Donnerstag. 6. November Ml Beilagen: Gießener Familienblätter Hemmt unBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen dtummern infolge höherer Gewalt Fernivreklmnickiluß 2251 I Drahtanschrift:,'Anzeiger" Postscheck 1168«; Krankt. M. Annahme von 'Anzeigen für die Miltagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Preile: Anzeigenteil 7 Rvf te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstatteM Plavoorfchrift (vorherige Bereinbaning) 25°/0 mehr Wb Jahrgang Nr. 264 Erscheml täglich aunssr Sonntagc und feiertags । JHHHF e« HmHtichristlett-'rs: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (edranlt), i. V. Ernst Blumschein: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: lüt Stadt Gießen, Provinz, Win- ichaft u. Sport: Ernst Blumfchein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätebruckeret R. Lange K.G Verlagsleiter: Dr.<-Fng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6. „Herzlos" und „völlig schamlos". prominente Amerikaner gegen Roosevelts Druck auf Finnland. was verflecht und fettig war, machte «Mi frifch und klar! iMi roäfcht stark verschmutzte ßcrufohlclOung ohne Sette und Waschpulver. Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber- (anbgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom» und Gasaelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 277 07, oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. Dom 15. Jlooember 1941 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Ulonaf September 1941 einschließlich kosten noch, nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 4548A Gießen, den 3. November 1941. Direktion der Stadtwerke Gießen. Glieder- und Gelenkschmerzen— eine Alterskrankheit? Nein, solche Beschwerden kommen ht jedem Lebensalter vor, wenn auch häufiger bei älteren als bei jüngeren Menschen. Rheuma kann man in den besten Jahren bekommen, selbst wenn der Mensch im übrigen gesund und leistungsfähig, ist. Daber erfordern Gelenk- und Gliederschmerzen besondere Aufmerksamkeit und sorgfältige Behandlung. Man darf ste nie erst chronisch werden lassen. Eines der bekanntesten und seit 25 Jahren bewährten Mittel gegen rheumatische Gelenk- und Gliederschmerzen sowie bei Hexenschuß. Gicht, Jschigs, Neuralgien, Grippe und Erkältungskrankheiten ist Togal. 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Schlachlhof, Gießen. Rheumakranke! Besorgen Sie aus der Apotheke ein Rheumaplast 509 und kleben es auf die schmerzhafte Stelle (Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen usw.). Sogleich dringt frisches Blut dort hin und spült die Krankheitsstoffe fort. Sie verspüren wohlige Wärme und Ihre Schmerzen lassen nach' c^-Ucc/x. JPinen ßheumaplaft509 auf e LasHfch^tn Flanell (D.R.G.m) in jsder Flpothefe rasieren Sie sich mit Rasuline, einer Rasierpaste, die das ßarthaar gut schneiden läßt und gleichzeitig die Gesichtshaut schont. In allen Fachgeschäften. Preis 50 Pf., beschr.lieferb. USCHAS GmbH., BERLIN 0112 Verschiedenes Tadellose 103700 Skistiefel Größe 43, gegen Größe 38-39 zu tauschen gesucht. Televhon 4326. Solider Arbeit., 60 I., wünscht m. Wwe. od. alt. Mädchen i. Alter v. 40-50 Jahren zwecks späterer Heirat bekannt zu werd. Auch v. Lande angenehm. Zuschriften unt. 03665 a.d.G.A. weltberühmte 20 Jahre jünger Exlepäng e.a.„ graue Haare ist wasserhell, gibt grauen Haaren frühere Farbe wieder. 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Gießen, Röntgenstr.6, Münster i.WM Würzburg, Spessartstr. 27, Rechlin/Müritz, Heidelberg- Rohrbach, Panoramastr.21, am 4. Nov. 1941. Die Tauerfeier findet Freitag, den 7. Nov., um 15 Uhr, in d.Kapelle des Neuen Friedhofs statt. __________4562 D Tieferschüttert erhielten wir am 20. Oktober die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder Onkel, Neffe und Pate Gefreiter Karl Rau M.-G.-Schütze in einer Kraftfahrer- Abteilung nach überstandenem Feldzug und Verwundung im Westen, im blühenden Alter von 22 Jahren am 8. Oktober bei d. Abwehrkämpfen im Osten durch Granatsplitter gefallen ist. In unsagbarem Schmerz: Familie Karl Rau II. und Frau Marg., geb. Roth Ernst Rau, Bruder Familie Heinrich Langsdorf Familie Wilh. Roth und alle Angehörigen. Hattenrod, Albach und im Felde. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 9. November, nachmittags */23 Uhr in der Kirche 5. November 1941 ____________________03718/ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Herrn Andreas Dönges V., Werktührer i. R. sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer VömeLfür d. trostreichen Worte am Grabe. Herrn Dr. Gail für den ehrenden Nachruf, sowie dem Verbände der Werkmeister, der Gefolgschaft der Filiale Rodheim-Bieber der Firma Gg. Ph. Gail und dem Gesangverein Eintracht für die Kranzniederlegung am Grabe. Auch danken wir für die überaus reichen Blumenspenden und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen aller Hinterbliebenen: Ludwig Dönges Rodheim (Bieber), Obbornhofen (Krs.Gießen), Klavier zu >aufen gesucht. hiesD Milchflasche 1 bekommt, die ’ ihr die Mutter H mit Trocken- J brennltoff Esbit , warm gemacht j hat. I Cetieroll erhflltl. \ Preis ZOTablettea 9 mit kleinem Koch- । testen 60 Pit. A Bexaösqnellen ' wollt nach der | Hersteller: Erica 1 Schümm. 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Lr hat seither nichts eingebüßt: Die politischen Ereignisse erhoben heute seinenWert ins Außergewöhnliche Heute Donnerstag Wiederaufführung Xicfttspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt! 4551 A JMH, HFRBERT HERZOG UHRMACHERMEISTER GIESSEN StiJtRlW.JO WF387.‘ G. B. C. 41/14453 und alte Silbermünzen kauft Mi-Oold auch Doublt, Alt-Silber Was koche ich ...? Spagetti mit Sauerbratensoße Ochsenschwanzsuppe Gerade anfleischlosenTagen (steine gute Suppe vor der Hauptmahlzeit willkommen. Zu Spagetti schmeckt die pikante Knorr-Ochsenschwanz- art-Suppe ganz ausgezeichnet. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr- Suppenwürfel. Spagetti schmecken auch ohne Fleisch oder sonstige Beigaben sehr lecker, wenn es nur eine gute Soße dazu gibt. Aber wie ohne Fett und ohne Fleisch eine schmackhafte, ergiebige Soße bereiten? Merken Sie sich das folgende Rezept: Sauerbratensoße Den 'KflCVl Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit schwach ’M Liter Wasser, ’/i Lorbeerblatt, einer Prise Zucker, etwas Essig — je nach Schärfe — unter Umrühren 3 Minuten kochen. Dann 2 Eßlöffel Buttermilch odergequirlte Sauermilch darunterrühren. FertigI Rezept ausschneiden und auf bewahren! Sie können ei immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben. Nr. 264 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) vonnerrtay, 6. November 1041 Aus dem Reiche der Krau. Perl- 5dhUt6Udi:grfpwmg{,part1 D,. NsThwesternscha.. und der f- ” *.nnun Kranken, und Sä-gi^P»^^^" de. G.oe. ein. 4363 V Amt für Volkswohlfahrt, Gauleltung Hessen-Nassau, Darmstadt, Steubenplatz 17. Weitere Auskunft durch das Ansbildnng: P/ajihrige Lernzeit, staatliche Prüfung, praktische« Jahr. Fortbildung: Operation«-, Diät- Säuglingsschwester nsw. Aufstiegsmöglichkeiten: Juogschweaterolübrerin. Oberschwester, Oberin. Gehalt nach neuem Tarif. „Das ist Geschmackssache." Von Dr. med. V. Gondolatsch, Reichsgeschäftsführer d. Reichsvollkornbrotausschusses Was für eine Künstlerin ist doch eine tüchtige Hausfrau und Mutter. Nicht nur, daß sie dem Mann und den Kindern ein behagliches Heim erhält, sie bringt auch täglich ein Essen auf den Tisch, das dem Geschmack ihrer Angehörigen entsprich!, und sind einmal Gäste da, dann weist sie auch aus mitunter bescheidenen Mitteln ein allen zusagendes Gericht herzustellen. Einfach ist das gewist nicht. Denn wir brauchen nur einmal in verschiedene Küchen hineinzusehen, dann können wir feststellen, dast nicht nur die Zubereitungsart, sondern auch die verwendeten Nahrungsmittel recht unterschiedlicher Natur sind. Dabei bevorzugt der eine morgens den Brei, der andere das Brot. Mittags will dieser eine Suppe, jener keine, dieser Kartoffeln, der andere Gemüse. In Friedenszeiten bei entsprechender Auswahlmöglichkeit wünschte mancher täglich Fleisch — mancher in allzu groster Menge —, wobei hier Rindfleisch, Schweinefleisch oder Kalbfleisch geqesten wird, dort wieder mehr innere Organe, wie Leber, Nieren usw. Einer istt gern Eierspeisen, wobei harte oder weichgekochte bzw. gebratene Eier mehr oder weniger den Vorzug genießen. In manchem Haus- halt wird viel Fleisch gegessen, im anderen wenig oder gar keines. Und nun erst bei den sog. Genustmitteln. Der eine liebt Wein, der andere Bier, der dritte alkoholfreie Getränke. Bei dem Bier entspricht einmal das dunkle, das andere Mal dys helle Bier dem betreffenden Geschmack. Unter den Weinen wechselt es auch zwischen Rheim, Mosel-, Frankem, Rotwein usw. Kurzum die Speisekarte ist recht Frische Gewürzpflanzen auch im Winter Heber kurz oder lang sind nun die Gewürzkräuterbeete im Garten ganz abgeerntet. Der erste Frost nimmt auch die letzten Reste hinweg, da heißt es nun also schleunigst, sich auf eine entsprechende Winterversorgung einstellen. Die Hausfrau, die im Sommer Gewürzkräuter getrocknet hat, hat damit ja einen gewissen Vorrat, schön ist es aber, wenn auch im Winter frische Kräuter zur Verfügung stehen. Dazu können wir uns ganz leicht »erhelsen. In einigen Blumentöpfen oder Kästen säen wir in gute unverbrauchte Erde Petersilie, Schnittlauch, Kresse,'auch Bohnenkraut und Borretsch eignen sich dafür. Wir geben diesen Töpfen oder Kasten natürlich den sonnigsten Fensterplatz, den wir zur Verfügung haben und werden erleben, dah die Pflänzchen gut gedeihen. Bei Petersilie werden es ja sicher schon viele Hausfrauen selber probiert haben, aber auch der Schnittlauch gedeiht vorzüglich und liefert Heute haben wir ein einfaches Festkleid skizziert. , r _ .. Sein Material ist f l i e st e n d e st u m p f e S e i de in Schwarz oder gedeckten Tönen, — aber auch für ©amt eignet sich die gezeigte Form besonders gut. Die am Halse weich drapierte Bluse wird im Rücken mit kleinen Stoffknöpfen ge= schlossen, — ein ebenfalls rückseitig geschlossener ^Welche Hausfrau sieht es gern wenn ihre Vorräte, die sie mit soviel Mühe gesammelt und ver- Einsatz der Relchsband-Schwester; Krankenhäuser, Sanatorien. Kinderkliniken. Mütter-. Säuglings- und Kinderheime und Krippen, vorbeugende Familienhilfe auf dem Lande, krankenpflegerische Tätigkeit im Ausland. Werkscbwestern. die Heimat. ... . .n Warum ist der deutsche Soldat unüberwindlich? Das mag der Feind — und nicht nur er — sich oft fragen. Wir wissen es — nicht erst seit dem Kriege. Der deutsche Soldat schützt seine Heimat, die des letzten und besten Einsatzes würdig ist. Er weiß, daß diese Heimat sein Höchstes ist und treu zu ihm steht und ihn täglich im Geiste auf seinem harten Gang begleitet, und daß sie für seine Frau und seine Kinder einsteht, was immer auch kommen mag. Diese Heimat will im tätigen Opfern nicht hinter dem Frontsoldaten zurückstehen, wenn sie sich auch sagen muß, daß alle ihre Gaben, gemessen an den Leistungen der Kämpfer, nur bescheiden sein tonnen, denn der Einsatz des Lebens für die geliebte Heimat läßt sich nicht mit Geldopfern aufwiegen, läßt sich überhaupt nicht mit Geld ober Geldeswert messen. Er hat seine Wurzel in tiefster, innerster Bereitschaft des Herzens, im letzten Wissen um die Notwendigkeit dieses Ringens und im vollen Bejahen der Größe der Zeit und ihrer harten Forderungen. Und dieses Wissen muß uns in der Hei- mat genau so eigen sein und muß uns alle auf* rütteln zur höchsten Bereitschaft, zum spürbaren Opfer. An den Opfersonntagen, die schon lange zum Symbol der kameradschaftlichen Verbundenheit und Schicksalsgemeinschaft des ganzen deutschen Volkes geworden sind, verleihen wir dieser Bereitschaft zum Opfer sichtbaren Ausdruck. Wir wollen uns da nicht fragen, ob dieser ober jener Betrag nicht zu viel für unsere Verhältnisse ist. Wir wollen an biesem Tage stille Einkehr halten, wollen uns fragen, ob wir mit unserem Opfer vor bem Frontsolbaten t n Ehren bestehen können unb ob dieser Betrag uns zu einem Verzicht auf andere Dinge veranlaßt. Das allein soll unser Maßstab am Opfersvnntag sein. „ .. . . _ Alle Opfer, die wir so bringen, ftromen wieder zum Volk zurück, vor allem zu den Müttern und Kindern, deren Gesundheit im Kriege vor allem arbeitet hat, später nutzlos und verdorben vom „Moloch Verderb" geschluckt werden? Da heißt es also vorbeugen. Die kleine Mühe, die eine stete Kontrolle unserer Vorräte erfordert, sollten wir gern auf uns nehmen, sowohl im Hinblick auf unseren Geldbeutel, als auch auf den Aerger, den wir uns dadurch ersparen. P- St. Vorsicht beinitlmgang mit derKockkiste Wer besinnt sich nicht auf die Kochkiste, die wir alle im Weltkriege gern benutzt haben, um Feuerung zu sparen. Sicherlich haben eine Anzahl von Hausfrauen gemeint, daß sie es richtig machen, wenn ie auch in diesem Kriege wieder die alte Kochkiste hervorholen, um in ihr möglichst alles gar zu kochen. Das aber ist grundfalsch! Nach dem Stande der heurigen Wissenschaft — im Gegensatz zu derjenigen vor 25 Jahren — ist das ständige Verwenden der Kochkiste geradezu gesundheitsschädlich. Das langsame, stundenlange Heißhalten der Speisen tötet die Vitamine! Man soll also nur die vitaminarmen Nahrungsmittel in der Kochkiste garen, und auch diese nur unter Beachtung bestimmtet Regeln: Für die Kochkiste kommen lediglich Hülsenfrüchte, Graupen, Reis. Nudeln, also Nahrungsmittel mit längerer Garzeit in Frage. Man koche sie schnell und kurz in einem nicht zu großen Topf an, möglichst ohne viel umzurühren unb decke den Topf gut zu, ehe man das Essen der Kochkiste anvertraut. Keinesfalls soll Natron zum schnelleren Weichwerben benutzt werben, da es die Vitamine schädigt. Dagegen ist bie Benutzung bes Einweichwassers unbedingte Notwendigkeit. Speisen, bie in ber Kochkiste gargemacht würben, verlangen, baß ihr verlorengegangener Ditamingehalt ausaewertet wird. Das geschieht durch Zugabe von frischen Kräutern, von Zitronen- oder Tomatensaft, von geriebenem rohen Gemüse usw. Jedoch gibt man diese Zugaben erst nach dem Kochen hinzu, am besten, wenn das Essen auf dem Teller ist, um die Vitamine nicht mit allzu viel schädlicher Hitze in Berührung zu bringen, denn sie sind ausnahmslos gegen Hitze besonders empfindlich. Soll das Essen aufgehoben werden, weil nicht alle Familienmitglieder zu gleicher Zeit die Mahlzeiten einnehmen können, so darf man es nicht lange Zeit warmstellen. Kurz und schnell wird das Essen ausgewärmt, wobei weniger Vitamine verlorengehen. Auch hier ist es notwendig, bie Gerichte burch Zugabe von Frischkost anzureichern. Daraus ergibt sich, baß man in ber Kochkiste zubereitete Speisen keinesfalls sinnlos lange warmhalten darf. Sobald also das Esten gar ist, wird es sofort herausgenommen. Richtig angewandt, ist die Kochkiste eine gute Hilfe in der Küche, man muß sich nur an die eben angeführten Grundregeln halten. H. v.L. uns den Winter, hindurch für die Küche dann die wertvolle Würze, mit ber wir unsere Speisen so gern bereichern. Wenn bie Kräuter sich auch bei bieser Wintersaat nicht so üppig entwickeln wie im Sommer brausten im ©arten, fo genügt bie zu er- rielenbe Entwicklung boch vollkommen, unseren Be- barf zu becken. Mit Freube unb Interesse wirb habet sicher bie ganze Familie bas Keimen unb Wachsen der Saat unb später ber Pflänzchen verfolgen unb bie erste „Ernte" hiervon — mitten im Winter — besonbers freubig begrüßen. Rezepte. Wirsing mit Graupen. 1 kg Wirsing, 750 g Kartoffeln, 2 rohe, geriebene Möhren, 2 Zwiebeln 80 g Graupen, 2 bis 2% Liter Wasser, Salz, 50 g Speck ober Fett. In bem heißen Fett bräunt man bie Zwiebeln unb gibt bie am läge vorher eingeweichten Graupen mit bem Einweichwasser hinzu. Nachbem bas Gericht 20 bis 40 Minuten gekocht mannigfaltig und verschieden. Bei einem Nahrungsmittel allerdings hat sich feit Jahrtausenden eine Gleichmäßigkeit gezeigt, die ihre Begründung in der naturgegebenen Vollwertigkeit des betreffenden Nahrungsmittels hat, nämlich im Brot. Das Brot unserer Vorfahren war das gesunde und kräftige Brot aus vollem Schrot und Korn, unb so soll es auch mieber werben, nachbem die letzten Jahrzehnte eine gesundheitlich bedenkliche Fehlentwicklung mit sich gebracht hatten. Hier unb da höre ich den Einwand: Das Vollkornbrot schmeckt mir nicht. Es ist mir zu grob, es ist zu fein, es ist zu sauer, es ist mir nicht sauer genug, es ist mir zu dunkel, es könnte noch dunkler fein, es ist mir zu feucht, es ist mir zu trocken. Unb fo gibt es vielerlei Cinwänbe. Eines wirb babei ganz vergessen: Aus bem vollen Korn lassen sich bie verscknedensten Vollkornbrote Herstellen. Derartig geschmackliche Unterschiede gibt es bei anderen Brotsorten nicht Es ist daher zu raten, daß sich jede Hausfrau den Bakker aussucht, ber ein Vollkornbrot herstellt, das ihrem Geschmack und dem ihrer Angehörigen entspricht. Gerade die Auswahlmöglichkeit macht das Vollkornbrot als tägliches Nahrungsmittel fo wertvoll. Der für die Herstellung verwendete Ofen, die Backdauer und fo vielerlei Dinge sind es, die auf den Geschmack des Vollkornbrotes von Einfluß find. Wem also die eine Art nicht zusagt, der wähle eine andere. Gleichmacherei gibt es auch nicht beim Geschmack. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Achiei auf die Dorratsschränke* Jetzt sind Gläser und Flaschen, auch Stein^pfe angefüllt mit den Früchten des Sommers aus Wald unb Felb. Die Hausfrau blickt mit Stolz auf ihre Schätze, bie sie mit soviel Liebe unb Mühe haltbar gemacht hat unb bie für ben Winter manches leckere Mahl zu liefern verheißen. Doch noch ist es nicht so weit, noch bieten unsere Märkte frisches Gemüse unb Obst zum Kaufe an. Daher wäre es von unseren Hausfrauen nicht klug gehandelt, etwa schon jetzt die Reserven in Küche unb Keller anzugreifen. Das bedeutet natürlich nicht, baß bie Vorratskammer vorerst verschlossen bleiben soll unb man den wohlgeborgenen Schätzen — bamit ja niemand in Versuchung gerät — am besten vorläufig keine weitere Beachtung schenkt. Im Gegenteil. Strenge und regelmäßige Kontrolle ber gesamten Vorräte ist unbedingt notwendig, um zu verhindern, daß auch nur ein geringer Teil davon oerloren gebt Dies gilt auch für das Einmachgut. Gewiß, wir haben alles getan, un^ Fäulniserscheinungen zu vermeiden Wir sind beim Einmachen mit der größten Sorgfalt und Vorsicht ans Werk gegangen. Wir hohen auch darauf geachtet, daß die Gefäße m kühlen, luftigen unb trockenen Räumen aufbewahrt werben. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, daß vereinzelt Gärungserscheinungen auftreterr -öei rechtzeitigem Eingreifen braucht darum noch nicy: der ganze Inhalt verdorben zu fein. Erscheint uns das Innere eines Glases verdächtig oder hat stch der Verschluß gelost, müssen wir sogleich den Inhalt genau überprüfen. Falls das Eingemachte noch einwandfrei ist, heben wir die Schimmelschicht vor- sicht!« ab und kochen bas Ganze neu ein ober oer- brauchen es sofort. In diesem Falle ist es meist ratsam, das Eingemachte vorher noch einmal aus- Haben wir Vorräte in Blechdosen, so ist darauf zu achten,-ob sich Deckel ober Boben wölben. Ist dies ber Fall, erweist sich ber Inhalt meist als nicht mehr verwenbungsfähig. Steintöpfe, die vielfach zum Einlegen von Gurken, Bohnen, Pflaumen, Sauerkraut unb Kürbis benutzt werben, müssen unbebmgt alle acht bis zehn Tage überholt werben. Die graue Haut die sich gerade bei diesen Früchten gern bildet, braucht zwar nicht von vornherein schon abs nabendes Unheil zu gellen, sicherlich ist sie aber bem Geschmack des Inhaltes auch nicht zuträglich J?at sich eine graue Haut eingestellt, reinigen mir den Rand sowie Brett unb Stein, mit denen wir die Steintöpfe bebeeft hatten. Das Mulltuch walchen wir aus, bevor wir es roieber über ben Inhalt bret- breiter Gürtel mit farbiger stickerei ist der einzige Ausputz des Kleides. < A l s Ergänzung kann eine schlichte, lose fallende Jacke aus dem gleichen (ober ab= weichenbem Material) mit breiten Pelzstul - p e n unb schräg eingeschnittenen Taschen empfohlen werben. “• Einsatz der NS.-Schwestert Krankenhäuser, Kinderkliniken. Gemeinden. SS-Lata- rette. SS-Mütter- und Säuglingsheime. Schulen der NSDAP- und Ordensburgen. Senken Sie an Jhre Sparbüchfet Ho mancher Ertta-Groschen kann binein- kommen. wenn Sie beispielsweise zum gähnepuhen die gute Nivea-Zahnpasta benutzen. Die große Tube kostet nur 40Psg. hat, gibt man den kleingeschnittenen Wirsing und die Kartoffelwürselchen hinzu unb läßt bas Gericht gar werben. Dann schmeckt man ab und gibt vor dem Anrichten bie roh geriebenen Möhren dazu. Westfälischer Salat. 1 kg Pellkartoffeln, 500 g Weißkohl, 50 g Speck ober 30 g Fett, Zwiebeln ober Lauch, Essig, Zucker, Salz, Sens, % Liter Wasser, 30 g Mehl. Das kochende Wasser mit dem angerührten Mehl binden, die mit Speck gedünsteten Zwiebelwürfelchen und die noch warmen, in Scheiben geschnittenen Kartoffeln hineingeben. Zuletzt mischt man ben seingehobelten Weißkohl darunter, chmeckt ab, läßt gut durchziehen, aber nicht falt werben. . w „ Straßburger Kartoffeln. 2 kg Pell- Kartoffeln, 500 g Sauerkraut, 50 g Speck, Zwiebeln ober Lckuch, V* Liter saure Milch, Salz. Der in Würfel geschnittene Speck wirb ausgelassen. Die abgezogenen Kartoffeln werben in Scheiben gc= chnitten unb mit Sauerkraut unb Zwiebeln in einen eft verschließbaren Topf geschichtet. Dann gießt man die saure Milch unb nach Belieben noch etwas Brühe darüber und läßt bas Ganze etwa 30 Minuten langsam kochen. Vor bem Anrichten mengt man bas Gericht vorsichtig burch unb schmeckt ab. Laucheintopf: 250 Gramm Lauch, 300 Gramm Pellkartoffeln, 10 Gramm Fett, 20 Gramm Speck, nach Möglichkeit magerer Speck, Petersilie. — Der Lauch wirb geputzt unb in Scheiben geschnitten. Das Grün wirb soweit als möglich mitverwendet. Man dünstet den Lauch mit etwas Fett an und gibt bie rohen Kartoffelscheiben und den in feine Scheiben geschnittenen Speck darauf, füllt etwas Wasser nach unb läßt alles gar werben. Beim Anrichten streut man die gehackte Petersilie darüber. Aus der Stadt Gießen. Eine einzige Familie. Gedanken zum Opfersonntag. Ein Sonntag in jedem Wintermonat schließt uns besonders eng zusammen: der Opfersonntag. Wir weihen ihn bem ganzen beutschen Volke, vor allem ben kämpfenben Solbaten an ber Front, ben zahllosen Schaffenben in ber Heimat, den Müttern unb Kinbern unb schließlich allen denjenigen, die außerhalb ber Grenzen für bie Größe bes Reiches arbeiten. An diesen Opfersonntagen wissen wir so recht, baß wir eine einzige große Familie sinb die gegen alle feindlichen Gewalten zusammensteht. Diese Einigkeit unb Geschlossenheit ist es, bie uns so unenbüd) stark unb für alle Zukunft unuber-- winblich macht. Für sie bringen wir jebes Opfer. Dieses freubige Opfern aus vollen Herzen macht mächtige Ströme von Kräften frei. Diese Ströme aber kehren roieber in ihrer ganzen Stärke zum Volke zurück, nähren es unb geben ihm immer roieber neue Kraft? Das Volk lebt aus feiner Kraft unb feinen Opfern. Den äußeren Schutz bes Volkes sichern unsere Solbaten. Sie opfern täglich unb fragen nicht nach bem Warum, denn sie folgen ber beschworenen Pflicht unb ihren Herzen. Sie marschieren, kämpfen und erobern. Sie jagen ben Feind unerbittlich. Sie führen ben größten Waffengang, ben bas beutsche Volk jemals in seiner Geschichte ausfechten mußte. Unsere stolze Liebe unb Zuversicht begleitet bie siegenden Kämpfer. Sie sind die besten Soldaten der Welt. An ihren Opfern wächst Sdiwesterndienst - Beruf und Schule für s Leben MPwee WW WWWW* ■ _______________, ......... V. beulend rann Mädel und Frauen im Alter T.n 18 bi. 88 Jahren .1. TLe™8chwe.tero in dea Reicbsdienststellen der Schwesternschaften Berlin W 62. KurfarstenitraCe HO. vermittelt. as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS wie- Karikatur in hing mit dem Gruß an den Führer. —y— Forderungen an die Lustschuhgemeinschast Gondergericht in Friedberg Schickt Illustrierte an Oie Front! Der Frontsoldat wird dafür dantbar sein. Verdunkelungszeit 6.11. von 17.43 bis 8.25 Uhr. könne als ein ausführlicher ------------ Nach girier Gegenüberstellung der geistigen Volks- ührung bei uns und bei den Gegnern zeigte der Redner an Hand eines sehr geschickt ausgewählten, umfangreichen Lichtbildermaterials, wie die feindliche Propaganda gegen uns arbeitet, mit welchen unsauberen Mitteln und welchen Scheinargumenten ie die ihr erreichbaren Völker bearbeitet und gegen Deutschland zu Felde zieht. Die Reihe der Karikaturen wurde eröffnet mit Beispielen der Dorkriegs-- karikatur, aus dem Weltkriege und aus der ersten Zeit dieses Krieges, besonders aus französischen und englischen Blättern. Es zeigte sich, daß die Methoden des internationalen Judentums überall in der feind- braucht ist. Bilder aus Amerika belegen, wie sich die Feindpropaganda beispielsweise mit Einrichtungen des Staates und der Partei glaubt auseinandersetzen zu Kontrollen der Böden und Treppenhäuser nach Brandbomben durchgeführt wurden, muß jetzt eine Kontrolle während des Angriffs so oft verlangt werden/ wie feindliche Flieger das Haus oder seine Umgebung überfliegen. Durch Schlitze oder Gucklöcher muß es möglich fein, auch sämtliche einzelnen Bodenkammern zu übersehen. Besser ist es, wenn die Bodenkammertüren überhaupt offenbleiben. Um den Einsatzkräften den sofortigen Eintritt zu ermöglichen, müssen die Bodenkammern ohne große Schwierigkeiten geöffnet werden können. Die Kontrollkräfte müssen deshalb geeignete Geräte wie Beil, Hammer usw. mitführen. Die Begehung der Böden und der oberen Stockwerke während des Fliegeralarms ist eine so außerordentlich wichtige Maßnahme, daß sie allen Luftschutzwarten besonders ans Herz gelegt wird. Dor jeder Oberflächlichkeit ist zu warnen. Auch die Wohnungen der oberen Stockwerke müssen kontrolliert werden, wozu die Mieter zweckmäßig selbst eingesetzt werden. Es kann auch nichts schaden, wenn in den Wohnungen gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wenn man beispiels- roeife abends Teppiche, Polstersessel und sonstige leicht brennbare Gegenstände vom Fenster abrückt, so daß ein fallende Brandbomben nur den Fußboden in Brand setzen können. Der Aufsatz appelliert an alle, mitzuarbeiten an der Sicherung ihres Hauses und am Schutz ihrer Familien. Denn jeder kann betroffen werden! Oke poliiische Karikatur im geistigen Kampf der Gegenwart Lichtbildervortrag von Dr. Lehmann im'Gießener Vortragsring. gen der NSV. sind in erster Linie auf dieses Ziel ausgerichtet: Die Mutter-und-Kind-Heime, die Müttererholungsheime, die Jugenderholungsheime, die Kindertagesstätten, die Kindergärten, die Kinderkrippen, die Hilfsstellen Mutter und Kind,.die Schwesternstationen, die Jugendheimstätten, die Säuglingsheime, die Entbindungsheime, die Haushaltshilfen und der NSV.-Bahnhofsdienst... Damit sind aber diese der Wohlfahrt der Mütter und Kinder dienenden Einrichtungen der NSV. noch keineswegs erschöpft. Daß in diesem Rahmen die Frauen und Kinder von Frontsoldaten bevorzugt betreut werden, verlangt wohl keine weitere Begründung. Das ist eine Ehrenpflicht gegenüber unseren Kämpfern, denen wir, soweit dies irgend möglich ist, alle Sorgen, die sie um ihre Lieben in der Heimat haben, abnehmen wollen. Die Unterhaltung aller dieser Einrichtungen und die Erfüllung aller übrigen Aufgaben der NSV. im Kriege erfordern ungeheure Mittel, die nur in dem einen ober anderen Fall eine Verdunkelung nicht bestanden habe, so genüge die Tatsache, daß die Diebstähle zur Nachtzeit ausgeführt worden eien. Nach der kriminellen Vergangenheit des An- ;eklagten (er ist 15 mal vorbestraft) sei er ein Volks- chädling, der zum lichtscheuen Gesindel gehöre. In einer Zeit, in der das deutsche Volk einen nationalen Kampf führe, habe der sehr begabte hemmungslose und von Eigensucht getriebene Angeklagte seine Verbrechen begangen. Mit gerissener Fertigkeit habe er gearbeitet. (Handschuhe will er nur wegen dem Schmutz, nicht aber wegen der Fingerabdrucke benutzt haben. Auf Fingerabdrücke gibt er nichts.) Der Angeklagte gehöre zu den Verbrechern, die die Volksschädlingsoerordnung treffen wolle. Der Angeklagte sei auch ein Gewohnheitsverbrecher, der einen unwiderstehlichen Trieb zum Verbrechen habe. Daß der Angeklagte einige Jahre keine Verbrechen begangen habe, sei dem Einllutz seiner Ehefrau zuzuschreiben. Dann habe sich ober wieder der durch Anlage bedingte Hang zum Verbrechen in dem Angeklagten geregt. Eine Besserung des Angeklagten sei nicht zu erwarten. Der Ange- klagte habe einmal im Laufe der Verhandlung, was sehr bezeichnend sei, gesagt: „Ich finde zu gewissen Zeiten ein Vergnügen daran, in anderer Leute Wohnungen einzusteigen." Der Angeklagte sei nicht nur „Dolksschödling", sondern auch „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher". Sämtliche Straftaten seien als schwere Fälle im Sinne der Dolksschädlingsoer- ordnung zu betrachten. Der Anklagevertreter beantragte in sämtlichen Fällen die Todesstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebensdauer. * Der Verteidiger führte aus, der Angeklagte fet kein Gewaltverbrecher. Er habe nie das Leben oder die Gesundheit anderer gefährdet. Nur an Vermögenswerten habe er sich schwer vergangen. Der Verteidiger bat das Gericht, die Frage zu prüfen, ob die Straftaten nicht auf andere Art gesühnt werden gönnten. Der Angeklagte wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend — am heutigen Donnerstag» vormittag — zum Tode verurteilt, die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Das Gericht schloß sich in der Urteilsbegründung im wesentlichen den Ausführungen des Anklagevertreters an. einige Münzen, eine Herren- und eine Damenuhr im Werte von zusammen 700 RM.; in Speyer etwa 9 RM.; in Friedberg etwa 60 RM.; in Fulda etwa 2000 RM., fünf Sparkassenbücher und Geldpfandbriefe: in Arnstadt (Thür.) Wurst, Speck, Butter und Lebensmittelkarten. Der Angeklagte gab die ihm zur Last gelegten Straftaten zu. Nur in einem Fall, Fulda, Widerrief er sein früheres Geständnis und behauptete, er habe die Diebesbeute dem eigentlichen Diehe, einem jungen Burschen, auf dessen Flucht abgenommen. Die Diebstähle hot der Angeklagte sämtlich in der Nacht begangen. Die Verdunkelung will er nie ausgenutzt haben. Diese sei ihm im Gegenteil meist hinderlich gewesen. Der Angeklagte gab an, jeder Dieb habe seine Spezialität. Wie er nur zur Nachtzeit etwa zwischen 12 und 5 Uhr die Diebstähle ausgeführt habe, so würden andere, ihm bekannte, die Diebstähle in der Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr begeben. Die Bewohner von Bezirken, die er heimgesucht habe, seien keine Beobachter. Wenn diese Leute abends etwa um 12 Uhr oder später nach Hause gingen, ständen sie noch ganz unter dem Eindruck ihrer Erlebnisse (Theater, Kino, gesellschaftliche Unterhaltung). Oft sei er neben diesen Leuten hergegangen, ohne daß diese das geringste gemerkt hätten. Auf die Frage des Vorsitzenden, wie er sich seine Zukunft denke, erwiderte der Angeklagte: ,^Zch wundere mich über diese Frage. Der Gedanke, wieder ins Zuchthaus' ist für mich unerträglich. Ich bin nicht ganz hemmungslos. Mich trieb es auch fort, um die Schönheiten Deutschlands kennenzulernen." Der Anklagevertreter betonte, daß noch etwa 40 bis 50 Einbruchsdiebstähle, die in der Zeit von Ende November 1940 bis zur Ergreifung des Angeklagten begangen worden sind, auf dessen Konto kommen. Der Änklagevertreter führte weiter aus, in allen Fällen handle es sich um vollendete schwere Diebstähle im wiederholten Rückfall und Dolksschäd- lingsverbrechen. Nur in 2 Fällen, Halberstadt, sei dem Angeklagten nicht nachzuweisen, daß er eingedrungen sei. In allen übrigen Fällen sei er eingebrochen oder eingestiegen, und in allen Fällen habe er bewohnte Gebäude zur Nachtzeit ausgesucht. Sämtliche Diebstähle seien unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse und insbesondere unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen worden. Wenn können, wie z. B. neuerdings die Kirchenfrage der ein dankbares Hetzmotiv für die amerikanischen adox WWW 2ä-Preis F. Schudt, Neumühle bei Muschenheim; 3b-Preis R. Koch, Trais-Münzenberg. Klasse Illb: 2 ^jährige, nicht in Hessen-Nassau gezogene Stuten. 1a-Preis und Ehrenpreis Wilhelm Egner III., Geinsheim; Ib-Preis Bernhard Loer, Wehrheim; 3a-Preis W. K. G. Ohly, Holzheim. Klasse IVa: 3V2jährige in Hessen-Nassau gezogene Stuten, la- und Ehrenpreis Helmut Peters, Undenheim; Ib-Preis K. H. Marsteller, Grüningen; lc- Preis A Lindt, Echzell; Ick-Preis Paul Grauer, Haubenmühle; 2a-Preis Hch. Dietz, Griedel; 2ct-Preis Wilh. Keßler, Lang-Göns; 2g-Preis Beruh. Dopf II., Kirchgöns; 3a-Preis Phil. Karl Wagner, Albach; 3c-Preis Karl Wilh. Schäfer, Reichelsheim; 36-Preis Gust. Weber, Oberhörgern. Klasse IVb: 3'/rjährige, nicht in Hessen-Nassmr gezogene Stuten. 1a-Preis und Ehrenpreis Friedrich Dihel, Herrnhag; Ib-Preis Willi Brückel, Lang- Göns; 3. Preis Walter Straßheim, Griedel. Klasse Va: 4Vrjährige in Hessen-Nassau gezogene Stuten, la» und Ehrenpreis Hch. Stork I., Berstadt; lc-Preis Gg. Blum, Melbach; Icl-Preis Rud. Koch, Trais-Münzenberg: Ix-Preis Wilh. Nohl, Echzell; Ib-Preis Konrad Gerhardt, Langd; 2b-Preis Wilh. Keßler, Pohlgöns. Klasse Vb: 4'/-jährige nicht in Hessen-Nassau ge* zogene Stuten. 2. Preis Hch. Wetz, Holzheim. Klasse Via: 5 bis 10jährige in H.-N. gezogene Stuten. la-Preis und Ehrenpreis Fr. Dörr 3., Trebur Ib-Preis Karl Becker 5., Müschenheim. II d-Preis Reinhard Schäfer, Grünberg. II e-Preis Willi Brückel, Lang-Göns. III a-Preis Albrecht Müller, Bellersheim. Klaffe VI b: 5 bis 10jährige nicht in H.-N. gezogene Stuten. I b-Preis Heinrich Görlach, Ober- Hörgern. I c-Preis Wilhelm Kuhl, Gambach. I d» Preis Wilhelm Keßler, Lang-Göns. II b-Preis Walter Straßheim, Griedel. Klaffe VII: Familien. I a-Preis und Ehrenpreis Karl Becker 5., Muschenheim. Ib-Preis Albrecht Müller, Bellersheim. I c-Preis Rud. Koch, Trais» Münzenberg. Klaffe IX: Kleine Sammlungen. I a-Preis Pierdezüchtervereinigung Starkenburg. I b-Preis Pferdezüchteroereinigung Oberhessen. II a-Preis Pferdezüchteroereinigung Lahn. II b-Preis Pferdezüchteroereinigung Rheinhessen. II c-Preis Pferde- züchtervereinigung Main-Taunus. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstagnachmittags geschlossen. Das Sondergericht zu Darmstadt tagte vom 3. bis 6. November tn Friedberg. Zur Verhandlung stand die Strafsache gegen Fritz Freigang aus Mittweida wegen schwerer Einbruchsdiebstähle. Der Angeklagte ist 40 Jahre alt. Schon als Siebzehnjähriger kam er wegen Eigentumsdelikten vor den Strafrichter. Unter dem Namen „Baum" trat er 1918 beim Heer ein, mußte aber nach etwa 3 Jahren wieder abgehen. Wegen Unterschlagung, versuchter Erpressung, Diebstahls und Einbruchsdiebstahls ist er mit etwa 3 Jahren Gefängnis und 10 Jahren Zuchthaus vorbestraft. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm dreimal aberkannt. Kurz vor Verbüßung der letzten Zuchthausstrafe, Ende November 1940, entwich er von der Außenarbeitsstelle. Von da an bis zu seiner Ergreifung in Darmstadt am 11. April d. I. verübte er Einbruchsdiebstähle am laufenden Band. Dabei fiel ihm in die Hand: in Schulenberg etwa 9 RM., Lebensrnittel und Kleidungsstücke; in Halber st adt 23,50 RM., Wurst, Schinken, Speck und eine Mappe mit Lebensmittelmarken; in Königsborn bei Magdeburg ein kleiner Geldbetrag, Kleidungsstücke, eine Taschenuhr, Lebensrnittel und ein Feldpostpäckchen (dieses hat er aber dann zur Post gegeben); in Sorau eine Brieftasche, Lebensrnittel und Lebensmittelkarten; in Sag an einen Damenpelzmantel im Werte von etwa 500 RM., etwa 50 RM. Bargeld und Lebensrnittel; in Breslau-Lissa eine Brieftasche mit etwa 200 RM, einen Damensportpelzmantel im Werte von etwa 500 RM., Zigarren und Lebensrnittel; in Willsdruff etwa 15 RM., eine Herrenuhr, eine Damenarmbanduhr, Nährmittel- und Fleischkarten in Klotzsche bei Dresden 235 RM., eine goldene Herren- und eine goldene Damenuhr im Werte von zusammen 800 bis 900 RM.; in Weimar 400 RM.; in Bad Homburg 30 RM., eine Damenarmbanduhr, Zigarren, Wurst- und Lebensmittelkarten (hierbei hat er in aller Ruhe geraucht); in Frankfurt a. M. zwei Sparkassenbücher über 200 und 500 RM, einen Lederkoffer, eine Aktentasche, Kleidungsstücke, Zigarren und Lebensmittel (hier hat er gegessen, getrunken, geraucht und sich dann in ein Bett gelegt und dort die Nacht zuge- bracht, von einem Sparkassenbuch hat er den Betrag von 250 RM. abgehoben); in Heidelberg vernber verstorben. August Friedrich Martin Brüning wurde am < 17. April 1874 in Vienenburg am Harz geboren. Nachdem er das Gymnasium in Magdeburg absolviert hatte, studierte er Medizin in München und Halle, wo er auch als Assistent am Pathologischen Institut und am Knappschaftskrankenhause tätig war. Im Jahre 1902 kam Brüning an die Universität Gießen, wo er zunächst als Assistent an der . Chirurgischen Klinik beschäftigt war. Nachdem er sich 1905 habilitiert hatte, wurde er im gleichen Jahre zum außerplanmäßigen ao. Professor in der Medizinischen Fakultät Der Universität Gießen ernannt. Seit 1914 war Professor Brüning als selbständiger Facharzt für Chirurgie und Orthopädie und als Leiter der Chirurgischen Abteilung des Katholischen Schwesternhauses in Gießen tätig; im Jahre 1932 wurde er auch zum Leiter der staatlich anerkannten Schwesternschule am Katholischen Schwesternhause ernannt. Dem Hessischen Fürsorgeverein für Krüppel gehörte Professor Brüning als Vorstandsmitglied an. Von Brünings wissenschaftlichen Arbeiten seien hier neben zahlreichen kleineren Abhandlungen die Werke über Differentialdiagnofe in der Chirurgie, über Serumbehandlung in der Chirurgie sowie über Magen- und Gallenblasenchirurgie hervorgehoben. Professor Brüning, der insbesondere als Orthopäde einen ausgezeichneten Ruf genoß, war Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie sowie der Gesellschaften für Orthopädie und für Krüppelfürsorge. Professor Brüning, der schon den Weltkrieg als Stabsarzt mitgemacht hatte, war auch im gegenwärtigen Kriege wiederum bis zu seinem Tade rastlos und unermüdlich im Dienste unserer Verwundeten tätig. Als Leiter der Chirurgischen Abteilung eines hiesigen Lazaretts hat er sich mit hoher ärztlicher Kunst, steter Hilfsbereitschaft und menschlicher Anteilnahme für die Betreuung der Opfer des Krieges rastlos und energisch eingesetzt. Außer -der Familie und der Dozenten- und Studentenschaft der Ludwigsuniversität betrauern zahreiche dankbare Patienten das Hinscheiden des aus rastlosem Schaffen abberufenen vortreffichen Arztes und wertvollen Menschen. Keine Brennstoffverschwendung bei der Uaumbeheizung. Die Reichsstelle für Kohle weist auf folgendes hin: Kohle ist die Grundlage vieler kriegswichtiger Erzeugnisse. Außerdem sind große Kohlenmengen nötig, um der Wehrmacht im Osten warme Unterkünfte zu beschaffen. Es ist natürlich, daß hierdurch das Transportwesen sehr stark belastet wird. Die Bevölkerung muß deshalb mithelfen, diese große Aufgabe zu erfüllen. Dazu ist besonders notwendig, daß mit den gelieferten Brennstoffen so sparsam wie nur möglich umgegangen wird. Niemand lasse sich durch die Tatsache, daß in den Sommermonaten eine gute Hausbrandversorgung durchgeführt werden konnte, dazu verleiten, auf die nötige Sparsamkeit bei der Heizung zu verzichten. Jeder Volksgenosse muß sich darüber klar sein, daß die ihm vom Wirtschaftsamt zugeteilte Kohlenmenge für den ganzen Winter ausreichen muß. Es ist deshalb auch falsch, die Räume zu überheizen, wie das immer wieder festgestellt werden muß. Die Normaltemperatur für Wohn- und Aufenthaltsräume beträgt seit jeher 18 Grad. Jeder sorge dafür, daß die Temperatur dieses Maß möglichst n'cht überschreitet. Auch die Einsparung von Brennstoff hilft uns, den Endsieg zu erreichen. »Mich gehl da« nichts an...!- Es gibt Leute, die so denken, wenn in ihrem Hause die Verdunkelungsvorrichtungen an den Treppenhausfenstern nicht in Ordnung sind öder wenn vergessen wurde, sie herunterzulassen. Tatsächlich hat nach dem Gesetz der Hausbesitzer die Verantwortung dafür, und er muß auch das Strafmandat bezahlen, das die Polizei verhängt. Wenn aber aus dem Treppenhaus Licht ins Freie fällt, ein feindlicher Flieger dieses Licht sieht und seine Bomben danach wirft, so treffen diese nicht nur den gesetzlich verantwortlichen Hausbesitzer, sondern alle Bewobner. Es ist also sehr kurzsichtig, wenn jemand an Mängeln der Verdunkelung in seinem Hause vorbeisieht, weil sie ihn rechtlich nichts angehen. Jeder ist mit verantwortlich für sein und seiner Nachbarn Leben und Eigentum! Gießener Wochen Marktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für B-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. ♦ Gießen, 6. Nov. Auf dem heutigen Wochen» markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirfino, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, 1/io 10, Endivien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15. Erfolgreiche Mrdezüchter. Für ihre ausgestellten Pferde erhielten auf der IV. Landes-PferDeausstellung am Sonntag in Gießen u. a. die nachgenannten Pferdezüchter die angegebenen Preise: Abteilung B: Schweres Warmblut. Klasse I: 2^jährige Hengste: 1. und Ehrenpreis K. Fritsch, Dilshofen. — Klasse II: 3)4jährige und ältere Hengste: la u. Ehrenpreis: Hess. Landgestüt Darm» stadt. ... Abteilung B: Warmblut. Klasse Illa: 2/4jährige in Hessen-Nassau gezogene Stuten. la-Preis und Ehrenpreis L. Ludw. Horr, Unter-Hiltersklingen; Ib-Preis Dr. Rich. Wagner, Wasserbiblos; 1e-Preis Gustav Weber, Ober-Hörgern; lg-Preis Ernst Schmandt, Lang-Göns; Ib-Preis Adolf Wolf, Wohnbach; 2b-Preis K. Becker V., Muschenheim; In Auswertung der bei Luftangriffen der letzten Zeit gemachten Erfahrungen behandelt Hauptmann der Schutzpolizei Riede in der „Deutschen Polizei" einige Maßnahmen, denen im Hinblick auf die Verbesserung der Einsatzbereitschaft der Luftschutzgemein- schaften hohe Bedeutung zukommt. Noch manche Hausbewohner glauben ihre Pflicht erfüllt zu haben, wenn sie für das ganze Treppenhaus auf irgendeinem Treppenabsatz ein kleines Eimerchen mit Sand oder Wasser aufgestellt haben. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß zum Loschen einer einzigen Brandbombe unter günstigen Bedingungen und mit einigem Geschick mindestens 10 Pfund Sand benötigt werden. Auf jeden Fall muß also eine Reserve an Sand griffbereit vorhanden fein, um weiter löschen zu können. Ueberall im Hause, p)0 Brandbomben einfallen können, müssen Sand und Wasser bereitstehen. Deshalb setze jede Familie mindestens einen Eimer oder mehrere Tüten Sand und einen Eimer Wasser vor die Tür! Gegebenenfalls sind Sand und Wasser auch noch außerdem auf Zwischenabsätzen der Treppen bereitzustellen. Sand und Wasser können nie zuviel bereitgehalten werden. Auch mer1 in größeren Wohnungen in einer Ecke des Ganges oder eines nicht zum Wohnen benutzten Raumes Sand bereithält, tut nicht zuviel. Der gefährdetste Teil eines Hauses ist der Boden. Dort müssen die Schutzmaßnahmen besonders sorg- fälha durchgeführt werden. Während es im Anfang des Krieges genügte, wenn lediglich in Feuerpausen Dr. Ernst Lehmann von der Presseabteilung der Reichsregierung hielt gestern abend in der Aula einen ebenso interessanten wie aktuellen Lichtbildervortrag über das Thema „Sie politische K a - rikatur im geistigen Kampf der Gegen- lichen Propaganda aufzuweisen sind; es zeigte sich erner, daß die Methoden von damals und von heute sich in ihren Absichten und ihrer psychologischen Wirkung verzweifelt ähnlich sehen; daß das giftige „Argument" der abgehackten Kinderhände, mit denen man im Weltkriege gegen den deutschen Soldaten glaubte Hetzen zu können, auch heute noch nicht Der» Karikaturisten bildet. Die Methoden, die im gegenwärtigen Kriege gegen uns angewandt werden, sind zwar alt, können aber, wenn sie geschickt lanciert werden, verheerende Wirkungen ausüben. Der Redner zeigte auch an etlichen instruktiven Beispielen, z. B. aus alten Nummern des eingegangenen „Sim- plicifsimus", wie früher bei uns erschienene Karikaturen jüdischer Herkunft heute, mit oder ohne Retuschen, im politischen Kampf gegen uns benutzt werden. Ueberhaupt macht sich in diesem Kriege gegen Deutschland mit dem Zeichenstift immer und überall der jüdische Einfluß bemerkbar. Beispiele aus USA. (Bilder Hindenburgs, Hitlers, von deutschen Soldaten, insbesondere Fallschirmjägern) zeigten, wie gefährlich eine schlagkräftig gegebene Karikatur wirken kann. Doch wurde daneben auch, besonders an französischen Zeichnungen, deutlich, wie die Jllusionspropaganda einer geradezu verbrecherischen Irreführung des eigenen Volkes dienen kann, wofür das oft gebrauchte Motiv der Maginotlinie bezeichnend ist. Zusammenfassend ist zu sagen, daß der gegnerischen Bildpropaganda jedes Mittel recht ist. Freilich wird aüch erkennbar, daß es neben der gefährlichen Karikatur andere gibt, die einfach dumm sind und mit erstaunlicher Treffsicherheit danebenhauen. Es wurde ferner gezeigt, wie die deutsche Gegenpropaganda arbeitet, und welche vorzüglichen, künstlerisch und politisch gleicherweise begabten Zeichner wir dafür einzusetzen haben. Nach einigen Belegen dafür, wie die jüdische Presse in den USA. das Volk drüben verrückt macht und (mit Greuelmärchen von der „Fünften Kolonne" und anderen Erfindungen) in den Krieg zu hetzen versucht, schloß Dr. Le hmann mit dem Hinweis darauf, daß dieser Krieg nicht allein mit militärischen und wirtschaftlichen, sondern auch mit propagandistischen Mitteln geführt werde, und daß im Kampfe der Plutokratien gegen die jungen Volker allenthalben der Jude hinter unseren Feinden stehe. Einige aufschlußreiche Bilddokumente vom Kampf gegen das Judentum in früherer Zeit schlossen die interessante Bilderreihe ab. Kreisleiter Backhaus gab dem Dank der Hörer an den Redner Ausdruck und schloß die Veranstal- w a r t". Kreisleiter Backhaus hieß zu Beginn die Anwesenden, insbesondere den Redner des Abends, willkommen, stellte Pg. Dr. R o l o f f als den neuen Leiter des Volksbitdungswerkes vor und erteilte dann Dr. Lehmann das Wort. Dieser begann eine Darlegungen mit einem selbsterlebten Beispiel aus jüngster Zeit: er schilderte Erfahrungen mit einem ausländischen Journalisten, dessen Berichterstattung über Deutschland ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Pressefreiheit in sogenannten demokratischen Länhern wirft. Ein anderes Beispiel für die gegnerische Kriegsberichterstattung bot die vor kurzem erschienene Greuelmeldung von einem angeblichen schweren Luftangriff auf Berlin. Nach einer knappen Definition des Wesens der politischen Karikatur erklärte Dr. Lehmann, daß eine gute ihrer Wirkung durchschlagender sein ausführlicher Leitartikel. aus den freiwilligen Opfern des Volkes bestritten werden können. Wir dürfen stolz darauf sein, daß wir diese Selbsthilfe in so imponierender Weise durchführen können. Das deutsche Volk wird seine NSV. auch in der Zukunft stark und kraftvoll erhalten und wird ihr die Mittel, die sie für ihre Arbeit braucht, in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen. Opfer sichern unseren Sieg, — an der Front und in der Heimat. Wenn der Krieg eines Tages zu Ende fein wird, dann wird unser Sieg aucy ein Sieg derjenigen sein, die innerhalb der Grenzen des Reiches das Volk stark und gesund erhalten haben. So wird uns auch der kommende Opfersonntag bereit finden, die Herzen aufgeschlos- fen und opferbereit, damit die Heimat stark und gesund bleibe. H. G. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 19 Uhr Orchesterkonzert. — Gloria- Palast, Seltersweg: „Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dorf im roten Sturm". — Oder- hessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. Professor Or. August Brüning f. Professor Dr. August Brüning, Extraordinarius für Chirurgie an der Universität Gießen und Oberstabsarzt am Reservelazarett I ist am 4. No-