-- W&f V<";< ' \zM Donnerstag. 6 März |9$t (91. Jahrgang Nr. 55 tirfcbemt tanhd), anbei ©onntnas und »>eiertna§ Beilagen: Die.lUnftnerte (Siebener rtmiiilienblattei Heinnit nnBild Die-Scbolle Monats-BezuasvrerS: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 L'lrne Illustrierte 1.80 Auneligebühr. „ -.25 mich bei *)iirf)terfcbemen van einzelnen l.unnnern infolge höherer (tienmlt Fernivrechanichiun 2251 Drabtanstbrnt:,,Anzeiger" Poiillbeck 1l6««r>ranks. M Annahme von Anzeige« für die Mittagsnunnner bis8'/,Ndr desVornnttagS An^etgen-Preiier Slnzeinentetl 7 Ruf te mm bei 22 nm» Beilenhreite# Wertteil 50 rttvi. le mm bei 70 mrn .^eilenbreite Nachlässe Wiederbalung Malstastel I AbstliliisieMengennab'el B Plavvorichnfi i vorder,ge Bereinbarnng 125*-.. mebr GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen - Arabern wirkungslos bleiben würden Die 1011 Araber wüßten, daß England niemals seine 23er» •VII fprechungen gehalten habe Auch die Türken Der deutsche Vormarsch in Bulgarien kosten des Brückenschlags — und es sind „zahlreiche einigermaßen zu Wir werden wahrscheinlich erst nach dem Kriege he eL en er fr in« ar rb in. !ek nn les irn !N« U Je« er« -8- en ch- !tb mb jen uh Sei« n« an )en i41, Jab »er« mit nb, dürften nicht vergessen haben, daß die Ausschlachtung des türkischen Kaiserreiches ausschließlich von dem Großbritannien Sir Edward Greys gewollt und organisiert worden sei Nun wühle und drohe England und ziehe Streitkräfte an der y r i s ch e n Grenze zusammen. Es lei im- ner behauptet worden, Asien sei ein Pulverfaß. Es tehe England anheim, diese Erfahrung zu machen Wenn nötig, wüßten die sieben im Dreierpakt geeinten Völker in wirksamer Weise zu ant« England ändert die Sommerzeit. Stockholm, 5.März. (Europapreß.) Der eng- lische Innenminister Morrison gab im Unter» Haus bekannt, daß die Sommerzeit vom 3 Mai bis zum 9. August um eine weitere ötunbe, also insgesamt zwei Stunden, vorverlegt werde. Eine zusätzliche Stunde am Tage sei für die Kriegs» anstrenaungen vorteilhaft, würde jedoch Schwieng- keiten für die Landwirtschaft mit sich bringen. Nach sorgfältigen Ueberlegungen habe sich die englische Regierung jedoch zur Annahme des Vorschlages entschlossen. Die von unseren Pionieren setzt in kurzer Zeit gebaute gewaltige Donaubrücke, die das rumänische Grenzgebiet mit dem bulgarischen Land verbindet. Auf breiten Donaukähnen liegen schwere Bohlen, auf denen die Kraftwagen und Panzer der deutschen Wehrmacht nach Bulgarien rollen. (PK.»Dick. — Scherl-M.) mit ihren Kameraden der italienischen Marine be» sondere Verdienste erworben haben, wurden Tapfer» keitsmedaillen verliehen. Es wurden ausgezeichnet Geschützführer Kre'desch aus Dortmund, Kanonier Diekmann aus Rüstringen, Kanonier Esckoff aus Kiel. Kanonier Wesselburg aus Hamburg. Zu einer Flakbatterie kommandiert, haben sie sich während der zahlreichen feindlichen Bombenangriffe durch Ruhe. Kaltblütigkeit und Unerschrockenheit ausgezeichnet und oftmals feindliche Bombenangriffe zum Scheitern gebracht. Vergebliche Bemühungen Englands um die Araber. Als in den Abendstunden des 2 März der Einmarsch der deutschen Truppen in das befreundete Bulgarien bekannt wurde, mußte jeder Kenner der Verkehrsverhältnisse zwei Sensationen erwarten: 1 Wie kommen die deutschen Truppen mit Troß und Wagen über d i e Donau? 2. Wie kommen die schweren deutschen Tanks über d i e Gebirgsrücken Bulgariens? Inzwischen liegen uns bereits PK.-Berichte vor, die mit großer Schnelligkeit und Gründlichkeit diese Fragestellungen klären. Ueber die Donau, soweit sie die Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien bildet, führte bisher keine einzige Brücke. Zwischen Rumänien und Bulgarien wurde über diesen Brückenbau durch Jahrzehnte verhandelt. Solange beide Staaten dem Völkerbund anaehörten, wurde dieser Brückenbau eine Völkerbundsanaelegenheit Der gute Völker- bund lag schon in Agonie, als sich Rumänien und Bulgarien endlich auf der Errichtung einer Eisen- bahnbrücke zwischen dem rumänisch-« Giurgiu und dem bulgarischen Rustschuk glücklich einigten. Bei dieser Einigung blieb es Gebaut wurde keine Brücke So "führt über die untere Donau zwischen Bulgarien und Rumänien weder eine Brücke für den Eisenbahn- noch für den Straßenverkehr. Jetzt aber lesen wir in dem VK.-Bericht des Kriegsberichter Günther Renting, daß gleich „zahlreiche gewaltiae Brücken" über die untere Donau geschlagen worden seien. Und diese Brücken sind so breit aebaut, daß zwei Kolonnen nebeneinander hinüber^ahren können, und bieten außerdem noch Platz für Fußgänger und Meldeverkehr. Die Donau 'ft unterhalb des Eisernen Tores etwa ROO bis 900 Meter breit. Die Breite des Stromes ist aber nicht die einzige Schwierigkeit. Die Donau berührt die bulgarifche Grenze in einer ungefähren frohe von 30 bis 35 TMer Dos Gefälle ist allo verhältnismäßig gering. Nach Süden hin erhebt sich ierrfeits des Donaulaufes lehr bald der St-ilrand der bulaarilch-n Kreideta^el bis zu etwa 100 Meter frohe Unter dielen Umständen bildet die Donau zur frochwalserzeit ein weithin überschwemmtes Auen, gebiet, das ein außerord-ntliches Fisch- und Dog-l- leben birgt, für die Brückenbauer aber lehr viel meniaer angenehm ist als für die Jäger und Filcher. Die Talaue der Donau am Fuß der bulgarischen Kreideplatte ist etwa 10 bis 15 Kilometer breit’ Diele wenden Angaben genügen, um die Schwierig- In Wahrheit, sagt das Blatt, verteidige England seine Vorrechte in der Menschheit. Der jetzige Kampf werde aber mit einer Katastrophe für England enden. Des btif sche Gesandte verläßt Sofia. Sofia, 5.März. (D31B.) Der Sofioter britische Gesandte, Rendell, überreichte am Mittwoch im bulgarischen Außenministerium eine Rote, in der et mitteilte, daß er von seiner Regierung den Auftrag erhalten habe, zusammen mit dem noch in Sofia befindlichen Personal feiner Gesandtschaft Bulgarien zu verlassen. Edens politische Kehlrechnung Englands Balkanpolitik in italienischer Beleuchtung. Rom. 5 März (Europapreß.) „Die Zeiten haben sich geändert" schreibt „Oiornale d'Italia" in einer Betrachtung der neuen Bemühungen der englischen Staatsmäner. die arabischen Staaten zu einem der Achse gegnerischen Block zulammenzu» schließen Die den Arabern während des Weltkrieges gemachten Versprechungen voller Freiheiten und der Schaffung eines großen arabischen Staates, um die Araber zum Kamvfe gegen die Türkei zu oewinnen feien beim Friedensschluß in schändlicher Weise unbeachtet geblieben In Wahrheit fei die ganze arabische fralbmsel mit Ausnahme des Frankreich überlassenen Syrien zu einem großen englischen Besitz gemacht worden Wenn schließlich Syrien und Palästina von den beiden Rom, 5. März. (Europapreß.) „Den ersten schweren Irrtum hat Eden im Jahre 1935 begangen, als er zur Verhinderung eines Erfolges Italiens im abessinischen Krieg England zum Wortführer des Sanktionskrieges machte-, den zweiten Fehler", so schreibt Gayda im „Giornale d'Italia". „bat Eden durch die so kostspielige und verpflichtende Zusammenziehung gewaltiger Kräfte im Mittelmeer zur Nieder- fämpfung Italiens begangen, die sich nun als unmöglich und das Kräfteaufgebot daher als unnütz erwiesen hat" Das fei, so fährt Gayda fort, em schicksalhaft schwerer Fehler gewesen, wenn sich auch für England Anfangserfolge ergeben hatten. Was Eden nun in Ankara getan habe, fei noch nicht genau bekannt. Jedenfalls habe er neue Versuche zur Anspornung einiger Regierungen zur Unnachgiebiakeit unternommen. Seine Versuche in Athen" hätten, soviel bisher bekannt geworden fei, verschiedenerlei Aufnahme gefunden Teils neige man dort zu einer neuen U e b e r prüfungberSage.babie großen griechischen Anstrengungen Griechenland nur große vpf.er und keinerlei Ergebnisse gebracht hatten Eine großzügige i l f e I e t ft u n a , ohne die die Griechen auf die Dauer an ihrer Front nicht mehr lange Widerstand leisten könnten, sei aber von Eng» land nicht l e i ch t b e r e i t z u st e l l e n. Die englisch-griechische Lage im Mittelmeergebiet beginne somit äußerst ungewiß, ja sogar gefährlich zu Der Llebergaug über die Donau Eine Großtat deutscher Militärtechnik. Der deutsche Gesandte in Aaram. Belgrad, 5 Marz. (DNB) Die Agramer Blätter berichten über einen Pesuch des deutschen Gesandten von feeren in der kroatischen Hauptstadt Auf dem Empfang, den der Bonus von Kroatien in Anwesenheit führender kroatischer PerlöN' lichkeiten gab, führte dieser aus, das kroatische Volk habe viele Schätze deutschen Schöpfertums dankbar angenommen Der Gesandte erhob fein Glas auf die Gesundheit König Peters, des Prinzregenten, des Bonus und des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Kroatenführers Dr Matfchek. Terrorqruppe in Gvl t ausaebo^en. Belgrad, 5. März (DNB.) Die jugoslawische Polizei hat in der dalmatinischen Hafenstadt Split eine Terror-Gruppe ausgehoben, der Sabotageakte gegen Bauxit-Schiffe nachgewiesen werden konnten Bisher wurden fünf Verhaftungen vorgenommen Unter den Festgenommenen befinden Sofia, 5 März (Europapreß.) Der Einmarsch I fünf stellt fest, man wolle ein für Bulgarien glück- der deutschen Truppen in Bulgarien vollzieht sich liches Ereignis entwerten und in den Schmutz reibuno'los Die Bevölkerung verläßt überall, wo ziehen. Der Sprecher des Rundfunks Sofia fchil- die deutschen Truppen eintreffen, ihre Arbeitsstellen, > berte dann den liebevollen Empfang der deutschen um die deutschen Soldaten herzlich zu begrüßen und Truppen durch die bulgarische Bevölkerung. Die mit Zigaretten zu beschenken Die Bevölkerung oe- ^ai^.aa >>;» mnbton hn6 hon wundert die vorzügliche technische Ausrüstung der deutschen Soldaten, vor allem die Träger des Eisernen Kreuzes werden von der Menge bejubelt UeberaO kommt es zu herzlichen Kontakten zwilchen den deutschen Truppen und der bulgarischen Bevölkerung Obwohl die Landbevölkerung die deutsche Sprache nur wenig beherrscht finden sich doch immer wieder Möglichkeiten zur Verständigung. Den Deutschen werden Blumen Kuchen und Zigaretten angeboten Die Bevölkerung empfängt die Truppen überall mit dem bulgarischen Gruß „Zdrawo" (fei gefund). Besonders bei den bulgarischen Weltkriegsteilnehmern ist die Rührung sich zwei übelbeleumundete Persönlichkeiten, von denen bekannt ist, daß sie für England tätig sind und vom englischen Konsulat bezahlt werden Eine bei den Verbrechern aufgefun» oene Brandbombe stammt aus dem englischen Generalkonsulat Zagreb Rumänische Generalstabsosfiziere in Berlin. groß. Der britische Nachrichtendienst oerbreiMe in den letzten Tagen propagandistische Meldungen über Bulgarien in bulgarischer Sprache Das Regierungsblatt „Dnes" warnt die Bevölkerung vor einer kritiklosen Uebernahme und Verbreitung dieser Londoner Nachrichten. Der Sofioter Rund- politisches Soldatentum in der Polizei. Von Reinhard Hcydrich, ---Gruppenführer Ches der Sicherheitspolizei und des SD. Die Oeffentlichkeit kennt die Sicherheitspolizei und SD. kaum unter diesen Bezeichnungen, der Begriff der Sicherheitspolizei ist seinerzeit unter der Abkürzung „Sipo" m der Systemzeit mehr oder weniger bekannt und beliebt gewesen. Der Sicherheitsdienst wiederum wird allgemein in der oberflächlichen Betrachtung mit dem Sicherheits- und Hilfsdienst verwechselt, der im Rahmen der Zuständigkeit des Heimatluftschutzes tätig ist. Bekannter ist jedoch die heutige deutsche Sicherheitspolizei, die der praktischen Tätigkeit ihrer beiden Zweige, der Kriminalpolizei, kurz „Kripo" genannt, und der Geheimen Staatspolizei, kurz „Gestapo" oder „Stapo" genannt. Den Sicherheits- d i e n st wiederum kennt man unter dem Begriff „SD. der Die deutsche Kriminalpolizei ist neben ihrer reichs« organisatorischen Zugehörigkeit zur Sicherheitspolizei ein sehr wichtiger Bestandteil der Polizeipräsidien und damit der großen staatlichen Derwaltungsappa- ratur. Ihre Tätigkeit ist schon in Friedenszeiten der Bevölkerung ein Begriff als Freund und Helfer gegen jede Art von Volk und Einzelmensch gefährdendem Verbrechertum. Sie hat in der Auffassung ihrer Arbeit eine neue, ethische Prägung erhalten, die sie aus dem Kleinen, Engstirnigen, ins Lokale Blickenden zur oolkumfvannenden Betrachtung führte. Ihre Aufgaben im Kriege sind ums Vielfache gewachsen. Als Beispiel seien genannt: Preisüberwachung, vorbeugende Verbrecherbekämpfung, Iu- gendschutz, Bekämpfung aller Gefahren den positiven Bevölkerungsentwicklung (wie Abteibung und Homosexualität), Bekämpfung der vom vergangenen polnischen Staat bewußt freigelassenen, in die 30 000 gehende Zahl des übelsten jüdisch-polnischen Verbrechertums. Ein einleuchtendes Beispiel gibt die Kriminalitätsziffer, die — ungeachtet des Krieges und der Hereinnahme fremdvölkischer Arbeiter in das Reich — ständig gesunken ist: von 1932 bis zur Gegenwart um 40 v. H. Geheime Staatspolizei und Sicherheitsdienst sind noch umwoben vom raunenden und flüsternden Geheimnis des politischen Kriminalromans. In einer Mischung von Furcht und Gruseln, und doch im Inland mit einem gewissen Gefühl der Sicherheit ob ihres Vorhandenseins, sagt man den Männern dieser Arbeit in böswilligen Kreisen des Auslands gern Brutalität, ans Sadistische grenzende Unmenschlichkeit und Herzlosigkeit nach. Im Inland achtet und unterstützt man verstehend untere Aufgaben, möchte aber nach Möglichkeit natürlich doch verhältnismäßig wenig mit uns zu tun haben Hier gibt es nichts, was man nicht glaubt, bis zum kleinsten egoistischen Wunsch durch die Geheime Staatspolizei lösen zu können. Hier sind wir, etwas sch-rz« haft ausgedrückt, variabel vom „Mädchen für alles" bis zum „Mülleimer des Reiches". Anlonescu und Reichsmarschall Göring in: Zeitung „Mir" sagt, die Bulgaren wüßten, daß den Worten des Führers auch Taten folgten und daß durch fein Versprechen auch eine glütlichere Zukunft Bulgariens verwirklicht werden würde. „Slovo" setzt sich auseinander mit einem Ausspruch Churchills, daß England für die Menschheit kämpfe. Wie wir bereits gemeldet haben, weilen zur Zeit rumänische Generalstabsoffiziere in Berlin. Unser Bild zeigt sie in freundschaftlicher Unterhaltung mit I dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmar- schall von Brauchitsch. (PK.-Reichelt. — Scherl-Bilderdienst-M.) die volle Geschichte dieser technischen Großtat lesen oder hören können. In diesem Zusammenhang et nur daran erinnert, daß der größte Teil des Materials auf eine Entfernung von 1500 Kilometer von Deutschland nachgeführt werden mußte. Man kann es sehr wohl verstehen, daß die bulgarische Bevölkerung mit fassungslosem Erstaunen diese militärtechnische Leistung beobachtet hat. Was in langen Jahrzehnten nicht gelang, wurde hier — sozusagen „im Handumdrehen" — von unseren Pionieren vollbracht. Der deutsche Einzug in das befreundete Bulgarien beginnt mit einer technischen Großtat, mit einem .. Brückenschlag, der über seine unmittelbare militärische Bedingtheit in eine freundlichere Zukunft weist. Dr. Ho. werden Italienische Topferkeitsmedaitten für deutsche Soldaten. Rom. 5. Mörz. (DNB.) FreiwLiaen, die In einem deutschen Freiwilligenverband Seite an Seite Wien, 5. Marz. (DJIB.) Reichsmarschall Göring traf sich am Mittwoch, dem 5. März, in Wien mit dem rumänischen Staatsführer General Antone s c u. hierbei fanden längere Besprechungen im Schloß Belvedere statt. Diese erstreckten sich besonders auf wichtige, gemeinsam interessierende wirt- fchaftspolitische Fragen und wurden im Geiste der deutsch-rumänischen Freundschaft und engen Zusammenarbeit geführt. Oer rumänische Wirtschastsminister bei Reicksminister Funk. Berlin, 5. März. (DNB) Reichswirfichafts. Minister und Reichsbonkpräsident Walther Funk empnng Mittwoch den zur Zeit in Berlin weilenden rumänischen Wirtschastsminister Generalleutnant P t o p e a n u zu einer längeren Besprechuirg über deutsch-rumänische Wirtschaftsfragen. 2 887 758 3o« den Arbeitsertrag des einfachen Volkes in Deutschland gebrochen. „Es ist meiner Meinung nach vorteilhaft, wenn Aehnliches auch für England oder USA. erzielt werden könnte." Holman erklärte, er stehe der Vorlage jedoch besonders deswegen ablehnend gegenüber, weil sie Roosevelt unbegrenzte Vollmachten einräume. Der Senator bezichtigte die internationalen Bankiers, die er als „jene Internationalisten, bei denen der Patriotismus für irgendeine Regierung erst an zweiter Stelle kommt", bezeichnete, ats^die Kriegstreiber. Sie feien auch diejenigen, die die Vereinigten Staaten in den Krieg trieben. Senator Nye betonte, die Gesetzesvorlage verlange, daß sich die Vereinigten Staaten mit England „zur Ausrottung von Aggressoren" auf dieser Erde zusammentue. $enn das der Zweck der gegenwärtigen Vorlage sei. so müsse geiagt werden, Daß England zu allen Zeiten der größte Aggressor auf der Erde gewesen ist. England habe die Seiten der Weltgeschichte in allen Jahrhunderten als Aggressor gefüllt. Durch seine Aktionen als Aggressor habe England ein Drittel der Welt und Hunderte von Millionen Menschen unterjocht. , Schritt für Schritt bis in die heutige Zeit habe England seine Souveränität ausgedehnt bis zum Empire, das heute nahezu eine halbe Milliarde Menschen umfaßt. Die Blankovollmacht für den Präsidenten bedeute den nationalen Bankrott. Llbootsschicksale. Von Kriegsberichter Dr. Wolfgang Frank. DNB. .... 5. März. (PK.) Eine Flasche Bier für denjenigen, der den ersten Dampfer sichtet, sagte der Kommandant am Beginn der Unternehmung. Das war so Satz auf dem Boot, und wer da meint, das fei zu wenig, der weiß nicht, wie hoch der Seltenheitswert eine Flasche Bier auf einem U-Boot im Kurse steigen läßt. Sie gaben sich alle Mühe — mit oder ohne Bier — aber es war wie verhext: Reingefegt lag die See, weit und blank. „Eine Flasche Sekt", versprach schließlich der Kommandant, „eine Flasche Sekt demjenigen, der mir bis Morgen früh 00 Uhr einen Geleitzug nachweist." Der Tag vergeht, die Nacht vergeht, nichts kommt in Sicht. Kurz nach Mitternacht erwacht der Kommandant mit dem Gefühl, daß er wohl gerne mal auf die Brücke gehen sollte. Oben das graue Dunkel einer hellen Nacht. Die See wie geronnene Tinte, die Kimm ein wenig heller dagegen abgesetzt. Der Kommandant läßt den Blick langsam um das Rund wandern. Plötzlich hastet er an einem Schatten, schaut schärfer, reißt das Glas an die Augen. „Mensch d a i st doch einer! Steuermann guck mal hin!" „Tatsächlich", sagt der Steuermann, ,chaß ich den aber auch nicht gesehen habe". „Zerstörer", stellt der Kommandant fest. Vorsichtig schleicht sich das Boot näher. Da sehen sie die Dampferkolonnen, sieben, acht, neun, vierzehn, sechzehn Dampfer. Vorsichtig pirscht sich das Boot heran, läuft wieder ab, wenn es sich gesehen glaubt, umschleicht die stetig dahinziehende Dampferherde von allen Seiten und findet plötzlich den Dreh, der es auf Schuß ° entfernung an einen 6000-Tonnen-Frachter her anbringt. In blitzschneller Folge jagen sich die Befehle, und schon verläßt der erste blanke Aal das Boot, läuft und detoniert mit reißendem Knall unter der vorderen Luke. Sofort sackt das Vorderschiff, und während die Schraube hilflos in der leeren Lust dreht, sehen die U-Bootsmänner, wie drüben helle Sterne aufsteigen, den Treffer anzeigen und wie im Scheine huschender Taschenlampenkegel und plötzlich eingeschalteter Decksbeleuchtung die Besatzung in die Boote geht. Eine Regenboe verschleiert den Rest des Dramas. Das U-Boot indessen setzt zu seinem zweiten A n g r i f f an. Diesmal gilt es einem fetten Tanker. „10 000 Tonnen", schätzt der Wachoffizier. Schußunterlagen werden durchs Boot gegeben. Frage: Ist Rohr fertig? — Nein, verdammt, das Rohr ist noch nicht fertig, irgendeine Kleinigkeit funktioniert nicht wie sie soll, und schon steht das Boot so nahe an Öem plötzlich zudrehenden Riefentanker, daß cs nur noch mit „hart Ruder" knapp und eben hinter dem Heck des Gegners klarkommt, von dem eine großkalibrige Kanone herabdräut. Alle halten beklommen die Luft an, aber nichts geschieht. Da greifen sie zum zweiten Male an, und,obgleich der Tanker hart abdreht, treffen sie ihn mittschiffs. Riesig erhebt sich die Detonationssäule. Und dann bringt em plötzlicher Schwall bittersüßen, betäubenden Benzingestankes die Lösung des Rätsels: das ganze Benzin der Tankerladung ist mit der Detonationssäule in die Höhe gerissen, ohne zu explodieren. Wieder sehen die U-Bootsmänner im Abdrehen die Besatzung ihres Opfers die Boote zu Wasser lassen, während das Boot schon auf ein neues Opfer anläuft. Aber hier wird es gesehen. Der Sechstausendtonner dreht hart. Er will das U - Boot rammen, und wie die Sache aussieht, hat er recht gute Chancen, obgleich das Boot mit höchster Fahrt und wirksamster Ruderlage abdreht. Um Haaresbreite kommt das Boot vor dem Damp- fersteven frei, läuft und schießt auf Kartoffelschmeiß- entfernung feinen Torpedo. Auf den nächsten! „Herr Kaleunt, dahinten schert einer aus dem Verband aus!" „Wo?" Das Glas wandert herum. „Herr Kaleunt, Bewacher oder Zerstörer liegt auf uns zu, scheint uns aber noch nicht gesehen zu haben. „Danke. Weiter gut im Auge behalten." „Getroffener Dampfer schießt Sterne, läßt Boote zu Wasser, brennt Flackerseuer ab." „Aha, die steigen also auch aus. Sehr gut! — Backbord fuffzehn — beide große Fahrt voraus. Wir nehmen den Abtrünnigen dahinten." Ab braust das Boot auf den vierten Dampfer zu. „Wieder ein Sechstausender", gibt der Kommandant ins Boot und erteilt die Befehle für die Torpedowaffe. Aber ehe er noch fein Boot ganz herausgebracht hat, brüllt drüben an der ab gekehrten Seite des Frachters eine Detonation auf, genau mittschiffs steigt die grade Todessäule. Der Dampfer zerbricht buchstäblich in zwei Teile, die sich sofort senkrecht stellen, als wollte das Schiff sich zusammenfalten, und noch ehe der Puloergestank die vor Staunen stummen Männer erreicht, sind beide Schiffshälften verschwunden. Eine niedrige, trag ziehende Wolke, ein Strudel — sechstausend Tonnen sind ausgetilgt. Ein Kamerad hat sie ausgelöscht. Einige Tage später findet das Boot einen kleineren, offenbar leeren Dampfer, der allein nach England fährt. Ein schulmäßig gefahrener Angriff bringt keinen Erfolg. Der Kommandant flucht und will eben auftauchen, um den Dampfer mit Artillerie anzunehmen, als er ein Flugzeug beobachtet, das auf den Dampfer herabstößt. „Deutscher Bomber greift unseren Dampfer an", gibt er ins Boot, und dann „Schade, er hat ihn nicht getroffen. Na, wir treffen ja auch nicht immer". Stunden um Stunden bleibt das Boot dem ahnungslosen Frachter auf der Fährte. Dann kommt die Nacht) Aber da tut es auf einmal die Kanone nicht; irgend ein Teil ist durch Salzwasser ungängig. Dafür schießt der Dampfer, der das Boot entdeckt, gleich aus zwei Eine trockene und sachliche Feststellung hat ber englische Großadmiral Lord C h a t f i e l d getroffen und damit die ganze Jllusionskampagne Churchills zerstört. Er sagte, Deutschland sei zur See „gleich «stark". Welch eine Wandlung! Bisher redete Eng- ! land immer von seiner ungebrochenen Beherrschung der Meere. Sie war das Axiom, um das sich alles drehte und aus dieser Beherrschung der Meere leitete die englische Politik arrogant die Beherrschung der Nationen her. Und jetzt? Die Verhältnisse haben sich grundlegend gewandelt. Deutschland greift nicht nur zur See England an, sondern zerstört auch durch U-Boote und Fernbomber seine Verbindungsstraßen, also daß selbst der Ernährungsminister der englischen Insel, Lord W o o l t o n , den Engländern jetzt den Schmachtriemen immer enger ziehen muß. Die deutschen Seekriegserfolge haben eben die letzten britischen Phantastereien zerstört. „Ein deutscher Angriff auf unsere Handels- m e g e", sagte der Großadmiral weiter, „ist in Kürze zu erwarten. Der Feind ist im Vorteil." Kann man in kürzeren Worten den Briten ein furchtbareres Bild ihrer Lage malen, als es durch eine erste militärische Autorität Englands selbst geschieht? Die englischen Plutokraten haben in den letzten Wochen einen bitteren Wermutstrank nach dem anderen sich einverleiben müssen. Es kam der Beitritt Bulgariens zum Berliner Pakt und damit der Hinauswurf auch des letzten Engländers aus dem Balkan. Vergeblich versuchte Eden, der zu den Leuten gehört, von denen der wieder gestattete Londoner Rundfunksprecher Priestley sagte, sie seien, obgleich jung, doch zynisch, wahrend die sonstigen Führer Englands alt und zynisch wären, in Athen eine neue Balkanfront zustande zu bringen. Es ist aus mit den Briten auf dem Balkan. Es ist aus mit dem irren Traum, England könne wie 1914 vom Balkan aus die Front der Mittelmächte aufrollen. Alle Ablenkungsmanöver nützen nichts mehr. Das Wort „z u spät" beherrscht alle verwirrten englischen Maßnahmen. Selbst Amery, noch im November vorigen Jahres als Jndienminister strotzend vor Illusionen, läßt jetzt den Kopf hängen und malt die Lage der britischen Insel schwarz in schwarz. Vergeblich ist auch die Hoffnung, an die sich die Engländer wie Ertrinkende an einen Strohhalm klammerten, hie U S A.» S) i I f e würde alles und in letzter Minute retten. Ein amerikanisches Blatt nach dem andern hat festgestellt, die U8A.-Anstren- gungen kämen zu spät. Die Bundesschiffahrtsbe- Hörde hatte erklärt, Amerika habe keinen zusätzlichen Schiffsraum für England zur Verfügung und leide febft an Schiffsraumnot.. Und der neue Mann Roosevelts in London, der Botschafter Wynant, sagte, worüber der Londoner Rundfunk berichtet, er sei nicht der Meinung, daß diese Hilfe zu spät käme, aber er sagte es, wie der Londoner Rundfunk selbst zugibt, „vorsichtig und bedacht- s a m". Allerdings, diese Haupt- und Kernfrage ist nur sehr vorsichtig selbst von Anglophilen zu beantworten. Denn eigentlich ist sie schon beantwortet, obgleich wir Deutschen noch vor dem längst erwarteten Endschlag gegen England stehen. E. S. Geschützen. „Das wollen wir aber nicht einführen", sagt der Schütze am schweren MG. und ballert dem Frachter eine Serie zwischen die Kanonen, daß das Feuer drüben sofort aübricht. Das Boot beteiligt ablaufend die Geschützhemmung und stützt sofort wieder heran. Inzwischen ist der Mond untergegangen. Das verschlechtert zwar die Sicht, aber für den Angriff hat man es nicht ganz ungern. So, nun ist die Schußentfernung gut. Die ersten fünf Schuß bringen vier Treffer, obgleich der Dampfer sofort wie wild zackt und wieder schießt. Seine Schüsse liegen gar nicht einmal so schlecht, aber wozu hat das Boot seine Maschinenwaffe? Der Schütze versteht sein Handwerk. Das Feuer des Dampfers fällt aus;' er brennt auch schon. Hell schlagen die Flammen aus seinem Brückenaufbau, aus Türöffnungen und Fenstern, Einschußlöchern und Bulleyes. Ah, er stoppt und bläst Dampf ab. Ein Floß wird zu Wasser gebracht. Hellrot, hebt sich seine Silhouette mit Masten und Gabebäumen und Aufbauten vorn dunklen Nacht- Himmel ab. Nun scheint die Mannschaft von Bord ZU sein, und so heult Granate um Granate hinüber. (Es Ist eine prachtvolle Artillerieübung, das Geschütz hat sich gut eingeschossen: Schuß um Schuß Gießener Vortragsring. Hans Carossa lieft Der Dichter und Goethepreisträger 'Hans C a • rossa, zuletzt vor zwei Jahren zur Gießener Goethe-Festwoche bei uns zu Gast, las gestern abend in der stark besetzten Aula aus seinen Büchern. Er begann mit Gedichten, die mit einer Ausnahme der von ihm selbst besorgten Auswahl in dem Jubi- läums-Jnselbändchen Nr. 500 entnommen waren: zuerst die „Geheimnisse" („Stern muß verbrennen ..."), die klaren, sprachlich geläuterten Vierzeiler, die von einem reifen Lebensgefühl und tiefer Einsicht- in bas Vergängliche wie das Bleibende menschlicher Existenz erfüllt sind; dann das Gedicht „Unzugänglich schien der Gipfel ...", jenem in Melodie und Innerer Haltung benachbart, fast schon zu zart für den großen, menschenerfüllten Raum; wie aus der Goetheschen Alterslyrik genommen klingen die Verse ber Spruchweisheit „Was Einer ist, was Einer war..." zuletzt „Das Mädchen von Dobrolani", ein großes Gedicht in strengen, freien Rhythmen aus ber S Bilder Dr ilt. W. Lange für das sten'.ieion: Dr. Han« Thvrioh ,ür Stabi Gießen. Vromm, JSitiidia.. u. Sport: tfarn B,uni,che r. Druck und Benag Ibrfihbdje Unirec'itattonirferet M. Lange « G. 8erUMfleitet Dr..Ing. iLNck Hamann Vlnieipenip ter Hanr Beck. 8?r vn‘rt'm'fi-rf> fh beit inhof' her >’ln e,oen- Tbeconr Äümmei Pi.Nr.g. Frank-Gernot Friedel Bernard, geb. Schußler im 71. Lebensjahr. In tiefem Schmerz: Dipl.-Kfm. Hugo Bernard z.Z. Soldat 1145 P J 0792 Landwirt Wilhelm Schmidt FreibMverkaus 1146 D im Alter von 69 Jahren. am 7. Mär- 1911: U«A Krofdorf, den 5 März 1941. 140 Setten mit 150 Abbildungen. Leinendand AM 3.60 Die Beeidigung findet am Freitag, dem 7 März, nachm. 3Uhr, statt 1147 D stellt ein 0791 jüngere, tüchtige Ihre Geschäftsdrucksachen Hilfskraft für Büroarbeiten usw Walter Großen-Buseck, den 4. März 1941. 1141.P Briefbogen. Briefumschläge. Postkarten, Rechnungen,Geschäftskarten Ihres Hauses DIE TATen MRFRONT aushilfsweise gesucht. - Schrlftl. Angebote unter 1138 A an den Gießener Anzeiger. die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. OPFER KRIEG SW HW Gießen, Bergstraße 23, den 5. März 1941 z.Z. 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Garschagen Hans Köhler und brau. geb.Germer Helmut Köhler und Braut Ingrid. Gießen (Wetzlar. Weg 17), Heuchelheim. Münster/W, 5. März 1941. Danksagung. Für die vie’en Beweise herzlicher Teilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Müller und des Herrn Lehrer Oitwe n in Vertretung der Klassen» lehierin Frau Brinkmann, sow e allen denen, die unserem lieben Kinde Kennen Sie schon unseren Steueraufklärungsdienst »DOB.«? ri'v Wenn nicht, verl. Sie sofort unverbindlich Prospekt vom Fachverlag für Steuer- und Wirtscbaftsrecht Hans Leupold, Chemnitz 55 Erzeugnissen Man stellt sich d(e Be- Ole Deutsche ArbeitsM ÄUG. Krall durch Freude Kreisdienststelle wJr Wetterau Stvirkevek E. Berk Neustadt 45. 2 Fötal werden in Dauerstellung gesucht. umD von 8- 9 Nhr Nr 1451-1490 von 9-10 Ubr Nr 1491-1530 von 10-11 llbr Nr. 1531-1570 von 11-12 Uhr Nr. 1-30 Stadt Schlachthos, Gießen. Ao* dem Inhalt: Versuche mit der Seeanemone, der Schnecke und dem Einsiedlerkrebs - Lernoersuche mit Lidellenlaroen. Gclbrond- käkern und Tiniensijchen - Tiere, die erkennen, was cröfeer und was kleiner ist - das begrenzte töedächtn.s einiger Segel - Ziegen, Mause und Affen beim streben nach bevorzugiem ftutter - der Hangtr chter des meisenlöwen, das £irbes|i iel de Schnecken und das Verhalten der Kreuzsp nnen - d< s Abrichten von Regenwürmer^ das Verhalten von Hunden bei doppelter Handlungsmöglichkeit - Zähmung und Zahmheit- Grundregeln - er Hundeabrichtung neuen Versuche m>t Affen - der Urne schied zwischen den niederen und d m 20 v. v erhalten 6U do wiederholten ent IffiniRi CtiXÖ jbudM | Verkäufe | 2 trächtige Rinder zu verkauf. [0793 Wißmar Langgasse 142. mit Matratze zu verkauf, (otso Zu erfr.ind.Ge- schärtsst. d.G.A. Empfehlungen | Stellenangebote Beine Ursprungszeugnisse, onDern nur Zeugnt» ab'ckrinen Dem Be i>crbunfl5Kt)reiben bei eflcn! — ßichtbuoei lindBewerbungsunler agen müs>en zur Ber itcfcung von Beri ulten ms der 'Hüdieite tarnen und Anschrist be« Bewerbers tragen! Allendorf/Lahn, Darmstadt-Arheilgen, den 5. März 1941. Die Beerdigung findet Samstag, den 8. März, nachm. 3 15 Uhr statt. 0787 1144 D Familie Karl Wagner Familie Adoit Högy Am 5. März, morgens, starb nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel. NeEte und Pate Familie Herrn Kleinschmidt und alle Angehörigen. In tiefer Trauer: Familie Ludwig Warner Familie Willi Franz Ernst Ludwig Wagner lrn Alter von 32 |ahien. Lustschutzauiwendimgeil und Einkommensteuer Turmhaus am Brandplatz. Inflation besonders begrüßt worden waren. (Nachdruck verboten > 6 Fortsetzung Gegen Zdhhsieinänsatz - von das starkwirksam, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, - und preiswert! 40? t die große Tube die kleine Tube 25P( ,La, Herrgott, rodest du denn nun auch schon so wie Papa? Findest du es gleichfalls richtig, daß ich die Hände in den Schoß lege, und diese alberne Nolle als Haustöchterchen jahraus, jahrein weiter- fpiele, bis jemand kommt, um mich zu heiraten? Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Es ist mir zuwider, so zu leben, und ich mache nicht mehr mit! Ich will keine Wohltaten empfangen, für die ich nicht aus vollem Herzen danken kann. Ich komme mir vor wie eine Betrügerin. Kannst du das denn nicht einsehen?" ,, „ v „Natürlich, Lolott! Seh' ich ein! Aber ich finde, du nimmst das alles zu gewissenhaft. Ein bißchen Schwindeln und Schöntun — du lieber (Bott, an» ders geht es nun mal nicht im Leben! Das ist nicht gleich ein Betrug!" Sie zog ihren Arm behutsam aus dem seinen. „Sei mir nicht böse, lieber Gert! Ich fürchte, wir verstehen uns nicht mehr." Als sie das Haus betraten, gaben sie sich stumm die Hand, und beide hatten das Gefühl, sich endgültig Lebewohl gesagt zu haben, als sie ihre Zimmer aufsuchten. ,^ler ist eine Mettwurst drin, liebe Feldpost, riech mal dran, Die Aufwendungen für den Luftschutz können bei Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb und aus Vermietung und Verpachtung bei der Einkommensteuer voll als Ausgaben abgesetzt werden. Für den Abzug ist es vollkommen gleichgültig, wie hoch die Lustschutzau'wendungen sind. Beispiel: Nehmen wir an, ein Steuerpflichtiger hat ein Einkommen von 10 000 NM. für 1940 und hat gleichzeitig 10 000 RM. Luftschutzaufwendungen in 1940 gehabt. Er kann diese 10 000 RM. voll abziehen, hat also für 1940 kein steuerpflichtiges Einkommen. Wie ist es aber, wenn der Steuerpflichtige diese 10 000 RM. nicht sofort, wenn er z. B. nur 6000 RM. absetzen will? Dann muß er die restlichen 4000 RM. auf die Nutzungsdauer des Gebäudes, zu dem der Luftschutzkeller gehört, verteilen. Er kann die restlichen 4000 RM. nicht etwa im folgen- den Jahr abziehen. In manchen Fällen hat sich auch der Bau von Luftschutzräumen auf mehrere Jahre erstreckt. In derartigen Fällen kann alljährlich der in dem betreffenden Jahre angefallene Herstellungsaufwand abgezogen werden. Entstanden die Luftschutzaufwendungen nur in einem Jahr, so kann das Finanzamt dem Steuerpflichtigen auf Antrag gestatten, die Aufwendungen auf 3 Jahre zu verteilen. Beispiel: Die Luftschutzaufwendungen betragen 10 000 RM. Da das Einkommen des Steuerpflichtigen ebenfalls 10000 RM. beträgt, beantragt er die Verteilung der Aufwendungen auf 3 Jahre. Er kann dementsprechend jährlich von seinem Einkommen 3333 RM. auf die Dauer von 3 Jahren absetzen. Die steuerliche Ersparnis, die bei einer derartigen Verteilung der Aufwendungen auf 3 Jahre eintritt, ist ziemlich groß. Beispiel: Der Steuerpflichtige hat ein Einkommen von 10 000 RM. und Luftschutzauf- wendungcn in Höhe von ebenfalls 10 000 RM. Die Einkommensteuer nach Steuergruppe I beträgt bei einem Einkommen von 10 000 RM. -- 2232 RM. Wenn der Steuerpflichtige die Luftschutzaufwendungen in demselben Jahr absetzt, in dem sie entstanden sind, spart er 2232 RM. Er zieht nun aber 3 Jahre lang nur 3333 RM. ab, so daß ein steuerpflichtiges Einkommen von 6667 RM. verbleibt. Die Einkommensteuer für 6667 RM. betrügt 1287 RM. Das sind 945 RM. weniger. Diesen Betrag spart er 3 Jahre lang, also 3X945 — 2835 RM. Während der Steuerpflichtige also im ersteren Falle nur 2232 RM. gespart hätte, spart er in letzterem Falle 2835 RM. Ausdruck k^m: „Vier Jahre stand mein Mann im Feld, und oft erreichte ibn der F»ldkarton. Heute dient er meinem Sohn und er wird's euch danken schon." Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Gießen, Schanzenstraße 18, Fernsprecher 2141 teilt mit, daß 14tägig montags, von 10 bis 12 Uhr vormittags, Sprechstunden zur Erfinderberatung durchgeführt werden. Die Sprechstunden finden im ersten Vierteljahr des Jahres 1941 an folgenden Terminen statt: 5998D 10. März, 24. März. Or.-Lng. e h. Bruno Möhring t- Gloria-Palast, Seltersweg: „Sieg im Westen".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unser kleiner Sunge". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis QA H ■' ' " düng dem bestimmten Empfänger bei der Truppe zuzustellen, was oftmals sehr schwierig ist. Em Beispiel dafür ist die Anschrift dieser Sendung, die vor einigen Tagen doch noch ihren Adressaten erreichte. Auf der Karte stand zu lesen: „An den langen blonden Soldaten (er mißt ungefähr zwei Meter) und ist aus Gr. Ochtersum, der bei Schild in dem Dorfe (hier wurde ein Dorf genannt) mit der Trup"e .ausgestellt* wurde." Wie sollte die Feldpost diesen Mann finden? Die Sache war im Prinzip nicht schwierig, denn als die Feldpost den Dorfnamen hatte, wußte sie auch ball) die Einheit, die dort aufgestellt worden war. Und so bekam der lange Albrecht seine Post, die übrigens einen zärtlichen Liebesbrief enthielt. Sornofuen. Tageskalender für Donnerstag. Ortszeit für den 7. März 1941. Sonnenaufgang 8.01 Uhr, Sonnenuntergang 19.14 Uhr. — Monduntergang 3.47 Uhr, Mondaufgang 12.33 Uhr. Mond in Nordwende. Annahmeunter'uchung für Waffen-ff und (Schutzpolizei. bitte, laßt's passieren. Jst's doch sür 'n Soldat im Feld; der darf doch nicht frieren." Auf einem rundlichen kleinen Paket konnte man folgende nette Mahnung lesen, die sicherlich einer Frau ausgestiftelt war, die sich auch um Wohl des Mannes an der Front kümmerte: Arbeitstagung der 71SS. .Kraft durch Freude". NSG. Die Kreiswarte der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" waren in Frankfurt a. M. zu einer Arbeitsbesprechung versammelt, in der ihnen der Gauwart, Gauamtsleiter von Rekowski, neue Arbeitsanweisungen gab. Die einzelnen Gau- referenten sprachen über die Aufgaben und die Programmgestaltung in den kommenden Monaten. Besonders bemerkenswert war ein Referat des Parteigenossen Röser über die Maßnahmen des Amtes „Schönheit der Arbeit". In allen Kreisen werden jetzt Dertrauensarchitekten eingesetzt. Besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, daß die Verdunkelungsmaßnahmen im Sinne von „Schönheit der Arbeit" eingerichtet werden. Bei der Lichtberatungsstelle liegt jetzt ein Jnnenbeleuchtungs- katalog aus, der beste Beratung auf diesem Gebiet ermöglicht. Eingehend berichtete Parteigenosse Röser über die Gestaltung der Gemeinschaftshauser der NSDAP. Die Tagung zeigte, daß in den nächsten Monaten wieder eine Fülle von Aufgaben ihrer Erledigung wartet. Arbeitstagung des BOM -ObergaueS. NSG. Die Führerin des BDM.-Obergaues 13, Gertrud Samper, hatte für Samstag und Sonntag sämtliche Abteilungsleiterinnen und Führerin- nen der Untergaue zu einer Arbeitstagung noch Frankfurt a. M. einberufen. Em Vortrag über aktuelle politische Tagesfragen diente dazu, das Verständnis für die Fragen der unmittelbaren Gegenwart zu vertiefen. Eine Feierstunde im Kleinen Haus am Sonntagmorgen, die ausschließlich von den Arbeitsgemeinschalten des BDM. - Werkes „Glaube und Schönheit" bestritten wurde, hatte sich in den Dienst des Kriegswinterhilfswerkes gestellt. Die Tagung fand ihren Abschluß in einer Zusam- menkunft des Führerinnenringes, in deren Verlauf an Hand eingehender Aussprachen die Arbeitsgrundsätze und Ziele für die kommenden Wochen festgelegt wurden. Kamrlienhemfahrten und Osterverkehr. Die besonderen Aufgaben der Deutschen Reichsbahn im Kriege verlangen die Zurückstellung aller vermeidbaren und aufschiebbaren Reisen, insbesondere in den Zeiten, in denen sonst üblicherweise eine Steigerung des Verkehrs eintritt. Der Reichsarbeitsminister hat daher die Reichs- treuhänder der Arbeit ersucht, darauf hinzuweisen, daß Urlaub nach auswärts nach Möglichkeit nicht in der Osterzeit genommen wird. Er hat weiter den einzelnen Betriebsführern und Gefolgschaftsmitglie- dern zur Pllicht gemacht. Familienheimfahrten in ; der Zeit vom 6. bis 20.Aprll nur in beschränktem Umfang durchzuführen. . Familienfahrten, auf die die im Bergbau, im ; Baugewerbe, im Metallgewerbe und in der cheml- - schen Industrie beschäftigten, von ihren Angehöri- , gen getrennten Arbeiter im Rahmen der hierzu er- i gangenen Tarifforderungen einen Anspruch haben, , dürfen in der Zeit vor und nach Ostern n ur in dem t Umlang angetreten werden, der sich bei gleich- t mäßiger Verteilung aller fälligen Fahrten an* ein Ali WWN Ms Michl Roman von Ao fleuftlöt. Der Assistent Doktor Ruhland war in Gesellschaft i seiner Fran gekommen, einer zierlichen, auffallend l hübschen Brünetten, die sich redlich Mühe gab, ihre natürliche Lustigkeit in dieser würdigen Umgebung . zu bändigen und keinen Anstoß zu erregen. Gert nahm sich ihrer sofort an. Aus der Ecke, in der die beiden miteinander plauderten, kam häufig das Gelächter der kleinen Frau. Dann warf sie jedes mal einen erschreckten Blick zu ihrem Mann hinüber, der aber nickte ihr beruhigend und treuherzig zu. Er war ein ruhiger, schweigsamer Mensch, beträchtlich älter als seine kleine Frau, und ganz Oschnitz fand, daß die beiden eigentlich gar nicht zueinander paßten. Sie wußten es aber offenbar besser, und ihr eheliches Glück kümmerte sich um keine Unheilprophezeiungen. Die ganze Familie war schon in der Bibliothek versammelt, als Charlotte eintrat. Mtt den Augen suchte sie ihren Vater. Er stand im Gespräch mit den beiden Herren vom Werk und dem Herrn der Stadtverwaltung. Auch er bemerkte sie und kam ihr entgegen. Charlotte wich ihm nicht einmal mit den Blicken aus, obwohl ihr Herz vor Unruhe zitterte. Niemand hätte zu sagen gewußt, was Christoph Mathesius vor den anderen auszeichncte, und doch wäre er auch von jedem Fremden als die bedeutendste Persönlichkeit dieses Kreises erkannt worden. Es war keineswegs sein Atter, dem er dieses Uebergewicht verdankte. Er war um die Mitte der Sechzig und noch längst nicht von greifender Würde. Er hielt sich aufrecht und straff. Sein bäurisch mächtiger Kopf saß ungebeugt zwischen den breiten Schultern. Sein Gesicht war noch nahezu faltenlos. Er hätte jugendlich gewirkt, wenn der kurze, viereckig zugeschnittene Vollbart nicht schon ergraut gewesen wäre. . _ , _ Er küßte Charlotte die Stirn. Sein Gruß war freundlich wie immer, und in seinen Augen kündigte sich keine Drohung an. Eine schwache Hofs- . nung, daß er nachgeben werde, begann sich in ihr i zu beleben. Aber sie wußte aus Erfahrung, daß । den Entschlüssen ihres Vaters niemals em War- • nungszeichen voranging, wie auch keine Begrün- - düng ihnen folgte. Rechenschaft legte er nur sich I selber ab. Der fremde Gast, mit dem ihr Vater sie bekannt Nicht nur unsere Reichsvost ist findig; die Feld. , _ , ,, post ist es nicht minder. Auch sie hat die unmög- topf ft a n fr a r t en: a) rn i t Dlenstzettvervflich- Ikhften, manchmal sehr ungenauen vertracktesten tung, (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehr- Anschriften und Aufgaben zu lösen und die Sen-, bauer) Mindestgroße: 168 cm mit 17 Jahren, Aus der Stadt Gietzen. Humor in Feldpostadressen. Die deutsche Feldpost arbeitet mit einer Pünkt- ichkeit und Zuverlässigkeit, die so leicht nicht zu Übertreffen ist. So war es Anno 14—18, und so ist es auch heute wieder. Hunderttausende Zentner wandern täglich durch viele fleißige Hände, bis die einzelnen Briese oder Päckchen ihren Soldaten erreicht haben. Jeder Soldat wartet sehnsüchtig jeden Tag auf Post. Was für die Heimat Brot, Kino und Theater sind, das ist für den Soldaten die Feldpost. Sie stellt nicht nur das Band zwischen Heimat und Heer dar, sie ist auch das tägliche seelische Bindeglied im Miteinandersprechen zwischen der Frau in der Heimat und dem Feldsoldaten, zwischen dem Geliebten, der draußen Wache hält, und der Geliebten, zwischen den Eltern und dem Sohne. Ost aber findet man auch kleine ungewollte Scherze auf den Feldpostpäckchen und Briefen. Ein unfreiwilliger Humor liegt darin, der der Fürsorge entspringt. Meistens wird in dem Vers auch eine bescheidene Bitte ausgesprochen. Einige dieser Anschriften seien hier zum Besten gegeben. So kam in diesen Tagen ein Paket draußen an, das nach dem Anfühlen zu schließen, einen dicken Pullover enthalten mußte. Und was stand darauf? „Wenn's Paket auch schwer ist, über die Bedingungen, und Mathesius schien nachzugeben. Man woltte sich mit dem Ausschreiben an den A r chitekte n-Na chwuch s wenden, Mathesius stimmte auch dem zu. Als Miltic sie einmal freigab, benutzte sie die Gelegenheit, den Oberingenieur Ruhland zu begrüßen, der ihr mit einem guten Lächeln kameradschaftlich formlos die Hand schüttelte. Direktor Knelenbrink drängte sich hinzu, ein rundlicher, kleiner Mann, dem eine tiefgründige Weinkennerschaft vom Gesicht leuchtete. Er war Junggeselle, ziemlich sechzig Jahre alt und noch immer ein ausgezeichneter Walzertänzer. Er streichelte Charlotte die Hand und strahlte sie verliebt an, tuschelte ihr zu, daß sie niemals schöner gewesen sei als heute, daß er auf der Stelle bereit sei, ihretwegen einen „ganzen Sack voll Dummheiten" zu begehen, und roch dabei ein ganz klein wenig nach Kognak. Dann gab er sie frei, und sie ging zu ihrer Mutter. Frau Helene Mathesius saß abseits wie immer. Sie hatte ihre blassen, kraftlosen Hände im Schoß gefaltet, und um ihren mädchenhaften Mund schwebte das scheue, gütige Lächeln, das ihr zur Gewohnheit geworden war. Beständig schien sie von der Furcht geplagt, zu stören oder etwas falsch zu machen. So- gar im Umgang mit ihren Kindern, die sie zärtlich liebte, wagte sie nie, ihren Gefühlen nachzugeben. Sie war viel jünger als Mathesius, aber rasch gealtert. Ihr Haar war schneeweiß. Ihr frühzeitig verwetttes Gesicht hatte jetzt eine kindlich zarte Anmut zurückgewonnen, einen matten Abglanz ehemaliger Schönheit, mit dem der enge Kreislauf ihres Lebens sich zu schließen und zu vollenden schien. Neben dem Ledersofa, in dessen Ecke sie saß, standen Stefan, ihr Aeltester, und Lis, Stefans Frau. Sie unterhielt sich mit ihnen, war aber niemals ganz bei der Sache, weil ihre ängstliche Aufmerksamkeit ihrem Mann gehörte, der übrigens kaum zu ihr herübersah. Sie blickte beschwörend zu Gert hin. der sich viel zu laut und luftig mit der kleinen Frau Ruhland unterhielt, und zu Dlacho Miltic, dessen peinliches Temperament ihrem Manne sicher lästig war. „Guten Abend, liebe kleine Mama!" sagte Charlotte herzlich und küßte ihrer Mutter rasch beide Wangen. „Wie geht es dir? Gut? Du blühst geradezu heute abend!" (Fortsetzung folgt.) NSG. In den kommenden Tagen finden wiederum Annahmeuntersuchungen für die Waffen - ff und Schutzpolizei statt, und zwar am 9. März um 8.30 Uhr in Alsfeld, ff-Dienststelle, Lutherstraße; 9. März um 14 Uhr in Schotten, Oberschule. Adolf-Hitler-Strahe; 10. März um 8.30 Uhr in Gießen, Nest. „Burghof", Burggraben. Angenommen werden Freiwillige für 1. ff - Verfü - gungstruppen (einschl. Leibstandarte ff „Adolf 1 Hitler") Mindestgröße: 170 cm. 2. ff - Toten - 6 ( U , . X , , I a n • “ ' * ' In Bad-Nauheim ist im 75. Lebensjahre der Ehrensenator der Universität Gießen Dr.-Jng. e. h. Bruno Möhring verstorben. Dr.-Jng. Möhring hatte in der Inflationszeit der Universität Gießen und chren Instituten tatkräftige Förderung in vielfacher Art zuteil werden lassen und wurde für diese starke Bekundung seines Interesses an unserer Universität im Februar 1924 zum Ehrensenator ernannt. Vor 43 Jahren hatte Dr. Möhring die Lochanstalt in Dillingen an der Saar mitbegründet. Er war später technischer Generaldirektor der durch seine Arbeit in hervorragendem Maße entwickelten Meguin A. G., die bei der Besetzung des Saar» gebietes durch die Franzosen nach Butzbach verlegt wurde, und dort schließlich in die Bamag-Meguin überging. Generaldirektor Dr. Möhring schied dann aus diesem Unternehmen aus und führte die Lochanstatt Butzbach allein weiter, in der er noch bis vor einigen Jahren tätig war. Aus der Zeit seiner Butzbacher Tätigkeit als Generaldirektor der Meguin A. G. stammen seine zahlreichen Förderungsmaßnahmen für unsere Universität und ihre Institute, die von diesen gerade in den Monaten der wildesten machte, hieß Dlacho Miltic und war Jugoslawe. Er war noch jung, ein kleiner, zäher, unbändig beweglicher Herr mit jettsckwarzen Augen unfr Haaren und einer kühnen Adlernase. Seine Kleidung war von betäubender Eleganz. Er duftete stark nach einem herben Parfüm und nach Zigaretten. Als er Charlotte vorgesteltt wurde, blickte er sie zuerst stumm und hingerissen an, bemächtigte sich dann ihrer Hand unfr drückte einen heftigen Kuß darauf, lieber feinem Rücken hinweg sah sie auf Gert. Der grinste, und sein unauffälliges Achselzucken sollte wohl bedeuten: „Drück' ein Auge zu, Lolott! Der Bursche bringt eine Menge Geld ins Haus unfr hat dafür das Recht, sich zu benehmen, wie ein elektrisierter Affe. Millic begann ein Gespräch mit ihr, das um ganz» gleichgültige Dinge ging, sich aber sehr aufgeregt anhärte, weil er förmlich explosiv sprach. Es stellte sich übrigens dabei heraus, daß er ein weitgereister Mann mit vernünftigen Ansichten war und gesunde Urteile hatte. Nur die Art, wie er sich benahm und wie er sprach, ließ ihn ein wenig fremdartig und lächerlich erscheinen. Er drückte ihr seine Begeisterung aus sie kennengelernt zu haben unfr sagte ihr, daß er sie für eine Schwedin gehalten hätte. So blondes Haar, so graugrüne Augen und eine so lichte Haut habe er nur bei den Stockholmer Frauen gesehen. Es war ihr peinlich, daß er sich so eingehend darüber äußerte. Er schien jedoch dabei nichts zu finden. In übertriebener Weise tobte er Oschnitz und Deutschland. Er beherrschte leidlich die deutsche Sprache, stieß die Rachenlaute jedoch so hart und gewaltsam heraus. als wollte er eine verschluckte Fischgräte aus dem Halse entfernen. „Härrliches Land, Ihr Schlesien!" rief er. „Die Bärrge, die Wälderrr! Oh, ich känne ganz Deutschland, und könne es gutt, Jhrr Land! Bärrlin! Hamburg! Wunderrvolle Städte, gnäfrdiges Frräulein!" Er verdrehte entzückt die Augen, als zergehe ihm etwas durchdringet Süßes auf der Zunge. Charlotte hörte chm halb befremdet, halb belustigt zu. Sie lauschte auch mit halbem Ohr auf das Gespräch, das ihr Vater mit Direktor Knelenbrink i und dem Herrn von der Stadtverwaltung hatte. Das Preisausschreiben für die Siedlung war offenbar : eine abgemachte Sache. Man unterhielt sich nur noch Außer dem fremden Gast, von dem (Bert schon gesprochen hatte, brachte Christoph Mathesius noch andere Gäste mit ins Haus zum Abendessen. Da war der Ches des Traktorenhauses, Direktor Knelenbrink, und dessen Assistent Doktor Ruhland. Ein Herr der Oschnitzer Stadtverwaltung war gleichfalls erschienen, weil Mathesius einige Angelegenheiten wegen der geplanten Siedlung erörtern wollte. Es hieß, man wolle sich jetzt mit einem Preisaus- schreiben an die deutschen Architekten wenden, und zwar besonders an die jüngere Generation, um einem jungen Mann die Möglichkeit zur Lösung einer besonders schönen Ausgabe zu bieten. Der Gedanke dazu war von den Herren der Stadtve^ maltung ausgegangen, unfr Mathesius hatte sich noch nicht recht damit befreundet. b) ohne Dienstzeitverpflichtung (bevorzugt SA.- Männer und Parteigenossen). 3. Schutzvol i z e i: Ungediente Bewerber. Geeignete Bewerber können sich bei der Annahme-Untersuchung als Freiwillige melden. und behandle sie recht nett, denn sie ist für meinen Mann." Uederhaupt die Fürsorge! Dieser entspringen wohl die meisten Ideen. Dieses hatte wohl eine Mutter geschrieben, die um das Wohl des Sohnes besorgt war: „Liebes Fräulein von der sortierenden Feldpost. Nicht stürzen, bitte! Und das Päckchen schonend behandeln. Es ist nämlich Hagebuttenmarme- labe drin, die mein lieber Sohn so gern ißt. Liebes Feldpostfräulein, es sind nämlich Vitamine drin." Auf einem anderen Brief konnte man dieses lesen: „Bitte diesen Brief irgendeinem Kameraden der Westfront zustellen." Unfr daß die Feldpost auch . ---------- das besorgt, versteht sich. Der Brief kommt in ir- 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im gendeinen Feldpostsack, durch den er bestimmt seinen *---- Adressaten findet. Oft findet man in diesen Briefen den herzlichen Wunsch, irgendeinen unbekannten Soldaten, da man selbst keine Angehörige im Felde hat, mit einer Liebesgabe zu erfreuen. Selbst die alten „Feldpostkartons" aus dem großen Weltkriege, die schon manche Fahrt von Front zu Front hinter sich hatten, und die eine liebende Frau in einer sicheren Ecke b°s Kleiderschrankes, ober in einem Kofier auf dem Boden aufberoohrte, machen nun wieder ihre Fahrten zur Front. Zwei So'datengenerationen diente dieser Karton, was and) in d"m folgenden gutgemeinten Poem zum I UXirte Zlit Maggi’s Würze schmeckt es - ganz bestimmt! M Auch, wenn man sparsam nur ein bißchen nimmt: MAGGI* WÜRZE so Ml Ausschneiden! Aufbewahren! Brandbekämpfung im Lustschuh warfen uni) durchschlägt im allgemeinen das Dach und die oberste Geschoßdecke. Sie kann jedoch auch schräg durch Fensteröffnungen in Wohnungen ein- das muß sofort nach Die Brandbombe Aus der engeren Heimat Die gegen Durch Damit 0 ______ zu Bränden große-.. -... Zur Bekämpfung von Brandbomben ** Für Briefmarkensammler. Wie schon mehrfach bekanntgegeben, sind Neuanmeldungen zum Dauerbezug bei der Versandstelle für .Sammlermarken beim Reichspostzentralamt in Berlin nicht mehr möglich. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude^ hat sich nunmehr mit ihren Sammlergruppen dafür eingesetzt, baß Briefmarken« sammler die neu ersch-einenden Wertzeichen des Deutschen Reiches erhalten können. Äarüber hinaus können auch die Wertzeichen des Generalgouverne« ments sowie des Protektorates Böhmen und Mäh« ren bezogen werden. Voraussetzung für die Belieferung ist lediglich die Mitgliedschaft zur KdF- Sammlergruppe. Die Mitgliedschaft kann erworben werden bei der Gausammlerqruppe (Pg. Nissen, Groß-Gerau, Walburgastraße 1), oder bei der entsprechenden Kreisdienststelle der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". schlagen. Da der Abwurf von Brandbomben vom Luftschutzraum nicht immer gehört werden kann, muß der Luftschutzwart wiederholt den Luftschutzraum verlassen, um sein Haus und die Nachbarschaft zu beobachten. Stellt er den Abwurf von Brandbomben fest, so veranlaßt er, daß sofort das ganze Haus — besonders das Dachgeschoß und die oberen Stockwerke — nach Brandbomben sorgfältig abgesucht werden; hierbei sind Luftschutzbrandspritze, Feuerpatsche usw. mitzunehmen. Die Bekämpfung der Brandbomben. Lod der Familie. 3m Rahmen der vorn Reichsbund Deutsche milie. Kreisverband Wetterau, in Verbindung 40er Jahren stehende Pius Stürmer aus Frankfurt a. M. zu verantworten. Huhn hatte u. a. bei einer Jüdin versucht, Geld zu erschwindeln. Einem Arzt hatte er Schinken und Speck versprochen, das Geld genommen, aber nichts geliefert. Einem Mädchen gegenüber legte er sich einen falschen Namen zu, spiegelte ihm alles Mögliche vor, fuhr mit ihm nach Frankfurt und wollte es dort für feine Absichten ausnutzen. Im Odenwald gab er sich als Kriminalbeamter aus, erschien mit dem Parteiabzeichen, um bei Einwohnern in Unter-Mossau ein „Protokoll wegen Abhörens ausländischer Sender" aufzunehmen und Geld zu erpressen. Das Gericht verurteilte den trotz seiner Jugend völlig verlogenen und verkommenen Gewohnheitsverbrecher zu zwölf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust bei gleichzeitiger Sicherungsverwahrung. Der Mitangeklagte Stürmer, der den Huhn bei Straftaten an Juden unterstützte, erhielt ein Jahr drei Monate Gefängnis. Wueftgistbazillus war der Bergiffunaserreger. Das Ergebnis der amtlichen Untersuchung der Lebensmittelvergiftung in Steinau. LPD. Fulda, 5. März. Dom Staatlichen Gesundheitsamt in Fulda wird mitgeteill: Die aus Anlaß der Lebensmittelvergiftung in Steinau (Kreis Fulda) angestellten amtlichen Ermittlungen haben ergeben, daß die Vergiftung auf den Genuß von Bohnen zurückzuführen ist. Diese Bohnen sind im Haushalt in Konservendosen ein- grweckt worden. Es waren somit keine g e • kauften Konserven. Soweit bis jetzt feststeht, wurden Weißblechdosen benutzt. Don den Erwachsenen wurden die Bohnen in Form von B o h- n e n s a l a t genossen Den beiden verstorbenen Kindern war nur der Saft der eingeweckten Bohnen unter Möhrengemüse gemischt worden. Alle Personen, die von den Bohnen genossen haben, sind erkrankt, insgesamt sieben Personen, mit Ausnahme des Großvaters, welcher zu Besuch weilte. Die Bohnen wurden am Sonntag und am Montag ge- gossen. Der Großvater, welcher erst am Montag zu der NSG. ,Kraft durch Freude" und der NS.- Frauenschaft unter dem Leitgedanken „Lob der Familie" veranstalteten Sippenstunden fand in der Aula des Gymnasiums die zweite dieser Feierstunden statt. Unter Mitwirkung von Frau Emmi Güngerich, Pq. Alwin R ü f f e r , einem Chor der NS.-Frauenschaft und dem Orchester der HI. tarn eine inhaltsreiche Feierfolge zur Durchführung. Nach der feierlichen Einstimmung durch das HJ.- Orchester und den Chor der NS.-Frauenschaft wurde durch Pg. A. R ü f f e r auf den Wert des deutschen Erzählgutes in der Erziehung der Jugend hinqewiesen. Zwischen zwei gemeinsam gesungenen Liedern kamen, von musikalischen und gesanglichen Darbietungen unterbrochen, Sagen, Märchen und Balladen zum Vortrag, die sinnvoll aneinander gefügt der Feierstunde das Gepräge gaben. Kameradschaft der alten Kavalleristen. Die Kameradschaft ehemaliger Kavalleristen im NSRKB. hielt im „Bayerischen Hof" ihren Mo- notsappell bei sehr starker Beteiligung ab. Der stellvertretende Kameradschaftsfiihrer Louis Geller gedachte des verstorbenen Kameraden Reichsbahnzugführer Hans Keitzer, der gleich bei der Gründung dem ehemaligen Verein beigetreten und ein treues Mitglied war. Nach der Besprechung organisatorischer Fragen gab Schriftführer und Prova- gandawart Kam. Stork die Niederschrift des Ge- neralanpells und die letzten Parolebefehle bekannt. Hierauf wurde die Anordnung über die Traditionsfahnen und das Opferschießen besprochen. Dem Ka> meradschaftsführer Ernst Hartmann wurde für seine Verdienste um die Kameradschaft und als Dank für die langjährige Führung eine Ehrung bereitet und aus einer Sammlung der Kameraden ein Angebinde überreicht. Kameradschaftsführer Hartmann dankte für den Beweis trauer Anhänglichkeit. Er erinnerte an die aktive Dienstzeit bei der stolzen Waffe, deren Tradition auf die junge Wehrmacht übergegangen ist. Die Aufgabe der Ka- vall-ristenkameradschaften müsse es fein, dieser Waffe Nachwuchs zuzuführen. Kam. Hartmann snrach dann zu der benarstehenden Bildung von Ortsaruvpen des NSRKB. und gab die letzten B»fehls des Kreiskrieai-rführers bekannt. Nach einem Rückblick auf die politischen Ereignisse brachte er den Treugruß auf den Führer aus. genommen werden. Ein Anspruch auf diese Erzeugnisse besteht nicht. Eine Sonderregelung für Osterfest erfolgt nicht. Einschlag unschädlich gemacht werden; jede Verzögerung kann zu Bränden größeren Umfangs führen. Zu kann sowohl Wasser als auch Sand benutzt werden. Wasser ist anzuwenden, wenn die Brandbombe leicht brennbare Gegenstände getroffen hat und eine rasche Brandausbreitung zu besürchten ist. Beispiel: Brandbombeneinschlag in Bett, Sofa ober Schrank. In allen übrigen Fällen ist Sand ober Asche zu oermenben. Das Ablöschen der Brandbomben mit Wasser geschieht am besten mit ber Luftschutzhanb- fpritze. Zuerst werden in Brand geratene Gegenstände in der Umgebung der Brandbombe abgelöscht. Zum Schlüß wird die Brandbombe selbst bekämpft. Zum Schutz gegen unerwartete Zerknall- ober Or. Leitz Ehrensenator der TH. Darmstadt. LPD. Darmstadt, 4. März. Die Technische Hochschule Darmstadt hat die Würde eines Ehrensenators verliehen: Herrn Dr. med. h. c., Dr. phil. h. c. em ft Leitz, Seniorchef der Firma Ernst Leitz G. m. b. H. in Wetzlar, in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Entwicklung der praktischen Optik und den Einsatz optischer Geräte in ber Feinmeßkunbe sowie ber tätigen Förberung, bie er ber Technischen Hochschule Darmstabt hat angedeihen lassen. Landkreitz Gießen. # Heuchelheim, 5. März. Auf den Wiesen an der Lahn, unterhalb ber Lahnbrücke, dort, wo ber Kleebach in die Lahn mündet, sind gegenwärtig viele Wasser- und Sumpfvögel anzutreffen. Fischreiher, zuweilen auch ein Storch, vor allem aber Wasserhühner und ungezählte Wildenten, tummeln sich in dieser Gegend. Kommt man bis auf etnxi 100 Meter an sie heran, dann beginnt ein Flügelrauschen, und alle Vögel erheben sich in die Lust, um nach einige Minuten langem Kreisen wieder einzufallen. Man kann zuweilen Schwärme von 80 bis 100 Wildenten beobachten. # Mainzlar, 5. März. Der hiesige Mannergesangverein tritt von jetzt ab wieder in Tätigkeit. Die erste Gesangstunde seit Beginn des Krieges wurde am Mittwochabend durchgeführt. Die Leitung der Uebungsstunden hat Lehrer Philipp von hier übernommen. Kreis Marburg. * Nordeck, 4. März. Der Gefreite Georg Keßler von hier wurde zum Unteroffizier befördert. Mit 21 Jahren zum Verbrecher geworden. LPD. Darmstadt, 2. März. Vor dem Sonder- gericht hatten sich ber 21jährige Karl Huhn wegen räuberischer Erpressung, Amtsanmaßung, Betrugs, einfacher unb schwerer Urkunbenfälschung und unbefugten Tragens bes Parteiabzeichens unb ber in den gleichzeitig jo viele Brände verursacht werden, baß ihre rechtzeitige Bekämpfung erschwert wirb unb daburch Großjchäben entstehen. Es muß baher mit allen Mitteln erreicht werben, baß bie Brandbomben in Wohnhäusern durch bie Luitschutzgemeinschaften unschädlich gemacht wekdcn. Mit der Hilfe des Feuerlöschdienstes wirb häufig nicht zu rechnen sein, ba dieser oft an anderen Stellen eingesetzt ist. Der Feind verwendet hauptsächlich Stabbrandbomben, durch welche Gebäude, Lager und Vorräte in Brand gesetzt werden sollen. Die Stabbrand- bombe ist sechseckig, hat eine Länge von 54 cm unb ein Gewicht von 1,7 Kilo. Die Stabbrandbombe zünbet sofort beim Aufschlagen unb brennt etwa 20 Minuten mit grellweißer Glut ab. Unter ben abgemorfenen Branbbomben befindet sich ein geringer Prozentsatz, ber nicht wie bie übrigen mit ruhiger Flamme abbrennt, sonbern währenb bes Abbrennens etwa 3—5 Minuten nach Einschlag mit lautem Knall zerplatzt. Dabei werben kleine Teile ber Branbbombe umhergeschleuben. Die Durchschlagskraft ber fortgeschleuderten Teile ist jedoch gering. Offenbar soll durch diese Art von Brandbomben nur bie Bevölkerung bei ber Brandbekämpfung eingeschüchtert werben. Die Stabbranbbombe roi~b in Bündeln abge- Abwurf von Brandbomben. feindlichen Luftangriffe richten sich bewußt die Wohnstätten der deutschen Bevölkerung. Massenabwurf von Brandbomben sollen Sprühwirkungen der Brandbombe wird dabei der Wasserstrahl möglichst unter Benutzung von Türen, Maueroorsprüngen und dergl. als Deckung auf die Brandbombe gerichtet. Bei der Verwendung von Sand ober Asche muß bie Brandbombe völlig zugedeckt werden. Der Sanb wird mit der Schaufel oder aus Papiertüten auf bie glühende Bomoe geschüttet. Auch hierbei ist jede Deckungsmöglichkeit auszu- nützen, z. B. auch durch Umkippen von Stühlen ober Tischen oder burch Vorhalten von größeren Kistendeckeln, Ofenschirmen, Waschzubern oder ähnlichen zum Schutz gegen Zerknall- oder Sprühwirkung der Brandbombe. Die Brandbombe glüht unter dem Sand weiter; ber Hausen muß deshalb mit Eimer ober Schaufel ins Freie gebracht werben. Insbesondere müssen bie Brandbomben, die auf Straßen, Höfen unb auf freiem Gelände einschlagen, mit Sanb ober Erbe abgedeckt werden, ba bie hellen Lichterscheinungen ber abbrennenden Brandbombe den feindlichen Fliegern das Ausfinben ihrer Ziele erleichtern. Die Bekämpfung von Branden. Hat sich wegen zu späten Eingreifens ein Brand entwickelt, so ist feine Ausdehnung mit allen Mitteln zu verhindern. Bei Verqualmung ist mit ausgesetzter Gasmaske an bie Brandstelle heranzukriechen. Das Löschwasser ist mit ber Luftschutzhandspritze aus möglichst geringer Entfernung auf den brennenden Gegenstand (nicht in ben Rauch ober Feuerschein) zu spritzen. Dabei führt eine Person bas Strahlrohr, eine zweite bedient die Luftschug- hcmbspritze, die übrigen Angehörigen ber Luftschutzgemeinschaft sorgen für ftänbige Zuführung von Wasser in Eimern. Dehnt sich bei besonders ungünstigen Verhältnissen der Brand trotz aller Bemühungen weiter aus, so muß das Uebergreifen des Feuers auf anbeere Räume auf alle Fälle verhindert werden. Hierzu find Türen und Fenster des Branbraumes geschlosien zu halten. Die Türen unb bie Umgebung bes Branbraumes sind von außen mit Wasser zu kühlen. In angrenzenden und gefährdeten Räumen sind brennbare Gegenstände (Garbinen, Schränke, Kisten, Betten u. dgl.) zu entfernen. Wirb bie Lust- schutzgemeinschast bes Branbes nicht mehr Herr, so veranlaßt ber Luftschutzwart sofortige Benachrichtigung bes zuständigen Luftschutzreviers. Geräte für die Brandbekämpfung. Für die Brandbekämpfung muß die Luftschutz- gemeinschaft folgende Geräte bereithalten: Luftschutzhandspritze mit mindestens zwei Wassereirnern, Feuerpatsche, Schaufel oder Spaten, Axt oder Beil, Einreißhaken, Leiter, Sanbkiste oder mindestens zehn feste, mit Sand gefüllte Tüten, Wasserbehäl- ter. Die Geräte sind im Treppenhaus verteilt auf- zustellen. Die Luftschutzhandspritze ist jedoch im ßuft» schutzraum aufzubewahren. Die Geräte müsien ständig in Ordnung gehalten werden; besonders die Luftschutzhandspritze ist nach jedem Gebrauch sorgfältig zu reinigen. Besuch kam, hat somit am Sonntag keine Bohnen mitgegessen. Es hatte aber ben Anschein, als ob er auch am Montag nur ganz geringe Mengen zu sich genommen hat. Don ben Erkrankten sind brei Per- fönen bekanntlich gestorben. Diese Lebensmittelvergiftungen werben durch Bakterien verursacht, unb zwar kommen ganz verschiedene Gruppen von Batterien in Betracht. In biesem Falle hanbelt es sich um ben Erreger ber sogenannten Wurstvergiftung, ben Bazillus botuiinus. Schon der Name sagt, baß er am häufigsten in Fleisch unb Wurst oorgefunben wirb. Er kommt aber auch in sonstigen Lebensrnitteln, besonders in Gemüsekonserven vor, unb zwar werben Bohnen nicht besonders bevorzugt, sonbern es können ebensogut andere Gemüse sein. Dieser Bazillus gelangt mit Staub ober mit sonstigen Zufälligkeiten in Lebensrnittel unb erzeugt hier ein sehr starkes Gift. Währenb bie übrigen Lebensmittelvergifter vornehmlich Darmerscheinungen Hervorrufen, beschränkt sich beim Botuiinus das Krankheitsbild nur auf Störungen von feiten bes Gehirns unb bes Rückenmarks (Bewußtlosigkeiten, Erbrechen, Lähmungen, Kopfschmerzen, bei Kindern auch Krämpfe). Im allgemeinen sind bie Lebensmittelvergiftungen selten. Im Jahre 1939 kamen im Altreich insgesamt nur etwa 2000 Erkrankungen vor mit 67 Todesfällen. Von der Gesamtzahl der Erkrankungen war aber nur ein Bruchteil durch ben Bazillus botuiinus hervorgerufen. 1940 waren bie Erkrankungen und Sterbefälle etwas zahlreicher, die Sterbefalle betrugen 110. Aus biefen Zahlen geht hervor, daß aerobe bie B.atulinuserkrc-nkung ein sehr seltenes Vorkommen ist, die natürlich, wo sie auftritt, alarmierend wirkt, bie aber trotzdem wegen ihrer Seltenheit keinen Grund abgeben kann, nun grundsätzlich Gemüsekonserven nicht mehr genießen zu wollen. Es handelt sich um bas Zusammentreffen von Zufälligkeiten, die sich glücklicherweise nur selten ereignen werben, so baß eine besondere Furcht auch nicht berechtigt ist. Insbesondere besteht bei biefen Vergiftungen keinerlei Zusammenhang mit ben sog. Schwarzblechbosen. Die durch die Lebensmittelvergifter vergifteten Eßwaren sind als solche in den allermeisten Fällen nicht kenntlich, da sie weder Geruch, noch Geschmack beeinflusien. Sicherer Schutz gegen Vergiftungen durch den Botulinusbazillus besteht in dem gründlichen Kochen des Konservengemüses vor dem Genuß, auch wenn beim Einwecken selbst Einkochen schon ftattgefunben hat. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. März. (Dorbericht). Es kosteten: Ochsen 35 bis 46,5; Bullen 39 bis 44,5; Kühe 18 bis 44,5; Färsen 34 bis 45,5; Kälber 35 bis 59; Härnrnel 40 bis 51; Schafe 18 bis 44; Schweine 49,5 bis 57,5. Markverlauf alles zugeteilt. Ans dem JReid>. Ausbildungsbeihilfen und Neuregelung des Schuljahres. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung unb Volksbildung hat das Schuljahr für alle allgemein bildenden Schulen (Volksschulen, mittlere und höhere Schulen) neu geregelt. Das Schuljahr für diese Schulen schließt erst mit Beginn der großen Sommerferien, das neue Schuljahr beginnt nach ihrer Beendigung. Die gesetzlichen Bestimmun, gen über die Dauer der Schulpflicht (acht Jahre) werden nicht geändert. Alle Kinder, die im April in die Schule eingetreten sind, wenden nach Ablauf der achtjährigen Volksfchulzeit zu Ostern aus der Schule entlassen. Für bie mittleren und höheren Schulen gilt der Dftertermin für alle diejenigen Schüler als Abgangstermin, bie zu diesem Zeitpunkt in die mittlere und höhere Schule eingetreten sind. Bei einem Abgang aus diesen Schulen in bas Berufsleben vor dem Durchlaufen der Schlußklasse wird das Versetzungszeugnis ebenfalls zu Ostern erteilt, wenn Führung unb Leistung des Schülers es gestattet. Der Reichsminister der Finanzen hat deshalb angeordnet, daß Ausbildungshilfe am 1. April 1941 auch für ein schon laufendes Schuljahr, Semester oder Trimester ober einen laufenden Lehrgang, Fachlehrgang usw. allgemein bewilligt werden kann. 2)ie Finanzämter werden bie bereits bewilligten Ausbildungsbeihilfen über den 1. April 1941 hinaus bis zum Beginn des neuen Schuljahres weiterzahlen. Es bedarf nicht eines Antrages bei dem Finanzamt. Der Reichs- minifter für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wird die Schulleiter anweifen, diejenigen Schüler, die Ausbildungsbeihilfen erhalten und bie Schule vor Schluß des laufenden Jahres oerlaffen, ben Finanzämtern listenmäßig mitzutellen. Diese Mitteilung entbinbet bie Antragsteller von ihrer Verpflichtung, von sich aus bie Beendigung ber Schulausbildung des Kindes, für bas die Ausbildungsbeihilfe gewährt wird, dem Finanzamt sofort unaufgefordert mitzuteilen. Abfindung der weiblichen Beamten bei Verheiratung. Nach den bestehenden Bestimmungen erhall ein weiblicher Beamter, der seine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis mit Rücksicht auf seine bevorstehende Verheiratung beantragt unb bie Ehe vor Ablauf von drei Monaten feit bem Entlassungstage geschlossen hat, eine Abfinbung. Der Reichs- innen- unb ber Reichsfinanzminister haben für bie Dauer bes Krieges nichts bagegn einzuwenben, daß die Abfindung auch gewährt wird, wenn bie Eheschließung ohne eigenes Derschulben, infolge ber Kriegsverhältnisse, erst nach Ablauf von drei Monaten, aber zu dem frühesten möglichen Zeitpunkt erfolgt. Vierteljahr für diese zwei Wochen ergibt. Durch genaue Beachtung der tariflichen Vorschriften unb durch planvolles Verteilen ber fällig werdenden Farnilienheirnjahrten auf die Zeit eines Vierteljahres wirb ber Verkehr auf ber Deutschen Reichsbahn bie gebotene Entlastung aerobe in ben Zeiten einer sonst üblichen Häufung Der Reisen erfahren. Das Recht ber Gefolgschaftsmitalieber auf Familienheim- fährten wird burch eine solche planmäßige Verteilung unb Entlastung ber Reichsbahn von Reisen dieser Art in verkehrsreichen Zeiten nicht berührt. Feldpofipäckchen mit Uebergewicht. Vielfach ist die Meinung vertreten, daß Feldpostpäckchen, die Uebergewicht haben, also die jeweils zugelassene Gewichtsgrenze um mehr als 10 v. H. überschreiten, an bie NSV. ober irgenbwelche Sam- mclstellen zur Verteilung als Liebesgaben abgegeben werben. Diese Ansicht ist irrig. Grunbsätzlich sollen Felbpostpäckchen schon bei ber Einlieferung zurückgewiesen werben, wenn sie Uebergewicht haben. Wenn berartige Päckchen trotzdem in den Postdienst gelangen, werden sie, sobald das Uebergewicht fest- gestellt wird, an die Absender zurückgegeben. Sollte der Absender in derartigen Fällen nicht zu ermitteln sein, so versuchen Reichspost unb Felbpost in jebem Falle, bie Senbungen trotz bes Uebergewichts bem Empfänger zuzuführen. Es wirb aber nochmals darauf hingewiesen, daß größte Sorgfalt bei ber Angabe von Absenber unb Empfänger erforberlich ist, um bie Bestellung berartiger Päckchen zu ermöglichen. Schokolade und Süßwarenerzeugniffe. Es wirb noch einmal ausbrücklich darauf hingewiesen, baß Schokolabenerzeugnisse und Zuckerwaren aller Art nur gegen Abtrennung bes Abschntttes Nr. 37 ber jeweils gültigen rosafarbigen unb blauen Nährmittelkarten an Verbraucher abgegeben werben dürfen. Diese Regelung bleibt auch für die zukünftigen Zuteilungsperioden bestehen. Die Abgabe kann jedoch nur im Nahmen der vorhandenen Bestände erfolgen. Um möglichst viele Verbraucher zu berücksichtigen, soll die Abgabe in kleinen Mengen vor- Man ruhet die Margarine (Schmalz) schaumig und gibt nach und nach Zucker (Ll sofort mit dem Zucker verrühren!), Ei, Gewürze sowie das mit etwas Milch angerührte Soßen- oder Puddingpulver hinzu. DaS mit „Backin" gemischte und gesiebte Mehl wird abwechselnd mit der übrigen Milch untergerührt.Man verwendet nur so viel Milch, daß der Teig schwer (reißend) vom Löffel fällt. Er wird in eine gefettete Springform (Durchmesser etwa 26 cm) gefüllt und mit einem Eßlöffel, den man bäussg in Wasser raucht, glatt gestrichen. Für den Belag schält man die Äpfel, schneidet sie in Viertel und ritzt sie mehrmals der Länge nach ein, die Äpfel oder das eingemachte Obst werden auf den Teig gelegt. B ackz ei t: Etwa 45 Minuten bei guter Mittelhitze. Nach dem Backen kann man den Kuchen mit Puderzucker bestäube» Erprobe: Bevor ein Rührteig-Gebäck aus dem Backofen genommen wird, muß auf alle Fälle die ©arprolt gemacht werden. Man stirbt mit einem spitzen Hölzchen möglichst In di« Mitte des Gebäck«. Wenn kein Teig daran häagenbleibt, ist der Kuchen gar. Man nimmt ihn aus dem Ofen, läßt ihn etwa 5—10 Minuten stehen und stürzt ober hebt ihn auf «inen Drahrrost, damit er besser ausdünstea fane. Bei einer Springform löst man bai Gebäck mit einem Messer vom Rand. ________ Ritte au» sehne {den ! Obstkuche/v in einer Springform: Telg: 50g Margarine oder Schweineschmalz oder 3 Eßl. 01,125 x Zucker, 1 Ei, etwas Salz, V: Fläschchen Dr. OetlerBack'AromaZitrone.lPäckchtnDr.OeklerSoßen. oder */r Päckchen Puddingpulver Vanille-Geschmack, etwa Vs Liter entrahmte Frischmilch, 250 g Weizenmehl, 9 g (3 gestr.Teel.) Dr. Oetker „Backin". Belag: 5OO-75OgÄpfel oder 500g gor abgetropfte», gezuckertes, eingemachte« Obst (z. B. Kirschen, Pflaumen, Stachelbeeren). Zum Bestreuen (nach Belieben): Etwa« Puderzucker. mi fä: ne sch ob bei s°k im D r. Oetker Backpulver „'Jßac&iri seit 50 Jahren bewährt !