Dotmtrsfag.4- Dezember 1941 II. Jahrgang Ur. 288 werde. Roosevelt habe Diktatur unter dem Mäntelchen Die Neigung des englischen Pulvers, bei Treffern diesem Sinne auszulegen. r 19t ■ V und bereitet ihr ein sch h e i t! ■shft» Oer Sieg des Bizet nbe )e FheaW -.RiM le ( drin im Seb Sonnt-: in tti ndL icht le ‘ in -r IM 8 416 t* len.fe 1 475» 9 465,? 9 491; rheatfl rM WZii lofienc lejsje UfW2 > um- uen c: • (Bi 4. gibt bekannt: An der Front vor Moskau gewannen die von starken Kampf- und Sturzkampfftiegerverbänden unterstützten Angriffe unserer Infanterie- und Panzerverbände trotz zähen Widerstandes und örtlicher Gegenstöße des Feindes weiter an Boden. Bei diesen Kämpfen wurden gestern insgesamt 20 feindliche Panzer vernichtet. 3m Finnischen Meerbusen ist ein großer sowjetischer Transporter auf eine deutsch-fin- nifche Minensperre gelaufen und g e f u u k e n. 3m See gebiet um England wurde ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt. 3n der Tracht zum Z. Dezember bombardierte die Luftwaffe eine Hafenanlage an der englischen Süd Westküste. 3n einem Gefecht mit britischen Schnellbooten im Kanal erzielten Minenräumboote mehrere Artillerietreffer auf feind- lichen Einheiten. Der Gegner brach darauf das Gefecht ab. die Republikaner ihrem Kandidaten W i l l k i e nach der zweiten Wiederwahl Roosevelts ziemlich unverblümt vorwarfen, daß er ein Stroh mann Roosevelts sei, was sich inzwischen vollauf be- lies- Weltherrschastsanspruch! — hat er der USA- Unzweifelhaft sei in diesen Fällen die Explosion Dolitik einen universalen Sinn gegeben, und die einer Pulverkammer die Ursache gewesen, so betonte T ...... . . . . ■< ....... Ha k.. fnr.u na oil., Koiklo CCrnno nn teile d» Pel.Sl« Kriegsglück oder Tapferkeit? Von Konteradmiral a. D. Karl Tägert. „Der Torpedo riß mittschiffs an Steuerbord ein riesiges Loch. Die Wucht der Detonation war unae- Heuer. Das Licht im Schiff verlosch, eine ganze Minute lang lief heftiges Zittern durch die Planken. Sofort krängte das Schiff nach Steuerbord. Panikartig stürzte die völlig überrasche Besatzung an Deck .. Schon war es unmöglich, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen." So berichtet das Reuter- Büro über den Untergangder„ArkRoya V*. den konnte, wäbrend das Schicksal des britischen Schiffes sich so schnell erfüllte, daß hie ganze Besatzung den Tod fand. Der Schauplatz des Kamvfes fcq in den australischen Gewässern. Großbritannien hat, um sich im Atlantik der deutschen Anm-irfe zu erwehren und seine bedrobte Hilft H Ortim Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Washington, November 1941. Itacfj der Mstimmung im Repräsentantenhaus r die Revision der Artikel II und III des N e u - aNtätsgesetzes sind in der hiesigen Oeffent- keit sehr eindeutige Stimmen der Kritik laut geben, bie mit Vorwürfen gegen ben Präsibenten Roosevelt und die Verfassung Bon unserem Bk.-Berichterstatter. die Hand gegeben hat. m r rr Ulan muß berücksichtigen, daß die Verfassung 17. September 1787 über die Dreiteilung der walteii in gesetzgebende, vollziehende und richter- ie Gewalt einen Kompromiß barstellte, der endig mar, um überhaupt die 13 Urstaaten einem Bund zusammenzufügen. Obgleich nun Machtvollkommenheiten des Kongresses (Senat Repräsentantenhaus) als gesetzgebende. Rechte Vorrechte des Präsidenten als vollziehende und : Befugnisse des Obersten Bundesgerichts als Mliche Gewatt sehr genau in der Verfassung itgeUat sind, ist in ben USA. praktisch stets so Äitik gemacht worden, daß der Buchstabe der rrfassung nicht eben selten verletzt wurde, um in „Geist" zu wahren. Was es mit diesem „Geist" ms sich hat, kann am besten burch das berühmte Pamphlet „Common Sense“ klargemacht werden, ks Thomas Paine am Vorabend des Aufstandes men England im Januar 1776, zur Aufrüttelung Mer Landsleute verfaßte; es lautet: „Oh ihr, die 7 die Menschheit liebt! Auf jedem Fleckchen der len Welt herrscht heute die Unterdrückung. Die reih eit wurde um den Erdball gejagt. Sie jrbe längst aus Asien und Afrika vertrieben, iropa sieht in ihr eine Fremde, und England hat ir längst ben Rat gegebch, zu verschwinden! Oh ivarmt euch der ......M r öü 5 h 8 Hb etn taltn unw« u) seine während der Abstimmung bekannt geroor» been Kuhhandels-Methoden und Druckmanöver sparten. Ein Sozialistenführer nannte das cgehen der Regierung ein „klassisches Beispiel" ur, wie bas Volk in einen unerwünschten Krieg Die Versenkung des australischen Kreuzers „Sydney" durch ben deutschen Hilfskreuzer „Kormoran" gehört zu den ruhmvollsten Was- fentaten der Seekriegsgeschichte. Hilfskreuzer sind ehemalige Handelsschiffe, die für Kriegszwecke bewaffnet werden. Handelsschiffe, selbst schnelle Passagierdampfer, bleiben in ihrer Geschwindigkeit weit hinter den Spitzengeschwindigkeiten moderner Kriegsschiffe zurück. Handelsschiffe haben keinen Pan'zerschutz, und die Bewaffnung für Kriegszwecke reicht selbstverständlich nicht an die Bewaffnung eines regulären Kreuzers heran. Em solches ehemaliges Handelsschiff war auch der „Cormoran Ein zum Hilfskreuzer umgebautes Handelsschift hat, darin liegt die besondere Größe dieser Waffentat, ein britisches Kriegsschiff modernster Bauart versenkt. Der Kreuzer „S y d n e y", der Ende. 1934 vom Stapel lief, war erst 1936 in Dienst gestellt worden. Bei einer Wasserverdrängung von 6830 Tonnen hatte er eine Geschwindigkeit von 32 Seemeilen. Seine Bewaffnung bestand aus acht Ge- schützen von 15,2 cm, acht Geschützen von 10,2, einer Luftabwehrartillerie von vier Mittleren und 12 leichten Geschützen und acht Torpedorohren. Zwei Katapultflugzeuge befanden sich an Bord. Malchmen von 72 000 PS gaben dem auf einer englischen Werft gebauten Schiff den Antrieb. Die friedens- mäßiae Besatzung von 550 Mann war verstärkt worden. Der Verlust des Kreuzers trifft die tleme australische Marine um so schwerer, als diese Schlachtschiffe überhaupt nicht besitzt und jetzt nur noch aus fünf Kreuzern, fünf Zerstörern, einigen Schnellbooten und Spezialfahrzeugen befteht. Der Der australische Kreuzer „Sidney". — (Scherl-Archiv-M.) |6i#, * Ä tB HÜ Dor der australischen Küste kam es zu — $regattentapitans Detmers bat ber beuW L (e n Sriegscrfolgc des „Kormoran" Hilfskreuzer den an Bewaffnung und Geschwindlg- bIeibt öesbalb einer späteren Zeit vorbehalten, feit weit überlegenen Gegner niedergekämpft und $er deutsche Sieg in diesem ungleichen Gefecht versenkt. Der 6800 Tonnen große Kreuzer „Sib- wird noch dadurch 'unterstrichen, daß der Kreuzer nen" ist mit der gesamten Besatzung von 42 Offi- „Sydney" mit der gesamten Besatzung verloren zieren und 603 Mann untergegangen. Infolge der ging, wahrend em großer Teil der Hllf^reuzer. Wigungen. bie bas beu.sche Schi,, in bem b« ®ü£" fd>roeten Gefecht erlitten hatte, muhte es nach Australische Regierung hatte Suchfahr. reichern Kampf aufgegeben werden. Em großer leil bis dur äußersten Grenze des Aktionsradius der Besatzung wurde gerettet und erreichte die ^ggeschickt, aber keine Spur von dem Kreuzer war australische Küste. zu entdecken. Der Premierminister Curtin dehaup- Der Hilfskreuzer „L o r m o r a n“ hat im Kreuzer- tet, die Veröffentlichung über ben Verlust verzögert krieg in überseeischen Gewässern unter feinem tapfe- zu haben weil man bte Hoffnung noch nichts aufge- reu .ammanbanten eine grahe «n,°h. b!« bS Handelsschiffe versenkt. lua erst zugab, nachdem die deutschen Schiffsboote 3n Nordafrika wurden die südostwärts von ber australischen Küste gelandet waren. So erst Tobruk eingeschlossenen britischen Kräfte — bie murbe bcr Untergang bes Kreuzers in ber auftra- Masse einer neuseeländischen Division — teils ver- Aschen Bevölkerung bekannt. Die Veröffentlichung nichtet, teils gefangengenommen. erfolgte, nachdem also ber Verlust nicht mehr ver- --------- , heimlicht werben konnte. Der bekannte Marinesachverstänbige Konter, abmiral Lützow erklärte zum Sieg bes „Cormo- /V »<*•*♦* *%*♦/%*•*/ ran": lieber ben materiellen unb personellen Der- WlUI Wil ♦ lust hinaus, den bie britisch-australische Marine burch ” die Vernichtung ihres Kreuzers „Sybney" erlitten »-iS Der Hilfskreuzer „Kormoran t)at eine er- ejn ^llfskreuzer einen regulären mobernen folßreidje Laufbahn im ^reuzertrieg m über. jm Äampf überwältigt hat. Das einzige, seeifchen Gewässern hinter sich. Von seinen Urfolgen - ü0raU5 haben kann, liegt auf dem Ist in den Meldungen desOberkommando^' d-r -r vor ^Überraschung, deren Wirkung Wehrmacht wiederholt berichtet worden. Monate-1 ber ber reguläre Kreuzer durch seine große Wendig- epr1Ther briti Ecit leicht ausmanövrieren kann. Daß die lieber- schledensten Seegebiete. Ueberall hat er der brm- _ benn -n u baben roir sicher bie Ur- scheu Versorgungsschisfahrt heftig zugesetzt und be5 Erfolges zu sehen — so vollständig gelun- durch seini Sluftreten Unruhe- verbreitet. Die Ung- > ist,'läßt erkennen, wie zweckentsprechend die länder haben die- Laufbahn dieses Schisses an H Ausrüstung unb wie meisterhaft bie Handhabung ber vielen Schlffsoersenkungen ö" verfolgen g czilfskreuzers war Unsere Freube über seinen Mt Sie großer als wir erfahren haben. uL ^eröfsenl-ichen daß der größte Teil,feiner Belobung^gerett^wer- darüber eine Liste. Obwohl diese Liste weder aur Vollständigkeit Anspruch erheben kann, noch in Einzelheiten zutrifft, gibt sie doch eine Vorstellung von ber weitverzweigten Tätigkeit eines Hilfskreuzers m überseeischen Gewässern. Unter diesem Gesichtspunkt ist die britische Darstellung zu werten. Auf das Konto dieses Hllfskreuzers stellt die britische Liste zunächst die Versenkung der drei Schisse „An Ionia", „British Union" unb „Af ri- c a n <5ta r". Später habe er den „E u r y l 0 ch u s" versenkt. Dann tauchte er im Südatlantik" auf unb versenkte im Frühjahr biefes Jahres bie Dampfer „21 g a 11 a" unb „C,r a s t s,m a n". Jm Juni operierte er bann — immer nach biefer britischen Darstellung — zwischen Ceylon unb Sumatra, wo er bie Dampfer ,-F e l e b i t" unb „Tlarceba" versenkte. Ende September habe er schließlich das von England übernommene griechische Kein Wunder, baß ber Kommandant bemerkte, als er aus ber Kantine an Deck stürzte: „Dies ist bas traurigste Schauspiel, bas ich je gesehen habe." Hotte doch ein einziger deutscher Torpedo genügt, dem tätigt hat. Daß Roosevelt selbst ein großes Interesse daran hat, bie USA. als „bedroht" hinzustellen, ist begreiflich. Denn in schwierigen Zetten hat es immer ein starkes Anschwellen ber Exekutiv- gewalten gegeben, was allein bie Verhängung des bebingten unb bann bes unbedingten Ausnahmezustandes beweist, wofür es weder in der Verfassung noch in irgendeinem Gesetz eine Anleitung gibt. Roosevelt ist hier seinen Vorgängern gefolgt und hat das getan, was feinen Zwecken diente. Dabei spielt die agitatorische Taktik, so zu tun, als befinde sich Amerika im Krieg, ebenfalls eine große Rolle, denn ber Präsibent, bem gewisse Rechte scharf beschnitten sinb, ist burch die Konstitutton ber oberste Kriegsherr. Er wirb natürlich niemals selbst die militärischen Operationen leiten, aber er hat boch starken Einfluß auf die taktischen und organisatorischen Vorbereitungen ber verschiedenen uc» ---------..... v---- -------- Kriegsministerien unb selbstverständlich auch auf Durch seine Parole: „Verteidigung der Demokratie"— Gegner wie die „Nußschalen" in die Luft flogen strategische Pläne. Als oberster Kriegsherr kann er Weltherrschaftsanspruch! — hat er ber USA -, Unzweifelhaft sei in diesen Fällen die Explosion auch amerikanische Truppen außerhalb des < uu euie|l ulllveMUiei, ...... --------------- ' , „ Landes verwenden, wobei in erster Linie an den nnnitiitton bietet ihm genug Handhaben, sie in das Blatt. Damit schnitt es eine heikle Frage an: „Schutz ber USA.-Bürger" gedacht wurde. ■ — -— x«« hot Treffern Wir sehen schon aus diesen wenigen Anmerkungen, Oer Wehrmachiberichi. D71B. AusdemFührerhauptquartier, 3, Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht be i m f ü r d i e M e n s ch h e i t! : „(£tn Heim für bie Menschheit?" Das ist heute , ir e vor 165 Jahren die Zauberformel, mit ber fbofeoelt es wogen kann, die Derfasfung m feinem , £.nne, realpolitisch gesprochen also zur Erringung : dir Weltherrschaft für bie USA. burch Be- it ligung am jetzigen europäischen Kriege, auszu- k^en. Bei diesem, bisher zweifellos erfolgreichen ärreben kam ihm sehr zustatten, baß der Ameri- । liirer seiner ganzen Mentalität nach auf „i n - b rett es" Regieren eingestellt ist, daß es. kein Lind der Welt gibt, in dem ber Einfluß auf bas M eine so große und entscheidende Rolle spielt. 118 zeigt sich vor allem in Krisenzeiten, in denen tor Rahmen der Verfassung sich als viel zu eng -Meist. Welche Möglichkeiten^ der Präsident vei b?sem taktisch meisterhaften Spiel Hat, zeigt bie M:ad)e Tatsache, daß er im 2luguf£ 1936 vor seiner ! >ederwähl die denkwürdigen Sätze aussprach: ,Sir versuchen, Amerika vollständig gegen einen fcieg zu isolieren. Ich hasse den Krieg. Ich wünsche, ic» könnte ihn von allen Rationen fernhalten, aber k s übersteigt meine Kräfte. Ich kann jedoch dafür irgen, daß keine amerikanische Handlung einen fi-ieq hervorruft ober ihn fördert." Von diesem Ausspruch dis zur praktischen Aus- kbung des Neutralitätsgesetzes geht der Weg ^osevefts in den letzten fünf Jahren, auf dem er silh bemühte, die Verfassung als ein Instrument hanes Willens zu handhaben: wie war das mog» Ich? Nun, durch eine stete Irreführung der offeM- lilhen Meinung, indem er im Gegensatz zu leinen I-orten aus dem Iahe 1936 immer stärker den „Seist der demokratischen Freiheit beschwor, immer skrupelloser die Gefahr an die Wand matte, ü der die USA angeblich schwebten und sodann, d:.ß er in entscheidenden Fragen am Kongreß vor- b- iging und dadurch Zustände schuf, die Roosevelt d.rch die völlige Beherrschung des ge| amten f.S^.-Propaaanbaappara^c's tunümft unb mit 3> klldacht verschlimmerte. Zwar liegt der Hauptton tKr amerikanischen Regierung auf dem »o n • ß^e ß: dort kann Roosevett weder selbst noch durch fine Kabinettssekretäre seine Ansichten^ und An- bäge vertreten, sondern nur durch Die Führer oe jiweiligen Regierungspartei. Immerhin besteht Düd oißerkonstitutionelle Prinzip ber Führung be Partei durch den Präsibenten, und wie weit lein Zufluß in Krisenzeiten reicht, — selbst, wenn dies oid) nur in der Einbildung bestehen fci gewissen politischen Zwecken herbeigefuhrt w - b*n! — geht wohl am besten daraus hervor, dchz 3 II (geheim lafliicb außer snntags und Feiertags BeUagen: ebener Fam ckienblätter anal unBild-DieScholle BeiugSvreIS: mailich.......RM1.80 rnellgebühr... -.25 ch ve> Nichterscheinen Sri einzelnen Nummern i^oige höherer Gewalt kpm'vrechanichlun 2251 « ahtanickmit:„Anzeiger" 8 üiche^ 1168^ Franks M. ür, wie das Volk in ein, d ch Irreführung gebracht i verständen, eine Diktatur i Verteidigung ber Demokratie" zu errichten. ' Diefe harten Kritiken beweisen zunächst einmal, Ise zerrissen gegenwärtig bie öffentliche Mei- tttig der USA. ist, sie machen für Außenstehende n?r auch ein Problem deutlich, das seit Beginn bcr ; rsaffung immer wieder die Gemüter beschäftigt ] . die Frage nach ber Macht bes Präsiden- !n im Rah men der Verfassung. Was osevett betrifft, so hat er während seiner Amts- ; auf innerpolttischem Gebiet versucht, ben ihm leckten Rahmen durch seine New-Deal-Reformen durchbrechen, wobei ihm 1935 bcr „Supreme urt", ber Oberste Gerichtshof, mit ber Begrün- ig in ben Arm fiel, baß seine vom Kongreß geigten Gesetze nicht verfassungsmäßig seien. Auf ßenpolltischem Gebiet sah Roosevelt bagegen en weit größeren Spielraum, die an sich sehr unbare Grenze der ihm übertragenen Rechte vir- 98 zu erweitern und zu verschieben, nachdem 1936 v Kongreß seinen Versuch zum Scheitern brachte, rd) Vermehrung bcr Richterzahl bes Obersten Ge- !)tshofes das „System von Bremsen und Otogen- Dichten" zu seinem Vorteil aufzicheben. Seit die- - Zeit hütet sich Roosevelt sehr, die Empfindlichkeit - USA.-Bürger in diesem Punkt allzu sehr zu gen. Er hat vielmehr eine Taktik eingeschlagen, -en Mittel ihm das Wesen der Verfassung selbst Vertin daß j die- sten- /enn ;rge- bge- i Sie idnfc. ä D vonner; Gietzener Anzeiger General-Anzeiger flir Gberhefs en amtlii Zerstörungen durch Sprengbomben sind fortgesetzt ter Abwehr mehrerer Gegenangriffe in kühnen Vorworden. Die von den finnischen Truvpen besetzten stoßen tief in die bolschewistischen Stellungen ein. Gebiete tragen den Stempel der Zerstörung und sind Im Rücken der Bolschewisten nahm es mehrere durch Minen und Fallen stark verseucht. > kleinere Ortschaften. Der kühne Vorstoß bedeutet A A macht, um nicht das Zutrauen zum englischen Pulver zu untergraben, das bereits in der Skagerrakschlacht explotüerte, während das deutsche Pulver ohne Explosion ausbrannte. Diese Verheimlichung der Wahrheit vor dem Parlament, und das bedeutet die Verheimlichung vor der Oeffentlichkeit, war seine Pflicht. Als Erster Lord der Admiralität^mußte er mit allen Mitteln für die Hebung der Stimmung der Flotte sorgen." Helsinki, 3. Dez. (DRV.) Das Oberkommando der finnischen Wehrmacht gab bekannt: Wegen des nahenden Winters und des Drucks unserer Truppen hat der Feind die Räumung des Gebietes vonHangö begonnen. Maßnahmen hur Besetzung des Pachtgebietes sind im Gange. Die feindlichen Augenblick an, in dem der spanische Außenminister auf dem Berliner Staatsakt feine' Rede gehalten hatte. Auf diese Weise wurde die politische Zielsetzung der nordamerikanischen Wirtschaftsverhandlungen entlarvt. „Arriba" erklärt, das fei die eigenartige Auffassung Nordamerikas von demokratischer Freiheit, für die man dort zu kämpfen vorgebe. Die positive Seite der Bilanz, die das parteiamtliche Organ zieht, wird folgendermaßen formuliert: „Der Berliner Kongreß ist ein erster Schritt zu dem, was eines Tages auf dem Kontinent nach der heutigen Auseinandersetzung verwirklicht werden muß. Dort wurde die Grundlage für eine politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit aller europäischen Völker geschaffen. Die antikommunistischen Kräfte werden eines Tages die außergewöhnliche Aufgabe übernehmen müssen, das Schicksal eines neuen Europas auf feinen wirklichen Interessen aufzubauen. Die Berliner Konferenz ist der Prüfstein für die Zukunft Europas." liner «—r Sun er. Dabei werden bemerkenswerte politische Oer Einbruch in das Verieidigungssystem vor Moskau „ arum Stalin vergebens auf die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten warten muß. OieBerfenkungeinesbriiifchen Kreuzers vor Tobruk. Rom, 3. Dez. (Europapreß.) Zur Versenkung eines Kreuzers der „Aurora"-Klasse durch italienische Torpedoflugzeuge berichtet „Mefsaagero", der englische Flottenverband sei von einem oeutschen Aufklärer auf der Höhe von Tobruk gesichtet worden. Etwa fünfzig Seemeilen von der Stadt entfernt hätten drei italienische Torpedoflugzeuge vier leichte Kreuzer in mittlerer Fahrt in Doppelkiellinie festgestellt und den Kreuzer auf dem äußersten rechten Flügel zum Ziel bestimmt. Der Angriff sei gleichzeitig von zwei Seiten erfolgt, um dem Kreuzer das Ausweichen unmöglich zu machen. In heftigem Abwehrfeuer feien die drei Torpedos fast gleichzeitig abgescbossen worden und hätten das Schiff getroffen. Große Löcher seien in die Planken des Schiffes gerissen worden, das innerhalb von zehn Minuten gesunken sei. Die italienischen Torpedoflugzeuge seien trotz einer Reihe von Beschädigungen im Führerflugzeug zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt. Der australische Aviso „paramatta" gesunken. Berlin, 3.Dez. (DNB.) Mit der Versenkung des australischen Kreuzers „Sydney" wird auch zugleich die Vernichtung des australischen Avisos „P a.- r a m a t t a" gemeldet. Die „Paramatta" wurde 1940 fertiggestellt und als Geleitschiff in Dienst gestellt. Sie gehörte, wie die „Sydney", der australischen Marine an und hatte eine Wasserverdrängung von 1060 Tonnen. Die Besatzung betrug 161 Mann. Davon werden 141 Offiziere und Mannschaften vermißt, sie sind wahrscheinlich ums Leben gekommen. Oie Sowjets räumen Hangö. Spanien und die Neuordnung Europas Oer Gegendruck aus England und den USA. N e u y o r k, 3. Dez. (Europapreß.) Die amerikanischen Lieferungen an die Sowjetunion sind nach einem Bericht der „New York Times" in den ersten beiden Monatey seit dem USA.-Lieferungsverspre- chen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Daher sei man sowohl in Moskau wie auch in Kreisen der sowjetischen Einkaufskommission in den USA. sichtlich ungehalten. Militärsachverständige äußern die Befürchtung, daß die Sowjetunion das ihr versprochene Material nicht mehr rechtzeitig erhalte. Der militärische Widerstand der Roten Armee könne an dieser Frage cheitern. Als Gründe für das bisherige Versagen der USA. wird erstens die T o n n a g e k n a p p- heit angeführt. Bisher ist kaum die Hälfte des für die versprochenen Lieferungen benötigten Schiffsraumes zur Verfügung gestellt worden. Als zweiter Grund wird der Widerstand britischer und amerikanischer Flotten- und Armeekreise gegen die Abgabe von Rüstungsmaterial an Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Einbruch der deutschen Truppen in das bolschewistische Derteidi- gungssystem vor Moskau ist mit hervorragenden soldatischen Leistungen aller eingesetzten deutschen Einheiten verbunden. In harten Kämpfen haben die deutschen Soldaten ein tiefgegliedertes hob schewistifches Stellungssystem b e ° z w u n g e n , das durch zahlreiche Bunker, Maschinengewehrstände und Widerstandsnester aus Holz und Stein verstärkt war. Außerdem hatten die Bolschewisten mehrere kleine Dörfer zu festungsartigen Stützpunkten ausgebaut. Gegen dieses Verteidigungssystem traten die deutschen Infanterie- und Panzerverbände am Morgen des 1. 12. nach voraufgegangener Artillerievorbereitung an. Trotz der großen Kälte und des Glatteises arbeiteten sich die deutschen Soldaten an die bolschewistischen Stellungen heran. Um die zahlreichen Widerstandsnester und vor allem um den Besitz der von den Bolschewisten befestigten Dörfer entwickelten sich hartnäckige Einzelkämpfe, in denen sich Infanterie und Pioniere wiederum den Bolschewisten weit überlegen zeigten. Unter schweren bolschewistischen Verlusten wurde ein Stützpunkt nach dem anderen ausgeräuchert. Bereits in den Mittagsstunden des 1. 12. war klar erkennbar, daß der Einbruch auf breiter Front gelungen war. An einzelnen Stellen des Kampfgebietes waren Minenfelder zu überwinden, die von den Bolschewisten mit allen Mitteln der Sprengtechnik angelegt waren. Ein deutsches Armeekorps drang gegen heftigen bolschewistischen Widerstand und un- die Sowjetunion genannt. Als dritter Grund wird geltend gemacht, daß man keine genügende Kenntnis über Entlade- und Laqermöglichkeiten in Archangelsk und über die Frage des Weitertransportes besitze. Von sowjetrussischer Seite werde behauptet, Archangelsk könne monatlich 350 000 Tonnen umschlagen. Die Sachverständigen in den Vereinigten Staaten und England bestreiten diese Angaben und behaupten, die Waren müßten teilweise mit erheblichem Verlust auf Eisflächen ausgeladen werden. Ferner fei niemand darüber unterrichtet, ob Sowjetrußland die Entladung großer Materialmengen arbeits- und organisationsmäßig bewältigen könne. Schließlich solle der amerikanische Sachverständige Harriman und der britische Beschaf- fungsminister B e a v e r b r o o k auf der Moskauer Konferenz mit ihrem Versprechungen weit über das erfüllbare Maß hinausgegangen sein. Sie hätten einiae 100 000 Tonnen monatlich versprochen. Feststellungen gemacht über das Verhältnis Spaniens zu England und Nordamerika und zur Neuordnung Europas. Wie „Arriba" feststellt, wird von britischer und nordamerikanischer Seite der Versuch unternommen, Spanien politisch und wirtschaftlich unter Druck zu setzen und damit seine Bewegungsfreiheit einzuschränk?n. Von London aus ist versucht worden, unzufriedene Elemente in Spanien gegen die nationale Führung zu mobilisieren. Diese britischen Bemühungen nennt das Blatt „Machenschaften widerlicher und übelkeitserregender Mitarbeiter Ehurchills". Bei dem nordamerikanischen Druck handle es sich um den Versuch, eine T r e i b ft o'f f f p e r r e über Spanien zu verhängen. Man habe von Washington aus mit einer solchen Sperre gedroht von dem für die frontal angreifenden deutschen Truppen eine spürbare Entlastung. Im weiteren Angriff stießen Kräfte einer Pau-, zerdivision durch die Linien der Bolschewisten und drangen in eine größere Ortschaft ein. Dabei wurden Teile des Gegners eingeschlossen und bis jetzt 450 Gefangene gemacht, sowie zahlreiche Geschütze erbeutet. Mit diesem Vorstoß konnte die Panzerdivision die Verbindung mit einer benachbarten Infanterie-Division Herstellen. Die deutschen Panzer setzten ihren Angriff fort und nahmen noch mehrere Ortschaften in Besitz. An anderer Stelle durchbrach die Vorausabteilung einer Infanterie-Division die feindlichen Linien bis zu einem Flußlauf und nahm die unversehrten Brücken in ihre Hand. Die Vorausabteilung bildete am jenseitigen Ufer einen Brückenkopf, der das weitere Vorgehen der nachfolgenden Division ermöglichte. Andere Panzer haben in hartnäckigem Kampf eine starke verteidigte größere Ortschaft genommen. Teile derselben Panzerdivision unterstützten einen Jnfanterieangriff gegen einen Waldrand, der ebenfalls in deutsche Hand kam. Die Bolschewisten unternahmen zur Entlastung mehrere Dorstöße, die jedoch alle für den Gegner verlustreich zurückgewiesen werden konnten. Auch in dhberen Kampfabschnitten versuchte der Feind durch weitere verzweifelte Gegenangriffe das Vordringen der deutschen Truppen-auf- zuhalten. So griff er an einer Stelle, unterstützt von Panzern und lebhaftem Artilleriefeuer, im Lause des 2.12. siebenmal an. Alle Angriffe wurden unter schwersten Verlusten für die Bolschewisten zurückgeschlagen. An anderer Stelle wehrten deutsche Panzer von Süden geführte Infanterie- und Panzerangriffe ab. Bei all diesen Kampfhandlungen hatten die Bolschewisten viele Tote und Madrid, 3. Dez. (Europapreß.) Das partei- :die Organ „Arriba" zieht die Bilanz der Ber- Reise des spanischen Außenministers Serrano Auch bei der Versenkung der „Royal Oak" wurde drüben von Zufall, von „Glück" heißt Glück im Krie V' gesprochen. W a s riegsfall? „Glück hat auf die Dauer n u r d e r T ü ch t i g e" sagte schon Feld- marschall Graf M o l t k e. Nicht blinder Zufall ist der Grund für die erwähnten deutschen Erfolge gewesen — nein deutsche T ü ch ti gkeit hat unserer Marine diese Ueberlegenheit des Materials verschafft. Sie konnte aufbauen auf den gründlichen Erfahrungen, die sich in allen Werken des geniglen Erschaffers der deutschen Hochseeflotte gezeigt haben. Die Besatzungen unserer Flotte wissen genau, daß alles geschehen ist, um sie mit den denkbar vollkommeiHten Schiffen und Waffen auszu- rüften. Anders drüben! Man versteht, daß der englische Admiral, der die gegen die „Bismarck" zusammengezogene Angriffsflotte befehligte — es waren schließlich 16 Engländer gegen einen einzigen Deutschen —, selbst dem schon todwunden Feinde gegenüber feirte vier riesigen Schlachtschiffe auf-größte Schußweite hielt. Sonst wären sie vielleicht ebenso in die Lust geflogen wie kurz vorher die „Hood" und einst vor dem Skagerrak die .Zndefatigable", „Queen Mary" und „Invincible". Der Geschwaderchei zog es vor, gegen den allmählich wehrlos werdenden Deutschen Ichnelle leichte Schiffe zu Torpedoangriffen anzusetzen. Aber nicht etwa nach dem ersten Treffer ist die „Bismarck" gesunken, nein, nicht weniger als neun Torpedotreffer waren nötig, bis das Heldenschiff endlich mit wehender Flagge in den Fluten versank. Der Londoner Admiralität aber blieb nach diesem „Siege" die nagende Sorge, daß auch bei weiteren Gefechten ein paar deutsche Granaten, ein einziger Torpedotrefier genügen können, auch das größte britische Schiff hemmungslos in den Grund zu jagen. Daran mahnt auch jetzt wieder der neueste Verlust, der Untergang der mächtigen „Ark Royal". Zu spät! Bon unserer Berliner Schriftleitung. • Jetzt hat Churchill selbst den Wirrwarr rm eng. lijchen Arbeitseinsatz zugeben müssen. Bisher hatte er die Regulierung des Arbeitseinsatzes feinem Ar. beitsminister Benin übertragen. Benin wurde etwas voreilig von der liberalen und der Labour. Presse, mit Vorschußlorbeeren bedacht und als der Mann der gewaltigen Initiative angepriefen. Benin versuchte, die Massen, ähnlich wie Lord Beaver, brook, zu Mehrproduktion zu veranlassen. Entscheid dende' Monate sind darüber vergangen. Schließlich sieht sich Churchill genötigt, vom Unterhaus die Vollmachten für sich selbst zu verlangen, die Benin vor Jahresfrist empfangen hatte und nicht ausnutzen konnte. Daß Englands Arbeitskräfte nicht zureichen, um den Materialbedarf eines totalen Krieges zu sichern, ist nicht eine Weisheit von heute. Churchill selbst aber gibt zu, daß seine Hoffnungen zusammenqe- brochen sind. Die Hoffnung auf die USA., sie wär. den das produzieren, was die fehlenden Arbeitskräfte Englands bisher nicht produzierten, hat ge« trogen. „Wir haben weiterhin", sagte Churchill, „auf sehr wichtige Zufuhren verzichten müssen, die wir aus den USA. erwartet hatten, die jedoch nun mit unterer Zustimmung nach Rußland qe* sandt worden sind." Infolgedessen sei sein Zeitplan für die Mumtionserzeugung in Unordnung geraten. Jetzt, im dritten Jahr des Krieges, sieh, sich Churchill genötigt, endlich den Briten zu sagen, daß „die Schraube noch schärfer angezogen werden muß". Aber der totale Krieg wird entschieden durch die Nation, die rechtzeitig alle ihre Kräfte auf ein Ziel ausrichtete. Eine solche Nation ist nicht mir ein Volk in Waffen, sondern ein Volk in Diszivlin vom ersten Tage des Krieges ab. Und das ist nicht, wie Churchills Rede genugsam bewies, das sinkend, England. Verwundete und verloren insgesamt 20 Panzer» wagen. Wofür General Gallenkamp das Ritterkreuz erhielt. Generalleutnant Gallenkamp, der, wie mir gestern schon meldeten, als Kommandeur einer Infanteriedivision mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden ist, hat sich bereits in den Kämpfen bei Bialowicza, bei Mogilef, Blagowitschi und Roslawl große Verdienste erworben. Er übernahm mit seiner Division am 21. 8.1941 den Befehl über einen Abschnitt des Jelnja-Bogens. Er hat sich ohne Schonung seiner Person rücksichtslos dafür eingesetzt daß der feindliche Angriff vom 29. 8.1941 bis zum 19.1941 ohne Erfolg für den Gegner blieb. Die Herausführung der Division aus einer besonder! schwierigen Lage war nur möglich, weil Generalleut' nant Gallenkamp im Vertrauen auf feine Truvpe sehr schwierige Bewegungen befehlen und zum Teil selbst leiten konnte. Zwei Ritterkreuzträger der ff gefallen. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Bei den Kämpfen um Rostow fiel am 17. 11. der Kompaniechef der 1. Kompanie der Leibstandarte ff „Adolf Hiller", -Hauptsturmführer Gerd P l e i ß. Im Mai hatte der Führer ihm durch Verleihung des Ritterkreuzes für fein heldenmütiges Verhalten im Süd- ost-Feldzug ausgezeichnet. Ihm gebührt das Verdienst, die englische Schlüsselstellung am Klidi-Paß. erstürmt und damit der Leibstandarte den Durchbruch ermöglicht zu haben. Selbs . verwundet, Hal. er damals ohne Unterstützung schwerer Waffen bei Regen und Schnee an der Spitze.feiner Snnwanie- die Gipfelstellung gegen härtesten Widerstand erobert. Ferner ist seinen bei den Kämpfen im Osten erlittenen schweren Verletzungen erlegen Erwin. Rochner, ^-Unterscharführer in einer- Panzerjägerabteilung. Roßner hat im West- und Südost' Feldzug in den Reihen der ^-Division „Reichs gestanden. Das Ritterkreuz erhielt er für überlegten und tapferen Einsatz bei den Kämpfen- um Jelnja. Als Geschützführer einer leichten Pak gelang es ihm, acht sowjetische Panzerkampfwagen in fünf Minuten zu vernichten. Oer dänische Gesandte in London sagt sich von seiner Ikegierunq los. Stockholm, 3. Dez. (Europapreß.) Der dänische Gesandte in London hat dem Außenminister Scavenius mitgeteilt, daß er in dem Beitritt Dänemarks zum A n ti t o m i n t e r n p affi eine Gefährdung der allen Beziehungen Dänemark» Büchertisch. — Ernst Ludwig Cramer: Die Kinderfarm, mir 66 Lichtbildern, Verlag Rillten & Loe- ning in Potsdam. — So fröhlich wie das mit sudelnden Kindern vollgepackte Eselgespann auf der Einbandzeichnung von Heiner Rothfuchs ist dies ganze Buch, das ein alter Afrikaner aus dem eigenen reichen Erleben Deutsch-Süd-Wests geschrieben und das er dem Andenken der deutschen afrifa= nischen Jugend gewidmet hat, die -für den Sieg Großdeutschlands ihr Leben gab. Er erzählt mit her Anschaulichkeit und Ausführlichkeit, die wißbegierige Jugend haben will, von der Entstehung der Farm, von der Natur des Landes und seinen Urbewohnern, von den vielen kleinen und großen Sorgen, die auf einen Farmer einstürmen bei seiner harten Arbeit fern von Nachbarn und Hilfe aus der Stadt. Vor allem aber erzählt er von den^füns Kindern, die an allem teilhaben, an Leid und Freud auf der Farm, die in Windhuk in die deutsche Schule gehen und dann doppelt frohe Ferien daheim auf ihrer Farm erleben. Es ist ein schlechtes Buch von einer beglückenden Natürlichkeit und daß es zu den Kindern spricht, dafür zeugt die hohe Auflage, dafür zeugt auch der „Hilf-mit"-Preis des NSL.-Lehrer- bundes, den der Verfasser soeben erhielt. Die vielen ganz aus dem Tageslauf des Farmerlebens geschöpften Lichtbilder entsprechen ganz der An dieses Buches, das mir recht vielen deutschen Buben und Mädeln auf den Weihnachtstisch legen möchten. Dr. Fr. W. Lange. — Luise Ullrich: Sehnsucht, wohin führst du mich? Mein südamerikanisches Tagebuch. 142 Seiten. Mit 6 farbigen Tafeln und 19 Textbildern der Verfasserin. Broschiert 2,40 RM., gebunden 3,20 RM. Im Propyläen-Verlag, Berlin. — (102) — Das Buch ist ein neuer, sympathisch anmutender Beleg 3um_ Thema der künstlerischen Doppelbegabung, diese Schauspielerin hat bewiesen, daß sie zu schreiben versteht, und sie hat ihr schmales Buch übrigens auch mit Federzeichnungen und Aquarellen illustriert, die Anschauungsvermögen, Sicherheit des Striches und Farbensinn erkennen laffen. Was den Text betrifft, so ist er in feuille- tonistisch kurze Kapitel aufgeteilt, angenehm und anschaulich zu lesen: man bekommt eine Vorstellung von Land und Leuten, Menschen und Tieren, von Rio und Buenos Aires, von Anden und Urwald, von Kupferminen, Inka-Ruinen und Schlan- genfarmen. Außerdem ist es wirklich so etwas wie ein Tagebuch, also etwas sehr Persönliches. Der wienerische Charme und der weibliche Humor, den wir aus manchen Filmrollen der Luise Ullrich kennen, hat sich auch ihrem Buche mitgeteilt; es ist das gescheite, nachdenkliche und warmherzige Buch eines Menschen, der mit einer ganz kindlichen Sehnsucht und einer unverbildeten Aufgeschlossenheit den Wundern wie den Realitäten einer fernen Wett entgegentrat und davon zu erzählen weiß. Den vielen Freunden der Schauspielerin Luise Ullrich wird es eine willkommene Bereicherung ihres Schattenbildes sein. Hans Thyriot — Hedwig L 0 hß : Große Freud' am kleinen Tier. Häusliche Erlebnisse mit allerlei Kriechzeug, mit Igeln und lustigen Vögeln. Verlag Knorr & Hirth, München. Geb. 3,70 RM, — Hedwig Lohß erzählt von ihren Schützlingen in Haus und Garten. Die Eidechsen im Garten warten auf Leckerbissen aus ihrer Hand. Freund Igel findet sich ein zu Kost und Logis, die Blindschleiche ist Spielkamerad der Kinder. Eine Schildkröte genießt ebenso Hausrecht wie zwei Mauergekkos und niedliche Haselmäuse. Und dann die Vögel' Mit ganzer Hingabe werden kleine, dem Nest entfallene Findlinge groß gezogen; ein Kirschkernbeißer, ein Fink, ein Starmatz. Eine gute Mutter hat immer ein Herz für das Tier. Darum sind ihre Kinder Mitspieler, Mitentdecker, Mithelfer. Wir sehen es auch an den 40 Ausnahmen der Verfasserin, Tierbildern von besonderem Reiz. . — 21 u g u ft Straub: Die Malerin Marga Buchheit. Leben und Werk einer früh Lollenoeten.,79 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Verlegt bei Schirmer & Mahlau, Frankfurt a. M. 1941. — (89) — Wir haben vor einiger Zeit in der „Heimat im Bild" einen Ausschnitt aus dem Schassen der mit 22 Jahren verstorbenen, hochbegabten Malerin Marga Buchheit veröffentlicht. In dem von 2luguft Straub liebevoll betreuten, vom Verlage gediegen ausgeftatteten Bande erscheint nun das Bild der 1914 in Marburg Geborenen, 1936 in Swine- münde ganz plötzlich Dahingegangenen in aussühr- licherexn Zusammenhänge, persönlich belebt durch Briefe, Tagebuchblätter und kleinere dichterische Aeußerungen; neben die Schilderung des allzu kurzen Lebensganges, dem schöne Erfolge .und eine spürbar zu verfolgende Entwicklung die hoffnungsvollsten Akzente gaben, tritt im Bildanhang ein glücklich gewählter Ueberblirf über Marga Buch- heits überraschend umfangreiche künstlerische Hinterlassenschaft: sie besticht noch in der Wiedergabe ebenso durch die erstaunliche technische Sicherheit wie durch eine ausgeprägt persönliche Haftung, eine an bester deutscher Malertradition geschulte Form. Der kleine Band mit dem sorgfältig zusammengestellten Werkverzeichnis sei allen Kunstfreunden empfohlen: er wird den Leser und Betrachter empfinden lassen, welch ein Verlust mit dem allzu frühen Tode von Marga Buchheit zu beklagen ist, und was aus chrer Hand, bei gleichmäßig fortschreitender Entwicklung, noch zu erhoffen gewesen wäre. Hans Thyriot. — Bernhard Schwertfeger: Im Kampf um den Lebensraum. Preis in Seinen gebunden 9,80 RM. Verlag Rütten & ßoening, Potsdam. — Der Verfasser, Generalmajor Dr. h. c. Bernhard Schwertfeger, in der kriegswissenschaftlichen Arbeit des Generalstabs herangebildet, im Weltkriege als Betreuer der Archive des belgischen Außenministeriums bereits durch Veröffentlichung voll Dokumenten, die zur Klärung der Verantwortlichkeiten wesentlich waren, heroorgetreten, ist dann einer der namhaftesten Kämpfer gegen die Kriegsschuldlüge von Versailles geworden. Nicht minder aufschlußreich sind seine Forschungen über Öte Zusammenhänge von Politik und Kriegführung namentlich zu Ende des Weltkrieges. Auch in diesem neuen, viel weiter aus» holenden Werk kommt es dem Verfasser darauf an, dem Zusammenklang politischen und mllttärischen Handelns in der jüngsten deutschen Vergangenheit von 1870 bis in unsere Tage nacyzugehen, denn der 2lusgang des Weltkrieges hat soviel gelehrt, daß hier eine der entscheidendsten Fehlerquellen daftir liegt, daß Deutschlands Kamps um den ßebensraum nicht früher schon zu Ergebnissen geführt hat, die ihm hinreichende Sicherheit gegen die Bedrohung durch die anderen europäischen Machtfaktoren bou Politisch wie militärisch mußten diese Sicherungen geschaffen werden. Bismarcks genialer Bündnispolitik stand eine starke Rüstung zur Seite, aber in der Folgezeit konnte weder das eine noch das andere« wie es der sich immer bedrohlicher zuspitzenden ßage des Reiches entsprochen hätte, erhalten, geschweige denn ausgebaut werdem Die Folgen kennen miß alle. Wie das kam, legt Schwertfeger aus genaueste Kenntnis der unendlichen Fülle des geschichtlicheifi Materials gründlich und umfassend dar, wob» wenige große Gesichtspunkte gleichsam als ßeiifterne dem Leser stets vor Augen bleiben, so daß hier en” Werk entstanden ist, das jedem nach den Zusammenhängen von Vergangenheit und Gegenwart Fragenden klare Antwort gibt. Dr. Fr. W. Lange. — Otto Julius Schober.: Vormarsch mit Panzern. Nachrichtenmänner bei der Kämpfen im Westen. 112 Seiten mit Aufnahmen des Verfassers. Verlag von G. Danner, Mühlhausen (Thür.). — (97) — Die nicht ganz kleine Zahl vor Panzerbüchern, die wir heute schon besitzen, ist hie» um eines vermehrt, in denen der aus seiber frühe-- reu Tätigkeit in Gießen bekannte Verfasser feine Erlebnisse als Panzer-Nachrichtenmann niedergelegt hat und sowohl von seiner "anstrengenden Spezim- ausbilbung in der Heimat als auch von feiner Kriegserlebnissen im Westfeldzuge berichtet, den n im Verbände einer schnell berühmt gewordener Panzergruppe mitgemacht hat. Das Bändchen gib/ manchen Einblick in den Dienst und die Kamps aufgaben einer wichtigen Spezialtruppe und mit? dem Verfasser und seinen Kameraden später eine erwünschte Erinnerung sein. Aufnahmen und Kar ten beleben den Text. Hans Thyriot. — Dr. Reinhold Bulgrin: Walde mar B 0 nse 1 s. Ein deutscher Dichter. 177 Sei.- ten. Geb. 4,80 RM. Wett-Ost-Verlag WetiM Iöhren, Berlin SW 61. — (90) — Obwohl es selber Zeit nach dem Weltkriege stiller geroorber ist,um Bonseis, wird der vorliegende, liebeool! sich bemühende Versuch, ein Bild der Personlichkeb aus seinen Büchern abzuleiten, vielen feine" Freunde willkommen sein. Einige wenig bekannt' Aufnahmen bereichern die Darstellung. Hans Thyriot Llm den akademischen Nachwuchs ’d) -rlangte Carp die Wiederaufnahme des Prozesses. p 12.Rat $G* Die weitbekannte Qualität der Auslria* Einer bis ms L der Mischung reiner, feiner Orientiabak© begründet Von der großzügigen Einkaufsorganisation im Orient beginnend bis zum technisch hochentwickelten Maschinenpark im Werk, dienen alle Kräfte der Erhaltung hoher Qualität Freibankverkauf sind gut und ein besonderer Genuß von A-Z am am Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Äücher! Frau Eva lig wie iner eze' Auch Sie können es sein. Denken Sie nur rechtzeitig an eine wirksame Abwehr der inneren^ Feinde Ihres Körpers. Entschlacken Sie Ihren Körper von zerstörenden Bakterien u. führen Sie demBlutneueSäfte zu durch eine innere Reinigung mit ist, fm nie in aus ch n >rb !S. ifoll ipsen ches h Hai Zigaretten ist auf eine mehr als ISO- jährige Erfahrung in der Auswahl und Während zum Frühlingsanfang, am 21. März, daheim überall die Blumen blühen und Sträucher und Bäume ihr erstes Grün tragen, ist es hier zu Lande noch recht kalt und winterlich. Weil uns der starke Unterschied in der Verschiebung der Jahreszeit aber so auffällig erscheint, fei dieser Tag näher beschrieben. Draußen ist alles weiß, ein feiner Nebel, der immer wieder vom Wind in Fetzen über das Wasser gejagt wird, nimmt uns die Fernsicht. Ein Kamerad, der am Nachmittag auch-dienstfrei hat, will mit hinaus auf eine große, der Stadt weit vorgelagerte Insel. Wir wachsen die Bretter, schnallen die Gamaschen an und greifen nach den gestrickten Handschuhen mit den alten Mustern aus den Bergtälern. So geht es hinunter zum Anlegeplatz der Schiffe. Mit dem kleinen Dampfboot fahren wir los unb sehen sehr bald, wir hart es sich zwischen den großen Eisschollen durchschlagen muß, um die verschiedenen Anlegestellen an beiden Seiten der Bucht zu erreichen. Weiter draußen liegt em großer, alter Segler, ganz in Eis eingeschlossen; er hat Holz geladen und wir kommen nur bis auf etwa 20 Meter an ihn heran, dann sind die Eisschollen zu dick, und zwei Männer springen aus unserem Dampfboot, um das letzte Stück des Weges über die Eisbrocken zu klettern. Wir stoßen wieder zurück und schauen beim Weiterfahrön noch lange dem einsamen, heruntergekommenen Segler nach, der uns anmutet wie ein Bild aus Wagners „Fliegendem Holländer". Tatsächlich soll auch der große Musiker, durch eine Notlandung in eben diesem Küstenabschnitt, entscheidende Anregungen zu seinem Werk bekommen haben. Am nächsten Landeplatz sind wir am Ziel, und nach zwei mißglückten Versuchen gelingt es dem stampfenden Dampfboot doch noch, alle seine Fahrgäste abzusetzen. Wir schnallen an, und nun geht es quer durch die viele Kilometer lange Insel hinaus zum Strand ans offene Meer. Unser Weg führt streckenweise über große, zugefrorene Wasserarme, vorbei an den kleinen rostroten Häusern und Hütten, die sich stark abheben gegen die weiße, winterliche Welt dort draußen. Inzwischen ist es heller geworden, die Sonne bricht durch unb strahlt wohltuende Wärme. Nach zweistündigem Laus sinb wir am Strand und gleiten längs der rauschenden, schäumenden öcc über die tief verschneiten Geröllhalden zu dem ein- Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei MILDE SORTE 4 Pf. MEMPHIS 4 Pi. NIL 6 PL 5. Dezember 1941: «eiA von 8- 9 Uhr Nr. 761-820 von 9-10 Ubr Nr. 821-8/0 von 10-11 Ubr 9h:. 871-930 von 11-11-30 Uhr Nr. 931-960 Werdende Mütter benötigen viel Kalk für den Knochen* aufbau des Kindes. Sie nehmen HENSELS Kinder-Kalk Er ist auch für die Zahnbildung des Kleinkindes sehr wertvoll sa^-Pedtung cwumi. KcMpsU RAJ 1.1 B Ist bei allen Anstreng* ungen groß. Bei nervösen Beschwerden, wie Herzklopfen, Herzstechen, Herzdruck, Herzschmerzen,auch bei Arterienverkalkung, führt To- ledol dem Herzen neue Kräfte zu. Flasche RM 2.10 In Apoth. satz nachträglich der akademischen Laufbahn zuzu- sü'hren. Vielfach werden ehemalige Studierende zur nachträglichen Beendigung ihres Studiums veranlaßt werden können. Weiter dürfen Akademiker nicht in Stellen sitzen, die auch von Nichtaka- demikern ausqefüllt wrden können. Die Nachwuchslenkung darf nicht erst beim höheren Schüler beginnen .Die Auslese muß schon auf der Volksschule einsetzen, und von dort aus müssen auch die Zuführungswege zum Hochschulstudium entsprechend elastisch gestaltet' werden. Schließlich muß das zu erwartende Minimum an Quantität durch ein Plus an Qualität ausgeglichen werden Das Geschichlsvuch. In Anwesenheit des Chefs der Kanzlei des Führers, Reichsleilßt B o u h l e r , wurde die erste Arbeitstagung der „Reichsarbeitsgemeinschaft für das Geschichtsbuch" eröffnet, bei der Oberdienflleiter Hederich über die Aufgabe eines Geschichtsbuches für die Volksschulen sprach. In großen Zügen wurden hierauf die weltanschaulichen unb wissenschaftlichen Aufgabenstellungen des neu zu schaffenden Geschichtsbuches umrissen, wobei der Oberdienstleiter die wissenschaftliche Treue verbunden mit politischer Bestimmtheit und Eindeutigkeit als vordringlichste Forderungen herausstellte. Unser Geschichtsbuch muß sich ernsthaft bemühen, dem Wesen vergangener Zeitepochen gerecht zu werden unb in ihrer Verschiedenheit zugleich die Ewigkeit der Schöpferkraft unseres Blutes unb unserer Rasse zu sehen. Hierbei müssen die großen Persönlichkeiten im Licht einer gesamtdeutschen unb völkischen Sicht erfaßt sowie die partikularistischen, dynastischen unb gar konfessionellen Maßstäbe überwunden werden. Es ist uns als Nationalsozialisten zu selbstverständlich, daß nicht der Teil, sondern das Ganze, nicht die Heimat, sondern das Reich Ausgangspunkt und Mittelpunkt jeder geschichtlichen Betrachtung ist. smpö öänen^ MI« los. Der V. lenminr: las $- NidiH n Dm vdet, I »affen i ^ornpc stand i Ostenr i Eir ■ Pan-r D W i > : er • W chten 5 INpfM n roe e j. N Ä Ni- us t sw 211 st' 1| nut ie irb bat bur Norwegischer Winieriag Von Gefr. Paul Koch. ;toren k lchem« Und- i| te, ober: )Q5 lllü' mben &! : gesch^ ’ ennen c t aenauk IchiE lor, ff:' ; LeM : jfc W ! s 1 bei * AufnA ! I e 3^ i | ten, «st? saßer W nieder^ von; S l iSI fÄ; I 5 Thy^A, j , >x iS mittels Bahn-Möbelwagen per sofort v. Gießen nach Darmstadt per sofort v. Frankfurt nach Gießen bietet an Stückrath & Bender Möbeltransport — Spedition Tel. 3510/2738. 4957D Das DAF. - Amt für Berufserziehung hat den Versuch unternommen, die planmäßige Steuerung des Akademikernachwuchses durch eine Erhebung über den Bestand und den Nachwuchsbedarf zu unterbauen. Der Bestand an Akademikern wurde mit etwa 420000 für das Jahr 1939 ermittelt. Unter Berücksichtigung des Ersatzbedarfs unb bes Erweiterungsbedarfs wurden für das Jahr 1950 Bestandszahlen von 497 000 bis 535 000 angeserck. Der zu erwartende Nachwuchs wurde unter Rückgriff auf die Abiturientenzisfern und die Neuzugänge zum Studium geschätzt. Er wird zwar ausreichen, den durch natürlichen Abgang, wie Tod, Invalidität usw. entstehenden Verlust auszugleichen, es wird aber nur ein Ueberfchuh von knapp 10 000 für das organische Wachstum bleiben, der längst nicht ausreicht, um Weiterentwicklung unb zusätzlichen Bedarf zu decken. Wir werden mit einem Defizit an Akademikern von 50 000 bis 80 000 zu rechnen haben. Am günstig- ten stehen die Aerzte da. Noch verhältnismäßig günstig die technischen Berufe, jedoch reicht hier der Nachwuchs nicht mehr zur Deckung des normalen Erweiterungsbedarfs. Bei Juristen und Erziehungsberufen kann nicht einmal der Ersatzbedarf gedeckt werden. Im Jahre 1950 werben bei ben Juristen 40 dis 50 Proz., bei den Lehrkräften sogar 60 bis 65 Proz. des benötigten Nachwuchses fehlen. Zur Steigerung des Zuganges zu den akademischen Berufen und zu einer besseren Verteilung auf die einzelnen Studienfächer wird ein großzügiger Ausbau der Studienförderung als notwendig bezeichnet. Nur noch die Begabung darf der Schlüssel zur akademischen Laufbahn sein. Weiter wird es daraus an tarnen, aus dem vorhandenen Begabtenreservoir der Erwachsenen, die nicht die formellen Voraussetzungen für das Studium besitzen, einen möglichst großen Prozent- zigen Eafö auf der ganzen Insel, das sich äußerlich in nichts unterscheidet von der ländlichen Bauart der übrigen Höfe. Wir kehren ein, bskommen Milch und Kuchen und können uns nachher sogar auf Liegestühlen draußen an wind geschützter Stelle sonnen. Bald aber geht es weiter zu einem der^ältesten Baudenkmäler des Landes. Es ist eine Steinkirche aus dem 11. Jahrhundert mit kräftig bemalten Holzplastiken und Tafeln aus der Barockzeit. Dieses Kircheninnere hat viel Aehnlichkeit mit Dorf- kirchen in Bayern unb Tirol. Alte Steinarbeiten und Grabtafeln zeigen in Art unb Beschriftung enge Beziehungen zu niederdeutschen Handwerkern unb Seefahrern. Draußen werden die Schatten länger unb so wird es für uns Zeit, an den Rückweg zu denken. Er führt uns durch andere Teile dieser großen stillen Insel, die in dem tiefen Schnee noch abgeschiedener wirkt. Würden wir nicht auf den hohen Felsen unsere Küstenwache erkennen, und wäre uns nicht draußen am Strand ein deutsches Wasserflugzeug im Tiefflug begegnet, so würden wir nur an un serer eigenen Uniform erkennen können, daß wir im Kriege sind. Jetzt überqueren wir wieder eine Bucht, die ein besonderes Gepräge hat durch die zerfallenen Leiber mächtiger, abgetakelter Segler, die aus Eis unb Schnee hervorftarren wie Gerippe aus dem Wüftenfanb. Im Herbst war es nicht möglich, ihnen ohne ein Boot näher zu kommen; setzt können wir ungestört zwischen ihnen hindurchlaufen. Nun noch ein Anstieg jenseits ber Bucht, unb die letzte Abfahrt bringt uns zurück zu unserem Dampf* boot, das inzwischen wieder von der Stadt heraus* gekommen ist. Die Sonne ist schon lange unterge- gangen, dafür bestrahlt nun ber Monb diese ww terliche Landschaft mit seinem milden Licht unb übergießt jedes Dach unb jede Scholle mit silbernem Glanz. Die Rückfahrt ist nicht weniger mühsam als der Weg heraus. Aber schließlich ist es doch geschafft, wir kommen wieder in das freie Wasser im Hafen und sehen drüben die riesigen Umrisse zweier Frachtbampfer, eines deutschen unb eines norwegischen, die nebeneinanber festgemacht haben ■ unb im gedämpften Scheinwerferlicht des großen Krahns laden. Sie sind uns lebendige Zeugen ungestörter Handelsbeziehungen mitten im Kriege. Wir haben inzwischen angelegt; die Bretter werden geschultert unb so geht es zur Unterkunft hinaus, in der wir in schönen geräumigen Stuben noch einmal diesen Frühlingsanfang überdenken unb empfinden, daß dieser Tag in seinem eigenartigen Verlauf uns unvergeßlich bleiben wird als ein rech* ter Wintertag in Norwegen. • Der norwegische Komponist Christian Sinding t- Der bedeutende norwegische Komponist Christian Sinding -ist, wie aus Oslo gemeldet wirb, am Mittwochabend im Atter von 85 Jahren geftor- ben. — Christian Sinding, ein Bruder des Malers Otto unb des Bildhauers Stefan Sinding, am 11. Januar 1856 in Kruchtberg in Norwegen geboren, besuchte das Leipziger Konservatorium und studierte auch in München und Berlin. Durch sein Klavierquartett in L-Moll wurde er zuerst als Komponist bekannt; es gehört zu ben besten modernen Kammermusikwerken. Von Sindings zahlreichen Ton- 1 schöpfimgen seien ferner bas Streichquartett od. 70 : in -V-Moll, das Klavierkonzert op. 16 in Des «Dur, Klaviertrios, Diolinsonaten, Violinkonzerte, Sym- . phonien, Orchesterstücke, Lieder und eine Oper „Der > heilige Berg" genannt; in weitesten Kveisen wurde : Sinding in Deutschland durch sein populärstes Klo- > vierstück ,/Frühlingsrauschen" bekannt.______________ Kleine politische Nachrichten. Deutsche Fernkampfartillerie beschoß mieber lchisf sziele imKanal. Die britischen Schiffe Zum Generalbirektor im britischen Jnformations- r.inisterium würbe R a b c l i f f berufen als Nach- )lger von Sir Walter M o n k t o n , ber zum Lci- r bes britischen Informationsdienstes in Kairo er» annt wurde unb sein Amt bereits angetreten hat. • * Die argentinische Regierung hat beschlossen, vier änische Schiffe zu beschlagnahmen, die seit Aus- ch des Krieges in einem argentinischen Hasen r Anker lagen. Der dänischen Gesandtschaft wurde e Zusicherung gegeben, die Schiffe nach dem riege an die dänischen Besitzer zurückzugeben. Ein weiteres Kontingent von 750 Angehörigen nordamerikanischen Armee bat «schanghai an sorb eines nordamerikanischen Schiffes verlassen ;itib sich nach Manila zurückbegeben. v. Dezember 1941: von 8- 9 Uhr 9tr. 961-1010 von 9-10 Uhr Nr. 1011-1060 von 10-11 Uhr Nr. 1161-1110 Fleischbrühe ’ Etädl. Schlachthof, Gießrn. > Die Schuhe halten länger K und bleiben länger schon! regten sofort ab unb flüchteten in ben Nebel un- r ber britischen Küste. Infolge des unsichtigen Zetters konnte keine Beobachtung über die weitere Zirksamkeit des Beschüsses gemacht werden. a5 Kriegsgericht sprach ihn frei, da sich fein ver- ifferter Motortyp im Kriege als ausgezeich - et erwiesen habe. ' röcKmanns gewürzte Furrerkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere bewährt hat, altbewährt ist, bleibt man treu» Erdal, das keines Ursprungszeugnisses bedarf,ist ja geradezu zum Freund geworden, hat täglich durch schöne, guterhaltene Schuhe erfreut, ganz gleich, ob in der Blechdose oder in der Nachfüllpackung. Wenn es dg oder dort einmal nicht zu haben ist, so fragt man sonstwo nach, denn man nimmt nur das bestens bekannte, alt^wclUcte- Erdal König Boris empfing den deutschen Gesandten 'eckerle, ber den bulgarischen Außenminister Po- □ff zur Antikomintern-Tagung nach Berlin be- , ^itet hatte, in Audienz, anschließend den Bauten- inister Wasileff unb Professor Hartmann, Di* .ttor ber Geologischen Abteilung bes Kaiser-Wil- elm-Jnstituts in Berlin. Tceu (Aeib&fr! Schuhcreme, die sich seit Jahrzehnten lit nen ich o N\ bis lieb. >eso ier T |um Die durch Reibbrett und Bürste beschädigte Wäsche läßt sich nicht so rasch ersetzen. Deshalb weichen kluge Hausfrauen die Wäsche ein mit der seifesparenden, schmutzlösenden e ■ | Henko „f Monptspackung RM in Äpothsken und Drogoner^ Inn britischen Empire sehe und keine W eist ngen aus Kopenhagen mehr ent» «egennehmen könne, sondern Dänemarks Indessen nach eigenem Ermessen in London vertrete werde. — Dieser Schrttt des bisherigen düni- ften Gesandten in London ist ein weiterer Beweis str die eifrige Arbeit, die Londons Finanzleute h üer den Kulissen treiben, um den London un- Egenehmen Eindruck zu schmälern, den die Aus- , rttung der Antikominternfront in Europa in >nbon hervorgerufen hat. Rumänischer Flugzeugbaues rehabilitiert. Bukarest, 8. Dez. (Europapreß.) Nach drei ichren rehabilitiert wurde der ehemalige Direktor •(r rumänischen Flugzeugryerke in Kronstadt, Jn- : nieur Peter Carp, der 1938 vom Kriegsge- i j)t zu eineinhalb Jahren, Gefängnis verurteilt । orben war. Carp war beschulbigt worden, Militär- igzeuge gebaut zu haben, die nicht ben vorgegebenen Bedingungen und den von den fran- ; fischen Rhönewerken erworbenen Lizenzen ent- ssralyen. Dieses Unternehmen unter der Leitung lies gewissen Paul Weiler, dem inzwischen die mzösiscke Staatsanbehörigkeit aberkannt wurde, i ?il er für die militärische Niederlage Frankreichs - itverantwortlich war, hatte 1933 dem rumänischen > taat die Lizenz eines Flugzeugmotorentys verduft, der schlecht war. Carp behauptete im ersten rozeß, er habe den schlechten Motor aus patrioti- aen Erwägungen verbessert. Trotzdem wurde : verurteilt. Nach dem Sturz des Carol-Systems Ihr Berater in allen Punktfragen *******32 35? A 4965 D Gießen, Dezember 1941. 04083 Palliativ-tream WM schönste U/elknaditSjaSchenlc Auch in der Säuglingspflege Erhältlich in Apotheken und Drogerien zu JM.10, 0.55 und 030 U 4850 V IIIIUHUHIUII THEATER DER UNIVERSITÄTSSTADT GIESSEN 4960D Seit 25 Jabtwv Was koche ich ? TABLETTEN Rheuma-Gicht Neuralgien Erkältungsi J Krankheiten^^ WM pip !|ion HILF DER DEUTSCHEN REICHSBAHN UND DU HILFST DIR SELBST! Köhler. ist in diesem Jahre zweifellos die Weihnachtsmiete für 4 beliebige Vorstellungen (1 Oper, 1 Operette, 2 Schauspiele). Sie ist ein Weihnachtsgeschenk, das Ihnen keinerlei Kopfzerbrechen verursacht. Durch seine hübsche äußere Ausstattung wirkt es auf dem Gabentisch wie eine kleine Kostbarkeit. — Gehen Sie darum noch heute zur Theaterkasse, Johannes- straße 3, oder zum Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg 39, wo Sie unverbindl. Auskunft erhalten Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Zu falschen Frikadellen mit Wirsing» kohl ist ein Teller Knorr- Familien« suppe schon das Richtige. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen Ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr* Suppenwürfel. Wie man schnell und mühelos—ohn® Fleisch und ohne Fett! — eine gute, braune Soße auf den Tisch bringt, sagt Ihnen das nachstehende Rezept. Diese braune Soße eignet sich übrigens auch zum Strecken, Verbessern und Binden anderer Soßen, wenn sie zu schwach und dünn geraten sind. Versuchen Sie es nur mal! Rexept aueechnelden und avfbxwahranl Sie können es immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben. Meine Anzeigen m Gieheoer Anzeige« mrrten von Towe»den beachtet und aelel-n. AlleGefahrenqueUen müssen ausgeschaltet werden, die zur Beschädigung oder Zerstörung von Bahnanlagen und rollendem Material führen können. Es ist die Pflicht jedes Verfrachters, zu verhüten, daß durch unsachgemäße Beladung von Güterwagen Schäden entstehen. Beachten Sie daher folgendes: Einseitige Verteilung der Last im Wagen vermeiden! Wagen nicht über das zugelassene Höchstmaß hinaus belasten! Im innerdeutschen Güterverkehr können und sollen die Reichshahn-Güterwagen bis 1000kg über die angegebene Tragfähigkeit belastet werden! Sidierheitsvorschriften für die nur bedingt zur Beförderung zugelassenen Güter genau beachten. Jeder Güterwagen, der zum Stillstand im Ausbesserungswerk verurteilt ist, schwächt die Wehrkraft und die Lebenskraft des deutschen Volkes! Auf jeden Wagen kommt es an! Braune Soße Den TfZflCVb Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit 1/4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. im Ri biene leb! loeri Mini leistet Palliativ-Cream gute Dienste PALLIATIV-CREAM hilft! Familiensuppe Falsche Frikadellen mit Wirsingkohl und brauner Soße ßikfel jM ■ platli das bewährte Hausmittel bei: Hautausschlägen, Verbrennungen Ätzwunden, Wundgehen, b:i rauher, rissiger Haut und ähnl. Hautschäden Gewaltig sind die Aafgabea der Deutschen Reichsbahn gewachsen. Wat über die Grenzen des Groß* deutschen Reiches hinaus spannt sich das große Spezial-Haus für gute Herren-und Knaben- Kleidung Die Junggesellen verwenden mit Vorliebe tsblt- Trodcen-Brennstoff e. Erwärmen von Speis’ u. Trank. Billig, prak. fisch, bequem. Käufl. in einschl. Geschäften. Packg. 60 Pfg. Auch eum Feldpostversand zugelassen. Betugsquellen-Nadiweis durch, HERST. ERICH SCHÜMM STUTTGART.W109 vornenrrn / Geschmackvoll1 Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen - Familien* Drucksache v» 'et Ihnen in zahl« k.i jhen neuzeitlichen Ausführungen kwI« Papieren billigst die Brflhl’sche Druckerei Schulsir. 7. Ruf 2251 Danksagung. IhÄsol Für alle die lieben tröstenden Worte und Beweise herzlicher Teilnahme zu dem Heldentod unseres lieben Sohnes Georg Daniel danken wir herzlich. Ganz besonderen Dank unsrem Herrn Pfarrer Karl Deuster und allen, die mit uns zum Seelenamt erschienen waren. Im Namen aller Angehörigen: Josefine Singer, verw. Daniel, geb. Barle. Pbt ^fin Wvv Lademaß und Achedruck für die BefÖr derungsstrecke nicht überschreiten» Alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen bei der Beförderung be$6nders umfangreicher Gegenstände treffen. Die verladenen Güter sorgfältig befestigen und sachgemäß p p Fhb., L «in S nWt r auf IBHlen f WeW. |iu!l ft'1 - auf m «h ruht yn W Hüb tO ,05 und San bat Od man nf mar Kn da beate dasVertehrsneta. Van der MeS» et^run g d er gestellten Aufgabe hängt Entscheidendes ab für die kämp® fende Truppe und für die Heimat. und trotzdem darf es keine „Panne" geben! Jbiej Fast 5 mal so groß wie vor dem Kriege ist heute der Arbeitsbereich des deutschen Eisenbahners... mann fährt in, den nächsten Tagen ein Lastwagen nach fiöin-nwetm um einen'Koffer mitzunehmen? Schr. Ang. unter 04079 a. d. G.'Ä. r ’ Zrn! I jo. h kuM? ko, w e [Wn fciille [Her ( FW Kn bi! man p. (Ff f: ichch * i’orme s. M fonjpl 6*8 naus! MÄPl Nur nicht gleich den Mut sink cd lassen, wenn hie oder da Burchards Blut- and Dennreinigmg^ Perlen nicht Brüher tn haben sind. — Täglich verlassen noch Tausende von Packungen in unveränderter Güte and Wirkung die Erzeugungsstätte. Eine davon wird sicher auch den Weg zu Ihnen finden, wenn Sie mit etwa# Ausdauer bei Ihrem Arznei- mittelhändler Nachfrage halten. ipid ii Hi"1 . 1(1 t"1 , ;d)uh M El ■ioren - jhjäien .;eruiflT Mn, toti, U' ■#» [• Nllyl ^»ir xnn U’- .... das 'jutalen 1 Ve! Nach Gottes unerforschllcheiD Ratschlab starb am 2. Oktober 1941 infolge seiner schweren Verwundung bei den schweren Kämpfen im Osten den Soldatentod unser innigstgehebter, guter, braver und treuer Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager. Onkel und Pate Hans Steinei Soldat in einem In antei ic-Reglment, In tiefer Trauen Philipp Steinei and Fran Magdalena, geb. Frank ■Mions Steinei. i.Z. im Felde, und Frau Edmund Steinei, t. Z. im Felde, und Frau Otto Steinei, i. Z. schwer verwandet, and Braut Werner Steinel, t. Z. im Felde Karl Kedt, z Z. im Felde, u. Frau Dina, geb.Stelnel Franz Stainel, i Z. in Kiel, und Fran Waldemar Steinei Paal and Elisabeth Steinei and Angehörige. Heuchelheim, Höningen. Hertlingshausen. Lidi. Fellingshausen, Gießen, Kiel den 2. Dezember 1941. Das Seelenamt für den Verstorbenen findet Freitag, den 5. Dezember 1941. morgens 7.30 Uhr, in der Pfarrkirche zu OieBen statt. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust unseres herzensguten Sohnes und Bruders Hans sagen wir auf diesem Wege uns reu herzlichen Dank. Die trauernden Eltern und Geschwister. C 65 'V-’| ^6TS s ES Buchbinder auch älterer Meister, zur Mitarbeit an wichtigen Aufträgen f. d.Wehrwirtschafts- und «Ataatsbedarf gesucht. Auch halbtageweise Tätigkeit möglich. Näheres m der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, «ssd Zum sofort. Eintritt werd, gesucht: 2 Fuhrleute für Langholzfahr. 2 Lastkraftwagenfahrer für Rundholztransport. d883D Firma J. Himmelsbach, Werk Nidda (Oberhessen). {Stellenangebote] SemeririUitt gesucht 496uD Restaurant Zum Augustiner | Verschiedenes | Weibzeugnäherin f. Haus gesucht. Rooustr. 16 n. Ein Paar RerFeD-Halbscbiihe Gr. 42 zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 04084 a. d.G.A. Guterh. schwarze Oam.-Halhschuhe Größe 39 oder Sctiattstieiel and große Ledertasche zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unter 04082 a. d.G.A. | Verkäufe | Gute 08040 Voge’sbg. Fahrkub im März kalbend zu verkaufen. Grotzen-Buseck Bismarkstr. 19. | Kaufgesuche | 1 eien. Kindersportwagen und 1 Schuster- bandvreffe z. kaufen gesucht. Sckr. Ang. uM. 04O87 a.d.G.A. GM erhaltene Spielsachen (Eisenbahn oder bergt) für 6jähr. Jungen zu kauten gesudit. Angebote erbet, unter 4950D an den Gieß. Anz. Waschfrau für kl. Haushalt, 1 Mal mon. ges. Schiffenberg er Weg 161- l O4V81 Wer nimmt einige Möbel nach dem 10.12. v. Frankfurt / Main nach Gießen mit? Fernruf 2169. °r / haufconservienmgsmittel/^ 1 ' TASS.A 4 'NORIS LEONACDO ' f COPTESE CEPVI REGIE: MARIO CAMERTNI Irrungen des Herzens, Konflikte der Hebe lösen sich in einer menschlich - erhebenden Weise — verklärt durch den Glanz einer beschwingten Zaubernacht — Neueste deutsche Wochenschau Heute Donnerstag Erstaufführung £iM* ! V Ärfk Ä °h°.enHh7'SuK° ä“'fi®^em^ri IW und ging dann." Explosion in Raum 5 — Kammin zog die Uhr — „find Sie wieder hier. IlQl tl CUJIUn» uuge hun ~, —xj plofion an diesem Tisch erfolgt |ei. Wenn che aber Natürlich habe ich mir gleich gesagt, Wand könne wurde jetzt (Fortsetzung folgt.) 'Ich glaube nicht«, junger Freund. Ich nehme iit di ckerd ifiöl u S oft ei e fertig n^r. Nun müßte und ist ein finden. Er klmer Schluß angenommer^ werden daf d. Ex , _ .t, Herr Kriminaldirektor ^am- Sprengstoff oder mit' dem Apparat zu mrde jetzt lebendig. Er stand la^sam auf. ^rank gegangen, dort gestürzt sem oder te sich trotz seines massigen Körpers leia>l .. r._» t.-----"-"k"» Nun bekundet dieser Möller auf jedes Befragen hin hartnäckig, an dem Tisch in der Nord o st e ck e sei der Apparat gebastelt worden In der Nord- we stecke habe man Füllexperimente beabsichtigt, aber bis zu diesem Tage noch nicht vorgenommen. Möller hatte angenommen, Wand wolle das tun, nachdem er mit seiner Arbeit am Tisch der Jtorb- - ’ • . .. .... itvih nrtü TiT C>tYX bestehen." ■ , . , „Nein", sagte Bärbel prompt. „Bisher niemals. Herr Kaspar verhält sich Fräulein Barkow gegenüber nicht anders als gegenüber den übrigen werb-, lichen Angestellten. Nur heute, als mtr nach der Verhandlung nach Hause fuhren, sah ich die beiden zusammen im Wagen. Herr Kaspar steuerte sein Auto. Neben ihm sah Fräulein Barkow. Und das", Bärbels Stimme hob sich ein wenig, ,chas ist bei Herrn Kaspar einfach außergewöhnlich." „Warum denn '" „Weil er im Gegensatz zu unfern beibeu anderen. die Geschichte. Dann schoß er mit hochgehobenen Lidern einen Blick zu seinem Chef und machte die gleiche Miene wie zuvor. „Die Zeitangaben, die Sie Herrn Crusius g** macht hoben, stimmen?" „Jawohl. In der Verhandlung horchte ich glew) auf, als davon gesprochen wurde. Ich erinnere mich Ben nicht erörtern baß Sie "ir bisher W'^ten genau " dabei d-°L?!ngen,,getagt haben. Aber M »dfrei ^gegangen ist Vier warme Kinderkleider für den kam- wenden Winter haben wir oben skizziert. Aus rotem W o l l f l a n e l l ist das Kleidchen links mit der runden Schulter passe, dem breiten S t o f f g ü r t e l und dem kleinen, weißen Kragen sowje den weihen Manschetten. (Die eitlichen Faltenteile des Rockes ergeben oben zwei Taschen.) v , Das Kleid in der Mitte oben ist aus dickem, Hellem Wollstoff, — es^yat eine eckige, aufgeknöpfte Passe und große, eckige, ebenfalls aufknöpfbareTaschen sowie einen heb lein Eberhard", begann Doktor Ball die Derneh- mung tastend. „Ähr Verlobter hat uns über das Wesentliche bereits unterrichtet. Aber cs bleiben noch einige Fragen, die wir an Sie stellen müssen Er sah das Mädchen väterlich an, um ihm fede Scheu zu nehmen. Sie setzte ihr reizendstes Lächeln auf. „Als zu- künftige Frau eines Kriminalbeamten darf ich nicht ängstlich fein." ,,Bravo?" Ball lächelt wohlwollend. „Allo zunächst möchte ich gern wissen, ob Sie irgendwelche Beobachtungen gemacht haben, dis. darauf schließen lassen, daß zwischen Herrn Kaspar und Fräulein Barkow engere als rein dienstliche Beziehungen ß)is von —o— «... ^«ehen ist nicht ganz unbedenklich. M durchaus nicht, Herr Krumnaldirektor. Kam- selbst gesehen hätte." „Hm." Ball iah zu Kammin hinüber, der nut Verstanden?' , jawohl, Herr Kommissar", erklärte Michel schneidig in n-euerwachter Disziplin. * Mathilde Eberhard wurde gap; aufgeregt, als Michel wieder in der Wohnung auftauchte und die mündliche Ladung überbrachie Bärbel sollte Zem gin in einer geheimnisvollen Geschichte werden, die vielleicht einen Mord im Hintergründe hatte. Das Mädchen selbst war völlig ruhig. 'Die Vernehmung nahm sie als etwas Selbstverständliches hin. Mutter erhielt einen tröstenden Kuß, upd dann schlüpfte Bärbel hinaus und lief mit flinken Schritten die Roman von H.C. Hansen byPrometh*u..VedagDr.Eldiadc«r,CröbeM«llb.Mündien ch c n ausgearbeitet. Aus hellblauem Woll krepp ist das Kleidchen unten rechts mit her schwarzen Stepparbeit an Paste und Stulpen'und mit dem weißen Krägelchen. einen Rollkragen. Der Schlauchgurte l dem gleichen Stoff wird hinten g e b u n d c n. D a s blaue Wollkleid rechts oben hat einen roei- ß e n Eckenkragen, eckige Manschetten und wird vorn durch einen roten Reißverschluß geschlossen. Der Gürtel ist aus dem Kleidmaterial, die seitlichen Bahnen sind oben zu Zwei Tasch- ^Mkchen. Die gemeinsam in der Werkstatt ver- Men Jahre mqchten viele Worte auchubj g-Hg. Wand satz — immer nach jiiiers — um 18 Uhr vor dem Tisch ostecke. Er feilte dort an_ seinem^ • läßt diese nochmals aufaehen. In einem eisernen Topf bringt man 20 - Fett, % Liter Wasser und etwas Salz zum Kochen, legt dahinein die Kloße, schließt den Topf und läßt sie etwa 15 Minuten dämpfen, ohne den Topf vorher zu offnen Dann löst man sie vorsichtig vom Boden ab und richtet sie auf einer Platte an. Entsetzung. (Nachdruck verboten.) Schel begriff nicht sofort, welche Zusammen- zwischen diesen Feststellungen und der An- tgi gegen Möller bestehen sollten. Dafür p Kriminaldirektor Ball sofort eine """" " fei’ in den Erwägungen Kvmmins zu s fce ein sehr ernstes Gesicht. Äir wollen nicht erörtern, daß Sie mir goldgelb. Zuckernüßchen: 2 Eier, Vd kg Mehl, xh kg Zucker, abgeriebene Zitronenschale daruntergeben, alles gut durchkneten, zu einer fingerdicken Wurst ausrollen, 1'/- Zentimeter lange Stucke abschnelden, eine Schnittfläche auf das gefettete Blech setzen, die anderen zusammenpetzen, lichtbraun backen. Rezepte. Gulasch mit Kartoffeln Zusamm enge kocht. Das in Würfel geschnittene Fleisch wird angebraten. Dann füllt man mit Wasser auf und gibt die Geschmackszutaten daran. Wenn das Fleisch fast gar ist, fügt man die halbgar gedampften, in kleine Würfel geschnittenen Kartoffeln hinzu und jklchnell auf den Schreibtisch Doktor Balls zu ^'lehnte sich dort-an. „Daß ich recht habe,be- Ws die Mitteilung van Herrn Erusius. Dle Der fctilung gegen Möller ließ den wirklichen Tater H rste Unvorsichtigkeit begehen." L'Wso doch Herr Kaspar?" . U»chel starrte Kammin an, als könne er vom Mt des Kommissars die Losung lesen, und prste gespannt auf weitere Erklärungen. Mas weiß ich nicht", tat Kammm die Frage f3 ab. ,Zch weiß nicht einmal sicher, ob über- MÄ ein Verbrechen vorliegt. Moller sagte m Ml Bestimmtheit aus. am 11 Mm, ^unttj.8 f | Werkstatt verlassen zu haben. ~~ ■ ™' FC?:er konnte es einwandfrei bestätigen. hält. Diese Streichholzschachtelstube ist nur em Vor- schlaa. Aber in derselben Art gibt cs viele andere Sviele. Eine Papprolle ergibt eine Litfaßsäule, emc Pappschachtel Haus und Stall. Kleine Tiere kann man aus Sncrrholz ausschneiden, kann aus Pavpe nher f)0l3 Staufer uni) flanke Dörfer bauen ober bei Maltalent Spiele malen, wie em Quartett- oöcj Lottolviel, ein Buchüoben- oder Zittersniel, zu dem man Kärtchen bzw. Stäbchen bemalt Mehr als em kleiner Vorschlag nun Nachdenken will das bi»r we- sggte nicht sein. Aber vielleicht wird m 3um den für ntand)0^ selbsterdachte «.viel, bet d-isen An sertiguna die Mutter ihre Freude naü Das K'nw aber erhält ein Smelzeua. das ihm die -Daufer vi"t leicht gar nicht hätte anschaffen können. Uno mm nrobiert es und geht mutig an die Arbeit, es wird schon gelingen. bcn* Wir arbeite Spielzeug. Wenn es auch bis zum .Weihnachtsfeft noch einige Wochen dauert, so ist es d vch ^on Zett, für unsere Kleinen vorzusorgen. Än diesem Fahr sind wir m h denn je aus SelbstversorguX'ü eingeftcllt werden unsere Kinder sich l^^uen. Nun hort ängsUiche Rufe: „Das kann ich' nicht! Wir alle aber können etwas basteln, wenn m.\r uns nur Mühe ge den. Wir wollen uns jetzt ein, > al ein paar ©ptä’ fachen anschauen, die leicht zu '^tcn sind wemi man nur ein ganz klein wenig V)antane hat. Am leichtesten sind die Arbeiten' aus Streichholz' schachteln und Pappe. Wir wolle> daraus eine Puvpenstube bauen, und zwa^ ?us solgendc Weise: Zum Sofa klebt man an . eme liegende Streichholzschachtel drei der Länge n^ä) aufrechtge^ stellte Schachteln, und zwar eine als ^''ckwand> um zwei als Seitensttitzen. Damit «st das iSofa fertitz das wir zum Schluß wie alle ubngen>> ModelI nmt Buntpapier überkleiden. Zum eora gehör?, em Tisck). Er besteht aus einer kleinen Garnrolle, o IX f mc wir entweder eine kleine Zigarettenschachtel l>Xcr zwei zusammengeklebte Streichholzschachteln ' leimem Buntpapier ergibt die Tischdecke. Der ötubl ^besteht aus einer Stteichholzschachtel, die als Rucken» mu Seitenstützen Pappe erhält, während zur .\iomtfw°fc smei übereinandergeklebte Schachteln hinten un^ an den Seiten ebenfalls mit Pappe beklebt werden. SM« Vorderseite der Schachteln, d. h. die Streichstach^. wird bei der Kommode herausgeschnitten, damit di ^ Innenteile der Schachteln sich der Länge nach Heu ausziehen lassen wie Schubfächer. Zu diesem ^roec kann man sic noch mit „Griffen" verlchen, d. h. mtt Perlen ober kleinen Knöpfen benähen. Ebenso wi« die Kommode wird das Untergestell des Bücherregals angeferttgt, auf das dann die Innenteile von ttnei Schachteln geleimt werden. Man kann kleine Pappstückchen wie Bücher knificn, bunt anmalen, .ruiammenkleben und in diese Rcaale stellen. Em Stückchn Pappe, bezeichnet und übertuscht, ergibt einen Lautsprecher, ein großer Paketknebel und cm runder Schachteldeckel eine Lampe. B-tt und Wiege bestehen aus den Innenteilen von >schachteln, oit* als Wand und Füße Pappe erhalten. Em Sckmh- karton, auf gestellt und oben ausgeschnitten, ist die Sttibe die mit einer Tapete bemalt und beklebt wird und angeklebte Bildchen, geklebte oder gemalte Gardinen an den heraussieschnittenen Fenstern er schmeckt dann ab. , D a m p f n u d e l n. 750 g Mchl, 30 g Hefe, Salz, 20 g Fett, etwas Milch, 40 g Zucker. Aus den Zutaten stellt man einen geschmeidigen Hefeteig her und läßt ihn gut gehen. Dann formt man Kloße und I wurde Bärbel doch ein wenig blaß. In dem Augen- ; (x^fs, Herrn Kabelt und Herrn Wand, den An blick aber, wo sie vor die beiden Herren trat, hatte | gestellten gegenüber immer Abstand halt. Ich sie sich wieder ganz in der 5)and, zeigte sogar ein ; ^ürb€ nie geglaubt haben, daß Herr Kaspar jemand anmutiges Lächeln bei der Vorstellung und nahm DDr| un5 jn seinem Wagen fährt, wenn ich es nicht C ndplähchen - 125 g Stärkemehl, 125 g f. Rd 40 g Fett, 125 g Zucker, 1 Mer 2 Tee- (ifk Eiaustauschmittel in 3 Eßlöffel Wasser gelost, 1 Hnillezucker oder Zitronenschale, cm halbes Pack- Treppe hinab. Michel konnte seiner Braut kaum folgen. Erst, auf der Straße holte er sie wieder ein. Im Geschwindschritt erreichten sie die Straßenbahnhaltestelle, fuhren zum Präsidium und eilten die Treppen hinauf und die Gänge entlang bis zum Vorzimmer von Krimi.naldlrektor Doktor Ball. Jetzt n wenigstens an einem ^n. Möllrr murmelte einen turzen Abschreus Gedünstete Kartoffeln. 20 g Fett, eine kleine Zwiebel oder Lauch, 2 kg rohe geschalte und in Würfel geschnittene Kartoffeln, Yi Liter Wasser ober Brühe Salz, Petersilie. Die Kartoffeln werden mit den Zwiebeln in dem Fett angedünstet, mit Wasser aufgefüllt. Man läßt sie gar werden und schmeckt mit Salz und Petersilie ab. K a r a m eU u n t c. 80 g Zucker, % Liter Milch, 20 g Stärkemehl. Der Zucker wird in einem Top gebräunt, mit der Milch abgelöscht. Dann bringt man ihn zum Kochen, gibt das mit kalter Milch oder Wasser angerührte Stärkemehl dazu, kocht auf und »en Backpuwer, Salz. Feif und Zucker werden kocht beide-'zusammen. Die Kartoffeln muffen ziem- schaumig gerührt, Eiaustauschmittel und die anderen sich verkochen. _ .. Zutaten hinzugegeben. Mit einem Löffel setzt man k " Öen Teig auf das Blech und bäckt bei mittlerer Hitze Daß er freiaesprochen würde war für mich von ■r- utu/i, ivuytciiu uv- \Ynr.r4» in Anfang an ohne Zweifel. Und nun lauerte ich -tag ■Itirbcrtcr mehr als die notwendigsten Worte zu 8 Woche für Woche auf em neues Ereianis ver wr ^ag, an> es könne noch vor der Der- auch über- Ans g «o ift erft iet^t aefommen der Aussage h°E">g ftelIte bieie ^Apparat Fraa° spontan ahne die Ichrildige dienstliche Zu- oem öuiiuiu w’ durch sonst etwas die Explosion hervorgerufen haben Mögiich ist dies, aber ich hatte fo ein merkwürdiges Gefühl, das mich warnte Der «chrank war zerstört. In ihm befanden sich verbrannte und in Atome zerfetzte Paniere. Die Ersindung war wichtig, ohne Zweifel. Aber wer das getan baden und wie es ausgefiidr, lein kannte, das aufiudecksn war mir trotz intensiver Arbeit nicht möglich. — Ich stand vor der Frage, die Untersuchung als ergebnislos einzustellen oder neue Weae rn beschreiten die mir wenigstens noch eine Moalichkeit erott- net'en Daß ich das letztere gewählt habe, war für . - 1g nhr Herrn Werkmeister Möller unanaenehm für die ar, Punkt 18 Uhr, ere(ßtiateit jedoch notwendig .Mache den Der- Das, stimmt. Der G unb er wird sich eine Bloße aeben^ FT-ier konnte es emmanoTtei ;rt -in alter Grundsatz. Ich letzte alle Hebel m tp^fion erfolgte 18.50 Uhr Aber wie Moller " Gegen Möller wurde Anklage erhoben ■ Einzelheiten schilderte, ist interesiant Wand £ ° y mrirX» mnr für mich von es nicht, während 'der Arbeit mit feinem i « - . . । . \ , 11 am 'IM AKT O X’l En die ersten Adventskerzen brennen unb es iberaÜ ein wenig nach Tannen duftet, dann St Nikolaus nut seinem großen Sack, um st feinen Gaben schon einen kleinen Borge- der weihnachtlichen Freuden zu geben. Tat- jjgh ist der erste Advent das Signal zur xiin^chtsbäckerei, und der Nikolaus kann $ linu schon die ersten selbstgebackenen Plätzchen bir Schuh legen; die Weihnachtsplätzchen backen r latürlid) selbst, weil selbstgebackenes Gebäck ^lichter Honigduft nun einmal zur Weihnachts« t - hören Auch in ernsten Zetten ist diese Bäcke- , Luxus, denn sie ist ein Stückchen Tradition. Di, Zutaten sind gerade für das Weihnachtsgebäck, i-nr ter- man ja meist Honiggebäck versteht, leicht schaffen, denn Fett und Eier gebrauchen mir injbaju, und Kunsthonig können wir bekommen. Er sie Gewürze scheinen uns im ersten Augen- Kfänige Kopfschmerzen zu bereiten, aber da gibt Ewt: nicht vorhalidene werden durch andere ui (tolbgelb. 1 <, ohne Scheu Platz Ball musterte befriedigt unb wohlwollend das u ,W1/ ............ frische Gesichtchen Das war ein Madel, rote er es halhgelchlosienen Augen dafaß, als langweile ihn feinen Beamten wünschte. Solche machten keine - - - - • • rY r — <*«^—*‘*»'"*w* Foren, wenn der Mann einmal eine aefährliche Aufgabe hatte, und fielen nicht aleich in Ohnmacht, wenn der harte Dienst eines Kriminalisten Der- rounbung und Krankheit mit sich brachte. Theo ' Kammin jedoch, der Kriminalkommisiar, war Frauenreizen aegenüber persönlich unemv- iindlich, dienstlich voller Mißtrauen. Hübsche Ge- beftimmt" sichter fanden sich agch in Verbrecherkreisen, und । ift nid)t feicht, nach mehreren Monaten mit seine Erfahrung hatte ihn gelehrt, daß mandxr Torheit zu bekunden, daß eine an sich neben’ Mann auf böse Wege gekommen mar well ihn sachliche Handlung um halb sieben statt um halb eine Frau wie ein Irrlicht von der geraden «tratze )ed)5 ut)r des Gesetzes weagelockt hatte. ^Schön, daß Sie so schnell gekommen sind, Frau' 7üc gecegelten Stuhl I a haV 8HWWW ADQÄ Fotofilm Packung ( 75 St) RM. 1-7)5 KH 8 nnen". Gr ,cf)armapfnt -Vf \tä 9Tk Mi Verlust Kleine H htr; litil QU li 5ou)| i:ter91 ?:Wel ILidter !Bi «sttiiiga iirö un r|tln ckische s nöröli ’tunj Berdunkelungszeil 4.12. von 17.09 bis 9.12 Uhr. ,'^Q) IÄ folgen". Mozart ging verständlicherweise mit Freuden darauf ein. Doch war die Sache nicht so einfach er hätte die Partitur selbst von dem Stopiften ent. lehnen müssen. Dazu schickte der Kaiser öfters danach, so daß er meinte, er würde sie nicht „ganze drei Tage sicher behalten können". So wandte er sich an seinen Vater nach Salzburg und bat ihn., der auch eine Partitur besaß, diese durch Salzburger Kopisten abschreiben zu lassen: bort_ „würde « heimlicher und wohlfeiler geschehen können *- ging zu Riedesel, den er als einen -------_ Mann" kennenlernte und versprach ihm die Abschrift, bis Ende Oktober, längstens Anfang No- „Fröhliche Gymnastik und Spiele" für Frauen: leben Donnerstag, von 20 bis 21 Uhr Turnhalle Schillerschule, Schillerstraße. Der Reichspropagandaleiter der NSDAP, und Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda erläßt folgenden Aufruf! Die deutsche Wehrmacht hat die bolschewlstischeu Angrifssfronten vernichtend geschlagen! Unermeßliches Leid und unvorstellbares Elend haben damit unsere Soldaten von uns allen ferngehalten! Run stehen unsere Väter tinb Brüder Tausende von Kilometern von der Heimat entfernt. Sie brechen den letzten Widerstand des Gegners und beseitigen damit für alle Zeiten die Gefahr des Bolschewismus! In den trostlosen Weilen des sowjetischen Raumes erfüllen die deutschen Soldaten trotz aller Unbill der Witterung in täglichem Einsatz ihre Pflicht. Ihre Strapazen und Entbehrungen sind ungeheuer. Sie vermissen die einfachsten Einrichtungen der Zivilisation. Rundfunk können sie nur in seltenen Fällen hören. Sie haben kaum Möglichkeiten der Unterhaltung und Entspannung. Wir alle wollen unseren Soldaten an der Ostfront und im hohen Norden den Kampf erleichtern Helsen! Für die Kampfpausen und Ruhelage wird die Heimat ihnen die Möglichkeit der Entspannung schaffen. Ich rufe daher zu einer Spende von Grammophonapparaten und Schallplatten auf. Gebraucht werden Koffer- und Tischapparate sowie vor allem unterhaltende und Musiksch-allplatlen. Denke jeder, der sich von diesen Dingen schwer trennen kann, daran, daß er damit vielen Soldaten an der Front ein Stück Heimat vermittelt. Uns bleibt zu Haufe so viel Möglichkeit an Entspannung, daß die geforderten Apparate und Schall- vember. Freilich konnte diese Zeit nicht eingehalten werben: bie Salzburger Kopisten waren zu sehr mitt Arbeit überhäuft. So kam bie Abschrift später, als der Meister gebucht hatte, in bie Hände b*s Gesandten unb nach Berlin. Riebesel, b-r seit fahren bie etwas lässige, heoueme Art ber Wiener kenn-n- gelernt hatte, wirb Hies nicht weiter überraW haben. Aber es hätte auch nicht so geeilt: es bauerte bis nach bem Tobe des großen Königs, bis endlich am 16. Oktober 1787 Berlin bie Erstaufführung ber „Entführung" zum Geburtstag ber Königin Frieberike- erlebte. E. E. B. Zuchthaus für päckchenmarde-v verurteilt. &. A.-Epori Handball. Gauklasse. h-HOI 111 llr bie Ai ich rckik Feu bralün ilifie Ll Meoa! fr* & flusl Händeklatschen unangebracht erscheint. Das sind mehrere kleine Stücke, bie hintereingnber zu Gehör gebucht werden: muß denn nach einem jeden ber Eindruck, den es auf die Hörer machte, durch lärmendes Klatschen zerstört werden? Sollte es mcht genügen (wir wollen einmal ganz kühn sein), wenn zum Beispiel nur vor ber Pause bes Konzertes und am Schlüsse geklatscht würbe? Damit wäre dem Publikum nicht die Ausdrucksmöglichkeit genommen und doch auch die lärmenden Unterbrechungen auf ein erträgliches Maß eingeschränkt. Denn, seien wir einmal ehrlich: das Zerklatschen eines großen Erlebnisses gehört zu dem häßlichsten, was sich die Menschheit im Laufe der Jahre selbst geschaffen hat. Warum würde es denn keinem von uns emsallen, sagen wir mal: bei einer Aufführung ber Matthäus- Passion zu klatschen? Unb ist denn Beethovens ober Mozarts herrlichste Musik weniger hellig als bie Bachs? Warum können wir nicht einmal nach bem Erleben großer Musik ganz, ganz still unb andächtig bleiben? Wissen wir denn wirklich nach dem An- hören einer Beethoven-Symphonie nichts Besseres zu tun, als in die Hände zu klatschen? Wahrhaft große Kunst hascht nicht nach Beifall, fie» will Andacht. hast du noch nie, lieber Leser, einen großen Geiger oder Pianisten an seinem Instrument gesehen? hast du noch nie die Versunkenheit unb rücktheit in seinen Zügen wahrgenommen unb noch nie das Erschrecken gesehen, mit bem ihn berlBeifatt aus seiner Welt riß, die Verlorenheit unb Verständnislosigkeit seines Lächelns, mit dem er für die Ovation dankte? Unb hast bu nie empfunben, baß es ihm bann oft nicht leicht mürbe, sich zu sammeln und von neuem in bie Welt zu entsinken, ber bu ihn lärmend entrissest? Wisse, lieber -Konzertbesucher, wann Beifall unb laute Ovation am Platze ist, aber fühle auch mit feinem Takt, wenn dir ein heiliges. Göttliches mit Ernst ehrfürchtiges Schweigen gebietet. M. P. Oberst Adolf Moeller f. E' M p '-X I s q ÖQ5 W IV bi] ■ji K N. LSerdli '»■on ö |fl 6olf Mild Ivar । [tier de t inner w die dien, fee Df gteport ftw ftzu u M bi Spendet Grammophonapparate und Schallplatten! Ein Aufruf Dr. Goebbels. kÄQZk '-Sch !'-!M f^en :l* bi | -s b h-jRet Ä ^A>n Im Lazarett zu heibelberg ist nach langem schweren Leiden ber Oberst unb Kommandeur ber Wehrmachtfürsorge- unb Dersorgungsdienststellen im Wehrkreis XII Adolf Moeller, inWiesbaden-Biebrich wohnhaft, gestorben. Oberst Moeller war ein alter Ilöer-Offizier, der im Jahre 1903 bei bem alten Gießener Infanterie-Regiment 116 eintrat und einen großen Teil seiner Dienstzeit in Gießen verbrachte. Im Jahre 1914 war er Bezirksadjutant beim damaligen Be- zirkskommando Gießen, bei Ausbruch des Krieges im August 1914 rückte er mit dem Reserve-Jnfan- terie-Regiment 116 ins Feld. Er fand dann bei verschiedenen anderen Regimentern Verwendung, wurde für seine Verdienste im Frieden unb Kriege mit einer Reihe von Orden ausgezeichnet, u. a. mit dem Ritterkreuz des Hausordens von hohenzollern mit Schwertern, und nach dem Kriege in die Reichswehr übernommen. Als Bataillonskommandeur führte er bann das Jägerbataillon in Hirschberg, später war er im früheren Reichswehrministerium als Leiter von Wehrmachtfürsorgestellen tätig unb kam schließlich als Oberst unb Kommandeur ber Wehrmachtfürsorge- unb Versorgungsbienststellen im Wehrkreis XII nach Wiesbaden. In den Kreisen der alten 116er wird das Gedenken an den verdienten Offizier in guter kameradschaftlicher Verbundenheit fortleben. Erfolgreiche Iieichsstraßenfammlung. Ergebnis im Rhein-vlain-Gebiei um 64 v. h. höher. NSG. Die dritte Reichsstraßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk des deutschen Volkes, die die Deutsche Arbeitsfront durchführte, brachte im Gau Hessen-Nassau einen großen Erfolg. Die Sammlung erbrachte einen Betrag von 845919,71 R M. Das bedeutet gegenüber ber vorjährigen Sammlung ber Deutschen Arbeitsfront im Oktober 1940, deren Ergebnis sich auf 543 579,31 RM. belief, eine Steigerung von 64 v. h. Im Kreis W e 11 e r a u gingen bei ber Sammlung 51 492,11 RM. ein. Einziehung überzähliger Glocken. NSG. Zur Erweiterung ber Reserven unserer Rohstoffwirtschaft werben gegenwärtig überzählige Kirchen- und Rathausglocken abgenommen. Es Han- beit sich babei um eine vorsorgliche Maßnahme, wie sie generell bereits vor 130 Jahren während ber Befreiungskriege erstmalig unb seither sowohl im Deutsch-Französischen Krieg 1870'71 wie in den ersten Weltkriegsjahren zur Durchführung kam. Es Kleiner Konzert-Knigge Nein, lieber Leser, ich gedenke dir hier nicht noch; einmal vorzusetzen, was besorgte Eltern ihren Söhnen und Töchlern vor dem ersten Konzertbesuch nahelegen, gute Lehren, als da sisid: Komme pünktlich zum Konzert; Unpünktlichkeit ist beim Kaffeekränzchen ober beim Stelldichein angebracht, dort wirkt das .vornehm- Im Konzert aber ist Unpünktlichkeit unanständig, rücksichtslos und unkultiviert und sollte die Entziehung der Eintrittskarte zur Folge haben. Oder: hast bu den Keuchhusten, jo verzichte auf den Konzertbesuch. Solltest du dich trotzdem (was ja immer Vorkommen kann) räuspern müssen, so juche die Wucht des Ausbruches möglichst zu dämpfen. Oder: hat der Dirigent den Stab, ober der Geiger fein Instrument, oder der Pianist eben die Hände erhoben zum Beginn, so spare dir, was du dem Nachbar ins Ohr flüstern wolltest, für später auf. Auch deinen Stuhl habe möglichst schon vorher zurechtgerückt; es ist für den Künstler sicher keine reine Freude, minutenlang mit erhobenem Taktstock, erhobener Geige dazustehen, oder vor bem Flügel 3U sitzen, dis sich ber Hörerkreis im Saal langjam zu beruhigen geruht. Bereite dich auf den Genuß, ber deiner wartet, würdig vor, indem bu es fertig bringst, vielleicht sogar schon einige Minuten vor bem Erklingen ber ersten Töne still unb andächtig zu warten unb deine Seele dem Kommenden zu bereiten. Lege dir auch dein Programm so zurecht, daß bu' es ohne Umblättern, störendes Knistern und Papierrauschen befragen kannst. Alle diese guten Lehren, lieber Leser, die Eltern ihren Sühnen unb Töchtern auf den ersten Konzertbesuch mitgeben, will ich dir hier nicht noch einmal ans Herz legen, weil sie sich ja für dich und mich von selbst verstehen. Etwas anderes ist es, wovon ich reden wollte: Wenn ein Künstler seinen Vortrag beendet hat, so plättln, gemessen an dem, was unsere Soldaten entbehren, kanm ein schweres Opfer bedeuten bürf- ten. Die Sammlung wird in der Zeit vom 7. bis 14. Dezember 1941 durch die Partei durchgeführt. Die gesammelten Apparate und Schallplatten werden im Einvernehmen mit der Wehrmacht direkt an die Front gesandt. Zeigen wir unseren Soldaten, wie wir mit ihnen verbunden sind und ihnen durch Taten danken. Dr. Goebbels. Reichspropagandaleiter der RSDAp^ Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Nur brauchbare Grammophonapparate und guterhaltene Schallplatten spenden Die Reichspropagandaleitung der NSDAP, teilt zu diesem Ausruf ergänzend mit: Die Sammlung wird von den Politischen Leitern ber NSDAP, in ber Zeit vom 7. bis 14. Dezember durchgeführt. Gesammelt werden Koffer- nnd Tstch' apparate sowie guterhaltene Schallplatten. Selbstverständlich dient die Sammlung nicht dazu, alte unbrauchbare Instrumente aus den Haushaltungen zu entfernen, sondern es sollen nur Apparate gespendet werden, die ohne Reparaturarbeiten direkt an die Front gesandt werden können. Größter Wert wird auf Schallplatten mit guter Unterhaltungsmusik gelegt. Die Musik soll unseren Soldaten Un- terhattung und Entspannung bringen. Um den Sammlern bie Arbeit zu erleichtern, wer- den die Volksgenossen aufgefordert, ihre Spenden nach Möglichkeit zur zuständigen Ortsgruppenge- schästsstelle der NSDAP, zu bringen. An einem der obengenannten Tage werden die Beauftragten der Partei in jedem haushalt Nachfragen, um Spenden entgegenzunehmen. Die Spender erhalten eine künstlerisch wertvolle Urkunde. Aus der Stadl Gießen. Schlage,- Richt nur die ernsten Stationen des Lebens find es, die unsere Erinnerung sesthält, nicht nur bas Gewichtige erscheint uns bedeutsam. Es gibt auch Belangloses, heiter Unbeschwertes, bas sich dem Gedächtnis einprägt. Wer wollte darum den Schlager schelten, der unser Ohr vom Erwachen der Aui- nahmesahigkeit an begleitet? Es ist noch nicht lange hex, da machte ein hoch- musikalischer Zeitgenosse seinem ärgerlichen Herzen Lust, indem er auf den neuesten Schlager schimpste, ihn kitschig unb sentimental nannte und ihm die Existenzberechtigung mit wohlgesetzten Worten abzusprechen versuchte. Er ist zu klug, um ein Don Quichote zu sein, aber seinen Kamps führt er bem noch gegen Windmühlen. Denn wie diese, drehen sich die Schlager unbekümmert unb unbeschwert im Winde des Alltags. Sie mit künstlerischem Maß zu messen, wäre eine Verkennung ihres ureignen Wesens. Und wenn sie, auch nur selten den bleibenden pflegt ber Konzertbesucher seinen Beifall burch Händeklatschen kundzutun. Zum großen Künstler gehört nun einmal das Beifallsrauschen, eine Premiere auf der Bühne zum Beispiel, bei der das -Applaudieren untersagt wäre, wäre eben keine rechte Premiere. Das Publikum hat keine andere Möglichkeit, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Auch im Konzert tut es seinen Dank auf diese Weise kund. Damit tritt aber nun die Frage auf: Wann und wie oft und wo soll unb darf geklatscht werden? Abgesehen davon, daß Sonaten, Konzerte und Symphonien nun einmal drei ober vier Sätze haben, je nach bem, unb zwischen bieten Sätzen nicht geklatscht werden darf (was bie ahnungslosen Konzert- besucher, bie über die Zahl der Sätze nicht informiert sind, leicht in Verlegenheit bringen kann), gibt es doch auch noch andere Fälle, in denen uns das Lpd. Frankfurt a. M., 3. Dez. Weich' Hart- Strafe denjenigen trifft, der sich an ^elbpoftpäd- chen vergreift, zeigte bie Verhandlung vor ber Sondergericht Frankfurt a. M. geaen den 27jÄ rigen Postfacharbeiter Ludwig Matheis. 6« hatte feit dem Sommer dieses Jahres etwa 2C bis 25 Feldpostsendungsn und in fette Fällen gewöhnliche Päckchen ftohlen. Jrr zwei Fällen unterschlug er losen Kaffee, der aus Päckchen gefallen war. Der als Volksschädling er achtete Angeklagte wurde zu 3 Jahren Zuckt- Haus, 200 RM. Geldstrafe und 3 Jahren Ehr Morari und Johann Hermann ^d'ed,sei Mozart hatte sich aus dem Dienstverhältnis zu dem Erzbischof von Salzburg, das nach unb nach entroürbigenbe Formen angenommen hatte, frei gemacht und sich in Wien niedergelassen. Dort schrieb er sein entzückendes Singspiel „Die Entführung aus bem Serail". Auf Befehl des Kaisers Joseph H. wurde es am 16. Juli 1782 zum 'ersten Male auf. geführt. Der Streit um das neuartige Werk ent- brannte. So verbreiteten die „Gazetten" den Ruhm des Werks durch Deutschland unb Europa. Auch in Berlin hörte man davon. Am Hof des großen Königs lebte Prinz Wilhelm Friedrich, der spatere König Friedrich Wilhelm II., gleich seinem großen Oheim ein begeisterter Freund der Tonkunst Er war es wohl, der dem Gesandten des Königs am Wiener Hofe, Johann Hermann Riedesel Freiherrn zu Eisenbach, den Auftrag gab, das Singspiel nach Berlin zu schicken. Johann Hermann Riedesel, aus dem Altenburger Zweig des alten - hessischen Adelsgeschlechts, bekannt durch feine weiten Reisen unb burch seine Reife- dücher, feit Jahren ein geschätztes Glied der Wiener Gesellschaft, wird den Auftrag gern entgeaenae- nommen haben. Die Verbreitung der großen Musik, werke lag damals in den Händen der „Kopisten^ sie hatten sie oft sogar im Vorrat, so daß man fii bei ihnen gegen bares Geld ohne weiteres taufen konnte. Der Komponist ging babei freilich ziemlich leer aus. Riedesel ging diesen Weg nicht. Er wußte wohl, daß der große Meister meist in Geldnöten schwebte, die durch seine Ehe mit der wenig haushälterischen Konstanze nicht geringer geworben waren: so wollte er ihm den Verdienst voll zukom- men lassen. Er schickte deshalb am 25. September zu Mozart und bat um eine Abschrift der Partitur „die Belohnung für die Musik werde schon er Wert des Volksliedes erreichen, so kommen sie ihm 3um mindesten doch zuweilen nahe und sind schlimmstenfalls^ immerhin so etwas wie ein Volks- lieder-Erfatz/ synthetisch oder Surrogat, wie man eben eines von diesen Fremdworten anwenden will. Kurz vor dem Weltkriege machte ein Schlager die Runde, der sich „Zinnsoldaten" nannte. Mancher wird sich- dessen entsinnen, wenn man den scher^ajterweise unterlegten Text nennt: „Freu dich, Fritzck-en" — — Damals fd)tpang ein fein» jirmiaer unb verantwortungsbewußter Journalist bre Keder, um den „Zinnsoldaten" damit zu erstechen. Er schrieb in feiner Zeitung, es hinge einem schon zum Halse heraus, immer und ewig diese Melodie plärren zu hören. Da erhielt er etwas später einen Bries mit weiblicher Handschrift. Es war kein Liebesbrief. Die Frau des Komponisten schrieb ihm, ihr Mann hätte feit langen Jahren errrfte Musik komponiert und wäre erfolglos in bitterer Armut geblieben, jetzt endlich hatte ihm der.. Schlager Geld ins Haus gebracht. Unb ber ^Herr Krittkus möchte doch fein allzu gestrenges Urteil ein wenig zügeln. Ja, es hat eben alles seine zwei Seiten. Auch her Schlager. Darum seid mllde geaen ihn, wenn ihr ihn hört, auch wenn sein vielleicht schmalziger Klang euer empfindliches Ohr zu beleidigen scheint! Genügt es nicht schon, wenn er anspruchsloseren Gemütern, bie nichts weiter als ein wenig Freude suchen, gefällt? Auch das Gemüt braucht seine Speise,' unb wenn sie ihm schmeckt, dann ist sie richtig. So möge ber Schlager meiterflingen, als unverbindliches .Seelenpendel. W. K. W'GenieinWst Ä Stall öüuü Mtze ist Vorsorge getroffen, baß jeder Gemeinde mindestens eine Glocke erhalten bleibt Alle künstlerisch ober historisch wertvollen Glocken werden ebenfalls dem Kulturgut des deutschen Volkes bewahrt. * ** Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde Forstasfessor Rudolf I m - mel, Leutnant in einem Artillerie-Regiment im Osten, für Tapferkeit vor dem Feinde. ** 7 5. G e b u r t s t a g. Der Lokomotivführer i.R. Heinrich Sommes, Weserstraße 23 wohnhaft, kann am morgigen Freitag, 5. Dezember, in körperlicher unb geistiger Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Dem Jubilar, der seinen Geburtstag in Alzey, Volkerstrabe 33, verlebt, gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. . , ** Nähmittel auf Abschnitt „a“. Naa) einer Bekanntmachung der Reichsstelle für Kleidung dürfen auf den Nähmittelabschnitt, „a" der 3. Reichskleiderkarte Nähmittel im Werte von 30 Rpf. abgegeben werden. Bei der Abgabe von Nähseide usw. wird nur die Hälfte bes Wertes auf den Abschnitt abgerechnet. *♦ 178 kg Hagebutten mehr. Wie die Direktion des Ludwig-Gymnasiums auf bett Sammelbericht der RfH. (ReichsarbeitsgemeinsckM für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung) hin mitteilte, lieferte die Anstalt z. Z ber Erkrankung des Schulstellenleiters. Studienrat Dr. Menger, insgesamt 178 kg Hagebutten an die Kdnservenfabriken Groß-Gerau und Gießen unmittelbar ab. Um diese ansehnliche Menge Wild- srüchte erhöht sich demnach die Leistung der Anstalt. Aus der engeren Heimat, Einbrecher nach mehreren Monaten ermittelt. * Butzbach, 3. Dez. Dor einigen Monaten wurden hier in der Schiehhalle der Butzbacher Schützengesellschaft Gewehre, Munition unb verschiedene andere Gegenstände mittels Einbruchs gestohlen. Trotz eifriger Bemühungen der Polizei konnten die Einbrecher zunächst nicht er- mittelt werden. Eine Reihe von Gartenhaus-- einbrüchen erweckte den Verdacht, daß diese Täter auch bei dem Einbruch in die Schießhalle in Betracht kommen könnten. Zwei wegen der Gartenhauseinbrüche inzwischen verhaftete Personen wurden daraufhin von der Polizei ins Verhör genommen unb gestanden schließlich auch ein, den Einbruch in ber Schießl-alle verübt zu haben. Dabei sind bie Täter nach Fortnahme mehrerer Dachziegel durchbasDach eingestiegen und Haden auf dem gleichen Wege den Ort ihrer Tat auch wieder verlassen, wobei sie nicht vergaßen, das Dach mit den Ziegeln sorgfältig wieder zu decken. Gestohlen wurden zwei Gewehre, einige hundert Schuß Munition unb noch mehrere andere Gegenstände. Die Polizei konnte in den Wohnungen der Einbrecher die versteckte Munition auffinden unb sicherstellen, nach den angeblich im Stadtwald versteckten Gewehren wird'noch gesucht. Landkreis Gießen ♦ ß a u t e r ; 3. Dez. Die vor einigen Tagen durch Sturz in der Scheune ihres Grundstücks verunglückte Landwirtsfrau Emma Schmidt, die mit schweren inneren Verletzungen nach Gießen in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte, ist. dort an den Folgen bes Sturzes verstorben. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 3. Dez. Die NSG. „Kraft durch Freude" veranstaltete am Montagabend in der hiesigen Stadthalle ein Gastspiel der I Rhein-Mainischen ßanbesbüjne. Zur Aufführung kam das reizvolle Stück „Scampolo". Den Künstlern wurde verdientermaßen reicher Bei- i fall gespendet. Kreis Dehlar. * Salzböden, 3. Dez. Der Unteroffizier Konrad Klein von hier, der bereits während des ‘ Feldzugs in Frankreich mit dem Eisernen Kreuz ! 2. Klasse ausgezeichnet wurde, erhielt für hervor- > ragende Tapferkeit auf dem östlichen Kriegsschau- 1 platz das Eiserne Kreuz 1, Klasse. Sein • Bruder, der Obergefreite Richard Klein, wurdx i mit bem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet unb l gleichzeitig zum Unteroffizier befördert, er ist auch > Trager des Panzersturmabzeichens. ftiger gestalten. Kreisklasse. Heuchelheim — Luftwaffe II 6:8 (4:4) Heuchelheim fand sich mit Beginn des Spiels zusammen und führte bald 2:0. Die Soldaten ließe" jedoch nicht nach und konnten bald den AusgleÄ' herstellen. Nach beidersettigen weiteren Erfolgs ging man mit 4:4 zur Pause. Wiederum konnte W Platzmannschaft zwei Tore vorlegen. Dann kam M 'Luftwaffe auf. Der Ausgleich war bald erziell, um zwei weitere Treffer stellten das Spiel auf 8:6. HI.-Spiele im Bann 116. M tv. Gießen — Watzenborn 12:6 (5:2) Äatzenborn konnte den Siegeszug der Gießens nicht unterbrechen. Die Mannschaft zeigte wohl (0 Ansätze, jedoch fehlt durch die neue Aufstellung Ww das Verständnis , untereinander. Anders mar * diesmal bei ber Platzmannschaft. Map^ zog dw Spiel auseinander, wodurch die Außenstürmer i®' mer wieder Gelegenheit fanden, Treffer zu erziele? Lich — Grüningen 5:12 (1:5). Griiningen trat zu diesem Spiel nur mit 9 MM an und konnte trotzdem gewinnen. Bei den VaH' Herren wollte nichts gelingen. Man glaubte bun Alleingänge zu Erfolgen zu kommen unb scheitsrÄ immer wieder an der verstärkten Verteidigung M Gäste. Die eigene Hintermannschaft rückte zu wer auf, was die Gäste jedesmal ausnutzten und w* Erfolge anbrachten. Beiderseits wurde zu hart (F spielt. SA. Frankfurt — Lust waffeGießenSH Die Luftwaffe mußte in Frankfurt die ermartete Niederlage hinnehmen. Das Spiel zeigte jedoch, daß die Soldaten bis zum Schluß durchhlelten und do durch noch ein achtbares Resultat erzielten. Bete Stande von 2:0 der Gastgeber konnte Gießen einer Treffer aufholen. Nach weiteren fünf Erfolgen br SA. gelang den Soldaten ein weiterer Treffer. NE dem Wechsel waren die Frankfurter zunächst tom angebend. Die Gäste griffen immer wieder ai ujü konnten durch drei weitere Tore das Ergebnis göm $ iS iW xS fei