a Samstag, 6. / Sonntag. 7. September ▲ Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Ameigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm Hei 22 mm Zeilenbrerte, Tertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengemtaffel 8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr (91. Jahrgang Nr. 2(2 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat unRild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM1.80 LustellgeoWr... ,, -L5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Ferusvreckanschlnh 2251 Drahtanschrift:,,Anzeiger' Postscheck 11686 Frantt^M. Gietzener Anzeiger «.^^General-Anzeiger für Gberhesjen ■Lachtaer Sümpfe ''Oranienbaum Peterho\ shdKronstadt \\Vre\vW^v\e^- _ KoVüewx Sw Oie andere Seite In krassem Gegensatz zu der Zurückhaltung, die diese köstliche Spezialität des Landes heranreift f^nQI™ ^Yer Achsenmächte am zweiten In der Ferne tauchen die Turme Rouens auf. ^u^stage der britischen Kriegserklärung an Ein Hafen, der m normalen Zeiten die Bersor- Deutschland in der gelassenen Gewißheit auferlegt gung von Paris bewältigte Eme bemahe ita- ^bem daß die Tatender deutschen Wehrmacht eine lienisch anmutende Stadt zwischen weißen Felsen » Sprache sprechen, als es noch so überund grünen Hügeln, mit bunten Warben, sehr Reden zu tun vermöchten, hat man m vielen Blumen, uralten winkeligen Gassen, histo- ^"9 * Drovaaandaapparat mobil ge- DieEinschließungLeningradsschreitetfort ein Der Raum um Petersburg tiefsten Winkel des Finnischen Meerbusens Erfolgreicher Kampf an allen Teilen der Ostfront Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der O st f r o n t erfolgreiche Kampfhandlungen. Die Einschließung Leningrads schreitet fort. Die Stadt selbst liegt bereits unter dem Feuer schwerer deutscher Artillerie. E st l a n d ist vom vados", die hier gebraut werden. Sogar den guten Duft des Camembert glaubt man zu schmecken, wenn man an den Bauernhöfen vorbeifährt, wo (Schluß.) Von Lille nach Paris Feinde gesäubert. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht ein Vorpostenboot und einen Frachter von 3000 VRT. und trafen weiteres Handelsschiff schwer. Weitere Nacht- schen zu tun hatte. Bald hinter Beauvais beginnt die Norman- d i e. Auf den Wiesen mehren sich die Kühe, die Luft läßt die Küste erahnen, die Apfelbäume mer» .. den zu Wäldern, erinnern an „Cidre" und „Cal- es erreicht. Wrr sind tn Pans. Im tiefsten Winkel des finnischen M-eervuiens hat Peter der Große vor 250 Jahren die nach ihm benannte neue Hauptstadt des russischen Reiches gegründet, die bis zum Jahre 1917 Hauptstadt des laufen hatten. , , .... Nicht völkerrechtlich, aber prakttsch haben sich im Nordwesten die Grenzen verschoben. Denn die alte Landesgrenze zwischen Belgien und Frankreich ist heute im wesentlichen nur noch für die Schleichhändler von Bedeutung. Der an diesem Gewerbe Uninteressierte hat es nicht fchwer^^von Brüssel nach Lille zu gelangen, welch beide Städte gleichermaßen zum Bereich des Militarbefehls- habers in Belgien und Nordfrankrelch gehören. Schwieriger dagegen ist die Ueberquerung der von Amiens über Peronne nach Chaumont verlaufenden militärischen N o r d - O st l i n i e. Um sie zu kreuzen, bedarf es des orangefarbenen Pafster- scheines, der heute zu einem „Sesam offne dich geworden ist und zu dessen Erlangung lange Menschenschlangen in der Rue Galifet in Pans und der Rue de la Loi in Brüssel geduldig harren Auf dem Wege, der von dem Dretterhaus m dem die Soldaten die Passanten der Rord-Ostlime kontrollieren, zur Stadt führt, schwankt ein hoher Erntewagen. Auffälliger als er selbst, ist hcerorts die Sprache derer, die ihn begleiten. Denn diese Begleiter, welche sich aus harten Kehllauten bestehende Worte durch das Knarren der Wagen- rüder zuwerfen, find Fl amt n. WM send anderen Landsleuten haben sie eines Tages ihr Bündel geschultert und sich auf einem der belgischen Bahnhöfe zusammengedrangt, von wo aus die Transporte der Arbeit suchenden Arbeiter ms Ausland geleitet werden. Mehr als 200 000 solcher belgischer Arbeiter, denen ihr landwirtschaft- armes und stets auf den Import angewiesenes Land kein Brot mehr geben kann, sind schonad) Deutschland gegangen. Eme wachsende An zahl begibt sich jetzt auch hierher nach Noro- f r a n k r e i ch , wo sie zumeist in der Landwirtschaft Auf den Schlachtfeldern von gestern Von unserem Dr.P.-Korrespondenten. hunderte, ist ausgelöscht. Mächtiger als vor dem Kriege ragen die gewaltigen gotischen Kirchen in das Land, von allen Seiten der Sicht freigegeben. Steinerne Zeiten der Ewigkeit. Unten, neben dem aufgeräumten Steingeröll, wo noch Waschkessel, Gasherde und verrostete Heizkörper an das Gestern erinnern, gibt es Verkaufsstände in offenen Holz- baracken. Sie halten Haushaltgeschirr, Töpfe, Gläser und Bügeleisen, auch Apothekerwaren feil und in einer der Baracken werden sogar die Zähne repariert. Mer es gibt auch noch richtige, stehen- gebliebene Antiquitätengeschäfte mit Louis XV.- Möbeln und Sövres-Porzellan, getriebenem alten Silber und Wedgewood-Tassen. Die Menschen, die heute zum Teil hier noch in Baracken Hausen, holen ich gern aus diesen Antiquitätengeschäften dieses oder jenes Stück, auch wenn es nicht „aus der Zeit" ist. Sicherlich, der Krieg war hart in diesem Gebiet, aber nun ist er vorbei. Doch, wenn man sich still grämt um das, was vernichtet wurde, so laut ist die Verbitterung gegen die Engländer, die des nachts wahllos ihre Bomben hier abwerfen. „Die Deutschen waren unsere Feinde. Unsere damalige Reaierung hat das Verbrechen begangen, ihnen den Krieg zu erklären. Wir mußten die Folgen tragen. Aber wenn heute unsere ehemaligen Verbündeten uns hier überfallen und das zerstören, was uns noch geblieben ist, so werden sie damit einen Haß erzeugen, der niemals vergessen wird", so sagte uns jemand in Amiens, der zuächst gar nicht wußte, daß er es mit Deut- zwei Flugzeuge und 2000 Gefangene. Aus den Aussagen der Gefangenen ist zu entnehmen, daß die sowjetischen Verbände schwere blutige Verluste gehabt haben. Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der deutschen Ostfront gestalten sich.für die deutschen Truppen in den letzten Tagen sehr erfolgreich. Vom 25. August bis 4. September wurden allein im Angriffsabschnitt zweier Korps über 3 0 0 0 0 Gefangene gemacht und 160 Panzerkampfwagen der Sowjets erbeutet oder vernichtet. Außerdem verloren die Bolschewisten in diesem Raum mehrere hundert Kraftfährzeuge, über 200 Geschütze, sowie zahlreiches Kriegsmaterial aller Art. ^Trost oder bester gesagt wegen seiner Zerstörun- aen hat der Krieg in Nordfrankrelch auch eme Wiederauferstehung gebracht: es ist die Wted er- h°üte° wieder" ^gr°ß"»nd einstiw dastehen' wie AP»- verwunden. Langsam lichtet sich die schwere Dunkelheit der , Nacht, die auf L i l l e -gelastet hat. Durch die rie= < sigen Scheiben des Kaffeehauses läßt sich schon die , abgestufte, im gotischen Spitzwinkel ausgehende Fassade des mittelalterlichen Hauses erkennen, das die größte nordfranzösische Zeitung das „Grand Echo de Lille" beherbergt. Das Haus beherrscht den Marktplatz. Es stammt aus einer Zeit, da der Einfluß des mächtigen Flanderns bis hierher ging und der „Groote Markt" ebenso der Mittelpunkt des damaligen „Rijsel" war wie er es heute als „Grande Place" in der nunmehr Lille geheißenen Stadt ist. Zwischen den Besen und Scheuereimern, den noch zu hohen Türmen auf den Marmortischchen aufgebauten Stühlen, prüft der hemdsärmelige Kellner an der Theke in kleinen Schlucken, ob die Inhalte der Armagnac-, fine de Champagne-, und Calvadosflasche noch von der gleichen Qualität sind, wie am vorherigen Abend. Bester Beweis, daß wir das prohibittonische Belgien verlassen haben und im alkoholfreudigen Frankreich gelandet sind. Nicht weniger „französisch" als das Flaschen- kaleidoskop hinter der Theke sind die pompösen Gaskronen, die von der stuckverzierten Decke herabhängen. Phantastische Gebilde, die mit der sich vervollständigenden Technik für elektrisches Licht umgebaut wurden und sich nun zusammen mit den Marmorsäulen und den riesigen Topfpflanzen in den vergoldeten Spiegeln fpiegeln, dje sich die Wände entlangziehen. Auf dem jetzt verlassenen Musikpodium tobt abends eine Musikantengruppe, wechselt in ihrem Programm zwischen Wiener Walzern, dem Soldatenlied „Erika" und „parlez moi d’amour". Doch der Höhepunkt in diesem dicht von Soldaten besetzten Wartesaal 1. Klasse ist es sicher, wenn der aus Boulogne stammende Primgeiger sich an das vergoldete Gitter der Brüstung lehnt und so vorttefflich jodelt, wie es kaum ein Bewohner der bayerischen Berge besser vermaa. Während am Abend zuvor die Einwohnerschaft von Lille nur durch die Weiblichkeit vertteten war, sieht man jetzt im Morgengrauen, wo die abgeschabten Lederkanapees mehr ins Auge fallen, als das Gold an den Spiegeln, auch männliche Zwi- listen. Sie trinken den „cafe nationale", ein ziemlich trübes Gemisch aus französischer Gerste und belgischer Zichorie, dem angeblich, im Geschmack sich allerdings nicht verdrängende Zusatz „echten Kaffees beigefügt sein soll. Bei diesem heutigen Nationalgetränk berechnen die früheren Gaste au kleinem Zettel die Erträgnisse des gestrigen und die Erwartungen des heutigen Tages. Denn das geschäftige, lärmende Lille war stets eine Unternehmer-Stadt, das Geschäftszentrum des französischen Nordens und — wegen der nahen belgischen Zollgrenze — nicht zuletzt auch eme Schmugglerzentrale. Dort bei Roubaix und Tour- coing läuft alles ineinander über. Landschaft, Architektur, Menschen und Sprache sind hüben und drüben so sehr die gleichen, daß man nur schlecht auseinanderhalten kann, wo denn nun eigentlich Frankreich aufhört und Belgien anfangt. Nur die auffallend eleganten Cafes, die an der fönst mit dürftigen Bauten besiedelten Grenzstraße errichtet sind, deuten an, daß in ihren verschwiegenen Raumen bei Pernod und Mandarin schon manches gute „Ding gedreht" wurde. Auch die Engländer, die im Winter 1939/40 hier ihr Gastspiel gaben, begriffen bald die Vorzüge des Geländes und in regelmäßigen Abständen trafen sich Tommys in Belgien tue sich aus Versehen" vom Krieg in den Frieden ver- Eine deutsche Panzerdivision, die seit dem Be- I ginn des Feldzuges im Osten ununterbrochen im Kampf steht, stieß am 2. September im mittleren Frontabschnitt auf eine bolschewistische Panzerdivision. In zwettägigern harten Kampf wurde der I Sowjetverband, der neu in den Kampf geführt worden war, zersprengt und zerschlagen, 172 sowjetische Panzerkampfwagen, darunter 18 schwerste, vernichtet. Am 4. 9. griffen stärkere sow- Anlagen, und der Kriegshafen K r o n st a d t auf der sttische Panzerkräfte die deutschen Stellungen an. Insel Kotlin erhielt einen weiteren Ausbau. An ged- gm konzentrischen Feuer der Infanterie und Pcm- lich zum Schutze Petersburgs rückte das Sowjet- zerabwehrwaffen brachen jedoch alle Angriffsver- regime nach dem finnischen Winterkrieg im Mos- fU($e unter überaus schweren Verlusten zusammen, fauer Diktat die Grenze von der karelischen Enge Don den 63 angreifenden Panzerkampfwagen blieben bis über das heute zurückeroberte W i b o r g nord- ß2 zerschossen vor den deutschen Stellungen liegen, westwärts vor. Gleichzeitig suchte Moskau bie Ein- $jn deutsches Armeekorps erzielte einen großen fuhrt in den Finnischen Meerbusen durch militärische Geländegewinn, brachte 17 384 Gefangene eiy und Besetzung der beiden flankierenden Stellungen von vernichtete 121 Panzerkampfwagen, 13 Panzerspäh- Hangö und Baltisch Port zu schützen, fieute roageiL 193 Geschütze, 517 Kraftfahrzeuge und 200 liegt Hangö im Feuer finnischer Geschütze, Baltisch- L^ere Fahrzeuge. port ist in deutschen Händen, und um die Kron- gn fcer zweiten Augusthälfte versuchten die Bolstädter Bucht schließt sich die Zange der vorgehen- schewisten unter Einsatz starker Panzerkräfte und den verbündeten Truppen immer enger. zahlreicher schwerer Waffen einen Brückenkopf (Karte Scherl-Bilderdienst-M.) am unteren Dnjepr zu halten. Ein deutsches —----- Panzerkorps umschloß die sowjetischen Kräfte und drängte sie in dreitägigem heißen Ringen auf klein- X st em Raum am Fluß zusammen. Während der un« unterbrochenen draufgängerischen Angriffe der beut» * schen Truppen hatten die Sowjets außerordentlich ?H8SSSWMSZ WWWGWZWS- wagen, sieben Panzerspähwagen, zwanzig Geschütze,! etwa 650 Gefangene em. Berlin, 5. September. (DND.) Nach siarten und erfolgreichen Kämpfen wurden im No r d abschnitt der deutschen Ostfront die Bolschewisten von den deutschen Truppen a u s i 1 r e n Ste l- lunqen geworfen. Im Verlauf dieser Kampfe wurden 1160 Gefangene gemacht. Am 4. September gelang es einem deutschen Armeekorps, sowie- tische Nachhuten vernichtend zu schlagen, zahlreiche Straßensperrungen, Verminungen und Spren- Zaristischen Rußland war. Dementsprecheno ist die > Stadt im Gegensatz zu Moskau in ihren Anlagen und ihren Bauten im wesentlichen modern ihre Repräsentationsgebäude stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, darunter das Winterpalais uno bas Sommerpalais des Zaren und die Eremitage mit einer berühmten Bildergalerie. Unter dem Sowjetregime ist Petersburg, das m Leningrad umgetauft wurde, allmählich verfallen und verwahrlost so daß von seinem früheren Glanz nicht viel mehr übriggebli^ben ist. Dafür wurde Petersburg Sitz vieler wichtiger Industrien und militärischer uieien Blumen, uiuucn v-i— i Qnnbon den ganzen Propagandaapparat mobil ge- rischen Prachtbauten und hochragenden K-rchen um be^n eigenen Volke und der Welt Kriegs- Außer der berühmten Kathedrale gibt es läge und Krieqsaussichten in einem Licht darzu- die Kirche St. Ouan, zartes Spitzenfiligran in herrschenden Plutokratenkaste Stein, leicht und graziös wie em Mozartmenuett V Qroecfc zuträglich zu sein schien. Daß dabei Die Zerstörungen des Krieges beschranken fid) auf 9ni2tdreL a'mJ P^tze wären, die Umgebung der Kathedrale, die diesmal ihre felbft in London begriffen. So bewegten Existenz dem lchnellen E.ngr-N°n ^ 731=^6.,. iQ‘tebi^e!fet1ebtlt ^„Vtmeben. bi= an diesem Tage deutschen Truppen zu verdanken hat, die den wurden ebenso wie die Interviews be- Brandherd löschten. Dort wo fetzt die Trümmer gehalten muroen eoen aus weißem „Pierre de france“ ^8«". ‘R?™*:“0" tig Lofierten Dptimi5mu5S Wenn auch mit einer dicken Patina belegten Mauern der Ka- e ftxrL werdende Kraft der W »»« !>-<- ef.u..J;«f• ■; Ä” schlieken^^ ^"r ÄT betrachten" dLtsche I SÄ ftrtigwarkn und liebel den Llick Soldaten die Auslagen eines Andenkenladens, in die Zukunft richteten, von der man dem britischen Möglich daß ihre Großväter in 1871 hier ebenso Volk die große Wende dieses Krieges versprechen boDorftanben, benn die Auslage hat sich seither möchte. Aberauch diese.^u^ sicherlich nicht geändert. Ein wenig später bricht Wenn und Aber, so daß die Antwort auf die Frage die Sonne zum letztenmal durch die Wolken und „Wie stehen wir da? die Churchills "euer Jnfor- vergoldet glötzlich eine Gralsburg aus Marzipan, matlonsmimster als Chef des amtlichen Propa- Kein Zweifel, die Sacre-Coeur ist in Sicht. „Gott gandaapparates feinen Organen als Thema für sei Dank", sagt die Nadel, die den Benzinvorrat ihre Reden am Jahrestage des Änegsbcgmnc5 ge- anzeigt. „Opfert das letzte Literchen." Und schon ist stellt hatte, trotz mancher lauten Agltatlonsphra e, l^prreickit. Wir sind in 'Baris. die der eme oder andere Festredner seinem Publ - kurn schuldig zu sein glaubte, doch recht gedampft und wenig überzeugend klang. » So sagte der Chef des Empire-Generalstabs, Ge- . neral Dill, in feinem Tagesbefehl an die britische — Wehrmacht: „Wir haben Tage der Niederlage und anqrifftf der Luftwaffe richteten sich gegen Hafen- Tage triumphierender Erfolge erlebt." Letztere wer- anlaqen an der schottischen und englischen Ostküste. den wohl selbst kritischere Engländer mit der Lupe Di. .** «'XS"»“* X - WÄ». KlU.» bÄ «2SST&KÄÄ Ä: Bei Tiefangriffen deutscher Kampfflugzeuge auf roegcn> jn Flandern oder Griechenland, überall muß- feindliche Schiffe im Golf von Suez in der j ^n sie nach schweren Verlusten fluchtartig das Feld Nacht zum 4. September wurde ein Handelsschiff räumen. So wird es für alle Engländer, die die von 8300 BRT. versenkt und ein zweiter großer Tage von Dünkirchen noch nicht vergessen haben, Frachter in Brand geworfen. als die traurigen Reste des britischen Expeditions- Hi>rfnrhP riniaer sowietilcker Fluazeuge, in der korps, noch bas Grauen der Flandernschlacht und r« im Mn amu- der Flucht über den Kanal im Gesicht, völlig er- leh en Nacht Norddeutschland und Berlin anzu- l » abgerissen an der britischen Südküste 1 greifen, blieben wirkungslos. Flakartillerie schoß |an^e^en# nur schwer begreiflich gewesen sein, als - einen Bomber ab. General Dill in feinem Tagesbefehl behauptete, er I blicke „mit Stolz" auf die Vergangenheit. Viel- -a , I leicht ist es der Stolz auf den billigen Ruhm, den britische Truppen erwarben, als sie mit über- !♦ I roäüigenber Ueberrnacht an Zahl und Kriegsgerät I in die Cyrenaika einbrachen. Freilich mußte auch dieser großangelegte Feldzug, auf den die Briten soviel Hoffnung gesetzt hatten, weil er ihnen die Gewinnung der italienischen Gegenküste versprach, schnell abgestoppt werden, als die dort eingesetzten schwachen italienischen Kräfte durch das Deutsche Afrikakorps verstärkt werden konnten. Vielleicht hat General Dill auch an die Eroberung Italienisch- Ostafrikas gedacht, die heute noch nicht abgeschlossen werden konnte, obwohl die Briten auch hier mit gewaltiger Ueberlegenheit antreten konnten, zu welchem Zweck sie Truppen aus dem ganzen Empire versammelt hatten, und obwohl die Kolonie ohne jede Verbindung mit der Heimat ganz auf sich gestellt unter denkbar schwierigsten Versorgungsver- hältnissen kämpft mit der einzigen Aussicht, eine große Truppenmacht des Feindes auf lange Zeit zu binden. Vielleicht hatte der brittsche Generalstabschef auch den Ueberfall auf Syrien im Auge, bei dem es mit der britischen Waffenehre vereinbar schien. Arm in Arm mit Söldnern des Verräters de Gaulle dem ehemaligen französischen Bundesgenossen das Mandat Syrien unter den gleichen nichtigen Vorwänden zu entreißen, die nun dafür herhalten mußten, um den Bruch der Neutralität Irans zu begründen, mit dessen Hilfe die Verbindung mit den Sowjets hergestellt und die Hand auf das iranische Oel gelegt werden sollte. Der Lorbeer britischen Kriegsruhms ist also höchst anfechtbarer Natur und dem General Dill ist offenbar selbst etwas beklommen zumute gewesen bei der Erinnerung an die britischen Waffentaten der ersten beiden Kriegsjahre, denn er fuhr in seinem Tagesbefehl fort: „Man kann nicht voraussagen, was die Zukunft bringen wird", er sehe zwar mit Vertrauen der Zukunft entgegen, aber es könne „noch schwere Schläge geben". Nicht zuversichtlicher klangen die Aeußerungen der zivilen Instanzen. Kriegsminister M a r g e s s o n zog sich mit der wenig tröstlichen Formulierung aus der Affäre: „Die Armee hat günstige und ungünstige Augenblicke durchgemacht." Er setzt seine Hoffnung auf die Unterstützung und den guten Willen aller Völker des Empire. Davon hat Großbritannien in diesem allein von seiner Plutokratenkaste leichtfertig heraufbeschworenen und nur deren eigensüchtigen Zwecken dienenden Kriege schon bisher überreichlich Gebrauch gemacht. Denn sowohl den Cyrenaika- Feldzug wie das Griechenland-Abenteuer haben im wesentlichen Australier und Neuseeländer mit ihrem Blut bezahlen dürfen. In Ostafrika sind in der Hauptsache neben Rhodesiern die Südafrikaner des famosen Herrn Smuts eingesetzt worden, der dafür mit dem Feldmarschallstab belohnt wurde, und im Irak sowohl wie in Iran wurden Inder herangezogen. Daß der erneute Appell an den guten Willen der Völker des Empire bei diesen schwerlich einhellige Zustimmung finden wird, darf man beispielsweise aus dem Konflikt schließen, der in Canberra, Austtaliens Bundeshauptstadt, um die Person des Ministerpräsidenten Menzies entbrannt ist, weil dieser als allzueifriger Parteigänger Churchills der in Opposition stehenden Arbeiterpartei auf die Nerven fiel. Schon die schweren Verluste der australischen Truppen in Nordafrika, Griechenland und auf Kreta hatten den Verdacht laut werden lassen, daß die Londoner Plutokraten ihren Krieg wesentlich auf Kosten der Dominions führen wollten. Nun hat das Bündnis mit dem Bolschewismus bei den australischen Gewerkschaftlern lebhaften Anstoß erregt. Man hatte keine Lust, Menzies erneut nach London fahren zu lassen, da ja Australien mit der Verdichtung der Wolken im Pazifik genug Sorgen im eigenen Hause drohen. Es ist der Arbeiterpartei zwar nicht gelungen, das Kabinett zu stürzen, aber Menzies selbst mußte seinem Kollegen Fadden weichen. Aehnliche Meinungsverschiedenheiten gibt es auch in Kanada, in Südafrika werden sie durch Smuts mit Gewalt niedergehalten. Wie sehr England gesonnen ist, auch künftighin seine Hoffnungen auf den Einsatz anderer Völker für die britische Sache zu gründen, ließ auch der Innenminister Morrison durchblicken. „Durch den glänzenden Widerstand der UdSSR, angefeuert", so sagte er „und mit Tausenden von tapferen Mitkämpfern der Verbündeten an unserer Seite", sei er heute mehr denn je überzeugt, daß „die Sache der freien Menschen" triumphieren werde. Auf dem europäischen Kontinent wird er mit solchen Rattenfängermelodien kein Glück mehr haben und im Nahen Osten werden die Schicksale Syriens, des Irak und Irans auch die Schwerhörigsten darüber belehrt haben, was England unter der „Sache der freien Menschen" versteht. Die Minister, deren Ressorts dem Kriege näher liegen, als das des Herrn Morrison, müssen schon etwas tiefer in die Materie herabsteigen und an die eigenen Anstrengungen denken, die England machen muß, wenn es den Krieg weiterfuhren will. So forderte der Erste Lord der Admiralität, Alexander, eine noch viel größere Produktion an Schiffen, Geschützen, Flugzeugen und Bomben, und sein Kollege A t t l e e äußerte sich recht pessimistisch über die Hilfe, die man den Sowjets gewähren könne. „Was wir machen können", so sagte er, „wird durch die uns zur Verfügung stehenden Mittel sowie durch geographische Tatsachen begrenzt." Das klingt wenig verheißungsvoll für Moskau. Es wäre ja auch naiv, anzunehmen, daß das gleiche England, dessen immer lautere Hilferufe über den Atlantik die Freunde in USA. zu schnelleren und größeren Sendungen von Kriegsgerät aller Art, zur Intensivierung des Schiffsbaues und zum Einsatz von USA.-Kriegsschiffen in der Atlan- tik-Schlacht anspornen möchten, über Nacht in die Lage versetzt sein sollten, dem bolschewistischen Bun- üeSgenossen wirksam unter die Arme zu greifen. Die viel beredete, aber trotz aller Anstrengungen kläglich zusammengebrochene Nonftop-Offensive der britischen Luftwaffe im Kanalgebiet hat jedenfalls den Sowjets keinerlei Entlastung gebrockt. Das weiß man auch in London sehr genau, denn der britische Luftfahrtminister Sinclair stellte als Ziel dex britischen Kriegführung die Forderung auf, „dem brutalen und unbarmherzigen Feind" die Luftherrschaft zu entreißen. Darin liegt die unver- hohlene Anerkennung der deutschen Luftüberlegenheit, die durch den Einsatz der deutschen Luftwaffe im Osten um keinen Deut geschmälert wurde. Die ungeheuren Verluste, die deutsche Jäger und deutsche Bodenabwehr den angreifenden Briten Tag für Tag zugefügt haben, reden eine deutliche Sprache. Ja selbst die deutschen Luftangriffe auf Rüstungs- und Versorgungsbetriebe der britischen Insel haben nicht nachgelassen. Es war also nichts mit der vielgepriesenen Entlastung für die Sowjets. Wie wenig die Engländer übrigens daran denken, die Sowjets anders zu behandeln als ihre früheren Verbündeten, ließ der britische Minister für Flug- zeugbeschaffung, Oberst Moore Brabck'zon, ourchblicken, als er in einer Rede in intimem Kreise der Hoffnung Ausdruck gab, „daß die sowjetischen und deutschen Armeen einander gegenseitig erschöpfen", was dem Empire vielleicht die Möglichkeit gebe, seine Rüstungen auszubauen. Es ist also wiederum nur eine eiskalte Rechnung für die britischen Plutokraten, in die sie Moskau ebenso einstel- M.G.-Feuer auf hilflos im Wasser treibende deutsche Matrosen Brutales Verhalten britischer !l-Boot-Besahung im östlichen Mittelmeer. Berlin, 5. September. Bei der Ueberfahrt nach einer Insel im östlichen Mittelmeer wurden drei kleine griechischeKüstensegler von einem plötzlich austauchenden britischen Unterseeboot zu einem ungleichen Kampf gestellt. Zwei Schiffe erhielten auf kurze Entfernung Artillerie- tresfer und gerieten in Brand. Das feindliche U-Boot fuhr an die sinkenden Fahrzeuge heran und beschoß die Besatzung mit Maschinengewehren. Vier Matrosen fanden hier den Tod. Nachdem die Ueberlebenden durch den dritten Küstensegler in einen Hafen gebracht worden waren, wurde eine kriegsgerichtliche Verhandlung angeordnet: Der Bootsmaat E., der einen der Küstensegler befehligte, schilderte, wie eine Granate des britischen U-Bootes das Fahrzeug ttaf und es bewegungsunfähig machte. Hierauf gab er den Mannschaften den Befehl, über Bord zu springen. Das britische U-Boot näherte sich dem Segler auf Rufweite. Ein brittscher Offizier forderte die noch an Deck stehenden Leute auf, das Schlauchboot auszusetzen. Das Schlauchboot versuchte, von dem brennenden Schiff freizukommen. In diesem Augenblick eröffnete das britische U-Boot aus 20 bis 30 Meter Entfernung MG-Feuer auf das Schlauchboot und dessen Insassen. Hierbei wurden vier Matrosen tödlich getroffen, ein Maschinenmaat sowie ein Soldat, der als Urlauber in die Heimat fahren sollte, tmitfben schwer verletzt. Das zerschossene Schlauchboot ging unter. Nun fuhr das britische U-Boot zweimal um die im Wasser treibenden Soldaten herum, wobei es mit M a s ch i,n engewehren in sie Hinei n s ch o ß. Der Bootsmaat befahl, auseinanderzuschwimmen. Wie durch ein Zufall wurde niemand getroffen. Das U-Boot entfernte sich dann, um einen anderen Küstensegler zu verfolgen. Die unverletzt gebliebenen Deutschen retteten sich auf dem kieloben treibenden Schiff. Es wird bereits schwer, festzustellen, der wievielte Fall britischer Unmenschlichkeit dies ist. Mit dem Ueberfall auf das deutsche Schiff „Altmark" in norwegischen Gewässern fing es an. Dann traten jene krassen Verletzungen des Völkerrechts durch Briten hinzu, in denen deutsche Seenotflugzeuge beschossen und ■ 3um Absturz gebracht wurden. Die Liste wurde fortgeführt durch den Ueberfall auf den deutschen Dampfer „Wakama" und durch jene feigen Schüsse britischer Seeleute auf Deutsche, die — nachdem ihr Fahrzeug während der Ueberfahrt von Lemnos nach Saloniki von den Briten versenkt worden war — hilflos im Wasser treibend von Briten beschossen wurden. Dieser jüngste Fall britischer Brutalität verhöhnt das einfachste menschliche Empfinden und steht in unerfreulichstem Gegensatz zu jener Haltung, die der deutsche Soldat zu einem wehrlosen Gegner einnimmt. Rumäniens nationale Gesundung Die rumänische Erneuerung ist überschattet von dem Blut Codreanus, des Führers der Legionäre, den Exkönig Carol auf Geheiß seiner jüdischen Maitresse Lupescu ermorden ließ. Rumäniens neue Größe aber ist das Werk eines Mannes, der als Offizier aus alter Soldatenfamilie hart und unerbittlich erkannte, daß die Befreiung Rumäniens nur mit der Wurzel seiner Kraft, dem rumänischen Bauerntum, erfolgen könne und daß zu diesem Zweck alle Parasiten und das herrschende Judentum ausgemerzt werden müßten. Dieser Mann war der General Ivan Antonescu, der am 6. September 1940 das Ruder des in den Wirbeln der Revolution von der Gefahr des Unterganges bedrohten Staatsschiffs mit fester Hand ergriff. Damals prophezeiten ihm viele den Untergang. Jetzt, nach Ablauf eines Jahres, hat seine klare und umsichtige Führung ein größeres Rumänien geschaffen, der Conducatore Antonescu ist zur höchsten Würde des Landes emporgestiegen, er ist Chef eines aus Deutschen und Rumänen gebildeten Sturmblocks gegen den Bolschewismus und hat an der Seite Deutschlands Bessarabien wieder zurückerobert, das die Bolschewisten aus dem rumänischen Staatskörper ausgeschnitten hatten. Damit ist Antonescu, dem am 6. August der Führer für diesen Waffenerfolg das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh, ein Mehrer des rumänischen Reiches geworden und gleichzeitig ein Erfüller der Träume der besten Söhne seiner Natton. Infolge des korrupten Carol-Systems waren Politik, Wirffchaft und Armee Rumäniens grenzenlos verderbt. Die Klique herrschte, und das nationale Rumänentum sah in obnmächtiger Wut, wie sie alles verdarb. Nach dem Umschwung war es für den Staatsführer Antonescu klar, daß es nur eine Rettung gab, den Anschluß an ein neues Europa, in dem jeder Staat sozial und wirtschafllich sich auf die volle Entfaltung seiner Volkskraft richtet und als Träger dieser Volkskraft wehrhaft sein muß. Die Umschulung der rumänischen Armee erfolgte durch eine deutsche Wehrmachtsmission, die Antonescu in klarer Erkenntnis der Notwendigkeiten nach Rumänien berief. Schnell zeigte sich, welch hervorragendes Material der rumänische Soldat in der Hand der von ihrer nationalen Aufgabe erfüllten neuen .Erzieher war. Innerhalb überraschend kurzer Zeit wurde eine rumänische Armee gebildet, die sehr bald Gelegenheit fand, sich auf den Schlachtfeldern zu bewähren. Als Europa gegen den Bolschewismus aufstand, führte der Lenker der neuen Geschicke Rumäniens sein Heer gegen den Erbfeind jeder nationalen Wohlfahrt, und die Wiedergewinnung Bessarabiens zeigte, daß Schulter an Schulter, mit den Deutschen die Armee des Marschalls Antonescu ihre Feuerprobe glänzend bestand. Aber auch die innere Reorganisation des Staates ist in Angriff genommen n)orL*n, und heute wird jeder Rumäne dankbar empfinden, daß das Schicksal dem Lande zur rechten Zett den rechten Mann gegeben hat. Eine Proklamation Antonescus. Bukarest, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Zum Jahrestag der Uebernahme der Staatsführung erließ Marschall Antonescu eine Proklamation, in der er zunächst feststellt, daß er am 6. September 1940 an die Spitze eines zerrütteten, entmutigten, desorganisierten und verlassenen Volkes getreten sei, nachdem er jahrelang für die Grundlagen eines gesunden und starken nationalen Landes gekämpft habe. Die Allianz mit Deutschland, Italien und Japan habe nicht nur die ruhige Entwicklung gewährleistet, sondern das Land auch vor der bolschewistischen Gefahr geschützt und ihm darüber hinaus die Erfüllung seiner heiligen Rechte verschafft. ,Hch habe das Verständnis des großen deutschen Volkes und des italienischen Volkes gefunden und die beständige und ehrliche Unterstützung des Führers Adolf Hitler und das Blutopfer der deutschen Soldaten, die auf rumänischem Boden für seine Befreiung und für die Zivilisation gekämpft haben." In der Proklamation wird dann weiter ausgeführt, welchen Gebieten des rumänischen Landes in diesem Regierungsjahr die besondere Sorge des Staates gegolten habe, beginnend mit der Armee, dem Bauerntum, der Erhöhung der Produktion, bis zur Neuordnung des Schulwesens, der Justiz, der Staatsfinanzen und der sozialen Einrichtungen. Ferner wird auf die Neuorganisierung hingewiesen, die die von dem Bolschewismus befreiten Provinzen erhalten. Was noch nicht habe erreicht werden können, sei durch die Probleme bedingt, die der europäische Krieg mit sich bringe. Er werde einen neuen Verwaltungsausbau des Staates1 und der öffentlichen Dienste in Angriff nehmen, Hand in Hand mit dem berufsständigen Ausbau. len, wie die kleineren Hilfsvölker, die schon auf den europäischen Schlachtfeldern verbluten durften bei dem Versuch, für England die Kastanien aus dem Feuer zu holen. England ist es also um nichts anderes zu tun, als um eine neue Atempause. Daß auch die letzte Atempause einmal abläuft, und dann die Stunde für den britischen Kriegsanstifter selber schlägt, dafür wird die deutsche Wehrmacht sorgen, mögen britische Minister inzwischen sich und ihr Volk auch getrost mit vagen Hoffnungen auf neue Kriegsausweitungspläne oder die endliche Hilfe aus USA. Mut zusprechen. Die weit über 13 Millionen BRT. versenkten Schiffsraums in zwei Kriegsjahren werfen ein grelles Licht auf Englands tatsächliche Lage zu Beginn des dritten Kriegsjahres. Dr. Fr. W. Lange. Australien schickt seinen Handelsminister nach London. Schanghai, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Frage einer Vertretung des australi- schen Kabinetts in London, die zum Rücktritt des früheren Ministerpräsidenten Menzies — eines Günftlings Churchills — führte, hat jetzt eine Lösung dahin erfahren, daß Handelsminister Sir Carle Page mit dieser Aufgabe betraut wurde. Sein Aufenthalt in London wird jedoch nur von kurzer Dauer fein; Page wird seinen Ministerposten beibehalten. Menzies hatte eine Aufforderung des gegenwärtigen Ministerpräsidenten Fadden abgelehnt. Das australische Kriegskabinett beschäftigt sich augenblicklich mit dem Kriegshaushalt. Premierminister Fadden erklärte, das Budget 1941/42 werde das größte fein, das Australien jemals aufzuweisen gehabt habe. Die jährlichen Kriegsausgaben würden voraussichtlich rund 250 Millionen Pfund betragen. Oie neuen Steuern in USA. Washington, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nach stürmischer dreitägiger Debatte nahm der Senat der Vereinigten Staaten mit 67 gegen 5 Stimmen das neue Steuerges etz in Höhe von rund 3584 Milliarden Dollar an. Das Gesetz geht an das Repräsentantenhaus zur Beratung vom Senat vorgeschlagener zuzüglicher 367,5 Millionen Dollar. Durch das neue Gesetz werden zusätzlich 4,9 Millionen USA.-Sürger mit direkten Steuern belegt. Oie Lage in Französisch-Wesiafrika. Vichy, 5. Sept. (Europapreß.) Wie aus Dakar berichtet wird, hat der Genevalgouverneur von Französisch-Westafrika, B o i s s o n, eine ausgedehnte Inspektionsreise beendet, die ihn bis zu den entferntesten Teilen der Kolonie gebracht hat, u. a. nach dem Hinterland der Elfenbeinküste sowie nach Dahomey und Togo. Obwohl diese Teile des französischen Kolonialreiches in Afrika ganz besonders dem feindlichen Druck ausgesetzt sind, steht die Ein- qeborenenbevölkerung doch geschlossen hinter der französischen Herrschaft und der Regierung des Marschalls Petain. Zur Verstärkung der Verteidigungsanlagen des Hafens von Dakar sowie zur Verbesserung der Landverbindungen zwischen Westafrika und dem Mittelmeer sind etwa 120 Millionen Franken von der französischen Regierung bewilligt wor- den. Der Hafen Dakar soll nach modernsten Gesichtspunkten ausgebaut werden. Ein Teil des Kredits soll für den Weiterbau der Eisenbahnlinie Dakar — Nigeria und zur Verbesserung der interkolonialen Wege und Straßen verwendet werden. Weitere 100 Millionen Franks werden für öffentliche Arbeiten auf der Insel Madagaskar ausgeworfen, auf der die Petroleumbohrungen weiter ausgedehnt werden sollen. Die 220 Millionen grants werden durch öffentliche Arbeiten aufgebracht. Roosevelt beschlagnahmt de „Aonnandie^. J? b r * b ' 5 (DNB.) Aus Neuyork liegt die Melduna vor, daß. Roosevelt Befehl zur B e - schlagnahme des französischen Schnell- dampfers „Normandie" (83000 BRT.) gegeben hat. Die Falangezeitung „Arriba" schreibt: Vor wenigen Jahren hat die Bevölkerung Neu- Yorks der „Normandie" anläßlich der Erringung des Blauen Bandes einen jubelnden Empfang bereitet. Heute jedoch hat die Habgier der Judenknechte in den USA. gesiegt. Roosevelt raubt einem Volk, das er gestern noch als „Freund" betitelte, das stolzeste Schiff. Was der Sieger im Krieg gegen Frankreich nicht tat, erbre:ftet sich ein sog. Freund der Franzosen. „Alkazar" erklärt, 80 Mil- lionen Franken habe dieses Schiff gekostet, und Oer Ltnglücksprophet aus Kanada. Der kanadische Ministerpräsident Mackenzie King weilt seit wenigen Wochen in London. Er hatte gleich in den ersten Tagen seines Au.enthal- tes das Pech, von den in England garnisomerenden kanadischen Truppen ausgepfiffen zu werden. Mak- kenzie King war lange Jahre kanadischer Mimste^ Präsident und neigt'mehr nach Washington als nach London. Der Oberbürgermeister der Londoner Elty hat ihm jetzt ein Frühstück gegeben, da schwang sich Mackenzie King zu seiner ersten öffentlichen Rede in Altengland auf. Seine Worte waren fast trübsinnig: „Wenn wir nicht alle unsere letzten Kräfte zusammennehmen, dann wird dieser Krieg H u n - ger und Elend und Not für uns alle bringen. Ich sehe eine Welt, die von einem Ende zum anderen mit Gefahren übersät ist. Nicht allein diese Insel ist ein Zielpunkt stäMger Bedrohung. Gibraltar, Suez und der gesamte Weg durch das Mittelmeer sind unaufhörlichen Gefahren ausgesetzt. Indien ist im Westen und im Osten bedroht. Dunkle Wolken lagern über Singapur. Die lebenswichttgen Seeverkehrsstraßen sind auch in ständiger Gefahr. Unser Gegner verfügt über außerordentliche Kräfte und große Reserven und über eine riesige Schlagkraft. Großbritannien kann diesen Krieg nicht gewinnen, ohne daß ihm eine Hilfe wird, die viel, viel größer ist als eine Hilfe, die bisher in Sicht war." Das sind skeptische Worte. Worte, die zu mancher- lei Ueberlegungen Anlaß geben könnten. Churchill konnte die eindringlichen Worte des kanadischen Premiers nicht ganz übergehen und Jagte: „Sie haben soeben eine wichtige und denkwürdige Erklärung angehört, die hier unter unseren Londoner Ruinen abgegeben wurde." Churchill kam auch dann auf das Pfeifkonzert zurück, das dem kanadischen Ministerpräsidenten zuteil geworden war. Er sagte, daß das „tapfere kanadische Korps" noch keine Gelegenheit hatte, mit dem Feind in Kampfberührung zu kommen, und fuhr fort: „Das ist nicht ihre Schuld, es ist auch nicht unsere Schuld." Im übrigen aber flüchtete sich Churchill aus den harten Wirklichkeiten, von denen der kanadische Ministerpräsident gesprochen hatte, in den Bereich von verbindlichen Komplimenten, wie sie Churchill mit einer bewunderungswürdigen Zungenfertigkeit zu drechseln versteht. Daneben spielte er ein wenig Australien gegen Kanada aus, indem er sagte: „Die Kriegsanstrengungen Kanadas haben glücklicherweise kein Blutvergießen großen Stils gefordert." Dafür rühmte er den industriellen und finanziellen Beitrag Kanadas, das er einen Grundpfeiler der snglischsprechenden Welt nannte, womit deutlich darauf angespielt ist, daß Kanada sich Ebenso als nordamerikanischer Staat wie als Gliedstat des Empire fühlt und vor allem auch in den USA. als ein Nachbar mit einer ganz besonderen Zugehörigkeit zu der „Westhemisphäre" — hier einmal in des Wortes eigentlicher Bedeutung! — angesehen wird. Dr. Ho. diesen Wert konfisziere Roosevelt kaltblütig im Zuge seiner raffgierigen „Aktivitäten". Bolschewistische Militärkommission in Alaska. Neuyork, 5. Sept. (DNB.) Eine aus 47 Mitgliedern bestehende bolschewistische Militärkommission ist auf dem Flugplatz Sitfa (Alaska) angekommen und beabsichtigt, nach Seattle (USA.) weiterzufliegen. Die Mitglieder äußerten sich über den Zweck ihrer Reise nicht, jedoch wird vom Kriegsministerium in Washington erklärt, daß es sich um Luftfahrtsachverständige handelt, die die Flugzeugproduktion in nordamerikanischen Fabriken studieren wollten. Schmalspurbahn längs der Burmastraße. Neuyork, 5. September. (DNB.) Die seit län« gerer Zeit gehegten britischen Pläne zum Bau einer Schmalspurbahn parallel derBurmastraße werden jetzt durchgeführt. Oberhalb Rangoons ist mit dem Bau begonnen worden. In eingeweihten Kreisen verlautet, daß er mit Hilfe von Geldern aus dem USA.-Pacht- und Leihgesetz ausgeführt wird. Betont wird ausdrücklich, daß die Baukosten durch die Verwendung von Kuliarbeit sehr niedrig sein werden. Die Bahn soll in britisch-nordamerikanischem Besitz bleiben. Ihr späterer Ausbau ist geplant. In Batavia ist ein Transport von 17 5 USA. »Fliegern auf der Durchreise nach Tschungking angekommen. Die USA.-Flieger reiften nach Rangoon weiter, um von dort aus über die Burmastraße nach Tschungking zu gelangen. Tmppenverstärkungen für Singapur. Schanghai, 6. Sept. (Europapreß.) Neue bri< tische Truppen, die für das Malaya-Gebiet bestimmt sind, trafen in Stärke von einigen tausend Mann in Singapur ein. Die Kontingente bestehen aus eineml schottischen Kavallerieregiment, bps in eine Artillc- Deformation umgewandelt wurde, und aus indischen Ghurkas. Der finnischeMinisterpräsident inSalla Helsinki, 5. Sept. (DNB.) Ministerpräsident R a n g e l l weilte in Begleitung des Innenministers H o r e l l i und des Gouverneurs von Lappland im Salla-Gebiet, wo er den dort anwesenden deutschen Truppen einen Besuch abstattete. Gelegentlich dieses Besuches, bei dem Ministerpräsident Rangell der starken Verbundenheit zwischen der deutschen und der finnischen Armee im gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus Ausdruck gab, legte er einen Kranz auf dem Heldengrab der deutschen Soldaten nieder. Kleine politische Nachrichten. Im Auftrag des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht überreichte der Chef des Wehrmachtsführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht, General der Artillerie Jo d l, dem Oberbefehlshaber der finnischen Wehrmacht, Feldmarschall Mannerheim, das ihm vom Führer verliehene Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes im Hauptquartier des Feldmarschalls in Anwesenheit des finnischen Kriegsministers und hoher Vertreter der finnischen Wehrmacht. ♦ Fernkampfbatterien der deutschen Kriegsmarine nahmen am Nachmittag des 5. September feindliche Schiffsziele an der Kanalküste unter Feuer. Italienische Jagdverbände haben im Luftraum von Malta und dem Kanal von Sizilien 22 feind» liche Flugzeuge abgeschossen und zahlreiche andere durch MG.-Feu-er beschädigt. Drei eigene Flugzeugs •'****"■- ■<’ Aus -em Mich Mit. imi|. kom« weiden iegs* i um i die Ichen mehrere französische Offiziere in Jerusalem in Haft zurückbehalten. ♦ Wie Associated Preß aus Boston meldet, entzog das Verkehrsgericht von Massachusetts Otto von Habsburg den Autoführerschein wegen zu schnellen Fahrens. Der Richter erklärte, es habe kein Grund für ein 100-Kilometer-Tempo vorgelegen, denn Hitler fei noch nicht in Amerika gelandet, und es sei nicht anzunehmen, daß er dem Habsburger auf den Fersen war. ♦ Der Chef der Sicherheitspolizei und des S.D., ^-Gruppenführer Heydrich, traf auf Einladung von Reichskommissar Terbooen in Oslo ein. Er wurde auf dem Flugplatz Fornebu von Generalleutnant der Polizei Redies empfangen. Der Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des S.D., ff» Sturmbannführer und Oberstleutnant der Polizei Fehlis erstattete Bericht. Ferner waren anwesend kommissarischer Staatsrat Ionas Lie, der Chef der Hauptabteilung und Verwaltung im Reichskommissariat, -^-Obergruppenführer Regierungspräsident Dr. Koch und Oberstleutnant der Gendarmerie At° tenberger. In München wurden in der Kuppelhalle des Deutschen Museums die sterblichen Ueberreste Hugo Bruckmanns feierlich aufgebahrt. ♦ Einer Bitte des Reichsstatthalters in Wien entsprechend, hat sich Richard Strauß entschlossen, im kommenden Winter von seinem jetzigen Wohnsitz in Garmisch nach Wien überzusiedeln. Richard Strauß wird sowohl in der Wiener Staatsoper im Rahmen der „Mozart-Woche des Deutschen Reiches" wie auch in den Philharmonischen Konzerten als Dirigent wirken. 15 ist rihten !ldern -führt koste«; iedrig erika« st g* 17a nach lieget übet L >ur. e bri- timmt lNN in einen! Irtillc- inbi' ier« r» na> Jte: lge an- am den ps" m Das ld." den Mi- von mit zu rnig Die her- Tt." Ilen der tlich als Tm- ein ;feit des mb. o. lehrten nicht zu chren Stützpunkten zurück. Diele ciürere kehrten beschädigt und mit Verwundeten an 3ord zurück. * An der Tobruk-Front wurden Angriffsversuche britischer Einheiten abgewiesen. Deutsche und italie-- !nsche Flugzeuge bombardierten Anlagen und Be- estigungswerke in Marsa Matruk und feindliche Autokolonnen im Gebiet j?on Giarabub. An der Dnjepr-Mündung eingesetzte deutsche Lanzerjäger versenkten zwei sowjetische Kanonen- ioote, die auf dem Dnjepr stromaufwärts fuhren. ♦ Wie über Moskau gemeldet wird, haben die dwjetischen Truppen in den besetzten iranischen Ortschaften örtliche Sowjets als Verwal- Lingsorgane eingesetzt. Damit greifen sie unver- johlen in den innerpolitischen Status des irani- chen Staates ein. Am Donnerstag hat das erste Regiment der französischen Freiwilligenlegion zum Kampf gegen den Zolschewismus das Sammellager verlassen und ist :n die Ostfront abgefahren. In britischen Diensten ist das 8654 BRT. große Notorschiff „Mala i) a" untergegangen. Der Ka° 'itän des Schiffes, alle Offiziere und 24 Seeleute inden den Tod. Das Schiff gehörte der Dänischen )stasien-Kompanie, bevor es zur Fahrt für Großbritannien gezwungen wurde. General D e n tz, der französische Oberkommissar n Syrien, der aus der Internierungshaft in Jeru- ilem entlassen worden war, traf in Tripoli, ein. 5rotz der Freigabe aller britischen, indischen und aullistischen Soldaten und Offiziere durch die Fran- osen haben die britischen Militärbehörden noch reicht, und zwar während der Ableistung des Pflichtjahres oder während der sonstigen Ausbildung, für einen künftigen Lebensberuf in der Land- und Hauswirtschaft. Erleichterungen für Apotheken. Zur Enllastung der in den Apothekenbetrieben tätigen Arbeitskräfte hat der Reichsinnenpiinister angeordnet, daß anOrtenmitmehrerenApo- t h e k e n auf Antrag der Apothekerkammer den Apothekern zu gestatten ist, den Betrieb morgens erst um 9 Uhr zu öffnen, mittags auf zwei Stunden zu schließen, abends von 18.30 Uhr an zu schließen und am Mittwochnachmitag von 14 Uhr an zu schließen, ausgenommen jene Apotheken, die von Mittwoch auf Donnerstag Nachtdienst haben. Durch Aushang ist ebenso wie beim Nachtdienst auf die Dienstbereitschaft der betreffenden oder der nächsten Apotheke hinzuweisen. Frauen in der Stadtverwaltung. Um eine praktische Zusammenarbeit auf breitester Grundlage herbeizuführen, ist die Stadtverwaltung Nürnberg dazu übergegangen, zu jeder Sitzung, die vom Oberbürgermeister oder von den Referenten einberufen wird, und in denen Belange der Frauen zu wahren sind, die Kreisfrauenschafts- leiterin oder eine Vertreterin einzuladen. Die Kreisfrauenschaftsleiterin nimmt ferner an allen Sitzungen des Hauptwohlfahrtsamtes, des Jugendamtes, des Amtes für Wohnungsfürsorge, des Gesundheitamtes, des Amtes für Säuglingsfürsorge, des Wirt- schaftsamtes und der Preisblldungsbehörde teil. Aus aller Wett. (Ein Film aus dem heimatlichen Vogelleben. Asmus Peter Weiland, der Vorsitzende der Ortsgruppe Schleswig des Reichsbundes für Vogelschutz, hat einen abendfüllenden Film „Die silberne Schwinge" gedreht. Neben interessanten Aufnahmen aus dem besonders reichen und vielseitigen Vogelleben im Kreise Schleswig zeigt der Film seltene Pflanzen aus Moor und Heide, Strand und Wald. Man begegnet auch der Sumpfschildkröte, die noch vereinzelt in Moorlachen und Tümpeln ein verstecktes Dasein führt. „Annelie", Uraufführung in Venedig. Die Uraufführung des Ufa-Filmes „Annelie, die Geschichte eines Lebens" gestaltete sich in der Internationalen Filmkunstschau zu einem großen Erfolg. Mit höchster Spannung folgte das Publikum dieser meisterhaften Darstellung des Lebens einer Frau von der Geburt bis zu ihrem glücklichen Lebensabend. Besonders packende Szenen wurden von den Zuschauern begeistert beklatscht. Die Hauptdarstellerin, Luise Ullrich, wohnte der Aufführung bei und wurde zum Schluß minutenlang gefeiert. Der Präsident der Biennale, Senator Graf Volpi, gab einen Empfang. Neben Luise Ullrich gefielen besonders Karl Ludwig Diehl und Werner Kraus. Die italienische Presse widmet diesem unter der Leitung von Josef von Baky entstandenen Filmwerk begeisterte Anerkennung. — In Höchstpreise für Speisen in Gaststätten. Eine Musteranordnung über die Preisgestaltung für bpeifen in Gaststätten ist ergangen, weil es sich als weckmäßig erwiesen hat, Höchstpreise für das täglich cazubietende-markenfreie Stammgericht, ferner ir ein Eintopf- oder Teller gericht und ir ein Gedeck festzusetzen. Wegen der ürllichen nterschiede sieht der Reichskommissar davon ab, ir die genannten Gerichte reichseinheitliche Höchstreise festzusetzen. Er hat jedoch die Grundsätze fest- ^legt, nach denen die Preisbildungsstellen in ihren Bezirken die Speisepreise zu regeln haben. Die reue Regelung bestimmt, daß das anzubietende täg- lche Stammgericht in den Betrieben der Preis- xruppen I bis III nur zu den örtlich zu bestim- renden Höchstpreisen abgegeben werden darf. Von len sonst noch zugelassenen Eintopf, und Teller- c^richten ist an fleischlosen Tagen mindestens ein Bericht zu den vorgeschriebenen Höchstpreisen in ten Betrieben der drei Preisgruppen abzugeben, ci den übrigen Tagen mindestens ein fleisch- rarkenpflichtiges Eintopf- oder Tellergericht höchst- preisgebunden. Beim Feilhalten von Gedecken aus Luppe, Hauptspeise und Nachspeise ist täglich mindestens ein Gedeck, dessen Hauptspeise eines der fschstpreisgebundenen Gerichte sein kann, auch im ßinzen zu den Höchstpreisen abzugeben. Die höchst- 1 rreisgebundenen Gerichte sind solange bereit zu hal- |:n, wie warme Speisen in den Betrieben angelten werden. Betriebe, die bisher die genannten berichte und Gedecke zu niedrigeren Preisen ange- titen haben, dürfen diese Preise nicht erhöhen. Bedarfsbescheinigungen für Möbel. Der Reichswirtschaftsminister hat die Wirt- l^aftsämter zur Ausstellung von Bedarfsbeschei- r gungen für Möbel ermächtigt. Solche Bedarfs- lrscheinigungen werden für Verbraucher ausge- fellt, die durch Feindeinwirkung und jatastrophen geschädigt sind oder die wer freie Wohnräume verfügen. Durch den trlaß soll die Deckung dieses als kriegsentscheidend verkannten Bedarfs gesichert werden. Die Be- dirfsbescheinigungen berechtigen den Einzelhandel 31m Wiederbezug von Möbeln. Verlängerter Kinderzuschlag bei land- und hauswirtschastlicher Berufsausbildung. Im Hinblick auf den Mangel an weiblichen Arbeitskräften in der Landwirtschaft und in der Haus- llirtschaft wird der Kinderzuschlag nach dem Besol- dZngsgesetz für Mädchen, die in der Land- und Hauswirtschaft tätig sind, bis zum vollendeten 16. Lebensjahr gezahlt, unabhängig von der Höhe des ebenen Einkommens des Kindes und unabhängig o>n dem Umfang und der Form der Tätigkeit (z. B. lcndliche Hausarbeitslehre oder Beschäftigung ohne Lehrvertrag im elterlichen Haushalt). Ferner vom H. bis zum 24. Lebensjahr, wenn das eigene Ein- kimmen des Kindes monatlich 40 RM. nicht er- > ffll* ui* do IM' arlch° liehe.^ uadier .nis-hk-l ralla jsiöent innen* . von rt cm* Besuch i Dem unben* >n iolsche* r a n 3 nieder« 7)1(7 ricMiae vactcnnacd! * i n,k „IM ttnh nnA -u des Fuders mtf dem DanMinucker öaitt. 3. 7. Za 5 Zu 6 . . und gibt nach und nach 2/3 des Zuckers mH dem vanNNnzucker dazu. Danach schlägt man so lange, bis eine kremartige Masse entstanden tst. Unter den Eigelbkrem mischt man die Gewürze . . Die Beschaffenheit der Masse prüft man, indem man sie vom hochgehaltenen Schneebesen in Hingen in die Hührschüssel laufen läßt, wenn diese Hinge kurze Zeit stehenbleiben, ist die Masse tremartig. . . Das Eiweisz wird zu steifem Schnee geschlagen. Dann gtbt man unter ständigem Schlagen nach und nach den Hest des Zuckers dazu. Der Schnee muh so fest sein, dafe ein Schnitt mit einem Messer sichtbar bleibt. . Das Eiweih wird zuerst ohne Zucker zu festem Schnee geschlagen. Zur Prüfung der Seftigfeit zieht man den Schneebesen aus der Schüssel und dreht ihn senkrecht nach oben. Der Schnee ist steif genug, wenn die beim herausziehen gebildeten Schneespihen senkrecht stehenbleiben. . . Der Schnee wird auf den Ligelbkrem gegeben, darüber wird das mit „Badin" und „Gustin" gemischte Mehl gesiebt . . . . Man zieht alles vorsichtig unter den Eigelbkrem. . Man zieht den Schneebesen vorsichtig von einer Seite der Schüssel bis zur anderen durch den Teig (dabei über den Soden der Schüssel gehen!), nimmt den Schneebesen heraus und schüttelt ihn leicht, damit der Teig herausfällt. Die Zutaten sind genügend vermischt, wenn kein Mehl („Gustin") mehr zu sehen ist. Diese Arbeit mutz schnell erfolgen, andernfalls fällt der Eierschnee zusammen. . . nnd füllt den Teig in die gefettete, mit Papierfutter ausgelegte Sorm (Backblech). . Der in eine Springform eingefüllte Teig wird mit emem Tcigschaber vorsichtig von der Mitte aus zum Hand hingeschoben. (Gberfläche wird dadurch glatter.) Jn der Mitte darf jedoch kein Loch entstehen. Notwendige Vorarbeiten vte angegebenen Zutaten werden bt der vorgeschriebenen Menge, derettgestellk. vaselnubkerne und Mandeln werden nach Rezept vorbereitet. Biskuitteig wird inr allgemeinen in Sonnen oder auf Backblechen gebacken, deren Boden gefettet und mit einem Papiesfutter ausgelegt ist. Das Papierfutter für eine Springform wird folgendermaßen chergestellt. fü Die Sorm wird umgedreht und ein weißes Papier darauf gelegt Mit einem Messer streift man das am Rand überstehende p^r ab. . t>) Der Loden wird gut mit zerlassener Butter oder Margarine etngefettet. vet O DgsöpSerfutttt9auf den gefetteten Boden gelegt und gut angedruckt Sie Verarbeitung des Teiges Noch ausführlichere Anleitungen gibt die Broschüre „Vie richtige Teigbereitang". Kostenlose Zusendung durch DR. AUGUST OETKER, BIELEFELD* 3^5fa^witd<üb« tinet Tasse aufgeschlagen und geprüft, ob cs frisch ist- vor Eiweih muh sehr scharf vom Eigelb getrennt werden. & ... mit dem Wasser schaumig (am besten mit einem s*n«be[‘n) • * r A 9 2st die Waflermenge im Rezept in einer Spanne angegeben, so richtet man sich b.t (btöh» der Lier. Bei kleinen (Eiern nimmt man die gröbere und bei Eroten Eiern die kleinere Wassermenge. Eigelb und Wasser müssen vor Zuga e fces Zuckers tüchtig geschlagen werden. Sertigstellung gebacken werden, da sonst der Eierschnee pas Baden von Biskuitteigen/ bis^'tteig m b s f allgemeinen bei guter Mittelhihe gebacken. Ktlänft Man stellt ihn am besten in einen gut oorgeheizten vaaoie Garprobe gemacht werden. Man sticht mit einem ...........--- - Deutsche Panzer in Ostkarelien ......... ........------------------ ,.....■■ ■ Neues für den Büchertisch Das Bild veranschaulicht die großen Schwierigkeite n, die die deutschen und finnischen Truppen zu überwinden haben, lieber einen der zahlreichen Flüsse wurde hier von unseren Pionieren eine Pontonbrücke gebaut, über die nun die Panzer v orwärts rollen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Hauptfchriflleiter: Dr. Yriedttch Wilhelm Lange. Stellvertreter de« HauptschrifUeiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Tr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. HanS Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange R G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S. Gerichtliches Nachspiel eines Gasunglücks. Am 26. März d. I. wurden, fünf Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren in einem privaten Musikinstitut in der Grütznerstraße in München samt ihrer Lehrerin durch einem im Unterrichtsraum aufgestellten Gasheizo-fen entströmendes Gas betäubt. Die Kinder konnten nicht mehr ins Leben zurückgerufen werden, während die Lehrerin, die mehrere Tage in Lebensgefahr schwebte, wieder genas. Der Inhaber des Instituts und die Lehrerin hatten sich jetzt wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht München I zu verantworten. Als die Lehrerin am 26. März mehreren Kindern Unterricht gab, baten diese um Abstellung der Heizung, weil es ihnen zu warm wurde. Kurz darauf machten sie sie aufmerksam, daß es nach Gas rieche. Die Lehrerin konnte keinen Gasgeruch feststellen, versuchte aber mit dem Gasanzünder, ob etwa ausströmendes Gas sich entzünde. Als sie auch jetzt nichts Verdächtiges fand, setzte sie den Unterricht fort, ohne den Raum zu lüften oder den Haupthahn zu schließen. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde ereignete sich das Unglück. Der Inhaber des Instituts brachte zu seiner Verteidigung vor, daß ihm der Installateur den Schlüssel zum Haupthahn nicht mitgeliefert und ihn in der Bedienung des Ofens nicht genügend unterwiesen habe. Der Installateur stellte diese Behauptung unter Eid in Abrede. Die Untersuchung des Gasofens ergab auch keinerlei Fehler. Das Gericht erachtete die beiden Angeklagten als im Sinne der Anklage überführt und verurteilte sie zu sieben bzw. fünf Monaten Gefängnis. Pflanzung italienischer Bauern auf libyscher Erde geboten hat. Die Jnteressenpolitik der Großmächte im Mittelmeer, Boden, Bevölkerung, Wirtschaft, Handel, Eroberungsetappen und Erforschung, Eingeborenen- und Islambeziehungen sind mit Schärfe und Klarheit gesehen. Zugleich wird die Schrift den italienischen Kraftfeldern in Tunesien, auf Malta und in Aegypten gerecht. Auch find Wesen, Richtung und Bedürfnisse der italienischen Kolonialpolitik im Rahmen des Imperiumgedankens gebührend gekennzeichnet. So stellt das Buch eine Bereicherung unseres Wissens von den Erfolgen und Zielen der Auslandstätigkeit unseres Bundesgenossen dar. — Sport und Körper. Die biologischen Grundlagen der Leibeserziehung. Von Dr. med. Franz Friedrich. 276 Seiten mit 85 Abb. und 7 zweifarbigen Tafeln. Geh. 4,90 RM., Seinen 5,90 RM. Verlag Knorr & Hirth, München. — (72) — Der Leiter der sportärztlichen Beratungsstelle München, Obermedizinalrat Dr. Friedrich führt hier einprägsam die biologischen Grundlagen der Leibeserziehung vor Augen; er zeigt, wie die einzelnen Organtätigkeiten ineinander greifen. Ent- wicklungs- und Rückbildungsalter, sowie die körperliche und' seelische Eigenart der Frau sind besonders berücksichtigt. Neuartig wird die Bewegungslehre besprochen, ausführlich die richtige Verbindung der Atmung mit der Bewegung behandelt. der Nachmittagsvorstellung war der schwedische Kriminalfilm „Ein Verbrechen" der Terra-Film-Stock- holm aufgeführt worden. Auslandsreise des Strofc-Quarteffs. Das Stroß-Quartett, München, hatte in Kopenhagen mit einem öffentlichen, einem Raüiokonzert und einem Konzert in der Kammermusikgesellschaft großen Erfolg. — Wil hem Stroß spielte in den Festkonzerten des Teatro Liceo, Barcelona, unter Leitung von Generalmusikdirektor Fritz Zaun ein großes Violinkonzert von Mozart und dasjenige von Beethoven. — Das neu gegründete Kammerorchester des an der Staatlichen Akademie der Tonkunst, München, wirkenden Geigenprofessors stellte sich in München mit drei Bach-Tagen mit gleichfalls großem Erfolg vor. Entdeckung eines INonumentatgemäldes von Makart. Der Makart-Biograph Prof. '-Emil P i r ch a n hat in einer Garage in Hietzing ein unbekanntes Werk Hans Makarts aufgefunden, das hier im zusammengerollte Zustand unbeachtet gelegen hatte. Es handelt sich um ein ungefähr 20 Quadratmeter großes Oelgemälde, das eine dramatische Szene um Nero während des Brandes von Rom bar» stellt. Das Monumentalbild dürste aus der Münchener Zeit des Malers stammen. Es erinnert in Farbengebung, Lichtbehandlung und Komposition an Makarts Triptychon „Die Pest in Florenz". Einige Details der Ausführung lassen vielleicht auf Schülerhilfe oder auf fremde Einflüsse auf den jungen Künstler schließen. — Gottfried Kölwel: D i e heitere Welt von Spiegelberg. 254 Seiten. Geb. 4,80 RM, — Das T a l von Lauterach. 308 Seiten. Geb. 5,80 RM. Gallus-Verlag KG., Wien. — (80/81) — Die beiden Bände gehören zusammen und bilden gemeinsam den „Bayernspiegel", ein „Sammelbild bayerischen Lebens und bayerischer Landschaft". Spiegelberg und Lauterach sind die (erfundenen) Namen zweier kleinen Landstädte in der Nähe der Donau; sie stehen beispielhaft für manche andere in der bayerischen Landschaft. (Wie weit dieser Anspruch Kölwels Gültigkeit hat, wird nur ein genauer Kenner ermessen können.) Der erste Band enthält vorwiegend heitere, derbkomische, drastisch-schwankhafte Begebenheiten; der zweite ist ernsthafter und nachdenklicher gestimmt, ohne auf grausige und groteske Elemente zu verzichten. Insgesamt dürften die Geschichten der beiden Bände nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Versuch einer novellistisch-volkskundlichen Kuriositätensammlung zu werten sein. Hans Thyriot. — Prof. D r. H. Grothe: Libyen und die italienischen Kraftfelder in Nordafrika. Eine geopolitische und landeskundliche Skizze. Mit 11 Karten. Kart. 2 RM. (Macht und Erde, Hefte zum Weltgeschehen, Hest 19.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. — Die Kämpfe in Nordafrika haben die Blicke ganz Deutschlands auf Libyen gelenkt. Der Verfasser fußt bei seiner Darstellung auf einem früheren längeren Aufenthalt in Libyen wie auf einer erst im Frühjahr 1939 durchgeführten Studienreise, die ihm besonders einen Einblick in die im Auftrage Mussolinis von Marschall Italo Balbo — die Schrift ist seinem Andenken gewidmet — unternommene großzügige Ein- 3. BISKUITTEIG: Die nächsten Anzeigen bringen zei Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß unser innigst- geliebter, herzensguter jüngster Sohn < Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Kurt Eisenhardt Leutnant und Batl.-Adj. in einem Inf.-Regt. Inhaber des E. K. I und II, des Verwundeten - Abzeichens und anderer Kriegsauszeichnungen am 13. August nach kaum vollendetem 24. Lebensjahre in den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Martin Eisenhardt und Frau Anna, Martin Eisenhardt [geb. Mack Ernst Eisenhardt und Frau Lilli, geb. Schultheiß, und Kind Ilse und Angehörige. Gießen (Henselstr. 5), Bad Vilbel, Niederkleen, b. Butzbach, Rosario (Argentinien), den 4. September 1941. 3719 D Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlichen Gedenkens und Mitempfindens bei dem schmerzlichen Verlust, der uns durch den Heldentod unseres lieben, einzigen Sohnes und Bruders Obergefreiter Alwin Grob-Ullisch betroffen hat, danken wir hierdurch herzlich Familie Julius Ullisch. Gießen, September 1941. 3720D Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Georg Zissel sagen wir auf diesem Wege unseren allerherzlichsten Dank. Frau Marie Zissel Anni und Toni Zissel. Gießen (Walltorstr. 19), im September 1941. ______________________________________________3711 D Adolf-Hitler-Ingenieurschule Friedberg-Hessen Maschinenbau Elektrotechnik Praktikantenwerkstätten , Druckschriften frei Haben Sie offene Füße? Scbmenen? lacken? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann gebr. 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Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. Dr. ;)oft. Giesten-Klein-Litidcn. 10, Ludwig; 13.30 Schulanfänger-Gottesdienst, Ludwig. Giesten-Wieseck. 10 G.; 13.30 Schulanfänger-Gottesdienst. Kirchberg. 10 G.; 11 Ehrptenlehre (männl, (fügend); 11.20 KG. Lollar. 19 KG.; 14 G. Tai,bringen. 20 G. Lich. 9.15 Beichte; 9.30, Naumann, Abendmahl. Evang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonntag, 7. 9., 8.30 Andacht und Abendmahl; 20 Predigt. - Mittwoch, 10. 9., 20.30 Bibclstnnde. ftreic cvang. Gemeinde Giesten, Bu den Mühlen 2. Sonntag, 7. 9., 9.45 Urbiimuin^ftinibe; 11 Sonn- tagschule; 15.30 Gemeindesiunde; 20.15 Jugendstunde. - Dienstag, 9.9., 20.15 Bibel- u. Gebetsstunde. | Vermietungen | 6-Zimmer- Wohnung mit allem Zubehör zu vermiet. Schr. Ang. unt. 02952 a.d.G.A. Moderne 3 Ä W» gingen sie hinunter. Zögling versah die Hausfrauenpflichten ßem Geschick. Dollerthun, immer ein Herzen einnehmen wird, weiß ich genau. Beurteilen Sie also den Vorschlag, den ich Ihnen machen will, nicht falsch. Es gibt keinen Ersatz für das, was Sie verloren haben, aber es muß etwas geschehen, was Sie zu Ihrer Arbeit zurückführt. Sehen Sie, jeder Mensch entwickelt im Laufe der Jahre seine Arbeitsweise. Bei Ihnen besteht sie zum großen Teil darin, im Gespräch zu denken. Haben Sie nicht einen Menschen, der bereit wäre, Ihnen sozusagen als geistiger Punchingball zu dienen?" Hellwang mußte lächeln. Der Vorschlag kam ihm grotesk vor, so gut er gemeint sein mochte. Hier klaffte der Spalt zwischen Verleger und Dichter, der Spalt zwischen praktischer Vernunft und jenem anderen Geist, der den, der ihn besaß, zur Verteilung der Erde zu spät kommen ließ. „Nehmen Sie mir's nicht übel, Vollerthun", rief er lachend, „aber diesen geistigen Punchingball dürfen Sie sich patentieren lassen! Hol's der Teufel, aber wie stellen Sie sich das eigentlich vor? Inseriert man da in der Zeitung: Ruhige, ältere Dame gesucht, die, in geistigen Geburtswehen erfahren, Schriftsteller beim Brutgeschäft behilflich sein will? Wie? Oder soll ich vielleicht Fräulein Zögling zu meinem Punchingball machen??" Benjamin» Giglis neuer Film »Mutter^ im Gloria-palast, Gießen. MöreiHMmgMkl Vornan von Horst Hiernach bißchen Schwerenöter, hofierte sie und schien sie^anziehend zu finden. Jedenfalls führte er das Gespräch mit Laune, ein Zeichen, daß er angeregt war Auch Britta und Lydia durften mit bei Tische sitzen, während Söhnchen schon der Sandmann besucht hatte. Die Kinder liebten Onkel Vollerthun, hauptsächlich wohl deshalb, weil er nie vergaß, ihnen zu allen Festtagen kleine Brote aus Lübecker Mar-, zipan zu schicken. Als alter Junggeselle hatte et' zu Kindern keine rechte Stellung. Er kam über so mi iNe | *0 B* Stltra Wen Äei Ä FW 20 6i5 hi i hl? Ahe M Es war nicht Luisas Ordnung, aber es war eine Ordnung, und Hellwang empfand sie wohltuend und tröstlich. Er versöhnte sich mit Fräulein Zöglings Gegenwart, nach und nach schien sie seit urdenklichen Zeiten zum Hause gehört und ihren Platz am Tische eingenommen zu haben. Sie war anspruchslos, tat ihr Pflicht, störte ihn nicht, überreichte ihm am Monatsersten saubere und klare Abrechnungen und hatte die angenehme Gabe, sich zu gegebener Zeit wie der Geist aus ber Flasche in ein nebelhaftes Gebilde aufzulösen, durch das man hindurchschreiten konnte, ohne es recht gewahr zu werden. Eines Tages kam überraschend Christian Vollerthun, Hellwangs Verleger, für ein paar Stunden zu Besuch in die Mozartstraße. Er war auf der Durchreise nach Wien, sein Zug ging am Abend weiter. Vollerthun war ein blühender Sechziger, lebendig und kraftvoll. Freund eines guten Tropfens und eines klugen Gesprächs. Er hatte den jungen Hellwacktz gefördert und war dem Manne ein Freund geworden. „Ich komme nur heran, um Sie ein wenig aufzumuntern, mein Lieber. Oder wollen Sie mich überraschen? Wollen Sie mir etwa das fertige Manuskript als Lektüre für die langweilige Nachtfahrt in die Hand drücken?" „Sie werden sich ein anderes Schlafmittel besorgen müssen", sagte Hellwang bissig. Sie saßen sich in Hellwangs Arbeitszimmer in der gemütlichen Ecke gegenüber und leerten ein Fläschchen Rotspon. „Wo steht die Arbeit nun also?" „Sie steht nicht. Vollerthun, sie liegt. Ich komme nicht weiter. Der Faden ist abgerissen. Ich versuche ihn manchmal zu knüpfen, aber er rutscht mir immer wieder aus. Dabei will ich arbeiten, glauben Sie mir! Aber ich scheitere an jenem leeren Sessel dort ..." Er hob das Gesicht und deutete mit dem Kinn in die Richtung, wo unter Luisas Bild über dem Bücherbord der kleine, braune Sessel stand, in dem sie ihm so oft gegenübergesessen hatte. — Vollerthun nickte leise. Luisas Schatten schwebte durch das Zimmer. „Verstehen Sie mich recht", fuhr Hellwang nach einer kleinen Pause fort, „es war nicht so, daß Luisa mir half, nicht einmal so, daß wir über meine Arbeiten lang und breit diskutierten. Ihre Pflanzenschutz dient der Erzeugungssteigerung. Ununterbrochener Kampf gegen die Schädlinge unserer Nahrungsmittelerzeugung und Ernte Georg C. Klaren, Ela E l b o r g und Guido Cantini schrieben nach einer Idee (Santinis gemeinsam das Drehbuch zu dem Italia-Film „Mutter", der Benjamino G i g l i zum ersten Male mit seiner Landsmännin Emma Gramatica, der auch in Deutschland von Bühnengastspielen her bekannten großen Tragödin Italiens, zusammen vor die Kamera brachte. Der Film, aus einer echt romanisch angelegten breiten Gefühlsströmung entwickelt, schildert in einem gegen Ende sich heftig zuspitzenden, opernhaft untermalten Konflikt den Kampf einer Mutter um das Glück des einzigen Sohnes. Mario Sami, ein berühmter Sänger, bringt, von Auslandsreisen nach Italien zu seiner Mutter heimkehrend, seine abgöttisch geliebte junge Frau Donata mit nach Hause; Donata findet sich in der neuen Welt nicht zurecht und versteht sich nicht mit ihrer Schwiegermutter, die ihrerseits bald die tiefen Wesensunterschiede begreifen lernt, die Dvnata von ihr wie von ihrem Sohne trennen. Donata . läßt sich, nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Marios Mutter, während dessen Abwesenheit von einem hartnäckigen Liebhaber entführen. Der Mutter, in tödlicher Angst um das Glück ihres Kindes, gelingt es zwar, eine drohende Katastrophe im letzten Augenblick adzuwenden und Mario und leer, die Aecker zeigen ihre braunen Schollen, hn Garten aber leuchten Astern und Dahlien. Sie sind Freudenbringer und helfen uns, des Sommers Abschied leichter zu tragen. —h. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Mutter". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Entführung". — Ar- tilleristen-Kameradschaft 1895, Gießen: 20.30 Uhr „Hessischer Hof". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Zigeunerliebe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mutter." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Entführung". Oie städtische Lesehalle im neuen Gewand. Mit Ablauf dieser Woche sind die Renovierungs- arbeiten in der städtischen Lesehalle beendet. Die Lesehalle wird mit der kommenden Woche in neuer Gestalt wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Im Jahre 1938 wurde der Lesehalleverein aufgelöst, seine Aufgabe ging an die Stadt über. Bis zur Umgestaltung des Selterstores war die Lesehalle in dem dortigen Oktroi-Häuschen unterge- brad)t. Seit einiger Zeit befand sie sich in dem Liebigbau in der Liebigstraße. Nun ist der Saal 19 des Liebigbaues als Lesehalle umgestaltet und eingerichtet worden. Die Wände sind in freundlichen Farben gehalten, die Beleuchtung wurde für den Zweck des Saales verbessert. An mehren Tischen hoben bis zu 30 Personen Platz. Die Besucher fön» nen unter mehr als 20 Tageszeitungen und einigen Zeitschriften ihre Unterhaltung wählen. An einer Seitenwand wurde eine Groß-Photo-Montage angebracht, die die, Stadt Gießen, Liebig und das Liebig-Museum zeigt. So hat nun der Liebigbau. der sich an das Liebiamuseum anschließt, durch dieses große Photo ein seinem Namen entsprechendes Bild erhalten. Der Lesehalleverein wurde im Jahre 1898 gegründet, nur während der Jnfla- tionszeit war die Lesehalle geschlossen. Im Jahre 1927 kam sie am Selterstor zur Wiedereröffnung, seit dieser Zeit besteht sie in stetiger Auswärtsent- Wicklung. Die Lesehalle steht allen Volksgenossen, alt oder jung, zur Verfügung und kann jeden Tag, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, auf» gesucht werden. Sammelt Vogelfuttee für den Winter. Auch der kommende Winter muß alle naturver- bundenen Volksgenossen auf dem Poften finden. Gilt es jetzt doch mehr denn je, den bei uns überwinternden nützlichen Vögeln über die futterarme Jahreszeit hinwegzuhelfen. Da ölhaltige Sämereien äußerst knapp sind, müssen die von Gartenbesitzern selbstgezvgenen Hanf- und Sonnenblumenkörner restlos für die Meisenfütterung bereitgehalten wer- den. Eine wertvolle Beigabe zu dem Futter für Weichfresser sind getrocknete Wildbeeren, wie rote und schwarze Holunderbeeren, Ebereschenbeeren, Hagebutten, Beeren von Weiß« und Rotdorn, die der Natur- und Vogelfreund leicht sammeln und zu Hause trocknen kann. Beim Dreschen der neuen Ernte gibt es überall Abfallkörner und Unkraut- samen, die ein wertvolles Vogelfutter abgeben. Dem strengen Winter 1939 sind viele unserer gefiederten Helfer zum Opfer gefallen. Der Reichstierschutzbund wendet sich daher an alle Vogelfreunde in Stadt und Land mit der Bitte, schon jetzt mit dem Sammeln und Trocknen von Sämereien und Wildbeeren für den Winterbedarf zu* beginnen. ** Die elektrische Heizung im Luftschutzraum betrifft eine Bekanntmachung der Stadtwerke Gießen, Abteilung Elektrizitätswerk. Die Veröffentlichung sei der besonderen Beachtung aller Volksgenossen empfohlen. notwendig machte und in nächster Zeit eine neue große Bekämpfungsaktion in Gang bringen wird. Dem Schutz der Getreidevorräte auf den Speichern und in den Lagerhallen dient der umfassenbe Kampf gegen den Kornkäfer. In diesem Jahre sind bei diesem Kampf von dem Pflanzenschutzamt Gießen in elf Kreisen umfassende Entrümpelungen und Säuberungen von Getreidespeichern durchgeführt und dabei mit gutem Erfolg bekannte Be- tämpfungsmittel gegen den Kornkäfer angewandt worden. Die Anwendung der amtlich anerkannten Spritzmittel gegen den Kornkäfer hat die volle Zufriedenheit der Bauern und Landwirte gefunden, die künftighin den Kampf gegen den Kornkäfer nach den Richtlinien des Pflanzenschutzamtes unermüdlich fortführen werden. Viele Zentner Getreide können dadurch erhalten werden in einer Zeit, in der es auf alle Werte ankommt. Der Kampf gegen den Kartoffelkäfer ist ein anderes wichtiges Tätigkeitsfeld des Außendienstes des Pflanzenschutzamtes Gießen, das in Erfüllung dieser Aufgabe ein weites Gebiet unseres Gaues zu betreuen hat. Die Kartoffeläcker werden dabei mit Hilfe örtlicher Kräfte fortlaufend überwacht, fo daß überall da, wo ein Auftreten des Kartoffelkäfers feftgefteüt wird, sofort mit den Bekämpfungsmaßnahmen eingesetzt werden kann. Auf dem gleichen Gebiete, aber in räumlich anderen Gegenden ist auch die Außenstelle Gießen des Kartoffelkäfer- Abwehrdienstes Heidelberg tätig. So dient das Pflanzenschutzamt sowohl durch seinen Innen- als auch durch seinen Außendienst dank einer weitreichenden und umfassenden Organisation, in der auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer als Berichterstatter und ständige Beobachter der Aecker und Gärten mit tätig sind, dem vorbeugenden Schutz unserer landwirtschaftlichen Anbauflächen und der Gartengrundstücke, durch die Vertilgung der auftretenden Schädlinge der Steigerung der Bodenerträge und weiterhin der Sicherung wichtiger grundlegender Dolksnahrungsmittel auf den Speichern unserer Bauern und Landwirte. Damit leistet dieses Amt des Reichsnährstandes eine Arbeit, die für unsere Volksernährung nicht nur im Kriege, sondern auch in den Jahren des Friedens von großer Bedeutung ist und alle Anerkennung unserer Volksgemeinschaft verdient. B. spielsweise — um Mittel gegen beißende und saugende Insekten, Unkraut- und Mäusebekämpfungs- mittel, Saatgut-Beizmittel usw. Allein bei der Prüfung von Beizmitteln sind im vorigen Jahre beim Pflanzenschutzamt Gießen annähernd 400 000 Körner in Bearbeitung gewesen. Ein weiteres wichtiges Gebiet des Innendienstes gilt der Berichterstattungsarbeit und dem Auskunftswesen. Die Berichterstattung orientiert allgemein über das Auftreten von Schädlingen an Kulturpflanzen, besonders über den Befallsgrad. Diese Meldungen sind nicht allein vom praktischen, sondern auch vom wissenschaftlichen Standpunkt von Bedeutung. Hiermit im Zusammenhang steht das Auskunftswesen. Wird an Hand eingeschickten Materials der Schädling festgestellt, so geht die entsprechende Auskunft mit Angabe der anzuwendenden Mittel an den Fragesteller zurück; z. B. Stachelbeerblattwespe, Blattlaus und Fettfleckenkrankheit an Bohnen, Kohlhernie, Kohlherzseuche, Blattranddürre der Johannis- und .Stachelbeeren, Himbeerrutenkrankheit, Zierpflanzenkrankheiten, Schädigungen an Obstgewächsen (Schildlaus, Blattsauger, Monilia) und Feldpflanzen (Rübenaaskäfer, Schildkäfer, Luzerneblattnager, Krebs an Kartoffeln, Aelchen an Klee und (Betreibe, Fufariumfchäden und viele andere). Zur Feststellung von Schädlingspilzen werden meistens Pilzkulturen hergestellt, um den Erreger der Krankheit mikroskopisch zu erfassen. Der Außendienst gilt neben der praktischen Beratung der Acker- und Obstbauer sowie der Gärtner vor allem der Anwendung der Bekämpfungsmittel gegen Obstfchädlinge, insbesondere gegen Schorf des Obstes, gegen die Obstmade, den Frostspanner, den Blattfloh usw., daneben auch gegen die Feinde des Gemüsebaues, wie z. B. den Erdfloh, den Kohlweißling und andere Schmarotzer. Einen breiten Raum der Arbeit nehmen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Sperlingsplage ein, die hauptsächlich auf dem Lande stark in Erscheinung tritt und z. B. im vorigen Jahre die Aufstellung von vielen Hunderten von Fallen in Rheinhessen, im Rheingau und in Starkenburg notwendig machte, um den Ertrag unserer Feldfrüchte gegen diese gefieberten Räuber- weitgehend zu schützen. Die Bekämpfung der Ratten ist eine nicht minder wichtige Aufgabe, die bisher schon eine Fülle von Arbeit Nein, Hellwang merkte von dem unterirdischen Schwelen und Gären nichts. Er schrieb, nach anfänglich zurückhaltenden und vorsichtigen Urteilen, schon nach einigen Wochen an seine Mutter, daß sie mit der Wahl von Fräulein Zögling tatsächlich einen „guten Griff" gemacht habe, und daß die neue Hausgenosfin sich ausgezeichnet in das Haus ^-igelebt und eingefügt hätte. Und das entsprach __td) ganz seiner Meinung. Das Rad drehte sich wieder, ohne daß er in die Speichen zu greifen brauchte. Es war nicht Luisas Ordnung, aber immerhin auch eine Ordnung. Die Kinder sahen gepflegt aus, und die Mädel hatten zu Ostern gute Dersetzungszenfuren nach Hause gebracht; Brigitte sogar einen Zweier in Englisch und eine gute Drei im bösen Rechnen. Die Großmutter freute sich und war stolz auf ihren Blick für menschliche Qualitäten, sie schickte jedem Kind ein Fünfmarkstück für die Sparbüchse, und Lydia ließ sich von Fräulein Zögling beschwatzen, das Geschenk auch wirklich hineinzutun. Als es erst einmal in den Schlitz gesteckt und silbern hinuntergeklingelt war, kam die Reue zu^spät. Aber die alte Dame schickte auch ein weiteres Fünfmarkstück mit, und dafür sollten die Kinder Fräulein Zögling eine Schachtel Konfekt kaufen. Sie liefen zum Stangl, und Fräulein Zögling war über das Geschenk sehr gerührt und versprach, den schönen Karton ihrer Sammlung von Erinnerungsstücken an brave Kinder einzureihen. Leider vergaß die alte Dame, auch Kathi zu be- Die Schädlingsbekämpfung auf den Medern, in den Gärten und in den Vorrats- speichern ist im Rahmen der Erzeugungsschlacht eine sehr wichtige Verpflichtung, von deren sorgsamer Erfüllung für unsere Volks- ernährung viel abhängt, lieber das Ausmaß und die Vielseitigkeit der Aufgaben ber Schäblingsbekämpfung haben wir uns mit bem beseitigen Leiter bes Pflanzenschutz» amtes Gießen, Lanbwirtschaftsrat Dr.Heßler, unterhalten, ber uns einen interessanten Einblick in bie Arbeit bes Pflanzenschutzes gab. . Das Pflanzenschutzamt ist eine Einrichtung bes Reichsnährstandes. Es ist eine Dienststelle ber jeweiligen Lanbesbauernschaft. Hiernach ist bas Pflanzenschutzamt Gießen ber Lanbesbauernschaft Hessen-Nassau, Sitz in Frankfurt a. M., unterstellt. Sein Arbeitsbereich umfaßt Oberhesfen, Starkenburg, Rheinhessen unb ben Regierungsbezirk Wiesbaben, mithin also ben ganzen (Bau Hessen- Nassau. Die Aufgabe bes Pflanzenschutzamtes ist es, bie lanbwirtfchaftlichen Kulturpflanzen zu schützen, babei den Acker- unb Obstbauern sowie ben Gärtnern aufHärenb, beratenb unb helfend zur Seite zu stehen in dem Kampfe gegen alle Schädlinge, die für das Gedeihen der Pflanzen und für die Aufbewahrung des Erntegutes von Nachteil sind und durch ihr Zerstörungswerk unsere Ernäh- rungsgrundlage beeinträchtigen. Die Männer dieses Amtes, die man wegen ihrer Tätigkeit mit einem gewissen Recht wohl auch als Pflanzenärzte be- zeichnen kann, müssen neben umfangreichem theoretischen Wissen einen guten praktischen Blick, ausgezeichnete Beobachtungsgabe und feines Einfühlungsvermögen besitzen, um ihre Arbeit zu höchsten Erfolgen führen zu können. Sie haben im Dienste unserer Volksernährung eine Aufgabe zu erfüllen, die von der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Praxis mit Recht hoch bewertet wird. Die Feinde unserer Kulturpflanzen sind tierischer und pilzlicher Art. Fehlerhafte Kulturmaßnahmen oder sonstige äußere Einflüsse können die Pflanzen in ihrem Bestehen unterdrücken ober deren Organe schäbigen. Daburch wirb bei ben Pflanzen bie Blattsubstanz ober bie Frucht in ihrem Ertrag verringert, die Folgen sind geringere Ernten und dementsprechend schmälere Vorräte für bie Ernährung ber Menschen unb ber Nutztiere. Diese Verluste können durch rechtzeitigen und wirksamen Pflanzenschutz vermieden werden. Daraus ergibt sich die große Bedeutung des Pflanzenschutzdienstes für die Erzeugungsschlacht im Dienste unserer Volksernährung. Die Arbeit des Pflanzenschutzamtes gliedert sich in zwei Gebiete: den Innen» und den Außendienst. Beide sind an dem Erfolg der Bekämpfungsmaß- nahmen in hervorragendem Maße beteiligt. Der Innendienst dient u. a. dazu, die zur Schädlingsbekämpfung erforderlichen Verordnungen der Behörden auf der Grundlage gediegener Sachkunde vorzubereiten unb in Rücksprachen mit ben zu- ftänbigen Verwaltungsstellen, wie auch mit den Ortsbauernführern, Bürgermeistern usw. die für die Praxis der Schädlingsbekämpfung erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen. Das gilt insbesondere bei großen Bekämpfungsaktionen, wie z. B. bei der Entrümpelung von Obstbäumen, Blattsauger- und Sperlingsbekämpfung, Kampf gegen den Frostspanner, Kampf gegen den Kornkäfer und gegen Ratten, Winterspritzungen usw. Die Durchführung dieser Aktionen erfordert weit- reichende Vorarbeiten, um einen vollen Erfolg von vornherein sicherzustellen. Zum Innendienst gehört auch die Arbeit der Bekämpfungsmittel-Prüfstelle, in der zahlreiche Mittel zur Schädlingsbekämpfung vor ihrer Anwendung eingehend geprüft werden, um ihre Wirksamkeit gegen tierische und pflanzliche Schädlinge im Acker- oder im, Obst- unb Gemüse- bau festzustellen. Hierbei handelt es sich — bei- Z" Mtll »6 <1 Sinbei ft® 8$ Ali )ts 3l Das tonnt« neu i Siche bei d> ber 3 bar 0 fall 3n Rum) oan 1 W lern Die Ni (Mn berat !chn punlh twtfd cb je h’on! (Stein, tote r (teilt, 'loch :ten ! •Hmi 'bring „Rigoletto" uni) „Othello". Die schauspielerifch stärkste Leistung bietet die Gramatica, die sich in einer eigentümlichen Mischung von menschlicher Würde und romanischem Temperament in die Gestalt der schmerzenreichen Mutter versenkt und den zu jedem Opfer bereiten Kampf eines leidenschaftlichen Herzens im unmittelbaren Appell an das Gefühl des Zuschauers miterleben läßt. Carola Höhn (in der wenig dankbaren Rolle der Donata), Friedrich genfer und Ugo Ceseri ergänzen das kleine Ensemble. — Im Beiprogramm sieht man die schon besprochene neue Wochenschau, einen Bildbericht über Angora- taninchenzucht und einen Vorspann zu dem Film „Die Rothschilds". Hans Thyriot. 789 ABE-Echützen in Gießen. Zu Beginn des neuen Schuljahres wurden am Mittwoch 789 Kinder in unsere Gießener Schulen neu ausgenommen. Von den 789 Abcschützen sind 387 Knaben und 402 Mädchen. Davon entfallen auf die Schule in Wieseck 42 Knaben und 47 Mädchen, insgesamt also 89 Kinder, auf die Schule in Klein- Linden 19 Knaben und 24 Mädchen, insgesamt also 43. Die Schulen in Alt-Gießen haben mithin einen Zugang von 657 Kindern zu verzeichnen. Heber die Neuaufnahmen und den gegenwärtigen Schülerstand in unseren Höheren Schulen ist folgendes zu berichten: Das LandgrafiLudwigs-Gymnasium konnte beim jetzigen Schuljahrsbeginn 27 Schüler neu in die Sexta aufnehmen, von denen 18 aus Gießen find. Im Laufe der letzten Jahre hat sich bei dieser Schule ein ständiger erfreulicher Anstieg der Zahl der neuaufgenommenen Schüler bemerkbar gemacht. Insgesamt wird das Gymnasium zur Zeit von 154 Schülern besucht. In die Langemarck-Schule (Realgymnasium) wurden 115 Schüler neu ausgenommen, davon 109 in die unterste Klasse und 6 in die übrigen Klassenstufen. Von den neu aufgenommenen Schülern find 67 aus Gießen. Die Gesamtzahl der Schüler beläuft sich zur Zeit bei 21 Klassen auf 593. In der I u st u s - von - Liebig • Schule (früher Oberrealschule) wurden 38 Kinder in die unterste Klasse neu ausgenommen. Von diesen Neulingen stammen 30 aus Gießen. Insgesamt werden In dieser Schule gegenwärtig 362 Kinder in 15 Klassen unterrichtet. Die Oberschule für Mädchen konnte beim Schuljahrsbeginn 66 Schülerinnen in die erste Klasse aufnehmen: davon sind 48 aus Gießen. In 21 Klassen der Schule werden jetzt insgesamt 565 Schülerinnen unterrichtet. Merkblatt für Führungen iurch das Oberhessifche Museum und die Gailfchen Sammlungen bet Stabt Gießen. Zum Ausschneiden und Aufheben zusammengestellt von Museumsdirektor Dr. Krüger in Zusammenarbeit mit der NSG. ,Kraft durch Freude", Dolksdildungsstätte Gießen. Die vorgeschichtliche Abteilung des Oberhessischen Museums rft von überragender Bedeutung für die Erkenntnis der Rhein-Mainischen Vorgeschichte, derade -kurz vor dem Kriege ist sie in ihren wesent- üchen Zügen nach modernen musealen Gesichtspunkten neu aufgebaut worden. Die Vorzeit des deutschen Volkes spielt heute eine viel größere Rolle rls je in der Wertung unserer Eigenkultur. Eine iresondere Abteilung bildet die ältere und jüngere Steinzeit, die kulturell und blutmähig die Grund- Iage unserer heutigen heimischen Bevölkerung und ie erste Jndogermanisierung unseres Gebietes dar- teilt. Die Bronzezeit -bringt die ersten Germanen- orstöße in unser Gebiet. Während sich in der spä- en Bronzezeit und der frühen Eisenzeit aus den eimischen Völkerschaften Keltenstämme entwickeln, ringen in noch vorrömischer Zeit die ersten Ger- inanen der Völkerwanderung, die Sueben Ariovists in das rhein-mainifche Gebiet ein. Das römische Weltreich gebietet den kräftigen Vorstößen nach- bringender Germanen für drei Jahrhunderte am Arnes vor der Wetterau Halt. Die Germanen der Völkerwanderung durchbrechen bann den römischen Ärenzwall, und die heutigen Stämme breiten sich in Oberhessen aus. Für all diese vorgeschichtlichen Zeitstufen enthält das Museum reiche Funde. Einzigartige Funde fränkischer Särge bilden den Ab- jchluß der vorgeschichtlichen Sammlung. Zur besseren Veranschaulichung wird das Fundmaterial durch Silber und Karten ergänzt. Weiter bietet das Ober- Lesiische Museum selbstverständlich auch reiche Zeugrisse aus der oberhessischen wie aus der städtischen Kulturgeschichte. Es kann eine reiche Trachtensammlung sein eigen nennen. Um einen richtigen Einblick in die Schätze des Museums und die heimische Kulturentwicklunb zu gewinnen, sind drei ; Einzelfuhrungen von je einer Stunde erforderlich. Höchstzahl der Teilnehmer: 30. —ff. Gießener Wochen Marktpreise, x Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen ich für A-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware aroie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 6. Sept. Auf dem heutigen Wochen- narkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf„ Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 6 kg 55, Wirfing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 6 bis 8, Spinat 20, Römifchkohl 8 bis 10, Lohnen, grün, 20 bis 30, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 25 bis 30, Birnen 25 bis 40, Salatgurken kO, Blumenkohl, das Stück 50 bis 70, Salat 10, Einmachgurken 3 bis 5, Endivien 10 bis 15, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. ♦* Prämienziehung der Reichslot. lerie der NSDAP. Bei der am 30. August 1941 in München erfolgten Prämienziehung der Reichslotterie der NSDAP, für das Kriegshilfwerk seien je 5000 RM. auf folgende Prämienlose: Reihe 1 Nr. 961841, Reihe 2 Nr. 1 405 755, Reihe 3 Nr. 2 471904, Reihe 4 Nr. 2 544 087, i Reihe 5 Nr. 772 054, Reihe 6 Nr. 5 608 050, Reihe 7 ' Str. 1805107, Reihe 8 Nr. 3 090 317, Reihe 9 Theater der Universitätsstadt Gießen. Franz Lehär: »Zigeunerliebe". Das Operettenprogramm wurde mit einem Werke eröffnet, das, obwohl es neuerdings des öfteren im Rundfunk erscheint, nicht zu den bekanntesten Schöpfungen Lehars gehört, aber milieumäßig und musikalisch durchaus typisch für seine Art ist und von den ersten Takten des Vorspiels an unverwechselbar aus seiner Werkstatt kommt. Das Buch schrieben A. M. Willner und Robert Bor- danzky; die Handlung ist für die drei abendfüllenden Akte erstaunlich gering. Das Mädchen Zorika fällt am Marientage, unmittelbar vor ihrer vom Vater gewünschten Verlobung mit Ionel Bo- lescu, einem schweifenden, geigenden Zigeunerspielmann namens Joszi in die Arme und geht mit ihm auf und davon: wird aber schlecht behandelt und findet am Ende zum stilleren und beständigeren Glück mit Ionel zurück: dem Zigeunermotio verbindet sich Las auf der Bühne stets willkommene Traummotiv mit dem Czardas als musikalischem Leitmotiv zu einer für die Operette fast traditionell zu nennenden Romantik, die noch immer ihr Publikum gefunden und angezogen hat. ♦ Der Spielleiter Max Schwarze war darauf bedacht, die sehr vielfältigen Elemente, auf denen die Wirkung eines derartig angelegten Werkes beruht, sinnvoll zu verschmelzen, Bild und Musik, Handlung und Gesang, gesprochenes Wort und Tanz zu einer harmonischen Einheit zu verschmelzen und durch ein fließendes, vielfiguriges Spiel die Geringfügigkeit der Handlung zu überbrücken. Das geschah im eifrigen Zusammenwirken aller im Regiestäbe $ufammengefafjten Funktionen. Die Partitur entwickelte sich unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Gerhard Hergert zu einer be- onbers im Vorspiel überraschend voluminösen. Klan-gfarbigkeit bei wohlabgewogener rhythmischer | und instrumentaler Durchgestaltung und festem Zu- ammenhalt mit dem Bühnenvorgang. Ballettmeister I Andreas holpert hatte die Tanzleitung und gab dem Spiel mit schwungvollen Gruppentänzen (auch die Kindergruppe war eingesetzt) lebhafte Bewegungsakzente. Die Kostümausstattung von Ruth Lipfert präfenti erte sich in außerordentlicher Farbenfreudigkeit. Herr Löffler hatte stimmungsvolle Dekorationen geschaffen. Die Chöre, unter Führung von Oswald E n t e r l e i n, kamen kräftig und frisch heraus. Konzertmeister Ker- z i s n i k spielte das schmelzende Geigensolo vortrefflich. Ein paar technische Unebenheiten (Schleiervor- hang, Beleuchtung) werden sich in späteren Aufführungen ausgleichen. Gabriele P o s s i n k e sang, in bester Form und mit großem stimmlichen Einsatz, die Zorika, sah sehr vorteilhaft aus und fand, vor allem im Mittel- akt, auch darstellerisch geschickt und geschmeidig ausgeschöpfte Möglichkeiten einer typisch Leharschen großen Operettenpartie. Den dämonischen Zigeuner Joszi gab Herr Hugo Hellmers -Hallwegh mit der melancholisch versteckten Wildheit, die einer solchen romantischen Erscheinung von jeher ansteht, übrigens mit reichen, locker und sicher verwalteten gesanglichen Mitteln. Herr Walter E c s y sang mit schönem Ausdruck, weich und geschmackvoll, den Ionel Bolescu. Annemarie Schwind entwickelte in der Soubrettenpartie der Ilona tänzerisch, dar- stellerisch und gesanglich ein spritzig beschwingtes Temperament. Käte Jaenicke und Herr Payer machten das volkstümlich-heitere Pärchen Jolan und Kajetan, Herr Kratz den tokaierseligen, vergnügten Wirt Mihaly, während Herr Bergmann sich um die etwas gewaltsame Komik des alten Dragotin bemühte. Das sehr gut besetzte Haus spendete reichen Beifall. Hans Thyriot. SJlXfpOTt Auf dem Felde der Ehre gefallen. Im Kamps für Führer und Reich starb der Handball-Nationalspieler Heinrich Ke i m i g (Darmstadt). Keimig gehörte der deutschen Mannschaft als Torhüter an, die 1936 die Olympia-Goldmedaille im Handball erkämpfte. Der Darmstädter Handballsport hat noch den Heldentod zweier weiterer bekannter Spieler zu beklagen. In Erfüllung ihrer soldatischen Ehrenpflicht fielen auch Oblt. Leonhardt, der 1934 der Deutschen Meistermannschaft des Pol.-SV. Darmstadt als Angriffsführer angehörte, sowie der Verteidiger Ullrich, der mehrmals in der Südwest-Gaumannschaft stand. Ortssporttag in Großen-Buseck. Am kommenden Sonntag findet in Großen- Buseck der Ortssporttag statt. Vormittags werden die leichtathletischen Wettkämpfe durchgeführt, die 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen umfassen. Am Nachmittag finden zwei Handballspiele und ein Fußballspiel statt. Zum erstenmal tritt die Frauenhandballmannschaft auf den Plan, ihre Gegner sind die Mädel von Grüningen. Im zweiten Spiel ist ebenfalls Grüningen der Gegner: da sich Großen-Buseck und Grüningen noch nicht gegen» überstanden, ist das Spiel als offen zu betrachten. Um 15 Uhr folgt ein Fußballspiel zwischen 1. Jgd. Großen-Buseck — Grünberg 1. Jgd. Großen- Vuseck befindet sich zur Zeit in guter Form und dürfte auch gegen die kampfstarken Grünberger zu einem knappen Siege kommen. Vom Fußball. Sportverein Daubringen. Am kommenden Sonntag empfängt die 1. Jugend von Daubringen die gleiche von Heuchelheim zu einem Freundschaftsspiel. Die beiden Mannschaften haben bisher zweimal gegeneinander gespielt, wobei Daubringen einmal den Sieger stellen konnte, wäh- renb ein Spiel unentschieden endete. Keiner der Mannschaften kann ein Plus zu gesprochen werden Vorher werden die 2. Jugend-Mannschaften ihre Kräfte messen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Die 1. Jugend der Spielv. 1926 Leihgestern weilt am kommenden Sonntag in Butzbach, um das fällige Rückspiel auszutragen. Leihgestern bestreitet das Spiel in der Aufstellung, mit der es die kommenden Derbandsspiele durchführen will. Die 2. Jugend fährt ebenfalls nach Butzbach, um auch das Rückspiel auszutragen. Die Schüler sind Gäste in Watzenborn-Steinberg zum Freundschaftsspiel gegen die gleichen der Teutonen. Sporfgemeinbe Steinbach. Am kommenden Sonntag sind die beiden Jugend- mannschaften der Sportgemeinde Steinbach in Al- lendorf (Lahn) zu Gast. Die 1. Jugend wird sich an- strengen müssen, wenn sie gegen die starke Elf der Gastgeber ein Unentschieden erringen will. Die 2. Jugend ist neu ausgestellt worden, lieber die Spielstärke der Einheimischen ist hier wenig bekannt. Handball-Turnier in Katzenturt. Dieses Handball-Turnier nahm in jeder Hinsicht einen befriedigenden Verlauf. Die große Zahl der Jugendmannschaften brachte es mit sich, daß diese in zwei Gruppen spielen mußten. Der Endtabellenstand war folgender: 1. Lützellinden, 2. Lang-Göns, 3. Dutenhofen, 4. Atzbach, 5. Hochelheim, 6. Garbenheim. Lützellinden wurde verdienter Sieger. Recht achtbar schlug sich Lang-Göns. In der Klasse der aktiven Mannschaften gab es eine Ueberraschung. Garbenheim stellte hier den Sieger. An zweite Stelle kam der Mio. Gießen. Dieser hatte eine sehr starke Mannschaft, welche für die Zukunft beachtet werden muß. Die Luftwaffe war wiederum gezwungen, mit zahlreichem Ersatz anzutreten. Dadurch gelangte sie auf den letzten Platz. Die Resultate: Garbenheim — Luftwaffe 3:2, Garbenheim — Mtv. Gießen 2:1, Mtv. — Luftwaffe 4:0. Der Tabellenstand: Garbenheim 4:0, Mtv. Gießen 2:2, Luftwaffe 0:4 Punkte. Handball. Arbeitstagung in Gießen. Am kommenden Sonntag findet in Gießen eine Zusammenkunft aller Dereinsspielwarte, Schiedsrichter und Anwärter statt. Dor Beginn der neuen Kriegsrunde sollen alle Vereine und Schiedsrichter die nötigen Aufklärungen erhalten. Lahn-Pokal-Spiel. In Hochelheim wird das letzte Spiel der Lohnrunde ausgetragen. Die Platz besitz er empfangen Garbenheim. Hochelheim wird sich sehr anstrengen müssen, um als Sieger aus dem Treffen hervorzu- gehen. Freundschaftsspiele. Drei Jugendmannschaften des Mtv. Gießen treten auf den Plan: Tgm. Friedberg 1. Jgd. — Mtv. Gießen 1. Jgd. Tv. Krofdorf 1. Jgd. — Mtv. Gießen 2. Jgd. To. Krofdorf Sportdgr. — Mtv. Gießen Sportdgr. Die erste Jugend trägt das fällige Rückspiel in Friedberg aus. Die neu auf gestellte 2. Jugend spielt erst zum zweiten Male. Krofdorf wird hier als Sieger erwartet. Die Sportdienstgruppe müßte in Krofdorf siegreich fein. Nr. 4140 142. Die weiteren Gewinne sind aus den Ziehungslisten zu ersehen, die ab 6. September erhältlich sind. Die Auszahlung der Prämien erfolgt durch die Dienststellen der Reichsleitung der NSDAP., Amt für Lotteriewesen. *♦ 94 Jahre alt. Am 8. September kann Frau Maria C o r d i n u s, dahier, das 94. Lebensjahr vollenden. Die Jubilarin ist schon seit 63 Jahren Witwe, da ihr Mann, der in Bindsachsen Lehrer war, im Jahr 1878 verstarb. Auch ihre beiden Kinder, einen Sohn, der in Gießen Lehrer war, und eine Tochter, hat sie schon seit Jahren verloren, sie darf sich aber ihrer Enkel, Urenkel und eines Ur-Urenkels erfreuen. Die Greisin lebt schon seit Jahren im hiesigen Altersheim. Sie erfreute sich bis in ihr hohes Alter einer großen geistigen Frische und verhältnismäßig guten Gesundheit, in letzter Zeit allerdings machen sich die Altersbeschwerden geltend, auch ist sie feit vier Jahren erblindet. Der Jubilarin gilt unser herzlicher Glück- wünsch zum Geburtsag. Diebstahl von Lebensmittelkarten. In der Bürgermeisterei in Beltershain (Kreis Gießen) wurde dieser Tage entdeckt, daß aus dem Dienstzimmer des Bürgermeisters eine Anzahl Fleisch-, Fett- und Eierkarten gestoh- l e n worden waren. Der Verdacht lenkte sich auf eine von auswärts stammende Frau, die sich vorübergehend in dem Hause des Bürgermeisters aufhielt. Die Beobachtungen ergaben, daß die Frau plötzlich allerlei Lebensmitteleinkäufe in Grünberg oornahm, zu denen sie, wie sich alsbald herausstellte, die gestohlenen Lebensmittelkarten benutzte. Die einqefauften Waren wollte sie nach ihrem ständigen Wohnort schicken, jedoch kam es nicht dazu, weil die Gendarmerie die zu Unrecht bezogenen Waren sofort beschlagnahmte. Der Diebin konnte der Diebstahl der Lebensmittelkarten nachgewiesen werden, so daß sie nun mit einem entsprechenden Nachspiel vor Gericht zu rechnen hat. Strafkammer Gießen. Der K. St. in Bad-Nauheirn war durch Urteil des Amtsgerichts Bad-Nauheim wegen Uebertre- tung der Straßenverkehrsordnung zu einer Geldstrafe von 25 RM. verurteilt worden. Gegen das Urteil hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Am 25. September v. I. bog der Angeklagte in Bad-Nauheim mit feinem Lieferwagen aus der Hermann-Göring-Straße nach links in die Schiller- straße ein, ohne auf ein aus Richtung Stadt kommendes Motorrad zu achten, wodurch ein Zusammenstoß zwischen beiden Fahrzeugen erfolgte, bei dem der Lenker des Motorrades einen Schädelbruch und eine Ohrverletzung, der Beifahrer einen Unterschenkelbruch davontrug. Die Zeugen bekundeten, daß der Motorradfahrer im Renntempo gefahren sei und der Fahrer und Beifahrer, um sich gegen den Luftzug zu schützen, eine ganz gebückte Haltung eingenommen hätten. Der Anklagevertreter erklärte, der Angeklagte habe sich mindestens mitschuldig gemacht. Er beantragte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von drei Monaten eine Geldstrafe von 450 RM. Der Verteidiger führte aus, trotz einer Bremsspur des Motorrads von 14 Meter fei der Motorradler noch mit großer Wucht auf den Wagen aufgefahren. Den Verletzten treffe die alleinige schuld. Er beantragte Freisprechung. Die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde verworfen, so daß es also bei den 25 NM. Geldstrafe wegen Uebertretung der Straßenverkehrsordnung bleibt. Amtsgericht Gießen. Die F. St. in Gießen hatte einen Strafbefehl über eine ©efamtgefängnisftrafe von drei Monaten erhalten, gegen den sie Einspruch eingelegt hatte. Sie hatte einen Regenschirm, Den ein Gast in der Wirtschaft ihres Dienstherrn hatte stehen lassen, und ein Paar Strümpfe, die der Frau ihres Dienstherrn gehörten, entwendet, ferner ein Kleid, das ihr leihweise überlassen worden war, nicht zurückgegeben. Die Angeklagte bestritt die Diebstahlsabsicht hinsichtlich des Schirms: sie habe ihn nur einmal benutzen wollen. Auch die Strümpfe wollte sie angeblich wieder zurückgeben. Das geliehene Kleid habe sie nicht mehr zurückgeben können, weil sie abgereift fei; sie habe aber die Strümpfe und das Kleid in ihrem Zimmer zurückgelassen. Der Schirm wurde später zurückgegeben. Die Angeklagte wurde unter Freisprechung im übrigen wegen des Schirmdieb- stahls an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu einer Geldstrafe von 3 0 R M. verurteilt. Strafmildernd wirkte die seitherige Unbescholtenheit der Angeklagten. Kreis Wehlar. O Dutenhofen, 4. (September. Im hiesigen Schulhofe fand in Gegenwart vieler Volksgenossen eine Veranstaltung des Reichsluftschutzbun« des statt, in der die Bekämpfung von Brandbomben ufw. gezeigt wurde. Die aufschlußreichen Be» lehrungen wurden mit großem Interesse auf genommen. Don der Börse. Frankfurt a. M., 5. Sept. Die Berichtswoche zeigte an den Aktienmärkten keine ganz em- heitliche Linie. Das Geschäft war durchweg sehr klein und daher stark abhängig, ob an dem einen oder anderen Tage gerade Kaufaufträge oder Verkaufsorders herankamen. Verschiedentlich schritt die Kulisse und auch vereinzelt Bankenkundschaft zu Gewinnmitnahmen. Im allgemeinen überwog jedoch weiter die Nachfrage, und Äursbefeftigungen, namentlich in einigen bevorzugten Werten, waren wiederum nicht selten. Salzdetfurth, Berger Tiefbau, Contt Gummi, Siemens und Akkumulatoren zogen per Saldo zwischen 10 und 14 v. H. an, auch Lahmeyer, Goldschmidt, Kali Chemie, Rheinmetall, Rheinelektra bis zu 10 v. H. höher, anderseits gaben Mannesmann, Rheinbraun, Dt. Linoleum etwas nach. BMW. wurden unter Berücksichtigung des Abzuges von 87 v. H. Bezugsrecht und Dividende mit 221 etwa 5 v. H. schwächer notiert. Die Standardwerte Der. Stahlwerke, JG.-Farben, AEG., RWE. blieben unter Schwankungen gut gehalten. Von Kassawerten konnten Ver. Glanzstoff rd. 15 v. H., Grün & Bilfinger etwa 10 v. H. anziehen. Chemische Werke Albert gewannen trotz Dividendenabschlages 13 v. H. Der Rentenmarkt war bei kleinen Kursveränderungen weiter still, da kaum Material zu erhalten war. Die Folge IV der 3,50 v. H. Reichs- schätze findet unvermindert guten Absatz. Reichsaltbesitz etwa % v. H. fester, Steuergutscheine I schlossen mit 103% ebenfalls etwas freundlicher. In- buftrieobligationen waren kursmäßig im Einklang mit der Aktienbewegung bei ruhigem Geschäft zum Teil etwas herausgefetzt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Sept. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 38,5 bis 47,5, Bullen 41,5 bis 45,5, Kühe 26 bis 45,5, Färsen 37,5 bis 46,5, Kälber 30 bis 70, Hämmel 32 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 55 bis 63. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. * Starker Rückgang der Konkurse und Vergleichsverfahren im Jahre 1 9 40. Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Reichsamts in „Wirtschaft und Statistik" wurden 1940 für das Deutsche Reich (altes Reichsgebiet) insgesamt 1406 Konkursanträge und 50 gerichtliche Vergleichsverfahren feftgefteUt, gegen 2440 Konkurs- anträge und 156 gerichtliche Vergleichsverfahren im Jahre 1939. Die rückläufige Bewegung der Konkurse und Vergleichsverfahren, die feit dem Jahre 1933 zu beobachten ist, hat somit angehalten. Gegenüber dem Vorjahr haben die Konkursanträge um 42,4 v.H., die gerichtlichen Vergleichsverfahren um 67,9 v. H. abgenommen. ADOX . , fl.,k Ato reinig* s?cr Die deutschen Banken und Bankiers nehmen Sparbeträge in jeder Höhe entgegen und sichern dem Sparer folgende Vorteile: l. DEIN GELD TRÄGT ZINSEN, 2. DEIN GELD IST SICHER, 3. DIE BANK BERÄT DICHl Ski drr&ank AfiaMt Q)it gut! Du denkst, Dein Mann hat ein aus* reichendes Portemonnaie. Warum also sparen ? Ist es nicht ganz angenehm, auch einmal unabhängig vom „eheherrlichen" Portemonnaie u zu sein? Frauen haben doch so viele K Wünsche! Ein Banksparbuch hilft 4 Dir, sie zu erfüllen. ♦ V Das Banksparbuch spricht: DIE BANK IST DEIN E BEEND j HlL 3M3D Tanz-Unterricht Unsere WINTERKURSE beginnen Mitte September und Anfang Oktober. Gefl. Anmeldungen ab 1. September erb. Tanzschule Bäulke Wolfstraße 81, Ruf 3835 Der verehrten Kundschaft zur Kenntnis, daß ich die Konditorei meines verstorbenen Mannes in seinem Sinne unverändert weiterführen werde, — Indem ich für das dem Verstorbenen entgegengebrachte Vertrauen herzlich danke, bitte ich, dasselbe auch auf mich übertragen zu wollen Frau Marie Zissel, Walltorstrabe 19 3710 D 100 Eigenheime mit Beschreibungen, Kostenberechnungen usw. finden Sie in unserer Baumappe, Ein-, Zwei- u. Mehrfamilienhäuser. Alle veröffentlichten Häuser sind ausgeführte Bausparerheime. Gegen Voreinsendung von RM. 1.40 erhalten Sie die Mappe sowie auf besondere Anforderung kostenlos den Prospekt 3718v „Der Weg zum Eigenheim“ Bausparkasse Mainz, A.-G., Mainz Li d U nHwtQ. ÜHdPrltrfuMq del einest (fCtMe niinfeker ----- - ' das ross/g, herbe Ede/bier.' 275 A 1. LS.- 2. Ihre Vermählung geben bekannt 3. 4. 5. Kaufe Achtung! Achtung! MWWe zu den höchsten Tagespreisen! 6. 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Für die elektrische Beheizung der Luftschutzräume gilt das Folgende: Nicht jede elektrische Hausinstallation ist bezüglich ihrer Beschaffenheit zum Anschluß von Heizgeräten geeignet. Elektrische Oefen bis zu 1 kW Leistung können in den meisten Fällen ohne weiteres angeschlossen werden. Für größere Oefen ist auf jeden Fall durch einen zugelassenen Installateur zu prüfen, ob der vorhandene Zähler, die Sicherungen und auch der Querschnitt der Leitung für diese Belastung ausreicht. Für die Abrechnung des Stromverbrauchs in Luftschutzräumen, die regelmäßig von den Angehörigen mehrerer Haushalte, landwirtschaftlicher oder Gewerbebetriebe benutzt werden, und in Sammelschutzräumen gelten folgende Bestimmungen: Der gleiche Arbeitspreis wird für in Räumen verbrauchten Lichtftrom berechnet, wenn derselbe zugleich mit dem Verbrauch des Heizstromes gemessen wird. Wird der Lichtstromverbrauch in LS.-Räumen gesondert gemessen, wird für diesen Verbrauch der Tarif angewendet, der für die Abrechnung des Verbrauchs der Lichtanlage oder der Anlage, an die die Lichtanlage des Luftschutzraumes ange- □nadikühß. und Ämbitt auf Öet 15. Milchvieh - Versteigerung in Borken i. W., Landw. Viehversteig.-Halle Freitag, den 12. Sept. 1941, 12 Ehr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): Ihre Vermählung geben bekannt Karl Volz Leutnant u. Nachr.-Offz. in einem Inf.-Regt. Liselotte Volz, geb. Seybold Führerin im RAD. z. Z. im Felde Gießen, Großer Steinweg 23 6. September 1941 ____________________3704 DZ Ca. 80 Dienstag, 9. 9. Hotel Kobel von 9-12 Uhr „. Montag, 8. 9., Hotel Hess. Hof v. 9-1 Uhr flrttnberg: Dienstag, 9. 9., Bahnhofhotel von 2—5 Uhr Ihren Bruch vom Arzt festgestellt, empfinden Sie lästig ? Warum tragen Sie dann noch nicht mein tausendf. bewährt. 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