Dienstag, 5. August IM Gietzener Anzeiger Nonatlich... Zustellgebühr. General-Anzeiger für Oberhessen kernivrechanfchluß 2251 Drahianschrift:„Anzeiger" Vostscbeck 1168k Frantt^M. ! 1:2; Dch Auf den Fluchtstraßen der Sowjets cher Innen, stellten den ‘ Aufgaben hatte jede -and. itte fast ml irb der W m Leder, !j Zchristleitung und Geschästrstelle: Sietzen, Schulftratze 7-9 auch bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern mfolge höherer Gewalt General Francesco Zingales, der Befehlshaber der italienischen Freiwilligen-Truppen im Kampf gegen den Bolschewismus. — (Scherl-M.) I»b Jahrgang Nr. (84 Erscheint täglich, auher Sonntags und feiertags Beilagen: KiehenerFamilienblätter Heimat imBildDieScholle Bezugsvreis: Druck und Verlag: vrühlfchevniversttätZdruckerei8.Lauge verschlagene Panzer und zertrümmerte Häuser kennzeichnen den Fluchtweg der Sowjettruppen. (PK.-Grimm-Scherl-M.) erdiger ML lorlinie. Dir gchancen ßi jeder Sei- t mürbe em ersten Tiii ' aus e« am Matzen nR erziel!- Der gegneti-f. 's dem erli1 ar kaum bei r PlatzbeM :heit. In bei mgrenze st bas M chen. 3m ff Huß von ihr. Oie Masse der ostwärts Smolensk eingeschlossenen Sowjetkräste vernichtet Nett, Sä terseebootsschule gehandelt habe, denen erklärt worden war, daß ihre Landung auf der Insel lediglich eine Hebung sei und sie in der Dunkelheit irrtümlicherweise gegeneinander gekämpft hätten. „Oer fünfte Aki." Der Duce an Echwarzhemden vor ihrer Abreise an die Towjetsront. Rom, 4. August. (Europapreß.) Der Kronprinz hat in der Provinz Mantua Abteilungen Schwarzhemden besichtigt, die zum Einsatz an der Ostfront bestimmt sind. Bei der Verabschiedung hat der Duce in einer Ansprache auf das den Schwarzhemden zugesprochene Vorrecht hingewiesen, an einer wahrhaften Schlacht der Rie- s e n teilnehmen zu können. Der Zusammenstoß der beiden Welten, der faschistischen und der bolschewi- stischen, habe in seiner entscheidenden Phase begonnen, das Drama sei am fünften Akt angelangt. Es bestehe nicht der geringste Zweifel an dem Ausgang oieser Riesenschlacht. „Wir werden siegen, denn die Geschichte beweist, daß die Völker, die Träger der Ideen der Vergangenheit sind, vor jenen der Zukunft weichen müssen." DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 4. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf dem Umfassungsflügel in der Ukraine haben schnelle deutsche und ungarische Verbände lebenswichtige Eisenbahnverbindungen des Feindes abgeschnitten. Die Waffe der ostwärts Smolensk eingeschlossenen Kräfte der Sowjetwehrmacht ist nunmehr v e r n i ch t e t, der Rest steht vor der A u f l ö s u n g. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt Versorgungs- und Rüstungs- betriebe in Moskau und einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Quellgebiet der Düna. Im Kampf gegen Großbritannien richteten sich wirksame Tagesangriffe der Luftwaffe gegen Eisenbahnanlagen an der Südostküste Englands. Bei den Färöer-Inseln wurde ein Frachter oon 1200 VRT. versenkt. In der letzten Rächt belegten Kampfflugzeuge militärische Anlagen in verschiedenen Hafenstädten an der schottischen und englischen Ostküste, u.a. in hüll, mit Bomben schwe- ren Kalibers. Große Brände entstanden. Im Mittelmeer erzielten deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge am 2. August nordwestlich M a r s a M a t r u k Vombenvolltreffer auf zwei britischen Zerstörern. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Lagerhäuser und Flakstellungen des Feindes bei Tobruk. In den Luftkämplen wurden vier britische Jäger abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der vergangenen Rächt militärische Anlagen am Suezkanal an. Der Feind warf in der Rächt zum 4. August eine geringe Anzahl von Spreng- und Brandbomben in Rordwesl- und Westdeutschland. Ls entstanden weder militärische noch wehrwirtschaftliche Schäden. Rachl- jäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden britischen Bomber ab. Oie Einschließung vollendet. Berlin, 4. August. (DNB.) Im Raume südlich von Kiew kam es am 3. 8. zu einem förmlichen Wettlauf zwischen sowjetischen Verbänden, die der drohenden Umklammerung zu entgehen unbe. Kery 0:8, «nrns-Lor. M ©lei: *- Fulda 5:3; rnnover 96 -ude Ham- 'Port Äafitf '.RotÄch i - Ctuü- istria Wien -s W t MtttlE Hf WM NI ;en hin°^ SZ RM1.80 „ -.25 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags Anzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstattel l Abschlüße Dtengenstanel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr X )9 Ain. ;r«> 8er EH, l-M. rrt Bieter em, Rch geh 3:17 »NN, Ebel. Oie ABCD<$ront Von Dr. Paul Rohrbach. A - B-C-D, das neue Bundes-Alphabet in Ost- afien, bedeutet: Amerika, Britannien, China und Dutch Eaft-Jndies (Riederländisch-Jndien). Unter China ist hier die mit Japan im Kriege befindliche Regierung Tschiangkaischeks in Tschungking verstanden. Die jüngsten Ereignisse nahmen damit ihren Anfang, daß die ABCD-Front dem Gouvernement von Französisch-Jndochina „Schutz" gegen von außen kommende „Zumutungen" anbot. Was dahinter steckte, war deutlich genug: dasselbe, was die Engländer in Norwegen vorhatten, bevor die schnelle deutsche Gegenmaßnahme erfolgte. England sitzt in Singapur und die USA. auf den Philippinen. An beiden Stellen sind artilleristische Kräfte, Flugzeuge und Mannschaften genügend massiert, um Stellungen innerhalb des französischen Kolonialgebiets zu besetzen. Daß die Verwaltung von Nie- derländisch-Jndien und die Tschungking-Regierung wenig zu dem angebotenen „Schutz" hätten beitragen können, liegt auf der Hand, .aber ABCD klingt besser als bloß AB. Japan und die französische Regierung in Vichy verständigten sich darüber, daß Japan der neuen ostasiatischen Entente zuvorkommen und Truppen und Seestreitkräfte nach Jndochina schicken, d. h. seine Verteidigung übernehmen solle. Seit dem 30. August 1940 bestand schon ein französisch-japanisches Abkommen über Jndochina. Mitte Juni 1940, als Frankreich eben das Gesuch um Waffenstillstand an Deutschland gerichtet hatte, verlangte Japan, die Grenze des französischen Kolonialgebiets gegen China müsse vollständig geschlossen und durch eine japanische „Militärmission" kontrolliert werden, um die Zufuhr von Kriegsmaterial für Tschiangkaischek zu hindern. Nach längeren Verhandlungen willigten die Franzosen ein, wogegen Japan die Zusicherung gab, es werde „die Rechte Frankreichs im Fernen Osten, die Integrität des indo-chinesischen Territoriums und die Souveränität Frankreichs über dies Gebiet" achten. Ende September 1940 wurde darüber hinaus noch vereinbart, daß die japanische Armee und Marine im nördlichen Grenzgebiet von Jndochina gewisse Erleichterungen für ihre Operationen gegen Tschiangkaischek haben sollten. Konnte man diese Vorgänge als einen einseitigen Druck Japans auf Frankreich verstehen, so besagen jetzt die von Vichy ausgehenden Kommentare ausdrücklich, daß die Japaner als Freunde kommen. Was Frankreich zu erwarten gehabt hätte, wenn England und die USA. sich militärisch zu Herren von Jndochina gemacht hätten, das zeigt die englische Praxis in Syrien. Die Franzosen haben ihr syrisches Mandatsgebiet aufgeben müssen, weil sie dort nicht stark genug waren, sich gegen die Engländer zu halten, die für ihren Angriff auf Syrien die Tarnung gemeinsamen Vorgehens mit dem französischen Verräter-General de Gaulle brauchten. De Gaulle hatte den gleichfalls von Vichy abgefahrenen General- Catroux bei sich, der zur Zeit des ersten französisch-japanischen Abkommens Erste Bekanntschaft mit Lissabon Von unserem R. G.-Korrespondenten. ten sie, feilschend und lebhaft gestikulierend, ihre Ware an. Genau so mögen sie bereits vor Jahrhunderten durch die Straßen Lissabons gezogen fein, um den Fang, den ihre Väter, Männer oder Brüder in harter, gefahrvoller Arbeit dem Meere abrangen, in klingende Münze umzusetzen. Mit einem Unterschied: Damals liefen sie barfuß, trugen noch nicht die Pantoffeln oder Holzpantinen, mit denen sie sich heute mühselig abratfern müssen. Noch vor einigen Jahren schritten sie mit nackten Füßen, wie sie es von ihren heimischen Fischerdörfern her gewöhnt waren, über das Pflaster der Stadt. Bis die Regierung fand, daß sich das nicht recht mit der Würde einer Hauvtstadt vertrage. Flugs wurde eine Verordnung erlassen, durch die die Fischfrauen gezwungen werden, in den Straßen der Stadt Fußbekleidung zu tragen. Die Frauen empfanden das als einen Eingriff in ihre durch uralte Tradition geheiligten Rechte; sie revoltierten. In langem Zuge marschierten sie vor dem zuständigen Ministerium vorbei, alle, der Verordnung gehorchend, ihre Schuhe tragend, aber nicht an den Füßen, sondern um den Hals gehängt! Es hat ihnen nichts geholfen. Wie die Männer, so haben auch die Frauen in Portugal sich das „Revolutionieren" abgewöhnen und sich unter die Staatsautorität beugen müssen. Hip und wieder sieht man noch eine Fischfrau, die barfuß geht und ihre Schuhe bei den Fischen im Korb liegen hat. versuchten und einer deutschen Vorausabteilung, die die Einschließung vollenden sollte. Im letzten Augenblick verlegte die Vorausabteilung den Bolschewisten den Weg. Auf einer Entfernung von wenigen hundert Metern lag vor der Vorausabteilung, die eine Höhenstellung bezogen hatte, ein Netz von Straßen, auf denen es von bolschewistischen Kolonnen wimmelte. Im direkten Beschuß schlugen die Granaten der deutschen Sturmgeschütze, der Infanterie- und Flakgeschütze in die bolschewistischen Kolonnen hinein. Auf den Straßen wuchs das Trümmerfeld, immer neue Kolonnen tauchten auf und wurden von den deutschen Granaten erfaßt. Auch ein vollbeladener Eisenbahnzug, der am Horizont erschien, wurde durch Volltreffer vernichtet. Zuletz blieb den Bolschewisten nichts anderes übrig, als umzukehren. Die Einschließung war vollendet. Zähe Kämpfe um Ladoga-Lnseln. Helsinki, 4. Aug. (DNB.) Die finnische Zeitung „Aamulehti" berichtet über die Kämpfe um die Inseln im Ladoga-See. Eine finnische Abteilung hatte die Aufgabe, die Insel Lunkula, die dem Ort Pitkaeranta am Ostufer des Ladoga-Sees vorgelagert ist, zu säubern, wobei sie zwei bolschewistischen Bataillonen gegenüberftanö, hauptsächlich Matrosen, die von Leningrad aus durch den Stalin- Kanal anfangs nach Norden transportiert, dann aber auf die Insel Lunkula - geworfen worden waren. In dem dichten Gestrüpp der Insel gab es heftige Kämpfe mit Handgranaten und Maschinenpistolen. Der Feind versuchte, in den Gräben Schutz zu suchen und von der Seeseite her etwa 350 Mann Nachschubtruppen zu landen, aber die finnische Artillerie machte diesen Landungsversuch zunichte. Schließlich stürzten sich die Bolschewisten Hals über Kopf ins Wasser, um die Flotteneinheiten schwimmend zu erreichen, was ihnen jedoch nicht gelang. Zwei Motor-Torpedoboote und zwei Kanonenboote wurden versenkt. Ein Boot schleppte Lastkähne mit Mannschaften. Als die Finnen die Insel erobert hatten, stellten sie fest, daß insgesamt.950 Sowjets gefallen waren. Nur wenige Sowjets irrten auf der Insel umher. Mit der gleichen Verbissenheit kämpften die sowjetischen Truppen auch auf der Insel Mantsi. Die wenigen (Befangenen erzählten, daß es sich meist um Schüler der Leningrader Un- itter. )sfenbach, w 1 ucht sein K leibt der & t Seit in v j , aus der lhs nbach E Gegen W nochmals ff ffenbachsE lagen. W er MniG Ehren ip sy »i»* ■wJi in(te W *6* !inberg 5 (0:3) reiches XU! ach Wahn, i Stellung;. Spielers, . bot, wat Naht sich aber ein Polizeibeamter, dann schlüpfen die Füße schnell in die Schlappen. Ein Strafmandat kostet Geld, und Geld ist in Portugal immer noch rar, nicht nur bei den Fischfrauen OerAzoren-BesuchCarmonas Lissabon, 4. Aug. (Europapreß.) Das Lissaboner Blatt „Novidades" widmet der Azorenreise des portugiesischen Staatschefs, General Carmona, einen Artikel, in dem es heißt, in einem Augenblick der schimmsten Ungewißheit der internationalen Politik bekräftige Portugal die Unlösbarkeit der Bande, die es mit den atlantischen Inseln vereine, und setze diese Inseln in Verteidigungszustand. Der Staatschef habe sich selbst davon überzeugen fünften, daß die Land-, Luft- und Seestreitkräfte Portugals die portugiesische Zukunft der Azoren sicherstellten und eine Barriere gegen jeden Hand- streich, gegen jeden Versuch, die Integrität der Inseln zu vergewaltigen oder zu beeinträchtigen, bildeten. Das Regierungsblatt „Diorio da Manha" schreibt, die Begeisterung,# mit der General Carmona auf den Azoren empfangen worden sei, bestätige die Aussprüche des Staatschefs, der bei der Abreise von Lissabon erklärte, daß er nur „von Portugal nach Portugal" reise, und bei der Ankunft in Ponta del Gada ausrief „Hier ist Portugal". Die Azoren seien für Portugal mehr als nur eine strategische Position an den großen atlantischen Wasserstraßen. Sie seien ein lebendiges Stück Portugals wie irgend eine Provinz des Mutterlandes, mit dem sie zu einer unteilbaren und unlösbaren Einheit verwachsen seien. briggeblieben. Immerhin — unter dem Wenigen, is erhalten ist, befindet sich das Kloster „Os Jero- 7. mos" in Belem, jenes unvergleichliche Kleinod tr manuelischen Baukunst, das allein eine Reise Md) Lissabon rechtfertigen würde. Kann also Lissabon, durch höhere Gewalt, keine ölte Stadt sein, so hat man anderseits nichts getan, um es zu einer modernen Hauptstadt auszu- iuen. Als der Marquis de P o m b a I, der vom Nationalismus Voltaires befruchtete große Minifter- räsident des unbedeutenden Königs Jose, nach der Katastrophe von 1755 die ungeheure Aufgabe zu geistern hatte, Lissabon aus Schutt und Asche so shnell wie möglich wiederaufstehen zu lassen, da | bnnte er dies zwar nach einem selbst heute noch I Überraschend großzügig erscheinenden Gesamtpläne f tun, der beispielsweise einen rund 35 000 Quadratmeter großen Platz am Ufer des Tejo vorsah, aber mußte naturgemäß zum Serienbau greifen, bei iem er die künstlerische Ausgestaltung im einzelnen mb kleinen der Nachwelt überließ. Die Nachwelt ht dieses Vermächtnis aus einem recht prosaischen Grunde vernachlässigt: Sie hatte nie das Geld zur 5 erschonerung der Stadt. Ob Monarchie, ob Repu- f ik, die ständig wachsende Verschuldung Portugals Mattete es Öen folgenden Generationen nicht, das Derk Pombals zu vollenden. Erft heute, nachdem Ministerpräsident Dr. Oliveira S a l a z a r, den iie Demokratien so gern als „Diktator" bezeichneten, der Krieg sie noch nicht dazu nötigte, liebens* rürbiger mit ihnen umzugehen, den feit Jahrhun- t»rten versumpften Augiasstall der Staatsfinanzen nit eisernem Besen ausgemistet hat, kann das portugiesische Volk endlich daran denken, Lissabon aus Ur „Hauptstadt des schlechten Geschmacks" in die würdige Metropole eines Reiches zu verwandeln tas, Mutterland mit überseeischen Besitzungen, nicht । Deniqer als zwei Fünftel Europas bedecken wurde. Trotz ihres kleinstädtischen Charakters macht die U portugiefifcbe Hauptstadt, wenn der helle Sonnen- IIBein über ihren Straßen und Plätzen liegt, einen ; freundlichen Eindruck. Die Einwohner Lissabons 's leben lichte, frohe Farben. Sie streichen ihre Hau- Ms r in zarten grünen, blauen, gelben und rosa- Ifrrbenen Pastelltönen an, sofern sie die Fronten Zncht mit bunten „Azulejos" (Kacheln) verkleben, fre lustig aussehen und manches Gebäude ui ^elf- tiT Porzellan verwandeln. Die Straßenbahnen bringen mit ihren kanariengelb angestrichenen offe- rsn Sommerwagen eine weitere heitere Note in ins Straßenbild. Selbst das Pflaster der Gehsteige saßt sich vielfach der Umgebung an: Es besteht aus feinen weißen Quadern, zwischen die mit schwarzen Steinchen zierlich-fröhliche Arabesken ist sind. Den Bäumen, die in langen Reihen die ! kreisten Straßen der neueren Stadtviertel säumen inö mit ihrem lichten Grün die freundliche Note unterstreichen, sieht man es heute schon nicht meyr «Li, daß viele Hunderte von ihnen erst vor wenigen Lochen an Stelle älterer und größerer Bruder em- c-pflanzt werden mußten, die der Wirbelsturm des 15. Februar wie Streichhölzer umgeknickt hatte Lissabon ist eine Stadt ohne ^oörraber (s ist geradezu eine Seltenheit, wenn man anm «nem Polizisten oder einem Telegrammboten au ( nem Stahlroß begegnet. Die Hügel der „Ctabt ? Haben es in sich". Außerdem kennt man in Portu- pl ja noch keine Benzinnot, wenn auch der®rcrm- soffverbrauch seit Beginn des Krieges infolge der Preissteigerung etwas zuruckgegangen ich So wim- tielt es in den Straßen von Prchatkraftwagen und Caxen. Nirgendwo in der Welt durste es eine solche ITnmenge elegantester Mietautos geben. Unter ihnen v.ie unter den Privatwagen sind die Marken aller l ander vertreten. Einen seltsamen Gegensatz zu Hefen Erzeugnisfen der modernen Oidustne bilden i-e Fifchsrauen, die sich zwifchen i^nen bm- imrchwinden. In einer von den Unbilden Wit terung meist stark mitgenommenen Kleidung ziehen 1* durch die Straßen, einen fachen Korb auf dem -opfe, aus dem rechts und links Fisch Pf «chwänze herausschauen. Bon Haus zu Haus b Lissabon, im Juli 1941. Man sollte — was in Kriegszeiten für uns eutsche leider schwer möglich ist — in Lissabon o m Meere her an kommen. Wenn der ampfer langsam in die seeartig erweiterte Tejo- ründung einläuft, bietet sich die Stadt, die wie !om auf sieben Hügeln erbaut, aber längst darüber naus gewachsen ist, in ihrer ganzen bezaubernden chonheit dem verzückten Blick der Reisenden dar. ie Portugiesen sind stolz auf das Wunder, das inen die Natur in den ödjofj geworfen hat. Sie eben es, Vergleiche zu ziehen, und behaupten, daß ire Hauptstadt an landschaftlichem Reiz. Neapel bertreffe und unmittelbar hinter Rio de Janeiro, >r schönsten Stadt der Welt, genannt werden üsse. Es ist schwer, in diesem Streit den Schieds- chter zu spielen; aber es kann nicht bestritten wer- >n, daß die Flußmündung und die Sta-dt, die sich >eit an ihrem nördlichen Ufer hinzieht, zu den hönsten Punkten der Welt gehören. Aber Lissabon ist eine Stadt, die man nur aus er Ferne betrachten sollte, wie eine Fata Mor- ana. Nähert man sich ihr, setzt man den Fuß auf >r holpriges Straßenpflaster, dann fällt aller Sauber von ihr ab. Uebria bleibt nur eine Pro- inzstadt, sehr freundlich, sehr hell, sehr ange- ehm, aber doch eine Provinzstadt. Schuld daran ragen die Bewohner selbst, die sich mit dem Werk tr Schöpfung begnügten und sich niemals be= lüßigt gefühlt hoben, aus ihrer Stadt eine iauptstadt, die Hauptstaot Portugals zu zachen. Darum ist Lissabon so arm an Kunstwerken, n Monumentalbauten geblieben. Allerdings haben die Lissaboner eine Entschuldi- ing: Ihre Stadt ist von zahlreichen Erdbeben eimgesucht worden, und bei der furchtbaren eben- und Brandkatastrophe des Allerheiligen- :-ges 1755 ist von den architektonischen Schätzen ?s'Altertums und des Mittelalters kaum etwas lll Gegen die Einkreisung Japans M jf uni) engrat wickelt worden. zieht sich unerbittlich das Schicksal der bolschewisti- schen Armeen. läber 9 Der Herr Schulrat ist da und Jahrmarkt im ii( st mir!" e'mbüd, oföatei M kein 6er eir in ober 'Umb e mit den andern Waffen d-urchstieß die deutsche Infanterie diese gewaltige Linie. Paks und Panzer unterstützten sie, Stukas zerschmetterten die Be, festigungsanlagen oder nahmen heraneilende bolschewistische Ersatztruppen unter ihre Bomben. den, in der der Feind 200 Gefallene zurückgelassen hat. Nordöstlich des Ladoga-Sees versuchte der Feind einen Gegenangriff zu machen, wurde aber zurückgeschlagen. Er verlor hier über hundert Mann an Gefallenen. Durch ihr unruhiges Sitzen verrät eine Kleine, daß sie einmal hinaus muß. Es tut ihr sichtlich not Sie bringt aber den Mut nicht auf, darum zu bitten. Der Lehrer fragt endlich: „Mußt du einmal hinaus?" Sie schüttelt den Kopf und antwortet: „Ich bin schon fertig." Städtchen, und der Herr Schuloberst sagt zu einem denkfaulen Schüler so recht gemütlich: „CJ . gehe mit dir auf den Jahrmarkt und kaufe dir für zehn Pfennig Pfefferkuchen und für vier Pfennig Nüsse. Wieviel Geld brauchen wir da?" Endlich bringt er den kleinen Schweiger zum Reden, der sagt aber mürrisch: „Geh nur, du gehst doch net mit St.-James-Palast zusammentteten, um die in der Konferenz vom 12. Juli begonnenen Arbeiten fortzusetzen. „Sunday Times" schreibt, man hoffe, daß die Sowjetregierung an dieser zweiten Konferenz teilnehmen werde, die sich „nicht nur auf wirtschaftliche Angelegenheiten beschränken" werde. Während des Unterrichts steht ein Kleiner vom Platze auf und geht zur Tür. „Wo willst du hin? r“ „Auf die Bude." — „Geh!" — Doch an der Tur besinnt er sich, kehrt um, tritt vor den Lehrer mm sagt: »He, knöpf' mir mal aus!" & A« A werken, noch niemals ist, das kann ruhig ausge. W” sprachen werden, die deutsche Armee vor solch M M schwierige Aufgaben gestellt worden. Sie hat sie T ein glänzend gelöst. In vorbildlichem Zusammenwirken W F Die Folgen dieser Zertrümmerung der Stalin- Linie zeigten sich bald. Jetzt steht vor den deutschen bttüiini :n sich« Treffer wurden sowohl auf feindlichen Schiffen auf dem Meere als auch im Hafen von Han ko |_ erzielt. Auch andere wichtige Punkte wurden mit • pM ge j ’M aemi Aufzeichnungen eines Lehrers. Die Taschentücher werden nachgesehen. Der Schneider-Hansl vergißt seins immer wieder und wird deshalb nach Hause geschickt, es zu holen. Da« heim im guten Anzug soll's stecken. Nach der Pause hat er noch immer' keins. Auf den Vorhalt des Lehrers sagt er: „Ich war schon und hab' mir die Nas' zu Hause gewischt." Ran die itttn der ’ iubeit, Wert Eingekesselt. Von unserer Berliner Schriftleitung. «Mn r eine 'Mie IN i Rn 1*1 ÖMh i das * nur ein (5 Mo tible ffgebors öt er £en f Gl Eilt? R die Km1»1 feiengj L’6a* ?er gev Wink inebene » r Ui Maller ’S- ft woben kraft ein für allemal ausgeschaltet worden. So voll« | Frankreich und sein Kolonialreich Eine Antwort Vichys an Summer Welles. iima! fein Jo se l-hes acht i einfat - do impfe) unter ein Sn hint ite d< in 6 n uni kaun rutsche Die i sizien iedene freie ■ Jen K ngen »sindi r fon aentfpi baß i VI ViSh Lk'Net Ä iE? Sei K- Dh Kl?' d! Ivfjio | ■WKtJ°rpi Das Ziel des Feldzuges im Osten ist nicht allein das, die bolschewistischen Heere zu schlagen, sondern sie zu vernichten. Auf der Front vom Nörd- lichen Eis- bis zum Schwarzen Meer steht alles unter diesem Gebot. In den sechs hinter uns liegenden Wochen hatten wir bereits bei Lemberg und Bialystok die zum Angriff für den Westen bestimm, tert bolschewistischen Truppenmassen in gewalttgen Einkreisungsschlachten vernichtet. Dann begann der Kampf gegen die Stalin-Linie, die als Festungs, gürtel insofern die Maginot-Linie übertraf, als sie tief gestaffelt ein Mischsystem modernster Forts, ausgebauter natürlicher Hindernisse, Feldbefestigungen usw. bildete, wobei Panzerfallen, Minensper- ren, See-Engen und Sumpfgürtel sowie Wasserläufe eine große Rolle spielten. Polazk war der Hauptstützpunkt, aber an der ganzen Front hatten die Bolschewisten an den Urwäldern und Sümpfen einen natürlichen Rückhalt. Feindliche Infanterie- züge, in Tarnanzügen, die sich dem Gelände an- paßten, lauerten vor den einzelnen Befestigungs- Vichy, 5. Aug. (Europapreß.) Zu einer Erklärung des nordamerikanischen stellvertretenden Staatssekretärs Sumner Welles, wonach die Vereinigten Staaten Zweifel bezüglich des Willens und der Fähigkeit Frankreichs hegen, seine Kolonien gegen alle Angriffe, von wo sie auch kommen, zu verteidigen, wird von amllicher französischer Seite erklärt, die französische Haltung in Indochina, die zu den Erklärungen von Sumner Welles den Vorwand geliefert habe, sei durchaus folgerichtig und unanfecht- d a r. Bei dem englischen Angriff auf Syrien habe für Frankreich immerhin eine gewisse Möglichkeit zur Verteidigung des Mandats gegen dem englischen Angriff bestanden. Davon könne in Jndo- china auch nicht im entferntesten die' Rede fein, da dort keine ausreichenden französischen Streitkräfte vorhanden sind. Der Grenzkrieg mit Thailand im Frühjahr dieses Iah- Kleine Liebe im Omnibus. Bon Joseph Baur. Ich steige in den roten Postomnibus. Neben mich setzt sich, ein Fräulein in buntem Dirndlkleid. Ein eleganter Herr, vom Kopf bis zum Fuß in helles Grau gekleidet, steigt, nachdem er sich einen Platz gesichert hat, wieder aus und geht zigaretten- vauchend vor dem Wagen auf und ab. Erst knapp vor der Abfahrt nimmt er seinen Sitz ein. Dann fahren wir. Neben der vorübereilenden Landschaft fesselt auch das Fräulein meine Aufmerksamkeit. Zunächst labt sich mein Auge an der angenehmen Geblümtheit des Kleides, das sich über wohlgeformte Knie und Schenkel schmieat. Im Schoß hat sie eine Kamera liegen, und daraus ruhen ihre kleinen, gepflegten Hände. Leicht sonnengerötet ift die glatte Haut der Arme, die mein Blick streichelt bis zum blütenweißen Spitzenrand des gebauschten Blusenärmels. In anmutigem Schwung steigt die Linie des Nackens aus der Bluse und verliert sich in braunen, seidig glänzenden Haarlocken. Aber mein Blick darf nicht zu lange verweilen. Damit meine Anteilnahme an dem Fräulein unauffällig bleibe, kann ich immer nur flüchtig Hinschauen. Am schwersten ist es, heimlich die Augen zu erfassen. Sie sind so blank und frisch wie der blaue Himmel am Morgen. Kindlich roekpffen und doch zugleich lebensklug ist ihr Blick. >Die Stirn ist sonnig gewölbt, und die Linie der Nase endet mit einem leichten kecken Schwung nach auswärts. Mund und Kinn sprechen, bei aller Zartheit, von gesunder Kraft des Begehrens. Unter dem Kinn verrät sich Anlage zur Molligkeit. Was aber das Gesicht insgesamt ausdrückt, läßt sich nur schwer zusammenfassen. Jedesmal wenn ich hinschaue, sehe ich darin einen neuen Zug. Es wäre leicht, ein Gespräch zu beginnen. Vieles würde sich dabei erschließen, Stimme, Mundart, Denkweise. Aber manches würde auch verflacht und verhüllt. Dies stille Nebeneinandersitzen mit dem feinen Tasten des Gefühls und dem ungehemmten Spiel der Einbildungskraft erscheint mir viel reizvoller als die Plumpheit eines üblichen Reifegesprächs. Und ich spüre, daß auch sie mich erforscht. £)& wenn ich geradeaus blicke, Wendet ste mit das Der deutschen Führung muß es natürlich darauf ankommen, soviel feindliche Kräfte wie möglich einzufangen und zu vernichten. Die Führung der Sowjets beabsichtigte, die vorgedrungenen deutschen Panzertruppen ihrerseits einzukreisen, indem sie starke Kräfte zwischen diese vorgeschobenen Keile und die nachfolgenden deutschen Divisisionen warf, Aus dem Versuch, die deutschen Armeen zu spalten, und die einzelnen Teile isoliert zu zerschlagen, ist infolge der überlegenen deutschen Führung die Umklammerung der Sowjets hervorgegangen. Der Nachteil dieser sehr gewagten Taktik der Sowjets liegt darin, daß sich noch in jedem Falle die deutsche Klammer um die Sowjetoerbände als unzerreißbar erwiesen hat und daß naturgemäß jeder eingeschlossenen Truppe in kürzester Frist infolge Mangel an Nachschub, Munttion, Treibstoff und Verpflegung ausgehen muß. So enden jetzt auch die Kämpfe am Peipus-See, oft«.. wärts Smolensk und südwestlich von Kiew wieder mit der Vernichtung der dort eingekreisten feindlichen Truppen. Seit der großen Dernichtungs- schlacht von Bialystok und Minsk ist es noch keinem einzigen sowjetischen Verband gelungen, sich der einmal vollzogenen Einkreisung zu entziehen. Sie sind alle restlos vernichtet und damit als Kampf- Spielkarten vor 2000 Jahren. Kann man sich vorstellen, daß die Spielkarten, die uns zur friedlichen Ausfüllung einer Mußestunde dienen, als sie vor über 2000 Jahren erfunden wurden, eine sehr kriegerische Bedeutung hatten? Schon Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung lebte in der Gegend von Chinesisch-Turkestan das kriegerische Volk der Toari, das einen hohen Grad der Kultur erreichte. Es baute prächtige Paläste und Tempel und schmückte sie mit umfangreichen Malereien aus, in denen die verschiedenen Typen dieses Volkes in farbenfroher Darstellung erschienen, wobei die einzelnen Klassen durch die Farben gekennzeichnet wurden. Später kam man auf den Gedaltten, die großen Bilder in kleinen farbigen Blättern abzubilden, und zwar jede Figur für sich, und so entstand das erste Kartenspiel, das zunächst nur in den vornehmen Kreisen Verbreitung sand. Das Spiel hatte den Sinn einer militärischen Hebung und wurde „Kriegsspiel mit Karten" genannt. Die verschiedenen, nach Farben abgeteilten Kräfte wurden in Angriffen und Gegenangriffen und Verteidigungen in durchaus kriegerischem Stil gegeneinander geführt. Das Spiel bereitete so viel Vergnügen, daß es sehr bald auch in der breiten Volksmasse beliebt und leidenschaftlich gespielt wurde, obwohl die Vertreter des Buddhismus wie auch die Fürsten des Volkes immer wieder Verbote dagegen erließen, da sie in dem Kartenspiel eine Gefahr für den gesunden Geist ihres Volkes erblickten. In den Völkerwanderungen, bei den religiösen Pilgerfahrten, den Handelsreisen und in Kriegszügen über die Karawanenstraßen jener Zeit fand das Kriegsspiel schnelle Verbreitung und eroberte in.kurzer Zeit ganz Asien, um später auch nach Europa gebracht zu werden. res habe dafür einen klaren Beweis geliefert. Frankreich fei also gezwungen gewesen, angesichts der Jndochina drohenden Gefahr sich mit Japan zu verständigen, und dies um so mehr, als Japan nach den mit diesem Lande abgeschlossenen Verträgen diejenige Macht fei, die mehr als alle anderen an der Aufrechterhaltung der Ordnung in Oftafien interessiert sei. Die Haltung Frankreichs in Jndochina war im wesentlichen durch die geographische Lage Jndochinas bedingt, die die Entsendung jeglicher militärischer Hilfe von Frankreich aus unmöglich machte. Was in Jndochina geschah, gelte jedoch nicht für die übrigen französischen Kolonien. So habe Frankreich z. B. Dakar allem verteidigt, und zwar mit bestem Erfolg. Auch Syrien hätte Frankreich erfolgreich allein verteidigen können, wenn feine Hoffnung in Erfüllung gegangen wäre, nur wenige Divisionen dorthin entsenden zu können. Gesicht zu. Schaue ich sie dann wieder an, spielt ein fast unmerkliches Lächeln um Mund und Augen. Zuweilen, wenn der Wagen eine Kurve nimmt, spüre ich den Druck ihrer Schulter an meinem Arm. Sie tut nichts, um diese Berührung zu vermeiden. Manchmal hält der Omnibus einige Minuten. Dann steigt der feine Herr in Hellgrau aus und geht zi- garettenrauchend vor dem Wagen auf und ab. Und beim Einsteigen streift er jedesmal das Fräulein mit einem werbenden Blick, den fie jedoch betont unbeachtet läßt. Einmal gibt sie mir aber doch Grund zur Eifersucht. Der Wagen hält vor einem ländlichen Gasthaus. Unter der breiten Tür steht ein junger Gebirgler. Seine kurze Lederhose läßt kraftvolle ge? bräunte Beine sehen. Auf seinem Kopf sitzt keck ein sturmerprobter Hut mit Adlerfeder. Verwegene Lebenslust blitzt aus seinen dunklen Augen. Während der paar Minuten des Aufenthaltes hat meine kleine Blauäugige für nichts anderes Blick. Mag sein, daß sie mich auch eiri wenia beunruhigen will. Aber ich kann ihr ob der Entflammtheit für den hübschen Sohn der Berge nicht gram fein. Wir beharren weiter im wortlosen Nebeneinander. Einmal geschieht es, daß wir unversehens die Gesichter einander zuwenden und die Blicke sich begegnen. Ihre Miene ist gar nicht kokett, ja um den Mund mag sogar eine Spur stolzer Verhaltenheit liegen. Aber die Augen voll Erlebnisbereitschaft widersprechen klar der Verschlossenheit des Mundes. Nur einen Augenblick dauert die überraschende Berührung der Seelen. Dann lösen wir beide zugleich den Blick voneinander. Ich schaue wieder hinaus zum Fenster, aber ich nehme nichts von der vorüberscbwebenden Landschaft in mich auf. Immer noch sehe ich die blaue Tiefe dieser Mädchenaugen. Noch einmal blicke ich zur Seite. Sie sitzt regungslos still und schaut geradeaus. Aber ihre Ruhe erscheint mir plötzlsth wie eine Maske, hinter der sich gespannte Erwartung verbirgt. Wieder hält der Wagen. Ich stehe auf, denn ich bin am Ziel. Sie hebt den Kopf und schaut mich an, offensichtlich bestürzt über das Unerwartete des Abschieds. Ich lächle ihr zu und sage ohne Besinnen: „Auf Wiedersehn!" „Auf Wiedersehn!" antwortet sie leise, und der Hauch eines Errötens zieht über ihr Gesicht. Ich verlasse den Wagen, ohne noch einmal umzusehen. Hinter mir steigt der Herr in Hellgrau aus und zündet sich eine Zigarette an. Nachdem ich eine Weile gegangen bin, überholt mich der Omnibus. Sie wendet mir das Gesicht zu, ohne Lächeln, mit fast starrem Ausdruck. Der davoneilende Wagen reißt ihren Blick von dem meinen. Und jetzt >erft, da sie entschwunden ist, bringt mir ins Bewußtsein was ich sah: daß der Herr in Hellgrau sich neben sie gesetzt hat. Oer italienische Bericht. R o m, 4. August. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Der Flottenstützpunkt Malta ist erneut von Verbänden unserer Luftwaffe bombardiert worden. Einige feindliche Flugzeuge haben die Flugplätze von Catania und Reggio Calabria mit MG.-Feuer belegt. Es gab einige Verwundete und leichte Schäden. In Nordafrika erhebliche Tätigkeit von vorgeschobenen Posten an der Tobruk-Front. Eine feindliche motorisierte Gruppe, die versuchte, sich unseren Stellungen zu nähern, wurde durch Artilleriefeuer gefprengt. Es wurden einige Gefangene gemacht. Englische Flugzeuge warfen auf Orte der Cyre- n a i t a und Tripolitaniens Bomben und Splitterbomben ab, die drei Tote und etwa zehn Verwundete zur Folge hatten. Flugzeugoerbände der Achse haben befestigte Stellungen, Bodenobwehrstellungen, Lager und Kais von Tobruk bombardiert und Brände hervorgerufen. Sie erzielten weiter Volltreffer auf die Bahnanlagen von Marsa Matruk und auf feindliche Schiffe nordwestlich von Marsa Matruk, wo zwei Zerstörer getroffen wurden. Die gleichen Verbände haben vier englische Jagdflugzeuge brennend zum Absturz gebracht. Eines unserer im Atlantik operierenden U-Boote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Das englische U-Boot „Cachalot" von 1500 Tonnen wurde von einem Torpedoboot unter dem Befehl von Leutnant zur See der Reserve Gino R o - i c a gerammt und in zwei Teile auseinandergeris- en. 91 Mann der Besatzung wurden gerettet und gefangengenommen. In O st a f r i f a sind einige Abteilungen unserer Truppen im Abschnitt von Gondar kühn in die vorgeschobenen feindlichen Stellungen eingedrungen, wo sie Waffen erbeuteten und dem Gegner Verluste zufügten. Oer Vormarsch der Finnen. Helsinki, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) Amtlich wird mitgeteilt: Der Feind hat durch Gegenangriffe versucht, an gewissen Stellen den Vormarsch unserer Truppen aufzuhcklten, wurde aber zurück- geschlagen. Im Laufe des Vormarsches sind zurückgebliebene Einkesselungen gesäubert worden. Die Kriegsbeute umfaßt Panzerwagen, Geschütze, Granatwerfer, Lastwagen, zwölf Panzerwagen wurden vernichtet. Eine große Anzahl Gefangener wurde eingebracht. Nörillich des Ladoga- Sees ist ebenfalls eine Einkesselung gesäubert wor- ♦ In der ersten Schulwoche wurde vom Storch ge» sprachen. Ein Bild hängt an der Wand, und der Lehrer sagt anderntags bei der Wiederholung: „Das ist also der Storch, der die kleinen Kinder bringt Komm mal her, Hans, und zeige mir hier mit dem Stab alles, was du noch weißtft' — Hans kann das ganz schön. Zuweilen fragt der Lehrer, um weiter zu helfen: „Was macht der Storch?" — „Der legt Eier." — „Was tut er noch?" — Da schaut der kleine Schlaumeier den Lehrer schelmisch an und sagt: „Ich weiß es schon, was du gesagt hast; aber das macht er nicht!" legt d gutem Ergebnis bombardiert. An der Ostfront verlor der Feind im Kampf am 1. August 2000 Mann. Eine große Menge feindlicher Panzerwagen und Autos wurde zerstört. Eine bedeutende Anzahl fiel den Truppen als Beute in die Hand, desgleichen automatische Waffen und Gewehre. Die sowiet« rufsifchen Angriffe wurden überall zurückgeschlagen. Tokio, 4. Aug. (Europapreß.) „Asahi Shimbun schreibt zu den Einkreisungsoersuchen der Vereinig- ten Staaten und Großbritanniens gegenüber Japan, mit diesen beiden Mächten gebe es für Japan keine Möglichkeit mehr, die bestehenden Schwierigkeiten auf diplomatischem Wege zu beseitigen. Je mehr sich Japan bemühe, eine neue Ordnung in Ostasien einzuführen, um so schärfer werbe der eniglisch-nordamerikani'sche Widerstand, mit dem die alte Weltordnung beibehalten werden soll. Roosevelts Petrolaus fuhrv erb o t beweise, daß die Vereinigten Staaten entschlossen seien, die feindselige Haltung gegenüber Japan noch zu verschärfen. London, Washington und Dschung- king hätten schon ein japanfeindliches Bündnis abgeschlossen, für das sie jetzt auch Holländisch-Jndien und die Sowjetunion zu gewinnen trachteten. Damit erkläre sich auch die Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber Moskau, bestmders die Hilfeversprechen an Moskau und die Gerüchte von einer Schaffung nardamerikanifcher Stützpunkte in der Sowjetunion. Japan fei jedoch auf jede Möglichkeit vorbereitet und könne der Zukunft in Ruhe entgegensehen. Die japanische Diplomatie begründe sich, so stellt „Asahi Shimbun" fest, unerschütterlich auf der Zusammenarbeit mit Deutschland und Italien und dem sowjetisch-japanischen Neutralitätspakt. Japans Interessen seien mit den Interessen Englands und Amerikas unvereinbar, da diese auf dem Status quo beharren und Anspruch auf die Weltherrschaft erheben. Die Zeitung schließt mit den Worten: „Ein wirkliches Verständnis zwischen Japan und England bzw. den Vereinigten Staaten ift unmöglich ohne eine grundlegende Aenderung der englisch-amerikanischen Politik". Oie japanischenTruppen inKambodscha Tokio, 4. August. (Europapreß.) Am Sonntag durchschritten japanische Truppen das Tafelland von Kambodscha. Auch hier war die Begrüßung der japanischen Truppen durch die Bevölkerung überall sehr herzlich. Mit der Besetzung der durch das französisch-japanische Abkommen vereinbarten Punkte von Kambodscha nähert sich die reibungslos und erfolgreich durchgeführte Operation der japanischen Sicherungsstreitkräfte ihrem Abschluß. Kriegsvorbereitungen auf Java. Tokio, 4. Aug. (Europapreß.) Reisende, die von Bord des japanischen Dampfers „Kitano Maru" aus Surabaya in Kobe an Land kamen, berichten von umfangreichen Kriegsvorbereitungen in ganz Java. Das Hauptgewicht der Vorbereitungen soll in der Organisierung der Luftabwehr liegen, wobei eine größere Anzahl von Flugzeugen nordamerikanischen Fabrikats mitwirkten. Alle 14 Tage werden Luftschutzübungen abgehalten. Die Garnison von Surabaya soll kürzlich erheblich v erst ä r f t wyrden sein. Selbst Altmaterial-Sammlungen, vornehmlich in Aluminiumartikeln, werden in ganz Java abgehalten. Zweite Alliierten-Konferenz in London. Lissabon, 4. August. (Europapreß.) Eine zweite Konferenz der Alliierten wird demnächst im vom August 1940 noch Generalgouverneur von Jn- doch-ma war, aber von Marschall Petain wegen seiner verräterischen Haltung abgesetzt wurde. Catroux sollte unter de Gaulle Chef der Zivilverwaltung von Syrien werden, deren Übertragung an die Anhänger de Gaulles England versprochen hatte. Statwessen verhängte das englische Oberkommando über ganz Syrien den Belagerungszustand, womit die „französische" Ziollverwaltung illusorisch wurde, und berief nach Damaskus eine „Wirtschaftskonferenz", um über eine Zoll- und Währungsunion zwischen Syrien und Palästina zu „beraten". Außerdem wird in Transjordanien, wo Eng- land der Herr ist, eine bestellte Agitation dafür aufgezogen, daß Syrien, Palästina und Transjordanien zu einem „großarabischen" Reich verschmolzen werden sollen, das natürlich unter englischer Leitung stehen würde. Nach diesem Vorgang sind auch die englischen Absichten in bezug auf Jndochina klar genug. Zwischen Birma und Jndochina, dem englischen und dem französischen Besitz in Hinterindien liegt Thailand, wie Siam jetzt amtlich genannt wird. Dicht an der thailändisch-birmanischen Grenze stehen englische Truppen versammelt, die offenbar das souveräne Nachbarland überrennen und damit eine unmittelbare Verbindung zwischen Britisch- Indien und Jndochina Herstellen sollten. Da Malakka und Nord-Borneo in englischem Besitz sind, so wäre damit das Südchinesische Meer zu einem Herrschaftsbereich der angelsächsischen Mächte gemacht. Ein besonderes Augenmerk haben dabei anscheinend die Amerikaner auf die Bucht von Camranh gerichtet, wo Frankreich einen Kriegshafen angelegt hat. Camranh liegt an der Küste von Annam, gerade halbwegs zwischen Singa- pore auf der einen, dem englischen Hongkong und dem amerikanischen Manila, die beide starke Kriegshäfen sind, auf der anderen Seite. Die Beherrschung des dazwischenliegenden Seegebiets durch diese drei sttategischen Punkte wäre vollkommen. Solchen Plänen entgegenzutreten, wurde das Protokoll vom 29. Juli in Vichy von Admiral Darlan unö dem japanischen Botschafter Kato unterzeichnet. Die französische und die japanische «Regierung haben sich hiernach verpflichtet, zur gemeinsamen Verteidigung Französisch- Jndochinas so lange militärisch zusammenzuarbeiten, wie die Umstände in Kraft bleiben, die zu diesem Abkommen geführt haben. Für Japan ist es dabei auch noch eine Beruhigung, das große Gebiet von Reispflanzungen am Unterlauf des Mekong (Cochinchina) für die Sicherung feiner Er- nährungswirtfchaft zur Verfügung zu haben. Die Regierung von Niederländifch-Jn- dien, die in Sumatra über eine jährliche Produktion von über 7 Millionen Tonnen Oel verfügt, hat als ihren Beittag zur ABCD-Entente das Abkommen, das sie vor einiger Zeit über regelmäßige Oel-Lieferungen mit Japan geschloffen hatte, kurzerhand aufgehoben, trägt aber anscheinend noch Bedenken, sich den handelswirtschaftlichen „Sanktionen", die England und USA. gegen Japan ins Werk setzen wollen, uneingeschränkt anzuschliehen. Sie ist in dem ostasiatischen Kräftespiel der schwächste Teil. Der japanisch-französische Gegenschlag hat zunächst in London und Washington ein erbittertes Gerede ausgelöst. Ob es auch zu einem akuten 'Konflikt kommen wird, wofür manches zu sprechen scheint, bleibt abzuwarten. Oaö Ritterkreuz für Kampfflieger. Berlin, 4. August. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Lustwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Oberleutnant Thiel und Stabsfeldwebel Racke. ♦ Oberleutnant Thiel hat als Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader in über 100 Feindflügen an der Spitze seines Verbandes bedeutende Erfolge errungen. In kühnen Angriffsflügen gelang es ihm u. a. eine bedeutende Flugzeugzellenfabrik sowie einen Flugplatz in England vernichtend zu treffen. Stabsfeldwebel Nacke steht mit über 100 Feindflügen als ältester । und erfahrenster Flugzeugführer an der Spitze des fliegenden Personals seines Kampfgeschwaders. Bei dem Tiefangriff auf den Bahnhof Rennes kamen die völlige Zerstörung der Bahnanlagen und die Zerschlagung einer verladebereiten Division auf fein Konto. Bei zahlreichen Angriffen gegen England hat er die Spitzenmafchine gesteuert und trotz stärkster Flakabwehr bedeutende Erfolge erzielt. ________________________________ > u-----. ,l vvN De Schau, ich yMei u .fA X««- ti'if ./J «qt hab :;■! Him (! J? ton tot töte Da ! J Streue Truppen die Weite des östlichen Raumes, die Hast, J’n ? mit der die bolschewistische Heeresleitung immer i®Der^ neue und oft nur notdürftig ausgebildete Massen den Deutschen entgegenwirft, vermag nichts am Ausgang der noch fortdauernden Kämpfe zu ändern, - - . denn einmal ist am Peipus-See, bei Smolensk und M r" südwestlich Kiew ein großer Teil der Bolschewisten '"”1" bereits eingekesselt, und dann sind die aufgebotenen ■„ moskowitifchen Entsatzungstruppen bereits in ver« W J» lustreiche Kämpfe mit den deutschen Angriffskolon. Mene nen, die über diese Ziele hinausgedrungen sind, ver- Blei- du im ew'gen Leben Von Oberleutnant Nerger, Oberkommando der Wehrmacht, Berlin. Der deuffche Siegeszug im Osten 1:9500000 o N Vripek lekatermoslaw Den u m g des y nrreuj zusammen unu nnujuun v- -- hni*be5 Dankes und der Treue. U <1 dem Schulgarten einer mittleren Stadt nn SSWJS t!imtltgen Polen ruhen sriedlich nebeneinander »O-r A ° N! Inzahl Soldaten in Einzelgrabern deren !°des "» t N'i nnem Kreuz mit ülnjibe ta mH >°Ä >V'S«faUenen versehen und mit blühenden Blumen j/fl rtt** rak__t... •• «1 ti 11___ s.:. nlmnnhtd Poti pmpr um- ♦ Tsowsch.i Meer^ Kiew wi reiften fei naen die Identität nicht festgestellt werden findet der unbekannte Kamerad eine nicht Maßst. •Wologda 8e Jeq Rostow Irlich bar möglich ei Ehrung | genen eifen, in ebenen fie Honen w n zu fpall rschlagen, Führung s hervoi agten Xo , wurde al mnbert M« ------V tadoga- isee Nachwuchses ebenso wie sein Bestreben um geschlafenen Einsatz bei den kriegswirtschaftlichen Aufgaben. Ueber die Gowinnabschöpfung und die Aufrechterhaltung des Preisgefüges sprachen der Haupt- abtcilungsleiter im Neichsftand des Deutschen Handwerks, 'Siedbürger und Ministerialrat Dr. Will von der Hessischen Landesregierung. stehenden V dem zweiten Stockwerk dienstes. Zunächst sollen durch den Kriegshilfsdienst mann- liche Arbeitskräfte in Dienststellen der Wehr- ^o,ga jen, sich hi chiehen. E als , jen. SoB^koldatengrab Verlin. 4. Aug. (DJIB.) 3n Anerkennung I der Erziehungsarbeit des Reichsarbeitsdlen-1 ftes hat der Führer dem Reichsarbeits- dienst der weiblichen Jugend neue Aufgaben auf dem Gebiet des kriegseinfahes der Frau gestellt. Durch Führer-Erlaß rour- den die zum Reichsarbeitsdienst eingezogenen Mädchen nach Ableistung ihrer Reichsarbeits- dienstpflicht auf weitere sechs Monate zum Kriegshilfsdienst ver- p f l l ch t e t. Der Kriegshilfsdienst des Reichs- arbeitsdienftes wird abgeleistet im Büro- betrieb bei Dienststellen der Wehrmacht und bei Behörden, bei gesundheitlichen und sozialen Linrich- tun gen. z. V. Linderlandverschickung. Krankenhäusern und in Linzelfällen auch b e i hilfsbedürftigen, insbesondere kinderreichen Familien. Gleichzeitig hat der Führer eine Lrhohungder Stärke des Reichsarbeitsdienstes der weiblichen 3u- gend a u f 130000 Arbeitsmalden Die im gleichen Maßstab auf das Gebiet der Sowiets übertragene Karte des Deutschen Reiches ermöglicht einen Vergleich mit den gewaltigen Entfernungen im Kampf- gebiet im Osten. — (Zeichnung: Scherl-Bilderdieckst-M.) Iter obefe1 Jine N«£ tz« hatten 1 ßÜlUhi Enfant ’elänbe efesti chlg _vor 1 sie mnenini deutsche mb Pg !n die eilende iw iomben, der StofiJ deutf^ -s. die iung i _ bete Ms, nichts e zu a molensk ^olfchewi lusgebo eits in ngrisssko en sind, 1 s. tm,L !n- s°L Kn'egshilssdienst der Maiden. Verstärkter Kriegseinsatz des Reichsarbeitsdienstes der weiblichen Iugend. Von Generalarbeitsführer Dr. Deiker. 0". ■ MOSKAU '•Warschau. GOUV. J"v ? E Tj M «eschmückt ist. Um die Notwendigkeit einer Um- tijtiir g gerade dieser Gräber zu verstehen, muß b ilic t werden, daß die Gräber in dem außer- °Tir lief) trockenen Herbst des Jahres 1939 angelegt niebin, die Kameraden also in trockener Erde nln. Später ließ anhaltender Regen das Grund- D°°e- so steigen, daß die Ruhestätten nicht mehr alig sichert angesehen werden konnten. Männer des k-inu-tungskommandos waren zur Stelle, togten 7. L-tn Körper in schlichte schwarze Holzsarge, die m L^cpier ausgelegt waren, und betteten sie- aus •tot entfernteren, etwas höher gelegenen Krieger uns Weisungen gibt. Das Vaterland, das uns der Führer neu geschenkt, wird alle Hilfen und Erleich. terungen gewähren, damit die Angehörigen die ihnen heilige Stätte nach dem Kriege werden b e. suchen können. Dort wird ein Mahnmal, nach den Gedanken und Wünschen des Führers von dem dazu bestellten Generalbaurat errichtet, sie grüßen. Und dieses Mahnmal wird künden, daß Deutschlands Söhne nach ihrem Opfertod als treue Wächter an Deutschlands Grenze stehen. Sie bilden den unüberwindlichen Schutzwall, hinter dem sich deutsches Wesen entfalten kann. So leben unsere Toten und dienen unserm Volk für alle Zeiten. Aus dieser Erkenntnis heraus tritt der An- «der deutschen Frau und deutschen Mutter auf örper ihres toten Mannes oder Sohnes bescheiden zurück hinter ein heiliges Gefühl stiller, stolzer Dankbarkeit. Und noch ein letztes haben uns die gefallenen Brüder und Kameraden zu sagen. Wie wir auch das, was jenseits des Todes liegt, nennen — wir wissen alle davon, daß der Tod nicht das Ende, sondern diegroßeWandlung bedeutet. Wollen wir darum der Toten würdig sein, kann es für uns mit dem Worte des Dichters nur die Bitte geben um große Gedanken und ein reines Herz. Wem dieses heilige Verpflichtung ist, dem leistet der Sol- dat bleibenden Dienst über den Tod hinaus. Wo auch des Gefallenen letzte Ruhstatt sein mag, ob bekannt oder unbekannt, ob in kühler Erde oder I auf dem Grund des Meeres — unser Gruß findet befohlen. Die Einführung des Kriegshilfsdienstes in der vom Führer befohlenen Form bedeutet für die Eltern der Kriegshilfsdienstverpflichteten die beruhigende Gewißheit, daß sie ihre Töchter weiter unter der Aufsicht und Betreuung durch den RAD. wissen. Für die Arbeitsmaiden aber bedeutet der Kriegshilfsdienst die Fortfuh- rung der schönen Lagerkameradschast mit all ihren vielen kleinen und großen Freuden. Ueber die praktische Durchführung des Kriegshilfsdienstes kann heute bereits folgendes gesagt werden: Der Einsatz erfolgt lediglich im Gebiet des Großdeutschen Reiches. Die Einsatzorte sollen möglichst nahe am bisherigen Lager liegen. Die an den Einsatzstellen eingesetzten Kriegshüfsdlenstver- pflichteten werden in der Regel zu Unter- kunftsgruppen zusammengefaßt und gemeinsam unteraehracht und verpflegt Jede Unterkunftsgruppe ist einer beaufsichtigenden Dienststelle des RAD. unterstellt, die die Kriegshilfsdienstverpflichteten besonders in der Freizeit betreut. Außer freier Unterkunft und Verpflegung erhalten die Kriegshilfs- dienstverpflichteten Taschengeld, Beklei- dungsgeld und Sozialversicherung. Sie tragen zu ihrer Zivilkleidung in und außer Dienst das besondere Abzeichen des Kriegshilfs- Verwundeter bet einem Vootsunfall ertrunken. In Nassau vergnügten sich zwei verwundete Soldaten aus einem Reservelazarett mit einem Kahn auf der Lahn. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache kenterte das Boot und die beiden Soldaten stürzten in das Wasser. Da sie nicht genügend schwimmkundig und durch ihre Verwundung auch behindert waren, gingen beide unter, bevor Hilfe gebracht werden konnte. Die Bergungsmaßnahmen hatten zwar Erfolg: aber bei den Wiederbelebungs- versuchen gelang es nur, einen Soldaten wieder ins Leben zurückzurufen, während bei seinem Kameraden alle Anstrengungen vergeblich blieben. ein weit sichtbares Birkenwäldchen den in Hintergrund, dort ist es ein Krüzifx, das peile des Weges das Grab des deutschen Solin Schutz und Obhut nimmt. Ueberall sind n und Angaben kenntlich angebracht. Es >ch in j - -r-- v . SowieiwÄWi kaum noch vor, daß einmal „em unbekann- unb bah i-i-M teutscher Soldat" zur rechten Ruhe gebettet . in tüntfuBto Die Erkennungsmarke ist Mittel genug zur . Munitv- Heniisizierung: darüber hinaus geben meist noch 1 muß. foDtirfdi ebene andere Merkmale Handhabe für ein- pus-See lilMttlreie Festststellung der Persönlichkeit des ge- en Kameraden. Wo aber trotz aller Be- Mnn unsere tapferen Truppen sieareich vor- tjiftürmen, werden die nicht vergessen, die in ahaftem Einsatz für Volk und Vaterland ihr p gelassen haben. Erst das Volk ist überhaupt zu toben, Idas feine Toten nicht vergißt. Alles ..nfe und Gewaltige wird aus Opfer und ti) geboren. Maßstab aber für die innere Würde 'ftrnft eines Volkes ist der Grad der Dankbar- t tenen gegenüber, die um dieses Volkes willen Intet haben und gefallen oder gestorben find, rinn ist es der deutschen Wehrmacht vornehmste ifajbe, die Ruhestätten der toten Ka- eraden in ihre besondere Obhut und Pflege zu 6aubl|tf)riftlefter: Dr.Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Haichtichristleiter«: Dr. Han« Thyrlot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für da« Feuilleton: Dr. San» Dhnriot; für Ltadt Gießen, Provinz, Wtrtichast u. Sport: Ernst Blumschein (beurl.), t.B.: Dr.Han« Thyrlot. „ Druck und Verlag: BrÜhljche Universttüt-dmckerei R. Lange K. G. VerlagSlciicr: Dr.-Jng. Erich Hamann; An-etaenletter: Han« Beit. Verantwortlich fOt den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. fßl.WiA macht und bei Behörden soweit wie möglich durch geeignete weibliche Arbeitskräfte ersetzt und für einen anderweitigen Kriegseinsatz freigemacht werden. Außer bei Dienststellen der Wehrmacht und der Behörden wird der Kriegshilfsdienst abgeleistet in Krankenhäusern und anderen gesundheitlichen ober sozialen Einrichtungen. Die hierdurch mögliche Entlastung der Aerzte- und Schwestern- schäft wird einen wesentlichen Beitrag für die Volks- gefundheit bedeuten. Weiterhin ist in Einzelsällen die Möglichkeit gegeben, daß aus dem aktiven Reichsarbeitsdienst aus. fcheidende Maiden Kriegshilssdienst in hilfsbedürftigen, insbesondere kinderreichen Familien, leisten. Auch dieser Kriegshilfsdienst ist von höchster volkspolitischer Bedeutung Wenn aud) zur Zeit Hausgehilfinnen nicht zum Reichsarbeitsdienst herangezogen werden, so ist durch den Erlaß des Führers andererseits die Möglichkeit geschaffen, für besonders hilfsbedürftige kinderreiche Familien neue Hilfskräfte zu gewinnen. Für den Reichsarbeitsdienst der weiblichen Juaend ist der Erlaß des Führers eine ehrenvolle Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. Er wird zur Folge haben, daß die erneut einsetzende notwendige Führerinnenwerbung ein starkes Echo findet, weil die ebenso kriegswichtige wie schöne Aufgabe die tüchtigsten Menschen anziehen wirb. Die zum 1. Oktober ausnahmslos im Kriegshilfsdienst weiterdienenden jetzigen Arbeitsmaiden werden das Vertrauen des Führers ebenso rechtfertigen, wie die Soldaten dieses Krieges es gerechtfertigt haben. Denn über den persönlichen Wünschen des einzelnen steht das Wohl des Volkes. Ihm zu dienen soll jeder Arbeitsmaid die höchste Ehre sein. Auch aus dieser Arbeit wächst der Sieg! Arbeitstagung des hessischen Handwerks. RSG. Auf einer Arbeilslaauna der Führerschaft des hessischen Handwerks behandelte Landeshandwerksmeister Gauamtsleiter Garner besonders eingehend den Einsatz des Bauhandwerkes zur Behebung der starken Unwetterschäden wie auch der Schäden, die auf Fliegerangriffe zurückzufuhren sind. Darüber hinaus hat sich das Handwerk in Ge- meinschaftsarbett immer stärker in wichtige Rüstungsaufaaben eingeschaltet. Gauleiter S p r c n » g e r dankte für die Leistungen des hessischen Hand, werks in der Kriegswirtschaft. Der Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen behandelte die Nachwuchslenkung, an der das Handwerk durch die Ausbildung so vieler Juaendlicyer beteiligt ist. Die Arbeitsbehörden unterstützen die Bemühungen des Handwerks um Erhaltung eines leistungsfähigen &>. Lemberg ■■ MU Odess friedhof zu den anderen Kameraden zur letzten Ruhe. Wenn die Angehörigen in der Heimat aus Dor- stehendem ersehen können, wie gut ihre für das Vaterland gefallenen Männer und Söhne, Brüder und Väter in fremder Erde Schoß gebettet find, können sie wohl trotz allen Leides innerlich ruhiger und ausgeglichener werden. Und der Wunsch, den lieben Gefallenen in die Heimat überführen lassen zu wollen, weicht einer gefaßteren und tieferen Empfindung, wie sie etwa in dem Briese einer Frau zum Ausdruck kommt: „Ich habe gesehen, wie wunderbar mein Mann über den lieblichen Tälern auf dem Berge von Auberville lag, und daß er auch nach der Umbettung so schön in Frieden liegt, daß ich in dem Gedanken beruhigt bin, daß mein lieber Mann unter seinen Kameraden gut aufgehoben ist." Oder aus dem Schreiben eines Vaters: „Ich ziehe meinen Antrag zurück, da ich es für richtiger halte, daß mein Junge bei seinen Kameraden, mit denen er gekämpft hat und auch gefallen ist, ruht." Aus aller Wett. Maria kahle 50 3ahre all. 5m Sauerland-Städtchen Olsberg, der Heimat des Vaters, beging die in Wesel am Niederrhein geborene Dichterin Maria Kahle den 50. Geburtstag. Eine Reise 1913/1920 nach Brasillon wurde bestimmend für ihr Leben: sie erfuhr, wie chwer der Kampf um deutsches Volkstum ist. Sie wurde zur Künderin und Verfechterin dieses Volkstums. Sie schrieb und hielt Vorträge und über- reichte 1920 Hindenburg 350 000 Goldmark für die Notleidenden in der deutschen Ostmark, griff durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen in den nnerpolitischen Kampf ein und fuhr wieder zu den Volksdeutschen in Ungarn, in der Tschechoslowakei, im Baltenland, im Banat, Siebenbürgen, Polen und Südamerika. Ihre Bücher künden von der deutschen Volksgemeinschaft, vom deutschen Glau- ben an die Zukunft und dem gemeinsamen Schick- sal. 1937 erhielt sie den westfälischen Dichterpreis. Reger-Felec in Südamerika. Aus Anlaß des 25. Todestages von Max Reger veranstaltete das Dresdener Fritzsche-Quartett (Gu- taiv Fritzsche, Lothar Gebhardt, Johannes Oelsner, Volkmar Kohlschütter) in Sao Paulo ein Konzert mit Werken des Meisters. Genesio de Almeida Moura gab einen Ueberblick über das Schatten des Kompomsten. Zur Aufführung kamen das Streich- guartett Es-dur, die Vwlinsonate fis-moll und das Kiovierguintett a-moll. Die pianistische Mitwirkung hatte Souza-Lima. Das Konzert fand vor ausver- kauftem Saale statt. Herzlichster Beifall dankte den Künstlern: auch die Presse berichtet begeistert in langen Artikeln über diese erste Reger-Feier in Südamerika. Der Erwin-von-Sleinbach-Preis für zwei Elsässer. Das Kuratorium vom Erwin-von-Steinbach-Preis der Johann-Wolfgang-Goethe-Stif- t u n g hat den Preis des Jahres 1941 zu gleichen Teilen an zwei Elsässer verliehen, an den Komponisten Professor Jos. Simon und an den Schriftsteller Paul C. Ettighoffer. Professor Simon starb wenige Tage vor dem Einmarsd) der deutschen Truppen in Kalmar. Er erwarb sich besondere Verdienste auf dem Gebiet der Volkskunde und der Kammermusik. Der aus Kalmar stammende Schriftsteller Ettighoffer ist vor allem durck; seine Kriegsbücher bekannt. Die Ucbergabe des Preises durch den Rektor der Albert - Ludwig - Universität Freiburg wird zu Beginn des Wintersemesters erfolgen. Gebt acht auf die kleinsten! In Eibach bei Dillenburg fiel das nicht ganz vierjährige Töchterchen des Bergmanns Gail i n ein Gefäß mit kochendem Wasser. Mit schweren Verbrühungen wurde es dem Dillenbur- ger Krankenhaus zugeführt, wo es aber schon nach wenigen Stunden starb. — Als ein zweieinhalbjähriges Kind in Mittelsdorf bei Aschaffenburg einer Mutter über die Straße nachlau - en. tengraib — wie ist es in Wirklichkeit und llefin der Vorstellung, die Menschen sich darüber n? Hat hart der Kampf getobt, sind die Opfer rer gewesen, dann werden die gefallenen Ka- en in einer den Tod überdauernden Gemein- nebeneinanber gebettet am Waldesrand, in ©arten unter weil schützenden Bäumen oder n stillen Friedhof des nahen Dorfes. Für eil ein Kreuz mit Namen und sonstigen näheren geben ober ein großes gemeinsames Kreuz, dazu e Lasel, auf der diese Angaben aufgezeichnet sind. [ legt den Blumengruß der Treue und des s auf der Gefallenen Ruhestatt, Kameraden still die Hände zum Gebet. Stt das Grab soll nicht nur gekennzeichnet und nur einmal zu Anfang mit Blumen geschmückt .es muß auch gesichert werden, damit es erben bleibt für alle Zeilen und niemals ver° fer. werden kann. Darum wird ein Zaun gezogen, len von weither Birkenstämme herbeigetragen In. Mit viel Liebe und manch künstlerischem ck und Geschmack werden sie xufammengefügt, ch ziert noch ein besonders schöner Eingang mzäunung. So leuchtet das Kameradengrab in sichtbar über das Land. Mt alle Gefallenen ruhen in einer Gemein- nebeneinander, manch einer hat fein eigenes engrab. Wenn hier oder da die Lieben in Heimat besorgt sind, daß er einsam und ver- Itlfei sein und mit der Zeil vergessen werden je, so sei ihnen grundsätzlich gesagt, daß fein s ch e s Soldatengrab von der deutschen macht vergessen wird und fein toter Ka° ) einsam und verlassen ist. Schon das Feld- b — das ist die erste Beisetzung, die meist von dämpfenden Truppe vorgenommen wird — unter diesen Gesichtspunkten ausgesucht. Hier uruv.ev J ‘Wjasma T X vWlIna v l en wollte, wurde es von einem Lastauto über- ahren und auf der Stelle getötet. — In Sulzbach (Saar) starb im Krankenhaus das IVi Jahre alte Kind des Bergmanns Wagner aus Hühnerfeld. Das Kind mar im Treppenhaus dem offen- Fenster nahe gekommen und aus Stockwerk in den Hof gefallen. Bei dem Besuch des brasilianischen Staatspräsidenten Vargas in Paraguan wurden mehrere Wirt- chaftsabkommen abgeschlossen. Auch wurde Präsi- jent Vargas Doctor honoris causae der National- universilät von Asuncion: r -c'.- ’ z üMes Wehrmacht-Gräberoffiziers noch nicht ent- h ib, ist. Selbstverständlich wird unter diesem . N'tt! einfach ein „unbekannter Soldat" angenom- cighrni^1 . nie- mb verzeichnet; der Gräberoffiziere muh eln- fa(it ju clP,3 Diftl'rei feststellen, was es mit diesem Grabe auf 1.. Schau.' fiiiijat und wer der tote Kamerad da ist. Darum ?>aufe öjr'. Ditbbie Stelle behutsam aufgegraben und — die nie QWfung gemacht, daß hier überhaupt kein Ge- [56Ä.r bXigeW ift Weiter- Ermittlungen er- ^henNCr ?lbT dann folgendes: Bewohner des nahen Dor- A.U)'ndr' r 3 jinben hier einen Stahlhelm und sahen da- । n th eine Anzahl Patronenhülsen; sie meinten, h ie nüßle ein Soldat gefallen sein, bauten darum - ^Z reuz zusammen und errichteten es als 2111s- .Minsk ML k , ‘DEUTSCHES REICHE* \ r 1 "W gouv. V,- »Charkow. 7. _____ p^ESTLANüBsee 0 LETTLAND - - .,. . i noch kemM- r sorgsam hergenchtete Ruhestätte. 1 L||8i entspricht dem Empfinden des deutschen Men- daß auch die Gefallenen, die uns im Kampf Endliche Soldaten geaenübergestanden haben, 1 ceEolbatengrab von deutscher Hand gegraben be° 'boäwiffiflKw- Zur weiteren Pflege und Betreuung die- iKöräber werben von bem beutschen Wehrmacht- । $ii »roffidier die jeweiligen Gemeinden ange- Eickaelck 'ten die Truppe ihre im Gefecht gefallenen Ka- M rwien der Erde Schoß übergeben hat, gehen die . ^ihmacht-Gräberoffiziere mit ihren Stäben an 1: e rbeit, um festzustellen, ob auch alle Gräber oeschert sind. Hat sich z. B. für die erste Bei- s tzu a kein anderer Platz als vielleicht ein 2lcker- limoer eine nicht glückliche Lage in einem Obst- — • . Baches ergeben, wird ichen ..... v--------- von ober die Nähe eines _ , wurden t t n? J m b e 11 u n g vorgenommen. Dazu wird das Moni:rab geöffnet, die Personalien werden noch |t 2000 Ü)ia fMl( gewissenhaft nachaeprüft, und der Körper jermagen d >r oas Vaterland gefallenen Kameraden wird je Anzahl f ii: eiien Holzsarg gelegt und an einen geeigneteren ib, besgleffjHlch umgebettet. Die M Lecht haben es die Männer, die für diese Aus- iriicfgeiW.-gih bestimmt sind, nicht. Aber sie tun die Arbeit an ilnem Gefühl heiliger Ehrfurcht vor dem Tode uil hem toten Kameraden. Damit statten sie einen ' 7 2:>es Dankes ab, ben das ganze beutsche Volk chrers. b>n betreuen, die ihre Treue mit ihrem Herzblut , fr b ifiiclt haben, schuldet. ... I9e^e";r t (y'tematisch wird das Gelände nach Grabern r . v il etwa noch nicht beigesetzten Soldaten abge- zu M7, sich. Alle Gräber, die nicht umgebettet zu werden lyflh Krvtzen, werden genau in die Karle eingezelchnet, 1 eu Mfassendes Verzeichnis wird aufgestellt eine ) hab 11111 Ilcmhek angelegt, damit auch jeder Nachfolger L e« i iräberoffiziers alle vorhandenen Ruhestätten rü,Leichtigkeit finden und betreuen kann. ,itt, W Air sorgfältig und gewissenhaft unsere Wehr- HW-Wäberftäbe draußen arbeiten, das mögen nur mbiLki s 1 lde zwei Beispiele zeigen: Da stoßen die p ^ker bei ihrer Durchforschung eines Waldge- lU2.7t' i ‘Kes auf ein Kreuz, das in der Lifte und Karto- li®011 tiiel Ua ■TOphrmnrhf--mräberoffi3iers noch nicht ent über CLi' Pro! 'ho- Pr M An< -n . e0 325*A [fy jh ('fit ,‘;nn r Gießen, den 31. Juli 1941. Stadtwerke Gießen. Abt. Nahverkehrsbeteiebe. ' -M v i | Kaufgesuche | Abgearbettete Gießen -Wieseck, den 4. August 1941. Geschwister Heinz und Angehörige. Gießen, den 4. August 1941. 02564 | Mietgesuche | (Stellenangebote]i M M 3254 D 3258 D Weitzer, kombin. bekannt. 3248Ö Wegen Urlaubsabgeltung und Reparatur ist mein Konditorei-Caf6 am Theater ftß, knackfeste Gurken auch im Winter? — Dann nur mit jten Sie gtanb zu M il)n -Nrdigi Mnach l Mglicher Pbstand in in geben, < i udicn ;tn den Kebenst •in der Mangels •hinein, illrteilsl »doch, d :!en Iq’ lLmge :iiber d ■ fletnon 'Gesam Familien-Drucksachen veriobungsanzeigen Vermählungsanzeig** bei Brühl, Schulstraße 7 Oeburteanzelgen Allgemeine Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn« und Lmnibusverkehr. Die Beförderung erstreckt sich auf Personen, Sachen, Hunde und andere Tiere. Mit dem Besteigen des Wagens gelten für den Fahrgast die nachstehenden Beförderungsbedingungen, die Bestandteil des Beförderungsvertrages sind. fertige Rückgabe an den Verlierer ist zulässig, wenn über dessen Empsangsberechtigung kein Zweifel besteht. 15. Diese Anordnungen sind auf Grund des § 25 Absatz 3 der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr vom 13. 2. 1939 erlassen und von der Genehmigungs- behörhss genehmigt. Sie gelten ab 1. April 1939. Zuwiderhandlungen werden nach § 41 des Personenbeförderungsgesetzes (bezüglich Ziffer 13 nach § 49 der Straßenverkehrsordnung) mit Geldstrafe bis RM. 150,— oder Haft bestraft, soweit nicht nach anderen Vorschriften eine schwerere Strafe verwirkt ist. Obige Bedingungen treten mit Zustimmung der Genehmigungsbehörde für den Bereich der Stadtwerke Gießen am 1. August 1941 in Kraft. Gießen, den 31. Juli 1941. Stadtwerke Gießen. Abt. Nahverkehrsbetriebe. Obige Beförderungsbedingungen treten mit A stimmung der Genehmigungsbehörde für den Bere der Stadtwerke Gießen am 1. August 1941 in Kral Mit Wirkung vom 1. April 1939 treten bezüglich des Verhaltens der Fahrgäste bei Benutzung der Fahrzeuge, Wartehallen und anderer Betriebseinrichtungen die nachstehenden Anordnungen in Kraft: 1. Die Fahrgäste haben sich bei Benutzung der Fahrzeuge, Wartehallen und anderer Betriebseinrichtungen so zu verhalten, wie es die Sicherheit und Ordnung des Betriebes und die Rücksicht auf andere gebieten. 2. Den allgemeinen Anordnungen der Genehmigungsbehörde und den von ihr genehmigten Anordnungen des Unternehmers ist Folge zu leisten. Das gleiche gilt für die zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung ergehenden Anordnungen des Fahrpersonals. Wer diesen Anordnungen nicht nachkommt, hat das Fahrzeug, die Wartehalle oder sonstige Betriebseinrichtungen zu verlassen. 3. Die Fahrgäste dürfen sich mit dem Fahrer während des Fahrens nicht unterhalten. 4. Die Türen und Plattformverschlüsse der Fahrzeuge dürfen während des Fahrens nicht eigenmächtig geöffnet werden. 5. Die Trittbretter in Bewegung befindlicher Fahrzeuge dürfen nicht betreten werden. 6. Fahrgäste dürfen ein Fahrzeug, das als besetzt bezeichnet ist, nicht besteigen. 7. Die Fahrgäste dürfen nur auf der hierzu bestimmten Wagenseite ein- oder aussteigen. Auf Stehplätzen hat sich jeder Fahrgast während der Fahrt einen festen Halt zu verschaffen. 8. Der freie Durchgang und der Zugang zu den Türen darf nicht durch Gepäckstücke oder andere Gegenstände beeinträchtigt werden. 9. Sitzplätze sind auf Ersuchen des Fahrpersonals für alte oder gebrechliche Personen und für Fahrgäste mit kleinen Kindern freizugeben. Stehen, Knien und die Unterbringung von Tieren auf Sitzplätzen ist nicht gestattet. 10. Betriebseinrichtungen und Fahrzeuge dürfen nicht unbefugt betätigt und nicht beschädigt oder verunreinigt werden. 11. Das Rauchen sowie das Mitbringen brennender Pfeifen, Zigarren oder Zigaretten ist nur in den Wagen oder Wagenteilen gestattet, die für Raucher freigegeben sind. 12. Von der Beförderung sind ausgeschlossen: a) Betrunkene und Personen mit ekelerregenden oder ansteckenden Krankheiten, b) explosionsfähige, leichtentzündliche, ätzende oder übelriechende Stoffe. Schußbereite Waffen dürfen nur von Personen mitgeführt werden, die amtlich zur Führung einer Schußwaffe befugt sind. Tiere und Sachen dürfen nur befördert werden, foweit Platz vorhanden ist, und wenn sie die Mitfahrenden oder die Sicherheit und Ordnung des Betriebes nicht gefährden, 13. Im übrigen gelten die Bestimmungen des § 36 der Straßenverkehrsordnung, der lautet: (1) Personen* die öffentliche Verkehrsmittel benutzen wollen, haben diese auf den Gehwegen oder einer Haltestelleninsel oder, soweit Gehwege und Haltestelleninsel nicht vorhanden, am äußersten Rande der Fahrbahn zu erwarten. (2) Die Fahrgäste dürfen die öffentlichen Verkehrsmittel nur an den dazu bestimmten Haltestellen betreten und verlassen. Das Auf- und Abspringen während der Fahrt und das Hinauslehnen ist verboten. (3) Es ist untersagt, aus öffentlichen Verkehrsmitteln Gegenstände zu werfen oder herausragen zu lassen. 14..Fundsachen sind gemäß § 978 des Bürgerlichen Gesetzbuches dem Fahrpersonal abzugeben. So- Mliung auchNäheGießen zu miet, gesucht. Schriftliche Angebote u.3264D an den Gießener Anzeiger erbet. geschlossen! Ldg. Keil. ^nneb( M in Mle Aen Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 6. August, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Gießener Straße 72 aus statt. 3251 D Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlicb ta Werken und in verschiedenen Preislag_t® bieten unsere Verlagserzeugnisse. vermitteln einen tiefen Einblickin «e Geheimnisse des Naturgeschehens unddamitdurcherweitertesWlsse'1 erhöhte Freude an den vielfältig*11 Schönheiten der Natur. Verlang'* Sie Prospekte und Such Probehefte S‘-'v Zeitschrift: „Freude am Leber Hugo BermühlerVerlag Berlin-Lichterfelde Betriebseinrichtungen". Jeder Fahrgast ist verpflichtet, bei Einnahme oder Verlassen seines Platzes und bei Benutzung eines Stehplatzes, besonders in der Nähe der Außentüren, sich dauernd einen festen Halt zu verschaffen, fo daß er weder selbst Schaden erleiden, noch anderen Schaden zufügen kann. Schäden, die durch Außerachtlassen entsprechender Vorsichtsmaßnahmen entstehen, hat der Betreffende selbst zu vertreten. § 7. Mitnahme von Kindern. Jeder Fahrgast kann ein Kind bis zum vollendeten 6. Lebensjahre frei mitnehmen, wenn er einen Fahrtausweis bei sich hat, der nach den Tarifbestimmungen die freie Mitnahme gestattet. Im übrigen ist für Kinder der im Tarif festgesetzte Fahrpreis zu entrichten. Die Beaufsichtigung mitgeführter Kinder ist Pflicht des Begleiters. Für Schäden, die infolge mangelnder Beaufsichtigung mitgeführter Kinder von diesen angerichtet werden, sind der Begleiter und die gesetzlichen Vertreter der Verwaltung gegenüber haftpflichtig. Kinder im Kinderwagen werden frei befördert, wenn für letzteren die tarifmäßige Gebühr bezahlt ist. 1,— RM. erhoben. § 13. Gestellung von Sonderwagen. Ueber die Gestellung von Sonderwagen scheidet die Verwaltung. Zu erfragen in der Geschäftsst. des Gieß. Anz. § 8. Mitnahme von Sachen. Ob Sachen zur Beförderung zugelassen werdet und ob dafür Fahrgeld zu entrichten ist, entscheid der Schaffner, auf der Vorderplattform des Triek wagens auch der Fahrer. Kleine Sachen, die auch bei vollbesetztem Wagen bequem auf dem Schoße gehalten werden tönnei, ohne dabei die Mitreisenden zu belästigen, werden gebührenfrei befördert. Alle anderen Sachen gebührenpflichtig nach dem Tarif. Die Aufsicht über mitgenommene Sachen hat bet Fahrgast selbst auszuüben. Er haftet für jeden Schade,, der durch die von ihm mitgeführten Sachen bei. ursacht wird. § 9. Beförderung von Hunden und anderen Tierei. Ob Hunde und kleine Tiere zur Beförderung zu« gelassen werden, entscheidet der Schaffner, auf be&en peint 2 QU= |Wohnungstausch| Im Neubau 1 Zimmer mit Bad gegen klein. 2-Zimmer- Wohnung zu tauschen ges. Schr. Ang. unt. 02562 a.d.G.A. • nem Prohvat penig 15.3uni 1 - N i& Re Re firiiber ^trotei M ur iilior qi 1904 qo. WUttri Nie. taten, < [%mge | Verkäufe | Wer billig zu verkauf. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. [3259D einmachen? Neue Rezepte auch für Tomatenmark bei Ihrem Händler GEHRING & NEIWEI SER. BIELEFELD gesucht. 3261D Konditorei n. Caf 6 Bettler. |Verschiedenes| Gold. Brosche verloren Sonntagmorgen von Johannes- kirche vis Bleich- stratze. 02553 Abzug.gegenBe- lohnung auf dem Fundbüro. Kräuierhaus Jung Fachgeschäft für vollwertige Lebensmittel, der Stadt Gießen, in der Mänsbnrg 0 lä! M,111 Eher * Knet’1 d- W Echt e?P lobäre S ei nicht n^rn |ie linnen, > w :U nw oic!e •■t' jnkch an Las lieberleg1 bin Bo' schen, oe sof. gesucht. 326-zD Else Mluillk Seltersweg 52. 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Sfluöete Stil zum Putzen de-. uni) Wochen sogar nur ein Lächeln dafür haben, k? ist deshalb nur ein Gebot ruhiger Ueberlegung, Denn beispielsweise für einen offiziellen Beschwerdeauftreten. * itbtilcft Die 4711 n freute. von ursprünglicher Begabung; der Applaus war etzen, während wir vierundzwanzig Stunden spä- er schon ruhiger darüber urteilen und nach Tagen cemigung. n Wagen t ■ sind zu etfo ns oder der von minder cwagen. nderwagen deckt. Dabei ist das Anfassen der Phosphorstangen und Phosphorstückchen mit den Händen zu vermeiden, da das Phosphor giftig ist und Brandwunden verursacht. Wo ein Brand entstanden ist, ist seine Ausbreitung mit allen Mitteln zu verhindern. Zur Bekämpfung sind als Selbstschutzgeräte Schaufeln, Spaten, Feuerpatschen und Transport- Es entstanden die ersten „Hautschonenden Reinigungsmitte 1". Jetzt endlich durften sich auch die Kranken mit Hautekzemen wieder waschen! Nach dieser ersten wohltätigen Folge kam eine zweite: Diese „Körperreinigungsmittel" führten sich auch in den Betrieben mit starkem und namentlich mit hautangreifendem Schmutz ein und fast schlagartig verminderte sich die Zahl der Hauterkrankungen! — Schon einige Zeit vor Ausbruch dieses Krieges war man so weit. Nun sind die beiden Mittel noch eingehend nach allen möglichen Richtungen hin durchgeprüft und z. T. weiter verbessert worden, so daß jetzt nach einer neuen Verfügung auf die Seifenkarte an Stelle eines Stücks „RIF- Seife" 100 Gramm solcher flüssiger „Hautschonender Körperreinigungsmittel" bezogen werden können. — Ihre Benutzung ist ganz einfach: Man verreibt einige Tropfen von der Flüssigkeit auf der trockenen Hand und läßt allmählich Wasser darauf fließen, so daß unter dem kräftigen Reiben ein tüchtiger Schaum entsteht. Dann wäscht man weiter, bis der Schaum weiß wird und spült die Hände gründlich ab. * Nachdem eine Bresche in die beherrschende Stellung der Seife gelegt war, brachten bei Kriegsausbruch und Einführung der Seifenkarten sehr viele Erfinder die verschiedensten fettarmen und fettfreien Reinigungsmittel heraus. Für mehr als 4000 Mittel wurde die Genehmigung beantragt, 600 bis 700 davon wurden genehmigt. In Zweifelsfällen hat der „Ausschuß zur Verhütung gewerblicher Hauterkrankungen", der die größte Erfahrung auf diesem Gebiete besaß, diese Mittel untersucht. Einige Körperreinigungsmittel, die besonderen Anforderungen genügten, wurden in einer Empfehlungslifte zusammengestellt mit dem Hinweis, daß sie sich zur Reinigung bei stärker verschmutzten Händen eignen. Die Prüfung durch den Ausschuß bezog sich stets auf den Reinigungswert, her an zwei „Standard-Schmutzarten", an öliger Schmiere aus der Oelwanne des Kraftwagens und an staubigem Ruß erprobt wurde. Zur Prüfung der Hautverträglichkeit waschen sich mehrere Versuchspersonen 14 Tage lang ausschließlich mit dem zu prüfenden Mittel täglich sechsmal. In bestimmten Zeitabständen wird der Säuremantel der Haut geprüft und unter dem Stereomikroskop die Rauheit der Haut beobachtet. Zur Zeit werden noch etwa 15 her bestbewährten Körperreinigungs- mittel besonders geprüft, um auch für den ständigen Gebrauch gute, fettfreie und daher auch bezugscheinfreie Körperreinigungsmittel zur Verfügung stellen zu können. Bereits in nächster Zeit ist mit der Veröffentlichung einer Lifte solcher Mittel zu rechnen. Dr. J. Schwanke. Verdunkelungszeit 5. August von 21.08 bis 5.43 Uhr. schützende Zusatzstoffe für die Reinigungsmittel bemühte sich, wie erwähnt, ferner besonders Professor Dr. Schultze in Gießen, und in Zusammenwirken mit ihm fand der Chemiker Dr. Prior eine Substanz, die sich auch in der Textilchemie bewährt hat und Wollgewebe schützt. Mit ihr läßt sich die Haut vor Angriffen bewahren. tiflfetien. m Fahrpei« icht durch ea ebigung finl id Linienbezci g des Fchiq Gleiten, die ’ iben, wird dr hatte für gestern zu einem Bunten Abend unter der Devise „Jubel und Trubel, Heiterkeit und Fröhlichkeit" eingeladen, der sich in allen Teilen als wohlgelungen und als ein voller Erfolg erwies. Der Gloria-Palast war wieder einmal bis auf den letzten Platz besetzt, als Kurt Pratsch-Kaufmann auf der Bühne erschien und das Publikum mit einem schmetternden Wortschwall begrüßte: er war die gute Laune in Person und hatte sofort Kontakt mit dem ganzen Hause. Er machte Stimmung, sagte an, aber kurz, und erwies sich außerdem als parodistischer Gesangskomiker von Qualität: seine Arien aus „Carmen" und „Freischütz", seine Vorträge im Stile von Lommel und Moser, Gigli, Erna Sack und Zarah Leander ergötzten die Leute nicht minder als der „steinerne Gast" aus der „Don Juan". Das groteske Tanzpaar Ponny und Ponpon kennen wir schon, aber sie brachten diesmal ein paar neue Sachen und erwiesen sich wiederum als Humoristen Heiterer Abend mit Kd!?, im Gloria-Palast. NS.-Gerneinde „Kraft durch Freude' t treten mit, : z für den Beist 1941 in t. V !tehrsbetciek Bei den feinen modernen Textilfaserstoffen machte man ebenfalls die Erfahrung, daß sie die Seife nicht gut vertragen. Für die Textilwäsche wurden Kunst- produkte hergestellt, die die Nachteile der Seife nicht besitzen und die wir seit vielen Jahren als „Feinwaschmittel" kennen. Sollten sich diese Stoffe nicht auch zum Reinigen empfindlicher Haut statt der Seife eignen? Eingebende Untersuchungen zeigten, daß diese Mittel die Haut ungewöhnlich stark entfetten und dabei so tief eindringen, daß auch die untersten Schichten des Hautfettes herausgeholt werden. Außerdem fetzen sich aber diese Stoffe besonders gern auf den Eiweihbausteinen der Haut fest und machen das H a u t e i w e i ß , das „Keratin" spröde. Oft reißen dann bis zu zwanzig der feinen Hautschichten auf einmal ein. Die Haut wird rauh. Rauhe Haut ist aber nicht nur unangenehm und sehr viel schwerer zu reinigen als glatte, sie gewährt auch weniger Schutz gegen das Eindringen von Krankheitserregern. R. Jäger bemerkte nun, daß die synthetischen Waschmittel die Haut weniger oder gar nicht angriffen, wenn die Hände mit bestimmten Farbstoffen „verschmutzt" waren. Offenbar bedecken diese Farbstoffe gerade diejenigen Bausteine der Haut, mit denen sich sonst die synthetischen Waschmittel gerne verbinden. Daraufhin gab er solche Farbstoffe, die aber farblos und daher unsichtbar waren und „D e r m o l a n e" genannt werden, den Waschmitteln mit. Sie besetzen sogleich alle gefährdeten Stellen der Haut und die zerstörenden Stoffe müssen dann mit dem Schmutz vorliebnehmen, den sie ja auch beseitigen sollen. Um tretungen werden nach der Verbrauchsregelungs- ftrafüerorbnung bestraft. Käufer, die Vorschußlieferungen verlangen, machen sich gleichfalls strafbar. „d ReP«* o! Ld^eil durch späteres Aufflammen dieser brandstisterischen!_r-----, v . Mittel die ganze Scheune in Brand gesetzt werden mittel für Wasser (Jauchewagen, Eimer usw.) be- kann. Beim Lagern gedroschenem Getreides in Spei- reitzuhalten. chern, Schüttböden usw. ist zu beachten, daß Ge-1 -------- it- Reinigungsmittel für empfindliche Haut Forschungsarbeiten eines Gießener Gelehrten. •riobungl,,S eburte*n:el8' l !Qfen hJ $ entiJ m des M ^te,n »J ?ben N rt,9A h>S ' ^chen,, 'deren K Ardens äs’ u) der iu b°L nicht t E hüt der eben ? Vürgerljjl den. @ofJ wenn j »Weisel beM ? FuntM -erwaltunnl )Ur SbliejJ übernontil "ng wird 3 °on minder! tilgen (d et 8undgei> Brüchen. ! > für pünhliJ 'Nen wird!d ^etriebsfJ Art und d >rüche. Für! e Verfalls 4 -genutzte FZ ScAbs.lir! zahlte Gelbl »rberung bei i Fahrgelds .hals, Hau-r ydnstr. 56 p., Ich war Bc eruntergdiE M fähig-v ral-OvalM u. ganznM Mcuma, 3» ranfbelien- )öaItaBIdteit, u. DamA fof. einen W all. L L Helft Getreidebrände verhüten! Schuh der Ernte vor englischen Lustangriffen. Aus -er Stadt Gießen. Lieber den Dingen. Es läßt sich leicht sagen: man soll über den Dingen stehen, die Fassung nicht verlieren und jeder- ,eit Sonne im Herzen haben. Schwieriger ist es chvn, nach dieser lobenswerten Devise zu handeln. 3eher weiß, daß es Situationen gibt, bei denen .inem der Hut hochgeht, und es sind keineswegs die schlechtesten, die bei einer solchen Gelegenheit regelrecht explodieren. Nach einem Gewitter ist die Atmosphäre gereinigt, und es tut ordentlich gut, dann bin paar Züge frische Luft zu schöpfen. Nur braucht ;s nicht immer zu einem Gewitter zu kommen, und manchmal besteht wahrhaftig kein Anlaß, die Zvr- nesadern schwellen zu lassen. Es gibt freilich Leute, iie aus Nichtigkeit eine Tragödie heraufbeschwören können, wie man auch solche hat, die jederzeit in ter Lage sind, aus einer Mücke einen Elefanten ■u machen. Gerade diese Zeitgenossen aber können viele Mißhelligkeiten in den Alltag tragen und dadurch anderen die Daseinsfreude vergällen. Was uns im allgemeinen das Gefühl ruhiger Ueberlegung gibt, ist der Abstand zu den Dingen. Lin Vorgang, dem wir uns plötzlich gegenüber sehen, vermag uns heute in stärkste Erregung ver- Auf der Seifenkarte kann man, nach einer neuen Verfügung, statt eines Stückes „RIF= Seife" 100 Gramm eines flüssigen „Hautschonenden Reinigungsmittels" beziehen, die es bis vor kurzem nur auf ärztliche Bescheinigung hin gab. Um die Erforschung dieser Reinigungsmittel hat sich Professor Dr. Schultze in Gießen besonders bemüht. Darüber berichtet unser Aufsatz, dem eine Unterredung mit dem Leiter des „Ausschusses zur Verhütung gewerblicher Hautkrankheiten", Dr. Dr. H. H e b e- st r e i t, zugrunde liegt. Seife wird aus Fetten von Tieren und Pflanzen gewonnen, die man mit Laugen von Soda, Natrium oder Kalium zum Sieden bringt. Dabei löst sich das Glyzerin aus dem Fett heraus und die Fettsäure verbindet sich mit jenen Laugen. Beim Waschen aber spaltet sich die Seife wieder und Laugenteilchen werden frei. Die menschliche Haut aber besitzt zu ihrem Schutz eine Art Säurepanzer. Diefe feinen Hautausscheidungen werden von den Laugen der Seife durchbrochen und gebunden. Außerdem quillt die Haut. Bei normalen Waschungen schadet das alles gewöhnlich nichts! Wer aber feiner Anlage nach oder infolge von Arbeit mit Chemikalien besonders empfindlich ist oder wer sich allzu oft und gründlich waschen muß, kann leicht Schäden davontragen: Im Gefolge des Säuremangels der Haut können zum Beispiel Entzündungen rang eine angemessene Wartefrist verlangt wird. Würde mancher, der im Affekt Handlungen begeht her Forderungen stellt, Gelegenheit haben, einige ~age später sich mit derselben Sache auseinander usetzen, so ergäbe sich in den meisten Fällen eine Korrektur, die eine wesentliche Aenderung der er- ten Stellungnahme bedeutete. Wenn aber der Abrand zu den Dingen eine solche Bedeutung besitzt, aß ihm die Kraft der Klärung und objektiven Würdigung innewohnt, dann ist es hur vernünftig, anach zu trachten, auch bei den Vorkommnissen des iäglichen Lebens ein Maß anzulegen, das dem lbftand von vornherein einigermaßen nahe kommt. In den Zeiten, wie wir sie gegenwärtig durch- eben, ergeben sich häufiger als sonst Reibungs- lächen im Vexkehr der Menschen untereinander, in den Büros der Behörden, beim Einkauf im ‘ebensmitteUaden, in der Straßenbahn und selbst n der Gastwirtschaft: überall hat der Unmut feine rangeifen aufgestellt. Der eine ober anbere fällt | mein, es läßt sich nicht änbern. Temperament und Urteilskraft sind dabei entscheidend. Wichtig ist je- och, daß die übrigen die ruhige Ueberlegung wir- I en lassen und die Erkenntnis vom Abstand der L dinge anwenden Das aber bedeutet es bereits: tber den Dingen stehen! Und damit ist schon viel ernennen, sowohl für den einzelnen wie für die Gesamtheit der Volksgenossen. H. W. Sch. Markt zuzuführen. Beim Einfahren des geschnittenen Getreides in die Scheune ist darauf zu achten, daß Brandplättchen o-ber Phosphorstückchen, bie sich wegen der Feuchtigkeit noch nicht entzündet haben, nicht mit in die Scheune eingebracht werden, da durch späteres Aufflammen dieser brai ’b«“? treibe in Säcken leichter in Brand gerät und \d)me= rer zu löschen ist als geschüttetes Getreide. Wo sich eine Sacklagerung nicht vermeiden läßt, sind die einzelnen Stapel möglichst klein zu halten und ausreichend voneinander zu trennen. Brandbekämpfungsmaßnahmen. Die sicherste Maßnahme gegen Schäden durch Abwurf von Brandplättchen und Phosphorstückchen ist die ständige Beobachtung der Felder und Dörfer, das Absuchen nach Brandstiftungsmitteln und die sofortige Bekämpfung der Anfangsbrände auch mit einfachsten Mitteln. Das Absuchen der Felder ist namentlich bei warmem und trockenem Wetter notwendig, insbesondere wenn Ueberfliegungen durch feindliche Flugzeuge bemerkt oder bekannt geworben sind. Dabei sollen alle verdächtigen Gegenstände auf Feldern, Wegen und an Gebäuden beachtet und überprüft werden. Brandbomben, Brandplättchen, Phosphorftangen und Phosphorstückchen werden an Ort und Stelle mit Sand oder Erde be- ** Wehrmachtkonzert verschoben. Das Konzert eines Musikkorps der Luftwaffe, das am heutigen Dienstag vor dem Stadttheater stattfinden sollte, mußte verlegt werden. Es findet nunmehr am Donnerstag, 7. August, um 17 Uhc statt. ** Standortappell des Reichstreu- b und es. Der Reichstreubund ehern. Berufssoldaten, Standort Gießen, hielt am gestrigen Montagabend einen Standortappell im Burghof ab. Der stellv. Standortleiter Bill hieß den zur Zeit auf Urlauf hier weilenden Standortleiter Hauptmann Schwender willkommen, der im Verlaufe des Abends den Kameraden höchst anregend von feinen Erlebnissen im gegenwärtigen Kriege zu erzählen wußte. ** Industrie - und Handelskammer Gießen. Wie wir von der Industrie- und Handelskammer zu Gießen erfahren, ist der stellvertretende Präsident, Herr Emil Robert Niederhausen^ der seither in Abwesenheit des Präsidenten dessen Tätigkeit wahrgenommen hat, zur Wehrmacht einberufen worden. An feiner Stelle wurde das Beiratsmitglied Herr Dr. Carl Schirmer mit dec Vertretung des Präsidenten beauftragt. ** Fahrgäste, übt Verkehrsdisziplin! Die Stadtwerke Gießen, Abt. Nahverkehrsbetriebe, veröffentlichen im heutigen Anzeigenteil ausführliche Anordnungen über das Verhalten der Fahrgäste bei der Benutzung der städtischen Verkehrsmittel, der Wartehallen und sonstigen ^Betriebs* einrichtungen, weiterhin allgemeine Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Omnibus- verkehr. Die' Bekanntmachung wird allgemeiner Beachtung empfohlen. Ordnung, Verkehrsdisziplin und Sicherheit sind unerläßliche Voraussetzungen für einen geregelten Verkehrsbetrieb. gung in Textilien würde gestört werden, wenn einige zehntausend Verbraucher, die finanziell dazu in der Lage sind, sich jetzt bereits einen Anzug ober Mantel reservierten unb Vorbestellungen abgäben. Aber auch bei kleineren Fristüberschreitungen im Lebensmittelhanbel kommt bie sorgfältig abgewogene Warenlenkung sehr leicht in Schwierigkeiten, benn selbst wochenweise Verfchiebungen können Störungen verursachen. Jetzt in ber Reisezeit, wo bie Verbraucher bei den Ernährungsämtern die Ausgabe von R e i f e m a r f e n beantragen, ist jedoch bie Feststellung getroffen worben, baß in ber Tat bie vor- schußweise Belieferung noch nicht fälliger Abschnitte hier unb hort vorgenommen worben ist. Abgesehen bavon, baß ber Kaufmann sich daburch strafbar gemacht hat, hat er auch bem Verbraucher nicht gedient, der ja eines Tages die zu früh verbrauchten Mengen wieder einfparen muß. — Dör Kaufmann darf all folchen Wünschen gegenüber nicht weich werden. Er muß es verstehen, auch seinem besten Stammkunden klarzumachen, daß und warum die genaue Einhaltung der Bewirtschaf - tungsvorschriften notwendig ist. Um den Kaufmann in seinem Verhalten zu bestärken und um auch einen entsprechenden Einfluß auf den Verbraucher auszuüben, haben einige Bezirksfach- Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. I Gloria-Palast, Seltersweg: „Mazurka". — Licht- ! ipielhaus, Bahnhofstraße: „Intermezzo". Professor Dr. Bruno Henneberg f. Professor Dr. med. Bruno Hennebe r g, em. ' i. ö. Professor der Anatomie unb ehern. Direktor Ilies Anatomischen Instituts der Ludwigs-Universi- lit, ist nach kurzer Krankheit im 75. Lebensjahre in vena verstorben. Bruno Henneberg entstammte -inem alten braunschweigischen Geschlecht. Sem Großvater war mit Lessings Stieftochter Mulchen Koenig verheiratet. Als Sohn eines Arztes am z. Juni 1867 in Magdeburg geboren, studierte Henne- :erg 1887—92 in Freiburg, Göttingen, Kiel und Serbin; hier promovierte er 1894, wobei er übrigens itne Reihe von Thesen gegen seine drei jüngeren Kräder verteidigte, die als Opponenten gegen ihn :uftraten. Hennebergs akademische Laufbahn begann und endete in Gießen, wo er 1894 Pro- !?ktor am Anatomischen Institut, 1899 Privatdozent, 1904 ao. Professor und 1920 als Nachfolger Strahls Ordinarius und Direktor des Anatomischen Instituts ourde. Seit 1933 lebte Professor Henneberg im Ruhestände. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Arteten, an denen auch seine ihm im Sode voraus- (egangene Gattin lebhaften und tätigen Anteil § hatte, beschäftigten sich vorzüglich mit der Entwick- 8lingsgesthichte des Menschen und der (Säugetiere; Biologie, Entomologie und Astronomie waren da- -a leben stets gepflegte Liebbingsgebiete. Während des || Weltkriegs 'wirkte Prof. Henneberg als ArAzt in i| t nem Lazarett und leitete den Verwundetenunterricht lind die Lazarett-Beratung. Der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Gießen hat lt tanneberg seit 1894 angehört, lange Jahre hin- ß durch im Vorstände und als 1. Vorsitzender der na= § tirwissenschaftlichen Abteilung. Aus Anlaß feines 10. Geburtstages im Juni 1937 zeichnete ihn bie : Gesellschaft in dankbarer Würdigung feiner oieF faltigen Verdienste durch Ernennung zum Ehren- | nitgliebe aus. Der Gießener Anzeiger verliert in j Professor Henneberg einen feiner getreuen alten Mieder (seit bem Jahre 1895) und einen geschätzten • Mitarbeiter, dessen anregende Beiträge stets einen | kroßen und aufmerksamen Leserkreis fanden. In vielen wird Professor Hennebergs Heimgang all- $2meiner Anteilnahme begegnen; das Andenken an i?n ausgezeichneten Menschen und vielseitigen Wis- f nschaftler, ber in Forschung und Lehre aus jeinem I ? achgebiete wie darüber hinaus Vortreffliches 1 lüftete, wird in unserer Stadt und vor allem im I Imtreife der Universität stets lebendig bleiben. Kein Vorschuß auf die Marken. Beim Verkauf markenpflichtiger Waren wird { läufig die Beobachtung gemacht, daß Verbraucher I lsrsuchen, auf noch nicht fällige Abschnitte ihrer 1 arten Waren zu erhalten. Während im Textilein- zühandel bereits Vorgriffe auf bie noch gar I richt ausgegebene nächste Kleiberkarte in ber uorm L swänscht werben, daß der Kunde sich eine be- | nmmte Ware „per 1. Oktober" zu reservieren veracht, wirb ber Lebensmittelkaufmann darum an- egangen, es hoch „mit ben paar Tagen" bis zur Fälligkeit ber nächsten Lebensmittelabschnitte nichl 's fa genau zu nehmen. — An unb für Jid) fann es Mtürlich über bie Verpflichtung bes Kaufmannes, tuf noch nicht fällige Kartenabschnitte keine Ware : <-i verabfolgen unb auch keine Ware 3u.rucfdulegen, : Einerlei Zweifel geben. Die gleichmäßige Bersor- Es muß damit aerechnet werben, daß die englischen Flieger versuchen werden, durch Abwerfen von Brandbomben, insbesondere aber Brandplättchen, Phosphor st angen, Phosphor st ückchen usw. Teile ber deutschen Ernte zu vernichten ober zum mindesten zu beschädigen. Zum Schutze der Ernte vor solchen Luftan- grisfsmitteln sind deshalb wiederholt von den maßgebenden Stellen Richtlinien ergangen, die in Anpassung an die landwirtschaftlichen Verhältnisse be- ol-gt und burchgesührt werden müssen. Brandschutzmaßnahmen. Da die Gefahr der Getreibebrände in der Zeit der Hochreife am größten ist, muß darauf hm- gewirkt werden, daß die Getreideernte rechtzeitig erfolgt. Um die Verbreitung eines etwaigen Brandes einzelner Getreidehocken zu erschweren, ist großer Wert auf sofortiges Schälen der Stoppeln zwischen den Reihen der Getreidehocken zu legen. Wenn möglich, ist der Drusch vom Felde anzuftreben und das Getreide sofort dem als elegante und geschmeidige Artistin von präzisem technischen Können. Stürme des Beifalls, die nut mehreren Zugaben belohnt werden mußten, erntete der vom Rundfunk und von manchen Schallplatten bekannte Rubi S ch u r i d e : er fang nut weicher, einschmeichelnder Stimme, gepflegt unb ohne Mätzchen einige der volkstümlichsten Schlager unserer Zeit: „Stern von Rio", „Schon ist die Nacht', „Komm zurück" und, das durfte nicht fehlen, „Horst du mein heimliches Rufen". Den zweiten Teil eröffneten die zwei -ora» e 11 o 5 mit einem Balance-Akt auf bem schlappen Seil: eine schlechterdings fabelhafte Leistung, die rein artistisch unbestreitbar den Höhepunkt dieses Abends darftellte; man bekommt derartige Nummern auch an großen Varietes nicht alle Tage zu ehen. Maria Eiselt, Soubrette vom Metropoltheater Berlin und Gärtnerplatztheater München: ebn zierliches Persönchen in Rosa, zwitschernd und tanzend mit quecksilbernem Temperament. Kennt und Paddy F r i n d t vom 'Berliner Wintergarten waren das letzte Mal schon bei uns zu Gast, aber man sieht sie gerne noch einmal; sie find komische Exzentriker von sauberem Können, unb insbesondere der Schlußtrick im Zeitlupentempo ist eine erstaunliche Sache. Das Wiener Wohlmuth- Terzett enblich war eine ber gelungensten Nummern dieses gelungenen Abends: diese drei musizieren, imitieren, fingen und jodeln mit einer derbkomischen Urwüchsigkeit und Spielfreude, daß es ein reines Vergnügen ist, ihnen zuzuhören und 3U= zusehen. Wolfgang Daum am Flügel erwies sich als zuverlässiger, taktsicherer Begleiter. Hans Thyriot. Wer will auf die Heeresunteroffiziersschule? Die stolzen Taten auf allen Kriegsschauplätzen Europas und Afrikas weifen bie Jugend Groß- deutfchlands zum Heere. Die Heeresunter-- offiziersvorschulen und -schulen bieten unserer Jugend, die die Neigung zur Laufbahn bes Berufsunteroffiziers hat, eine sorgfältige und umfangreiche Ausbilbung und zugleich ein Leben in froher Kamerädfchaft. Zum 1.4.42 stellt bas Heer neue Freiwillige für bie Heeresunter- offiziersvorfchulen und Heeresunteroffiziersschulen ein. Zu den Heeresunteroffiziers v o r f ch u l e n können sich Jugendliche melden, die in der Zeit vom 1.1. 27 bis 31. 3. 28 geboren sind. Die Ausbildung bauert drei Jahre. Dann tritt ber Unteroffiziers- Vorschüler als Soldat in eine Heeresunteroffiziersschule über. Der Besuch der Heeresunteroffiziers- vorschulen ist kostenlos. Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung, Unterricht und Heilfürforge sind frei. Außerdem' erhält der Unteroffiziers-Vorschüler ein Taschengeld von 20 Rpf. pro Tag. Die Heeresunteroffiziers schulen nehmen Jugendliche auf, die zwischen dem 1. 4. 24 und 31.3. 25 geboren sind. Die Freiwilligen sind Soldaten, werden zwei Jähre an den Heeresunteroffiziersschulen ausgebildet und treten dann bei Bewährung bereits als Unteroffiziere zu den verschiedenen Waffengattungen des Heeres über, denen sie weitere zehn Jahre angehoren. Anfragen und Bewerbungsgesuche find an das für den dauernden Wohnort bes Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt zu richten. Dort können auch Merkblätter mit den genauen Aufnahmebedingungen kostenlos angefordert werden. Die Meldefrist für die Heeresunteroffiziers- vorfchulen endet am 1.10., für die Heeresunteroffi- ziersschulen am 1.11. 41. Gießener Vvchenmarklpreise. -♦ Gießen, 5. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, neue, % kg 8, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 8, Römischkohl 8, Bohnen, grün, 20 bis 30, gelb, 28 bis 30, Mischgemüse 8, Tomaten 25 bis 50, Rhabarber 15, Frühäpfel 40, Birnen 45, Pfirsiche 65, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 30 bis 35, Salatgurken 20 bis 30, Salat, bas Stück 10 bis 12, Einmachgurken 2 bis 5, Enbivien 15 bis 20, Oberkohlrabi 8 bis 15, Rettich 10 Rpf. gruppen bes Lebensmitteleinzelhanbels ein Plakat in Üebereinftimmung mit bem Provinzialernäh- „ , v , rungsamt an die Geschäfte gehen lassen, das das groß und wohlverdient. (Sonja Güll präsentierte Verbot der Dorausgabe der Waren enthält. Hebet» sich mit Bolero, ägyptischem und javanischem Tanz ^ktUT •ONS eräunt-schützbpflegt ge entdeckt man den Ritzen und OJL-'fpovt Aus der engeren Heimat ufmäßig — da gibt es keine Neugierde, )ses Bedauern, keine unaufrichtig gemein» feiten beri (Nachdruck verboten.) 48. Fortsetzung. [Uten am meisten klarer lächelt vor Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. Es kommt nicht darauf au, datz wir kauen, sondern wie wir kauen, und das hängt von unseren Zähnen ab. Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Da ist sie gesichert legen Klatsch und- Verdächtigungen, gegen eine Preisgabe ihres Selbst. Martha Lind macht sich fertig, um zu Dr. Klarer zu gehen. Der wird als tüchtig und gewissenhaft geschildert. Auch Friedrich Dominik arbeitet ja mit ihm. Schon das ist in ihren Augen eine Empfehlung. Und dann fort — ganz fort Nie wieder einen Fuß in dieses Haus setzen müssen! Irgendwohin, wo man sich verstecken kann ... sie legt ihren Schmuck, ihr Geldkästchen, Wäsche in einen Koffer. Ob sie Brigitte vorher etwas sagt? Nein, nicht jetzt. Erst muß sie selbst Klarbeit haben. Wozu das Kind noch mehr belasten? Am besten ist es, Brigitte weiß überhaupt nichts Näheres. Sie braucht ihren Vater mehr als ihre Mutter. Mag sie also denken, datz ein Unrecht die Mutter aus dem Hause treibe. Irgendwann wird sich dann schon das Rechte erweisen. Aber eine kurze Nachricht will sie ihr doch dalassen. ? . Martha Lind schreibt ein paar Zeilen auf einen Bogen. Die Tränen laufen ihr dabei wieder übers Gesicht. Schnell steckt sie noch Brigittes Bild ein, legt den Brief auf die Schreibtischkante. Dort wird Brigitte ihn nachher schon finden Leise huscht sie über den Teppich, zieht die Tür hinter sich zu. Das Schloß knackt laut. Sie weiß selbst nicht, worüber sie erschrickt. Dann verläßt sie das Haus über die Hintertreppe. Vorne könnte ihr vielleicht jemand begegnen, und sie mag jetzt keinen Menschen sehen. — Keinen. Scheidungsgründe! Falls zum .. feine Ehepflichten schwer verletzt oder durch ehrloses Verhalten eine so tiefe Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses verschuldet hat, daß dem andern Teil die Fortsetzung der Ehe nicht zugemutet werden kein taktloses Bedauern, keine unaufrichtig gemeinten Ratschläge. Da gibt es nur ein kaltes, geschäftsmäßiges Wägen, ein juristisches Prüfen, ein nüchternes Erkennen. Außerdem ist der Anwalt zur feinen 7 5. Geburtstag feiern. Wir wünschen den Jubilaren noch einen recht langen, gesunden Lebensabend. ha Wut „nö (inte M ivei Ehrlich ourisÄ oratio It Lust. Was di Wen ih hielten! nr ng Hii’ü/er, ! s 'in, rr W Brit Michl Wchch ||p D01 ’r Menj bnbe twnf) Wicht« . sanken i'chmK r.ihge ■ lNister Lik de P'h Dijc Rifl ii 'n bi M 6r Der Schild des Gobieski Oer Sternhimmel im August. Von Dr. Erwin Kossinna. kann." „Und diese relativen Scheidungsgründe — liegen die hier vor?" fragt Martha anAtooll. Dr. Klarer zieht die Achseln hoch. „Tja, meine sehr verehrte gnädige Frau, das ist Anschauungssache. Ihr Mann wird einwenden: Meine Frau hat mich gereizt — Dinge geduldet und gefördert, die ich nicht wünschte. Und Sie müßten Ihrerseits also beweisen, daß eine von Ihnen nicht verschuldete Pflichtverletzung Ihres Gatten gegen Sie vorliegt .. „Das bedeutet also", fragt Marcha fassungslos, ,daß mein Mann die Möglichkeit hätte, all das, was er mir zu Hause vargeworfen hat, vor Gericht zu wiederholen--?" „Jawohl. Und sogar: unter Beweis zu stellen. Er könnte Herrn Dominik als Zeugen für die Dinge benennen, die damals im Anschluß an Ihr Hochzettsfest geschehen oder nicht geschehen sind." Rechtsanwall Dr. Klarer ist ein nüchterner Mann. Ihn interessiert am Fall Lind nur die juristische Seite. Er fragt behutsam und scheinbar unbeteiligt. Er verliert dadurch gleichsam einen Teil seiner menschlichen Wesenhaftigkeit, und das, was Martha Lind spricht, wird mehr zu einem Selbstgespräch als zu einer Anklage. Sv kann sie in die geheimen Abgründe ihrer Ehe hinableuchten, kann anbeuten, wo IW'J Iran ft.' uig ob. Men |i Ä so Mails b ijjNa t -Wend . witbei hie, { M>ent iHnenb Werse DWachx . ;:i,5 Mnb« i.'-'iit c > Ä . >Ni( . ,6 die il-Aunc J, 3 bie । H’Pfk ?W)Q[ Stile, t j Äe I in« ih?, zi RS D M be I < N M! W u % K ?r ■I» Oas Silberfischchen, ein Schädling in unseren Wohnungen. Trotz feiner Verbreitung und seines häufigen Auftretens ist das „Silberfischchen" in weiten Kreisen als Hausschädling^ wenig bekannt. „Ein niedliches und harmloses Tierchen , so lautet die Meinung vieler, wenn es blitzschnell einmal vorüberhuscht. Und dach kommt eine große Anzahl von Schäden in unseren Wohnungen an Tapeten, Möbelbezügen, Wäsche und Lebensrnitteln allem auf fein Schuldkonto. Da das Silberfischchen aus- chliehlich des Nachts auf Nahrungssuche geht, steht manche Hausfrau dem so angerichteten Schaden ratlos gegenüber, ohne daß sie weiß, daß dieses kleine, nur etwa 1 cm lange Tierchen daran letzte Grund Ihres Besuches, gnädige Frau, genau der gleiche Streit ... und immer ist es, wie beim Schachspiel, die Dame, bie bie Figi durcheinanber wirbelt ..." Dr. Kl sich hin. Er freut sich über seinen Vergleich, ben er für geistvoll hält. „Herr Linb hat bei seiner Partie offensichtlich Pech. Auch gestern stand er stark im. Schach, und für heute hat sich der Herr Direktor Dominik bei mir angesagt, um mit mir das Weitere zu besprechen. Wahrscheinlich wartet er sogar schon- draußen im Vorzimmer ..." 30. Deutsches Meisterschastsruderu. Das 30. Deutsche Meisterschasts- rudern in Berlin-Grünau brachte folgende Ergebnisse: Frauen-Einer: 1. Friedel Haack (Postsport Frankfurt a. M.) 3:45,3; 2. Susi Foglar (Brünner RK. Bruna) 3:48; 3. Inge Oehlenschlciger (Lübecker Frauen RG. 07) 3:52. — Leichtgewichts- Vierer o. St.: 1. Bremer RV. 1882 5:57,4; 2. Renngem. Sport Borussia-Märk. Wassersport-Berlin 6:01,3; 3. RV. Collegia Charlottenburg 95 6:06,2; 4. frankfurter RG. Oberrad 79 6:08,2. — Zweier m. St.: 1. Frankfurter RG. Germania (Oskar Glock-Ludwig Rumbler, St. Willy Günther) 6:37,3;; 2. Dessauer RV. 87 6:44,3; 3. RV. Friesen Berlin 6:50,3. — Doppelzweier: 1. RC. Titania Charlottenburg 5:42,3; 2. Renngem. RV. Rüsselsheim-DRV. Amsterdam 5:47,3. — Doppelvierer m. St.: Frauen: 1. Erster Frauen- NC. Hannover 28 3:07,4; 2. Frankfurter RV. 65 3:08; 3. Froh Volk Berlin 3:13,3. — Achter: 1. Berliner Ruder-Club 5:05; 2. Renngem. Allianz 5:06,6; 3. Renngem. Wien 5:10. Fußballblihiurnier in Leihgestern. Anläßlich des 15jährigen Bestehens veranstaltete die Spielvereinigung 1926 Leihgestern am vergangenen Sonntag ein Jugendblitzturnier. An diesem Turnier nahmen teil: Großen-Linden, Klein-Linden, Niederweisel, Watzenborn-Steinberg, Grün- berg, Stadtjugendmannschaft Gießen und außer Konkurrenz Leihgestern. Die ganze Veranstallung war ein voller Erfolg. Der Vereinsführer der Spielvereinigung Leihgestern begrüßte die Gäste. Anschließend wurde der gefallenen Kameraden der Spieloereinigung 1926 Leihgestern K. Laux, K. Heß und R. Wedemann gedacht. Tv. Großen-Linden — „Teutonia" W.-Steinberg 3:0. Beide Mannschaften traten in stärkster Aufstellung an. Großen-Linden zeigte das bessere Spiel und gewann verdient. Watzenborn-Steinberg spielte zerfahren und fand sich zu keiner geschlossenen Leistung zusammen. Leihgestern 1. — Nieber-Weifel 1. 5:0. Dieses Spiel war von Anfang an temperamentvoll und schnell. Das Resultat entspricht dem Spielgeschehen, denn die 1. Jugend von Leihgestern führte ein Spiel vor, wie man cs in den vergangenen Verbandsspielen von ihnen gewöhnt war. Nieder-Weisel kämpfte tapfer und ließ sich nicht entmutigen, konnte aber nicht verhindern, daß der Sturm von Leihgestern zu 5 Erfolgen kam. Tv. Großen-Linden 1. — Grünberg 1. 4:3. Grünberg, das in den Vorspielen Freilos gezogen hatte, traf nun in seinem ersten Kampf auf den Sieger des ersten Spieles Großen-Linden. Dieses Spiel men die Tierchen aus ihren Verstecken heraus und gehen auf Nahrungssuche. Dann werden die Tapeten von der Rückseite wegen des stärkehaltigen Kleisters benagt und oft auch von der Vorderseite her in Nähe der Scheuer, leisten, Türpfosten und Lichtleitungen angefreffen. Auch vor Lederwaren, Büchern, Woll- und Seidenstoffen und — was besonders unangenehm ift — auch vor Lebensrnitteln wie Mehl, Graupen, Grieß und Haferflocken machen sie nicht halt. Buhbach-Licher Eisenbahn AG. * Butzbach, 4. Aug. Im „Hessischen Hof" fand dieser Tage die diesjährige Generalversammlung und die Aussichtsratsfitzung der Butzbach- LicherEisenbahnAG. statt. Beide Tagungen wurden von dem Vorsitzer des Aufsichtsrats mit Gedenk- und Dankwort für den verstorbenen stellvertretenden Vorsitzer Oekonomierat Hofmann eröffnet. In der Tagung konnte festgestellt werden, daß bei dem Betriebsüberschuß von rund 180 000 Reichsmark im Jahre 1940 dem Erneuerungsfonds 144 000 RM. zugewiefen werden konnten. Der Ge- fchäftsbericht wurde gutgeheißen. Für die Allgemeinheit von Interesse sind die Fahrplanbesprechungen. Dem Vertreter des Landratsamts Friedberg konnte für die Wünsche, die er aus feinem Bezirk vorbrachte, Entgegenkommen ßugefagt werden. Auch den an der Strecke Lieh—Grünberg liegenden Gemeinden, denen jede Frühverbindung fehlt, wurde in Aussicht gestellt, daß an die Einrichtung eines Triebwagenoerkehrs gedacht werden soll. Eine Verwirklichung ist aber in der gegenwärtigen Zeit nicht möglich. Da darauf hingewiesen wurde, für den Winterfahrplan fei unbedingt dafür zu sorgen, daß die fünf Streckengemeinden mindestens an einigen bie Erfahrung des Juristen ausdeutet, kann bekennen, wo der Anwalt erkennt. Als sie fertig ist, holt er eines seiner dicken Bücher hervor, legt, ohne hineinzusehen, feinen Finger zwischen zwei Seiten und faßt dann seine Meinung zusammen: „An sich sind die Ehegatten einander nach dem Gesetz zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet. — Stellt sich aber das Verlangen eines Ehegatten nach Herstellung dieser Gemeinschaft als Mißbrauch seines Rechtes dar, so braucht der andere Ehegatte dem Verlangen nicht Folge leisten. Das gleiche gilt, wenn dieser berechtigt ist, auf Scheidung zu klagen." Martha atmet erleichtert auf. Es gibt also für sie Rechtsbestimmungen, die sie schützen. Klarer hebt die Hand, als wolle er vor übereilten Schlüssen warnen. „Ob Sie auf Scheidung klagen können, ist nicht mit einem Satze zu beantworten. Der Gesetzgeber hat zwar eine Anzahl von Voraussetzungen benannt, bei denen die Ehe ohne weiteres zu trennen ist: Lebensnachstellung, bösliche Derlassung, Ehebruch, aber dergleichen liegt offenbar bei Ihrer Ehe, nicht vor. Es bleiben also die sogenannten relativen Beispiel ein Ehegatte zt oder durch ehrlt' war wohl das ausgeglichenste und temperamentvollste. Hier wurde Großen-Linden glücklicher Sie» ger. Sladkmannfchaft 1. — Leihgestern 1. 4:1. Leihgestern, das außer Konkurrenz spielte, strengte sich sichtlich nicht mehr an, um für das Freund» schaftsspiel gegen Butzbach einigermaßen gewappnet zu sein. Trotzdem brauchte das Spiel nicht verloren zu gehen, wenn man nicht allzu leichtsinnig gespielt hätte. Gießen gewann auch hier verdient, wenn auch zu hoch. Leihgestern 2. Jugend — Buhbach 2. 7:1. In einem sehr schönen Freundschaftsspiel blieben die kleinen Leihgesterner hoch mit 7:1 Sieger. Stadlmannschaft 1. — Großen-Linden 1. 2:0. Großen-Linden, das seinen Mittelläufer ersetzen muhte, war somit gezwungen, das Endspiel geschwächt zu bestreiten. Beide Mannschaften spielten zuerst sehr zerfahren. Gießen kam zum Schluß besser durch und konnte mit 1:0 in Führung gehen. Nun setzte Großen-Linden alles auf eine Karte, aber das Glück war bei den Gießenern, die mit einem zweiten Treffer das Spiel beendeten. Leihgestern 1. Jugend — Buhbach 1. Jugend 3:0. Dieses Spiel war wohl der schönste sporlliche Abschluß des Turniers, es war ein schneller und technisch hochstehender Kampf, den Leihgestern ver- dient gewann. Das Spiel hatte in dem Schiedsrichter Schlitz (Gießen) einen aufmerksamen und ge- rechten Leiter. Auch die beiden Kampfrichter Wie- nabt und Geißler leiteten die Turnierkämpfe einwandfrei und sicher. Sämtlichen beteiligten Mannschaften gebührt ein Gesamtlob für den vorbildlichen Sportgeist, den jeder einzelne Spieler an den Tag legte. Nachdem die Kämpfe ihren Abschluß gefunden I hatten, übergab der Vereinsführer von Leihgestern dem Sieger den Pokal. Bannfachwart Schlitz, unter dessen Aufsicht das Turnier stattfand, überreichte । dem Bannmeister Leihgestern die Bannmeisterehren- I urkunde. ner D1 rängt1 rund. Nsd ig be uca e Frau Lind hebt ben Kopf. „Das würde mich rechtfertigen!" Der Anwalt macht wieder seine behutsame Hand- beroegung. „Dor Gericht, ja, gnädige Frau. Wer vor der Oeffentlichkeit? Die Oeffentlichkeit pflegt über die Zuverlässigkeit solcher---— Kavalierseide sich ihre eigene Meinung zu bilden. Ich halte es für meine Pflicht als Jurist, auch die menschlichen Momente mit meinen Klienten zu besprechen und auf bie \ immerhin bedenklichen Möglichkeiten hinzuweisen. An sich hätte ich am allerwenigsten Grund, Herrn Lind zu schonen, nachdem er mir gestern in öffent» , kicher Versammlung Andeutungen gemacht hat, bie— Dr. Klarer schnappt aufgeregt nach Luft. „Anbeu- . hingen", wiederholt er, „Andeutungen, die mit einer bloßen Verärgerung nicht entschuldbar sind. Uebrigens ist es interessant, wie sich hier immer wieder dieselben Kreise überschneiden. Gestern, in der Generalversammlung, ging es um ben Streit Linb — Dominik, unb heute, scheint mir, ist der Martha muß sich Zwang antun, um nicht zeigen, wie sehr diese Mitteilung sie erschreckt. Seid Jahr unb Tag ist sie jeder Begegnung mit bent Manne ausgewicyen, bem sie ihr Wort gegeben: unb gebrochen hat und den sie dennoch geliebt hat.- Unb nun vielleicht sitzt Friebrich Dominik im Neben- zimmer? Gerabe heute, wo sie sich von Lind trennen toiiu da ist Friebrich Dominik da, unentrinnbar, vom Schicksal bestellt ... , „Was raten Sie mir nun in meiner Sache? wendet sie sich wieder an Dr. Klarer. Der Anwalt legt sein Gesetzbuch vor sich auf dem Tisch und packt die Hand schwer darauf. (Fortsetzung folgt) Marcha Lind hat sich in ihrem Zimmer einge- schlossen. Sie muß mit sich allein fein, ganz allein, wenn sie sich über ihre Entschließungen klar werden will. Was nun? Unmöglich, noch eine Nacht im Hause Mattheus Linds zu verbringen, sich neuer Schmach, neuer Beleidigung auszusetzen. Also muß sie fort Noch heute. Am besten gleich. Aber wohin? Verwandte hat sie nicht, wenigstens keine, die ihr nahe genug ständen, baß sie bei ihyen Zuflucht suchen könnte. Ihr Vermögen verwaltet Lind. Sie hat also nicht einmal bie Mittel, sich unabhängig von ihrem Manne zu halten. Sie weiß nicht einmal, wie groß ihr Vermögen eigentlich ist. Freunde, die sie beraten können, besitzt sie auch nicht. Dann müßte sie erklären, beschreiben, an» klagen, ober gar sich entschulbigen, ba, wo keine Schuld für sie besteht. Sie sieht bas mitleidige Achselzucken ihrer Bekannten schon jetzt. Hört die Antworten ihrer Be- ^schrecklich! Schrecklich! Wer hätte so etwas gedacht! Da ist schwer zu raten. Das beste wäre, meine sehr verehrte gnädige Frau, Sie vergäßen die Szene vom Dormittag^imd täten, als ob nichts geschehen märe. Glauben Sie mir, es wäre wirklich das beste. Wo Sie so lange mit Ihrem Gatten glücklich und zufrieden gelebt haben ..." Hllfe fände sie bei all diesen Menschen natürlich erst recht nicht. Wer würde es wagen, sich mit Mattheus Lind zu verfeinden? In der ganzen Stadt gäbe es bloß einen — einen einzigen, der wirklich helfen könnte und helfen würde. Aber dieser eine einzige kommt natürlich erst recht nicht in Frage, er am wenigsten von allen — _ Ob man sich einem Rechtsanwalt anvertraut? Er hat Erfahrung, und er behandelt Ehestreitig- Da das Leben der Silberfischchen an eine gewisse Feuchtigkeit der Räume gebunden ist, besteht die einfachste und zweckmäßigste Bekämpfungsmaßnahme in der Erzeugung trockener Hitze. Man schließt z. B. im Hochsommer in den befallenen Raumen die Türen unb Fenster unb unterhält ein kräftiges Holzode r Koksfeuer solange, daß die Wärme mindestens volle 24 Stunden einwirken kann. Auffallend feuchte Stellen an den Wänden werden mit Hilfe elektri- scher Heizsonnen planmäßig ausgetrocknet, um ben Silberfischchen bie Brutplätze zu nehmen. Danach müssen alle Löcher in Ritzen, Dielen, Balken, Scheuerleisten unb Wänben sorgfältig verkittet, aus- gegipst ober sonstwie abgebichtet werben. Mit gutem Erfolg kann man auch frisches Insektenpulver an ben Stellen ausstreuen, wo bie Tiere hervorkommen. Sie müssen dann burch bie gestreute Pulver» I schicht und gehen auf ®runb der bei dem ^Durch- Wochentagen eine Frühfahrgelegenheit haben müssen, wenn sie in der ungünstigen Jahreszeit nicht vom Verkehr ausgeschaltet werben sollen, würbe versprochen, baß bie nötigen Verhandlungen alsbalb geführt werben, um ben bescheidenen Wünschen ber Anliegergemeinden, die für die Bahn große Opfer gebracht Haden, Rechnung zu tragen, so daß ber Winterfahrplan bie erhoffte Besserung bringen wirb, unb spätere, günstigere Zeiten alle berechtigten Wünsche ber Gemeinden erfüllen. — Zum stellver- tretenben Vorsitzer bes Aufsichtsrats würbe Bürgermeister Dr. Mörschel aus Butzbach gewählt. Kreis Dehlar. * Wißmar, 4. Aug. Am vergangenen Samstag brachte bie Gaufilmstelle der NSDAP, ben Tonfilm „E i n Leden Ian g". Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Mit großer Spannung wurden die Wochenschau sowie der Hauptfilm von den Besuchern verfolgt. — Joh. Heinr. Wagner konnte in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 3. Geburtstag feiern. Der Jubilar nimmt noch regen Anteil an ben Geschehnissen ber jüngsten Zeit, auch ist er noch bei landwirtschaft- lichen Arbeiten tätig. — Ebuarb Bechtholb, Werkmeister i. R., konnte ebenso in aller Frische Im August macht sich die Abnahme der Tageslänge bereits sehr bemerkbar. Um nahezu zwei Stunben ist ber Tag am Enbe bes Monats kürzer als am Anfang. Mit ben länger merbenben Abenden verschwindet auch ber nächtliche Dämmerungsschein, ben wir im Juni unb Juli im Norben beobachten konnten und ber bie schwächeren Sterne unseren Blicken entzog. Wenn kein Monbschein herrscht — was in diesem Monat nach bem 10. ber Fall ist —, tritt an klaren Abenben etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang ber Fixsternhimmel mieber prachtvoll in Erscheinung. In großem Bogen überspannt bas feingeglieberte, glitzernbe Banb ber Milch straße den ganzen Himmel vom Perseus im Norbosten bis zum Schützen im Südsüd- westen. Heber dem Bild des Schützen bemerken wir m der Milchstraße eine auffallend Helle Sternenwolke, die diesem Teil des Himmels ein besonderes Gepräge verleiht und einen ständigen Schmuck der Spätfommernächte bildet. Es ist die sog. „Schild- wolke", welche die Form eines dreieckigen Schildes hat. Scharf hebt sie sich gegen die dunklere Umgebung ab. Ihren Namen verdankt die Schildwolke dem Danziger Astronomen H e w e l i u s , der sie zu Ehren feines Gönners, des Polenkönigs Johann ©obieffi, „Schild des Sobiefki" nannte. Damals, vor über 200 Jahren, ahnte man freilich nicht bie ungeheure Ausbehnung dieser großen Sternensammlung. Erst die genauen Messungen ber moberneren Astronomie unb bie photographischen Ausnahmen Haden uns eine Vorstellung von bem Bau unb bem Ausmaß der Hellen Milchstraßenwolken gegeben. Auf Grund von 105 Aufnahmen, die alle Sterne bis herab zur 19. Größenklasse zeigen, sand Krieger für ben Durchmesser ber Schildwolke 1500 Lichtjahre, als Entfernung rund 9000 Lichtjahre (1 Lichtjahr - 9% Billionen Kilometer). Von der Sternwolke, der unsere Sonne angehört, ist die Schildwolke durch einen breiten, äußerst sternarmen Raum getrennt. Die Dichteverteilung ber Sterne in ber Schildwolke ist eine ähnliche wie in der Sonnenumgebung; wie hier ist auch bie Zahl ber Zwergsterne erheblich größer als bie ber Riesen. Die Gesamtzahl aller in ber Schilbwolke vereinigten Sterne beträgt etwa eine Million. Ein lichtstarker Feldstecher zeigt uns den glänzenben Sternhaufen M11 am Nordrand ber Schilbwolke, wo also bie Sterne erheblich bichter stehen als in ber übrigen Wolke. Trotzdem ist auch hier ihr gegenseitiger Abstand so groß, daß ein innerhalb des Sternhaufens befindlicher Beobachter bie Sterne genau so punktförmig sehen würbe, wie uns bie hellsten Fixsterne an unserem Himmel erscheinen. Die Schilbwolke liegt in bem linken helleren ber beiben Arme, in bie sich die Milchstraße südlich vom Schwan gabelt. Diese Aufspaltung des leuchtenden Bandes wird durch ausgedehnte kosmische Staubmassen hervorgerufen, die das Licht der hinter ihnen stehenden Sterne abschirmen. Die Trennung in zwei Arme ist also nur scheinbar. Am Westrande der Milchstraße strahlt die bläulich weiße Wega in der Leier. Mit Deneb im Schwan und Atair im Adler bildet dieser hellste Stern des Sommerhimmels ein langgestrecktes Dreieck. Westlich davon bemerken wir das große Sternbild des Herkules, den zierlichen Halbkreis der Nördlichen Krone und schon ziemlich tief im Westen den gelben Riesenstern Arktur im Bootes. Wenden wir unseren Blick nach Osten, so sehen wir nahe der Milchstraße die große, aus einem Sechseck und einem Quadrat bestehende Figur des Pegasus, an den sich nach links die leicht geschwungene Sternlinie der Andromeda anschließt. Em milchiger Lichtfleck über dem zweiten Stern dieser Reihe, von links gerechnet, verrät schon dem freien Auge die Lage des berühmten Spiralnebels in der Andromeda. Darüber erblicken wir die Kassiopeia, deren helle Lichtpunkte ein lateinisches W an den Himmel zeichnen. Hier und in dem nach links unten folgenden Perseus ist die Milchstraße besonders reich an helleren Sternen. Tief im Nordosten funkelt die Kapella, der Hauptstern des Fuhrmanns. Den Himmelswagen im Großen Bär finden wir im Nordweften, wo er rückwärts rollend, mit fortschreitender Jahreszeit tiefer sinkt und sich der Nordrichtung nähert. Um den vom Polarstern herabhängenden Kleinen Wagen schlingt sich die ge» gewundene Sternlinie des Drachen. Von den Planeten kann Merkur in der ersten Augustwoche kurze Zeit während ber Morgendämmerung tief im Ostnordosten beobachtet werden. Venus ist Abendstern, jedoch nur eine halbe Stunde lang sichtbar. Mars geht Mitte August bereits um 21 Uhr Ortszeit auf. Sein Abstand nimmt während des Monats von 93 Mill, auf 70 Mill. Kilometer ab, die Helligkeit des Planeten wächst dementsprechend merklich an. Jupiter und Saturn erscheinen Anfang des Monats gegen Mitternacht, Ende August bald nach 22 Uhr Sommerzeit im Osten. Um die Mitte bes Monats bilben Mars, Jupiter unb Saturn zusammen mit bem ab- nehmenben Monb eine prachtvolle Konstellaltion am Osthimmel. Die Nächte vom 10. bis 13. August bringen erfahrungsgemäß eine Häufung von Sternschnuppen, bie scheinbar aus bem Perseus ausstrahlenben Perseiben, winzige Meteore, die mit einer Geschwinbigkeit von 60 Kilometer in ber Se- Eunbe in bie Atmosphäre einbringen unb bereits in über 100 Kilometer Höhe aufleuchten. Der Monb zeigt folgenbe Hauptlichtgestatten: Vollmonb am 7., letztes Viertel am 15., Neumond am 22., erstes Viertel am 29. August. j: an w | ;rer -1 1 Son S I : Silbe i hin!' , Shorts“ ic.iihcit r . -n I: Zeit. Mil unb j Witzes ui , Wchbem Wüschen r Me 117. . öudtumft ■Be mol «Wropäisi lunaren b chuld ist. Seinen Namen verdankt das Silberfischchen einmal seiner locker sitzenden silbergrauen Beschuvpung der Körperoberseite, andererseits führt es ähnliche chlängelnde Bewegungen aus wie ein auf das Trockene geratener Fisch. Am Tage entdeckt man es höchst selten, weil es sich in " । .u.lu,4 unv ........ Spalten des Fußbodens, der Balken, Ql.ntcr [aufen erfolgenden Bestäubung ein. Scheuerleisten, Tapeten und allen möglichen Kisten und Kasten verborgen hält. Jedoch des Nachts kom-1