Eichener Anzeiger !S Oie In'edensbrecher llbzug gezwungen und mit Norwegen ts die Gegenküste gewonnen, von der H die mit Blindheit geschlaac davon abzuhalten, den W< Die Welt im Vanne der neuesten Ereigniffe Siegeszuversicht in jRom b; mili- rbiol Etuf3169 je Sten: lMlNl Der Reichsaußenmlnlsler von Ribbentrop gab um 6.30 Uhr vor Vertretern der deutschen und ausländischen Presse im Dundesratssaat eine Erklärung der Reichsregierung ab, in der dargelegt wird, daß Deutschland dem Treiben einer verblendeten Regierung in Athen und einer Clique von notorischen serbischen Verschwörern in Belgrad, die mit den Engländern gemeinsame Sache machen, seil Monaten zugesehen habe und dah alle Bemühungen, Griechenland und Jugoslawien zur Vernunft und einer freundschaftlichen Verständigung zu bringen, vergebens gewesen sind. Runmehr marschiere die deutsche Wehrmacht. 3m Anschluh an die Erklärung der Reichsregierung wurde eine am Sonnlagmorgen dem griechischen Gesandten überreichte Rote und dazu ein Memorandum sowie eine amtliche Verlautbarung der Reichsregierung und ein Memorandum über Jugoslawien verlesen. mgebich )t oorged bisherigen Meldungen 24 feindliche Flugzeuge ab. Dabei gingen nur zwei eigene Flugzeuge verloren. Mil Sicherheit wurden weitere 44 Flugzeuge des Feindes am Boden zerstört. Ls kann damit gerechnet werden, dah eine weitere erhebliche Zahl von Flugzeugen am Boden zerstört oder beschädigt worden ist. Italienischer Lustangriff auf jugostawischzKlottenstühpunkte Rom, 7. April. (DRV.) Während die deutsche Luftwaffe in engster Zusammenarbeit mit dem Heer zum Schlag gegen die neue Position der angel- sächsischen Plutokralie ausholte, stürzten sich die italienischen Flieger auf die Flollenstühpunkte des Gegners an der adriatifchen Küste, die heftigen Bombardements unterzogen wurden. Der Hafen von S p a t a t o wurde außerordentlich heftig bombardiert, wodurch ungeheure Brände entstanden. 3m Flughafen von Mostar wurden die Rollfelder und Anlagen zerstört. Auch die Hafenanlagen, Magazine und zahlreiche vor Anker liegende Schiffe vor L a t t a r o wurden bei dieser Gelegenheit getroffen. 3ntenfio war auch die italienische Aufklärungstätigkeil, die den ganzen Tag über den adriatifchen Raum kontrollierte. ibrW Of38# davon abzuhalten, den Weg der strikten Neutralität, der allein dem Wohl des griechischen Voltes gedient hätte, Schritt für Schritt zu verlassen und sich schließlich ganz den Engländern in die Arme zu werfen, obwohl weder von Deutschland noch von seinem italienischen Bundesgenossen das Geringste geschehen war, was die Griechen als Bedrohung ihrer Interessen hätten auslegen können. Die Doku» mente, die Reichsaußenminister von Ribbentrop gestern bekanntgegeben hat, bilden einen lückenlosen Beweis für die Arglist, mit der griechische Politiker und Militärs hinter dem Mantel einer bereits mehr als fragwürdigen Neutralität mit den erbittertsten Feinden der Achsenmächte paktierten. Achnlich wie Belgier und Holländer haben auch die Griechen bereitwillig eine enge militärische Zusammenarbeit mit britischen Landungstruppen von langer Hand in der j Serlin, 6. April. (DRB.) Rach dem Ober- 1(1 iftnmanbo der Wehrmacht vorliegenden Meldungen grr'fen im Laufe des 6. 4. starke Verbände von Der Führer hat heute in den frühen Morgen- fkuben einen „Aufruf an das deutsche lo H“ gerichtet, in dem er die Gründe darlegt, die Ilmtschland gezwungen haben, seit heute morgen (rie Wehrmacht im Kamps gegen die llsur- r toten von Belgrad und im Kamps gegen re in Griechenland gelandeten englischen r b ä n b e einzusehen, mit denen Großbritannien n-der versucht, den Frieden Europas zu stören. vleichzeitig hat der Führer und Oberste Besehls- hoer der Wehrmacht einen Tagesbefehl an d - „Soldaten der Südost fron t“ erlassen, ütt ihm wird verkündet, dah die deutsche Wehr- pcht die 3ntereffen des Reiches, fo wie vor einem Ahr in Rorwegen und im Westen, nunmehr auch in Südasien Europas in ihren Schuh nimmt Aichsminister Dr. Goebbels verlas über alle dachen Sender um 6 llhr den Aufruf und den Lgesbefehl des Führers. vorbereitet und auch diplomatisch alles getan, mos England in der Zuversicht bestärken konnte, hier einen sicheren Ansatzpunkt für seine Kriegsauswei- tungspläne zu haben. Während die politischen Glücksspieler in Athen das Angebot einer britischen Garantie mit Freuden entgegennahmen, obwohl sie wissen muhten, aus welchen gefährlichen Weg sie sich damit begaben, lehnten sie eine Erneuerung des griechisch-italienischen Freundschaftsvertrages ab und verstanden sich lediglich zu einem Austausch unverbindlicher Briefe zwischen den beiden Regierungschefs mit dem vielsagenden Vorbehalt, er dürfe Griechenlands Teilnahme an anders Kombination nen, also an einem Pakt mit England und der Türkei, nicht hindern. Obwohl dieses Balancierkunst- stück Italien zu äußerster Vorsicht mahnte, hat man sich in Rom erst zu militärischen Maßnahmen entschlossen, als man von Griechenland einen Anschlag auf Albanien, den italienischen Brückenkopf jenseits der Adria, befürchten mußte. Deutschland trat auch dann noch nicht aus feiner Reserve heraus, weil es noch immer die Hoffnung nicht aufgegeben hatte, die Griechen durch ernste Warnunaen von ihrem verhängnisvollen Schritt an die Seite Englands zurückzuhalten. Doch nichts hat gefruchtet. Die Griechen haben ihr Land den englischen Truppen als Aufmarschgebiet rückhaltlos zur Verfügung gestellt. So müssen sie die Folgen ihres Vabanquespiels in ihrer ganzen Schwere tragen. Das Wort des Führers, daß die deutsche Wehrmacht die Engländer schlagen wird, wo auch immer sie sie an- trifft, und daß sie nicht ruhen und rasten wird, bis sie den letzten Engländer vom europäischen Kontinent hinweggefegt haben wird, wird sich auch an Griechenland erfüllen. Wer sich mit England einläßt, muß mit ihm zu Grunde gehen. Das griechische Volk aber, das schon einmal vor erst kaum einem Vierteljahrhun-ert eine so bittere Lehre empfangen hat, wird sich bei den Politikern und Militärs in Athen bedanken müssen, die trotz aller Warnungen in wahnwitziger Verblendung den Weg ins Verderben beschritten haben. Das zweite Land, auf das die britischen Draht» zieher bei ihren Kriegsausweitungsplänen bauten irzeH •885J vruck und Verlag: Ick 11686 ftranf f9 vrShlsche UniversttätLdruckerei R. Qm-e hPPn tärischen Aktionen in Griechenland ist mit Operationen im östlichen Mittelmeer und in der Aegäis zu rechnen, die ein ungefährdetes Befahren dieses damit zum Operationsgebiet gewordenen Seegebietes durch Handelsschiffe ausfchließen. Jedes Schiff, das dieses Gebiet befährt, fetzt sich der Vernichtung durch Minen und andere Kriegsmittel aus. Kroatischer Hilferuf an den Führer. Berlin, 6. April. Die vor dem serbischen Terror in die Ostmark geflüchteten Kroaten haben den Führer in einem Telegramm um Hilfe angerufen, in dem gesagt wird, daß die unerträgliche serbische Tyrannei fallen und ein freies, Deutschland gegenüber treues Kroatien entstehen müsse. ^scheut r »Übt,. Qwirgk und £ ink eb.Eliit tel )8t tel ite )»c ksach uieit^ , Anrt^ Deutschlands Wehrmacht übernimmt den Schuh unsererLntereffen im Südosten Der deutsche Gegenschlag auf den Belgrader Verrat. Kampf bis zur Vertreibung des letzten Engländers vom Kontinent. tjabt an auf igj8« ttn p bttal jeafeWbfä ntmtmlfcfl n|h. ii, lp Montag,7. April Ml Annahme von Anzeigen für die Dttttagsnummer biS8'/,Ubr desBormittagS Anzelgen-Preiter Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift tvorherige Vereinbarung) 25"/o mehr 1. wert« , EisenK Tfauft: ■ 600,1: >, »I von zur 'haft [EIN time. et 17.00 ÜV; »gen Ä ßwahl ■NE8 ?häft trabe? ikenkatv. In dieser Woche jährt sich zum erstenmal der Tag, an dem die deutsche Wehrmacht in einem beispiellos kühnen Landungsunternehmen Norwegen in ihren Schutz nahm. Der Führer war mit seinem schnellen Zugriff dem englischen Anschlag zuvorgekommen, der von den Kriegsmachern in London von langer Hand eingefädelt war, um Norwegen zur Ausgangsstellung einer weitausgreifenden Umfassung an Deutschlands Nordflanke zu machen. -Der Anschlag wurde vereitelt, die englischen Verbände, die bei Namsos und Andalsnes gelandet, auf ihre Schiffe zurückaetrieben, auch die englische Besatzung Narviks zum 21 Die Kämpfe des ersten Tages. Die Festung Belgrad dreimal angegriffen. - Trotz Geländeschwierigfeiten und Gegenwehr planmäßiges Vorgehen der Truppen. Sl.Zahrgang Nr. 82 schein: täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte SießenerFamilienblätter Heimat unRild DieSckolle «ouats-Berugsvreis: Wt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte - 1.80 Mtellgebübr. „ -.25 juch bei Nichterscheinen inn einzelnen Äwmmern fr folge höherer Gewalt die Schließung des Grenzverkehrs zwischen ^Bulgarien und Jugoslawien. Die bulgarisch« Deffent- lichkeit sieht den sich folgerichtig entwickelnden Ereignissen mit Ruhe entgegen, voller Zuversicht in den Erfolg der sieggewohnten deutschen Waffen, di« das bulgarische Volk in den letzten Wochen nach dem Einmarsch der deutschen Truppen noch mehr schätzen und bewundern gelernt hat. Hilferufe in Washington. Washington, 6. April. (Europapreß.) Die Nachricht von dem deutschen Vorgehen gegen Jugoslawien und Griechenland erhielt Präsident R o os e ° velt während eines Journalistenbanketts, an dem auch Staatssekretär Hüll und der englische Botschafter Lord Halifax teilnahmen. Roosevelt begab sich sofort zum Weißen Haus. Marinefekrctär Knox erklärte Journalisten, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika Griechenland und Jugoslawien schnellste Materialh'lfe im Rahmen des England-Hilfegesetzes gewähren würden. Bald nach Bekanntwerden der neuen Lage auf dem Balkan wandten sich noch in der Samstag nacht -die Gesandten Griechenlands und Jugoslawiens in Washington mit kurzen Rundfunkansprachen an die USA.-Öffentlichkeit mit der Bitte um Unterstützung dieser Völker. „Nachdem sich bei der neuen jugoslawischen Regierung", so teilt „Times Herald" mit, „ber Rausch ihres Putsches gelegt habe, sei man in Belgrad nüchtern geworden und frage sich sehr bedenklich, wann die von Roosevelt versprochene Material- hllfe kommen werde. Man habe sich darum diskret in Griechenland erkundigt, was es bisher von USA. erhalten hätte. Die Griechen hätten darauf die sehr entmutigende Antwort gegeben, daß sie bis dahin (es handelt sich um den 29. März) auch nochnicht ein einziges Stück des versprochenen Materials erhalten hätten. Roosevelt habe dann mit- geteilt, dah er den Griechen einige alte 75-Milli- meter-Kanonen schicken werde. Ein Grund für das vollständige Versagen der USA.-Hilfe sei einfach der, daß nicht viel zum schicken da sei. Die brittsche Botschaft habe dem griechischen Gesandten erklärt, daß England alle Ankäufe mit den Vereinigten Staaten regele und den Griechen Teile des in Nordafrika erbeuteten Kriegsmaterials abgehen reich abzog —, so spukte doch schon im vergangenen Frühjahr der Gedanke, durch Griechenland und den Balkan gegen Deutschlands südöstliche Flanke vorzustoßen, in den Köpfen der Churchill, Reynaud und Gamelin. Aus den französischen Dokumenten wissen wir authentisch, mit welch brutalem Zynismus sie darauf ausgingen, erst einmal politisch den Boden zu sondieren, auf dem sie dann militärisch Fuß zu fassen gedachten, um dann ihren Keil nach Norden vorzutreiben, Deutschland einen ihm aus wirtschaftlichen Gründen wichtigen Raum zu entwinden und gegen die Donau vorzustoßen. Der Plan wurde zurückgestellt zugunsten des Einfalls in das Ruhrrevier, aber sofort wieder ausgenommen nach den vernichtenden Schlägen, mit denen die deutsche Wehrmacht den Versuch beantwortet hatte, unter Umgehung des Westwalles in Deutschland selbst einzufallen. Nun nahm England allein die Fäden wieder auf und es hatte vorerst in Griechenland allzu leichtes Spiel. Weder die traurigen Erfahrungen, die das griechische Volk unh seine Dynastie im Weltkrieg mit den Alliierten hatten machen müssen, die Hand in Hand mit dem ihnen willfährigen skrupellos ehrgeizigen und machthungrigen Kreter Deniselos unter schnöder Verletzung der griechischen Neutralität Saloniki zum Ausgangspunkt ihrer Operationen gegen die deutsch-bulgarischen Armeen in Serbien gemacht und damit das ganze Unheil des Krieges über Griechenland gebracht hatten, noch die ständigen Warnungen der deutschen Regierung haben es vermocht, die mit Blindheit geschlagenen Machthaber in Athen eingetroffen. Oestliches Mittelmeer zum Operationsgebiet erklärt. « - r I i n , 6. April. (DNB.) Auf Grund der nun unsererseits die Gegenküste gewonnen, von der aus Deutschlands Kriegsmarine und Luftwaffe über die freie Nordsee hinweg ganz andere operative Möglichkeiten für ihren Kämpf gegen die britische Insel erhielten, wie sie bisher im „nassen Dreieck" der Deutschen Bucht gehabt hatten. Englands Schuß auf die deutsche Nordflanke war also auf den Schützen zurückgeprallt. Schon damals — das wissen wir aus den von uns aufgefundenen französischen Generalstabsakten — schwankten Politiker und Generale der Westmächte in ihren Kriegsausweitungsplänen zwischen dem Norden und dem Südosten. Wenn auch das Saloniki-Unternehmen des Weltkrieges bei den Alliierten selbst immer höchst umstritten geblieben ist — die einen haben es als genialen Coup gepriesen, der die Auflösung der Mittelmächte beschleunigte, die anderen haben es als Abenteuer militärischer Dilettanten verworfen, das die Kraft der Alliierten vom Hauptkriegsschauplatz in Frank- alögtfl Öfen fr, - würde. Daraufhin habe dann die neue jugoslawische Regierung bescheiden in London angefragt, was für Materialhilfe sie erwarten könne. Daraufhin habe man ihr erwidert, Jugoslawien solle die Italiener aus Albanien oertreiben und sich das Kriegsmaterial dort selbst holen! Oie Reaktion in England. Stockholm, 7. April. (Europapreß.) Eine amtliche englische Stellungnahme zum deutschen Vorgehen in Jugoslawien und Griechenland liegt noch nicht vor. An zuständiger Stelle in London wird lediglich erklärt, Jugoslawien und Griechenland würden die uneingeschränkte Unterstützung Englands erhalten. England habe schon vorher Jugoslawien volle Unterstützung zugesagt. Es werden Stellen aus der letzten Rede Churchills wiederholt, in denen es heißt, England werde gemeinsame Sache mit Jugoslawien machen. Die seit Monaten in Gang befindlichen englisch-türkischen Verhandlungen scheinen jedoch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt zu haben. Die englisch-türkischen Generalstabsbesprechungen werden zwar fortgesetzt, und die beiden Kommissionen haben sich zu weiteren Besprechungen nach Istanbul begeben. Die entscheidenden Ereignisse auf dem Balkan spielen sich in einem Augenblick ab, in dem die gesamte Lage im Mittelmeerraum und im Nahen Osten für England voller Gefahren ist. Nicht ohne Besorgnis lenkt man in London seine Aufmerksamkeit auf eine Reihe „neuralgischer Punkte", bie geographisch weit verteilt sind. Man ist in London der Ansicht, so erklärt der Londoner Korrespondent von „Soenska Dagbladet", daß man sich nicht vom Balkan a bient en lasse solle, wo der entscheidende Schlag geführt werde. Man kenne außerdem nicht die Aufgaben der deutschen Armee in Afrika. Auch dem Staatsstreich im Irak begegnet man in London mit großem Interesse. Heber« schattet werden jedoch alle diese Probleme durch die gefährliche Lage, in die sich England auf dem Balkan hineinmanövriert hat. Oer erste Eindruck in Spanien Madrid, 6. April. (Europapreß.) Die Nachricht vom Einmarsch deutscher Truppen in Griechenland und Jugoslawien wurde in der spanischen Hauptstadt erst am späten Sonntagvormittag bekannt. In den Restaurants und Kaffeehäusernn wurden die Nachrichten vom Publikum mit größter Spannung angehört, überall konnte man Befriedigung über den Schritt Deutschlands vernehmen. Das parteiamtliche Organ „2lrriba" sagt, daß der jugoslawische Staat eine künstliche Schöpfung von Versailles fei, der keine natürliche Lebensberechtigung zugeftanden erhalten könne. In spanischen politischen Kreisen wird erklärt, Jugoslawien hätte infolge seiner inneren Struktur in politische Anarchie fallen müssen. Es sei n i cf) t a n b e r s möglich gewesen, als daß Deutschland in der jetzt geschehenen Weise auf die Belgrader Herausforderungen hätte antworten müssen. „ABC." stellt die Frage, was Jugoslawien eigentlich von dem Kampf erwarte. Die Haltung her Belgrader Regierung sei unverständlich. Jugoslawien hätte in Ruhe und Frieden leben können, zumal die Achsenmächte nicht einmal das Durch- marschrecht für ihre Truppen gefordert hätten. Unterzeichnung eines sowjetrussischjugoslawischen Nichtangriffspaktes. Moskau, 7. April. (DNB.) Nach einer Meldung der TASS, wurde in Moskau wenige wenige Stunden vor dem Einmarsch deutscher Truppen in Jugoslawien zwischen der Sowjetunion und Jugoslawien ein Nichtangriffspakt unterzeichnet. Englische!l-Boote in jugoslawischen Häfen. Sofia, 6.April. Die engen Zusammenhänge zwischen den serbischen Putschisten uni) der englischen Kriegsausweitungspolitik gehen daraus hervor, daß englische U-Boote die Häfeßi von Kotor und Dubrovnik benützen. Den jugoslawischen Fliegern finb die nächsten englischen Flughäfen und hie Erkennungssignale der englischen Luftwaffe für die Landung englischer Augzeuge auf jugoslawischem Boden bekanntgegeben worden. Die Bodenorganisation der jugoslawischen ßuftroaffe ist bereits von englischen Truppen übernommen worden. Die ersten englischen Flugzeuge sind in Jugoslawien iimpf-, Sturzkampf-, Zerstörer- und ^gdflugzeugen zahlreiche militärische und pgsrotdjhge Ziele in 3ugoslawien an. 3m Mittel- iMkt stand die Festung Belgrad, die im Kufe des Tages dreimal den Angriffen starker Wttpffliegerverbände ausgesetzt war. 3n zahlreichen «lgswichligen Zielen entstanden großeBrande, ■ bis zum Abend noch nicht gelöscht werden tmlen. 3m Bahnhofsgebäude von Belgrad waren 1k Zerstörungen besonders schwer. Mehrere F l u g- xlZ he wurden mit Sprengbomben belegt und mit it oroaffen bekämpft. Zur gleichen Zeit griffen ila- «üsche Kampfflieger Flugplätze in der herzego- irka mit ebenfalls nachhaltiger Wirkung an. Icach Ueberschreilen der ferbifchen und griechischen Mnze traten die Truppen des deutschen Heeres im Laufe des Tages überall in Berührung n f bem Feinde. Sie befinden sich trotz des koierigen Geländes und der feindlichen Gegen- M»r in planmäßigem Vorgehen. >as Vorgehen des Heeres wurde wirksam cts der Luft unterstützt. 3n Luftkämpfen Pilsen deutsche Flugzeuge während des ersten Wnpftages über jugoslawischem Gebiet nach den General-Anzeiger für Oberhessen si«tzrn?rchiilltr-b« r -9 jfctgsfampf gehe. Keine Lteberraschung in Bulgarien. Sofia, 6. April. (DNB.) Die Nachricht vorn Md)en Waffengang gegen Jugoslawien und Gne- Lriand hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und ßristen Eindruck hervorgerufen. Nichtsdestoweniger Hit man diese Entscheidung ohne Ueberraschung zur Än-itnis genommen. Die unverantwortliche, per «s ordernde Politik der Regierung Sirnowitsch bth immer mehr die Auffassung verstärkt, datz Lgvslawien „kopfüber in den Krieg steuerte .Die ftiunq „Sora" veröffentlichte heute schon Mel- h.igen unter der Ueberschrift: „Das deutsche Heer bilitt zur Handlung auf dem Balkan". Die iugo- ltaische Generalmobilmachung sowie die fieberhafte kriegerischen Vorbereitungen- Jugoslawiens an irr Grenzen, die Fortdauer deutschfeindlicher fcgebungen und Ausschreitungen hatten das l[l von der Unabwendbarkeit und Notwendigkeit e rn Eingriffes zur Sicherung des gebens auf frn Balkan abgerundet. Eine besondere Beleuchtung l üzr die Lage durch Meldungen des »Decer über hm, 6.April. (DNB.) Das ttalienische Volk, is seit Tagen tnit Ruhe und Gelassenheit die sich Gesichts her jugoslawischen Provokationen zu- hnhs verschärfende Lage verfolgte, ist durch die Li'ache nicht überrascht worden, daß Deutschland 2 Konsequenzen aus den jüngsten Vorgängen 3)gen hat. In römischen Kreisen wird die voll- nimene Uebereinftimmung der in Berlin und Rom irschenden Auftassungen unterstrichen und daraus 1-emiefen, daß neben der serbischen Clique und iichischen Regierung England die alleinige irmtroortung für diese neue Kriegsausweitung h' ,;i. Deutschland und Italien hätten lange genug Gpuhig gewartet, aber jede Geduld habe ihre Miezen. Im übrigen unterstreicht di« Presse den tte-schütterlichen Kampfwillen des italienischen llobes, das geschlossen hinter dem Duce stehe, sich. Ne „Messaggero" betont, seiner geschichtlichen Mif- Wn und der Gerechttgkeit seiner Sache vollauf de- Mst sei und wisse, um was es in diesem Be- Tagesbefehl an die Soldaten der Südostsront w gez. Adolf Hitler. Aufruf des Führers an das deutsche Volk! IX fllei alte Deutschland ai zwingen. Das Ziel iU überfallen und zum Kampf zu r it Äi U'jU i: trfl itgln tiur |i?en Mt! W war die Vernichtung des deutschen Wirtschaftslebens und die Ausplünderung der deut- seine Pflicht erfüllen! Wir alle aber verfolgen dabei kein anderes Ziel, als unserem Volke die Freiheit und damit dem deutschen Menschen in der Zukunft seine Lebensmöglichkeiten zu fiebern! Die Gedanken, die Liebe und Gebete aller Deutschen sind nun wieder stellen. Ich habe bewußt all das vergessen, rv« zwischen Deutschland und Serbien einst vorgefa!ln war. Ich habe dabei nicht nur dem serbischen VcL die Hand des deutschen Volkes angeboten, sonder darüber hinaus mich bemüht, als redlicher Mali«, bei der Ueberbrückung aller,Schwierigkeiten zu helf^ die zwischen dem jugoslawischen Staat und einzelne^ Deutschland verbündeten Völkern bestanden. Tat» sächlich ist es auch scheinbar gelungen, an dern, hatte ich versucht, den jugoslawischen Stal in jene Mächtegruppe einzugliedern, die entschloss ist, den europäischen Kontinent in Zukunft mH den Prinzipien der Berücksichtigung der berechtigte, Interessen Aller in gemeinsamer Arbeit in Rule und Frieden aufzubauen. Ich glaube, dadurch oir^ am meisten den jugoslawischen Befürchtungen eit« gegenzuwirken, als ob in Deutschland und Italien oder Deutschland und Ungarn in dieser Zielsetzu^ Jugoslawien gegenüber etwa ein Unterschied b>.« stünde oder in der Zukunft zu befürchten tPöri, Ich habe dies getan, obwohl die Führung jugoslawischen Staates sowohl als die des griechisch«, — wie uns aus den französischen Dokumenten ta kannt war — in unverantwortlicher Weise die 9m teressen der westdemokratischen Kriegshetzer unter, stützten. Am 25. März 1941 wurde nun in Wien feierlich der Eintritt Jugoslawien, in den Dreierpakt vollzogen Ich und das ganze deutsche Volk waren darüber glücklich; denn es schien damit eine Ausdehnung des Krieges auf den Valkan verhindert zu fein und vielleicht eine leise Hoffnung berechtigt, den fchon bestehenden Konflikt in einen vernünftigen Ausgleich am Ende doch noch lösen zu können. Kaum kamen aber die den Vertrag unterzeich Berlin, 6. April. (DNB.) Der Führer hat folgenden Aufruf an das deutsche Volk erlassen: An das deutsche Voll! Seit der britische Imperialismus ausging, die Welt zu erobern, war es sein Bestreben, Europa und seine Völker in immer neue innere Kriege zu verwickeln und sie damit zu schwächen. England hat dabei nur zu oft teils verblendete, teils bestochene Staatsmänner und Volksführer gefunden, die ihre Länder in den Dienst dieser britischen Wcltbeherr- schung stellten. Seit Jahrhunderten war der zugleich größte Nutznießer dieser von England angezettelten Eroberungskriege die jüdische Hochfinanz. Unter dem Schlagwort „Demokratie" hat diese Verschwörung von Imperialismus und Kapitalismus die Welt und insbesondere Europa in zahllose Verwicklungen geführt. Im Jahre 1914 gelang es diesen Kräften, das anstrebende Regierung wurde g e st ü r z t, und zwr? mit der ausdrücklichen öffentlichen Erklärung, dH dies wegen ihrer Haltung Deutschland gegenüber notwendig sei. Darüber hinaus nm fanden nun Auftritte statt, die im Leben der Völlir! eine Schande darstellen, und die dos Deutsche Rei.- als Großmacht nicht gewillt ist, geduldLj. binzunehmen. Der deutsche Gesandte wurde:./• sultiert, der deutsche Militärattache angegriffen, en tzran Filia chisl tyen *3 le Ne chr pW 1 $ W iln lilt fiitt u oon j bat Da ich es nun abermals erleben mußte, daß I ~ ....... * außer der Teilnahme am Wiederaufbau eines ver-, . nünftig organisierten Europas, an dem auch Jugo- bei euch, meine Soldaten! Stk mW !" slawien und sein Boll Anteil haben sollten, rissen in I Berlin, 6. April 1941. demoliert und verwüstet, unzählige Frauen urrb Männer, besonders auch unsere Volksdeutschen, prügelt, ihre Geschäfte und Wohnungen zum Tel ausgeplündert, eine Anzahl von Volksdeutschen d<< bei ermordet. Diese Vorgänge wurden von den gleichen Kreaturen inszeniert, die schon im Jahre 1914 durch das Attentat von Sera- j e w o die Welt in ein namenloses Unglück ge- stürzt hatten. Und so wie damals ist diese Verbrecherclique vom englischen Geheim- dienst finanziert und angestiftel worden. wenn nun auch diese Vorgänge die gleichen sind wie damals, so hat sich doch etwas geändert: Der seht angegriffene Staat ifl nicht das damalige Oesterreich, sondern das heutige Deutsche Reich! »In, |I3 s fyan M päischen Kontinents verschwindet. Wie vor einem Jahr Deutschlands Flanke im Norden vom Druck des Feindes frei wurde, so wird nun auch im Südosten die deutsche Wehrmacht Zuschlägen und alle Pläne der britischen Kriegsausweiter zunichte machen, auf daß ein wahrer Dölkerfrühling werde in einem von britischer Tyrannei wahrhaft freiem Europa. Des deutschen Volkes heiße Gebete begleiten die Spldaten des deutschen Heeres und der Luftwaffe in ihrem Kampf mit dem neuen Feind. Das deutsche Volk weiß, daß es kein leichtes Ringen ein wird und daß der neue Kriegsschauplatz mit einem durchweg gebirgigen Charakter dem Vordringen der deutschen Wehrmacht außerordentliche Schwierigkeiten bieten wird. Allein die Wegeoer- hältnisse, die die deutschen Truppen bei ihrem Vordringen finden werden, lassen keinerlei Vergleich mit Polen oder dem westlichen Kriegsschauplatz zu. Manch alter Soldat, der im Weltkrieg dort unten in der Armee des Fekdmarschalls von Mackensen gekämpft hat, wird sich dieser Schwierigkeit erinnern, die der gebirgige Charakter des Landes \\ schein °ge i ! -Iler Ws< ] titigei 1 :n । •: tune i nigeni i k ir scheu Wirtschaftskraft sowie die dem dienende Wchr- losmachung der Nation. Der Kampf damals aber wurde nicht geführt gegen das nationalsozialistische Dritte Reich, sondern gegen den konstitutionell- demokratischen deutschen Bundesstaat. Kaum war es gelungen, nach einem 1 ^jahrzehntelangen, grauenhaften Zerfall der deutschen Wirtschaft und des deutschen Lebens durch die Kraft der nationalsozialistischen Bewegung das deutsche Voll zu erheben und zu einem neuen Aufstieg zu führen, als die gleichen Kräfte sofort wieder ihre alte Zielsetzung proklamierten: Das unabhängige, sich wieder aufbauende Deutschland müsse abermals vernichtet werden! Und wieder — wie einst — glaubte man, dabei am besten den Konflikt durch gedungene Kräfte auslvsen zu können. Polen war ausersehen, ohne jeden Grund den Streit mit Deutschland vom Zaune zu brechen, und auf die Bemühungen durch einen vernünftigen Ausgleich die friedliche Zusammenarbeit zu sichern, mit Gewalt zu antworten. An der Kraft der unterdes entstandenen neuen deutschen Wehrmacht des Dritten Reiches ist dieser Anschlag in wenigen Wochen gescheitert. Nun versuchte Großbritannien, über Norwegen den Vorstoß in die rechte deutsche Flanke durchführen zu können. Mit wenigen Stunden Vorsprung konnte dieser Anschlag aufgefangen und in einem wochenlangen heroischen Kamps ebenfalls -nm Scheiber-n Belgrad die gleichen im englischen Solde stehenden verbrecherischen Elemente die Macht an sich, die schon im Jahre 1914 den Weltkrieg ausgelöst hatten. Man hat genau so wie in Polen die wilden Instinkte minderwertiger Subjekte gegen das Deutsche Reich mobilisiert. Ich mußte unter diesen Umständen die deutsche Kolonie sofort aus Jugoslawien zurückrufen. Denn: Mitglieder und Offiziere der deutschen Gesandtschaft, Beamte unserer Konsulate wurden tätlich angegriffen, unsere Vertretungen zerstört, die deutschen Schulen — genau wie in Polen — verwüstet, zahllose Volksdeutsche verschleppt, mißhandelt oder getötet. Darüber hinaus hat Jugoslawien, das schon seit Wochen im geheimen die Einberufung von Reservisten betrieb, nunmehr die allgemeine Mobilmachung angeordnet. Dies ist die Antwort auf meine achtjährigen, ewig geduldigen Bemühungen, mit diesem Staat enge und freundschaftliche Beziehungen herzustellen! Während also in Griechenland wieder wie im Weltkrieg britische Divisionen landen, glaubt man in Serbien — ebenfalls wie im Weltkrieg — Zeit genug zu erhalten, um das neue Attentat gegen Deutschland und seine Verbündeten auslösen zu können. Soldaten der Südostfront! Damit ist eure Stunde gekommen! Ihr werdet nunmehr die Interessen des Reiches, so wie es die Kameraden vor einem Jahr in Norwegen und im Westen taten, auch im SÜdostcn Europas in euren Schutz nehmen. Ihr werdet dabei nicht weniger tapfer sein, als die Männer jener deutschen Divisionen, die schon im Herbst 1915 auf dem gleichen Gebiet, auf dem ihr jetzt antretet, siegreich kämpften! Ihr werdet dort menschlich sein, wo euch der Gegner menschlich gegenübcrtritt. Da, wo er die ihm eigene Brutalität zeigt, werdet ihr ihn hart und rücksichtslos «iederbrechen! Der Kampf auf griechischem Boden aber ist nicht ein Kampf gegen Griechenland, sondern gegen jenen Generalfeind, der — so wie vor einem Jahr im höchsten Siorden Europas — nunmehr im weitesten Süden versucht, das Kriegsgeschick zu wenden! Wir werden daher an diesem Platz mit unserem Verbündeten so lange kämdfen, bis der letzte Engländer auch in Griechenland sein „Dünkirchen" gefunden hat! Wer von den Griechen aber diese« Weltfeind unterstützt, wird mit ihm fallen! Wenn der deutsche Soldat es bewiesen hat, im Eis und Schnee des höchsten Nordens den Briten schladen zu können, dann wird er genau so — nun da die Not es erfordert — in der Hitze des Südens nenden Minister in Belgrad an, als die in eng« . lischem Sold stehenden Elemente einer ewig Staat-, (treidle organisierenden Militärclique zum Gegen " - schlag ausholten. Die den Frieden mit Deutschlock war Jugoslawien. Mat hat in den letzten kritischen Tagen in der englischen Presse Jugosia- wien ein „Produkt von Versailles" genannt. Das sollte eine Mahnung an die jugoslawischen Politiker sein, an ihre Pflicht zu denken, den „Vätern von Versailles", denen sie die Existenz Großserbiens verdanken, in ihrer Bedrängnis beizustehen. Es hat aber eine Zeit gegeben, wo man in Belgrad nicht gern an diese Geburtsstunde Großserbiens erinnert wurde, denn sie offenbarte die innere Schwäche dieses Vielvölkerstaates, der nicht nur weit über den südslawischen Volksboden hinausgreift, sondern auch innerhalb der drei südslawischen Staatsvölker, der Serben, der Kroaten und der Slowenen die heftigsten politischen, konfessionellen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegensätze in sich birgt. Nach allen diesen Richtungen hin völlig verschiedene Gebiete waren in einem Staatswesen zusammcngeschlossen worden. Und so war es kein Wunder, daß schon an seiner Wiege ein beispiellos heftiger Kampf der Staatsvölter untereinander, namentlich der Kroaten und der Serben, um die Grundprinzipien der Staatsführung einsetzte und trotz mancherlei Ausgleichsbemühungen bis zum heutigen Tage angedauert hat. Die Serben betrachteten den aus dem Weltkrieg um weit mehr als das Doppelte vergrößerten jugoslawischen Gesamtstaat als ein erweitertes Serbien und beanspruchten in diesem Staat mit grenzenloser Herrschsucht die Führung für sich allem, während die Kroaten diesem Bel- graber Unitarismus die entschiedenste Fehde anjagten. Sie konnten mit Stolz darauf Hinweisen, daß sie, seit 1102,in Personal-Union mit den Län- dern der Stephans-Krone, im Verband der österreichisch-ungarischen Monarchie an der Entwicklung der mitteleuropäischen Kultur durch die Jahrhunderte hindurch regen Anteil genommen, weiter eine hochentwickelte moderne Landwirtsck)ast und eine Industrie mit Einrichtungen und Leistungen, die an mitteleuropäischen Vorbildern geschult worden war, in den neuen Staat eingebracht hatten, während die Serben unter der Herrschaft türkischer Paschas den Anschluß an Mitteleuropa nicht gefun- den hatten. Zu dem kommt noch der Unterschied des religiösen Bekenntnis es: die Kroaten gehören zur römisch-katholischen Kirche ebenso wie die Slowenen und bedienen sich lateinischer Schriftzeichen, während die Serben griechisch-orthodox sind und auch die cyrillische Schrift gebrauchen. Erwähnen mir noch, daß in Bosnien mehr als anderthalb Millionen sich feit der Türkenzeit her noch zum Islam bekennen, so wird deutlich, welche Bedeutung auch dieses Problem für die innere Stabilität des jugoslawischen Staates hat. Schon gleich nach dem Tode König Peters I. 1921 kam es zu autonomistischen Kundgebungen gegen den in Belgrad mit aller Strenge durchgeführten Zentralismus. Die von Stefan Raditfch gegründete Kroatische Bauernpartei wurde Trägerin der autonomistischen Forderungen Kroatiens. Raditschs Ermordung in offener Skupschtina durch serbische Abgeordnete entfachte den Gegensatz der beiden Nationalitäten ^u wütendem Kamps. Wenn es schließlich unter Matschet den Kroaten gelang, eine gewisse Derwaltungsautonomje für ihr Gebiet durchzusetzen, so schwelte der Gegensatz unter der Oberfläche weiter, um so mehr als in Belgrad immer wieder eine Clique größenwahnsinniger serbischer Chauvinisten die Oberhand über vernünftige, zum Ausgleich neigende Elemente bekam und mit Hilfe gleichgesinnter serbischer Offiziere alle den Kroaten gegebenen Versprechungen zuschanden machte. So hat man auch nach dem letzten serbisch- kroatischen Ausgleich die serbischen Truppen in Kroatien belassen und die kroatischen in den südlichen Landesteilen, um die Kroaten trotz der mit ihnen verabredeten Verwaltungsautonomie sicherer in der Hand zu behalten. Wie so gewisse serbische Chauvinisten den inneren Ausgleich und damit die Konsolidierung Jugoslawiens immer wieder sabotiert haben, so konnten sie auch nicht lassen von einer abenteuerlichen Außenpolitik, die ohne jede Rücksicht auf die wahren wohlverstandenen Interessen des Landes nur dazu dienen mußte, ihrer hemmungslosen Großmannssucht zu frönen. Diese Belgrader Kreise sind immer der Nährboden für geheime Gesellschaften und Verschwörungen gewesen, die sich jede Regierung zum Feind machte, sobald sie ihren politischen Kurs auf die Gegebenheiten einstellte. Jugoslawien, das mit allen seinen Nachbarn die denkbar stärksten Reibungsflächen hatte, weil cs Hunderttaufende oon Deutschen, Ungarn, bulgari- rischen Mazedoniern und Albanern in seine Grenzen einbezogen hatte, hatte wahrlich allen Grund, hin zu treten. Aber das war den Belgrader Chauvinisten nicht genehm. Ihnen waren auch die wirtschaftlichen Interessen des Landes gleichgültig, die Jugoslawien eindeutig auf einen Ausgleich mit dem großen deutschen Nachbarn hinwiesen. Und Deutschland hat um so lieber die Hand dazu geboten, als es keinerlei politische ober gar territoriale Aspirationen im Sudostraum hatte. So war es auch der gegebene ehrliche Makler für die Herstellung eines erträglichen Verhältnisses zwischen Jugoslawien, Italien und Ungarn. Der Einbau Jugoslawiens in das System des Dreierpaktes sollte dies Werk krönen und Jugoslawien in die Reihe der Völker führen, die für eine gerechte europäische Neuordnung ihre besten Kräfte einsetzen. Aber es ist noch in unser aller (Erinnerung, wie eine chauvinistische Militärclique in Belgrad, fußend auf der blutigen Tradition von Serchewo, alles über den Hausen warf, was konziliante Derständigungsbe- reitschaft errichtet hatte. Für die britischen Ohrenbläser waren diese Leute in ihrem hemmungslosen Dünkel und Machtrausch das gegebene Objekt. Aus den Prahlereien amerikanischer Blätter wissen mir, daß Roosevelts „Beobachter" bei feinem Besuch mit diesen serbischen Chauvinisten enge Fühlung aufgenommen hatte. Englische Agenten haben ihr übriges getan. Der Rest geschah nach den in Belgrad seit jeher eigentümlichen Methoden, und mit fliegenden Fahnen ginaen die durch Staatsstreich ans Ruder gelangten Verschwörer ins englische Lager über. Das Erscheinen englischer U-Boote in den jugoslawischen Adriahäfen Kotor und Dubrovnik und englischer Flieger auf jugoslawischen Flugplätzen zeigt deutlich die enge Zusammenarbeit der Belgrader Putschisten mit den in Griechenland sich eingenisteten britischen Kommandostellen. Mit der allgemeinen Mobilmachung hat der Zirkel politischer Der- bredjer, der sich den jugoslawischen Staat in die Hand gespielt hat, die Maske fallen lassen. Er hat bas Recht auf Schonung und Rücksichtnahme längst verwirkt. Wer gegen bas Deutsche Reich bie Hand erhebt, den wird bas scharfe Schwert der deutschen Wehrmacht als Friedensbrecher und Feind ber neuen Orbnung vernichten. Eine ben völkischen Prinzipien gerecht werbenbe neue Ordnung hat der Führer in seiner gestrigen Proklamation als das Ziel ber Sendung Deutschlands in diesem Raum verkündet, dessen Volker in blutigen Nationalitäten- kämpfen bisher ihres Lebens nicht froh werden konnten. Aber diese Neuordnung setzt voraus, daß der letzte Brite auch aus vielem Winkel des oko* «Mi h M । ■ M i fr-ngs gebracht werben. Deutsche Soldaten stehen von Kirkenes bis an bie Deutsche Bucht und sichern damit den deutschen Lebensraum. Diese Niederlagen zwangen Churchill, nach neuen Möglichkeiten zu suchen. So kam er zu dem Entschluß, durch das mit England verbündete Belgien und Holland ins Ruhrgebiet als in das Herz der deutschen Wirtschaft vorzustoßen. Diesmal war Frankreick) ausersehen, die Hauptlast des Kampfes zu tragen. In . einem geschichtlich einzigartigen Siegeslauf hat die deutsche Wehrmacht auch diesen Angriff vereitelt und den Westen Europas von den Engländern gesäubert! Meine erneuten Friedensvorschläge ablehnend, entschloß sich Churchill nunmehr, die Kraft des englischen Imperiums gegen Italien zu wenden und vor allem die nordafrikanische Küste mit Hilfe neuseeländischer und australischer Truppen in seine ' Hand zu bekommen. Auch dieser Versuch kann schon jetzt dank des Zusammenwirkens deutscher und italienischer Kräfte als gescheitert gelten. Seit Beginn des Krieges war es das unentwegte Bestreben Englands, den Balkan als Kriegsschau- platz gewinnen zu können. Tatsächlich gelang es der britischen Diplomatie in Anlehnung an das Vorbild im Weltkrieg, Griechenland erst durch eine ihm angebotene Garantie einzufangen und dann für seine Zwecke endgültig zu mißbrauchen. Die heute veröffentlichten Dokumente geben einen Einblick in die Praxis des Verfahrens, das nach ältesten britischen Rezepten immer wieder versucht, andere für englische Interessen kämpfen und verbluten zu lassen. Ich habe demgegenüber immer betont, daß 1. das deutsche Volk keinerlei Gegensätze zu dem griechischen Volk besitzt, daß wir 2. aber niemals dulden werden, daß so wie im Weltkrieg sich auf griechischem Territorium eine Macht fcstsetzt mit dem Ziel, von dort aus bei gegebener Zeit, vom Südosten aus, in den deutschen Lebensraum vorstoßcn zu können. Wir haben die nördliche Flanke von den Engländern freigelegt, wir sind entschlossen, auch im Süden eine solche Bedrohung nicht zu dulden! Im Sinne einer wahrhaften Konsolidierung Europas war es mein Bestreben seit dem Tage der Machtübernahme, vor allem auch mit Jugo- U« wie« em sMundjchastkches Verhältnis herzr» .ritt ffdii ha Wt s rOen b pe rj’ini 1. C * Berlin, 6. April. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat folgenden Tagesbefehl an die Soldaten der Südostfront erlassen: Soldaten der Südostfront! Getreu dem Grundsatz, andere für sich kämpfen mx lassen, hat England in der Absicht, Deutschland in einem neuen Kampf endgültig zu beseitigen, im Jahre 1939 Polen ausersehen, den Krieg zu beginnen und wenn möglich die deutsche Wehrmacht zu vernichten. In wenigen Tagen haben die deutschen Soldaten der Ostfront das Instrument dieser britischen Kriegshetzer zerschlagen und beseitigt. Am 9. April vor einem Jahr versuchte daraufhin England, sein Ziel durch einen Vorstoß in die nördliche Flanke Deutschlands zu erreichen. In unvergeßlichem Kampf haben die deutschen Soldaten im norwegischen Feldzug ebenfalls in wenigen Wochen den Angriff abgeschlagen. Was die Welt nicht für möglich gehalten hatte, war gelungen. Die Wehrmacht des Deutschen Reiches sichert unsere Nordfront bis Kirkenes! Wieder wenige Wochen später glaubte Herr Churchill den Augenblick für gegeben, über das mit England und Frankreich verbündete Belgien und Holland zum Ruhrgebiet vorstoßen zu können. Es begann die historische Stunde der Soldaten unserer Westfront. Im glorreichsten Kampf der Kriegsgeschichte wurden die Armeen des kapitalistischen Westens geschlagen und endlich vernichtet. Nach 45 Tagen war auch dieser Feldzug entschieden! Nun konzentrierte Herr Churchill die Macht des britischen Imperiums gegen unsere Verbündeten in Nordafrika. Auch dort ist die Gefahr durch Zusammenwirken deutscher und italienischer Verbände gebannt. Das neue Ziel der britische« Kriegsorgani» satoren besteht nunmehr in der Verwirklichung eines Planes, den sie schon zu Beginn des Krieges gefaßt hatten und nur durch die gigantischen deutschen Siege immer wieder zurückstellen mußten. In Erinnerung an die Landung der britischen Truppen während des Weltkrieges in Saloniki haben sie Griechenland erst mtt ihrer Garantte ei«, gefangen und dann endgültig den englische« Zwecke« dienstbar gemacht. Ich habe immer wieder gewarnt vor dem Versuch einer Landung britischer Truppen zur Bedrohung des Reiches im Südosten Europas. Diese Warnung blieb leider vergeblich. Ich habe weiter versucht, mit immer gleicher Geduld die jugoslawischen Staatsmänner zu überzeugen von der Notwendigkeit eines aufrichtigen Zusammengehens der an der Wiederherstellung des Friedens in diesen Gebieten interessierten Nationen. Nachdem es nun endlich gelungen war, die Grundlagen einer solchen Zusammenarbeit durch den Eintritt Jugoslawiens in den Dreimächtepakt sicherzustellen, ohne daß dabei von Jugoslawien überhaupt etwas gefordert wurde. Das Deutsche Reich befindet sich seit heule morgen im Kampf gegen die Usurpatoren von Belgrad, und im Kampf gegen jene Verbände, die Großbritannien vom Balkan aus wieder versucht, gegen den Frieden Europas vorschicken zu können. Die deutsche Wehrmacht wird die Waffe in diesen Gebieten erst dann niederlegen, wenn der Belgrader Ver- schwörerzirkel endgültig gestürzt und der letzte Brite auch in diesen Gebieten den Kontinent verlassen hat. Wögen die unglückllch verblendeten Völker erkennen, daß sie dies nur dem schlimmsten „Freunde" zu verdanken haben, der den Kontinent seit 300 Jahren besaß und besitzt: England! Das deutsche Volk aber kann in diesem Kampf mit dem inneren Bewußtsein eintreten, daß seine Führung alles getan hat, was überhaupt menschenmöglich war, um ihm diese Auseinandersetzung zu ersparen. Von der Vorsehung aber wollen wir jetzt nur erbitten, daß sie den Weg unserer Soldaten behütet und segnet wie bisher! Berlin, 6. April 1941. m. «MS** jährige Bestrebungen, eine Freundschaft aufzubaueri, wieder vergebliche sind, habe ich mich entschloss^ zllr Wiederherstellung tragbarer Beziehungen ur» einer auch den völkischen Prinzipien gerecht werde'« den Ordnung in diesem Teile Europas in lieberes ftimmung mit den Auffassungen meines Verbündet»! die weitere Vertretung der deutschen JnterchiU jener Kraft anzuvertrauen, die — wie es sich wiednt ergibt — anscheinend allein in der Lage ist, R U«d Vernunft in ihren Schutz zu nehmen. Red Offizier als Gehilfe des Militärattches verlctzZ, , Mj|| zahlreiche Beamte, Vertreter unserer Firmen uhn öffentlich mißhandelt, deutsche Ausstellungsräuni!, Geschäfte, Bürohäuser und Firme-i sowie Schul«- damals roie heute einem Vormarsch bietet Er wird sich auch des serbischen Soldaten erinnern als eines außerordentlich zäh und verbissen kämpfenden Feindes, der im Kampf ein durchaus ernst zu nehmender Gegner ist. So ist also mit äußerst hartnäckigem Widerstand der jugoslarvischen Armee zu rechnen, ein Widerstand, der — das muß immer wieder besonders betont werden — durch das un> wegfame Gelände zweifellos erleichtert wird. Zudem ist zu erwarten, daß in Bälde auch englische Truppen in größerer Zahl in den Kampf eingreifen werden. So steht die deutsche Wehrmacht vor einem Kampf, der ihren ganzen Mut und ihre ganze Zähigkeit fordert. Aber das deutsche Volk vertraut in ruhiger Gewißheit dem immer wieder so glänzend erprobten Angriffsgeist seiner Soldaten und der überlegenen Kunst seiner militärischen Führung und weiß, daß England auch auf diesem neuen Kriegsschauplatz mit seinen Trabanten sich die Niederlage holen wird, die gegen And-alsnes und Dünkirchen in nichts zurückstehen wird. Dr. Fr. W. Lange. m M ih® M ®r Um KO lorge1 rinen jrühei Wie i hlc lecke H »eil Imme N Sie ° m I argstr Mu Die neue serbische Regierung hat die a llge« meine Mobilmachung angeordnet. Sie h ci eingestanden, daß dies schon seit Tagen im Gehe« men der Fall war. Sie hat damit zu erkennen gp geben, daß sie glaubt, an Stelle der friedfertig Beziehungen zum Deutschen Reich die Gewall setzen zu können! Die Gewalt, die sie gerufen hat, wird sie jetzt vernichten! Das deutsche Volk Hal keinen haß gegen das serbische Volk! Das deutsche Volk sieht vor allem keine Veranlassung, gegen Kroaten oder Slowenen zu kämpfen. Ls will von diesen Völkern nichts. Das deutsche Volk aber wird mit jener serbischen Verbrecherclique in Belgrad nunmehr abrechnen, die glaubt, den Valkan zum zweitenmal dem britische« Attentat gegen den europäischen Frieden zur Verfügung stellen zu können. Die deutsche Note an Griechenland )eutjd)t en fllti- i im Ich n Seil' Unglück» I dich lit Geheim gestlsl! die flltto troasgf Staat ' teich.ft ]en jum: sbeuWl llärun^ lUtiM Die Relchsreglerung, die bereits seit langem von diesem die griechische Regierung schwer belastenden llrkundenmaterial Kenntnis hatte, Hal ungeachtet dessen mit äußerster Geduld und Langmut die Weiterentwicklung der griechischen Politik abgewartet. Selbst als Griechenland der britischen Marine Stützpunkte auf seinen Inseln zur Verfügung stellte und Italien, der Bundesgenosse des Deutschen Reiches, angesichts dieses unneutralen Verhaltens sich zu einem militärischen Vorgehen gegen Griechenland genötigt sah, hat Deutschland selae abwartende Haltung beibehalten. Bestimmend hierfür war die aufrichtige Hoffnung des deutschen Volkes, welches bisher für das griechische Volk nur freundschaftliche Gefühle hegte, daß sich Griechenland doch noch auf feine wahren Interessen besinnen und daß dadurch die griechische Regierung veranlaßt werden möchte, trotz allem noch zur wahren Reutralität zurückzufinden. Dn diesem Sinne hat auch der ReichsmiMer des Auswärtigen von Ribbentrop in seiner Unterredung mit dem griechischen Gesandten am 26. August 1940 in Fuschl der griechischen Regierung in ernster Form den Rat geaeben, chre einseitige Begünstigung Englands auszugeben. Darüber hinaus ist die griechische Regierung ader durch wiederholte öffentliche Erklärungen des Führers selbst darüber unterrichtet worden, daß Deutschland unter keinen Umständen ein Festsehen britischer Streitkräfte auf grie» chischem Boden dulden werbe. Es sei hier zum Beispiel erinnert an die Führerrede vom 30 Januar 1941, in der es heißt: „Vielleicht hoffen ffe auf den Balkan: auch hierauf würde ich nicht viel geben, denn das eine ijt sicher: w o Engländern gemeinsame Sache gemacht, und ganz Griechenland und Jugoslawien den Engländern als Aufmarschgebiet gegen Deutschland und Italien zur Verfügung gestellt. Deutschland hat diesem Treiben feit Monaten zugesehen und versucht Griechenland und Jugoslawien zur Vernunft und zu einer freundschaftlichen Verständigung zu bringen. Aber alle Bemühungen waren vergebens. Der Führer wird nunmehr antworten. Die deutsche Wehrmacht marschiert seil heule früh, um den Engländern und den serbischen Verschwörern die notwendig gewordenen Lektionen zu erteilen. Herrn Churchill dürfte es binnen kurzem endgültig klar werden, daß England ein für alle mal auf dem Kontinent nichts mehr zu suchen hat. tjroiierJ deutsch«!,.! im Anlagen war. Die Zahl der gelandeten britischen Truppen stet- Iugoslawien und Gn'echenlan- als Trabanten der britischen Kriegemacher. Aie deutschen Memoranden enthüttendas verräterische Spiel der serbischenBerschwörerclique und der griechischen Usurpatoren. 'S K 4 die nu ewig gfe sondern sogar aktiv unter st ützen werde, falls nur der Erfolg der Operationen sichergestellt sei. 4. Die Ende Oktober 1939 eingeleitete Fühlungnahme des französischen Militärattaches in Athen mit dem griechischen Generalstabschef führte am 2. Dezember 1939 zu dem formellen Wunsch des griechischen Generalstabes nach Aufnahme m i • litärifcher Besprechungen und zu der Entsendung des französischen Generalstabsobersten Mariot nach Griechenland. 5. Eine Niederschrift des Generals Garne! in vom 4. Januar 1940 besagt, daß der Chef des griechischen Generalstabs habe wissen lassen, er wäre unter Vorbehalt ausreichender Unterstützung nut Luftstreit- und Luftabwehrkräften in der Lage, die Landung eines interalliierten Expeditionskorps in Saloyiki zu garantieren. Nerlin, 6. April. (DNB.) Der Reichsminister tf Auswärtigen, von Ribbentrop, hielt am bmtagmorgen im Bundesratssaale des Auswär. Mn Amtes eine Pressekonferenz mit den Vertretern ft deutschen und ausländischen Presse ab, auf der elfte Entschlüsse der Reichsregierung tik reffend Jugoslawien und Grie- Eh nlanb bekannt gab. Der Reichsminister er. fli'-te einleitend: • Meine Herren! England schickt sich an, ein rnue s Verbrechen gegen Europa zu be- -ern. Bedeutende englische Streitkräfte sind auf Balkan gelandet. Nach .den Abfuhren von Iikirchen und Andalsnes macht England noch ein- git den Versuch, den Krieg nach Europa hmein- liragen. Line verblendete Regierung in Athen und ine Clique von notorischen serbischen Der- chwörern in Belgrad haben mit den Lug- Hauptstadt. ... hatten schon ab Mitte Februar amenfamiehe Rund tunk- und Pressemeldungen davon zu berich. ten gewußt, daß starke Kontingente britischer Trup- ven nach Griechenland unterwegs seien, so bestätigten die in der ersten Hälfte des März einlaufenden Nachrichten, daß diese Meldungen keineswegs aus der Luft aegriffen waren. So tragen in der Zeit bis zum 10. März mehrere tausend Mann Infanterie, Flak und Pioniere, und zwar vorwiegend Australier und Neuseeländer im Piräus ein. Diese Truppen waren mit schweren Infanteriewaffen und Artillerie ausgerüstet. In der Zeit vom 10. bis 16. Marz erhöhte sich die Zahl der auf dem griechischen Festlande befindlichen britischen Truppen, einschließlich RAF., auf etwa 20 000 Mann. Die vom 16. März eingehenden Nachrichten ließen erkennen, daß 'm Anschluß an diese Erklärung wurde eine y t e verlesen, die der Reichsaußenminister Sonn- ja: vormittag dem griechischen Gesandten überge- fti hat und ferner eine amtliche Verlautbarung ft Reichsregierung über Jugoslawien. He Note an die griechische Regierung: Seit Beginn des durch die Kriegserklärung Eng- fflDs und Frankreichs Deutschland aufgezwungenen ki^ges hat die Reichsregierung immer klar und zweideutig ihrem Willen Ausdruck gegeben, die putärische Auseinandersetzung zwischen den krieg- fcenben Staaten auf diese selbst zu be- [dr ä n f € n und insbesondere den Bereich der lkanhalbinsel aus dem Kriege Herland auf tritt, werden wir e s angreifen, und wir sind stark genug dazu." Die griechische Regierung hat alle diese Warnungen in den Wind geschlagen. Sie ist auch niemals — das muß hier ausdrücklich fest- gestellt werden — an die Reichsregierung herangetreten, um auch nur die Möglichkeit einer Rückkehr Griechenlands zur Neutralität mit ihr zu erörtern. Der Grund war klar: Griechenland hatte sich schon viel zu weit in die englische Politik der Kriegsausweitung verstricken lassen und war gar nicht mehr Herr seiner eigenen Entschlüsse. Diese wurden ihm vielmehr schon zu dieser Zeit von der englischen Regierung vorgeschrieben. So kam es auch, daß die griechische Regierung, die sich anfangs nach Beginn des Krieges gegen Italien auf die Heranziehung britischer technischer Formationen der Luftstreitkräfte beschränkt hatte, schon bald zwangsläuffg auf diesem Wege weiterschreiten mußte. Nach der Besetzung Kretas kam es dann auch bald dazu, daß geschlossene britische Truppenformationen in Griechenland landeten und alle wichttgen strategischen Punkte besetzten. Die von Zeit zu Zeit ab- gegebenen Erklärungen der griechischen Regierung, die diese Taffachen abzuleugnen versuchen, können nur als ein neuer Beweis ihrer Unaufrichtigkeit und li id) e n Soldaten lloem Boden Fus rfur das gri echis te ge in der gleichen —, «. ffiöfer des Kontinents, und es war klar, daß die Wchische Regierung durch Einhaltung einer auf. r tigen und strikten Neutralität der Lage am Wen gerecht würde. Für Griechenland wäre diese f itung eine völlig natürliche und seinen .eri genften Interessen entsprechende gewesen, und M insbesondere deshalb, weil k e i n e r d e r Mirgführenden ein wirklich lebenswichtiges Inter- eiii daran haben konnte, ein Land, das weit außer, tu des eigentlichen Kriegstheaters lag, in feine §i-gshandlungen einzubeziehen. So haben auch flettschland und Italien niemals etwas anderes als ; bi- Wahruna einer echten Neutralität i 60! Griechenland verlangt. Um fo unverständlicher ist es daher, daß | bohdem die griechische Regierung diese ihr klar » ivrgefchriebene Richtung aufgab und damit ; t men Weg beschritt, der geeignet war. ihr Volk t früher oder später in ernste Gefahr zu bringen. Vie uns heute bekannt ist. hat tatsächlich Grie- I tienland mit Ausbruch des Krieges im Sep- tanber 1939 seine Haltung derNeutrall t ä t «erlassen und. zunächst im geheimen, spater Immer offener für die Feinde Deutschlands, das frißt vor allem für England. Stellung bezogen. Die weit die griechische Politik schor.vor Aus- nch des Krieges von den m griechischen Regie- irgstreifen herrschenden Sympathien für England M nflufet wurde, beweist allem die Tatsache daß i!April 1939 Griechenland dte politif Je ®a• an t i e b e r 5ß e ft m ä d) t e a 13 e p 11 e r t e. 6 e röte sich nach den allbekannten Erfahrungen mit fischen Garantien klar fein, daß sie b'-rdurch »:nasläufig ihr Land IN englische Abhan- i,keit bringen und in die bereits damals be- itenben englischen Einkreifungsplane gegen Deutsch. :rb verstricken matzte. Offen trat biefelenbenj m erstenmal nach Kriegsausbruch im Oktober 1SSS ' diqe als die griechische Regierung von einer Telfängerung des in diesem Jahr abgelaufenen r-eundschaftsvertrages mit Italien I^cHs wissen wollte. Die Reichsregierung gelangte i gleichen 3eit in den Besitz von Unterlagen wo- die seinerzeit mit britischer Hilfe eingesetzte i chische Regierung sich bereits vo" Begmn ihr i u N s'° e r°p"s.7ch i eNntto Wen7 hierüber ne nicht der geringste Zweifel °b°mlten konMe, Tur?abier D o tumenü. tata* 5 bte nunter Oesfentlichke^it übergeben werden e klare Stellungnahme Griechenlands gegen d t N'chgkw7l (en .W Ä0«Ä" U- iibenmakrial des französischen Ke'ieralstabes und btze GeneÄftab'den Obersten D°°°- n°ch An ]le ,lir Fühlungnahme mit dem Oberbefehlsyaoer i. französischen "Expeditionsarmee in der Levante, lft°Sevt°mber 1939 gab der griechische ®e= «K V o lkt i s "n Paris %ie Versicherung ab ^cheL'wiknsche den 'm °ktober ablausend^n le-trag mit Italien nur i e ® U b u n g m derartige Abmachung nicht die äxtoung ■i chischen Außenministers Ttaor o u b erti hei S - 9nWr=^in»=m, I. Trotz der Vergewaltigung feiner Selbständigkeit und feiner hoheitsrechte, die Griechenland mäh» renb des Weltkrieges von England und Frankreich erfahren mußte, hat sich die griechische Regierung sowohl unter dem republikanischen wie spater unter dem wiederhergestellten monarchischen Regime st e t s als gefügiger X r a b a n t b e r b r i 11 • schon Politik erwiesen. Dies trat besonders augenfällig in Erscheinung, als die britische Politik im Frühjahr 1939 eine systematische Ein krei- sungspolitik gegen das Deutsche Reich m Szene setzte. Am 9. April 1939 erfolgte eine Demarche des griechischen Gesandten in London bei dem englischen Außenminister Lord Halifax, bei der unter der falschen Behauptung, Italien stehe im Le- qriff Korfu zu besetzen und Griechenland müsse dagegen Widerstand leisten, nach der Haltung Englands in einem solchen Falle gefragt wurde. Am 13 April 1939 erfolgte daraufhin die engttfch-fran- zösische Garantieerklärung an Gnechen- lQ,n' lieber das Verhalten Griechenlands während des Krieges ist den in Frankreich in deutsche Hand gefallenen Akten des französischen Generalstabes folgendes zu entnehmen: Bereits unmittelbar nach Ausbruch des Krieges im, September 1939 fetzte sich der griechische Generalstab durch die Entsendung des Generalstabsoberst D o v a s nach Ankara mit dem Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte im Nahen Osten, General Weygand, in Verbindung um in Besprechungen über die Landung eines französischen Expeditionskorps in Saloniki einzutreten und damit die Forderung zu verbinden, daß die Vorhut eines solchen Expeditionskorps aus voll- ständigen Luftwaffeneinheiten bestehen müsse Auch auf rein politischem Gebiete begann sofort die Begünstigung des Feinde Deutschlands-. Den Franzosen wurde 6ie geheime Durchfuhr von Flugzeugen ermöglicht, die für Polen bestimmt waren. Der griechische Gesandte Politis gab am 18. September in Pans die Der- sicherung ab, Griechenland wünsche einen im Oktober abgelaufenen Vertrag mit Italien nur insoweit zu erneuern, „wie eine derartige Abmachung nicht die Bildung einer Ostfront behindern würde, fammenarbeit entsendete dann im Dezember 1939 der französische Oberbefehlshaber General Gamelin den Obersten Mariot nach Griechenland, um dort die allgemeinen Bedingungen einer militari» sch en Zusammenarbeit zu prüfen. Vom französischen Generalstab wurde ihm ein eingehender Fragebogen mitgegeben, um dessen Beantwortung die griechischen Militärbehörden ersucht werden sollten. Ende Dezember konnte der französische Marineattach^ in Athen geheime Auskünfte über die nordgriechischen Häfen weiterleiten, die ihm der griechische Generalstab zur Verfügung gestellt hatte. In einer Niederschrift des General Gamelin vom 4. Januar 1940 wurde mitgelcill. daß der Chef des Generalslabs der griechischen Armee habe wissen lassen, er wäre unter Vorbehalt einer ausreichenden Unterstützung mit Luftstreitkräften und Luftabwehrkräften in der Lage, die Landung eines interalliierten Expeditionskorps in Saloniki zu garantieren. Der französische Generalstab hatte so volle Gewißheit, daß Griechenland jede gegen Deutschland gerichtete Aktion der Alliierten auf dem Balkan zu unter st ü tz e n bereit fei. Im März 1940 nahm laut einem Schreiben Ga- melius an Daladier das französische Oberkommando in Aussicht, das Gros der französischen Streit- fräfte im Gebiet von Saloniki einzusetzen. In der Öen Zeit konnten Offiziere der französischen Jaffe Flugplätze in Nordgriechenland besichtigen, die der griechische Generalstab für den Gebrauch durch die französische Luftwaffe hatte Herrichten lassen. Noch im Mai erklärten sich die Griechen bereit sofort Material entgegenzunehmen, das für etwaige alliierte Landungstruppen be- ftimmt ist. Dieses Material sollte zum Scheine an die griechische Regierung verkauft werden. Nach der Landung im Piraeus würde es auf griechischem Gebiete verteilt werden, gemäß den Angaben des Generalstabes der französischen Armee. Das Gesamtbild, das sich aus diesen Tatsachen ergibt, laßt klar erkennen, daß auch schon vor dem Eintritt Italiens in den Krieg Griechenland nicht neutral war, sondern eindeutig im englisch-franzö.sischen Lager stand. III. Die unneutrale Haltung Griechenlands kam auch darin zum Ausdruck, daß es, wie Berichte des französischen Militärattaches in Athen aus dem Oktober und November 1939 beweisen, systematisch den Abtransport wehrpflicktiger polnischer Flüchtlinge über Griechenland nach Frankreich begünstigte. So wurden nach dem Bericht vom 1. November in der Zeit vom 12. bis 31. Oktober 1939 614 polnische Flieger von Griechenland nach Marseille transportiert; am 14. November reiften wiederum 370 und am 28. November 520 Polen nach Marseille. Diese Zahlen zeigen deutlich, daß es sich dabei um regelrechte Transporte handelte. Eine noch schwerwiegendere Begünstigung der mit Deutschland im Krieg befindlichen Mächte bestand darin, daß die Griechen einen sehr erheblichen Teil ihrer SchiffeanEnglandverschacherten. Wiederholte Vorstellungen der deutschen Regierung hiergegen bei der griechischen Regierung hatten keinen Erfolg. Ein Bericht des französischen Marme- attaches in Athen vorn 30. Oktober 1939 berichtet über eine vom griechischen Ministerpräsidenten einberufene Versammlung griechischer Reeder, in der der Ministerpräsident ausgeführt habe, daß er zwar ein von der englischen Regierung gestelltes Verlangen auf Ueberlassung der Hälfte der griechischen Handelsflotte offiziell abgelehnt habe, jedoch ttotzdem den Reedern empfehle, sowie sie nur könnten, sich unter Wahrung des persönlichen Charakters ihrer Entschließung in den Dienst Englands zu stellen. Nach dem Eintritt Italiens in den Krieg gegen Frankreich und England, durch den das Mit- telmeer zum Kriegsgebiet wurde, ergab sich alsbald eine fortlaufende Unterstützung der britischen Kriegs- maßnahmen durch Griechenland. Britische Kriegsschiffe fanden in den griechischen hoheitsgewassern Unterschlupf und Verproviantierungsmoglichkeiten. Das griechische Territorium stand der Organisation des britischen Nachrichtendienstes im Südosten als wichtigstes Zentrum zur Verfügung. IV.'Diese Lage zwang Italien, von Griechenland Garantien zur Wiederherstellung einer wirklichen Neutralität zu verlangen, eine Forderung, die zur Eröffnung der Feindseligkeiten zwischen Italien und Griechenland führte. Die griechische Kriegführung fand sofort die aktive Unter- stützung Englands. Im Laufe des November 1940 erfolgte der systematische Ausbau britischer Flugbasen an verschiedenen Punkten des griechischen Festlandes sowie die Landung zahlreicher britischer technischer Formationen zur Unterstützung der griechischen Kriegführung. Ebenso wurde bereits im November 1940 Kreta von britischen Truppen besetzt. Der britische Minister für Indien betonte in einer Rede vom 1. Dezember 1940 die Bedeutung Griechenlands als eines Brückenkopfes für die britischen Truppen, von dem aus diese evtl. dem deutschen Drachen den Todesstoß versetzen konnten". Die zahlreichen Meldungen über britische Hilfeleistung für Griechenland fanden in einer Rede des britischen Ministervräsidenten vom 19. Dezember 1940 ihre volle Bestätigung, in der Churchill erklärte: „Marschall Lonmore hafte den kritischste Augenblick bei seinen Vorbereitungen, als er sah, wie ein großer Teil seiner Streitkräfte ihm entzogen wutde, um nach Griechenland geschickt zu werden." Bis Anfang März 1941 waren in Griechenland 180 britische Flugzeuge und rund 10 000 RAF. (Bodenpersonal, Flak, Nachschubeinheiten und Pioniere) einaetroffen. Mitte Januar 1941 weilte der britische Oberbefehlshaber General W a v e 11 persönlich in Athen zu Besprechungen mit dem griechischen Oberbefehlshaber General P a • p a q o 5. Im März erfolaten zwei Besuche des britischen Außenministers Eden und des britischen : Generalstabschef Sir John Dill in der griechischen Das Memorandum ihrer Abhänbigkeit gewertet werden. Seif einigen Wochen kann nun kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß England im Begriff ist — ähnlich feiner Wellkriegsexpedition nach Saloniki — eine neue Front gegen Deutschland in Griechenland zu errichten, um von dort noch einen letzten Versuch zu machen, den Krieg nach Europa hineinzutragen. In diesem Zusammenhang sind Meldungen von besonderer Bedeutung, wonach der Generalslab der in Griechenland operierenden englischen Streitkräfte die Verbindung mildemGeneralstabinBelgrad her- gestellt hat. In den letzten Tagen aber ist Griechenland nunmehr offen zum Operationsgebiet der englischen Streitkräfte geworden. Groß angelegte operative Land- und Transportbewegungen der Engländer sind zur Zeil dort im Gange, und die amerikanischen Meldungen bestätigen, daß bereits eine englische Armee von 200 000 Mann in Griechenland bereitstehl. Dadurch, daß Griechenland selbst als einziger europäischer Staat englischen Truppen wieder erlaubt hat, europäischen Boden zu betreten, hat es eine schwere Verantwortung gegenüber der europäischen Gemeinschaft auf sich geladen. Zweifellos ist das griechische Dolf unschuldig an dieser Entwicklung; um so schwerer ist aber die Schuld, die die derzeitige griechische Regierung durch diese un- VerantworMche Politik auf sich geladen hat. Die griechische Regierung hat damit selbst eine Lage herbeigefuhrt, der gegenüber , Deutschland nicht länger tatenlos verharren kann. Die Reichsregierung hat daher nunmehr chren Truppen den Befehl erteilt, die britischen Streitkräfte vom griechischen Boden zu vertreiben. Jeder sich der deutschen Wehrmacht entgegenstellende Widerstand roirb rücksichtslos gebrochen werden. Indem die Reichsregierung der griechischen Regierung hiervon Kenntnis gibt, betont sie, daß die deutschen Truppen nicht als Feinde des griechischen Volkes kommen und daß es dem deutschen Volk fernliegt, das griechische Volk zu bekämpfen und vernichten ,zu wollen. Der Schlag, den Deutschland auf griechischem Boden zu führen genötigt ist, gilt England. Die Reichsregierung ist der Uederzeugeng, durch eine schnelle Vertreibung der britischen Eindringlinge aus Griechenland nicht zuletzt auch dem griechischen Volk und der europäischen Gemeinschaft einen entscheidenden Dienst zu leisten. Berlin, 6.April 1941. t deuW | ____________________ q s 3 u i) a 11 e n. Ebenso deutlich hat sie wieder- bc erklärt, daß sie jedem englischen Versuch, den K g in andere Länder zu tragen, sofort mit allen li) zur Verfügung stehenden 'Machtmitteln ent- MI jq en treten werde. Mit der Vernichtung der epischen Expeditionsstreitkräfte und mit der 23er« 9eh‘ tr jung ihrer Reste aus Norwegen und Frankreich ote mim j n.. unser Kontinent von den britischen' Truppen MW rt tlos gesäubert. Hieraus ergab sich für alle 5e5 Wnpäischen Staaten das gemeinsame Interesse, die 2™ 1 foid)te Ausschaltung Englands vom Festlande als rtlungsjtrj Liftes Unterpfand des Friedens in Europa in Dtüie Umfang zu erhalten und keinen eng« ~ '* ' ,i mehr auf europa- ß fassen zu lasten. sche Volk stellte sich die Weise wie für die anderen w SitJ ien beii-j Wien Wen ■ ent!t[. Munjt •. Ä dodukj.,: jungen n und r terschied i 'fiten f. Wunp I bgrie§. meium °'se duz Hetzer i-; in Ne aroieii h unbifl : giöitty hnung k u sein Uü W. h n veniD h lösen;i In einer Aufzeichnung des französischen Außenministers vom 20. September 1939 konnte daher festgestellt werden, „die griechische Regierung führt eine Neutralitätspolittk durch, die amtlich äußerst sttikt, im geheimen jedoch in der Richtung auf eine etwaige französisch-englische Zusammenarbeit ausgerichtet ist". Anfang Oktober erklärte der Unterstaatssekretär im griechischen Außenministerium, Mavroudis, dem französischen Gesandten in Athen, daß Griechenland eine L a n • düng der Alliierten in Saloniki nicht nur nicht vorhindern, sondern fogar durch Truppen- entfenbungen aktiv unter ft ufcen werde, falls nur der Erfolg der Operationen durch hinreichende diplomatische und militärische Vorbereitungen sicher- gestellt fei. Im französischen Generalstab wurde die Verstärkung der militärischen Ausrüstung Griechen- lands vorbereitet, da Griechenlands Entschlossenheit, „an militärischen Operationen größeren Maßstabes mitzuarbeiten," bekannt war. Die im Oktober von Italien unternommenen Versuche, seine friedlichen Beziehungen zu Griechenland durch Erneuerung des italienisch-griechischen Nichtangriffspaktes zu stabilisieren, wurden von der griechischen Regierung tatsächlich sabotiert, wie es der griechische Gesandte Politis in Paris bereits einige Wochen vorher angekündigt hatte. Griechenland weigerte sich, einen neuen Vertrag mit Italien abzufchließen und ließ sich nur auf einen Briefaustausch ein, der, mte den Franzosen versichert wurde, Athen freie Hand lasten sollte, „Frankreich und England bei gewissen Möglichkeiten seine Mitwirkung zu gewähren . Inzwischen wurde die griechisch-französische Fühlungnahme auf militärischem Gebiete fortgesetzt. End« Oktober 1939 fanden weitere Erörterungen zwischen dem griechischen Generalstabschef General Papagos und dem ftanzösischen Militärattache in Athen statt, bei denen es sich wiederum um die Möglichkeit von Truppenlandungen sowie ! um die „geheimen Kriegshäfen" bei K a va11a : (ajf'ies fl^(fiHd)ene@meralft1ab5 gegenüber"^ ab ringebenben Nachickchten rieften erkennen, oaft i land und 8 Frankreich formell dem Wunsch nach eine großangelegte operative Transportbewegung 1 Aufnahme militärischer Besprechungen .Ausdruck. - . Zum Zwecke der Aufnahme der militänschen Zu- bie oll; , bnet viü gen im i erfennr r friedig I ne witbli1 I he Toll V Volk! 18 leine M [ctveaen 1 ilfern B jenetl” In B'1 , bie # im brifif^ Ariedeo «f‘< id) #. 'üehunp. j as m P; esBerbüZ e es K Loge w-' hmen- . Ich feil^ & -> i*» , atio , i " fdOO ' »es non vj ** VJL'. ü •LAIBACH VENEDIG •CURZOL WM ALBOO :.SALONIKI 200. -100 ;X(gA7SCHE5-M. .'KOCANE H-'- i^t ws MW Ug/<\ ^belqraBRts ’k edeutet sparen darben? — aber nein! Mit Maggi s Würze darf man sparsam sein: -vxtt MAGGI5 Wi Boden von Deutschland unter keinen Um- Die amtliche Erklärung über Jugoslawien (Scherl-Bildarchiv-M.) 1. 2. 3. 4. 718000 VRT. im Ronat März versenkt also schon .Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung fügten , gestern im Seegebiet um England drei Ein weiteres Spitfire-Fluazeug verlor der Feind Deulsch- 5ie be- reich, d. h. also eine eindeutig gegen land g. . ,ide Politik betrieben hat. weisen zusamrnengefaht folgendes: feindlichen Handelsschiffen durch Bombentreffer schwere Schäden zu. Eines der Schiffe wurde im sinkenden Zustand beobachtet. Weitere Angriffe wurden gegen Flugplätze und Hafenanlagen an der Süd- und Südoslküste durchgeführt. Bei einem Vorstoß deutscher Jagdflieger gegen die britische Insel wurden zwei feindliche Jagdflugzeuge vorn Muster Spitfire ohne eigene Verluste abgeschossen. ge- a l s dar- Balkan unsicher machten, die selbst vor Königsmor- den nicht turückschrecktcn. und die im Jahre 1914 durch den Mord von Serajewo den Weltkrieg entfesselten und damit schon einmal unsägliches Unglück über die Menschheit gebracht haben. Mit der Machtergreifung dieser Derschwörercliaue aber hat Belgrad nunmehr die Maske endgültig fallen lassen. Vor einigen Tagen hat mit einem Schlag in ganz Jugoslawien u.verhörter Terror gegen alle Angehörigen der Achsenmächte und Folgen unbedachter gegen Italien gerichteter Maßnahmen gewarnt. Noch unlängst hat die griechische Regierung durch die Rede des Führers vom 30. Januar 1941 völlige Klarheit darüber erhalten, daß das Festsetzen britischer Streitkräfte auf griechischem meinsame Sache macht und somit Kriegsgegner Deutschlands mit allen sich aus ergebenden Folgen gelten muß. loniki-Unternehmen findet am 19. August 1939 statt. 2. Im November 1939 wurden auf Wunsch der jugoslawischen Regierung und des Generalstabes die Verbindungen durch Entsendung einer besonderen militärischen Mission nach Frankreich und die Kommandierung eines Offiziers aus dem Stabe General Gamelins nach Belgrad enger gestaltet. 3. In den ersten Kriegsmonaten steht, wie aus den gefundenen Akten einwandfrei hervorgeht, die .Haltung Jugoslawiens unter dem Zeichen einer möglichst umfangreichen U n t e r st ü tz u n g der Transporte für England und Frankreich und ferner im Zeichen eines regen Nachrichtenaustausches mit diesen Mächten, wenn auch der Schein der Neutralität gewahrt wird. 4. Am 16. April 1940 hat der französische Gesandte in Belgrad eine Unterredung mit dem Kriegsminister Nedic über die Ausnahme von militärischen Besprechungen. Jugoslawien entsendet einen besonders vertrauenswürdigen Verbindungsoffizier in das Hauptquartier des Oberkommandierenden der französischen Expedi- HaupNÄrMetter: Di. Mtebrtd) Wilhelm La»ee Stellvertreter W pauptlrf)rirtidteö: (Ernft BTumfdjrhu Verantwortlich für Potitti uw .Hübet: Dr. i?r. W. Lange für das ftetrtileton: Dr. Han« Thyrml ür Stadt (Sieben, Provm-, Äirychan U- Sport: Ernst B.umiche'v. Druck uno Verlag Brühltche Univer-itawdruckeret 9?. Lange I le 5ch n Land fr; Deutschs : des V Oentu'j i) Gnglc- " lau ns enliik miee iik l brifiifr lister Lhr- nbeffeigiE Seffltgu )5 feinte Mfäfigo^ lillf, biete ue in 31 ulben, U t fontind rd, roiebie isl. Siek ’fjr den 3» eit audii nililärW justM Gießener Gtaöitheaier. Kmdermärchen r „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich." IM! taten an der Spitze einer großen Hasenfamilie das ihrige, um einen Vorgeschmack des Osterfestes zu geben. Es gab viel Beifall bei groß und klein als " ’ für den netten Nachmittag im Märchenreich. gingen * in freies Versck' Hafen inan der ia etbei W» । verlor M imen 42 rie, W’ Boben n neun m i sich Huf gegen lr< imoulh' e entfiel ilh lvUlK Ä t rs'', teclf""' 6ngl{j m bei Stojadinowitsch eine ebenso verständnisvolle wie tatkräftige Unterstützung gefunden hatte. Anfang Februar 1939 wurde Stojadinowitsch g est ü rz t. Die Erklärungen über die Außenpolii tik, die bei dem Regierungswechsel abgegeben wurden, klangen zwar Deutschland gegenüber durchaus freundlich und stellten die unveränderte Fortführung der Freundschaftspolitik in Aussicht, doch fehlte fortan die starke Persönliche feit, die in der Lage war, diese_Politik auch gegenüber allen divergierenden Strömungen der in« unpolitischen Parteikonstellation durchzuführen, Immerhin trat in den offiziellen Beziehungen feine Aenderung ein, und Deutschland konnte seine Be« mühungen um eine weitere Vertiefung der Beziehungen zu Jugoslawien mit allem Nachdruck! fortsetzen. Ein nach außen sichtbares Zeichen des guten Der* hältnisses zwischen Deutschland und Jugoslawien bildete der Staatsbesuch des Prinzre« genten Paul im Juni 1939 in Berlin. Die Reden, die bei dieser Gelegenheit sowohl vom Führer wie vom Prinzregenten gehalten wurden, brachten die herzliche Freundschaft'zwischen beiden Nationen zum Ausdruck. Als gemeinsame Linie ergab sich in den Berliner Besprechungen der unerschütterliche Wille, auf dem eingeschlagenen Wege fortzufahren, dessen Richtigkeit durch die bereits erzielten Erfolge erwiesen war. Der Führer faßte das Ziel dieser Politik in folgende Worte zusammen: „In Ihrer Anwesenheit, königliche Hoheit, sehen wir eine freu* dige Gelegenheit zu einem offenen und freundschaftlichen Meinungsaustausch, der — davon bin ich überzeugt — für unsere beiden Völker und Staaten nur nutzbringend sein kann. Ich glaube daran um so mehr, als ein festbegründetes vertrauensvolles Verhältnis Deutschlands zu Jugoslawien nun, da wir durch die geschichtlichen Ereignisse Nachbarn mit für immer fest gelegten g e/ me infamen Grenzen geworden sind, nicht nur einen dauernden Frieden zwischen unseren beiden Völkern und Ländern sichern wird, sondern darüber hinaus auch ein Element dev Beruhigung für unseren nervös erregten Kontinent darstellen kann. Dieser Friede aber ist das Ziel all jener, die wirklich aufbauende Arbeit zu! leisten gewillt finb." IH. Von den W e st rn ä ch t e n ist die deutsch-jugoslawische Freundschaftspolitik von Anbeginn an mit Abneigung und Uebelwollen verfolgt worden. Die Störungsverfuche und die Be- • mühungen, Jugoslawien in ihr Lager zurückzuführen, nahmen einen verstärkten Umfang an, als mit dem Sturz Stojadinowitschs die straffe Führung der jugoslawischen Innen- und Außenpolitik gelockert wurde und die westlich orientierten, altserbischen Militärkreise wieder starken politischen Einfluß gewinnen konnten. In der auf die Einkreisung Deutschlands gerichteten Polittk, die seit dem Frühjahr 1939 unter englischer Führung von den Alliierten betrieben wurde, ist unter diesen Umständen, wie aus den in Frankreich gefundenen Akten des französischen Generalstabes hervorgeht, von Anfang an auch mit Jugoslawien als einem wichtigen Eckpfeiler der südlichen Front gerechnet werden. Schon im Juli 1939 wurde der Befehl zur Aufstellung eines Expeditionskorps in der Levante gegeben, und unmittelbar nach Ausbruch des Krieges beginnen Vorbereitungen, um dieses unter dem französischen General Weygand stehende Expeditionskorps im geeignet erscheinenden Zeitpunkt für die geplante Balkanfront entstthen zu lassen. Die Alliierten versprachen sich von dem „Zusammen- schweißen" der Balkanvölker nicht nur einen mefent» lichen Zuwachs an neuen Hilfstruppen — dessen Ausmaß von Gamelin auf 100 Divisionen berechnet wurde —-, sondern sie hofften auch, durch die Verstärkung der Blockade die wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands zu vollenden und durch die Erweiterung der Kriegsschauplätze neue ausgedehnte „Abnützungsfronten" zu schaffen, an denen die deutschen Kräfte sich zersplitterten und allmählich aufreiben sollten. Im Zusammenhang mit diesen weitgesteckten Kriegsplänen haben die Alliierten schon frühzeitig darauf hingearbeitet, sich der Unterstützung der jugoslawischen Armee und Regierung mit dem Ziel einer späteren Waffenhilfe zu vergewissern. Noch vor Ausbruch des Krieges — am 19.8.1939 — hatte der französische Gesandte in Belgrad eine erste vorbereitende Unterredung mit dem jugoslawischen Generalstabs- Deutsche Gelehrte, Künstler, Fachleute aller und Soldaten waren im Strom der Jahrhunderte Das Gchuldkonio der serbischen Verschwörer Das deutsche Memorandum über die Politik Jugoslawiens. he Kultur. Unter dieser Willkürherrschaft hatten Daten und Volksgruppen in gleicher Weise zu den. Unmittelbar nach dem Zerfall der öfter» chischen Monarchie hatten Banden die ganze Ästeiermark besetzt. Sofort begann in diesem Ge- t ein blutiger Terror. Tausende von Deut- wurden des Landes verwiesen. Weitere Tau- t)e wichen dem unerträglichen Druck. Als Ende nuar 1919 eine amerikanische Abordnung unter ijrung des späteren Präsidenten E o o l i d g e ife Gebiete bereiste und sich die Bevölkerung der !adt Marburg in einer Versammlung auf dem »rktplatz zu ihrem Deutschtum bekennen wollte, erben die Serben blindlings in die unbewaffnete 1 nge und töteten und verletzten viele Männer, Flauen und Kinder. Aach der endgültigen Grenzfestsetzung trat in bei den Serben zugesprochenen Gebieten an die 2lle der blutigen Unterdrückung die systematische ürechtung und Knebelung der deutschen »lksgruppe. Die deutschen Privatschulen des ©Irietes wurden geschlossen, die meisten össent- Ör en Schulew mit deutscher Unterrichtssprache auf- ti'Oben. Heute gibt es z. B. im gesamten Slowe- feine einzige deutsche Schule mehr. Sofort Errichtung der serbischen Herrschaft wurden sämtliche deutsche Beamte des Staates und Gemeinden, Eisenbahnangestellte, Volks- und ittelschullehrer, ohne Rücksicht auf ihre Alteinge- s-nheit, entlassen und zu Tausenden gezwungen, ihren Familien außer Landes zu gehen. Auch Äiesern Gebiet diente die Agrarreform als Vor- [. Das Attentat von Sarajewo, das die Entfesselung des Weltkrieges herbeiführen sollte, ist non einer serbischen Offiziersclique norb ereitet und geleitet worden. Hinter kn jugendlichen Mördern des Erzherzogs Franz ftidinand stand eine einflußreiche Gruppe serbischer Mziere, die sich unter der Führung eines höheren t«neralftabsoffiziers zu dem Geheimbund „Schwarze fand" zusammengeschlofsen hatten. Der serbischen ftgierung sind die Attentatspläne bekannt gewesen; V l>at nicht die notwendigen Schritte unernommen, NN die Mordtat zu verhindern. spielte den eisernen Heinrich mit schönem guttaen Ernst. Unter dem lustigen Hofstaat tat fich Der fidele Kellermeister, der nichts glauben will, besonders hervor. Ernst Heck machte ihn mit viel Laune in unverfälschtem Dialekt. Valeska Lange spielte frisch und munter den Pagen, der alles weiß, Martha Neuhausen die Kammerfrau, die gar nichts weiß und Nina M a n z o n i die fesche kleine Wäscherin. — Als besondere Ueberraschung hatte fich der gute Märchenonkel Volck noch ein sehr hübsches österliches Nachspiel ausgedacht, das zum Schluß die ganzen Märchenfiguren zu einem kleinen Besuch in die von Karl Löffler mit besonderer Liebe verschwenderisch ausgestaltete Werkstatt des Osterhasen führt. Rosemarie P e e tz als Osterhasenmama und Rosemarie Wahl als das Hasenjüngste Bildhauerei und Goldschmiedekunst in England. Als „Brautmaler" Heinrichs VIII. malte er ein Bild von Anna von Cleve, das dem König so gefiel, daß er die Gemalte heiratete. Er durfte es sogar wagen, einen unverschämten Lord die Treppe hinunterzuwer- fen, und als dieser den Tod Holbeins verlangte, wies der König ihn ab: „Ich kann wohl sieben Lords aus sieben Bauern machen, nicht aber einen Holbein aus sieben Lords!" In der Westminster-Abtei ruhen zwischen manchen anderen großen Deutschen die Gebeine Georg Friedrich Händels, des großen deutschen Musikers. Von dem Tage an, da er nach England kam (1710), stammt die englische Musikgeschichte. Es gab keine schöpferischen Kräfte in England, die ein eigenvöl- kisches Musikleben hätten gründen und tragen können. Es bedurfte hierzu deutscher Lehrmeister und Vorbilder. Als Opernleiter, Tondichter, Gründer der ersten Musikakademie und Lehrer wurde Händel der große Begründer der englischen Musikkultur. Haydn, Mozart, Weber, I. Ehr. Bach, Hasse, Dussek, Bruch und Hummel, die nach ihm für längere ober kürzere Zeit in England wirkten, haben dies Werk fortgesetzt, Englands Musikleben ruht auf Leistung und Beispiel deutschen Musikschaffens. Auch das britische Kolonialreich verdankt Deutschen viel. Deutsche Forscher erschlossen mit ihren kühnen Reisen unbekannte Gebiete der Besiedlung und dem Verkehr. Der mutige Ludwig Leichhardt fand den ersten Reiseweg durch das Innere Austtaliens, der deutsche Forscher Wilhelm Dammköhler erschloß das unerforschte Britisch-Neuguinea, und Carl Peters diente mit seinen Reisen ins Zambesi- gebiet ebenfalls der Erschließung unbekannter Gebiete. Deutsche Aerzte waren in England zu allen Zeiten geschätzt, einige waren königliche Leibärzte. Was die Leistung der deutschen Tropenmedizin für das koloniale England bedeutet, haben ehrliche Engländer ost genug selbst zugegeben. Unvergessen soltte auch bleiben, daß Robert Koch 1896 im Auftrag der englischen Regierung die Rinderpest in Südafrika und später als Leiter einer deutschen Abordnung die Pest in Indien bekämpfte. Deutsche „Barbaren"? Nein, deutsche Vorbilder, Führer und Lehrer! Kann England ihren Einfluß leugnen?, -s Und wie Haden sie es gedankt! _ wand zum Raub deutschen Besitzes. Aufschriften in deutscher Sprache wurden verboten. Fast sämtliche deutschen Vereine, vor allem auch so weit sie Träger des deutschen Kulturlebens waren, wurden aufgelöst, ihr Vermögen serbischen Vereinen überwiesen. Die wenigen deutschen Kulturveranstaltungen, die nicht durch behördliche Anordnung verhindert werden konnten, wurden durch terroristische Machenschaften serbischer Nationalisten gestört. Auch sonst liehen die Behörden den illegalen Terrorakten freien Lauf. Deutsche Bauern wurden von bewaffneten serbischen Kriegsteilnehmern auf ihren Aeckern angeschossen und von ihrem Besitztum verjagt, UeberfäUe auf deutsche Veranstaltungen organisiert, deutsche Volksgruppenführer halb tot geschlagen, Schriftleitungen volksdeutscher Zeitungen mit Bomben bedroht und zahllose andere Willkürakte verübt. Jugoslawien war im Jahre 1919 zur Unterzeichnung eines Minderheitenschutzvertrages veranlaßt worden. Aber auch die Möglichkeit, durch eine Klage in Genf wenigstens die Oefsentlichkeit auf die traurige Lage der Minderheiten aufmerksam zu machen, ist der deutschen Volksgruppe praktisch genommen worden. Schon die bloße Berufung auf den Minderheitenschutzvertrag galt als „Provokation". Um die Volksgruppe an der Ausübung des ihr vertragsmäßig zustehenden Petitionsrechtes nach Genf zu verhindern, wurde mit Gefängnis bis zu drei Jahren bedroht, wer im Ausland Schutz oder Hilfe suchen würde. Nach der nationalsozialistischen Erhebung im Deutschen Reich wurde der Druck auf die deutsche Volksgruppe in Jugoslawien womöglich noch verstärkt. Ende November 1933 mußte das deutsche Konsulat in Agram über eine neue Verfolgungs- welle gegen das Deutschtum in Südsteiermark berichten. Die wichtigsten Ortsgruppen des nach jahrelanger Verbotszeit wieder zugelassenen deutschen Kulturbundes wurden erneut geschlossen. Die Unduldsamkeit der Serben nahm auf allen Gebieten immer schärfere Formen an. II. Trotz der äußerst unbefriedigenden Lage der serbischen Innen- und Außenpolitik hat der Führer bald nach der Machtergreifung den Versuch unternommen,- die Beziehungen zu diesem Staate a u f ei ne neue Grundlage zu stellen. Der zweckmäßigste Ansatzpunkt hierfür schien auf wirt- schaftlichem Gebiet zu liegen. Durch Abschluß eines großzügigen Handelsvertrages am 1. Mai 1934, in dem Vorzugspreise für die jugoslawischen Agrarprodukte vorgesehen waren, hat Deutschland die entscheidende Hilfe zur Behebung der seit Jahren in Jugoslawien bestehenden Agrarkrise geleistet und die Möglichkeit zu einer Entschuldung des vor dem Ruin stehenden jugoslawischen Bauerntums geschaffen. Hiermit beginnt eine Entwicklung, die dazu führt, daß Deutschland als Abnehmer von mehr at=/ der Hälfte aller Produkte zum wichtigsten Absatzgebiet Jugoslawiens wird. Jugoslawien erhält in Deutschland einen großen krisenfesten Markt für seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu guten Preisen. Darüber hinaus findet es in Deutschland die Bereitwilligkeit, an der Erschließung seiner Bodenschätze in einer Weise mitzuarbeiten, die im Gegensatz zur bisherigen Hebung bei Investierungen ausländischen Kapitals die berechtigten Interessen des jugoslawischen Staates in vollem Umfang berücksichtigt. Unablässig hat Deutschland daran gearbeitet, die so in Wirtschaftsfragen begonnene Zusammenarbeit durch'die Vertiefung der rein menschlichen Beziehungen von Volk zu Volk auch k u 11 u re I l zu unterbauen, um so eine Brücke zu schlagen über alte Feindschaften und Gegensätze hinweg und um die Grundlage zu schaffen für eine wahrhafte und dauerhafte Freundschaft. Auf dem Gebiet der Kunst, der Wissenschaft, der Presse und des Sports wird ein reger Austausch hergestellt. Der feste Wille,- eine bessere Zukunft aufzubauen, ist die treibende Kraft aller dieser Bemühungen; alles Trennende wird zurückgestellt und über den Gräbern der Gefallenen des Weltkrieges reichen deutsche Frontkämpfer^den einstigen Gegnern die Hand. So war die Grundlage geschaffen, auf der ein Ausbau der politischen Beziehungen einsetzen konnte. Die wiederholten Besuche des Reichsmarschalls Göring ih Belgrad in den Jahren 1934 und 1935 bildeten den Ausgangspunkt einer zielbewußten Verständigungspolitik. Im Juni 1937 entsandte der Führer Herrn v. Neurath nach Belgrad. Der Telegrammwechsel, der aus Anlaß dieses ersten Besuches eines deutschen Außenministers in der Hauptstadt Jugoslawiens zwischen dem Führer und dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinovitsch ftattfanb, und in dem beiderseits der Wunsch nach einer weiteren Förderung Der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten zum Ausdruck kam, zeigte, daß auch in einzelnen Kreisen auf jugoslawischer Seite Verständnis für Die Dem Frieden Europas DienenDen Pläne Des Deutschen Staatsoberhauptes vorhanden war. Im Januar 1938 folgte Stojadinowitsch einer Einladung Des Führers nach Berlin. In Den eingehenDen Besprechungen, Die bei dieser Gelegenheit stattfanden, legte der Führer seine Gedanken über eine Konsolidierung und Befriedung des Balkans Dar, wobei er von der Voraussetzung Der Mitarbeit eines freunDschaftlichen und politisch starken jugoslawischen Staates ausging. Stojadinowitsch seinerseits nahm diese Ausführungen mit Zustimmung und Befriedigung auf. Niemals und unter keinen Umständen, erklärte er, werde Jugoslawien in einen antideutschen Pakt oder irgendeine antideutsche Kombination eintreten. So war eine weitere Etappe auf Dem Wege Der deutschen Verständigungspolitik erreicht unD ohne formelle Verträge eine Atmosphäre geschaffen. Die eine weitere Zusammenarbeit beider Staaten im Interesse des europäischen Friedens erhoffen ließ. Diese freundschaftlichen Beziehungen erfuhren auch keine Veränderung, als zwei Monate später Deutschland und Jugoslawien durch die Vereinigung Oesterreichs mit Dem Reich unmittelbare Nachbarn rourDen. Stojadinowitsch wies sofort alle zuständigen Behörden an, eine regelmäßige Zusammenarbeit mit den deutschen Grenzbehörden im Geiste der deutsch > jugoslawischen Freundschaft aufzunehmen und amtlicherseits wurde wiederholt versichert, daß in Zukunft nur noch eine Politik Der Freundschaft mit Dem neuen mächtigen Nachbarn in Frage komme. AnDererseits wurde von maßgebender Deutscher Seite Der jugoslawischen Regierung erklärt, daß die deutsche Politik nicht über Oesterreich hinausziele und Die jugoslawische Grenze unberührt bliebe. Der Führer betonte überdies in seiner Rede in Graz am 3. April 1938, Jugoslawien und Um garn hätten zu der Wiedervereinigung Oesterreichs Dieselbe Haltung eingenommen wie Italien; wir seien glücklich, hier Grenzen zu besitzen, die uns der Sorge enthöben, sie militärisch beschützen zu müssen. Nach dieser beruhigenden Erklärung über Die Sicherheit Der deutsch-jugoslawischen Grenze blieb für Jugoslawien als Hauptsorgc noch die offene Frage Der Grenzen gegenüber Den Staaten, auf Deren Kosten es sich 1919 vergrößert hatte — in erster Linie gegenüber Ungarn. Schon bei dem Besuch Des Ministerpräsidenten Stojadinowitsch in Berlin im Januar 1938 war diese Frage ange- schnitten worden, und der Führer hatte sich bereit erklärt, bei der Herbeiführung eines Ausgleichs der ungarisch-serbischen Gegensätze bi e Vermittlung zu übernehmen. Tatsächlich trat auch gnter deutscher Mitwirkung allmählich eine Entspannung zwischen Jugoslawien und Ungarn ein, die dann schließlich im Dezember 1940 zum Abschluß eines Freundschaftspaktes führte. Auch die Beziehungen Jugoslawiens zu Italien und Bulgarien erfuhren in der Zeit der deutsch-jugoslawischen Ver- ftänbigungsbeftrebungen eine wesentliche Besserung, so daß Die Belgrader Regierung durchaus positive und beachtliche Erfolge ihrer Politik buchen konnte. Gleichzeitig war hiermit ein bedeutender Fortschritt in der von Deutschland und Italien erstrebten Befriedung des Südostraumes erzielt. Diese glücklichen Ergebnisse waren der Erfolg der vom Führer eingeleiteten Verständigungspolitik, die Die Friedensdiktate von 1919 unterwarfen das tvatifche und das slowenische Volkstum der Herr- ftaft Der Serben; mit starken deutschen, ungari- 1 bten und bulgarischen Volksgruppenteilen ausge- fitlet, rechnete sich das neue Königreich der Serben, ftoaten und Slowenen zu den „Siegermächten". Aus dem Staat, Der Europa in Brand gesetzt vtte, war ein unentwegter Anhänger des Status co und ein treuer Trabant d e r eng- ischen und französischen Politik ge- rorDen. Willig orDnet sich Jugoslawien in die jieine Entente ein, um sein Teil zur Niederhaltung br 1919 beraubten und gedemütigten Staaten bei= -ttragen. In den Jahren Der deutschen Ohnmacht kmn Die antideutsche Politik Frankreichs und Eng- lids bei allen internationalen Konferenzen auf Die |ftjere Stimme des serbischen Vertreters rechnen. ? sonders in Der Genfer Institution hat sich Beileid stets in Der Rolle des hochgerüsteten Kriegs- ewinnlerstaates gefallen. Noch während Der Genfer r»rüstungskonferenz haben die jugoslawischen Itibenminister Marinkowitsch und I e f - ttsch —letzterer heute wieder Mitglied der Staats- Ismichregierung Simowitsch — mit besonderem Cjer die französischen Forderungen ver- tz ten:JBereroigung der Wehrlosigkeit Der abgerüste- jeDer allgemeinen , ........jung einer Völter- '.t.udsarmee zur Durcbführung eines rigorosen Lunktionssystems. Auch Der Machtanstieg Des natio- stlsozialistifchen Deutschen Reiches veranlaßte Bel- maschine, mit Der 1814 Die „Times" — Die uns heute „Barbaren" nennt — gedruckt würbe. UnD Der große deutsche (ErfinDer Werner von Siemens gab einem gewissen Mr. Reuter, der in Paris eine Taubenpost unterhielt, den Rat, eine drahtlose Nachrichtenstelle zu gründen. 1662 ist das Geburtsjahr der „Exakten englischen Naturwissenschaft". Damals entstand die „Royal Society", eine bahnbrechende naturwissenschaftliche Gesellschaft. Wer waren Die Gründer unD Anreger? Der Physiker TheoDor H a a f aus Der Pfalz, Der Bremer Gelehrte Heinrich DlDenburg und der (Eibinger S. Hartlieb! Deutsche Forscher wie Leibniz, Papin und H e v e l i u s unterstützten Die Gesellschaft durch Vorträge unD Schriften. An Den alten Universitäten Oxford unD Cambridge lehrten Die Deutschen: Franz Junius, Anton Hör- neck, I. E. Grabe, Jakob Altin g. Den ersten Lehrstuhl für PflanzenkunDe gründete Der deutsche Forscher Jakob Dillen. Der Danziger Gabriel Fahrenheit schuf in England das dort noch heute verwendete Thermometer. 1641 kam der große deutsche Erzieher Johann Amos C o m e n i u s nach London, um auf den Wunsch Der englischen Regierung das Schulwesen neu zu gestalten. 200 Jahre später führte Der Schlesier Johannes Rouge Den Fröbelschen Kindergarten in England ein. FrieDrich Wilhelm Herschel, Der 1759 nach EnglanD kam, machte Dort in Den achtziger Jahren seine bahnbrechenDen sternkundlichen EntDeckungen mit einem selbstgebauten Fernrohr; er war auch Der erste Vorsitzer Der „Astronomischen Gesellschaft". Die Gesteinskunde hat Der Göttinger Naturforscher G. Chr. Lichtenberg, 1814 Professor in Dublin, in England heimisch gemacht. Und Professor Max Müller, von den Indern fast wie ein Heiliger verehrt, erschloß im Auftrag der Universität Oxford der Kulturwelt die religiöse Dichtung des Hinduismus. „Britanniens Präzeptor Der Kunst" steht unter einem Bildnis, Das Den Maler Hans Holbein zeigt. Er war Der große Anreger und Erwecker des Kunstsinnes im englischen Leben. Nach Albrecht Dürer wohl der größte deutsche Maler des 16. Jahrhunderts, kam Holbein 1526 nach England, wo er 1554 an der Pest starb. Seine zahlreichen Bilder und Zeichnungen beeinftußten die gejamte Malereh fen 325 W”; es >° < Lines der köstlichsten Kinder- und Hausmärchen Brüder Grimm auf die Bühne stellen, ist ein iDerfangen, Das auf der gleichen Ebene liegt wie < immer wieder erörterte Verfilmung von Werken erer großen Literatur. Verträgt ein Märchen, die Mutter in ttaulicher Schummerstunde ihren in en erzählt, das grelle Rampenlicht Der Buhne? widerspricht es nicht überhaupt dem Wesen Des rchens, Dem Zauberreich Des Unwirklichen ent» fsn, Gestalt und Leben anzunehmen? Solche isen Reflexionen eines ängstlichen Referenten- irütes verfliegen freilich schnell in Dem lauten nimm der großen Kinderschar, die heute als Zu- uer mit Eltern, Tanten und Großmüttern Par- und Ränge unseres Theaters fast bis aus den .en Platz füllt. Dann sitzen sie. Da mit heißen ff en und brennenden Augen, aufnahmebereit bis __ Bersten, ja mit Dem vehementen Tempera- iier stöbere ich dich also auf, Lolott! ^um Himmelkreuzdonnerwetter, was machst du für Geschichten? Was tust du bier?" „Genau das gleiche möchte ich dich fragen! Was tust du hier?" ,,3d) will dich holen!" „Wohin?" „Dumme Frage! Nach Hause natürlich!" Sie sah ihn lange an, blickte dann zu Boden und sagte leise: „Darüber wollen wir später reden!" „Mach mir keinen Aerger, Lolott! Ich bin herge- kommen, um dich wieder zurückzuschaffenl Daran. Monti agöMi drn Diens erette er fr enbs: * Donnc rl oor Äin, Sonnt 1.C Jttini. eil* Rente ? 8 ter 3 rette *ini Vtk *tn üSu Hs? jung, innt i Id). Mott .den. AMWllSiMMcht Roman von Otto Retiselil. > ein ttt^te. üihi I ?S®. QÖ( sj N. ! bei ''Ni Im ü' ei: der! Oer Wehrmachiberichi vom Sonntag. Berlin, 6. Aprit (DRB. Funkspruch.) Da, Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Angesichts des Vordringens britische Landungstruppen aus dem griechi i scheu Raum nach Borden und der bekannt^ wocdenen Vereinigung mit der mobilisierten jugoslawischen Wehrmacht fitib Verbände des deukfcheu Heeres heute früh zu« Gegenangriff angetreten. Die griechisch! und serbische Grenze wurde an mehreren Stelle« überschritten. Die deutsche Luftwaffe griff in den Morgen stunden serbische Flugplätze und mit ffer. ken Verbänden die Festung Belgrad an uch vernichtete Kasernen sowie militärische und kriegt: wichtige Anlagen. Italienische Kampfverbände gtif. fen gleichzeitig kriegswichtige Ziele in Südjugo- slawien erfolgreich an. In Rordafrika stießen die deutsch-italieaft scheu motorisierten Verbände und Panzertruppetz gibtis nichts mehr zu ändern! Ich werde nicht eher..." Zufällig blickte er zurück und gewahrte Hanne, der im.Hoftor stand und zu ihnen hinübersah. (Bert verstummte, machte eine Kopfbewegung, mit der er zurück über seine Schulter wies und fragte halblaut: .,Ist er das?" „Wer?" „Na, der Mensch, bei dem du hier wohnst." „Ja, das ist der Mensch!" Dann taut zu Hanne: .Kommen Sie nchig näher, Hanne! Dies ist mein .Bruder Gert! Wie vom Himmel gefallen! Kommt her, um mich nach Hause zu holen. Was sagen Sie dazu?" Hanne kam näher, sagte aber nichts dazu. Die Männer gaben sich die Hand, und abermals mußte Gert gegen seinen Willen feststellen, daß Hanne offenbar ein netter Kerl war. „Wie ist es nun mit I den zwanzig Litern ?" fragte Hanne. „Sollen die rein in den Tank oder nicht?" „Sie sollen rein. Und der Wagen kann draußen stehenbleiben. Ich fahre ihn nachher beiseite, wenn er stört." würde dir raten, ihn auf den Hof zu fahren", meinte Charlotte. „So rasch kommst du doch nicht wieder weg. Es ist gerade Kaffeezeit. Schicken Sie Max zum Bäcker, Hanne! Ich koche uns inzwischen den Kaffee. Iockele ist unten am Wasser. Der Peter paßt auf ihn auf. So, Gert, wenn du nun nähertreten willst? Beim Kaffeekochen haben wir eine ungestörte Viertelstunde, um uns das Notwendigste zu erzählen. Ich möchte vor allem wissen, wie du hierher kommst, und wer dir erzähtt hat, daß du mich hier treffen kannst." „Ein Oschnitzer hat dich hier entdeckt." „Das hab' ich immer gefürchtet? Die ganze Welt ist wie ein Dorf, wo einer den anderen kennt. Wer war's denn, der mich hier gesehen hat?" Hanne kehrte zu seiner Tankstelle zurück, während die Geschwister das Haus betraten. Die Küche sah hell und freundlich aus. Dor dem Fenster rankte wilder Wein, dessen Blätter sich im leichten Wind bewegten. Gert setzte sich auf einen Schemel, behielt die Autokappe zwischen den Händen und hatte auch seinen Staubmantel »richt abgelegt, als wolle er sofort wieder aufbrechen. Es fiel ihm auf, daß Charlotte sich in diesen Wochen verändert hatte; nicht gerade äußerlich, aber in dem Gegner nach, der sich an einzelnen Stellen vec» gebens zu sehen versuchte. Es wurden weitere Ge- I als ein gegen die deutsche Politik gerichtetes Ereignis. Die Haltung, die die jugoslawische Regierung und das serbische Volk seit dem 27. Wärz Deutschland und allen Deutschen gegenüber eingenommen haben, zeigt, daß die ausländischen Kommentatoren mit ihrer Interpretation der Dinge recht hatten und daß ihre Wünsche und Mahnungen auf fruchtbaren Boden gefallen waren. Die erste Maßnahme der jugoslawischen Regierung war die Verkündung der Generalmobilmachung, ein deutliches Zeichen für den Angriffsgeist bet nunmehr herrschenden serbischen Militärclique. Die Vertreter und Erben der gleichen unheilvollen Gei- stesrichlung, die 1914 den Anfloß zum Aus- bruch des Weltkrieges gegeben hatten, haben in Belgrad wieder das heft in der Hand, das neue Jugoslawien hat von dem alten Serbien die Rolle des Unruhestifters übernommen. Ebenso wie die politische Umwandlung in Jugoslawien eindeutig gegen den Dreimächtepakt gerichtet war, konnte auch die Generalmobilmachung nur als Kampfansage an die Achsenmächte aufgefaßt werden. Der jugoslawische Ministerpräsident General S i m o - witsch Hal dies dem italienischen Gesandten in Belgrad klar zu verstehen gegeben. Wie weit sich General Simowitsch schon im gegnerischen Lager fühlte, geht auch aus einem hier bekannt gewordenen Telephongespräch zwischen ihm und dem jugoslawischen Gesandten in Washington hervor, das Kriegsmateriallleferun-- gen der Bereinigten Staaten an Jugoslawien auf Grund des Lnglandhilfege- sehes zum Gegenstand hatte. Daß die Politik der Staatsstreichregierung in gewissen Teilen der Bevölkerung vollen Widerhall fand, davon legt die Reihe der U eb erfülle und Ausschreitungen ein beredtes Zeugnis ab, die dem Staatsstreich gefolgt sind und die sich bis heute in ihren Ausmaßen dauernd gesteigert haben. Auf der Rückfahrt vom Festgottesdienst anläßlich der Thronbesteigung des Königs war der deutsche Gesandte feindlichen Kundgebungen und Beschimpfungen ausgesetzt. Im Zusammenhang mit anderen Ausschreitungen des Sttah-enpublikums wurde der Gehilfe des deutschen Militärattaches verletzt. Das Deutsche Bekehrsbüro in Belgrad wurde von der Menge gestürmt, die Inneneinrichtung verwüstet, ein Bild des Führers und zwei deutsche Fahnen zerrissen. Auch auf dein Lande kam ■es in verschiedenen Dörfern zu Zwischenfällen^ bei d^yen Volksdeutsche schwer zu Schaden kamen. Der deutsch^ Gesandte war genötiat, im Zusammenhang mit den.erwähnten Fällen Beschwerde beim jugoslawischen' Außenministerium einzulegen. Die jugoslawischen Behörden mußten alle diese Manifestationen, MißhanLMngen und Ausschreitungen zugeben und konnten sich nur auf lahme Erklärungen des Bedauerns zurückMhen. Eine Aenderung der Lage trat dadurch nicht ein... Nicht nur die reichsdemNen Bewohner Belgrads hatten weiter unter den deutschfeindlichen Umtrieben zu leiden, auch geg e n" i e_D o I f 5 b e u t ■ schen Bauern des Banats uniX^lDmeniend richtete sich die Wut der jugoslawische.?- Bevölkerung. Schon am 29. März trafen in Temesv^r die ersten volksdeutschen Flüchtlinge aus dem Banutt ein, die von unsagbaren Grausamkeiten zu berichten wußten, Mord uni) Mißhandlungen wurden danach^ ^sogar unter den Augen der ^serbischen Soldaten ve:'.'M und deutsches Eigentum Plünderungen und Branv5 ftiftungen ausgesetzt. In der Baransa wurde von Den Serben das deutsche Bauerndorf Ceminac angezündet. Auf deutsche Bauern, die beim Löschen halfen Und ihre Habe retten wollten, wurde hinterhältig geschossen. Das Haus des Gauführers des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes im Drau-Banat wurde von der Menge angegriffen. An zahlreichen Orten wurden die Deutschen mit Totschlag bedroht. Schon ist der Ruf nach einer zweiten Bromberger Bluttat laut geworden. Die Volksdeutschen des Banats und Sloweniens versuchen, dieser Hölle durch die Flucht zu entgehen. Ein nicht endenwollender Sttom von deutschen Flüchtlingen hat eingesetzt. Angesichts der Ausschreitungen, denen die Behörden nicht ein Ende bereiten wollen oder können, sah sich die deutsche Regierung genötigt, ihre Reichsangehörigen aufzufordern, das Gebiet Jugoslawiens zu oerlasien, um sich nicht weiteren Gefahren auszu- chef über das Salonittunternehmen. Die der französische Militärattache nach Paris berichtet, ist diese Unterhaltung dazu angetan, günstige Aussichten für die wetter eingehende Erörterung. dieser Frage zu eröffnen. Drei Monate später kann der Militärattache melden, daß jugoslawischerseits inzwischen bereits Maßnahmen getroffen seien, um die Leistungsfähigkeit der, Eisenbahn nach Saloniki zu steigern. Nunmehr Hütt es das Oberkommando der Alliierten auch für angezeigt, die Aufrüstung Jugoslawiens durch Waffenlieferungen zu unterstützen. Auf Wunsch der jugoslawischen Negierung und des Generalstabes werden die Verbindungen diirch Entsendung einer besonderen militärischen Mission nach Frankreich und die Kommandierung eines Offiziers aus dem Stabe General Gamelins nach Belgrad noch enger gestaltet. Gleichzeitig stellt sich die jugoslawische Regierung, die nach außen geflissentlich den Schein der Neutralität zu wahren sucht, insgeheim mit ihrem Ge- neralstab den Alliierten zur Verfügung, um deren militärischen Interessen nach Möglichkeit Vorschub zu leisten. Alle Transporte von Kriegsmaterial, die die Alliierten für Polen bestimmt haben, werden durchgelassen. Transporte, die von Deutschland ausgehen, für Deutschland bestimmt sind ober irgendwie deutschen Interessen dienen könnten, werden angehalten, verzögert, ja sogar nach Häfen umgeleitet, wo sie von den Alliierten nutzbar gemacht werden können. Des weiteren setzt, wie die Telegramme des französischen Militärattaches erkennen lassen, ein reger Nachrichtenaustausch zwischen den alliierten und den mllitärischen Stellen Jugoslawiens ein, und auch die Nachrichten über die Lage in Deutschland, die von den politischen Stellen meitergegben werden, zeigen mit aller Deutlichkeit, wie weit sich die jugoslawische Regierung innerlich bereits von der Neutralität entfernt hat. Als im Frühjahr 1940 die Balkanpläne der Alliierten in den Vordergrund treten, werden die Bemühungen verstärkt, um, während zunächst immer noch unter Wahrung der äußeren Neutralität Jugoslawiens, seine militärische Mitwirkung sicherzustellen. Am 16. Aprll hat der französische Gesandte in Belgrad im Einvernehmen mit dem Prinzregenten eine Unterredung mit dem Kriegsminister Neditsch, in der darüber verhandelt wird, in welcher Weise die General stabsbesprechungen erneut aufgenommen werden können. Mit Rücksicht auf die besondere Bedeutung der Luftwaffe wird jetzt in erster Linie eine Prüfung der Flugplätze vorgesehen und dabei, um das Geheimnis zu wahren, vereinbart, daß die beteiligten Offiziere nur in Zivil auftreten dürfen. Gleichzeitig sagt der jugoslawische Kriegsminister xu, daß ein Offizier, der das besondere Vertrauen Der militärischen Führung genießt, als Verbindungsoffizier zu dem Chef des interalliierten Expeditionskorps, General Weygand, entsandt werden soll. Hiermit war die Entscheidung Jugoslawiens gefallen, und der Uebergang des Königsreiches in das Lager der Alliierten vollzogen. Nur die Aufgabe des Saloniki-Unternehmens und der überraschend schnelle Zusammenbruch Frankreichs unmittelbar daraus haben diese Entscheidung nicht zur Auswirkung kommen lassen. Doch versicherten noch am 11. Juni politische und militärische Stellen dem französischen Gesandten, daß, wenn das Blatt für Frankreich sich wieder wenden würde, Jugoslawien gewillt sei, an seine Seite zu treten. IV. Dieser Tatbestand war der deutschen Regierung bekannt, als sie im Herbst 1940 dazu schritt, die Staaten des Südosten Europas zum Beitritt in den Dreimächtepakt einzuladen. Sie begnügten sich nicht mit dem ^Beitritt der der Neuordnung von vornherein freundlich zugewandten Mächte Ungarn, Rumänien, Sloawkei und Bulgarien, sie bot auch dem bisher abseits stehenden Jugoslawien den Beitritt an, denn nur eine Zusammenfassung aller südosteuropäischen Staaten in dem System des Paktes konnte die Gewähr für die Verwirklichung seiner hohen Oegenroarts- und Zukunftsziele bieten. Unter dem Einfluß der von Großbritannien angewandten Druckmittel, die in drohend gehaltenen diplomatischen Noten und Demarchen wie in einer oor keiner Lüge zurückschreckenden Bearbeitung der öffentlichen Meinung bestanden, hatte die damalige jugoslawische Regierung lange gezögert, den entscheidenden Schritt zu tun. Der Entschluß der jugoslawischen Regierung, ttotz des englischen Druckes am 25. März in Wien das Beitrtttsproto- koll zu unterzeichnen, ist wesentlich dadurch erleichtert worden, datz Deutschland bereit war, den aus der geographischen Lage Jugoslawiens sich ergebenden Sonderwünschen weitgehend Rechnung zu ..... yuiKiyci. v. • ihnen die Treppe herauf entgegen. Gert m7t£' sondern betrachtete dieses unscheinbare ^Lebewesen, von dem eigentlich alle Verwirrung auA 9tag. drolliges Kerlchen, zugegeben! Aber' mußt e er “{*** gerechnet Lolott in die Arme fallen? Gert! begrüß« ihn mit süßsaurer Miene. Unten roarta ten l^r.; „Freunde". Charlotte machte ihn nun al A, Peter bekannt. Gemessene Begrüßung. Geu 'teilt' Kanne und Topf ab, um die Hände frei zu bei ^mincn Er musterte Peter und wußte im gleichen X Augeiv blick: Der ist für Lolott der Gefährlichere dJ on .£er beiden! Um seinetwillen und um des Jungen» miner hat sie diese Verrücktheit bisher mitgemacht. x < Die Unterhaltung kam schwer in Gang.U 31™10, Charlotte anfänglich nicht vermtttelnd ein! 9retIer konnte, weil sie nut Iockele beschäftigt war, d« r auf einmal essen wollte. Slls er beruhigt mai sie eine Zeitlang der Unterredung und brach lich in Gelächter aus. Die drei Männer ft- - x verwundert an. (Fortsetzung » ol0L’ den du nachher Fennen!Tenten wirst, hat sich hier selbständig gemacht. Er M sogar schon zwei nette Aufträge, und ein dritter,, ein Klubhaus drüben ir Kladow, ist ihm so gut wie sicher." Er hörte widerstrebend , Zu, fest überzeugt, dah sie hier einfach nicht glücklich sein könne, und daß sie zur Vernunft kommen rS-erde, meng er erst mal richtig zu reden ansing. Nach einer Weile kam der Max, grüßt« höflich und legte, was er vom ^Backer geholt hatte, auf den Disch. , „Der Meister", jagte er, ,4m " der Herr Theiv sind schon unten am Wasser." _ , „Es ist gut, Max! Hier nehm,/" Sie die Tisch, decke mit und machen Sie schon r(mmer unten alles fertig. Wir kommen gleich!" 3 Sie brühte den Kaffee auf, legtet Kuchen au einen großen Teller, und da das hTablett zu kl'' war, ahes aufzunehmen, mußte G^ert die Kaffee- kanne und den Milchtopf tragen. ■ )k „So, mein Junge, und nun komiw, - vergiß ni_ajt daß du meine Freunde kennenlernst. siud prach- tüje Kerle, und wenn es dir etwa einfallen sollte, deine Voreingenommenheit gegen sie -allzu deutlich... Nein, du bist ein wohlerzogener Ju^. - » und üben dies werden die beiden dir sofort gefall^?11' ^os' Sie zogen ab, Lolott mit dem £abletkft voran, tt mit Kanne und Milchtopf hinterher. sockele kroch ihnen die Treppe herauf entgegen. Gert sondern betrachtete dieses unscheinbare von dem eigentlich alle r fangens eingebracht und zahlreiches kriegsmaterlÄ I B lieh tragen, indem es die beseitige Respektierung der Souveränität und territoriale Integrität des Staates zusicherte und von Anfang an ausdrücklich a u f den Durchmarsch und Durchtransport von Truppen sowie auf irgendeine militärische Hilfeleistung während dieses Krieges verzichtete. Besonders mag aber auch auf jugoslawischer Seite die Hoffnung mitgesprochen haben, aus dem zu erwartenden Zusammenbruch des griechisches Staates gebietsmäßig Nutzen ziehen zu können. Auf besonderen Wunsch der jugoslawisä-en Regierung wurde ihr die Zusicherung gegeben, daß im Rahmen der Neuordnung Europas Jugoslawien einen 21 u s g a n g z um Äegäischen Meer erhalten würde, der die jugoslawische Souveränität in Stadt und Hafen Saloniki mit umfassen sollte. Die Hoffnung, mit dem Vertragsabschluß zu einer Klärung der jugoslawischen Haltung und damit zu einer endgültigen Befriedung des Balkans zu gelangen, sollte sich nicht erfüllen. Die Politik der jugoslawischen Regierung, die sich zu der Reise nach Wien entschlossen hatte, war vielleicht unter dem Einfluß der stärker und stärker vordringenden put- schistischen Militärkreise bis zuletzt schwankend und zwiespältig. Wenige Tage zuvor hatte sie britischen Einflüsterungsoersuchen nachgegeben und den früheren Ministerpräsidenten Stojadinowitsch, den Exponenten der deutsch-jugoslawischen Verständigungspolitik, nach Griechenland ausgewiesen und englischen Händen ausgeliefert. Jetzt kam die verderbenbringende britische Propaganda zu ihrer vollen Auswirkung. Kurz vor der Unterzeichnung des Protokolls in Wien hatte die britische Regierung in Belgrad eine Note übergeben lassen, in der gesagt war, sie hätte mit Mißfallen von dem Beschluß der Unterzeichnung des Abkommens durch Jugoslawien Kenntnis genommen. Unmittelbar nach der Unterzeichnung hatte der britische Staatssekretär für Indien, Amery, in einer Rede, die in serbischer Sprache durch den Rundfunk verbreitet wurde, einen beredten Appell zum Widerstand an Jugoslawien gerichtet. Die Unterzeichnung des Dreimächtepaktes fei als Verrat anzusehen, doch sei es noch nicht zu spät für Jugoslawien, auf den Achten Weg zurückzufinden. Auch die offiziöse Reuteragentur begleitete die Unterzeichmmg des Paktes mit einer eindringlichen Warnung vor den bedenklichen Folgen der Zuge- höriakeit zu dem deutschen Paktsystem. Aehnliche britische Pressestimmen wurden durch den britischen Rundfunk in serbischer Sprache verbreitet. Mit dieser Vechetzung ging die Tätigkeit des britischen Geheimdienstes in Belgrad Hand in Hand, So kam es dazu, daß alsbald nach der Rückkehr der Unterhändler aus Wien ein unreifer Knabe in verfassungswidriger Weise von einer Gruppe kriegshetzerischer Militärs als Scheinkönig and Ve Macht gebracht wurde. Gleichzeitig wurden die Regenten gezwungen, ihre Aemter niederzulegen, der Prinzregent mußte fluchtartig das Land verlassen und der Ministerpräsident wie der Außenminister wurden verhaftet. In einer Proklamation erklärte der König, die Mitglieder des Regentschafts, rotes feien sich über ihren Irrtum klar und hätten deshalb abgedankt. Mit diesen Worten war der Politik der Zusammenarbeit und der Befriedung zwischen den Achsenmächten und Jugoslawien bereits das Urteil gesprochen. Bedurfte es für die Gesinnung des neuen Beherrschers Jugoslawiens noch eines Beweises, so wurde er durch eine Veröffentlichung von Reuter erbracht. Diese britische Agentur zitierte einen kurz vor den Ereignissen in London eingegangenen Brief des Königs an einen feiner vertrautesten Freunde, in dem es hieß: „Ich warte nur noch auf den Tag, an dem Jugoslawien sich gegen d i e Nazis entscheiden wird, damit ich endlich meine Armee übernehmen kann." Regierung und Presie Großbritanniens zögerten nicht, den in Belgrad vollzogenen Staatsstreich auf bas freudigste zu kommentieren. Als erster war es Churchill selbst, der wenige Standen, nachdem sich die Ereignisse in Belgrad abgespielt hatten, vor einer Versammlung der Konservativen Partei verkündete, er habe eine große Neuigkeit für seine Zuhörer und das ganze Land: In Belgrad sei eine Revolution ausgebrochen, deren Sinn sich gegen den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt richte. Die neue jugoslawische Regierung werde von dem britischen Empire jede Hilfe und jede nur mögliche Unterstützung erhalten. Das britische Empire und seine Verbündeten würden ich mit der jugoslawischen Nation zusammenschlie- ;en. Auch die Vertreter einiger britischer Dominien nahmen unverzüglich zu den Ereignissen Stellung und begrüßten den Staatsstteich in Jugoslawien , folck« schließ- hen 1 ...........— setzen. Wer die SJerantmortung für diese folgens schwere Entwicklung trägt, liegt auf der Hand. Kleine politische Nachrichten. Am Samstagvormittag nahm Außenminister Matsuoka mit Reimsorganisationsleiter 3^ Ley eine Besichtigung der Rheinmetall-Borsig» Werke in Tegel vor. Samstag mittag kamen Matsuoka und der Reichsminister des Auswärtiges v Ribbentrop zu einer weiteren Unterredung zusammen. Am Nachmittag verließ der japanifl^t Außenminister vom Anhalter Bahnhof aus bit Reichshauptstadt. Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop verabschiedete sich hier von dm japanischen Gast auf das herzlichste. ihrem Benehmen. Sie bewegte sich freier, ungezwungener, ihre Miene war heiterer und sicherer. Eine Weile verfolgte er sie mit den Blicken, dann stand er auf, dreyte sie an der Schulter zu sich herum und sah chr in die Augen. „Also nun fang' mal an, Lolott! Tolle Geschichten erzähtt man sich über dich! Wo ist das Kirta?" Sie lachte. „Don dem wißt ihr also auch schon?" Er hotte die Photographie aus der Brusttasche, die Felschers Berliner Freundin ausgenommen hatte, und hielt sie ihr hin. „Auf solchen 'Bauernfängertritf bin ich rein-gefallen!" ries Ä)arlotte ärgerlich, als sie das Bila erkannt hatte. „Und das Mädel hat mir erzählt ..." „Weiß ich! Weiß ich alles! Wem gehört das Gör?" „Setz dich wieder hin, Gert, und rede manierlich! Das ist kein Gör, sondern ein reizender Bengel. Ich hätte ihn gleich heraufgerusen, aber ich denke, es ist besser, .mir unterhalten uns erst mal unter vier Augen. Inzwischen koch' ich uns den Kaffee, und du sitzt hübsch still und hörst zu!" Er setzte sich gehorsam und sie begann. Die heitere Gelassenheit, mit der sie sprach, bewies ihm, daß sie chre Erlebnisse keineswegs für abenteuerlich ober ungewöhnlich, sondern für das Selbstverständlichste von der Welt hiell. Sie konnte sogar über ihre Verliebtheit in Lasard spotten. Er hörte staune ich zu. Eine ganz andere Lolott! Eine, die ganz fest und sicher auf den eigenen Beinen stand und genau wußte, was sie wollte. Welche Veränderung! Hin und wieder erhob er Einwände. Die Geschichte mit Iockele war einfach- eine Verrücktheit. Er redete ungefähr dasselbe wie Peter, und sie antwortete ihm, was sie schon Peter hundertmal geantwortet hatte. Sie sprach Männern das Recht ab, über alle Fragen zu urteilen, die Iockele und sie angingen. Und daß sie nun hier, in diesem Hause, lebte, als Mrtschafterin gewissermaßen, als Ktaderftau, als Magd. „Einen Augenblick mal, (Bert!" unterbrach sie ihn. „Du redest von Dingen, die du überhaupt nicht kennst. Steckst die Nase hier herein und redest gleich, als dürstest du dir schon ein Urteil anmaßen! Vorläufig, geliebter Bruder, hältst du hübsch den Mund und hörst wetter zu. Also der Peter Theiß, Reichsminister Dr. Goebbels empfing Staats schauspieler Emil Jannings, um ihm seine bi sondere Anerkennung für den neuen Tobis-Groß'ilr ,.,O h m Krüger" zum Ausdruck zu bringen. Be Dieser Gelegenheit überreichte Dr. Goebbels Emi Jannings als erstem deutschen Filmschastenden beif neug^stifteten „Ehreuring d e s deutsche FilnV^"' öer *n Zukunft für besonders große 93er bicnfteV auf dem Gebiet der deutschen Filmkunlt verliehe^wird. * Der Reüchweiter für die Jugenderziehung bet NSDAP Aaldur von Schirach, wandte sich am Samstags über alle deutschen Sender an dir deutschen Eltern. In seiner Ansprache er« läuterte er hie HRaßnahmen für die erweiterte Kind- rl anVner fdjidung und Härte 61. Eltern über das Vchnden der Jugendlichen, ihre Unterbringung, ihr?. Ernährung und arztluh- B-> treuung auf. , ch' M nur ooi tbeit; cht ta. ranstalt Gie - eien. fing Stal hat sich h;' kii Lveieqtunue mi txgulaebauu« der bisherigen Oeffentlichen Handelslehranstalt an der Ecke Steinstraße/Wernerwall sand am Sams- Verdunkelungszeit 7. April von 20.06 bis 6.44 Uhr. ringen. N ebbels M iffenden bit deutflbtil 5 große & n Filinlu'l die Üebernahme der Schule als »re of inflW od)t- Ziehung g wandte N der an M nfprache q tweiteki klärte R Wen. ärztliche» erzeugt, ne, i er elft Großer deutscher FußbMeg. 17.Fußballkampf Deutschland-Ungarn 7:0 (3:0). ka£fr getoctscfejeK. WlwarK-Nleiß Bleich-Soda zieht über Nacht den Schmutz aus der Wäsche H) L •UM; fltitihi": ’0‘llD ^adji früh 9tl *n $ Mö g***n tzen M >k di- r3 r unten 1 1ft* J -le« ft13 I di- »"1 .«fW R ssS 5.811" ll!j Aus dem Heid?. Deutsche Wollerzeugung seit 1933 fast verdoppel! Me der Reichsnährstand mifteiü, ist es gelungen, den deutschen Schafbestand und die einheimische Wollerzeugung seit 1933 fast zu verdoppeln. Dich: Aufwärtsentwicklung mutz tatkräftig fortgesetzt werden. Zu diesem Zweck hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft außer den bisher verwendeten 20 Millionen NM. weitere fünf Millionen RM. bei einem Banken konfortium beschafft. Aus diesen Mitteln werden Kredite zur Neuanschaffung von weiblichen Schafen gewährt. Die Verzinsung wurde auf 2,2 v H. einschließlich der Unkosten bemessen. Für den Ankauf männlicher Tiere und für Wanderschafherden werden nur ausnahmsweise Kredite gegeben. Anträge auf Gewährung eines Kredits find bei den Ortsbauentführern zu stellen. Die Kredita-ktion gibt der Landwirtschaft die Möglichkeit, zu besonders günstigen finanziellen Bedingungen die Schafbestände zu vermehren, neue Schafherden aufzustellen und die Schafhaltung or- ganlsch in ben landwirtschaftlichen Betrieb onizu- gliedern. Durrf) eine restlose Ausnutzung der vor- yandenen Weideflächen wird eine weitere Verstärkung unserer Nohstoffgrundlagen auch hinsichtlich der Wolle erreicht Oer Lustschuhkeller der Mieterin. Eine allgemein interessierende Frage hatte das Amtsgericht Erflirt kürzlich zu entscheiden. Der Hauseigentümer hatte, wozu er gesetzlich verpflichtet mar, einen behelfsmäßigen Luftschutz raum in seinem Hause eingerichtet und die Kosten dafür auf die einzelnen Mieter nach dem Verhältnis ihrer Miete umgelegt. Eine Mieterin, deren Keller zum Ausbau als Schutzrmnn verwendet worden ist, meinte, daß fie deshalb nickt zur Umlegung herangezogen werden könne, weil sie schon ihren Keller dazu zur Verfügung gestellt habe. Da eine Einigung nicht zu erzielen war, entschied das Amtsgericht dahin, daß die widersprechende Mieterin in gleicher Weise wie die anderen Mieter zn den Kosten beizutragen habe, da der Mieterin die Benutzung des Kellers n i ch t e n t- zogen fei. Er stehe ihr weiter zur Verfügung, nur mit der Einschränkung, daß bei Fliegeralarm ein Teil der Hausbewohner ihn aufsuche, er biete aber sonst genügend Raum zur Unterbringung von Brennstoff, Kartoffeln usw., so daß fie also keinen Schaden erleide. Nur die vollständige Hergabe des Kellers würde den Eigentümer verpflichten, ihr einen Ersatzkeller zu verschaffen oder ihr den Beitrag zu den Unkosten zu ermäßigen odqr ganz zu erlassen. ihn der Weltkrieg nach Rußland, Galizien, Nurn», nien, Türkei und Oesterreich. Er ist im Besitz des Frontkämpfer-Ehrenzeichens. Zn der Landwirtschaft, die er seinem Sohne übergeben hat, ist er jetzt noch früh und spät unermüdlich tätig. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstage. frankfurter Schlachtoiehmarkl. Frankfurt a. M., 5. April. Es notiertenJe 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 46,5 b) 40 bis 42,5; Bullen a) 44 bis 44,5, b) 38,5 bis 40,5, c) 85 bis 35,5; Kühe a) 43 bis 44,5, b) 89 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 20 bis 25; Färsen a) 45 bis 45,5, b) 40 bis 41,5, c) 30 bis 36,5; Kälber (Sonderklasse) 65 bis 72, andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 46 bis 50, d) 85 bis 40; Hammel b2) 48 bis 51, c) 35 bis.40, d) 25 bis 32; Schafe a) 42 bis 44, b) 34 bis 40, c) 18 bis 32; Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5 d) 51,5, e) 49,5; g!) Sauen 57/); Marktverlauf alles zugeteilt. Schweinemarkt in Alsfeld. • Alsfeld, 7. April. Auf dem heutigen Schweine markt waren 116 Ferkel aufjrtrie- ben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 25 ms 32 RM, über 8 Wochen alte bis zu 38 RM pro Stück. Der Verlauf war schleppend, es verblieb Ueberftand. Ungarns Fußballänderelf ist für unsere National- Mannschaft in den letzten Jahren ein unschlagbarer Gegner gewesen, umso mehr überrascht dieses 7:0 (3:0), das am Sonntag vor 60 000 begeisterten Zuschauern im Koln-Mungersdorfer Stadion gegen die Magyaren erzielt wurde. Die deutsche Elf, die gleiche, die vor einigen Wochen in Stuttgart gegen die Schweiz gewann, lieferte ein großartiges Spiel und fertigte Den gewiß nicht schlechten Gegner mit einem (Ergebnis ab, das bisher in der Geschichte der deutsch-ungarischen Länderspiele nicht verzeich- net war. K „ Die deutsche Elf, in der Miller (Dresden) an Stelle von Streitle In der Verteidigung stand, Halle den Kampf von Beginn an in der Hand. Nüchtern und zweckmäßig wurde auf deutscher Seite gespielt, vor allem vom Angriff war man begeistert. Der Beste der Fünferreihe war der Pfälzer Angriffs- führer WaUer, der mit seinem ideenreichen Spiel die ungarische Abwehr vollkommen in Verwirrung brachte und für sich und seine Nebenleute die besten Torgelegenheiten schuf. Schön— Kobiersti bildeten in der ersten Halbzeit den besseren Flügel, später waren die Wiener Hahnemann—Hanreiter etwas aktiver, aber die Unterschiede waren stets nur gering. Erfolgreichste Torschützen waren Schön und Hahnemann mit je zwei Treffern. Zn den Abwehr- reihen gab es kaum Schwächen. Janes war an- fange etwas unsicher, fand sich aber schnell und mar bann die Zuverlässigkeit selbst. Miller fügte sich als Neuling ausgezeichnet ein, und Klodt im Tor wurde kaum beschäftigt. In der Läuferreche überragte einmal mefjr Kupfer. Die Ungarn konnten die bockgespannten Erwartungen nicht ganz erfüllen, doch muß man berücksichtigen, daß die ungarische Nationalelf augenblicklich einen radikalen Derjüngungsprozeh durchmacht, der noch nicht abgeschlossen ist. Aber nicht nur die Neulinge, sondern auch einige der „Alten" in der Els der Gäste waren schwächer als erwartet, so vor allem Torhüter Esikos, der einige grobe Schnitzer beging. Die Verteidiger wurden von der Unsicherheit ihres Torhüters bald angesteckt, und die technisch famosen Läufer hatten so viel mit der Zerstörung zu tun, daß zur Unterstützung des An- ariffs keine Zeit blieb. Die Fünferreihe, ganz auf sich selbst gestellt, war nicht in der Lage, die hervorragende deutsche Abwehr ernftlld) in Gefahr zu bringen. So gab es für die Magyaren eine schmerzliche Niederlage. Vom heimischen Fußball. Die gestrigen Spiele um die Krlegsmelsterschafk. VfL. Marburg — Watzenborn-Steinbera 1:0 (1:0). VfB.-Reichsbahn — Luftwaffe 1:5 (0:2)._______ achtsamkeit zugrunde geht, würde unzählige Eisen- bahnzüge und Schiffe füllen. Es ist keine lieber- tretbnng, wenn man behauptet, daß der größere Teil dieser Verluste vermeidbar wäre. Obendrein denken die wenigsten daran, daß sie, neben dem volkswirtschaftlichkn Schaden, persönlich empfindliche Einbuße erleiden. Wer Lebensmittel durch Verderb verliert, für den wirkt sich dies genau fo aus, wie wenn er Geld in den Ofen würfe. Daran sollte viel mehr gedacht werden. Dre gegenwärtige Zeit aber läßt leichtsinnigen Verderb direkt zu einem Verbrechen werden. Vorräte stärken die Kampffront, ihr Verderb schwächt sie. Verdirbt viel, wird alles knapper. Auch sogenannte kleine Ursachen führen in ihrer Gesamtheit zu sehr großen Folgen. Darum befiehlt uns der fetzige Augenblick: Vorräte dauernd nachfehen, mrssorfiie- reu, umlagern! Schnell genug vor zu erwartendem Eintritt des Verderbs verwertbare Lebensmittel konservieren oder einer Stelle zuführen, die eine ^Verwertung vornehmen kann. Von den ersten Anfängen des Verderbs ergriffene Vorräte ebenfalls schnellstem Derbra-rich oder der Haltbarmachung des noch Gebrauchsfähigen zugänglich machen. Kein Taa darf in solchen Fällen verlorengehen, nichts versäumt werden! An die gesamte Bevölkerung des Gaues Hessen- Nassau ergeht daher der Appell, folgendes zu beherzigen: Nahrungsgüter sind Bestandteile des Volksgutes, Mitgaranten des Endsieges. Sei sich feder dieser Derant roorhmg bewußt! Kampf dem Verderb! FroheStundenfürunsereD'rwun-eten Eine frohe Stunde bereitete der Gesangverein „Heiterkeit-Sängerkranz" Große n - B u 's e ck am gestrigen Sonntag den Insassen eines Lazarettes in Gießen. Der Ehor, unter Stabführung von Chormeister C. Nicolai, fang eine Anzahl Lieder von Philipp, Silcher, Wolfrum u. a., die den stärksten Beifall der dankbaren Zuhörer fanden. Auch Die Frauen des Gesangvereins stellten sich in den Dienst der guten Sacke und spendeten weit über hundert Kuchen und andere Liebesgaben für die Soldaten. Oberstabsarzt Dr. Neumann- Spenge! brachte in seiner Ansprache den Dank der Lazarettverwaltung zum Ausdruck und bemerkte rm besonderen, daß gerade das erste Lied, „Hymne" aus der Kantate „Heiliges Vaterland", sehr treffend für die heutigen Ereignisse gewählt sei. Vereins- führer Wager machte im Schlußwort noch kurze Ausführungen über die kulturelle Bedeutung des deutschen Liedes und wünschte den Soldaten gute Genesuim und froh« Heimkehr. Dm Anschluß an das Lazarett singen erfreute der Chor durch einige Lieder die Insassen einer Klinik und insbesondere ben in unserer engeren Heimat bekannten und geschätzten Chormeister Georg Harnisch (Watzenbom'Stein- berg). Auch hier fanden die Lieder dankbare Aus- nahm«. Der erschossene Einbrecher identifiziert Die Personalien des vor einigen Tagen auf der Flucht nach wiederholten Warnrufen und Dar- nungsschüssen erschossenen Einbrechers, der in Ohmes (Kreis Alsfeld) in einer Nacht vier Ein- brüche verübt hatte und nach feiner Verhaftung auf bem Wege zu den Tatstellen dem begleitenden ©en- barmeriebeamten von Ruhlkirchen zu entwischen versuchte sind nunmehr von der Kriminalpolizei Gießen ermittelt worden. Es handelt fid) um den im Januar 1910 in Dortmund geborenen Walter Siepmann, der zuletzt in Kassel wohnhaft und verheiratet war. Am 18. März war er aus dem Gefängnis m Cor- bach, wo er sich wegen unbefugten Waffentragens In Verwahrung befand, entwichen. Seitdem zog er durch die Lande und beging Diebstähle, bis ihn jetzt nach feinen Einbrüchen in Ohmes das Schicksal aus dem Leben strich. * ** Aus dem Mufikleben. Man schreibt uns: rateftencr Musikfreunde wird es interessieren, daß Pianist Hellmuth R olo ff aus LÄh-ri)ürgennei|ier i U e r übernahm hierauf die Schule in die Obhut der Stadt, wobei er in einer kurzen Ansprache seinem Willen Ausdruck gab, auch dieser Schule alle Förderung durch die Stadt zu gewahren und sie zu einem guten Instrument für die Heranbildung eines tüchtigen und leistungsstarken Nachwuchses für die gewerbliche Wirtschaft unserer Stadt und für die verschiedenen Zweige der öffentlichen Verwaltungen zu machen. Dabei stellte er, nachdem die Schule mittlerweile auch zur Wirtschaftsoberschule ausgebaut worden ist, die Schaffung eines Zweiges für Verwaltungslehrlinge im Rahmen der Anstalt und für die Zeit nach dem Kriege die Errichtung eines Neubaues als würdige Arbeitsstätte der Schule in Aussicht. Der Schulleiter, Handelsftudiendirektor Dr. Krufe, brachte hierauf feinen und der Schule Dank an die Industrie- und Handelskammer Gießen ür die bisherige opberbereitc Betreuung zum Ausdruck, ferner dankte er Oberbürgermeister Ritter ür die Üebernahme der Schule in die Trägerfchaft der Stadt Gießen. Dr. Kruse gab in feiner kurzen Ansprache noch manche pcrfönlld>e Erinnerungen aus der schwierigen Wachstumszeit ter Schicke bekannt, die erkennen ließen, mit welcher hingebungsvollen Opferfreudigkeit in den Aufbaujahren des Instituts gearbeitet wurde, um es zu erhalten und schließlich au dem heutigen hohen Stand im Kreise unserer heimischen Unterrichtsanstalten zu führen. Oberbürgermeister Ritter dankte zum Sckliiß noch der Industrie- und Handelskammer Gießen, dem Schulleiter Dr. Kruse und dessen Mitarbeitern im Lehrkörper für alle ihre Opfer und Arbeit im Interesse der Anstalt, die der vollen Anerkennung seitens der Stadt gewiß fein dürfen. Er schloß sodann die Feierstunde in üblicher Weise. nug. Daß unsere Oftergefcbente wieder „geheimnisvoll rparft fein werden, ist eigentlich selbstverständlich, er dabei wollen wir weniger auf viel Papier jen als auf originelle Ausmachung. Buntes Band, s Buntpapier ausgeschnittene Figuren, auf eines Packpapier geklebt, ergeben eine hübsche Der- ckung, über die sich jede Frau freuen rorrb. Es mmt doch niemals -darauf an, was und wieviel n schenkt, sondern w i e man schenkt. Und dieses je sollte auch jetzt zu Ostern wieder die Hauptrolle E. Sch. Locht ist, wird jetzt zu Ostern gewiß größtenteils r Ueberraschungen verwendet werden. Ein, zwei lckchen, bunt eingewickelt, in Körbchen, die sich verschiedenen Größen in den meisten Haushal- ngen irgendwo im alten Schrank, in einem Schub- ch ober der Kinderspieltruhe finden, gelegt* ein Ides Küken obenauf gesetzt, welches Kind geriete bei nicht in Entzücken? Ader wir wollen nicht nur an die Kleinen denken, ubern auch an die „großen Kinder", die nicht sniger gern auf den Osterhasen warten. Für sie rben wohl mehr praktische Dinge passen. Taschen-, :aub- ober Handtücher zu Osterhasen gebunden, rben eine „Kriegsbraut" minbeftens ebenso er- men wie der Osterkuchen, den Tante Lene für die chte gebacken hat, um der berufstätigen Frau die beit zu ersparen. Daß sie dazu noch von ihrem ehl, Fett und den Eiern opferte, ist nicht nötig, nn schon allein die Arbeitsabnahme ist Geschenk tammer Gießen, mit deren Präsidenten Dipl.-Ing. S ch r o t h an ter Spitze, Oberbürgermeister Ri t - t e r und Beigeordneter Nico 1 pus, der Leiter der Schule, Handelsstudiendirektor Dr. K r u f e , und die Angehörigen des Lehrkörpers verfammeU. Als Sprecher der Industrie- und Handelskammer Gießen, der bisherigen Trägerin der Schule, gab der Präsident der Kammer, Difl.-Jng. S ch r o t h , in feinen Abfchiedsworten an die Schule in großen Umriffen einen Ueberblick über die wechfelvolle Entwicklung des Instituts, das wiederholt schwere Zelten durchmachte, dank der Opferfreudigkeit der Kam. mer und namentlich der Tatkraft des seit 1934 an her Spitze der Schule stehenden Direktors Dr. Kruse über alle Klippen hinweggebracht und In den letzten Jahren zu einer Unterrichtsanstalt ausgebaut wurde, die weit über den Rahmen Der Kam- nieraufgaben hinauswuchs und zu einem fo bedeutsamen Faktor sich gestaltete, daß dafür eine breitere Grundlage erforderlich war, die von Oberbürgermeister Ritter durch die Üebernahme der Sd;ule auf die Stadt nunmehr gegeben wurde. Präsident Schroth sprach namens der Kammer allen bis- herlgen Mitarbeitern an der Schule, insbesondere deren Leiter Direktor Dr. Kruse, zugleich aud) bem Oberbürgermeister Ritter als Leiter der Stadt Gießen den Dank der Kammer aus für alles das, was bisher für die Schule getan wurde und in Zukunft noch geleistet werden wird. „Städtische Handels ; e n" aus der Trägerschast der Industrie» und Handelskammer Gießen in die Trägerschaft der Stadt Gießen statt. Zu der denkwürdigen Stunde hatten ich mit Den Vertretern der Industrie- und Handels- Berlin, ein geborener Gießener, der 1939 unter Professor Temesvary hier das Es-dur-Stoi^ert von Beethoven spielte, im letzten Symphoniekonzert unter Vogt in Wiesbaden mit bem enorm schwierigen Klavierkonzert von Prokofieff einen großen künstlerischen Erfolg sich erspielte. ♦* Abgangsprüfung ander Gewerbeschule Gießen. In ben Tagen vom 19. bis 28. März fanb bie staatliche Abgangoprüfung an ber Gewerbeschule statt. Der Prüfungsausschuß setzte sich zusammen aus bem Direktor als Vorsitzendem, der auch beauftragt war, die Landesregierung zu vertreten, dem staatlichen Prüfungskommifsar Oberbau- rat Kuhlmann, der beauftragt war, auch die Handwerkskammer Darmstadt zu vertreten, den Vertretern des Handwerks Obermeister Freitag und W. K. Schmidt und dem Lehrkörper. Der Kurator der Schule, Dbcrbügermeifter Ritter, war verhindert der Prüfung beiAuwohnen. Der Prüfung unterzogen sich 52 Prüflinge, davon bestanden 16 mit dem Prädikat „gut", 22 mit dem Prädikat „befriedigend", 14 mit bem Prädikat „bestanden". Das Wintersemester 1940/41 wurde von insgesamt 265 Sd)ülern besucht. Landkreis Gießen. * Lollar, 7. April. Am kommenden Mittwoch, 9. Aprll 1941, kann der Landwirt Ludwig Hofmann 5. in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Getreu dem Grundsatz feiner Vorfahren hat auch er ber Scholle gedient unb mit eisernem Fleiß und seltener Pflichttreue feine ganze Kraft dem landwirtschaftlichen Berufe gewidmet. Als Gemeinderat, dem er 18 Jahre angehorte, hat er stets mit unermüdlicher Tatkraft und weitem Blick die Interessen der Gemeinde vertreten. Auch in verschiedenen Kommissionen war er führend tätig, ganz besonders der Wassergenos- senschaft Glückauf war er ein eifriger Förderer. In allen sonstigen früheren Ehrenämtern, (Vorsitzen- der des Aufsichtsrats der Spar- und Darlehenskasse Lollar, Mitglied des früheren Kreistages, Vorstands- Mitglied des Vereins Kinberfreund) war er ein guter Berater. Als langjähriger Kirchenvorsteher zeigte er stets volles Verstänbnis für kirchliche Inter- essen. Seiner Militärpflicht genügte er bei dem Inf.- Regt. 116 in Gießen. Als Landsturmmann führte Vornotizen. Tageskalender für Montag. HI..Veranftaltungsring: 18.30 Uhr im Stadt- [itater „Die Petersburger Krönung". — NSG. Kraft durch Freude": 19.30 Uhr im Gloria-Palast, Kltersweg: Tanzgastspiel Geschwister Höpfner. — Uoria-Palast, Seltersweg: „Spähtrupp Hallgarten , Erstellungen nur um 15 und 17 Uhr. — Lichtspiel- I|u6, Bahnhofstraße: „Petersburger Nächte". — «hützenoereln Gießen: 20.30 Uhr im Schützenhaus Mhreshauptverfammlung. Stadttheater Gießen. !> Montag, 7. Aprll: „Die Petersburger Krönung", fc; agöbie von Hymmen. Geschloffene Vorstellung w" den HI.-Theaterring „ Dienstag, 8. April: ,Has Land des Lächelns , liperette von LehLr. 27. Dienstag-Miete. IIMittwoch, 9. April: Außer Miete: Nachmittags: [Der Frofchkönig^ Märchenspiel von Bürkner. Hjente: „Die Petersburger Krönung, Tragödie lin Hymmen. 26. Mittwock-Miete. ; IjDonnerstag, 10. April: „Gotter auf Urlaub , Lust- ||d von Hellwig. Geschlossene Vorstellung für KdF. II- Ring, 7. Vorstellung. |j Sonntag, 13. April: Nachmittags zu kleinen Prei- hi. 1 Oferfeiertag: „Madame Butterfly", Oper von »iccini. Außer Miete. Abends: „Die ungarische W: chzeit", Operette von Dostal. Außer Miete. I Montag 14 April: Nachmittays: 2. Dfterfeiertag: Per Froschkonig", Märchensprel von Bursner. !?l.lßer Miete. Abends: „Das Land des Lächelns , M-ereUe von Lehär. Außer Miete. Ortszeit für den 8. April. L Sonnenaufgang 7.45 Uhr, Sonnenuntergang 20.10 - Monduntergang 5.05 Uhr, Mondaufgang 1654 Uhr ^anzlustbarkeiten sofort verboten. Der Reichsführer ff unb Chef ter deutschen Po- jtzsi feilt mit: Mit sofortiger Wirkung werten ifcntliche Tanzlustbarkeiten verboten. Erteilte iLnzerlaubnisse sind sofort zurückzuziehen, neue nicht pi erteilen. Leber 750000 Reichsmark. Das Ergebnis der letzten Reichsstraßenfammlnng ' im Gau. I 7>SG Das Gauergebnis der ReichsstraßenfEM- ! iil'g her Deutschen Arbeitsfront für das Kriegs- nterhilfswerk des deutschen Volkes fand im Gau lic sen-Nassau mit ber Reichsstraßensammlung ber Iw einen guten Abschluß. Das Ergebnis liegt mit M» 366 64 RM. um über 200 000 AM. d?^r als |L der letzten Reichsstraßensamnilung der Deutschen h'Mtsfront im Oktober iw- Jahre- M ein Sammelergebms von 553 561,51 cc Drcchte. jetzt besonders Kampf dem Verderb. ^SG. Ein« alte Erfahrung erinnert nns daran, 1(1 alle Vorräte, sobalb der Witterungsumschl g ’mt, besonders stark von Verderb bedroht wer r. Besonders gefahrbringend rst ter Uetergang in Winter zum Frühjahr. Was hier durch Un^ Was bringt Oer Osterhase? Trotz bes Krieges ist ter Osterhase nicht „aus- ■ftorben", sondern er ist audi jetzt wieder so leben- g wie je, nur daß er nicht so reichhaltig und viel- iiig fein kann wie in den früheren Jahren. Ader jt macht erfinderisch, und so wird Mutter auch < Eier, die fie zum Kuchenbacken oder Kochen verendet, vorsichtig ausblasen und die Eierschalen lint färben. Zwiebelschalen unb Tee eignen sich tyu, auch mit ein paar Pinselstrichen finb sie bunt . strichen ober mit Blumen, Hühnern ober Häschen tftig bemalt Küken unb Hasen aus dem verschiedensten Mate- pl bekommen wir in den Geschäften zu kaufen, finb sie hohl, so können wir fie mit dem füllen, ms es gerate gibt, sei es das Konfekt, das uns geteilt ist, seien es Bonbons, Kekse oder sonstige ^oschereien. Jede Mutter aber wird schon irgend as Süßes für ihre Lieblinge zu Ostern finden verstecken. Das Konfekt, das für uns Erwachsene ADt^ÄNDkCCK iHh'/ Um "W M v GB' ML-KköM NM ILÜM - - X,/!, (Xx/cl'zg/ CaW'MöUo. | Aus aller Wett. Todesurteil für gemeine Tat. Das Sondergericht in Neustrelitz verurteilte den wiederholt vorbestraften Willi Gloede aus Rumpshagen bei Penzlin zum Tode. Der Angeklagte, der von der Wehrmacht entlassen war, hatte in seiner Extrauniform die Mutter eines Frontsoldaten besucht und dieser erzählt, er führe jetzt wieder zur Front und könne für ihren Sohn etwas mitnehmen. Die Soldatenmutter gab ihm daraufhin Lebensmittel, einen Photoapparat, Papiere und 20 RM., die Gloede unterschlug. Der Angeklagte hat weiter in acht Fällen Koffer aus D-Zügen gestohlen und Hotellnebstähle in Rostock und Güstrow begangen. Zwei Jahre Zuchthaus wegen Diebstahls von Felopostpakeleu. Die 55jährige Frau Katharina Lieser in Trier, die beim Trierer Hauptpostamt als Reinemachefrau angestellt war, eignete sich eines Nachts zwei Pakete an, wurde daböi aber beobachtet. Die Angeklagte gestand, weitere sechs oder sieben derartige Diebstähle begangen zu haben. Die in den Paketen enfr haltenen Gegenstände, meist Wäschestücke, hatte sie für sich verwendet bzw. verkauft oder verschenkt. Das Sondergerlcht erkannte gegen Me Angeklagte auf eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Großfeuer in Spanien. In Rendodela bei Pontevedra (Nordwestspanien) brach Feuer aus, dem eine Fabrik und Privathäuser zum Opfer fielen. Die Frau des Fabrikanten sprang, in Flammen gehüllt, aus einem Fenster und erlitt lebensgefährliche Verletzungen, während ihr Sohn den Tod in den Flammen fand. Mehrere Explosionen verursachten das Uebergreifen des Feuers auf benachbarte Häuser. Einer der Hauseigentümer erlitt schwere Brandwunden, während sein dreijähriges Söhnchen e r st i ck t e. Die Feuerwehr von Vigo konnte das Feuer erst nach mehrstündigen Bemühungen löschen. Drei freudige Ereignisse an einem Tag in einer Familie. In dem Dorfe Bilnitz bei Zlm (Protektorat) wurde die Familie eines Häuslers an einem Tage dreimal vom Storch besucht. Zuerst kam die Häuslerin mit einem gesunden Knäb- lein nieder, und im Laufe des Tages taten dann die Tochter und die Schwiegertochter, die alle unter einem Dache wohnen, das gleiche. Alle drei Ätütter heißen Anna, und alle drei Knaben erhielten den Namen Joseph. Onkel und Neffen wurden also an einem Tage geboren, denn der Knabe des Häuslers ist ja der Onkel der beiden anderen Knaben, denen die Schwester und die Schwägerin das Leben geschenkt haben. Die Valerliebe ging zu weil. Im allgemeinen wird niemand einem Vater verwehren, wenn er für sein Kind voll und ganz ein» tritt. Wo diese Grenze aber überschritten werden, wirkt sich eine falsch verstandene Elternliebe sehr leicht zum liebel aus. Diese Erkenntnis kam leider einem Manne aus dem Sauerland zu spät, dessen Sohn in der Schule vom Lehrer bestraft worden war. Erregt über die dem Kinde zuteil gewordene Zurechtweisung, machte sich der Vater auf den Weg, drang in die Schulklasse ein, in der eben Unterricht erteilt wurde, stellte den Lehrer zur Rede, vergriff sich an ihm und bekräftigte sein unglaublichs Verhalten schließlich noch durch das Zertrümmern von Fensterscheiben. Der Vater wurde vom Amtsgericht zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Damit gab sich jedoch der aufgeregte Vater nicht zufrieden, sondern legte Berufung ein. Die Hagener Strafkammer stellte sich jedoch schützend vor die Autorität des nicht leichten Lehrerberufs und erhöhte die Strafe, da es sich hier um eine besonders aus dem Rahmen fallende Entgleisung handelt, auf fünf Monal» Gefängnis, Die Riefendame Amanda. Im Alter von sechzig Jahren ist, wie aus Neuyaf berichtet wird, die berühmte Riesendamr Amanda Siebert, allgemein die „hiftue Irene" genannt, gestorben. Sie trat zuletzt auf ein er Schaubühne von Corny Island auf. Sie wog q ihren besten Tagen 270 Kilogramm, aber in der letzten Zeit hatte sie abgenommen und wog ,,nin' noch 225. Während ihres ganzen Lebens war fr eins der beliebtesten Schaustücke auf Jahrmärkte und Rummelplätzen. Dabei war die dicke 2Imanl»; wie schon der Beiname zeigt, eine überaus fröhlich Natur und nahm die kleinen Zwischenfälle, die i^ Dicke hervorrief, selbst mit größter Heiterkeit au- Wenn, sie in einen Laden kam und man ihr einm Stuhl anbot, dann nahm sie lachend die (Etnlabun an, und das Ergebnis war immer, daß sie gleih darauf mit dem Stuhl zusammenbrach. Diese Czeir» wiederholte sich sogar einmal in einem Gerichtssaü, wo sie als Zeugin erschienen war. Auch hier folgte sie der freundlichen Aufforderung des Richter;, Platz zu nehmen, und um den Stuhl war es a! =. bald geschehen. C. K 140 Seiten tntt 150 Abbildungen. ßeinenbawb XSL 3.60 1687 D KT E3 B C DRUCKSACHEN Vf CKDC Brühl, Gießen Zwetschenhochstämme » Mirabellen Montag Dienstag Mittwoch die Hirsch-Apotheke die Neue Apotheke die Pelikan-Apotheke Donnerstag die Engel-Apotheke Den Dienst von mittags 1 Uhr bis 3 Uhr versieht die jeweils für den Nachtdienst bestimmte Apotheke. W In Orten mit nur 1 Apotheke beginnt die Dienstzeit der Apotheken vormittags um 9 Uhr. Während der Mittagszeit darf die Apotheke drei Stunden geschlossen bleiben, muh aber dienstbereit sein für dringende Fälle. Der Unterbezirksführer der Deutschen Apotheker schäft für Oberhessen. Hab rieh Tiere mtt Gefühl und Verstand von Dr. Werner Fische! Leiter der Forfchungsstelle für Tierseelenkunde tm Westfälischen Zoologischen Garten zu Münster Wilh.Wirsig, Giefeen Seltersweg 10 Spezialhaus für Herrenartikel 1 Q12U BranMundige Walerin für sofort oder 1. Juli 1941 gesucht Äus dem Inhalt: Versuch« mtt der Seeanemone, der Schnecke und dem Einsiedlerkrebs — Lernversuche mit Libellenlarven, Gelbrand. Käfern und Tintenfischen — Tiere, die erkennen, was gräher und was kleiner ist - das begrenzte Gedächtnis einiger Vögel — Ziegen, Mäuse und Affen beim Streben nach bevorzugtem Futter — der Fanqtrtchter de» Ameisenlöwen, da« Liebesspiel der Schnecken und das Verhalten der Kreuzspinnen - da» Abrichten von Regenwürmern, das Verhallen von Hunden bei doppelter Handlungsmöglichkeit — Zähmung und Zahmheit-Grundregeln der Hundeabrichtung-neuer« Versuche mit Affen — der Unterschied zwischen den niederen Affen und den Menschenaffen — der Unterschied zwischen Mensch und Ti« Das einzige Buch, in dem di« seelischen Äußerungen in ber gesamten Tierwelt besprochen werden. Gin wertvolle» Hilfsmittel für den, d« ernsthaft Tierkunde betreibt und eine Offenbarung für jeden Freund der Tierwelt. Zu beziehen durch jede Gießen« Buchhandlung Augo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde Betrifft die APOTHEKEN . in Stadt und Land. Der Herr Reichsstatthalter von Hessen hat unter anderem folgende Verordnung erlassen; W Bei mehreren Apotheken am Ort ist jede Apotheke wöchentlich mit Ausnahme des Samstags an einem Wochentag vormittags geschlossen zu halten. Beginnend mit Montag, dem 7. April, ist in Gießen von morgens 8 Uhr bis 3 Uhr mittags geschlossen: LidilsiMiaiis Heute Montag Neuaufführung! Jugend hat keinen Zutritt 1 1683A Ein Liebeserlebnis des Walzerkönigs Johann Strauß in Petersburg mit der Fürstin Woronzeff. Gräfin Woronzeff Elisa Illiard Johann Strauß. .Paul Hörbiger Fürstin Alexandra Adele Sandrock Neueste DeutseheWochenschau » Modern mihi. Zimmer eventl. Bett und Couch, sucht sof. berufstät. Ehe- vaar. Schrift!. Angeb. u. 01236 an o. Gieß. Anz. Wohnungstausch Tausche mittlere 3-Zimm.-Wohn. in guter Lage, gegen größere 3-4-Zim.-Wohn. in gleicher Lage. Schr.2lngeb.unt. 01238nnd^G.A. IVerkäufe Gas- und svlitterncherer Hotoosftieo (fabrikneu) zum Selbstkostenpreis abzugeben, tsssd E.H. Müller K.G. 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Februar 1941. ö Brann, W Irisch afteprüfW 12 529 000,05 474 132 605,40 299 065,25 555 169,42 Zugang* Abgänge Abschreibungen b) sonstige . . . . Abgänge Abschreibungen Venechnungspostee der Geschäftsstellen untereinander Posten, die d. Rechnung ssbgrenzungdienep RM 1 940 669.81 M 204 980,49 RM 146 583,60 „ 64 706,40 „ 8114 165,90 » 386 681,64 289 815 W5 15 278 %42 22100 W5 4 Sil 254,81 Beate, Wlrtechafteprtlfer 84A0ÄVS6 -MW 441 662 870,88 Eugen Bandel Eugen Beede Karl Hettlage Pani Marx Joseph Schilling; steDr.t Harry Kühne Ernst Lineke STtob dem abschließenden Brgebnle unserer pflichte Iß ig en Proton« enf Grand der Bücher und der Schriften der Bank sowie der vom Verelend erteilten Aufldilraneea und Baah. vetee entsprechen die Buchführung, der Jahresabschluß und der Geschäftsbericht, soweit er den Jahresabschluß erläutert, den geeetxUchen Vorschriften. Barreserve ») KsMenbeetand (deutsche and aesttadlt-he Zahlungsmittel, Gold) b) Guthaben auf Belchsbsnkgtro. end Postscheckkonto ..... Fällige Zins* und Di video de ns ehe ine ... Schecks............ ........ Wechsel Darin stad enthalten: BM 419 048 416,46 Wechsel, die dem % 18 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes Ober die Deutsche Betehebank entsprochen (Handelswechsel noch § 16 Abe. 3 KWG.) Schatzwedbsel and unverzinsliche Schalz- anweisungen des Reiths und der Länder Darin sind enthalten: RM 646 ISO 775,66 Bohateweohsel and Sobatesowelrangen, die die Belobstank beleihen darf Eigene Wertpapiere a) Anleihen u. verzinsliche 8ohatsanwe!siiDbh*r . . „ 1 gOl l««0SNZt 307 546781^8 SÄ 80000000,— isMoooa- Von «er Basnme o) 4- d) raffelten auf: 1. Jedanett autgeGeld„RM 1044 48>«U,M 3. feste Gelder e. Gelder •af Kündigung..... 6l$64>atee.TO Von 9, werden ffareh Kflndtgni* edo sind fUJIg: •) tanertudb T Tegra XM <8 418 Kl, 18 b) der»ber feinen Ma eu 8 Monaten ... a 8*6 8794«, 89 e) dertber hlnace bfe «u 13 Moniten . . „ U4*U8Q4,M d) Ufe. 13 Monate hin ans „ 1 ITT Itt.to VerpfHebtungen aus der Ana ahme ss- zoaener uad der Ausstellung eigener Wedisel (Akzepte und Solawechsel), eoweit sie sich im Umlaaf befinden . . . Spareinlagen e) mit geeetsllcher Kündigungsfrist ...... b) mit besondere vereinbarter KOndlgengefyfrt Hypotheken.................... Durchlaufende Kredite . V . Aktienkapital................... Rücklagen nach § 11 des Reidtageeeteee über das Kreditwesen Geieteltebe Rücklage . . . ......... Zuführung von aufgelöst« etülen Msfctegen 3 »600 000,— 5POOOQO,- Rückstellungen.................. Posten, die d. Reehntmgaabgremrang dienen Reingewinn Gewtnnvortreg tu den Veojetar ........ Gewinn 1940 .................. Verbindlichkeiten ans Bürgschaften. Wechsel- und Scheckbürgschaften sowie aus Gewährleistungsverträgen (§ 131 Abs. 7 des Aktienaesetzes) ........ Eigene Indossamentsverbindlichkeitoa *) uns weiterbegebenen Bankakzepten..... b) aoi eigenen Wecbeeln der Sonden an die Order der Bank............... o) aus eenetlgen Bedlekontlerongea ...... 7 35 258844,53 35258844M 7260®$— 2 417 784,80 873 508,21 6 589411^9 ß"5«71 In den Passiven sind enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kontern unternehm en . , . . G es am (Verpflichtungen nach tz n Aba. 1 KWG. . . * . • Geeamtverpfilcbtungen nach $ 16 KWG........... Geiamtes haftendes Eigenkapital nach $ 11 Abe. 1 KWG. RM 20675 419L6 2193 539906,58 1865993 184,30 95 000000,- Gewinn- und Verluat-Redinu abgeschlossen am 31. Dezembe ng, r 1940 Aufwendungen Personalaufwetidungen ............ Ausgaben für soziale ZweAe, Wohlfahrts- einrichtungen und Pensionen. . ...... Sonstige Aufwendungen............ Steuern und ähnliche Abgaben ........ Zuführung an den Pensionsfonds ...... Gewinn: Reingewinn . ....... . ........ RM 1724 931,84 4 804 480,35 RM 30 762 297,48 5 272 014,99 9035 408,82 17179579,32 1000 000,- 6 529 411,69 69 778 712,30 Erträge RM 1724 981,34 36 592 949,86 31 460 831,11 69 778 712,30 2305621 558.71 In den Aktives elnd enthalten < Fordern euren an Konsernanternehmen ............... Forderungen an Vorstandsmitglieder................ Sonstige Forderungen gerne O S14 Abe. 1 und l KWG. und Artikel ;e der Durch fhhrnDgrrerordDuag lum KWG............. Anlagen nach g 17 Abe. 1 KWG................... RM 8275 492,16 4 145 157,09 42 767 615,55 48 082 966,97 Anlagen nach § 17 Abs. 3 KWG. »eeeeeea-^eeeeeeee. -L' IpiorMMIIaiiieratialtJr« und die grobe Liebe einer Frau: Das sind die Gegensätze, die die Handlung dieses Filmes vordem gewaltigen Hintergrund des Kriegsschauplatzes formen. • Ein Film mit beklemmender Spannung und einmaligen Bildern, verwoben mit dem nie versiegenden Humor des deutschen Soldaten und seinen zündenden Marschliedern. Ein Heldenlied vom Kampf deotscher AlpenlMer, Unter Mitwirkung einer Gebirgsjäger - Ersatzabteilung. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiim In den Hauptrollen: Rend Deltgen * Maria Andergast Paul Klinger * Rudolf Prack Karl Martell ♦ Rudolf Carl Hans Kettler ♦ Gustav Waldau Spielleitung. H. B. Fredersdorf. Heute Montag Erstaufführung! Gloria-Patel Heute Montag nur 3 Uhr Hauptfilm, 4.40 Uhr Wochenschau, 5.10 Uhr Hauptfilm. Ab Dienstag täglich 3 Uhr Hauptfilm, 4.40 U“r Wochenschau, 5.10 Uhr Hauptfilm, 7.30 ,Unr | letzte Vorstellung. Sonn- und Feiertag 2.30, 4.45 und 7.30 Uhr- l Jagend hat Zutritt! i