Donnerstag,!.August Ml Sonntags und feiertags V Eine stolze Zwischenbilanz des Oberkommandos der Wehrmacht angesichts der Einleitung neuer Operationen Die Son-ermeldungen Oie zweite Phase et5 im - des HZ Nunmehr ist der Zeitpunkt gekommen, der es behalten bleiben. Der Vormarsch in den Ostseeländern Die Hau/tlid M- ut iedeilwi ■ ist, ut iedeih(D/ r iot Lebenifrta n 1 | । Milch" Heere M,«8 El lülr 3*er gilS*1 isten iVelt erste unst, iiens- DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 5. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie aus zahlreichen Nachrichten hervorgeht, besitzt die sowjetische Führung kein zuverlässiges Bild von der Lage ihrer eigenen Front. Beim Festhalten am Grundsatz der unbedingten Wahrheit war für die deutsche Berichterstattung daher größte Zurückhaltung geboten, wenn sie dem Gegner nicht wertvolle Ausschlüsse geben wollte. Der berechtigte Wunsch des deutschen Volkes, täglich über den Verlauf der Operationen unterrichtet yi werden, mutzte demgegenüber zurücktreten. Ja, es mutzte selbst in Kauf genommen werden, dah in der Heimat falsche Vorstellungen aufkamen und das feindliche Ausland irreführende Gerüchte ausftreute. Nachdem die Düna zwischen Dünaburg und Riga in schweren Kämpfen bezwungen und Lettland vom Feinde gesäubert war, stand die Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Leeb vor der Aufgabe, die entlang der lettischsowjetischen Grenze laufende Slalin-Llnie zu durchbrechen und gleichzeitig die in Estland stehenden Kräste der sowjetischen Armee zu schlagen. In kühnem Ansturm gelang es der unter Führung des Generalobersten Busch stehenden Armee und der in ihrem Abschnitt kämpfenden Panzergruppe des Generalobersten Höppner, die stark ausgebauten und zäh verteidigten Stellungen südlich des Peipus-Sees zu durchbrechen. O ft - roro, Porchow und Pleskau fielen nach kurzem, hartem Kampf. Damit war die Voraussetzung geschaffen, um nach Norden einzudrehen und den Angriff in Richtung Leningrad einzuleiten. Trotz schwierigster Wegeverhältnisse, erbitterter Gegenwehr und größter Beanspruchung der Truppe konnte der linke Flügel der zwischen Ilmensee und Peipus-See vorgehenden Kräfte bis dicht vor Narwa vorgetrieben werden, um die Landbrücke zwischen Peipus-See und Finnischem Uieer- bufen zu sperren. Die in Estland operierende Armee des Generalobersten von Küchler nahm zunächst die stark umkämpften Städte Dorpat (F e l l i n) und Pern au, schlug in zahlreichen heftigen Linzel- gefechten die feindlichen Divisionen und warf sie über Taps hinaus nach Norden zurück. Noch sind die Operationen dieser Heeresgruppe nicht abgeschlossen, trotzdem wurden in diesem Kampfabschnitt bereits wieder über 35 000 Gefangene gemacht, 355 Panzerkampfwagen, 655 Geschütze erbeutet ober vernichtet. An diesen Erfolgen hat die Luftflotte des Generalobersten Keller hervorragenden Anteil. Sie hat in diesem Kampfabschnitt 771 Flugzeuge des Gegners abgeschofsen oder am Boden vernichtet. Durchbruch zur Llmfaffungs- schlacht in der Ltkraine. Auf dem Südflüget hatte die unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls von Rnndstedt stehende Heeresgruppe von Anfang an besonders, schwierige Gelände- und Witterungsverhältnisse und einen zahlenmäßig stark überlegenen Feind zu schwerer Waffen waren hier zahlreiche Minen und links und rechts Minenfelder ausgelegt und Sprengungen vorbereitet, die u. a. von beauftragten Zivilisten ausgelöst werden sollten. Aber auch diese Mittel nützten nichts mehr. Ja, sie hielten den Angriff der kampferprobten deutschen Divisionen nicht einmal auf. Minensucher säuberten, Pioniere ebneten die Sprenglöcher aus, während der Angriff weiterrollte. Gegen Ende der Schlacht sahen die Gefangenen immer mitgenommener aus. Ihre Verpflegung, sagten sie, war nicht zum Leben und nicht zum Sterben und zu trinken erhielten sie seit Tagen überhaupt nichts mehr. Sie stürzten sich auf jede Drecklache am Wege, um ihren Durst zu löschen. Kommissare und Offiziere gingen oft von ihren Einheiten weg, ohne überhaupt etwas zu sagen oder zu hinterlassen. In ihrer Angst wehrten sie sich dann weiterhin, bis sie eben das unausweichliche Los ereilte. Nun dehnen sich die Gefangenenlager zu unübersehbaren braungelben Flächen. Eine Division brachte allein bei der Einnahme einer Stadt 35 000 Gefangene ein. In Wäldern, Büschen und Kornfeldern stehen zerstörte und im Stich gelassene Geschütze, Panzer, Infanteriewaffen und Ausrüstungsgegenstände. Die Beute ist im Augenblick auch nicht annähernd vollständig zu erfassen, denn vieles steht abseits im Dickicht und in tiefen Wäldern. Aber schon was an den Straßen steht, sind ausreichende Trophäen eines vollständigen Vernichtungssieges, der ohne Worte jedem sichtbar macht, daß hier eine Entscheidung von größter Tragweite gefallen ist. Der Sperriegel Smolensk, der unter Einsatz aller verfügbaren Reserven und der vorhandenen, vielfach schon in früheren Kämpfen mitgenommenen Truppen gehalten werden sollte, ist auf geb roch en. In dem Augenblick, in dem die deutsche Infanterie den Panzerverbänden die Hand gibt und alles, was dazwischen war, vernichtet ist, fahren wir auf der Autostraße. Es kommt uns vor, als ob alles das, was das Auge sieht, längst vorüber sei. lieber uns zieht eine Staffel deutscher Stukas nach Osten. Dankbar grüßen wir die Flieger, die einen nicht zu überschätzenden Beitrag zum gewaltigen Sieg in der Schlacht um Smolensk geleistet haben. Wieder zieht der Heerwurm über Straßen und Wege an den Meilensteinen des Sieges vorbei. Das Schlachtfeld ist unser. Der Sieg aber gehört der ganzen MMrten Wett» um Wei; ■ deutschen M eine M Weize lg der bis ig vom 1. uch in der ner Beimi Hoggenmehl Verkehr g Weizenmehl kehr bringt, —,25 M Mischung in» , der an br d abzusiihm Ostfeldzuas. Die v , cht über den zweiten Abschnitt erstatten, spre- angesichts der Einleitung neuer Operationen ermöglicht, Aufschluß über den Ablauf und das Ergebnis des gewaltigen Ringens zu geben, das mit dem Durchbruch durch die Stalin-Linie begonnen hat. Zwischen Schwarzem Meer und Finnischem Meerbusen ergab das Gelände und die eigene Zielsetzung, daß dieser Durchbruch an drei entscheidenden Stellen erzwungen wurde: Südlich der Pripjet- Sümpfe, in der Richtung auf Smolensk und südlich des Peipus-Sees. In den drei nachfolgenden zusam- mensassenden Meldungen wird der Kampf der hierbei eingesetzten Kräftegruppen geschildert, in der abschließenden vierten Meldung das Gesamtergebnis dieser Operationen gewürdigt. Die Operationen an der finnischen Front und der Kampf der Kriegsmarine müssen einer späteren Berichterstattung vorzwecke M tenlos ab | itter N reniabrik Icrüwji n auch schon von der „Einleitung neuer Opera- nen" und von der Bereitschaft, „nunmehr in tem neuen Operationsabschnitt den Vernichtungs- mpf fortzusetzen". Mit dem Ausdruck „Vernich- nng im Grunde ihre Wie>derholung bedeutet. Darin seien nur wenige wesentliche Tatbestände noch iweW riete*1, 3285° überwinden. In langwierigem schwersten frontalen Ringen mußten die Armeen des Generals der Infanterie von Stülpnagel und des General- feldmarfchalls von Reichenau, unterstützt durch die Panzergruppe des Generalobersten von Kleist, sich vorwärts kämpfen, bis es gelang, den Gegner zum Weichen zu bringen und einen Stoßkeil über Schitomir bis vor die Tore von Kiew vorzutreiben. Mit diesem weit in den Rücken der Stalin-Linie führenden Durchbruch wurde es möglich, in drei- terFrontzwifchenDnjeftrundDnjepr nach Süden einzudrehen, die Rückzugsoerbindungen des Feindes abzuschneiden und die Umfassungsschlacht einzuleiten, die zur Zeit in vollem Gange ist. In diesen für den Gegner überaus verlustreichen Kämpfen haben ungarische und flowakifche Verbände, die in treuer Waffenbrüderschaft Schulter an Schulter mit der deutschen Wehrmacht standen, hervorragenden Anteil. Gleichzeitig mit dieser Operation haben die unter dem Oberbefehl des Generals Antonescu stehenden deutsch- rumänischen Verbände den stark verteidigten P r u t h bezwungen und Bessarabien trotz heftigster Gegenwehr und ungangbarsten Geländes vom Feinde befreit Danach wurde die aus deutschen und rumänischen Korps bestehende Armee des Generalobersten Ritter von Schobert über den mittleren Dnjestr nachNordosten an- gefeßt, um die Verbindung mit den von Norden kommenden Kräften herzusiellen. Die bisherige Zählung in diesem Kampfabschnitt ergibt ü b e c 150 000 Gefangene, 1970 Panzerkampfwagen und 2190 Geschütze. Die Luftflotte des Generalobersten Löhr ist an dem erfolgreichen Verlauf dieser Operationen hervorragend beteiligt Sie hat hierbei 980 Flugzeuge der Sowjetluftwaffe abgeschossen oder am Baden vernichtet Oer Sieg von Smolensk. In der Witte der Ostfront hat die Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Bock die große Schlacht von Smolensk siegreich zu Ende geschlagen. Raum, Zeit und Härle des Kampfes geben ihr in der unerbittlichen Folge von Vernichtungsschlägen gegen die bolschewistische Wehrmacht das geschichtlich einzigartige Gepräge. In fast vierwöchigem Ringen haben die Armeen des Generalseldmar- er- denen W llen sind, i üb des Orte öi||e!| lt vermahn V n Mhtl ld u. näher® mtF.Ll efeUftfiirt- W Scher« ij| ' »«en W" ® 1. i.fl- Ät «J* >5 enfl! 7 «mitleJ J Imfassungsschlacht im Raum von Bia- 1: ft o t und Minsk, über den der Wehrmacht- dricht. vom 11. Juli das Abschlußergebnis oer- | Äentlichte. Am 13. Juli wurde gemeldet, daß die i Colin-Linie in kühnem Ansturm an allen entschei- Wir stehen am Beginn des dritten Abschnittes OstfeldzuHs. Die vier Sondermeldungen, die w deren W Dricht über 'S Don leunter^l -Weden, D tten in $1 tiaillJ Würben. LZ irmal herausgestellt. 1. Seit der Einnahme von Taps, dem hetenpunft der Bahnstrecke Petersburg—Reval und bupat—Reval — gemeldet am 5. August • smd Hi am Nordrande Estlands vor dem Finnischen Mf eingekesselten feindlichen Divisionen ohne Schn- und Straßenverbindung mit dem Peter folger Gebiet. Ergänzt wird dieses Ergebnis durch bei deutschen Keil „bis dicht vor Narwa", der die 2(nbbrü(fe zwischen Peipus-See und finnischem Meerbusen sperrt. „Noch sind die Operationen dieser yisresgruppe nicht abgeschlossen." * Die Schlacht von Smolensk ist „sieg- tech zu Ende geschlagen." Für ihre Große ist der Ersatz von drei Armeen uyd zwei Panzergruppen ie eichnend. Gefangenen- und Beutezahlen sind hier M größten. . _... . 8. Wie im Norden, so ist auch i m S u d e n der Rumpf noch in der Entwicklung begriffen. Em Swtz- fc über Schitomir bis vor die Tore von Kiew k in breiter Front nach Süden ^^eschwenkt. Kcch der Eroberung Bessarabiens durch deutsch- Kmänische Verbände unter General Antonescu isl fine deutsch-rumänische Armee unter Generalober- ftn Ritter von Schobert über den mittleren Dniestr i ch N o r d o st e n angesetzt, um die Verbindung bft den von Norden kommenden Kräften yerzu- | Millionen deutscher Männer stehen an der Ost- pmt. Die Kämpfe waren hart, oft sehr hart ^ag- k hat die Heimat der Manner, Vater, Brllb*r bö Söhne gedacht. Gerade darum ist die durch, k tige Klarheit der Sondermeldungen.vom 6. Aug. prtief empfunden worden. Die planende, ihrer Hortung tief bewußte Führung, das marschie- -eibe, kämpfende unb immer unermüdliche prrben von ben Gefühlen großen Dankes begleitet, ^>ße Segenswünsche fliegen ihnen aus den Her- k’i aller für den Kampf „mit diesem blshe^ Mn Gegner" zu. ur*nOt Der Sperriegel Smolensk vernichtet. Oer deutsche Sieg in der Einkreisungs- und Vernichtungsschlacht im Raum von Smolensk qrren. Aber sie hofften von ihrem Widerstand eine Hstwächung der deutschen Front: einmal durch Bin- birig der deutschen Divisionen an diese Kessel und zreitens durch die Entsatzversuche, die sie mit im- Mr frischen Kräften vornahmen. So weitete sich bi Durchbruchsschlacht zu einer Vernich- t'ngsschlacht aus. In diesem Zusammenhang Rissen die Gefangenen- und Beutezahlen gelesen Rrden. Insgesamt sind bisher eingebracht: 895 000 Csangene, 13 145 Panzerkampfwagen, 10 388 Ge- Mitze; abgeschossen oder am Boden zerstört 9082 sfugzeuge. Und dazu die mehrfachen blutigen Ver- Me! Annahme von Anzeigen für die Mtttagsnummer bis8'/.Ubr des Vormittags Auzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüsse Mengenstaffel 8 Plavoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Von Kriegsberichter Adolf Gerlach. führen versucht, die Häuser in Brand gesteckt, mit echt bolschewistischem Terrorsystem auch das aller- letzte Mittel ausgeschöpst, um das unvermeidliche Schicksal zu wenden. Sofort nach der ersten Feindberührung der Infanterie-Divisionen begannen diese in großan - gelegten U e b e r h o l u n g s - und Verfolgungskämpfen den Kessel dicht zu machen und einzudrücken. Tag für Tag wurden den Bolschewiken, die erbitterten Widerstand leisteten, der hauptsächlich auf die Mordandrohungen zurück^u- sühren war, blutige Verluste beigefügt. An allen Teilen des Kessels versuchten sie, durch heftige Gegenangriffe auszubrechen. Artilleriefeuer, das nach dem Urteil alter Weltkriegsoffiziere an besonders umkämpften Stellen durchaus Weltkriegsformat annahm, unterstützte die mit leichten und schweren, ja schwersten Panzern durchgeführten Angriffe, die in harten, ruhmvollen Kämpfen re ft» l o s abgeschlagen wurden. Prachtvoll schlug sich dabei die deutsche Infanterie. Hier stand sie wieder einmal, nicht wankend und nicht weichend in der Abwehr, oft nur notdürftig eingegraben, eifern im Gefchoßhagel von Artillerie und Panzern, nichts konnte sie von der Stelle verjagen. Die Wellen der Angreifer empfing ein Feuerorkan sämtlicher Infanteriewaffen. Vor der ersten deutschen Jnfanterielinie kam jeder Angriff, auch wenn er vereinzelt zu wilden Nahkämpfen führte, zum Stehen. Die Gegenangriffe, die immer wieder an allen möglichen Stellen versucht wurden, wichen bald unter der Auswirkung der systematischen Konzentrierung des deutschen Angriffs. Auch aus vom Gelände bevorzugten Stellungen wurden die Sowjets geworfen. Und einmal in Bewegung geraten, ließ sie der deutsche Angriff nicht mehr zu organisiertem Widerstand kommen. Täglich mehrten sich die Gefangenen und die Beute, und immer verworrener wurden die bolschewistischen Verbände, lösten sich in zusammenhanglose Einheiten und Gruppen auf, die um ihre eigene Existenz weiterzukämpfen versuchten. Besonders hartnäckig verteidigten die Sowjets ihre vermeintlichen R ü ck z u g s st r a ß e n, die ' allerdings von schnellen Verbänden bereits weit östlich schon abgeschnitten waren. Vornehmlich die große Autostraße Smolensk—Moskau war ein Angelpunkt Harter MmHe. Neben üarkem Einlstz Monatlich... ....RM 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 euch bei Nichterscheinen um einzelnen Nummern s ■ v £ki ton einjeineTi jimmiicni i R;ll molge höherer Gewalt kernsvrechanfchluß 2251 vnrck und Verlag: ■ö hraX"». BrnDIWeUnWton.detdB.ta.ge DNB......, 6. Aug. (PK.) Als die vordersten Teile der Masse der deutschen Verbände den Raum um Smolensk erreichten, stand fest, daß die Bolschewisten trotz des Verlustes der Stadt selbst unter allen Umständen diese wichtigste Stellung vor Moskau halten wollten. Ja, aus den Befehlen der Moskauer Machthaber und besonders Timofchenkos ging hervor, daß unter Einsatz der verzweifelten Mittel zum Gegenangriff übergegangen, die weit im Rücken von Smolensk stehenden Panzerkräfte vernichtet, die Stadt zurückerobert und in Gegenoffensive mit dem Ziel der Vernichtung der deutschen Front nach Westen vorgedrungen werden sollte. Dieser Plan wurde, wenn auch in erbitterten Kämpfen, nicht nur zunichte gemacht, sondern ins Gegenteil verkehrt. In genial angelegten Umfassungsakttonen im Rahmen eines großen Kessels, der durch die Panzer östlich von Smolensk geschlossen war, wurden die mit stärkster Artillerie, mit Panzern und teilweise, wenn auch nur in einzelnen unwesentlichen Aktionen, mit Fliegern unterstützten Divisionen der Bolschewiken vollständig zerschlagen, aufgerieben und vernichtet. Schon auf den Anmarsch st raßen der In - f anterie begann das gewaltige Präludium der Schlacht. Feindliche Verbände, die auf dem Rückzug ebenfalls noch in den Raum von Smolensk strebten, waren von unserer Luftwaffe und den Panzern schwer angeschlagen. Ja, ganze Artillerieäbteilun- gen mit Geschützen aller Kaliber waren, teilweise ohne einmal zum Schuß gekommen zu sein, in Grund und Boden bombardiert. Zahllose Panzer säumten die Straßen, ganz zu schweigen von unübersehbaren Mengen von Schleppern und Traktoren, die als Zugmaschinen schwerer Geräte dienten. Trotz dieser riesigen Verluste schon zu- Beginn der Schlacht warfen die Bolschewiken alle verfügbaren Divisionen in den Kampf, brachten noch Reserven — teilweise kamen sie aus Sibirien — in den Kessel hinein, eine Maßnahme, die allerdings ausgezeichnet in das Konzept der deutschen Führung paßte. Zur Auffrischung des Kampfgeistes der Truppen erließ man die inzwischen bekannten Befehle zur Liquidierung aller „unzuverlässigen" Truppen und Kommandeure. Zudem wurden systematisch Heckenschützen eingesetzt, ©abetageaite im bereits besetzten Gebiet durchzu- Geilagen: 0teße»er Fam ilienblätter Heimat unBild DieScholle 'Bezugspreis: 8«--- SiegreicherVerlauf der großenVernichiungöschlachien igskampf" ist zugleich das Stichwort für die Bereitung des zweiten Kampfabschnitts im Oftfeld- cg gegeben. Der erste Kampfabschnitt reichte bis irn Abschluß der größten Material- und Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ivonalleinits. , evgl.),eig.' uleio ff erhaltnifm Sunnit An diesen Zahlen dokumentiert sich die Zerstö- ng der militärischen Substanz des Feindes. Sie Jirftrieren die Zerschlagung seines Feldheeres. Das H also die Entwicklung vom Durchbruch durch die Malin-Linie zum Existenzkampf der Sowjets. Die Zatsch» Heeresleitung sah ihre Endziele durch die . g neuer feindlicher Reserven gefördert. ... Zeitaufwand für eine große Vernichtungs- sMacht ist geringer als der Zeitraum für eine ilhtge von einzelnen Vernichtungsschlachten, fißerbem wurde diese Vernichtungsschlacht hinter k Stalin-Linie in einer räumlichen Entfernung tn der deutschen Grenze geliefert, wo der an sich gierige Nachschub noch immer leichter war als eiter östlich. Dabei ist für die Beurteilung der l-famtoperationen stets im Auge zu behalten, daß ii gewaltige Rüstung der Sowjetwehrmacht zu- lich die Empfindlichkeit des unendlich weiträumi- ci Landes erhöht hat. Eine fo gewaltig gerüstete S-Hrmacht ist abhängig von den wehrwirtschaft- äen Erzeugungszentren. Die Erzeugungszentren Irb in den unmittelbaren Bereich der militärischen )s erutionen gerückt. Im Raum von Petersburg, m moskowittlchen Zentralgebiet und in der Ukraine gilben noch immer drei Viertel der Sowjetrüstung ir.eugt; die vielberufenen Pläne der Sowjets, diese vihrwirtschaftliche Versorgungsbasis weiter nach O^en zu verlegen, haben erst Anfangserfolge er- M die bereits berücksichtigt sind, wenn wir den lr teil der alten Industriezentren an der Rüftungs- öbuttion auf minbestens drei Viertel angegeben pl. Jahrgang Nr. 186 s$lafcl ) 59 M • 1 >■- u ; 1 hüben Stellen burchbrochen sei. Das war das || €gnal für die Kreml-Gebieter, das Letzte zu versahen. Immer neue Reserven, die eilig herange» ft^rt wurden, warfen sie in den Kampf. Sie Der- litzen sich dabei auf die Nähe der eigenen Ver- j-gungsbafen und auf die Weite der deutschen chschubwege. Sie gingen von der Idee aus, die e sich weiten deutschen Nachschubwege durch „Par- ihnen" zu beunruhigen. Sie wußten, daß sehr sticke Sowjetkräfte abgetrennt und eingekesselt J Die vier Sondermeldungen vom 6. August sind r artig kristallklar abgefaßt, daß ihre Kommentie- . U ZT. « . < CCYX * V t 1. .A V« schalls v. Kluge, des Generalobersten Strauß und des Generalobersten von Deichs, sowie die Panzergruppen unter Generaloberst Guderian und Generaloberst Hoth dem Feinde ungeheuer blutige Verluste brigebracht. Rund 310 000 Gefangene fielen hierbei in unsere Hand. 3205 Panzerkampfwagen, 3120 Geschütze und unübersehbares sonstiges Kriegsmaterial wurden erbeutet oder vernichtet. Die Luftflotte des Generalfeldmarschalls Kesselring hat an diesem Siege entscheidenden Anteil. Die Sowjet-Luftwaffe verlor in diesem Kampfabschnitt 1098 Flugzeuge. Der Verlauf dieser Schlacht im einzelnen wird im morgigen Wehrmachtbericht näher geschildert werden. Vernichtete Mittionenheere. Mit den in den heutigen Sonderberichken be- kanntgegebenen zahlenmäßigen Erfolgen unserer Ostfront haben sich die im Wehrmachtbericht vom 11. Juli gemeldeten Gesamtzahlen von 400 000 Gefangenen, 7615 Panzerkampfwagen, 4423 Geschützen und 6233 Flugzeugen auf insgesamt 895 000 Gefangene 13145 Panzerkampfwagen 10 388 Geschütze und 9 082 Flugzeuge erhöht. Erfolge sind damit errungen, die die kühnsten eigenen Erwartungen weit üb er treffen. Sie sind in ihrem ganzen Umfang nur richtig zu werken, wenn man berücksichtigt, daß die blutigen Verluste dieses überaus zäh und verbissen kämpfenden Gegners ein Vielfaches der Gefangenenzahlen betragen. Die Verbände des Heeres, der Waffen-^ und der Luftwaffe haben gegenüber diesem bisher härtesten Gegner an Tapferkeit und Ausdauer fast Ueber- menschliches geleistet. Der Ueberlegenheit der deutschen Führung, der unübertrefflichen Güte der Waffen, der hervorragenden Ausbildung und Kampferfahrung der Truppen, vor allem aber dem Heldenmut des deutschen Soldaten und feiner Waffengefährten ist es zu verdanken, daß die gewaltig gerüstete Sowjetwehrmacht zerschlagen werden konnte. hervorzuheben find die Marfchleistungen der Infanteriedivisionen, die unter Ein- rechnung der Gefechtsbewegungen teilweise weit über 1000 Kilometer zurückgelegt haben. Die gesamten Operationen in diesem Ausmaß sind nur auf der Grundlage einer hervorragenden Organisation des Nachrichtendienstes und der rückwärtigenverbindungen möglich gewesen sowie auf Grund der Tatsache, daß es gelungen ist, schon heute das Eisenbahnnetz des besetzten feindlichen Gebietes fast in vollem Umfange bis dicht hinter die Kampfzone wiederherzustellen. Im Vewuhksein ihrer Ueberlegenheit und in der Gewißheit des Endsieges steht die deutsche Wehrmacht bereit, um nunmehr in einem neuen Operationsabschnitt den Vernichtungskampf forj- zusehen, den sie mit einer Reihe größter Siege begonnen hat. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 6. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ueber die erfolgreichen Operationen im O st e n ist im Laufe des heutigen Tages durch Sondermeldungen berichtet worden. Stärkere Kampffliegerverbände belegten in der Rächt zum 6. August bei guter Sicht militärische Anlagen in Moskau mit vielen Tonnen Sprengbomben und Zehntausenden von Brand- bomben. Volltreffer in Werken der Flugzeugindustrie sowie zahlreiche Brände in versorgungsbelrieben ließen den Erfolg dieses Angriffes erkennen. An der britischen Ostküste vernichtete die Luftwaffe einen Frachter von 6000 BRT. und traf ein zweites Handelsschiff schwer. Andere Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt mit guter Wirkung Hafenanlagen im Rordosten und im Osten der Insel. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen mehrere Flugplätze. In Rordafrika brach in der Rächt zum 4. August ein erneuter britischer Ausfallversuch aus Tobruk heraus im Feuer der deutsch-italienischen Artillerie zusammen. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor eine Anzahl Gefangene. Der Feind warf in der letzten Rächt an verschiedenen Orten West- und Südwestdeutschlands, vor allem in Karlsruhe und Mannheim, Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Token und Verletzten. Flakartillerie und Rachtjäger schossen acht der angreifenden britischen Bomber ab. Nachlassen der Kampfkraft bei den Sowjets. B e r l i n, 6. Aug. (DRV.) An der gesamten Ostfront ist in zunehmendem Blaße ein R a ch l a s s e n der Gefechtskrafl der Sowjetarmeen erkenn- bar. Zahlreiche Verbände werden aus Mangel an Offizieren bereits von Unteroffizieren geführt. Der Ersah ist überhaupt nicht oder nur mangelhaft ausgebildet. Zum Teil wird er in Zivilkleidung und ohne ausreichende Bewaffnung in den Kampf geworfen. Bei den neuaufgeslelllev Verbänden fehlt es an Artillerie, besonders an schwerer. Mehrere Panzerdivisionen kämpften ohne Panzer als Fuhtruppen. Spezialtruppen, wie z. B. Luftlandebrigaden, werden ebenfalls als Infanterie eingesetzt. In überstürzter hast werden immer wieder Arbeiterwehren und Jungkommunist en-Verbände an die Front geführt. Der sowjetische Ersah hat durchweg nur geringe Gefechtsstärke und ist in sich stark vermischt. Neue Erfolge. Sowjetangriffe im Nordabschmtt blutig zurückgeschlagen. Eine deutsche Infanterie-Division wies am 5.8. im Nordabschnitt der Ostfront aufeinanderfolgende Angriffe der Sowjets, die von zahlreichen Panzern unterstützt wurden, unter schweren VerlustenfürdieBolschewistenab. Eine große Zahl gefallener Sowjetsoldaten bedeckte das Kampffeld, und rund 1000 Gefangene wurden ein- gebracht. Umfangreiche Waffenbestände und mehrere Sowjetpanzer wurden vernichtet. * Im Raum von Wassnessensk haben deutsche Kampfflugzeuge am 5. August die gesamten Gleisanlagen sowie die Bahnhofsgebäude in der Stadt völlig zerstört. Dabei wurde ein v o l l b e l a d e - ner Munitionszug in die Luft gesprengt. Auf dem Flugplatz wurden 12 Sowjetflugzeuge am Boden zerstört. Ein bolschewistischer Pilot, der mit seiner Jagdmaschine nach Osten zu entkommen versuchte, wurde nach wenigen Feuerstößen abgeschossen. Ein sowjetisches Kavalleriekorps, das erfolglos versucht hatte, die rückwärtigen deutschen Verbindungen in einem Abschnitt der Ostfront zu stören, wurde am 5. August von deutschen Verbänden zum Kampf gestellt. Die deutschen Truppen zersprengten das Kavalleriekorps und kreisten die einzelnen Gruppen ein. Dabei erlitt die sowjetische Kavallerie schwere Verluste. Neue große Erfolge in der Ltkraine. Berlin, 6. Aug. (DNB.) Die von den deutschen Truppen eingekreisten sowjetischen Verbände an der ukrainischen Front wurden am Dienstag, dem 5. August, weiter zusammengedrängt und die Vernichtung fortgesetzt. Eine sowjetische Schwadron suchte verzweifelt einen Ausweeg aus dem eisernen Ning. Sie ritt Attacke gegen die deutsche Umklammerung. Die Attacke brach im deutschen Feuer zusammen. Die Hälfte der bolschewistischen Reiter blieb tot oder verwundet vor den deutschen Linien liegen. Im Raum südlich voy Kiew warfen die deutschen Truppen in kühnem Ansturm die Bolschewisten aus Feldstellungen hinaus und nahmen 21 Bunker mode r n st e r Bauart. Die Gegenangriffe der Sowjets, die zum Teil mit Panzereinsatz erfolgten, brachen im wirkungsvollen Feuer der deutschen Wer war Friedemann Bach?§ Von Professor Dr. Hans Joachim Moser. In den nächsten Tagen wird in Gießen der Terra-Film „Friedemann Bach" mit Gustaf Gründgens in der Titelrolle anlaufen. Eines der merkwürdigsten Beispiele der anscheinend nie zu beseitigenden Spannung zwischen geschichtlicher Wahrheit und romantischer Legendenbildung und damit ein Problem der Geschichtsforschung als solcher bieten Gestalt und Leben von Johann Sebastians ältestem Sohn Wilhelm Frie bemann Bach. Wenn in diesen Wochen t>ei gleichnamige Gründgens-Film durch Deutschland gehen wird, der sich dem Roman von Emil Brachvogel (1858) weit enger anschließt als dem aktengetreuen biographischen Bericht des im Weltkrieg gefallenen jungen Forschers Martin Falck, so ist das selbstverständlich das gute Recht der Verfilmung. Hatte nicht auch der historische Egmont ein Holzbein und viele Kinder — wer wird ihn ernstlich gegen den Goetheschen eintauschen wollen? Es war Emil Brachvogel, dem biedermeierlichen Berliner Theatersekretär, nicht zu verwehren, daß er seinen Romanhelden so frei zeichnete, wie er wollte, falls es als wirklicher Künstler dabei verfuhr; und wie wir als Sekundaner mit heißen Schauern die Zigeunerabenteuer feines Pseudo-Friedemann mit erlebten, so werden sie vielleicht auch noch künftige Generationen bewegen. Damit kommen wir zu dem geschichtlichen Mann selbst. 1710 in Weimar als Sohn des damaligen dortigen Hofkonzertmeisters Bach und von dessen Base Maria Barbara, der Tollster des als Orgel- und Motettenkomponisten wohlangesehenen Joh. Michael Bach geboren, trug er von zwei Seiten den Bachschen musikalischen Erbstrom in sich. Zunächst verlief sein Leben in durchaus „normalen" Bahnen, soweit man bei einem so einzigartigen Elternhaus von Norm sprechen darf. Nachdem er zehnjährig die Mutter verloren, war Friedemann der Lieblingsschüler seines Vaters. Um 1730 schreibt der Zwanzigjährige herrliche Sonaten — für ein und zwei Klaviere, Klavierkonzerte, Trio-Sonaten — alles auf der Schwelle zwischen dem musikalischen Hoch- und Letztbarock seines Vaters und dem alla- modischen Rokoko seiner eigenen Generation. 1733 wird Friedemann aus dem Leipziger Elternhaus als Sophienorganift nach Dresden, nach vierzehnjähriger gesegneter Amtstätigkeit zum Organisten der Marktkirche nach Halle berufen. Hier heira- tet er, erst ein Jahr nach dem 1750 erfolgten Tod des Vaters und weithin als der „Höllische Bach" verehrt, eine in guten Vermögensverhältnissen stehende Dorothea Elisabeth Georgi, die ihm drei Kinder schenkte. Es ist die Zeit, aus der die Mehrzahl seiner Kirchenkantaten stammen wird — von wann die hochbedeutenden, auf Beethoven vorausweifenden Klavierpolonäsen herrühren mögen, steht dahin. Noch 1762 bemühte sich der Darm« städtische Hof, Friedemann als Nachfolger des soeben verstorbenen berühmten Hofkapellmeisters Christoph Graupner zu gewinnen. Und erst nun, in seinem 52. Lebensjahr, beginnen Züge zugleich der Unrast und der äußeren Trägheit an seiner bürgerlichen Existenz zu nagen. Er, dessen „gute Conduite" noch eben von der Kirchenbehörde gerühmt worden war, läßt nach monatelangen Verhandlungen mit dem hessischen Hof die Berufung unbegreiflicherweise verfallen, tritt von seinem hallischen Kirchenamt zurück, verzieht mit seiner Frau, die allmählich das elterliche Besitztum auf« zehren muß, und einer allein überlebenden Tochter nach Braunschweig, dann nach Göttingen. An beiden Orten möchte man ihn, den gewaltigen Orgelimprovisator, fesseln (der junge Musikgelehrte For- k e l war hier sein verehrender Adlatus, den er gegen Geld in die — heute zum Teil verschollenen! — Kantaten Sebastians Einblick nehmen ließ, und 1776 übergab er diese unschätztzbaren Nachlaß-Manuskripte dem Professor E s ch e n bu r g in Braunschweig zur Auktion, um drückende Schulden loszuwerden. Dann zog er nach Berlin, wo er in der Prinzessin Anna Amalia, der wunderlichen Schwester des Alten Fritz, einer Dame mit gänzlich reaktiv- Truppen zusammen. Bei diesen Kämpfen wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Deutsche Verbände und rumänische Truppen unter General Antonescu erzielten in der Ukraine gegen die teilweise zäh kämpfenden Bolschewisten neue Erfolge. In diesen Kämpfen erbeutete eine rumänische Kavalleriebrigade eine Anzahl von Panzern und Geschützen, sowie einen sowjetischen Munitionszug. Die Sowjets erlitten schwere Verluste. Rumänische Auszeichnung deutscher Truppenführer. Bukarest, 6. August. (DNB.) Der Oberbe- sehlshaber der deutsch-rumänischen .Front, General Antonescu, zeichnete drei deutsche Führer großer Truppenverbände mit der höchsten rumänischen Kriegsauszeichnung, dem Orden „Michael der Tapfere" im Namen des Königs als eine Anerkennung ihrer Truppen- führung und ebenso der Tapferkeit der an der rumänischen Front kämpfenden deutschen Soldaten aus. Die drei Offiziere dankten für die Auszeichnung und versicherten, sie immer mit Stolz neben dem Eisernen Kreuz zu tragen. Die rumänischen Zeitungen bringen Reportagen über die Verleihung an den Oberbefehlshaber einer deutschen Armee, dem der General erklärte: „Ich fühle mich verpflichtet anzuerkennen, daß wir die Befreiung Bessarabiens und der Bukowina in großem Maße dem unübertrefflichen Heldentum und Opfersinn der unbesiegbaren deutschen Wehrmacht zu verdanken haben. Ein Ehrenplatz-^m Goldenen Buch des rumänischen Volkes gehört der deutsch^ Wehrmacht und nicht minder Eurer Exzellenz. Dy Führer der deutschen Armee erwiderte: „Ihre Wehi. macht, mein General, und die deutsche Wehrmach haben eine gemeinsame Aufgabe und eii^ gemein fames Ziel: Die Schaffung einer glücklicheren Zv Eunft für unsere beiden Völker. Dieses gemeinsam Ziel verbindet uns und befähigt uns zu den höchste, Leistungen. Alle meine Soldaten haben nur eine, Wunsch: Lassen Sie uns für immer bleiben: gun Kameraden und treue Kampfgefährten, die ifo Pflicht tun für ihr Vaterland: Rumänien uni Deutschland. Das Ritterkreuz für General Antonescu. DRV. AusdemFührerhauptquartier 6. August. Aus Anlaß der Befreiung Beffarablety von bolschewistischer Zwangsherrschaft verlieh bei Führer und Oberste Befehlshaber der Wehnuoch dem rumänischen Staatsführer uri Oberbefehlshaber deutscher und rumänischer Iru^ pen General Antonescu das Ritterkreuz d« Eisernen Kreuzes. Der Führer ehrte damit bei gemeinsamen im Rahmen der Operationen wichtige Waffenerfolg unter der unerschrockenen tapfere, Führung des Generals Antonescu. Der Führr nahm die Auszeichnung heute an der $ übfront ds östlichen Kriegsschauplatzes perfönllch vor. W X WUTSCH “reich 1 L -er Ä V Bomben auf Wgzeugsabriken in Moskau. ■<-& 7, Ä-m, X V ; ” ! IIS W j>> -s WM .... 1 vVtMEI M' Ifl» 1113.3 Dis 18k tz, wie iiiehun eau am forma b Weinu tf schon ir öj'ttid Misch, :on jene Maui Mnim &/ iBlmpIal Mer ' I hn b | üte De t fan ei •’ Uhr 14 I mmt mAb um <- Wn o Südafrikanische Affenplage. Npinn Eingeborenen und treiben auch sonst allerlei Unfug Einen Hauptspaß scheint es den Tieren zu machen, al von denen sie bereits Tausende erlegt haben. für die Afrikaner schmackhafte Fleisch und die Feilt ihrer Feinde sind den Eingeborenen eine willkoav mene Zugabe. nriin Wei eige oie befindet sich hauptsächlich in dem von dec deutsch!» Luftwaffe wiederholt bombardierten Sfabftdl nordostwärts des Moskwa-Vogevr. ferner im Rordwesten der Stadt in der TUN des Zentralflughafens und in dem Moskauer ort Tufchimo. Mit dem erfolgreichen Vomback» ment auf die Flugzeugmotoren- und Zelleuweril hat die sowjetische Rüstungsindustrie einen weilt ren schweren Schlag erhalten. Mess, > bi ii’rtufa Der neue Angriff. Berlin. 6. Aug. (DRB.) Der erfolgreiche Angriff der deutschen Luftwaffe in der Rächt zum 6. August auf Rüsiungsfabriken in Moskau hatte vorwiegend Flugzeugzellenwerke neben anderen kriegswichtigen Anlagen zum Ziel. In dem befohlenen Zielraum nordostwärts des Moskwa- Bögeus brachen zahlreiche Brände aus, die sich rasch ausdehnten. Die Moskauer Flugzeugindustrie Rom IIR absi rin Es! Sp’nihfjer Hhpen närem Geschmack, die Mäzenin zu finden hoffte. Doch besaß diese bereits in dem tüchtigen Bachschüler Johann Philipp Kirnberger einen Hauskapellmeister, der eifersüchtig diese Bemühung Friedemanns zu durchkreuzen trachtete. Die Prinzeß ließ sich nicht weiter für Friedemann Bach erwärmen, dessen Phantasieren auf der Orgel der alten Berliner Garnisonkirche noch der junge Zel - t e r bewundert hat. Bach geriet immer mehr in Not und zeigte wunderliche Spuren geistiger Verwirrung, zu denen zählt, daß er jetzt hie und da Werke seines Vaters für eigene und eigene für solche seines Vaters auszugeben begann. Am 1. Juli 1784, also mit 74 Jahren, starb Friedemann zu Berlin in völliger Armut. Dies ist ungefähr das einzige, was an Brachvogels Mythe mit der Wahrheit übereinstimmt; von der Oper „Lausus und Lydie" (die aber nie aufgeführt worden ist) weiß man nur, daß sie 1778/79 teilweise entworfen wurde, jedoch verloren ging. An Friedemann Bach hat sich die Tragik eines zwischen die Zeiten gestellten „Zwischenmeisters" erfüllt. Er konnte sich von den Formen der vorigen Generation, die in seinem Vater den nicht mehr überbietbaren Gipfel gefunden hatte, nicht völlig lösen, besaß aber auch nicht die Sprungkraft in den kommenden Stil hinein, der diesmal derart weit sich vom Gewesenen distanzierte, daß die Zeitgenossen von einer „Katastrophe der Musik" sprachen. Ihr fiel er zum Opfer wie so mancher handfeste Bachianer damals, auch der gelehrte Epigone Kirnberger. Um 1820 kamen dann allerlei „wunderliche Musikgenies" wie der Geiger Scheller, der Kantor Böhner auf, und es sind zum Teil Züge von ihnen, die der Leipziger Rochlitz auf Friedemann übertragen hat — als Leiter der „Allgemeinen musikalischen Zeitung" hat er E. T. A. H o f f m a n n und C. M. v. Weber als Autoren eines Friedemann-Bach-Romans gewinnen wollen. Als diese Meister auswichen, hat Brachvogel das Erbe übernommen. Ueber den „echten" Friedemann hat kürzlich Kurt Arnold F i n d e i s en I auch einen lesenswerten Roman verfaßt. Doch schon hinreichend romanhaft schrieb — wenn auch schlichter — das Leben selbst Friedemanns Geschichte. foto w Zeitschriften. — Im letzten Heft der Monatsschrift „Kurß dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wie"! lesen wir u. a. einen schon thematisch ungewöhn' lichen und reizvollen Beitrag „Mode im Spie^i der Kunst", von Ann Tizia Leitich, eine „Bekroch tung vom Standpunkt der Wiener Mode" zu d dc ; züglichen Wiedergaben von Bildnissen Angelir, Makarts, Kriehubers, Winterhalters und anderes heute kaum noch bekannter Porträtisten; auch Florentiner Selbstbildnis der Angelika Kauffmaiv („Vestalin") findet sich in der Reihe. Aus bei) übrigen Inhalt fei ein ebenfalls ausführlich M' gut bebilderter Beitrag über das Werk des SOjcfr rigen Wiener Malers Carl Moll und eine Ab Hard lung „Kupferstich und Radierung" hervorgehobei (mit Proben aus dem graphischen Werke von fas von Leyden, Dürer, Rembrandt, Goya, Callol, Manet und Boehle); zum 500. Todestage des 3^ van Eyck findet man einige Ausschnitte vom Getue! Altar. !■ hn do f Horai Nii) Rhiger - hie h Infolge des bisher bestehenden Abschußverbot« N?n haben sich die Paviane im Südwestafrika ungentefl^ tarc stark vermehrt, so daß sie bereits zu einer L plage geworden sind. Sie verwüsten die Felder Wie die Brandwolken auf dieser Ausnahme eines deutschen Aufklärers bewerfen, standen die Fabrik« . im Moskauer Stadtteil Krassnaja Pressnja, der zahlreiche Rüstungsbetriebe umfaßt, noch am Tagt; di nach dem ersten nächtlichen Bombenangriff unserer Kampfflugzeuge in Flammen. (Ausnahme: PK.-Lu ftwaffe-Atlantic°M.) INreii 8 Md) ® Neni in der Morgendämmerung die Siedlungen der fit reros zu überfallen, die Dächer abzudecken und des Geflügel die Hälse umzudrehen. In letzter Ai! gingen sie sogar dazu über, rudelweise auf befl j Felde arbeitende Negerinnen zu jagen und sie A steinigen. Die Behörden haben sich deshalb dringende Bitten der Schwarzen entschlossen, nim mehr den Abschuß der Paviane freizugeben. Seit dem veranstalten die Hereros, mit allen möglich „Waffen"- ausgerüstet, Treibjagden auf die Asst li w w tils *« K M RN Aktuelle Geographie Narwa und Narowa lOCKHOW« ■M -kau UNG-ARN e^UuSCTD). 3 — SewätFöpo fÖ-^rntmifchen Prinzessin Sophie, einer Nichte des " legen byzantinischen Kaisers, das Recht bean» 1 suchte, sich von nun an „Zar" gleich Cäsar, bzw. DWM, Mer zu nennen. Narwa war zum letzten Mal WA hbet. Dorpat nlew 1EUTSCHE: REICH |OW. / KMDlOjA KRIM = Simferopol -J Rshew Wifebak J417CW Smolensk > ujuicii uuu; |w|u» -----; . inne. Der Dom- oder Schloßberg mit dem ein der Stadt liegt an dem hier schiffbar werden- iu Embach. Das rechte, also nördliche User, liegt kält weniger als 35 bis 40 Meter hoher als das 3ENERAL - »UVERNEMENT 1(0T ien die Fabrik noch am $ imen. kwa-vogt' ladt In der t , Moskauer b eichen Bombt1 von der denk letten il ift robust im Bau zäh im Dienst billig im Kilometer ■ "«V--k- Ä v>d NtMunntiadl RUMÄNIEN "um- ßraila Severio BUKAREST 2 Vor einem britischen Anschlag aus Thailand. Truppen-Verstärkungen für Singapur. »i 3lUatii . verlieh^ er Lehr» Führer bischer t ^kterkr^, damii 'oneu widji kenen top, • Der rnsübfroai 'ich vor. s&y enplagi. , Abschußv .stasrika M 3 zu einer en die S-> ° "toller^ lieren zu iedlungen öj Becken unb delmeise^ trf; Homel \ vij-nsl Vernichtete Millionenheere Bon unserer Berliner Schriftleitung. Ntet Also mußten diese zwei Sowjetdivisionen prriekesselt werden, wobei sie den Peipus-see tm Uten batten. Schließlich wurden sie m kleine 'Rippen aufgeteilt und dann ausgerieben. Tie deutsche Universität Dorpat ist ursprünglich ni Gründung des Schwedenkönigs Gustav^toon^ 5n der zusammenfassenden Sondermeldung vom 6. Äugust über die Erfolge der deutschen Truppen, Üe im baltischen Raum operieren, wird bemerkt, bafr der linke Flügel der zwischen Jlrnen- und Pkpus-See vorgehenden Kräfte bis dicht vor K:rwa vorgetrieben wurde, um die Landbrücke Eschen Peipus-See und Finnischem Meerbusen zu sperren. Narwa ist eine für osteuropäische Verhätt- nlfe alte Stadt und Festung. Sie liegt unmittelbar innerhalb der Vereinigung zwischen der Narowa uit> der Pljussa. Narwa und Pljussa bilden bereits naürliche Hemmnisse auf dem Landrücken zwischen s^kPUS-See und Finnischem Meerbusen. Aber immer war es verlockend, diese natürlichen Hemmnisse zu überschreiten. Und deshalb haben schon die Dänen > b!w umantetl 1 Truppenverstärkungen für Madeira. Lissabon, 7. Aug. (Europapreß.) An Bord des Dampfers „Lima" ging ein Truppentransport, bestehend aus 300 Mann Minenpionieren, nach Madeira zur Verstärkung der Besatzung dieser Insel ab. Die Verladung gestaltete sich' zu einer großen patriotischen Kundgebung. Als die Abteilung unter dem Gesang vaterländischer Lieder wm Hafen marschierte, wurde sie von der Bevölkerung vegeisterL begrüßt. Die Kundgebungen erneuerten sich, als Unterstaatssekretär Costa auf dem Hafenkai eine Parade der Truppen abnahm. Es handelt sich um den e r st e n Transport, der aus dem portugiesischen Heimatland nach der Insel Madeira ab gegangen ist. Bisher rekrutierte sich die Garnison der Insel Ma- deira aus den jungen Leuten, die dort selbst ausgehoben wurden. Ein Luftstützpunkt in Gambia gefordert. Lissabon, 6. Aug. (Europapreß.) Die „Times" veröffentlicht eine Zuschrift aus ihrem. Leserkreis, in der voraeschlagen wird, in der an der afrikanischen Westküste gelegenen englischen Kolonie Gambia einen Luftstützpunkt zu errichten. Die Zuschrift weist darauf hin, daß Gambia nur etwa 10 0 Meilen südlich der Kapverdischen Inseln liegt, daß in Bathurst bereits ein Flugplatz in Betrieb sei, und daß die breite Mündung des Gambia-Flusses als Wasferflughafen dienen könne. Gambia sei eine Schlüsselstellung für die Kontrolle des Atlantischen Ozeans. Wie Deutsche und Italiener in USA. behandelt werden. Rom, 6. Aug. (Europapreß.) Ein Bericht des Kommissars der' italienischen Gaststätte auf der Neuyorker Ausstellung, Hauptmann T o s i, der mit den deutschen und italienischen Diplomaten an Bord des „Westvoint" nach Europa zurückgekehrt ist, schildert die Verfolgungen, denen Deutsche und Italiener in USA. ausgesetzt sind. Unter dem Druck der lächerlichen Angst würden in USA. Deutsche und Italiener verhaftet, verurteilt, in Sammellager gesteckt und nach Grundsätzen behandelt, die selbst gegenüber den übelsten Verbrechern nicht zur Anwendung kämen. Als in Ellis Island ein Hungerstreik der Italiener wegen des ihnen verabreichten schlechten Essens gedroht habe, seien gegen sie zwei Kompanien Polizisten mit Maschinengewehren und Gasmasken aufgeboten worden. Die ins Sammellager Mifsuola gebrachten 800 Italiener würden von Polizisten bewacht, die zumeist Juden seien. Die japanische Presse fordert Thailand auf, dem Beispiel Jndochinas zu folgen und auf eine „gemeinsame Verteidigung" mit Japan einzugchen. lieber Japans Absichten gegenüber Thailand befragt, antwortete der japanische Regierungssprecher Ischii, zur Zeit ziehe Japan nur eine „gemeinsame Verteidigung" mit Indochina in Betracht. Die Verhandlungen mit Thailand bewegten sich nur auf wirtschaftlichem Gebiet. „Kokumin Shimbun" schreibt im Zusammenhang mit der politischen Lage, die japanische Regierung treffe alle Maßnahmen, um die in der japanischen Gesetzgebung für den Fall der allgemeinen Mobilmachung vorgesehenen Bestimmungen in Kraft zu setzen. Damit wolle die Regierung das Land so vorbereiten, daß jeder Entwicklung die Stirn geboten werden könne. Diese Maßnahmen bildeten zugleich eine Abwehr gegen die Einkrei- sungsversuche der japanfeindlichen Mächte. lischen Armee-Einheiten sowie indischen Truppen bestehen. Nach Berichten aus Neuyork soll England beabsichtigen, „im Falle eines Notstandes", Bangkok und den Hafen auf dem Kra-Isthmus zu be- setzen. Deswegen seien die Truppen auf Malaya verstärkt und Luftstreitkräfte auf allen Flugbasen Burmas verteilt worden. Auf diese Weise versuche England gegen Japan vorzugehen. Truppen Tschiangkaischeks sollen an der Burma- ^grenze bereitstehen. Neue Ritterkreuzträger -er Lustwaffe. Berlin. 6.August. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Oberleutnant Leesmann. Oberleutnant Fran zis» kel und Leutnant Schmidt. * Oberleutnant Leesmann hat als Kommandant einer Iagdgruppe bisher in schweren Luftkampfen gegen England 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bei einem Tiefangriff auf feindliche Minensuchboote hat er sich ebenfalls besonders ausgezeichnet — Oberleutnant F r a n z i s k e t gelang es als Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader in zahlreichen Luftkämpfen gegen den englischen Gegner tm Westen und in Nordafrika bisher 21 feindliche Flugzeuae abzuschießen. Besonders hervorzuheben ist em Luft- karnpf, bei dem er seinen Gegner im Abschuß rammte und trotz beschädigter eigener Maschine kurze Zeit daruf ein zweites Feindflugzeug zum Absturz brachte. — Leutnant Schmidt hat als Flugzeug- führer in einem Jagdgeschwader 30 feindliche Flugzeuge, davon 17 jenseits des Kanals, abgeschossen. Bei seinem ersten Einsatz im Osten errang er an einem Tage vier Luftsiege und führte mehrere er- folgreiche Tiefangriffe gegen Erdziele durch. Der italienische Bericht. Rom, 6. August. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Unsere Luftwaffe hat in der Nacht zum 5. den Flughafen von Nicosia (Cypern) und in der Nacht zum 6. August den Flottenstützpunkt von La Valetta (Malta) bombardiert. In Nordafrika an der Tobruk-Front Artillerie-Tätigkeit. Italienische und deutsche Flugzeuge haben militärische Anlagen von Tobruk und Marsa Matruk sowie den Hafen Sidi el Barani und den Flughafen Fuka angegriffen. Feindliche Flugzeuge haben auf Bardia, Derna, Bengasi und Misurata Bomben abgeworfen. Leichte Schäden. Ein Toter und fünf Verletzte unter der eingeborenen Bevölkerung. Während des im Wehrmachtbericht vom Montag erwähnten feindlichen Ein- luges in die.Cyrenaika hat die Bodenabwehr von Bengasi zwei feindliche Maschinen abgeschossen, die ins Meer stürzten. In O st a f r i f a waren die Wohnviertel von Gondar wiederholt feindlichen Luftangriffen ausge. setzt. Einige Schäden an Gebäuden. Zwei Tote und zehn Verletzte. Bei Uolchefit und am Culquabert- Ioch haben unsere Abteilungen kühne Vorstöße un- ternommen und feindliche Kräfte, die sich unseren Stellungen zu nähern versuchten, unter Verlusten zurückgeschlagen. Dock- und Werstanlagen bei den Lustangriffen auf Suez schwer getroffen Ankara. 6. Aug. (DNB.) wie aus Kairo gemeldet wird, wurden bei den letzten deutschen Luftangriffen auf Suez die Dock- und Werftanlagen der Khedioial Wall Line schwer getroffen. Sie sollen zum größten Teil zerstört worden sein. Es handelt sich um die größten Dockanlagen des Landes. Sie wurden von der britischen Flotte auch zur Reparatur und Aeberholung ihrer Kriegsschiffe benutzt. Tokio, 6. Aug. (Europapreß.) Die Ankunft neuer Verstärkungen in dem englischen Fernoststütz- punkt Singapur meldet die Domei-Agentur. Die Wehrmachtberichte von Vernichtungsschlachten km Osten sprachen. Die Meldungen, wonach die Menschenmassen des Ostens, soweit sie militärisch ausgebildet sind, sich zu erschöpfen beginnen und Unausgebildete in aller Eile von Moskau aus in die zerschmetternde Riesenschlacht geworfen wurden, bestätigen diese Auffassung. Der Verlust an Kriegsmaterial ist so ungeheuerlich, daß ihn keine Macht der Welt ersetzen kann. Alle englischen Versprechungen für Moskau sowie Rooseoeltsche Zusagen sind nichts als Worte. Das Echo in Rom. Rom, 6. Aug. (DNB.) Agenzia Stefani schreibt, die heutigen Sondermeldungen des deutschen OKW. stellten ein beredtes Zeugnis der technisch e n und strategischen Ueberlegenheit Deutschlands dar. Sie wiesen deutlich auf den schicksalsmüßig bedingten Ausgang des Kampfes hin. Die Tatsache, daß dieZahl der blutigen Verluste bedeutend höher sei als die der Gefangenen bedeute, daß die Sowjetarmee in wenigen Wochen einen so harten Schlag erhalten habe, daß es ihr schwierig, wönn nicht gar unmöglich sein werde, sich wieder zu erholen. England habe in Anbetracht der Schwere der Niederlagen der Bolschewisten den Ton seiner Agitation merklich herab- gestimmt. Man höre und lese nichts mehr von der Möglichkeit einer großen sowjetischen Gegenoffensive und beschränke sich darauf, Dom dem erbitterten Widerstand der Bolschewisten zu sprechen, wo- bei man weiter sogar zugebe, daß die Bedrohung lebenswichtiger Zentren, die sich abzuzeichnen beginne, immer ernsteren Charakter annehme. Spanische Stimmen. Madrid, 7. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Zeitung „Madrid" bezeichnet die eindrucksvollen Deuteziffern als Maßstab für den Grad d?r Vernichtung, die den Bolschewismus erwartet. Die völlige Zerschlagung des Materials, die Zerstörung der Trans- portmöglichkeiten und der feindlichen Produktionszentren läßt sich nicht von heute auf morgen durchführen, ist aber in einem modernen Krieg unbedingte Voraussetzung für eine schnelle Beendigung des Krieges. Diese Kriegführung ist^wenn auch in kleinerem Maßstab, im spanischen Bürgerkrieg von General Franco in der Vernichtungsschlacht am Ebro (Sommer 1938) angewandt worden. Die Ebro-Schlacht dauerte mehrere Wochen. Ihr Ergebnis war der Zusammenbruch der Roten Armee und die Besetzung ganz Kataloniens. — „3nfor- maciones" nennt Die Sondermeldungen Zeichen für die Beendigung des ersten Kampfabschnittes im Osten. Die Welt werde in der nächsten Zeit Siege erleben, wie sie die Geschichte bisher noch nicht gesehen hat und für die die deutschen Truppen in schwerem Einsatz der ersten sechs Wochen die Voraussetzungen geschaffen haben. Wiederholt hatten die Moskowiter ihre Hände nach den Ostseeprovinzen ausgestreckt, aber immer waren sie zurückgewiesen worden. Dor seinem Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg hat Gustav Adolf alle Randländer der östlichen Ostsee schwedisch gemacht und die Moskowiter weit zurückgeworfen. Daher auch die Universitätsgründung in Dorpat. Erst im Jahre 1704 fiel die Stadt endgültig an das Zarenreich Peters I. Vier Jahre später wurden fast alle Bewohner in das Innere Moskowiens mit der Begründung verschleppt, sie seien dem Zaren nicht genügend ergeben, «chon bei zwei früheren Angriffen der Moskowiter auf Dorpat waren wesentliche Teile der Bevölkerung in das Innere Moskowiens getrieben worden. Die jetzigen Umgangsformen der Oie Wahlen in Indien und Burma verschoben. London, 6. August. (Europapreß.) „Die Entwicklung der Ereignisse im Fernen Osten kann Burma dem Kriege sehr viel näher bringen, als es augenblicklich der Fall ist", erklärte Der Unterftaatsfefretär im Dominienmini- fterium, der Herzog von Devonshire, in der Lesung eines Gesetzes, das den Gouverneuren in Indien und Burma Vollmacht gibt, alle Wahlen b i s z u einem Jahr nach K r i e g s e nd e zu verschieben und die jetzige Mandatsperiode entsprechend zu verlängern. Hinsichtlich Indiens sagte der Herzog von Deoonshire, daß Wahlen unter den gegenwärtigen Umständen zu erhöhten Unruhen zwischen Hindus und Mohammedanern führen würden. Außerdem würde Indiens Kriegs ein- s a tz durch Wahlen gestört werden. Neuer japanischer Pressekonzern. T o k i o , 6. August. (Europapreß.) Der Präsident von „P o m i u r i Shimbun". Der drittgrößten japanischen und der größten Zeitung Tokios, Mat- sutaro Shooriki, hat gleichzeitig die Leitung Des Verwaltungsrates von „H o ch i S h i m b u n", einer Der ältesten japanischen Zeitungen, die auf ein 70jähriges Bestehen zurückblicken kann, übernommen. Die Bedeutung dieser Neuaruppierung wird schon daraus ersichtlich, daß Die Auflage Der „Po- miuri Shimbun" auf über eine Million geschätzt wirD, währenD „Hochi Shimbun" über eine Auflage von etwa 300 000 verfügt. Mouplatz einer großen Schlacht im Jahr 1700, 6$ Der Schwedenkönia Karl XII. hier Peter Den ■v i Mußen besiegte. Da aber Karl von Schweden seine 3 Miste verzettelte, setzte sich Peter im Jahre 1704 fr Den endgültigen Besitz von Narwa. Die Stadt frHur 149 Eisenbahnkilometer von St. Petersburg »alt weniger als 35 dis 4U steter gogei. ui» I Küche Ufer. Zwei Sowjetdivisionen standen hier, it Forcierung des Embachs hätte stärkste Opfer iaiÄ"V matlsch.7&I Mde im irfi ff Bolschewik! haben also chre „Vorgänger", die deut- lich auf die aanz spezifischen moskowitisch-tatari- schen Auswüchse des Despotismus Hinweisen. 1802 wurde Die Universität mit deutscher Unterrichtssprache wiederbegründet, aber seit 1886 rasch zu einer Pflanzstätte unverfälschten Moskowitertums unter Beseitigung der deutschen Lehrsprache gemacht. Zahlreiche deutsche Professoren, die bis in unsere Zeit hinein nachwirken, haben hier gelehrt. Wir erinnern an die berühmten Volkswirtschaftler Adolf Wagner, Wilhelm Stieda, Karl Bücher, an Den Naturforscher Karl Ernst von Baer, an Den Chirurgen E. von Bergmann, an den Theologen Harnack, an Den Chemicker und Philosophen W. Ostwald. Berühmt war Die Sternwarte. Wenig bekannt ist, daß Dorpat sich früher auch Der beDeutenbften Gemäldesammlung in Den baltischen Provinzen rühmen konnte. / bewiesen, Deutschland könne nicht siegen, die Wrder- standskraft der Bolschewisten sei unerschöpflich, ja, sie seien zum Gegenangriff übergegangen. Die „Times" erzählte ihrem englischen Publikum, Der Deutsche Feldzug im Osten scheine in eine Sackgasse geraten zu sein, die Lage an Der Front sei Derart verworren, daß man in vielen Fällen nicht wisse, wer wen einkreise. Angeblich stammte diese Meldung des Londoner Lügenblattes „von der deutschen Grenze"! Und nun kommt der Schlag. Die zweite Phase Des Ringens im Osten hat, wie das Führerhauptquartier meldet, mit einem Erfolg geendet. Der die eigenen „kühnsten Erwartungen" weit übertraf. Die deutschen Wehrmachtberichte zeichnen sich durch eine prägnante und lakonische Darstellung des Tatsächlichen aus. Aber über Die einzelnen Operationen Der Gruppen, Die im baltischen Raum, im Zentrum Der Front bei Smolensk und auf dem Südflügel in der Ukraine geschahen, und die noch näher besprochen werden, steht doch bereits jetzt fest: die bolschewistischen Millionenheere sind in unvorstellbarem Maße vernichtet worden. Am 11. Juli meldete Der Wehr- machtoericht Gesamtzahlen von 400 000 Gefangenen, 7615 Panzerkampfwagen, 4423 Geschützen und 6233 Flugzeugen. Jetzt hat sich die Zahl der Gefangenen auf 895 000 erhöht, der Panzerkampf- wagen, die vernichtet oder genommen wurden, auf 13 145, der Geschütze auf 10 388, der Flugzeuge auf 9 082. Das sind einfach unvorstellbare Zahlen. Die Zahl Der Gefangenen allein ist die größte, Die jemals, soweit Die Geschichte reicht, gemeldet werden konnte. Die blutigen Verluste übersteigen aber um ein Mehrfaches die Zahl Der Gefangenen, Da Die bolschewistischen Heere, hinter sich jüdische Kommissare, die die Massen in Den ToD trieben, vor sich einen Gegner, über Die Die gräßlichsten Greuel- märchen verbreitet worden waren, lieber Widerstand bis zum Aeußersten leisteten, als sich ergaben. Allein die Zahl Der Gefangenen beträgt so viel, wie rund 60 Divisionen Der Bolschewisten ausmachen. Rechnet man die Toten und Verwundeten hinzu, Dann Dürften die ursprünglich zur Vernichtung Europas aufgestellten 157 bolschewistischen Angriffs- Divisionen wohl fast restlos vernichtet worden sein. Jetzt ermessen wir erst, was es hieß, wenn Die In vorbildhafter Geduld hat das Deutsche Volk die zweite Phase der Operationen an der riesigen Ost- ront vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer abgewartet. Die lakonischen Wehrmachtberichte legten einen Schleier über die Operationen bis zu Dem Zeitpunkt, Da sie erfüllt sinD und nun da-i Gesamtergebnis dieses Teilabschnittes des größten Ringens gegeben werden kann. Die PropaganDa Der Briten hatte dieses zweckbewußte Deutsche Schweigen benutzt, um die tollsten Meldungen in die Welt zu etzen. Wir sollten irgendwo im Osten festgeraten sein. Noch in Der Nacht zum 6. August verkündete der Lügenrundfunk in London, Der deutsche Sieg sei durchaus unsicher, und in allen britischen und jüdisch-amerikanischen Gazetten wurde haarscharf 13. Jahrhundert Narwa gegründet. Die Stadt Kfflits 1867 eine starke Festung geblieben und wurde (4 wieder festungsähnlich durch die E i n b e • jii hung in Die Stalin-Linie. Wie Ples- ’ lau am Südende des. Peipus-Sees, so ist auch I Rdrma dis auf Den heutigen Tag in seiner äußeren Erlernung stark europäisch bestimmt. Ganz anDers isl chon Das äußere Gesicht Der 200 Kilometer wei« | !«röstlich an der Nordspitze des Ilmensees erbauten sorftischen Zwingfeste Iwangorod, die 1492 üd) jenem Iwan III. errichtet wurde, Der als erster »Wskauer Großfürst wegen feiner Heirat mit Der ftic alte deutsche Universitätsstadt Dorpat — war der äußerste Vorposten Des deutschen aka- -räschen Wesens im Nordosten, wie es Czernowitz 1 Südosten war! — ist ähnlich wie Riga durch le Kämpfe Des jetzigen Ostfeldzuges erheblich in ireLfl Rrleidenschaft gezogen. Die Stadt hat eine ausge» 11 fl ,k Die ir diene strategische Schlüsselstellung, und dieses oieils maren aud; Mn hie Bölter her Borge- -Mdi-H iihte i * - ---------- *u“1 > Slonfm>6jranowiMii s*a"xl *)?ßresMitowsk\ H eok/>„n «Pinsk ow6> j-, iie fur3 oberhalb von Narwa liegende Insel 5iönholm, zu Deren beiden Seiten Die Narwa Mi breite, 8 bis 10 Meter hohe Fälle bildet. Bal- ----------- w . . deutsche haben verhältnismäßig früh Die hier punkt Singapur meldet die DomevAgentur. Die tehende Wasserkraft zum Betrieb großer Bauw^ Verstärkungen stillen aus,Luftwaffenpersonal,^eng. Spinnereien und einer Leinenfabrik ausgenutzt. il Narowa ist bei Narwa etwa 150 Meter breit mündet etwa über 12 Kilometer tiefer in Den mischen Meerbusen. Zwischen Der Narowa und eigentlichen Gebiet von Petersburg liegt nur Die Luga, die etwa'30 Kilometer ösllich von Narowa ebenfalls in Den Finnischen Meerbusen PerwomdistOnnofoptirc Mikoldie Odessa erson FolUaa • Uman Kirowa JunöbuM xSnigsber^«_Kmo -Ubau •Chaim ilozkl !LOV HC W italienische e I Üjtllf tt dann Norman Davis, zwei Bulgaren. Aus dem Reich keinerlei Er- Ober-Wöllstadt Gießen, z. Z. im Felde 6. August 1941 02592 Wilh. Schmidt II., Schuhmacher Hugo Schmidt, z.Z. Im Felde Willy Schmidt, z. Z. im Felde und Familie Linchen Weber, Braut und alle Angehörigen. 02556 SCennt Ws Ireibankverkauf am 8. August 1941: 3276A am Stadl. Schlachthos, Gießen. Pilo die zeitgemäße Schuhpflege Etwas seltsam, was? — Aber den Mottenlarven schmedcfs! Schützen Sie Ihre Wollsachen vordenMotten,verwendenSie zum Entmotten ein sicheres Mittel, nehmen Sie MotKi! Reuter meldet, daß 12 finnische mit einer Gesamttonnage von 30 000 Frau Marie Motz Wwe. Familie Karl Stein Familie Ludwig Stein nebst allen Angehörigen Hch. Wagner, z.Z. im Felde und Frau Wilhelmine, geb. Schmidt Fellingshausen, Gießen. Lina Laub, geb. Stein und Kind Familie Karl Laub Familie Otto Laub Frau Elisabeths Stein Wwe. organisationsleiter Dr. Ley und der Botschafter Alfieri teilnahmen. Schuhpflege. welche mangelhaft, ist Sünde an der Volkswirtschaft. Wer Pilo nimmt, macht die Erfahrung, es gibt dem Leder Glanz und Nahrung. Wissenschaft!. Werke Sondergebiet der Bröhl’schenDruckerel Zu verkaufen: Serallll-vllNlen Balten, Breitet MtiaDDe mm. Fritz Flehmig Frankl. Str. 27 (Cafö Hoelters). Schiffe BRT. in Buchhalter Buchhalterin Wer trägt unsere Bücher bei? Evtl, in den Abendstunden. Schriftl. Angebote unt. 32801) an den Gieß. Anzeiger erbet. Aria-; aus, Wolle als Nahrungsmittel Dem Eintreffen des früheren Generalpoftmeisters James Farley in Mexiko wird in der amerikanischen Hauptstadt beträchtliche Bedeutung beigemes- sen. Man nimmt an, das Farley in einer besonderen Mission Roosevelts nach Mexiko kommt. Zerstörungen des nördlich nach Tripolis führenden Stranges der Oellettung Irak — Mitte l m e e r durch syrische Freiheitskämpfer sind an der Tagesordnung. Englische Spezialisten sollen unaufhörlich mit Reparaturarbeiten an der Oelleitung beschäftigt sein. Englische Patrouillen werden von den nach dem Vorbild des Palästina-Aufstandes im Lande herumziehenden syrischen Freiheitskämpfern überfallen. In Tschungking ist man der Meinung, daß' der Vertreter des britischen Kriegskabinetts im Fernen Osten, der ehemalige Propagandaminister Duff Cooper, in Kürze Tschungking besuchen werde. Meine politische Nachrichten. In Vertretung des von Berlin abwesenden Reichsarbeitsministers Seldte empfing Staatssekretär Dr. S y r u p den in Berlin weilenden italienischen Kommissar für Binnenwanderung und Kolonisytion L o m b r a s s a. Am Abend fand ein Empfang im Kaiserhof statt, an dem auch Reichs- Fuchspelz schön.,dickes Fell, für 70 Mark zu verkaufen. Wo? sagt d. Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers, loasso Statt Karten! Wir haben uns verlobt Liesel Gondolf Heini Meister Dänische Kämpfer gegen den Bolschewismus vereidigt.. Hamburg, 6. August. (DNB.) Auf dem Hofe einer Hamburger Kaserne war das 1. Bataillon des Freikorps Dänemark zur Vereidigung angetreten. Obersturmbannführer K r y s s i n g meldete die Truppe dem Chef des Kommandoamtes der Waffen-^, ---Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen--- Jüttrter, der die dänischen Männer begrüßte, die mit Genehmigung ihres Königs an dem Kampf gegen den gemeinsamen Feind der germanischen Rasse, das vom Judentum dirigierte Untermenschentum teilnehmen wollen, einem Kampf, der mit dem Siege enden müsse, wenn nicht alles Große und Edle auf Erden untergehen solle. Adolf Hitler, der Führer aller Germanen, habe angeordnet, daß die Männer vom Freikorps Dänemark Seite an Seite mit der Waffen--- kämpften. Im Namen des Führers und des Reichsführers -- verpflichtete er sie, die in ihrem Treueid in dänischer Sprache dem Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht Treue und Einsatz bis zum letzten gelobten. Mit der dänischen Nationalhymne und den Liedern der deutschen Nation war die Vereidigung beendet. von 8- 9 Nbr «Rr. 125-170 von 9-10 Ubr Nr. 171-215 von 10-11 Ubr Nr. 216-260 von 11-12 Ubr Nr. 261-300 9. August 1941: von 8- 9 Uhr Nr. 301-350 von 9-10 UbrNr. 351-400 von 10-10.30 Ubr Nr. 401-425 leit der über Wette outf) tiefer 2 Kinder von der Fahrbahn! Durch Spielen von Kindern auf der Fahrbahn st es in der letzten Zeit wiederholt zu schwere; Verkehrsunfällen gekommen. In viele, Fällen werden die Erziehungsberechtigten währet des Krieges nicht in der Lage sein, ihre Kinder hü, reichend zu beaufsichtigen. Der Reichsführer -- uns Chef der deutschen Polizei hat deshalb die Polj. zeibehörden ersucht, mehr als bisher daraif zu achten, daß spielende Kinder von der Fahr, bahn ferngehalten werden. Wehruntauglich statt arbeitsverwendungsfähig. WiiWofl zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt.3282V an d. Gieß. Ans. erbet. eine bre Klima u üppig lci her Golt teil die faßt Au gelernt, len kann schasst. herrlic in die 2 Imin. 3t sende M großes C an diesei diesem § iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Büchei! lllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllUIIB Sie: 3» 5 iner n” Ceberis. meinW iltsl? herrlich leit de siröint । garten fiirdM {intm 1 liche ß Dilt» 3n la der kein iat der Die Niederländisch-Indische Nachrichtenagentur in Batavia meldet, daß der französische Frachter „Duplex" (7135 BRT.) kurz nach Verlassen Indochinas von einem niederländisch-indischen Kriegsschiff aufgebracht und in Batavia eingeschleppt worden sei. Oer Prozeß gegen die Verschwörer in Sofia. Sofia, 6. August. (Europapreß.) Der Hauptangeklagte in dem Prozeß gegen die Verschwörergruppe, die am 13. April dieses Jahres in Bulgarien einen Staatsstreich plante, Dr. Georg Dimi- troff, ist im April ins Ausland geflüchtet. Es war ihm bei der Aufdeckung der Verschwörung gelungen, sich in Sofia zu verbergen und dann nach Belgrad zu entkommen, wo er in dem Hause eines serbischen Ministers wohnte. Von da an fehlt jede Spur von ihm, doch glaubt man, daß er über Griechenland und Palästina nach England gereist ist. Neben Dimitroff sind noch folgende Angeklagte flüchtig: die ehemaligen Beamten der früheren jugoslawischen Gesandtschaft in Sofia, Petkowitsch und Sokolowitsch, der englische Staatsangehörige ” der Kroate Schepitsch und Saubere ehrliche M oder MAn zu zwei Kleinkindern gesucht. Mutter beruflich tätig. Schriftl. Angeb. unter 3274V an den Gieß. Anz. mögenssteuer habe im Kriege __________ „ _ Höhung erfahren, und sie werde auch keinerlei Erhöhung finden. Es sei kein Kriegszuschlag zur Vermögenssteuer eingeführt worden, UsmerfräiiHi oder Ne Fra gesucht. 63579 Gasthaus zum Taunus Brandgasse 8. Häfen des britischen Empires nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen „a n g e h a l t e n" worden seien. Die Schiffe würden „den Alliierten zur Verfügung stehen". Vürohilfe für unsere Buchhaltung # gesucht eventl. für halbe Tage. Brunnen-Derlag Plockstraße 4. 3279D I -Mif >ti, ■ ffniie Lagerraum zirka 200 qm oder mehr trocken und gut verschließbar zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 3277V an den Gießener Anzeiger. Wer übernimmt tiriiglieieOreMefa insbesondere Gewindespindeln 500—1000 mm Drehlänge? Anfragen erbeten unter KN. 10596 an ALA, Kö!b, Zeppelinstr. 4. [328iV verwerte > Lin- । Erntezeit [Stellengesuche) Im Haushalt u. Geschäft erfahr, ältere Dame mit Eink., die eigen. Haushält aufgeb. möchte, sucht Mniigslra Schriftl. Angeb. unt. 02586 an d. Gieß. Anz. erbet. Am 16. Juli 1941 fiel getreu seinem Fahneneid bei den harten Kämpfen im Osten mein lieber, braver Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, mein lieber unvergeßlicher Bräutigam Adolf Schmidt Uffz. in einem Infanterie-Regiment im Alter von 27 Jahren. In tiefer Trauer: Am 17. Juli 1941 fiel bei den Kämpfen im Osten mein lieber,unvergeßlicher Mann,der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager Willi Laub Gefreiter in einem Pionier-Regiment In tiefer Trauer: | $rau ir | wird. Gi zur Reif Die ß anderer eber Ai 0 wie )as jur rnte, i rausfi mmerfi r heili te bei wund nmlisch feen ß Ön uns Ome S für ’iferes R Eine pfundige Sache für Selbst* verpfleget ist 1 Trockenbrenn- * C Stoff Esbit. Mit A 8 einer Tablette, R Jso groß wie ein " Stück Zucker. 1 ist rasch ein | g« Teller Suppe . 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Die Landfrauen sollen von diesen Möglichkeit^ der Erholung und der Vorbeugung gesundheitliche Schäden Gebrauch machen. Selbstverständlich ton, men dafür vor allem die Wintermonate in Betrach, Die Frauen des Dorfes sollen unter sich dafür sc»', gen, daß diejenigen Landfrauen, die es am no> wendigsten haben, die Erholung in Anspruch ne> men. Wenn die Vertretung der Bäuerin durch Ver. wandte oder Nachbarn nicht möglich ist, kann ein vom Deutschen Frauenwerk oder Reichsnährstand geschulte Helferin herangezogen werden. Die wegen angeblicher Sabotageakte verurteilten Offiziere und Ingenieure der italienischen Dampfer seien zusammen mit dem Abschaum der nordamerikanischen Verbrecher eingekerkert worden. Jeder Deutsche und jeder Italiener gelte als (Spion. So weit gehe die von der in jüdischen Händen befindlichen Presse, dem Rundfunk, den Theatern und den Variete-Bühnen durch gehässige Propaganda getriebene Verängstigung der Bevölkerung in USA., daß jedermann bereit sei, selbst seinen besten Freund von gestern zu verdächtigen und anzuklagen. Beamter sucht gut IMI.MM zum 1. Septbr. in gutem Hause. Schriftl. Angeb. unt. 02590 an d. Gieß. Anzeiger. Hauptichriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter d-i t Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik uir Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; fu Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beurl. i.V.: Dr.Hans Thyrior. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitätSdruckeret R. Lange ft.fi Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzetgenleiter: HanS BeL Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen:Theodor Kümmel. Pl.NrL Gießen-Wieseck, Großen-Buseck, den 4. August 1941. 3278 D und es werde auch kein Kriegszuschlag zur Vermögenssteuer kommen. Es sei auch nicht daran gedacht, eine allgemeine „Vermögensabgabe" einzuführen. Das Schwergewicht des deutschen Steuersystems wetde auch im Krieg nach wie vor auf der Besteuerung des Einkommens und des Umsatzes beruhen, weil diese Besteuerungsarten die gerechtesten seien. Das Gerücht, daß eine „Beschlagnahme von Sparguthaben" erwogen werde, sei so unerhört, daß jeder, der so dummes Zeug nachredet, vor den Volksgerichtshof gehöre. Jeder Sparer möge versichert sein, daß es eine Geldanlage, die sicherer als Sparguthaben ist, nicht gibt und daß er von seinem Sparkapital weder im Krieg noch nach dem Krieg etwas verlieren werde. Die Finanzkraft des Reiches werde nach dem Krieg wahrscheinlich noch erheblich Der Regierungsanzeiger veröffentlicht die Verleihung des Bandes zum Großkreuz der drei höchsten portugiesischen Orden an den brasilianischen Staatspräsidenten Getulio Vargas. Staatssekretär Reinhardt gegen falsche Gerüchte. Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Fritz Reinhardt, berichtet in der „Deutschen Steuer-Zeitung" über die günstige Entwicklung des Steueraufkommens des Reiches. Es hat im Rechnungsjahr 1940 27,2 Milliarden RM. betragen und ist für das Rechnungsjahr 1941 auf 30 Milliarden RM. geschätzt worden. Die bisherige Entwicklung läßt darauf schließen, daß das Steueraufkommen 30 Milliarden RM. im Rechnungsjahr 1941 überschreiten wird. Die Finanzen des Reiches bkeiben also ohne Rücksicht auf die Dauer des Krieges in bester Ordnung. Bei dieser Gelegenheit weist der Staatssekretär darauf hin, daß alle Gerüchte, wonach der Kriegsfinanzbedarf die Erhebung einer allgemeinen „Vermögensabgabe^ oder gar die „Beschlagnahme von Sparguthaben" bedinge, U n s i n n sind. Die 23er» | Verkäufe | Komplettes Herren- Zimmer zu verkaufen. Anzusehen zw. 9 und 12 und 14 u. 17 llhr. 02582 Tannenweg 26 bei Lutz. Baumspritze (Messing) 16 Ltr. 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August. (Europapreß.) Um Zweifeln über Schwedens Neutralitätspraxis zu begegnen, hat das schwedische Außenministerium der schwedischen Nachrichtenagentur TT. folgende Auf- klüruna gegeben: Die Kurierflugzeuge Krieg- führender dürfen in schwedisches Territorium einfliegen, wenn eine besondere Erlaubnis vorliegt. Ausländische Handels - und Kriegsschiffe, mit Ausnahme der U-Boote, dürfen unabhängig von ihrer Ladung schwedische Hoheitsgewässer durchfahren. Für Kriegsschiffe gelten besondere Einschränkungen, die sich auf die inneren Territorialgewässer beziehen. Die schwedische Flotte beobachtet genau die ausländische Schiffahrt innerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer. Z u Lande ist grundsätzlich die Durchfahrt erlaubt. Für Kriegsmaterial ist eine besondere Genehmigung erforderlich. Verwundetentransporte dürfen schwedisches Hoheitsgebiet passieren. Da das wehrmachtärztliche Urteil „arbeiteüen wendungsunfähig" sich nicht immer mit der Ar. beitsverwendungsunsähigkeit im Sinne des Wehn machtfürsorge- und -Versorgungsgesetzes dssckt uit) dadurch Unklarheiten entstanden sind, wird stab, dessen als wehrmachtärztliches Urteil „wehr, untauglich" eingeführt. Bei Musterungen obe: sonstigen wehrärztlichen Uytersuchungen auf Taip i lichkeit hat bei schwersten Körperfehlern, die ei: Heranziehen zu irgendwelchem Dienst in der Wehr- macht nicht erlauben, das Urteil künftig „wehr, untauglich" zu lauten. | Verschiedenes^ Schwarzgraue- rollhaarige MM zugelaufen, aus Telefon 01 Ring verlor® gez K.B.06, nuf dem SSeti Klimk-BabnbA Abzug. gegBeu Fundbüro. jogg Postkarten bei Brühl, Sivas« Mietgresuche 2 Zimmer und Küche zu mieten gesucht Schr.Angeb.unt. 02583 and.G.A. iKhinf 1 Wentlidje Werin , Wrnur : 2er zu 'Mfifer ! ^ren j M die ( gfSeni (Minen, . itunq ho «* j M°g Nr. 186 Zweites Blatt Donnerstag, 7. August 1941 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) an davon geheilt hätten, dem Bolschewismus oder !«n aus Tc lern, bk; in der & Ws j» allein bt s.Z. im Fels Licht- )D itor er» Verschiß M ;**l ELfiSTOCORN Verdunkelungszeit 7. August von 21.04 bis 5.46 Uhr. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Mittwochnachmittag in einem Betriebsappell vor der Gefolgschaft des größten Betriebes der optisch-mechanischen Industrie in Wetzlar, der L e i tz w e r k e. Der Gauleiter sagte, daß die soeben gesendeten Sondermeldungen des Oberkommandos der- Wehrmacht ganz klar charakterisierten, worum dieser Kampf geht: Um Sein oder Nichtsein Deutschlands und der europäischen Kulturwelt. Dieser Krieg bildet eine Einheit mit dem Weltkrieg. Es ist der Krieg, der gegen die weiße Rasse gefüllt wird, — zu ihrer Unterjochung unter niedrigste Instinkte. Wenn wir zur Zeit gegen den internationalen Bolschewismus kämpfen muffen, so wechselt nur das äußere Bild. Die Führung des Kampfes liegt eindeutig in den gleichen Händen, — es ist das Judentum und sein Geist, das gegen uns angetreten ist. „Dieser Krieg gilt trotz aller anderen Redensarten dem ganzen deutschen Volke. Ein teuflisch eingefädeltes Spiel sollte uns vom Osten her durch die sowjetische Dampfwalze den Genickfang geben, während wir im Westen im Entscheidungskampf gestanden hätten. Der Führer, genialer Staatsmann und Feldherr in einem, hat diesen Plan durchkreuzt. Und jene Sprecher aus anderen Staaten, die sich zum Richter über dieses deutsche Vorgehen aufwarfen, — sie sollten eher den Hut abnehmen vor den deutschen Soldaten! Sie sollten sich erst an Ort und Stelle die „Segnungen" des Bolschewismus anschauen, ehe sie vor der Welt das Wort nehmen. Der Gauleiter konnte hier auf feine persönlichen Erfahrungen aus dem Weltkrieg Hinweisen, in dem er als deutscher Soldat an der Kampffront u. a. drei Jahre lang in der Ukraine eigene Erfahrungen sammeln konnte, die ihn von Anfang zeuge von der gewaltigen Kraft unseres Volkes, wenn wir uns heute mit solchen Dingen beschäftigen können. Es sei ein Zeichen dafür, daß das deutsche Volk unbesiegbar und unübertroffen ist in der Welt. Darauf sollen wir stolz sein. Der Kampf, in dem wir heute stehen, sei nicht nur eine militärische und wirtschaftliche Auseinandersetzung, sondern auch ein Kampf der Weltanschauungen. Für die nächsten tausend Jahre falle jetzt die Entscheidung zwischen dem internationalen Judentum und den jungen, aufstrebenden Nationen. Auch in Rußland habe das Judentum, verbündet mit Pluto- traten, Bolschewisten und Freimaurern, die Führung. Heute komme es darauf an, dem Juden für alle Zeiten den Dolchstoß zu versetzen. Wir wollen unsere Pflicht erfüllen in der Heimat wie an der Front — als ein einziger Block der neunzig Millionen: dann wird unser Volk unbesiegbar sein, und am Ende wird Deutschland leben. Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache des Kreisleiters brachte der Werkschor das Lied „Nun schweige jeder von seinem Leid" zum Vortrag. Betriebsobmann Christel schloß den Appell mit dem Dank an den Kreisleiter und dem Gruß an den Führer. — Beim gemeinsamen- Mittagessen konnte sich jedermann davon überzeugen, daß in der Werksküche reichlich und schmackhaft gekocht wird: Küche und Vorratsraum sind, wie ein kurzer Rundgang zeigte, mit den modernsten Einrichtungen vorbildlich und zweckmäßig ausgestattet. Der Gefolgschaftsraum, hell, freundlich und wohnlich ausgestattet, mit Blumen und Bildern geschmückt, ist so geräumig, daß je etwa 250 Betriebsangehörige in zwei Schichten nacheinander ihre Mahlzeit einnehmen können. Während des gemeinsamen Essens erfreuten zwei von Gefolgschaftsmitgliedern verfaßte und vorgetragene Gedichte Betriebsgemeinschaft und Gäste. Aufruf! 3n diesem siegreichen Freiheilskampf erfüllt auch das Deutsche Ro te kreuz seine Pflicht itn höchsten Veranlworl^ngsbewuhtsein und steter Hilfsbereitschaft gegenüber Führer und Volk. Zuverlässig und gewissenhaft leistet es selbstlose Arbeit. Zehntausende von freiwilligen Helfern sehen sich für die großen und vielseitigen Aufgaben ein, die dem Deutschen Roten kreuz namentlich im kriege gestellt sind. Es ist in dieser Zeit eine schöne und dankbare Aufgabe, hierbei mitzuhelfen. Das Deutsche Rote kreuz benötigt aber für seine umfangreichen Kriegsaufgaben noch viele Helfer und Helferinnen zum Einsatz in der Heimat nud in den besetzten Gebiekn. Die Volksgenossen und Volksgenossinnen werden, deshalb aufgerufen, sich für den Dienst im Deutschen Roten Kreuz und damit für unsere tapferen Soldaten an der Front zur Verfügung zu stellen. Weimar, den 25. Juli 1941. Der ReichsverteidigungskommWar für den Wehrkreis IX. , gez. Sauckel, Gauleiter und Rejchsstatthalter. Der DRK.-Landesführer. gez. O r t l e p p, DRK.-Generalhavptführer, Brigadeführer, Staatssekretär. '• Stellbem?» llch IMofig .Hans Zfat-. dlumIchmD nlLLwsl "leitet: •rftümmeLfJ: erksappell bei Heyligenstaedt Einweihung des neuen Gemeinschastshauses. „Wir sind jeder Lage gewachsen." Oer Sauleiter vor der Gefolgschaft der Leitz-Werke in Wetzlar. allen Fällen muß der Einlieferer durch einen von ihm zu unterschreibenden Vermerk „Auf meine Gefahr" auf jede Entschädigung verzichten. Jeder Schaden, der durch die Beförderung ausgeschlossener oder nur bedingt zugelassener Sendungen entsteht, ist vom Absender zu ersetzen. Versendet keine verderblichen Lebensmittel ins Feld! Bei den Feldpoftämtern im Frontgebiet gehen immer noch Päckchen mit verdorbenen Lebensmitteln ein. Biel Butter und Fleischwaren sind damit schon für die Volksernährung oerlorengegangen. Auch frisches Obst eignet sich nicht zur Versendung in Feldpostpäckchen, denn es kommt stets verdorben und ungenießbar an. Päck- Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Mazurka". — süelhaus, Bahnhofstraße: „Der Etappenhase". Bis 1 Gramm darf der Brief mehr wiegen. stets eine wertvolle Bereicherung der täglichen kost, besonders mit fruchten guböinqhochen mit entrahmter Trifchmilch sMagormilM Puüöingpuloer und Zucker mit LOaffer oder Ulilch ll Oorfchrift anrühren, die milch unter Rühren mit einer Prise Salz zum Kacken bringen, oon der Kackstelle nehmen, das ungerührte Puddingpulver hineingeben und einige Male aufkacken lassen. Puddingpulver gibt es auf die Rbfchnitte Fl 21 und 22 der llährmittelhacte. irgend einer Abart dieser jüdischen Gedankenwelt auch nur einen Augenblick sein Ohr zu leihen. „Die Vernichtung des Bolschewismus", so fuhr der Gauleiter fort, „wird den Ordnungsgedanken in der Welt wieder segensreich zur Geltung bringen. Deutschland marschiert in diesem Kampf nicht allein. Eine europäische Einheit ist gegen den Bolschewismus aufgestanden. Das Leben auf dieser Welt hätte keinen Sinn mehr, wenn es abwärts, zur Vernichtung, ginge. Nur wenn das Leben des einzelnen mit dem Leben der Gesamtheit aufwärts geht, wird es sinnvoll. Der Sieg, der hier zu erringen ist, muß dem Besten anheimfallen, damit die Menschheit ihren Nutzen daran hat. Das Ende dieser weltgeschichtlichen Auseinandersetzung kann vom deutschen Volk in aller Ruhe abgewartet werden. Auch die USA. werden daran nichts ändern können. Deutschland, das die USA. nicht angreifen wird, ist die stärkste Macht der Welt, an die sich alle Völker Europas anlehnen. Wenn Roosevelt dem Kriege nachläuft, und glaubt, dieser europäischen Geschlossenheit etwas anhaben zu können, dann wird er im Bereich der europäischen Machtsphäre so angefaßt', wie wir gewöhnt sind, derartige Angriffe zurückzuweisen." Der Gauleiter schloß mit dem eindringlichen Appell an die Arbeiter und Arbeiterinnen, nach wie vor mit ganzer Hingabe ihre Pflicht am Arbeitsplatz und darüber hinaus im völkischen Gemein- schaftfsleben zu erfüllen, ihr ganzes Können einzusetzen für das deutsche Volk und seinen Führer Adolf Hitler. Wenn dies geschieht, dann komme, was kommen mag, — wir sind jeder Lage gewachsen! Der Führer wird nach gewonnener Schlacht den Frieden restlos gewinnen. sfühiz l „arbeit mit bet | ne des ty ies dx' wird i teil „wr Irrungen i tragen. Die Entscheidung falle aber nicht ..... . auf dem Schlachtfelds, sondern auch an der Heimatfront. Auch hier habe der Führer vorgesorgt: die Partei habe als Erzieherin zum Gemeinschaftsgedanken gerade heute eine bedeutende Aufgabe. Seit 1933 haben wir eine ungeheure Wandlung erlebt; heute bilden Betriebsführer und Gefolgschaft eine große Einheit. Wir müssen alles tun, so fuhr der Kreisleiter fort, die ideale Betriebsgemeinschaft her- zustellen.' Wenn wir heute hier eine Werksküche eröffnen, so sei das ein Ziel, das wir allenthalben erstreben, und der Betrieb könne stolz darauf fein, daß dies in schwerer Kriegszeit gelungen sei. Es Die Firma Heyligenstaedt & Co. hatte für gestern mittag zu einem Werksappell aus Anlaß der Einweihung der Werksküche und des neuen Gefolgschaftsraumes eingeladen. Direktor Maas eröffnete den Appell im Gemeinschaftsraum, wo sich die Gefolgschaft versammelt hatte, mit der Begrüßung der Ehrengäste, an ihrer Spitze Kreisleiter Backhaus; er betonte, es sei eine schwere Aufgabe gewesen, den zusammengebrochenen Betrieb wieder aufzubauen und in die Reihe der führenden Werkzeugmaschinen- abriken einzugliedern. Ein Vergleich zwischen damals und heute zeige, daß vieles geschaffen werden konnte. Der Name der Firma in Deutschland und im Auslande sei wieder zu Ehren gekommen. Dies sei der Initiative des Führers in erster Linie zu verdanken. Auch in sozialer Hinsicht habe sich vieles geändert: es feien helle, luftige Hallen und Arbeitsräume .geschaffen worden, neuzeitlich eingerichtete Aufenthalts- und Waschräume und eine vorbildliche Lehrwerkstatt. Seit dem Jahre 1936 bis zum Lohnstopp habe sich der Lohn der Gefolg- chaftsmitglieder erheblich gesteigert. Ein neuer Beweis für den Aufbauwillen des Werkes sei die Eröffnung der Werksküche und des Gemeinschaftsraumes. Auch dies fei nicht einfach gewesen, doch ei mit den vorhandenen Mitteln das Möglichste ge- chaffen worden. Für die Betriebsleitung bedeute es die größte Anerkennung, wenn es jedem schmeckt. Mit dem Dank an alle Mitarbeiter, insbesondere auch an die Deutsche Arbeitsfront, übergab Direktor Maas Küche und Gefolgfchaftsfraum an die Be- jriebsgemeinschaft. Betriebsobmann Christel übernahm die Räume für die Gefolgschaft mit Dankesworten an Direktor Maas, an die Arbeitskameraden, die am Bau beschäftigt waren, insbesondere Baumeister N e e b. In der Werksküche werde gut und reichlich für das leibliche Wohl gesorgt, und der Ge- 'olgschaftsraum solle eine Stätte zur Pflege des Gemeinschaftsgeistes fein. Mit der Mahnung, sich des Neugeschaffenen würdig zu zeigen, schloß Betriebsobmann C h r i st e l seine Ansprache. Kreisleiter Backhaus betonte in seiner An- prache, nachdem er dem Betriebsführer für die Einladung gedankt hatte, man fei heute überrascht von dem, was hier in wenigen Jahren geleistet worden sei. Wir haben, so führte er aus, eine erstaunliche Aufwärtsentwicklung in Deutschland erlebt. Der Führer habe immer den Frieden gewollt, aber er habe auch mit einem Angriff gerechnet und deshalb für eine gewaltige Aufrüstung Sorge ge- ■5» IZ rt sr el ischa« auflOhr«"! laus 3.00, Aus Oer Siadl Gießen. Die Ernte. Die Natur ist die beste Lehrerin und Erzieherin. Im Laufe ihres Jahreskreislaufes zeigt sie uns im- mer wieder die Gesetze den Inhalt und Sinn alles Lebens. Glücklich die Menschen, die in engster Gemeinschaft mit der Natur zu leben vermögen. Anders spricht die Natur zu uns in der Pracht der herrlichen Blütezeit. Anders ist ihre Sprache zur Zeit der reichen Erntefülle. Eine sonderbare Kraft strömt von der gesegneten Fruchtbarkeit der Felder, Garten und Wiesen zur Erntezeit aus. In Ehrfurcht und Andacht neigt sich der Mensch vor den göttlichen Kräften der Schöpfung, wenn er an einem vollen Getreidefeld vorbeifchreitet, die köst- liche Last eines Obstgartens bestaunt oder die glühende Fülle eines Weinberges bewundert In langer, sorgsamer und liebevoller Betreuung der keimenden Saat und des wachsenden Lebens hat der Mensch seinen Beitrag für die Fruchtbarkeit der Natur geleistet. Den weiteren Entscheid über Gedeih oder Verderb, gute Witterung oder Unwetter muß er gläubig und vertrauend, aber auch hart und gefaßt der Gottheit überlassen. In tiefer Dankbarkeit, fern aller dummen Überheblichkeit und aller niedrigen Oberflächlichkeit wird er dann die Früchte der Erde entgegennehmen und verwerten. Ein- ober zweimal im Jahr ist in der Natur Erntezeit. Wo man vom selben Boden im Jahr Peter, die Hausschuhe!" Ü ’S I Endlich Ruhe für die geplagter* / ( \ Füße! Wenn nur das Hühnerauge / / LA nicht... Aber bitte, das ist dod> ganz einfach» Elastocorn mit dem Filzring drauflegen, dam\ ist er bald sein Hühnerauge losfi M ^schnitte übergreifen. Die Marken dürfen nicht useinandergeklebt und nicht über die Ränder eines 8:iesumschlags umgelegt fein. Pakete 0 t) n e 21 b * lenderangabe sind dem Einlieferer zum Nach- dclen der Angabe zurückzugeben, wenn es sich M Sendungen nach dem Inland mit dem Vermerk "Bettbero erb 5 arbeit, Absenderangabe im Paket" handelt. Wenn bei Paketen mit Ausschrrftfahnen ausnahmsweise der Absender auf seinen Wunsch nicht auf der Umhüllung angegeben ist, so hat der Annahmebeamte den Einlieserer zu fragen, ob ein Doppel der Aufschrift in der Sendung vorhanden ist. Sendungen, deren Aufschriften nicht hinreichend befestigt sind, sind nicht anzunehmen, auch nicht auf Gefahr des Absenders. P 0 st k a r t e n , die den Bestimmungen für Postkarten nicht entsprechen, unterliegen der Briefgebühr. — Drucksachen in Briefform, die den Bestimmungen für Drucksachen nicht entsprechen, unterliegen je nach ihrer Beschaffenheit der Gebühr für Briefe, Geschäftspapiere ober Mischsendungen. — Wenn der Einlieferer die Beförderung /einer vorschriftswidrigen Sendung verlangt, so ist die Sendung nur ausnahmsweise anzunehmen, wenn aus der mangelhaften Beschaffenheit kein Nachteil für andere Sendungen und keine Störung des Dienstes zu befürchten ist. In le in, bafa oL5 Qm ■ ?nlpni6 t durch < °h«! ' Fahrlch : 3n hlen mit,; 5»'dinier - uhrer ff. ?. die |e: Mer Ley chen mit verdorbenem Inhalt machen aber dem Empfänger Reine Freude. Die Absender werden daher erneut gebeten, die Versendung leicht verderblicher Lebensmittel während der Sommermonate gemäß der Losung „Kampf dem Verderb" zu unterlassen. Bei der guten und ausreichenden! Verpflegung unserer im Felde stehenden Soldaten ist die Versendung von Lebensmitteln auch durchaus entbehrlich. Etraßenschuhe mit Holzsohle teilweise bezugsscheinfrei. Wie die Reichsstelle für Lederwirtschaft bekannt- gibt, dürfen bestimmte Straßen schuhe mit Holzsohle, die nur zum Tragen im Sommer geeignet sind, in der Zeit vom 6. August bis zum 13. September 1941 .bezugscheinfrei verkauft werden. Es sind dies: Zehen- oder fersenfrei gearbeitete Straßenschuhe mit Holzsohle, ferner die mit einem Vorderblatt aus Riemen oder Bandagen hergestellten Schuhe und schließlich diejenigen Straßenschuhe mit starrer Holzsohle, die im Einzelhandel 9 RM. oder weniger kosten. Die übrigen Straßenschuhe mit Holzsohle dürfen nach wie vor nur gegen Bezugschein 2 verkauft werden. Nehmt Nüctsicht aus die berufstätigen Frauen! NSG. Wieder ist ein Nachmittag unter emsigem Tun vergangen. — Und die Einkäufe? Es ist schon fünf Minuten vor sieben, aber es klappt wohl noch! Husch, die Treppe hinab — natürlich je nach Temperament und Körperfülle! aber .auf jeden Fall§ schnell, schnell! Das passiert in der Woche manchen Hausfrauen! wohl sechsmal! Wenn nicht abends, tbann mittags 1 Das ist auch zu verstehen. Eine Hausfrau hat tau< enderlei zu überlegen, zu bedenken, zu planem- Aber trotzdem muß in ihren Nachmittag noch mehr Disziplin, noch mehr Gedankenarbeit hinein! Es geht nicht an, daß unsere Hausfrauen, denen zu ihren Einkäufen der Vormittag und Nachmittag zur Verfügung stehen, in der letzten halben Stunde, in den letzten Minuten vor Toresschluß die Läden füllen. .Diese letzte halbe Stunde gehört den berufstätigen Frauen! Sie bedeutet für die werktätigen Frauen die einzige Möglichkeit, ihren Haushalt mit Le- bensmitteln und den hundert Kleinigkeiten, die nun einmal notwendig sind, zu versorgen. Wir wissen, daß diese Rücksichtnahme auf biß berufstätige Frau jedem selbstverständlich ist und gern gewährt wird. Es ist nur eine Frage der Disziplin und Rücksichtnahme. Darum, Hausfrauen: Denkt att eure berufstätigen Kameradinnen! Wenn man eingeregnet ist ... Sobald ein Kleidungsstück durchnäßt ist, kommt es auf den Kleiderbügel. Im Innern wird es mit einem alten Sofakiffen ausgeftopft, das mit Sicherheitsnadeln am Herausrutschen gehindert wird. Dann werden die Knöpfe des Rockes oder Heber« Ziehers geschlossen, das nasse Kleidungsstück mit sauberen Tüchern leicht abgerieben, faltenlos gezogen und die Aerrnel gedehnt. Zur Verhütung von Falten ist auch bei den Aerrneln ein Ausstopferr mit Tüchern ober geknülltem Zeitungspapier empfehlenswert. Ein Aufbügeln erübrigt sich meist nach dieser sorgfältigen Behandlung. Ein etwas krausgezogener Saum am Rock oder Heberzieher muß, wenn man Glanzstellen verhüten will, mit Hilfe eines feuchten Leinentuches mit einem mittel- Die Ernte der Mütter aber wird in ganz be= onderer Weife zur Ernte des Volkes. Die Früchte eder Arbeit sind Garben für die Ernte des Volkes, 0 wie jeder Mensch ein Glied seines Volkes ist. )as junge Leben, das die Mütter schenken, ist die, ürnte, die jedes Volk als erste und notwendigste Voraussetzung seines künftigen Lebens braucht. Die ommerliche Ernte in der Natur mahnt uns immer ur heiligen Verpflichtung gegenüber der großen $rnte des Volkes. Sie bringt uns immer aufs neue lie wunderbare Schönheit und göttliche Kraft, den immlifchen Segen und die kostbare Fülle dieser großen Ernte zum Bewußtsein. An uns liegt es, durch unermüdlichen Fleiß und argsame Betreuung der Reife dafür zu sorgen, laß für die kommenden Jahrtausende die Ernte unferes Reiches fruchtbar und gesegnet sei. A. H. Dornotizen. •ft» leq«, “ft Mtll *Mri( Mn J fÜhr?IU,191 lW)rf 1 Oes ft W Heber die Behandlung vorschriftswidriger Sen- ingen" bei der Poft schreibt die „Deutsche Post- Ziitung": Postordnungsmähige Einlieferung ist die vesentliche Voraussetzung für die Annahme und Beförderung von Sendungen. Sendungen, die den Bestimmungen nicht entsprechen, können dem Ein- lerer zur Beseitigung der Mängel zurückgegeben werden. Sendungen ohne Aufschrift werden bun Absender zurückgegeben, wenn er aus der inneren Beschaffenheit der Sendung zu ermitteln is>. Kann der Absender nicht ermittelt, werden, so $.rb die Sendung als unanbringlich behan- Mt. Sendungen mit unzulässigen Auf- Triften wie an nicht namentlich bezeichnete Personen, an nicht namentlich benannte Schiller N) Telegramm-Kurzanschriften sind nicht zur Be- forberung zugelassen. Postsendungen, die das Höchstgewicht überschreiten, sind dem Absender Mückzugeben. Bei Briefsendungen bleiben Heber- tireitungen des Höchstgewichtes dis etwa 1 Gramm ii'berücksichtiat. Postwertzeichen sollen bekanntlich io aufgeklebt sein, daß sie keine Schriftzeichen, Sie- gcabdrucke usw. verdecken; bei Postanweisungen, 0-hlkarten und Paketkarten sollen sie nicht auf die eine dreifache Ernte heimholt, da müssen Boden, IKlima und menschliche Betreuung schon besonders üppig sein. Das Menschenleben ist so reich und von der Gottheit so unendlich gesegnet, daß seine Erntezeit die größte Spanne seines Erdendaseins umfaßt. Aus dem Buche der Natur hat es der Mensch gelernt, daß er nur dann eine reiche Ernte erwarten kann, wenn er mit zähem Fleiß arbeitet und schasst- Herrlich ist bann aber die Ernte, die jeder Mensch in die Vorratskammern seines Lebens heimführen kann. Jeder Arbeiter, jeder Künstler, jeder fchaf- 'ende Mensch sieht die Ernte feines Fleißes. Ein großes Erlebnis ist es, wenn man sich sagen kann, an dieser Maschine, an diesem mächtigen Bau, an diesem Kunstwerk, an dieser organisatorischen Leitung habe ich Anteil. Jedes vollbrachte Tagwerk ft gesegnet als Teil unserer Lebensernte. Einzigartig ist aber die Ernte des Lebens, die durch die Frau mit der Geburt eines Kindes heimgeholt toirb. Gesegnet ist der Leib, der diese reiche Frucht >ur Reife bringt. heißen Eisen glattgebügelt werben. Die nasse Hose befreit man zuerst durch Ueberbürften mit kaltem Wasser von allen Schmutzspritzern, legt zwischen die Beinlättgen ein sauberes Tuch und klammert die Hase, die Brücke und die Bügelfalten scharf aufeinandergelegt und in Form gezogen, in den Hosenstrecker. So wird die Hose frei aufgehängt und nach dem Trocknen wieder frisch ausfehen. 500 Qualitäten aus alten Lumpen. Alles wird gebraucht bei der Spinnstoff- s a m m l u n g : Lumpen und Flicken aus Wolle und anderen Tierhaaren, Baumwolle, Seide, Kunstseide, Zellwolle, Leinen und Jute. In Frage kommen alte Strümpfe, Pullover, Unter- und Oberkleidung, Wäsche, Läufer, Teppiche, Gardinen, Säcke usw., soweit sie zur Wiederverwendung ungeeignet sind. Allerdings muß gut darauf geachtet werden, daß Metall-, Leder-, Glas- oder Gummiteile vorher entfernt werden, z. B. dann, wenn ein Paar alte und zerrissene Leinenschuhe mit zu den Abfällen kommen sollten. Selbstverständlich müssen die Textilien auch vollständig trocken sein. Diese Abfälle brauchen natürlich nicht sortiert zu werden. Hierfür werden in langjähriger Facharbeit erprobte Kräfte ongesetzt, und zwar ausschließlich Frauen. Zunächst wird alles Material in vier Sorten vorsortiert, daraus werden nochmals 28 Sorten aussortiert. Diese 28 Sorten werden wieder bis zu 5 0 0 verschiedenen Qualitäts- oder Farbsortierungen getrennt und dann erst der verarbeitenden Industrie zugeführt. Nach einer sachgemäßen Vorbereitung ergeben die Abfälle ein vollwertiges Material, das außerordentlich vielseitig verwendbar ist. Ist der Aussortierungsprozeß erledigt, werden die Abfälle gewaschen und getrocknet. Sie kommen dann in eine Maschine, den sogen. „R e i ß - W o l f", in der sie in Tausende von kleinen Fetzchen zerpflückt und zerrissen werden. So entsteht die „Reiß-Wolle" bzw. „Reiß-Baumwolle", die dann zu Garn und weiter zu neuen Stoffen versponnen und verwebt wird. Aus den Textilfabriken geht heute überhaupt keine Fertigware heraus, in der nicht ein gewisser Prozentsatz an Reißmaterial enthalten ist. Hierzu gehören die gesamten Web-, Wirk- und Strickwaren für Zivilund Militärbekleidung, Decken, Hauswäsche, Gardinen, Tepviche usw. einschließlich oller Wirtschaftsgegenstände, die irgendwie ganz oder teilweise aus Spinnstoffen hergestellt sind. Weniger spinnfähiges Material findet in Polsterwerkstätten seine Verwendung. Ein größerer Anteil wird in der Papier- und Rohpoppen- bzw. Dachpappenindustrie gebraucht. Alle weißen und hellbunten Lumpen finden bei der Fabrikation von Briefapier, Geldscheinen und anderen Spezialpapieren Verwendung. Gesundbleiben ist nicht schwer. Für die Erhaltung der Gesundheit ist die Ernährung von ausschlaggebender Bedeutung. Seit vielen Jahren wurde von Aerzten und auch Nichtärzten, die sich um die Gesunderhaltung ihres Volkes sorgfen, darauf hingewiesen, daß eine erstaunlich große Zahl von Krankheitserscheinungen in zunehmendem Maße zu beobachten ist, die vor wenigen Jahrzehnten zu mindestens in einem solchen Umfange nicht gekannt wurde. Es sei in diesem Zusammenhang der annähernd alle erwachsenen Menschen betreffende Gebißverfall erwähnt, fernerhin die Zunahme von Magen- und Darmstörungen, Herzleiden, Nervosität und nervösen Erschöpfungszuständen, Stoffwechselstörungen, bösartige Neubildungen usw., und schließlich Störungen der Zeugungs- und Fortpflanzungsfähigkeit. Diese Krankheitsgruppen, die, wie bereits erwähnt, Erscheinungen der letzten Jahrzehnte sind, sind durch die Ernährung maßgeblich zu beeinflussen. Das Hauptnahrungsmittel des Menschen auf unserem deutschen Heimatboden ist das Brot. Ob alt ober jung, arm ober reich, jeber ißt täglich Brot. Es ist somit ganz selbstverstänblich, baß es von ousschlaggebenber Bebeutung ist, ob bas Brot vollwertig oder in seinem Wertgehalt mehr ober weniger stark gemindert ist. Unsere Vorfahren, bie in der Mehrzahl auf dem Lanbe lebten, stellten aus bem von ihnen selbst angebauten Korn ein V oll- ko r n m e hl oder -schrot her, das sie bann selbst zu Brot verarbeiteten. Sie aßen somit Vollkornbrot. Dieses Brot enthält sämtliche Bestanbteile bes Korns, also die Eiweiß- unb Fettstoffe, die Vitamine und Mineralsalze und den Mehlkern. Demgegenüber wird heute fast ausschließlich nur noch der kohlehybrathaltige Mehlkern verarbeitet, so baß bas seit Jahren von uns gegessene Brot arm ober meistens ganz frei ist von erwähnten Wert- unb Schutzstossen. . . Das bebeutet einen ungerechtfertigten Eingriff m Naturgesetze, unb bie Natur beantwortet biefen Eingriff mit den vorhin aufgezählten Krankheitserschei- nungen. Wenn wir eine Gesunbung erreichen wollen, müssen wir also ba mieber beginnen, wo der natürliche Weg verlassen würbe: bei einer einfachen, bobengebunbenen unb nicht entwerteten Ernährung. Bei ber überragenben Bebeutung des Brotes als Dolksnahrung — mehr als ein Drittel unserer Ernährung erfolgt auf dem Wege über Getreideerzeug- nisse — müssen wir vor allem darauf sehen, daß das Brot wieder vollwertig wirb. Hieraus ergibt sich bie Wichtigkeit ber Reichsvollkornbrotaktion für bie Volksgesunbheit mit ihren Zielen: Mehr Vollkornbrot! Vorsicht vor Füchsen! Da bie Füchse jetzt Junge haben, ist ihre Raubsucht besonbers groß. Deshalb müssen die Hühnerhalter jetzt größte Vorsicht walten lassen. Selbst bei Tage macht sich ber rote Räuber an die Hühnerbestönde heran. In ben letzten Tagen wurden besonders vom Westerwald erhebliche Verluste in Hühnerställen durch Füchse gemeldet. Bei Nachtzeit sind die Hühnerställe zweckmäßig ganz geschlossen zu halten. Gießener Dochenmarkkpreise. * Gießen, 7. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, neue, Vi kg 8, Wirsing 12 bis 15, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 20 bis 35, gelbe Rüben 14 bis 20, rote Rüben 9 bis 12, Bohnen, grün, 25, gelb, 30, Tomaten 34 bis 40, Salatgurken 24, Salat, bas Stück 10 bis 12, Rettich 10, Rabieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. Kreis Friedberg. Friedberg, 6. Aug. Der Schlosser Wilhelm Geller aus-Södel ist von einem Gerüst in ber Hefrag abgestürzt. Er hat sich so schwere Verletzungen zugezogen, baß er bald darauf starb. Hand behalten wird, ist ungewiß. Beide Mannschaften haben zuletzt eine gute Form gezeigt, besonders der „Club", der vor allem in ber Abwehr stärker als sein Gegner zu sein scheint. In ber Scdalker Glückauf-Kampfbahn starten die „Knappen" als Favoriten. Auch mit Janes unb Kodierst: wer- den die Düsseldorfer kaum siegreich bestehen können. Im Wiederholungsspiel zwischen Rotweiß und Metz haben die Frankfurter diesmal ben Vorteil bes eigenen Platzes, was vielleicht entscheidend für den Ausgang sein wird. Schon in Metz war Rotweiß dem Sieg näher als die Lothringer. Handballspiele um den Lahn-Pokal. Die Spiele um den Lahn-Pokal brachten diesmal recht hohe Ergebnisse. Holzheim errang gegen Heuchelheim die ersten Punkte. Die Gießener Manner- turner mußten in ©rüningen eine Niederlage hin- nehmen. In ber Gruppe Wetzlar überrascht ber 14:3- (5:2) Sieg von Niebergirmes über Garbenheim. Eine Ueberraschung gab es in bem Freundschaftsspiel Lang-Göns gegen die Luftwaffe, das bie Platzmannschaft gewinnen konnte. Holzheim — Heuchelheim 16:3 (8:1). Das Spiel würbe von Anfang an von Holzheim bestimmt. Die mit viel Ersatz spielenben Gäste waren schon in ber ersten Hälfte geschlagen. Nach bem Wechsel beherrschte Holzheim weiterhin bas Spielgeschehen. Der Tormann Heuchelheims half mit, baß bie Nieberlage so hoch würbe. ©rüningen — 2Mv. Gießen 16:3 (7:2). ©rüningen hatte eine starke Mannschaft, wogegen bie ©äste nur mit 10 Mann unb reichlich Ersatz antraten. Obwohl sie in ber ersten Hälfte sich tapfer behaupteten, kamen sie nach bem Wechsel in Rück» stanb. Lang-Göns — Luftwaffe Gießen 9:6 <4:4). Dieses Spiel brachte ben Abschluß bes Lang» ©önser Sporttages und für bie Gastgeber einen großen Erfolg. Allgemein würbe ein Sieg ber Sol» baten erwartet. Auf bem kleinen Platz fanben sie sich jeboch nicht zurecht, zumal auch noch Ersatz in ihren Reihen ftanb. Bis zum Wechsel war bas Spiel noch offen. Nach ber Halbzeit mußte ber Tormann ber Solbaten alles aufbieten, um eine größere Nieberlage zu oermeiben. Lang-Göns Schüler — Hochelheim Schüler 8:7 (4:4). Die Jüngsten ber Gastgeber errangen einen knappen Sieg gegen die gleichwertigen Kleinen von Hochelheim. Handball beim Bezirkssporttag in Gießen. Kreis Wehlar — Kreis Gießen. Im vergangenen Jahre wurde das Endspiel um den Lahnpokal in diesem Rahmen ausgetragen. Infolge ber zwangsläufigen Ruhepause konnten bie diesjährigen Spiele dieser Runde nicht soweit gefördert werden. Kreis Wetzlar — Kreis Gießen heißt diesmal wie bei ben Fußballern bie Paarung. Der Kreis Wetzlar ist schon bei bem dortigen Kreissporttage gegen die Wetzlarer Stadtmannschaft hervorgetreten. Außerdem kennen sich die Spieler durch die Bannspiele sehr gut. Die Vertretung bes Kreises Gießen stützt sich auf bie Mehrzahl ber Svieler ber Luftwaffe. Dem Schiebsrichter Schmibt (Hörnsheim) stellen sich folgenbe Einheiten: Kreis Wetzlar: Loh, Gimbel (Lützellinden), Weller (Niedergirmes), Dietrich (Garbenheim), Sommerkorn (Hochelheim), Hagner (Katzenfurt), Pohl (Garbenheim), Lang (Hochelheim), Hofmann (Niedergirmes), Schmidt (Hörnsheim), Jung (Lützellinden). Kreis Gießen: Mohn (Grüningen), Trautwein, Bracker (Luftwaffe), Ulm (Heuchelheim), Lieb (Lutwaffe), Wifsig (Lang-Göns), Kirchner (Luftwaffe), Sander (Holzheim), Fay (Grüningen). Ammerbacher (Luftwaffe), Bentheim (Mtv. Gießen). Fußball in Laubach. Am Sonntag fand in Laubach ein Freundschaftsspiel zwischen ber Jugenbelf von Ruppertsburg unb der Jugenbelf von Laubach statt. Die Ruppertsbur- ger Mannschaft zeigte sich überlegen. Das Spiel enbete mit 3:0 für die Ruppertsburger Jugendelf. Kurze Gportnolizen. Die d-eutschen Tennis-Mei st erschaf» t e n, bie am Donnerstag in Braunschweig beginnen, finb ausgezeichnet besetzt Die beutsche Spitzenklasse, voran Henkel, Koch, Gies, v. Metaxa. Gulcz und Graf Baworowski, ist ziemlich vollzählig vertreten. Oer deuische Siegeszug im Osten in der neuen Wochenschau. Die gewaltigen Vernichtungsschlachten, über beten siegreichen Verlauft die Sonbermeldun- gen bes Wehrmachtberichtes in großen Zügen berichten, sind in außerorbentlich dramatischen, mitreißenden Bikdern in der neuen Wochenschau festgehalten. Sie geben durch die lebendige, oft erschütternde Darstellung einzelner Kampfhandlungen einen annähernden Begriff, welche uner- reicyten Leistungen der deutsche Soldat vollbringt. Unwillkürlich muß man an ben Ausspruch des Führers, der umjubelt von den Soldaten an ber Ostfront eintrifft, denken, daß der deutsche Soldat der beste Soldat der Welt ist. Hat doch allein unsere Infanterie in den sechs Wochen des Krieges im Osten an 1000 Kilometer marschierend und kämpfend zurückgelegt. Für den deutschen Soldaten gibt es tetne Hindernisse, keinen Aufenthalt. Die verzweifelten Bemühungen der eingekesselten bolschewistischen Truppen, den immer enger werdenden stählernen Ring zu durchstoßen, brechen im Feuer deutscher Geschütze zusammen. Brennende Dörfer und Städte bezeichnen den sowjetischen Rückzugsweg, unübersichtlich das erbeutete Material, das fast stündlich wächst. Freiwilligen-Transporte aus allen Teilen Eüropas gehen an die Front ab, um Schulter an Schulter mit den deutschen Truppen den Bolschewismus zu treffen und feine Heere zu vernichten. An allen Fronten Kampf! Ueberall, im Raume von Salla, im Norden Finnlands, am Südflügel der Front erzwingen deutsche und rumänische Verbände die Befreiung Beffarabiens vom Feinde. König Sommerkampfspiele der HZ. Nur wenige Wochen trennen uns noch von den ■3 Sommer-Kampffpielen ber H I., die vom 24. bis 31. August in Breslau veranstaltet werben. Vorausgegangen sind bie ©ruppenkämpfe ber Jungen im Fußball, Hanbball und Hockey sowie ber Mädel im Hanbball unb Hockey. In jeweils 12 Gruppen würben bie Turniersieger fest- gestellt, bie nun in ber Ausscheibungsrunde am 10. August um die Teilnahme an den Schlußkämpfen um die Jugendmeisterschaften in Breslau antreten werden. Die Zwischenrunde im Fußball bringt am Sonntag folgenbe sechs Spiele: Pommern — Ostland: Sachsen — ^!ttelelbe; Wien — Kärnten: Ruhr/Niederrhein — Moselland: Westfalen — Düsseldorf: Franken — Württemberg. Im Handball ergibt sich folgender Spielplan: Ostland oder Brandenburg — Berlin; Sachsen — Mittelland: Wien — Hochland; Ruhr/Niederrhein gegen Baden; Düsseldorf — Thüringen; Franken gegen Württemberg. Mit einer Ausnahme ist im Handball bes BDM. alles klar. Am 10. August werben bie in ben Vorturnieren siegreichen 12 Obergaue zu folgenden Spielen antreten: Hamburg — Nord mark; Ost- Michael von Rumänien und Staatsführer Auto- nescu haben sich zu den siegreich vorrückenden Truppen begeben. Mit Floßsäcken und Sturmbooten setzen deutsche Soldaten über den noch unter feindlichem Beschuß liegenden Dnjestr. Aus Dörfern und den dichten, unübersichtlichen Wäldern werden die Bolschewisten herausgeholt und in Gefangenenlager übergeführt. Die entsetzlichen Oreueltaten von Balti, wo die Bewohner von den Bolschewiken niedergemetzelt und zu Tode gemartert wurden, sind bie rechte Illustrierung der verlogenen Phrase von bem „Paradies der Bauern und Arbeiter", auch bie armseligen, rachitischen, vollkommen unterernährten Kinder, die menschenunwürdigen Erdlöcher und Bretterbuden, „Wohnungen" genannt, ober bie Kirchen, die zu Wodkabrennereien und Elektrizitätswerken mißbraucht werden. Hart unb erbittert war der Kampf um Smolensk, die Stadt und die umliegenden Dörfer find ein einziges Flammenmeer. Bilder aus ber eroberten Ukraine, Luftangriff auf Moskau, Flammen lodern zum Himmel, militärische unb wehrwirtschaftliche Anlagen sind getroffen, obgleich sowjetische und englische Lügenmeldungen stets den Zusammenbruch der deutschen Luftangriffe vor Moskau melden. Die Luftwaffe bekämpft wirksam sowjetische Bomber unb Jäger, Flugplätze des Feindes verwandeln sich in Trümmerstätten. Endlos ziehen Gefangene den Weg nach den Gefangenenlagern. Das siegreiche deutsche Heer ist in unaufhaltsamem Vormarsch! I. M. J. land — Berlin; Sachsen — Wien; Hochland — Franken; Württemberg — Baden; Westfalen — Düsseldorf oder Hessen-Nassau. Gleichzeitig wird am 10. August bie Vorrunde zur Wasserball- Meisterschaft der HI. abgeschlossen. Als Turniersieger unb Teilnehmer für Breslau finb vorerst die Gebiete Danzig/Westpreu- ßen, Westfalen und Berlin ermittelt worben. Arn kommenden Wochenende fallen die restlichen Entscheidungen in Nürnberg (Franken, Kurhessen, Württemberg), Linz (Dberbonau, Oberschlesien, Hessen-Nassau), Hannover (Niedersachsen, Hamburg, Nordmark, Nordsee), in Wien (Wien, Hochland, Sudetenland) unb Erfurt (Düsselborf, Sachsen, Mittelelbe). Dreimal um den Tschammerpokal. Die Runbe ber „letzten Sechzehn" tm Fußball- Tschammerpokal-Wettbewerb soll am Sonntag vervollständigt werden. Aus ber zweiten Schlußrunbe finb noch bie Begegnungen 1. FC. Nürnberg gegen Spvg. Fürth unb Schalke 04 gegen Fortuna Düsselborf rückständig, außerbem müssen Rotweiß Frankfurt unb FV. Metz, die sich am letzten Sonntag in Metz torlos trennten, zum Wiederholungsspiel antreten. Wer im Nürnberg-Fürther Lokaltreffen die Ober- Die Dominiks. Roman üon Hellmuth M.lSottcher. 50. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Friedrich Dominik hat seinen Wagen an eine ganz einsame Stelle gefahren. Das Ufer tft hier hoch und felsig unb fällt stell zur See ab. Der Wald tritt dicht an den Hang unb überschattet bie von Sturm unb Wetter zerrissenen tiefen Schrunden. In diesen Kluften hat Godeke Michel, der Seeräuber, vor einem halben Jahrtausend Schutz ge- funben, als bie Hamburger seinem Kampfgenossen Klaus Störtebecker auf dem Brock bas hochgemute Haupt vom Rumpf getrennt hatten. Wenn ber Volksmund recht hat, bann bergen bie Risse dicht herum im Kreibegestein noch genug Schätze von eblem Goldgeschirr unb auch Silbergeld. Gobeke Michel hat sie so gut zu verbergen gewußt, baß sie kein Mensch roieberftnben konnte. — Wäre er selber hier geblieben, bann hätte wohl ber Sand zwischen ben holprigen Steinen auf bem Brock nicht auch sein unb seiner Gefährten Blut getrunken — kaum bah zwei Jahre nach bes großen Führers Tob verflossen waren. Aber das sind alte Geschichten, unb bie meisten, die Herkommen an bie entlegene Lanbzunge, die wie ein ausgestreckter Finger in das stürmische Meer wächst, denken nicht mehr daran. Martha Lind geht seltsamerweise ein Teil davon durch den Sinn, als sie beide nun schweigend über bas weite, graue, aufgewühlte Wasser schauen. Unb nun denkt sie, daß hinter ihr eine Gefahr steht, der sie entrinnen möchte unb in bie sie sich vielleicht, ohne es zu wissen, immer tiefer verstrickt. Sie fühlt irgendein Gemeinsames mit Godeke Michel und seiner Schar, die eine bessere Welt schaffen und Gottes Freunde sein wollten —aber nur aller Menschen Feind wurden. Unb dann ist noch eines. Gerade an dieser Stelle n>ur es, wo sie damals Friedrich Dominik ihr Wort gab — damals vor einem Menschenleben, bas von Mattheus Lind zertrümmert wurde. Warum mag Diedrich Dominik eben diesen Platz ausgesucht haben? Weiß er um diese Erinnerungen nicht mehr. Unb wieder zeigt sich, in wie tiefem ©leichklang ihre Seelen noch immer zueinander stimmen, denn eben antwortet Dominik auf bie schweigend gestellte Fraae. „Da sind wir wieder an bem alten Platz, Martha, ber uns beiden einmal eine sehr reiche, eine sehr glückliche Stunde geschenkt hat ...' Es ist bann später anders gekommen als wir gedacht hatten. Das Leben ist stärker als unser guter Wille ..." Das ist wie ein Streicheln mit weichen Händen. Auch so etwas gibt es? staunt Martha. Ich hab es nur vergessen gehabt — oder nicht mehr daran geglaubt ... „Nun mußt du es dir so denken, Martha: Daß wir schon einmal hier oben saßen und daß alles, was inzwischen war, nicht gewesen ist. Wir sind damals eingeschlafen, als Siebenschläfer, und die Welt ging weiter seither — aber mir haben nur von ihr geträumt. Wir sitzen am alten Platze. Träume gelten nicht für bas Leben. Wenn man will, kann man sie vergessen. Wir wollen uns ein» bilden, mir seien eben erst erwacht ... Alles ist wie damals. Nur bie Bäume sind höher und stärker geworden unb urffere Köpfe alt ..." Martha nickt. Man ist damals eingeschlafen unb heute erst wieder aufgewacht, und alles ist wie es war — Das Meer ist ba, unb der Wald ist da, alles wie einst. Bloß die Schrunden und Klüfte im Kreide- geftein finb womöglich ein wenig tiefer geworden. Man sieht es ihnen an, daß auch ihnen die Zeit viel Sturm und Wetter gebracht hat ... Friedrich Dominik wartet geduldig, baß Martha zu sprechen anfängt. Und Meer, Wald unb Himmel helfen ihm dabei. Ganz langsam unb zögernd erst setzt sie ihre Worte, wie ein Kind, das Muscheln sucht und voller Verwundern ist, aber noch nicht weiß, was es mit bem neuen Schatz anfangen soll. Satz schließt sich an Satz. Gedanke schlingt sich an Gedanke. Was sie in Jahren und Jahren in sich hinabge- schlungen hat an Leiden unb Erdulden, das ringt sich frei. Unb wird zu Wort und Träne. Und wenn es Gestalt gewonnen, dann ist es ihr selbst plötzlich fremd wie das Erlebnis eines andern, das sie irgendwann mit durchgestritten hat, unb sie kann sich nur noch wundern, daß es ihr früher so naheging. Friedrich Dominik hört zu. Er fragt ganz wenig. Nur bann unb wann hilft er ihr, mit einem Blick ober mit einer Bewegung seiner Hanb. Unb dann ist Martha Lind fertig und lächelt durch ihre Tränen hindurch und sagt in ihrer seltsam erfüllt klingenden Stimme: „Nun ist bas alles nicht mehr so schlimm. Ich weiß kaum noch, worüber ich traurig war. Ich hätte schon längst einmal ben Mut finden sollen, mit einem Menschen darüber zu sprechen, ben ich lieb habe." Friedrich hört nur das „lieb habe". Er vergißt, daß Martha eine alte Frau ist, unb vergißt, baß er selber graues Haar hat unb baß sie beibe Kinder haben, die sich lieben. Er zieht Martha an sich, daß ihr Kopf an seinem Gesicht liegt und ihr Haar um seine Stirn und seine Augen fächelt. So sitzen sie nebeneinander und fühlen sich ganz nahe uniT lächeln still vor sich hin. Sie waren ja nur eingeschlafen — damals. Und sind jetzt wieder aufgewacht. Und alles dazwischen war Traum. „Ich war immer bei dir", sagte Martha, „darum konnte ich bas anbere alles ertragen." „Wir waren immer beieinanber", nickt Frieb- rich. „Darum konnte biese heilige Stunbe über uns kommen. Unsere Sehnsucht hat sie bem Schicksal abgezwungen. Martha schaut in bie Weite. „Die Liebe ist stärker als bas Leben — sonst wäre ich längst gestorben", sie lächelt mieber. „Schon damals, als Brigitte noch nicht da war. Nachher habe ich auch um ihretwillen aushalten müssen." Der Wind zaust bie buschigen Kieferkronen unb zischelt im Weidengebüsch. Am Strande wirft er ben Sand hoch unb treibt ihn in bie Spalten bes Kreide- gesteins. Da reibt er an ben Schrunben unb macht sie um eines Lichtstrahles Breite tiefer. Vielleicht gelingt es feiner Unrast, bie Schätze Godeke Michels freizulegen? Sand unb Regen, Frost unb Hitze finb ihm bereite Helfer. Unb einmal kommt er wohl zu seinem Ziel ... Wir kommen alle einmal zu unserem Ziel; die einen früher, bie anderen später. Bloß manchmal ist es zu spät. Friedrich Dominik reckt sich auf. „Du kannst natürlich nicht zu Lind zurück, Martha. Jetzt nicht mehr. Auch wenn der Streit heute früh nicht gewesen wäre, würde ich dich nicht zurücklassen." Martha hat bas längst vergessen gehabt. „Was sollen wir tun?" fragt sie. „Wir finb uns verfallen", sinnt Dominik. „Also müssen wir beisammen bleiben. Die Menschen frei» lief) werden reden. Man wird uns beschimpfen. Fürchtest du dich?" „Wie soll ich mich fürchten, wenn ich bei dir sein kann! — Wir sind wohl beide auch zu alt ge» worben, um uns noch fürchten zu können." Sie bleiben lange auf ihrem einsamen Platz. Erst als bie Sonne ins Meer gesunken ist, fahren sie heim. In ber Diele bes Dominikschen Hauses brennt Lickt. Friebrich geht voraus, um zu sehen, ob etwa Besuch ba sei. Es ist nicht notmenbig, es gleich alle Welt wissen zu lassen, baß Martha zu ihm ge» kommen ist; man wirb es auch so noch zeitig genug erfahren. Als er ben Raum betritt, strahlt ihm Nissen entgegen. „Ich habe heute eine neue Direktionsgehilfin ein» gestellt, Vater! Ich hoffe, bu hast nichts bagegen?* Aus dem Dunkel des Ecktisches löst sich eine schlanke Gestalt unb kommt ein wenig scheu ins Licht. Martha —? Nein, bas kann ja istcht fein! „Brigitte Linb?" fragt Dominik erstaunt. Diese große Ähnlichkeit! So hat bie Mutter einmal aus- gesehen — bamals ... Wie oft hat er heute schon an bieses „Damals" benten müssen! Brigitte ist dicht herangekommen. Ihre Augen sind gesenkt. Sie hat Angst gehabt vor diesem ersten Zusammentreffen mit Nissens Vater. Der alte Herr streckt ihr bie Hanb hin. „Seien Sie mir herzlich willkommen, Fräulein Lind!" Unb er legt seinen Arm um ihre Schultern. „Dars ich bleiben?" fragt Brigitte leise. Dominik lächelt. „Da müssen Sie Ihre Mutter fragen!" Er gehi zur Tür, wo Martha noch immer wartet, und führt sie herein. Unb als er sieht, daß Muller unb Tochter ein» anber in ben Armen liegen, geht er leise hinüber tit fein Zimmer. (Fortsetzung folgt.) Po le ve ifer । cw1 ;#S IÄ fe'! fe1 MlltffÜfjfi Öen so t tbänbe wtöe do< ■tySm Mioi|io wwn i SM Uhren norbo wtrtanöe i Fersler Meße $ü& im ^Wls ichnell J*. noi Müdes, ‘ raw i5o ' fällige $ rjnlie ne der h0» *7 miede jSmi !?' Si ikret i( s Die x, 1 h-, %,’• :$ >•11, ib lö