Samstag, 6.»Somrtag. 7. Dezember W4t Jahrgang Nr. 290 > /y Q Samstag, 6.'Sott Gietzener Anzeiger »Annahme von A^eige« für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr desGormsttagS »Anzeiaen-Preiie: Slmeigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rot. te mm bei 70 mm Seilenbreite Nachlässe: Wiederdolung Malftaffell Abschlüße Mengeniianel B Platzvorichnft (vorherige Vereinbarung) 25% mehr tncöemi iag«icli außer Honntag? und feiertags Beilagen: Siebener Fam ilienblätter Heimat tmBild,DieLcholle Bezugspreis: Monatlich.......RM 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 xuch bei Nichterscheinen tjn einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernivrechanschluü 2251 Drahtanschrift:,.Anzeiger" SoMchett 116*6 fVranff. M vrühlsche Uuivrrsttätrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Gberhessen * «ießen,^rchul«r-tze°r Reichsmarschall Göring und Mrschall petain pstain sieht die Wochenschau an. Petcrin in St. Florentin gedreht wurde. Aeue Verluste der britischen Lustwaffe Hilfskreuzers „(Kormoran1*, wie im Bericht des Oft 2D. Freitagnachmittag im Parlament, daß die englische Regierung über die ihre Interessen in Ungarn vertretende nordamerikanische Gesandtschaft der ungarischen Regierung eine ultimative Kriegserklärung übermitteln lieh. 3n dem englischen Ultimatum heißt es, England betrachtet sich mit V, auf die hilfreiche Hand unseres Militärs rech- En, um noch mit einem Motorboot in Russe den achtzug nach Sofia zu erreichen. Es sing schon an zu dunkeln, und auf der schnell tihinströmenden, hochangeschwollenen Donau warf j, r Sturm einen kräftigen Wellengang klatschend 5 gen die Stahlwände unseres Bootes. Die Ueber- fhrt gegen den Strom dauerte lange; bis Russe rurde es beinahe Nacht. Aber in dieser Gegend Genossen der Achse in den Krieg eintrat, war man sich in Rom völlig darüber im klaren, daß dem italienischen Imperium in Ostafrika das Schicksal einer belagerten Festung beoorstehe, die auf irgend« Donnerstagabend nahm der Staatschef mit einigen Regierungsmitgliedern an der D orführung der Wochenschau teil, die anläßlich der Zusammenfeindlichen Handelsschiffsraumes versenkt. 0er Wehrmachtberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquarller, 5. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Südabschnitt der Ostfront sind erneute Angriffe des Gegners gescheitert. Bei der Beschießung kriegswichtiger Ziele in L e - ningrad wurden in einem Rlunitionslager starke Explosionen und ausgedehnte Brände hervorgerufen. Rach der Flucht aus hangö sind außer dem Truppentransporter „Stalin“ noch mehrere andere sowjetische Schiffe auf deutsch-finnische Minensperren gelaufen. Dabei sind ein Truppentransporter von 3000 BRT., ein Dampfer von 700 BRT. und ein sowjetisches Schnellboot gesunken. Starke Verbände der Luftwaffe führten im Südabschnitt der Front und im Kampfraum um Moskau Angriffe auf Truppenbereitstellungen und Feld- fteUungen des Feindes durch. Die Sowjets erlitten hohe blutige Verluste und büßten eine erhebliche Zahl von Geschützen und Fahrzeugen ein. Er- folgreiche Rachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Moskau und Leningrad. 3n Rordafrika wiesen die deutsch-italienischen Truppen Vorstöße feindlicher Aufklärungskräfte zu- rück. Deutsche und italienische Sturzkampffliegerver- bände zersprengten britische Panzeransammlungen in der südlichen Marmarica. Bei Rächt wurden Bombenvolltreffer in Flugstützpunkten und auf Rach- 'chubwegen des Feindes im Raum Sidi Barani, M a r s a M a t r u k erzielt. 3n Luftkämpfen schossen deutsche 3äger sieben britische 3aadflugzeuge ab. Lin deutsches Unterseeboot beschädigte vor der Küste der Lyrenaika einen britischen Zerstörer durch Torpedotresser. Dor zahlreichen Gästen hielt Reichsminister Dr. Goebbels in der Wiener Staatsoper im Rahmen der Mozart-Festwoche eine Ansprache. Unser Bild gibt einen Blick in die Ehrenloge (vorn rechts Reichsletter Baldur von Schirach und Dr. Goebbels.-— (Bildtelegramm: Atlantik jSch.j M.) Sie Verteidigung Ostafrikas Als Italien am 10. Juni 1940 an der Seite des Am 1. Dezember fand in St. Florentin-Bergigny zwischen Reichsmarschall G ö r i n g und Marschall Peta in eine längere Unterredung über die Deutschland und Frankreich interessierenden Fragen statt.— Unser Bild zeigt die Begrüßung des Reichsmarschalls und Marschalls Petain am Bahnhof. (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Eitel Lange sSch.j M.) schossen wurden. Das Jtitterfreu$ für den Kommandanten des „ Eormoran^ DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 5 Dezember. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Kommandanten des Hilfskreuzers „Lormoran“, Fregattenkapitän Del- m e r s dos Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Fregattenkapitän Detmers hat als Kommandant des Auf Moltkes Spuren in Bulgarien. P l o v d i v (Philippopel), Ende Nov. 1941. [ der nächtlichen Himmelfahrt des Propheten, und Man verläßt Bukarest mit dem Gefühl einer zwar die weißen aus seinen Schweißtropfen, die r'tcn Verbundenheit zwischen dem Reich und Ru- gelben aus denen seines Tieres, die roten aus amen. Bis zum rumänischen Donauhafen G i - denen das Gabriel, und man kommt in Kasanlik r g i u ist es mit dem Auto nur eine Stunde auf die Vermutung, daß mindestens für den Erz- uf tadelloser Straße. Auf ihr sind unsere Truppen engel die Fahrt sehr angreifend gewesen sein muß!" m letzten Balkanfeldzug marschiert. Kurz vor Da Rosenöl als Parfüm jetzt aus der Mode ge- iurgiu kommt man an den Rohren der Oel» kommen ist, so werden nun statt der Rosen zuneh- i i t u n g vorbei, die in doppeltem Zug von den wend — Sojabohnen und Baumwolle an» etroleurnfeldern am Fuß der Karpathen zum Do- gepflanzt. Dor einem Jahrhundert, als Moltke hier Auch während des Monats November griffen deutsche Kampfflugzeuge die Häsen und Dersor- qunqsbetriebe der britischen Insel jebe Nacht und oft auch bei Tage an. Sie zerstörten zwei Hoch- o enwerke im Raum von Middlesborough und trafen ein Industriewerk in Schottland Falmouth wurde zweimal bombardiert, ferner Margate, Newcastle, Blyth und Dover. Die Verminung der englischen Häsen wurde fortgesetzt. Wahrend die deut- ,ch- Luftwafse selbst über der britischen 3nfel, am Kanal in Norwegen, über dem Reich und im Mittelmeerraum einschl. Nordafrika 49 Flugzeuge wahrend des Monats November einbüßte, verloren die Briten insgesamt 311 Flugzeuge. Davon gingen 184 im Raume Westen einschl. Reichsgebiet verloren. 127 im Raume Mittelmeer. Die Briten verloren beim Kampf Jäger gegen Jäger 41 Jagdflugzeuge, während dabei nur drei deutsche Flugzeuge abge» riuhafen herabführt. Durch diese Röhren strömt ritt, war Bulgarien noch eine Kernprovinz des je Seele unserer modernen Kriegstechnik. Dicht osmanischen Reichs; heut ist es als unser Bundes- k'erhalb Giurgiu ist noch ein Stück des Wunder- genösse der erste Staat der Halbinsel! cerks zu sehen, das unsere Pioniere in Gestalt ,, Ä „ l-r schwimmenden Brücke für den Donauübergang UllttUdllVC SVieflÖCrflärUttfl rbaut haben Sie ist teilweise .zu anderer Derwen- K ting abgefahren. ($11(1101100 er mit einer Gruppe deutscher Reisender durfte zähen und wendigen Kriegführung der Italiener, Deren Truppen Hitze, Hunger und Durst ebenso spottend wie dem bald spürbaren Mangel an Munition und Benzin sich in hinhaltender Verteidigung an jedes Dorf, jede Straßenenge, jeden Gebirgsstock klammerten, als ein äußerst schwieriges und höchst verlustreiches Unternehmen, das die Briten lediglich dank ihrer zahlen» und materialmäßigen lieber- legenheit und der völligen Abgeschnittenheit der italienischen Verteidiger überhaupt zu Ende zu führen vermochten. Nach dem Grundsatz, daß im Angriff die beste i Verteidigung liege, und von der Erwägung bestimmt, daß jeder im Angriff gewonnener Fußbreit feindlichen Bodens das Festungsglacis erweitere und von den Engländern zurückerobert merDen müsse, begannen die Italiener bereits im Juni vorigen Jahres, bevor die Briten ihre Offensiv» armee versammelt hatten, mit Vorstößen nach Westen gegen den Sudan und nach Süden von Sornaliland her gegen Britisch-Kenia. Obwohl die Briten ihre Garnisonen im Ost-Sudan verstärkt und Grenzbefestigungen angelegt hatten und obwohl die Sommermonate hier bei großem Wassermangel Temperaturen von mehr als 45 Grad I aufweisen, weshalb die italienische Heeresleitung eingeborene Truppen aus Eritrea bereitstellen mußte, gelang es den Italienern in den ersten Julitagen schon die wirtschaftlich und strategisch gleich wichtige Stadt K a s s a l a am Atbara, ferner etwa 300 Kilometer weiter südlich die stark befestigte, Grenzstadt Gallab at und südlich des Blauen Nils die Orte Ghezizan und Kurmuk zu I nehmen. Gegen Kenia war Ziel der italienischen ! Operationen die Eroberung des Djubalandes, zu dessen Abtretung sich England schon im Weltkrieg verpflichtet, später aber nur den östlichen Streifen hergegeben hatte. Hier gelang es den italienischen Truppen, mit der Einnahme der Stadt Moyale und des Forts Harrington einen wichtigen strategischen Vorteil zu erringen. Zu einer Fortführung dieser im ersten Vorstoß so erfolgreichen italienischen I Angrisfsoperationen kam es nicht, konnte es nicht kommen, denn inzwischen hatten die Briten ihre I Offensivarmeen versammelt, und sowohl im Ost» I Sudan wie an der Grenze Kenias machte sich ihre I ed Schon zwischen Sofia und Plovdiv bekommt man (inen Begriff davon, wie klein die ^6^16116 imlgarischen Bauern sind Bulgarien hat keine Großgrundbesitz, der aufgeteilt werden konnte aber nn seinem Gesamtareal gilt weniger als die Halste iir Zeit als ackerbaulich nutzbar, und mit moder een Maschinen könnte noch eme Menge neues Bauernland gewonnen werden. Auch auf den vor nndenen besseren Böden ist der 'etzge Hektarertrag bum halb io hoch, wie im Durchschnitt w Deutsch vnd. Oft wird der Acker noch mit dem urtümlichen Mzernen Hakenpflug bearbeitet. . .. Das Stadtbild von Philippopel ist merkwürdig mrch mehrere Felshügel, an denen die Mauser -tück weit emporklettern. Mächtig breit und wasser '-ich störmt die Maritza einher. Don hier fuhren -tichbohnen nach Norden in das ®ebiet D iübmten Rosenzucht bei Karlowo und Kasanllk, 30 das Rosenöl gewonnen wird. Im Mai 1°' , Moltke als preußischer Hauptmann m türkischen Diensten im Gefolge Sultan Mahmuds II Mippopel nach Kasanlik. lieber fernen Besuch doN gibt es ein hübsches Wort von ihm. ',^ach Koran entstanden die ersten Rosen erst wah Ungarn mit Wirkung vorn 6. Dezember 0.00 Uhr einer belagerten Festung bevorstehe, die auf irgend» im Kriegszustand befindlich, wenn Ungarn bis welche chüfe non außen, geschweige denn auf &nt- Mllernnchl des 5. Dezember f«»« die Eng. oon der Ostfront nicht zuruckzieht. ®lc (änber, und wenn man vielleicht auf Zufuhr ungarische Regierung hat diese ungerechtfertigte Er- DOn Kriegsmaterial über den Indischen Ozean nach klärung Englands wortlos zur Kenntnis Moaadiscw, dem Hafen der Somaliküste, gewisse genommen und ist überzeugt davon, daß sich die Hoffnungen gesetzt haben möchte, so sollte sich sehr ganze ungarische Ration hinter ihre Regierung stellt bald zeigen, daß auch diese Hoffnung trog, ^u und die Konieguenien zu tragen bereit ist. Di- Lr- Lande war das Imperium rings nun l-'ndl'ch-m klärung wurde vom Aboeordnelenbaus mil be- «e -l^mgeben, U- geiffctfcm Beifall ausgenommen womit di- g^-tz- ^^^r von Tripolis nach Addis Abeba konnte nie- gebende Körperschaft des ungarischen Volkes die hat- ma[5 irgendwelche Bedeutung haben. So sah sich tung der ungarischen Regierung in der Zurück- h^r Herzog oon Aosta, der als Vizekönia die weiiung dieses englischen Erpressungsversuches ein- Verteidigung des Imperiums leitete, ganz au| sich mutig billigt. gestellt. 6s war ihm klar, daß er auf verlorenem Posten stand und daß es für ihn, im Rahmen der Gesamtkriegführung gesehen, einzig und allein darum gehen konnte, sich so teuer wie möglich ZU verkaufen, also so viel feindliche Truppen wie möglich auf sich zu ziehen und sie so lange wie möglich zu beschäftigen. Beides ist ihm und seinen Truppen in hervorragendem Maße gelungen. Eine Armee, die sich aus allen Teilen des Empire regulierte und eine durchschnittliche Stärke oon etwa 400 000 Mann hatte, dazu so gut wie unbeschränkt über moderne Kampfmittel wie Panzerwagen, Flugzeuge, Artillerie aller Kaliber verfugte und sie jederzeit ergänzen konnte, hat länger als elf : Monate gebraucht, um ihr Ziel, die Eroberung des ostafrikanischen Imperiums zu erreichen. Was den Briten zu Beginn des Feldzuges als ein Kinderspiel erscheine», mochte, lediglich erschwert durch Klima und Natur des Landes, erwies sich dank der t-aucht nicht verdunkelt zu werden, und die Bahn- osslampen beleuchteten ein etwas eiliges und ängst- -hes Durcheinander gepäckdeladener Ankömmlinge, 'le bulgarischen Zöllner waren von vollendeter aurtoifie, aber die Pässe, die man uns abgenom- ren hatte, wollten nicht kommen. In Linie ausge- rii)t neben unseren Koffern standen wir vor dem fir Abfahrt bereiten Zug und warteten auf die - Faunen Büchlein, die uns erst eine Daseinsbe- r dftigung verschaffen sollten. Wo ist doch die Zeit pblieben, in der man ohne Paß um die Welt rifen konnte! Nur die Russen und Türken verengten Pässe, wenn man sie besuchen wollte. Aus die Minute pünktlich setzte sich der Zug in lieropqunq und rollte ab Wir batten das Nach- , ihm’ Nächste Zugqelegenheit erst am anderen, borgen. Der letzte Wagen verschwand gerade in |?r Dunkelheit, da kam ein Beamter, unsere Pässe Ifiroinqenb, anqelaufen Guter Rat schien teuer. Iber es gab doch noch eine Rettung Bis zu einer irtberen Station, auch noch zu Russe gehörend, lüfte der Zug einen großen Bogen zu fahren. Uso schnell mit allem Gepäck in ein paar dastehende ?.f>aetons (zweispännige Droschken), und nun auf blprigem Pflaster quer durch die weitläufig ge- bute Stadt bis zum anderen Bahnhof. ! Ilgemeines Aufatmen — der Zug war hier noch cir nicht angekommen. Als er vorfuhr, fand sich Mar noch ein Platz im Schlafwagen nach Sona. ! er Schaffner machte Schwierigkeiten, weil ich ferne iulgarischen Lewa, sondern nur rumänische Lei iahe, aber ein freundlicher Angehöriger der deut- ,_____ * fien Heeresverwaltung kannte meinen Namen, Hali Vichy, 5. Dezember. (Europapreß.) Der fran- Wochenfchau teil, die anläßlich der Zufammen- I mir mit Lewa aus, und die behagliche Nacht mar Staatschef Marschall Petain hat Don- kunst des Reichsmarschalls Goring mit Marschall gerettet , . nerstugnachmittaq den LauSwirtfchuftsminifter Sa. mnr.ntm «-hr.ht mnrhe Bei Tagesanbruch kamen wir in den berühmten tot einer längeren Audienz empfangen. Arn . J urchbruch des zur Donau strömenden Jsker durch I Ire Westende des Balkans. Die über 60 Kilometer inge Enge ist die aroßartiqste aller südosteurovai- ihen Strom- und Gebirgslandschaften; die hohen, isrklüsteten Felswände und die Hinten tförben l=»r vom Jsker tief durchnagten Gesteinsichichten, f^, °" verkleinertem Maßstab, ei» Abbild des B ° rlin , 5. Dez. (DNB.», Ein D-rband britischer 'Iran Canon des Colorado in Nordamerika i*v«. —- *;""z, x r; f * » Ziemlich unvermittelt kommt man aus der Durch- Freitag in das nord m e ft f r a nzo suche Iruchsschlucht in das flach schüsselförmige, vom K ü st e n g e b t e t em. Hierbei ve r l or d er !sker bewässerte Becken von Sofia. Bulgariens Feind nach bisher vorliegenden Meldungen durch .xauptftabt liegt in einer uralten Passagelandschaft deutsche Jagd- und Flakabwehr sechs Flug- Mischen Mitteleuropa und Vorderasien, Belgrad z e u g e. Eigene Flugzeugverluste sind bei den Lust. 7nd Konstantinopel. Barbarossa mit bem deutschen kämpfen nicht eingetreten Deutsche und ltolien sche । vreu^eer und die Türken gegen Wien sind hier Sturzkampfflugzeuge griffen am 3.12. unter star marschiert Auch die Hauptbahnlinie der Balkan- kern Begleitschutz durch deutsche Jager aus dem Mtbinfel auf der bis zum Kriege der Orientexpreß n o r d a s r i k a n , s ch e n Kriegsschauplatz '«erkehrte führt über Sofia, dessen exzentrische Lage feindliche Panzeransammlungen und Krastsahrzeug- :.anz in der Nordwestecke Bulgariens durch den An- Kolonnen mit Erfolg an Es wurden eine große ill\es qrößten Teils oon Mazedonien jetzt etwas Anzahl von Panzern und Krastfahrzeugen vermch- «ütraler^aeworden ist tet. Stärkere Verbände von Kampffluazeugen grif- Für diesem Mal habe ich mir Philippopel, fen in der Nacht 3um 4.12 meljrere ^ugpla^c unt) l«s bie Bulgaren Plovdiv nennen, als südöstlichen Eisenbahnanlagen im lldys ch e n G r em z g e - «ielountt meiner Reise genommen. Die Bahn biet an Materiallager und Startbahnen sowie Imrchquert von Sofia herein langem Anstieg em Gleise erhielten zahlreiche Dolltrefser. Serqlanb zwischen dem Balkan und dem Rhodope- 9inrh mährenb des Monats November griffen Bebirge und senkt sich dann im Maritzatal in die Teile Fruchtebene oon Philippopel hmab' Die Naritza ist den Bulgaren der Heimatfluh. „Brause, 1 Maritza!", so beginnt das bulgarische «Rational» Flugzeuge flog in den Nachmittagsstunden des vom 3.12. befanntgegeben, den australischen Kreuzer k Sydney" vernichtet und über 70 000 BRT. ■ ' ' ; 1 »--;; ,z zahlen« und materialmäßige Ueberlegenheit sehr halb geltend. Truppen aus Südafrika, Indien, Australien und Neuseeland waren hier mit den britischen Garnisonen im Sudan und der Kenia- Kolonie zu einer Streitmacht vereinigt worden, der man mehr als 350 Flugzeuge, dazu motorisierte Artillerie und Panzerkampswagen zugeteilt hatte. Zudem war der Negus in Khartum erschienen und hatte amharische Landen zum Einfall in Abessinien um sich versammelt. Dem britischen Operationsplan lagen offenbar die Erfahrungen zu Grunde, die die Italiener vor vier Jahren bei der Eroberung Abessiniens gemacht hatten. So sollte die Häuft- aktion von Norden und Süden her erfolgen, während man sich durch kleinere Vorstöße aus dem Südwestzipfel und von Osten her aus Britisch- Somaliland der wichtigsten Straßen auch in diesen Teilen des Landes zu bemächtigen gedachte. Um bte Jahreswende begann die lange vorberei« tete britische Offensive mit einer regelrechten Belagerung K a s s a l a s, das am 21. Januar 1941 von den Italienern geräumt wurde. Diese gingen dann auf eritreischen Boden zurück auf die Linie Agordat — Barentu, etwa 120 Kilometer östlich der Grenze. Hier ist es zu äußerst heftigen Kämpfen gekommen, die sich dann in die Gegend von Keren, etwa 75 Kilometer weiter östlich von Agordat hinzogen. Während es den Engländern verhältnismäßig leicht gelungen war, das ebene Gelände der großen Baumwollkulturen im Westen der Kolonie zu durchschreiten, fanden sie nun auf ihrem Vormarsch nach Osten Gebirgszüge bis zu 2500 Meter Höhe, in deren Schluchten und Klüften sich zum erstenmal die auf hinhaltende Verteidigung abgestellte Kriegführung der Italiener voll aus- wirkte. So ließen die Briten auf dem Schlachtfeld von Keren nach ihren eigenen Angaben mehr als viertausend Tote. Die Briten mußten also außerordentlich hohe Verluste an Menschen und Material in Kauf nehmen, um ihr Ziel zu erreichen, nämlich die Straße, die von Asmara, der Hauptstadt Eritreas, nach Süden über Adua und 21 ff um nach dem in den letzten Tagen so oft rühmlichst genannten Gondar nördlich des Tana-Sees führt. Der Kampf um Keren begann am 1. Februar. Länger als sechs Wochen bat das Ringen um den Keren-Abschnitt gedauert, oer mit feinen zwischen 1500 und 2800 Meter ernporstrebenden Gipfeln eine natürliche Festung bildete, in der die Italiener, durch unwegsame Sümpfe im Dorgelände gegen überraschende Panzerangriffe gedeckt, dem britischen Vormarsch erbitterten Widerstand entgegensetzten. Erst nach Heranziehung erheblicher Verstärkungen gelang es den Briten unter Einsatz schwerer Waffen, die Italiener zur Aufgabe der Keren-Stellung zu zwingen, aber auch dann mußten sie sich den Weg nach Osten mühsam und unter neuen schweren Verlusten Schritt für Schritt erkämpfen. Erst Ende März wurde Asmara von den Italiener geräumt. Der zweite britische Vorstoß wurde aus zweifacher Richtung von Süden her angefetzt. Einmal brachen Empire-Truppen aus der Gegend des Rudolf-Sees von dem schon genannten Moyale aus, das wieder zurückerobert wurde, durch den „großen afrikanischen Graben" gegen die Hauptstadt Abessiniens Addis Abeba vor. Eine weitere Kolonne nahm Mogadifcio, den größten Hafen von Jta- lienifch-Somaliland, zum Ziel. An der Küste des Indischen Ozeans entlang wurde nach erbitterten Kämpfen am 12. Februar der Uebergang über den Djuba-Fluß erzwungen und auf der guten Küstenstraße von Gellub nach Mogadifcio vorgerückt. In der weiten Somali-Ebene bot sich den Italienern, die sich auch hier ebenso wie im Norden weit überlegenen britischen Kräften gegenübersahen, keinerlei durch die Natur ttegünftigte Verteidigungsmöglich' feit. Sie zogen sich ba^r auf bas Harrargebirge zurück, vermochten sich jedoch auch hier nicht auf die Dauer zu halten, nachdem es den Briten gelungen war, in Berbera, der Hauptstadt ihrer eigenen, im Herbst vorigen Jahres an die Italiener vorübergehend verlorengegangenen Somali-Kolonie, zu Ian« Den und nun den italienischen Verteidigern von ftarrar in den Rücken zu fallen. Immerhin haben ne mehr als einen Monat gebraucht, um bei Dire« oaua die einzige Bahnstrecke Abessiniens zu erreichen, die von dem französischen Dschibuti nach Addis Abeba führt. Dieses wurde mit Rücksicht auf bte Zivilbevölkerung von den Italienern geräumt und am 6. April von den Briten besetzt. Aber auch nach dem Verlust der Hauptstadt gaben die Italiener den Widerstand nicht auf, obwohl die Zahl der Verteidiger des Imperiums in den überaus harten Kämpfen gegen gewaltige Uebermacht schon beträchtlich zusammengeschmolzen war und sich die Strapazen des Gebirgskrieges in tropischem Klima bei immer spärlicher werdender Verpflegung und häufigem Wassermangel nun auch bei den ebenso zähen wie tapferen italienischen Kolonialtruppen bemerkbar machten. Die italienische Verteidigung klammerte sich in der nun folgenden Phase des Feldzuges immer mehr an einzelne Gebirgsstöcke, die zu regelrechten Forts ausgebaut wurden. Wenn bei den Kämpfen in der Ebene und im Hochland die Motorisierung ihrer Kolonnen den Briten eine besonders starke Ueberlegenheit durch große Beweglichkeit und Wendigkeit gesichert hatte, wogegen die Italiener schon aus Mangel an Treibstoff nichts einzufetzen vermocht hatten, so fiel dieser Vorteil nun im Hochgebirgskampf zu einem guten Teil fort. Freilich machte sich hier für die Italiener sehr unangenehm geüenb, daß die Briten aus den gleichen Gründen die absolute Luftherrschaft an sich reißen und behaupten konnten. Ununterbrochene Bombenangriffe und MG.-Feuer aus der Lust auf die italienischen Gebirgsstellungen haben namentlich auf die eingeborenen Truppen ihre niederdrückende Wirkung auf die Dauer nicht verfehlt. So wurde die Verteidigung einer jeden dieser Gebirgsstellungen im Innern Abessiniens zu einer militärischen Leistung ersten Ranges. Immer wieder wurden die Stellungen ttotz zahlloser Luftangriffe, trotz ständiger Feuerüberfälle der feindlichen Artillerie aller Kaliber bis zum letzten Schluck Wasser und bis zur letzten Patrone gehalten. So wurde jeder Name dieser Stellungen zu einem Ruhmesblatt in Italiens Kolonialgeschichte. Auch nachdem sich der Vizekönig selbst, der H erzog v o n Aosta, am 19. Mai nach monatelangem heldenmütigen Widerstand am Amba Aladschi der britischen Uebermacht hatte ergeben müssen, wollte das Häuflein der nicht mit ihm Eingeschlosse- nen trotz der völligen Aussichtslosigkeit ihrer Lage von Kapitulation nichts wissen, sondern focht weiter zäh und erbittert, immer neue Widerstandsnester bildend, gegen die die Briten mit einem ungeheuren, zur Zahl und Feuerkraft der Verteidiger in keinem Verhältnis stehenden Aufwand an Truppen und Material in zahllosen Angriffen anstürmen mußten. So fiel Gemma am 27. Juni, und nun konzentrierte sich die italienische Derteidiguna auf die schon genannte Stadt Gondar nördlich des Tana-Sees, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, an dem sich die Straßen vom Sudan zur Küste des Roten Meeres und von Asmara nach Addis Abeba Die Verteidigung von Gondar. Rom, 4. Dez. (Europapreh.) Den Vertretern der Auslandspresse in Rom hat Oberst de Vecchi die unerhört ungünstigen Bedingungen geschildert, unter denen die Verteidiger von Gondar sieben Monate hindurch ihren Heldenkampf geführt haben. Schon im Juni, zu Beginn der Kämpfe um Gondar, feien die in diesem Gebiet noch vorhandenen Mengen an Kriegsmaterial und Lebensmitteln nicht mehr bedeutend gewesen, weil hier schon gekämpft und auch anderwärts im Kampf stehenden italienischen Truppen Hilfe geleistet worden war. Nach dem Fall der übrigen Kampfmittelpunkte im Westen von Jta- lienisch-Ostafrita feien insgesamt 27 000 Mann im Raume von Gondar zusammengezogen worden, von denen 15 000 Mann den Kolonialtruppen angehörten. Die Eingeborenentruppen hätten immer einen sehr kriegerischen Geist bewiesen. Es habe sich aber bei ihnen doch um ein sehr primitives Menschenmaterial gehandelt, das im Vergleich zu den weißen Mannschaften gegenüber den modernen Angriffswaffen doch nur geringe Widerstandskraft aufgebracht habe. Aber bis zum letzten Augenblick hätten auch die Kolonialttuppen treu zum italienischen Kommando gestanden. Im Kampf feien sie nur zu einem sehr relativen Faktor geworden, besonders bei wachsendem Lebensmittelmangel und bei Man- Sei an Kriegsmaterial, bei der Verschlechterung ihrer ebensbedingungen und dem Wachsen der vom Feinde entwickelten Angriffsstärke. Die weißen Truppen hätten schon feit dem Jahre 1935/36 fern von der Heimat und ihren Familien im Kolonialdienst gestanden. Die Derkehrsmöglich- feiten mit der Heimat verschlechterten sich und bestanden in den letzten Wochen säst gar nicht mehr. Auch die Auswirkungen der klimatischen Verhältnisse des in 2000 Meter Höhe gelegenen Kampfgebietes, Krankheiten, blieben nicht ohne Einfluß auf physische und moralische Widerstandskraft der Truppen. Die Verpflegungsbedingungen verschlechterten sich immer mehr, da das Kampfgebiet wenig zu bieten hatte. Schon im Juni hatten nur hundert Kraftwagen für Den Nachschubdienst zur Verfügung gestanden, von denen aber kaum die Hälfte als voll leistungsfähig galt. Natürlich schmolz auch dieser Bestand immer mehr zusammen. Man mußte sich zum Ende mit dem Bau von primitiven Fahrzeugen aus allen nur erdenkbaren Beständen helfen, um den Nachschub zu den weiten von den Höhen aus die feindlichen Anmarschwege beherrschenden Dorpostenstellungen zu ermöglichen. Kleider, Wäsche und Schuhwerk mangelten zum Schluß vollständig zum Ersatz der längst verbrauchten Stücke. Trotzdem haben diese tapferen Soldaten sieben Monate lang den unaufhörlichen Ansturm des Feindes abgewehrt und stoisch die jeden Tag und jede Nacht geführten feindlichen Fliegerangriffe erduldet, denen die Verteidiger von Gondar nahezu wehrlos ausgesetzt waren. Die Verteidigung von Gondar fei erst dann aufgegeben worden, nachdem die Dor- poftenfteüungen hauptsächlich wegen Lebensmittelmangels und vollständigen Mangels an Munition gefallen feien. Beim Fall von Gondar lagen in dieser Stadt nur etwa 3000 bis 4000 Mann weiße italienische Truppen. Der tapfere Verteidiger von Gondar, General N a s i, ist im Jahre 1897 zu Civittavecchia geboren. General Nasi hat den italienisch-türkischen Krieg und den Weltkrieg mitgemacht und war 1935 Kommandant der italienischen Truppen in Libyen. Im Abessinienkrieg kämpfte General Nasi in Somali. 1939 wurde er zum Dizegouverneur Jtalie- nisch-Ostafrikas ernannt. Beim Kriegseintritt Stattens hatte er das Kommando des westlichen Sektors in Italienisch-Ostafrika. England und der Dollarimperialismus. Wallstreeis Girick. Das interne Verhältnis zwischen England und den Dereiniaten Staaten ist Staatsgeheimnis. Nur auf wirtschaftlichem Gebiet geschieht es von Zeit zu Zeit, daß die Gegensätze offen hervor- brechen. Nicht weniger als 1200 nordamerikanische Exporteure haben sich neulich beklagt, daß Alteng- land schwindle: Es führe Waren, die es unter dem Leih- und Pachtgesetz — also ohne unmittelbare Bezahlun>b — erhalten habe, wieder aus, um sich „Devisen zu machen". Roosevelt ist in diesem Punkt sehr empfindlich und hat schon einmal ein Versprechen reumütiger Besserung in London erzielt. Jetzt nimmt der frühere Vizepräsident der U8A.-Kommission für Zolltarife — W. I. Culbertson — den dicken Stock zur Hand und erklärt sehr beziehungsreich: „Der Augenblick ist nicht zu früh, die HandelsbLziehungen genau abzugrenzen, die nach dem Krieg zwischen USA. und Großbritannien bestehen Jollen/ Man hört das Lasso oder — weniger romantisch gesagt — den Strick von Wallstreet, der Börse Neuyorks, durch die Luft schwirren. Die USA. verlangen die wirtschaftliche Vorherrschaft in Süd - und Mittelamerika; die Aufteilung des britischen Monopols in Kautschuk und Zinn in ein amerikanisch-englisches Monopol; einen dirigierenden Trust für die englische und amerikanische Schiffahrt, obwohl die amerikanische Hochseeschiffahrt weit hinter der englischen zurücksteht; Aufhebung der Vorzugszölle zwischen England und seinen überseeischen Gliedstaaten, was einen unmittelbaren Eingriff in das englische Reichsgefüge bedeutet; schließlich Benutzung sämtlicher britischer Flotten- und Luftstützpunkte auch nach dem Kriegsende. Die wirtschaftlichen Forderungen gehen hier sichtlich in politische und strategische Bedingungen über. Es ist kein Geheimnis, daß Roosevelt auch in die unmittelbare Personalpolitik Churchills eingreift und gern englische Ka- binettsveränderungen sähe: Der Schatzkanzler, der Krieasminister, der Lordkanzler, der Luftfahrtminister in London, sogar Lord Halifax als Botschafter in Washington stehen Roosevelt nicht zu Gesicht. - »Britische Kriegsschiffe im Süd- atlantk unter USA -Oberbefehl.-' Madrid, 5. Dez. (DNB.) Nach in Madrid vorliegenden zuverlässigen Informationen aus Kreisen der englischen Botschaft in Buenos Aires hat die Regierung der Vereinigten Staaten die Forderung gestellt, die englischen Kriegsschiffe im Südatlantik Dem amerikanischen Oberbefehl zu u n t e r ft e 11 e n. Die Engländer sahen sich nach einigem Sträuben gezwungen, diese Forderungen anzunehmen. Von nun an werden also die Kriegsschiffe der USA. und Englands im Südatlantik unter dem amerikanischen Oberbefehl stehen. Die Engländer wurden aufgefordert, beim amerikanischen Oberkommandierenden einen Verbindungsoffizier zu bestellen. phantastischer Kriegsplan Roosevelts. Neuyork, 5. Dezember. (DNB) Amerikanische Blätter veröffentlichen einen vertraulichen Bericht, der auf Weisung Roosevelts vom gemeinsamen Oberkommando der Armee und Marine angefertigt worden sei und ein Expeditionskorps von fünf Millionen Mann gegen Europa sowie Gesamtstreitkräfte von zehn Millionen Mann vorsehe. Der Bericht führt aus, daß Deutschland und seine europäischen Trabanten von den jetzt gegen sie kämpfenden europäischen Mächten nicht besiegt werden können. Daher müsse, falls Deutschland besiegt werden solle, Amerika in den Krieg eintreten und einen Teil feiner Streitkräfte im Ost- atiantik, in Europa und in Afrika offensiv einsetzen. 1943 ist bestimmt als Datum des Beginns eines gewaltigen Endkampfes der amerikanischen Landstreitkräfte in Europa. Der Bericht, der vom 11. September 1941 datiert ist, berechnet die Rüstungskosten bis 1. Juli 1942 auf 110 Milliarden Dollar. Ein Jahr danach werde der „Erkämpf" beginnen. Der Bericht wurde ausgefertigt auf Grund eines Briefes, den Roosevelt am tK Juli 1941 am Stimson richtete. Der Brief verlangt die Aufttellung der gesamten Rüstung, die „benötigt wird, um unsere potentiellen Feinde zu besiegen". Kriegsminister Stimson gab am Freitag vor den Pressevertretern die Echtheit des vertraulichen Berichts mit den phantastischen Kriegs- planen Roosevelts zu. Er behauptete, es habe sich um eine „unvollendete Studie" des General stabes gehandelt. * Das Repräsentantenhaus bewilligte die von Roosevelt beantragten weiteren 8,2 Milliarden Dollar für Zwecke der Aufrüstung und der Englandhilfe. Das Gesetz geht nunmehr dem Senat zu. kreuzen. Gondar liegt auf einem 2100 Meter hohen Plateau, das von Bergen von 3000 Meter Höhe umringt ist. Wenn dieser Gebirgscharakter das Gelände auch vortrefflich zur Verteidigung durch schwache Kräfte ohne Luftwaffe und nennenswerte Artillerie geeignet machte, fo wirkte sich doch das Klima vor allem in der Regenzeit außerordentlich ungünstig auf die Widerstandskraft der Verteidiger aus. Der Kampf gegen die Krankheiten bei unleidlicher Nässe und täglich spärlicher werdender Verpflegung wurde für den Kommandanten von Gondar, den tapferen General Nasi, zu einem fast schwierigeren Problem als der Kampf gegen den weit überlegenen Feind. Gondar wurde durch mehrere vorgetriebene Stellungen gedeckt, die sich über eine Front von 1300 Kilometer hinstreckten. Am Paß von Culquabert, in der Nähe des Tana-Sees, verteidigte Oberst U g o l i n i den Zugang von Süden und brachte in zahlreichen kühnen Vorstößen bis tief in die britischen Stellungen hinein dem Feind immer wieder schwere Verluste bei, bis er nach verzweifeltem Kampf mit Handgranaten und blanker Waffe der Uebermacht erlag. Damit konnte der Feind auf die schwachen inneren Verteidigungsanlagen von Gondar vorstoßen. Hier konnten Die Reste der italienischen Verteidiger der zehn- bis zwanzigfachen artilleristischen Ueberlegenheit des Feindes, der den Sturm auf Gondar nun mit allen Mitteln forcierte, nicht mehr widerstehen. Auf nur noch drei- bis viertausend Italiener und etwa sechstausend Eingeborene war das Häuflein der Verteidiger zusammengeschmolzen, als nach sieben Mo- naten zähesten Widerstandes völlige Erschöpfung und bitterer Mangel am Nötigsten sowohl was Der- nflequng wie Munition anlanat die Besatzung van Gondar die Waffen streckte. Ihr Kampf war nicht vergebens, so aussichtslos er von Anbeginn an aussah. Die Verteidigung Abessiniens hat eine große britische Armee fast ein Jahr lang gebunden und damit starke britische Kräfte von anderen Kriegsschauplätzen femgehalten, ihnen außerdem äußerst schwere Verluste an Menschen und vor allem an schwer ersetzbarem Kriegsmaterial zugefügt. Die Kämpfer von Keren, vom Amba Alatschi, von Culquabert und Uolchefit haben mit ihrem Heldenmut, ihrer Kühnheit, ihrer zähen Standhaftigkeit den Lorbeer höchsten Kriegsruhms an die italienische Trikolore geheftet und mit ihrem Blut den Anspruch Italiens auf fein ostafrikanisches Imperium erneuert. Dr. Fr. W. Lange. Oie „Sydney". Der australische Marineminister Makin gab bekannt, daß man auch die Hoffnung, Ueberlebende des Kreuzers „Sydney", der nach einem Kampf mit dem deutschen Hilfskreuzer „(Kormoran" versenkt wurde, aufgegeben habe. Die australische Regierung hat ferner bekanntgegeben, daß sie mit Der denkbar größten Beschleunigung an Stelle Der eben untergegangenen „Sydney" eine neue Dritte „SyDney" als TraDitionsschiff bauen will. Die erste „Sydney" hat am 9. November 1914 biet im Kreuzerkrieg fo erfolgreiche „E mden" unter Fregattenkapitän von Müller überrascht und vernichtet, wobei ihr Die viel stärkere Bestückung wesentlich half. Die Be- fatzung Der „Emden" konnte sich zum größten Teil auf Dem Schoner „Ayes a" über Arabien nach DeutschlanD durchschlagen. Diese erste „Sydneys wurde „wegen Erreichung der Altersgrenze" 1928 verschrottet; 1934 lief ihr TraDitionsschiff, Die neue „Sydney" vom Stapel, die in Der zweiten Novemberhälfte 1941 von Dem Deutschen Hilfskreuzer „(Kormoran" versenkt wurde. So wurde die „Emden" an einem australischen Kreuzer Des gleichen Namens gerächt. Diplomatische Beziehungen zwischen ffire und Portugal. Liffabon, 5. Dez. (Europapreß.) Der ixische Freistaat wirD in Lissabon zu Beginn Des neuen wahres eine Gesandtschaft errichten. De Va« lera erklärte, die Lage Portugals ähnele Derjenigen (Kires, und Die Probleme her beiden Länder hätten viele gemeinsame Berührungspunkte. In diesem Augenblick sei es für die Iren von besonderer Wichtigkeit, direkte Diplomatische Beziehungen zu Portugal zu unterhalten, denn Lissabon sei jur Oie Wiedereinsugung Osteuropas. Durch die Siege unserer Truppen im Osten erwuchs Europa gleichsam über Nacht eine neue groß, Ausgabe, Die nur bei vorhergehender biologischer, raumpolitifcher unb völkerpsychologischer Klar« ftellung praktisch einer Dauerhaften Lösung ent« gegengeführt werden kann: Die Wiedereinbeztehung Des russischen Raumes unD Der ihn bewohnenden Völkerschaften in Die europäische Arbeits-, Rechts- unD Kulturgemeinschaft. Diese WieDereinglieDerung muß lebensgesetzlich geschehen, h. h. sie muß sich auf Die funhamentalen Gegebenheiten von Raum und Boden, von Rasse und Lebensstil gründen. Für di« Aufhellung Der hierbei aus Gegebenheit und Forderung erwachsenden vielseitigen Probleme ist ein oeben unter Dem Titel: „D ft e u r o p a, Lebens tilunDAgrarverfassung" im Rahmen der Veröffentlichungen Der Gesellschaft für europäische Wirtschaftsplanung und Grohraumwirtschaft e. 2j„ Berlin, erschienener Aufsatz von Reichsamtsleiter Ge- fanDter ferner Daife, Der feit Jahrzehnten für eine europäische Großraumwirtschaft und die Wie- Dereinbez'.ehung Des russischen Raumes in hie europäische Lebensgemeinschaft kämpft, von prinzipieller analytischer und richtungweisenber Bebeutung. Werner Daitz entwickelt — ausgehenb von Klima uni Bobengestalt, von struktureller Gliederung unb Charakter Des russischen Raumes sowie von den historischen Formungselementen — den für die kommende politische unb wirtschaftliche Gestaltung ausschlaggebenden Grundlebensstil der Bewohner dieser riesigen Gebiete. Die Menschen des osteuropäischen Raumes sind Beharrungsmenschen (im (Ze- gensatz zu den germanischen unb romanischen Völkern, Die ben Typ Des B e w e g u n g s m e n s ch er verkörpern.) Dieser Lebensstil bestimmt ihr Staatk- unb Wirtschaftsleben unb ihm muß sich auch dic künftige, notwenbigerweise'lebensgesetzliche Organisation her Arbeit unb her Wirtschaft anpaffen. Werner Daitz untersucht bann eingehend unb, wie : man [agen barf: tiefschürfend Das eigentliche Wesen des emftigen russischen M i r (Der „Welt" uni „Friede" zugleitet bedeutet), der artgemäßen Urform her osteuropäischen Agrarverfassung, die im schar- en Gegensatz zum kommunistischen Kollektivismus teht. Er kommt am Ende zu folgenden Schluh- olgerungen: Wenn jetzt nach einer rund achthun- dertjährigen Unterbrechung Der westeuropäische Lebensstil sich wieder mit dem in der Wiedergeburi befindlichen Osteuropas zur europäischen Lebensganzheit verbinden soll, so muß dort wieder begonnen werden, wo die alte, intuitiv auf hie Ganz heit Europas gerichtete Politik her Waräger ihr Enbe gefunden hatte. Der westeuropäische Lebensstil findet nun in der Reichsidee Adolf Hitlers seinen prägnantesten Ausdruck. Der Lebensstil Osteuropas dagegen wird in her SBieberfreilegung des natürlichen Kollektivismus her verschiedenen Völker schäften dieses Raumes als her Urform ihrer roirl- schaftl'chen unb kulturellen Organisation seinen Ausdruck finden. So werden auch der Mir als die Urform her Agrarverfassung unb das Artel als Grundform der gewerblichen Wirtschaft aus dein Chaos des Zusammenbruches Des Bolfchewismus roieber emportauchen, um so mit bem in her natio« nalsozialistischen unb faschistischen Revolution geläuterten Lebensstil Westeuropas bie Ganzheit des europäischen Lebens wiederherzustellen. Daß bei dieser politischen unb weltanschaulichen Revolution zugleich auch eine Läuterung her früheren UnooÜ - fommenbeiten von Mir und Artel Platz greifen wird, ist selbstverständlich. Und zwar dürfte sch diese vermutlich in der Richtung jeroegen, daß bei aus her Geschichte bekannte verderbliche Einfluß der turnusmäßigen Neuverteilung des Landes innerhalb her Flurgemeinschaft ausgeschaltet wird, indem bas Land unter Beibehaltung her kollektiven Haftung der Flurgemeinschaft in Dorf, Kreis unb Gau bem einzelnen vom Mir zu bauerndem, oer- erbbarem Lehen gegeben wird Sollte sich beir einzelne dieses Lehens (fei es er selbst ober fein Erbe) durch mangelhafte Ackerbestellunq nicht wär big erweisen, wirb es Aufgabe bes Mir fein, ihn auszuscheiden, so daß er sich entweder als Landarbeiter auf den großen Staats- unb Lehrgiitem ober als Industriearbeiter in der gewerblichen Wirt- Zeit her Hauptknotenpunkt für die Beziehungen Eires mit her Welt. Das neue iranische Kabinett. Istanbul, 5. Dez. (Europapreß.) Das neue hfl' nische Kabinett, das von bem bisherigen Ministerpräsidenten Furughi gebildet wurde, umfaßt zehn Mitglieder. Zum Außenminister wurde ®il- hayli, zum Kriegsminister General Nakhuan ernannt. Die Tatsache, daß bie neue Regierung noch ein Kriegsministerium umfaßt, hat in politischen' Kreisen Irans großes Erstaunen hervorgerufen, weül sie beweist, wie stark bie Opposition g e ger bie Besatzungsmächte ist. Diese haben der Wunsch ausgesprochen, bas Kriegsminlsterium weg? fallen zu lassen. Es wäre aber Furughi nicht gelungen, in einem arbeitsfähigen Kabinett alle Parteien zusammenzufassen, wenn er biefem Wunsche entsprochen hätte. Afghanistan-Deutsche bereits auf rumänischem Boden. Bukarest, 5. Dezember. Europapreß.) Die 17® Afghanistan-Deutschen, die sich seit sechs Woche« über Indien, Basra, Bagdad, Syrien und die Türkei auf dem Heimweg nach Deutschland befinden, sind am Dannerstagvormittag vom bulgarischen zum rumänischen Donauufer Übergesetz! worden unb wohlbehalten in ©iurgiu ein getroffen. Dort wurden sie von fteiwilligen Helfer» der NSDAP., die ihnen aus Bukarest entgegen#'1 fahren waren, mit Speise unb Trank versorgt. Verlaci Staatsminister des Königreiches Italien. Rom, 5. Dezember. (Europapreß.) Der bisherige Präsident des albanischen Ministerrats, Senator Verlaci, ist zum Staatsminister drr Königreiches Italien ernannt worben. Er hat fei® Amt in Albanien niedergelegt, bas er feit her Vereinigung Albaniens mit Italien bekleidet hatte. 23er- lad stammt aus einer alten angesehenen Famili k Mittelrtaliens, ist in Elbassan geboren und gehör: zu den Trägern der albanischen nationalen Belegung, Die er schon unter der türkischen Herrschaft vertreten hat. König Zogu stand ihm mit Mitz' trauen gegenüber, fo Daß er, obgleich er in Eibaß' fan immer wieder zum Senator gewählt worde« war, verschiedentlich das Land verlassen mußte. 6' ist einer der eifrigsten Verfechter der Vereinigt Albaniens mit Italien. Technische Wunder des Ultraschalls ruri eziehE Wodurch geht hier Geld verlöre«? und auf dos t(h8 X Ritterkreuz an Hauptmann Martens, Kommandeur einer PanzerjSgerabteiiung, Hauptmann Ball, Kommandeur einer motorisierten Aufklärungsabteilung, Oberleutnant Pauls, Kompanieführer in einem Infanterieregiment, und Leutnant Loos, Kompanieführer in einem Pionierbataillon. öiirbt ,khuan c Und Sie selbst machen es vielleicht ähnliche Ober haben Sie sich noch nie darüber ge* ärgert, bah das verölte und verkrustet« Arbeitszeug so viel Waschpulver braucht un6 doch nie recht sauber wird? Für dleseiB Zweck gibt es besondere, fettlösende Relnl» gungsmittel, die den -ähklebenden Schmutz selbsttätig auflösen. Sie machen den Gebrauch von Seife und Waschpulver vollkommen überflüssig. Das Gewebe wirk» geschont, weil das Bürsten und Neiden wez» fällt. viel Seife, die heute doch nur In begrenztem Mähe zur Verfügung steht! Solche Ursachen der Verschwendung von Seife und Waschpulver Im haushalt gibt es auch heute noch sehr viel. Achten Sie einmal darauf, wenn Ihr Mann oder Ohre Jungen bei der Fahrrabreparatur oder der« gleichen so richtig verölte oder verschmierte Hände bekommen! Da wird dann mit viel Seife gerieben und gewaschen. Und der Schmutz geht doch nicht ab! Ein wenig feingemahlenes Scheuerpulver läßt ihn haft seinen Lebensunterhalt suchen müßte. Große (-taats. und Lehrgüter wird es auch in Zukunft üben, denn es ist klar, daß der hauptausgleich für 1 Unterschußgebiete sowohl des Ost- als des ge- Mteuropäischen Raumes an erster Stelle wohl ! {ur über die mit modernsten Mitteln und Methode arbeitenden landwirtschaftlichen Großbetriebe folgen kann. Eins ist jedenfalls sicher, daß die blschewistischen Sowchosen und Kolchosen verschwin» Im werden, und die nun auch den osteuropäischen gaum erneuernde gesamteuropäische Revolution mch hier aus Raum und Rasse die natürlichen Le» bnsordnungen und Eigentumsverhältnisse wieder- hrstellen wird. So wie die .tten Ordnungen von Mir und Artel aufmerksam. _ ,, „ Darüber hinaus aber hat der Ultraschall weitere Anwendungsgebiete gesunken. Mit Ultraschallwellen „beschallt" man neuerdings Nahrungsmittel, Bei vielen Waschbecken haben die Vertiefungen für die Seife keine Abflußrinnen. Andere haben solche Rinnen wohl, aber bas Wasser flieht nur schlecht ab. 6n beiden Fällen liegt dann die Seife dauernd im Wasser und löst sich so ungenutzt auf. Haben Sie vielleicht nicht schon selbst aufgelöste Seife aus dem Seifennapf geschüttet? Das Ritterkreuz. Berlin, 5. Dez. (DRV.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh Vorschlag des Oberbesehlshabers des Heeres rufen-* ««!'! haben * -rinn' ii niy n W- tli. ; neuejr. >.) Jtj xb bie tl^ । vB 7, äülj* K entgift erW r n. urfte11 . Hk ! (Ein*: des in” irb, Ink ioenfr und & !N1, ei' ite fldjk ober 'r nldjl V ■ fein, 1 als H chenD^ Leutnant Georg Loos wurde am 24.Januar 1914 in Windecken bei Hanau als Sohn Ewige Musik an historischer Stätte Zur Wiener Mozart-Woche de« Deutschen Reiches. rr C lit *51 -en« H|W “‘{hi "ZA 1 w m ,v lhu 56 ijtX men || °pc - . h ü Uten 'ie t ne 's-r- iniQ f tnb j en )>el!? ln6 c. er iif. M "Jt! Ml Oree ffen. und,» )e t ie(f a illrfo mit 'tiDisr. * iropiit berget; Ledi-i ieber i, lief?- 'Qfler: 1 M- itlere !> sftil ?. n Wl'c irer k nen 8ii s die I rtel i aus k bewisr. )er Mn on gel: ;heii Ml lenohK n llnti] eines Maurers geboren. Er trat am 20.10.36 zur Erfüllung seiner aktiven Dienstpflicht in den Heeresdienst und wurde Anfang Februar 1940 Leutnant. Bei Erkundung eines Uebergangs über die Tarussa erreichte er noch vor den vordersten Teilen der Schützenkompanie die Brücke. Dort erledigte er völlig allein im Nahkampf ein sowjetisches Sprengkommando, rsh im feindlichen MG.- und Pakfeuer die Zündleitungen ab und brachte.so die Brücke unversehrt in deutsche Hand, was die so- In Wellington gab der neuseeländische Minister- fäDent Fraser bekannt, daß die neuseeländischen ’ erlufte in Libyen schwer waren. Auch die Mel- ung von der Gefangennahme des Drigadegenerals lies bestätige sich, und man glaubt, daß auch s ebthn Für El ! Deutsche Fernkampfbatterien nahmen wieder See- ie(e im Kanal unter Feuer. In den Abendstunden i-r 4. 12. setzte die Tätigkeit deutscher Batterien »n neuem ein. Infolge völlig unsichtigen Wetters dnnte keine Wirkung beobachtet werden. kindxuck gemacht. Der Duce hat den mit der Durchführung der das lberetschgebiet betreffenden italienisch-deutschen über» ,ntunft betrauten Oberkommissar Podesta empfangen. ♦ Auf Einladung des stellvertretenden Reichspro- kktors besichtigte der Generalinspettor Architekt ö peer bie Stadt und die Burganlage von Prag. » In Anwesenheit des Dolksgruppenführers Staats» I rektor Altgayer wurde in E ff e g g (Kroatien) ne deutsche Lehrerbildungsanstalt eröffnet, der in ! ürze auch ein deutsches Realgymnasium folgen -ird. Mehr als 200 000 Kroaten aus den südamerika» Ischen Staaten hatten sich in Buenos Aires zu r ner großen Kundgebung versammelt, auf der sie Sie Gründung des unabhängigen kroatischen Staa» *» begeistert begrüßten. ■ ♦ Der bulgarische Ministerrat hat aus Grund des Gesetzes für die zivile Mobilmachung die Einstellung les privaten Automobilverkehrs in Bulgarien de» Die Chrüng Mozarts durch das Deutsche Reich, । !,eren nationalen und kulturellen Sinn Reichs- ninifter Dr. Goebbels als selbstverständlich zu imtrichtende Dankesschuld des Volkes an einen Re- : räfentanten seiner wahren Majestät umriß, sie tonnte nirgends einen reineren und voller tonenden Widerhall finden als in Wien. Bei seinen histo» lisch geweihten Stätten suchten die Aufführungen !.er Mozart-Woche mit Recht, wo immer es möglich Dar, Anlehnung und festliche Steigerung. So wurde .V'«°r°s Hochzeit" im '■« =b o u t e n f a a l ! er Hofburg gespielt. Bühne und Zuschauer- «um waren ohne fühlbare Rampe zur Einheit oer« chmolzen. Diese Gleichgestimmtheit von Werk und Vrt ermöglichte der Inszenierung von S ch uh und !st e h e r eine preziöse Stilisierung. Karl Bohm eß das Orchester kammermusikalisch singen und em :ft erprobtes Ensemble hervorragender Solisten ; us Wien und Dresden verdichtete den intimen Cm- ! rurf des stilvollen Theaterabends. Auf Wien zuge- chnitten war auch die Inszenierung der „Z auv cr= töte" durch die Berliner Künstler Gustas Srünbgens (Regie) und Traugott M u l le r Äusstattung). Sie versuchten, buhnentechnisch Die Naivität der Mozart-Zeit nachzuahmen, erwiesen mit der Erneuerung der Wiener „Maschmen-Komo- !.ie“ dem genius loci ihre Reverenz, aus dessen Soden die .Lauberflöte" als reinste Vergeistigung i-es wienerischen Mimus entsprang, und befreiten l ie allumfassende' Menschlichkeit dieser Musik von iliner weltanschaulich belasteten Theatertraditiom Damit verbanden sich Hans Knapper tsb u j ch :As ein breit und gefühlsstark musizierender Dlrt- ;-;ent und hervorragende Sänger der Staatsopern .-•on Berlin und Wien. Ein interessantes Stllexperi- ment war dazwischen die „3 d o m e n l o ' Aussuh- mng In der Neueinrichtung von Richard ö traun, :>er als Dirigent der von Alfred Roller schon vor >ehn Jahren hier ausgestatteten Vorstellung die be- iieifterte Verehrung der Wiener für seine Person m schmeichelhaftester Weise bestätigt erhielt. Me sich die Jugend der Reichshochschiüe für Musik mit einer Akademieaufführung des „Schauspiel. ' Direktors" und des Balletts „Les petits liriens“ an eine historische Stätte, in das Schloß :«on Schönbrunn begab, so waren die munter- sollen Adelspaläste Wiens, in denen die Meister !.er klassischen Musik einst Gehör und Förderung um Wirkungen auf chemische Vorgänge und Bakterien zu erzielen. Es werden nämlich durch die Ultra» schallwellen schädliche Kleinstlebewesen vernichtet. Die Lebensmittel erhalten eine hohe Lagerfähigkeit und lassen sich gut konservieren. Um Flüssigkeiten zu entgasen, werden sie Ultraschallwellen ausgesetzt. Die Flüssigkeit gerät in starke Schwingungen, die in feinstverteilter Form eingesprengten Gase werden dadurch frei und können an die Oberfläche auf» steigen. Bei der zerstörungsfreien Werkstoff» Prüfung werden ebenfalls heute die Ultraschallwellen verwendet. Es werden dabei die Metallstiicke sozusagen akustisch durchleuchtet. Man macht nämlich Die unhörbaren Ultraschallstrahlen durch bestimmte Einrichtungen sichtbar. Die nicht einwandfreie Beschaffenheit von Werkstücken kann dann optisch erkannt werden. In Metallschmelzen beeinflußt man auch durch Ulttaschall die Kristallisation. Zur ch e i- schen Zerlegung von Stoffen ist -er lUtraschallsttahl ein hervorragendes Mittel. Feinste Schwebestoffe, Staub, Tabakrauch usw. ballen sich unter dem Einfluß des Ultraschalles zusammen und fallen blitzartig aus. Weiterhin hat er die Fähigkeit, Metall und andere Stoffe in einem Lösungsmittel sehr fein zu verteilen. Man macht hiervon Gebrauch z. B. in der Filmfabrikation. So kann man das lichtempfindliche Bromsilber mit seiner Hilfe beson° der« fein in ben Emulsionen verteilen. Die mit Emulsionen bedeckten photographischen Filme und Platten erhalten dadurch eine bisher unerreichte Feinkörnigkeit. Diese Eigenschaft des Feinstverteilens von Stoffen wird medizinisch zum hereintreiben von Farben und Heilstoffen in das Innere lebender Zellen und Gewebe benutzt. Es kann nämlich durch Ultraschallwellen der Durchtritt feinstverteilter oder aufgelöster Stoffe durch dünne Häutchen wesentlich erleichtert werden. Arzneistoffe, die zur Heilung einer Krankheit erforderlich sind, werden deshalb durch Ultraschallwelleneinwirkung durch die haut hindurch in das Körperinnere eingebracht. Technisch geht das so vor sich, daß auf elektrischem Wege ein Ouarz- kristall zu einer Schwingungszahl von rund 800 000 Schwingungen je Sekunoe veranlaßt wird. Zwischen haut und Ultraschallquelle legt man z. B. dickflüssige Heilmittel. Diese werden bei diesen Schwingungszahlen in feinstverteilter Form in die haut eingetrieben. Ultraschallwellen wirken sich sehr stark auf kleine tierische und pflanzliche Lebewesen aus. Einzellige Kleinstlebewesen werden geötet und Fische gelähmt. Meist verenden sie jedoch. Man nimmt an, daß an der Stelle stärkster Druckschwankungen des Schall» strahls der im Blut gelöste Sauerstoff sichin kleinen, todbringenden Bläschen ausscheidet. Man hat nun entdeckt, daß aber trotzdem Ultraschallwellen zur Therapie verwendet werden können, sie dürfen aber dabei nur in einer verhältnismäßig geringen Stärke angesetzt werden. Sie wirken in Körverge- bieten, wo sie hinstrahlen, wie ei ne Massage. Außer dieser anregenden Massage aber wirken sie auch durch die von ihnen entwickelte Wärme, die , eine bessere Durchblutung dieser Körperteile herbei- führi. Gute Heilerfolge erzielte die Uttraschallthera- pie bisher vor allem bei Ischias. Wir können stolz fein, daß deutsche Forscher gerade das , Ultraschalltherapiegebiet in vielen Versuchen durch- , forscht haben. Alle Schwingungen, Druckschwankungen der Luft, aber auch fester Körper und Flüssigkeiten empfinden wir als Schall, wenn ihre Schwingungszahlen sich in den Grenzen von 16 Schwingungen bis 20 000 Schwingungen je Sekunde halten und sich der angrenzenden Luft als regelmäßige Aufeinanderfolge von Verdichtungen und Verdünnungen mitteilen. Wir bezeichnen dieses Schwingungsgebiet als das des Schalls. 16 Wechsel in der Sekunde, wie sie z. B. Orgeln erzeugen, sind Baß, und 20 000 Wechsel in der Sekunde entsprechen Diskant. Alle dazwischen- liegenden Schwingungszahlen vermag das menschliche Ohr als Ton zu hören. Schallwellen, die m e h r als 20 000 Schwingungen in der Sekunde ausfühken, sind für das menschliche Ohr jedoch unhörbar. Wir bezeichnen sie daher als unhörbare Schallwellen, wissenschaftlich als U l t r a s ch a l l w e l l e n. Es sind damit also alle jene Schwingungen gemeint, welche unhörbare Töne erzeugen, wobei die Schwingungszahlen von 20 000 bis zu vielen Millionen in der Sekunde hinaufreichen. Während beim hörbaren Schall in Luft die Entfernung zweier aufeinanderfolgender Verdichtungen und Verdünnungen, die Wellenlänge, nach Metern oder Zentimetern bemessen wird, beträgt sie beim Ultraschall nur Millimeter oder Bruchteile von Millimetern. Kurze Wellenlängen sind überhaupt das Geheimnis des Ultraschalls. Erzeugt werden derartige Ultraschallwellen, indem man z. B. einen Quarzkristall in ein elektrisches Feld, B. zwischen die beiden Platten eines Konden- sators bringt. Je nach Richtung des Feldes zieht der Kristall sich zusammen ober dehnt sich aus. Das ist natürlich nicht sichtbar. Wenn nun eine Wechselspannung an den Kondensator gelegt wird, also wenn die Richtung des Feldes rasch wechselt, dann dehnt sich der Quarz im Rhythmus der Wechselspannung aus und zieht sich zusammen. Er schwingt und gibt seine Schwingungsenergie an die umgebende Lust weiter. Er wird zu einer Ultraschallquelle, die Ultraschallwellen aussendet. Die Ulttaschallwellen haben im Laufe der Zeit große technische Bedeutung erlangt. Ihr Anwen- bungsgebiet weitet sich sogar immer mehr aus. Merkwürdigerweise ist es jeboch vielfach unbekannt, wo überall Ultraschallwellen zur Anwenbung i rigabegeneral Hargest gefangengenommen ■roe. Auch die schweren Verluste der fübafri- ionischen Truppen in der Marryaricn haben o der südafrikanischen Union den schmerzlichsten Mit einer würdigen Feierstunde gedachte die gesamte Kulturwelt am Freitagmittag des 150. Todestages Mozarts. An der kleinen Kapelle an der Nordseite des Stepbansdomes, vor dem am 5 Dezember 1791 der Leichnam Mozarts aufge- kommen. _ . M . Das 1912 von dem Deutschen Alexander Behm entdeckte Echolot, das eine Umwälzung in der Schiffsnavigation bedeutete, arbeitet so, daß sich aus der Laufzeit eines hörbaren Schallsignals vom Schiff zum Meeresboden und zurück, also aus dem Echo, die genaue Wassertiefe errechnen läßt. Dieses Echolot arbeitet heute mit Ultraschallwellen. Es ist also ein Hochfrequenzlot geworden. Für ganz geringe Wassertiefen, auch noch unter 1 Meter, ergeben sich sogar damit zuverlässige Meßwerte. In Verbindung mit einem Schreibstift wird jede Veränderung der Meerestiefe beim Echoloten durch eine geeignete Vorrichtung aufgezeichnet. Der Kapitän auf der Brücke weiß nun jederzeit über die Meerestiefe Bescheid. Was das insbesondere auch in seiner Anwendung bei Eisberggefahr in gewissen Meerestiefen bedeutet, ist klar. Bei Nebel sind die zu ihrem größten Teil unter Wasser verborgenen Eisberge eine große Gefahr für die Schiffahrt. Jetzt werden die Ultraschallwellen bei dem „Echoloten von den unterseeischen Eisbergen reflektiert und die Entfernung des Schiffes damit vom Eisberg feftge- stellt. Das Schiff kann nun diesem Unglücksberg rechtzeitig ausweichen. Beim Fischfang wird auch mit Ultraschall- wellen gearbeitet. Man kann nämlich mit ihrer Hilfe Fischschwärme auffinden. Mit dem Echolot, welches mit einem scharf begrenzten Strahlenbundel arbeitet, wird ein doppeltes Echo erreicht, indem die Wellen einmal vom Fischschwarm und das drohte- mal vom Meeresboden reflektiert werden. Plan wird also dadurch auf den unsichtbaren Fischschwarm Waats- und Großraum. I -------- Kleine politische Nachrichten erfuhren, eine geschichtlich gerechtterttgte, aber auch stimmungsmätzig einzigart-ige Zufluchtsstätte für bie kammermusikalischen Darbietungen. Sie gehörten zu den lautersten Eindrücken dieser Woche. Man erlebte gleichsam eine Neuentdeckung der Kammermusik, wenn nach dem Pallaoicini-Palais nun auch im Palais Lobkowitz, wo Beet- Hoven spielte und die „Ewica" uraufgeführt wurde, die Hörer um das Schneiderhan-Quartett wie im Familienkreis herumsaßen, ober wenn das Salzburger Mozarteum-Quartett jm Winterpalis des Prinzen Eugen bie zu silber- heller Form kristallisierten, leidvollen Spannungen einiger „Haydn-Quartette" Mozarts durch den schweren goldprunkenden Barock dieser herrlichen Räume hmübergleiten ließ in das offenstehende Zimmer, in dem Prinz Eugen, der „edle Ritter, sein großes Leben aushauchte. Aus der Fülle von Beranftalhmgen mit Symphonie-Konzerten, die Hans W e i s b a ch und Leopold Ludwig leiteten, von Klamerdar- biehingen Wilhelm Kempffs, Wilhelm Back- haus und Elli Neys, aus einer dichterischen Huldigung durch Josef Weinheber und Franz Karl Gizkey, einer musitwissenschafüich deutenden Standortbestimung Mozarts in der Gegenwart durch Hans Joachim Moser, einem über mehrere Tage mit vielen Vorträgen namhafter Forscher reichenden M o za rt - K o n g r e ß ragten zwei Konzerte mit geistlicher Musik hervor. E4 emens Krauß dirigierte eine würdige Aufführung der c-moii-Messe, und die W i e n e r S ä n g e r - kn ab en zogen mit ihren herben, lugendfriscden Stimmen die Linie von der Salzburger Zeit des im Kirchendienst auftragsgemäß kompomerenden jungen Mo^zart bis zu der erhabenen Verklarung des Leides im Ave verum aus dem Todesjahr. Sie führten damit hin zu dem letzten Werk, in bas der Tod selbst eingriff, zum Requiem, das am Sterbetage des Meisters als feierlichen Abschluß und Staatsakt Wilhelm Furtwängler musikalisch zelebriert. Johannes Jacobi. bahrt wurde, sind Ehrengäste aus Partei und Staat, Offiziere der Wehrmacht, Vertreter vieler europal» scher und überseeischer Staaten, Persönlichkeiten von Rang und Namen aus der internationalen Musikwelt und viele andere versammelt Der Fan- arenruf aus der „Zauberflöte" leitet die Weihe- tunbe ein. Ein Sprecher gibt einen kurzen Dorpruch, der mit wenigen Sätzen die Sendung Mozarts für Deutschland und die Welt aufzeigt. Wie- der kurze Fanfaren, bann ruft der Sprecher die Nationen, bie zur Mozart-Huldigung versammelt sind. Angehörige der Waffen--- tragen den Lor- beerkranz des Führers, und der Reichsstatthalter von Wien, Reichsleiter von Schirach, weiht dem Unsterblichen den Kranz, auf besten roten Schleifen der Name des Führers leuchtet. Und nun dröhnen vom Stephansdom die Glocken, dumpf und feier- lich. Ihr eherner Klang vermischt sich mit dem Geläut, das jetzt von allen Wiener Kirchen anhebt. Den Kranz des Reichsmarschalls Göring legt der Kommandeur des Regiments „General Goring , Ritterkreuzttäger Oberst Konrad, nieder. Die Kränze des Reichsauhenministers, des Reichspro- pagandaministers und des Reichsstatthalters von Wien sind die nächsten. Ungarn führt die Reihe der ausländischen Nationen an. Es folgen Italien, Japan, Spanien, die Slowakei, Mandschukuo. Jeder Kranz trägt die Schleife in den Nationalfarben des Landes. Dem Kranz der deutschen Jugend folgen die Mozart-Städte Salzburg, Mannheim und Paris Nun folgen Argentinien, Schweden, bie Türkei, Brasilien, Bulgarien, die Schweiz, Kroatien, Ru- mänien, Dänemark, Finnland, Thailand und Chile. Dann noch einmal kurze Fanjarenstöhe. Die Mozart- Huldigung der Nationen ist beendet. Eine unbekannte 7Nozart-Oper In (Böttingen. Das Göttinger Stadttheater brachte die Aufführung einer Mozart-Oper „D ie G ans von Karr o", die bisher auf deutschen Bühnen unbekannt war. Mozart hat zwischen der „Entführung schlossen, um eine Begrenzung des Verbrauchs von Oel und Treibstoffen auf die unentbehrlichsten Bedürfnisse zu erreichen. Der Poglavmk hat bie Abschaffung des in der orthodoxen Kirche noch gebräuchlichen JuliamsLen Kalenders und die Einführung des Gregorianischen Kalen-ders in Kroatien angeordnet. Die 08A.-Dotfchaft benachrichtigte die iapaniifche Botschaft davon, daß die OSA.-Marinesoldaten, die bisher in Peking zur Sicherung der Botschaft fta- tioniert waren, am 12. Dezember auf der „Ching- wangtao" nach Manila evakuiert werden. ' Zugenv und Gemeinden. Auf einer Dienstbefprechung der Gebietsführer und Gebietsmädelführerinnen der HI. in München sprach Reichsschatzmeitzer Schwarz über die Prinzipien, die ihn bei dem Aufbau der Verwaltung der Partei geleitet hätten. „Das revolutionäre Wirken der Parteiverwaltung sehe ich darin, daß sie immer und überall Mittel und Wege findet, um die lebenswichtigen Aufgaben der Bewegung durchsetzen zu können. Ueber bie Zusammenarbeit von Hitler-Jugend und Gemeinden sprach bann Reichsleiter F i e h l e r. Die Gemeinden hätten ihr Mög- lichtes getan aus ber Ueberzeugung heraus, baß es sich gerade bei der Jugendpflege um eine ur- eigentliche (Bemeinbeaufgabe handele. Durch den Wandel in ber Jugendführung und Jugenderziehung feien indessen auch Mittel frei geworden, die früher aufgewendet werden mußten, um in fokalen und wirtschaftlichen Gefügen not- wendige Maßnahmen treffen zu können. Großen Raum gab der Reichsleiter ber Heimbeschaffung. Diese Bauten stellten bis ins kleinste Dors hinaus den Beweis des Leistungswillens und der Kraft des Nationalsozialismus dar. Sie feien ein lebendiges Bekenntnis des nationalsozialistischen Staates zu seiner Jugerld. aus dem Serail" und dem „Figaro" an zwei Opern gearbeitet, die beide heiteren Charakters waren, von ihm aber nicht vollendet worden sind. Die eine „Oca del Cairo- („Die Gans von Kairo-) komponierte er unter Zugrundelegung eines Textes, der von dem Salzburger Geistlichen V a r e s c o stammt. Erhalten sind außer einem Rezitativ und einer Tenorarle sechs Stücke des ersten Aktes im Partiturentwurf, der Singftimmen und Baß vollständia, Ritornelle und Begleitung nur andeutungsweise enthält. Unter den versuchten Rekonstruktionen dieser Over hat sich als bühnenbrauchbar nur die 1938 erschienene Bearbeitung des italienischen Tonsetzers Virgilio M o r t a r i erwiesen. Mortari zog bie brei Akte in einen Akt zusammen. Er hat weiter zwei andere wenig bekannte Gesangstücke Mozarts ein- gefügt und als Einleitung eine Mozartsche Serenade verwendet. Der Text ist von Professor Dr. Adolf Krücke (Göttingen) ins Deutsche übertragen war- den. Die Oper hat den Charakter eines naiven Schäferspieles; es gibt in ber Musik Partien die in ihrer Heiterkeit und Beschwingtheit kostbare Einfälle Mozartscher Erfindungsgabe sind. Die Ausführung unter der Regie von Carl-Heinrich Kreith erfolgte in echtem Mozartstil und nahm durch ihre aufge- lockerte Gelöstheit gefangen. Dr. Gerhard Stavenhagen. Mozarts Requiem in Rom. Mit einer von ber italienischen Rundfunkgesellschaft veranstalteten Aufführung von Mozarts Requiem in der Basilika Santa Maria D e g l i Angeli wurde der 150. Todestag Mozarts in Rom feierlich begangen. Die Aufführung, für bie bie italienische Rundfunkgesellschaft ihre beiden Sinfonieorchester und großen Chöre aus Rom und Turin gewonnen hatte, so daß ein Klangkörper von über 500 Musikern und Sängern zur Verfügung stand, unb in ber Maria Canialia, Ebe Stig- m a n i, Benjamino Gigli und Xanerebi Pasero die Solopartien in Händen hatten, wurde von Victor d e Sabata geleitet Die weiteren Anwendungsgebiete der Ultraschall- techmk lassen sich noch nicht im entferntesten ab- schätzen. Wir können sicher fein, daß trotz des Krieges deutsche Forscher, Techniker und Aerzte unablässig an ber Arbeit sind, um neue Anwendungsgebiete aufzuspüren. An vielen Stellen wird in der Schiffahrt, Werkstoffprüfung, Lebensmittelerhaltung, Inoustrie, Medizin und anderen Gebieten Ultraschall zur Anwendung gebracht. Nach dem Endsieg werden die Anwendungsgebiete des Ulttaschalls für die Menschen des Großdeutschen Reiches in stärkstem Maße nutzbar gemacht werden und allen voll zugute kommen. Dr.-Ing. Hans-Otto Karl. nieder auferstehen werden, wird sich auch bie Rechtsordnung im russischen Raum aus dem oteuropäischen Lebensstil heraus erneuern. Wäh- pnb der westeuropäische Eigentumsbegriff auf ber Jjee ber Einzelverantwortung unb -Haftung beruht, nirb der Eigentumsbegriff des osteuropäischen Men- (gen von ber Idee der Kollektivhaftung her b stimmt. Die Souveränität, bie Derfügungsberech- figing über Raum und Eigentum, wird ausschlietz- lih vom Lebensstil des biologischen Inhalts, d. h. ______ ______... ________ , tom Völkern unb Dölkerfamilien her, bestimmt. Aus fertige Fortsetzung des Vormarsches ber Division jim erwachsen bie natürlichen Rechtsordnungen für über die Tarussa ermöglichte. vom INHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER Jin unsere THit^lieder! Annerod, den 2. Dezember 1941. 4990 D 5012 D 04064 Fernruf 2126. 48760 DEUTSCHER WEINBRAND tod fand. In tiefem Leid: Karl Jüngst, Lehrer a. D. und alle Angehörigen. Mücke, den 1. Dezember 1941. 4991 D stundenweise gesucht. »ooaD 3tau5nlD0Blnn.3tieöriDfitflBe25 4999 D 275 A Stellenangebote Nachlasse von z bi- GOLD STUCK SCHUHE TASCHEN* SEIT 1826 STUCK A.G HANAU-BERLIN , Juwelen alter Schmuck SS Suche schöne 3-Zimm.-Woi.nung in ruli. Lage, mit Vtausarde, nicht im Zentrum, für sofort ob. später. Genaue Angab. unter 4903D an den Gieh. Anz. Trainings- Hose Gröhe 42, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04103 a.d.G.A. T)HI1EA\T)EIR der Universitätsstadt Gießen BÜKO-EINIUCHTUNGEK Gießen. Bahnhofstraße puppenstuben- Taveien in reich. Auswahl empfiehlt |472sD Tavetenhaus H.Kreiling, Babnbofstr. 33. Sonntag, den 7. Dezember 11.30 bis 12.30 Uhr Morgenfeier z. Gedenken Mozarts Der unbekannte Mozart Preise von 0.25 bis 0.75 RM. Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorn. Heger Nacht ßandafiistenmeixl. Mark tMtr.lG Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. 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Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, im Dez. 41. 4980 D gute Jnngs Hustentee ab 65 Pfennig Spitzwegerlchsaft gr. Fl. 2.- M. Die guten Helfer für Sie 1 Kräuterhausmittel im Kräuterhausjung Gießen, in der Mäusburg Gröhes, leeres, heizbares Zimmer v. berufstätiger, alleinstehender Kriegerwitwe f. sofort gesucht. Schr Ang. unt. 5O15Da.d.G.A. Großhandlung sucht Dame ober Herrn als Bürokraft (evtl, auch für halbe Tage). Schriftliche Bewerbungen mit Angabe der Gehaltsansvrüche unter 04123 an den Giehener Anzeiger. Spielplan vom 8 bis 14. Dezember Montag, 8. Dezember, 19 Uhr Großes WHW.-Konzert Flieger musizieren - Künstler singen. Dienstag, 9. Dezbr., 18.30 Uhr IS.Dienstagmiete u. HalbmieteA Der Wildschütz. Mittwoch, 10. Dezember, 15 Uhr Dornröschen. 19—bis 21.30 Uhr 15. Mittwochmiete u.HalbmieteA Ariadne. Freitag, 12. Dezember, 18.30 Uhr 15. Freitagmiete u. HalbmieteA Monika. Samstag, 13. Dezember, 15 Uhr Dornröschen. 19 Uhr: Wochenend im Theater Das Mädchen Till. Sonntag, 14.Dezember,l 1.30 Uhr Tanzmorgenfeier der Kammertanzgrnppc 14.30 Uhr: Dornröschen. 18.30 Uhr: Monika. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. WissenschaftUche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Bankbevollmächtigie ledig, seit 18 Jahren in ungekün- digter Stellung, mit allerbesten Re serenzen, firm im Kassenwesen, sämtl. vorkomm. Kontorarbeiten, Buchhaltung, Korrespondenz usw., wünscht i< ch ivätestens znm 1.2.42 zu verändern. Es kommt nur Vertrauensposten, gleich welcher Art, auch Industrie, in Frage. oms Schriftliche Angebote unter 04085 an den Giehener Anzeiger erbeten. | Mietqesuche"] 3-ZH.-WHI) von älterem Ehepaar gesucht. Schrift!. Angeb. unter 04107 an den Gieh. Anz. Unsagbar schwer traf uns die Nachricht, daß unser lieber, guter, sonniger, jüngsterSohn, Bruder, Schwager, Onkel, Vetter und Neffe Dieter Jüngst Gefreiter in einer I.-G.-Kompanie am 23.10. im Alter von 20 Jahren für Führer und Vaterland in den Kämpfen an der Nord- Ostfront am Nördlichen Eismeer den Helden- Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, unvergeßlicher, einziger stets treusorgender Sohn, unser lieber Pate Ludwig Euler Soldat in einer Panzer-Schützen-Division nach einer schweren Verwundung am 12. Oktober im blühenden Alter von fast 21 Jahren den Heldentod fand. Er war unser ganzes Glück, unsere Hoffnung und unser Stolz. In unsagbarem Schmerz: Ludwig Euler und Frau Katharina, geb. Haas Luise Wallbott, nebst allen Angehörigen. Steinbach 2. Dezember 1941. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 7.Dezember, nachmittags 2'/chretben bet legen! — Lichtbilder undBeiverbungSuntee !agen mührn zur Ber- meidung von Verlusten auf der Nücffette Hamen unb Anschrift M Bewerber» trugen I Putzfrau für einige Stunden Samstag nachmittags gesucht. [4986D Seltersweg 811. Putzfrau Berttto unö Kommode z. verkauf. [04119 Hammstr. 16 p. Piioio-ipparal z. verkauf. [5011D Anzusehen von 10 bis 12 Uhr. Am Alten Friedhof 10. Siilin. Madonna (Stich) Gr. 93x110, in Prachtr., wegen Platzmang. Bill, z. verkauf. [04094 Gartenstr. 1511 1 Oelgemälde (Sttlleben) 1 Blumenkrippe 1 Drehtisch z. verk. [4983D Wo?, sagt die Geschst. d. G. A. Gebr.,elektrische Lampe z. verkauf. [5002D Anzusehen zw. 15 und 17 Uhr. Näheres in der Geschst. d. G. A. Personenwagen DKW., Reichs«., Baus. 1935, gut erhalten, m. Bereifung, infolge Todesfall z. verkaufen. [04096 Zu erfr. in der Geschst. d. G. A. Klavier zu verkaufen. Schr. Ang. unt. O4O56a.d.G.A. Aelt., gut erhalt. 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Dezember übrig, lie bis vor kurzem häufig waren und auch heute noch vielfach üblich finb; so erschienen in der Uckermark die drei „Witten" oder „Vorspöker" in den Häusern, vermummte Gestalten, die die Kinder lob» Halter. Tagung des NGLB. in Gießen Am WW ee das altbewährte E&UOQPOI Hustenbonbon UMU WB Uh4nurimOrangebeutel ein Derdunkelungszett 6.12. von 17.08 bis 9.15 Uhr. 7.12. von 17.07 bis 9.16 Uhr. umhäkelt. Die Ausstattungen, die so in gemeinsamer Sir- beit hergestellt wurden, haben sie in freiwilliger, zusätzlicher Arbeit auf mannigfache Weise ergänzt. Zu Hause wurde gestrickt, gestickt und gehäkelt, und es entstanden wiederum eine Menge hübscher und nützlicher Sachen für die Allerjüngsten, die jetzt in den Grenzen des Großdeutschen Deiches ihre Heimat gefunden haben: winzige Jäckchen und noch winzigere Häubchen, Handschuhe und Mützchen, sauber gearbeitet, mit freundlichen Farben und allerlei lustigen Figuren verziert. Und weil die Kleinen nicht nur was zum Anziehen brauchen, sondern natürlich auch etwas zum Spielen wollen, so hatten die begabten Bastlerinnen unter den Mädels eine Menge guter Einfälle, deren Ausführung ihnen selber viel Spaß gemacht hat. Es wurde Spielzeug gebastelt, gesägt, geschnitzt und geklebt: Puppenbettchen und Puppenstubenmöbel waren besonders beliebt, auch allerlei Tiere aus Holz und zum Ziehen: dazu zierliche Wand- figuren in Laubsägearbeit. Etwas ganz Reizendes sind die selbstaemachten Bilderbücher, bei deren Herstellung Geschicklichkeit und Dhantasie b-er Ma- dels ein überaus lohnendes Betätigungsfeld fanden. Wir haben uns selber davon überzeugt, was man aus einem simplen, billigen Zeichenblock machen kann, wenn man ihn mit Geschick und Geschmack beklebt, bemalt und mit eigener Hand nach der unübertrefflichen Vorlage der Brüder Grimm für Kinder leicht leserlich beschriftet: so wurden an manchem Nachmittag und Abend Rumpelstilzchen und Lumvengesindel, Frau Holle und das kluge Gretel mit Zeichenstift und Wasserfarben zu neuem Leben erweckt. Kein Zweifel, daß die Mädels bei diesen selbstgewählten Arbeiten viel Freude gehabt und auch allerlei gelernt haben. Alle die für die Ost- Kinder bestimmten Gaben werden in diesen Tagen im Uhlheim zusammengetragen und dann den Empfängern zugeleitet werden. Eine andere, besonders schöne und außerdem zeitgemäße Arbeit für die Mädels war in den was es beigesteuert hat zu dem Feldpostpackchen, einen netten Brief an einen meist unbekannten Soldaten geschrieben, dem das Päckchen zu Weihnachten beschert werden foU. Gepaut haben the Führerinnen, und es ist sowohl mit Liebe als auch mit Sachkenntnis und haltbarer Kordel geschehen. Jetzt sind die Päckchen schon unterwegs; sie werden hoffentlich allesamt vollzählig und wohlbehalten Der letzte Opfersonntag im Jahre 1941 soll gleich den gewaltigen Taten unserer Wehrmacht eine Krönung unserer Bereitschaft fein. Spende dem deutschen Soldaten einen Grammophonapparat ober einige Schallplatten! Du bereitest ihm damit schöne Stunden der Entspannung, die er für seinen schweren Dienst dringend braucht. Klaubauf. Von Karl Heinrich Waggerl. letzten Wochen der Versand von Feldpo st Päckchen für unsere Soldaten an der Front zum Weihnachtsfest. Jede Jungmädel-Gruppe erhielt vom Untergau dafür die Anschriften zuge- wiesen. Eine Gruppe, also etwa 120 Mädels, harte dann beispielsweise zwei Leutnants, einen Unteroffizier und zwei Einheiten zu „versorgen". Je eine der vier Scharen packte gemeinschaftlich ein 2-Pfund-Päckchen. Dahinein kamen erstmal die Plätzchen, die daheim gebacken und in den Haushaltungen der verschiedenen Gruppen gesammelt wurden. Es wurden ferner hineingetan allerlei handliche Feldpostbücher, Ernstes, Heiteres, Unterhaltendes als Lesestoff an der Front, ferner Schreibblocks, Briefpapier und Bleistifte als nützliche Angebinde, endlich Kerzen und Kerzen- Außerdem hat jedes Jungmädel zu dem, Tuch darstellen, und der höchst gefährlich nach allen Seiten schnappt oder gar die erschreckliche Himmelsziege". Stets geht der Belohnung oder Bestrafung der Kinder eine Prüfung durch den Gestrengen voraus; meist sagen die Kinder bei dieser Gelegenheit Berschen auf. Die Hauptsache bleibt aber der gute Nikolaus und all das Leckere, das er bringt. Und damit er euer nicht vergesse, rufet am Abend des 6. Dezember das folgende Sprüchlein zum Fenster hinaus: „Komm, lieber Nickel, in unser Haus und leer dein Säcklein mit Nüssen aus!" L. B. GießenerMädel nähen,vafieln und singen Weihnachtsgaben für Soldaten und Ost-Kinder. ADvA Fotofilm seien ein Soldatenvolk und sie hielten ihren Fah- neiwi'b, genau wie im Weltkrieg. Aber nach der englischen Niederlage, die eines Tages kommen werde, werde auch Schottland erlast fein unb em Wort auf der Insel mitzusprechen haben. Den Aus- führunqen des Redners, die sich auf eine 23sahrige Erfahrung in Schottland stützten, folgte lebhafter Beifall, der vom Amtsleiter mit Worten des Dankes unterstrichen wurde. Im zweiten Teil der Tagung folgten eimge geschäftliche Mitteilungen, ebenso die Verkündigung und Verteilung der Preise von der A u s st e l l u n g „Seefahrt ist not". Drei Reich«-Sieger-Prelle kamen in unseren Kreis: davon erhielten die Gemeinschaftsarbeiten der Oberschule für Mädchen in Gießen zwei, die Volksschule tn Heuchelheim einen. Außerdem/gab es noch 13 Gaupreise, die in Diplomen, Geldpreisen und Büchern bestanden. Der Kreis Gießen marschiert hier mit an der Spitze. Unter anderem kamen Gaupreise nach Göbelnrod, Hungen, Heuchelheim und an die Justus-von-Liebig-Schule in Gießen. Nach erläuternden Ausführungen von Lehrer Kimmel (Mendorf, Lahn) über den Anbau von Maulbeer st räuchern und über die Seidenraupenzucht schloß der stellvertretende Leiter des NSLB. die Versammlung mit einem Mahnwort an alle Erzieher, in diesen ernsten Zeiten die Jugend so zu erziehen, daß sie dereinst voll und ganz in dem großen geeinten Vaterlande ihren Mann stellen könnte. Er erinnerte weiter an die Ruhmestaten unserer Soldaten und betonte, daß dies nur möglich fei in einem Deutschland, das geschlossen und einig hinter dem Führer stehe. Die Tagung fand dann in der üblichen Weise chr Ende. Bornofi^en. Mozartseiec im Theater der Universitätsstadt. Vom Dramaturgischen Büro wird gerieben : Die Morgenfeier zum 150. Todestage Mozarts i|t halb des englischen Reiches gäbe es aber Gegensätze, die ost'nicht verstanden würden. Dazu gehöre u. a. der politische Gegensatz zwischen den Engländern und den Schotten. Der Vortragende ging darauf ausführlich auf die Geschichte des schottischen Volkes ein, erwähnte die vielen Berührungen, die das deutsche Volk in der Vergangenheit mit den Schotten hatte, erinnerte weiter an die vielen Namen, die noch davon erzählen usw. Ganz besonders ging er auch auf das Verdienst des Schotten (nicht des Engländers!) Thomas Carlyle ein, der einst (1874) den Pour le msrite für die Darstellung des Lebens Friedrichs des Großen (in einem achtbändigen Werke) erhielt. Weiter wurde daran erinnert, baß der Führer früher schon erklärt habe, Deutschland wolle mit dem englischen Volke überhaupt keinen Krieg führen. Das gelte auch für Schottland. Man solle sich aber keine falschen Vor- stellungen machen in diesem Krieg, der von einigen Drahtziehern>in London gewünscht wurde, daß die Schotten etwa abfielen von England. Die Schotten gestrigen Freitagnachmittag versammelten sich die Mitglieder des NSLB. (Nationalsozialistischer Lehrerbund) von G i e ß e n - S t a d t und G i e ß e n - L a n d in der neuen Pestalozzischule. Nach Begrüßungsworten des stellvertretenden Amtsleiters, Oberstudiendirektor Dr.Wolkewitz, gedachte die Versammlung der Gefallenen und Der- ftorbenen und ehrte sie in der üblichen Weise. Darauf nahm Universitätsprofessor Dr. Vollrath das Wort zu seinem Vortrag über das Thema „England und Schottland". Der Redner erinnerte zunächst daran, daß zur Zeit alle unsere Gedanken zu unseren Brüdern im Osten gingen, daß aber eines Tages unsere Blicke auch wieder nach England gerichtet sein würden. Inner- Seit einigen Wochen — ungefähr Ende Oktober, Anfang November ging es los — herrscht in den Werkarbeitsstunden aller Gießener Jungmädel-Gruppen in Heimen und Schulräu- men geschäftiges Treiben. Die Zehn- bis Vierzehnjährigen sind mit Nähen, mit Handarbeiten und Bastelarbeiten mancher Art emsig beschäftigt. Die Aufgaben, die hier von geschickten und fleißigen Händen bewältigt werden, sind verschiedener Art. Zunächst einmal galt es, den Ost-Kindern, also den Kindern der aus den besetzten russischen Gebieten heimgekehrten und ins Reich zuruckgeführten deutschen Familien eine Freude zu machen und sie mit nützlichen und hübschen Weihnachtsgaben zu bedenken. Da sind vor allem die in den Werkarbeitsstunden angefertigten Baby-Ausstattung e n. Die Mädels haben für den guten Zweck vor allen Dingen die nötigen Punkte von ihren Kleiderkarten gestiftet und gesammelt; dafür haben die Führerinnen dann das Material gekauft: Hemdchen und Windeltücher entstanden für die Allerkleinsten; die Hemdchen wurden von den Mädels selber zugeschnitten und genäht, die Windeltücher sauber und gibt gar nichts auf schone Reden, auf alle Würste und Zuckerstücke, die ihm David verspricht. Darüber vergeht eine gute Zeit. Dann und wann unternimmt der Hund etwas gegen die Langeweile er springt und schnappt nach Davids Zehen, und David zieht die Beine noch ein wenig höher in das Astwerk hinauf. Die Finger frieren ihm ab, vielleicht muß er die ganze Nacht hier oben sitzen, und am Morgen ist er zu Eis erstarrt, em erfrorener Klaubauf im Birnbaum. Aber schließlich kommt doch der Retter, und zwar in Gestalt des heiligen Nikolaus, der an feinem Tag durch das Dorf wandert, weißbärtig und würdevoll mit Stab und goldener Mütze. Erstaunt hebt er eine Laterne und betrachtet das zottige Gespenst auf dem Baum, dann hakt er seinen Krummstab m bas Halsband des Hundes, um ihn zum Schweigen zubringen. Wer bist du? ruft er hinauf. Aber David bleibt die Antwort schuldig. Blitzschnell wischt er herunter und verschwindet mit rasselnden Ketten in der Dunkelheit. Der heilige Nikolaus und der Hund stehen da und schütteln die Köpfe und wundern sich sehr. War das etwa doch ein richtiger Teufel, der Leibhaftige, wie man sagt? Stinkt es nicht ein wenig nach Schwefel hinter ihm her? Das neue Bild. Von Werner Schumann. Schön ist's, am äußersten Rande der GroßstM zu wohnen, halb schon auf dem Lande, und doch dem gewaltigen Räderwerk zugehörig. Hier draußen fing das helle Atelier eines Malers, der sich vor Jahren mit seiner Familie anstedelte, das Auf und Ab der Jahreszeiten ungebrochen em; leidenschaftlich rang fein herber Pinsel mit dem ürlaut der Erde. Bis auch ihn der Krieg rief unö er als Leutnant mit feiner Kompanie ms Feld ruckte, auf der verwaisten Staffelei unvollendet einen vielversprechenden „Dorfrühlingsmorgen" hinterlassend, den seine Frau wie ein Heiligtum hütete. Nun saß der Leutnant vor der matt leuchtenden Kerze eines Bauernhauses im Osten unblas einen । Bries seiner Frau. Als er ihn zu Ende gelesen : hatte, lächelte er. Dieser erregt geschriebene Brief ' enthielt nämlich eine Beichte. Eigentlich wage sie : es kaum» zu gestehen. hatte Charlotte geschrieben, die weite Reise nach Rußland oder nach Afrika überstehen und zu Weihnachten einem Landser das Gefühl geben, daß in der Heimat nicht nur seine nächsten Angehörigen an ihn denken und ihm etwas Liebes antun wollen. * Dem gleichen Gedanken entspringt auch der Einsatz der Jungmädel in den Lazaretten. Er wird in den nächsten Wochen, um die Weihnachtszeit, stattfinden, und es werden gegenwärtig dazu in den Junamädelgruppen die nötigen Vorbereitungen getroffen. Es werden da die Weih- nachtslieder einaeübt, die — wo es sein_ kann, mit instrumentaler Begleitung, meist Blockflöte — den Verwundeten in den Gießener Lazaretten gelungen werden sollen; andere Jungmädel, die dafür begabt und geeignet .sind, werden Gedichte aufsagen und Geschichten erzählen, und olle, die in die Lazarette gehen, werden mit Feuereifer und freudigem Herzen bei der Sache fein, unseren verwundeten Soldaten eine Freude und eine Stunde fröhlicher Unterhaltung und schmerzlindernder Entspannung zu bereiten. —Y™ Und wenn er die unartigen Kinder auch nicht gleich in seinen Sack steckt, mit der Rute straft er sie doch; die artigen Kinder aber erhalten Nüsse und Lebkuchen. Auf dieselbe Weise beschenkt im Rheinland Sankt Nikolaus die Kinder, die schon lange dor -einem Tag ihre Gebete an ihn gerichtet haben, deren Zahl sorgfältig eingekerbt wurde in ein Stab- chm, das „Batholzli" (Betholz) oder „Kloseholz. Schon am Vorabend des Nikolaustages stellen die Kinder Teller und Schüsseln vor die Tür oder ihre Schühchen vors Bett oder den Herd, sie hängen ihre Strümpflein vors Fenster und hoffen, daß er etwas hineinlege. Da findet das folgsame Kind am nächsten Tag Aepfel oder Nüsse, das böse aber wohl Kohlen oder gar eine Nute. In mancherlei Gestalt erscheint der Nikolaus bald als gütiger weißbärtiger Alter (weit verbreitet) oder eher wie im Sudetenland, mit rußgeschwärztem Gesicht und struppigem Flachsbart, in rauhe Pelze xehüllt, wie auch anderwärts auf dem Nucken den Sack mit Aepfeln und Nüssen, in der Hand die Rute, tiie er drohend schwingt, so daß auch dem kecksten Buben der Mut vergeht, vor dem Gestrenoen selbst das unartige Sprüchlein laut werden zu lassen: • „Ei, bu lieber Nickelsmann, was willst du denn bei mir? Ich fass' dich bei der Zippelmutz und schmeiß dich vor die Tür." Zu Fuß kommt der Nikolaus ober auch wohl ge- Titten: in der Eifel auf einem Ochsen, irn Sudeten- land früher auf einem Esel oder einem Schimmel, woran noch der Nikolausspruch erinnert: Wolle ins Gesicht. Die Horner kann er sich ersparen, wenn er seine Wollhaube aufsetzt und em paar Krähenfedern hineinsteckt, und was die Zunge betrifft, so braucht er nur feine eigene herauszustrecken, die ist lang genug. Nun steht David also draußen in der Dämmerung, ein einsamer Teufel. Kein Mensch ist unterwegs das trifft sich gut, aber gewissermaßen ist es auch unheimlich, so still und so dunkel. Die Wahrheit zu aqen, es ist David nicht ganz wohl m ferner Haut, ein wenig graut ihm vor sich selber, vor dem scheust- lichen Gespenst, das er ist. Er hat eigentlich vor- gehabt vor einer bestimmten Tur so lange zu raffeln' und zu grunzen, bis da jemand auf den Knien lag und mit aufgehobenen Händen um Er- ^^Bist'du Agnes, wollte er fragen, die einen gewissen David immer kränkt? Ja aber sie wolle es nie mehr tun. Oh, das käme nun zu spät, die Tränen und das reumütige Gewinsel, sie hätte sich früher besinnen sollen Ohne Gnade müßte sie zur Holle fahren. Ja und da wurde sie an den Zöpfen aufgehangt und unter ihr stünde eine P,anne mit siedend h-chem Krapsenschmaiz, und jeden Tag risse em Haar nur ein einziges. So dick die Zopfe auch sind einmal hinge sie doch am letzten Härchen und fiele und müßte elend verbrennen. Ach würde Agnes jammern, gibt es denn ferne Rettung mehr? Ich könnte von David joi den Ring annehmen, den er mir einmal kaufen will, und ihm ewig treu fein, immer und etpig. Za dann! Dann würde David wohl doch ein letztes Mal gnädig fein, wenn Agnes fo gute Vorsätze hatte. Wäre es nur schon fo weit. Es friert '.dn erbärm- lich an den Zehen Außerdem hort David schon. d,- nnn,, v,jt in der Nähe etwas knurren und schnauben^ und wenn das vielleicht der Forsterhund ist, si> wird es gut sein, sich nach dem Rückweg umzu- sehen, nach dem kürzesten Weg hinter eine chaustur. Ja aber leider hat der Försterhund die Wildhaut schon' gewittert, plötzlich kommt er herangesturzt, und im nächsten Augenblick hockt der Hirschledern« Teufel auf dem Birnbaum. Waldmann läuft im Kreis um den Baum und verbellt das Wild, wie es sich für einen guten Hund aehört Wahrscheinlich kommt es ihm em bißchen wunderlich vor, daß die Hirsche neuerdings au Bäume klettern. Aber einerlei, er tut jeme Wicht Ich bin der Nickel aus dem Himmel, reit einen weißen Schimmel. Ich komme aus dem Himmelreich, ich strafe bit Faulen alle gleich. Wenn die Kinder nicht fleißig beten und fingen, wird ihnen die Rut auf dem Rücken rum springen." Nicht immer ist der Nikolaus allein, oft (z. B. im Sudetenland) begleitet ihn sein Knecht, der „Ruprecht" (in manchen Gegenden wird der Nikolaus selbst ' „Knecht Ruprecht" genannt), „Ruprich", „Zempa" ober „Krampus", der wohl auch ohne den Nikolaus mit mehreren Kameraden erscheint. Diese „Krampusse" führten dann öfters einen „Bären" (einen in Stroh gewickelten Burschen) mit sich ober den „Schnappesel", den zwei Buben unter einem ^Einmal wollt- der Bifchos Nikolaus einem armen Eseltreiber Mehl in die Truhe schütten, da sah der Teufel auf dem Deckel. Hebe dich weg! sagte der Bischof. Mit Nichten, jagte der Teufel, «S W*.1 Der Eseltreiber war nämlich tn feiner tag lung ausqcgangen, um einen Sack Mehl zu stehlen, und deshalb hockte der Teufel auf der Truhe, um ihm gleich den S)als umzudrehen, w-mi-rnach Haufe kam. Ach Gott, wie war dem Bischof um die arme Seele bang' Er be^ne und beschwor den Bosen, allein der wollte Nicht weichen. Er stanli nur jo sürchterlich, daß dem Nikolaus die Augen über ^Indessen kam der Eseltreiber heim, er hörte den Lärm im Hause und erschrak, weil er m° nie, es se schon die Wache hinter ihm her Eilig lies er UN brachte den gestohlenen Sack wieder an !°men Orü Aufdiese Weise hals der TeusA dazu, einenSünder zu bekehren, und das gefiel dem beit 9 feinen so wohl, daß er ihn fortan als Grausknecht in |cm Alle Kinder kennen ihn, er ist em haariger namens Klaubauf. Er bleckt Zwar dieZ 9 rasselt mit Ketten, aber wenn man genauer hmpey, fo entdeckt man Mitunter Ha^awhren und ch stiefel unter feinem Pelz. 2m ®rutl^ A}I e,ne natürlich niemand, obwohl es von Vorteill tf, Bettstatt hinter sich zu haben unter der man^ schwinden kann, wenn er nut feiner ö «mäbAen- nahe kommt. Er ist nichts weiter als e schreck, ein Angsttraum für die ganz Klemen. B schen wie David sind seiner Rute schon^twach\ Mehr noch, David beschließt sogar, dresmal ven Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben und st«Y selbst als Klaubauf zu versuchen. Zu diesem Zweck entleiht er sich eine Hirschdecke beim der gelegentlich mit Fellen handelt, er g Suhlten um di« Hüsten und leimt M aber da das Atelier doch nun so leer stunde, hatten sich die beiden Aeltesten dort tagsüber öfter em- genistet. Er wisse doch, wie wild die Bengels seien, und da sei es eben gestern passiert. Das Unglück, das ihm zu gestehen ihr schmerzlich genug ankomme: das unvollendete Bild, das letzte aus des liebsten Mannes Hand, fei zerstört, und cm böses Loch klaffe in der Leinwand ... Er lächelte erstaunt und ergriffen, wahrend er die Augen zwischen dem Bries in der Hand und einem leuchtenden Aquarell an der Lehmwand hm und her wandern ließ. Welch seltsames Zusammentreffen der Ereignisse! Er hatte, vielleicht unbewußt angeregt durch auf dem Acker arbeitende Bauern und die Umstände feiner eigenen Behausung, Zeit und Kraft gesunden, jenes angefangene, ihn aber seelisch völlig beherrschende Motiv noch einmal ganz aus dem Gedanken heraus zu gestalten. Und siehe, es erschien ihm noch dichter m der Stimmung, noch lebendiger im Ausdruck, m einem höheren Sinne noch wahrhaftiger als jener Tor o daheim. Da flatterte wie auf dem zerstörten Bilde die Wäsche lustig im Winde, da krähte der alte, aufgeplusterte Hahn, hockte das Hühneroolk auf dem Zaun und lärmten die Sperlinge im auf- grünenden Gezweig der Walnuß. Im Hintergrund leuchtete fein Häuschen, und aus dem offenen Fenster sah eine hochgewachsene Frau, Märzsonne auf dem Scheitel, versonnen in den Garten hinaus, wo er so oft mit dem Skizzenblock gesessen und ihren verliebten Blick aufgefangen hatte. Beglückt fühlte er, daß dies allein aus der inneren Vorstellung mitten im Kriegslärm entstandene Friedensbild sein schönstes und reifstes geworden sei, hatten doch die heimlichsten Gedanken daran mitgeroirtt. Hinter allem Sichtbaren vernahm er, er ganz allein, die Stimmen der kleinen Welt seines Hauses: Kinderlachen, Holzspalten und Fahrradgeklingel, Geräusche einer Laichsäge und den kräftig geschwungenen Teppichklopfer. Einen Augenblick schwankte er, ob und wie er Charlotte dies alles berichten solle. Dann erinnerte er sich, daß ja fein braver Fahrer in vier Tagen seinen Heimaturlaub antreten wurde und Charlottes Geburtstag vor der Tür stand. Noch in selbiger Nacht packten die btiben, der Leutnant und fein Fahrer, das Bild umständlich ein, dies kostbare Stück Dertrautefter Heimat, das nun als Lision aus dem Osten den langen Weg zurück antreten und feine Stelle auf der Staffelei ttmteb» men würde. len oder schalten. Ein nochmaliger Umzug fand am ILeihnachtsabend statt, vermehrt um die voranjchrei- iende „Stuten (Kuchen) frau" sowie „Schimmel und 3är", denen die drei „Witten" folgten. Den Schluß >es Zuges bildeten die drei „Swatten", die nach der Vorführung in den Häusern ausfegten. In Schwaben steht eine ganze Anzahl „Niklase" (Vermummte) unher und bringen den Kindern Geschenke. Weit kommt er daher, der „Belznickel" oder ,Stappklos", weit aus dem kalten Rußland, um den Hunsrücker Kindern leckeres „Zuckerbackes" in die Stube zu bringen oder vors Fenster zu legen. In Her Pfalz führt sich der „Nickla" oder „Pelznickel" mit folgendem Spruch ein: „Hier steh' ich mit Stiefel und Sporen, um die kleinen Kinder zu holen. Wenn sie nicht gehorsam [in, steck ich sie in den Sack enin, roerf sie in die Lauterbach, daß sie schwimmen nach Kreuzenach, nehm sie uff den Rücke, un schmeiß sie nach Saarbrücke." Nikolaus war ein rechter Vater der Armen, Wohltäter im stillen, und well er dachte es sei besser, wenn die Leute dem Herrn danken, statt chm, der doch nur fein Knecht und Sachwalter war darum schlich er des Nachts m die Hauser, cmi »un berliner Einbrecher, der nicht raubte, sondern dem Gedenken des für breitere Volks kreise unbekannten Wesens und Schaffens Mozarts gewidmet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Rede des Musikhistorikers der Universität Gießen, Prof. Dr. Rudolf Gerber, der in seinem Vortrag den Menschen und das Schaffen Mozarts in neuer Sicht beschließen will. Der früheren Ueberbetonung des göttlich-heiteren Mozart soll das Walten der dämonischen Kräfte in Leben und Werk Mozarts gegen- übergestellt werden. Den Rahmen geben diesem Vortrag Prof. Gerbers das weiteren Kreisen nahezu unbekannte c-moll-Streichquintett und das Adagio aus dem g-moll-Quintett, beides Meisterwerke Mozarts, die die Nachtseiten seiner Persönlichkeit in besonderem Maße hervortreten lassen. Freiwillige für die Waffn-^. Von der ^-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten wir die Mittelung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen-^ einzutreten. Die Divisionen der Waffen-^ kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre stolzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen und Sanitätstruppen. Die Waffen-stellt ein: a) Kriegsfreiwillige (Arbeitsdienstpflichtige nach Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpflicht), b) Freiwillige mit Dienstzeitver- p f l i lb t u n g vom vollendeten 17. bis zum 45. Lebensjahr. Der Dienst in der Waffen-^ ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführerund Führerlaufbahn, sowie Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt! Ferner werden eingestellt Freiwillige für die - Polizei-Division und Anwärter für den Dienst in der Deutschen Polizei. Annahmeuntersuchungen finden am 13. Dezember in Gießen im „Burghof" statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Außerdem nimmt die ^-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilh., Löwenburgstraße 10, Tel. 36 683 und 34 441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Anforderung das ausführliche Merkblatt. Tarifordnung im hessischen Eisenerzbergbau. NSG. Wie die Deutsche Arbeitsfront mitteilt, ist mit dem 1. November eine neue Tarifordnung für die Angestellten im hessischen Eisenerzbergbau in Kraft getreten. Die Tarifordnung gilt für alle an» gestelltenversicherungspflichtigen und als Angestellte knappschaftsversickerungspflichtigen kaufmännischen und technischen Angestellten in den Betrieben des Eisenerzbergbaues einschließlich der dazugehörigen, unter Aufsicht der Bergbehörde stehenden Aufbereitungen, Werkstätten und Nebenbetriebe, den Phosphorit- und Bauxitgruben im Wirtschaftsgebiet Reffen einschließlich der Kreise Biedenkopf und Dillenburg sowie in den Kalksteinbrüchen Nieder-Girmes und Fernie und dem Ton- und Schamottebetrieb Niederstein. In der Tarifordnung sind Arbeitszeit, Urlaub und Gehaltsansprüche geregelt. Oie Versorgungslage im Rhein-Main-Gebiet. Die Dersorgungslage bei Brotgetreide und Futter- Mitteln erfuhr gegenüber der Vorwoche keine Veränderung. Roggen- und Weizenmehl waren in ausreichender Menge vorhanden. Die Gemüfeversorbung war ebenfalls ausreichend. Weißkohl und Wirsing wurde in größerer Menge an geboten. Drr Bedarf an Feldsalat, Endivien und Spinat wurde befriedigt. Knapper waren die an Wurzelgemüse und Rosenkohl bereitgestellten Mengen. An sämtlichen Diehmärkten waren die notwendigen Fleischmenge-n vorhanden. Der Auftrieb war so reichlich, daß Umleitungen von Tieren und bei Schweinen Herausnahmen für die Vorratshaltung möglich waren. Di.e Qualitäten waren bei Rindern mittel, bei Schweinen und Kälbern mittel bis gut. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Oie Krankenversicherung -er Rentner. Wichtige neue Durchführungsbestimmungen. In einer SBerorbnung vom 4. November 1941 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 262) sind nähere Durchsuhrungsbestimmungen über die Krankenversicherung der Rentner erlassen worden, die mit Ge« setz vom 24. Juli 1941 errichtet wurden. Für die Leistungsgewährung ist grundsätzlich die Allgemeine Ortskrankenkasse oder, wo eine solche nicht besteht, die Landkrankenkasse zuständig. Son- derbe stimmungen sind für Rentner der Reichsbahn- Versicherungsanstalt erlassen. Hier ist die Reichs« bahn-Betriebskrankenkasse zuständig. Die Rentner können die Leistungen in Anspruch nehmen, indem sie ihren Rentenbescheid und die Ausweiskarte der Postanstalt, welche die Invalidenrente auszahlt, oder — bei Angestellten-Rentnern — den Zahlkartenabschnitt über die letzte Rentenzahlung durch die-. Post vorlegen. Von besonderer Wichtigkeit sind die Bestimmungen, die für die Rentner erlassen wurden, die wieder eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Für diese Rentner wird die Kr an kenv ersiehe» rung bei dem Träger der reichsgesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt, dem der Rentner auf Grund der versicherungspflichtigen Beschäftigung an» gehört. Der Rentner ist verpflichtet, dieser Kasse seinen Rentenbescheid bei Beginn und bei Beendigung des oersicherungspflichtigen Deschäftigungsver- hältnisses vorzulegen. Die Kasse vermerkt ihm dann auf dem Rentenbescheid die Durchführung der Versicherung. In diesen Fällen erhält der Rentner dieselben Leistungen wie die übrigen versicherten Artz eitskameraden, außer ärztlicher Betreuung und Arzneien also auch Krankengeld und Hausgeld. Er hat aber auch dieselben Beiträge wie die übrigen Arbeitskameraden zur Krankenversicherung zu entrichten. Dagegen hat der Rentner keine Beiträge zum Reichsstock für Arbeitseinsatz (d. h. zur Arbeits» losenversicherung) zu zahlen. Nur der Unternehmer hat die auf ihn entfallenden Arbeitgeberanteile zu entrichten. In diesem Falle, wo der Rentner seine Krankenkassenbeiträge bezahlt, erhätt er die für ihn von seiner Rentenoersicherungsanstalt aufgebrachten Beiträge auf Anfordern in Höhe von RM. 2,— monatlich ausgezahlt, die er dann für die von ihm auszubringenden Krankenversicherungsbeiträge mit- verwenden kann. Die Auszahlung erfolgt gegen Vorlage des Rentenbescheides und der Ausweiskarte der Postanstalt oder — bei angestellten Rentnern — des Zahlkartenabschnittes über die letzte Rentenzahlung durch die Post. Der versicherungspflichtige beschäftigte Rentner hat aber auch die andere Möglichkeit, sich von der durch das Beschäftigungsverhältnis begründeten Krankenversicherungspflicht durch sein Dersicherungs- amt befreien zu lassen. In diesem Falle erhält er bei Krankheit Sachleistungen, ärztliche Betreuung und Arzneien, aber keine Barleistungen. Im Sterbefalle erhält er Sterbegeld. Schließlich ist für die Rentner, die nach der neuen Verordnung schon einen Sterbegeldanspruch haben (75 RM. für sich selbst, für den Ehegatten 40 RM., für ein Kind 25 RM.) die Möglichkeit geschaffen worden, sich durch eine Zusatzversicher-ung ein Sterbegeld von insgesamt RM. 500,— und ein Familiensterbegeld bis zu RM. 300,— zusätzlich zu sichern. Die Prämie darf höchstens für 10 RM. monatlich 4 Rpf. betragen. Die Satzung der Versicherungen kann auch eine Zusatzversicherung auf anbere Leistungen zulassen. Auch in der kommenden Woche wird eine genügende Zahl von Tieren, insbesondere auch von Schweinen, bereitgestellt werden. Bei Milch, Milcherzeugnissen, Deien und Fetten war eine ausreichende Versorgung sichergestellt. Für den 31. Versorgun gs abschnitt wurden, obwohl er erst am 15.12. beginnt, bereits 5 Eier auf gerufen. Der zeitige Aufruf erfolgte, damit die für die Zeit vor den Feiertagen gerechneten vier Eier lausend zur Ausgabe gelangen können. Die rechtzeitige Abgabe dieser vier Eier ist gewährleistet. Das fünfte Ei wird nach augenblicklicher Voraussicht erst nach den Feiertagen zur Ausgabe gelangen. Licht lockt Bomben. dem Lande die Bereitstellung von Löschsand, Feuer- patschen, Handfeuerspritzen und ausreichendem Löfchwasier. Gießener Vochenmarkkpreise. * Gießen, 6. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 41, Wirsing, % kg 6 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüden 8 bis 10, rote Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Rosenkohl 30, Meerrettich 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat,'/«. 10, Endivien, das Stück 10 bis 17 Rpf. f Appell vor allem an das Landvolk. Bei allen bisherigen Einflügen des Feindes in bas Reichsgebiet konnte man immer wieder feft« stellen, daß Bombenwürfe meist dort stattfanden, wo der Feind einen Lichtschein bemerkte. Es ist durchaus nicht etwa der Fall, daß die Bombenwürfe nur über Städten erfolgen. Dank der her- vorraaenden deutschen Abwehr kommt der Feind oft über den Städten gar nicht zum Bombenabwurf und entledigt sich bann feiner Bombenlast wahllos dort, wo er einen Lichtschein bemerkt und Anm Basteln gehören Werkzeuge. Denke an die Sammlung für die Wehrmacht am 6. und 7.12.1941. menschliche Behausungen vermutet. Diese Tatsache legt auch der Landbevölkerung die Perpflichtung auf, für sorgfältige Verdunkelung der Wohn- und Stallgebäude zu sorgen und sich selbst sowie den Besitz vor Verlusten durch Spreng- und Brandbomben zu schützen. Vom Reichsnährstand wird in diesem Zusammenhang an bas Landvolk appelliert, insbesondere auch eine gewissenhafte Verdunkelung der Viehställe durchzuführen, da jetzt die Stallarbeiten lange vor Anbruch des Tages beginnen und am Abend erst nach dem Dunkelwerden enden. Als besonders zweckmäßig haben sich für die Stalloer- dunklung Fensterläden erwiesen, die an der Außenseite der Stallfenster angebracht werden. Ferner lassen sich einzelne kleine Fenster auch mit Pappe verdunkeln. Für Ställe mit mehreren Fenstern sind Sttohmatten zu empfehlen, die bei großer Kälte gleichzeitig vor zu starker Auskühlung schützen. Die Verwendung von Verdunklungspapier ist im Diehstall nicht immer zu empfehlen, da bas Papier durch die feuchte Stalluft durchnäßt und aufweicht. Außer einer sorgfältigen Verdunklung gehört zu den Luftschutzmaßnahmen auch auf ** MU dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Oberleutnant Paul König in Gießen- Klein-Linden wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet und zum Hauptmann befördert; er ist auw Träger des Infanterie-Sturm- crbzeickens. Ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde der Oberleutnant und Kompaniechef Erich He gl er, Schwarzlachweg 20 wohnhaft, der gleichfalls das Jnfanterie-Sturm- abzeichen trägt. * * 88 Jahre alt. Am kommenden Montag, 8. Dezember, wird Frau Witwe Elisabeth Wagner, geb. Mohr, Ludwigstr. 14 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische 88 Jahre alt. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen.Glückwünsche zu ihrem Geburtstage und für einen schönen Lebensabend dar. **AltersturnerDapper82Jahrealt. Am nächsten Montag, 8. Dezember, begeht der Altersturner Wilhelm D a p p e r vom Turnverein 1846 Gießen, Bleichstraße 44 wohnhaft, der wohl der älteste aktive Turner im Kreis Wetterau des NS.- Reichsbundes für Leibesübungen ist, in voller körperlicher und geistiger Frische einen 82. Geburtstag. Regelmäßiges Turnen feit frühester Jugendzeit, neben feinem früheren Beruf als Postbeamter, hat den hochbetagten Turner frisch und gesund erhalten, so daß er auch heute noch regelmäßig an den Altersturnstunden seiner Vereinsriege teilnimmt. Auch in der frohgestimmten Geselligkeit ist Wilhelm Dapper immer einer der frischesten und heitersten Turnkameraden. Die Geräteübungen werden von ihm noch in bester Haltung ausgeführt; u. a. konnte er auch von dem diesjährigen Altersturnen in Lich mit dem Eichenkranz der Turnsieger geschmückt beim» kehren. Arn Morgen und in den Abendstunden unternimmt er noch in straffer, aufrechter Haltung seine Spaziergänge durch die Stadt und erbringt damit immer aufs neue den Beweis dafür, daß das Turnen frisch und kräftig erhält. Mit seinen Ium tarne» raben beglückwünschen auch wir den allsetts beliebten und hochgeschätzten Jubilar herzlich zu seinem burtstage. * * Ein Achtzigjähriger. Der Eisenbahn« Zugführer i. R. Matthäus A l t h a u s, Steinstraße Nr. 55 wohnhaft, wird am kommenden Montag. 8. Dezember, in aller Rüstigkeit und Frische 80 Jahre alt. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glück« wünsche. Strafkammer Gießen. Heinrich U l r i ch in Bleichenbach hatte am 5. Sep« tember d. I. in einem am Arntsgebricht Büdinaen anhängigen Rechtsstreit wegen Unterhalts wissentlich einen Meineid geleistet. Der Angeklagte wurde zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Untersuchungshaft wurde auf di, Strafe angerechnet. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklagten auf die Dauer von drei Jahren aberkannt. Amtsgericht Gießen. Zwei Frauen in Gießen hatten Strafbefehle über 100 RM. erhalten, gegen bie sie Einspruch einlegten. Sie hatten als Miteigentümer eines Wohnhauses in der Frankfurter Straße es trotz mehrmaliger Aufforderung unterlassen, in ihrem Hause für die dort wohnenden Mieter die erforderlichen Luftschutzmahnahmen zu treffen. Die Ange- Belm Austauen von Dasierlelkungen kein offenes Feuer ober bie gefährliche Lötlampe verwenbeut _____l1 ■ ■ ----- s> klagten würben überführt und zu einer G e lb< strafe von 100 R M. verurteilt. Die Strafe wird ihnen nun erst die Erkenntnis gebracht haben, daß bie Erfüllung der Luftschutznotwendigkeiten für jedermann selbstverständliche Pflicht ist. Der D. Sch. in Fronhausen hatte am 12. Juli in einer Wirtschaft in Gießen eine Aktentasche, die eine Landkarte und Papiere enthielt, und ein kleines Paket, in dem Zigarren waren, entwendet. Die gestohlenen Sachen hatte er verkauft. Die Käufer mußten aber bie Sachen wieder zurückgeben und waren so um die Kaufsumme betrogen. Der Angeklagte war geständig und wurde wegen Diebstahls und Betrugs zu einer Gesamtgefängnis« strafe von einem Jahr verurteilt. Die erheblichen und einschlägigen Dorstrafen wirkten straf« erschwerend. Aus der engere« Heimat. Landkreis Gießen. D Großen-Linden, 6. Dez. Am Samstag und Sonntag veranstaltet der Geflügelzüchterverem Großen-Linden eine örtliche Geflügel aus st el- lung. Es wird wertvolles Tiennaterial ausgestellt sein. kreis Wetzlar. A Dutenhofen, 30. Nov. Die hiesige Krie• aerkameradschaft hielt im „Adler" ihren gut besuchten Monatsappell ab, den Kamerad schasts- sichrer Weber mit herzlichen Begrüßungsworten und dem Gedenken an bie für Deutschlands Freiheit Gefallenen des Krieges 1914/18, des Kampfes der Bewegung und des jetzigen Krieges eröffnete. Er gedachte sodann mit herzlichen Worten der Dankbarkeit der großen Ruhmestaten unserer Wehrmacht an allen Fronten unter der Führung des Obersten Befehlshabers Adolf Hitler. Anschließend hielt Kamerad Krebs einen fesselnden Vortrag über das Thema „Der unsichtbare Krieg', in dem er die Wühlarbeit der feindlichen Mächte gegen uns aufzeigte und die Kameraden zur Abwehr dieser feindlichen Machenschaften aufforderte. Nach der Bekanntgabe einer Reihe von Anordnungen der Reichs- und der Kreiskriegerführung wurden zahlreiche Kameraden für langjährige treue Mitgliedschaft in verdienter Weise geehrt und ausgezeichnet. Sodann wurden von dem Schießwart Kamerad K. L o tz die Ergebnisse des diesjährigen Wettkampfschießens be- fanntgegeben und dabei u. a. mitgeteilt, daß die Kameradschaft aus dem Entscheidungskampf beim Schießen des Kreisverbandes Wetzlar mit dem dritten Preis hervorgehen konnte. Zahlreiche gute Schützen erhielten für ihre Schiehleistungen Ehren- Reese-Gesellsdiifr Hameln Explosion in Raum5 Roman von H.C. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Gröbenzell b-MOnchen 6 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Eine Stunde später waren Bärbels Aussagen schriftlich f eftgelegt und von ihr unterzeichnet.1 Kammin verabschiedete bas Mädchen freundlich und begab sich bann sofort in bas Zimmer feines Vorgesetzten zurück. Doktor Ball sah von ben Akten auf, in denen er gelesen bäte. „Was haben Sie für einen Eindruck?" „Beinahe vernünftig, das Mädel", knurrte der Kommissar unb setzte sich gegenüber bem Schreibtisch in einen Sessel. „Was sollen wir jetzt tun?" „Die Frage möchte ich an Sie richten." Caspar vorladen, halte ich für falsch. Man muh sich erst auf anderem Wege Informationen beschaffen." „Ganz richttg. Wir hängen noch völlig in der Luft. Vorausgesetzt, daß alle Angaben von Fräulein Eberhard stimmen, gibt das noch kaum eine Handhabe au einem schroffen Vorgehen. Welche Punkte werden Sie als erste ermitteln?" „Bestehen Beziehungen zwischen Kaspar und der Barkow? Ist Kaspar in finanzieller Bedrängnis, unb weshalb? Sind noch mehr Zeugen dafür vorhanden, daß er das Werk nicht um halb sechs, sondern erst um halb sieben verlassen hat? War Kaspar an dem Unglückstage noch bei Wand im Laboratorium? Dann natürlich Nachprüfung der anderen Bekundungen, zum Beispiel ob Fräulein Eberhard bas Temperament Kaspars richttg geschildert hat und ob er wirklich nach der Vernichtung der kostbaren Pläne völlig ruhig geblieben ist. Außerdem denke ich, Kaspar überwachen zu lasten " ' „Einverstanden." Ball machte sich Notizen. „Ich habe Crusius auf feinen Wunsch Ihrer Abteilung zugesellt. Er tritt morgen früh den Dienst an. Vorläufig gilt die Versetzung nur für den Fall Wand — Kaspar," „Scheint ein ganz brauchbarer Kopf zu sein", bestätigte Karmin. Bei Dienstbeginn des nächsten Tages trat Michel Crusius in das Zimmer von Kriminalkommissar Theo Kammin und stellte sich vor. „Kommen Sie her", knurrte der Kommissar unb beugte sich über feinen Schreibtisch. „Sie gehen in die Fabrik von Kaspar, Kobelt und Wand und suchen zu ermitteln, ob noch jemand Auskunft darüber geben kann, wann Herr Kaspar an dem Unglückstage bas Werk verlassen hat. Es handett sich um eine sehr wichtige Aufgabe. Das wissen Sie ja. Machen Sie Ihre Sache gut und", er richtete ben Blick auf seinen jungen Untergebenen, „möglichst unauffällig. Verstanden?" „Jawohl, Herr Kommissar." Michel verneigte sich untuging sofort wieder hinaus. „Hm, und ich werde mich um bie Privatverhältnisse des Kaspar kümmern , murmelte Theo Kammin vor sich hin. Einige Minuten nach dem Verschwinden Michels verlieh auch er das Präsidium. Zuerst ging alles überraschend glatt. Michel । suchte den Portier auf, zeigte seine Marke vor tznd i verlangte Einsicht in das Buch, in dem der Portier notierte, wer das Fabrikgebäude betrat und wer es verließ. Einen besonderen Grund für sein Verlangen nannte er nicht. In dem dickleibigen und nicht ganz sauberen Buch suchte er die Eintragungen.vom 11. Mai hervor. Es war eine genaue Aufstellung, bie der Werkspionagegefahr wegen eingerichtet worden war. Jeder Arbeiter unb Angestellte hatte einen Ausweis und mußte ein Drehkreuz passieren, wobei > er eine Metallmarke, bie seine Nummer trug, einem aufsichtsführenden Manne aushändigte. Don dem Ausweiszwang waren nur die leitenden Herren des Werkes befreit, deren Aussehen den Portiers genau bekannt war. Jeder Eintretende ttnb das Fabrikgebäude Verlassende, der keinen Ausweis führte, wurde in ein besonderes Kontrollbuch eingetragen, so daß sich genau ermitteln ließ, um welche Zeit jemand gekommen und wieder gegangen war. Die Vormittagsaufzeichnungen des 11. Mai ent- jieltefi öw Damen b& drei Inhaber der beide a Chefingenieure, der Prokuristen, eines halben Dutzends Vertreter von Lieferanten, eines Arztes, der einen Verunglückten zu behandeln hatte, sowie schließlich eines Steuerbeamten. Sämtliche Personen hatten bas Werk bis ein Uhr mittags wieder verlassen. Michels Finger glitt die Reihen herab und haftete sekundenlang auf dem Namen Kaspar, neben dem als zweite Ankunftszeit 15.20 Uhr vermerkt war. Wenige Zeilen darunter war Herr Kaspar wiederum notiert. Er hatte bie Pförtnerloge um 17.35 Uhr erneut passiert, diesmal aber in Richtung Stadt. Diese Zeitangabe stimmte genau mit der Aussage vor Gericht überein, und Michel verspürte Zweifel an den Bekundungen seiner Bärbel. Um nichts zu versäumen, sah er sich aber auch noch die restlichen Aufzeichnungen des 11. Mai an. Da war zunächst notiert, daß zwei Prokuristen zusammen zehn Minuten vor sechs Uhr nach Hause gegangen waren. Einer der Chefingenieure folgte ihnen wenige Minuten später. Und unmittelbar darunter blieb Michels Finger an dem Papier haften. Der Name Kaspar tauchte erneut auf, diesmal als Ankommender. 17.55 Uhr hatte er zum brittten Male an biefem Tage bas Werk betreten. Der Kriminalbeamte fühlte ein leichtes Zittern in allen Gliedern. Seine Augen suchten hastig weiter, über»! sprangen einige Zeilen unb fanden verzeichnet, daß Herr Kaspar um 18.45 Uhr bas Werk wieder Der- lassen hatte. Der Rest der Gintragungen des 11. Mai bezog sich auf Aerste, Polizeibeamte, Ingenieure, Prokuristen und Inhaber, die nach der Explosion benachrichtigt unb zu der Unglücksstelle geeilt waren. Michel zog fein Merkbuch und begann mit pedantischer Genauigkeit bie Eintragungen der Seite ab» zuschreiben. Anfangs waren seine Schriftzüge fahrig und eckig, weil bas Iagbfieber ihn gepackt hatte. Dann faßte er sich unb beendete die Arbeit ruhig und gelassen, als schreibe er belanglose Notizen, roie^fie zu ben täglichen Aufgaben seines Berufes gehörten. Nur um die Form zu wahren und ben Mann nicht vor den Kopf zu stoßen, sprach er noch ein paar Worte mit bem Portier, ließ sich bestätigen, daß dieser zwar nicht mehr in der Lage sei. Lach ja langer Zett aus dem Gedächtnis heraus bist Besucher eines bestimmten Tages zu nennen, daß er sich aber für die Richtigkeit der Aufzeichnungen verbürge, um so mehr, als er sie selbst gemacht habe. Schon um einhalb elf Uhr war Michel Crusius wieder im Präsidium. Kammin war noch nicht zurück, und es war mehr als fraglich, ob er vor bent Spätnachmittag kommen würbe. So lange wollte Michel aber nicht warten. Er ließ sich Kriminal- direktor Doktor Ball melden und überraschte ihn sofort beim Betreten des Zimmers mit feiner Neuigkeit. „Meine Braut hat recht gehabt, Herr Kriminaldirektor. Kaspar ist erst um 18.45 Uhr aus dem Werk gegangen, nicht, wie er im Prozeß aussagte, um 17.30 Uhr." "Also doch", murmelte Ball und verlangte nähere Einzelheiten. Michel legte fein Merkbuch auf ben Tisch. „Das ist bie genaue Abschrift bes Buches, das der Portier über jede ein« unb ausgehende Person führt." Er erläuterte kurz das Kontrollsystem der Fabrik. ♦ „Wo Herr Kammin ist, miffen Sie nicht?" fragte Ball seinen jungen Beamten, nachdem fer sorgfältig die Abschrift durchgelesen hatte. „Nein, Herr Kriminaldirektor." „Wir können nicht warten, bis er zurückkommt. Ich schicke zwei Beamte in die Fabrik, um Herrn Kaspar verhaften zu lassen. Den Befehl dafür werde ich sofort ausfertigen. Holen Sie ihn in zehn Minuten ab. Er bezeichnete die Beamten, die diese Ausgabe durchführen sollten unb zog das rote Formular heraus, während Michel aus bem Zimmer eilte. Um halb zwölf Uhr nahmen die beiden Kriminalbeamten in dem Vorzimmer von Martin Kaspar Platz. Fräulein Barkow hatte sie angemeldet unb den Bescheid gebracht, es sei noch ein Besuch drinnen. Bald bar auf öffnete sich bie Tür, und Kaspar erschien selbst, um seine Besucher zu empfangen. Sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatten, zogen beide wie auf Kommando ihre Marken. ^Fortjetzung folgt) 9. Jt.-Sport rt. ’ffents »btD| Schuht frasigefahrdete Leitungen durch Abdeckeu oder Umhüllen! ®e(b< 1 hck» M che, ft fit bet Mi •tu in* r N leWta,1': ■Gab« Dir «I S.&. •rbej H M ij elret; °ni5 fbesriii >Njpkv| ' kiiiti J9>| Ä jsbeln überreicht. KameraMaftsfübrer Weber frach den ausgezeichneten Schützen den Dank der jomeradschaft aus. Zum Schluß sprach noch der ^ropagandawart Kamerad Albert Walter über Pflichten der alten Soldaten in der Heimat wäh- rnd des jetzigen Krieges, der auch an die chnstigen Veltkriegstämpfer besondere Anforderungen als s:1datifches Vorbild stellt. Liner alten Unsitte zum Opfer gefallen Lpd. O f f e n v a ch a. M., 5. Dez. Oft genug sind Himer wieder die Kinder davor gewarnt worden, sch an fahrende Verkehrsmittel anzuhängen, da die hermit verbundenen Gefahren zu groß sind. Be- dcuerlicherweise ist dieser Unsitte jetzt ein acht- sjhriaer Junge am Hessenring zum Opfer ge- Men. Cr hatte sich an ein Lastauto a n g e • längt und stürzte, als er sich wieder zu Booen Men wollte, so hart mit dem Kopf auf das Eiraßenpflaster, daß der Tod auf der Stelle ein- tot. Diesen traurigen Fall sollten alle Eltern zum Iniafc nehmen, ihren Kindern einzuschärfen, sich nie 6i ein Fahrzeug anzuhängen. gemacht werden, sondern einige dieser Sportarten können bei günstigen Witterungsverhältnissen mit Sicherheit in nächster Umgebung des Betriebes aus- geübt werden. Die Wertung erfolgt in verschiedenen Betriebsklassen entsprechend der Zahl der (Befolg- schaftsmitalieder und ihrer prozentualen Beteiligung. Zeder schaffende Volksgenosse wird mit der Betriebsgemeinschaft einen schönen Winterfporttag im Freien erleben wollen. Die Durchführung erfolgt in der Zeit vom 1. 12. 1941 bis 15. 3. 1942, nach Abgabe der Meldung bei der zuständigen Kreisdienststelle. Sandball-Dorschau. Luftwaffe Gießen — Polizei Frankfurt. Die Punktspiele sind für die Luftwaffe nicht sehr günstig, da sie die stärksten Mannschaften hinter- Der Winfersporttag der Betriebe. NSG. Alle deutschen Betriebe sind von der Arbeitsfront zur Durchführung des „Wintersporttages der Betriebe 1942" aufgefordert worden. Das Sportamt „Kraft durch Freude" gibt die Ausschreibungen bekannt, welche allen schaffenden Volksgenossen die Teilnahme ermöglichen. Vorgesehen sind Skiwandern, Skilauf, Rodeln, Eisläufen und Eisstockschießen. Als Rahmenwettbewerb sind Staffelläufe, Patrouillenläufe, Abfahrts- und Torläufe, Eiskunstläufe und vieles mehr vorgesehen. Die Deranstaltuna wird in einer Art durchgeführt, daß jeder mitmachen kann, und sei es als Winterwanderer. Gerade unser Gau ist so reich an Naturschönheiten, daß ein gemeinsamer Winterausflug ein besonderes Erlebnis wird. Es ist auch nicht notwendig, daß große Fahrten dürfen unter keinen Umstanden plötzlich von der Kälte in die Wärme gebracht werden. Kartoffeln, Gemüse, Obst legt man zum Auftauen in kaltes Wasser, gefrorene Eier in kaltes Salzwasser. In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, daß Blumen, die von der Straße ins Haus gelangen, zunächst einige Zeit im kühlen Zimmer stehen müssen, bevor man sie in die warme Stube nimmt. Don der Börse. Frankfurt a. M., 5. Dezember. Die zu Beginn dieses Berichtszeitraumes zu beobachtende Aufwärtsbewegung einiger Sonderwerte, die zu einer allgemeinen, wenn auch kursmäßig nur ver- dältmsmäßig wenig zum Ausdruck kommenden festen Haltung der Aktienmärkte geführt hatte, kam im Verlauf zum Stillstand, teilwetse auch zu einem Rückschlag. Irn Vordergrund des Interesses standen Daimlerattten, die in kurzer Zeit bis 199,5 anstiegen und dann auf Abgaben hin wieder auf 197,25 zurückgingen. Daneben waren u. a. Wintersball und Metallgesellschaft um etwa 7 bis 9 o. H. höher. Anderseits gingen Lahrneyer um gut 3 o. H. zurück. Ilse Genuesse auf die Berichtigung hin zunächst ebenfalls stark anziehend, im Verlaufe wieder den Gewinn hergebend. Zell Waldhof, die zuletzt in Prozenten des berichtigten Kapitals notiert wurden, sind per Saldo gegen Vorwoche fetter, desgleichen Südd. Zucker. Standardwerte veränderten sich kaum, insbesondere lagen Farben, Stahl- verein, Rheinstahl, Rhetnmetall, Siemens kaum einander als Gegner hat. Gespannt ist man nun auf das Auftreten der Polizei. Diese hat dis jetzt nur ein Spiel gegen ihren Lokalgegner SA. pranf» furt mit 9:8 verloren. Alle anderen Spiele hat |te meist zweistellig gewonnen. Die Frankfurter wer« den auch gegen die Luftwaffe alles versuchen, das Spiel zu gewinnen, um in die weitere Entscheidung der Gaumeisterschaft einzugreifen. Die Soldaten werden dadurch einen schweren Stand haben. Wenn auch mit einem Punktverlust zu rechnen ist, werden sie doch alles dransetzen, um ein günstiges Resultat zu erzielen. Handball-Schiedsrichter-Lehrgang. Alle Schiedsrichter und Anwärter treffen sich in Gießen zur weiteren Ausbildung. Neben der Regelbesprechung durch den Schiedsrichterobmann wird der Kreisfachwart noch sprechen. Fußball-Meisterschastsspiele. Dahenborn-Stelnberg — Luftwaffe. Nur eine Begegnung kommt am Sonntag zunl Austrag, da Sportfreunde Wetzlar ihre Mannschaft von den Meisterschaftsspielen zurückgezogen hat. Ein spannendes Tressen wird es in Watzenborn- Steinberg geben, wo die Luftwaffe gastiert. Di- Luftwaffe hat im Spiel gegen Sportfreunde Wetzlar bewiesen, daß sie wieder an Spielstärte gewonnen hat. Jedenfalls wird sie in Teutonia einen Gegner finden, der auf eigenem Gelände bezwungen fein will. Trotzdem sollte die Luftwaffe, wenn Meermann wieder zur Verfügung steht, stark fleftug sein, einen knappen Sieg daoonzutragen. Watzenborn-Steinberg — Luftwaffe Gießen. Zum weiteren Meisterschaftsspiel empfängt diS 1. Mannschaft der Watzenvorn-Steinberaer „Teutonen" am kommenden Sonntag die 1. Mannschaft des Luftwafsensportvereins. Beide Mannschaften enttäuschten in den letzten Spielen etwas und keine Dürfte mehr als diesjähriger Meister in Betracht kommen. So ist der Ausgang des Spieles nur ausschlaggebend auf die labeHenfteHung. Di- Einheimischen haben diesmal eine stärkere Mannschaft als gegen Naunheim auf die Beine gebracht, so daß das Spiel erst mit dem Schlußpfiff entschieden sein dürfte. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen. Frostschäden vermeiden! Gefrorene Fensterscheiben werden schnell wieder (ar, wenn man sie mit einer Kochsalz- oder Alaun- klung warm abwäscht, und zwar nimmt man dabei (jf einen halben Liter Wasser eine Handvoll Salz öer Alaun. Bei starkem Frost muß die Scheibe flort wieder sorgfältig ab^etrodnet werden. Besser tr es noch, wenn man von vornherein zu verhüten M, daß die Fensterscheiben überhaupt erst an- tufen. Hierzu stellt man ein flaches, mit Chlor- fcllum gefülltes Glas- oder Porzellangefäß an jedes fünfter; dessen Inhalt man alle 2 bis 3 Tage aus- Achseln muß. Noch andere kleine Kniffe im Kampf gegen Frost- haben in Küche und Haus seien hier verraten. io ist z. B. zu empfehlen, dem Wasser, mit dem kteinfußböden geputzt werden, bei Frost etwas Sal- rkrf zuzusetzen, dann gefriert es nicht. Der Stärke str die Wäsche fügt man etwas Kochsalz hinzu, da- i- it sie auch nach oem Trocknen steif bleibt, was im Clgemeinen bei Frostwetter nicht der Fall ist. Hat |?r Frost einmal die zum Trocknen aufgehängte gäsche überrascht, so nehme man sie besser nicht ab, f lange sie noch steif ist; vor allem darf man geborene Wäsche nie zusammenfalten, da das Gewebe n den Faltstellen sehr leicht bricht. Gefrorene Nahrungsmittel sind nicht, wie oftmals mgenommen wird, für den menschlichen Genuß untauglich, sie müsien nur allmählich aufgetaut und verändert. In IG. Farben laust bte Umtauschfrist für die Wandelanleche am 31.12.1941 ab, die Obligationen können dann bis 1945 nur zu 110 o. H. emgelöft werden. Am Kassamarkt erhielt sich das Interesse für Brauwerte, zumal hier langsam Ka- pitalaufstockungen bekannt werden. Sehr fest blieben Grün & Bilfinger, wahrend Dt. Steinzeug im Verlaufe leicht b er gaben. Am Rentenmarkt kam die Reichsaltbesitz- anleihe nach der Ziehung bei kleinen Umsätzen etwas niedriger, meist 162,25, zur Notiz. Für Steuer- gutscheine I zeigt sich anhaltendes Interesse, der Kurs ftieg bis 106,25, d. h. um gut 1 v. H. Indu- ftrieobtigationen sind wenig verändert. Städtean- leihen auf die Konversion bei Koblenz eher etwas freundlicher. In Pfandbriefen kommt kaum Material heraus, die Nachfrage kann nach wie vor bei weitem nicht befriedigt werden. Das anlagesuchende Kapital sucht daher weiterhin in 3,5 v. H. Reichs- schatzanweisungen Folge V Unterkunst, wo der Absatz unverändert gut vor sich geht. Der Freiverkehrsmarkt lag weiterhin sehr still, die Kursveränderungen sind nicht erwähnenswert. Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Dezember. (Sorbericht) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 37,5 bis 46,5, Bullen 40,5 bis 44,5, Kühe 25 bis 44,5, Färsen 41,5 bis 45,5, Kälber 40 bis 59, Schafe 32 bis 44, Schweine 53 bis 61. Alles zugeteilt. SG* Die weitbekannte Qualität der Austria» Maschinenpark im Werk, dienen alle Kräfte der Erhaltung hoher Qualität sind gut und ein besondere! Genuß von A-Z MILDE SORTE 4 Pt MEMPHIS 4 PL NH 6 PL Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 Allnutz T ^oltirgibt Lederfohlen längere "Haltbarkeit maditfie woMerabftoHend!_ „fottit'‘konserviert audj WiHhten! der ameln VogT&x.o durch SO inen, M «chinoiA Zigaretten ist auf eine mehr als 150- lährlge Erfahrung in der Auswahl und der Mischung reiner, ferner Orientiabake begründet Von der großzügigen Ein» kaufsorganisation im Orient beginnend bis zum technisch hochentwickelten infiieOen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 3857A an den Gießener Anzeiger erbet Nicht nur Küchengeräte und andere Gegen» stände werden durch die schmutzlösende und scheuerwirksame Eigenschaft von ALLPUTZ mühelos und ohne Seite gereinigt, sondern auch stark verschmutzte Arbeitshände. Einlach ein wenig ALLPUTZ in die nasse hoble Hand streuen und dann beide Hände so reiben, wie man es beim Waschen- gewohnt ist Im Nu löst sich der Schmutx, und nach dem Abspülen sind sogar die feinsten Villen der Hände wieder saubet e.e.m.b.H.. Münster I. W., Schorlemerstr. s. Ruf 26644-45 Ständige Vermlttlun g ven Vieh aller Art. Fett- und Weidevieh / Ferkel / Läufer / Pferde usw. rfp&rfßti fäcrfi/ JWerft, Allpülzlrfl^ Wir gewähren hypothekarische Darlehen mit und ohne Tilgung zu 4.5% Zinsen bei voller Auszahlung- ' Dkslflllilchk sil0llin;illl-llikh0krwettling5genoslkn|chllst V trutrta lssttl, HD aus alb je n$It sch. > W in E r!** [ llrchl' nichts vor W m **! iit ft«#. Hartnäckige Hustenqualen und Bronchitis S.1 dB ™ FotoOrafleren noch mehr Freude? Natürlich, wenn man auch mit schwierigen Fotoproblemen fertig wird! Außer der Praxis, die aber auch manches Lehrgeld kostet, helfen uns die lehrreichen und sehr verständlich geschriebenen Hefte und Bücher der Fotoliteratur. 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Seite [mb auf ihre Richtigkeit nachzuprüfen; etwaige Unstimmigkeiten sind im Stadthaus, Bergstraße 20— Zimmer Nr. 6 — hinsichtlich der Bürgersteuer auf Zimmer 14 — richtigstellen zu lassen. 2. Sind die (Eintragungen auf der Lohnsteuerkarts für richtig befunden, dann ist sie sofort an den Arbeitgeber oder an die den Lohn, Gehalt oder Pension, Kriegsbesoldung usw. auszahlend« Kasse abzuaeben. 3. Lohnsteuerkarten, die nicht benötigt werden (zum Beispiel wenn z. Z. kein Arbeitsverhältnis vorliegt),'sind im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 6 — zurückzugeben. 4. Wer bis zum 15. Dezember 1941 noch keine Lohnsteuerkarte für 1942 erhalten hat, melbe dies im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 6. 48580 Gießen, den 26. November 194t Der Oberbürgermeister. I. D.: Nicolau s. chronische Verschleimung, hartnäckiger Luflröhrenkalarrh und Atem- beschwerden werden fdtjafrren mit Dr. Boether Tabletten, auch m altroFällen^solgreich bekämpft-Dies bestätigen di,vielen oft geradezu beaeisterken Dankschreiben von Verbrauchern. Dr. Boether-Toblet- len stad ein unschädliches krSoterhaltige« Spezialmtttel. Enthält 1 erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend und auswurffördernd. Beruhigt und kräftigt das angegriffen» Lronchienaewrb«. Johl» reich« schristliche Anerkennungen von dankbaren pattenien and föfmöenen Arziev! In Rpotheken * 131 und s.24. — 236 5KikhküJto und Dtinbar auf Dee 159. Milchvieh - Versteigerung In Münster I.W., Westf. Zuchtviehmarkt Donnere tag, den 11. Dez. 1941,12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): Bekanntmachung. Bett.: Ausgabe der Lebensmittettarten für bett 81. Versorgunasabikbnitt. 1.1. Ausgabetag: Montag, der 8. Dezbr. 1941 2. Ausgabetag: Dienstag, der 9. Dezbr. 1941 3. Ausgabetag: Mittwoch, der 10. Dezbr. 1941 4. Ausgabetag: Donnerstag, d. ll.Dez. 1941 S. Ausgabetag: Freitag, der 12. Dezbr. 1941 Ausgabezeiten: von 8 bis 13 und von 15 bis 18 Ubr. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigte« in Frage kommt, ist aus dem Personalausweis ech sichtlich. Die Karten werden nur an Erwachsens ausaehändigt. Die Reste der Karten deS 29. Versoraungsab« schnittes — mit Ausnahme der Nährmittelkarten -* müssen bei den 5kartenausgabestellen vorgelegt una zurückgeliefert werden. Dte Stammabschnitte des Nährmittelkarten 29 sind für den Bezug vott Bohnenkaffee sorgfältig aufznbewahren. II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karte« auf Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nach« zuvrufen: spätere Beanstandungen sind zwecklos. III. Bei nicht terminmäßiger Abholung des Karten wird eine OrdnungSgebuhr von RM. 1,-* erhoben. IV. Die Verbraucher müssen dre Bestellschem« der Eier-, Fett- und Marmeladekartcn bis spätes stens Samstag, den 13. Dezember, bei den Waren- verteilern abgegeben haben. Bei verspäteter Abs lieferung tritt eine Kürzung der auf den Bestellschein zu liefernden Warenmenge ein. V. Lebensmittelkarten ohne NamenSeintra- gung sind ungültig. Die Abgabe und der Bezug von Waren auf Lebensmittelkarten, die nicht mit Namen und Wohnung deS Inhabers versehen sind» 1 VL Tie Warenverteiler werden aus folgendes hingewiesen: 1. Abgetrennte Kartenabschnitte dürfen nicht beliefert werden. 2. Auf die neuen Marmeladekarten ist der Vorbezug von Zucker nicht mehr zulässig. Es ist daher nicht gestattet, die Bestellscheins vor dem für den jeweiligen Versorgungsabschnitt vorgesehenen Zeitpunkt abzuttennen und die Einzelabschnitte vor dem aufgedruckten Gültigkeitsdatum zu beliefern. , , 3. In dem neuen (toten) HaushaltsauSwerS dürfen Firmenstempel grundsätzlich nicht angebracht werden. Die Verteilung von Waren auf den Haushaltsausweis und die Abstempelung der Felder wird jeweils von dem Ernährungsamt an* geordnet. _ . _ VII. Während der Ausgabe werden Bezugs« scheinanträge nicht entgegengenommen. _ Gießen, den 6. Dezember 1941. (49oel> Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B und Wirtschaftsamt. Photo - Kreuzplatz 9 Landwirte kauft für Euer Vieh Selbst-Tränke-Secken Ihr bekommt dann mehr Milch und Butter und erspart Euch auch Müh und Arbeit. — Zu beziehen von Leonh. Heinr. Schmidt Wittgendorf über Bürbach L W. / fchütz die ' johlen Naffe Füße? & " U/n /V frf AS I/Vl ! T ■ V ürhmlnchbcixi Mit dem heutigen Tage habe ich das Auslieferungslager der Coca-Cola Erzeugnisse übernommen und bitte um gesch. Aufträge. Hans Quambuschj Gießen Essig- und Senffabrik Alicenstraße 22 Telephon 8645 PFLANZENSÄFTE 8 Bei7 Gidtfund Rheuma haben «th Brennewel-, Birken« end Vedjoldcraaft bewehr tf Nehmen Sie Breoneeeelaaft *.* e • RM 1.35 Birkensaft . . 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Der Dienst in der Waffen-^ gilt als Wehrdienst. Körpergröße mindestens 1,70 m (bis 20 Jahre 1,68 m). Nähere Ausführungen im redaktionellen Teil .dieser Zeitung, ferner im Merkblatt der Ergänzungsstelle und durch die Untersuchungskommission. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, dürfen aber noch nicht ausgehoben sein. Ferner werden eingestellt Freiwillige für die ^-Polizei-Division und Anwärter für den Dienst in der Deutschen Polizei. Nähere Auskunft erteilt die Annahmekommission. Die Annahmeuntersuckung findet statt am 13. 12. 1941, 9 Uhr, in (Sieben, im Rest. Burghof, Burggraben 9. Arbeitsbuch und Wehrpass sind mitzubringen. ErgänzungSamt der Waffen-ff Erg.-Ltelle Fulda-Werra (IX) Kassel-Wilh., Löwenburgstr. 10. [«mD Tel. 36683 und 34441. s o er SOjQOOQQOOQOOOOOOOOQ o o o o o (O o O o ■o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o Der Kathreiner ist nicht nur ein Ersatz für Bohnenkaffee - er ist etwas Anderes, von anderer Herkunft und eigener Art. So will er bewertet und danach soll er auch behandelt werden: drei Minuten lang kochen must man ihn, um den ganzen Gehalt zu gewinnen! o o 01 ■ — ■■■! ,■■■■ ■■ «OaQOOQOOOOOOQOOOOOOOOQiQQQQQaOOOOC Gewaltig sind die Anfgaben ief Deutschen Reichsbahn gewachsen. Weit über die Grenzen des Großdeutschen Reiches hinaus spannt sich heute das Verkehrsnetz. Von der Mei» sterun g der gestellten Aufgabe hängt Entscheidendes ab für die kämpfende Truppe und für die Heimat. Fast 5 mal so groß wie vor dem Kriege ist heute der Arbeitsbereich des deutschen Eisenbahners... Ist Ihre Reise notwendig? ISTRAUM [ 1 k ' i Ä 1111111111 \ W iiii xK niiilllilk v P ...iiiiiii ..iiiiiiiiiiii .aiiiiiiiiiiiiiiiin ^7^ -IIBBBBBBBBBBBI — uiiiiiiiiiiiii Fragen Sie eich zunächst: Ist meine geplante Reise aus geschäftlichen, gesundheitlichen oder familiären Gründen unerläßlich ? Unterlassen Sie zur Weihnachtszeit und zu anderen Zeiten des stärksten Verkehrs jede Reise, die sich verschieben läßt. gibt dem Großstädter Gelegenheit LV täglichen Ausflügen. Während der Schulferien sollte nur fahren wer mit schulpflichtigen Kindern reisen muß. Versuchen Sie, Ihre Erholung in vö» kehrsscbwächere Zeiten zu verlegen. Drei Urlaubsreisen von je einer Woche ins*' Erholungsurlaub muß nicht mit einer weiten Reise verbunden sein. Auch in der näheren Umgebung finden sich bestimmt schöne Erholungsstätten. Der Nahverkehr Jahr bedeuten dreifache Belastung gegen* über einer dreiwöchigen Urlaubsreise. Bringen Sie auch im Reisen ein kleines Opfer. Es kommt dem Ganzen zugute. HILF DER DEUTSCHEN REICHSBAHN UND DU HILFST DIR SELBST! Ihre Verlobung geben bekannt Erika Brückel Krankengymnastin Wilhelm Caspary Assistenzarzt Gießen Schotten Liebigstr. 46 Krankenhaus 7. Dezember 1941 \04098/ Weitete MMMq te M. im Gymnasium zu Gießen Hindenburgwall 6 Samstag, 6. Dezember, 15—18 Uhr Sonntag, 7. Dezember, 10—12% Uhr 1978D und 15—18 Uhr Auch im Winter ist die „Karlsruh" täglich geöffnet! Kaffee o Kochen in bekannter Qualität Gesellschaften bitte vorher anmelden SomilWrefliWt für Angehörige aktiver Soldaten (Berufssoldaten) ab 6. Dez. 1941 werktäglich von 11 bis 12 Uhr in der Goethestratze 2 6 Msnrzl Sl. klölk. lei. 4000. ES K9nn daß man von Kopfschmerzen, Zabn- schmerzen, rheumatischen oder gich. tischen Beschwerden plötzlich überfallen wird. Wer Melabon zur Hand hat, kann diese ost unerträglichen Schmerzen rasch lindern, bevor der Arzt zur Stelle ist. Melabon wirkt peripher u.zentral schmerzbefretend, daher der gute (irfolg. Verwend. Sie Melabon auch bei starken Schmerzen sparsam, meist genügt schon ebte Kapsel. Pckg. 72 Pfg. in Apotheken. Melabon Reese-Rat zum Advent! Braunkuchen: Zutaten : 250 g Mehl, 150 g Zucker, 2 Eßlöffel Kunsthonig oder Sirup, 3 Teelöffel Braunkuchengewürz, 2 Teelöffel Zimtersatz, Vz Päckchen Reese Backwunder, Zitronenschale oder Reese Zitronenöl und Butteraroma. Zubereitung: Den Zucker leicht anfeuchten und kochen bis er spinnt. Honig oder Sirup einrühren, etwas auskühlen lassen. Mehl und Backwunder zusammensieben. Gewürze dazumischen und nach und nach mit der Zuckermasse verkneten zu geschmeidigem Teig. Ruhen lassen, wieder gut durchkneten, dünn ausrollen, Figuren ausstechen, auf mehl bestäubtem Blech braun backen. Sofort heiß ablösen, ehe sie splittern. _____________________________________________________________5006 A _ Die Praxis des verstorbenen Herrn Prof. Dr. med. Brüning wird von mir vorläufig weitergeführt. Sprechzeit: Liebigstr. 26, werktags 11-12'/,Uhr Telefon Nr. 2000 oder 2665. Dr. med, Wolrad Klapp Facharzt für Chirurgie. 5007 D_ Roller in verschiedenen Gröhen bei [4849A Fahrrad-Aßmann Gieken, Neustadt 20. Wir können durchaus von kohlehydratreicher Kost (Kartoffeln z. B) leben, wenn wir gleich- zeitig genügend Vitamin Bl haben,das die Kohlehydrate in Energie und lebenserhaltende Substanz verwandelt. warum Kartoffeln In der Schale hothenl Kartoffeln enthalten Dita" min Bi, das aber wasser-' löslich ifUDeröen gesckäl« te Kartoffeln gekocht dann können bis zu desvitamingehaltes vom° Kochwasser gelost und mit ihm roeggejehüttet wer^ den. Das sollte man im Interesse des Stoffmedv [eis vermeiden. Das meiste Vitamin Bi enthält übrigens di? Vierhefe, und mit diesem kostbaren Wirkstoff aus der tiefe ist unser Oitamalj-Einfachbicr angereichert. Es ist also wohlschmeckende» Genußmittel, bekömmlicher Durstlöscher und Vitaminspender zugleich. alkohof army vitaminreich (B) ( Aber z Zf. denen lassen, die*s am nötigsten habeik" Und: nicht schimpfen, wenn Sie’s nicht immer be*. kommen. Das wird auch wieder anders. — Allein» i^eUetLfitoAbibräu, Seligenstfldt/riesseiKy"