Samstag, 4- / Somtag, 5. Gktober (941 JW d Samstag, 4./5' Gießener Anzeiger Der Führer sprach zum deutschen Volke im Namen der kämpfenden Front Sie Rede des Reichsministers Dr. Goebbels ing der Summen, von deren Größe man nur durch p^stische Vergleiche einen wahren Begriff erhalten ertreterM oDinj, Lv 11 Vas Gesamtaufkommen des 2. Kriegswinter- Die Rede des Führers Dr. Ho. Hilfe nicht versagen! Schellt (« orburgc »ssen QD es Spiel rdig an . e faiir. ’ Sich ter (eia nche 5. n M mg. ?' 1*0 id solll, olgenbr i@e. 5 Ott. - aber. Reichsminister Dr. Goebbels gab in seiner st'öffnungsrede einen großangelegten Rechenschafts- ; »richt über das Kriegswinterhilfswerk - (940/41. Unter stärkster Anteilnahme der Der- : skinmelten verkündete der Minister das imponie- rnbe Ergebnis des letzten Kriegswinterhilfswerkes i rb erläuterte an einzelnen Beispielen die Bedeu- rnenht! irlaulfi ’anje 8.6 AaniM neiil.%1 sich unterbrochen worden war. Damit, meine Volksgenossen, war also auch unser äußeres Programm von vornherein festgelegt, die dazu nötigen Maßnahmen von vornherein bestimmt. Keineswegs aber war damit gesagt, daß wir jemals nach einem Kriege strebten. Nur eins war sicher, daß wir unter keinen Umständen auf die Wiederher st ellung der deutschen Freiheit und damit auf die Voraussetzungen zum deutschen Wiederaufstieg verzichten würden. Ich habe aus diesen Gedanken heraus der Welt sehr viele Vorschläge unterbreitet. Ich brauche sie hier nicht zu wiederholen; das besorgt die tägliche Amrabme von An,eigen für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr des Vormittags Luzetgeu-Prette: Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Ruf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Maistaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 ’/• mehr [ft Jahrgang llr. 236 Erscheint täglich außer Sonntags und feiertags Beilagen: HUfswerkes 1940/41 betragt 9 1 6 240 000 B217. gegen 681 Millionen R M. im vergangenen Jahre. Das bedeutet eine Steigerung von 235 Millionen RM. 3m Kriegswinterhilfswerk wurden 4 4 2 Millionen MH M. Abzeichen abgeseht. Das deutsche Volk hat — das Gesamtergebnis aller kriegshllfswerke 1940/41 zusammengerechnet, also einschl. Minterhilfswerk, Deutsches Rokes Kreuz, Beiträge zur RSV. usw. —an jedem lag des soeben abgelaufenen Opferjahres aus eigenem Antrieb und freiwillig rund vier Millionen RM. für soziale Zwecke aufgebracht. Insgesamt haben wir Deutschen in den letzten acht Jahren für das WHLV. die riesenhafte Summe von über 4 Milliarden R M. geopfert. Das ist so viel, um ein Beispiel zu nehmen, wie die gesamten Staats- ausgaben der Schweiz im Laufe von zehn Zähren. Dr. Goebbels wies dann im einzelnen die Verödung dieser gewaltigen Beträge nach und hob vor, daß es ein unbestreitbarer Erfolg der ionalsozialistischen Volks- und Staatsführung letzten acht Jahre sei, daß diese großen Summen erster Linie nicht nur zur Linderung von Nöten 'gewendet werden mußten. Wir seien in der cklichen Lage, nicht nur Elend beseitigen zu ssen, sondern kommende Not vorbeugend verhin- zu dürfen. Nahezu zwei Drittel des Gesamt- rkommens des Kriegswinterhilfswerkes, nämlich i nd 600 Millionen NM., konnten als Zu- mbung an die Hilfswerke der NSV. ab- Ührt werden, während das letzte Drittel zur Lin- ung von Not, vor allem in den neu zum Reich 'ommenen Gebieten aufgewendet worden sei. Sie NS-Dolkswohlfahrt habe von Anbeginn i?r Tätigkeit das Ziel ihrer Arbeit in der B e - -hrun'g und Förderung aller gefunkt Glieder des deutschen Volkes ge- >n. Für die Kriegsarbeit der NSV. beanspruche e Zielsetzung natürlich ganz besondere Geltung. t Mittelpunkt dieser fortgesetzten Betreuung und *bening stünden Mutter und Kind. Ihnen Ve besonders jetzt, da ungezählte Familienväter' n Wehrdienst oder sonstigen Kriegseinsatz em» ‘jufen seien, alle Pflege, Sorgfalt und Unter- - "g. der berufstätigen Mutter die Sorge um die iterbrtngung und Erziehung ihrer Kinder abzu- imen, habe die NSV. die Zahl ihrer Kinder-- ag e s st ä t t e n während des Krieges ftarf er- ■ t und unterhalte heute insgesamt 2 3 0 0 0 imber gärten, lieber 420 000 Kinder kamen r täglich in den Genuß einer sorgfältigen Be- eiung. Mt der Zunahme der Luftangriffe aus die deut- i Zivilbevölkerung im September 1940 wurde Befehl des Führers zur Sicherung des Lebens der Gesundheit unserer Jugend und unserer Her aus den besonders gefährdeten Gebieten ■e erweiterte Kinderlandverschickung tl-bgeführt. Im Rahmen dieser Aktion wurden 5 Millionen Kinder und über 150 000 Mütter mit sd 65 000 Säuglingen und Kleinkindern zur Er- nidxin: Ö || Krm. nach einem durch eigene Schuld verlorenen Krieg den tiefsten Sturz in seiner Geschichte hinter sich hatte. Allein schon eine riesenhafte Aufgabe! Ich begann dabei diese Aufgabe in dem Augenblick, als alle anderen an ihr entweder gescheitert waren, oder nicht mehr an die Möglichkeit der Erfüllung eines solchen Programms glaubten. Unsere Werke des Friedens. Was wir nun in diesen Jahren im friedlichen Aufbau geleistet haben, ist einmalig. Für mich und meine Mitarbeiter ist es daher oft geradezu eine Beleidigung, uns mit jenen demokratischen Nullen abgeben zu müssen, die selbst auch auf keine einzige wahre große Lebensleistung zurückzublicken in der Lage sind. Ich und meine Mitarbeiter hätten diesen Krieg nicht notwendig gehabt, um dadurch etwa unsere Namen zu verewigen. Dafür würden die Werke des Friedens gesorgt haben, und zwar genügend gesorgt. Und außerdem: Wir waren nicht am Ende unserer schöpferischen Arbeit angekommen, sondern wir standen auf manchen Gebieten er ft am Beginn. So war die innere Sanierung des Reiches unter den schwersten Voraussetzungen gelungen. Denn immerhin müssen in Deutschland 140 Menschen auf den Quadratkilometer ernährt werden. Die andere Welt hat es hier leichter. Trotzdem aber haben wir unsere Probleme gelöst, während die andere, demokratische Wett zum großen Teil gerade an diesen Problemen scheiterte. Unsere Ziele waren dabei folgende: 1. die innere Konsolidierung der deutschen Natton, 2. die Erringung unserer Gleichberechtigung nach außen, und 3. die Einigung des deutschen Volkes und damit die Wiederherstellung eines naturgegebenen Zustandes, der durch Jahrhunderte nur künst- Meine.deutschen Volksgenossen und -genossinnen! Wenn ich heute nach langen Monaten wieder zu Ihnen spreche, dann geschieht es nicht, um etwa einem jener Staatsmänner Rede und Antwort zu stehen, die sich vor kurzem wunderten, warum ich so lange geschwiegen habe. (Heiterkeit.) Die Nachwelt wird einmal abwägen und feststellen können, was in diesen dreieinhalb Adonaten mehr Gewicht hatte: Die Reden des Herrn Churchill oder meine Handlungen. Ich bin heute hierher gekommen, um wie immer dem Winterhilfswerk eine kurze Einleitung zu geben. Diesmal wurde mir das Herkommen allerdings sehr schwer, weil sich in diesen Stunden an unserer Ostfront eine neu eingeleitete Ope- • ration wieder als gewaltiges Ereignis vollzieht. (Stürmischer Beifall.) Seit 48 Stunden ist sie in gigantischem Ausmaß im Gange» Sie wird mithelfen, den Gegner im Osten zu zerschmettern. (Erneuter brausender Beifall.) Ich spreche nunmehr zu Ihnen im Namen der Millionen, die in diesem Augenblick kämpfen, um Sie, die deutsche Heimat, aufzufordern, zu allen sonstigen Opfern auch in diesem Jahr das Zusätzliche des Winterhilfswerkes auf sich zu nehmen. Seit dem 22. Juni tobt ein Kampf von einer wahrhaft weltentscheidenden Bedeutung. Umfang und Auswirkung dieses Ereignisses wird erst eine Nachwelt klar erkennen. Sie wird dereinst feststellen, daß damtt eine neue Zeitwende begann. Aber auch dieser Kampf wurde von mir nicht gewollt. Seit dem Januar 1933, in dem mir die Vorsehung die Führung und Lenkung des Reiches anvertraute, hatte ich ein Ziel vor Augen, das im wesentlichen im Programm unserer nationalsozialistischen Partei umrissen war. Ich bin diesem Ziel nie untreu geworden, ich habe mein Programm niemals aufgegeben. Ich habe mich damals bemüht, den inneren Wiederaufbau eines Volkes herbeizuführen, das Berlin, 3.Oktober. (DNB.) Freudige lieber» ttschung hatte das deutsche Volk erfaßt, als am freitagmittag der deutsche Rundfunk verkündete, nft der Führer zur Eröffnung des Kriegs- Binterhilfswerkes 1941/42 sprechen würde. In die- |tm Jahre erhielt diese Ankündigung ein besonderes kewicht dadurch, daß der Führer zum ersten Mal ttch einem halben Jahr das Wort ergriff, um sich 61 das deutsche Volk und an die Welt zu wenden, ter Berliner Sportpalast zeigte das gewohnte Bild soßer Tage. Kopf bei Kopf drängten sich die Tau- snde. Das Braunhemd der Partei und das Feld- xau der Soldaten beherrschten den Versammlungs- num. Aus den Berliner Lazaretten waren Hun- brte von Verwundeten gekommen, denen die Eh- piwlätze, die ersten Reihen, vorbehalten waren. Heilrufe grüßten die führenden Männer der na» inalsozialistifchen Bewegung. Stehend grüßten die ehntausende die Fahnen der nationalsozialistischen cwegung und die Standarten der Berliner SA, is NSKK., der HI. und der ff. Besonders Herz- Her Beifall empfing Reichsminister Dr. G 0 eb - sls, her zusamemn mit Oberbefehlsleiter Hil- enfeldt den Sportpalast betrat. der Sowjetunion trieben sich 2 Millionen Kinder verwahrlost im Lande herum, während in Deutschland seit Kriegsbeginn täglich über 2000 Kinder zur Erholung führen, eine Ziffer, die nach einer amtlichen Sowjetstatistik etwa der Zahl der täglichen Abtreibungen in der Sowjetunion entspreche. 750 000 'werdende Mütter und Wöchnerinnen seien seit Kriegsbeginn von der nationalsozialistischen Dolkswohlfahrt betreut und gesund erhalten worden. Dr. Goebbels wies mit besonderem Nachdruck darauf hin, daß diese riesenhafte, in wenigen Zahlen skizzierte Arbeit nur dadurch zu bewältigen gewesen fei, daß sich die besten Kräfte der Volksgemeinschaft in den Dienst dieses größten Sozialwerkes aller Zeiten gestellt hätten. 1 100 000 Mitarbeiter hätten der NSV. im August 1939 zur Verfügung gestanden. Ihre Zahl erhöhte sich auf 1165 000 bis zum 30. April 1941. Allein was die Hunderttausende von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Sammlern an freier Zeit zur Verfügung stellten, sei ein beachtliches Opfer, denn noch nicht 1 v. H. der in der NSV. tätigen Helfer und Mitarbeiter bezögen für ihre Tätigkeit irgendeine Besoldung. Dr. Goebbels wies auf den Gegensatz hin zwischen dieser Freiwilligen-Millio- nenarmee, die sich in Deutschland für die Wohlfahrt des Volkes einsetze, und der Hillionenorganisation der GPU. in der Sowjetunion, die nur geschaffen fei, um eine wehrlose Bevölkerung zu bespitzeln und zu terrorisieren. Daß sich das deutsche Volk zur Arbeit in der RS.-Volkswohtfahrt bekennt, findet in dem ungewöhnlichen Ansteigen der INitgliederzahl, die seit Kriegsbeginn um weit mehr als 2'/- Millionen gewachsen ist, einen eindeutigen Ausdruck. während die NSV. bei Kriegsbeginn 11 900 000 Mitglieder zählte, betrug ihre ständig noch wachsende Zahl am 30. April 1941 14 600 000. Nach her Verkündigung hiefer stolzen Bilanz, die von der Versammlung mit großer Genugtuung und immer neuen Beifallskundgebungen ausgenommen ™ing aufs Land geschickt. „ w., S vom Jahre 1933 bis heule wurden 5,7 Mü- fonen Kinder zur Erholung anfs Land gemacht. Hinzu kommen 0,5 Millionen Mütter mit töer 100 000 Säuglingen und Kleinkindern. jäUßÄ **cn eindrucksvollen Zahlen über hie Betreuung MW irT Mutter unb Kinh stellt Dr. Goebbels die bar» ■ L’O»ischen Methoden der Sowjets gegen- J ,'r, die sich nicht scheuen, 12-14jährige zu 16stun-. w Arbeitsleistungen am Tage zu pressen. In Sn. eben. | N I s Äon. Hann I nd in i ■ntro VN-1 5 beir II Gießener Familienblätter Heimat nnBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich-------RM1L0 Zustellgebühr... „ -L5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanfchluß 2251 Drahtcmjchrist:,,Anzeiger" Pomcheck 11686 F-rankl j M. er. WI Straf. | wurde, dankte Reichsminister Dr. Goebbels all den vielen Hunderttausenden von Helfern, deren uneigennütziger Arbeit diese imposante Leistung in her Hauptsache zuzuschreiben ist, auf bas herzlichste. Sie alle hätten sich, so fuhr Dr. Goebbels fort, mit großem Jbealismus trotz des Krieges und her mit ihm oerbunbenen erhöhten Anforderungen für bas Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. So sei bie» ses Werk eine Demonstration unserer Volksgemeinschaft im de st en Sinne des Wortes. Das großartige Ergebnis, das im Winter 1940/41 erzielt wurde, mag damit auch der Front zeigen, welche Gesinnung die Heimat erfüllt; es soll ihr ein Beweis dafür sein, daß, während sie für die Freiheit der Ration kämpft unb ihr Leben einseht, die Heimat in unermüdlichem Opferfinn bestrebt ist, ihr dafür zu ihrem Teil ihren Dank und ihre Bewunderung zum Ausdruck zu bringen. Es gebe keinen überzeugenderen Beweis für bie innere Festigkeit her deutschen Heimatfront als diese nüchternen, aber doch so vielsagenden Zahlen. Diese Zahlen, an denen nicht gezweifelt werben könne, seien beweiskräftig, weil sie sich täglich in soziale Leistungen umsetzten unb ungezählte Millionen Menschen in den Genuß hiefer Leistungen kämen. Was hat die Londoner P l u t 0 t r a t i e dem entgegenzusetzen?, so fragte Dr. Goebbels zum Schluß: Nichts als verlogene soziale Phra» s e n und lügnerische Versprechungen. Sie redet nur von dem, was sie nach dem Kriege tun wird. Aber sie hat ihre Zeit verpaßt. Im Jahre 1918 war ihr die unwiederbringliche Chance gegeben, Europa sozial unb national neu zu orbnen: sie hat diese Chance nicht wahrgenommen und muß deshalb nach einem geschichtlichen Gesetz von der Bühne der Entscheidüngen abtreten. Fußend auf den stolzen Ergebnissen des Kriegswinterhilfswerkes 1940/41 treten wir nun wiedevum zur Eröffnung des 3. Kriegs- winterhilfswerkes vor die Öffentlichkeit. Nie Begrüßung des Führers. Reichsminifter Dr. Goebbels führte zur Begrüßung des Führers aus: Mein Führer! Es ist für uns alle eine stolze Freude, Sie in dieser Stunde in unserer Mitte zu wissen. Unsere Freude wird vom ganzen deutschen Volk geteilt. Es ist lange her, baß Sie bas letzte Mal zu uns sprachen. Während Sie schwiegen, haben bie sogenannten Staatsmänner der Feind- mächte gerebet. Sie mein Führer, konnten sich Ihr Schweigen leisten, denn unterdes haben Ihre K a - nonen gesprochen, Haden Ihre Soldaten Siege erfochten, deren gigantische Ausmaße die Geschichte bisher nach nichr kannte. Es ist für uns Berliner ein schöner Augenblick, Ihnen, mein Führer, dafür im Namen des ganzen deutschen Volkes unsere glühende Dankbarkeit zum Ausdruck bringen zu können. (Stürmischer Beifall.) Ich glaube, im Namen dieses ganzen Volkes zu sprechen, wenn ich sage: Mein Führer! Wir sind, während Sie schwiegen und handelten, bei Ihnen gewesen in schweren und in glücklichen Stunden. (Erneuter stürmischer Beifall.) Unb wir werben treu unb pflichtbewußt hinter Ihnen marschieren über alle Fährnisse hinweg zur stolzen Stunbe unseres Sieges! (Stürmischer Beifall.) Aus ben kurzen Einführungsworten von Oberbefehlsleiter H i l g e n f e l b t ging hervor, daß das Winterhilfswerk des deutschen Holkes im Winter 1940/41 einen stolzen Nachweis einer einmaligen Leistung erbracht hat. Diese Tatsache zeige, daß Front und Heimat sich in unvergleichlicher Weise vereinten zu einem Sozialwerk, das kein anderes Volk der Erde aufweisen könne. Stürmisch begrüßt ergriff sodann Reichsminister Dr. G 0 ebbels das Wort, der unter dem jubelnden Beifall der Zehntaufende verkündete, daß der Führer in kurzer Zeit von dieser Stätte aus zum deutschen Volk sprechen werbe. Der Rechenschaftsbericht, ben Reichsminister Dr. Goebbels ablegte, bewies in nüchternen Zahlen, in sachlichen Darlegungen, mit welcher Leihenschaft und mit welcher Tatbereitschaft bas deutsche Volk in der Heimat sich hinter bie Front seiner kämpfenden Soldaten gestellt hat. Jubel ohne gleichen erfüllte den Sportpalast, als her Führer am Eingang erschien und unter ben Klängen bes Babenweiler Marsches zur Rednertribüne schritt. Mit gesammelter Kraft. Im WHW. trifft sich bas ganze deutsche Volk, im WHW. verkörpert sich der Grundgedanke des Führers, alle Glieder des deutschen Volkes, alle feine Stände, alle feine Berufe zusammenzuschließen in dem Gedanken an das übergeordnete Ganze. Der Führer ist von der Front, an der — wie die Wehrmachtberichte ankündigten — die Ausnutzung der letzten Großsiege im vollen Gange ist, selbst nach Berlin geeilt, um hier an einer Traditionsstätte zum Winterhilfswerk und damit zum ganzen deutschen Volk zu sprechen. Er sprach i m Namen her Millionen, bie Kämpfen. Er sprach zu der Heimat, die für die Millionen vor dem Feind die besten Waffen herstellt unb trotz mancher Ungunst der Witterung dem Boden die Lebensrnittel abringt, die auch zur Kriegführung gehören. Der Führer entwarf ein Gesamtgemäkde der politisch-militärischen Lage mit der eigentümlich eindringlichen Kraft des Mannes, der bie Verantwortung trägt,, der die geschichtlichen Entscheidungen getroffen hat und in dessen Mund jedes Wort einen tieferen Sinn erhält. Seine Schilderung der Kampfund Marschleistungen glüht in dem Wissen um die Opfer bes Krieges. Er ist her Mann, her als Gefreiter im Weltkrieg die Schlachten von unten her gesehen fjat. Gerabe darum weiß auch der Führer, baß es in her Geschichte keine Entschuldigung für Versehen gibt. Er mußte her Riesengefahr nicht bloß einer Vernichtung Deutschlands, sondern von ganz Europa in einem neuen Mongolensturm entgegen- gehen. Im richtigen Augenblick! Er mußte sich für diesen Augenblick das Ueberraschungsmoment aufsparen. Er durfte seinen eigenen Soldaten seine Gedanken nicht entschleiern, weil jedes Wort, jede Andeutung Hunderttausenden das Leben gekostet hätte. Nach 103 Tagen dieses Ostfeldzuges, in dem die deutschen Truppen ein Gebiet von her vierfachen Größe Englands besetzt haben, sprach der Führer zur Heimat: Was bie Front leistet, kann niemals unb nirgends und durch nichts ausgewogen werden. Aber notwendig ist, daß auch bie Leistung der Heimat vor der Geschichte besteht unb der Front das Gefühl des gleichen Schrittes und Trittes gibt. Dr. Goebbels hat, wie alljährlich, ben Bericht über bie bisherigen Leistungen bes WHW. und im besonderen der beiden Kriegs-WHW.s gegeben. Es ist eine Zahlenparade, bie nüchtern, aber auch phan- tastisch oder enthusiastisch genannt werden kann. Ein lederner Mensch empfindet eben ledern, ein Mensch mit einem wacheü Gefühl kann sich begeistern. Und ein Mensch von Einbildungskraft kann hinter ben Zahlen auch bie Menschen sehen. Nicht nur notbeiahene Menschen. Dieser ursprüngliche Zweck bes WHW. aus ben ersten Jahren her nationalsozialistischen Staatsführung ist im „Alt- reich" in ben Hintergrund) getreten. Hier sind bie Millionen Arbeitslose, bie bie Regierung Adolf Hitlers im Jahre 1933 zu betreuen hatte, längst in Brot unb Lohn gekommen, unb bas ist gut so. Unmittelbare Not gilt es nur noch zu beheoen in ben Gebieten, bie neu an bas Reich gekommen sind. Auch in ihnen ist die Arbeitslosigkeit auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Aber sie tragen noch an alten Sünden. Sie haben noch die Folgen einer jahrzehntelangen Vernachlässigung oder Verwahrlosung zu überwinden. Hier wirkt bas WHW. noch als N 0 t Hilfe. Allein wichtiger ist bie Leistung bes WHW. als vorbeugendes Sozialwerk geworden. Der Krieg ist nun einmal die Zeit, in der der Tod rasch an den Menschen tritt. In dieser Zeit, wo der Tod eine zusätzliche Ernte hält, ist die Pflege von Muttet und Kind ein unsterbliches Werk. Ein u n st e r b l i ch e s Werk! Habt Ihr genau hin- gehört? $abt Ihr ben ganzen Sinn bes rasch gesprochenen Wortes vom „unsterblichen Werk" erfaßt? Wenn Männer kämpfen unb sterben, so reichen sie her Zukunft bie Hand. Die Zukunft ist bie Mu t - te r, bie Zukunft ist bas Kinb! Die Pflege von Mutter unb Kinb erschöpft sich nicht mit her Geburt unb hem Kleinkinb. Die Aufgabe ist, bie ganze heranwachsenbe Jugenb gesunb, kräftig, wohlgestaltet an Leib unb Seele über den Krieg Hinwegzubringen. Die zurückkehrenben Väter sollen ihre Freube haben. Man muß nur einmal bie Hanb an bem Puls unseres Volkes haben, um zu wissen, was bie Beratungsstellen ober bie 23 000 Kinbergärten für Mütter bedeuten, bie in her Fabrik am Fließbanb stehen ober einen ganzen bäuerlichen Hof zu betreuen haben. Das ist eine alltägliche, immer wieberkehrenbe Arbeit, bie nicht laut, aber einbringlich ist. Sie ist bas Beispiel zu bem Wort bes Führers: „Der Herrgott hilft keinem Faulen unb keinem Feigen, keinem, her sich nicht selbst zu helfen weiß. Volk, hilf bir selbst, bann wirb bir her Herrgott seine UnioerfttäMrndarri B. £e der 2el4/brotf arte für ÄlnDtr b»S »v 6 te l* nitz t- bie allen, nlün. fnben kostet. fliegern, von Schlachtfliegern und Jägern griffen Erdziele in verschiedenen Abschnitten der Ostfront an. Dabei wurden 12 Batterien, 12 Einzelgeschütze, viele Panzerabwehrgeschütze und Maschinengewehre sowie 18 Panzer und Hunderte von Fahrzeugen aller Art vernichtet. Auch Stellungen und Bunkeranlaaen wurden durch gutliegende Treffer außer Gefecyt gesetzt', außerdem wurden drei Munitionslager der Bolschewisten in die Luft gesprengt. sagten : Den Dank unserer Soldaten für die Waffen, es ist )ie die Heimat geschaffen hat, diese ausgezeichneten etwas and erstklassigen Waffen, den Dank für die Muni- auch am Donnerstag, 2. Oktober, wieder sehr st a r k. Die Ergebnisse, die durch die Besatzungen und zahlreiche Aufnahmen bestätigt wurden, lassen den Erfolg der Angriffe auf Eisenbahnlinien, Bahnanlagen und Straßen der Bolschewisten erkennen. id! 'fi "JV das L s Sj ___o_.„z ... v. _____ . Berlin, 3. Oktober. (DNB.) Der Einsatz der muß sein, damit auch diese Heimat dereinst in Eh- deutschen Luftwaffe an der gesamten Ostfront war Millionen gebracht hat und auch das Glück aller anderen nur feiner Doktrin opfert. Daraus kann sich nun in meinen Augen für uns nur eine Verpflichtung ergeben: Unserem nationalen und sozialistischen Ideal mehr denn je zu zu streben! Denn über eins müssen wir uns im klaren sein: Wenn dieser Krieg einst beendet sein wird, dann hat ihn der deutsche Soldat gewonnen, der aus den Bauernhöfen, aus den Fabriken usw. stammt, der in seiner Gesamtheit wirklich die Masse unseres Volkes darstellt. Und es hat ihn gewonnen die deutsche Heimat mit den Millionen Arbeitern und Arbeiterinnen, Bauern und Bäuerinnen. Es haben ihn gewonnen die schaffenden Menschen im Kontor und im Berus. Alle diese Millionen Menschen, die tätig sind, die haben ihn gewonnen! Und auf diese Men- schen hin muß dann dieser Staat ausschließlich ausgerichtet werden. (Brausender Beifall.) Wenn dieser Krieg zu Ende sein wird, dann werde ich aus ihm zurückkehren als ein noch viel fanatischerer Natlonalfozla- l i ff, als ich es früher war. (Tosender Beifall.) Ebenso wird es bei all denen sein, die zur Führung berufen sind. Denn in diesem Staat herrscht ja nicht, wie in Sowjetrußland, das Prinzip der sogenannten Gleichheit, sondern das Prinzip der Gerechtigkeit. Wer als Führer geeignet ist, sei es politisch, militärisch oder wirtschaftlich, der ist uns immer gleichwert. Aber genau so wert muß auch derjenige sein, ohne dessen Mitarbeit jede Führung ein leeres Tun und nur Gedankenakrobatik bliebe. Und das ist das. Entscheidende. Das deutsche Volk kann heute stolz sein: Es hat die besten politischen Führer, es Jjat die besten Feldherren (brausender Beifall), es hat die besten Ingenieure, Wirtschaftsführer und Organisatoren, es hat aber auch den besten Arbeiter und den besten Bauern. (Erneuter stürmischer Beifall.) Alle diese Menschen in eine Gemeinschaft zu verschmelzen, war einst die Aufgabe, die wir uns als Nationalsozialisten stellten, eine Aufgabe, die uns heute noch viel klarer ist, als je zuvor. Ich werde ous diesem Krieg einff zurückkeh- ren wieder mit meinem allen Parteiprogramm, dessen Erfüllung mir jetzt noch wichtiger erscheint als vielleicht am ersten Tag' (Brausender Beifall.) Diese Erkenntnis Hot mich auch heute nur ganz kurz hierher geführt, um zum deutschen Volk zu sprechen. Denn es chat auch im Winterhilfswerk wieder eine Gelegenheit, den Geist dieser Gemeinschaft zu bekunden. Was die Front opfert, das kann überhaupt durch nichts vergolten werden. Aber auch das. was die Heimat leistet, muh vor der Geschichte dereinst bestehen können! (Erneute stürmische Zustimmung.) Es ist notwendig, daß der Soldat an der Front weiß, daß zu Hause sich die Heimat um jeden Zu- 0er Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, Z. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt 3m Osten wurden die Operationen erfolgreich fortgeführt. Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 3. Oktober mit beobachteter Wirkung militärische Anlagen in Moskau sowie ein wichtiges Rüstungswerk südostwärts Charkow. Lin starker Kampffliegerverband griff in der letzten Nacht erneut das britische Schiffsbauzentrum Newcastle mit nachhaltiger Wirkung an. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Einrichtungen an der britischen O st - und Süd- o st k ü st e sowie gegen mehrere Flugplätze. 3m Kanalgebiet schossen am gestrigen Tage 3äger neun, Einheiten der Kriegsmarine drei britische Flugzeuge ab. 3n Nordafrika bombardierten deutsche Sturzkampfflugzeuge am 1. Oktober die Hafenanlagen von Marsa Matruk und Tobruk. Einheiten der deutschen Kriegsmarine schossen an der libyschen Küste drei britische Flugzeuge ab. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. 0as Ritterkreuz. Berlin, 3. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene- ratfeldmarfchall von Brauchitjch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant S t u m p f f, Kommandeur einer Panzer-Division, Generalmajor Herrlein, Kommandeur einer Infanterie-Division, Oberst Wittkopf, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Oberst Burgdorf, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, * Generalleutnant Stumpff hat sich im Ostfeldzug bei verschiedenen Operationen immer durch persönlichen Mut und vorbildliche Tapferkeit ausgezeichnet und hierdurch erheblich zu den großen Erfolgen seiner Division beigetragen. Besonders zeichnete sich die Division Stumpfs bei den schweren Kämpfen beim Düna-Uebergang bei Ulla und der anschließenden Umgehung von Witebsk aus. Es ist das Verdienst des Generalleutnants Stumpff, trotz aller entgegenstehenden Schwierigkeiten an der Absicht festgehalten zu haben, den Düna-Uebergang bei Ulla zu erzwingen und dadurch die Operationen wieder in Fluß zu bringen. Der kühne Vorstoß führte zur schnellen Inbesitznahme von Witebsk und somit zum Fall des Eckpfeilers der Stalinlinie. Generalleutnant Horst Stumpfs, der am 20. November 1887 als Sohn eines Offiziers in Gießen geboren wurde, trat 1907 als Fahnenjunker in das Inf.-Rgt. 54 ein. Im Weltkrieg kämpfte er an der Ost- und Westfront und nack dem Zusammenbruch im Grenzschutz. In der groydeut- schen Wehrmacht wurde er als Oberst Kommandeur eines Schützen-Regiments. Im Polenseidzug erwarb er sich als Generalmajor die Spangen zu den E. K. II und E. K. I. Als Kommandeur einer Panzerdivision wurde er im Januar 1941 zum Generalleutnant befördert. Generalmajor Herrlein, welcher sich bereits im Polenfeldzug und in Frankreich die Spangen zu E.K. I und II ertborben hatte, hat sich auch im Ost- feldzug durch persönliche Tapferkeit, durch Entschluß, kraft und klare Erkenntnis der Lage hervorragend bewährt. Gegen die von der Division Herrlein erreichte Linie nördlich der Eisenbahnstrecke Ssaltzo— Petersburg, sowie gegen die über den Wolcbow führende Brücke richteten sich vom 8. 9. ab die Angriffe von drei Sowjet-Divisionen. Nachdem der Feind sieben Tage lang ohne Erfolg angegriffen hatte, mußte er unter dem Eindruck der Aussichts- lofigfeit der weiteren Angriffe das Schlachtfeld räumen. Generalmajor Friedrich Herrlein wurde am 27.4.1889 als Sohn eines Offiziers in Ehrenbreit- ftein bei Koblenz geboren. Aus dem Kadettenkorps kommend, trat er 1910 als Fähnrich in das 3. Garde-Regiment z. F. ein, in dem er im folgenden Jahr zum Leutnant befördert wurde. Er kämpfte im Weltkrieg im Osten und Westen und nach dem Zusammenbruch im Baltikum. In der großdeutschen Wehrmacht wurde er 1935 zum Kommandeur des Jnf.-Rgts. 116 und nach der Beförderung zum Generalmajor zum Kommandeur einer Infanterie-Division ernannt. ton, die dieses Mal z'um Unterschied des Welt- Krieges tn unbegrenzten Massen zur Verfügung letzt. Das ist heute nur ein Transportproblem. Wir haben so vorgesorgt, daß ich mitten in diesem gigantischen Materialkrieg auf großen Gebieten die «eitere Produktion nunmehr emstellen kann, weil ch weiß, daß es jetzt keinen Gegner, mehr gibt, den »ir nicht mit den vorhandenen Munitionsmengen üeberringen würden. Wenn Sie aber manchesmal in der Zeitung etwas lesen über die gigantischen Pläne anderer Staaten, ®as diese alles zu tun gedenken, und was sie alles beginnen wollen, und wenn Sie dabei von Mil- liardensummen hören, so meine Volksgenossen, er- unern sie sich an das, was ich jetzt lager 1. Auch mir stellen in den Dienst unseres fcmpfes einen ganzen Kontinent. 2. Wir reden nicht vom Kapital, sondern von Ar- । teitskraft, und diese Arbeitskraft setzen wir hundertprozentig ein, und 3. Wenn wir darüber nicht reden, dann heißt das licht, daß wir nichts tun. Ich weiß ganz genau, daß die anderen alles bes- *?r können als wir. Sie bauen Tanks, die unüber- kindlich sind, sie sind schneller als die unseren, stör- !?r gepanzert als die unseren, sie haben bessere vanonen als die unseren, und sie brauchen gar kein Benzin. (Stürmischer Beifall und schallende Heiter- l-'it.) Aber im Kampf haben wir sie bisher noch überall abgeschossen! Und das ist das Ent- cheidende. (Jubelnder Beifall.) Sie bauen Wm^derflugzeuge. Es sind immer । Öunbert>inae, dieMje machen, alles unbegreiflich, cuch technisch unKgreiflich. Aber sie haben noch I feine Maschinen, die die unseren übertreffen. Und pe Maschinen, die bei uns heute fahren, oder I schießen oder fliegen, sind nicht jene Maschinen, jrit denen mir n ä ch st e s Jahr fahren, schießen | o)er fliegen werden! f Ich glaube, daß das für jeden Deutschen genüaen i vird. Alles andere, das wird durch unsere Ersin- fer und durch unseren deutschen Arbeiter und auch ^rd) die deutsche Arbeiterin besorgt. (Stürmische t Zustimmung.) Hinter dieser Front des Opfers, des Todesmutes ind des Lebenseinsatzes steht die Front der Hei- not, eine Front, die gebildet wird von Stadt und Laich. Millionen deutscher Bauern, zum großen •teil auch oft ersetzt durch Greise, Jugendliche oder dirch die Frauen, sie erfüllen im höchsten Grade ilre Pflicht. Millionen und aber Millionen deutscher ^'beiter, sie schaffen unentwegt, es ist bewunderns- nurdig, was sie Icrften. Unb über allen auch hier fieber die deutsche Frau, - bas beutsche Mäbchen, Millionen von Mannern ersetzen, die heute an Front sind. Dir können wirklich sagen: Zum ersten Male der Geschichte ist ein ganzes Volk jetzt lm Kampf — teils an der Front, teils in der Heimat. Wenn ich aber das ausfpreche, dann ergibt sich tr mich als altem Nationalsoizalisten daraus eine Joingcnbe Erkenntnis: Wir haben nun zwei Ex- i-me kennengelernt. Das eine find die kapitalisti- 6en Staaten, die mit Lügen ober mit Betrügereien 'ken Völkern die natürlichsten Lebensrechte ver- bie ausschließlich ihre Finanzinteressen im ^ge behalten, bie jederzeit bereit sind, bafür Mil- J-nen Menschen zu opfern. Auf der anderen Seite, äs sehen wir das kommunistische Extrem, einen ^aat, ber unsagbares Elend über Millionen unb Wenn ich Ihnen so in kurzen Zügen ein Bild der einmaligen Leistungen unserer Soldaten und all derer gebe, die heute im Osten kämpfen oder tätig linb, dann möchte ich auch der Heimat den Dank der Front übermitteln! fernungen, weit man sich von vornherein Immer etwas näher an der Küste hielt. Ich will nun nicht etwa den Gegner schmähen' ich will nur dem deutschen Soldaten die Gerechtigkeit zuteil werden lassen, bie er verdient! Er hat Unübertreffliches geleistet! Und mit ihm auch alle die Organisationen, deren Männer heute Arbeiter sind und zugleich auch Soldaten. Denn in diesem gewaltigen Raum ist heute fast jeder Soldat. Jeder Arbeitsmann ist Soldat, jeder Eisenbahner ist dort Soldat. In diesem ganzen Gebiet muß jeder dauernd mit der Waffe Dienst tun. Und es ist ein Riesengebiet! Was hinter der Front geschaffen wird, ist in seiner Art genau so gewaltig wie die Leistungen ber Front, lieber 2 5 0 0 0 Kilometer russi - s ch e Bahnen sinb roieber in Betrieb, über 15 0 0 0 Kilometer russische Bahnen sind wieber auf beutsche Spur umgewandelt worben. (Großer Beifall.) Wissen Sie, meine Volksgenossen, was bas heißt? Das heißt, daß der größte Querschnitt des Deutschen Reiches von einst, etwa von Stettin bis zu den bayerischen Bergen, also eine Linie von rund 1000 Kilometer, fünfzehnmal nebeneinander im Osten auf deutsche Spur gelegt worben ist. (Stürmischer Beifall.) Was das an Anstrengungen und Schweiß kostet, bas kann vielleicht bie Heimat noch gar nicht so recht ermessen. Unb hinter dem allen da sind die Arbeitsbataillone des Arbeitsdienstes, unserer Organisationen, vor allem die Organisation Todt (Brausender Beifall.) unb die Organisationen unserer Berliners Speer, und all die anderen, die wieder zu deren Betreuung da sind. Im Dienste dieser ganzen gigantischen Front steht unser Rotes Kreuz, stehen Sanitätsoffiziere, Sanitätspersonal und Rote-Kreuz-Schwestern. Sie alle opfern sich wahrhaft auf! (Erneuter stürmischer Beifall.) Und hinter dieser Front baut sich bereits bie neue Verwaltung auf, die dafür sorgen wird, daß, wenn dieser Krieg länger dauert, diese riesigen Gebiete der deutschen Heimat und den uns Verbündeten nützen werben. Ihr Nutzen wird ein ungeheurer sein, und keiner soll zweifeln, baß mir diese Gebiete zu organisieren verstehen. (Stürmischer Beifall.) Don befonberer Seite wirb dem Nachrichtenbüro Deutscher Zeitungsoerleger geschrieben: ,r2>er erste Monat des dritten Kriegsjahres hat England abermals um eine Hoffnung ärmer gemacht. Zwar hatte schon der bisherige Verlauf des Krieges die Londoner Erwartungen, daß * die Kräfte Deutschlands ficb allmählich verbrauchen würden, nicht bestätigt, feit Beginn des Feldzuges im Osten aber hatte man immer wieder von neuem prophezeit, daß die Weite des Raumes, wie die Masse des Sowjetheeres und seiner Rüstung die Schlagkraft ber deutschen Wehrmacht in Kürze verbraucht haben würde. Unvermeidbare kurze Pausen zwischen den einzelnen Phasen des Feldzuges gaben immer wieder Veranlassung zu der frohlok- kenden Feststellung, daß es jetzt nun wirklich so weit sei, daß die beutsche Führung sich festgefahren habe. Die Größe des besetzten Raumes — ein andermal hieß es die Zahlen an Gefangenen und Beute — feien dieser Tatsache gegenüber völlig bedeutungslos. Die Meldungen über die Schlacht von Kiew haben mit diesem Gefasel nachdrücklich aufgeräumt. Sie zeigen, baß bie deutschen Armeen nach monatelangem Ringen und ständigem Vormarsch mit ber gleichen Stoßkraft wie in den ersten Tagen des OstfeLdzuges zu einem vernich- tenben Schlage ausholen konnten, ber für die Sowjetarmeen zu einer Niederlage unvorstellbaren Ausmaßes wurde. Die Abmessungen des Kampfraumes, in dem sich das Schicksal ber fünf Armeen des Sowjetmarschalls Budjenny vollzog, sprechen eine ebenso eindringliche Sprache wie die Gefangenen- und Beutezahlen. Sie beweisen eindeutig, baß die Schlagkraft unserer Wehrmacht eher stärker ist als schwächer unb daß die deutsche Führung jetzt wie vor drei Monaten das Gesetz des Handelns fest in ber Hand hält. Mit^ unerbittlicher Konsequenz fuhrt sie einen vernichtenden Schlag nach dem anderen gegen bie Wehrkraft der Bolschewisten. Lange bevor bie Liquidation ber noch in den Kesseln kämpfenden feindlichen Dernoch 6 r bas bis lieber > k ' der Alflen Tor, erst 1 Was seinen, . Doll, Weh- bitten, it und ein zu Nur bann, wenn dieses ganze deutsche Volk zu einer einzigen Opfergemeinschaft wirb, bann allein können wir hoffen unb erwarten, baß uns bie Dorsehuna auch in Zukunft beistehen wirb. Der Herrgott hot noch niemals einem Faulen geholfen, er hilft auch keinem Feigen, er hilft auf keinen Fall dem, ber sich nicht selber helfen will. Hier gilt im größten ber Grundsatz: Volk hilf dir selbst, bann wird auch der Herrgott dir seine Hilfe nicht verweigern! Die Zehntausende, die mit immer neuen Bei« rodieses marschiert. Sie haben fn den elenden Raten dieses Paradieses nicht leben können, denn sie gehen gar nicht hinein, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Sie haben die Einrichtungen dieses Paradieses aesehen. Es ist nichts als eine einzige Waffenfabrik auf Kosten des Lebensstandards der Menschen. Eine Waffenfabrik gegen Europa! Und gegen diesen araufamen, bestialischen, tierischen Gegner, gegen diesen Gegner mit seiner gewaltigen «Rüstung, haben unsere Soldaten ihre ge- wattigen Siege erkämpft. (Tosender Beifall.) Ich weiß kein Wort, das ihrer Leistung gerecht werden könnte. Was sie an Mut und Tapferkeit hier dauernd vollbringen, an unermeßlichen Anstrengungen — das ist unvorstellbar! Ob es sich um unsere Panzerdivisionen ober bie Motorverbänbe handelt, ob es sich um unsere Artillerie ober Pioniere dreht, ob wir unsere Flieger nehmen —, Jäger, Sturz- fampfbomber unb Schlachtflieger — ober ob wir an unsere Marine denken, an bie Besatzungen ber U-Boote, ob wir endlich von unseren Gebirgstruppen im Norden svrechen, ober von ben Männern unserer Waffen--^: sie sinb alle gleich! lieber allem aber — uno bas möchte ich wieber besonders betonen — über allem steht in seiner Leistung ber deutsche Infanterist, ber beutsche Musketier! (Tosenber minutenlanger Beifall.) Denn, meine Freunbe, wir haben dort Divisionen, die seit dem Frühjahr über 2500 bis 3000 Kilometer zu Fuß marschiert sind (neuer tosender Beifall), zahlreiche Divisionen, die ein- unb anderthalb unb zweitausend Kilometer zurückgelegt haben. Das spricht sich leicht aus. Ich kann nur sagen: Denn man von Blitzkrieg redet, dann verdienen es diese Soldaten, daß man ihre Leistungen als blitzartig bezeichnet! Denn in der Geschichte sind sie im Dorwärtsmar- fdreren noch nie übertroffen worden, höchstens tm. Rückzug von einigen englischen Regimentern. (Brausendes Gelächter.) Es gibt da ein paar historische Blitzrückzüge, die diese Aktion an Schnelligkeit übertroffen haben. Aber dabei handelt es sich nicht um so große Ent- bes eben errungenen Erfolges neue Operationen vor. Kurze Meldungen über die gemeinsam von deutsch-italienischen Truppen nordostwärts Dnjepropetrowsk errungenen Erfolge zeigen, daß sich hier neue und erfolgreiche Operationen anbahnen. Vorübergehende scheinbare Ruhe an einzelnen Frontabschnitten darf nicht herüber täuschen, daß im Norden wie im Süden und in der Mitte jederzeit in einem allein von der deutschen Führung bestimmten Augenblick der Angriff oorgetragen werden kann. Eine besonders wertvolle Unterstützung für die Operationen des Heeres bilden die ununterbrochenen Angriffe der Luftwaffe gegen bie rückwärtigen Verbindungen des Gegners, der durch Zerstörung feiner Nachschubwege in seiner Bewegungsfreiheit außerordentlich gehemmt wird. Bei der Bewertung der Leistungen unjerer Truppen darf man bei .aller Bewunderung für bie fechtenden Verbände das Verdienst nicht übersehen, das dem Nachschubdienst zukommt. Alle Hoffnungen unserer Gegner, baß die deutsä)en Operationen sich festlaufen müßten, weil eine Angleichung bes Nachschubs an das Dormarschtempo nicht möglich sein würde, hat das reibungslose Funktionieren des gewaltigen Apparates ber Nachschubverbände zunichte gemacht. Mit der Mammutwehrmacht der Bolschewisten wird Herr Churchill ber letzte Festlandsdegen aus der Hand geschlagen. Alle Kommuniques und Resolutionen aus Moskau können nichts an der Tatsache ändern, daß keine Tonnage der Welt in ber Lage wäre, die Sowjets mit den Materialmengen zu versehen, bie sie zum Ausgleich ihrer Verluste benötigen, ohne sie infolge des Kapazitätsverlustes ihrer Rüstungsindustrie selbst im erforderlichen Ausmaß Herstellen zu können. Daß Deutschland neben diesem Kampf im Osten stark genug ist, seine Schläge gegen England weiterzuführen, ist eine besonders bittere Entäuschung für London. Eine Der- senkungszahl von fast 700 000 BRT. im vergangenen Monat beweist, daß auch der Einsatz der Kriegsmarine gegen die Sowjetflotte den Fortgang der Atlantikschlacht nicht zu beeinträchtigen vermag.- 0ie Arbeit der Luftwaffe am Donnerstag. 16 Bahnhöfe zerstört, 60 Eisenbahnzüge getroffen. ren genannt wird neben ben gewaltigen Leistungen der Front. Jeder weiß, was er tun muß in dieser Zeit. Jede Frau, jeder Mann, sie wissen, was man mit Recht von ihnen fordert, und was zu geben sie verpflichtet, _ , sind. | Reben der Unterbrechung zahlreicher Eisenbahn- Wenn sie nur einmal auf die Straßen gehen linien, Bahnanlagen unb Straßen der Bolschewi- unb in Zweifel sein sollten, ob sie noch einmal, ften und der Zerstörung von 16 Bahnhö- geben sollen, geben müssen ober nicht, bann mögen ' f c n wurden insgesamt 60 Transport- unb sie nur einen Blick seitwärts wenden: vielleicht! D e r s o r g u n g s z ü g e der Sowjets getroffen, wirb ihnen bann einer begegnen, der viel Sieben Züge wurden dabei vollkommen zerstört, mehr als sie für Deutschland geopfert 33 durch Volltreffer in Brand gesetzt und 20 wetz a t. (Mit stürmischer Zustimmung nehmen die tere durch Bombenvolltreffer schwer beschädigt. Parteigenossen diese Worte des Führers auf.) Starke Verbände von Kampf- und Sturzkampf- Mehk' I lisch' I t btt I wO I itümmti en: Dtt I s-htt I ge^eurr I ifit boi I geN I britM I mch I mb nich I gewest I ibt au» reich h* | lich sind M I ’eelän^ m o>l. rheii gf her F ter.) . rs. ** seit brf erlitte eri^ ,n W unb vor b*r nM jt HM echt< «»A ober? le br-» ' bie»* eil). Als Verlobte grüßen Osteinsatz GLORlfl IU1SE MllRIGi KARL l .MEHL-WRMER KHMJSS Wir haben uns verlobt Edeltraut Friedrich Hans Ludwig Hartmann 1 4145D 4131 D Ihre Verlobung geben bekannt fängerin, gesucht. 4119D Semesterbeginn: 1. April u.15. Oki land hingab. In stiller Trauer: Wohn- oder Geschäftshaus Achtung! Achtung! Aufnahme in die 391 oA 4126 0/ y 4138 D 4094O | Gießen, den 3. Oktober 1941. aus 9er für sofort gesucht. 41320 SeWer 9of lÄ“ [Stellengesuche| für Büro- und Ladenarbeiten [03297 arbach. I PQLQST ANN ELIE J S tines Jetern y Gewerbeschule Gießen bei puß ■ Schrift!. Angeb. unter 03263 an den Gieh. Anz. 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FFospekte-frei Der DirektorTielmann Lieselotte Wagner Holzheim Karl Thoma (Dachau) München Danksagung. Für die erwiesene Anteilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Katharine Reitz, geb. Friedrich sagen wir herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Reitz. Wenig gebrauchte Personenwagen gesucht. OPEL* Automobile Gießen " Ruf 2847 ® Für die mir zu meinem 70. GEBURTSTAG erwiesenen Aufmerksamkeiten danke ich allen recht herzlich Karl Post, Bäckermeister Gießen -Wieseck Spielplan vom 7. bis 12. Okt. Dienstag, 7. Oktober, 19.30 Uhr Ö.Dienstagmiete u. Halbmiete B Veit Stoß. Mittwoch, 8. Oktober, 19 Uhr 6. Mittwochmiete u. Halbmiete B Liebe in d. Lerchengasse Freitag, 10. Oktober, 19.30 Uhr 6. Freitagmiete u. Halbmiete B Wie du mich wünschst. Sonntag, 12. Oktober, 19 Uhr Zauber der Melodie 1000Takte Musik,Tanzu. Gesanf mit der bekannten Radiokapelle Joe Bund Gebe Nachhilfe in Kurzschrift u. Maschinenschreiben. Schr. Ang. unt. 03314 a. d. G.A. 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Die Trauerfeier findet Montag, den 6. Oktober 1941,14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Ordentliche Frau zum Ausbessern und Anfertigen von Kinderkleidung 2-3 monatlich bei guter Bezahlung gesucht. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gieh. Anz. 3»mD Berlin-Johannisthal Gießen Mittelweg 28 Feuerbachstraße 3 z. Z. Im Felde ________03290/ 3—4-3.-Wohn. . —, Schr. Ang. unt. ■B 03319a.d.G.A. Heute erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgelieb- ter, unvergeßlicher Mann, der liebe volle Vater seines Töchterchens, unser guter hoffnungsvoller Sohn, mein lieber, einziger Bruder, unser lieber Schwiegersohn, Schwager, Enkel und Neffe Bibliotheksreferendar Dr. Wilhelm Auer Leutnant und Batl.-Adjutant, Inhaber des EK. II und des Verwundetenabzeichens, am 14. September 1941 bei den schweren Kämpfen im Osten im Alter von 28 Jahren in treuester Pflichterfüllung für sein Vaterland gefallen ist. In tiefem Schmerz: Gertrud Auer, geb. Sann und Töchterchen Inge Jakob Auer und Frau Margarete Auer Hugo Sann und Familie. Gießen, den 1. Oktober 1941. Liselotte Zeuner, geb. Muth, und Kind Helga Familie Johann Muth Ludwig Zeuner, z.Z. im Felde, und Familie Emilie Schuhmann Ww., geb. Zeuner Emil Keller und Frau Agnes, geb. Zeuner Alois Ulrich und Frau Sophie, geb. Zeuner Lisa Zeuner. Aliendorf/Lda., Fechenbach - Aschaffenburg — Miltenberg am Main, im Oktober 1941. 03267' Ein Draht-Kinderbett und eine Holzbeltstelle z.verkauf. l"3kD Crednerstr.lJp. Gut erhaltener ßinöetroagen billig zu verkauf. Sonnenstr. 14, I I.Stvck. [03310 Goldu.Silber alte Silbermarken kauft zum Höchstpreis Carl Brück Schr. Äng. unt. 03292 a.d.G.A.^ Sonn., ruhiges Wohn- und Schlafzimmer m. Zentralheiz. an gebild., im Beruf steh.Herrn z. vermiet. [03288 | Verkäufe | Gute Fahrkuh z. verkauf. [03317 Kinzenbach Nr. 17. Verkaufe 4 Läufer 50—60vfündige, gute Fresser. Ernst Mandler, Heuchelheim, Rodheim.Str.2. 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[03203 I Bismarckstr. 7 11 1 abds. 0.6-8 Uhr. im Oktober 1941 _________________4129 r) / Kahrbote gesucht uieD Bering ves (Siebener Anzeigers ltt.?3ü Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzetger für Oderhessen) u u U7 stimmen bie Auserwählten zu, aber sie sind in kn Unwetter immerfort auf Umkehr bedacht, sie k* fen an ben Roggenschnitt unten im Dorf, bem k nun schon zu lange fernbüeben, sie sind Bauern '-ni« keine Bergläufer, und man kann es ihnen kaum grübeln, wenn ihnen bie Ernte baheim teurer ist ber Kriegszug auf ben Berg. 3lan muß in bem Tagebuch der ersten Besteigung pj Großglockners Nachlesen, wie die Männer, bie k an ihn heranwagten, bie Gewohnheit ber Ge- pri.ler annahmen, wie ber Berg m lebe rum sie rn pife nahm, ehe sie noch zu ihm hinritten, wie sie pie erhabenen Listen zu überbieten suchten und ■ben Launen widerstanden durch Gedulb. Don bem ^-sten ist selten bie Rebe, aber man spürt doch ^ner wieder seine Gegenwart, wie er ihnen, ein fJer Geist, oorangegangen ist, wie alles, mas aut m Berge geschah für seinen tätigen Beistand Auf bem Berge sind sie zäh unb verbissen wie j^uern auf einem widerspenstigen Feld. Am An- :Tfl schickten sie zwei Späher aus. bie mußten Zugang erkunden; ba waren sie Soldaten. f Zwei Helligenbluter Bauern hießen von nun trl "die Glöckner". ihren — zur Verteilung zur Verfügung. Das, was jropa erzeugt muß ber gesamten europäischen ssinährung bienen. Was bas beutsche Landvolk in diesen Jahren des ihs aufgezwungenen Ringens um Sein oder Nicht- sin unseres Reiches hat leisten müssen und noch listen wirb, kann nur eine spätere geschichtliche lüfbigung voll ermessen. Wir selber stehen zu sehr lr. Fluß der Geschehnisse, um den richtigen Maß- |t'b für Opferbereitschaft unb Pflichterfüllung bes Lmbvolkes zu besitzen. Wie sieht es heute auf bem Isife aus? Betriebsführer, Söhne und leitende Mit- tbeiter stehen vielfach an der Front. Der in ben b'ten Jahren befindliche Teil der Stammarbeiten fcaft bient gleichfalls unter ber Waffe. Oft ist es I? Bäuerin, die allein mit Gefangenen aus aller kett unter der ganzen Last der von ihr zu fordern- m Arbeit steht. Das eine Mal wird die zurückge- flingene Pferdezahl als besonders brückend empfun« n, im anderen Falle find es bie Verzögerungen in Vk Belieferung mit notwendigen Betriebsmitteln, II Sorgen über Sorgen bringen. Die beutsche klndwirtschaft hat biese Lasten als unumgängliche köhwierigkeiten in Kauf genommen. Wie sie mit Men fertig geworden ist, bleibt einmalig, und wer Ilegenheit hat, in allen Gauen unseres Dater- ilndes das Landvolk an der Arbeit zu sehen, be- bie Ueberzeugung, baß solcher aufopferungs- ! uHen Leistungen nur ber deutsche Bauer unb Land- iirb fähig sinb. Nach Beendigung des uns aufge- ungenen weltweiten Ringens wird diese be- winbernswerte Leistung auch ihre materielle An- tr ennung finden müssen. Darüber besteht kein ^□eHel! Zu den großen Kriegsleistungen ber Land- irtschaft gehört nicht zuletzt die normalerweise un- , tilgbare aeringe Höbe der Erzeugervreise. Unter Üm Begriff der „Aufrüstung des beutschen Dorfes" prb sich nach bem Kriege ein umfassenbes Pro- len gewesen. Die harten Gesetze bes Krieges haben pr ber Landwirtschaft nicht Haltmachen können. Die t'triebswirtschaftlichen Bedingungen haben oft ichwieribkeiten über Schwierigkeiten mit sich gemacht, die aber — wir sind stolz, das rückblickend siststellen zu können — immer wieder vorbildlich ^meistert werben konnten. Wenn man bedenkt, wie sihr ber Feind auf ein Versagen der landwirtschaft- lchen Produktionskraft spekulierte, bann weiß man euch, baß alles barauf ankam unb weiter darauf p.kommt, baß ber „General Hunger" so ober so lom beutschen Lanbvolk geschlagen wirb. Unb wie I rurbe er bislang geschlagen! Das von den inter- iiitionalen ßügenbienften in aller Welt verbreitete | Gerücht, baß Deutschlanb in biesem Jahre einer j knährungskatastrophe entgegengehe, bie seinen Gegnern ben Sieg in naher Zukunft sehr leicht Iachen würbe, ist in sich zusammengebrochen. Wenn h auch bas endgültige Ernteergebnis zach nicht llständig überblicken läßt, so kann doch heute «on mit Gewißheit gesagt werben, baß bie bies- hrige Ernte bei Brotgetreide und Hackfrüchten für sorgen wird, daß Deutschland so wenig wie | fr den verflossenen Jahren im dritten Kriegswirt- shaftsjahr zu hungern braucht. Dank ber über- rgenben Leistungen bes beutschen Lanbvolks bleibt j'ükche Blockabehoffnung der plutokratischen Welt- ; urberber und ihrer bolschewistischen Unterweits« ’ stunde zerstört. Es llt allerdings ein immer noch ; flegentlid) anzutreffender Irrtum, wenn man r aubt, wir müßten boch durch bie militärische Be- 4./5. Oktober 1941 um ihn bann zu vernichten. Für ben Generalfelbmarschall ist bas Blut seiner Ahnen bestimmend. Walter von Brauchitsch stammt aus einem alten Solbatengeschlecht, bas bem preußischen unb beutschen Heer manchen Offizien geschenkt hat unb bem Vaterlanbe viele Blutopfer brachte. Er trägt also in sich bie Selbstbisziplinierung ber alten preußischen Offiziersgeschlechter, bie Bescheidenheit, die sich mit Ernst und Würde unb Selbstachtung paart, bas prunklose Wesen eines Mannes, ber nach bem alten römischen Satz bes esse non haberi, bes „Seins, nicht scheinen", sein ganzes Wesen formte Im Weltkrieg stanb Walter von Brauchitsch als Generalstabsoffizier in vorberster Front. Er stürmte in einer kritischen Stunbe ber Septemberkämpfe 1914 mit einer schnell zusammengerafften Gruppe von Musketieren eine wichtige Straße in ben Argonnen, unb währenb ber schweren Stellungskämpfe vor Verbun befanb er sich fast immer in ben vordersten Stellungen. Das Vertrauen unserer Verbunkämpfer war mit ihm. Nach bem Weltkrieg unterzog er sich ber Ausbildung ber Schlagkraft unserer Reichswehr, unb als Abolf Hitler bie Macht übernahm, als bie allgemeine beutsche Wehrpflicht wieder eingeführt wurde, konnte Walte.r von Brauchitsch in größerem Rahmen für sein Ziel wirken, in einem Dolksheer jeden einzelnen Soldaten zu einem Vorkämpfer deutscher Freiheit zu machen. Die Ausbildung des Heeres, die Einführung rteuer Waffen, alles bas, was sich jetzt so glorreich bewährt, ist mit seiner Initiative zu verbanken, unb in vollem Bewußtsein dessen, was geschaffen wurde, konnte Walter von Brauchitsch im Sommer 1939 in Tannenberg sagen: „Wir suchen ben Kampf nicht, aber fürchten ihn noch viel weniger " Der Kampf unb bannt die Bewährung bes Werkes, an bem er gearbeitet, wurde uns von ben westlichen Plntokratien aufgezwungen, bie Polen vorschickten. Die Blitzoffensiven vernichteten nicht nur die Polen, sondern auch die Franzosen. Briten und sonstiae Hilfsvölker ber Jubäo-Plutokratie auf bem Kontinent. Am 4. Oktober werben bie beutsche Wehrmacht unb bas beutsche Volk bem Generalfelbmarschall noch weitere Siege wünschen. Denn bei ihm ist Deutschlanb. Kleine politische Nachrichten. Den Beginn ihres neuen Tätigkeitsjahres beging die Deutsch-Italienische Gesellschaft in Rom mit einer Feier, zu der der Duce erschienen war. Der Einladung des Präsidenten der Gesellschaft, Minister für Volksbildung Pavolini, waren sämtliche führenden Persönlichkeiten von Staat, Partei unb Wehrmacht gefolgt. An ber Spitze ber Mitglieber ber deutschen Botschaft sah man Botschafter pon Mackensen. Ferner waren u. a. bie diplomatischen Vertreter ber Staaten bes Dreimächtepaktes sowie ber in Rom weilende Parteisekretär ber kroatischen Ustascha-Bewegung, Lorkowitsch, anwesend. * Der Generalstabschef ber italienischen Luftwaffe, Generaloberst Pricolo, traf am Mittwoch in Berlin ein, von wo er sich an bie Ostfront begeben wirb, um Besprechungen mit bem Reichsmarschall abzuhalten und die an ber Ostfront eingesetzten Ver- bände ber italienischen Luftwaffe zu besuchen. Alle Arzneimittel tragen auf ihrer Packung das »Sayet«-Kreuz. Es ist ein Sinnbild erfolgreicher, wissenschaftlicher Arbeit und jahrzehntelanger Erfahrung. Das Kreuz ist das Zeichen des Vertrauens. den Seinen, da sie schon chre Niederlage betrauern, noch einmal auf ben Berg, ber sich mit einem blauen Glanz bekränzt hat, unb jetzt kommen sie wahrhaftig bahin, wo sie Halleluja rufen dürfen. Als sie auf bem Gipfel bas Kreuz aufrichten — es geschieht auf ber einen Kuppe, während auf ber anbem, höheren, das Kreuz erst im nächsten Sommer hochragt, so baß ber Großglockner im Jahre 1800 zwei Kreuze trägt, was man auf ber Gedenkmünze des Fürsten Salm wohl sehen kann —, ba schießen bie Heiligenbluter mit ihren Böllern, und bie Sieger hören den Hall bis hinauf auf den Berg. < A > BAYER < E > V RV Bon einem Mann, her das Brot über alles liebte. Na, setzen wir uns erst! — Also, ber Mann, von bem ich erzählen will, war ein Pastor. Ich bin bamals ein Junge gewesen. Er sah aus, als stamme er aus ben Zeiten ber Bibel, so roürbig, so mächtig, unb auch seine Sprache hatte etwas Feierliches, was mir zunächst recht komisch vorkam. Allmählich gewähnte ich mich daran und mußte nicht mehr über ihn lachen. Ich fürchte sogar, ich habe mir ein bißchen seine Feierlichkeit angewöhnt, wie? — Ist ja nicht schlimm, wenn einmal jemand anders redet, als wie es in ber Zeitung steht. Bei biesem Pastor aß ich also manchmal zum Abenb. Ich muß ein recht saures Gesicht gezogen haben, als es zum erstenmal nur trocken Brot unb Milch gab. Er fragte mich bös, ob ich etwa nicht zufrieben wäre, unb haute mir, ohne meine Antwort abzuwarten, eine gewaltige Schelle herunter, daß ich nicht wußte, wo mir ber Kopf stanb. Dann steckte er mir bas Brot in ben Munb unb fragte, was ich schmecke. Brot, sagte ich, aber er schien es nicht zufrieben. Drohenb ragte er vor mir, einem Erzengel gar nicht unähnlich, unb fragte: Schmeckst bu nicht auch Erbe, Regen, Winb unb bie Mühsal berer, bie bas Korn säten unb schnitten, bie es mahlten unb buten? Unb ich sagte immer: Ja, ja unb kaute unb würgte, nur um ben zornigen Mann zu besänftigen, ber mir auf seine Weise unvergeßlich beibrachte, daß unser Brot bie ganze Erbe enthält. Martin Raschke. Aus der Stadt Gießen. Lieder und Bräuche beim Erntefest. In den deutschen Volksliedern spiegeln sich Denken und Erleben unseres Volkes am innigsten wider. Diese Lieder handeln aber nicht nur vom Frühling oder vom bunten Herbst. 2Iud) in der Erntezeit und beim Erntefest entstanden kleine Volkslieder, besonders in den Gebirgsgegenden. Schon beim Dengeln der Sensen wird gesungen: Wann i pfeif und fing, beng, beng, bing, bing, bing, beng, geht's nöt halb so streng! (Steiermark.) Auch viele bayerische Schnadahüpferl gehören hierher. Text und Ton entstehen hier gleichzeitig, und es ist schwer, sie schnell aufzuzeichnen. Sie kann man eben nur singen. In Schwaben wurde ein Erntelied gesungen, dessen erste Strophe so lautet: Lustig ins Felde, nicht müßig gestanden! Es ist nun die prächtige Ernte vorhanden! Alles soll laufen, was regen sich kann! Bindet die Garben und traget recht an! Und in Norddeutschland singen die Knechte beim Wetzen der Sensen: Striek un wett un strikt un wett, un kiek mal na de Sünn! Wie wölln den Burn bat Geld afnehm'n, de Dag is bald to Enn! In der Gegend von Hannover ließ man oft ein Stück des Getreideackers ungeschnitten, und beim Erntefest wurde es umtanzt, darauf gemeinsam ab- geschnitten und in einem Zug, Musik voran, ein- gebracht. Dabei wurde gesungen: „Wir kommen jetzt vom Hafermäh'n ..." Zu einer Melodie werden oft die verschiedensten Terte gefunaen. Daß diese Erntelieder auch echte Volkslieder sind, geht auch daraus hervor, daß sie wandern. Man hört sie im Süden Deutschlands, bann wieder im Norden ober im Osten. Eins ber bekanntesten Volkslieber ist bas solgenbe: „Ich härt' ein Sichlein rauschen ..." All biese Lieber entsvrinqen ber Dankbarkeit, die jeh»r Bauer beim Erntefest empfindet. Zu den vielen Bräuchen während der Ernte und beim Fest gebärt auch die letzte Rogaengarbe, die früher in vielen Gegenden Deutschlands auf dem Acker stehenblieb Sie war Wotan geweiht. Im S'baumburgischen nannte man die letzte Garbe ,.Maulrogaen", und die (Schnitter riefen dreiyial „Waul" (Wetten). Im alten Mecklenburg riefen die Schnitter: „Wode. hale dinern Rosse nu Voder (Futter)!" Daß Wotans Gemahlin, Freya, in verschiedenen Namen auftritt ist bekannt. Wir finden sie als Karnmntter Roaaenweib und Kommubme. So haben sich alte germanische Sitten und Gebräuche bis in unsere Zeit erhalten. Unbewußt pfleate sie das Landvolk, und von Geschlecht zu Geschlecht wurden sie weitergetragen. H. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Annelie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Krach im Vorderhaus". — Artilleristenkameradschaft: 20.30 Uhr Kamerad- schaftsappell im „Hessischen Hof". — Herbstmarkt (Schaumesse) auf dem Oswaldsgarten. Tageskalender für Sonntag. Stadtthsater: 15.15 bis 17.15 Uhr „Ich bin fein Casanova": 19 bis 22 Uhr „Liebe in der Lerchengasse". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Annelie".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Krach im Vorderhaus". — Obst- und Gartenbauverein Gießen: 15.30 Uhr Versammlung im „Burghof". — Herbstmarkt (Schaumesse) auf dem Oswaldsgarten. Theater der Universitätsstadt Gießen. Morgen, Sonntag, findet die Erstaufführung ber Operette „Liebe in ber Lerchengasse" statt, zu ber Hermann Hermecke bas Textbuch, Arno Vetterling die Melodien schrieb. In den Hauptrollen: Renate Freihen, Käte Jaenicke, Valeska Lange, Hans Bergmann, Kurt Bosny, Leopold Fischer, Hugo Hellmers- Hallwegh und Franz Payer. Die musikalische Leitung hat Gerhard Hergert, die Spielleitung Franz Payer, Bühnenbilder Karl Läsfler. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Bauernarbeii im Dienste der Volksgemeinschaft. Eindrücke und Beobachtungen in einem Bauernhof. Am morgigen Erntedanktag tritt die Arbeit unserer Bauern und Landwirte wieder einmal ganz besonders in den Vordergrund des öffentlichen Interesses. Im Hinblick darauf haben wir während eines ganzen Tages der Arbeit in einem Bauernhof in Lau g- Göns beigewohnt. Unser Besuch galt dem Betrieb des Landwirts Wilhelm Keßler, der als Kartoffelsaatgutvermehrer, Schweine- und Pferdezüchter weit über sein Dorf hinaus bekannt ist. Bei diesem Einblick in die bäuerliche Arbeit, wie auch bei früheren Besuchen in anderen Dörfern konnten wir eindrucksvolle Beobachtungen über das Wirken unseres Bauerntums im Dienste der Volksgemeinschaft machen. In diesen Herbsttagen herrscht auf dem Lande Hochbetrieb. Die Arbeit läuft fast pausenlos vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein. Es gilt, die wichtigen Erntegüter für unsere Volksernährung zu bergen und zum Verbrauch bereitzustellen. Aber nicht nur in diesen Wochen der Ernte, sondern auch zu anderen Jahreszeiten gibt es im Bauernhof Arbeit in Hülle und Fülle. * Frühmorgens zwischen 5 und 6 Uhr — im Sommer oft noch früher —, wenn sich die meisten Stadtbewohner noch einmal auf die andere Seite umdrehen, ist im Bauernhöfe die Zeit des Aufsteigens gekommen. Die ersten Arbeiten gelten der Versorgung des Viehes. Da müssen die Pferde gefüttert und geputzt werden, im Kuhstall ist Futter aufzustecken und zu melken, in den Schweineställen machen sich die hungrigen Borstentiere ungestüm bemerkbar, nebenher sind die Ställe zu säubern und ist frische Einstreu zu geben. Auf dem Hofe sind die Wagen und Arbeitsgeräte zunächst mindestens für den Vormittag bereitzustellen. Dann erst können der Bauer und seine Angehörigen an das Kaffeetrinken denken. Nun kommen auch schon die Helfer, soweit sie nicht im Bauernhause selbst wohnen, zur Arbeit auf den Hof. Dann zieht der Bauersmann mit seiner Frau, seinen erwachsenen Kindern und den Hilfskräften hinaus ins Feld, wo sie in schwerer Arbeit auf den Aeckern die Nahrung für Mensch und Tier, für Dorf und Stadt gewinnen, die uns allen das tägliche Brot ist. Nur kurz ist die Mittagspause, die aber auch dazu dienen muß, das Vieh zu versorgen und die Arbeitsgeräte für den Nachmittag bereitzumachen. Wiederum geht's dann hinaus ins Feld, wo die Arbeit bis in den Abend hinein alle Kräfte in Anspruch nimmt. Wenn mit dem sinkenden Abend Mensch und Tier auf den Hof zurückkehren, ist aber noch lange kein Feierabend. Nun gilt wieder die erste Sorge des Bauern und seiner Helfer der Versorgung des Viehes, während die Hausfrau im Haus und auf dem Hofe noch so viel zu tun hat, daß auch sie kaum einmal zum Verschnaufen kommt. Meist erst spät am Abend kommt die Bauernfamilie dazu, sich zum Nachtessen um den Tisch zu versammeln. Und dann sind alle von der schweren Arbeit des Tages so ermüdet, daß nur noch kurze Zeit für einen Blick in die Zeitung verbleibt, worauf dann endlich die wohlverdiente Ruhe folgt. So reiht sich Werktag an Werktag. Der Sonntag bringt nicht minder große Arbeitspflichten, auch wenn sie den Bauer und feine Helfer nicht hinausführen auf den Acker, sondern in Haus und Hof zu erfüllen sind. Da ist wiederum, wie an jedem Tag, das Vieh zu versorgen und außerdem noch vieles zu tun, was an Wochentagen nicht gemacht werden kann. Der Bauer hat vor allem auch (eine mannigfaltigen schriftlichen Arbeiten zu erledigen, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb unerläßlich sind. Die Bauersfrau muß neben der Tagesarbeit noch solche hausfraulichen Angelegenheiten besorgen, die unter dem Zwang der Arbeitsfülle wochentags zurückgestellt werden mußten. Diesen normalen Alltagsbetrieb fanden wir bei unterem Besuch auf dem Bauernhof in Lang-Gäns zu Anfang dieser Woche durch die herbstliche Erntearbeit noch erheblich gesteigert vor. Im Dorfe — und ebenso ist es in allen anderen Dörfern zur Zeit der Ernte — herrschte fast sonntägliche Stille, denn alle Einwohner, die nur irgendwie zur Feldarbeit fähig sind, waren schon von den frühen Morgenstunden ab draußen auf den Aeckern. Wir zogen, während die Angehörigen unseres Bauern mit den Helfern auf den Kartoffeläckern arbeiteten, mit unserem Gastgeber zunächst hinaus zum Grasschnitt, um das schnittreife Grünfutter heirnzufchaffen. Uederall im Feld herrschte der Hochbetrieb der Erntearbeit. Selbst der über 70 Jahre alte Großvater stand dabei noch wacker seinen Mann: bei der Kartoffelernte war er ebenso rege mit dabei wie beim Pflücken des Obstes auf der hohen Baumleiter. Vom Futterschneiden gingen wir mit zu den Kartoffeläckern, und auch hier wieder erlebten wir so emsiges und anstrengendes Arbeiten beim Ausmachen der beliebten Knollen, wie es sich wohl viele in der Stadt kaum vorstellen zu können. Alt und jung, vom Großvater bis zum Schulkind, gönnten sich kaum einmal eine Minute des Aufrichtens von ber mühevollen Arbeit des Kartoffelauflesens. Vorher aber muß der Bauer selbst, vielfach auch — wenn der Bauer zur Zeit unter den Waffen steht — der Großvater ober ein hilfsbereiter Nachbar mit Pferben ober Kühen unb KartoffSlrober die langen Furchen von einem Enbe bes Ackers bis zum anderen aufreißen, um die Kartoffeln ans Tageslicht zu schaffen. Und er muß, wenn die Ausleser ihre Arbeit vollendet haben, mit ber Egge hinter bem Pferb ober ber Kuh den Acker erneut in Arbeit nehmen, um bie noch in ber Erbe steckenben Knollen hervorzuholen, bamit auch sie geborgen werben können. Wie anstrengend bas Auf unb Ab bes Marsches über den Acker ist, konnten wir als „Mitmarschierer" selbst verspüren. Sobald der Segen des Ackers in den Säcken geborgen war, folgte das Ausladen der schweren Lasten auf den Wagen. Hochbeladen mit Säcken rollte schließlich der Wagen heimwärts zum Hof. Von dort ging es dann sofort mit dem Gespann und einem anderen Wagen wieder hinaus, um nochmals wertvolles Futter von der Wiese heimzuschaffen. Mittlerweile war es gegen Abend geworden, die Zeit, da in der Stadt die Feierabendruhe Einkehr hält. Aber hier draußen im Dorfe dachte kein Mensch in dieser Stunde an Feierabend. Noch einmal ging's hinaus auf den Kartoffelacker zur Erntearbeit. Viele andere Fuhrwerke zogen ebenfalls wieder hinaus. Rundum im Feld herrschte noch immer regstes Schaffen. Erft als die Dämmerung fast schon zur Nacht geworden war, kehrten die Fuhrwerke und die unermüdlichen Männer, Frauen und Kinder, ins Dorf zurück. Allenthalben in den Häfen herrschte jetzt weiterhin der eherne Rhythmus der Arbeit. Nun war abzuladen und der Kartoffelsegen in die Keller zu bringen. Das Vieh mußte wieder versorgt werden. Die Fuhrwerke und Geräte waren für den nächsten Tag bereitzumachen. Die alte Großmutter, bie tagsüber zu Hause in ber Hauswirtschaft ebenso unermüdlich geschafft hatte, erhielt jetzt eine Ent- laftung burch bie Hausfrau, benn Arbeit war un Haushalt" noch in Hülle unb Fülle vorhanben. So hatten alle auf bem Bauernhof noch viel zu hurm einer Stunbe, in ber man in ber Stabt bereits ans Schlafengehen benkt. Wieber war ein arbeitsreicher und burch bie glückliche Ernte boch froher Werktag zu Enbe. Die Körperkraft bes Bauern war den Tag über ber Ernte gewidmet. Seine Gedanken richteten sich aber bereits auf die noch bevorstehende Dickwurz- ernte, darüber hinaus auch schon auf die Planungen für die künftige Aussaat. Da wurden bereits die neuen Bestellpläne erwogen und hin und her überlegt, wie für die verschiedenen Aecker die Aussaaten am besten anzuordnen wären, um auch im Verdunkelungszeit 4. Oktober von 18.52 bis 7.25 Uhr. 5. Oktober von 18.50 bis 7.27 Uhr. nächsten Jahre den höchstmöglichen Ernteertrag für die Volksernährung aus dem Boden herauszuholen. Diese Planungen für die kommende Bestellung, sowie die Vorbereitung des Saatgutes nehmen an den kommenden Sonntagen und in den ein wenig ruhigeren Tagen unmittelbar nach der Ernte den Bauer und feine Angehörigen besonders in Anspruch, wobei auch ber Großvater unb die Groß- mutter, beide von der Last der jahrelangen schweren Arbeit gebeugt, noch mancherlei anstrengende und wertvolle Mitarbeit im Hofe unb in ben Ställen, wie auch auf dem Acker leisten. Denn die richtige unb gute Aussaat ist eine der wesentlichsten Dorbe- bingungen für ben Erfolg alles bäuerlichen Mühens. Unb wie oft müssen ber Bauer unb bie Bäuerin auch die wohlverbieyte Nachtruhe opfern, wenn im Rindvieh- und besonders im Schweinestall Nachwuchs zur Welt kommt und dabei den Muttertieren, aber auch den Kälbern bzw. Ferkelchen Hilfe unb Pflege zu leisten sind. So sind die Tage, Wochen unb Monate der Bauernarbeit ausgefüllt mit nie abreißender schwerer unb verantwortungsvoller Arbeit. Die Früchte dieses Schaffens genießen auch die Volksgenossen in der Stadt mit. Und dafür wollen wir unseren Bauern und Landwirten am Erntedanktag unsere dankbare Anerkennung barbringen. B. Theater der Universitätsstadt Gießen. Hermann Heinz Ortner: »Veit Stoß". Ortners historische Bilderchronik aus dem Leben des großen Nürnberger Plasttkers Veit Stoß sucht hinter dem Kostümstück das Künstlerdrama. Das Künstlerthema in seiner vielfältigen Problematik, zu allen Zeiten aktuell, hat immer wieder — auch im notwendig begrenzten Raume des Dramas — zur Auseinandersetzung gereizt. Die in unvergänglichen Werken zu Nürnberg, Bamberg unb Krakau beglaubigte Persönlichkeit Stoßens wirb hier, unbeschabet ihrer Jnbividualität, als ein Prototyp bes künstlerischen Menschen eingeführt. Auch an feinem Fall soll jene berühmt geworbene Formel von der Disproportion^ zum Leben, jene Spannung also zwischen der schöpferischen und der übrigen Welt aufgewiesen werben. (Man benke an Tasso, an Riemenschneiber, an Kleist, an Büchner, um einige der markantesten Beispiele zu nennen.) * Zwar läßt sich das Geheimnis der künstlerischen Intuition, bas Mysterium des Schaffensprozesses mit den Mitteln des Dramas nur andeuten, wie es hier in einer visionären Szene einmal geschieht; auch die ausstrahlende Wirkungsgewalt einer künstlerischen Leistung kann, solange nur davon geredet wird, allenfalls erahnt werden. Wohl aber kann aufgewiesen werden, wie sich die nüchterne Wirklichkeit oder „das Leben" zwischen den Künstler und seine Schöpfung drängt. Ortner hat In den elf Bildern seines Stückes so vielerlei zur Verdeutlichung des Problems zusammengetragen, daß es nicht immer ganz leicht ist, der inneren Linienführung zu folgen. Das Vergehen, um dessen milr n Stoß in Nürnberg gebrondmarkt wurde, spielt, nicht näher bezeichnet, hinein; die großen Gegensätze des Jahrhunderts (Luther und Rom), die minderen Spannungen innerhalb der Stadt zwischen weltlicher Obrigkeit und Geistlichkeit; der Genera- tionenstteit im Patrizierhause Tücher; das Gerede des Volkes und der Konkurrenzneid von Stoßens Mitbewerbern um den großen Altar-Austraa. Einer von ihnen ist ein meineidiger Betrüger, der andere der Vater von Stoßens Modell Veronika, der Geliebten des jungen Tücher, die, in einen Aweikampf zwischen dem Vater und dem Liebhaber yineinstürzend, erstochen wird; fast droht die fol- Reese-Gesellschaft, Hameln Ne öttiSjtUfoongWtr Roman von Horst Alernath 35. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Vor dem Tor hielt Dr. Lechners grauer Wagen, unb der Doktor, immer geschäftig unb in Eile, kam mit ber braunen Bügeltasche in ber Hanb ben Weg herauf. Er betreute bie Hellwangkinber seif ihrer Geburt. Er schätzte Hellwangs Bücher unb hatte oben im Arbeitszimmer manche Stunbe verplaudert. Vielleicht hätte aus dieser Bekanntschaft im Laufe der Jahre ein freundschaftliches Verhältnis entstehen können, wenn der Doktor mehr Zeit für sein Privatleben gehabt hätte. Aber seine Praxis fraß ihn auf. Dazu kam eine schwere Kriegsverletzung am rechten Kniegelenk, ein schmerzhaftes ße ben, bessen Hartnäckigkeit fast alljährlich Operationen erforberte unb ihn oft genug vor bie böse Aussicht einer Amputation bes Unterschenkels stellte. Hellwang empfing ben Doktor und führte ihn ins Kinderzimmer; er machte ihn mit Trix bekannt, bie ihm ihren Platz auf dem Bettrand einräumte. Der Doktor fetzte sich zu Britta. „Freu dich nicht zu früh", sagte er und tätschelte ihre Hand; „ob du in die Schule gehen mußt oder nicht, das sage ich erst nach ber Untersuchung. Und wenn du ben Munb nicht so groß aufmachst, baß ich bir bis in den Magen hineinsehn kann, schreib ich dich gesund, da kannst du haben, was du willst!" Britta lächelte matt. Dieser Witz war ihr nicht mehr ganz neu. „Ich geh' aber gern in die Schul'", grinste sie. „Solchen Kindern verschreibe ich dann eine Spinatkur!" sagte ber Doktor schlagfertig. „Ich sperr' ben Mund schon auf!" versicherte Britta eiligst. Sie war sehr blaß, ihr Puls ging klein unb unregelmäßig, das Fieber stand auf 38,9, der Hals war stark belegt und die Schluckbeschwerden noch aräßer geworden. Der Doktor drehte sich zu Hellwang um: „Ich halte es für Diphtherie. Die Diagnose ist im An- fangsstadium immer schwierig, aber bei einer Angina wäre die Temperatur hoher und der Puls fr nf tiger." Hellwang nickte stumm; es sah aus, als beuge er sich dem Urteilsspruch em es Gerichtshofes. Doktor Lechner erhob sich und öffnete feine Tasche: ,Zch werde ben beiden anderen Kindern ebenfalls Serum geben, aber ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß es einen absolut sicheren Schutz nicht'gibt. Unb ba sich im Hause eine strenge Isolierung nicht burchführen läßt, würde ich schon raten, Britta in eine Klinik zu geben." Hellwang sah nervös zu Britta hinüber, er erwartete einen neuen Tränenstrom und neue Beschwörungen, sie nicht fortzugeben; aber Britta blieb ruhig, obwohl sie Doktor Lechners Vorschlag verstanden haben mußte. Trix warf ihm und dem Doktor einen warnenden Blick zu. „Oh, Britta ist ein tapferes Mädel", sagte sie herzlich; „als ich ihr erklärt habe, daß Diphtherie für solch kleine Kinder wie für Söhnchen sehr ansteckend ist und auch sehr gefährlich werden kann, hat sie nichts mehr dagegen einzuwenden gehabt, daß sie in einer Klinik gesund wird." Der Doktor verstand sofort. „Gefährlich?!" ries er, „direkt lebensgefährlich ist bre Geschichte für solch kleine Buben!" Er wandte sich empört an Trix, als mache er ihr Vorwürfe, Britta gänzlich falsch eingeschätzt zu haben: „Sie glaubten doch nicht etwa, baß Britta eine von diesen feigen Heulliesen ist, bie gleich ein Morbsgetäse machen, wenn sie nur hären, baß sie für ein paar Wochen zur Erholung in ein Krankenhaus gesteckt werden sollen? Erlauben Sie mal, mein verehrtes gnädiges Fräulein, aber wenn Sie auch zehnmal die Tante von Britta sind, da kenne ich Britta doch bester als Sie!" „Gewiß Herr Doktor", murmelte Trix demütig und zerknirscht, „aber es gibt auch andere Kinder ..." ,Leider, leider!" Der Doktor köpfte eine Ampulle und zog das Serum vorsichtig in die Spritze. ,I)a gibt es doch wahrhaftig Kinder, sogar Buben, man sollte es nicht für möglich halten, die sich vor so einer Spritze fürchten!" „Jetzt erzählen Sie aber bestimmt Geschichten, Herr Doktor!" rief Trix ungläubig. „Das spürt man boch nicht mehr als einen Mückenstich!" Der Doktor schlug die Steppdecke zurück und betupfte Brittas Bein mit Alkohol. Brttta lag ganz still und rührte sich nicht, nur ihre Augenlider zitterten ein wenig. Der Doktor setzte sich wieder auf den Bettrand. Sem Hand schnellte mit einem kurzen Ruck vor... „Na, hat das weh getan?" fragte er, als er die Spritze zurückzog. Britta schluckte ein wenig: „I dank schön,- wann die Muck'n so stechen taten’. „Ach so, freilich!" rief der Doktor, „ich hab ganz vergessen zu sagen, daß ich selbstverständlich die afrikanischen Mücken gemeint hab'; weißt, Mords- trümmer Muck'n san dos, denn was glaubst wohl, was bie für Stechrüssel haben müssen, um den Nilpferden durch die Haut hinburchzubohren!" Bevor er ins Badezimmer ging, um sich zu waschen, bat er Trix, Lydia und Söhnchen nacheinander ins Eßzimmer zu führen, damit er ihnen dort die Schutzinjekttonen machen könne. Söhnchen ertrug die Prozedur standhaft, vielleicht, weil alles so rasch ging, daß es schon vorbei war, ehe er überhaupt merkte, was mit ihm geschah. Ein um so größeres Theater führte Lydia auf. Sie brüllte entsetzlich und wand sich wie ein Aal, wenn der Doktor die Spritze ansetzen wollte. Auch Trixens gutes Zureden half nichts. Schließlich blieb Hellwang nichts anderes übrig, als mit feiner Tochter für einige Minuten im Nebenzimmer zu verschwinden. Als sie zurückkamen, war bie Widerspenstige gezähmt, unb ber Doktor konnte fein Werk vollenden, ohne in Gefahr zu geraten, die Kanüle abzubrechen. „Dos hast nötig gehabt!" sagte er schweratmend zu Lydia, als er die Spritze ins Etui zurücklegte. Lydia maß ihn mit einem Blick tödlichen Hasses und verschwand. Der Doktor wischte sich bie Stirn: „O weh, jetzt bin ich ab gemeldet , stellte er gebrochen fest, „ba roirb's unter einem Pfund Himbeer- gutti nicht abgehen, baß ich wieder in Gnaden ausgenommen werde, fürcht' ich ..." Trix verließ die beiden Herren und ging ins Kinderzimmer zurück. Der Doktor läutete das Ha- naufche Kinderspital an und belegte für Britta einen Platz. Dann bestellte er den Krankenwagen. „Ich überlasse es Ihnen", sagte er, als er zu Hellwang zurückkehrte, „Brttta zu begleiten oder durch Ihre Schwägerin begleiten zu lassen. Ich fahre auf jeden Fall mit und werde Britta gut unterbringen." „Danke, Doktor!" Hellwang bot Dr. Lechner Zigaretten an und reichte ihm Feuer. „WahrscheiMch wird meine Schwägerin Britta begleiten wollen. Und ich überlasse es ihr gern. Sie ist in diesen Dingen geschickter als ich, unb wahrscheinlich auch ruhiger..." „Sie dürfen unbesorgt fein, Hellwang; eine Diphtherie darf man natürlich nicht auf die leichte Achsel nehmen, aber bei Brittas kräftigem Allgemeinzu- stand braucht man nicht zu schwarz zu sehen. Unb außerdem hat sie das Serum so frühzeitig bekommen, daß sie bei der glänzenden Pflege im Hanau- scheu Spital die Geschichte gut und ohne Folgen Überstehen wirb. Im allgemeinen verlaufen alle mir in letzter Zeit bekanntgewordenen Fälle gutartig." ,/Ein Glück nur, daß meine Schwägerin hier ist! Ich hätte die Sache womöglich verschleppt! Aber wer denkt auch gleich an das Schlimmste?" „Bleibt Ihre Schwägerin längere Zeit hier?" „Ich fürchte leider, daß sie uns bald oerlaffen wird. Sie hat sich um eine Stellung beim Virchow Krankenhaus beworben. Die Sache entscheidet sich in diesen Tagen." „Ist sie Schwester?" fragte Dr. Lechner interessiert. z, „Nein, Röntgenassistentin. Sie hat vor kurzem ihr Examen gemacht. Zwei oder drei Jahre lang arbeitete sie als Laborantin in einem chemischen Institut. Aber die Arbeit war ihr zu einförmig MÜ> büromäßig." „Röntgenassistentin", nickte der Doktor. „Respekt!" Er zerdrückte den Zigarettenrest im Aschenbecher: „Und wie geht es Ihnen, mein Lieber? Sind Sie bei einer neuen Arbeit? Sie haben es mir hoffentlich nicht verübelt, baß ich Ihnen damals nach bem Erscheinen von „Lorbeer für fremde Fahnen" nur ein paar Zeilen schrieb; ich lag mit dem verdamm- ten Bein mal wieder fest und sah sehr schwarz in bie Zukunft. Das Buch war einer der wemgen Lichtblicke in jenen Tagen. Nehmen Sie es als ehrliches Kompliment: auf Ihre Bücher freu ich mich immer wie ein Bub aufs Christfest. Also, woran arbeiten Sie jetzt? Wie wirb das nächste Werk heißen?" (Fortsetzung folgt.) I wurde am JPUOIEIR USTIERE 275 A 4140D Betr.: Rbeumaplart 509 auf e las Hfch e Flanell ( D. in jedi*r Elpothefe_____ der unseren ag im* ite bet ' slhwi' In den ir Lei' , baß ti ßinien- herzlichsten der hohen seine Ver- Füße erhitzt, überangestrengtz brennend? 'M lik U Geschäfts-Drucksachen ori eiDiaxier Briefumschläge bei Brühl. Schulstraße 7 Geschäftskarten Bekanntmachung. Reichszuschüsse für a) die Teilung von Wohnungen, den Umbau sonstiger Räume zu Wohnungen, sowie An- und Ausbauten zu Wohnzwecken, b) Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Wohngebäuden und Wohnräumen. tags, 1 un. Ent- lr im 1. 6o nn^ln 5 ans sicher erflog Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Seger Nacht Saodagisteonielst Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Einladen Leibbinden Gummi- strümpfe 2977 A J.Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. ag für geleit ng. so- ien an wenig ite den n An- Groh, hweren de und Ställen, richtig! Dorbk' Men« Bäuerin enn hn Nach rtieren, lse und Morgen. s Gießen, den 4. Oktober 1941. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. 3.21.: Gravert. weMilche ptoDinna(-DißhDßnDedung5gßno||6nidiQll_ I über 'N si-h ^urz- ianun- bereits »b h« Aug. ich im Gegrn. )ie miiv zwischl' Venera Gerrdi Stohen; ig. Ei"" der ÜB' ßeronih. in einen Hebhod" die 0 Für die Gewinnung neuer Wohnungen und Wohnungsteile und für die Durchführung von Jnstand- setzungs- und Ergänzungsarbeiten an Wohngebäuden und an Wohnräumen können auf Antrag Reichszuschüsse gewährt werden. 4120C Anträge auf Gewährung von Reichszuschüssen sind für das Gebiet des Stadtkreises Gießen bei dem Stadtbauamt Gießen, Asterweg 9, schriftlich zu stellen. Dem Antrag ist ein genauer Kostenvoranschlag beizufügen. Bevor der Vorbescheid erteilt ist, dürfen die Arbeiten nicht in Angriff genommen werden. Auskunft erteilt das Stadtbauamt Gießen, Asterweg 9. Gießen, den 3. Oktober 1941. Der Oberbürgermeister. I. A.: Gra vert. es ^5 * V s' Bekanntmachung. Durch die notwendig gewordene Einschränkung kann die Müllabfuhr jetzt nur noch einmal wöchentlich erfolgen. Es wird nochmals gebeten, nur das Notwendigste in die Eimer zu tun, da eine Sicherheit für die Abholung des herausgestellten Mülls nicht übernommen werden kann. Die Abfuhr erfolgt nach folgendem Plan: Montag: Seltersweg, Kaplansgasse, Löwengasse, Werner- wall, Steinstraße mit Nebenstraßen, Stadtseite, Kirchenplatz, Marktstraße, Marktplatz, Neustadt, Rodheimer Straße, Krosdorfer Straße, Leimenkauterweg, Läusertsröderweg, Neuenweg, Johannes- straße, Hindenburgwall, Bleichstraße, Stephan- straße, Löberstraße, Goethestraße, Bismarckstraße, Nahrungsberg und Nebenstraßen, Ludwigstraße, Leihgesterner Weg, Ebelstraße, Liebigstraße, Wil- Helmstraße und Nebenstraßen. Mittwoch: Hitlerwall, Moltkestraße, Roonstraße, Kaiserallee, Am Kugelberg, Licher Straße und Nebenstraßen, Ludwigsplatz, Neuen Bäue, Weidengasse, Sonnenstraße, Schulstraße, Walltorstraße, Landgraf-Phi- lipp-Platz, Senckenbergstraße, Klinikstraße, Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Wilhelmstraße, Liebigstraße, Am Riegelpfad (zwischen Liebigstraße und Ludwigstraße), Alicenstraße, Bahnhofstraße, Horst- Wessel-Wall, Mühlstraße, Hammstraße, Hinter der Westanlage, Schanzenstraße, Wolkengasse. Freitag: Alle Nebenstraßen nördlich der Steinstraße— Schwarzlachweg, Werrastraße, Sandfeld, Marburger Straße, Wiesecker Weg, Feuerbachstraße, Fröbel- straße, Tannenweg, Jahnstraße, Friedensstraße, Anneröder Weg, Döringstraße und Ostoiertel, Wetzlarer Weg, Crednerstraße mit Nebenstraßen, Buddestraße, Schubertstraße, Wartweg, Zollstock, Am Riegelpfad (zwischen Ludwigstraße und Aulweg), Gnauthstraße, Schiffenberger Weg und Am Großen • G.m.b.H., Münster LW., Windthorststr. 20, Ruf 26644-45 Stflndlge Vermittlung von Vieh aller Art» tfett- end Weidevieh / Ferkel / Läufer / Pferde uswJ Anschließend werden einige Gebrauchsfohlen 1es Warm- und Kaltblutschlages versteigert. Dank des Gauleiters. Der Ernledanklag erscheint heute unter einem zanz weiten Blickfeld. Er läßt uns an alle die Leitungen und Erfolge denken, die das deutsche Volk m letzten Jahr wieder errungen hat, als Ernte des 5insahes seiner äußeren und inneren Front. Auch die Ernte der Felder hat dazu beigetragen, baß der vernichlungswille des Feindes vereitelt und der Sieg an unsere Fahnen geheftet wurde. Wenn vir dabei der Arbeit des deutschen Bauerntums ^denken, so ist es mir Bedürfnis, dem hesfen-nas- auischen Landvolk meine Anerkennung für seine orbildliche und unermüdliche Leistung auszuspre- ihen. Meinen Dank erweitere ich gleichzeitig aus den trete aller derjenigen Volksgenossen, die sich bei er Bergung d^r Ernte helfend bereitstellten. Ich bin der festen Aeberzeugung und weih, daß os Landvolk unseres Gaues auch weiterhin mit efter Hand den Pflug führen und dem Volke das kof geben wird, im Glauben an den Führer, die Volksgemeinschaft und unser ewiges Reich! Sprenger. Mein Büro und das Büro des von mir vertretenen Rechtsanwalts Hans Kümmel befindet sich jetzt Sonnenstraße 19II (im Hause des Gesellschaftsvereins) Telefon 3198 Rechtsanwalt Wilhelm Koehler ___________________________________________4146 D stellung an der Spitze des ITT. Bataillons 1. Garde- Regiments zu Fuß. Nach dem Kriege 1914/18 diente er dem Vaterland in der damaligen Reichswehr. Ab 1. August 1919 war er Dataillonsführer im Reichswehr-Inf.- Regt. 68 in Prenzlau, ab 20. Oktober 1920 wurde er zum Reserve-Jäger-Bataillon 9 in Ratzeburg- Lauenburg versetzt. Dann kam er in das Reichswehr- Jnf.-Regt. 6, mit Standort in Ratzeburg, später in Lübeck, wo er bis 1927 in Garnison lag. Dann wurde er nach Potsdam versetzt, wo er zuerst beim Reichswehr-Jnf.-Regt. 9, später als Adjutant beim damaligen Jnfanterieführer III, dem heutigen Generalfeldmarschall Keitel, Dienst tat. In dieser Zeit organisierte er den bekannten „Tag von Potsdam" am 21. März 1933. Während seiner Potsdamer Dienstzeit erhielt er vom Führer als besondere Auszeichnung sein Bild mit eigenhändiger persönlicher Widmung als sichtbaren Ausdruck der Anerkennung überreicht. Im Jahre 1934 kam er als Major und Bataillonskommandeur zum Jnf.-Regt. 16 in Bremen, später in gleicher Eigenschaft in das Jnf.- Regt. 65 in Delmenhorst. Dann war er wieder als Bataillonskommandeur in Bremen, wo er zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 1. Oktober 1936 wurde er Kommandeur des Jnf.-Regts. 116, wo er am 18. Januar 1937 zum Oberst befördert wurde. Seine Tapferkeit und sein vielfacher persönlicher Einsatz mit mehreren Verwundungen im Kriege 1914/18 wurden durch zahlreiche Kriegsauszeichnungen anerkannt. Er erhielt das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse, den Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern, das Hamburgische Hanseatenkreuz, das Oesterreichische und das Ungarische Militärverdienstkreuz sowie für seinen Einsatz bei den Kämpfen nach dem Kriege in Lettland das Baltenkreuz. Im jetzigen Kriege erwarb er sich die Spangen zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse, mit denen sein Einsatz in den schweren Kämpfen bei Amiens, beim Vorstoß auf Paris und bis nach Südfrankreich hinein vom Führer und Obersten Befehlshaber anerkannt wurde. Mit Wirkung vom 1. Januar 1941 wurde Oberst Herrlein zum Generalmajor befördert. Generalarzt Dr.Wolkew h. Der Fühxer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 den Oberstarzt Dr. W o l k e w i tz zum Generalarzt befördert. Generalarzt Dr. Wolkewitz, der in Gießen seinen Wohnsitz hat, ist geborener Oberhesse. Er stammt aus Oberbreidenbach (Kreis Alsfeld), wo er am 25. November 1887 geboren wurde. Er besuchte das Gymnasium zu Büdingen und trat nach 21ble«' Da hilft allen, die viel gehen und flehen müssen, rasch Gfasit- Fußpuder. Er trocknet, beleiligt Übermäßige Schweißabsonderung, verhütet Blasen, Brennen, Wundlaufen. Hervorragend für Massage! Für die sonslige Fußpflege- Efasil-Fußbad, -Creme u. -Tinctur. Streu-Oose 75 pfg. Nachsüllbeutel 50 pfg. In Apotheken, Drogerien n. Fachgeschäften erhälilich. Eis-Schränke Q-Ja, Mk. 50.- elngelroffen Carl Schunck Bahnhofstraße 68 NaohlücCO 3 20* H-erhalten Sie bei wfeftr* IlUullluuuv bölten Veröffentlichungen einer Anzeige! tping der ReifesMufmrg Mm Studfirm der Medizin an der Universität Berlin in die Kaiser-Wilhelm- Akademie für das militärärztliche Bildungswesen ein. Den Dienst mit der Waffe legte er im 2. Garde- Regiment zu Fuß ab, und wurde 1913 zum Unterarzt befördert. Den Weltkrieg machte er von 1914 bis 1918 als Truppenarzt bei den aktiven Infante- rie-Regimentern 88 und 87 mit. Nach dem Kriege in verschiedenen Garnisonen, wie Friedberg, Langensalza, Hofgeismar, Minden i. W. und Halberstadt bei der Truppe und in Lazaretten tätig, wurde er 1934 Wehrgauarzt in Magdeburg, dann später Chefarzt des Standortlazaretts und Standortarzt von Potsdam, und kam im März 1935 als Divisionsarzt der 9. Division nach Gießen. Seit Ausbruch dieses Krieges befindet er sich als Korpsarzt eines Armeekorps im Felde. Die Goechemedaiue für Geheimrat Ott. Der Führer hat dem ordentlichen Professor Geh. Medizinalrat Dr. phil. Dr. med. vet. h. c. Adam O l t in Wiesbaden aus Anlaß seines 40jährigen Dienstjubiläums als Hochschullehrer in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der tierärztlichen Wissenschaft und im Hinblick auf seine erfolgreiche akademische Wirksamkeit die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Geh. Rat Olt, der im Februar dieses Jahres seinen 75. Geburtstau beging, wirkte vom 1. Oktober 1901 bis zum 1. April 1934 als Ordinarius für Pathologische Anatomie, Tierhygiene und Fleischbeschau an der Universität Gießen. Nach seiner Emeritierung übernahm er indessen noch die neu- geschasfene Professur für animalische Nahrungsmittelkunde und die Leitung des dafür geschaffenen Institutes, bis er im Sommer 1935 in den Ruhestand trat und nach Wiesbaden übersiedelte. Gießener Dochenmarklpreise. * Gießen, 4. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, % kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün 25, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 20 bis 30, Zwiebeln 12 bis 15, Schwarzwurzeln 40, Kürbis 10, Lauch 20, Sellerie 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 12, Salatgurken 15 bis 30, Endivien 10 bis 15, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. hier" verlas i DirU lurz^ . laug Kümmel f. alle Zwecke empfiehlt Heinrich Haha Samenhandlung 4063D Bahnhofstr. Fernruf 3403 W” i n)olk'- esen^ kich «Ä hie w g-we'H re 0% ende Gerichtsverhandlung, die aus unseligem Zu- itt vorbedachten Mord machen will, das ursprüng- che Thema zu überwuchern, aber das Schlußbild uldigt doch dem allein Widerständen zum Trotz Rollendeten Werke, der überragenden Könnerschaft es großen Bildschnitzers. Die Inszenierung leitete Oberspielleiter Mundi Pir haben kürzlich in einem Bericht von der Probe ingehend darzulegen versucht, wieviel ernstliches bemühen und liebevolle Sorgfalt an die Auf- ihrung gewendet wurde. Herr Mund war beredt, die Vielfalt der die Handlung tragenden Mo- ve unter einem Leitgedanken zu sammeln und ein üld der besonderen Situation wie der bewegten eit zu schaffen, das überzeugend wirkte, ohne im 6inne des Meininger Stiles überdeutlich oder allzu reng zu sein. Solcher Absicht entsprachen die von errn Löffler geschaffene Raumgestaltung, dem esonders in den Kirchenszenen, im Konvent und im kericht schöne Bildwirkungen gelangen, wie die sühnen-Musik (Herr E n t e r l e i n), die stilgerech- -n Kostümentwürfe (Ruth Lipfert) und eine >rgsältig abgestimmte Lichtgebung (Herr Konen). Herr Fischer spielte den Stoß: breit, bürger- kch, aus der Sphäre Hans Sachsens etwa; aber er Weniger Ca. 50 Milchkühe. und Ämbdc auföec 16. Milchvieh - Versteigerung in Borken i. W., Landw.Viehversteig.-Halle Freitag, den 10. Oktober 1941, 12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): " ft! ppn unentbehrlich für die Aufzucht und Mehrleistung Zu beziehen durch die Kernhäuser, Spar- und Darlehns- hassen, Futtermittelhändler u. Kolonialw.-Großhändler Rheumakranke! Besorgen Sie aus der Apotheke ein Rheumaplast 509 und kleben es auf die schmerzhafte Stelle (Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen usw.). Sogleich dringt frisches Blut dort hin und spült die Krankheitsstoffe fort. Sie verspüren wohlige Wärme und Ihre Schmerzen lassen nach ließ das mit büraerlichem Maße eben nicht meßbare Wesen des Künstlers darin spüren, das, gereizt und in die Enge getrieben, endlich rebellisch ausbegehrt und ausbricht. Herr Zeppenfeld gab dem älteren Tücher die patriarchalische Würde und weltliche Machtfülle eines Repräsentanten der alten Reichsstadt, Herr Schmidt dem jüngeren den ungestümen Trotz des Bilderstürmers und die knabenhafte Unausgegorenheit des heftigen Liebhabers. Luise Prasser war bemüht, in der sanft und schmerzlich hingegebenen Veronika das Bild der unglücklichen Geliebten aller irdischen Mißdeutung zu entziehen. Mit scharfen Konturen umriß Herr V o s n y die Figur des kriecherisch intrigierenden Betrügers und Nichtskönners Otto Schuh. Herr Funke als der ohnmächtig geschlagene und verstrickte Geyerschatz, Frau H e n z k y als Stoßens bürgerlich ergebene Hausfrau und Herr Mund als eifernder Karmeliter seien vom zahlreichen Ensemble hervorgehoben. — Darsteller und Spielleiter konnten zuletzt reichen Beifall entgegennehmen. Hans Thyriot. Ritterkreuzträger Generalmajor Herrlein. Am Dienstag, 14. Okt. 1041, beginnt in Gießen in der Schillerschule, Schillerstr., 20 Uhr, ein Grundausbildungs-Lehrgang des Deutschen Roten Kreuzes in erster Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Männliche und weibliche Personen vom 18. Lebensjahr ab, die sich zur Dienstleistung im DRK. verpflichten, werden gebeten, sich in der Rettungsstelle der DRK.-Bereitschaft (m) Gießen 1 in Gießen, Sonnenstraße 2, bis zum 11. Oktober 1941 anzumelden, soweit bisher eine Anmeldung in der DRK. - Kreisstelle Gießen nicht erfolgt ist. Deutsches Rotes Kreuz, Kreisstelle Gießen ______________________________________________________4122 D illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllHIl Biber in Deutschland Don Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Diberoaters Amtmann Behr Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin 3n Leinen gebunden RM. 3,00 2Bie Wisent und Elch, jo gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die einst in Deutschlands Gauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben oller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor em Aussterben zu schuhen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhallen und zu hegen. (Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbilds vom deutschen Biber Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde Der vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Generalmajor Herrlein ist in weiten Bevölkerungskreisen von Gießen und Oberhessen bekannt und genießt in unserer engeren Heimat, besonders aber in den Kreisen der alten und jungen 116er, große Wertschätzung. Dem verdienten General gelten denn auch die Glückwünsche aller Volksgenossen zu Kriegsauszeichnung, die ihm jetzt für dienste vom Führer verliehen wurde. Generalmajor Friedrich Herrlein _______ 27. April 1889 zu Ehrenbreitstein bei Koblenz als Sohn des Oberstleutnants Herrlein geboren, der später dem Stab des Jnf.-Regts. 116 in Gießen angehörte und hier im März 1902 verstarb. Nach dem Besuch der Gymnasien in Gießen und Fulda kam Friedrich Herrlein in die Kadettenhäuser Bensberg und Groß-Lichterfelde, im Jahre 1910 trat er nach der Reifeprüfung als Fähnrich in das 3. Garde- Regiment zu Fuß ein. Am 20. März 1911 wurde er Leutnant. Im Jahre 1914 war er Regimentsadjutant. Am 18. Juni 1915 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant. 1916 wurde er Adjutant der 1. Garde-Reserve-Jnfanterie-Brigade. 1917 war er Kompanieführer im 1. Garde-Reserve-Regiment. Am 20. Juni 1918 wurde er Hauptmann im 3 Garde-Regiment zu Fuß, im gleichen Jahre war er Bataillonsführer, 1919 stand er in gleicher Dienst- Das Ausbessern der durch Reibbrett Und Bürste beschädigten Wäsche erfordert viele Flickstunden. Ihre Wäsche hält länger durch Einweichen mit der seifesparenden, schmufzlösenden * * g Heu« 2 ÄNIMALlNmitD-VITAMSN MeHAUSTIERE * iiü uii iiü Mfak 9 !i! --- Säii M LWL Seltersweg 7-» । ■ ■ » ——---▼ ' P ' M - 6Wen an Ser Wn Aacbläffe von z bis 20 v. S. erhallen Sie bei wiederholten Auf. I nahmen einer Anzeige wieder da. Stand Sasserath 03306 zflstfim a istfidffiar oder oft wenigstens to p bestem, daß die Anfälle toefenKtrfj Seltener und s-bwächcr ©erben. Dazu gibt es ein seit langen fahren vielseillg erprobtes und onerkannles Mittel gcaen Qr< trantunqen Der Luftwege (also oueb Kehlkopf«, Luttrohren^ Sronchialtalarrh), das .(Silphodcolin*. — Ss wirkt nämlich nicht nur schleimlösend, ovswurifördernd und ent,undungs« hemmend, sondern vermag das Gewebe der Almungssck^clmbaut widerstandsfähiger und weniger reizempfindlich zu machen, imo pas ist ausschlaggebend: das Hot den „Siiphoscalin-Tabletten^ ihren großen Ruf eingetragen. — Achten (Sie beim (Ankauf auf ben Namen .EilPhoScalin^, die grüne Packung unb ben er, mäßiglen Preis von NM. 2.0b-für SO Tabletten. örbol«hd> in allen Apotheken, wo nicht, dann Rosen-Apotheke, München, Rosen» straße b- — Verlangen Sie von der Firma Carl Bühler, Konstantkostenlos und unverbindlich die interessante, illustt ierte Aufklärungsschrift 5/ 869 iii iii iü iS $ JL A EDGAR BORRMAN N Achtung! — Hausfrauen! Jur Meffe Silbermond-Putzseise ' .1 c)nh. CH Schlüter X> j? Um iiToüTm EDGAR BORRMANN Ihr Fachgeschäft für Eisenwaren Herde und Oefen Haus- und Küchengeräte Glas und Porzellan Edgar BORRMANN°: Gießen, Neustadt 5—7 Fernruf 4165 und 4156 4130 A rda altbewährte Jb Die Schuhe halten länger dH und bleiben länger schön! K •Sobald man nach Hause kommt oder wo es sonst möglich ist, tausche man die Lederschuhe gegen abgetragene, Haus« schuhe oder dergl. Es tut Schuhen und Füßen gut! Das Leder hält länger, und die Schuhe bleiben in schöner Form. Mit guter Schuhcreme gepflegt, bleibt das Leder weich und geschmeidig. Dafür gibt’s das bestens bekannte. lllllllll DES KLUGEN MM hygienisch einwandfrei veredelte böhmische Federn. Hohe Füllkraft lange Lebensdauer. Muster gratis Jos. Christ1 Nchf. Cham -Opf.361 BÜRO-EINR)CHTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. Seit vielen Jahren für die richtige Mund- und Zahnpflege bevorzugt wird Munza, f weil auf Mineralsalzbasis aufgebaut. Kein Schleifmittel, sondern ein Pflegemittel für die Gesund- erhaHung der Zähne, des Mundes und des Rachens. Herbstmarkt (Schaumeffe) vom 4. bis 12. Oktober 1941 aus dem SowaldSgarten Schau-, Verkaufs- und Velustigungs-Geschaste Der Oberbürgermeister 4107A Die Oeulsebe IHM Berufserziehungswerk Uebungsstütte für Berufstätige :: Gießen In aller Kürze wird in Gießen eine weitere Vortragsreihe: Der Uebergewinn nach § 22 der Kriegs- wirtschaftsverordnung durchgeführt, nachdem zur ersten Vortragsreihe keine Hörer mehr zugelassen werden konnten. Die Vortragsreihe wird an 2 hintereinanderliegenden Abenden in Gießen stattfinden. Teilnehmergebühr für 2 Abende: HM. 5.—. Teilnehmerkarten sind in der Dienststelle der DAF., Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 4 erhältlich. Bei schriftlicher Anmeldung ist die Gebühr auf das Postscheckkonto Frankfurt am Main 7836 der DAF.-Verwaltungsstelle Gießen mit dem Vermerk „Vortragsreihe Prof. Auler § 22 KWVo“ zu überweisen. — Referent der Vortragsreihe ist Prof\ Dr. W. Auler, Gießen Alle Interessenten an dieser Vortragsreihe werden gebeten, ihre Anmeldung bis spätestens 8. Oktober 1941 abzugeben. Benachrichtigung über Ort und Zeit der Durchführung erfolgt rechtzeitig nur an angemeldete Interessenten. Ende Oktober oder spätestens Anfang November’ 1941 wird in Gießen eine Vortragsreihe ; Die Selbstkostenpreiserrechnung nach den USO durchgeführt. Diese Vortragsreihe umfaßt 2 hintereinander- liegende Abende. Die Gebühr beträgt RM. 5.—. Teilnehmerkarten können auf der Dienststelle der DAF., Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, 1. Stock, Zimmer 4, abgeholt werden. Bei schriftlicher Anmeldung ist die Gebühr auf das Postscheckkonto Frankfurt a. M. 7836 der DAF.-Verwaltungsstelle Gießen mit dem Vermerk „Für Vortragsreihe Prof. Auler, Selbstkosten nach L Sö“ zu überweisen. — Referent der Vortragsreihe ist Prof. Dr. W. Auler, Gießen (Institut für Wirtschaftswissenschaft der Universität Gießen) Alle Interessenten werden gebeten, ihre Anmeldung bis spätestens 22. Oktober 1941 abzugeben. Benachrichtigung über Beginn, Ort und Zeit der Durchführung erfolgt nur an angemeldete Interessenten. 4147 V K Die Deutsche Arbeitsfront Berufserziehungswerk Übungsstätte für Berufstätige Din Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung führt am kommenden Mittwoch, dem 8. Okt. 1941, 18.30 Uhr, im Hotel Hindenburg, Gießen, Seltersweg 68, einen Vortrag über AMtorsM, Arbeitsmetboilen, Zeitmessung durch. Referent ist Dipl.-Ing. Kleinschmidt, Berlin. An diesem Vortrag können alle Betriebsführer, Betriebsleiter, Ingenieure, Techniker, Meister, Kalkulatoren und Refa-Leute teilnehmen. Gebühr: RM. 3.50. Eintrittskarten sind in der Dienststelle der DAF., Gießen, Schanzenstr. 18, 1. Stock, Zimmer 4, erhältlich. Bei schriftlicher Anmeldung ist die Gebühr auf Postscheckkonto Ffm. 7836 der DAF.-Verwaltungsstelle Gießen mit dem Vermerk „Vortrag Kleinschmidt“ zu überweisen. In diesem Falle wird die Teilnehmerkarte zugestellt. Letzter Anmeldetermin ist der 7. Oktober 1941. Günstige Zugverbindung für alle auswärtigen Teilnehmer. Theater der Universitätsstadt Gießen Sonntag, 5. Oktober, Anfang 15.15 Uhr Nachmittags-Fremdenvorstellung Ich bin kein Casanova Komödie von Otto Bielen Inszenierung: Wilhelm Michael Mund Wir machen ganz besonders darauf aufmerksam, daß zu den Sonntagnachmittags - Vorstellungen Kinder nur in Begleitung Erwachsener Zutritt haben. Vorverkauf an der Theaterkasse und Schokoladenhaus Huntemann, Scltersweg 39. Preise 0.40, 0.60, 0.95, 1.30,1.55, 2.10 RM. Gießen, Sonnenstrafte 1 a. 4102O s düngt und verbessert den Boden auf natürliche Weise. für Obstbäume und Beerensträucher. 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