H z z-. - H. / . M Samstag, 7. / Sonntag, 8. Juni 194t JW* 9 Samstag, 7. Giehener Anzeiger rkklG hat, die nationalen Kräfte im Gegensatz zum en. oesene. itieg M dem Plq darf ma .DieM die iiStb §s w'm igeScr n ^Berliner par- will Den 13:1« zleichzeih ■ Pionim würde ei- lilig eines der > t von en> Hafts-Ent' 3te N •^n zunächst der Fall zu sein schien. Denn bei i Üren mußten sich die Lockungen der europäischen - )ff!isatton als besonders gefährlich erweisen, -ön ie- Schriften im Mittelpunkt. 34 Semester kann Iles Student an der Hochschule zubringen, wenn mebanischen Staaten Vorderasiens zurücktraten und zu einen] Zusammenschluß in dem islamitischen Block führten, da konnte die islamitische Welt auch wagen, ihren wahren Gegner England mit Namen zu nennen. So flammten die Ausstände vor zehn Jahren in Palästina gegen die Juden und ihre Beschützer aus, so jetzt der regelrechte Krieg des Irak gegen die britischen Streitkräfte. So gärt esjetzt in aller Welt, wo mohammedanische Völker von England ausgesaugt und unterdrückt werden, vor allem an der Stätte in Aegypten, welche die Völker für den Freiheitskampf durch Weckung der Glaubenskraft geschult hat. Die Kämpfe in Kairo gehören schon seit längerer Zeit zu den Ursachen schwerster britischer Sorgen, zumal sie wegen ihres religiösen Charakters und mit Rücksicht auf Indien nicht mit dem Machdruck ver° Südamerika und der englische Krieg Oie ibero-amerikanischen Staaten sind frei und handeln souverän. folgt werden können, wie es mancher englische Gewalthaber wohl gern möchte. Enge Zusammenarbeit der Araber mit den Achsenmächten Tetuan, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Zeitung „Al Huriyyah" veröffentlicht eine Serie von Artikeln aus der Feder des Emirs Schekib Arslan, in denen der Vorschlag zu einem g-r 0 - ßen Kongreß unterbreitet wird, an dem alle im Ausland und insbesondere in Süd- und Nordamerika lebender Araber teilnehmen sollen. Dieser Kongreß solle die enge Zusammenarbeit der Araber mit ben Achsenmächten beschließen, denn die Feinde Deutschlands und Italiens seien auch die Feinde der mohammedanischen Welt. Emir Arslan kommt zu der Schlußfolgerung, daß die Engländer unter dem Vorwand, das Chri- führungen nichts weiter hinzuzufügen, als eine der treteii und die Bevölkerung ausplündern sowie Unfrieden und Massenmorde anstfften. itLmeiitenl Mschlch der Aw schon dr- M, ba Rio d e Janeiro, 6. Juni. (DNB.) Im Verlaufe eines Interviews an die Rio-Presse erklärte der zur Zeit dort weilende argentinische Außenminister Guinazu, daß die Haltung Amerikas im gegenwärtigen Krieg in den Konferenzen von Panama und Havanna festgelegt sei. Aus die Frage, welches die Haltung Argentiniens zu dem Problem der Falklands- i n f e l n sei, stellte Guinazu fest, daß Argentinien von seiner bisherigen Haltung nicht abgehen könne. Es betrachte nach wie vor die Falklandsinseln als nationalen argentinischen Besitz. Bei einem Festessen, welches die brasilianische Regierung dem argentinischen Außenminister Gui- nazu zu Ehren gab, wurden zwischen den brastlia- nischen und argentinischen Außenministern Ansprachen gewechselt, die die Bereitschaft zu enger Zusammenarbeit beider Länder betonten. Der brasilianische Außenminister Ar an ha erklärt in diesem Zusammenhang, die südamerikanischen Republiken seien beseelt von der Pflicht, die gute Nachbarschaft zu befestigen, ihre Zivilisation zu erhalten, ihre Kultur zu stützen und trotz des Krieges in anderen Kontinenten gemeinsam die ‘nationale Sicherheit und die Unverletzlichkeit ihrer Gebiete zu schützen. „Wir wollen", so sagte der brasilianische Außenminister, „fein politisches Sonder- statut für Amerika, wir wolle nur unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unseren Frieden erhalten." Der argentinische Außenminister Guinazu erklärte in seiner Antwort, er habe auf seiner Reise feststellen können, daß es ein panamerikanisches Bewußtsein auf der Grundlage jener Aspiration gibt, die auf den Konferenzen in Panama, Havanna und auf dem Kontinent zum Ausdruck kamen. Dieses panamerikanische Bewußtsein, so fuhr Guinazu fort, sei aber so geartet, daß hierdurch die Eigen Persönlichkeit der Staaten nicht verhindert werden dürfe. Es gebe also nur eine defensive Zusammenarbeit im Falle eines Angriffes, die dadurch charakterisiert sei. daß dann die amerikanischen Re° Nte? 1 gerech Spielzrii treten jtz M 3. lamentarischen Wirrwarr organisch entwickeln und das ganze soziale und wirtschaftliche Leben zu durchdringen bestrebt ist. pwrung begriffene Islam, der sich nicht an poli- jft ober volkliche Grenzen gebunben weiß, hat MIunst ber Lage Aegyptens schon seit längerer U in ihrer vollen Bedeutung erkannt und des- M Kairo, die Hauptstadt des Landes, zum Ißt, zum Denkmittelpunkt des Islams leipcht. rjibei war er klug genug, die glaubensmäßige Irntaftbarfeit ber heiligen Stabt Mekka mit kei- ta Wort auch nur in Zweifel zu ziehen: er ließ M twillig selbst Istanbul die großen Erinnerungen, M)ie Stabt mit bem Kalifat verbinben, er knüpfte Mjlich an bie Vergangenheit ber Stabt Kairo an Mließ im übrigen die Gunst ber Lage Aegyptens ausroirfen. In bem geschlossenen Raum ber ilAiittschen Welt, bie 250 Mill. Anhänger in einem >r ?n Streifen von bcn Küsten bes Atlantischen Mns in Norbafrika bis zur Ostgrenze bes Jn- Mn Ozeans in Hinterinbien umgreift, liegt y||r 0 fast genau in ber Mitte. Die wichtige Ver- Ih-Iinie von Gibraltar über ben Suezkanal bis ißopur schlingt sich wie ein haltendes Band um ■Si Streifen und sieht Kairo mit seinen mehr als jll. Einwohnern als das Schmuckstück von Strei- >n.nb Band an, bem barin keine Stabt an Größe Annahme von Amergen für die Mittagsnummer biSSVoUbr des Vormittags Anzeigen-Vreife: Anzeigenteil 7 Rpf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Oie deutsch kroatische Freundschaft Oer Führer empfing Or. pavelir. en. 8*' isvrechanschluff 2251 Druck und Verlag: vrühlscheUniverfitStrdruckereiS. Lange ftn tarnt. Um diese Kunst zu verbreiten, sind be- oriy>rs rührige, von Kairo aus geleitete Lehrer- »«nisationen tätig. t f Dir DuÜsiarnkett innerhalb ber einzelnen Nich- ’Wn des Islams ist es zu Derbanten, daß me Sdete.Jugend dem Mohammedamsmus mcht m Maße verloren geht, wie das bei anderen -de- ifL. .M . zv- r # • । 1 • Li. .S /-turn nOfTU finkeit zu erreichen. Dadurch gelangt er ins Manner ter. Und so wird es begreiflich, wenn bie nten ber Universität auch gelegentlich in den n ber Politik ein entscheibenbes Wort edien. Sie sind mit den propaganbistischen publiken als freie souveräne Saaten handeln würden. Zum Besuch des argentinischen Außenministers veröffentlichen die Zeitungen herzliche Begrüßungsartikel. Der bekannte brasilianische Publizist Maciel F i l h 0 schreibt im ,Lmparcial", der Besuch gebe Gelegenheit, in der Epoche ber Kriegsleiden- schaften das Geftihl ber brüberlichen Zusammenarbeit in dem gemeinsamen Bemühen um Frieden auf dem Kontinent zu manifestieren. „Meiobia" weist darauf hin, daß Argentiniens und Brasiliens Gesichtspunkte seit Kriegsbeginn stets ü b e r e i n ft i m m t e n. Die Regierungen der beiden Länder seien dem europäischen Konflikt ferngeblteben und stünden fest zu den auf der Panama-Konferenz übernommenen Verpflichtüngen. Zu der Frage über die gemeinsame Verteidigung der La-Plata-Länder nimmt die Buenos-Aires-Zeitung „Nacion" Stellung. Das bekannte argentinische Blatt schreibt: Für uns ist Rio be la Plata genau so wichtig, wie etwa das britische Meer für die anliegenden Nationen. Uruguay und Paraguay müssen sich daher mit Argentinien in all den Fragen solidarisch fühlen, welche die Schiffahrt und die Verteidigung .dieses Flusses betreffen. Dasselbe gilt für Bolivien, dessen Handelsverkehr auf den La-Plata- Strom angewiesen ist. Das Blatt vertritt dann den Standpunkt, daß Argentinien in Anbetracht der langgestreckten Flußuser an diesem Gebiet stärker interessiert sei und es deshalb auch den Schutz und die Serteibigung bes La Plata übernommen hat. Kriegsministerkonferenz in Buenos Aires. Buenos Aires. 6. Juni. (DNB.) United Preß melbet aus M 0 n t e o i b e o , bie argentinische Regierung habe bie Kriegsmini st er von Chile, Uruguay, Paraguay, Bolivien unb den Vereinigten Staaten zur Besprechung aktuelle« Probleme nach Buenos Aires emgelades. 'Ml "er iwqj .! Beim Führer. Oberfalz berg, 6. Juni. (DMB.) Der Führer empfing Freiiagnachmittag im Berghof auf dem Oberfalzberg in Gegenwart des Reichsmarschalls Hermann Göring unb des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den kroatischen Staatsführer Dr. A n t e p a v e l i c. Die Aussprache mit dem Staatsführer des jungen kroatischen Staates, dessen Volk durch den Sieg der Achse die Freiheit vom Joch von Versailles erringen konnte, verlief im Geiste der herzlichen Freundschaft, die das deutsche und das kroatische Volk miteinander verbindet. Im Anschluß an die Besprechung überreichte Dr. p a v e l i c dem Führer eine friderizianische Fahne aus dem Siebenjährigen Krieg und ein Schachspiel Friedrichs des Großen. Danach stellte der kroatische Staatsführer dem Führer die Herren seiner Begleitung vor. Bei der Ankunft und Abfahrt erwies ein Ehrenzug der Waffen-^ dem kroatischen Staatsführer die militärischen Ehrenbezeigungen. Herzliche Verabschiedung. Salzburg, 6.Juni. (DNB.) Der kroatische Staatsführer Dr. Ante P av elit sch verließ am Freitagabend Salzburg, um sich nach Kroatien zu- rückzubegeben. Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, geleitete Dr.Pavc- l i t f ch zum Bahnhof unb verabschiebete sich von ihm nach bem Abschreiten ber angetretenen Ehrenkompanie aufs herzlichste. Wie bei der Ankunft hatten sich auch zur Verabschiedung bes kroatischen Staatsführers die Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht bes Gaues Salzburg und die zuständigen Abteilungsleiter bes Auswärtigen Amtes auf dem Bahnhof eingefunben. Oer Giaatschef Kroatiens. Dr Pavelitsch, ber Staatschef ober, wie er in feiner Muttersprache heißt, ber Poglavnik des neugeschaffenen Kroattens, ist bei unserem Führer -u einer Aussprache gewesen. Er hat, als die serbischen Putschgeneräle Jugoslawien in das Kriegsabenteuer führten und es dort auseinanderbrechen ließen, bie Kroaten in bas Lager ber Achsenmächte geführt. Dr. Pavelitsch war von jeher ein erbitterter Feind jener Ausgleichungspolitik, bie von dem Kroaten Dr. M a t s ch e k geführt, auf eine Aussöhnung der kroatisch-serbischen Gegensätze hoffte und bitter enttäuscht worden ist. Als Maffchek im Gegensatz zu dem von Serben im Belgrader Parlament erschossenen Kroatenführer R a d i t s ch seinen Frieden mit den Belgrader größenwahnsinnigen Gewalthabern machte und damit bas Testament Ratz iftch's verleugnete, als er sogar in bas Kabinett ber , serbischen PutjchgenerÄL eintrat, trennte sich ganz Salzburg, 6. Juni. (DNB.) Aus Einladung I ber Reichsregierung trat heute vormittag ber kroa-1 tische Staatssührer Dr. Ante P a v e l i c zu einem Besuch in Salzburg ein. Der Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop begrüßte Dr. 21 rite Pavelic auf bem- Bahnsteig unb geleitete ihn nach Abschreiten der angetretenen Ehrenkompanie ins Hotel. In Begleitung des kroatischen Staatsführers be- finben sich der Innenminister Dr. Andrija 21 rtu = kovic, der Staatssekretär des Aeußeren, Dr. Mladen Lorkovic, Feldmarschalleutnant Vladimir Laxer, der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Vladimir K o z a k, der Vorsitzende des Staatsamtes für innere Kolonisierung, Mato Iagatic, der Bürgermeister von Agram, Ivo Werner, der Chef der Politischen Abteilung des Außenamtes, Dr. Djekoslav Francic und der Pressereferent des Außenamtes, Dr. Ernst Bauer. Zum Empfang des kroatischen Staatsführers und seiner Begleitung waren die führenden Persönlichkeiten von Staat" Partei und Wehrmacht des Gaues Salzburg und die Abteilungsleiter des Auswärtigen Amtes auf dem Bahnhof erschienen. Der deutsche Gesandte in 21 gram, Kasche, begleitete ben staats sichrer auf seiner Reise. Der kroatische Gesandte in Berlin, Benzer, war zur Begrüßung des Staatsführers gleichfalls in Salzburg erschienen. Heute mittag hatte der Reichsaußenminister von Ribbentrop mit Dr. Ante Pavelic im Landhaus Fuschl eine herzliche Aussprache. Der Besprechung folgte ein gemeinsames Mittagessen, an dem die Herren der Begleitung des kroatischen^ Staatsführers und Mitarbeiter Des Reichsaußenministers teilnahmen. ' Die Kroaten hatten Jahrtausende lang zum deutschen Kulturkreis gehört. Sie waren und sind ein hochbegabtes Bauernvolk, das in den Kämpfen gegen die Türken, denen die Serben bis im vorigen Jahrhundert unterworfen waren, eine kriegerische Grenzbevölkerung bildete. Dieser bäuerliche unb militante Geist hat zusammen mit der Konfession bie Kroaten in Gegensatz zum Serbentum gebracht, bas bie orientalische Art niemals ganz abstreifte, zudem griechisch-katholisch ist, während die Kroaten sich zur römischen Kirche bekennen. Während die Serben sich allen Einflüssen des Judentums, der General-Anzeiger für Oberhessen $ «ietzen^chulftratzer-, „Hauptstadt der Welt." Von Kurt Matzmann. Mitunter sind es Ereignisse und Aeußerungen am Rande bes Geschehens bewegter Zeiten, sinb es gelegentliche unb zufällige Formulierungen, bie schlaglichtartig bie geistige Situation erhellen unb bie tiefen Klüfte im Kraftfelbe ber politischen Gegensätze aufzeigen. Solch ein auffaüenbes Blitzlicht scheint uns eine Aeußerung au sein, bie jenseits bes Atlantiks Dorothy Thompson machte, bie Leib- journaliftin Roosevelts unb eine jener Frauen, bie gleich ber ,ersten Laby" ber Vereinigten Staaten kräftig in die Kriegsposaune stoßen. So also ließ bie Thompson sich vernehmen: „In Zukunft wirb entmeber Berlin ober Washington bie Hauptstabt ber Welt sein. Ich möchte, baß es Washington wirb!" In ber Tat ist biese in bie Debatte über bie Kriegsbeteiligung ber Vereinigten Staaten geworfene Formulierung, bie eine auf ben im Grunbe durchaus unpolitischen „kleinen Mann" der Staaten zugeschnittene Parole bedeutet, aufschlußreicher als manch eine offizielle Rede der prominenten amerikanischen Kriegshetzer, denn sie enthüllt sowohl die geistige Situation als auch die Methoden der Kriegshetzer zur Erzeugung einer allgemeinen Stimmung, einer Psychose, die die Beteiligung Amerikas als „Abwehr und Notwehr gegen einen angeblich unvermeidlichen späteren Angriff Deutschlands auf Amerika, ber versklavenden Diktatur auf die Bastion der Freiheit", begreifen soll. Nach diesem Schema, das allerdings zur Ueberrumpelung auch des primitivsten politischen Verstandes durch eine echt amerikanische Panikmache eine dafür besonders anfällige Bevölkerung zur Voraussetzung hat, gewinnt die tr“. Minen hatten. _ in ß’ 115t Kairo befand sich ber Generalstab, ber Kopf t. [ i n Semegung. Sein Name ist El-Azhar, die bald ^vMIWndjährige mohammedanische U n i» h erfität, deren Sitz in einer riesenhaften Mo- r emt aufgeschlagen ist. Mehr als 5000 Studenten man hier, die alle Theologie, Literatur unb ^^'kl^-mmedanisches Recht fhibieren. Sie kommen !naDenD‘ t u; allen Teilen der Erbe, wo Mohammebaner 11 I ibn. Sie vertreten alle Rassen Afrikas unb Asiens, xrtig, fltten Stubien stehen ber Koran unb bie heili- lagw~ ‘ üw Ife Shlbent üh uti j/uu/p/u.v ----- 3hir W .Hy dgran l^gt, bie höchsten Grabe ber Gelehr- jenjmjp—- ■- - * ' 1 m'“ igliche ö i assen M- i eines N jj t iiuifletqeii. oie |inu vm pvy»ö--- er s^^ ‘Dl ft oben auf ber Straße und in ber Volksver- Serbü ® |™I-* ____i__..i minhör mir Kroatien von diesem Verräter, und Dr. Pavelitsch, ber feit vielen Jahren in ber Verbannung gelebt und in Kroatien die Bewegung der Ustaschen organisiert hatte, etwa seit 1933, deren Programm in wesentlichen Punkten dem Nattonalsozialismus entspricht, üvemahm die Führung. Dieses Ustaschen- Programm geht auf die Idee der Volksgemeim schäft zurück, die im Bauerntum ihre Grundlage zurnn-.. । 3)ta&e verloren geht, wie das bei anoeren De- ioii L',; : ^nnuffen in Erscheinung tritt unb kei" 7,; [ ' i fiI!uiwu-Rimm ui» uc|uiwci.= --- ' . n E < * £ etzten Jahren hat sich jedoch eine grundlegende i ftI Mndlung vollzogen. Die Abschaffung des aüge- siÄ Bedeutung auch nur nahe kommt,, selbst nicht isas rüher führende Istanbul. Diese Feststellungen ' 1 ^Tatsachen, an denen kein denkender Mohamme- 1 Lr vorübergehen kann und noch weniger will. !)ik.Zertrümmerung des großtürkischen Reiches in 'M ersten Viertel dieses Jahrhunderts sowie die jMIt verbundene endgültige Abschaffung des Kali- 1 6$ 1924 ist im Grunde dem Islam nur zum Segen ! «gerben. Er konnte sich auf seine innere Kraft. e .Mnen unb baburch bem Glauben als solchem eine IRichtung geben. Das Dogma würbe verein- nur sein sittlicher Gehalt blieb sowie als iches Merkmal bie Form ber Gebote! Man dulbsa-m gegen die vielfachen Richtungen alb ber Lehre, wenn sie nur an den Grund- bes Propheten festhielten. Dafür konnte man uptfraftqueUe der Frühzeit, den Kampf gegen gläubigen, wieder in den Vordergrund stellen, erlebte die Welt das Schauspiel: der Islam aufderganzen Linie zumAngriff ! Zwar nicht mehr mit Feuer und Schwert t der großen Vergangenheit, sondern mit den n moderner Propaganda, wie sie besonders gelsächsischen Mächte in Europa und Amerika J rnim frei. Der religiöse Eifer der (Seiimcpreir ianu tjlaK:' ' fareues Betätigungsfeld nach der nationalen i 6’e % ' : tag Darin folgte ihr die Jugend unb insbesondere uf 11 rkademische Jugend von Kairo. Als nun gar olaü den Einfluß Ata Türks und Ibn Sauds IttbSk xolttischen Gegensätze zwischen den rnoham- Jahrgang ür-135 .cheint täglich, außer inntags und Feiertags Beilagen: teftenei Familienblätter tmatunBild DieScholle Bezugspreis: dnatlich........RM1.80 bÄf Ket^b^tcöte rschein en - !^dlge höherer Gewalt Se.4r - Gerda g diese/ I A Mn gingen. So vermag oer m xauu bleA . ttp| des Islams seine Wissens- unb Willensener- 5>. < strii überallhin zu verteilen, wo man wenigstens UL. e__it— ,,i norhtPtfpn. flrtb bC3 hesK r ihr-L td'eL inltA, _' lomlung völlig vertraut. Unb nicht minder mit tnarrti^J )e Publizistik! Kairo sieht bie wichtigsten "ftmmedanischen Verlagsanstalten in seinen Hern. Zur Zett wird bas gesamte arabische rfttum in Kairo gedruckt unb von dort in alle [I ausgeführt, weil die Korankenntnis allmah- . i>ei allen Mohammebanern eine göwisfe Kennt- "ii.ber arabischen Sprache herbeiführt. Ein deut- !chr Forschungsreisender mußte unlängst feststellen: & mehr die britische Oberhoheit in Aegypten :m : Bei! der vergangenen Jahre versücht hat, die brrfefreiheit zu beschränken, umsomehr wuchs der kffuß bes gedruckten Wortes. Die Aegypter sind ® Volk von Zeitungslesern geworden!" Dieser dtz wird bekräftigt durch bie Beobachtung daß Md) im Durchschnitt von etwa 200 arabischen Mngen unb Zeitschriften allein über 15 Mil- hin Sendungen über die ägyptischen Postan- [Mn gingen. So vermag der in Kano denkende Kairo, der Kopf des Islams | Von unserem Dr.-Berichterstatter. isalle m i >och Ok fe Brückenlage Aegyptens zwischen ^zelhe^ tai drei Erbteilen Afrikas, Asien und Europa bete Erst verkehrspolitisch eine ungeheure Gunst des bie tzchcksals, machtpolitisch allerdings sieht sich bas idrn jyb den Zugriffen fremder Volker ausgefetzt wie mb toOp pn wenige Gebiete auf der Erde. Eine kluge Füh- hen ton' M kann eine solche Sachlage natürlich in man- Mcher Weife zum eigenen Vorteil ausnutzen, öl i sie die Machtmittel dazu besitzt. Das aber ist ja jem heutigen Aegypten noch nicht der Fall, jun auch seine Jugenb keinen lieberen Traum timt als diesen. Allein der in einer starken Er- Freimaurerei, eines verderbten westlerischen Parlamentarismus usw., Hingaben unb wirtschaftlich ich nicht selbst halfen, organisierten die Kroaten ich schon vor dem Belgrader Abenteuer auf ständi- cher Grundlage, und die Folge davon war, daß ihre bäuerlichen Ein- unb Verkaufsgenossenschaften das händlerische und wucherische Judentum weitgehend ausschalteten, das bei den Serben alle wirt- schaflliche Macht in Händen hielt. Das heutige Kroatien umfaßt bas Land zwischen Mur, Drau, Donau, Save, Drina unb bem Adriatischen Meer. Bosnien ist gewissermaßen das Herzstück biefes Staates unb wird - die Kornkammer werden, zu ber es unter ber kurzen Verwaltung bes alten Oesterreich bis 1918 sich entwickelre, während Jugoslawien wieder diese Reichtumsquellen verkomemn ließ. Kroatien ist ein Bauern- unb Arbeiterland, dessen innerer Aufbau unter einem straffen System jetzt in Angriff genommen worden ist. Kroatien ist frei, ist selbständig, und der Staatschef Kroatiens, Dr. P a v e l i t s ch, hat dieser Souveränität dadurch Ausdruck gegeben, daß er dem, ber Kroatien zu dieser Selbständigkeit verhalf, auch persönlich dankte, nämlich dem Führer bes Großdeutschen, Reiches. Oie Grenzlinie zu dem altserbischen Gebiet festgelegt. Salzburg, 6. Juni. (DNB.) Im Verlaufe der Besprechungen zwischen dem kroatischen Staatsführer Dr.Ante Pavelitsch unb dem Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop machte Dr. Pavelitsch bem Reichsaußenminister davon Mitteilung, daß Kroatien die Grenzlinie zu dem von deuffchen Truppen besetzten altserbischen Gebiet festgelegt hat. Der Reichsaußenminister nahm von dieser Regelung mit Befriedigung Kenntnis. [tu 7;os? I Wblung vollzogen. Die Abschaffung des allge- [M«111 ■ »-ton Kalifats gab ben Islam ben nationalen Em- ' Win frei. Der religiöse Eifer der Geistlichkeit fand X- Alottenstühpunkt Alexandria durch. Bomben. Unser Bild zeigt einen Teil der Hafenanlagen von Alexandria (Scherl-Archiv) Berlin, 6. Juni (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe führte den Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt mit gutem Erfolg ro* ter. Jn der letzten Nacht versenkten Kampf, flugzeuge vor der schottischen O st k ü st e aus stark gesicherten feindlichen Geleitzügen heraus drei Handelsschiffe mit zusammen 15800 BRL. und beschädigten vier weitere große Schiffe schwer. Ministerrat in Vichy. Französisch-Afrika im Vordergrund. In Ostafrika hat die feindliche Artillerie un>; sere Stellungen längs des Omo-Flusses im Abschnitt von Abalti (Gala und Sidamo) inten. konnte. Jn Nocdafrika bekämpfte die deutsch-itn. llenische Artillerie britische Batteriesiellungen, Muni, tionslager und Wasserversorgungsanlagen bd Tobruk mit guter Wirkung. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tag noch bei Nacht stall, Oer italienische Bericht. nifui' Mn sie (W ch einer im groß, r abgebil --ter J ur Flucht her britischen Kolonie. Damaskus, 6. Juni. (DNB.) Der Bomben» angrrff deutscher Kampfflieger auf Alexandria hat bie Nervosität der britischen Militärbehörden außerordentlich gesteigert. So wird die E v a k u - lerung der britischen Kolonie seit dem Angriff in der Nacht zum 5. Juni mit einer hast betrieben, daß hier schon von einer wahren Flucht gesprochen werden muß. Nur mit dem Notwendigsten versehen, mußten die Angehörigen der britischen Kolonie ihre Häuser verlassen und wurden ins Innere von Aegypten abtransportiert. sie und legt einen breiten Sperrgürtel um das Ziel. Es schreckt nicht — es ist ein im Angriff schon gewohntes Bild. Speicher und Tanks in Flammen. WPP5 w dd; Rote Feuer über Alexandria Bomben schwersten Kalibers fielen. Von Kriegsberichter Anton Dietz. lerlin, A und d ißchen W woor das W 2ie I lllnien k Am Roo Uerfe W und Wen zusa Wfsohrt MTnind d M Versen piw die Mtlsflotte pNeginn I 'Elchen: KJ™ deuts. E*W lüf' sich QU ■ « Leist Iw Fersten ft*« I Ni l*<> Wil »en W Vertust, S"'NQ' ff toenf »tr« i_Nd)er tilgen |j;enhn D'rn 17 beton Ijhtei Aber das sind nicht unsere Sorgen, um so weniger, als Jie in ihren letzten Konsequenzen auf eine politische Wahnvorstellung begründet sind, auf die Vorstellung nämlich, von dem Kampf **' r. -"ien Amerika und OerWehrmachtbericht. ['gl-'® st zl um die „Weltherrschaft" zwisch, ________________ »land. Aus erschütternde Weise wird jedoch bei ethoden und Formulierungen, mit denen in den USA. eine Kriegspsychose erzeugt wird, klar, daß die amerikanische Ideologie auf eine politische Utopie oder — um es noch klarer auszudrücken — auf den gewissenlosesten und verbrecherischsten Betrug, den die Welt gesehen hat, aufgebaut ist: auf die Lüge der von Deutschland und seinem politischem System erstrebten „Weltherrschaft". Ebenso erschütternd ist es, daß, wie oft in Zeiten politischer Hochspannung, die praktische politische Vernunft und der gesunde Menschenverstand plötzlich außer Funktion gesetzt zu sein scheinen und in den USA. heute der Demagogie politischer Hochstapler und Hasardeure das Feld überlassen bleibt. DNB. ..., 6.Juni. (PK.) Nach seiner Flucht aus Kreta zog sich der Engländer mit seiner vielgepriesenen Flotte nach Alexandria zurück, mit Schiffen und Menschen, die ihr Leben in Sicherheit zu bringen suchten. Aber nicht in ruhiges Land führte die Fahrt. Deutschlands Luftwaffe bleibt dem Feind auch weiterhin an der Kehle, heute ist Alexandria kein sicherer Ort mehr. Jn der Nacht zum 5. Juni mußte das die Stadt an Aegyptens Küste bitter verspüren. Wie die Männer strahlten, die schwarzen Gesellen, die Bombenwarte und ihre wackeren Helfer. Was heißt hier schon Gluthitze, was Schweiß, Durst, alles Ungewohnte dieser südlichen Zone, heute werden Bomben geladen, Bomben schwersten Kalibers. Alexandria ist das Ziel. Solche Verheißung zündet und reißt mit. Es geht wieder mit vollen Segeln gegen den Feind. Pausenlos. Einer der Soldaten findet noch Zeit genug, mit Pinsel und weißer Kalkbrühe in einer alten Blechbüchse bewaffnet, von Bombe zu Bombe zu wandern und den Riesenleibern aus hartem Metall einen Segenswunsch aufzumalen. Der Süden birgt Widersprüche in sich. Längs der Wege blüht in lebendigen Farben Oleander, leuchten Akazien, treiben mannshohe Kakteen in die höhe, ragen dunkle Zypressen spitz in den Himmel. Daneben liegt oft und oft kahles, aus- getrocknetes Land, hinter unseren zum Start rollenden Maschinen ziehen breite, dichte Staubschwaden her, die bald auch die letzten Umrisse der großen Vögel verwischen. Der mehlige lehmbraune Dreck findet auch durch die fleinften Ritzen einen Weg. In den Flugzeugen spukt es wie bei einem wild-' tobenden Orkan. Die Hände vor die Augen schützend gebreitet und dem dichtesten „Mief" gefolgt, das bleibt als einzig sicheres Orientierungsmittel auf dorn Weg zum Startplatz. Wir könnten fluchen und tun es nicht. In wenigen Minuten wird auch dieser schon fast gewohnte Spuk vorüber sein. Wir schweben über das weite, endlose Meer, das sich hier nach Süden bis dicht an den Flugplatz heranschiebt. Schwer heben sich heute die Maschinen vom Boden ab, schwerfällig trotz des bereits aus- gsworfenen überflüssigen Ballastes. Kein Wunder! Bomben schwersten Kalibers hängen unter. dem Leib, und Bomben füllen die Schächte. Viele, viele hundert Kilometer sind zurückzulegen, denn weit entfernt liegt das Ziel, liegt Alexandria. Wasser, nichts als Wasser da unten. Strahlend blau teuchtet es in der Sonne.^Die Wellen erscheinen wie kleine weiße Streifen, die sich einander jagen. Man mag eine Weile diesem Spiel folgen, dann wird auch das langweilig. Kursberechnungen und schließlich hin und wieder ein witziges Wort über das Bordmikrophon halten frisch und bringen angenehme Abwechslung. Nachts über der Aleeresrveite. hin und wieder auf die Uhr geschaut. Jede Stunde, jede halbe Stunde, jede Minute wird abgerechnet, die zwischen Start und Zielen liegt. Die Hälfte des einen Weges liegt hinter uns. Die Sonne im Westen sinkt und verschwindet schließlich tief hinten am Horizont unter dem Wasserspiegel. Die Dämmerung bricht herein. Nacht! Das Meer ist grauschwarz geworden, und nur hin und wieder spiegelt es noch blinkend herauf. Der Kurs bleibt südlich gerichtet. Alexandria kann nicht mehr fern sein. Der aufkommende Mond erleichtert die Sicht. Plötzlich meldet der Funker: Land voraus! Weit vorn blitzt es weiß auf ... die Küste. Augenblicke später hängen wie kilo- meterlange Lichtarme Scheinwerfer am Himmel. Sie schneiden sich und greifen suchend um» yer. Das Donnern der Motoren hat den Feind auf Den Plan gerufen. Bald mischen sich in das Spiel ! der Lichter auch die ersten Mündungsfeuer mitt- i lerer und schwerer Flak. Wie besessen feuert i um es gerade Deutschland ist, das im neuen Europa fuljrt, unb wie es sich das Recht und die Pflicht zur Führung erworben hat, wissen wir. Das bedarf keiner Begründung. Deutschland, die .Hauptstadt der Welt", als Formulierung dafür, daß Deutschland auf dem Wege errschaft" sich befinde und zwangsläufig nach dem gewonnenen Kriege gegen England in die westliche Hemisphäre einfallen und Amerika mit Kriea überziehen wolle, — das ist eine Erfindung «I und wahnwitzig ist, daß sie sich selber richten müßte, wenn sie nicht mit einem ungeheuren Aufwand von Hetze und Lüge und Der- leumbung einem Volke eingehämmert würde, das unglücklicherweise aus mancherlei Gründen für eine l°lche Hetzpropaganda besonders anfällig ist, nicht zuletzt wegen seiner allzu kurzen eigenen geschichtlichen Erfahrung. Deutschlands Weg zur „Weltherrschaft", das ist solch ein Wahnsinn, daß man sich fragen muß, wer von den USA.-Kriegchetzern und ihren Hintermännern etwa selber daran glaubt. Glauben Roosevelt unb seine Berater als Exponenten der Kriegshetze im Ernst daran, daß Deutschland die Weltherrschaft erstreben und Amerika angreifen will? Selbstver- stänlich glauben sie das nicht! Sie können das als Politiker — um das Wort Staatsmann zu vermeiden —, die die Zusammenhänge kennen und fbene-n alle Informationen zugänglich find, gar nicht Jtn Mittelmeerraum führten Verbände da ijö', deutschen Luftwaffe in der Nacht zum 5. Juni einen besonders erfolgreichen Angriff gegen den britisch« meer ein feindliches U-Boot versenkt. In der Nacht zum 5. Juni hgben feindliche Flug« zeuge Rhodos mit Bomben belegt. In Nordafrika wurde an der Front voitz Soll um ein feindlicher Vorstoß zurückgewiesen, Unsere besonders aktive Artillerie hat im Hasen pon Tobruk vor Anker liegende Schiffe beschoss^ Fliegereinheiten haben erneut die Verteidigungsanlagen von Tobruk bombardiert. Eine Hurrikane wurde von unseren Jägern abgeschossen. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Bengasi und auf Demo abgeworfen. In der Zone von 23 ar b i a wurde eine Grup« englischer Soldaten unter dem Befehl eines ziers, die mit einem Motorboot von der Insel Kretv geflohen waren, gefangengenommen. glauben. Roosevelt unb feine helsersheiser müssen nach jener alten Parole jjaltet den Dieb!" so reden und handeln, als bedrohe Deutschland den amerikanischen Äontinent, weil sie die handlanger von Mächte ns ind, die in der Tat auf tfyre Art d i e Weltherrschaft erstreben, nämlich die Mächte des internationalen Finanzkapitals unb b e s Dollar. Imperialismus! Noch einmal wollen diese Machte die Herrschaft des Goldes über.die Völker und deren eigene Lebensinteressen aufrichten. In den USA. ist die letzte Bastton des vergehenden kapitalifttsch-imperialistischen Zeitalters, das nicht erkennen will, daß feine Zeit abgelaufen ist. Nein, Berlin ist nicht die Hauptstadt der Welt", und wir sind nicht vermessen genug, solch einen Rang für Berlin zu wünschen und zu erstreben! Wenn die mit dieser Lüge verbundene Ab-! sicht nicht so verbrecherisch wäre, würden wir Herz-1 haft über diese Vorstellung lachen. Aber um so sicherer steht allerdings etwas anderes fest: Berlin ist der Kern eines neuen, erneuer« ten Europas, und das allerdings in einer so schöpferischen, konstruktiven und tatkräftigen Weise, daß die Pläne der Kriegshetzer jenseits des Atlan-1 Die französische Armee sichert Syrien. Beirut, ö. Su-nt. (DNB.) Jn einem Tagest-' fehl an die Levante-Streitkräfte verwahrte sich (9e* neral D e ntz gegen die verleumderischen Unterste!« langen, daß Frankreich Syrien räumen unb gar auf geben wolle. Die französische Regierung wolle, daß Frankreich im Rahmen einer europäischen Politik lebe. In diesem Sinne fordere Marschall Pötain, daß die Syrien-Armee den ihr anoertrauten Besitz bewahre. Umbildung der ägyptischen Regierung verschoben. von den amerikanischen Kriegshetzern betriebene Unterstützuna Englands sogar eine gewisse Logik: wenn der Angriff des auf dem Wege zur diktatorischen „Weltherrschaft" begriffenen Deutschlands auf Amerika unausweichlich ist, so ist es besser, den Kampf aufzunehmen, bevor England endgültig befielt ist, denn dann kann man den Rest der Verteidigungskraft Englands und seines Empire, aufgepulvert durch die amerikanischen Lieferungen, aktiv für den Kampf der Vereinigten Staaten einsetzen! Das scheint auch durch die demagogisch raffinierte Formulierung der Thompson bestättgt zu sein: daß die amerikanischen Kriegshetzer und ihre Hintermänner England unb dasbritische Weltreich bereits so ober so abgeschrieben haben! Die eigentliche und letzte Entscheidung soll, der Thompson zufolge, zwischen Washington und Berlin, zwischen der demokratischen „Freiheit" ameri- Rom, 6. Juni. (DNB.) Wie aus Kair-o bekannt wird, ist über eine Umbildung des ä g n ptischen Kabinetts trotz ausgWehnter Besprechungen keine Einigung zwischen beitt Ministerpräsidenten Hussein Sirri Pascha und den Dorfitzenden der politischen Parteien zustandegekoin- men. Der Ministerpräsident hat demzufolge be» schloffen, daß das Kabinett unverändert im ... v,-: ------ iAint verbleibt und eine Umbildung auf un- ”F5 i'h^m verbrecherischen Geschwätz von bestimmte Zeit verschoben wird. Deutschlands Weg zur Welcherrschaft daran scheitern Die Wafd - Partei hat es ab gelehnt, sich mcr&eru I an der von Hussein ©irrt Pascha neu zu biDend^ “ —1 Regierung zu beteiligen. Die Partei begründet dicht Vichy, 6. Juni. (Europapreß.) Die Sitzung des französischenMinisterrats, zu der sich die Regierungsmitglieder am Freitagmittag versammelt hatten, dauerte etwa zwei Stunden. Rach ihrer Beendigung wurde die folgende amtliche Mb teilung ausgeaeben: „Der Ministerrat ist heute morgen unter dem gorfig non Marschall Pötain zusammengetreten. Der Minister rat hat sich mit den auf Franzö- ft s ch-A f ri k a bezüglichen Fragen besaßt. Der französische Generaldelegierte in Nordafrika, Wey- g a n b , der französische Generalresident in Tunesien Admiral E st e b a , und der Generalgsuverneur von FranzösischMestafrika, Boisson, haben an den Beratungen teilaenommen. Der Rest der Beratungen war laufenden Angelegenheiten gewidmet." Fragen der Verteidigung des französischen Kolonialreiches stellen sich, was Tunis betrifft, besonders unter dem Gesichtspunkt der letzten englischen Born- benangeriffe auf den tunesischeen Hafen von Ssax. Tatsächlich aber begreift, nicht nur die historische Erfahrung, sondern die unverwirrte politische Vernunft, daß die Alternative: Weltherrschaft von Berlin ober von Washington aus, ein Wahnwitz, eine glatte Unmöglichkeit unb zudem ein weltgeschichtlicher Anachronismus ist! Dor zwei Jahrtausenden als von Rom aus die damalige Wett, eine räumlich allerdings im wesentlichen auf die Länder rings um das Mittelmeer begrenzte Welt, beherrscht wurde, gab es zwar so etwas wie eine Hauptstadt der Welt, heute ist die Vorstellung der von einer Hauptstadt, einer politischen Zentrale aus beherrschten Wett zugleich eine politische Wahnvorstellung unb eine ungeheuerliche Vermessenheit! Die Entwicklung der Welt verläuft zweifellos in der Richtung ber Herausbildung von p o l i - tischen Großräumen. Das begreifen wir als Anhalt und Gesetz einer neuen geschichtlichen Entwicklung, die sich zwangsläufig vollzieht. Eine spätere Zeit wird erst voll ermessen können, welch Glück es war, daß schon zu Beginn dieser geschichtlichen Entwicklung der Entstehung von Grosträumen die neue von Deutschland ausgehende europäische Ordnung die Einheit Europas begründete und vollendete und damit Europas Gesamtschicksal einen neuen gewaltigen Auftrieb gab! Berlin als Zentrum Europas, jawohl, das läßt sich begründen, obwohl diese Rolle Berlins im System der neuen europäischen Ordnung eine andere ist, als die ameri- konische „Demokratie" es sich vorstellt, die die Begriffe Hauptstadt und Vorherrschaft mit der Vor- stellung von Vergewaltigung und Unterdrückung verbindet, weil die politische Praxis der sogenannten „Demokratie" tatsächlich in Vergewaltigung und Unterdrückung völkischer und politischer Selbständigkeiten besteht. In Europa aber ist die geschichtliche Entwicklung der Großräume mit einem neuen System des selbständigen Bestandes unb der Weiterentwicklung natürlicher völkischer und staatlicher Ordnungen verbunden! Jede Nation wird ihr eigenes autonomes Leben im Rahmen der gesamteuropäischen Ordnung leben, unb wir hoffen unb glauben, daß eine neue politische unb kulturelle Blüte Europas bie Folge fein wird! Daß der heutige Entscheidungskrieg unseres Zeitalters noch einmal in Europa selber die Brandfackel entzündet hatte, bis sie überall von der deutschen Wehrmacht ausgetreten worden ist, ist allein die Schuld Englands, das Jahrhunderte lang die Einigung Europas immer wieder Hintertrieben unb verraten hat. Berlin, bas Zentrum Europas — das gilt in diesem Sinne, daß Berlin die Hauptstadt Deutschlands ist, das in voller Erkenntnis feiner geschichtlichen Verantwortung und seines geschichtlichen Auftrages die Führung im neuen Europa Übernom- fiten hat. Daß einer führen muh, wo viele versammelt find, braucht nicht begründet zu roerben; wcrr- >1 JI Henn Den Verso rgungsanlagen des Riesenhafen s gilt es heute. Dicht und dicht breiten sich Lagerhallen und Oeltanks am Hafen von Alexandria aus, die Speicher, aus denen die Flotte Seiner Majestät im Mittelmeer ihr wichtigstes Lebensgut, den Brenn st off, nimmt. Die ersten Maschinen werfen schon! Brandbomben, dann eine riesigeDeto Nation, ein Flammenkegel bildet sich, ein Riefenbrand ist entfacht unb dient fürderhin als beste Zielanweisung. Und es fallen Bomben aufBomben. Wie ein großer schwarzer Schatten huscht unter dem Leib ber Maschine ein Riesenkoloß hinweg unb rast mit ungeheuerer Geschwindigkeit in die Tiefe. Meter höher springt das Flugzeug. Fester als vorher liegt die Hand des Flugzeugführers am Steuerknüppel, um den Schock ab zu fangen, den die plötzliche Erleichteruna des braven Vogels bewirkt. Unb wieder ein Treffer ba unten. Der Bombenmechaniker schreit es mit । r. ■ « • « , , „ - - - -»■ überspringender Stimme durchs Bordmikrophon flö> abeT mit geringem Ergebnis beschossen. £Äf"Stte5lÄDmmm6ant Wn< Tagesalarm in London. Weit, weiter als vorher scheint der Rückweg, der Stockholm, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.)' Flug durch bie dunkle Nacht. Das Dröhnen der L o n d o n hatte am gestrigen Freitag, wie ein Low Motoren ist das einzige, stetig gleichbl erb ende Lied, doner amtlicher Funkspruch meldet, einen län- Manch ein frisches Wort fällt zur Abwechslung. goren Tagesalarm. Man kann auch froh sein, wirklich ftoh. Nach \ K n t i Mexandria, die große englische Bastton JkKP OeF ButiSF btt Käse! «halten. Das USA.-Bott soll sich für England Alexandria toeitcr einschränken. r .... . _..L . Washington, 7. Juni. (DNB. Funkspruch) Die große ägyptische Hafenstadt Alexandria Der U8A.-Landwirtschaftsminister W i ck a r d er- von den Engländern als britische Flottenbasis suchte, Associated Preß zufolge, das Volk der Der. Mißbraucht. Das hat dazu geführt, daß diese alte einigten Staaten, den Verbrauch an Käse ein- unb berühmte Stabt bombarbiert moröen ist. Das zuschränken, damit erhöhte Mengen für 6ng- "AMe Gruße der deutschen Luftwaffe ...land verfügbar seien. Nach Ansicht Wickards Gruße freilich, die in erster Lmie der englischen verlange er mit diesem Ersuchen nicht zu viel voi» Flotte unb den von den Engländern benützten dem U8A.-Dolk, da Käse auf dem Speisezettel der riegswlchttaen hafenelnrichtunaen gegolten haben. Vereinigten Staaten nicht so stark wie in Englankl ©rofre. in den Vordergrund trete. Gleichzeittg forderte Aon im klaUchen Altertum als Wickard die USA.-ftarmer auf, die Magermilch. X P s &rf?en W^rnn^t ch unb i b.e h^r hauptsächlich für die DiehMerun, ofr ix • r ^ststlst.chasteri berühmt. Das neue verwandt hätten, für den menschlichen 23er- Alexandnen wurde viel genannt, als es 1798 von b r a u ch zu verwenden. I nac^ Nachdem erst kürzlich die Zuteilung verbilligter rtfnw* bombardierten es die Eng- Butter an die minderbemittelte Bevölkerung dec F ^ eröffneten damit bie Epoche ihrer Be-1 USA. zugunsten der Hilfe für England eingestellt Das moderne Alexandrien werden mußte, mutet man dem USA.-Dolk jetzt roei- Million Glnwohnttr, Ht mit tere Entbehrungen zu, um das reaktionäre Churchill- ver- Regime in England am Leben zu erhalten. Dabei oF* Automoblfftraßen nach wurde von zuständiger amerikanischer Seite erst n d>t nur 9ht ™ TI- kürzlich festgestellt, daß in den Vereinigten Staaten, : SIw ®-Ur • sondern auch bie halb- dem reichsten Land der Welt, 45 Millionen % °ußerord«n«,ch «unstige Lage Menschen unterernährt sind. 1 ber Stadt hat es ihr ermöglicht, die Folgen jenes 1 ■ Bombardements der Engländer vom Jahre 1882 relativ schnell zu überwinden, obwohl damals auch das europäische Quartier in Trümmer gelegt wurde. Das war ein reiner Grausamkeitsakt, bestimmt, den widerfpenstigen Aegyptern zu zeigen, „was eine Harke ist , will sagen: was englische Schiffskanonen gegen einen unb em öffneten Gegner vermögen. kanisch-plutokratischer Prägung unb der auf dem Wege zur Weltoetsklavung begriffenen „Nazidikta- tur", zwischen Amerika unb Deutschland-Europa, aus getragen werben. Englanb würbe — immer den geheimen Gedankengängen dex transatlantischen Kriegshetzer folgenb — so ober so verbluten, mit unb ohne amerikanische Englandhilfe, unb selbst im Falle eines ,/Sieges" Amerikas bliebe für England fein anderes Schicksal, als das eines amerikanischen Vasallenstaates. Man kann annehmen, daß die wahre Haltung der transatlantischen Kriegshetzerclique noch weit brutaler und zynischer gegenüber England ist, etwa in der Richtung dieser Uebeflegung: je mehr England mit immer größerem Kräftoerlust Zur Fortsetzung des Kampfes angetrieben wird, um so mehr wird es sich verbluten, um so hilfloser wirb es gegenüber den geheimen Absichten Amerikas fein, unb ein um so größeres „Recht" wirb sich Amerika erworben haben, die Erbschaft des Empire anzutreten. Es mag beinahe paradox erscheinen, aber es steht eine eiskalte Lo^ik unb Berechnung hinter dieser Gleichung: je tödlicher England und fein (Empire infolge ber am er i konischen Hilfe erschöpft sein wirb, um fo müheloser w ird Amerika den alten Konkurrenten En gl and schließlich erledigen unb auspLünbern können! Vielleicht gibt es in England selber Männer, die eine Vorahnung dieses Schicksals und ein Gefühl für bie wahrhaft grausige Ironie des Schicksals haben, daß längst schon mit den England ab gepreßten Sicherungsübereignungen unb Abtretungen an Amerika ber künftige Erblasser England bereits zu Leibzeiten auf sehr gewalttätige Weise von ungebulbigen Erbschleichern „beerbt" wird! Unb vielleicht gibt es in England sogar Männer, die Sbas von Amerika zugeb achte unwürdige unb yfe Ende Englands — entsprechend Englands eigenem brutalen und verräterischen Verhalten seinen ehemaligen Verbündeten, von Polen bis Griechenland, gegenüber — ahnen und also eine Vorahnung davon haben, welches Schicksal dem im Kampfe erschöpften und ausgebluteten und als Bundesgenosse mertlos gewordenen England von seinen amerikanischen „Freunden" droht! Rom, 6. Juni. (DNB.) Der italienische Wehm machtbericht vom Freitag hat folgenden Worttaul; Jn ber Nacht zum 6. Juni hat untere LufttvaW M die Festung Gibraltar sowie die Flugplätze! Hal Far und M i c a b b a (Matta) bombardierLM^U^- Cins unserer Torpedoboote hat im zentralen Mittel« treffet in der Nähe der britischen Oellager lösten :lolL| einen großen Brand aus, der von den Besahungev lÄL noch lange Zeit nach dem Abflug beobachtet werden! «trtfrfr i-- DNB. illioii'ß erung des die Flucht '8=01 Oh, Mutti, ist das Buch von der »Maizena« schon da, das ging aber schneH? - JawoMj Claus und Rena, ihr habt recht, aber ansehen dürft ihr euch die entzückenden Kinderbildchen nur, wenn ihr mir versprecht, ganz vorsichtig zu sein, weil es ein kleines kostbares Buch ist; denn ihr müßt wissen: nicht nur Maizena Ist gut, sondern auch die Ratschlage sind wertvoll, welche die »Maizena« jeder Mutti durch dieses Buch gibt. Also nochmals, Claus und Rena, seid artig und zankt euch (iqini dien. D Seite en Sto Zerstörung durch deutsche Bomben entzogen werden kann. nicht, denn ich will das Buch auch Tante Grete zeigen, damit sie sich auch die »Briefe eines Arztes an seine Tochter« bestellen kann, weil tie ja auch Zudar war das Fenster gelegt hat te daUflappastoHK Brno) Millen. Britische Bomben gegen arabische Freischärler. Lichtes zu gelangen. Aber kaum, daß uns „ , gelungen scheint, werden wir erneut gefaßt. Der Tommy da unten glaubt uns bereits sicher zu Haben. Hinter uns meldet sich die schwere Flak »Ernster Aufruhr in Bagdad." Stockholm, 6. Juni. (DNB.) Der Londoner totefponbent von „Aftonbladet" berichtet über amtliche Mitteilung General W a v e l l s , wo. mit einigen gut liegenden Salven. In wildem Flug, halsbrecherischen Kurven kämpft sich unsere He 111 immer wieder aus den Schein- Stockholm, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die -J'n vj NlN«L ;•** t, 6«l* Mische Lage der britischen Handelsschiffahrt Nur ein Viertel der Verluste durch Neubauten zu ersehen. * , 1 wie c „Spanien fordert seine Freiheit." Eine politische Bilanz. Wir „kurbeln" über Birmingham Bon Kriegsberichter Udo Wolter. Beirut, 6.Juni. (DNB.) Der Widerstand der * 'j e n Freischärler in Palästina g; wie aus einer Verlautbarung des britischen jürkommissars in Jerusalem hervorgeht, solchen vmbarbjyl ilen Ml lenttl bliche Jk. Front J ^asen j ibtauiMii ' Burrito aus ine ®ru» eines g ctillerit t Madrid, 6. Juni. (Europapreß.) Die Zeitung „A l c a z a r" führt in einem Artikel unter der Ueberschrift: „Unsere außenpolitische Sympathie" aus, Spanien habe physisch und geistig gegenüber den transzendentalen Ereignissen und den Entscheidungen, vor denen die Welt jetzt steht, seinen Po st en bezogen. „Es ist heute nicht mehr mög. lich, von einer neutralen Haltung zu sprechen. Entweder gibt es heute Menschen und Völker, die sich für die alte Ordnung, oder aber für die neue Ordnung etnfehen". Nach einem Rückblick auf den spanischen Bür- aerkricg, für den es ebenfalls weder im inner- spanischen Sektor, noch im Auslande eine sogenannte Position der Nichteinmischung gab, fährt das Blatt dann fort, Spanien müsse in diesem Augenblick an folgendes erinnern: Weder mit Deutschland noch mit Italien hat Spanien Auseinandersetzungen oder Mißstimmigkeiten ge- habt. Vor fünf Jahren haben diese beiden Mächte Spanien in seinem Frei!) eit stampf unterstützt, das heißt, daß die Länder, die heute die Achse repräsentieren, eine lebendige Tradition mit der spanischen Gedankenwelt haben. „Nichts kann uns also daher", so fährt das Blatt fort, „von unserer Haltung gegenüber der Achse trennen oder diese Haltung ändern. Dagegen Diese vier britischen Frachter wurden versenkt tfe einer Meldung aus Nsuyorker Schiffahrtskreisen wird jetzt die Torpedierung von weiteren en großen britischen Frachtern eingestanden. Vier der in dieser Mitteilung genannten ©duffe smd i abgebildet, und zwar 1. der 6373 BRT. große Frachter „Silveryew", 2. der 4662 BRT. große ichter „Sarcroh" (links unten), 3. der 13 037 BRT. große Tanker „San Felix" (rechts oben) und 4. der 4553 BRT. große britische Frachter „Ramillies" (Associated Preß-M.) trennt Spanien vieles von den Vereinigten Staaten. Dort wurde die Monroe- Doktrin proklamiert, wodurch der Bruch des spanischen Imperiums erleichtert wurde. Später raubten sie uns anderes überseeisches Gebiet. Hinsichtlich England ist es nicht möglich, alles aufzuzählen, was Spanien von diesem Machtfaktor trennt. Es gibt kein Unglück, keine Widerwärtigkeiten und keine Ungunst in der spanischen Geschichte seit dem 16. Jahrhundert, wobei Spanien nicht immer wieder auf die P e r f i d i e A l b i o n s gestoßen wäre", „In wessen Namen", so fragt das Blatt, „können die Briten und die Vantees die spanische Freundschaft beansprud)en oder auch nur ein Verständnis für Spaniens Lage vorgeben?" Abschließend zitiert das Blatt die letzte Ansprache des spanischen Außenministers Serrano Sun er in Mota de Euervo, in der der Präsident der Junta Politica ausrief: „Spanien forbert feine Freiheit. Welches Recht ^aben jene, darüber zu wachen, die uns mehr als zwei Jahrhunderte unterdrückt haben? Die gleiche plutokratifche und demokratische Einmischung, die gestern zwei oder drei Mächte der Welt in den Besitz aller Reichtümer brachte und Spanien alles verwehrte, sogar seine Geschichte und sein Lebensrecht, will sich heute damit brüsten, uns gegebenenfalls zu retten." |iV) erneut „ein ernster Aufruhr" in Bagdad o^ilch-j^MZebrochen sei. Dieser Nachricht, so schreibt der gen, Korrespondent, müsse große Bedeutung > beigelegt lagen Jeeben, denn solange die Unruhen im Irak nicht ^Mergeworfen seien, werde die rechte Flanke Geil Wilsons in P a l ä st i n a bedroht. Nfltn« oder Wachbootes melden, so daß allein die 'fr amtlicher britischer Seite ^gegebenen Verluste im (ergangenen Monat sechs Vorpostenschiffe er- Ätzen. Jetzt gibt die britische Admiralität mit der •5trf e n f u n g der Dorpostenschiffe „I e w e I" und 5engairnJ die Vernichtung von zwei weiteren *)l2n bekannt. Während auf der „Bengairn" -U Mannschaftsverluste entstanden, ist die „3e* mit ihrer Besatzung untergegangen.___________ Wie aus Palästina gemeldet wird, haben arabische Freiheitskämpfer in der Nähe von Sahmata einen Truppentransport angegriffen. Es kam zu einem Feuergefecht, bei dem es zahlreiche Tote und Verwundete gab. Die arabischen Behörden veröffentlichen die zweite Statistik der Opfer bei Zusammenstößen zwischen Arabern und Juden. Hierbei wurden 20 Araber und 16 Juden getötet. Franzosen-Lager im Libanon von Engländern beschossen. Beirut, 6. Juni. (Europapreß.) Britische Kampfflugzeuge griffen am Mittwoch das französische Militärlager von Kassimiyet im südlichen Libanon an. Das Lager wurde -burd) Bordwaffen der britischen Flugzeuge beschossen. Die Bodenabwehr trat in Tätigkeit. ,/Muß Kreta herausgeblasen." Stockholrn, 6. Juni. (DNB.) Der neuseeländische Premierminister Fraser wandte sich — wie Reuter aus Kairo meldet — an die aus Kreta geflüchteten neuseeländischen Soldaten, die sich zur Zeit in einem Wüstenlager in Aegypten befinden. Fraser erklärte dabei u. a. wörtlich: „Ihr wurdet alle im wahrsten Sinne des Wortes aus Kreta herausgeblasen durch einen Luftangriff, dem nichts aus Fleisch und Blut widerstehen konnte". Dieser bitteren Wahrheit wußte der Ministerpräsident im weiteren Verlauf seiner Ausführungen nichts weiter hinzuzufügen, als eine der bei Churchill und feinen Trabanten üblichen vagen Versprechungen. Fraser sagte den Geschlagenen nämlich „ausreichende Unterstützung in der Luft für die nächste Schlacht" zu. Die neuseeländischen Soldaten werden dieses Trostwort für die Zukunft sicher zu würdigen wisien. Einsätze so gefährlich macht. Während links von der Maschine treibende Wolken den Mond verhüllen und alles in schwerer blaugrauer Dämmerung versinken lassen, öffnet sich rechts von uns das Dunkel zu einem breiten, vom Abendrot durch- spielten Lichtstreifen. Oberleutnant R., unser Staffelführer, wendet sich vor der englischen Küste kurz an uns: „Auf Nacht- äger achten!" Die Trommeln sind auf die Ma- chinengewehre aufgesetzt, und fünf Augenpaare tarren, spähen unablässig und wachsam in die ge- ahrdrohende Dämmerung. Das Flechtwerk der Scheinwerfer an der englischen Küste blendet auf. Während unsere He 111 an den tanzenden Lichtarmen vorüber gegen die Insel vorstürmt, meldet unser Bordfunker, Unteroffizier D., einige englische Einflugsignale — bunte Leuchtkugeln — an der Küste. Nachtjäger sind in dem uns gegebenen Zielgebiet. # Wir durchbrechen die immer* mieber gegen uns anftürmenben Lichtwellen, lieber die Karte gebest gt, berechnet Unteroffizier W., unser Beobachter, noch einmal unseren Änflugkurs auf Birmingham. Eine starke Dunstschicht über bem Lande erschwert die Sicht, als unser Bordmechaniker, Feldwebel B., den ersten Brandschein meldet. Links von uns flackert es jäh auf, eine riesige Detonation, die in einen lodernden Brand übergeht. Die Bomben eines vor uns fliegenden Kameraden haben gezündet! Birmingham ist angegriffen! Vor uns schießt die schwere Flak ihre wilde, an dem tödlichen Feuerwerk der krepierenden Granaten erkennbare Sperre. Unbeirrt hält Oberleutnant R. unseren Kurs, bis die Brände vor uns immer deutlicher aus der Dunftschicht bringen, lieber bem Ziel ist gute Sicht! An verschiedenen Punkten der Stadt flackert die glutrote, wirbelnde Lohe über den angegriffenen Zielen. Noch während unseres Angriffes fallen erneut Brandbomben in leuchtenden Feldern über Birmingham, denen bald darauf die Detonationen der abgeworfenen Sprengbomben folgen. Da entdeckt unfer Beobachter unter uns einen vor der Stadt liegenden Flugplatz. Erneuter Anflug. Die Scheinwerfer, die heute wieder ungewöhnlich rührig sind, tasten unruhig vor der Bugkanzel unserer He 111. Bombenflappen auf!" Unsere Brandbomben saufen auf den Flugplatz herab. Oberleutnant R. zieht unsere Maschine kurz herum, fliegt jetzt gegen unser eigentliches, rechts vom Flugplatz liegendes Ziel an. Wieder beugt sich Unteroffizier F. vor. Ein kurzes Aufbäumen der Maschine, bann stürzt bie löbliche Last unserer Sprengbomben auf das Zielgebiet herab. Detonation! Aber noch bevor wir weiter beobachten können, haben uns die suchenben Scheinwerfer gefaßt unb leuchtet es jäh in den Fenstern unserer Bugkanzel bläulich auf. Durch einige Kur. ven versucht Oberleutnant R. dem lästigen Licht- arm zu entkommen. Vergeblich! Neue Scheinwernacht, unb trotzdem noch hell, als unser Kampfflugzeug durch die Lichterreihe der Startbahn rast unb emporsteigt. Vor uns steht, als mir über der Küste durch die Äolken stoßen und die Leuchtfeuer hinter der Wasserwüste Der Nordsee zurückbleiben, ein ewig-heller Nordhimmel, der diese Dor einem Lahr. Am 7. Juni 1940: Die deutschen Truppen bringen Iüblich ber Somme unb bes Oise-Aisne-Kanalr er» olgreich vor. Auch südlich der unteren Somme wirb >er Feind geworfen. Erziehung zur Leistungspersönlichkeit. Die Erziehung des Jugendlichen zur Leistung wirb heute vielfach sehr stark unter dem Gesichts- punkt der Produktionssteigerung unb nicht selten auch vom Standpunkt der wirtschaftlichen Rentabilität aus gesehen. Der Leiter des Jugendamtes der DAF., Überbannführer Schröder, nimmt deshalb in den Rundbriefen der Führungsstelle' des Berufswettkampfes Veranlassung zu einigen grundsätzlichen Bemerkungen. Die Berufserziehung sei ein Teil der nationalsozialistischen Dolkserziehung. Beim Jugendlichen komme es nicht allein darauf an, bestimmte Fertigkeiten, Wissen und Können zu vermitteln, sondern der entscheidende Wert müsse auf die Erziehung des Jugendlichen zur national» sozialistischen Berufspersönlichkeit gelegt werden. Das bedeute, daß Arbeits- unb Berufshaltung des Jugendlichen durch die Ausbildung bestimmt werden. Das dürfe nicht nur feine Gültigkeit für die Jugendlichen im Lehrverhältnis oder Anlernoer- hältnis haben, sondern in gleicher Weise für alle Jugendlichen, auch die sogenannten Ungelernten. Trotz aller Kriegsnotwenoigkeiten müsse dieser Grundsatz an erster Stelle stehen. Die deutsche Jugend fei mehr unb mehr burch bie Hitlerjugend und ben Reichsberufswettkampf zu einer solchen Leistung erzogen worben. Die Begabtenförderung beruhe auf derselben totalen Leistungsbewertung. EinkaufSgeyoffenschasten bleiben. Infolge der Ueberführung der Verbrauchergenossenschaften in die Deutsche Arbeitsfront sind in Kreisen ber Einkaufsgenossenschaften Befürchtungen laut geworben, daß in absehbarer Zeit auch mit einer Liquidierung der Einkaufsgenossenschaften des Handwerks zu rechnen sei. Auf eine Anfrage bes Deutschen Genossenschaftsverhandes hat der Reichswirtschaftsminister diese Befürchtungen für unbegründet erklärt. Er erklärt in diesem Zusammenhang, daß aus ber Verordnung über die Verbrauchergenossenschaften keineswegs gefolgert werben könne, baß gegen bie genossenschaftliche Wirtschaftsform irgendwelche grundsätzlichen Bedenken beständen. Reichshilfe für die Verschmelzung von Wohnungsunternehmen. Der Reichsarbeitsminister hat sich bereit erklärt, an ber Verschmelzung gemeinnütziger Wohnungs- unternehmen im Altreich durch Gewährung von Reichsbeihilfen in besonderen Stützunqsfällen mitzuwirken. Die Verschmelzung von Wohnungsunternehmen ist xur Erzielung größter Leistungsfähigkeit im Woynungbauprogramm nach dem Kriege notwendig. rlin, 6. Juni. (DNB.) Die Verfenkungsver- unb bie Leistungsfähigkeit ber britisch-ameri- iebfütitniil »ichen Werften an Schiffsneubauten bildet nach hen $i:l F- iJ°r das Kernproblem ber britischen Kriegfüh- IM. Die kritische Lage für Großbri- otin t e n kennzeichnet eine Erklärung bes Präst. [fenin/J M" Roosevelt, bah die britischen Werften ) enÄ*' Dersenkungsverluste nur zu einem )(»ieL )mel unb bie britischen unb norbamerikanischen -• ,’“«ften zusammen bie Verluste ber britischen Han- ! Schiffahrt nur zur Hälfte berfen konnten. Diese mrkenswerte Erklärung gab Präsibent Roosevelt ui Grund ber von Englanb amtlich bekanntgege- en i Versenkungsverluste in Höhe von 6 027 000 für bie gesamte in britischen Diensten stehende ,. M elsflotte ab. In Wirklichkeit aber betragen seit Vu »Msbeginn bie Gesamtverluste ber britischen und rv* . ! r britischen Diensten fahrenben Hanbelsslotte nach Afiiflh, I«n,im deutschen Wehrmachtbericht veröffentlichten ö i^nkungsziffern 11,660 Millionen BRT. Daraus Sihv । tritt sich auf Grund ber Erklärungen Roosevelts, MWe Leistungen ber britischen unb amerikani- rntftofl 4 j ifei Werften zusammen tatsächlich nur ein Viertel inden. > iei Zchiffsverluste burch Neubauten decken können. 1*r Englische Kriegsschiffverluste, iiidtfjj st nengeD FraniI ÄS nifli F’ eric vcu'U>|» uh uiui|u/m -v r w • in DE Hm nicht ab. Im Mai mußte bie britische Abmi> rtrneurr- jeden fünften Tag bie Versenkung eines Serien flj BeriE Jn Alexandrien sind, wie Stefani aus Bei- ritt meldet, drei schwerbeschädigte britische Zerstörer eingetroffen. Die IZerstörer hatten — offensichtlich burch Bombenvollirefter — schwer gelitten. Ein Zerstörer, besten Schornsteine umgestürzt unb dessen Deckaufbauten zertrümmert waren, lag mit dem Bug tief im Wasser. Ein zweiter Zerstörer hatte schwere Schlagseite. Auch GmutS rüst um Hilfe. N e u y o r k, 7. Juni. (DNB. Funkfpruch.) Wie Associated Preß aus K a p st a d t meldet, forderte der südafrikanische Ministerpräsident Smuts in einer Rede bie Vereinigten Staaten auf, eilig zu handeln und entscheidende Schritte zu tun, bevor es zu spät sei. Smuts erklärte, die Vereinigten Staaten seien doch das „Land der Geschwindigkeit". Falls das Tatsache sei, so hoffe er, daß die uSA. diesem Ruf bald Ehre machen werde. Darf Noosevelt...? L a Paz, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.) Unter der Ueberschrift „Darf Roosevelt im Namen von ganz Amerika svrechen?" wirft die Morgen- zeitung „Jnit" dem 08A.-Präsidenten vor, er habe sich unter Mißachtung der Monroe-Doktrin, des Panamerikanismus und der ursprünglich gerade durch ihn stark propagierten „Politik guter Nachbarschaft" und unter Verletzung bes Völkerrechts eindeutig auf bie Seite ber jübischen Wallstreet-Banken geschlagen. Infolge bes kürzlich erklärten Ausnahmezustanbes habe er praktisch bie Neutralität beiseite geschoben. Roosevelt habe sich aber nicht nur über die Gegnerschaft seiner eigenen Bevölkerung hinweggefetzt, sondern maße sich sogar jetzt an, im Namen aller 21 amerikanischen Länder zu sprechen: obwohl beispielsweise die Präsidenten ber brei ABE-Staaten oerschiebentlich feierliche Neutralitätserklärungen abgegeben und es sich verbeten hätten, daß fremde Staatsoberhäupter sich in interne Angelegenheiten ihrerLändereinmischten. “h Adling damit, daß die Erfüllung ber eng. ,, j j d) e n Wünsche durch Hussein Sirri Pascha vollkommenes A b h ä n g i g k e i t s v e r ° evxi Lltnis Aegyptens gegenüber England be- Migiten würde, wofür sie die Verantwortung ab- Hs 1 11 Keuter meldet Verhaftung tai«O Masri Paschas. M Stockholm, 6 Juni. (DNB.» Noch einer He Id)],,- jfitermelbung aus Kairo sollen ber frühere Gene- Stabschef ber ägyptischen Armee, General Masri -■'|| < \ cf) a , unb ferne beiben Begleiter verhaftet reden sein. 6. Juni. (PK.) Es ist kurz vor THtter- werf em, wird erneut gefaßt. Die Lage beginnt un- ...... ' gemütlich zu werben, aber Oberleutnant R. verliert die Ruhe nicht. Nach einer etwa 5 Minuten bauern- ben Jagb gelingt es ihm, bie Maschine aus ben gegen uns gerichteten Scheinwerfermassierungen in das schützende, bergende Dunkel zu bringen. Ein wenig aufatmend lassen wir uns wieder auf unsere Sitze fallen. Hinter uns bleibt in verschiedenen gluttoten Brandfeldern das brennende Birmingham zurück, das jetzt erneut von der deutschen Luftwaffe schwer getroffen wurde unb besten kriegswichtige Jnbusttieanlagen auch in bie- sen Hellen Sommernächten trotz Scheinwerfern, Bal- lon- unb Flaksperren sowie Nachtjägern nicht der MnerunillilMAr gesucht. Töpfe, Pfannen und Bestecke macht oder früher gesucht. 2504V sind dankbare Motive Zimmer MNW W 'M» 4- DarfauchWieseck ' 5 e im PARFÜMERIE DOLL Marktstraße 28. 2510 A 10. unt. 01934 0. Gieß. Anz. H ein Mslabon Stadttheater" für den Farbfilm. 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Nach ihm kam ein zweiter Luka-, ein dritter und immer wieder einer, den der Batsr an die Hand nehmen und lehren konnte. So war die Regel. Jetzt kommen Kühe vom Dorf heraus, die haben hier herum ihre Weide. Langsam zerstreuen sie sich auf der Halde, noch unbeholfen und steifbeinig vom Winter her. Sie suchen ihre alten Plätze unter den Büschen, schnauben aufgeregt ins dürre Gras und stehen wieder lange still und strecken die Hälse und brüllen. Vielleicht rührt auch sie etwas in ihrem Gemüt, sie spüren die salzige Luft, den Abendwind des Frühlings. Ja, vielleicht gefällt es der Glocken- kuh, daß sie eine so gewaltige Orgel im Leib hat. Aber die Kühe sollen nicht stehen und brüllen, sie sollen Futter suchen und fressen, und darum läuft das Hirtenmädchen hinter ihnen her und treibt sie weiter in die Stauden hinein. Das Mädchen ist klein, ein kleines rundliches Nichts, und die Glockenkuh ist riesengroß, ein gehörnter Berg aus Fleisch und Knochen. Allein, das Mädchen hat einen Haselstecken in der Faust, mit dem prügelt sie den Berg, und wahrhaftig, er denkt gar nicht an seine Hörner und trollt sich davon. Kühe sind wunderliche Geschöpfe, gutwillig, aber auch unbegreiflich dumm und schwerfällig in ihrem ganzen Wesen. Es nüßt wenig, ihnen liebreich in die Ohren zu flüstern, das verstünden sie in Ewigkeit nicht. Man muß ihnen alles, Hü und Hott und was sonst im Leben nötig ist, mit einem Prügel erklären, und auch dann dauert es noch eine ganze Weile, bis die Kuh vorne merkt, was ihr hinten geschieht. Ein mütterliches Tier ist die Kuh, oh, eine so zärtliche Mutter für ihr Kälbchen Immerfort leckt sie sein glänzendes Fell um und um und läßt es trinken, und dann schaut sie es wieder versunken an mit dem ahnenden, dem schmerzlichen Blick, den alle Mütter haben. Niemals darf sie ihr Junges den Sommer über bei sich behalten, nein, jedes wird ihr genommen. Es könnte sein, daß die Kuh afrika aus die verschiedenen Widerstandsnester der englandhörigen „freien Franzosen" de Gaulle's ausheben. Solche Widerstandsnester haben sich in Französisch-Aequatorial'Afrika, besonders am Tschad-See gebildet. In diesem Sinne schreibt auch Reiter: „Es ist auch sehr wohl möglich, daß die Frage der Vertreibung der de-Gaulle-Truppen aus denjenigen französischen Kolonien, die sie auaen- blicklich besetzt halten, in Vichy besprochen wurde." Dr. Ho. Das Kanincben im Monde. Während wir vom Mann im Monde sprechen, hat die Phantasie anderer Völker ganz andere Gestalten in unserem Planeten erkennen wollen. Mett verbreitet ist die Deutung, daß im Monde ein Kaninchen sitzk. In den Sagen der nordamerikanischen Indianer, in denen Kaninchen und Hase überhaupt eine große Rolle spielen, tritt uns das Kaninchen als das „weiße Tier" im Monde entgegen. Ebenso vertritt dieses Tier im alten Mexiko den Mond, aber nur den hellen, während der verdunkelte Mond von der Wildkatze symbolisiert wird. Auch in Indien wird behauptet, man könne in den Mondflecken deutlich ein Kaninchen sehen, und es wird erzählt, daß Hasen den Wagen des Mondgott-s Tschambra ziehen. Bis auf die heutige Zeit hat sich die Vorstellung vom Kaninchen im Mond ferner bei den Chinesen erhalten, und bei ihren Mond- festen werden Kuchen anqefertigt, auf denen ein Kaninchen sitzt; ebenso gibt es in Japan Bilder, die das Kaninchen im Zusammenhang mit der aufnächst nicht ansieht. Und ihre Fahrer sind wahr» Künstler in ihrem Fach, denen es als Todsünde gilt, wenn sie nicht auch mitten im Großstadtverkehr zeigen, welche Höchstgeschwindigkeit der Wagen hergibt. Der Bremsweg dieser Taxen ist unwahrscheinlich kurz; aus dein 70-Kw'Tcmpo heraus bringen sie den Wagen nach wenigen Metern zum Stehen, so daß der Ortsunkundige jedesmal denkt, ein Kind wäre vor die Räder des Wagens geraten. Diese Fahrer empfinden es als Schmeichelei, wenn ein Fremder versichert, er wäre noch in keiner Stadt sc» waghalsig gefahren worden, und sie weisen gelassen darauf hin, daß die Zahl der Verkehrsunfälle in Lissabon keinesfalls größer sei als anderswo. Man könnte Lissabon auch die Stadt der saubersten Schuhe oder der seltsamsten Kasfeehäuser nennen, doch das sind Aeußerlichkeiten, die mit dem Wesen der Stadt wenig zu tun haben. Seine Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart verdankt Lissabon seinem Hasen. Vom Hafen aus bietet sich Lissabon dem Beschauer am schönsten dar. Dieser Anblick war es, der viele Weltreisende veranlaßte, Lissabon als eine der schönsten Städte der Erde zu bezeichnen. Hier, hart am Rande des Wassers, liegt auch der repräsentativste Platz Lissabons, dessen riesiges Viereck an einer Seite fast ohne Abgrenzung ins Wasser übergeht, während an den anderen drei Seiten schlichte aber stilvolle Kolonnaden ihn umsäumen, über denen fast sämtliche Ministerien Portugals untergebracht sind. Das sauste Plätschern der Wellen, das Krächzen der Möwen und das Knattern der Segel sind bis in die Arbeitszimmer der Minister zu vernehmen. Es ist, als ob der Architekt des Platzes din Symbol für die Verbundenheit Portugals mit dem Meere schaffen wollte und glelchzeitg ein Mahnmal, bei aller politischen Gestaltung, nie das Meer zu vergessen. Lange schien es so, als ob der Ruf des Meeres in den Ministerien nicht mehr gehört wurde. Das gehenden Mondscheibe zeigen. Wenn man die Mond flecken mit unbewaffneten Augen betrachtet, kann man bei einiger Phantasie einen tiefschwarzen Kaninchenkopf mit langen, deutlich sich abhcbenden Ohren wahrnehmen. In unseren Breiten erscheint dieses Kaninchen allerdings so, daß es auf dem Rücken liegt, während in den näher am Aeguator gelegenen Gebieten das Kaninchen mehr in normaler Lage zu sehen ist. C. K. Das neue „Inselschiff". „Das Jnsclschiff", Zeitschrift für die Freunde des Insel-Verlags zu Leipzig, beginnt seine neue Folge (Frühling 1941) mit einer ausführlichen Abhandlung „Das Falkenbuch des Kaisers" von Earl A. Willemsen, der den merkwürdigen Schicksalen des Werkes ,,De arte venancli cum avibus" nachgeht; der Aufsatz und einige Bildproben weisen auf die vom Insel-Verlage vorbereitete erste Gesamtausgabe des raren und wenig bekannten Werkes hin, in dem viele die große Persönlichkeit Kaiser Friedrichs II. von einer bisher kaum beachteten Seite beleuchtet finden werden. Zu einer demnächst in der Insel- Bücherei erscheinenden Ausgabe des „Politischen Gesprächs" von Ranke liest man das Geleitwort von Heinrich Ritter von Srbik. „Familienforschung" beißt ein Kapitel aus Earossas neuem Buche „Das Jahr der schönen Täuschungen", aus dem der Dichter bei seinem letzten Besuche in Gießen einiges gelesen hatte. Von Hermann Bahr finden wir einen Aufsatz aus dem Jahre 1921, her sich mit Temperament und Wärme für Stifters „Witiko" ein setzt. Dem nächstens erscheinenden Werke ,,DIe Jugend großer Deutscher — von ihnen selbst erzählt" ist ein kulturgeschichtlich überaus reizvoller Abschnitt fugend in Weimar", Erinnerungen des berühmten Arztes Christoph Wilhelm Hufelayd (1762—1836), entnommen. Der Dramatiker Hans Jüngst, dessen Schaulviel „Achill unter den Weibern" kürzlich uraufgeführt wurde, erzählt eine liebenswürdlae Kind» beitserinnerung unter der Neberschrift „Opa Nereus". Gedichte haben, Friedrich Georg Jünger und Rudolf Rach beigesteuert. Die Freunde Christian Morgensterns wird es interessieren, daß der Insel-Verlag als Neuerscheinung der nächsten Wochen den heiteren Gasgenlieder Kommentar „Das aufgeklärt- Mondschaf" ankündigt. r,m M Es gibt kein stärkeres Schlaglicht auf die gegenwärtige Lage in Aegypten, als daß die ägyptische Wehrmacht von den Engländern weitgehend entwaffnet worden ist. Erst vor wenigen Jahren, als an Stelle der unverschleierten Okkupation das „Bündnis" zwischen England und Aegypten trat, durften die Aegypter damit beginnen,! sich eine kleine Armee aufzubauen, die diesen Namen verdiente. Das Rüstungsmaterial und die militärischen Instruktoren sollte England stellen. Es war bemerkenswert, welch ein Zudrang von jungen Ae- gyptern zur Flugwaffe stattfand, die ihrer „Wehrmacht" bis dahin gefehlt hatte. Man sagt, daß die Orientalen ein natürliches Organ für jede Art von Fahrtechnik haben. Wer mit türkischen oder arabischen Kutschern und Chauffeuren gefahren «ft, weiß ein Lied von ihrer sorglosen, fast immer ungestraft ablaufcnben Waghalsigkeit zu singen. Das Erste, was die Engländer taten, als die Kriegsgefahr sich Aegypten von weitem zu nähern begann, war, daß sie die moderne Ausrüstung, namentlich die Munition, die sie der ägyptischen Armee geliefert hatten, zwangsweise „zurückkauften". Das wurde seinerzeit mit dem dringenden Eigenbedarf Englands an Kriegsmaterial begründet. Jetzt hat man auch diese Maske fallen gelassen. Man kennt die Stimmung des ägyptischen Volks und des ägyptischen Soldaten, und hat ihm nur eine Art Dolch' an seiner Koppel gelassen. Die ganze übrige Bewaffnung ist beschlagnahmt. Wer sich an die Zeit vor fünfzig Jahren erinnert, als die mangelhaft ausgebildete ägyptische Truppe unter Arabi Pascha den in Alexandrien gelandeten Engländern vergeblich Widerstand zu leisten versuchte, dem wird gegenwärtig fein, daß die englische Negierung damals versicherte, sie bebaure die „Notwendigkeit" bewaffneter Intervention und sie werde Aegypten nur vorübergehend unter ihre Kontrolle nehmen, bis der Dienst der ägyp« tischen Schuld in Ordnung gebracht fei. Allerdings gab es nicht viele Leute, die ihr das glaubten, beim es war zu deutlich, daß England die Hand auf den Suezkanal legen wollte, und nicht bloß „vorübergehend". Daß es Aegypten tatsächlich dauernd festzuhalten beabsichtigte, wurde offenbar, als es zu Anfang des Jahrhunderts mit Frankreich vereinbarte, die englische. Politik werde sich in Marokko desinteressieren als Entgelt dafür, daß Frankreich auf das damals noch bestehende Recht der finanziellen Mitkontrolle in Aegypten verzichtete. Der mirflidfe Herr Aegyptens war jahrzehntelang Lord C r o m c r, der unter dem bloßen Titel eines Generalkonsuls der ägyptischen Regierung vorschrieb, was sie zu tun und zu lassen habe, und mit einem Stabe von technischen und finanziellen Sachverständigen Hie Wirtschaft Aegyptens von Grunds auf umbaute, um sie zum Nutzen Englands neu auszurichten. Cromer brachte die ägyptischen Finanzen rücksichtslos in Ordnung und ließ die großen Nil-Stauwerke bauen, um die Anbaufläche des Landes zu vergrößern. Man kennt das napoleonische Wort, bei einer guten Verwaltung in Aegypten erreiche der Nil die Wüste, bei einer schlechten die Wüste den Nil. Das bezog sich auf die Regulierung der Nilüberschwemmung, die das ägyptische Ackerland alljährlich tränkt und frucht- baren Schlamm auf ihm abfetzt. War aber der Nil wieder gefallen, so konnte auf das höher gelegene Land kein Wasser mehr gebracht werden. Die neuen Stauwerke, vor allem der Riesendamm von Assuan, speichern aber aus der Zeit der Hochflut soviel Wasser auf, daß die vom Strom abgehenden Seitenkanäle auch in den trockenen Monaten gespeist werden und bas Fruchtland nicht nur ein- „Stadt der schönsten Autos/' Von unserem H. H. B.-Bcrichterstatter. mal, sondern mehrmals überflutet werden kann. Dadurch sind jetzt, dank dem ägyptischen Klima, auf ein und demselben Stück Land mehrere Ernten im Jahr möglich. Dieser Fortschritt sollte dazu dienen, die land- wirtsck)aftliche Produktion Aegyptens zwangsweise und einseitig auf den Baumwollbau umzustellen. Aegypten muß fortan sein Brotgetreide von auswärts kaufen und Baumwolle für die englischen Fabriken anbaucn. Die Gründung ägyptischer Spinnereien wurde nach Möglichkeit verhindert, die Baumwolle fuhr auf englischen Schiffen nach England, die Frachten wurden von englischen Reedern verdient, englische Fabriken fpannen und webten die ägyptische Baumwolle, englische Schiffe brachten die Gewebe zurück und vierzehn Millionen Aegypter mußten die in England aus ihrer Baumwolle hergeftellten Stoffe kaufen. Aegypten wurde in der Tat ein kaufkräftiges Aegyptens Gesicht Bon Dr. Paul Rohrbach. gar nicht so dumm und harthörig ist, daß ihr Schläge und Püffe nur schon lange nichts mehr ausmachen, weil sie an einem viel schwereren Kummer zu tragen hat, an einer tiefen Traurigkeit im Dunkel ihrer verwunschenen Seele. Aber wie das auch sein mag, die kleine Hirtin hat jedenfalls keine Zeit, darüber nachzudtznken. Seht nur die Kuh des Schmiedes an, diese Ausgeburt von Eigensinn, läuft die etwa der Glocke nach wie alle andern? Nein, sie hat nur die Straße im Auge. Das Mädchen rennt und schwingt den Stock und heißt sie eine Satanskuh mit ihrer zornigen Stimme, aber das macht gar nichts aus, sie zieht gelassen davon und wäre wohl am andern Tag in der Türkei, wenn nicht der Mann zu Hilfe käme. Er stellt sich in den Weg und schwingt die Arme: „Treib Jic langsam ab", ruft er dem Mädchen zu, „hier hinein! So, und jetzt gib ihr noch eine!" Jawohl, das bekommt sie auch, etwas Handfestes auf ihr scheckiges Hinterteil. Es dunkelt schnell. Die ersten Sterne treten aus dem reinen Himmel, und mit der Dämmerung kommt ein großer Friede über das Land, mit dem lautlosen Nachtwind, der alles besänftigt und zur Ruhe bringt. Griff nach Syrien. Die englische Presse und der englische Rundfunk ,-reinen sich in dem Ruf: „Vorwärts zum zkarsch auf Syrien!" Sie erklären, daß tune die Besetzung Syriens die englische Flotte in |tn berühmten strategischen Dreieck Alexandrien— Vipern—Haifa nicht mehr sicher sei, wenn das sy- rche Hinterland nicht fest in die Hand der britischen Landmacht gebracht werde. Die ganze Problematik f.r Flottenpolitik in engen Gewässern angesichts jir Uederlegenheit der Luftwaffe bricht in dieser großen Idee" der englischen Politiker auf, einen jtinbftreid) gegen Syrien zu riskieren. Syrien ist französisches Mandatsgebiet. Mit an* -ien Worten: die englischen Katastrophenpolitiker Ig^üen einen unmittelbaren Angriff auf f anzösisches Gebiet unternehmen. Eine f antastische Abwandlung der Fronten, unter denen tster Krieg am 3. September 1939 durch die eng- Ich-französische Kriegserklärung an Deutschland koffnet wurde, beginnt sich abzuzeichnen. Der bri« td)e Plan ist verschönt durch den Pferdefuß des k‘ufel5. In Palästina stehen „freie Franzosen", t länger des französiselben Spieler-Generals d c häufle. Ihr unmittelbarer Kommandant ist Ge- i-ral Catroux. Aber de Gaulle hält fid) auch j:Lin seit geraumer Zeit zur Verfügung des bri- .;td>en Oberkommandos in Kairo abwechselnd in Ägypten und in Palästina auf. Der Selbstmord Es französischen Obersten C o l l e t gewinnt unter tz-sen Umständen ein neues Gesicht. Collet ist an fr) bekannt als tüchtiger Kolonialsoldat in der »inzösischen Armee. Er hat fid) dazu verleiten fefen, aus Syrien nach Palästina überzutreten, feine französische Gefolgschaft verließ ihn. Er tirbe ein Einzelgänger, ein Verräter. Der gute filhat, der sich in die hohe Politik hineinziehen jß, merkte zu spät, daß er auf die englische Leim- Ute gegangen war. Das wollte nun auch Collet Acht: den Engländern als Herold ihrer „Großen Kce" zu dienen und gegen feine eigenen Lands- ferie den Handstreich auf Syrien mitmachen. Da fff er zur Pistole. -In Wahrheit handell cs sich bei den englischen Dänen um ein verzweifeltes Manöver, den Der- At Kretas vor den Augen der Welt wieder gut- »machen und diese große Blamage auf Kosten des Hiheren französischen Bundesgenossen irgendwie in in Hintergrund treten zu lassen. Man erzählt sich I London ganz offen, daß dem britischen General- lib bei dem ganzen Plan nicht allzu wohl sei. »er Churchill hgt sich aus der abgedankten «tischen Generalität einen „Werbefachmann" en- Agiert. Es ist der britische Armeegeneral G o u q h, M nach der deutschen Märzoffensive von 1918 von George sehr ungnädig verabschiedet worden | Nur mit Mühe und Not hat Gough eine ge- hsse Rehabilitierung nach jahrelangem Kampf iLrkffgesetzt. Das ist der rechte Mann für Churchill, [tugn wurde zum militärischen Sachverständigen rii- Reuterbüros berufen, und nun macht er hern- hungslofe Propaganda für das Verzweiflungs- bmÖDer Churchills. Er schreibt: „(Eine Besetzung Herfens mit den freien französischen Streit- feften an der Spitze (!) muß sofort vorgenommen »rben. Wenn die britische Luftwaffe sich entlang rar ganzen Küstenlinie des Ostmittelmeeres von M'ppo (in Syrien) bis Haifa (in Palästina) fest» Wetzt hat, mit kräftigen Basen im Irak und im ■rfifdien Golf, bann' wäre die britische Flotte in Wrxcmdria in Sicherheit." Ls sei völlig dahingestellt und interessiert angc- sic Is der akuten Bedrohung Syriens im Augen- dick auch nicht, ob die Prophezeiung des im Welt- ileg verunglückten Generals Gough stimmt. Hier ^lereffiert allein die Absicht Churchills, sich auf Men Frankreichs in Syrien moralisch zu „fa- Mtrcn". JDie letzten Erklärungen des stellvertretenden tlinzösischen Ministerpräsidenten Darlan sowie Mr lange Empfang des aus Nordasrika und Sy- Land, nur wurde es das In erster Linie z u m N u tz c n E n g.l a nd s. Es trat aber noch eine zweite Wirkung ein, und die laci nicht in der englischen Rechnung. Wie in Indien, so bildete fid) auch in Aegypten infolge der modernisierten Verwaltung, der vermehrten Beziehungen zum Aus. land, des wachsenden Geldzuflusses eine neue, für die englische Herrschaft von Jahr zu Jahr uirbc« queiner werdende Bevölkerungsschicht, nämlich ein wohlhabender uni» gebildeter Mittel« ft a n b. In Inbien nahm dieser die Parole auf< „Indien für die Inder", und in Aegypten r „A c g i) t c n für b i c Aegypt e r" — nicht für die Englänber! Das geschay gleid)zeitig mit dem Erwachen des arabifd)cn Gedankens im Dor« deren Orient und mit dem Mirkfamwerben der von den Engländern im Weltkrieg laut genug ver* kündeten Formel vom Selbstbestlmmungsrecht der Völker. Wie in Indien, so geschah aud) in Aegypten bad Wunber, daß die vordem in politischer Gleichgültigkeit und Stumpfheit dahinlebende Masse der Bevölkerung, der geduldige Fellad-e, unter dem Einfluß der neu entstehenden, ägyptisch nativ n a l und antienglisch denkenden geistig führenden Schidit politisd) erwachte und den Ruf nach nationaler Unabhängigkeit Mit aufnahm. Dieser "Mindel der Dinge hat in Aegypten die Volks« ftimmung erzeugt, der England das Zugeständnis einer formellen Anerkennung der Unabhängigkeit Aegyptens unter der Form des Bündnisvertrages machen mußte. Von berfelbcn Stimmung ist aber auch der ägyptische Soldat und Offizier ergriffen. Die Erfahrung macht England jetzt in Aegypten. Der Egoismus des Gefdienks der Mobernisieriing, das England dem ägyptifd)en Volke gemacht hat, rächt sich. Mündung des größten und weithin schiffbaren Flusses der iberischen Halbinsel, inmitten einer lieblichen, leidlich 'fruchtbaren Ebene von bevorzugtem Klima, am westlichsten Punkte Europas verlangte geradezu nach der Gründung einer größeren Stadt. So willkürlid) uns die Entstehung von Berlin, Madrid, ober Paris anmutet, im ungefähren Mittelpunkt des jeweiligen Herrfchaftsbe- rcidjes, fo selbstverständlich scheint cs, daß Lissabon zur Hauptstadt Pc^tugals wurde. Ein abwechslungsreiches Schicksal hat der Stadt und ihren B'ewohnern einen ganz unverkennbaren und auffälligen Charakter gegeben. Obwohl die Vergangenheit nur noch in ganz wenigen Bauwerken zu uns spricht, etwa in den Ruinen der Carmokirche und des Georgskasiells, oder aber außerhalb der eigentlichen Stadt, wie in den herrlichen Bauten von 'Seicm, lebt die (Erinnerung an verflossenen Reichtum und Glanz immer nod) in Lissabon. Nur 600 000 Einwohner hat Lissabon, das keine großen Hotels und Verkaufspaläste besitzt, aber trotzdem doch Öen Eindruck einer Großstadt, ja sogar Weltstadt macht. Seine Bewohner sind Großstädter bis in den letzten Winkel ihres Wesens. Von der Frisd-c und Ursprünglichkeit, die den Landbewohnern kennzeichnet, ist bei ihnen nidjts mehr zu finden. Ihre Manieren sind von jener Korrektheit und Höflichkeit, wie sie die Verstädterung vieler Generationen mit sich bringt. Aber cs fehlt ihnen jene Frische und der Unternehmungsgeist, der in der bäuerlichen Sckwlle wurzelt, jener Mut anders zu sein als die Allgemeinheit. Lissabon kennt als einziges öffentliches Verkehrsmittel nur die Straßenbahn, aber es rühmt fid), die „Stadt der schönsten und gepslegtesten Kraftwagen" zu fein. Allerdings sind es Luxuswagen, die jahraus, jahrein nur lautlos über den städtischen Asphalt huschen, die den Staub einer Landstraße nicht kennen, deren starke Scheinwerfer nie ober nur selten auf Weitsicht eingestellt würben. Diele dieser eleganten Wagen flnb Taxen, was man ihnen zuricn zurückgekehrten Generals Weygand beim französischen Staatschef Marschall Petain werden unter solchen Umständen in London mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt und heftig kritisiert. Nad)d»englischcr Auffassung ist eben Frankreich, das unter Ludwig XIV. und Napoleon durch England von den Meeren vertrieben worden ist, berufen, demselben England für alle Ewigkeit Stcigbügeldicnste zu leisten. Mit einer merklichen inneren Unsicherheit wird in London das Gerücht verzeichnet, daß französische Truppen von Nord- untief ins Tal. e E^arl Heinrich Waggerl. 1 Der Ma^eht, zt auf der Höhe des letzten Hügels ter dem Sich, da will er auf das Abendläuten *iten. llntibeiben Fichten haben fahrende Leute pte Feuerstaenj eingerichtet, aber auch sonst rastet jeder ur«rj bezähmt seine Ungeduld, wenn er kimfommt, grünt auch der heimlichen Wehmut des ksichieds ihr letztes Reckst. Seit in der '^unde öffnet sich dI*/ig. Das alles verdämmert so Mig im Feierat n friedliches Leben, langsames, Ityaftruntcnes. Ast, rsroo geht ein einzelner Mensch lon Haus weg im hin Feld hinein, er bleibt stehen mit schaut umhcZ/vielleicht hat dieser Mann Sor- |ir, es mißriet etwas, und jetzt steht er da ln) betrachtet bo^.ianze noch einmal, den Himmel M sein Feld. ft der Himmel? Verdorrt sein tdi>r? Nein, es ja alles gut. Gut, denkt der $;nn und schlenk'.rt ins Haus zurück. kn der fühlen -tiefe schwebt bläulicher Dunst, k liegt das Dorf/ ein Häufchen grauer Käfer den Ao-h entlang. Det- Mann sieht die Schmiede am W, die Werkstatfdes Tischlers mit dem Bretter- hrel hinterwärts, auf der anderen Seite die tdenfe breit und ansehnlich neben dem Pfarrhaus tot ein wenig über alles erhöht die Kirche. Dar- tof verstanden sich die Leute vor alters, kleinmütig toi*en sie nicht. Sie sanden dieses Hügelchen und Mten, es sei der rechte Ort für Mauer und Turm, Ren an zu graben und nahmen das Maß jur «u end Jahre. Auf ihre Lebzeit hätte die Mauer tobt so dick sein müssen, so wuchtig mit Streben toi Pfeilern, und auch die Linde wuchs nicht für llr Gefallen: der sie pflanzte, hatte noch nicht ein- Ja Schatten von ihr auf dem Grab. Aber jetzt ist | rin gewaltiger Baum, ein Riese über der Hm- gfeit vieler Geschlechter. >a, so taten die Altvorderen, auf Prunk und ^cnz legten sie wenig Wert, nur auf Festigkeit i die Üanicl 'wirk, Mrvi «Nino nies ,5 ne, o get cki btt ipft v en in Ukllt. Mit. trtan. der, er \ 25 bi err 11 l te! jis 19.30 oßer ing inst w.ißdlcr Li c f crant- auch ff! IFRTTUS1 fffl iTj ä i hett Krankenkasse r ■■■■■■■ djaA feiUU/npßaAiye MjaMAlHiße. 29/30 - föqKnÄa/Atv-. 2/U. Aus -er Giadi Gießen E. L. St. 37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Verdunkelungszelt 7. Juni von 21.41 bis 5.01 Uhr. 8. Juni von 21.41 bis 5.00 Uhr. BISSPFLEGER ELOGO Reinigt selbsttätig und desinfiziert Zahnersatz WMllTllCH m DiOOteit M m flNSCHLÄG MSCWUTfN Die Thealerveranstallung mit der Aufführuq ..Barbier von Sevilla" am heutigen Samstag, b ginnt um 19.15 Uhr. 252fij Urlaub für Zugendliche in der Hauswirtschaft. Nach § 21 des Iugendschutzgesetzes erhält bj jugendliche Hausgehilfin wie die Jugendlichen allen anderen Berufen nach dreimonatiger Befchä tigung im gleichen Haushalt bis zur Vollends des 16. Lebensjahres jährlich 15 Werktage Urfad vom vollendeten 16. bis zur Vollendung des u Nur wenig, aber feucht putzen • nämlich den Herd, wenn Sie WEEll haben. • Und wird der Lappeii trocken, dann sofort wieder n a cm f e u c h t e n. So putzen Sie wirklich sparsam und bekommen obendreinl eine tadellos blanke Herdplatte. WEEN Herdputzpulver Spei ttantfur 5 f.flIn weni- ^besteht, i .-mndljch : bei 1 Vom Deutschen Roten Kreuz in Gieße Rege Mitarbeit an vielfältigen Aufgaben. DleÄSMiniM Roman von Elisabeth -fjolt in der Stadt, erzählt die Mutter beim Nachhause« kommen: ..Dir haben auch Siebenbürger in Tracht gesehen." Brigitte entrüstet: „Aber Mutti, du schwindelst ja, es waren doch nur vier!!'' es Miii«"’ L tofteten: M,* LH,««« U 24, Sell! Krfen 3t ß 15 bis Ä K! te i1 ergäbe jnflbe hie pn u.q ß WH ?'«3?3 . Rli «der, üerf 30i ßkfbuni L,*«rte- -rh° E' ,owt , [ J im r E^er^b J. l'-hn ' ^elT re? to". 23 O lare Rft* 6' kEn all Gerda bekommt einen Schweißausbruch — plätz- (ich. und, wie es ihr vorkam, eiskalt. — Wahrscheinlich rettete er sie vor einem Herzschlag. Gleich- zeitig setzte das Zittern ein. Ein hemmungsloses Schütteln, das bei den Händen begann, die Arme hinauflief und den ganzen Körper Glied für Glied packte. Die Knie wurden Weich und gaben nach, sie kauerte sich auf den Fußboden hin, zusammengeduckt hinter dem großen japanischen Wandschirm saß sie da und hielt die zusammenschlagenden Kiefer mit der Hand fest. Dann war da ein leises Geräusch, leicht und flüchtig wie das Anfliegen eines Nachtschmetter- lings. „Gerda", sagte Paul von oben her, „ich kann meine Schlüssel nicht finden", er brach ab, als sei ihm die Luft ausgegangen, seine Stimme klang dumpf und verändert. Sie rührte sich nicht, sie wird sich auch nicht rühren, wenn er herunterkommt und hier ausführt, was er oben zu tun beabsichtigte. Sie wird sich auch nicht wehren. Nur schreien wird sie. Vielleicht hört man es hinten in der Küche. Sie hätte gleich schreien können, aber dann würde Paul auch sofort über die Treppen herunterlaufen — geschwind und lautlos würde er da sein, er bewegt sich im Dunkel wie eine Kotze. Solange man still vleibt, gibt es noch eine Gnadenfrist. „Bitte, komm herauf!" verlangte die Stimme aus der Finsternis und hatte den gewohnten Klang zurückbekommen, wo steckst du denn?" In der Frau auf dem Fußboden bäumte sich etwas auf. Vernunft, Empöruna, Furcht vor etwas Drohendem gewannen die lleberhand über dos kopflose Entsetzen. Was bezweckt er? Warum will er sie überfallen? Ist er wahnsinnig? Sie weiß so wenig von ihm, — es soll einen heimlich schleichenden Wahnsinn geben, der nur zeitweise zum Ausbruch kommt. Oder hat er Furcht vor ihr? Kuß sie beseitigt werden, weil sie etwas weiß? Ich werde doch schreien, gleich werde ich schreien, spürt Gerda verzweifelt. Er muß, er muß wahnsinnig sein, der Mensch, der jetzt langsam die Treppe heruntersteigt. Sie hörte jeden Schritt, ihr Ohr war geschärft wie nie zuvor. Was hat er vor? — Sie weiß doch nichts — gar nichts weiß sie! Er rief sie nicht mehr. Gewarnt und vorbereitet durch ihr Stillschweigen, schob er sich vorsichtig »“I Folios6- ' E s, Bfei pj; Br* LW9?,? Luiflhr ir K k Kvit Ln, die H ES ihre- feit“ läem 5er Siebe 8 ist gut und ausgiebig. in fast allen Orten des Landkreises Gießen burtf geführt werden, erhalten die Männer und ^rauti vom 18. Lebensjahr ab bis zu den älteren, yl Hilfeleistung noch fähigen Jahrgängen alles retische Wissen vermittelt und zugleich in praktisch^ Hebungen die erforderlichen Handgriffe und -rn» fertigkeiten erklärt, die sie dann selb t anzuwend^ haben. Es ist besonders erfreulich, daß an dieses Lehrgängen viele Frauen und Mädchen teilnelmriI darunter auch zahlreiche Mütter, die neben ihrnL Haushalt und ihren Kindern noch andere Aufgabe! versehen, welche heutzutage die Frau -in die porfl berste Linie des Schaffens in der Heimat stelle«! oder die kriegswichtige Arbeitspflichten erfüllen, wj hier Dienst für das Volkstänze zu leisten. Daß fliej Frauen und Mädchen sich noch für die Lehrgär« im Sanitätswesen zur Verfügung stellen, verdjeq besondere Anerkennung. Am Schlüsse jeden Lehe« ganges haben die Teilnehmer Gelegenheit, in eim Prüfung unter Beweis zu stellen, daß sie aus bd Unterricht Nutzen gezogen haben, den sie dann N allen der ersten Hllfe bedürftigen Volksgenossen gtil gute kommen lassen können. Neben dieser Arbeit geht die allgemeine Aus- urjil Fortbilduna der bisher schon im praktischen Siem tätigen Helfer und Helferinnen eiicher. Dazu komm die laufende Bereitschaft im allgemeinen Unsvll bi'lfsdienst und im Straßenunfallhilfsdienst, in yeblichem Ausmaß auch der KrankentransportdimW Starke Anspannung der Kräfte ist weiter auch für! die bisher schon erfüllten Kriegsaufgaben des DkM schen Roten 5kreuzes erforderlich; man denke z.L nur an den Bahnhofsdienst, an die erhebliche Ark« in bett Erfrischungs- und Verpflegungsstellen W die Wehrmacht, im Unterkunstshelm für dukG reisende Soldaten und bei vielen andern Aus, gaben. Bei allen diesen Pflichten find täglich rief Helfer und Helferinnen im Dienste des Roten ÄmÄ zes für unsere Soldaten, aber auch für alle Glied», unserer Volksgemeinschaft tätia. . 1 So sehen wir in überzeugender Weise den reiäeL Nutzen der Rote-Kreuz-Arbeit auf weiten GebültV unseres Gemeinschaftslebens und insbesondere je im Kriegsdienst für unsere Soldaten wirksam ai den. Daran wollen wir uns am morgigen Soi» tag erinnern und dann durch unsere Tat bei be Opfersvends auch den Helfern und Helferinnen bei Deutschen Roten Kreuzes danken. Bi Ein bevorzugtes Klima, modern eingerichtete und günstig gelegene Badeorte, malerische Vororte, darunter das weltbekannte Cintra, tun ein übriges, um Lissabon zu esner der anziehendsten Hauptstädte zu machen. Gerade heute scheint cs, als ob die Bedeutung Lissabons wieder stark im Dachsen begriffen ist. Der See- und besonders der Luftverkehr Mischen Europa und beiden Teilen Amerikas besitzt in Lissabon eine kaum zu entbehrende Basis, wie es gerade der jetzige Krieg deutlich gezeigt hat. Das alte Lisia- bon verschwindet allmählich unter der Spitzhacke, um größeren, weiträumigeren und schöneren Am lagen Platz zu machen. Lissabon ist bereit, in dem neuen Europa, das aus diesem Kriege hervorgeht, seine von der Natur vorgeschrtebenen Rolle als ein wichtiger Hafen und Umschlägplatz des Abendlandes wieher aufzunehmen. Käst 15 Millionen Deutsche in der RGD. Aus Anlaß des Jahrestages der NSV. wird im „Nationalsozialistischen Volksdienst" daran erinnert, daß schon Anfang 1932 die NSV. als Verein gegründet und in das Dereinsregister eingetragen wurde. Im Mai 1933 wurde sie dann als Organisation innerhalb der Partei für alle Fragen der Volkswohlfahrt und der Fürsorge zuständig. Während damals nur fünf ständige Mitarbeiter be-schäf- tiat waren, hat das Hauptamt für Vollswohl- fahrt heute über tausend Mitarbeiter. Während man damals glücklich war, daß die 20 Berliner Bezirke mit wohlfcchrtspflegerischen Kräften besetzt werden konnten, ist die NSV. heute eine Riesenarganisation mit einem gewaltigen Heer von Amtswaltern, mit Zehntausenden von Ortsgruppen und Stützpunkten, mit Hunüerttausenden von frei- willigen Helfern und Helferinnen und einer Mitgliederzahl von rund 14,5 Millionen deutscher Frauen und Männer. Als ständigen Grundsatz hebt der Aufsatz hervor, daß die NSV. den bedürftigen Volksgenossen zur Selbsthilfe erzieht und ihn wieder dahin bringt, daß er aus eigenen Kräften fein Schicksal in die Hand nehmen kann. Sie nehme ihm das beschämende Bewußtsein, daß er auf die Güte anderer angewiesen märe. Der Hilfsbedürftige werde weder erniedrigt noch persönlich abhängig gemacht oder verpflichtet, sondern an ihm werde eine selbstverständliche soziale Pflicht erfüllt, zu der er sich aüch selber bekennen müsse, wenn er seine soziale Not überwunden habe. Wenn auch der NSV. durch den Krieg neue Aufgaben zugefallen seien, so bleibe dennoch das Hilfswerk „Mutter und Kind" das Kernstück der nationalsozialistischen Volkswohlfahrtspflege. _ ebenko bunter Wirbel ungarischen Lebens in Lied, Csardas und Tanz über Die Bretter gehen. Musikalische Leitung: Erich Richter, Spielleitung: Harry Grüneke, Bühnenbild: Karl Löffler, Tanzleitung: Irmgard Trömel. e Dichterlesung im Gießener Dorkragsring. Auf Einladung des Goethe-Bundes, der Kulturellen Vereinigung und der Volksbildungsstätte Gießen wird im Rahmen des Gießener Vortrags- ringes der bekannte Dichter Erwin Guido Kolben- Heyer am Montag, 9. Juni, in der Aula der Universität aus eigenen Werken lesen. Kindermund. „Ein Kind fragt mehr, als zehn Weife beantworten können", sagt das Sprichwort. Zehn Weife sind aber gar nicht notwendig, nur eine Mutter! Unermüdlich plavpert das kleine Kindermäulchen, und unermüdlich antwortet die Mutter. „Gell, Mutti, dem Schutzmann - gehört die Welt?" fragt Brigitte eines Tages eifrig. „Warum meinst du das'/" „Weil er sie doch immer bewacht!" Leider muhte die Mutter dann das Besitzrecht des Schutzmanns an dieser schönen Welt erheblich schmälern. Bei einem Besuche im Zoo fragt Brigitte: „Wo wischt denn das Aeffchen seine Hände ab. wenn es seine Banane gegessen hat?" Die Antwort läßt das Kind einen Augenblick nachdenklich darüber werden, wie gut es doch so ein Affe hat im Vergleich Alt ihr! „Macht der rote Papagei auch rote Geschäfte?" heißt die nächste Frage, als sie bewundernd vor dem großen Käfig steht. Und: „Warum Kakadu, Mutti? Das ist aoer n komischer Name!" Als sie eines Tages heimlich genascht hat, wird ihr eindringlich vorgestellt, daß es doch der liebe Gott sähe, auch wenn die Mutter es nicht gleich merke. Daraufhin Brigitte: „Ach, das schadet ja nir, aber d u kannst hauen!" Nicht immer ist es leicht für die Mutter, den nötigen Ernst zu bewahren, z. B. wenn Brigitte überraschenderweise beleidigt sagt, als sie gezankt wird: „Bitte, nich so'n Ton!" Oder wenn sie abends beim Beten mit gefalteten Händchen plötzlich kommandiert: „Achtung, fertig, los!" Dies war eine Errungenschaft aus der so gern besuchten Turnstunde, aber der Mutter schien es hftr doch nickst am Platze. Gleich im Anfang muß die Mutter lachen, woraufhin Brigitte sehr vorwurfsvoll meint, sie sei wohl gar nicht fromm? Ein andermal knüpft sie an das abendliche Gebetlein folgende Bitte: „Lieber Gott, schicke mir bitte rasch ein paar Taschentücher, ich habe ei^en Renn? schnupfen, und meine sind alle!" Als das sehr geliebte Milchfläschchen abgefetzt war, sollte es verschenkt werben. Brigitte: „Aber das könnt ich doch noch mal brauchen, wenn die Welt von vorn an- fängt und ich wieder dabei bin!" Immer weiß das Kind seinen Vorteil zu wahren. In der Sommerfrische möchte Brigitte eines Tages Schokolade haben, was ihr abgeschlagen wird. In diesem Augenblick brüllt eine Kühe im Stall. Brigitte schnell: „Wenn die Muhkuh Muh macht, muß ich Schokolade haben!" Das fand dann auch die Mutter, der diese Folgerung bei einem zweijährigen Kinde immerhin erstaunlich schien. Wichtig ist es, das Kind nicht durch Lachen zu beleidigen, wenn es etwas mißverstanden hat oder noch nicht verstehen konnte. Einmal, nach Einkäufen man schließlich von diesem Mann r—, dessen SW ein Meisterstück der Unauffäüigfet^gemeßen ist der einsam war wie selten ein Mansch. Und miet# hatte er eine neue Untat gepla^L ^'Denn wozu f)äW er sonst die Witwe seines 23ette'V ins Haus zurüt gelockt? Die wußte auf einma^ü^aß der More mit dem Pola den Saal verla^n, einen nolW Aermel gehabt hatte, und die Polizei mieberts wußte vom Mißgeschick des Chauffeurs Schütz, 6*1 beim Einschänken den Inhalt t^ner Flasche üEü das Kleid der Gräfin Steinmar^ und den Aerirr ihres linken Tischnachbarn gecJfen hatte. Vf wußte die Polizei genau. Und s kannte auch kii Tischordnung bei jenem längst dergangenen essen. Paul Bürger war der Vw>< Gräfin gewesen. <■ ' i i Gerda also mußte weg, bevor sie chr Wissen M ? Polizei Mitteilen konnte. Aber .r selbst kann bet || über nichts mehr aussagen, er /fegt auf einem ou i gewetzten glatten Steintisch in einem Saal M Gerichtsmedizinischen Instituts, dort, wo Woch-k vorher die Sängerin Luckner gelegen hat. Er Hut einen sicheren, glatten Herzschuß aus dsi! schweren Dienstrevolver Spohrs, der auf ihn M erte, noch ehe Paul Bürger seinen eigenen berei’ gehaltenen Revolver abdrücken konnte (denn Spo^I erinnerte sich wohl, daß in Peter Schiffs 6teq Brief der Satz stand: „Er schießt sofort, sowie eine Entdeckung befürchtet"): ferner eine alte, ff» vernarbte Kugelwunde an der Hüfte und fonb^ barerweise auch Spuren von Stilettstichen. Rücken. Er ist ein gutgewachsener, sehniger, still t und dem äußeren Schein nach nicht unsympathis«,^ Mensch gewesen, dieser Paul Bürger, der den 25" chitekten nicht nur mit Mühe und Fleiß erworb^ hat, sondern seinem Beruf zeitweise sogar eifrS nachging. (Schluß folgt.) ernst meerbeherrschende Portugal hatte aufgchört, als Seemacht zu bestehen: im LisfaboneE Hafen konnte man die Flaggen aller seefahrenden Nationen sehen, während ote portugiesische kaum vertre- treten war. Erst seitdem Portugal im Jahre 1926 wieder eine starke nationale Regierung erhielt, trat hier langsam eine Aenderuna ein. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Tradition grüßt die portugie. fische Kriegsflagge heute stolz von Heck und Bug der alten Seaelsregatte „Don Fernando", dem Mmi- ralsschiff des Lisiaboner Kriegshasens. Sie flattert aber auch über den Zerstörern, die vor kurzem in Lissaboner Wersten vom Stapel liefen, was seit Iichrhunderten nicht mehr der Fall gewesen war. Im gleichen Zeitraum begann auch der planmäßiae Ausbau und die Verschönerung Lissabons, das jetzt den Ruf einer der saubersten Städte gewonnen hat. Telephonzelle, von seinem Zimmer aus Mühsam angerufen hatte und mitten im Satz den Hörer hinschmiß und wie ein Wahnsinniger davonrannte.) Kempfs Wagen kam herangeschossen, als er, Spohr, gerade im Begriff war, heimzugehen. Er hörte etwas Zusammenhangloses über den Mord an der Luckner und über die Sekretärin Maurer, die angeblich mit dem Täter allein im Hause sein müsse, und dann riß ihn Kempf in den Wagen. Clemens unternahm zwei oder drei Versuche, mit der Schulter durch das solide Eichenholz der Haustür zu kommen, was völlig lächerlich war, er zerstieß sich bloß die Knochen. Nachher kam er auf den Einfall, das plattgedrückte Stabeisen der Banklehne zwischen Schwelle und Tür zu klemmen, ein Unterfangen, nicht weniger kindisch und aussichtslos ---aber Narren find bei der Vorsehung beliebt, fünf Minuten lang arbeitete Clemens unsachgemäß und eigentlich ganz hoffnungslos herum, und dann erwischte er durch einen Witz des Zufalls den richtigen Punkt. Die schwere Tür hob sich in den Angeln — ruckte — Kempf spannte sich an, daß ihm das Rückgrat krachte. Wenn das verfluchte Stück Gußeisen, das er da als Hebel in der Hand hält, aobricht, ist alles hin. Ruckweise riß er es hoch. Die schwere Tür wich zurück, und Spohr stürzte sofort mitten in die Schwärze hinein, die sich wie ein Loch vor dem Nebeldampf des Gartens öffnete. Den andern ließ er als unbrauchbar hinter sich. Als Kempf nach ganz kurzer Zeit aus seinem völligen Erschöpfunaszustand erwachte, tat er ein paar ziellose Schritte gegen bas Haustor zu, aus dem gerade eine Frau kam. Eigentlich hätte Gerda jetzt um Hilfe rufen müssen. Wenn sie so gar kein Bedürfnis nach lauten Demonstrationen empfand, so kam es daher, daß sich in diesen letzten Minuten eine große schmerzliche Spannung in ihrer Brust gelöst hatte. Gerade in dem Augenblick war das geschehen, als sie die keuchende, atemlose Stimme vor dem Fenster erkannte. Es ist nicht ganz leicht, die Stimme eines Mannes zu erkennen, von dem man nie — niemals etwas anderes gehört hat als vornehm, kühl abgebämpffr Plaudertöne und der dann heiser und fluchend wie ein Rohknecht eine fremde Tür auf- sprengt. In Todesgefahr, eingesperrt mit einem bösen Tier, spürte Gerda in einem jähen und glück- vollen Ausdehnen und Weitwerden des Herzens, daß das jetzt einer von den höchsten Glückspunkten war, die sie im Leben erreichen konnte. Clemens sah sie an — er -tat es ohne Einglas. Er war absolut nichts anderes als ein überreizter, seelisch erschöpfter Mensch, ein Bursche, der irgend- Stufe , um Stufe abwärts. — Und fetzt sah sie ihn auch. Ihre Augen, endlich an die Finsternis gewöhnt und durch den Aufruhr der Nerven zu übermenschlicher Leistung angepettscht, nahmen zuerst den fahlen Streifen des Hemdkragens auf und nachher auch Umriß und Bewegung der Gestalt. Er blieb stehen, witterte mit schnellem Hin, und Herdrehen des Kopfes, er wartete, er mar nur mehr zehn oder zwölf Stufen vom Treppenfuß entfernt, als der erste Schlag gegen die Haustür fiel. Ein Schlag kam, dann ein zweiter, eine ganze Serie von Faustschlägen trommelte gegen das dicke Eichenholz. Männer waren draußen im - Garten, sie mußten über das Gitter gestiegen sein. Sie stritten miteinander — einer redete ruhig und wurde von dem andern niedergsschrien. Dann zogen sie sich ein paar Schritte weit zurück, kamen aber gleich wieder, und ein dröhnendes Donnern gegen das Tor ging los, heroorgebracht mit der abgerissenen Seitenlehne einer eisernen Gartenbank. Das Haus war erfüllt von dem Lärm wie das Innere einer Trommel, die Leute in den Nachbarhäusern drehten die Lampen ay. Auf einmal [tauben die Hallenfenster in einem schwachen Widerschein hereinfallenden Lichtes. Gerda hob den geduckten Kopf. Die Gestalt auf der Treppe war weg. „Sakra", wetterte Inspektor Spohr draußen aufgeregt, „das muß ja noch nichts Besonderes bedeuten, wenn die Klingel versagt. So etwas kann überall passieren." Und er bemühte sich, Dr. Kempf den eisernen Schlegel wegzunehmen. Ebensogut hätte er versuchen können, dem andern einen Arm auszureihen. In Kempfs magerem Gesicht war jeder Muskel, jede Hautfalte angespannt, er hatte seinen Hut verloren, die schwarze Binde seines Smokings hing aufgegangen von der rechten Hals- fette herunter, Clemens atmete stohweiftz durch die Nase wie ein überanstrengtes Pferd, er drosch stumm und verbissen auf das Holz los. „Sie ist zu Hause, sie ist bestimmt drinnen. Im ersten Stock ist ein Fenster offen. Sie muß uns doch um Gottes willen hören!" Schließlich verlor auch Spohr die Nerven, die Geschichte mit diesem schweigenden, finsteren Haus kam ihm nach und nach selber nicht richtig vor. — Panik steckt an, und der Mensch neben ihm zitterte in seiner Haut wie ein Jagdhund an der Leine. Spohr war sich noch immer nicht recht klar über das Telephongespräch, das der Hamburger mit Polizeirat Mühsam geführt hatte. (Ein Gespräch, das übrigens nie beendet wurde, weil Kempf in feinem Hotelzimmer nach dem vergeblichen Anruf in der wo einen feinen Abendanzug gestohlen und bad^ gerauft hat, und der dabei in den Dreck gefallen ifl „Gott fei gelobt!" sagte er und war noch irnM atemlos,. „Gerda — Geliebtes — Gott sei Das war der Augenblick, in, dem b“:*inen ifl Haus ein Schuß fiel.---dosen» 18. Kapi 1 Inspektor Franz Spohr he Xj ” . ie ffam tausend Dollar, die das Pol Jn L5ssin^rf’^Q für die Festnahme ober UnU o.2s ^.Aung M Peter Schiff, alias Frank St« fit- esetzt m Als Peter Schiff — oder Dielnorf,-21 "ä? Bürgers im Begriff stand, sich die Beute >r fet^inem zweier' Mord zu holen, war er endlich ttt ,vter Polizei g<] faßt worden. Hier fragen wir war M Luckner tatsächlich erst fein zweites Opfer? vielleicht schon das dritte — vierte — was wiD Der morgige Sonntag steht wieder im Zeichen des Kriegshllfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz. Die dritte Haussammlung soll und wird erneut in Stadt und Land reiche Geldspenden aus allen Kreisen unserer Volksgemeinschaft für diese gute Sache ergeben. Bei dieser Gelegenheit wendet sich unsere Aufmerksamkeit wieder einmal dem oielfeiti» gen Aufgabengebiet zu, dem auch das Deutsche Rote Kreuz im Stadt- und Landkreis Gießen täglich unermüdlich dient. Große Arbeitslefftunaen, insbesondere auch in vielseitiger Kleinarbeit, sind hier zu vollbringen, um wertvolle« Dienst für das ganze Rote-Kreuz-Werk zu leisten. Ein neues wichtiges Arbeitsgebiet umfaßt die Instandsetzung von Wäschebeständen für unsere Soldaten. Dabei bandelt es sich um die Ausbesserung von Leibwäsche und um das Stopfen von Strümpfen, beides Dinge, die von Frauenhänden besser vollbracht werden als von den derben zehn Fingern der Männer. Diese Ausbesserungsarbeiten werden von den Frauen der Ortsaemeinschasten des Deutschen Roten Kreuzes in Äufammenarbeit mit den Frauen der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks in gemeinsamen Nähstuben voll- bracht. An bestimmten Tagen und Stunden jeder Woche kommen die Frauen in den Nähstuben zusammen, und bann heht ein emsiges Schaffen an, das oft recht mühevoll ist und stets alle Handferttg- keit der Frauen erfordert. Derartige Nähftuben- Arbeltsgemeinfchaften bestehen in Gl eß en in jeder der vier Ortsgruppen, ferner im Landkreis Gießen in den meisten Ortschaften. Frauen in jedem Alter und aus allen Bevölkerungskreisen sind an diesem Schaffen für unsere Soldaten beteiligt. Und sie alle arbeiten mit großem Eifer und viel Geschick, um unseren Soldaten gut instandaesetzte Wäsche und sorgfältig hergerichtete Strümpfe zur Verfügung zu stellen. Im Kreisbereich des Deutschen Roten Kreuzes Gießen, der ja neben der Stadt auch den Landkreis Gießen umfaßt, kommt bei diesen Ausbesse- rmngsarbeiten immer eine ganz ansehnliche Menge an Wäsche und Strümpfen zusammen, deren Bewältigung in sorgfältigster Arbeit erhebliche 2Infor» derungen an die helfenden Frauen stellt, denen stets mit großer Freude entsprochen wird. Diese Helferinnen verdienen daher für ihre uneigennützige Arbeit nicht nur den Dank unserer Soldaten, sondern verdientermaßen auch die volle Anerkennung unserer Volksgemeinschaft. Die Ausblldungstätigkeit des Deutschen Roten Kreuzes an den Nachwuchs- und Hilfskräften für den Sanitätsdienst ist nach wie yor unermüdlich im Gange. Sie erstreckt sich nicht nur auf die Heran- und FoMildung neuer Helfer und Helferinnen für das Rote Kreuz selbst, sondern sie umfaßt auch die Unterweisung von männlichen und weiblichen Hilfskräften in der ersten Hilfe und im allgemeinen Sanitätswesen für den Reichslustschutzbund, für den erweiterten Selbstschutz, darüber hinaus einer mög- lichst großen Zahl von Männern und Frauen über. Haupt, da ja besonders jetzt im Kriege alle Volksgenossen in der Lage sein sollten, erforderlichenfalls erste Hilfe in sachgemäßer Art zu leisten. In Lehrgängen, die sowohl in der Stadt Gießen als auch bi T Sp. der 2lrl hier Lrbi L verspätet Urbeit Übe Rjaen war hintrag ick die Ar hje von lüj der § 5: Ami der K. Sch. rMen, b Mer 3 T h entwend, &n Diebstai htgefän i verurteil mir und legten. ©in h 3. Novi Wt In Mus |in Mien t i sich zu eh t später qi !:he Tätliä ltie der 20 iun Segne st einem D h>l beibraä ir’tarb. Der P Straffem H Totschlag! f« bezeichn Ohrt uni f Gericht iM Totschl b ÜÖTperoei Wie der Qualen MchunggI W wurde ^freies ^nnde Um Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast sSeltersweg): „U-Boote westwärts". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unser Fräulein Doktor". — Arttlle risten-K am er adschaft 1895 Gießen: 20.30 Uhr im ,^Hsssischen Hof" Kamsradschaftsabend. Tageskalender für Sonntag. Stadtcheater: 11.30 Uhr „Philotas": 18 bis 21 Uhr „Die ungarische Hochzeit". — Gloria-Palast (Seltersweg): „U-Boote westwärts". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unser Fräulein Docktor". Sladttheaker Gießen. Am morgigen Sonntag (11.30, nicht 1145 Uhr), wird auf vielsettigen Wunsch als 11. Morgenver- anstaltung Lessings Trauerspiel „Philotas" unter her Spielleitung von Gerhard Reuter in Wiederholung aufaesührt. Vorher spielt das Streichorchester des Städtischen Orchesters mit' Otto Söllner am Flügel die Sonate in g-moll von Johann Rosenmüller. Außer Miete. Am Abend wird zum letzten Male als Sonber- Fremden-Vorstellung die Operette „Die ungarische Hochzeit" aufgeführt. Zum letzten Male wirb in drei Akten im bunten ungarischen Gewände ein MMBHHi I»» MWMPSragg—■ LUU ’Ti JüteafilTFi WTBgl Der Gleibergverein und der Gleiberg che /[egt, so ist die Vergütung nach dem vom Ober- Zeuges zi festzustell^ »eimat sk ,atte 30, Ääse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, } erfüllen, . 6 47, neue XA kg 25, Wirsing, grün, 25, gelbe «■«•Ni fcben, Dd. 30, rote Rüben 10, Spinat 10 bis 12, teilst, in Amtsgericht Gießen oweit er nicht in die Zuständigkeit des Veterinär- war sehr rege. Strafkammer Gießen Son der Börse. Ausübung des Gewerbes geahndet. —y— Neues für den Büchertisch , die im andbuch der Lieferungen 55/56 rlZehr eingeführt, der INS festgesetzt, so daß n Aufträge unüerücks aus. wirksm Ge- An- L Wenn Äugen versagen Magnus-Brillen tragen! putzen nSieWE ler Lap sdernot Sie wirl lobend Herdploh zpulv 15 bis 20, Radieschen, Bd. 10 Rpf. Schnellverfahren. n b'J1’1 ioseof as V I LessiwS] J Ueli, UV, IVH 'HUVIU iV, *V VIS 'bsen 35, Meerrettich 60, Rhabarber 10 bis iud) 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 10 bis rlataurken 30 bis 50, Ober-Kohlrabi 14 bis 10 Jahre Zuchthaus wegen Totschlags Lpü. Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Sonder» gericht Frankfurt verurteilte am Freitag den 1901 in München geborenen Karl Geiger wegen Totschlags zu lOJahrenZuchthaus und 10Jahren Ehrverlust. Geiger hatte vor kurzer Zeit die 34jährige Frau Maria Diehl, mit der er zusammen wohnte, erwürgt. Freiburg l Br. F. Maurer. — DendeutschenBarockmenschen behan- ktischen V. ' Dazu for einen Uir in denke i, iMche firfi ngsstellen rt Die Illustrierte des Gietzener Anzeigers kann vorläustg über die Ausgabe vom 31. Mai hinaus nicht zugestellt werden. Die Kriegswirtschaft fordert stärkste Zusam« menfassung aller Kräfte und macht es notwen- big, daß die Bildbeilagen ihr Erscheinen bis auf weiteres einstellen, um Menschen und Material für andere kriegswichtige Zwecke frei zu machen. Der fdg des Gießener Anzeigers. W in e- 3 Je aus | J*e dann o t anj an nt tri neben »ere Auf 1 in dn hiesigen Gemeindewaldungen Buchenreiser zu festgelegten Preisen abgegeben. Die Preise lagen, je nach der Güte des Holzes, zwischen 1,— und 2,— RM. \ Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 7. Juni. Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen 44 bis 50,5, Bullen 39 bis 48,5, Kühe 20 bis 48,5, Färsen 36L bis 49,5, Kälber 33 bis 70, Schafe 20 bis 44, Schweine 53 bis 61. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. 15, 15, 25, ^n, Verdi i leben L< innigen «t ’ rat bei ilfenmen Netzen und ft ältere, n alles in prahi ih. wx °»iK' Ä eig^ y «ft of^ ' M kii-M 3m Dienste der Volksgesundheit. Don der Arbeit des Hessischen Chemischen UntersuchungSamteS in Sießdn. !8 erh^t, Mlick,, 2 9« Ur S des •?obfIk ] vi^KörperveHetzung mit' tödlichem Ausgang. Es ^«lurtejlte den Angeklagten zu 2 2 ahren und cye irrzayi-, ausgezeichneten Schilderung vor dem Leser Da wird das Theater der Zeit lebendig, wirt 1 L W ■pinemf; ter WA < Opfer?» — J , Mfn* »fflife«»: nn mi1, s»ai»t aß »5 , eine", t M3 tb den % n « annte ngeney^. jichnung des Urlaubs nicht mitgezählt. Da der Maub aber grundsätzlich zusammenhängend zu '«währen ist, sind auch im Haushalt die innerhalb ßss Urlaubszeit liegenden Sonntage arbeitsfrei, ist bei 12 Werktagen ein Sonntag, bei 15 bis j Werktagen zwei Sonntage. Für die an diesen Sonntagen von der Hausge- hfin nicht in Anspruch genommene Verpflegung gkd ihr, wie für die übriaen Urlaubstage, der gm Reichstreuhänder der Arbeit festgesetzte Satz fc Kost und Wohnung gezahlt. Ist vom Reichs, f-llhänder ein solcher Dergütungssatz nicht fest. Ilm 3. November v. I. zechten in einer Gastwirt« ft in Muschenheim mehrere junge Leute. Zwi- n zweien von ihnen kam es dabei zu Reibereien, sich zu einem lebhaften Wortwechsel auswuchsen später auf dem Heimweg in der dunklen Dorsche Tätlichkeiten zur Folge hatten. Dabei attak- cke der 20 Jahre alte W. G. aus Muschenheim ren Gegner, einen ebenfalls noch jungen Mann, ii einem Messer, mit dem er chm Stiche in den f beibrachte, an denen der Gestochene später 'tarb. Der Messerstecher hatte sich nunmehr vor Strafkammer in Gießen unter der Anklage Totschlags zu verantworten. Der Anklagever- er bezeichnete den Angeklagten des Totschlags rführt und beantragte vier Jahre Gefängnis. Bts Gericht sah jedoch von einer Verurteilung Ilgen Totschlags ab und betrachtete den Vorfall Ucherungsamt festgelegten Satz zu berechnen, itlaubsjahr ist das Kalenderjahr. Stichtag für die k-rechnung des Alters der Jugendlichen ist der 1 Januar. Die Urlaubsregelung gilt auch für Jodchen, die ihr Pflichtjahr im Haushalt ableistrn. zöhrend ihres Pflichtjahres soll die Jugendliche xundsätzlich nur für ein Kalenderjahr den Urlaub l-n Haushalt gegenüber geltend machen. Das gilt -ch dann, wenn der Ablauf des Pflichtjahres zeit- in zwei v^schiedene Kalenderjahre fällt und tz jedem der neiden Jahre ein Urlaubsanspruch Naturgemäß beschränkten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr infolge der Zeitverhältnisse die Ar- beiten auf das Allernotwendigfte. Einige Mauer- und Dachausbesserungen wurden oorgenommen, der Pfad von der Linde zum Burgtor und der Fahrweg etwas geebnet. Der erstrebte Ausbau des Feldweges über die Hardt nach dem Gleiberg, insonderheit die Anpflanzung schattenspendendsr Bäume, läßt sich der hohen Unkosten wegen bis auf weiteres nicht durchführen. Die geplanten gro- ßen Umbauten im Erdgeschoß des Naffauerbauss zur Verbesserung des Wirtschaftsbetriebes sollen baldigst nach Kriegsende verwirklicht werden. Ihre neuüberarbeitete Fassung, die bereits die Zustimmung des Vorstandes fand, wird Burgbaumeister Mohr der Generalversammlung unterbreiten. Sollten die Vorschläge von der Versammlung gebilligt werden, so wurde deren Verwirklichung eine begrüßenswerte Verbesserung im Gastwirtschasts- betrieb der Burg zur Folge haben. Es soll nichts unversucht bleiben, den Gleiberg als Ausflugsort nach wie vor in den Mittelpunkt zu rücken.. Erwünscht wäre, wenn sich mehr Heimatfreunde entschließen würden, durch Beitritt zum Gleibergverein (mit dem geringen Jahresbeitrag von 3 RM) ihre Verbundenheit mit der Burg und die Bereitschaft zu deren Erhaltung zu bekunden. Die ständige Ueberwachung des Lebensmittelverkehrs im Interesse der Volksernährung und der Volksgesundheit ist heute eine besonders vordring- liche Aufgabe der hierfür zuständigen staatlichen Kontrollbehörden. Sie gehört auch, wie der Leiter des Hessischen Chemischen Untersuchungsamtes Gießen, Direktor Wrede, uns in einer Unterredung darlegte, zu den Hauptaufgaben des ihm unterstehenden wissenschaftlichen Institutes. Diese laufende Ueberwachung des Le- bensmitteloerkehrs verfolgt den Zweck, die Ver- braucher vor gesundheitlichen Schädigungen zu bewahren und die Gewerbetreibenden vor unlauterer Konkurrenz zu schützen. (Die Schädigung des Der- brauchers kann sich übrigens hier nicht nur auf gesundheitlichem Gebiet, sondern auch in der Preis- Gestaltung auswirken.) Das Hessische Chemische Intersuchunasamt überwacht in dem ihm zugewie- enen Bereich den gesamten Lebensmittelverkehr, Spezlattlälen im Vordergrund. I Frankfurt a. M., 6. Juni. Die Aktien- r^rkte verkehrten in sehr engen Grenzem Mate- Ko' kam wenig heraus, und da weiterhin Anlage- karf besteht, war- die Kursgestaltung durchweg kt freundlich. Für einige Spezialwerte, vor allem Itien, bei Denen KapUalaufstokkungen erwartet Miden, ergaben sich jedoch starke Kurssteigerungen, gerade hier kaum Angebot herauskommt. So Ernten u. o. Conti Gummi, Zellstoff Waldhof, Me- ffigesellschaft über 15 v. H. anziehen. Erstere er» Echten 373 — im weiteren Verlaufe der Woche $t höhere Taxierung. Don heimischen Wertens do-en ferner u. a. Kupferberq Sekt fester, tn An- 'eie-Noris Zahn kam kein Angebot heraus (letzter Urs etwa 230 v. H.), obwohl starke Nachfrage zu üeren Taxen besteht. Auch in Freiverkehrsaktten ■rnten die Taxen sich leicht bessern, allerdings sind . G. A.-Gpori. Oer morqige Fußballsonntag. Reichsbahn Bad Homburg auf dem Daldsportplah. Die BfBer setzen mit biefem Spiele ihre Gesell- schaftsfpielverpflichtungen fort, die sie schon seit Jahren mit den Gästen ausgenommen haben. Bis jetzt ist den Homburgern noch kein Sieg über die Gießener beschieden gewesen. Wenn man sich auch über die augenblickliche Spielstärke kein genaues Bild machen kann, so glaubt man doch bei den VfBern an einen eindeutigen Sieg. Diese Annahme ist auch berechtigt, da die VfBer in Harnisch, Fett und Mack, die als Gastspieler bei den Reichsbahnern Mitwirken, ihre Spielstarke gehoben haben. Wahenborn-Sleinberg I — Burgsolms <. Nach langer Pause treten die Watzenborn-Stein- berget „Teutonen" am kommenden Sonntag wieder einmal aus eigenen Platze auf den Plan. Im Gesellschaftsspiel empfangen sie die 1. Mannschaft der Sportgemeinde 06 Burgsolms. Die Gäste, die bei den letzten Meisterschaftsspielen in Watzenborn- Steinberg nicht antraten, haben inzwischen an Spielstärke gewonnen und dies bei den in letzter" Zeit ausgetragenen Spielen gegen starke Gegner unter Beweis gestellt. Wenn auey die Einheimischen nicht mehr über die Mannschaft wie während der letzten Serie verfügen, sollte doch der noch vorhandene Stamm der vorjährigen 1. Kriegsmeistermannschaft, zusammen mit jungen Nachwuchsspielern, in der Lage sein, eine 'gleichwertige Partie zu liefern. Spielocrtinigung 1926 Leihgestern. Nachdem sämtliche Bannmeister im Gebiet Hessen- Nassau bestehen, beginnen am kommenden Sonntag die Ausscheidungskämpfe um die Gebietsmeister- schäft. Die 1. Jugend, Bannmeister des Bannes 116, trifft am komemnden Sonntag in Weilburg (Lahn) auf den Bannmeister des Bannes 88. lieber die Stärke dieses Gegners ist wenig bekannt, sodaß eine Voraussage über den Ausgang des Spieles schwer ist, zumal Leihgestern für zwei seiner besten Spieler Ersatz stellen muß. Trotz allem sollte Leihgestern nach den bisher aezeiaten Leistungen nicht ohne Aussichten in den Kampf gehen. Der Bann- meister Leihgestern wird voraussichtlich in folgen- der Aufstellung antreten: Drück, Otto: Leun. Richard, Martini, Ewald: Seel. Ewald. Dern, Richard, Jung, Richard: Schäfer, Reinhold, Luh, Willi, Haßler, Willi, Krick, Helmut, Dietz, Otto. Handball in Lützell-nden. TV. Lützellinden — VfB. Reichsb. Wiesbaden 19:12. TD. Lützellinden gegen TD. Vorwärts Dockenheim-Frankfurt 20:16. Im Kampf um die Gebietsmeisterschaft der Der- cinsmannschaften konnte Lützellinden die Gäfte aus Wiesbaden, obwohl diese eine gut eingespielte Elf zur Stelle hatten, überzeugend schlagen. — Auch gegen die Gäste aus Dockeicheim lieferten die Lützel- lindener ein schönes Spiel und gewannen dank ihrem schußfreudigen Sturm verdientermaßen. B x Gießener Wochenmarktpreife. thstehende Preise find Händlerpreise und verstehen für A«5ßare. Für v-Ware ober abfallende Warr le für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger »Gießen,?. Juni. Auf dem heutigen Wochen- rkt kosteten: Molkereibutter, V» kg 1,80 RM, Intersuchungsamtes gehört. Die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Instituts bilden bas Lebensmittelgosetz vom 17. Januar 1936 und sonstige Spezialgesetze, wie bas Fleisch!;eschaugesetz, Milch-, Weingesetze usw. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß in Zeiten vorübergehender Verknappung der Lebensrnittel (Rationierung), beispielsweise im Kriege, eine Zunahme von Lebensmittelfälschungen und, im Zusammenhang damit, der Anwendung irreführender Bezeichnungen zu beobachten ist. Aus diesem Grunde ist eine ständige, scharfe Ueberwachung des gesamten Le- bensmittelverkehrs zum Schutze der Bevölkerung dringend geboten. Außerdem werden in solchen Zeiten auch vielfach minderwertige oder völlig werllose Ersatzmittel angeboten, wie beispielsweise Salatsoßen, Gewürzmittel und dergleichen, die großenteils von äußerst fragwürdiger Qualität sind: ferner Gebrauchsgegenstände wie Fußbodenpflegemittel, kosmetische Erzeugnisse, Reinigungsmittel, Seifenersatzmittel usw. Während im Weltkriege eine Ueberichwemmung Deutschlands mit derartigen wertlosen und unverhältnismäßig teueren Erzeugnissen nicht zu verhindern war, ist im gegenwärtigen Kriege sofort eine klare gesetzliche Regelung des Verkehrs mit Ersatzerzeugnissen solcher Art ge- schaffen worden. Ein Runderlaß des Reichsrnini- sters des Innern über den Verkehr mit sogenannten Ersatzlebensmitteln vom 11. Juli 1940 befaßt sich beispielsweise mit Gewürzersatzmitteln, Salatölsurrogaten, Kunstlimonade upd bergt und zielt vor allem auf eine ausreichende Kenntlichmachung der angebbtenen Waren und auf die Vermeidung von Phantasiebezeichnungen. Der Sinn des Erlasses ist unzweideutig in folgendem Satz zusammengefaßt: „In allen Fällen sind die anerkannten Gebräuche des ehrlichen ^Handels sowie die vernünftige Auffassung upd die berechtigten Erwartungen des Verbrauchers der Beurteilung zugrunde zu legen." , Was die Herstellung von sogenannten Ersatzmitteln für Lebensmittel, kosmetische Erzeugnisse, Reinigungs- und Putzmittel angeht, so sind deren Hersteller verpflichtet, ihre Produkte, bevor sie auf den Markt gelangen, dem Reichckgesundheitsamt und dem Reichskommifsar für Preisbildung unter Angabe der Zusammensetzung und der Preiskalku' lation zur Begutachtung und Genehmigung anzumelden und vorzulegen. Ungeeignete Produkte werden nicht zugelassen und dadurch eine Ueberoor- teilung des Verbrauchers permieoen. Die Zusammensetzung der von den genannten Behörden genehmigten Erzeugnisse wird außerdem fortlaufend Überwacht. , Weitere Untersuchungsarbeiten des Gießener Amtes dienen der Sicherung der Dolksernährung. Kreis Wehlar. # Wißmar, 6. Juni. Der hiesige Turnverein hielt an den Pfingsttagen auf dem Sportplatz leichtathletische Hebungen ab. Die Beteiligung — Dieser Tage wurden aus den dewaldungen Buchenreiser zu werden mit dem barocken Absolutismus vertraut und erkennen die außenpolitischen Folgen des 30jäh' riaen Krieges Im Zeitalter des Dolksheeres ist es besonders aufschlußreich, kennenzulernen,wie sich nach der Epoche des kapitalistischen Krieasunternehmers das stehende Söldnerheer herausbildet. Erst mit dessen Organisation versteht man auch die politische Geschichte dieses Jahrhundert. Wirtschaft, Handel, Verkehr: Die gerftörung des deutschen Na- tionalreichtums, durch den Krieg, auf der anderen Seite neue Errungenschaften und endlich den von Arbeit und Mühe, aber auch von einem hohen Ethos erfüllten Alltag des deutschen Barockmenschen. Don dem ganzen Zeitalter erhält man in diesem Ab- chnitt des wertvollen Handbuches einen sicheren Begriff. —Otto Santes: Deutsches Sagenbuch. 323 Seiten mit Dildbeigaoen. 3,80 RM. C. C. Buchners Verlag, Bamberg. — (271) — Das Buch wendet sich in erster Linie an die deutsche Jugend: es bietet ihr in faßbarer Form aus der deutschen Heldensage von der stühgermanischen bis in die Ritterzeit den Beowulf und die Wieland- Sage, Walter und Hildegund, Hildebrand und Hadubrand, König Rother, Kudrun und aus den Nibelungen Kriemhildens Liebe und Leid und Kriemhiwens Rache. Jeder Erzählung ist ein Nachwort bei gefügt, das über Ursprung und Entwicklung der Sage Auskunft gibt. Eine willkommene Bereicherung sind die Bildbeigaben, Beispiele großer mittelalterlicher Kunst, die den Text anschaulicher machen und das Stilgefühl bilden. Hans Thyriot. Am heutigen Samsts^'achmittag tagt der Gleibergverein zu seiner Jahreshauptversammlung unter Leitung von Landrat Dr. Lotz auf der ihm im Jahre 1879 zum Eigentum übergebenen Burg Gleiberg. Wenn auch in dieser Zeit zewaltiger militärischer und politischer Vorgänge >as Heimatgeschehen klein erscheint, so dürfte das tets erhebliche Interesse der Oeftentlichkeit an der Burg Gleiberg, die nun einmal aus dem Stadtbild Gießens nicht wegzudenken ist, kaum nachgelassen haben. Ja, es scheint vielmehr, als habe sich mancher, der gewöhnt war, in die „Ferne zu chweifen", auf das naheliegende Gute besonnen, und er pilgert nun In Ermangelung eines Fahr- tu Fuß auf den Berg. Es ist eine Freude . len, wie die alte Burg immer wieder von neuem Menschen begeistert. Ob aber die Masse der Besucher recht erfaßt, daß es der Gleibergverein ist, der schon über hundert Jahre in stetem Bemühen und unter Aufwendung erheblicher Geldmittel die ganze Burganlage in baulich einwandfreiem Zustand erhält, und das lediglich im Interesse der Heimat für alle Volksgenossen! Von Seiten des Bezirkskonservators zur Denkmalpflege ist schon vor Jahren die Tätigkeit des Glei- !>ergvereins als vorbildhaftes Beispiel bezeichnet worden. Die Akten der Dereinsgeschichte und der Augenschein weisen nach, wie und was an der Burg jnstar^gesetzt und verbessert wurde. So stellen beispielsweise die Mehl-Untersuchungen fest, ob die Ausmahlung des Getreides in dem vor- aeschriebenen Ausmaß erfolgt ist, was durch eine Bestimmung des Mineralftoffgehaltes des Mehles erfolgt; ferner, ob die vorgeschriebene Beimischung von Kartoffel- und Roggenmehl zum Weizenmehl überhaupt und in der amtlich festgesetzten Menge erfolgt ist. Einem uns vorliegenden Tätigkeitsbericht des Hessischen Chemischen Untersuchungsomtes sind interessante Einzelheiten über Art und Umfang des Institutsbetrisbes zu entnehmen. Die Tätigkeit erstreckte sich im Jahre 1939 auf die amtliche Lebensmittelkontrolle in den Städten Gießen, Friedberg und Bad-Nauheim und in den Landkreisen Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, ferner auf Untersuchungen für Behörden und Private. Auf das Berichtsjahr entfielen 3715 Untersuchungen; außerdem wurden zahlreiche Besichtigungen von Geschäften, Märkten und Betrieben vorgenommen. Die Untersuchungen bez^hen sich in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf Lebens» und Genußmittel und Gebrauchsgegenstände, wobei sich für 3178 Proben 313 Beanstandungen ergaben; ferner auf hygienische, physiologisch-chemische, ge- ricktliche und technische Untersuchungen. Die Er- geonisse der Untersuchungen wurden vielfach in Gutachten niedergelegt: Strafanzeigen mußten erstattet und Verwarnungen ausgesprochen werden. Im Einzelnen: bei Mehlen erfolgten beispielsweise Beanstandungen, weil sie nicht den Bestimmungen der Verordnung über die Getreidewirtschaft hinsichtlich des Aschengehalts und des Kar- toffelmehlzufatzes entsprachen. In einer Marmelade, die angeblich Erdbeeren enthalten sollte, wurden keine Früchte festgestellt. Die auf dem Wochenmarkt feilgehaltenen Pilze wurden fortlaufend kontrolliert. In verschiedenen Orten wurde der Verkauf von Kunsthonig als Bienenhonig festgestellt: die Verkäufer wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt. Ein großsr Teil der Beanstandungen entfiel auf Fleischwurst mit unzulässig hohem Wasserzu- satz. Von 1617 Milchproben mußten 116 beanstandet werden, und zwar wegen Wasserzusatzes, wegen Fettentzuges, wegen Sch'mutzgehaltes oder wegen sonstiger anormaler Beschaffenheit. Diese Beispiele mögen genügen. Außerhalb des großen Gebiets der Lebensmittelkontrolle verdienen aus dem vorliegenden Bericht etwa noch die regelmäßige Untersuchung des Dade- wassers im Gießener Volksbad, von Blutproben auf Alkoholgehalt und von Organen verendeter Tiere zur Feststelluna der Todesursache Erwähnung. Dem Tätigkeitsbericht wie der Unterredung mit dem Leiter des Amtes, Direktor Wrede, war zu entnehmen, eine wie vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe im Dienste der Volksgesundheit und der.Dölksernährung, zumal in den gegenwärtigen Kriegs'zeiten, dem Institut zufällt. Der Bevölkerung wird es ein Gefühl der Beruhigung geben, aus dem vorliegenden Bericht'zu erfahren, daß der Staat sich die Fürsorge für alle Volks- genoffen auch auf diesem Geibiete unermüdlich angelegen fein läßt. Wir hören mit Genugtuung, daß gegen unlautere, die Ernährung und Dersor- cung unseres Volkes beeinträchtigende und die Dolksgefundheit schädigende Elemente mit aller gebotenen Strenge und Schärfe durchoegriffen wird. Jede ernstliche 'Verfehlung »egen die Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes wird heute nicht nur, dem Volksempfinden entsprechend, mit einer Geldbuße, sondern mit empfindlichen Freiheitsstrafen iGe- fängnis oder Zuchthaus) und außerdem vielfach auch mit einer Entziehung der Genehmigung zur Monaten Gefängnis, auf bin 7 Monate i ersuchungshaft angerechnet werden. Dem Singe- . Ikqten wurden mit Rücksicht auf em bisheriges ® L j. Arwandfreies Vorleben in weitgehendem Maße Ädernde Umstände zugebilligt. in f" | bbensjahres jährlich 12 Werktage Urlaub. Bei ^Mnayme an einem FreiAeitlager oder einer Fahrt BDM. erhöht sich dieser Mindesturlaub auf Die Sonntage werden bei der Be- s Umsätze hier minimal. - , tm Rentenmarkt zeigte sich . ^ad>s ;aje, der allerdings unvermindert Matenalenge ^snübersteht, so daß auf die 3‘/»proyntigen schsschätze Folge 3, die inzwischen aufgelegt wurde, tätige griffen wird. Jndustrieohligattonen lagen est etwas freundlicher. Die Folge 7 der 4 p. j). echsschätze wurde in dieser Woche in den amtlichen r:Zehr ein geführt, der Einführungskurs ®ar.Jn,f ’■;u ^5 di- umf-nar-i-h-n l.mw-r- Aufträge unberücksichtigt blieben. Steuergut- büne I mit 103,50 gegen Vorwoche niedriger, da- |!(»n Stegu. II etwa 0,13 bis 0,25 v. H. fester ge- tmt Tagesgeld blieb unverändert 1,75 v. H. — Hessen-Nassau isches D o l k s w ö r -! hat. Wortg^ographische Karten des Gesamtgebiets terbuch. Ausgewählt und bearbeitet von Luise gibt es diesmal nicht. Die Herausgeberin teilt mit, Berthold. Lieferung 11 bis 13, Marburg, El- daß einige aus zwingenden Gründen für später zu- m2rt 1938__40. — (8/9 — 135) — Seitdem zuletzt' rückgestcllt werden muhten. Dafür sind aber mehrere an dieser Stelle über den Fortgang des großen Karten für Teilgebiete beigegeben, die offenbar nach Wörterbuches berichtet worden ist, in dem auch unser den Spezialarbeiten von »ooft, Wagner, Wenzel Oberbeff en feinen Raum einnimmt sind drei wei- u. a. für die Kreise Marburg, Wetzlar, das südliche tere Lieferungen erschienen, die von „pitteln" (an Nassau und andere Gebiete zur Verfügung standen, etwas herumspielen) bis „reite" (fertig, abgearbeitet) So erfahren mir die Abgrenzung von „Range^ führen und die Spalten 641 bis 832 umfassen. So gegen „Dickwurz" im Südwesten, von „Pnemchen wichtige Gruppen wie Platte, Plätzchen, plotzen, gegen „Schorchen" (Kautabak) im Wetzlarer Bezirk, mos» Pott, Pupve. Rabe, Rad, Rahm, Ranzen, von „Rechen" gegen „Harke" im Norden und von Ratte und Ratz, Rechen, Recht, Rea-n, Reihe u. a. I „Rauchfang" gegen „2Ifc* und „Dem?" im Gebiet und besonders zahlreiche Fremdwörter, für die ja von Marburg. ber Buchstabe P die Rolle spielt,, wie bei deutschen — 1 Wörtern der Buchstabe S als Anlaut. Plaisier, — w----~ — - » ' vlaulibel Podex, Punktdewiechen, Putschenell, Po- beit M. Flemming in seiner „Deutschen Kultur im lizei Dolgaank und Poposcheitel, Polonäse, Pomade Zeitalter des Barock", "" Amkh» * b,r uni/ Domeranzen, Portechaise und Portemonnaie Kulturgeschichte" (Akademische Derlagsgestll- (Dortiuchhe), Portton, Positur, Pot de Chambre schäft Athenaion, Potsdam) - und Potentat (hier-schlechter Kerl) sind nur eine — loben erscheint. Flemming breitet die Fülle der kleine Auswahl der vorkommenden Fremdwprter, barocken Lebensäußerungen m einer durch ebenso- an denen die Mundart also keineswegs arm ist. viel systematische Klarheit wie eindringliche Erzay.- Dielfach hält sie sogar langer als die Schriftsprache kunst ausgezeichneten Schilderung vor an ihnen fest, wenn fte sie einmal ausgenommen aus. Da wird das Theater der Zett ----- Die M. Sp. in Gießen war beschuldigt, pflicht- sine Au- , iMß der Arbeit ferngeblieben zu fein. Sie war 'x.e, jhrex Arbeitsstelle fortgesetzt überhaupt nicht >r verspätet angetreten. An 7 Tagen hatte sie i Arbeit überhaupt nicht aufgenommen und an lagen war sie verspätet zur Arbeit gekommen. ‘onsDotifr’#'11 Antrag des Anklagevertreters entsprechend Mr irde die Angeklagte zu einer Gefängnis- afe von zwei Monaten verurteilt. Der ,utz des § 51 II StrGB. tpurbe ihr zugebilllgt. 1 iur d." Der K. Sch. in B. war beschuldigt, gemeinsam M anderen, die bereits verurteilt sind, einem Metz- »W meister 3 Seiten Dörrfleisch und 2 große Preß- ’ „V! :fe entwendet zu haben. Der Angeklagte wurde ;r aIle qen Diebstahls und Begünstigung zu einer G e - jemtgefängnisftrafe von vier Mo-na- verurteilt. Strafmildernd wirkten das eiten und die seitherige Unbestrastheit des oefonbere legten. GESCHÄFTS-ÜBERNAHME Gemeinsame Bekanntmachung Gießen, den 6. Juni 1941. minMe Zorjchu Nach langem Leiden entschlief mein lieber Bruder W man 1 bei eir bürgermeisker der Stabt Giehen. Der Canbrat bes Landkreises Giehen. 3 Nicht nui Dr. Lotz. Tchre 01920 Prof. Rich. Schmidt, Hamburg. Gießen, Hamburg, den 7. Juni 1941. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. 570000 VERSICHERE 01923 275 A !! GIESSEN UND UMGEBUNG!! ABC-Schnitt mqdd Unkostenbeitrag 30 Pfennig. Freitag, den 13. Juni. Wie bekommen Eie mehr Schaum? Am Dienstag, dem 10. Juni, beginnen wir auf dem Universitütswortplatz einen 2528 d erv Leichtathletik-Kursus 2517 D o-iit den Sonntag -Tennidkursus werden nock Teilnehmer angenommen. Bierwöchentliche Teilnebmergebübr bei einer Uebungsstunde in der Woche 6.— RM. Schläger und Bälle werden gestellt. Regelmäßige UebungSsttrnden von 8—10 Uhr. zur Vorbereitung und Zlbnahme des Reichssvortabzeichens. Uebungszeit von 19.45 bis 20.45 Uhr. Teilnahmegebübr 0.40 NM. pro Uebungsstunde zuzüglich JahreSsvortkarte 0.50 RM. einmalig. Vorführungen täglich um 15.30 Uhr und 20 Uhr im Hotel Schütz in Giehen von Montag, den 9. Juni, bis Vertreter: Johanna Müller, Gießen, Anneröder Weg 31; Wilk. Dorfeld, Wieseck, Horst-Wessel-Str. 25 Verlangen Sie unsere Druckschrift 413 § s CafeSdiwarz Wegen Freizeitgestaltung bis auf weiteres BÜRO-EINRICHTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. Bernhard Albers, Berlin-Charlottenburg. 01940 6S Hegt nicht immer an der Seife ober am WafchpusvS) wenn Sie wenig Schaum btfommen. Meistens ist das Wasser schuld. ($d enihäli Kalk, und Kalk vetblndei sich im Wasser sofort mit der Seife. Diese Kolkseife aber ist Hari und unlöslich und hat weder Schaum« noch Wasch» krafl. 1 Gramm Kalk in 100 Liter Wasser macht etwa 16 Gramm Seife unwirksam. Überall, wo man in hartem/ d.h. kalkhaltigem Wasser waschen muß, braucht man olsa ein Mittel, daß diese Kalk-Selfe-Derbindung unmöglich macht. Ein solches Mittel ist Henko. Henko macht Harle- Wasser welch. Die Seife schäumt besonders kräftig, llnö genau so baö Waschpulver. Die Wäsche wird rasche- und müheloser sauber. Geben Sie darum immer kurze Zell vor Lereltung der Waschlauge einige Handvoll Die Beerdigung findet Montag, den 9. Juni, nachm. 2 Uhr, statt. 01948 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Hofier Nacht. Bandafiistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. bcr Land-räte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Ober« bürgermeisters der Stadt Gießen. Vekr.: Die Ausgabe von Fischvollkonserven. Die bei dem Einzelhandel -noch vorhandenen ge« ringen Bestände an Fischvollkonserven werden mit sofortiger Wirkung zum Berkaus an Verbraucher ohne Nachweis einer Bezlugsberechtigumg freige» geben. An Großverbraucher hat die Abgabe w unterbleiben. 25131) Gießen, den 6. Juni 1941. Für die Landräte ber Landkreise Alsfelb, Bübingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, sowie ben Ober* * Schi r putschen impf, bas ■ chm Wisse i: Existenz. I jioilisatori chlche Füll! Es gefiel dem Herrn über Leben und Tod, gestern abend meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Heinrich Wilhelm Laux im 73. Lebensjahr zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Margarete Laux, geb. Jäger Emilie Pflanz, geb. Laux Familie Wilhelm Laux IV. Familie Heinrich Wetz III. Familie Karl Reichel. Holzheim, Butzbach, den 7. Juni 1941. Die Beerdigung hat auf Wunsch des Entschlafenen in der Stille stattgefunden. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe ■2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Familien-Drucksachen veriobun0sanzeiflen Vermahlung »an zeige» bei Bröhl,Schulstraße 7 Geburtsanzeigen des 62jährigen Welngutsbesstzers Anton Heyder ein und ermordeten ihn. Auf die Hilferufe seiner Schwester und des Hausmädchens eilten Nachbarn herbei. Sie fanden den Weingutbesitzer tot, seine Schwester besinnungslos und mit einem Armschuß auf. Sie wurde ins Hospital nach Bingen gebracht. Heber die Täter ist noch nichts bekannt, die Ermittlungen schweben noch. Wegen Bigamie gesucht — wegen Betrugs verhaftet. In einem Ort in der Pfalz wurde ein 49jähriger, in Kronberg im Taunus geborener und zuletzt in Hofheim-Marxheim wohnhaft gewesener Mann fest- genommen, der in der Uniform eines Leutnants auftrat und Schwindeleien begangen hatte. Der Gauner war bereits im vorigen Jahre wegen Bigamie festgenommen und im Bonner Untersuchungsgefängnis untergebracht worden. Damals hatte er seine Frau verlassen und unter Verwendung einer rTöchteraussteuer~ ,VERSICHERUNGEN Verlagsbuchhändler Karl Gustav Schmidt. Am 5. Juni 1941 entschlief infolge einer Operation meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Johanna Schneider, geb. Vetzberger im Alter von 60 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Schneider und Kinder Familie Ludwig Schneider und Kinder. Gießen (Ederstraße 30), den 7. Juni 1941. Die Trauerfeier findet auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille statt. Dr. Lelio Cremonte ital. Lektor der Universität und Frau Christhild Cremonte geb. Schick geben ihre Vermählung ^bekannt Gießen, den 7. Juni 1941, XIX E. F. ______________________________________________________01888 - Schi-ZflscteeMen ' Hausfrauen! Junge Mädchen! Riesenerfolg im ganzen Reich haben un^re Zuschneidevorführungen. Warum? Weil unser Zuschneidesystem so verblüffend einfach ist. Kein Kursus, kein Unterricht, einmal zusehen und Sie können unbedingt sämtliche Garderobe sofort zuschneiden, alle Garderobe spielend leicht umarbeiten. Sie brauchen nur einmal zu kommen. Dauer etwa 1% Stunden. Sh liL;. Wh P, ;nb V UIÜ Eick kn sind. 2 men We bitt, der prid) Wö f Liingemit fuchse dm ftdung bei thittorf brie dmch 5 t lange for mtllimg ze | chroretischl -iner gerat Irft sein toi tie Wort' r immer sr |!ern hat 1 I grübleri pne in still rle und f, die dani kspunft je h in Erste Ans aller Welk. Professor Dr. Poppenberg 65 Jahre all. Der einzige Ordinarius für Sprengstoffchemie im Großdeutschen Reich, Professor Dr. Otto Poppe n b e r g in Berlin, vollendete am 6. Juni sein 6 5. Lebensjahr. Seit mehr als 40 Jahren steht Professor Poppenberg als Chemiker in der vordersten Reihe der Forscher auf dem Gebiet der Sprengstoffe. Schon vor dem Weltkriege wirkte er als Lehrer an der damaligen Militärtechnischen Akademie und wurde nach der Machtergreifung durch den Führer als Ordentlicher Professor in die Berliner Wehrtechnische Fakultät berufen. Eine große Anzahl von Osfizieren und Zivilstudierenden wurden durch ihn ausgebildet. Auch im Ausland gilt Professor Poppenberg als erste Autorität auf feinem Fachgebiet. VATERLÄNDISCHE VOIMSIMNG Va.G.zu Berlin BERLIN SW29 6NEISENAUSTR.41 Stein, ein vielfach vorbestrafter gefährlicher Ge» wohnheitsverbrecher, hat nach Verübung zahlreiche! Einbrüche unter Ausnutzung der Verdunkelung einen Raubüberfall ausgeführt. Bei seiner Derha> tung griff er einen Polizeibeamten mit der Pistolr an. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, unseren lieben Vater und Großvater, Schwiegervater, Bruder und Schwager Richard Buff am zweiten Pfingsttage, vorbereitet mit den Gnadenmitteln der heiligen Kirche, im Alter von 75 Jahren heimzurufen. Im Namen der Angehörigen: Hermann Buff. Die Denlsche Arbeitsfront NSG. ..Kralt dnrdi Freode Kreisdienststelle M Wetterau Eis-Schränke O-Ja. Mk.50.- eingetroffen Carl Schunck Bahnhofstraße 66 Sn lei iedeni W Soldatei und Arbeit reiten* hc bes Ern bestens alles da idjer, V' aushärl" ber @ru für weit ges und genden Giefeener Vortragsring Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung (früher Kaufmännischer Verein) und Volksbildungsstätte Giehen Montag, 9. Juni 1941, abds. 8 Uhr, Neue Aula der Universität SONDER-VERANSTALTUNG Erwin Guido loltieiheyer liest aus eigenen Werken — Kartenverkauf Saalkasse 2460D Deutschlc Erfinder ® sorgfälti Mdert, en Erge He aus ill bei bcr lltolle spi Jini fier Geschjch Monbers 1 öorschung- die für "Hast bi. '.ein fiel: , hier fast J^ienen' 3 ■;.N oii Forschung Mft eii lt auch bj LM q: * "Sille: L* ®runb h einer Noch j ■fS "4 ais * et* ber Au »uit I J n Sorm n lieber «Ln' ä0 fi Der werten Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich ab 1. Juni d. J. die Groß-Schleiferei der Firma Friedrich Brücker, Gießen, Bismarckstr. 10 übernommen habe. — Als Instrumentenmacbermeister wird es stets mein Bestreben sein, die mir übertragenen Arbeiten auf das sorgfältigste auszuführen. - Ich übernehme alle in meinem Fach vorkommenden Reparaturen und empfehle mich besonders im Schleifen von chirurgischen Instrumenten, Rasiermessern, Scheren usw. — Spezialmaschine zum Schleifen von Maschinenmessern. Schleifen von Haarschneidemaschinen u. Schneidköpfen wird fachmännisch ausgeführt FRANZ BERTO / GIESSEN Bismarckstraße 10 - Fernsprecher 2097 Volksschädling zum Tode und zum dauernden Ve» 1^' tust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt fjot -ff?- Ih-ta eiten i Ihren Bruch vom Arzt festgedtellt, empfinden Sie lästig? Warum tragen Sie denn noch nicht mein tausendf. bewährt. Reform- Kugelgelenk-Bruchband, durch welch., wie viele Leidende berichten ihr Bruch verschwunden ist. Wie ein Muskel schließt die weiche, flache Pelotte bequem von unten nach oben. Kein Nach' eben bei Bücken,Strecken,linsten nnd Heben,ohneläs) geFeder und Schenkelriemen, ohne nachlassenden Gnmmi, ohne starren Eisenbügel. Kein Scheuern, da freitragend. Aeußerst preiswert. Nur Maßanfertigung. Neueste Patente Nr. 668304 u. 684828. Ueberzeugen Sie dich von den vielen einzigartigen Vorteilen, sowie bestätigten Anerkennungen unverbindlich bei meinem Vertreter in Gießen, Dienstag, 10. Juni, Hotel Kobel, von 9-12 Uhr; Schotten, Montag, 9. Juni, Hotel Hess.. Haus, von 9-12 Uhr; Hangen, Montag, 9. Juni, Hotel! zur Traube, v. 2)4-6 Uhr; Gränberg, Dienstag, 10. Juni,, Bahnhofhotel, von 2-6 Uhr: Alsfeld, Mittw., 11. Juni,, Hotel Deutsches Haus, v. 9—12 Uhr; Lauterbach^ Mittwoch, 11. Juni, Bahnhofhotel, vofi 2-5 Uhr. «oiV* Pau! Fleischer,Spezialbandag.,Freisbach (Pfalz/ gefälschten Urkunde etne -weite Frau geheiratet. ($ gelang ihm im November v. I. aus der Unteb suchundshaft zu entkommen und sich bis jetzt den, Zugrifj der Behörden zu entziehen. Gewaltverbrecher hingerichtet. Berlin, 6. Juni. (DNB.) Am 6. Juni ist ber 'am 28. Mai 1912 in Leipzig-Stötteritz geboren^ Willy Stein h i n g e r i ch t e t worden, den daß Sondergericht in Leipzig als Gewaltverbrecher un|j „Ick litt an einer schweren Verschleimung der Atmungsorgane mit bartnätfigem Husten. Der Husten wollte absolut nicht weichen. Schließ- lich machte ich einen Versuch mit deu Dr.Boetber.Dobletten.Ich war sehr skeptisch und deobalb um so freudiger überrascht, als ich sehr schnell eine wesentliche Besserung verspürte. Ich nahm die Tabletten daraufhin noch kurze Zeit weiter ein mit dem Erfolg, daß ich jetzt vollkommen von der Berschleimung und dem quälenden Husten befreit bin. Eie können dieses lederzeit veröffentlichen." So schrieb uns Frau Hedwig Hauh, München. Leonrodjtraß« 41, am iz.Iuni 1938. Quälender Husten, bartnackige Bronchitis, chronische Dersckleimung, Asthma werden seit Jahren mit Or. Boethir Tabletten auch in alten Fällen erfolgreich bekämpft. Unschädliches, kräuterbaltiges Spezial- mittel. Enchalt 1 erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend, auswurf- fördernd und gewebefelUgend. Zahlreiche Anerkennungen dankbarer Patienten n. susnevmer Arzte! 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In der Nacht zum Freitag drangen in Münster- Sarmsheim bei Kreuznach mit Pistolen bewaffnete 1 Einbrecher, über das Dach kommend, in das Haus a HAUS-SAMMLUNG