MW §re«ag.7MSr;M1 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer 6iS SV» 11 br des Vormittags An-e»gen-Pretser Anzeigenteil 7 ?Rüf le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. \e mm bei 70 mm Beilenbrcitc Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH Abschlüsse Mengenncmel B Plavvorfchnft (öorberme Vereinbarung) 25'/<» mehr zy|. Jahrgang lTr.56 Erfchemi täglich, anbei Sonntags und Zeierings Beilagen: Die Illustrierte Gießener »>amilienhlätter Heimat imBild DieScholle Monats-Be-ugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Lbne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Hummern infolge höherer Gemalt sycrnsvrechanschlus; 2251 Drahtanschrist.„Anzeiger" Postscheck 116««Tranks. M Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen •itfcetu Sd>ulftraf|e 7-9 unb Deutsche Lustangriffe auf Matta das Reichsgebiet ein. 3n der Zelt vom 27. Februar bis 5. März verlor der Feind insgesamt 23 Flug- zeuge, davon 16 im Luftkampf, fünf durch Flak- artillerie und zwei durch die Kriegsmarine. Außerdem wurde eine Anzahl britischer Flugzeuge am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 15 eigene Flugzeuge verloren. Die Bedeutung von Halfar. Antonescu wieder in Bukarest. B u k a r e st, 6. März. (Europapreß.) General An- tonescu ist am Donnerstagnachmittag im Flugzeug aus W i e n kommend nach der rumänischen Hauptstadt zurückgekehrt. In seiner Begleitung befanden sich der deutsche Luftfahrtattachs Oberst G e r st e n - berg und Dr. S ch o b e r von der Wirtschaftsabteilung der deutschen Gesandtschaft. Zum Empfang hatten sich Verteidigungsminister General I a - cobici mit seinen drei Unterstaatssekretären, der Chef der deutschen Wehrmachtsmission, General Hansen, und in Vertretung des noch in Deutschland weilenden Gesandten von Killinger der Geschäftsträger Dr. Stelzerleingefunden. Neuer rumänischer Gesandter in Berlin B u k a r e st, 6. März. (Europapreß.) Der bissen Flugplatz ihre Hoffnungen gesetzt. Er liege im Südsüdrvesten des Hauptflugplatzes- M i k a b b a. Ursprünglich habe er zwar an Bedeutung dem Flugplatz von Mikabba nachgestanden, aber da der Hauptflugplatz fortwährend durch die ständigen Angriffe der deutschen Flieger zerhämmert wurde, hätten die Engländer begonnen. Halfar zu verbessern und zu vergrößern, um damit die Schäden auszualeichen, die durch die täglichen Einflüge der Deutschen in Mikabba hervorgerufen würden Die ersten Befestigungensarbeiten auf dem Rollfeld seien fieberhaft betrieben worden, um -'ne Abflugbahn zu schaffen rings um das Feld fei Baumaterial aufgestapelt worden. Das alles fei durch die Aufklärung entdeckt worden. Die letzte Bombardierung von Halfar habe am 26. Februar stattgefunden, und zwar gleichzeitig mit einem schweren Angriff auf Mikabba. Sie habe die englischen Anstrengungen auf dem Flugplatz von Halfar beendet. Diesmal habe sich der Angriff noch mehr gelohnt, denn die Engländer hätten schon nach dem letzten wurde, gelang dem Feinde der Durchbruch durch die schwache mazedonische Front. Der bann erfolgende Zusammenbruch der schwer leidenden bulgarischen Heimat hat die Ehre des bis zuletzt tapfer kämpfenden bulgarischen Heeres nicht berühren formen. Mit Stolz trugen und tragen die Bulgaren auch heute noch den Namen „Preußen des Balkans" Das Friedensdiktat von Neuilly vom 27.11.1919 verurteilte Bulgarien genau wie die anderen unterlegenen Staaten des Weltkrieges zu fast völliger Wehrlosigkeit. Es blieb ihm nur ein Freiwilligenheer von 20 000 Mann mit zwölfjähriger Dienstzeit ohne die Möglichkeit, Reserven auszubilden, ohne mittlere und schwere Geschütze, ohne Kampfwagen und ohne jede Luftverteidigung. Einschließlich der erlaubten Gendarmerie und eines kleinen Grenzschutzkorps durfte der Gesamtbestand an Gewehren höchstens 33 000 betragen. Diese militärische Ohnmacht erwies sich für das Land als außerordentlich verderblich. Trotzdem ist es dem bulgarischen Volke in langjähriger, zäher politischer und militärischer Aufbauarbeit gelungen, Ordnung zu schaffen und den Weg für den Wiederaufstieg zur Freiheit wirksam vdr- zubereiten. In kluger Zurückhaltung enthielt sich Bulgarien außenpolitisch jealicher Bindungen und bewahrte strengste Neutralität nach allen Seiten. Im Innern führte es als erstes europäisches Land, um der drohenden bolschewistischen Zersetzung entgegenzuwirken und die Jugend zur Ordnung und vaterländischen Gesinnung zu erziehen, die A r - b e i t s d i e n st p f l i ch t ein und schaffte damit einen gewissen Ersatz für die fehlende militärische Disziplinierung. In militärischer Hinsicht wurde aründliche Kleinarbeit getrieben, die Schaffung aro- ßerer Verbände zunächst hintangestellt und das Heer lediglich in Regimenter eingeteilt. Das Streben war, die zahlenmäßige Schwäche des Heeres durch eine vorzügliche Qualität der Truppen auszugleichen. Nach und nach, vor allem infolge der deutschen Aufrüstung und der Besserung der Belin ernannt, v. Bossy war vorher Gesandter Rumäniens in Rom. Exkönig Carols Flucht aus Spanien. Madrid, 6. März. (Europapreß.) Exkönig Carol von Rumänien ist, wie sich jetzt herausgestellt hat, mit Hilfe eines ausländischen Diplomaten über bie spanische Grenze entflohen und nach den neuesten Meldungen bereits i n Lissabon eingetroffen. Mit ihm hat auch Frau L u p e s c u das Land verlassen. Die Ueberschrei- tung der spanisch-portugiesischen Grenze war möglich, weil sich sowohl Exkönig Carol als auch seine Geliebte gefälschter Pässe bedienten. Die beiden Flüchtlinge haben Spanien verlassen, ohne die inzwischen auf eine beträchtliche Höhe angelaufenen Rechnungen für ihren Aufenthalt in Sevilla beglichen zu haben. Nach den neuesten Meldungen haben sich Carol und Frau Lupescu in einem Hotel in Estoril einquartiert. Reichsmarschall Göring traf sich — wie schon kurz gemeldet — am Mittwoch in Wien mit dem rumänischen Staatsführer General Antonescu. Unser Bild zeigt General Antonescu nach feiner Ankunft mit Reichsmarschall Göring die Front der Ehrenkompanie abschreitend. In der Mitte Generaloberst Löhr und links Reichsstatthalter von Schirach. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Besuch General Weygands in Vichy. Genf, 7. März. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Vichy gemeldet wird, ist der Generaldelegierte der französischen Regierung in Afrika, General Weygand, Donnerstag in Vichy eingetroffen. britischer Vizelustmarschall verunglückt Stockholm,?. März. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reutermeldung ist Vizeluftmarschall Breese auf einem Dienstflug infolge eines Flugzeugunfalls ums Leben gekommen. Oie Brasilienfahrt des deutschen Dampfers ^Lech-. Rom, 6. März. (Europapreß.) Wie in der italienischen Sendung des brasilianischen Rundfunks, die vom italienischen Rundfunk übernommen worden ist, mitgeteilt wurde, hat der deutsche Dampfer „L e ch" feine Fahrt von Bordeaux nach Brasilien mit deut- schen Exportwaren, vornehmlich pharmazeutischen Präparaten, ohne jede Tarnung durchgeführt. Angriff auf Mikabba von dort aus einen Teil des Materials, wahrscheinlich auch Flugzeuge, nach Halfar gebracht. Die englischen Hoffnunaen, dadurch ihr Material vor Vernichtung zu schützen, seien durch die neuen Angriffe zerstört worden. Die Stukas hätten ihre Anariffe durchaeführt, als das Witter eine leichte Besserung erfahren hatte, obwohl die Insel Malta durch dichte Nebelwände fleacn Fliegersicht geschützt zu fein schien Die meisten Be- schädiaungen seien auf der Westseite des Platzes angerichtet worden, wo sich die Gebäude befunden hätten. Brände hätten sich auch auf einem anderen Teil de« Platzes entwickelt, unb zwar in ber Nähe ber Materiallager unb auf der Abflugba hn, wo wahrscheinlich Flugzeuge getroffen worben sind. . Generalfeldmarschall List von Könia Boris empfanaen. Belgrad, 6. März. (Europapreß.) Aus Sofia wird berichtet, daß Generalfeldmarschall Lisi an der Spitze einer deutschen Mililärab- ordnung am Donnerstag vom König Boris in herige rumänische Gesandte in Bern Raoul von Bossy wurde zum außerordentlichen Gesandten bevollmächtigten Minister Rumäniens in Der- Der Wehrmachtbericht Berlin, 6. Marz. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die in Bulgarien einmarschierenden deutschen Truppen erreichten am 5. März trotz schwieriger Geländeverhältnisse die befohlenen Ziele. Ein Unterseeboot hat weitere 9000 BRT. feindlichen handelsfchiffsraums versenkt und damit feinen Gesamterfolg auf 27 000 BRT. erhöht. 3tn Mittelmeerraum griffen deutsche Kampf- und Sturzkampffliegerverbände unter Begleitschuh durch deutsche Jäger den Flugplatz halfar auf der Insel Malta mit großem Erfolg an. Sie zerstörten hallen und Unterkünfte und vernichteten mehrere feindliche Flugzeuge am Boden. Jagdflieger schossen im Luft- kampf über dem Angriffsraum drei britische Flug- zeuge ab. Auch in Rordafrlka griffen deutsche Kampfflugzeuge einen feindlichen Flugplatz mit guter Wirkung an. Aufklärungsflugzeuge bombardierten militärische Anlagen und erzielten hierbei Treffer in Kasernen und im Gelände der Staatswerft. An der schottischen Ostküste vernichtete ein Kamvf- flugzeug einen britischen Minenleger durch Volltreffer. Der Versuch des Feindes, im Laufe des Tages mit einigen Kampfflugzeugen unter Jagdschutz nach Rordfrankreich anzudringen, scheiterte an der entschlossenen Abwehr durch Jagdfliegerverbände und Flakartillerie. Von insgesamt 16 angreifenden Flugzeuaen wurden sechs im Luftkampf und eines durch Flakartillerie abgeschossen. Feindliche Flugzeuge flogen weder bei Tage noch bei Rächt in Wiedersehen mit Französisch-Marokko Von unserem Hx.-Sonderberichterstatter. den hatten. Ich benutzte zu meiner Fahrt bie Bahn von Tanger nach Fez. Gegen 10 Uhr morgens kam der Zug an ber spanischen Grenzkontrolle an. Die Abfertigung ging schnell unb glatt oonftatten. Nach etwa 5 Kilometer weiterer Fahrt kam die französische Grenzstation. Auch dort war die Kontrolle verhältnismäßig schnell, wenn man sich auch mir als Deutschem gegenüber doch ziemlich»zurückhaltend zeigte. Unb dann ging es hinein ins Land. Die Sonne hatte inzwischen den Bodennebel ver- trieben unb strahlte warm vom blauen Himmel. Flach dehnte sich das Land. Am östlichen Horizont erhoben sich die Berge des Rif. Einer hatte eine Schneekappe ausgesetzt. Es war ja noch Winter, unb es kann recht kühl um diese Jahreszeit in Marokko fein. Wir tarnen an weiten Feldern vorbei. Ueberall sprossen schon die grünen Halme hervor. Riesige Obstgüter mit Apfelsinenbäumen und Weinstöcken waren rechts unb links ber Bahn zu sehen. Zwischenburch kamen wieder weite Strecken braches Land, wo Herden von Schafen und allerdings ziemlich kümmerlich aussehenden Rindern grasten. Die Gegend zwischen der Grenze und Petit- jean, der Station, wo ich aussteigen mußte, um den Zug nach Casablanca zu besteigen, — hier geht die Bahnlinie von Tanger in die große Linie von Casablanca nach Oujda an der algerischen Grenze über — ist außerordentlich fruchtbar. Getreide, Oliven, Obst unb Wein sind die fast ausschließlichen Produkte, die hier hervorgebracht werden. Der Zug setzte sich zusammen aus einem Wagen 1.. einem 2. unb zwei 3. Klasse, die fast ausschließlich von Europäern benutzt werden, und dann einer ganzen Anzahl von meist sehr alten 4. Klasse, in denen sich ein buntes Gemisch von Arabern zusammenfindet. In der 1. unb 2. Klasse sitzen viel Offiziere, z. T. etwas übertrieben elegant, unb sehr nachlässig in Haltung unb im Benehmen. Wir Deutsche vermissen baS/ftraffe Militärische bei bem französischen Militär. Wenn ein französischer Unteroffizier ober Solbat mit feinem Offizier spricht, so steckt er beim Gespräch meist mit aller Seelenruhe eine ober sogar zwei Hänbe in bie Hosentasche. Der Offizier im übrigen auch. Gegen Mittag bin ich in Petitjean. Hier mußte ich etwa vier Stunden warten, bis der Zug von Fez nach Casablanca kam. Ich setzte mich in das Restaurant des Bahnhofs, um zu essen, unb bekam nun bas übliche französische Mittagessen. Zunächst hors d’oeuvre, bann ein Omelette, weiter Fisch, Geflügel mit Gemüse und pommes frites, dazu Käfe unb reichlich Früchte. Nein, hier gab es keinen Lebensmittelmangel, hier war alles noch reichlich vorhanden. Das Brot war zwar nicht mehr ganz weiß, da zu Beginn des Jahres ein Beimischungszwang von 20 v. H. von der Reaierung verfügt worden war, da Marokko große Menaen von Weizen nach Frankreich abgegeben hatte. Für meinen Geschmack hatte das Brot nur gewonnen, da das Weißbrot wenigstens für uns Deutsche zu fade schmeckt. Nach dem Essen bestellte ich mir Kaffee, unb hier merkte ich etwas, was an eine außergewöhnliche Zeit erinnerte. Es gab nämlich feinen Zucker, nur Süßstoff (Sacharin). Wer aber Marokko kennt, weiß was es bedeutet, wenn der Araber feinen Tee ohne Zucker trinken muß. Eine falsche Wirt- sch-'tspolitik hat sich nie um den Zuckeranbau im Lande gekümmert, sondern unbedenklich den billigen Zucker aus Kuba importiert und im Lande raffiniert. Für fast 260 Mill. Franken hat Marokko 1938 an Zucker eingeführt, dem Werte nach fast gleich viel wie die Einnahme aus der Phosphat- ausfuhr (286 Mill Franken). Da feit Herbst 1940 die Einfuhren nach Marokko fast vollständig aufgehört haben, ist das Land von Zucker entblößt. Gegen 18.30 Uhr kam der Zug aus Fez an. Er war ähnlich zufammengestellt, wie der aus Tanger, nur hatte er noch einen Speisewagen, so daß ich das Diner einnehmen konnte. Die Speisenfolge war fast die gleiche wie Mittags in Petition. Also auch hier wie später in Casablanca unb in Rabat sowie anderwärts aß man noch wie in Friedenszeiten und war von Mangel an Lebensrnitteln nichts zu merken. Spät am Abend kamen wir in Casablanca an, wo sich gleich sehr unangenehm bemerkbar machte, daß es kaum Fortbewegungsmittel wie Taren ober Droschken gab. Alles stürzte sich auf die beiden Autobusse, die vor dem Bahnhof standen und im Augenblick überfüllt waren. Es roar^ein etwas ungemütlicher Zustand, so spät am Abend vor dem Bahnhof zu stehen, der ziemlich weit vom Zenttum der Stadt entfernt liegt Es blieb mir nichts anderes übrig, als für mein Gepäck einen von den herumlunaernden Araberjungen zu nehmen, um mich zu Fuß nach meinem Hotel aufzumachen. Wohl begegneten mir eine ganze Anzahl von Pferdedroschken, aber alle waren besetzt In Casablanca waren alle Hotels überfüllt Ich mußte die erste Nacht mit einem Badezimmer vorlieb nehmen, das mir der mitleidige Geschäftsführer eines Hotels anbot und das ich annahm, um nicht die Nacht im Freien verbringen zu müssen. Casablanca ist noch überfüllt von Emigran- gen Autobusse, die noch im ^Betrieb sind, durch bas Land fährt. Während man früher vor allem auf den meist befahrenen Strecken zwischen den wichtigsten Städten einem Auto nach dem anderen begegnete, ist die Leere der Landstraßen heute ganz auffallend. Auf der Rückfahrt von Casablanca nach der Grenze des französischen unb bes spanischen Protektorates, immerhin eine Strecke von ca. 230 Kilometer, begegneten wir kaum 10 Autos. Fast durch- weg will bie bobenftänbige Bevölkerung nichts vom Kriege wissen. Sie ist froh, baß ihr bie Schrecken besfelben erspart geblieben sind. Das will aber nicht besagen, daß es nicht genügend unruhige Elemente im Lande gibt. Diese auf die Dauer im Zaume zu halten, zumal eine große Arbeitslosigkeit droht, dürfte keine ganz leichte Aufgabe fein. Dabei ist weniger ber Araber bas unruhige Element, wie solche Kreise, bie von außen hereingekommen finb. ten. Auf fast 20 000 schätzt man deren Zahl im ganzen Lande. Sie sitzen hier fest und kommen vorläufig nicht weiter, da die Weiterreise nach Amerika fast unmöglich geworden ist unb Portugal sich der Einreise dadurch erwehrt, daß es augenblicklich nur demjenigen ein Einreisevisum gibt, der über den Nachweis einer Passage nach USA. ober nach Sübamerika verfügt. Wirtschaftlich sieht es in Marokko nicht gut aus. Die Lebenshaltung ist sehr teuer geworben, wo- (egen bie Verbienstmöglichkeiten geringer unb die Löhne und Gehälter fast gleich geblieben sind. Sehr groß ist der Mangel an Benzin. Dies macht sich be- onbers bemerkbar, wenn man mit einem ber wem- Wehrhaftes Bulgarien. Von Major a. D. von Keifer. Der mit ber bulgarischen Regierung vereinbarte Einmarsch ber deutschen Truppen in Bulgarien zur Sicherung des durch Englands Angriffsplan bedrohten Friedens auf dem Balkan ist von der bulgarischen Bevölkerung äußerst freundlich begrüßt worden. Diese sogar von Reuter gemeldete Tatsache entspricht durchaus der treuen Waffenbrüderschaft zwischen dem deutschen und dem bulgarischen Volke im Weltkriege Bulgariens langjährige Unterdrückung durch die Ententemächte, Englands Drohungen und Sabotagemaßnahmen im Laufe des heutigen Krieges haben nur dazu beigetragen, die Freundschaft mit bem deutschen Volke zu vertiefen. Als Bulgarien im Weltkriege an Deutschlands Seite in den Kampf trat, da hatte es bereits in zwei Balkankriegen die schwersten Opfer an Gut und Blut gebracht. Im Weltkriege selbst hatte das bulgarische Heer zunächst nach Westen, gegen Serbien, später aber gleichzeitig nach Norden und Süden, gegen Rumänien und die Salonikifront der Alliierten zu kämpfen. Trotz großer wirtschaftlicher Schwierigkeiten kämpften die bedürfnislosen bulgarischen Soldaten außerordentlich tapfer und hielten mit schwacher deutscher Unterstützung längere Zeit hindurch ihre Stellung gegen die an Zahl und Ausrüstung weit überlegenen und vorzüglich verpflegten Truppen der Entente. Erst als die Un- terlegenheik Bulgariens infolge der mit Rücksicht auf die Lage im Westen erfolgten Zurückziehung eines Teiles der deutschen Truppen allzu kraß (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Casablanca, Ende Februar 1941. Es waren eigentümliche Gefühle, die mich beschlichen, als ich die Grenze von Französisch-Marokko überschritt und das Land betrat, für das ich feit Jahren ein großes Interesse, ja direkt eine Liebe unb Zuneigung besitze. Ist boch Marokko ein Lanb voll unenblicher Reize, voller Geheimnisse, großer Gegensätze im Leben seiner Bevölkerung, ein Lanb so fruchtbar und reich wie wohl nur wenige ber Welt. Wie würbe ich es wiederfinden, würde der Krieg spurlos an ihm vorübergegangen sein, ober zeigten sich auch hier seine Folgen? Wenn auch bisher in Marokko keine Kampfhandlungen stattgefun- Görings Begegnung mit Antonescu in Wien Rom, 6. März. (Europapreß.) lieber die Bedeutung des am Mittwoch von dem deutschen Flis-'« emvfanaen wurde aerkorps angegriffenen Flugplatzes Halfar auf P 9 Malta berichtet das „G'ornale b'Jtalia". Die Engländer. so schreibt das Blatt, hätten gerade auf die- Letzte Verzweiflungssprünge. Bon uineter Berliner Schristlettung. „Es ist augenscheinlich", läßt sich die „Times" von ihrem diplomatischen Mitarbeiter schreiben, „daß Hitler es jetzt für notwendig hält, auf dem Balkan schnell zu handeln, feine Hauptkräfte bleiben jedoch noch im Westen." Welch aogrundtiefe Weisheit! Den ganzen Winter über hatten die Engländer geredet und mir hatten natürlich geschlafen, bis der 1. März mit feinem triumphalen diplomatischen Erfolg der Hitlerpolitik die Engländer unsanft auf* weckte und zeigte, daß die Dinge ganz anders verliefen, als sie Churchill und Eden sich ausgemalt. Heute reden alle britischen Minister von der verzweifelten Lage Englands, heute sieht selbst der bornierteste Mann in den zertrümmerten Straßen* Züge Der englischen Städte ein, daß der General Zeit mit den Deutschen war, und daß E d e n wie* der einmal zu spät gekommen ist und die Zeichen der Zeit gründlich verkannt hat. Was Eden in Ankara mit dem Generalstabschef Sir John Dill wollte, haben englische Blätter sehr eifrig ausgeplaudert. Er wollte die Türkei in den Krieg bringen. Und was Eden und Dill dann in Athen wollten, wird ziemlich offen von der britischen und amerikanischen Presse zugegeben. Diese Pläne sind durch das Einrücken deutscher Truppen in Bulgarien gründlich zerstört worden. Ueber den Athener Aufenthalt Edens und Dills machen nun französische Zeitungen des unbesetzten Gebietes übereinstimmend sehr interessante Angaben, die näch der ganzen Anlage der britischen Politik der Wahrschein* licbkeit nicht entbehren. Danach kamen Eden und Dill ganz unerwartet in Athen an. Der griechische Ministerpräsident Korizis, der Nach- Jn den Kaffeehäusern der sehr europäisch an* mutenden, etliche Kilometer langen Raschidstraße, dem „Boulevard" Bagdads, zu Ehren des romanischen Kalifen Harun al Raschid so benannt, gab es wieder einmal einige Aufregungen. Die alten Effendis mit dem Fez und die jungen Herren mit der vom König Feisal zur nationalen Mode erhobenen Kopfbedeckung, der Sidara, unterhalten sich mit wichtigen Gebärden. Unter den schattigen Bogengängen stehen die ganz jungen, europabetonten Kraken mit amerikanischen Strohhüten geziert und haben es nicht minder wichtig. Und in den Büros der „Anglo-Jraman Co.", des großen Oeltrulls, stecken sogar die arabischen Stenotypistinnen ihre aufreizend aufgeklärten Bubiköpfe einander tuschelnd zu: „Nuri es Said", flüstern sie, „ist aus gebootet worden! Er hat eine deutsche Proklamation an das arabische Volk unterschlagen!" Was war geschehen? Und wer ist dieser Nuri es Said? Man wird sich erinnern, daß Anfang Dezemder des vorigen Jahres die deutsche Reichsregierung einManifell an alle Araber veröffentlichte. Es ging in araoifcher Sprache durch den Aether von den deutschen Sendern in die ganze islamische Welt. Es wurde aber auch auf diplomatischem Wege offiziell den verschiedenen Regierungen im Nahen Osten zur Kenntnis gebracht. In Bagdad begab sich der dortige italienische Gesandte im Auftrag der deutschen Reichsregierung zu dem Außenmini st er Nuri esSaid, um ihm Las Schriftstück zu überreichen. Nuri es Said nahm es zwar in Empfang — aber nachher legte er es im Kabinett n i cht v o r. Wohl aber gab er die deutsche Note dem englischen Gesandten in Bagdad zu lesen... Das war, gelinde gesagt, ein böser diplomatischer faux pas des Herrn Ministers des Aeußeren im Irak. Aber wenn man die Geschichte dieses Nuri es Said kennt, wundert man sich darüber schon gar nicht. Nuri es Said? Der Name ging vor etwa Jahresfrist schon einmal durch die deutschen Zeitungen. Das war damals, als aus Bagdad die Kunde kam, daß der irakische Finanzminister RustamHaidar einem Attentat zum Opfer gefallen war. Attentate, politische Morde und so mancher verdächtige plötz* liehe Tod bei Politikern und selbst bei den Königen des Irak sind in den letzten zwanzig Jahren nichts eben seltenes gewesen. Sowohl der erste König des Zweistromlandes, Feisal, wie sein Sohn G h a z i Edens Besuch in Achen. Aufregung in Bagdad Ziehungen zu Jugoslawien,, gelang es der bufgart* schen Regierung auch, bei Den Siegermächten gewisse Vertragserleichterungen durchzusetzen und sein Heer den politischen Verhältnissen entsprechend auszubauen, bis schließlich gemäß dem Vertrag von Saloniki vom 31. 7. 38 d i e allgemeine Wehr- pflicht eingeführt wurde. Heute hat das bulgarische Friedensheer eine zwischen Winter- und Sommermonaten wechselnde, Durchschnittliche Stärke von rund 150 000 Mann. Gemäß der Bevölkerungszahl von etwa 5,6 Millionen wird man auf eine Kriegsstärke von etwa einer halben Million schließen dürfen. Das Heer bestand schon 1938 aus 4 Armeekorps mit 10 Infanterie-Divisionen, 1 leichten Division und 1 Gebirgsbrigade, außerdem aus 3 Kavalleriebriga- den, 1 reitenden Artillerieabteilung, mehreren schweren Artillerieregimentern und verschiedenen technischen Truppen. Auch 4 Kampswagenkompanien und 1 Fliegerregiment zu 80 Flugzeugen waren schon vorhanden. Das Heer ist durchaus neuzeitlich Stockholm, 6. März. (DNB) Der Verband amerikanischer Korrespondenten in London hat die U8A.*Journalisten gerügt, die nach ihrer Rückkehr nach Amerika unzensierte Artikel geschrieben und damit zum Teil vertraulichesMate- rial verraten hätten. Diese Entschließung, die besttmmt nicht ohne Einfluß der britischen Regierung erfolgt sein dürste, ist offenbar auf die „peinlichen Indiskretionen" zurückzuführen, die dem ame- rikanischen Lustsachverständigen Leonhard Engel nach seiner Rückkehr aus London vorgeworfen werden. Er macht über die schweren Schäden, die die deutsche Luftwaffe namentlich der britischen Luftfahrtindustrie zugefüat hat, so detaillierte Angaben, daß er deshalb scharf angegriffen wurde. Engel erklärte in feinem Artikel, der den Stand etwa im November v. I. widerspiegeln kann, folgendes: In London ist die 20 Meilen lange Anhäufung von Dockanlagen an der Themse, beginnend im Castend und stromabwärts sich ausdehnend, wiederholt getroffen worden. Diese Dockanlagen sind außerordentlich wichtig, weil die Hälfte von Großbritanniens Einfuhr durch den Londoner Hafen geht und Großbritannien normalerweise drei Viertel der Lebensrnittel einführt. Besonders beschäftigt sind die East und West Jndia Docks um das berühmte Hufeisen der Themse herum. Das Landgebiet zwischen den Schenkeln des Hufeisens umfaßte viele Speicheranlagen und Le- bensmittelvorratshäuser, von denen die meisten dem Erdboden gleichgemacht worden sind. Docks in Liverpool, Newcastle, Bristol, Glasgow Berlin, ö.März. (DNB.) Die englischen Kriegsschiffverluste spielten in der letzten Unterhausrede des Ersten Lords der Admiralität Alexander eine besondere Nolle. Er erklärte, daß „Havarie- Verluste" bei Den leichteren Kräften der Geleitzüge unvermeidlich feien, daß sie aber im Vergleich zur Größe der Aufgabe gewiß nicht zu schwer wären. Wie groß Die „Havarieverluste" Der englischen Kriegsschiffe bei Geleitzügen gewesen finD, ist unbekannt, denn unter Havarie versteht man Beschädigungen von Schiffen durch Zusammenstöße, Sturm, Auflaufen auf Riffe oder Untiefen. Wenn aber der englische Marineminister unter „Havärieverlusten" auch die durch feindliche Einwirkungen entstandenen Schiffsverluste mit einbezieht, so sieht die Rechnung doch erheblich anders aus. So wurde von Sicherungsstreitkräften für Geleitzüge bei einer einzigen Aktion im Mittelmeer der Kreuzer „Southampton" vernichtet, der mit 482 Mann seiner Besatzung unterging, der neue Flugzeugträger „I l l u st r i o u s" bei gleichfalls erheblichen Ausfällen an Offizieren und Mannschaften schwer beschädigt, der Zerstörer „G a l * land" in Brand geschossen und ein Schlachtschiff der „M a l a y a" °K l a s s e gleichfalls durch Volltreffer beschädigt. Don deutschen Schnellbooten wurde erst kürzlich der Zerstörer „Exmoor" aus einem Geleitzug heraus torpediert und versenkt, während bei großen Geleitzugkatastrophen Der letzten Monate allein drei Hilfskreuzer von Unterseebooten vernichtet oder von deutschen Kriegsschiffen durch Artilleriefeuer versenkt wurden. Auch bei diesen Hilfskreuzern, worunter sich, wie der Hilfskreuzer „F o r f a r" mit 16 OOO BRT. große Schiffe befanden, entstanden ganz beträchtliche Besatzungsverluste. So gingen mit dem Hilfskreuzer „Ierves Bay" im November vorigen Jahres 200 Mann unter. Das Urteil Alexanders ist ein Beweis für die ver* Sweifelte Lage der britischen Versorgunaswirtschast, ür Deren gesicherte Zufuhr aus Ueberfee auch Die chwersten Opfer nicht groß genug finD. Immerhin rang sich Alexander in seiner Rede zu folgendem bemerkenswerten Eingeständnis über Die im Verlaus des Krieges entstandenen Verluste der Handelsflotte durch: „Bis zum Mai 1940 betrugen die Verluste an britischen, alliierten und neutralen Schiffen im Durchschnitt 40 000 BRT. wöchentlich. In den folgenden Monaten bleiben sie im Durchschnitt ständig etwas unter90 000 BRT. und im Laufe der letzten elf Wochen standen sie durchschnittlich auf e t ro a 5 1 0 0 0 BRT. Rechnet man diese wöchentlichen Durchschnittsverluste von Kriegsbeginn an zusammen, so kommt man nach Der Rechnung Des Ersten Lords der britischen Admiralität auf rund fünf Millionen BRT. versenkten Handelsschiffsraumes. Dis zum Jahresende 1940 hatte die englische Regierung in ihren amtlichen Meldungen stets nur etwas mehr als die Hälfte dieser Verluste eingestanden. Dieses offen* sichtlich durch Die Notlage Der britischen Versorgungswirtschaft veranlaßte Eingeständnis versuchte Alexander sofort propagandistisch auszuwerten, indem er für die „Zuverlässigkeit" der britischen amtlichen Angaben folgende Lanze bricht: „Wir veröffentlichen wahrheitsgetreu alle durch Feindeinwirkung bedingten Verluste." Diese Behauptung steht in schroffem Widerspruch zu einer Erklärung Churchills, der sich zu Der Ansicht bekannte, daß er als englischer Premierminister nur Verluste bekanntgebe, Deren Geheimhaltung nicht mehr möglich sei. Nach diesem bewährten Grundsatz hat die englische Admiralität auch schon im Weltkriege gehandelt, denn von Den 12,5 Millionen BRT., Die 1914/18 versenkt wurden, hat die brittsche Regierung während des Weltkrieges nicht mehr als vier Millionen BRT. versenkten Handelsschifssraumes zugegeben ausgerüstet, infolge der verwandtschaftlichen Beziehungen Des bulgarischen zum italienischen Königshause vielfach mit italienischem Kr i e g s gerät. Neben Dem Heere besteht seit 1940 eine uniformierte, pflichtmäßige staatliche 3ugenDorgani- sation „Branik" mit militärischer Dorerziehung. Ebenfalls 1940 wurde ein Gesetz über zivile M o - b i l m a ch u n g eingefuhrt, Durch das alle personellen unD materiellen Kräfte Der Nation im Kriegsfall Dem Staate zur Verfügung stehen. Damit ist auch Die Kriegsindustrie straff zusammenqe- faßt und in engste Beziehungen zur Leitung der Wehrmacht gebracht worden. Infolge der Erschließung wichtiger Bodenschätze und des Aufbaues einer eigenen Rüstungsindustrie ist Bulgarien heute schon in wehrwirtschaftlicher Hinsicht erheblich unabhängiger als im Weltkrieg. So ist Bulgarien wieder zu einer starken, geeinten und wehrhaften Nation geworden, die Der tapferen Taten ihrer Väter durchaus würdig ist. und Southampton sind alle schwer beschädigt worden. Obgleich Die Nazibombenschützen nicht so genau fein konnten wie in Frankreich, weil sie heftigere Abwehr vorfanden, ist verhältnismäßig wenig Präzision bei Angriffen auf Docks erforDerlich: sie stellen ungeheure Zielgebiete Dar. Unter den F l u g z e u g s a b r i k e n , die getroffen worden sind, besinden sich: Die Vickers -Werke in Southampton, wo die Spitfires produziert werden, Vickers in Weybridge, Heimat der Wellington- Bomber, die H a w k e r -Werke (Hurricane) in Kingston on Thames, direkt in der Umgebung von Son- Don, die Rootes (Schattenfabrik), wo die Blenheims hergestellt werden, nahe Liverpool, die Sri. ft o I Flugzeug- und Maschinenwerke, dicht bei Bristol, die Arm st rang -Whitworth-Werke (Whitley- Bomber) in Coventry, die Rolls-Royce -Moto, renfabrif in Derby, die Short Brothers- Fabrik (viermotorige Flugboote und ein neuer vier- motoriaer Bomber, Stirling) in Rochester, also in der Nahe von London, und Handley Page, dicht bei der Hauptstadt. Das Woolwich-Arsenal, die im Eigentum Der Regierung stehenDe Munitionsfabrik, Die größte der Landes, an der Themse stromabwärts von London, ist übel beschädigt worden. Ebenso zahlreiche Gaswerke und Kraftstationen in der größten Stadt der Welt. Zu all diesem muß hinzugefügt werden die Zerstörung des normalen Lebens der Stadt, die Zerstörung von Kanalisationsanlagen, elektrischen Zuführungen, Wasserrohren usw. Auf einen Schlag fünf Tagesrationen Fleisch. Berlin, 6. März. (DNB.) In der zusammen* fassenden Verlustaufstellung der britischen Handels- schiffahrt für Monat Februar, die das Oberkommando der Wehrmacht am 1. März bekanngab, wurden 67 Dampfer als beschädigt angegeben. Zum Teil waren die Beschädigungen so schwerer Art, daß ein Totalverlust anzunehmen war. Unter diesen Schiffen befand sich auch Der 10 000 BRT. große, Durch seine Kühlanlagen besonDers wertvolle englische Dampfer „A n ch i s e s", der mit einer Ladung Gefrierfleisch nach Großbritannien unterwegs war. Dieser große Transporter wurde am 28. Februar 400 Kilometer westlich Irlands von einem deutschen Fernkampfflugzeug gestellt. Einschläge rissen Die BorDwand Des Schiffes auf, Das infolge von Waffereinbrüchen schwere Schlagseite erhielt. Aufgefanaene 808-Rufe, mit denen der Dampfer Hilfe herberrief, bestätigten die Schwere der erlittenen Befchädigunaen. Immer wieder wurde der Ruf: „Very ur§ent" („sehr dringend") vernom* men. Kurze Zeit darauf hörten die 808- Rufe plötzlich auf. Für die englische Lebensmittelversorgung bedeutet der Ausfall des „Anchi- fes", der etwa 1 4 000 Tonnen Gefrierfleisch mit sich führte, einen harten Schlag. Bei den heutigen Rationen braucht England etwa 19 6 00 Tonnen Die Woche, Das finD 19,6 Millionen Kilo. Somit finD mit Dem „Anchises" fünf Tagesrationen Fleisch für EnglanDs Bevölkerung verloren gegangen. Muter unterschlug über 300000 BRT. In einer Woche verlor England 36S128BRT. Handelsschisssranm. Berlin, 6. März. (DNB.) Reustr behauptet, England habe in Der Woche, Die mit dem 23. Fe-1 bruar enDete, 14 Schiffe mit 61 000 BRT. verloren. | Hieran knüpft London die Bemerkung, daß hierdurch die Feststellungen des Führers widerlegt würden, Deutschland habe allein in zwei Tagen 215 000 BRT. britischen Schiffsraumes versenkt. Hierzu wird festgestellt: In diese Berichtswoche fallen Der Versenkungssieg Deutscher Unterseeboote gegen einen großen englischen Geleitzug im Atlantik und gleichzeitig mehrere erfolgreiche Aktionen Deutscher Unterseeboote und anderer Seestreitkräfte gegen Geleitzüge und einzeln fahrende Schiffe. Der Gesamterfolg dieser für die Engländer vernichtenden Aktionen wurde im Bericht des OKD. vom 25. Februar befanntgeneben. Dieser umfaßte 215 000 BRT., die sich laut Wehrmachtbericht vom 25. Februar noch Eingang abschließender Meldungen auf über eine Vierte lmillion BRT. versenkten Schiffsraumes erhöhten. Außer diesem Schiffsraum wurden im Verlauf Der Berichtswoche vom 16. bis 23. Februar noch 119 1 2 8 BRT. versenkt, so daß Die Gesamtzahl Des in diesem Zeitabschnitt vom Deutschen Oberkommando der Wehrmacht als versenkt gemeldeten Schiffsraums 369 128 BRT. erreicht. Wir kennen Die englische M-thode. Durch Lügen Tatsachen zu verschleiern. Diese Methode verfängt nicht mehr! • Schiffbrüchige BesatzungsmttglieDer des am 12. Februar durch deutsche Seestreitkräfte im Atlantik zersprengten und zum größten Teil vernichteten englischen Geleitzuges haben die deutschen Angaben bestätigt, daß 14 Schiffe dieses Geleitzuges vernichtet wurden. Die britische Admiralität hatte erst 11 Tage nach der Katastrophe die erste Verlustliste von 6 Schiffen herausgegeben und gab dann mehrere Tage später die Vernichtung von 2 weiteren Damvfern zu. Um den ungünstigen Eindruck dieser Berichterstattung im Auslande zu verwischen, versucht Reuter jetzt die Glaubwür* digkeit des deutschen Wehrmachtberichtes mit der Behauptung zu erschüttern, daß das Oberkommando der Wehrmacht zunächst 18 versenkte Schiffe angegeben und diese Zahl dann durch 14 ersetzt habe. Dies ist falsch. Im deutschen Wehrmachtbericht vom 13. Februar wurde bekanntgegeben, daß 13 bewaffnete englischeHandelsschiffe versenkt wurden, und am 14. Februar teilte das Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mit, daß sich die Zahl der bei diesem Ueberfall vernichteten Schiffe auf 14 erhöht habe. Der Ueberfall auf Svolvaer. „Britischer Propagandasieg über wehrlose norwegische Fischer." Oslo, 6. März. (Europapreß.) Die norwegische Presse brandmarkt den englischen Ueberfall a u f den Fischerort Svolvaer in Nordnorweaen als Seeräuberstück nach altbewährtem britischen Muster. Die Zeitung „Astenposten" stellt fest: „Militärisch war Die Episode ohne jede Bedeutung. Sie richtete sich ausschließlich gegen Das norwegische Volk. England will anscheinend eine Art von Initiative vortäuschen. Norwegen hat eine unendlich lange Küste, an der selbstverständlich manche Insel u n b e f e fti g t bleiben muß. Bezeichnenderweise richtete sich die englische Jnittative gegen eine solche unbefestigte Stelle." „Tidens Tegn" schreibt: „England mußte sich wieder einmal einen Propagandasieg verschaffen. Es gewann ihn über friedliche, wehrlose norwegische Fischer. Mit solchen Heldentaten soll Das englische Volk und Die übrige Welt hinters Licht geführt werden." „Fritt Folk" zieht die Parallele zwischen Svolvaer, Jvessing-Fjord, Dakar und anderen Ereignissen mit einem ähnlichen Klang und schreibt: „Nicht jeden Tag hat England die militärische Jnittative, deshalb wurde diesmal gleich gründliche Arbeit geleistet. Svolvaer, ein Zentrum norwegischen Fischfangs, wird zerschossen und verwüstet. Dem mrrdnorwegi- folger des verstorbenen Metaxas, hatte erst von Edens Ankunft erfahren, als der Gast aus England sich bereits auf dem Wege in die britische Gesandtschaft befand. Dort ist es nun zu einer sehr ernsten Unterredung gekommen. Eden soll eine persönliche Botschaft Churchills mitgebracht habem die verlangte, daß Griechenland auf keinen Fall einen Sonderfrieden schlösse, denn das fei ein Verrat, den England mit ähnlichen Mitteln beantworten würde, wie seinerseits Den Abfall Frankreichs mit den Anschlägen auf die französische Flotte in Oran und Dakar. Man kann sich denken, mit welchen Gefühlen tue französischen Schriftleitungen, die diesen Bericht aus Athen veröffentlichten, diesen Hinweis brachten. Admiral Darlan, der die jetzige Regierung unter Marschall Pötain fuhrt, hat damals ine Handlungsweise Der Briten unter Churchill gegen ihren ehemaligen Verbündeten als schamlos bezeichnet und vor aller Öffentlichkeit gestäupt. Als Der griechische Ministerpräsident Korizis einwandte, Athen und Die Hafenstadt Piräus seien aber offene Städte, erwiderte Eden, Das ändere an Englands Haltung nichts. Dagegen fei die brittsche Regierung bereit, Der griechischen Königsfamilie ein Kriegsschiff zur Verfügung zu stellen, falls sie Den Wunsch äußern sollte, Das Land zu verlassen. Churchill arbeitet also gegen Griechenland mit genau denselben Mitteln und Drohungen, mit Denen er im Juli 1940 bei seinem persönlichen Besuch in Frankreich auf den Ministerpräsidenten Reynaud Eindruck zu machen versuchte ... bis der rasende Lauf der militärischen Entscheidungen Frankreich ein anderes Gesetz auf« nunb Churchill nur noch für die Einschiffung jten Drei in Westfrankreich stehenden englischer Divisionen sorgen konnte. E. S starben sehr überraschend, und Die Araber zwischen Damaskus, Mekka und Basra sind überzeugt, daß jedesmal Der britische Secret Service seine Hände Dabei im Spiel hatte. Auch Der Schuß, der Den Finanzminister Rustam Haidar traf, soll aus einer englischen Pistole losgegangen tsein. Damals war dieser Haidar Der schärfste Gegner Nuri es Saids, der 'Streit ging um die Stellung des Irak zum englischen Krieg. Rustam Haidar wollte feinen Staat, unbeschadet des Bündnisses mit London, neutral halten — Nuri es Said dagegen war für Eintritt in den Krieg gegen Deutschland. Die Situation am Tigris entspricht genau der am Nil ... auch in den Methoden, die England hinter Den Kulissen Dabei anwendet. Dieser irakische Minister Nuri es Said ist eine Entdeckung Des Obersten Lawrence aus Der Zett Des arabischen Aufstandes im Weltkrieg. Lawrence sorgte Dafür, daß der Bagdader Generalstabsoffizier eine führende Rolle in der Armee erhielt, die gegen Damaskus zog. Zum Dank für feine Dienste wurde Nuri es Said Dann in Dem neuen britischen Mandatsstaat Irak Minister. Bei den vielen Regierungswechseln, die das Bag- dader Parlament nach westlichen Mustern in Den vergangenen zwei "Jahrzehnten vornahm, war General Nuri es Said so etwas wie eine ruhende Säule in der Erscheinungen Flucht. Nur als General B e k r Sidky durch feinen Militärputsch 1936 eine autoritäre Regierung im Irak errichtete, mußte auch Nuri es Said flüchten. Er ging nach Kairo. Dort bemühte er sich, die führenden Araber für die englische „Lösung" Der Palästina frage zu gewinnen. Als der kurDlsche Diktator schon anderchalb Jahre später einem Attentat erlag, kehrte Nuri es Said nach Bagdad zurück — als Ministerpräsident! Seither war er der treibende Mann im Irak, der eine eindeutig probritische Politik steuerte, zuerst als Premier, Dann nach Rustam Haidars Ermordung als Außenminister. UnD nun ist wiederum eine Regierungsänderung notwendig geworden. Offenbar nahmen ihm die Ministerkollegen die Unterschlagung der deutschen Note sehr übel, und anscheinend ist die allgemeine Stimmung im Irak erheblich gegen die kriegerischen Absichten des Generals eingestellt — kurz, di erneue Ministerliste enthält den Namen Nuri es Said nicht mehr. Das Außen- und Kriegsministerium hat der neue Ministerpräsident, General Taha Hachimi, vorläufig selbst übernommen. D.S. schen Volk sollte seine Existenz noch schwerer gemacht werden. Aber als die Möglichkeit eines Kampfes mit einem bewaffneten Gegner entstand, verschwanden die englischen Kriegsschiffe schnell." Oer Kamps um das Englandhilfe-Gesetz. Washington, 6. März. (Europapreß.) Die Senatsaussprache um Die von Dem Senator Eilender eingebrachte Aenderung im Englandhilfe-Gesetz wird am Freitag fortgesetzt. Der Zweck des Abänderungsantrags Ellenders ist, Roosevelt zu verwehren, aus Dem Gesetz Das Recht zum Einsatz der USA.« Streitkräfte außerhalb Der westlichen Hemisphäre abzuleiten. In der SegrünDung zu dieser Abänderung heißt es, daß Roosevelt in einem halben Dutzend Reden, vor Dem Kongreß allein nicht weniger als bei fünf Gelegenheiten, und außerdem beide Parteien in ihrem Wahlprogramm versichert hätten, niemals würden wieder USA.-Iruppen über den Atlantik verschickt werden. Er, Eilender, könne daher nicht verstehen, weshalb die Vorlage so scharfen Widerstand finde. Senator D o w n e y (Kalifornien) erklärte, daß Roosevelt mit dem Englandhilfe-Gesetz keine neuen Vollmachten erhalten würde, da Roosevelt, wenn er wolle, schon mit seinen bisherigen Befugnissen die USA. jeden Tag in den Krieg bringen könne. Das Eng* landbilfe-Gesetz sei notwendig, um die Außenpolitik Der USA. in der Englandhilfe wirksam zu gestalten. Keine Lust zur vormilitärischen Flieger« ausvildunq in England. Stockholm, 6. März. (Europapreß.) Die Propaganda für das zu Anfang dieses Jahres gegründete vormilitärische Fliegerkorps für jugendliche Engländer aller Schichten hat offensichtlich nicht den erwarteten Erfolg gebracht. Reuter berichtet, daß sich bis jetzt nicht genügend Jugendliche zu diesem Korps gemeldet hätten. Bei Der Gründung hätte man mit einer sofortigen Meldung von 250 000 jungen Leuten gerechnet. Nach amtlichen englischen Schätzungen wären noch 700 000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahre in der Lage, Dieser Organisation beizutreten. Es wird versucht, in den Gliedstaaten ähnliche Amerikanische Indiskretionen. Schon im Aooember schwere Schäden der britischen Lustfahrtindustrie. Britisches Eingeständnis: Fünf Millionen britischen Handelsschiffsraums versenkt. München, 6. März. (DNB.) Nach einer Dauer m 31 Wochen hat die Trohe Deutsche Kunstaus- Neuigkeiten auf der Leipziger Messe auch die obliegt. Was ist denn mit Ihnen los? 1 re vtM-jiÄn ant. mt. otti Ihnen schon abgenommen hat. Sie stellen die anderen ,23up nus'« Bortelle fest: die Zeit- ersparnls, die Ersparnisse an Seife, Waschpulver und §eue« eftd Ma amrdm schon ggogctu Uni) Dirist muh das Äück gewogen! Der ülScksmmm hat Sein Los dabei und wnascht.dass es cinTreffer sei! ^niachl mpfes ver« hnell- k, der st als rbung e Re- enbar iflung rung. Sie brauchen die Wäsche nlchk Meht durch scharfes Neiden und Bürsten sowie durch langes Kochen zu schädigen. .Burnus* selbst kann die Faser niemals angreifen, weil es den Schmutz biologisch auf natürlichem Wege aus der Wüsche herauslöst. Sie haben die Gewißheit unbedingter Wüscheschonungk Gründliche hauswirtschastliche Llntersuchun, gen haben es bewiesen: Ein biologisch hochwirksames Einweichmittel wie .Burnus* löfl 3 — 3 H mal mehr Schmutz aus der Wüsche heraus als das Einweichen mit ungenügenden Mitteln. Und es ist klar: Was an Schmuschon beim Einweichen herausgelüst wird, braucht später nicht herausgekocht oder her- ausgewaschen zu werden. Oes- Hald ist das Waschen mit .Burnus' jo einfach. scheit daß ice Huß. aus Ms Nuri Irak ■inen tbon, ' für der hin» Mi- rften stan. 1 der Rolle Zum in in lister. Vag. den 9'ne« Säule lekr auio« auch Dort eng- nnen. Zähre Said feitigften ---------- j . lehrreich, wenn man sich auf einem Rundgang durch die Messehäuser vor allem einmal über die „Neuheiten" orientiert Derständlicherweise ist in dieser Richtung besonders auf dem Gebiete der neuen W e r k st o f f e viel Interessantes AU sehen. Die Lederaustauschstoffe haben sich z.B. m ber Täschnerei wieder neue Anwendungsgebiete erobert, und ihnen stehen yun in vergrößertem Umfang die Fischleder zur Seite, aus denen man Gur- tel, Handschuhe, Etuis, aber auch Krawatten und Erkältet bei diesem Wetter? Dann kaufen Sie sich sofort eine Flasche Husta-Glydn. Das bringt schnell Hilfe und wohltuende Linderung bei Husten, Halsschmerzen, Verschleimung usw. Fl.RM 1.- Drog. Winterholf, Kreuzplatz 9 Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69 Drog. 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Bach Irene von Lappo-Danilewski u. Gerda Schlarb,Violine Konzert für Klavier und Orchester in f-moll von Joh. Seb. Bach KAROLA ANTZ. KLAVIER Ausführende: Das Orchester der Hitler jugend - Bann und Untergau 116 Giehen - Leitung: FRITZ BRAUN Eintrittspreis 70 Pfennig Vor zwanzig Jahren. Erinnerungen eines Rheinländers an den 1. März von 31 Wochen hat die Groye Lieulicye zrunpaus» stellung 1940 im Hause der Deutschen Kunst ihre Pforten geschlossen. Sie hat Hunderttausende tunst- freudiger Volksgenossen angezogen und alle bisherigen Ausstellungen weit überflügelt. Sie hat bewiesen, daß das kulturelle Leben in Deutschland aud) während des Krieges weiter geht und daß das deutsche Volk auch in der Kriegszeit nicht auf die Anteilnahme an der Kunst und an den kulturellen Gütern der Nation verzichten will. Die Zahl der ausstellenden Künstler betrug 900 gagenüber 857 im Jahre vorher. Die Zahl der ausgestellten Werke der Malerei, Graphik, Bildhauerei usw. war mit 1397 um 70 Werke höher als im Vorjahr. Bei der Austauschaktion, die im Oktober 1940 durchgefuhrt wurde, kamen 318 Werke Aur Neuaufnahme unb damit bei den beiden Stellungsbauten zusammen 150 Werke mehr als bei der vorangegangenen Ausstellung. Die Besucherzahl betrug 603 895. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 180 000 erhöht, ein eindrucksvoller Beweis für die große An- Mit offenen Augen Drei 3u> gen und ein Mädel entdecken ihre Waldheimat Don Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,8 j Wir g'auden. dah diese Geschichte jungen Lesern und Leserinnen oiei Freude macken und eine I-ülle von Anregungen dielen w>rd Cie k aren und schönen Ausnahmen, die dem *Bud)e beigegeben sino,'vertiefen und befe igen en (Einöiu* der Lektüre uf e ne vordi'dlich anschauliche Weise. Wer etwa um ein Weih- nochlrge ckenk für seinen Jungen verlegen ist. wird mit Siebolds Buch bestimmt das Richtige tieffen. Giehener Anzeiger Hugo Bermühler Verlag Derttn-Lichterfelde rieben. Inzwischen versuchte man auf Umwegen das Rheinland zu einem selbständigen Staat -u machen-, mit Hilfe des berüchtigten Ordonnanzen» systems der Rheinlandkommission, durch die zähe Kleinarbeit der Kreisdelegierten und vor allem durch das schwere Geschütz der angedrohten wirtschaftlichen Sanktionen sollte die deutsche Abwehrfront geschwächt werden. Als dies alles fehlschlug, schraubte man die Forderungen so hoch — unter anderem sollten wir bis zum April 1921 zunächst 20 Milliarden Goldmark zahlen — daß deutscherseits protestiert wurde; daraufhin brach man öle Londoner Konferenz ab, und am Morgen des 7. März 1921 setzten sich feindliche Trupven, lange schon bereitgestellt, in Marsch mit dem Ziel: AndenRheinlAm folgenden Tage rückten die aüierten Truppen, kriegsmäßig ausgerüstet mit Flugzeugen, Tanks, schwerer Artillerie, unter lach er. lichen Vorsichtsmaßnahmen in die Bezirke D ü s» seldorf, Duisburg unb Ruhrort ein. Ueber das neubefetzte sogenannte „Sanktionsgebiet wunde so'ort der Belagerungszustand verhängt,, die restlose Waffenablieferung besohlen, die Presse unter Dorzen ur und die Bevölkerung unter eine peinliche Paßkontrolle gestellt. Alle uniformierten deutschen Beamten mußten die feindlichen Offiziere grüßen. In Paris und London jubelte man, da nun die Geschütze der Alliierten zehn Kilometer vor der einst berühmten deutschen Waffenschmiede Essen standen. Während die „Sieger" neue Sanktionen vorbereiteten, der Völkerbund unseren Protest überhörte, wuchsen in Deutschland Inflation, Armut und Not. Ä 'N -L ;■ «och »’S aber nicht nur auf deren eigenlliches Anwendungsgebiet aus. Jnteresfanterweife werden von ihm auch die „Nachbarbranchen" beeinflußt, die durch die neue Konkurrenz zu vermehrten Anstrengungen veranlaßt sind. Diese Feststellung kann man etwa i n der feinkeramischen Industrie machen. Nachdem eine Zeitlang vor allem das Steingut in starkem Wettbewerb mit dem Porzellan stand, so werden beide neuerdings auch vom Glas, z. B. dem feuerfesten Glas als Tafelgeschirr, bedrängt. Nun aber haben sie sich auch gegen die Kunstpreßftoffe zu behaupten, was sich in einer fühlbaren Befruchtung auswirkt. Anderseits aber haben sich die Silikate in letzter Zeit Neuland erobert. Hinsichtlich der Schlifftechniken, Dekore und Farben rft so manche glückliche Fortentwicklung zu beobachten. Erwähnt sei auch der Einsatz von Glas und Steingut als Füll- und Verpackungsmaterial, der auf der Messe manche neue glückliche Lösung hervortreten läßt. Von der Eisen- und Stahlwarenbranche ist ein Angebot nach Leipzig gebracht worden, das in vielen Artikeln noch einen weiten Spielraum für Dispositionen bietet. Die Erfahrungen aus der Krie-gswirtschast haben weitere Fortschritte ermöglicht, was sich etwa bei Werkzeugen und bestimmten Bestecken äußert. Auch hier sind es die Wandlungen auf materialtechnischem Gebiet, die immer wieder Aenderungen in die Sortimente bringen. Leichtmetalle, Preßstoffe und auch keramische Massen (wie Porzellan bei Besteckgriffen) treten immer stärker für die Buntmetalle ein. Unter den Neuheiten des Haus- und EäKVsAä sä 5= s s wenn man fitb’auf einem Rundgang durch Fuß innen plüschartig weich 'st und besser wärmt. raanisationen zu gründen, um damit die AusbX mg bei der regulären Luftwaffe zu erleichtern. Oer italienische Bericht Rom, 6. März. (DNB.) Der italienische Vehr- uachtberichl vom Donnerstag hat folgenden Wort- , luL* 1 Mn der griechischen Front nichts von Be- ; -eutnng. Die hafeaanlagen von Mythilene sind Ion unserer Luftwaffe bombardiert worden. In Aordafrika Intensive rtufktärungstätlgkeit Lande und in der Luft. Flugzeuge des deutschen liegerkorps bombardierten am Dienstag feindliche lugzeugftühpunkte. Ja 0 ft a f r i f a haben wir im Abschnitt von eren einen Gegenangriff auf feindliche Streit- räfte durchgeführt, die versuchten, im Schuhe der lacht in unsere Stellungen einzudrlagen. Der Feind ährte Llnslüge aus einige Ortschaften in Lritrea urch. keine Opfer und geringe Schäden. Verbände des deutschen Fliegerkorps riffen wiederholt Flugzeug st üh punkte auf Hatte an. Flugplahanlagen, am Boden besind- che Flugzeuge und Artilleriestellungen wurden pirksam mit Bomben und Maschinengewehrfeuer elegt. 3m Verlauf des Angriffes wurden drei »urricaae im Kamps abgeschossen und weitere drei lugjeuge verschiedener Typen am Boden zerstört. Treuekundgebung der äthiopischen Stammesführer Rom, 6. März. (Europapreß.) Die bedeutendsten Stammesführer und Häuptlinge von Addis Abeba md Schoa, der Metropolit der Koptischen Kirche mit en Prioren der Kirche von Addis Abeba und allen ttöftern von Schoa und Uombar sowie die Häupt- mge der Wohnviertel von Addis Abeba haben dem Iizegeneralgöuverneur einen Besuch abgestattet. Der Schum Teclai von Addis Abeba erklärte, alle Feinde Italiens feien auch Feinde der Aethiopier. Die Bevölkerung fei zu allen Opfern bereit Afegafar Afe )urf, früher bevollmächtigter Minister des Negus, irklärte, der Neaus habe Aethiopien verraten, nur für fein eigenes Wohlergehen gesorgt und das Land msgefogen. Sein Andenken fei für immer verflucht. Oie vormilitärische Erziehung der spanischen Jugend. Das war vor nun genauzwanziaIahren. Und wir könnens nie vergessen. ,Lann sich ein Volk nicht mehr wie ein Mann erheben, so muß sich e i n Mannfür ein ganzes Volk aufrichten!" hatte Gorch Fock, der Seemannsdichter, seherisch gesagt, kurz ehe er in der Schlacht im Skagerrak fiel. Und dieser eine Mann war da, richtete das nationalsozialistische Deutschland auf und gab ihm seine Wehrfreiheit wieder. Zu seinen entscheidendsten Taten gehört die Wiedererrichtung der Wehrhoheit in der entmilitarisierten Zone des Rhein- landes. Am 7. März 1936, also vor nun genau fünf Jahren, rückten im Interesse des Rechtes unseres Volkes auf Sicherung seiner Grenzen und zur Wahrung seiner Verteidigungsmöglichkeiten in Die seit März 1921 entmilitarisierten Gebiete im Westen die deutschen Truppen ein und bezogen dort für dauernd ihre Garnisonen. Der Führer legte vor dem Reichstag ausführlich die Gründe für diesen Schritt dar und entwickelte einen großzügigen konstruktiven Plan für eine endgültige Befriedung Europas. Die zwei Wochen später veranstaltete Volksabstimmung zeigte, daß die Wiederherstellung der Wehrhoheit und damit der Ehre der Nation vom Volk begeistert begrüßt und in ihrer Bedeutung voll verstanden wurde. Aus dem Verhalten der Weltmächte konnte man schließen, daß auch sie die Bedeutung dieses deut- scheu Schrittes im Rheinland in seiner ganzen Tragweite ahnten, aber Deutschland war unterdessen so stark geworden, daß es selbst Frankreich, den damals wohl hartnäckigsten seiner Versailler Gegner, zur Anerkennung und Duldung dieses seines Lebensrechtes bestimmen konnte. Bald darauf erließ der Führer den Erlaß zur Einführung der zweijährigen Dienstzeit, die sich als notwendig erwiesen hatte, und erhöhte auf diese Weise die Schlagkraft der Wehrmacht. Noch im gleichen Jahr liefen die ersten modernen Schlachtschiffe der jungen deutschen Kriegs- marine vom Stapel. Wenn man daran denkt, daß im selben Jahr noch die deutsch-italienische Ueber- einfiimmung festgestellt, das deutsch-japanische Abkommen erzielt und die Zurückziehung der Unterschrift unter das Versailler Schulddiktat vorgenom- • men werden konnte, so kann man von dem Jahre 1936 mit vollstem Recht als von einem „stolzen Jahr" sprechen, in dem der 7. März wiederum einer , der berückendsten Tage gewesen ist. ziehungskraft dieser Schau der bildenden Kunst auch im Kriege. Es wurden 1003 Arbeiten verkauft, nahezu Zweidrittel aller ausgestellten Arbeiten, ein ungemein günstiges Ergebnis für die Künstlerschaft, die einen Gesamterlös von 2 227 807 RM. erzielte. 100 000 RM. mehr als im Vorjahr. Die neue Reichsschau der bildenden Kunst im Jahre 1941 wird wiederum der Malerei und Plastik lebender deutscher Künstler gewidmet sein. Sie wird in engster Fühlungnahme mit der Künstlerschaft und mit der Reichskammer der bildenden Künste aufgebaut werden. Drückende Schatten lasteten auf uns in den Wochen unb Monaten nach dem Waffen still« stand, der die Kampfhandlungen des Weltkrieges beendete. Wir glaubten die gierige Hast der westlichen Nachbarn, sich den langersehnten Zutritt zum Ryein zu verschaffen, in tausend Anzeichen zu spüren, zumal im gleichen Augenblick ihre Machenschaften zur Lostrennung des Rheinlandes vom Mutterlande einsetzten. Ihre Generale versuchten durch eine Art Handstreich die „Rheinische Republik" auszurufen. Bei der ersten Sitzung der Friedenskonferenz wurde die Forderung laut, Deutschland auf ewige Zeiten über den Rhein zurückzudrängen; schließlich gab man sich mit einer fünfzehnjährigen B e s a tz u n g s z e i t zu- ftadttfteater Gießen Sonntag, den 9. März 1941, 15.15 Uhr Kjchnültais Fremden-Vorstelloiii - Zn kleinen Preisen! Die beliebte Volksoper Tiefland Musikdrama in 1 Vorspiel u. 2 Aufzügen v. Eug. d*Albert Musikalische Leitung: Otto Söllner-Spielleitung: Hans Albert Schewe - Bühnenbild: Karl Löffler In den Hauptrollen: Assion. Schröter-Beckers; Bley. Bosny, Brunp, Durst, Schmitz 1149D KARTEN von RM. 0.80 bis 8.10 werktags von 10 bis 13 Uhr. an Spieltagen außerdem v. 16-17 Uhr, sonntags v. 11-12 ÖO Uhr an der Vorverk.-Kasse, Johannesstr. 3 (Tel. 2930), im chokoladenh. Huntemann während der Geschäftszeit (Tel. 3969) u.an d. Mittagsk. ab 14.45 Uhr voll unterstrichen. Aus Plexiglas sind Damenhandschuhe ausgestellt, die vor der Hand vornehmlich für reine Luxuszwecke in Frage kommen dürften, die aber möglicherweise später auch ihren Weg zu den brei- te *2) a g Vorbringen rC n g u len)^^erf f toVf e ’ m t r 11 sich KüchU'bedarfs seien die soeben'herausgekom- Madrid, 6. März. (Europapreß.) Die milita- 1 ische und sportliche Erziehung der spanischen Ju- «end ist jetzt in zwei Verordnungen der solange ibertragen worden. Die eine betrifft die Aufhellung eines Jnstruktorenkorps für die vormilitärische Erziehung der Falangisten im Alter Don 18 bis 21 Jahren. Danach wird die fach- militärische Ausbildung der Instruktoren dem Kriegsministerium und ihre politische Erziehung Ser Falange übertragen. Die Instruktoren werden vornehmlich aus dem aktiven und Reserveoffizierskorps des Heeres übernommen werden. Die zweite Verordnung regelt die Leitung des Sportwesens in Spanien. Das spanische OlympischeKomitee, Sas sich aus der spanischen Vertretung beim internationalen Olympischen Komitee und Abordnungen Ser spanischen Sportverbände zusammensetzt, wird in einen „Nationalen Sportausschuß ; her Falange" umgewandelt, dem die Ueber- : wachung und Repräsentation des spanischen Sports hohen Blutdruck, Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen, Stoffwechselbeschwerden. Geschmack- und geruchfrei Monatspackung L— Achte« Sie auf die grüe-weiße PackeBfl Drog. Winterholf, Kreuzplatz 10; Drog. C. Seibel, Frankf. 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Herg»0el1t in den Persil-Werken T Stadttheater V L: IXrnn Forster. Frankfurt a.M. Luremburger Allee 40. ISIS- ff. fc Mein lieber, herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel MeineAnzeigen m Ohrhrnrt Ängflflet iD*rhcn von tarnen Df n bfaditei und flf(ei*n Am Dienstag verschied nach kurzer, schwerer Krankheit in Frankfurt am Main mein herzensguter Mann, mein treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 9. März, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhaus, Gießener Straße 59, aus statt. Die Angestellten der Firma Adolf Staudt. 9 V. Im Namen der trauernden Hinterbliebenent Luise Schimmel, geb. Hofmann Walter Schimmel nebst Frau und Enkel. Wir betrauern das jähe Hinscheiden unseres sehr vorbildlichen und uns immer wohlwollenden Arbeitgebers Herrn Kaufmann Adolf Staudt An der Spitze seiner Alpini-Kompanie ist an der griechisch-albanischen Front der faschistische Nationalrat Mario Fregonara gefallen. Er war Präsident des Landesverbandes der Grundbesitzer und Pächter, Mitglied der Getreidekorporation und Präsident der Agrargenossenschaft. jyui l | U^. ILUUJ v I VAK) t. , V V l versenkt worden ist Der kanadische Frachter „N a p l e c o u r t" (3388 BRT.) ging gleichfalls auf ZtzklsüliiivlvelfWiiilW statt. Anschließend kameradschaftliches Zusammensein. Zahlreiches Erscheinen der Kameraden wird Die Beerdigung findet am Montag, dem 10. März, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. fexfn Heuchelheim, Hamburg-Altona, Barmen, Gießen, Waldgirmes, den 7. März 1941. ist heute früh nach kurzem schweren Leiden aus seinem arbeitsreichen Leben, im Alter von 63 Jahren, für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Frau Johanna Staudt, geb. Noll Regierungsinspektor Otto Lauer und Frau Tilla. geb. Staudt, mit Tochter Mechthild Franz Schuster und Frau Else, geb. Staudt. «aupl.chr'lULUer- D> .tneDri» tttibeim fangt (EttUDetnete* M feaupndjri-fititete- (fraft VlumschttU. «eranitDortH* üt foittl unk «Übet Xr. Ät. W. fange für Dal Reu' ftton: Dr. Hans Thyriot; ,fh Stab; «leben. Proom», Win^a.. u. Sport: £nv. Äiumicht n. Drud uno Verlag Wrühbthf Unlret-tiatvoruderet St. Lange fi. ®. Betiaaileiter Dr.-Inq. Ertcd Hamann «nzeiaenie ter Hane BeL Brr(hbrn Inhal* brrtfn rorir Tbeoonrfrümmri Bi.bk- 6 Nachlässe von 3 ble 20 v. H. er halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige - Der neuernannte Kaiserlich-Japanische Botschafter Generalleutnant Oshima legte am Ehrenmal einen Kranz nieder. In seiner Begleitung befanden sich der japanische Militärattache, Generalleutnant Samstag, 20 Uhr Kamei adlchalls- Appell T LichlbilderVortrag über Kolonien. Danksagung. KÜr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme heim Hcim- gang unseres liciirn WntNchlafcncn sowie für die trost- rcichcn Worte tedev** ersehen Steg- Tüchtige Textilverkäuferin Stenotypistin für halbe Tage, falls nicht ganz möglich, Kcnacht. Schriftl. Angeb. unter 0800 an den Gießener Anzeiger erbet. Ki I889-I939 SamStag, 8.3.41 20 Uhr Gasitiui Boller Zndochina nimmt Japans Vorschlag an. T-okio , ß. März. (DRB.) In einem gemeinsamen Communiquö Japans, Thailands und Französisch'Jndochinas wird bekanntgegeben, daß der französische Botschafter dem japanischen Außenminister die Annahme der Hauptpunkte des japanischen Derm i t tlungsVorschlages mitgeteilt habe. Nähere Einzelheiten über die endgültige Beilegung des Grenzzwischen- fulles würden auf dem Verhandlungswege, wahrscheinlich schon in den nächsten Tagen, geregelt werden. Da Thailand bereits vor kurzem dem japanischen Vorschlag zustimmte, sei er damit von allen beteiligten Ländern angenommen. Wertholzverkauf. Donnerstag, den 20. März, vormittags 11 Uhr, werden in der Gastwirtschaft Schäfer, Daubringen, aus den Gemeindewaldungen Climbach, Allendorf a. d. Lda., Treis a. d. Lda., Daubringen und Alten- Bufeck öffentlich verkauft: 1155V Kiefer: Schneideholz Stämme 111 fm 2b- bis 5. Kl. Kiefer: Schneideholzhaltige Stämme 21 fm 3a« bis 4. Kl. Nach dem öffentlichen Verkauf der Kiefern werden beschränkt an Handwerker verkauft: Kiefer: Stämme 10 fm 3a» bis 4. Kl. Fichte: Abschnitte 84 fm 3a- bis 5. Kl. Weißtanne: Abschnitte 24 fm 3a- bis 4. Kl. Einkaufscheine sind im Termin vorzuzeigen. Num- mcroerzeichnisse werden vom Forstamt ab 10. d. M. gegen Erstattung der Schreibgebühren abgegeben. Nähere Auskunft durch das Forstamt und die betreffenden Revierförster. Gießen, den 6. März 1941. _____hessisches Forstamt Gießen. Hausgehilfin wegen Verheiratung einer meiner lebigen, sofort oder 1 April gesucht. Ditfigerel Kulimann, niööa Gasthaus ,Hur Krone". _________________U&D Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat dem früheren Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes und langjährigen Vorsitzenden des Reichsgesundheitsrates Dr. Franz B u m m in Anerkennung feiner Verdienste um die Förderung der medizinischen und tiermedizinischen Wissenschaft und Forschung zum 80. Geburtstag ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm zugehen lassen. Die Zahl der durch England beschlagnahm- ten französischen Schiffe betrug im Januar fieben, unter denen sich die „Chantilly" und die „Mendoza" befanden. Die Verluste des Monats Februar belaufen sich aus acht Schiffe, von denen die „Cuilvinec" (3181 BRT.) durch ein unbekanntes U-Boot und die „Louis Charles Schiaffino" durch igen lll der Landesbauernschaften teilnahmen, in herzlichen Worten seinen Dank aus für die seit Kriegsbeginn von ihnen zur Sicherung der Volksernährung geleistete Arbeit. Die Grundsätze der Marktordnung Des Reichsnährstandes hätten sich seit 1933 hervorragend bewährt, mit ihnen würden auch die zukünftigen Aufgaben allen gegenteiligen Hoffnungen Englands zum Trotz gemeistert werden. Banzai, der javanische Marineattachs Kapnän x S. Pokoi, Botschaftsrat Käse und andere Vertreter der japanischen Botschaft. Nach der Kranzniederlegung nahm Oshima mit Generalleutnant von Hase den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie ab. DD Freitag 2 8. Freitag -Miete. 19 bis 21.15 Uhr Götter auf Urlaub Lustspiel von Paul Helwig. Preise von RM. 0.60-8.10. |1104D menen Servier« aaenmod eile genannt, die eine Heiz- oder eine Kühlvorrichtung enthalten, ein elektrisch leuchtender Stopfpilz läßt das Strickgewebe deutlich erkennen. Mit einer Taschenlampenbatterie läßt sich das „Kinder- Kino" bedienen, das absolut feuersicher ist. Die Möbelindustrie stellt sowohl moderne wie Stileinrichtungen in gewohnter Qualität aus. Neuerungen kann man hier vor allem auch bei den Einzelmöbeln sehen. Beispielsweise hat man sich mit Sorgfalt auf die Bedürfnisse des Luftschutzkellers eingestellt und hierfür Liegestätten geschaffen, die sich aber auch für den Gebrauch tm Garten usw verwenden (affen. Des weiteren sind Sitz- und Liegemöbel zu finden, deren federnde Holzleisten die Benutzung von Kissen erübrigen. Schon dieser enge Ausschnitt aus dem Messe-An- gebot kann zeigen, daß die deutsche Industrie mit Erfolg bemüht war, ihre Fabrikation aus den gegenwärtigen und kommenden Bedarf abzustimmen. So ist es nur allzu verständlich, daß das Messegeschäft in vielen Branchen außerordentlich lebhaft einsetzte und ein sehr befriedigendes Ergebnis erwarten läßt. Erfolgreiche Arbeit in der Krieasernährungswirtschast. Der Reichsminister für Ernährung und Land wirtschaft Reichsbauernführer Darrt- sprach auf einer Arbeitstagung der Hauptabteilung lll des Altersvercinigung 1877—1927 Wir betrauern das Ableben unseres lieben Alterskameraden Adolf Staudt Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Beerdigung: Montag, 10. März, 14 Uhr. __1162P Reichsnährstandes, an der neben Reichsobmann tl Behrens und zahlreichen Vertretern des Reichser- kleine PDHIIHPC JiaipilUHtn | nährungsmlnisteriums die Vorsitzenden sämtlicher — - - ......... ata<&|ata®Iata Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk und die Mitglieder des Ausstellungs- und Messeaus- schu ses der.deutschen Wirtschaft besuchten die Reichr mes e Leipzig, wo sie vom Präsidenten des Reich; mes eamtes begrüßt wurden. Graf Schwerin von Kro igk stellte fest, daß die Reichsmesse ein Bild der unzerstörbaren Kraft des deutschen Volkes und seiner Wirtschaft gebe. |$tellenangebote| Sicherer, zuverl. mm für Botengänge und Gartenarbeit gesucht nßoD __All! weg 102. Meter den verwitwet, 59 I. alt, jucht Lräu- lein oder Witwe in den 50er Hahr als Hanshällerio zwecks ip.Heirat, Schriftliche Angeb. nebst Lichtbild erwünscht unter 11631) an den Gieß. Anz. hamilienarucKsacnen Vorlobunoeanzelgon VermÄhlunaaanzokien Geburtsanzeigen bei Brühl. BohulsfrJ Verkäufe "~| Eine neue elektr. DoppelMplale für 220 Bolt zu verkauf. l 0804 BalmlwMr. 77 Hinterhaus I. Patent Elm-Kamera 6,5x9 em, neu, für RM. 75 — zu verkauf. hMd Zu erfrag, in der Geschäftsst. deö Gießen. Anzeig. | Kaufgesuche | Kinder, lausställchcn x. kaufen gesucht. Angebote an Grünewald, Tannenweg 2511 Dissertationen oei Brühl, GleBen Stellengesuche] Sofort gesucht tüchtiges UlmiMlcta für Haushalt, Hausfrau berufs- Zum Schuhpufz es pf legt und schützt das Leder D Freitag, 7. März 1041 Giehener Anzeiger ch a , t: ^er oea , Gebiet eingetrossen und, soweit bisher sestgestellt an Milch, Mllchorzeugnlsien, O-len und F werden kannte, von guter Beschaffenheit. I werterhin in ausreichendem Matze gedeckt. Wie Heilkräuter gesammelt werden gedruckt um> qt oann Körben. Kisten oder Bornoh'XCtt. Dlhrog sind die volkstümlichsten Fiqu hen Ensemble. — (Terra.) H. Ians Thyriflt Zeitschriften. Verdunkelungszelt 7. März von 19.12 bis 7.58 Uhr. 1. Sammle nichts an Regentagen oder morgens, wenn noch Tau auf den Pflanze liegt. Regen und Tau erschweren das Trocknen. 2. Sammle nicht in Beuteln, Sacken oder Tuten (das Sammelgut wird leicht gedrückt und ift dann unansehnlich), sondern in nhar Kästen. .. , . r. . 3. Sammle nur saubere Pflanzen, die frei sind von Erde. Staub, von Insektenfraß und sonstigen Verunreinigungen (Schmarotzer, Pilze usw.) 4. Sammle immer nur das, worauf es ankommt. Also bei der Linde nur die Blüten (mit den Deckblättern), ohne Laubblätter. 5. Sammle nur frische Pflanzen, keine welken, nur aufblühende Blüten, keine von verblühten (wichtig bei der Kamille). 6 Trockne niemals in der Sonne, sondern im Schatten. Die ganze Mühe und Arbeit ist vergeblich gewesen, wenn falsch getrocknet wird. Ein luftiger Dachboden ohne Durchzug, schattig und staubfrei, ist sehr geeignet. In dünner Schicht trocknen. Aufstellen von Trockenhorden. Langstieliges Sam- düng eintritt und das Sammelgut dadurch wert» los wird. Der Trockenraum ist am besten zu verdunkeln, da sonst die Blüten ausbleichen. 7. Die Vorräte lagere luftig und prüfe jede Woche, ob der T.ocknungsvorgang wirklich abgefchlollen ist. Rach Abschluß der Sammeltätigkeit sende deine Vor- räte sofort an die Sammelstelle. 8. Erwarte nicht, daß die Sammelstelle dir kleine Einzelfunde freudig abnimmt, sondern liefere ge- schlossen alles, was gesammelt worden ist, ab. 9. Sei sauber, sauber, sauber — du selbst und deine Sammler auch! Behandle das Sammelgut so, als wolltest du dir selbst Tee daraus kochen. 10. Besorge dir gute Literatur, die es reichlich und z. T. sehr billig gibt. Es gibt nichts besseres auf unserem Gebiet als die „Veröffentlichung der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilvflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung e. V. in München , die zum Teil kostenlos abgegeben werden. — Berliner Theater im zweiten Knegswinter, der traditionelle Querschnitt, den die „n e u e 11 n t e in ihrem Märzheft bringt, ist diesmal ein besonders stolzer Rechenschaftsbericht. Was wurde gespielt? Wer leitete das Spiel? Wie entsteht ein Bühnenbild? Diese Fragen werden untersucht. Da ist zunächst ein Theaterbericht von Bruno E. Werner, der die Premieren der letzten Wochen rezensiert (dazu reizvolle farbige Szenenzeichnungen der wichtigsten Staatstheater-ASfführungen). Der zweite Beitrag stellt die führenden Berliner Regisseure vor im dritten nimmt ein bekannter junger Dühnenbiwn-er das Wort und bricht — an Hand farbiger Buhnencnt- Gartenbauwirtschaft: Die Beschickung des Gemüsemarktes kann als durchweg zufriedenstellend bezeichnet werden. Kopfkohl ist ausreichend angeboten, ebenso Chicoree und Eskarol. Auch die Versorgung mit Apfelsinen war gut. Kartoffelwirtschaft: Das Kartoffelgeschaft in der Berichtswoche war ruhig. Da die Lieferaufträge nach Baden und der Saarpfalz restlos erfüllt find, fanden nur kleinere innergebietliche Verladungen statt. Der Bedarf bei dem Empfangs- grohhandel sowie bei dem Kleinhandel und der Verbraucherschaft ist nach wie vor gering, woraus ersichtlich ist, daß diese noch reichlich emgedeckt sind. Wieder, wie schon seit Jahren, ist der Aufruf auch an unsere Schuljugend ergangen, sich unter der Leitung der Lehrer an der Sammlung von Heilkräutern zu beteiligen. Folgende Ratschläge sind dabei von Bedeutung. Menschen. Nicht die Maschine, sondern der Mensch Ausgangspunkt der Produktion. in der Geschichte blättert, hört man wenig von dem Einzelschicksal der Menschen aus dem Volke Und dennoch haben die Einzelnen durch ihr Blut und Opfer das Große der Großen unseres Volkes wer Gegners. . , Daneben stehen einige Buben nut ihren Stelzen. Stolz schauen die Jungen von ihrem erhöhten Standpunkt selbst auf die Erwachsenen herab. Wie schön ist es in den Dörfern, wenn man durch die niedrigen Fenster in die Stuben der Leute blicken kann.' Und erst da, wo der Bach «durch die Dorfstraßen fließt! Durch die tiefsten Stellen zu waten, das ist eine Kunst, besonders dann, wenn das Wasser lebhaft rauschend oorüberzieht. Da muh man schon gehörig achtgeben, damit man nicht an Sterne stößt oder gar auf einer glatten Stelle abgleitet. Da gibt es nasse Kleider, oder man fällt gar in den Dach. Aber was macht das schließlich? Es gehört zu den ersten Frühlingsfreuden. Betrachten wir auch die Kleinsten am Sandhaufen. Mit welcher iHngabe find sie beim Spiel. Ganz ernste Gesichter machen sie und sind wie versunken in eine andere Welt. Dann treten sie etwas zurück, um ihr „Weerk" zu besichtigen. Unabhängig von der Umwelt leben sie ganz ihrem Spiel Die Mädchen ober finden sich zu einem Ringelreihen. In der Mitte steht ein Kind, und die andern fingen: „Mariechen war allem zu 5)0115. Zum Schluß wird dann getanzt, wenn das Lied auch noch so traurig endet. Die kleinen Bübchen, die eben noch am Sandhaufen spielten, hören auf und werden von den großen Mädchen mit in den Kreis genommen. Schau nur, wie sie emsig miftrot- ten, wie sie in die Hände klatschen! Kinderlied, K'ickersviel, Ball und Stelzen beherrschen die Strafe? Sie erinnern on unsere eigene Juaendzeit, sie führen uns ins Kinderland zurück und helfen mit, daß wir den Frühling mit ganzem Herzen erleben. " Immer nur das Große sehen! Unfcr Opfer von heute ist der Sieg von morgen. Aus -er Stadt Gießen. Kinderspiele. Der Frühling pocht an die Türen. Die Sonne schaut freundlich durch die weihen Wolken. Der Himmel ist wieder blau, und das perlende Lied der Amsel steigt in die Lust. Langsam, mit dem Wachsen der Tage, sind die Rebel verschwunden, die die Erde eingewickelt hatten. Don den Bäumen kommt leises Vogelgezwitscher. Das Licht der Sonne fließt wie Gold über Die (Erbe, tropft auf die Bäume und Wiesen und vergoldet Himmel und Häuser. Die Fenster leuchten und blitzen im Widerschein der Strahlen. Heber den Feldern erheben sich die Lerchen und lassen unablässig ihre Triller ertönen. Sie rufen immer wieder: Kommt heraus und schaut den einziehenden Frühling! Die Saaten leuchten, die Wie- haupt nicht zum Reden, weil er die halblaut ge- j brummten Anweisungen befolgen muß: „Richt so drücken!" y ! „Richt hin und her wackeln! „So wird's schief!" , ., . Kriiii-kriii fährt die Sage gleichmäßig hm und zurück Ab und zu kreischt sie, die Buchenstämme haben verdammt fienige Knorren. Staub und Spane rieseln dicht herab. Der alte Burmann pafft stumm ^Rach^dem dritten Kloben hat Fritz die Sache verstanden. „ , . , „Eine schöne, gesunde Arbeit, das Sagen! de« ''.Das wäre auch was für meinen Vater. Aber seitdem et das Reißen hat, kann er sich nicht mehr so bewegen ..." Tabakswolke. Schweigen. . „Meist sitzt er den ganzen Tag allem m seiner Stube. Er hat niemand, mit dem er mal ein wenig plaudern könnte. Früher haben Sie Um ja oft besucht, Herr Rurmann ..." Ratsch — die Säge ist durch den Kloben gefahren, der nun in der Mitte auseinanderbricht und — verfrüht — vom Bock poltert. BuWiann brummt ärgerlich, und Fritz ist bedrückt ob feiner Unachtsamkeit. Rach zw"i weiteren Kloben: S'hen Sie, Herr Burmann, mein Vater hat das damals ja gar nicht fo schlimm gemeint ihm tut es längst leid, bah er sich mit Ihnen verzankt hat.. „Sie wackeln schon wieder!" Verdammt noch mal, es ist ziemlich heiß und dem jungen Enge ring perlt der Schweiß von der Stirn. Und die Schultern und Arme schmerzen ekelhaft. Aber es hilft nichts. Beim Sägen ist der Alte am gesprächigsten — sagt Lotte. Einmal wird er schon ein War?fallen lassen an bas man antnupfen kann. Und Fritz Engering läßt seine ganze Beredsamkeit los, philosophiert von Freundschaft, Kameradschaft und Verträglichkeit und erzählt von seinem eigenen Leben und feiner Absicht, eine Familie zu gründen. Der alte Werkmeister hüllt sich in Knasterrauch und schweigt. Hin und wieder wechselt ?r die Hand, t zieht ohne Pause die Säge durch die Bi'chenk'oben t und brummt nur ab und zu etwas Unv-rstand''ches. , Die Dämmerung bricht herein — ein mächtiger Tageskalender für Freitag. Stabtitfjeater: 19 bis 21.15 Uhr „©öfter auf Urlaub". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Sieg im Westen". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Umer " — Oberhessischer Kunstverem: 17.30 nungen — eine Lanze für die meist zu bß* achtete Leistung seiner Berufsgenossen. — Der Krieg wird in einer besonders interessanten Veröffentlichung sichtbar: die neue linie bringt Aufnahmen von 14 Weltkriegsoffizieren, deren Gesichter dem Betrachter überraschend bekannt erscheinen. Es find hier zum ersten Mal jene Männer als junge Offiziere gezeigt, die im gegenwärtigen Krieg als Gene- ralfelbmaridjälle den höchsten militärischen Rang bekleiden und an den siegreichen Feldzugen entschei- denden Anteil haben. — Zum Schluß seien noch erwähnt der prachtvolle Bildbeitrag über Münster und bas Ergebnis bes Erzähler-Wettbewerbs ber neuen linie, burch ben roieber bem beutschen Schrifttum neue' Kräfte zugeführt werben (Preis 1,—RM. Der- nicht vorzeitig, ba sonst beim Lagern Schimmelbil- Turmhaus am Brandplatz.----------- Eierwirtschaft: Bei ber auf ben Abschnitt c ber Reichseierkarte zur Ausgabe gelangen- ben Ware handelt es sich zum Teil schon um Eier aus der deutschen Erfassung. D i e h w i r t s ch a f t: Die ©efamtanlteferung an Schlachtvieh — feien es Rinder, Schweine oder Kälber — genügte überall, um ben Bebarf auf allen Märkten unb Rerteilungsftellen bes Rerbanbs- gebietes ausreichend zu becken. Fleifchzulieferungen ober Zuleitungen waren nirgends erforderlich. Herausnahmen durch Mehrzulassung über ben eigenen Bebarf für bie Reichsstelle ber Tiere unb tierische Erzeugnisse fanben nicht statt. Milch- und Fettwirtschaft: Der Bedarf Haufen von runden Holzklötzen türmt sich um die Männer. Und bann zieht Burmann bie Sage aus dem letzten Kloben und verstaut die Pfeife m der Tasche. _ , „Genug für heute!" sagt er und geht zum Hause. Fritz vermag kaum noch die Arme zu heben. Aber nun muß es endlich gesagt werden. ,jyerr Burmann, Ihre Lotte und ich ... Der Alte bleibt stehen und schmunzelt. „Ach so! Ja, ja, ich weiß. Wir haben gestern darüber gesprochen. Ich denke, ihr feiert morgen eure Verlobung bei mir. Bringen Sie man Ihren Vater mit!" _ Völlig verdattert folgt Fritz ihm ms Haus. „Aber Lotte!" stotterte er, „dein Vater weiß ja schon ..." „Ratürlich. Freust du dich, Fritz?" „Ja, gewiß, aber warum mußte ich dann erst fo lange Holz sägen?" . - „Oh, ich wollte doch nur, daß du ihm ein bißchen hilfst. Er wäre sonst heute kaum damit fertig geworben ... Und der alte Burmann lacht, daß die Wände zit- i:rn: „Ein bißchen Strafe verdiente der Herr Schwiegersohn ja wohl auch für sein Heimlichtun, was?" L'ckftprelßauS: „Unser kleine«- .lunae" werden. Der Vertrauensral im Kriege besonders wichtig. Die Kriegserscheinungen im Betrieb erfordern geradezu einen regen Dertrauensrat und einen funktionierenden Amtswalterftab der Deutschen Arbeitsfront. Man denke an die durch den Krieg m die Betriebsgemeinschaft neu hinzugekommenen dienstverpflichteten Arbeitskameraden. Oft müssen sich diese an eine ganz neue Arbeitsweise und andere Umstände gewöhnen. Besonders trifft das bei den älteren Arbeitskameraden zu, die Jahre und Jahrzehnte wo anders standen. Ihnen ihren Ar- 'beitsgang zu erleichtern und angenehm zu gestalten, ist eine Hauptaufgabe der heutigen Sozialpolitik einer Betriebsaemeinschaft. Dann sind feit Kriegsbeginn Tausend und aber Tausend Frauen an die Stelle der- Männer getreten, die ihren Arbeitsplatz verließen, um dem Ruf des Vaterlandes Folge zu leisten. All diesen Frauen gilt die größte Sorge des Betriebsführers unb feiner Beauftragten, befonbers ber Betriebs- frauenroalterin und ber sozialen Betriebsarbeiterin. Die Frau verlangt eine andere Behandlung als der Mann Sie darf nur an dem Platz stehen und 1 wirken, der sie körperlich und geistig keinen Scha- i den nehmen läßt. Die Frau ist in erster Linie Mutter, und nirgends darf das übersehen werden. Ein wichtiges Mied in der Gemeinschaft ist der Betrieb, Ihn völlig intakt zu halten, ist Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront. Sie hat Sorge dafür zu tragen, daß die Leistungsgemeinschaft Betrieb über einen Betriebsführer verfügt, ber im wahrsten Sinne bes Wortes Menschenführer ist, baß ihm zur Seite ein Betriebsobmann, Vertrauensmänner, Walter unb Warte stehen, bie es verstehen, ben Ge- meinschaftsgedanken zu förbern und bie Leistungen zu steigern, sowie für das Wohl des einzelnen Ge- olgschaftsmitgliedes einzuftehen. Es ist eine irrige Meinung, anzunehmen, daß bie Einrichtungen bes Vertrauensrates unb des Amtswalterstabes ber Deutschen Arbeitsfront im Krieg nicht notroenbig feien, ober, daß sie guminbeft in ihrer Bebeutung stark hinter ben Kriegsprobuktionsaufgaben ber Betriebe stünden. Dabei übersieht man, daß jede Produktion mit bem Menschen beginnt. Es find die schlechten Betriebsführer, die ihre Aufmerksamkeit nur auf bie Werkhallen unb Maschinen richten und dabei den schaffenden Menschen übersehen. Em guter Betriebsführer kümmert sich um bie Menschen in seinem Werk. Er läßt sich nicht abschließen von benen im Kesselhaus, an ber Werkbank, in ber Formerei unb burch feine Werkmeister unb Ingenieure vertreten, er bleibt selbst mit jedem einzelnen in Verbindung, soweit das irgend möglich ist. Der Vertrauensrat soll nicht nur auf bem Papier stehen, fonbern regelmäßig in kurzen Ab- ftänben zusammentreten. Hier können alle Fragen bes sozialen Lebens erörtert unb gelöst werben. Eine gute Betriebsgemeinschaft löst alles unter sich, und zwar im Sinne ber Partei unb bes Gesetzgebers. Rur in ben äußersten Fällen kann bie Deutsche Arbeitsfront ober ber Reichstreuhänber angerufen lieh in die Länge gezogen und kompliziert, fo baß man bis ganz zuletzt nicht weiß, moran man .fr, und ob das wirklich noch eine dauerhafte Fmnckie wird. Außerdem merkt man gegen Ende auch die Uebertragung aus dem Bühnenstück auf die Leinwand. (Regie: B Barlog.) Hübsch und luftig sind bie Szenen mit bem kleinen blonden Jungen geraten; er heißt Hansi Radetzky ein nötiger Lümmel mit durchdringender Krahstimme. Hude Jansen und Hermann S p e e l m n n s sind das dickköpfige, spät miteinander glücklich werdende Elternpaar. Max G ü l st o r f f, Ernst Waldow, Ernst v K l i p st e i n , Lotte Koch und 3elfte Ribroa sind die volkstümlichsten Figuren im gro- wissen, daß ein siegreicher Feind ihnen alles neh- men würde, daß aber ihre Opfer, bie sie heute und Bi bringen, den Sieg verwirklichen helfen. Sie fügen feit Den ita) romig cm in vm ----------------__ . . Deutschen, und das einzelne Schicksal ordnet sicht Sieg ertrotzen, dem großen Werden des Volkes unter. Wenn man 1 ben lassen Aus dem „Ich- ist bas „Wir" geworden. Daß mir wieder in einer Gemeinschaft denken » daß aus ton 2-h d» °-r^en°n Ep^cn Holzsägen. ' 1 Von O. G. Foerster. Samstagmittag fährt der Reisende Fritz Engering mit der Vorortbahn in die kleine Siedlung am Rande der Stadt, wo der alte Werkmeister Burmann ein Häuschen hat. Die beiden arbeiten m der gleichen Firma A. Strunz & Comp., Tuchwaren en gros — aber seitdem Fritz Engerings Vater sich mit Burmann verkrachte, hat die alte Freundschaft einen Riß. , „ . , Und das ist sehr unerfreulich, vor allem deshalb, weil Fritz und Lotte Burmann sich nun schon em Vierteljahr lang heimlich treffen. Und einmal muß ber Vater es doch erfahren! Wenn er nur nicht so entsetzlich einsilbig und mürrisch wäre! Im Betrieb, bei seinen Maschinen, redet er nur, wenn es sich um seine Arbeit oder etwas Geschäftliches handelt, und auch bann nur das Allernotwendigste ... An der Tür des kleinen sauberen Hauses empfängt Lotte Burmann den Besucher. Fritz wagt kaum, ihr die Hand zu geben. „Ist der Vater schon zu Haus? flüstert er. Sie hat einen hellen Schein in ben Augen und lächelt. „ „Er ist auf bem Hof unb sagt Holz. Er zögert. Eine unerwartete Situation. Kann man einem Mann wie ben alten Burmann beim Holzsägen so komplizierte Dinge ausemanbersetzen? Aber Lotte scheint sich davon gerabe Erfolg zu ver- fprechen. „Geh nur hin, Fritz. Hilf ihm ein bißchen sagen. Beim Holzsägen ist er noch am gesprächigsten. Gut. Fritz Engering gibt sich einen Ruck und geht auf den Hof. Halb von bem Holzstoß verdeckt, steht ber W"rkmeister vor bem Sägebock unb fuhrt die große Säge burch einen mächtigen Buchenkloben. Er knurrt etwas Unverständliches auf Engerings Gruß und scheint überhaupt nicht verwundert über den Besuch zu sein. Und als Fritz ihm vorschlagt, ihm ein bißchen sägen zu helfen, nicht er nur unb weist mit der kurzen Pfeife auf das andere Ende der Säge Und fo sägen die beiden nun gemeinsam. Fritz hat in seinem bisherigen Leben noch nie em ..Derartiges Instrument bedient, und er kommt zunächst über» Wieder mal ein Vorstoß ins Volksstück mit zeitnahen Ideen und Figuren: das Drehbuch schrieb Aktien"^ von ^rid)^ a\ tz^m^a n m^Der Gedanke würfe, instruktiver Aufrisse unb heiterer Na^bzeich- ift nicht schlecht? bie Betriebsgemeinschaft eine« ------- — "" -'<♦ m9n,a bc* Werkes nimmt sich, als eine junge Arbeiterin ein Kind bekommt. **r Mutter "vd des Kleinen an bis ber Vater nach Jahren enblich den Weg zu feiner Familie finbet. Das ist aus einem neuerwachter. Gemeinschaftsgefühl richtig empfunden. Immerhin w-.rd der Zuschauer, wenn er sieht, wie das emge- fädelt ist, einige Widerstände zu überwinden haben. Denn die Betriebsgemeinschaft ift mit dauerndem Klatsch, Stänkereien unb bösartigen Verleumdungen recht eigentlich schuld daran, daß der Vater schließlich davonlä"ft. "nd di- Arh"itskollegen, die hernach das „Kind auf Aktien" in ihre Obhut nehmen, geraden etwas unvermiftelt non einem Ertrem ins andere. Es wird überhaupt ein bißchen viel ®e-.»■. schrei um bie Sache gemacht unb bas Ganze reich-1 log Otto Beyer, Leipzig-Berlin.) Zur Zeit führt bie Deutsche Arbeitsfront in sämtlichen Kreisen unseres Gaues Arbeitstagungen burch. Sie bienen der erneuten Ausrichtung ber Betriebs, sichrer, ber Betriebsobmänner unb ber Vertrauensräte. Diese alle finb verantwortlich für bie Betciebs- aemeinfchaft, für deren Leistungen und Zufriedenheit. Die Arbeitstagungen geben ihnen das Rüstzeug für ihre Aufgaben. Ergänzt wird diese Aktion durch Betriebsversammlungen mit Rednern des Propagandaamtes der Deutschen Arbeitsfront unb ©aurebnern, sowie burch Betriebsbesuche führenber Parteigenossen ber Deutschen Arbeitsfront. Die Betriebsbesuche ermöglichen es, den unmittelbaren Kontakt zwischen ben Beauftragten ber Partei unb den Schaffenden zu erhalten. Diese Maßnahmen haben im Krieg mehr Berechtigung denn je. Mit dem uns aufgezwungenen Kampf sind nicht nur bie Pflichten des ganzen deutschen Volkes und jedes einzelnen Volksgenossen gewachsen, sondern auch die Sorge um das Wohl der Gemeinschaft unb ber sen werben grün, bie Knospen ber Bäume schwellen. Unb kommen auch noch Stürme unb brausen noch Regenschauer nieder, vermischt mit Schnee und kleinen Eiskörnern, bas macht gar nichts aus. Wir nehmen bie ersten Sonnentage jn unser Herz, wir sinb wie bie Kinber, bie auf ber Straße bei ihren ersten Frühlingsspielen jubeln. Schon seit Wochen haben bie Kleinen ihre Taschen mit „Klickern" angefüllt. Auf ben Straßen unb freien Plätzen werben kleine Vertiefungen gesucht oder künstlich hergestellt. Schon rollen bie kleinen Kugeln. Mit welch ernsten Gesichtern wird bas Spiel verfolgt! Auch bie zuschauenben Kinber zeigen eine Teilnahme, eine Hingabe, bie rührend ift. Jeder Zug, jeder Wurf wird mit Spannung beobachtet. Bleiben wir ba nicht unwillkürlich stehen und schauen zu? Die ersten Frühlingsspiele der Kinder erfreuen uns immer wieder. Wie oft haben sich die Kleinen nach der Strafte, nach der frischen Luft gefehnt. Run ist es fo weit. Unbekümmert um kleine Regenschauer, unbekümmert um bas bißchen Schmutz, ber noch hier unb ba auf ber Straße liegt, wirb munter unb eifrig gespielt. Das Spiel mit ben Klickern bleibt ewig basselbe. Zuerst kommt der „Einsatz", b. h. jeder der Spielenden schießt einen ober auch zwei unb mehr Klicker nach bem Loch. Wer seinen Klicker in bas Loch ober ganz in die Rähe bringt, hat das Vorrecht beim Spiel. Schießt er Zug um Zug alle glücklich hinein, dann ist er der Gewinner und erhält die Klicker fernes Sie trägt in sich die Zukunft unseres Volkes, unb dementsprechend muß sie behandelt werden. ieuueil/ UUD uu=> ------ Zufriedenheit ber Schaffenden — unser hyuptziel. Wir von heute geworden i,., . E« ist klar daß ein mit der Zeit gehender Be-und berechtigt uns, Träger der neuen Zeit Auftrieb sich an bem Leistungskampf der Betriebe de- Wie gut ist es doch, baß man m !Deutsch s ch e ligt auch im Krieg. Die Ausgaben des Leistung-, nicht erst seit Kriegsbegmn pred gt santon sch kamnse- lind dem Kriege anaepatzt. Er stellt während der Kampszeit und seit den Tagen d r weniger materielle Fartounaen Das Ziel ist die Machiergreisung durch den Nattonalsoziallsmu- Di. beste ^Betriebsgemeinschast mit der besten Leistung.^ Schule der Partei undi ihresi °er anaerien v Der Betrieb, der die saubersten Menschen cm eigen der Deutschen Arbeitssrant, hat sich egensreich nennt der um die palitisch sargsallige Ausrichtung den 1- - Jahren !-es °«g^wi,tDer em bemüht war, wo einer dem anderen wirklich K°->z-lne sieht aus das Zielund ordne darum , merad ift und WO jeder in seiner Arbeit voll auf- eigenen Interessen unter. Er sieht oas io$iaj geht dieser Betrieb ist in Ordnung. Es kommt auf Deutschland im Kampf gegen das zufriedene Menschen an, besonders in diesem uns Land Europas, England Und da stören ihn die au,gezwungenen Krieg. Jeder Schassende sühlt,sich Einschränkungenn die derKrieg.Mit sich^ br ngt nicht als Soldat der cheimat für den endgültigen eug ,rn geringsten Das Ziel ist mel !bochalismus unseres Volkes. Als Soldaten, auch Frauen k°n- Hlndermsie bis d°h,n. Der d°ul,ch° SozmUsmu- nen das in diesem Sinne sein, sehen sie über all marschiert. Europa bückt aus ihn al- sein oorvw. bas Kleinliche das der Alltag zu Hause und im Be- Und die er Sozialismus steht erst am Anfang einer trieb mit sich bringt, hinweg Sie sind gegen die! Auswirkungen. Es sei hier nur an d°- Wohnungs leinen Widerwärtigkeiten abgehärtet und beitzen bauprogramm. bi«‘to b°i..'chwi°ng°n Ausgaben to Zahn, Su - e unb Besichtigungen Der Deutschen Arbeitsfront ftar- . uerroirnunen neuen, oie uen schaffenden Menschen in feinem Glauben, ben Blockier ^unüberwindlichen und dieser unbändige Glaube wird ben endgültigen __ •.___t-. dun »rtrnfapn W. K. D. Aus der engeren Heimat diesem fünfen außerordentlich vielseitiyrs Programm SJ.-fpor/ Das im gleichen Sinne erziehen. aber, hta&e Füße ? tUB!'Schutz die W fWeg damit: Sohlen M Fußball-Länderspiel: Deutschland-Schweiz Ohr: wäre den Schuhfoh/en 3 facht tcairbarked und macht fie waff erd ich t! berg durch die NSKOV. Eine größere militärische Feier kann in Jahre nicht stattfinden. »Von der Brnzinlutsche rid)fenftelk für da« Blindenwesen in Marburg. LPD. Marburg, 6. März. Der rund 17000 Mitglieder erfassende Spitzenoerband der deutschen Ziviiblinden, der Reichsdeutsche Blindenverband e D. zu Berlin, errichtete mit sofortiger Wirkung eine Nachrichtenstelle für das Biindenwesen. Sitz der neuen Einrichtung ist Marburg a. d. Lahn. Ihre Tätigkeit erstreckt sich über das gesamte Reichsgebiet. Die Hauptaufgabe besteht darin, weiteste Beoölkerungsschichten unter zeitgemäßen Gesichtspunkten über die Stellung des werktätigen blinden Menschen inmitten der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft aufzuklären und dadurch überwundenen Auffassungen aus einer vergangenen liheralistischen Zeit mit ihrer billigen Mitleidsbetonung zu begegnen. Mit dem Aufbau und der Leitung der neuen Nachrichtenstelle wurde der in Marburg als Dozent der Zeitungswissenschaft wirkende hnegsblinde Hauptschriftleiter i. R. Pg. Kittel betraut. Landkreis Gießen. (D Lollar, 6. März. Am heutigen Donnersta-g wurde der älte st e Einwohner von Lollar, Philipp Geißler, der das 9 0. Lebensjahr fast erreicht hatte, zu Grabe getragen. Die Freiwillige Feuerwehr Lollar, der einziger noch lebender Mitbegründer und Ehrenmitglied er war, und der Gesangverein „Sängervereintgung" gaben ihrem Ehrenmitglied das letzte Geleit und legten am Grabe Kränze nieder. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden durch die Feuerwehrkapelle Lollar nahmen die Kameraden Abschied von dem Verstorbenen. * Großen-Linden, 5. März. Der diesjährige Generalappell der Freiwilligen Feuerwehr fand bei Kamerad Luh „zum Hüttenberg" statt. Oberzugführer Velten eröffnete und leitete den Appell. Zunächst wurde der verstorbenen Kameraden Degen und Keßler, sowie der Gefallenen gedacht und ihr Andenken in gewohnter Weise geehrt. Dann gab Oberzugführer Velten den Bericht über die Tätigkeit der Wehr im verflossenen Jahre. Die Wehr wurde einmal nach Leihgestern zur Bekämpfung eines Scheunenbrandes alarmiert. In Vertretung des Kassenwart G a ß m a n n , der unter der Fahne steht, gab Haupttruppführer B o p f den Kassenbericht. Die Kasse wurde in Ordnung befunden. Oberzugführer Velten dankte Haujrttrupp- führer B o p f für seine Tätigkeit und erteilte ihm Entlastung. Anschließend gab er noch einige Aufklärungen über das neue Feuerwehrrecht. Dann schilderte Kamerad Seht kurz seine Erlebnisse in der Feuerwehrfachschule. Mit dem Gruß an den Führer wurde der Avpell von Oberzugführer Velten geschlossen. Die Kapelle Wolf umrahmte den Abend mit musikalischen Darbietungen, und Kamerad Geißler verstand es mit seinen humoristischen Vorträgen, die Kameraden nach dem Appell noch in bester Weise zu unterhalten. * Laubach, 6. März. Die Bezirkssparkasse Laubach kann für bas Jahr 1940 eine außerordentlich befriedigende Entwicklung verzeichnen. Die Einzahlungen an Spareinlagen beliefen sich im Jahre 1940 auf insgesamt 679 506.84 Reichsmark, die Auszahlungen bezifferten sich auf 279 208,96 RM., so daß mithin ein lieberschuß an Spareinlagen in Höhe von 400 297,88 RM. allein für das Jahr 1940 vorhanden ist. Der Gesamtbestand der Spareinlagen belief sich Ende 1940 auf 2 510 352,12 RM An Sparbüchern wurden Ende 1940 insgesamt 3525 einschließlich eines Zuwachses um 166 im Jahre 1940 gezählt. Der GesamiumGtz der Kasse belief sich im Jahre 1940 auf 19 713 436.22 RM., gegen 17 990 309,76 RM im Jahre 1939 Der Reingewinn in Höhe von 9679,66 RM. wurde der Sicherheitsrücklage überwiesen. Die Rücklagen beliefen sich Ende 1940 insgesamt auf 152 556,59 RM. cf Weickartshain, 5. März. Kaufmann Wilhelm T r ü l l e r und Frau Mina, geb. Försterling, aus Garbenteich, begingen heute das Fest der silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar nachträglich herzlichen Glückwunsch. \ Frankfurter Schlachtvlehrnarkt. F ra n^fu r t a. M., 6. März. Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 35,5 bis 37,5, Bullen a) 43,5 bis 44,5, c) 38 bis 40,5, Kühe a) 43 bis 44,5, b) 38 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 18 bis 25, Färsen a) 44,5 bis 45,5, b) 40 bis 41,5, c) 35 bis 36,5, Kälber (Sonderklasse) 65 bis 74, andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 45 bis 50, d) 35 bis 40, Lämmer und Hämmel nicht notiert, Schafe a) 42 bis 44, b) 36 bis 40, c) 15 bis 32, Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56 5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5, gl Sauen) 57,5. Marktverlauf: lebhaft. Fußball im Tv. Klein-Linden. ftteln-Clnben 3gb. — BfB.-H. (Bieben 3-3 (3:0). Nach langer Paule trat Klein-Linden am Sonn- tag zum Freundschaftsspiel gegen VfB -Reichsbahn Gießen an. Die erste Halbzeit gehörte Klein-Linden, das durch seinen Linksaußen einmal und feinen Mittelstürmer zweimal erfolgreich fein konnte. In der zweiten Halbheit war das Spiel anfanas noch ziemlich ausgeglichen, dann aber zeigte Siegen ein schönes Spiel, konnte durch feinen Mittelstürmer einmal und durch seinen Rechtsaußen zweimal zu Torerfolgen kommen. Im Endspurt um den Sieg rangen oeide Mannschaften vergeblich. Das Spiel endete mit einem Unentschieden. Universität München siegt im Staffel'auf. Heineke (Freiburg) schnellster Deutscher. Zum erstenmal wurde im Rahmen der Ski-Reichs- wettkämpfe der Studenten in Kitzbühel auch ein Staffellauf über 4 X 5 km durchgeführt, der am Donnerstag als zweiter Wettbewerb zum Austrag kam und den Erfolg der mannschaftlichen Erziehung in der Deutschen Studentenschaft deutlich sichtbar in den Vordergrund rückte. Als Reichssieger ging die Studentenschaft der Universität München her- vor, die in 2:03,26 Std. vor der Staffel der Universität Innsbruck und der durch Bindungsbruch zurückgeworfenen Freiburger Studentenschaft ins Ziel kam. Die Tagesbestzeit wurde wieder in der Ausländerklasse gelaufen, too die schwedische Mannschaft in 1:57,36 erneut über die norweglsch« Vertretung triumphierte. Rune Spontnotizen. Hessens Meisterschaft im Mannschafts-Gewichtheben wurde von Hessen- Preußen Kassel mit 1375 kg vor AV. 88 Marburg mit 1357,5 kg gewonnen. Vater hinüber, der mit höflicher Aufmerksamkeit und bedächtig kauend seinem ältesten Sohn zuhörte, der von der Notwendigkeit eines engen wirtschaft- liehen Zusammengehens zwischen Deutschland und dem Balkan sprach. Miltic machte dem Gespräch mit Gert gewaltsam ein Ende, indem er einfach nicht mehr antwortete, und wendete sich Eyarlotte zu. Er vertraute ihr an, daß er einen Abstecher nach Berlin plane. Sie zeigte sich wenig interessiert, und er überfiel sie mit der Frage, ob sie nicht vielleicht auch zufällig nach Berlin reifen müsse. „Es roärre ganz härrlich, gnäddiges Frräulein!" rief er. Das ließe sich wohl nur schwer machen, antwortete sie. Er senkte betrübt die Augen und wußte nicht, wie er die Unterhaltung mit ihr weiterführen sollte. Direktor Knelenbrink trank Charlotte zu. Sie dankte lächelnd. Auch ihr Vater hob gegen sie das Was, und sie glaubte schon, daß Gerts Nachricht von dem Ferngespräch mit Heiderskrug eine harmlose Ursache gehabt habe. Aber als bas Essen be- endet war, fügte es der Zufall, daß sie während des Aufbruches neben ihrem Vater stand. Er lenkte sie scheinbar unabsichtlich von den anderen weg. „Ich habe dir Grüße von Tante Alice zu bestellen", sagte er, als sie vor dem hohen Fenster des Speisezimmers standen, ©eine Stimme klang freundlich, aber unbeirrbar fest. Charlotte sah ihm gerade in die Augen und sammelte alle Kräfte zur Austeh- nung. „Sie würde sich sehr freuen, dich aus ein paar Wochen in Heiderskrug zu haben. Auch ich halte es für einen guten Gedanken, nachdem du deinen Aufenthalt in Arofa so früh abgebrochen hast."- Sie wollte widersprechen, wollte entschlossen-, nein sagen: Christoph Mathesius sah ihr mit küyler Aufmerksamkeit in die Augen. „Da du dein Zimmer in Heiderskrug so gut hast (rotc hier", fuhr er fort, „brauchst du ja kein« um stündlichen Vorbereitungen zu treffen. Du könnest also — sagen wir, übermorgen fahren." Ihre ganze Widerstandskraft brach unter seinem Blick jämmerlich zusammen. Er drohte nicht, befahl nicht, sprach keinen Vorwurf aus, aber man mußte ihm gehorchen, so lange man unter seiner Botmäßigkeit stand. Also mußte Man sich von ihm trennen. Er stand in seiner Welt, kommende Wochenende ist reich an sportlichen Großereianissen. Mit besonderer Spannung wird die deutsche Sportgemeinde dem Fußball- Ländertreffen zwischen Deutschland und der Schweiz in Stuttaart entgeyensehen, zählen doch die Schweizer zu den spielstarksten Fußballändern Europas. Die beiden letzten Begegnungen mit der Schweiz sanden anläßlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 In Paris statt und brachten Deutschland nicht den gewünschten Erfolg. Nach einem 1:1 im ersten Spiel gewannen die Eidgenossen die Wiederholung mit 4:2 Toren. In Stuttgart gilt es also, die Pariser Schlappe wettzumachen. Auf deutscher Seite stehen für diesen Kampf 14 Spieler bereit, von denen wahrscheinlich Kolb (Frankfurt), Gellesch (Schalke) und der Berliner Jahn in Reserve bleiben werden. Mithin sollten spielen: sie in der ihren, und keine Verbindung gab es dazwischen. In diesem Augenblick war sie entschlossen, sich Lasard zu überantworten. Sie schluckte an einer Antwort. „Lisa hat übermorgen ihren Hochzeitstag. Papa, ihren ersten", sagte Jie und bemühte sich ganz ruhig zu svrechen. „Sie hat mich vorhin gebeten, am Abeich bei ihr zu fein." An der Erinnerung an Stefans Hochzeit runzelt« er die Stirn, antwortete aber freundlich: „Gut, dann also einen Tag danach, nicht wahr?" An diesem Tage werde ich auf und davon gehen! dachte sie. Don irgendwoher sahen Gerts Augen sie mitleidig an. Sie erkannte niemand und konnte nicht antworten. Die Kehle war ihr zu eng. Sie drehte sich um und ging davon. Direktor Knelenbrink ing sie auf der Schwelle zur Bibliothek ab, hakte ich bei ihr ein und sagte, daß ihm alles noch einmal o gut schmecke wie sonst, wenn er bei Tisch sie vor Augen habe. Dann fühle er aber auch so recht, wie freudlos sein Junggesellenleben fei. „2Iber au meiner Zeit", meinte er melancholisch, „gab es leider keine Mädels wie Sie." Er verfiel in Schweigen und schien in seinen Erinnerungen nachzusuchen, ob es nicht vielleich doch welche gegeben hatte, an denen er vorbeigelaufen war. Geraume Zeit fühlte Charlotte sich von ihrem Vater beobachtet. Sie bemühte sich, unbefangen mit Frau Ruhland und Lis zu sprechen, war zärtlich zu ihrer Mutter und freundlich zu Herrn Miltic, aber als ihr Vater endgültig mit den anderen Herren in das Rauchzimmer gegangen war, lief sie hinüber in sein Arbeitszimmer, wo das Telephon stand, und rief den „Schlelifchen Hof" an. Es meldete sich der Besitzer. Ohne ihren Namen zu nennen, bat sie hastig, Herrn Lasard an den Apparat zu rufen. Sie lauschte hinaus auf den Flur, ob sich dort etwa Schritte näherten. Jeden Augenblick mußte sie mit einer Ueberraschung rechnen und hätte keine glaubwürdige Lüge gehabt. Endlich vernahm sie La- satds erwartungsvolle Stimme. „Ja ...?" rief er leise. „Henry!" antwortete sie, und ihre Stimme klang so atmelos, als hätte sie einen langen Lauf hinter sich. ______________ (Fortsetzung folgt.) erwies oder sagte. Stefan Mathesius tauschte mit seiner Schwester einen selten Händedruck. Er sah aus wie ein Offizier in Zivil, schmal und schlank, unauffällig und korrekt, pslichtgetreu und unbedingt verläßlich. Er überließ Charlotte sofort seiner Frau, und es schien, als sei er mit ihr in einem geheimen Einverständnis, denn er sprach angelegentlich mit seiner Mutter, um deren Aufmerksamkeit abzulenken. Vom ersten Tage ihrer Bekanntschaft an waren Lis und Charlotte Freundinnen geworden. Sie waren etwa gleichaltrig, dennoch fühlte Lis sich fs di« reifere, und Charlotte erkannte das an. Bis zu ihwr Heirat mit Stefan hatte Lis sich tapfer mit dem ßtb.m herumgeschlagen, und das gao ihr ein gehör!- ges Ue berge wicht. Sie war früh verwaist, ihr Vater, ein österreichischer Offizier, war im Kriege gefallen, und sie war von klein auf beinahe ganz allein auf sich selbst angewiesen gewesen. „In den letzten Tagen yast du mich sträflich ver- nachlässlat", sagte sie, und ihre Sprache klang noch immer ein wenig an das Wienersche an, was Charlotte gern hörte. „Zu entschuldigen braucht du dich nicht, denn ich weiß, was du hier auszustehen hast/ Sie warf einen bedeutungsvollen Blick zu ihrem Schwiegervater hinüber. „Nun verlange ich daß du deinen Besuch endlich nachholst." „3a, Lis! Schrecklich gern?" „Dann also morgen, zur Jause?" „Ja, morgen zur Kaffeezeit." Die junge Frau neigte sich zu Charlottes „Du tust mir furchtbar leid, Kleines! Ich ____ längst zu dir gekommen, wenn man hier unter vier Augen miteinander, sprechen könnte. Also, vergiß nicht: morgen! Ich erwarte dich bestimmt!" „Ich werde kommen!" WWWliSliMMk. Roman von (Otto neufdöt. 7. Fortsetzung ^Nachdruck verboten ) Frau Mathellus lächelte und errötete dabei wie ein junges Mädchen. Es war immer, als käme sie sich unverdient beschenkt vor, wenn man ihr Liebes Nachmittag noch in der Stadt gewesen, Kind? Frau Triebsch sagte mir ..." „3a, Mama. Herr Lasard hatte mich gebeten, zu kommen. Er wollte sich verabschieden, weil er morgen abreist." "Du hast ihn aufgesucht?" fragte Frau Mathe- sius erschrocken. „Ich habe im Schlesischen Hof eine Tasse Kaffee mit ihm getrunken, verdiene ich deshalb einen Vor- rourf?" „Nein, nein! Gewiß nicht! Aber du weißt, rote empfindlich Papa gegen das häßliche Gerede ist, das wegen jeder Kleinigkeit hier entsteht." „Das darf für mich kein Grund sein, gegen Herrn Lasard unhöflich au sein, Mama." "Wie du sprichst. Kind! Ich habe dich doch nicht zurechtweisen wollen." Charlotte strich entschuldigend über die weiße kraftlose Hand ihrer Mutter. „Bitte, verzeih, Mama!" Die große Flügeltür zum Speisezimmer öffnete sich. Frau Triebsch erschien und meldete der Hausfrau, daß angerichtet sei. Frau Mathesius erhob sich und bat zu Tisch. Im Hause Mathesius wurde bürgerlich schlicht gegessen. Direktor Knelenbrjnk, der in vertrautem Freundeskreis als begabter Liebhaberkoch bekannt war, legte keinen sonderlichen Wert darauf, an der Tafel seines Chefs zu speisen und aß sich schon immer vorher satt an dem, was ihm schmeckte. Vlacho Miltic hatte an der Seite Charlottes seinen Platz. Gert, der ihm schräg gegenüber sah, ließ ihm jedoch wenig Gelegenheit, sich mit Charlotte zu beschäftigen. Er erkannte, wie hilflos und ungedul- big sie war und sprang Ihr bei. Statt seiner Nachbarin leidenschaftliche Schmeicheleien zu sagen, mußte Mittlc darüber Auskunft geben, welche Entwicklung das Verkehrswesen in seiner Heimat während der letzten Jahre genommen hatte, und wie es um den Autoimport siehe, welche Aussichten die deutsche Industrie im Vergleich zur italienischen und amerikanischen habe. Miltic zeigte sich sehr gut unterrichtet, bedauerte aber, daß Gert Ihn fest in der Unterhaltung hielt. Nuhland, der an Charlottes anderer Seite saß, sprach wenig. Seine Frau und Gert waren die einzigen, die unter der eisigen Förmlichkeit dieser Tafelrunde nicht litten. Charlotte sah zu ihrem