Samstag, 5. i Sonntag, 6. Juli Ml Be-ugSvreiS: RM1.80 sitellgebühr^.. ,, -25 ch bei SUchterschemen G>. ainnnbme von Anzeigen für die MittagSnummer biS8'/,Ubr de-DormittagS Anzeiaen-Prette: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Aeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel P Platzvorschrift (oorbenae Vereinbarung) 25 /o menr Beilagen: ebener Familienblätter imat unBild-DieScholle M- Jahrgang Nr. 158 Erscheint täglich, autzer SanntagS und Feiertags ygrnsvrechanschlufr 2251 5 »htanschrtft:„Anzetger Kstscheck 11686 Franks J M. A M samstag, Gietzener Anzeiger »„.^:..-^eneral-AnzeigerKOberhefien-^L7Lr^ «ezuge Monatlich.... Zustellgebühr 6 ch bei 9au____ t n einzelnen Nummern («folge höherer Gewalt gen Oer Wehrmachtbericht DNV. Aus dem Führer Hauptquartier. drm rumänischen Staatsverbonde ausfch'eo, wn dem sie an sich wenig gehabt hatte. Das rumänische Volk hat damals, vor einem „ Mr, die Folgerungen aus der verfehlten PoUM vrn zwei Jahrzehnten gezogen, die btr englischen Garantie erkannt und sich Deutschlano Vormarsch in Bessarabien Bon Kriegsberichter Walter Enz. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) J Bukarest, Anfang Juli 1941. Dreimal im Laufe der Geschichte hat Rußland türme, die der Gegner ins Gelände gebaut hat. Der Angriff der Infanterie ist schwer, weil das Gelände am Pruty zwei, drei Kilometer breit mit Sumpf und Schilf durchzogen ist, uiib nur über Brücken vorwärts zu kommen ist, die vom Heues Veweismalenal für die AngriffsabWen der Sowjets haust sich. benfreffer. Tages- und Nachlangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen Hafenanlagen im Südweslen und Südosten der Insel. Bei Angriffsversuchen britischer Flug- zeuge an der Kanalküste schossen Jäger und Flakartillerie am gestrigen Tage elf feindliche Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermiet. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orken West- und Nordwestdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. 3n Bremen entstanden unbedeutende wehrwirtschaftllche Schäden. Dachsluhl- brände. vor allem in Dortmund, konnten bald gelöscht werden. Jäger und Flakartillerie schossen zehn der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. Der Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Oberst hipp, und der Kommandeur eines Artillerie-Regiments. Oberst welcker. sowie der Oberleutnant h a ck e n s ch m i l t, der Oberfeldwebel P e - t c r m a n n und der Schütze A n s i n u eines Krast- rad-Schützen-Bataillons zeichneten sich durch hervor- ragende Tapferkeit aus. In Luftkämpfen der letzten Tage errang Hauptmann Oefau seinen 54., Oberleutnant Fran- ziskot seinen 21. Luftsieg. Neue englische Niederlage bei Einflugsversuchen. V e r l i n , 4. Juli. (DNB. Funkspruch.) Angriffs- versuche britischer Flugzeuge am heutigen Tage an der Kanalküste führten abermals zu einer schweren Niederlage für den Feind. In Luflkämpfen wurden 8 Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire, durch Flakartillerie 3 Kampfflugzeuge vom Muster Bristol Blenheim und eine weitere vom Muster Spitfire ab geschossen, zwei eigene Flugzeuge werden vermibt. Mit den Verlusten in der ver- Anter dem am gestrigen Tage gesichteten Beute- material befinden sich auch Generalstabskarten, die den letzten Aufschluß über die An- grisssabsichten der sowjetrussischen Wehrmacht ergeben. Diese Angriffsabsichten werden auch dadurch belegt, dah nunmehr ein genauer Ueberblick über die in letzter Zeit vorgenommene gewaltige Vermehrung der sowjetrussischen Flugplätze an unserer Ostgrenze vorliegt, während vor der Besetzung durch die Sowjetwehrmacht in Bessarabien, Polen, Litauen, Lettland und Estland insgesamt nur 90 Flugplätze vorhanden waren, ist diese Zahl in der kurzen Zwischenzeit auf 814 zum Teil bestangelegter Flugplätze angewachsen. Eine durch besonders beauftragte Offiziere vor- genommene Untersuchung der eroberten sowzetrussi- schen Flugplätze hol ergeben, daß die am 22. Juni als am Boden vernichtet gemeldete Zahl von Flugzeugen um 20 bis 25 v. h. höher ist, als zunächst durch Luftbeobachtung feslgeslelll werden konnte. Im Kampf gegen G r o ß b r itan n ie n versenkte die Luftwaffe vor der britischen O st k ü st e! zwei Bewacher mit zusammen 1000 und befchechlgte bei Landsend ein größeres Handelsschiff durch Bom- nische Truppenverbände gestellt, seinen Soldaten znrufen konnte: „Ueberschreitet den Pruth und und nehmt das alte rumänische Land wieder in Zwischen prüft? und Dnjestr Von unserem K. Lch.-Berichterstatter. cii'yn vumuuiiliv ......... < —, , rrgeschlossen. Zwei Monate später wurde der letzte Schritt getan, der hauptverantwortliche, König Tirol, mußte das Land verlassen, und General Aüonescu nahm die Zügel der Regierung m ferne l&iTfe Hand. Das Eintreffen einer deutschen Milv törmission war einige Zeit später der sichtbare Aus- druck für bie neue Grenzgarantie, die Deutschlano Ad Italien dem rumänischen Staat gegeben hat- 1 tm, eine Garantie, die nicht, wie die engltsche ©a- rmtie, eine leere Phrase bleiben sollte. Der• ni- manische Soldat konnte sich an seinem deutschen Kameraden schulen und vorbereiten auf die Stunde, bie vom ganzen Volke ersehnt wurde. Niemand kcimte die Schmach vom Juni 1940 vergessen, durch bi? sich der rumänische Offizier „in seiner Uniform m befleckt vorkam", wie damals der rumänische hstoriker Georg Bratianu bitter feststellte. Em Mr später ertönte die Fanfare des Staatssuyrers, her, als Oberbefehlshaber über deutsche und ruma- Unter den Gefangenen sind auch Rumänen, die in Bessarabien zur Sowjetarmee eingezogen und jetzt im Kampf gegen die Deutschen und Rumänen eingesetzt worden sind. Sie suchten die erste beste Gelegenheit, um überzulaufen. Ausgezeichnet ist das Zusammenarbeiten der rumänischen und deutschen Truppen. Man sieht deutsche und rumänische Pioniere gemeinsam ihre Floßsäcke zum Wasser des Pruth tragen, deutsche und rumänische Artilleristen auf einem Acker gemeinsam ihre Geschütze bedienen, deutsche und rumänische Infanteristen gemeinsam mit Granatwerfern, Infanteriegeschützen und Maschinengewehren die jenseitigen höhen am Pruth erkämpfen. Nach vierstündigem Kampf bis zum späten Abend hinein sind die höhen genommen, der Gegner beginnt bereits, Ausweichstellunw gen zu beziehen, sein Gewehrfeuer wird schwächer, der deutsche Vormarsch in Bessarabien vom Pruth zum Dnjestr beginnt zu rollen. DNB. 4. Juli. (PK.) Zwischen Maiskraut, im Schilf und auf dicht belaubten Bäumen sitzen die Bolschewisten am jenseitigen Ufer des Pruth. Ihre 'Tarnung ist ausgezeichnet, ihre Truppenbewegungen können nur des Nachts festgestellt werden. Ihre Batterien sind sehr wendig und schießen exakt, hier und am Pruth sind vor Tagen schon Brückenköpfe gebildet worden. Deutsche und rumänische Batterien feuern zur gl ei- Oer Sowjetaufmarsch ausgesprochen offensiv. Stockholm, 5. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der militärische Mitarbeiter von „Stockholms Tid- ningen" schreibt zu der Entwicklung des deutsch-sow- jetilschen Krieges, welcher Operationsplan auf der Sowjetseite vorlag, entzieht sich aller Beurteilung. Aber der Aufmarsch der Hauptstreitkräfte so nahe 'an der Grenze war ausgesprochen offen- s i v. Wenn man auf sowjetischer Seite auf Verteidigung eingerichtet gewesen wäre, dürften die Hauptstreitkräfte nicht so gruppiert gewesen fein, daß sie schon von Anfang an von dem Gegner angegriffen werden konnten, denn von dem Gegner wußte man ja, daß er besonders leicht beweglich ist. Für einen sowjetischen Angriff aber war die Gruppierung ausgezeichnet geeignet. Verfolgung. Eine Entscheidung von weltgeschichtlichen Ausmaßen nannte am Mittwoch die Sondermeldung des Oberkommandos der Wehrmacht den deutschen Sieg in der Vernichtungsschlacht ostwärts Bialystok. Die Ereignisse der folgenden Tage haben diesen Eindruck verstärkt. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag stellte sest, daß die Vernichtungsschlacht ost- wärts Bialystok im wesentlichen abgeschlossen sei und die Verfolgung ausgenommen wurde. Aber er ließ auch durchblicken, daß die Vernichtung der hier eingeschlossenen sowjetischen Angriffsarmeen auf die ganze Sowjetfront von weittragender Auswirkung gewesen sein mußte. Der Plan der sowjetischen Kriegführung, den deutschen Vormarsch in Grenznähe aufzufangen und ihrerseits zum Angriff über- zugehen, ist mit der furchtbaren Niederlage der sowjetischen Waffen ostwärts Bialystok zerschlagen, ja die Widerstandskraft der Sowjetarmee scheint nunmehr gebrochen zu sein. Auf der ganzen Front zeichneten sich bereits rückläufige Bewegungen des Feindes ab. Die deutschen Truppen stoßen nach und gestern konnte der Wehrmachtbericht schon eine trotz chwieriger Wegeverhältnisse unaufhaltsam fortschreitende Verfolgung der sowjetrussischen Wehrmacht auf der ganzen Front melden. Das herausbrechen des als Stoßkeil gegen Deutschland gedachten Kern- stücks der sowjetischen Front hat also eine Erschütterung von solchen Ausmaßen zur Folge gehabt, daß auch die anderen Frontabschnitte, durch den Ansturm der deutschen Truppen einmal im Süden an Lemberg vorbei aus Luck und Dubno, zum anderen im Norden aus Richtung Kowno—Wilna über die Düna in erbitterten Kämpfen weit zurückgeworfen, den Ausfall der Mitte nicht mehr auszugleichen und noch weniger die Lücke zu schließen vermochten, die hier nördlich der Pripjetsümpfe entstanden war und durch die Schnelle deutsche Truppen, noch während die Schlacht bei Bialystok tobte, weiter ostwärts vor- stießen, bis, in den Raum von Minsk. Welch stürmische Formen diese Verfolgung des auf der ganzen Front abziehenden Feindes schon in der zweiten Woche des Ostfeldzuges angenommen hat und welche Entfernungen dabei die deutschen Truppen aller Gattungen, vor allem natürlich die deutsche Infanterie als das Gros und der Kern der deutschen Armeen, zurückgelegt haben, wird besonders augenscheinlich im baltischen Kampfabschnitt. Der 1 gestrige Wehrmachtbericht meldete bereits, daß hier die lettisch-russische Grenze erreicht sei. Litauen und Lettland sind also in ganzer Breite durchschritten und damit der Kampf nun auch auf dem linken deutschen Flügel wie vorher schon im Zentrum bei Minsk über die alte russische Grenze in eigentlich russifches Land hineingetragen. Die Weite des osteuropäischen Raums hat für den deutschen Soldaten ihre Schrecken verloren. Nicht nur Luftwaffe und motorisierte Verbände als wahrhaft raumüberwindende Kräfte der modernen Heere finden ouf diesem neuen Kriegsschauplatz Aufgaben, die ihre ganze Einsatzfähigkeit zur vollen Auswirkung bringen, wenn auch die unbeschreiblich schlechten Wege namentlich im östlichen Teil des ehemaligen Polen vor allem von den Fahrern der motorisierten Verbände Höchstleistungen an Fahrgrab e n haben in dem unwirtlichen Fluhgelände, sehr gut und reichlich ausgerüstet sind mit modernen Waffen und modernem Gerät und zudem sich hartnäckig verteidigen. So müssen sich unsere Bataillone jeden Meter Boden schwer erkämpfen. In einem einzigen kleinen Ort am Pruth beispielsweise sitzen noch nach vierstündigem Kampf und nadybem die deutschen Kompanien das Dorf längst burdy- schritten haben, Sowjetsoldaten i n d e n Baumkronen und i n den Schilfdächern der versteckt liegenden Häuser und setzen den Kampf bis zum Letzen fort. Vor allem haben sie sich im jenseitigen Schilfgelände festgenistet und beschießen die vormarschierende Infanterie. lowic, der 22 Jahre alt ist und einem Infanterieregiment angehört, erklärte weiter, daß sie seit etwa zwei Wochen kriegsmäßig aus- ?e r ü st e t worden wären und u. a. auch ihre Er- ennungsmarken erhalten hätten. Sein Regiment hgt für den Angriffsbeginn den Auftrag erhalten, Deutfch-Przemysl von Westen und Osten zu umfassen, während die Heeresgruppe Kiew dazu bestimmt gewesen war, in das Gebiet der ehemali- Tsche cho -Slaw akei d u rchzust oß en. chen Zeit unter einheitlicher Leitung auf die jenseitigen Stellungen des Gegners, vor allem auf feine Batterien und die hölzernen Beobachtungs- gangenen Nacht, die sich auf 12 Kampfflugzeuge erhöht haben, verlor die britische Luftwaffe demnach in den letzten 24 Stunden bei Einflügen in das Reichsgebiet und an der KanalkÜfte insgesamt 24 Flugzeuge. 20000 tteberläuser bei Minsk DNv. AusdemFührerhauptquartier. 4. Juli. Das OKW. gibt bekannt: Nachdem sie ihre politischen Kommissare erschossen hotten, sind heute 20 000 der bei Minsk noch ringe- schlossenen Teile der Sowjetarmee übergelaufen. ' / Oie Aalands-Fnseln beseht. Der erste finnische Heeresbericht. Helsinki, 4. Mi. (DNB.) Am Freitag früh gab das sinnische Hauptquartier seinen ersten Heeresbericht heraus. Er hat folgenden Wortlaut: Seitdem die bolschewistischen Armeen zum offenen Krieg gegen Finnland geschritten sind und mit Bombenüberfällen gegen zivile Wohnzentren begonnen haben, hoben sich die Operationen des .Heeres folgendermaßen entwickelt: An den Landesgrenzen gab es kleinere Kämpfe an mehreren Stellen im Zusammenhang mit Ausklärunastätigkeit, wobei der Versuch des Feindes, über unsere Grenzen zu dringen, überall zurückgewiesen wurde. An einigen Stellen lyaben sich unsere Truppen wichtiger Punkte in dem Gebiet jenseits her Grenz e bemächtigt. Seitdem die deutschen und finnischen Truppen die Ostgrenze i m nördlichen Finnland überschritten haben, ist das Vorrücken planmäßig vor sich gegangen. In der Gegend von H a n f o gab es ständige beiderseitige Artillerietätigkeit. An der Süd front handelt es sich vorzugsweise um Minierungen, Patrouillen- und Erkundungstätigkeit. Um die Verteidigung der Aalands-Inseln durckzuführen, wurde die Inselgruppe besetzt. Ein feindliches Unterseeboot ist in unserer Minenzone gesunken. Unsere Luft- ftreitfräfte haben die Eisenbahnlinie und Wohnzentren gesichert und feindliche Transportzüge, Flugplätze und Knotenpunkte bombardiert. Unsere Jiäger und Luftabwehr haben bis zum Abend des 2. Juli 48 Maschinen ab geschossen. Ungarische Truppen bereits in der galizischen Ebene. B u d a p e st, 4. Juli (DNB.) Der Heeresbericht des ungarischen Generalstabes vom 4. Juli besagt, daß die ungarischen Truppen den im Rückzug befindlichen Feind bereits in der galizischen Ebene verfolgen. Die ungarische Luftwaffe hat roiebernm erfolgreich militärische Ziele in der Sowjetumon bombardiert. si/da7 wischen den Flüsstn Dnjest/ und Pruth euren Besitz, auf daß es niemals wieder von Ruß- ud dem Schwarzen Meeer gelegene, etwa 45 000 land uns geraubt werde! Oiadratkilometer große B e \ j a r a b i e n angceig- n-, das bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein- btüig ein Bestandteil der rumänischen Moldau war, d also nicht nur, wie man heute meistens sagt, do, Gebiet zwischen Karpaten und Pruth umfaße, sondern zwischen Pruth und Dnl e st r. N ch einem russisch-türkischen Kriege gelangte 1812 Bsiarabien an Rußland, um erst in den Jahren 1 56 und 1857 durch zwei Pariser Konserenzen ytnigstens teilweise an Rumänien zuruckzufallen. Hmals behielt Rumänien den ganzen fumidyen Dil, den sogenannten Budjak, weil die führenden eftopäischen Mächte nicht wollten, daß Rußland Mne Macht bis an die Donaumündung ausdehnte. 3t! Jahre 1877, als Rumänien sich gegen die Tür- ttv feine Unabhängigkeit erkämpfte, stand es an bl- Seite Rußlands, das.die Gelegenheit benutzte, un seinem Bundesgenossen nun auch das südliche Ässarabien abzunehmen. Der Berliner Kongreß von 1678 stimmte dieser Abtretung zu und gab Ruma- ni n zum Ausgleich die Dobrudscha. Von 1878 bis, - • l!l8 war dann Bessarabien ein Gouvernement Ruß- Gegner stark beschossen werden. Es erweist sich, lübß 2toer nod) t)ie ru^dyen ©tatiftiten biefer Seit M sich die Sowjets ausgezeichnet ein ge- flhnen nicht umhin, die Bevölkerung des Gebietes ch vorwiegend rumänisch zu bezeichnen. Die ruf- fifije Natiönalitätenzählung von 1897 gab 47,6 v.h. OJ ahooaner an, wie die Rumänen dieses Gebietes scannt werden, 19,6 v. h. Ukrainer und sogar nur 8; v. h. Großrussen. Die Zahl der Rumänen war um russischer Seite aus durchsichtigen Gründen zu ffcin eingesetzt worden. Im Jahre 1819 hatte näm- - . ., .. .. li> bie rumänische Volkszählung noch 64 o.H. Ru> Berlin, 4 IM. (DNB.) Ber ihrem siegreichen «inen ergeben Vorbringen auf Minsk hob eine deutsche Truppen- B Jahre 1917 als das zaristische Rußland zu- emheit in einem WaDstück bei Olieniki einen G c - enbrach fefete in Bessarabien zuerst eine sechtsstand der Sowjets aus. Mehrere ändigkeitsbewegung ein, später verstärkte sich höhere Ofsiziere der Sowjetarmee wurden gefangen- idytung, die den völligen A n s ch l u ß a n R u - genommen. Unter ihren Ausrüstungsstücken und ie n wollte. Am 10. Dezember 1918 beschloß I auf dem Gefechtsstand fanden die deutschen Sol- bessarabische Landesrat, die bedingungslose baten zahlreiche Generalstabskarten NSchmelzung mit Rumänien zu vollziehen. Die von den deutschen Ostgebieten: Mehrere etentemädyte zögerten einige Jahre mit der An- dieser Karten waren mit taktischen Zeichen und Stoß, trmnunfl dieses neuen Zustandes, wobei ihre Be- Pfeilen versehen, die weit nach Ostpreußen Übungen zum bolschewistischen Rußland eine Rolle und Pom m er n Hinei nrei ch t e n. Dieser Igelten Das bolschewistische Rußland bekämpfte Fund wirft em bezeichnendes Licht auf die bolsche- hi tig die neue Entwicklung. Der Goldschatz, den wistischen Angriffsabsichten. Wirnämen 1916 nach Rußland gebracht hatte, Bei den Kämpfen im mittleren Abschnitt im Wirbt beschlagnahmt und ist niemals zurückgegeben Osten geriet mit Tausenden von Bolschewisten aller Drden. Die Moskauer Machthaber weigerten sich, Waffengattunaen auch der Kommandeur des Ui Entscheid des bessarabischen Volkes anzuerken- 4. sowjetischen Schützen ko rps in deutsche nm, und sie gingen gemäß den ihnen eigenen Me- Gefangensdyaft. In seinem Gepäck wurde neben tjl»den zu Gewaltmaßnahmen über. wertvollen Auszeichnungen in Tagebuchform und So kamen im Februar 1924 Gruppen von Bol- anderen Dokumenten eine G.eneralstabskarte Microiften über den Dnjestr herüber und betätigten I gefunden. Diese Karte enthält roidytige Einzeichnun- fic> als Agitatoren mit dem Ergebnis, daß es im gen, aus denen die Anariffsabsichten der 6 ptember 1924 runb um den Marktflecken Tatar- Sowjets gegen Deutschland heroorgehen. Sjmar in Südbessarabien zu regelrechten Kämpfen Der bolscheroistische Leutnant Kosaouchoch Alex Wischen den bolschewistischen Banden und der an- Pawlowic erklärte bei seiner Gefangennahme, gsigen Bevölkerung kam, wobei gerade die deut- daß in der sowjetischen Armee seit langem die tye Volksgruppe mit der Waffe in der chand Gewißheit über einen deutsch-russischen Krieg be- fir ihren Heimatboden eintrat und dafür aus m- standen hätte. Die Sowjetunion hatte die bestimmte »mischem Munde großes Lob erfuhr. Absicht, Deutschland noch vor Einbringung Auch in den 30er Jahren ließ die Unsicherheit, b e r Ernte anzugreifen. Leutnant Paro-' bh auf dem rumänischen Besitz Bessarabiens lastete, •? ünauftaMfame Verfolgung der Sowiei-Anneen UMLLU-LLLK • aus der ganzen Front. im Beresina an mehreren Stellen überschritten. - Sensationelle Dokumenten- Laufe von zwei Jahrzehnten hat die rumänische - erhärten deutsches Beweismaterial über Sowjet-Angrlffsabstchten. Valizei genug Beweise für ihre umstürzlerische Tatrg. I v 1 leit sammeln können. Als Moskau in der Nacht vom 26. zum 27. Juni 1M0 Bukarest mit einem Ultimatum bedroht« und a u 9 o e m i u n r « iu „ F. M u u ... . .. -Uli. r>°- vt-erk—da der Wehrmacht gibt als „Schadensersatz" für bie 20jährige rumänische bekannt: Herrschaft über Bessarabien auch die Uebergabe der Trotz schwieriger MegeverhäUnlsse schreitet die Worbbutoroina forderte, Rumänien sich aber von^^^^otgungdersowjetrussischenWehr- ie nen bisherigen Bundesgenossen Frankreich und I t auf der ganzen Front unaufhaltsam vor- friglanb verraten sah (beim die englische ©arautte Der abstehende Feind erleidet durch den Hteb auf dem Papier), da waren es bie be sarabi- ’ b Hinterland eingreifenden dcß sie in diesen schwersten Stunden ihres solba- lbie lettisch-russische Grenze erreicht, tichen Lebens sich dankbar ber deutschen Bevolke-1 .. . . *— nmg erinnern, die Erfrischungen herbeibradyte und ji: erkennen gab, mit welchem Bedauern sie aus drm rumänischen Staatsverbande ausschied, von klirrst verlangen und das Material außerordentlich beanspruchen. Aber wer sich im Gebirgskrieg auf dem Balkan als Meister erwiesen hat, den können ein russischer Landweg oder die Wald- und Sumpfgebiete der Grenzzone nicht schrecken. Auch für den Einsatz der Luftwaffe bieten sich durch den Charakter der östlichen Landschaft gewisse Schwierigkeiten, denn das spärliche Wegenetz und das ungenaue Kartenmaterial erschweren die Orientierung, aber die deutsche Luftwaffe wird auch dieser Schwierigkeit spielend Herr. Das beweisen nicht nur die ungeheuren Zahlen der auf den aufgespürten Flugplätzen des Feindes vernichteten Svwjetflugzeuge, sondern auch das hervorragende Zusammenarbeiten mit Den Erdtruppen bei der Vernichtung der bei Bialystok eingekesselten Sowjetarmeen wie bei der Verfolgung der auf der ganzen Front nach Osten weichenden Sowjettruppen. Wir erinnern uns der furchtbaren demoralisierenden Wirkungen deutscher Stukaangriffe auf die in der Vernichtungsscklacht bei Kutno eingekesselten Polen und die französischen Verbände, die sich in der Flandernschlacht bei Lille eingekreist sahen. Danach kann man sich ein ungefähres Bild machen von, der ungeheuren Wirkung deutscher Stukabomben auf die immer enger zusammengedrängten Massen russischer Soldaten, die nirgends einen Ausweg fanden und nun das Unheil auf sich herabstürzen hörten. Jetzt richten sich die Angriffe der Zerstörer, und Stukageschwader auf die rückwärtigen Verbindungen des Feindes. Auf dem ohnehin sehr weitmaschigen Eisenbahnnetz bewirken diese Angriffe Verstopfungen, die viele Strecken für den Nachschub unbrauchbar machen. Die auf den wenigen Straßen sich oft in mehreren Kolonnen nebeneinander fortbewegenden Sowjettruppen aller Waffengattungen geraten unter den auf sie niederbrausenden Luftangriffen in ein unentwirrbares Chaos, kurzum, die deutsche Luftwaffe hat, nachdem sie schon in den ersten Tagen des Feldzuges die Luftherrschaft an sich gerissen hat, ihren reich bemessenen Anteil sowohl an den Vernichtungsschlachten im Grenzraum wie an den Verfolgungskämpfen, die sich nun in das Gebiet des eigentlichen Rußlands hinein abspielen. Wenn also auch die Luftwaffe neben den moto- risierten Verbänden des Heeres ihrer Natur nach die Weite des osteuropäischen Raumes am leichtesten überwindet, ohne ihre Einsatzkraft im geringsten zu mindern, so zeigen doch die ungeheuren Marschleistungen der deutschen Infanterie in diesen beiden Wochen, daß diese ihrem alten Ruhm, die Königin des Schlachtfeldes zu fein, auch hier in der Weite des Ostens wie einst im Weltkrieg getreu bleibt. Von der ostpreußischen Grenze bis zur lettisch-russischen Grenze hat sie unter täglichen ost erbitterten Kämpfen mit einem sich zäh zur Wehr fetzenden Gegner rund 400 km zurückgelegt, etwa die gleiche Entfernung trennt die Grenze des Generalgouvernements westlich Brest-Litowsk bis zu den Ufern der Beresina. Das sind ungeheure Leistungen der deutschen Infanterie, vollbracht im tiefen Staub der beispiellos schleckten, selten befestigten, aber oft auf das mehrfache Der normalen Breite ausgefahrenen Wege in einem an großen Wäldern und Sümpfen überreichen Gelände. Die Unübersichtlichkeit und Wegearmut des Geländes fordern natürlich auch für die Sicherung des Nachschubs für die so mächtig Dorftiirmenben Armeen den Einsatz be* trächtlicher Truppemrerbände. Wenn man uns Deutschen und namentlich auch der deutschen Wehrmacht immer nachrühmt, daß sie in hohem Maße die Gabe des Organisierens besäße — man möchte mit diesem Eingeständnis in uns mißgünstigen Kreisen des Auslands oft auch Erfolge abtun, die auf ganz anderem Gebiete ihren Ursprung haben — so wird dies deutsche Organisationstalent in der Bewältigung der Schwierigkeiten in der Versorgung der kämpfenden Truppe mit all dem, was Mann, Pferd und Motor brauchen, neue Triumphe feiern und damit die letzten Hoffnungen illusorisch machen, mit denen man sich in England über die vernichtenden Niederlagen der neuen Bundesgenossen tröstet, indem man, verlockt durch den genius loci, recht törichte Vergleiche anstellt zu dem Rückzüge der Grande Arm£e Napoleons, deren traurige Reste sich in furchtbarer Winterschlacht am 26. bis 28. November 1812 den Uebergang über die Beresina erkämpften, über den gleichen rechten Nebenfluß des Dnjepr, den unsere Truppen jetzt in entgegengesetzter Richtung an mehreren Stellen überschtitten haben. Aber diesmal liegt nicht nur der Sommer vor uns, sondern die bereits in heftigen Kämpfen zurückgelegten Entfernungen dieser ersten beiden Wochen des Feldzuges zeigen am schlagendsten, welchen Wandel der Motor für die Beherrschung von Zeit und Raum durch die Kriegführung her- aufgesührt hat. Und das trifft nicht zuletzt für die Versorgung der kämpfenden Truppe zu, die heute durch Nachschub gesichert wird, während Napoleons Armee sich zum weitaus größten Teil aus dem Lande selbst ernähren mußte, woran er Schiffbruch erlitt. Nun sind die deutschen Armeen im Verein mit den verbündeten Rumänen, Ungarn, Slowaken und Finnen auf der ganzen gewaltigen Front vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer im Vormarsch, wobei auf einer Reihe von Frontabschnitten bereits die alte russische Staatsarenze überschritten ist. Schon am Donnerstag meldete der Wehrmachtbericht das Vorgehen der verbündeten deutschey und rumänischen Truppen unter dem Staatsführer General Antonescu über den Pruth zum Dnjestr, der das den Rumänen entrissene Bessarabien von der Ukraine trennt. Nördlich davon sind die ungarischen Truppen aus den Karpathen in die galizische Ebene hinabgestiegen und haben die Verbindung mit deutschen Heeresteilen hergestellt, mit denen hier Schuller an Schulter auch die kleine tapfere slowakische Armee kämpft. Im Norden melden die Finnen die Besetzung der vielumstrittenen Aalands- Inseln am Ausgang des Bottnischen Meerbusens in die Ostsee, auf denen die Sowjets nach ihrem Raubkrieg gegen Finnland im Winter 1939/40 starke Befestigungen angelegt hatten. Deutsche und Finnen trennt hier am linken Flügel des deutschen Vormarsches nur noch das Gebiet zwischen Peipus- und LadogcrSee. Das alte P les kau jenseits der estnisch-russischen Grenze liegt fast halbwegs auf dem Wege von Dünaburg nach Leningrad, zu dessen Schutz sich die Sowjets von Finnland die Karelische Landenge mit Wiborg hatten abtreten lassen. Auch die Südwestspitze der finnischen Halbinsel, die 3onc von Hangö, haben die Sowjets stark befestigt. Von, Finnischen Meebusen nach Süden verläuft jenseits der alten russischen Staatsgrenze die Stalin-Linie. Sie führt durch die Seenplatte, die sich östlich an den baltischen Höhenrücken anschließt, am Ostufer der Narwa und des Peipussees entlang bis Pleskau, dann parallel zur alten lettisch- russischen Grenze, stößt etwa bei Polozk auf die Düna, biegt dann nach Osten tun, erreicht etwa 100 Kilo- meter weiter Witebsk und führt nun durch einen welligen, bis zu 200 Meter hohen Landrücken an den Dnjepr, den sie etwa bei Orscka erreicht. Nun zieht sich die Stalin-Linie ostwärts oes Dnjepr etwa 450 Kilometer nach Süden hin bis Kiew. Hier ver- läßt sie den schützenden Flußlauf und biegt durch das hügelige Podolien nach Südwesten in Richtung auf Kischinew, die Hauptstadt Bessarabiens zum Dnjestr ab, dem Grenzfluß zwischen Bessarabien und der Ukraine, an dem entlang sie bann bis zum Schwarzen Meer führt. In dieser Linie haben die Sowjets seit Jahren alle Vorbereitungen zur Verteidigung getroffen und eine Zone geschaffen, auf die die Reste der in Galizien, in Ostpolen und im baltischen Raum geschlagenen Sowjetarmeen vor den scharf nachdrängenden deutschen Truppen zurückweichen. Sie suchen hier offenbar einen neuen Rückhalt, um sich ihren Verfolgern wieder zum Kampf zu stellen. Ob ihnen das jedoch gelingen wird, ist höchst zweiselhaft, DenYi auch dies Gebiet unterliegt bereits den vernichtenden Schlägen der deutschen Luftgeschwader, und das Tempo des deutschen Vorstoßes wird der sowjeti- schen Armeeführung kaum Zeit lassen, die auf dem Rückzug durcheinander geratenen Verbände neu zu ordnen, abgesehen davon, daß es ihr vermutlich unmöglich sein wird, die Lücken an. Truppen, Waffen und Flugzeugen zu ergänzen, die die deutschen Vernichtungsschläge auf die zum Angriff auf Deutschland bei Bialystok und Lemberg bereifgeftdlten sowjetrussischen Stoßarmeen gerissen haben, die Reservebestände dürften hierzu kaum noch ausreichen. Zudem wirst es ein eigenartiges Licht auf die Disziplin und Zuverlässigkeit der Sowjettruppen, wenn 20 000 Mann der bei Minsk eingekreisten Verbände ihre politischen Kommissare erschießen und überlaufen. Das ist nicht der Geist, mit dem man nach beispiellos schweren und verlustreichen Nieder- laaen einen neuen Widerstand aufbaut. Dr. Fr. W. Lange. i ; Eine Sammlung erledigter Sowjeipanzer. Dieser im Vordergrund stehende Sowjetpanzer ist in kurzer Zeit kampfunfähig gemacht worden. Nicht besser erging es vier weiteren Panzern, die in unmittelbarer Nähe im wirren Durcheinander m vernichtetem Zustande umherliegen. — (PK.-Koch-Scherl-M.) Feige Mordtat britischer tl-Aoot-Vesatzimg. Schwimmende deutsche Soldaten erschossen. - Oer Bericht griechischer Fischer Berlin, 4.Juli. (DNB.) In den nordgriechischen Hafen K a v a l l a lief Mitte Mai das Rettungsboot eines griechischen Motorseglers ein, dessen Besatzung berichtete, daß ihr kleiner Fischkutter von einem britischen Unterfeeboot versenkt wurde. Während die griechische Besatzung zusammen mit den griechi- chen Passagiere sich in das Beiboot des Motor- eglers habe retten Dürfen, wurde die deutsche Besatzung im Wasser schwimmend von den bri- tischen Matrosen mit Maschinengewehren erschos- s e n. Eine eidliche Vernehmung des Kapitäns und der Besatzung in Anwesenheit neutraler Ausländer bestätigt, daß die Briten mit unglaublicher Gemeinheit und menschenunwürdiger Roheit ein Verbrechen begangen haben. Der 35 Tonnen große Motorsegler „Osia Paraskovi" wurde auf der Fahrt von der Insel Lemnos nach Kavalla von einem britischen Unterseeboot aus 1000 Meter • Entfernung durch vier Schüsse über das Schiff angehalten. An Bord befanden sich außer der griechischen Besatzung ein deutscher Offizier, ein Unteroffizier und zwei Mann. Das Schiff stoppte sofort, und ein griechischer Matrose winkte mit einem weißen Tuch. Trotzdem wurde b er deutsche Offizier vom Turm des inzwischen längsseits gegangenen Unter» feebootes aus mit der Pistole beschossen. Ein Offizier des britischen Unterseeboots forderte die griechische Besatzung auf, in das Rettungsboot zu gehen. Die deutschen Soldaten wurden sodann mit einem Maschinengewehr bedroht und gezwungen, sich unter Deck zu begeben. Daraus eröffnete das Unterseeboot das Geschühfeuer aus nächster Rahe auf den Motorsegler, der sofort in Brand geriet und schnell sank. Mit teilweise brennenden Uniformen sprangen die deutschen Soldaten ins Wasser und wurden, im Wasser schwimmend, so lange beschossen, bis alle getroffen und unter gegangen waren. Die griechische Besatzung war in einer Entfernung von 30 Metern Zeuge dieses grausigen Vorganges von Anfang bis zu Ende. Deutschland wird aus dem rohen und unmenschlichen Verhalten der britischen Kriegsmarine die entsprechenden Folgerungen ziehen. Entsetzen und Ekel in aller Wett. Berlin, 4. Juli. (DNB.) Der neue Mord der britischen Kriegsmarine, der die Methoden der englischen Kriegführung sinnfällig kennzeichnet, hat in der Welt tiefen Abscheu und einen Sturm der Entrüstung heroorgerusen. Auf Grund authentischer Berichte in der „Neuen Zürcher Zeitung", der „Suisse", der spanischen Nachrichtenagentur „Efe" sowie der bulgarischen Zeitung „UtroY" liegen aus allen Teilen der Welt ausführliche Pressestimmen vor, in denen dieses neue britische Verbrechen eindeutig aebrandmarkt wird. Die Brüsseler Zeitung „Het Laatste Nieuws" schreibt, daß bereits viel über „britische Moral" bekannt geworden sei, die ohne Rücksicht auf Humanitätsgrundsätze die wehrlose Bevölkerung der Bundesgenossen von gestern verrate und ganz allgemein in^ der gesamten Kriegführung zu fianbf und zu Wasser anqewendet werbe. Die Erschießung der wehrlos im Wasser schwimmenden Deutschen bei Aufbringung des griechischen Motorseglers sei hierfür ein typisches Beispiel. „Het Algemeen Nieuws" sagt: „Dieses ist das Benehmen von Sol- baten Churchills, der erklärte, daß o-ie britischen Truppen für die Freiheit kleiner Völker kämpften. Es zeugt nicht von Mut, vier wehrlose Soldaten ums Leben zu bringen, wenn man anderseits gewohnt ist, Fersengeld vor an rüde nb en beutschen Truppen zu geben." Weitere Stimmen aus aller Welt geißeln in gleicher Weise das menschenunwürdige Verhalten der britischen Kriegsmarine. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Erfolgreicher ll-Boot-Kommandant. Berli kl, 4. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Oberleutnant z. S. Topp. Er hat als Kommandant eines U-Bootes als Gesamtergebnis bis Mitte Juni 1941 108 970 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt, darunter einen Bewacher. Trotz stärkster Bewachung ist er an den Feind her- angeaangen und hat durch geschickte Führung seines Bootes diesen glänzenden Erfolg erzielt. Für tapferen Pionierzugführer. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Leutnant S ch n e e g e , Pionier- zugstihrer in einem Infanterie-Regiment. In der Nacht vom 14./15.5.1940 erging an das bei Pitt- lingen in Die Maginotlinie eingebrochene Regiment der Befehl zur Fortsetzung des Angriffs. Es galt, das zU einem stark gesicherten Stützpunkt der Maginotlinie ausgebaute Städtchen PitUingen im Frontalangriff in die Hand zu bekommen. Leutnant Schneege erhielt den Auftrag, mit dem Pio- nierzug die am Rand des Ortes liegenden Bunker und Erdanlagen zu nehmen und bis zum vtaufee vorzustohen. Es gelang Schneege bis an die Bunker vorzudringen, sie zu überrumpeln, die ersten Gefangenen zurückzuschicken und durch den Ort bis an die zerstörte Brücke zu gelangen. Er suchte nach einer Möglichkeit, über den Stausee zu gelangen. Dabei erhielt er aus einem großen Bunker schweres Feuer. Schneege, der sich wieder als Erster durch das Drahthindernis hindurchgearbeitet hatte, wurde am Arm verwundet. Kurz darauf machte ein Schuß dem Leben dieses Tapferen ein Ende. Für einen schneidigen Afrikakämpfer. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Toll, Zugführer in einem Pionier-Bataillon. Leutnant Toll hat beimAngriffauf Tobruk am 30. 4. 41 im schwersten feindlichen Abwehrfeuer mit seinem Pionierzug das Drahthindernis des äußersten Befestigungsgürtels durchschnitten und nahm daraus im nächtlichen Kampf mit seinen Männern mehrere modernste englische Bunker im Nahkampf, wobei er selbst schwer verwundet wurde. Der große Einbrucherfolg der Division in den Festungsgürtel von Tobruk ist allein auf seine entschlossene Tat zu- rückzüführen. Für tapferen Einsatz in Griechenland. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Mickley, Leutnant Grabert, Leutnant Droste, Oberjäger Sandner, Gefreiter V a 11 i n e r. Oberleutnant Mickley nahm beim Angriff über Die jugoslawisch-griechische Grenze an der Süd spitze des Doiransees im schneidigen Angriff die vom Feinde besetzten Höhen. Beim weiteren Vorstoß setzte er auf Schlauchbooten über die Pinios. Mit nur, einem Zug griff er Den Ort Tempi an und nahm ihn sowie die vom Feinde zäh verteidigten Höhen zwischen Tempi und Eoangelismos. Leutnant Grabert ist es beim Vormarsch iq Nordgriechenland durch todesmutigen Einsatz ge. langen, hn letzten Augenblick die Sprengung de, 400 m langen Straßenbrücke über den Vardar-Fluß östlich Axiupolis zu verhindern. Er selbst nahm die Engländer gefangen, die sich in einem Panzerspähwagen auf der anderen Seite de, Brücke befanden und den Auftrag hatten, die Brücke in die Luft zu sprengen. — Leutnant Droste Hai beim Einbruch in die Metaxas-Linie durch seins Tapferkeit feiner Männer durch das schwierige, stark befestigte und zäh verteidigte Gebirgsgelände mitgerissen. Der Kampferfolg seines Spähtrupps Hai dem Bataillon das Durchstoßen der Flanke der Be» festigung am Halianga ermöglicht. — Oberjäger Sandner eröffnete aus eigener Entschlußkraft als erster der angreifenDen Kompanie den einzig möglichen Annäherungsweg zu der aus mehr als zehn Bunkern bestehenden griechischen Werkgrupp, Kelkahia, was für den Durchbruch durch die 9JM taxas-Linie an dieser Stelle von entscheidender Be« deutung war. — Gefreiter Valtiner Durdj- schwamm bei dem gewaltsamen Flußübergang über den Pinios zur Eröffnung der Enge von Tempi mit Den ersten Gebirgsjägern in voller Ausrüstung den Fluß, stellte Die günstigste Uebergangsstelle fest und erkämpfte in heftigem Artillerie- unD MG.« Feuer einen Brückenkopf, Der es Dem Bataillon ermöglichte, Den Fluß zu durchschreiten, den Geg« ner zu werfen und damit den Weg durch die Tembi« Schlucht zu öffnen. Feuer in Smolensk. , Von Kriegsberichter Dr. Hans Bowinckel. PK. ..., 5. Juli. (DNB. Funkspruch.) Smolensk brennt — es war ejn ungeheuerliches Schauspiel in der Nacht! Nach zweieinhalbstündigem Anmarsch brauchten wir unser Ziel nicht zu suchen. Aus wei« ter Entfernung leuchteten uns die Riesenbränds durch die Nacht entgegen. Noch über Der Stodi stoffen Die fuchenDen Riesenarme Der Scheinwerfer und die leuchtenDen Spuren der Flakgeschosse zusammen — durch sie mußten wir hindurch, um uw seren Teil an dem Vernichtungswerk zu tun. In weitem Bogen umflogen wir diesen Dom von Feuer. Dann nahmen mir Kurs mitten h ins ein in Die militärischen Anlagen De, Stadt. Taghell ist es im Innern Der Maschine« Gelb und rot loderten Die Brände, entfacht von Bomben schwersten Kalibers, weißbläulich glitzernd, Flammengitter, entzündet von Der Unzahl unsere, Brandbomben. Wie Riga genommen wurde. Berlin, 4. Juli. (DNB.) Bei den heißen Kamps fen um Riga hat eine deutsche Vorausabteilung unter Führung von Oberst Lasch durch ihren schneidigen Vorstoß die schnelle Einnahme der mit starken sowjetischen Kräften besetzte Stadt ermög« licht. Während bolschewistische Infanterie, unter* stützt von schweren Panzerverbänden, die Außens bezirke Rigas zäh verteidigte, stieß im Dämmet der hereinbrechenden Nacht die deutsche Vorausabs teilung vor. Panzerjäger hämmerten in die rollenden bolschewistischen Panzerkampfwagen, wodurch 30 zerschossen liegenblieben. Oberst Lasch ließ einen dichten Waldabschnitt unter Feuer nehmen und pirschte sich dann mit Jnfanteriegruppen weiter vor. Im Dunkel der Nacht wurde Der Angriff näher unD näher an Die bolschewistischen Stellungen her- angetragen. Im Höllentempo huschte eine motorisierte Jnfanterieeinheit über Die Einfallstraße nach Riga hinein. Erbitterte Straßenkämp'fs entbrannten. Ein Keller, in dem sich etwa 50 Bolschewisten eingenistet hatten, wurde mit Handgranaten ausgerauchert. Maschinengewehrsaloen strichen die Fronten der Häuser ab, aus Denen dis bolschewistischen Soldaten ihr hinterhältiges Feuer eröffneten. Schnell war der WiderstanD gebrochen. Weitere Truppenteile rückten nach und nahmen Riga endgültig in deutschen Besitz. Oeutsche Infanterie gegen Sowjeipanzer. Berlin, 4. Juli. (DNB.) Bei den Kämpfet vor Dubno vernichtete eine deutsche Jnfanteries Division im Angriff gegen starke bolschewistisch, Panzerkräfte in zwei Tagen 98 Panzer* kampsw.agen, darunter eine Anzahl schwerste, 52-Tonnen-Panzerkampfwagen. Eine andere Divis sion hatte im selben Raum 58 bolschewistische Panzer- kampfwagen in Brand geschossen. Diese hervor* ragende Waffenleistung ist um so höher einzuschätzen, als den beiden Divisionen keine eigene Panzerunters stützung zur Verfügung stand. Nur auf ihre eigenen Panzerabwehrgeschütze, leichte Infanteriewaffen und einige leichte Artilleriegeschütze angewiesen, haben sie Panzer für Panzer zur Strecke gebracht. Stalins Brandbefehl in den USA. scharf kritisiert. Boston, 4. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Bes fehl Stalins an die Bevölkerung der Sowjetunion, alle Getreidevorräte und Gebäude bei Annäherung ' der deutschen Truppen in Brand zu setzen, hat in Der nordamerikanischen Oeffentlichkeit ungeheures Aufsehen erregt. Diese Methode der Kriegführung wird als ein Verzweiflungsakt ausgelegt, der die totale Hungersnot für die russische Bevölkerung zur Folae haben muß. Weite Kreise der USA, sprechen die Ueberzeugung aus, daß es sich hier unt Vernichtungsmaßnahmen handelt, Die jeder demokratischen und humanen Auffassung Hohn sprechen, Oie Kriegslage in japanischer Beleuchtung. Tokio, 5. Juli. (DNB.) „Japan Times* weist auf die triumphale Kraftentfaltung Des deutschen Vorstoßes hin. Sogar Der sonst um Worte nie verlegene LonDoner SenDer spreche von einer sehr em* ften Lage Der Sowjetunion. Auf Dem gegenwärtigen Kriegsschauplatz in Europa seien bereits jetzt alle geschichtlichen Rekorde gebrochen worden. Die von England versuchte Blockade reiche angesichts der Naturschätze Europas nicht aus, um Deutschlands führende Stellung zu erschüttern. Selbst mit Nordamerika als Gegner besäßen Deutschland und Italien Die erforderliche Offensiv- unD Defensivkraft, um sich v o U d u r ch z u s e tz e n. (5s sei völlig unklar, welcher Ausweg Den Demokratien nunmehr noch verbliebe, da sie den klaren Tatsachen der europäischen Entwicklung nichts ertt- aeaenzusetzen hätten. Die europäische Situation stelle sich eindeutig zu Gunsten Deutschlands Dar. Die Sowjetunion könne in ihrer bereits heute verzweifelten Lage mit den nicht ZU verwirklichenden Hilfeversprechungen Englands und der USA. nicht viel gnfangen. Oie Ostfront im Weltkriege 15 Lahre Hitler-Jugend habe» % .Tamunki, was machst du ba? das ,Jch schreibe." .Warum?" ier uff rttcheff «kh h ■im. ,r fonM heM 'el leirt ifpie arid wr» Sich «rle ■ m t Ul) -Ä DD! Itn. bei i)tnt OOJ ernbi lierei urt üb! » hiu hu Ein Mann kehrt heim. Von Karl Heinrich Waggerl. Um die Abendzeit wandert ein Mann durch Während die deutschen Truppen im weiten stürmischen Vormarsch die Sowjetarmeen zurückdrängen, sind sie bereits jetzt zu einem erheblichen Teil über die Frontlinie vorgestoßen, die die deutschen Truppen bis zum Jahre 1917 im Osten gehalten haben. Während damals die Düna die Grenze war, ist die Düna jetzt in breiter Front überschritten worden, und der deutsche Vormarsch ist bis zur Beresina vorgetragen. Bis zum Jahre 1917 verlief die deutsche Front von Dünaburg, das aber von uns nicht besetzt war, bis in fast gerader Linie südlich bis Pinsk. Lemberg, das oft den Besitzer gewechselt hatte, war in deutsch-österreichischem Besitz. In diesem Raum hatte General Brussilow vor 25 Jahren nämlich bis zum August 1916 einen großen Durchbruch versucht, der aber schließlich nach großen Verlusten für die zaristischen Armeen gescheitert war. Die Erweiterung der Ostfront erfolgte dann im Jahre 1918. Im Frühjahr 1918 hatte das deutsche Ostheer infolge des Scheiterns der Verhandlungen in Breft-Litowsk mit leichter Mühe seine Front bis an die Mündung des Dons, also bis Rostow, an den mittleren Dnjepr und bis zum Peipus-See vorgeschoben. Später hatte Oesterreich-Ungarn die aus der bisherigen Ostfront entnommene Ostarmee erst unter Generaloberst Böhm-Ermvlli, später unter General der Infanterie Alfred Krauß in den südwestlichen Teil der Ukraine folgen lassen. Diese energischen Maßnahmen hatten schnell zu dem gewünsch- Weimar, 4. Juli. (DNB.) Der 15. Jahrestag der Namensgebung der Hitler-Jugend erhielt seinen Auftakt durch eine Feierstunde im Deutschen Natio- naltheater, die gleichzeitig auch die Eröffnung der vierten Wochenreihe der Weimarer Festspiele der deutschen Jugend bildete. Max Regers „Vaterländische Ouvertüre" leitete den Festakt ein. Dann nahm der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugendführers, Stabsführer Helmut M ö ck e l das Wort, um einen Rückblick auf die Tage der Kampfzeit zu geben und der geschichtlichen Entscheidung zu gedenken, daß der Führer der Jugend dieses Reiches seinen Namen gegeben hatte. Das Prinzip der jungen Führung habe sich in diesem Kriege bewährt. Reichsleiter von Schirach ließ gleichfalls in seiner Ansprache noch einmal die Ereignisse jener Tage aufklingen. Es scheine ein Gegensatz zu bestehen, wenn gewissermaßen im Schatten der Schlacht sich hier in Weimar die Jugend mit den Dichtern und Denkern ihres Volkes befasse, während graußen die eherne Sprache des Krieges erklinge. Wer dieser Auffassung huldige, habe aber den Sieg des deutschen Kampfes nicht begriffen. Es gehe nicht um den äußeren Ruhm, sondern um die Behauptung und Durchsetzung der Kulturidee, Der australische MarineMinister, W. M. Hughes, hat den Vertust des australischen Zerstörers „Water- hen" (1100 T.) bekanntgegeben. Er sei während der Kriegsoperatiorren im Mittelmeer versenkt worden. Am Ausgang der Stadt erkennen wir zwischen den Bäumen ein umfangreiches W a l d l a g e r mit allen Anzeichen eines überstürzten und gewaltsam erzwungenen Aufbruches. Das Lager hat früher kommunistischen Unterrichtszwecken gedient und ist in jüngster Zeit in aller Eile in eine Art Hauptverbandplatz der Sowjetarmee ausgebaut und als solcher während der Kämpfe auch benutzt worden. Unter freiem Himmel waren Hunderte von Matratzen aufgestellt, die jetzt zusammen mit durcheinander- gewürfelten Ausrüstungs- und Bekleidungsstücken, inmitten zurückgelassener russischer Maschinengewehre und Munitionskisten, einen wüsten Anblick bieten. Einige tote Sowjetarmisten sind auf ihren Matratzen einfach liegen gelassen worden, andere wurden von ihren Pflegern kurzerhand in den Wald geworfen, wo sie noch der Bestattung harren. — Am Eingang einer der Freilichtabteilungen dieses Waldlagers sehen wir als Schmuck zwei rote Fahnen und ein großes allegorisches Bild: die Erdkugel, über der sich als Symbol der Weltbeherrschung ein hoher Turm erhebt, auf dessen Zinne Lenin in Rednerpose dargestellt ist. Zu Füßen dieser bombastischen Allegorie, inmitten eines scheußlichen Chaos, aber liegt ein toter sowjetrufsischer Soldat, dem eine Granate die rechte Kopfhälfte weggerissen hat. Das ist das Ende der jüdisch-bolschewistischen Weltherrschaftsplüne: der verhetzte und verführte Muschik muß die Rechnung mit seinem Blute bezahlen. Tal herein. Er trägt seinen Kasten zugeschnallt am Riemen über der Schulter, und auf den Hut hat er ein paar Blumen gesteckt, wie sich das für einen Burschen gehört, wenn er aus der Fremde heimkehrt. Es ist ja auch Frühling, die Haseln stäuben schon, und im schattigen Grund rumort der Bach und drängt sein wildes Wasser durch das Joch der Brücken. Musik ist das für den Wandersmann, der tiefe Baßgesang des Wassers, die vielfachen Stimmen der bewegten Luft im Gezweig und hoch oben ein starkes Brausen in den Wipfeln, oh, eine freudige Melodie! Auch der Mann summt ein bißchen vor sich hin, das muß er tun, ihm ist so wohl ums Herz. Da geht er, ganz allein im stillen Abend, schreitet aus und schwingt seinen Stock, und die Straße führt ihn sorgsam durch das Holz. Sie klettert umher an den Lehnen, sucht und windet sich durch, eine Weile an der Schattenseite und wieder jenseits, wo der Grund felsig ist und besser trägt. Dann und wann schlürft sie eine Quelle auf, einen kalten Brunn, und macht ein wenig Platz unter den Büschen, damit der Wandersmann dort sitzen und sich stärken kann. Weiter läuft die Straße über Hang und Hügel, krumm ist sie unb abschüssig, ein wunderliches Wesen. Sie hat keine Mauern unter sich, keine kunstvollen Viadukte, solche Kniffe kennt sie gar nicht. Aber sie trägt doch jeden sicher, der da geht und kommt, zuletzt gewinnt sie die Höhe und findet das Dors im innersten Schoß des Tales. Da weitet sie sich noch die durch die Achsenmächte repräsentiert werde. Besonders wichtig sei es, daß die Jugend hier in Weimar begreife, daß sie an einer klassischen Stätte des Wortes versammelt sei. Die nationalsozialistische Revolution habe aus der Tiefe der deutschen Sprache geschöpft und mit dieser Sprache den Menschen bezwungen. Die vergangenen letzten Monate, als Hunderttausende deutscher Menschen aus den weiten Räumen des Ostens zyrück- kehrten, hätten bewiesen, daß die deutsche Sprache ein entscheidendes Element unserer völkischen Gemeinschaft ist. Baldur von Schirach schloß: „Nicht allein das große Wollen, sondern das große Tun ist entscheidend. Das hat uns Adolf Hitler vor- ■gelebt. Wir tragen nicht nur feinen Namen, sondern trage auch seine Idee. So seine Jugend durch ihn unsterblich ist, so ist er unsterblich durch sie. Generation auf Generation wird sich in seinem Geiste in Weimar versammeln, um das Treuegelöbnis zu erneuern." Die Feier fand chren Abschluß mit der Enthüllung einer Gedenktafel an den Armbrust-Paststätten, wo 1926 die großdeutsche Ju-gend den Namen des Führers erhielt. nterw istW 8er- oerftet W . । eröor* * unter- igent; :: !H lM bt, (hup- ilui; ihres ' mit 'mrw mten chs, Mi! llSÄ. olles- M einen uni r vor, näh« hen otori nad ipsi ’M idqrs. (tri n di! Feuei Das ist eigentlich eine Gewifsensfvsge, der wahre Dichter würde antworten: „Eine innere Kraft treibt mich dazu!" oder so ähnlich. Aber weder fühle ich mich als „wahren Dichter" noch habe ich Lust und Zeit, auf ihre Fragen tiefschürfend zu Antworten. So sage ich nur: „Weil ich Geld verdienen muß!" „Warum mußt du Geld verdienen?" mb' h $ k htf i «A! q x\ 1 flenn’’ , tl< ,rer * niO $ Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Privatgelehrten Dr. h. c. Bernhard Hauff in Holzmaden (Württemberg) aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner wisienschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete der Paläontologie die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Zwei Wetten. Deutsche Soldaten in Sowjetstädten. Von Kriegsberichter Dr. Fritz Meske. Ilg. • putscht- iie hrex ienlv°, n e rei* ‘ * E einmal, rundet einen schönen Platz zwischen den Häusern, und dann ruht sie aus; vor dem Kirchhofs- gatter ist die Straße zu Ende. . Es gibt freilich prächtigere Straßen. Der Mann ist auf solchen gewandert. Auf breiten Alleen, die glatt sind und weithin ins ebene Land führen; es sieht aus, als liefen sie geradezu in den Himmel hinein, ja, aber in einen fremden Himmel. So betrachtet, ist diese armselige Straße die beste von allen auf dem Erdenrund, denn sie führt heim. An den und jenen Tag muß der Mann zurückdenken, an grobe Wetter und schaurige Nächte. Oder an den Vater, der zuzeiten fromm war und unterwegs mit lauter Stimme Litaneien sang, während er, ein kleiner Bub, nebenher laufend, mit einem atemlosen „Erbarme dich" antwortete und dabei selber den Kops voll abenteuerlicher Gedanken hatte. Einmal warf er eine Kugel aus buntem Glas in den Quelltümpel, es sollte ein ewiges Geheimnis sein. Das ist lange her, aber sooft er dort rastet und die Finger zum Trinken verschränkt, schaut er nach disser Kugel, und sie liegt immer noch auf dem Kies und ist fein großes Geheimnis geblieben. Heimkehr, ja seltsam ist das. Man weiß nicht zu sagen, warum einen das so bewegt, wenn an einer gewissen Stelle der Wald zum erstenmal auseinandertritt, wenn die Berge hereinschauen, farbig bekränzt vom späten Licht und sehr fern, sehr weit entrückt unter dem Himmel. Der Mann, der den Staub von vielen Straßen schmecken muß, findet er denn das reicht überall, Berg und Busch und Bach, schöner sogar, fetter Acker, sanftere Wiesen? Er ist ja kein Träumer, er hat gar fein besonders schwärmerisches Gemüt. Und dennoch, wiederum gibt es in der ganzen weiten Welt keinen Ort, der ihm so lieb und so im Blut vertraut werden könnte, wie der winzige Erdenfleck, auf dem sein Vatererbe steht. Nein, überall kann man rasten, werken auch und seinenVorteil suchen, aber Frieden hat man nur daheim. Es gibt kein anderes Dach, das so wärmt, Zinnen und Türme täten es nicht. Und nirgends rinnt ein Brunnen, der einen so lind im Schlafe trösten kann wie der dort vor dem Kammerfenster. Hier brach einem der erste Schrei aus dem Munde, hier muß auch der letzte Atemstoß verlöschen, anders kann ein Mensch nicht ruhig sterben. Wir haben llns jetzt etwas aus gedacht, um auch einen Spaß an Püddis Fragen zu haben. Wir haben ihr beigebracht, anstatt „Warum?" „Wie bitte" zu fragen — „Tamunki, wie bitte gehst du fort?" — und das „Und-denn"-Spiel haben wir übernommen Und spielen es mit Erwachsenen, die sich nach einer Viertelstunde schon nach erreichbaren, festen Gegenständen umsehen, die-sie uns an den Kopf werfen können. Alle» in allem gibt es uns aber Kraft und Geduld, um Püddis nächsten Fragen zu begegnen. Der paraguayischen Regierung gelang es, eine Offiziersrevolte der Garnison Pilar im Keime zu ersticken. Offiziere hatten bereits. Waffen und Munition aus einem Arsenal an Zivilpersonen verteilt. Daraufhin wurden die meuternden Offiziere verhaftet. Drei Haupträdelsführer konnten jedoch entstiehen. , Das große Fragespiel. Von Christine Großmann. Püddi ist fünf Jahre alt, blond und sehr zierlich. Sie hat ein Gedächtnis, um das viele sie beneiden würden und eine Art zu fragen, die die Erwachse- . nen an den Rand des Wahnsinns bringt. Es ist nämlich so, daß Püddi meine Nichte ist und ich demzufolge moralisch verpflichtet bin, ihr zu antworten. ten Erfolg geführt. Durch die Unterzeichnung der Friedensbedingungen am 3. März 1918 erkannte die Sowjetunion den durch die Mittelmächte geschaffenen Zustand formell an, sie ließ aber keinen Zweifel darüber aufkommen, daß sie nur der Gewalt wiche. Die österreichisch-ungarische Ostarmee hatte im Anschluß an dem Vormarsch der Heeresgruppe Linsingen die Gouvernements Lublin, Podolien, Cherson, Je- katerinoslaw und die Westhälfte von Wolhynien besetzt. Die deutsche Heeresgruppe Kiew übernahm später das Gebiet östlich des Dnjepr unb östlich des Bug. Die Heeresgruppe unterhielt die Verbindung mit den in Taurien stehenden deutschen Truppen. Odessa war von der 7. württembergischen Landwehr- Division besetzt worden. Die Heeresgruppe Kiew hatte noch Gebietsteile östlich von Charkow besetzt sowie den Raum von Postow und Taganrog. Das Ostheer stand also auf dem gewaltigen Raum vom Schwarzen Meer bis zum Finnischen Meerbusen verteilt. Das bedeutet also, daß auch die Krim und der zwischen der Ukraine und den Donkosaken strittige Kreis Taganrog und Lugansk von deutschen Truppen besetzt war. Die damalige 10. deutsche Armee stand im Raum der Nordgrenze der Ukraine im Süden bis zum Zipfel Kurlands im Norden. Die Demarkationslinie hatte eine Ausdehnung von 400 Kilometer Luftlinie. Nördlich davon hatte die 8. Armee das Baltikum, insbesondere Riga, Reval unb Narva besetzt. „Tamunki, erzähl mal die Geschichte vom großen Zauberer!" , „ Ach Püddi, diese Geschichte kennst du viel besser als wir alle zusammen, aber wenns sein muß ... ich sinde mich drein und fange an: ,^tf) wollte zaubern lernen, weißt du, so ein Ei aus her Nase oder aus dem Ohr ziehen, das vorher gar nicht da war. Und deshalb ging ich zu dem großen Zauberer. Der wohnt ddrt hinten im Wald, siehst du, da ganz hinten, wo die großen Tannen stehen." „Und denn?" „Und dann konnte ich zaubern." „Es war schon ganz finster, und ich durfte keine Laterne mitnehmen, das hat der große Zauberer nicht gern." „Und denn?" „Und dann kam ich zu der Höhle von dem alten Zauberer." „Und denn?" „Und bann sah ich den alten Zauberer. Er hatte einen langen weißen Bart und das ganze Gesicht voll Runzeln. Er trug einen wunderschönen blauen Mantel, der mit lauter Sternen bestickt war und eine ganz spitze Mütze, wie ein Zuckerhut." „Und denn?" „Und bann lernte ich zaubern." „Und denn?" O weh! Ich hatte nicht mit Püddis Gedächtnis gerechnet ober doch geglaubt, sie würbe sich zufrieden geben. Aber damit kam ich schön an. „Das stimmt gar nicht, du hast ganz falsch erzählt! Da war doch noch der schwarze Kater mit den gelben Augen und das Eichhörnchen und die Eule, die immer auf der Schulter von dem alten Zauberer sitzt und ... und ..." Vor lauter Empörung geriet sie ins Stottern, ihre Augen flammten. Aber nach wenigen Minuten machte die Empörung einem unverhohlenen Mißtrauen Platz. Ich wußte, daß sie jetzt überlegte, ob ich nicht dumm sei, und ich muß sagen, daß mir bas gar nicht sehr angenehm war. — Ich blamiere mich lieber vor Erwachsenen als vor einem Kind. Aber bas Unglück war nun einmal geschehen, unb ich mußte mich wohl ober übel mit den Tatsachen abfinben. Em Trost blieb mir: an diesem Tag hatte ich Ruhe vor weiteren Fragen. PK. In einer beträchtlichen Anzahl von größeren Städten ber Sowjetunion amtiert heute bereits ein deutscher Offizier als Drtstommanbant, geben die feldgrauen Uniformen unb Fahrzeuge der deutschen Wehrmacht dem Stadtbilde das Gepräge. Zwei Welten, die ihrer Wesensart nach unvorstellbar weit voneinander verschieden sind, kommen in diesen Tagen in eine unmittelbare Berührung, die auf beiden Seiten als eine Sensation ohnegleichen empfunden wird. Wo der Kampf entschieden unb bie Macht der deutschen Waffen sichtbar ausgerichtet ist, gibt es auf beiden Seiten ein ungeheures Erstaunen. Was sich in den Köpfen der Sowjetbevölkerung angesichts dieses Erlebnisses abspielen mag, können wir kaum ahnen. Einstweilen sehen wir sie nur in völliger Sprachlosigkeit an den Straßenrändern stehen unb auf bie feldgrauen Solbaten starren, die in endlosen Kolonnen durch die Städte marschieren. Die meisten dieser stummen Beobachter sind sicherlich viel zu unintelligent, um die weltenweite Bedeutung dieses Marsches auch nur im entferntesten ,zu erkennen. Sie befinden sich im Angesicht eines Naturereignisses, zu dem sie nichts zu sagen haben, weil sie es nicht begreifen. Der deutsche Soldat kommt als Sieger, erfüllt von einem wachsamen Mißtrauen gegen jede Erscheinungsform des Bolschewismus, den er als Nationalsozialist aufs tiefste verabscheut. Millionen von deutschen Soldaten, die in den letzten acht Jahren aus der Hitler-Jugend über den Arbeitsdienst unmittelbar in die Wehrmacht gelangt sind, kennen den deutschen Bolschewismus aber nur noch aus Erzählungen unb aus ber Literatur. Sie wissen, welche ungeheure Gefahr biese geistige Verirrung einstmals für Deutschlcmb bebeutet hat. Aber sie können es sich kaum noch vorftellen, baß ber Bolschewismus in ihrer Zeit lebenbige Wirklichkeit fein kann. Wo beim Grenzübertritt ber Truppen zum erstenmal an einem Gebäube ber Sowjetstern sichtbar wirb, gibt es in ben Kolonnen eine eigenartige Bewegung: Eine Mischung von Neugier, Abneigung unb Angriffslust. Man ist aufs höchste gespannt, was man in einem ßanbe, bas solange unter diesem Zeichen gelebt unb gelitten hat, zu sehen bekommen wird. Die erste sowjetrussische Stabt von Bebeutung, die in unseren Bereich genommen wurde, ist A u - gustowo, eine ehemals polnische Stadt, von der man annehmen sollte, daß sie nur eine oberflächliche bolschewistische Tünche angenommen hat. Ihre Bewohner gehören auch heute noch volkstums- näßig vorwiegend zu ben Polen. Dielen beutschen Weltkriegssolböten ist Augustowo aus ben Kämpfen des Jahres 1915 noch in lebhafter Erinnerung. Der Hauptmann, an besten Seite ich heute über ben Marktplatz schritt, war z. B. einer ber jungen Kriegsfreiwilligen, bie die Stabt im Februar 1915 gestürmt haben unb im Anschluß baran hier vor jinbenburg in Parabe stehen bürsten. Er ist heute licht minber verwundert über biese Sowjetstabt wie eine jungen Solbaten. Don Norden her nähern wir uns ber Stadt durch die Enge, in ber unser Angriff stundenlang von sowjetischen MG.-Nestern aufgehalten worben.war. Die Besatzung eines beutschen Panzerzuges, ber sich auf bem Schienenwege über bie Grenze bis hierher durchgekämpft hatte, nahm an bem Sturmangriff, der bas Schicksal ber Stabt enbgültig entschied, verdienstvollen Anteil. Unmittelbar hinter ber Enge steht rechts eine umfängliche Kaserne mit einem riesigen Sowjetstern nebst Hammer unb Sichel als Schmuck. Es beburfte eines sehr energischen Vorgehen unserer Infanteristen unb Pioniere, um bie Verteidiger dieser Kaserne hinauszuwerfen. Den Bahnhof Augustowo lassen wir links liegen und erreichen auf einer breiten, gepflasterten Straße durch ein ungepflegtes Waldstück das Stadtinnere. Zunächst sehen wir links eine Kirche, au deren Turm wiederum der Sowjetstern thront. An tier Längswand zwischen den Kirchenfenstern hängen riesige Plakatbilder Stalins und verschiedene Jn- christen mit bolschewistischen Lehrsätzen. Es ist eine ber zahllosen Kirchen, die von den bolschewistischen Machthabern auch in ben früher polnischen Gebieten ihren hetzerischen Zwecken bienftbar gemacht wor- ; ben sind. , Auf dem Marktplatz steht eine endlose mehr- Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank überreichte auf her Burg zu Krakau dem Leiter der Regierung des Generalgouvernements, Staatssekretär Dr. Bühler, die Ernennungsurkunde des Führers zum Stellvertreter des Generalgouverneurs. Der italienische Bericht. Rom, 4. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika wurde ein Vorstoß englischer Panzer durch unser Feuer abgewiesen. Unsere Luft- verbände haben weiterhin die Befestigungsanladen von Tobruk mit Bomben belegt unb ein wichtiges Eifenb ahnzentrum östlich von Marsa M a - truk bombardiert. Der Feind hat Einflüge auf Tripolis und einige Ortschaften im Gebiet von Bengasi durchgeführt, bie Schäden an Wohnhäusern und einige Opfer verursachten. In Oftafrika hat eine unserer Kolonnen einen erbitterten Kampf südlich von Core. (Galla unb Sidamo) mit Erfolg abgeschlossen und dem Feind beträchtliche Verluste zugefügt. Englische Flugzeuge haben bei einem Einflug im Abschnitt von (Bonbar ein Lazarett getroffen. Em Flugzeug wurde von unserer Bodenabwehr brennend zum Absturz gebracht. Oer Krieg in China. Tokio, 5. Juli. (DNB.) Mit dem Eintritt in das fünfte Kriegsjahr mit China gibt bas japanische Hauptquartier einen Bericht über bie Kriegslage feit Beginn des Jahres 1941, wobei hervorgehoben wird, daß die Kampfkraft ber Tschingking-Truppen ftarf nachgelassen habe unb insbesondere keinerlei Anzeichen von Angriffsgeist mehr festzustellen feien. Dagegen hätte die japanische Führung in China den Gegner auf allen Fronten unablässig in Atem geh alten. Seit Jahresbeginn haben die Chinesen in etwa 12 000 Gefechten rund 200 000 Mann verloren und 48 000 Gefangene nebst zahlreicher Kriegsbeute. Die japanischen Verluste betragen 5119, also nur den vierzigsten Teil der chinesischen Verluste. Das Hauptquartier schätzt die Gesamtstärke Tschungkings auf etwa zwei Millionen Mann aber 290 Divisionen, die etwa zur Hälfte kaum noch ein- satzfähig sind. Tschiangk ätschet versuche verzweifelt, Hilfe von außen zu erhalten, er sei aber vollkommen blockiert. Dagegen sei das neue China in Nanking auf eine solide Basis gestellt. Oie Lage in Syrien. Genf, 4. Juki. (DNB.) Palmyra, das nur von 300 Mann und 20 Fliegern 13 Tage lang gehalten wurde, fiel, nachdem der Berg Kalaad, westlich von Palmyra, in bie Hände der Engländer gefallen war. Die Eroberung ermöglichte es der britischen Artillerie, die tiefer gelegene französische Kaserne in Palmyra direkt zu beschießen. Die Verteidiger beschlossen darauf, die Stadt zu übergeben. In-. zwischen ist die englische Kolonne in Richtung Homs weiter vorgerückt. Homs ist ein wichtiger Knotenpunkt etwa 150 Kilometer nordwestlich von Palmyra. Beirut wurde wieder bombardiert. Eine neue vom Irak kommende Truppe hat im äußersten Nordosten Syriens die Grenze überschritten. Die französischen Streitkräfte sind hier sehr gering unb verfügen über keine ausreichende Ausrüstung. Die Lage in diesem Abschnitt wird daher als wenig ermutigend bezeichnet. ।fiebrige Menschenschlange vor einem Gebäube, Jeffen Türen unb Fenster fest verschlossen finb. Es ist, wie uns gesagt wirb, bie Kooperative", bie kommunistische Einkaufsgenossenschaft, in ber bie Einwohner von Augustowo ihre Lebensmittel bezogen ober zu beziehen hoffen. Sämtliche Straßen finb mit zahllosen bolschewistischen Transparenten unb sowjetischen Inschriften überhäuft. Silber von Stalin, Molotow, Timoschenko unb an- beren kommunistischen Größen hängen an Mauern unb Häuserwänoen. Auch ein riesiges geschmackloses Stanbbilb von Stalin ziert eine ber Hauptstraßen.. Die Kommunisten haben sich offensichtlich alle Mühe gegeben, biefer polnischen Stabt ein sowjetisch-bolschewistisches Aeußeres zu geben, wobei an ben schreienben Geschmacklosigkeiten erkennbar wird, baß hier ausschließlich Juden am Werke gewesen finb. Tatsächlich finb fast sämtliche kommunistische Funktionärstellen in Augustowo von 3üben besetzt gewesen, bie kurz vor bem Einmarsch ber beutschen Truppen mit Weibern unb frembem Eigentum bas Weite suchten, nachbem sie ein gräßliches Blutbab unter ben Polen angerichtet hatten. „Damit wir etwas zum Essen und Trinken kaufen können!" (Oh Gedankenlosigkeit der Erwachsenen! Bei Kindern dreht sich nicht alles um Essen und Trinken, ich weiß das sehr gut. Trotzdem...!) „Tamunki, warum mußt du was zum Essen unb Trinken kaufen?" „Damit wir groß unb stark werden." — Ich bin mir bewußt, daß ich einer Frage vorgegriffen habe, Iber ich habe wirklich wenig Zeit, um nicht zu jagen, gar keine. „Warum müssen wir groß und stark werden?" „Damit mir arbeiten können!" „Warum müssen wir arbeiten?" „Damit wir Geld verdienen!" „Warum müssen wir Geld verdienen?" Und so weiter, siehe oben! Schon ist der Bandwurm fertig und geht im Kreise bis zu meiner völligen Erschöpfung. Püddi macht ein etwas erstauntes Gesicht unb fangt nach einer Pause von etwa zehn Minuten trieöer an: Püddi hat zwei Arten zu fragen, die eine ist: . . . „Warum?" und die andere: „Unb denn?" Beide hat , ltTb nicht anders zu beschreiben als durch Bei- Wie- '1 1 * - — —m ;qelG : Ss» . USA' I 3-5-Zi«er-WiMj Wer.geiWW« tcitenbem «ttbuftrieattfie- mit Nebenraum, Memvlatz- ZEICHNER und TECHNIKER 275 A I fast neues Nachtschränkch., 1 MKl) 1 honii 51ii ii | 3 I HEINRICH' im»1.......11.............. Kirchliche Anzeigen D1 I Mietgesuche | seHpokilkp Beamter sucht oder Pniürau, llllllllllllllllllllllllllllll melabon JNH HERBERT HERZOG Gespenstererscheinunk beim Wäschewaschen? evtl, auch füt halbe Tage, gebucht. Schriftl. Angebote unter 28201) an d. Gießener Anzeiger 1 1 Mündlich können (Siccainn wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Klcinmizeige sagen Sie eö allen ftrou Müller erschrickt, pldhlich steht da ein Mann ohne Kopf. Gr hat auch keine richtigen Sinne plötzlich merkt sie, was cd ist. Der Ar- bellsanzug ihres Mannes ist so verkrustet von schmutz, daß die Hofen so stehen, als wären zwei lebendige Seine drist. Die soll man denn so einen Anzug sauber kriegen? di gibt dafür ein1 ganz einfaches Mittel: Man tut abends den Anzug in eine heiße id^i-Lauge und laßt ihn darin über Jlacht liegen. Am Morgen spült man gut durch Dann wird der Anzug in frischer iMi» Lauge eine Viertelstunde gekocht und wieder gründlich gespült. Seife und Waschpulver stnd dabei mcht notig, der Anzug wird tadellos sauber. Heute abeud, 20.30 Ulir, Monatsappell „Hessischer Hof". Art.-Kameradschaft (805. HÖ-bhlKiCHTUNÖtN Gießen. Btihnhofrd rntle. möbliertes Zimmer Landgraf «Phü.- Platz oder 9h'U)c. 2 christl. Äugel', mit. 2867D a. d. Ätest. Anzeiger, wagen, 1 (^ioschrauk, 100 X 70 x 60/ kleiner ovaler Wenig gebrauchte Personenwagen (mögl. Bauj. 1089) von leitendem Industrieange- sielltcn (ruhiger Mieter) für Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstattc Kurt Kling vorm. Heger Nacht Bandagislenmeisl. ,Tlurkt*tr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. sofort oder spater gesucht. Schriftl. 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Wir können es setzt ruhig eingestehen, daß vor dein Weltkriege das Streben nach den höchsten Zielen der Kriegsühvnng zwar im deutschen Heere vorhanden war, daß aber unserer Wehrmacht durch falsche Sparsamkeit des parlamentarischen Vorkriegs-Deutschland» weder die personellen noch die materiellen Mittel in ausreichendem Matze gewährt wurden. Wir haben aber diese Lehre aus dem Weltkriege gezogen, im Geiste sofort nach dem Verlust des Krieges, als uns die Verwirklichung verwehrt war, in der Tat nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler Wir haben erkannt, datz bh* Kriegführung im Weltkriege entartet war, haben uns damit aber nicht abgefunden, sondern in unablässigem Nachdenken und in sieberhafter Arbeit die Mittel gesucht und gefunden, um die Kriegführung von den ihr durch die Technik angelegten Fesseln B (Nachdruck verboten.) 22. Fortsetzung. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Es genügt nicht allein, gute Heilmittel zu erzeugen, sie müssen auch schnellstens zur Stelle sein, wenn man Ihrer bedarf. Für diese stete Bereitschaft sorgt die • ßayci«-Organisation mit eigenem Flugzeug, wenn andere BAYER1 Transportmittel nicht genügen. < e y vy dem rechten ----- . - er sich gleichzeitig schnell noch eine zweite heran. Das erst nennt man dann „vollkommene Derbren- Die NS.-volkswohlfahrt Ist der Garant des sozialistischen willen» der NSDAP. Sei auch du Sozialist der lall werde Mitglied der NSv.l Die Dominiks. Roman von Hellmuth M.Vättcher. einer bisher nicht für denkbar gehaltenen Schnelligkeit des deutschen Angriffsfschwunges, insbesondere im Zusannnenwirken der motorisierten Heereskeile mit der Luftwaffe, die gesamte polnische Wehrn,acht in 18 Tagen vernichtet und das ganze weiträumige polnische Gebiet besetzt war, hätte die Führung der Alliierten hellhörig werden und den Friedensvor- schlag unseres Führers annehmen müssen. Ihr Zweifrontenkrieg war zerschlagen, ihre numerische lieber- legenheit dahin. Würden sie einem deutschen Angriff, dessen ungeheure Wucht ihnen klar geworden sein mutzte, sicher standhalten? Kriegsgeschichte ist die beste Lehrmeisterin für die Männer, die zur Führung grötzcrer Verbände im Kriege, zum Dienst im Gcneralstabe oder gar zur Leitung der Gesamtoperationen berufen sind. Die Feldherren, deren Namen mit goldenen Lettern in das Buch der Geschichte eingetragen sind, haben ihr großes Wissen und Können zum nicht geringen Teil durch Studium der Kriegsgeschichte erworben, so Friedrich der Große, Napoleon und Moltke. In dein Lehrplan der höheren militärischen Bildungsanstalten aller Länder von militärischer Bedeutung wird dem Studium der Kriegsgeschichte ein breiter Raum gewährt, denn keine militärische Wissenschaft vermittelt dem werdenden Führer lebendiger als sie das Wesen des Krieges. Strategie und Taktik bauen sich auf der Kriegsge chichte auf, die Ausbildungsvorschriften fußen au ihren Lehren. Nur sie zeigt die ewigen Grundge etze der Kriegführung auf, deren Befolgung zum Siege, deren Außerachtlassung zur Niederlage fuhrt. Das stets wechselnde Antlitz des Krieges könnte zu der Frage führen, ob es sich wirklich lohne, sich mit der Kriegskunst eines Hanni- bal, eines Caesar, Friedrich des Großen, Prinz Eugen, Napoleon, Moltke, Hinbenburg und Luden- dorff zu beschäftigen, ob nicht vielmehr durch die rastlos fortschreitende Technik und deren Einwirkung auf die Kriegführung alles überholt ist, was früher geniale Feldherren geleistet haben. Das ist gewiß nn einzelnen der Fall. Zweifellos kann im Zeitalter der Eisenbahnen, der Motorisierung, der Flugzeuge der Krieg nicht so geführt werden wie in Zeiten, als jede Bewegung von Heereskörpern auf Fußmärschen angewiesen war. Gewiß ist die ^eestrate- gie und -taktik durch den Ucbergang vom Ruder- oder Segelschiff zum Dampf- oder Motorschiff umwälzend beeinflußt worden. Die Erfindung des Schießpulvers hat eine Umwälzung der Taktik von ungeheurem Ausmaß erzeugt. Und doch bleiben d i e Grundgesetze die gleichen. Nehmen wir nur einige Beispiele: Zur Entscheidungsschlacht kann man nicht stark genug sein. Jeder Angriff muß einen Schwerpunkt haben, dessen richtige Wahl entscheidend sein kann. Reiner Frontalangriff führt fast nie zu großen Erfolgen, anzu- streben ist Umfassung, Flankierung und als höchstes Ziel Einkreisung des Gegners. Ein Sieg mutz durch rücksichtslose Verfolgung ausgebeutet werden, Hamit sich der geschlagene Feind nicht erholen kann. Reine Verteidigung kann, obwohl sie die stärkere Form der Kriegführung ist (Clausewitz), nur unter ganz besonderen Ausnahmebedingungen strategischer und politischer Natur, wie Zeitgewinn bis zum Eingreifen von Bundesgenossen, zum Erfolge führen. Große Siege sind nur durch Angriff zu erreichen. Wer in der Verteidigung alles decken will, deckt nichts. Das beste Heer geht zugrunde und verfällt der Auflösung, wenn seine Versorgung nicht gewährleistet ist (Napoleon 1812). Operationen auf der inneren Linie können, wenn sie richtig geführt wer- den, auch dem an Zahl unterlegenen Heer eine relative Ueberlegenheit gegen getrennte Gruppen des Gegners schaffen und zum Endsieg führen. Das ist nur eine geringe Auswahl aus dem schier unermeßlichen Schatz der ewigen Gesetze der Kriegskunst aller Zeiten. Studiert man aufmerksam die Kriegsgeschichte, so kommt man immer wieder zu dem Ergebnis, wie oft gegen die wichtigsten Grundregeln der Kriegführung gesündigt wird, nicht selten gerade von hochgebildeten, klugen Generalen, die die Kriegsgeschichte eifrig studiert haben. Wie erklärt sich das? Zum großen Teil werden die Fehler durch die U n - aewißheit begangen, die allen Kriegsereignissen anhaftet. „Der Krieg ist das Gebiet der Ungewiß» heit- drei Vierteile derjenigen Dinge, aus welche das Handeln im Kriege gebaut wird, liegen im Nebel einer mehr oder weniger großen Nugenuß- heit" (Clausewitz). Diese Ungewißheit fuhrt die Befehlshaber, die nicht ganz überragende Geistes- und Kriegsgeschichte und Kriegführung Von Erhard Wegeli, Oberstleutnant a. D. worden war, ist ihnen entgangen. Auch hat England befonders nicht die Umwälzungen erkannt, Die durch die Luftwaffe in der Seestrategie und -taktik eingetreten mar. Genau wie im Weltkriege glaubte es, durch Fcrnblockade, durch die „Fleet in being" Deutschlands Rohstoff- und Nahrungsmittelversorgung abschneiden und damit, wenn der Sieg zu Lande nicht erreichbar wäre, I Deutschland auf die Knie zwingen zu können. Datz man an die Wirksamkeit dieses Systems glaubte, solange Deutschland im „nasien Dreieck" eingeschlossen mar, so lange also seine Lage der des Weltkrieges bis zu einem gewissen Grade glich, ist allenfalls verständlich. Datz man aber nach Besetzung der Küsten vom Nordkap bis zur spanischen Grenze durch die deutsche Wehrmacht und deren dadurch erreichte Operationsfreiheit zur See und in der Luft auf den Weltmeeren noch an seinem seestrategischen System des Weltkrieges im wesentlichen feschalten zu können glaubt, ist unverständlich. Diese» starre Kleben an Erfahrungen der Der- gangenheit, deren Ungültigkeit der Ablauf der, Geschehnisse im gegenwärtigen Ringen, immer wieder zeigt, ist gewiß teilweise mit dein konservativen und in mancher Hinsicht schwerfälligen Charakter der Briten zu erklären. England blickt auf eine so große Vergangenheit zurück und glaubt seine Macht so fest gegründet, datz es mit den Mitteln der Vergangen- heit die Gegenwart zu meistern denkt. Erst wenn es durch Rückschläge belehrt wird, sucht es sich der neuen Lage anzupassen. Das läßt sich in der englischen Geschichte bis weit in die Vergangenheit zu- rück verfolgen, z. B in den nordamerikanischen Unabhängigkeitskriegen, im Burenkrieg und im Welt- kriege. Bisher mar es ihm meist geglückt, die anfänglichen Rückschläge wieder gutzumachen. Dieses Mal ist aber die durch die überlegene deutsche Kriegführung geschaffene Lage so grundverschieden von allen früheren Kriegen Englands, daß seine klar zutage tretende Unterlegenheit sich nicht mehr ausgleichen läßt, sondern sich von Tag zu Tag verschärft. Noch nie in den Kriegen der Neuzeit war die britische Insel durch Kriegshandlungen in unmittelbare Mitleidenschaft gezogen wie jetzt. Noch nie war eine britische Blockade so unwirksam wie jetzt, mährend die Gegenblockade der britischen Insel, he« Sitzes der Lebensorgane des Empires sich allmählich aber sicher zum tötenden Würgegriff ge- staltet. Und- noch nie war das nicht zum geringsten auf Bluff und veralteten Anschauungen über das Matz her Inneren Kraft beruhende Prestige des Empires so tief gesungen wie jetzt. „England wird fallen", hat der Führer gesagt und er hat noch nie alsch prophezeit. Wie anders ist dagegen die Verwertung kriegs- geschichtlicher Erfahrungen bei der deutschen Füh- rung. Sicher wird in keiner Wehrmacht Kriegs- geschichte gründlicher studiert als in der deutschen. In keiner Militärliteratur findet sich ein Werk, das die ewigen Wahrheiten und Lehren der Kriegsgeschichte in so klarer und umfassender Weise darlegt, wie das Biich Clauscwitzs „Dom Kriege", das in - seinen grundlegenden Betrachtungen nie veralten wird, mögen auch manche taktischen Einzelheiten . nur für die Zeit gelten, in der es geschrieben war. Der Hauptunterschied zu unseren Gegnern bei der zu befreien und ihr, ebenfalls durch die Technik, die wahre Natur miederzugeben. Diese über war in allen Zeiten und wird immer bleiben: Angriff bis zur Vernichtung der feindlichen Wehrmacht und bis zur Lähmung des Kriegswillens der feindlichen Macht. Auf dieses Ziel hin ist unsere Führung gerichtet, unsere Wehrmacht ausgebildet und für diesen Krieg auch gottlob ausgerüstet. So erklären sich die an da» Wunderbare grenzenden Erfolge unserer zwar auf der Tradition und den Lehren der Kriegsgeschichte süßenden, aber nicht darin verknöcherten Wehrmacht des Dritten Reiches auf allen Kriegsschauplätzen diese» Kriege». Sie sind keineswegs in allen Fällen durch lieber- legenheit, mehrfach, z. B. im Balkanfeldzuge, mit erheblicher Unterlegenheit an Zahl erreicht morden, lieb erlegen ist aber unsere Wehrmacht ihren Gegnern in der Ausrüstung mit den besten Waffen und sonstigem Kriegsmaterial, in der genialen kühnen Führung, die sich von jedem Schema frei hält und die Lehren der Kriegsgeschichte der Entwicklung der neuzeitlichen Technik angepatzt Hat, in der Ausbildung, die ganz aus die höchsten Ziele der Führung ausgerichtet ist, und nicht zuletzt in dem soldatischen Geist, mH hem Im Reiche unsere» Führer» ha<^ ganze Volk erfüllt ist. Wir missen, datz auch die Erfahrungen der bisherigen Feldzüge diese» Krieges Immer wieder ausgeweltet werden und ihren Niederschlag in weiterer Vervollkommnung der Ausrüstung in)h Ausbildung finden. Das gibt uns die Gewißheit des Endsieges. sie ist untrüglich. Kein Wunder, daß der Mischinenmeister solche Zustände ebensowenig leiden kann wie der Heirat»- Vermittler. Und darum wendet er einen Trick anr Er bringt das Derlobungspärchen in Hitze und läßt gleichzeitig unbemerkt die noch wartenden Jungfrauen eintreten, die dach ebenfalls von Herzen gern heiraten möchten und bloß vorhin zu spät gekommen oder zurückgedrängelt worden sind. Und siehe da — der Trick hat Erfolg. Jeder Jüngling hält zwar die erste Braut mit dem rechten Arm fest, aber mit dem linken angelt Charaktereigenschaften besitzen, zur Unsicherheit und verführt sie, mögen sie noch so gelehrt sein und noch so eifrig die Grundregeln der Kriegskunst studiert haben, zu Verstößen gegen sie, die sich dann bitter rächen. Eine der wichtigsten Erfahrungen aus der Kriegsgeschichte aber ist die, daß im Kriege nichts so beständig ist als der Wechsel. Gerade das erklärt es, warum so viele gelehrte Generale, oft solche, die im Frieden als die größten Leuchten ihres Standes gegolten hatten, im Ernstfall versagt haben. Und hier liegt die Gefahr, deren man sich bei der Beschäftigung mit der Kriegsgeschichte bewußt sein muß, Die nämlich, die Lehren eines Krieges zu starr aufzufassen und anzuwenden. Niemals gleichen zwei aufeinander folgende Kriege einander, höchstens ähneln sie sich in gewissen Grundzügen. Der Feldherr, der glaubt, im Ablauf des letzten Striegcs ein Rezept sehen zu können, das er nur richtig, d. h. unter Vermeidung der darin begangenen Fehler, anzuwenden braucht, legt damit den Keim zur Niederlage. Friedrich der Große warnte seine Generale vor dem Schematisieren und Nachahmen, wenn er sagte: „So viele differente Terrains es gibt, so viele differente Bataillone." Ebenso ober, wie der Einfluß des Geländes zwingt die Entwicklung der Kriegstechnik, die rastlos neues gestaltet, immer wieder zur Aenderung der Strategie und Taktik. In keinem Kriege sehen wir deutlicher als in dem jetzigen, wie fehlerhaft es war, aus dem Ablauf des Weltkrieges in feiner der Natur des Krieges so widersprechenden Entartung Zum Material- und Stellungskriege zu folgern, daß nun auch weitere Kriege so verlaufen müßten. Gewiß ließ auch nach dem Weltkriege im Verlaufe de» Krieges im Gran Chaco, des spanischen Bürgerkrieges und zum Teil auch des japanischen Krieges in China manches darauf schließen, daß die Zeit des Stellungskrieges noch nicht überwunden sei. Wer aber aufmerksam diese Kriege verfolgt, wird sich darüber klar sein, daß diese Kriege in ihren Vorbedingungen alles andere als normal waren. Im Chaco-Kriege zwischen Paraguay und Bolivien waren auf beiden Seiten die Angriffsmittel zu beschränkt, um auf einem nach Gelände und Klima so überaus schwierigen ftrie-a»- schauplatz schnelle durchschlagende Erfolge im Bewegungskrieg zu erreichen. Im spanischen Bürgerkriege war es nur durch das ganz allmählich mit fremder Unterstützung erreichte Uebergewicht auf Francos Seite möglich, entscheidende Kampfhandlungen zu führen. So lange die beiderseitigen Kräfte im Gleichgewicht waren und es an den technischen Angriffsmitteln fehlte, um die feindlichen Stellungen zu durchbrechen und im Anschluß daran lief durchmstotzen, mutzte sich Franco mit Teilerfolgen begnügen, die allerdings die Entscheidung in glücklicher Weise vorbereiteten. Erstrebt hat er immer den Bewegungskrieg und ihn schließlich auch erreicht. Irn japanisch-chinesischen Kriege endlich ist die Weiträumigkeit des Landes eine so ungeheure und das Mißverhältnis an Zahl der beiden Völker zu- ungunsten der Japaner lo bedeutend, daß auch dieser' Krieg keine Vergleichsmöglichkelten für einen europäischen Krieg geben kann. Und dach folgen auch in diesem Kriege auf längere Zeiträume des Stellungskrieges immer wieder solche des durch die Japaner ermmngenen Bewegungskrieges, der dann allerdings durch die Ueberdehnung der Nachschublinien wieder zum Stellungskrieg erstarrt. Unsere Feinde im jetzigen Kriege Haben den gründ- legenden Fehler begangen, daß sie die Weltkriegs- erscheinungen als Norm angesehen Haben, die Ihnen durch die neueren Kriege nur noch bestätigt schien. Diesen Eindruck gewinnt man deutlich, wenn man z.B. die französischen Vorschriften über die Führung der großen Verbände im Kriege aufmerksam durchlieft. Unsere Gegner glaubten zunächst, das Rezept zur Niederringung Deutschlands wie im Weltkriege im Zweifrontenkriege gesunden zu haben, selbst nach dem Scheitern ihrer Verhand- lungen mit Rußland, im Glauben an die Wider- standskraft Polens auf längere Dauer. Sie rechneten dabei mit der gleichen Ueberlegenheit der Mertelbi- gung befestigter Stellungen gegenüber dem Angriff wie im Weltkriege. Als sich dann aber bic Durchschlagskraft des deutschen Angriffs selbst durch ständig aus gebaute Befestigungsanlagen zeigte, als m Was damals gelang, mußte auch jetzt wieder zum Ziele führen. Daß aber Deutschland inzwischen nicht nur durch seine FriedensivorbereUungen auf dem Versorgungsgebiet, sondern auch durch die wesentlich andere politische Lage und die damit verbun- Deuen besseren Zusuhrmöglichkeiten blockadefest ge- Sie ist ihm so selbstverständlich, wie das wissenschaftliche Rüstzeug, das er sich unter Professor Erik ^EHemIfche^Formeln. für Nilsen-in Graus und ein ewiges Schreckgespenst — für Lietzendorf sind sie Zauberworte, noch mehr, Bausteine, Werkzeug und Schaffenselement. um Er hat eine besondere Art, Die Vorgänge ver- stündlich zu machen. _ Verbrennung — das ist nicht das, was die Hausfrau sieht, wenn sie den Ofen heizt ober bie Suppe kocht und wobei die Flamme die Hauptsache ist. Verbrennung — das ist auch nicht das, was Der Maschinenmeister auf dem Motorenstand des U- Bootes erkennen kann, wenn er bie D" en anstellt. Was man da mit bloßem Auge schaut, d'e Flamme, die Verkohlung, die Aschenbildung, das sind Neben- oder Folgeerscheinungen. Das wirkliche Geschehen liegt tiefer und bleibt dem menschlichen Auge verborgen. Verbrennung — bas ist ein Wunbergeschehen in der Natur. w Sie ist eine Umkehrung des Vorganges in dem die Pflanzen wurden. Sonnenenergie hat sich veim Bau ihrer Gewebe aufgespeichert, und Sonnenenergie wird bei der Verbrennung wieder frei unü an den Haushalt der Natur zurückgegeben. Um das zu erreichen, wird der Brennstoff entzündet. Dabei entstehen Wärme- und Lichterschetnun- gen — auf sie kommt's der Hausfrau und dem Maschinenmeister an — aber sie sind nicht die Verbrennung, die dem Chemiker die Ausgaben stellt. Der Chemiker muß wissen, daß bei der^ rhitzung brennbare Gase - Wasserstoff und KolH istoff — aus dem Brennstoff ausgetrieben werden, die in Der Hitze entflammen und sie dabei mit einem anderen Gase, dem Sauerstoff, zu einem neuen Gas von ganz anderer Beschaffenheit verbinden. Verbrennung — das ist also die Lösung eines — Eheproblems. Mann und Frau gehören dazu wie In jeder Ehe. Bei her Verbrennung des Gasöls der Dieselmotoren heißen die beiden Partner Kohlenstoff und Sauer- ftof . Beides sind Gase. Es gibt auch Verbrennungen anderer Gase. Zum Beispiel von Wasserstoss. Fräulein Sauerstoff ist aber auch dabei unersetzlich - so unersetzlich w.e eben nun einmal nur die Frau in der Welt der Was ist bestimmend für eine glückliche Gattenwahl? Der Charakter. Der innere Wert! Auch bei der Eheschließung, die der Chemiker so nüchtern „Verbrennung" heißt, kommt » allein dar- auf an: auf die Wertigkeit der Partner. Fräulein Sauerstoff ist von ihrer inneren Ueberlegenheit gegenüber dem Jüngling Wasserstoss so felsensest üoerzeugt, daß sie weiß: Ein einziger IRann iannmich nie fesseln. Ich brauche zwei. Nicht wegen der Abwechslung — ach nein — aber zur Begründung der wirklichen Harmonie. Der Chemiker weiß das und laßt es geschehen. Die Naturkrast ist stärker. Der Chemiker kann bloß zusehen und seine Schlüsse ziehen. Er lächelt in der Erkenntnis: Fräulein Sauerstoff ist doppelt sovie wert wie so ein schlappes Wasserstofsmannchen. Soll da eine vernünftige und glückliche Ehe zustande kommen, bann nur auf dem Gebiet der Polygamie. Das Wasserstoffatom findet sich mit der Nolle eines tibetanischen Bergbauern ab, der sein Weib nut seinem Bruder teilt. _ Ein Glück ift's, dah bie brel gärtner bas ein- sehen und sich ohne Mucksen danach einnchten Vielleicht wissen sie, was für die Welt davon abhangt. Denn die Ehe, zu der das dreieckige Verhältnis Hufammenfüfjrt, h-istk bei ben Tibetanern Paly- anbrie, bei Wasserstoff unb Sauerstoff feboch — wenn sie einmal auselnanbergingen! Denn alles Leben in ber Welt beruht auf ihr. Die Menschen habens bei der Loung des Problems der Polygamie noch lgngst nicht soweit gebracht. Vielleicht liegt es daran, daß ihre An- sichten über bie Wertigkeit ber Charaktere mehr nU®ei'°ihnVr? ° e n b e n solche breieckigen Verhältnisse gleichfalls manchmal im — Wasser Aber davon hat dann keiner was. Nicht einmal Die nächsten Be- teiliflten! Warum also? Bei dem, was Lietzendorf unb her junge Dominik Vorhaben, kommt es auf die Ehe „Wasser" nicht so ehr an. Denn Wasserstoff ist im Dieselgasol nicht o sehr viel enthalten. Wichtiger ist da der Kohlenstoff. Der Kohlenstoff ist ein „Mann" von anderen Formaten als das Kerlchen Sauerstoff. Er nimmt es mit vieren von der Sorte auf. Auch bei ihm ertönt der Schrei nach der Mehr- ehe. Jedoch im umgekehrten Verhältnis. Niemand würde ihm bei seiner korpulenten Struktur die Rolle eines halbverhungerten Tibetaners zumuten, der seine Frau mit seinem Bruder teilt. Ach nein! Herr Kohlenstoff würde sich auch nicht bloß mit einer halben Frau begnügen. Im Gegenteil! Er beanspruchte für sich einen wohlbesetzten Harem mit zwei Gattinnen. Mannes genug ist er dafür. Mit dieser wohlbearündeten Auffassung von Der Ehe geht er auf Die Freite. Aber leider — Frauen sind nicht so fügsam wie Männer — wie Wasserstofsmännerchen. Die Sauer- stofsbräute sträuben sich gegen den Harem. Wenig- ^Bj/das^Üeben sie des Besseren belehrt — unb bann gibt's entweder eine glückliche Ehe ober eine Tragödie von ewigem Trennungsschmerz. Wie das vor sich geht? Da steht der Maschinenmeister am Dieselmotor wie der Heiratsvermittler bei Massenandrang am Eingang seines Empsangssalons unb öffnet Die Düsen lieber ber einen steht „Kohlenstoss . Da kommen bie ehesreubigen Bräutigams anspaziert. Feder schön einzeln, wie sich da» gehört und der Würde des Raumes entspricht, lieber dem andern (Eingang ist „Sauerstoffs geschrieben. Da warten die Damen. Und schon ist der Teufel los. Die Damen halten keine Ordnung. Kaum kommen sie ein bißchen in Hitze, da stürmt die Hälfte von ihnen vor und wirft sich dem geliebten Manne in die Arme. Die andere Halste dagegen die sich nicht so schnell anbieten konnte, steht daneben unb hat vorläufig das Zufchauen bei ber rührenben Verlobungsszene, die sich da vor ihren Augen absplelt. Es ist tatsächlich bloß eine Verlobung — eine Sache, bie mit viel äußerem Aufwanb aufgezogen ist aber letzten Endes keinen anderen Zweck erfüllt als den Beteiligten Gelegenheit zu gebe.,, sich zu prüfen. Da mag sich jedes Pärchen überlegen, ob die Liebelei groß genug ist für eine richtige Liebe, in der sie sich bann noch fester zusammenschließen ober ob die Geschichte wieder auseinandergehen soll. Wie bei den Menschen scheint es zuzugehen! Auch hier wird zunächst bei der Liebe das Wichtigste übersehen. Der Charakter! Die Wertigkeit! Stellt nämlich Der Maschinenmeister die Verlobungspärchen auf die Probe und läßt sie bloß mal zum Spatz bei einer Wärme von 189 Grad über Nickel tanzen, bann zeigt sich sehr schnell, wie lose die Verbindung war. Sämtliche Verlobungen — vis auf einen ganz kleinen Rest — gehen wieder In die Brüche. Eg ist also nichts mit der Einehe! Wenigstens nicht zwischen dem Sauerstofffräulein und dem Kohlenstoffkavalier. Die Erkenntnis ist bitter, aber Sie hatten jedoch nichts aus dem polnischen Feldzug gelernt. Sie glaubten an die Unüberwindlichkeit ber Maginotlinie ap, bie Zermürbung Deutschlands Du ixt) einen langen Stellungskrieg unter ber Wir- hing ber englischen Blockade ähnlich wie im Weltkriege. Auch in dieser glaubten sie sich schematisch an das Vorbild des Weltkrieges halten zu können. nyng". Und eine Musterehe ist die Folge. Keine Spur mehr von MindermerUgkettskorm pieken ober Herrenallüren. Der Kohlenstoffatom unb die beiden Sauerstoffatome umarmen sich so innig, fließen in ihrer Liebe so hemmungslos zusammen, daß jeder Teil sich ganz und restlos an den andern verliert und ein ganz neues Wesen ^ Kohledioxyd heißt es Oder auch Kohlensäure Beides bezeichnet das gleiche. Kein Wunder, daß es den Ingenieuren so schwer» Rätsel aufgibt, eine solche Ehe wieder auseinanderzubringen! (Fortsetzung folgt.) Aus der Stadt Gießen. Zahlen des Alltags. Es ist wohl schon öfters die müßige Frage aufgeworfen worden, wieviel Haare der Mensch aus dem Kopfe hat. Ebenso gut könnte man fragen, wieviel Blätter wohl ein großer Baum tragt. Em sicheres Ergebnis festzustellen, wäre in beiden ^al- schwierig und zeitraubend. Aber es heißt: „Zcchlen beweisen", und es ist schon sehr vieles durch Zahlen bewiesen worden, ob immer richtig, blerbe dahingestellt. , _ L . c- Wenn man hört, daß bei einem Vortrag 150 Menschen oder bei einer sportlichen Veranstaltung 5000 Menschen zugegen waren, kann man sich sofort ein anderes, und zwar richtigeres Bild davon machen, als ohne diese Zahlen. Der Wehrmachtbericht bringt täglich Zahlen, die für uns sehr eindrucksvoll sinh. Wir hören z. B., daß, in sieben Tagen über 100 000 BRT. versenkte, daß 22 englische Flugzeuge abgeschossen wurden oder daß ein Jagdgeschwader seinen 750. Luftsieg errang, daß aus Kreta 13 000 Briten und 5600 Griechen gefangen und bei Sollum 200 englische Panzer vernichtet wurden. Das sind Zahlen, die beweisen, nämlich die überrageride Tüchtigkeit unserer Wehrmacht, aber auch stolze Zahlen, die unsere Herzen höher schlagen lassen. Man sagt „sprechende" Hahlen, und mir brauchen nur in vie Zeitung zu sehen, da finden wir diese sprechenden Zahlen. Wir lesen z. B., baß viele Frauen dem Aufruf gefolgt sind, chre Arbeitskraft im Kriege der Volksgemeinschaft zur Verfügung zu stellen: bei der Elektrizitätsversorgung sind es schon 12 000 Frauen, bei der Reichsbahn 69 000 und bei der Reichspost 120 000! Ferner lesen wir, daß unsere Unisersität ihren 334. Gründungstag feierte, daß sich Schulkinder 10 000 junge Fichten ae pflanzt haben, daß Henschel in Kassel seine 25000. Lokomotive abgeliefert hat, daß beim Speerwerfen fast 50 Meter erreicht wurden, daß in Aegypten Heu- schreckenschwärme in einer Ausdehnung von 4 Kilometer Breite und 1 Kilometer Diese eingefallen sind, und daß zwischen zwei japanischen Inseln der längste Meerestunnel der Welt — 8 Kilometer — vollendet wurde. Zahlen! Wohin wir sehen: Zahlen! Aber auch in unserem Alltag spielt die Zahl eine große Rolle! Ein Landbriesträger, der viele Kilometer täglich zu laufen hat, ist nach einer längeren Dienstzeit mindestens einmal um den Erdball herumgewandert. Legt doch schon ein Arbeiter, der drei Kilometer von seiner Arbeitsstätte entfernt wohnt, täglich 6 Kilometer, im Laufe einer 30jährigen Arbeitszeit aber ungefähr 57 000 Kilometer zurück! Äne Hausfrau in einem Einfamilienhaus, in dem sie Treppen laufen muß, erklimmt täglich mindestens die Höhe eines Domes, und ein Kellner, der auch den ganzen Tag hin- und herlaufen muß, legt jepen Tag eine ansehnliche Strecke zurück, allerdings auf kleinem Raum. Eine Mutter, die für Mann und Kinder täglich 15 Brotschnitten schneidet, hat am Ende eines Jahres die stattliche Anzahl von fast 6000 Scheiben geschnitten! Man stelle sich diese einmal aufeinandergeschichtet vor. Ebenso das Geschirr, das eine Hausfrau im Laufe der Zeit zu spülen hatte, auf einen Haufen getürmt! Alle Jahrmärkte der Welt zusammen hätten auch nicht annähernd soviel an Vorrat. Erreicht man doch, wenn man nur 30 Stücke täglich annimmt, nach 30 Jah- •ren die phantastische Zahl von 328 000 Stücken! Wir haben uns z. B., wenn wir 70 Jahre alt sind — angenommen zweimal täglich — 50 OOOmal die Zähne geputzt, und ein Mann Hat sich bis zu seinem seligen Ende ungefähr 20000mal rasiert. (Wie oft er sich nicht rasiert hat, wollen wir nicht zählen!) Man könnte noch viele Zahlen aus unserem Leben errechnen, die eine Rolle spielen, wie vor allem die Zahlen in unserem Haushaltungsbuch. Wieviel Briefe hat wohl ein Mensch erhalten und geschrieben? Wieviel Bücher besitzt er? Wieviel Meilen ist er gewandert? Wieviel Küsse hat eine Frau ... nein, ich will es den Lesern überlassen, diese Zahlen festzuftellen! E.L.St. Möbelhaus ßuhl daA fajdusvp/aAige Schaft MazktAlHi/ie. 29/30 - ?JU. Versuchsgüter im Dienste derWiffenschafi und Praxis Besuche auf den Ltniversitäts-Bersuchsgütern Unterer Hardthof und Rauischholzhausen. Die Erfahrungen des Weltkrieges auf dem Gebiete der Ernährung haben unserem Volke überzeugend bewiesen, wie dringend notwendig es für Deutschland und seine Zukunft war und immer sein wird, sich hinsichllich der Ernährungswirtschaft vom Ausland unabhängig zu machen. Diese Zielsetzung fand in den Maßnahmen der Reichsregierung und des Reichsnährstandes zur Erlangung und Sicherung der deutschen Nahrungsfreihett chren klaren Ausdruck. Die weitreichende Umstellung in der gesamten deutschen Agrarpolitik und Agrarwirtschaft hat auch unserer Landwirtschaftswissenschaft und den auf diesem Gebiete arbeitenden Instituten und Versuchsgütern zahlreiche neue und große Aufgaben gestellt. Ueber das Arbeitsfeld unserer Gießener Universitäts-Versuchsgüter Unterer Hardthof und Rauischholzhausen (Kreis Marburg) haben wir uns mit dem Leiter der Betriebe, b. Dozenten Dr. Pfaff, unterhalten und unter feiner Führung die beiden Gutsbettiebe besichtigt. Die Aufgabe, unser deutsches Volk in seiner Er- nährung soweit wie nur irgend möglich vom Auslande unabhängig zu machen, ist sofort nach der Machtübernahme durch den Führer mit größter Tatkraft und mit wettgesteckter Zielsetzung angepackt worden. Unsere nationalsozialistische Staatsführung kannte nur zu gut die schlimmen Erfahrungen des deutschen Volkes unter der englischen Blockade in den Jahren des Weltkrieges, und sie sagte sich mit Recht, daß England dei einem kriegerischen Konflikt bestimmt keinen Augenblick zögern werde, aufs neue den Hungerkrieg gegen unser Volk, vor allem gegen unsere Frauen und Kinder in Anwendung zu bringen. Wie richtig diese Ansicht war, hat der bisherige Verlauf des jetzigen Krieges klar erwiesen. * Die grundsätzliche Umstellung der deutschen Agrarpolitik ergab zahlreiche Probleme von weittragender Bedeutung. Aus der Fülle der gewaltigen Aufgaben seien hier einige nur als Beispiele registrierend vermerkt: Unabhängigmachung von der ausländischen Kraftfuttereinfuhr und Verbreiterung der wirtschaftseigenen Futterbasis bei unveränderter Aufrechterhaltung, ja Steigerung unserer Getreideerzeugung. Intensivere Bewirtschaftung der vorhandenen Grünlandflächen mit dem Ziel größerer Futtergewinnung. Wettgehende Einführung des Zwischenfruchtbaues zwecks zusätzlicher Futtergewin- nung (auch Gärfutterbereitung), wo nötig aber auch Umbruch geringwertiger Grünlandflächen zu Ackerland, um auf diese Weise die Erttagsleistung je Flächeneinheit zu steigern. Ausdehnung des Hack- fruchtbaues, der bekanntlich je Flächeneinheit die höchsten Erträge an Nährstoffen und Kalorien sowohl für die menschliche als auch für die tierische Ernährung liefert und zugleich als gute Vorfrucht zu Getreide unmittelbar zu einer Steigerung der Ge- treibcerträge führt. Daneben war von ausschlaggebender Bedeutung die Ergreifung verschiedenster Maßnahmen zur weitgehendsten Schließung der Fettlücke, um auch in dieser Hinsicht unser Volk vom Ausland möglichst unabhängig zu machen. Ein erstes Mittel hierzu war die verstärkte Wiedereinführung des Oelftucht- anbaues, ferner die Steigerung der Leistungsfähigkeit bisher angebauter und die Auswahl und züchterische Bearbeitung neuer Oelpflanzen. Weitere Mittel waren zu erblicken in der Steigerung der Erzeugung an tierischen Fetten durch rationellere Durchführung der Schweinemast, in der Steigerung der Erzeugung von Milch und Milchfett durch verbesserte Fütterungstechnik, in züchterischen Maßnahmen zur Erzielung von Leistungssteigerungen bei unseren Rindvieh- und Schweinebeständen. Zur Steigerung der Wollerzeugung und gleichzeitig zur verstärkten Fleischversorgung war auch eine Ausdehnung der Schafhaltung mit dem Ziel der restlosen Ausnutzung auch solcher Futterflächen, die durch andere Tiere nicht genutzt werden können (z. B. Gras an Wege- und Straßenrändern, Hütungen, Winterweiden usw.), erforderlich. Alle diese und die sich daraus ergebenden anderen bedeutungsvollen Aufgaben erfordern auch die Mitarbeit unserer Gießener landwirtschafttichen Institute und ihrer Versuchsgüter. Diese Gutsbetriebe sind ja ihrer ganzen Zweckbestimmung nach nicht etwa als reine landwirtschaftliche Betriebe mit dem ausschließlichen Endzweck der Schaffung von land- wirtschaftlichen Erzeugnissen wie alle anderen Betriebe anzusehen, sondern sie sind wichtige Stätten der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Landwirtschaftswissenschaft. Und so stehen denn auch bei allen landwirtschaftlichen Arbeiten der Universitäts- Versuchsgüter die Ausgaben immer im Vordergrund, die von der wissenschaftlichen Seite her für die Forschung und Lehre gestellt sind. Unter diesem Gesichtspunkt werden auf den Versuchsgütern von den einzelnen landwirtschaftlichen Instituten unserer Universität Versuche der verschiedensten Art durchge- führt und deren Ergebnisse nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten für die Praxis ausgewertet und in den Betrieben der Versuchsgüter zur Anwendung gebracht. Die Wissenschaftliche Akademie des NSD.-Dozen- tenbundes hatte ihre Mitglieder zu einem Vortragsabend eingeladen, an dem der Pathologe unserer Universität, Prof. Dr. Georg Herzog, über „Beobachtungen und Gedanken zum Wesen der Ge- schwülste" sprach. In Vertretung des Präsidenten der Akademie, Prof. Dr. Kranz, konnte der Leiter des Amtes Wissenschaft, Prof. Dr. Haag, zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen und nach einleitenden Worten und dem Gedenken der gewaltigen Leistungen unserer int Osten siegreich vorwärts- stürmenden Truppen dem Redner das Wort erteilen. Prof. Dr. Georg Herzog hatte eingehend die primären Knochengeschwülste bearbeitet und berichtete über allgemein gültige Beobachtungen, die sich dabei für die mesenchymalen Geschwülste ergaben. Ohne auf die Einzelheiten, die sich für einen kurzen Bericht nicht eignen, einzugehen, führte der Vortragende an Hand von zahlreichen Diapositiven und Aquarellbildern etwa folgendes aus: Beim Wachstum gutartiger und bösartiger mesenchymaler Geschwülste wuchert lausend primär indifferentzel- liges Geschwulstgewebe. Aus diesem differenziert sich, analog dem normalen Geschehen, das weitere Geschwulstgewebe in sog. Wachstumskomplexen aus. Die Blutgefäße bilden sich tumoreigen, im allgemeinen in der Peripherie der Wachstumskomplexe; in gutartigen, langsam wachsenden Tumoren können sie sich weiter zu Arterien und Venen entwickeln. Hämangiomatöse Wucherungen spielen in endostalen Geschwülsten, namentlich in den sog. solitären Kno- chenzysten eine große Rolle; dabei kommt es durch Konfluenz kavernöser Blutnetze, die sich immer wieder aus den primären indifferentzelligen mesenchymalen Eeschwulstwucherungen bilden, zur Entstehung von Blutzysten. Für die Uebergänge zwischen normalem und geschwulstmäßigem Wachstum ergeben sich weitere Belege im funktionell-reaktiven Geschehen, in der Speicherung von Hämosiderin und Cholestearin, der Bildung von Granulationsgewebe und Lymphozyten aus dem Geschwulstgewebe heraus u. ä. Prof. Herzog bringt seine Beobachtungen gedanklich in Zusammenschluß mit den Spemannschen Entwicklungsgesetzen. Die zur Geschwulstentstehung führende Gewebserkrankung ist in das „induzierbare Reaktionssystem" zu verlegen, und zwar in die jeweiligen Keimlager; so besteht auch kein grundsätzlicher genetischer Unterschied zwischen fötalen und postfötalen Geschwülsten. Dabei darf nicht eine mechanische, sondern muß der Geschwulstentstehung So konnten mir bei unserem Besuch auf dem Unteren Hardthof in Gießen vernehmen, daß dort in den letzten Jahren durch die Emfüh* rung des Zwischenfruchtbaues und die Errichtung von Gärfutterbehältern eine erhebliche Erweiterung der wirtschaftseigenen Futterbafis und zugleich auch eine Sicherung der Tierernahrung in futterarmen Jahren erzielt werden konnte. Wie richtig diese Maßnahme war, wird gerade jetzt im Krieae dadurch erwiesen, daß ttotz des Fehlens auslandiicher Kraftfuttermittel der Piehbestand nicht nur in vollem Umfange aufrechterhalten, sondern sogar teil- weise noch eine Steigerung der Milcherzeugung er« zielt werden konnte. Auch die Einschaltung des Oel» sruchtbaues ist in gewissem Umfange durchgeführt bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung her seitherigen Getreideerzeugung. Damit wurde an dieser Statte der Arbeit ein wesentlicher Beitrag zur Schließung der Fettlücke geleistet. Seit einigen Jahren ist her Schafhaltung Einlaß gewährt worden durch die Aufnahme einer großen Schafherde, und damtt ist auch hier hinsichttich der Woll- und der vermehrten Fleischerzeugung ein ansehnlicher Fortschritt erzielt eine dynamische Auffassung zugrunde gelegt werden, um die mehr oder weniger festen Binbun* gen her Geschwulstanlagen an die Gewebe, die Der* chiedene Proliferationsfähigkeit mit dem Uebergang eines geringeren Grades in einen höheren, die Be* ziehungen zum Lebensalter und feinet Wachtums* Vorgängen, wie sie besonders bei den osteogenen Sarkomen und Ewingsarkomen zum Ausdruck kommen, il a. zu erfassen. Keineswegs, so schloß Prof. Herzog seine Ausfüh* rungen, soll mit den vorgetragenen Beobachtungen und Gedanken die grundsätzliche Autonomie der Geschwülste angezweifelt werden. Das Geschwulstproblem ist ein Wachstumsproblem. Mit dieser un* verrückbaren Feststellung sind gewisse Uebergänge zwischen normalem und geschwulstmäßigem Wachstum erklärlich und ist das Gegebensein vererblicher Faktoren verständlich. Genaue Untersuchungen, die das Wachstum der Geschwülste betreffen, sind für ihre Erforschung und Bekämpfung wichtiger und notwendiger als kostspielige Virusspekulationen u. a. Eine weise Weltwaltung erzeugt und muß er* zeugen auf der einen Sette ein Uebermaß von Le* ben, von Keimen und Geschöpfen, auf der anderen Seite Mittel, die dem übermäßigen Auftteten von Lebewesen entgegenwirken. Sollte nicht neben anderen Mitteln mit den Geschwülsten ein Wachstum berettgehallen werden, das Menschen und Tiere vor der physiologischen Zeit zu Tode bringt und damtt einer Ueberzahl von Leben und Lebewesen steuert? In einer lebhaften Aussprache, die sich am den tiefgründigen, mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag anschloß, wurde von den Vertretern der verschiedensten Disziplinen zu den speziellen behandelten Problemen und dem gesamten akuten Fragenkomplex der Krebsentstehung eingehend Stellung genommen. Kopfschmerz der häufig nach Schnupfen, aber auch im Berufsleben und nach Aufenthalt in geschlossenen Räumen auftritt, kann man meist erfolgreich mit Klosterfrau* Schnupfpulver bekämpfen. Vielen, die lange Zeit an solchen Beschwerden litten, brachte es Erleichterung. Auch bei beginnendem oder andauerndem Katarrh und anderen Störungen im Nasenrachenraum sei ein Versuch empfohlen. Hergestellt wird es seit über hundert Jahren von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. Verlangen Sie Klosterfrau-Schnupfpulver in Originaldosen zu 50 Pf. (Inhalt 4 Gramm) bei Ihrem Apotheker oder Drogisten. Menschastliche Akademie des ASD.-Dozenlenbundes der bmversilät. Eine Taschenampe blinkte, hastig im Kreise geschwungen, — der Fahrer des in schnellstem Tempo daherkommenden Autos trat die Bremse durch. Der Wagen hielt. „Was gibt es?" fragte Ricardo Calvo. Ein Polizist unterhielt sich mit dem Chauffeur. „Sie müssen hier halten! Die Straße ist polizeilich gesperrt!" Calvo sprang aus dem Wagen. „In dieser Straße befindet sich doch die Villa Mantovani, nicht wahr?" ragte er aufgeregt ben Polizisten. „In dieses Haus will ich! Sie werden mir die Durchfahrt dazu freigeben!" Der Polizist beleuchtete diskret das erregte Gesicht des Zuckerpflanzers. „Gerade dieses Haus ist es ja, dem die Sperre gilt!" Neben Ricardo Calvo tauchte jetzt die Gestalt Elenas auf. „Unsere Tochter befindet sich in der Villa. Wir wollten sie gerade holen!" „Wenn gegen Ihre Tochter nichts vorliegt, werden Sie sie wohl mttnehmen können, aber erst, wenn alles vorbei ist!" sagte der Polizist. „Carajo! Was unterstehen Sie sich!" tobte Calvo. Da gellte der Schrei einer Frauenstimme, ein Schrei höchster Angst und Entsetzens. „Das war im Garten der Villa!" stieß der Polizist hervor. Nun schrie auch Dona Elena. War es nicht Manuelas Stimme? O, es ist fein Zweifel! Unser Kind ist in Gefahr, Ricardo! Sie müssen uns durchlassen, lieber Herr!" Aber der Polizist schüttelte ben Kopf. „Es ist unmöglich!" beharrte er. Ein zweiter Polizist kam eilig heran. „Hallo, Edwardo! Was gibt es hier? Du mußt gleich mitkommen! Wir brauchen alle Mann an ber Gartensette!" Zugleich schrillte ein Pfiff, — bas Zeichen zum Angriff offenbar. Die Polizisten liefen. Calvo unb seine Frau sahen ihren Weg frei. „Dornin!" schrie ber Pflanzer. „Wir bürfen keine Minute mehr verlieren! Unser Kinb —" Das Ehepaar erreichte das Portal. Die Tür stand offen. Niemand war zu sehen. „Stehen bleiben! Niemand verläßt ben Platz!" erscholl eine befehlende Stimme. Unwillkürlich blieben Ricardo unb Frau Elena stehen. Hinter ihnen kreischten in derselben Sekunde die Bremsen eines Autos, das bei ber Villa vorfuhr Zwei Herren fliegen aus. Ricarbo schrie: „Ah, — welch ein Glück. Der Herr Präsident selbst!" Der Polizeichef von Buenos war mit einem seiner Sekretäre dem Auto entstiegen und lief jetzt, von dem jungen Mayne gefolgt, auf das Portal zu. „Calvo?" rief er hastig. „Ich weiß bereits — Ihre Tochter ist auch in diesem Hexenkessel?" Dann drang man in bas Haus ein. Die Vorhalle war leer. „Weiter!" befahl ber Präsident. Man kam in einen großen Raum, ber alle Zeichen eines jäh unterbrochenen Festes trug. Durch eine Seitentür kam eine junge Frau auf bie Einttetenben zu. „Hilfe!" schrie sie. „Meine Perlen! Ich bin beraubt worben! Er hat bas Licht ausgeschaltet unb ist hn Dunkeln über mich her- gefallen. Aber ich habe ihn hoch erkannt!" „Wer ist es gewesen?" fragte ber Polizeichef. „Einer vom Personal! Ich sah ihn vorher einige» mal burch die Zimmer gehen!" jammerte die Beraubte. „Keine Aufregung!" rief ber Präsident. „Niemand kann das Haus verlassen!" Lärm kam plötzlich aus dem nahen Garten. Signalpfeifen, gellten. Man horte wieder die befehlende Stimme. „Zurück hier!" Das mochte den Menschen gelten, die wie eine geängftigie Hammelherde zusammengedränat auf einer kleinen Rasenfläche standen: die Gäste Marina Hallstroms. Eine Kette von Polizisten umgab sie. Ein dicker Herr schrie unflätige Worte des Protestes. „Ich bin doch kein Zigeuner, Herr!" brüllte er einen Geheimpolizisten an. Ich werde mich bei ber amerikanischen Botschaft beschweren!" Es war ber beleibte Herr, bem seine Oelfelder in Texas ein Millionenvermögen eingebracht hatten,— Marina Hallstroms Tänzer. Weiter brinnen im Garten war wilbes Getümmel. Ein Polizist kam von hort herangestürmt. „Wir brauchen sofort einen Arzt! Es ist hohe Zeit! Sie verblutet! Der Stich hat sie in ben Hals getroffen!" Man hörte ben Aufschrei einer Frauenstimme. „Es ist Manuela! Sie stirbt!" Eine Frau rüttelte unb schüttelte ben Polizisten. „Sprechen Sie doch!" „Die Verletzte ist bie Besitzerin bieser Villa!" meldete er. „Irgend jemand muß Frau Hallström in den Garten gelockt haben. Man horte sie plötzlich schreien. Ein Unbekannter ist von den Nachbargärten her auf sie losgestürzt unb hat sie niebergestochen!" Ein junger Mensch drängte heran. „Ich ging mit Madame Hallström durch den Park!" rief er. „Da geschah es plötzlich!" Es war der indische Student. Ein heiserer Schrei kam plötzlich aus der Dunkelheit. Wieder gab es scharfe Kommandos und wildes Getümmel. Dort in ber Finsternis mußte ein verzweifelter Kampf im Gange fein, Mann gegen Mann. Endlich schnitten die Lichtstreifen zahlreicher Blendlaternen durch die unheimliche Dunkelheit. Zwei Körper waren zu erkennen, bie sich auf dem Boden wälzten, die Körper zweier Männer. Schüsse in Tucumün. Roman von Heinrich Lang. 24. Fortsetzung. Aba wehrte nur mit verzweifelten Handbewegungen ab. „Es ist zu spät! Die Polizei steht vor ber Tür!" Da packle ben Dänen ber Zorn. „Zum Henker mit ber Polizei!" schrie er. „Ich habe sie nicht zu fürchten. Und wenn du mich für einen Schurken hältst, Ada, dann bin ich nicht ber rechte Mann für dich!" Die Zofe richtete sich auf. „Geh noch nicht, Kaj!" sagte sie schluchzend. ,j)abe doch Mitleib! Ich weiß mir ja keinen Rat mehr!" „S)ören Sie mir in Ruhe zu!" begann Droste zu vermitteln. „Unser Freund Jversen hat allerdings einen kleinen Leichtsinn begangen. Er hat in Tucu- män bie Tochter eines reichen Zuckerpflanzers ken- nengelernt. Das junge Ding ließ nicht mehr locker — unb so kam es, baß Kaj mit bem Mädchen — auf Reisen ging, ohne baß bie Ellern bamit einverstanden waren. Es ist nicht ausgeschlossen, bah die Leute bie Polizei aufgeboten haben, um ihre Tochter wieher zurückzuholen. Die Calvos sind reich und von Einfluß, unb bie kleine Manuela ist ihr einziges Kinb —" Aba schien zu erstarren. „Calvo?" schrie sie. „Manuela? Aber — biese Manuela Calvo sitzt ja drunten bei Madame Hallström! Vor einer halben Stunde ist sie gekommen. Mit ihr Castillo, den du zu kennen glaubst, Kaj! Ich kenne mich nicht mehr aus!" Droste und Jversen sahen sich an. „Kommt!" schrie Ada. „Ich zeige euch diese Manuela! Unb bann — bann werde ich hinauslaufen zu den Polizisten unb werbe alles aufklären, solange noch Zett ist!" Droste aber hielt sie lächelnb fest. „Nur keine Ueberslürzung! Das mtt der Polizei, — das werben Sie nicht tun! Unb nun zeigen Sie uns bie schöne Manuela!" Man ging. Aber noch ehe man vor der Tür war, blieb Kaj zurück „Geh allein, Droste!" sagte er mit verlegenem Lächeln. „Ich bin auf das Fräulein Calvo nicht sehr neugierig!" Da lachte Droste. Leise folgte er dann ber Zofe. „Gib dir feine Mühe, alter Freund! Diesmal hat deine Stunde geschlagen!" Die wenigsten verstanden diese Worte, bie da aus! bem Getümmel des tobenben Zweikampfes kamen, Es war nämlich deutsch, was ber Kämpfer sprach. Ueber ben Rasen stürmten gleich darauf zwei Gestalten — Kaj Jversen unb Aba. „Er ist es!" hörte man das Mäbchen schreien« „Herr Droste!" Doch zugleich schien der Kampf schon zu Ende« Man vernahm wieher bie Stimme von zuvor. Diesmal sprach sie spanisch. ,^abt Ihr ihn fest, Männer?« Paßt gut auf, — ber Kerl ist wie ein Aal!" Zahlreiche Laternen warfen weißes Licht. Man! erkannte ben Polizeipräsibenten inmitten seiner Leute vor einem bleichen, blutenden Manne bem zwei Polizisten eben bie Arme zusammenbanoen. „Schafft ihn ins Haus!" befahl ber Prüsibent. Er muß sofort einem Verhör unterzogen werben. Wo ist die Novello?" Droste trat ins Licht. Sein Atem ging noch heftia von den Anstrengungen des Kamofes. „Man wird sich um Frau Novello kümmern müssen!" sagte er. „Der Bursche hat sie böse getroffen." „Es ist kein Arzt da! Wir müssen erst telephonieren!" meldete ein Polizist. Irgendwo jammerte eine Mädchenstimme. Ada kauerte vor einer Hellen Gestalt, die reglos auf einem Beet zertretener Blumen lag. Ohne das geringste Lebenszeichen lag Marina bleich zwischen den Blumen. Man trug die Leblose in bas Haus. Der traurigen Prozession folgte em zweiter Zug. Von Polizisten umgeben kam ein hagerer, röllich» dlonber Mensch daher, blutend und zerfetzt: Everett Swann, der ehemalige Chefingenieur der Kupferminen in den Bergen des Aconquija. Die Villa Mantovani glich einem aufgeftorten Ameisenhaufen. Man hatte nach allen Windrichtungen um Aerzte telephoniert. Jetzt tarnen fünf Hirz hintereinander, darunter auch ein deutscher. Aber sie mußten feststellen, daß ber scyönen Frau Hallström nicht mehr zu helfen war. „Das vereinfacht die Sache wesentlich!" flüsterte der Seketär des Polizeichefs kaltschnäuzig. „Die Personalien habe ich bereits festgestellt. Es handelt sich mit Sicherheit um die gesuchte Celina Novello. Hier sind Papiere aus ihrem Schreibtisch. Es sind auch bie Kontoauszüge einiger Banken darunter. Allem Anschein hat sie ihre Beute unter fingierten Namen att verschiedenen Stellen angelegt!" (Schluß folgt!) Oie Ausrüstung des Wanderers Anregungen gegeben. In der dem Guts- e gliederten großen Gemüsegärtnerei ist e neue en >en -at traft verleiht. stau- t te und ihrer Versuchsgüter für die Wirtschaften : Seit viferer Bauern und Landwirte hervorging. al hat MM8 Zer Spkikrr am Achndof I ver- ShürtTiCN wMoaeitN weiN$cm.i6GtsoUfree er ADOX Sfe" Lieferant- auch 3hcet Krankenkasse la aus ‘ajiten, cach. ei @e* irufS* innen r. M jt tele» m ’8 ia. ler Am 10. Februar d. I. ereignete sich in der Wall- torstraße in Gießen ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen und einem Pferdefuhrwerk. Der Fuhrwerkslenker wurde dabei von dem Straßenbahnwagen zur Seite geschleudert, wodurch der Mann erhebliche Verletzungen erlitt. Der Vorfall führte zu einer Anklage gegen die Straßen- bahnwagenführerin vor dem Amtsgericht Gießen, BISSPFLEGER SELB BO Reinigt selbsttätig 5tum ! oor amit lert? ■ den ienen . der fan« igen« llung ib er. el. len üe ng )er die Z ten ie(t hreien, Ende. , Dies« inner?« seiner e. de» wen. ent. & !N.M aorden. Um die bei dieser Intensivierung der Land- Mrtschast sich zwangsläufig ergebenden unvermeid- friren Arbeitsspitzen zu o rechen, wurde eine Reihe «kuzeitlicher arbeitsparender Maschinen eingesetzt Md damit auch auf diesem Gebiet den fortschrittlich gingestellten Dauern und Landwirten in mancherlei -fitzt. Bei beiden Güterbetrieben sahen wir beim Be- ;d) der Felder und Weiden, besonders überzeugend ;i\ einer längeren Besichtigungsfahrt durch die leitteichenden Aecker des über 700 Morgen großen If utes Rauischholzhausen, eine sehr gute Ernte her- iretfen, die durch den prächtigen Stand der Felder -nd die gute Beschaffenheit der Wiesen und Wei- m einen erfreulichen Anblick bietet und an beiden ktätten Grund zu der frohen Hoffnung gibt, daß kn reicher Ertrag der Arbeit in die Scheuern und kpeicher geborgen werden kann. trieb angegliederten großen Gemüsegärtnerei ist ' die Einrichtung von Gewächshäusern und eeten ein Mittel geschaffen worden, um durch Erzeugung von Frühgemüse die genmsearme seit abzukurzen und damit dem Mangel an mtamin» igen Nahrungsmitteln nach besten Kräften zu rn. Die Einrichtung einer Beregnungsanlage jent dazu, die Erträge dieser Beispielgärtnerei ich zu steigern. Der Vollständigkeit halber sei p»ch erwähnt, daß der Untere Hardthof bereits seit Zähren bei mehreren der Schaffung von Quasi- jttserzeugnissen vorbildliche Arbeit geleistet hat, tsbesondere durch die Herstelluna von Qualttäts- silch (Vorzugs- und Markenmilch), auf dem Geiste der Veredelung von Saatgut durch Vermeh- f.ng von Elitehertünsten der verschiedensten land- Das vor zwei Jahren mit Hilfe des, Kerck- Rf-Instituts Der Universität Gießen zur Verfügung teilte Versuchsgut Rauischholzhausen Preis Marburg) — in landschaftlich sehr fodner Lage in unmittelbarer Nähe herrlicher gro- jr Wälder gelegen — dient in erster Linie dem Irtteren Hardthof als Ergänzung int Hinblick auf ds Aufzucht der verschiedenen Tiergattungen. 2>ar« per hinaus ist es von Wichtigkeit, daß das Der- f.chsgut Rauischholzhausen üver andere Bodenarten t rfügt als der Untere Hardthof und dadurch die j Gießen durchgeführten Versuche dort eine Er- emzung auf anderen Bodenarten finden. Ein Bo- t nlaboratortum wurde in Rauischholzhausen ein« Die Versuchsgüter und ihre Einrichtungen kom- |;n aber darüber hinaus auch der Lehre und For- ung eines anderen bedeutsamen Zweiges unserer eßener Universität zugute: der veterinärmedizt- chen Wissenschaft. Diese benötigt für ihren Lehr- d Forschungsbetrieb die Mitarbeit der Versuchs« ter in vielerlei,Art und in zahlreichen Fällen auf n verschiedensten wissenschaftlichen Aroeitsgebke- t. Auch hierbei zeigt sich, daß die beiden Ver- chsgüter für unsere Universität von großer Be- utung sind und mit chrem Wirken einer kulturellen Arbeit dienen, die nicht nur für die Gegenwart, sondern besonders auch im Hinblick auf die treten großen Aufgaben der Zukunst, und ihres weitreichenden Aufbaues im Dienste unseres Vol- bs gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. B. m große Zuchtsauen-Herde und eine eigene .iwarzköpfige Schafherde, dazu neuzeitliche tech« ,che Betriebsmittel und zweckentsprechende Ein- chtungen für den Hofbetrieb neben großen Wirt- Paftsgebauden mit hellen und luftigen Stallungen, säumigen Sveichern und Böden, einem schönen -aßen Wohnyaus sowie einer Anzahl Arbeiterohnungen in unmittelbarem Zusammenhang bzw. nächster Nähe des Gutes im Dorfe gelegen, ’rner bemerkten wir eine größere, gut gepflegte .-ftanlage, bei der die neuzeitlichen Methoden der chädlingsbekämpfung in vorbildlicher Weise durchführt werden. Der Gutshof in seiner Gesamtheit acht einen sehr guten Eindruck und läßt den Decher die Ueberzeugung gewinnen, daß auch hier 2 Landwirtschastswissenschatt für ihre Arbeiten i Dienst der deutschen Volksernährung eine gute, rit reichen Betriebsmitteln ausgerüstete Werkstatt Durch die Anwendung aller von der Wissenschaft ^arbeiteten Ergebnisse auf den Versuchsgütern ge- ff>n diese der praktischen Landwirtschaft als Bei- hielbetriebe zahlreiche gute und wertvolle Anregun- ßiit und ein nachahmenswertes Vorbild. Vielfältig ij: denn auch bisher schon der Nutzen, der aus der Arbeit unserer Gießener landwirtschaftlichen Jnsti- Jn der Verhandlung wurde über den ©erlauf des Vorfalles festgestellt, daß ein Motorradfahrer den Straßenbahnwagen in etwa 40 km Geschwindigkeit überholte. Da sich Kinder auf der Fahrbahn aufhielten, gab der Motorradfahrer wiederholt laute Warnzeichen. Hierdurch scheute das etwas unruhige rechtsgehende Pferd des Fuhrwerks und drängte nach der Straßenbahn zu. Der Fuhrmann wollte das Pferd wieder von den Straßenbahnschienen zUrückdrängen, das Tier scheute aber umso mehr und drückte weiter nach rechts. Die Straßenbahn- Wagenführerin bremste den bis auf wenige Meter herangekommenen Straßenbahnwagen ab, konnte ihn aber nicht mehr zum Halten bringen. Der Fuhrmann wurde von dem Straßenbahnwagen erfaßt, fiel unter die Pferde und erhielt nicht unerhebliche Verletzungen an den Beinen durch die Huf- trifte der Tiere. Die vordere Plattform des Straßenbahnwagens war so stark besetzt, daß die Wagenführerin nicht beobachten konnte, ob ein Unfall passiert sei. Sie behauptete, sie habe, da die Pferde leicht scheuten, den Wagen etwas abgebremst, als sie in die Nähe des Fuhrwerks gekommen sei, sie habe aber nicht annehmen können, daß die Pferde so weit nach rechts drängen würden, und sie habe eine gefährliche Situation nicht erkennen können. Erst nachdem sie mit dem Straßenbahnwaaen auf gleicher Höhe des Fuhrwerks gewesen sei, seien die Pferde stärker nach rechts gedrängt, und erst jetzt sei die Gefahr eines Unfalls hervorgetreten. Trotz Bremsen habe sie aber den Wagen nicht mehr zum Stehen bringen können. Der Sachverständige äußerte die Ansicht, daß in dem Augenblick, in dem die Gefahr erkennbar wurde, der Wagenführerin es nicht mehr möglich gewesen sei, den Wagen zum Stehen zu bringen, auch nicht bei Benutzung des Sandstreuers. Der Angeklagten konnte nicht nachgewiesen werden, daß sie die ihr obliegende Sorgfaltspflicht im Verkehr verletzt und schuldhaft gehandelt habe. Wenn auch die Pferde vorher schon unruhig gewesen waren, so war für die Angeklagte doch nicht erkennbar, daß die Tiere auf das Gleis springen würden. Die Angeklaate wurde daher mangels Nachweises einer Schuld freigesprochen. Oer Maler Felix Klipstein f. Der Maler und Radierer Felix Klip st ein in Laubach ist am gestrigen Freitagmittag im Alter von 60 Jahren in einer hiesigen Klinik g e ° ft o r b e n. Mit ihm verliert Hessen und, über seine Grenzen hinaus, die deutsche bildende Kunst eine feine, stille und gereifte Persönlichkeit, deren Andenken In einem Werk von starker, eigentümlich und ausgeprägt nationaler Art fortleben wird. * Kltpstein wurde 1880 in Gent geboren; fein Vater entstammte einer angesehenen hessischen Familie, die Mutter war Flämin. In Gent und Antwerpen ausgewachsen, erhielt er in Karlsruhe (bei Schmidt- Reutte)' und München Unterricht und erste Ausbildung. Wanderjahre in Frankreich, Italien und Spanien halfen Klipstein die Grundlagen seiner persönlichen künstlerischen Form gewinnen. Besonders der Aufenthalt in Andalusien und Kastilien hinterließ ihm tiefe und bleibende Eindrücke, wie eine Anzahl seiner feinsten und stärkste^ Silber bezeugen; es war höchst reizvoll und anregend, Klipstein bei einem Besuch in feinem Laubacher Häuschen davon erzählen und ihn dazu die Blätter aus der spanischen Mappe deuten zu hören. Im Weltkriege hat Klipstein vier Jahre lang seinen Mann gestanden. In Laubach in Oberhessen hat er im alten Stadtturm und später in dem kleinen Haufe auf dem Ramsberg oben im Wald eine bleibende Statt gefunden, die ihm gemäß schien und die oft und gern von Gleichgesinnten und Nahestehenden ausgesucht wurde. Wir haben, als wir im vorigen Jshre an dieser Stelle des Künstlers zum 60. Geburtstage gedachten, davon gesprochen, daß sein graphisches, und malerisches Werk den hessischen Kunstfreunden feit langen Jahren durch die Ausstellungen des Oberhessischen Kunstvereins vertraut sei; auch in den Gaukunstausstellungen war Felix Klipstein regelmäßig mit einigen seiner besten Stücke vertreten. In den Betrachtungen, die zu seinem 60. Geburtstage in den Zeitungen erschienen, wurde auch daran erinnert, daß ihm die Stadt Nürnberg im Jghre 1931 den Dürer-Preis für Graphik verliehen hat, und wenn man heute, rückschauend und zusammenfasiend, Klivsteins Gesamtwert überschaut, wird man gerade diese Ehrung als besonders sinnvoll empfinden: sie kennzeichnet, wie uns scheint, seine Kunst als eine Heimat-Kunst im weiten und edlen Sinne; und sie bezeichnet auch, wovon ebenfalls im vorigen Jahre hier gesprochen wurde, jene Andacht zum Geringen, die liebevolle Bemühung um das Detail, die Innigkeit und Klarheit der Naturbettachtung, die immer ein schönes, menschliches Anliegen der deutschen Kunst gewesen ist. Es geht nicht an, heute noch einmal das gesamte weitschichtige Lebenswerk des Verewigten vor dem inneren Auge des Lesers Revue passieren zu lassen; denen, die nun von Felix Klipstein Abschied nehmen, werden sogleich eine Reihe von Bildern und Blättern gegenwärtig fein, die ihnen besonders vertraut und ans Herz gewachsen und für den Meister und seine Art kenn- zeichnänd sind — mag es das Dorf Segovia fein oder die Städtebilder von Laubach und Marburg, G. A.-Eport. Leistungsproben im heimischen Gpori. Im Gau XII, Bezirk 8 (Fachamt Radfahren) findet am Sonntag um 9 Uhr am „Feldschlößchen" die Abnahme für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen im Radfahren statt. Für das Reichssportabzeichen und Reichsjugendsportabzeichen der Ortsgemeinschaft Gießen des NSRL. ist die Vorbereitung und Abnahme jeweils mittwochs auf dem Waldsportplatz des VfB.-R. anberaumt worden. Handball. Spiele um den Lahn-Pokal. In der Gruppe Gießen werden die Spiele mit zwei Paarungen fortgesetzt, während die Gruppe Wetzlar einen Ruhetag hat. Heuchelheim — Luftwaffe Gießen. Heuchelheim führt am Sonntag seinen Sport- roerbetag durch. Schüler- und Jugendspiele gegen den M. T. V. Gießen eröffnen den Reigen der Spiele. In anerkennenswerter Weise tragen die Soldaten ihr angesetztes Heimspiel in diesem Rahmen aus. Die Platzmannschaft wird sich sehr an- strengen müssen, um gegen die Gäste ein ehrenvolles Resultat zu erzielen. 2Mv. 1. Mannsch. — Lang-Göns 1. INannsch. Am kommenden Sonntag greift die 1. Mannschaft des Männerturnvereins zum ersten Male in die Lahnpokalspiele ein. Lang-Gons bewies erst am letzten Sonntag sein gutes Können, daher dürfte es zu einem spannenden Spiele kommen. Die Sportdienstgruppe fährt zu einem Freundschaftsspiel nach Heuchelheim. Um die Meisterschaft im Korbball und Faustball. Am kommenden Sonntag werden in Gießen die Pflichtspiele in Korbball und Faustball zu einem vorläufigen Abschluß geführt. Auf dem Universi- tätssportplatz treten die Sieger der NSRL.-Bezirke des Gaues Hessen-Nassau zur Ermittlung des Gau- siegers an, der später das Endspiel um die Bereichsmeisterschaft gegen Kurhessen bestreiten wird. Im Faustball treten mit Polizei Hanau, Tv. Mühlen- Limburg, Tgde. Bad Homburg und Tv. 1846 Gießen bekannte Mannschaften an, die flotte Spiele mit ansprechenden Leistungen versprechen. Der Be- reichsmeister Gießen wird gerade gegen Hanau und Homburg keinen leichten Stand haben, zumal ine Mannschaft umgestellt werden mußte. Im Korbball der Frauen ist die Lage ziemlich ungeklärt, da die Mannschaften in stark veränderter Aufstellung antreten werden. Doch stellt die Tgde. Hanau wieder eine schlagkräftige und wettkampferprobte Einheit, gegenüber der die Vertreter des Bezirks Gießen, Tv. Wetzlar, und des Westerwaldes, Höhr-Grenzhausen, sich kaum behaupten werden können. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Juli. Es kosteten: Ochsen 45,5 bis 49,5, Bullen 43 bis 47,5, Kühe 20 bis 45,5, Färsen 39,5 bis 48,5, Kälber 32 bis 70, Hümmel 25 bis^48, Schafe 15 dis 44, Schweine 56 bis 64 RM. — ^Narktverlauf: Alles zugeteilt. Diele werden in diesem Sommer mit Rücksicht auf die zeitbedingten Reiseschwierigkeiten auf eine Sommerreise verzichten und statt dessen in größeren oder kleineren Wanderungen Ausspannung und Erholung suchen. Beides finden sie nur in vollem Maße, wenn sie sich eine gewisse „Technik" zu eigen machen, sowohl in chrem persönlichen Der- hatten, als auch in der Ausrüstung. Manche, die sich auch Wanderer dünken, glauben, es genüge, in gemächlichem Schritt ein näheres oder weiteres Ziel des Wohnorts zu erreichen, um dann hier festzul'iegen. Dieses Ausruhen des Körpers scheint ihnen wichtigste und wohltuendste Ergebnis chves Ausflugs. Davei ist aber eigentlich das Wandern, das heißt das stundenlange gleichmäßige Ausschreiten der wahre Jungbrunnen für Körper und Geist. Selbstverständlich muß auch dieses Wandern geübt werden. Darum ist es richtig, von Anfang an mit seinen Kräften haushälterisch umzugehen und bei beginnender Ermüdung zu rasten. Aber diese Rastpause soll nicht lange ausgedehnt werden. Zehn Minuten, höchstens eine Viertelstunde genügen, um die Spannkraft wieder Miellen. Bleibt man länger sitzen, so erschlafft örper und wird zu weiterer Marschleistung unfähig. Wie lange man hintereinander wandern soll, ist selbstverständlich je nach Leistungsfähigkeit der Füße und des Körpers verschieden. Drei Stunden dürften das Mittel sein; zwei Stunden sollten nicht unterschritten werden. Mit der Zeit wird man es auf eine wett höhere Stundenzahl bringen. Sehr zu beachten ist die Atemtechnik. Dor allem sollte das Ausatmen bewußt geschehen, da dadurch die Lunge gründlich gereinigt wird. Wichtig für ein genußreiches Wandern ist auch die zweckentsprechende Kleidung. In erster Linie Ift auf tadellose, gutsitzende Strümpfe und bequeme Schuhe mit flachen Absätzen au achten. Bei schwachen Knöcheln sollte immer der Schnürschuh dem Halbschuh vorgezogen werden; er gibt einen guten Hall. Weiter gehört zur richttgen Wanderkleidung leichte, luftdurchlässige Wäsche und darunter, als bester Schutz gegen Abkühlung nach starker Erhitzung, ein leichtes, auf der Haut zu tragendes Jäckchen, das luftdurchlässig und schweißaufsaugend zugleich ist. Rock und Bluse der wandernden Frau ollen leicht waschbar und möglichst wollgemischt jein, um ebenfalls gegen starke Abkühlung zu schützen. Immer sollte auch ein Cape, ein Plaid aber ein Mantel rm Rucksack mitgeführt werden, um bei Regengüssen zur Hand zu sein. Auch der Rucksack ist ein wichtiges Ausrüstungsstück. Don der Art, wie er gepackt ist, hängt die Leistungsfähigkeit des Wanderers mit ab. Ein kleiner, dafür aber vollgestopfter Rucksack liegt schlecht am Rücken und belästigt, ein zu großer hat eine ungünstige Gewichtsverteilung. Ehe man ans Packen geht, lege man alle Dinge, die mitgenommen werden sollen, geordnet zueinander, also: Wäjche und Waschutensilien, Proviant, Photosachen usw. Es empfiehlt sich, die zusammengehörigen Dinge in kleine Beutelchen zu verstauen, die sich leicht herausnehmen lassen, ohne daß alles in Unordnung gerät. Verschiedene Farben der Deutelche- erleichtern die Kenntlichmachung ihres Inhalts. H< man alles beieinander, so werden sie nach der voraussichtlichen Häufigkeit ihres Gebrauchs eingepackt. Unmittelbar an den Rücken (ege man alle weichen Sachen, die harten und kantigen kommen nach außen. Reserveschuhe werden zuunterst verstaut. In die Außentaschen des Rucksacks kommen Karten, Photosachen, Taschenlampe, Kompaß, ein kleines Handtuch und etwas Seife, damit man sich unter- wegs, ohne den Beutel mit den eigentlichen Wasch- utensillen herauszuholen, die Hände waschen kann. Die Hauptmahlzeit verlege man auf den Abend, etwa eine Stunde später gehe man zur Ruhe. So wird der Wandertag gut aus genutzt und zu einem erquickenden Abschluß gebracht, der sich bei einem anschließenden Wandertag in einer gesteigerten Lei- stungs- und Genußfähigkett wohltuend auswirkt, oder für die kommenden Arbeitstage neue Spann- Deutschland Freunde und Kenner um den Menschen und den Künstler, der nie viel von sich reden machte, dessen Werk aber dauern und für ihn zeugen wird. hth. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: jungens". — Licht- pielhaus, Bahnhofstraße: ,Maria Ilona". — Ar- tilleristen-Kameradschaft: 20.30 Uhr Monatsappell im hessischen Hof". — Fünfziger 1890/1940: 20.30 Uhr Zusammenkunft im „Burghof". Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: ,Hungens". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Maria Ilona". Das Doktor-Diplom erneuert. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität wird uns mitgeteilt: Die Juristische Fakultät der Ludwigs-Universität Gießen hat dem Ministerialdirektor a. D. Dr. jur. Hermann Kratz in Darmstadt aus Anlaß des Tages, an dem ihm vor 50 Jahren die Würde eines Doktors beider Rechte verliehen wurde, in dankbarer Anerkennung der großen Verdienste, die er sich in langjähriger Tätigkeit in leitender Stellung im Staat und Volk und als tatkräftiger Förderer gemeinnütziger Scftrebungea erworben hat, das Diplom erneuert. Kein Gras in -en Mund nehmen! Der Strahlenpilz überträgt sich auf den Menschen. Viele, die an Feldern und Wiesen entlang gehen, zibpfen sich einen Grashalm ober Aehrenhalm ab und kauen darauf herum. In diesen Halmen ist oft der Strahlenpilz enthalten, der sich auf die Menschen übertragen kann. Er äußert sich vielleicht im Anfang nur als eine harte Geschwulst, etwa am Hals, wird für ein Geschwür angesehen und fälschlich als harmlose Krankheit behandelt. Der Pilz breitet sich aber immer weiter im Körper aus. Die Behandlung wird damit schwierig und langwierig. Wenn die Krankheit sofort richtig erkannt wird, ist eine Ausheilung möglich. Der beste Schutz aber ist: Keine Gras- und Aehrenhalme in den Mund nehmen! Gießener Wochenmacktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für X-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware jowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 5. Juli. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 47, gelbe Rüben, das Bund 16 bis 22, rote Rüben, Yi kg 10, Römischkohl 15, Erbsen 40 bis 42, Mischgemüse 12, Tomaten 50, Zwiebeln, das Bund 25, Rhabarber, Yi kg 12, Stachelbeeren 32, Blumenkohl, das Stück 45 bis 55, Salat 8 bis 15, Salatgurken 40 bis 50, Oberkohlrabi 12 bis 15, Rettich, das Bund 15, Radieschen 10 Rpf. Amtsgericht Gießen. ächtet, und dre ersten Arbeiten zur Ergänzung r Gießener Versuche ein geleitet. Leider mochte r Ausbruch des Krieges diesen Arbeiten vorläufig rn Ende. Wir sahen bei unserem Besuch in Ramsch- )lzhausen einen vortrefflichen Viehbestand an tMarzvuntem Niederungsvieh, gute Zuchtpferde, das Sttumpfwirkerhaus ober bas Kloster Arnsburg, ber heilige Franziskus mit den Tieren ober das prachtvoll lebendige Selbstbildnis, das wir vor ein paar Jahren hier abgebildet haben. Ihm wird sich nun die Totenmaske gesellen, die der Bildhauer B o p r c a r d e von dem Verewigten genommen hat.. w*. vh» Mit Frau Editha Klipstein, der schöngeistigen die sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu Lobensgefährttn, trauern in Hessen und in ganz I antworten hatte. s besonders wichtig aber ist es, wenn erst 4 Lichter auf dem Geburtstagstisch brennen. Ja,heute einmal ist nicht Baby, sondern die kleine Rena Mittelpunkt der Familie. Rena ist schon ganz aufgeregt, denn am Morgen kam ein Paket vom Vati aus dem Feld ond heute nachmittag kommen alle Gäste, die Lotte, die Ingrid, die Gisela und die Karin, aber auch Claus darf als der große Bruder dabei sein, vor allem, weil er Maizena-Kuchen so gern ißt Ein paar Tage lang hat Rena schon auf ihr morgendliches Maizena-Süppchen verzichtet, weil Mutti im Krieg nicht so viel kaufen kann, wie sie wohl möchte. Aber heute werden Rena und ihre Gäste dafür reichlich entschädigt Es gibt nicht nur Maizena-Keks, sogar eine Maizena-Torte, die schöne aus dem Maizena-Kochbuch, und zu guter Letzt einen Maizena-Pudding, und alle Kinder langen immer wieder nach den herrlich schmeckenden Sachen. Alle großen Muttis aber sollten sich für diesen Zweck auch das schöne Malzena-Kixhbiich erfordern, das gratis zugesandt Wird. IY Führende Firmen der Schönheitspflege und SKosmetiß im 61. Lebensjahre. haben ihre Niederlage in der größtes Spezialfjaus der Sßrandje in Südwestdeutscßland 2872 D Marbert 2864 D llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Ratgeber für die Heimbehandlung gratis USU). illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Jhre Vermählung geben bekannt geschlossen Siegen 6. Juli 1041 Löwer 10 Tagen hatte ich eine so große Erleichterung, daß felbft mdtu Frau sich wunderte, die ja immer dagegen war und heute selbst obre Tabletten empfiehlt. Nach 3 Wochen war ich von meinem schmerz hasten Husten befreit und konnte wieder ruhig schlafen. Hätte ich ffuher davon erfahren, so hätte ich ficher viel Geld gespart." So schrieb uns Herr Johannes Heck, (Rentner, Kornwestheim, Urbanstr. II, 1.5.36. Quälender Husten, hartnäckige Bronchitis, chronische Berschleimung, Asthma werden seit Jahren mit Dr. Boeiher Tabletten auch in alten Fällen erfolgreich bekämpft. Unschädliches, krouterhaltigeo Spezial, mittel. Enthält 1 erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend, auswurf. fördernd und gewebefestigend. 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Vielfach verursachen Verdauungsorga« ne Kopfschmerzen, und zwar nach Genuß von bestimmten Speisen oder alkoholischen Getränken usw. „Spalt- Tabletten" sind erstmalig so zusammengesetzt, dafl sie auch unter anderem diese , »spastischen Ursachen" der Kopfschmerzen sowie die Schmerzen in den bewußten Tagen wirksam bekämpfen. Spalt-Tabletten sind k1 ISdt RM-,1 >SMc RM-;]