VMM 'M General-Anzeiger für Obecheffen 6it6en,Sd>elftta6e 7-9 Opfer der bolschewistischen Mordbanden erklären. ZU on- Abrede stellte und in einer systematisch betriebenen Enteignungsaktion jeden Menschen um seinen Besitz betrog. Jede eigene geistige Regung, jede Phantasie, jede schöpferische Note mußten einem stumpfen und öden Kadavergehorsam weichen, einem materialistischen Prinzip, das bis zur Blindheit und bis zu einem unkontrollierbaren Fanatismus geht. Die Darstellungen unserer Kriegsberichter zeigen mit aller Deutlichkeit, daß der Sowjetsäldat in einer materiellen Apparatur aufgewachsen ist und, wenn es um Leben oder Tod geht, mit fanatischem Unverstand in sein Unglück stürzt. Persönlichkeit, Rasse und Idealismus, Daseins- formen, die erst eine Kultur zu tragen vermögen, sind dem Bolschewisten fremd. Sein Klassenkamps, sein Bestreben, die internationale Weltrevolution mit den Waffen des Terrors und der Gewalt aufzurufen, richteten sich zwangsläufig gegen die europäische Kulturgemeinschaft und setzten zugleich im eigenen Land die Lebenshaltung herunter. Die Ein- zwängung der privaten Initiative und die Ausschaltung der Verantwortungsfreudigkeit brachten den Sowjetbürger praktisch ins Elend. Das bolschewistische Rußland hat den von Juden geführten Kampf des internationalen Untermenschentums gegen die Kultur deshalb begonnen, weil es im Massenterror, Raub, Brand, Streik, im Bandenkrieg, im Aufstand und der Spionage seinen Lebensinhalt sieht. Mit der Peitsche fanatischer Leidenschaft hatte der Bolschewismus in Rußland diesen Wahnsinn zu zeigen. „Alle Gefangenen", so betonte der schwedische Korrespondent, „scheinen der Lage ziemlich hilflos gegenüberzustehen. Sie wußten nicht richtig, wofür sie gekämpft haben, denn sie waren keine Kommunisten. Ob Stalin oder Hitler im Kreml herrsche, schien ihnen ziemlich gleichgültig zu sein, da sie es kaum viel schlechter bekommen könnten. Sie hatten keine richtige militärische Ausbildung erhalten. Sie hatten keine Ahnung, was ein moderner Krieg eigentlich ist. Auf die Frage, ob sie Mitglieder der Kommunistischen Jugendorganisation seien, antwortete der redegewandte junge Mann: „Nein, wir wollen in Frieden leben und unsere Ruhe haben". Die übrigen Gefangenen stimmten dieser Aussage zu. Keiner von ihnen hielt es für richtig, sich öffentlich mit dem bolschewistischen Regime solidarisch (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Washington, Anfang Juli 1941. Druck und Verlag: vrühlscheUniversttatrdruckereiN. Lange gewesen sei aber so schwer belastet worden, daß es sich nicht mehr gelohnt habe, privater Geschäftsmann zu sein. Deshalb hätten die meisten Geschäfte schließen müssen. , Vor der Flucht", so heißt es in dem Bericht weiter' haben die Bolschewisten mit unmenschlicher Grausamkeit unter den Gefangenen der vielen Gefängnisse gehaust. Hunderte von Menschen wurden durch einen Schuß in den Nacken umgebracht, eine Hinrichtungsmethode, die die Gesichter unkenntlich macht und die von den Bolschewisten bevorzugt denkt- die Folgerungen, die er aus dieser Erkenntnis zieht, sind der Publizistik noch nicht zugänglich, weil er selbst sich noch nicht im klaren ist, weil er deutlich spürt, wie er zwischen verschiedenen Strömungen hin- und hergezerrt wird. Das macht ihn nicht froher, aber, wenn dieser Prozeß organisch verläuft, sicherlich — reifer. Immer neue Sowjet-Morde. 1500 Ukrainer allein in der Kleinstadt Dubno hingemetzelt. Berlin, 7. Juli. (DNB.) Noch steht die Weltöffentlichkeit unter dem Eindruck der grauenhaften Geschehnisse von Lemberg, wo in den Kellern des Brigitten-Gefängnisses buchstäblich Leichenberge von mehreren Tausenden ukrainischen Männern und Frauen aufgetürmt waren. Jetzt werden wieder neue Massenmorde bekannt. In der Kleinstadt Dubno haben die Sowjets beim Einrücken deutscher Truppen nicht weniger als 15 0 0 ukrainische Männer und Frauen in bestialischer Weise ermordet. Die an Ort und Stelle vorgenommenen ärztlichen Feststellungen haben ergeben, daß die entmenschten Barbaren viele Frauen und Kinder geschändet und dann erst niedergemetzelt haben. Nach den fürchterlichen Schreckenstagen, die die Westukraine unter dem grauenhaften Terror der sowjetischen Soldaten zu erdulden hatte, wird der Einzug der deutschen Truppen dankbaren Herzens begrüßt. Dienstag,8. Juli W41 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8'/,Uhr des Vormittags Anzeig en-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. Je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengemtaffelS Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Zwei Welten. Von Dr. Kurt Barges. Das bolschewistische Rußland hatte, da es von Beginn an seine internationale Mission betonte ofort seine Gifte über die europäische Kulturge- rneinschpft gegossen: 1918 Revolution in Deutschland und Oesterreich, 1919 Proletarische Revolution in Ungarn, April Rätereoolution in Bayern, 1920 Besetzung der Betriebe in Italien durch Arbeiter, 1921 Aufstand der proletarischen Vorhut in Deutschland, 1923 revolutionäre Krise in Deutschland, 1924 Aufstand in Estland, 1925 in Marokko, 1927 m Wien, 1925 Explosion der Kathedrale in Sofia, eit 1925 revolutionäre Bewegung in China, 1928 Aushebung kommunistischer Organisationen in Spanien, Portugal, Ungarn, Italien, Japan und m anderen Staaten. 1929 Barrikaden in Berlin, der kommunistische Welttag „Gegen den Jmperiajis- ^Jm einzelnen: am 14. Januar 1930 wurde Horst Wessel von dem Kommunisten Höhler unter Be- teiliqung der Juden Salli Eppstein und Else Cohn erschossen. Am 9. August 1931 wurden auf dem Bülowplatz in Berlin die Polizeihauptleute Anlauf und Lenck auf Anstiftung des Kommunisten Heinz Neumann, der in Sowjetrußland eine maßgebende Rolle spielte und mit Klara Zetkin und Max Hmz in Moskau als Kampfgehilfe des Bolschewismus auftrat, zur Strecke gebracht, — und mit ihnen im Laufe vieler Jahre Hunderte von nationalsozialistischen Kämpfern. 1919 wurden in München 10 Geiseln auf Befehl des Terroristen Eghofer, unter Mit- Wirkung der jüdischen Sowjetisten Levin, LevinS- Nissen und Axelrod erschossen, im gleichen Jahre wurden in Budapest unter der Kommunistenherrschaft von Bela Kun, der in Wirklichkeit Aron Cohn hieß, mehrere Geiseln ermordet. Die in der Krim auf seinen Befehl durchgeführten Erschießungen von fast 70 000 Menschen zeigen drastisch das wahre Gesicht des Bolschewismus. In Sowjetrußland selbst fielen ihm Millionen von Menschen zum Opfer: Professoren und Lehrer, Aerzte und Offiziere, Polizisten und Beamte, Arbeiter und Bauern, vor allem geistige Arbeiter, Intellektuelle, Künstler und Geistliche. So stellte sich das völkerbedrohende Phänomen des Bolschewismus dar, der in seinem Lande einen offenen, in den anderen europäischen Staaten einen versteckten Zerstörungskampf führte, seine Angriffe gegen die schönen Künste, die Presse und die Religion richtete, alle nationalen und rassischen Gegebenheiten in rung aufzulösen. Die Sowjets sind nämlich auch in der öffentlichen Meinung Amerikas die blutrünstigsten Tyrannen der Weltgeschichte, die Unterdrücker jeder religiösen Freiheit, die erbarmungslosesten Sklavenhalter, und das «bolschewistische System Dasjenige, das unterhalb jeder Zivilisationsstufe steht, das jeden Fortschritt in Strömen von Blut unschuldiger Menschen erstickte. Und dafür sollen die Burger der Vereinigten Staaten Opfer bringen, sollen ihren wird. , . Der schwedische Korrespondent war auch m einem Gefangenenlager in der Nähe von 3aro&-- law. Hier waren auch Sowjetoffiziere untergebracht. Wunderliche Typen", so schreibt der Berichterstatter. In Westeuropa sei der Begriff Offizier immer untrennbar verbunden mit Eleganz, guter Haltung und einem zivilisierten Aussehen Diese Manner dagegen sähen jämmerlich aus. Ihre Rangbezeich- nunaen hätten sie entfernt, sie besäßen nichts als das was sie auf dem Leib trügen. Viele seien nicht einmal im Besitz von Schuhen, sondern gingen barfuß. Sie seien an den Gebrauch von Schuh- Verwirrung in LlGA Von unserem B.K.-Berichterstatter. über alles geschätzten Lebenstandard — geradezu der Gradmesser ihrer Kultur, so wie sie die Kultur verstehen! — aufgeben, und sich in ein gefährliches Abenteuer einlassen, das angesichts der einzigartigen deutschen Erfolge auf dem östlichen Kriegsschauplatz Europas immer vager wird? Man braucht sein Ohr nicht durch langjährigen Aufenthalt in den Staaten für die vielerlei Zwischentöne geschärft zu haben, die in ihrer Gesamtheit das Stimmungsbild der öffentlchen Meinung ergeben. Es ist hier eine deutliche Unlust feftzustellen, ein unbequemes Gefühl, das man hier und da auch ein Erwachen nennen könnte. Oder ein Erschrecken! Ein Erschrecken vor der Möglichkeit, durch ein diabolisches Spiel unkontrollierbarer Mächte bis an den Rand eines turbulenten Geschehens geführt zu fein, das von ganz anderen Kräften bewegt wird, als die Einpeitscher der amerikanischen Propaganda für die amerikanische Einmischung es wahryaben möchten. Der Yankee sieht vor seinem geistigen Auge die Möglichkeit, daß das bolschewistische Chaos Europa geradezu lebensgefährlich bedrohte und damit — der These Roosevelts für den analogen Fall Deutschland folgend — auch die Vereinigten Staaten. Alles weitere, was der Amerikaner sonst noch Oie Bolschewisten verschleppen die estnische Zivilbevölkerung. he 1 sinki, 8. Juli. (Europapreß.) 3n Rundfunksendungen aus Estland wird milgeteilt, daß die Lowjetbehörden offenbar große Teile der estnischen Bevölkerung zwangsweise ablranspor- tieren. Die Sendungen klingen aus in einem Hilferuf an die ganze Dell, dem bedrängten estnischen Volk zu helfen und alles zu tun, um diesen Gewallmaßnahmen der Sowjets zu begegnen. Aufmarschpläne für den Einfall in Ostvreuhen. Berlin, 7. Juli. (DNB.) Deutsche Soldaten sanden in der ehemaligen litauischen Staatsdruckerei in den Kellerräumen einer hier iip Herbst 1939 von den Sowjets eingerichteten bolschewistischen Redak- tton in einem großen Panzerschrank venvahrt genaue Aufmarschpläne für die in Litauen konzentrierten Sowjet-Regimenter. Durch einen Vorttoß von Allenstein nach Heiligenbeil sollten sie Königsberg abschneiden. Neben Karten und Skizzen sowie Reiseführern von den deutschen Ostprovinzen wurden auch die Telephonbücher von Pommern und Ostpreußen aufbewahrt. Ferner hatten die bolschewisttfchen Agenten bereits eine große „Schwarze L i st e" angelegt, auf der die Namen und Personalangaben der führenden Persönlichkeiten der deutschen Ostgebiete verzeichnet standen. Diese sollten als erste dem Terror der GPU. ausgeliefert werden. Die Aushebung dieser Geheimzentrale beweist aufs neue, welche Gefahren dem deutschen Osten von feiten der bolschewistischen Machthaber drohten. 19(. Jahrgang Nr. 160 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat nnBild-DieScholle Bezugsvreis: Monatlich-------.RM 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei 'Richterschemen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanfchluß 2251 Dmhtanscyrist:„Anzeiger" Postscheck 11686 Front s M. Stockholm, 7. Juli. (DNB.) Der Sonderkorrespondent von Stockholms Tidningen in Lemberg, Bertil Svahnstroem, gibt eine Schilderung der Verhältnisse nach der Besetzung der früheren polnischen Ukraine. Es herrsche kein Zweifel darüber so heißt es in dem Bericht u. a., daß die ukrainische Bevölkerung die Deutschen als Befreier betrachte. In den Städten habe man Inschriften mit „HeitHitler" oder „Wir grüßen unseren Hitler" aufgestellt. UeberaU sehe man H a k e n k r e u z f a h- neu. — Beinahe zwei Jahre sei Lemberg sowjetisch gewesen. Es herrsche kein Zweifel darüber, daß die bolschewistische Phase als d ie d ü st e r st e in der Geschichte der Stadt Lemberg betrachtet werde. Die Sowjets hätten sich in 20 Monaten von Herzen verhaßt und gefürchtet gemacht, sowohl bei der polnischen wie bei der ukrainischen Bevölkerung. Sie konfiszierten, verstaatlichten und kollektivierten. Keiner arbeitete mit Ernst. Die Preise stiegen in eine schwindelnde Höhe. Ein Arbeiter, der 150 Rubel im Monat verdient, konnte sich kein Paar Schuhe kaufen, die 300 Rubel kosten, oder einen Anzug für 1000 Rubel ober noch mehr. Das private Geschäftsleben sei zwar nicht prinzipiell verboten Wie in den großen Städten, so wurden auch auf den Dörfern Menschen in tierischer Weise von den Bolschewisten ermordet. Die Einwohner von M i k o l a j o w (ösllich von Lemberg) holten die ermordeten Ukrainer in einem feierlichen Zuge ab. Unabsehbar war die Zahl der Begleiter dieses erschütternden Trauerzuges. Unter lautem Wehklagen gingen sie mit den Wagen auf denen die Toten zum Friedhof gebracht wurden. — (PK.-Brenner. — (Scherl-M.) „In der Ukraine als Befreier begrüßt." Eindrücke eines schwedischen Korrespondenten. zeug nicht gewöhnt und gingen daher gerne ohne Schuhe (!). Auf eine Frage, warum er ohne Scyuhe gehe, habe einer der Sowjetoffiziere geantwortet, daß er feine Schuhe verkauft habe, um Zigaretten zu bekommen. Er habe kein Geld besessen. Ein General erzählte dem Korrespondenten, daß er seine Karriere als zaristischer Offizier begonnen und als' Seconde-Leutnant am vorigen Weltkrieg teilgenommen habe. Nach der Revolution sei er in die bolschewistische Armee eingetreten und zum Stabschef eines Armeekorps avanciert. Weiter habe er jedoch nicht kommen können, da er nicht Kommunist fei. Sehr genau habe man, so berichtet der schwedische Korrespondent weiter, die Gefangenen volkstumsmäßig eingeteilt: Russen, Ukrainer, Juden und Asiaten. Die Ukrainer seien in der Mehrzahl gewesen. Von den 3600 bisher in dem Lager untergebrachten Gefangenen seien 1800 Ukrainer gewesen, die keine besondere Vorliebe für die Russen zeigten. Die 300 im Lager vorhandenen Asiaten hätten den verschiedensten Völkerschaften angehört, Mongolen aller Schattierungen, Kalmücken, Kirgisen und Usbeken, Nomaden vom Eismeer im Norden bis zur Küste des Kaspischen Meeres im Süden. Die 800 in Lager untergebrachten Russen seien sehr neugierig und gesprächig gewesen. Im allgemeinen hätten sie alle etwas gegen Stalin einzuwenden gehabt. Eine Gruppe Gefangener habe stark applaudiert, als jemand erklärte, der Kommunismus werde ausgerottet werden. Auf die Frage, ob sie jemals Stalin gesehen hätten, antwortete ein russischer Gefangener, daß er nur Bilder Stalins gesehen habe, da Stalin nicht wage, sich dem Volke Kein Zweifel: die Vereinigten Staaten sind in , Hner verzwickten Situation. Das trifft ücht nur für den Washingtoner Kreis um Roose- ‘ aclt und seine zahlreichen Mitläufer und Nutznießer ;u, sondern für die gesamte amerikanische Oeffent- üchkeit. Sie verstehen sich nämlich selbst nicht mehr, die Yankees, ihr überliefertes und in der Idee fo starr festgehaltenes Denkprinzip hat einen heftigen Stoß erlitten. Wodurch? Durch nichts anderes, als daß sich plötzlich die Sowjetunion rote eine riesenhafte dunkle Wand vor den tollen Feuerzauber >iner Propaganda schob, die sich in ihren maßlosen LLebertreibungen, in ihrer eitlen Selbstgefälligkeit auf ein Ziel richtete, über bas in den Kopsen der meisten Amerikaner höchst nebehalfte oder überhaupt keine Vorstellungen herrschten — es fei denn, daß man einen Wust von Phrasen bafur nimmt Bis zum 22. Juni 1941 machte bie Sache den Amerikanern weniger Kopfschmerzen. Da war auf Der einen Seite England, das angeblich immer noch für die alten demokratischen Ideale der Freiheit, der menschlichen Würde und Gott weiß, wofür sonst noch kämpfte, nur nicht für das, was die Wallstreet und die jüdischen Drahtzieher der großen Politik des Weißen Hauses für ihre Vorrechte hielten, während auf der anderen Seite das „böse Nazi- beutf djlanb, der ewige Unruhestifter, der Vernichter jeden menschlichen Glücks, das Land der Diktatoren", dieser Albtraum eines Staates dafür sorgte, daß jedem wahren Yankee ein Schauder über den Rücken lief. Daß eine geschickte Regie streng darauf hielt, daß die richtig dosierten Stromstöße dieses Nervenkitzels in Form einer vielseitigen Propaganda nicht aussetzten, merkte er zumeist nicht. Rätselhaft bleibt es für den Kontinentaleuropaer, wie es zugehen konnte, daß aus diesem Schauder so etwas wie eine Nervenkrisis und echte Haßpsychose entstehen konnte. Man kann es nur so erklären, daß bie USA. überhaupt ein neuer Fall in ber Weltgeschichte sind, baß sie nicht aus dem Dunkel des Mythos und aus den Wirbelstürmen immer neuer geistiger und materieller Anpassungskrisen über Jahrtausende hinweg zu einem Volk zusammengeschmolzen wurden, sondern als Vernunft st aat, als Kind der Aufklärung, das Licht ber Wett erblickten. Während andere Volker im Laufe einer sehr alten Erfahrung lernten, aus den Gesetzen des Lebens selbst, ihrer eigenen Anpassungsfähigkeit und Gestaltungskraft has-Bafem anderer Völker zu beurteilen, wurde die amenta» । nische Staatsidee aus einer zufälligen Konstellation : geboren, so wie sie 1776 bestand. Für Europa ist sie längst verblaßt und abgetan, die Fortschrittseligkett eines Montesquieu hat auf staatlich-politischem Gebiet jegliche Anziehungskraft verloren. Nur die Vereinigten Staaten halten diese längst erloschene Fackel hoch, behangen sie mit dem gigantischen Flitter ihrer Maschinenkultur und träumen diesem Ideal nach wie zu den Zeiten der Brüder Adams, Benjamin Franklins, Thomas Jeffersons und Han- cocks. Es herrschten, so seltsam das klingt, immer ■ noch die alten Vorstellungen von der Gleichheit und • Glückseligkeit ber Menschen und ber Verderbtheit der Tyrannen und Despoten. Diese Ueberlieferung ist unantastbar, obgleich sie für Europa heute, sobald sie im Munde führender Politiker und Staatsmänner der USA. auftauchen, Öen verdächtigen Bei- ; geschmack ber unstatthaften Vermischung von Pott- ; tik und schwärmerisch verstiegenen Gefühlen hat, der durch den offenkundigen Widerspruch zu allen gegebenen Tatsachen ber Alltagswelt Amerikas sogar zu krassester Heuchelei gesteigert wirb. Nur biete seltsame Jbeologie befähigt den Amerikaner überhaupt, die Sache Englands für perfekt und die Deutschlands für „nichtswürdig" zu halten, wobei eingeschaltet werden muh, daß an der Börse, in der Hochfinanz, in der Wirtschaft und vor allem in politischen Kreisen Washingtons dieses durch die Verfassung bestimmte Bilderbuch von Vorstellungen und Ueberlieferungen sehr geschickt benutzt wird, um andere, weitaus realere Ziele zu tarnen. Auf dieser Basis hoffte der Präsident langsam seine Absicht verwirklichen zu können, die USA. für den Knegsem- tritt reif zu machen. Zwar zögert er sichtlich die Entscheidung hinaus, benutzt eine ganze Reihe von Ventilen, die in England sehr wohl als solche erkannt werden — und nicht immer mit einem zustimmenden Lächeln —, er beschränkt den Benzinverbrauch, sieht der Automobilfabrikation auf die Finger, verhängt neue Steuern, hält Reden mit der durchsichtigen Absicht, zu provozieren, aber lenkt die Dinge doch fpur= bar so, daß sie in einem Schwebezustand ' . bleiben, offensichtlich, weil er zu gern mochte, das Deutschland ihm den Ball zuspielt. Und das ist nun wieder auf eine Weise geschehen, | mit der Roosevelt zu diesem Zeitpunkt am wenig- ften gerechnet hatte. Dieser Krieg gegen die Sowjetunion hat ihn der Schlagkraft seiner sämtlichen Propagandathesen beraubt, vor allem, weil er zuvor auch recht kräftig gegen den Bolschewisten ins Horn stieß und sich dabei von keinerlei Hemmungen leiten ließ. Jetzt muß er sich mehr oder minder versteckt sagen lassen, daß die Bolschewisten alles andere als jenes Ideal verwirklicht hätten, für das Roosevelt vergeblich bereit ist, England mit allen Mitteln zu unterstützen, eben jenes sagenhafte Ideal von 1776, das Europa für einige Weltensekunden das Morgem rot einer neuen Zeit vorgaukelte, um dann sich ebenso rasch wieder in Dunst und krasseste Ernuchte- Gießener Anzeiger Zchriftleitung und Geschäftsstelle: ins Gigantische gesteigert, aber nicht mit der Gegenwirkung des Nationalsozialismus gerechnet. Adolf Eitler hat einmal gesagt: „Soweit es sich beim Bolschewismus um eine russische Angelegenheit handelt, sind wir an ihm gänzlich uninteressiert. Jedes Volk soll nach seiner Fasson selig werden. Soweit aber dieser Bolschewismus auch Deutschland in seinen Bann zieht, sind wir seine ingrhrfr migen und fanatischen Feinde." Nun hat der Bolschewismus seinen Kampf, der vom deutschen Soldaten mit ungeheurem Heroismus ausgefochten und von der Führung mit strategischer Ueberlegenheit durchgeführt wird. Die Niederbrüche sind so furchtbar, daß mit der Bezwingung der Sowjetarmee zugleich der Urfeind aller europäischen Kultur, der' Bolschewist, seinen Bankrott anmelden wird. Der Nationalsozialismus konnte die Provokationen nicht länger hinnehmen. Er glaubt an die Zukunft des Abendlandes, an die große europäische Kulturgemeinschaft, an der Sowjetrußland ebensowenig wie das britische Weltreich Anteil haben wird. Adolf Hitler hat mit seinem Kampf gegen den Bolschewismus und Kommunismus das deutsche Volk und damit ganz Europa vor der größten Katastrophe bewahrt und den kommunistischen Aufständen in Deutschland, die nur mit Hilfe der geistigen und materiellen Unterstützung des Bolschewismus möglich waren, ein Ende bereitet. Während im Sowjetparadies Millionen von Bettlern, Vertriebene, zur Zwangsarbeit verbannte und verurteilte Existenzen einem dunklen Schicksal anheimfielen, Massenmorde als Säuberungsmittel gegen Oppositionelle an der Tagesordnung waren, schenkte Adolf Hitler seinem Volk die Freiheit: Das Wechselspiel seelischer Kräfte, Straffheit, Disziplin und Entschlossenheit geben dem Volk die Kraft, die in der sozialen Freiheit, im Ehrgeiz der Arbeit und in der inneren Erneuerung und Ertüchtigung begründet liegt. Der Glaube an unseren Sieg ist der Glaube an den Sieg des Guten, an das Gemeinschaftswerk des nationalsozialistischen Staates, an den Wert der Persönlichkeit, die im Rahmen der Gemeinschaft zur freien Entfaltung kommen soll. Während der einstige Bandenführer Stalin die Grundlagen einer nationalen und kulturellen Erneuerung niemals schaffen konnte, hat der Nationalsozialismus den Sozialismus der Leistung begründet und eine hohe Kultur zum Fundament seiner Arbeit gemacht. Durch die schöpferischen Taten Adolf Hitlers mürben alle Kräfte freigemacht, die zu den gewaltigsten Leistungen in der Geschichte führten. Unter bolschewistischem Terror. Warum schlägt sich der Russe. - Sine Rundfunkrede Ansaldos. Rom, 7. Juli. (Europapreß.) Im Heeresrund- funk rechnete A n s a l ü o mit den Leuten ab» die sich so leicht von scheinbaren technischen Fortschritten in der Sowjetunion hätten blenden lassen. Diese Leute wären zu dem Urteil gelangt, die ganze Vorgeschichte der letzten zwanzig Jahre hätte zwar viel Blut gekostet, aber es sei auch etwas geschafft worden. Im Ganzen, so meinten diese Leute, herrschten jetzt erträgliche Verhältnisse. Diese Annahmen hätten aber keineswegs gestimmt. Die deutschen Truppen hätten ein ausgepowertes Land vorgefunden, ein entsetzliches Elend und nicht einmal eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Gewiß sei ein großes Heer geschaffen worden, Städte und Häfen seien entstanden, Industrien habe man aufgebaut, aber der Terror sei geblieben. Die Gefängnisse seien voller gewesen denn je, und Todesurteile seien gesprochen worden wie vielleicht nie> zuvor. Diese Sinnesart tobe sich noch einmal au», ehe eine Stadt nach der anderen aufgegeben werde. Dinge hätten sich abgespielt, die noch in Jahrhunderten, wenn man sie erzähle, einen Entsetzensschrei erwecken würden. Warum, so fragt Ansaldo, schlagen sich die Sowjetrussen heute so gut? Keine Rasse, so antwortet er darauf, halte so wie die Sowjetrussen Leiden und Strapazen aus. Im russisch-japanischen Kriege wie auch im Weltkriege hätte der russische Soldat sich gut geschlagen. Er tue also heute nur das Gleiche wie er es auch schon früher getan habe. Ein zweiter Faktor komme hinzu, nämlich der zwanzigjährige Terror. Ein ungeheures lieber» wachungssyftem durchdringe die ganze sowjetische Armee von unten herauf bis in die höchsten Stäbe. Wenn die Soldaten rebellieren oder sich ergeben wollten, so wüßten sie ganz genau, daß ihre Familien dafür bezahlen müßten. Auf die Frage, wie lange die russischen Soldaten dies alles noch aushalten würden, antwortete Ansaldo mit her Feststellung, das lasse sich auch nur annähernd nicht sagen. In Sowjetrußland gingen die Dinge nun einmal langsam. Immerhin habe sich in Minsk der erste Ausbruch gegen die Träger des Terrors gezeigt, und Stalin könne sich bereits ein Bild davon machen, wie es ihm selbst eines Tages ergehen werde. Der deutsch-rumänische Angriff in Veffarabien. Oer Wehrmachiberichi. DNB. Musbern Führerhauptquartler, 7. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Bessarabien sind die deutschen und rumänischen Truppen nach Abweisung von Gegenangriffen in fortschreitendem Angriff. In der Bukowina erreichten rumänische, nordwestlich davon ungarische Kräfte den Oberlauf des Dnjeslr. Czernowitz wurde genommen. Die Verfolgung des Feindes in Galizien wurde in breiter Front über den § ereth fortgesetzt. Nördlich der Pripjetsumpfe dringen Verbände des deutschen Heeres kämpfend auf breiter Front gegen den Dnjepr und die obere Düna vor. Die Operationen der deutschen und finnischen Truppen verlaufen weiterhin planmäßig. Geschwader der deutschen Luftwaffe vernichteten auch am gestrigen Tage eine große Zahl feindlicher Panzer und Lastkraftwagen, setzten Batterien der Sowjets außer Gefecht, zerstörten Eisenbahnzüge, Transportwege und Munitionslager. Wirksame Luftangriffe richteten sich ferner gegen Rückzugsbewegungen des Feindes in der Ukraine sowie gegen Befestigungsanlagen. Andere Verbände bombardierte« feindliche Truppen im Raum um Smolensk und ostwärts des peipusfees. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge unterstützten das Vorgehen der Erdtruppen auf der Fischer- halbinfel und belegten Stützpunkte des Feindes mit Bomben aller Kaliber. Die Sowjets verloren im Laufe des 6. Juli 204 Flugzeuge, davon 160 in Luftkämpfen, 41 Flugzeuge wurden am Boden zerstört, drei durch Minensuchboote abgeschossen. Zehn eigene Flugzeuge werden vermißt. In der östlichen Ostsee stießen deutsche M i - nensuchboote auf vier Sowjetzerstörer. In einem einstündigen Gefecht wurde ein Zerstörer durch Artillerietreffer beschädigt, worauf der Feind sich zurückzog. Dieselben Minensuchboote wehrten sieben feindliche^Bombenangriffe ab und schossen dabei drei Sowjetflugzeuge ab. Im Kampf gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe im S k. G eorgs-Kanal zwei Frachtschiffe mit zusammen 10 000 BRT. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht erfolgreich Flugplätze in Mittelengland und Hafenanlagen an der Süd- und Südostküste der Insel. Das verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. In Nordafrika erzielten deutsche und Halle» nische Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Bomben- Volltreffer in Flak- und Artilleriestellungen um Tobruk. Bel Angriffsversuchen am Tage verlor der Feind gestern an der Kanalküste durch Jagd- und Flak- abwehr IS Flugzeuge, ein weiteres durch Marineartillerie. Britische Kampfstugzeuge warfen in der letzten Nacht Spreng- und Brandbomben an verschiede- nen Orten Westdeutschlands. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Brände in Wohnvierteln, u. lux zufolge, von den Militärbehörden auf die laent Armeekommandanten General Tellera, der fumbter’Jftarmelade Im Auslandshaus der Reichsfugendführung einen Empfang. bi ßaibern und den Nachbargebieten ab . Gesandter Beckerle bei König Boris Italienisch-kroatische Wirtschaftsvereinbarungen Dr. Detter ,Gelier-hülfe", 1V8 kg Zucker. Die abgewogenen Johannisbeeren und Himbeeren werden sorgfältig verlesen und entstielt (falls die Rückstände weiter verarbeitet werden sollen!), die Johannisbeeren vorher gewaschen und gut abgetropft. Darauf werden sie zusammen in einem Roch» topf zerdrückt, am besten mit einem Holzstampfer, und unter Umrühren mit dem Wasser bis kurz vor dem Rochen erhitzt (nicht kochen!). Damit der Saft ablaufen kann, wird der Zruchtbrei auf ein aufgespanntes Leinentuch gegeben. Man wiegt oder mißt die im Rezept angegebene Saftmenge genau ab (gegebenenfalls mit Wasser ergänzen!) und gibt sie in einen Rochtopf. Die weitere Herstellung erfolgt nach der auf Hern Grotzbeutel gegebenen Anweisung. Bitte aiiaHch neiden ' 1% kg Zucker. Nach Belieben: 4 Ehl. Zitronensaft oder 2 Ehl. Speiseessig. Die Himbeeren werden sorgfältig verlesen und entstielt. Man wiegt die im Rezept angegebene Zruchtmenge genau ab, gibt sie in einen Kochtopf und zerdrückt sie sorgfältig, am besten mit einem Holzstampfer. ^ie weitere herstellung erfolgt nach der auf dem Grotzbeutel gegebenen Anweisung. (Vorschrift auch für Aprikosen-, Mirabellen-, Pflaumen- und Mehrfrucht-Marmelade zutreffend.) Dann kam die Zeit zwischen Polen und Norwegen. Mein Geschwader flog schon damals Tag für Tag über die Nordsee nach England. In dem Kasino eines Fliegerhorstes in Schleswig saßen fünf Offiziere an einem Tisch. Sie unterhielten sich über alles mögliche und kamen auch auf die SA. Dabei stellte sich plötzlich unter allgemeinem Hallo heraus, daß alle fünf SA.-Männer sind, und ' zwar ein Oberstleutnant SA.-Truppführer, ein Major SA.- Obersturmführer, von zwei^ Hauptleuten der eine Sturmbannführer, der andere Sturmführer und ein Oberleutnant SA.-Brigadeführer ist, also genau in umgekehrter Reihenfolge der militärischen Stufenleiter Dienststellen in der SA. bekleideten. Die Freude war groß und die Zusammengehörigkeit weit über den Rahmen der allgemeinen Kameradschaft hinaus gegeben. i« tie beit Äs Es war vorauszusehen, daß der blutbefleckte Bolschewismus sehr bald mit der Behauptung auftreten mürbe, deutsche Soldaten und Offiziere hätten Greueltaten begangen. Dieselben Leute, die in ihren Zuchthäusern Tausende von Unschuldigen abschlachten ließen, die ihre Anhänger zum Hecken- schützenkrieg, zu Brand und Vernichtung auffordern, haben die freche Sttrn, das deutsche Dolksheer mit frivolen Lügen zu verunglimpfen. Es werden dabei Einzelheiten erfunden, die die englische Lügengeschichte über die „abgehackten Kinderhände" im Weltkrieg noch in den Schatten stellen. Wir haben es nicht nöttg, unsere Wehrmacht gegen die schmutzige Phantasie der Moskauer Zentrale M verteidigen. Die ganze Welt weiß, daß der deutsche Soldat ein tapferer und entschlossener Kämpfer ist, aber auch ein ritterlicher Gegner. Als vor einem Jahre, nicht zuletzt infolge Kindlicher Der- leumdungen gegen den deutschen Vormarsch, die französische Zivilbevölkerung- zu Millionen Haus und Hof verließ, hat mancher Franzose erkannt, daß er belogen worden ist. Als die Franzosen nach wochenlangem Umherirren auf der Landstraße in ihre Heimat zurückkehrten, sind es deutsche Truppen gewesen, die ihnen mitleidig die Heimkehr erleichterten und ein Stück Brot mit auf den Weg gegeben haben. Was bedeuten gegenüber solchen Tatsachen bolschewistische Verleumdungen? Di?- trat, lud) 'M jiSop gte, ift (ftäuM Ä-f* ' o m, 8 Juli. (DNB. Funkspruch.) Der fra den Präsidenten des ständigen italienisch-kroa- fifiten Wirtschaftsausschusses, Graf Volpi di Mi- jir: ta, empfangen. Es wird ein f e.st e r Kurs v pri f (f) e n L i ra und Kuna festgesetzt werden. 041 Dc Warenaustausch soll erweitert werden. Ferner w. de vereinbart, daß italienische Techniker bei der Krieg unter der Mitternachtssonne Das Kampfgebiet am nördlichen Eismeer. italienischen Staatssugend begleitet wird, hatten sich in Vertretung des Reichsjugendführers Obergebiets, ührer John mit den Gebietsführern von Berlin, ein Vertreter des Auswärtigen Amtes und der Vertreter der Wehrmacht beim Reichsjugendführer eingefunden. Bozzoni legte am Ehrenmal Unter den' Linden einen Kranz nieder. Am Abend gab der Bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugendführers * Ober'. Bieit- y N ftdj vor. in aus Dir )ern, rbe. euer ant. bh M- ienE 6onfltt starke» Jbet «ion be» Zutaten für etwa Z% kg Marmelade: 1% kg Himbeeren Zutaten für etwa 2 kg Gelee: (vorbereitet gewogen). 1 Grotzbeutel Dr. Getter „Gelier-HÜlfe". ----- den Angriffen auf die Befestigungen von Warschau und Praga festzustellen, und war nach seiner Durchführung auf der Rückfahrt zu meinem Standort. Nach mühsamer Fahrt über die berüchtigten polnischen Landstraßen erreichten wir bei völliger Dunkelheit Neidenburg. Da ich nicht wußte, wo die Ortskommandantur war, wollte ich mich bei einem Derkehrsposten, der auf der ersten Straßenkreuzung in Neidenburg stand und den Verkehr regelte, nach der Kommandantur erkundigen und fuhr an ihn heran. Auf meine Frage nach der Standortkommandantur beugte sich der baumlange 'Soldat zunächst an das Fenster unseres Wagens und sagte: „3ft das nicht Brigadeführer Vielstich?" Meine Verwunderung war natürlich groß, als der Verkehrsposten, der mich trotz der tiefen Finsternis an der Stimme erkannt hatte, sich als SA.-Sturmführer aus Frankfurt a. M. entpuppte. Nach kurzer Begrüßung fuhr ich zu feinem Kommandeur, der mir Gelegenheit gab, den Abend mit dem alten SA.-Kameraden zu verbringen. 'I. „__2 ' I : Zur Saftgewinnung: 750 g Johannisbeeren. 750gHimbeeren,750g(%Z) wasser. Zum Gelee: l% kg (1 x/8/)Saft, 1 Grotzbeutel - SA. an allen Fronten. Von SA.-Brigadeführer Bielstich, z.Z. Hauptmann in einem Kampfgeschwader. Sei den Kämpfen am Pruth ging Oberst Buck, K-nmandeur eines Infanterie-Regiments, als einer it Ersten über den Strom, um in raschem An- xrsf gegen die Sowjets einen Brückenkopf zu bilde. Mehrere Tage lang mußte dieser Brückenkopf in schweren Kämpfen gegen heftige Angriffe einer ficten bolschewistischen Uebermadjt gehalten werde . Mit Panzern stürmten die Sowjets gegen bcü Regiment an. Bombenangriffe sollten die Wider- sUndskraft des Regiments erschüttern. Mehrmals t)c Oberst Buck an der Spitze seines Stabes, mit Gweh? und Maschinengewehr kämpfend, die Durch- buchsversuche der Bolschewisten zurückgewiesen. Oer italienische Bericht. Sowjetlügen. Noch jedesmal, wenn deutsche Truppen siegreich waren, wurde von gegnerischer Seite die Behauptung in die Welt gesetzt, diese Siege seien mit so ungeheuren Opfern und Verlusten bezahlt worden, daß sie eigentlich als solche nicht bewertet werden könnten. So war es in Polen, so in Flandern und Frankreich, auf dem Balkan und auf Kreta. Noch englischen und französischen Behauptungen hätten die Deutschen im Westfeldzuge über eine Mistion Mann verloren. Als einige Wochen später das OKW. mit strengster Genauigkeit die deutschen Verluste bekanntgab, betrugen sie noch nicht einmal den dreißigsten Teil dieser Behauptungen. Aus Griechenland meldeten englische und amerikanische Blätter, die Gefallenen hätten auf deutscher Seite ganze Leichenhügel gebildet. Bald darauf ist nach- aewiesen worden, daß der Balkanfeldzug mit erfreulich geringen Verlusten geführt worden ist. Selbstverständlich arbeitet man jetzt in Moskau mit ganz denselben Methoden, wie seinerzeit in London.' Wieder wird von ungeheuren Verlusten auf deutscher Seite gefabelt und wieder werden Leichenberge erfunden, die sich auf deutscher Seite gebildet haben sollen. Wir empfinden durchaus die Härte der Opfer, die unser Volk im Kampfe gegen das verruchte System des Bolschewismus bringen muß, aber wir wissen, daß die Lügen der Moskauer Zentrale, die von London freudig übernommen werden, nichts anderes sind als der Beweis der Nie- Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht haben uns davon Kenntnis gegeben, daß auch am nördlichsten Punkte der Nordftont, am nördlichen Eismeer, der Kampf entbrannt ist, daß im besonderen auch hier unsere Flieger auf der Wacht sind. Im Verein mit den finnischen Verbündeten sind Verbände unserer Wehrmacht auch in Nordfinnland zum Angriff über die Sowjetgrenze arrge treten. Es ist ein eigenartige^ Kampf in diesem Land, gerade jetzt find hier oben die Tage der Mitternachtssonne, die in der nördlichen Lappmark und auf dem nördlichen Eismeer während zweier Monate Tag und Nacht scheint. Diese Kämpfe stehen sehr im Gegensatz zu den Angriffen, die die Bolschewisten hier oben im Winter 1939/40 durchführten. In jenen Monaten wurde hier in der Polarnacht gekämpft, und nur der Mond stand über klirrender Kälte und blauschim- merndem Eis. Was ist das für ein Land, in dem hier der letzte Kampf gegen die Bolschewisten ausgetragen wird? Im Jahre 1920 haben die Bolschewisten im Friedensvertraa von Dorpat der finnischen Regierung jenes Gebiet zugestanden, das von Rovaniemi im hohen Norden bis zum Golf von Petsamo an der Küste des Eismeeres reichte. Daß dieses bolschewistische Zugeständnis nicht aus Menschenfreundlichkeit geschah, darf von vornherein angenommen werden. Vielleicht gaben sich die Sowjetrussen über den Wert des Gebietes einer Täuschung hin; sicherlich aber waren sie nicht in der Lage, dieses Gebiet zu erschließen. Die Finnen haben nun in zwei Jahrzehnten aus der finnischen Lapp- mark ein Gebiet gemacht, das sich sehen lassen kann. Sie haben vor allem jene große Autostraße zum Eismeer geschaffen, die von Rovaniemi bis Linahamari reichte und die eine Länge von 531 Kilometer hat. Es ist freilich nicht eine Autostraße im deutschen Sinne, sondern es ist eine Autostraße schlechthin. Und was dem deutschen Fahrer hier und da als Mangel erscheinen mag, das wird täglich und stündlich aus ge bess ert. Es kam erst einmal darauf an, durch diese Straße das Leben im Polargebiet überhaupt möglich zu machen, und dieses Ziel ist voll erreicht worden. Gerade heute hat die Straße naturgemäß für den Nachschub eine besondere Bedeutung. Als durch den Krieg die finnische Schiffahrt von der Ostsee in die Nordsee nicht mehr frei war, haben die Finnen den Golf von Petsamo und die Straße von Linahamari bis Rovaniemi benutzt, um sich mit Getreide, Lebensmitteln und anderen Lebensnotwendigkeiten zu verproviantieren. Jetzt haben ihnen aber die Engländer keine Navyeerts mehr ausgestellt und glauben dadurch in völlia unverständlicher Weise den Finnen Schwierigkeiten machen zu können. Die Knnen haben hier oben im Norden klimafestes Getreide angebaut, sie haben Siedler ins Land gebracht und insbesondere die Produktion der Isr Stabschef der italienischen Staatsjugend, ßt'Zeral Bozzoni, traf auf seiner Deutschland- bif von Dresden kommend in Berlin ein. Zum hiifang des Gastes, der von 15 Offizieren der tom, 7. Juli. (DNB.) Der italienische Wehr- mLhtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: n Nordafrika hat unsere Artillerie an der T bruk-Front feindliche unter dem Schutz von 7« Pmzerwagen vorrückende Infanterie zurückgeschla- M ae. Luftstreitkräfte der Achse haben im Sturzflug ™9« Bderien und Stellungen von Tobruk angegrif« 9* fei Andere Flugzeuge haben Ansammlungen von Rr ftfahrzeugen südwestlich von Sidi el Barani d?k ge offen. Der Feind hat einen Einflug auf Ben- i sich g (ff i unternommen. Aich- 'm Ostafrika lebhafte Artillerietätigkeit im Loz Llchnitt von U.o l ch e f i t (Gondar). wn. ! m Sonntagnachmittag unternahmen drei geg- Dor- mesche Flugzeuge einen Einflug auf Palermo. Lüge Schäden im Hafen. Drei Tote und etwa 20 vtletzte unter der Zivilbevölkerung. MW Als dann in kühnem Zugriff deutsche Truppen nach Norwegen vorstießen, erschien es fast, als ob die SA. sich dort ein besonderes Stelldichein gegeben hätte. Die ersten deutschen Truppen, die in Oslo einmarschierten und darüber hinaus nach Norden vorstießen, wurden geführt von dem SA.-Ober- gruppensührer M, der als Hauptmann mit all den anderen vielen SA.-Männern im aktivsten Einsatz alten SA.-Geist bewies. Dann tarnen die schweren Kämpfe um Narvik, an denen Gebirgsjäger, Marine und Luftwaffe gleichermaßen Anteil hatten. Bei allen dreien traf man einen SA.-Mann nach dem anderen. Mein Geschwader lag auf dem Platz; von ihm aus wurden alle Einsätze gegen Narvik geflogen. Auf der Straße an unserem Quartier vorbei marschierten Gebirgsjäger zum Einsatz für Narvik nach Norden. Wir standen am Weg und betrachteten die vorbeimarschierenden Kolonnen. Plötzlich ein lauter Anruf: „Hallo, Mensch, was machst du denn hier?" Wer war es? Der Gruppenführer N. als Oberleutnant an der Spitze eines Gebirgsjäger-Bataillons. Dann folgten wieder Tage höchster Anspannung um den Endkampf um Narvik. Unsere schwachen Kräfte unter General Dietl waren eingeschlossen. Auf unserem Flugplatz lagen seit Tagen Fallschirm- jäger und warteten auf günstiges Wetter, um als Entsatz über Narvik ausgeladen zu werden. Mitten unter ihnen erhebt sich plötzlich ein Leutnant, kommt auf mich los, schreit: „Heil, Brigadeführer!" und entpuppt sich als Standartenführer von B. aus dem Stabe des Reichssportführers. So traf man sich überall; auch bei der Marine. Als unsere Panzerkreuzer „Scharnhorst" und „Gnei- senau" den Flugzeugträger „Glorious" versenkt hatten und ich mit einigen Kameraden die „Gnei- senau" besichtigte, wurden wir überraschend, von dem Schiffsarzt, San.-Obergruppenführer Dr. Br., begrüßt. Es war immer wieder ein neues und schönes Erlebnis, wenn sich alte SA.-Kameraden als solche erkannten und sich die Hände reichten. Ganz besonders freute es mich, als ich wenige Monate später in Frankreich bei der Aufklärungsabteilung eines Panzerregimentes meinen langjährigen Begleiter aus der Brigade 48 in Marburg als Offizier antraf. Durch besonders schneidiges Verhalten und vorbildlichen Einsatz hatte er sich vom einfachen Mann ohne höhere Schulbildung zum Offizier heraufgedient, und feine Kameraden wie seine Vorgesetzten sprachen, als sie wenige Tage später einmal mein Geschwader besuchten, mit der größten Hochachtung von ihm. Wohin man kommt, wird die Arbeit und das Wirken der SA. durch die Wehrmacht in hohem Maße anerkannt. Auch hier hat der SA.-Mann wertvollen Nickelgruben von Petsamo gesteigert. Das alles haben die Bolschewisten mit großer Begehrlichkeit angesehen, und ihre Absicht ging darauf hin, sich nun die Früchte finnischen Fleißes zu rauben. Als im ersten Krieg der Finnen gegen die Bolschewisten die Finnen der Uebermacht erlegen waren, mußten sie im hohen Norden die Fischer- Halbinsel abtreten, die für die Sowjets von besonderer strategischer Bedeutung war, weiter haben die Bolschewisten sich Zugeständnisse im Hinblick auf die Ausbeut u n g der Nickelgruben von den Finnen geben lassen, und schließlich mußten sich die Finnen zum Bau jener Bahnstrecke ver- stehen, die von Murmansk nach Rovaniemi führen sollte. Auch diese Bahn war von den Bolschewisten offensichtlich nur als Ausgangsbasis für den zweiten Angriff gegen Finnland gedacht, der aber nun durch die Tat oes Führers vereitelt worden ist. Die finnische Lappmark ist ein weites, ausgedehntes, dünn bevölkertes Gebiet, in dem Bergrücken und kahles Gebirgsland mit großen Waldungen und Sümpfen und mit mächtigen (Strömen, die reißende Stromschnellen haben, abwechseln. Obwohl der Jnarisee einer der größten und tiefsten Seen von ganz Finnland ist, sind im allgemeinen hier oben jedoch die Seen weniger zahlreich als im übrigen Finnland. Die lappländische Natur übt bei all ihrer Einsamkeit einen eigenen Zauber aus, und zwar sowohl während der sommerlichen Mit- ternachtssonne als auch im Winter mit seiner Dunkelheit, aber auch mit seinem Nordlicht, mit seinen Remitieren und Lappen, alles schafft hier eine eiaentümliche Stimmung, die nur noch einmal in Teilen des nördlichen Norwegen ähnlich anzutreffen ist. An Flüssen findet sich tm Petsamo- gebiet der Petsamojoki, der bei seiner Mündung ein Unterwasserdelta bildet, das die Sohle des Fjords erheblich versandet. Bei Ebbe kommt hier harter, glatter Sandboden hervor, bei Flut spülen die salzigen Wogen des Eismeeres darüber hinweg. Im Winter friert der innere Teil des Petfamo- Fjords entweder zu, ober er bedeckt sich mit Eis- schlamm. Die von den Bolschewisten geraubte Fischerhalbinsel ist landschaftlich von ganz anderer Natur wie das Festland. Der Felsboden besteht aus horizontal gelagerten Gesteinsarten. Die Oberfläche ist dadurch plateauartig und die Ufer fallen steil in Terrassen gegen das Meer ab. Die Hochebene ist waldorm und entweder mit Heidepflanzen bedeckt oder versumpft. Der nördlichste Ort Finnlands war Dattolahti an der Grenze der Sowjetunion. Hier mar Grenzbetrieb mit allem, was dazu gehört, mit Zöllnern und Grenzsoldaten und bolschewisttschen Symbolen. Der Eintritt in das Sowjetparadies gelang aber von hier oben aus ganz wenigen Reisenden, denn die Bolschewisten haben mit Geschick alles verborgen gehalten, was sie an der zukunfts- trächtigen Murmanküste geplant haben. SA. an allen Fronten! Es gibt aber doch keine SW-Kompanien, Bataillone, keine SA.-Batterien, keine (Ml.-Regimenter oder SA.-Divisionen! Dennoch, nein, gerade deshalb ist es so: SA. an allen Fronten! Von Anbeginn ist die SA., zutiefit im Volke verwurzelt. Ihre Entstehung und ihre Entwicklung, ihr Wesen und ihre Haltung ließ sie in allen Schichten des deutschen Volkes heimisch werden. Die SA. wurde die große Erziehungsstätte für das deutsche Mannesturn zu Wehrwillen und Wehrkraft gegen alle Feinde des Nation als oziallsrnus und des Großdeutschen Reiches. Der Einsatz der SA. vollzieht sich deshalb immer an der Front des ganzen Volkes; der Erfolg ihres Einsatzes rnirb somit an der Haltung des gesamten Volkes sichtbar. Als im Jahre 1939 England dem Führer den Krieg aufzwang, sind die Männer der Sturmabteilungen der NSDAP, deren Wesen entsprechend in die drei Wehrmachtteile des deutschen Volks- Heeres eingerückt, um auch dort in die Tat umzusetzen, was die SA. jahrelana gepredigt, gefordert und vorgelebt hatte. Heber 80 v. H. aller hauptamtlichen SU.-Führer und ber, Großteil der gesamten SA. stehen in allen Dienststellungen bei den verschiedensten Truppenteilen der Wehrmacht. Der Schwung der SA., der SA.-Geist, das ist der Geist der unbedingten Hingabe, wurde von den Männern — wie ungezählte Briefe beweisen —> in die Formattonen der Wehrmacht getragen. So ist es freilich kein Wunder, aber ein wunderbares Erlebnis, wenn man überall in diesem Kriege in den ungewöhnlichsten Situationen und auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen immer wieder SA.- Kameraden trifft. Schon im polnischen Feldzug fing es an. Es war in den letzten Septembertagen, als der eiserne Ring unserer Waffen um Warschau geschlossen war und die letzten Hammerschläge vor der Niederlage auf die polnische Hauptstadt niedersausten. Ich hatte den (Sonderauftrag, die Wirkung unserer Bomben bei U~i den ehemals von den italienischen Truppen litten Gebieten von Kossovo, Dibrano und Struga - ,u. lif die Zivilgewalt, einer im albanischen und ita- iß l i sehen Amtsblatt veröffentlichten Verordnung des LI 'trifizierung der Bahnen sowie beim Straßenbau eine; irr in mechanischen Industrien tätig sein sollen. £=r‘ fflitere Abkommen zielten auf eine Erleichterung bei'Wirtschaftslebns in den italienisch-dalmatinischen chch —- - - -..... n, bi Jhnti' t sich t der UM' ein« te im Hein m dir n[[ un) l'1 v . jenfuj Eb:nische Regierung über, gepi-h bei dem italienischen Vormarsch auf Sidi el -v Sanni sowie bei den Durchbruchsversuchen der bei zMabia im Januar eingeschlossenen italienischen SeiDänbe besonders ausgezeichnet hatte und an der ipge feiner Truppen den Heldentod fand, wurde solbene Tapferkeitsmedaille verliehen. ( o f i a, 7. Juli. (DNB.) König Boris empfing In Anwesenheit des Außenministers P o p o f f den neuen deutschen Gesandten, SA.-Obergruppenführer Hilf Heinz Beckerle zur Ueberreichung seines Aelaubigungsschreibens. Gesandter Beckerle btz- 111®, daß er alle seine Kräfte dafür einsetzen werde, ■a bie^ngen Beziehungen zwischen den beiden Ländern -J Im3eift der alten Waffenbrüderschaft des Weltkrie- gtsiunh der in jüngster Vergangenheit neu bewährt- jm herzlichen und aufrichtigen Freundschaft beider ' ffiö“er weiter zu festigen und auszubauen. Der ll£ Söiig gab in seiner Erwiderung den Gefühlen der Berunberung und Dankbarkeit Ausdruck, die das ,e ml arische Volk für Deutschland hege, und Der« Sii Mlrte, baß bei der Erfüllung ber hohen Ausgabe, bi* Großdeutsche Reich bei der verbündeten bulgari« euZ Hm Nation zu vertrete^ ber deutsche Gesandte stets n jS, DU' sein volles Vertrauen und die Unterstützung so- ; 2L mi< die Mitarbeit ber bulgarischen Regierung rech- £ F» könne. 3m Raume von Bi alystok versuchten die Sow- ;es mit allen Kräften sich aus der deutschen 11m- fttnnmerung zu,lösen., Oberleutnant Pelikan stand nt seiner Sturmgeschützbatterie im Brennpunkt die- L Kämpfe in ber Nähe eines Dorfes bei Bialystok, u«, die Bolschewisten unter allen Umständen zu hrien und, nachdem sie zurückgebrängt waren, wie- e. Lezugewinneir suchten. Als bis Sowjets am 23. unb nb. 24 Juni im mehrfachem Ansturm mit starken Pan- gererbänben ben Versuch machten, bas Dorf zurück- zurobern, war bie Stunbe für Oberleutnant Peli- |i unb seine Männer gekommen. Ruhig unb über« lE schossen die Sturmgeschütze 3 6 Sowjet- >oi, p nzerkampfwagen ab, darunter mehrere fto, schverster Bauart. Heine politische Nachrichten. n, dir i He Versenkung der zwei britischen Trawler nschlä- * anio" unb „Remi d-o" muß bie britische Mm- pdniralität bekanntgeben. Mehl | , * zusaN' s-eschäbigungen, bie bas britische Schlachtschif n Don Lfln b n e y" im Kamps mit ber „Bismarck" erlitten VaÄ feil haben sich als weitaus schwerer ergeben als uckend« ksirünglich angenommen wurde. Nach Auffassung iu femrikanischer Fachkreise werden bie ^Reparatur« gen ü f:Hten etwa zwei bis drei Monate in Anspruch Samp* einten. . Aus dem Mich Gießen (Asterweg 74), den 8. Juli 1941. Gießen, den 7. Juli 1941. 2892 D Gießen (Schubertstr. 1611), den 5. Juli 1941 2897 D 7 HEINRICH' z.Z. im Felde 2890 D / 2901 D 7 V Familie Ludwig Gerlach VI. Karl Schlierbach VII. |Vermietungen"] | Mietgesuche | 2898 D JNH.HERBERT HERZOG MehrFreude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Werbe-Drucksachen liefert Brühl’sche Druckerei Für die lieben Wünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Hochzeit danken wir auch im Namen unserer Eltern recht herzlich und alle Angehörigen. Rodheim a. d. Bieber, den 7. Juli 1941. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 9. Juli, nach- , mittags 3 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 02277 Helmut Tröster und Frau Helga,geb.Schieferstein Butzbach, im Juni 1941 Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochsch ul gesell schäft) Im Anschluß an die Hauptversammlung findet um 17.15 Uhr im Hörsaal des Botanischen Instituts (Eingang Brandplatz) ein Vortrag des Herrn Prof. Dr. Küster über „Probleme der experimentellen Zellforschung“ mit anschließendem Rundgang durch den Botanischen Garten statt. — Neben den Mitgliedern hat jedermann zu diesem Vortrag freien Zutritt 2891d Haupt-Versammlung der Gießener Hochschulgesellschaft Samstag, den 12. Juli 1941, 16.30 Uhr, im Sitzungssaal des Landratsamtes in Gießen (Landgraf-Philipp-Platz 3) mit der Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes 2. Entlastung des Vorstandes und des Verwaltungsrates 3. Wahlen 4. Anträge und Anregungen Dr. Lotz Landrat Vors. d. Gießener Hochschulgesellschaft Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 9. Juli, nachmittags 3 Uhr statt. In tiefer Trauer: Kath. Schlierbach, geb. Steinmüller Familie Otto Schlierbach | Kaufgesucüe"| Domen' lennissWe Grütze 38-39, zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. u. 2899D a.d.G.A. Wer studiert in der Heimat? In der Zeitschrift „Die Bewegung" stellt der Reichsstudentenführer, ---Brigadeführer Dr. Scheel, fest, daß nur solche Studenten ihrem Studium nachgehen, die von der Wehrmacht zum Studium kommandiert oder zum Studium entlassen sind. Es handelt sich dabei um Verwundete, um Wehrdienstuntaugliche^ um von der Wehrmacht noch nicht Einberufene und vor allem um Studenten, die im feldgrauen Rock als Soldaten studieren und ein Stück ihrer soldatisch-fachlichen Ausbildung an den deutschen Hochschulen ableisten müssen So hat sich das Bild ergeben, daß es an den Hochschulen, wie überall im deutschen Volk, keine Drückeberger gibt. Der Reichsstudentenführer weist hiermit zugleich eine der feindlichen Verleumdungen gegen Deutschland zurück, in der' behauptet worden war, das Medizin st udium in Deutschland nähme zu, weil die jungen deutschen Studenten sich vor dem Heeresdienst drücken wolltet. Tatsächlich ist es so, daß die Haltung des deutschen Studententums auch in diesem Kriege dieselbe ist wie im Weltkriege. Es sind auch bei Beginn dieses Krieges immer wieder Tausende von Frei- willigen-Meld ungen aus Studentenkreisen eingegangen, die damals leider nicht angenommen werden konnten. In der planvollen Ausbildung des Nachwuchses für die geistig schaffenden Berufe dürfen keine Lücken entstehen. Die Tat- Gießen, Bismarckstr. 4 (z.Z. Univ.-Frauenklinik) den 7. Juli 1941 Mil offenen Außen Drei Jungen und ein Mädel enidccken ihre Waldheimat. Don Werner Siedold 135 Seiten Tert und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 HugoDerinühlrr Verlag Berlin -Lichterfelde Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben, unvergeßlichen Mutter Frau Minna Weife, geb. Unverzagt sowie für die überaus zahlreichen Kranz-und Blumenspenden, für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrer Becker und die ehrenden Worte der Gruppe Hassia und der Altersvereinigung 1886 sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Weiß. Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Anneliese Klein, geb. Ley Konstantin Klein 4it-gaiei Brühl. OieBefl Brauner JagöQnnl auf den Namev ,,Nelson"hörend'/ entlaufen. Geg. Belobnunt ä.melb.AnderJF' hannesklrcheSK Ingrid Die Geburt ihres ersten Kindes zeigen in großer Freude an Ilse Seiler, geb. Wolkewitz Dr. Karl ernst Seiler, Oberarzt UHRMACHERMEISTER GIESSEN SELTERSWEG 34 RUF 3875 6. B. C. 41/14453 2861 D Damenbart Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d. von mir angew. einzig sichere Meth. unt Garant, für immer mit d. Wurzel entfernt Frau B.€lulden,seit35Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Miltwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. 135eo daß „Kufebe" im Gebrauch so au8$iebi& ist? Ja, das ist Tatsache. Aber viel wichtiger ist, daß die Kinder bei ,,Kufeke gedeihen. ,jKufehe" hält die Verdauung in Ordnuni und bewirbt eine stete Gewichtszunahme. Die Kinder werden abernicht etwa dichund auf geschwemmt, sondern kräftig und sind immer fröhlich. Großer M27S Raum ebener Erde, Eingang direkt vom Vof, für Lager, evtl. Werkstatt o. für Möbel unterzustellen zu ver- mieten.Auskunft Frankf.Ttx.L3!- 21/2-3-3immet- WNW in Gießen oder Umgebung zum 1 .August gesucht. Schrift!. Ang. u. 02276 a.d.G.A. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr,? li 1941 Hiev in iewiU Obe* M N? iS. lu> bij. Ich Hl ein? auer. len, he« and nie, ■ chi »: vl-wehren, uns an ihrer Schönheit zu freuen. Da leuchtet Has kräftige und doch so sanfte Blau ör Kornblume, dort flammen auf schwankem Sten- gi die feurigen Blüten des Mohnes auf. Ihnen gneUen sich die weißen, zart rosa angehauchten Mten der Winde zu und die des stolzen, in violette Pacht gekleideten Rittersporns. In kräftigem Gelb utb Weiß erscheinen die heilkräftigen Kamillen, in triftem Rot mit weißem Stern die Kornraden. 6 ie besondere Freude und auch von Bauern ohne 11 mut gesehen sind die Blumen, wenn sie ganz aßen am Rande des Feldes stehen, so daß wir o!'ie einen j)alm zu knicken uns einen Strauß da- «n pflücken und mit nach Hause nehmen können. Freilich will die Kunst verstanden sein. Langstielig Nissen wir die Blumen brechen und leicht und luftig, fei kunstlos zusammenfügen. Int) was kann uns der Feldblumenstrauß nicht 9eh'. Men, daß die Blumen im Acker Unkraut bedeuten, linnen wir unseren Augen und Herzen doch nicht Sir. 160 Zweiter Blatt tyul Aus der Stadt Gießen Unsere Feldblumen. / Al' Ku!-. i (Zier’ nithkir Io rhunderts, schreibt in seinem Kräuterbuch? „Das Ri ntlein ist also lustig blau gefärbt, daß es auch hem Gesicht ein freud geben, daslelbia bekräftigen inr stärken, so oft man es ansieht. Derenthalben : fcemi die geleerten, do ire äugen hefftig brauchen eir studieren, dieses Kraut hoch in eeren haben, . iev loun ufshenken am ort, wo sie studieren, damit sie ' Föhnes stätig im gesicht haben." Und Popp meint? ^,Gnn Wasser auß diesem Blümlein deltilirt (das- feije in die Augen getan) sterket das Gesicht und verreibt die Röthe in den Augen, nimbt hinweg dii Geschwulst: stillet das fließen und rinnen der :Oliven. Am Tage Johannis des Täuffers pflogen rii Leute einen Kranz aus diesen Blumen zu timen und in die Stuben zu henken, daß sie den- tyten stetig vor Augen haben, damit ihr Angesicht enterten und zu leutern." ' nverminderter Wertschätzung als Heilpflanze irfieut sich die häufig vorkommende Kamille. Die Si-mze enthält ein ' stark duftendes, wertvolles «gen. Es gibt keinen schöneren Anblick als ein im Aiinde auf und nieder wogendes Roggenfeld, dessen Unsren sich täglich schwerer neigen von der Frucht, bi unser künftiges Brot ist. Hier und da aber wird di einfarbig ernste Fläche des Aehrenmeeres von ehern bunten Farbfleck unterbrochen Obwohl wir lni jno was rann uns oer yeiuDiuinenjuuun •'5 Ä2s erzählen! Da ist zunächst die Kornblume, die ' ei st mit den Kreuzfahrern zu uns gekommen ist I «ui> Griechen und Römern noch unbekannt war. uGnon im 16. Jahrhundert erfreute sie sich so großer jy ' Wiebtheit, daß sie hier und da von unternehmen- S ’ dn Händlern sogar in den Gärten gezogen wurde. irpi 2 s reine und kräftige Blau der Blüten bewog Menschen, sie zum Symbol der Treue und Be- !stndigkeit zu erwählen. „Blaue Blüte, Bild der n E. 22ue" sagt deshalb Rückert von ihr. Freilich wird mir fr* schöne Blau leicht von der Sonne gebleicht, und übi-.irum galt die Kornblume früher oft auch als -Ax Zichen der Veränderlichkeit und des Wankelmutes, eiten ’ Unvergleichlich schön ist die Feuerblume des e^.Dhns, diese herrliche Blüte der Vergänglichkeit. d»ii M echen und Römer weihten sie ob ihrer vielen M ^Füchte als ein Sinnbild der Erde Und ihrer E i > Fruchtbarkeit der Demeter. Sie hatten aber auch Juli K mtnis von ihrer einschläfernden Wirkung, wes- bi5‘; sie durch die Früchte des Mohnes den Schlaf fvibolifierten und dem Gott Morpheus diese Blu- trn und ihre Früchte als Attribut verliehen. W Der weniger prunkenden'Kornrade schrieben die der ^E'echen mancherlei heilsame Kraft zu, das Mittel- rpilec r aber sah in den roten zungenförmiaen Bla« erk- rnnblättern leckende Flammen und beschuldigte die le [, .R7>e, den Brand im (Betreibe zu verursachen. ßtn t Mmn ein Mensch das Kraut längere Zeit betrach- M kei„ so sollte er Augenschmerzen bekommen, wirr . §Q. w den und schließlich umfallen. Dem Bauern ist ,bi< Kornrade besonders zuwider, da ihre Samen, . ’ c/.M sich nur schwer aus dem Getreide entfernen Ia:2n, für Menschen und Vieh schädlich sind. In t gingen Gegenden wird die Rade trotz ihrer giftigen ^.^fMgenfchaft zur Liebeswerbung benutzt, indem der ^^,Di-sche seiner Auserwählten ein Wepelrod. das ist --cii aus Weidenruten geflochtenes und mit Obst und Aivenblüten verziertes Rad, ins Haus wirst. i Nicht so häufig wie die vorgengnnten Blumen fr et sich der Rittersporn im Felde Wegen seiner Hrchtigen und beftänbiaen blauen Farbe galt er teren Vorfahren als ein vorzüaliches Augenmittel, stk alte Vater Brnnfels, ein Botaniker bes 16. [? Auf ben Feldern reift das Korn der Ernte ent- 5 CC<-, «ik* Painon frknnoron Ofnhlirf nie »in im Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 8. Zull Ml Fleisch ohne Knochen. Was die Hausfrau beim Fleischeinkauf wissen muß. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: In manchen Metzgereien fand man früher an der Wand hängend folgenden Spruch vor: „Das Tier hat Fleisch und Bein und braucht sie beid' zum Laufen, drum kann ich auch mein Fleisch ohne Knochen nicht verkaufen." Das ist nun allerdings eine Tatsache, die nicht in Abrede zu stellen ist. Auch die höchsten Fortschritte der Züchtung werden nie ein reines Fleischtier ohne Knochen, wie es etwa dem Schlaraffenland entsprechen würde, herausbringen. Daraus erklärt sich die Bestimmung, daß Fleisch „ grundsätzlich mit eingewachsenen ‘ Knochen zu verkaufen ist. Kaust nun eine Hausfrau Fleisch, das handelsüblich ohne Knochen verkauft wird, wie z. B. Schnitzel, Filet, Roastbeef, Gulasch, Rouladen, Hackfleisch, Hackepeter, Gehacktes, so ist auf Verlangen des Käufers eine Knochenbeilage beizufügen, die gesondert zu wiegen und zum Knochenpreis zu berechnen ist. In der Praxis darf diese Knochenbeilage bei Schweinefleisch 20 v. H., bei Rindfleisch 25 v. H., bei Kalbfleisch 30 v. H. der auf den Kartenabschnitt abzugebenden Fleischmenge nicht überschreiten. Wünscht die Hausfrau aber Fleisch ohne Knochen, so ergibt sich in der Praxis eine Regelung, nach der abzugeben sind: Für 500 g knochenfreies Schweinefleisch Fleischkarten für 600 g, für 500 g knochenfreies Rindfleisch Fleischkarten für 625 g, für 500 g knochen- freies Kalbfleisch Fleischkarten für 650 g. Diese Handhabung errechnet sich aus der Bestimmung, daß für Fleisch ohne Knochen bei Schweinefleisch 20 v. H., bei Rindfleisch 25 v. H., bei Kalbfleisch 30 v. H. mehr Fleischkarten abzugeben sind, als Fleisch gewünscht wird. Für das Hammelfleisch gilt die Regelung, daß es nur mit eingewachsenen Knochen abgegeben werden darf. Wenn man sich mit diesen Bestimmungen vertraut macht, dann hat man bei jedem Einkauf aanz klare Verhältnisse vor sich und kann sich entsprechend auf sie einstellen. Nachdem die Prdise für knochenfreies Fleisch festgesetzt sind, können auch in dieser Richtung keinerlei Zweifel auftreten. Vorherige Unterrichtung über die maßgebliche Bestimmung führt immer zum reibungslosen Einkauf und zu guter Zusammenarbeit zwischen Verteiler und Verbraucher. Alle Volksgenofsen im Kriegs-Arbeitseinsatz Großzügige Aichtanrechnung von Arbeitsverdienst auf Renten. Wie der Reichsarbeits- und der Reichstnnenmini- ster in einem gemeinsamen Erlaß betonen, stellen sich in zunehmendem Maße Kleinrentner, Sozialrentner und andere alte ober erwerbsunfähige Volksgenossen, die nach den Reichsgrundsätzen der öffentlichen Fürsorge den Kleinrentnern gleichstehen, für den Arbeitseinsatz zur Verfügung, um mit ihrer Arbeitskraft zur Erfüllung der Kriegsaufgaben und damit zum deutschen Siege beizutragen. Dieses Bestreben von Volksgenossen, di§ meist schon ein langes Arbeitsleben hinter sich haben und infolge der in der Systemzeit erlittenen Vermögensverluste auf die öffentliche Fürsorge angewiesen sind, verdient, wie der Erlaß der Minister erklärt, volle Anerkennung und Förderung, zumal es besondere Bedeutung für die zusätzliche Gewinnung von 'Arbeitskräften hat. In der Invaliden-, der Angestellten- und der -knappschaftlichen Pensionsversicherung gilt der Grundsatz, daß eine wegen Invalidität (Berufsunfähigkeit) gewährte Rente nicht deshalb entzogen werden ober ruhen barf, weil der Berechtigte währenb des Krieges erneut eine Tätigkeit aus- übt. Ebenso wirb bie Altersrente — Ruhegelb, Alterspension — neben einem Arbeitseinkommen ungekürzt weitergewährt. Auch bas Fürsorgerecht enthält Vorschriften, die ben Arbeitseinsatz ber Kleinrentner, Sozialrentner unb ber ihnen Gleich- stehenben erleichtern. Die Kriegsverhältnisse verlangen es, so sagt ber Erlaß, baß bie Fürsvrgever- bänbe ben Arbeitsverdienst ber Rentner in noch größerem Umfang anrechnungsfrei lassen, als bi es in ben auf bie Verhältnisse ber Vorkriegszeit abgestellten Fürsorgevorschriften vorgesehen ist. Um ein gleichmäßiges Vorgehen zu sichern, bestimmen bie Minister für bie Dauer des Krieges folgendes: Bei Kleinrentnern, Sozialrentnern und Gleichgestellten, die das 70. Lebensjahr vollendet haben und bisher von der öffentlichen Fürsorge betreut wurden, ist der Arbeitsvg.rdienst in voller Höhe außer Ansatz zu lassen. Im übrigen darf bei Kleinrentnern, Sozialrentnern und Gleichgestellten der Arbeitsverdienst mindestens insoweit nicht angerechnet werden, als er die Hälfte des für die Familiengemeinschaft bzw. Haushaltsgemeinschaft unter Berücksichtigung der vollen Wohnungsmiete berechneten Bedarfssatzes nicht übersteigt. Von dem Mehrverdienst darf nicht mehr als die Hälfte angerechnet werden. Diese Mindestgrenze ist, gegebenenfalls bis zur Nichtanrechnung des gesamten Arbeitsverdienstes, zu Überschreiten, soweit dies zur Vermeidung von Härten geboten erscheint. Das gleiche gilt für die Anrechnung des Arbeitsverdienstes nichtunterstützter Haushaltsangehöriger. Die Entscheidung darüber, wie weit Arbeitsverdienst unberücksichtigt blbibt, steht allein dem Fürsvrgeverband und im Beschwerdefalle der Aufsichtsbehörde zu. Deshalb müssen die Volksgenossen, die Fürsorgeleistungen in Anspruch nehmen, weiterhin dem Fürsorgeverband die Höhe ihres Arbeitsverdienstes und jede Aende- rung wahrheitsgemäß anzeigen. Endlich bestimmt der Erlaß, daß bei der Heranziehung von Angehörigen ber Kleinrentner usw. zu Unterhaltsbeiträgen während des Krieges besonders zurückhaltend zu verfahren ist. Alle diese Erleichterungen gelten auch bei der gehobenen und sozialen Fürsorge für Beschädigte und Hinterbliebene des Weltkrieges und Opfer des gegenwärtigen Krieges. ätherisches Del. Die Blüten werden getrocknet, als Tee gegen Krämpfe getrunken und als Mund- und Zahnwasser.gebraucht. Sie werden auch bei vielen inneren Schmerzen in Säckchen aufgelegt. C. K. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Postmeister". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Kleinstadt- poet". Gießener hochschulgesellschaft. Am nächsten Samstag, 12. Juli, findet im Sitzungssaal des Landratsamtes in Gießen die Hauptversammlung der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochschulgesellschaft) statt. Im Anschluß an die Hauptversammlung wird der Direktor des Botanischen Instituts, Prof..Dr. Küster, im Hörsaal seines Instituts einen Vortrag über „Probleme der erperimentellen Zellforschung" halten, hierauf wird ein Rundgang durch den Botanischen Garten folgen. Lichtspielhaus: „Der Kleinstadtpoet". Aus dem Roman „Verkannte Bekannte" von Wilhelm U t e r m a n n haben H. W. Becker und ber Autor einen Film gemacht, bem man feine Herkunft anmerkt, unb ber roieber einmal an bas oft erörterte Drehbuch-Problem erinnert, insbesondre auch an bie grunbsätzlich nicht aus ber Welt zu schaffenben Unterschiebe zwischen einem Roman unb einem Filmmanuskript. Es entstaub eine Klein- stabtposse, ein halb grotesk-komischer, halb ibyllischer Sturm im Wasserglase, ben bas ungewöhnliche Phänomen eines poetisch angehauchten Stabtsekre- tärs entfacht, bies in Einzelheiten auszumalen, ist hier nicht ber Ort: bie Jugenbstilranken, bie ben Textvorspann einrahmen, bezeichnen bie Zeit unb bie Atmosphäre, bie hier gemeint waren, mit völliger Treffsicherheit. Die Spielleitung (Josef von B a k y) verzichtete auf bösartige Satire, zielte auf harmlosen Spaß unb naheliegenbe Publikumswirkung Die Darstellung bringt eine Reihe vergnügt- Frauen stehen ihren Mann. Im Jahre ber Entscheibung summt bie Zahl ber Frauen, bie sich für ben Kriegseinsatz zur Verfügung stellen, weiter zu. Keine deutsche Frau, die Achtung vor sich selbst Hut, steht abseits. Jede Arbeitskraft wird gebraucht und sei es auch nur in Halbtagesarbeit. — (Aufnahme: Aloys Kern, Frankfurt a. M. jDAF.j) verschollener Typen: Paul K e m p in der Titelrolle, ein ängstlicher Subalternbeamter, dem sein poetischer Drang die Grundlagen bürokratisch-kleinbürgerlicher Existenz erschüttert; Wilfried S e y f a r t h , ein drolliger Barbier mit erstaunten Kulleraugen (er spielte neulich ben Dummbach in ber Berliner Jubiläums- auffühung bes „Datterich"); Georg Alexander, ein preußisch-schnoddriger, schwerenäterhafter Assessor; Hilde Hildebrand, die scharmante und kokette Tänzerin Elvira; Brausewetter, ein Redakteur wie aus Freytags „Journalisten"; Edith O ß als schnippische Lisette. Leibelt als jovialer Landrat; bie Gießener werben mit Lubwig Linkmann (Uhrmachermeister Klemke) Wiebersehen feiern. — (Ufa.) — Die hochaktuelle Wochenschau mit erregenden Aufnahmen von ber Front im Osten würbe schon besprochen. Hans Thyriot. 50 Jahre Gail'sche Tonwerke Im Rahmen eines feierlichen Betriebsappells in bem festlich geschmückten neuen Gemeinschaftsraum beging bie Firma Wilhelm Gail' sch e T o n - werke AG. Gießen am Sonntag ihr 50jähriges Bestehen. Mit bem Firmeninhaber Dr. jur. Gail und seiner Familie sowie sämtlichen Angestellten und Arbeitern des Werkes vereinigten sich die Vertreter der in Gießen wirkenden Dienststellen für die Aufsicht bzw. Betreuung des Betriebs zu der Feierstunde. Nach Eröffnung des Betriebsappells durch den Betriebsführer Direktor B r e i t h e r gab der Firmeninhaber Dr. Gg. Gail einen kurzen lieber» blick über die Entwicklungsgeschichte des Unternehmens, wobei er auch der bereits verstorbenen und der im Weltkrieg gefallenen Mitarbeiter besonders gedachte und allen Gefolgschaftsmitgliebern für ihre 4711 im llisieht und herüberdroht. Das Abendfenster Von Hedwiq Forstreuter. ueri^ aßeS. j jn ,2* teäii* «Ml, f 1 m^' ad liefet1 rse^i Jöas Fenster öffnet sich nach dem Westen. Es eit hinaus über Gärten und Felder und zeigt trüber in einem großen Rund ein weites Stück hmmel. Zu allen Tageszeiten ist der Ausblick rtiiDoIl, frühmorgens schwebt noch Dunst am Hon- »rti; die Linie des Hügels, der hinter dem alten li-m steht, ist blau verschwommen, und bie Um» nfc ber Baumkronen an ber Landstraße wölben fd sanft aus bem Duft hervor. In ben kleinen Garin arbeiten schon bie Besitzer, sie halten zunächst Irjschau nach ben Fortschritten bes Wachstums?, he nehmen bie Strohmatten von ben Frühbeeten. - u. ie.en bie Fenster auf unb sind sehr geschäftig. Auch Dru^. 4 die kleine Wiese, durch die sich ein heller fflfab ’ini ein Bach schlängelt, ist es schon lebendig. Ka- mchenbesitzer sicheln Grünfutter für die vielen Tir merfatten schnuppernden Insassen ihrer Stalle, tu leider verirrt sich auch mancher dieser Futter- sDenden in das Luzernenfeld neben der strotzen JHnerei, bis der alte Gärtner von feiner Arbeit *Im Grabenrand weiden Gänfe unter der Obhut i;n:‘5 halbwüchsigen Mädchens im Blaudruckkleid. bi hält in der Hand eine lange Gerte und treibt iji • Schützlinge dahin, wie das Mädchen im Mär- vorn Machandelbaum Die Gänse geben sröh- hfe, Helle Laute von sich nach Art des jungen Ge- 'u,els. Das klingt in der Morgenfrsihe wie ein j-j co*gefang des Lebens. Schulkinder flitzen auf ihren ^öern vorbei. * Im schönsten aber wird das Bild, wenn in den Tiden Nachmittagsstunden bis zum Abend die 5iitne voll über ber Landschaft steht. Dann leuchten in Farben in den Gärten auf, die Wiesen strahlen ti zarten Grün, und auch die Hügellandschaft m •n Ferne zeigt sich nicht mehr in blauen Dunst- inven, sondern im Smaragd des Sommers. Holun- ...... • " ** : Blüten wie eine fU**- k uu