Mittwoch. b.August Ml Im Zull 407000 BRT. versenkt Sowjewotschasten als Spionage- und FSrderzenlralen IlElunbe bereiten will, lese übrigens in diesem Zu- Immenhang auch einmal Wilhelm Hauffs reizende tüon Sprenginhalt und diente, befunden sich gläserne Ampullen mit kon- 1870 -errtrieüeL KchzchWM -röK^ Sie W ffpfc DMde^ -WM Aag rxMem 2. 7:1. Piel blieben ieger. 11.2:0. In Nordafrika scheiterte bei Tobruk ein Angriff stärkerer britischer Kräfte unter schweren Verlusten für den Feind. Deutsche Kampfflugzeuge griffen auch in der letzten Nacht britische Stützpunkte am Suez-Kanal an. In der Nacht zum 4. August vernichteten sie auf der Reede von Suez zwei britische Handelsschiffe mit zusammen 18000 VRT. und trafen ein großes Fahrgastschiff schwer. Der Feind flog weder bei Tag noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. 3m Kampf gegen die britische handelsfchiffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im Monat Juli 407 600 VRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Außerdem wurden eine große Zahl feindlicher Handelsschiffe so schwer beschädigt, daß sie für längere Zeit nicht zur Versorgung des britischen Mutterlandes eingesetzt werden können. Die Verluste, die der Feind durch Minenoperationen erlitten hat, sind in diesen Zahlen nicht enthalten. 3ugenb 3A te sportlich, chneller uti gestern vn> Schiedsrich. neu und jb ichter Wie- inwrtämpji beteiligten für den oor- > Spieler an| aa, wie Flucht von Zimmern von den übrigen Teilen des Gebäudes durch ein starkes im Gang eingefügtes Gitterwerk abgetrennt. Dieser Teil enthält wiederum weitere Räumlichkeiten, die unter sich durch besonders starke Panzertüren isoliert sind. Die Fenster sind mit Panzerblenden verschließbar. Offensichtlich handelt es sich hierbei um ein raffiniertes Spezialgefängnis, das die Bolschewisten brauchten, um sich unbequemer Mitwisser aus ihren eigenen Reihen zu entledigen. Die Einschläge von 25 Revolverschüssen an einer dieser Panzertüren sprechen eine deutliche Sprache. In einem Zimmer, das als Dunkelkammer für photographische Arbeiten gen. Einst wirb es aber ebenso lehrreich wie unterhaltend sein, der Gestalt des „reisenden Engländers" überwundener Zeitläufte aus der reichlich quellenden Literatur und Karikatur das gebührende komische Denkmal zu setzen. hinzurvE Rament. sicher Sie. L4:L Ite, strengte 15 Fremd, gewappnet ht verloren mg gefpieü wenn ai^ b, überreich!! | meisterehrenn Roosevelt schob Znflsü'onsmark Schmutzige Jinanzmanöver des USA.-präsidenten. indspiel ge. ien spielten >chluß bessv gehen. Karte, aber i mit einem die „United European Investors Ltd. Franklin D. Roosevelt, Präsident." Die Mitbürger des derzeitigen Präsidenten der Bereinigten Staaten, die auf Grund der ersten Aufforderung Roosevelts am 22. Oktober eine Million Papiermark für 200 Dollar kauften, hatten bis zum 5. 11. 1922 innerhalb von zwei Wochen bereits 12 5 Dollar verloren. Am 15. Dezember 1922 veröffentlichte F. D. Roosevelt in der „New Bork Times" einen Artikel über die Aufgaben und Geschäftspraxis der United European Investors Ltd. U. a. heißt es da wörtlich: „Selbst wenn die Mark ganz und gar verschwinden sollte, wird ein entsprechender Teil an den Gesellschaften oder an dem Eigentum (in Deutschland), in das die Dollars investiert wurden, unter allen Umständen dem Verkäufer von Dollars gehören." N ei». 10len bj, I-ucht, !° -l-K .umdq S.et- aus. gutem Pulver an servorkoni. te Pulver, im DurL P. St Böen Kenner. t , So ziehen sich Typ und Wesen des britischen Globetrotter" unverrückbar durch die Jahryun- le- te. Daß allerdings Ausnahmen auch hier die phgel bestätigen, soll der Objektivität halber verzeich- :e werden. Die Engländer, die auf dem Kontinent -einisch wurden, standen zumeist in ausgespro- piner Auflehnung gegen ihre heimische Unfultur. Bi dem Dichter Keats, der auf dem Protestanten Kirchhof in Rom begraben liegt, ging diese Itneigung so weit, daß er sich sogar m der heute ■ci) sichtbaren Grabinschrift die Nennung seines -'tarnens verbat. Sein dort gleichfalls begrabener, w» Eton ausgestoßener Freund Shelley Machte fc)t anders. Bon Byron aber sagt Goethe; vatz Genius in ihm durch die Tatsache getrübt sei, d? er nicht nur Engländer, sondern sogar Pair p England gewesen sei! Schärfste Worte der' Der- -TieUung für das Verhalten der angelsächsischen jititern in Italien findet der Amerikaner William ckftmors Story. I____ fertigen. Man fand ferner Dum-Dum-Geschosse, Schweißbrenner mit den SauerstoMaschen, große Vorräte an Siegellack verfchisdenfter Sorten deutscher und ausländischer Herkunft, um wichtige Schriftstücke zu öffnen und nach ihrer „Prüfung" wieder zu verschließen. In her Sowjet-Handelsvertretung in der Lietzenburgerstraße wurden drei vollständrge Rundfunksendeanlagen gesunden. einer russischen Pension in Alt-Moabit hatten die Bolschewisten mehrere Innenantennen und eine Zuleitung für eine Hochantenne gelegt, die zum Senden verwendbar waren. Auch diese Funde bestätigen, in welchem Ausmaß sich die bolschewistischen Verbrecher in Berlin mit illegaler und lichtscheuer Tätigkeit befaßt haben. item in DP - ad)*^ £ fit r.i"6 Ä# 1 Art ren % $ irer Ät iergleuh- & i um und politische Vorschriften machen zu wollen, wie wir das bei jenen Kriegstreibern in USA. jetzt Tag für Taa erleben. .„X rer; fW 'D pok 17 daran!- 8115 N K .9tM 'N Ht; in- Brietz Ein Aktionskomitee in Marseille. Vichy, 5. Aug. (Europapreß.) Auf Veranlassung des Leiters des Zentral-Ausschusses der französischen Freiwill igen-Legion zum Kampf gegen den Bolschewismus, De- loncle, hat sich für das unbesetzte französische Gebiet mit Sitz in Marseille nunmehr endgültig ein Aktions-Komitee der Legion gebildet, dem verschiedene führende militärische und zivile Persönlichkeiten angehören, wie die Generale K i e f f l e r und Blanc, der Direktor der Zeitung „Gringoire", Carbuccia, der Schriftsteller Abel V o m a r d. Zum Generalsekretär dieses Unterkomitees wurde Simon S a b i a n i vom Parti Populaire Fran^aife bestimmt. „Old England" in Italien Von unserem R.-Berichterstatter. flien ihrer so wohlhabenden und zahlreichen Gäste hellen!" Wir kennen das Datum der Erstaufführung dieses vermutlich recht aufschlußreichen Theaterstückes, den 12. Oktober 1786. Später, in jlom, wandte sich Goethe gegen die Scheinfreiheit h aefunifn titr Briten, die in Wirklichkeit durch die von ihrer . Leihgestern AGeistlichkeit auferlegte Konvention — den „cant“ — schlitz,herrscht wurden, und der große deutsche Dichter ■ - "* '*-ht von dieser Feststellung unvermittelt zu den - Menschenaffen über! (Wer sich eine vergnügte erschienene Schilderung des damaligen Rom verdanken. Insonderheit rügt er das aufdringliche Benehmen der Briten in den ihnen glaubensfremden Kirchen, die sie geradezu entheiligten. Ein junger Römer, der gut englisch spräche, habe sich, so erzählt Story, verärgert durch einen besonders krassen Vorfall, während des Gottesdienstes in die englische Kirche begeben. Dort sei er ungeniert urnher- gewandelt, habe die Damen angestarrt und versucht, sich laut zu unterhalten. Ueber den Geschmack dieser Selbsthilfe ließe sich natürlich streiten, doch sei dies die einzige Sprache, die von Engländern verstanden würde! Die Zeiten der Misses auf dem europäischen Festland sind unwiderruflich dahin. Sie waren pluto- kratisch bestimmt. Die Neuordnung Europas wird auch ein anderes, berufneres Reisepublikum drin- Berlin, 5. August. (DNB.) Schon wenige Tage nach Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Deutschland und Sowjetruhland erhielt die Reichsregierung Kenntnis davon, daß die Sowjetregierung eine Durchsuchung der deutschen Botschaft in Moskau unmittelbar nach der Abreise der deutschen diplomatischen Vertretung vorgenommen hatte. Aus diesem Grunde haben die zuständigen deutschen Stellen eine Untersuchung der ehemaligen sowjetischen Botschaft in Paris und Berlin durchgeführt. Das Ergebnis gewährte einen aufschlußreichen Einblick in die Spionage - und Sabotagetätigkeit der GPU. in fremden Ländern und bestätigte erneut, daß die diplomatischen Vertretungen der Sowjetunion als Außenstelle der Komintern die Zentralen kriegshetzerischer und revolutionärer Umtriebe in den einzelnen Ländern sind. Der ckollwmmen isolierte Flügel der Pariser Botschaft, in welchem sich die Diensträume der GPU. befanden-, kann nur als technisch raffiniert ausgestattete Verbrecher- und Mörder- wert st a 11 bezeichnet werden. Die Zugänge sind durch schwere Panzertüren gesichert. Schalldichte Mauern, getarnte Beobachtungslücken und Schießscharten zu den Gängen und einzelnen Zimmebn sowie als Kernstück ein elektrischer JZrbrennungs- ofen mit einer Wanne zum Zerstückelnder Leichen bitten allßer zahllosen Einbrecherw-rkzeügen, Bohrmaschinen,' Sauerstoffapparaten, Gasmasken, 20 Handschellen zum Fesseln und Giftampullen aller Art das Inventar. Sendeanlagen, transportable mit aufschraubdarem Deckel zur Aufbewahrung von je fünf Giftampullen, konzentrierte Schwefelsäure, konzentrierte Phosphorsäure und weitere Chemie falten,, die zu photographischen Arbeiten in keiner Weise verwendet werden können. Weitere Räume sind mit den hastig abmontierten Anlagen von drahtlosen Sende- und Empfangsstationen versehen. Im Hofe der Botschaft mürbe in einem Kraftwagen eine vollständige Sende- und Empfangsstation fest- gestellt. In einem Keller murdeü unter verbrannten Papierresten zahlreiche Metallsiegel aufgefunden, von denen z. B. einer den Aufdruck „Consulado de la Republica de Chile en Breslau“ enthielt. Die Bolschewisten bedienten sich also der Jnfianien eines fremden Staates, um p^li^ifche FälMiGgsn anzu- 6eschichte vom „Jungen Engländer", wo er die shrankenlose Engländerbewunderung einer schwä- kschen Kleinstadt dieser Zeit herrlich verspottet.) Lange vor Goeches Reise bildeten die britischen Juristen in Italien sogar dichte Kolonien. Charis de B r o s s e s , Präsident des Gerichtshofes p n Dijon, der 1740 Italien bereiste, erwähnt sie hufig in feinen höchst kurzweiligen Briefen, die t: in die Heimat richtete. Er schreibt aus Rom: „Zon Engländern wimmelt es hier, und sie bringe das meiste Geld ins Land. Aber im Grunde itres Herzens sind die Italiener durch das ganze Lind für die Deutschen eingenommen." Als die ^beliebteste Nation erklärt er feine Landsleute, n??il „die Franzosen überall mit lauter Stimme ihre Lebensart über die anderer ^Völker stellen". Kswiß eine bemerkenswerte Beobachtung! Den (hglänbern aber — so fährt dieser unbestechliche giuge fort — helfe ihr Geld nur wenig, da sie sich herauf beschränkten, in ihren Gasthäusern an der P azza die Spagna den ganzen Tag zu trinken a!er Billard zu spielen! (Später war es Dani snt- Iprechend Kricket, Tennis oder Golf.) I Hundert Jahre später erzählt der Franzose Henry |ßyqle, der sich nach Winkelmanns Geburtsstadt Stendhal" nannte, aus Rom die folgende berechnende Geschichte: Im Jahre 1824 habe ein Eng-, ’läiber sein Jagdgewehr bei einem römischen Büchsenmacher zur Reparatur gegeben. Da wegen des Leises Streitigkeiten entstanden seien, habe der Kn glänber dem Handwerker mit der Reitpeitsche ins Wsicht geschlagen und habe daraufhin einen tob» Ifiqien Dolchstich in Kauf nehmen müssen. Auf dramatische Beschwerde von englischer Seite hm I6e die römische Regierung zur allgemeinen Ge- ■".igtuung die Antwort erteilt, es fei leider bekannt, WH die Engländer zu Hause ihre Arbeiter zu pru- gem pflegten, Rom sei aber eben nicht England, -öendhal berichtet weiter von einem jungen (rng= ilärber, der von feinen Landsleuten mißachte gDj.rbe, weil er mit 10 000 Franken im Jahre sich itgnüge und gelehrten Studien lebe: Er meint, fit mit Unbildung gepaarte Reichtum der -Briten erberbe den italienischen Kunstmarkt für den wirk- Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/,Uhr des Bormittags Anzeigen-Vreife: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Nvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenftanel B Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr ^Berlin, 5. Aug. (DNB.) Der Präsident der USA., F. D. SU) ofeoelt, ist durch Enthüllungen übevrbetrüg^ifche Finanzgeschäfte neuerlich auf das jmwerfte -kompromittiert. Vor 20 Jahren hat er die StyU/UJ 0 n in Deutschland an der SpitzevinerTlüdischen Finanzgruppe in Kanada zu schmuAgeh ünd betrügerischen Geldgeschäften ausgenutzt und nicht nur deutsche, sondern auch seine amerikanischen Mitbürger in der skrupellosesten Weise ausgebeutet. Im Jahre 1922 wurde in Kanada die eingetragene Gesellschaft „United E u - ropean Investors L t d." gegründet. F. D. Rosevelt wurde ihr Präsident. Am 12. Oktober 1922 erschien in der Zeitung „San Francisco Chronicle" im Zusammenhang mit der Gründung der „United European Investors Ltd." folgende Anzeige: „Die neue Gesellschaft wurde ausdrücklich gegründet, um die Tatsache auszunuhen, daß d i e Mark, wenn sie mit Dollars gekauft wird, sehr billig ist. Die Gesellschaft wird diese Mark entweder in Deutschland oder in deutschen Werten anlegen. Die Gesellschaft wird aus den in Deutschland bestehenden Bedingungen Nutzen ziehen. In Anbetracht der hohen Verantwortlichkeit und des Charakters des Mannes, der hinter der Gesellschaft steht (gemeint ist F. D. Roosevelt), hat Karl Osser es unternommen, als ihr Vertreter in San Francisco zu arbeiten. Die ersten Rothschilds wurden dadurch reich, daß sie heruntergewirtschastete Wahrungen von zusammengebrochenen Nationen aufkauften." Am 22. Oktober 1922 boten die Agenturen der United European Investors Ltd. in allen Zeitungen eine Million Mark für 200 Dollars. Am 29. Oktober 1922, eine Woche später, boten die gleichen Agenturen eine Million Mark für 100 Dollars, und am 5. November 1922 erschien im „San Francisco Chronicle" in großer Aufmachung folgende Anzeige: „Deutsche Mark wird gekauft oder verkauft gegen Kasse oder monatliche Raten. Wir bieten für eine Million Mark 75 Dollar. Falls Sie welche besitzen, verwerten Sie sie. stitsame N Aber vor K / So also sieht der Mann aus, der im Verein mit Juden und Freimaurern sein Land in den Krieg gegen Europa treiben will. Hier hat er sich entlarvt als ein Schieber übelster Sorte, der in frivoler Arroganz seine schmutzigen Manipulationen mit denen der Rothschilds vergleicht, die durch blutige Geschäfte mit dem Tod ein Riesenkapital ergaunerten. Zu dieser Sorte zählte auch der heutige Präsident der USA. Wir begreifen jetzt erst den wahren Sinn jener Erklärung der Frau Roosevelt, die Mitte Mai dieses Jahres vor Pressevertretern in Washington äußerte: „Die Welt, in der Hitler siegreich sei, sei nicht die Art Welt, in der sie und ihre Söhne leben wollten." Gewiß, in eine Welt der Sauberkeit und des politischen und geschäftlichen Anstandes passen die Roosevelts nicht hinein! Da ist kein Platz für Finanzmanöoer zum Nachteil anderer Länder umb zum Schaden der eigenen Mitbürger. Da ist auch kein Platz für Dokumentenfälschungen, durch die andere Völker verhetzt werden sollen. Die Roosevelts fühlen sich nur wohl in der stickigen Luft der Wallstreet, im trauten Verein mit Mischen Spekulanten und verkommenen Schiebern. Das ist ihre Welt. Und aud) nur in solchem Sumpf gedeiht jene bigotte Heuchelei, die sich anmaßt, andere Völker zu bevormunden und ihnen moralische Kofferapparate, Morsetaster, Verstärkeranlagen, Empfangsgeräte und Filmapparate beweisen, daß der gesamte diplomatische und konsularische Apparat der Sowjets in Paris für die Zwecke des Nachrichtendienstes eingerichtet war. Ferner wurden Zeitzünder, Maschinengewehre und Maschinenpistolen und über 3500 Schuß MG.- Munition sowie hochexplosive Sprengstoffe ficher- gestellt. In den Arbeitsräumen des Militärattaches wurden außerdem ZiArren mit S: J sogar zwei Fallschirme beschlagnahmt. Die in den Folterkammern der GPU.- Zentrale eingebauten großen chemischen Oefen waren für d i e Verbrennung von Leichen hergerichtet. Es ist daher sicher, daß nicht nur der Führer der russischen Emigranten, General Miller, dort ermordet und seine Leiche verbrannt worden ist, sondern daß auch General K u t i e p o f f und andere Persönlichkeiten der weißen Emigranten und der sowjetischen Opposition in Frankreich auf diesem Wege hingemordet und beseitigt worden sind. Die sowjetische Botschaft in Berlin umfaßt weit über 100 Räume. Im dritten Stockwerk ist eine Von Kessel zu Kessel. Von Oberstleutnant von Menges. Die schlichten Worte „Der letzte Kessel ostwärts Smolensk vor der Vernichtung, Sowjettruppen westlich des Peipus-Sees eingeschlossen" künden dem deutschen Volk den dicht bevorstehenden siegreichen Abschluß der größten Vernichtungsschlacht aller Zeiten an. Um die ganze Größe und Tragweite dieser einzig dastehenden Leistungen zu verstehen, muß man sich die äußerst hartnäckigen und erbitterten Kämpfe der letzten 14 Tage in einem ungeheuren Raum, ausgetragen von noch mindestens 6 Millionen Streitern, vergegenwärtigen. Von dem Einmarsch in Sowjet-Polen bis zur Stalin-Linie hat die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten in härtesten Grenz- und Verfolgungsschlachten einen Raum überwunden, der, wie unsere gestrige Karte zeigt, an Ausdehnung dem Deutschen Reich nicht viel nachgibt, dessen Einwohnerzahl fast die Hälfte der großdeutschen Bevölkerung erreicht. In diesem Raum ist nicht nur an der Front, sondern auch im Rücken des vorgehenden Heeres gegen überraschend auftretende, starke, abgesprengte Sowjetgruppen und fanatische Einwohner gefochten worden, den rückwärtigen Diensten mußte der Nachschubweg an vielen Stellen noch einmal erkämpft werden. Seit dem Durchbruch der Stalin-Linie wird unter andauernden, pausenlosen, erbitterten Tag- und Nachtkämpfen in einem Raum von rund 150 Kilometer Tiefe um die Hauptentscheidung des Feldzuges gerungen. In einer ungeheuren Frontausdehnung, die nur eine großzügig ausgestattete und leistungsfähige Nachrichtentruppe wie die deutsche mit ihrem Netz für die Führung überspannen kann. Infolge des tiefen, keilförmigen Eindringens der deutschen Panzerverbände an verschiedenen Stesten, vorzugsweise an Orten mit leidlichem Wegenetz, haben sich Kampfgruppen der Sowjets gebildet, die, von der nachrückenden Masse des deutschen Heeres umschlossen, in immer neuen Angriffen durchzu- brechen versuchten, stellenweise auch von außen Verstärkung erhalten konnten. Die oft an Zahl unterlegenen deutschen Truppen und Verbündeten konnten sich nicht auf die Abwehr beschränken, sondern mußten ihrerseits angreifen, sich in Flanke und Rücken wehren, manchen Erfolg sich entgehenlassen, bis Verstärkung durch die Panzer- und Luftwaffe oder durch neu eintreffende Teile des Heeres einsetzte; dann ging das Ringen von neuem weiter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Rom, Ende Juli 1941. Es handelt sich hier gewissermaßen um einen ,Nachru f", wenn auch um keinen von besonderer Wehmut erfüllten; denn die Schönheiten Italiens md anderer Länder haben durch den Wegfall mehr löer weniger grotesker Scharen reifender Briten oahrlich keine Einbuße erlitten. Aber an manchen puristisch hervorstechenden Punkten schwebt ihre tenerationenlange Anwesenheit noch gleichsam in [er Luft. Hier und da scheint es immer noch, als Näßte jeden Augenblick irgendein bewunderndes -ybeautiful“ oder „indeed, wonderful“ ertönen. Gerau so, wie dies z. B. in Heidelberg ober Rothen- iurg ob. der Tauber, in Dresden, Potsdam ober Nänchen ber Fall fein wirb. Unser alter Kontinent ft an vielen Stellen durch das Dorbeidefilieren in- fHarer Reisezüge „beglückt" worben. Von Rouen bis nach Palermo und von Sevilla s Lübeck hat der reisende Engländer seine Spu- ?n hinterlassen. Er ist derselbe geblieben in den ^Shorts“ oder den Knickerbockers jüngster Vergan- mheit wie in den tarierten Beinkleidern des vori- ?n Jahrhunderts ober ben Kniehosen ber galan- n Zeit. Dumm, stumm unb reich würbe er über» I und jederzeit zur dankbaren Beute des Volksitzes und der Karikaturenzeichner. Allerdings erst, Mdem das ursprünglich so bescheidene Leben der ütischen Inseln durch den Kolonialhandel pluto- latische Züge anzunehmen begonnen hatte. Erst n 17. Jahrhundert wirft die große Spinne ihr eltumspannendes Netz aus, und seitdem beginnen ce wohlhabenden Sendlinge die Kulturstätten des rropäischen Festlandes zu bevölkern. Bis dahin raren die nach Rom und Paris führenden „Kava- -’rreifen" überwiegend das Vorrecht bildungsbeflif- ner Deutscher gewesen. Im 18. Jahrhundert aber rängt sich ber englische Einschlag in den Vorder- runb. Als ber junge Goethe im Herbst 1786 Venedig besuchte, wurde dort im Theater von San Lea ein Stück aufgeführt, das den Titel trug: „L'Jnglicisrno in Italia", das Engländertum in Jta- lim. Man konnte dort erfahren, so berichtet Goethe, oas die Italiener von „ben Sitten und Gebräu- ^(.Jahrgang M.(85 J ll Gietzener Anzeiger von einzelnen Hummern , Vv infolge höherer Gewalt w w e Mee SBSä wäu General-Anzeiger für Gberhessen DNB. Ausdem Fiihrerhauptqwartler, 5. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Ukraine wurden Ausbruchsversuche der auf engem Raum zusammengedrängten feindlichen Kräfte abgewiesen. Teile des Gegners wurden dabei aufgerieben. Bei der Erweiterung des Durchbruchsraumes hundert Kilometer südostwärts Smolensk wurde eine neue feindliche Kräftegruppe durch überraschenden Vorstoß teils vernichtet, teils eingeschlossen. In E st l a n d wurde die Stadt Taps genommen. Kampfflugzeuge belegten in der letzten Nacht in rollendem Einsatz militärische und wehr- wirtfchaftliche Anlagen in Moskau erfolgreich mit Spreng- und Brandbomben. Bei Angriffen gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkte die Luftwaffe westlich I r - land und im St.-Georgs-Kanal zwei Handelsschiffe mit zusammen 10 300 VRT. Rücksichtsloser Einsatz mußte in dieser Lage auch von den Nachschubformationen zur Versorgung mit Munition und Verpflegung und von den Sanitätsverbänden gefordert werden, das Höchste aus der Infanterie-, Kavallerie-, Artillerie- und Pionier- maffe herausgeholt, das Kühnste von der Führung verlangt werden, die bei der ständig wechselnden Lage wiederholt vor neuen Entschlüssen stand. Bei den täglichen Gewaltmärschen herrschte zum großen Teil fürchterliche Hitze, und undurchdringlicher Staub, die marschierenden Truppen waren auf die schlechtesten Sandwege angewiesen, viele Pferde fielen dabei. Sehr langwierige, schwere und verlustreiche Waldgefechte waren zu bestehen, in denen der Slawe von jeher Meister ist, und die er durchhielt, gezwungen durch die Maschinengewehre und die politischen Kommissare in seinem Rücken. An anderen Stellen der langen, langen Kampffront behinderten Sümpfe und wolkenbruchartige Regen alle Bewegungen: oft mußten die Munitionswagen mit 12 Pferden bespannt werden, um überhaupt nur Munition heranzubringen. Mann, Pferd und Maschine haben Leistungen vollbracht, die bisher nicht für möglich gehalten wurden; die vortrefflichen Leistungen im Westen vor einem Jahr sind noch übertroffen. Trotz aller Reibungen und Widerstände sind die großen deutschen Operationen so verlaufen, wie sie vorgesehen waren. Mit höchstem Stolz darf Has deutsche Volk aus seine Führung und Wehrmacht blicken, mit tiefer Dankbarkeit der Opfer dieses Feldzuges gedenken. Oie Lage an der Ostfront. Madrid, 5. Aug. (Europapreß.) In einer Betrachtung zur militärischen Lage an der Ostfront meint das spanische Blatt „Jnformacione s", der sowjetische Widerstand sei nichts anderes als lediglich ein letztes Aufbäumen vor dem Untergang. Es sei unsinnig zu glauben, die Bolschewisten zögen sich etwa aus taktischen Gründen vor den deutschen Truppen zurück und folgten dem Beispiel des Jahres 1812. Von einer solchen Taktik könne heute selbstverständlich keine Rede mehr sein. Abgesehen davon, daß diese Taktik den Deutschen nicht schaden würde, könne dem Vormarsch der deutschen Truppen durch Verwüstungen und Brände, die Napoleon besiegt hätten, kein Einhalt geboten werden, denn der deutsche Nachschub sei so vorzüglich organisiert, daß sich die Annahme einer Niederlage, wie sie Napoleon erlitten habe, als völlig unsinnig erweise. Fortschreiten-eVernichtung in derllkraine Berlin, 5. Aug. (DNB.) In der Ukraine schreitet die Vernichtung eingeschlossener bolschewistischer Verbände gut voran. Bei der planmäßigen Verengung der Umklammerung wurden etwa 6000 Gefangene etngebracht, außerdem 50 Geschütze und 368 Lastkraftwagen. Eine vollständige Munitionskolonne der Sowjets wurde übernommen. Die Zahl der gefallenen Bolschewisten übersteigt die der Gefangenen auch in diesem Kampfabschnitt um ein Beträchtliches. Im Verlaufe des 4.August brachen deutsche Truppen in a u s gebaute , Feldstellungen der Sowjets im Raume südlich Kiew ein. Dabei wurden in heftigen Kämpfen 43 sowjetische Bunker genommen und die bolschewistische Besatzung niedergekämpft. Tausende von bolschewistischen Gefangenen und Kriegsgerät aller Art wurden gemacht. Die Zahl der gefallenen Bolschewisten beträgt das Doppelte der Gefangenen. Oie Lustwaffe im Erdkampf. Berlin, 5. Aug. (DNB.) Die deutsche Luftwaffe griff auch am Montag mit starken Kräften in den Erdkampf ein. Bei der Unterstützung deutscher Heeresverbände im Raume ostwärts Smolensk wurden 11 Sowjetpanzer und 120 Lastkraftwagen vernichtet. Außerdem wurden Geschütz- und Maschinengewehrstellungen der Bolschewisten im Tiefflug angegriffen. Durch gutliegende Bomben und- durch die Wirkung der Bordwaffen wurden elf Batterien und mehrere Maschinengewehrnester außer Gefecht gesetzt. Im gleichen Frontabschnitt wurden ein Munitionslager und zwei mit Munition beladene Panzerzüge der Sowjets in die Lust gesprengt. * An der Nordfront setzten Verbände der deutschen Luftwaffe ihre Angriffe auf Versorgungsanlagen und Verkehrswege der Sowjets mit guter Wirkung fort. Mehrere Nachschublager, und Transportzüge wurden von Bomben vernichtet, zahlreiche ^Straßen und Eisenbahnlinien durch Volltreffer unbenutzbar gemacht. * Verbände der deutschen Luftwaffe griffen im Raum südwestlich Kiew Eisenbahnstrecken und sowjetische Feldbefestigungen erfolgreich an. Mit Bomben und Bordwaffen zerstörten die deutschen Kampfflugzeuge den Beobachtungsstand einer sowjetischen Heeresgruppe, sowie die dazugehörigen Lager. Ueberall entstanden große Brände. Sowjetische Rückzugskolonnen wurden in kühnen Tiefangriffen zersprengt und zwei sowjetische Batterien mit Bordwaffen niedergekämpft. Bei dem Angriff auf bolschewistische Artilleriestellungen wurden mehrere Munitionslager in Brand geworfen. Verstärkter Terror der politischen Kommissare. Berlin, 5. Aug. (DNB.) Nach Gefangenenaussagen setzte bei den Bolschewisten in den letzten Tagen ein verstärkter Terror der politischen Kommissare ein. Die blutigen Verluste zermürben den Kampfgeist der Truppen so, daß sie nur unter Todesandrohung zum Wider st and vor- getrieben werden können. In einem Frontabschnitt erschien am Sonntag ein Mitglied des Obersten Kriegsrates und befahl, daß ohne Rücksicht auf Verluste angegriffen werden sollte. Dieser Terror wirkte sich furchtbar unter den sowjetischen Truppen aus, die nach Meldungen von der gesamten Ostfront schwere Verluste durch diesen sinnlosen Widerstand erlitten haben. Nach einem Gefecht am Peipus-See wurden 5 0 0 Gefallene gezählt, während nur 40 gefangene Bolschewisten eingebracht werden konnten. In einem anderen Frontabschnitt wurden am Montag 3500 gefallene Bolschewisten gezählt und nur 1700 Gefangene gemacht. Verzweifelte Ausbruchsversuche bei Smolensk. Berlin, 5. Aug. (DNB.) Deutsche Truppen setzten am 4.August im Srnolensker Kessel die Vernichtung der eingeschlossenen sowjetischen Kräfte fort Bis zuletzt versuchtendie Bolschewisten tellweise unter dem Einsatz von Panzern nochmals verzweifelte Ausbruchsoersuche, die alle zurückgeschlagen wurden und im Feuer der deutschen Truppen liegen blieben. Ein Krad- schützen-Bataillon vernichtete allein 20 sowjetische Panzerkampfwagen und erbeutete 40 Geschütze und Hunderte von Kraftfahrzeugen. Waldgefechte deutscher Infanterie. Von Kriegsberichter Alfons Gerz. PK. Unsere Panzer sind längst durch in Richtung Osten. Die Sowjets haben auf großen Widerstand verzichtet, weil sie den deutschen Panzer, vor allem aber die Männer kennengelernt haben, die in diesen Panzern kämpfen. Ihre Taktik ist es deshalb, mit allen Mitteln heimtückischer und hinterhältiger Kriegführung im Rücken unserer Schwarzen Husaren die wenigen Vormarschstraßen zu sperren, dadurch den Nachschub von Munition und Brennstoff zu gefährden und somit unserer Panzerwaffe den Lebensnerv zu zerschneiden. Dieser Taktik der Bolschewisten aber begegnet, die deutsche Infanterie. Sie stößt in gewaltigen Märschen und auf breitester Front den motorisierten Verbänden nach, kennt trotz aller geländebedingten Schwierigkeiten und trotz de.r Gluthitze kein Nachlassen in ihrem Vormarschtempo und legt Tag um Tag bei ständiger Gefechtsbereitschaft und täglichen Gefechten vierzig und fünfzig Kilometer zurück. Unvorstellbare Leistungen, die nur der voll zu würdigen weiß, der selbst einmal einen Feldzug als Infanterist mitge- macht hat. Seit Tagen versuchen die Sowjets nun schon, d i e Straße Zwiahel — Kiew wieder in ihre Hand zu bekommen. Heute erleben wir den dritten erbitterten Angriffsversuch der Bolschewiken. Wieder steht Infanterie gegen Infanterie, wieder kommt es zu schweren Waldgefechten und wieder muß der Kampf Mann gegen Mann bis zur letzten Konsequenz ausgetragen werden und entscheiden. Durch einen kampfstarken Spähtrupp ist dem Bataillons-Kommandeur, der den Auftrag hat, die Wälder links und rechts der Straße zu säubern, gemeldet worden: „Waldstück südlich Kolonie Cwie- cianka vom Feinde besetzt. Stärke des Feindes mindestens zwei Kompanien." Das Bataillon rückt sofort von der Sttaße weg in die Bereitstellung. Der Kommandeur erteilt seinen Kompanie-Chefs den Angriffsbefehl. Noch fünf Minuten fehlen, als der Bereitstellungsraum des Bataillons plötzlich aus der linken Flanke aus etwa 1200 Meter Entferung Feuer erhält. Sofort gliedert der Kommandeur das Bataillon um. Die zweite Kompanie fetzt er gegen das ursprüngliche Angriffsziel ein, die dritte zum Schutze feiner bedrohten linken Flanke. Zu feiner persönlichen Verfügung bleibt die erste Kompanie. Besonders sorgfältig werden die Stellungen der schweren Maschinengewehre besprochen, denn sie bilden in diesem „Zweifrontenkampf" die entscheidende Waffe des Bataillons. Wir verfolgen den Kampf zunächst unmittelbar heben dem Gruppenführer eines f. MG -Zuges. Seine beiden Gewehre liegen in Vorderhandstellung mit dem Auftrag, das feindliche Flankenfeuer von links zum Schweigen zu bringen. Der Richtschütze rechts neben uns hinter dem Zielfernrohr verfolgt jede Bewegung des Feindes am Waldrand oder in den armseligen Lehmhütten der Kolonie. Die rechte Hand am Abzugsbügel, die linke an der Gleitbahn, schwenkt er sein MG. gleichmäßig von links nach rechts, bestreut aufmerksam den Waldrand mit Feuerstößen bis zu 250 Schuß. Dann schwenkt er auf irgendeine Scheunenluke über, jagt punktfeuerartige kleine Garben dorthin, wo er oder sein Gewehrführer irgendein Mündungsfeuer erkannt haben. Obwohl die feindlichen Geschosse uns nur so um die Ohren zischen, feuern die beiden Maschinengewehre unentwegt aus ihren Vorderhandstellungen. 8000 Schuß haben sie bereits verschossen! Ganz allein sind sie noch zur linken Flankensicherung eingesetzt. Die 3. und 1. Kompanie mußten nach einem von wildem Kriegsgeschrei begleiteten Angriffsversuch der Sowjets herüber zur rechten Flanke des Bataillons und dort die 2. Kompanie entsetzen. Es ist ein heißer Nachmittag. Die Kleider kleben uns am Körper, unaufhörlich tropft der Schweiß vom Stahlhelmrand. Mann gegen Mann stehen sich Sowjetgardisten und deutsche Soldaten in diesem Waldstück gegenüber. MG. gegen MG., Karabiner gegen Karabiner, Pistole gegen Pistole und Seitengewehr gegen Seitengewehr! Blutjunge Burschen von 17 oder 18 Jahren auf der einen Seite, Männer auf der anderen, die in Polen ihre Feuertaufe erhielten, in Flandern oder vor Verdun das Silberne Jnfanterie-Sturmabzeichen und das E. K. erwarben und heute jedem Gegner ihre große Erfahrung voraus haben. Eine Erfahrung, die vor allem in diesen schweren und blutigen Waldgefechten vor unnötigen Verlusten bewahrt, Meter um Meter gewinnen wir an Boden. Der Feind muß geworfen werden, bevor es dunkel wird. In Baumkronen, hinter Sträuchern, in Mulden und Bodenwellen — kurz auf Schritt und Tritt lauert er. Gut getarnt läßt er uns oft bis auf einen Meter herankommen, ehe er abdrückt. Auf jedes Geräusch muß mit Sekundenschnelle gehandelt werben. Wie Katzen huschen unsere Männer von Baum zu Baum, von Busch zu Busch. Spaten und Gasmaske sind oft letzte Deckung gegen Geschosse. Der Feind hat unvorstellbare Verluste. Wo man hinsieht, liegen die Bolschewiken in ihrem Blute. Aber auch noch die Angeschossenen sind gefährlich. Bis zum letzten Atemzug versuchen sie zu schießen. Es ist ein brutales Gefecht, aber diese verhetzten Elemente wollen es nicht anders. Sie zwingen uns immer wieder zu den schärfsten Mitteln, zu Kampfmethoden, wie wir sie im Westen nicht gekannt haben. Der Kommandeur selbst geht in vorderster Linie mit seinen Mannern vor. Immer wieder rattern kurze Feuerstöße aus seiner Maschinenpistole — bis es auch ihn erwischt hat. Ein sowjetischer Korporal hat aus der Flanke im Schutze dichten Unterholzes auf ihn geschossen. Für ein paar Sekunden nur stoppt unser Kampf. Dann aber geht alles wieder weiter. Mitten zwischen seinen Soldaten der Kommandeur mit einem Oberschenkel- durchschußl Nach einem heftigen Gewitterregen bricht langsam die Abenddämmerung in bunten Farben über uns herein. Der Kommandeur liegt in seinem Bataillons-Gefechtsstand. Um ihn feine Kompanie- Chefs, Adjutant und Ordonnanz-Offizier, der Führer des Pak-Zuges und ein blutjunger Unteroffizier als vorgeschobener Beobachter der Artillerie. Die Lage hat sich wesentlich geändert seit den Mittagsstunden. Der Feind ist auf der rechten Flanke geworfen, vernichtet oder gefangengenommen und im linken Abschnitt zum Schweigen gebracht worden. Die Männer haben sich bereits eingegraben. Kurz nur wird für sie die Nacht sein. Dann geht es weiter entlang der Vormarschstraße. Weiter in das nächste Waldgefecht ... Oer italienische Bericht. Rom, 5. Aug. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika hat der Feind an der To- bruk-Front einen heftigen Angriff gegen unsere Stellungen unternommen. I^i Gegenangriff haben deutsche Abteilungen ihn mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht. An die hundert englische Tote blieben auf dem Kampfplatz. Deutsche Flugzeuge haben an dem Unternehmen teilgenommen und die feindlichen Artilleriestellungen wirksam bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben Derna bombardiert und die Kirche und das Kolonialhospital zerstört. Es gab einen Toten und vier Verwundete unter den Hospitalinsassen. In O st a f r i f a haben drei feindliche Flugzeuge erfolglos den Stützpunkt von U o l ch e f i t bombardiert. Eine feindliche Abteilung, die sich unseren Stellungen im Abschnitt Culquabert zu nähern versuchte, wurde von dem sofortigen Eingreifen unserer Besatzung zersprengt und in die Flucht geschlagen. Ein britisches Flugzeug hat aus großer Höhe eine Bombe und Brandplättchen auf einen kleinen ländlichen Ort Siziliens abgeworfen, ohne daß es Opfer oder Schäden gab. Im Mittelmeer hat eines unserer U-Bvote unter dem Befehl des Kapitänleutnants Ludo - v i c o Grion einen feindlichen Tanker von 11 600 BRT. versenkt, der auf der Fahrt nach Tobruk begriffen war. Ebenfalls im Mittelmeer hat eines unserer U-Boote ein Sunderland-Flugzeug mit Ma» sthinengewehrseuer abgeschossen. Oie wachsende Spannung im Pazifik. Rom, 5.Aug. (Europapreß.) Um Japan ein- zuschüchtern, so schreiben die römischen Blätter, drohe England, seine Flotte in den Stillen Ozean zu verlegen. Die Ankündigung der Absichten Englands durch den australischen Marineminister hat in australischen und anderen Kreisen des britischen Weltreichs Ostasiens größten Eindruck gemacht. Gegenüber der herausfordernden Sprache der angelsächsischen Presse — so stellen die römischen Blätter weiter fest — bewahre diejenige Japans volle Ruhe und erkläre, daß Japan angesichts der offenbar feindseligen Haltung der angelsächsischen Mächte nichts anderes zu tun habe, als in Voraussicht der noch ernsteren Entwicklung der Lage seine Vorbereitungen zu beenden. Die Meldungen von den Verhandlungen der USA. mit der Sowjetunion über die Ueberlassung von Stützpunkten an der sibirischen Küste und auf der Halbinsel Kamtschatka schienen, wie die römischen Blätter unterstreichen, die Sowjetunion immer mehr in die Pläne der angelsächsischen Staaten zu verstricken. Dadurch bedrohe USA. von Tag zu Tag mehr die Positionen Japans. Wenn Moskau die Forderungen der USA. erfülle, bedrohe es Japan und verletze den erst kürzlich mit Japan abgeschlossenen Neutralität s p a k t. Der Ablauf der Ereignisse scheine auch im Fernen Osten ein beschleunigtes Tempo anzunehmen. Die japanisch - norbamerifanifchen Beziehungen haben — so meldet „Corrirre della Sera" aus Tokio — durch den Beschluß Japans, jeden Schiffsverkehr mit den USA. einzu- st e l l e n, eine neue Verschärfung erfahren. Die Einstellung des Schiffsverkehrs wurde vorläufig auch auf Südamerika ausgedehnt, bis die iberoamerikanischen Staaten ihre Haltung zur neuen Lage in Ostasien näher umschreiben. Hun- - würden. Ehen D [jj: hie al hiiiihen, Jw M IKj ÜLiriiDl Neuyo r k, 5. Aug. (Europapreß.) Nach Eni. ladung von S e i d e n b a l l e n im Werte von drei Millionen Dollar lief die „Tatuta Maru" am M^» tagmorgen mit 33 Passagieren und 1600 Fässern Schmieröl aus San Franzisko nach Japan aus. Für die Ausfuhr des Oels wurde ungeachtet bet Einfrierung der japanischen Guthaben in den Dei. einigten Staaten eine Exportlizenz und damit die Erlaubnis zur Verwendung eingefrorener Guthaben erteilt. Ein Schwesterschiff der „Tatutz Maru", die „A s a m a Maru ", soll fahrplanmäßig am Mittwoch ebenfalls mit einer be- tächllichen Seideilladung in San Franzisko antoni. men. Man glaubt jedoch, daß das Schiff ungeachtet 1 der vielen amerikanischen Passagiere an Bord nach Japan zurückgekehrt ist. Infolge der durch die japanischen Gegenmaßmch ( men mehr oder minder gesperrten Einfuhr von __ Seide wird die weitere Verarbeitung dieses Roh. sto-ffes in der nord amerikanischen Bekleidungs« Mo imbuftrie eingestellt, wodurch wahrscheinlich mehr als 175 000 Arbeiter brotlos werden. Don nordamerikanischen Armee- und Marine-Deports ment wurde hierzu erklärt, daß für die Aufrüstung der Vereinigten Staaten die gesamten vor- * handenen Vorräte an Rohseide gebraucht?*r " derte nordamerikanischer Staatsbürger, bte ay Donnerstag an Bord des Schiffes „Ni tim an Maru" nach San Franzisko abreisen wollten, fh$ jetzt in Japan s e st g eh al t e n. Den Ausländern mürbe außerdem die Erteilung von Visen von Nagy« saki nach Schanghai oder von Kobe nach außei,- japanischen Häfen verweigert. Oie „Tatuta Maru" aus Sau Franzisko ausgelaufen. ist di 11 .'j in i 1 lltarren I s«t| ll L11 ! Ke ! i B j w'6. ; * im' Oie Landung japanischer Truppen inIndochiua abgeschlossen. j ju an m j itzWtteo IW stan IW st bei I ItM fr Äy| Itvgl Schanghai, 5. Aug. (DNB.) Die am 28.Juli begonnene Landung japanischer Truppen in Jndo- china gemäß dem französisch-japanischen Abkommen zur Uebernahme der gemeinsamen Verteidigung des Landes ist, wie das Hauptquartier der japanischen Truppen in Jndo- china bekanntgab, abgeschlossen. Sämlliche japanische Truppen haben die in dem Abkommen vorgesehenen Stützpunkte erreicht. Die Operationen wurden in einer äußerst friedlichen Atmosphäre und in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit den französischen Behörden durchgeführt. Französisch-Jndochina. Französisch-Jndochina ist der südöstliche Zipfel des asiatischen Festlandes und besteht im einzelnen aus der Kolonie Cochinchina, den Schutzstaaten Tong- fing,' Laos, Annam und Kambodscha sowie dem Pachtgebiet Kwang-Tschou-Wan in China. Es umfaßt ein Gebiet von rund 710 000 qkm (Frankreich: 550 986 qkm) und- hat etwa 20 Millionen Einwohner, darunter 14 Millionen Annamiten, rund 2,5 Millionen Kambodschaner, 335,000 Malaien, 335 000 Chinesen und über 26 000 Europäer, wobei das Militär in diesen Zahlen nicht einbegriffen ist. Französisch-Jndochina wirb von einem Generalgouverneur mit Sitz in Hanoi verwaltet. Ihm sind der Gouverneur der Kolonie Kambodscha und die Oberpräsidenten der Schutzstaaten untergeordnet. Die nördlichste der französischen Besitzungen in Jndochina ist Tongking, das sich einerseits aus dem stark zerklüfteten, waldbedeckten, teilweise verkarsteten Ober-Tongking, anderseits aus dem sehr fruchtbaren und flußreichen Nieder-Tongking zu- fammensetzt. An. Bodenschätzen liefert Tongking Kohle, Zinn und Eisenerze und Phosphate. Nieder- Tongking erzeugt Reis, Baumwolle, Kaffee, Tabak, Zuckerrohr und hat eine"beachtliche Seidenraupenzucht. Nach Süden schließen sich die Besitzungen Laos und Annam an. Laos ist mit dichten Wäldern, die reich an Edelhölzern sind, überzogen. Aehnlich wie Annam bietet es allen Jägern eineit großen Tierreichtum. Das südlich von Kambodscha gelegene Cochinchina ist verhältnismäßig tleiir und besteht in der Hauptsache aus den Mündung^ *r sind lunb lirten ur betten des Mekong und feiner Nebenflüsse. Gegen die Wühlerei en zm N u hen tr wie bi erfunb tilg aus M | Blättern (extern 2 en aus Onnschi Wvester chen Sp Fischfang und Ackerbau. Vor allem wird Reis, MnAu; Baumwolle, Tabak, Kaffee und Kautschuk angebautt nangt, b Gold, Blei und Zinn kommen vor, werben aber kaum abgebaut. Annam ist vor allem ein Jag« Paradies. Elefant und Rhinozeros, Tiger, Panthei Bären, Büffel und zahlreiche Affen sind hier vei treten. Trotz des durchweg gebirgigen Charakte ist Annam äußerst fruchtbar. Mais, Baumwoll Zimt, Zuckerrohr, Tabak, Kautschuk, Kaffee Tee gedeihen hier gut. Das im Süden von Lo und Annam gelegene Kambodscha umfaßt b Becken des unteren Mekong-Stromes und ist rei w . gelfatte an Flüssen und ©een. Das Klima ist für Europas Men fa nur schwer zu ertragen. Die Einwohner betreiben Wende jüdischer Emigranten in Schanghai' jenen zu sorgen. von rt @rer zu Unzuträglichkeiten geführt habe, die nicht läi? ger geduldet werden konnten. Die japanischen Behörden planten die Ausweisung mehrerer unerwünschter jüdischer Emigranten in nächster Zeit. Den Begriff „unerwünscht" erklärend, verwies der Sprecher auf die hohe Zahl der von Juden begangenen Verbrechen. Auch die gegen die Oafi« freundschaft verstoßende Agitation jüdischer Em- granten sei unerwünscht. Auf die Frage nach dm Verbleib solcher Ausgewiesenen erklärte der Sprc- Schanghai, 5. Aug. (DNB.) Der Sprech der japanischen Marine stellte fest, daß das Der hatten der jüdischen Emigranten, die in Stärke vo etwa 20000 im japanischen Verteidi gungsfeftor Schanghais angesiedeli feien. W BL Mat b Mn g t bam ist ein Ec de P „reck chll, h letzte leer b kgrapk sei polier WN w leichte. cher, es sei nicht Sache der japanischen Behörden i für die Unterkunft der als unerwünscht Ausgewie« v meji M na P>n, fer v, p: Q Rn C R nicht fr p H W.siir ns le Dl Hh b d Fäu be feloiu K ön k. S[q tuinri Wvr Kleine politische Nachrichten. NSG. Der Kreisleiter des Kreises Gelnhausv und Landrat Wilhelm K a u f e m a n n ist als gelt' webel in einem Infanterieregiment bei den Kamp fen im Osten gefallen. ♦ An Stelle von General B a st i c o ist Admiiel I Inigo Carnpioni zum Gouverneur der italiem j fchen Inseln im Aegäischen Meer und zum Ober» jl befehlshaber der dort befindlichen Streitkräfte ei'j nannt worden. * M Ein deutsches Kampfflugzeug versenkte am 4. 8. W in der östlichen Ostsee ein sowjetisches Vorposten« | i boot durch Bombenvolltreffer. Einheitliche Führung der Wasser- und Energiewirtschaft. Der Führer hat für alle Aufgaben der Masse? und Energierwirtschast eine Neuregelung unter einheitlicher Führung ungeordnet. Die bisher in pU verschiedenen Ministerien liegenden Zuständigkeiten gehen an den vom Führer bestellten General' Inspektor für Wasser und Energie über. Der Generalinspektor für Wasser und Energie H die Stellung und Befugnisse eines Reichsministett Der Führer ernannte zum Generalinspektor M Wasser und Energie Reichsminister Dr.-Jng. T o Dr. Todt behält feine bisherigen Aufgabengebiete bei. Straßenbau, Wasserbau, Energieausbau urb Regelung d'er Bauwirtschaft sind durch diese 3len' ordnung im Interesse erhöhter Leistung, einhenl« licher Führung des Personals und auch im Sinri wesentlicher Vereinfachung der Verwaltung zusammengefaßt. Der studentische Kriegseinsah. Mit Beginn der Ferien an den Hoch- und Faü' schulen sind rund 10 000 Studenten und Studer tinnen in Rüstungsbetrieben angesetzt wordA Mehrere tausend Studentinnen leisten ihren pfli$* gemäßen Fabrikdienst in Form der Arbeitsplatz«^' losung für eine erholungsbedürftige Arbeiterin av, außerdem sind noch Studenten und Studentinnen im Facheinsatz Ost und im Einsatz West eingeM Insgesamt stehen damit in diesen Ferien 20 W Studenten und Studentinnen in volkspolttijch TOw Ligen Einsätzen der Hetmatsront- Wt Ws der Siadt Gießen Das Famrl enalbum. el«ufen, P tf !«‘s TU" inaen*ln5:: un) Freundschaft an. Und hin und wieder erscheint i ,n ™e* \ zischen all den ernsthaften Gesichtern ein kleiner )ie ältesten Bilder sind die schönsten. Manches .Künstlerschlips" und Samtjacke wurde. irt beraubt. Die Retuschierkünste kannten Verteil Vornotizen 16% n-7 $ Sapgg ' , - . UHU VUUUJUUC LUULUC. iben Don n®roir meiter: da ist Großvater mit ge> Verdunkelungszeil 6. August von 21.06 bis 5.45 Uhr. Schanghai k Mici Der Spnir M . daß das Es Mpur in Stärke r Ti-» Q 3er, O e. Man erinnert sich, daß die ersten Photo- phen Maler waren und die neue Technik nach Gesetzen ihrer Kunst betrieben. Und in der lEc: die alten Bilder muten wie Gemälde an. Das Heyen Einfuhr 8 dieses Beklei wahrschei öertien. ^arine-D. Aufruf JJten doi -lbe geb mdt aus der Frühzeit der Photographie, als sie inß) den unaussprechlichen Namen Daguerreotypie stempelnder Nackedei auf einem weißen Bären- eL von dem dann vielleicht sogar behauptet wird, Do; man es selber sei. Aber man erkennt sich nicht njiber. lur sind da: mit sorglich gekämmten, in der 5i । urrbartbinde in Form gepreßten Schnurr- itifi n und selbstmörderisch hohen Stehkragen. Aber !™i Bilder haben nicht mehr die starke Jndivi- iität der ältesten, sie sind oft merkwürdig ftärr ) von einer „verschönernden" Retusche ihrer 6photographierenden zu minutenlangem Stillen zwang, hatte einen Vorteil: sie verlangte em ei V3l^un9 un$ ^eine ^ose. Der Gang zum Photo- ri V zrcchen war eine genau so ernsthafte Angelegen- ? jlfr wie die Sitzung beim Maler. Die Pose wurde J n-k i" M erfunden, als in einer Zeit geschmacklicher Ser- P1g aus dem Künstler der Kitschier mit flattern- vergessen und ein wenig verstaubt steht es in e-;cr Ecke des Bücherschrankes, das „Familien- alium", das einst als Prachtstück auf der Plüsch- fee im Schatten der Markartbuketts lag. Es ist eir dicker Wälzer in Goldschnitt, in dunkles Leder ge unden und mit einem eingeprägten Jugendstil- L-.-gißmeinnicht geschmückt. Man sieht, es war in jetrr Einzelheit auf Repräsentation bedacht, denn e« hatte ja die Aufgabe, die „Ahnengalerie des Plenen Mannes" zu sein. Aus jeinert kartendicken, ■ or-.amentgeschmückten Goldschnittseiten schauen uns . 0"^!im „Disit"- und „Kabinett"°Format von vergilbten PlDtographien unsere Großväter und Großmütter, Örkel und Tanten und die ganze Verwandtschaft M Öen i en3 unby mit uuc|ien xjiuici |iruj uie icyonpen. Ivcancyes 1 i ajh ihnen ist ein kleines, kulturhistorisches Doku- Mach. F • - ...... - — • -• - - W ung{Qdr> in Brfü! «Mitem Backenbart und weiten tarierten Röhren- |a Esch! )o1ki aus der Zeit, ehe Eduard der Einkreiser die Welfalte erfunden hatte. Dort ein Militärhild: die k tUr0: I^lien faltigen Hosen, und unter den Pickelhauben )I)ner W Ipa^nbe Bärte. Junge Mädchen lächeln uns mit m wird M ||ejm Augen ah, den Hals in hohe Stehbörtchen ge- WA angeir; IMcngt, die Haare in kurzen, krausen Locken: der 1 Wm t tit stopf, der Vorgänger unseres Bubikopfes und on Kambol: ^enschnitts! Es sind unsere Mütter und ihre kmsmäßio fa lßjhvestern in jener Seit, als Vater noch errötend len MÜMtt ||t(n Spuren folgte. Auch die dazugehörigen Män- nslüsse. ............ rti ,ktte-recht-freundlich"-Klischee war noch nicht er- Wen. I Ba ist die Urgroßmutter: straff aufgerichtet steht :Üe ba in ihrer malerischen Krinoline, man glaubt bei starren Taft rauschen zu hören. Ernst blickt sie j/u* in1 an mit ihrem strengen Gesicht unter dem in >11 deiMitte gescheitelten Haar. Nur die Augen sind ein ihrig starr. Der Photograph hat sie hineingemalt, ve sie bei den langen Belichtungszeiten undeutlich Düben. Diese technische Unvollkommenheit, die den Grenzen. Da ist Onkel Emil als Soldat: die ____ In orm ist schön blau angemalt, mit spitzem Pinsel «gesiedelt s« Wman gelbe Achselklappen und Knöpfe hineinge- die nicht!« damit das Bild nur ja recht natürlich sei. Die Mich Mr ist ein Graus, wie jene Balustraden und geling mehre Milten Säulen, an die sich Tante Emilie mit dem en in näi- LCxL de Paris", Vetter Eberhard und all die an- klärend, vemld-m „recht natürlich" anlehnen mußten, wie das der von 3h Wsnfell, auf dem man selber strampelt. aeaen die fr * 2. e letzten Seiten des Albums sind leer und wer- jWcher §5 ber leer bleiben. Es gibt keine Fortsetzung jener ffraqe nachMyographien in Visitformat. Das Lichtbild von Me der 6fl lllte, sei es das unsere Individualität in aus» ifdicn Vehö« • ^'svoller Form widerspiegelnde Porträt oder lnscht Ausgr" ; hr gelungene Schnappschuß, gehören in ein Album 11 Mr leichterem und gefälligerem Format. L. Licht- Die Dominiks. Roman von Hellmuth M.Lottcher. »i nicht herstelle?" . -a ann ändert sich Ihre Lage nur wenig, gnädige il An sich kann Sie natürlich keiner zwingen, uh Hause Zurückzukehren. Sie haben bann aller- für die Trennungszeit keine Unterhaltungs- kijrüche gegen ihren Gatten; auch könnte er ...... der häuslichen Gemeinde Ihre Gründe nicht an- i|ei nnift t bei t« .^einl66' , NJ* ii«« Ä , i'y|a<9 oem '-Wortlaut ves urreus — ja. Aber Urteil ist nicht vollstreckbar. Sie brauchen also ,1 zu befürchten, daß der Gerichtsvollzieher eines Tageskalender für Mittwoch. ... E'oria-Polast, Seltersweg: „Mazurka" chncv'tt ifcie^aus, Bahnhofstraße: „Intermezzo". IlJinu Lind muß plötzlich auf lachen. Es ist em altes, gepeinigtes, von tiefsten Seelennoten -sgeworfenes Lachen, ein Lachen, das das Herz -ißt und weher tut als irgendein Schmerz, er Heißen, wie er will. i Klarer ist beleidigt. Er hat fernen Rat nach m juristischen Wissen erteilt. Kein Unwersitats- .jften iirjlfor und Lehrer des Eherechtes könnte es Hp- Wenn Frau Lind darüber lachen will — er ,cit :'°d) das Gesetz nicht gemacht. Er ist S ^ÄA! V Helfer, Anwalt des Rechtes. Daß es Mangel wir sind alle bloß Menschen, und die Gesetz- -n KA? M' haben sicher das Beste gewollt. toMST | ^co ist Ä leur ° , gl t Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) und zum," JA StreitkrB ij^n Ihrem Fall ist schwer zu raten. Sie wurden sicohl nach dem vorhin Besprochenen den Prozeß : 1 Hainen, aber —" Über vor dem Publikum verlieren?" ,!as wollte ich sagen." Ltnib wenn ich", fragte sie zögernd, „und wenn !: hne auf Scheidung zu bestehen, nur — wie ir.ten Sie das vorhin? — die eheliche (Semem- -litt» iewirM iben gelUNg io gifnuvyc ucuvn lyicii m n Zusi^ 1,'' ^U'seits auf Herstellung üen j Rl1: klagen. — Und da Siv ..... V- !reL ^nnen oder nicht angeben wollen, so wer- und '* ^>ie verurteilt werden ..." lilmb dann muß ich zurück?" ^raltnfrtol (i&ad) dem Wortlaut des Urteils — O“ vstuiuucu, *zun vw 'Kl3 kommt und Sie abholt!" diesi »Lras hätte dann mein Mann davon? SU |M er ein Fahr später gegen Sie die ScheDung iifl{., fragen könnte, weil sie ihn böswillig verlassen ber ■ Oie Jagd Nun ist die Ernte draußen in der Feldmark im vollen Gange. Mit jedem Tage lind es mehr Felder, die frei werden, und mit jenem Tage werden die Lebensbedingungen für bas Wild, das auf ihnen lebt, andere. Das trifft vor allem das Rehwild, das seit Wochen in den wogenden Aehrenfeldern mit Vorliebe seinen Einstand nahm, nun aber zum großen Teil zum Holze zurückwechselt. Diese Veränderung wird noch dadurch begünstigt, bah bie Unruhe jetzt überhaupt dem Rehwild im Blute steckt. Denn in der ersten Monatshälfte erreicht feine hohe Zeit, die Brunst, den Höhepunkt, um dann allmählich abzuklingen. Ein großer Teil der guten Böcke, wie sie dem Hegeziel nahekommen, hat sich bereits vererbt, und während der Jäger vor allem danach strebt, die Blattzeit zum Abschuß der Ab- schußnotwendigen auszunutzen, schießt er jetzt auch die ihm freigegebenen guten Böcke als Lohn des Hegers. Je später sie im Monat fallen, um so besser für das Revier. In der zweiten Auguschälste aber pflegen die Böcke unsichtbar zu werden. Faul und müde gehen sie wenig um sich und sammeln neue Kräfte. So steht in den meisten Waldrevieren die Jagd auf den roten Bock im Mittelpunkt des Jagdmonats August. Doch auch der König des deutschen Waldes, der edle Hirsch, trägt nun wieder seinen Kopfschmuck. Die Mehrzahl der Hirsche hat gefegt, eine Voraussetzung dafür, daß er überhaupt für den Jäger und fein Jagen in Frage kommt. Waren seither nur Spießer und nichtführende weibliche Stücke dem Jäger freigegeben, so darf er nun auch sein Weidmannsheil auf den Feisthirsch versuchen. Daß dies kein leichtes Stück Weidwerk ist, Können und 2lus- dauer verlangt, ist bekannt. Der Jägerdichter spricht von dem feisten Hirsch als dem Waldgespenst, das du nur ahnst, das du nicht kennst." Drum gilt für nicht wenige hirschgerechte Jäger bie Jagd auf den Feisthirsch als die Krone des Weidwerks. Der Schaufler ist noch mit der Jagd zu verschonen, bis er im September ebenfalls blank ist. Doch gelten für Spießer und weibliches Wild dieselben Erleicyterungen wie für diese Stücke beim Rotwild. Der Hochwildjäger wird gut tun, die ihm durch Vorverlegung des Abschusses gewährte Hilfe zur Erledigung seines Abschusses auszunutzen, zumal der Abschuß zahlenmäßig allgemein ja noch erhöht wovden ist und Erfüllung gefordert wird. Frei sind für die Büchse auch die Sauen, für deren Abschuß am Felde die Verhältnisse etwas günstiger geworden sind. Die Jagd auf bas Schwarzwild ist unter den oberhessischen Verhältnissen im Sommer nicht leicht, und ein wirklich aussichtsreiches Jagen verspricht erst der weiße Lerthund im Winter. Das besagt aber nicht, daß nicht auch im Sommer und Herbst alles versucht werden müßte, um dem Sauschaden vorzubeugen. Dort, wo das MUiffelwild, das Wildschaf Korsikas, bei uns eine neue Heimat fand, können nun Widder besagt werden. Alles übrige Haarnutzwild außer dem stets freien Kaninchen genießt noch die Schonzeit. Dabei ist der Hase noch lebhaft mit der Vermehrung feiner Sippe beschäftigt. Aehnlich liegen die Dinge beim Federwild. Zwar ging die Hühnerjagd in normalen Zeiten im August auf. Doch bie Verluste der Rebhühner im vorletzten Winter waren derart groß, daß auch in diesem Jahre die sonst dreimonatige im August. Schußzeit auf einen Monat verkürzt wurde und erst am 15. September beginnt. Fasanen sind noch nicht schußreif und daher mit der Jagd zu verschonen. Dagegen stellen Rin- g e 11 a u b e n, die jetzt so gern auf den Roggenhaufen einfallen, eine nicht zu verachtende Beute des Jagers dar, vor allem die jungen, bei denen Hals- und Flügelfleck noch nicht entwickelt sind. Waren bei Anfang Der Entenjagd manche Schafe noch nicht beflogen und daher, weil minderwertig im Wildbret, noch ohne Interesse für den Jäger, so gewinnt die Entenjagd jetzt immer mehr an Bedeutung. Bei der Suche nach Enten an Bächen und Gräben wird auch oft die B e k a s. sine im Zickzackflug aufstehen. Auch sie darf mfe- der besagt werden wie andere Sumpfschnepfen ebenfalls. Die Gehecke des Fuchses sind ausgelaufen, und die Jungfüchse schlagen sich nun allein durchs Leben. Wo der Bestand zu groß ist, kann ohne Einschränkung abgeholfen werden, da die Schonbestimmungen für führende Fähen abgelaufen sind. Ebenso kann der Dachs, der in manchen Revie- ren im Interesse der Niederjagd kürzer gehalten werden müßte, bejagt werden. Je kürzer bie Tage werden, um so schwieriger wird der Abschuß am Bau. Darum sollte man damit nicht warten. Wenn das Jahr seinen Höhepunkt überschritten hat, denkt der Vorsorge pflegende Heger auch an den Winter. Der vorletzte Winter war eine Katastrophe für die Niederjagd und der letzte als besonders schneereich hat auch sein Teil an ihrem Niedergang. Alles Klagen und Grübeln über die Ursachen hat keinen Zweck, helfen kann nur die Tat. Drum muß dafür gesorgt werden, daß im Winter die Möglichkeit besteht, möglichst viele Fütterungen für Hühner und Fasanen anzulegen und zu beschicken. Im Dorf brummt bereits bie Dreschmaschine. Das, was bei ihr an zerschlagenen Körnern und an Unkrcmtsamen aller Art abfällt, ist für unser Federwild hervorragend als Winterfutter geeignet. 2)rum sollte jeder Jäger sehen, daß er mit einem ausreichenden Vorrat Daran in den Win- ter geht, um seinem Wild helfen zu können, wenn es in Not gerät Abgeerntete Aecker können auch jetzt noch mit Rosenkohl oder mit Kuhkohl bepflanzt werden, um als Wildäcker Verwendung zu finden. Wo im Winter das Raubwild und Raubzeug mit Knüppelfallen u. ä. kurzgehalten werden soll, werden sie bald gebaut, soweit sie nicht schon vorhanden sind, damit sie verwittern, und das Raub- wild wird mit Aufbruch, Krähen oder Eichelhähern üsw. an den Fangplatz gekirrt und an ihn gewöhnt. Nur wenn es mit ihm vertraut ist, wird später die fängische Falle auch Erfolge bringen. Unser vierbeiniger Weidgeselle, der Hund, hat Monate mit wenig Arbeit hinter sich. Bald aber soll er wieder Hühner suchen und damit eine Arbeit leisten, die höchste Anforderungen an ihn stellt. Dazu muß er genau wie der Mensch vorbereitet sein. Soll er nicht in der ersten Stunde ausgepumpt und fertig in dem hohen Kartoffelkraut liegen, bann ist es gut, ihn ab und zu schon zu führen, wenn einmal das Getreide nicht mehr auf dem Halm steht. Er gewöhnt sich wieder an die Anstrengungen, und sein Herr ist nicht durch das Schießen in Anspruch genommen und kann sich seinen Gefährten wieder sauber in die Hand arbeiten. Hubertus. Zahlen, die zu denken geben. NSG. Im Jahre 1938 erzeugte Deutschland an Kunstseide 65 000 Tonnen, Ende 1940 aber rund 100 000 Tonnen. Im Jahre 1938 betrug die Produktionskapazität für Zellwolle 155 000 Tonnen, 1940 weit über 200 000 Tonnen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Textilabfälle einzig und allein als Reißwolle zur Papierherstellung benötigt, seit 1910 haben Deutschland und England Reißwolle auch in Exporttuchen verwandt. Heute ist keine Fertigware ohne gerissenes Material denkbar. Wir haben also einen sehr starken Verbrauch an Alttextilien und müssen unbedingt durch Wiederverwertung solcher Altstoffe eine Roh- ftoffreferoe schaffen. England begann mit seiner Altstoffsammlung im Jahre 1940, Deutschland aber bereits 1936. Wir haben also die Zeit genützt, und wir nützen sie auch heute. Man muß sich nur vor Augen halten, was aus Alttextilien gemacht wird, und der Sinn der Reichsspinnstoff- (ammlung wird besonders deutlich. 50 v. H. aller Spinnstoffabfälle wandern in die Reihwoll- industrie, 35 v. H. in die Roh- und Dachpappenindustrie, 15 v. H. ergeben Putzlappen für die Reichsbahn, Metallwarenfabriken, Druckereien, Glashütten, Autowerkstätten ufw. Mindestens 30 v. H. der bisher verarbeiteten Textilien schlummerten in den Haushalten oder wurden gar von Motten gefressen. Es wäre widersinnig, Werte zu erzeugen, um sie nachher irgendwie > verkommen zu lassen. Wir gehen daher in Deutschland in der restlosen Erfassung aller dieser Reserven vorbildlich voran. Mögen sie in England wieder höhnen und spotten, wie sie uns schon 1936 lächerlich zu machen versuchten. Wir haben schon 1936 vorgebeugt, um unsere Soldaten gut kleiden und ausrüsten zu können, und nun wollen wir diesmal wiederum durch bie Reichsspinnstoffsammlung Vorsorgen. Den Erfolg dieser Vorsorge wird bas deutsche Volk, aber auch die übrige Welt, eines Tages abermals erkennen können. Sie Mlffle M «MM (Erfinberberafung durch die DAA. Am 11. 8., 25. 8., 8. 9. und 22. 9. finden die Sprechstunden zur Erfinderberatung in Gießen, Haus der DAF., Schanzenstraße 18, I. Stock, 3immer 15b, jeweils von 10 bis 12 Uhr vormittags, statt. 3266V polnische Ausreißer wieder gefaßt. Wie berichtet, waren aus einem Kriegsgefangenenlager bei Hadamar eine Anzahl polnischer Offiziere geflohen. Ein Teil der Ausreißer konnte inzwischen wieder festgenommen werden. Bei 6er Festnahme eines polnischen Oberleutnants war auch der Kaufmann Karl Hofmann aus Frankfurt-Höchst, der in der Limburger Gegend seinen Urlaub verbrachte, maßgebend beteiligt. Er war gerade beim HimbeerpMcken im Walde bei Dirlenbach in der Nähe von Diez, als ihn zwei Männer herbeiriefen und auf drei verdächtige Personen aufmerksam machten. Der Höchster erkannte gleich, daß es sich um Gefangene handeln müsse, zumal der eine seine Militärmütze trug. Durch das Rufen waren ar er auch die Verdächtigen aufmerksam geworden und flüchteten ins Walddickicht. Durch rasche Verfolgung gelang es Hof- mann, wenigstens noch einen von ihnen, einen pol« nischen Oberleutnant, festzuhalten und den Behörden zu übergeben. Er hat damit gezeigt, wie wichtig die Mithilfe des PubUkums in solchen Fällen ist. Zirkus Kreiser-Barum kommt nach Gießen. Wie dem heutigen Anzeigentell zu entnehmen ist, wird der Zirkus Kreiser-Barum vom 14. bis 17. August in Gießen ein viertägiges Gastspiel auf dem Oswaldsgarten geben. Der Zirkus hat feit Dem Jahre 1929 21 Länder bereift und insgesamt mehr als 57 000 Kilometer zurückgelegt vom hohen Norden bis zum Mittelmeer, von Der Biskaya bis ins innerste Asien. Als Repräsentant deutscher Zirkuskustst hat das Unternehmen überall ein begeistertes Publikum gefunden. Unter Der Gesamtleitung von Fräulein Margarete Kreiser- Barum tünDigt Der Zirkus ein großes Deutschitalienisches Gemeinschaftsprogramm mit bisher noch nicht gezeigten Sensationen an. Das Programm hat in Den Deutschen StäDten, Die Kreiser-Barum zuletzt bereifte, allenthalben großen Anklang gefunden. Gießener Gchlachtviehniarkt. Auf Dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoieh-DertellungsmarkH in Der Vlehverstei. gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 83 bis 95 Rpf., Bullen 66 bis 103, Kühe 52 bis 91, Färsen 75 bis 93, Kälber 45 bis 114, Schafe 20 bis 28 Rpf. je Kilo Lebendgewicht. Für Schweine mürben je Kilo Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 Kilo und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 145,5) 1,26, b2 (120 bis 134,5) 1,24, c (100 bis 119,5) 1,20, d (80 bis 99,5) 1,14, e—f (unter 80) 1,10, gl (fette Sauen) 1,26, i (Altschneider) 1,24, g2 (andere Sauen) 1,14, h (Eber) 1,14. Marktverkauf: regelmäßig, alles zugeteilt. )1 / »Sayet»-Arzneimittel entstehen in systematischer wissenschaftlicher Arbeit. Die Herstellung wird dauernd sorgfältigst überwacht. Das -So^-Kreuz bürgt dafür, daß bei der Herstellung von Arzneimitteln das Höchstmaß an Verantwortung beachtet wird. ZB\ < A > BAYER < E > \R/ Frau Lind fehlt in dieser Stunde aller Sinn für diese Rechtlichkeit. Und noch in einem zweiten Punkte ist sie anderer Meinung als Dr. Klarer. Als Der ihr nämlich unter Hinweis auf Die im Gesetz verankerte Verpflichtung Des Mannes, Prozeßkosten Der Frau in Ehesachen zu zahlen, Den Vorschlag macht, er wolle seine Liquidation für die heutige Unterredung an Herrn Lind schicken, da fragt sie nach Der Höhe unD er» leDigt Den Betrag selbst. Unlogik der Fraul Zuerst will sie von dem Manne um jeden Preis los — und dann bezahlt sie seine Rechnungen! Dr. Klarer ist überzeugt, daß aus der ganzen Streitsache nichts werden wird. Sie wird dasselbe Ende nehmen, wie so viele Scheidungsklagen. Erst suchen sich die Ehegatten gegenseitig schlechtzumachen, und nachher vertragen sie sich wieder ... Der Bürovorsteher klopft an. „Zwei ganz eilige Wechselproteste, Herr Doktor", meldet er und legt dem Rechtsanwalt die Papiere hin. „Donnerwetter!" Dr. Klarer sieht auf die Uhr ... „Da muß Herr Direktor Dominik eine Viertelstunde warten. Entschuldigen Sie mich inzwischen bei ihm, Märtens!" Er wendet sich wieder sehr verbindlich an Frau Lind. „Falls sich noch eine Frage ergeben sollte, bann stehe ich' stets gerne zu Ihrer Verfügung." Er steckt die Wechsel in seine Brieftasche. „Sie ent- schulbigen wohl, gnäbige Frau, wenn ich Sie nicht hinausbegleite. Mein Wechselschulbner schließt näm- lich mittags sein Büro — Da möchte ich nicht zu spät kommen." Martha nickt, knöpft sich ihre Handschuhe zu. Drei Minuten später steht sie im Wartezimmer FrieDrich Dominik gegenüber ... Sie erschrecken beiDe. Dominik hat eben Zeitung gelesen, als Die Tür zum Anwaltszimmer aufgeht. Ohne recht hinzusehen, steht er auf, weil er meint, Daß nun Die Reihe an ihm fei. „Martha —!" Dann erst verbeugt er sich in seiner ein wenig ungelenken Art. „Verzeihung, gnädige grau! — Ich dachte r.. t ich Sie streckt ihm die Hand hm — ganz frei, ganz unbefangen. Aber bas Herz schlägt ihr bis zum Halse empor. „Guten Tag, Friedrich!" Er nimmt bie Hand — erst zögernd, bann hastig, als gelte es ein schnelles Zupacken, um nichts zu verlieren. So steht er vor ihr und findet kein Wort. Er ist alt geworden! denkt Martha. Wir find b/ide sehr alt geworden. Damals waren wir beide sehr jung. Und zwischen unserem Abschied und dem Heute liegt bas, was die Menschen Leben nennen. Daß sie weißes Haar hätte, hat mir Der Junge erzählt! denkt Friedrich. Und ihr Gesicht spricht von vielen stillen Leiden, aber ihre Augen find noch immer so wie damals, wenn sie mir Gutes sagen wollte ... Dann erst fällt ihm ein, daß der Platz, wo sie sich treffen, em ungewöhnlicher ist, roenigftens für eine Frau, deren Geschäfte sonst normalerweife von ihrem Mann besorgt werden. Also kann es sich bei ihrem Besuch in der Rechtsanwaltskanzlei nur um Dinge handeln, die Mattheus Lind nichts angehen sollen — oder die gegen ihn sind. Arme Martha! Das also wäre das Ende? Martha spürt seine Gedanken. Seltsam. Sie sehen sich nach so langen Jahren in dieser Minute zum ersten Male wieder, und schon ist Die seelische Verbindung zwischen ihnen so stark und so lebendig, daß sie gegenseitig in sich lesen können. Und ebenso seltsam--Es ist, als ob die letzten Jahrzehnte nicht gewesen seien, roenigftens nicht gewesen feien, wie sie waren. Das Leid ihrer beiden Leben ist ausgewischt von behutsamen Händen. Und zwischen ihnen ist ein Schwingen und Weben, ein Glück und Ruhe bringendes Gemeinsames. Es kann nicht sein, daß sie sich so lange nicht gesehen haben. Noch gestern ober vorgestern müssen sie sich begegnet fein und auch seitdem waren ihre Seelen beieinander. Friedrich Dominik fühlt das alles wie ein Geschenk, das über ihn kommt, er weiß nicht woher. Er legt seine Linke auf Marthas Rechte, Jo, daß sie nun ganz von seinen Händen eingeschlossen ist. „Kann ich dir helfen, Martha?" Die Frage ist wie ein Blitzschlag. Sie erschreckt, aber sie ist voll großer Helligkeit. Sie fürchtet sich nun doch ein wenig vor diesen durchdringenden grauen Augen. ,Zch war bei Dr. Klarer, um mir Rat zu erbitten. Aber er kann nicht helfen. Kein Jurllt kann da wohl helfen--auch sonst kein Mensch.. „Auch ich nicht, Martha?" „Auch du nicht, Friedrich." Seine Hände zucken kaum merklich, aber sie geben sie noch immer nicht frei. „Bist du dessen so ganz sicher, Martha?" Sie nickt, sehr heftig, als müsse fit es sich selbst damit bekräftigen. „Du vor allen anberen Menschen nicht, Friedrich. Du wärst der allerletzte, Der Da helfen könnte." Also, es ist so, wie ich dachte, weiß Dominik. Ihre Ehe ist zerbrochen. Gerade Darum will sie meinen Rat nicht. — Gerade Darum muß sie meinen Rat hören! „Mein Wagen wartet unten. Ich steuere selbst. Geh voran und zieh Die Vorhänge zu! Dann sieht uns kein Mensch — Dann können wir irgendwohin fahren und über deine Sorgen.sprechen." Martha fühlt das Werbende in seiner Stimme. Wie wohl bas tut. Mattheus hat nie um sie geworben. Er hat sie genommen, ohne zu fragen, so wie er ihr Geld nahm, ohne zu fragen. Das hot vielleicht am meisten müde gemacht. Dieses Sichfügen- müssen, dieses Niegefragtroerdeu, dieses Sichsewst- entgleiten. Wie wohl Das tut, zu fühlen: Da ist ein Mensch, Dem bist Du wert. Dem bist Du keine Sache. Der möchte dir Gutes tun. Um deiner selbst willen. Und Dann schrillt wieder das Bewußtleiu ihrer Verlassenheit in ihr auf. Sie braucht ja einen Menschen. Sie hat seit heute kein Zuhause mehr. UnD auch, für Brigitte muß gesorgt werden. „Du warst doch mit Dr. Klarer verabredet?" sucht sie nochmals sich selbst zu entfliehen. „Was wird er denken, wenn du fortgehst mit mir?" ,Lst Das so wichtig?" fragt Dominik zurück. Sie schüttelt Den Kopf. „Nein, es ist nicht wichtig ... Wohin wollen wir fahren?" fragte sie zögernd. „Zur Stadt hinaus — wo keine Menschen sind.^ „Ans Meer--" (Fortsetzung folgt) Enka weiß, was sie will... Ein Zwiegespräch über die hauSwirtschastliche Lehre. „Du, Erika, ich glaube, da wirst du noch einmal eine ausgesprochene .Partie'!" „Ja, ich finde es vorläufig auch noch komisch, daran zu denken. Aber ich denke, daß ich dich gerade mit diesen praktischen Gründen am besten überzeugen kann. — Bei mir gibt allerdings im Augenblick den Ausschlag, daß ich irgendwo schaffe, wo ich mich bewegen kann, wo ich mit Kindern lachen und singen kann, wo es an einem sonnigen Nachmittag heißt: Jetzt geht> ins Grüne! Und vor allem, wo man sieht, was man getan hat, zum Beispiel ein gutes Mittagessen, ein Regal mit Eingekochtem, ein Päckchen frischgeplätteter, duftender Kinderwäsche ... Daran kann ich mich bestimmt mehr freuen als an der Addition langer Zahlenreihen oder an getippten Briefen, die meine Phantasie nicht beschäftigen. Ich bin nicht dazu geschaffen, am Schreibtisch oder hinter der Schreibmaschine festzusitzen, ,mit dem Kopf zu arbeiten', wie es so schön heißt. Als ob man bei den praktischen Berufen ohne Kopf auskäme ..." „Sag' einmal, wie wäre es denn, wenn deine Mutter selbst dich in ihre Lehre nähme?" „Frau Bachmann sagte, falls wir einen solchen Antrag stellen wollten, würde er gewiß genehmigt werden. Wir haben sogar vier Kinder unter vierzehn Jahren. Aber da es Mutter recht ist, möchte ich doch schon lieber mal in einen fremden Haushalt hineinsehen. Vielleicht werde ich da auch nötiger gebraucht. Nicht wahr, es ist doch schön, wenn man sich sagen darf, man tut etwas, das nicht nur einem selbst vorwärts Hilst, sondern auch anderen dient und nützt?" H. Poth. „Kann sein, Erika. Wenn ich nun wirklich auch zugeben muß, daß das alles Vorzüge find, die ein kinderarmer oder kinderloser Haushalt nicht bietet, so scheinen sie mir doch nicht ganz die Beschwerlichkeiten aufzuwiegen, die du dafür in Kauf nimmst und die dir nicht einmal einen höheren Lohn eintragen." „Siehst du, Tante Ilse, dafür hat nun der Staat gesorgt. Wenn ich vier Jahre lang meine Arbeit in einem kinderreichen Haushalt getan habe — die Lehrzeit wird auch angerechnet — dann bekomme ich 6 0 0,— RM. als Beihilfe für meine Ausstattung. Vater hat auch gesagt, ein Mädel, das ins Geschäft oder ins Büro geht, kann sich bis zu ihrem 19. oder 20. Lebensjahr bestimmt nicht soviel ersparen." „Von dieser neuen Anordnung habe ich auch schon gehört. Aber das Geld bekommst du doch nur ausgezahlt, wenn du heiratest oder wenn du dreißig Jahre alt bist." „Das stimmt. Nun stelle dir aber einmal vor, daß ich noch länger als die Mindestzahl von vier Jahren in einer kinderreichen Familie arbeite. Für jedes weitere Jahr erhalte ich noch einmal 150 Mark. Das heißt, wenn ich etwa 26 Jahre alt bin, steht mir schon die H ö ch st s u m m e,_ n ä m - lich 1500 Mark, zu. Heirate ich dann, so kann ich außerdem noch das Ehestandsdarlehen erhalten." rung von Oberturnwart H. A m e n d. Sieger tvui,' den: Kampfklasse II: 1. E. Scharf 49 L 2. E. Kümmel 48 P.; 3. K. Weder 37 P. — HI. Klasse A: 1. E. Krämer 71 P.; 2. W. WüÄ 60 P.; 3. R. Abel 46 P. — HI.-Klasse B; 1. K. Bittendorf 77 P.; 2. F. Stroh 59 P.; 3.P. Kehr 59 P. — B D M. - K la s s e A : 1. E. Schmitt 60 P.; 2. L. Platt 57 P.; 3. E. Würtz 56 P. — ~ ' 27/28 : 1. H. Weber; 2. h, „... ja, aber Erika — — bist du ein großes Mädel geworden!" r „ „Tag, Tante Ilse. Fein, daß ich dich mal treffe. ,Zch freue mich auch. Was tust und treibst du denn so? Wie geht es in der Schule?" „Danke, ganz gut. Aber bald komme ich raus; es ist das letzte Jahr." „Und weißt du schon, was du nachher anfangst? Lebhaftes Kopfnicken: „Ich gehe in die h a u s - wirtschaftliche Lehre.-----Nanu, warum machst du denn ein so bedenkliches Gesicht?" „Na, weiht du, Erika, daß gerade du, die so lebhaft und gescheit ist, in den Haushalt willst .. „... und geistlose Arbeit verrichten und anderer Leute Schmutz fegen. Ich kenne das; so reden viele Leute, die meist selbst vom Haushalt keine große Ahnung haben. — Nicht böse sein, Tante, du bist natürlich nicht gemeint. — Man muß doch für die Hausarbeit nicht unbedingt ein Trampel sein! Um alles das recht zu verstehen und zu können, was in einem richtigen Haushalt heute geschafft werden muß, darf man schon ein bißchen helle sein. Und für eine Lehrfrau wäre es bestimmt keine Freude, wenn sie bei all ihren guten Lehren vorwiegend auf Gedankenlosigkeit und Trägheit stößt?" „Wenn deine Lehrfrau nur wirklich solch eine beispielhafte Hausfrau ist ..." „Darüber mache ich mir keine Sorgen. Mutter hat schon mit Frau Bachmann gesprochen. Du kennst sie doch. Sie ist Ortsabteil ungsleiterrn Volkswirtschaft • Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk. Sie hat uns gesagt, als Lehrfrauen werden nur solche Hausfrauen anerkannt, die wirklich fähig sind, ein Mädel in allen hauswirtschaftlichen Zweigen auszubilden. Nur einen besonderen Wunsch habe ich noch; meine Lehrfrau muß mind-estens drei Kinder unter 14 Jahren haben." „Mach dir da nur keine falschen Vorstellungen, Kind. Ein Rudel kleiner Geschwister, wie bei euch zu Hause, und eine Stube voll fremder Kinder, das ist doch ein großer Unterschied; von der Arbeit, die sie machen, ganz zu schweigen." „Mutter meint aber, eine Frau mit einer Km- derschar ist gewohnt, mit anzufassen und weiß besser, was sie einem jungen, halberwachsenen Mädchen an Arbeit zumuten kann, als so eine verwöhnte Dame, die jedesmal schon kilngelt, wenn sie ein Glas Wasser wünscht oder das Fenster aufgemacht haben will." „Da mag Mutter recht haben. Schade ist es aber, daß du nicht mehr zu Hause verpflegt wirst, besonders heute." „Auch das haben wir bereits besprochen. Mutter hatte anfangs ja auch etwas Sorge. Aber Frau Bachmann sagte — und das leuchtete uns ein — der Küchenzettel in einem Haushalt mit jüngeren Kindern, besonders in einem mustergültigen Haushalt, werde so bestellt fein, daß er gerade für ein Mädel in den Wachstumsjahren richtig ist." binationszug den zweiten Treffer. Der Mittelanstoß der Gäste wurde abgefangen, und diese wurden in ihrer Hälfte eingeschnürt. Kurz hintereinander mußte der gegnerische Torwart den Ball noch zweimal aus den Maschen holen. Kurz vor Ende der Spielzeit versuchte Garbenteich mit allen Kräften eine Verbesserung des Resultates zu erzielen. Aus einem Gedränge heraus schossen die Gäste den verdienten Ehrentreffer. Das Spiel wurde sehr schnell und fair durchgeführt. W.-Sleinberg 2. Igd — Steinbach 2. 3gb. 10:0 (2:0). Vor dem Spiel der Teutonen gegen Kickers Offenbach trafen sich beide Mannschaften. Die Gäste waren der ihnen gestellten Aufgabe nicht gewachsen und mußten eine hohe Niederlage mit nach Hause nehmen. Sporttag in Wißmar. Am letzten Sonntag traten etwa 180 Teilnehmer der Gemeinde Wißmar unter Leitung von Sportleiter Pg. Hermann am Adolf-Hitler-Platz an. Begonnen wurde mit dem Dreikampf für alle Klassen. Danach brachte man Mei Staffelläufe zum Austrag, in bunter Reihenfolge wechselten Körperschule und Volkstänze der Turnerinnen unter Füh- Iugend-Fußball. Steinbach 1. Jugend — Dors-GM 1. Jgd. 4:1 (0:1). Die 1. Jugendmannschaft von Dorf-Gill war am vergangenen Sonntag in Steinbach zu Gast. Das Spiel war in der ersten Hälfte ausgeglichen. Die Gäste kamen zu ihrem einzigen Treffer, während die Platzbesitzer einige sichere Torchancen nicht ausnutzten. Nach dem Wechsel drängten die Gastgeber immer mehr und konnten auch den Ausgleich erzielen. Die leichte Ueberlegenheit brachten dann die Einheimischen auch zahlenmäßig zum Ausdruck. Der Torhüter der Gäste mußte noch dreimal das Leder aus dem Netz holen. Allendorf 1. Jugend — Garbentelch 1. Jugend 4:0. Beide Mannschaften trafen sich am Sonntag zum fälligen Rückspiel. Für die Allendorfer galt es, die im Vorspiel erlittene Niederlage wettzumachen. Das Spiel begann mit schönen Angriffen der Gastgeber, welche auch einen Erfolg erzielten. Alle Angriffe der Gäste wurden durch die aufmerksame und sichere Hintermannschaft der Einheimischen, in welcher der Tormann sehr gefiel, zunichte gemacht. Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit erzielte der »Sturm der Platzbesitzer durch einen schönen Kom- DJ. - Jahrgang!...--. Weimer; 3. O. Schwalm. — DJ.-Jahrgang 2 9 / 3 1: 1. W. Mandler; 2. O. Becker; 3. E. Strot — I M.-Jahrgang 27/28: 1. I. Fey; 2. s, Becker; 3. M. Frey. — I M.--Ia h r gan g 2 9/3). 1. M. Wagner; 2. Th. Vogel; 3. I. Kümmerer. - Der Nachmittag brachte ein Jugendhandballspjil der neu ins Leben gerufenen Mannschaft Wißni^ gegen Atzbach, welches 3:13 für Atzbach endete. Jgd.-FußbaN-Pokalspiel Wißmar — Wetzlar konch mit 4:3 Wißmar Sieger werden. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Leihgestern, 5. Aug. Seit gestern ist de G e m e i n d e z a h l st e l l e nach der alten Schch in der Kirchstraße, wohin bereits am 1. d. M. de Bürgermeisterei übergesiedelt ist, verlssgt worü^ Es wird allgemein als glückliche Lösung empsip, den, daß sich die Gemeindedienststellen inmitten fcs Ortes befinden. Bis zur Amtsniederlegung letzten ehrenamtlichen Bürgermeisters im Ich, 1934 befanden sich die Amtsräume des Bürge:. Meisters und des Gemeinderechners in deren Pii- vatwohnungen. Sie wurden erstmalig von diest^ Zeit ab vereinigt in einem Mietshause untergebrackt.« * Ruppertsburg, 5.Aug. Verschiedene Hih-j nerbesitzer unserer Gemeinde erlitten in liefenI Frühjahr und Sommer durch Raub wild erhe),Z lichen Schaden an ihren Geflügelboständen. DachM Fuchs und Habicht sind die Räuber, denen schnl über 100 Hühner zum Opfer gefallen sind. Nich! nur in die Hühnerfarmen außerhalb des Dars«;.! auch in die Hühnerställe dicht beim Orte wissen fcl sich einzuschleichen, wenn sie nicht gut verwahrt fin)J -Sie wühlen sich Löcher unter den DrahtumM nungen der Farmen. Wirtschaft. ' * Beimischungspfl^cht zum Weizer.> mehl. Die Hauptvereinigung der deutschen fön treide- und Futtermittelwirtschaft hat eine Anortt nung über die Beimischungspflicht zum Weizenmehl erlassen. Danach darf in Abänderung der bisher^! Beimischungsvorschriften mit Wirkung vom 1. Augr^ 1941 Weizenmehl der Type 1050 (auch in der Loh und Umtauschmüllerei) nur mit einer BeimisäM von 10 v. H. (bisher 15 v. H.) Roggenmehl bi Type 997 hergestellt und in den Verkehr gebro^ werden. Von jeder Mühle, die Weizenmehl bi Type 1050 herstellt und in den Verkehr bringt, wei ein Ausgleichsbetrag in Höhe von —,25 RM. ff. Weizenmehl mit der bisherigen Beimischung in 5>i von —,50 RM.) je 100 kg erhoben, der an den $; ständigen Getreidewirtschaftsverband abzuführen ff Gießen (Wiesecker Weg 19), den 5. August 1941. 3268 D gesucht. 02671 Hotel Prinz Carl Ihr Berater in allen Punktfragen das große Spezial-Haus für gute e. G. m. b. H., Giefcen 3267D W. Martin, Vorsitzes des Aufsichtsrates, 3175A Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Familie Karl Rieger und Angehörige. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unseres lieben Kindes sowie, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Becker sagen wir allen auf diesemWege unseren herzlichsten Dank. Rechnungen bei Brühl, Gießen Herren- und Knaben- Kleidung Haus- und Küdienmädchen Für die mir zu meinem 75. Geburtstage erwiesenen Aufmerksamkeiten danke ich auf diesem Wege allen aufs herzlichste. Justus Woelke Buchbindermeister. Gießen, den 6. August 1941. 02569 Nachlässe von 8 bis 20 v. 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August 1941 in der Geschäftsstelle der Genossenschaft, Aulweg 26, werktäglich (außer Samstag), von 16 bis 18 Uhr, zur Einsicht der Mitglieder offen. — Anträge zur Jahres- Hauptversammlung müssen bis zum 13. August 1941 bei dem Vorsitzer des Aufsichtsrates, Karl -Vogt- Straße 19, schriftlich eingereicht werden. Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 Circus Kreiser BARUM Junges Ehepaar sucht zum 1. September tüchtige, kinderliebe HausgeviMn nach Berlin. 02553 Frau v. Livonius, z.Z.Gießen An der Johanneskirche 6. Seit unserem letzten Gastspiel in Jena 1929 als Riesen-Circus Barum bereisten wir 21 Länder, rollten unsere Wagen mehr denn 57000 km durch die Welt, vom hohen Norden bis zum Mittelmeer, von der Biskaya bis in das innerste Asien, immer aber waren wir Repräsentant bester deutscher Circuskunst, die gekrönte Häupter ebenso begeisterte wie die Nomajienvölker Asiens. 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