der Kosten zu begleichen haben. Das Reich erstattet die Beträge auf Antrag des Hauseigentümers, der Antrag ist an das zuständige Finanzamt zu richten, unter Beifügung einer gutachtlichen Aeußerung des Reichsluf'tfchutzbund-Bau- bearbeiters über die Notwendigkeit der Maßnahme und Angemessenheit der Kosten. Die laufenden Kosten werden nur einmal jährlich in einer Summe I erstattet. Nähere Bestimmungen über das Erstattungsverfahren trifft der Reichsfinanzminister. Soweit ein Grundstück von öffentlichen Dienststellen genutzt wird, werden die Kosten vom Reich nicht erstattet. Das gleiche gilt, soweit ein Grundstück von Betrieben genutzt wird, die zum Werkluftschutz oder zum erweiterten Selbstschutz gehören. Generell gelten die Bestimmungen über die Erstattung durch das Reich nur für Kosten, die seit dem 1. Oktober. 1940 entstanden sind. FrüherI entstandene Kosten für die Herrichtung von Luftschußräumen sind nach der bisherigen Regelung aufzubringen. Die Richtlinien verpflichten im üb-1 rigen den Hauseigentümer, eftba zuviel gezahlte Umlagen dem Mieter' zurückzuerstatten. Verdunkelungszeit 8. August von 21.03 bis 5.48 Uhr. vielleicht noch manche alten Socken, Manschetten, Hemden und Krawatten, Gardinen, Läufer, Teppichmatten, Pantoffeln, Säcke, Hüte, KappLn, Bindfadenreste, Tücher, Lappen. Kurzum: Textilien jeder Sorte, die trage hin zum Sammelorte? Mag auch Herr Churd)ill wie von Sinnen tagtäglich Lügennetze „spinnen", so wollen wir durch unsre Spende mithelfen, daß schon bald ein Ende des frechen Lügcnspinners naht? Drum: Spinnstoff sammeln! Auf zur Pflanzt Wildrosen! Aus der Giadi Gießen. Oie Kunst des Hörens. Für mehr als 15 Millionen Rundfunkteilnehmer ist es eine Selbstverständlichkeit, Abend für Abend am Rundfunkempfänger zu sitzen und den Sendungen zu lauschen. Warum sprechen wir dg von einer „Kunst" des Rundfunkhörens? G9 ist heute bei den modernen Empfängern keine Kunst mehr, den Sender richtig einzüstellen. Die Kunst setzt vielmehr dort ein, wo vom Hörer die wirklich sinnvolle Nutzung des Rundfunks erwartet und vorausgesetzt werden muß. Denn jeder Hörer ist mit dem Empfänger allein. Niemand redet ihm dazwischen, wenn er zu den Klängen einer Symphonie ein Käsebrot verzehrt, wenn er sich während einer Dichtung unterhält oder die Zeitung liest. Das geschieht aber leider noch allzu oft. Und vor allen Dingen gibt es immer noch viele Hörer, die ihren Empfänger unaufhör- Aufruf! 3n diesem siegreichen Areiheilskampf erfüllt auch das Deutsche Rote kreuz seine Pflicht im höchsten Verantwortungsbewußtsein und sieter Hilfsbereitschaft gegenüber Führer und Volk. Zu- | verlässig und gewissenhaft leistet es selbstlose Arbeit, i Zehntausende von freiwilligen Helfern sehen sich für die großen und vielseitigen Aufgaben ein, die dem Deutschen Roten kreuz namentlich im kriege ! gestellt sind. Es ist in dieser Zeit eine schöne undankbare Aufgabe, hierbei mitzuhelfen. Das Deutsche Rote kreuz benötigt aber für seine umfangreichen Kriegsaufgaben noch viele Helfer und Helferinnen zum Einsatz in der heiwat und in den besetzten Gebieten. Die Volksgenossen und Volksgenossinnen werden deshalb aufgerufeu, sich für den Dienst im Deutschen Roten Kreuz und damit für unsere tapferen Soldaten an der Front zur Verfügung zu stellen. Weimar, den 25.3uÜ 1941. Der Reichsverteidigungskommissar für den Wehrkreis IX Gez.: Sautf et, Gauleiter und Reichsslakthalter. Der DRK.-Landesführer. Gez.: Or Hepp, DRK.-Geueralhaupkführer, ^-Drigadeführer, Staatssekretär. arum einfach,wenn es umständlichgeht? Eine berechtigte Aufklärung der Deutschen Arbeitsfront. LilMiltz-Aliswendllngeii,i>ie das Reich bezahlt Richtlinien zur neuen Kostenübernahme. lich laufen lassen, die ihn als eine Art „Musikbe- rleselungsanlage" auffassen und dadurch einen Mißbrauch mit den Vorzügen des Rundfunks treiben. Der Hörer soll sich die Sendungen auswählen, die feinen Interessen entsprechen. Er soll diese Sendungen richtig hören, er soll ihnen lauschen, aber den Lautsprecher auszuschalten, wenn er nicht in der Lage ist, wirklich zuzuhären. Wer diese Kunst des Hörens beherrscht, hat den Gewinn, daß er erst richtig empfindet, wie groß dre Leitungen des Rundfunks sind. Der Rundfunk sendet ja nidjt so viele verschiedenartige Sendungen, weil er dem einzelnen Hörer eine möglichst bunte Kost oorsetzen will, sondern um die verschiedenen Neigungen der Hörer zu befriedigen. Jeder soll sich das aussuchen, was ihn angeht. Dann wird er es auch niemals notig haben, mit dem Programm unzufrieden zu sein. Daß in einem Rundfunktag von 19 Stunden Dauer auch Sendungen vorhanden sind, die den einzelnen Hörer nicht interessieren, ist ja ganz unvermeidlich. Es ist vielleicht die größte Kunst des Rundfunkhörens, im richtigen Augenblick den Empfänger abstellen zu können. Im übrigen heißt die Regel: mit Auswahl Hören. Und das Ausgewählte soll so ausgenommen werden, äls oh wir in einem Konzert säßen, nur bann kann die künstlerische Leistung ihre volle Wirkung ausüben. Wer so Rundfunk hört, wird einen immer gleichen Genuß von den Sendungen haben. D. K. D. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Friedemann Bach". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Etappenhase". Zur Reichs-Spinnstoffsammlung. Wie einst beim Sammeln von Metall braust ein Appell mit lautem Schall durch Stadt und Land: „Der Wirtschaft nützen! Die Spinnstoffsammlung unterstützen!" Schau deshalb nach in Schrank und Kisten, ob dort nod) Kleidungsstücke nisten, die Du nicht mehr gebrauchen kannst, weil sie zerfetzt und abgefranst! Durchstöber' selbst die kleinsten Eckchen nach irgendeinem Spinnstoff-Fleckchen! Es ruhen unter alten Brocken I Blonde» Haar be- _ A -M* * I darf wegen seiner LZ /fl T w Empfindlichkeit be- • sonderet Pflege Man wäscht es daher nur J „ mit Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkseite im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt also mit Schwarzkopf „Extra-Blond* heit der Arbeit", Haus und Heim für Wohnungsund Siedlungsfragen, das' Heimstättenamt, die Frauenabteilung, Arbeitseinsatz, Hausgehilfen, Gesundheit und Volksschutz sowie alle Fachabteilungen unb__ nicht zuletzt die Rechtsberatungsstellen der DAF., also eine Unzahl helfender Instanzen, deren sich die schaffenden Volksgenossen bedienen können. Diese Tatsachen dürften auch jenen Kreisen bekannt sein, die für sich das Recht in Anspruch nehmen, ihre Alltagssorgen direkt dem Führer, der Kanzlei des Führers oder dem Reichsorganisationsleiter usw. zu unterbreiten. Solche Zuschriften aber gelangen wieder zurück an die zur Bearbeitung zuständige Stelle. Sie müssen zurückgehen, weil es eben doch „unten" erledigt werden muß. Hin und wieder passiert es dann, daß die bearbeitende i Stelle zwei- bis fünf- und sechsmal dasselbe Schreiben erhält, das der Volksgenosse „vorsichtigerweise" gleich an mehrere Stellen gesandt hat. Vertrauen ist der oberste Grundsatz, den die Deutsche Arbeitsfront von jedem Volksgenossen fordert. Ist das Leben jedes einzelnen schaffenden Menschen von diesem Vertrauen erfüllt, dann ist auch das Aufbauwerk der Deutschen Arbeitsfront gesichert. Jedes deutsche Mädel und jeder Junge, I jede deutsche Frau und jeder Mann darf und muß mit vollem Vertrauen an diesem Werk mitbauen. Der rege Personenverkehr in allen Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront, das Klingeln der Telephone, die stets besetzten Verhandlungszimmer geben Zeugnis davon, daß in den DAF.-Dienststellen nicht I Bürokraten sitzen, sondern Männer mit kühlem Kopf und klarem Verstand, mit nationalsozialistischem I Herzen bereit, dem Volksgenossen jederzeit und in jeder Lage zu helfen. Spielleitung und die Hauptrolle in dem Lustspiel „Der Etappenhase" von Karl Bunje. ** Vorsicht beim Schuttabladen. Das Stadtbauamt weist in einer Bekanntmachung im I heutigen Anzeigenteil darauf hin, daß durch das Abladen von brennbaren Stoffen an der Schutt- abladestelle im Bergwerkswald wiederholt Brande entstanden sind. Damit solche Brände noch vor Eintritt der Dunkelheit gelöscht werden können, dürfen brennbare Abfälle nur vormittags abgeladen werden. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Ein gefährlicher Gewohnheitsverbrecher. Frankfurt o. M., 7. Aug. Im Februar d. I. wurde der 43jährige Adolf B l U g e s ch wegen Rück« fallbetrugs und versuchter Erpresiung von der Strafkammer zu 4 Jahren Zuchthaus, 400 RM. Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Verurteilte legte Reoiston ein, die vom Reichsgericht hinsichtlich des Tatbestandes verworfen würbe. Das Reichsgericht hob aber das Urteil in bezug auf das Strafmaß auf, da der Angeklagte als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher auch zu Sicherungsverwahrung zu verurteilen sei. Die Straf« kammer entsprach jetzt in neuer Verhandlung der Ansicht des Reichsgerichts und erkannte auch auf Sicherungsverwahrung. Zentnerweise Lebensmittel gehamstert. in den unmöglichsten Verstecken untergebracht: unter I den Kohlen, im Garten vergraben, ja sogar in einer leeren Dunggrube fanden sich Lebensmittel. Von all den Sachen waren über 16 Zentner verdorben. Als man den Verkaufsstand der Witwe I in ber Stadt untersuchte, entdeckte man unter dem Fußboden, hinter Regalen oder unter Papier ver- steckt etwa 8000 RM. in Banknoten und S i l b e r g e l d. Schließlich wurden im Besitz der I vtflu auch Dollarnoten, Schweizer Franken und Goldstücke gefunden. Die AngeschuLigte, die auch leinen Wagen besaß, hatte auch Autoreifen im Besitz, die sie hätte abliefern müssen. Als nach einer der Haussuchungen von den Beamten ein Teil des Materials in einem Raum sichergestellt worden war, ging die Frau heimlich Hin, holte einen Teil heraus und versteckte ihn an einer anderen Qtette, versuchte die Beamten zu bestechen und bot ihnen an, von den Lebensmitteln mitzunehmen und über Die Sache zu schweigen. ?£ngeflagie ist nach ärztlichem Gutachten eine körperlich und geistig verbrauchte Frau, die unter Alterserscheinungen leidet. Auf sie treffen die Straf- Milderungsgründe des § 51,2 zu. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache erkannte das Sonderge- s ncht Frankfurt a. M. auf 1 Jahr und 9 Monate Gefängnis und 100 RM. Geldstrafe. Die Untersuchungshaft wurde der geständigen Angeklagten angerechnet. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) H.W. in Gr.-D. Einen Antrag auf Gewährung von Kinderbeihilfe stellen Sie zweckmäßig beim zuständigen Finanzamt, das Ihr Gesuch dann an das Bürgermeisteramt bzw. die Kreisleitung weitergibt. Voraussetzung zur Genehmigung eines solchen Antrages wäre allerdings das Vorhandensein von mindestens drei minderjährigen Kindern in Ihrer Fa- mute. Da das nach Ihrer Zuschrift nicht der Fall ist, erscheint uns der Erfolg des von Ihnen geplanten Schrittes zweifelhaft. Lpd. Frankfurt a. M. Eine 62jährige Witwe, die im Stadtzentrum einen Verkaufsstand betrieb, hamsterte in ihrem Hause seit Kriegsbeginn Waren aller Art i n riesigen Mengen. Infolge von Erbstreitigkeiten in der Familie kam es gegen die Frau zu einer Anzeige. Bei den Haussuchungen wurden z. B. 520 Pfund Mehl, 300 Pfund Zucker, 150 Pfund Linsen, 35 Pfund Nudeln, 20 Pfund Rosinen, 100 Pfund Malzkaffee, 15 Pfund Bohnenkaffee, 80 Liter Del, 260 Pfund Fett, 30 Pfund Bonbons, 60 Pfund Seifenflocken, 10 Pfund Schokolade, 200 Pakete Waschmittel usw. gefunden. Die Schränke waren mit Wäsche vollgepfropft: 200 Meter Leinen, 70 Scheuertücher, 20 Bettücher, 40 Nachthemden, 60 Paar Damenstrümpfe usw. Ferner fanden sich 500 Gläser mit Eingemachtem, 20 Termosslaschen und 350 Zentner Holz vor,'das zumeist im Stadtwald heimlich aufgelesen worden war. Zwölf Zweispännerftchrwerke waren nötig, um es wieder abzufahren. Wegen Forstdieb- st a h l s bekam die Frau, die Ende März in Haft genommen wurde, eine Geldstrafe von 220 RM. Sie gehamsterten Lebensmittel und Waren waren letzter Zett mehren sich die Fälle, daß an fluchtige Kriegsgefangene üort Schreibwarengeschäften, Buchhandlungen, Kiosken, Tankstellen usw. Landkarten verkauft werden. Dadurch wird den Flüchtlingen vielfach das Weiterkommen oder Versteckthalten erleichtert. Es ist daher Pflicht jedes Verkäufers von Landkarten, sich den betreffenden Käufer etwas näher anzusehen, ihn gegebenenfalls auszuforschen oder ihn zu er- suchen fid) auszuweisen. Selbstverständlich wird ein pflichtbewußter Verkäufer in Verdachts- oder auch nur in ®--- • - - Butzbach—Cleeberg—Schornfeld—Hausberg— Buhbach. Don unserem Ausgangspunkt Butzbach steigen wir gleich vom Bahnhof aus die schöne Taunusstraße aufwärts zum Wald, an dessen Rand sich ein hübscher Rückblick nach der Wetterau bietet. Schwarze Punkte führen uns jetzt waldeinwärts an dem anmutig gelegenen gastlichen Forsthaus Butzbach vorbei nach dem malerisch liegenden, von einer Burg überragten Cleeberg (gute Gasthäuser). Von gier folgen wir schwarzen Gabeln nach dem 438 Meter hohen Schornfeld, wo sich uns eine reizvolle Fernsicht, namentlich auf Braunfels und die Höhen des Westerwalds erschließt. Die Zeichen führen uns nock) nach Weiperfelden, von wo wir jetzt grünen Strichen nachgehen und dem Solmsbachtal aufwärts nach dem 417 Meter hoch liegenden Boden- rod gelangen. Schwarze T leiten uns von hier durch die prächtigen Taunuswalbungen nach dem Hausberg, dessen Turm leider unbesteigbar ist. Doch bietet sich auf unserem Abstieg an einer Wald- Itdjtung eine weite Aussicht über die ganze Wet- terau mit der Burg Münzenberg. Drei Ringwälle übersteigend fuhren uns die Zeichen über das idyllisch gelegene Hausen und durch den Wald nach Butzbach zurück. Die Wanderung dürfte gegen sechs Stunden beanspruchen. Gießen—Kinzenbach— Schwalbenbachkal— Bubenrod—Allenberg—Hohensolms—Bieber. Wir beginnen unsere Wanderung am Neustädter Tor und folgen schwarzen Dreiecken, die uns an der Heuchelheimer Mühle vorüber nach dem hochliegenden Kinzenbach leiten. Nachdem wir das ansehnliche Dorf durchschritten haben, führen uns die Zeichen aufwärts zum Wald, an dessen Eingang sich ein hübscher Ausblick nach den Höhen des Vogelsbergs und des Taunus erschließt. Durch prächtigen Hochwald gehend, gelangen wir, nachdem wir die Grube Morgenstern passiert haben, m das anmutige Schwalbenbachtal und diesem aufwärts schreitend nach Hof Bubenrod, der leider seinen Wirtschaftsbetrieb geschlossen hat. Wir verlassen jetzt unser seitheriges Zeichen und steigen hinter dem Anwesen hinauf zum bewaldeten Blei- denberg, wo wir rote Striche antreffen, die uns nach dem turmbekrönten Altenberg weisen. Hier oben bietet sich nun eine herrliche und weite Aus-1 sicht, namentlich nach der Gießener Gegend. Unser Zeichen bringt uns hinüber nach dem hochgelegenen Hohensolms mit guter Einkehr. Auf guter §anb= ftra^e steigen wir abwärts über Königsberg, wo sich die Besteigung der Ruine der schönen Aussicht wegen lohnt, und weiter durch das Biebertal nach unserem Endziel Bieber. Wanderzeit 5Vr Stunden Zweifelsfällen keine Karten abgeben. Wer jntereffe der öffentlichen Sicherheit handelt, tragt mit dazu bei, das Fortkommen flüchtiger Kriegsgefangener zu unterbinden oder wenigstens zu erschweren. In manchen Fällen wird auch durch umsichtiges Verhalten die Festnahme von Flüchtlingen möglich sein. kennt es gar nicht anders, als daß sie neben dem Weckglas mit einem Gummiring auch Zubindegläser, die sie von Mutter und Großmutter übernommen hat, verwendet. Der Ofen im Luftschutzkeller. NSG. In einer kürzlich ergangenen Notiz wurde bie Bevölkerung in einer letztmaligen Mahnung auf die Anschaffungspflicht von Luftschutz keile rösen hingewiesen. Es wurde darin betont, daß öie K o ft e n der Defen vom Reich getragen werden. Zahlreiche Anfragen, welche Stelle des welches denn eigentlich die Kosten übernimmt, geben zu folgender Klarstellung Anlaß: An Stelle des Umlagerechtes gegenüber den Mie- fern tritt jetzt ein Erstattungsanspruch Oes Hauseigentümers gegen das Deutsche Hteid). 3n öer diesbezüglichen Verordnung vom 21 4. 41 heißt es: „Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erläßt nähere Vorschriften über das Erstattungsverfahren". Die näheren Einzelheiten bezüglich des Erstat-, tungsverfahrens stehen also nod) aus. Es ist anzu- nehmen, daß diese in absehbarer Zett herauskom- .®Mon die Presse bann zu gegebener Zeit Mitteilung macht. " Wiederholung des Gastspiels von Ludwig L i n k m a n n. Wegen der großen Nachfrage wird das Gastspiel des aus Gießen stammenden Schauspielers Ludwig Linkmann von der .^rliner Volksbühne am kommenden Dienstag, *2. d. M., wiederholt werden, Linkmann hat die! Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat jetzt Richtlinien — im Einvernehmen mit den zuständigen Reichsmini- stern — erlassen, die nähere Bestimmungen zu der vom Reich neu übernommenen Ersta11ung von Aufwendungen für den Luftschutz- raumbau in Wohnhäusern enthalten. Das Reich erstattet danach dem Hauseigentümer die zunächst vorschußweise zu tragenden Kosten: für die Herrichtung von Luftschutzräumen, für die Beschaffung und Anlage der vorgeschriebenen Bele u d) t u n g und Notbeleuchtung sowie der Heiz- einrichtungen aller Art, mit Ausnahme der nicht fest eingebauten elektrischen Heizgeräte, die vom Hauseigentümer oder den Mietern vorübergehend für die Benutzung im Luftschutzraum zur Verfügung gestellt werden. Ferner kommt eine Kostenerstattung durch das Reich in Betracht für die Durchführung von Brandmauerdurchbrüche n-, bie Beheizung der Luftschutzräume und die infolge Zurverfügungstellung von Luftschutz- raum etwa gerechtfertigte M i e t m i n b e r u n g. Gesamtkosten bis zum Betrag von 10,— RM. werden nicht erstattet. Die Betriebskosten für die Beleuchtung und Notbeleuchtung trägt der Hauseigentümer. Werden Licht- und Heizstrom über denselben Zähler ent- Zubindegläser tun es auch. NSG. Dor dem Kriege waren manche Hausfrauen recht bequem. Sie machten nicht selber ein, sondern kauften die Konserven in den Geschäften. Heute geht die Hausfrau daran, sich wieder auf die alte Kunst des Einmachens zu besinnen. Weil sie es nicht anders kennt, kauft sie nun Weckgläser ein. Alle Frauen wollen plötzlich Weckgläser haben. Zubindegläser zu verlangen, bie es überall reichlich zu kaufen gibt daran denken sie nicht. Offenbar wissen sie nicht, daß Zubindegläser genau so gut, wenn auch nicht so rasch zu handhaben sind wie die Weckgläser. Die Hausfrau, die schon seit Jahren Vorräte einmacht, NSG. Der auskömmlichen Versorgung der Bevöl» Ferung mit Vitamin C wird grofc-e Bedeutung zu- geiyefsen. Ist diese unzureichend, werden Mangel- erscheinungen hervorgerufen, bie oft mit ernsthaften Erkrankungen verbunden sind. In Jahreszeiten, in denen die natürliche Bedarfsdeckung, bie hauptsäch- lid) durch Ob st und Gemüse erfolgt, nicht in genügendem Maßstab sichergestellt ist, gelangt daher an besonders gefährdete Bevölkerungskreise Vitamin C zur Verteilung. In der Hauptsache handelt es fid) hier um ein synthetisch hergestelltes Vitamin. Erstrebenswert ist es jedoch, auch natürliche Vi- taminquellen in möglichst weitgehendem Umfang h^anzusiehen. In Frage kommen natürlich hierbei nur Pflanzen, die einen hohen Vitamingehalt auf« weifen. Besondere Beachtung verdienen die Früchte der W i l d r o s e — die Hagebutten —, welche in verschiedener Form verarbeitet werden können (Mus, Marmelade, Fruchtsaft als Zusatz zu Back- waren usw). Große Mengen wurden im letzten Jahr zu die- jem Zweck a us dem Ausland singe führt, da in Deutschland selbst die Erzeugung nicht ausreichend ist. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurde die Reichssack)gruppe Seidenbauer im Rahmen des Vierjahresplanes beauftragt, den vermehrten Anbau von Wildrosen zu veranlassen. Somit ist die Rerchsfachgruppe neben ihrer eigentlichen Auf- gabe auch mit der wichtigen Steigerung der Hagebuttenerzeugung betraut worden, und sie kann hier- einsetzen be^en^c weit verzweigte Organisation „ . ljai zunächst feftaeftelU, welche Wildrosensorten sich als besonders vitaminreich am besten zum Anbau eignen. Zu empfehlen finb zur Zeit die Edeleaninasorten Brög, Schmidts Ideal, toen-f und Kauth sowie rosa rugosa. Die Rolchsfachgruppe ist jedock) bemüht, noch vitaminreichere und /in bezug auf Wuchs, Menge der qc. ernteten Früchte und Größe derselben besonders wertvolle Wildrosen zu ermitteln. Erstmalig in bie- jem Herbst werden Hunderte von Sammlern tätig |em, um wildwachsende Hagebutten zu ermitteln oie aus Grund rein äußerlicher Merkmale zur Vermehrung in Frage kommen. Die gesammelten Hage- u werden noch auf ihren Vitamin geholt oe- pruft. Außerdem werben einige aus dem Ausland bezogene Wildrosensorten, die über einen besonders hohen Dttamlngchatt verfügen, auf ihre Eignung NSG. Die Herzen des deutschen Volkes haben in den letzten Jahren Inventur gemacht und mit dem Sturmschritt der immer neuen Ereignisse stand- gehalten. Aus diesen Herzen sind Schwäche und Zaghaftigkeit, Vertrauensmangel und Hemmungen der Vergangenheit verschwunden. Eine revolutionäre Dynamik des Geistes und der Seele trat aus gemeinsamem Glauben und gemeinsamer Tat an ihre Stelle sowie die Kraft zu einem Selbstbewußtsein, das weiterhin Geschichte machen wird. Immerhin gibt es nod) eine Reihe Zeitgenossen, die sich in einem Zustand befinden, den man oft mit den Worten „falsche Scham" kennzeichnet, eine unter den Menschen leider weit verbreitete Krankheit. Man ziert sich, gewisse Dinge an den nächstliegenden hierfür zuständigen Menschen heranzutragen und meint, ale kleinlichen Sorgen zweckmäßig irgendeiner hohen Dienststelle schriftlich zuzuleiten. Diese „Krankheit" ist sicher für den Psychologen recht interessant, für den von ihr Betroffenen aber eine Hemmung. Diese Feststellungen werden in der Hauptsache auf sozialem oder arbeitsrechtlichem Gebiet immer wieder gemacht. Für alle Sorgen des Arbeitslebens ist bekanntlich die Deutsche Arbeitsfront als Beauftragte der Partei zuständig, und die Stellen, die hier jederzeit helfend eingreifen, sind äußerst zahlreich. Da ist zuerst der B e t r i e b s o b m a n n , der das nötige Rüstzeug besitzt, um den schaffenden Menschen die erste Hilfe leisten zu können. Kann er es nicht irj allen Fällen, dann führt der Weg zum Ortsobmann der DAF., der die richtige Stelle ohne weiteres zuweist. Darüber hinaus stehen die Abteilungen der DAF.-Kreiswaltungen zur Verfügung. Soziale Selbstverantwortung, Berufserziehung, Jugend, „Kraft durch Freude" mit Sportamt und „