Samstag. 8.' Sonntag. 9 Mar; Ml — E A samstag. Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Schrlftlettvng und GeschäftrsteNr: Oietzen. Zchvljtratze 7-9 und n der Gendarmerieleutnant in fließendem Deutsch: Wenn Sie kein Französisch können, dann wer- e n mir eben deutsch reden, aber flämisch imid) tf da- v luchn x lchen Gebäud «zeisprachigen i form der de ftähkn üb-"-" mn« essen, rbmg sagt: nicht ■ in 5-km. Nick, ößntk nativ, ström Ste* weisenden Worte aussprach, war der der Militär- : erwaltungschefs, des Regierungspräsidenten Dr. Reeder in Brüssel; der Saal, in dem sie ausgesprochen wurden, ein Festsaal im belgischen Parla- nentsgebäude; die Personen, vor denen sie gebrochen wurden, waren die flämischen und die wal- dmschen Kulturräte, die feierlich in ihr neues 'Imt einqeführt wurden. Nicht so sehr in der Neube» Atzung dieser Aemter als vielmehr darin lag die Jedeutuna dieser feierlichen Sitzung, daß die Aemter t er flämischen und der wallonischen Kulturräte von nun an 3u wirklich einflußreichen und verantwortlichen Stellen w"rden sollten, weil gerade im Kulturellen der völkische Gedanke an die Stelle des Liberalen treten soll. Will man ein Bild von den heute sichtbaren Wirkungen der deutschen Kulturarbeit in Belgien erhallen. so müßte man einerseits die unmittelbar mit der Zesatzuna zusammenhängenden gegenwärtigen von t en auf Dauer angelegten Einrichtungen unterscheiden und kann das andererseits doch nicht; denn auch Heute müssen auch Belgier zugeben, daß sie eben aus dieser Quelle eine Unmenge von Lügen empfangen haben und über Deutschland ein völlig schiefes Bild erhielten. Sie waren falsch unterrichtet, wenn sie glaubten, die deutsche Armee könne den polnischen und den norwegischen Sieg im Westen nicht wiederholen; sie waren falsch unterrichtet, wenn sie auf das dumme Emigrantengeschwätz hörten, im Falle eines Krieges werde in Deutschland eine Revolution ausbrechen und das „Regime" gestürzt werden; sie waren falsch unterrichtet über das, was in Deutschland auf sozialem Gebiet geleistet und zur Zufriedenheit der Massen geändert war. Heute haben die Belgier Möglichkeiten, Versäumtes nachzuholen. Reisen in und durch das Reich von belgischen Künstlern, Schriftstellern, Journalisten wurden wiederholt veranstaltet. Nicht nur um die deutschen Sprachkenntnisse zu erweitern, sondern um von Deutschen Neues über Deutschland zu erfahren, wird die „Brüsseler Zeitung" heute von vielen Belgiern regelmäßig gelesen. Außer die- ot, ja Korn wert. llUNH käme ttoor* i ver> imkeit r vor kost, itom« rot#« oer« oorzu« il uni ahm, ior fit rot zu einer n von lerben. ichscnt herum Vrnck und Verlag: vrühlsche UntverMStrdruckereiL Lange eichz, > ein ■ am stroz i)Unn h'bok gin8 her, Uni. brach ins i der lann. Der. sonliche Botschaft des Präsidenten Roosevelt an den Prinzregenten Paul entgegenzunehmen. Dem Gesandten Fotic wurde dabei von Sumner Welles in erregtem Tone mitgeteilt, der amerikanische Präsident wünsche dem Prinzregenten und seiner Regierung noch einmal energisch zur Kenntnis zu bringen, daß seiner Auffassung nach allen weiteren Erfolgen der Achsen- Mächte, und sei es auch nur auf diplomatischem Gebiet ein Ende bereitet werden müsse. Der amerikanische Präsident ließ ferner wissen, daß das geaenwärtig im Kongreß vorliegende und nach Abrede mit den wichtiosten Senatoren der Annahme, sichere Enalandhilfegeseß der Regierung der vereinigten Staaten die Möglichkeit gebe, die Neuordnung Europas mit allen Mitteln aufzuhallen. Die Vereiniaten Staaten würden in der tage sein, künftig allen europäischen fffestlandftaaten, die sich dieser Neuordnung entziehen wollten, wirksame Hilfe zu gewähren. Der Präsident habe dabei be- sonders den Dreierpaff im Auge, der von Sumner Welles in diesem Zrusammenhang als das aeniallle, für Großbritannien aber auch gefährlich sie diplomatische 3n ff turnen« der Achse bezeicbnef wurde. Unter- sfaafsiekrefär Welles beschwor beim Abschied den Geiavdfen Fofic, diese Bofschasf unverzüglich nach Belgrad durch'ugeben, wobei er ihm die vorzugsweise Abfertigung durch die Kabel- (Smtifa in Kairo. Stockholm, 7. März. (Europapreß.) Amtlich wird in London bestätigt, daß ein Zusammentreffen zwischen Außenminister Eden, Generalstabschef Dill, General Wavell und dem südafrikanischen Ministerpräsidenten Smuts in Kairo statt- gefunden habe. Smuts war am Dienstag dieser Woche in Nairobi eingetroffen und Donnerstag in Kairo zu den Besprechungen. Er hatte bereits im Dezember v. I. in Khartum eine Zusammenkunft mit Eden. M htL oesellschatten garantierte. Dieser Mitteilung soll vier Tage vorher, am 10 Februar, als erstmalig die Reifeabsichten der jugoslawischen Staatsmäner nach Berchtesgaden bekannt wurden, ein SchrittdesBelgrader amerikanischen Gesandten vorausgegangen sein, der sich ebenfalls auf drinaende Anweisung von Roosevelt ins Ministerpräsidium begab, um'dort bekanntzugeben, daß Roosevelt sich etwas anderes als den Endsieg Großbritanniens nicht vorstellen könne und alles tun werde, um diesen zu ermöglichen. Wie in politischen Kreisen Washingtons eraanzend bekannt wird, haben die ame'-ifkmischen Gesandten in den B-alkanhaupt- Budapest, 7. März. (DNB.) Der Budapester „Magyarsag", das größte und angesehenste ungarische Morgenblatt, veröffentlicht am Freitaa- morgen in arößter Aufmachung eine sentationelle Mitteilung, wonach in gewöhnlich gut unterrichteten politischen Kreisen Washingtons verlaute, daß Präsident Roosevelt am gleichen Tage, an dem sich Ministerpräsident Zwetkowitsch und Außenminister Cincar-Markowitsch beim Führer auf dem Obersalzberg befanden, der jugoslawischen Regierung ein Hilfsversprechen aufdrängen wollte. Am 14. Februar wurde der jugo fla- wifche Gesandte in Washington, 5ofic, durch einen drinnenden Telephonanruf unter vermeidungj jeglichen Aufsehens spät abends in die Privalwohnung des Unterstaalssekretärs Sumner Welles gerufen, um dort eine per- Mtilaaen: Tie Illustrierte GeßenerNamilienblätter Akimat miBild TieStbolle »Wnatv-Bezugsvreis: iifiit 4 Benagen RM. 1.95 Ame Illustrierte » 1.80 Ti'ieltgebühr. „ -.25 Ich bei 'Jiicbtertehernen wn einzelnen Hummern itifolne höherer Gewalt «rrnfvrrcbnitfrblub 2251 $mbianicbrift:„5lnaeiger" tyitfcberf 1l6fi«ftranff. M Englands Blockadedrohung schreckt nicht. (Sofia, 7. März. (Europapreß.) In bulgarischen Kreisen wird der Abbruch der Beziehungen Groß- britanniens zu Bulgarien kühl und mit Ruhe ausgenommen. Man deutet an, daß der Einfluß Englands auf dem Balkan ohnehin seit einiger Zeit völlig geschwunden sei. Der Schritt der briti- scheu Regierung könne an dieser Tatsache nichts ändern. Die Blockadedrohung von englischer Seite habe weder in Regierungskreisen, noch in der Bevölkerung irgendeinen Eindruck gemacht, weil Bulgariens Wirtschaft zu neunzig Prozent v o n d e r Uebersee-Einfuhr unabhängig sei. Es sei gelungen, an Stelle von ausländischen Rohstoffen heimische Rohstoffquellen in weitgehendem Maße zu mobilisieren. Außerdem zeige die seit zwei Jahrzehnten ausgebaute und immer mehr platzgreifende wirtschaftliche Zusammen- arbeit mit D eutschland gerade in diesen Tagen ihren Wert. Die Regierungsmehrheit des Sobranie hielt in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Fi- loff eine Sitzung ab, in der Außenminister Popo f f einen Bericht über die außenpolitische Lage nach dem Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt erstattete. Hierauf gab Kriegsminister D a s k a l o f f einen Bericht über den Stand der Armee. Die beiden Referate wurden mit großer Genugtuung und Einmütigkeit von den Abgeordneten ausgenommen. Es herrschte die Ueberzeugung, daß sich die bulgarische Außenpolitik auf dem richtigen Wege befinde, um die Interessen des bulgarischen Volkes zu wahren. Da das Heer auf einen hohen Stand gebracht worden ist, kam die Ueberzeugung auf, daß es befähigt ist, seine Aufgaben zu erfüllen. Aus Beschluß des Ministerrates wurden die bub garische Eisenbahn und die Häfen militarisiert. Die Angestellten beider Betriebe werden daher im Range von Offizieren, Unteroffizieren ober Soldaten in das Militärverhältnis Übernommen. Annahme von Anzeige» für die Mittaasnummer bis8'/,Udr des Vormittags Aiuetgen-Pretser Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Beilenbrette, Tertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abfchlüfie Mengenstaffel B Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25' „mehr Ein seltsamer Schritt Roosevelts. Oer Präsident wollte Jugoslawien ein Hilfsversprechen aufdrängen lahmen sei und das von den Engländern nach Griechenland gelieferte Kriegsmaterial so gut wie wertlos sei. Der amerikanische Gesandte in Athen oll wiederholt von der griechischen Regierung in diesem Sinne unterrichtet worden sein, worauf er dem Chef der griechischen Regierung empfahl, einen öffentlichen Appell an das amerikanische Volk für die Lieferung von Kriegsmat e r i a l zu richten. Die in Washington hierüber geführten Verhandlungen waren ergebnislos und ührten zu der Erklärung der griechischen Regierung, daß alte amerikanische Flugzeuge für Griechenland wertlos seien. Es ist demnach klar, daß dH Vereinigten Staaten zu einer materiell en Unter st ützung Griechenlands und anderer Balkanstaaten selbst dann nicht in der Lage sind, wenn diese ausdrücklich darum bitten. Um so eigenartiger erscheint das Angebot Roosevelts an Belgrad. In Washington erklärt man sich die Geste des Präsi- deuten denn auch in erster Linie aus dem Bedürfnis der britischen Diplomatie, ihr seit der Liquidfe- rung der britischen Gesandtschaft in Bukarest vollkommen abgenutztes Prestiae durch die Mobilisierung amerikanischen Einflusses aufzupolieren. Lord Halifax soll im Weißen Haus keinen Zweifel darüber gelassen haben, daß der Abschluß des b u l- garisch - türkischen Freundschaftsabkommens das Foreign Office auf dem Balkan und dem Nahen -Osten vor Probleme gestellt hat, die man, was die Türkei anbetrifft, schon überwunden glaubt. Auch Oberst Danovan soll dem amerikanischen Präsidenten einen Kabelbericht übersandt haben, in dem es wörtlich heißt, daß die deutsche Springflut die letzten britischen Positionen auf dem Balkan w e g z u s ch w e m m e n drohe. Im amerikanischen Senat hat das Bekanntwerden des Rooseveltschen Schrittes erhebliches Aufsehen erregt und wird wShrscheinlich zu einer Reihe von Fragen führen, die den Präsidenten auffordern, die Beweggründe seiner Ein- mischungsversuche auf dem Balkan bekanntzugeben. es tw llofftn, über« rsten*. rechen ihr P unjetä bann gen Pt konnte g. Sie »nbrint hakte eininai sie vor ht. cholÄ verfiel ruW che ir. ihren ren M tlichr; c, absk rren über i; ib, W® Raine" .en» tfi ^rt ti« e kln^ diese geaenwartsbedingten deutfchen Veranstaltungen b erben eine Breiten- und Tiefenwirkung innerhalb der Gesamtbevölkerung, die nicht zu unterschätzen ist. „Hier ist ja e i n d e u t s ch e s G e s ch ä f t s v i e r- t e l", sagen die Besucher in Brüssel, die, aus dem Reid) kommend, vom Nordbahnhof aus über den -reiten, lebendigen Boulevard Max gehen: aus der - inen S»ile die deutsche Frontbuchhandlung, daneben d»as KdF.-Haus, von dem die deutschen Gastspiel- ^ruppen durch das Land geleitet werden. Daneben las große deutsche Soldatenkino, und gegenüber die Zentrale der DAF. Anschließend die deutsche Zei- Nlngs-Buchhandluna und das Geschäftshaus der .Brüsseler Zeitung" Sie haben nicht so unrecht, liefe Ankömmlinge. Und das Erstaunliche dabei ist, laß diese neuen Einrichtungen gar nicht einmal so «hr als Fremdkörper wirken. In einer Stadt, in der Denkmäler mit deutschen Inschriften aus der isterreichifchen Zeit, romantische maurische Höfchen lus, der spanischen Zeit gibt, wo sich alles und jedes tu allen Zeiten traf, verband und mischte, kann man liefe belgische Vielfalt nach dieser und nach jener Seite ziehen, kann mem diese und jene Farbe stär- "er hervortreten lassen, ohne daß damit dem Cha- -akteristischen, welches eben in diesem vermischten vielerlei besteht, etwas genommen wird. Es gab Menschen, die in Brüssel nur das „Klein-Paris', andere, die nur die alte „niederländische" Stadt sehen wollten, und jeder hatte für feine These Argumente Da dieser „Carrefour" aber wirtschaftlich und po- itisch so wichtig war, haben die französische und die nicht zu vergessende englische Propaganda das ihre getan, um hier in Belgien Fuh ?u fassen >Vür die Franzosen war das am leichtesten. Denn nachdem der napoleonische Imperialismus aufgegeben'war und Belgien von der Dritten Republik eine direkte Einverleibung nicht mehr zu furchten gehabt. , ,, ... Mit einer Bereinigung der Schullesebucher sind die Anfänge zu einer neuen Äugender zie- h u n g gemacht, die nicht mehr darauf abzielen soll, die in Belgien großwerdende Jugend dazu anzuhalten, dem Osten den Rücken zu kehren. Der Michelangelo-Film, bei dessen festlicher Erstaufführung in Brüssel der Vorsitzende des flämischen Kulturrates, der greise Pfarrer und Dichter Verschaeve, einen einheitlichen Vortrag halten wird, ist wieder ein neuer Impuls zur Festigung der deutsch-belgischen Kulturbeziehungen. Noch sind dies alles erst Ansätze und Versuche. Aber da zu all diesen Veranstaltungen fein befohlenes, sondern ein zahlreiches, wirklich interessiertes belgisches Publikum erscheint, sind die Aspekte für die kulturelle Wiedergewinnung der der Kultur des Reiches verlorengegangenen „Laage landen an de Zee" beachtenswert, und die Arbeit, die in dieser Richtung geleistet wird, wird von beiden Seiten mit Aufmerksamkeit und Anerkennung verfolgt. Die sensationelle Veröffentlichung des bekannten ungarischen Blattes läßt eine Einstellung Roosevelts zu den europäischen Dingen zutage treten, bie bei einem Staatsmanns sonderbar berühren muß, der die Monroe-Doktrin unausgesetzt im Munde führt. Wenn Roosevelt sagte, daß Amerika mit-der Annahme des Englandhilfe-Gesetzes die Möglichkeit haben werde, die von den Staaten der Achse betriebene Neuordnung Europas mit allen Mitteln aufzuhalten und zu Hintertreiben und wenn er als ersten praktischen Schritt hierzu Jugoslawien in dem Augenblick ein Hilfsversprechen gab, m dem bie juaoslawischen Staatsmänner beim Führer auf dem Obersalzberg weilten, so ist das eine Einmischung in ureigenste Angelegenheiten der europä- ischen Völker, wie sie krasier nicht gedacht werden kann und wie sie sich gerade die amerikanischen Volker, an ihrer Spitze die Vereinigten Staaten, durch die zum Staatsgrundgesetz erhobene Monroe-Doktrin immer wieder und mit Recht verbeten haben. Das gleiche Recht freilich nehmen auch die europäischen Völker für sich in Anspruch, und sie werden sich in der Ausübung dieses Rechtes von kernen Drohungen des amerikanischen Staatsmannes hindern lassen. Schon die in Warschau aefunbenen Beweise für die Kriegsausweitungsabsichten gewisser amerikanischen Interessentenkreise, denen bas Weiße Haus schon damals nicht fernstand. Die Enthüllungen des ungarischen Blattes lassen nunmehr keinen Zweifel, daß Roofevett entgegen seinen immer wiederholten Beteuerungen in der Wahlzeit entschlossen ist, jede Gelegenheit zu ergreifen, um sich in den europäischen Konflikt einzu- schalten, mag dies auch den Grundsätzen der eigenen amerikanischen Politik ins Gesicht schlagen. Doch die europäischen Völker werden sich durch solche Intrigen an ihrem Willen zur Neuordnung ihres Kontinents aus eigener Kraft und aus eigenem Recht nicht irre- machen lassen. kn belgischen Besuchern im Reich stärken aber auch die deutschen Besucher in Belgien die deutsch-belgischen Beziehungen. Da gibt es Gast spie l e der Kölner und der Düsseldorfer Oper, des Düsseldorfer Schauspiels, du liest der Dichter Hans Friedrich B l u n ck aus seinen Werken in der deutsch-flämischen Arbeitsgemeinschaft zu Brüssel, lieber diese Kreise hinaus dringt aber auch die Arbeit des Rundiunks. die Tätigkeit der deutschen Universitätsprofessoren, welche an den vier Fakultäten aller vier Universitäten, nämlich in Brüssel, Gent, Lüttich und Löwen, in diesem Wintersemester Vorlesungen halten. Selbstverständlich ist in vielen Fällen die deutsch-flämische Zusammenarbeit die gegebene und nirgendwo so leicht zu realisieren wie i n A n t w e r p e n. Denn Antwerpen, die alte Hansestadt, hatte stets die engsten und besten Beziehungen zu Deutschland. Hier stand die deutsche Handelsflotte beim Umschlag des Hafens an erster Stelle. Hier war die Verbindung zur Rheinschiffahrt. Hier war der Sitz zahlloser deutscher Kaufleute und Firmen. In Antwerpen kam denn auch zu Beginn des Winters bereits die erste deutsch-flämische Gemeinschafts-Veranstaltung in der eindrucksvollen Rubens-Feier anläßlich des 300. Todestages des Malers zustande. Wertvolle deutsche Filme, wie der Robert-Koch-Film, haben gerade in Antwerpen ihren größten Erfolg Oie neue Lage. Bulgariens Beitritt zum Berliner Dreimächtepakt und feine Zustimmung zum Einmarsch deutscher Truppen haben der britischen PolM die Initiative aus der Hand geschlagen und sie ih‘ die Defensive gedrängt. Ihr A und O war noch immer die Kriegs- ausweitung um jeden Preis Aber die Folgerichtigkeit der deutschen Politik, die nichts übers Kme bricht und geduldig reifen läßt, was reifen muß, dann aber im rechten Augenblick zu schnellen Ent- chlüssen kommt und sie mit aller Tatkraft durch- ährt, wobei sie sich auf den mit äußerster Präzision arbeitenden Apparat der deutschen Wehr- macht verlassen kann, hat auch diesmal wieder den Engländern ihr Konzept gründlich verdorben. Man hatte in London immer noch gehofft, wenn nicht durch Geld und gute Worte, so doch durch massive Drohungen Bulgarien von diesem Schritt in das Lager der Achse zurückschrecken zu können. Churchill selbst hatte es an solchen Drohungen nicht fehlen lassen, und der britische Gesandte in Sofia, George Rendell, der inzwischen seine Koffer packen mußte, um nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen England und Bulgarien mit dem Rest seiner Agenten das Land zu verlassen, hat noch vor einer Woche in grotesker Verkennung der Lage pathetisch erklärt: „Wenn ich irgend etwas tun kann, um dem bulgarischen Volke meine Abreise zu ersparen, so bin ich gern dazu bereit, aber — so mußte Rendell elegisch hinzufügen — „leider hat Bulgarien den großen Fehler gemacht, bereits zu eng mit Deutschland zusammenzuarbeiten." Bulgariens Volk und Regierung haben sich durch diese letzten Lamentationen des britischen Diplomaten nicht irre machen lassen, sie waren vielmehr froh, mit ihm und seinen Leuten so bald reinen Tisch machen zu können, nachdem man auch hier der ausgedehnten Sabotagearbeit britischer Agenten auf die Spur gekommen war. Die englische Polittk muß Bulgarien schweren Herzens aus ihrer Rechnung streichen. i Die Erneuerung des bulgarisch-türkischen Freundschaftsvertrages vor etwa vierzehn Tagen hatte man in London bereits mit zwiespältigen Gefühlen aufgenommen. Immerhin hatte sich das Foreign Office doch wohl Hoffnung gemacht, mit Hilfe des tür- hatte, wandte man gerade nach den gemeinsamen Erinnerungen des Weltkrieges die Augen nicht ungern nach Paris, woher die meistgefehenen Filme, die meistgelesenen Bücher, viele Zeitungen, Theaterstücke und Schauspielertruppen, Kleider- und Hut- modekle zu kommen pflegten. Was nun bei den Damen die Franzosen vermochten, das versuchten bei den Männern die Engländer. Besttmmte Klubs und Vereinigungen bemühten sich, den Belgiern den Lebenssttl ihrer Geschäftsfreunde auf der Insel als so vorbildlich hinzustellen, rote er von der belgischen Aristokratie bereits hingenommen war. Auch die germanische Brücke zu den Flamen wurde von Englano stellenweise nicht ohne Erfolg betreten. Kann man es doch schon als einen greifbaren (frfolg dieser Kreise, die alle sich auf der antideutschen Plattform befanden, anseyen, wenn sie es fertig brachten zu hintertreiben, daß Belgien mit Deutschland, mit dem cs die gleiche kulturelle Tradition verband, kein Kulturabkommen ab- schloh, wie ein solches gegenüber Frankreich bestand. bahn Nl: ■ ilOd) 1 ein thier Deutsche Kulturarbeit in Belgien Von unserem P.-Korrespondenten. H W. Jahrgang Nr. 51 ^'-lictieim täglich, anbei onntaas und feiertags ;red)e ich nicht." Dieser damals viel belachte Vorfall zeigte einmal, die ein Gendarmerieleutnant noch lieber zum Deutschen griff, als daß er sich in diesen Tagen, r o der Sprachenftreit aufs neue erwacht war, der ümischen Ävrache bediente. Der Vorfall zeigte wei- r, wie das Deutsche als dritte Sprache schon hmals in Belgien schlummerte. Als die Sirenen des O. Mai aufheulten, ist dann die deutsche Sprache i Belgien aus ihrem Schlummer erwacht, und wer hon vorher im Lande gelebt batte, der war baß c-staunt, wer da mit einem Male alles Deutsch hnnte. Inzwischen ist nun Brüssel seinen Inschriften mch an den Läden, Cafes, Restaurants und öffent- lchen Gebäuden amtlicheren Charakters zu einer Hveifprachigen Stadt geworden, und zwar in der form der deutsch-französischen Zweisprachigkeit. Natürlich sind das nur Äußerlichkeiten, und wie ene Schwalbe noch nicht den Sommer macht, so nacht das deutschsprechende Büffehräulein in Brüssel roch nicht die deutsch-belgische Kiitturverbindung. immerhin sind seit diesem letzten Sommer wieder Qcge geöffnet, die bis dahin versperrt waren. Denn ,-n Zukunft wird auf diesem Boden kein Staat mehr Tiöglid) fein, der zwar den Anspruch erhob, Stätte ’ <: ner schöpferischen Benennung von germanischen md romanischen Kulturkräften zu sein,.in Wirklich- !-it aber allem wirklich Germanischen ablehnend -egenüberstand. Hinfort werden deutscher Geist und ieutsche Kultur wieder ungehindert in diesen Landen, lenen ihre kulturelle Eigenart nicht genommen wer- !en soll, einströmem.ähnlich den großen Jahrhunderten niederländischer Reichsverbundenheit im Mit- Llalter". Der Mund, der unlängst diese zukunft- Ä Brüssel, im März 1941. Es war im Februar 1939, also vor zwei Iah- rt. Das belgische Regierungsviertel in der Brüsker Oberstadt, nahe dem königlichen Schloß und irk, glich einem Heerlager; Hunderte und aber inberte von Gendarmen saßen in ihren historischen mroten Napoleons-Uniformen auf schnaubenden erben, um mit dieser lebendigen Mauer die Herren jolksoertreter zu schützen, die im Innern des Müdes tagten. Für jeden Außenstehenden war es diesen kritischen Tagen, wo der „Fall Martens" i!> Gemüter so erregt hatte, daß aus der Regie- ngskrise schon eine Staatskrise geworden war, der malige Ministerpräsident S p a a k auf offener :raf$e verprügelt wurde, unmöglich, ohne Ausweis : das Parlamentsgebäude einzudringen. Da nun r damalige Kammervorfitzende van C a u w e - iert, eine sehr bekannte Figur, zufällig seine Irieftasche vergessen hatte, stieß er ebenfalls auf die lösten Schwierigkeiten. „Mijnheer, ik den de voor- :ter" sagte van Cauwelaert und versuchte auf Fla- ,sch und mit Energie durchzukommen. Der Gen- irmerieleutnant schüttelte den Kopf und sagte, er reche nur französisch. „Das ist ja unerhört", ant- ortete der stets die flämischen Belange verttetende in Cauwelaert, „Brüssel ist eine zweisprachige ladt. Ich habe einen Anspruch darauf, flämisch zu rechen." „Horen Sie mal an", antwortete darauf- ie bn i 9unl | SÄ «ÄÄ ®ofum»nk mit t>en Beicht«, d-, ebtmoitgen polnh Mi her griechische Widerstand im Er. schen Botschafters in Washington waren eindeutige tischen Bundesgenossen die Bulgaren sozusagen in letzter Minute enger an sich yeranzuziehen oder wenigstens doch von gegenteiligen Entscheidungen abzutzallen Man hat in London offenbar verkannt, daß der Vertrag nichts anderes war, als eine Maßnahme der bulgarischen Politik, um durch Klarstellung des Verhältnisses zum türkischen Nachbarn die Freiheit der eigenen Entschlüsse zu sichern. Wenn man nun nach den vollzogenen Tatsachen, die em Fehlschlägen der eigenen Hoffnungen bedeutet, m London eine ruhiae Gelassenheit mimt, so kann diese Komödie nicht darüber Hinwegtäuschen, daß mit Bulgarien dem strategischen Kernstück des Balkans, Englands militärischen Kriegsauswel« tungsplänen, soweit sie auf den Balkan zielten, der Boden Entzogen wurde. In diesen Plänen war der Balkan für den Flankenstoß gegen die Achsenmächte auserselMn worden, für den man in Vorderasien und in Nordafrika eine strategische Grundlinie auszubauen sich müht. Man weiß, daß Eden, der seit der Entsendung von Lord Halifax nach Washington, wieder an die spitze des Foreign Office getreten :st, schon als Kriegsminister diese Orientpläne besonders forciert hat. Sein Besuch in Ankara sollte den türkischen BundesgeMsen aus seiner abwartenden Haltung herauslocken. Er soll ihm für eine aktive Unterstützung der britischen Kriegspläne S y r i - n versprochen haben, womit die englische Politik nur eine alte Tradition fortsetzen würde, erst • einmal fremdes Eigentum in Zahlung zu geben, bevor man in den eigenen Säcke! greift. Aber es ist an» zunehmen, daß die Türken in dieser englischen Suppe nicht nur ein Haar finden werden. Denn Syrien, das Herr Eden ihnen so freigebig anbietet, ist französisches Mandatsland. Es hat sich für die Regierung von Vichy erklärt und schon vor Mo» naten einen scharfen Trennungsstrich gegenüber dem ehemaligen britischen Bundesgenossen gezogen, der von dem benachbarten Palästina aus schwerlich einen Handstreich im Stil von Dakar und Libreville wagen könnte, ohne auf entschiedenen Widerstand zu stoßen Die Türken müßten sich also erst selber holen, was man ihnen so großmütig offeriert, und dazu werden sie kaum Lust verspüren, denn Syrien ist ja nicht nur französisches Mandatsgebiet, sondern auch ein arabisches Land? Zeder Versuch, es wieder unter die Türkenherrschaft zu beugen, müßte auf die gesamte arabische Welt wie ein Keulenschlag wirken und den Bestrebungen nach Herstellung einer Solidarität der arabischen Völker, deren Seele der König 3bn Saud ist und deren Verwirklichung nur gegen England denkbar ist, Oberwasser geben. Daß Eden es überhaupt wagt, den Türken diesen Köder vor die Nase zu halten, beweist die Ausweg» losigkeit der britischen Orientvolitik, die offenbar die Hoffnung, die arabischen Völker wie einst im Weltkrieg vor den englischen Wagen zu spannen und diesmal gegen Italien mobil zu machen, bereits zu Grabe getragen hat. Aber.auch vom rein türkischen Standpunkt aus wäre es schwer begreiflich, daß man sich in Ankara für diese Pläne Edens erwärmen könnte Die moderne Türkei, die Schöpfung Kemal Atatürks, ist eine ganz andere als das Reich der türkischen Sultane, die nur durch schlaues Lancieren zwischen den Großmächten und blutige Unterdrückung jeder nationalen Regung der vielen von ihnen beherrschten nichttürkischen Völker die Reste der in den Feldzügen der beginnenden Neuzeit gemachten Eroberungen mühsam zusammenzuhalten vermochten. Der Verlust Mazedoniens und des größten Teils von Thrazien im ersten Balkankrieg. die Einbuße von Tripolis im Krieg gegen Italien und schließlich die Zwangsomputation der arabischen Reichsbälfte noch dem unglücklichen Ausgang des Weltkrieges haben aus der Türkei einen geschlossenen Nationalstaat gemacht, der zwar immer noch völkische Probleme in sich birgt, denn neben etwa 12 Millionen Türken siedeln in Anatolien, auf das j.i die moderne Türkei im wesentlichen beschränkt ist, 1,2 Millionen Kurden, die weitaus stärkste und schwierigste nationale Minderheit und je etwa 100000 Araber, Griechen, Tscher- kessen und Juden. Aber die Armenier sind bis auf rund 65 000 ausgerottet oder vertrieben und 1,5 Millionen Griechen haben in dem großen Be- völkerunasaustausch n-^rh dem türkisch-griechischen Friedensschluß 1923 Kleinasien verlassen und in Griechenland eine neue Heimat gefunden. Wenn die Türken so damals aus der Not eine Tuaend gemacht haben und im Kerngebiet ihres alten Reiches einen Nntlonalftaat schufen d"r ans feiner national-n Geschlossenheit seine stärkste Kraft nimmt, so ist nicht einzusehen, warum sie Edens saure syrische Trauben locken sollten, eine starke Steff'ma hU sie einer ebenso weisen wie konsequenten Beschränkung verdanken, preiszugeben aeqen eine erneute Pelastunq mit dem heißen Eisen des arabischen Problems, an dem sich nach den Türken selbst auch Engländer und Fr^nwien schon so erheblich die Hände verbrannt haben. pudern hat man in Ankara nicht vergessen — das türkisch-bulgarische Abkommen ist ja der beste Beweis dafür — daß das türkische Staatsgebiet noch immer, wenn auch nur noch mit 24 000 qkm lvon insgesamt 760 000 qkm), über Dardanellen, Marmarameer und Bosporus hinweg nach Europa hineinragt, also in den Raum, dessen Neuordnung die Achsenmächte in Angriff genommen haben. Uno wenn auch die moderne Türkei, auch hier ihrer neuen Linie getreu, ihren politischen Mittelpunkt nach dem anatolischen Ankara verlegt hat, so bleibt doch Istanbul, das alte Konstantinopel, mit 750 000 Einwohnern die weitaus größte Stadt des Landes und trotz ihrer nun ganz peripheren Lage doch von politisch,' strategisch und wirtschaftlich gleich eminenter Bedeutung. Schließlich steht die Türkei in einem Verhältnis zur Sowjetunion, d-as ihr gewisse Rücksichten auferlegt, wie ja die Vorbehalte, die sie beim Abschluß der Garantieverträge mit England und Frankreich im Frühjahr 1939 machte, schon bewiesen haben. Auch das Bündnis von Saadabod mit beit andern vorderasiatischen Staaten Iran, Afghanistan und dem Irak so wenig man von ihm in letzter Zeit auch gehört haben mag, wird schwerlich eine Stütze für eine sich auf den englischen Kurs feft« legende Türkei fein, denn zumindest die beiden erstgenannten Mächte stehen zu England kühl bis ans Herz hinan, und der Irak ist, wenn auch offizieller Bundesgenosse Englands, wie unser gestriger Bericht aus Bagdad erkennen ließ ein brodelnder Herd widerstreitender Kräfte, den die Flamme des arabischen Nationalismus leicht zum Ueberkochen bringen könnte Es gibt also eine R-ihe wesentlicher Faktoren, die die Türkei zur größten Vorsicht gegenüber den britischen Lockungen mahnen, und es ist anzunehmen, daß Eden bei seinem Besuch in Ankara trotz seiner ostentativ zur Schau getragenen Sicherheit und trotz der „Uebereinftimmunq der Auf- faffungen", die das amtliche Kommunique über die Besprechungen in den üblichen Redewendungen lest- stellt, doch etwas gespürt hat von dieser Vorsicht, mit Der die Türkei ihrer Lage gerecht zu werden versucht Don Ankara ist GDejj in Begleitung des Reichsgeneralstabschefs Sir John Dill nach Athen ge» Wie ein „britischer Frieden" aussehen würde. Ganz Europa Ausbeutungsobjekt -er Londoner Börse. Berlin, 7. März. (DNB.) Um die Vereinigten Staaten durch unerschütterlichen Optimismus zu ermutigen, noch recht viel für das halbbankrotte Empire zu investieren, läßt Churchill von jenseits des Atlantik Erzählungen auftischen, wie England nach dem Kriege Europa „ordnen" will. Solchen Londoner Zweckoptimismus gibt der Herausgeber des „Minneapolis Star Journal" John E o w l e s in feiner Leitung wieder. Er bezeichnet ihn als feine „Eindrücke in England" auf einer kürzlichen Reife. „Ein siegreiches England", so schreibt er, „würde Deutschland ständig eine Wehrmacht und eine zivile Luftflotte vorenthalten. Auch die Ausbildung deutscher Piloten oder die Fabrikation von Flugzeugen würde verhindert werden." Trotzdem, so haben die Engländer ihren amerifani- schen Besuchern vorgeheuchelt, würde Deutschland „als freie Nation fungieren" können. Wie, das wird gleich angegeben: Falls Deutschland etwa eine Luft- oerbmdung seiner „Hauptstädte!" mit dem übrigen Europa wünsche, müsse oiefer Luftverkehr entweder von den Engländern oder einer internationalen (sprich: jüdisch-englischen) Gesellschaft durchgeführt werden. Wie England weiter den ganzen europäischen Kontinent zum Ausbeutungs- und Herrschaftsob- jekt machen will, hat man Mr. Cowies ebenfalls verraten. Die englischen „Führer" seien fast aus- nahmslos der Ansicht, daß irgend eine neue Dölkerliga geschaffen werden müsse. Mit einer Lustmacht wollten sie eine internationale Polizeiaufsicht durchführen. Am meisten aber scheint den Engländern die Wiedererrichtung einer unbeschränkten Herrschaft der Lon» doner Börse über alle Weltmärkte und vor allem die europäischen Absatzgebiete am Herzen zu liegen. Sie würden sich bemühen, berichtet Cowies, einen großen Teil Europas zu einem „freien Han» delsgebiet mit niedrigen Zollschranken" zu machen, wenn man auch immerhin „den deutschen besetzten Gebieten" die „politische Souveränität zugestehen wolle. ♦ Den „Mut", kurz vor dem Frühjahr 1941 von „besetzten deutschen Gebieten" zu sprechen, kann man wohl nur Der bekannten amentia britannica, also einer durch die ständigen englischen Niederlagen bedingten Geistesstörung zuschreiben. Der Plan, ganz Europa zu einer britischen Ausbeutungskolonie zu machen, zeigt aber, wie gewaltig das Durcheinander im englischen Wirtschaftsgefüge sein muß. Die Störung und Unterbrechung aller normalen Handelsbeziehungen des Jnfelreiches, der Ausfall der 'damit verbundenen Einkünfte und die Schwierigkeiten der Versorgung lassen die durch deutsche Bomben bereits aus ihren City-Kontoren vertriebenen Londoner Geldsäcke und Finanzgrößen den verwegenen Gedanken fassen, einen Ausgleich zu schaffen durch die Unterjochung des ganzen europäischen Festlandes. Hier tritt britisches Denken am krassesten hervor. Diese Plutokraten kennen nichts anderes als ihren Geldsäckel. Und so geht es denn nicht in ihren Kopf hinein, daß dessen Macht dahin ist und alles Pläneschmieden, wie man ihn nach „dem britischen Sieg" wieder auffüllen könne, eitel Lug und Trug ist. Englands Schicksal ist entschieden. Der Führer hat vorgebaut, daß Deutschland nicht zum zweiten Male ein „englischer Friede" beschie» den ist. Die Schlacht von Keren. Zäher Widerstand hält den britischen Vorstoß auf Eritrea auf. R o m, 7. März. (DNB.) Einer Korrespondenz des „Popolo d'Jtalia^ aus Addis Abeba entnehmen wir Schilderungen über die erbitterten Kämpfe u m Keren: In langen Monaten der Vorbereitung hat der Feind über 100 000 Mann, bestehend aus englischen und eingeborenen Truppen, an der Grenze des Sudans konzentriert. Durch diese Truppenkonzentration wurde die Laae für unsere Frontbesatzungen und die Gruppen, Die bereits auf feindliches Gebiet — bis über Cassala hinaus — vorgedrungen waren, äußerst heikel und bedrohlich. In den ersten Februartagen wurden unsere Fronttruvpen auf das Gebiet von Keren zurückgezogen, einem Punkt, der genau in der Marschrichtung bes Feinbes lag, welche auf bas Herz von Eritrea, Asmara, hinzielt. Dort wurde bas erste Widerstandsbollwerk errichtet. Die feindlichen motorisierten Truppen, die auf dieser Tiefebene Eritreas schnell vorstohen konnten, versuchten am 3. Februar einen lieber« raschungsangriff auf unsere sich gerade neu ordnenden Truppen. Sie tourben jedoch zurückgeschlagen. In den folgenden Tagen wurden auch Nachtangriffe versucht, unterstützt durch Artillerie. Auch die feindliche Luftwaffe griff mit ein, ebenso wie von unserer Seite zahlreiche Luftbombardements feindlicher Truppen und erbitterte Luftkämpfe erfolgten. Der Feind versuchte unseren linken Flügel zu umzingeln. Aber er stieß auf unseren zähen Widerstand. Frische feindliche Kräfte wurden auf das Schlachtfeld geworfen und mit ihnen Dutzende von Tanks, aber auch von unserer Seite wurde die Verteidigung verstärkt. Am 11. Februar entfesselten die Engländer einen gewaltigen Massenangriff, der sich bis zum VergeA mba, westlich von Keren, vorschob. Nach einigen blutig verlaufenen Gefechten konnte durch unseren heftigen Gegenangriff die Lage wieder völlig hergestellt werden. Die folgenden Tage brachten ständige Versuche des Feindes, sich den Durchgang zu erzwingen, aber stets wurde er zurückgeworfen. Die Schlacht von Keren kennt keine Pause. Der Feind versucht immer wieder unter großen Opfern das Hindernis, welches feinen Vorstoß nach Eritrea aüfhalt, zu überwinden. Aber noch steht dieses Bollwerk, und die Verteidiguna durch die italienischen Truppen wird immer zäher und erbitterter. Der italienische Bericht. Luftangriff auf Geleitzug im östlichen Mittelmeer. Nom. 7.März. (DNB.) Der italienifche Dehr- machlbericht vom Freitag hat folgendeu Wortlaut: von der griechischen Front ist nichts von Bedeutung zu melden. 3n Nordafrika haben unsere Flugzeuge einen feindlichen Flugzeugslühpunkt bombardiert. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben Marschkolonnen und Truppenanfammlungen angegriffen. 20 Kraftfahrzeuge wurden zerstört und viele andere schwer beschädigt. Des weiteren wurden Baracken und Zeltlager in der Umgebung von Derna bombardiert, wobei Brände entstanden. Andere deutsche Flugzeuge haben militärische Ziele von La Valetta auf Malta bombardiert. 3m östlichen Mittelmeer haben unsere Flugverbände in einem stark geschützten G e l e i t z u g fahrende feind- liche Schiffe angegriffen und einen Kreuzer, einen Zerstörer und drei Dampfer getroffen. In O st a s r i k a wurde ein feindlicher Angriff bei fiurmuk im oberen Sudan abgewiefen. 3n dem gestern gemeldeten Gefecht bei fieren wurden dem Feind beträchtliche Verluste beigebracht. flogen, um dem einzigen aktiven Bundesgenossen Englands den Rücken zu stärken. Nach Meldungen französischer Blätter, über die wir gestern schon berichteten, soll Churchill mit seiner üblichen Hemdsärmeligkeit in einer Botschaft, Deren Ueberbringer Eden war, Den griechischen Ministerpräsidenten vor einem Sonderfrieden mit Italien gewarnt haben, dafür aber in Aussicht gestellt haben, notfalls die griechische Königsfamilie an Bord eines britischen Kriegsschiffs außer Landes zu bringen. Große Chancen scheint man also den Griechen nicht mehr zu geben, und die Engländer selbst sehen offenbar auch wenig Möglichkeiten, die Widerstandskraft Griechenlands zu stärken in einem Augenblick, wo in Albanien der Krieg vermutlich in eine neue Phase erhöhter Aktivität treten wird. General Waoell, der auf seinem Feldzug durch die Syrte nicht vorankommt, wird sich nur schwer zur Abgabe von Truppen für die griechische Front bereitfinden, und ohne britische Waffenhilfe ist die militärische Lage für Griechenland recht heikel. Jedenfalls spürt Italien den Wandel des Kräfteverhältnisses, der durch Den Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt und Den Einmarsch deutscher Truppen im östlichen Mittel» meerraum' eingetreten ist, als eine wesentliche Erleichterung seiner strategischen Lage. Daß Wavell Tripolis trotz aller Anstrengungen bisher nicht hat erreichen können, macht Die britische Hoffnung zunichte, im Frühjahr Italien aus einer großen, von Aegypten bis Tunis reichenden nordakrikanischen Front angreifen zu können und dabei noch Truppen für einen Oifensivstoß auf dem Balkan frei zu Haden. Daß angesichts dieser Schwierigkeiten, die griechische Front durch Entsendung britischer Truppen zu ent- lasten, den Engländern das Schicksal ihres griechischen Bundesgenossen ernstliche Sorge bereitet, ist begreiflich. So hat die erneute diplomatische Niederlage Englands auf dem Balkan auch scbw er wiegende militärische Rückwirkungen. Die neue Lage, Die aus Bulgariens Entscheidung erwachsen ist, zwingt England zu Aenderungen seines Plans, Die, wie sie auch aussehen mögen, nur noch Verlegenheitslösungen suchen können. Die politische und militärische Initiative liegt fest in der Hand Der Achse. Der Balkan ist gegen die britischen Kriegsausmeitungsversuche sicher abgeschirmt. Dr. Fr. W. Lange. Generalfeldmarfiball List in Sofia. S o f i a , 7. März. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der deutschen Truppen in Bulgarien, Generalfeldmarschall List, ist heute zu einem kurzen Besuch in Sofia eingetroffen. Gene- ralfeldmarschall List wurde wie wir schon gemeldet haben in Begleitung Des deutschen Gesandten, Freiherr von Richthofen, von König Boris, vom Ministerpräsidenten Filvff, vom Außenminister P o p o f f und vom Kriegsminister D a s k a l o f f empfangen. Während feines Aufenthalts in der bulgarischen Landeshauptstadt hat Generalfeldmarschall List dem Oberkommandierenden der bulgarischen Armee im Weltkrieg, Nikola Schekoff, einen Besuch abgestattet. Nie britischen Truppen in Nordafrika. Rom, 7. März, lieber die britischen Streitkräfte in Nordasrika berichtet „Giornale d'Jtalia". Unter ihnen seien vor allem drei britische Panzerdivisionen. Eine von ihnen sei schon vor Dem italienischen Kriegseintritt nach Nordafrika geschickt worden, die beiden anderen im Sommer vergangenen Jahres. Ferner wisse man von drei indischen, drei australischen, amei neuseeländischen und einer polnischen Division. Die letztere befinde sich zwischen Aegypten und Palästina. Schließlich stünden bei Den Engländern noch einundeinehalbe Brigade Franzosen. In P a l ä st i n a selbst stünden als Reserve mindestens weitere Drei aus Engländern und Australiern gemischte Divisionen. In C y p e r n sei schließlich eine englische Äivision stationiert. Zu Den Empirekräften an Der Mittelmeerfront müßten noch Die hinzugezählt werDen, Die sich an Den oftafri- konischen Fronten Italien entgegengefteüt hätten. Man könne ungefähr mit 120 000 SofDaten an Der S u D a n f r o n t und mit über 100 000 Soldaten an Der Keniafront rechnen. Auch unter ihnen befänden sich neben Engländern Südafrikaner. Inder, Sudanesen und französische Abteilungen. In Aden befinde sich eine Reserve von rund 25 000 Mann. Sabotage in Englands Auftrag. Britischer Honfulatsbeainter Auftraggeber einer Terrorgruppe in Dalmatien. Belgrad, 7. März. (DNB.) In Der dalmatinischen Hafenstadt Split wurde — wie schon ge» meldet — dieser Tage eine in englischen Diensten stehende Sabotaaebanöe verhaftet. Der Leiter war Der als Politiker mit westdemokratischer Einstellung bekannte frühere Abgeordnete Pasch- t r o w 11 s ch , technischer Leiter ein tschechischer Emigrant, der pensionierte Schiffskapitän Josef Restern, Der als Spezialist für Schiffssabotage gilt. Die Gruppe sollte für ihre englischen Auftraggeber in Schibanik und anderen dalmatinischen Häfen a u f ladenden deutschen Schiffen Spreng» Oer Wehrmachtbericht Berlin, 7. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin Unterseeboot versenkte zwei bervafsnet« feindliche Handelsdampfer mit zusammen 12 061 BRI. 3u Tkordasrika belegten deutsche fiampsflle- gerverbände bei Derna Fahrzeugkolonnen. Truppenansammlungen und Barackenlager mit Bombe« leichten und mittleren fialibers. In den Lagern ent. standen heftige Brände. Zahlreiche Fahrzeuge wur. den zerstört, Gebäude durch Volltreffer vernichtet oder beschädigt. Ein Verband deutscher Sturzkampf, flugzeuge bombardierte in den gestrigen Abendstunden die Hasen- und Dockanlagen von La Dale 11 a auf der Insel - Malta mit guter Wirkung. Bei Angriff-» gegen verschiedene Flugplätze in Süd- und Südoslengland erzielten Kampfflugzeuge mehrere Treffer in hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung belegten in Sud- und Südoftengland die Hafenanlagen mehrerer Städte, darunter auch Londons, wirksam mit Bomben. Ein Kampfflugzeug führte einen kühnen Tiefangriff gegen das Flug, zeugwerk Fllton durch. Bomben schweren fialibers zerstörten eine große Montagehalle. Metz, rere fertiggestellte Flugzeuge wurden mit Bordwaffen beschädigt. Die Aufklärung über dem am 5. März angegrif- fenen Flugplatz halfar auf der Insel Malta ergab starke Zerstörungen an den Flugplahanlagea. U.a. sind drei schwere Kampfflugzeuge, eine Werkstatthalle und eine Baracke vernichtet, mehrere Hal- len und Flugzeuge schwer beschädigt. Der Feind flog weder bei Tag noch bei vachk in das Reichsaeblet ein. Beim Angriff auf das Flugzeugwerk Fllton zeichnete sich die Besatzung des angreifenden Kampfflugzeuges Oberleutnant hollinde, Oberfeldwebel Lebuda, Unteroffizier Weber und Gefreiter Schilling besonders aus. I a b u n g e n anbringen, die Die Schiffe auf offenem Meer zum Sinken bringen sollten. Der Auftrag konnte infolge äußerer Umstände nicht durchgeführt werden. Deshalb erhielt die Sabotage- aruppe von ihren englischen Auftraggebern Den Befehl, italienische Holzlager an der dalmatinischen Küste in Brand zu setzen. Die Polizei konnte auf diese Sabotagepläne rechtzeitig aufmerksam gemacht werden, worauf sie Die Sabotagemruppe verhaftete. Gleichzeitig wurde ein Lager von 40 Brandbomben und Sprengkörpern beschlagnahmt. Als englischer Auftraggeber wird von Den Verhafteten Der Beamte des britischen Konsulats in Agram, Hudson, angegeben. Don Den zuständigen jugoslawischen Stellen wird Darauf hin- gewiesen, daß schon seit längerer Zeit bei Den zahlreichen englischen Kurieren, die besonders aus Athen nach Beltgrad kommen, auffallend schweres Gepäck in Form von Kassetten festgestellt wurde, Deren Inhalt verdächtig erschien. Manche Kuriere hatten bis zu 20 dieser Kassetten in Den Schlafabteilen. Die Kassetten waren so schwer, daß sie ein Mann kaum heben konnte. Der Verdacht scheint nicht unbegründet, daß diese Kassetten Sprengstoffe enthielten, die bei Sabotageakten wie den jetzt in Split aufgedeckten Verwendung finden sollten. Da die Kassetten als „diplomatisches Kuriergepäck" galten, hatten Die jugoslawischen Behörden keine Handhabe, sich über ihren Inhalt näher zu informieren. „Aqraroffeassve"in Rumänien Bukarest, 7. März. (DNB. Funkspr.) Staatsminister Michael Antonescu, der Neffe des Staatsfiih» rers, machte der Auslandspresse'Ausführungen über Den Besuch Des Staatsführers bei Reichsmarschall Göring, wobei er den großen Nutzen hervorhob, Den Rumänien aus der intensiven wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland ziehen werde Im Volksentscheid sei das rumänische Volk aufgerufen worden, sich zur Person des Staatsführers Antonescu zu bekennen. Dies sei mit einer in Der Geschichte Der rumänischen Wahlen einzigartigen Beteiligung geschehen. Dadurch sei Der Thronwechsel vom 6. September 1940 und Die neue Außenpolitik Rumäniens vom gesamten Volk ratifiziert worden. Das Programm Der Regierung sehe vor, daß die Dauern endlich einmal in den Genuß Der Früchte ihrer Arbeit kommen die ihn-n bisher noch von jedem Regime oorenthalten worden feien. Das landwirtschaftliche Vermögen müsse vermehrt und darüber hinaus zu einer regelrechten Agraroffensive geschritten werden Der Staatsführer denke an öffentliche Arbeiten, die vom Staat gelenkt und wobei zunächst ein dem deutschen ähnlicher Arbeitsdienst geschaffen werden müsse. Der neue rumänische Gesandte für Berlin. 'M- % < Der bisherige rumänische Gesandte in Bern, Raoul von B o s s y , wurde — wie schon gemeldet — zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Rumäniens in Berlin ernannt Gesandter von Bossy war vorher Gesandter Rumäniens in ____Rom, — (Associated-Preß-Bild-M.) lN0 Kent aus wie Teilweise gleicht die Landschaft dem Elbsandsteinge- dle richtungen schweren Schaden zu. Obwohl die chine- Au7r^ birg-, dann wieder einem deutschen MMelg-birge. ItH wM- Affler abends vor dem Waschtag mit Hcnko- *«!/•* O Sie wäscht viel zu umständlich und zu teuer. Stundenlang hält sie sich mit Einreiben, Vorwaschen, Reiben und Bürsten auf und gebraucht dafür unnütz Seife, Holz und Kohlen. — Sie sollte die gröbste Waschar- iamps. dwebel Schil. unucuii cn iui cmc --------- —> • ~ _ Ktiir Ä? «1 L! iss Ä SS Ä Zegrls. la et* ‘lagen. Bert, e fjal. Bleichsoda einweichen,dann istallerSchmutz am andern Morgen gelockett und die Wäsche halb gewaschen! Gründliches Einweichen erleichtert dem „Waschpulver" die Arbeit sehr. fiauefrai!/ begreife: Nimm fienkO/ spar' Seife! Grund, dem dumpfen Braunarun der Borsruyungs- tanbfdjaft, und wirkten auf der raschen Fahrt wie ein buntes Ornament, das bis spät in die Nacht hinein zu beiden Seiten der Straßen uns begleitete. Die Trachten der bulgarischen Bäuerinnen zauberten es in das noch wintertote Land, so daß es der fröhlichen Ruse, der lachenden Mienen und all des vielen Dargebrachten garnicht mehr bedurft hätte, um uns zu zeigen, mit welchem Gefühl der Erlösung und Dankbarkeit das bulgarische Volk uns willkommen hieß. Verhandlungen, die die Gestaltung des deutschfinnischen Warenverkehrs im Jahre 1941 zum Gegenstand hätten, sind abgeschlossen worden. Das Ergebnis läßt eine weitere wesentliche Steigerung des Warenaustausches erwarten. Neuyorker Schiffahrtskreise berichten, daß der 5154 BRT. große Britenfrachter „S p e y e b a n k' mit einer Ladung Gummi, Zink, fianf und Zucker im Wert von einer Million Dollar aus dem Fernen Osten versenkt worden ist. Es werde vermutet, daß das Schiff einem deutschen Handelsstörer zum Opfer gefallen ist. Der schweizerische Bundesrat beschloß, die Sommerzeit in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1941 einzuführen. Die Uhren werden am 5. Mai um 1 Uhr morgens auf 2 Uhr vorgerückt werden. Z e r st ö r e r „D a i n t . slörer, der 1932 erbaut -------- .. Verdrängung von 1375 Tonnen und eine Besatzung von 145 Mann. ter offenbar als unvermeidlich hingenommenen Verfenkungsoerluste wenigstens einige Transporte die britische Insel erreichen. Englands Whiskyverbrauch muß eingeschränkt werden. Stockholm, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Mit einem hörbaren Seufzer berichten die englischen Blätter, dag die Whiskyproduktion, die schon vor einiger Zeit um 20 o. H. herabgesetzt worden war, um weitere 15 v. H. verringert werden muh, und daß wahrscheinlich darüber hinausgehende Kürzungen folgen werden. Infolge des Getreidemangels und der Notwendigkeit, möglichst alles Getreide der menschlichen Ernährung zuzuführen, könne nicht mehr genügend Whisky destilliert werden. Aus der verknappten Produktion aber müßte noch ein großer Teil, um Devisen zu bekommen, nach Amerika exportiert werden. England gefährdet die Wirtschaft Argentiniens. rd von Koch. )en zu- if hin- i den die heil. auh assetten rschien. Otten schwer, trta# Ollen geaklrn jig fin« )es en De- t näher an. Hilferuf an Kanada. „Englands Tribut an Tonnage wird sehr hoch sein." Fahrt durch Bulgarien. Von Kriegsberichter Kurt Neher. DNB. 7. März. (PK.) Je weiter wir in das Herz Bulgariens kamen, desto bewegter und impulsiver wurde der freudige Empfang, den man unseren Truppen bereitete. Die ganze Fahrt durch die Steppe, die Täler des steilen romantischen Gebirges glich einer Farbensymphonie in Lila, Weinrot, Blau und Schwarz. Diese leuchtenden Farben standen wie auf einem dafür geschaffenen «teil itsminl- lalsfch en über -vorhvb, I aftlichiil a rde. 3m f acht« zführerr ■ in der qartifler. nwediW enpolilij ijierl daß die uh der her noch en. hrt ani lgrar' ltsfuchr die vorn jeUtW11 werde» In einem kleinen Städtchen standen die Menschen Kopf an Kopf in den engen Gassen. Die Häu- ser waren geschmückt mit Blumen und Fahnen. Man reichte uns frische Brote in die Fahrzeuge und hätte es doch gar zu gerne gesehen, wenn mir für eine paar Minuten auf den Platz vor der Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes a. D. Dr. med. vet. h. c. Franz Bumm in Berlin-Charlottenburg aus Auslaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung (einer hervorragenden Verdienste um die medizinische und tiermedizinische Wissenschaft und Forschung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenichaft verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels stattete der Leitung der Auslandorganisation der NSDAP, anläßlich der Amtseinführung des Gaupropagandaleiters und Leiters des Reichspropagandaamtes Ausland, Pg. Felix Schmidt-Becker einen Besuch ab. Dr. Goebbels dankte für die Arbeit, die m langen Iah- ren des Aufbaues von der Organisation auslandsdeutscher Nationalsozialisten gelchasfen wurde, und Si der unüberwindlichen Siegeszuversicht des deut- n Volkes Ausdruck, dessen Schildwachen in aller lt die Auslanddeutschen seien. e niH lotaqc- m At- balma» tonnt? il im fl?- ij 3? oer- j Branb- 'I S ’lfllt. ttup, mbej 1 ent; mt. 'Hit, atnpj. M vu. -kunzj le iD atnpj. 'iid)eo| wüt- fnelev ab dii Co«. 'flieuj ; lug. roetei riichh Lord- Oie Fnedensbefprechungen in Tokio. Tokio, 7. März. (Europapreß.) In den nochmaligen Besprechungen zwischen dem japanischen Außenminister M a t s u o k a und dem französischen Dolschaster Charles A. Henry ist eine weitere Uebereinstimmung in der indochinesisch-thailändischen Frage erzielt worden, der auch von thailändischer Seite zugestimmt wurde. Man erwartet, daß die Konferenz am Freitag abgeschlossen werden kann und betont den großen Fortschritt, den die japanischen Bemühungen um die Stabilisierung in Ostasien erzielt haben. Entgegen allen Propagandck-Gerüchten dritter Mächte fei es Japans Ziel, den Aufbau in Ostasien auf der Grundlage einer friedlichen politi- sch en und wirtschaftlichen Zusammenarbeit herbeizu führen. — Die Börse von Tokio reagierte auf die letzten politischen Entwicklungen überaus freundlich Japanische Luftangriffe auf das chinesische Hauptquartier. Genf, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Der Kanada gebürtige englische Minister für Flugzeug- befchafsung Lord Deaverbroot wurde von Churchill zu einer höchst bezeichnenden Rundfunkansprache an seine kanadischen Landsleuse veranlaßt. Der Zeitungslord sprach in bewegten Worten die Bitte aus, die Kanadier möchten England in den kommenden schweren Monaten durch möglichst umfassende Abfertigung von Frachten jeder Art unterstützen. „Es ist kein Zweifel daran möglich", sagte der Minister, ,Haß der Feind uns auf unseren überseeijchenZu- fuhr st raßen angreifen wird. Unsere Schiff, fahrt wird ununterbrochen Angriffen ausgesetzt sein, iie sich unaufhörlich über und unter Wasser ab- spielen werden. Der von uns zu leistende Tribut an Tonnage wird sehr hoch fein". Die t a n a • dischen Verschiffungen sollen. also nach Beaverbrooks Rat vermehrt werden, damit trotz Am ersten Abend hatten wir am Eingang eines Dorfes mit einer Kolonne Halt gemacht und betraten über drei Stufen eines der weiß gekalkten, mit Stroh gedeckten Häuser. Es dämmerte bereits, und in der Stube, die zugleich Küche ist, hockte alles auf niederen Schemeln um den gemauerten, halbkugeligen Lehmherd. Wir hatten es der Bäuerin rasch klar gemacht, daß wir sie um heißes Wasser baten. Man nötigte uns zum Sitzen. Auf einem Holzbretk lag eines der runden, landesüblichen Brote. Dor unseren Augen brach der Bauer den noch dampfenden Laib auseinander und reichte jedem ein Stück, indem die Frau Salz auf das Brett schüttete. Wir aßen 'm Stehen, denn jedem unter uns war es klar, daß in diesem Augenblick ein ganzes Land uns willkommen hieß. Kriegsteilnehmer im Studium. Ein Merkblatt des Reichserziehungsministers gibt einen interessanten Ueberblick über die Vergün -. ftigunge n, die den Kriegsteilnehmern (insbesondere den Kriegsversehrten) bei der Zulassung zum Hochschulstudium und bei den verschiedenen Pru- jungen gewährt werden. Dabei ist von besonderer Bedeutung, daß die R e i f e p r ü f u n g von solchen Kriegsteilnehmern abgelegt werden kann, die mindestens die Versetzung nach Klasse VII der höheren Schule besitzen. Für sie werden besondere Lehrgänge veranstaltet, die sechs Monate dauern, denen dann die Reifeprüfung folgt. Ferner steht den Kriegsteilnehmern die Teilnahme am Langemarck-Studium in Aussicht. Nach Teilnahme an der VA Jahre dauernden Gemein- schaftsausbildung und nach Ablegung der Begabtenprüfung können sie ihr Studium aufnehmen. Diese Bestimungen gelten für solche Bewerber, die bisher eine Zulassung zur Reifeprüfung nicht m vollem Umfange besaßen. Soldaten, die infolge des Krieges Verletzungen erlitten, die zu einer erheblichen körperlichen Behinderung führen, sollen von Hochschulgebühren, ebenso von Gebühren bei Fach- und Berufsfachschulen befreit fein. Bei der Ablegung akademischer Prüfungen sind ebenfalls Erleichterungen vorgesehen. Auch während der Ausbildung selbst wird eine Förderung der Kriegsteilteilnehmer In besonderer Weise vorgesehen. Maßgebend ist aber stets der Gedanke, daß die Kriegsteilnehmer die bestmögliche Ausbildung erhalten, damit ihr Weg für die Zukunft gesichert ist. iiiien* v liche Flugzeuge wohlbehalten nach ihren StÜtzpunk- ten zurück. „AsahiSchimbun* und „Hochi" geben ihrer lebhaften Befriedigung über die Besetzung von P a k h o i durch japanische Truppen Ausdruck. Das japanische Expeditionskorps in China habe durch die Besetzung von Pakhoi der Regierung Tschiangkai- schek einen schweren Schlag versetzt. Dadurch fei einer der letzten Zugänge versperrt worden, durch die Tschiangkaifchek noch Lieferungen erhalte. Spaniens unabdingbare Ansprüche. Madrid, 7. März. (Europapreß.) Das Organ der spanischen Falange, „A r r i b a", befaßt sich mit den Lehren, die Spanien aus der Rede ziehen Die britische Admiralität gab bekannt, daß der ~ t y" versenkt wurde. Der Zer- ut wurde, hatte eine Wafser- 11 UJEI UHU uuLuuiiidiiuiuiujii 7 « wh»«*, -------’ ." 1 Argentinien unmöglich, sich die Handelsflotte an- > den standen wie auf einem dafür geschaffenen zuschaffen, derer es zur Aufrechterhaltung seines Grund, dem dumpfen Braunarun der Dorfruhungs- lebenswichtigen Exports dringend bedürfe. Tokio, 7. März. (DNB.) Das Pressebüro der japanischen Flotte in den zentralchinesischen Gewässern gibt bekannt daß Formationen japanischer Flottenflugzeuge Freitag morgen in Zusammenarbeit mit japanischen Landstreitkräften das chinesische Hauptquartier angegriffen Nur der Wald fehlte. Es gab niedriges Gehölz, viel- leicht auch einmal eichenbestandene Hänge, aber keinen Hochwald mit kräftigen Stämmen. Ueberall dort, wo ein Seitenweg auf die Hauptstraße einmündete, hatten sich die Bewohner von den teilweise oft acht und zehn Kilometer entfernten Ortschaften eingefunden, um den Einzug der Deutschen zu erleben. Ganze Dörfer waren mit Wagen, Pferden und Ochsengespannen aufgebrochen, um uns zu sehen. Jede Dorfgemeinschaft war deutlich voneinander zu unterscheiden an den verschieden gefärbten Kopftüchern der Frauen, in denen sie ihre langen, herabhängenden Zöpfe eingebunden trugen. Die Lagerfeuer rauchten, die Männer und Frauen hockten davor, bereiteten sich ihre Mahl- zeiten, schwatzten und vertrieben sich die Zeit, bis wieder eine Marschgruppe heranrollte. In den höheren Vergingen änderte sich das Bild. Dort erhob sich über die Strohdächer ein aus Holz gezimmertes Minarett, das eigentlich nichts anderes war, als ein Gerüst für den Muezzin, von wo aus er die Gläubigen zum Gebet ruft. Die Holzgatter waren verschwunden. An ihre Stelle traten schwere, massive, geflochtene Zäune. Aber ebenso herzlich wie drunten in den Tälern grüßte uns die Bevölkerung. Die Farben der Kleidung waren noch lebhafter geworden, denn zur Frauentracht kam noch der rote Fez, ein hellblauer Turban, weißes Hemd, schwarze Hose und der rote Gürtel der Männer hinzu. Wenn uns eines der Gespanne mit den schwerfälligen schwarzen Wasserbüffeln begegnete, sprang der Lenker ab und hielt dem Tier auf der Innenseite der Straße beide Augen zu, damit es nicht scheute. Ernst verneigen sich die Mohamme- baner, legen die Rechte an die Stirn und führen bann die Fingerspitzen zum Munde. So wand sich unsere Marschkolonne Stunde auf Stunde durch das Land, über Gebirgspässe, schmale Brücken, Fels- tunnel. Städte und Dörfer. In wenig mehr als anderthalb Tagen nahmen wir das Bild eines tauberen, fleißigen Bauernlandes in uns auf. das die Politik des Führers unter den starken Schutz des Reiches stellte. in Versailles oder Esvres entstanden. Die anderen aber stammen von einer ungerechten Zurücksetzung, die gewisse Volker, die in der Welt eine Mission zu erfüllen haben, im Laufe ihrer Geschichte erlebten.* Türkische große Nationalversammlung tritt zusammen. Istanbul, 7. März. (Europapreß.) Die türkische große Nationalversammlung wird nach der Beendigung der Winterferien am kommenden Montag zum ersten Male wieder zusammentreten. Am Dienstag wird Außenminister Sara- coglu in der Sitzung der Fraktion der Republikanischen Volkspartei, die ebenfalls zum erstenmal nach den Winterferien stattfindet, eine Erklärung über die Entwicklung der Lage geben. Ruhest-rende Elemente vor dem Kriegsgericht in Den Haag. Berlin, 7. März. (DNB.) In Den Haag wurde in öffentlicher Sitzung gegen die Urheber eines nächtlichen Ueher falls a u f eine Polizeipatrouille in Amsterdam verhandelt, die, wie bereits gemeldet, Mitte voriger Woche von der Polizei in Haft genommen waren. Das Kriegsgericht verhängte gegen die angeklagten Mitglieder des für die Ruhestörungen verantwortlichen Geheimklubs, die sämtlich geständig waren, Zucht- haus st rasen und verurteilte einige von ihnen zum Tode. Buenos Aires, 7. März. (Europapr.) Vizepräsident Ramon C a ft i l Io erklärte vor der Presse, die englische Weigerung, Navicerts (Schutzbriefe) für argentinische Weizen- und Baumwoll-Transporte nach Spanien auszustellen, führe zum wirtschaftlichen Ruin Argentiniens. Die unglückselige Verquickung britischer und nordamerikänischer Politik mache es könne, die Reichsaußenminifter o Ribbentrop nach dem Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt gehalten hat. Das Blatt ruft feinen Lesern die unabdingbaren Ansprüche Spaniens ins Gedächtnis zurück und meint, auch ihm sei in dem revolutionären Sinn des Dreimächtepaktes Rechnung getragen. Ribbentrops Worte, es sei Absicht dieses Paktes, allen Völkern ihr Lebens- recht und ihren Lebensraum zu garantieren, seien in Spanien richtig verstan - den und gedeutet worden. „Europa ist heute ein Mosaik von Ansprüchen. Einige davon sind Die -m dem Einmarsch in Bulgarien beteiUghn Truppen haben überall planmäßig bte•*>«-«!B-W«" Tagesziele trotz der nicht unbeträchtlichen Telandeschwierigk-lten erreicht — Hier überflog ems unserer Flugzeuge eine auf dem Marsch befindliche Truppenkolonne. Erstaunt blicken die Bulgaren am Wege u “ b zu dem Flugzeug auf. - fPK.-Koch-Scherl-M.) OerSOI.Lustalarm in London Stockholm, 7. März. (Europapreß.) London hat am Donnerstagabend einen Rekord aufgestellt. Das erste halbe Tausend deutscher Luftangriffe auf die englische Hauptstadt wurde kurz nach Anbruch der Dunkelheit überschritten, als der 501. Luftalarm gegeben werden muhte. Es war der dritte Alarm am Donnerstag. Als er begann, hatte die Londoner Millionenbevölkerung bereits insgesamt 1287 Stunden in den Luftschutzkellern verbracht. Der längste Alarm hat vierzehn Stunden, der kürzeste neun Minuten gedauert. Die deutsch? Fliegertätigkeit am Donnerstag wird vorn englischen Luftfahrtministerium als erheblich bezeichnet. Bomben wurden auf militärisch wichtige Ziele im Osten und Südosten des Landes adgewor- sen. Insbesondere flogen deutsche Maschinen die Hauptstadt und wichtige Stellen in der Grafschaft Aus alter Wett. hingerichlet. Am 8. März ist der 1904 in Hanau geborene Hans Derfch hingerichtet worden, den das Sondergericht in Frankfurt a. M. als Volksschädling und Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Dersch war ein gefährlicher Sittlichkeitsverbrecher, der lange Zeit in Frankfurt a. M. sein Unwesen trieb und mehrere Frauen unter Ausnutzung der Verdunkelung überfallen und vergewaltigt hat. Das Glückslos in der Mühe. Fünf Lehrlinge in Wittenberge hatten sich von einem Glücksmann zusammen ein Los getauft Als ihnen der Losverkäufer das Los reichte und scherzend meinte, es wäre ein Fünfhunderter, lehnten die Lehrlinge zunächst ab mit der Bemerkung: „Die Niete wollen wir nicht haben." Der Losverkaufer tat das Los daraus in feine Mütze. Schließlich einigten sich die fünf doch noch auf das Los in der Mütze, und als sie es öffneten, hatten sie tatsächlich 500 RM. gewonnen._____________ uauDHtirtUetier: Dl Friedrich toiibeltn Lange SleUvemetei cxi MiWticDd-hettere frrnft Blumsckietn. «eioniroocni» 0r WL unfr «über Dr rtr. W. Lange für da, Reu'.IPton: Dr. Han- Thvriot; ,fit $tabi Gießen. Provin-, tS'tiicha,. u. Sport: (4nth tJ-umidir n. Dru-1 uno Verlag Vrüh'.tbe UnireritattDrurferei A. 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Wefilölildie pioainiial-DiEhoetmettangsgenonenldialt DOROTHEA REUTER Sprechstunde; Montag, nachmittags 16-17 Uhr, Gasthaus „Znm Löwen“, Gießen, Neuenweg 2.95 8.— 1.80 Deutsche Gymnastik Atem- und Bewegungslehre sowie Fliegerische Gymnastik in Verbindung mit Massage ' Haltungsfehler, Fußschäden) Einzel-Unterricht und Kurse 2.25 2.50 3.45 5 — 4.— 3.— 3-75 5.25 2.— 2.— 8.25 4.50 4.80 8.-— 6.— 7.— 11.— 22.— 16.— 3.80 5.— 2.50 (Td. 100 TUlchküh». und Xinbiic auf&tt! 9. Milchvieh - Versteigerung in Borken i.W., Landw.Viehver.teig. Halle Freitag, den 14. März 1941. 12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenIre.en Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): Führende Firmen der Schönheitspflege und Kosmetik Marbert die Hormon-Vitamin-Kosmetik Glitte Börsen. Frankfurt a. M., 7. März Auch In dieser. Berichtsperiode hat sid; die Grundstlmmung der A t t i e n b ö r s e n kaum verändert. Abgesehen von einer vorübergehenden Befestigung auf tleine Kundschaftsordrs, denen sich mui) oer Piag» handel angeschlossen hatte, verharrte die Börse m stiller 5)01111119. ua keine weiter n Anlagttaufe sotten. Das Kursniveau hat sich kaum verändert, grö» ßcre Veränderungen waren selten und meist nur durch die Marttenge bedingt. Scheideanstalt lagen bei kleinsten Umlähen recht fest und erre.uuen roie- der 305, auch VDM. in Erwartung günstiger Ab' fchluhziffcrn bis 239 gebessert. Fest lagen auch Her- dclbcrger Zement, bis 199,75, wie überhaupt Sau« altien weniger berührt werden von der Tendenz. Am Rentenmarkt wurden die 3,5prozen- tigen Reichsschätze von 1941 Folge 1 ausoertauft und inzwischen die Folge II mit um ein Jahr oer« längerter Laufzeit zu 98,75 v. H. aufgelegt. Sie sm« det weiterhin gute Nachfrage. Altbesi^.inleihe lagen um 158,50 bis 159, Steueroutscheine I setzten ihre Abwärtsbewegung fort, blieben aber in den letzten Tagen mit 105 ziemlich stabil. Jndustrieobligationcn wunden nur wenig verändert notiert, das Geschäft nahm keinen nennenswerten Umfang an. Auch Stadtanleihen recht still, dagegen zeigte sich für Pfandbriefe unvermindert recht lebhaftes Jnteretze, wobei die Notierungen zwischen 10$ und 103,50 lagen. drille wird die Zirbeldrüse gesammelt, die gewöhnlich durä) ihre schwärzliche Farbe und feste Konstistenz auf dem Grunde der dritten Gehirnkammer auffällt. In neuerer Zeit hat die restlose Verwertung des Schlachtblutes einen neuen Antrieb erfahren durch die Flüssighaltung des Blutes. Man ist dazu iibergegangen, das Blut der Schlachttiere durch Zusatz von Natriumzitrat bzw. Natriumphosphaten, dem sog. Fibrisol. in flüssigem Zustand zu halten. Aus diese Weise wird das Fibrin, der Faserstoff II Wer in ihr eindosl, erlikrl namenloses Glück, weil sie praktisch und preiswert ist Dover* feindlich entusehen Lei O 5' er । e1 Elise Bock, Berlin, Kosmetik Helene Pessl, Wien, Kosmetik MariaPlewa, Wien, Kosmetik Leichner, Berlin, Kosmetik Ostrosol- Hormon, Kosmetik Emiquel, Paris, Kosmetik usw. e.G.m.d.H., Muntrer i.WWindthoritstr. 20, Ruf 26644-45 Ständige Vermittlung von Vieh aller Art« tfert- und Weidevieh / ferkel / Läufer / Pferde wwA niemand wird sagen können, daß deswegen das Produkt der Arbeit geringwertiger geworden wäre. So sehen wir auf zahlreichen Gebieten den reichen Nutzen der Gewinnung deutscher Rohstoffe aus der Verwertung der Nebenprodukte von den Schlachtungen in unseren Schlachthöfen. Damit ist natürlich auch mancherlei zusätzliche Arbeit verbunden, die aber im Hinblick auf den großen Vorteil für die Volksgemeinschaft gerne geleistet wind. Denn auch hier haben wir das große Ziel erreicht: die Sicherung der deutschen Rohstosfreiheit vom Ausland! 8. Feldschutzmeister Georg ßrmerf f. Wie erst jetzt festgestellt werden konnte, hat der Feldschutzmeister der Stadt Gießen, Unteroffizier Georg Ermert, bereits im Mai 1940 bei den Kämpfen um Lüttich den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland gefunden. Mit Ermert hat ein begeisterter Gefolgsmann seine Treue zum Führer mit dem Tode besiegelt. Ermert war schon früh, im Jahre 1928, zur Bewegung gestoßen, er war Träger des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, und hat in unermüdlicher und zäher Weise für die Ideen des Führers gekämpft. Als Angehöriger der SA. war er in den Jahren vor der Machtübernahme immer da, wenn es galt, seinen Mann zu stehen; manchen harten Strauß hat er mit seinen politischen Gegnern ausgefochten. . . Am 1. Oktober 1933 trat Pg. Ermert bei der Stadt Gießen als Feldschütze ein und wurde am 1 Oktober 1935 zum Feldschutzmeister bestellt. Seine dienstlichen Belange hat er jederzeit in aufrechter und pflichtbewußter Weise wahrgenommen, und er mar bei seinen Mitarbeitern geschätzt und beliebt. Allzu früh mußte er sein junges Leben lassen. Außer der Stadtverwaltung trauern Frau und Kind um den Gatten und Vater. Gie-en-Klein-Linden. sMeWMmM von Gießen und Umgebung treffen sich zwecks Gründung einer Kameradschaft am Montag, dem 10.März,20ttlrr Gastbaus,,Zum Lamm , Hortt-Weßel-Wall. Neuheitenbeschaffung für In- und Ausland, Tauschmöglichketten. Berns WöetW Wen e.B. Canöesoerönnö süöroenöutfdiianö Frankfurt am Main. imD Der Geslügelzüchterverein Gießen - Klein • Linden hatte seine Mitglieder für Donnerstag abend zur Jahreshauptversammlung in die Wirtschaft von Franz Rathenow eingeladen. Der stellv. Dereinsfüh- rer Georg Lutz begrüßte insbesondere den Vertreter der Partei und die auf Urlaub weilenden Vereinsmitglieder. Aus dem Jahresbericht, von dem Schriftführer erstattet, war zu entnehmen, daß der Verein im verflossenen Jahr 5 Mitgliederversammlungen und einen Kameradschaftsabend abgehalten hatte. Die Mitgliederzahl betrug 34 mit einem Tierbestand von 433 Hühnern und 65 Tauben. Die schon in den früheren Jahren durchgeführte Beratung der ländlichen, nichtorganisierten Geflügelhalter wurde weiter ausgeübt. Die örtliche Werbe- schau, verbunden mit einer Lehrschau, am 4. und 5. Januar, war mit 69 Hühnern, 13 Zwerghühnern und 21 Tauben beschickt gewesen. Mit den im tfelbc stehenden Kameraden wurde die Verbindung durch Zusendung von Liebesgaben uni), Briefen aufrecht erhalten. Den Kassenbericht gab'Kassenwart Otto Lippert. Die Kasse zeigte einen günstigen Stand, sie wird nach Prüfung der Rechnung in einer päteren Sitzung Genehmigung finden. Der stellv. Vereinsführer Lutz sprach noch über die Eierbewirtschaftung und über Fütterungsfragen, wahrend der Schriftwart nvch Bericht erstattete über die Versammlung der Vereinsführer von Oberhessen und den die innersekretorischen Drüsen als Rohstoff für öle Gewinnung wichtiger Heilmittel verarbeitet. So wird z. B. aus Pankreas (Bauchspeicheldrüse) das Insulin als bestes Mittel gegen die Zuckerkrankheit gewonnen. Weiterhin findet Pankreas Verwendung für technische Produkte, in der Hauptsache zur Herstellung von Lederbeize und als Entschlichtungsmittel für. die Texttlindustrie. Die Nebennieren enthalten das wichtige Adrenalin und das Hormon des Nebennierenmarks. Die Verwendung des Adrenalins z. B. verursacht eine schnelle und vorübergehende Erhöhung des Blutdrucks, des Blutzuckergehaltes und eine lokale Gefäßverengeruna. Mit gutem Erfolg werden diese Stoffe auch als Heilmittel bei Der sog. Addisonschen Krankheit des Menschen angewandt. Aus den Epithelkörperchen (Nebenschleimdrüsen) wird ein Extrakt gewonnen, der den Kalziumgehalt des Blutserums erhöht. Er wird mit gutem Erfolg bei Tetanien verabreicht, die auf Mangel an Nebenschilddrüse beruhen, also postoperativ nach Kropsoperationen, außerdem mit gutem Erfolg bei Puerperaleklampsie und Tetanie der Kinder. Die Verabreichung des Epithelkörperchenextraktes in vielen Krankheitsfällen dieser Art wirkt direkt lebensrettend. Die Hinterlappender angrenzenden Kreise, die am 9. Februar in Gießen stattgefunden hatte. Nach weiterem Gedankenaustausch über Züchterfragen schloß der Beaus« tragt*, der Partei, Pg. Wilhelm Germer, die Versammlung in üblicher Weise. Gießener rvochenmarklpreise. Nachstehende Preise sind Handlerpreise und verstehen sich ür A-Ware Für 0-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * G i e ß e n , 8. März. Auf dem heutigen Wochen« markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM.» Matte 30 Npf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Wirsing, X kg 11 bis 14, ©eißtraut b bis 12, Rotkraut 12 bis 14, gelbe Rüben 12, rote Äubm 10 bis 12, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 10, Zwiebeln 15, Schwarzwurzeln 26, Feldsalat 4 RM., 10 Rps., SHepfcl X- kg 28 bis 40 Lauch 24 Sellerie 21 bis 23, Blumenkohl, das Stuck 50 bis 60, Endivien 20 Rpf. Vier RegeSn, um mit dem Herdputz auszukommen: 1. Nur die handwarme Herdplatte putzen Sie brauchen dann weniger Pufzmitlel 2. Den Putzlappen immer feucht halten _ des Putzmittel isodann ergiebiger, 3. Statt mitweiJiem Lappen nachzupoHei ren, einfach eine zusammengeknullte Zeitung nehmen. So Sparen Sie Putzlappen 4. Nur Qualitäts-Herd putz kaufen weil Sie damit die beste Putzwirkung habe» WEEN Herdputzpulver aus der - Fabrik $ ist gut und ausgiebig. Hieraus geht hervor, daß noch reiche Möglichkeiten i zur vollen Deckung des Bedarfs an Tierkorpermehl I aus inländischen Rohstoffen vorhanden sind. Besonders bemerkenswert ijt, daß sich die Tierkörpermehl- ' fabrik in Garbenteich bereits auf ein neues Der- * fahren zur besseren Ausnutzung der Anfälle umge- i stellt hat. Es wird dort durch neuere Apparate das I Leimwasser mit zu dem Tierkörpermehl beigetrock- i net, so daß eine größere Ausbeute entsteht. Seit etwa einem Jahr wird im Gießener Schlacht- Hof auch die Schweineenthäutung durchge- 1 führt. Zuerst wurde dabei nach der sog. Dresdner Methode verfahren. Es hat sich aber erwiesen, daß die Dauchhaut des Schweines für Zwecke der Lederverarbeitung nicht zu verwenden ist und in vielen Fällen infolge Beschädigungen überhaupt nicht gebraucht werden kann. Deshalb wird seit kurzer Zeit die sog. Crouponierung durchgeführt, d. h. es wird hur der Croupon, die Rückenhaut, des Schweines genommen. Zu diesem Zwecke wird das Schwein in lauwarmem Wasser sauber gewaschen und am Bauch und an den Beinen mit einem flüssigen Enthaarungsmittel bestrichen und sodann rasiert. Hierauf kann die Rückenhaut in ungebrühtem und gerd- fähigem Zustand gewonnen werden. Sie dient vor allem zur Herstellung wckyerdichter Stiefel und anderer Gegenstände. Das großartige Leder aus der Rückenhaut des Schweines wird zweifellos auch nach dem Kriege seinen Platz behaupten und zur Herstellung feinster Lederwaren verwendet werden, die allerdings im Preis nicht zu den billigsten gehören dürften. In Verbindung mit der deutschen Qualitätsarbeit wird dieses Produkt sicherlich auch ein besonders geschätzter Ausfuhrartikel sein, der vermutlich sogar in Amerika, trotz der dortigen großen Fleischpackereien mit ihrer schematischen Schnellarbeit, guten Anklang finden wird. Schließlich noch ein Wort über die Schweine- borsten, die wir vor dem Kriege unnötigerweise in großem Ausmaß aus dem Ausland eingeführt haben. Im Inlands hat man früher diese Abfälle der Schweineschlachtung als wertlos angesehen und vom wirtschaftlichen Standpunkt aus für unwesent- lich erachtet, da der Begriff der nationalen Produktion und ihrer Wichtigkeit noch nicht in die Denkweise der früheren verantwortlichen Stellen einge- gangen war. Es ist erstaunlich, daß z. B. — nach einer Arbeit des Tierarztes Dr. Heide über „Anfall und Verwertung der Schweineborsten in Deutschland", geschrieben im Anschluß an seine Aus- bilbung im Gießener Schlachthof — von 1898 bis 1913 alljährlich über 3000 Tonnen Schweineborsten im Werte von 5 bis 7000 RM. je Tonne aus dem Ausland eingeführt wurden. Bei der restlosen Sammlung der Schweineborsten in den deutschen Schlachthösen können nach den Berechnungen Heides jährlich rund 5,5 Millionen Kilo Schweineborsten im Wert von rund 1,8 Millionen RM. gewonnen werden. Dabei sind der Berechnung die Schlachtzahlen von 1933 mit rund 18 Millionen Schweinen zu Grunde gelegt, die heute jedoch wesentlich höher liegen und natürlich auch einen höheren Borstenertrag enthalten. Welche Verwertungsmöglichketten für diesen Rohstoff der deutschen Wirtschaft bestehen, kann man beispielsweise schon aus der Tatsache erkennen, daß heute Polsterm bei, die man früher mit ausländischem Roßhaar füllte, in gleich guter, ja sogar in noch besserer Weise mit gesponnenem beut- (hem Tierhaar ausgestattet werben, das mchts andere« ist als die verarbeiteten Schweineborsten. Und GIMendeLNüttev! Liefert Eure überschüssige Muttermilch ab! Biele .ranke Säuglinge müssen zugrunde geben, weil es ihnen nn Muttermilch fehlt. Dav muß und iantt vermieden werden, wenn alle grauen, dw Uber- schlissige Milch haben, bune unter der selb wer- stündlichen Boraussebung peinlicher Sauberkeit aö- vritzen oder abpunwen. denkt daran, daß Eure eigenen Kinder Jliuner, einmal fo trank sein tonnen. Helft das wertvolle Gut unseres Volkes ertialteuh Turch fo gespendeteMuttermilchzeig'?U)rinschontterWeise edelste Hilfsbereitschaft und größtes,Verantwor- unasbewußtsein Eurem Volke gegenüber. TCitffor wenn?chrüberschüssigeMilchbabt,dana Mttlles, wendet Euch wrort an die Univern als- Kinderklinik Gießen, Fricdrichttr. l6, Anxuf 20bi. Die dortige ^raiienmilch-Samnielttelle gibt Euch jede weitere notwendige Äuskunft, ebenso amü jede Hebamme und Sürforgcschwetter. 'ach den Richtlinien der Reichsarbettsgemeinschaft für Mutter und Kind werden für den Lner ^vrauen« milch RM. 2,50 vergütet und wahrend des Krieges außei der Rährmittelttttage für iede stillende Mu er nocb 250 Gramm Fleisch und 12;) Gramm But er vro Woche als Sonderzulage gewahrt. 6061 u Universitäts- Staat!. Ge.sundbeitsamt Kinderklinik Gießen Gießen des Blutes, für die menschliche Ernährung gewonnen. Außerdem kann „sibnsoltes" Blut zentrifugiert iinb In Helles Blutplasma und dunkelrote Blutkör- »erchen getrennt werden. Während sich die Blutkörperchen zu Blutwurst verarbeiten lassen, kann bas Blutplasma zur Herstellung aller Koch- und Brüh« immA, AAecke» Sie es euck so. Ver* wende" Sie aber «um Eindoser» dl* „ Würste Verwendung finden. Wertvolle tterische Eiweißstoffe, die vorher für die menschliche Ernährung verlorengingen, können durch diese Art der Blutverarbeltung nutzbar gemacht werden. Don großer Bedeutung ist weiterhin die Verwen- Lung der bei der Fleischbeschau anfallenden Konti s k a t e, b. h. ber genußuntauglichen Organe unb Tierkörper. Alle diese Teile werben in ben Tierkörperverwertungsanstalten zu Tierkörpermehl, Fett und Leim verarbeitet. Welches Ausmaß diese Verwertung erreicht, mögen einige Zahlen beweisen. Nach einer Berechnung des Tierarztes Dr. Lanzerath, die er in einer Arbeit über „Die Verwertung der Kadaver und Schlachtkonfiskate in Deutschland im Jahre 1933" wahrend seiner Tätig- (eit im Gießener Schlachthof anstellte, wurden aus rund 569 000 Doppelzentner Rohmaterial im Jahre 1933 insgesamt 248 694 Doppelzentner Tierkörper- mehl und 97 705 Doppelzentner Fett hergestellt. Bei der restlosen Verwertung aller tierischen Anfälle in Deutschland im Jahre 1933 hätte sich aber eine Mehrerzeugung von 200 707 Doppelzentner Tierkörpermehl und 84 470 Doppelzentner Fett im Werte von 6 bis 7 Millionen RM. erzielen lassen. Volkshalle Gießen H TURNE 1171 D im März 1941 1166D » M i Molttestraße 21 1181 D 1183 0 Ihre Vermählung geben bekannt 0823 Ihre Vermählung geben bekannt 1180V iGLORIfil 1174 D 0797 Ihre Vermählung geben bekannt Na Ihre Vermählung geben bekannt ein film des Oberkommandos des Heeres vis Dienstag den ii. fflärz emldMeßliA 0856 Ein nettes Schmuckstück hii 8), 1049 D 0829, JNH.HERBERT HERZOG Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Sri K Hi D0| pii ini tu QF UHR MACH ERMEI 5TE R GIESSEN 5EUERSWEG 54 RUF 3875 Gießen Woljstraße 8 Oie Verlobung unserer Tochter Margot mit Hm. Oberleutnant Arnold Zimmer beehren wir uns anzuzeigen August Kübel und Frau Maria Kübel Der Karten-Vorverkauf ist geschlossen. — Karten, auch numerierte Plätze nur noch an der Tageskasse. — Kassenöffnung jeweils eine Stunde vor Beginn — Die Halle ist gut geheizt Meine Verlobung mit Fräulein Margot Kübel beehre ich mich anzuzeigen 2. Deutsche Kriegsmeisterschaft für Bereichsmannschaften ♦ Vorrunde der Bereiche Mitte, Südwest, Mittelrhein, Hessen Gießen lAm Megelpfad 24), 6. März 1941 z. 3 St. Fosephskrankenhaus Willy Leyh, Feldwebel Anni Leyh, geb. Schmidt Herzlichst danken wir allen lieben Freunden und Kunden für die vielen Glückwumche und Ausmerk- samkeuen anläßlich unserer Vermählung Bin eigenes fions jetzt planmWg vorbereiten! Eil W M äoui Arnold Zimmer Oberleutnant der Fliegertruppe an wi W Sri an: jai Po jj: Cp S bla r *Qn Kücken schon jetzt bes eilen Nulzgellö'elhoi Treis (Hessen) über Gießen Inh.HRrmaDnKrause Vom Reichsnährstand anerkannte Vermehrungszucht nogD weißer Leghorn. Stück 60 Pf. PflLPST Giessen, J z.Z Gießen Senckenbergstraße 13 Wilhelm Hahn llffz. in einer Feldelnhelt Elli Hahn, geb. Seulmg i Unfl i| Äon I muo jiet)i nt rui1 h dik Ei , Rl Jur ha! ■k '!■ bat uni ■ Äi rmWHW&s der grosse JSdjlag! dein ötodtsh sein kann jtöcrTag, Kurt Horeyseck Frau Gertrud, geb, Sommer Betwrtw IDEAL- •. ERIKA-Scbr* mcKhmee tat ein Beweii Ke den Erfolg des Grundsetxeei QUALITÄT UND MtÄZISIOM lieoerälvaiireiüoß: Baums 8 Treibt Gieben Bahnhofstr.26 Ruf 3700. 399 u Am Dienstag, dem 18. März 1941, beginnt in Gieben in der Schillerschule, Eingang Schillerstrabe, um 20 Uhr, ein Grund ausbildungskursus des Deutschen Roten Kreuzes in erster Hilfeleistung zur Vorbereitung für die Dienstleistung im Deutschen Noten Kreuz. — Anmeldungen von Männern, Frauen und Mädchen im Alter von 17% Jahren ab, können, soweit dies noch nicht geschehen, in der Rettungsstelle der DRK.-Bereitschast (m) Gieben 1 in Gieben, Sonnenstrabe 2, bis zum 16. März 1941 erfolgen. Deutsches Rotes Kreuz, Kreisstelle Gießen. Ernst Seyer llffz. z. Z. im Felde und Dina Beyer, geb. Alt Gießen, den 8. März 1941 Lrandgaffe 4 Eine schlanke Figur das ist der Wunsch vieler, die mit den Jahren unerwünschtes Fett angesetzt haben. Das vor. zügliche Pflanzen. Präparat Gelb«-Drops macht schlank, ohne »o schaden. Kurp. 2,75, Großp. 10.- RM. 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Kriegsmarine) Ebelstraße 17 als Konlinnalions - Geschenk finden Sie In reicher Auswahl bei Ihiei [otd Rüdell M ei' Mgl' ■trnoi Keton Knäbii ■65 * Milli Mchisl ■jein; Des großen Erfolges wegen spielen wir den film Sonntag, den 9. mär?, io30 Utjr vormittags In eine Sonder-früh-vorsteli ung 10 Uhr: Beginn der Kämpfe. 14üUhr: Hauptveranstaltung. Die Kämpfe - «»m werden umrahmt durch Kleinkinderturnen, Tanz und Gymnastik der SOttÜÄelCJf dCIl 9» IVlaliZ Turnerinnen. — Es wirkt mit der Musikzug der SA.-Standarte 116 ...................................... — Sr( . bre , ld)r irei ine h Ihn | De .5 kni Gießen-Wieseck S.März 1941 Gießen-Wieseck z.Z. im Felde Philosophenstraße' 6 __________________________________________________________________1200D Unkostenbeitrag 20 Rpf. Einmaliger Besuch genügt! Leiterin: Frau Marie Alves, Hannover Damen für Vortrags-Reisetätigkeit gesucht. Zu melden vor und nach den Vorträgen 1186 D Alt ib'Sl! Ineie । |# |röer »jrznf IM Mil" Ws V -i'i Mnet Wlisi^ ■ llnb Mlltk |t eie, IfJIll J il ines Schwabestraße 7 Im Marz 1941 Trohe Alten-Äuseck Hauptstr. IS Hosburgstr. 41 den S. März 1941 Schmalkalden i.Th. Gießen-Wieseck z.Z. Stuttgart-Möhringen Grabeniiraße 31 ö. März 1941 EeskllernilWil öet SlhIoWlllllllig für den Kreis Wen. Lehrlinge, welche ihre Lehre bis einschließlich 31. Mai 1941 beenden, baden sich bis zum 15. März 1941 hieizu in Gießen,Mäusdurg 12, 2. Stock, anzumelden. 1165 D Bourgeois, Obermeister. Monklöonri von3 bls 20 v H crtla,ten Sie 6ei wieder NdCnidödU holten Verflftentlichunoen einer Anzeigei Für Gieben und Umgebung! Nochmals verlängert! Bitte ausschneiden Wenn Kleidergeld und Punkte rar, Nimm den „Goldenen Schnitt“ und spar! Einladung an alle Hausfrauen und Töchter! Zuschneideschau Neues aus Altem! Gut zugeschnitten ist halb genäht! Heuchelheim: Schule, Gartenstr., Montag, den 10. März, 16 und 20 Uhr Gießen: Hotel Bayrischer Hof, Bahnhofstr., Dienstag u. Mittwoch, 11.u. 12. März, jeweils 10.30, 16 und 20 Uhr DER GOLDENE SCHNITT« 8./«. Man W41 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Mderhellen) r. 57 Zweites Blatt Grüße an die Turner. Erfolg. 15.38 Uhr. Hniplhnim Balin- der Vorstellung um irr id uijr uw A — Kameradschaft | Ligen Besuchern möglich, sich eine Opernoorsteüung M Heil Hitler! Backhaus, Kreisleiter. Oie Besten von Kassel und Karlsruhe sind in Gießen dabei. Verdunkelungszeit 8. März von 19.14 bis 7.55 Uhr. 9. März von 19.15 bis 7.53 Uhr. Helmut Bantz (Speyer, nach einer Hebung am Reck. — (Aiifn.: Schultz.) trotz Krieg in Form einer Großveranstaltung durch, geführt werden kann, den verdienten und erwarteten ** B e f ö r d e r u n g. Der Matrose Karl B au m Gießen, Keplerstraße 5 wohnhaft, wurde zum Maat befördert. *♦ 87 Jahre alt. Rechnungsrat a. D. Michael Bauer, Gießen, Alicenstraße '9, wird am 9. März 87 Jahre alt. Der alte Herr war lange Jahre Rechner der Katholischen Kirchengemeinde m Gießen Dem Jubilar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. im Sladttheater Gießen anzusehen. Am Abend wird Zellers Operette ..Der Vogelhandler wiederholt. Musikalische Leitung Arthur Apelt. Spielleitung Intendant Hans W Klein Bühnenbild Karl Löffler. Tanzleitung Irmgard Trömel. Die Partie der Kurfürstin singt in dieser Vorstellung für d>e erkrankte Gabriele Possinke Anni Asston. Beide Vorstellungen außer Miete. Ortszeit für den 9. März. Sonnenaufgang 7.56 Uhr, Sonnenuntergang 19.17 Uhr. — Monduntergang 5.22 Uhr. Mondausgang 14.29 Uhr. Ortszeit für den 10. März. Sonnenaufgang 7.54 Uhr, Sonnenuntergang 19.19 Uhr. — Monduntergang 6.02 Uhr, Mondaufgang Jakob Kiefer (Kreuznach) nach einer Uebung an den Ringen bei den deutschen Meisterschaften 1939 in Hildesheim. — (Aufn.: Heine.) Oie Mannschaften der vier Bereiche. Wir haben die Mannschaften der vier Bereiche in mehreren Betrachtungen bereits eingehend gewürdigt. Da in den letzten Tagen noch kleine Aen- derungen in den Mannschaftsaufstellungen eingetreten sind, geben wir nachstehend nochmals eine tune Zusammenfassung. .. . Mitte: Ernst Tetzner, Mtv. Altenburg (Thur.)-, Walter Baumbach, Tv. Zella-Mehlis; Willis Bauer, Tv. Ruhla i. Thür.; Fritz Limburg, Tv. Ruhla; Alfred Müller, Tuspo. Leuna; Kurt Krotzsch, Tuspo. Leuna. Ersatzmann: Adolf Böhm, Tu po. Halle an der Saale. Durchschnittsalter 32 Jahre. Mannschaftsführer und Kampfrichter: Bereichsman- nerturnwart Paul Rietzold, Gera-Langenberg. Mittelrhein: Fritz Metternich, Neuwied; Erwin Holzkämper, Neuwied; Hugo Kabza, Troisdorf; Eberhard Frenger, Köln-Mülheim; Kurt Hahn, Köln (W.-Marine); Jakob Kiefer, Bad Kreuznach (W-Heer); Ersatzmann: Stefan Linzenich, Aachen. Durchschnittsalter 24 Jahre. Mannschaftsfuhrer und Kampfrichter: Bereichsmännerturnwart Kolla Esser, ^©üb id e ft: Walter Rosenberger, Betr. Sport- aem. Vogt & Haeffner, Frankfurt a. M. ; Albert Zel- keken-, Tqrn. Eintracht Franks«, a. 2)1. (W..Heer): Helmut Bantz, V. f. L. Speyer; Emil Hlmetzky, Vogt & Haeffner, Frankfurt a. M. (W.-Heer); Ludwig Metz, Tgm. Frankfurt a. M.-Bockenheim (W.-Heer); Richard Reuther, T. u. Spg. Ludwigshafen-Oppau. Ersatzturner: Georg Führer, Spg. Neustadt; Heinrich Henkel, Vogt & Haeffner, Frankfurt a. M. Durchschnittsalter 28 Jahre. Mannschaftsfuhrer und Die Partei hat ein ganz besonderes Interesse daran, daß das deutsche Volk gesund und wehrtüchtig ist, denn nur ein gesundes Volk ist zu den höchsten Leistungen fähig. Der NSRL. ist d i e Organisation, die vom Führer mit der sportlichen Ertüchtigung des ganzen deutschen Volkes beauftragt worden ist. Der Sportbezirk Gießen hat den Sport auch während des Krieges nicht ruhen lassen, sondern hat schon während des ersten Kriegsjahres Turn- und Sporttage mit Tausenden von Volksgenossen abgehalten. Die Ausrichtung des Vorrundenkampfes um die Deutsche Mannschaftsmeister- schäft im Gerätturnen bedeutet eine Krönung der gesamten Sportarbeit, die hier in Gießen geleistet worden ist. Wenn am 9. März Spitzenleistungen hervorragender Turner gezeigt werden, dann sollen diese Leistungen dazu anregen, das Ideal verwirklichen zu helfen, daß jeder Deutsche im Sport eine für die Volksgemeinschaft lebensnotwendige Aufgabe erblickt. , .. Ich wünsche den Kämpfen in Gießen den besten T^-eskalender für Samstag. NSG „Kraft durch Freude": Uhr im Stadttheater Der Biberpelz". - Gloria-Palast, Seltersweg: ,Sieg im Westen" - Lichtspielhaus, Bahn Hofstraße: „Unser kleiner Junge . - Meister deutscher Turnkunst am Start. Bier Bereiche in Gießen im Vorrundenkampf um die Deutsche Mannschafismeisterschast Den Meisterturnern, die aus Anlaß des Vorrundenkampfes um die 2. Deutsche Kr^^melster- schaft aus den Bereichen Mitte, Südwest, Mittelrhein und Hessen des NSRL. in unsere Stadt gekommen sind, entbiete ich den herzlichsten Willkommgruß. Möge dieser Bereichsmannschaftskampf, der Nun sind die Soldatenbriefe die wichtigsten. Welch eine Fülle des Erlebens, welcher Strom von Liebe und Sehnsucht fließt durch sie von ihnen zu uns von uns zu ihnen! Aus dem wundervolle Briefe erhalten: „Deine l den Gruße — ich halte beide Hände auf, und weiße Bluten blätter fallen hinein. Sturm oll sie rmrbe n unb tanzen machen, aber in der Stille der Rächt sollen sie sich weich auf mein Herz legem Was ist^W hr- hcit? Frag ich noch? Los oom Ich, hin zum Du. „Niemand hat größere Liebe, denn daß er sein Leben lässet für seine Feinde" - darin ist alle Wahrheit, alle Schöndelt Das ist alles lstuck^dm Michels gefallen 1918 ) „Dankbar bm ich immer von neuem für das Gleichgewicht des Herzens, das mir nie ernstlich erschüttert worden ist .. Ich habe das geruhige, innere Wissen, daß al es, was mtt mir geschieht und geschehen kann, Teil einer lebendigen Entwicklung ist über Die nichts Totes ME hat . " Wenige Tage nach diesem Briefe starb Walter Flex den Heldentod. L- L1DL Dornoiizen. Am morgigen Sonntag wird nachmittags nochmals die beliebte Volksoper lieflanD" von d Awert wiederholt. Die musikalische Leitung hat Otto Zöllner die Spielleitung Hans A. Schewe. Der Beginn der'Vorstellung um 15 15 Uhr macht es auswar- zahl erkämpft. Allein aus der Spitzengruppe der ! 25 Besten von Karlsruhe werden wir morgen 8 Turnern begegnen, und zwar dem Deutschen Geraimel- ster Kurt Krötzsch, der m Karlsruhe Dritter wurde, Alfred Müller und Richard Reuther (gemeinsam 10. Sieger), Helmut B a n tz (12. Sieger), Jakob Kiefer (15. Sieger), Fritz Limburg (16 Sieger), Kurt Hahn (17. Sieger), Walter Baumbach (23. Sieger). Don den Teilnehmern des morgigen Kampfes waren bei den Deutschen Gerätmeisterschaften 1941 außerdem noch erfolgreich. Franz Sieger, Otto Gergs, Kurt Schoneich, Aböls Böhm, Eberhard Frenger. Tlir Eine stattliche Zahl der morgen antretenden Turner gehört der deutschen Nationalmannschaft an und hat in der Deutschlandriege schon öfters ckn Gastturnen im Reich und im befreundeten Ausland teilgenommen. Krötzsch, Mu l le r und Limburg waren bei den Weltmeisterschaften in Budapest erfolgreich und haben in Länderkämpfen gegen Finnland, Ungarn und Italien deutsche Siege erkämpfen helfen. Für die Mannschaft, die am du. März in Stuttgart den Länderkampf gegen Ungarn bestreiten wird,' sind von den Turnern der Gießener Vorrunde allein drei Turner vorgesehen: Krotzsch, Kiefer und Bantz. Aus den Turnern, deren Leistungen wir morgen bewundern werden, konnte der Reichsmännerturnwart eine Nationalmannschaft aufstellen, die in jedem internationalen Wettbewerb sich erfolgreich zeigen würde. !!lus der Stadl Gießen. ,Hat ein Briesie«, im Schnabel .. ■ Ob es nun von dem Schatz oder von der Mutter Gruß ist, einerlei, es ist em Brief! Wieviel 1 riefe sind wohl schon geschrieben worden, seit den < naschen die mündliche Uebermittlung von Nach- ijiten nicht mehr genügte? Naturvölker kennen Hur den Boten, ihre Ausiräge sind einfach. Meist । jren es die Kriege, die Raubzüge, die Botschaften I rlangten, die aber den ganzen Stamm betrafen, (rft mit der wachsenden Kultur wurde das Be- jrfnis der einzelnen nach gegenseitigen Mittei- ngen größer. Bald war es eine Tontafel, bald n Täfelchen aus Baumrinde, in das Runen zeichnet wurden, später gab es das mit lateinischen chriftzeichen bedeckte Pergament und schließlich — Kampfrichter: Bereichsmännerturnwart Martin Geb. °Krack, la. «ad tzamburg'Kir. darf; Kurt Schoneich, Id£rbad) An on Kaiser Tv 1846 Gießen (W.-Lu twaste), Adolf Fink, C.T Hessen-Preußen Kassel ^olize')^ Franz Sieger, C. T. Hessen-Preußen Kassel Otto Gergs, A.C.T Kassel; Ersatzturner: Kurt Lede kind, A.C.T. Kassel, August Eberspacher, Tv. .8 e denkopf. Durchschnittsalter 30 Fahre. Mannschafts sichrer und Kampfrichter: Bereichsmännerturnwart Richard Becker, Kassel. Die Turner haben in dem zur Durchführung kom- menden Wettkampf Kürübungen an Reck Barren, auf dem Boden, über das Langpferd und an den Ringen zu leisten Der Kampf beginnt am vor- mittaq. Ausgesührt wird uon iamthd)en Wilern der Pferdsprung. Je drei Turner leder Mannfchait turnen außerdem die Boden- und die Ringubung. Die Hauptveranstaltung am Nachmittag bring! das Turnen am Reck und Barren, sowie die restlichen Uebunqen im Bodenturnen und an den Ringen. Umrahmt wird der Kamps am Nachmittag von Vorführungen im Frauenturnen (Tv. 1846 Gießen Tv. Wetzlar) und im Kinderturnen (Tv 1846 Gießen). Die alte hessische Turnerstadt Gießen hat mor- 1 gen einen großen Tag. Er wird allen Freunden der f deutschen Turnkunst, die zu Tausenden aus nah und ' fern nach Gießen kommen, reiches Erleben bringen. is Papier. .. Und was für eine Fülle von Briefarten strömt an auf uns ein! Geschäfts- und Werbebriefe, rauer- und Beileidsbriefe, Soldaten- und Mutter- Hefe, Liebesbriefe und Abschiedsbriefe! Richard Dehmel sagt von seinen Briefen: „Ich ibe vieles, das in meinen Büchern keinen Platz -it, in meinen Briefen niedergelegt. Sie sind wie ein Hauch, Ausdrucksform meines Wesens, Telle meines Gesamtwertes." Das kann wohl für viele imitier gelten, man denke nur an Rainer Maria Ute, den unermüdlichen Briefschreiber, und an arl Hauptmanns Briefe „Leben mit Freunden . Aohl jede solcher Zusammenstellungen, die oerosfent- cht wurde, hat dazu beigetragen, dem Leser die, die inst ihre tiefsten Gedanken und Empfindungen dem Papier anoertrauten, menschlich nahezubringen. Stil und Form sind oft im Wandel der Zeiten ' nders geworden, gerade dadurch haben solche Briefe I ft einen ganz eigenen Reiz: „Herzliebster Papa, ! d) glaube, Jhro Gnaden werden von Tante schon i vernommen haben, daß wir gesund sein hier an- cekvmmen. Ihre Majestät die Königin ist mir gar jtnabiq, hat mir auch schon ein Hündchen geschenket. Das Schälchen vor die Königin habe ich noch nicht überliefern können, weil mein Zeug noch auf dem ! 5d)iff und von unseren Leuten auch noch zurucke ; ein; Gott gebe, daß sie nicht ersoffen sein, es wäre onsten ein schlechter Possen." So schrieb Lieselot e ',on der Pfalz im Jahre 1659. Dreitau end Briefe inb uns von ihr erhalten, die wertvolle geschlcht- ! üche Quellen darstellen. Eine andere Fran, die Mutter Goethes, schrieb $50 Jahre später ebenso köstliche Briefe aus dem ilten Frankfurt: „Könnten Sie den Tochtermann i eben, den Frau la Roche ihrer zweyten Tochter Louise aufhängen will! Gestern stellte sie mir das Ungeheur vor. Großer Gott!'.! Wenn mich der zur Königin der Erden — Americka mit eingeja)lo||en — , rnuajen wollie; so — gebe ich ihm emen Korb. Er j sieht aus — wie der Teufel in der 7. Bitte in । Suchers Catechismus — ist |o dumm wie em Heu , Vjerd — und zu allem feinem Unglück ist Er Huss- , rach. Wann ich von all dem Zeug was begreife; jo will iü) zur Auster werden." Ganz anoers ais die Briefe der Frau Rat sind die von Wilhelm von Humboldt „an eine Freundin . Sie sind m Inhalt und Sprache das Urbtib Der Ruhe und Wurde: „Tausend Dank, liebe Eharlotte, für Ihren mir sehr erwünscht gewesenen Brief. Ich habe es immer sehr gern, wenn ich, indem ich einen Brief schreibe, einen zur Beantwortung vor mir habe Recht wenige Menschen haben einen Begriff unb einen Sinn für die Mitteilung von Gebauten, Ideen unb Empfindungen. Was ich deuttich suhle, ist ein großes Verlangen, was ich über Gegenstände inneren Bewußtseins empfinde, mit den Erfahrungen anderer zu vergleichen. Unb wenn es keinen anberen Grund gegenseitiger Mitteilung im Menschengeschlecht gäbe, so wäre schon dies gewiß em hinlänglicher." (1827.) So trocken uns d>-(° «riefe erscheinen mögen, einer edlen Frau waren sie lange Lebensiahre hindurch ein Heiligtum. Wie sich auch die Zeiten ändern mögen, unveränderbar gleich bleiben Glück und Schmerz der Liebe! Die schönsten Briefe sind daher die Liebesbriefe, in denen dieses tiefe Erleben fernen Niederschlag gefunden hat, und aus denen uns die ungebrochene und unmittelbare Kraft des Emsch"^s anweht. Luftige und sprühende Briefe schrieb Mozart an feine Konstanze: „Wenn ich Dem liebes Porträt aus feinem Arrest herausnehme^fo sage ich: Grüß Dich Gott, Stenzerl — Gruß Dich Gott, Spitzbub ... Und wenn ich es wieder hmemtue, so laß ich es so nach unb nach herunterrutfchen unb sage immer: Nu — Nu — Nu —, °ber mü bem gewissen Nachbruck, den dieses so viel besagende Wort erfordert, und bei dem letzten schnell: Gute Nacht, Mausert, schlaf gesund." Napoleons Briese an Joseftne zeigen die ganze Kraft seines Gefühls, obwohl sie hastig als Unterbrechung großer, welterschutternder Taten, geschrieben wurden: „Jeder Augenblick entfernt mich weiter von Dir, und mit jedem Augenblick werden meine Kräfte, die Trennung zu ertragen geringes Unaufhörlich gedenke ich Deiner, angebetetes Mannschaftskämpfe im Gerätturnen sind erst nach dem Weltkriege aufgekommen. Es gab Sunacyst . Städtekämpfe von Turnermannschuften, erst spater , fanden sich auch Gaue der früheren Deutschen Tur- nerschast im Mannschaftswettbewerb zusammen. Einer der ersten dieser Gaukampfe kam, von Ehrengauoberturnwart Wilhelm W i l l (Gießen) ange- regt und geleitet, am 13. Oktober 1929 m Der Gießener Volkshalle zum Austrag. Die frühereni DT.- Gaue Frankfurt, Rhein-Mosel und Hessen standen sich mit sehr starken Mannschaften gegenüber und ließen den Kamps zu einem Erlebnis seltener Art werden. Namen wie Ernst Winter (Frankfurt a. M. , der spätere Weltmeister am Reck, Willi Sinnwell (Bad-Nauheim), Adolf Fink (Marburg), Georg Pfeiffer (Frankfurt a. M.), die mir m der Volkshalle turnen sahen, hatten damals in Der deutschen Turnerwelt einen besonderen Klang. Mehr als ein Jahrzehnt ist seitdem ins Land gegangen. Es ist in der Geschichte der deutschen Gera - tunst das Jahrzehnt, welches das deutsche Gerätturnen zu einer Reife und Vollendung geführt hat, wie man sie vorher kaum zu ahnen wagte. Der Aufstieg Des deutschen Turnens zu Ansehen und internationaler Geltung hat sich unter dem unermüdlichen Einsatz von Reichsmännerturnwart Martin Schneider in dieser Zeit vollzoaen. Deutschland ist mit seinen einzigen Erfolgen bei den Olympischen ’ Spielen 1936 in Berlin und mit der Bewahrung in - zahlreichen Länderkämpsen die erste lurnnation Der > Welt geworden. Eine neue Turnergeneratton steht heute da, immer wieder aus dem unerschöpflichen Kräfteborn Nachwuchs erhaltend, ein Turnergeschlecht, dessen Leistungen einen vorher noch nie erreichten Stand darstellen. ehemaliger 118-r. Gießen: 20 Uhr im Lichtbildervortrag über Kolonien. — 1889/1939. 20 Uhr Gasthof Boller Zusammenkunft. — vberhes- sischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brandplatz. , v ... _ , lagesfalenber für Sonntag. Hitler-Jugend: 16.30 Uhr in der Großen Aula der Universität „Festliche Musiken alter Meister . — NSRL • 10 UH unb 14.30 Uhr in der Dolkshalle Turnen Deutsch- Meisterschafts-Vorrunde. - Stad - theater: 15.15 bis. 18 Uhr ..Tiefland . IS bis 9? Uhr Der Vogelhändler". — Gloria-Palast. Sel- tersweg: „Sieg im Westen". - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unser kleiner Junge . - Reichs- bahn-Kameradschaftswerk. Ortsverbanb Gießen. 1530 Uhr im „Burghof" Jahreshauptversammlung. - Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellungen im Stabttheater unb im Turmhaus am Lrandplatz. 5tal)f(f)ca(er Gießen. Erfolg bringen! 1 * B 9 Heil Hitler! Ritter, Oberbürgermeister. * Zum erstenmal richtet der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen in Gießen einen turnerischen Großkampf aus, der Zeugnis ablegen wird von der Aktivist des deutschen Sportlebens gerade im Kriege. Srärker als je, stärker als im Frieden drängt der deutsche Mensch, drängt vor allem die deutsche Jugend heute zu den Leibes- Übungen, damit beispielgebend von der ungebrochenen Kraft eines jungen Volkes und die Pflicht erkennend, die ihr die Zeit stellt. Der NSRL., beauftragt vom Führer, die Leibeserziehung des deutschen Volkes auszurichten, übernimmt damit eine wesentliche politische Aufgabe. Den Sportbezirk Gießen erfüllt das Vertrauen, das ihm durch den Auftrag, eine Reichsveranstal- tung durchzuführen, entgegengebracht wurde mit tiefer Genugtuung. Er leitet daraus die Pflicht ab, noch mehr als seither sich einzusetzen für das ihm obliegende Erziehungswerk. Die Leistungen der Meister deutscher Turnkunst, das hervorragende Können der Auserwählten werden helfen, die in Angriff genommene Arbeit auf noch breiterer Grundlage aufzubauen. Heil Hitler! Stein, stellv. Sportbezirksführer. Dürfen Rheumatiker Fleisch essen! babWM1 »=°r 'SÄÄR'ÄfÄ »on Wum° und raubt öarfteUe...Heute wM°n rU. 6qb dies doch nur sehr bedingt rlckttg ist. öu rerw- lichcr iZ-letschgenun ist Ücker ungünstig, aber völliges ^nrHnfipn uon sviclfd) und anderen eiweißhaltigen relcbUd>en®emük!' Dbft" beliebt. SBübtl« ift eine l» «“«gj knavve und mäßige Kost und das Lorttaüen auer Reizmittel. , .. ...... Nickt zu vernachlässigen ist auch die Ih?r Sässs » feg mirfi hei (SJicnt Neuralgien, Ischias, Grtvve und Er« kltunaskranköeiten. Togal-Tabletten wirken schmerz. E w und stellen Arbettsfä.) g. kett und Wohlbefinden balö wieder her. Togal ver. dient auch 3br Vertrauen! Sie bekommen Togal zum Preise von M —.99 und M 2.42 in teder Avotbek^ Kostenlos erhalten Sie das interessante, iarbtge Buch „Der Kamps gegen Rheuma Nervenschmerzen und Er. kältungskrankheiten vom Togalwerk, München 8-Oi2. Zwei Hochfeste der Turnkunst haben zu Beginn dieses Jahres vor aller Wett deutlich gezeigt, baß auch selbst währenb des Krieges die deutsche Turnkunst nichts von ihrer stolzen Leistungshohe einge- büßt hat: Die Reichswettkämpfe der besten deut eben Nachwuchsturner (Jahrgänge 1918/22) in K a s s e l (mit über 100 Teilnehmern) unb bie 2. Deutsche Krieqs-Gerätmeisterschaften in Karlsruhe mit ebenfalls rund 100 Bewerbern aus allen Bereichen (Gauen) Großdeutschlands. Daß wir morgen nun die seltene Gelegenheit haben in dem Vorrundenkampf der Bereiche Mitte, Mittelrhein, Südwest und Hessen um die 2. Kriegs- meisterschaft im Bereichsmannschaftskampf der Tur- nur eine ganze Reihe der Männer zu begegnen dis in Kas el und Karlsruhe zu den Besten zahlten, laßt । alle Turn- und Sportfreunde Dem morgigen Turn- i großkarnpf in der Bolkshalle zu Gieße n mit ge- ! fpanntefter Erwartung entgegensehen. Don den Teil- ! nehmern der großen Kasseler Leistungsprufung des Nachwuchses werden wir morgen Den 1. unb Reichssieger Jakob Kiefer unb ben 3. Sieger und zweimaligen Deutschen Jugendmeister Helmut Bantz im Kamps fth-n, ferner Eberhard Frenger und den Gießener ‘Union Kaiser, lieber bte halste der am Gießener Kamps beteiligten 24 Turner hat sich in Karlsruhe bie zu einem Sieg erforberliche Punkt- e rk. Inwieweit dies bisher geschehen ist, fi hlenmäszige Ueberblick, der die Verhältnis w Rohstoffe aus -en Schlachtungen. Sine Unterredung mit -em Direktor -es Gießener Schlachthofes Alle diese Probleme bedingen eine laufende be» rufserzieherische Betreuung durch die Deutsche Arbeitsfront im Berufserziehungs' " ' ^oU der Wenn Augen versagen Magnus-Brillen fragen! Das Deutsche Berufserziehungswerk im Kriege. Rückblick und Ausblick in Gießen. — Neue Maßnahmen zur beruflichen Leistungssteigerung. Vom KreiSborufSwalter Müller, Deutsche Arbeitsfront KreiSwaltung Wetterau, Gießen. öffentlichen und privaten Lebens im bisherigen Reichsgebiet. Alle in Angriff zu nehmenden Aufbau» und Ausbauarbeiten erfordern die Mobilisierung ber letzten Leistungsreserven. Reserven an Menschen sind nicht mehr vorhanden, vielmehr besteht fühl» barer Mangel an Arbeitskräften, was bewirkte, baß letzt schon eine große Anzahl ausländischer und fremostämmiger Arbeitskräfte im Reich beschäftigt sind. Diese ausländischen und fremdstämmigen Ar» beitskräfte, die auch in Zukunft in mindestens dem» selben Matze beschästigt werden, sollen dem deut» schen Arbeiter untergeordnet sein, d. h.. datz der deutsche schaffende Mensch die Qualitätsarbeit verrichtet, während der fremde Arbeiter ihm für Hilfsdienste untersteht. Notwendig ist dann allerdings, datz der deutsche schaffende Mensch leistungstüchtig ist. datz er vom Hilfsarbel» ter zum Facharbeiter, mindestens aber zum angelernten Arbeiter aufrückt. Die Verwertung der Abfallstoffe bei den Schlachtungen erfolgte noch bis vor einigen Jahren nicht in der Weise, die vom gesamtwirtschaftlichen Standpunkt aus dringend wünschenswert gewesen wäre. Zum Teil wurden die Abfallstoffe sogar geworfen. Dm Rahmen der Di zahlenmäßige Ueberblick. der die Verhältnisse im Kreis Wetterau darlegt, vermitteln, während in weiteren Ausführungen die für das Sommerhalbjahr geplanten Maßnahmen den Schaffenden des Kreises Wetterau zur Kenntnis gegeben werden sollen. Vei Erkältung, Grippegesahr ist es abwegig, den geschwächten Organismus durch Trinke.i größerer Flüssiakeitsmengen. die nicht selten dem Herzen abträglich sind, auch noch anzustrengen. Unschädlich und doch wirksam ist aber folgende bewährte Kur: 1—2 Eßlöffel Klosterfrau-Melissenge.st und 1—2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa der hoppelten Menge kochenden Wassers gut verrühren. Diese Mischung sofort nach dem Zubettgehen mög» llchst heiß trinken und dann schwitzen. Wenn not« wendig, wird diese Anwendung 1- bis 2mal wiederholt. Zur Nachkur und um Rückfällen entgegenzu- wirken, nehme man noch einige Tage, und zwar 2- bis 3mal täglich, besonders abends, einen Teelöffel Klosterfrau-Melisfengeist in einer Tasse Pfefferminz« oder anderem Tee. Machen auch Sie einmal einen Versuch! Den bekannten Klosterfrau-Melissengeist in der blauen Packung mit den drei Nonnen erhalten Sie bet Ihrem Apotheker oder Drogisten und in Reformhäusern in Flaschen zu RM. 2,80, 1,65 und 0,90 (Inhalt: 100, 50 und 25 ccm). Vergessen Sie ihn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf! Die Wirkung von Klosterfrau-Melissengeist wird Sie gewiß befriedigen. gemeinschaften für taufm. und techn. Iunggehllfe» und Lehrlinge u. a. m. Im Sommerhalbjahr 1941 sollen wieder neue Lehrgemeinschaften, Aufbaukameradschaften und Arbeitsgemeinschaften in verstärktem Matz« eingesetzt werden. Für die Gruppen „Handel* „Eisen und Metall" und insbesondere „Bau" ist eine Erweiterung und ein Ausbau der bisher durchge- führten Maßnahmen ins Auge gefaßt. Besondere Maßnahmen, wie „Vom Hilfsarbeiter zum Polier* „Dom Hilfsbuchhalter zum Bilanzbuchhalter . „Dom Schreiber zum Korefpondenten" und „Vom Hilfs» arbeiter zum technischen Zeichner" werden ein» gesetzt. In diesen Berufserziehungs» und Förde» rungsmatznahmen werden die Hilfskräfte, die die geistige und charakterliche Voraussetzung mitbrin» gen, in ihren Kenntnissen und Fertigkeiten soweit gebracht, daß sie für qualifizierte Arbeiten auf dem entsprechenden Sektor eingesetzt werden können. Dies gilt besonders für die Bauberufe, denn hier ist fühlbarer Nachwuchsmangel in den letzten Iah, ren aufgetreten. Für die in Zukunft zu erwartenden großen Bauvorhaben — hier sei nur wieder an den großzügigen Wohnungs- und Siedlunarbau nach dem Kriege gedacht — müssen Fachkräfte in ausreichender Zahl vorhanden sein, und diese können wiederum nur aus den Reihen der Hilfskräfte herangebildet werden. Es wird mit eine der Aufgaben der Baubetriebe fein, hier helfend and unterstützend einzugreifen und, wenn es geht, selbst Maßnahmen zu ergreifen, die den Facharbeitermangel in den Bauberufen beseitigen helfen. (Schluß folgt!) diese im Betrieb sofort praktisch anwenden zu können. Als Uebungsleiter stehen zum grötzten Teil Be- triebspraktiker zur Verfügung, Schon hierdurch ist die praktische Unterweisung garantiert. Bisher wurden im Berufserziehungswerk, Uebungsstätte Gießen, berufliche Förderungsmaßnahmen für die Gruppen „Handel", „Elfen und Metall", „Elektro- und Rundfunktechnik^, „Verkehr", „Buchdrucker" und .Hausgehilfinnen durchgefübrt. Erwähnt feien insbesondere Oie Lehrgemeänschaften und Aufbaukameradschaften in „Kurzschrift" und „Maschinenschreiben", „Gutes Deutsch", „Buchführung", sowohl doppelte als auch einfache Buchführung, „Unternehmung und Steuern . „Techn. Zeichnen"^. „Techn. Rechnen", „Elektrotechnik", „Rundfunktechnik", „Mathematik", Förderlehr« iufl dringe! J. Zum T, , ,, , u nutzlos weg- lahmen der Dierjahresplan- wirtschaft mit dem Ziel, alle Rohstoffquellen nn Lande bis zur letzten Möglichkeit auszunutzen, trat auch in der Verwertung der Abfälle bei den Schlachtungen ein grundlegender Wandel zum Besseren ein. lieber die Verwertung dieser Nebenprodukte haben wir uns mit dem Direktor des Gießener Schlachthofes, Stadtoberveterinärrat Dozent Dr. mca. vet. Keller unterholten. Das Ergebnis der Unterredung bringen die nachstehenden Zeilen. 3500 Doppelzentner innersekretorischer Drüsen im Geldwert von rund 363 000 RM. gesammelt wurden, bestand bei restloser Erfassung aller Drüsen die begründete Aussicht auf eine Steigerungsmöglichkeit auf rund 23 000 Doppelzentner im Werte von 2 350000 RM., wenn alle Schlachthöfe in Orten über 20 000 Einwohnern dafür in Anspruch genommen würden. Seit einigen Jahren ist nun die Sammlung der innersekretorischen Drüsen in den deutschen Schlacht- Höfen regelmäßig im Gange. Für Den Gießener Schlachthof ist eine Firma zugelassen, die die Sammlung durch einen Beauftragten, einen früheren Gießener Metzgermeister, durchführen läßt. Die Fleischer- Innung Gießen hat in verständnisvoller und ent- gegenfommenber Weise die Sammlung der Drüsen und anderer Nebenprodukte, wie z. B. Rückenmark und Galle, aus den von ihren Mitgliedern geschlachteten Tieren gestattet. Die Sammlung dieser Materialien darf nur von gesunden Tieren, die als tauglich abgestempelt sind, vorgenommen werden. Die bei dieser Sammlung anfallenden Stoffe werden im Kühlhaus des Schlachthofes aufbewahrt und in großen Kisten, die mit einer Kochsalzmischung als Kältemittel versehen sind, in frischem Zustand zur Verwertung an die chemischen Fabriken versandt. In den chemisch-pharmazeutischen Fabriken wer» Die im Herbst 1940 eingesetzten Berusser - ziehungs Maßnahmen, m der Hauptsache Lehrgemeinschaften und Aufbaukame- r a d s ch a f t e n , gehen ihrem Ende entgegen, b. h. sie werden nach Beendigung in der Folgestufe roei- ter geführt, um die Teilnehmer zu abgeschlossenem Wissen und abgerundeten Kenntnissen au bringen. Die Arbeit des Sommerhalbjahres 1941 wird in einigen Wochen beginnen, und es lohnt sich Daher, jetzt einen kurzen Rückblick aus die während Des Krieges geleistete Aufbauarbeit im Dienste der Sei- ftungsertudjtigung der schaffenden deutschen Menschen zu halten. Die Kriegserklärung der Feindmächte Anfang September 1939 hat naturgemäß auch in der Be- rufserziehungsarbeit einen kurzen Rückschlag erzeugt, der sich aus Einberufungen zum Wehrdienst, organisatorischen Umstellungen, Fahrplaneinschrän- kungen bei der Reichsbahn, Verdunklungsmaßnah- men u. a. ergab. Im September 1939 mußten bereits laufende Berufserziehungsmaßnahmen auf einige Zeit unterbrochen werben, neue Maßnahmen lüuroen in ihrem Einsatz verzögert, bis die durch (Einberufungen bei dem Uebungsleiterftab entstandenen Lücken vollwertig ausgesullt waren und die Arbeit unter Anpassung an die veränderten Verhältnisse wieder in vollem Umfange ausgenommen werben konnte. Anfang Oktober 1939 arbeitete die Uebungs ft äffte Gießen roieber ohne Einschränkungen. Die Teilnehmerzahlen Haden sich zwar etwas gesenkt, bies war ober burch zeilbebingte Verhältnisse bamals erklärlich. Bei Beginn ber neuen Maßnahmen im Januar 1940 waren jedoch auch diese Erscheinungen nicht mehr zu beobachten, vielmehr hat sich gezeigt, dah die Schaffenden die Notwendigkeit erkannten, jetzt erst recht ihre beruflichen Leistungen zu steigern, um die entstandenen Lücken vollwertig ausfüllen zu können. Trotz 93er- bunflung, Kälte. Mehrarbeit im Betrieb und vor- übergehender Schließung der Uebungsstätten hat sich die Berufserziehungsarbeit zu Anfang des Jahres 1940 so gut entwickelt, daß eine 4 0-v.H-Stei' gerung gegenüber derselben Zeit des Vorjahres festgestellt werden konnte. Diese Steigerung hat im Laufe des Jahres 1940 noch zugenommen und betrug Ende 1940 9 5 v. H. gegenüber dem Jahre 1 939, d h. also, daß im Jahre 1940 fast doppelt soviel Berufserziehungsmaßnahmen durch- gefühtt wurden, als im Jahre 1939. Hierbei muß noch besonders berücksichtigt werden, daß das Jahr 1939 erst ab Septemoer Kriegsjahr war. während im Jahre 1940 alle bereits erwähnten Erschwernisie kamen. Die stetige Aufklärungsentwicklung im Berufserziehungswerk läßt also klar erkennen, baß die Erziehungsarbeit ber Partei auf bem Gebiete der Berufserziehung ihre Früchte trägt, denn es muß berücksichtigt werden, daß es sich bei dem Besuch der Uebungsstätten der DAF. nicht um Zwangsmaßnahmen handelt, sondern jeder Schaffende aus freiem Ermessen kommen kann, um sich beruflich zu vervollkommnen. Die Erziehungsarbeit der Partei hat die berufstätigen Volksgenossen zu der Erkenntnis gebracht, dah Höch st lei st ungen auf allen Gebieten des täglichen Lebens verlangt werden müssen, und ein großer Teil der schaffenden Menschen hat außer dieser Erkenntnis die Folgerungen gezogen und suchte und fand im Berufserziehungswerk die Möglichkeit der Erweiterung und Vertiefung oller beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Schon jetzt, zu Beginn des Jahres 1941, ist zu erkennen, daß eine weitere Steigerung der Besucherzahl zu erwarten Ist. Am Ende dieses Krieges wird der totale Sieg stehen. Diese Gewißheit ist unumstößlich. Der totale Sieg muß aber für die Dauer errungen werden und erfordert daher nach dem Kriege erst recht besondere Kraftanftrengungen. Denken wir nur an das großzügige Wohnungsbauprogramm des Führers, denken wir weiter an den Aufbau in den neugewonnenen Gebieten im Osten und Westen, nicht zu vergessen der Aufbau auf allen Gebieten des Die berufliche Förderung erfolgt im Berufs-; erziehungswerk nicht in zusammenhanglosen Einzels Maßnahmen vielmehr roiro der Veiucher über die | einzelnen Stufen und Schwierigkeitsgrade vom Kennen und Können und letzten Endes zum Beherrschen der beruflichen Funktion gebracht. Die Unterweisungen und Hebungen sind eng an die Praxis angelehnt, so dah kein w.rklichkeilsfremdes, trockenes Wissen vermittelt wird, sondern Kenntnisse und Fertigkeiten, die den Teilnehmer befähigen,1 Im Sommerhalbjahr 1939 wurden 30 Berufserziehungsmaßnahmen fördernder Art durchgeführt. An diesen Lerusserziehungsmaßnahmen haben sich 697 Volksgenossen beteiligt. Es wurden im Sommerhalbjahr 1939 insgesamt 1178 Uebungs- stunden gehalten. Durchschnittlich haben sich an jeder Berufserziehungsmaßnahme 23 Volksgenossen beteiligt. Im Sommerhalbjahr 1 940 war eine wesentliche Steigerung sowohl Der Zahl ber Maß» nahmen, als auch der Teilnehmerzahl zu verzeichnen. Naturgemäß wurden auch entsprechend mehr Uebungsftunhen, und zwar Insgesamt 1749, abgehalten. Im Sommerhalbjahr haben durchschnittlich an jeder Berufserziehungsmaßnahme 22 Volksgenossen teilgenommen. Es wurden 53 Maßnahmen mit 1159 Teilnehmern durchgeführt. In ber Zahl ber Maßnahmen ergibt sich also eine Steigerung um 76 v. H., während in ber Teilnehmerzahl eine Steigerung um 66,3 v. H. festzustellen ist. Allein aus ber Gegenüberstellung ber beiden Sommerhalbjahre 1939 und 1940 ist ohne weiteres zu erkennen, in welchem Maße die Berufserziehungsarbeit der Deut- schen Arbeitsfront sich wachsenden Zuspruchs erfreut, zumal wenn man bedenkt, daß es sich bei den Verglerchsjahren bei ersterem um ein Friedensjahr, bei letzterem um ein Kriegsjahr handelt, wobei noch besonders zu beachten ist, daß ein großer Teil normalerweise das Berufserziehungswerk besuchender Volksgenosien unter den Waffen steht. Auch im ersten Kriegswinterhalbjahr 1 93 9/40 ist gegenüber dem Sommerhalbiahr 1939 eine Vermehrung der durchgeführten Maßnahmen, wie auch der Teilnehmer- und Uebungsstundenzahl »ellen. Lediglich der Tellnehmerdurchschnltt aßnahme hat sich von 23 auf 20 gesenkt. Es wurden 42 Berufserziehungsmaßnahmen mit 852 Teilnehmern in 1716 Uebungsftunben durchgeführt. Wenn man bedenkt, daß gerade Im Winterhalbjahr 1939/40 durch Die strenge Kälte, die Verdunklung, schlechtere Zugverbindungen für die auswärtigen Besucher, besondere Erschwernisse auftraten, so ist die Steigerung ber Berufserziehungsarbeit unter diesen Gesichtspunkten als außerordentlich zu beachten. Im Winterhalbjahr 1940/41 ist noch eine weitere Steigerung zu verzeichnen. Wurden vom 1. Oktober 1939 bis 30. April 1940 insgesamt 42 Maßnahmen durchgeführt. so sind es in Der Zeit vom 1. Oktober 1940 bis zum 10. Februar 1941 bereits 50 Maßnahmen. Diese Zahl wirb sich aber bis zum 30. April 1941 noch auf etwa 60 Maßnahmen erhöhen. Es haben vom 1. Oktober 1940 bis jetzt 1122 Teilnehmer die Berufserziehungs- Maßnahmen besucht, die über insgesamt 1607 Uebungsstunden bei einer durchschnittlichen Teilnehme r.^chl von 22 durchgeführt wurden. Die Uebungsi stundenzahl wird sich bis zum 30. April 1941 ebenfalls noch wesentlich erhöhen. Bereits im Jahre 1936, als auf dem Gebiet« der Verwertung der Nebenprodukte von Schlachtungen noch keine Maßnahmen zur allgemeinen Nutzbarmachung im Reiche getroffen waren wurden auf Anregung von Dr. Keller wissenschaftliche Dorarbel- ten im Rahmen des veterinärmedizlnl chcn Unter- richte im Gießener Schlachthof Durchgeführt, Die Das Ziel hatten, der praktischen Nutzbarmachung Der Schlachtabfälle Die Weg« zu ebnen. Diese Arbeiten waren mit die Grundlagen Der bald Darauf allenthalben in Deutschland einsetzenden Aktion zur Sammlung und Verwertung Innersekretorischer Drüsen und anderer Schlachtabfälle als Rohstoffe für die chemisch-pharmazeutische und für Die technische Industrie. In einer Doktorarbeit des Tierarztes Dr. Decker aus Dem Jahre 1936 wurde die Sammlung aller in Deutschland anfallenden inner- sekretorischen Drüsen in sämtlichen deutschen Schlachthöfen in Orten über 20 000 Einwohnern empfohlen. Aus sorgfältig angestellten Berechnungen wurde nicht nur die Möglichkeit Der vollen Deckung des Deutschen Bedarfs an diesem wichtigen Rohstoff ermittelt, sondern sogar noch Die einer Ausfuhr nach anderen Ländern betont. Daher wurden folgende Vorschläge gemacht: 1. Die Einfuhr innersekretorischer Drüsen nach Deutschland grundsätzlich zu verbieten. 2. Mindestpreise für die Gewichtseinheit jedes Organs festzusetzen. 3. Den Sammlern eine geordnete Bezahlung zu gewährleisten. 4. durch Anordnung des Reiches für alle deutschen Schlachthöfe die Sammlung Der innersekretorischen Drüsen zur Verwendung als Rohmaterial in Industrie und Technik verbindlich zu machen. Au» hem damals vorliegenden Material ging schon hervor, daß bei her Einschaltung aller, deutschen Schlachthöfe in diese Sammelaktion eine bedeutende Steigerungsmöglich- keit zu erwarten war. Während im Jahre 1935 rund AnMWnsuföerMk. Roman non An fleuftiöt. 8 Fortsetzung. (Nachdruck verboten ! Er vermied es klugerweise, ihren Namen zu nennen. „Was gibts?" Einen Herzschlag zögerte sie noch schöpfte Luft wie zu einem Sprung, der Das Leben retten kann oder es ganz vernichtet. „Ich komme!" flüsterte sie Dann. „Ich komme! Hörst du. Henry?" „Wann?" fragte er. „Reise ab, wie mir es besprochen haben! Erwarte mich in Berlin! Ich weiß noch nicht, wann ich hier wegkomme. aber es wird bald, sehr bald sein ... nur wenige Tage — übermorgen vielleicht ... Auf Wiedersehen, Henry!" „Auf Wiedersehen!" gab er zurück. Charlotte legte den Hörer auf die Gabel. Sie war tief erschöpft und bedeckte die Augen mit der Hand. Als sie sie wieder aufschlug, fiel ihr Blick auf ein Iugendbildnis ihrer Mutter, das an her gegenüberliegenden Wand hing. Die verschüchterten Augen sahen sie in hilfloser Sorge und stummem Vorwurf an. Sie wendete das Gesicht ab und schlich auf Zehenspitzen aus dem Zimmer. » Wenn es vom Turm her Iohannlskirche am Markt mit mühselig scheppernden Rasselgeräuschen Mitternacht fd)(ug. lag ganz Oschnitz wie ausgeftor» ben da. Eine dumpfe Verschlagenheit breitete sich wie eine dicke, brutwarme Federhecke über Die ganze Stabt. Wer um biefe Zeit noch burch hie leeren Straßen hastete, war verdächtig, und Herr Krapp, ber Nachtschutzmann, berichtete Darüber am nächsten Morgen seiner Frau, bie äußerst begabt barin war, bem heimlichen Tun ihrer Mitbürger auf die Spur zu kommen, und des Ergebnis ihrer Nachforschungen weiter zu verbreiten. Charlotte saß im Dunkeln an bem halbgeöffneten Fenster ihres Zimmers unb lauschte auf hie Schläge ber Turmuhr. In ber Lautlosigkeit ber nächtlichen Stadt fielen Die Glockenschlage wie Steine in ein mooriges, unergründlich tiefes Gewässer. In ihrem Zimmer war es unerträglich schwül. Die kühle Luft, hie von draußen hereinweyte, empfand sie wie ein wohltuendes Bad. Sie trug nur ihren seidenen Schlafanzug — ein streng verpöntes Kleidungsstück übrigens, kn hem sie sich weder vor Frau Triebsch noch vor ihrer Mutter sehen lassen Dürfte — unb hatte ihren Körper so völlig entspannt, baß sie ihn wie etwas Frcmbes empfanb. Jetzt, Da ihr Entschluß feststand, war sie ruhiger SemorDen. Sie würbe also fliehen, bieses Haus unb schnitz und alles anbere verlassen. Sie würbe keinen zu ihrem Vertrauten machen, nicht einmal (Bert, sondern würde sich heimlich daoonschleichen. Und in dieser Nacht durchdachte sie ihr Vorhaben in allen Einzelheiten,, erwog jedes Hindernis und jede möglich Schwierigkeit. Sic bedachte, daß es unmöglich fei, einfach zum Oschnitzer Bahnhof zu gehen und eine Karte nach Berlin zu kaufen. Der Schalterbeamte kannte sie, wußte ebensogut wie jeher andere Oschnitzer von ihren Beziehungen zu Lasard unb würbe sich sofort zusammenreimen, zu wem ihre Reise gehen sollte. Vielleicht würbe er sogar auf ben Gedanken kommen. sich ein Verdienst zu erwerben und im Hause Mathcsius anzurufen. Wollte sie unbehelligt bleiben und vor allem ihren Fluchtweg verschleiern, so mußte sie Im Auto nach Breslau fahren, unb es so einrichten, daß sie ben Zug erreichte, ber am frühen Morgen Breslau in Richtung Berlin verlieh. Zwar war sie keine besonders geübte Autolenkerin, unb bie nächtliche Fahrt über die bergigen, kurvenreichen Straßen mürbe schwierig sein: blieb bas Wetter aber trocken, so traute sie sich zu, ben Wagen und sich selber ohne Zwischenfall ans Ziel zu bringen. In Breslau würde sie den Wagen in einer Garage abstellen unb bitten, ihn Im Laufe Des nächsten Tages nach Oschnitz zurückzubringen. Das alles erschien Ihr verhältnismäßig leicht. Schwieriger war schon bie Ueberlegung, welchen Wagen sie benutzen sollte. Am sichersten fuhr sie in Gerts neuem Auto. Auf gemeinsamen Fahrten hatte sie es genau kennengelernt, und sogar Gert, ber in dieser Hinsicht nicht leicht zufriebenzustellen war, hatte ihr bestätigt, daß sie Den Wagen „gut in Der HanD" habe. Sicherlich aber geriete er sofort in Den Verdacht, mit ihr unter einer Decke zu stecken, wenn sie gerade in feinem Wagen ihre Flucht antrat. Unb In diesen Verdacht Durfte sie ihn nicht bringen. Arn schnellsten von ben anderen Wagen war Die große Reiselimousine ihres Vaters, der .Tank', wie (Bert Den Wagen nannte. Aber sie fürchtete sich vor dem schweren Ungetüm und hatte auch noch nie hinter Deren LenkraD gesessen. Sie Durfte auf keinen Fall unterwegs liegenbleiben. Schließlich entfchleD sie sich für Stefans Wagen, einen Viersitzer, Den sie schon einige Male gesteuert hatte, unb ber auch bestimmt in mustergültiger Ordnung war. Was Stefan gehörte, war immer in Orbnung. Seine unantastbare Korrektheit würde ihn auch vor bem Verbacht schützen, ihr Helfers- bienfte geleistet zu haben. Stefans (Betrage befanh sich neben feinem Hause, Das dort lag, wo bie neue Siehlung entstehen sollte. Sin Reserveschlüssel für die Garage und ein zweiter Schaltschlüssel hingen in der Diele. Es konnte nicht schwer sein, beide morgen während des Besuches an sich zu bringen. Herr Krapp, der Nachtschutzmann, kam auf feinen Kontrollgängen fast nie in die Nähe von Stefans Haus. Von ihm wäre eine Entdeckung nur bann ZU befürchten, wenn sie ben geraden Weg nach Breslau einschlagen würbe, ber quer durch Oschnitz führte. Sie mußte den anderen nehmen, der zwar weiter war und über weniger gute Straßen führte, dafür aber mehr Sicherheit vor einer Entdeckung bot. 2ln Gepäck würde sie nur bas Notwendigste mitnehmen, wie Henry ihr geraten hatte. Und Geld? Charlotte Dachte zwar auch an diese Frage, aber ber Uederslutz, in dem sie bisher gelebt hatte, trübte ihr Den Blick für Die Wichtigkeit unD ben Wert Des Gelbes. Von ihrer letzten Reife hatte sie noch einen kleinen Ueberschuß nach Hause gebracht, ihr Taschengelb für biesen Monat war noch nicht angegriffen, und so konnte sie über ungefähr dreihundert Mark verfügen. Für ben Notfall blieben ihr her Smaragbring unb ihre Halskette mit her Perle. Kostbarkeiten von besonderem Wert waren das zwar nicht, denn im Hause Mathesius war Luxus verpönt, aber einige Hundert Mark wurden sich vielleicht herausschlagen lasten. Alles Dies überlegte sie. Sie sah sich Deutlich In einer Nacht wie dieser durch ben Stabtgarten hasten, in Den dunklen „Wall^ einbiegen, ber Die Stabt an Dieser Seite umgrenzt?, unD beobachtete sich selber bejm vorsichtigen Oeffnen Der Gattentür vor Stefans Haus. Sie fuhr davon. Die Scheinwerfer tasteten mit ihren bleichen Lichtarmen über dke dunklen WänDe Der Waldungen, über Die weibgetünchten Bäume an Den Kurven Der LanDstraße. Verschlafene Dörfer sanken zurück in Die Stille. Der Motor surrte. Aus dem erleuchteten Zifferblatt Der Tachometers zitterte ruhelos Der Zeiger. Unten in der Ebene, noch fern und ungewiß, stand rötlich wolkiger Schein. Das war die Stadt, auf Die fle zufuhr. Sie erlebte Diese BilDer ganz deutlich unD gegenständlich, aber wie sie nun weiter Vordringen wollt« in den sehnsüchtig herbeigewünschten Traum, stand sie plötzlich wie vor dicken Nebelwänden, in Denen ihr Weg sich verlor. Sie empfand voller Angst Die Gewißheit, Daß sie ihr Ziel nie erreichen werDe. Mit keiner Straft gelang es ihr mehr, sich ihre An« kunft in Berlin vorzustellen, das Wiedersehen mit Henry, die offenen Türen Der Welt, Durch Die er sie führen wollte. Die Dunkelheit um sie her stand wie eine umklammernde Mauer ohne Durchlaß, unüberftelgbar ragend unb starr. vie raffte sich aus ihrer Verlorenheit mit jäher Anstrengung empor und öffnete noch weiter das Fenster. Die Luft war herb, duftete nach feuchter Erde und verwesendem Laub. Tausend ungewisse Gefahren lauerten im Dunkel. Sie stand ohnmächtig vor ihnen wie ein Kind, Das zum ersten Mal« seine hoffnungslose Vereinzelung und die feindselig« Unbarmherzigkeit her Welt erkennt. ♦ Aus her Glasveranbo, Die sich an Der einen (Bie« belwanD von Stefans Haus befand, sah man rechts über das unregelmäßige Dächergewirr von Oschnitz, unb weiter links dehnten sich die Werke aus Lrs hatte hier Den Kaffeetifch gedeckt, als Charlotte ein« traf. Am Vormittag fei Gert „auf einen Sprung" ha« gewesen und habe bei ihr gefrühstückt, berichtete Lis, unb Charlotte machte dazu ein argwöhnisches Gesicht. „Wahrscheinlich hat er dir Ratschläge erteilt, wie bu mich am besten wieder zur Vernunft bringen kannst?" ».Nein. Nur fein Herz wollte er erleichtern unb mir erzählen, welche Sorgen er sich deinetwegen macht." (Fortsetzung folgt) 8./0. mär j 19« Sichrer Anzeiger ISeneral-Anzelger für Wechchen) Nr. 57 Drittes Blatt Die Bern Hilfskreuzer im Weltkriege ist unverzüglich gangen worven. m gewendet wird." der zu» Angewandter Tran Von Karl Lerbv. Möbelhaus JuM daA . ^p/./v^cAcb/d . MoVaU-Uv.^- 29/20 - täliMWbte 2/U. unrecht, an die trockenen und weichen tücfe seiner Werkstatt heran und schnitzle die Marien, die, umgeben von zierlichem Blattergerank und Gezweig, unvergänglich und in ewiger Schönheit aus dem Altar der Herrgottskirche zu Creglingen an der Tauber leuchten und blühen. Die beiden Marien sind fränkische Bäuerinnen und Mägde, deren Schwestern sich noch heute in den Dorfgärten über die Beete voll Blumen und Gemüse beugen. Schwestern der fränkischen Mädchen, die noch heute mit nackten Füßen und geschultertem Bechen zum Heuwenden in die Main- und Tauberwiesen gehen. schäften aus den Reihen der ehemaligen halten- d e u t s d> e ii 5V o r poratIon e n , der volk-deutschen akademischen Berbände und der zahlreich aus den alten Gauen des Reiche» ei»,gefetzten Alten Her- ren schon bereit. Angesichts der im Wartheland vorerst noch schwierigen Lebens- und Wohniingsverholt nisse ist der Betreuung und Unterbringung der Stu dierenden in Posen durch die bereits vollzogene Errichtung des Studenten werk» P o f e n erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet worden. Ein geplantes Studentenhaus wird an Größe und Ausstattung Dabei bediene ich mich keineswegs irgendwelcher neuartigen und mit hochklingenden Namen belegten Flüssigkeiten, die den an sich unzweifelhaft unangenehmen Geschmack des Lebertrans fast unkenntlich machen, sondern ich greife aus den Tran in seiner von alters her üblichen ungemildcrtcn Form zurück^ und zwar weil idy a) jener leider altmodisch gewordenen Gewissenhaftigkeit huldigte, die sich, aller Neuerungssucht fern, vor verantwortungsvollen Entscheidungen an die fldycre Wir- kung des Bewährten halt; und weil ld) b) in der Scheu aller Lebensalter vor schlechtfchmeckenden Heilmitteln eine Berwcichlichung erblicke, die mit unnachsichtlicher spartanischer Strenge an mir selbst und anderen zu bekämpfen ein tiefempfundenes Pflichtgefühl mir gebietet." „Keineswegs leugnen will ich", fuhr Bakelmann, eine Zwischenfrage beantwortend, fort, „daß sich der Durchführung meiner Anordnung in meiner Familie zunächst gewisse Schwierigkeiten in den Weg stellten. Meine Kinder — es sind vier an der Zahl ___ zeigten zunächst nicht übel Lust, sich gegen das Gebot aufzulehnen und in zügelloser Abneigung gegen den Geschmack des Trans die Pflicht zu finb lichem Gehorsam und zur Unterordnung unter die bessere Einsicht zu mißachten. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß ich diese Unbotmäßigkeit mit eifer- ncr Strenge unterdrückt bzw. geahndet habe. seinesgleichen nicht haben. *• ii ii n der Professoren und Dozenten den Reichswirtschajtsmlnlster; aussal- 911111 spielte sich das Bild ab, wie es schon tau- sendfach geschildert worden ist. Zunächst dramatisch gestaltet durch das Moment der Ueberraschung! Schnell hatte man sich in Uebersee nach der Nle- derringung der deutschen Kamvieinheiten wieder In das Gefühl vollkommener Sicherheit zurückgesunden, ja außerhalb der Nordsee und des Mittelmeeres war sogar eine gewisse Sorglosigkeit in Erscheinung getreten. Da wirkte es wie ein Blitz aus heiterem Himmel, als von der „Möwe" her einem englischen 3000-Ionncr das Signal zu kam: „Stoppen Sie sosortl", begleitet von einer Granate, die vor dem Bug des Schisses krepierte. Die Sprach» war deutlich und eindringlich genug, der Engländer verstand und sügte sich in das Unvermeidliche. Ec ging mit seiner Besatzung aus die „Möwe" über, während sein mit Kupfererz beladenes Schis in den Fluten versank. Er sollte fld) nicht langweilen. Schon bald erhielt er Gejellschast, al» die Besatzung eines Kohlendampfero von dem gleichen Geschür Oie Reichsuniversität Posen. Bereits im September 1939, unmittelbar nach der Befreiung der Ostgebiete, gab der Führer den Auftrag, in der Gauhauptstadt Posen des Warteaaues eine Universität zu errichten. Es handelte fid) hierbei keineswegs etwa um eine Wiedererrichtung der ehe maligen Deutschen Akademie, an der ein wirklich planmäßiges Studium nicht durchgesührt werden konnte, sondern um eine der besonderen Bedeutung des wartheländischen Raumes entsprechende Neugründung, für die nur die Stadt Posen den geeigneten Boo-n abgeben konnte. Der Auftrag wurde später noch dahingehend ergänzt, daß die Eröffnung der Universität als Reichsunwersität n o d) während d c s Krieges erfolgen könne. Im Oktober desselben Jahres erging an den seinerzeit noch im Heeresdienst stehenden Leiter des Reichsstuden tenwerkes, - Sturmbannführer Dr. Hanns Streit, der gemeinsame Auftrag des Reichswis- senschaftsministers Rust und des Gauleiters und Reichsstatthalters Greiser, die Borbereitungen für den Aufbau dieser Universität in Posen in Angriff schließlich Raumordnung. Das für Posen besonders bedeutsame Fachgebiet der Agrarpolitik wird in dieser Fakultät von dem Ordinariat für „Agrarpolitik und Siedlungswesen" der Landwirtschaftlichen Fakulät mit vertreten. Die Landwirtschaftliche Fakultät wird dem Eharakter des Warthelandes als Kornkammer des Reiches und als echtes Bauernland enisvrechenb vielseitig besetzt werden. 21 verschiedene Lehrstühle — unter ihnen die für Pflanzenzüchtung. Milchwirt- sd-aft und Molkereiwesen, Technologie und Borratspflege der landwirtlchastlichen Erzeugnisse, Tierzucht und Haustiergenetik, lanbwirtschaftliches Bauwesen und Fisck-ereiwesen — überzeugen ohne weitere Begründung davon, daß hiese Landmirtsd)astlid;e Fakultät der neuen Reidisuniversität der Bedeutung, die der junge deutsche Osten für die gesamte Ernah rungswirtsd)aft des Reiches hat, entspricht. Die Verwaltung der Reichsuniversität Posen wird eine K u r a t o r i a l v e r w a l t u n g etwa nach prcußisd-em Muster sein. Sie ist — wie der gesamte Rcichsgau Wartheland — selbstverständlich eine r e i ch s u n m i 11 e l b a r e Dienststelle. Die Berwaltung gliedert fick; wie üblid) in die staatliche unter dem Kurator und in die akademische unter dem Rektor. Für den Aufbau der Universität stehen neben den laufenden Haushaltsmitteln einschließlich der Schaffung der Wohnungvbauten von leiten des Rcichsflnanzministeriums 25 Millionen RM. in Aus- fidyt. Die großen Universitätsneubauten (einschließ- lid) der Kliniken) sind darin nicht eingeschlossen. Außerhalb der auf die Fakultäten verteilten Seminare und Institute sind in Posen bereits folgende U n i ve rs it ä ts a nst a l te n vorhanden: Staats- und Universitätsbibliothek, Bucküammelstelle und Berschlußbücherei und das Hochschulinstitut für Leibesübungen. Die übrigen notwendigen Institute sind o angelegt, daß sie innerhalb der Fakultät und zu den Hörsalen benachbart liegen. Das wissenschaftliche Rüstzeug wurde laufend ergänzt; in den Büchereien und in der Ausstattung mit Apparaten konnten trotz mancher Schwierigkeiten wesentliche Lücken geschlos- sen werden. In der Landwirtschaftlichen FakuUat int) die Versuchsfelder und -gärten in unmittelbarer Nähe der Institute anyelegt worden. Eine besondere Entscheidung des Reichsführers -- in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums hat cs ermöglicht, der Reichsuniversität au^edehnte Versuchsgüter zur Verfügung zu stellen. Bemerkenswert ist die beabslch- tigtc Entwicklung der bereits erwähnten Bibliothek auf mehr als eine Million Bände. Die auf Weisung des Gauleiters Greiser errichtete Buchsammelstelle führt den wissenschaftlichen Einridytungen des Warthelandes und damit der Wissenschaftsarbeit des ganzen Reiches wertvolles Gcistcsgut in einem Umfange zu, wie es sonst erst in jahrhundertelanger Ar- beit zusammengetragen werden kann. Es braudyt wohl nicht besonders betont zu werden, daß die Reichsuniversität Posen zum Studium nidyt nur im Osten beheimatete junge Männer und Frauen erwartet, sondern vor allem diejenigen deut- scheu Studenten und Studentinnen, die den aktiven Kampf des deutsdyen Volkstums gegen die Polen und die von diesem fremden Volkstum hinterlasse- nen Rückständigkeiten mitkämpfen wollen. Durch ihre großen Ausgaben, den Geist ihrer Wissenschaft lidyen Arbeit und durch ihre Einrichtungen will die neue Reichsuniversität die leistungsfähigen und kämpferischen Charaktere des deutschen Studententums anziehen. Die gegebenen Verhältnisse machen für die nächsten Semester nody eine ausdrückliche Zulassung zum Studium in Posen nötig. Für die zu bildenden Kameradschaften innerhalb des NSD.'Studentenbundes stehen die Altherrenvier Semester umfaßt. , Für die berufliche Ausbildung in den vorgeschrle« denen Bahnen wird die Reichsuniversität Posen in allen Fakultäten die üblichen Lehrstühle besitzen. Darüber hinaus aber wird sie als erste nationalsoziali- stische Neugründung einer deutschen Universität auch in ollen Fakultäten eine Anzahl neuartiger Lehrstuhle errichten. Dieses gilt in besonderem Maße für die Philosophische Fakultät, die ihrer starken Betonung v o l k w i s s n f dy q f 11 i dy c r Fächer wegen den Namen einer „Volks- und geisteswissenschaftlichen" Fakultät verdienen wurde. Hier wird es neben dem Lehrstuhl für deutsckye Vorgeschichte und für deutsche Volkskunde einen weiteren für Bolkslehre einsclyließlich Grenz- und Bolksdeutschtum geben. Erstmalig wird auch ein L e h r st u h l für R a s s e n p o l l t i k geschaffen und ebenfalls erstmalig neben einem für Musikwis- schäft ein solcher für Geschichte und Wesen desmuslkalischenVolksgutes. Völlig neuartig ist auch der Lehrstuhl für Geschuhte und Sprache des Judentums. Das stärkste Interesse verdient schließlich der Lehrstuhl für GeIstes - iind G l a ub e n s g-e sch i ch t e, auf dessen national- sozialistische Wirksamkeit besondere Hoffnung zu setzen man durchaus berechtigt ist. Sie alle und d,e weiteren Lehrstühle für Agrar- und Siedlung s g e s ch i ch t e einschließlich Bauern- und Wirtschaftsgeschichte, für Politische Auslandskunde und für Volks- und Landes- künde der Sowjetunion werden neben den übrigen Lehrstühlen diese Fakultät zu einer der reit» geleistete Arbeit für die neue Relchsunlversi ät and) nur zu streifen. Ob es lid) um Arbeltsgemeiii- Idyaften zur Erforschung der Lebensbedingungen, ob e» ld) um die crften Bauten oder Einrichtungen handelt -- überall sind die vollen Voraussetzungen für die Aufnahme eine» geregelten Lehrbetriebes ge« (troffen worden. .. Da» endgültige Gesicht der neuen Relchsunlversl- tät Posen, die bereit» am 20. April d. Jahre» IhrO Pforten öffnen wird, kann erst durch die vorgesehenen Neubauten großen Stil» gestaltet werden. Der Name Speer bü.zt dafür, daß die Gailhauptstadt bex Warthelande» auch hier da» erhalten wird, was ihrer heutigen uni) vor allem künftigen Bedeutung entspricht. So ist e» denn die Aufgabe der neuen Reichsuniversität, da» Gesicht de» jungen Osten« ruh hirell und geistig mit prägen zu helfen. Sie soll und wird da» lebendige Gewissen de» deutsdyen Geiste» für da» im Osten liegende Schicksal de» deutsdyen Volke» und seine» Reiches sein und bleiben. Mit dein '0. April d.I. beginnt ein neuer Abschnitt deutsdyen Kultursdyns en» im Schicksalsraum der Nation. \V. Bormann betroffen wurde. Und so ging das weiter. Zwar wurden nicht alle Schiffe versenkt, sondern je nach Bedürfnissen behandelt, die sich aus den Ausgaben der „M uve ergaben. Da» größte Beutestück war das 7H00 Tonnen lunsassende englische Schiff „A p p a m", da» von Westasrika mit reicher Ladung, u. a. I Mill. Mark in Goldbarren, aber auch mit deutschen Kriegsgefangenen an Bord, sidy auf dem Weg» nach England befand. Da die „Möwe" allnnilylidy ihr Fassungsvermögen für Gefangene und Waren erschöpft halte, schickte nunmehr Graf Dohna dw „Appam" mit einer Prisenbesatzung nach den 'Bereinigten Staaten, die damals nody neutral waren. Er selbst begab sldy auf die Heimfahrt, die lidy trotz aller Aufmerksamkeit des Feindes ohne Hindernis vollzog. Unter dem Jubel der Bevölkenrng landelo er am 4. März 1910 in Wilhelmshaven. Er Hatto 58 000 Tonnen feindlichen Schiffsraum versenkt. Der Erfolg ermunterte. Ende 1910 lief die „Möwe zum zweiten Mal aus. Sie kam am 22. Marz 1917 zurück. Ende Dezember hatte sie den Prlsenbampseik m nrrombale" mit reicher Beute tu die Heimat entsandt Dm Ergebnis bei zweiten Kreuzerfahn betrug 27 Schiffe mit 123 500 Tonnen, die gleichfalls Im Atlantischen Ozean versenkt worden waren. Den Stillen Ozean suchten sicky als Betätlgungs« selb die beiden Hilfskreuzer „Seeadler" und „W o l f". Ersterer richtete zwar in der stündlichen Schiffahrt der Südesee große Verheerungen an. ober ihm widerfuhr das Unglück, mit seinem Schiff an einem Riff zu scheitern. Er führte zwar den Kaperkrieg mit erbeuteten Fahrzeugen nody weiter, aber schließlich erlag er doch der feindlichen lieber* Zu Tilmans Lebzeiten haben die gekrönte und die ungekrönte Maria des wunderbaren Altors den , roten Schleifstein auf der Hofreite gedreht, und daneben haben die Männer und Väter gestanden, um die Sensen und die langen Messer zu schleifen und zu schärfen. Die Stunde des Aufruhrs war gekvrn- men und die Bauernrache stürmte gegen Schloß und Kloster, um Vergeltung für lange Fron und Pein zu nehmen. Die holden Marien haben außerdem Reisig und Dornwerk, Steine und gekapptes Jungholz in die Hohlwege und vor die Tore der fränkischen Dörfer geschleppt, damit sich in den Hinder- Nissen die schwergevanzerten Ritter und Spießträger verfangen und verstricken sollten. Iy Franken stehen allenthalben noch Brücken au» verwittertem Sandstein, darüber die Bauernmarien auf dem gefcheitelten Kopf den zweimal geknoteten Grasbund trugen. Langsam und gemächlichen Schrit tes, weil die Last schwer und drückend war, gingen ie'einher. Und auf den Brücken blieben die Bauernfrauen manchmal stehen, legten den Grasbund auf has abgescheuerte Sandsteingeländer und, atemholend sahen sie auf den Wasserspiegel nieder. Und der ruhige Wasserspiegel warf die Anmut der Ge- sichtszüge zurück, darin der weiße Schaum der frisch- gemolkenen Milch war, die Bräune des reifenden Sommerweizens und das blasse Rot der Heckenrosen, insgesamt alle Lieblichkeiten, die ein ländlickyes junges Weib in feinem Antlitz hat. Man hat den Eindruck, als ob in dieser Landschaft zwischen Kunst und Wirklichkeit kein Unterfdyicb be- stünde Die mit entrückten Traumgesichtern und gefalteten Händen im Blatt- und Zweiggeranke des Altars stehen, wandeln mit Sichel und Rechen auf Als der Bauernkrieg mit Feuer, Rauch und Blut durch die fränkischen Gaue zog, als unter dem wu- tenben Ritterfchmert die Blüte des Bauernoolkes niederfank und beim Mauersturm von geschleuder- len Steinen und sausenden Kugeln zerschmettert wurde, oder die stumpfe Müdigkeit einer aussichtslosen Flucht auf grundlos gewordenen Feldwegen ich dahinschleppte, da ging Tilman Riemenschnelder, der Bildschnitzer und Würzburger Bürgermeister ge. peinigt von Bauernnot und schreiendem Zeiten« Dennoch habe ich mldi entschlossen, neben diese« unerbittlichen, weit wohlgemeinten väterlichen lln- Nachsichtigkeit die Betätigung kluger und nicht minder wohlgemeinter weiblicher List In gewissem Umfang zuzulassen. Nach einigen Bedenken, die sich gegen eine Belohnung selbstverständlichen Gehorsams richteten, gestattete ich, der wiederholten dring« lidyen Anregung meiner lieben Frau endlidy stott- gebenb, die Ausstellung eines Spartopse«, In den nach erfolgtem Einnehmen des Lebertrans je Kind und Löffel der Betrag von fünf Pfennig getan wurde. Ich ließ mldy dabei, obzwar mit einem gewissen Widerstreben, von der Erkenntnl, leiten, daß durdy die gewissermaßen mildernde Wirkung dieser Belohnung die Zuträglichkeit des Hell* mittels gesördert mlrt> — wie beim ja nun einmal solche Unwägbarkeiten seelischer Art bei ber körperlichen Gesunberhaltung eine nicht wegzuleua« nenbe Rolle spielen: unb baß solche Rechnung mit ber menschlichen Gewinnsucht in Ausnahmefallen zulässig sein könne, wenn ber gute Zweck so offen« sichtlidy ist unb üble Reben- ober Nachwirkungen mit aufmerksamer Strenge ferngehalten ober bö* fcltlgt werben können." „Wunbern muß ich mich", fuhr Bakelmann, eine weitere Zmlsdyenfrage beantwortenb, fort, „baß Im Angesicht eines so völlig klarliegenden Falle» von Ihnen noch die Frage gestellt werben kann, in welcher Welse nach Füllung des Spartopses über dessen Inhalt verfügt wurde. 3dy stelle nicht In Abrede, baß mir aus dem Kreise meiner Kinder, die ich lelbflucrftänblldy hinsichtlich der gewünschten Ber« mendung des von ihnen gewillermaßen uerblenten Geldes befragte, einige leichtfertige, ja geradezu non Vergnügungssucht zeugende Vorschläge gl-macht mürben; während meine Hebe Frau Wünsche! äußerte, denen auf den ersten Blick ber Anschein einer gewissen Zweckmäßigkeit nicht abzusprechen mar, die aber einer Prüfung auf endgültige Notwendigkeit nicht standzuhalten nermoditen. Mit Stolz darf Idy sagen, baß idy allen blefen Versuchen gegenüber unerschütterlich und unbestechlich fest blieb unb teils durch eine zwingende logikbc Beweisführung, teils durdy drakonisdy burdygefülyrto Anordnung die einzig richtige Lösung durchsetzte: Die nämlich, daß ber Inhalt bes Spartopfes jeweils restlos für hie Anschaffung neuen Lebertrans auf* zu nehmen. Wie überall im Wartheland, so standen hier den am Aufbau beteiligten Männern ungeheure Schmie- rigkeiten im Wege, um so mehr, als die Polen die bereits vorhandenen Räumlichkeiten und Einrichtungen völlig verwirtschaftet hatten; überdies hatten fie die Akten und Zeichnungen der Baulickykeiten verschleppt oder ocriiidytct. trofobe andy hier an den Neuaufbau herangegangen worden. Die Reichsuniversität Posen wii.'d eine Voll- Universität werben, die alle Fakultäten — außer der Theologischen — umfaßt. Fett steht die Errich- tung folgender Fakultäten: Philosophie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, Naturwissenschaft, Medizin, Landwirtschaft und Tierheillunde; die Errichtung einer solckyen für Forstwissenschaft ist zur Zeit nody unentschieden. Die Tierärztliche Fakultät wird vor- erst nur mit dem Institut für Tierheilkunde an der Landwirtsdyaftlickyen Fakultät vertreten sein, bis sie nody Errichtung der tierklinischen Neubauten voll an- laufen wird. Die Medizinische Fakultät bietet bis zur Fertigstellung der notwendigen Klinikbauten nur das vorklinische Studium. Alle übrigen Fakultäten werden teils fofort ganz, teils in den wesentlichen Fächern mit ber Eröffnung zum Sommerst'mester 1941 ihren Lehrbetrieb aufnehmen. Dieses gilt besonders für die Landwirtsdyaftliche Fakultät und für das theoretische Studium der Medizin, das die ersten frutbtbarften philosophischen Fakultäten überhaupt machen. ... , , ,. In der Fakultät siir N a t u r w i s s e n s ch a s t e n werden die Lehrstühle für Biochemie, Pflanzen- geographie und für Biologisdye Zoologie ebenfalls den üblidyen Rahmen sprengen. Die Rechts - und W i r t j ch a f t s iv i s s e n s dy a f t l i cky e F a k u l« töt wird sidy im Ordinariat des Oeffentllchen Rech tes die besondere Berücksichtigung be» B o l k s- gruppenredytes und im E^traordinariat des Iugenbrechtev angelegen sein lassen. Außer dem wird im zweiten Lehrstuhl des 'Bürgerlidyen Rechtes das Bauern- unb Bodenr e dy t seine bevorzugte Behandlung finden. Das Handels-, Wirt- schafts- und Arbeitsrecht erhält eine eigene Profest jur ebenso wie im Wirtschaftswisst'nschaftlichen Sektor die Wiltschasts- und Verkehrsgeographie ein Die. immer wiederkehrenden Meldungen von Sckylsf»Versenkungen Im Atlantischen wie Stillen I Ozean wecken die Erinnerung an die Vorläufer \ solchen deutschen Heldentums In Uebersee während j des Weltkrieges Ihrer Im besonderen ju gedenken, - gibt dieser Monat Anlaß, in dem vor 25 Jahren । ber Hilfskreuzer „M ö w e" unter seinem Morn man- । bauten Korvettenkapitän Burggraf n nd Gras Nikolaus zu D o h n a - S ch l o d l e n nach langer erfolgreicher Kreuzfahrt midy Wilhelmshaven zurückkehrte. Der Gedanke, Hilfskreuzer auf hie Weltmeere zu entsenden, tauchte aus, als die deutschen Auslands- kreuzer sowie die bei Ausbruch des Weltkrieges zu Hilfskreuzern umgewaudelten Handelsschiffe von der überlegenen englischen Flotte niedergekamvfl worden waren. Da» beachtlichste Hindernis war die Seesperre, welche von der englischen Marine zwischen Norbschottland und Norwegen tnirdy Minen- st-Ider und Beobachtungsfahrzeuge durchgeführt mürbe. An eine Kanaldurchsahrt war bei her bama- ligeu Gesamtkriegslage natürlich überhaupt nicht zu denken. Wollte man also, wie man 1915 sagte, aus dem „nassen Dreieck" heraus, dann blieb nur ber Ausgang burdy die nördliche Nordsee. Im De .„'Uli. '! I'il . biinb auf dem Kopfe Rast an ber Brücke ober unter einem Baume machen, stehen irnbeschwert von Irblschem Tun unb von irdischer Arbeit Im Halbdunkel ber Kirche zu Creglingen, als wollten sie zum Himmel aufschweben. ergeht durch ........ , , . lend ist die große Zahl bereite bisher em gegangen er > freiwilliger Meldungen von Wlssensd)attlern für einen Einsatz in her Ostarbeit an ber Universität । Posen. Der im Waktheland tätige Hochschullehrer i wirb nicht nur Wissenschaftler sein können, sondern vor allem auch i m Bolkst u m s k a in p | e seinen Mann stehen müssen. Heute sdyon kann gesagt werden, baß der gesamte Lehrkörper gegenüber bem anderer Universitäten erheblich jünger sein wird. Es ist in diesem Rahmen nicht möglich, alle be-1 macht. Ueberaus erfolgreich waren dagegen die Fahrten des „Wolf", der sich 15 Monate lang im Indischen und Stillen Ozean aufhielt, in einem Korallenatoll sogar eine Ueberholung des Schiffes durchführte und dann wohlbehalten, mit Beute reichbeladen heimkehrte. Für Aufklärerdienste hatte er ein Flugzeug, das „Wölfchen" an Bord, das sich aut bewährt hat. Als er in Kiel am 25. Februar 1918 einlief, hatte er 35 Schiffe mit etwa 210 000 Tonnen versenkt, darunter durch Minen den japa- Aus Sei Der Weg zum Volksschullehrerberuf. Don den Schülern, die zu Ostern aus der Schule entlassen werden, wollen viele den Beruf des Volks« fchullehrers ergreifen, dem — besonders nach dem Kriege — Aufgaben von höchster nationalpolitischer Bedeutung Zufällen und der überdies einen so dringenden Nachwuchsbedarf hat wie nur wenige andere Berufe, Hur Klarstellung der Weae und Möglichkeiten, die zum Lehrerberuf hinführen, gibt der Reichserziehun-gsminister folgendes bekannt: 1. Volksschullehrer werden künftig in einem Aus- brldungsgang von fünfjähriger Dauer an eigens dafür bestimmten An st alten ausgebildet. In die Lehrerbildungsanstalten werden Jungen und Mädchen aufgenommen, die mit Erfolg die Hauptschule besucht und in einem Musterlager ihre Eignung nachgewiesen haben. Solange die Hauptschulen noch nicht überall eingerichtet sind, werden auch V o l k s s ch ü l e r nach erfolgreichem Besuch der achten Klasse zugelassen. Nach Einrichtung der Hauptschulen werden Volksschüler nur zugelassen, wenn sie besonders gute Zeugnisse aufweisen. S ch ü- ler der höheren Schulen, die Volksschullehrer werden wollen, können nach Abschluß der sechsten Klasse in die entsprechende Klasse der Lehrerbildungsanstalt übertreten, ebenso Mittelschüler nach erfolgreich abgeschlossenem Besuch chrer Anstalt. 2. Um auch Jugendlichen, die die Reifeprüfung abgelegt haben, einen Zugang zum Volksschullehre roe ruf offenzuhalten, werden an mehreren Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten besondere Ausbildungslehrgänge eingerichtet. Diese dauern ein Jahr und schließen mit der ersten Prüfung für das Lehramt an Volksschulen ab. Sie beginnen im April und sollen im unmittelbaren Anschluß an die Reifeprüfung besucht werden. Arbeitsnischen Linienschiffskreuzer a r u n a* mit 28 000 Tonnen sowie einen großen englischen Kreuzer. Die ziffernmäßigen Leistungen dieser Hilfskreuzer sind gewiß beachtlich und verdienen die Anerkennung, die ihre Führer und Mannschaften gefunden haben. Doch wertvoller noch ist das Beispiel, das beide der Nachwelt gegeben. Daß es dieser als leuchtender Ansporn vorschwebt und Verwirklichung findet, bezeugen die stolzen Wehrmachtberichte der letzten Monate. n Reich. dienstpflicht wird bei der Uebernahme in den Dolks- schuldienst, dagegen noch nicht bei der Aufnahme in den Ausbildungslehraang verlangt. Die Teilnehmer (--innen) können Beihilfen erhalten. Eine Ausbildungsgebühr wird nicht erhpben. 3. Neben diesen beiden Wegen besteht noch die Möglichkeit, über die Schulhelferausbildung in den Lehrerberuf zu gelangen. Lehrgänge für Schulhelfer (-innen) werden an den Lehrerbil- oungsanstalten in Hirschberg im Riesengebirge und Lauenburg in Preußen abgehalten. Zugelassen werden Bewerber und Bewerberinnen von mindestens 19 und höchstens 30 Jahren mit dem Abschlußzeugnis einer Mittelschule oder einem entsprechenden Zeugnis einer anderen Schule, wenn sie ausreichende Kenntnis und sonstige Eignung nachweisen. Die Ausbildung ist kostenlos. Während der Ausbildung erhalten die Teilnehmer Unterhaltsbeihilfen bis zu 80 RM. im Monat. Die nächsten Lehrgänge-beginnen am 16. April, 15. September 1941 unö 5. Januar 1942. Nach dem Lehrgang werden die Teilnehmer unter Anleitung erfahrener Lehrer im Schuldienst eingesetzt und erhalten eine Vergütung von 150 RM. im Monat (Verheiratete 190 RM.) Schulhelferinnen erhalten die Beträge um 10 v. H. gekürzt. Nach ein- bis zweijähriger Bewährung im praktischen Dienst werden die Schulhelfer zu einer Schlußausbildung an einer Lehrerbildungsanstalt zugelassen, nach deren Abschluß sie die erste Prüfung für das Lehramt an Volksschulen ablegen können. Die Schlußausbildung wird ein Jahr betragen. Die Schulhelferausbildung ist für solche fangen Menschen gedacht, die aus natürlicher Veranlagung heraus den Wunsch und die Eignung haben, Lehrer au sein, aber aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen bisher auf die Verwirklichung dieses Wunsches verzichten mußten. Da die Lehrgangsarbeit recht hohe Anforderungen stellt, haben nur gesunde und leistungsfähige junge Menschen Aussicht auf Zulassung. Keine Geburt ohne Hebamme. Das zum Schutze von Mutter und Kind ergangene neue Hebammengesetz ist zwar schon seit etwa zwei Jahren wirksam. Dennoch trifft man in der Oeffentlichkeit vielfach auf Unkenntnis über seine Bestimmungen. Im „Deutschen Aerzteblatt" gibt deshalb Ministerialrat Dr. Z i m d a r s vom Reichs- Innenministerium praktische Hinweise. Oberstes Ziel des Gesetzes ist es, dafür Sorge zu tragen, daß jeder Mutter sachgemäße Hebammenpslicht geleistet wird. Deshalb wird der Anspruch jeder Frau aus Hebammenhilfe festgestellt, zugleich mit der Verpflichtung, rechtzeitig eine Hebamme zu ihrer Entbindung zuzuziehen. Wenn dies nach den Umständen nicht möglich war, hat sie sofort nach der Geburt zu ihrer und des Kindes weiterer Versorgung eine Hebamme zu rufen. Daß die Hebamme jedem Ruf ohne Unterschied des Standes und des Vermögens Folge zu leisten hat, war bisher schon zwingende Vorschrift. Aber auch der Arzt, der neben den als Hebamme anerkannten Frauen a I e i n zur Ausübung der Geburtshilfe befugt ist, darf sich keinesfalls damit begnügen, zu seiner Hilfeleistung irgendeine andere H'lfsperson oder eine Krankenschwester hinzuzuziehen; wenn vielmehr keine Hebamnte zugegen ist, so hat der Arzt seinerseits die nötigen Schritte zur Heranziehung einer Hebamme zu unternehmen, da nur das Zusammenwirken von Arzt und Hebamme eine wirkliche Dauerüberwachung der Geburt gewährleisten kann. Wirtschaftliche Gründe scheiden hierbei völlig aus, da durch Krankenkassen und Fürsorgeverb ande kostenlose Hebammenhilfe gegeben ist und andererseits die Hebamme zur Hilfeleistung ohne jede Rücksicht auf spätere Honorierung verpflichtet ist. Im Interesse des unbedingten Schutzes der Mutter von Infektionsgefahren dürfen Krankenschwestern, die mit der Pflege von Kranken beschäftigt sind, zur Entbindung nicht herangezogen werden. Ueberhaupt ist auch solchen Personen — abgesehen von Notfällen — die Geburtshilfe untersagt, die sie nicht geroerb^ ober gewohnheitsmäßig vetreiben. Damit soll der in ein» zelnen Landesteilen noch immer oorkommenden Hebammenpfuscherei ernstlich begegnet werden. Oie Brennholtversorgung 1941. Der Reichsforstmeister hat für die Brennholzauf- bringung und -Versorgung im Forstwirtschaftsjahr 1941 bestimmt, daß eine Einkaufsscheinpflicht ober eine andere Form der Zwangsbewirtschaftung für die Abgabe von Brennholz durch Brennholzhändler an die 'einzelnen Verbraucher nicht vorzusohen kst» Eine gerechte Verteilung des Holzes an bie Verbraucher muß durch Einflußnahme der Forst- und Holzwirtschaftsämter, gegebenenfalls im Einvernehmen mit den Bezirkswirtschaftsämtern, Bürgermeistereien, Landräten und den anderen Brennstoffverteilungsstellen erreicht werden. Bei Feuerungsholz muß mit Nachdruck eine weitere Einschränkung der Holzfeuerstätten und des Bedarfs, angestrebt werden. Vor allem ist eine Doppelbelieferung mit Feuerungs- holz aber eine Ueberbelieferung mit Holz und Kohle au vermeiden. Beim Anzündeholz ist eine mög» liehst gerechte Verteilung zu veranlassen und durch Aufklärung zu erwirken,' baß der Bedarf durch sparsame Holzoerwendung und richtige Ueberschüttung der Hauptbrennstoffe auf eine Mindestmenge herab- gedrückt wird. Funkentstörte Krafffahrzeuae. Der Reichsverkehrsminister erläßt Vorschriften über die Funkentstörung von Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Danach müssen Kraftfahrzeuge, die vom 1. August 1941 ab erstmals in den Verkehr gebracht werden, so eingerichtet sein, daß sie keine Funkstörungen verursachen. Wirtschastspersonal für Die erweiterte Kinderlandverschickung. Nachdem der Reichsinnenminister bereits die Anwendung des Reichsleistungsgesetzes auf die Beschaf- fang von Unterkunft für die erweiterte Kinberland- verschickung der NSV. ermöglicht hatte, regelt er nunmehr die Beschaffung des für die wirtschaftliche Leitung und Verwaltung der Heime und Lager erforderlichen Personals. Soweit diese Kräfte von den Dienststellen der NSV. nicht im Weae freier Vereinbarung gewonnen aber gesichert werben kön- nen, kommt nach dem ministeriellen Erlaß für die Heranziehung geeigneten Personals die Anwendung der Notdienst-Verordnung vom 15. 10. 1938 in Betracht. Der Minister hat bie nachgeorbneten Behörden ersucht, etwaige entsprechende Anträge ber NSV. beschleunigt zu erlebigen. Die Notdienst- beschäftigung dieses Personals erfolgt in einem dem Arbeitsvertrag entsprechenden Beschäftigungs- Verhältnis. Arterienverkalkung rat» ^o^er lölutörutf mit^erjunrü^e, •Jlctüpfifär, Obren. MUfen/,-K -^°n0^unrflen roetöen durch Aniiiklero.ln wirksam te. fämpft. Enthalt a. a. Blutsalze und Kreiolaufbormone. Greift die Beschwer, den von verschiedenen Richtunflen her an. Packung 60 Ifabl. * 1.85 iq Lpothekeo. Hochinteressant« Aufklärungsschrift liegt ,eder packrafl bei! Watzenborn-Steinberg, 8. März 1941. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. März, nachm. 3 Uhr statt 1168 D| Steinbach, den 7. Mfirz 1941. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 9. März, nachmittags 3 Uhr, statt 1204 D| Gieren, den K Mfirz 1941. Donnerstag abend 11 Uhr verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, nach tagelangem bangen Hofien, in einem Reserve ■ Lazarett mein lieber, guter, unveigeblicher Mann, der treusoigende Vater seines Kindes, unser lieber Schwiegersohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel und Pate Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied Donnerstag vormittag nach langem schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe unvergeßliche Frau, meine treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin, Gote und Tante ■Mi In tiefem Schmerz: Rosa Pfann, geb. Zinner Werner Pfann- Statt Karten. Belm Heimgang meines lieben Mannes und meines guten Vaters sind uns so überaus zahlreiche Beweise herzlicher Teilnahme und des Mitempfindens zuteil geworden, dafi es uns unmöglich ist, jedem Einzelnen zu danken. Wir bitten auf diesem Wege unseren innigsten Dank entgegenzunehmen. Schütze Jakob Briegel im blühenden Alter von 29 Jahren. In tiefer Trauer: Anna Briegel. geb. Haas Söhnchen Herbert und alle Angehörigen. 5 Koller bei 75»a Fahrrad- Ahmann Gießen, Neustadt 20. Frau Katharine Kloos geb. Schmandt im 67. Lebensjahre. In tiefer Trauen Karl Kloos Katharine Hirz, geb. Kloos Theodor Hirz. | Empfehlungen | Küken a. fort. Hennenk. Junabenn„41er, verschied. Rassen n. anerk. Zucht. 024 D Geflügelh. Horn, Frankfurt a.M., Gutleutstr. 293. Tel. 33285. 0841 0819 Regierungsrat Dr. Schmidt und Familie Ingenieur Willy Schmidt und Familie. Für die beim Heimgang unserer lieben Mutter erwiesene Teilnahme sagen wir unseren aufrichtigen Dank. Gießen, den 8. März 1941. Kalseraliee 62. Einlagen Leibbinden Oummi- strümpfe 2977 A J.Frohn Marktplatz 19 L:e erantallei Krankenkass. Lollar, 8. März 1941. 1199D 0843 Frau Margarete Geißler Wwe. und alle Angehörigen. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste danken wir allen recht herzlich. Meine liebe, gute Frau, unsere Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Johannette Pflüger, geb. Schmidt ist Freitagmorgen 2 Uhr nach langem schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 68 Jahren von uns gegangen. Statt Karten. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entsch atenen sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. In tiefer Trauer: Karl Pflüger Elisabeth Bues, geb. Pflüger Adolf Bues. Wilhelm Wagner nebst allen Angehörigen. Gießen, 8 März 1941. Gießen (Kaplansgasse 17 und Schottstr. 17), 8. März 1941. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 10. März, nachmittags 2% Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. ____________________________________0852 Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! 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