Donnerstag, 5. Juni |9$l Gießener Anzeiger -M. orlos. des am Der frühere Kaiser Wilhelm II. gestorben > bet Doorn, 4. Juni. (DJIB.) Der ehemalige um am ;cn machten Jagd auf ihresalei- Panzerspahwagi chen. Stoßwet ut s e boxte e aus den । (0 ch Kaiser. Wilhelm 11., isl heute vormittag 11.30 Uhr im 83. Lebensjahr g e ft o r b e n. MM ugeu'N I her lebte er in Doorn. Während der Regierungszelt des früheren Kaisers wurde im Jahre 1890 der Vertrag mit England über die Abtretung der Insel Helgoland an Deutschland abgeschlossen. Arn 1. Januar 1891 Waffen blieben d i e iternfVtedmiifdHufo 2251 ..... Anzeiger" len unserer Wehrmacht in den Juni-Tagen rgangenen Jahres zurückdenken. Wiederum Helsen starke Panzer- unb Lustkampfverbände. Wie bei dem Uebergang über die Maas wurde , die deutsche Herrschaft über Ostafrika ver- kündet. In den späteren Jahren folgte die Erweiterung des delltschen Kolonialbesitzes in China und auf den Inseln im Pazifik. 1900 nahm Deutschland an den Kämpfen der europäischen Großmächte gegen die aufständischen Boxer in China teil. Von 1904 bis 1907 war der Kampf gegen die Aufstandsbewegung der Hereros und Hottentotten in Deutsch-Südwestafrika zu führen. 1895 wunde der Kaiser Witt)elm Kanal beendet, von 1886 bis 1916 die Bagdad-Bahn unter deutscher Leitung gebaut. Das Jahr 1911 brachte die für den Frieden gefährliche Marokko-Krise. Der Drei» bund wurde erneuert. Auf dem Gebiet der Innen- Politik wurde unter Wilhelm II. im Jahre 1891 das Gesetz über die Invaliden- und Altersversicherung, im gleichen Jahre auch das Arbeiterschutz- gesetz eingeführt. Im Jahre 1900 wurde das große Werk des Bürgerlichen Gesetzbuches abgeschlossen. Das Beileid des Führers. Berlin, 4. Juni. (DNB.) Der Führer hat anläßlich des Todes des ehemaligen Kaisers Wilhelm II. telegraphisch der Gemahlin des Ver ftorbenen sowie dem Kronprinzen sein Beileid ausgesprochen. BesonderestädtebaulicheMaß- nahmen für Frankfurt a. M. Gauleiter Sprenger vomFiihrer beauftragt RSG. F r a n k f u r t a. M., 4. Juni. Der F ü h - r c r hat in einem Erlaß vom 29. Mai 1941 die Durchführung der von ihm bestimmten besonderen ft ä d t e b a u l i ch e n Maßnahmen in der Stadt des Deutschen Handwerks Frankfurt am Main angeordnet: „Für die Stadt des Deutschen Handwerks Frankfurt a. M. ordne ich die Durchführung der von mir bestimmten besonderen städtebaulichen Maßnahmen an. Ich beauftrage den Gauleiter des Gaues Hessen- Nassau der NSDAP., Jakob Sprenger, die im $ 1 Ads. 2 und § 3 des Gesetzes über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 (Reichs- gesetzbl. I, S. 1054) erwähnten Maßnahmen zu treffen. Der Gauleiter kann seine Befugnisse auch außerhalb des Stadtkreises Frankfurt a. M. ausüben, soweit dies zur Durchführung seiner Aufgabe erforderlich ist. Er kann insbesondere Gebiete außerhalb des Stadtkreises Frankfurt a. M. in den Gesamt- b anplan für die Stadt Frankfurt a. M. einbeziehen. Führer-Hauptquartier, den 29. Mai 1941. Der Führer und Reichskanzler: Adolf Hitler." wort nicht M - Weil 2.9151t m. Meter 3. W jüM cd* Ä Tief in -en Feind hineingestoßen. Bei Sollum hat sich besonders ausgezeichnet: Oberleutnant Behr Von Kriegsberichter Ernst Bayer. \ '3&3: Enheif h > Q(1] ^n. der snJ Am 5. Juni 1940 tritt die Südfrvnt des deutschen Heeres erneut zum Angriff an. Weygcnzd-Linie an mehreren Stellen durchbrochen. Die Luftwaffe belegt Truppenansammlungen und Kolonnen mit Bomben und greift wichtige Flugplätze in Mittelfrankreich, ferner den Hafen von Cherbourg erfolgreich an. Während noch die größte Umfassungsschlacht der eltgeschichte, die Schlacht in Flandern und im rtois, im Gange war, traf die deutsche Führung reite alle Maßnahmen zu einer neuen Groh- stensive tief nach Frankreich hinein. Bewundernd ?hcn wir vor dieser organisatorischen Großtat des utschen Generalstabes, die es möglich machte, beite einen Tag nach der Kapitulation von Dün- rchen, am 5. Juni 1 940, zum Durchbruchs- «griff durch die stark befestigte W e i) g a n b « «nie längs der Somme und des Oise-Aisne- onate anzutreten. „Kampf bis zur völligen 'Beratung" des. Feindes war das offen verkündete iel der deutschen Führung. Und dieses Ziel ist it einer Schnelligkeit und Vollkommenheit er- ich! worden, daß uns heute noch die Herzen höher agen, wenn wir an die unvergleichlichen Sieges- Annahme von 2lmcincit für die MittanSnulnmer biöSVJlbr deci Vormittags Anzeigen-Prcilc: Slnaeipentetl 7 Rvk. ic mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Slbfcblütle Mengenstaffel B Piavvorschrist t vorherige Vereinbarung >25^0 mehr schuldig. Pak knöpfte sich die Panzer vor und wurde daoei wirksam unterstützt non der zum Erdbeschuß einaesetzten leichten Flqk. Die Artillerie beschäftigte sich mit ihrer „Branche", wobei die schwere Flak mithalf, die auch noch gleichzeitig im direkten Schuß den Panzern das Leben sauer machte. m FuM len tarj ru i Seife n^rnrl iuge gtfrl, idigen gW.a uerpulotr re Seift per aus! für alle: unb finn ch seid« Ceriuflcn irVerffl? billi® ibe graaiin brtesß^i Mai zwischen Givet und Sedan, so wird auch | er an der Somme und am Oise-Aisne-Kanal der ürchbruch wiederum mit 5)ilfe starker deutscher HM rch schwersten Kämpfen fast überall durchstoßen, e von ßlM er Feind setzt alle verfügbaren Kräfte, auch Pan- Weg war fo geschaffen für den breiten Durchstoß. Vorne Halbrechts lag die H ö I) e 2 0.6, die in den Kämpfen der uorausgegangenen Tage schon eine beherrschende Rolle gespielt hatte. Dort stand eine der feindlichen Batterien, sie mußte ausgeschaltet werden. In ihrem Feuer ging die Artillerie der deutschen Vorhut in Stellung und funkte, was die Rohre hergaben. Die schwere Flak griff auch noch in den Erdkampf ein. Noch nie in ihrem Leben haben die Kanoniere so geschuftet, wie an diesem Tag. Dick rann der Schweiß den Männern über die Gesichter. Was schadete es, die Hauptsache war, derTvmmi; m n ß t e t ü r m e n. Stück um Stück kämpfte sich die Vorhut durch den Feuergürtel. Wohl schwieg nun die Batterie der Höhe 206, dafür aber schossen noch gequg andere. lieber die geräumte Hölze 206 hinweg kämpfte sich nun die Vorhut von der linken Flanke des Angrisfsstreifsns auf die rechte Flanke durch, wahrend eine schnell angesetzte Kampfgruppe die Sicherung der linken Flanke übernahm. Die linke Flanke lag der Itiüfte zu, aus ihr droht immer Gefahr. Im schwachen Schutz einer kleinen Bodensenke schob sich die Vorhut nun zur rechten Flankss. Klar hatte der Feind nun aber auch die Gefahr erkannt, die ihm durch diesen Vorstoß drohte. Nun aab es Zunder noch und noch. Mit allen schweren Waffen schoß der Tommy i n d i e Bodensenke, die er mit allen Mitteln sperren wollte. Artillerie, Selbstfahrlafetten, schwere Maschinengewehre und zu allem Neberfluß and) noch die schweren Panzerwaffen fudylen den Durchstoß aufzuhalten. Es bumste, zischte und knallte, daß es nur so eine Art hatte, lind die Leuchtsvur- munition zeichnete ihre Hellen Streifen in die Luft, in der dicke Rauchschwaden von Pulverdampf trieben. Doch auch d i e beutjdjen schweren Mittlerweile sind die deutschen Angriffsopera» ?nen nach Osten zu verlängert worden und auch deutschen Armeen zwischen dem Oise-Aisne- mal und den Argonnen am 9. Juni zum Angriff getreten. Auch hier sind die taktischen Kampf- :olge so groß, daß bereite wenige Tage später if der nunmehrigen Gesamtfront vom Kanal bis r Maas die großen operativen Erfolge der deut- 3||cn Offensive sichtbar werden. Westlich Paris wird llh Seine, östlich Paris die Marne an vielen Stellen I^erschritten, der wichtige Kriegshafen Le Havre |t rb genommen*uni) bei St. Valery an der Kanal- j bfte müssen 26000 Engländer unb Franzosen mit kv Generalen kapitulieren. Und schvn am 14. Juni Irirschieren deutsche Truppen kampflos in Paris hi, dessen Verteidigung angesichts der westlich und f 8 lid) der Stadt unaufhaltsam vordringenden beut- Uten Armeen keinen Sinn mehr gehabt hätte. Der erluften zurückgeworfen, sodaß die geschlagenen nzösischen Armeen bereits am 10. Juni auf der rnzen Front von der Kanalküste bis Reims zu- dfluten, ununterbrochen verfolgt von den fieg- ichen deutschen Truppen. Angriff zwischen dem Oise-Aisne-Kanal und den Argonnen. H. 59,7. 4,69 & 4,26 ,9,84 H 9,03 14,3 - 15,3 • 1,25 tv. 1,2-5 ■ w Meilin Der verstorbene ehemalige Kaiser wurde 27. Januar 1859 in Potsdam geboren. Im Alter von 29 Jahren bestieg er am 15. Juni 1888 als Nachfolger seines Vaters Friedrichs III. und seines wenige 'Monate vorher gestorbenen Großvaters Wil- Helms I. den deutschen Kaiserthron. Nach der im Jahre 1890 erfolgten Entlassung des Fürsten Bismarck begann er unmittelbaren Einfluß auf die Politik des Reiches au nehmen, der dieser Zeit die Bezeichnung „Wilhelminische Aera" gegeben hat. Der von den Feinden des deutschen Volkes in langen Jahren vorbereitete Weltkrieg von 1914 bis 1918 bezeichnet den Abschluß der Regierungszeit Wilhelms II. Nach dem Ausbruch der Revolte in der Heimat überschritt Wilhelm II. am 2.Movember 1918 die holländische Grenze und erklärte am 28. November 1918 seinen offiziellen Thronverzicht. .Seit- Schachfiguren auf einer großen Fläche bewegten sich die Fahrzeuge über das weithin einzu seh ende Sand' meer. Der Feind wischte sich den Sand aus den Augen, staunte vielleicht nickst schlecht, als er diese „Entschleierung" säh, und hatte aber auch schon im gleichen Augenblick begriffen, was hier gespielt igung tetzlal | lutetg IS? &! durch das feindliche Feuer und -den Widerstand, der überall au stauchte. Während ein Teil der schweren deutschen Waffen noch schoß, was das Zeug hielt, protzten die anderen schon wieder auf, raffen nach vorne, gingen in Stellung und schossen, daß es dem Tommy' doch langsam ungemütlich wurde. Währenddessen kamen and) schon wieder die Kameraden, die eben noch den Feuerschutz beim Vorgehen gegeben hatten, von hinten vorgebrayst und stießen wiederum ein Stück nad) vorne vor. So wiederholte sich bi er ernste Spiel, bis auch die letzte- Batterie des Feindes weichen mußte und der Feind aus seinen Stellungen verjagt Immer in der vordersten Linie stand der junge Oberleutnant in seinem Kübelwagen und leitete den Angriff unb bas Feuer, und wenn er fuhr, dann folgten ihm die Fahrzeuge wie die Schatten, mochte der Feind auch noch so sehr schießen und sie bewarfen. Immer weiter mußte sich der Tommy zu- rückziehen, wenn er sich nicht der Gefahr einer Umklammerung aussetzen wollte. Und auf dem Weg, den sich der Oberleutnant mit seinen Männern kämpfend aefdjaffen hatte, zog nun das Gros der Kräfte nach, das and) noch den Beschuß des Feindes kräftig zu spüren vekam. Und als das (bros sich noch mit seinen Kampfgruppen überall einfetzen konnte, da erhielt der angefetzte Stoß den Druck, dem der Feind nicht mehr standhalten konnte. Ueberall auf der weiten Fläche der Wüste und in dem zerklüfteten Küstengebiet ostwärts Sol- l u m wurde erbittert gekämpft. Kampfgruppe um Kampfgruppe war an den Feind gekommen unb vertrieb ihn aus feinen gutgetarnten und gut aus- gebauten Stellungen. Selbst zahlreiche Minenfelder konnten diesen Sturm nicht hemmen. Und als der Abend kam und dem Kampf Einhalt gebot, da hatten deutsche und italienische Soldaten den Feind geworfen und ihre Stellungen kilometerweit über Sollum hinaus vorgeschoben. 9: l.u ,•5,12 Mtv. g< „hl.. .20 m. 'chilvex ;r, Asfö, Stej 2- Dem k, r, DsL.- h, BfA.. folgte. Damit war auch diese zweite große Ver- nichtungsschlacht im Westen in noch nickst drei Wochen beendet, Deutschlands stärkster Gegner zu Lande niedergeworfen und die gesamte atlantische Küste bis zur spanischen Grenze als Basis zum Kampf gegen England in deutscher Hand. w. Jahrgang Br.|3| Erscheint täglich, außer sonntags und feiertags Beilage«: Ateßener Familienblätter Heimat unBild-DieScholle Bezugsvreis: Mroerbände, zu verzweifelten Gegenangriffen an, :rb aber bis zum 9. Juni überall unter großen Re große Schlacht in Frankreich im Juni 1940 Bon Major a. D. von Keiser. übliches Störungsfeuer, das schon zum Lebensbedarf im Raum um Sollum gehört. Je näher die Angriffs- stunde herankam, desto dünner wurden die Sand- schleier, und gerade in dem Augenblick, als der Vorstoß begann, da zog der Wettergott den schützen* den Sandmantel hinweg. Helle Sonne lag nun über dem weiten Feld, und wie besiegelt. In atemloser Spannung folgte die Welt der weiteren Entwicklung des gigantischen Kampfes, in dem nun Schlag auf Schlag sich Frankreichs Katastrophe vollzog' Am 16. Juni wird die Magi- notlinie südlich Saarbrücken endgültig durchbrochen, Saarburg genommen, auch am Oberrhein überschreiten deutsche Truppen in breiter Front den Strom. Am 17. Juni ergibt sich die starke Festung Metz einer motorisierten deutschen Abteilung, ein Beweis, wie stark bereits die Moral des französischen Heeres gelitten hat: auch Belfort fällt. Am Oberrhein wird am gleichen Tage Kolmar genommen, über 100 000 Gefangene werden gemacht. Am 19. Juni kapitulieren Straßburg, Epinal, Io ul und LunSville, am 20. Juni kämpfen nur noch einige von den deutschen Truppen umschlossene Einzelgrupven im nördlichen Lothringen und im Weltteil der Vogesen, die am 22. Juni ebenfalls kapitulieren müssen. Im ganzen sind damit im El saß-Lothringen etwa eine halbe Million Soldaten nebst drei 21 rmceoherbe f 01)151) aber n in deutsche Gefangenschaft geraten. Der Waffenstillstand oom 25. Juni. Inzwischen waren im Innern Frankreichs die deutschen Truppen in rastloser, Tag und Nacht fortgesetzter Verfolgung längs der Küste bis zur Gironde, auf dein linken Flügel bis Grenoble südöstlich Lyon vorgestoßen und damit der französischen, gegen die Italiener kämpfenden Alpenarmee in den Rucken gekommen. Ihrer völligen Vernichtung entging diese letzte noch kampffähige französische Armee nur durch den auf Frankreichs Bitte am 25. Juni mit Deutschland abgeschlossenen Waffenstillstand, dem gleich darauf auch die Waffenruhe mit Italien wurde. Schon schob sich ihm die Vorhut entgegen, ein starker Verband mit großer Feuerkraft. Sie führte Oberleutnant Behr. Schon als er mit seinen Männern über die Grenze fuhr — durch eine Lücke in dem dichten Drahtverhau, der Libyen von Aegypten trennt —, da deckte ihn die englische MrtlurfTc anständig ein. Sie kennt hier die Durchschlupflöcher in dem Verhau genau und funkt wohl gezielt darauf, wenn sich auch nur der Anschein einer Bewegung zeigt, unb gar bei diesem Haufen, der da an-fam. Doch mit viel Geschick brauste die Vorhut durch das Loch und durch das Feuer. Das wäre geschafft! Nun aber brüllten die englischen Batterien laut auf, Abschüsse und Einschläge vermengten sich zu einem grollenden Chor. Mit seinen Granaten baute der Tommy den vorrückenden Deutschen einen Feuerwa 1 l vor d i e Nase, der festgefügt und kaum zu überwinden war. Wie giftige Pilze schossen die hohen Staubwolken der Granateinschläge aus der Erde und standen, dicht gesät, wie mahnende Finger, in der sonnenklaren Luft. In seinem Wagen stand der junge Oberleutnant, der schon in Polen in der Tucheier Heide, vor Brest-Litowsk und im Westen an der Dyle-Äellung und der Somme mit Auszeichnung gekämpft hat und bei Lyon verwundet wurde. Er sah sich dieser Feuerwand gegenüber und wußte auch, daß sein Auftrag nur erfüllt werden konnte, wenn es ihm gelang, irgendwie diese Wand zu durchstoßen. Weit zog er die Fahrzeuge auseinander, die große Fläche gab ihm Raum genug dazu. Nuri aber mußte der Feind fein Feuer zersplittern. Die Schlagkraft und die Wirkung war ihm so zu einem großen Teil genommen. Der ifiü der französischen Hauptstadt, die für jeden kV anzosen das Symbol der Macht und „gloire" ankreichs bedeutet, wirkt so erschütternd auf die Ifcoral des französischen Heeres, daß nunmehr sein skickzug unter der unausgesetzten Verfolgung und ßuchrfachen Durchflößung seiner Linien durch deutsche Mnzeroerbände mehr und mehr in regellose Flucht haartet. )er entscheidende Schlag im elsaß-lothringischen Dreieck. : An dem gleichen 14. Juni, an dem Paris gekommen wurde, leitete die deutsche Heeresleitung |il)*en entscheidenden Schlag gegen den außerordent- llrig starken rechten französischen Flügel im elsaß- Ilohringischen Dreieck ein. Hier standen drei fram Wische Armeen, an den beiden Frontseiten, der |h)ein= und Saarfront, durch die für uneinnehmbar Dhaltene Maginotlinie, an der Rückseite durch die itungsünic Verdun—Toul—Epinal—Belfort ge- ,Ws>ützt. Mit der Eroberung Montmedys nördlich HF rbun wirb sowohl ber Maginotlinie der stützende ■n ltlid)c Eckpfeiler fortgerissen wie auch gleich- j'.rtig die rückwärtige Festungsfront von Norden |Be Studentinnen, die für andere wichtigste Kriegsarveiteu freigestellt sind. Damit folgen die deutschen Studentinnen gesdstossen dem Aufruf, den der Führer in der letzten Reichstagssitzung an die deutschen Frauen rid)tete. „Wir sind alle verpflichtet", so sagte der Führer in seiner Rede, „dafür zu sorgen, daß der Vorsprung, den wir besitzen, sich nickst verkleinert, son- bern daß er ständig noch größer wird. Das ist kein Problem des Kapitals, sondern ausschließlich ein Problem der Arveit und damit unseres Willens und unserer Fähigkeit. Ich glaube, daß dabei vor allem das deutsche Mädchen und die deutsche Frau noch einen zusätzlichen Beitrag leisten können. Denn Millionen deutscher Frauen sind auf dem Lande, auf dem Felde und müssen dabei in härtester Arbeit die Männer ersetzen. Millionen deutscher Frauen und Mädchen arbeiten in Fabriken, Werk- stätten unb Büros unb stellen auch dort ihren Mann. Es ist nicht unrecht, wenn wir verlangen, daß sich diese Millionen deutscher, schaffender Volks- genossinnen noch viele Hunberttausenbe anbere 311111 Vorbild nehmen." Es ist der Stolz der Studentüinen, dieses Vorbild an erster Stelle zu geben und damit zu zeigen. DNB. ... im Jun-i 1941. (PK.) Seit dem 13. April 1941, dem Tag, an dem Sollum nach hartem Gefecht fiel, taucht dieser Name immer wieder in den Wehrmachtberichten auf als ein Ort, in dessen Raum erbittert gekämpft wird. Oftmals hat der Feind schon versucht, die tapferen Verteidiger von Sollum über die libysch-ägyptische Grenze zurück- zuwerfen und di-efe Grenz st a b t a u f ägyptischem Boden wieder in seinen Besitz zu bringen. Immer wieder fauchten die Granaten der Land- und Schi.ffsbatterien über Sollum dahin, immer wieder stießen die Panzer zum Angriff vor, immer wieder suchte ber Feind mit Bomben und Tieffliegern die Moral der deutschen und italienischen Truppen zu erschüttern, aber eifern hielten die Rieael vor und in Sollum. Oftmals wurden die Der- leidiger zu Angreifern. Mancher Gegenangriff der Deutschen warf den Feind aus seinen Stellungen. Niemals gelang es dem Feind, unsere Verteidigungs- ftcHungen zu durchbrechen, und die vernichteten Panzer und Panzerspähwagen vor den deutschen Linien sind Zeugen schwerer englischer Niederlagen. Emp- indliche Verluste mußte ber Tommy hin nehmen. Und es kam auch der Tag, da der Tommy aus seinen Stellungen, die hm um Sollum lagen, geworfen wurde, in einem Kampf, den der Wehr- machtberickst vom 29. April mit den Worten umreißt: „In Nordafrika brachte ein von deutschen und italienischen Truppen tief in den Feind hinein geführter Vorstoß dem Feind erneut empfindliche Verluste bei." Bei diesem Vorstoß zeichnete sich, wie der gleiche Wehrmachtbericht meldete, der Oberleutnant und Kompaniechef in einer Aufklärungsabteilung Behr besonders aus. In ber Nacht vom 25. zum 26. und auch noch am Morgen unb Mittag des 26. April fegte über Sollum und Capuzzo ein schwerer Sandsturm dahin. Eine unerträgliche Hitze lagerte über ber Wüste. Himmel, Luft, Erde — alles war nur noch Sand und Staub. Es war ohne Brille überhaupt unmöglich zu sehen, und wer den Mund auf machte, der hatte für die nächsten Minuten genug zu kauen. Trotzdem war es hinter den vordersten Linien wie in einem Bienenhaus. Der Befehl war klar: Trotz Sandsturm wird angegriffen! In den dicken Schleiern des Sandsturmes wurden die Kampfgruppen zum Angriff bereitgeftcllt. Noch hatte btr Feind nichts gemerkt. Er fchoß (ein vrühlfche UniversttSttdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Gberheffen $ 7-9 in c-tW »ennvvKMiiuiiunun A Ä ! Srabt md)rift:„2lnaeii 4)16 zwei | Postscheck 11686 Frankl vu Monatlich.......RM1.80 nie Zustellgebühr... „ -.25 judb bei Nichterscheinen jon einzelnen Nummern «folge höherer Gewalt !onzer- und Luftkampfverbände erzwungen. Be- uerpulwt JSite am 6. Juni abends ist die Weygand-Linie daß ihre Bereitschaft in Zeiten des deutschen Schick- salskampfes bedingungslos ist. Der Einsatz entspricht sowohl dem Geist unh Willen, als auch der Tradition der deutschen Frau an der Hochschule. Schon im Weltkrieg haben sich unter ungewöhnlich harten Umständen Studentinnen der deutschen Universitäten freiwillig für diesen ehrenvollsten und schwersten Dienst der Heimat- sront eingesetzt. Die Zahl war damals nicht groß. Aber ihr Fleiß war unermüdlich, die Güte ihrer Leistung vorbildlich und ihre Haltung durch alle zermürbenden Monate der letzten Weltkriegsjahre hindurch beispielhaft. So blieb die Erinnerung an ihren Einsatz lebendig und konnte auch nicht durch die Verwirrung der Nachkriegsjahre erstickt werden. Das nationalsozialistische Studententum hat diesen Gedanken des Ehrendienstes, den die deutsche Studentin als deutsche Arbeiterin an der Maschine ableistet, wieder ausgenommen und bereits ein Jahr nach der Machtübernahme als feste Form der politischen Erziehung der Studentinnen eingeführt. Auch hier war der Anfang bescheiden Aber die Zahl derer, die während der Semesterferien freiwillig Fabrikarbeit für eine urlaubsbedürftige Arbeiterin leisteten, wuchs von Jahr zu Jahr. Die Einführung des einmaligen pflichtmäßigen Fabrikdienstes für die ersten bis dritten Semester bedeutete demnach nur den Abschluß einer Entwicklung, die der Geist und die Initiative der deutschen Studentinnen selbst herbeigeführt haben. Der gegenwärtige Krieg hat nun einen erheblichen Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften in der Rüstungsindustrie hervorgerufen. Die deutsche Stu- dentin würde ihre ehrenvolle Tradition selbst verleugnen, wenn sie nicht gewillt wäre, diesem Umstand durch außerordentliche Maßnahmen ihrerseits Rechnung zu tragen. Es ist sicherlich viel und lobenswert, wenn 4 00 0 Studentinnen im letzten Jahr urlaubsbedürftige Mütter an der Maschine ablösten. Aber mehr und alles muß getan werden in einer Stunde, die geschichtliche Bedeutung hat. An den unvorstellbaren Leistungen unserer Wehrmacht hatten in der Heimat der deutsche Arbeiter und die deutsche Arbeiterin bisher den größten Anteil. Zu ihnen will die deutsche Studentin gehören, die jetzt und in Zukunft stets eine Krönung ihrer Arbeit und ihres Einsatzwillens darin sehen wird, in dieser geschichtlichen Entscheidung mithelfen zu können. In dieser Erkenntnis, die heute Gesamtgut aller Studentinnen ist, liegt der enffcheidendste Erfolg der bisherigen studentischen Erziehung. Wenn alle deutschen Studentinnen sich jetzt in der vorlesungsfreien Zeit für viele Wochen geschlossen der deutschen Rüstungsindustrie als zusätzliche Arbeitskräfte zur Verfügung stellen, so tun sie dies auch in dem Bewußtsein ihrer vollen Verantwortung gegenüber der mit eigenem Willen gewählten geistigen und wissenschaftlichen Arbeit an der Hochschule. Diese Arbeit, über deren kriegswichtige Bedeutung heute von keiner Stelle mehr Erörterungen geführt werden, wird auch unter diesen außergewöhnlichen Umständen nicht vernachlässigt werden. Zu diesem Willen bekennt sich die deutsche Studentin mit dem gesamten nationalsozialistischen Studententum. Sie bekennt sich zugleich auch zu den besonderen Bedingungen des Krieges, dessen siegreiche Beendigung nicht nur die Möglichkeit einer unbeschadeten Weiterführung des inneren deutschen Lebens auf allen Gebieten voraussetzt, sondern in erster Linie auch die Forderung, daß das deutsche Volk in der Rüstung vor unseren Feinden einen bestimmten Vorsprung hat und auf» rechterhalten muß. An der Erfüllung dieser Forderung durch Der« sönlicheN Einsatz Anteil zu nehmen, ist der Studentin eine nationale Pflicht, der sie unter allen Umständen nachzukommen gewillt ist, auch wenn damit eine starke Mehrbelastung und der Verzicht auf Freizeit verbunden sind. Das Beispiel der Männer, die als Angehörige, der Wehrmacht auf Jahre hinaus auf ihre Ausbildung und ihr Berufsleben verzichten, und jener anderen Männer und Frauen, die diese unterstützen, indem sie in härtester Anstrengung ihrer körperlichen und geistigen Kräfte die nötigen Waffen schmieden, ist für sie zwingend. Im Weltkrieg waren es wenige tapfere Studentinnen, die gleiches taten, als Deutschland in höchster Not war. Heute ist es eine geschlossene G e - meinschaft junger deutscher Frauen, die — von derselben glühenden Liebe für Deutschland beseelt — nun an die Maschine treten und ihre Arbeit aufnehmen. Vornan von Elisabeth Holt. 35.Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Nach einer Viertelstunde drehte sie die Schreibtischlampe aus und die Deckenbeleuchtung an. Es war das die erste bewußte Handlung feit fünfzehn Minuten. Noch immer trommelte das Herz einen fremden Taktschlag und lehnte sich unvernünftig gegen etwas Unvermeidbares, längst Erwartetes auf. Warum ist das fo, daß es immer die Männer sind, die fdrtreifen? Dort, wo Clemens Kempf jetzt hingeht, ist großer Betrieb. Dom Flughafen Fuhlsbüttel an wird er nicht mehr zur Ruhe kommen, er wird ein paar Ansichtskarten nach Wien schreiben, und vielleicht wird er sich sogar an die versprochenen Orchideen erinnern. Gerda wünschte, er möchte sich nicht erinnern und auch keine Ansichts«, karten schicken. Sie holte sich ein paar Zigaretten, von den schweren englischen, die noch von Pola da waren, und rauchte, um sich zu beruhigen. Auch Clemens Kempf hatte, nachdem seine eigene Stimme im Telephon verklungen war, ohne Gerda anscheinend noch einmal au erreichen, den Hörer auf die Gabel gelegt und stand nun in seinem Hotelzimmer, seltsam aufgeregt und unentschlossen. Seine Unruhe wuchs von Minute zu Minute, aber er konnte keinen Grund für diese Erregung anaeben. Es war vielleicht das erste Mal in seinem Leben, daß er befürchten mußte, die Nerven zu verlieren. Er wußte, daß er in der Hotelbar Bekannte treffen würde, also begann er sich umzuziehen, um wenigstens etwas zu tun. Seine Gedanken aber ließen Gerda und die immer stärker wachsende Sorge um sie nicht los. Wenn es für Dr. Kempf noch eines Beweises bedurft hätte, daß er diese junge Frau liebte, wie nicht zuvor, dann hatten diese Minuten im Hotelzimmer ihm den Beweis vollkommen erbracht. Er kam sich kindisch vor, als er, umgezogen, noch einmal zum Fernsprecher ging, um die Parkstraße aufzusuchen. Er hatte schon den Hörer in der Hand, und die Hotelzentrale meldete Lieber 8000 Briten und 4000 Griechen auf Kreta gefangengenommen. Industrieanlagen in Essex und Güdengland bombardiert. Oer Wehrmachiberichi. Berlin. 4. Juni. (D71B.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei den Kämpfen auf der Insel Kreta wurden nach bisherigen Feststellungen mehr als 8000 Briten und rund 4000 Griechen gefangengenommen. Zahlreiche Panzerkampfwagen und Geschütze sowie große Mengen an Munition. Bekleidung und Lebensmitteln konnten erbeutet werden. Die Luftwaffe bombardierte am gestrigen Tage Industrieanlagen in der Grafschaft Essex und in Südengland. Nordostwärts der Orkney-Inseln versenkten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht ein Handelsschiff von 4000 BRT. und beschädigten vor der Nordostküste Schottlands zwei große Frachtschiffe schwer. 3n der Nacht zum 3. Juni erzielten Torpedoflugzeuge zwei Treffer auf ein größeres britisches Kriegsschiff. Wirkfame Angriffe der Luftwaffe richteten sich in der letzten Nacht gegen den Bersor- sorgungshafen h u l l und gegen Hafenanlagen an der englischen Süd - und Ostküste. In Nordafrika lebhafte beiderseitige Artillerietätigkeit vor Tobruk. Verbände deutscher Sturzkampf- und Zerstörerflugzeuge griffen am 2. Juni wiederholt Ziele um Tobruk an, vernichteten im Hafen ein Transportschiff und erzielten Treffer in einer britischen Flakstellung. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. In der Zeit vom 29. Mai bis 3. Iuni verlor der Feind 20 Flugzeuge, hiervon wurden 14 Flugzeuge im Luftkampf, durch Nachtjäger und Flakartillerie, zwei durch Minensuchboote abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Mährend der gleichen Zeit gingen zehn eigene Flugzeuge verloren. Oer italienische Bericht. Rom, 4. Juni. (DNB.) Der italienische Wchr- machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Unsere Flugzeuge bombardierten in der Nacht zum Mittwoch Flugplätze der Insel Malta. In Nordafrika wurden die Luftangriffe auf Tobruk wiederholt und Batterien und vor Anker liegende Schiffe getroffen. Ein Dampfer wurde in Brand geworfen. Ein weiterer Dampfer wurde östlich von Tobruk angegriffen und in Brand geworfen. Im Luftraum von 6o I Ium schossen unsere Jäger zwei Hurricane ab. Ein feindlicher Bomber wurde von der Flak unserer Torpedoboote ab- geschossen. In der Nacht zum 3. Juni hat der Feind einen Einflug auf Bengasi durchgeführt. In Ostafrika hält der hartnäckige Widerstand und die unermüdliche Tätigkeit unserer Garnisonen und beweglichen Kolonnen allenthalben an. Im Gebiet von Galla und Sidamo Artillttietätigkeit am Omo-Bottego. „Ein drittes Gallipoli." Gedrückte Stimmung in Australien und Neuseeland nach der Niederlage aufKreta. Stockholm, 5. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die schwere Niederlage Englands auf Kreta hat in 21 uftraIien und Neuseeland eine gedruckte Stimmung ausgelöst. Den Londoner Blättern zufolge hat Ministerpräsident Menzies in Melbourne erklärt, die durch die Besetzung Kretas entstandene Gefahr für das Empire sei sehr groß. Der stellvertretende Premierminister Neuseelands, Nash, so berichtet „Daily Herald", habe sich sogar veranlaßt gesehen das neuseeländische Abgeordnetenhaus für oen kommenden Dienstag zu einer Geheimsitzung einzuberufen, um ihm einen Bericht über die Lage des neuseeländischen Expeditionskorps nach der Niederlage auf Kreta vorzulegen. Bei der Bekanntgabe dieses Entschlusses habe Nash hinzugefügt, daß man mit schweren Verlusten für Neuseeland rechnen müsse. „Daily Expreß" berichtet, der australische Verteidigungsminister Spender habe mitgeteilt, daß die australischen Verluste bei der Verteidigung Kretas sehr umfangreich seien. Das Sydneyer Blatt „News Daily Mirror" spricht bei der Niederlage auf Kreta von einem dritten Gallipoli, das sich nicht wiederholen dürfe, gleichgültig, welche Argumente englischerseits zugunsten eines Feldzugs angeführt werden, bei dem die kämpfenden Truppen nicht von der Luft aus unterstützt werden könnten. Die Engländer hätten sich sechs Monate auf Kreta befunden und hätten es nicht fertiggebracht, Kretas Flugplätze in Verteidigungszustand zu versetzen bzw. für einen geeigneten Schutz aus der Luft für Armee und Flotte zu sorgen. Dieses Blatt schreibt schließlich: „Was die Engländer in sechs Monaten zu tun versäumten, haben die Deutschen in sechs Minuten vollbracht." Oie australischen Verluste. Schanghai, 4. Juni. (Europapreß.) Die australischen Verluste auf Kreta gibt der australische Kriegsminister^ Spender am Mittwoch- morgen mit fast 4000 Mann an. Nach Mitteilung des Kriegsministers ist etwa 2500 Mann die Flucht von der Insel gelunaen. Vor dem deutschen Angriff standen nach Aussage Spenders rund 6500 australische Soldaten auf Kreta. 3m Mittelmeer abgeschnitten. Englischer Luftpostverkehr > nach Indien nur noch über die USA. Gens, 5. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die englische Regierung hat sich für den Lustp ostver - kehr nach Indien zu einem neuen Weg entschließen müssen. Der englische Generalpostmeister kündigt an, daß Lustpost für Burma, Ceylon, Nie- derländisch-Jndien, Indien, Malaya und Thailand nunmehr über d i e Vereinigten Staaten geschickt werden wird. Der gleiche Weg sei auch für Luftpost nach Australien, Neuseeland, den Philippinen und Hongkong zu benutzen. Das heißt nichts anderes, als daß England von seinem Luftweg nach Indien durch ine Ereignisse im Mittelmeer ab geschnitten ist und keine Möglichkeit sieht, den unmittelbaren Jndiendienst in absehbarer Zeit wieder aufzunehmen. Um 50 Prozent gestiegen. Stockholm, 5. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die deutschen Erfolge im östlichen Mittelmeer haben bereits ihre Auswirkungen auf die Wirtschafts- Position Englands gehabt. Die Verschlechterung der Verhältnisse spiegelt sich deutlich in der Erhöhung der Frachtraten von Haifa nach Südafrika und anderen überseeischen Plätzen wider. Wie die englischen Wirtschaftszeitun- gen mitteilen, sind die Frachtsätze nach ber Eroberung von Kreta um fündig Prozent gestiegen. Eine Erhöhung der Versicherungsprämien für die von und nach Haifa führenden Linien ist bereits in der vorigen Woche vorgenommen worden. Rückzugsorden. Madrid., 4. Juni. (DNB.) „Für besondere Verdienste bei der Zurückziehung britischer Truppen von den Küsten Griechenlands" ist, wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, Viceadmiral Pridham W i p p e l zum Ritter des Bath- Ordens ernannt worden. Was den „Heroen" von Andalsnes und Dünkirchen recht war, ist natürlich auch dem „siegreichen" griechischen Rückzügler billig. Jeder verdient sich seine Orden so gut er kann, und die Briten können es eben nur mit ftehraM Wahrscheinlich wird das heiß erflohene Schmuckstu, stilvoll auf dem Heldenrücken getragen. Churchill sott gestellt werden. Neuyork, 4. Juni. (DNB.) „New York Herold Tribüne" meldet aus London, alle Anzeichen beuteten darauf hin, daß Churchill in der nächsten Sitzung des Parlaments scharfe Kritik über den Ausgang der Kreta-Schlacht zu er, warten habe. Die kritisierenden Parlamentsmitglie- der wollten wissen, so schreibt die „New York Herold Tribüne", wieso es möglich gewesen sei, daß di« deutschen Truppen Kreta hätten einnehmen könnens Churchill werde bei dieser Gelegenheit der schwersten Krittk gegenüberfteben, die er feit seiner Regierungsübernahme erlebt habe und sei gezwungen, eine umfassende Erklärung über die Schlacht auf Kreta, wie auch über die schweren britischen Der- lüste an Menschen und Schiffen zu geben. „New York Herald Tribüne" meldet, „es fei kaum anzunehmen, daß das Kreta-Fiasko die Stellung Churchills erschüttere, da wahrscheinlich wieder einigt Churchill-Unterlinge den Kopf Her- Halten müßten". „Daily Herald" berichtet, „die erste Reaktion in England nach der verlorenen Kreta-Schlacht sei die gewesen, daß die Engländer in Verwirrung gerieten. Nunmehr seien sie wü- te n d". „News Chro nicke" schreibt in ihrem Leitartikel, die britischen Versager teilten heut« dem englischen Volke die gleichen Beruhigungs. pillen über den Vermst von Kreta aus, wie seinerzeit nach der norwegischen Schlappe. Eine neue Londoner Greuelgeschichte. Berlin, 4. Juni. (DNB.) Nachdem England bi« Griechen in so schmählicher Weise im Stich gelassen hat, besteht seine ganze „Hilfe" für ben verratenen ehemaligen Verbündeten in der Verbreitung übel, [ter Greuel geschichten. So leistet sich Reuter jetzt wieder einen Fall infamer Völkerveraistung. Ist einer Meldung aus Kairo verbreitet bas ßügenbüro, Bronze st atuen würden aus ganz Griechenlack» nach Deutschland gebracht, um dort in der Kriegsindustrie verwendet zu werden. Die Engländer dürften inzwischen längst gemerkt haben, daß Deutschlands Kriegsindustrie wirklich nicht darauf angewiesen ist, Kunstwerke besetzter Gebiete zu benutzen. Ganz abgesehen davon, baß fein Volk die Werke wahrer Kunst auch bei den anderen Völkern höher würdigt als das deutsche, steht für alle Klarblickenden einwandfrei fest, daß Deutsch- lands Metallvorräte für jede Möglichkeit ausreichen. Die unermeßliche Beute, die die verschiedenen erfolgreichen Feldzüge nicht zuletzt auch aus englischen Beständen gebracht haben, und die natürlichen Rohstoffquellen der europäischen Länder geben der deutschen Rüstungsindustrie ein Uebergewicht gegenüber England, deren lebensnotwendigste Zufuhren zum großen Teil in ben Fluten des Atlantik versinken Kabinettskrise in Aegypten. Stockholm, 5.Juni. (Europapreß.) In Aegypten ist eine Kabinettskrise ausgebrochen. Der ägyptische Ministerpräsident hat, wis in London amtlich mitgeteilt wird, am Mittwoch» flbenb feinen Rücktritt erklärt. Mit ihm haben eine Reihe anderer Kabinettsmitglieder ihre Aemter niedergelegt. Ab nach paläffmo. Beirut, 4. Juni. (Europapreß.)Beauftra gte des geflohenen griechischen Exkönigs Georg sind in Jerusalem eingetroffen, um die Heber- siedlung des Königs und seiner Flüchtlingsregierung von Kairo nach Palästina vorzubereiten. Winant bei Roosevelt. Washington, 4.Juni. (DNB.) Der USA.- Botschafter in London, Winant, wurde am Dienstag von Präsident Roosevelt zur Berichterstattung empfangen. Selbstmord des Gehilfen des LlSA>Marineattach6s in London. Stockholm, 4. Juni. (DNB.) Das Marineministerium der Vereinigten Staaten gab laut Reuter bekannt, daß der Gehilfe des Marine-! a t t a ch L s an der Botschaft der Vereinigten Staaten in London Selbstmord begangen hat. Die Umstände, die den Tod des Gehilfen des Marine- attachäs, Lieutenant Commandef Walter Raymond Jones, mit einem gewissen Geheimnis umgeben, sind, wie Reurer weiter meldet, noch Oegenftanb der Untersuchungen durch die amerikanische Bot- schäft. sich, als er wieder abläutete. Clemens Kempf ging in die Halle hinab, später zum Essen mit ein paar Bekannten, die in Geschäften in Wien waren. Allen fiel auf, wie fahrig er war, wie wenig er der Unterhaltung folgte. Und eigentlich war niemand von den Menschen an Kempfs Tisch erstaunt, als er plötzlich mit einer gemurmelten Entschuldigung aufstand und zum Telephon eilte. Um einhalb neun Uhr wollte Gerda bei Birinsky sein. Es war jetzt, kurz vor acht. Er mußte sie noch zu Hause treffen. Einer der Kellner, der an Kempfs Tisch bediente, hatte ihn plötzlich an den Architekten Bürger erinnert. Mit Paul Bürger war Gerda Maurer jetzt zusammen. Vielleicht drohte ihr von ihm, den Clemens einmal das Pokergesicht genannt hatte, Gefahr. Kempf lief zur Telephonzelle und ließ die Villa Luckner anrufen. Niemand melde sich dort, gab das Fräulein an der Zentrale freundlich bekannt. Er bat, sie möge erneut läuten. Vergeblich. Auf Dr. Kempfs Stirn erschienen Schweißtropfen, er trommelte mit den Fingern gegen die blankpolierte Holzverschalung der Telephonzelle. Immer wieder kam das Rufzeichen, ohne daß sich jemand meldete, dann blieb auch das mechanische Tuten fort. Der Portier des Hotels sah dann noch, daß Dr. Clemens Kempf, der Inhaber der Motorenwerke Kempf Lc Pachoven, mit großen Sätzen die breite Treppe zu feinem Zimmer hinaufhastete, nach knapp fünf Minuten in Hut und Mantel wieder herabkam und durch die Drehtür verschwand ... Gegen sieben Uhr kam Paul. Die Frau des Portiers nahm ihm in der Halle den Mantel ab und bewunderte seine Wettertüchtigkeit. Dann kündigte sie das baldig« Erscheinen des Tees an; „oder will der Herr Architekt lieber Kaffee haben?" Er wollte aber Tee — er fühlte sich frostig bis auf die Knochen, sagte er. Darauf sah ihn die dicke Frau eine Tür öffnen und zurückfahren. „Um Gottes willen, brennt's da?" ,Zch habe geraucht." „Du?" --Sa — ich. Diese Arbeit", sagte Gerda und prustete, „frißt mir die Nerven ab — die ewigen Listen, das mechanische Geschreibsel. Schließlich bin ich Pianistin und feine Maschinenschreiberin. Wenn das noch lange dauert, gehe ich durch." Er schaute sie an. „War jemand da?" „Nein. Warum denn? Nimm dir einen Sessel, Paul. Ich glaube, in mir steckt die Grippe." „Alle Welt hat jetzt Grippe." Er meinte, es sei kein Wunder bei dem Sauwetter. Sie solle ein paar Tage daheim bleiben und sich zu Bett legen. Er holte sich den bequemen Lehnstuhl zum Tisch. Die Füße legte er auf einen lehnenlosen Hocker. "Laß dich nicht hetzen — laß dich niemals hetzen. Man muß vom Verstand her leben und nicht von den Nerven." „Gott, wenn das alles ist, was du mir raten kannst — Er warf ihr einen Seitenblick zu. „Es ist der beste Rat, den ich zu verschenken habe. Aber wenn's dich erleichtert, kannst du den Baron auch ohrfeigen. Wann gehst du wieder zu ihm?" „Heute. Um halb acht Uhr muß ich dich hinauswerfen, Paul." Er antwortete mit einem ergebenen Seufzen und hat um Erlaubnis, eine Pfeife rauchen zu dürfen. Genußvoll hantierte er mit einem abgewetzten Tabakbeutel cherum — — meifh man neben ihm steht und fein Gesicht von oben her anschaut, wirkt er müde, das schmale Kinn schlaff, dachte Gerda. Aber sie wußte genau, sowie er die Augen hebt, ist dieser Eindruck von Kraftlosigkeit weg, sein Blick ist kühl, undurchdringlich, fest. Paul schaute zwar nicht auf, aber mit schein- heiligem Katergesicht erkundigt er sich, ob er ihr gefalle. .-Sehr. Du schaust aus wie ein bewährter Ehemann." „Immer diese Unfteundlichkeit!" Er fing an zu lochen. „Komme ich vielleicht zu oft?" „Aber nein — so war es nicht gemeint", versicherte sie. Dann sprang er auf und öffnete der Portiers- frau fcie Tür, half ihr das große Tablett abstellen. Die dicke Frau sagte, Frau Maurer müsse nachher Gummischuhe anziehen, es sei naß draußen, der Nebel zum Schneiden dick. „Mußt du denn überhaupt heute abend hinaus? Kannst du nicht morgen zu Birinsky gehen?" „Nein, es ist da allerhand zu besprechen. Gestern hat die Polizei endlich die Siegel von Polos Schlafzimmer abgenommen, das Gerichtsmedizinische Institut hat die Kleider zurückgeschickt, jetzt liegt alles oben und muß eingeordnet werden." „Welche Kleider?" „Nur Männer können so einfältig fragen." Gerda rührte in ihrer Tasse herum. Natürlich die Kleider, die Pola trug, als man sie umbrachte. Das grüne Kleid, den wunderbaren Zobelmantel und die Schuhe." „Uebrigens, Paul" — Gerda war mit ihrer ersten Schale Tee fertig und verspürte schon wieder einen nervösen Hunger nach Tabak — „ich glaube, der Polizeirat wird sich freuen. Ich habe vorhin eine Entdeckung gemacht." "Vorhin? Was? Wieso?" fragte der Architekt mit vollem Mund. „Vorhin. Der Hausmeister war im Garten, während es geregnet hat. Er trägt doch jetzt immer nur feierliche, schwarze Bratenröcke, das weißt du ja — aus Trauer um Pola." Paul fand es anerkennenswert. „Ein vietät« voller Mann." „Nun — ich habe dir doch erzählt, wie hart» nackig mich die Polizei wegen dieses Menschen, der mit Pola aus dem Musikzimmer fortgeganqen ist, ausgefragt hat. Und ich habe nichts gewußt. Jetzt kann ich etwas Positives über ihn sagen — sein 2Iermel war nämlich naß." Paul schaute sie über seine Pfeife hinweg an — er wollte wissen, wieso sie so plötzlich darauf ae- kommen sei. „Sie haben mir so viele Aermel zur Begut- achtung vorgeführt, aber es war nie so wie damals. Immer war der Stoff anders — er war glanzend und glatt. Und der Aermel, der hinter der Tur hervorgekommen ist, der ist stumpf gewesen, beinahe aufgerauht. Genau so wie der nasse Rock des Portiers heute. Verstehst du?" Ihm schien die Schlußfolgerung nicht einleuchtend, er sagte gedehnt: „Das willst du der Polizei erzählen?" „Morgen erzähle ich es", sagte sie hitzig, „sie werden schon wissen, was sie damit anfangen." „Was sagt der Portier?" „Es ist mir nicht eingefallen, mit ihm darüber Zu reden. Du hältst nichts davon?" Gerda war ab« gekühlt und hatte eine eigensinnige Falte um den Mund. (Fortsetzung füfatj nedeutende&pamsse durch einfachen Umbau der r Richtige 1 Rostgröhe 21cm lang 15cm breih M 'Allere Herde haben oft zu große Roste, man vergeudet dadurch viel Brennstoff. Solche Herdfeuerungen sind leicht und mit wenig Mitteln umzuändern und dadurch bedeutend zu verbessern. Nach dieser Umänderung werden Sie erstaunt und erfreut sein, wie sparsam und vorzüglich Ihr Herd mit UNION-Briketts arbeitet. Gießen-Wieseck, den 4. Juni 1941. 2486 D tf fragte h- nigs bis Hebt!' sregierursi liten. Der USA.'1 tmirbe or ur Leritz Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unsres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Spenden sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Hofmann, geb. Lepper. Mittwch ihm hab!!- hre Gterbefälle. 16. 5. Katharine Schnell, geb. Werner, 51 Jahre, Odenhausen, Kr. Wetzlar? 18. 5. Finanzrat a. D. Christian von Grolman, 77 Jahre, Gießen, Horst- Wessel-Wall 20; Marie Wurm, geb. Nullmann, 83 Jahre, Gießen, Löwengasse 13; Katharina Bender, geb. Leidtch, 62 Jahre, Grüningen, Kr. Gießen r 20.5. Viktoria Hofmann, geb. Vial, 59 Jahre, Gießen, Liebigstr. 88; Eisenbohrer Walter Allendorfer, 19 Jahre, Lützellinden, Kr. Wetzlar; 21. 5. Bürgermeister a. D. Ludwig Lang, 67 Jahre, Großen- Linden, Kr. Gießen; Hilfsarbeiter Heinrich Adam, 62 Jahre, Wißmar, Kr. Wetzlar; Reichsbahnassistent Friedrich Lob, 45 Jahre, Garbenhelm, Kr. Wetzlar; 22. 5. Schreinermeister Karl Tränkner, 76 Jahre, Gießen, Maigasseil; Katharina Lott, 67 Jahre, Gießen, Bleichstr. 42; Former Wilhelm Kreuter, 67 Jahre, Lollar, Kr. Gießen, Daubrrnger Str. 33 ; Erna Kaiser, 21 Jahre, Kleeberg, Kr. Wetzlar, Bergstr. 85; 23. 5. Reichsbahnschaffner a. D. August Bender, 86 Jahre, Gießen, Mühlstr. 26; 24. 5. Elisabeth Pfeffer, geb. Kutscher, 65 Jahre, Annerod, Kr. Gießen, Borngasse 3; 25. 5. Obervostinspektor Robert Heck, 67Jahre, Gießen, Horst-Wessel-Wall 27; 26.5. Schlossermstr. Karl Flett,88Jahre,Gießen,Teufelslustgärtchen 22; 27.5. Landwirt Walter Schmidt, 20 Jahre, Hörnsheim, Kr. Wetzlar; 29. 5. Martha Strohbach, 35 Jahre, Gießen, Goethestr. 50; 30. 5. Erika Gümbel, 6 Jahre, Großen-Linden,Kr. Gießen, Bahnbofstr. 69; 31.5.Äriseurmeister Wilhelm Pfeil, 62Jayre, Gießen, Walltorstr. 22; ViehhändlerAugust Lamving, 41 Jahre, Oberbiel, Kr. Wetzlar. Wir suchen für einige unserer Angestellten 2-3-Zimm.-Wohnungen mit Küche und Zubehör. 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Die kroatischen beiter werden unter den gleichen Bedingungen die deutschen Arbeiter arbeiten. Trick: Waschen ohne Waschpülv?N Die ist baS möglich, baß Sie diesen total peP schmierten Monteuranzug ohne Seife und Dasih Pulver sauber kriegen? Es ist sehr einfach;! Abends in heißer iMi*£auge einweichen. sollten mol zusehen, wie sich da zähklebrige- und sogar mehrtägig verkrusteter Schmutz wist von selber löst. Verschmierte und verölte beitsanzüge, Kittel, Schürzen und puhtücher ~ alles wird auf diese einfache Weise ohne Seist sauber! Morgens wird eine Viertelstunde in frischer iMi«£öfung gekocht und nachher gründ» lich gespült. Ausdrücklich sei gesagt, daß bas G» webe nicht angegriffen wird. Jedes Stück komn^ völlig sauber, fleckenlos und wie neu aus dem WAsd probier eg tzie's oydj Minderung der Rotwildbestände. Der Reichsjägei-kche Beck meister hat angeordnet, daß in jedem Hochwildjag^. bezirk 20 v. H. mehr Rotwild abgeschossen wird, eine Reserve für die Dolksernährung darstellen, daß anderseits ein Anwachsen der SchalenwildbestäirLe wegen des Wildschadens nicht geduldet werden fam, j zu einem erhöhten Abschuß im kommenden Jag^ jahr. Das Ziel ist eine erhebliche zahlenmäßige 53er« j wird Obergebietsführer Dr. S ch l ö f f e r, der beim Festakt im Deutschen Nationaltheater eihe kulturpolitische Rede halten wird, vornehmen. Dor den Vortragenden seien Hermann B u r te, Professor Thierfelder („Weltgeltung der deutseWni Sprache") und Dr. Karl Richard Ganzer („Auf, trag des Reiches") genannt. Oer rückständige Urlaub 1940. Der Reichsarbeitsminister hat für den Bereich btt privaten Wirtschaft eine neue Anordnung über den rückständigen Urlaub für das Jahr 1940 erlasse^ Der rückständige Urlaub soll danach spätestens bis zum 30. Juni gegeben werden. Ein Verfall des Urlaubsanspruchs tritt vor dem 1. Oktober nicht ein. Ist infolge des Kriegszustandes eine Gewährung von Freizeit nicht möglich, so kann, soweit niit schon vorher der Reichstreuhander ober Sentier treu«! händer der Arbeit eine Abgeltung zugelassen hat, ab 1. Juni 1941 eine Abgeltung dieses Urlaubs ga»; ober teilweise erfolgen. Einer Zustimmung des Reichstreuhänders bedarf es hierzu nicht. Eine Ab« geltung dieses Urlaubs soll jedoch bei Gefolgschafis- Mitgliedern, denen bereits für das Jahr 1939 keine! Freizeit gegeben werden konnte, sowie bei Jugend- liehen nicht stattfinden. Ihnen ist der rückständig? Urlaub für das Jahr 1940 spätestens bis zuin! 30. September 1941 zu erteilen. Der Erlaß be- stimmt weiter, daß zwei aufeinander folgende halbjährliche Familienheimfahrten zusammengelegt werden können, wenn das Gefolgschaftsmitglied ts wünscht oder öffentliche Interessen es erforbe Das gilt auch, wo die Tarifordnungen eine fol Zusammenlegung noch nicht zulassen. Kampf gegen Wildschaden. Vital Walt g I iMeim IIW b" Luochenerr Kitskurve iiefpunttei Hrungsk Minen.' : Lidwigsha läfjrenb d Mamin-/ Men hau Wserbn Eahrnng fc olf/rm alkbed »tilch befri deches 91 i ßalk entha, W, Möhi j Viele ne nb Man war, al Wemnc ' in diel Menbeck iachitis w I nneife ai I -le radjiti daß dc I benöti I Mus ent hängt von fc Kühe Smnenlst Uensität Unterfuc B $or Sief“1 fiele ®°' ticiende und porfomni jnine leg lirIM, Mlhe^ in der! Mrkal Mhen'! Hannen tin > Bezech MA jiine bog das zeigt Weid ind M «bi, weil Hauptichctsttetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter bti Hauptichrütieiters: Ernst Blumschein. Berantwortlich für Politll ui.: Bilder: I. B. Ernst Blumschein,' für das Feuilleton: Dr. HanS ThyriM für Stadt Gießen. Proviru, Wtrtichaft u. Sport: Emst Blumschem. Univeriitätsdcuckeret 8t. Lange Ä L amann: Anzeigenleiter Hans iBefl ln,eigen: Theodor Kümmel PlLttL im Abschußplan vorgesehen ist. Anträge auf Ab« H Wverdc schußerhöhung darüber hinaus sind zu genehmige-!.^ Der Reichsjägermeister macht es weiter den Jagk i b-ehörden zur Pflicht, daß eine Zunahme bts Infolge der durch den Krieg bedingten Sch' rigkeiten find die Abfchußpläne für Schaler - im letzten Jagdjahr nicht erfüllt worden. Auch" H Höhe des alljährlichen Zuwachses ist teilweistD Weik niedrig angesetzt worden. In vielen' Rotwildge.... ten hat deshalb eine zahlenmäßige Zunahme ftaS«dn Schaf gefunden, die weder im Hinblick auf die Landen > Kotes ch fultur noch im Hinblick auf die hegerifchen Ziele W Ko verantwortet werden kann. Endlich zwingt auch die siel vom- Erwägung, daß unsere Wildbestände für Notzeit^ jfli. Der ■ K* k ü? 9en°n ch Je sich O fest, IftSutig- M6 ■ ■ chlllffq I fli ksr »- St ff!1» EL 6|e V r!fes W LSb ! MSj taii?’S | Gerung ! 'd der to'in J e Trkran Fhsfra eVer en $ ® 'eine aus !*S!nq k ^ollkon 5*,ie N wie Y-Mnisbee, nqNin B), Schwarzwildbestandes nicht ftattfintiet. Da sich b .e Nehwilbbestände von ben Schöben bes Winter; 1939/40 mieber erholt haben, ist auch hier eine niebrige Festsetzung bes Abschusses nicht angebradji Ferner soll ein Anwachsen ber Wildkaninchenb c- stände verhindert werden. Die Bejagung des Fuck- ses ist mit allen Mitteln durchzuführen. Der Reichs- jägermeifter erklärt, daß die Verhinderung von Wildschäden im kommenden Jogdjahr die wichtigste Aufgabe aller Jagdbehörden und aller deutsche! Jäger ist. Kroatische Arbeitskräfte kommen noch Deutschland. Das Reichsarbeitsministerium hat Verhantilnn- gen mit dem kroatischen Staat über den Einst; kroatischer Arbeitskräfte aufgenommen, wobei rasch eine Einigung erzielt werden konnte. Es werdet zunächst 54 000 Arbeitskräfte von der deutschen Ai- bcitseinsatzverwaltung angeworben. Der Einsatz ei> nr.151 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fiir Gberheffen) Donnerstag. 5. Juni |94( Aus dem Reiche der Krau Wöchnerinnen im Krühjahr IN MAUS UND Zur gleichen Dienste. H. verbündet elastisdf tlansapiastEE aus Hellem Wasch st of f', das für kühlere Tage aber für die Straße durch ein Bolero aus dem gleichen Stoff oder ein gcimiftertes Blüschen ergänzt werden kann. Das Kleid ist glockig geschnitten, hat vier große, aufgesteppte Taschen, angeschnittene Träger, einen ausgiebige Verwendung der künstlichen Vitamine in »ei Winter- und Frühjahrsmonaten. Abreiben der Haut mit einem Reinigungsmittel, wie ßc jetzt an Stelle von Fettkreme angeboten werden. Ein damit befeuchteter Wattebausch reinigt die -Poren tiefer vom Straßen- und Zimmerstaub, der sich tagsüber darin abgelagert hat, als Wasser. Durch die Tiefenwirkung solcher Mittel wird die Hautatmung begünstigt. Eine leichte Kopfmassage mit den Fingerspitzen regt die Blutzirkulation an und verhindert Faltenbildung. Zur Kräftigung der Haut empfiehlt es sich, bei der morgendlichen Reinigung warmes und kaltes Wasser anzuwenden. Zuerst mit warmem Wasser und Seife waschen und dann mit möglichst kaltem Wasser abspulen ergibt eine für die Haut, ihre Elastizität und ihr Aussehen vorteilhafte Wechselwirkung. Warmes Wasser allein erweitert zwar die Blutgefäße, entfernt Fett und Schmutzteilchen und befördert das Abstoßen der Hornzellen, es macht aber, dauernd angewendet, die Haut schlaff und Wir verwenden alte Wolle! Wenn wir einmal Schränke und Truhen durchsuchen, werden wir vieles finden, was einmal beiseite gelegt wurde, weil es unmodern, ausgewaschen oder zu sehr gestopft war. Z. B. sind da alte gestrickte oder gehäkelte Kinderkleidung, Pullover, Jacken, Socken, Handschuhe, Mützen u. a. m. Bei näherem Besehen stellt sich bald heraus, daß vieles davon als Material doch noch erheblichen Wert besitzt. Wir brauchen die Stücke nur aufzutrennen und können sie dann wieder neu verarbeiten. Um aber sannnen mit dem Spinat geben. So oder so — das ist ganz gleich —, die kleine List hilft, und auch der Appetit auf Gemüse kommt beim Essen. widerstandsunfähig gegen Witterungseinflüsse. Benutzt man dagegen ausschließlich kaltes Wasser, werden die Hautgefäße verengert, die Haut wird dadurch blaß und blutleer, während sie gegen Erkältung allerdings sehr abgehärtet wird. Die der Haut zuträglichste Behandlung ist das Wechselbad, bei bem bie Haut durch bas warme Wasser gut gereinigt unb durchblutet wirb, währenb bas kalte bie Poren schnell schließt unb bie erweichte Haut wieder strafft. Daß man bei ber Wäschereinigung sog. „hartes Wasser" durch entsprechende Zusätze erst weich machen muß, soll der volle Reinigungseffekt erzielt und das wertvolle Waschgut geschont werden, ist dank reger Aufklärungsarbeit heute allgemein bekannt. Was der Wäsche recht ist, ist der Hautpflege billig. Auch das Wasser, das der Körperreinigung dient, sollte erst enthärtet werden — etwas Borax genügt — manche Klage über rauhe unb spröde wird dadurch unnötig. schmalen Stoffgürtel uni) wird vorne durchgehend (mit waschbaren Knöpfen) geschlossen. Das lose Bolerojäckchen hat ebenfalls zwei auf- gesteppte Taschen und halblange Aermel. Die kleine Hemdbluse (rechts) kann leicht aus einem älteren Sommerkleid selbst geschneidert werden; eine farbige Po 1 obluse tut die OerAppeiii kommt beim Essen Ein altes Sprichwort, das jeder Erwachsene schon oft an sich selbst ausprobiert hat. Manche Mütter wundern sich aber immer wieder darüber, wenn ihr Kind trotz gütlichen Zuredens keine rechte Lust zum Essen verspürt, ja, die bargebotene Nahrung oft rundweg ablehnt. Es wäre nun grundverkehrt, wenn man das Kind zum Essen zwingen wollte ober ihm nach der früher oft üblichen Methode die Nahrung einfach löffelweise in den Mund stopfen würde. Damit erreicht man oft gerade das Gegenteil. Ein gewisser Zwang kann zwar manchmal wahre Wunder tun, in Essensfragen aber sollte der Zwang durch die Überlegung ersetzt werden. Könnte es denn nicht ein, daß das Kind etwa noch gar nicht hungrig lenug ist, daß es also zwischen den einzelnen Mahlzeiten vielleicht hin unb wieder etwas zugesteckt bekam? Dann ist es ganz gut, wenn man die Mahlzeit ausfallen und das Kind etwas hungern läßt. Inzwischen stellt sich bann der Appetit wieder ein. Manchmal zeigt sich aber die Ablehnung schon nach dem ersten Löffel. Dann liegt es daran, daß die Nahrung für das Kind vielleicht noch neu ist ober ihm gar nicht schmeckt, selbst wenn sie nach Ansicht der Mutter doch „so gut" gekocht ist. Man trifft dies oft bei der Gemüsekost an. So ist Spinat z. B. ür bie Kinder sehr gesund, er wird aber oft zurück- gcroiefen, weil er leicht etwas bitter schmeckt. Ein bißchen Nachdenken hilft auch aus dieser Sorge heraus. Jede Mutter wird erfreut fein, wenn sie hört, daß auch beim Kleinkind der Appetit angeregt und der manchmal anfänglich noch vorhandene Wider tanb gegen ein neues Gericht, gegen Gemüse ober was es sonst noch ist, leicht überwunden werden kann. So lernt das Kind z. B. viel rascher Gemüse UeberbackenerRhabarber als Festspeise mit Eiern: 3 Eigelb mit 100 g Zucker und etwas Salz zu dickem Schaum rühren (20 Min.), etwas Zitronenschale abreiben, steifen Schnee nach dein Untermischen von 1 Eßlöffel Mehl barunterheben, sofort auf rohe Rhabarberwürfel, 500 g mit 100 g Zucker gemischt, geben unb in ber Röhre in gut 20 Minuten hoch aufgehen lassen. (Von 1 Ei ein Drittel des Rezeptes zubereitet ist eine gute Speise für Genesende.) Rhabarberschichtspeise: 250g Rhabar- berstuckchen mit 2 Eßlöffel Mehl zum Andicken ein- streuen, lauwarm lagentpeife auf geriebenes Voll- fornbrot oder Pumpernickel geben, darauf dünne Schicht leicht gesüßten, frischen Quark, oberste Schicht Rhabarber. (Schlägt man Quark mit etwas entrahmter Frischmilch tüchtig durch, so wird bie Masse schaumig und gibt viel her, muß aber gleich verwendet werden.) Rhabarber verwenden wir ungeschält. Was gelegentlich davon abfällt (Fäden, Stumpf unb Blattansatz) verwenden wir zum Auskochen der Alumimumtöpfe unb scheuern biese mit dem in Sand getauchten Abfall darnach gründlich aus. Rhabarberblätter dürfen nicht zu einem jpinatartigen Gemüse gekocht werden. Ihr hoher GehaU an Oxalsäure wirkt zum mindesten gesundheitsschädlich unb verursacht Erkrankung' unter Vergiftungserscheinungen, wenn nichts schlimmeres! Rhabarberblätter können ebenfalls zum Auskochen unb Scheuern von Aluminium ober im Garten zum Beschatten unb als Frostschutz gegen Maifröste bei Jungpflanzen verwendet werben. R h a b a r b e r t u n f c ft a 11 Früchts ast. Ge» rabe recht kommt ber Rhabarber, wenn bie Frucht- safte zu Ende gehen: 250 g Rhabarber mit 2 Eßl. Zucker und etwas Zitrone gären, durchschlagen, auf- kochen, evtl, mit „Rotzucker" färben, etwa 2 Eßl. Kartoffelmehl zum Anbicken durchkochen unb zu Flammeri reichen. Rhabarber saft mit Selters. (Zum Frischgebrauch) 250 g Rhabarber mit 3 Eßl. Zucker garen, burchschlagen, Saft einer Zitrone bamit mischen unb mit geeistem Selters wie Fruchlsaft trinken. R. ARBEIT Arbeit in Haus und Garten kizzieren wir heute ein praktisches Kleid wieder gutes brauchbares Material zu bekommen, müssen wir folgendes beachten: Gestrickte oder gehäkelte Arbeiten aller Art müssen vor dem Auftrennen gewaschen werden. Erst wenn sie wieder völlig trocken sind, kann man sie aufziehen. Wir wickeln die aufgezogene Wolle straff über ein Brett, tauchen dieses in Wasser, bis die Wolle durchnäßt ist und lassen sie dann auf bem Brett trocknen. Dadurch wird der Faden wieder glatt und straff. Nach dem Trocknen wickeln wir die Wolle auf ein Knäuel. Sie ist nun gebrauchsfertig für die neue Arbeit. Kurze Fäden, die beim Aufziehen an Stopfstellen oder Lochern abfallen, wickeln wir für sich auf ein eigenes Knäuel. Man kann damit später einzelne Teile zusammennähen oder Knopflöcher umstechen. Die neu gewickelte Wolle wird dann gewogen, damit wir wissen, was sich daraus Herstellen läßt. Man braucht durchschnittlich für einen Herrenpullover mit Aermel 350 bis 450 Gramm, für einen Herrenpullover ohne Aermel 250 bis 300 Gramm, für einen Damenpullover mit langen Aermeln 350 bis 450 Gramm, für einen Damenpullover mit kurzem Aermel 300 bis 350 Gramm. Reicht die Wolle nicht ganz, so können wir andersfarbige Streifen, Passen, Bündchen usw. einarbeiten. Auf diese Weise erhalten wir aus alten, abgelegten Stücken wieder ein neues, brauchbares Kleidungsstück. 4 _ Müheloses, rasches Verbinden mit Hansa*. Meine- plast-elastisch! Nur einen Streifen ab- g ■ schneiden die Gaze entfernen und den Verband auflegen, schon ist die Wunde /7z2 € hygienisch verschlossen. Sastgewinnung durch Oampfentsasten. Die zweckmäßigste Obst- und Gemüsesaftgewinnung geschieht durch Dampfentsaften. Sie ist die Konseroierungsart, die sowohl Mineralsalze, wie Vitamine unb Aroma schont. Wir verwenden dafür einen der vielen neuzeitlichen Entsaftungsappa-. rate und richten uns genau nach den ihnen beigegebenen Vorschriften. In Ermangelung eines solchen Apparates behelfen wir uns mit Vorhandenem! 2lls erstes belegen wir den Boden eines großen Kochtopfes mit einem passenden Drahteinsatz oder einer kräftigen Schicht locker zusammengeballten Zeitungspapiers. Nun stellen wir eine passende Schüssel zum Auffangen des Saftes hinein und gießen soviel Wasser in den Topf, bis die Schüssel zur Hälfte im Wasser steht. Ein trockenes (vorher ausgekochtes) weißes, engmaschiges Tuch wird über den Topf gelegt, in feiner Mitte kräftig eingedrückt, ein gleiches, aber grobmaschiges Tuch über den Topf gelegt, nur leicht in ber Mitte eingebrücft unb beibe Tücher werden am Topfrand mit Garn festgebunden. Das sorgsam gereinigte, sehr zerkleinerte, entsteinte Obst wird mit ober ohne Zucker auf dieses Tuch gegeben (Spinat füllen wir unzerkleinert, Mohrrüben am besten rohgeraspelt auf das betreffende Tuch), Pergamentpapier darüber ge» deckt (damit die durch Wasserdampf entstehenden Tropfen nicht hineinfallen) und der Deckel nicht ganz fest auf den Topf gesetzt. Die Tücher werden am Deckelgriff verknotet, der Topf wird zum Kochen gebracht und etwa 100 Minuten bei gleichmäßigem ruhigem Dämpfen bis ungefähr 80 Grad gehalten. Die einsetzende Dampfentwicklung bewirkt die Saftbildung. Der Saft tropft durch die Tücher in die darunterstehende Auffangschüssel. Nach Ablauf des Entsaftungsprozesfes werden die Tücher am Topfrand abgebunden, der Deckel mit den daran verknoteten Tüchern abgenommen und der heiße Saft sofort durch einen Trichter in die mit kalter Soda- lauge gesäuberten, heißem Wasser gespülten und noch heiß erhaltenen Flaschen gefüllt. Die Flaschen werden sofort verkorkt, versiegelt oder der Flaschen- hals in heißes Paraffin getaucht. So wird jede Möglichkeit des Verderbens ausgefchaltet. Die Flaschen werden zum Erkalten in ein Gefäß umgestülpt und später im Keller liegend aufbewahrt. S. Schall. Von Prof. Dr. H. O. Kleine, Chefarzt der Stad. Fxauenklinik Ludwigshafen a. Rh. Viesiährige Beobachtungen haben erwiesen, daß viele wahrend Schwangerschaft und Wochenbett auftretende Erkrankungen regelmäßig in den Winter- unb er ft en Frühjahrsmonaten gehäuft Vorkommen. Die zur gleichen Zeit auftretenbe Verknappung der für den Organismus benötigten Vita- rrune legte bie Vermutung 4>iner ursächlichen Be- Aftbung nahe zwischen ber Häufigkeit bestimmter Krankheiten und den jahreszeitlichen Schwankungen Bttammversorgung, ber Mineralstoffzufuhr (Nahrkalk) und der Ultraviolettstrahlung. Biologisch gesehen ist in unseren Breiten ber Mai nicht ein ""^monat", sondern mindestens bis Mitte Mai em „Mangelmona t". ^edeic^Hen wir Milch, Butter u. dgl. auch als animalische Vttaminspender, so stammen diese Vitamine doch unmittelbar aus ber Pflanzenwelt, unb Das zeigt sich an bem größeren Vitamin-A-Reichtum ber ©eibebutter, sobald die Trockenfütterung (Heu und Ruben) aufhört. „Eingemachte" Bohnen, Kohl- rabi weiße und rote Rüben, Rotkohl, Sauerkraut NLHtamin-G-ärmer als Frisch-(Sommer°)Gemüse; geschalt gekochte Kartoffeln sind Vitamin-B.-ärmer als die m der Schale; Mehlspeisen (Nudeln usw.) aus Weißmehl Vitamin-B-ärmer als das. unver- mahlene Korn, woraus die dringende Notwendigkeit der Schaffung eines preiswerten Volks-Vollkornbrotes sich ergibt. Zu langes Wässern, Abbrühen, langes Kochen, wiederholtes Aufwärmen vernichten viel vom Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Speisen. Der Vitamin-v-Gehalt von Milch unb Butter hängt von der Menge ultravioletten Lichtzap ab, die die Kühe während des Weideganges Mirch bas Sonnenlicht erhalten, berjenige der Eier von der Intensität der Besonnung der Legehühner. Untersucht wurde nun jahrelang die jahreszeitliche Verteilung der Häufigkeit von Nachtblindheit ! (schlechtes Sehen in der Dunkelheit), übermäßigem (unstillbarem) Schwangerschaftserbrechen, neuritischen > Beschwerden der werdenden Mutter, Blasen-, Nierenbeckenentzündung, Gebärmutterblukung nach der 'Geburt des Kindes, Brustbrüsenentzündung und Knochenerweichung. Die Gipfelpunkte in der Häufigkeitskurve genannter Krankheiten fallen mit den Tiefpunkten der entsprechenden Vitamin-, auch ber Nahrungskalk- unb Ultraviolettstrahlungskurven zu-< jammen. Nachtblinbheit beobachtete man in der Ludwigshafener Frauenklinik bei Schwangeren nur vährend der Winter- und ersten Frühjahrsmonate Ditamin-A-Mangelerscheinung). In diesen Malaten häuft sich auch das unstillbare Schwanger- chaftserbrechen (Vitamin-Bi- unb -O-Mangel). Die Nahrung bes Städters ist besonders im Winter alknrm. Die Schwangere aber hat erhöhten kalkbedarf, den hauptsächlich Käse, Quark und Milch befriedigen. Auch die Magermilch ist ein hochwertiges Nahrungsmittel, reich an Eiweiß und Kalk, ralk enthalten weiter: Blumenkohl, Endivien, Kohl- abi, Möhren, Sellerie, Tomaten, Weißkraut. Diele nervöse Beschwerden darf man auf Kalk- nb Vitamin-Q-Mangel zurückführen, besonders im Januar, aber auch auf den winterlichen Ultraviolett- -rahlenmangel. Verkappung an Vitamin Bi unb ' in diesen Monaten zeitigt leicht Blasen- und tterenbeckenentzündung. Knochenerweichung unb achitis werben burch Mangel an Kalk, Ultraviolett- Tahlung unb Vitamin D begünstigt. Da auffallen- .‘rroeije an Knochenerweichung erkrankte Schwanke rachitissreie Kinder gebären, muß man schlie- ?n, daß das werdende Kind das zu seiner Entwick- -ng benötigte Vitamin D dem mütterlichen Orgasmus entzieht. Mithin begünstigen die schwangerschaftsbedingte teigerung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs id der winterliche Mangel an Ultraviolettstrahlung Dde Erkrankungen. Deshalb sind nötig: Aufklärung Dir Hausfrauen über Bedeutung, Vorkommen, sach- 8 mäße Verarbeitung unb Aufbewahrung ber ver- fc iebenen Vitamin- unb Mineralstoffspender. Wei- y eine ausreichende Berücksichtigung der Vitamin- »rforgung bei der Schwangerschaftsberatung: But- ik!', Vollkornbrot, Zitronen, Lebertran! Schließlich b'* Ausnutzung bisher als Vitaminfpender wenig bckannter, jedoch als solche hochwertiger Nahrungs- ir ttel wie Hagebutten, rohes Sauerkraut, schwarte frljQttnisbeeren (Vitamin C), Rettiche, Hefe, Nüffe Vitamin B), Heringe (Vitamin A und D), endlich as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS WHK ■ k * MiM E- Z _ Der Führer ist stolz auf fein opferfreudiges Volk. Beweise auch Su ihm Deine Opferfteudigkeii erneut bei der ZLaussammlung für das Deutsche Bote Kreuz am kommenden Sonntag. der Natur. Tageskalender für Donnerstag. statt. Kreis Alsfeld. Aus der Stadt Gießen 3m schönsten Wiesengrunde... Wega zu uns'zu gelangen; den sie ist 1 600 OOOmal weiter entfernt als die Sonne. Wega gehört zu den sehr heißen Sternen mit hoher Leuchtkraft, in deren Spektrum die Wasserstoftlinien besonders stark hervortreten. Bei einer Oberflächentemperatur von über 11 000 Grad (Sonne 5 900 Grad) besitzt Wega den 2'/-fachen Durchmesser und die 51fache Leuchtkraft 'ber Sonne, ist also ein Lichtriefe im Vergleich zu unserer Sonne. Schräg links unter der Wega bemerken mir das kreuzförmige Sternbild des Schwans, deffen Schwanzfeder durch den Hellen Stern Deneb bezeichnet wird. Mit mächtigen'Schwingen und weit vor- gestrecktem Hals fliegt der Schwan südwärts. Wega und Deneb bilden mit Atair, dem Hauptstern im Adler, ein auffälliges gleichschenkeliges Dreieck, das dem Sommerhimmel fein befonderes Gepräge ver- Verdunkelungszeit 5. Juni von 21.39 bis 5.02 Uhr. höchste Ehre. Der Wille zur Leiftun läufig auch bei den Mädeln mäßige Arbeitseinführung, die die Wirkungsweise und die Gefahrenquellen der Maschinen den Jugendlichen erläutert und sie langsam und planmäßig an die Arbeit gewöhnt, fast völlig nehmen. Außerdem murhe durch vlanmäkiae Grundausbildung der Maland". Dichterlesung ($. &. Kolbenheyer in Gießen. - Die Berufserziehung der Mädel in der Industrie. Gternscha« in der Iuninacht Von Dr. Erwin Kofsinna. Jetzt schlägt’s 13! »Warten Sie nickst, bis so ein ..sanfter Druck" Sie art Ihre Hühneraugen erinnert! Besorgen Sie sich lieber gleich eine Schachtel Elast o- corn mit dem Filzring, danrt sind Sie bald die Plage los» tergrund für alle Farben .... Wenn wir so aus dem grünen Wald heraustreten auf die sonnenbeschienene Wiese, dann fühlen wir eine wohlige Betäubung. Wir können nicht vorüber. Wir müssen stillestehen und Hinschauen in die Pracht. Der Mittagswind flüstert im Gras, und wir hören das Lied des Sommers. Unwillkürlich summen wir das alte schöne Volkslied: „3m schönsten Wiesen gründe ..." H. Vornotizen. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. △ Dutenhofen, 3. Juni. Die (Sauft Anstelle Hessen-Nassau brachte dieser Tage den © p i o • nage film „Feind hört mit" zur Vorführung, wozu die hiestge Ortsgruppe der NSDAP, eingeladen hatte. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, und der Film hinterließ allenchalben einen tiefen Eindruck. Anschließend fand unter dem Vorsitz des Ortsgrupvenleiters, Lehrer So^n n e» dorn, eine Mitglieoeroersammlung der NSDAP. hie umliegenden prächtigen Waldungen sowie das hochgelegene Königsberg. Den gelben Rechtecken folgend wanderte die stattliche Schar dann zur Obermühle, von dort zur Rehmühle und schließlich über Rodheim an der Bieber zum Ausgangspunkt an der Lahnbrücke zurück. Voll reicher Freude an der herrlichen Natur wurde die genußreiche Wan- derung von allen Teilnehmern als eine neue Stärkung Tür das Schaffen im Alltag empfunden. Dort mußte die Wanderschar leider feststellen, daß einige Ruhebänke durch Zerstörungen unbenutzbar gemacht worden waren. Hoffentlich wird es den berufenen Stellen bald möglich sein, diesen herrlichen Ruheplatz wieder herzurichten, damit die na» Die ersten Frühlingsblumen sind verblüht, dielturfrohen Wanderer sich an dieser schönen Stelle Pracht der Obstbäume ist vorüber. Aber wir Men- wohlfühlen können. Nach längerer Mittagsrast schen können nicht ohne Blumesti fein. Sie zaubern ging es weiter durch den Wald bis zum Hof Buben- und locken Ouellen hervor, die im Herzen heimlich rod mit schönen Ausblicken auf den Dunsberg und rauschen. Sie rühren an die tiefsten Tiefen unsrer Seele und wecken mit ihrer Farbenpracht und ihrem Duft die uralte Sehnsucht aller Menschen nach der die Arbeit gewöhnt, fast volna nehmen, u wurde durch planmäßige Grundausbildung bei erwiesenermaßen in einer ganzen Reihe von Betrieben auch bei den einfachsten Arbeiten der bei der Arbeit gelieferte Ausschuß ober die Schlechtarbeit um nahezu die Hälfte herabgedrückt. Das sind Ergebnisse, die, schon rein wirtschaftlich betrachtet, eine planmäßige Arbeitseinführung auch beiden Mädeln geraten erscheinen lassen. Hinzu kommt aber die menschliche Seite. Der ©tob auf die eigene Arbeit, die Liebe zur eigenen Arbeit wächst, wenn die Jugendliche spürt, daß der Betrieb diese Arbeit für so wesentlich hält, daß er sie planmäßig mit dieser Arbeit vertraut machen läßt und es ihr überläßt, wie sie sich Die Machtübernahme brachte mit der anderen Wertung der Frau auch eine andere Wertung ihrer Arbeitsleistung. Es ist heute selbst- verständlich, die Arbeitskraft des deutschen Voltes als feine größte wirtschaftliche Kraft anzusehen. Bei dem Mangel an Arbeitskräften ist es ebenso selbstverständlich, baß bie deutsche Frau und ins- besondere das deutsche Mädel, das nach dem Grundsatz erzogen ist, daß sich feine weltanschauliche Hal- tung in seiner Leistung für fein Volk auswirken muß, sich in bie Front der Schaffenden einreihen. Arbeiten zu können, gilt nunmehr wieder als Gießener Wochenmarktpreije. Nachstehende Preise sind Händlerpreife und verstehen I sich für A*3Bare. Für 6°Ware oder abfallende Ware sowie für ©elbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 5. Juni. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, V» kg 25, Wirsing, grün, 20 bis 25, gelbe Rüben, Bund 24, rote Rüben 10, Spinat 10 bis 12, Spargel 34 bis 77, Rhabarber 15, Lauch 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 10 bis 15, Salatgurken, das Stück 60 bis 70, Radieschen, Bd. 7 Rpf. Wanderung des Wefferwaid-Dere ns Am zweiten Pfingsttag unternahm der Zweig Gießen des Westerwald-Vereins von der Lahnbrücke aus eine Tageswanderung. Durch die Rod- Heimer Straße ging es zunächst bis zum Heuchelheimer Mühlchen, von wo aus der Marsch in Richtung Kinzenbach fortgesetzt wurde. Nach der Früb- stücksrast in Kinzenbach ging bie Wanderung weiter durch üppige Wiesen und herrliche Wälber bis zur Grube Morgenstern und dann zur ,chicken Eiche"'. —.— Homb er g (Ohm), 3. Juni. Der hiesige Spar» und Vorschußverein hielt unter Leitung von Direktor L a n g st r o f f im Saale des Gastwirts Helm seine Hauptversammlung ab. Direktor Langstroff gedachte zunächst des verstorbenen Mitglieds Friedrich, Deckenbach, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Die Kasse hat audfim abgelaufenen Geschäftsjahr eine gute Entwicklung genommen und einen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern erfahren. Die Rivision der Kaffe und der Geschäftsfüyrung hat alle Verwaltungsgeschäfte in bester Ordnung befunden, so daß dem Vorstand Entlastung erteilt werden konnte. Die turnusmäßig ausscheidenden Vorstandsmitglieder und der Direktor wurden einstimmig auf drei Jahre wiederge- , wählt. Nach Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten der Tagesordnung wurde die Versammlung in üblicher Weste geschlossen. — Der hiesige Wanderverein unternahm am zweiten Pfingsttage eine Frühwanderung nach dem herrlich gelegenen Goldborn, an der sich 30 Wanderer beteiligten. In froher Stimmung wurde am Wanberziel bei Kaffee unb Kuchen Rast gehalten. Der Wanberführer gab dabei der Wander schar einen interessanten lieber« blick über bie reiche Geschichte dieser Gegend. Die fesselnden Darlegungen wurden mit gespannter Auf- merksamkeit entgegengenommen. Erfreut von dem reichen Erleben der Wanderstunben wurde dann der Heimweg angetreten. Unterseeboot verhinderte Vermögensverschiebung. Frankfurt a. M., 5. Juni. Durch Zufall kam eine Vermögensschiebung heraus, die von dem Großhändler Israel Lewin in Frankfurt begangen worden war. Als er nach Palästina auswandern wollte, gelang es ihm durch Bestechung Gold- und ©ilbergegenftänbe sowie Umzugsgut im Werte von 5700 RM. heimlich ins Ausland zu schaffen. Die Sachen lagerten in einem ausländischen Hafen, um mit einem bestimmten Schiff nach Palästina befördert zu werden. Dieses Schiff wurde von einem deutschen U-Boot aufgebracht. Die Sachen des Lewin blieben weiter lagern. Als der Jude die Lagerkosten, die stetig wuchsen, nicht mehr zahlen wollte, ließ er die Sachen eines Tages nach Deutschland zurückkom- men, diesmal nach Offenbach, offenbar weil er glaubte, dort vor Entdeckung sicher zu fein. Die Schiebung tarn aber trotzdem yeraus, und Lewin wurde jetzt von der Strafkammer Frankfurt wegen Bestechung und 'Devisenvergehens zu 2 Fahren 3 Monaten Gefängnis und 5000 RM. Geldstrafe verurteilt. Die sichergestellten Gegenstände wurden eingezogen. Sterne, bie wir sonst erkennen können, entzieht sich unseren Blicken. Gegen 23 Uhr Sommerzeit sehen wir hoch im Osten einen hellen, bläulich weißen Stern, die Wega in der Leier. Sie übertrifft an Glanz noch den Arktur, der jetzt den Südhimmel beherrscht, unb ist im Sommer, wenn Sirius nicht sichtbar ist, der hellste Stern unseres Fixsternhimmels. 26 3obre braucht der Lichtstrahl, um von der leiht. Dieses sogenannte Sommerdreieck ist aanz in den Hellen Grund ber Milchstraße gebettet, die wir vom Perseus im Norden über Kassiopeia, Kepheus, Schwan und Adler im ©üboften verfolgen können. Rechts von der Milchstraße steht in geringer Höhe über dem ©Übhorizont bas prächtige Sternbild bes Skorpions-, in ihm fällt besonders der rote Riesenstern Antares auf,der strahlenförmig von weißen dort zurechtfindet.' Diese Erkenntnisie gelten für alle Arbeitsgebiete, in denen Mädel unb Frauen tätig sind. Zu ihnen gehören nicht nur bie Arbeiten, bie schon von jeher Arbeitsgebiet der Frau waren und es auch immer bleiben werben unb benen sie in bie Snbuftrie nachgewandert ist, wie z. B. die Textilindustrie, bie Bekleidungsindustrie, die 3ndustrie der chemischen Spinnfaserherstellun^ die kosmetische 3nbu- strie, sondern hierher gehören z. B. auch die Arbeiten in ber Metallindustrie, die besondere Feinhandgeschicklichkeit, Ausdauer in der Kleinarbeit und Einfühlungsvermögen verlangen, wie z. B. die Elektroindustrie, Feinmechanik unb Optik, ©chmuckwaren- und Uhrenherstellung, pharmazeutische 3 n b u ftrte. An diesen Arbeitsplätzen fühlen sich die Mädel selbst auch wohl. Eine gründliche Ausbildung trägt wesentlich zur Prägung ihres Berufsstolzes bei und läßt sie an ber einmal liebgewonnenen Arbeit festhalten. Das 3ugendamt der Deutschen ^Arbeitsfront hat gemeinsam mit ber Reichsjugenbführuna schon seit langem betont, baß auch für bie Mädel neben die soziale Betreuung im Betrieb die gründliche Berufsausbildung treten muß. Nicht nur, weil diese Berufsausbildung letztlich für die Wirtschaft einen Gewinn und auch für die Mädel eine bessere Stellung verspricht, sondern weil sich das 3ugenbamt darüber klar ist, baß die Arbeit und bie Art und Weise, wie der 3ugenbliche an die Arbeit herangeführt wird, einen sehr wesentlichen erzieherischen Einfluß ausüben. Die, Prägung der Persönlichkeit geschieht nicht nur beim 3ungen, sondern auch beim Mädel zum großen Teil im Arbeitsleben. Es ist deshalb nicht gleichgültig, ob unsere Mädel durch eine planmäßige Arbeitsein- führung den Sinn ihrer Arbeit verstehen lernen, bie richtige Haltung zur arbeitenben Volksgemeinschaft gewinnen unb damit auch letztlich die richtige Einstellung zu ihrem späteren Beruf unb ihrer Stellung als Frau und Mutter und innerhalb ber Volksgemeinschaft. Damit ist nicht gesagt, daß das berufstätige Mädel sich nur mit Berufs fragen befassen soll. Die Freizeit des Mädels muß frei bleiben für bie weltanschauliche Schulung, bie körperliche Kräftigung, die hauswirtschaftliche Ertüchtigung und die Beschäftigung mit den Kulturgütern bes beutschen Volkes. Die Arbeit im Betrieb aber soll auch für bas Mäbel sinnvoll und planmäßig gestaltet sein und nicht als Gegensatz, sondern dis notwendiger Teil des Ganzen empfunden werden. i Am 21.3unt, 22 Uhr Sommerzeit, durchläuft die Sonne den nördlichsten Punkt ihrer jährlichen Bahn (Archiv-M.) am Himmel. Von biefem Zeitpunkt wendet sie sich ' ' I wieder nach Süden in absteigender Bahn, die Tage 3n einer Sonderveranstaltung des vom Goethe« werben kürzer Am längsten Tagc^bleibt die Sonne Bund, ber Kulturellen Vereinigung und der Volks- m Billldeutschland über 16 stunden, un nördlichen bilbungsftätte Gießen gebildeten Gießener Vortrags- Deutschlanb rund 17 s&turrben über bem Horizont, ringes wirb am Montag, 9. 3uni, der bekannte Wahrend der kurzen Nacht sinkt sie nur wenig Dichter Erwin Guido Kolbenheyer in Gießen unter den Horizont so daß rhre Strahlen noch die aus eigenen Werten lesen. Damit wird allen Schrift- höchsten schicksten der Atmosphäre erleuchten und turns- und Bücherfreunden unserer Stadt eine be° I ein Heller Dammerungsschein im Norden sichtbar deutsame Dichterstunde vermittelt werdeir. Kolben- ist; er wandert mit der norme vom Untergangs^ Heyer hat zahlreiche literarische Auszeichnungen er- ^punkt im Nordwesten zum Aufgangspunkr im halten, u. a. den Adalberi-Stifter-Preis, die Goethe-Nordosten. ' Medaille und die 'Bartburg=9iofe. 1927 wurde er Die Äurze der Äumnacht und d>- Aufhellung des von der Universität Tübingen zum Ehrendoktor der hMmetogrunder smd sur St-rnbeob°chtungen mcht Medizin ernannt. 1936 ehrte ihn München mit dem günstig. Erst spat dringt das Licht der Sterne durch Literaturpreis der Hauptstadt der Bewegung, 1937 »!- Dämmerung. Die große Menge der schwächeren erhielt er den Frankfurter Goechepreis. 1938 wurde 1 Kolbenheyer durch Verleihung des Adlerfchildes des Deutschen Reiches besonders geehrt. Diese Ehrungen gelten dem starken Gestalter deutscher Volkwerbung, ber in seinen großen epischen und dramatischen Schöpfungen stets verantwortungsbewußt für die Reinheit und Wiedergeburt des beutschen Wesens eingetreten ist. Sternen umgeben wirb. Antares ist einer der größten Himmelskörper, die wir kennen; er besitzt den 400fachen Durchmesser der Sonne. Wie bei allen roten ©fernen ist bie Außentemperatur mit 3200 Grab noch verhältnismäßig niebrig, aber die große Oberfläche bedingt, baß seine Leuchtkraft 2800mal so groß ist wie die der Sonne. Rechts über dem Skorpion sehen wir die beiden hellen Sterne ber Waage, und folgen wir dem Tierkreis weiter nach Westen, so gelangen wir zur weiß- funkelnden Spika in der Jungfrau unb zum Sternbild bes Großen Löwen, dessen Hauptstern Regulus sich schon dem westlichen Horizont nähert. Tief im Norden hebt sich die Kapella als einziger Fixstern von dem hellen Himmelsgrunde ab. Die W-förmige Kassiopeia hat ihre tiefite Stellung durchlaufen und steigt nun wieder gegen Nordosten an. Umgekehrt befindet sich ber Himmelswagen im Großen Bären in absteigender Bewegung nach Nordwesten. Verlängern wir den Bogen ber drei Deichselfter ne des Wagens nach Süden, so gelangen wir zum hellstrahlenden Arktur im Bootes. Den Raum zwischen Arktur und Wega erfüllen bie Sternbilder Herkules und Nördliche Krone. 3m Feldstecher betrachtet, bietet die halbkreisförmige Krone einen reizvollen Anblick; ihr Hauptstern ist ber Doppelstern Gemma, der „Edelstein". Der Kugelsternhaufen im Herkules steht zwar recht günstig, nämlich hoch im Sübosten auf ber Linie Wega—Arktur, ist aber während der Zeit der hellen Nächte nur im Feldstecher gut zu erkennen. Von den Planeten kann Merkur zu Anfang bes Monats tief im Westnordwesten gefunden werden; er steht links von der sehr viel helleren Venus unb geht IV2 Stunden nach der Sonne unter, ©eine Leuchtkraft nimmt jedoch rasch ab. Venus ist nur eine Stunde lang sichtbar. Mars bewegt sich an ber Grenze ber Sternbilder Wassermann unb Fische. Sein Aufgang verfrüht sich immer mehr, so baß er Anfang 3uni 2'/r ©tunoen, Ende bes Monats 4 Stunden vor der Sonne, also um Mitternacht, auf geht. Der Abstand bes Planeten verringert sich im Laufe des 3imi von 148 Millionen auf 129 Millionen Kilometer, womit eine geringe Helligkeits- mnahme verbunden ist. 3n ber zweiten Juni Hälfte lösen sich auch 3 u p i t e r unb Saturn aus ber Morgendämmerung unb können am Osthorizont beobachtet werben. Der Mond zeigt folgenbe Hauptlichtgestalten: erstes Viertel am 2., Vollmonb am 9., letztes Viertel am 16., Neumond am 24.3-uni. soll lediglich einer gesundheitlichen Schädigung der 3nsassen vorLeugen. Sie setzt daher immer voraus, daß diese warm gekleidet sind und daß möglichst auch ein wärmeisolierender Bodenbelag und eine wärmeisolierende Wandverkleidung vorhanden sind. Die ideale Temperatur im Luftschutzraum betragt 15 Grab Celsius. Dabei kann auf den Wintermantel, auf warme Decken, Strümpfe usw. selbstverständlich nicht verzichtet werden. Unstimmigkeiten entstehen auch häufig über die Frage, wann bie elektrischen Heizkörper eingeschaltet werden sollen. Die elektrische Heizung im Luftschutzraum ist frühestens zu Beginn des Fliegeralarms einzu- schalten und spätestens bei der Entwarnung wieder auszuschalten. Leise und majestätisch rauschen die Bäume des nahen Waldes. Wir stehen still am Rande unb chauen in die sommerliche Landschaft. Das junge atte Grün der Wiesen, geschmückt mit der Far-, »enfulle der Blumen, leuchtet uns entgegen. Schmet- Von der Abteilung für Seirafser3iel)ung terünge gaukeln im Sonnenlicht, Fliegen und Käfer und Betnebsfuhruna m der Deutschen Ar- summen, und die kleinen Bienchen sammeln den beitsfront, KreiSwaltung Wetterau, geljen süßen Honig. Von den Bäumen erklingt Vogel- uns die folgenden Ausführungen zu. gefang, unb die Grillen zirpen ununterbrochen. Rund eine Million 3ungen und Mädel haben Der herrliche Farbenreichtum der Wiesen ent- Schule verlassen, um in das Berufsleben einzückt uns immer wieder. Die einfach blüt)enben dutreten. Bei der oorangegangenen Berufsberatung werden die meisten Eltern darüber erstaunt gewesen sein, welche vielseitigen Berufs- unb Ausbildungsmöglichkeiten sich heute nicht nur dem 3ungen, sondern auch Dem Mädel bieten. Bekannt waren ihnen wahrscyeinlich lediglich die Tätigkeit im Büro und einige handwerkliche Berufe, die Wiefenblumen erfreuen unser Herz. Wohl blühen lchon immer als Frauenberufe galten, wie Damen- im Garten Rosen und Nelken in allen Formen schneidenn. Wascheschneidenn, Putzmacherin. und Farben, aber bie Wiesenblumen in ihrer schlich- Entwickelt hat sich die außerhäusliche Frauenten Schönheit erzählen uns so viel von der sommer- arbeit mit der 3ndustrie. 3n dem gleichen Maße, lichen Pracht, daß mir nicht aufhören können, sie in dem das Gewerbe bie Arbeiten übernahm, bie zu betrachten. Zwischen den einzelnen Gräsern ftüher die Frau in ber Hausgemeinscheaft selber leuchten Die breiten Wucherblumen mit ihren ausführte, wie z. B. ©pinnen und Weben, wurde weißen Randblättern und dem goldgelben Blüten- die Frau in die Arbeit in den Betrieben hinemge- teller. So frisch und sauber sind die Farben abge- zogen. Das Einbauen der Frauenarbeit in tönt. Daneben grüßen die blauen Blüten des Wie- ben Betrieben geschah zunächst in der Zeit, sensalbeis, die weißen kleinen Sternchen des Lab- in der rein wirtschaftliche Denkweise Trumpf war. frautes, die gelben Hahnenfüße und die roten Köpfe Da man aus früheren Zeiten nicht wie bei Der des Ackerklees. Nur ein paar knallrote Mohnblüten Männerarbeit, Maßstäbe für eine Bezahlung der unb zartblaue Kornblumen stehen bazwischen. Frauen Halle, wurden sie demgemäß zu Aeblich Die schönsten unb reichsten Tage des 3ahres er- niedrigeren Löhnen beschäftigt als die Manner, eben wir nun. Linden unb Holunder blühen bald. Verständlicherweise hat bei einer Derartigen Ten- Der Wald steht im schönsten Schmuck. Ueberall denz die Frauenarbeit reaelmäßia dann zugenom- leuchtet und glänzt es. Die junge ©aat ging hoch, men, wenn es darauf ankam, billige Arbeitskräfte unb überall singt es in Walb und Feld ... heranzuholen, also in wirtschaftlich schwierigen Sind bie in neuem Grün duftenden Wiesen Nicht Zeiten. Besonders festzustellen ist das für Die Zell wie ein bunter Teppich? Alle Farben hat die Natur j nach dem Wellkrieg. hier in bie Gräser getupft Tausendfältig ist die Pracht der Blumen. Die unscheinbaren Gräser mit ihren zitternden Köpfchen schäften den zarten Hin- g brachte zwangs- , — ... -------- Len Wunfch v-ch Gloria - Valalt (Selterswegsi „U-Boote west-gründlicher Berufsausbildung imt sich, «ärtel“ - Lichtspielhaus CM*.): baß Mädel aus einer Hilfsorbeiteriätigkell an Arbeitsplätze aufrückten, bie ein größeres Maß an Wissen und Können erfordern. Aus dieser Erkenntnis ging z. B. die Metallindustrie schon vor einiger Zeit dazu über, die bei ihnen in der Ausbildung der männlichen Fugend erprobten und aufs beste bewährten Lehrwerkstätten und Lehrecken auch in die Mäbelerziehung einzubauen. Der Er- Ifolg hat diesen Betrieben recht gegeben. Es zeigte isich, daß die Mädel, die in Lehrwerkstätten ober Lehrecken planmäßig in einer Ausbildungszeit, die mindestens mehrere Wochen dauerte, in die Arbeit eingeführt worden waren, sich im Betrieb an den Maschinen erheblich besser zurechtfanden als die Arbeiterinnen, bei denen man derartige Maßnahmen versäumt hatte. Znsbesondere läßt' sich die Scheu vor ber Maschine, die dem Mädel vielleicht noch mehr anhaftet als dem 3ungen, durch eine plan- Sammlung hessischer Auswandererbriefe. Die Forfchungsstelle Reffen in aller 2BeU',. Me für die Erforschung und Betreuung der hefstschen Auswanderer und ihrer Nachkommen zuständige Stelle, sammelt Briefe ausgewanderter Hessen M denen Leistung und Zähigkeit, G uck und ‘^ffheg, aber auch Not und Elend, Verfolgung und Unter- aana deutscher Menschen im Ausland geschildert sind. Die denkwürdigsten Briefe, bzw- Teile daraus, sollen in einem Buche „Briefe deillscher 2lusroam derer" zusammengestellt werden und em Bild vom deutschen Leben im Ausland geben. Bei ledern Bries wird nach Möglichkell der Schreiber unb Der Empfänger genannt werben, doch wird vorher in jedem einzelnen Fall um die Genehmigung zur Veröffentlichung nachgesucht Alle Briefe werden sorgfältig und vertraulich behandelt unb wieder zu- rückgegeben. Die Forschungsstelle Hessen in aller Welt", Darmstadt, Pädagogstraße 1, Fernsprecher 7731, Nebenstelle 433, bittet alle Besitzer solcher Briefe um deren Einsendung und Ueberlaffung sur kurze Zeit. Warm anzieden auch im geheizten r^ustschuhraum. Die Beheizung der Luftschutzräume verführt manche Hausbewohner, nun auf warme Kleidung zu verzichten, in der Annahme, daß bie Heizung ausreichend sei ober ausreichend gestaltet werden müsse. 3n Der „Sirene" wird deshalb Darauf bm- aewiesen, daß die Beheizung der Luftschutzräume nicht den Zweck hat, Temperaturen zu erzielen, wie sie in Wohnräumen üblich sind. Die Beheizung ELASTOCORN