Gießener Anzeiger BritylMH Ueiotrlttätsbredtrti L. tage General-Anzeiger für Oberhessen **ei*tenn darüber hatte der Führer niemals einen Zweifel gelassen, daß Deutschland eine Wieder- holUng des Saloniki-Unternehmens in diesem Kriege unter keinen Umständen hinnehmen würde, unb auf nichts anderes lief nach dem Rückschlag der italienischen Waffen in Nordafrika die van Churchill ausgehende Verlegung des Kriegs- schauplatzes von Libyen auf den Balkan hinaus, ter Führer nannte diesen Entschluß einen der Mähten strategischen Fehler dieses Krieges. Er führte zur völligen Vertreibung Englands vom europäischen Kontinent, und da in der gleichen Beit die Achsenmächte in Nordafrika die britischen Scheinerfolge zunichte machen konnten, hat Churchill mit einem Schlage zwei Kriegsschauplätze verloren. Mit wunderbarer Prägnanz gab der Führer einen Aufriß des genialen Operationsplans unb seiner Durchführung, bis Heer und Luftwaffe in allen Befehlsstellen vor bie benfbar schwierigsten Aufgaben stellte unb von der Truppe bas Aeußerste an Einsatzfreudigkeit unb Kühnheit forderte. So sparte der Oberste Befehlshaber auch nicht an warmer Anerkennung der außerordentlichen ßeiftungen von Führung unb Truppe. Aus dem Munbe Des erfahrenen Weltknegssoldaten und siegreichen Feld- l)errn auf allen Schlachtfeldern dieses Krieges Hai dies Lob seinen besonderen Klang, wenn dieser Mann feftfl eilte: Zn Diesem Feldzug hat sich die deutsche Wehnnacht selbst übertroffen! Dem deutschen Soldaten ist nichts unmöglich. Seine vorn Impuls stärkstem Miterlebens getragene Schilderung Der Kämpfe dieses Balkanfeldzuges war ein Heldenlied auf des deutschen Soldaten aller Grade und aller Waffen wetteifernde Hingabe. Dabei zeugte es für den durch und durch soldatischen Sinn des Führers, daß er mit ehrlicher Genugtuung des Anteils gedachte, den unsere Verbündeten zu Dem großen Erfolg beigetragen haben, und auch dem To- desmut, mit dem der griechische Soldat für eine verkdrene Sache gekämpft hat, seine Anerkennung nicht versagte. Aber mit bitterer Ironie bedachte er auch die seltsamen Heldentaten der Engländer, die nach berühmtem Muster ihre Verbündeten im Stich ließen, als die Katastrophe über sie herein- brach und deren Meister bann noch die Stirn hat, zu erklären, daß man von vornherein nicht an den Erfolg dieses Kampfes geglaubt habe, in den Attiei Völker hineingehetzt mürben unb verbluten bürsten. An Hanb eines enbrücfenben Zahlenmaterials rechnete der Führer eindeutig ab mit den verlogenen Behauptungen eines Churchill über die deutschen Verluste. So sä>wer sie im einzelnen für die Betroffenen sind — bas beutsche Volk neigt sich in Ehrfurcht vor der Größe ihres Opfers —, fo außerordentlich gering sind sie im Großen gesehen, wav seine Begrünbung findet in dem hohen Ausbildungsstand unseres militärischen Führerkorps, dem hohen Können des einzelnen Soldaten und seiner Tapferkeit und der hervorragenden Güte seiner Ausrüstung. Unb gerade dies letztere verpflichtet die Heimat, der Front die Waffen zu geben, die sie benötigt, um auch künftighin jo siegen zu können, wie sie es bisher in unvergleichlicher Weise getan hat. „Ähr Schweiß kann das Blut der Soldaten ersparen", so formulierte der Führer die kategorische Forderung an die Heimat, an Arbeitskraft da» Aeußerste einzusetzen, um der Nation in ihrem Schicksalskampf auf Dem Gebiet der Rüstung den Vorsprung zu erhalten unb ständig zu vergrößern. Und hier geht der Appell des Führers in erster Linie an die deutschen Frauen und Müdck>on, sich dem großen Arbeitsprozeß einzugliedern und durch ihren tätigen Einsatz ihr Teil beizutragen zum Sieg der bcutfrlxn Waffen. Wenn Heimat und Front in unlöslicher Gemeinschaft zusammenstehen, dann wird es an der Gnade des allmächtigen Gottes nicht fehlen, bann (inh nur jeher mir denkbaren Koalition der Welt überlegen. Mit gläubiger Zuversicht unb mitreißender Siegesgewißheit verkündete der Führer, daß das Fahr 1941 als das größte Jahr unserer Erhebung in die Geschichte eingehen weide, der na- tionalsozialistische Volksstaat werde nicht nur diesen Krieg Überdauern, sondern das kommende Jahrtausend. Des Führers Dank an Front und Heimat nach dem herrlichen Sieg deutscher Waffen im Balta nseldzug ist erneut Verpflichtung zu letzter Hin- nabe an die Forderungen der Ration. Wir alle sind wiederum aufgerufen zu höchstem Einsatz, wir alle sind Garanten des Sieges, auf dem sich unsere Zukunft- und bie unserer Kinder gründet. Dr. Fr. W. Lange. 3n der Krolloper. Berlin, 4. Mai. (DRV. Funkspruch.) Die Zu- fammenberufung des Deutschen Reichstages im Kriege hat, wie die drei vorangegangenen Sitzungen bewiesen, ihre besondere Bedeutung. Än der Reichs- Hauptstadt war die Krolloper im Tiergarten das Ziel zahlreicher Berliner. Wer nicht das Glück hatte, der Rede Adolf Hitlers selbst beizuwohnen, wollte wenigstens den Führer und seine Getreuen auf dem Wege zur Reichstagssitzung sehen. An den Anfahrtstraßen von der Reichskanzlei bis zum Tiergarten bilbeten die Gliederungen der Bewegung ein dichtes Spalier. Kurz vor 6 Uhr verließ der Führer die Reichskanzlei und begab sich unter dem stürmischen Jubel der ermortungsfreubigen Berliner zur Krolloper. Hier standen wie immer die Menschen dicht an dicht, besonders um Den Augenblick zu erleben, in dem der Führer die Ehrenkompanie der Leibstandarte abschritt. Eine Stunde vor Beginn der Reichstagssitzung strömten die Abgeordneten in den Sitzungssaal, der wie immer als einzigen Schmuck auf dem weißen Grund der Stirnwand das riesige goldene Hoheitszeichen zeigt. Gegenüber Der letzten Sitzung und die braunen und schwarzen Uniformen noch starker dem Grau des Soldatenrockes gewichen. Vom Schützen bis zum hohen Offizier ist auf den Sitzen der Abgeordneten alles vertreten. Manch einer der Abgeordneten nimmt als Verwundeter an der Sitzung teil. Auch auf den Rängen dominieren die Uniformen. Hier sitzt u. a. die Generalität und Admiralität. Doll besetzt ist auch die Diplomatenloge, nicht minder sind es die Plätze der in- und besonders der ausländischen Presse. Kurz vor 6 Uhr nehmen die Abgeordneten ihre Platze ein. Inzwischen hat sich and) die große Tribüne gefüllt. Die Reichsregierung ist vollzählig vertreten. Anwesend finb ebenso die Oberbefehlshaber der Wehr- macht und der Chef des Oberkommandos der Wehr- macht. "i Punkt 6 Uhr betritt der Führer den Sitzungssaal. In feiner Begleitung sieht man Reichsmarschall Görina, den Stellvertreter des Führers. Reichsinnenmmister Frick unb Reichsführer ff Himmler. Die Abgeorbneten erheben sich, kein Laut ist in dem weiten Raum zu hören. Alle /Augen sind auf den Führer gerichtet, der die Empore betritt und nun seine engsten Mitarbeiter begrüßt. Reben dem Rednerpodium nehmen der Ches der Reichskanzlei Reichsminister Dr. Lammers, der Pressechef der Reichsregierung Reichsleiter Dr. Dietrich sowie die Adjutanten des Führers ff-Grupven- führer Schaub und RSKK.-Gnippenführer Bormann ihre Pläjze ein. Der Präsident des Deutschen Reichstages, Reichsmarschall Göring, eröffnet die Sitzung und gedenkt eingangs der verstorbenen Abgeordneten, während sich das Haus von den Plätzen erhebt. Als dann der Reichsmarschall die Worte spricht:, „Ich bitte unseren Führer, das Wort zu ergreifen", dauert es mehrere Minuten, bis die stürmischen Heilrufe und die Begeisterung des Hauses sich gelegt haben, sodaß der Führer das Wort nehmen kann. Der Führer spricht. Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstags! In einer Zeit, da Taten alles und Worte wenig sind, ist es nicht meine Absicht, vor Sie als die erwählten Vertreter des deutschen Volkes öfter als unbedingt notwendig hinzutreten. Zum erstenmal habe ich mich bei Kriegsausbruch an Sie gewendet in dem Augenblick, da dank der englisch-französischen Verschwörung geyen den Frieden jeder Versuch eines sonst sicher möglichen Ausgleichs mit Polen gescheitert war. Die gewissenlosesten Männer der Gegenwart, die — wie sie es heute zugeben — schon seit dem Jahre 1936 den Entschluß gefaßt hatten, das ihnen in seiner friedlichen Aufbauarbeit zu machtvoll wer- dende Reich in einem neuen blutigen Krieg zu verwüsten unb wenn möglich zu vernichten, hatten es glücklich fertiggebracht, in Polen endlich den Staat zu finden, der als erster bereit war, für ihre Interessen und Ziele das Schwert zu ziehen. Alle meine Versuche, gerade mit England zu einer Verständigung, ja zu einer dauernden unb freundschaftlichen Zusammenarbeit zu kommen, scheiterten damit an dem Wunsch und Willen einer kleinen Clique, die, sei es aus Haß oder aus materiellen Gesichtspunkten — jeden deutschen Vorschlag einer Verständigung mit dem nicht verhehlten Ent- schluß abtat, den Krieg unter allen Umständen zu wollen. Der treibende Mann dieses ebenso fanati- schon wie teuflischen Planes — koste es was es wolle, einen Krieg zu bekommen— war schon damals Mr. Churchill, seine Gehilfen die Männer, die zur Zeit bie britische Regierung bilden. Die stärkste offene und versteckte Förderung wurde diesen Bestrebungen zuteil aus den sogenannten „großen Demokratien" diesseits und jenseits des Ozeans. In einer Zeit steigender Unzufriedenheit der Völker mit ihren versagenden Negierungskünsten glaubten dort die verantwortlichen Männer am ehesten durch einen erfolgreichen Krieg der sonst doch nicht mehr lösbaren Probleme Herr werden zu können. Hinter ihnen stand das große internationale jüdische Bank-, Börsen- und Rüstungskapital, das wieder, wie schon einst, die Möglichkeiten eines wenn auch schmutzigen, so doch großen Geschäftes witterte. Und so wie früher war man ohne Skrupel bereit, zugunsten ihres Goldes bas Blut Der Völker zu vergießen. — So nahm dieser Krieg seinen Anfang! Wenige Wochen später war der Staat, der sich als erster leichtfertig genug für die Finanz- und Kapitalinteressen dieser Kriegshetzer einspannen ließ, geschlagen und vernichtet. Ich glaubte es unter diesen Umstanden unserem eigenen deutschen Volk und zahllosen an sich ebenso anständigen wie unschuldigen Menschen einer anderen Welt schuldig zu sein, erneut einen Appell an bie Einsicht und das Gewissen der anderen Staatsmänner zu richten. Am 6. Oktober 1936 stellte ich daher abermals fest, daß Deutschland weder von England noch von Frankreich etwas verlangt habe, noch verlangen wolle, daß die Fortsetzung des Krieges Wahnsinn fei, daß vor allem der Schrecken der modernen Kriegswaffen, fo wie diese erst einmal in Tätigkeit treten würden, große Gebiete vernichten müßte. Ich warnte vor dem Kampf der schweren und weittragenden Artillerie gegen zivile Orte in der Erkenntnis, daß daraus nur eine beiderseitige Zerstörung tiefer Landstriche kommen könnte. Ich wies vor allem darauf hin, daß der Einsatz der Luftwaffe mit ihrer Fernwirkung zur Vernichtung alles dessen führen werde, was iayr- hundertelange Arbeit mühselig aufaedaut und in Europa als Kulturwerte geschaffen haben. So wie aber schon mein Appell am 1. September 1939 vergeblich blieb, so verfiel auch der neue einer geradezu entrüsteten Ablehnung. Die britischen Kriegshetzer und ihre jüdisch-kapitalistischen Hintermänner hatten für meinen Appell der Menschlichkeit keine andere Erklärung als die Annahme des Vorhandensseins einer deutschen Schwäche. Man versicherte den Völkern in England und in Frankreich, daß Deutschland vor der Auseinandersetzung im Frühjahr 1940 zittere und aus Angst vor her ihm bdbe-l bevorstehenden Vernichtung gerne Erleben schließen möchte. Man erklärte aber, daß so ein Friede unter keinen Umständen kommen durfte, bevor nicht das Deutsche Reich zertrümmert und die deutschen Menschen so weit geschlagen unb ver- elend et mären, bis sie endlich an den Feldküchen ihrer Gegner anjtehen würben, um sich dort etwas Essen ziu erbetteln. Schon damals begann, geblendet von den mit eiserner Stirn vorgetragenen Prophezeiungen Mister Churchills, die norwegische Regierung mit dem Gedanken einer britischen Invasion zu spielen, um über dem Weg der Duldung einer Besetzung norwegischer Häfen und des schwedischen Erzgebietes zur Vernichtung DeutschlanDs beizu- tragen. So sicher wurden enblld) die Herren Churchill und Paul Reynaud des Erfolges ihres neuen Anschlages, daß sie — fei es aus Leichtsinn ober unter alkoholischem Einfluß — ihre Ab sich len glaubten, nicht mehr verheimlichen zu müffen. Dieser Schwatzhaftigkeit her beiben Herren verdankte damals die deutsche Regierung die Kenntnis der gegen das Reich geschmiedeten Pläne, das deutsche Volk damit vielleicht aber seinen entscheidend- ft e n Gegen hieb in diesem Kriege, denn her britische Anschlag gegen Norwegen war ohne Zweifel die für das Reich bedrohlichste Aktion. Wenige Wochen darauf mar diese Gefahr gebannt. Eine der kühnsten Waffentaten der Kriegsgeschichte aller Zeiten vereitelte den Angriff her englischen »md französischen Armeen gegen die rechte Fanke unserer Verteidigungsfront. Diese so Oberau« erfolg- reiche deutsche Abwehr führte zu einer solchen Stärkung unserer europäischen Stellung, daß sie (träte- gisch überhaupt nicht hoch genug bewertete werden kann. Sofort nach dem Versagen dieser Pläne setzte ein erhöhter Druck der englischen Kriegshetzer auf Belgien unb Holland ein. Das Ziel war nunmehr — nachdem der Anschlag gegen die Erzzufuhr mißlungen war durch das Mttveißen der belgisch-holländischen Staaten die Front an den Rhein vorzutragen unb damit die das Erz verarbeitenden Stätten zu bedrohen und auszuschalten. Am 10. Mai des vergangenen Jahres begann der denkwürdigst« Kampf vielleicht in unserer deutschen Geschichte überhaupt. In wenigen Tagen wurden die feindliche!! I D li f e II a UfglbtOÄlfl und die Voraussetzung zu jener Operation geschaffen, die zu den größten Vernichtungsschlachten der Weltgeschichte führte. So brach Frankreich nieder. Belgien und Holland waren besetzt, die britischen Verbände verließen zusammengeschlagen und waffenlos in Trümmern den europäisä-en Kontinent. ' Am 19. Juli rief ich daraufhin zum dritten» m a l den Deutschen Reichstag zusammen zu jenem großen Pechenschastsbericht, dessen Sie sich alle noch erinnern. Die Sitzung verschaffte mir die Möglichkeit, dem Dank der Nation an ihre Soldaten fenen Ausdruck zu verleihen, der der einmaligen Größe her Ereignisse entsprach. Ich habe aber auch diese Zusammenkunft wahrgenommen, um noch einmal d i e Welt zum Frieden zu mahnen. Ich ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, daß meine Hoffnungen in dieser Richtung auf Grund der Erfahrungen nur geringe sein könnten. Denn die Männer,- die den Krieg gewollt hatten, handelten ja nicht aus irgendeiner idealen Ueberzeugung. Hinter ihnen stand als treibende Kraft der jüdisch- demokratische Kapitalismus, dem sie verpflichtet unb damit verfallen waren. Die von diesen Kriegsinteressenten aber schon festgelegten, weil investierten Milliarden-Kapitalien schrien nach Verzinsung unb Amortisation. Daher erschreckte sie auch bie lange Dauer bes Krieges nicht nur nicht, sondern im Gegenteil, sie ist ihnen erwünscht. Denn dieses Kapital braucht in der Gestalt seiner Anlage in Fabriken unb Maschinen Zeit zum Anlaufen unb erst recht Zeit zur Ausschüttung her erwarteten Gewinne. Diesen jüdisch-demokratischen Kriegsinteressenten ist daher von vornherein nichts verhaßter als der Gedanke, es könnte einem Appell an die Vernunft der Völker vielleicht noch in letzter Minute gelingen, den Krieg ohne weiteres Blutvergießen zu beenden und damit die Gewinnsie ihrer angelegten Milliarden beschränken. So wie ich es damals vorausahnte und vorhersagte, kam es. Mein Friedensangebot wurde als das Zeichen der Angst und Feigheit hlngestellt. Es gelang den europäischen unb amerikanischen Kriegshetzern, die gesunde Vernunft der breiten Massen, die keinen Gewinn von diesem Kriege haben können, abermals zu benebeln, durch lügenhafte Darstellung neueHoffnungen zu erwecken unb damit endlich mittels der von ihrer Presse dirigierten ösfentlichen Meinung die Völker aufs neue für eine Fortsetzung bes Kampfes zu verpflichten. Auch meine Warnungen gegen bie Anwendung des von Herrn Churchill propagierten Nachtbombenkriegs gegen bie Zivilbevölkerung mürbe nur als Zeichen der deutschen Ohnmacht ausgelegt. Dieser blutigste Dilettant der Geschichte aller Zeiten glaubte lm Ernst, Oie Brandstifter aus dem Balkan Deutschland wollte den Frieden Vorteile bot. Denn ich mutz dies heute der geschichtlichen Wahrheit wegen feftfteKen, daß in diesem Pakt und bnrd) die mit ihm verbundenen Zusatzabkommen Jugoslawien zu keinerlei Hilfeleistung verpflichtet war. Ja, im Gegenteil! Es erhielt von den Dreierpaktmächten die feierliche vernünftigen Lösuna der Situation umzusehen. Deutschland hat in der leisen Hoffnung, vielleicht doch noch irgendwie zu einer Klärung der Frage beitragen zu können, seinerseits die Beziehungen zu Griechenland nicht abgebrochen. Ich mußte aber auch schon damals pflichtgemäß vor der ganzen Welt darauf Hinweisen, daß wir einer Wiederaufnahme der alten Saloniki-Idee des Welt- krieges nicht tatenlos zusehen würden. Leider wurde meine Warnung, daß, wenn sich ir- gendwo in Europa der Engländer festsetzen würde, wir ihn augenblicklich in das Meer zurückzutreiben entschlossen seien, nicht ernst aenug genommen. So konnten wir denn im Laufe dieses Winters sehen, wie England in steigendem Maße begann, sich die Basen für die Bildung einer solchen neuen Saloniki-Armee auszubauen. Man begann mit der Anlegung von Flugplätzen, schaffte sich erst die notwendigen Bodenorganisationen in der lieber» zeugung, daß die Belegung der Plätze selbst dann sehr schnell stattfinden konnte. Endlich kamen in laufenden Material-Transporten die Ausrüstungen für eine Armee, die — nach der Auffassung und der Einsicht des Herrn Churchill — selbst dann im Laufe weniger Wochen nach Griechenland zu bringen war. Wie schon bemerkt, meine Abgeordneten, blieb uns dies nicht verborgen. Wir haben dem ganzen eiaenartigen Treiben monatelang, wenn auch mit Zurückhaltung, so doch aufmerksam zugesehen. Der Rückschlag, den die italienische Armee in Rordafrika Infolge einer technischen Unterlegenheit der Panzerabwehr nnd der Panzerwaffe selbst erlitt, führte endlich Herrn Churchill zur lleberzeugung, daß nunmehr der Moment gekommen sei, um den Kriegsschauplatz von Libyen weg nach Griechenland zu verlegen. Er veranlaßte den Abtransport der noch vorhandenen Panzer sowie den der hauptsächlich ans Australiern und Neuseeländern bestehenden Infanterie - Divisionen und war überzeugt, nunmehr jenen Coup starten lassen zu können, der mit einem Schlag den Balkan in Feuer sehen würde. Herr Churchill hat damit strategisch mit einen der größten Fehler dieses Krieges gemacht. (Mnutenlanger Beifall.) Sowie ein Zweifel über die Absicht Lnglands, sich auf dem Balkan festzusehen, nicht mehr möglich war, habe ich die notwendigen Schritte eingeleiket, um auch deutscherseits Zug um Zug auf diesem für uns lebenswichtigen Platz jene Kräfte be- reltzustellen, die notwendig waren, um jedem eventuellen Unfug dieses Herrn sofort cn f gegen- treten zu können. 3. In Anbetracht dessen hak das Deutsche Reich — wenn man überhaupt vou politischeu Interessen sprechen will — nur e i n Interesse gehabt, nämlich die Handelspartner innerlich gesund und kräftig zu sehen. Das Deutsche Reich hat daher alles getan, um durch seinen Einfluß und durch seine Hilfe, durch Rat und Tat diesen Ländern beizustehen in der Festigung ihrer eigenen Existenz, ihrer inneren Ordnung, ohne Rücksicht auf ihre besonderen Staatsformen. Die Befolgung dieser Gesichtspunkte führte auch tatsächlich nicht nur zu einer steigenden Prosperität in diesen Ländern, sondern auch zu einem sich allmählich anbahnenden gegenseitigen Vertrauen. Um so größer war das Bestreben des Weltbrandstifters Churchill, diese friedliche Entwicklung zu unterbrechen und durch das unverschämte Auf- oktroyieren von an sich gänzlich wertlosen britischen Hilfsversprechen, britischen Garantien usw. in dieses befriedete europäische Gebiet die Elemente der Unruhe, der Unsicherheit, des Mißtrauens und endlich des Streites zu tragen. Er fand dabei eine Unterstützung bei all jenen obskuren Erscheinungen, die, sei es wirtschaftlich, sei es ideell unter britischem Einfluß stehend, bereit waren, die Interessen ihrer eigenen Bölter gegenüber den Wünschen ihrer materiellen und geistigen Auftragggeber zurückzustellen. Deutschland hat aber nach den Balkanstaaten nicht nur verkauft, sondern es war dort vor allem auch der größte Einkäufer. Und zwar ein dauerhafter und solider Einkäufer, der die Produkte des Balkanbauern mit der Arbeit des deutschen Jndu- striearbeiters bezahlte und nicht mit schwindelhaften Valuten und Devisen, die schon seit Jahren ohnehin an einer chronisch gewordenen Entwertung litten. So war es nicht verwunderlich, wenn — wie schon erwähnt — Deutschland zum größten Handelspartner der Balkan st aaten wurde. Dies lag deshalb auch nicht nur in deutschem Interesse, sondern genau so im Interesse der Balkanvölker selbst, und nur die rein kapitalistisch orientierten Gehirne unserer jüdischen Demokraten können behaupten, daß, wenn ein Staat einem anderen Staat Maschinen liefert, er den anderen Staat dadurch beherrscht. In Wahrheit könnte eine solche Beherrschung dann immer höchstens eine gegenseitige sein. Ja, man kann auf Maschinen immer noch eher verzichten als auf Lebensrnittel und Rohstoffe, mithin der Partner, der für seine Maschinen Getreide oder Rohstoffe bekommt, vielleicht noch mehr gebunden ist als der Empfänger der Industriepro- dukte. Nein! Es gab in diesem Geschäft weder Sieger noch Besiegte, sondern es gab nur Teilhaber, und das Deutsche Reich der nationalsozialistischen Revolution hat seinen ganzen Ehrgeiz dareingesetzt, ein anständiger Teilhaber zu fein, d. h. mit anständigen, soliden Waren zu bezahlen und nicht mit demokratischen Schwindelpapieren. Ich muß hier ausdrücklich feststellen, daß sich dies nicht gegen Griechenland richtete. 2)er Duce selbst hat mich nie darum gebeten, ihm für diesen Fall auch nur eine deutsche Division zur Verfügung zu stellen. Er war der lleberzeugung, daß mit Dem Einbruch der Jahreszeit der Kampf gegen Griechenland so oder so schnell zu einem Erfolg führen wende. Ich selbst war derselben Meinung. Es handelte sich also beim Aufmarsch der deutschen Kräfte nicht um eine Hilfe für Italien gegen Griechenland, sondern um eine vorbeugende Maßnahme gegen den britischen Versuch, gedeckt im Getöse des italienisch-griechischen Krieges sich auf dem Balkan im geheimen einzunisten, um von dort nach dem Vorbild der Saloniki-Armee des Weltkrieges eine Entscheidung herbeizuführen, vor allem aber, um damit auch noch weitere Kräfte in den Strudel des Krieges mit hineinzureißen. Diese Hoffnung stützte sich dabei unter anderem auf zwei Staaten: auf die Türkei und auf Jugoslawien. Gerade mit diesen beiden Staaten aber habe ich mich seit den Jahren der Machtübernahme bemüht, eine enge, auf wirtschaftlichen Zweckmäßigkeiten basierende Zusammenarbeit herbeizuführen. Jugostuwien war, soweit es sich um den serbischen Kem handelte, im Weltkrieg unser Gegner gewesen. Ja, von Belgrad aus hat der Weltkrieg seinen Anfang genommen. Trotzdem war im deutschen Volk, bas von Natur aus nicht nachtragend ist, keinerlei Haß dagegen vorhanden. Die Türkei war im Weltkrieg unser Verbündeter. Sein unglücklicher Ausgang dieses Kampfes lastete auf diesem Land genau so schwer, wie auf uns selbst. Der große geniale Neuschöpfer der jungen Türkei gab als Erster ein wunderbares Vorbild für die Erhebung der damals vom Glück verlassenen und vom Schicksal so entsetzlich geschlagenen Verbündeten. Während sich nun die Türkei dank der realistischen Haltung feiner Staatsführung die Unabhängigkeit des eigenen Entschlusses wahrte, fiel Jugoslawien den britischen Intrigen zum Opfer. Meine Abaeordneten! Männer des Deutschen Reichstages! Die meisten von Ihnen, vor allem Sie, meine alten Parteigenossen, wißen, wie sehr ich mich bemüht habe, zwischen Deutschland und Jugoslawien aufrichtige Beziehungen des Ver. Mit diesen „Garantien" wurde erst der rumänische Staat eingefangen und später bann vor allem der griechische. Daß hinter diesen Garantien überhaupt keinerlei Macht stand, wirkliche Hilfe zu geben, sondern daß es sich nur darum handelte, Staaten auf die abschüssige Bahn der britischen Jnteressenpolitik zu verlocken, dürfte wahrscheinlich doch genügend bewiesen sein. Rumänien hat seine Garantie, die es mit Absicht den Achsenmächten entfremden sollte, bitter bezahlen müssen. Griechenland, das gerade diese Garantie am allerwenigsten vonnöten hatte, war ebenfalls bereit, dem englischen Lockruf folgend, sein Schicksal mit dem des Geld- und Auftraggebers seines königlichen Herrn zu verbinden. Denn ich muß auch heute noch — ich glaube dies der historischen Wahrheit schuldig zu sein — einen Unterschied machen zwischen dem griechischen Volk und jener dünnen Schicht einer verderbten Führun g, die von einem england- hörigen Könige inspiriert, weniger die wahren Aufgaben der griechischen Staatsführung im Auge hatte, als sie sich vielmehr die Ziele der britischen Kriegspolitik zu eigen machte. Ich habe dies aufrichtig beteuert — Es war für mich als Deutschen, der schon durch die Erziehung in seiner Jugend sowohl als durch seinen späteren Lebenslauf eine tiefste Verehrung für die Kultur und Kunst eines Landes besaß, von dem einst das erste Licht menschlicher Schönheit und Würde ausging, sehr schwer und bitter, diese Entwicklung zu sehen und nichts dagegen unternehmen zu können. Wir hatten durch die Akten von La Charite einen Einblick bekommen in das Treiben der Kräfte, die früher oder später den griechischen Staat nur in ein maßloses Unglück führen mußten. Im Spätsommer des vergangenen Jahres gelang es Herrn Churchill, die platonischen Garanttever- sprechen an Griechenland in den Köpfen gewisser Kreise so zu substantiieren, daß sich daraus eine ganze Reihe fortgesetzter Neutralitätsverletzungen ableiten ließ. In erster Linie war davon 31aII en betroffen. Es fühlte sich deshalb auch veranlaßt, im Oktober 1940 der griechischen fRegieping Vorschläge zu unterbreiten und Garantien zu fordern, die geeignet schienen, dielen für Italien unerträglichen Zuständen ein Ende zu bereiten. Unter dem Einfluß der britischen Kriegshetzer stehend, erfuhr dieses Ersuchen eine brüske Ablehnung und damit der Friede des Balkans fein Ende. Die einbrechende Ungunst des Wetters, Schnee, Sturm und Regen gaben in Verbindung mit einem — ich muß es der- geschichtlichen Gerechtigkeit wegen feststellen — überaus tapferen Widerstand der griechischen Soldaten der Athener Regierung genügend Zeit, um sich die Folgen ihres unglücklichen Entschlusses zu überlegen und sich nach den Möglichketten einer ftänbniffes, ja der Freundschaft herzustellen. Ich habe daran jahrelang gearbeitet Ich glaubte, mich dabei unterstützt zu sehen von einzelnen Vertretern dieses Landes, die, so wie ich, sich von einer engen Zusammenarbeit unserer beiden Staaten nur Nützliches zu versprechen schienen. Als sich dem Balkan infolge der britischen Intrigen die Gefahr näherte, früher oder später ebenfalls in den Krieg hineingerissen zu werden, war es erst recht mein Bemühen, alles zu tun, um Jugoslawien vor einer so gefährlichen Verstrickung zu bewahren. Unser Außenminister, Parteigenosse Ribbentrop, hat in diesem Sinn mit der ihm eigenen Geduld und genialen Beharrlichkeit in zahlreichen Zusammenkünften und Besprechungen immer wieder auf die Zweckmäßigkeit, ja Notwendigkeit hinge- wiesen, wenigstens diesen Teil Europas aus dem unseligen Krieg h e r a u s z u ha l t e n. Er hat. in diesem Sinne der jugoslawischen Regierung Vorschläge unterbreitet, die so hervorragend und loyal waren, daß sich endlich auch im damaligen jugoslawischen Staat die Stimmen zu mehren schienen, die einer solchen engen Zusammenarbeit das Wort redeten. Es ist daher vollkommen richtig, wenn Mister Halifax heute erklärt, daß es nicht die deutsche Absicht gewesen war, auf dem Balkan einen Krieg herbeizuführen. Ja, es ist richtig, daß es demgegenüber unser aufrichtiges Bestreben war, über den Weg der Anbahnung einer engeren Zusammenarbeit mit Jugoslawien vielleicht soaar noch die Möglichkeit einer für die berechtigten italienischen Wünsche tragbaren Beilegung des Konfliktes mit Griechenland zu erreichen. Der Duce hat dem Versuch, Jugoslawien in eine enge Jnteressengemein- schäft mit unseren Friedenszielen zu bringen, nicht nur zugestimmt, sondern ihn mit allen Mitteln unterstützt. So wurde es endlich möglich, die jugoslawische Regierung zum DeitrittzumDreier- pakt zu bewegen, der an Jugoslawien überhaupt keine Forderungen stellte, sondern diesem Lande nur angegangen zu werden, sondern wir waren bereif, sogar auf jeden Durchtransport von Kriegsmaterial von Anfang an zu verzichten. Darüber hinaus aber hatte Jugoslawien auf die substanzierte Forderung seiner Regierung hin die Zusicherung erhalten, im Falle von territorialen Veränderungen auf dem Balkan einen der jugoslawischen Souveränität unterstehenden Zugang zum Aegäischen Meer zu bekommen, der unter anderem auch die Stadt Saloniki umfassen sollte. So wurde am 25. März dieses Jahres in Wien ein Pakt unterzeichnet, der dem jugoslawischen Staat die größte Zukunft bot und dem Balkan den Frieden sichern konnte. Sie werden verstehen, meine Abgeordneten, daß ich an diesem Tage mit einem wahrhaft glücklichen Gefühl die schöne Donaustadt verließ, nicht nur, daß sich damit eine fast achtjährige außenpolitische Arbeit ihren Lohn zu holen schien, nein, ich glaubte auch, daß damit vielleicht noch in letzter Minute das deutsche Eingreifen auf dem Balkan überhaupt überflüssig werden könnte. Zwei Tage daraus erschütterte uns alle die Nachricht von dem Streich jener Handvoll gedungener Putschisten, die jene Tal vollbrachten, die den britischen Premierminister zu dem Iubelruf hinrih, er habe ntin endlich etwas Gutes zu berichten. Sie werden weiter verstehen. meine Abgeordneten, daß ich nunmehr jiber sofort den Befehl zum Angriff gab. Denn es ist unmöglich, daß man in dieser Weise mit dem Deutschen Reich verfährt. Man kann nicht jahrelang um eine Freundschaft bitten, man kann auch nicht einen Vertrag ab schließen, der nur dem anderen zugute fommt, und es dann erleben, daß dieser Vertrag nicht nur über eine Nacht gebrochen wird, sondern daß nun als Antwort der Vertreter des. Deutschen Reiches insultiert, der Militärattache bedroht, der Gehilfe dieses Militärattaches verletzt, zahlreiche andere Deutsche mißhandelt werden, daß man Büros, Schulen, Ausstellungsräume usw. demoliert, die Wohnungen von Reichsdeutschen zerstört und Volksdeutsche überhaupt wieder einmal als rechtloses Wild hetzt und tötet. Ich habe weiß Gott den Frieden gewollt. Menn aber ein Mister Halifax mit hohn erklärt, daß man das sehr wohl wußte und gerade deshalb uns zwang, zu kämpfen, so, als ob dies also ein besonderer Triumph der britischen Slaatskunst sei, dann kann ich einer solchen Bosheit gegenüber nichts anderes tun, als die Interessen des Reiches mit den Mitteln in Schuß zu nehmen, die uns Gott fei Dank zur Verfügung stehen. Ich konnte diesen Entschluß in diesem Augenblick um so ruhiger treffen, als ich mich dabei ht Heber- ehrftimmung wußte 1. mit der dem Deutschen Reich unwandelbar gleich treu gebliebenen Gesinnung und Haltung Bulgariens sowie 2. mit der nunmehr ebenfalls mit Recht empörten Auffassung Ungarns. Beide unsere alten Weltkriegsverbündeten mußten diesen Akt als eine Provokation empfinden, ausgehend von einem Staat, der schon einmal ganz Europa in Brand gesetzt und in der Folge für Deutschland, Ungarn und Bulgarien so unsagbar großes Leid auf dem Gewissen hatte. Die noch am 27. März von mir dllrch das Oberkommando der Wehrmacht ausgegebenen allgemeinen Op'erationsanweisungen stellten das Heer und die Luftwaffe vor eine sehr schwere Aufgabe. Es mußte förmlich aus dem Handgelenk heraus ein neuer zusätzlicher großer Aufmarsch eingeleitet werden, Verschiebungen bereits eingetroffener Verbände ftattfinben, der Ma- terialnachschub sichergestellt fein, die Luftwaffe außerdem zahlreiche improvisierte Einsatzhäfen beziehen, die zum Teil zunächst noch unter Wasser standen. Ohne die verständnisvolle Mithilfe Ungarns sowie die überaus loyale Haltung Rumäniens wäre es uns nur sehr schwer gelungen, in der vorgesehenen kurzen Zeit die befohlenen Anordnungen durchzufuhren. Als Termin des Angriffs wurde von mir der 6. April bestimmt. An diesem Tag war die in Bulgarien stehende Sudgruppe angriffsbereit. Der Einsatz der weiteren Armeen sollte sofort nach der Herstellung ihrer Bereitschaft stattfinden. Als Termine waren vorgesehen der 8. b-zw. 10. und 11. Aprtt. Der Gedanke der Operationen war: 1. Mtt einer Armee aus dem bulgarischen Raum gegen das griechischn Thrazien in Richtung auf das Aegäifch« Meer vorzugehen. Der Stinverpunkt lag auf dem rechten Flügel, wo unter Ansatz von Gebirgsdivisionen und einer Panzerdivision der Durchbruch auf Salon i ki er- z w u n g e n werden sollte. 2. Mit einer zweiten Armee in Richtung auf Skovlje durchzustoßen mit dem Ziel, auf schnellstem Wege eine Verbindung mit den aus Albanien hervorbrechenden italienischen Kräften herbei zuführen. Diele beiden Operationen sollten am 6. April beginnen. 3. die am 8. anlaufende weitere Operation sah den Durchbruch einer Armee aus Bulgarien in der allgemeinen Richtung auf N i s ch vor mit dem Ziele, den Raum um Belgrad zu erreichen. Im Zusammenwirken damit sollte ein deutsches Korps am 10. den Banat besetzen und damit von Norden her vor Belgrad eintreffen; 4. am 11. sollte eine in Kamten-Stetermark bzw. West-Ungarn aufmarschierende Armee zum Anarlsf in der allgemeinen Richtung auf Agram —Se- rajewo undBelgrad antreten. Im Zusammenhang damit waren freie Abmachungen getroffen worden mit unseren Verbündeten Italien und Unaarn. Die italienische Wehr- macht hatte die Absicht, von ihrer jütischen Front aus den Küsten entlang in allgemeiner Richtung auf Albanien vorzugehen, von Albanien aus über Skutari diesen Verbänden entgegen die Hände ZU reichen, ebenso die jugoslawischen Grenzstellungen an der jugoslawisch-albanischen Grenze gegenüber Skoplje zu durchbrechen, um die Verbindung mit der dort vergehenden deutschen Armee zu gewinnen und endlich die griechische Front in Albanien selbst zu durchbrechen und wenn möglich umfassend gegen bas Meer zu drücken. Im Zusammenhang damit sollten die dalmatinischen und jonischen Inseln besetzt, alle sonstigen Stützpunkte genommen werben. Auch zwischen den beiden Luftwaffen waren Vereinbarungen über die Zusammenarbeit getroffen worden. Die Führung der gegen Mazedonien und Griechenland angesetzten deutschen Armeen lag in den Händen des schon in den bisherigen Feldzügen sich überaus hochbewShrt habenden Generalfeldmarschalls v o n L i st. Er hat auch dieses Mal und unter den schwersten Bedingungen die ihm gestellten Aufgaben in wahrhaft Überlegener Weise gelöst. Die aus dem Süd- »eften des Reiches und aus Ungarn gegen Jugoslawien vorgehenden Kräfte stanßen unter m ~ r -----dem Befehl des Generalobersten von Weiche Versicherung, nicht nux um keine tzüschlstupg ^luch ex hat in kürzester Zett mft dm ihm urttep, die monatelange Zurückhaltung der deutschen Luftwaffe nur als einenBeweis für ihre Unfähigkeit, in der Nacht fliegen zu können, ansehen zu dürfen. So ließ der Mann durch seine bezahlten Schreiber monatelang dem englischen Volk oorlügen, daß die britische Luftwaffe allein und als einzige in der Lage sei, auf solche Weise Krieg zu führen, und daß man damit das Mittel gefunden hätte, um durch den rücksichtslosen Kampf der englischen Luftwaffe geaen die deutsche Zivilbevölkerung in Verbindung mit der Hungerblockade das Reich nieberzuzwingen. Ich habe gerade davor immer wieder gewarnt, und zwar über 3% Monate lang. Daß diese Warnungen auf Herrn Chur- chill ohne Eindruck blieben, wundert mich nicht. Was gilt diesem Mann das Leben anderer? Was gilt ihm die Kultur, was gelten ihm Bauwerke? Lr hat es ja bei Beginn des Krieges bereits ausgesprochen, daß er feinen Krieg haben will, auch wenn selbst die Städte Englands dabei in Schutt und Trümmer sinken füllten. Er hat nun diesen Krieg bekommen. Meine Versicherung, daß wir von einem gewissen Augenblick an jede Bombe — wenn nötig — hundertfach vergelten würden, hat diesen zuann nicht bewegen können, auch nur einmal über das Verbrecherische feines handelns nachzudenken. Er erklärt, daß ihn dies nicht bedrücke, ja, er versichert uns sogar, daß auch das britische Volk ihn nach solchen Bombenangriffen erst recht nur mit strahlender hetter- kc angesehen hätte, so daß er immer wieder neu gestärkt nach London zurückgekehrt seit Es mag sein, daß also Herr Churchill in seinem an sich festliegenden Entschluß, den Krieg auch auf diesem Wege weiterzuführen, neu gestärkt wurde. Dir sind aber nicht minder entschlossen, für jede Bombe auch in der Zukunft, wenn notwendig, hundert zurückzuschlag^n, und zwar solange, bis das britische Volk sich dieses Verbrechers und seiner Methoden entledigt. Und wenn Herr Churchill von Zett zu Zeit glaubt, die Kraft und Eindringlichkeit seines Krieges durch Propaganda verstärken zu müsien, dann sind wir bereit, endlich auch aus diesem Wege den Krieg zu beginnen. Der Appell dieses Narren und seiner Trabanten an bas deutsche Volk anläßlich gerade des 1. Mai, mich zu verlassen, kann mir erklärt werden entweder durch eine paralytische (Erfrantuna ober mit dem Wahn eines Sausers. Aus dieser anormalen geistigen Verfassung heraus stammt auch der Entschluß, den Balkan in einen Kriegsschauplatz zu verwandeln. Wie ein Wahnsinniger läuft dieser Mann seit bald fünf Jahren durch Europa und sucht irgend etwas, was brennen könnte. Leider finden sich immer wieder bezahlte Elemente, die diesem internationalen Brandstifter die Tore ihrer Länder öffnen. Nachdem er es im Laufe des Winters fertigbrachte, dem britischen Volke durch eine Wolke von Behauptungen und Schwindeleien die Meinung auszuoktroy- ieren, als wäre das Deutsche Reich, erschöpft durch den Feldzug des vergangenen Jahres, vollkommen am Ende seiner Kraft, sah er sich nun verpflichtet, um dem Erwachen vorzubeugen, wieder ‘einen neuen Brandherd in Europa zu schassen. Er kehrte dabei zu jenem Projekt zurück, das ihm schon im Herbst 1939 und Fnchjahr 1940 dot- schwebte. Sie erinnern sich, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages, an die veröffentlichten Dokumente von La Charite, in denen der Versuch enthüllt wurde, schon im Winter 1939/40 aus dem Balkan einen europäischen Kriegsschauplatz zu machen. Die hauptsächlichsten Arrangeure dieses Unternehmens waren damals Herr Churchill, Hatisar, Daladier, Paul Reynaud, General Weygand und General Gamelln. Wie aus diesen Akten hervorgeht, rechnete man mit der Möglichkeit, im Falle des Gelingens dieses Attentats gegen den Frieden im Südosten Europas, etwa 100 Divisionen für die Interessen Englands mobitifieren zu können. Der jähe Zusammenbruch im Mai und Juni des vergangenen Jahres brachte auch diese Pläne zunächst wieder zum Einschlafen. Allein, schon im Herbst des vergangenen Jahres begann Herr Churchill erneut, dieses Problem in den Bereich seiner Erwägungen zu ziehen. Wenn dieser Versuch nun schwieriger geworden war, so deshalb, weil unterdes auf dem Balkan selbst insofern eine Wandlung eingetreten war, als durch die Veränderung in Rumänien dieser Staat für England endgültig ans fiel. Das neue Rumänien unter Führung des Generals Antonescu begann eine ausschließlich rumänische Politik zu treiben, ohne Rücksicht auf die Hoffnungen britischer Knegsinteressenten. Dazu kam die Haftung Deutsch- Innos selbst. Wenn ich, meine Abgeordneten, heute über diese Frage spreche, bann will ich zuerst eine kurze Darstellung der Ziele b e r brutschen Balkan- Politik geben, so wie sie mir vorschwebten unb wie wir sie uns zu erreichen bemühten. 1. Das Deutsche Reich vertrat auf dem Balkan — wie fett jeher — keine territorialen und auch keine eigensüchtigen politischen Interessen. Das heißt, das Deutsche Reich war an den Fragen der territorialen Probleme und der inneren Verhältnisse in diesen Staaten aus irgendwelchen egoistischen Gründen überhaupt nicht interessiert. 2. Das Deutsche Reich hat sich aber bemüht, gerade mit diesen Staaten enge wirtschaftliche Beziehungen anzuknüpfen unb dies zu vertiefen. Dies lag aber nicht nur im Interesse des Reiches, fnnbern auch im Interesse d'üer Länder selbst, denn, wenn sich irgendwo die Rationswirtschaften zweier Handelspartner vernünftig ergänzen, bann mar es zwischen den Balkanstaaten und Deutschland der Fall. Deutschland ist ein Industriestaat unb benötigt Lebensmittel unb Rohstoffe. Die Balkanstaaten sind Landwirtschafts, und Rohstoff-Gebiete unb benötigen Industrie'Produkte. Daraus ergab sich zwangsläufig die Möglichkeit eines außerordentlich fruchtbaren 21 u s b a u e s der gegenseitigen Wirtschaftbeziehungen. Wenn englische oder gar amerikanische Kreise darin ein unberechtigtes Durchbringen bes Balkans durch Deutschland feststellen wollten, bann war dies eine ebenso dumme wie unverschämte Anmaßung, denn jeder Staat wird sich feine Wirtschaftspolitik nach seinen volklichen Interessen aufbauen unb nicht nach den Interessen frember, wurzelloser jüdisch-bemokrati- scher Kapitalisten. Außerdem: sowohl England als auch Amerika konnten in diesen Gebieten höchstens als Verkäufer, aber selbst niemals als Käufer auftreten. Es gehört aber die ganze Volkswirtschaft' liche Beschränktheit kapitalistischer. Demokratien da- zu, um sich einzubilden, daß auf die Dauer Staaten existieren können, wenn sie wohl verpflichtet sind, bei jemand einzukaufen, der von ihnen selber aber Meder etwas kaufen will noch kaufen kann. ftoßten Verbanden feine Nele erreicht. Go hoben die unter dem Oberbefehl bea Generalfeldmarschalls von Brauchitsch und dem Chef des Generalstabes, Generaloberst Halder operierenden Armeen des Heeres und der Waffen--/ schon nach fünf Dagen die griechisch-thrazische Armee zur Kapitulation gezwungen, die Verbindung mit den aus Albanien vorgehenden italienischen Kräften hergestellt, Saloniki fest in deutsche Hand gebracht, nach zwölf Tagen Serbien zur Kapitulation gezwungen und damit die allgemeine Voraussetzung zum ebenso harten wie ruhmvollen Durchbruch über Larissa muh Athen. Die Bekrönung fand diese Operation durch die Besetzung des Peloponnes und zahlreicher griechischer Inseln. Eine eingehende Würdigung dieser wahrhaft geschichtlichen Leistungen aber wird da» Oberkommando der Wehrmacht vornehmen, dessen Chef Generalfeldmarschall Keitel und General Jodl rote immer auch bei diesen Operationen hervorragend arbeiteten. Die unter dem persönlichen Oberbefehl des Reichsmarschalls und seines Chefs des Generalstabs General Ieschonneck eingesetzte Luft- waffe stand in zwei großen Gruppen gegliedert unter den Befehlen des Generalobersten L o e h r und des Generals von Richthofen. Ihre Aufgabe war es: 1. Die feindliche Luftwaffe zu zerschlagen, ihre Bodenorganisation zu vernichten; 2. die Derschwörerzentrale Belgrad in allen militärisch wichtigen Objekten anzugreifen und damit von Anfang an auszuschalten; 3. der kämpfenden deutschen Truppe im aktivsten Einsatz durch Flieger und Flak überall zu helfen, den Widerstand des Gegners zu zerbrechen, seine Flucht zu erschweren, seine spätere Einschiffung — wenn irgend möglich — zu verhindern. Durch den Einsatz von Luft- lande- und Fallschirmtruppen den Aufgaben des Hceres eine weitere wichtige Hilfe zu geben. Steine Herrn Abgeordneten! In dielem Feldzug hat suh die deutsche Wehrmacht wahrhaft selbst übertroffen! Schon der Aufmarsch des Heeres bot ungeheure Schwierigkeiten. Der Angriff auf die zum Teil stärkst befestigten Stellungen, besonders an her thrazischen Front, gehörte mit zu den fchroeriten Aufgaben, die einer Armee gestellt werden können. In diesem Feldzug haben Panzerverbände in einem Gelände gekämpft, das bisher für den Tank als unpassierbar galt. Moto- ri]ie rt e Verbände vollbrachten Leistungen, die für sich das höchste Lob darstellen, für den k-cann, sein Können, seinen Mut, seine Ausdauer, aber auch für die Güte des Materials. Infanterie--, Panzer- und Gebirgsdivisionen sowie die Verbände der Waffen-^ wetteiferten miteinander im rastlosen Einsatz an Tapferkeit und an Hingabe, an Ausdauer und an Zähigkeit in der Erkämpfung der be^foylenen Ziele. Die Arbeit des Generalstabes war wieder wahrhaft hervorragend. Die Luftwaffe aber hat ihrem schon geschichtlich gewordenen Ruhm einen neuen besonderen hinzugefügt: mit einer Aufopferung und einer Kühnheit, die nur der ermessen kann, der die Schwierigkeiten dieses Geländes kennt, hat sie unter tagelangen, oft schlechtesten kllmattimen Bedingungen Angriffe geflogen, die man noch vor kurzem für gänzlich unmöglich gehalten hätte. Flakgeschütze begleiteten wie i-mmer die Infanterie- und Panzerdivisionen auf Wegen, die kaum als Saumwege gelten konnten. Heber diesen Feldzug kann man daher nur einen Sah schreiben: dem deutschen Soldaten ist nichts unmöglichl Die Fahrer der Kampfflchvzeuge sowohl die der Kolonnen, die Fahrer des Nachschubs der Zugmaschinen der Artillerie- und der Flakwaffe muffen auf diesem Kriegsschauplatz besonders erwähnt werden. Im Kampf gegen die befestigten Stellungen sowie in der Herstellung von Brücken und Straßen haben sich unsere Pioniere ein besonderes Ruhmesblatt verdient. Die Nachrichtentruppen verdienen das höchste Lob. Auf grundlosen Wegen, über gesprengte Straßen, auf Steinhalden und Geröll, in engsten Felsenpfaden und durch reißende Gewässer, über zerbrochene Brücken, durch himmelhohe Pässe und über kahle Felsenrücken hinweg hat dieser Siegeszug in kaum drei Wochen in zwei Staate« den Krieg gelöscht. Wir sind uns dabei bewußt, daß einen hohen Anteil an diesen Erfolgen unsere Verbündeten besitzen, daß besonders der sechs Monate lange, unter schwersten Bedingungen und größten Opfern durchgehaltene Kampf Italiens gegen Griechenland nicht nur die Hauptmasse der griechischen Verbände band, sondern sie vor allem so sehr schwächte, daß ihr Zusammenbruch an sich schon unvermeidlich geworden war. Auch die ungarische Armee hat ihren alten Waffenruhm wieder unter , Beweis gestellt. Sie besetzte die Batschka und marschierte mit motorisierten Verbänden über die Save. Die geschichtliche Gerechtigkech verpflichtet mich, festzustellen, daß von den uns gegenübergetretenen Gegnern besonders der griechische Soldat ebenfalls mit höchstem Todesmut kämpfte. Er kapitulierte erst, als der weitere Widerstand unmöglich und damit zwecklos war. Ich bin aber auch gezwungen, nunmehr über den Gegner zu sprechen, der Anlaß und Ursache dieses Kampfes war. Ich halte es als Deutscher und als Soldat für unwürdig, jemals einen tapferen Feind zu schmähen. Es scheint mir aber notwendig zu fein, die Wahrheit gegenüber den Flunkereien eines Menschen in Schutz zu nehmen, der als Soldat ein miserabler Polittker und als Polittker ein ebenso miserabler Soldat ist. Herr Churchill, der auch diesen Kampf begann, versucht. so wie in Norwegen oder bei Dünkirchen, auch hier etwas zu sagen, was früher oder später vielleicht doch noch zum Erfolg umgelogen werden könnte. Ich finde das nicht als ehrenhaft, aber ich finde es bei diesem Mann allerdings als verständlich. Wenn jemals ein anderer Politiker so viele Niederlagen und als Soldat so viele Katastrophen erlebt hätte, dann wäre dieser wohl keine sechs Monate im Amt geblieben, es sei denn, er hätte sich ebenfalls im Besitz jener Fähigkeit befunden, die Mr. Churchill als Einzigen auszeichnet, nämlich der Fähigkeit, mit gottergebener Miene z u lügen und die Wahrheit so lange zu verdrehen, bis am Ende aus den furchtbarsten Niederlagen sogar noch glorreiche Siege werden. Herr Churchill kann damit seine Landsleute benebeln, er kann aber nicht die Folgen feiner Niederlagen beseitigen. In Griechenland ist eine britische Armee von 60 bis 70 000 Mann gelandet worden, vor der Katastrophe behauptete übrigens der gleiche Mann, es feien 240 000 Mann gewesen. Das Ziel dieser Armee war, Deutschland vom Süden her anzugreifen, ihm eine Niederlage beizu- fügeu und von hier vus wie 1918 den Krieg zu wenden. Der von Churchill wieder einmal in das Unglück hineingejagte Mithelfer — in diesem Fall Jugoslawien — war kaum zwei Doch-nr nach Beginn der Aktien vernichtet. Die britischen Truppen aber selbst sind drei Wochen später in Griechenland entweder gefallen, verwundet, gefangen, ertrunken oder verjagt worden. Das sind die Tatsachen! Ich habe also auch in dem Fall in meiner letzten Rebe, da ich ankündigte, daß, wo immer Briten auf das Festland kommen, sie von uns angegriffen und In das Meer gejagt werden, richtiger prophezeit als Herr Churchill! Er erklärt nun mit feiner eifern dreisten Stirn, daß dieser Krieg uns 75 000 Tote gekostet hätte, also mehr als das Doppelte des Westfeldzuges. Ja, er geht noch weiter: er läßt feinen schon selten intelligenten Engländern durch eine feiner bezahl- ten Kreaturen mttteilen daß sich Ne Briten, nachdem sie ungeheure Massen an Deutschen erschlagen hätten, endlich abmenbeten aus Abscheu vor diesem Morden und sich sozusagen nur deshalb zurückzogen. Also: die Australier und Neuseeländer wülden überhaupt noch in Griechenland fein, wenn nicht die Engländer in ihrer seltenen Mischung von Löwenmut und Kinderweichherzigkett so viele Deutsche erschlagen hätten, daß sie sich endlich aus Ab. scheu und Grauen vor ihre« Heldentaten zurückzogen, auf die Schiffe stiegen und auf und davon fuhren. Daher kam es bann wohl auch, daß wir fast nur Australier und Neuseeländer als Tote fanden ober zu Gefangenen machten. So was kann man also in einer Demokratie feinem Publikum erzählen. Englands Niederlage. Ich werde Ihnen die Endergebnisse dieses Feld- zuges in ein paar kurzen Zahlen vorlegen: Im Zuge der Operationen gegen Jugoslawien wurden ohne Berücksichtigung der Soldaten deutscher Volkszugehörigkeit sowie der Kroaten und Mazedonier, die zumeist sofort wieder freiaelaffen worden waren, an rein serbischen Gefangenen gemacht: 6298 Offiziere, 337 864 Mann. Auch diese Zahlen sind keine endgültigen, sondern stellen nur ein Ergebnis bisheriger Zählungen dar. Die Zahl der griechischen Gefangenen mit rund 8000 Offiziere, 210 000 Mann ist demgegenüber nicht gleich zu bewerten, da sie, insoweit es sich um die griechische, mazedonische und Epirus- Armee handelt, nur infolge der gemeinsam deutsch- italienischen Operation eingeschlossen und zur Kapi- tulcvtion gezwungen worden sind. Auch die griechischen Gefangenen wurden und werden mit Rücksicht auf die allgemein tapfere Haltung dieser Soldaten sofort entlassen. Die Zahl der gefangenen Engländer, Neuseeländer und Australier beträgt an Offizieren und Mannschaften 9000. Die Beute kann zur Zen noch nicht annähernd über- sehen werden. Der infolge der deutschen Waffenwirkung auf uns entfallende Anteil beträgt nach den jetzt vorlegenden Zählungen schon über Vx Mill. Gewehre, weit über 1000 Geschütze, viele Tausend Maschinengewehre, Flakwaffen, Mörser, zahlreiche Fahrzeuge und große Mengen an Munition und Ausrüstungsgegenständen. Hierzu möchte ich noch anfügen die Zahlen der durch die Luftwaffe v e r • senkten feindlichen Tonnage. Es mürben vernichtet: 75 Schiffe mit rund 400 000 Tonnen, es würden beschädigt: 147 Schiffe mit rund 700 000 Tonnen. Diese Ergebnisse wurden erziett durch den Einsatz folgender deutscher Kräfte: 1. Für die Operationen im Südasien waren insgesamt vorgesehen: 31 volle und zwei halbe Divisionen. Der Aufmarsch triefet Kräfte wurde in 7 Tagen bearbeitet. 2. Davon fhtb tatsächlich im Kampfe gewesen: 11 Infanterie, und Gebttg sdttrisionen, 6 Panzerdivisionen, 3 volle und zwei hakbe mot. Divisionen des Heeres und der Waffen-^. 3. 2km diesen Verbanden waren 11 mehr als 6 Kampftage und 10 weniger als 6 Kampftage im Einsatz. 4. Ueberhaupt nicht zum Einsatz gekommen ftnb 11 Verbände. 5. Schon vor Abschluß der Operationen in Griechenland konnten 3 Verbände herausgezogen werden; 3 weitere Verbände wurden, wett nicht mehr benötigt, nicht mehr antvansportiert; 2 Verbände sind aus dem gleichen Grunde in den Aus- laderäumen angefyalten worden. 6. Mit den Engländern im Kampf ge- standen sind davon überhaupt nur 5 Verbände. von den darin enthaltenen 3 Panzer- divisionen waren jedoch stets nur 2 eingesetzt. Die dritte wurde schon hn Zug der Operationen angehalten und als nicht mehr benötigt ebenfalls zurückgezogen. Ich stelle daher abschließend hier fest, daß im Kampf gegen Engländer. Neuseeländer und Australier praktisch überhaupt nur 2 Panzerdivisionen. 1 Gebirgsdivision und die Leibstandarte gestanden sind. Die Verluste des deutschen Heeres und der deutschen Luftwaffe sowie die der Waffen-ff sind nun in diesem Feldzug b i e g e r i n g ft e n, Die wir bisher hatten. Die deutsche Wehrmacht hat im Kampf gegen Jugoslawien, Griechenland bzw. Großbritannien in Griechenland verloren: Heer und Waffen -ff: 57 Offiziere und 1042 Unteroffiziere und Mannschaften tot. 181 Offiziere und 3571 Unteroffiziere und Mannschaften ver- w u nbe t, 13 Offiziere und 372 Unteroffiziere und Mannschaften vermißt. Luftwaffe: 10 Offiziere und 42 Unteroffiziere und Mannschaften tot. 36 Offiziere und 104 Unteroffiziere und Mannschaften vermißt. Meine Abgeordneten! Ich kann wieder nur sagen, daß wir die Schwere des Opfers für die einzelnen betroffenen Familien empfinden, daß ihnen das ganze deutsche Volk aus tiefstem Herzen dankt. Im großen gesehen, sind diese Verluste aber so gering, daß sie wohl die höchste Rechtfertigung darstellen: 1. für den Ansatz und die Zeitbestimmung dieses Feldzuges, 2. für die Führung der Operationen und 3. für ihre Durchführung. Es ist die über alle Vergleiche erhabene Ausbildung unseres Führerkorps, das hohe Können unserer Soldaten, die Ueberlegenheit unserer Ausrüstung, die Gute unserer Munition sowie die eiskalte Tapferkeit des einzelnen Mannes, die uns einen geschichtlich wahrhaft enscheidenden Erfolg mit so geringen Ovfern erringen ließen, und dies in der gleichen Zett, da die beiden verbündeten Achsenmächte in Nordafrika in wenigen Wochen den sogenannten Erfolg der dortigen britischen Strett- kräfte ebenfalls wieder zunichte machen konnten. Denn wir können diese mit dem Namen des Generals Rommel verbundenen Aktionen des deutschen Afrika-Korps und der italienischen Streitkräfte im Kampf um die Cyrenaika nicht trennen von dem Einsatz auf dem Balkan. Einer der stümperhaftesten Strategen hat hier zwei Kriegsschauplätze mit einem Schlag verloren. Daß dieser Mann, der in jedem anderen Volk vor ein Kriegsgericht käme, in seinem Lande als Premierminister eine neue Bewunderung erfährt, ist nicht das Zeichen der antiken Größe römischer Senatoren ihren ehrenvoll unterlegenen Feldherrn gegenüber, sondern der Beweis jener ewigen Blindheit, mit denen die Götter diejenigen schlagen, die sie vernichten wollen. Oie Neuordnung auf dem Balkan. Die Konsequenzen dieses Feldzuges sind außerordentliche. Angesichts der durch die Umstände erwiesenen Möglichkeit, daß in Belgrad immer wieder ein kleiner Klüngel von Verschwörern in der Lage sein könnte, im Dienste außerkontinentaler Interesten einen Brandherd anzufachen, bedeutet es eine Entspannung für ganz Europa, daß diese Gefahr nunmehr endgültig beseitigt ift. Die Donau als wichtige Verkehrsstraße ift damit für aste Zukunft gegen weitere Sabotageakte gesichert. Der Verkehr selbst ist bereits wieder in vollem Umfange ausgenommen. Das Deutsche Reich hat außer einer bescheidenen Korrektur seiner ihm durch den Weltkriegsausgang verletzten Grenzen keine besonderen territorialen Interessen an diesen Gebieten. Politisch sind wir nur interessiert an die Sicherung des Friedens in diesem Raume, wirtschaftlich an der Herstellung einer Ordnung, die es ermöglicht, zum Nutzen aller die Erzeugung der Güter zu fördern und den Austausch der Waren wieder einzuleiten. Es liegt aber nur im Sinne einer höheren Gerechtigkeit, wenn dabei auch jene Interessen ihre Berücksichtigung finden, die in ethnographischen, historischen oder auch wirtschaftlichen Bedingungen begründet sind. An dieser Entwicklung aber ist Deutschland nur ein interessierter Zuschauer. Wir begrüßen es, daß unsere Verbündeten ihre gerechten nationalen und politischen Ambitionen nunmehr zu befriedigen ver- mögen. Wir freuen uns über die Entstehung eines unabhängigenkroatischenStaatesrnti dem mir für alle Zukunft hoffen, in Freundschaft und Vertrauen zusammenarbeiten zu können. Besonders auf wirtschaftlichem Gebiet kann dies nur zu beiderseitigem Nutzen führen. Daß das u n - g a r i s ch e Volk einen weiteren Schritt in der Revision der ihm einst auferlegten ungerechten Friedensverträge vollziehen kann, erfüllt uns mit herzlicher Anteilnahme. Daß an Bulgarien das ihm einst zugefügte Unrecht wieder gutgemacht wird, bewegt uns dabei besonders; denn indem bas beut» sch« Volk diese Revision durch seine Waffen ermöglichte, glauben wir, uns einer historischen Dankesschuld entledigt zu haben gegenüber unserem treuen Waffengefährten aus dem Großen Krieg. Daß aber bas oerbünbete Italien territorial und politisch den Einfluß in dem ihm allein zukommenden Lebensraum erhält, hat es sich selbst mehr als verdient durch die überaus große Blitt- [aft, die es seit dem Oktober des vergangenen Jahres für die Zukunft der Achse zu tragen hatte. Dem besiegten, unglücklichen gr i ech ifch en Volk gegenüber erfüllt uns aufrichtiges Mitleid. Cs ist das Ortter seines Königs und einer kleinen, verblendeten Führungsschicht. Es hat jedoch so tapfer gekämpft, daß ihm auch die Achtung seiner Feinde nicht versagt werden kann. Das serbische Volk aber wird aus dieser seiner Katastrophe vielleicht doch noch einmal den einzig richtigen Schluß ziehen, daß die putsch isii scheu Offiziere aud) für dieses Land nur ein Unglück sind. Alle die Betroffenen aber werden vielleicht dreses Mal nicht mehr so schnell die so überaus vornehme Art und Weise vergessen, in der sie der Staat und seiner Führer, für Die sie die Ehre hatten, sich auf= opfern zu dürfen, ab geschrieben haben nad) dem schönen Grundsatz, baß der Mohr, so er seine Schuldigkeit getan, bann ruhig gehen möge. Es ist wohl selten mit einem größeren Zynismus des Opfers kleiner Völker gedacht worben als in diesem Fall. Denn, Nationen als Gehilfen in einen Krieg zu Hetzen und dann zu erklären, daß man von vornherein nicht an einen Erfolg geglaubt habe, sondern daß man es nur tat, um einen anderen, der auf diesem Kriegsschauplatz nicht kämpfen wollte, zum Kampf zu zwingen, fft wohl das schamloseste, was die Weltgeschichte zu bieten vermag. Nur ein Zeitalter, in dem kapitalistische Geldgier und volitische Heuchelei sich so vereinen, wie dies in unseren Demokratien heute der Fall ist, ist, kann ein solches Verfahren als so wenig entehrend empfinden, daß seine oerantworllichen Macher sich dessen sogar noch öffentlich rühmen dürfen. Meine Abaeordneten, Männer des Reichstags! Wenn wir diesen letzten Feldzug überblicken, dann wird uns erst wieder so recht bewußt, welche Bedeutung der besten Ausbildung des Soldaten, aber auch ihrer besten Ausrüstung zu- kommt. Es ist so viel Blut gespart worden, nur weil vorher sehr viel Schweiß geopfert wurde. Was in unentwegter mühevoller Ausbildung unseren Soldaten an Können beigebracht wurde, führte 'gerade in diesem Einsatz zu hohem Nutzen. Mit einem Minimum von Blut wird dank dieser Ausbildung, dank dem Können des deutschen Soldaten und seiner Führung ein Maximum an Wirkung erreicht. Allein, das Minimum an Opfern erfordert auch ein Maximum an Waffen, an Güte dieser Waffen, an Munition und an Güte der Munition. Ich gehöre nickst zu den Menschen, die im Krieg nur ein materielles Problem sehen; denn das Material ist tot, der Mensch allein belebt es. Allem, auch der beste Soldat muß scheitern, wenn ihm eine schlechte ober ungenügende Waffe in die Hand gegeben wird. Das Leben vieler unserer Söhne liegt deshalb in den Händen der Heimat. Auch ihr Schweiß kann das Blut unserer Soldaten ersparen, es ist daher die höchste Pflicht des deutschen Volkes, ira Blick auf unsere kämpfende Front alles zu tun, um ihr die Dassen zu geben, die sie benötigt. Denn: neben all den anderen Ursachen, die einst Zttm Verlust der Weltkrieges führten, war es am Ende doch auch das Fehlen einer damals schon kriegs- entscheidenb gewordenen neuen Waffe für den Angriff und das Fehlen der dafür geeigneten Waffe der Ab« wehr. Was unsere Soldaten zu leisten vermögen, haben sie gerade in diesem Feldzuge bewiesen. Die Summe der Anstrengungen im einzelnen sowie im gesamten kann die Hennal nie ermessen. Was fr auch an eigener Arbeitskraft der Nation in ihrem Schicksalskampf zur Verfügung stellt, steht in keinem Verhältnis zu dem, was die Millionen unserer Männer an den Fronten geleistet haben, leisten müssen und leisten werden. Und ich möchte nicht, daß uns in dieser Leistung jemals ein anderer Staat übertreffen kann Ja, nicht nur das. Wir alle sind verpflichtet, dafür zu sorgen, daß der Vorsprung, den wir besitzen, sich nicht verkleinert, sondern daß er ständig noch größer wird. Dies ist kein Problem des Kapitals, sondern ausschließlich ein Problem der Arbeit und damit unseres Willens und unserer Fähiaketten. 3d) glaube, daß dabei vor allem auch das deutsche Mädchen und die deutsche Frau nach einen zusätzlichen Betrag leisten können. Denn Millionen deutscher Frauen sind auf dem Lande auf dem Felde und müssen dabei in härtester Arbeit die Männer ersetzen. Millionen deutscher Frauen und Mädchen arbeiten in Fabriken, Werkstätten und Büros und stellen auch dort ihren Mann. Es ist pickt unrecht, wenn wir verlangen, daß sich diese Millionen deutsche schaffende Voiksgenossinnen noch viele Hunderttausende andere zum Vorbild nehmen. Denn wenn mir auch heute in der Sage sind, mehr als die Hälfte Europas arbeitsmäßig für diesen Kampf zu mobilifieren, dann steht aber als wertvollste Substanz in diesem Arbeitsprozeß weitaus an der Soitze unser eigenes Volk. Wenn heute die demokratischen Hetzer eines Landes, denen das deutsche Volk nie etwas getan hat und deren Behauptung, daß es die Absicht hatte, ihnen etwas zu tun, geradezu eine abfunbe Lüge ist, drohen, den chnen unbequemen nationasozialistischen Volksstaat mit der Wucht ihres kapitalistischen Systems, ihrer materiellen Produktion zu ersticken, bann kann es dagegen auch nur eine einzige Antwort geben: Das deutsche Volk wird niemals mehr ein Jahr 1918 erleben, sondern zu einer nur noch höheren Leibung auf allen Gebieten des nationalen Widev- tanibes emporsteigen. Es wird sich immer fanati« eher zu jenem Ätz bekennen, daß weder Waffengewalt noch Zeit uns je zu beugen, geschweige denn zu brechen vermögen. Es wird daher die lieber« legenheit seiner Rüstung festhalten und unter keinen Umständen den Vorsprung vermindern lassen. wenn der deutsche Soldat schon jetzt die besten Waffen der wett besitzt, dann wird er schon In diesem und Im nächsten Jahr noch bessere bekommen, wenn schon jetzt die materielle Seite des Kampfes Ihn zum Unterschied vom Weltkrieg nicht belastet, dann wird dies In Zukunft erst recht nicht schlechter, sondern noch günstiger werden. Wir sind daher verpflichtet, die Arbeitskraft der ganzen Nation in diesem gewalligsten Rüstungsprozeh der Weltgeschichte einzugliederu. Die dazu notwendigen Maßnahmen werden mit nationalsozialistischer Entschlossenheit und Gründlichkeit getroffen. Im übrigen kann ich Ihnen, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages, nur die Versicherung geben, daß ich mit voller Ruhe und höchster Zuversicht in die Zukunft blicke. Das Deutsche Reich unit> seine Verbündeten stellen militärisch, wirtschaft, lich und vor allem moralisch eine Macht dar, die jeder denkbaren Koalition der Welt überlegen ist. Die deutsche Wehrmacht aber wird stets bann unt> bort eingreifen, mann und wo es notmenbig ist. Das deutsche Volk wirb dabei mit seinem Vertrauen den Weg seiner Soldaten begleiten. Es weiß, daß der Krieg dieser Welt nur die Folge der Habgier einiger internationaler Kriegshetzer und des Hasses der dahinter stehen« den jüdischen Demokratien ift Diese Verbrecher haben jede deutsche Friedensbereitschaft abgelehnt, wett sie ihren kapitalistischen Interessen widerspricht Wer aber bann zu so einem satanischen Beginnen sich auch noch untersteht, das Wort „Gott" in den Mund zu nehmen, der lästert die Vorsehung und kann nach unserem tiefsten Glauben nichts anderes ernten als die Vernichtung. So kämpfen wir heule darüber hinaus nicht nur um unsere eigene Existenz, fondern um ble Befreiung der Welt von einer Verschwörung. die ln skrupelloser Welse das Glück der Völker und Menschen ihrem gemeinen Egoismus unterordnet Die nationalsozialistische Bewegung hat einst im Innern ln einem ISjähri- gen Ringen diese Feinde bezwungen, der na- tionalsozlalistische Staat wird sich ihrer auch nach außen erwehren können. Das Jahr 1941 soll und wird in die Geschichte elngehen als das größte Jahr unserer Erhebung! Die deutsche Wehrmacht, Heer, Marine und Luftwaffe werden la diesem Sinne ihre höchste Pflicht erfüllen. Lassen Sie mich nun an dieser Stelle meinen Dank aussprechen den deutschen Soldaten, die in dem neuen Feldzug wieder so Ueberragendes geleistet haben, den Dank aber auch für bas deutsche Volk in Stadt und Land, das durch seinen Fleiß mit die Voraussetzung für diese Erfolge geschaffen hat, besonders danken wir denjenigen deutschen Volksgenossen, die als Opfer dieses Krieges gefallen ober verwundet sind und jenen, die als Angehörige diese Opfer betrauern. Wenn wir bei all dem zum allmächtigen Lenker der Schicksale blicken, dann wollen wir besonders dankbar fein dafür, daß er es ermöglichte, diese großen Erfolge mit so wenig Blut zu erreichen. Wir können ihn nur bitten, auch in Zukunft unser Volk nicht zu verlassen. Was ln unseren Kräften liegt, uns unserer Feinde zu erwehren, das soll geschehen. In vielem Lande ist ein Geist lebendig geworden, den bisher die Welt noch ule überwunden hat! Ein gläubiges Gemeinschaftsgefühl erfaßt unser Volk! Was wir uns nach einem langen Irrweg Innerer Kämpfe erffritten haben, und was uns so stolz macht anderen Völkern gegenüber, wird keine Macht der Welt uns mehr entreißen. Im Zeitalter des jüdisch- kapltallstischen Gold-, Standes- und Klassen- wahns steht der nationalsozialistische V o l k s st a a t wie ein ehernes Denkmal sozialer Gerechtigkeit und klarer Vernunft Er wird nicht nur diesen Krieg überdauern, sondern das kommende Jahrtausend! Erbitterte Kämpfe im Irak. Neues Bombardement -es britischen Lagers in Habbaniyah.—Oie Besatzung zur Ergebung aufgefordert. Beirut, 4.Mal. (OB.) Vie havas meldet, gab Radio Bagdad am Samstagabend folgende Mitteilung bekannt: Die irakischen Streitkräfte haben den Flugplatz von habbaniyah noch enger umzingelt. Die irakische Armee richtete au die in habbaniyah stehenden britischen Truppen die Aufforderung, sich zur Vermeidung von unnützem Blutvergießen zu ergeben. Eine Gruppe indischer Soldaten desertierte aus dem englischen Lager zu den irakisch« Truppen. Während eines Zwischenfalles in Rutba wurden vier Engländer und ein Iraker verletzt. In Alli bemächtigten sich die Iraker eines Benzin- depots. Lin britisches Flugzeug wurde von den Bodengeschühen bei einem Angriff auf das Militärlager von Raschif getroffen und muhte einige Kilometer weiter entfernt nieder^hen. Am Samstagmorgen bombardierten die irakischen Flugzeuge mehrmals das britische Lager in hab- baniyah, wobei starke Schäden und Brande hervorgerufen wurden und mehrere am Boden stehende Flugzeuge zerstört wurden. 3m Kampf mit einem irakischen Flugzeug wurde eine Blenheim- Maschine abgeschossen, lieber dem Militärlager von Raschif wurde am Samstagmorgen ein irakisches Flugzeug im Luftkampf vernichtet, lieber habbaniyah spielten sich schwere Luftkämpfe ab, die mit der Flucht der britischen Flieger endeten, worauf die irakischen Flugzeuge zurückkehrten. Rach dner hovas-Meldung ans Bagdad über- flogen am Sonntagmorgeu britische Flugzeuge zum erstenmal die irakische Haupt- st a d t und warfen Bomben ab. Dabei wurde ein Wellington-Flugzeug abgeschossen. Oer Begin« -er Feindsetigkeiien. Ankara, 3. Mai. (DNB.) Heber den Beginn der Feindseligkeiten zwischen dem Irak und Großbritannien haben wir bereits am Samstag in einem Teil unserer Auflage berichten können. Die Frist des irakischen Ultimatums an Großbritannien lief Freitag mittag ab. Da die britische Regierung den irakischen Forderungen auf Zurücksetzung ihrer Truppen und Schiffe bis zu diesem Zeitpunkt nicht nachgekommen war, begann die irakische Armee ihre Operationen gegen die britischen Truppen. Es kam zu heftigen Gefechtsberührungen bei dem Flugplatz und der Garnison von Habbaniyatz. Gleichzeitig wurde der Angriff auf den ebenfalls von britischen Truppen besetzten Flugplatz Sindebans eröffnet. Auf dem Flugplatz Habbaniyatz sind am Boden fünf britische Flugzeuge zerstört morden. Im Laufe des Freitags wurden insgesamt 2 6 britische Flugzeu ge vernichtet. Irakische Flteger warfen über dem Flugplatz Habbaniyatz 30 Tonnen Bomben ab. Ein Versuch motorisierter bri- tischer Abteilungen, den Posten Routba und den dazugehörigen Flugplatz, den westlichsten Iraks, in gleicher Entfernung von den Grenzen Syriens, Transjordaniens und Saudi-Arabiens, mit Gewalt zu besetzen, wurde vereitelt und zurückgewie« fen. Auf dem Kampfplatz blieben mehrere zerstörte britische Tanks zurück. Irakische Truppen besetzen die Oelfelder von Mosful. Beirut, 3. Mai. (DNB.) Der. Bagdader Rund» funk meidet, daß irakische Truppen die Oelfelder von Mossul besetzt und unter ihre Kontrolle genommen haben. Die Erdöl-Leitung von Ker- kuk nach Haifa, über die das Oel für die britisch« Mittelmeerflotte geführt wird, ist von irakischen , Truppen abgeschnitten worden. Unsere Zukunst heißt Sieg. OieSchlußworteHermannGöringSin der vierten Kriegssitzung desKeichstageS. Nach der Rede des Führers schloß Reichstags« Präsident Reichsmarschall Göring die vierte Kriegssitzung des Deutschen Reichstages, indem er ausführte: Mein Führer! Männer des Reichstages! Als wir das letzte Mal hier einberufen wurden, da legten Sie, mein Führer, uns den stolzesten und gewaltigsten Siegesbericht vor, der jemals in der deutschen Geschichte niedergeschrieben wurde. Sie sprachen damals aber auch der Welt gegenüber ihre erneute Bereitschaft aus, dieser Welt den Frieden zu geben. Auch diesmal wurde wieder in überheblicher Weise die Bereitschaft zum Frieden zurückgewiesen. Wiederum wurde sie als Schwäche ausgelegt. So mußte abermals die deutsche Wehrmacht das Wort des Führers erfüllen und beweisen, daß diese Friedensbereitschaft nicht Schwäche war. Weitere wuchtige Schläge wurden in den letzten Monaten geführt. Sie richteten sich in voller Kraft und Konzentration gegen den Hauptgegner und trafen die englische Insel. Es bewahrheitete sich wiederum, was der Führer gesagt hatte: daß unendliches Leid neu geboren wurde, und daß unendliche Zerstörungen weiter die Folge sein mußten. Eine gewaltige Vergeltung erfolgte auf jeden einzelnen Schlag, der Deutschland traf. Das englische Volk erlitt unendliches Elend. Wenn Churchill darüber erfrischt und erheitert ist, so mag das seine Sache sein, und wenn er glaubt, die furchtbare Zerstörung, die die Stadt Plymouth getroffen hat, damit beiseite zu schaffen, daß er erklärte, er sei besonders erfrischt von dieser Stadt zurückgekommen, dann können wir ihm versichern, daß wir solche Erfrischungen ihm noch in genügendem Ausmaß verschaffen können. (Stürmischer Beifall.) Der Führer hat nunmehr dem stolzen Siegesbericht aus dem Westen einen gleich stolzen über den Kampf im Südosten dem deutschen Volke gegenüber soeben niedergelegt. Der erneute Beweis der unendlichen Tapferkeit der Truppen stellt aber auch wieder den erneuten Beweis des unübertrefflichen Feldherrngenies unseres Führers dar. (Anhaltende, stürmische Begeisterungskundgebungen.) Denn wir, 3hre militärischen Mitarbeiter, mein Führer, wissen bef- ser wie jeder andere, daß all das, was hier erreicht wurde, Ihrem Geiste entsprungen ist. Sie gaben auch diesmal die Anweisungen, die Befehle und die Anordnungen. Es waren Ihre Pläne, die wir durchgeführt haben. Auch hier zeigte sich wieder Ihre harte Entschlossenheit, aber auch Ihr blitzschnelles Erfassen. Sie haben soeben die Tapferkeit der Truppen hervorgehoben. Sie haben uns, den Führern, Lob und Anerkennung gespendet; aber wir wissen es: das größte Verdienst ist und bleibt immer das Verdienst des Führers, des Feldherrn, der die Truppen lenkt und leitet und ihnen die Richtung zum Siege weist. (Zustimmung und Beifall.) Es gibt nichts, Mein Führer, was die Liebe und Treue Ihres Volkes nodj irgendwie zu Ihnen [teigem könnte. Es ist einmalig und nie aewesen, daß ein Volk in solcher Entschlossenheit, in solcher Gläubigkeit, Liebe und Treue einem Menschen angehangen hat, wie das deutsche Volk Ihnen, mein Führer, heute anhängt! Und wenn Sie soeben einen Appell an das deutsche Volk und insonderheit an die deutsche Frau gerichtet haben, so wissen wir, daß in dem gleichen Augenblick, da Sie -diesen Appell aussprechen, auch schon die Bereitschaft in allen Schichten des deutschen Volkes eine Selbstverständlichkeit ist. Denn der Dank und die Liebe dieses deutschen Volkes zu Ihnen, mein Führer, sind übersttömend, und wir wissen, daß unsere Zukunft Sieg heißt. Denn Ihre Führung, die Tapferkeit der Truppen und die Mühe und Bereitschaft und Gläubigkeit Ihres Volkes sind das eherne, granitene Fundament, auf dem dieser Sieg zum Endsieg sich gestatten wird. Meine Abgeordneten! Ich bitte Sie, als Vertreter des deutschen Volkes dieser Versicherung Aus» druck zu geben, indem Sie dem Führer den Dank der gesamten Nation aussprechen mit unserem alten Sieg- und Schlachtruf: Unser Führer Siegheil! Siegheil! Siegheil! Wer eineMittionBRT.imAprilversenkt. Einbruch in die zäh verteidigten Befestigungslinien von Tobrnk. Berlin, 3.Btal. (BJIB.) Das vkw. gibt be- farmt: Der Kampf gegen die feindliche Handelsschiffahrt war im Monat April besonders erfolgreich. In diesem Monat versenkten die Luftwaffe und lieber- und Ilnterwasserstreitkräfte der Kriegsmarine zusammen 1 000 2 1 1 BRT. briNschenoder für die Briten nutzbaren handels- schiffsraum, davon rund 400000 BRT. in den griechischen Gewässern. Außerdem wurden 2 50 weitere Schiffe beschädigt. Mit dem Vertust eines Teiles auch dieser Schiffe kann gerechnet werden. Richt eingerechnet in die Zahlen sind die durch Minenunternehmungen der Kriegsmarine und der Luftwaffe versenkten bzw. beschädigten feindlichen Schiffe. Die Luftwaffe bombardierte auch in der letzten Rächt bei guter Erdsicht das Mersey-Gebiet. In den Hafenanlagen von Liverpool entstanden größere Brände und heftige Explosionen. Wettere Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Ziele an der Süd- und Südostküste Englands. Vor Lromer wurde ein Handelsschiff von 3000 BRT. vernichtet. In Rordafrlka drangen Teile des deutschen Afrikakorps bei einem örtlichen Angriff in die von britischen Truppen zäh verteidigten Befefiigungs- linien von Tobruk ein. Line größere Anzahl von Bunkern wurde genommen, mehrere hundert Gefangene eingebracht. Der Feind warf In der letzten Rächt an verschiedenen Orten des westdeutschen Küstengebiets Spreng- und Brandbomben. In den Außenbezirken Hamburgs und in der Umgebung von Bremen sowie an anderen Stellen entstanden Sachschäden. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden brittschen Flugzeuge ab. Das Jagdgeschwader Galland errang am 1. Mal feinen 500. Lufstleg. Liverpool erneut bombardiert. 3n der Sudabucht 10 OOO BRT.-Oampfer versenkt. Berlin, 4.Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Mehrere hundert Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt mehrere Stunden lang mit stärkster Wirkung den Versorgungshafen Liverpool. In den Anlagen am östlichen Mer- sey-Ufer, in Trockendocks, Getreide- und Wollspeichern und anderen kriegswichtigen Zielen entstanden zahlreiche Grohfeuer und weithin sichtbare Flächenbrände von gewaltigem Ausmaß. Lin anderer bedeutender Umschlagplah an der Westküste Mittelenglands wurde mit Bomben schwersten Kalibers belegt. Wettere erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen das Hafengebiet und die Jndustriewerke von Middlesborough an der britischen Ostküste sowie gegen ein Rüstungswerk und einen Rachtflughafen in Südengland. In Rordafrlka wiesen die in die Befestigungen von Tobruk eingedrungenen Kräfte des deutzchen Afrikakorps wiederholte, von Panzern unterstützte Gegenangriffe der Briten ab. In den letzten Tagen wurden in diesen Kämpfen 16 feindliche Panzer abgeschossen und mehrere Geschütze erbeutet. 3m Laufe des 2. Mai griffen deutsche und italienische Sturzkampfverbände, unterstützt von Kampf- und Zerstörerflugzeugen, mehrmals die Hafen- und Befestigungsanlagen von Tobruk mit guter Wirkung ab. Sie bombardierten Artilleriestellungen, Panzerwagen und Truppen- anjammlunqen. 3m Hafen von Tobruk erhielt ein grvdcres Frachtschiff durch Bombentreffer schwere Beschädigungen. Im östlichen Mlttelmeer versenkte die deutsche Luftwaffe am 3.Mal in der Suda-Bucht auf Kreta ein Handelsschiff von 10 000 BRT. und beschädigte ein zweites großes Schiff. Auf der 3nsel Malta griffen deutsche Kampf- und Sturzkampffilegerverbände die Hafenanlagen von La Valetta an und erzielten Volltreffer In der Staatswerft, in O(Hagern, Flaksiellungen und Dockanlagen. Der Feind warf in der letzten Rächt mit schwachen Kräften an verschiedenen Orten Westdeutschlands eine geringe Zahl von Sprengung Brandbomben, die weder militärische noch wehrwirtschaftlich Schäden verursachten. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Rachtjagdsiugzeuge und Marineartillerie schossen je ein feindliches Kampfflugzeug ab. Bevollmächtigte in Griechenland und Serbien. Berlin, 3.Mai. (DBB.) Der Führer Hal auf Vorschlag des Reichsminisiers des Auswärtigen von Ribbentrop den Gesandten Altenburg zum Bevollmächtigten des Reiches in Griechenland und den Gesandten B e n z l e r zum Bevollmächtigten des Auswärtigen Amtes beim Militärbefehlshaber in Serbien ernannt. Provinz Laibach des Königreich«! Italien. Rom, 4.Mai. (DRV.) Am Samstag wurde im Amtsblatt ein Dekret veröffentlicht, nach dem die slowenischen Gebiete, deren Grenzen In dem Dekret in einer beigefügten Karte genau festgelegt sind, zu einem Bestandteil d es Königreiches 3 lallen erklärt werden. Diese Gebiete bilden die Provinz Laibach. Großer Eindruck der Kührerrede in der Schweiz. Basel, S. Mai. (Europapreß.) Der große Rechenschaftsbericht, den der Führer vor dem Reichstag ableate, ist auch in der Schweiz mit größtem Interesse aufgenommen worden. Die beiden Baseler Blätter „Nationalzeittmg" und „Basier Nachrichten", die zu so früher Abendstunde erscheinen, daß sie nicht mehr die Rede im Wortlaut bringen konnten, veröffentlichen in laufenden Neuausgaben die wichtigsten Stellen der Rede. Die „Basler Nachrichten" betonen schon in chrer Ueberschrift, daß ,her deutsche Soldat in diesem und im nächsten Jahr noch mehr und noch bessere Waffen bekommen wird". Die „Nattonalzeitung" weist besonders auf den Satz in der Rede hin, in dem es heißt: „Wir sind entschlossen, auch in Zukunft für jede Bombe wenn nötig hundertfach zurückzuschlagen, bis das britische Volk sich dieses Verbrechers und feiner Methoden entledigt." Oie deutsch-schwedischen Beziehungen. EineRededes schwedischenAnßeRminiftevtz. Stockholm, 4. Mai. (DNB.) Am Samstag sprach im schwedischen Rundfunk der schwedische Außenminister Günther. Vielfach würden die Begehungen zwischen Schweden und Deutschland falsch und tendenziös beleuchtet. So werde es vielfach so dargestellt, als ob Schweden einem st ä n - digen Druck Deutschlands ausgesetzt sei, das ununterbrochen Forderungen an Schweden richte, die Schweden sich widerwillig zu erfüllen gezwungen sehe. Dies sei eine vollkommen s a l s ch e u n d schiefe D a r st e l l u n g der Lage. Tatsache sei, daß zwischen Schweden und Deutschland wirtschaftliche und militärische Abmachungen vorliegen, militärische insofern, als Deutschland das Recht der Transitie- rung deutscher Truppen nach Norwegen gestatet worden sei in Formen, die nach Auffassung der Regierung nicht eine Verletzung der schwedischen Neutralität bedeuten. Deutschland seinerseits habe durch seine Warenlieferungen verschiedenster Art die schwedische Aufrüstung und Verteidigungsbereitschaft in hohem Maße er l e i ch t e r t. Schweden liefere in erster Linie Eisenerz, während Deutschland die für Schweden so notwendigen Brennstoffe, insbesondere Kohle, liefere. Zu den unfreundlichen Pressestimmen Deutschland gegenüber erklärte Günther, daß die schwedische Regie- rung sich veranlaßt gesehen habe, e i n z u g r c i ■ fen, da durch diese Pressestimmen die freundschnft- l'chen Beziehungen belastet worden seien. Japans außenpolitische Probleme. Stockholm, 5. Mai. (DNB. Funkspruch.) Vor der Presse erklärte Matsuoka, er glaube, daß ein Besuch in USA. unter den aegenwärtigen Verhältnissen für ihn unnötig sei, denn er kenne die allgemeine Lage Amerikas sehr gut. Sein? Politik 'mit den USA. sei völlig auf den Frieden abgestellt. Er könne allerdings nicht helfen, wenn dieser aufrichtige Wunsch und die Haltung Japans von den USA. nicht verstanden würden. Es werde seine Polittk im Geiste der Aufrichtigkeit fortsetzen. Im japanisch-russischen Verhältnis sei auf Grund des Neutralitätspaktes mit einer baldigen Regelung aller schwebenden Fragen zu rechnen einschließlich der Grenzfragen und der Fischereiprvbleme. Hinsichtlich der Regelung des Ehina-Konsliktes könne nichts endgültiges gesagt werden, doch werde er alle Anstrengungen zu seiner baldigen Beendigung unternehmen. Meine politische Rachrichten. Um eine einheitliche Betreuung der in der Aus. führung begriffenen und zu erwartenden Bauaufgaben, sicherzustellen, hat Gauleiter und Reichs« statthalter Sprenger den Parteigenossen Prof. Dr.« Ina. Lieser zu seinem Beauftragten für die Bau- gestaltung im Gau Hessen-Nassau ernannt. ♦ Am 30. April ist der Leutnant der Luftwaffe, Herzog Paolo Badoglio von Addis Abeba, der Sohn des Marschalls von Italien, gefallen. Als Kriegsfreiwilliger hatte er am Aethiopienfeldzug und an den Operationen an der Westfront teilgenommen. Seit drei Monaten versah er Dienst bei einem Geschwader in Nordafrika. * Der König von Italien hat dem Befehlshaber des deutschen Fliegerkorps, General Geisler, das Komturkreuz und'dem Generalstabschef Oberstleutnant Harlinghausen das Ritterkreuz des Mi- tttärordsns von Savoyen verliehen. ♦ Auf Einladung des Reichskommissars für die Niederlande weilt Reichsjugendführer Axmann zur Einweihung des ersten HI.-Heimes in den Niederlanden in den Haag. * In Gegenwart einer Reche dänischer Minister sowie des Prinzen Harald als Vertreter des erkrankten Königs fand in Kopenhagen die Einweihung des DeutfchenWissenschaftlichen I n st i t u t s statt. Das Institut wird sich unter der Leitung von Professor Scheel' der kulturellen, geistigen und künstlerischen Beziehungen zwischen Dänemark und Deutschland widmen. * Zum Rektor der Universität Helsinki ist der Prof, der Mathemattk, Nevanlinna, gewählt worden. Nevanlinna ist korrespondierendes Mitglied der Marburger Gesellschaft zur Förderung der Naturwissenschaften, auswärtiges Mitglied der Göttinger wissenschaftlichen Gesellschaft, Ehrendoktor der Universität Heidelberg und Ehrenmitglied des Senats der Universität Göttingen. ♦ Exkönig Carol und seine Freundin, die Jüdin Lupescu, haben an Bord des USA.-Dampfers „Exambion" Lissabon in aller Heimlichkeit und unter Decknamen in Richtung Kuba verlassen. * Nach fünfzigtägigen Verhandlungen seit Ab- sck^uß der japanischen Vermittlungskonferenz über die Grenzstreitigkeiten zwischen Thailand und Französisch-Indochina ist eine völlige Uebereinstimung der Anschauungen erzielt und paraphiert worden. * Die Wirtschaftsverhandlungen zwischen Japan und Französisch-Jndochina führten zur Unterzeichnung entsprechender Abkommen über Handels-, Tarifs-, Zatzlungs-, Schiffahrts- und Niederlassungsfragen. Alleinhersteller.P.3os.Möbs Seifenfabriken.Giessen Montag, 5. Mai G4l Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Nr. 105 Zweiter Bloti heit und Aeußerungsforrn ist das gediegenste Lehrmittel für jeden Werdenden. Noman von Elisabeth Lsolt. (Nachdruck 9. Fortsetzung. Ge- sich gegen zwei Uhr abgekämpft und mit vor Müdigkeit «rU e-ch. Icherzhast, hinten zeigte ^entern Gesicht "nach Hnuse. N°chmitt°!.- Kchr ,ie * der Portier über die Störung höchst ungehalten, wieder weg, um sich photographieren zu lassen. schlecht gemacht? Polizei! (Fortsetzung folgt.) und dem kein verboten.) war leer, Der Gleichmut des Haushalts dielt aber nicht durch. Gegen acht Uhr begann der Betrieb plötzlich zu brodeln wie ein überkochender Kessel, Pola hetzte ihre Leute durcheinander, als wären sie Jagdhunde, der ausgeborgte Koch wütete gegen den Gasherd, und das Stubenmädchen Milli kündigte. Dann ka« hörte dann von aus nicht an ihm gelegen habe, er I Gottes willen vor der Kammersängerin nicht er« men die ersten Wagen. Gerda kleidete sich erst um, als man unten tm Ein Abendessen für sechzehn Personen gehörte im Hause der Luckner nicht zu den Dingen, denen man zeitraubende Vorbereitungen widmete. Gerda Maurer wunderte sich über die Gelassenheit — zu Mittag kamen einige Blumenaufbauten, um vier Uhr brachte man eine Kiste Wein und gegen Abend das gesamte fertiqgestellte Souper in der ver- trauenswürdigen Obhut eines Hotelkochs. Pola nahm die ganze Geschichte überhaupt nicht zur Kenntnis, der anstrengende Tag ließ ihr keine Zett dazu. Um zehn Uhr morgens fuhr sie zur Probe — — ' V!------ „Fidelio" — und kam erst losen Paul vor ihre eigenen Wünsche zu spannen. Oder hatte vielleicht Paul die Sache nicht ganz richtig daraestellt? Doch warum sollte er? „Ich will es ihm sagen", versprach sie zuvorkommend. Aber Birinskn meinte, auch dos würd' nicht mehr viel helfen. Bola sei schon so verses en auf die Garage daß W'derspruch vergeben" ft', er kenne Pola. Die letzte Hoffnung wäre die Bau- im Hö. Mit von das der Eine Weile stand sie oben an der Treppe, auf. merksam und irgendwie beunruhigt durch das Um verständliche dieser plötzlich aussetzenden Schritte, ©e* war da gegangen und wer hatte das Radio angedreht? Noch dazu bei offenem Fenster. Auf einmal kam chr das Haus merkwürdig still vor, der schwach beleuchtete Korridor voll schweigsamer Türen, unerfreulich abgeschlossen von der Außenwelt. Vorhin war doch wenigstens der Chauffeur noch da gewesen. „Ludwig!" rief Gerda und ärgerte sich dabei über ihre unerklärliche Unruhe. „Ludwig, sind Sie noch da?" E- kam keine änltoort, die Lampen der kleinen Halle unten beleuchteten den hohen Blumenkorb mit den sacht welkenden gelben Chrysanthemen. — schweigsamen Herren, die, leere Cocktailgläser in der Hand, an der Wand herumstanden, waren alle Leute ungemein in Stimmung., Professor Brix, den zerfransten, grauen Ziegenbart diabolisch vorge- , streckt, redete viel und laut. Das erste, mos Gerda beim Eintreten erblickte, war ein Zobelcape. Seidigbraun und wohlbekannt hing es über der Lehne eines großen Stuhles. Zwei Schritte davon entfernt stand die Pachoven, die ausgeblaßten blonden Haare über türkisfarbe» nein Samt, kurzsichtig, angeregt und gepanzert in die Ueberheblichkeit eines Menschen, der über viel Geld und eine undurchdringlich dicke Haut verfügt. Ihre laute, scharfe Stimme beherrschte den Raum, während sie mit Pola und Paul Bürger redete, der beiden Feuer für ihre Zigaretten reichte. Gerda hätte gern ein bißchen mit Paul geplau» I bert, ober er hielt sich immer auf der anderen , ©eite des großen Raumes — über fremde Gesichter i hinweg grüßte sie ein flüchtiges Lächeln. i „Ihr Vetter?" erkundigte sich Baron Birinsky 1 wohlwollend, als er beim Büfett erschien, um em Glas Sherry zu trinken und Polos neuer Sekre- I tärin einen warmen Händedruck zu spenden. Wie- I herum stellte Gerda das Verwandtschaftsverhältnis 1 richtig, ober der Baron ließ Abschwächunaen nicht gelten Der Architekt scheine viel mehr Wert auf die Verwandtschaft zu legen als die junge Fstau. I Gewöhnlich sei das umgekehrt. Bürger sei ein tüch- 1 tiger Mensch, aber er solle doch um Gottes willen aufhören, Frau Luckner diese närrische Sache mit her unterirdischen Garage einzureden Das Haus könne einem über dem Kopf zusammenfallen. schäft 1874 vorgenommen. Er sagte ihnen, daß ihre Fahnen in treue Obhut genommen werden und daß sie die Tradition ihrer Regimenter in gleicher Weise wie bisher pflegen können. Die Kameraden sind gleichberechtigte Mitglieder wie die bisherigen Kameraden, und sie können nun in der größeren Kameradschaft ihre soldatischen Pflichten erfüllen im Sinne ihrer Tradition zum.Besten des deut- schen Volkes. Hierauf folgte ein Lichtbildervortrag des Kameraden Dr. Kaufmann, der lange Jahre in Alexandrien tätig war, über „Land und Leute Afrikas und des Balkans, soweit sie Kriegsschau- plätze sind". An Hand einer Karte erläuterte er die Lage der jetzt im Heeresbericht oft genannten Kriegsschauplätze in Nordafrika und besprach eingehend Libyen, das alte römische Kulturland, zu dessen fruchtbarsten und schönsten Teilen die Cyre- naifa zählt. Dann gab er einen Ueberblick über die Länder, die jetzt in das Kriegsgebiet einbezogen wurden, und schilderte, wie in vielen seiner Vorträge, Land und Leute. Wir haben kürzlich aus der Feder des Vortragenden in den „Gießener Familienblättern" des Gieß. Anz. eingehende Schilderungen Aegyptens gebracht. Dr. Kaufmann erweiterte gestern feine Ausführungen auf den Irak, Palä- ftina, Kreta und Griechenland und brachte dazu eine große Anzahl von Lichtbildern, die den Zu- Konzert Aber bitte dafür klimperig leichten Armbändern $ 1 besser, daoegen wirkte die großartige Perlenschnur zu drei Mark fünfzig stilvoll, und gerade wunder- ' . . r. « 4. • k f.____ L. Qintn hör Im nächsten Augenblick lief Gerda zuruck. Sie riß die erste beste Tür auf und läutete Sturm. Es war ihr leichter, als die wildgewordene Klingel durch das Haus tobte. Gleich darauf tauchte der alte Portier auf. Aus der Küche stürzten im schwindschritt der Chauffeur und die Köchin, dann standen sie alle inmitten der Halle unter Lüster und versicherten, daß weit und breit fremder Mann sei. „Doch! Es war einer da!" Gerda schämte schaftssührer Richtlinien für die Mitarbeit der Kameraden bei den Sammlungen für oae Dcut]d)t. Note Kreuz und für die vom kommenden Hewst ab wieder durchzuführenden ©i nterl)il ferner f-eomm- hingen, ferner sprach er über die Beteiligung aTn Uebungsschießen der alten Soldaten, schließlich übermittelte er Brief- und Kartengrüße von Karne, rohen, die wieder im Dienste der Wehrmacht stehen. Rach ergänzenden Mitteilungen des Sch'eßwarts, Kamerad Röder, über den Schießdienst, der m den kommenden Monaten an jebem zweiten und dritten Sonntag durchgeführt werden soll, wurden noch einige kleinere Angelegenheiten, ii. a. tue Vor- tragstäti-gkeit in den nächsten Appellen, erledigt. Rach dem dienstlichen Teil verblieben die 51 nynerohen noch einige Zeit in der gewohnten soldottjchen Geselligkeit beieinonber. Hoch über Oächern und Straßen in Aießen In dieser Woche, am Donnerstagabenh, wird man in Gießen artistische Sensationen erleben können, die hier und sicherlich auch weithin in her Umgegend noch nie zu sehen gewesen sind. Durch hie NSG. „Kraft durch Freude" wird die Camilla» Mayer-Hochseiltriippe ein Gastspiel auf Oswalds» garten geben, tat diese Sensationen bringen wird Aus 2o Meter hohen Turmseilen merhen fid) diese Artisten auch in Gießen als die besten ihrer Art erweisen; Camilla Mayer II. wird aus dem 42 Meter hohen schwankenden Stahlmast artistische Künste zeigen, bei denen die Zuschauer den Atem anhalten merben; Kapitän Mariano wird mit seinen waghalsigen Balancen am 25 Meter hohen Einmann. Reck und anderen artistischen Sensationen auf dem Turmseil die Besucher ", grüßte Spannung vet setzen; ein anderes Mitglied •'»er Artistentrupve wird neben seinen packenden Leistungen nod) einen Menschen — der sich bei der Gießener Kreisdienst stelle von KdF. freiwillig melden kann - über das 20 Meter hohe Seil tragen: aber alle diese Sensationen werden weit übertroffen werden durch die 17jährige Artistin Ilse Mayer, die im Genickhang in ungeheurem Tempo über ein 400 Meter lange» Seil von der Spitze der Stadtkirche aus über die Dächer der Kirchstraße und de» Pfarrgarten» und über den Oswaldsgarten hinweg nad) dem Horst- 'hsriiel Wl abfahren muh Pir offener „National« Zeitung^ berichtet über Pie Leistung dieser -’ii ft n nach deren Seilfahrt vom Turm der dortigen (9er» trudis-Kirche aus u. a. folgendes: „Bei dieser To» desfahrt hielt man den Atem an, als das Madel aus der Turmluke kletterte, in sausender Fahrt ohne Sicherting wie ein Weihnachtsengel herab- schwebte, um unten von ihren Kameraden liebevoll aufgefangen zu werden." Während der etwa anberhalbstündigen Vorstellung, die bei jeder Witterung durchgeführt werden soll, wird hc.r Musikzug her SA.-Standarte 116 mit einem flotten Konzert Morgen mutz das weg, nahm sich Gerda vor, und im gleichen Augenblick brach chr der Gedanke mitten entzwei. Es war ein fremder Mann in der Holle — sie sah ihn, nur der Spiegel neben der Kleidercwtage gab den Umritz seines Kopfes zurück. Unbeweglich, schattenhaft mit der großen Musterung der dunklen Tapete verschwimmend, stand der Mann dort und wartete. Gießener Konzertring. Konzert des Musischen Gymnasiums, Frankfurt a. M. Das chorische Durchleben der Werke aus her Hochblütezeit bc» a cappella-Stils würbe zum spre- chenben Zeugnis für die von Prof. Thomas geleistete chorerzieherische Arbeit. Sauberste Klang- entwicklung von ungetrübter Reinheit, schwebend, frei, gewährleistet durch eine äußerst sorgfältige Durch dnilung der Einzelstimmen, gibt die Grundlage für das Erstehen her einzelnen Werke. In ftrafffter Diszipliniertheit folgten die Jungen den Winken ihres Dirigenten, dabei aus sich heraus ihr Bestes gebend. Jeder Chor wurde in seinem in- dividuellen Charakter besonders betont, wie der interpretierende Stil in Thomas Morleys „Feu r, Feu'r" mit der Klarheit der gegeneinander kon- traftreid) abgesetzten Stimmgruppen und der schwunghaften Erhebung zum Schluß. Bei H- Leo Haßlers „Ach weh des Leidens" seien die pla- stischen Akzente und die^ atemstarken Schwellton- bindungen besonder» im Sopran hervorgehoben. H. 5 t e f f a n i » „Der Kuckuck" zeigte besondere Freude am klanglichen Erleben und bestätigte die plastische Profilierung der bewegten Gegenstimmen zum Cantus firmus. Die färb kräftige Tonmalerei : „Hennlein" von Antonio S c a n b e 11 i ließ die rer die Wiederholung dieses Chores erbitten, den vier Chören aus dem Mörikelieberbuch Hugo Distler gab Prof. Thomas Einblicke in Schaffen eines her befähigtsten Vokalmusiker Gegenwart: im einzelnen sind die Chöre frisch empfunden au» bildhaftem klanglichen Erleben als eine Neuerweckung des Madrigalftils. Die „traurige Krönung" mit ihrem düsteren balladesken Grund- ton war ebenso eindrucksvoll wie die unftona-Wir- kungen des „Feuerreiters" mit feinem re qm em haften Verklingen. 1 Hatte schon zu Beginn des Abends die Instrumentalgruppe der Schule mit dem Orchestertrio in D-Dur von Ioh. Stamitz mit äußerst sauberem Musizieren, das dem häufigen Stimmungs- Umschlag dieses Werkes folgte und gerade in seinen dynamischen Entwicklungen aufhorchen ließ, Proben seines Könnens abgelegt, so vereinigten sich Chor und Orchester im Schlußteil zu der Eichendorfs-Kan. tote von Kurt Thomas, einem Werk, das die romantische Welt des Dichters im engsten Ein- fühlen nacherlebt und sie uns in einem Gewände vermittelt, das sich auf die Aushrucksmittel unserer Gegenwartsmusik stützt, auf die innere Tragkraft des linearmelodischen Stiles, herb und doch unmittelbar in her Auswirkung. Dem Baritonsolo war Herr Wilhelm Dürr, ein Lehrer her Anstalt, wertvoller Vermittler. Die Hörer dankten mit herz- fiebern Beifall. Dr. Hermann Hering. Gerda verbarg ihr Erstaunen hinter einem Wein- alas Das war lustig, was der Baron da sagte: •Paul redete der Luckner die unterirdische Garage | ein! Schlau von Pola, sehr schlau, den ahnungs- Aus -er Stadt Gießen. 3m Kaffeehaus. Alle Tische sind besetzt. Die halblaute Unterhaltung der Gäste, untermalt von leiser Rundfunkmusik, gedämpftes Tellerklappern, mal ein Lachen, alles das schafft Wohlbehagen. Wir essen langsam, mit Genuß, den guten Kuchen, und der heiße Trant dazu erquickt. Dor uns auf dem Tisch steht eine leuchtend gelbe Osterglocke und sagt uns, daß es Frühlmg ist! Die armen, armen Menschen, die noch kein Kaffeehaus kannten! Denn erst um 1517 bürgerte sich das Kaffeetrinken in Europa ein, in Deutschland erst ungefähr 150 Jahre später. Das Teetrinken wurde 1636 in Paris eingeführt. Ein davon begeisterter Doktor veröffentlichte damals eine Schrift „Daß der Thee Verstand gebe", aber alle feine Kollegen eiferten dagegen und wollten diese Schrift verbrennen. Sogar geraucht wurde der Tee, wie man Tabak raucht. Die Schokolade war ursprünglich in Mexiko ein ekelhafter Brei, aus geröstetem Kakao und Maismehl zusammengesetzt und mit einem Farbmittel gefärbt Die Spanier liehen dann das Mehl und die Farbe weg und taten dafür Vanille, Zucker und einige ostasiatische Gewürze daran. 1679 kam sie nach Deutschland. Wie gut schmeckt sie uns jetzt! Am Nebentisch unseres gemütlichen Platzes sitzt ein junger Soldat mit einem hübschen, blonden Mädel. Nattirlich hat sie einen Turban um ihre Locken geschlungen. Beide sind schrecklich schüchtern, und die Unterhaltung fließt nur spärlich dahin. Nur ab und zu versucht sie es mit einem Augenaufschlag und einem Lächeln. An einem andern Tisch, an dem vier junge Damen sitzen, geht es im Gegensatz dazu sehr lebhaft zu, ha wird ununterbrochen gekichert und geschwätzt. Drüben das Paar ist sicher verheiratet, man merkt es sofort, ohne auf ihre Hände nach den Ringen zu sehen, an der Art, wie sie sich miteinander unterhalten ober auch sich anschweigen. Wieder an einem anderen Tisch sitzt, mit seiner Mutter, der jüngste Gast in hellblauem Strickanzug, sicher erst drei Jahre alt. Er löffelt sein Eis mit Ernst und Hingabe, und jedesmal, wenn der Löffel im Mund verschwindet, verdreht er vor Wonne die Augen. Alle Kinder mögen gern Kuchen und Eis, und meine kleine Tochter ist keine Ausnahme. Eis war das erste Wort, das sie lesen konnte, als sie fünf Jahre alt war, und es war von da an nicht n\el)r möglich, zu sagen: „Ja, hier gibt es ja feinst", weil sie dann triumphierend auf das Schild deutete. Als sie erst drei Jahre alt war, gingen wir einmal nach vielen Einkäufen in eine Konditorei und tranken Kakao. Beim Heimkommen sagte der Papa: „Na. ihr Ausbleiber, ihr wart wohl noch im CafS ...?" Woraufhin Brigitte wichtig sagte: „Nein, Papi, im Kakao ...!" E. L. St. Tageskalender für Alonlag. NSG. „Kraft durch .Freude": Unterhaltung au Oswaldsgarten. — Gloria-Palast, Seltersweg: 14 Uhr Wochenschau-Sondervorstellung: „Hochzeits- nacht". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „... reitet für Deutschland". Kriegerkameradschast 1814. Die angekündigte Eingliederung einiger Traditionskameradschaften in die Kriegerkameradschaft 1874 Gießen wurde bei 6em Appell am gestrigen Sonntag im „Burghof" vorgenommen. Kamerad schaftssührer D ö h n begrüßte die außerordentlich zahlreich erschienenen Kameraden, in erster Linie den Kreiskriegerführer Dr. M o n n a r d , und die Kameradenfrauen. Er gedachte dann der in den letzten Tagen verstorbenen Kameraden Daniel Mohr, der Kameradschaftsführer ehern. 118er gewesen war, Professor Dr. Kühne und zugleich aller für das Vaterland gefallenen Soldaten. Hierauf würdigte er die neuen stolzen Taten unserer Wehrmacht im Südosten, in Afrika, auf dem Meere und in der Luft. Dabei vereinte er erneut die Kameraden zum Treugelöbnis an den Führer. Sodann wurde die Uebersührung der Traditions- kameradschaften ehern. Hess. Leibdragoner Nr. 23, der 222er und der 116er vorgenommen, zu der der Neichskriegerführer seine Genehmigung erteilt hatte. In der letzten Zeit hat sich auch die Kameradschaft ehern. 168er zur Angliederung bereit erklärt. Kameradschaftsführer Döhn hieß iw Kameraden dieser Kameradschaften in den Reihen der Kriegerkamerad- Das Musische Gymnasium stellt für alle die Begabungen, die sich ihrer Veranlagung gemäß fpö ter einem in der Musik verankerten Beruf zuwen- den, einen neuartigen, direkten Weg zur Ausbildung und frühzeitigen Entwicklung der Fähigkeiten dar. Der Besuch der hergebrachten Lehranstalten mit ihren allgemein gültigen Zielen bedeutete ür viele Befähigte einen Umweg, der leider manche Anlage wegen anders gerichteter Anforderungen nicht pflegen konnte, ja, sie bisweilen verkümmern ließ, weil im Rahmen der öffentlichen Schule nidjt die Zeit und die Möglichkeit dafür gegeben war. Die Sonderentwicklung des Talentes war oft ein Hindernis, ja sogar manchmal ein Stein des Anlaßes, wenn nicht entschiedene Haltung des Eltern Hauses ober Eintreten eines verstänbnisvollen Lehrers die Pflege des Lieblingsgebietes ermöglichte. Manche hoffnungsvolle Veranlagung konnte erst nach Ableistung der Schulpflicht an die Ausbildung )erantreten, wenn es nicht schon zu spät war für die Erreichung des notwendigen Hochgrades ober gar Schäden (durch nicht fachgemäße Behänd- lung etwa der Stimmen) den weiteren Einsatz nicht mehr lohnten. Da setzt jetzt das Musische Gymnasium ein. Nicht, daß es die notwendigen Erkenntnisse, Fertigkeiten und Leistungen in den üblichen Schulfächern vernachlässigte, auch die werden hier erreicht, und ein vollgültiges Reifezeugnis für jede Studiumsmöglich- feit steht jedem in Aussicht. Darüber hinaus aber fordert es Werte, denen die anderen Schulen nicht gerecht werden konnten. Eine strenge Auslese bester Befähigungen ist hier in kameradschaftlichem Zusammenleben vereinigt: vom Musikzentrum ans wird hier die Erziehung gewährleistet und jede Möglichkeit zur Förderung genutzt im wechselseitigen Ansporn, im frühzeitigen Wecken produktiver Kräfte, im Hüten, Freilegen und Pflegen schlum- member Talente. So wird hier unferm künftigen Musikleben der Führernachwuchs erzogen durch dos Aufwachsen in einem Lebenskreis, von Musik burd)- hrungen, jede benkbare Möglichkeit cntfaltenb, ftär- kenb und vor Hemmungen sichernd. Wie dieser Weg das gesteckte Ziel gewährleistet, bas bestätigte das Konzert des Musischen Gymnasiums, Frankfurt a. M. Nicht ohne Grund hat man Professor Kurt Thomas zum Leiter dieses Insti- lutes berufen, denn er ist in unserer jüngeren Musikergeneration eine markante Persönlichkeit. Daß er sowohl als Schaffender wie als Ausübender von her Vokalpraris herkommt, präbeftiniert ihn zum berufenen Führer. Die Erziehung jebes Musikers ist mehr ober minder im vokalen Musikerleben Der- anfert; her vokale Stil in seiner vielfältigen Schön- Gerba öffnete die Tür. Das Zimmer ein Fensterflügel stand offen, aus der Finsternis schlug die Stimme des Sängers ihr entgegen. Mitten in einem hohen Ton stellte Gerda den Apparat ab und es wurde übergangslos ganz still. Der Fensterfkügel schwang leise knirschend, irgend- wo weit weg war das grobe Zanken des Portiers, eine Tür ging nebenan, und später kamen leise Schritte über den Teppich draußen. Gerda hatte die Tür nur angelehnt und hörte das alles, ohne darauf zu achten, wie man eben gewohnte Geräusche hinnimmt. Aber dann geschah etwas Ungewöhnliches, -----eine Winzigkeit, die sie aufhorchen ließ. Der Teppich auf dem Korridor reichte nur halbwegs bis zur Treppe, dort gab es ein paar kunstvoll zusammengesetzte Florentiner Steinplatten. Auf diesen Platten klapperte der Tritt jedes beschuhten Fußes wie Kastagnetten. Aber die Schritts auf dem Korridor klapperten sonderbarerweise nicht, es schlug auch keine Tür. Gerda ließ plötzlich den Fensterflügel, den sie gerade schließen wollte, im Stich und ging hinaus Der Korridor war leer. Alle Zimmertüren geschlossen. ihrer Aufregung. Grinsend marschierte der Chauffeur rundherum und schaute in alle Zimmer, sogar den großen, ge- dazu. Um zehn Uhr n schnitzten Schrank öffnete er, aber es ließ sich wirk- Neueinstudierung des sich nichts entdecken. < Hörern einen Einblick in das Leben und Treiben in diesen Ländern ermöglichten. Die auherordent. lich interessanten Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Kameradschaftssührer D ö h n dankte Käme- rob Dr. Kaufmann für den ausgezeichneten Vortrag und schloß bann den Appell mit dem Gruß an den Führer. Monatsappell der alten Arti lensten. Die Artitteristenkameradschaft 1895 Gießen versammelte ihre Mitglieder am Samstagabend zum Monatsappell im Kamerabfchaftsheim hessischer Hof". Den dienstlichen Teil des Appells leitete Ka- meradschaftsführer Müller mit Worten des Grußes und Dankes an den Führer und unsere Wehrmacht ein, wobei er besonders der jüngsten glänzenden Siege unserer Waffen auf dem Balkan gedachte. Mit herzlichen Worten des treuen und dankbaren Gedenkens ehrte er sodann den zur großen Armee abberufenen Kameraden Heinrich D a tz. einen der ältesten und treuesten Kameraden in der Vereinigung der alten Artilleristen, der immer in vorbildlicher Kameradschaft und mit opferbereiter Tatfreubigfeit ben Ibealen der Artilleristenkameradschaft gebient hat. Dem guten Kamerabon, her im Gedächtnis seiner Waffengefährten in Ehren fort- leben wirb, erwiesen biese die übliche Ehrung. Im weiteren Verlaufe des Appells gab her Kamerad- wShnen daß die Haustür unverschlossen gewesen sei. Die Frau Kammersängerin sei sehr streng tn dieser Hinsicht. Die deutschen Sprachkenntnisse des Amerikaners schienen für diese verwickelten Zustände nidjt auszureichen — —. Höflich, aber verständnislos hi- chelnd, entledigte er sich der Noten und entfernte sich auf seinen dicken Guminisohlen lautlos. 4. Kapitel. erfreuen. GA.Sport. Oie Bez rksklaffe am Sonniaq. 1900 — 05 Wetzlar 3:1 (1:0). Würdiger konnten die Blau-Weißen den Absd)luß der diesjährigen Meisterschaftskämpfe nicht gestalten. Gelang es doch, in einem von Anfang bi» Ende spannenden Kampf dem mit 99prozenlig'r Sicherheit wahrscheinlidien Meister, FC. 05 Wetzlar, eine klare Niederlage beizubringen. Und das mar nicht etwa glücklichen Umständen zu verdanken, sondern auf Grund einer mit großem Eifer gemischten spielerischen Leistung, an her neben dem über- ragenben Können von Kraft II bic beiben 'Bert ’i» biger unh her Mittelläufer maßgebenb beteiligt sind. Wetzlar, bas mit Luther antrat, kannte gegen hieben Eifer nicht aufkommen, ja, es kann mit dem Ergebnis ngch zufrieben sein, benn bei Ausnutzung h'r Gelegenheiten in her ersten Hälfte konnte es leicht anders kommen. Der Spielverlauf: Von Möbs gut inszeniert, kommen die Wetzlarer zu Beginn zu einigen recht gefährlichen Angriffen. Die Verteidigung der Blau- Weißen ist jedoch sofort im Bilde, ja mehr al» bas, Im weiteren Verlauf erweist es sich, daß an, biedern Mannschaftsteil her Platzbesitzer alle Kunst bes Wetzlarer Sturmes scheitert. Nad) Ablauf einer Viertelstunde hat 1900 die Drangpeil.'he her Gäste überwunden und kommt nun seinerseits zu verschie» sich der Portier über die —------- Woher hätte denn der Mensch kommen sollen, und wohin ging er? Durch die Luft fei er wahrscheinlich nickst geflogen? , Eine kleine Weile verteidigte sich Gerda noch, und dann war bas Rätsel, auf welchem Wege der Geheimnisvolle entschwunden war, plötzlich geloft. Das Haustor tat sich nämlich auf, und ein Herr faiwr^ber1 ^omponsit''Carttr. Bei Gerdas Anblick großen Speisezimmer schon bei Tisch saß. Das -cigte' er fröhlich sein Gebiß unb zog ben Hut. schwarze Chiffonkleid war ihr ein wenig zu wett r- r n« ’aatA er ich wünsche nur abzugeben aeroorben, und ihre Arme sahen sehr stockt aus, bieier Noten' fitt Mis'sis Luckner. sie wird fingen, bas wurde auch durch die Pracht °0st Zwei dunmm 4« ßieber in eine Äonjert Aber bitte bafür Hinweri« leichten Armbändern nicht. I.onderl.ch keine Störung zu machen." -MSMWWWWWW allen Seiten, daß der Fehler durch-nicht Vornehmheit zur Schau zu fraacn, aber da solle nur um! war sie, diese unbefmterbare Vornehmheit. erin nicht er-1 Man trank viel.. Mit Ausnahme von cm paar denen Angriffen. Durch das ZurückdrSngen der Halbstürmer, die die Bewachung non Mobs unb Luther zu erfülen haben, fehlt es jedoch im Sturm. Erst als Kraft diese Bewachung etwas lockert, kommt es zu mehr Gefährlichkeit der blau-weitzen Aktionen, und nach dreißig Minuten scheint der erste Erfolg greifbar. Aus kürzester Entfernung schießt Albert, jedoch zu schwach, so daß Koob retten kann. Bei einem Angriff der Wetzlarer prallen der Halbrechte der Gäste und 1900s rechter Verteidiger bei einem Kopfballduell so unglücklich zusammen, daß beide verletzt den Platz verlassen müssen. Während Bccker nach einiger Zeit wieder kommt, muß sich Wetzlar auf zehn Mann beschränken In der 35. Minute erlangen die Platzbelitzer die Führung. Bei einem Angriff von rechts flankt Schellhaas weit noch links. Linksaußen Schlich leitet zu Kraft, der aufs Tor schießt. In der Abwehr bleibt das Leder jedoch hängen, und erst der herbeieilenüe Jürgens kann es an dem sich vergeblich streckenden Koob vorbei einschießen. Nach dem Wechsel hat 1900 ben Winb als merklichen Helfer. Durch einen Eckball, den Kraft im; Na^'chuß verwandelt, heißt es sehr bald 2:0. Hierauf wird Wetzlar ziemlich munter, doch an der Verteil.gung bleibt alles hängen, obwohl sich Mobs unb Luther die erdenklichste Mühe geben. 1900 da« gegen ist erfolgreicher. Kraft II kann in der 75. Minute durch raffinierten Schuß auf 3:0 erhöhen. Wenig später erlangen die Wetzlarer eine günstige Gelegenheit zu einem Gegentreffer, als der Schiri infolge Handspiels einen Elfmeter verhängen muß. Luther schießt das Leder ziemlich an die Latte. Bei eine Angriff von links kommt es aber dann doch dazu Der Rechtsaußen Kotlar kann bas Leber über die Linie köpfen. Damit ist der Enbftand herge- ftellt, denn es gelingt keiner Partie noch irgendein Erfolg. Wetzlar in der Besetzung Koob. Klein. Hahn. Heckicher, Diddlapp. Marg, Kotlar, Lotz, Lucher, Mobs, Rhode kam durch die gute Serftorunqs« arbeit der in der Aufstellung Schmitz, Becker. Gauweiler, Ssttner. Opitz. Weniger, Schellhaas, Kraft II, Albert, Jürgens, Schlich antretenden Platzbelitzer nicht zu dem von ihnen gewohnten Spiel. Neben den bereits Genannten verdienen Weniger und Sittner einiges Lob. Schiri Gerhard (Annerod) war ein aufmerksamer Leiter. Kräftige Endspiel-lleberraschungen im Fußball. War schon vor acht Tagen im Kampf um die I mit 2:2 (2:2) einen Punkt abnahm. „Helene^ kann deutsche Fußballmeisterschaft nicht alles ganz pro- nun aus eigener Kraft die Kölner nicht mehr er- grammäßig verlaufen, so gab es diesmal eine ganze . reichen. Reihe kräftiger Überraschungen. Die größte tarn । In der Gruppe 2 hat es nach dem H a m b u r g e r wohl im Mannheimer Stadion zustande, wo der SV., her sich am Sonntag beim 1. SD. Jena V f L. N e ck a r a u vor 5000 Besuchern mit großer mit einem 2:2 begnügen mußte erwartungsaernatz Hingabe gegen 1860 München, den Rapid-Be- Schalke 04 in der anderen Abteilung geschärft, zwinqer kämpfte, mit 2.1 t2:1I einen verdienten Sieg Die .Knappen* waren bei Hannover 96 zu landete. Da gleichzeitig die Stuttgarter Kik- Gast und landeten hier vor 30 000 Zuschauern mit fers in ber von 20 000 Fußballfreunden besuchten , 6:1 (2:0) einen recht eindrucksvollen Sieg. Adols-Hitler-Kampfbahn gegen R n p l d Wien! In der Abteilung I ist der D r e s d - n - r S S. mit 1:5 (0:2) eingingen, hat wieder Rapid die besten durch einen 5:2(0:2)»Sieg über Tennis- Bo- Aussichten auf den Endsieg in der Gruppe 4. Die ruffia Berlin Abteilungssieger geworden. Die Wiener lieferten in Stuttgart ein sehr gutes Spiel Berliner schossen zwar in den ersten Minuten zwei und siegten selbst in dieser Höhe verdient. Tore, aber dieser Vorsprung genügte nicht, um bte In der Gruppe 3 scheint der Weg für den Mittel- Dresdener „non den Beinen zu bringen. In der rheinmeister VfL. 9 9 Köln frei zu Jein. Die zweiten Halste war der Widerstand der Reichs- Domstädter schlugen die Kickers Offenbach Hauptstädter gebrochen. Der Gegner des DST. im Rückspiel vor 7000 Besuchern mit 3:1 (2:0), | roirb Schlesiens Meister D.-R. Gleiwitz fern, während gleichzeitig der F E. 9 3 Mülhausen allerdings müssen die Gleiwitzer, die sich beim insofern für eine Überraschung sorgte, als er dem LSD. Stettin eine 2:3-Niederlage leisteten, chr favorisierten Niederrheinmeister Helene Essen Heimspiel gegen Danzig gewinnen.__ , SA. Frankfurt die Tndkampfgegner. Die Mannheimer kamen in Kasiel gegen Hessens Mei« ster TSG. W'lhelm shö h e m t Itro U L zu I einem leichten Sieg, während sich die Frankfurter SA.-Männer mit 15:8 (9:4) dem T S D. Süss e n, Württembergs Meister, überlegen zeigte. In der I Gruppe 3 scheiterte Bayerns Meister Post München am TSD. 6 7 Leipzig, der in heimischer 1 Umgebung knapp mit 7:5 (2:3) die Oberhand behielt. Die weiteren Sieger des Tages waren Elektra । Berlin, Reinecke Drieg, LSD. Posen. Um den Eintritt in die Vorschlußrunde kämpfen 1 nun am 18 Mai: SD. Wald Hof — SA Frankfurt; I Hindenburg Minden — Polizei Hamburg; Reinecke * Krieg — TSV. 67 Leipzig; LSD. Posen — Elektra Berlin Dom Boxen. Vogt verlor in bet 8. Runde entscheidend. Der Kampf um die deutsche Boxmeisterschaft im Halbschwergewicht im Hamburger Hanseatenring zwischen den beiden Titelanwärtern Richard Vogt (Hamburg) unb Heinz 6 e i b I e r (Berlin) endete mit dem entscheidenden Sieg von Seidler. Nach mehreren Niederschlägen — Vogt mußte in der Die 1900er konnten die Wetzlarer verdient schlagen, da sie während des ganzen Spieles das beffere Können zeigten. Der Tabellenstand ist damit folgender: Gew. Unentsch. Verl. Pkte. 11 1 3 23:7 10 1 4 21:9 Verein Spiele Wetzlar 05 15 5Ö. »Steinberg, 15 Naunheim ' 15 1900 16 DfB.-Reichsbahn 16 Burgsolms 15 Marburg 13 Luftwaffe 14 Sportfreunde 1 8 1 6 17:13 7 3 6 17:15 7 1 8 15:17 6 2 7 14:16 5 2 6 12:14 3 1 10 7:21 2 0 11 4:22 Vsv.-Relchsbahu in Hanau. Das gestrige Freundschaftsspiel des DfB.-Reichs- bahn Gießen gegen die Reichsbahn-Sportgemeinde Hanau, das in Hanau ausgetragen wurde, endete mit dem Ergebnis von 2:5 für die Hanauer Mannschaft. !lm die deutsche Haridbal'rrieisterfckast. In der zweiten Vorrunde der deutschen Hand- ballmeisterschast, an der noch 16 Bereichsmeister beteiligt waren, gab es mit dem sensationellen 13:l(6:l)-Sieg von Hindenburg Minden über den deutschen Meister Lintforter SpV. eine Bombenüberraschung. Einen Sieg der Mindener Soldaten konnte man schon nach Lage der Dinge erwarten, aber nicht einen Erfolg in diesem Ausmaß. Die deutsche Meisterelf traf in Minden auf einen in Höchstform spielenden Gegner, während die eigene Leistung weit unter ner Norm stand. So gab es trotz Körners und Brüntaens eine Niederlage in nie erwartetem Ausmaß. Minden, der deutsche Meister von 1936, ist nach dieser eindrucksvollen Leistung ein erster Anwärter auf, den Meistertitel. In der nächsten Runde treffen die Westfalen auf Polizei Hamburg, die gegen Dessau 98 zu einem 9:5(6:2)-Sieg kam. In der süddeutschen Gruppe sind SD. W a l d h o f unb verbunkelnngszeil 5. Mai von 20.54 bis 5.44 Uhr. vierten, fünften, sechsten unb siebenten Runde zu Boden — warfen die Sekundanten des Hamburgers in der achten Runde, als Vogt abermals schwer er« wischt wurde, zum Zeichen der Aufgabe bas Handtuch. Slowakei in Preßburg mit 142 geschlagen. i Die deutschen Amateurboxer begingen am Sonntag das Jubiläum ihres 75. Länderkampfes, in dem die Nationalmannschaft der Slowakei in Preßburg ihr Gegner war. Mit 14:2 gab es auch in der dritten Begegnung mit der Slowakei einen zweistelligen Sieg, unb die Länberkampfbilanz verzeichnete 58 geöonnene,9 verlorene unb 8 unentschiebene Länderkämpfe bei 785 Einzelsiegen der deutschen Boxer gegen 401 der Gegner. Nach langem, schwerem Leiden ist am 2. Mai meine innig st- geliebte, unvergeßliche Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Marie Baehrens, geb. Burkhardt im 55. Lebensjahre sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Im Namen aller Angehörigen: Ernst Baehrens. Gießen (Am Kugelberg 2), den 5. Mai 1941. Die Beerdigung findet Montag, den 5. Mai, nachm. 8% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. - Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 01564 Aus einem arbeitsreichen Leben verschied heute früh nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, Großvater, Sohn, Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wilhelm Watz, Zimmermeister im Alter von 63 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Schäfer und Familie Auguste Watz SS-Sturmmann Wllh. Watz u. Familie z. Z.' im Felde Gefr. Ewald Watz, z. Z. im Felde. Gro Ben-Linden, Lang- Göns, Dornholzhausen, den 8. Mai 1941. Die Beerdigung findet Dienstag, 6. Mai, nachm. 8 Uhr statt. 2074D Der echte ..Wehldorf er** BloireiDiMs-Tee 1 aus bewahrten Kräutern hält das Blut rein und frisch und verjflngl den Körper. Blutreinigungs-Tee ab 65 Pfennig. Blutsaft z. Blutbildung M. 3.-. Birkensaft M. 2.10 KneippeKräuterhaus Jung, Gießen Fachgeschäft für Naturheil mittel in der Mäusburg Sterbefälle. Am 15. 4. 1941. Klempnermeister Martin Schulze, 53 'Jahre, Bonbaden, Kreis Wetzlar. 16. 4. Julie Fischer, geb. Flett, 75 Jahre, Gießen, Alicenstr. 43; Hilfsarbeiter Karl Svillmann, 45 Jahre, Gießen, Läufertsröderweg 61. 17. 4. Minna Belte, geb. Bevvler, 26 Jahre, Dorlar, Kreis Wetzlar; städt. Arbeiter Karl Dürr, 39 Jahre, Gießen, Liebigstr. 14; Lisette Tröller, geb. Deis, 31 Jahre, Mederwetz, Kreis Wetzlar; Anna Jakobi, geb. Möglich, 31 Jahre, Bowertshausen, Kreis Wetzlar. 18. 4. Hausgemlfin Luise Weck, 19 Jahre, Hungen, Kreis Gießen, Unterstr. 18; Karoline Hedrrch, geb. Schmidt, 54 Jahre, Trohe, Kreis Gießen, Hauvtstr. 15; Elisabeth Schad, geb. Baumann, 31 Jahre, Großen-Buseck, Kreis Gießen, Schloßstr. 17. 19. 4. Lucie Schreiber, geb. Neumann, 47 Jahre, Gießen, Sckiffenberaer Weg 16; Müllerknecht Heinrich Großbaus, 66 Jabre, Grü- ningen, KreiS Gießen; Emmy Sattler, 19 Neonate, Burgsolms, Kreis Wetzlar; Kontrollasststent Eduard Nhem, 26 Hahre, Wetzlar, Hermannstr. 51. 20. 4. Lokomotivführer a. D. Georg Beling, 81 Jahre, Gießen, Wetzlarer Weg 49? Oberzollsekretär Johann Daniel Mohr, 55 Jahre, Gießen, Am Kugelberg 31; Margarete Riehm, geb. Seivv, 63 Jayre, Lollar, Kreis Gießen; Hüttenarbeiter Hermann Schöler, 65 Jahre, Burgsolms, Kreis Wetzlar. 22. 4. Zimmermannsaehilse Wilhelm Watz, 61 I., Griedelbach, Kreis Wetzlar. 24. 4. Hausgehilfin Erna Zävfel, 18 Jahre, Gießen, Schottstr. 40; Diarie Tasche, 76 Jahre, Gießen, Eichgärlenweg 14. 26. 4. Vorarbeiter i. R. Heinrich Menz, 65 Jahre, Burkhardsfelden, Kreis Gießen; Herbert Luh, 1 Jahr 8 Monate, Allendors a. d. Lahn, Streb Gießen, Triebftr. 22; Heide Huchs, 1 Monat, Wetzlar, Niedergirmefer Weg 35. 28. 4. Bankbeamter Karl Heilmann, 56 Jahre, Gießen, Lud- wigstraße 55. 29. 4. Margarete Rohrbach, geb. Sommeriad, 56 Jahre, Großen-Buseck, Kreis Gießen; Pauline Jughardt, geb. Stein, 58 Jahre, Gießen, Hindenburgstr. 20; Margarete Kretschmar, geb. Rotb, 75 Jahre, Gießen-Wiefeck, (Siebener Straße 138. 30. 4. Studienrat a. D. Professor Rudolf Kühne, 84 Jahre, Gießen, Aulweg 44 ; Katharine Winn, geb. Lind, 74 Jahre, Hungen, Kreis Gießen, Unterstr. 29; Katharine Eisfeller, geb, Debus, 67 Jahre, Gießen, MarbnrgerStr. 56. | Mietgesuche | 3-4-3immet- WoOnunfl von Beamten, auch i.der näher. Umgebung von Gießen, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01567 an den Gieß. Anz. Wolin- uuö öffllnhimmet leer oder möbliert, gesucht. Schr. Ang. unt. 01569 a. d. G.A. Stellenangebote Saubere Imss» Frau od. Mädchen wöchentlich dreimal 2 Stunden vormittags zum Putzen gesucht. Ludwigstr. 40 I. 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