General-Anzeiger für Oberhefsen xrrnivrechanfchluß 2251 Dcahtanscyrift:„Anzeiger" -ietzen, Schnlftrahe 7-9 Vahtanschrift:,-Anzeiger" f0oftf cberf 11686 fVranf f j M a bi Kowno Kiew •Lemberg UNGARN Odessa tyeer zum Stehen. Eine Gruppe deutscher Kampfflugzeuge entdeckte am 31. Juli im Kampfraum von Wjasma mehrere Eifenbahnzüge der Bolschewisten, darunter vier Panzer und einige Guter- züqe. In kühnem Anflug wurden zwei Panzerzüge vernichtet. Die beiden anderen wurden durch Zerstörung einzelner. Wagen unbrauch- antiquarischen Wert. Mein natürlicher Neid gab dieser Skizze von Kopenhagen bisher einen Ton der Geringschätzung. Ich bin Berliner und weiß meine Gefühle hinter der Maske des Weltstädters gut zu verbergen. Dennoch gebe ich um Kopenhagens willen die Berliner Blasiertheit und Gelassenheit gern auf. Kennt ihr die Gotik der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche? So etwas gibt es hier nicht. Im Gegenteil. Ganz im Gegenteil. Rosenborg, Amalienborg, Christiansborg. Klingen die Namen dieser Königsschlösser nicht allein schon wie dänische Märchen? Kraftvolle Kunst des Backsteins, zierliche Rondells, alte Parks, dcchin- 'Entf. Grenze- Wjasma SSO km - Köln ’Lifzmannstadt oberen Wolga und in der südlichen Ukraine. 3m Kampf gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe in der letzten Nacht vor der schottischen Ostrüste zwei Handelsschiffe, darunter einen Tanker, mit zufammen 16 000 VRT. und beschädigte einen Frachter sowie ein Vorpostenboot. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Hafen- anlagen an der Ostküste Schottlands und in Süb- westengland. sowie gegen einen Flugplatz. Flugzeuge, die bei Tage zur bewaffneten Aufklärung eingesetzt waren, trafen ostwärts der Faröer-3nseln eine größeres Handelsschiff schwer und erzielten Bombenvolltreffer in Barackenlager bei holy- 3sland. Lin Vorpostenboot schoß ein britisches Kampfflugzeug ab. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. Oie räumliche Ausdehnung des Operationsgebietes im Osten. Entf. Grenze'Kiew MO km = ßerlin - Frankfurt a.M Druck und Verlag: vrühlscheUniversttArdruckereiR. Lauge dämmernd im Grün der Buchen und des reichen Rasens. Mächtige Laubkronen in feuchter, kupfer- tichklarer Luft. Weihe Schwäne auf dunklen Teichen, deren Wasser an verschilften Ufern Birke, Esche, Weide und nachts die Sterne wie tausend goldene Fische in silberner Reuse fangen. Leibgardisten mit hohen Bärenfellmützen in blauen Uniformen, die von den Schultern her das Lederzeug weiß überkreuzt, gehen gemessen die Ronde von kleinen Schilderhäusern zu vornehmen Barockpor- taten, h. C. Andersens Welt. Wirklichkeit und Märchen. Gegenwart und Geschichte. Der König, der wirkliche König, schlank, groß, gemessen, verläßt das Schloß. Und der standhafte Zinnsoldat präsentiert das Gewehr. Die Universität und die Regenz. An der hohen Schule Kopenhagens lehrte vor mehr als zweihundert Jahren der Herr Professor holberg, der in Mußestunden kleine, liederliche Volkskomödien schrieb, über die seine ernsten, pedantischen Kollegen die gepuderten Perücken schüttelten, daß es nur so staubte. Ein Schuldenmacher, dieser Ludwig holberg aus Bergen, der sogar auf Auslandsreisen in einem holländischen Gasthaus die Zeche wie ein Studiosus schuldig blieb und durch das Fenster seiner Schlafkammer vor der heiligen hermandad flüchtete! Die stillen Stuben der Regenz. Seit Jahrhunderten blicken die Mauern des langen, schmalen Hauses auf skandinavische Studenten hinab. Norweger, Isländer, Schweden und Dänen, eine endlose Straße der Jugend durchschritt das eisenverwahrte Eichentor, eine Jugend, die nach Jahren als Arzt und Richter, Lehrer und Pfarrer in Stadt und Siedlung, Wälder, Einöden und Berge ihrer Heimat wieder zurückkehrte. Von der Rege«,,, :-ht eine unsichtbare Straße der Kultur bis an die ^elsen des Nordkap, die Täler Islands, die Küsten Grönlands und die Ufer des Ladoga. Um die akademische Ruhe des Universitätsviertels flutet das Leben der Stadt. Der Verkehr dieses Jahrhunderts. Köbenhavn heißt Handelshafen. Der Stapelplatz, das Wirtschaftstor der Ostsee, ist die Hauptstadt Dänemarks. Nördlich der Hafeneinfahrt auf weißem Strand, der meilenweit von grünen Buchenwäldern und Hellen Häusern umsäumt bis helsingör sich dehnt, steht die Plastik einer Badenden. Die blauen Wellen des Sundes benetzen fast ihren Fuß. Wie um Wasser zu schöpfen, streckt sie die Hand aus und gewahrt dabei, verwirrt und froh, in dem kristallenen Spiegel der See die Schönheit der eigenen Glieder. Ein Glanz südlicher Heiterkeit und Anmut liegt über ihrem Antlitz und der fließenden Bewegung ihres Leibes. Es ist das Märchen h. C. Andersens, das ewig junge dänische Märchen, dieses badende Mädchen, aber es könnte ebenso auch bloß ein Menschenkind sein. Denn für ihn, für h. C. Andersen selbst, hat es nichts Schöneres gegeben. montag,4-HugufH9ti Annahme von Anzeigen > für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Auzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvstie mm bei 22 mm Seilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenltanel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» mehr In harten Kämpfen zerschlagen die deutschen Truppen die Sowjetheere. Unsere Soldaten v.^bringen dabei ungeheure Leistungen, denn es müssen hierbei Räume von gewaltiger Ausdehnung überwunden werden. — Unsere Karte veranschaulicht einige Entfernungen zu den wichtigsten Brennpunkten des neuen Geschehens und ermöglicht einen interessanten Vergleich mit Entfernungen innerhalb des Deutschen Reiches. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Hervorragende Taten an allen Frontabschnitten. Berlin, 3. Aug. (DNB.) Im ständigen Vordringen nach Osten beweist die deutsche Pan- zerwaffe an der Spitze der deutschen Truppen Tag für Tag ihre Ueberlegenheit und Schlagkraft gegenüber den sowjetischen Waffen. So hat ein deutsches Panzerkorps in den ersten vier Wochen des Feldzuges gegen die Sowjets 5 66 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet und 233 Geschütze zum Schweigen gebracht. 151 Panzerabwehrgeschütze und 21 Flakgeschütze, die die deutschen Panzerkampfwagen an- zuqreifen versuchten, wurden ebenfalls außer Gefecht gesetzt. Ferner hat das Panzerkorps zahlreiche Infanteriewaffen und große Mengen von sow,eti- schem heeresgerät erbeutet und Tausende von Gefangenen eingebracht. Von einem einzigen deutschen Regiment wurden im nördlichen Abschnitt der Frönt am 1. 8. bei einem Kampf um einen Brückenkopf, den die Bolschewisten heftig angriffen, 19 Sowjet-Panzerkampfwagen vernichtet. Drüben — statt bei uns. Von Helmut Gundermann, Stabsleiter des Reichspressechefs. Erinnern wir uns des 21 u g u ft 19 3 9 : Die Absicht Englands, Polen gegen das Reich ms Feld zu führen, wurde offenbar; die Entschlossenheit der Londoner Machthaber und ihrer jüdischen Hinter- männer, der Wiedererhebung des deutschen Volkes nunmehr entgegenzutreten, stand so fest, daß auch die Weigerung der Sowjets, sich sofort zu beteiligen, ihn nicht mehr änderte. Bis in die letzten entscheidenden Tage, ja, bis nach dem ersten Zusammenstoß der deutschen und polnischen Armeen gab es Wege zum Frieden. Aber England wählte den Krieg. Es wollte ihn, weil es nicht bereit war, das geeinte Deutschland anzuerkennen und dem deutschen Volk ein anderes Lebensrecht zuzusprechen, als in Versailles beschlossen war. Mit ernster Entschlossenheit nahmen wir damals den Londoner Ent- chluß zur Kenntnis. Es gab niemand, der sich des Ernstes der Entscheidung nicht bewußt war und vielen bei uns gab erst die Schnelligkeit des deut- schen Sieges Gewißheit über die.Stärke, mit der wir in diesen Kampf traten. Gedenken wir des August 1940: Der Frankreichfeldzug war siegreich beendet. Die Kriegsentscheidung in Westeuropa war gefallen, und ein neuerlicher Ruf des Führers an die Vernunft hatte in der ganzen Welt Widerhall gefunden. Wir wissen heute, warum man nur in London nicht hören wollte. Es war die Sowjetkarte, auf der die plutokratischen Machthaber ohne Rücksicht auf ihr Volk und ohne jedes Bedenken gegenüber den Gefahren, die aus einem Eingreifen der Sowjets für Europa erwachsen würden, ihr kriegerisches Spiel weiterhin aufbauten. Ihr Haß gegen Deutschland ließ sie alle Vernunft vergesfen und skrupellos eine Entwicklung vorbereiten, von der sie eine Wandlung des Schicksals erhofften — und sei es auf Kosten des ganzen europäischen Kontinents. Jetzt schreiben wir August 19 41: Der Plan der Briten ist inzwischen zum Tragen gekommen, wie vor zwei Jahren ihr Entschluß zum Kriege. Freilich ist es auch dabei anders gekommen als London hoffte. Der Entschluß des Führers, der aufmarschierten Sowjetarmee wenige Wochen vor dem beabsichtigten UeberfaU auf das Reich zuvorzukommen, hat uns die Gefahr von der Grenze fortgeschlagen. Die Ueberraschung des Gegners, der uns schon durch die Drohung eingeschüchtert glaubte, hat uns die Vernichtung der riesigen zum Angriff bereitgefteöten Sowjetarmeen, die Besetzung Rigas, Weißrutheniens und Bessarabiens ermöglicht und den Kampf weit in die Sowjetunion hinem- getraqen. . . Daß die gleichen gewaltigen Kämpfe, die setzt im Raume von Smolensk, Kiew und anderen, f a st Der Wehrmachibericht (vorn Gonntqg. MB. AusdemFührerhauplquartier, IMug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bkkannt: Bei der Vernichtung feindlicher Verbände westlich des Peipus-Sees wurden rund 10 000 Hianti gefangengenommen sowie zahlreiche Panzer- konpfwagen, Geschähe und anderes Kriegsgerät erbeutet. An den übrigen Teilen der Ostfront ver- laifen die Operationen erfolgreich. Stärkere Kampf- sliegerverbände bombardierten in der letzten Nacht mil guter Wirkung militärische Anlagen in Wos- ln u. 3m Kampf gegen die britische Versorgungsschiff- !°üt war die Luftwaffe am gestrigen Tage und in ter letzten Nacht besonders erfolgreich. Sie vernich- itr? aus stark gesicherten Geleitzügen »or der britischen Ostküste sechs Handels- Uffe, darunter zwei Tanker mit zusammen 40 000 ; S!7T. und beschädigte einen größeren Frachter j IHv er. Bei den Faröer-3nseln wurde ein handels- ßlhff in Brand geworfen. I ^Erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflugzeuge | chteten sich in der letzten Nacht gegen ver- iä ied en e Flugplätze auf der britischen 3nsel. Der der holländischen Küste schossen zwei hafen- i schuhboote je ein britisches Kampsflugzeug ab. Der briische Flottenstützpunkt Alexandria wurde in ter Nacht zum 2. August von deutschen Kampfflug- jeigen bombardiert. vrilische Kampsslugzeuge warfen in der letzten K°cht an einigen Orten Nordwest - und Nord- d < utschlands eine geringe Zahl von Spreng- itib Brandbomben. Schwache Kräfte drangen dis Berlin vor. 3nfolge der Flakabwehr konn- ler nur einzelne Flugzeuge den Stadtkern erreichen, dis Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Drei vri- !We Kampfflugzeuge wurden abgeschossen. Der Wehrmachtbericht vom Gamstag. B2tB. Aus dem I ü h r er h a u P t q u a r l i er, !. August. Das Oberkommando der Wehrmacht g»vi ie Vernichtungsschlacht südlich Kiew Von unserer Berliner Schriftleitung. 7 RUMÄNIEN , 7/1 PK. Dänen lachen nicht. Schweden, Norweger, Deutsche, Holländer mögen lachen. Dänen 1 ä d) ein. Das in ganz Skandinavien bekannte dänische Lächeln. Darum heißt Kopenhagen auch auf allen Reiseprospekten: die lächelnde Stadt am Oeresund. Wie alle Berliner aus Breslau und Schlesien, so stammen alle Kopenhagener aus Aarhus und Jütland. Der im dänischen Witz so liebevoll und eingehend gewürdigte..jütische Pferdehändler ist m der Hauptstadt Hausbesitzer, Industrieller, Großkaus- mann geworden. Jeder Kopenhagener hat jütlan- dische Großeltern. Frech und gutmütig zugleich, pfiffig und verschlagen, verschönt sein Großstadt- qesicht ein stetes, breites Grinsen. Ein Grinsen, das auch über die Rotationswalzen der Kopenhagener Presse läuft. Es liegt etwas heitere Selbstgefälligkeit darin Die Selbstgefälligkeit des holländischen Ku- ponschneiders. (Im Frieden.) Die Heiterkeit des Schweizer Hoteliers. (Im Frieden.) Den ewigen Mijnheer van der ©trauten aus Amsterdam, Pfeffer und Gewürze en gros, den ewigen Francois Müller, Hotel Bellevue, aus dem Kanton Unterwalden gibt es auch, aber gottlob in bedeutend kleinerer Auflage, in dänischer Ausgabe. Es find die ewigen Neutralen mit dem satten Maaen und den milden Worten. Der Tag des göttlichen Weltgerichts, dies aber sei hier feftgefteüt, ist nicht, wie sie behaupten: der Krieg, sondern: die Inflation. Freilich ansonsten und auf anderen Gebieten zählen diese lieben Großen im Golde durchaus zu den lieben Kleinen. Durch Jdeenverbindungen, die oft verschiedenartig aneinanderreihen, wie Platen sagt, fallen mir plötzlich die Radfahrer ein. Ueber die Radfahrer Kopenhagens will ich jetzt, besonders im Kriege, nicht schreiben. Das taten im Frieden schon die Feuilletonisten ganz Europas und der Vereinigten Staaten. Die Radfahrer Kopenhagens und das schwedische Butterbrot erschütterten sie jedesmal neu Nachmittags um 5 Uhr aber, bei Betriebsschluß der Büros und Fabriken, sind die Radfahrer auf der Desterbrogade oder aiji Rathausplatz keine Plage mehr. Sie sind eine Pest. Das Tivoli Kopenhagens heißt in Wien Volksprater, in Berlin hieß es Lunapark. Es ist das Heiterkeitsmuseum des internationalen Kleinstädters. Jede weitere Zeile darüber besitzt historischen und Kopenhagener Skizzen Von Kriegsberichter Helmut Giese. Der Wehrmachtbericht vom 31. Juli stellte zum lenmal eine neue wesentliche operative Aktion lf b e m Südflügel fest: „Bei der Verfolgung vj in der Ukraine geschlagenen russischen Armeen stießen deutsche Kräfte tief in d i e feindlichen ft ü rf 3 u g s 'b.e ro e g u n g e n hin- »ifl." Im Wehrmachtbericht vom 2. August wird bann gesagt: „Im ftaum 250 Kilometer südlich von IttjD ist eine weitere große Vernich- tungsschlacht im Gange." Damit ist der Schau- plctz dieses neuen wesentlichen Durchbruchs örtlich gerau umschrieben. Wenn wir von Kiew bis zur TÜepr-Mündung bei Cherson eine Linie ziehen, so liegt östlich dieser Linie der weite, hier fast 200 Kilometer tiefe Dnjepr-Bogen. Und westlich biter Linie liegt der Bug, der zwischen Odessa uit> Cherson bei Nikolajew in das Schwarze Meer InJnöet Statt nach Flüssen, können wir den unge- । Jahrgang Nr. (83 Escheim täglich, außer ( onntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat unBild DieScholle BerugSvreis: Monatlich......RM1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 (Hieb bei Nichterf ehernen I Din einzelnen ftummern iifolge höherer Gewalt Im Schauplatz dieser neuen großen Vernichsschlacht auch nach Eisenbahnknotenpunkten hreiben. Wir stoßen dann auf die Stadt O l - pol am südlichen Bug, die die Bolschewiki in oomaisk um getauft haben, was „Stadt des ai" bedeutet. Etwas weiter westlich davon liegt frühere Jelissawetgrad, eine Stadt, die die 100 000-Grenze überschritten hat. Diese )t hat sich gar zwei Umtaufen gefallen lassen en. Sie wurde zuerst Sinowjewsk nach dem beiten Sowjetagitator Sinowjew-Apfelbaum gelt. Als Sinowjew nach einem Schauprozeß liqui- : wurde, wurde auch Sinowjewsk, das frühere sawetgrow, in Kirow nach einem persönlichen mb Stalins umbenannt, der 1934 aus angeblich ischen Gründen, tatsächlich aber „wegen Weiberlichten" von einem eifersüchttgen Gatten nieder- allt worden war. Wir erwähnen diese zahl- ten Stadt-Umbenennungen deshalb, weil auf her Karten alle erwähnten Namen vorkommen, je imchdem es sich um ältere, neuere ober ... neueste Steden handelt. } verschiedene, auch in ungarischen Wehrmachtbe- rchten hervorgehobene Anzeichen deuten darauf, duz die Sowjetführung in diesem südlichen Kampf- ad chnitt nicht nach Moskau, sondern nach S ü d - osien ihren Rückzug genommen hat. In dem viel- Iflenannten Kessel bei Smolensk ist der Imsselnde Umfassungsring der deutschen . Truppen vr ch enger geworden, von Moskau her wirft 21 m 0 s ch e n k 0 seit mehr als zwei Wochen im- jntr neue Massen in diese Abnützungsschlacht. W e ft- lit} vom Peipus-See ist ein weiterer Kessel jlinmehr endgültig erledigt. Die von hier gemel- |Klen 10 000 Gefangenen stellen nur einen Bruch- Ml der ursprünglichen Stärke der Sowjetdivisionen Mr, während andere Sowjettruppen nach Norden ifcen den Finnischen Golf abgedrängt worden sind. b a r gemacht. Beim gleichen Angriff wurden Voll- , treffer in einem feindlichen Transport zug und auf zwei abgestellten Güterzügen erzielt. Aus dem Rückflug nahmen die deutschen Flieger motorisierte bolschewististsche Kolonnen mit Bordwaffen unter Feuer und brachten ihnen schwere Verluste bei. Im Verlauf der Kämpfe im Norden der Ostfront brachte eine deutsche Panzer-Division in kühnem Vorstoß wichtiges Gelände in deutsche Hand. Alle Versuche der Bolschewisten, die verlorene Position wieder zu erobern, wurden mit den blutigsten Verlusten für die Sowjets abgewiesen. Ueber 2300 sowjetische Soldaten wurden getötet und Tausende gefangen genommen. Unter dem umfangreichen erbeuteten Kriegsmaterial befinden sich 71 schwere und schwerste Panzerkampfwagen und zwei Flugzeuge. Nachlaffende Kampfkrast. Berlin, 3. Aug. (DNB.) Von deutschen Truppen wurde an der Ostfront der Kommandierende General eines bolschewistischen Armeekorps gefangengenommen. Der Sowjetgeneral bestätigte, daß die Bolschewisten vor allem in den letzten Tagen überaus schwere Verluste an Menschen und Material erlitten hätten. Die K 0 p f st ä r k e der bolschewistischen Regimenter betrage im allgemeinen nur noch 250 bis höchstens 300 Mann. Bei zahlreichen Korps gebe es überhaupt keine Panzerverbände mehr. Es gebe Sowjetkorps, die nur noch aus einer Division bestehen. Mehrere bolschewistische Armeen seien nach den ungemein blutigen Verlusten der letzten Tage nur noch eine bis zwei Divisionen stark. In Moskau werde versucht, die Divisionen durch Neuaufstellungen zu ergänzen. Bewaffnung und Ausrüstung der Bolschewisten sei durch die deutsche Luftwaffe in den Magazinen zum größten Teil vernichtet worden. Der Mangel an Munition und Benzin sei katastrophal. Es wurde versucht, durch scharf durchgesiihrte Zuteilung dem drückenden Mangel zu begegnen, doch sei es unmöglich, auch nur einigermaßen ausreichende Mengen an Benzin und Munition heranzubringen, weil die deutsche Luftwaffe die wichtigsten Nachschubstraßen sowie umfangreiche Lager zerstört habe. Die Versorgung der Truppe mit Nahrungsmitteln sei vollkommen unzureichend. Die Transportschwierigkeiten hätten sichsi in unvorstellbarem Maße verstärkt. Auch der Nachschub des M a n n s ch a f t s e r s a tz e s sei voll- sich in unvorstellbarem Maße verstärkt. Auch der bildung könne nicht gesprochen werden, da es nicht .nur an Ausbildungspersonal, sondern auch an Uniformen, Waffen und Gerät fehle. Kampfstärke und Kampfkraft der bolschewistischen Verbände hätten stark nachgelassen. Am 1. 8., abends, fiel in der Ukraine eine deutsche Vorausabteilung überraschend in die Flanke der Sowjets und schoß eine im Rückzug befindliche Marschkolonne völlig zusammen. Am 1. August brach ein Versuch der Bolschewisten, sich im mittleren Frontabschnitt Entlastung von dem starken deutschen Druck zu verschaffen, zusammen. Der Angriff, dessen Schwergewicht von Sowjetpanzern getragen war, wurde bereits in der Entwicklung von den deutschen Truppen unterbunden. In hartnäckigem Gefecht wurden die Sowjets zurückgeworfen. Zahlreiche vernichtete Panzer und eine große ^ahl gefallener Bolschewisten blieben auf dem Kampfplatz zurück. Eine deutsche Flakbatterie vernichtete bei einem mit schweren Waffen vvrge- tragenen sowjetischen Gegenangriff drei schwere sowjetische Panzerkampfwagen von über 50 Tonnen Diese kühne Waffentat der deutschen Flakkanoniere brachte den sowjetischen Gegenangriff Petersburg Peipus See Entf. Grenze-Peipus-See I 550 km * Berlin-Wien \ < " ""MOSKAU Wjasma bekannt: ,, . 3n der Ukraine sind schnelle deutsche Truppen lief in die Rückzugsbeweaungen des Feindes gestoßen, il Jr. Raume 250 km südlich Si°w ist eme mei- grostevernichliingssch >» ch > >m Dange. Sie ostwärts Smolensk eingeschlossenen sow- Aschen Divisionen wurden noch mehr ZUsa - NS n g e d r ö n g l. Kampsslug,enge bombardlerlen in der letzten Nacht mit guter Wirkung Versor lmgsbetricbe und militärische Anlagen in was- . !i u sowie wichlige Lisenbahnknolenpunkle ander Gießener Anzeiger ------ **" ** Schrifileitung und Seschäftrstelle: IRiga Dreiste britische Einmischung in Iran «s ;ü'L Dann klickt es tns troj amme |! etliö i-ske B( Würg i tertreuj Mkerie WA. Gei Mit hartem Gesicht, nur manchmal eine Träne fortwischend, tut sie ihre Pflicht bis zum Abend. Dann erst überläßt sie sich ihrem Schmerz und der Trauer, in die sich der Stolz einer Mutter mischt, die ihre Pflicht getan. Plötzlich legt sie den Hörer hin. Schluchzend l. sie sich auf einen Stuhl nieder. Sie weint. Der Meister fragt: Mas ist denn?" Aber sie antwortet nicht. Sie deutet nur stumm auf den Höret, als wäre etwas Schreckliches aus der schwarzen Muschel heroorgekrochen. Der Meister nimmt den Hörer auf, hält ihn ans Ohr und beendet einen Augenblick spater mit einem kurzen: „So, so!" das Gespräch. Immer noch schluchzend erhebt sich die Frau. „Ich muß sofort nach Hause!" stammelt sie. „Ja, ja!" sagt der Meister, den die letzten Worte, die er von dem Gespräch gehört hat, ins Bild gesetzt haben. Der Schreiber blickt fragend auf. „Ihr Sohn ist gefallen!" flüstert der Meister ihm zu. „Eben ruft man von Hause an. Das Telegramm ist heute morgen gekommen." Dann folgt er der Weinenden, die nur langsam zu schreiten vermag. Er nimmt ihren Arm, sie zu stützen. Wieder ruft es laut und dröhnend über den Lärm der Maschinen hinweg: „Kran!" Und noch einmal aus einer anderen Ecke des Baues: „Kran!" „Zu dumm", sagt der Meister, „jetzt weiß ich nicht, wen ich auf den Kran schicken soll. Morgen kommt einer aus dem Urlaub zurück, der mit dem Ding Bescheid weiß. Aber ny", fährt er fort, „gehen Sie ruhig nach Hause und weinen Sie sich erst mal aus. Morgen sieht dann alles schon anders aus." Sie sind am Tor. Da hallt es noch einmal laut und eindringlich durch die Halle: „Kran!" Wie ein Befehl klingt das. Und, als hätte es nur dieses Befehles bedurft, fällt plötzlich alle Trauer von dieser Mutter, die eben erfuhr, daß sie ihr Liebstes verloren hat. Sie denkt an die Opfer, die tausend Mütter gleich ihr haben geben müssen. Sie denkt daran, daß der Tod ihres Sohnes seinen Sinn verlöre, wenn die Heimat über die Trauer vergäße ihre Pflicht zu tun. Mit einem Ruck wendet sie sich. „Ich bleibe", sagt sie einfach und klettert schon wieder die Leiter hinauf zu ihrer Kabine. kühnen Vorstoß, bei dem es gelang, tief in die Stellungen des Feindes einzudringen und ihm schwere Verluste zuzufügen. Im Mittelmeer erzielte eines unserer Flugzeuge einen Torpedotreffer auf eine größere feindliche Einheit. Oer italienische Bericht vom Samstag. Rom, 2. Aug. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag berichtete: Deutsche Flugzeuge haben den Hafen von Tobruk und Kraftwagenansammlungen südlich von Sidi el Barani bombardiert. In der vergangenen Nacht haben englische Flugzeuge einen Angriff auf Bengasi unternommen, der keine Opfer zur Folge hatte. In O st a f r i k a wurden im Gebiet von G o n d a r feindliche Truppen versprengt und unter Verlusten in die Flucht geschlagen. Unsere Bodenabwehr hat ein feindliches Flugzeug, das versuchte, Gondar anzugreifen, zum Abdrehen gezwungen. Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 1. August an einigen Stellen der W e st k ü st e Sardiniens und am Nachmittag des 1. August auf die Insel Lampedua einige Bomben ab. Es gab weder Opfer nach Schäden. Eines der Flugzeuge wurde abgeschossen. Das U-Boot, dessen Versenkung im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldet wurde, ist zuerst von Oberleutnant de Nunzie angegriffen und getroffen worden. 1000 Luftsiege des Jagdgeschwaders Trautloff. Berlin, 2. Aug. (DHB.) Das unter Führung des Majors Trautloff stehende Jagdgeschwader, das bereits am 18. Juli feinen 500. Abschuß an der Ostfront melden konnte, hat am 1. August 1941 seinen -100 0. Luftsieg errungen und damit seine Abschußzahl an der Ostfront auf 621 erhöht. Allein die ostmärkische Jagdgruppe des Geschwaders erzielte bis zum 30. Juli 1941 das stolze Kampfergebnis von 405 Abschüssen. Diese 1000 Luflsiege eines einzigen Geschwaders, errungen an allen Fronten des großdeutschen Freiheitskampfes, sind beispielhaft für den heldenmütigen Einsatz deutscher Jäger und für den unwiderstehlichen Angriffsgeist der deutschen Luftwaffe. Italienischer Vorstoß in Ostafrifa Rom, 3. Aug. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet: Verbände der Luftwaffe haben den Flottenstützpunkt von Malta bombardiert. In Nordafrika Artillerietätigkeit an der Tobruk-Front. Unsere Flugzeugverbände haben den Bahnhof von Marsa Matruk mit Spreng- und Brandbomben belegt und Brände hervorgerufen. In Ostafrika haben die tapferen Truppen der Garnison von U o l ch e f i t erneut ihre Einsatzbereitschaft und ihren Elan bewiesen. Eine starke, hauptsächlich aus nationalen Verbänden bestehende Kolonne dieser Truppen unternahm un- ter dem Befehl von Oberstleutnant Gonnella einen „Ja, bitte!" „Die Leitung, ist besetzt — wollen Sie warten?" „Ja gut. Ich warte." Darauf klickt es in der Leitung. Der Mann wartet. Nachdem der Mann lange, lange gewartet hat, meldet sich aus heiter ahnungslosem Himmel eine Stimme: „Bitte, wen möchten Sie sprechen?" Der Mann erhebt seine Stimme und sagt: „Ich möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen." „Herrn Direktor Seelhoff? — Moment!" So, denkt der Mann, jetzt wird es ernst. Es knackst und rumort in der Leitung. Eine ganz neue Stimme meldet sich: „Jo, bitte?" Das scheint das Sekretariat des Direktors zu fein und endlich nicht mehr die Zentrale. Der Mann tut also, statt ins Telephon zu brüllen, daß es birst, schnell einen Seufzer und wiederholt seinen bescheidenen Wunsch: „Ich möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen." „Einen Moment, bitte!" Darauf klickt es in der Leitung. Der Mann wartet. Der Hörer schmilzt ihm in der Hand. „Hallo, sind Sie noch da?" fragt das Fräulein. „Ja, bitte!" „Einen Augenblick, ich verbinde gleich." Darauf sagt es in der Leitung: klick! Aber dann meldet sich das Fräulein wieder! „Hallo, hören Sie noch?" „3a, bitte!" "Herr Direktor Seelhoff ist eben aus dem Hause gegangen." „Ach so! — Danke schön!" Der Mann hängt den halb zerschmolzenen Hörer em. Darauf stützt er den Kopf in beide Hände und beginnt über den Nützen des Telephons nachzu- denken, —---- —------ Eine Weils hört er nichts. Plötzlich schaltet sich in der Zentrale wieder jemand ein. Aber jetzt ist es ein neues und ganz anderes Fräulein. Das neue und ganz andere Fräulein fragt nett und höflich: „Bitte, wen wünschen Sie?" Der Mann wiederholt: „Ich möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen." „Einen Augenblick, bitte!" Es klickt wieder in der Leitung. Der Mann wartet. Dann schaltet sich das Fräulein wieder ein: „Sie wollten Herrn Direktor Seelhoff sprechen?" ihrol ! Im die I I-rlia. f in der ? j^0 ernc U tont Met n> Hopkins in Moskau Von unserer Berliner Schriftleitung. igfl 1R, 'M' in s Km sige. 3t f allen o Un § 8 len les Ml Sint ß Jei de sichere Ltadtmi E li< r |ciq 0« oereits Wpunkt Bid) Drei, frßifei Mer j Ratend Uegebiet liitte) vl p einst i eines k L l0>r - S^lAel) in der Leitung. Der Mann wartet. U.ck 28.: ■ötoügen prigftem IWirabnajo 1^: iiion b ■RMiini V‘- k Sun |”l W IN und! UM Bar, liÄIrt. Dur, BjWben ^■ebrudei r'W en K F°rtfi "Nahne Jam 22 K-kiy Ankara, 3. August. (DNB.) Wie aus Kabul gemeldet wird, hat die britische Regierung durch ihren Gesandten ebenso wie in Teheran auch in Afghanistan wegen der angeblichen Anwesenheit zahlreicher deutscher Spezialisten, die „eine B e = drohung Indiens darstellten", Vorstellungen erhoben. Die afghanische'Regierung hat diese dreiste und durch nichts begründete Einmischung zurück- g e w i e s und festgestellt, daß^sich in Afghanistan T e h e r a n, 2. August. (DNB.) Der britische Gesandte in Teheran hat dem iranischen Außenministerium eine Note überreicht, in der von der britischen Regierung unter Hinweis auf die an* Übliche Anwesenheit einer großen Anzahl Deut- ch e r in Iran die freche Forderung gestellt wird, rlle Deutschen aus Iran auszuweisen, da ihre Anwesenheit die britischen Oel-Interessen in Iran gefährde. Diese Note bildet den Teil einer eit einiger Zeit von britischer Seite in der Welt verbreiteten lügnerischen Gerüchtemacherei, die mit böswilligen Unterstellungen im Verhältnis Deutschlands zum Iran arbeitet. Die völlige Haltlosigkeit dieser Propaganda ist von der irani- chen Agentur „Pars" festgestellt worden, die erklärt, die Regierung Irans richte ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Beachtung striktester Neutralität. Man kenne die Tätigkeit, den Beruf und die Lebensweise aller Ausländer, niemand könne die gezogenen Grenzen überschreiten. Der britische Gesandte hat jedoch die Erklärung der iranischen Regierung, daß während der letzten Monate mehr deutsche Ausreisen als Einreisen registriert wurden, als unbefriedigend und das Kernproblem nicht berührend abgelehnt und hat die Ausweisung aller Deutschen in Iran gefordert, deren Zahl sich auf etwa 2000 Personen beläuft, einschließlich Frauen und Kinder. Das zweite Ich Roosevelts, Herr Harry Hopkins, ist in Moskau eingetroffen. Die Vernichtung der zum Angriff gegen Europa massierten bolschewistischen Panzerwagen, der ungeheure Verlust an sonstigem moskowitischen Rüstungsmaterial haben Stalin flehentlich um Hilfe bitten lassen, diese Munition zur Tötung Europas wollte Churchill gerne liefern; aber dabei würde er handeln wie der Blinde, der einem Lahmen helfen würde, denn England ist selbst auf amerikanische Rüstungslieferungen angewiesen. Es war also nichts mit der versprochenen England-Hilfe. Dafür sprang Roosevelt ein. Hopkins verhandelt in Moskau mit Stalin über den Rooseveltschen Segen, aber wenn der Port Herald Tribüne" meint, die Verhandlungen Hilfsversprechen sei unerfüllbar, und die „New Port Herald Tribüne" meint, die Verhanidlungen Hopkins wirkten bombastischer als sie wert wären, dann ist diese Skepsis nur allzu berechtigt. Denn wie will er die erst noch herzustellenden Waffen nach Moskau bringen, und wie sollen sie bezahlt werden? Die geographische Lage der UdSSR, scheidet eine direkte Hilfsaktion aus. Es gibt keinen Weg in dieses weite Gebiet von Washington aus, da wir die Hand auf ganz Europa gelegt haben und die fernöstliche Zufahrtsstraße praktisch ebenfalls gesperrt ist, denn Roosevelts schwerer Konflikt mit Japan bedeutet tatsächlich eine solche Sperrung. Der Umweg über China oder Alaska kommt wohl selbst für amerikanische Phantasten nicht in Betracht. Also wird Hopkins im wesentlichen wohl nur Stalin die „moralisch e" Unterstützung Roosevelts präsentieren können. Die antibolschewistische Einstellung der amerikanischen Bevölkerung zwingt nun Roosevelt, Haken zu schlagen. In einer Pressekonferenz erklärte er, Sowjetrußland erhielte keine Gelder aus dem Ermächtigungsgesetz. Die Sowjets könnten bezahlen. Es läge durchaus kein Grund vor, ihnen die Hilfeleistung zu geben, die das England-Hilfegesetz für England und China vorsieht. Diese Staaten sind tatsächlich bankrott und können sich nur durch Roosevelts Hilfe aufrechterhalten. Die Sowjetunion ist also für Roosevelts Begriffe eigentlich kreditunwürdig. Was nun die Hilfeleistung anbetrifft, so sagte Roosevelt, seine Regierung überprüfe einen Plan. Er läuft darauf hinaus, der Sowjetunion gewisse Munitionsmengen vielleicht zu überlassen, wenn England, das sie bestellt hätte, darauf verzichte. Da England aber nicht darauf verzichten kann und täglich um größere Anstrengungen Roosevelts in der Englandhilfe bettelt, wird aus den Worten Roosevelts deutlich, daß den Sowjets eben nicht geholfen werden kann. Seine Phrase, der bolschewistische Widerstand gegen Europa sei „großartig", soll nur verdecken, datz die USA. Mos- hau nicht helfen können. Wie sehr im übrigen Roosevelts Politik gegenüber den Sowjets von imperialistischen Wünschen bestimmt wird, erhellt aus Meldungen japanischer Blätter, die der vom Washingtoner Staatsdepartement erteilten Genehmigung der Benzinausfuhr aus den Vereinigten Staaten für die Sowjetunion über Wladiwostok, größte Aufmerksamkeit schenken. „Welche Gegenleistung erstrebt Nordamerika für diese Materiallieferungen?" schreibt „Pomiuri Shimbun" z. B. Seit geraumer Zeit schon spreche man von der Forderung der Vereinigten Staaten nach Luftbasen in Kamtschatka. „Die Führung der Vereinigten Staaten mißt der nördlichen Route über d i e Aleuten höchste Bedeutung als wichtigem Punkt ihrer Transpazifik-Strategie bei", schreibt „Pomiuri Shimbun", indem sie erläuternd ausführt, daß die mit Kanada vereinbarte Militärstraße Van- couver—Alaska über kanadisches Gebiet und der Ausbau der Aleuten ein Teil eines strategischen Planes sind, der durch die Luftbasen in Kamtschatka vollendet werden solle. „Pomiuri Shimbun" spricht es deutlich aus, worin das Endziel dieser Strategie zu sehen ist. „Es ist leicht zu erkennen", schreibt das Blatt, daß Roosevelt begehrlich nach den See- provinzen Sowjet Sibiriens schielt". Daß Japan in solchen Plänen Roosevelts weitere Schritte der nordamerikanischen Einkreisunaspolittk sieht, liegt auf der Hand. kSttsSnd Kilometer vom Reich entfernten Orten stattfinden, auf den Schlachtfeldern des Jahres 1914 in Ostpreußen oder vor den Toren Wiens, in Ungarn oder Rumänien geschlagen werden müßte, wenn der sowjetische Angriff plangemäß stattgefunden hätte — diese Gedanken nur auszusprechen heißt, d i e britisch-amerikanischen Pläne gegen Europa in ihrer ganzen skrupellosen Verworfenheit enthüllen. Sie wollten den Bolschewismus in das Herz Europas hineintragen! Erst spätere Generationen werden die ganze Bedeutung des Führerentschlusses ermessen, durch eine kühne Tat den Schauplatz des unausweichbar gewordenen Kampfes von den Kulturstätten Europas fernzuhalten und ihn in Gebiete zu verlegen, in denen nichts anderes zerstört werden kann als der Bolschewismus selbst. Der soldatische Einsatz freilich ist dadurch größer und heldischer geworden. Fern von der Heimat kämpfen unsere Truppen. Die Marschleistungen allein müßten ihnen ein Halt gebieten, würde sie nicht das Bewußtsein erfüllen, daß dieses Ringen, mehr als in allen den Feldzügen bisher, ein Kampf um Sein oder Nichtsein unseres Volkes und der menschlichen Kultur ist. Sie durchkämpfen die Urwälder des Ostens und sind glücklich in dem Gedanken, daß es nicht die deutschen Wälder sind, in denen die Sowjethorden streifen; unter Aufbietung aller Kräfte marschieren sie zäh auf den grundlosen Straßen des bolschewistischen „Paradieses", und sie denken daran, daß der ganze motorisierte Aufbau des Sowjetheeres darauf berechnet war, auf unseren Straßen zu operieren; sie kampieren in den Trümmern der von den Sowjets niedergebrannten Städte und erinnern sich des Jahres 1914, als die Städte des deutschen Ostens von den brennenden und sengenden Horden der damaligen russischen Armee durchzogen wurden. Sie führen die Verbrechertypen der Sowjetarmee in die Gefangenenlager und schaudern bei dem Gedanken, daß diese verhetzten Untermenschen auf dem Sprunge waren, in das Herz unseres Reiches einzubrechen. Diese Gedanken, die unsere Soldaten an der kämpfenden Fronb das schwere Ringen erleichtern und ihre Siegesentschlossenheit immer neu entfachen, sind die gleichen, die auch die Heimat erfüllen und stärken. Im Osten — das ist die Ueberzeugung, die uns heute alle verbindet — hat eine Entscheidung begonnen, wie sie feit dem Jahr- hundert der Hunnenkriege für die Zukunft Europas nicht mehr zu schlagen war. Daß die jüdisch-demokratische Welt diesen Kampf heraufbeschwor, wird sie nicht retten, aber allen Völkern der Erde die Augen öffnen über das wahre Gesicht einer Macht, die sich anmaßt, über die Kontinente zu herrschen, und die sich nicht scheut, die Flut der , bolschewistischen Vernichtung auf die Länder zu 1 lenken, in denen die Menschheit eine Wiege ihrer Kultur verehrt. e Das alte Europa aber ist mit dem nationalsozia- ; listischen Deutschland wiederjung geworden. Es wirft sich den Horden der Zerstörung entgegen i und hat den Kampf der Menschheit ausgenommen. ' Tief im Osten steht der deutsche Soldat, und wo er steht, da hält er, und wo er hält, da schöpft er Kraft zu neuem Ansturm. In diesem Ansturm aber wird die Welt der Vernichtung zerbrechen und die Welt des Lebens erstehen. Oer Führer zum Geburtstag Mussolinis. V e r I i n, 2. Aug. (DNB.) Der Führer hat dem Duce zum Geburtstage folgendes Telegramm übermittelt: „In treuer Kameradschaft spreche ich Ihnen, Duce, meine und des deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche zu Ihrem Geburtstage aus; sie schließen in sich die aufrichtigsten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen wie für die Zukunft des italienischen Volkes, das unter Ihrer Führung in enger Waffenbrüderschaft mit dem deutschen Volke für ein neues Europa kämpft und dem gemeinsamen Sieg entgegenmarschiert." — Der Duce hat mit nachstehendem Telegramm gedankt: „Ich bitte Sie, Führer, meinen herzlichsten Dank entgegenzunehmen für das Telegramm, das Sie mir gelegentlich meines Geburtstages übersandt haben; vor allem aber banke ich Ihnen für die Worte, die Sie für das italienische Volk fanden, das gewillt ist, mit Ihnen Seite an Seite zu marschieren bis zum gemeinsamen Sieg." l i g unwahr und entstammten der Gewissenlosigkeit, den Frieden Irans zu stören, der während des ganzen Krieges eine streng neutrale Haltung eingenommen und dadurch zur Erhaltung des Friedens in dieser Weltecke beigetragen habe. Es sei bekannt, daß das Jran-Oel schon vor und erst recht in der jetzigen Krise unter starkem Schutz der Jran- Regierung stehe und daß in allen diesen Gebieten völlige Ordnung herrsche. Ebenso lächerlich sei die Behauptung über die Zusammenarbeit ausländischer Gruppen mit Jranern."Diese unterstützten vielmehr einig die Regierungspolitik für die Aufrechterhaltung der Ordnung. Alle Iraner wünschten Ruhe und weiteren Fortschritt ihres Landes und gäben sich niemals zu dieser Politik störender Intrigen her. Es fei ferner bekannt, daß die de Gaullistische Agentur schon lange durch Lügen und Intrigen die Ausbreitung des Brandherdes propagiere, wogegen Iran, welcher dieses Täuschungsmanöver und Lügengewebe längst entschleiert habe, energi ch protestiere. Auch in Afghanistan. Die Pflicht. Von Erich Grisar. Der Lärm der Maschinen schluckt jedes Wort. Hämmer fallen hart auf das Eisen. Es zischen die Feuer. Räder poltern. Ganz hinten in der langen Halle brüllt jemand „Kran!". Schon beginnt es über den Köpfen der Arbeiter, über die Werkstücke hinweg, die fertigen und die begonnenen, zu poltern. Der Kran fährt dem Rufe nach. Im Anfahren bereits rollt die Katze vor, senkt sich der Haken. Eine Kette rasselt. Ein Kommando ertönt: Auf! Und nun rollt schon der Kran mit seiner schweren Last einer Maschine zu. Die stille Frau, die, seit der Krieg begann, den Platz in der Gondel des Krons eingenommen hat, blickt nur selten auf. Immer muß sie bereit fein, den Männern dort unten die Arbeit zu erleichtern, den Gang der Arbeit zu beschleunigen. Sie weiß: Jede Minute unnötigen Wartens bedeutet unwiederbringlichen Zeitverlust; denn draußen wartet die Front. Auf U-Boot-Teile warten die Werften, auf Lafetten und Schutzschilde die Geschützfabriken. Viele Dinge benötigt der Krieg! Viele Dinge schafft der deutsche Arbeiter, die in der Hand des deutschen Soldaten zum Werkzeug des Sieges werden. Da sind Pausen selten. Und doch gibt es Pausen, die unvermeidbar sind. Eben kommt der Werkstattschreiber und ruft die Frau von ihrer Arbeit fort. „Sie werden am Tele- phon verlangt", ruft er ihr zu und geht schon wieder zurück. „Ich am Telephon?" sagt die Frau und klettert aus ihrer Gondel, von wo sie die ganze Werkstatt übersehen kann, nach Unten. Eilig folgt sie dem Schreiber zur Meisterstube, wo der Hörer des Telephons bereits auf dem Tische liegt. „Ja, hier Frau Bramkamp", spricht sie hastig und voll Erwartung, wer sie jetzt mitten in der Arbeitszeit sprechen will. Schicksal im Zeitgesetz. Unsere Bombenflugzeuge starten immer aus, 1 neue zum Angriff auf Häfen und kriegswichtige 1 Ziele in England. Auf allen Meeren kämpft unsere : Marine und versenkte Tausende und aber Tausend« von Tonnen feindlichen Schiffsraumes. Unser Afrikakorps trotzt allen Strapazen in der Hitze der libyschen Wüste und znKngt den Briten aus seinen Stellungen. Von Finnland bis zum Schwarzen Meer zieht sich die deutsche Ostfront hin, in stetem Vorgehen den Widerstand der Roten Armee bre. chend. Und vom höchsten Norden Norwegens bis Griechenland und Kreta, von der spanischen bis zur türkischen Grenze hält der deutsche Aar über Europa Wacht. Wie faßt unsere Vorstellungskraft dieses ganz« gewaltige Geschehen, das unmittelbarste Gegenwart und zugleich in einem tiefen Sinn schon Geschichte ist? Es tft die Frage des einzelnen, der sich dem ganzen überwältigenden Vorgang gegenüber» sieht. Eine Gewohnheit von früher in uns sucht nach Vergleichen. Wir denken an „große Zeiten", „heroische Zeiten", „Zeiten des Aufstieges" früher Geschichte machender Volker. Das uns von den Schub jähren her bekannteste Bild einer glanzvollen, in Kriegen erstarkten Nation bietet die klassische Antike. Wir sehen Epaminondas vor uns oder den Symbol gewordenen Siegeskünder von Marathon, Wir sehen Alexander den Großen und um ihn, mit ihm die Massen, die sich zum Kampfe stellen. Das alles ist schon bildhaft, und große Meister der Malerei haben immer wieder versucht, uns den Ein, druck des heroischen, kriegerischen Lebens im Rich, men einer gleich elementar wirkenden Landschaft xu vergegenwärtigen, uns als Nacherlebende mögiiqfft heranzuführen an das vergangene Völkerschicksal in seinem damaligen Zeitgesetz. Doch das Gefühl des Miterlebens tft ein wesentlich anderes als das des Nacherlebens, Denn auch bei einer gewissen Verschiedenheit in der Vorstellung des einzelnen ift das bildlich oder dich, terifch oder auch nur in der Sprache der Geschichts« Wissenschaft nachgeformte Geschehen einer Dergani genen „großen Zeit" in feinem bestimmten Grundriß festgelegt. Trotz Wandlungen in den Dorstel« - hingen, wie sie beispielsweise unser Nacherlebnis der klassffchen Antike im 19. Jahrhundert erfuhr (erst durch Winkelmann, später dann durch Friä- - rief) Nietzsche) hat sich sowohl als Schönhe-itsethos der antiken Kultur, ihrer Säulenordnungen ufro., wie auch das Bildnis des heroischen Kämpfers der - Antike in bestimmten charakteristischen Linien uns | eingeprägt. Und die Summe von alledem ift ein | der Wahrheit oder der Dichtung mehr oder minder i nahestehendes Totalbild, das unser Racherlebnis für I Jahrhunderte beherrscht. Als Miterlebende stehen wir nicht vor i einem geschlossenen Gemälde, sondern gleichsam in - einem werdenden mitten b rin. Wir : ehen die Vorgänge von einem bestimmten Front- ’ abschnitt oder von einem bestimmten Ort in der Heimat, von unserer persönlichen Verbindung mit Man. nern, die draußen stehen oder von unserem notwendigen Verknüpftsein mit wirtschaftlichen Dingen der Zeit. Trotz Zeitung und Rundfunk — die ja unbedingten Neutralitätswillen erklärt und betont, daß sie keinem Fremden irgendwelche politisch« Aktivität im Lande gestatte. Die türkische Presse schreibt, Iran und Afghani- tan hätten ohne Zweifel nicht das geringste mit dem Krieg zu tun. Der iranische Herrscher führe eine korrekte Außenpolitik und es sei undenkbar, daß er irgend etwas billigen würde, was feine Nachbarländer beunruhigen könnte. Afghanistan fei lumajot noch viel weniger an den Problemen der heute sich larkrii bekämpfenden Mächte interessiert als der Iran. Es 1 lasse sich ebensowenig wie der Iran von feiner Neutralität abbringen. Das Telephonat. Von Christian Bock. „Diese Erfindungen, allen voran das Telephon, haben uns geholfen, Zeit und Raum zu überwinden." (Aus einem Elementarbuch der Physik.) Ein Mann ruft die Nummer eines großen Büro- Hauses an. Er möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen. Die Zentrale des Bürohauses meldet sich. Der Mann nennt seinen Wunsch: „Ich möchte gern Herrn Direktor Seelhoff sprechen." „Bitte schön", sagte die Zentrale, „einen Augenblick, bitte!" Das offiziöse „Journal de Teheran" setzt sich im schärfsten Ton mit Meldungen der de Gaullistischen Agentur auseinander, die von Vorbereitungen der „fünften Kolonne" in Iran, Afghanistan, im Kaukasus und Turkestan berichten, was eine besondere Gefahr für die südiranischen Oel- ____________,UUn |lu. m «luymunun selber bedeute. Diese Unterstellungen seien völ- nur wenige Deutsche befinden. Sie hat dabei ihren & 3“ °on Rri b i-ii i,.1® Bß am - K iS HÄ Aus dem Mich Oie Salzburger Festspiele. n«s. irau* ^eses LIN ra Oer neue Luftangriff auf Moskau asMtterkreuz für tapfereTruppenführer inis. , warten? • Jkbrürfe bei Jacobstabt gesprengt IMicher Erkundung im feindlich' Oie ungarischen Operationen. Bttlin. 3.Mug. (DJiB.) Die beuffdje Cuffroaffe iif| in der Nacht zum 3.8. bei wolkenlosem Welter fojtau erneut an. Bei guter Erdsicht wurden und betoti, he politisch, nd Asgham' eringste mit rfdjer Dr unbentbin, WLS stM zhanistan I« er heute fier Iran. 6i von seinei sich Reinicke wieder freiwillig bei Beginn des Feldzuges gegen die Sowjets und zeichnete sich beim Angriff auf den Szczara-Abschnitt durch besondere Tapferkeit und Kaltblütigkeit aus. Aus offener- Feuerstellung setzte er auf kurze Entfernung drei feindliche Geschütze außer Gefecht. Oas Ritterkreuz für Flakartilleristen. B e r t i n, 3. Aug. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Oberleutnant Schwa- Reichskleiderkarte — zur Deckung künftigen Bedarfs zu verwenden. Es wäre unklug, diese Bezugsrechte jetzt auszunutzen, weil die Läger des Einzelhandels zur Zeit infolge der durch die Ope-- rationen verhinderten Transportmöglichkeiten teil- Jn Salzburg begannen die Festspiele vorwiegend vor Soldaten, die gemeinsam mit schaffenden Volksgenossen Opern und Schauspielaufführun- I otrcmbrütfen über die Düna in seine Hand zu brin- 119 und eine entscheidende Voraussetzung für die rafc Fortführung der Operationen zu schaffen 8meralmajor Freiherr von Fun ck hat oe- rets am 22. Juni 1941 in kühnem Zupacken alle 1‘fflhädiq verteidigten Befestigungsanlagen der Nach dem Ausfall des Kompanieführers und der dadurch verursachten Stockung des Angriffs am 16. 6. 1941 in Nordafri ka fuhr Hauptfeld- cldwebel Conrad, Slohtruppführer in einem Infanterie-Regiment, Oberfeldwebel Burghart s- w les er, Slohtruppführer in einem Gebirgsjäger-Regiment, Feldwebel Reinicke, Gruppen- ührer in einem Panzer-Regiment. sprechen ent!" mft 10- !.urch Fri^ onheüse Mgev U| ämpferg Lmien wj dem ist e oder mi lerlebnis fi >ktoks Zi % u »t t feinen » )K ff*' I Mcht Mt ^eichsam i, Irin. M nten grorii t in der 19 mit Ml nserem G chen Dinges k - diej, Berlin, 2. Aug. (DRV.) Der Führer und le Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf lag des Oberbefehlshabers des Heeres das reuz zum Eisernen kreuz an General der foiferie Graf von Brockdorsf-Ahle- eilt, Generalmajor Branbenberger, Ge- leclmajor Freiherr von Funck, General- ecjit Krüger, Oberst Lohmeyer und Oberst hIL Budapest, 4. Aug. (Europapreß.) Wie am Sonntag ergänzend zum Bericht des Honved-Gene- ralstabes verlautet, haben die Schnellen Truppen der Honvsds in ununterbrochenen Verfolgungskämpfen den letzten Widerstand der sowjetischen Truppen westlich vom Bug gebrochen und den Feind auf das nordöstliche Ufer des Flusses zurückgeworfen. Ein wichtiger Abschnitt der ungarischen Kriegsoperationen ist damit erfolgreich abgeschlossen worden. Sie führten über den Dnjestr bzw. über das Gebiet, das em-wjeüs vom Pruth und anderer- ' vllcher Erkundung im feindlichen Feuer, den Hegang. Er warf unter Ausnutzung der Ueber- ''Geling mit Floßsäcken zunächst zwei Kompanien 'M das Ostufer. Damit war der weitere Vormar ch ’ i-iß Division nach Osten frei. — Oberst L 0 h - er hat am 21.6.1941 beim Angriff auf die ^s igten Stellungen an der Sowjetgrenze den ^qbruch seines Infanterie-Regiments in vorder- i« 3inie perlönluf) geführt. Bei dem Durchbruchs- besuch einer sowjetischen Division aus der Festung An am 27. 6. hat das Regiment mit zugeteilten Ständen dem Geaner schwerste Verluste durch Mmmütige Abwehr beigebracht. Am Vormittag £ 28. 6. drang Oberst Lohmeyer mit schwachen *tif: en in das Stadtgebiet von Libau ein. In kur- Zeit gelang es ihm, die Brücken unversehrt mde Hand zu bekommen und die Festung Libau K unübersehbarer Beute zu nehmen. — Oberst «1’4 hat in der Panzerschlacht von Rojsienis durch z u g e b e n haben, welche die Karte ausgestellt hat. Die persönliche Ablieferungspflicht beim Wirt- chaftsamt entfällt nur bann, wenn der öffentliche Bedarfsträger oder die Anstalt die Einziehung der Karten selbst übernommen und dies dem Verb: cher ausdrücklich mitgeteilt hat. Schließlich ist die Geltungsdauer des Bezugscheines für Spinnstoffwaren allgemein von zwei auf drei Monate verlängert worden, rückwirkend auch alle Bezugscheine, die seit dem 1. Mai 1941 ausge- tellt worden sind. Kosten der Gteuermahnung und der Steuerbeitreibung. Der Reichsminister der Finanzen hat eine Vek> ordnung über die Kosten des Mahn- und Zwangsverfahrens erlassen. Die Mindestgebühren, die bei der Steuermahnung und bei der Steuerbeitreibung erhoben werden, sind ab 1.8.1941 erhöht: a) der Mindestbetrag der Mahngebühr von 20 Rpf. auf 50 Rpf., b) der Mindestbettag der Pfändungsgebühr von 60 Rpf. auf eine Reichsmark, c) der Mindestbettag der Versteigerungsgebühr von 60 Rpf. auf eine Reichsmark. Die bisherigen Mindestbeträge decken nicht die Auslagen, die dem Finanzamt erwachsen, für Porto und Papier und erst recht nicht den auf die einzelne Mahnung entfallenden Anteil an den allgemeinen Unkosten (Gehälter, Heizung, Beleuchtung usw.). Es muß darauf hingewirkt werden, daß die Finanzämter nicht mit Arbeit, die vermeidbar ist, belastet werden. Ein Mittel dazu ist die Erhöhung der Mindestbettäge für die Mahngebühr, Pfändungsgebühr und Versteigerungsgebühr. Die Postnachnahmen im Besteuerungsverfahren werden ab 1. August 1941 der Steuermahnung gleichgestellt. Die Folge davon ist, daß die Postnachnahme (wie eine Mahnung) gebührenpflichtig ist. Die Mahngebühr wird in der Nachnahmekarte mit angefordert werden. Viele Steuerpflichtige, die es bisher zu einer Postnachnahme kommen ließen, werden in Zukunft bestrebt sein, die Postnachnahme zu vermeiden. Äorschülerinnen für die Gozialberufe. Zahlreiche Maßnahmen wurden schon getroffen, um den wichtigen sozialen und pflegerischen Berufen den nötigen Nachwuchs zu sichern. Hemmend wirkte aber immer wieder die Lücke zwischen der Schulentlassung und der Berufsausbildung. Diese Lücke wird jetzt durch eine Maßnahme der Reichs, jugendführung geschlossen. Da für die Ausübung des Berufes der Kindergärtnerin, der Krankenschwester und der Volkspflegerin gründliche hauswirtschaftliche Kenntnisse erforderlich sind, werden Mädel, die einen sozialen oder pflegerischen Beruf ergreifen wollen und für diese Berufsausbildung noch zu jung find, als Vorschülerinnen für soziale und pflegerische Berufe in die hauswirtschaftliche Lehre des Deutschen Frauenwerks geführt. Dis zum Beginn ihrer eigentlichen Ausbildung werden sie vom BDM. besonders betreut. Nach Abschluß dieser Lehre erfolgt die Ueberweisung in die soziale oder pflegerische Berufsausbildung. Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit, inzwischen noch bei einer Familie mit Kindern oder in Heimen hauswirtschaftlich tätig zu sein. Bei der Ausbildung zur Schwester erfolgt mit 17 Jahren die Aufnahme in die Schwesternvorschule. 87000 Gesundheitsdienst -Mädel. In Erwartung praktischen Einsatzes wurden seit Kriegsbeginn von den 17- bis 21jährigen Mädeln ganz besonders die Arbeitsgemeinschaften für Ge- sundheitsdienst im BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" bevorzugt. Zehntausende von Mädeln standen mit Kriegsbeginn schon bereit, die bereits im Frieden die Prüfung des Gesundheitsdienst- Mädels abgelegt hatten. Der- Reichsjugendführer stellte diese Mädels dem Deutschen Roten Kreuz zur Verfügung. Ein Teil gelangte nach der Schwe- chlet werden. * den letzten Tagen hat die deutsche Luftwaffe ach wichtige Verkehrs- und Rüstungszentren gtanb in Moskau mit großer Wirkung bombar- ieri Bei den angegriffenen Orten handelt es sich jistksondere um den Eisenbahnknotenpunkt Orel ad die Moskauer Stadtviertel nördlich Stadtmitte und östlich des Moskwa-Bogens, el liegt im Schnittpunkt der Eisenbahnstrecken sau—Charkow und Brjansk—Jales.x Der An- auf Drei ist insofern von Bedeutung, als nach Ibereits erfolgten Angriff auf den Eisenbahn- Hnpunkt Brjansk, ungefähr 130 Kilometer [Aid) Drei, ein weiterer wichtiger Drt der N 0 r d- I-Eisenbahnverbindung getroffen ist, außer für Truppenverschiebungen vor allem giatertailieferungen des zenttalsowjetischen Jn- Üiegebiets (Kohle, Eisen und landwirtschaftliche olutte) von erhöhter Wichtigkeit ist. Mc Angriff auf die Moskauer Viertel nord- chder Stadtmitte und östlich des Moskwa- ns traf zwei bedeutende Industrie- m m e n b a l l u n g e n der sowjetischen Haupt- VÖm die beiden Njemen-Brucken unbeschädigt in i lii Hand. Schwere feindliche Gegenstöße brachen i mfo schwersten Verlusten für den Feind zusammen. ' feiten Kampftag erreichte die Pcrnzer-Dwchon > rtz schwerster Wegeverhältnisse die Höhen westlich ,-Mrtet H Wilna. Der stark verteidigte Waka-Abschmrt kinunel . !«ri« noch am gleichen Tage angegriffen und die Hergänge fast zusammen mit dem weichenden ’hrer erzwungen, wobei die große Waka-Brücke 1 »versehrt in unsere Hand fiel. In den frühen Mor- ! iefünben des folgenden Tages drangen Truppen- ttie iier Panzer-Division in die Stadt ein. Sowohl Ur Einnahme Dlitas als auch die Besetzung Wilnas 1 Mrtn für die weitere Fortführung der Kampfhand- von entscheidender Bedeutung. — ®.en^aÄa 1 mjttc Krüger gelang es, am 25. Juni 1941 '»M starken feindlichen Durchbruchsversuch westlich !Wis durch schwere Panzerkampfwagen unter lirtfrn Verlusten für den Feind zu verhindern. Am ^6 1941 befahl Generalmajor Krüger, da die - Wbriide bei Jacobstadt gesprengt war, nach per- Ministerpräsident Tsuderos und freue sich über den siegreichen Raub der griechischen Gold- und Devisenbestände, über die siegreiche Hungerblockade, deren Folgen seine griechischen Volksgenossen zu tragen hätten, denen es nicht gelungen sei, mit gutem Raub ins Ausland zu flüchten. Nur der Sieg der Achsenmächte könne das Leben Europas garantieren und werde die Ernährung der europäischen Völker wieder sicherstellen. seits vom Bug begrenzt wird und ein m verkehrstechnischer Hinsicht außerordentlich ödes und schwie- riges Gelände darstellt. In nicht ganz drei Wochen haben die Honved-Truppen den Feind vom Pruth bis zum Bug, also ungefähr eine Strecke von 300 Kilometer, nach Osten zurückgeworfen. Britischer Ausverkauf in Nordchina. Schanghai, 2. Aug. (Europapreß.) Nach der Einfrierung der japanischen und chinesischen Guthaben in den bereinigten Staaten und im britischen Weltreich leben die tn Nordchina ansässigen Engländer in großer Sorge um das Schicksal der umfangreichen englischen Geldanlagen in Nordchina. Die englische Regierung soll geraten haben, alle Werte abzustoßen. Bezeichnend für die Beurteilung der Lage in den englischen Kreisen sind die Dispositionen des größten britischen Grundbesitzers in Schanghai, des aus Indien stammenden Juden Sir Victory Sassoon, dessen Vermögen auf 500 Millionen Schanghai-Dollar geschätzt wird. Sassoon hat praktisch ein Hotel-Monopol in Schanghai; er besitzt fünf von sieben Häusern ersten Ranges, er ist Eigentümer der Straßenbahngesellschaft in der Internationalen Niederlassung sowie zahlreicher modernster Appartementshäuser und mehrerer anderer großer Unternehmungen. Sassoon hat bereits große Werte nach Indien und Südamerika geschafft und sie dort angelegt. An der Ausländerbörse in Schanghai werden infolge der ungeklärten Lage auf dem Kapitalmarkt große Schwankungen verzeichnet; der USA.’Dollar wird mit 10 v. H. Disagio gehandelt. An eine unmittelbare Kriegsgefahr glaubt man jedoch nicht. Oer brasilianische Präsidentenbesuch in Paraguay. Buenos Aires, 3. August. (Europapreß.) Der brasilianische Präsident Dr. Vargas traf auf seiner Besuchsreise nach Bolivien und Paraguay in Asuncion, in der paraguayischen Hauptstadt ein, wo er der Eröffnung der Filiale des Banco do Brazil, beiwohnte, durch die der Warenaustausch zwischen Brasilien und Paraguay gefördert werden soll. Vorher war Vargas in dem brasiliani. schen Hafen Corumba am Paraguay-Fluß mit einer bolivianischen Abordnung unter Führung des Außenministers Guiterrez zusammengetroffen, da der bolivianische Präsident Penaranda aus innenpolitischen Gründen unabkömmlich ist. Vargas besichtigte die erst kürzlich fertiggestellte 86 Kilometer lange Teilstrecke des Bahnbaues von Corumba nach Santa Cruz, durch die das bolivianische Schienennetz mit der Strecke Corumba—Sao Paulo-* Santos verbunden werde» soll. Wein Äe K, um ihn? «her Z » d-n 6B "5 im 5k Ah-W ioe mötfkX_____ eWckIoij^!riigewichtige Betriebe nördlich des stiloskwa-B o gens bombardiert, wo mehrere tns ift Jjirtfoe Brände entstanden. Zahlreiche weitere : de konnten im ganzen S tadtgebiet Wit tn... h oder bii r Teschs uer vergn Jün Grund tat Dors kachecked tbert e roebel Wendt aus eigenem Entschluß mit seinem Panzerwagen im schwersten Feuer weit vor der eigenen Front an weit überlegene feindliche Panzerkampfwagen heran, nahm ganz allein den! Feuerkampf auf und riß durch fein Beispiel bte «4JIC //V übrigen Panzer vor. Der Panzerkampfwagen des . Hauptfeldwebels wurde unmittelbar vor den eng- lH tyriKUfKlllUIIv* loschen Panzern zerschossen, der Kampf jedoch zu Athen, 3. Aug. (Europapreß.) Die V-Aktion unseren Gunsttn ßntschleden. Oberfeldwebel inzwischen auch in ganz Griechenland eingesetzt Conrad durchschwamm im z^ldzug gegen 3ugo ^eberaVL in den Straßen, an den Hausfronten und slawien im feindlichen Feuer die Mur. Er stürmte, ^^^ .^ern sieht man das große Zeichen „V", seinem Stoßtrupp weck vorauseckend auf die femb= _ faömmßn mit ber italienischen Aufschrift „Vin- liche Br'uckenwache zu, schoß ben Posten meber und c'er^mQ" (roir werden siegen!). Vereinzelt sieht man überwältigte mit Handgranaten die übrigen 500^ QU , ^nkenkreuz und Liktorenbündel vom „V"= Mannschaften. Durch Niederhaltung der oberhalb oej(j.en umrahmt. Die Kraftwagen tragen auf der Brücke feuernden feindlichen Bunkerbesatzungen ggS Qber füren ba5 „V"-Zeichen. Die Athener ermöglichte er dem folgenen Plonlerttupp das Zeitung „Kathimerini" führt aus, daß Europa jetzt Durchschneiden der Zündkabel für die Brucken- pichen des „V" angetreten fei gegen die töd- fprengung. Er durchschlug dann selbst die dicht vor Ijc^e Gefahr eines jüdisch-bolschewistischen Systems, einem feindlichen Bunker befindlichen Sprenglei- bag age5 zerstören und vernichten wolle, was Eu- tungen mit dem Spaten. Die Kompanie konnte dar- bedeute. Es gebe auch Menschen, für die dieses auf im Sturmangriff folgen. — Oberfeldwebel * rQt)ieI mie victory" bedeute. Der neue bri- B ha/ * s w 1 e s e r hat nach der Luftlandung . Jnformationsminifter sage victory und meine auf Kr eta nach dem Ausfall des Kompaniefuh-1 den siegreichen Rückzug bei Dünkirchen und im rers sofort die zersprengte Kompanie Zusammen- » Victory meine auch der frühere griechische gefaßt und die Führung übernommen. Bei ben I ........ • 3 - ' - - - - Kämpfen um ben Flugplatz Malemes unb beim Sturm auf Galatos, den Schlüffelpunkt der vom Feind mit großer Zähigkeit verteidigten Hauptstellung vor Chania tat er sich besonders hervor. — Feldwebel Reinicke hat sich bereits durch hervorragende Tapferkeit in der Dyle-Stellung ausgezeichnet, wo er mit feiner Gruppe in die feindliche Stellung hineinstieß unb mehrere Pak vernichtete. Er verlor babei ben rechten Arm. Trotzdem meldete JCft im Zeitablauf mitmanbern — haben wir nicht ton. Mick auf das Totale, weil das Totale noch ijtoer. qul , ar nicht vollendet ist Was da wird, ist zwar bc deutlich von einer hohen Idee bestimmt, er z- zel die Verwirklichungen selbst kristallisieren sich -rs # darum und streben erst dem Ganzen zu, ä’ k pg einst Geschichte, die Geschichte der großen 3teit einer großen Nation sein wird. Doch dafür stick tom wir Miterlebende etwas wie Tuchfühlung, werden von jeder einzelnen Phase der 9fr? H. kitvicklung, von jeder Etappe im Innersten 'wen" »Ickt, ergriffen. Der Geist des Kampfes, des Empsindung, Hingabe, Begeisterung gleich « juh mef in Gefechtslinie stehenden Truppe vorwärts, 0Be «vtitiif »kMftswärts drängt. Als Mckerlebende empfinden 963 ***’•' pr den Augenblick, das unwiderbringliche (Ein- -a Ige. In unserem Einzelerlebnis erleben wir tei allen an Stelle der Totalschau des historisch Steten Einst das Elementare unb Wesentliche, Hl * Hneral der Infanterie Graf von Brock- 1 cif f - A h l e f e [ b t faßte am 24. 6.1941 ben (Ent- &, die sowjetische Festung Kowno noch an i \t\ttt Tage zu nehmen, unb setzte mit ber Doraus- 1 bttlung seines Armeekorps über ben Niemen. Am ! 7. mb 28. Juni zerschlug er in ununterbrochenen larb.ädigen Kämpfen norbostwärts Kowno in | hwerigstem Gelänbe mehrere Sowjetbivisionen. — 1 lemralmaior Branbenberger hat ferne Pan- ; »dvision beim Durchbruch durch bte sowjetischen unser Einzelschicksal im Zeitgesetz und unser völkisches Schicksal mit diesem wiederum vereint. Aber wir fühlen auch noch eins! Wodurch wir in steter Verbinbung mit der hohen lenkenden Idee, mit dem Geiste der Führung unb ber Kämpfer in gleichem Schwung unb Rhythmus bleiben: — Daß wir durch unser Handeln, ja schon durch unser Denken, unsere Gesinnung teilhaftig und mitverant- _ wörtlich sind an dem, was — den Nachkommen|^ sH Konzerte erlÄen. Die Bevölkerung grüßte als Vorbild - dereinst G eschich te, und das Spalier vor dem Festspielhaus ihre feld- heißt in einem letzten Sinne, lebendig weckerwir- en Gäste, vor allem Fallschirmjäger von Kreta, kendes Symböl einer Blut- und Ta gemeinschaft, . besondere Einladung von Reichsminister Dr. kurzum einer Nation setn soll. So ist unser Mit- Goebbels nach Salzburg gekommen sind. Die erste erteben ein inneres Mitkämpfen. So leben »der Vorstellung war eine Neuinszenierung von Mozarts sterben mir auf em hohes gemeinsames Ziel hin, I ^^^siöte", der u. a. Reichsminister Dr. G 0 e b - das einst als unser Zeitgesetz gelten n>m® LeIs Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Rai- U."d durch dieses Zeckgesetz pulst das ganze viel. n€r unb Reichsleiter Korpsführer Hühnlein bei- faltig sich äußernde Lebensgefuhl unseresMillro- wohnten. Unter der musikalischen Leitung von Karl nenvolkes pulsieren alle Empsindungen, Erregun- in Inszenierung von Heinz Arnold, mit gen, seelischen Erhebungen unb Hochgefühle, die Gesamtausstattung von Ludwig Sievert wurde ww nicht nur bei jeder durch den Rundfunk mckge- glänzende Aufführung geboten. teilten Meldung eines Sieges haben, sondern auch y 0 M in jedem Augeickckick unseres gemeinsamen Schicksals Trauerfeier für General von Schroder. htne Ss G Im Krematorium Wilmersdorf fand die Trauer, der geistigen Landschaft unseres EMeüsb,cken^^ Folgen ein^s Flugzeugunfalls _________ ' dahingeschiedenen General ber Flakartillerie, Militärbefehlshaber in Serbien und früheren Präji- |b enten des Reichsluftschutzbundes Ludwig von Schröder statt. Eine Ehrenkompanie des Wachbataillons der Luftwaffe und ein Ehrensturm des Reichsluftschutzbundes waren an- m .... « s. «yy t m getreten. An dem Sarg stellten Dffuiere der Luftstadt. Von wichtigen Werken des Moskauer Nordens und Amtsträger der Reichsluftschutzbundes mck vorherrschender Metall- und Leich t in1 • kje Ehrenwache. Der Kranz des Führers wurde dustne m dem Sershrnfklj-Rayon und dem Ko- ^n Generalfeldmarschall Milch niedergelegt. Er mm ernowsklj-Rayon sind zu nennen: das Kom- betonte in seinem Nachruf, General von Schröder pressorenwerk „Borez , zwei mechanische Werke, cm Deutschland in Not und Aufstieg gesehen, mit- Automotorenwerk bte Eisengießerei „©tantolit: , und mitgetragen. Seine klare, starke, alles zwei Werke für Buntmetalle bzw. Hartleg^erungen N^it sich reißende Perönlichkeck habe Großes usw. Von Bedeutung sind weiterhin der Sawjolo. 9eIeiftet Anschließend gab Pfarrer Priebe einen wer und der Rshewer Bahnhof und besonders der ^^odriß des Verstorbenen, ber ein Vorbild Leningrader und Aaroslawer Kopjbahtchof der den Soldatenlebens war, und würdigte sein Endpunkt der bedeutenden Nordwest- und Nord- Wirken in verantwortungsvollen Stellungen für Eisenbahnlinien darstellt. m Führer unb Volk. Währenb des Liebes vom guten Das Viertel östlich des Moskwa-Bogens, Kanreraben unb breier Ehrensalven sank ber Sarg bas verwaltungsmäßig die Rayons Prletarfkij und . hj Taganfkij umfaßt, ist burch Werke her Auto -, M-tolt. und chemischen Industrien cha- sie Geltungsdauer der zweiten ttn"°Ä7naf dem ^-r?7n GÄk,^:7w°itAe lieichskleiderkarte verlängert, der Sowjetunion ist und die verfchiedensten Kraft- Der (Sonberbeauftragte für biß Spinnstoffwirtwagentypen herstellt (Belegschaft 40 000 Arbeiter), schäft gibt bekannt: Die Geltungsdauer der zweiten das Kleinautowerk „Kim", bas Kugellagerwerk Reichskleiberkarte sowie ber zweiten Zusahkleiber- „Kaganowitsch", bas das an Ausdehnung größte karte für Jugendliche ist durch eine besondere An- Werk Moskaus ist, das Elektromaschinen- ordnung bis zum 31. August 1 942 oerlän- werk „Dynamo", weitere elektrotechnische Fabriken, a e r t worden. Die Vorbereitungen für die dritte die Werkzeugfabrik „Fräser", Erdölgroßlaaer, ein Reichskleiderkarte des neuen Versorgungsabschnittes Sauerstoffwerk und bie großen Güterbahnhöfe des sinh abgeschlossen. Sie wird voraussichtlich i m Kursker- und Cortki-Bahnhofs. Alle diese Werke September 19 41 ausgegeben werden, sind im Krieasfall in erhöhtem Maße auf Erzen- Die Verlängerung der Geltungsdauer ber zweiten gung von Kriegsgerät eingestellt. Der Angriff auf Reichskleiderkarte um ein volles Jahr gibt allen die genannten Viertel hat also die Rüstungsin'busttie Verbrauchern weitgehende Möglichkeiten, die um ber Sowjetunion wiederum schwer getroffen. ausgenutzten Bezugsrechte der zweiten Reichs- -------- ckleiderkarte — neben ben Bezugsrechten ber brüten eben u iesengeschehens, das ba vor sich geht, berührt uns Tyish |an entlegensten Dörfchen unb in unseren in» Sj mfen Belangen. Ja, mir fühlen gar nicht ein» ■■ al den für alles Historische so selbstverstänblichen fte Mch nach einer Ueberschau, einem Querschnitt, n laliher Wunsch würbe unsere Tatkraft, unsere Mit- rletnisfraft nur beeinträchtigen, weil er seinem nnsip nach schon rütfgemanbt ist, während unsere . ”e9enübi? Empfindung, Hingabe, Begeisterung gleich irer hat bß [ramm üb«1 he ich Ihm fl* nemraimaior löranoenoetyei yu* iu.u ^Äl uudaistan beim Durchbruch durch d.e fawietifchen cchichW Wellungen und bei den Verfolgungskampsen !l>!" ® i >! ur Düna mit großer Umsicht und Tatkraft ge- ’ M Nachdem seine Division kämpfend in vier >erscha>> » unb Nächten 300 km in Feindesland Borge- irop^S-R-n war, hat er sie zum Angriff aus Dunaburg Iieführt. Durch scharfes Zufassen ist es ihm gelungen, W*’ lü beiden großen, zur Sprengung vorbereiteten j ।SknrnhHirfpn ühpr die Düna in seine Hand zu brm= ir das tes Geburlr- er dlmkeZ •Muamu uetitiuiuicn amen m !r,lstzewisten in der Nähe der Grenze burchstoßen iß stand schon am Nachmittag in Dlita. Hier sie- geschicktes Einsetzen seiner Panzerabteilung im weise nicht entsprechend dem Warenabfluß angefüllt Schwerpunkt des feindlichens Angriffes entscheidend werden konnten und daher vorübergehende Lücken dazu beigetragen, den feindlichen Panzerstoß zum aufweisen. Gegenwärtig wird daher mancher nicht Stehen zu bringen. Umsichtig unternahm er ofort das seinem Wunsch entsprechende Kleidungsstück erbte Führung in biesem Abschnitt und schu die halten können. Solche vorzeitige Bedarfsdeckung Grundlagen für die mit der Vernichtung der eind- würde, außerdem denjenigen Volksgenossen, die liehen Panzerkräfte endenden Gegenangriffe der einen wirklich dringenden unaufschiebbaren Bedarf Division. haben, bie Versorgung erschweren. Ferner ist ange- . - , , | orbnet worben, baß Personen, bie v o n einem Relotvevel ttlil vcm öffentlichen Bedarfsträger (z. B. Wehr- HHI V »»» macht, Reichsarbeitsbienst, Polizei) oder einer Anstalt (z. B. Strafanstalt, Heil- und Pflegean- i fta(t) mif bezugsbeschränkten Spinnstoffwaren ver- Berlin, 3. August. (D71B.) Der Führer und sorgt werden, ihre Reichskleiderkarte innerhalb von Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Sm Tagen nach dem Eintritt in ein solches Ver° Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das sorgungsverhältnis bei der Kartenausgabestelle a b- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptfeld- —■—— wedel Wendt in einem Panzer-Regiment, Ober-,^ unb Unteroffizier Welzer. - Oberleutnant Schwabach hat als Batteriechef in einem Flakregiment durch rücksichtslosen Einsatz seiner Person und durch heldenhaftes Borgehen sogar vor den eigenen Panzern mit seiner Batterie allein 34 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. — Unteroffizier Melzer istalsGeschühführerin einem Flakregimenl aus eigener Initiative stets der vorderen Linie weit vorausgestürmt und !hat aus nächster, bedrohlichster Rahe mit seinem Geschütz 13 feindliche Panzerkampfwogen vernichtet. stcrnausbildung zu dem ersehnten Einsatz. Die Zahl der bisher im Gesundheitsdienst ausgebildeten Mädel beträgt rund 87 000. Eine besondere Kriegsaufgabe erhielt ein Teil der Mädel durch die erweiterte Kinderlandverschickung. Sie sollten die Sicherstellung und Ueberwachung der Gesundheit in den Lagern übernehmen. Andere Mädel sind im Kran- kenhausdienst eingesetzt, um die Schwestern zu entlasten. Die Heil- und Teekräutersammlung, an der sich die ganze Jugend beteiligt, ist eine weitere Aufgabe der Gesundheitsdienst-Mädel. Oie neue Neichsferienordnung. Der Sachbearbeiter des Reichserziehungsmin-iste- riums, Ministerialrat Freysoldt, erläutert die neue Reichsferienordnung. Er hebt die Bedeutung sowohl für die Schule als auch für die Entwicklung des jugendlichen Geistes und Körpers hervor. Die lange sommerliche Ferienzeit gebe der Hitler-Jugend und der NSV. willkommenen Anlaß, die Verschickung städtischer Jugend in Erholungsheimen und ihre kameradschaftliche Zusammenfassung in Lagern zu intensivieren. Damit wende ein Vorteil erreicht, der aus volkshygienischen und erzieherischen Gründen auf das lebhafteste zu begrüßen sei. Es komme hinzu, daß mit Hilfe der Staffelung die sommerlichen Erholungsstätten während des ganzen Sommers ausgenutzt werden können. Ein Gegenstück zur beweglichen Lage der SLtägigen Sommerferien dische Führerkorps an historischer Stätte in Kut, n o zu einer Arbeitstagung, in deren Mittelpunkt der Leistungsbericht über den fast zweijährigen Aufbau und die Verkündung der Richtlinien für die kommende Arbeit im Wartheland stand. * Svenska Dagbladet meldet, daß zwei Kompanien schwedischer Freiwilliger bereits in vorderster Linie zum Einsatz gelangt sind. Sie sollen sich dabei besonders als gute Scharfschützen hervorgetan haben. * Die schwedische Regierung hat der Bitte der fin- nischen Regierung entsprochen, und die Wahrung der Interessen Finnlands in Großbritannien übernommen. * Der frühere spanische Botschafter in Berlin, Gc. neral Espinoza de los Monteros, der vor kurzem von seinem Posten abberufen wurde, i(t zum Wehrkreiskommandeur in Valencia ernannt worden. Hauptickriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter dr« Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik unjs Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für. Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein ibeuti.), i.V.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Vertag: Brühlsche Universrtatsdruckeret R. Lange Ä.<8. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann,' Anzeigenteiter: Hans Bei. VerantworUich für den Inhalt der 2Inzeigen:Theodor Kümmel. PI.NrL. —— fii lei die Beweglichkeit, die den Weihnachts- und Osterferien mit Hilfe von zehn Reserveferientagen gegeben sei. Eine Gebirgsgegend werde z. B. gern lange Weihnachtsferien haben, in anderen Landstrichen werde man Wert auf längere Osterferien legen. Die Notwendigkeit, geschlossene Schulabschnitte zu schaffen, führte zur Beseittgung der Herbstferien. Nur für die ländlichen Volksschulen werde die Teilung in Sommer- und Herbstferien beibehalten. Billiges Bauland auch für Eigenheime. Der Bau von Eigenheimen und von Landarbeiterwohnungen soll nach dem Führererlaß besonders gefördert werden. Leider haben die meisten Städte zwar große Gebiete für Stockwerksbauten aufgeteilt und durch Straßen erschlossen, aber wenig Gelände für den Flachbau bereitgestellt. Die Preise werden mit Rücksicht auf die Möglichkeit, drei- oder vierstöckig zu bauen, schon vor dem 17. Oktober 1936 eine Höhe erreicht haben, die bei Anwendung des Stoppreises die Verwertung zu Eigenheimen ausschließt. Wie in der „Sozialen Praxis" ausgeführt, hilft hier nur eine Aenderung des Bebauungsplanes. Wenn für Gebiete, in denen bisher ein Gefchoßbau zugelassen war, die Bebauung auf Flachbau beschränkt wird, so führt das zu einer Senkung der Baulandpreise. Sie ist berechtigt, denn der Zweck des bebaubaren Bodens ist nicht seine geschäftliche Ausnutzung, sondern die Verwertung für Familienheime. Dabei darf nicht die beste Wohnsorm durch zu hohe Bodenpreise verwehrt werden. Die Herabzonung muß, wenn es an Land, für Eigenheime fehlt, sofort vorgenommen werden, vor der Festsetzung der Richtpreise, damit diese nicht von dem Zustand der Grundstücke von 1936, sondern von 1941 ausgehen kann. Kleine politische Nachrichten. Am Todestage des verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg legte im Aufttage des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht der stellvertretende Kommandierende General des 1. AK. und Befehlshaber im Wehrkreis I, General der Artillerie Weyer, einen Kranz am Sarge des Feldmarschalls in der Gruft des Reichsehrenmals Tannenberg nieder. Die Ehrenwache am Denkmal war aus diesem Anlaß als Offizierswache verstärkt worden. Ferner ließ Staatsminister Dr. Meißner im Namen der Präsidialkanzlei und ihrer Gefolgschaft am Sarge Hindenburgs einen Kranz niederlegen. * Nach einer Besichtigungsfahrt, die Gauleiter und Reichsstatthalter Greiser durch sein Gaugebiet unternahm, versammelte sich das gesamte warthelan- Heute Montag im Gloria-Palast Meisterabend froher Unterhaltung unter dem Motto: für leichtere Büroarbeiten gesucht. Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle Seltersweg 60 [Verschiedenes | 3246 D \ NMWl I Vereine i Schlafe dichgesund! Kreuzplatz 9. 3245A Geschmackvoll Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 GLORlfi Neuaufführung Heute Montag Willi Forst’s dieses Filmwerk sah. 3240A Sfcisit r das rassig, herbe Ede!bi er ' PALAST Giessen El GEBR CHEM. 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Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und ent- richtet werden. 3242A1 Vom 15. August 1941 ab wird die Strom- unL Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die bis Strom- und Gasgelder für den TUonat Juni 1941 einschließlich kosten noch nicht enttichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lastern der Säumigen. Gießen, den 1. August 1941. Direktion der Stadtwerke Gießen. Die Erhaltung Ihrer Kleidung Volkstümliche Naturwissenschalt in reichbebilderten, leichtverständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Derlagserzeug niste. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Misten er- höhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probehefte der Zeitschrift Freude am Leben. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde. 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Foto- Lichterfelder Ersatztasse Körperschaft des öffentL Rechts (Ersatzkasse der Krankenversicherung für Angestellte aller Berufe) Kassenleitung: Berlin N 4, Oranienburger Str. 67/68 Bekanntmachung. Der Neudruck der ab 1.7.1941 in Kraft getretenen neuen Versicherungsbedingungen verzögert sich noch einige Wochen. Die Mitglieder werden deshalb im folgenden kurz auf die neueingeführten Leistungsverbesterungen hingewiesen. , r c 1. Fortfall der zeitlichen Begrenzung für ärztliche und zahnärztliche Behandlung sowie für Versorgung mit Arznei und kleineren Heilmitteln. 2. Gewährung von Zuschüssen zu größeren Heilmitteln bis zu 100,— NM., Hilfsmitteln bis zu 200,— RM. sonne zu Zahnersatz einschließlich Kronen, Brücken und Stiftzähnen für versicherungspflichtige, nichtversicherungspflichtige Mitglieder der Tabellen OII und F sowie in der zusätzlichen Familienversicherung- auch in der Familienhilfe Zuschüsse zum Zahnersatz. , 3. Erhöhung des Krankengeldes für verstcherungsmttchttge Mitglieder bis zu 60 v. H. des Grundlohns und Verlängerung der Krankengeldansvruchsfrist bis längstens 39 Wochen für jeden Krankheitsfall. 4. Bei versicherungspflichtigen Mitgliedern Verlängerung der Krankenhausvflege bis zu 39 Wochen, Erhöhung des Hausgeldes auf 60 v. H. des Krankengeldes, Gewährung von Kinderzuschüssen zum Hausgeld, Gewährung von Taschengeld an Ledige. In der Familienversicherung 16, in der Familienhilfe 8 Wochen volle Krankenhauskostenübernahme, danach Zuschüsse. In jedem Falle bedürfen Einweisungen in eine Krankenanstalt der vorherigen Genehmigung der Kasse. 5. Erhöhung des Sterbegeldes der Versicherungspflichtigen bis zum 40fachen des täglichen Grundlohns, je nach Dauer der Mitgliedschaft- Gewährung von Familiensterbegeld in der §amilienhilfe. uschüsse bis täglich 8,— RM. bei Heilstätten- und Sanatoriumsbehandlung Versicherungspflichtiger und Mitglieder der Tabellen OIL F, sowie der der zusätzlichen Familienversicherung an Stelle sonst notwendiger Krankenhauspflege. 7. Bei Heilbadekuren freie ärztliche Behandlung auf Badearztschein für alle Mitgliedergruppen und anspruchsberechtigten Familienangehörigen, sowie hohe Zuschüsse zu den Heilmitteln (Bäder). 1 Im einzelnen und wegen der darliber hinaus eingeführten Aenoerungen und Verbesserungen wird auf die Versicherungsbedingungen verwiesen, die in etwa 6 Wochen bei der nächstgelegenen Verwaltungsstelle abgefordert werden können. Berlin, im Juli 1941. 3237V Der Leiter: höchner. MW | Mietgesuche | Beamter des geh. Dienstes sucht zum 8. Aug. freundl. möbl. Zimmer m. Morgenkaffee mögl. Liebigstr., Wrlhelmstraße. Schr. Angebote unt. 02555 an d. Gieß. Anzeiger. Der echte „Wohldorfer “• Schlaftee hat schon vielen den nötigen Schlaf und neuen Mut gebracht. Pak. 1.25 u. 2.10 RM. (Giftfreie Schlafperlen RM. 1.65) Kräuterhaus Jung . Gießen in der Miiusbarg. [3247D Fachgeschäft für giftfreie Naturheilmittel. Nachlässe von 3 bla 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige / iS e d Montag, 4. August 1941 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesten) Ar. 183 Zweites Blatt :hen8. AFrarif Heater auch halten. Der leben- iltung iellt Ließen. 47. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 1171 ein: Es um um iltersweg« __M 1 Hill Mer: Kümmel, Reichsspinnstofffammlung. wo sind die Annahmestellen in Gießen? Der Bedarf an Spinnstoffabfällen (Lumpen, Flicken, Stoffresten) ist während des Krieges besonders groß. 3n der Zeit vom 28. 3uli bis 23. August wird deshalb eine Spinnstoffsammlung durchgeführt. 3eder Spender erhält eine Urkunde, auf der der Name des Spenders, und das genaue Gewicht dec abgegebenen Spinnstoffe angegeben sind. Annahme st eilen in Gießen sind: Ortsgruppe Gießen-TNille: 1. Bahn- hofstrasze 63, gegenüber der Grabenstrahe; 2. INarkl- strahe 25. Ortsgruppe Giehen-Nord: Nähstube, Ecke Wernerwall (gegenüber Denninghoff). Ortsgruppe Giehen-Ost: Licher Straße, Dienststelle der DAI. (Hinterhaus). Ortsgruppe G 1 eßen - Süd . 1. Bergwerk, Unterhof: 2. Lrednerstrafze. Ecke KliniFstrahe: 3. Lle- bigskrafze 63 (Autohalle 6). Ortsgruppe Gießen-Klein-Linden: Backhaus. Stcinstratze. Ortsgruppe Giehen-Wiefeck: Sitzungssaal. Schulstratze. Die Sammelstellen der Ortsgruppen Mitte. Nord, Ost und Süd sind montags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, die von Klein-Linden und wiefeck mittwochs und samstags von 18 bis 21 Uhr. Es wird nochmals darauf hingewiesen, datz an den Spinnsloffabfällen keine festen Teile, wie Knöpfe, Schnallen usw., fein dürfen. V o l k s g e n o s s c n ! Ls ist ein Gebot der Stunde, bei der Erfassung von Alt- und Abfall- stoffen den größten Sammeleifer an den Tag zu legen. Nur der restlose Einsatz gibt die Gewähr für den vollen Erfolgt schwerer Zeit soll das Theater den Wünschen aller Volksgenossen gerecht werden. Die Gießener Bühne hat für dieses Spieljahr eine sehr glückliche Auswahl der Werke getroffen, der Spielplan verspricht ig. dt- und IW igsbebinguni en Erheb« icn die Gin näd)jten c 1er StadlV Skonto F" Verdunkelungszeit 4. August von 21.10 bis 5.42 Uhr. Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. viel Gutes und Schönes, und dieses Versprechen wird das Gießener T' ■anl euer Schicksal, um euer Glück! Vater hat ihr verboten, fortan mit Nissen auch nur ein Wort zu wechseln. Und Mutter wollte ihr helfen. Und nun —? Vater hat gestern in der Generalversammlung eine Niederlage erlitten, das weiß sie aus dem Gespräch mit Nissen, so kurz es war. Was das bei Vater und für Vater bedeutet, das weiß sie. Aber Nissen wird sie nicht aufgeben! Nie —! Und wenn Vater sich einbildet, er könne sie zu einer Ehe mit einem ungeliebten Manne zwingen, so wie Großvater Spreckels die arme Mutter einmal gezwungen hat, dann irrt er sich. So viel hat sie vom Lindschcn Blut, daß sie sich nicht fügen wird, und so viel vom Spreckelschen Blut, daß sie dem ihre Liebe bewahrt, dem sie ihr Wort gegeben hat. Aus der Stadt Gießen. Erntezeit. Zu keiner Zeit des Jahres wird uns das Wort des Führers, daß Deutschland ein Land von Bauern ober gar nicht sein könne, so bewußt wie jetzt in diesen Wochen der Getreideernte während des Krieges. Das ganze deutsche Volk denkt an die Bauern, die in schwerer Arbeit in der sommerlichen Hitze draußen auf den Feldern stehen und für unser täalich Brot sorgen. Auch die Bauernsöhne, die weit drinnen in der Sowjetunion kämpfen, sind in Gedanken bei der Feldarbeit, die ihre Frauen und alten Väter vollbringen müssen, während sie die Heimat schützen. Sie sehen im Geiste die von der Sonne überfluteten, goldenen Getreidefelder, die munteren Schnit- sen sich gar oft bücken, müssen schwer und dauernd schaffen. Alle im Haus, bis zur alten Großmutter, müssen bei der Arbeit helfen. Aber auch dann wird es oft nicht genügen, denn gar viele Jungbauern stehen an der Front. Von allen Seiten wurden Helfer aufgerufen. Studenten, Beamte, Hitler- Mit einem Male fällt es Brigitte wieder Der Lärm da unten — der ist ja deinetwegen! geht nicht bloß um Mutter und nicht bloß Vater, es geht um dich und Nissen — es geht le- K nd 8e leier- ;eit ree ur- jer Ihr US' re : fa- iD t- Es läßt sich alles einrichten! Erleichterte Berufsarbeit erhöht die weibliche Arbeitsfreudigkeit. Nicht die Besinnung des 'bewußten Menschen, sondern die Besinnung der todwunden Kreatur, die fid) noch im Sterben ^vor ihrem Peiniger zu verkriechen trachtet. Mit den Armen stützt sie sich empor, hält sich an den Stühlen und wankt aus dem Zimmer. Lind sieht mit zusammengekniffenen Augen hinter ihr her. * Brigitte ist auf ihr Zimmer gegangen. Sie liegt auf ihrer Couch, in fassungslosem Weinen. Horcht sie einmal angstvoll auf, ob ihre Eltern noch immer streiten, dann klingen abgerissene Wortfetzen bis zu ihr. O Gott, was mögen sie sich zu sagen haben! Glücklich gelebt haben sie ja wohl nie miteinander. Das hat Brigitte natürlich auch gefühlt. Längst. Aber es gab ja eigentlich niemals Zank. Selten ein böses Wort. Die Eltern sind sich einfach ausgewichen. Noch weniger als das: Sie hatten so wenig Gemeinsames, daß sie sich gar nicht erst auszuweichen brauchten. Jeder ging seine eigenen Wege, und kreuzten sich diese wirklich einmal, dann verdeckten ein paar gleichgültige Worte die Leere ihrer Herzen ... Und nun dieser entsetzliche Streit, der durch das ganze Haus hallt, das erschütternde Weinen der Mutter, der dröhnende Hohn des Vaters! äeH Nbtt;. !' Nh ln"ienk “Mer? Mürbe ■ 'c>— nun, die anderthalb Jahre bis zur Volljährigkeit werden ja auch vergehen ... er wird voraussichtlich sowieso bis dahin nicht viel Gelegenheit haben, mit ihr zu streiten. Nein — sie geht ihm aus dem Wege. Glücklicherweise hat sie ihr Sparkassenbuch selbst in Verwahrung. Wenn's auch nicht viel ist, ein paar tausend Mark sind's doch, und die reichen bequem, bis sie Nissen heiraten kann. Sie wird sich eben einrictsten. Und arbeiten. Sie kann Französisch, Englisch und ein bißchen Spanisch. Mit Schreibmaschine und Buchführung hapert s. Aber für den Anfang wird's schon langen. Es ist ja nicht für die Ewigkeit. Und fte hat viele Bekannte unter Industriellen, Bankiers, Kaufleuten. Einer von ihnen wird sie wohl einstellen? Vielleicht sogar ... Sie muß wider ihren Willen auflachen, kenn eigentlich ist ihr durchaus nicht fröhlich zumute. Was würde wohl Nissen machen, wenn sie sich bei der Dominikwerst um eine Stellung bewürbe? Zunächst bestimmt ein dummes Gesicht. Aber was wäre dabei? Sie kann ihr Brot verdienen, wo sie will und wo man sie braucht. Und die Dominikwerft braucht jetzt Arbeitskräfte. Da werden täglich neue Leute eingestellt. Also —? Außerdem wäre man täglich beisammen. Könnte gemeinsam schaffen an dem, was ihnen einmal gemeinsam gehören würde. Das wäre das beste. Natürlich? Brigitte ist mit sich einig. Sie kramt ihren Schmuck, ihre Wertsachen, das Sparkassenbuch zusammen, packt es in ein Handköfferchen, etwas Wäsche oben draus. — So! Drunten ist es stille geworden. Nur noch schnell eine Zeile an Mutti, damit sie sich nicht ängstigt! Dann die Hintertreppe hinunter. Vater fährt eben mit seinem großen Wandererwagen fort. Da könnte sie eigentlich Mutti noch ein Wort sagen? Nein —! Es ist besser, auch die Mutter wird vor die vollendete Tatsache gestellt. Da macht man ihr den Entschluß leichter. (Fortsetzung folgt.) tragten genau geprüft, wenn in der Nacht feindliche Flieger das deutsche Land überflogen. Unsere Bauern sind glücklich über die gute Ernte, und mit Stolz und Zufriedenheit können sie sagen: Jeder Deutsche soll nur deutsches Brot essen, das auf unfern Feldern wuchs, das wir als goldne Saat in die Erde senkten und das wir nun in diesen heißen Tagen ernten durften. Unsere Arbeit und Gottes Segen machen jeden feindlichen Angriff zunichte, und das deutsche Volk hat genügend Brot, auch in schwerer Kriegszeit. — h. Das Stadttheater wirbt um jeden Gießener. Vom Dramaturgischen Büro des Stadttheaters wird uns geschrieben: Wenn die neue Spielzeit näherrückt und die Freunde des Theaters und die, die es werden sollen, sich an Hand des neuen Werbeheftes über den Spielplan des kommenden Theaterjahres unterrichtet haben, werden sicherlich viele Gießener ihre Erwägungen auf die Platzmiete konzentrieren. Die Platzmiete ist eine alte und bestens bewährte Einrichtung; alle Theater Deutschlands gestalten sie ten eingtv ahlungsterr chnet untH ie Strom1 • jelperrt, W mat 3um !- htet haben- ,ehen zu W gemäß stellen muß, nicht leiden. So hat es sich fast allgemein durchgesetzt, daß die werdende Mutter nur in Tagcsschichtcn von etwa 7 bis 16 Uhr beschäftigt wird. Auf diese Weise hat sie die Möglichkeit, ausreichend Schlaf zu finden, früh schlafen zu gehen und eine normale Schlafzeit ein- zuhalten. Au,q die Spätschichten werden für die werdenden Mütter vermieden. Manche Betriebe sind dazu übcrgeganqen, die werdenden Mütter zehn Minuten eher die Arbeit niederlegen und ebenso zehn Minuten später beginnen zu lassen, damit diese Frauen nicht in die zur Zeit der Schichtschlüsse überfüllten Verkehrsmittel kommen, sondern bequem die Wege zum Betrieb zurücklegen können. Allerdings ist es sehr schwierig, werdende Mütter nicht in der Akkordarbeit zu beschäftigen, da die Lohnarbeit zum größten Teil für Facharbeiter oder mi- gelernte Arbeiter vorbehalten ist. Trotzdem wird die Fernhaltung der werdenden Mütter von der Akkordarbeit strikt durchgeführt, und in solchen Fallen, wo die Möglichkeiten einer Beschäftigung im Stundenlohn nicht gegeben sind, muß jeder einzelne Fall mit dem Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront durchgesprochen werden. Dadurch ist unbedingte Gewähr gegeben, daß die werdende Mutter einen gemäßen und den Umständen entsprechenden Arbeitsplatz erhält. Die Betriebsführer müssen übrigens den Fehler vermeiden, die werdende Mutter bei Niederlegung der Arbeit vor der Niederkunft aus der Krankenkasse abzumelden, weil bann der Anspruch auf das Wochengeld verlorengeht. Da die, Frau ja auch nur eine vorgeschriebene Zeit nicht arbeiten Fann, jedoch Ansprüche an die Kasse hat und nachher ihre alte Arbeit wieder aufnimmt, liegt keinerlei Grund zu dieser irrtümlichen Abmeldung vor. Ausreichende ErholungSzeit. Im Mittelpunkt der Maßnahmen für die schaffende Frau steht trotz aller Schwierigkeiten die notwendige Erholung und damit die Arbeitsplatz a b l ö s u n g durch Studentinnen und Frauen, die Kriegsehrendienst ableisten, sowie die Verschickung in die Erholungsheime. Während bisher ausschließlich die Mütter verschickt wurden, sind in diesem Jahr einige Kreise dazu übergegangen, auch Ledige in die Müttererholungsheime der NSV. zu schicken, und zwar trägt der Betrieb hier die Kosten für den Erholungsaufenthalt. Diese wenigen Beispiele zeigen, daß die Frauenarbeit für jede gesunde Frau im Rahmen des Erreichbaren und der eigenen Leistungsfähigkeit liegt. Alle Vorsorge und alle nachgehende Fürsorge wird für die schaffende Frau getroffen. Es läßt sich alles einrichten, um den Frauen die Arbeit zu erleichtern, sowohl vom Betrieb aus wie aber auch von jeiten der Frau, die gewillt ist, ihren Platz in der Kriegswirtschaft einzunehmen und auszufüllen. Martha wankt und muß sich setzen. Ihre Füße wollen sie nicht mehr tragen. Ein Druck legt sich ihr auf die Brust und auf das .Herz und auf den Hals, daß sie kaum zu atmen vermag. Mit diesem Manne hat sie ihr ganzes Leben lang verbracht! Eine Tochter hat sie ihm geboren, hat mit ihm und durch ihn gelitten und erlitten, hat ihre Jugend um seinetwillen verspielt, hat ihr Herz zerrissen. ... Wofür? Für nichts ... Für eine Gemeinschaft, die Ehe hieß und die von ihrer ersten Stunde an Lüge und Argwohn war. Mattheus Lind ist ruhiger geworden. Er schreit nicht mehr. Er ist voll schneidenden Hohnes. „Das scheint dir in die Glieder gefahren zu fein? Du meintest, ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht? Pah! Auch dein Vater hat ja gewußt, was er an dir hatte and — mit dir los wurde!" — „Mein Vater? Was willst du damit sagen?" Lind blinzelt sie spöttisch an. „Es muß dir doch ausgefallen sein, daß dein Vater erst am Tag nach unserer sogenannten Hochzeit deine Mitgift so erhöhte, daß ich mich maßgeblich an der Norddeutschen Werft beteiligen konnte. Der Senator Spreckels konnte keinen Skandal leiden. Am wenigsten in der eigenen Familie. Dann lieber zahlen ... Ein zartfühlender Herr Papa ... Nicht wahr?" Mit einem Male beginnen die Dinge um Martha zu kreisen. Das ganze Zimmer dreht sich. Sie selbst dreht sich mit. Das ist zum Wahnsinnigwerden. Das ist zum Verzweifeln. Das ist — Ruhig! Ruhig! Man darf nicht die Gewalt über sich verlieren. Man muß die Zähne zusammenbeißen und die Fingernägel einkrallen. Man muß seine Gedanken in Ordnung bringen. Zwei und drei ist fünf. Fünfmal sieben ist fünfunddreißig — Mein Gott — mein Gott. Mit diesem Manne hat man sein Leben verbracht. Mit diesem Manne! Bevor er in seines Weibes Liebe eintrat, hat er sich's bezahlen lassen — Sie schluchzt laut und hemmungslos. Der Kopf läßt sich nicht hochhalten. Er ist mit einem Male zu schwer. Er fällt nieder und schlägt auf die Tischkante. Wie wohl der Schmerz tut! Langsam kommt etwas wie Besinnung über sie. 5rau Lind muß sehr mühsam an sich halten, um nicht die Fassung zu verlieren. „3d) hatte keinen Liebhaber", erwidert sie kalt. ,,Und unter den ,Alten' verstehe ich zunächst uns beide: dich und mich. Und dann den Einsamen da drüben, der es niemals verwinden konnte, daß man 'hm einstmals fein Liebstes auf der Welt gestohlen hat ..." Lind trommelt mit den Fingern auf der Tischplatte. „Sein Liebstes? Haha! Gestohlen? Was sind das für Ausdrücke? Sag doch Liebchen! Das paßt wohl »effer auf das Verhältnis zwischen euch beiden...?" Er betont das Wort „Verhältnis" in einer Weise, k»aß es Martha Lind wie ein Schlag ins Gesicht trifft, und lacht schallend auf. „Jetzt spielst du wohl »och die Beleidigte. Und hast jene Nacht vergessen, ivo du —" „Welche Nacht?" Martha steht erschrocken. Weiß