Samstag. 8.' Sonntag. 9. Sebruar 19« aw' Q Samstag. 8.^ sc GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Inders angewachsene Inland sverreyr. Liese Snlanbsretfenben haben aber viel weniger Gelb als Das Blatt beutet an. baß ber Regierungsblock kei- Stell- fagen Inan in VI bitt. AdW Zeitm er te wn tiO n rourb? ■ burdigtti- ebenen V Imeife t* len und: tonnten! denkend k on Ach waren ü)icoiä: Zchriftleitnng und Geschäftsstelle: Hießen, Zchulstratze 7-9 neswegs gewillt sei, sich mit biefer unerwarteten Schlappe abzufinben. sondern vielmehr alles in Bewegung setzen werbe, um ben Beschluß r ü ck g ä n - g i q zu machen. Auf welche Weise eine solche Annullierung bes angenommenen Zusatzantrages bewerkstelligt werben soll, ist inbessen ber „New 7)orf Heralb Tribüne" noch unklar: bas Blatt spricht aber anbeutungsweise von ber Möglichkeit einer Anfechtung ber Verfassungsmäßigkeit bes Beschlusses. Druck und Verlag: vrühlsche UnlverfitStrdruckerei R. tauge in ber heutigen Zeit. Die junge Generation müsse auch dahin geführt werben, daß sie bei aller Schnelligkeit des Schaffens, bes Handelns und Denkens als Ausdruck unserer Zeit nicht ununterbrochen ber Ha st bieser Zeit unterliege. Sie müsse Kraft haben, sich dazwischen auch in ber Erholung wirklicher Beschaulichkeit unb Besinnung hinzugeben, bie um so leichter bann bas vurchhalten im Tempo bes Alltags ermögliche. „Solche innere Ruhe unb Besinnung", schloß Rubolf Heß seine Ansprache, „erhöht auch bie Fähigkeit ber Menschen wieber, sowohl bas Große ber Zeitspanne eigenen Erlebens zu erkennen als auch besonbers höhere Leistungen hervorzubringen. Dies trifft vor allem zu für bie Werte, bie aus bem Unterbewußtsein gestaltet werben auf bem Gebiet« ber Musik, ber Dichtung, ber bilbenben Kunst. Alleinern solchen Eigenleben gestaltet sich bann um sc» mehr bie Ehrfurcht vor allem Schönen unb über ben Alltag Hinausreichenben. Diese Ehrfurcht zu steigern ist auch eine Erziehungsaufgabe an ber Iugenb. Darin liegt nicht zuletzte inbegriffen , bie Ehrfurcht vor ber Nation unb vor ben Leistungen all ber Großen, bie sie hervorgebracht hat im Laufe ihrer tcuismbjährigen Geschichte." Reichsjugendführer A x m a n n vermittelte sodann den Gebietsführern unb Obergauführerinnen Anweisungen für bie Arbeit bes kommenben Jahres. Diese Arbeit gilt im besonderen bem Aufbau ber neuen Gebiete. Sie sieht bie Abstellung bester Führungskräfte bes Reiches, einen stärkeren Einsatz des Lanbbienstes ber HI. im Osten» ben Mäbelcinsatz bei ben Umsiedlern, die Sck>affung von Lehrlingsheimen im Protektorat, bie Entsen- bung von Musikzügen, Spielscharen unb Fahrtengruppen sowie die Legung großer Reichsveranstad tungen in die neuen Gebiete vor. ttelivl! reite in I . Welk«' iß die r erteilen s «zogen e fjeii, fr teilt wr rfornuno it Speife! Der 8» enhwir rben torr Hingen* ittungen <' f den $■“ ls nottK'- 00 cd®' rbeitunp । idlitäten" i. 3n fr bnen, intet stehen,» >en i|t iien. worden,' dli-h'l löffel it besH' oif^i end ■ SinzE gen frfr keile'' *t t log*. Annahme von 'Jlmetoeit für bie Ntiitagsnummer biSS'/.Ubr beSBormittags Anzeiaen-Preise: Anzeigenteil 7 d)tvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 60 Nvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: WrebertiolungMalstafsell Abschlüsse Mengeniianel 8 Plavvorschrift (oorberme Vereinbarung) 25% mehr Kampf um das Englandhilfegeseh. Eine Widerrufsklausel für dieDollmachten Roosevelts überraschend angenommen Gemeinschastsgedanke und Persönlichkeit. Oer Giellverireier des Führers sprach auf der Reichstagung der Hitler-Lugend in Wien über die nationalsozialistische Erziehung der deutschen Jugend. 7. Febr. (Europapreß.) Das' machten, unb bas Verbot für amerikanische Schiffe, "'3 bic Kriegszone anzulaufen. Ein Ausweg wäre le- biglich, eine neue G e s a m t v o r l a g e einzubringen ober bie Angelegenheit an den Außenausschuß zurückzuverweisen. In biesem Fall würbe cs jedoch unmöglich werben, bas Englanbhilfe-Gesetz, wie es geplant war, zpm Wochenenbe bereits bem Senat zugehen zu lassen. Das Repräsentantenhaus vertagte sich heute frühzeitig auf Samstag, um ber bernokratischen Fraktion Zeit zu geben, barüber zu beraten, wie sie sich am besten aus ber Klemme zieht. iarft !'Ä c) 30IJ,, b) S b2) ft b> Budapest im zweiten Kriegswinter Von unterem v. Schl-Berichterstatter. her weitgehend den Eigenschaften, die ein Führer ber .lationalsozialistifchen Bewegung mit sich bringt. Es war ja von jeher bie Stärke ber Bewegung, daß sie neben ber Erziehung zum Gemcinschaftsgedan- ken, zum Einorbnen in bie Gesamtheit, zur Disziplin gegenüber ber Führung immer wieder in hohem Maße bie Persönlichkeit entwickelt hat unb sie zum selbstänbigen Handeln unb zur Verant- wortungsfreubigkeit erzog. „Ihr habt bie jungen Menschen, bie euch anvertraut sinb, zu Nationalsozialisten zu erziehen. Dazu gebt ihr ihnen in ihrer Einstellung zu Volk unb Nation nicht nur äußerlich, sonbern auch innerlich eine Uniform. In ihr ist ber Gebaute ber Gemeinschaft zum Ausbruck gebracht. Zugleich ist es aber auch eure Aufgabe, bie pflegenswerte Eigenschaft zu erkennen, bie in bem kleinen Jungen ober bem kleinen Mäbchen steckt. Diese Eigenart sollt ihr formen, bie Vielgestaltigkeit ber Persönlichkeit in ber Iugenb sollt ihr hegen. Es ist für jeben Nationalsozialisten klar, baß bie Grenze ber Entwicklung zur Persönlichkeit bort liegt, wo biese bie Gemeinschaftsaufgaben stört; auf bie Dauer ist sonst auch bic Erhaltung unb bie Entfaltung ber Persönlichkeit nicht möglich. Daß an bieser Grenze rücksichtslos bie Einorbnung in bas Ganze gefordert, ja früher erhalten. , ri ., m Der Mangel an Brotgetreibe veranlaßte die Vereinheitlichung bes Brottyps, sowie bie obligatorische Kartoffel- und Maismehlbeimischung. Das Früh- 'tücksgebäck ist mit Ausnahme ber Semmel abge- >cha . ’dt zu s und 9i.. öarutn •• m Walter 9en, V.- tlH it aller,, ’n ab s s ®on< ont to>. NN sich, baroy;.. Mfen . ie l'ch«. n Au'k>. !9 2pr.-- ?r tün-Tg Darauf Partes ine Siör >t, ch! Zukunft, W i e n , 8. Febr. (DNB. Funkspruch.) Im Wiener Rathause fanb eine Reichstagung aller Gebietsführer unb Obergausührerinnen ber Hitler-Iugenb statt. Dcr Reichsleiter für die Jugenderziehung ber NSDAP., Baldur v o n S ch i r a ch, gab einen Einblick in bie Aufbauarbeit feines Gaues, feiner Probleme unb feiner inneren Gesetzmäßigkeiten. Darauf führte ber Stellvertreter bes Führers aus, baß bie Jugendarbeit im Kriege umfo schwerer sei, als sie unter ausgesprochenem Führermangel leide, nachdem die HI.-Führqr ihre Ehre dareinsetzten, ihrer Wehrpflicht nachzukommen, auch wenn sie in ber HI.-Arbeit eigentlich unentbehrlich seien. „Die solbatische Bewährung ber Führerschaft", so führte Rubolf Heß aus, „nicht nur ber Hitler-Iugenb, son- bern ber nationalsozialistischen Bewegung überhaupt, war zu erwarten, hanbelt es sich boch hier um eine Auslese. In ihr ist ein Geist zu Hause, ber gerade im Kriege seine befonberen Früchte tragen muß. Mut unb Tapferkeit sind zum Prinzip erhoben. Der Ge- meinschaftsgebanke ist bie Basis des Nationalsozialismus, unb bie Wehrmacht roieberum ist die vollkommenste Zusammenfassung unb Organisation ber kriegerischen Kraft ber Gemeinschaft. Unb noch eines kommt hinzu: Der moderne Krieg steht nicht nur im Zeichen bes höchstentwickelten Eisenbahnsahrt unterbricht. Wenn auaj als selbstverstänbliche Folge bes europäischen Krieges ber Reiseverkehr aus bem Auslanb nachgelassen hat, so bringt doch einen gewissen Ersatz ber seit ber Rückglieberung Siebenbürgens be- Sjnbers angewachsene Inlandsverkehr. Diese (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Bubapest, Februar 1941. Die „Perle ber Donau", wie sich bie ungarische Metropole stolz in ihren Frembenoerkehrsprospekten bezeichnen läßt, hat viel von ihrem alten in Frie- denszeiten entfalteten Glanz eingebüßt. Der euro» päische Krieg hat wie allen Stäbten, bie ihre Blüte unb Wohlstanb, ihre Betriebsamkeit unb Sehens« freube in erster Linie bem Frembenzustrom verban- len, auch Bubapest seine unverkennbaren Merkmale cufgebrücft, bie in biesem Jahr um ein Vielfaches ausgeprägter sinb als im Vorjahre. Bubapest ist Stiller geworben unb bunfler. Es hat von seinem nternationalen Charakter, auf ben es als Bäder- unb Großstabt mit ber schönsten Lage Europas erfolgreich Anspruch erhob, viel eingebüßt. Ein Zeichen ber Zeit: bie noch im Vorjahr als Restbestänbe eines internationalen Reisepublikums hier herumwimmelnden westdemokratischen Agenten unb Geschäftemacher englischer, französischer unb auch polnischer Herkunft sinb verschwunden. Von dieser Sorte macht sich heute keiner mehr breit in ben Hallen ber großen Hotels am Donaukai, von wo auch ihre Sprache oerbrängt würbe unb wo man heute eigentlich nur noch Deutsch und fallweise Italienisch hört. Im Bubapester Frembenverkehrs- bilb herrscht heute ber Geschäftsreisenbe aus bem Reich, besten Arbeit ihn nach Ungarn führt ober ber auf seinem Weg nach den übrigen Cänbern bes Sübostens zu kurzem Verbleib in Bubapest bie mühevoll unb zeitraubenb gewordene □on «... --------a ------. .. Die außerordentlich schlechte Ernte bes vergangenen Jahres führte zuerst zu einer Erhöhung 5er ©etreibepreife, ber bann bie Preise fast aller Lebensmittel folgten. Infolge ber Rohstoffbeschaf- rungsschwierigkeiten unb des Zusammenschrumpfens Ser noch vorhandenen Rohstoffvorräte, sowie ber durch bie Erhöhung ber Lebenshaltungskosten bedingten Lohnerhöhungen blieb auch bas Steigen Der Jnbustrie-Preise nicht aus, bei bem in erster Linie bie Preiserhöhung ber Textilien unb bes Schuhwerks für bie Bevölkerung empfindlich ist. Rationierungen erfolgten bis jetzt lediglich bei Zucker, Schweinefett, Petroleum unb Benzin. Nachdem die letzte Zuckerrübenernte gut ausgefallen unb der Zuckerbebarf bes Lanbes sichergestellt ist wurde das Zuckerkartensystem für bie Cafss unb Gaststätten vor einiger Zeit wieber abgefdjafft Demgegenüber kam es in Bubapest in letzter Zeit bes of- teren vor, daß di- F-tikart-n nicht -inqciost wer- den tonnten. Andererseits kann man aber Butter, Margarine, Gänsefett unb Speiseöl noch immer ohne Korten, wenn auch runb 80 v, H. teurer als daß ihre Führer es für ungefährlich hielten, mit Kongreß gefaßten Beschlüße „Repräsentantenhaus einem Teil ber Fraktion den Sitzungssaal zu oer- stößt bie Lend-Leose-Vorlage um", unb bezeichnet lassen. Sie versuchen jetzt, bie Verfassungsmäßigkeit bie ausbrückliche Wiberrufdorkeit ber Vollmachten ber Widerrufvorlage anzuzweifeln mit der Begrün- als schweren Rückschlag für Roosevelt, bung, sie gebe bem Präsibenten keine Gelegenheit, bem Wiberruf zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Die Lage im Kongreß hat sich hierburäi überraschenb kompliziert. Sollte bem Einwanb, oaß der Antrag nicht verfassungsmäßig sei, stattgegeben werben, bann müßten auch anbere Abänbe- rungsanträge, bie bereits angenommen sinb, wieder zurückgenommen werden, barunter bie zeitliche Begrenzung ber Laufzeit ber präfibialcn Aufträge auf brei Jahre nach Ablauf ber Voll- Wehr der IKonroe-Dolirin Es ist um ben einst wichtigsten Staatsgrunbsatz ber USA., bie Monroe-Doktrin, still brühen geworben. Nicht als ob sie unmobern geworben wäre — sie ist unmobern gemacht worben, bamit man sie. bie man in Washington Roosevelts als lästige Mahnerin unb antiimperialistische Fessel empfinbet, erst beliebig pmmobeln, bann gar ersetzen konnte. Die alte Monroe-Doktrin, bie noch bis in bas letzte Jahrzehnt hinein gelegentlich als Parabestück hervor- geholt, aber schließlich nur noch in ben für bie USA. nützlichen Anwenbungsfällen zitiert würbe, hatte sich bei mancherlei Gelegenheiten zu einer polemischen unb propaganbistischen Waffe gegen ihr Ursprungsland geroanbelt, nachbem bie amerikanische Regierung ihrem Sinn allzu bebenkenlos«, ent- gegengehanbelt Hat7d. Die Monroe-Doktrin hat im Rahmen ber norbamerikanischen Ausbehnungs-Epi- Öemie so starke Wandlungen burchmachen müssen, baß man sie nicht mehr wiedererkennt. Eine unmittelbare Folge ber Entwicklung ber amerikanischen Außenpolitik ber letzten Jahre. Am 2. Dezember 1823 erließ ber amerikanische Bunbespräsibent James Monroe eine Botschaft an den Kongreß, durch bie bie Einmischung europäischer Staaten in amerikanische Angelegenheiten abgelebt wirb. Das ist so weit verstänblich. Aber schon bie Auslegung bes Begriffes „amerikanisch" ist insofern bebenklich, als er von ben USA. ftänbig in einem Sinne angewandt wurde, als fei ber amerikanische Doppelkontinent politisch homogen, was bis zum heutigen Tdge noch nicht einmal auf bie nörbliche Hälfte zu trifft. Die Doktrin spricht, ohne baß die USA. dazu von ben mittel- und süd- amerikanischen Staaten ermächtigt worben wären, ohne weiteres für Nord- unb Sübamerika, wenn sie in ben beiden wichtigsten Artikeln 7 unb 48 erklärt: „Die amerikanischen Kontinente sinb frei, unabhängig unb baher kein Gegenstanb für künftige Kolonisation burch europäische Möchte." Unb ,Lede Einmischung einer europäischen Macht in amerikanische Angelegenheiten werben die Vereinigten Staaten als ben Ausdruck einer unfreunblidjen Gesinnung betrachten." Nun pflegt man neuerbings in Washington sich einer Monroe-Doktrin absolut nicht mehr « zu entsinnen, selbst bann nicht, wenn eigene baraus abgeleitete Anträge unb Maßnahmen bie USAu eigentlich bazu zwingen müßten, wie etwa bei ber wiederholten Verletzung ber panamerikanischen Sicherheitszone durch englische Kriegsschiffe auf ber Verfolgung deutscher Fahrzeuge. Ebenso weigern sich die USA. hartnäckig, bie Monroe-Doktrin auch auf andere Erbteile anzuwenben ober anroenben zu lassen, obwohl sie auf diese Inkonsequenz wieber- holt gestellt worben sind. Sie nehmen gleichwohl das Recht in Anspruch, sich jederzeit und überall in die Angelegenheiten anderer Erdteile unb Staaten einzumischen, in Mittel- und Südamerika, in Ostasien, in Europa durch die Einmischung in ben Weltkrieg; und seit seiner Chikagoer Rebe von 1937 betreibt Roosevelt bie neue Einmischung in die internen Angelegenheiten Europas, bie zur Zeit bis zur erklärten Unterstützung des kriegsschuldigen Englanb burch Massenlieferungen von Kriegsmaterial gediehen ist. Gleichzeitig hat sich bie Monroe-Doktrin zur Panamerika-Doktrin infofern, gewandelt, als die USA. heute planmäßig darauf -ausgehen, aus bem ganzen Doppelkontinent eine Art amerikanisches Empire zu machen, in dem bie anderen Staaten früher ober später etwa das Verhältnis zu Washington wie bie britischen Dominien zu öon- bon einnehmen sollen. Kennzeichen dafür sind u. a. ber großräumige Ausbau ber nordamerikanischen Finanz- unb Hanbelsinteressen im Süden sowie die lenbergwerken in den Ausstand getreten waren, so ist der Brennholzmangel zurückzuführen auf den Manael an rollendem Eisenbahnmaterial unb auf den schlechten Zustanb ber Straßen im rückgeglie- berten Gebiet, bie bisher eine Verwertung ber reichen Holzvorkommen Norbsiebenbürgens noch nicht in bem erforberlichen Ausmaß erm giichten. Oft ist der Hänbler zur Lieferung auch bes befchei- benften Quantums an Kohle unb Holz nicht in ber Lage. Die Kohlenknappheit veranlaßte aber auch bie Elektrizitätswerke zu Sparmaßnahmen. So mürbe bie Reklamebeleuchtung abgeschaftt, bie Straßenbeleuchtung eingeschränkt, unb bie Sperrstunde für Theater, Gaststätten unb Vergnügungslokale voroerlegt, ferner ber nächtliche Strahenbahnverkehr eingeschränkt. Inzwischen hat auch in Budapest ber Fasching seinen Einzug gehalten. Mit bem ausgelassenen Treiben bes Kölner, Münchner ober Berliner Karnevals in Fricdenszeiten ist er allerbings nicht zu verglichen. Hier spielt sich alles in einem steifen Rahmen eines erheblich verstaubten BalllZeremo- niclls ab. Der Ballkalenber ist biesmal zwar nicht weniger umfangreich, als in ben anderen Jahren, trotzdem glauben prophetische Salonlöwen für ben eben angebrochenen Ballwinter noch mehr ruhige Gefaßtheit prophezeien zu können als man es bisher gewohnt war. Es hieße ein sehr unoollftänbiges Bilb von Bubapest zu geben, wollte man in dieser Stabt, wo jeber Vierte Nassejube ist, bas Iubentum unb seinen Einfluß unerwähnt lassen. Der Versuch einer Schilberung etwa seiner allgewaltigen Finanzmacht, ihrer Hintergrünbe unb Zusammenhänge würde allerbings Bände füllen und so wollen wir hier nur bie rassebebingte, rührige Flüsterpro- p a g a n b a erwähnen, bie all bie geschilberten kleinen Unannehmlichkeiten bes Daseins bem bösen Nazibeutschlgnd in bie Schuhe zu schieben eifrig bemüht ist. Jebe Pause in ber beutschen Kriegführung, ober jeber für ben Enberfolg noch so unbedeutende Rückschlag, ben bie Italiener erleiben, wirb zur Stimmungssabotage gegen bie Achsenmächte aus- gemünzt, wobei ber nie sich erfüUenbd Wunsch Vater bes jübischen Gebankens ist. Die überwie- genbe Mehrheit ber magyarischen Bevölkerung unb selbstverstänblich bie hier lebenden Volksdeutschen haben aber bie hysterische Hilflosigkeit ber jüdischen gtüfterpropaganba längst erkannt unb schenken ihr kaum mehr Beachtung. Die durch ben europäischen Krieg, bie Mißernte, sowie infolge ber Rückglieberung des heute noch wirtschaftlichen Zuschußgebietes von Norbsiebenbürgen bebingten Einschränkungen unb kleine Unbequemlichkeiten im täglichen Leben, werben im allgemeinen mit einem Verstänbnis getragen, bem ber Ministerpräsibent in einer feiner letzten Reben mit ben Worten Ausbruck verlieh: ..Wenn unsere Freunbe unb Verhünbeten si h Einschränkungen auferlegen müssen, so ist es selhstver- stänblich, baß auch wir nicht weiter in Wohlstanb leben können!" feiner Zeit bas Reisepuhlikum aus bem Ausland unb bringen baher nur einen verfchwinbenben Teil dessen, was früher einmal in bie Kassen ber Vergnügungsindustrie floß. Der stillere Lebensstil Budapests wird aber nicht zuletzt diktiert von einer allgemeinen sehr starken Teuerung unb einer ebenso großen Warenverknappung. Das Durchschnittspreisniveau ist um 40 v. H. gegenüber ber Vorkriegszeit gestiegen, unb zwar besonbers sprunghaft unb ausgiebig erst in ben letzten brei Monaten. Die Sparsamkeit ist umso bringenberes POcbat geworden, als das Einkommen der schaffen- L'ben Bevölkerung, ber Arbeiter unb ber Beamten- I schäft, mit ber stacken Preiserhöhung nicht im ent« j fernteften Schritt halten konnte, unb zwar besonbers ^5^016 n^tmeillgerabebie Le ben sm itte I' auße r Kraft setzen kann. Die Demokratische ben Kreisen bes Weißen Hauses starkes Miß- and die übrigen Dinge bes täglichen B e b a r f s § Partei war nach ber erfolgreichen Abwehr anderer behagen hervorgerufen, rote aus den Wash"ag- im stärksten fallweise sogar bis um bas Doppelte Abänberungs-anträge, barunter bes Antrages auf toncr Melbungen ber führenden "^erventtonistischen ber ieuelung betroffen mürben. Begrenzung ber Ausgoben für bas England-Hilfe-. Presse zu entnehmen ist. „New York Heralb Tri- ie außerordentlich schlechte Ernte bes ver- Gesetz auf zwei Milliarben Dollar, so sieg'sgewiß, bune überschreibt chren Bencht über bie vorn ben eintop^gerl^^te befteüt unD. Dann oruueu g » ^/meinfc^ ftseinfaöe^ sondern boch auch wieber nötigenfalls erzwungen wirb, ist selbstverständlich." ' '■"tm Tadn?l,te,Int • ®'e8m ^„rthaultite ift g:rX im Zeichen ber Leistung ber Einzel- $s [ei eine hohe Aufgabe, so führte ber Stell- »enn man ntcht allem am ©0^115 f^ 15 - r s ö n l ich k S-i t. Jeder, ber braußen war, weiß,' Vertreter bes Führers weiter aus, bie ber national« iberaU geljeiligter Brauch. uAeft wie sehr bas moberne Gefecht sich auflöst in den sozialistischen Iugenbführung gestellt fei, neben ber Portionen auch deshalb so groz Verkürzungen Kampf kleiner unb kleinster Einzelgruppen, wie Gleichrichtung ber Iugenb Sorge zu tragen, baß Empsinb icher als bie e/wahnten Verkurzunge ^^^änbiges Handeln unb Entschlussefassen bas Wertvolle in der Eigenart des 5er Speisekarten empfindet man m?pnfciienfd)ian= unterster Führer, ja iclbft bes einzelnen Mannes, Einzelnen erhalten bleibe unb zur Entsaftung *en $ e 1 3 m a t e r 1 a I m a n g e ■ 1 Selten- erforbert. Einige Waffengattungen sind von vorn- gebracht werbe, unb er habe sich besonders gefreut,! üm>•• k en f-!.cnh;»nMpnfn 1 nnheit ber einige herein aufaebaut auf E'Uheiten von nur ein pur i baß gerade in bieser Erziehung eine klare Weisung ®aJ^en^ ^rbft bes ®orjahres Mann Besatzung, wie ber Tank, wie ba5 Iigd- ' der Reichsjugenb'ühruna "rgangen sei. Denn bie Wochen bauernde Streik im H I - . ^rU; -rsugzeuq d--'' nur einen einzelnen Mann B-ckatznng HI. müsse eine Gegenwi ung ausuben gegen bie !enarbefter'wegen "Lohnterberunge^n allen Koh-j hat/ Ein Einsatz bei ber Wehrmacht entspricht da- Gefahren einer Schahionisierung unb Verflachung ständigen Bemühungen, sich an der pazifischen und an der atlantischen Seite des Südens militärische Stützpunkte anzueignen (auch auf der gegenwärtigen La-Plata-Konserenz in Montevideo haben die USA. einen „Beobachter", obwohl dort ausschließlich südamerikanische Angelegenheiten behandelt werden). Aber die Abwandlung zur Panamerika-Doktrin ist allem Anschein nach nur ein Zwischenstadium auf dem Wege zum dritten, bisher größten Anspruch, den man als Angelsächsische Dok- tri n bezeichnen könnte. Das wichtigste Anzeichen für dieses dritte Stadium der einstigen Monroe- Doktrin ist die Tatsache, daß die USA. in Europa und Ostasien diebritische Sache zu ihrer eigenen gemacht haben — nicht etwa, weil England die „Verteidigungslinie" Amerikas ist, wie man in Washington ständig behauptet, sondern weil die USA. die einzigartige Gelegenheit des Ausverkaufs und einer immerhin möglichen späteren Auflösung des britischen Empire zu Erbschaftszwecken großen Stils, d. h. zur Vorbereitung eines angelsächsischen Weltreiches benutzen wollen. Innerhalb dieses Weltreiches gedenken die USA. dann die tonangebende Rolle des heutigen Großbritannien im Britischen Empire zu spielen, während England ein Rang als Gefolgsstaat zugedacht ist. Dieser Gedankengang, erläutert durch die „Pacht"- Verträge, durch die Abreden über /Mitbenutzung" englischer Flottenstützpunkte wie Singapore, durch das Geheimabkommen über die Uebersührung der britischen Flotte in amerikanische Häfen und neuerdings durch die amerikanisch-englischen Verhandlungen über die Azoren und die Kapverdischen Inseln, also über fremdes Hoheitsgebiet, bedeutet geradezu die Umkehrung der ursprünglichen Monroe- DoNrin insofern, als die Vereinigten Staaten von der Abwehr-These Monroes zur grundsätzlichen Offensive mit dem Ziel der Weltherrschaft und der Weltpolizei übergehen würden — dies alles ohne jede rechtliche Handhabe, entgegen der einst wichtigsten Staatsmaxime der USA., und erst recht ohne jedes Instrument eines internationalen Vertrages, also allein im Wege des reinsten Imperialismus. Es gibt einige vorbeugende Tatsachen, die dafür sorgen dürften, daß Herrn Roosevelts Bäume nicht in den Himmel wachsen, beispielsweise den Berliner Dreimächtevertrag, der gegenüber den Bestrebungen der USA. in drei Erdteilen, Europa, Afrika und Ostasien, als Sperre wirkt. B. R. Abschluß der La-Plata-Konferenz. Montevideo, 7. Febr. (DNB.) Die Konferenz der La-Plata-Staaten einschließlich Brasiliens und Boliviens wurde am Donnerstag mit Ansprachen der Delegationsleiter abgeschlossen. Von den 50 der Konferenz ursprünglich vorliegenden Projekten wurden 27 angenommen. Vor allem die grundlegenden Probleme sind in der Schwebe geblieben. Ausgangspunkt der Zusammenkunft waren die durch die englische Blockade des europäischen Festlandes und die Tonnageverluste entstandenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der La-Plata-Länder. Ihnen will man durch Steigerung des Handelsaustausches unter sich begegnen. Aber auch in den Abschlußreden kam immer wieder der Wunsch nach Wiederkehr des alten Wirtschaftsverkehrs zum Ausdruck. Als erster Redner wies der Präsident der Konferenz, der uruguayische Außenminister Guani, aus die erzielten Erfolge der Tagung hin. Der paraguayische Außenminister A r g a n a gab zu, daß zwar manche von den Konferenz-Teilnehmern fiehegte Erwartungen nicht erfüllt worden eien. Spätere regionale Konferenzen müßten die begonnene Arbeit sortsetzen. Die Rede klang in dem Wunsch aus, daß in nicht allzuferner Zukunft der ideale Befreier Iberoamerikas erscheinen und bk Einigung de s ganzen Gebietes verwirklichen möge. Der bolivianische Außenminister Gutierres betonte, die Konferenz sei trotz pessimistischer Voraussagen ein Erfolg geworden. Der argentinische Hauptdelegierte Uriburu verbreitete sich über die Zusammengehörigkeit der La- Plata-Staaten. Er verwies ferner auf die geographische Nachbarschaft und die gemeinsame Geschichte der iberoamerikanischen Länder. Auch der brasilianische Hauptdelegierte hob hervor, daß trotz den wenig guten Voraussagen die Konferenz zu einem Erfolg geworden sei. Jedenfalls stelle sie einen Schritt vorwärts dar und sei kein Endpunkt, sondern erst ein Anfang; spätere Tagungen müßten ihre Arbeit fortsetzen. Die Abreise der meisten Konferenzteilnehmer wird im Laufe des Freitags erfolgen. Die Außenminister von Bolivien und Paraguay begeben sich zu weiteren Verhandlungen nach Buenos Aires . Gegen den Oollar- imperialismns der LIGA. Montevideo, 7. Febr. (DNB.) Die Zeitung „El Debate" bemerkt, die USA. hätten feit Kriegsbeginn keinen Schritt getan, um eine Wirtschaftspolitik der Zusammenarbeit zu organisieren außer dem berüchtigten Plan eines „Kontinentalkartells", das für Südamerika vernichtend ausgefallen wäre. Die Bereinigten Staaten wollten nur als Verkäufer gegen Golddevisen auftreten, ohne selbst etwas zu kaufen. Eine blinde Auslieferung an Wallstreet hieße die wirtschaftliche Unabhängigkeit Südamerikas in Frage stellen. Wenn die USA. eine aufrichtige panamerikanische Zusammenarbeit beabsichtigten,^ müßte man folgende Punkte klären: 1. Kann Nordamerika die Ausfuhrprodukte, die früher Europa bezog, selb st kaufen oder auf anderen Märkten unterbringen? 2. Können die USA. Fertigwaren zu ähnlichen Preisen liefern wie Europa? 3. Sind die USA. bereit, uns in der Kre- di t f r a g e entgegenzukommen? Erst wenn die USA. diese Fragen beantworten, könne Südamerika sich für oder gegen eine wirtschaftliche Hegemonie der Vereinigten Staaten entscheiden. (SüOomerifanitoe Verbände fordern Neutralität. Montevideo, 8. Febr. (Europapreß.) Zwanzig Arbeiter- und Jugendverbände Uruguays, Ar- gentiniens, Brasiliens und Paraguays überreichten dem uruguayischen Außenminister Guani am Frei- tag eine Note, in der sie strikteste Wahrung der Neutralität und die Abwehr aller fremdartigen Ein- flüsie auf die Haltung der La-Plata-Staaten gegenüber dem europäischen Krieg fordern. Das Erbe des Empire. Washington, 7. Febr. (DNB.) Der bekannte Kommentator Lippmann ist einer der ersten amerikanischen Publizisten, der in der „Washington Post" offen zugibt, daß die „Bill 1776", die Vorlage zur Unterstützung Englands, zwar die Rettung Englands als erstes, keineswegs aber als letz- Heftige Kämpfe in der Lyrenmka und in Ostafrika. Rom, 7. Febr. (DRB.) Der italienische Deht- machtderlcht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front kein Ereignis von besonderer Bedeutung. In der L y r e n a i k a ist in der südbengasischen Senke zwischen unseren Truppen und feindlichen Formationen eine heftige Schlacht im Gange. 3n Ostafrika dauern die Kämpfe im Abschnitt von fieren an. An der Südfront wurden feindliche Angriffe von unseren tapferen Truppen zurückgeschlagen. Unsere Fliegerformationen haben Artilleriestellungen, Truppen und firaftwagen bombardiert und dabei Brände in Munttions- und Brennstofflagern hervorgerufen. Der Feind hat Luftangriffe gegen Asmara und einige wettere Ortschaften durchgeführt, ohne schwere Schäden anzurichten. Bei Asmara wurde ein Flugzeug vom Gloster-Typ von unseren sofort eingreifenden Jägern abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. England kann den Krieg nicht gewinnen. Amerikanische Kritik am England-Hilfegesetz. Neuyork, 7. Febr. (DNB.) Dor dem Außenpolitischen Senatsausschuß gab Oberst Lind- bergt) ein längeres Gutachten zu dem geplanten England-Hilfgesetz ab. Er erklärte, falls Amerika jemals angegriffen werden sollte, würde die Verantwortung bei denen liegen, die USA.« Waffen nach Ueberfee schickten. Es sei eine erwiesene Tatsache, daß die USA.-Luftwaffe in einem jämmerlichen Zustand, die USA.« Armee schlecht ausgerüstet sei und daß die USA.» Flotte einer neuen Aufrüstung dringend bedürfe. Es widerstrebe der USA.-Sicherheit, auf einen Sieg Englands zu bauen, weil der Glaube an einen solchen Sieg außerordentlich zweifelhaft sei. Er sei deshalb Gegner des England-Hilfsgesetzes, weil es eine Politik gutheiße, die zum Kriegsmißlingen führe und zu einer üblen Diktatur im eigenen Lande. Er glaube aber nicht, daß die USA.-Hilfe den Engländern die Ueberlegenheit über Deutschland geben könnte. Lindbergh nannte Deutschland „Europas natürliche Luftmacht". Er glaube auch nicht, daß die amerikanische Luftflotte im Verein mit der britischen von der kleinen Fläche der britischen Inseln aus unter gleichen Bedingungen kämpfen könne wie die deutsche Luftwaffe, welche zahllose Stützpunkte auf dem ganzen Festland habe. Die,Vereinigten Staaten würden überdies genötigt sein, den Ozean mit Flugzeugen, Menschen, Brennstoff und Kriegsmaterial zu überqueren, während ihre Schiffe dauernd feindlichen Bomben und Torpedos ausgesetzt wären. „Unsere Politik, die wir im Augenblick betreiben", erklärte Lindbergh, geht von der Voraussetzung aus, daß England den Krieg gewinnt. Ich persönlich bin der Ansicht, daß England nicht in der Lage ist, den Krieg zu gewinnen. Wenn es ihn nicht gewinnt, und wenn unsere Hilfe nicht dazu benützt wird, um einen besseren Frieden für England zu erhalten, als er andernfalls möglich wäre, dann sind wir für die nutzlose Verlängerung des Krieges verantwortlich und insbesondere für das Blutvergießen und die Verwüstungen, die in Europa noch weiter angerichtet werden. Weiter erklärte Lindbergh, daß zur Zeit des Polen-Einfalles die einzige Möglichkeit für England und Frankreich gewesen sei, die Kriegserklärung hinauszuschieben, bis ihre Wehrmacht fertig aeroefen wäre. Als England und Frankreich Deutschland den Krieg erklärten, war nicht die g e r i n g ft e Aussicht für diese Länder vor- Händen, Polen zu helfen. Lindbergh sei damals bereits der Ansicht gewesen, daß der Krieg für England und Frankreich eine Katastrophe sei. „Das ist bei Frankreich bereits der Fall, und ich glaube, daß es für England auch so werden wird." Auf eine Frage des Senators Thomas betonte Lindbergh, wenn Frankreich erwartet hätte, daß wir in oen Krieg eintreten würden, hätte es nicht auf Hilfe und evtl. Truppen aus den Vereinigten Staaten gerechnet und würde nicht an Deutschland zu einer Zeit, die es für eigene Vorbereitungen be» nötigte, den Krieg erklärt haben. Seiner, Lind- berghs, Ansicht nach hätten auch amerikanische Diplomaten indirekt zum Krieg ermuntert. Ebenfalls habe die Haltung der Ü S A.« Presse die Hoffnung auf die USA.-Hilfe unterstützt und England ermuntert, den Krieg fortzusetzen. Oie Friedenskonferenz von Tokio. Japan« Vermittlung im Konflikt zwischen Thailand und Indochina. Tokio, 7. Februar. (Europapreß.) Die Frie - densoerHandlungen zwischen Thailand und Indochina begannen am Freitag mit einer ersten Fühlungnahme der Führer der beiden Abordnungen in der Wohnung des japanischen Außenministers Matsuoka. An dieser ersten Begegnung, an der auch verschiedene japanische Sachverständige teilnahmen, wurden die Tagesordnung und sonstige Formalitäten festgelegt. Matsuoka erklärte in seiner Begrüßungsansprache, die Feindseligkeiten zwischen Thailand und Indochina hätten nur unerwünschte Folgen für ganz Ostasien gehabt. Japan hätte auch deshalb seine Vermittlung angeboten und es sei vorbereitet, die Beilegung des Streites mit Entschlossenheit und Verantwortlichkeit herbeizu- ühren. Der Zusammenschluß Groß-Ost a f i e n s sei nicht nur für Japan, sondern überhaupt eine historische Notwendigkeit die im Fernostraum lebenden Länder konnten nicht nur zum Frieden Ostastens, sondern auch zum Weltrieden beitragen, wenn sie sich gegenseitig ihren Platz im gemeinsamen Lebensraum sicherstellten. Die Herstellung der Sicherheit und Stabilität Ost- asiens sei deshalb von lebenswichtiger Bedeutung, er hoffe aufrichtig, daß der Grenzstreit zwischen Thailand und Indochina freundschaftlich beigelegt werde, und hoffe, daß alle Teile sich in gleichem Geiste bemühten, die jetzige Konferenz zur Wiederherstellung freundschaftlicher Beziehungen durchzuführen. * Die japanische Presse beschäftigt sich ausführlich mit den Friedensverhandlungen. ,^Hochi Shimbun" erklärt, diese Verhandlungen bestätigten die führende Rolle Japans in Ostasien aufs neue. „Nichi Nichi Shimbun" meint, die prompte Regelung des Grenzstreites werde nicht nur den Weg für die Schaffung einer Sphäre gemeinsamen Wohlstandes in Asien ebnen, sondern darüber hinaus auch Thailand und Indochina selbst unmittelbaren Vorteil bringen. Dies werde gleichzeitig eine gute Lehre für H o 11 ä nd i s ch - In d i e n fein, das noch keine Neigung zur Herbeiführung eines gemeinsamen ostasiatischen Wohlstandes bekunde. ■ «m unb Ichheit ! Millen I«, bas Mer Ichmak We b üiler Ur Mtflerifä Myert ist unsere sich die fl ch.ie beg U feim l ist dis Dn, W 'M , Mtentfc ii ber M Mchen . tffennbai ! HM« Ach un 'Mitaktn i-r 3»l iHM1 INI ein b< ifl Seltfr zelbher Ar Seite 4 beein «teil °be Wiatinse Siliche'" jjt*ein.. ;fle(eU ,n Staate -s der. Kneten Ilde M1 arbeite Jiften des technischer Dienststellen statt, sondern auch die fabrikatorische Leistungsfähigkeit dieser Industrie wird nach den militärischen Forderungen geregelt. Nur eine solche enge Verbindung von der Wehrmacht zur Rüstungsindustrie im weitesten Sinne, d. h. zu allen für die Gesamtversorgung der Wehrmacht im Betracht kommenden Wirtschaftszweigen, kann im totalen Kriege überhaupt noch die genügende Versorgung der Wehrmacht mit allem erforderlichen: 5y K 5* Ml« U l AK Ah-"-" Fäden der Kriegführung selbst zusammenlaufen, Hai die mustergültige Zusammenarbeit von Wehrmacht, Wirtschaft und Technik ein Rüstungsinstrument von einzigartiger Vollkommen, heit geschaffen. Alle Waffengattungen, dia für die großen Kampfentscheidungen in diesem Kriege von besonderer Bedeutung waren und sind, Panze kämpft und gelitten haben, erschienen. In Dertre« tung des Gauleiters legte ber Generalreferent beim Chef der Zivilverwaltung im Elsaß, Major Dr. Ernst, einen Kranz mit den Schleifen des Reiches nieder. Es werden Vorbereitungen getroffen, Karl Roos im deutschen Straßburg eine würdige letzte Ruhestätte zu schaffen. Oer Wehrmachibericht. Berlin, 7.Febr. (DRB.) Das Oberkommando Führung muß schon im Frieden die Rüstung?« fabrikation maßgeblich beeinflussen können, weil nur sie die Bedürfnisse der Wehrmacht im Kriegsfall richtig beurteilen kann. Darum findet heutzutage nicht nur die Entwicklung des Kriegsgerätes durch die Rüstungsindustrie unter Mitwirkung militärisch- ; samtkrieges gegen die englisch-französisch-polnischen Angrisfspläne in einer st arten Hand, näm- ••die un lief) in ber bes Führers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht, lagen und liegen, bei dem auch alle Grundlagen der Macht- entfaltung im Kriege. Bon Major a. D. von Keifer. * Bismark hat einmal in einer feiner großen Reichstagsreden gesagt: „Der Krieg der Zukunst ist der wirtschaftliche Krieg, der Kampf ums Da. sein im großen. Mägen meine Nachfolger ba? immer im Auge behalten und dafür sorgen, baß wenn dieser Kampf kommt, wir gerüstet sind." Die Nichtbeachtung dieser Warnung trug die Schuld daran, daß Deutschland in den Weltkrieg mit un. genügender wirtschaftlicher Rüstung zog. Heute ist es uns zur Seldverständlichkeit geworden, daß im Kriege die Mobilisierung der gesamten wirtschaftlichen Kräfte des Volkes genau jo wichtig ist wie die der militärischen und daß ihre ■ restlose Zusammenarbeit eine der wesentlichsten Och J1 Grundlagen der Machtentfaltung im Kriege ist. Die ' höchstmögliche Steigerung dieser Machtentsaltung durch die Herbeiführung der vollen Einheitlichkeit der Gesamtkrieaführung wird nur einer starken unb unabhängigen Staatsführung möglich sein. Das hat der heutige Krieg zur Genüge bewiesen. Der neuzeitliche Materialkrieg erfordert so ungeheure Mengen an Waffen und Munition, an Kraftwagen und Treibstoffen, eine solche Vielgestaltigkeit und technische Hochwertigkeit bes gesamten Kriegsmaterials, daß eine einfache „Bestellung* ber Wehrmacht bei ber Rüstungsindustrie wie in früheren Zeiten nicht mehr genügt. Wie schon feil jeher bie militärischen Dienststellen für ben ge- samten Ersatz an kämpferischem Personal verantwortlich waren, so sind sie es heute ganz selbst- verständlich auch für bie ebenso wichtige Beschaffung unb den Ersatz bes Materials. Die militärische Material hinsichtlich Masse und Brauchbarkeit ge» währleisten. ' In welchem Maße bie Möglichkeit einer so engen 7™ unb vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen: |?LL Wehrmacht und Wirtschaft von der Art ber I Staatsform abhängt, mag ein kurzer Vergleich zwischen ber heutigen Kriegführung auf deutscher J“ °er und auf feindlicher Seite erläutern. In Deutsch, MMN. land, wo die Vorbereitung unb Führung des Ge. 'Deutsch ............... sWhrun te s Z i e l hat. Vielmehr sei das Hauptziel, eine Art Auffangstelluna herzustellen, falls England falle. Roosevelt müsse mit England weitestgehende Abmachungen treffen, um die Flotte und bie in ber weiten Welt zerstreuten Teile der englischen Luftflotte sowie die Stützpunkte des englischen Empires übernehmen zu können. Hochseemanöver derLlGA-pazifikflotte Tokio, 7. Febr. (DNB.) Aus Honolulu (Hawai) wird gemeldet, daß der Großteil der USA.-Pazisik- Flotte mit 150 Kriegsschiffen am Mittwoch aus Pearl Harbour z u H o ch s e e rn a n Ö v e r n ausgelaufen ist. Admiral Kimmel, ber neuernannte Flottenchef, befindet sich an Bord des Flaggschiffes „Pennsylvania". England ohne Tonnage für die La-plata-Schiffahrt. Montevideo, 7. Febr. (Europapreß.) Die amtliche Statistik für den Monat Januar 1941 zeigt deutlich, daß England keine Tonnage mehr für die La-Plata-Schiffahrt besitzt. Nur fünf britische Dampfer mit zusammen 19 000 BRT. liefen im Januar Montevideo an, während es im Dezember 1940 sieben waren. Vor dem Kriege besuchten monatlich 25 bis 30 englische Schiffe mit 120 000 bis 140 000 BRT. die Hauptstadt Uruguays. Inzwischen sind gerade viele wertvolle Schiffe der britischen Handelsflotte, vor allem die Kuhl- chisfe, versenkt worden, so daß England nur wch einen Bruchteil seiner einstigen La-Plata-Schiff« al;rt aufrechtzuerhalten vermag. Quisling verabschiedet die Freiwilligen der Standarte ,7!ordland". Oslo, 7. Februar. (Europapreß.) Die Nasjonal Sämling veranstaltete zu Ehren der vom Osloer Flughafen nach Deutschland fliegenden norwegischen Freiwilligen der Standarte „Nordland" eine Ab- chiedsfeier, auf der der Führer ber Nasjonal Sämling, Dibkun Quisling, ben Männern für ihre Einsatzbereitschaft bankte und sie mit der Mahnung entließ: „Bleibt tapfer, treu unb mutigI" Am Mittwoch sind die ersten Freiwilligen nach Deutschland geflogen. Bulgarien. Sofia, 8. Febr. (Europapreß.) Außenminister Popoff gab in der Sitzung der Mehrheitspartei der Regierung ein Exposö über die Beziehungen Bulgariens zu seinen Nachbarn. Es heißt, daß das Expose von den Abgeordneten mit vollster. Genugtuung ausgenommen wurde. Ministerpräsident Prof. F i l o f f ermahnte die Abgeordneten, das bulgarische Volk über die Politik der Regierung aufzuklären. Der Ministerpräsident teilte mit, daß an Stelle des zurückgetretenen Landwirtschaftsministers B a g r i a« n o f f der Leiter der Direktion für Getreideausfuhr, Totfcheff, vorgesehen sei. Das Sobranje wurde auf zehn Tage vertagt, um den Abgeordneten Ge- legenbeit zu geben, die Provinz zu bereisen und die Bevölkerung über die Politik der Regierung auszu- klären. Oie Kampfziele des Oinaso. Brüssel, 7. Febr. (Europapreß.) Der Stellvertreter des neuen Leiters der Dinaso-Bewegung bringt in dem Parteiblatt „Hier Dinaso" einen Artikel, in dem die jetzigen Kampfziele bes Dinaso auseinanbergesetzt werben. Danach ist unter Dinaso, nachbem die Gesamtleitung an den früheren Kommandanten der Dinaso-Sturmabteilungen, F r a n • 9 o i s, übergegangen ist, in Zukunft nicht mehr „Dietsche Nationalsolidaristen", sondern „D i e t s ch e Nationalsozialisten" zu verstehen. Der neue Standpunkt, ben man nach ber inneren Krise in ber Partei und dem Ausscheiden bisher führender Personen gewonnen hätte, besage eindeutig: „Wir sind völkisch —germanisch — nationalsozialistisch". Infolgedessen fei der Dinaso auch von der schicksalhaften Verbundenheit der germanischen Stämme überzeugt und fordere fortan, die eng ft e Zusammenarbeit mit dem Deutfchen Reich. Weltanschauung unb Lebenshaltung seien für alle germanischen Stämme burch ben von Adolf Hitler geschaffenen Nationalsozialismus bestimmt worden. Diese Erkenntnis ver- pflichte die Anhänger des Dinaso, nun Natio - nalsozialisten der Tat zu werden. Diese Anschauung innerhalb des Dinaso, der bisher den belgischen Unitarismus gegen ben flämischen Separatismus vertreten hatte, dürfte vor allem von den jungen Parteimitgliedern begrüßt werden, die in der letzten Zeit zu einem größeren Teil sich bei der flämischen ff hatten einschreiben lassen. Da« deutsche Elsaß gedachte leine« Blutzeugen Karl Roo«. Dor einem Jahr wurde Karl Roos, ber aufrechte Vorkämpfer für feine elsässische Heimat, nach einem Scheinprozeß wegen angeblicher Spionage in den Schießständen der Garnison Nanzig von den Franzosen standrechtlich erschossen. Auf dem kleinen Friedhof von Champigneulles stand eine Ehrenwache der elsässischen SA., ff und HI. und Wehr- macht an seinem Grabe. Mit den Familienangehö- rigen waren auch seine Freunde, die mit ihm gebet Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot versenkte zwei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 1 2000 BRT. An der englischen Ostküste gelang es einem Schnellboot, einen britischen fiüsten- dampfet zu versenken. Die Luftwaffe führte trotz schlechter Wetterlage bewaffnete Aufklärung im Seegebiet um England durch und verminte britische Häfen. 3m Mittelmeerraum richteten sich Störangriffe von Kampfflugzeugen gegen mitt' tätifche Anlagen auf der Insel Matta. Der Feind versuchte in den gestrigen Abend» unb Rachtsinnden mit einzelnen Flugzeugen in das besetzte Gebiet an der fianalküste einzufliegen. Lediglich in einer Hafenstadt entstanden durch Abwurf von Brandbomben kleinere Brände, die von der Zivilbevölkerung schnell gelöscht werden fonnten. Flakartillerie schoß hierbei ein Kampfflugzeug vom Muster Armstrong-Dithley ab. Lin zweites Flugzeug wurde zur Landung gezwungen, die Besatzung gefangen genommen. Da« Eichenlaub für Hauptmann Oesau. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht hat — wie schon gemeldet — Hauptmann Oesau, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, anläßlich feines 40. Luftsieges als neuntem Offizier der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Giei °oethe.| Woofod •Werbt Monti •iest M20t/44 ...muss WAn halv gewann,west HenkvÄ-erNachkdmgrKstrn Schmutz herausjieht. Gründliches Einweichen erleichtert dem „Waschpulver" die Arbeit sehr. fiausfcati, begreife: nimm fienfco, spar' Seife! Gießener Konzertring 1940/41 Arbeltegem. Konzertverein, Stadttheater, NSG. Kraft durch Freude Sonntaff* den 16. Februar 1941* 16 Uhr , UniversItUtNaula 8. Konzert (Gruppe A. Nr. 5) Das StroßeQuartett Streichquartette: Schubert 6-dur op. 161, Mozart 6-dur (Köchel 387), Beethoven e-moll op. 59 H. 2 Karten zu 1.50, 2.-. 2.75 und 8.50 RM. bei Cballier, Neuenweg 10 (Ruf 2671) und in der Karten Verkaufsstelle NSG. „Kraft durch Freude“, Seltersweg 60 (Ruf 2141). Studentfcnkarten 1 RM. nur beim Hausverwalter im Kollegiengebäude gegen Ausweis. [eeeD HJ.-Veranstaltungs-Ring Heute Samstag, den 8. Februar, im Stadttheater DerVogelhändler Beginn 18.30 Uhr UaaUIKaaa wbSMs20v.R.ertattsnShM i Nachlasse MußmaMeWSscheerstumstündlich einreiben,un- nütz Seife, Holz und Kohle verbrauchen? Muß man die Wäsche auf dem Reibbrett mit der Bürste mißhandeln? Nein, man soll vielmehr die Grundregel beachtm, die Wäsche durch Einweichm mit Henko schonend zu behandeln'. Abends mit Henko einge- weichte Wäsche ist bis zum andemMorgm von selbst Giebener Vortragsring Goethe Bund / Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) / Volksbildungsstätte Gießen Ln Verbindung mit der Nordischen Gesellschaft Montag, den 10. Februar 1941, abends 7.15 Uhr Neue Aula der Universität et»D Die norwegische Dichterin Marie Hamsun liest aus Werken von Knut Hamsun und aus eigenen Büchern I Die Mitglieder des 6oothe-Bundes und der Knlta-eUen Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein; haben aut . Mitgliedsausweis (G.B. Nr. 2, K. V. Nr. . .. , 8 Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben die MitiUeMr See Vortragsringes der KdF. gegen Verlegen des Mitgliedsausweises freien Eintritt. Ihe ^f^^baer Seselischait für Erd- nnd Völkerkunde erhalten gegen Kontrollabschnitt Nr. 9 und die Mitglieder uer ho tischen BeseUschaft gegen Vorlegen des Mitglieds Ausweises Karten zum ermäßigten Preise von öü r . Mitglieder der NS.-Franenschaft und dfltaJJJ“ i undes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten • um Preise von 75 Pf., Nichtmitglieder zu RM. 1.25 »ei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des veran i laltungsrlnges der HJ. erhalten Eintrittskarten ermäßigten Preise von 80 Pf., Studenten, Mili Äie hörigen HJ.- and BDH.-Angehörlgen zu 40 Pf. ftadttfteater Gießen Sonntag, den 9. Februar 1941, 15.15 Uhr Nacluniltats-Freindeo-TontelluDi - Zu kleinen Preisen! Tiefland Oper in einem Vorspiel u. 2 Akten von Eugen d*Albert Musik-Leitung: Otto Zöllner - Spielleitung: HansAlbert Schewe - Bühnenbild: K. Löffler - In den Hauptrollen: Assion, Schröter-Beckers; Bley, Brunn, Durst, Schmitz Karten zum Preise von RM. 0.80 bis 8.10 an der Vorverkaufskasse Johannesstraße 8 (Tel. 2930) Werktag: von 10 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 1230 Uhr: im Schokoladenhaus Huntemann, Selters weg 89 (Tel. 8969) während der Geschäftszeit und an der Nachmittagskasse ab 14.45 Uhr. se»D Ml Mtt OB Oft Hühll MMlMlkl'Wer! WE nOixl» J^xUaUqw**. «X7H 8,12, ja Kurp»d gravhier. lassen. D.beleid.Aeub^ rungen nehm, ich hiermit als unwahr zurück, on« D. Fink, Giefeen, Weserstr. 3. Vereine Heute f6770 20Ubr Bahnhof. XJJ CDRC DRUCKSACHE* ttCKDC Brühl. GieSen Stadttheater Sonntag Außer Miete I 15.15—18 Uhr NaduBihaisFreffldeniorsiellni Zu kleinen Preisen 1 Tiefland Oper von d’Albert. Preise von RM. 0.80 bis 8.10 Abend von 19 bis 22 Uhr Außer Miete 664D Mansche Botoil Operette von Dostal. Preise von RM. 0.90 bis 8.60. Spielplan vum 11.-16. Februar Dienstag, 11. Februar, 19-22 Uhr । Der Vo_elhändler. Mittwoch, 12. Febr., 19-21 Uhr Das Ferlenkind. Freitag, 14. Februar, 19-22 Uhr Die ungarische Hochzeit« Sonntag, 16. Febr., 15.15-18 Uhr Zur Erölfnnng d. Gießener Woche für Kunst und Literatur. 6. Morgenveranstaltung ■ Vorapiel an „Donna Diana" Uraufführung: Terminen an die Nacht. Abends 19 bis 22 Uhr: Fest Vorstellung zur Gießener Woche für Kunst und Literatur Der Vogelhl.ndler. | Nr. 33 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhesfen) S./Mcbnwr W41 Aus der Stadt Gießen. Gesunder Lebensglaube. Jeder neue Tag bringt uns zahllose Anforderungen und neue Pflichten. In der Art, wie wir diese Ansprüche erfüllen, drückt sich unsere Stellung dem Leben gegenüber aus. Freilich kommt es vor, daß allzu viel auf uns einstürmt, daß wir glauben, wir würden erdrückt. Da ist es kein Wunder, wenn gelegentlich Anfälle von Kleinmut und Verzagtheit auftreten. Auch der gesündeste Mensch kann sich manchmal nicht der Trauer über dre Unvollkommenheit des Lebens erwehren. Gegen diese Stirn- mungen gibt es keinen besseren Trost als das Bewußtsein, daß wir alle nicht eine in der Zeit verschwindende Welle sind, sondern ein Glied einer Verdunkelungszett 8. Februar von 18.21 bis 8.54 Uhr. 9. Februar von 18.23 bis 8.52 Uhr. großen, unzerstörbaren Kette. Dem Leben und seinem Volke sich ganz hingeben, das ist die höchste Forderung in diesen Tagen. Wenn wir in die Vergangenheit zurückblicken, erkennen- wir, daß das deutsche Volk alles, was geworden ist, in ernster Arbeit geschaffen hat. Das mag vielleicht auch der Grund sein, wenn manche Volksgenossen einem frohen, zuversichtlichen Menschen entgegenhalten, er nähme das Leben nicht ernst genug. Aber ein starker Optimismus ist etwas sehr Schönes. Das bedeutet keineswegs, daß wir alles dem Schicksal überlassen sollen. Damit kämen wir nicht weit. Unser Schicksal sollen wir in die Hand nehmen und es selber formen. Wessen Seele von einer fröhlichen Stimmung erfüllt ist, der wird die Aufgaben, die das Leben an ihn stellt, ganz anders erfüllen, als der, der weder an einen Sinn, noch an einen Gehalt dieses Daseins zu glauben vermag. Ein fröhlicher Mensch wird alle Schwierigkeiten als natürliche Hindernisse ansehen und heiter darüber hinwegsetzen. Der andere wird mürrisch und mißgelaunt an seine Aufgaben herantreten. Und dabei hängt er doch gerade so am Leben wie wir. Wenn es auch manchmal trübe aussieht und der Himmel voller Wolken hängt, vermag der Gedanke trotzdem zu trösten, daß die Zukunst wieder einen Ausgleich schaffen wird. Der Pessimist aber steht immer nur schwarz in die Zu- Wir alle stehen mitten im Leben. Wir sind ein lebendiger Teil unseres Volkes. Keiner kann und darf sich außerhalb der Volksgemeinschaft stellen. Wir müssen dieses Leben bejahen und müssen uns ihm hingeben. Dann erst kann es uns tragen und uns mit Kraft und Zuversicht erfüllen. Ein gesun- der Optimismus muß unser Dasein durchströmen. Das ist nichts anderes als ein Bekenntnis des Teiles zum Ganzen. Denen, die traurig und mißgestimmt sind, muffen wir helfen, nicht mit tröstenden Worten, sondern mit der Tat, mit unferm Beispiel. Wir müssen ihnen Vorleben, wir müssen ihnen zeigen, was gesunder Lebensglaube bedeutet. Wir müssen ihnen ausreden, daß sie'ein Recht auf Verbitterung hätten. Sie dür-' fen sich nicht von der Welt abschließen, sie müssen teilnehmen an allem Zeitgeschehen. Wir müssen ihnen klarmachön, daß sie ihr Geschick überwinden und trotz allem mit ungebrochener Lebenskraft in die Zukunft schauen. Die Stellung zum Leben darf nicht von der Gunst oder Ungunst der Umwelt abhängig fein, sondern von unfern inneren Kräften. Der Glaube, daß nach einer Wanderung durch ein finsteres Tal immer wieder ein Höhenweg in die Sonne erreicht wird, muß unser Herz erfüllen. Dann erst haben wir die Spannkraft und die mutige Entschlossenheit, die nötig sind, um unser eigenes Leben froh zu gestalten. Dann können wir auch andern den Weg zeigen, der aufwärts führt.h- Arterienverkalkung cnb hoher Blutdruck mit Herzunruhe, Echwindelgeftibl, Nervosität, Ohreu» "Hülfen, Zirkulationsstörungen werden durck Antisklerosin TOirtyMn vt» «mpst.Enthält u. a.Llutsälze und Kreislaufbormone. Grnft die B-fchw«, den von verschiedenen Richtungen der an. Packung bo «£abl. * 1-S5 in Apotheken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt ,eder Packung bei! Oie Städtische Handelslehranstali Gießen. Dom 1. April 1941 ab Ausbau zur Wirtschaftsoberschule. Am 1. April 1941 geht die von der Industrie- und Handelskammer Gießen ins Leben gerufene und bisher getragene Oeffentliche Handelslehranstalt in die Betreuung durch die Stadt Gießen über. Von diesem Zeitpunkt ab wird die Schule den Namen „Städtische Handelslehranstalt Gießen" führen. Handelsstudiendirektor Dr. Kruse, unter dessen Führung die bisherige Oeffentliche Handelslehranstalt seit 1934 eine außerordentliche Aufwärtsentwicklung erfahren hat, wird weiterhin an der Spitze der Schule wirken und seine reichen Erfahrungen den Schülern und Schülerinnen zugute kommen lassen. Der Uebergang der Sdjule auf die Stadt Gießen wird nicht nur in dem Besitz, sondern auch im Wirkungsbereich der Handelslehranstalt eine neu Epoche einleiten. Die Stadt Gießen hat nämlich bei der zuständigen Stelle des Reiches den Antrag gestellt, dem Ausbau der Städtischen Handelslehranstalt zu einer Wirtschaftsoberschule mit Wirkung vom 1. April 1941 zuzustimmen. Es Berufsfachschule (Vollschule) und aus der Berufsschule (nur für Lehrlinge). In der Vollschule arbeiten die Handelsschule für Jungen, die Handelsschule für Mädchen, die einjährige Höhere Handelsschule und zur Zeit noch die zweijährige Höhere Handelsschule für Jungen und Mädchen. Die Berufsschule wird von den Drogisten-Fachklassen und den Banken-Fachklassen dargestellt. In den Abteilungen der Berufssachschule wird das doppelte Schulziel verfolgt, den jungen Menschen eine gründliche fachliche Schulung für die Berufe in Wirtschaft und Verwaltung, daneben auch eine Vertiefung und Erweiterung der Allgemeinbildung und national- politischen Erziehung zu geben. In den Jungen- Klassen wird aus die Berufslehre vorbereitet. Die fachliche Schulung macht die spätere praktische Ausbildung wirkungsvoller und bedeutet außerdem eine wertvolle Grundlage für das ganze Leben. Während die Jungen also in den Schulabteilungen auf die Lehre vorbereitet werden, sollen die Abteilungen für Mädchen die Lehre ersetzen. Die Mädchen werden zu Bürokräften, Assistentinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (Sekretärinnen) ausgebildet. Mit unseren Fahnen ist -er Sieg! 110 Großkundgebungen im Kreis Wetterau am Freitag, den 14., Samstag, den 15. und Sonntag, den 16. Februar 1941. Es sprechen die alten bewährten Versammlungsredner des Gaues Heffen-Tiaffau. Volksgenossen, haltet Euch bereit und beweist durch Eure Teilnahme an diesen Kundgebungen erneut Eure Treue zum Führer! Oie Partei ruft Euch! Kommt alle! NSDAP. Kreisleitung Wetterau. dürfte kein Zweifel darüber bestehen, daß diesem Antrag von der Reichsunterrichtsverwaltung stattgegeben wird. — Wir haben uns mit dem Schulleiter, Handelsstudiendirektor Dr. Kruse, über das bisherige Wirken der Oeffentlichen Handelslehranstalt und über die Pläne zum weiteren Ausbau der Schule unterhalten, uns gleichzeittg auch in den Unterrichtsräumen der beiden Schulhäuser an der Ecke Wernerwall/Steinstraße umgesehen. Heber unseren Besuch ist zusammenfassend folgendes zu berichten. An der Städtischen Handelslehranstalt Gießen wirken 16 Unterrichtskräfte in den Dollschul- und Berufsschulabteilungen. Die Anstalt wurde bisher jährlich von über 400 Jungens und Mädels besucht. Das Einzugsgebiet der Schule, d. h. der Raum, aus dem die Schüler und Schülerinnen kommen, umfaßt neben der Stadt auch die weitere Umgegend von Gießen, zum Teil sogar bis nach Treysa, Weilburg und die Gegend des Vogelsbergs. Aus dem Namen der Schule darf nicht geschloffen werden, daß sie nur Nachwuchskräfte für den Handel heranbildet. Ein sehr großer Teil der Schüler und Schülerinnen wird auch von der öffentlichen Wirtschaft als Nachwuchs in Anspruch genommen. Insbesondere sind Behörden Interessenten für die jungen Kräfte aus dieser Schule. Im „Gießener Anzeiger" Nr. 23 vom 28- Januar 1941 konnten wir bereits berichten, daß nach einem Runderlaß des Reichsministers des Innern vom 25.11.1940 nunmehr auch die Absolventen der Handelsschule für den gehobenen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung zugelassen sind. Ein gleichlautender Erlaß ist auch von dem Reichswirtschaftsminister für die Zulassung zum gehobenen Dienst im Reichs- wirtschaftsministerium und der diesem unterstellten Verwaltung ergangen. Die Städtische Handelslehranstalt besteht aus der Daneben wird in besonderem Maße durch zusätzlichen Unterricht auch Rücksicht auf ihren späteren Hauptberuf als Frau und Mutter genommen. In letzter Linie sollen die Mädchen auch die Voraussetzungen für eine weitere Ausbildung wie die Jungen erhalten. Der Unterrichtsstoff umfaßt Betriebs- wirtschaft, Buchführung, Rechnen, Kurzschrift, Maschinenschreiben, Plakatschrift, Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte, Warenkunde mit Erdkunde, Sport, Handarbeit und Hauswirtschaft. Für die Aufnahme in die einjährige Höhere Handelsschule ist die Reife für die siebente Klasse einer höheren Schule oder das Schlußzeugnis der Mittelschule Voraussetzung. An Stelle der bisherigen zweijährigen Höheren Handelsschule soll vom 1.April 1941 ab die Wirtschaftsoberschule mit dreijährigem Schulbesuch treten. Die Wirtschaftsoberschule nimmt Jungen und Mädel mit der Reife für die 6. Klasse einer Oberschule und mit dem Abschlußzeugnis einer Mittelschule auf. Begabte Berufsschüler sollen als Gastschüler zunächst für ein Jahr auf Probe angenommen werden, erweisen sie sich durch ihre Fähigkeiten als geeignet für den Besuch dieser Schule, so werden sie als endgültige Schuler bettachtet. Die Wirtschaftsoberschule hat die Ausgabe, wie jede deutsche Oberschule, im „Verein mit den anderen Erzie- ziehungsmächten des Volkes, aber mit den ihr eigentümlichen Erziehungsmitteln, den nationalsozialistischen Menschen zu formen". In dieser Zielsetzung liegt ihre besondere Aufgabe eingeschlossen, eine gehobene Berufsausbildung in nationalsozialistischer Ausrichtung und Durchdringung zu vermitteln. Die Wirtschaftsoberschule soll in erster Linie den Erfordernissen der öffentlichen und privaten Wirtschaft dienen. Sie soll den jungen Menschen eine gründliche und umfassende Schulung und Gesamtschau geben, damit sie in der Lage sind, in der Wirtschaft, und zwar sowohl in der privaten als auch in der öffentlichen, höchsten Leistungsansprü- chen genügen zu können. Wie jede andere Oberschule vermittelt auch die Wirtschaftsoberschule das Zeugnis der Reife und gibt, damit den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit eines wirtschaftswissenschaftlichen Fachstudiums. Der Unterrichtsstoff im Ablauf einer Stundentafel des Tages sieht vor: Leibeserziehung; Deutschkunde (Deutsch, Geschichte, Erdkunde); Wirtschaftskunde (Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Dertragstechnik, Buchführung und Bilanzkunde, Kameralistisches Rechnungswesen, Kaufmännisches Rechnen, Finanzmathematik, Büro- rnaschinenkunde. Stoff- und Warenkunde); Fremdsprachen (Englisch in Fortführung, Italienisch, Spanisch oder Französisch); Schreibfächer (Deutsche Kurzschrift, Maschinenschreiben, Werbeschrift und Seidenen); für Mädchen wird der Unterricht noch durch Fächer des Frauenschaffens ergänzt (Stoff- und Warenkunde können dafür gestrichen werden), und zwar mit Handarbeit und Stoffkunde, Kochen und Hausarbeit, Gesundheitslehre und Säuglingspflege. Durch die Uebemahrne der Handelslehranstalt in die Trägerschaft der Stadt Gießen ist die Enttmck- wicklungsmöglichkeit der Schule in der Zukunft entsprechend der Größe und Bedeutung der Anstalt gesichert. Mit der Uebernahme dieser Schule hat unsere Stadt den gleichen Schritt getan, den man in Mainz, Darmstadt, Offenbach und Worms schon vor einigen Jahren unternommen hat. In Wetzlar, Marburg, Friedberg usw. bestehen zwar auch Kaufmännische Berufsschulen und Städtische bzw< Oeffentliche Handelslehranstalten, unsere Stadt Gießen ist aber fraglos als die natürliche Verkehrs» geographische Zentrale für eine gehobene fachliche Sonderausbildung für die Bevölkerung eines weiten Umkreises anzusehen. Mit dem Ausbau der Anstalt zur Wirtschaftsoberschule mit dreijährigem Schulbesuch wird zwar^ wie schon, kurz gesagt, die bisherige zweijährige Höhere Handelsschule verschwinden, jedoch wird die einjährige Höhere Handelsschule ebenso wie die anderen Abteilungen der Schule bestehen bleiben. Die Abteilungen sollen keine Vergrößerungen erfahren, die Hauptanstrengungen werden sich vielmehr auf eine noch stärkere Intensivierung der Leistungen richten. Die Unterrichtsmittel der Schule sind, wie wir bei unserem Rundgang durch die beiden Schulhäuser feststellen konnten, vielseitig und reichhaltig. Davon seien hier nur einige Beispiele angeführt. In dem großen Schreibmaschinensaale stehen rund fünfzig Schreibmaschinen der verschiedensten Systeme für den Unterricht zur Verfügung, Hilfsmittel sind reichhaltig vorhanden. Besonders ist hervorzuheben, daß die Schüler und Schülerinnen in ihrer Ausbildung schon frühzeitig auf das Blindschreiben eingeübt werden. In der warenkundlichen Materialsammlung besitzt die Schule geradezu eine Kostbarkeit, wie man sie. in gleicher universeller Weise wohl kaum bei einer anderen Anstalt dieser Art vorfinden dürfte. Es wird schwer sein, eine Ware zu nennen, von der nicht wenigstens eine Probe in dieser Sammlung der Schule vorhanden ist. Das Laboratorium der Drogisten-Fachklasse, die ihre Schüler bis aus den Gegenden von Treysa, Fulda, Weilburg und Friedberg kommen sieht, ist ebenso reich- halttg mit allen einschlägigen Materialien ausge- IGut ausgenutzt ist auch gespart« Wer sparen und zugleich eine bessere Wirkung erzielen will, soll den Herd nur dann putzen, wenn die Herdplatte noch handwarm ist; nicht kalt und auch nicht zu heiß. Es putzt sich dann leichter und sparsamer. WEEN Herdputzputvef aus der »Fabrik ? ist gut und a u s g i e Heiteres Erlebnis in Berlin. Von Marie Hamsun. Die norwegische Dichterin Marie H am - fun wird am Montag im Gießener Vor- tragsring aus Werken ihres Gatten Knut Hamsun und aus eigenen Büchern lesen. Als ich etwa vierzehn Tage in Berlin war und mein altes Ich wiedergefunden hatte, merkte ict) eines Tages ganz plötzlich, daß ich Schmerzen an einem Backenzahn hatte. Auf meinem täglichen Wege zum ober vom Krankenhaus, wo meine Tochter noch lag, mar nur langst ein Zahnarztschild ausgefallen. Eines schonen TQ-- ges saß ich vor dem Doktor. „Der Nerv ist angegriffen", sagte er. Ich mußte .daher häufiger zu ihm kommen. Abgesehen vom Zahn hatten wir allerlei gleiche Interessen, und so fragte er mich eines Tages, als er einen neuen Wattebausch eingelegt hatte, was ich eigentlich hier in Berlin gesehen hätte. Ich kannte aber eigentlich nur das Innere von einem Krankenhaus; außerdem war ich >em paar Ma! im Kino gewesen — nichts weiter. Der Zahnarzt hob feinen Kopf, zog feine süddeutschen Augenbrauen zusammen und zog sie ganz bis zum Haar- ansatz und sagte, daß das wirklich nicht anginge. Ich müßte zum mindesten und auf leben tfau oen Pergamon-AU tar ansehen. „Sie müssen den Autobus Nr 19 nehmen oder auch mit ber Untergrundbahn fahren , sagte Zahnarzt, und ich versprach ihm m seme ehrlichen Augen, mir den Pergamon-Altar anzusehen, -o lins wunderbare Sehenswürdigkeit. Als ich aber am folgenden Tage zu ihm kam, um den Tampon auswechseln zu.lassen, hatte cy trotz allem den Pergamon-Altar nicht gesehen, zog seine Augenbrauen noch höher und war unan genehm überrascht, beinahe beleidigt. 3d) fd^o Schuld auf alle möglichen Dinge; ich mußte P im Krankenhaus bei Ellinor sein. Aber nwrg würde ich den Pergamon-Altar sehen, ganz g wiß ..., das versprach ihm ihm. Wnmel Es war Mittwoch. Donnerstag sollte die ZZurzei gezogen werden. Jetzt mußte ich mich also zu) m- mennehmen und mir den Altar ansehen. Ich entschloß mich für die Untergrundbahn. Am Fahrkartenschalter erklärte man mir, wit und wo ich umsteigen müßte. Zuerst rechts, bann links, bann eine Treppe hoch — ober vielleicht gerabe umgekehrt. Ich war schon nahe bran, ben ganzen Pergamon-Altar aufzugeben. Gerabe in diesem Augenblick aber hörte ich eine beruhigende Stimme neben mir. ,Hch helfe Ihnen gern, ich fahre denselben Weg." Eine Stimme, nicht direkt vom Himmel, aber eine Stimme von einem gemütlichen kleinen Herrn im Pelz. Mit braunen Augen, Aktentasche unter dem Arm — ein Mann in den besten Jahren. Ja, ich kaufte eine Fahrkarte nach dem Zentrum Berlins, in der Nähe von diesem verwünschten Altar. Dann warteten wir auf ben Zug. Mein Begleiter stanb da, dick und breitbeinig, als ob er auf bem Perron geboren wäre. Ich hielt mich sttllfchweigenb in feiner Nähe. Er sagte auch nichts. Wir hatten nur dies eine gemeinsam, baß er mich unversehrt dahin brächte, wohin ich sollte. Aber als wir im Zuge saßen, fanb ich, daß ich gegen meinen Cicerone ein bißchen höflich sein und etwas sagen müßte, wie verwirrend groß die Stadt Berlin für einen Fremden fein und daß sie mehr Einwohner hätte als mein ganzes Land, Norwegen, mit Dörfern und Städten ... Er lachte und fragte mich, was ich Unter ben Linben wollte. Jrgenb etwas anfehen? Ich weiß nicht, warum ich nicht gestand, daß ich mir ben Pergamon-Altar ansehen wollte. Ich sagte, ich wollte zur Dresbner Bank. Außerbem hätte ich ein paar Besorgungen zu machen. Vor ber Bank sagte ich auf Wiebersehen unb vielen, vielen Dank. Ich ging in bie Bank hinein unb wartete einen Augenblick. Aber als ich roieber herauskam, stanb er 'noch ba, ruhig unb parat, mir roieber beizu- slehen... Es half nichts, baß ich sagte, jetzt käme ich gut allein weiter... Mit bem Pergamon-Altar im Kopfe ging ich in ein Geschäft hinein unb kaufte Zwirnrollen. In einem anberen Geschäft kaufte ich Stecknabeln. Unb iebes Mal stanb ber Mann ba, als ich roieber herauskam. Klein und ruhig, ben großen Pelzkragen hoch über die Ohren aufgeschlagen. Wenn ein Mann eine Aktentasche unter dem Arm trägt, so hat er wohl Papiere drin, und man darf wohl vermuten, daß er mitten am Vormittag etwas zu tun hat. Aber dieser hatte nichts anderes zu tun, als mir mit Rat und Tat beizustehen: Achtung! Achtung? Da kommt ein Auto! Ich durfte die Straße nicht überqueren, ehe sie öde lag wie die Sahara. Dann nahm -er mich mit einem festen Polizeigriff am Arm und lotste mich hinüber. Es war sicher ein Anblick für Götter! Ein Vormittag ist kurz. Ich hatte die mystischsten Umwege gemacht in der Hoffnung, ihn in irgendeiner Kurve zu verlieren. Ich hatte verschiedene Geschäfte besucht. Außer den Zwirnrollen und Stecknadeln hatte ich mir eine Karte von Berlin, eine Nagelschere und ein Pfund Apfelsinen zugelegt. Jedesmal hatte ich im deuttichen Deutsch „leben Sie wohl" gesagt. Aber jedesmal, wenn ich herauskam, stand er geduldig da. Sollte ich wirklich mit ihm "zum Altar gehen? Plötzlich siel mir ein: er wird sich doch nicht in mich verguckt haben? Verstohlen schaute ich ihn von der Seite an. Aber nein, er wirkte nicht verliebt. Sein gemütliches Gesicht mit der roten verfrorenen Nase lugte aus dem Pelzkragen hervor und verriet keine Seelenerregung. Er dachte an nichts anderes als an den Straßenverkehr. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als mit ihm zum Altar zu gehen. Ich wollte ihn gerade nach dem kürzesten Weg zu dieser Sehenswürdigkeit fragen, als er mir mit etwas anderem zuvorkam: „Gnädige Frau, nur noch einen kleinen Rat. Sie dürfen sich hier in Berlin nicht mit Fremden ein- lassen. Mit fremden — fremden Herren... Berlin ist keine Kleinstadt. Sie können die schlimmsten Sachen erleben..." Ja. bas kann man wohl sagen? Ich fühlte, wie ich rot würbe. Er blieb stehen unb sah mich mit treuen Augen an. ,äd) spreche als Freund..." Er suchte nach meiner Hanb. „Danke", sagte ich ihm, „schönsten Dank. Ich kann auf beutsch nicht ausbrücken, wie bankbar ich bin — aber jetzt muß ich Autobus Nr. 19 haben." Er war also boch verliebt... Wir stauben an ber Autobushaltestelle. Abe, Pergamon-Altar? Unb ewig abe meine letzte Eroberung in biesem Leben. Liebe auf den ersten Blick ist nie meine Stärke gewesen unb ... Aber bann bekam ich eine kalte Dusche. „Verzeihen Sie, gnäbige Frau, aber wenn Sie unb Ihre Tochter vorhaben, noch länger in Berlin zu bleiben, warum benn nicht bei uns wohnen? Bitte schön! Hier ist unsere Karte." Sie war hanb- geschrieben. Wahrscheinlich während er draußen vor einem Geschäft gewartet hatte: Pension Persect. 2 herrliche Sonnenzimmer frei, warmes und kaltes Wasser, Bad, W.C., stand da. Dagegen kein Wort darüber, daß er sein Herz an mich verloren hatte... Morgen aber soll die Wurzel gezogen werden, und ich habe noch nicht den Pergamon-Altar gesehen! Ich habe schreckliche Angst! Aber als ich am Nachmittag meine erwachsene, strenge Tochter im Krankenhaus besuche, zieht auch sie die Brauen hoch unb sagt: „Wer Mutter, wie benimmst bu dich in Berlin? Ich glaube, ich muß es deinem Mann schreiben!" Der Maurer beim Skat. Beim Oberbürgermeister der Stabt Altenburg, die als eine Heimat des Skatspiels bekannt ist, traf kürzlich der Feldpostbrief eines Leutnants von der Front ein. Er enthielt eine gereimte Anfrage, in der es heißt: „Wir mußten unlängst tränenb trauern, / Weil uns ein Wort nicht klar erschien. / Wir kommen gramgebeugt zu Ihnen: / Woher kommt nur das Wörtchen „mauern"? Die Dienststellen der Altenburger ©tob toerroaltung haben es häufiger mit Anfragen von Volksgenossen wegen des Skatspiels zu tun. Auch diese Frage aus bem Felde wurde gern beantwortet. Nach Rückfrage bei einem Sachverständigen wurde dem Anftager mit- geteilt, daß man im Skatspiel das Wörtchen „mauern" vorwiegend auf einen Spieler anwendet, der nur ganz sichere Spiele meldet ober spielt, der sich also wie durch eine Mauer vor Nachteilen zu schützen sucht. Wer selten und bann nur „bombensichere" ober „haushohe" Spiele ansagt, gilt also als Maurer. Die Klagen über das Mauern sind aber völlig unbegründet, denn ein Spieler, der, wie man sagt, schwer spielt, schädigt dadurch, daß er so manches Spiel verpaßt, nur sich selbst. Von einem Bestrafen des Mauerns kann schon deshalb keine Rede sein, weil es nach der Skatordnung in bas völlig freie Ermessen febes einzelnen gestellt ist, ein Spiel zu reizen ober zu passen. Wann der Ausbruck „mauern" zuerst ausgetreten ist, kann nicht festgestellt werben. Er ist in verschiebenen Teilen des Reiches üblich. In Schlesien spricht man z. B. in bi ei'em Zusammenhang auch vom „Maurermeister", „Polier" ober von einem, der „die Maurerschürzg umhat" ober der „ben Kölner Dom tmtgebaut" hak stattet, so baß der Besucher fast den Eindruck gewinnen kann, hier in einer Drogerie mit allen Hilfsmitteln zu stehen. Daß bei der reichen ma- schinellen Ausstattung auch moderne Büromaschinen zur Ausbildung der Schüler und Schülerinnen vor- yanden sind, sei hier der Vollständigkeit halber vermerkt. Schöne helle Unterrichtsräume in gediegener Ausstattung vervollständigen den guten Eindruck, den der Besucher dieser Schule gewinnt. * Nachdem nunmehr die Stadt Gießen die Schule übernommen hat. darf man die Gewißheit hegen, daß ihr eine weitere gute Aufwärtsentwicklung gesichert wird. Dem großen Interesse des Oberbürgermeisters Ritter für die Heranbildung eines guten Nachwuchses an kaufmännischen und Verwaltungskräften für die private und die öffentliche Wirtschaft ist es vor allein zu danken, daß mit der Heber- nähme der Handelslehranstalt durch die Stadt sofort alle Schritte zur Verwirklichung der Wirtschaftsoberschule und damit zur Erschließung des Hochschulstudiums für die Besucher dieser Schule unternommen worden sind. Wir dürfen mit Genugtuung auf dieses neue Feld der städtischen Arbeit blicken, von dem künftighin reicher Segen für die Bevölkerung unserer engeren Heimat und damit zum Nutzen der deutschen Gesamtwirtschaft ausgehen wird. B. Dornoiizen. Tageskalender für Samstag. HÄ.-Veranstaltungs-Ring: 18.30 Uhr im Stadttheater „Der Vogelhändler". — Gloria-Palast (Sel- tersweg): „Operette". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „2)ie Finanzen des Großherzogs". — 1889—1939: 20 llhr im Gasthof Boller Zusammenkunft. Tageskalender für Sonntag. Ortsgruppen Gießen-Mitte und -Ost: 11 Uhr in der Großen Aula der Universität Verleihung der Mütter-Ehrentreuze. — Stadttheater: 15.15 bis 18 Uhr „Tie land"; 19 bis 22 Uhr „Ungarische Hochzeit". —. Gloria-Palast (Seltersweg): „Operette". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): ,j)ie Finanzen des Großherzogs". — Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten: 16 Uhr im „Burghof" Standort-Appell. Sladtlhealer Gießen. Am Sonntag wird d'Alberts Oper „Tiefland" als Nachmittags-Fremdenvorstellung wiederholt. Die musikalische Leitung hat Otto Söllner, die Spielleitung Hans A. Sckewe. Es wirken mit: Anni Afsion, Valeska Lange, Aenne Mayr-Elgg, Lisel Schröter- Beckers, Ilse Winhold: Gustav Bley, Kurt Bosny, Gustav Brunn, Heinrich Durst, Bernhard Schmitz. Außer Miete. — Am Abend kommt der große Ope- rettenerfolg „Die ungarische Hochzeit" von Nico Dostal zur Aufführung. Musikalische Leitung: Arthur Apelt. Spielleitung Harry Grüneke. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Außer Miete. Marie Hamsun in Gießen. Marie Hamsun, die Gattin des großen norwegischen Dichters Knut Hamsun, unternimmt zur Zeit auf Einladung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und der Nordischen Gesellschaft eine achtwöchige Dortragsreise durch Deutschland, die sie in nahezu alle Gaue des Groß- deutschen Reiches führen wird. Marie Hamsun ist, wie ihr Gatte Knut Hamsun, der schon im Weltkrieg, aber auch in jüngster Zeit wieder seine Stimme erhoben hat, wie er überhaupt die Geschicke Deutschlands stets mit großer Anteilnahme und Leidenschaft verfolgt hat, ein Freund Deutschlands. Es wird daher mit besonderer Freude begrüßt werden, daß es möglich war, eine Lesung von Frau Hamsun auch in Gießen einzurichten, die am kommenden Montag im Rahmen des Gießener Vortragsringes vom Goethe-Bund, der Kulturellen Vereinigung und der Volksbildungsstätte Gießen in Verbindung mit der Nordischen Gesellschaft durchgeführt wird. Gießener Konzertring. Einen Kammermusikabend veranstaltet im Rahmen des Gießener Konzertrings am kommenden Sonntag, 16. Februar, das bekannte Stroß- Ouartett, das fowhl über hohes künstlerisches Einzelkönnen der Spieler als auch über hervorragende Sicherheit und Kultur des Zusammenspiels verfügt. Das rein klassische Programm enthält Werke von Mozart, Schubert und Beethoven. Wenn Äugen versagen Magnus-Brillen trägen! Gießener Dochemnarkkpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich fürÄ-Ware Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * Gießen, 8. Fedr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 12 bis 13, Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 13, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 11 bis 13, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 10 bis 14, Kartoffeln, J4 kg 4,3, 5 kg 43, Aepfel, % kg 28 bis 40, Sellerie 20 bis 23 Rpf. Landkreis Gießen. * Dillinaen, 8. Febr. Am heutigen Samstag, 8. Februar, feiern der Landwirt Georg Bom- mersheim III. und Ehefrau Luise, geb. Zimmer, Graubergstraße 27 wohnhaft, das Fest der goldenen Hochzeit. Aus der Ehe des Jubelpaares sind sechs Kinder hervorgegangen, von denen ein Sohn im Weltkrieg 1914/18 den Heldentod starb. Mit ihren Kindern erfreuen sieben Enkel und ein Urenkel die heutigen Jubilare. Den Jubilaren bringen auch wir unfern herzlichen Glückwunsch dar. Einsatz von Haushalthelferinnen. Eine neue Berufsmöglichkeit für Frauen und Mädchen. Es gibt heute noch manche Frau und manches Mädchen, die besonders jetzt im Kriege gerne ihre Kraft mit einsetzen möchten, aber aus verschiedenen Gründen noch feinen Anschluß an einen Beruf gesunden haben. Ihnen wird in einem weiten und dankbaren Einsatzgebiet eine neue und geregelte Berufsmöglichkeit geboten. Menichen, die es verstehen zuzugreifen, und die bereit sind, sich immer dort einzusetzen, wo es erforderlich ist, sind immer sehr gefragt. Und das besonders heute! So fehlen beispielsweise vor allen Dingen für die Hausfrau und Mutter Helferinnen, die ihr im Falle einer Erkrankung beistehen können, die das Hauswesen für einige Wochen zu übernehmen vermögen, wenn die Mutter ins Krankenhaus muß, und die auch der jungen Mutter in den ersten Wochen vor und nach Der Geburt eines Kindes die Arbeit abnehmen oder erleichtern. Solche Helferinnen gibt es auch im Gau Hessen-Nassau seit einiger Zeit. Und daß an sie allerlei Ansprüche gestellt werden müssen, ist selbstverständlich. Das Deutsche Frauenwerk hat es' daher übernommen, ihnen zu helfen, d. h. ihnen das nötige Rüstzeug für den Einsatz als Haushalthelferin, ober, wie sie auch noch genannt werden, als Mutterschaftshelferin zu vermitteln. Vier Wochen Schulung in der Gaubräuteschule dienen dazu, auf allen Gebieten der Hauswirtschaft, der Kinderpflege und der Kindererziehung Kenntnisse nicht nur theoretisch, sondern auch vraktisch zu erwerben. Wir treffen die ersten Teilnehmerinnen an einem solchen Lehrgang in Weilburg, wo die Gauenfrauen- fchaftsleiterin, Frau Erna Westernacher, zu ihnen spricht. Wenn wir uns die Frauen ansehen, die da im Kreise sitzen und aufmerksam zuhören, und vor allen Dingen, wenn wir später hören, wie sie aus ihrem eigenen praktischen Einsatz und' ihren Erfahrungen erzählen, dann gewinnen wir schnell ein Bild davon, welche Frauen und Mädel für diesen von der NSV. hauptamtlich bezahlten Berus in Frage kommen. Da gibt es Witwen und praktisch veranlagte Mädel ober solche Frauen, die aus irgendwelchen Gründen plötzlich auf eigenen Füßen stehen müssen, und ihnen allen tut sich hier ein weites und befriedigendes Tätigkeitsfeld auf. Die Haushalthelferin, die als Angestellte der NSV. eine Bezahlung von 100 bis 150 RM. brutto erhält, wird stets da eingesetzt, wo Not herrscht und keine andere Hilfskraft zu haben ist. Selbstverständlich kommt ein Einsatz bei asozialen Familien nicht in Frage. Erfolgt die Betätigung in einer Familie, die finanziell in der Lage wäre, die Haushalthelferin selbst zu bezahlen, so kann die NSV. eine Abgeltung verlangen. Die Haushalthelferin selbst wird vom augenblicklichen Arbeitgeber nie bezahlt, sondern stets von ihrer Einsatzstelle, der NSV. Es ist zu hoffen, daß sich im Gau Hessen-Nassau, vor allem in den größeren Städten, noch viele Haushalthelferinnen zur Verfügung stellen. Eines konnten wir in der Unterhaltung mit den ersten bereits eingesetzten Frauen immer wieder feststellen: Es herrschte große Zufriedenheit mit dem neugewählten Beruf. Das Deutsche Frauenwerk, bas die Frauen nach ihrer Einsatzfähigkeit auswählt und ihre Schulung übernimmt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Frauen in ihrem gewiß nicht leichten Beruf überall beizustehen. Mit dem Einsatz von Haushalthelferinnen wird ein weiterer Beitrag zur Hilfe für die kinderreiche Mutter geleistet. Morgen Wilhelm-Dodaege-Gedächtnislauf. Wie der Ski-Klub Gießen uns mitteilt, soll der früher schon geplante, Dann aber abgesagte Wil-' Helm-Wodaege-Gedächtnislaut (Abfahrtslauf) nun« । mehr am morgigen Sonntag, 9. Februar, au£ dem Hoyerodskopf ourchgefuhrt werden. Ob die Strecke vom Hoherodskopf in Richtung Breungeshain genommen wird, ist nicht vorauszusagen, da die Entscheidung von den örtlichen Verhältnissen abhängt. Wievi l Wettkämpfer teilnehmen werden, steht ebenfalls nach nicht fest, da die Meldungen erst am eonn agmorgen im Klubhaus auf dem Hoherodskopf entgegengenommen werden. Punkt vielleicht den Verlust des Anwartschafts- rechtes auf die Meisterschaft. 1900 — Luftwaffe. Die Blau-Weißen empfangen morgen die Luftwaffe zum Rückspiel. In diesem Spiel müssen die Platzbesitzer auf Luther und Greven verzichten, da nach den Bestimmungen Angehörige einer Formation in Wettkämpfen nicht gegeneinander spielen Dürfen. Für die Blau-Weißen vedeutet dies einen schweren Verzicht. Trotzdem hat man mit Saun- spach, Jäger, Goß, Theiß, Kraft I, Mank (Erhard), Schellhaas, Kraft II, Jürgens, Sittner, Koch immer noch eine beachtliche Vertretung zur Stelle, der es bei entsprechendem Einsatz möglich sein sollte, mit Erfolg zu bestehen. Sportfreunde Wetzlar — AL. Wahenboru-Steinberg. ist. Das Spiel dürfte den Charakter eines Lokalspieles haben. Sollten die 1900er in stärkster Besetzung antreten können, so steht die Luftwaffe vor einem weiteren. Punktverlust, zumal ihr bester Spieler noch gesperrt O.e Bezirksklasse am Sonntag. 1900 — Luftwaffe 05 Wetzlar — Burgsolms Sportfreunde — Watzenborn-Steinberg. Die Teutonen" fahren am kommenden Sonntag zum weiteren Kriegsmeisterschaftsspiel zu den „Sportfreunden" Wetzlar. Wenn auch der Gang nicht so schwer werden wird, wie vor einigen Sonn- ___________ tagen zum Tabellenführer Sportv. 05 Wetzlar, so weiteren, darf er trotzdem von dem Meister 1939/40 nicht 1 auf die leichte Schulter genommen werden, gelang es doch gerade den Wetzlarer Vorstädtern, kürzlich gegen die spielstarke Mannschaft vom VfL. Mar- Im Falle eines Spielverlusts, der für Burgsolms Jo gut wie sicher ist, scheidet die Mannschaft aus •er Spitzengruppe aus. Die Wetzlarer werden sich die Gelegenheit, ihr Torverhältnis erneut zu verbessern, nicht entgehen lassen. Trotz der hohen Niederlage der Sportfreunde am vergangenen Sonntag müssen die Steinberger auf der Hut sein. Für sie bedeutet jeder verlorene bürg klar und eindeutig zu gewinnen. Die Mannschaftsaufstellung der „Teutonen" ist noch nicht bekannt, doch dürfte eine ziemlich starke Einheit zur Verfügung stehen. VfB.-Reichsbahn-Leichtathletik. Am kommenden Sonntag sind die Leichtathleten des DfB.-R. Gießen, die am vergangenen Wochenende ein beredtes Zeugnis ihres Könnens abgaben, in Betzdorf bei der dortigen Reichsbahn-Sportgemeinschaft zu Gast. Wenn auch der gastgebende Der. ein über namhafte Athleten verfügt, wird man doch mit einem Siege der Gießener Mannschaft rechnen können, die im 30-m-Lauf Weiler, Dietrich, im Weit- fprung Weiler, Kley, im Hochsprung Decher, Kley und im Kugelstoßen Dr. Luh und Decher einsetzt Vielleicht glückt es Dr. Luh, noch näher an die 16-m« Grenze heranzukommen. Heber Die Stärke der Leichtathletinnen in Betzdorf ist nichts bekannt, doch ist Den talentierten jungen VsBerinnen ein Sieg zuzutrauen. Die Militär-Patrouille in Eortina d'Amverzo. Schweden vor Deutschland. Als Einlagewettbewerb wurde am Freitag bei Den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo ein Militär-Patrouillenlauf durchgeführt, an dem die Ländermannschaften von Deutschland, Sckwe. Den, Finnland, Italien, der Schweiz, Der Slow7kei und Jugoslawien beteiligt waren. Die Schweden gewannen Den über 25 Kilometer führenden Wett- bewerb mit der aus Unterleutnant Hiuckström, Matsbo, Oestensson und Andersson bestehenden Mannschaft in 2:13,06 Stunden und tarnen Damit nach dem Weltmeisterschaftssieg von Alf Dahl- gvist im Langlauf zu ihrem zweiten großen Erfolg in Cortina. Deutschland- das den gleichen Wettbewerb 1939 in Zakopane gewonnen hatte, belegte mit sechs Minuten Rückstand hinter Schweden den zweiten Platz. Die deutsche Patroullle. Die 2:19,02 Stunden benötigte, setzte sich aus Lt. Meer- gans, Hffz. Schaummann, Gefr. Gstrein und Jäger Rößner zusammen. Die favorisierte finnische Mannschaft schied schon nach zwei Kilometer aus, da sich Feldwebel Vanninen bei einem Sturz einen Armbruch zuzog und die Patrouille nicht mehr komplett war. Die Schweden, die nach dem Ausscheiden Finnlands ungefährdet waren, führten von Anfang an überlegen und erledigten auch die Schieß- Prüfung vier Kilometer vor dem Ziel einwandfrei. Nur Matsbo verfehlte beim ersten Schuß, so daß für die drei Ballone insgesamt vier Schuß benötigt wurden. Deutschland, bas nach anfänglichem Kampf mit der Schweiz und später mit Italien stets den zweiten Platz behauptete, bewältigte die drei Kations mit sechs Schutz. Das Endergebnis- Militärpatrouillenlauf (25Kilometer)» 1 Schweden (Ult. Wilhelm Hjuckstrom, Martin Matsbo, Nils Oestensson, G.- Andersson) 2:13,21 (einschliechlich 15 Strafsekunden): 2. Deutschland (Lt. Günther Meergans, Hffz. Schaummann. Geft. Gstrein, Jäger Rößner) 2:20,17 (1:15 Straftnin.); 3. Italien (Lt. Perenni, Achille Compagnoni. Celeste, Fanton) 2:23,51; 4. Schweiz (Oblt. Bernath, Zurbriggen, Heinz von Almen, Schoch) 2:25,12; 5. Jugoslawien (Svigeln. Brunek, 3a.;bec, Kni sie) 2:43,38 ; 6. Slowakei (Kuklis, Bruk, Koncok, Hu- dacek) 2:49,22; Finnland aufgegeben. Mcbelhaiis föuhl daA 6az>luA^afu^e ^aclvgcAc^icL^L 29/30 - tädkn2/4. Feldpostbriefe unterschlagen. Zwei Jahre Zuchthaus. LPD. Frankfurt a. M., 7. Febr. Dor dem Sondergericht Frankfurt stand der 35jährige Ludwig Dietz, der in der Postsammelstelle als Facharbeiter beschäftigt war und dem nachgewiesen wurde, daß er zwei Feldpostbriefe unterschlagen hatte. Aus dem einen Brief entnahm er 22 RM. und warf das Schreiben in den Main, in Dem andern Fall vernichtete er das Schreiben in einer Toilette. Der Angeklagte wurde als Volks- schädling wegen Amtsunterschlagung zu zwei Jahren Zuchthaus, 50 RM. Geldstrafe und Drei Jahren Ehrverlust verurteilt. In der Urlclls- begrünDung wurde heroorgehoben, daß Feldpostsendungen dem ganzen deuffchen Volk heilig sein müssen. Denn sie bilden das Band zwischen Front und Heimat. KrUmentJÄ Umwege -es Herzens Roman von H.H. Hansen Copyright by Prometheus • Verlag Dr. Eich acker - Gröbenzell 20 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ,^Das weiß ich, mein Junge. Nur mußt du nicht starrköpfig sein." „Einen festen Willen und Enffchlossenheit kann man nicht starrköpfig nennen." „Ihr Männer habt Da eure eigenen Begriffe, die ost ein wenig engherzig sind." „Möglich. Entscheidend ist aber, daß sie anftänDig und ehrenhaft sind." „So sprecht ihr immer, wenn Frauen anderer Meinung sind." „Wir können nicht anders, Mutter, wenn wir Die Achtung vor uns selbst behalten wollen." , „Damit kommen wir nicht weiter, Hannes. Ich muß jetzt darauf zu sprechen kommen, was mich hergeführt hat." „Bitte!" „Einen Augenblick noch." Richard d'Oleron mischte sich ein. „Bevor Mutter fortfährt, möchte ich Dir noch erklären, daß ich in allem völlig auf deiner Seite stehe, Hannes. Auf die Einzelheiten können wir später eingehen. Nur eines sollst du noch wissen. Brigitte hat mit ihrem Treuebruch auch ihre Mutter und mich schwer getroffen. Du aber wirst immer meine Freundschaft und meine verwandtschaftliche Zuneigung haben, wenn Dir noch daran liegt." Hundert Gedanken stürmten auf Koßmann ein. Aus allem aber brach Das Bewußsein hervor, daß er Freunde hatte, die ihn verstanden. Damit schmolz Die EisrinDe um sein Herz, und er bedauerte lebhaft, nicht schon längst mit dem Schwager nähere Berührung gesucht zu haben. Er reichte ihm die Hand und sagte bewegt: „Ich danke dir für deine Worte, Richard. Sie haben mir sehr wohlgetan. Was meine... was Gitta getan hat, soll nicht zwischen uns stehen. Ich wäre sonst kleinlich und kindisch." „Also auf gute Freundschaft in Der Zukunft, Hannes." ./Ich werde sie brauchen können, Richard." Zwi- ,Lieber Hannes, ich bin eine Frau und gewohnt, daß die Männer ihre Kämpfe nach eigenen Gesetzen austragen. Ich enthalte mich deshalb jeder Kritik an Deinem Vorgehen gegen Den Men chen, der in deine Familie eingebrochen ist, auch wenn Der Kampf zu formlos war, um den hergebrachten Anschauungen meiner Familie zu entsprechen. Aber auf sich allein gestellt leben kann. Man braucht neben Den Kindern, der Arbeit und Dem Gefühl der Volksverbundenheit auch noch Die Freundschaft eines Gleichgesinnten. Das habe ich immer entbehrt, Das heißt, ich weiß nun erst, daß ich es entbehrt habe." Frau d'Oleron hatte schweigend zugehört. Jetzt sah sie Die Augen Des Schwiegersohnes wieder auf sich gerichtet und entnahm Daraus, daß sie fort» fahren könne. ' „Darf ich dazu meine Meinung unumwunden erklären?" Sie nickte. „Helfen muß ich dem Mann und seiner Familie unbedingt. Er ist unschuldig und hat mit Kühlitzens Erschießung nichts zu tun. Frau d'Oleron bejahte das lebhaft. „Selbstverständlich. Ich will dich nicht davon abhalten, der Familie in irgendeiner Form finanziell zu helfen." Sie atmete erleichtert auf und glaubte, in diesem Zugeständnis schon die Grenze abgesteckt zu haben, Dis Koßmann für sein ferneres Verhalten beachten würde. „Darin sind wir uns also einig. Heute vormittag habe ich den Inhaber einer gut renommierten Auskunftei beauftragt, persönlich die nötigen Erkundi- Dann alle Maßnahmen treffen, Die geeignet sind, Der Frau und Den Kindern Hilfe zu bringen, ohne mich selbst zu exponieren." „Sehr richtig. Heber den Pfarrer des Dorfes wird sich Das arrangieren lassen." Die Schwiegermutter nickte kräftig. „Und andere Entschlüsse habe ich bisher nicht gefaßt. Wir sind uns also einig." „Also hat Brigitte sich geirrt, als sie meinte, du würdest diesen Mann aus dem Gefängnis herausholen und dich selbst stellen, um ihn zu decken?" „Darüber habe ich, wie gesagt, noch keinen Entschluß gefaßt." „Aber Du gehst doch mit dem Gedanken um?" „Ja, natürlich. Alles hängt aber von der Ent- «.iiiujuuuiiycii mtuici lyuinuie zu aii|pieu)en. ziuer i Wicklung der nächsten Wochen ab." welche -Konsequenzen du jetzt aus Der Lage zu | „Da haben wir es." Frau d'Oleron wurde auf- Ziehen beabsichtigst, Das kann ich nicht billigen und geregt und verlor ihre bisher zur Schau getragene widersetze mich Dem, soweit es meine Kraft er- [ Fassung. „Ich muß Das etwas genauer wissen. Was laubt." | wirst du tun, wenn Der Mann von Der Anklage Des „Was meinst du damit, Mutter?" Koßmann sah m>nrho'1 sich angesichts Der Haltung dieser beiden Menschen ihm gegenüber, angesichts ihrer unbedingten Zustimmung zu seinem Vorgehen und der rückhaltlosen Verurteilung Gittas gezwungen, seine ursprüngliche Absicht, das Gespräch so bald wie möglich ab3ubred)en, aufzugeben. ,Lch meine damit, daß Du dem verhafteten Wilderer helfen willst." Mordes freigesprochen wird?" I „Nichts, Mutter. Es ist zwar bitter, zu wissen, daß der Mann höchstens wegen Mangels an Be- j weisen freigesprochen werden kann. Er trägt dann । das Odium des Mörders mit sich herum. Immer- hin ist das aber für einen Menschen von der Qualität und Moral dieses Korn von nicht allzu erheblicher Bedeutung. Er kann anderswo hinziehen und entgeht den Folgen des Geschwätzes feiner lieben Nächsten. Ich würde dafür sorgen, daß er die Mir- tel bekommt, sich eine neue Existenz an einem andern Wohnort zu gründen. Du siehst, daß ich bereit bin, mit meinem Gewissen einen Handel abzuschließen. Dabei gibt es Den Ausschlag, daß eine Abwägung der Folgen für beide Seiten außerordentlich ungleich ist. Für Korn bedeutet es nicht viel, ob er einmal als Mörder angeklagt worden ist, zumal wenn ihm in der Folge dadurch eine wirtschaftliche Hebung seiner Verhältnisse zuteil wird. Für mich würde aber eine öffentliche Darlegung aller Um- stände die schwersten Folgen haben. Abgesehen von Der Frage, die mich selbst, meine Kinder und euch beide angeht, käme noch hinzu, daß ich mich nicht scheu seine Worte schob er eine kurze Pause des I gungen nach Der Familie Korn einzuziehen. Du Nachsinnens. „Vielleicht bin ich ein wenig eigen-1 kannst beruhigt fein, ich habe dem Mann nicht brotlerifch gewesen. Man fühlt sich stark und ist meinen, sondern einen andern Namen genannt Er selbstbewußt und vergißt Darüber, Daß kein Mensch | hat keine Ahnung, welche Gründe mich leiten. In auf sich allein gestellt leben kann. Man braucht längstens einer Woche weiß ich Bescheid und werde mehr imstande fühlen.mürbe, hier mein Werk weiterzuführen." „Ich stimme Dir vollkommen bei, Hannes. Was wirst du aber tun, wenn der Mann verurteilt wird?" „Wie ich aus Dem Munde des Staatsanwalts selbst weiß, wird im Falle einer Verurteilung Der Spruch Des Gerichts auf Hinrichtung lauten. Selbst wenn eine SegnaDigung erfolgen sollte, bedeutet Das lebenslängliches Zuchthaus. Der Mann hat für fein Wildern und Den Waffenbesitz aber eine verhältnismäßig nur kurze Freiheitsstrafe zu befürchten." „Die Zeitungen schreiben so, als ob die Schuldfrage völlig geklärt sei. Wenn sie recht haben, bann würbe bie Verurteilung nicht zu umgehen fein." „Ganz richtig. Der Staatsanwalt ist derselben Meinung. Eine Menge unglücklicher Hmstänbe sind zusammengekommen, um bie Lage Korns sehr gefährlich zu machen. Ich habe eine Hebersicht über Die zusammengetragenen Jnbizien. Danach ist es kaum noch eine Frage, daß er verurteilt wird. Immerhin hoffe ich noch darauf, daß eine Wendung Zu seinen Gunsten ein tritt. Was es fein kann, weiß ich nicht. Aber der Mensch hofft ja immer bis zum letzten Augenblick." Er machte eine resignierte Hand- beroegung. „Ich hoffe das auch, Hannes. Trotzdem möchte ich meine Frage wiederholen, was du zu tun gedenkst, wenn tatsächlich eine Verurteilung erfolgt" „Dann werde ich mich Der BehörDe stellen, Mutter." Er sagte das mit unbeweglicher Miene und ganz^ ruhig, als stelle er nur eine Selbstverständlich- Frau d'Olerons Gesicht überzog sich mit feiner Röte. Sie richtete sich in ihrem Sessel etwas vor und sah den Schwiegersohn so durchdringend an, als wolle sie ihm bis auf Den Grund des Herzens schauen. „Dann hat Brigitte doch recht gehabt Hannes, du darfst das einfach nicht tun. Es gibt ein Dutzend zwingende Gründe, die dagegensprechen und selbst dich überzeugen müssen." „Gründe schon, Mutter, aber keinen, der mich überzeugen kann." (Fortsetzung folgt) stellt. Hellmuth Unger 50 Jahre all. Zwei neue Texte zu ..Judas INaccabäus". Oratoriums aus der Geschichte des Judentums in eimgung für Volkskon^erte durch Lehrergesangverein die Uraufsührui Zheev Krankenkasse Am 10. Februar wird der Dichter und Arzt Dr. Hellmuth Unger 50 Jahre alt. Seinen Namen kennt die Oesfenllichkeit vor allem durch den Film „Robert Koch". Diesem Film gab Ungers Buch „Robert Koch — Roman eines großen Lebens" die Unterlagen. Während Unger nach den Arztberuf ausübte, entstanden Romane und Bühnenwerke, darunter das Aus vielen Teilen.Nordrußlands und Sibiriens liegen Meldungen übtr Schneestürme und Schnee- Eisenbahn bildet, hat unter Schneeverwehungen zu leiden, so daß der planmäßige Verkehr nur noch unter Einsatz der letzten Reserven aufrechterhalten werden kann. Im Rundfunk wurde erklärt, daß „das Eisenbahnpersonal die Züge unter geradezu heldenhaftem Einsatz zu ihren Bestimmungsorten zu bringen vermag". ein überzeitliches Geschehen hineinverlagert. Den Hamburger Musikfreunden bietet sich nun eine Inter- Aus aller Wett. 21 Todesopfer in der amerikanischen Luftfahrt. Boi drei verschiedenen Flugzeugunglück sf allen sind insaesamt 21 Personen getötet worden. Bei Wycmdanch auf Lona Island stürzte ein Militärflugzeug ab, wobei der Leutnant- Pilot getötet wurde. In Ragget im Staate Nevada stürzte ein Armeebomber ab. Das Unglück forderte 8 Tote. Die gesamte Besatzung kam ums Leben. In Manitoba in Kanada stürzte ein Verkehrsfluß zug der Transcanada Airline ab, 9 Fahrgäste und drei Mann Personal wurden getötet. hihwelle in Rio de Janeiro. Die Hauptstadt Brasiliens erlebte in der letzten Woche eine ungewöhnliche Hitzwelle, die 15 Todesopfer durch Hitzschlag forderte. Starke Schneeverwehungen in Sibirien. behindern. Besonders die Omsker Bahnlinie,,Nassau, ht den Mittelpunkt der Bearbeitung ge- die einen wichtigen Abschnitt der Transsibirischen o-llt oerwehungen vor, die den Eisenbahnverkehr stark essante Veraleichsmöglichkeit dadurch, daß die Der- reicht worden. Dor der Uebergabe der Preise wurde - einigung für Volkskonzerte durch den Hamburger der den tapferen italienischen U-Boots-Mannschaften 1 Lehrergesangverein die Uraufführung einer weite- gewidmete Film „Männer auf dem Meeresgrund" ren Neufassung des „Judas Maccabäus" heraus- vorgeführt. Die beiden Preise der Film-Biennale bringt. Der Hamburger G. G. Harke und der Lü- erhielten der nach Puschkin von Gustav Ucicky beeter Johann Klöcking haben den Grundgedan-1 inszenierte Film „D er P o st m e i st e r" in den . ---g ken des Händelschen Werkes — Trauer, Kampf, > Hauptrollen: Heinrich G e o r g e , Hilde K r a h l und Bet Ophktr am -Bahnhof | Sieg — auf eine neuere, germanische Zeit über- der italienische Bassoli'Film „Die Belagerung j tragen und die Person des Oraniers, Wilhelm von. des A l k a z a r".__________________________________ Durch den Hamburger Städtischen Chor wird das Drama ,M.utterlegende . Unger gab bann Dich- Oratorium „De r Feldherr" von Händel aufge- ter und Forscher zugleich- durch führt. Es handelt sich um die textliche Neufassung des schönen Oratoriums „Judas Maccabäus", des- Wissenschaft. Sein jüngster Roman „Unvergängliches sen Thema aus der jüdischen Geschichte unserem, Erde behandelt das Lebenswerk Emil von Beh- heutigen Empfinden nicht mehr entspricht. Der Der-, rings, der das Dlphtheneserum entdeckte, fasser der Neueinrichtung, Professor Hermann Die Preise der achten Film-Viennale. Stephani (Marburg) hat die Ereignisse des' In Anwesenheit einer Abordnung des deutschen ~ ~ ~ • Filmwesens sind in Rom den Preisträgern der achten Biennale von Venedig vom Präsidenten der Film-Biennale, Graf D o l p i, die Preise über- Bengt Bergs Gänse gehen auf Reisen. Ein seltsames Jagderlebnis hatte ein Jäger auf dem Odensefjord unweit der fünländischen Haupt* stadt gleichen Namens. Er erlegte aus einem Strich von 40 Wildgänsen vier Tiere, die zu seiner Heber* raschung in der Zeichnung von den allwinterlich hier eintreffenden Gästen des hohen Nordens stark qbwichen. Schließlich entdeckte man auf ben_ Fuß« ringen der Gänse b e n Namen des berüpm« ten schwedischen Ornithologen Bengt Berg. Es stellte sich bald heraus, daß alle vierzig Gänse Kanadier sind, die vermutlich aus Futtermangel das Gut Bergs in Südschweden verlassen haben, um sich nach besseren Plätzen umzusehen, die sie offenbar auf Fünen angetroffen haben. Die Tiere nach Schweden zurückzubringen ist äugen« blicklich nicht möglich. Deshalb wurden alle bäni« scheu yäger zum Schutze der seltenen Vögel aufge- । fordert.___ K K Ä NCHEN Carl Berg Gießen, den 8. Februar 1941. Gießen, den 8. Februar 1941. □ J71 Slottern selbst durch die Tieieu feeltfd üttungen aennnnen ist (tfi nlls Zu- ienbunn in verschloss Umschlag ohne Gieflen. den 8. Februar 1941. Auskunft über Beseitigung durch natürliche Methode erhalten Sie io- fort ko enlos u unueri inblicb von , hemailgem fcüro ren Lionerer.der ......* ~ ' 'cberSer- Vogtsche Pr.va* Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Aufdruck gewlinscht wird, bitte ich um Ein,end von *24 ilipt in Brieim > Brakl. . erzte und Lehrer, die seil'st Siotteier waren, wurd. nach ander- weu.Mißerfolgen d meine 'JJtribobe m 10-20 Tagen gründl. von ihrem Hebel befreit.Originalzeuamssezur Bersugung Keine Anwendung von 'Dletiifamcnien od Hypnose Nur die Soredianoit muß durch «öfteniatitd). Reuaufbau der Sprache beseitigt werden. 35inhrioe Urnrid L. Warnecke. Berlin SW 68, Sevdelstraße 81a. (268oV Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen innigsten Dank. Besonderen I >ank dem Herrn Pfauer für die trostreichen Worte am Grabe und der Krankenschwester für die liebevolle Pflege. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen» Wilhelm Langsdorf II. Tlieben-Klein-Linden, den 8. Februar 1941. Für die vielen Beweise herzlicher 1 eilnahme, die v ieic Kranz und Blumenspenden, sowie ehe trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel, für den Gewng und die Kranzniederlegung der Kameraden beim Hm scheiden unseres lieben Entschlafenen Hermann Koch sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Koch Heuchelheim, den 8. Februar 1941. Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit Sjährig. Schulbildung. FürMädchen auch Kochen und Nähen. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahme-Prüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann. Einjährige Handelsfach- klüQQPn für Schüler mit Volks- nidööun schulreife und höherer Schulbildung, bei Sekunda- oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neueSchuL ;ahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen, 6oethestr.32 Ruf 2486. Neue Waage 1180 kg Tragkr., vollautomatisch und fahrbar, sofort lieferbar. Joh.K. Benner Gieften-Wieseck. Anruf 4616. Vornehm ■ Geschmackvoll! Persönlich l ' Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache i oietet ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die Brilhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Heinrich Sonntag für die vielen Kranzspenden sowie den Vereinen danken wir herzlich Geschwister bonntag. Ein hartes, unerbittliches Schicksal entriß mir nun auch meinen lieben, guten Mann Die Trauerfeier findet statt am Dienstag, dem 11. Februar, nachmittags 2 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes. — Beileids besuche dankend verbeten. In unsäglichem Leid: Marie Berg, Seb. WilL Statt Karten. Beim Heimgang unserer lieben, unvergeßlichen Liddi sind uns so überaus zahlreiche Beweise herzlicher Teilnahme und so viele Kranz- und Blumenspenden zugegangen, daß es uns unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Wir bitten, auf diesem Wege unseren innigsten Dank entgegenzunehmen. In tiefem Schmerz: Familie Leonhard Pfann. Ml 0451 688 Uj 685 Dj Jetzt wieder erhältlich! Das vielen Zehner so tzifägem unentbehrliche Kukideni zur selbsttätigen Reinigung und. Desinfektion künstlidiei Gebisse konnte in den letzten Monaten nur in be sdtränktem Umlange berge stell* werden und war dadurch meist ousverkauft. Jetzt Ist Kulddent eicht mehr ganz so knapp und dadurch in Apotheken, Drogerien usw leichter erhältlich oder kann von diesen besorgt werden. 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