Eichener Anzeiger Mittwoch, 5 Februar VHI Kriegsschiff in Üebersee verienkie 29000 VRT 1.33 Q; ein. trag" der alliierten Handelsflotte — die England iruWos unb mit I F ‘ "h°f b-stattet würden Jnsntge dem Ankauf non alten Schiffen au- den USA. könne , ' I--MM-N- in Zukunft nicht mehr „-rechnet werden. Menfche^-nq- an. che die B-stattunq uer- So kommt Trotz zu dem für England katastrophalen H : ft - ,. ;„*'«> ?-,u,^^e.n 0 3.. 7® n* *" Ergebnis, datz die Verlmte der brittschen chandels- *r' */" tein 5Red,t *>Qt(en’ m «‘»»’W« ®ri>6, flotte jetzt schon größer als der Ersatz" * sind. England stehe gegenwärtig einer Abnahme Es ist bezeichnend, daß der „Daily Herold" kein wieder angenommen habe, wobei sich Croß in vagen Witts e m Dublin. S t 0 ck h 0 l m , 4. Febr. (Europapreß.) Nachdem Beträge herabgesetzt werden, womit der m’ÄTK Stt SteGasmaskederpattaMntarier rliebe & er 7 bis 8 Millionen Tonnen wieder jn oorschriftsmäßsgern Zustand mit sich zu tragen, a i n g. Von den England bei Kriegs- Bisher haben höchstens 50 v. H. aller Londoner ihre Verfügung stehenden insgesamt 21,3 Gasmasken mit sich geführt. Die neue Aufforde- verloren erweiterungen und ähnlichem in der Lage seien. Der private Großverdiener wird im kommenden Finanzjahr seine Einnahmen nicht hoher zu ver- steuern brauchen als bisher, da die progressiven Besteuerungen in erster Linie bei den kleineren und mittleren Gehältern wirksam.werden itz beibet e Echt 0Qrto ingr ra n hchi- mebetiit nen @12- Hofsnungen über die Hilfe der Bereinigten Staaten erging. Offenglanb mif guter Wirkung an. Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. (3:3). h einnd nsatz c? ne flodt im Has coollle e Das $- tarn 0. en einr 1 unb f auen. LlStWJ®! ibung» aufftei«’ en neu« en WI nntc, iW ■ . stM b'yinn zur — Millionen Tonnen müsse man über vier Millionen |ir die ausschließlichen Bedürfnisse des Imperiums ai.stehen, so daß Großbritannien über rund 17 Milli: nen Tonnen und darunter nur 3 Millionen Ton- Willkie wurde nach seiner Rückkehr von Irland am Dienstagabend von König Georg VI. empfangen. losigkeit britischer Kriegführung dar. Denn wie liegen die Dinge in Wirklichkeit? damit rechnen, daß schwere Verluste a u d)1 in Zukunft eintreien werden. Mit dem „Bei- Stockholm, 5. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einem Dorf in der Grafschaft Surrey kam es nach einem Bericht des „Daily Herald" zu sehr erregten Szenen einer aufgehetzten Menschen- menge, die dagegen protestierte, daß einige deutsche Flieger, deren Flugzeug in der .Nähe des Dorfes abgestürzt war, auf dem Ge- zu zersplittern; indem aber Deutschland auf zwei Fronten kämpfen muß, wird die Weltkriegs- fieren, haß wit mit Maßnahmen der Luft- und Seeverteidigung niemals den Krieg gewinnen können. Nur die Offensive kann den Krieg gewinnen. In einer Verstärkung der Born- dengeschwader liegt die Hauptwaffe, die unter Umständen die Achse aus die Knie zwingen wird. Wir müssen uns daran erinnern, daß viel größere persönliche Entbehrungen und Opfer von jedem einzelnen gefordert werden müs- sen, bevor wir durch sind. Es gibt gewisse Kreise in unserem Volk, die den Krieg noch kaum gefühlt haben und deren Leben ungefähr wie vorher weitergeht. — Die warnenden Worte des Unterstaatssekretärs stehen zu den üblichen Illu- sionsphrasen der britischen Propaganda in einem bemerkenswerten Gegensatz. Aber dieser beschwörende Appell an den Opfersinn der britischen Geldsackkaste dürfte ebenso zu spät kommen wie der Schrei nach der Offensive, der in letzter Zeit immer verzweifelter ertönt. Der britische Schrffahrtsminister Croß gab auf einer.Versammlung in London einen nicht weniger -pessim-sttschen Ausblick der Lage. Auch er erwartet „irgendwelche gigantischen Anstrengungen des Feindes" und meinte, es wäre unangebracht, annehmen zu wollen, daß die augenblickliche Verminderung der Schiffsverluste, bfe er feststellen zu können glaubt, dauernd sein werde. Vielmehr müsse man schen Ehren, die ihnen zukommen, zur letzten Ruhe gebracht werden. 3n England sind aber derartige Selbstverständlichkeiten infolge der maßlosen Verhetzung der Bevölkerung nur unter größten Schwierigkeiten durchzusührcn. Ma's Leib> Unb W mb erltf iW mertti mg, wir! ir [trein- w* mmch, enn au: .t bereu Berlin, 4.Febr. (BHB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Kriegsschiff versenkte bei Operationen in überseeischen Gewässern 29000 SRI feindlichen Handelsschiffsraumes. Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von zwei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 11 000 VRT. Kampfflugzeuge griffen am 3. Februar kriegswichtige Ziele um London und in Südost. england erfolgreich an. Bel Maidstone trafen Bomben schweren Kalibers eine Fabrikanlage. Auf mehreren Flugplätzen wurden hallen, Unterkünfte und eine größere Zahl von Flugzeugen zerstört. Ein Sturzkampfflugzeug versenkte vor Ramsgate ein Handelsschiff von 3000 BRT. durch Bombenvolltreffer. Das verminen britischer Hafen wurde fortgesetzt. 3n der letzten Rächt griff die Luftwaffe Flugplätze und kriegswichtige Ziele In Eine Folge maßloser englischer Prestehetze JN oen gd Philip 4.ä a, VN ueilingö Stockholm, 4. Febr. (Europapreß.) Die Mitglieder des britischen Parlaments haben von der britischen Regierung eine schriftliche ,Aufforderung erhalten, in Zukunft stets ihre Gasmasken ktefani feststellt, die günstige Periode abgeschlossen, ir der England auf eiye Vergrößerung seiner Han- dilstonnage hoffen konnte, während bereits in rein: io kurzer Zeit gewaltsam requirierter Schiffs- rcum von über 7 bis 8 Millionen Tonnen wieder ^führen. Angeblich will daher der Schatzkanzler fiu? progressiv ansteigende B e st e u e - tu n g der Einkommen vornehmen, statt der ! sher festen und prozentualen Steuererhebung, die und die gleichen HöchstbesteuerungIsätze oorsehen wie ten Kleinverdiener ebenso trifft wie den Großoer- die bisherigen Festbesteuerungen. t ener. Außerdem sollen die steuerfreienl ------- seiner Handelsflotte gegenüber und würde einen , Wort der Verurteilung für diese Haltung findet, läge wiederhergestellt das Einkreisunassnstem wie- harten Kampf zu bestehen haben, bevor seine Stärke! sondern die aufgehetzte Mw'se auch poch gegen den öer Lm S Mitnahme von Mmcinett für die Rttttnosnummer bi§8'/ollbr desBvrmittags Mtuetflcns'-Breife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm . bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffelk- Abschlüsse Mengenstaffel 8 Platzvorschrift t vorherige Vereinbarung) 25"/o mehr England kann seineTonnageverluste nichtaufhoten Eine italienische Betrachtung. inr k ~ ■i-;;-; --1 der zum Funktionieren gebracht und die deutsche Par der, wenn auch widerwillig, d.e Bestattung Wehrmacht an der Kanalküste so geschwächt, daß sie .aufZum.egeln versuchte In eine Invasion der britischen Insel mit Aussicht auf ? & lm rlyiann sklbsiverstandlich, Erfolg nicht mehr unternehmen kann. Diese Argu- Ä Cn > li » <. t- * ■, « ,,• r , ,.., 1 . selbst brauchen. Da Großbritanniey viel Handels- tonnage verliert, kürzt es seinen alten Kunden. Zusammen mit der Petroleumfrage sind andere Probleme entstanden, die sich jedoch als weniger brennend erwiesen, weil die Möglichkeit eines Ersatzes leichter zu finden ist. Weizenmehl kann und wird durch Gerste- und Roggenbeifügung gestreckt werden. Die Farmer werden aufgefordert, mehr Weizen und Zuckerrüben anzubauen. Wenn Butter knapp werden sollte, so wird es genug Speck und Margarine geben. Aber selbst Benzinfayrzeuge können jetzt mit Gas und anderen geeigneten Antriebsanlagen, die eingebaut werden, betrieben werden. Es ist also praktisch kein Grund für irgendeine Art von Panik in Irland gegeben. Im Gegenteil, so hat Ministerpräsident de Valero vor kurzem im Parlament betont, das irische Volk würde lernen, sich im Hinblick auf die Güter, die es selbst produzieren könne, aus eigene Füße zu stellen. Das beweise auch, daß die Regierung recht hatte, wenn sie für die irische Selbstversorgung und Industrialisierung eintrat. Englands wachsende Kriegskosten erfordern neue Steuern. Der Kleinverdienersottmehr zahlen aber dieKriegögewinnsteuer wird ermäßigt. ' |al<6 Bibel?. |e N Jugoslawische Freundschastsverträge Von unserem v. M-Korrespondenten. i vor^ unb f , ni, 58' 0niP estaiB- Iw ’’ gdas-§ «t»s heu«’j! ne« und^ •fi fr? streik fcie täglichen Kriegsunkosten Englands von 7,5 Millionen Pfund Sterling im Juni vergangenen Jahres auf heute über zehn Millionen Pfund Sterling gestiegen find, unb nachdem sich die Regietang gezwungen gesehen hat, in den nächsten Tagen tom Parlament bie dritte Milliarde Pfund Sterling als Nachtragsetat zu erbitten, wird ich der Schatzkanzler entschließen, bei Beginn des reuen Finanzjahres eine Reform des Steuer- ersetz es einzuleiten. Ihren Ursprung findet diese rnsicht in der Notwendigkeit, durch ein verbessertes ilteuergesetz der Staatsbasse mehr Gelder zu- England hat seine afrikanischen Offensiven und seine Aktionen im Mittelmeer unternommen, um damit eine möglichst große propagandistisch« Wirkung zu erzielen. Denn es konnte eine Hilfe von dritter Seite, das heißt von den Vereinigten Staaten, nur dann erwarten, wenn die herrschenden Mächte in USA. überzeugt waren, daß die Briten noch genügend Widerstandskraft besäßen, um den Krieg auf längere Zeit fortzuführen. Die englische Kriegführung mußte diesen Beweis um so mehr liefern, als sie bis dahin völlig versagt und überall — in* Norwegen, in Frankreich, in Afrika, im Seekrieg — nur Niederlagen eingesteckt hatte. Daneben hofften die Londoner Strategen vielleicht auch, eine propagandistische Wirkung auf das ito« । lienische Volk iszuüben und die italienische Wehrmacht zur Aufgabe des Kampfes zu veranlassen. * So wurde der afrikanische Feldzug, der Belgrad, im Februar 1941. Anläßlich des 4. Jahrestages der Unterzeichnung des Pertrages ewiger Freundschaft zwischen Bulgarien und Jugoslawien wurde in amtlichen Erklärungen unb in Presseartikeln auf jugoslawischer und bulgarischer Seite bie Bedeutung dieses Vertrages für die Beziehungen zwischen den beiden Völkern unb bie Erhaltung des Friedens am Balkan hervorgehoben. Der jugoslawisch- bulgarische Freundschaftsvertrag hat bisher gute Ergebnisse für Jugoslawien und Bulgarien und für die Erhaltung des Friedens am Balkan gezeitigt. Deshalb liegt die Fortsetzung der Politik im Geiste des Freundschaftsvertrages zwischen beiden Staaten nicht nur im Interesse beider Länder, sondern auch im Interesse der Politik der Neuordnung in Europa, die von den Achsenmächten eingeleitet worden ist. In bet nächsten Zeit, Ende März d. I., wirb auch der 4. Jahrestag der Unterzeichnung des italienisch-jugoslawischen Freundschafts, unb Konsultierungspaktes begangen werden. Auch dieser Vertrag hat bisher große Ergebnisse für die Konsolidierung des Friedens in Südosteuropa gebracht. Die Spannung an der Adria, die jahrelang geherrscht hatte und von den Westmächten künstlich geschürt worden war, bildete eine ständige Gefahr für den Frieden am Balkan und die Konsolidierung des Verhältnisses in Südosteuropa. Durch den italienisch-jugoslawischen Vertrag Ende April 1937 wurde diese Gefahr für den Frieden im Südosten beseitigt. Die weitere Entwicklung der internationalen Lage hat gezeigt, wie weitsichttg und folgerichtig dieser Schritt der italienischen unb jugoslawischen maßgebenden Faktoren gewesen ist. Die Tatsache, daß ohne diesen Vertrag die gesamte Entwicklung der politischen Lage im Südosten eine ganz andere Richtung genommen hätte, ist kaum zu bezweifeln. Es ist ein Verdienst dieses Vertrages, daß der Südosten heute von den Kriegshandlungen saft völlig verschont geblieben ist, und daß andererseits bie Achsenmächte mit diesem Gebiet ungestört Handel treiben unb wirtschaftliche Beziehungen unterhalten können. Diese Beziehungen werden trotz des Krieges immer weiter ausgebaut. Seit der Unterzeichnung des ungarisch- jugoslawischen Vertrages ewiger Freundschaft ist nur eine kurze Zeit vergangen. Mitte Januar war der Vertrag einen Monat alt. Er soll demnächst ratifiziert werden. Es wäre daher über- eilt, über die Ergebnisse dieses Vertrages zu fpre- Jahrgang Nr. 30 (indieim tanlidi, außer Sonntage und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener »>aniilienblätter Hemmt imBild DieSckiolle MvnLts-Bc-ugsvreiS: Mit TBeüngen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 mich bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschluk 2251 Dmhtanfchrist:,,Anzeiger" Vo>lfckeck 116s«Tranks. M. ■UM k leimatP ftanb „Stille vor dem Sturm." England in der Furcht vor neuen deutschen Schlägen. Stockholm, 4. Febr. (DNB.) Der Unterstaats, efretär im britischen Luftfahrtministerium Bal - i o u r erklärte in Oxford, die verhältnismäßige fiuhe in der Luft solle man nicht als eine Ab- 'chwächung der deutschen Kriegsanstrengungen an- ichen. „Vielmehr", so sagte Balfour, „ist es wahr- ! chsinlich die Stille vor dem Sturm unb ter Vorbote eines neuen harten Schlages gegen unsere Widerstanbskraft. Wir werden noch Schläge > Zbzuwenden haben, mit denen verglichen die vor- cusgegangencn nur als eine leichte Berührung lusgewählter Stellen in unserem Land erscheinen. Laßt uns nicht bie Tatsache aus ben Augen Der- Ir verfügte. Hierzu kamen 7 bis 8 Millionen Ton- nm requirierten Handelsschiffsraumes, so daß Eng- Ictib über insgesamt 25 Millionen Ion« 8t-n oa fügen tonnte. L>ese Zahl könnte als eine gewaltige Ziffer an- »k ehen werden, wenn man nicht berüasichtigte, daß ) i e ganzen Rohstoffe, vor allem auch Oel, Ibiphta und Benzin sowie eine Unmenge Gebens. Vittel von Ueberfee eingeführt werden vr. sie, so daß die 17 — 21 000 000 t für bie Be- tirfniffe in Friedenszeiten knapp aus« ttichten. Um so schwieriger sei dahex heute die liege, nachdem von den 25 bis 28 Millionen Ton- lei bereits 10 Millionen versenkt öl rben Dazu komme, daß Englands Bedarf an 'Uihstoffen und Kriegsmaterial sowie an Maschinen in> Produkten, die die britische Kriegsindustrie auf .Bitunb des Trommelfeuers der deuttchen Luftwaffe ■,tic>t mehr im früheren Rhythmus herzustellen ver- heg, sich vervielfältigt habe, während Die .lrinsportmöglichkeiten beträchtlich verringert wur- kr. Deshalb habe fith England mit einem bringen« kr Hilferuf an bie Vereinigten Staaten gewandt, Br ne aber im Höchstfälle 500 000 Tonnen alter kä-iffe erhalten, bie es zubem mit Golb aufwiegen hii'fe. An Neubauten töipie England frühe- [ins in elf Monaten bie ersten der 60 verbrochenen amerikanischen Dampfer erhalten, zu- hcC ein Teil der Werften erst gebaut werden muffe, lnglanb selbst vermöge seine Verluste durch Neu- h.ten gleichfalls nicht auszugleichen. Llnzeiigemäße Erinnerung. Von umerer Berliner Schnftlettung Daß den Engländern umso mulmiger wird, je weiter die Jahreszeit fortschreitet, ist ja begreiflich. Churchill unb feine Kumpane sind klug genug, ihre Propaganda auf die bevorstehende Todeskrise ein- zustellen und ihren Untertanen zu sagen, daß sie sich auf allerhand gefaßt machen müßten. Fast jeden Tag erhebt irgendein Plutokratenminister seine Stimme, um die englische Bevölkerung vor optimistischen Ansichten zu warnen. Erst jetzt wieder er« klärte der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, Balfour, man dürfe die Ruhe in der Luft nicht mißversteheff ober als eine Abschwächung der deutschen Kriegsanstrengungen betrachten, denn diese Pause bedeute nur bie Stille vor benr Sturm unb sei der Vorbote eines neuen harten Schlages gegen die englische Widerstandskraft. So tönt es landauf, landab in Britannien. Aber es ist klar, daß die Insulaner, denen bis Zukunft in so düsteren Farben ausgemalt wird, unb die nach dem Willen und den Worten Churchills nichts anderes als „Blut, Schweiß unb Trä- nen" zu erwarten haben, auch einen Hoffnungsschimmer sehen wollen. Die Jllusionsprogaganba ber Regierung stellt auch solche Hoffnungen zur Verfügung, unb zwar in zwei Formen, die sich wäh. renb der letzten Wochen immer mehr herausgebildet haben. Einmal richtet sie vor den Augen ber Insel- briten bas Trugbild einer gewaltigen amerikanischen Kriegshilfe auf, zum anderen ope, riert sie mit der naiven Vorstellung, daß Deutsch- land ebenso wie 1914/18 durch ben Zweifron » t en kriea allmählich zerrieben würde. Besonders das letzte Argument spielt in ber englischen Agitation eine immer größer werdende Rolle. Der englische Gedankengang dabei ist folgender: Durch die Eröffnung unseres Feldzuges in Afrika haben wir die Deutschen gezwungen, ihre Kräfte chen; jedoch kann er als Zeichen des neuen Geistes in der Politik der Südoststaaten bezeichnet werden. Die Südostländer sehen allmählich ein, daß sie durch das Wachhalten ihrer alten nationalen Gegensätze nur verlieren können. Denn es gibt nationale Fra- gen in diesem Raume, die niemals unb auf keine Weise zur vollen Zufriedenheit beiber Seiten geregelt werden können. Durch verständnisvolle Politik hingegen kann diesen Gegensätzen die Spitze abgebrochen werden und die nationalen Streitfragen, die bisher stets eine Verhinderung ber Zusammenarbeit zwischen zwei Staaten gewesen sind, können der Ausgangspunkt einer neuen kulturellen, politischen unb wirtschaftlichen Zusammenarbeit werden. Die jugoslawische Politik der Freundschaftsver- träge ist keine politische Spekulation, sondern eine durchdachte Einstellung auf den Frieden und die friedliche Zusammenarbeit ber Völker des Süd- ostens untereinaner unb mit den großen Völkern, auf bie der Südosten angewiesen ist: Deutschland unb Italien. Das jugoslawische Volk, das in seiner Geschichte unzählige Kriege führen mußte, ist zur Erkenntnis gekommen, daß nur im Frieden und in friedlicher Arbeit Jugoslawien und alle anderen Staaten des Südostens die lange Zeit nach holen können, um bie sie burch bie Mißgeschicke ihrer Geschichte hinter ben anderen Völkern zurückgeblieben sind. Das ist ber Grundgedanke und das Leitmotto der Politik ber jugoslawischen Freundschaftsverträge. Kabinettsveränderungen in Belgrad. Belgrad, 5. Febr. (Europapreß.) Die Kabi- nettsoeränberungen in Belgrad gehen nur schrittweise vorwärts. Dienstag abend trat Justizminister Lazar Markowitsch zurück. Zu seinem Nachfolger wurde ber bisherige Mimster ohne Portefeuille Konstantinowitsch ernannt. Bereits seit längerer Zeit war in Belgrad bekannt, baß Lazar Markowitsch nicht mit ber Politik des Ministerpräsidenten Zwetkowitsch im Einklang stand. Lazar Markowitsch trat vor IVt Jahren als Radikaler in die Regierung ein, wurde bann aber aus ber Radikalen Partei ausgeschlossen. Er bildete dann einen eigenen radikalen Block, der aber nicht allzu großen Zulauf fand. Der neuernannte Iusttzmini- ster Konstantinowitsch gilt als rechte Hand Des Ministerpräsidenten Zwetkowitsch und hat sich große Verdienste bei dem serbokroattschen Ausgleich erworben. rung der Regierung wird begründet mit der Notwendigkeit, alle Eventualitäten im Auge zu bemalten. Auch die britische Oeffentlichkeit ist auf diese Notwendigkeit aufmerksam gemacht worden. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Brandbomben werden zur Zeit oerschärst. Bis spätestens Dienstag werden alle Geschäfte, Fabriken und sonstige Baulichkeiten ihr Feuerbekämpsungs- schema durchgeführt haben. Im Falle eines Verstoßes gegen diese Anordnungen der Regierung werden schwere Strafen angedrvht. Zu den Feuerlöschmannschaften gehören auch Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren. Die meisten Büroangestellten verbringen ihr Wochenende damit, sich in der Bekämpfung von Brandbomben auszubilden. Irlands Versorgungsnöie. Eine Folge der englischen Blockade. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der irische Versorgungsminister Sean L e m a ß erklärte, bas irische Volk müsse sich mit einer schnellen Verminderung aller jener Güter abfinden, an deren Import man sich gewöhnt hätte, denn nach 18 Monaten Krieg gingen bie Vorräte z u Ende. Lemaß stellte fest, daß ber Grunb für die irischen Verforgungsschwierigkeiten in ber englischen Blockahepoliti k zu suchen ist. Irland ttihrt alles Petroleum und mehr als die Hälfte seines Weizens sowie die Hälfte feiner Fu11ermit- t e I ein. Andere Importe wie Tee, Kaftee, Früchte, Zwiebeln urro. sind selbstverständlich. Die Zufuhren, bie über Großbritannien kommen werden mehr und mehr gestört, weil bie Engländer sie Stockholm, 4. Febr. (Europapreß.) Der ehe» . r. - v ~ ~ v - • malige nordamerikanische Präsidentschaftskandidat Kleinverdiener, d. h. der Engländer mit einem Iah- Werrdell Willkie ist am Dienstag in einem eng- resgehalt von etwa 130 Pfund Sterling aufwärts, tischen Flugzeug in Dublin gelandet. Er wurde mehr erfaßt wird als bisher. Auf der anderen begleitet von dem irischen ^berfommiffar in Lanzette sollen tedoch die hundertprozentigen Kriegs- don, Dulanty. Willkie traf mit Ministerpräsident gewinnt) Steuerungen für Gesellschaften, b e Valero zusammen. Der Besuch in Dublin unb Firmen um angeblich 20 o. H. vermindert wer- dauerte nur bis zu den frühen Nachmittagsstunden, den, und Zwar mit ber Begründung, daß andern- i zial vollkommenen Anarchie, obwohl das Land nift \ nur an Diamanten und Gold, sondern auch n Kohle und hochwertigen Eisenerzen überreich ist. Dr. Ho. gend ein anderes gefährliches Unternehmen be: deutschen Marine geführt worden, ohne daß nitPl auch schon am nächsten Tag die Leser von diesen: Ereignis unterrichtet worden wären. Es gehör, eine ganz besondere Ausbildung dazu, um solch, Leistungen vollbringen zu können. Die öeuffche Kriegsberichterstattung fei aus dem Zeitgeschehen überhaupt nicht mehr wegzudenkm. Die PK.-Mönner seien als erste in Danzig ein- gezogen, sie hätten mit der deutschen Gebirgstruvivi in Narvik gekämpft, sie hätten die gefährlicher^ großen Schlachten in Belgien, Hollandund Frankreich miterlebt. Diele von ihnen fjätiti schon mehr als 100 Einflüge über der eno:< lischen Insel hinter sich. Die Kriegsberichl- erstatter hätten einen ganz neuen Begriff von Jom- nafismus in Kriegszeiten geschaffen. Sie hätten Ihc:, Leben eingesetzt und seien sich vor allem im jehign totalen Krieg bewußt, wie wichtig ihr Derhaltri für die ständige enge Verbindung zwischen bei kämpfenden Truppe und dem Heimatlande sei. Oie Ausländer sollen für <8nglanS kämpfen. Bern, 4. Febr. beiten ober z u kämpfen. Die Einschreiber erfolge zwangsmäßig. Die Behörden feien enit Ich krachte mit dem Kopf gegen den Flurtisch, uniil es ergab sich eine gigantische Beule. Das Weitere wartete ich nicht ab. Ich raste -ml Schule. Das Ereignis hatte in mir einen neueit^ einen entgegengesetzten bösen Vorsatz entstehttl lassen. Jetzt, mit diesem halbzertrümmerten Kopf, wollte ich die Klassenarbeit mitmachen. Das Ergck- nis mußte ja schauerlich werden. Dann sollte mein Vater sich vor den Folgen seiner Grausamkeit fei)tm An diesem Tage schrieb ich in der MathemcM die erste und einzige Eins meines Lebens. 3Ä wurde versetzt. Ein Jahr meines Daseins war fl» rettet. Das Schicksal hatte meinen bösen Borscis dazu benutzt, mir eine herrliche Lektion zu erteile Es duldet nicht, daß ich Entscheidungen ausweich«- Wenn ich es versuche, stößt es mich ins Genick uni! gibt mir eins vor den Kopf. Und dann ist meistens alles gut. Ich bin in der Versuchung, hinzuzufügen, daß icti Tage später zufällig belauschte, wie mein DcM über feine durch Vererbung begangene Mitschuld durchaus im klaren, heimlich zu meiner Mutts sagte: Das Ergebnis habe ihm gezeigt, daß nun in der Mathematik die Leistungen doch wohl bann vollbringe, wenn man auf den Kopf gefallen Ader diese Bemerkung gefährdet die sittliche ffljj kung der Geschichte, uno deshalb wollen wir ff verschweigen. Zeitschriften. — „I n 'n e n - D e k o r a t i o n" Zeitschrift für bjj hagliches Wohnen, bringt in ihrem Januarheft M (Preis RM. 2.50, Derlagsanstalt Alexander JM G.m.b.H., Stuttgart) in interessanter Gegenüber stellung eine italienische „Villa am Seeufer neoei zwei deutschen Lösungen ähnlicher Bauaufgabcn, Heiter, frei und südlich erhebt sich das von bttn Bologneser Architekten Alberto ßegnani erbaut Landhaus an einem vorspringenden Punkt des o'1' gestades, nordisch ist die Haltung und Umgebung veiden Wohnbauten, welche Prof. F. A. Breuhour am Ufer des Starnberger Sees und des ©roße1 Lankensees bei Berlin errichtet hat. Eine Serie V»' zelmöbel aus den Deutschen Werkstätten Hellerau bedeutet einen wertvollen Beitrag zur Fördert der Wohnkultur. Man sieht gut gearbeitete Klapp' und Abstelltische von Hildegard Geyer-Raack, I Polstersessel verschiedener Art von Josef HillerbraM von diesem stammen auch die Enttvürje einiger i maltet Flnrjchränke, MI IlWgelvi !ioni|d)e rolknjia ben. Gd); un? übei 'diaulpie an byen cen- und Wanfen San der dessen \A ... front ist. Iren € ach e > link aucht inlich Mr llanb ifam te M nen . r nä irer.: rflieg n Pa tig e Tb de | Der L Ohend unb gehi Ken Sä hlb, dem feiche ita muntert RPloj ■Wn An uoftorer l'nn (Bei "iche Ar Dir ein Sollerieft vo mir Jr gar Nt get M unb I Bir !t Wch Ich b'.owil »baf ^le r» % yu jj, fe er! bl Md« Ju9- um S di ? n°i S^eifi Ä h Mptkfi as heißt „Aufrüstung -es Dorfes"? u, um lü fom- Aus -em Reich Vergeben, 6er Kalk im harten Waschwasser! Er - gut im Wasser verrührt - verhindern diesen Verlust. Einige Handvoll fjenfo is Hb »m öuit * M 'nehm '■ ne H r von tr Mensch un- Kellerlust. Neueste Klima-Forschungen im Luftschutzkeller. Wege, Brücken, Forste, Deb« und Moorländereien erforderlich sein. Eine Aufgliederung der Hcmptsumm« von 40 Milliarden RM. ergibt nach den Berechnungen des Institutes im einzelnen für Neu- und Umbauten in Altbetrieben 22,9 Milliarden RM. Tatsächlich sind hier die Gebäude teilweise Jahrhunderte alt und erfordern oft die dreifache Arbeitsleistung gegen- Ein Seisenverbraucher ohne Seisenkarte „frißt" Seife, wenn Sie ihn nicht durch Waskerenthärtung vorher unschädlich machen. Reichsbahnzüge erhalten neue Bezeichnungen. Lumpen lind wichtig für 61t rertllmlrffdioft. tost fit nicht Öen motten jum ftq», gib |it an das nSdiltt Schulkind weitert megiubtr': anjijr I tbiwto «eM Ilanb'/, ihnen fr ber r Ärlegjk iff oon ■ic W in im W- hr W zwW rfh'itp^ die ffr'j afistnu; V i« unb öj intr W-- oieltQi • *' iberitefr1 die ins$? rsm U» temolil»! vohl irr. SH r%? Haupuchrifttetter: Tn. ^ttcbh» Wtlbeim L«ne €tell»ertietei oct ^auptschrittletlere- Ernst vlumscheln. Berantwoniich jät Ponti. untz 3Ubet: Dr. Zr. «. Langem für das FeutUeton: tr. Han« Thr,rtolr ;6r Stabi Sieben, Provtrv, Wlttichafr n. Sport: (trau Bium,chem. trud uno 8erlag Brühiiche llnivenirarsdrackerei «.Lauge tt.G. SttlogSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Smeiqeuieiter: Hass Leck. Berantwortn» iür den Inhalt dtr Bn^etgen: LheodorSümmel $L9h.|. Oberin bte nmh M icn h:l nud) j lien Fon, Aus Einladung des Reichsleiters für die Jugend» ttziehung der NSDAP, und Reichsstatthalters von Wien, van Schirach, wird vom 7. bis 9. Februar bie Reichssugendführung eine Arbeitstagung der Ge- ^ietssührer und Obergauführerinnen in Wien abhalten. n Wl|| . ipfeit w I* jen In» nitn 6in|N !N sei»' & ite 15; ntu.< « Uhl. Jen M ’ S?.M Dir: Fluch' ■ Fch einen L5 n. nn .r i (seins böse" on K gen nn IP- lfigen-^ ch O vollen * Umlegung und Dorfauflockerung men hinzu, die auf rund 13 Milliarden NM. geschätzt werden. Die gleiche Summe wird für Die Meliorationen der Felder, Wiesen, Weiden, M *«% -K Mit deutschen Bombern über Kairo un- -em Suez-Kanal Bon Kriegsberichter Müllner. Lust ist eine ganz besonders günstige Voraus« setzung für die Bildung von Pilzen und Bakterien. Sogenannte Schwebestoffe der Luft, Stoffe organischer Art, die z. B. aus im Keller aufbewahrtes Obst, Gemüse, auf Sauerkraut und Gurken zurückzuführen sind, sind verhältnismäßig harmlos in trockener Luft, werden dann ein- und wieder aus- aeatmet, in feuchter Luft aber quellen sie, bleiben beim Einatmen an den Atmungsorganen hängen und rufen Erkältungen und andere Schädigungen hervor. Neben diesen Schwebestoffen sollen außerdem noch, wie Professor Dr. Linke ausführte, für den Organismus schädliche R a d i u m v e r f al l s - Produkte die Atmosphäre im Keller ungünstig beeinflussen. Daß alle diese Mängel in ganz besonderem Maße beim bewohnten Keller durch natür- lichen Verbrauch der Luft noch schlimmer in Erscheinung treten, liegt auf Her Hand. Welche Gegenmaßregeln können wir nun ergreifen? Dem hohen Feuchtigkeitsgrad kann mit einer kleinen Heizung, und sei es nur ein kleiner elektrischer Ofen, schon segensreich entgegengearbeitet werden. Eine ausreichende Ventilation schafft auch Wunder. Dagegen haben Luftoerbesserungsmaßregler, also z. B. Rauchverzehrer oder das einfache Spritzen mit Parfüm, wenig Sinn. Sehr gut wirkt sich auch eine Holztäfelung der Wände aus. Einmal paßt sich das Holz schneller der Außenlust an, zum andern regelt es die Feuchtigkeit der Luft dadurch, daß es bei hohem Feuchtigkeitsgehalt, also feuchtem Wetter, viel Feuchtigkeit aufnimmt und sie bei geringem Feuchtigkeitsgehalt, also trockenem Wetter, wieder abgibt. Für den neuzubauenden ganz großen Luft- schutzraum dagegen wird sich wohl die Klimati - ta ti o n durchsetzen, durch die eine dauernd gereinigte Lust von konstanter Temperatur und Feuchtigkeit erzielt wird. Wie unser Organismus auf dieses ständige „Behaglichkeitsklima" reagieren wird, bleibt abzuwarten. Neu erschienene deutsche Marken für Briefmarkensammler. . Die Dersandstelle für Sammlermarken hat die Belieferung der Einzelbesteller mit den deutschen Neuheiten e i n g e st e l l t. Der Reichsbund der Philatelisten hat einen „S a m m l e r d i e n st" ge- gründet, der die Aufgabe hat, den Briefmarkensammlern regelmäßig die Neuerscheinungen zu be« schassen. Die Marken werden zum amtlichen Verkaufspreis abgegeben, und der Sammlerdienst ist der Reichspost für die ordnungsmäßige Verteilung verantwortlich. Mitglieder der KdF.. (Sammlergruppen im Gau Hefsen-NafJau, die die neu erscheinenden Postwertzeichen von Groß- deutschland, des Protektorates Böhmen und Mäh. ren und der besetzten Gebiete (soweit diese Post. Wertzeichen durch die Versandstelle zu beziehen sind) erwerben wollen, wenden sich an ihre Orts-, Kreis, oder Betriebs-Sammlergruppen, oder, soweit noch keine KdF..Sammlergruppen bestehen, an den: Gausammlerwart Nissen, Groß-Gerau, Wallburga. strahe 1, oder an den Propagandawart Carl Schantz, Frankfurt a. M., Adlerflychtstraß« 29. ■itfM wfc •ü/k Jen, die „Faulenzer" zu beseitigen. Jeder ,‘ann, dem England Obdach biete, müsse sein Möglichstes zum Schutze des Landes tun. Britannien beherberge etwa 250000 ausländische Zi- oilpersonen. Alle außerhalb der Konzentrationslager befindlichen arbeitsfähigen Ausländer sollen eingezogen werden. Damit vollzieht die eng- lische Regierung den letzten Schritt, der ihr im Augenblick noch möglich ist, um andere für Englands Interessen kämpfen zu lassen. blauen Spiegel des Meeres. Nach einer halben Stunde deutet der Beobachter nach links, wo in beachtlicher Entfernung ein Schift lustaucht, um bald wieder zu verschwinden. Wahr- icheinlich ein englisches Kriegsschiff, meint der Flugzeugführer. Malta liegt in der Nähe, der von kngland hartnäckig verteidigte Stützpunkt. Unaufhaltsam braust unser Vogel über das weite, ein- ame Meer. Nach einigen Stunden entdecke ich am ernen Horizont einen silbernen Streifen, der im- per näher kommt. ,Hurra!" ruft der Flugzeug- ühver. Das ist die afrikanische K ü st e. Bald iberfHegen wir verstreut liegende Siedlungen, zwi- chen Palmenchainen eingebettet. Bevor ich es noch ichtig erfasse, zieht unter uns der rötlich-braun« Band der libyschen W ü st e hinweg. Der Abend ist längst hereingebrochen, und her Mühend rote Sonnenball versinkt im Westen. Leise unD geheimnisvoll breitet die afrikanische Nacht ihren Schleier über das italienisch-englische Schlacht. 'elt>, dem mir uns setzt nähern. Wir sehen zahl- !eiche italienische Jäger und Kampfflugzeuge. Ein llilnunterbrochenes Starten und Landen auf den Men. Aus den Wüstenstraßen sehen wir ttoverkehr in beiden Richtungen. Schwere Traktoren schleppen Lastzüge mit dem verschieden- Item Gerät. Wir erkennen Straßensperren, zahl- (eiche Arabersiedlungen. Hin und wieder entdecken Dir ein Wüstenfort, umgeben von Drahtverhauen, Jatteriestellungen und MG-Nestern. Jetzt aber, do wir die eigentliche Front überfliegen, können Dir gar nichts mehr erkennen. Es ist stockdunkle Nacht geworden. Ab und zu blitzen Mündungsfeuer cuf und krepieren einschlagende Granaten. Wir nehmen setzt Kurs auf Suez. In be- Irächtlicher Entfernung leuchten Scheinwerfer auf, t-ie sehr rasch an Zahl zunehmen.. Immer meyr Generalmusikdirektor Rudolf Schulz-Dornburg, der die Oberleitung der seit einiger Zeit verwaisten Berliner Rundfunkorchester übernommen hat, hat zunächst die beiden Orchester des Berliner und des Deutschlandsenders zu einem einzigen großen Tonkörper von rund 160 Musikern vereinigt. Schulz-Dornburg hält es für einen Fehler, daß vor 20 Jahren jeder Sender einen eigenen musikali- scheu Betrieb aufzog, für den das Schema vom Konzert und Opernleben einfach übernommen wurde. Die Rundfunkmusik müsse spezialisiert und von den funkischen Bedingungen her gesehen den. Es soll deshalb einen großen Tonkörper (, aus dem bestimmte Gruppen für die Spezialauf, gaben der Unterhaltungsmusik, der Kammermusik und der sinfonischen Musik herausgezogen und besonders gefördert werden. Auf jedem musikalischen Reichsführer ^Himmle r pnd Reichskommisiar Terboven begaben sich in Wasserflugzeugen der deutschen Luftwaffe von Drontheim nach Narvik, wo sie am Dienstagabend von Kapitän zur See O e h r l begrüßt wurden. * Am Montagmittag überreichte der neuernannte Deutsche Gesandte in Bukarest, Manfred Freiherr oon Killinger, im Königlichen Schloß König Michael von Rumänien das Beglaubigungs- schreiben und gleichzeitig das Abberufungsschreiben für den abgerufenen Gesandten Dr. Fabricius. In Berlin traf als Gast der Reichshauptstadt der Bürgermeister der ungarischen Haupt- und Residenz- stadt Budapest, Dr. Karl Szendy, mit seiner Gattin und dem Chef des Bürgermeisteramtes, Graf Lazar, ein. Zur Begrüßung hatte sich neben dem kommissarischen Oberbürgermeister und Stadtpräst- denten oon Berlin, Steeg, auch Attache Pahncke als Vertreter des Auswärtigen Amtes eingefunden. ♦ Der bisherige ungarisch« Gesandt« in Bukarest, Laszlo von Dardossy wurde zum ungarischen Außenminister ernannt. Er ist Berufs- Diplomat und steht im Alter von 50 Jahren. Der bulgarische Ministerpräsident Filoft gab im Sobranje bekannt, daß der Landwirtschaftsminister Baarianoff zurückgetreten sei. Der König habe den Ministerpräsidenten mit der vorläufigen Leitung des Ministeriums betraut. In Buenos Aires ist unter dem Namen „0 i g a" eine neue argentinische Zeitung erschienen, die es sich zur Aufgabe macht, die von einigen ar« gentinischen Zeitungen durch Verbreitung falscher und tendenziöser Nachrichten betriebene italien- feindliche Propaganda zu betämpfem Professor Dr. August von Parseval wird am 5. Februar 1941 80 Jahre alt. Die Lilienthal- Gesellschaft für Luftfahrtforschung verlieh ihm aus Diesem Anlaß in Würdigung seiner Pionierleistun- 6 &■ gen auf dem Gebiete der Luftschiffahrt die Lilien- i oeifr thal-Denkmünze. werden er Das kann nur Kairo sein. Leutnant M. steuert sein Flugzeug mitten hinein in Den grellen Dom. Jetzt können wir den N i l erkennen. Wir sehen das Knie und die Insel mit den Nil- brücken. Rechts querab muß Gizeh liegen. Wahrscheinlich stehen einige Scheinwerfer auf Den Pyramiden. Wieder greift ein Lichtarm nach uns. Wir sind einen Augenblick geblendet. Durch ein Manöver des Flugzeugführers entwinden wir uns dem Fangarm. Wie schade, daß kein Mond scheint und wir von der romantischen Kalifenstadt mit ihren Minaretten und Moscheen nichts erkennep können. Doch die Engländer lassen uns keine Zeit zur lieber« lcgung. Sie haben uns wieder mit einem Lichtbündel eingefangen und beginnen zu schießen. Wir »assen auf wie Die Schießhunde, daß wir die Was- erstvaße nicht verfehlen. Dennoch ist es nicht leicht, re zu finden. Wir geistern über die Nubische Wüste und drücken auf das Rote Meer hinunter, dorthin, wo die Ducht Immer enger wird. Rechts liegt die Halbinsel Sinai. Hier irgendwo muß nun der Kanal beginnen. Plötzlich schießen erneut Dutzende von Scheinwer- fern ihr grelles Licht in Den Nachthimmel, und ein wütendes Flatfeuer' begrüßt uns. Ich sehe, wie ein Lichtkegel einen Stattelkameraden erfaßt hat. Dieser wirft jetzt eine Domoe größten Kalibers. Sie fallt auf Die Kaimauer neben den Kanal- eingang. Eine ungeheure Detonation ist bis in untere Maschine zu hören. In diesem Augenblick hört Die Flak auf zu schießen. Jetzt sehen wir: Fünf Sperrballone. Blitzschnell kurven wir nach rechts. Unser Vordermann scheint die Sperre nicht gesehen zu haben und fliegt geradeaus darauf los. Wir halten Den Atem an. Gott sei dank, es ist nichts passiert. Mr schlangeln uns nun rechts an Suez vorbei, kurven dann wieder links und fliegen Den Kanal zurück, der sich im Kleinen und Großen Bitterfee verliert. Wenige Meter über Den Dächern braufen wir über Die vielfach beleuchtete Stadt I s m a i l i a. Hier links in der Wüste sind mehrer« beleuchtete Zelte, wahrscheinlich hausen Wachen darin. Wir fliegen so dicht vorbei, daß die Zeltplane, vom Pro- pellerftrahl erfaßt, aus ihrer Verankerung gerufen davonwirbeln. Endlich haben wir auch geworfen. Haarscharf sitzen die Bomben im Ziel, und jetzt gehts heimwärts. Port Said schickt uns wütendes Flakieuer nach, kann uns fedoch nicht erreichen. Wohlbehalten kehren alle Maschinen zurück. haltenen Zugteil haben. Die a l t e n Z u g b e z «i ch- n u n g e n für den allgemeinen Verkehr FD, D, FDt (Schnelltriebwagen), E, P usw., die Jahrelang in Gebrauch sind, bleiben selbstverständlich er- halten. Aufgaben der Rundfunfmusik. Kleine politische Nachrichten. In Schwerin fand aus Anlaß der fünften Wie- verkehr des Todestages Wilhelm Gustloffs im Ehrenhain Der Partei eine schlichte Gedenkfeier statt. Gauleiter Hildebrandt legte als ersten Kranz den des Stellvertreters des Führers nieder. -* Der Führer hat dem Gouverneur a. D. Wirklichen Geheimen Rat Dr. Heinrich Schnee aus Anlaß Der Vollendung feines 70. Lebensjahres den Adlerschild des Deutschen Reiches mit der Widmung „Dem deutschen Kolonialpionier" verliehen. über neuzeitlichen Betrieben. Der nächsthöhere Posten ist die Ausstattung der Jnnenwirtschaft mit arbeitsparenden Einrichtungen für Die Haus, und Hofarbeit, z. B. Wasserversorguna, Melkmaschinen, Küchengeräten usw. mit insgefamFS Milliarden RM. Bei Den Bauten für Neubauern werden 4,8 Milliarden RM., für Ackermaschinen, für Pferdezug 1,1 Milliarden RM., für Schlepperanhängegeräte 1,0 Milliarde RM, für Beregnungsund Trocknungsanlagen 0,3 Milliarden RM. und für Verschiedenes, z. B. genossenschaftliche Einrichtungen, 0,3 Milliarden RM. veranschlagt. Die sich daraus insgesamt ergebende Summe von 40 Milliarden RM. soll nach einem vorgeschlagenen Schema auf zehn Jahre verteilt werden. Es ist verständlich, daß diese einzelnen Zahlen nur einen Anhalt geben können. Festere Größen lassen sich erst dann errechnen, wenn im einzelne« planmäßig an die Verwirklichung herangegangen wird. Aber die Feststellungen des Instituts für Konjunkturforschung zeigen doch schon, mit welchen Maßstäben an das Gesamtproblem herange- Zangen werden muß. Sie haben vor allem auch der übrigen Oeffentlichkeit einmal auf Grund einer Untersuchung klar und sachlich vor Augen geführt, was bei Der Landwirtschaft aufzuho 1 en ist. Welche Bedeutung Landvolk und Landwirtschaft zukommt, lehrt dieser Krieg, lehrt das System der Hungerblockade sehr brutal. Das Institut für Konjunkturforschung schließt seine Untersuchung mit der richtigen Feststellung, daß die Auswirkungen Der geforderten Investitionen nicht nur die Agrarproduktion erhöhen, verbessern und erleichtern, sondern sich volkswirtschaftlich, sozialpolitisch, bevölkerungspolitisch, wehrpolittsch und raumpolitisch weitfassende, staatspolitische Vorteile ergeben. Diese sind in der Tat so wahrhaft revolutionär, daß sie die Höhe der Jnvestttionen in jeder Hinsicht rechtfertigen. Die Frage nach Den klimatischen Verhältnissen im Keller ist heute jedem einzelnen von uns nahe- gerückt. Wieviel mehr aber muß sie die Wissenschaft beschäftigen, Der in Der klimatischen Erforschung des Luftschutzkellers zum Teil ganz neue Aufgaben erwachsen, Deren Ergebnisse unmittelbar Der Allgemeinheit zugute kommen sollen. Wie Professor Dr. Linke, Direktor des Meteorologisch-Geophysikalischen Universitäts-Instituts in Frankfurt a. M., in einer wissenschaftlichen Sitzung Des Physikalischen Vereins Frankfurt über Dieses Thema ausführte, lagen für Die Wissenschaft zunächst keinerlei Be- obachtungsreihen vor, Da man sich bisher mit Dem Keller wenig befaßt hatte. Einzig bekannt schien Die Tatsache, Daß Der Keller ein ungefunDer Aufenthaltsraum sein sollte. Daß diese Behauptung nur zum Teil stimmt, ergaben Die Untersuchungen, Die Professor Linke in Frankfurter Kellern Durchfuhren konnte. Temperatur- und Feuchtigkeitsver- h ä l t n i f s e sinD zunächst einmal Die wichtigsten Faktoren in Der Erforschung Der Kellerlust. Der normale ungeheizte Keller hat ungefähr Die Temperatur Der ErDe in 1,5 Meter liefe. Entgegen Der Außenluft ist die Temperatur im Frühjahr und (Sommer im Keller kühler unD im Herbst und Win- ter wärmer. Aehnliche Verhältnisse ergeben sich bei Der Feuchtigkeitsmessung. So ist der Keller im Herbst unD Winter verhältnismäßig trocken, im Frühjahr unD Sommer feuchter. Der Aufenthalt im Keller ist also Danach im Winter gesunDer als im Sommer. Ganz falsch ist es, im Sommer bei warmer Lust Fenster unD Türen des Kellers zu öffnen in Dem Bestreben, ihn auszutrocknen. Im Gegenteil muß er aerobe Dann geschlossen bleiben, Damit sich in Der Verbindung von kalter Kellerluft und hereindringender warmer Außenluft und dem durch bi« nun erhöhte Temperatur auch echöhten Dampfdruck nicht noch mehr ungesunde Feuchtigkett bildet. Stagnierende feuchte NSG. Alle die in den letzten Jahren vielfältig diskutierten Fragen über das Thema Landflucht, Unterbewertung Der Landarbeit, Preisschere usw. lassen sich — auf die Dauer gesehen — mit Teil- aknonen nicht lösen. Auch von Der nur ideellen Seite, jo wesentlich dieses Moment auch immer bleiben wird, ist Das Gesamtproblem auf Die Dauer nicht zu lösen. Wo liegen Die Probleme? Was heißt „Aufrüstung Des Dorfes?" Welche materiellen Mittel find erforderlich, um Das Gleichgewicht zwischen Stadt und Land, zwischen JnDustrie und Landwirtschaft wieder herzustellen? Das Institut für Konjunkturforschung hat in Gemeinschaft mit Dem Reichskuratorium für Technik in Der Landwirtschaft jetzt eine Untersuchung über Den dringend st en Jnvestitionsbedarf der Landwirtschaft nach Dem Kriege angestellt. Dieser Investitionsbedarf beträgt nach diesen Feststellungen 40 Milliarden R M. Hierin sind alle Bettiebsverbesserungen an Wirt- schafts - und Wohngebäuden sowie die Modernisierung des toten Inventars enthalten. Nicht berücksichtigt sind die Kosten für die Der- befferung Des lebenden Inventars, also Des Nutzviehs, ferner die Kosten für den Ausbau vorhandener und den Bau neuer Landarbeiter- Wohnungen sowie für Gemeinschafts, bauten in den Dörfern. Auch die Mittel für Die Bei Der Zugbezeichnuna Der Reichsbahn haben fch Durch den Krieg mancherlei Veränderungen er- ccben, Denn zu Den allbekannten FD = üern=u- iug, D = D-Zug, E = Eilzug und P -- Personen- jug, um Die wichtigsten Zuggattungen zu nennen, Innen Die 8F-Züge, wie man Die Fronturlauber- jiige nannte, unD neuerdings Die SrD -- tjtont- irlauberschnellzüge, Die auch Zivilpersonen be,or- letten, ferner Die 8FE - Fronturlauberellzuae mtt jivilpersonenwagen, und schließlich Die bri Fronturlauber - Personenzüge mit Fahrgelegenbelt Vir Zivilpersonen. Sowohl im inneren Betrieb Der Reichsbahn, wie an Den Fahrplantafeln haben sich liefe Bezeichnungnen nicht bewährt. Denn Die Zug- (ettung war erst an Dem Dritten Buchstaben zu er» irnnen, währenD sie sonst bei allen anderen Zu gen cn erster Stelle steht. Deshalb werden ab 1. Iruar in den Fahrplänen Die SMüge verschwinden inD an ihrer Stelle kommen Om^--D-Zuge rrit Wehrmachtsteil, Em^-Eilzuge ■ - - ' tsteil und Pm>V--Perso- Der Programmgestaltung wirD von Den großen Menschenmassen ausgegangen, Die in DenHaupt- sendezeiten heute nicht Die Sammlung zum Anhören großer Werke aufbringen. Von 20 bis 22 Uhr Darf Deshalb grunDsätzlich nur ganz aufgelockerte Musik geboten werben. Europäische Ernährungsfront. nlanD ist dazu übergegangen, mit europä- grarüberschußländem zusammenzuarbeiten, um deren Erzeugung unD Den Verbrauch in Deutsch- lanD besser aufeinander abzustimmen. Daneben soll eine möglichst große Steigerung Der Erzeugung erreicht werben, um Die Kaufkraft Der LanDwirtschaft zu heben unD sie sowie ihre LänDer aufnahmefähiger für Deutsche Industrie-Erzeugnisse zu machen, mit Denen Deutschland seine Einfuhr bezahlen muß. Die Landwirtschaft Der UeberschußlänDer muß ein langfristiges Erzeugungsprogramm aufstellen, Das ihr ermöglicht, aus ihrem BoDen das höchste her- auszuholen. Dieses Programm muß Den BeDürfnis- fen Deutschlands Rechnung tragen. Es muß Gewähr bestehen, daß die Landwirftchaft Der zusam- menarbeitenben LänDer ihre Erzeugnisse zu mög- lichst stabilen Preisen mit angemessenem Gewinn abfetzen kann. AnDererseits Darf Die Preisgestaltung auf dem Deutschen Markt durch Die Einfuhren nicht in einem untragbaren Maß beeinträchtigt werden. Wenn DeutschlanD bereit ist, für Den Erzeuger angemessene Preise zu zahlen, so beDeutet Das Die Ausschaltung Des internationalen HanDels, Der feinem Charakter nach spekulativ ist, aber nicht die Gelange von Erzeugern und Verbrauchern wahrt. Die Ernt« drängt sich zwar naturgemäß stark zusam- men. Deutschland hat aber ein entscheidendes Inter» esse Daran, Agrarerzeugnisse währenD Des ganzen Jahres in haltbar gemachtem ZustanD (Trockenobst, Dörrgemüse, Konserven) zu erhalten._________ nit Wehrrnachts teil und W soll'der Rundfunk nur Bestes leisten, renauge mit Wehr mach t s t . Man will auch Aufträge an Komponisten geben, Achnungen weifen also darauf ° rrnd um wertvolle neue Unterhaltungsmusik und Neu- : inftrumentierungen -tter kfit zu g-m.nn-n. In (DRB.) ..., 4. Febr. (PK.) Nach stärkerem Früh- lingsgewitter scheint jetzt wieder Die strahlende sizilianische Sonne. Wir Dürfen starten. Flugzeuge i-ollen nacheinander über Das FelD und verschwinden. Schon nach wenigen Minuten befinDen wir ins über Dem azurblauen Meer. Ein erhebendes Schauspiel bietet Die liebliche, immergrüne Insel, in dUen Küste wir entlangfliegen, mit ihren Oran- zen- unD Zitronenhainen, mit ihren ZeDern und chlanken Zypressen. Wir steigen höher und höher. Ban Der Ferne grüßt Der majestätische Aetna, dessen schneebedeckter Gipfel von einer Wolke gekrönt ist. Aber bald sehen wir nur noch den tief- FRAfflO MM Frau Elise Althoff Wwe., geb. Welz im 79. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen. Frankfurt a. M, Gießen-Wieseck, Hamburg, den 4. Februar 1941, 617 D Kaufe ständig gut genährte ->201 D aefucht 470D Telephoü^2186 Gießen Wetzsteingasse 10 im 76. Lebensjahre. Gießen, Paderborn, Berlin, den 4. Februar 1941. Kontorhilfe 0419 »lunger 616 D Gießen-Klein-LInden, den 4. Februar 1941. Ihr Berater in allen Punktfragen 62QD das große Spezial-Haus für gute bevorzugt. 61 SD kaufen 04 03 Gießen Bahnho Straße 49 Ruf 2941 \AJ ERD E DRUCKSACHEN W CHOE erühl. Oieaen Schöne SlMWW otfomi ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die lange Fernruf 2251 LAMBOSAN Stadttheater mit , guter Handschrift für leichte Arbeiten gesucht. Schriftliche Angebote unter 571D an den Gieß. Anzeig. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 6. Februar, nachmittags 3% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Unerwartet verstarb heute vormittag unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, 'Schwägerin und Tante Gabnbof- strafte 76 Hl r. Die Beerdigung findet Freitag, den 7. Februar, um 14.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Verlass buch handlang Emil Roth * Gieben Marburger Strafte 20 Vornehm i 6escnmacKvoii i Persönlich i Diese wesentlichen Eigenschaften de> gute” Familien- Drucksache oietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Aut ♦önrungsarten und Papieren zu mÄBIgenPreisen Srühl'sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Herren-und Knaben- Kleidung Bürohilfe lleiftig, zuverlässig, mit guter Handschrift und Kenntnissen in Schreibmaschine u. Steno» gravbie für sofort ob. später Wilhelm Zimmer, G.m.b S. Metallgiefterei und Schmelzmerk Gi eft cn.' Waschtisch, Bettstelle, Stühle und Küchenschrank billig zu verk. 041- Zu erfr. i. b. Ge- schäftsst. b. G. A. Eifl. Maßschneiderei f. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Katharine Weller Wwe. Vir kaufen gebrauchte (nööl.neDwertifie Hhih gegen Barzahlung Opel. Gieben Ruf 2847/48 WM iür mehrer Tage in ber Woche, dauernb ob vor- übergehend gef Bieyer Georg - Philipp - Gail- Str 6 1034> | Verkäufe | Klein- Schreibmaschine und Koffer, gut erhalten, zu ver- W. Appel, Kraftfahrzeuge Kalserallee 49 6iso Telefon 4067 Adreßbuch Stadtkreis und Landkreis Gießen 1941 Die Hauslisten werden jetzt bei den Hausbesitzern abgegeben. Zur Erlangung einer einwandfreien Einwohneraufnahme ist es erforderlich, dah jeder selbständige Hausbewohner ode> fein Vertreter den Eintrag eigenhändig vornimmt. Nach einigen Tagen werden die Listen wieder eingefordert. — Es wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige Einträge und pünktliche Bereitstellung der Listen freundlichst zu unterstützen. Nur so kann die dem Vorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des auch während des Krieges wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Die Geschäftswelt wird davon benachrichtigt, dah neben der Hausliste eine Firmenliste abgegeoen wird, die den geschäftlichen Notwendigkeiten für die neue Adrehbuchausgabe eingehend Rechnung trägt. Der eigene Vorteil aller Gefchc ftsleute ist es, dah sie diese Sonderliste sofort und vollständig ausfüllen; sie wird gleichzeitig mit der Hausliste nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Vereins- und Kassen-Vorstände sowie andere am Vereine wesen Beteiligte wahren die Ve- Funktechniker (Mechaniker) in Dauerstellung für höhere Ansprüche gesucht. Moderne Waagen voll- und halbautomattsch von 1 bis 60 0stO kg Tragkraft lSvezialwaagen f. alle Branchen! General-Vertr. ber Ravido-Werke 3< 8 Benner, GieM-ViM Grabenstrafte 32. Nut 4616. 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Jor- bach, 38 Jahre, Giehen, Diezstr. 15; Reichsbahnarbeiter Wilhelm Torfeld, 40 Jahre, Gieften-Klein- Linden. 17. 1. Schriftsetzer Wilyelm Kümmel, 63 I., Krofdorf, Kreis "Wetzlar; Beifahrer Nkartin Kaiser, 34 Jahre, Lich, Kreis Gieften; Ernstine Christiane Dinges, geb. Krailing, 69 Jahre, Gieften, Weserstr. 8; Lokomotivführer a. D. Jakob ?)iau, 83Jahre, Gieften, Schottin 6.18.1 Bankdirektor a.D. Gustav Müller, 79 Jahre, Giehen, SelterSweg 83; Landarbeiterin Katharine Jünger,59 Jahre, Reiskirchen, Kr. Giehen. 19.1. Katharina Huber, geb. Stabiler, 64 Jahre, Gieften, Wilsonstr. 1; Hüttenarbeiter Karl Walther, 40 Jahre, Daubringen, Kreis Giehen; Elisabethe Katharine Hartmann, geb. Auriga, 35 Jahre, Lauf- borf, Kreis Wetzlar. 20. 1. Fabrikarbeiterin Erna Sames, 18 I., Watzenborn-Steinberg. 21.1. Buchhalter Heinrich Sonntag, 72 Jahre, Giehen, Brau- gafse 2; Hermann Goh, 4 Jahre, Giehen, An ber Margareteuhütte 19. 22.1. Postinspektor Karl Jockel, 68 Jahre, Gieben, Marburger Str. 98. 23. 1. Ottilie Weidig, geb. Belloff, 58 Jahre, Giehen-Wieseck, Giehener Strafte 162, Hermann Koch, 12 Jahre, Heuchelheim, Kr Gieften; Christine Dietrich, geb. Mohr, 58 Jahre, Garbenheim, Kr. Wetzlar; Land- roirt Johannes Wörner, 72 Jahre, Wetterfelb, Kr. Giehen; Maria Pohl, geb. Geisel, 48 Jahre, Gieften, Liebigskr. 14 24. 1. Katharine Loh, geb. Loh, 54 I., Dutenhofen, Kr. Wetzlar; Erwin Kunz, IGMonale, Werdors, Kr. Wetzlar; Gas-, Wasser- und Elektti- zitätswerks-Direktor a. D. Hugo Jink, 60 Jahre, Giehen, Jriedrichstt. 10. 26.1. Marie Lepver, geb. Stühler, 59 Jahre, Giehen, Wolf strafe 24. 28. 1. Atarie Nikolai, Zigarrenarbeiterin, 31 Jahre, Butt- hardsselden, Kr. Giehen. 29.1 Marie Emma Neeb, geb Mattern, 53 Jahre, Giehen, Ättarburg. Str. 13; Lina Bramm, geb. Baeth, 60 Jahre, Gieften Asterweg 35; Berta Biedenkopf, geb. Kühn, 42 Jahre, Münster, Kr. Gieften. 31. 1. Georg Martin Glöckner, 3 ^Monate, Giehen, Moltkestrahe 10; Anna Elisabethe Stückrath, geb. 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Zuteilungsperiode werden wieder 50 Gramm Nährmittel auf Kartof- elftärkebafis (Sago, Kartoffelmehl, Puddingpulver ufw.) abgegeben. Die Nation an Nährmitteln auf Getreidegrundlage wird dementsprechend wieder auf 550 Gramm festgesetzt'. Auch in der 20. Zuteilungsperiode erhalten die Normalverbraucher die Möglichkeit, «an Stelle von 125 Gramm Kaffee-Ersatz 60 Gramm Bohnenkaffee zu beziehen. Mit dem Ablauf dieser Zuteilungsperiode werden die Kaffee- Zuteilungen zunächst eingestellt. An den Plätzen, an denen die zur Befriedigung des Verbraucherbedarfs vorhandenen Butterschmalz-Vorräte nicht ausrei- betonte er namentlich die Erleichterung der Arbeit auf dem Lande durch weitgehende Nutzbarmachung der Elektrizität mit dem Ziele, nicht nur dem Bauern, sondern auch der Landfrau die Arbeit zu erleichtern und gegenüber den bisherigen Betriebsformen zugleich wirtschaftlicher zu gestalten. Die neue Tarifordnung sei dabei ein guter Helfer. Anschließend machte Dipl.-Jng. Ste in ext (Darmstadt) als Vertreter der Wirtschaftsgruppe Elektro-Jndustrie interessante Mitteilungen über die von dieser Wirtschaftsgruppe mit dem Reichsnährstand getroffenen Vereinbarungen über eine großzügige Motorenaktion 'für die Landwirtschaft. Das Ziel dieses Abkommens besteht darin, dem Elektromotor weit mehr als bisher Eingang in die Landwirtschaft, und zwar im Betrieb wie auch im Haushalt, zu verschaffen. Das Elektrohandwerk ist bei dieser Aktion der wichtigste Träger aller praktischen Eine Entschuldigung gibt es für dich und dein Verhalten nicht. Ich muß mid^ schämen, daß meine Tochter so etwas tun konnte. Zum erstenmal in meinem Leben muß ich mich schämen, wegen eines Vorfalls in meiner Familie. Nichts gibt es, was einer Frau auch nur das leiseste Recht verleihen könnte, ihre eigene Ehre und die ihres Mannes zu beschmutzen. Hörst du, nichts. Deinen Mann habe ich nie recht verstehen können. Vielleicht bin ich zu alt dazu, oder seine Welt liegt der meinen zu fern. Die Jugend hat aber immer recht, meine Jugend gegenüber der meinen Eltern ebenso wie die Jugend deiner Kinder gegenüber der deinen. Eine Fessel -st es, die alle Generationen verbindet und die niemand durchschnetden kann, ohne sich selbst zu verlieren und aus der Gemeinschaft der Geschlechterfolge auszuscheiden, die Ehre. Darüber gibt es keine Diskussion und keine verschiedene Auffassung. Etwas weiß ich von deinem Mann, auch wenn ich sein Wesen, seine Art der Lebensführung, feine Interessen nicht begreifen kann: Er ist untadlig in seiner Ehre. Wenn ich das nicht gewußt hätte, niemals würde ich meine Einwilligung zu eurer Verbindung gegeben haben. Und genau so dachte dein Vater. Mag dein Mann aus einem andern Lebenskreis stammen als wir, so verbohrt und engherzig bin ich nie gewesen, um nicht anzuerkennen, daß feder Mensch feine festen Ehrbegriffe hat. Das Fundament des Glaubens ist dasselbe wie das unsere. Also stehe ich den Entschlüssen deines Mannes gegenüber, ohne an ihnen Kritik üben zu können. Seine Art, von diesem Kühlitz Rechenschaft zu fordern, deckt sich nicht mit der, die in meinem Elternhaus üblich war, auch nicht in dem deines Vaters. Aber im Prinzip kommt es wohl auf das gleiche Hinaus. Er Hat einen Mann erschossen, der ihn befleckt hat. Er will dich weiter in seinem Haus behalten um der Kinder willen, und um der Welt nicht Anlaß zu Klatsch zu geben. Das ist hochherzig. Nur in einem pflichte ich dir bei. Es heißt den Ehrbegriff und die Auffassung von Pflicht zu weit treiben, wenn man sich selbst trotz des Bewußtseins, recht gehandelt zu haben, opfern will wegen einer Kreatur, die nichts wert ist. Das sind Aeuße- ningen einer romantischen Lebensauffassung, die Berdunkelungszeit 5. Februar von 18.15 bis 8.59 Uhr. Sprechstunde des Kreisleiiers. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 6. Februar 1941, von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt. Sie Wiße W MellsWt Hier schalte und walte — — Du kennst ja Deine Alte! Diese poetische Aufforderung roirb ja auf die suchet besser wirken, als: „Es ist strengstens boten ..." — Mochte der jetzige Aufruf viele opferfreudige Helfer in Stadt und Land finden! L. G. Umwege des Herzens Roman von H.H. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag vr- Eich acker • Grobentell KdF. bereitet vor. Ein vielseitiges Programm bringt für jeden etwas. Die neuen Lebensmittelkarten Erweiterte Gültigkeit der Butterabschnitte. in Märchen passen mag, nicht aber zu einem Mann wie dem deinen. Wenn er einen Menschen ohne Zeugen erschoß und alle seine Handlungen nach außen deckte, um den Kindern den Glauben an die Mutter zu erhalten und feine eigene Schmach nicht den Augen der Welt bloßzulegen, dann muß er auch jetzt hart und konsequent bleiben und um eines mißverstandenen Ideals willen nicht schlimmere Folgen heraufbeschwören, als er ursprünglich mit allen Mitteln vereiteln wollte. Und deshalb werde ich dir helfen!" Die alte Frau hielt inne und schöpfte tief Atem. „Mißverstehe mich nicht. Brigitte, ich verurteile dich und dein Tun ohne jede Einschränkung. Ich gebe deinem Mann und allen seinen Entschlüssen, die er bisher in die Tat umgesetzt hat, völlig recht. Wenn ich dir trotzdem verspreche, dir behilflich zu fein, Hannes von einem verhängnisvollen Schritt abzuhalten, dann tue ich das nur um meiner Enkel, um deines und deines Mannes Namen willen, und um nicht nach dem Tode deines Vaters unseren Namen noch durch alle Klatschzungen von Berlin berühren zu lassen. Gitta sah ihre Mutter dankbar an. „Nur das habe ich erwartet und gewollt. Ich werde es dir nie vergessen, Mutter." „Mir hast du nichts zu danken. Als Bittende zu deinem Mann zu gehen, ist für mich der schwerste Schritt meines Lebens. Ich tue es nur, um ihm zu helfen und uns allen." Sie hatte jetzt rauh und unwirsch gesprochen. Frau d'Oleron erhob sich. „Ehe ich zu meinem Schwiegersohn in einer so wichtigen Angelegenheit fahre, muß ich mit deinem Bruder sprechen. Er ist der letzte Träger seines Namens und kann nicht übergangen werden, wenn es sich um so schwere Entscheidungen handelt." „Muß das sein, Mutter?" Gitta war voller Abwehr. „Ja, es muß fein. Warte solange hier." Die alte Frau schritt aufrecht und gerade durch das Zimmer zur Tür hinaus. Ihr Sohn war fetzt wie jeden Tag um diese Zeit in seinem Arbeitszimmer tätig. Als die Mutter eintrat, hob Richard d'Oleron den Kopf. „Fein, daß du mich besuchst, Mutter. Ich habe hier ein außerordentlich interessantes Manuskript." Er wies auf einen Stapel Papiere. lFortsetzung folgt.) fast frivol klang, für. Gehör und Herz der Mutter aber durchschüttelt war von Reue und Verzweiflung, einen langen Bericht, der ähnlich wie bei der ersten Aussprache zwischen Koßmann und seiner Frau begann. Diesmal klangen die Worte aber anders, ohne Anklage gegen den Mann und voller Schuldgefühl für die Sprecherin selbst. Sie berichtete etwas umständlich, aber doch klar, wie es zu dem verhängnisvollen Mißverstehen in der jungen Ehe gekommen sei, welche Erklärungen sie jetzt endlich nach langen Jahren von Hannes erhalten habe und wie sie ohne Kenntnis von dem Herzen und den Wünschen ihres Mannes schließlich nach einer endlos scheinenden Zeit freudloser unb vereinsamter Che sich einfach weggeworfen hatte. Gitta erzählte bis ins einzelne genau ihre Unterredungen mit Hannes, dessen Urteil über sie, die Erschießung Kühlitz', deren Folgen und die verhäng- nisvolle Entwicklung, die seit einer Woche die Dinge genommen hatten. Jetzt stand der öfsenttiche Skandal, ein Prozeß von nicht zu übersehender Auswirkung, eine Scheidung der Ehe, kurz der völlige Zusammenbruch vor der £ürr wenn Hannes Koßmann nicht noch in letzter Stunde davor zurückgehalten werde, falsch verstandenen Idealen nachzugehen und sich in die Bresche zu werfen, um das Leben eines wertlosen Individuums zu retten. Ms Gitta ihren Bericht beendet hatte, saßen die beiden Frauen schweigend da. Im Herzen der jüngeren war Erlösung von einer drückenden Last und Angst vor dem Urteil der Mutter. Diese lehnte in ihrem Sessel und hatte die fal- tiqen Hände kraftlos in den Schoß gelegt, während die Augen starr und glanzlos durch das Fenster über den See blickten. In dem Gesicht hatte sich keine Muskel verändert. Die Tochter konnte das drückende Schweigen nicht länger ertragen. „Mutter, sprich doch wenigstens etwas, und wenn es nach so schwer für mich ist." Verzweiflung klang in der Stimme. Da wandte sich der Kopf der alten Frau dem Gesicht der Tochter zu. Die Augen gewannen wieder Leben. Aber es war ein unheimliches Leben, düster, traurig, vorwurfsvoll und mitleidig zugleich. „Kind, ich habe in meinen zweiundsiebzig Jahren soviel gesehen und gehört, daß ich nicht so schnell urteilen kann." Die Worte kamen schwer wie die Schläge einer großen Uhr. „Nur eins weiß ich. chen, haben die Verteiler an Stelle von 100 Gramm Butterschmalz 125 Gramm Margarine abzugeben. Um den Bedürfnissen der Verbraucher besser zu entsprechen, berechtigen künftig die über je 125 Gramm laufenden Butterabschnitte Bu 1, Bu 2 und Bu 3 der Reichsfettkarten für Normalverbraucher und für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren zum Bezüge während der ersten und zweiten, bzw. zweiten und dritten bzw. dritten und vierten Woche, während der über 62.5 Gramm lautende Abschnitt Bu 4 innerhalb der ganzen Zuteilungsperiode gültig ift Ferner ist die Gültigkeit der Margarine-Abschnitte Ma 1 und Ma 2 über die ganze Zuteilungsperiode ausgedehnt worden. Mit den Lebensmittelkarten ist auch eine neue Reichseierkarte ausgegeben worden, deren Gültigkeit sich wiederum auf sechs Zuteilungsperioden erstreckt, ferner wurde die neue Reichsseifenkarte verteilt. Die Reichsbrotkarte B enthält von jetzt ab einen Hinweis auf die Zweckmäßigkeit des verstärkten Vollkornbrotverzehrs. KdF.-Sportgedankens kam er auf die neuen Aufgaben auf Grund des Abkommens mit dem NSRL. zu sprechen: die Versorgung des gesamten Volkes mit Sportunterricht und die Beteiligung an der Bildung der fachlichen Arbeitsstäbe. Durch das Abkommen ist die Bildung von Wettkampfgruppen erleichtert und die unlösliche Verbundenheit der Wettkampfgruppen mit den Betriebssportgemeinschaften sichergestellt. Ein Referat des Gauwagenwartes Müller zeigte, daß trotz des Krieges die Arbeit für den Volkswagen fortschreitet. Im Eingang der Bestellungen liegt Hessen-Nassau nach wie vor an sechster Stelle. Der Leiter der Abteilung „Feierabend", Becker, besprach mit den Kreiswarten' Fragen aus der Praxis und stellte für die kommenden Monate ein gutes Programm zusammen, das manche lieber» rafchungen bieten wird. Eine Besprechung über die Preisgestaltung zeigte, daß die Eintrittspreise weiterhin äußerst günstig liegen, und daß höhere Preise nur bei Veranstaltungen mit Spitzenleistungen vorgesehen sind, wobei durch die Kulturringe und andere Einrichtungen für die Mitglieder ebenfalls sehr günstige Möglichkeiten bestehen. Heber das Arbeitsgebiet „Schönheit der Arbeit" gab Pg. Röfer einen Ueberblick. Die Tagung, die in Frankfurt a. M. durchgeführt wurde, gab die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" in den nächsten Monaten. „Willst du mir jetzt berichten, Brigitte?" „Ja, Mutter." Sie sah auf uni) glaubte, noch niemals diese Augen so gütig gesehen zu haben. Einen Augenblick durchzuckte sie der Gedanke, datz vielleicht die verehrte und geliebte, aber auch ebenso gefürchtete Mutter ein weicheres Herz habe, als sie immer geahnt hatte. Dann wurde ihr bewuszt, als sie der eigenen Kinder gedachte, eine rechte Mutter werde stets ihr verzweifeltes Kind mit offenen Armen empfangen, um aus den unerschöpflichen -Liefen mütterlichen Empfindens zu verschenken und zu ver- Ichwenden. < , u „Mutter, ich muß zuerst mich anklagen. Ich hatte olles vergessen und verachtet, was ich van zu Hause mitbekommen habe." „Es ist nicht so schlimm, Kind, als daß man es nicht mit gutem Willen wieder m Ordnung bringen Iönn*e „Es gibt Dinge, die sich nicht wieder gutmachen lassen. Dor allem bei, einer Frau. Ich weiß Vas erst feit ein paar Tagen." . „ . , ... „Wie soll ist das verstehen? Du wirst doch mcht — aber nein, das ist ausgeschlossen." Frau d Oleron sah ehre Tochter entgeistert und abwehrend an. „Doch, Mutter, ich habe es getan." „Was? Du, du und ein anderer... Die Mutter konnte nicht weitersprechen. .. „Darf ich dir einmal berichten? Gitta war ru - Ber geworden und suhlte dus Bedursms, sich aussprechen zu dürfen. Es kam ihr fast vor, als \ bas ber einzige Weg, Silhne und Vergebung jui «■ Langen. „Bitte, Mutter, nimm es nicht zu 'lywer. Ich weiß ja jetzt, was es zu bedeuten hat unö iaj □in auch darüber hinweg, mich selbst nut mchtss - genden Entschuldigungen zu beruhigen. Aber ei Erklärung wenigstens muß ich dir geben, wenn auch sie einen weiteren Schuldbeweis für mich enthalten ^Dann gab sie mit erschreckender Sachlichkeit, die die Landwirtschaft durch Kauf, aber auch durch Miete beschafft werden können, wobei aber nicht alle Motorenfabriken für diese Aktion zugelassen sind. Hinsichtlich der Beschaffung von Wasserversorgungsanlagen ist ein Sonderverfahren festgelegt worden. Der Redner machte die Elektromeister mit den Einzelheiten der Antragseinreichung bekannt und konnte in diesem Zusammenhänge daraus Hinweisen, daß unseren Bauern und Landwirten durch ihre Beteiligung an dieser Aktion mancherlei wirtschaftliche Vorteile erschlossen würden. Von einem Vertreter des Ueberlandwerks Oberhessen in Friedberg konnte man hören, daß dort die Motorenbeschaffungsaktion bisher einen guten Verlauf genommen hat. Betriebsingenieur Spengler vorn Ueberland- werk Oberhessen und Dipl.-Jng. Schaffner von den Stadtwerken Gießen sprachen anschließend noch über die wichtigsten Punkte der neuen Stromtarife ihrer Werke, wobei sie manche Zweifelsfälle klären und allerlei zweckmäßige Hinweise für die fünftice Arbeit der Elektromeister geben konnten. Soweit dabei die Gießener Sttomtarifordnung in Bettacht kam, erstreckten sich die Ausführungen von Dipl.» Jng. Schaffner auf eine Erläuterung verschiedener Bestimmungen des vor einigen Monaten veröffentlichten neuen Tarifs, er machte darüber hinaus aber auch mit verschiedenen neuen Bestimmungen bekannt, die in einigen weiteren Tariffestsetzungen demnächst kommen werden und bis jetzt noch den zuständigen Stellen zur Prüfung vorliegen. Die Mitteilungen der beiden Redner wurden von den Jnnungsmeistern mit großem Interesse entgegen- genommen und führten zu einer regen Aussprache. Nach Erledigung einiger interner Jnnungsange- legenheiten fand die Tagung ihren üblichen Abschluß. NSG. Die Kreiswarte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" aus dem Rhein-Maingebiet trafen sich unter Leitung des Gauwartes, Gauamtsleiter von Rekowfki, zu einer Arbeitsbesprechung. In ihr sprach der Leiter des Deutschen Volksbildungswerkes zunächst über die Arbeit seines Aufgabengebietes. Zwei Arbeitsgebiete hob er hierbei besonders hervor: Das Dorfbud) und das Musi k f ch u l w e r k. Die Dorfbucharbeit ist in Harheim (Kreis Wetterau) ganz hervorragend entwickelt. Es muß aber in jedem Dorf vorhanden fein, und die Sammlung von Unterlagen und Zeitungsartikeln über das Kriegserlebnis im Dorf muß sichergestellt werden. Neben seiner eigenen Dorfbucharbeit hat Harheim für das Dorf Tonningen im Warthegau die Patenschaft in der Dorfbuchgestal- tung übernommen. Auch diesem Beispiel ist nach- zueifern, um eine möglichst enge Verbindung zwischen deutschem Westen und deutschem Osten heraus- zustellen. Das Musikschulwerk hat schöne Erfolge im Kreis Rheingau-St. Goarshausen und in der Musikschule in Wiesbaden zu verzeichnen. Eine Ausweitung dieser Arbeit ist erforderlich. Dep Musikschulen werden jetzt Musikbüchereien zur Verfügung gestellt, um sie mit dem neuen Musikschaffen vertraut zu machen. Für die Musikerzieher ist eine besondere Ausrichtung vorgesehen, um die Musikerziehung so interessant wie möglich zu gestalten. lieber bie Sportarbeit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sprach Gausportlehrer Kirsch. Nach einem Ueberblick über die Entwicklung des Aus der Gtgdt Gießen. Soldatenheim-Erinnerungen. Der Führer hat zur Spendensammlung für die Errichtung von Soldatenheimen aufgefordert, eine Aufforderung, die von unseren Kameraden in den besetzten Gebieten zweifellos mit größter Freude begrüßt werden wird. Dieser Aufruf weckt bei den alten Soldaten des Weltkrieges mancherlei Erinnerungen. Schon damals, als der Grabenkrieg zu einer Dauereinrichtung wurde, entstanden an zahllosen Orten des besetzten Frankreichs in Ermangelung gemütlicher Aufenthaltsräume in etwa vorhandenen Kasernen oder Quartierhäusern solche Soldatenheime, wo die in Ruhe befindlichen Truppen nette, im Winter geheizte Räume vorfanden, in denen sie lesen, schreiben, musizieren oder Schach und Karten spielen konnten. Diese Heime waren sehr gemütlich eingerichtet, von kundiger Hand ausgeschmückt und mit Bildern versehen. In den ungemütlichen, meist auch schmutzigen „Estaminets" fühlten sich unsere an ein nettes Heim gewöhnten Soldaten nicht wohl. Der Besuch in diesen Soldatenheimen war sehr rege, und mancher wird sich noch der kameradschaftlichen Stunden erinnern, die er in diesen Heimen verleben konnte. Sie entstanden damals nicht aus Spenden der Heimat, sondern waren aus eigener Kraft geschaffen und mit den wenigen im Lande selbst vorhandenen ober selbst hergestellten Möbeln und Ausrüstungsgegenständen versehen. In ihnen wurden nur alkoholfreie Getränke ausgegeben, die Tasse Kaffee ober Tee zu 5 Pfennig. Fast in jebem Heim defanb sich auch eine kleine Bibliothek, bie aus heimatlichen Spenben bestanb. Außerbem lagen im Lesezimmer auch eine Reihe von Zeitungen und Zeitschriften aus. In einem Soldatenheim in Si- fonne fanb ich in der dort befindlichen Bücherei u. a. auch ein „Lesebuch für höhere Töchter!" Wie mag sich die gütige Spenderin die Psyche eines abgekämpften Soldaten wohl vorgestellt haben? In einem dieser netten Heime fand ich einen Spruch, ber sich vielleicht auch jetzt roieber für die neuen Heime eignen dürfte. Er lautet: Kamerad, tritt ein. Ein Heim soll's fein, Und nicht, bedenke, Eine wüste Schenke. Nimm ab bie Mütz,*' Dann komm und sitz Gemütlich rind frieblich. Und sauf nicht und rauf nicht, Und gröhl nicht und spiel nicht, Sei sauber und nett. Spuck nicht aufs „Parkett" Benimm Dich genau, Als ob Deine Frau Bornotizen. Tageskalenber für Mittwoch. Stadttheater: 19 bis 21.15 Uhr „Des Meeres und der Liebe Wellen". — Gloria-Palast, Seltersweg: Operette" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Früh- lingsluft" — Öffentlicher Vortrag der Universität: 20.15 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen In- ftitut, Ludwigsttaße, Vortrag Professor Dr. Voll- rath über „Der Gestaltswandel britischer Weltanschauung". _ , Slabttheaier Gießen. Am heutigen Mittwoch wird Grillparzers Trauer-» spiel „Des Meeres und der Liebe Wellen" wiederholt. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: Karl Löffler. 18. Mittwoch-Miete. Ortszeit für den 6. Februar. Sonnenaufgang 9.01 Uhr, (Sonnenuntergang 18.19 Uhr — Monduntergang 3.57 Uhr, Mondaufgang 13.21 Uhr. Beratung für Zentralheizungsbesiher. Die Deutsche Arbeitsfront hat für die Zentralheizungsbesitzer bzw. deren .Bedienungspersonal wöchentlich eine Beratungsstunde im Haus der DAF., Gießen, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 16, eingerichtet. Die Beratung findet jeweils mittwochs von 18 bis 19 Uhr, erstmals am 12.2., statt. Ratsuchende, die einen Lehrgang „Heize richtig" nicht besucht haben, können nicht beraten werden, sondern müssen zunächst einen Lehrgang „Heize richtig" besuchen. Die für die Beratung in Frage kommenden Volksgenossen können sich also in Angelegenheiten der Brennstoffersparnis, Heizungstechnik und bei Auftreten sonstiger Mängel vertrauensvoll an den Kreisberater für Zentralheizungsangelegenheiten wenden. 6250 Gießener Wochenmarkkpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A--9Bare. Für B-Ware ober abfaUenbe Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * G i e ß e n , 5. Febr. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, V« kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, deutsche Kühlhauseier 11%, Wirsing, % kg 13, Weißkraut 8 bis 12, Rotkraut 13, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 11 bis 13, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 10 bis 12, Kartoffeln, % kg 4,3, 5 kg 43, Kranke Zähne vergiften den Körper Viele Krankheiten, wie Herzmuskel- und Nierenentzündung, Gelenkrheumatismus usw., für deren Entstehung wir keine Erklärung haben, sind häufig dis Folge kranker Zähne: ein Beweis für die Notwendigkeit der richtigen Zahnpflege. Unter richtiger Zahnpflege versteht man nicht nur die tägliche, gewissenhafte Reinigung der Zähne, sondern auch eine vernünftige Ernährung, gründliches Kauen und die regelmäßige Überwachung der Zähne. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege Am gestrigen Dienstagnachmittag fanb im Gasthaus „Zum kühlen Gründ" in Gießen eine gutbesuchte Versammlung der Elektto-Jnnung für Stadt und Kreis Gießen statt. Innungs-Obermeister Schmidt konnte dabei neben den zahlreichen Mitgliedern auch eine Anzahl Gäste begrüßen. Zunächst sprach Dipl.-Jng. Schaffner von den Stadtwerken Gießen kurz über bie Nutzbarmachung ber Elektrizität im Dienste bes Volkes, wie wir es im nationalsozialistischen Reich täglich aufs neue erleben, gegenüber ber rein kapitalistischen Verwertung bes Stromes in jenen Ländern, die als Reiche ber' Plutokraten und Kapitalisten uns heute im Kriege gegenüberstehen und die auch bei der Verwertung ber Elektrizität nur ihren privatkapitalistischen' Stanbpunktt aber keinerlei Rücksichtnahme auf bas Wohl bes Volkes kennen. Er wies sodann auf die große Bedeutung des richtigen Einsatzes «u,.. — -/‘w- 7...... ber Technik zum Wohle aller Glieder der Volks- Maßnahmen zur Durchführung des Abkommens, aemeinschaft hin damit auch der einzelne Volks- Der Redner machte aufschlußreiche Mitteilungen genösse von den großen Fortschritten der Technik über die Verfahrensvorschriften. Als besonders be- Nutzen erlangen kann. In diesem Zusammenhänge deutsam ist zu beachten, daß die Elektromotoren für nanziellen Verhältnisse ersichtsich. Dem Rechner konnte mit lodender Anerkennung für seine Arbeit Entlastung erteilt werden. Dem Kriegs-WHW. und dem Deutschen Roten Kreuz wurden je 25 RM. überwiesen. Rach Dankesworten an alle Sanges- brüüer und der Aufforderung zu weiterem regen Einsatz für das deutsche Lied wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. Straslammec Bietzen. Der H. K. aus Frankfurt a. M. war durch Urteil der Strafkammer Gießen wegen Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt worden. Er hatte im Dezember 1939 bei seiner Einstellung auf einem Arbeitsplatz in Gießen trotz schriftlicher und mündlicher Verwarnung verschwiegen, daß er schon wiederholt vorbestraft war. Der von dem Angeklagten gegen das erwähnte Urteil eingelegten Revision wurde stattgegeben und die Sache an die Vorinstanz zurückverwiesen. In der gestrigen Verhandlung ergab sich, daß der Angeklagte unter allen Umständen hatte arbeiten wollen. Er behauptete, er sei der Meinung gewesen, es habe sich bei der geforderten Vorstrafenangabe nur um politische Vorstrafen gehandelt. Der Angeklagte wurde freigesprochen. Ein älterer Mann aus Calbach (Kreis Friedberg) war wegen fahrlässiger Tötung seines Enkelkindes angeklügt. Der Mann hatte die Itzuchegrube in seinem Hose schlecht verwahrt und sich nicht um den Zustand und die Erneuerung der die Grube abdeckenden Rundhölzer gekümmert. Das seih August 1939 bei seinen Großeltern weilende vierjähriae Enkelkind des Angeklagten war am 7. Mai 1940 infolge Bruchs eines morschen Rundholzes in die Jauchegrube gefallen und darin ertrunken. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu einer Geldstrafe von 10 0,— R M. verurteilt. Strafmildernd wirkte der Umstand, daß der Mann durch den bedauerlichen Vorgang bereits seelisch schwer getroffen ist. Aus der engeren Heimat. Brandhilfeverband Schotten. Q Schotten, 4. Febr. Die umliegenden Gemeinden sind mit der Stadt Schotten zu einem Brandhilfeverband zusammengeschlosfen, um sich in Brandfällen gegenseitig Hilfe zu leisten. Unter Mitwirkung des Landratsamts und des Kreisfeuerwehrinspektors wurde von den beteiligten Gemeinden die Anschaffung einer modernen fahrbaren Motorspritze beschlossen, die in Schotten stationiert ist und in Brandfällen den Gemeinden zur Verfügung steht. Die Stadt Schotten besitzt außerdem noch eine besondere Motorspritze. Bon seinem Mühlrad tödlich verletzt. A Schotten, 4. Febr. Im nahen Eschenrod wollte der Mühlenbesitzer Heinrich S ch n e i d er sein Mühlrad vom Eis befreien. Dabei setzte sich das Rad infolge des Wasserdruckes pl ö tz l i ch in Bewegung, der Müller wurde vom Rad gefaßt und erlitt schwere innere Verletzungen, an denen er gestorben ist. Das Mitleid mit dem im Vogelsberg bekannten und beliebten Müller ist allgemein. Landkreis Gießen. <5 L i ch, 2. Febr. Dem Oberinspektor der Schutzpolizei beim Kommando der Schutzpolizei in Gießen, Bernhard Wahlig von hier, wurde in Anerkennung seiner besonderen Seif hingen von dem Reichsminister des Innern das Recht zur Führung der Dienstbezeichnung Revierhauptmann der Schutzpolizei verliehen. — Der Unteroffizier in einem Nachrichtenzug Heinrich Iensch wurde zum Wachtmeister, der Gefreite Theo Wagner wurde zum Unteroffizier befördert. Kreis Büdingen. k. Schotten, 4. Febr. Die Straßensammlung am vergangenen Sonntag zum Besten des WHW. hatte wieder einen vollen Erfolg und zeugte von dem Opfersinn der Bevölkerung. Es gingen rd. 1050 RM. ein. Auf den verschiedenen Aemtern wurde ein Betrag von 300 RM. gesammelt. — Das Ernährungshilfswerk der NSV. wird auch hier tatkräftig durchgeführt. Gestern wurden wiederum 34 fette Schweine, die in den hiesigen Stallungen des Hilfswerks gefüttert worden find, auf der Bahn verladen und der Großstadt zuge- leitet. Junge Einleger kamen als Ersatz an und werden gemästet. — Der Bienenzucht wird auch hier erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Viele Imker haben sich moderne Bienenhäuser erbaut und ihre Völker stark vermehrt. Em Denkzettel für widerrechtliche ArKeit-niederleauna LPD. Hanau, 4. Febr. Vor dem Amtsgericht Hanau hatte sich ein 44jähriger Mann aus Bad Orb zu verantworten, der eine geradezu unglaubliche Auffassung über die Notwendigkeit der Ar- beitslenkung im nationalsozialistischen Staat an den Tag legte. Nach Beschäftigung auf verschiedenen Plätzen durch eine Baufirma hatte er sich krank gemeldet, aber nach Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit leistete er weder der Aufforderung seiner Firma, noch der des Arbeitsamtes, die Arbeit wieder aufzunehmen, Folge. Er glaubte, seine persönlichen Interessen denen der Allgemeinheit ooran- fteilen zu können. Doch damit nicht genug, er nahm auch seinen 14jährigen Sohn ohne Genehmigung des zuständigen Arbeitsamtes aus dessen Arbeits-1 stelle in Wächtersbach, um mit ihm zusammen! Grassamen zu sammeln. Vor dem Hanauer Amtsgericht mußte er sich jetzt als Angeklagter wegen Arbeitsverweigerung und wegen widerrechtlichen Fernhaltens seines Sohnes von der Arbeitsstelle eine Gefängnisstrafe von drei Monaten zudiktieren lassen. Gedenket der hungernden Vögel! G. A.-Sport. Dreifacher deutscher Triumph in Emina. Der dritte Tag der Ski-Weltmeisterschaftskämpfe in Cortina d'Ampezzo brachte mit dem Torlaus für Männer und Frauen den Abschluß der alpinen Wettbewerbe. Wie schon am Eröffnungstag in den Abfahrtsläufen, so spielten auch „zwilchen den Flaggen" die deutschen Teilnehmer eine glänzende Rolle. Albert Pfeifer gewann den Welt- Meistertitel im Torlauf vor dem Italiener Vit- torio Chierroni, der mit dem knappen Zeitunterschied von 6/ioo Sekunden geschlagen wurde, und Josef Jennewein, der Sieger des Abfahrtslaufes, holte sich mit einem sechsten Platz im Torlauf den Kombinationssieg und damit einen zweiten Weltmefftertitel. Bei den Frauen konnte Christel Cranz ihren dreifachen Erfolg von Zakopane nicht wiederholen, denn sie mußte sich im Torlauf etwas überraschend der Italienerin Cel« lina S e g h i beugen. In der Kombination war sie dagegen nicht zu schlagen, und so gewann auch sie, wie Jennewein, zwei Weltmeisterschaften. Die Ergebnisse: Torlauf (Männer): 1. und Weltmeister: Albert Pfefier (Deutschland) 2:01,42 (60,37+61,05); 2. V. Chierroni (Italien) 2:01,48 (59,81 + 61,67); 3. A. Marcellin (Italien) 2:01,92 (61,83+60,09); 4. R. Cranz (Deutschland) 2:02,34 (61,93 + 60,41); 5. R. Rominger (Schweiz) 2:03,39 (61,43+61,96); 6. I. Jennewein (Deutsch!.) 2:03,46 (60,76+62,70); 7. H. Lantschner (Deutsch!.) 2:04,30 (59,34+64,36); 8. R. Lacedelli (Italien) 2:05,07. 9. A. Scheuina (Schweiz) 2:07,61; 10. R. Sörensen (Norwegen) 2:08,03 Min. Torlauf (Frauen): 1. und Weltmeisterin: Cellina Seghi (Italien) 2:05,61 (62,43+63,18); 2. Ehr. Cranz (Deutschland) 2:09,98 (65,23 + 64,75); 3. A. Proxauf (Deutsch!.) 2:17,39 (70,88 + 66 51); 4. R. Proxauf (Deutsch!.) 2:20,06 (68,87+71,19); 5. K. Grasegger (Deutsch!.) 2:25,90 (66,56+79,34); 6. Für (Schweiz) 2:30,35 ; 7. Keller (Schweiz) 2:38,83 ; 9. Boulaz (Schweiz) 3:02,73; 10. Nielsen (Schweden). — Zugendfußball der Gp.-Vg. 1900. VfV.-R. — 1900 0:8 (0:2). Vor dem Lokaltreffen DfB.-Reichsbahn gegen 1900 I. Mannschaft trafen sich die 1. Jagenden beider Vereine zu einem Bannmeisterschaftsspiel. Die Jugend von 1900 konnte einen sehr hohen, aber auch verdienten Sieg erringen. Vom Anpfiff an gingen die Jungens von 1900 gut durch, doch blieb jeder Erfolg versagt. In der Mitte der 1. Halbzeit gelang es dem linken Verteidiger, den sich tapfer wehrenden Engel im Tor zu schlagen. Dann kam auch VfB.-R. etwas mehr auf. Bis zur fyalbteit blieb es den 1900ern vorbehalten, noch ein zweites Tor zu schießen. Nach der Halbzeit hielten sich die Jungens der Blau-Weißen nur noch vor dem Tor des Gegners auf. Der Gegner mußte feinen Sturm zurückziehen, um der Verteidigung zu helfen. So kam es, daß der Gegner nicht mehr über die Mittellinie kam. Aepfel, V, kg 28 bis 40, Birnen 15 bis 30, Lauch 24, Sellerie 21 Rpf. Wie heize ich richtig? Die Deutsche Arbeitsfront hat im vergangenen Sommer und Herbst in Gießen mehrere Lehrgänge für Zentralheizungsbesitzer bzw. das Bedienungspersonal durchgesührt, die den Zweck hatten, Kenntnisse über richtige Beheizung und Bedienung der Zentralheizunasanlaaen zu vermitteln. Die Volks- genossen, die diese Lehrgänge besucht haben, sollen nun auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich in Fragen der richtigen Beheizung ihrer Anlagen kostenlos Rat zu holen. Die Deutsche Arbeitsfront hat daher in Gießen wöchentlich eine Beratungs- stunde für Zentralheizungsbesitzer sowie deren Bedienungspersonal eingerichtet. Hier wird, von einem Fachmann Auskunft über die zweckmäßige Beheizung der Anlagen, die Möglichkeiten der Brenn- ftosferspamis und andere technische Fragen, die das Bedienen der Zentralheizungsanlagen betreffen, erteilt Alle Volksgenossen, die einen Lehrgang „Heize richtig" besucht haben, können die kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Vorsprache von Volksgenossen, die einen derartigen Lehrgang noch nicht besucht haben, ist zwecklos. Für diese besteht die Möglichkeit des Besuchs eines Lehrgangs „Heize richtig", die laufend durchgeführt werden. Ratsuchende müssen die anläßlich des Besuches des Lehrgangs „Heize richtig" ausgehändigte Bescheinigung als Ausweis mitbringen. (Siebener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungmarkt) in der Viehversteiae- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 36,5 vis 50,5 Rpf., Bullen 39,5 bis 43 Kühe 13 bis 43,5, Färsen 38 bis 49,5, Kälber 25 bis 57, Hämmel 43 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverkauf: Auftrieb gut, alles zugeteilt. ♦♦ An das Deutsche Theater in Oslo verpflichtet. Das ehemalige Mitglied des Gießener Stadttheaters, die Ballettmeisterin und erste Solotänzerin Irmgard Z e n n e r, gegenwärtig bei den Städtischen Bühnen in Erfurt, ist für die Spielzeit 1941/42 als Ballettmeisterin an das Deutsche Theater in Oslo (Norwegen) und gastweise an das Theater des Volkes in Berlin verpflichtet worden. ** Der Lokomotivführer-Sängerchor Gießen hielt am Sonntag im „Tannhäuser" seine Jahreshauptoersamlung ab. Der Chorleiter, Lokomotivführer Ernst Karl, gedachte zunächst der Berufskameraden, die im vergangenen Jahre starben bzw. im Kriege für Volk und Vaterland gefallen sind. Sodann gab er den Geschäftsbericht bekannt, aus dem der starke Einsatz der Lokomotivführer-Sängerschaft für das deutsche Lied im verflossenen Jahre erkennbar wurde. Aus dem anschließenden Kassenbericht war ein guter Stand der ft- Gemeinsame Bekanntmachung ! der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Lebensmittelbewirtschastung. Nach dem Erlaß des Herrn NeichSmini- fterS für Ernährung und Landwirtschaft vom 6. Januar 1941 sind die dem Verbr ucher zustehenden Lebensmittelmengen für die Zeit vom 10. Februar 1941 bis 9. März 1941 wie folgt festgesetzt worden: I. Lebensmittelzuteilungen. Die Nationen an Brot, Mehl, Fleisch, Schweine- schlachtfetten, Butter, Butterschmalz, Margarine, Käse, Quark, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunst- Honig, Kakaopulver und Kaffee bleiben gegenüber der 19. ZuMungsperiode unverändert. Zeder Versorgungsberechtiate erhält auch in der 20. Zuteilungsperiode eine Sonderzuteilung von 250 Gramm Lülsenfrüchten und von 125 Gramm Reis. Die Möglichkeit zum wahlweisen Bezüge von Tee an Stelle von Kaffee-Ersatz und von Kondensmilch an Stelle von Nährmitteln fällt fort. II. Abgabe von Butterschmalz und Margarine. Zn der 20. Zuteilungsperiode kommen die rest- lichen Bestände an Butterschmalz zur Verteilung. Es ist mit der Möglichkeit zu rechnen, das; nicht an allen Plätzen ausreichende Mengen Butterschmalz vorhanden sind. Wo die zur Befriedigung des Verbraucherbedarfs vorhandenen Butterschmalzvorräte nicht ausreichen, haben die Verteiler an Stelle von 100 Gramm Butterschmalz 125.Gramm Margarine auszugeben. Die Verteiler sind jedoch nicht berechtigt, Margarine auf den Einzelabschnitt über Butterschmalz abzugeben, solange sie über Butterschmalz verfügen. III. Regelung der Warenabgabe aus die Nährmiltettarten. A. Laufende Zuteilungen für Kinder, Zugendliche und Normalverbraucher. Kartoffelstärkeerzeugnisse. Vom 10. Februar 1941 ab werden wieder wie vor der 17. Zuteilungsperiode 50 Gramm Nährmittel auf Kartoffelstarkebasis (Sago, Kartoffelstärkemehl, Puddingpulver, Neisflocken oder ähn- liche Erzeugnisse) abgegeben. Die Abgabe erfolgt auf die Einzelabschnitte N 21 und N 22, die durch ein „St" (Stärkeerzeugnisse) besonders gekennzeichnet sind. Getreidenährmittel. Die Nation an Nährmitteln auf Getreidegrundlage wird dementsprechend wieder auf 550 Gramm festgesetzt. Die Abgabe erfolgt auf die Abschnitte di 1 bis bi 20, N 30 und N 31. Teigwaren. Die Höhe der Teigwarenrattonen bleibt gegenüber der 19. Zuteilungsperiode unverändert. Für den Bezug, den Wiederbezug und die örtliche Be- kanntgabe der Teigwarenreqelung finden die bisherigen Vorschriften entsprechende Anwendung. Kaffee-Ersatz. Die Rationen an Kaffee-Ersatz- und -Zusatz- Mitteln bleiben gleichfalls unverändert. B. Bezug von Bohnenkaffee. Bohnenkaffee. Auch in der 20. Zuteilungsveriode erhalten die Normalverbraucher die^Möglichkeit, an Stelle von 125 Gramm Kaffee - Ersatz und Zusatzmitteln 60 Gramm Bohnenkaffee zu beziehen. Die über die Abgabe von Bohnenkaffee auf die Nährmtttelkarte für Normalverbraucher ergangenen Bestimmungen finden entsprechende Anwendung. Mit dem Ablauf der 20. Zuteilungsperiode werden die Kaffeezuteilungen zunächst eingestellt. Damit fichergestellt ist, daß die nach der Kaffeeausgabe in der 19. Zuteilungsperiode beim Kleinverteiler vorhandenen Vorräte bei Ausstellung der Bezugscheine für die 20. Zuteilungsperiode ent- sprechend berücksichtigt werden, ist folgendes angeordnet: Die Vorbestellung der Verbraucher, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, hat auf den entsprechend gekennzeichneten Abschnitt N 29 der Nährmittelkarte 19 bis zum 18. Zanuar 1941 zu erfolgen. Die Verteiler haben die gesammelten Vorbestellungen sofort nach Ablauf der 19. Zuteilungsperiode bei den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) einzureichen und dabei den vorhandenen Kaffeevorrat zu melden. Die Ernährungsämter (Kartenausgabestellen) haben die Bezugscheine bis zum 14. Februar 1941 auszustellen und den Verteilern auszuhändigen. Bei der Ausstellung der Bezugscheine haben die Ernährungsämter (Kartenausgabestellen) die abgegebenen Vorratsmeldungen zu berücksichtigen und die Bezugscheine über eine entsprechend geringere Menge auszufertigen. Diese Bezugscheine, die der Versorgung der Kleinverteiler in der 20. Zuteilungsperiode dienen, sind unverzüglich an den Großhandel zur Belieferung weiterzureichen. Die Versorgungsberechtigten können Bohnenkaffee vom 24. Februar ab gegen Vorlage des mit dem Firmenstempel oder der Firmenaufschrift des Verteilers versehenen Stammabschnitts ber Nähr- mittelkarte 19 beziehen. Die Verteiler haben die Abschnitte N 24 und N 25 der Nährmittelkarte 20, sofern Kaffee bezogen wird, zusammenhänaend abzuttennen und bei den Ernährungsänttern (Kartenausgabestellen) zur Ausstellung von Empfangsbescheinigungen einzureichen. Die Empfangsbescheinigungen, aus denen die Anzahl der eingereichten Abschnitte hervorgehen muß, berechtigen nicht zum Bezüge von Bohnenkaffee. Sie sind vielmehr durch die Kleinverteiler ordnungsgemäß aufzubewahren. c. Bezug von Hülsenfrüchten und Reis. Zn der 20. Zuteilungsperiode erhalten alle Verbraucher, die Selbstversorger sind, Sonderzuteilungen von 250 Gramm Hülsenfrüchten und 125 Gramm Reis je Kopf (s. Ziff. 1). Bezug von Hülsenfrüchten. Die Abgabe der Äülsenfrüchte erfolgt auf den entsprechend gekennzeichneten Abschnitt N 28 der Nährmittelkarte 20 für Normalverbraucher sowie für Kinder und Zugendliche bis zu 18 Zähren. Zur reibungslosen Versorgung mit Hülsenfrüchten ist es erforderlich, diese bei demselben Verteiler wie in der 19. Zuteilungsperiode zu beziehen. Aus diesem Grunde erfolgt die Abgabe nur bei gleichzeitiger Vorlage des Stammabschnittes der Nährmittel- tarte 17, der vom Verteiler mit der Firma und dem Zusatz „28" oder „Hülsenfrüchte" versehen worden ist. Die Verteiler haben die gesammelten Ab- schnitte N 28 der Nährmittelkarten 20 zu ordnen und zugleich mit den entsprechenden Abschnitten der Nährmittelkarten 19 an das Ernährungsamt (Kartenausgabestellen) zur Ausstellung von mpfangs- bescheinigungen einzureichen. Diese Empiangsbe- sckeinigungen, aus denen die Anzahl der eingererchten Abschnitte hervorgehen muß, sind ordnungsgemäß aufzubewahren. Bezug von Reis. Die Abgabe des Reises erfolgt auf den entsprechend gekennzeichneten Abschnitt N 27 der Nährmittelkarte 20. Die Versorgungsberechtigten müssen den Reis von demselben Verteiler beziehen, der die Vorbestellung von Liilsenfrüchten entgegengenommen und den Stammabschnitt der Nährmittelkarte 17 mit seiner Firma und dem Zusatz .,28" oder „Hülsenfrüchte" versehen hat. Dieser Nachweis ist bei der Warenabgabe durch Vorlage des Stammabschnittes der Nährmittelkarte 17 zu erbringen. Die Kleinverteiler haben nach Ablauf der 20. Zuteilungsperiode die gesammelten Abschnitte N 27 gesondert von den übrigen Abschnitten der Nährmittelkarten bei den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) zur Ausstellung von Bezugscheinen über „Reis" einzureichen. Diese Bezugscheine dienen der Belieferung der Kleinverteiler für die in der 22. Zuteilungsperiode vorgesehene Ausgabe von weiteren 125 Gramm Reis je Versorgungsberechtigten. Bestimmungen über die endgültige Abrechnung der Kleinverteiler mit den Ernährungsämtern (Kartenausgabestellen) bleiben Vorbehalten. Juden sind auch in der 20. Zuteilungsperiode vom Bezug von Lülsenfrüchten und Reis ausgeschlossen. Abgabe von Hülsenfrüchten und Reis in besonderen Fällen. Personen ohne ständigen Aufenthaltsort können gegen Vorlage der Wanderpersonalkarle Lüsten- ftüchte und Reis auf ihre Nährmittelkarte 20 beziehen, ohne daß es der Vorlage des Stamm- abschnittes der Nährmittelkarte 17 bedarf. Versorgungsberechtigte, die aus einer Sammel- Verpflegung entlassen (nicht nur vorübergehend beurlaubt) worden sind und deshalb nicht in der Lage sind, den anläßlich der Vorbestellung von Lülsen- früchten für die 18. Zuteilungsperiode abgestempelten Stammabschnitt der Nährmittelkarte 17 vorzulegen, erhalten vom Ernährungsamt (Kartenausgabestelle) auf Antrag Berechtigungsscheine, die zum Bezüge von 250 Gramm Lülsenfrüchten und von 125 Gramm Neis innerhalb der 20. Zuteilungsperiode berechtigen. Das gleiche Verfahreri gilt bei zugezoaenen und neugeborenen Versorgungsberechtigten. Zn diesen Fällen werden auf Antrag Berechtigungsscheine ausgestellt und die Abschnitte N 27 und N 28 der Nährmittelkarte 20 abgetrennt. IV. Gültigkeit der Abschnitte für Butter und Margarine. Am den Bedürfnissen der Verbraucher besser zu entsprechen, berechtigen künftig die über je 125Gramm Butter lautenden Abschnitte Bu 1, Bu 2 und Bu 3 der Reichsfettkarten für Normalverbraucher und für Zugendliche von 14—18 Zähren zum Bezüge während der ersten und zweiten, bzw. zweiten und dritten, bzw. dritten und vierten Woche, während der Über 62,5 Gramm lautende Abschnitt Bu 4 innerhalb der ganzen Zuteilungsperiode gültig ist. Zur Erleichterung der Warenabgabe ist ferner die Gültigkeit der Margarineabschnitte Ma 1 und Ma 2 der Reichsfettkarte für Normalverbraucher über die ganze Zuteilungsperiode ausgedehnt worden. V. Relchseierlarte. Die für die 14.—19. Zuteilungsperiode sin- geführte Reichseierkarte verliert am 9. Februar 1941 durch Zeitablauf ihre Gültigkeit. Mit den Lebens- mittelharten für die 20. Zuteilungsperiode gelangt deshalb eine neue Reichseierkarte zur Ausgabe, deren Gültigkeit sich wiederum auf sechs Zuteilungsperioden (20—25) erstreckt. Die im Zusammenbang mit der Einführung der Reichseierkarte erlasse en Bestimmungen über die Kartenausgabe an Selbstversorger in Eiern finden entsprechende Anwendung. VI. Fleifchberechtigungsfcheine für landwirtschaftliche Selbstversorger. Landwirtschaftliche Selbstversorger können im Bedarfsfälle Reise- und Gaststättenmarken unter Anrechnung auf die ihnen zustehenden Rationen erhalten. Am den Selbstversorgern Gelegenheit zu geben, gelegentlich Fleischmahlzeiten in Gaststätten zu verzehren, ohne vorher bei ihrer Kartenstelle die Ausgabe von Reise- und Gaftstättenmarken bcan- tragen zu müssen, berechtigen künftig die Einzel- abschnitte des Fleischberechtigungsscheines für landwirtschaftliche Selbstversorger in gleicher Wesse wie die Neilr- und Gaststättenmarken und die Einzel- abschnitte der Hausbaltskarten zur Einnahme von Mahlzeiten in Gaststätten und ähnlichen Einrich» tungen. \ VII. Kartenpflicht für Grünkern und Grünkernerzeugniffe. Die Hauptvereiniaung der deutschen Getteide- und Futtermittelwirtschaft hat durch Anordnullg vom 5. November 1940 (NNVbl. S. 605) mit meiner Zustimmung die Kartenpflicht für Grünkern und Grünkernerzeugnisse eingeführt. Die Abgabe erfolgt auf die gleichen Abschnitte der Nährmittelkarten, die zum Bezüge der aus Getteide hergestellten Nährmittel berechtigen. Kleinverteiler tauschen die von ihnen einbehal- tenen Anschnitte der Nährmittelkarten bei dem zuständigen Ernährungsamt (Kartenausgabeftelle) in einen Bezugschein über Nährmittel um, der an den Vorlieferanten weitergereicht wird. Abgabe der Bestellscheine. Die Verbraucher haben die Bestellscheine ein« schließlich der Bestellscheine 20 der Reichseierkarte und der Neichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) in der Woche vom 3. bis 8. Februar 1941 bei den Verteilern abzugeben. Anläßlich der Neuausgabe der Reichseierkarte wird erneut daraus hingewiesen, daß es strafbar ist, wenn Verteiler Bestellscheine der Marmelade- und Eierkarten, die für spätere Zuteilungsperioden gelten, zusammen mit den für die betreffende Zuteilungsperiode benötigten Bestellscheinen ab trennen. 619D Gießen, den 3. Februar 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen Dr. Lotz» 0' tzis jum <4 k hot sich t ausgc L Will Liber der WM I janbes im ÜH viel I uli|4)' Mir Dill* :i?)er an Tagung 1 921 oon Asiens b reinigt. 1 939 mil l inbuftri em logena en einjchi ■® oorh legier u Damit'n Cber|d)le| i, wie es ler heutig Nene ■ lysjdjla^ Gierung ° an Preuß' hji unter hält. Der we pnt bei Mltäbte Mütte i fyrd) ä'e : lefitJ ** Dren?' [ft oon 2( '"Nenn gebiet - U.Lie N ulm., Jijmohnet N teir F handel Monbii k wmunn an i er- un I tum des ! I .1 Schw . 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