Melitopol /alanskaja ilwhtary Wschujew tfexhki Wd Perekop toilsthwkl Cherson Mtrisla» hntdrd »5 ‘Bakai e r ./ m; Eupafona i*sttgsHui M Simferopol^ A Dnjeproptfnt Krimri Pog [ / Nikopol Orio» l Kronau ^mtJWKnHRodap -.knapa ^■•Npworössijsk Aluschta Zreltag, 7. November 1941 191. Jahrgang Nr. 265 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/-Uhr desVormittagS Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rot le mm bei 2*2 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenftaffel B Platzoorichrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Erscheint täglich außer Sonntag-:- und feiertags Beilagen: Gießener Kam Menblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei ditchterschemen von einzelnen 9himmem infolge höherer Gewalt rrernivrechanschlun 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11 Os« Franks j M. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen •Pawlograd Omans* Rosuhot >Saporoshjc ) Schönfeld »Hochs ladt 0 SO 100 150km out Z -BECKS*, •Stahno •Jelenowka JRAwatd ROSTOW Mariupol . . JaLr Mawritoivka Das „Dünkirchen" der Sowjets aus der Krim der ,Z)ie 6c- Ritterkreuzträger starben den Heldentod. Batterien des Heeres bekämpften kriegswichtige Ziele in Leningrad und feindlichen Schiffsverkehr im Finnischen Meerbusen. Zwei Kriegsschiffe und ein Frachter wurden schwer getroffen. Bei einem Nachtangriff der Luftwaffe auf die Industriestadt Gorki wurden neue schwere Zerstörungen in Rüstungswerken und versorgungsbetrieben angerichtet. Andere Kampffliegerverbände belegten in. der letzten Nacht Moskau und Leningrad mit Spreng- und Brandbomben. An der Südwestküste Englands bombardierte die Luftwaffe in der Nacht zum 6. November Werftanlagen des Hafens Falmouth. Der Feind flog in der vergangenen Nacht mit schwachen Kräften in das deutsche Küstengebiet ein. Der Angriffsversuch blieb ohne Wirkung. Sieben britische Bomber wurden abgeschossen. In der Zeit vom 29. Oktober bis 4. November verlor die britische Luftwaffe37 Flugzeuge. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien sieben eigene Flugzeuge verloren. Zu den widerwärtigsten Erscheinungen der nord- amerikanischen Sensationspresse gehört die Neu- yorker Zeitung „PM". Dieses zumeist von Juden geleitete und in jüdischem Besitz befindliche Organ kämpft selbstverständlich dafür, daß die Nordamerikaner ihren Kopf auf den Altar des jüdischen Rachekrieges gegen Deutschland legen. In ewiger Litanei wird dort den Amerikanern versichert, die Sowjets seien der Inbegriff der Kultur und Demokratie, und sie kämpften jetzt für die Freiheitsideale der ganzen Welt gegen die „Nazihorden", die über die blühenden Gefilde des Ostens die Greuel hunnischer Verwüstung gebracht hätten. Als Europa sich anschickte, seine Kulturmission gegen den Bolschewismus zu vollziehen, hatte der Hauptschriftleiter dieses Organs, namens Ingersoll, nichts Eiligeres zu tun, als nach Moskau zu fliegen, um dort zu verkünden, der blutige Stalin kämpfe für die Weltkultur. Zusammen mit dem nach Samara geflüchteten bolschewistischen Agitationsjuden Losowski, der es jetzt fertig brachte, die deutschen Erfolge auf der Krim mit eherner Stirn zu leugnen, ließ sich Ingersoll weitläufig über die Vorzüge des kulturprächtigen Sowjeffystems aus. Und jetzt? Berlin,-6. November. (DNB.) Einen Tag, vor ihn die Kunde von der Verleihung des R terkreuzes des Eisernen Kreuzes erreichte, ist der Oberst h o r st von Wolff an der Spitze seines Infanterie-Regimentes im Osten gefallen. Oberst von Wolff, gebürtiger Oberfchlesier, war aus dem Kadettenkorps hervorgegangen. Im Weltkrieg führte er ein Bataillon und fand weiterhin in Generalstabsstellen Verwendung. Der hervorragende Ofsizier erhielt damals nicht nur das E.K. I. und II. Klasse, das Verwundetenabzeichen und andere hohe Kriegsauszeichnungen, sondern auch den Orden Pour le merite. Seinen rücksichtslosen Einsatz im Weltkrieg wiederholte Oberst von Wolff im neuen Befreiungskampf. Im Westfeldzug verdiente er sich in höchster Bewährung die Spange zu den beiden Eisernen Kreuzen, und im Abwehrkampf gegen die Sowjets stellte Oberst von Wolff seine überragenden Führereigenschaften immer wieder unter Beweis. Am 19. Oktober 1941 erlag der Ritterkreuzträger Major Edgar Stentzler seiner im Kampfe erlittenen schweren Kopfverletzung. Für seinen Heldenmut und seine vorbildliche Führung bei den Kämpfen um Kreta wurde Major Stentzler mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse und später vom Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. wurde eine wichtige Eisenbahnstrecke durch mehrere Bombentreffer aufgerissen. Im nördlichen Kampfabschnitt griffen deutsche Kampfflugzeuge am 5. November in mehrfachen Einsätzen den Hafen Nowaja-Lagoda am Ladogasee an und versenkten einen sowjetischen Transporter von 8000 BRT. und 15 Prähme von je 500 BRT. Die im hohen Norden eingesetzten Verbände der deuffchen Luftwaffe unternahmen ausgedehnte Flüge über das Seegebiet und bombardierten mit Sturzkampfflugzeugen Landbrücken und sowjetische Feld- und Bunkersysteme bei Kandalakscha. Bei diesen Angriffen erlitten die Bolschewisten starke Verluste. In der Nacht zum 6. 11. richteten sich die Angriffe der deutschen Luftwaffe erneut auch gegen Leningrad. In der Nähe eines wichtigen Leningrader Bahnhofes wurden nach erfolgtem Bombenwurf Detonationen und hohe Stichflammen beobachtet, sowie eine Anzahl großer Brände, die rasch an Ausdehnung gewannen. Von diesen erfolgreichen Luftangriffen kehrten alle eingesetzten deutschen Flugzeuge zu ihren Stützpunkten zurück. In den Luftkämpfen am 5. November schossen Jäger 32 sowjetische Flpgzeuge ab. An diesen Luftkämpfen waren auch italienische Verbände beteiligt, die mehrere Abschüsse erzielten. Durch Flakartillerie wurden drei Sowjetflugzeuge abgeschossen, während 20 Flugzeuge am Boden zerstört wurden. Insgesamt verloren die Sowjets am gestrigen Tage nach bisherigen Meldungen 5 5 Flugzeuge. Der gegenwärtige Kampf gehört zu den ruhmreichsten Taten der Weltgeschichte. Alle Maßnahmen Englands und der Vereinigten Staaten find anerkennenswert, aber bisher nicht ausreichen d." Mit dieser Feststellung betont die Moskauer „P r a w d a" noch einmal, wie schon vor wenigen Tagen, daß die Sowjetbehörden mit der Hilfeleistung, die ihnen von England und den Vereinigten Staaten versprochen worden ist, nicht zufrieden sind. Im übrigen wird in dem Artikel dazu aufgefordert, daß angesichts der M a t e r i a l ü b e r l e - gen h eit des Feindes alle Kräfte ber, Sowjetunion zusammengefaßt werden müssen. Sowjetrußland werde, so heißt es weiter, den Kampf siegreich bestehen, wenn dies geschehe. „Auf den Gräbern der Nazisoldaten", so schließt der „Prawba"-- Artikel, „wird in Kürze das Unkraut wuchern, weil niemand mehr da ist, der sich um diese Gräber kümmert." Oer Wehrmachiberichi. DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 6. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:' Auf der Krim wurde die Verfolgung des geschlagenen Feindes auf der gesamten Front erfolgreich fortgesetzt. 3m 3 a i t a - Gebirge warfen deutsche und rumänische Truppen abgeschnittene Kräfte des Feindes und stießen zwischen 3 a 11 a und Feodosia in breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vor. Auch im Gebirge oftwärts Sewastopol wurde feindlicher Widerstand gebrochen. Die Luftwaffe unterstützte die Operationen und fügte den Sowjets in den Gewässern der Krim sowie vor der Nordostküste des Schwarzen Meeres neue schwere Schiffsverluste zu. Sie versenkte drei Truppentransporter mit zusammen 13 000 BRT. und beschädigte durch Bombenwurf vier weitere größere Handelsschiffe. Vor Leningrad wurden Ausbruchsversuche des Gegners abgewiefen. Schwere und schwerste Zusammenhang mit der Eroberung von Nikolajew und Odessa sowie der Besetzung der Küste des Asow- chen Meeres der deutsche Siegeszug auf der Krim bedeutet. Durch die Siege auf dem Lande wird genau so wie im Norden auch die bolschewistische Kriegsmarine getroffen, die tatenlos zufehen muß, wie ihr eine Basis nach U. anderen entrissen wird. Erkenntnis in Moskau. „Ausschließlich aus den Schultern der Sowjetunion." Helsinki, 6. November. (Europapreß.) Hauptlast des Kampfes liegt ausschließlich auf den Schultern der Sowjetunion. Oie Verfolgung auf der Krim. Deutsche und rumänische Truppen in breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vorgestoßen. — Neue schwere Schiffsverluste der Sowjets. Unsere Flieger im Abschnitt Moskau Erfolge auch im Norden.' Berlin, 6. Nov. (DNB.) Stärkere Verbände deutscher Kampfflugzeuge griffen im Verlaufe des 5. November zur Unterstützung der heeresopera- tionen südlich von Moskau mit gutem Erfolg an. Schwere Angriffe richteten sich gegen gut getarnte sowjetische Batterie- und Feldstellungen und forderten von den Sowjets starke Verluste. Bei Angriffen auf sowjetische Panzer in einem Bereitstellungsraum wurden mehrere sowjetische Panzer zerstört und über 60 Kraftfahrzeuge in Brand geworfen und vernichtet. Auch im Laufe des 5. November richteten sich starke Angriffe der Luftwaffe gegen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets. Wichtige Nächfchublinien und Transportwege wurden mit Bomben belegt. Sechs Züge und 25 Lokomotiven erhielten Volltreffer und wurden zerstört, 144 vollbeladene Züge und 5 weitere Lokomotiven wurden fo beschädigt, daß die Güter zum großen Teil unbrauchbar wurden. Unter den angegriffenen Eisenbahnzügen befanden sich mehrere Betriebsstoffzüge und ein Panzerzug. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen in der Nacht zum 6. 11. wieder mit großem Erfolg die Industrieanlagen in Gorki an. Kraftwerke und eine Autofabrik wurden erneut von einer größeren Zahl schwerer Bomben getroffen. In den weiträumigen Anlagen des Autowerkes beobachteten die deutschen Flieger 11 große Brän d e. Mehrere heftige Explosionen wurden ebenfalls fest- gestellt. Die angerichteten Zerstörungen sind schwer. Im Kampfgebiet ostwärts Leningrad Oie Farce. „Die Chancen stehen für Deutschland", schrieb kürzlich der amerikanische Militärfachoerstänbige Baldwin in der USA.-Zeitschrift „Life", „und wenn die Deutschen in der Sowjetunion siegen, würde Deutschland klar und vollständig die Grenzen des europäischen Kontinents gesprengt haben, und die britische Blockade würde in diesem Fall zur Farce." Der amerikanffche Verfasser rechnete England ferner vor, daß es-im Begriff ist, die Schlacht im. Atlantik und im Mittelmeer zu verlieren, und daß es vor dem Verhungern und der Invasion nur gerettet werden könne durch die „Schießhilfe" der USA. Die englische Produktion liege wesentlich unter der deutschen, die Zahl der britischen Kriegsschiffe sei heute weit geringer als im Weltkriege (376 gegen 738), und außerdem hätten damals noch die Seestreitkräfte der Alliierten zur Verfügung gestanden. Deutschland habe hundert Häfen in dem gewaltigen Küstenbogen von Spitzbergen bis zur Biskaya. Großbritannien dagegen könne kaum einen der Häfen an feiner Ostküste südlich von Schottland und keinen Hafen an der Südküste noch wirklich benutzen. England „atme" nur noch durch Glasgow, Liverpool und die Häsen des Bristolkanals, und sogar diese seien von Bomben gezeichnet und weiter verletzlich. Für uns sind diese amerikanischen Ansichten zwar aufschlußreich, aber keineswegs überraschend; höchstens in der Beziehung, daß hier einmal die Wahrheit gesagt wird. Wir sehen die Lage Englands so wie sie ist. Die Erfolge der deutschen U-Boote lassen erkennen, daß die britische Admiralität keine grundsätzliche Verbesserung des Geleitschutzes erzielen konnte.' Sie hat immer noch kein Gegenmittel gegen die massierten Angriff der U-Boote gefunden. Das ist für die britische Versorgungsschiffahrt verhängnisvoll, die nicht nur das Mutterland versorgen, sondern auch die in Uebersee stehenden Truppen und den sowjetischen Bundesgenossen beliefern soll. Das sind Ansprüche, denen sie auf die Dauer nicht gewachsen ist. Dazu kommen noch die Verluste und Beschädigungen der britischen Kriegsschiffe, die sich im Geleitschutz ununterbrochen abnutzen. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Lage in England, wenn das USA.-Marineamt mitteilte, daß sich zur Zeit 31 britische Kriegsschiffe zur Reparatur in nord- amerikanischen Werften befinden. Darunter sind nicht nur die beiden neuen Flugzeugträger „Jllu- strious" und „Formidable", die im Mittelmeer Sowjetunion ohne Maske Von unserer Berliner Schriftleitung. Für feine Heimkehr nach der gelobten Heimat in Neuyork wählte Ingersoll diesmal die langwierige Eisenbahnfahrt durch Rußland quer durch Sibirien, und, was es dort sah, gibt er in Reiseschilderungen ausgerechnet in seinem „PM." und zugleich in einer Washingtoner Zeitung, dem ,7Washingtoner Evening Star", wieder. Der amerikanische Hauptschriftleiter stellt, sicherlich in Erinnerung an die Lügen, die ihm Losowski vorsetzte, summarisch fest, die moskowiti- schen Heeresberichte enthielten viel Phantasie und verwechselten oft den Wunsch mit der Wahrheit; wobei zur Korrektur eingeschaltet werden muß, daß diese Sowjetberichte ja weit vom Schuß vom geflohenen Stalin und feinen Juden aus den Fingern gesogen werden. Aber was interessanter ist als diese Binsenwahrheit: Sogar der Hauptschriftleiter dieses Neuyorker Hetzblattes bestätigt in feinen Berichten, daß die Sowjets in den zwanzig Jahren ihrer Herrschaft ihr weites Land geradezu unglaublich verwahrlosen ließen. Ingersoll erzählt u. a., Alma Ata, die Hauptstadt von Kasakstan, sei ebenso staubig und die Straßen feien dort ebenso ungepflastert wie in Taschkent, das öffentliche Bäder habe, aus deren rostigen Röhren kein Wasser fließe. »Dix Eifenbahnfahrt"« fo erzählt der anscheinend Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten am ’ 6.11. erfolgreich die Häfen von Sewastopol und । Kertsch. Drei in den Häfen liegende Transportschiffe von 6000, 5000 und 3000 BRT. wurden versenkt. Vier weitere Schiffe am Kai erlitten schwere Beschädigungen. Kampfflugzeuge griffen bei Se- ; wastopol und auf der Halbinsel von Kerffch sowje- tische Artilleriestellungen und Feldbefestigungen mit gutem Erfolg an. Eine große Anzahl von Fahrzeugen fliehender fowjetffcher Truppen wurde mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und vernichtet. Auf der Krim gewannen die Truppen einer deutschen Infanterie-Division am 5. 11. im Angriff mehrere sowjetische höhen st ellungen. Vor dem Ansturm der deutschen Infanterie räumten die Bolschewisten fluchtartig ihre Stellungen. Die Sowjets ließen ihre Geschütze und zahlreiches weiteres Kriegsmaterial zurück, das von den deutschen Truppen erbeutet wurde. Von der Krim haben wir in den letzten acht Tagen viel gehört und gelesen, allein unsere Divisionen sorgen dafür, daß „der Stoff nicht ausgeht". Am 6. November teilte der Wehrmachtbericht mit, daß deutsche und rumänische Truppen „zwischen Jalta und Feodosia in breiter Front zum Schwarzen Meer vorstießen". Feodosia und Jalta hegen in einer Entfernung — in der berühmten Luftlinie! — von mehr als 130 Kilometern. Das entspricht der Entfernung von Mannheim nach Stuttgart ober von Bielefeld nach Bremen... in 61 -= senbahn Kilometern. Wir haben hier also bie Luftlinie der Eisenbahn gegenübergestellt. Mit anderen Worten: Das Südufer der Krim ist nicht an einer schmalen Durchbrüchsstelle erreicht, sondern wie der Wehrmachtbericht mit sehr gutem Recht sagt, „in breiter Front"! Außerdem meldet der Wehrmachtbericht, daß auch im Gebirge ostwärts von Sewastopol feindlicher Widerstand gebrochen worden ist. Damit ist der westliche Flügel der deuffchen Truppen auf der Krim in den unmittelbaren Bereich von Sewastopol gekommen, wie er durch die in dem Krim-Krieg (1853/ 56) oft genannten Orte, z. B. Inkerman ober Burl- juk, wenigstens bem Historiker bekannt ist. Dieses Vordringen an das Schwarze Meer über das hohe Iailagebirge ist eine Marschleistung ersten Ranges. Britische Beklemmungen um die Sowjetflotte im Schwarzen Meer. Berlin, 6. Nov. (DNB.) Der Londoner Nachrichtendienst führte aus, daß nach der Ausschaltung Sewastopols bie b o l s ch e w i st i fch e F l o 11 e i m Schw arzen Meer sich auf N o worossiisk unb Batum als ihre letzten Stützpunkte zuruck- ziehen müsse, unb stellt bazu fest: „Keiner oie- fer beiden Häfen i ft ausreichenbaus- g e r ü fte t. Es wird schwierig sein, Noworossijsk zu halten, wenn den Deutschen bie Einnahme von Kertsch gelingt." Auch ben Briten ist g(ft) klar geworben, was im Der Angriffsgeist ber beuffchen Wehrmacht hat auch auf ber h a l b i n f e l K r i m, wie schon früher bei Reval und in ben Felbzügen im Westen und Südosten, dahin geführt, daß ber geschlagene Feinb, in biesem Falle bie Sowjets, sich auf alle Art unb Weise bemüht, über bas Meer zu entkörn- men. Weber bie Luftwaffe noch bie nachbrängenben Derbänbe des Heeres lassen den Bolschewisten jedoch die Zeit, sich auf die Transportschiffe zu begeben. Die deutsche Kriegsmarine hat im übrigen schon im September 1941 15 Kriegsschiffe der bolschewistischen Kriegsflotte im Schwarzen Meer versenkt und außerdem sechs Kriegsschiffe beschädigt. Im Oktober hat dann die deutsche Luftwaffe im Zusammenwirken mit den Angriffen der deuffchen Verbände auf die Landenge von Perekop und mit bem Vormarsch über bie Krim-Steppe bafür gesorgt, daß die Bolschewisten nur so wenig Nachschub wie möglich über bas Meer heranbringen konnten. Als nun bie Sowjets geschlagen sich zum Abtransport in ben Hafenorten zufammenbrängten unb hier Truppen- aus allen Illusionen gerissene Ingersoll, „war be« primierenb infolge der Erschütterungen über bie Armut in den Städten, die man passierte; eine verfallene Stadt nach der anderen mit einem kleinen elenden „Kulturpark" und Statuen von Lenin und Stalin, die sich anlächelten, wohl über ben Riefen- schwinbel, mit bem iyre Leute biebere USA.=3our* nalisten in Moskau einzuwickeln pflegten. Weiter erzählt. Ingersoll, bie Eisenbahnstationen seien von Unkraut überwuchert, von zerfallenen Zäunen umgeben, zahllose Fliegen seien bie einzigen Nutznießer biefer bolschewistischen Pracht. Bei jebem Aufenthalt habe ein roilber Kamps zwischen ben Passagieren um bie kärglichen Lebensrnittel eingesetzt, babei seien bie Lebensmittelpreise phantastisch hoch gewesen, so habe ein sehr frugales Frühstück 4 USA.-Dollar gekostet. Zur Bebienung ber Lokomotive seien fünf Mann nötig. Von Orenburg an habe bie Armut zugenommen, man habe Bettler gesehen unb Verhungernbe, bie anscheinenb jebe Hoffnung aufgegeben hätten. In vielen Stäbten stäuben unfertige Fabriken, bie Häuser in ben Stäbten bes europäischen Bolschewistenreiches seien vernachlässigt unb sehr reparaturbebürftig, obgleich Sowjetschilber stolz verkünbeten, biese Häuser seien erst in ben letzten Jahren errichtet worben. Offenbar, fo schreibt Ingersoll, altern bie sowjetischen Bauten sehr schnell. Jetzt muß Ingersoll bie hunbehaare verbauen, die ihm bie Sowjets unfreiwillig in feine Jllusions- fuppe hineinhackten. Uns unb vor allem unseren Solbaten sind biese Zustänbe im Sowjetparabies so bekannt, baß wir mitleibig über jeben Lobpreiser bieses Sowjetparabieses lächeln. Aber baß ein amerikanischer Hauptschriftleiter, besten Aufgabe bie Lobhubelei Stalins unb bie seines Sowjetparabieses war, jetzt der Wahrheit bie Ehre geben muß, zeugt boch von einer gewissen Ernüchterung, bie in Neuyorker Jubenkreisen Platz gegriffen hat unb Deutsch- lanbs unb ber übrigen europäischen Mächte Mission gegen ben Bolschewismus als burchaus notroenbig hinstellt. Halbinsel Krim und Umgebung. transporter aller Größen für den erhofften Abtransport zusammenfuhren, hatte die deutsche Luftwaffe wieder die Aufgabe, durch Versenkung ber Sowjetschiffe ein Entkommen ber Sowjettruppen zu verhüten. So würben in den letzten Wochen um Die Halbinsel Krim herum fünf Kriegsschiffe der Sowjets unb 34 h anb elsfdjiffe schwer beschädigt. Die beschädigten Handelsschiffe können auf den Werften der Sowjets nicht mehr repariert werben, weil die Werften in Obesf a, Nikolajew, Cherson seit Wochen in beutscher unb rumänischer Hand finb unb bie beiben Häfen an ber Ostküste des Schwarzen Meeres, Noworossijsk unb Saturn, entroeber unter bem deutschen Bombenhagel ober zu weit entfernt liegen. Die Sowjets erleben also jetzt an ben Küsten ber Krim die gleiche Situation wie ihre Scrbünbeten, die Briten, seinerzeit in Dünkirchen. Karin Grunelius Roman von Guiüo K.Vranö 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Vor Mittag wacht die net auf!" meinte er zu dem verschlafenen Kellner, der sich an den Tischen der kleinen Halle zu schaffen machte, gewandt. „Hast du mal was von dem Arusha gehört! I net! Könnt a jeder sagn ... I komm aus Afrika! Hat da a Schreiben von dem Konsul in Triest, als ob's koane P^rsonalpässe gab, wenn man eine solchene weite Reise macht! He? Verstehst du dös? I net!" redete sich Herr Loibl, der Portier, in das Fahrwasser undefinierbarer Vorstellungen hinein. „Aber auf- passn wer i, bös kannst mir glauben! Wanns morgen runterkommt, dös Fräulein — wie hoatzt's iatzt schnell?" Er schaute rasch auf das große Buch und stach mit dem Zeigefinger den Namen auf ... „Gru- nelius ... jo, ja dös Fräulein ..." Wahrend er so vor sich hinbrummte, dabei hier und da einen roten Zettel auf einen Haken aufspießte oder herunternahm, schien er direkt auf diesen Namen zugesteuert zu sein. Er legte plötzlich das Kinn in seine hohle Hand und riß die altersgrauen Augen hoch. „Du, Franzl! Bitt schon, komm mal her!" rief er in die Halle hinein. Der Kellner schleppte ein Tablett voll Gläser, entleerter Aschenbecher, Zigarettenschachteln über der linken Schulter, stellte es neben das Hotelbuch und zündete sich, in der Annahme, Herr Loibl würde ihn länger aufhalten, eine Zigarette an. „Um was handelt es sich alsdann?" erkundigte er sich. „Bitt schön, hör guat zu! Kennst du net an Herrn Geheimrat Grunelius? Du woaßt schon! Den schlankem Herrn mit dem weißen Spitzbart. Schaugt no ganz passabel aus für fein Alter. Kommt allerweil zum Tarock mit dem Herrn Oberpostdirektor außer Dienst, dem Herrn Graßmeier! Den muaßt doch kennen!" Der Franz nickte zustimmend. „Aso, bitt schon! Dann hör guat zu! Dieser Herr Geheimrat Grunelius und dieses Fräulein Karin Grunelius — spannst du was? Du net, aber i! I hab ihn nämlich gestern beobachtet, wiar er im Tarock verlorn hat, weil er einfach mit seinem Gehirn net da war. Wiar er nachher einmal rausganga is, hat er ein Telegramm aus der Taschn zogn, wischt sich den Schweiß von der Stirn, und da hab' i mir scho denkt, daß da etwas net in Ordnung war! No und heut —, da kommt ein Fräulein Grunelius aus Afrika —, also, wann dos net zammghort, woaß i net! Am End is dos ja koan Name wie Huber oder Meier! Wia denkst du dervon?" „Vielleicht hast recht... vielleicht a net! Woaß mers? Am bestn is, du fragst morgn bös nette Fräulein. Nachher werft du'a ja erfahrn!" erwiderte Franzl in philosophischer Entscheidung, schulterte wieder bas Tablett und verschwand in Richtung des angrenzenden Restaurants. * Herr Loibl behielt durchaus recht mit seiner Behauptung am Vorabend. Karin Grunelius tauchte erst gegen Mittag auf. Er war innerlich darauf vorbereitet, konnte jedoch em Erstaunen nicht unterdrücken, als Karin gegenüber der nächtlichen Begegnung einen geradezu lungmädchenhaften Eindruck machte, lebhaft und die Treppe herunterkam, die weinroten Handschuhe, die er am Abend vorher gar nicht so beachtet hatte, in der Rechten schlenkernd und mit einer unbekümmerten Miene auf den Ausgang zusteuerte. „Schon guten Morgen, Fräulein Grunelius!" ries rhr Lorbl so gemütlich zu, daß sie sich kaum einer weiteren Begrüßung entziehen konnte. „Jnams guat geschlafn? Wie? Wunderbar, sagns? Dos is aber recht. Ja, ja, i sag ja, die Münchner Luft is scho was anderes als in Afrika da drübn. Bitt schon..." . Aktuelle Geographie. Oer gewaltige Raum des Ostfeldzuges. — Aufschlußreiche Vergleichszahlen. Wenn man sich von der gewaltigen Raumaus- dehnung des deutschen Ostseldzuges eine klare Vorstellung verschaffen will, so bleibt kein anderes Mittel, als die Gegenüberstellung der Zahlen von bekannten Räumen mit den Zahlen der von der deutschen Wehrmacht bisher im Osten besetzten Gebiete. 2)a.> Deutsche Reich hatte im Januar 1914 eine Große von 540 000 Quadratkilometern. Fast genau so groß, 535 900 Quadratkilometer,"ist die Ukraine. Das nächgroßte Gebiet stellt Weißrußland bar. Es umfaßt 235 000 Quadratkilometer unb entspricht bamit ber Große von Preußen ohne Brandenburg, 'die sich auf runb 240 000 Quadratkilometer beziffert. Das Gebiet von Smolensk mit 74 900 Quadratkilometrn kann mit Bayern verglichen werden, das rund 75 000 Quadratkilometer groß ist. Das Gebiet von Drei hat 1000 Quadratkilometer mehr als Schlesien und das Sudetenland zusammen, die gemeinsam 64 500 Quadratkilometer bedecken. Litauen und Lettland zusammengenommen sind 127 300 Quadratkilometer groß und entsprechen damit ganz Süddeutschland, also Bayern, Baden und Württemberg zusammen, die 120 000 Quadratkilometer haben. E st l a n d kann man mit seinen 47 500 Quadratkilometern den 49 000 des Protektorats oder den 47 000 Quadratkilometern der Provinz Brandenburg gegenüberstellen. Das Gebiet der Moldau-Republik mit 32700 Quadratkilometern ist schließlich etwa so groß wie Pommern, das 31 000 Quadratkilometer umfaßt. Angesichts dieser Zahlen wird die Große der Kampf- und Marschleistungen der deutschen Truppen besonders anschaulich, wenn man bedenkt, daß die deutsche Wehrmacht diesen Gesamtostraum, zu dem man noch den Teil des ehmaligen Polen, Teile der Provinzen Kalinin, Leningrad, Karelien mit rund 500 000 Quadratkilometern hinzuzählen muß, also insgesamt 1 660 000 Quadratk i l om e- t e r vom 22. Juni bis 31. Oktober 1941, also in 132 Tagen, erkämpft hat. Keine Lmprovisaüon und Analogie. Mehr als zwei Jahre Krieg hat es gebraucht, damit in der englischen Oeffentlichkeit Stimmen laut werden, die erklären: 1. Mit der Improvisation geht es nicht, und 2. wir können den Krieg nicht nach der Analogie früherer Kriege, auch nicht nach der Analogie des Weltkrieges gewinnen. Lloyd George war während des Weltkrieges die Verkörperung des Jmprovisationsgenies. Er selbst hat diesen Tatbestand einmal klassisch formuliert: „Wir wurstelten uns durch." Unsere Soldaten an der Ostfront würden große Augen machen, wenn sie sich „durchwursteln" sollten. Die Größenverhältnisse und die Technisierung des Krieges, die wieder sehr viele zweckgebundene Voraussetzungen hat, schließen die Improvisation bei allen Massen- leistungen aus. Diesem Tatbestand muß sich nun auch England beugen. Das ist bas sichere Zeichen, das England den Krieg nicht als Sport führen kann, sondern zumMasseneinsatz gezwungen ist. Das Gegenstück zu der sporllich-leichten Improvisation ist die Analogie, deren logische Kraft sehr einfach ist: „Weil es einmal so gewesen ist, muß es wieder so sein." Ein englischer Rundfunksprecher führte seinen Landsleuten dieser Tage eindringlich zu Gemüt, daß England nicht in Belgien ober Nord- frankreich lanben könne, um Flanbernschlachten nach Weltkriegsvorbilb zu riskieren. Der Mensch lebt in Gegensätzen. So lebt auch ber Englänber zwischen Improvisation und Analogie, zwei Gegensätzen, die schlechthin unvereinbar sind. Er muß auf beide Gegensätze verzichten, die ihm liebe Gewohnheiten sind. Das fällt ihm schwer. Die Notwendigkeit ist mehr theoretisch erkannt als praktisch anerkannt. Und so werden wir denn im englischen Nachrichtendienst und in der Londoner Presse noch lange genau das Horen, was wir im Weltkrieg gehört haben: Nur die Welt ist anders geworden. Hoare wenig zuversichtlich. Lissabon, 6. November. (Europapreß.) Wie aus London gemeldet wird, haben längere Besprechungen zwischen Ministerpräsident Churchill und dem englischen Botschafter in Spanien, Sir Samuel Hoare, in den letzten Wochen stattgefunden. Gegenstand der Erörterungen war die Frage, ob die Kriegsan st rengungenEnglands die neutralen Länder Europas davon überzeugen konnten, daß Deutschland besiegbar sei. Sir Samuel Hoare soll sich nicht sehr zuversichtlich geäußert haben, vorausgesetzt, daß nicht ein radikaler Umschwung in den Kriegsanstrengungen Englands eintreten sollte. Auch die letzte Rede, die Hoare am vergangenen Sonntag an der Universität in Reading hielt, bestätigte die Auffassung. Die „Times" veröffentlicht die anscheinend von ber Zensur zurückgehaltenen Ausführungen Churchills zwei Tage später unb gibt sie an recht unauffälliger Stelle wieder. Sir Samuel Hoare sagte, daß es Deutschland gelungen fei, ganz Europa davon zu überzeugen, baß ein Sieg Deutschlands gewiß unb eine erfolgreiche Beendigung des Krieges durch England sehr zweifelhaft sei. „Wenn mir Europa Überzeugen wollen, baß wir nicht nur unschlagbar sind, sondern auch den Krieg gewinnen können, bann müssen wir dies an sichtbaren Aktionen zeigen, und zwar nicht nur im Kampf auf See ober in der Luft, Mcht nur in der Gewährung der Hilfe an den Alliierten Sowjet- rußland ober in der Unterstützung, bie uns von Seiten ber Vereinigten Staaten zuteil wird, sondern im Kampf auf bem Sand." Die Botschaft, die Sir Samuel Hoare als Vertreter Englands in Madrid vom europäischen Festlande zu überbringen habe, sei keinesfalls schmeichelnd, sondern stelle einen Appell an feine Landsleute dar, seihst alles zu unternehmen, um eine Wendung der Lage herbeizuführen. schwer beschädigt wurden, sondern sogar mehrere Schlachtschiffe, so z. B. „Rodney", „Malaya", „Resolution" und „Warspite" Letzteres mußte sogar seinen Weg quer durch den Pazifik in einen nord- amerikanischen Pazifikhafen nehmen. Die Veröffentlichung dieser Liste war der britischen Admiralität sehr unangenehm. Wenn sie trotzdem erfolgte, dann vermutlich aus Gründen der Innenpolitik in USA., weil Roosevelt seinem Volk die Große der Notlage Englands vor Augen fuhren will. Vielleicht will er auch zeigen, wofür bie Milliarben ausgegeben werben, bie er bem amerikanischen Steuerzahler zur Rettung Englanbs abnimmt. Daß Deutschland) mit feinem Sieg im Osten auch bie britische Blockade roieber burchbricht, ist bei bem engen Zusammenhang ber Ereianisse natürlich. Die schärfste Waffe Englands war früher die Blockade. Heute ist sie stumpf geworden. Das Vertrauen Englands auf diese Waffe ist durch die bisherigen Kriegsereignisse widerlegt worben. Trotzbem bleibt bas wichtigste britische Ziel, bie wirtschaftliche Fesselung unb Einkreisung Deutschlands, bestehen. Nach- bem man in Englanb bie Stärke ber beutschen Autarkie erkannt hat, bekämpft man sie ohne Unterbrechung. Die britische Wirtschaftszeitschrift „Financial News", deren Herausgeber jetzt Jnformations- minifter ist, fordert die völlige Vernichtung ber beutschen Jnbustrie unb fügt hinzu, Deutschland) müsse von seinem Handel nach Osten und Sübosten für alle Zeit abgeschnitten werben. Deutschland müffe vom Überseehandel abhängig bleiben, damit diese Lebensader ihm jederzeit durch eine Seeblockade abgeschnitten werden könne. Wir kennen dieses britische Ziel schon seit langem. Es ist immer dasselbe. Deutschland und bie übrige Welt sollen abhängig bleiben von ber Weltwirtschaft unter englischer Führung und von ber briti- fchen Seemacht. Das Deutsche Reich weiß bie Be- beutung ber eigenen Versorgung, aber auch bie bes Ueberseehanbels zu schätzen. Es ist nicht gewillt, sich nach bem Kriege in Europa abschließen unb ersticken zu lassen. Es ist Ziel ber beutschen Politik, bie britische Seeblockabe zu brechen unb bamit bie Abhängigkeit bes europäischen Ueberseehanbels von ber britischen Seewillkür ein für allemal zu beseitigen. Der beutsche Ueberseehanbel ber Zukunft wirb deshalb unter bem Schutz ber deutschen Kriegsmarine stehen und nicht den Angriffen anderer Seemächte preisgegeben sein. Denn auch dieser Krieg hat uns wieder die grundlegende Bedeutung einer starken Seegeltung für die Unabhängigkeit und freie Entwicklung unseres Volkes gelehrt. Ohne eigene Seemacht gibt es keine freie Schiffahrt und keinen freien Ueberseehandel. Die Flagge deckt den Handel, das ist eine alte Erfahrung, die wir beherzigen werden. Darum gilt es, bie Erkenntnis von bem Wert ber eigenen Seemacht im deutschen Volk weiter zu wecken und wachzuhalten. Neue Niederlage der britischen Luftwaffe. Berlin, 6. Nov. (DNB.) Die britische Luftwaffe hat ihre Einflüge in das deutsche Küstengebiet und die besetzte Kanalzone am 5. 11. wieder mit schweren Verlusten an Maschinen und ausgebildeten Piloten bezahlen müssen. Am Tage erlagen drei Jagdflugzeuge und ein Bomber den deutschen Messerschmittjägern oder stürzten, vom Flakfeuer getroffen, brennend ab. In der Nacht fielen weitere sieben Bombenmaschinen den Abwehrwaffen deutscher Vorpostenboote und der Flakartillerie zum Opfer. Damit hat die britische Luftwaffe innerhalb von 22 Stunden elf Flugzeuge verloren. Am 5. 11. abends griffen britische Flugzeuge wiederholt einen deutschen Geleitzug vor der niederländischen Küste an. Der Feind erlitt hierbei schwere Verluste. Ein Bombenflugzeug wurde durch ein Vorpostenboot schwer beschäoigt, so daß es die Hohe nicht halten konnte und mit dem Porpostenboot zusammenstieß. Das Wrack des Flugzeuges fiel in die See und ging unter. Das Vorpostenboot wurde von anderen Bombern erneut angegriffen und schoß hierbei eine Bristol-Blenheim ab. Zwei weitere Bombenflugzeuge wurden durch Geleitfahrzeuge abgeschossen. Nach dem Verlust von vier großen Bombern gaben die Briten ihre erfolglosen Angriffe auf das deutsche Geleit auf. ©er Groß-Musti kommt nach Verlin. Berlin, 6. Nov. (DNB.) Wie aus Rom gemeldet wird, wird der Groß-Mufti von Jerusalem Amin al Hussein!, nachdem er sich längere Zeit in Italien aufgehalten hat, im Laufe dieser Tage in Berlin eintreffen. Litwinow-Kiukelstein soll nach Washington gehen. Stockholm, 6. Nov. (Europapreß.) Der ehemalige sowjetische Außenkommissar Litwinow- Finkelstein ist zum Sowjetbotschafter in W ash in g t on ernannt worden. Dies wurde am Donnerstag aus Samara mitgeteilt. Englischer Lleberfall auf französischen Geleitzug. Paris, 6. Nov. (DNB.) Eine Mitteilung der französischen Admiralität besagt, daß am 2. November 200 Meilen südlich von Durban ein französischer Geleitzug von fünf Frachtdampfern auf der Fahrt von Madagaskar nach Dakar, geleitet von bem Aviso „Jberville", von einem britischen Geschwader, bestehend aus vier Kreuzern und sechs Patrouillenschiffen, verfolgt und angehalten wurde. Trotz der Bereitwilligkeit ber Franzosen, nach Mabagaskar zurückzukehren, bestauben bie englischen Streitkräfte, gestützt auf ihre Ueber- legenheit barauf, den Geleitzug aufzubringen. Die fünf Dampfer hatten eine Anzahl Kolonialfranzosen an Bord, die heimkehren wollten, sowie Lebensrnittel für Französisch-Afrika und bas unbesetzte Frankreich — 9000 Tonnen Zucker, 5000 Tonnen Kaffee, 2000 Tonnen Reis, Trockengemüse, Fleischkonserven, Tabak usw. — jeboch keine Kriegsbannware. Die französische Regierung hat gegen biesen Angriff, ber mit bem Krieg gegen Englanb in keinerlei Beziehung steht, protestiert. petain an die französische Frei- willigenleaion. Vichy, 6. Nov. (DNB.) Der französische Staatschef Marschall Petain richtete an Oberst fiabonne, den Kommanbanten der französischen Freiwilligenlegion gegen ben Bolschewismus, eine Botschaft, in welcher er erklärt, baß die französische Freiwilligenlegion burch ihre Teilnahme an dem Kreuzzug gegen den Bolschewismus, besten Führung Deutschland übernommen habe, dazu beitrage, bie bolschewistische Gefahr von Frankreich abzuwenben. Gemeinsam mit bem Minister für die nationale Verteidigung wünsche P6tain der Legion bei Erfüllung ihrer Aufgaben Glück. Englischer prviestschritt in Vichy. V i ch y, 6. Nov. (Europapreß.) Ein Protest der englischen Regierung wegen der vor einigen Tagen erfolgten Verhaftung von vierzehn englischen Staatsangehörigen ist im französischen Außenministerium erfolgt. Die Engländer wurden feftgenom* men, weil bie englische Regierung immer noch fron« zösische Staatsangehörige in Syrien, darunter zwei Mitglieber bes französischen Außenministeriums, zurückhält. Es scheint sich auch zu bestätigen, daß der Besuch des nordamerikanischen Botschafters bei Marschall Pstain am Dienstag mit dem englischen Protest in Verbindung stand. Russische Minen in japanischen Gewässern. Tokio, 6. Nov. (Europapreß.) Nach einer Mit* teilung des japanifchen Jnformationsamtes lief der 4522 BRT. große japanische Dampfer „K i b t Maru" am Mittwochabend vor ber Küste von Korea auf eine Treibmine unb sank innerhalb von 30 Minuten. Das Unglück ist nach allgemeiner Annahme burch eine sowjetische Mine verursacht worben. Die japanische Regierung hat wegen bes Unglücks einen scharfen Protest an bie Sowjetregierung gerichtet. Die japanische Regierung hatte bereits am 18. September wegen ber sowjetischen Treibminen in den japanifchen Gewässern bei ber Sowjetregierung protestiert. Ein japanisches Schiff war seinerzett gesunken unb ein weiteres beschäbigt worden. Der da- malige Protest besagte, daß die aufgefundenen Treibminen sowjetischen Ursprungs gewesen seien und aus dem Hafen von Wladiwostok stammen dürsten, der im Juli vermint worden sei. Domei meldet, das bisher 247 Ueberlebenbe des Dampfers „Kibi Maru" geborgen werden konnten. Noch immer durchstreifen neun Schiffe die Gewässer, in denen die Schiffskataftrophe sich ereignete. Paul Lincke. Zum 75. Geburtstage des votkstümtichen Komponisten. Als Paul Lincke im Jahre 1897 mit feiner ersten Operette „Venus auf Erden" in Berlin bekannt wurde, war die Zeit der großen Erfolge der Wiener Operette schon um ein Jahrzehnt vorüber. Wien lebte vorn Kapital der Strauß, Suppe und Millöcker, während bie Reichshauptstabt ber mit einigen Schlagern burchsetzten Lokalposse keine größere musikalische Form im Bereich ber heiteren Muse zur Seite stellen konnte. Die Unterhaltungsbühnen, bie sich außerhalb bes Stabtkernes aufgetan hatten, heute teilweise nicht mehr existieren oder nicht eigentlich zu ben Außenbezirken gehören, theatergeschichtlich für Berlin aber immerhin beben- tungsvoll waren, pflegten bie Wiener Operette. Da erschien im Apollo-Theater plötzlich ein junger Komponist, besten Wiege sogar in Berlin ge- ftanben hatte, unb stellte ber Wiener eine Berliner Operette gegenüber. Zum großen Vorbilb liefen beutlich erkennbar die Fäden zurück. Die Ouvertüre und die Aktschlüsse zeigten in ihrem Aufbau bie nahe Verwandtschaft. Aber diese äußeren Formen wurden von einer Musik erfüllt, die berlinisches Wesen verrät: die Walzer waren gemütvoller, die Polkas „kesser" — um ben Berliner Ausbruck zu gebrauchen — bie Couplets verrieten auch in ber musikalischen Linie unb im melodischen Wurf jene Schnoddrigkeit, bie in ber Reichshauptstadt zum sprachlichen Wortschatz und Tonfall gehört. Man braucht nur an ben Walzer aus ber „Flebermaus" unb „Scklösser, bie im Monbe liegen", zu denken: deutlich hebt sich die musikalische Wesensart beider Städte gegeneinander ab. Jener junge Komponist und Kapellmeister, dem es gelungen war, Berliner Art in der Musik zu spiegeln, war Paul Lincke. Am 7. November 1866 war er hier geboren, in Wittenberge und Berlin zum Orchestermusiker ausgebildet worden unb bereits als Neunzehnjähriger als Kapellmeister tätig. Als Dreißigjähriger führte er sich mit ber „Venus auf Erden" als Komponist gleich erfolgreich ein, und dieser Erfolg blieb jhm auch bei seinen späteren Werken treu, die wie „FrauLun a", „Lysistrctta", „Im Reiche des Indra" oder „Na- kiris Hochzeit" und später die Metropol-Theater- Revuen „Donnerwetter — tadellos" und ,Halloh, die große Revue" alle Welt mit Tanzmusik versorgten. Fast während seines ganzen Lebens blieb Paul Lincke feiner Vaterstadt treu. Doch auch Paris verpflichtete vorübergehend den Berliner Komponisten und Dirigenten an feine Falles Benares, ohne daß dieser Aufenthalt seinen Stil unb feine persönliche Note beeinflußt hätte. Das sreunbliche Gesicht mit den verschmitzt leuch- tenben Augen, bie elastische Gestalt bes Dirigenten, der mit knappen klaren Zeichen feinen Willen ausdrückt, lassen in Paul Lincke keinen Fünsundsiebzig- jährigen vermuten. ^Die gleiche Frische, bie feine Musik kennzeichnet, lebt in ihm unb hat ihn jung erhalten. Lothar Band. er kam aus seinem Gehäuse auf Karin zu. „Apropos ... Asrikä... Harns net einen Verwanbten hier in München ... Grunelius... kommt mir so bekannt vor. Entschulbigens, wenn i a bissel neu- gieri bin!" Karin entsann sich plötzlich des peinlichen Ein- brucks, ben sie gestern Hinterlasten zu haben glaubte, und wollte schon mit einer kühnen Geste barüber hinweggehen. Andererseits hatte sie das Gefühl, baß sie durch diese Verwandtschaft vielleicht in ber Achtung bes Portiers steigen würbe. Schreckliche, abwegige Gedanken hatten ihr bas Erwachen nicht gerade sehr rosig erscheinen lassen. Wenn vielleicht der Onkel gar nicht in München märe? Verreist? Ober vielleicht gar nicht mehr am Leben? Wenn er in geheimrätlichem Zorn sie gar nicht kennen würde? „Ihr Herr Onkel wirb sich freun, meiner Seel. Da- is er gftanb mit bem Telegramm wo Sie eahm gschickt Ham!" dozierte Loibl, beinahe an bem Schicksal Karins interessiert. „I kenn eahm nämli sehr guat! Ein reizender älterer Herr, direkt ein bißl Achnlichkeit Harns mit ihm, wenn i Sie recht anschau!" War sie über die Mitteilung eines Telegramms, dessen Herkunft ihr unbekannt war, erschrocken, so besänftigte sie bas Urteil bes Portiers über ihren Onkel boch insoweit, daß sie mit gefestigter Stimme darum bat, man möge ihr ben Weg beschreiben. Loibl ging mit ihr bis an die Tür, wies auf den Bahnhofsplatz hinaus, nannte ihr die Nummer ber Trambahn, zeigte in die Richtung ber Augusten- straße und gab ihr die Haltestelle hinter der Jo- sephskirche, Ecke Adalbertstraße als Ziel an. „Bitt schon, bann kommt em Friedhof unb glei an der Barerstraße da is bös Haus. Is in Schwabing brunten, im Künstlerviertel!" „Zwei Mark fünfzig Pfennige", sagte Karin vor sich hin, „habe ich noch in ber Tasche. Wenn der Geheimrat nicht zu Hause ist» bin ich einfach verloren!" Vorsichtig tastete sie sich über bie Straßenbahnschienen, umging ein paar rotweiß gestrichene Gitter, lief verkehrt im Kreise herum, bis sie roieber mit bem Blick auf bas Hotel ben Abfahrtspunkt ausmaß, ben ihr ber Portier bezeichnet hatte. Neben ihr standen ein paar seltsame Figuren mit runden Tellerhüten und silbernem Brustschmuck, seidenen Tüchern um die Schultern und schwarzen gefalteten Röcken über blendend weißbestrumpften Fesseln in derben Halbschuhen. Endlich kam die Nummer sechs, Richtung Schwabing. Bisher fand Karin alles so amüsant, daß sie sich mit einem köstlichen Lächeln erhoben fühlte. Sie schwebte mehr über den Dingen, als daß sie sich beschwert vorkam. Dazu kam, daß die Sonne sommer- lich warm zwischen dem großen Kaufhaus und bem Bahnhof lag unb bie Wagen ber Bahnen noch blauer machte, als sie schon waren. Ganz deutlich konnte'sie sich ihres ersten Aufent. haltes in Kapstadt entsinnen, wo sie allerdings ihre vorzüglichen englischen Sprachkenntnisse über die Fährlichkeiten der inselhaften Einsamkeiten hinaus- hoben. Deshalb vermied sie es, irgendwie in der Trambahn aufzufallen, reichte eine Mark hin und sagte „Josephskirche!" „Vorn ober hinten?" Sie fühlte ein Unglück nahen, sah sich hilfefuchend um, weil sie bie Frage nicht verstand, und steckte eine kleine Locke unter die Mütze zurück. „Weils nämli fumszehn kost bis zur Kirch und a Zwanzgerl, bals drüber naus fahm und die meisten pfeilgrab bis zur Adalbertstraße mitschlängeln tätn..." „Adalbertsttaße!" wiederholte Karin hastig, um einer weiteren Unterhaltung aus bem Wege zu gehen. Sie wartete nur noch mit Bangen, bis ber Schaffner diese Station nannte, hörte erlösend ben leiernden Ausruf: „Steigts jemand aus?" unb ver» ließ eiligst ben Wagen. (Fortsetzung folgt) Aalionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Kreisleitung Velterau. die Rdiobläiiehl Auch zum Feldpostversand zugelassen. alttewäfate ■ » Seit 2000 Jahren bekannt: < ITlLazk empfiehlt sich ganz von selber Sparsamkeit Micld"wtl2£tikLyb eingeladen. Karlen durch die Parleidienststellen. Ihre öeschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert! Brühl'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Im Amt* Geschäft — selbst in der Aktenmappe find’st Du Esbit, 's ist nicht von Panne. Trockenbrennstoff Esbit ium Wärmen von Speis und Trank Ist überall erhält]. Preis 20 Tabl. mit kleinem Kochgestell 60 Pfg. Bezugsquellen weist nach der Hersteller i Erich Schümm. Esbit- Brennstoff-Fabrik, Stuttgart W 109 >TO£l Die Schuhe halten länger und bleiben länger schön! Helden-Ehrungsfeier am9.Novemberl941im Theater der Universitätsstadt Gießen um 10^ Uhr. L Teil: Feierstunde der NSDAP, und ihrer Gliederungen. Das Städtische Orchester unter Leitung von Otto Söllner wirkt mit. n. Teil: Uraussührung: Der Tod und das Reich. Lhorisches Spiel von Hans Rehberg. Die Bevölkerung Gießens, einschließlich Klein-Linden und Wieseck. ist herzlichst nicht standgehalten. Dieser als Höhepunkt wirkende Mittelteil der Wochenschau wird umrahmt von einer Fülle bewegter und instruktiver Bilder. Den Beginn bilden Aufnahmen aus dem Führerhauptquartier und von der Winterausrüstung unserer Soldaten, den Ausklang Bilder von der Versorgung unserer Verwundeten: einen prägnanten Schluß ergibt ein Bericht von der Eroberung von Charkow. H. H. G. <2zz flpotheke/l ~ 4 - ■ "t Gießener Konzeriring. Erstes Orchester-Konzert: Dach, Beethoven, Brahms. Lleberblick über einen Sturmangriff Ein Höhepunkt der neuen Wochenschau. Bach, Beethoven, Brahms gaben dem ersten Or- chesterkonzert des Gießener Konzertringes und damit auch für die folgende Reihe der Gießener Veranstaltungen ein gewichtiges, verheißendes, aber auch verpflichtendes Motto: Bach, der geniale Zusam- menfasser der Entwicklungsströme des Hochbarock und zugleich kühner Neuerer; Beethoven, der titanenhafte Kämpfer und Künder des Menschlichen im Werk; auf beiden fußend, das Errungene des einen wie des andern auswertend, Johannes Brahms. Mit seinen sechs „Brandenburgischen Konzerten" erfüllte Johann Sebastian Bach im Frühjahr 1721 von Köthen aus ein Versprechen, das er dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, dem jüngsten Sohn des Großen Kurfürsten aus zweiter Ehe, gegeben hatte, als dieser große Musikfreund ihn um einige Kompositionen für seine Hauskapelle bat. Unter den reinen In- strumentalkomposrtionen Dachs führen diese sechs Werke den Konzertgedanken zu letzter Konsequenz durch, indem sich der Träger der Solopartie dem Orchester gegenüberstellt oder auch das gesamte Orchester sich in Gruppen aufteilt, die in ihrem Gegen- und Miteinander des Wetteiferns beim Verknüpfen der Thematik Träger des musikalischen Geschehens werden. Das vierte dieser Konzerte stellt die konzertierende Violine dem Streichorchester gegenüber, dem zwei Flöten mit wichtiger solistischer Haltung zugeteilt sind. Mit innerer Straffheit und scharfer Ausgeprägtheit des Thematischen führte Otto Söllner den Eingangssatz (Allegro) durch; mit Eingehen auf die mannigfachen Entwicklungen der inneren Kräfte der Großsequenzen wie aud^ in der Gegenüberstellung des ripieno mit dem Solisten. Der letzte Satz (Presto) ließ seine Grundgestalt als grandiose Fuge heraustreten, beleuchtet durch die Episoden der Zwischensätze in der Solovioline und auch in Verbindung mit den beiden Soloflöten. Franz Kerzis- n i k (Solovioline), Paul K i r ch m a n n, Arthur Nötzold (Flöte) und Gerhard Hergert (Cembalo) trugen besonderen Anteil an dem klangvollen Musizieren im Kammerstil mit seiner intimen, dezenten Wirkung. * Das Violinkonzertin v - dur op. 7 7 von Johannes Brahms entstammt den schaffensglück- Heute in Form"von/ k Knoblauch-Beeren Es muß ein beruhigendes Gefühl für die Männer-fein, die mit der Führung des deutschen Films beauftragt sind, zu wissen, daß die Wochenschau in Hunderten von Kopien ins Ausland geht. Mit dem Material, das sie diesmal bietet, muß sie Millionen von Ausländern davon überzeugen, daß die deutsche Wehrmacht nicht zu schlagen ist. Um dies klarzumachen, hat man eine neue Form gewählt. Ein Kriegsberichter fitzt mit seiner Kamera in einem angreifenden Panzerwagen und nimmt von dort ans nach allen Seiten den Angriff auf. Wir erleben ein Gefecht, das am Nachmittag beginnt und am Vormittag endet. Die Nacht deutet ich dadurch an, daß auf der schwarzen Leinwand mir noch die Leuchtfpurmumtion zu sehen ist. Zu diesen Bildern spricht der Kriegsberichter, der ie ausgenommen hat. Es ist die Stimme des Front- oldaten, die hier einfach und klar ihre Erläuterun- jjnmerjünger Geschmack-und gen gibt. Nach erfolgtem Durchbruch werden Naturaufnahmen durch graphische Darstellungen ergänzt und die Hindernisse geschildert, die die Sowjets den anstürmenden Deutschen entgegengestellt haben. Vier, fünf scheinbar unüberwindliche Linien von völlig verschiedenem Charakter waren angelegt worden. Sie haben dem deutschen Angriff, der durch Panzer, Infanterie und Stukas vorgetragen wurde, Aus -er (Stabt Gießen. »iostage* im November. Es ist Bauernart, das Geschehen in der Natur gründlich zu beobachten und aus den Erfahrungen Schlüffe zu ziehen. Dabei steht die jeweilige Wetterlage, vor allem die wahrscheinliche Entwicklung des Wetters in der nahen Zukunft, im Mittelpunkt des Interesses. Weil aus den Beobachtungen des Landvolkes die Erfahrung spricht, ist ihnen eine gewisse Bedeutung nicht abzusprechen. 'Allerdings muß man berücksichtigen, daß die bäuerlichen Wetterregeln bestenfalls nur für den örtlichen Bereich aufgestellt sind, in dem sie allgemeine Verbreitung haben. Unter den sogenannten „Lostagen", die im Ablauf des bäuerlichen Jahres eine Rolle spielen, verdient der Martinstag (11. November) besondere Beachtung. „Wenn auf Martini Nebel sind, so wird der Winter meist gelind; wenn die Gänse zu Martini auf dem Eise stehn, so müssen sie Weihnachten im Miste gehn", heißt es da beispielsweise. Bäuerliche Erfahrung meldet aber auch: „Wenn das Laub von den Bäumen und den Reben nicht vor Martini abfällt, ist Sin kalter Winter zu hoffen." Eine andere Beobachtung, die sich diesmal.leider etwas schwerer als sonst nachprüfen läßt, drückt dasselbe aus: „Ist das Brustbein der gebratenen Martins- gans weiß, so wird der Winter streng." Ein anderer „Lostag" ist der Kathreinstag am , 25. November. Don ihm heißt es: „Kathrein stellt . den Tanz ein", denn die Adventszeit beginnt. Für . die Wettervoraussage ist jedoch eine andere Beobachtung wichtig: ( „Wie's um Kathrein — trüb oder rein — : So wird der nächste Februar sein!" Auch der Andreastag, der 30. November, ist ein ; „Lostag", der über das zukünftige Wetter etwas , auszusagen hat. So heißt es in der bäuerlichen Spruchweisheit:' „Andreasschnee tut dem Korn weh!" Eine weitere Wetteregel erläutert die Beobachtung: „Der Andreasschnee bleibt hundert Tage liegen und erstickt das Getreide." Ganz allgemein läßt die Erfahrung den Bauern in manchen Gebieten des Reiches sagen: „Donnert es im November, so bedeutet das ein fruchtbares nächstes Jahr." Das braucht nicht unbedingt ein Widerspruch zu der Wetterregel zu sein, nach der der Winter Aprillaunen zeigt, wenn der November ein Gewitter bringt. In allen deutschen Gauen ist man aber von der Richtigkeit jener Wetterregel überzeugt, die besagt, daß Baumblüten im November auf kein gutes Jahr deuten. Dornofiten. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 18.30 bis 21.30 Uhr „Liebe in der Lerchengasse". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dorf im roten Sturm". — Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Keine Beflaggung am 9. November. Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda geben bekannt: „Die am 9. November übliche Beflaggung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre." Oie neuen LebenSmiffelfarfen. In der 30. Zuteilungsperiode, die vom 17. November bis zum 14. Dezember reicht, bleiben die laufenden Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Fett usw. unverändert. .Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten auf den Abschnitt N 26 ihrer rosa NährmitteUarte eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Kunsthonig. Kinder bis zu 14 Jahren bekommen nach wie vor auf ihre Fettkarte weitere 125 Gramm Kunsthonig, so daß sie diesmal insgesamt 250 Gramm erhalten. Von der neuen Kartenperiode an wird die Ration an N ä h r- mitteln aus Kartoffelstärkegrundlage, wie Sago, Kartoffelstärkemehl, Puddingpulver wie schon im vorigen Winter von bisher 50 wieder auf 100 Gramm erhöht, die auf die Einzelabschnitte N 21, N 22, N 30 und N 31 der Nährmittelkarte abgegeben werden. Dementsprechend wird die Ration an Nährmitteln auf Getreidegrundlage wieder auf 500 Gramm festgesetzt. In der 31. Zuteilungsperiode bekommen alle 93er- braucher, die nicht Selbstversorger sind, eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Hülsenfrüchten. Diese Hülsenfrüchte müssen vom 10. bis 15. November beim Einzelhändler auf den Doppelabschnitt N 28/29 der Nährmittelkarte 30 vorbestellt werden. Der Einzelhändler bestätigt die Abgabe, indem er den Stammabschnitt der Nährmittelkarte mit seinem Firmenstempel versieht. Wie schon mitgeteilt, werden am Samstag, 8. November, in ganz Deutschland die leeren Flaschen gesammelt. Sie sollen wohlgefüllt an die Front zu unseren Soldaten gehen, um ihnen zu helfen, mit dem „General Winter" fertig zu werden, einem jener Generale, auf den die Engländer jetzt wieder so große Hoffnungen setzen, der sie aber genau so enttäuschen wird, wie alle ihre anderen Generale. Der Zweck dieser Sammlung ist so einleuchtend, daß es keiner langen Ueberlegung bedarf, was man zu tun hat. Lange Zeit zum Ueberlegen ist sowieso nicht, denn unsere Wehrmacht braucht die Flaschen sofort im Osten. Vor Wochen schon haben wir PK- Aufnahmen gesehen, die unsere Soldaten in einer Schneelandfchaft zeigen. Also schnell ' eine Razzia im Haus organisiert, die Flaschen in den Winkeln von Speicher und Keller aufgespürt und gesammelt! Da stehen sie in ganzen Batterien zusammen, die grünen, roten, gelben und weißen, die schlanken Weinflaschen, die dickbäuchigen Champagnervullen und die runden, kantigen Likörflaschen von phantastischen Formen. Der Staub liegt dick darauf, als wollte er die Erinnerung an fröhliche Runden im Familien- und Freundeskreis und beschauliche Stun- den am stillen Winterabend zudecken. _ „Der Sang ist verschollen, der Wein ist verrauscht", — ja, warum stehen sie denn da eigentlich immer noch in den Ecken seit Jahr und Tag? Tappt man einmal auf den dunklen Dachboden oder im Keller herum, um etwas zu suchen, und stößt dabei auf das wacklige Regal, fällt die ganze Herrlichkeit lediglich herunter, und man hat den Aerger, die Scherben wegzuräumen. Warum denn nicht einmal gründlich Ordnung schaffen? . Holt sie jetzt heraus aus den Winkeln, alle bis zur letzten, stellt sie am Samstag zum Abhölen bereit. Diese neue Aktion muß, gerade weil sie so kurzfristig angesetzt wurde, zu einem schnellen Erfolg führen. Helft pnseren Soldaten durch die Flaschensammlung! Verdunkelungszell 7.11. von 17.41 bis 8.27 Uhr. ÄDOX Foäm das Werk dem Hörer naheführte, zwang stärkste Bewunderung ab, und dennoch war das Adagio mit seiner innerlichen Ausdruckskraft der seelische Ruhepunkt des Ganzen. Mit der Solostimme vereinte ich das gesamte Orchester unter Otto S ö l l n e r zur einfühligen Wiedergabe des Werkes im gegen- eiligen Eingehen und Verweben des Klanglichen. Den Holzbläsern, voran die Oboe, und auch den Hörnern gebührt für das Adagio besondere Anerkennung. So wurde dieses Violinkonzert für den gestrigen Abend zweifellos der musikalische Sammelpunkt durch die Höhe der Einzelleistungen. Beethovens große Schicksalssympho- n i e gab dem Konzert machtvollen Ausklang. Akzentstark führte Otto Söllner den Kopfsatz ein, mit innerem Drängen erfüllt, und entwickelte ihn in seinen Einzelphasen organisch: bannend in der Durchführung, hätte der Uebergang zur Reprise noch an innerer Breite gewinnen können. Das vielfältige Bild der Variationenabfolge im Andante erblühte im Lichte abgewandelter Figuration zu starker Gefühlserhebung und auch triumphaler Klang- lichkeit. Das Scherzo war in seinen Kontrasten eindringlich betont und wuchs mit seinem großen Orgelpunkte hinein in das klangprächtige Finale voll sieghaftem Bewußtsein, auswachsend zur grandiosen Koda. Reicher, äußerst lebhafter Beifall dankte allen Mitwirkenden am Werk mit herzlicher Anerkennung. Dr. Hermann Hering. llS-GmelnWst M ßtflft önuti Stenöe kinderlurnen: Jeden Freitag von 16—17 Uhr in der Schillerschule Gießen. Unkostenbeitrag 30 Rpf. «viD Zum kommenden Opfersonntag! Der Sieg ist nur über den Weg des Opfers zu erringen. Hieran werden wir am kommenden Sonntag, 9. November, dem nächsten Opfersonntag und dem Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung, denken. So haben es uns die für unsere Weltanschauung Gefallenen vorgelebt, und so beweisen es unsere Soldaten täglich. Noch höher als bisher müssen am nächsten Sonntag die Wellen der Opferfreudigkeit schlagen! Bis auf die letzte Flasche! lieber tRaiuricbuft unb Naturkunde nSeam mit 'en allgemetnverstän licht" büche, n es Hugo *BermijhlerDer^es. Derttn. Lichterfelde. -Bitte verlangen Sie noch heute von ^remGtebener Luchhan 1 rbas susjuhrUche bcbiloerte Merkblatt „Freunde der Natur sind Sreunde guter Bucher -WMAGGISWÜRZE i A(rLti", lichen Sommeraufenthalten, die den Meister Ende der siebziger Jahre wiederholt nach Pörtschach am Wörther-See (Kärnten) führten. Fast möchte es als ein Nachklang der lebensbejahenden, kurz vorder entstandenen zweiten Symphonie erscheinen; in seiner ursprünglichen Frische hält sich dieses Konzert aber frei von den der Symphonie eigenen elegischen Zügen. Seiner inhaltlichen Größe nach kann man dieses Werk als eine Symphonie mit obligatem Soloinstrument ansprechen; war doch beispielsweise auch das ck-moll-Konzert für Klavier und Orchester zunächst als Symphonie geplant gewesen. — Der leitende symphonische Grundgedanke mußte das Verhältnis zwischen dem Solisten und dem mitschaffen- den Instrumentalkörper grundlegend auf eine neue Basis stellen. Das konzertierende Instrument ist hier nicht mehr der souveräne Führer, der seine Virtuosität ins hellste Licht stellt, sondern sein Part wächst bei Brahms ähnlich wie in Beethovens einzigem Violinkonzert,, von dem übrigens mancherlei Fäden auch zu diesem Werk hinüberleiten, aus dem musikalischen Gesamtgeschehen heraus. Dem Solisten wird nur das zugeteilt, was das Ringen um das musikalische Problem als entscheidende Instanz für die Anforderungen an das Instrument gebietet. Die Anforderungen dieses Violinkonzertes an den Wiedergebenden erschienen den Zeitgenossen damals derart ungewohnt und, an Werken früherer Epochen gemessen, schwierig, so daß man das Wort von dem „Konzert gegen die Violine" prägte. Daß unsere heutige Geigergeneration dieses Konzert bis zum letzten zu beherrschen und in seinem musikalischen Gehalt aufzuschließen vermag, das erhärtete aufs Eindringlichste Prof. Franz Bruckbauer. Ein Geiger von äußersten Qualitäten, der die höchsten Anforderungen der Griffbrettechnik mit Selbstverständlichkeit meistert, mit sauberstem Doppelgrisf- und Oktavenspiel, kurzum, der das Technische des Instrumentes an sich völlig überwunden hat und nun sein Können in reicher Fülle den Ausdruckswerten im Werk zugute kommen läßt. In feinem Ton voll Wärme schwingt seelische Kraft mit, die der äußeren Gestalt der Tonreihen hintergründig nachspürt und zu einem persönlichen Erlebnis gestaltet. So erschien jede einzelne Note für ihn als Ausdruckswert von individueller Geltung, die dem großen musikalischen Gesamterleben zur zeugenden Keimzelle wurde. Wie er in den einzelnen Sätzen! Wer nabt eine Kind.-Pelziarnitor Angebote an Frau Niemann Seltersweg 64. Blaue Sportschuhe neu, Gr. 38, zu tauschen gegen gleichwertige Gr. 39. 03728 Zu erfr.i.d.Ge- schäftsst.d.G.AU 8.Rat: ‘ *j ’Px&w ttachVl Viele halten den Polierlappen für überflüssig. Das ist er keineswegs! Wer Wert auf ausgesprochenen Hochglanz legt, darf nach dem Bürsten nie versäumen, nachzupolieren. Das gibt erst den letzten Schliff! Und welche Schuhcreme? Natürlich • auch in Nachfüll-Packungen - das bestens bekannte, Erdal. flafchen für unfere Wehrmacht geruchfrei. Lichtspielhaus: „Dorfim rokenSturm". Es ist zwar im allgemeinen nicht üblich, die Neuaufführungen von früher erschienenen und hier bereits gewürdigten Filmen nochmals zu besprechen; in diesem Falle erscheint aber eine Ausnahme gerechtfertigt: es sei nachdrücklich auf den gegenwärtig im Lichtspielhaus laufenden Film „Dorf im roten Sturm" aufmerksam gemacht, der unter anderm Namen vor fünf Jahren hier zum ersten Male gezeigt wurde. Dem Drehbuche liegt die Erzählung „Friesennot" von Werner Kortwich zugrunde, der sich später mit Peter Hagen, Walter Gro- nostay und dem bekannten Kameramann Sepp A l l g a i e r zu gemeinsamer Arbeit am Film zusammengetan hat. In einer Bilderfolge von holzschnittartiger Gedrungenheit und großer Emdrucks- kraft wird hier das erschütternde Schicksal deutscher Bauern in einör weltabgeschiedenen Siedlung an der Wolga geschildert. Was vor fünf Jahren wie eine dunkle Warnung klang, erscheint heute, da das deutsche Volk zur entscheidenden Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus angetreten ist und unsere Heere tief in Rußland stehen, von größter Aktualität: hier treten sich zwet Volker und zwei Weltanschauungen gegenüber, für die es keine Brücke der Verständigung gibt. „Wir sind anders als ihr" und „es gibt keinen Weg von deinem Volke zu meinem" —: das ist die schmerzlich-unabänderliche Erkenntnis, die aus tiefer Not und gemeinsamem Leiden gewonnene Erfahrung der deutschen Siedler in den Wäldern an der Wolga. Die Aktualität des Films verbindet sich mit starkem künstlerischen Formwillen und tiefer Anschauungskraft. Als typische Repräsentanten ihrer Völker stehen sich Friedrich K a y ß l e r, der mit dem sittlichen Pathos und dem männlichen Ernst seiner großen Schauspielerpersönlichkeit den deutschen Vorsteher darstellt, und der 1931 aus der Sowjetunion ausgebürgerte I n k i j i n o f f gegenüber, der mit seinem gebrochenen Deutsch dem roten Kommissar eine unheimliche, fremdartige Wirklichkeit verleiht. Von den übrigen: Kayßlers verstorbene Gemahlin Helene F e h d m e r, Hermann Schömberg, Kai Möller, Jessie V i h r o g, Maria Koppenhöfer, Ilse Für- st e n b e r g, Fritz H o o p t s und Aribert Grimmer. (Delta-Film.) — Im Beiprogramm läuft die hier schon gesondert besprochene neue Wochenschau mtt Bildern von der Front Im Osten, Me wie eine notwendige Vollendung dessen wirken, was in der Handlung des SpielfNms sich ankündigt und vorbereitet. Hans Thyriot. * ** Ein 75jähriger. Am morgigen Samstag, 8. November, kann der Reichsbahnsekretär a. D. Karl Kexel, Liebigstraße 70, in seltener geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 7 5. Geburtstag begehen. Auch wir gratulieren dem alten Herrn herzlich. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 7. Nov. Am morgigen Samstag, 8. November, feiern der weit über die Grenzen seiner Heimatgemeinde hinaus bekannte Weißbindermeister und Landwirt Johannes Sommer VII. und seine Ehefrau Katharina, geb. Philipp, das Fest der Goldenen Hochzeit. Beide Jubilars sind geistig und körperlich noch sehr rüstig und stehen im 74. Lebensjahr. Der Jubilar stand zwanzig Jahre lang dem Landwirtschaftlichen Konsumverein als Direktor vor und ist noch im hohen Alter eine geschätzte Persönlichkeit im Vorstand der Bezugs- und Absatzgenosienschaft Watzen« born-Steinberg. Auch als Ratsmitglied stellte er sich einige Jahre in den Dienst der Allgemeinheit. Neben dem Kriegerverein gehört der Jubilar auch dem hiesigen Gesangverein „Germania" als Ehrenmitglied an. Hier ist besonders hervorzuheben, daß er heute noch aktiver Sänger ist, 56 Jahre dem deutschen Lied und seinem Verein die Treue gehalten hat. Zahlreiche Ehrungen haben ihm diese Treue belohnt. So wurde er ehrenhalber in den Vereinsvorstand berufen und vom Sängergau mit der Ehrennadel für 40- und 50jährige Sängertätigkeit ausgezeichnet. Auch der Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes wurde ihm verliehen. Wo kann man noch sparen? Es lohnt sich, brer m den häuslichen Bezirken immer wieder Umschau zu halten, um ieden Verderb und jede Verschwend düng zu verhüten. Bei der Schuhpflege zum Ber- spiel wird oft der Dehler gemacht, viel zu viel Krem aufzutragen Wenn man eine sparsame Krem, wie Nigrin verwendet, genügt eine hauchdünne Schicht, die mit weichem Wolltuch auspoliert wird, nachdem vorher in der üblichen Weise nut der Roßhaarbürste geglänzt wurde. Nach Gottes unerforschlichem Rat- Schluß ist nun auch unser ältester E/ffiy4 Sohn und Bruder Leutnant Otto Schmidt, stud. jur. Inhaber des E.K. II in treuer Pflichterfüllung am 26. Oktober im Osten gefallen. in tiefem Leid: Karl Schmidt, Pfarrer Ilse Schmidt, geb. Lohde Eberhard Schmidt Gießen (Kirchstr. 1), im November 1941. 4572 D Nebenverdienst Durch Übernahme meiner Ortsvertretung in Gießen können sich Bewerber! innen) einen Nebenverdienst verschaffen. Zu beliefern sind feste, langjährige Abonnenten auf Versicherungs- u.Mode-Zeischrift. Schriftliche Angebote unter 4574V an den Gießener Anzeiger. Für Haus- und Küchenarbeiten w. stundenweise, bzw. halbtägig Mu oder Mädchen Bekanntmachung. Betr.: Obusbetrieb; Inbetriebnahme der Strecke Schubertslr.-Ludwigsplah-Endhalleslelle Licher Str. Am 8. November 1941 wird der «etrieb der Obuslinie zum Wendepunkt Schubertstrahe eröffnet. Die Linie verläuft von der 4578A Schubertstraße über Ludwigsplatz zur Endhaltestelle Licher Straße und zurück. Es sind folgende Haltestellen vorgesehen: Schubertstraße, Uhlandstraße, Leihgesterner Weg, Liebigstraße, Bleichstraße, Universität, Ludwigsplatz, Nahrungsberg, Am Lutherberg, Graudenzer Straße, Endhaltestelle Licher Straße. Die Wagen verkehren in Abständen von 15 Minuten. Am Ludwigsplatz ist Umsteigemöglichkeit in Richtung Bahnhof und Rödgener Straße gegeben. Gießen, den 6. November 1941. Stadtwerke Gießen. Nahverkehrsbetriebe. Auch Sie können es sein. Denken Sie nur rechtzeitig an eine wirksame Abwehr der inneren Feinde Ihres Körpers. Entschlacken Sie Ihren Körper von zerstöre fit den Bakterien u. führen Sie demBlutneueSäfte zu durch eine innere Reinigung mit Mietgesuche Kleine WohDnog 3 — 4 Zimmer in sonniger Lage mit Zentralheiz. gesucht. 03691 Dr. Schäfer Goetbestraße 44. Junge Witwe, alleinsteh., sucht 2-Zimmerwohnung in Gießen. Schriftl. Angeb. unter 03727 an den Gießen. Anz. Gut möbliertes, heizbares Zimmer für Studentin gesucht. Schristl. Angeb. u. 45750 an d. Gieß. Anz. Putzsrau für mehrere Stunden am Tage ges. UssoD Blockstraße 9 P. Tüchtiges Mädchen in Haushalt ges. Mono Hindenburgw.22 Seitenbau. l«566v Jg. Frau nimmt tahnPiitzsIeile an. — Empfehle nkich auch noch im Stricken. - Schr. Ang. unter 03722 Ian den Gieß. Anz. gesucht. 4576D MetaJwerk Berkenhoff & Co. Kinzenbach über Gießen. 1 Hat mich | | neulich s I jemand i (übersehen? ’ [Jch bin der Werber für HM KM HW | Verkäufe | lAdlerTrnmol Juyior - Kabrio!, intadell.gepfleg. Zustd. wird zum Schätzungspr. v. RM. 1550 - ab- gegeb. 39500 km gelauf., fahrbert. Weilburg/Lahn Fernr.257. l0372s I Kaufgesuche I Kompl., einfach. Bett Ein großer Ginmack- MüvWS zu kauf, gesucht. Liebigstr. 33 v. mögt. rn.Meid.- Schranku Nacht» tisch, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. U.4553D an d. Gieß. Anz. Gebrauchtes Seit, Schrank und Waschtisch auch einzeln, aus gutem Hause zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unter 45680 a.d.G.A. Verschiedenes Wer übernimmt Schneeschippen vor2Häusern der Georg-Philipp- Gail-Straße? Meldung Georg- Phil.-Gail-Str. 6. Achtung! Im Caf6 Rühl, am Marktplatz, Mäppchen M.Mli.LkVkNS- minel-fiorien am Donnertag, 6.Nov,um15Uhr verloren! Geg.Bel.abzug. Dr. Noloff, Hitlerwall 43II. AmDonnerstag- abend am Bahnhof weißes t Taschentuch mit Geld gefunden. Abzuholen 03733 Wetzsteins ässe 7. 3m lelefonhöus- Hen am Selterstor Portemonnaie v. ein. Soldaten liegen gelassen. Gegen Belohng. abzugeb.aufdem Fundbüro. 03731 MeineAnzeigen mt Gießener Anzeiger werden von Taujenden beachtet und gelesen.