Donnerstag, 8. Mai Ml Gießener Anzeiger |9L Jahrgang Nr. 108 Erscheint taqlitt), außer Sonntaas und »>eienaas Beilagen: Tie illustrierte Giekeners>aniilienblätter Hemint iniBild TieLckolle Moriatv-Bezuasvreis: Mit 4 Beilagen 01.95 Obne illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. „ .25 auch bei 'liicktersckelnen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt ktzernfvrechanickilun 2251 Drahtanschrift.„Anzeiger" Pon icheck 1 l 6«e ^rankf. M Annabme von Anzeige« für die Mittagsnummer bidKV.llbr besBornnttagA An-eigen-Preile' Anzeigenteil 7 Rvf te mm bei 22 mm .Heilenbreite# Wertteil 50 ?Kof. te mm bei 70 mm Heilenbreite NalbläNe: Wiederboliing 'JUinlftaffel l Abschlüsse llfengenftafiel B Plavvorschrift < oorberige Vereinbarung»25'-.. ment vrühlsche UntDtrfltätsbniderei 8. Lange General-Anzeiger für Gberheffen 6tehen.9Sd)uIttrafte 7-9 Panzervormarsch im Wüstensand bei Tobruk mit Der Feind unternahm in der letzten Nacht Be- bis die wirksameren Unterstützung und nach Hilfe um. Dieses doppelte Dilemma in der liens, des kleinsten Kontinents mit menschenleeren Räumen, ist niemals da es sonst bald zu spät sei. Die Wallfahrt Menzies nach Nordamerika zu Roosevelt deutet darauf hin, daß er auch für Australien seine letzten Hoffnungen auf USA. setzt, indem er sich ebenso wie Mackenzie King sagt, daß bei der englischen Macht- ' lofigkeit Amerika Australien näher ist als England. Der Wehrmachtbericht Berlin, 7.Mai. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe führte auch in der letzten Bach! mit sehr starken Kampffliegerverbänden heftige Angriffe gegen Werften, Rüstungswerke und Versorgungsbetriebe in den Llyde-Häfen durch. Eine große Zahl von Spreng- und Brandbomben bewirkte vor allem in den Schiffsbauzentren um Glasgow erneut schwere Zerstörungen. Weitere erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen die Hasen- und Werstanlagen von Liverpool, B e w c a st l e und Plymouth sowie gegen weitere Häfen an der britischen Süd- und Südostküste. Bei der Bekämpfung von Flugplätzen in Südostengland warfen Kampfflugzeuge hallen und Unterkünfte in Brand, zerstörten und beschädigten eine Anzahl am Boden abgestellter Flugzeuge. 3m Seegebiet um England erhielt ein Handelsschiff von 10 000 BRT. drei Bombenvolltreffer. Mit seinem Verlust kann gerechnet werden. Ein zweites großes Schiff wurde durch Bombentreffer schwer beschädigt. Bei Vorstößen deutscher Zager gegen England und bei Linflugversuchen des Feindes in die besetzten Gebiete und in die Deutsche Bucht verlor der Feind sieben Jagd- und zwei Kampfflugzeuge sowie sechs Sperrballone. 3n Bordc frika brach wiederum ein Gegenangriff starker britischer Kräfte gegen die in der Befestigung von Tobruk eingebrochenen deutschitalienischen Truppen unter starkem Verlust für den Feind zusammen. Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage mehrmals den Flugplatz Luca an. Volltreffer trafen das Rollfeld. Abstellplätze sowie hallen und Unterkünfte. Mehrere heftige Brände entstanden. Bei einem Bacht- angriff von deutschen Kampf- und Sturzkampfflugzeugen auf den Hafen von La Valetta wurde vor allem die Staatswerft schwer getroffen. Deutsche Jagdflugzeuge schossen über der Insel drei britische Flugzeuge ab. Antwort auf das nicht ausgesprochene „Wozu?" haben die Verbrüderungsszenen gegeben, die von den Offizieren und Mannschaften der amerikanischen Schiffe mit den australischen Offizieren und Mannschaften veranstaltet wurden. Und wenn Australien Besprechungen mit Washington über gemeinsame militärische Maßnahmen ankündigt, so wird Tokio darin zwar keine grundsätzliche neue Wendung in der Entwicklung sehen, wohl aber die Tatsache, daß Australien damit offen seine Stellung bezogen hat, die Tokio künftig in Rechnung stellen wird. Erneute heftige Luftangriffe gegen Werften und Mstungsbetriebe in den LlydeHäsen. Die von den eingeschlossenen englischen Truppen wiederholt unternommenen Ausfalloersuche sind jetzt stets mit starken Verlusten für den Feind abgeschlagen worden. An diesen Kämpfen waren hier gezeigten Panzerformationen des deutschen Afrikakorps erfolgreich beteiligt. (PK.-Moosmüller-Scherl-M.) Rom, 7. Mai. (Europapreß.) Die weitere setzung von griechischen Inseln durch die deutschen und italienischen Streitkräfte wird von der italienischen Presse behandelt. Die Engländer seien nun, so wird betont, vom Aegäischen Meer und von dem Meer von Kreta ausgeschlossen. Im östlichen Mittel- meer besitze England nur noch den Küstenbogen von Sollum bis Haifa und die Insel Zypern. Die Stimmung in Syrien und die Erhebung im Irak Hobe dieses äußerste britische Bollwerk im östlichen Mit- fchwachen Kräften wirkungslose Störungsangriffe auf einige Orte des nordwestdeutschen Küstengebietes. Es entstand weder wehrwirtschaftlicher noch militärischer Schaden. 3n der Zeit vom 30. April bis 6. Mal verlor der Feind zusammen 5 5 Flugzeuge, von diesen wurden 30 Flugzeuge In Luftkämpfen, zehn durch Einheiten der Kriegsmarine und vier durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zer. stört. Während der gleichen Zeil gingen 38 eigene Flugzeuge verloren. Tagesangriffe auf Plymouth und Newcastle. Berlin, 7. Mai. (DBB.) Außer den bereits gemeldeten Unternehmungen gegen englische Flugplätze am Dienstag, 6. Mai, griffen deutsche Luftstreitkräfte bei Hellem Tageslicht den englischen Kriegshafen Plymouth und den Großhasen B e w c a st l e an der schottischen Ostküste an. Bach dem Durchbruch durch das heftige Sperrfeuer der englischen Flak gelangten alle Flugzeuge bei guter Erdsicht z u m Bombenabwurf auf die befohlenen Ziele. Die Wirkung dieser Tagesangriffe war hervorragend. Line Anzahl schwerer Bomben tagen als Volltreffer mitten in den Anlagen der Staatswerft von Plymouth und richteten umfangreiche Zerstörungen an. Im Hafengebiet von Berocaftte entstanden im Dorf- und Speicherviertet starke und anhaltende Brände. Englands Lage im östlichen Mittelmeer. der Unzulänglichkeit der eigenen Mittel nach einer einer fremden Tokio, im April 1941. । (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) ■ Die aroße Gärung, in der sich die Anlieger- Jtaaten des Pazifik und alle an der Entwicklung in I liefern gewaltigen Raum interessierten Länder be- 1 finden, hat durch den Besuch des amerika- । Nischen Geschwaders t n Neuseeland ' und Australien in den letzten Märztagen eine neue Note erhalten. Die Propagandafahrt dieser I amerikanischen Schiffe, die offen als Repräsentan- - ten der militärischen Macht Amerikas auftraten und deren Entsendung klar und deutlich den Inter- ; essenanspruch der Vereinigten Staaten zum Aus- ) druck brachte, hat weit über die Grenzen der betroffenen Länder hinaus in der ganzen Welt Beach- : tung gefunden und wurde insbesondere im japa« 1 Nischen Inselreich mit gespannter Aufmerksamkeit betrachtet. Korrespondenten der großen japanischen Blatter berichteten über jede einzelne Phase des Besuches, und wenn Japan sich auch einer vorzeitigen und in die Augen springenden Stellungnahme offensichtlich zu enthalten trachtete, so deuteten die wiedergegebenen Einzelheiten, die Art der Aufmachung in der Presie und besonders die Hervorhebung der bet diesem Anlaß gehaltenen Reden darauf hin, daß man in Japan d i e Absicht, die Washington mit diesem ostentativen Besuch und zumal in der gegenwärtigen Spannungslage am Pazifik verband, verstanden und zur Kenntnis genommen hat. Präsident Roosevelt hat, während der A.usver- kauf des britischen Weltreiches in vollem Gange ist, ein neues wertvolles Stück im britischen Erbe entdeckt und sein Interesse auch hieran angemeldet. Und während man in Canberra und Sydney offenbar in seinen Aengsten vor dem möglichen nahenden Verhängnis zwischen Tokio und Washington hin und her pendelt und bald den Weg der wirtschaftlichen Vernunft, bald aber auch den weitgehender strategischer und militärischer Träume geht, wird in Tokio nüchtern die Tatsache einer neuen Bedrohung registriert, die in Zukunft in die Pläne Tokios einkalkuliert werden muß. Denn was bedeutet dieser Besuch für die Stellung Australiens und die Lage der rivalisierenden Mächte am Pazifik? Der australische Ministerpräsident Menzies, der sich wochenlang in London immer von neuem feiern ließ und angesichts der wachsenden Unruhe in Australien über das blutige Griechenland-'Aben- teuer sich nunmehr schleunigst auf die Heimreise begab, hatte erklärt, daß M a t s u o k a mit seinen Erklärungen in Berlin der Sache der Verständigung der am Pazifik grenzenden und an diesem Raum intreffierten Mächte einen schlechten Dienst erwiesen habe. Daß Menzies damit sagen wollte, Australien sei nach wie vor zu einer Verständigung mit Japan bereit, ist nur ein Beweis für seine doppelzüngige und im Schlepptau Churchills segelnde Politik, zumal er im gleichen Atemzug feine Absicht bekundete, auch nach Washington zu fahren, um dort mit Roosevelt die Fragen ,cher gemeinsamen Verteidigung" zu besprechen. Nun, in Japan hat man auch diese Absicht Menzies' zur Kenntnis genommen. Tokio ist.über die Entwicklungstendenzen der australischen Politik genau orientiert und es macht sich keinerlei Illusionen darüber, was der Besuch der amerikanischen Kriegsschiffe und die Überschwänglichen Feiern der amerikanisch-australischen Freundschaft, die aus diesem Anlaß veran- staltet wurden, in Wirklichkeit bedeuten. Daß Australien, welches trotz aller forcierten Industrialisierungsversuche in erster Linie Agrarland geblieben ist, mit seiner Ausfuhr von Wolle und tierischen Produkten, für die England ungeachtet' aller immer von neuem gegebenen Versicherungen und Versprechungen eben doch infolge des Krieges kein genügender Abnehmer mehr ist, den Weg nach Japan suchen muß, weiß man in Tokio ebenso gut wie in Canberra. Wenn Australien leben will, muß es seine Erzeugnisse verkaufen können. War England schon vor dem Kriege im wesentlichen gesättigt und konnte es vor allem die gleichen Produkte billiger und bequemer in naher gelegenen Ländern kaufen — wozu es auch noch durch feine politisierte Handelspolitik gegenüber anderen Ländern gezwungen wurde —, so hat sich die Lage heute erst recht geändert, da die Schiffsraumnot so groß ist, daß es nicht im entferntesten daran denken kann, die aufgestapelten australischen Vorräte abholen zu lassen. Die Folge hiervon ist, daß die australischen Vorräte verderben und verkommen, daß die Häfen veröden, die Ge- ftierfleischinduftrie lahmgelegt ist, Zehntausende brotlos werden und das Land wirtschaftlich in immer größere Bedrängnis gerät. Man hat in London und Canberra versucht, dieser Notlage dadurch zu steuern, daß man dem Land eine Industri - alisierung aufzwang, und zwar den sagenhaften australischen „Beitrag zum englischen Kriege" zu erhöhen. Die Versorgung mit Rohstoffen, der Aufbau einer leistungsfähigen Industrie, die Anlernling einer qualifizierten Arbeiterschaft — das alles sind aber Dinge, die sich nicht im Handumdrehen bewältigen lassen. Inzwischen hat die einseitige Bindung Australiens an die Londoner Politik strategisch eine Lage geschaffen, der Australien immer weniger gewachsen ist In dem großen Ringen der Mächte um den Pazifik nimmt Australien geographisch und politisch eine Stellung ein, die diesen menschenarmen Kontinent immer mehr in den Mittelpunkt der Ereignisse rückt. Wie versuchten seine führenden Männer, den Gefahren zu begegnen9 Da Australien militärisch zu schwach ist, um als entscheidender Machtsaktar eine irgendwie geartete führende Rolle zu spielen, sucht es Anlehnung bald an London, bald an Washington ja legt sogar- wie wir aus den Worten von Menzies ersehen, ein Lippenbekenntnis zu einer Verständigung mit Japan ab, ohne aber seiner von altersher eingeschworenen Politik der Britenhörigkeit und Japanfeindschaft as tut sich in Australien? Von unterem -er-Berichterstatter Menzies Bittgang nach LIGA. Berlin, 7. Mai. (DNB.) Der australische Ministerpräsident Menzies hat sich auf seinem Rückweg nach Australien, wo er eine heftige Kritik wegen seiner Politik in London zu erwarten hat, zunächst einmal nach USA. begeben, wo er R o o s e- velt aufsuchen will. Die Antwort, die sein Kollege Mackenzie King über die Einberufung einer Empirekonferenz in London gab, nämlich, daß es ihm wichtiger erscheine, in diesen Zeiten i n Washington zu verhandeln, anstatt in die Zentrale des Empire zu fahren, hat Menzies offensichtlich zu denken gegeben. Er hat die hoffnungslose Lage Englands als Augenzeuge erlebt und bei seiner Ankunft in Amerika die Amerikaner beschworen, zu helfen, entsagen zu können. Einerseits ist die Sprache des Blutes dieser Abkömmlinae der ehemaligen englischen Strafgefangenen, die heute in Australien sitzen und das Land regieren, noch so stark, daß man den Londoner Befehlen in Canberra blindlings gehorcht, — auf der anderen Seite jedoch ist die Empiretreue nicht groß und vor allem auch die Einsicht in die Gefahr der eigenen Lage nicht gering genug, um sich ohne Bedenken für das Mutterland zu opfern und mit ihm unterzagehen. Auf der einen Seite sieht man die ganze Größe der Gefahr und ist im Innersten von der Ueberzeugung durchdrungen, daß nur eine ehrliche Verständigung mit Tokio ein Weg wäre, der Entlastung verspräche, — andererseits aber sieht man sich im Bewußtsein Lage Austra- feinen großen deutlicher zum Ausdruck gekommen als zur Zeit des amerikanischen Besuches in Sidney und Brisbane. In feiner Begrüßungsbotschaft erklärte der interimistische australische Ministerpräsident I^dden dem amerikanischen Geschwaderführer, er sei „von der respekt- vollen Bereitwilligkeit" des Geschwaders überzeugt. In Tokio ist auch dieser Satz, der wohl richtiger heißen sollte: „von der Bereitwilligkeit Amerikas", wie alles andere eifrig vermerkt worden, und nie- mand kann es Japan verdenken, wenn es fragt:, Von der Bereitwilligkeit — wozu? Die Antwort hieraus gibt man sich in Japan selbst, und die I Oie LlGA.-Kriegstrompete. Von unserer Berliner Schristleitung. Jetzt hat Roosevelt seine Karten aufgedeckt. Mit seiner ausdrücklichen Bewilligung hielt sein Kriegs- minifter (Stirn Jon, der sich seit je her durch eine besondere Anmaßlichkeit des Tones gegenüber anderen Nationen und durch grobe Drohungen auszeichnete, eine Rundfunkrede, die das amerikanische Volk in den Krieg Hetzen soll. Seit langem ist es das wahnwitzige Bemühen des Rooseveltschen Judentrusts, die amerikanischen Massen auf die Schlachtbank zu brinaen. Sie wollen nicht. Die Abstimmungen des Gallup-Instituts ergaben immer wieder, obgleich die Fragen an das amerikanische Volk vom Rooseveltstandpunkt aus gerichtet waren, eine unbedingte Mehrheit gegen den Kriegseintritt. Nun hatte die Roosevelt-Regierung alles mögliche versucht, um die Kriegsstimmung künstlich zu entfachen, sie hatte durch allerlei Provokationen der Mächte des Berliner Dreierpaktes diese Herostratenpolitik zu unterstützen versucht. Wir haben nicht darauf reagiert. Die Antwort an Roosevelt hat der Führer bereits in seiner vorletzten Rede erteilt und diese Abfuhr hat gesessen, denn sie zeigte, daß der Dreierbund fest entschlossen ist, sein Recht bis zum Letzten zu verfechten und vor keiner Drohung zurückzu- weichen. Der Kriegssekretär Stimson befand sich angesichts der Tatsache, daß vielleicht die Marsmenschen, aber nicht die Achsenmächte die USA. angreifen könnten, in einer sehr verzwickten Situation. Also wiederholte er die alten verlogenen Phrasen seines Herrn und Meisters in noch vergröberter Auslage. So wiederholte er, die Sicherheit Amerikas hänge von einem englischen Siege ab, sprach von „Verteidigung der Freiheit", „Weltkrise", deutschen Welt- eroberungsplänen, und was dergleichen Absurditäten mehr sind, die nur bei politisch Mißgeleiteten und durch eine bedenkenlose Agitation verdummten Menschen keinen Widerspruch mehr finden. Schärfste Zurückweisung verdienen vor allem einige Stellen, die ein allzu kurzes Gedächtnis der Mitwelt voraussetzen. So sagte Stimson: „Unsere Hoffnungen auf Frieden sind von einer internationalen Angriffsgewalt umgestoßen worden". Er meint damit Deutschland, während aller Welt noch in guter Erinnerung ist, daß England es war, das auch diesen Krieg ebenso wie den Weltkrieg von langer Hand vorbereitete, um seine Vorherrschaft auf dem europäischen Kontinent sicherzustellen, und in dem ihm günstig erscheinenden Augenblick los- schlug. Und, darf man fragen, was taten d i e USA. bisher f ü r den Frieden? Nichts — aber alles für Englands Krieg! Das Denken telmeer in eine prekäre Lage gebracht. Man müsse aber doch mit einer hartnäckigen Verteidigung der Engländer rechnen. Unverkennbar sei aber oer Wert des Aegäischen Meeres, des Peloponnes und der Ionischen Inseln für die Achsenstreitkräfte. Oer irische Paradiesapfel. England sucht die ULA. zur Neutral itats- Verletzung anzu stifte«. Berlin, 8. Mai. (DNB. Funkspruch.) In einer Rede vor der „Royal Empire Society" gab sich Duff Cooper kürzlich große Mühe, darauf hinzuweisen, daß es als ein besonderer Beweis von Englands Edelmut anzufehen sei, daß es d i e N e u - !tralität Irlands bisher noch nicht angetaftet habe. Er stellte Irland dann gewissermaßen als den Paradiesapfel dar, in den England trotz seines großen Appetits bisher noch nicht gebissen habe, obgleich es „tief und schmerzlich darunter leide". England möchte es sehr gern vermeiden, diese Sünde zu begehen, denn es weiß, daß hierdurch sein Ansehen unter den Dominions ernstlich leiden würde. Man hat daher in London immer noch die Hoffnung, daß die Bereinigten Staaten sich an Englands Stelle an Irland versündigen, indem sie den Biß in den irischen Paradiesäpfel tun, und dann den angepiffenen Apfel England zur Verfügung stellen. Denselben Wunsch äußerte jetzt der englische ßabourabgeorbnete Lee Smith im Unterhaus; er sagte, die Bedrohung Englands durch die deutschen U-Boote könne gewandelt werden, wenn England die sudirischen Häfen benutzen könnte. Daß England sie jetzt nicht benutzen könne, sei ein Hindernis f ü r die Englandhilfe d e r U S A. Er schlug deshalb vor, die Vereinigten Staaten sollten in diesem Zusammenhang ihren Einfluß bei Irland geltend machen. Keine Verpachtung südchilenischer Inseln an Japan. Buenos Aires, 7. Mai. (Europapreß.) Die chilenische Regierung dementierte Meldungen über angebliche chilenisch-japanische Verhandlungen über Verpachtung von südchilenischen Inseln an Japan. Man nimmt an, daß biefe Meldungen von der nordamerikaniichen Propaganda wegen der ablehnenden Haltung Chiles zur Verpachtung von Flottenstützpunkten an die Vereinigten Staaten von Nordamerika verbreitet werden. Oie Uebertragung der Kührer-Rede nach Iberoamerika. Buenos Aires, 7. Mai. (Europapreß.) Die argentinischen Zeitungen heben das neuartige lieber« tragungssystem hervor, das bei der Führerrede an« aewandt wurde. Es bestand darin, daß die lieber« setzer aus dem Reichstag, während der Führer sprach, die wörtliche Uebersetzung ins Spanische Wiedergaben. Diese Uebertragung fand um so mehr Anklang, als sie so geschickt trorgenommen wurde, daß der Hörer gleichzeitig auch die Führerrede vernahm sowie den Beifall der Abgeordneten. Dadurch wurde den Jbero- Amerikanern, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, zum erstenmal das unmittelbare Erlebnis einer Führerede vermittelt. dieser Manner um Roosevelt bewegt sich bereits so stark in englischen Bahnen, daß ihnen die klare Ueberlegung abhanden gekommen ist. Spießgesellen, die bisher gemeinsam die Ausbeutung der Welt betrieben, haben sich brüderlich gefunden. „Das ganze USA.’ßeben basiert auf der Voraussetzung, daß die Kontrolle der Ozeane in befreundeten Händen bleibt", formulierte Stimson diesen Tatbestand. Und da waat es Stimson zu behaupten, die USA.. Regierung habe sich bemüht, das Walten des Gesetzes unter den Stationen einzufuhren, nach dem diese ihre Angelegenheiten friedlich und ohne Gewalt regeln sollten. Gerade die von Roosevelt ernannten Diplomaten für Europa, die Biddle in Warschau, die Bullitt in Paris, von den sogenannten Sondergesandten Roosevelts auf dem Balkan nicht zu reden, haben schon lange vor diesem Krieg die Regierungen gegen Deutschland gehetzt. Ohne Roosevelt-Versprechungen wäre wahrscheinlich dieser Krieg nicht ausgeorochen. Noch bevor die Engländer aus Griechenland hinausgeworfen wurden, versicherte Roosevelt, die Griechen und Jugoslawen wurden alles bekommen, Flugzeuge, Schiffe und Kanonen, um für Englands Interessen zu fechten. Und da schreit Stimson, w i r wollten die ganze Welt erobern. W i r hätten die westliche Zivilisation vernichtet, die sich langsam in Europa seit den ersten Jahrhunderten des Mittelalters aufgebaut hätte. Da aber der Widerstand gegen die aberwitzige Roosevelt-Politik auch in den USA. sehr stark ist, nennt Stimson die Gegner Roosevelts einfach nationalsozialistische Propagandisten und malt in Panik, denn auch in Südamerika seien diese Gegner der kriegszeugenden Politik außerordentlich rührig und wir Deutschen hätten bereits finstere Absichten auf — nun, aus die USA., nein, diesen Schwindel konnte Stimson wohl selbst in einer Kriegspropagandrede nicht wagen, also sagte er: auf die brasilianische Küste, worüber die Brasilianer wohl ebenso erstaunt sein werden wie wir Deutschen es sind. Wie weit Haß und Unvernunft bei Leuten vom Schlage Stimsons bereits vorherrscl>en, zeigte sein Vergleich der jetzigen Lage mit dem Jahre 1917. Er sprach dabei von „genau der gleichen Verletzung von Gesetz und Menschlichkeit". Sich genau gleich» geblieben ist nur jene bornierte Feindseligkeit, der es gar nichts ausmacht, wenn England Millionen von europäischen Frauen und Kindern dem Hungertods preisgibt; genau so wie sich jenes Amerika Wilsons mitschuldig machte am Elend deutscher Frauen und Kinder während des Weltkrieges. In einem anderen Punkt hinkt Stimsons Vergleich aber gewaltig. Die Voraussetzungen der heutigen deutschen Gegenblockade sind wesentlich andere als die des deutschen U-Boot-Krieges im Jahre 1917. Auch der Kriegsminister der USA. mußte sich darüber im klaren sein, was di« Besetzung aller der englischen Insel gegenüberliegenden europäischen Küsten vom Nordkap bis zur Biskaya strategisch bedeutet. An dieser harten Tatsache wird auch alle „verstärkte Englandhilfe" nichts ändern. Es bleibt dabei: „Die deutsche Blockade ist so wirksam geworden, daß damit nicht nur die Lieferung des Rüstungsmaterials aus Amerika gefährdet ist, sondern auch die Lebensmittellieferungen für das englische Volk." Dieser Satz des Herrn Stimson wird weiter seine Gültigkeit behalten. Ein brodelnder Vulkan. Boir Syrien bis zum Suez-Kanal. Budapest, 7. Mai. (Europapreß.) In dem der Regierung nahestehenden Blatt „Esti Ujsag" schildert ein Mitarbeiter eine Fahrt von Beirut zum Suez-Kanal. Der Bericht wirst interessante Streiflichter auf die Lage in diesem Gebiet. In Beirut sei die Stimmung verhältnismäßig normal gewesen. Wer aber vor einigen Jahren Haifa tze- sehen habe, werde die Stadt jetzt nicht mehr wiedererkennen, so sei sie angewachsen. Aber zahlreicher Grundbesitz, Häuser und Geschäfte, alles sei zu verkaufen. Die Juden wagten keiye Käufe und die Araber hätten kein Geld. Besonders katastrophal sei der Preissturz für die Orangenplantagen. In P a l ä st i n a herrsche heute eine Militärdiktatur. Mit wem aber die Araber in diesem Kriege fühlten, sei durchaus nicht zweifelhaft. Das Laich sei ein brodelnder Vulkan und könne nur mit der größten militärischen Strenge in Zucht gehalten werden. Je südlicher man komme und je mehr man sich dem Kanal nähere, desto deutlicher fühle man, wie unruhig oie Engländer geworden seien. Es sei bereits ein Jahr her, daß der allgemeine Schiffsverkehr eingestellt worden sei. Dieser Ausfall werde durch die Anwesenheit von tausenden Soldaten nicht wettgemacht. Port Said sei ausgestorben. Die Schisse könnten nur bis Suez verkehren, Oie künstlerische Persönlichkeit im deutschen Film. Von Emil Jaryrmgs. Der neue Jannings-Film „Ohm K r ü - g e r", ausgezeichnet mit dem Präi ikat „{film der Nation", läuft in der nächsten Woche in Gießen an. Wenn ich heute einmal als Filmproduzent die Feder ergreife, möchte ich ein Problem berühren, das mir besonders am Herzen liegt: den Nachwuchs. Lernen im Sinne eines Handwerks kann man im Film sehr wenig. Selbst bei allergrößtem Fleiß nur das Aeußerliche. Wo die Kunst anfängt hört die Theorie auf. Man muß eigentlich schon alles mitbringen was man im Film lernen kann— wenn auch nur keirnhaft, als Begadung. Die drängendste Frage ist, woher nehmen wir das Material für den Nachwuchs? Eine ausgezeichnete Lösung hat der hochbegabte energische Produktionschef der Tobis, Ewald von D e m a n - d o w s k y, der seinen sicheren Kunstinstinkt mit so erfolgreichen Filmen wie „Robert Koch", Kampfgeschwader Lützow", „Der große König" und jDqm Krüaer" unter Beweis aefteUl hat. Er wird einen Gedanken ausführen, der auch eine meiner Lieblingsideen ist, nämlich durch Groß- deutschlanü zu reisen, in die Theater zu gehen, sich jebe schauspielerische Leistung anzusehen, um alles, was begabt ist, an die Kamera heranzuholen. Nun noch ein weiteres Problem, von dem man innerhalb des verhältnismäßig engen Kreises der Filmschaffenden wenig weih. Es gehört ein ungemein feines Taktaefühl dazu, innerhalb der Dar- stellergemeinschaft die notwendige Ordnung zu schaf. fcn, ohne die Persönlichkeiten in chrem Kunstwert ^rabzusetzen. Denn das Schlimmste, was uns Filmleuten passieren könnte, wäre eine fortschreitende Verbürgerlichung unserer Mitarbeiter. Wir können nicht mit den Maßstäben eines bürger- sschen Berufes gemeßen werden, weder in unserer wo sie entladen würden und von wo der Transport über eine Autostraße und die Eisenbahn nach Kairo erfolge. Auf der Bahnlinie Port Said— Kairo verkehrten die Züge Tag und Nacht, aus Südafrika bringe die Bahn Maschinenbestandteile und Kraftwagen. Italiens Kamps in Albanien. Rom, 7. Mai. (DNB.) Der Generalstabschef des italienischen Heeres, General C a v a l l e r o , gab in einer Ansprache an die von einer Reise zur griechischen Front nach Tirana zurückgekehrten Vertreter der Auslandspresse seiner Freude darüber Ausdruck, daß „der Führer in einer prächtigen und kraftvollen Rede die großen Anstrengungen der italienischen Wehrmacht in Albanien anerkannte". Der Schrecklichste war an der griechischen Front, so unterstrich General Cavallero, nicht der Grieche, obwohl er tapfer kämpfte, sondern der Schlamm, gegen den es keine Rettung gab. Selbst eines seiner Maultiere versank bei der Inspizierung eines Abschnittes in der flüssigen, lehmigen Masse und konnte nur mit Mühe gerettet werden. Die Schwierigkeiten in dem wild zerklüfteten Gebirge übertrafen noch die des Weltkrieges, wobei die eigenen wie die dem Gegner zugefügten schweren Verluste einen Maßstab für die Schwere und Härte der Kämpfe geben. „Der Führer", so sagte General Cavallero, „erklärte offen und freimütig, daß die raschen und glorreichen Siege des deutschen Heeres zum Teil — ich betone zum Teil, der Zermürbungsaktion der italienischen Truppen zuzuschreiben sind. Generalfeldmarschall L i st hatte die große Freundlichkeit, mir am Tage des Einzuges der Truppen in Athen ein Telegramm zu senden, das mein Herz als Soldat tief bewegt hat; denn unser ganzes Wollen uni) unsere Gewißheit lauten: Sieg!" Oie Verluste der griechischen Flotte Rom, 7. Mai. (DNB.) Die flüchtige, auf Kreta befindliche ehemalige griechische Regierung hat die Derlustziffern der griechischen Flotte veröffentlicht. Es seien 30 Hilfsschiffe (Minenleger, Begleitschiffe und Patrouillenschiffe) von deutschen See- und Luftstreitkräften versenkt worden. Die Besatzungen seien umgekommen. Es seien weiter drei der zehn griechischen Zerstörer vernichtet. Don den 13 Torpedobooten der griechischen Kriegsflotte seien nur zwei in Alexandrien eingelaufen. lieber den Verbleib der restlichen elf verlaute nichts. Aenderung der griechischen Staatsform A t h e n, 7. Mai. (DNB.) An Stelle des K ö n i g- reiches Griechenland ist der g r i e ch i s ch e Staat getreten. Aus dem Bafilium Hellas ist die Hellinrke Politia geworden. Dies ist die von der griechischen Regierung gewählte neue Bezeichnung Griechenlands. „Rette sich, wer kann!" Von unserer Berliner Schriftleitung. Am 6. Mai hatte sich Eden vor dem Unterhaus für sein« Balkanpolitik zu rechtfertigen. Er arbeitete nach der bekannten Schülerweisheit ,Zch war's nicht, Herr Lehrer, der Fritz ist schuld daran." Schuld mar: 1. daß die britischen Panzerwaaen erst in Benghasi einmal zu Reparaturzwecken hätten Rast machen müssen; 2. daß auch der „so kluge Staatsmann und erprobte Kriegergeneral Smuts" die glorreiche Expedition auf dem Balkan anempfohlen habe; 3. daß „man" — gemeint ist General Wa- oell — in Kairo die Auffassung vertrat, die in der Cyrenaika zu belassenen Streitkräfte würden genügen, um jeder Drohung entgegenuitreten, so daß wir alle nach kurzem Aufenthalt beschlossen, nach Athen zu a^ert"; 4. daß die serbischen Generale schon vor (!) der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes den Engländern die Mobilisierung der jugoslawischen Armee versprochen, aber „nicht schnell genug durchgeführt" hätten. Mit einem Wort: Alle waren schuld, nur Mister Eden nickt, das außenpolitische Orakel Englands aus der schönen Völker» bundszeit. C h u r ch i l l hat eine genaue Regie der anschließenden Unterhausdebatte geführt. Was die einzelnen Abgeordneten sagten, ist also unter dem Gesichts» punkt zu werten, daß sie sich zwischen den Churchill- schen Rcgieanwei jungen und dem Drang, vor der lieben Wählerschaft eine mannhafte Sprache zu führen, schlecht und recht hindurchwinden mußten. Ein Liberaler übte in ber Form Kritik, daß er für England eine „Panzer"-Reaierung verlangte, womit zugleich gesagt ist, daß Die bisherige Churchill- Regierung nichts Panzerhaft-Ueberwältigendes an sich hat. Der frühere englisch-jüdische Kriegsminister Höre Belisha präsentierte einen peinlichen Fragebogen, warum nicht doppell soviel Soldaten in Griechenland eingesetzt worden seien, warum nicht Italien viel früher und radikaler bombardiert wurde, nfie sich die Regierung die Schaffung einer neuert Chance denke, nachdem die alte verpfuscht sei. „Wissen wir jetzt, was im Iran, in Spanien, in Nordafrika und in Tanger geschieht?" fragte Höre Belisha und meinte, England Dürfe sich Deutschland nicht dort gegenüberstellen, wo dies nicht unter gleichen Bedingungen möglich sei. Man Dürfe an« nehmen, Daß Hitler das, was er in Libyen möglich gemacht habe, nämlich schwere Artillerie zu landen, auch in England selbst vollbringen könne. Während die Engländer diskutiert hätten, hätten die Deutschen Den Winter mit Taten ausgefüllt. In Dem Bericht eines schwedischen Blattes heißt es, Churchill habe während der ganzen Aussprache angespannt zugehört, manchmal hätte er Zeichen der Uederraschung, manchmal der Unruhe von sich gegeben, besonders als Die Langsamkeit des geheimen Nachrichtenwesens und der Diplo» matte verurteilt worden sei. Die Parlamentsmisi glieder hätten deutlich zum Ausdruck gebracht, daß all« Rückschläge, von Libyen angefangen, bis zum Irak, auf den Mangel an Nachrichten über Die Pläne Des Gegners zurückzuführen feien. Dem Außenministerium sei vorge- warfen worden, daß eg „noch immer im 17. Jahrhundert zu leben" scheine. Es sei gesagt worden, England sei zu oft überrascht worden, verlasse sich zu sehr auf die amerikanische Hilfe und tue längst nicht alles, um die Kriegsproduktion auf den höchsten Stand zu bringen. Auch die Maßnahmen zur Verbesserung des Säsiffahrtswestns seien als ungenügend bezeichnet worden. Ein Ar- bciterparteiler hoffte auf „eine vollständige Zusammenarbeit der britischen und der USA.-Flotte im Mittelmeer", womit der Gipfel der Ratlosigkeit und Der eigenen Schwäche glorreich erklommen ist. Die ganze Debatte hatte ein einziges Leitmotiv: das „Rette sich wer kann!" im moralischen- Sinn. Jeder suchte sich zu rechtfertigen, indem er seinen Nebenmann belastete. Das ist — von unserem Standpunkt aus — für eine geschlagene Macht wie England das Richtige. Stalin Vorsitzender des Rates der Volkskommissare. Moskau, 7.2Ual. nächllichem Fliegeralarm vor 10 Uhr keine dienstlichen Veranstaltungen durchzu- führen sind, hat der Jugendführer des Deutschen Reiches den Dienst in der Hitlerjugend angeglichen, ohne daß deshalb eine Verkürzung der Dienstzeit eintreten darf. Nack vorausgegangenem nächtlichem Fliegeralarm verschiebt sich daher der Dienst der Hitlerjugend an Sonntag-Vormittagen auf die Zeit von 10 bis 13 Uhr. Oie Entschädiaung für den tud sch, tz-Bereitschastsdienst. Der Reichsluftfahrtminister hat klargestellt, daß die Entschädiguna für nächtlichen Luftschutzberett- schaftsdienst ebenso wie für den Bereitschafisdienst am Tage zu bemessen ist. Voraussetzung für die Gewährung von Zehrgeld ist eine Dauer der Luftschutzdienstleistung von mindestens fünf Stunden. Bei zusammenhängendem Luftschutzbereitschafts- dienst, der sich auf zwei Kalendertage erstreckt, z B. von 20 bis 8 Uhr, ist das Zehrgeld von 1,50 RM. und gegebenenfalls die Bekleidungsabnutzungsent. fchädigung nur einmal zu gewähren. Stärkere Abnutzung der eigenen Bekleidung kann bei nächitt- chem Berettschastsdienst angenommen werden, wenn Illi vvini Vornan von Elisabeth Holt. ihm nicht ganz neu vor. hundert Jahre att, das ist doch — . murmelte Gredler. Irgend jemand zischte, und alle verstummten. Das grüne Licht über den Bretterwänden flammte ^wieder auf, die Jupiterlamven spien dreifach Den stärkte Wüstensonne. Das Bild drüben hatte ^sich verändert, die schonen Damen und Herren der Aof- gesellfchaft saßen 3par noch immer ba rote am An- fang aber Pola war nicht mehr allein in ihrer Mitte, neben ihr stand jetzt ein gutaewachsener, hübscher junger Mann, der lein knabenhaft trotziges Kinn zur Geltung brachte. Das war der Filmichau- fvieler Danroy, den man aus Berlin hatte kommen lassen. Er sah sehr gut aus---vielleicht em bißchen zu jung und ein bißchen zu leichtgewichtig Der bekannte deutsche Landschaftsmaler, Profesior -c-----„ — - — -■. n H. R. Kröh in Darmstand, beging bei ausgezeich- Straße von Jerusalem nach Bettehem eine Lu^us- neter Gesundheit feinen 10 0. Geburtstag. Villa gemietet. Am Wochenende wird in Darmstadt eine Aus- ____ _ ftellung eröffnet werden. Reichsminister Dr. Goeb- !—---,------- - - ■ . bels hat Profesior Kröh feine Glückwünsche über-1 Gummi-Erzeugnisie nach den von Japan besetzten anzerdivision nach dem Durchbruch der Peele- -Huna entscheidenden Anteil an dem Durchbruch tid) Moerdijk. Generalmajor Schörner hat sich als Führer Lr Vorausabteilung einer Gebirgsdivision bei Lem- Lrg und im Westen als Divisionskommandeur l-im Durchbruch durch die Vogesen bewährt. In (igoflaroien überrannte er im Morgengrauen des | April mit feiner Division durch überraschenden tvrstoß die feindlichen Stellungen in fast 2000 m jähe und durchbrach zwei Bunkerlinien der M e - faxas-Linie. Am 8. April griff er auf eigenen kntschluß überraschend den Gegner an, warf ihn «rück und stieß in Richtung Saloniki vor. leneral Schörner wurde bereits im Weltkrieg für nnz besondere Tapferkeit mit dem Orden Pour m £ r i t e ausgezeichnet. Major Gorn hatte am 10. April den Auftrag, , it einer kleinen gemischten Abteilung zur Her- sllung der Verbindung mit der italienischen Armee jf Debar vorzudringen. In kühnem, schnellen Vor- oß gegen den weit überlegenen Feind nahm er 2ch Ueberwindung der starken feindlichen Stellung :nb Niederkämpfung von sieben Batterien das de- : biene Ziel. Er nahm dabei 2 serbische Generale, 10 Offiziere und viele Soldaten gefangen, erbeu- ‘ sie neun Batterien, 12 Panzer-Abwehrgeschütze - jnb unübersehbares Material. Dabei befreite er i po italienische Gefangene, bewaffnete sie und nahm > ft unter seinen Befehl. ^-Obersturmführer Pleiß hatte am 12. April rit feiner Kompanie den Auftrag, eine englische ! Schlüsselstellung zur Verteidigung des Klidi- | osses zu erstürmen und damit der Lerbstandarte i ?n Durchbruch zu ermöglichen. Bei Schnee und legen hat er ohne Unterstützung schwerer Waffen, | ilbst in vorderster Linie kämpfend, mit feiner Kom- | »nie 20 MGs und viele Schützennestei: im Hand- i ?menge genommen. Seine eigene Verwundung ' f cht achtend, blieb er seinen Männern bis zur I Annahme der Gipfelstellung ein Vorbild hervor- I igenöen Mutes. Durch feinen Angriff geriet die k nglische Verteidigung ins Wanken, fo daß der Ein- fciKf) in die Paßstraße schnell und ohne Verluste erfolgen konnte. General der Infanterie von Wtetersheim in fünf Tagen unter schwersten Wetter- und Legeverhältnissen die serbische Grenzstellung durchwachen, nach hartnäckigen Kämpfen Ni sch und jelgrad genommen, 20 000 Gefangene ge’ Jcubt und 110 Geschütze erbeutet. Der persönliche Ansatz des Kommandierenden Generals, der stets Ci entscheidender Stelle und in vorderster Linie fbrte, haben zu diesen Erfolgen ausschlaggebend ^getragen. Bereits während des Westfeldzuges H k sich General von Wietersheim hervorragende trfolge beim Durchbruch durch die Weygand-Linie Hs zur Oise und beim Durchbruch über die Marne Hs ßaon erworben. « Generalleutnant Dr. Hubicki hat an der 3er- Tagung der serbischen Kräfte in Mazedonien und ir schnellen Einnahme von S k o l p j e das Haupt- rbienft In vorderster Linie hat er Teile feiner kvision persönlich zu unaufhaltsamem Vorwärts- irmen angeführt und erreicht, daß sich der Geg- nicht mehr setzen konnte. Im Westen hatte cneralleutnant Dr Hubicki als Kommandeur einer als Sohn eines Landwirts geboren. Er besuchte die Volksschule und die Polizeiberufsschule. Im No- — -v r. nember 1916 trat er in das Grenadier-Regiment 7 am 8. November Leutnant, am 19. 3uh 1940 außer ein. 1920 trat er bei der Schutzpolizei ein, von wo der Reihe Oberleutnant und am 20. September 1940 er 1935 als Hauptmann in die Wehrmacht über-1 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. keine Liegestätten mit Bettwäsche zur Beifügung' gestellt werden. Fahrgelderstattung findet nicht statt, wenn sich der Luftschutzdienst an die gewöhnliche Arbeitszeit anschließt oder umgekehrt. Zeitkarten- inhaber haben keinen Anspruch auf Fahrgelderstattung. Bewohner von Dienstgebäuden sind nur dann zu entschädigen, wenn sie sich während des gesamten Luftschutzdienstes außerhalb ihrer Wohnung aufhalten. Rekorbmenge an Knochen gesammelt. Neben den hervorragenden Sammelergebnissen an Altpapier liegen nun auch die Ergebnisse aus der verstärkten Knochensammlung der Schulen vor. Sie weisen nach, daß im Februar rund 2000 t Knochen und im März sogar rund 6000 1 mehr als im Januar der industriellen Verwertung zugeführt wurden. Aus dem Knochensammelergebnis im März konnten der Industrie rund 600 000 kg technischer Fette und Oele mehr als im Januar zur Verfügung gestellt werden, ein Erfolg des Sammeleifers der Schüler und Schülerinnen und der Bereitwilligkeit der Hausfrauen, auch ihren Anteil zum Vierjahresplan beizutragen. Aus aller Wett. Gefängnis für einen gewalttätigen Fahrgast. Wegen Beamtennötigung und gefährlicher Körperverletzung wurde der 44jährige Erich Voigt aus Vieselbach von dem Gericht in Weimar zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. — Am Abend des 5. Dezember o. I. wurde auf der Strecke Wei-1 mar — Erfurt ein 67jähriger Schaffner mit schweren Verletzungen im Abteil eines Personenzuges aufgefunden. Wie sich hevausstellte, hatte der Angeklagte von dem Beamten eine Verwarnung erhalten, weil er auf den bereits in Fahrt befindlichen Zug aufgesprungen war. In seiner Wut darüber nutzte D. die Gelegenheit aus, als er mit dem Schaffner allein war und schlugt diesen zu Boden. Der Beamte hatte einen linken und rechten Kieferbruch sowie andere Verletzungen davongetragen. Verstärkter Schuh der Ehe. Vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main wurde die Frage erörtert, ob E h e b ru ch mit einer Geldstrafe oder grundsätzlich nur mit einer Freiheits-1 vuup.'chc'slteuer Dr .tneondi Wildel» tfaege Stellvertreter Wt Haupt,chn-tleuer- Srnst vlrrmschein. Kerantroortii* vr FonH und Bilder Dr. ikr. W. Lange für das ^en-.'.eton: tr. (>art3 Hjrriot; Ar Slatn Gießen. Provm-, Win>cha«. u. Sport: i£rn-> itimuudif i. Drull unc 3-erlag tbrühbdir Qnioccttat^orurferei R. tange G. ikleriaa-leuer. Tr.-Inq. Hamann Wnjetpenie »er Hane Veit. * ftr b<*n "rnha!* her t’in-roen" Tbeobcr Pt.I/r.S. begründung aus, daß unsere Gesetzgebung darauf hinauslaufe, die Ehe mehr denn je zu schützen. Gefängnis für eine Kurpfuscherin. Dor dem Landgericht München hatte sich die 53jährige Margarete B. wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Die Angeklagte betrieb seit geraumer Zeit in Gräfelfing bei München eine strafe gesühnt werden könne. Nach erfolgter Ehe- s Heilpraxis und hatte auch großen Zulauf, obwohl icheidunq hatte eine Frau gegen ihren Mann und ihre Kenntnisse gleich Null waren. Die Mittel, die dessen Geliebte Strafantrag wegen Ehebruchs sie allen Patienten verschrieb, waren Gesundheitstee gestellt, der nunmehr zur Aburteilung stand. Wie! und „Blutsaft". Die Anklage warf ihr vor ein en sich herausstellte, hatte die geschiedene Frau während Krebskranken ein Jahr lang behandelt und ihrer Ehe an einer Krankheit gelitten und ihr ihn dadurch abgehalten zu haben, sich einer Ope» Mann hatte sich von ihr abgewandt und Bezie- ration zu unterziehen, die sein Leben mit einer an Hungen zu der Mitangeklagten ausgenommen. Im Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit erhalten dem Scheidungsverfahren hatten die beiden die ' hätte. Das Gericht sah in der Tatsache, daß die Aussage verweigert, gaben aber in der jetzigen Angeklagte dem Kranken nicht gleich beim ersten Verhandlung ihr ehebrecherisches Treiben zu. Der Besuch mit aller Bestimmtheit erklärt hatte sie Verteidiger verwies auf die früher geübte Praxis könne und dürfe fein Krebsleiden nicht behandeln, bei Gericht und war der Meinung, daß seine Man- ein schweres Verschulden. Wenn sie in dem Pa« danten nur mit einer Geldstrafe belastet werden tienten nicht die Hoffnung auf Heilung ohne Ope» müßten. Der Vertreter der Anklage aber beantragte ration erweckt hätte, wäre dieser rechtzeittg zu eine Freiheitsstrafe. Das Gericht erkannte auf je einem Arzt gegangen und hätte sich der notwm- drei Wochen Gefängnis und führte in der Urteils-; digsn Operation unterzogen. — Das Urteil lautete begründung aus, daß unsere Gesetzgebung darauf auf sechs Monate Gefängnis. Für Führer, Volk und Vaterland verstarb fern der £7«^ Heimat im 35. Lebensjahr mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Vater, unser einziger heißgeliebter, guter Sohn, Schwiegersohn und Schwager Direktor der Landesheilanstalt Pfafferode-Mühlhausen/Thür. Obermedizinalrat Dr. Karl Kolb Oberarzt der Reserve der Luftwaffe. , In tiefer Trauer: Margrit Kolb, geb. Fein Ursel Kolb, Gudrun Kolb Adolf Kolb, Oberpostinspektor Dina Kolb, geb. Schmidt Hugo Fein, Direktor Anna Fein, geb. Keller a. D. Hermann Fein. Gießen -Wieseck, Hamburg, Pfafferode-Mühlhausen/Thür., den 6. Mai 1941. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 01584 Heute abend verschied nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Katharine Rüspeler, geb. Strack im 72. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Karl Rüspeler, Reichsbahn-Lokführer !. R. Rudolf Rüspeler, Reichsbahn-Inspektor und Familie Willi Rüspeler, Reichsbahn-Oberinspektor und Familie Katharine Rüspeler Wwe. und Angehörige Dina Gerlach, Oberschwester. Gießen, Danzig, Fellingshausen, Frankfurt a.M., 6. Mai 1941. Kaiserallee 54. Die Beerdigung findet Freitag, den 9. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Katharina Lölkes Krankenschwester a. D., aus Treis sowie für die zahlreichen Kranzspenden sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus. Gleichzeitig danken wir Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte und allen, die ihr das letzte Geleit gaben, sowie allen, die ihr während ihrem langen Leiden hilfreich zur Seite standen. Die Geschwister. Gießen und Staufenberg. 2123 D Bürogehilfe(in) für Buchhaltung gesucht Verwaltung der Veterinärkliniken und Institute Frankfurter Straße 94. 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Es gibt dafür ein ganz einfaches Mittel: Man tut abends den Anzug in eine heiße iMi-£auge und läßt ihn darin über Aachi liegen. Am Morgen spült man gut durch. Dann wird der Anzug in frischer iMi* Lauge eine Viertelstunde gekocht und wieder gründlich gespült. Seife und Waschpulver sind dabei mcht nötig, der Anzug wird tadellos sauber. Für die mir anläßlich meines 70. Geburtstages so zahlreich übermittelten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danke ich allen meinen Freunden und Bekannten herzlichst Nachlässe von 8 bfa 20 v. M. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige i Große Kunst gedeiht nicht im Zustand eines zufriedenen Glückes, sie braucht den Schmerz und die Sehnsucht. — Die Wahrheit dieses Satzes steigert der Film zum schönen Erlebnis imiiiiiiimiiniiiiiiiiiiii Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren HeiMat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Bleßener Anzeiger iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin 40Jahre, evang., häuslich, mit 13i. 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Str. 1, sowie bei den Ortsfrauenschafts-Leiterinnen entgegen gen. 2124 D BORRMANN §•_ Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4158 ARIBERT WASCHER * HANS LEI BELT EMIL HESS # MARIANNE SIMSON SPIELLEITUNG: PETER PAUL BRAUER Drehbuch: Gert von Klass, Per Sch wen zen, nach dem Schauspiel „Gastspiel in Kopenhagen“ von Friedrich Forster- Burggraf — Musik: Franz Grothe NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU Täglich 8.OO, 5.00, 7.30 Uhr — Sonntag 2.80, 4.45, 7.30 Uhr - Jugend hat keinen Zutritt --- ■: am 10. Mai 1941: von 8- 9 Uhr Nr. 241-280 von 9-10 Uhr Nr. 281-320 von 10-10.30 Uhr Nr. 321-340 Es wird Fleischbrühe ausgegeben, Gefäße mitbringen. Stadt. Schlachthof, Gießen Erhältl. im Fachgesch. für deutsch. Tee 2122D Kräuterh. Jung MSnsbarfi 13 Gießener Konzertring 1940/41 Arbeltsgem. Konzertverein, Stadttheater, HSÖ. Kraft durch Freude Donnerstag, 15. Dia! 1941, 19.30 Uhr, Universitäts-Anla Letztes Platzmiete -Konzert (Gruppe B) Sollst en-Konzert Vasa Prihoda Violine Am Flügel Prof. Otto A. Graef Dvorak, Sonatine G-dur - Caesar Franck, Sonate A-dur - Bach, Adagio und Fuge C-dur - Beethoven, Kreutzer- Sonate. 9110D Der Konzertflügel ist vom Pianohans Schönau. Eintrittskarten: 1.50, 2 -, 2.75 u. 3.50 RM. bei Musik- Challier, Neuenweg 10, Ruf 2671 und in der Kartenverkaufstelle der NSG, „Kraft durch Freude“,Seltersweg 60. Ruf 2141. Studentenkarten RM. 1.- nur beim Hausverwalter im Vorlesungsgebäude gegen Ausweis. Hamburger Dame sucht gut möblierte 2-3-Zimmer- Wohnung mit Küche und Bad am liebsten im Einfamilienhaus. Tisch- und Bettwäsche sowie Silber- u. Kochgeschirr vorhanden. (2 Erwachsene.) Schriftl. Angeb. unt. 01601 . an den Gießener Anzeiger. Heute Donnerstag ILSE WERNER- IflJJICHL JOACHIM GOTTSCHALK IM Eteklro- Oefen eingetroffen. 208sD CarlSchunck Bahnhofstr afie 66. Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 7 Bohnerwachs lose wieder eingetroffen! HINTER HAREMIGITTERN Ein Frauenschicksal in Marokko! Im Märchenland der Scheichs, des Harems und der Wüste spielt die Handlung dieses interessanten spanischen Films. Er zeigt das Verhältnis Mann - Frau in dem seltsamsten Zwielicht jener afrikanischen Randgebiete, wo zwei Welten, die mohammedanische und die europäische, aufeinanderstoßen. In der Hauptrolle: Imperio Argentina Neueste Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag: Erstaufführung! Lichtspielhaus Täglich 3.00, 5.00, 7.30 Uhr; Sonntags 2.30, 4.45, 7.30 Uhr. Jugend hat keinen Zutritt! Akkordion „neu" 80 Bässe, 34 Tasten, zu verkaufen. 01599 Bergkaserne, Küche 2, Obergefr.Stoltz. | Kaufgesuclie"| Behr. Lkw. von 3-5 To. zu kaufen gesucht. Preisoff. unter 01597 a. d. G.A. Kinderlaufställchen zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01594a.d. G.A. J/'OPERIO RGEDTin W Hl < I Hr.108 Zweites Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag. 8. Mai Aus dem Reiche der Frau. Was wünsch' ich mir zum Muttertag? Daß unsere Kinder, ob groß oder klein, wetteifern, uns Müttern zum Muttertag etwas befon* ders Schönes zu schenken, ist selbstverständlich. Aber — die Kleinen haben meist doch nicht den praktischen Sinn für ein wirklich nützliches Geschenk, und so ist es unsere Pflicht, das Gespräch darauf zu bringen, damit wir nicht Dinge erhalten, die unnütz sind, überflüssige Gelbausgaben bedeuten und dem Wirtschaftsmarkt Sachen entziehen, die andere notwendiger gebrauchen können. Uns allen wird es ja gar nicht darauf ankommen, was uns die Kinder schenken, sondern mehr als zu anderen Gelegenheiten entscheidet hier das „Wie" des Gebens. Sind die Kinderhändchen auch noch so ungeschickt, eine kleine Handarbeit von Kinderhand entzückt uns am meisten. Führen wir also unsere Kin- der auf den richtigen Weg des Schenkens, denn es wäre jammerschade, wenn sie ihr „sauerverdientes" Taschengeld für unnützen Tand ausgeben wurden. Unsere Abcschützen erfreuen uns am meisten mit einem selbstgeschriebenen Briefchen oder Derschen, das sie auf hübschem Papier mit bunten Bildchen schmücken können. Ferner gibt es Klebemöglichkeiten. Ein kleines einfaches Holzkästchen kann durch Bekleben mit buntem Papier zum reizenden Schmuckkasten werden, und aus einer Zigarrenkiste entsteht auf die gleiche Art ein willkommener Stopf- oder Nähkasten. Auch Hutständer, Platten für Seidenwäsche sehen reizend aus, sind praktisch und leicht anzufertigen. Außerdem kosten sie wenig Geld. Wenn ein geschickter Zunge durch Laubsägearbeit den Nähtasten noch verziert, dann ist das hübscheste und praktischste Muttertagsgeschenk fertig. Blumen sind immer eine hübsche Aufmerksamkeit, die jede Mutter erfreuen. Nicht zu übersehen sind die vielen hübschen Steingutgeschirre, die in großer Auswahl trotz des Krieges zu haben sind und uns Müttern in Küche und Keller gute Dienste leisten, sei es zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, als Obst-, Gemüse- oder Kartoffelschüssel oder auch als wertvolles Konservierungsgerät, das wir während des Sommers besonders notwendig gebrauchen. H. v. L. Frauen - einsatzbereit. Der Führer hat in seiner letzten Reichstagsrede buch an das deutsche Mädchen und an die deutsche Frau appelliert soweit sie sich dem Kriegseinsatz noch nicht gestellt haben, und der Reichsmarschall hat festgestellt, daß in dem gleichen Augenblick, da dieser Appell ausgesprochen worden ist, auch schon die Bereitschaft in allen Schichten des deutschen Volkes eine Selbstverständlichkeit ist. kreis gestört würde. Dafür sind die Halbtagsschichten eingeführt, bei denen meistens der Samstag arbeitsfrei ist. Die Knder werden im Betriebskin- dergarten oder der Kindertagestätte der NSV. gut aufgehoben und der Mutter wird mit Rat und Tat beigestanden. Die größte Sorge der Frauen sind aud) nicht diese praktischen Fragen der häuslichen Pflichterfüllung, sondern es ist das große Bangen vor dem Neuen, die Angst, ob sie auch die Arbeit leisten kann ob man sie, die jahrelang nicht mehr ober noch nie im Arbeitsleben gestanden hat, nicht xrlacht, ob sie mit den Maschinen fertig wird, ob sie das Tempo wird einhalten können, ob nicht überhaupt die Arbeit viel zu schwer sei. Für den Betriebsfremden sind diese Bedenken verständlich. Wer aber dann das erstemal einen modernen, lichten, freundlichen Betrieb betritt, in dem die eine Kameradin der anderen, die eingearbeitete. der neuen bereitwillig hilft, in dem die Arbeit i so viele Arbeitsgänge aufgeteilt wird, Die Frauenberufsarbeit ist kein Neuland mehr und jahrelange Erfahrungen liegen vor, so daß verstärkte Anforderungen, Umgruppierungen und neuer Einsatz kein Problem darstellen. Das energische Streben aller maßgebenden Stellen, heute auch oem Mädel eine gute und gediegene Berufsausbildung angedeihen zu lassen und sie von ungelernten Berufen abzubringen, bestätigt nur, daß die Frauenarbeit in der Volkswirtschaft gebraucht wird und auf manchen Arbeitsplätzen unentbehrlich geworden ist, wo es auf einen Einsatz ankommt, der durch die weibliche Psyche bedingt ist. Andererseits ist es aber auch notwendig, daß das Mädel vor der Eheschließung eine Ausbildung genießt, damit sie entsprechend ihren Anlagen und Fähigkeiten einen Beruf auszufüllen vermag, der ihr eine sichere Grundlage ist, wenn es gilt, auf eigenen Füßen zu stehen. Darüber hinaus aber gibt es in außergewöhnlichen Zeiten, wie der Krieg es ist, Notwendigkeiten, die einen erhöhten Frauenarbeitseinsatz erfordern, da die von den Männern verlassenen Arbeitsplätze aus- Jgefüllt werden müssen, andererseits aber auch zu- ätzliche Arbeit geleistet werden soll. Hier muß nun auch die bisher berufslose oder nicht mehr berufstätige, ungelernte Frau eintreten. Man wird vorwiegend über die Einsatzbereitschaft kinderloser, verwitweter oder Frauen mit schon erwachsenen Kindern erfreut sein. Darüber hinaus aber kann auch heute die Mutter, die noch schulpflichtige Kinder zu betreuen hat, ruhig, ihren Platz im Betrieb ausfüllen, ohne daß ihr Pflichten- daß die einzelnen Phasen leicht geschafft werden können, daß auch das Tempo auf Den Durchschnitt der Frau abgestellt ist, die Griffe an den Maschinen so leicht und einfach sind, die Gefahrenmomente so gering, wenn nur alle Vorschriften beachtet werden, den packt dieser Rhythmus der Arbeit, den Sackt das Fieber, mitzuhelfen, mitzuschaffen für en Sieg in diesem gewaltigen Kampfe. Den beschämt es, daß er bisher — wenn auch nicht tatenlos — aber doch in einem kleinen engen Kreise' gelebt hat und einen weit größeren Berg an Arbeit hatte erledigen können als bisher. Da packt ihn die Kameradschaft — und kaum einen Tag dauert es, da steht die neue Arbeitskameradin schon mitten unter den anderen, als ob sie es stets getan hätte. Das Arbeitsschutzgesetz sorgt schon dafür, daß die Lasten und die Griffe für die Frauen nicht zu schwer find, daß der Arbeitsplatz den Fähigkeiten angemessen ist. Die Soziale Betriebsarbeiterin bemüht sich um die Kameradin, wenn sie ihren Arbeitsplatz nicht ausfüllen kann und versetzt werden muß, wenn sie Erholung braucht, wenn häusliche Sorgen sie drücken, es gibt für alles Rat. Eine Haushalthilfe, eine Flickbeutelaktion, eine Kameradin aus der NS.-Frauenschaft, die einkauft, während die Frau im Betrieb steht, gute Unterbringung für die Kinder, Arbeitsplatzablösung, wenn es nötig wird. Ja, 'roo liegen eigentlich die Klippen, die uns so unumschiffbar schienen? Es gibt nur eine einzige, das ist die eigene Hemmung, die Angst vor dem Neuen, das ist oft auch nur die Bequemlichkeit. Aber mit dem alten Trott kann man nicht siegen, nur mit Gäulen, die durchzugehen imstande find — auch mit dem eigenen bisherigen Ich! Ch. K. Rezepte. Kartoffelfleischauflauf. 250 g Hackfleisch, Zwiebel oder Lauch, evt. Kümmel, 1 kg Kartoffeln, Yi Liter Buttermilch oder Milch, je nachdem mit Fleisch- oder Gemüsebrühe verdünnt (falls vorhanden: Tunkenreste), 1 Ei oder 15 g Mehl, Salz. Die am Tage vorher gekochten und abgezogenen Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten, in einer Auflaufform schichtweise mit den Fleischresten oder dem Fleischteig fein gehackten Zwiebeln und nach Belieben etwas Kümmel gegeben Man schließt mit Kartoffeln ab Dann gießt man die mit dem Mehl oder Ei verquirlte Milch darüber, streut nach Belieben noch etwas Käse darauf und überbackt etwa 30 Minuten. Lauchgericht mit Kartoffeln: 5 Stangen Lauch, 30 Gramm Fett, 1 Kilo Kartoffeln, 50 Gramm Haferslocken, Salz, a/< Liter Wasser oder Gemüsebrühe, '/» Liter Milch — Der Lauch wird sauber geputzt und geschnitten. Man läßt ihn in Fett andünsten, gibt die klein geschnittenen Kartoffeln hinein, füllt mit Flüssigkeit auf, gibt die Hafer- flocken hinzu, rührt einmal durch und läßt alles gorkochen. Zum Schluß gibt man die Milch bei. Herzhaftes Möhrengemüse. 1 kg Möhren, Liter Buttermilch, 15 g Mehl, 3 Eßlöffel geriebener Meerrettich, 20 g Fett, Salz. Die Möhren werden mit der Bürste gereinigt, geschabt, pasch gespült, bann in Stifte ober Scheiben geschnitten. Mit Fett unb sehr wenig Wasser dünstet man bie Möhren in 15 bis 30 Minuten gar, stäubt bas Mehl über, läßt burchkochen, gibt zum Schluß Meerrettich, Buttermilch unb einige zurückbehaltene rohe geriebene Möhren bazu, ohne nochmals aufkochen zu lassen unb schmeckt ab. Borretschsalat. Unter ben fertiggestellten Kartoffelsalat kann man nach Belieben 1 bis 2 hartgekochte Eier, in Würfel geschnitten, untermischen. Je nach Geschmack werben 15 dis 20 Borretschblätter in feine Streifen geschnitten ober grob gewiegt unter ben Salat gemengt unb einige Stunben durchziehen lassen. Süßspeise mit Haferflocken: Man rostet 100 Gramm Haferslocken in wenig Fett unb Zucker leicht an unb gibt sie unten in eine Glasschale. Darüber gibt man Kompott von etwa 500 Gramm Aepfeln ober anderem Obst und obenauf einen Vanillepudding von '/r Liter Milch und ein Puddingpulver. Man gibt sie kalt zu Tisch. Mas sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS DREI NEUE HUTFORMEN < M Heute zeigen wir drei neue Hutformen, bie sich im Frühjahr 1941 zu ben praktischen Herrenhutformen und den Canotiers des Vorjahres gesellen. Das jugendliche Modell links ist aus weichem Kunststroh — zu seinem breiten, mit Band eingefaßten Rand paßt der kleine flache Kopf mit rückwärtiger Bandschleife unb langen Banbenben. Aus feinem Kunststroh ist ber senkrecht g e - st e l l t e Rand bes bamenhaften Hutes (oben rechts), besten Kopf turbanartig aus farbiger Seide gebunden ist und besten Ranb schmalen Banbeinfaß zeigt. Die kleine, eckige Schute (unten rechts) aus hochglänzenbem grobem K u n ft st r o h hat einen flachen, kleinen Samtkopf unb wirb mit einer Samtfchleife unterm Kinn gehalten. H. Die Frühjahrsmode. Das besondere Charakteristikum der Frühjahrs- unb Sommermode ih das Verschwinden des Glockenrocks zu Gunsten der glatten schlanken Linie. Beliebt ist noch immer ber sportliche Schnitt Bei diesen Kleidern wird als Neuerung der blusige Charakter mehr, die Taille weniger als bisher betont Sehr gepflegt wird das sog „Ganztags- kleid", das geschafft wird für berufstätige Frauen, denen keine Zeit bleibt, vor dem Besuch einer Veranstaltung das Kleid zu wechseln Die Grundiorm wird daher schlicht gehalten, aber durch interessante Farbenzusammenstellungen oder der Verwendung handwerklicher Modekunst — Wildlederapplikationen, plastisch aufgesetzte Stofsranken, Blütenapplikationen aus Buntdruckkrepp auch für den festlichen Gebrauch passend gemacht Ein weiterer Modeliebling ist das Kasakkleid, bas in zwei Farben gehalten ist. Eine Machart, die sich besonders für Umarbeitung aus älteren Kleidern eignet Der in ber Wintermobe so beliebte „Fledermausärmel" ist geblieben, allerdings mit der Abwandlung, daß er nicht mehr angeschnitten, sondern eingesetzt wirb. Für die warmen Tage ist der Buntdruct das beliebteste Material. Große Blumen, kleine Blümchen, bunte Ornamente, Schiffchen u. dgl. tragen diese Sommerstoffe zur <5d)au. Die Kleider mit reicher oder origineller Musterung werden in der Machart schlicht gehalten, damit sie recht zur Geltung kommt: schmale Fältchen über ber Hüfte, ein wenig Plissee-Einsatz in ber Dorderbahn usw geben biefen Kleidchen bie nötige Schreitmcite. Als Taillenschmuck werben vielfach Tuffs aus ben ausgeschnittenen Blüten bes Stoffs gearbeitet, bie als bunter ober auch einfarbiger Strauß an ber Schul« ter ober am Taillenschluß angeheftet werden und den Eindruck lebender Buketts Hervorrufen. Spitzen st offe werden vielfach für elegante Nachmittagskleider verarbeitet, sei es als Auflage auf Stoff ober Transparent. Auch Spitzenjacken zu Seibenkleibern sieht man viel. Eine weitere Verwendung findet Spitze, die in einzelne Motive zerschnitten als Garnierung angebracht wird. Tief herabreichende seidene Taillen in schwarz ober farbig werben oft durch bicht angekrauste Röcke aus Plauener Spitze ergänzt. Als befonbere Strumpfneuheiten treten für ben rechten unb den linken Fuß formgerecht gewirkte Strümpfe auf und tatsächlich laufmöschen- freie Kettenstuhlstrümpfe, die ihre von allen Frauen feit Jahren ersehnte Eigenschaft einer ganz eigenartigen Fadenverschlingung beim Wirkvorgang verdanken. Heute sonnen wir die Beiten! Wenn die Sonne heiter vom Himmel lacht, dann lacht auch bas Herz ber Hausfrau, weil sie nun ihre Betten sonnen und ordentlich rom Winterstaub befreien kann. Die Betten in die schöne Sonne hängen, dann mit dem Klopfer den Staub heraus« klopfen, da sollen wohl bie Betten sauber unb staubfrei werben. Ob biefe Behandlung aber den Betten wirklich gut tut? Ob sie wohl den Febern und dem Jnlettstoff bekommen wird? Nein, bestimmt nicht! Und wenn die Sonne noch so lacht, sie soll nicht prall auf die Federbetten scheinen unb ben Ausklopfer benutzen wir bestimmt nicht. Die Feberbetten wollen wir bei warmem Wetter an eine luftige Stelle im Freien bringen, ober mir sonnen s i e nicht. Die Sonne, die jetzt schon bei klarem Wetter recht warme Strahlen senden kann, tut weder den Federn, noch dem Inlett gut. Die natürlichen Federchen, mit denen wir die Kisten füllen, besitzen einen bestimmten Gehalt an Fett, namentlich am Kiel, unb dieses Fett schmilzt bei zu großer Wärme, bie Feberchen Humpen sich zusammen unb werden schlecht. Wir wollen doch aber die Febern so leicht unb luftig wie nur möglich, weil fie bann 'hren Zwecken erst richtig genügen können. Also gehören die Federbetten nicht in die pralle Sonne. Aber auch ber Jnlettstoff soll nicht zu starker Wärme ausgefetzt werben, benn bamit er so wenig wie nur möglich durchlässig auch für bie kleinsten Fläumchen der Federn wird, wachst man ihn bei seiner Herstellung leicht ein, unb biefe feine, so wertvolle Wachsschicht würbe natürlich unter zu großer Sonnenwärme schmelzen unb bas^JnlStt undicht unb sogar schlecht werben. Wir legen daher bie Betten über Stangen ober auf bie Balkonbrüstung: auch können wir sie auf bie Leine hängen, müssen aber barauf achten, baß sie sorgfältig befestigt werben, bamit die Ecken nicht einreißen. Dann dehnen sich die Federchen in ber* Luft orbentlich auf. Warum sollen wir bie Feberbetten nicht mit bem Klopfer behandeln? Die Feberchen werben daburch zerbrochen, klumpen zusammen unb verlieren ihre luftige Schönheit, wärmen auch nicht mehr so gut. Aber, meint mancher, der Staub bleibt ja bann boch brin. Da könnte boch ber Staubsauger auch helfen, ich fauae bie Kisten einfach ab Das ift fein guter Gedanke, wir lassen ben Staubfauaer nicht Mitarbeiten, benn durch die saugende Kraft dieses Gerätes werden feine Federchen durch das Inlett gezogen und machen dieses durchlässig und schlecht Wenn wir die Betten gut gelüftet und aufgeschüttelt haben, wird das Inlett nur mit einer weichen Bürste abgebürstet. V. A. 1 Mehl unb „Batfin" werben gemischt unb auf ein Backbrett (Tischplatte) gesiebt. 3n bie Mitte wirb eine Vertiefung eingebrückt, Zucker, Gewürze unb Flüssigkeit werben hineingegeben unb mit einem Teil bes Mehls zu einem dicken Brei verarbeitet. Darauf gibt man bas in Stüde geschnittene, kalte Zett, bedeckt es mit Mehl, drückt alles zu einem Klofj zusammen unb verknetet von der Mitte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig. Sollte er Heben, gibt man noch etwas Mehl hinzu. Der Teig wirb dünn ausgerollt, mit beliebigen Formen ausgestochen, mit Milch bestrichen und mit Zucker bestteut. (Die Plätzchen können auch mit Korinthen ober Zittonatstückchen verziert werden.) Man legt sie auf ein gefettetes Backblech unb läßt sie goldgelb werben. Vackzeit: Etwa 10 Minuten bei starker Hitze. Bitte Teig: Zum Bestreichen: Etwas enttahmte Zrischmllch. Zum Bestreuen: Etwas Zucker. 250 g Weizenmehl, 6 g (2 gestr. Teel.) Dr. Getter „Badm", 75 g Zucker, 1 Päckchen Dr. Getter Vanillinzucker, % Fläschchen Dr. Getter Hum «Aroma, 5 Eßl. enttahmte Zrischmllch ober wasser, 25 g Margarine, Butter ober Schweineschmalz. —. seil 50 Jahren bewährt! D r. Oetker Backpulver Aus der Stadl Gießen. Die eigene Scholle. Es ist ein wenig übertrieben, von der eigenen Scholle zu reden, wenn es sich nur um ein Stückchen Gartenland handelt, das einem außerdem nur flachtweise gehört. Aber für Schulzes bedeutet es D»iel wie bie eigene Scholle, seit sie nun nicht mehr allein besuchsweise bei einem Bekannten in Berührung mit der Gartenerde kämmen. Jetzt ist es ihr eigenes Fleckchen Erde, das sie täglich bearbeiten und dessen Erträgnissen sie voll Hoffnung entgegen* blicken. Es vergeht kein Tag, an dem nicht mit Ernst und Siebe davon gesprochen wird, ja, es läßt sich ohne Uebertreibung sagen, daß mit diesem Stückchen Gartenland das Famllienleben einen neuen Inhalt bekommen hat. Zuerst war es ein wüster Fleck am Stadtrand, auf dem im Sommer bas Unkraut prächtig gedieh. Als Bauland harrte es seiner Bestimmung, und da es keine großen Ausmaße hatte, blieb es zunächst liegen. Brachland ist aber in dieser Zeit regelrecht Vergeudung, weshalb eines Tages der wüste Fleck zum Gegenstand ernsthafter Besprechungen wurde. So kam es, daß Dater Schulze plötzlich mit der Mitteilung nach Hause kam, er habe einen Garten verdunkelungszeit 8. Mai von 21.00 bis 5.38 Uhr. gepachtet. Einen Garten, einen richtigen Garten, wollten die Kinder wissen. Und die Frau fragte voll verhaltener Freude: „Ist es wirklich ein Garten, Vater?" Schulze nickte vergnügt dazu, meinte dann allerdings, es sei noch kein richtiger Garten, er stehe aber dafür ein, daß es bald einer werde. „Und ein Schmuckstück wird er, darauf könnt ihr euch verlassen", setzte er nachdrücklich hinzu. Man muh sagen, daß Vater Schulze nicht nur seinen Worten Nachdruck verlieh. Er ging mit Feuereifer daran, den Boden umzugraben, wobei ihm der Aelteste eine gute Hilfe war. Nach kurzer Zeit hatte der wüste Fleck bereits ein ganz anderes Aussehen. Dann wurden Unterteilungen vorgenommen, Wege angelegt und Umzäunungen geschallen. Tag für Tag begab sich Vater Schulze nach Fabrik- fchluß au seinem Garten, und abends stellte er zu Hause Überlegungen an, in welcher Weise das neu gewonnene Erdreich zu bestellen sei. Kartoffeln kamen natürlich in Frage und außerdem Bohnen. Mutter Schulze wollte auch einige Erdbeeren. Dann sollte es noch Salat geben, Kohl und selbstverständlich auch Küchenkräuter. Es war der reine Genuß, diele Beratungen zu führen. Seit kurzem hat die Bestellung begonnen. Man kann Vater Schulze abends mit Bedächtigkeit auf dem Gartenland wirken sehen. Am letzten Sonntag war sogar die ganze Familie dort, um Hand anzulegen. Froher Eifer strahlle von allen Gesichtern, als habe ihnen die Berührung mit der Erde einen Schuß neue Lebenskraft zugeführt. Ist es da ein Wunder, daß sie bas Stückchen Erde mit Stolz als ihre eigene Scholle ansehen? H. W. Sch. Die Heil- und Teekräuterbeschaffung 1941 im Gau Hessen-Nassau. Die Reichsarbeitsgemeinschaft für Hellpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung RfH., Gauabteilung Hessen-Naifau und Kurhessen, als beauftragte Außenstelle des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau, gibt nachfolgend eine Liste derjenigen Pflanzen und Pflanzentelle bekannt, deren Sammlung aus wildwachsenden Beständen im Interesse der planmäßigen Bedarfsdeckung in erster Linie von Wichtigkeit ist. Es soll damit eine Zersplitterung des Einsames und zugleich Enttäuschungen der Sammler vermieden werden. Don den maßgeblichen Regierungs- unb Parteistellen, wie der Gaue Hessen-Nassau unb Kurhessen, finb für bie Sammelaktion im Einvernehmen mit oer Reichsleitung unb ber Gauabteilung RfH. alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen, wie auch der Einsatz der ber RfH. zur Verfügung stehenden Sammler aus Schule und HI. eindeutig geregelt ist. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger hat, wie im Vorjahr, der Aktion seine besondere Unterstützung geliehen. Die H3. ist maßgeblich eingeschaltet. Ein Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 13. Februar 1941 im Einvernehmen mit der Reichsjugendführung regelt den Einsatz so, daß Schule und HI. festum- riffene Ausgaben gestellt sind. Danach ist die Hitler- Jugend allein verantwortlich und zuständig für die Sammlung der deutschen Ernte an: 1. Lindenblüten, 2. Roßkastanien, 3. an drei verschiedenen Tee- und Heilkräutern. Dies sind für den Gau Hessen-Nassau: a) Spitzwegerich, b) Zinnkraut, c) Weitzkleeblüten. Den Einsatz der HI. im Gau regelt in Verbindung mit dem Gausachbearbeiter RfH. die Gesundheitsabteilung des Gebietes unter Leitung des Gebietsarztes. In den Kreisen erfolgt dke Durchführung in der gleichen Form in enger Zusammenarbeit zwischen HJ.-Bannen bzw. IM.-Untergauen unb den Kreissachbearbeitern der RfH., die durch Erlaß des Gauleiters vom 8. Mai 1940 Ru. 67/40 zu Beauftragten der Kreisleiter NSDAP, ernannt wurden und diesem für die Durchführung und zentrale planmäßige Steuerung der Arbeit verantwortlich sind. Lin Erlaß des (Bauleiters führt zu planvoller Intensivierung. Der Gauleiter hat in einem neuen Erlaß bie Bildung von Kreisarbeitsausschüssen veranlaßt, in denen alle irgendwie an ber Heilpflanzenfrage interessierten Stellen zusammengefaßt finb. Einer weiteren planvollen Intensivierung ber Arbeit in den Kreisen ist damit die beste Grundlage gegeben. Das Aufgabengebiet ber bisher ausschlaggebend an der Sammlung beteiligten Schulen ist arten- unb mengenmäßig, entsprechend ber besseren Voraussetzungen unb bisherigen außergewöhnlich guten Leistungen wesentlich größer. Es beteiligen sich nicht nur, wie bisher, bie Volksschulen, sondern auch bie Höheren Schulen. Sie sammeln im ganzen Gaugebiet bie nachstehend genannten Pflanzen unb Pflanzenteile unb finb bafür verantwortlich unb zu- ftänbig: Brombeerblätter, Himbeerblätter, Erbbeer- blätter, Hirtentäschelkraut, Holunberblüten, Johanniskraut, Vogelknöterichkraut, Schafgarbenkraut, Schafgarbenblüten, Schafgarbenblötter, Rainfarn- blüten, Rainfarnblätter, Holunderblätter, Taubnessel- kraut, Taubnesselblüten. Der erteilt einschlägige Auskunft? Die Reihenfolge gibt ungefähr die Größe des Bedarfs an, d. h. je weiter unten eine Droge steht, desto geringere Mengen werben benötigt Die drei erstgenannten Hausteekräuter werden in besonders großen Mengen getrocknet, aber auch teilweise frisch benötigt. Auskünfte darüber erteilen die Kreissachbearbeiter RfH., deren Anschriften bei den Kreisleitungen erfragt werden können. Außer den obengenannten Arten, die mit seltenen Ausnahmen als allgemein in unserem Gau vorkommend angesprochen werden können, sammeln die Schulen je nach Verbreitung nur in den jeweils in Frage kommenden Kreisen noch bie nachstehenden Arten. Die Sammlung der zuerst genannten Früh- jahrsblüher ist schon im Gange bzw. zum Teil abgeschlossen: Huflattich b l ü t e n , Schlüsselblumenblüten mit Kelch, Schlehenblüten, Weißdornblüten, Besenginsterblüten, Waldmeisterkraut, Dostenkraut, Erdrauchkraut, Fingerhut blätter, Tollkirsch blätter, Heidekrautblüten, Huflattich b I ä t t e r, Klatschmohnblütenblätter, Quendelkraut, Lindenblätter, Siefmütterchenkraut, Spierstaudenblüten, Schöllkraut. In welchen Kreisen und in welchen Mengen diese Arten gesammelt werden sollen, bestimmt auf Grund ber Kartierung über bie jeweiligen Pflanzenvorkommen und der Kontingentierung die Gauabteilung RfH. Hessen-Nassau im Einvernehmen mit den zuständigen Kreissachbearbeitern RfH. In den Kreisen können letztere allein zuverlässig und verantwortlich über die Sammelmöglichkeiten und -Notwendigkeiten Auskunft geben. Sie geben Sammelvorschriften und Merkblätter in bie Hanb unb bestimmen bie Som- melstelle, wo das getrocknete Erntegut abgeliefert werden muß. planvoll sammeln, aber nicht Raubbau treiben! Die Gauabteilung empfiehlt, andere Pflanzenarten und Mengen, als sie von ihr und den Kreissachbearbeitern bekanntgegeben werden, nicht zu sammeln, da sie nur so eine Verantwortung für eine planvolle Bedarfsdeckung und den ordnungsgemäßen Absatz ber Ernte unb weitestgehenbe Gewähr für eine sinnvolle Nutzung unserer Wilbbestänbe an Heilkräutern übernehmen kann, die ohne zu weitgehende Eingriffe ober gar Raubbau zu betreiben, eine alljährliche Ernte erlaubt. Die Kreissachbearbeiter geben vielfach bie in ihren Kreisen sammelwich- tiqen Art^n unb allenfalls erforberlidie weitere Richtlinien im Einvernehmen mit den Kreispresseämtern öffentlich bekannt. In Zweifelsfällen erteilt Auskunft der Gausachbearbeiter Hessen-Nassau und Kurhessen, Apotheker W. Ripperger, zugleich Beauftragter der zuständigen Gauämter für Volksgesundheit. Anschrift: Ffm.-Höchst, Postfach 4. Dornotizen. Tageskaleuber für Donnerstag. NSG „Kraft durch Freude": Zugunsten der NSV. um 19 Uhr auf Oswaldsgarten Camillio-Mayer- H2chfeiltruppe mit Riefen-Todesfahrt von dem Turm der Stadtkirche nach dem Horst-Wesfel-Wall. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die schwedische Nachtigall". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: hinter Haremsgittern. H5-6eineWft M Kraft öntOeiiöe Achtung! Sportamt Äb$. Achtung! „Fröhliche Gymnastik unb Spiele“ 20 bis 21 Uhr, Schillerschule, fällt heute aus! 2114V Sendet keine ver verbuchen Lebensmittel ins Reib. Immer wieder werden Feldpostsenbungen mit leickt verderblichen Lebensrnitteln ins Feld versandt, die selbst bei guter Verpackung infolge längerer Beförderungsdauer ober klimatischer Einflüsse verdorben zu den Empfängern gelangen. Die Deutsche Reichspost bittet daher wiederholl alle Absender, besonders in der jetzt beginnenden wärmeren Jahreszeit und auch mit Rücksicht auf bie hohen Temperaturen, bie auf den südlichen Kriegsschauplätzen — wie Griechenland und Afrika — herrschen, von der Versenduvg leicht verderblicher Lebensmittel gemäß der Parole .Kampf dem Verderb" abzusehen, zumal bei der guten und ausreichenden Verpflegung unserer im Felde stehenden Soldaten die Versendung von Lebensmitteln auch durchaus entbehrlich ist. Neuregelung der FifchkonserveN'Verteilung. Wie bas Lanbesemährungsamt mitteilt, wurden bei der in Gang befindlichen Fischkonservenverteilung verschiedene Dersorgungsberechtigte bisher nicht beliefert, weil sie nicht mehr im Besitze des Stamm- ubschnittes ber Nährmittelkarte für bie 19. Zutei- lungsperiobe sinb, worauf die Anmeldung zum Fischkonservenbezug seinerzell erfolgte. In einzelnen Fallen mußte die Belieferung auch deshalb unterbleiben, well verschiedene Einzelhändler bet Ent- gegennnahrne ber Anmeldungen die Abschnitte ber I-K.-Karten fälschlicherweise zurückgewiesen haben. Die aus diesen Gründen bisher nicht belieferten Dersorgunqsberechtigten können nunmehr gegen Abtrennung des Abschnittes N 26 der Nährmittelkarte für die 22. Zuteilungsperiode die Fischkonserven bei den einschlägigen Geschäften in Empfang nehmen. Da die Fischkonservenoerteilung bis zum 15. 5. 41 als abgeschlossen betrachtet werden muß, ist bie Verteilung zu beschleunigen. Meister-Hausfrauen. gfs. Ieber Beruf verlangt eine Lehrzeit, lieber- all ba, wo ber Mensch etwas Vollwertiges leisten soll gibt man ihm erst Gelegenheit, von Grund aus zu lernen. Und wir Frauen? Es wird einfach als selbstverständlich vorausgesetzt, daß wir die Haushaltsführung beherrschen. Wie oft das aber ein Fehlschluß ist, zeigen bie vielen Ehen, wo weder Geld, noch bie Zeit, noch bie Arbeit richtig eingeteilt wird unb darum nie Ordnung und Harmonie herrscht. Die Abteilung Volkswirtschaft — Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerkes läßt deshalb Meister. Hausfrauen ausbilben. Frauen, die Luft und Liebe dazu haben, werden während 2 Jahren wöchentlich von der technischen Lehrerin Frll Otto in der Handels- und Gewerbebank Gießen. Arn gestrigen Mittwochabend hiell bie Handelsund Gewerbebank e. G. m. b. H. Gießen unter Leitung ihres Aufsichtsratsoorsitzenden, Amtsgericht,rat Gros, ihre 82. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende mies auf die großen Ereignisse des abgelaufenen Jahres hin und stellte bie günstige Entwicklung der Genossenschaft fest. Er hob die Leistungen der Gefolgschaft hervor unb dankte derselben für ihre Arbeit. Direktor Arnold erstattete den Geschäftsbericht. Die Bank hat ausweislich ber oorliegenben Zahlen auch in dem abgelaufen-en Jahr erfolgreich gearbeitet. Die Bilanzsumme stieg um 26,6 v. H. von 4 976 568 RM. auf 6 297 918 RM. Die Umsätze haben eine leichte Abschwächung erfahren. Der Jahresumsatz betrug auf einer Seite bes Hauptbuches 110 452 778,35 RM. Die fremden Gelder erhöhten sich von 4118 987.49 RM. auf 5 402 741,56 RM., darunter Spareinlagen und Festgelber 2 959 013 RM. und Einlagen in laufender Rechnung 2 443 727 RM. Das Kreditgeschäft und besonders das Wechselgeschäft waren rückläufig. An neuen Krediten wurden 540 000 RM. der Kundschaft zur Verfügung gestellt. Die Gesamtsumme der Ausleihungen einschließlich Ge^chästswechsel ging von 2 833 673 RM. auf 2 278 944 RM. zurück. Die Diskontwechsel erfuhren eine Abnahme um 176 485 RM. Es wurden 2160 Stück (5179) im Gesamtbeträge von 1060 877 (2153 898) RM. angekaust. An fremden Schecks wurden in 1940 31 103 Stück im Gesamtbeträge von 10 064841 RM. zum Einzug Here in genommen. Das Wertpapiergeschäft war lebhaft. Die Wertpapieranlage hat fick von 557 083 auf 1 509 847 RM. erhöht. Die Zaylungsbereitschaft war außerordentlich groß. Die flüssigen Mittel beliefen sich auf 32 420053 RM. (Kasse, Reichsbank, Postscheckguthaben 172 110 RM., kurzfristige Bankguthaben 1377 278 RM., Wertpapiere 1 509 847 RM., Handelswechsel 182 816 RM.) Sie deckten die täglich fälligen Verbindlichkeiten mit 132 v. H. Der Mitgliederbestand ist fast unverändert 1099 (1106). Die Geschäftsguthaben der Mitglieder betrugen am Iahresschluß 460 451 RM. (454 672 RM.). Der Reingewinn beläuft sich auf 36 891,26 RM. (36 510,73) nach ausreichenden Rückstellungen und Abschreibungen. Es wurde beschlossen, wiederum 5% v. H. Dividende an die Genossen zu verteilen, die gesetzliche Reserve durch Zuweisung von 9946 auf 220 000 RM. zu erhöhen und die restlichen 3678,36 RM. auf neue Rechnung vorzutragen. Jahresrechnung und Bilanz wurden genehmigt. Anschließend berichtete Amtsgerichtsrat Gros über die Revision ber Bank burch ben Depot- und Derbandsprüfer, welche zu Beanfwndungen keine Veranlassung gab. Die aus dem Aufsichtsrat statutengemäß ausscheidenden Herren Blum, Gros, Jung und ßoeber wurden wiedergewähll. Neu in den Aufsichtsrat gewähll wurde Archllekt Ernst Schmidt. Alicenschule einen Nachmittag unterrichtet. Diese Frauen sollen künftig bei ber Preisüberwachung und Preisgestaltung zugezogen werden. Außerdem sollen sie später Kurzkurse und Beratungsstellen übernehmen, und vor allem freut sich die NS.- Frauenschaft, wenn sie solch tüchtige Abteilungsleiterinnen für ihre Abteilung Volkswirtschaft — Hauswirtschaft bekommt. Wer Luft hat, Meister" Hausfrau zu werden, melde sich umgehend bei der Kreisgeschästsstelle der NS-Frauenschaft, Gießen, Frankfurter Straße L Heute Hochseil-Gensationen in Gießen Die Camilio-Mayer-Hochseillruppe wird am heutigen Donnerstag abend ihr angekündigtes Gastspiel mit einer Reihe von artistischen Leistungen auf dem Hochseil, die man in unserer Stadt bisher noch nicht gesehen hat, auf Oswaldsgarten geben. Mitglieder dieser Artistengemeinschaft werden auf dem 20 Meter hohen Turmseil, dem 25 Meter hohen Einmann-Reck und auf dem 42 Meier hohen schwankenden Stahlmast bet ihrer künstlerischen Arbeit zu sehen fein. Die Gipfelleistung wird in der Abfahrt einer siebzehnjährigen Artistin im „Genickhang" an einem Drahtseil vorn Turm der Stadtkirche bis zum Horst-Wessel-Wall über die Dächer und Straßen hinweg bestehen. Ein Teil des (Ein» trittserlöfes wird der NSV. für ihr Wirken zur Verfügung gestellt werden. Gießener wochenmarklpreife.--- Nachstehende Preise sind Händlerpreise unb verstehen sich für A‘5öare Für 6>Ware ober abfallende War« luroie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger • Gießen, 8. Mai. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 46, gelbe Rüben, % kg 15, rote Rüben 10, Spinat 9 bis 15, Zwiebeln 18, Meerrettich 40 bis 60, Rhabarber 15, Lauch 24. Sellerie 21. Salat, bas Stück 28 Rpf. Leistungssingen des Sängerkreises Gießen. Am 2 5. M a i wird der Sängerkreis 3 (Gießen) ein Leistungssingen unter Leitung des Sängerkreis- führers Müller und des Kreischormeisters Blaß veranstalten, an dem sich eine große Anzahl Gr- sanavereine des Sängerkreises Gießen beteiligen werden. Die Veranstaltung wird vorausfichttich in Watzenborn-Steinberg ftattsinden. Die Dereme werden selbst ausgewählte Chöre und Cie. der zum Vortrag bringen unb in ihren Leistungen von zwei Gesangsrichtern bewertet werden. Es ist erfreulich, daß unsere Gesangvereine auch in der Kriegszeit mit allen Kräften bemüht sind, den Uebungsbetrieb in ben Singstunden soweit wie nur irgend möglich fortzusetzen und dadurch zur Pflege Des deutschen Liedes auch in der gegenwärtigen Zeit ihren Anteil beizutragen. Ferner ist es begrüßenswert, daß die Gesangvereine in ihrem tatfrohen Dienst für hohe Ideale auch an jedem Sonntag durch einen oder mehrere Vereine des Sängerkreises den Verwundeten in den Lazaretten Gesangskonzerte barbieten, die für die Hörer stets ein besonderes Erleben finb. Daß bei diesen Gelegenheiten bie Sänger ben verwundeten ober kranken Kameraben von der Wehrmacht durch die Uederreichung von Liebesgaben noch eine weitere Freude bereiten, stellt ihren Kameradschafts- und Gemeinschaftssinn unter Beweis und verdient alle Anerkennung. * * Vom Deutschen Frauenwerk. In der Beratungsstelle des Deutschen Frauenwerks, Lindenplatz 11, finden jetzt laufend Kurz-Koch- und Dack- kurse statt. Anmeldungen werden in der Beratungsstelle entgegengenommen. * * I m Dienst tödlich verunglückt. Am gestrigen Mittwoch nachmittag verunglückte der 30 Jahre alte Hilfslokomotivheizer Emst Schwarz gus Kappel bei Marburg in Ausübung feines Dienstes in Gießen fo schwer, baß der Tod bes bt* dauernswerten Mannes auf ber Stelle eintrat Abschied von Carl Linck. 8 Schotten, 7. Mai. Unter großer Anteilnahme wurde gestern der hier verstorbene Lehrer i. R. Carl Linck zu Grabe getragen. Dekan Widmann würdigte in seiner tief empfundenen Grabrede bie großen, unvergänglichen Verdienste bes Heimgegangenen um ben Vogelsberg. Die Gemeinde Rudingshain, in ber Linck über 44 Jahre als Lehrer tätig war, ber borkige Kirchenvorstand, ber Gesangverein und Kriegeroerein widmeten dem Verstorbenen ehrenvolle Worte des Dankes. Ebenso gedachten die hiesige Molkereigenossenschaft Hohe- rodskopf unb bie Vogelsberger Volksbank, deren Gründer er war, der Gesamtvorstand des DHT. sowie zahlreiche Zweigvereine, wie Schotten, Frankfurt, Friedberg, Gießen, Alsfeld, Lauterbach u. a. m. mit einem warmen Nachruf ber bleibenben Verdienste, die Carl Linck sich erworben hat. Das Andenken an diesen kernhaften Vogelsberger wird allezeit hier wachgehalten werden. Schwerer Sturz vom Pferd. * Alsfeld, 7. Mai. Heute nachmittag stürzte der noch im jugendlichen Alter stehende Sohn des hiesigen Einwohners Wilhelm S t e i h so unglücklich von einem Pferd, daß er mit einem schweren Schädelbruch nach Gießen in die Chirurgische Klinik eingeliefert werden mußte. Dort liegt der bedauernswerte Jung» bewußtlos in sehr ernstem Zustand darnieder. kreis Bübingen. • Schotten, 7. Mai. Zur Zeit findet wieder ein Ausbilbungslehrgang für Waldarbeiterlehrlinge an ber hiesigm Försterschule statt, an dem sich über 30 Lehrlinge beteiligen. Forstmeister Ritter, ber seither das Forstamt und die Schule leitete, wurde nach dem Osten versetzt, Forstmeister Kü- n a n z versieht die Stellen vertretungsweise. (5cftwert>er6recf)er ausae^ rochen. Lpd. Mainz, 7. Mai. Wie die Kriminalpolizei mitteilt, ist in der letzten Nacht der UnterfuMngs- gefangene, Schwerverbrecher Johann Specht, aus dem Städtischen Krankenhaus, wo er vorübergehend untergebracht mar, ausgebrochen. Speckst ist am 1. April 1900 in Worms geboren, 1,65 Meter groß und untersetzt, hat ein blasses, volles Gesicht, blonde Haare (Glatze), große, abstehende Ohren, lückenhafte Zähne und ist bartlos. Der kleine F nger der linken Hand ist kürzer als der andere. Specht trägt eine Brille unb gestreifte Anstaltskleidung. Wer den Verbrecher antrifft, hat ihn fest ruhalten und die nächste Polizeidienststelle zu benachrichtigM. G A -Sport. vfB.-Relchsbahn In Hanau. Einer Einladung der Reichsbahn-Sportgemeinde Hanau folgend, trug ber VfB -Reichsbahn Gießen in Hanau ein Freundschaftssp'.el aus, das 2:5 für Hanau endete. Hanau stellte eine gut eingespielte Mannschaft, in der kein Versager war. Der Tormann leistete ganze Arbeit, er mußte sich in der ersten Halbzeit einmal geschlagen bekennen. Die Verteidiger waren ballsicher und wehrten mit schnellen Abschlägen die oorgetragenen Angriffe ab. Die Läuferreihe sorgte für schnelles und genaues Zuspiel. Die Stärke der Mannschaft war der Siu'm, der immer wieder mit gut vorgetragenen Angriffen die Hintermannschast des VfB. zu vollstem Einsatz zwang. Die Gießener tratest die Reise nur mit 10 Mann an unb mußten noch mit Ersatz spielen. Die ersatzgeschwächte Mannschaft führte trotzdem ein schönes Spiel vor unb konnte zeitweise sehr gefährlich werden. Hanau stellte Gießen einens Spieler zur Verfügung, ber wenigstens das Mannschatts» gefüge vervollständigte. Durch Umstellung der Mannschaft hatten die Grün-Weißen vorerst bart zu verteidigen, bis sich die Mannschaft ein:germafcen gefunden hatte, und so konnte sie das Spiel offen gestalten, ja zeitweise sehr gefährliche Momente für die Hanauer Hintermannschast herausarbeiten. Die ersten zwanzig Minuten hatte es den Anschein, daß die Hanauer die Gießener überfahren mürben. Die Hintermannschaft unb die Läuferreihe hielten aber dem Ansturm staub. Gießeu-Kleiu-Liuben 3gb. — Heuchelheim 3gb. 5L. Beide Mannschaften zeigten ein schönes unb schnelles Spiel. Heuchelheim mußte bis zur Halb- zeit dreimal ben Ball aus bem Netz holen, während es selbst nur einmal einen Erfolg hatte. Nach ber Pause konnte Klein-Linden ein viertes Tor für sich verbuchen, muhte aber dann hinnehmen, daß die körperlich ausgeglichenere und ausdauerndere Mannschaft der Gäste bis 4:4 aufholen konnte. Noch einmal gina Klein-Linden in Führung, aber kurz vor Schlußpfiff erzielten die Gäste durch einen Elfmeter den Ausgleich. Klein-Lindens Schülermannschaft trat zum ersten Mal mit einem Freundschaftsspiel gegen die Heuchelheimer Schüler an die Öffentlichkeit und konnte infolge stärkeren Kampfeinsatzes das Spiel mit 2:0 (0:0) für sich entscheiden. Allenborf (Lohn) 1.3gb. — Annerod 1. 3gb. 6:0. Am vergangenen Sonntag war bie Jugend- Mannschaft von Annerod in Aliendorf zu Gast. Beide Mannschaften zeigten einen spannenden Kampf. Obwohl der Sieg der Gastgeber schon in ber ersten Hälfte feststanb, drängten bie Gäste zu Beginn der zweiten Halbzeit stark, konnten aber durch einiges Pech zu feinem Erfolg kommen unb mußten den B^ll noch dreimal aus bem N"tz holen. Das Spiel verlief in einem burchaus fairen Rahmen. Ein »ßayev • Arzneimittel ist jin Heilmittel aus den weltberühmten • ßayet« - Forschungsstätten. Tausende von Ärzten verordnen Arzneimittel und erzielen damit glänzendeErtolge. Jede .Arzneimittelpackung ist kenntlich am - Kreuz. r a > BAYER V E )