8reitag,4-M IW Annahme von Anzeigen Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvi.ie mm bei 22 mm Zellenbreite, Textteil 50 Rvi. te mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell. Abschlüsse Mengenstaffel 8 Platzvorschriit l vorherige Vereinbarung) 25 /o mehr WGietzener Anzelger von einzelnen Nummern WWI mmSS« General-AnzeigerfürOberhessen^:rrr?r Visher fast TFk Mionen VRT. versenkt. Oer Kampf gegen die Versorgung Großbritanniens immer erfolgreicher. Berlin, 3. Juli. (DNB.) Während die deutsche Wehrmacht in einem Ringen von gigantischen Ausmaßen Deutschland und ganz Europa von der im Osten lauernden Gefahr des Bolschewismus befreit, geht der Kampf gegen den Haupt feind England mit unverminderter Kraft weiter. Vor allem die Versorgung der britischen Insel mit Kriegsmaterial, Rohstoffen und lebenswichtigen Nahrungsmitteln erfährt durch den unermüdlichen Einsatz der Kriegsmarine und Luftwaffe einen täglichen Aderlaß, der sich um so empfindlicher aus- mirft, je mehr der England noch zur Verfügung stehende Schiffsraum zusammenschmilzt. Eine Zusammenfassung der bisherigen Der- fenkungsziffern zeigt, daß die Verluste der britischen Handelsschiffahrt seit Februar 19 41 niemals unter 700000 BRI. betragen haben und im April sogar die 7Nil- lionengrenze überschritten. Auch im Juni hat England durch Kampfhandlungen der Kriegsmarine und Luftwaffe wieder 768 950 VRT. verloren, wozu wie stets die zweifellos ebenfalls sehr erheblichen Verluste durch Minen und die mehr oder weniger dauernden Ausfälle der schwer beschädigten Schiffe hinzugerech- net werden müssen. Am 1. April war die Gesamtversenkungs- zisfer bereits auf 9 917 000 VRT. gestiegen. Das letzte Vierteljahr brachte weitere Ein- büßen von nicht weniger als 2 516 000 VRT. Damit ifinb feit Kriegsbeginn insgesamt 12433000 VRT. Schiffsraum für die britische Versorgung ausgefallen. Bei dieser gewaltigen Zahl von nahezu 12,5 Millionen BRT. ist zu berücksichtigen, daß größere Reserven, wie sie zunächst in den rücksichtslos in britische Dienste gepreßten neutralen Schiffen vorhanden waren, England jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen. Die zahlenmäßig geringe und wenig leistungsfähige Handelsflotte des neuen bolschewistischen Verbündeten wird, soweit sie für England überhaupt erreichbar ist, die katastrophale Schiffsraumnot nicht beheben können. Dazu kommt die infolge der deutschen Luftangriffe abnehmende Leistungsfähigkeit der britischen Werften. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, wenn, sich die Blicke der Londoner Kriegsverbrecher immer sorgenvoller auf die Weltmeere richten, wo im stillen, aber erbitterten Kampf die Entscheidung über das Schicksal Englands heranreift. Wieder elf britische Flugzeuge an der Kanalküste abgeschoffen. V e r l i n, 3. Juli. (DRV.) Angriffsversuche bri- lischer Flugzeuge an der kanalküsle brachen auch am Donnerstag in der deutschen Jagd- und Flakabwehr zusammen. Rach bisherigen Meldungen verlor der Feind elf Flugzeuge. Hiervon wurden acht Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire im Luftkampf abgeschossen. Zwei weitere Spitfire und ein Kampfflugzeug vom Muster Vristol-Vten- heim wurden durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Kampfverbände, der faschistischen Bezirksgruppen und der Jugendorganisationen waren vor den Tribünen aufmarschiert. Anhaltender Jubel der Menge begrüßte den Duce. Nach der Besichtigung richtete der Duce kurze anfeuernde Worte an die Soldaten, in denen er auf ihre Bestimmung verwies, an der Seite der deutschen Truppen den Bolschewismus zu bekämpfen. Die Ablösung in Kairo. Stockholm, 3. Juli. (Europapreß.) Der neue Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte im Mittleren Osten, General A u ch i n l e ck, ist am Mittwoch in Kairo eingetroffen und hat sein neues Kommando bereits übernommen. Er gab in seiner Abschiedsrede zu, daß im indischen Volk starke Unzufriedenheit über die Entsendung indischer Truppen nach verschiedenen englischen Kriegsfronten herrscht. Ein großer Teil des indischen Volkes verlange, daß die indischen Truppen 3urx Verteidigung Indiens im Lande verbleiben sollten. Indische Kreise betonten, daß die Achsenmächte bisher sich nicht als Feind Indiens erwiesen, wohl aber England durch seine Ausbeutungspolitik. Wenn der Grundsatz gelten solle, daß der Angriff die beste Verteidigung sei, wundere man sich, so schloß Auchinleck, warum England seine Truppen auf der Insel behalte, und tattdessen seine Hilfsvölker an der Mittelmeerfront kämpfen lasse. Zum Generalintendanten der britischen Streitkräfte im Mittleren Osten wurde General Hai- ni-n g ernannt, der bisher stellvertretender Chef des Empire-Generalstabes war. Zur Begründung wird in London darauf hingewiesen, daß die Verwaltungsausgaben der Armee im Mittleren Osten so kompliziert feien, daß ein besonderer höherer Offizier für die Leitung der Verwaltung nötig sei. Zur Ernennung Littletons schreibt Reuter, daß die Tätigkeit Littletons in Kairo nicht den inneren Angelegenheiten gelten soll oder die normalen Beziehungen zwischen der britischen Gesandtschaft in Kairo und der ägyptischen Regierung beeinflussen wird. Seine Arbeit werde keineswegs die Stellung Aegyptens als souveräner Staat berühren. Oie Vernichtungsschlacht bei Bialystok abgeschlossen. Zwei Msken - ein Gesicht. Von Helmut Sündermann Stabsleiter des Reichspressechefs. Gibt es größere Gegensätze als den millionenschweren Akttenkönig, der unter den Palmen von Florida Preise diktiert, und dem Agitator, der vor den Toren einer Fabrik mit kreischender Stimme Klassenkampfparolen über die heimkehrenden Arbeiter schreit? „ , ,,. . f Gibt es einen augenfälligeren Unterschied als zwischen dem Lord, der in Friedenszeiten in einer Ecke seines Klubs bei Whisky-Soda die Getreideernte ganzer Länder zu verhökern pflegte und dem Heinen Hafenarbeiter von London, der im dufteren Whitechapel den Prophezeiungen eines buckligen Juden über die „Herrschaft des Proletariats und den malerischen Erzählungen über die „Segnungen des Sowjetregimes" lauscht? Und gibt es etwas Merkwürdigeres, als Die vertraulichen Besuche, die stocksteife adlige Briten mit jenen meist durch demonstrativ ungebügelte Hosen gekennzeichneten diplomatischen Vertretern Moskaus seit langer Zeit in freundschaftlichster Weise auszutauschen pflegen? Das sind Verschiedenheiten, die freilich nur den verwirren mögen, der nicht tief genug über die inneren Gesetze nachgedacht hat, die sowohl der Plutokratie angelsächsischer Prägung wie dem Bol* schewismus Moskowiter Herkunft zugrunde liegen. Der Aktienkönig wie der Getreidelord sind beide Sprößlintze einer Weltanschauung, in der Geld alles, Menschen und Völker nichts find. Ihr Ziel ist allein, zu verdienen und durch das Verdienen zu herrschen. Das Schaffen anderer ist ihnen nur Mittel zum Zweck der Zerschlagung und Ausbeutung der Nationen, zur Errichtung einer Diktatur des Molochs „Geld" über die Menschheit. Der Agitator an den Toren ihrer Fabriken, der bucklige Jude in Whitechapel aber — führen ihre kreischenden Parolen, ihre lockenden Phrasen nicht zum gleichen Ziel, zum selben Ergebnis: zur Knechtung der Menschen, zur Zerschlagung der Völker, zur Ausbeutung ihrer Schaffenskraft, zur Diktatur eines wesenlosen Molochs über alles Leben? Fürwahr — die Plutokratie in ihren letzten end- Die Widerstandskraft der Sowjetarmeen gebrochen. - Ans der ganzen Front rückläufige Bewegungen des Feindes. — Zahlreiche Divisionen vernichtet. Der Wehrmachtbericht. DNB. AusdemFührerhauptquartler, 3 Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Schulter an Schulter haben gestern deutsche und rumänische Verbände aus der nörd- lichenMoldau heraus denPruth überschritten und befinden sich im Vorgehen gegen den D n j e st r. Damit sind die verbündeten Armeen auf der ganzen Front zwischen Schwarzem Meer und Rord- tichem Eismeer zum Angriff angetreten. Während bisher die sowjetrussische Führung offensichtlich bestrebt war, den deutschen Vormarsch in Grenznähe aufzuhalten und ihrerseits zum Angriff überzugehen, scheint die Wider st ands- kraft der Sowjetarmee nunmehr g e b r o - chen zu sein. Auf der ganzen Front zeichnen sich rückläufige Bewegungen des Feindes ab. Die Vernichtungsschlacht ostwärts Bialystok ist im wesentlichen abgeschlossen. Wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist ihre Auswirkung von weltgeschichtlicher Bedeutung. Zahlreiche Schützen-, Kavallerie- und Panzerdivisionen der sowjetrussischen Wehrmacht können hier als vernich- t e t angesehen werden. In mustergültiger Zusammenarbeit haben die Verbände unseres Heeres und unserer Luftwaffe die Verfolgung ausgenommen. Im Kampf gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe in der letzten Rächt ein Handelsschiff von 5000 VRT. und bombardierte Hafenanlagen in Südost- und Südweslengland. An der Kanalküste brachen bei Tage wiederum Angriffe britischer Kampfflugzeuge, die unter starkem Jagdschutz angeseht waren, völlig z u s a m m e n. Der Feind verlor hierbei 1 5 I a g d- und 5 Kampfflugzeuge, während nur ein eigenes Flugzeug verlorenging. Der Feind warf in der letzten Rächt an verschiedenen Orten Rordwestdeutschlands Spreng- und Brandbomben, durch die einige Zivilpersonen getötet und verletzt wurden. Wohngebäude wurden U.O. in Bremen und Oldenburg getroffen. Rächt- jäger und Flakartillerie schossen drei der angrei- senden britischen Kampfflugzeuge ab. Der Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt brachte auch im Wonat Juni den erwarteten großen Erfolg. Kriegsmarine und Luftwaffe versengten 768 9 5 0 VRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Hierbei wurden allein durch U-Boote 417 450 VRT. vernichtet. Hinzu kommen noch schwere Verluste, die der Feind durch Winenunternehmungen aller Art erlitten hat. Außerdem wurde eine große Zahl feindlicher Handelsschiffe so schwer beschädigt, daß sie ganz oder für längere Zeit der feindlichen Versorgung verloren sind. Ebenso erfolgreich war die deutsche Luftabwehr im Kampf gegen die britischeLufl- waffe. Allein in der Zeit vom 26. 6. bis 2. 7. wurden 109 britische Flugzeuge abgeschossen, und zwar 56 in Luftkämpfen, 24 durch Rachtjager, 22 durch Flakartillerie. 6 durch Einheiten der Kriegsmarine, eines durch Infanterie. Zwei britische Flugzeuge stießen außerdem über dem besetzten Gebiet zusammen und stürzten ab. Während der gleichen Zeit gingen im Einsatz gegen Großbritannien 12 eigene Flugzeuge verloren. Bei den Kämpfen im Osten zeichneten sich die Obersten Berger und Lohmeyer„ Kommandeure von Infanterie-Regimentern, sowie der Major Heß und der Oberleutnant B a s ch t a eines Infanterie-Regiments besonders aus. Bei den Operationen im Atlantik war ein U-Boot unter Führung von Oberleutnant zur See Popp besonders^erfolgreich. Riesige Materialverlusie auch an der Ostseeküste. Die in Riga gemachte Beute noch nicht zu übersehen. Vertin, 3. Juli. (DRV.) Richt nur die Ver- nichtungsschlacht von Vialystok brachte den geschlagenen Sowjetarmeen ungeheure Verluste an Soldaten und Material, sondern auch an anderen Stellen der Ostfront haben die siegreich vordringenden deut- chen Truppen riesige Mengen von Waffen und Munition zerstört oder sichergestellt. So hat der entlang der Ostseeküste durch den Westen der ehemaligen baltischen Staaten vorgehende Teil des deutschen Heeres bis zum 1. Juli 1941 631 Panzerkampfwagen, 168 leichte und schwere Geschütze und 40 Flugzeuge erbeutet oder vernichtet. Ferner fielen hier 19 Flak- und 24 Pak- geschühe sowie zwei Panzerzüge den deutschen Soldaten in die Hände. Die bei der Einnahme von Riga gemachte Beute läßt sich noch nicht übersehen. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz für Hauptmann Balthasar. Berlin, 3. In». (DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat Hauptmann Balthasar das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm dies in folgendem Telegramm mitgeteilt: „In dankbarer Anerkennung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Jhrem4 0.Luftfieg als 17.Offi- zier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes." Oberstleutnant Möllers vom Führer empfangen. Führerhauptquartier, 3. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing Oberstleutnant M ö l d e r s , Kommodore eines Jagdgeschwaders, und überreichte ihm das am 22. Juni verliehene Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Oer Ouce besichtigt die für die Ostfront bestimmte Division. Rom, 3. Juli. (Europapreß.) Der Duce hat die zweite motorisierte Division des nach der Ostfront bestimmten Korps besichtigt. Anschließend fanb her Vorbeimarsch vor dem Duce, dem deutschen Militärattache, General von Rintelen, dem Sekretär der Faschistischen Partei, den Regierungsmitglledern, den Vertretern des Senates, der Kammer und der faschistischen Korporationen sowie den Oftlziersab- ordnungen statt. Vereinigungen der faschistischen i ■ Nach einem Panzerangriff der Sowjets. Ein am Morgen des 28. Juni von den Sowjets großangelegter Panzerangriff wurde von unseren Truppen mit schweren Verlusten für den Feind zuruckgeschlagen. Der Vormarsch unserer Sold^en geht hier an den noch rauchenden Sowzetpanzern vorbei weiter. — (PK.-v. d. Piepen. — Scherl-M.) Deutsche Kampfflieger am Eismeer. Von Kriegsberichter Walter Möller. DNB. ..., 3.Juli. (PK.) Hoch über den kahlen Bergkuppen aufragender Bergmassioe, die den nördlichsten Flugplatz Skandinaviens umranden, steht golden und klar die Mitternachtssonne. Sie ist hier oben der ständige Begleiter unserer nimmermüden Kampfflieger, wenn ihre modernen Sturzkampfflugzeuge mit schweren Bomben beladen Kurs nehmen, um sowjetische Flugplätze zu vernichten, Eisenbahnen zu zerstören oder feindliche Truppenlager mit Bomben zu belegen. Trotz der Entfernungen werden jeden Tag Einsätze geflogen, Einsätze, die in dem tückischen Gelände Nordfinnmarks vom Flugzeugführer und Beobachter, Funker und Bordschützen größtes Können verlangen. Dieses Können aber bringen unsere Kampfflieger mit, waren viele von ihnen doch schon im letzten Jahre in Norwegen eingesetzt. Oslo, Drontheim, Narvik sind "Etappen, die mit den Namen vieler unserer Kampfflieger verbunden sind. Wie damals erfüllen sie heute gern und freudig ihre foldatifche Pflicht. Nordwärts Murmansk, der bedeutendsten sowjetischen Hafenstadt der Kola-Halbinsel, ist em Flugplatz zu zerstören. Aufklärer haben zahlreiche aufgestellte Kampfjagdmaschinen festgestellt. Dann rollt eine Ju88 nach der anderen an den Start, holpert etwas schwerfällig über die sandige, mit Heide und Renntierflechte bedeckte Startbahn der Tundra. Bis sie hinter den steilen Felswänden des langen, zum Eismeer führenden Fjordes verschwunden ist. ,r, .. . Vergeblich suchen einige sowjetische Sager, die in Reih und Glied, meist ungetarnt und dicht nebeneinander den Platzrand säumen, vom Boden wegzu- starten. Zu spät! Ein Inferno von Stahl und Eisen, ehe sie die drohende Gefahr überhaupt erkannt haben! Mehr als 20 Kampf- und Jagdflugzeuge werden von unseren Bomben zerstört oder von den Bordwaffen in Brand geschossen. Ihre Startbahnen aufgewühlt, Baracken und Unterkünfte zerschlagen, ein Flugboot, das in niedriger Hohe über der Kola- Bucht herumschipperte, abgeschossen. Brennend stürzt es in die kalten Fluten des Eismeeres Ueber rauhe Felsengebirge, deren baumlose Kuppen stellenweise noch Schnee und Eis tragen, geht an einem anderen Tage unser Flug. Einer Stadt an der Murman-B ahn, der einzigen 93er* kehrsader, die zu den nördlichsten Flottenstützpunkten des Feindes führt. An den Abhängen bet Bergmassioe sehen wir große Renntierherden, die beim Herannahen unserer Kampfflugzeuge ängstlich zu einem Knäuel zusammenlaufen. Gespannt halten wir nach feindlichen Jägern Ausschau. Aber keiner läßt sich blicken. Um so besser, so finden wir noch Muße, die Mitternachtssonne zu bewundern, deren Strahlen sich in zahlreichen Bergseen brechen und im Drehkreis unserer Lust- schrauben herrliche Regenbogenfarben heroorzau- bern. Zeigte die Uhr nicht Mitternacht an, es könnte ebenso gut Mittag sein. Unser Kampfver- band fliegt eine große Rechtskurve, wir müssen hart am Ziele sein. Da ist auch schon der kleine See und dahinter die Stadt. Klar und deutlich wie die Figuren auf einem Schachbrett stehen dort unten die schmutzigen Steinblocks, die Schuppen und Fabrikanlagen, die Eisenbahnschienen und die verrußten Bahnhofsdächer. In Ruhe sucht jeder fein Ziel aus. Dann-setzt der Flugzeugführer zum Sturzflug an, drückt die Maschine herunter und löst mit leichtem Fingerdruck die Bomben-. Hell blitzt es auf, Balken und Bohlen, Stahl und Eisen wirbeln durch die Luft. Turmhohe Rauchpilze schießen aus den Anlagen, die von unseren Bomben getroffen wurden. Während ich versuche, das Bild mit der Kamera festzuhalten, bohren sich zahl- | reiche Bomben in die Gleise des Bahnhofs, zerreißen die Schienenstränge und sprengen die Wei- | chen. Da wird vorerst kein Zug mehr vorbeirollem stetigen Formen ist nichts anderes als die Herr- chaft einer Kaste über die Menschheit, ebenso wie ich die Machthaber von Moskau als die raffinierte- ten Organisatoren der Zerstörung der Nationen und der Versklavung ihrer Schaffenden erwiesen haben. Wessen Wirken aber zu gleichen Ergebnissen führt, dessen treibende Kraft muß auch aus den gleichen Quellen fließen! Studieren wir den Ursprung von Plutokratie und Bolschewismus, und wir finden nicht nur die gleichen Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, in denen diese Giftsaaten gesät wurden, sondern auch die gleiche jüdische Menschenrasse, die sie über die Völker ausstreute: der jüdische Kapitalismus war es, der mit seinen menschenausbeutenden Verdienstmethoden den Begriff des Proletariats schuf und jeder ausgeglichenen nationalen Wirtschaft den Boden entzog. Und Juden waren es wieder, die diesem Proletariat jene Parolen gaben, mit denen es zum Sturm gegen die eigenen Völker getrieben wurde, um bas wirtschaftliche Zerstörungswerk der Plutokratie politisch zu vollenden. Die Masken von Bolschewismus und Plutokratie mögen so verschieden wie nur denkbar sein — das Gesicht aber, das sich hinter ihnen verbirgt, ist das gleiche: die Fratze des Juden, der Die Völker entiechtet, ihre Lebenskraft zermürbt und seine Herrschaft auf den Ruinen einer zusammengebrochenen Welt errichten will. Es wundert uns deshalb nicht, daß in diesem Krieg, den die Plutokraten vom Zaune brachen, auch die Bolschewisten ihre große Stunde gekommen glaubten. Diese edle Waffenbrüderschaft ist überdies nicht nur ideologisch, sondern auch hi st arisch begründet. Schon vor fünfundzwanzig Jahren waren zu der gleichen Zeit, in der die plutokratischen Machthaber in Versailles die äußere Zerschlagung des Reiches vorbereiteten, die bolschewistischen Genossen am Werk, um das gleiche Ziel von innen heraus zu betreiben. Ihr Versuch ist damals gescheitert, und deshalb haben sie sich jetzt mit denen von London getroffen, um an der Wiederholung des Kampfes gegen Deutschland teilzunehmen. Für Plutokraten und Bolschewisten ist die Vernichtung Deutschlands ein gemeinsames Ziel. Beide hassen sie die lebenskräftige deutsche Nation, die sich weigert, die Diktatur des Nihilismus und des Geldes anzunehmen, beide erkennen sie im inneren Aufbau des Nationalsozialismus das für sie tödliche Beispiel, beide wissen sie, daß der Sieg des deutschen Soldaten den Triumph einer nationalen und sozialen Ordnung der Völker und damit das Ende aller jüdischen Weltherrschaftrträume bedeuten wird. Doch nicht nur ihre Auftraggeber, ihre Ziele und ihre Methoden haben Plutokraten und Pplschewisten gemeinsam — zu unserem Glück verbindet sie auch die gemeinsame Täuschung über uns Deutsche und unseren Führer. Die Plutokraten glaubten an den „bequemen .Krieg" und fühlten sich stark in dem Gedanken, nur abwarten zu müssen und einen billigen Sieg erringen zu können. Die Bolschewisten gaben sich einem 'anderen, aber ähnlichen Irrtum hin. Sie hielten uns für dumm genug, um in aller Ruhe ihre Sowjetinvasion vorbereiten und dann zu einem ihnen genehmen Zeitpunkt losschlagen zu können. Sie haben sich beide getäuscht, und sie hören nun gemeinsam die Stunde schlagen, die für sie das Ende ihrer Verbrechen, für die Völker aber den Anbruch eines neuen, glücklicheren Zeitalters bezeichnen wird. Tanner zurückgekehrt. Finnlands Kampf um feine Freiheit. Helsinki, 3. Juli. (DNB.) Daemoe Tanner ist als Handels- und Jndustrieminister in die Regierung aufgenommen worden. Der bisherige Minister Salmio ist aus der Regierung ausgeschieden. Tanner hat seit jeher im finnischen Staat sieden eine bedeutende Rolle gespielt. Er war seit 1917 mehrmals Mitglied der Regierung, u. a. Ministerpräsident im Jahre 1926-und von 1937 bis 1939 Finanzminister, 1940 Volksversorgungsürinister. Als scharfer Gegner der Kommunisten zog er die Wut des Kreml auf sich, der 1940 seinen Austritt aus der Regierung durchsetzte. Sein Wiedereintritt in die Regierung ist als ein symbolischer Akt zu betrachten, daß die Rechtsverletzungen der Sowjetunion gegenüber Finnland endgültig ausgetllgt sind. Tanner hielt im finnischen Rundfunk eine Rede, in der er fagte, der Friedensschluß vom März 1940 sollte nur eine Pause für die Vorbereitung eines weiteren Angriffs sein. Aus der inneren Front sollte bas Land durch die kommunistische Hetze, wie etwa in den baltischen Staaten, für eine spätere Annexion reif gemacht werden. Die Sowjetunion verfolgte rein imperialistische Ziele. Jetzt sei es ihr Ziel gewesen, diesen Krieg zu verlängern, bis sie selbst entscheidend militärisch eingreifen konnte, um den Kommunismus über Europa zu verbreiten. Das sei der Sowjetunion jedoch nicht gelungen, sie gehe nun an ihrem Plan selbst zugrunde. Finnland brauche dies in keiner Weise zu bedauern, denn wäre es der Sowjetunion gelungen, eine Welt- !?oolution zu entfachen, so wäre auch die finnische Arbeiterschaft, so wie die der Sowjetunion, in die kommunistische Versklavung geraten. Abschließend erklärte Tanner: „Die Interessen Finnlands fallen mit denen Deutschlands zusammen, daher ziehen die Finnen Seite an Seite mit den Deutschen in den Kampf gegen den Bolschewismus. Auch die finni- Ichen Arbeiter wollen an der Verteidigung des Landes, der Sicherung des Arbeitsfriedens mit stärkstem vaterländischem Eifer teilnehmen." Dänische Aerzte für Finnland. _ penhagen , 3. Juli. (Europapreß.) Die Zahl der freiwilligen dänischen Aerzte für Finn- land übersteigt den angeforderten Bedarf bereits umein Vielfaches, meldet das dänische Rote Kreuz. Zahlreich sind auch die Meldungen anderer Berufsgruppen, die sich an das Rote Kreuz mit der Bitte um Entsendung auf den finnischen Kriegsschauplatz wenden Man sieht sich in Kopenhagen außerstande, diesen Gesuchen vorläufig zu entsprechen, da zunächst nur die Zahl von 50 Chirurgen vereinbart ist- Eme Anzahl dänischer Aerzte ist bereits an der finnischen Front eingetroffen, die übrigen werden in Kürze folgen. — Auch ein erster Transport von Medizinalwaren, Impf- und Verbandstoffen ist zum Versand gebracht worden. Die dänische Bevölkerung wird aufgefordert, durch Geldspenden und Entsendung von Lebensmitteln zur Hilfe für Finnland bei- zutragen. Dänemark fordert Schließung der USA-Konsulate. Kopenhagen, 3.Juli. (DNB.) Das dänische Außenministerium hat folgende Verlautbarung aus- gegeben: Die Entwicklung des Krieges hat eine immer engere Zusammenarbeit zwischen der auf auf kräften, für die Küstenverteidigung und bei Grenzwache auf vier Jahre, bei der Marine fünf Jahre und bei den FeftlandsgrenzMppen drei Jahre festgesetzt. Oie sowjetischen Kriegsvorbereitungen in Bessarabien. AlsLembergunterdemSowjetsternsiand Ein italienischer Erlebnisbericht. Stalin gibt den Verrat zu. Oer Pakt mit Deutschland ein Mittel zur Vorbereitung des Krieges. Rom, 3. Juli. (Europapreß.) Die Erlebnisse einer Frau während der er st en 4 Wochen der sowjetrussischen Besetzung von Lemberg nach dem Krieg gegen Polen schildert „Messaggero". Die Betreffende hat eine italienische Mutter und ist in Polen ausgewachsen. Sie berichtet vor allen Dingen, daß schon unmittelbar vor dem Einzug der ersten Sowjettruppen überall Propagandalautsprecher von den ersten Morgenstunden bis in den Abend hinein ununterbrochen Lobsprüche auf Stalin und Schimpfreden gegen die „Hundesöhne von Bourgeois" brachten. Ein Bild von dem Leben in Sowjetrußland Höste man sich sehr gut aus den Gesichtern der Soldaten machen können, wenn sie vor den noch nach westeuropäischen Verhältnissen ausgestatteten Ladenfenstern standen. Hatten sie Geld, so machten sie sich sofort auf die 2agd nach einer Uhr. Die Juden hätten sich sofort als Wegweiser für d i e GPU. nützlich ge- macht. Dieser überlieferten sie lange Liften von Personen, die ihrer Ansicht nach bürgerlichen Ideen huldigten, und jede Nacht erschienen dann die Abgesandten der Svwjetpvlrzei, zwei oder drei Mann, Berlin, 3. Juli. (DNB.) Angesichts der Tatsache, daß die deutschen Truppen unaufhaltsam nach Osten vordringen und beispiellose Erfolge erzielten, hielt es Stalin am Donnerstag für geboten, über die Sowjetsender höchstpersönlich zu sprechen. Die Angst und die Sorge vor dem Kommenden trieb den Sowjetgewaltigen, der sich bislang hinter den dicken Mauern des Kreml verborgen hielt, dazu, sich mit seinen Nöten an die Weltöffentlichkeit zu wenden. Was den Fuchs veranlaßt, jetzt feinen Bau zu verlassen, wird aus Stalins eigenen Worten deutlich. Nach einem Eingeständnis der deutschen Ueberlegenheit sagte er: ,.,Ein mächtiger Feind hat unser Land mit Krieg überzogen. Es ist ihm gelungen, Litauen, einen Teil des lettischen Bodens und andere Gebiete zu erobern. Wir sind in ernster Gefah r." Bemerkenswerter noch sind Stalins Ausführungen über den Nichtangriffspakt mit Deutschland. Zynisch gab der heimtückische Verräter zu, daß er diesen Pakt nur zum Schein geschlossen hat. Er sagt: „Was gewann die Sowjetunion durch den Pakt? Wir hatten anderthalb Jahre Ruhe, um uns vorzubere i te n. Das .war ein Gewinn für uns und ein Verlust für Deutschland." Trotz dieser eindeutigen Erklärung über seine schurkischen Pläne hofft Stalin Dumme zu finden, wenn er Deutschland dreist als den „Angreifer" bezeichnet. „Es ist klar", sagt Stalin, „daß mir die Initiative zu einem Bruch des Paktes nicht ergreifen wollten." Das heißt nichts anderes, als daß die Sowjetmachthaber den Ueberfall auf Deutschland Zwar vorbereiteten, daß ihnen aber der deutsche Gegenschlag zu einem Zeitpunkt äußerst ungelegen kam, da ihre Vorbereitungen noch nicht beendet waren. Die Welt hatte bereits aus den deutschen Dokumentenveröffentlichungen die hinterhältigen Pläne der Sowjets und die durch die Bolschewisten ganz Europa drohende Gefahr erkannt und hat sich daher — man braucht nur an die in allen europäischen Ländern ergangenen Aufrufe zum Eintritt in die Freiwilligen-Fvrmationen zum Kampf Cartagena, yue-lva, Zamora, Logrono, Santander, Viao, Alicante, San Sebastian, Oviedo, Barcelona und zahlreichen anderen Orten ein. Die Falange- leitung der Provinz Madrid hat angeordnet, daß sich die Freiwilligen in Madrid am Freitagoormit- tag in dem Gebäude für Medizin der Universitätsstadt einzufinden haben zur Untersuchung und endgültigen Einreihung in das Freiwilligenkorps. Besonders groß ist die Beteiligung der S t u d e n t e n der Stadt Madrid. Sie stellen ungefähr 20 v H der gesamten Freiwilligen. Der italienische Bericht. ^uli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Unsere Bomber haben einen Flugzeugstützpunkt auf der Insel Cypern angegriffen. In. Nordafrika hat die'Luftwaffe der Achse Stellungen, Versorgungsanlagen und Flakbatterien in Tobruk getroffen und Prände und Explo- sionen verursacht sowie Flugzeugstützpunkte östlich von Marsa Matruk bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben Einflüge auf einige Ortschaften der Cyrenaika durchgeführt. In O st a f r i f a lebhafte Artillerietätigkeit an der Uolchefit-Front (Gondar). Im Gebiet von Galla und S i d a m o behindern die starken Regenfälle die Operationen. Palmyra nach 13 tägigem Widerstand gefallen. Paris 3. Juli. (DNB.) Nach dem französischen Heeresbericht vom 3. Juli habeti die britischen Streitkräfte nach einem schweren Panzerwagenan- griff Palmyra eingenommen, das sich geacn eme erdrückende Uebermacht 13 Tage lana gehalten hatte. Südöstlich von Deir-Ez-Zar leisten die französischen Truppen gegen die auf Abu Ke- mal auf dem . rechten Ufer des Euphrat vvrgerück- ten motorisierten britischen Abteilungen Widerstand. Franzofi^e Jagdflieger hätten eine Hurrikane und eine Blenheim-Maschine abgeschossen. Beirut sei m der Nacht zum 3. Juli von der britischen Lust- waffe mit verstärkter Heftigkeit .bombardiert worden. Mehrere Stadtviertel, in denen sich keiner, lei militärische Ziele befinden, seien von Brandbomben und Sprengbomben schwer getroffen wor- öen. Unter der Zivilbevölkerung seien Opfer zu beklagen. ° Dichy gedenkt betl britischen lleberfalls auf Mers-el-Kebir. m® I), .3. 3uli..(1 r liegt nie nodolische Landschaft. Sie ist sriichtbor. Dagegen ist. das Land im Süden zwischen her Pruthmündnng und der Dnjestrmiinhung schon Steppe. Der Dnsestr bildet auf seinem Lau! unzählige Krümmnngen und iiiiiihih in den Dmestl viman, einen 1 ei! de» Sck)Warzen Meeres. Unter einem Liman versteht man einen Meereseinschnitt an einer Flußmündung, her vom eigentlichen Meer hurd) einen schmalen Landstrassen, ekne Nehl ung getrennt ist ......- gehalt he» Dnsestr-Limans Ist sehr hoch und außerdem ist sein seicht liegender Boden non einer 1 bl» 3,25 Meter hohen Schlammschicht bedeckt, ans her bei den sogenannten Llmanbädern recht wirksame Moorpackungen gewonnen werden. Am bessgrabl- scheu User des Dnjeslr-Llman liegt hie bedeutende Hafenstadt AkkermaN, etwa 50 Kilometer weitet östlich Rußlands bedeutendster Schwarzer-Meer- Hafen Odessa. gicrung, Generalleutnant Suzuki, während der Generalstabschef der Armee. Generalmaior Okamoto, vor den Kabinettsräten über die letzte Entwicklung des europäischen Krieges sprach. In den besetzten Gebieten Kärntens und Krains wurde vom CI)ef der Zivilverwaltung d c r „Kärntner Vo l ksb und" als Organisation zur poÜtisci)en Erfassung der Bevölkerung ms Leben gerufen. Am 30. Juni wurde nach 1 Mäßiger Stauer die Erfassungsaktion abgeschlossen, die zu einem überwältigen Bekenntnis zum Deutschen Reich und zu Adolf Hitler mürbe. In vielen Ge- flmibHflHIIIeltor: Dr. ftrkbrlrf) Milhrlm ßotiflr. ©frllberlrrirr hr« Ernst JHIuni|rl)rl«. WcrantivorfUrf) |Ör Polstlk und IBllbrr: Dr. rtr. W. limine; für ba« «culllelon: Dr. ^nn« lhi)doi; für H. i'nu«r M iM. Rlcrlanfllcllrr: Dr.-mm Erlck) Hnnimni; VliifiHnriilelfpr: van« VW. Wcroiihvortlkr) für bcn Anstalt brr VIiiAcIflen: 3bcobürHümmel Pl N> n. DNB.... 3. Juli. (PK.) In ^ent Konferenzsaal des Schlofses in Bialystok, in dem jetzt kitschige und stillose Bilder von Stalin, Lenin, Marx und Engels hängen, suchen deutsche Borausabteilungen nach Heckenschützen. Bor nicht ganz zwei Jahren fanden hier die deutsch-sowjetischen B e r h a n b l u n g c n über d i e D e m a r k a t i o n sl i n i e statt, saßen deutsche Vertreter, die im Auftrag ihres Volkes und des Führers, für einen Frieden in Europa sorgen wollten, saßen die Vertreter her sowjetischen Machthaber, denen diese Berhandlungen nur eine Etappe in ihren Vorbereitungen zu einem neuen Krieg zur Vernichtung her Kultur und der Zivilisation sein sollten. Dieses Bialystok hatten im Sepie st^cr 1939 die deutschen Soldaten erobert. Heute, in den Vormittagsstunden des 27. Juni marschierten wieder deutsche Soldaten in diese Stadt ein. Als die deutsche Vorausabteilung den Stadtrand erreichte, tvaf sie auf einige Mammutpan- z er, die den Eintritt in die Stadt sperren sollten. Die Besatzung aber hatte bereits die Flucht gesucht. Pak lag verlassen an den Straßenrändern. Fliehende Soldaten hatten sich in Häusern und auf Alleebäumen verborgen und schoßen aus dem Hinterhalt. Der Reihe nach wurden sie von den feldgrauen Kommandos aus den Verstecken geholt. B i a l y st o k, das ich auch 1939 gesehen hatte, war unter der Sowjetherrschast sta r k vernachlässigt worden. In dem Schloßpark hatten die Bolschewisten Begonienbeete in Form von Sichel und Hammer angelegt. Sonst hatten sie nichts neues gemacht. Kitschige Stalin- und LeninstMien standen an allen Plätzen und in den Anlagen herum, wurden aber im Augenblick des Einmar- Libau ist nächst Riga der cituigc bedeutsame, well eisfreie Hafen des früheren Lettlands gewesen. Deshalb hat die zaristische Regierung vor 50 Jahren ßibau zu einem Kriegshasen durch Ausbaggerung des Tesmar-Sees entwickelt und durch einen 3,5 km langen Kanal mit dem Vorhafen verbunden. Außerdem wurden Kriegshafenwerkstätten und eine respektable Schiffswerft gegründet, ßibau ist von der Stadt Memel in der Luftlinie 85 km, non dem letzten memelländischen Dorf mit dem schönen Namen Nimmersqit 70 km entfernt. Eo ist die Kopsstation für die Bahnen nach Memel, Schaulen, Mi- tau und Goldingen an der Windau. An der Mündung her Windau liegt der gleichnamige Hafen Windau, her vor dem Weltkrieg eine besondere Eigenart halte: über Windau wurde dank feiner Kühlhäuser hie Ausfuhr sibirischer Butler nach Deutschland und England in sehr großem Maßstab betrieben. Dieser lövliche Bullerhandel non Sibirien über Windau nach Deutschland ist in der Nachkriegszeit gänzlich unterbunden worden. Die' Bevölkerung Windaus ist, wie die auch anderer kurländischer Städte, durch das Abstoppen der russischen Ausfuhr zurllckgegangen. Zwischen pruth und Onjestr. Der Wehrmachtbericht vom 3. Juli gibt eine neue wichtige Stoßrichtung bekannt: Ans her nörhlichen Moldau heraus haben am 2. Juli deutsche und rumänische Verbände Schulter an Schulter den nrf Finnland, ritz ihm ein Stück ab, rückte in Est- anb, Lettland und Litauen ein untz machte sich so- ;ott an die Vernichtung der nationalen Kultur und Mtfchast dieser Länder. Sogar das ukrainische Malizien und das rumänisci-e Bessarabien wurden eilte Beute. Deutschland, so wähnte man in Mos- fön würde nicht imstande sein, zu widersprechen, ia ihm wurde zugemutet, noch den Sowjetgriff Mth den türkischen Meerengen zu unterstützen. ter Bolschewismus in Osteuropa ist auf der winjcn Linie gescheitert. Alles, was nicht mosko- ioißsch ist in Osteuropa, atmet dem Sturze Mos- falls, der Befreiung von der Sowjettyrannei, entgegen. Der Bolschewismus hat die Massen der Be- oofrerung dem chronischen Hunger überantwortet. hat das ganze Bauerntum. 80 v. H. der osteuropäischen Menschheit, in eine mit wachsender Dszweiflung ertragenen Staatssklaverei gebracht. Lr hat die geistig tragende Schicht des früheren Mlands, die sogenannte Intelligenz, ausgemordet irr| verhungern lassen. Er hat auch die Industri- iiijicrung nicht geschafft, weil ihm dazu das ge- Idiiltc, verantwortungsbewußte, selbständig den- telöc Menschenmaterial fehlt. Er bestreitet zwei Dittel feiner Staatseinkünfte durch einen in der, Af chichte der Menschheit beispiellosen Brotwucher. Dise „Segnungen" will er durch eine Weltrevo- Iichon allen Völkern aufnötigen. Mit diesen seinen Vt'brect>en auf dem Boden Osteuropas hat er das Uteri über sich gesprochen und macht den gegen iht eröffneten deutschen Krieg zu einem Rettungs- für die menschliche Kultur. Osteuropa darf einem von der Zwangshypothek seiner Gleich- [ejung mit „Rußland" befreiten Abschnitt seiner Ätchichte entgegensehen. Jagd auf den roten Bock in diesekn Jahre. Ich habe doch mein Revier nicht wiedergekriegt. Zwölf Jahre hintereinander habe ick es besagt. Jetzt bei der letzten Verpachtung ist es mir weggeschnappt warten müssen — na, Sie sind ja selber verheiratet. Auf Wiedersehen, heute abend —" „Auf Wiedersehen, Herr Lind! Nochmals vielen Dank!" Mattheus Lind schmunzelt vergnügt vor sich hin. Das Rechenexempel ist einfach. Die Dominik- Werft hat ein Aktienkapital non zwei Millionen, wert ist sie gut das Doppelte. Aber das ist jetzt gleichgültig. Dominik wird so etwas über minimal achlhundertlausend Mark Aktien haben. Er selbst hat bisher siebenhundertfünfzig Aktien aufkaufen können. Frinzka besitzt zweihuuderlsiebzig Stück. Der Rest von rund hundertfünfundsiebzig schwirrt überall in her Weltgeschichte herum nnb ist jedenfalls in festen Händen. Wer non ihnen beiden. Dominik ober Lind, die Frinzkaschen Aktien kauft, bekommt die Majorität und damit die absolute Macht über die Werst. Kauft Dominik, so verzinst sich der Lindscke Anteil als eine Kapitalanlage mit lumpigen 7 oder 9 v. H. des Kurswertes. Wenn Mattheus Lind mit solchem Verdienst in seinem Leben zufrieden gewesen wäre, hätte er fimshundert Jahre alt werden können, ehe er die erste Million zusammen halte. Er kann sein Geld nicht für sieben ober acht vom Hundert arbeiten lassen. Wenn er aber selber die Majorität bekommt — bann Prosit Mahlzeit, Herr Friedrich Dominik. Dann lassen wir Sie im steifen Arm verhungern. Dann fusionieren wir Dominik-Werft und Norddeutsche Werft. Dann verzichten wir auf Ihre wertvolle Mitarbeit für alle Zukunft. Kein Direktor ifl unersetzlich, und selbst Verträge auf Lebenszeit find nach sechs Jahren fünbbar. Dann können Sie Ihre Löschblätter zu Hause beschmieren und sich mit Ihren Aktien Ihre Zimmer tapezieren. Denn Dividende gibt es, solange Sie leben, nicht mehr. Schicksal, mein teurer Herr Friedrich Dominik. Sie haben mir meine Ehe verdorben. Verderbe ich Ihnen Ihre Lebensarbeit. Schicksal nennt man das! Vergeltung! Nichts weiter. Sie werden sich damit abfinden müssen, Herr Dominik. Auch Martha wird daran nichts ändern können. Brigitte erst recht nicht. Und om allerwenigsten Ihr grünschnobeliger Sohn mit dem verrückten Vornamen, der sich einbildet. daß mein Madel ausgerechnet für ihn auf die Welt gekommen ist! Gut ausgeklügelt, Herr Nissen Dolches der deutschen Soldaten non der Bevölkerung von den Sockeln gestürzt. Das war das Zeichen dieses zweiten deutschen Qnimmsche ■ In iojmt (tanbin b I e Q 1" wohner von Bialystok, Weißruthenen vor allem, und warfen Blumen in die verstaubten Wagen bet beutkten < olbattn Aus ihr en Gesichtet n ftanb deutlich die Freude zu lesen, mit der sie das endgültige Verschwinden der bolschewistischen Machthaber seststellten. Zaust Jahre halten sie im Banne des bolschewistischen Spukes gelebt. Jetzt, da deutsche Soldaten in die Stadt einmarschierten, wußten sie, daß sie die abständige Haltung der Felo- grauen kennengelernt hatte«, daß sie geborgen waren. Die weißruth«mische Stadt Bialystok oder eigentlich Belostok hat 1 00 000 Einwohner, sie sieht aber wir die östlichen Städte wie eine Kleinstadt aus. Rur im Zentrum stehen einige vier- bis fünfstöckige Häuser, moderne Hotels. Belostok trägt heute noch an manchen Stellen unverkennbar deutsche Zeichen. Am Ende des 18. und am Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Bialystok zum Regierungsbezirk Neu-Oftpreußen. Im Sommer 1915 besetzte die 12. Armee diese Stadt. Heute, am Tage des deutschen Einmarsches, hängen halbzerfetzte Plakate an den Häuserwänden, die zum Eivtritt in die Sowjetarmee auffordern, brennt die Synagoge, die die empörten Weißruthenen anzündelen. Sie haben gespürt, baß bolschewistische und jüdilche Herrschaft identisch sind. Sie höben das Granen der sowjetischen Herrschaft erlebt. Die feldgraue Armee, die heute durch ihre Straßen weiter nach Osten marschiert, ist für ste der Garant einer gerechteren 'Zukunft. Kleine politische Nachrichten. In der historischen Betpachtuna H. von Mühlens ij Einnahme Rigas in unserer Ausgabe vom >.:'Iuli ist insofern ein Irrtum unterlaufen, als im -H likrieg die deutsche 8. Armee am 3. September 19 7 (nicht 1915) die Stadt Riga besetzte. In Berlin traf der stellvertretende Generalsekretär im türkischen Außenministerium, Gesandter Acikalin ein. Er wird den Austausch der Ra- lifkationsurkunden über den kürzlich in Ankara überzeichneten deutsck)-türkischen Freundschastsver- fttg im Auswärtigen Amt vornehmen. her französische Staatssekretär B e n o i st - Muchin hat Ankara wieder verlassen, um sich riaf) Vichy zurückzubegeben. Er bringt eine Mwort des Präsidenten Ismet I n ö n ü aus die Bk!schäft des Marschalls Pätain mit. stach dem Abbruch der diplomatischen Beziehun- qe zwischen Frankreich und der Sowjetunion sind inj unbesetzten Frankreich Tausende von sowjetischen Äatsangehörigen fest genommen worden, um ie^zustellen, inwieweit sie eine Gefahr für die na- titide Sicherheit bar ft eilen. ßn Port Dendres trafen 150 Mitglieder der aufgelösten Sowjetbotschaft von Vichy ein. Sie berdsichtigen, durch Spanien nack Lissabon Wterzureifen, um sich dort ei umschiffen. Sie erwarten die Erlaubnis der spanischen Regierung für bil Durchreise. Der britische Frachter „Point Lobos" (4802 MT.) ist auf seiner Reise von Los Angeles nach England im Atlantik torpediert worden. Der bri° tifijc Paßagierdampser „Cairo City" (4792 MT.) fctfl durch Bomben im Mittelmeer versenkt |narben fein. Man nimmt an, baß die „Cairo City" i'jAuppen an Bord gehabt^hat. Die japanische Regierung gab die Gründung einer „Gesellschaft zur Entwicklung Sacha- Hi 3" bekannt und erklärte, daß Japan die Ab- fl4t habe, die natürlichen Hilfsquellen des nörd- liifcn Pazifik ebenso wie diejenigen des südlichen Ptzifik zu entwickeln. Die neue Gesellschaft steht unter Leitung des früheren Präsidenten der „Ja- panischen Oel- und Fett-Gesellschaft" S ch u k i t s ch i Fl, t a g a n. Japans Marineminister Admiral Oikawa ist om Tenno zur ausführlichen Berichterstattung empfangen worden. Der Premierminister hatte eine einftünhige Konferenz mit dem Präsidenten der Re- Dle Experimente im Gewäckshaus schiene,» zu glücken. Wenn bas künstliche Licht richtig dosiert ist, wenn es nicht zu kurz und nicht zu länge, nicht zu hell und nicht zll dunkel strahlt, bann funktioniert der „Blattmotor", und die Pflanze fchelnt genau so zu gedeihen wie bei Sonnenlicht. Aber Lietzendorf hält trotzdem nichts davon. „Sie verplempern Zeit nnb Gelb!" warnt er. „Und eines fchonen Tages lauft uns die Konkurrenz den Rang ab." Nissen will die Gefahr nicht fehen. Und wenn er sie steht, bann will er sie nicht fürchten. Doch dem Einfluß Lietzendorfs gelingt es, ihn banebeji noch immer wieder in den Kreis her exakten Chemie hinüberzuziehen. „Es schabet ja nichts", tagte er, „baß mir mäh- renb der Zeit, wo die Pflanzen wachfen, ebenfalls was tun." Und seitdem er an der Konstruktion her Einheit»« antriebsmaschine mitarbeitet, scheint die Sache vor- anzugehen. Gewiß, her alte Dominik hat baina^ wohl nicht ganz unrecht gehabt, als er behauptete Lirtzenborf hat keine Phantasie, er ist ein Maschinenknecht. Aber ganz recht hatte er auch nicht. Jedenfalls macht gerade Lietzendorfs Temperanu ut und der scheinbare Phontasiemangel seine Mitarbeit so mcrfnoll. Er ist die Ergänzung der Arbeitskraft und her Fähigkeiten Nissens, wie dieser sie sich nur wünschen kann. Denn er braucht einen Menschen, her das Zuviel seiner Ideen zügelt und ihnen die Erden- schwere und Tatsachenverbundenheit gibt, ohne die keine technische Tat gelingen kann. Erfindungen dürfen keine Wolkenschlösser werden, Erfindungen müssen in der Erde wurzeln wie Bäume. Erst bann können sie himmelan wachsen. Diese Erkenntnis und der sich aus ihr ergebende Zwang haben hem jungen Dominik bisher befehlt Der Chefingenieur bringt fle mit. (Fortsetzung folgt.) am 30. Juni in Rundfunk und Presse ge- ......... Jakob stadt, das ebenfalls besetzt Ist, befindet sich ungefähr 85 km unterhalb von D ü n a- bürg und 130 Km oberhalb von Riga. Jakobsdidt liegt am linken oder südlichen Ufer der Düna. Ihm gegenüber ist das Städtchen Krcuzburg eine Art Gegenstück zu Iakobstadt. Jakobstadt und Kreuz- bürg, beides Kleinstädte, find durch eine 224 m lange Brücke über die Düna miteinander verbunden. Die Düna ist hierM'erhältnismäßig schmal, weil die immerhin recht stattlichen Hügel und zum Teil ouch Kalkfelsen des baltischen Höhenzuges hart an den Strom herantreten. In friedlicheir Zeiten war hier die Stromfahrt für die Kurländer etwa dasselbe wie die Wachau für die Wiener und die Rheinfahrt für die Kölner. Die Bahü Dünaburg- Riga verläuft am Nordufer her Düna. Von Kreuz- bürg aus gehl über Iakobstadt eine Bahn nach Milan, wo sie sich in eine Linie nach dem inzwischen eingenommenen Kriegshafen ßibau und dem kleineren Hafen Windau gabelt. worden." „Sehr ärgerlich", fagt ßinb mit verdrossener Stimme und freut sich, daß Frinzka auf den ersten Leim gegangen ist. „Da sieht es allerdings faul aus." „Na, ich laße die Sache nicht stecken. Ich habe das Verwaltungsstreitverfahren eingeleitet. Das wäre ja noch schöner! Zwölf Jahre habe ich die Jagd beschossen, zwölf Jahre, Herr Lind, das ifl kein Pappenstiel, da wächst einem jeder Baum ans Herz, da kennt man jedes Kind im Dorf — und nun '—, na, wir werden jv sehen, ob der andere das Revier behält." „Ich wünsche Ihnen jedenfalls Glück. Wo Sie jedes schöne Kind im Dorf kennen! Ach so, Sie sagten Kind — nicht schönes Kind. Für die Bockjagd wird's aber auf jeden Fall zu spät in diesem Jahr." Frinzka antwortet nicht. Er geht in hastigen Schritten und ärgert sich weiter. Zwischendurch erzählt Lind Stadtkram. „Wollen Sie bei mir in Ramdow ’nen Bock schießen?" fragt er mit einemmal so nebenher. „Gern", platzt der andere heraus. „Aber Ich kann das doch eigentlich nicht annehmen —" „Unsinn — warum soll ich Ihnen nicht die Freude machen. Ich selber bin nicht mehr so passioniert. Früher, ja wissen Sie, da hab' ich vier Wochen vor dem Anfang der Bockjagd nicht mehr schlafen kon- nen. Aber heute: ich gönne Ihnen gern den ersten Bruch. Wenn es Ihnen recht ist — die Bahnverbindung nach meinem Gut ist leider miserabel — bann lasse ich Sie heute abend von meinem Chauffeur obholen, wir fahren zusammen nach Rambow, und wenn uns nicht gerade ein buckliges, .altes Frauenzimmer begegnet, dann liegt morgen früh um fünfe her erste Rote auf der Decke. Einverstanden?" „Natürlich, Herr Lind. Meinen besten Dank —" „Ach, reden Sie nicht davon. Man ist dock gern gefällig. Also abgemacht. Richten Sie sich^iuf zwei, drei Tage ein. Man weiß nie, wie die Bocke sich anstellen. Um sechs ist mein Wagen bei Ihnen. Wenn wir keine Panne kriegen, können wir heute abend noch etwas abspüren. — Jetzt müssen Sie mich aber entschuldigen. Ich habe noch nicht zu Mittag gegessen. Uno wenn meine Damen lange 21.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Das Fräulein meldet sich wieder. Sie hat inzwi- shkn noch einen flüchtigen Blick in das Handbuch her Aktiengesellschaft geworfen und unter dem Namen des Herrn Lind soviel Achtunggebietendes ,ucelefen, daß sie fast noch höflicher als vorher ist ; »Hören Sie noch, Herr Lind? — Also der Verkäufer heißt Frinzka — Otto Frinzka —" 1" Lind weiß genug. .. , Es ist feine Schuld, wenn sich das Fraulem tn Magdeburg über die getrennte Verbindung bei der Aufsicht beschwert. Ein Verzeichnis der Hauptaktionäre, die regel- Nlißig an der Generalversammlung teilnehmen, hat er sich längst nach den Präsenzlisten zusammen- *eUt. So kann er innerhalb weniger Minuten tellen, daß Frinzka seinen Aktienbesitz zur letzten ressitzung mit zweihundertsiebzigtausend Mark ■oncegeben hat. Er rechnet aus, genau wie C3 eben das Fraulem in Magdeburg getan hat: zweihundertsiebzigtausend mal hundersiebenundachtzig — das gibt fünfhundert- vis tausendneunhundert Mark. Das ist viel Geld. Dohrscheinlich läßt aber Herr Frinzka noch mit sich tfban. Und auf alle Fälle spart man, wenn man direkt kauft, Provisionen und Courtage. Lind beschließt, bei Herrn Frinzka direkt zu kaufen. Er kennt die Gewohnheiten seiner Mitbürger. < ßüns Minuten vor halb drei Uhr trifft er Herrn CtiD Frinzka „zufällig" auf der Straße. i Mahlzeit, Herr Frinzka. Wie geht's?" .Guten Tag, Herr Lind. Danke bestens. Man Wägt sich durch. Es wird einem manchmal schwer Macht." Nanu. Wird so schlimm nicht fein." Wollen wir tauschen?" lkind lacht gönnerhaft, vSie machen Witze. Also habe ich recht gehabt, dachte übrigens, Sie seien weggefahren." ..Weggefahren? Nee — warum? ..Morgen geht die Bockjagd auf. Und Sie als ^cßer Jäger vor dem Herrn —" Gauausstellung der bildenden Künste 1941. 9dSG Vom 0. September bis 5. Oktober findet im S t ä k>e I s cke u K u ü st Institut z u Frank- u r t a. M die diesjährige Gauausstellung her Reichskammer für bildende Künste stall unter der Schlrmherrsck>aft von Gauleiter und Reiitzsstatthal- ter Sprenger. Als ein Dokument der unzer- törbaren Schaffenskraft unseres Volkes auch auf künstlerischem Gebiet weiden die 2verke her bildenden Künstler aus hem Rhein-Maiugebiet zur Anstellung kommen, um zu beweisen, daß hie Größe >er Zeit in Künstlerseeleii ihren Nieherlchlag und in Kunstwerken ein volltönendes Echo land. Wie im ersten Knegssahr wird hie Auswahl der 2sterks im Städel einen repräsenlativeu Rahmen siuden. Wie groß das Verständnis der Oeffentlliisteit gegenüber hem Kunstschaffen aus dem Gaugebiet ist, zeigt« im vorigen Jahr nickt nur die hohe Besuct>er- zahl, sondern auch der Berkaus der Werke. Var allem die Partei, die Städte des Rhein-Maingebietes und die Behörden erwarben Kunstwerks, „bei and) priimlc Intei eße mar punkt der Schau i«irh auch in diesem Jahr wieder )ie BiilsiHung de ■ Ga u tu(tui pre<|• fftit« dem sich auf Anregung von Gauleiter Sprenger weitere großzügige Preise der Stähl e he» Gaue» anlchließeu werden. Die Ausstellungsleiluug erwartet in diesem Jahr auch Werke im Felde stehender Maler, die über ihren hin Uerildien Wert hinaus als Zeltdokumente In weitester Bedentnng ongesprochen werden können. Rad) Den Richtlinien des Gauleiters wird die Gauausstellung nicht in einer Vielzahl von Werken ihre Möglichkeiten erschöpfen, sondern sie wird zu einem Wettbewerb des Besten werden, da» non Künstlern unsere» Gaues geschaffen werden kann. Empfehlungen] 02228 15nho Gießen, den 4 Juli 1941. 02238 Verschiedenes 2841 D 2839 A GEBR. SEELBACH 2840 D adox Hersteller: Friko-Dortrpund, Postfach 225 Ruf: 347 52 Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den SießenerAnzelger Alleinverkauf für Hessen: Ernst Volkmann Bochmn-Brenschede^Burgstraße 15, Ruf 81589 Alle Kartoffeln zu tauf, gesucht. Frankfurter Ztr. BjilL 2844D Eintritt: KM. 3-, 2.50, 2.- 1.-. Vorverkauf: Karten- Verkaufsstelle der NS6. Kraft durch Freude, Gießen SelterswegGO Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei rohe oder gekochte / j Früchte mit oder ohne Zucker tnZubindegläsern und -gelaßen verlangt das Frlko- Rez eptheftchen. Beutel 25 Rfg. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden meines geliebten Gatten sage ich allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen und für die vielen Kranz- und Blumenspenden auf diesem Wege meinen herzlichen Dank. Besonders danke ich Herrn Pfarrer Becker für die trostreichen Worte, Herrn Professor Bernhard für die gute Behandlung, sowie dem Privatkrankenhaus für die liebevolle Pflege. Die trauernde Gattin: , Katharine Wallbott, geb. Balser Gießen, den 3. Juli 1941 Aus dem Reich. Dauer der nächsten drei Hochschulsemester. Nach einer Anordnung des Reichserziehungs- ministers beginnen an den wissenschaftlichen Hoch- chulen Großdeutschlands die Vorlesungen, Hebungen usw.: im Winterhalbjahr 1941/42 am 3. 11. 1941, im Sommerhalbjahr 1942 am 9. 4. 1942, im Winterhalbjahr 1942/43 am 2.11. 1942; sie enden am 28. 2. 1942 bzw. 31. 7. 1942 bzw. 27. 2. 1943. Die Einschreibungen haben stattzufinden vom 20 10. bis 10. 11. 1941 bzw. vom 26. 3. bis 18. 4. 1942 bzw. vom 20. 10. bis 10. 11. 1942. Von den Rektoren können die Gesuche um nachträgliche Einschreibung selbständig entschieden werden. Fünf Staatsinstitute für landwirtschaftlichen Unterricht. Die Ausbildung der Lehrkräfte der landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen war bisher den Hochschulen für Lehrerbildung angegliedert. Die Neuordnung der Volksschullehrerbildung hat nun den Reichserziehungsminister veranlaßt, für die wissenschaftlich-pädagogische Ausbildung der landwirtschaftlichen Berufsund Fachschullehrer bzw. Lehrerinnen fünf neue Staatsinstitute für den landwirtschaftlichen Unterricht zu errichten, und zwar in Danzig, Dresden, Braunschweig, Bonn und München. Jedes Staatsinstitut bildet auch Landwirtschaftsreferendare und Lehrerinnen der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde aus. Das Dresdener Institut ist zuständig für die pädagogische Ausbildung der Lehrer an gartenbaulichen, Berussund Fachschulen für das Großdeutsche Reich. Anstalten und Heime für Kinderlandverschickung. Besondere Notwendigkeiten des Krieges, vor allem die Unterbringung von Kindern aus luftgefährdeten Gebieten, lassen es geboten erscheinen, daß die im gesamten Reichsgebiet vorhandenen Anstalten und Heime, in denen Minderjährige untergebracht sind, nach p l a n w i r t - schaftlichen Gesichtspunkten verwendet werden. Die Sicherstellung dieses Zweckes erfordert es daß auch die konfessionell bestimmten und sonstigen, nicht von der öffentlichen Verwaltung, der HI oder NSV. betriebenen Anstalten und Heime in die planwirtschaftliche Verwendung einbezogen werden. Der Reichsinnenminister hat nunmehr die Landesjugendämter mit der Durchführung betraut. Es handelt sich um Erziehungsheime, Kinderheime, Iugenderholungsheime usw. preise für Frühkartoffeln. Die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft hat mit Zustimmung des Reichskommissars für die Preisbildung die Preise für Frühkartoffeln festgesetzt. Die Erzeugerpreise sind die gleichen wie im Vorjahre, desgleichen die Verbraucherpreise, die reichseinheitlich für je zwei Wochen festgesetzt wer- Montag, den 14. Juli | 20 Uhr, Gießen Gloria-Palast | Wegen Betriebsferien vom 7—19.Juli einschl.geschlossen Unser Geschäft ist wegen Betriebsferien vom 7. bis 19. Juli geschlossen Löwer & Bechstein ----- Auch VfB.-R. wird mit einer sehr starken Mann, schäft erscheinen. Es wird einen schonen Kampf geben, den Friedberg-Fauerbach wohl knapp für sich entscheiden dürfte. . < Epielvereinigung 1926 Leihgestern. Grünberg 1. Jgd. — Leihgestern 1. 3gb. 3:1. Die 1. Jugend von Leihgestern war am Sonntag in Grünberg zu einem Gesellschaftsspiel. Das Spiel wurde während beider Halbzeiten fast nur m der Hälfte des Gastgebers ausgetragen, Aber die schönsten Vorlagen der Gäste wurden vermasselt oder landeten in den Händen des überaus sicheren Torwarts von Grünberg. Dagegen hatte Grunberg mehr Glück im Torschießen, und es^ wurde glücklicher Sieger. Das Resultat hätte umgekehrt dem Spielverlauf eher entsprochen. Der Schiedsrichter war ein gerechter Leiter. Die 2. Jugend hatte sich etwas zuviel vorge- nommen, denn ihr Gastgeber, die 1. Jugend von Göbelnrod, war ihr körperlich weit überlegen und gewann hoch. Die Sportdienstgruppe von Leihgestern gewann gegen die gleiche von Allendorf (Lahn) in einem schönen Spiel mit 3:0 Toren. * Am kommenden Sonntag spielen die 1. und 2. Jugend wieder auswärts. Die Fahrt geht nach Rieder' weisel zu dem dortigen Sportverein, um die fälligen Rückspiele auszutragen. Die Begegnung der 1. Ju- aendmannschaften im Vorspiel endete Mit einem 4:0-Sieg von Leihgestern. Ob sie den Sieg m gleicher Höhe in Niederweisel wiederholen wird, ist fraglich, denn Niederweisel gibt zu Hause immer einen gefährlichen Gegner ab. Die 2. Jugend wird sich mächtig anstrengen müssen, wenn sie die Vorspielmeder- laqe von 2:3 wieder wettmachen will. Bei dem nötigen Einsatz und guten Willdn sollte auch hier ein Sieg über Niederweisels 2. Jugend möglich sem, — Die Schüler von Leihgestern sind spielfrei. Handball. Wehlar-Niedergirmes — Luftwaffe Gießen 13:14. Beide Mannschaften standen sich am Samstagabend in ein^m Freundschaftsspiel gegenüber. Die Soldaten waren ein sehr beachtenswerter Gegner und verlangten der Platzmannschaft alles ab. Beide Stürmerreihen waren sehr wurffreudig, während es in den Verteidigungen Mängel gab. In einem flotten und fairem Spiel konnten die Gäste in letzter Minute den Sieg sicherstellen. Lang-Göns — Luftwaffe Gießen 7:8 (3:6). Hn der ersten Hälfte zeigten die Gäste das überlegene Spiest Die Platzmannschaft ließ sich jedoch nicht entmutigen und kam in der zweiten Hälfte immer mehr auf. Die Sportler der Luftwaffe, durch Herausstellung eines Spielers, geschwächt, konnten nur noch einmal erfolgreich sein und als glückliche Sieger den Platz verlassen. iiiiiiiiiiiniiniiiiiniiiin Vornehm / GeschmackvollI Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die Brühl’sche Druckerei Schulstr. >, Ruf 2251 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiimn Deutsches Tuhh Sportabzeichen Abnahme Mahren Sonntag vorm. 9 Uhr 02236 Feldschlöstchen! Mädchen und Frauen gesucht für leichte, sitzende Beschäftigung Hollmann-Werke, Wetzlar 2842 D Wir bitten unsere Mitglieder, die Rückvergütungsmarken und Anteilkarten zwecks Verrechnung der RÜCKVERGÜTUNG für das Geschäftsjahr 1940 41 in der Zeit vom 1. bis 15. Juli in ihrer Verteilungsstelle abzuliefern. Bei dieser Gelegenheit weisen wir darauf hin, daß ab 1. Juli das Rabattmarkensystem bei uns zur Einführung gelangt. Wie bisher gewähren wir auf fast alle Waren einen Rabatt von 3°/o 10 Jahre auält. mich unerträgL Kopf-Schmerzen Nachdem ich nun, mit Trineral, Ovaltabletten eine längere Kur gemacht habe, sind die Schmerzen vollständig verschwunden. Jetz macht-mir das Arbeiten wieder Freude," schreibt am 18. 7. 40 Fr. Maria Glauben, Hausfrau, Wehrden/Saay Waldsiedlung 24. Bei Kovl- tt. Nervenschmerzen, Rheuma, Ischias, Gicht, Hexenschuh, Erkältungskrankheiten, Grivvt helfen die hochwirks. Trineral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. Herz-, Magen- u. Darmempfind- lichen öest. vertragen. Mack. Sie sof. einen Versuch! Origpckg. 20 Tabl. nur 79 Pfg. In all. Apothek. oi. Trineral GmbH., München H 27/547. Verl. Sir kosten!. Broschüre „Lebensfreude durch Gesundheit"! Gieüen e.G.in.b.ll. DER VORSTAND dem hatte er fast alle bedeutenden Gipfel der West- und Ostalpen wiederholt besucht und auch viele Erst- beste'igungen durchgeführt. Erdbeben in der Anden-Zone Argentiniens. Die gesamte Anden-Zone Argentiniens wurde durch wiederholte starke Erdstöße erschüttert deren Ausläufer selbst in der Bundeshauptstadt spürbar waren Meldungen über das Beben, das von einem dumpfen unterirdischen Rollen begleitet war, laufen aus allen Städten der Nordwestprovinzen em. Besonders die Bewohner der Anden-Provinz San Juan durchlebten Minuten panischen Schreckens. In der Ortschaft Caucete wurden über 5 5 Häu- ser zerstört. Die Schulen mußten wegen Einsturzgefahr geschlossen und mehrere öffentliche Gebäude geräumt werden. Glücklicherweise smd nur vereinzelte Opfer an Menschenleben zu beklagen. Polnischer Gewaltverbrecher hingerichtei. Am 3. Juli 1941 wurde der 1914 geborene Pole Josef Muszynski aus Hochstädt hingerichtet, den das Sondergericht Erfurt als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Muszynski, der wegen einer Gewalttat in Haft war, hat einen Beamten nut einer eisernen Schaufel angegriffen und schwer verletzt. den. Ausländische Frühkartoffeln, die nn Preise über den deutschen Frühkartoffeln liegen, müssen vom Einzelhandel mit dem Herkunftsland ausgezeichnet werden. Schwerkriegsbeschädigte können mehr Urlaub haben. Im Anschluß an die Urlaubsregelung für den Sommer 1941 in der öffentlichen Verwaltung, wonach bis zum 1. September 1941 nur drei Wochen Urlaub gewährt werden können, hat der Reichs- arbeitsminister für feinen Geschäftsbereich angeordnet, daß Schwerkriegsbeschädigte und schwerunfall- ver'letzte Gefolgschaftsmitglieder in besonders begründeten Fällen über drei Wochen hinaus Zusatzurlaub nach Maßgabe der darüber erlassenen Bestimmungen erhalten können. Damit ist ein Beispiel auch für die übrigen Behörden und Betriebe gegeben. Au« aller Wett. Professor Ludendorff gestorben. In seinem Potsdamer Heim starb im Alter von 67 Jahren der frühere Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums und der allgemeinen Verwaltung der Observatorien in Potsdam, Pros. Dr. Hans Ludendorff, ein jüngerer Bruder des Feldherrn. 1897 bis 1898 Assistent an der Hamburger Sternwarte, war der junge Gelehrte dann nach Potsdam gekommen. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten, die sich besonders auf die veränderlichen Sterne und auf die Geschichte der Astronomie bezogen, hat sich Prof. Ludendorff als Mitherausgeber der Vierteljahresschrift der Astronomischen Gesellschaft und des Handbuches „Astrophysik" m der Fachwelt einen weithin bekannnten und geachteten Namen gemacht. INax-Reger-Preis des Gaues Rlainfranken. Der Gau Mainfranken fühlt sich auf eine besondere Weise mit dem Leben und Werk Max Regers verbunden, verlebte der Meister doch seinen letzten Geburtstag im Kreise lieber Freunde -im Stiftskeller i n A s ch a f f e n b u r g. Um sein Andenken zu wahren, stiftete der Gauleiter einen Max-Reger-Preis, den „Mainfränkischen Kunstpreis für Musik". Als Ehrung des Komponisten veranstaltete die NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" in verschiedenen Orten des Gaues, so in Würzburg, Schweinfurt, Volkach, Mellrichstadt und Aschaffenburg Ma^- Reger-Feierstunden, um deren Durchführung sich einheimische Künstler und Mitglieder des Lehrkörpers der städtischen Musikschule Aschaffenburg besonders verdient machten. Nach 30jähngem Rettungsdienst am Großglockner abgestürzt. Der erste Bergungsleiter der Wiener Bergwacht, Rudolf Hamburger, ist im 68. Lebensjahr im Großglocknergebiet tödlich verunglückt. Hamburger gehörte zu den besten Bergsteigern Wiens und war über 30 Jahre lang am alpinen Rettungsdienst erfolgreich tätig. Er hat bei zahlreichen Bergungen der schwierigsten Art mitgewirkt und sich jederzeit ohne Rücksicht auf die eigene Person für die Rettung verunglückter Volksgenossen eingesetzt. Außer- G. A.-Sport. Jtubi Lranz gefallen. Am ersten Tag des Kampfes im Osten ist Rudi Cranz, der deutsche Skimeister der alpinen Kombination, als Gefreiter in einem Gebirgsjäger-Regiment gefallen. Rudi Cranz, ein ■ Mitglied der bekannten Freiburger Skifamilie, tat sich auf vielen nationalen und internationalen Skioeranstaltungen der letzten Jahre hervor. Das Können des jungen Skimeisters war in diesem Jahre so weit gereift, daß er sich auf der Internationalen Wintersport- Woche in Garmisch-Partenkirchen die deutsche Meisterschaft in der alpinen Kombination und tm Torlauf holen konnte, nachdem er schon jahrelang zur deutschen und internationalen Spitzenklasse zählte. VsS.-Aeichsbahn Gießen. VfV.-R. 1. Jgd. — Weickartshain 1. Jgd. 14:2. Am Sonntag trafen sich beide Jugendmannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste, die nur mit acht Mann antraten, bekamen noch zwei gestellt, darunter auch Ehmann. In der ersten Halbzeit konnte die 1. Jugend von VfB.-R. trotz ihrer drückenden Ueberleaenheit nur vier Tore erzielen. Durch ein Eigentor kamen die Gäste bis zur Halbzeit auf 4:1. Nach dem Wechsel hatten die Gäste nichts mehr zu bestellen. Es fiel Tor auf Tor. Durch einen Alleingang von Ehmann kamen sie zu ihrem zweiten Treffer. Bei dem hohen Ergebnis von 14:2 wurde das Spiel abgepfiffen. VfB.-R. 1. Jgd. — Friedberg-Fauerbach 1. Jgd. Am kommenden Sonntag fährt die 1. Jugend von BfB.-R. zu einem Freundschaftsspiel nach Friedberg. Der 1. Jugend von Friedberg-Fauerbach geht em guter Ruf voraus, konnte sie doch in den Spielen um die Bannmeisterschaft'den zweite" Platz belegen. Stachelbeeren Himbeeren, Erdbeeren kauft jede Menge 02232 Konservenfabrik E. KRÖCK Gießen, Weserstraße 19. Wegen Betriebsferien bleibt mein Geschäft vom 7. Juli bis 15. Juli geschlossen Wahaustar.Wing 2§iM Ein Meisterabend froher Unterhaltung ■ Ein Jungbrunnen J ■ köstlichen Humors ■ Kurt Engel der Meister des Xylophons, der Liebling aller Rundfunkhörer Kennt und Paddy die beiden hervorragenden Exzentriker 2 Battens Parodisten mit seltenem Können u. echtem Mutterwitz Nanina und Joscho der Welt schönstes Taiifcpaar Truxs und Mackie eine schöne Frau und ein kom. Partner Carl Eichheim Improvisationen am Flügel Marja Tamara in ihren neuesten Tanzschöpfungen Max Wendeier „Der lachende Gesell“ Walter Radischewski am Flügel iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilliiuiliiiiiillilliiiiliiiiiili „Wer glückliche Stunden erlesener froher Unterhaltung erleben will, versäume nicht,dies.Abend zu besuchen“ illiiiiiiiiliiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiimiii her* können wegen starker Nachfrage nur auf Bestellg. ausgef. werden. Salon Gath Bahnhofstr. 62, Fernruf 2908 Geschäftszeit: 8-12, P/2-7 Uhr Mont, ab 13 Uhr geschlossen. 0222s Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 | Verkäufe*"] Schlafzimmer komplett, neuw., zu verkauf. 2843D Wieseck, Marburg. Str. 1. NeueStänder- Lanive Tiscklamve gebr?Bettstelle IPaar Stiefel (Gr. 43, schmaler Fuß) zu verk. 02234 Steimtrasre 141 (zw.13 u. 14 Uhr) | Kaufgesuche | Gut erhaltenes Zell zu kaufen gesucht Or. Malech Seltersw.70.^l) Meeren kauft täglich jede Menge 02235 M. Selbem. Bäckerei, Konditorei, Cafö Gießen, Neuen- weg 50, Ruf 3634 Für die uns durch Wort und Tat erwiesene Anteilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau und unserer guten Mutter sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Georg Leinbach Familie August Leinbach Familie Ewald Größer. Heinz Peter Die Geburt ihres ersten Kindes zeigen in dankbarer Freude an Lotte Lyncker, geb. Schirmer Hermann Lyncker Leutnant in einem Inf.-Regt. im Felde Kehl a.Rh. (Ad.-Hitl.-Str. 155), den 2. Juli 1941 X________________________________________02227/ llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllIIIIIIIMIlllllllllilliiiiiDiiiiiiiiiiiiiiiiilillifV Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! «IllllllllllllllllllllllUllllllllllllliUlllllIlillllllllUlllllllllllllllSIIIIIIIlIllUlUl M.157 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag.^.ZulityR Aus dem Reiche der Frau. Elsen kalt. E r d b e e r b o w l e : 250 Gramm Erdbeeren, -möglichst Walderdbeeren, 50 bis,60 Gramm Zucker, 1 Flasche Apfelsüßmost evtl, auch eine Flasche Rha- verbünde^ elastisch Der Name ist^4*Jfl-plost. Bitte genau beachtenl ^dbee^Uiabawefc Hcmsgpiagt es barbermost. Die gesäuberten Erdbeeren werden in einem Steingutgefäß mit dem Zucker und 1 Flasche Süßmost vermischt und einige Stunden kalt gestellt. Kurz vor dem Anrichten wird der übrige Süßmost dazugegeben und je nach Geschmack 1 Flasche Selters nachgefüllt. Quark Pfannkuchen: 500 Gramm Quark, 500 Gramm Mehl, Zucker, 1 Ei, 1 bis IV2 Päckchen Backpulver, etwas abgeriebene Zitronenschale, Fett. — Alle Zutaten werden zu einem glatten Teig verarbeitet und in der Pfanne gebacken. als langweilig anzusehen, auch hier ist die Entwicklung in ständigem Fluß und jeder Tag bringt neue Anregungen Man braucht z. B. nur die Hefe einmal heranzuziehen, um die ernährungsphysiologische Beurteilung einzelner Nahrungsmittel in ihrer grundsätzlichen Wandlung kennenzulernen Die Hefe, das kultivierte Nebenprodukt der Brauereien und Brennereien, galt bislang im wesentlichen als Triebmittel, dem man einen selbständigen biologischen Wert nicht zusprach. Mit dieser Auffassung haben die Ernährungswissenschaftler aufgeräumt. Heute weiß man, datz Hefe bis zu 50 v H. eines biologisch hochwertigen und leichtverdaulichen Eiweißes enthält. Aber das macht nicht allein den Wert der Hefe aus. Bedeutungsvoll sind vor allem ihre mineralischen Bestandteile und der Reichtum an Btta- min-en Die Hefe verfügt in verhältnismäßig hohem Maße üher die das Wachstum und den Kohlehydratumsatz fördernden Vitamine der L-Gruppe und über das antirachitische Vitamin D. Nun ist es natürlich nicht damit getan, Hefe ausschließlich in der bisherigen Form zu gebrauchen und Hefegebäck herzustellen. Hole ist vielmehr dann am wertvollsten, wenn sie als Z u s a tz s u b st a n z zu den gewöhnlichen Speisen genommen wird. Diese Beigabe ist in vielerlei Form möglich. Nahezu jede Einbrenne, die i)U Tunken, Suppen, Gemüse oder Eintopfgerichten hergestellt wird, kann durch Hefezusatz verbessert werden. Auch Fleisch- und Mehlspeisen lassen sich durch Hefe verbessern. Diese Erweiterung der Wertigkeit der Speisen wird die Hausfrau auch insofern begrüßen, als die Hefezugabe die Speisen geschmacklich verbessert. Dabei steht Hefe nicht wie die anderen wichtigen Vitaminträger, also Frischgemüse, Obst und dergl. nur zeitbedingt zur Verfügung, sondern kann während des ganzen Jahres gekauft werden. Für die Vitaminisierung der Speisen ist der Hausfrau mit der Hefe eine wertvolle Hilfe gegeben, die in Zukunft in allen Haushaltungen mehr beachtet werden sollte. Heute haben wir 3m eL ge ft reifte Sommerkleider — das eine, mit breiten, das andere mit schmalen Falten — aus Leinen und aus Seide skizziert. — Aus b r e i t g e st r e i f t e m Leinen in weißgelb ist das sportliche Kleid links mit dem einseitig in breite Falten gelegten $ücL — Im hochgeführten M i e d e r t e i l ist die überflüssige Weite rundherum durch feine Ausnäher abgenommen, das Blusenteil mit dem flotten Herrenhemdkragen ist quergestreift und wird durch Perlmutterknöpfe geschlossen. Die halblangen Aermel sind längs gestreift und haben schmale Bündchen, die wie der Gürtel aus dem Rezepte. Göttertrank: Man quirlt Buttermilch und Dickmilch zu gleichen Teilen zusammen, gibt sein- geriebenes Vollkornbrot darunter, süßt mit Zucker und Vanillezucker und stellt den Trunk bis zum Das Kind lernt sparen. Mehr denn je ist es heute im Kriege notwendig, daß das Kind von klein an zum Sparen angehalten wird. Dies kann vom zweiten Jahre an oe-- reits aus die verschiedenste Art geschehen. Am wichtigsten aber ist wohl der Umgang mit dem Gelds, den das Kind von jüngster Jugend an zu lernen hat. Es muß das Kind Achtung vor. dem Gelds haben. Dazu ist es unerläßlich, daß die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Keinesfalls dürfen sie Geld frei Herumliegen lassen. E^ sei stets in einer Geldtasche, welche unerreichbar für Kinderhände zu sein hat Es ist ein Fehler, Kindern Geld zum Spielen zu geben; weder einzelnes Geld, noch eine Geldtasche sind ein Spielzeug, mögen die klingenden Münzen auch noch so verlockend klimpern. Vor Geld aber hat das Kind Achtung zu haben, ltebri- gens ist es höchst ungesund, Kinder mit dem Gelds spielen zu lassen, das durch viele Hände — durch schmutzige und kranke — ging. Jedoch eine kleine Sparkasse ist immer gut. Auch das kleinste Kind wird gern ein klingendes Geldstück auf deren Grund fallen lassen. Hat das Kind so viel Verstand, daß man es unbeschadet zum Einkäufen schicken kann, so soll es ruhig geschehen. Man gebe ihm, eine eigene Geld- - lasche mit. In bloßer Hand gehalten, verliert das Kind leicht Geld, und des entstehen Verdruß und Verlust. Kleine Kinder erhalten am besten abgezähltes Geld, so daß sie beim Kaufmann nur ihre Habe auszuschütten brauchen. Langt aber die ABC.-Schützenweisheit bereits zu einer Abrechnung, so verlange man sie unbedingt! Auf Heller urld Pfennig muß das Verrechnete stimmen! Im übrigen ist es förderlich, Kinder einkaufen zu schicken, weil sie Sinn und Wert des Geldes kennenleruem Selbst„verdientes" Geld — beispielsweise für Wege oder ein gutes Zeugnis, das die Verwandten und Bekannten schenkten — lasse man keinesfalls zur freien Verfügung in des Kindes Hand. Es beginnt onft, das Geld für Nichtigkeiten zu vergeuden. Zu, diesem Zwecke ist die Sparkasse da, in die jedes Kind gern Geld gibt,> wenn es weiß, daß von dem Erlös eines Tages Vater oder Mutter zu Weihnachten eine Freude gemacht werden soll! Wenn es sich ermöglichen läßt, dann gebe man größeren Kindern für ihre laufenden Schulanschaffungen wie Hefte, Federn, Löschblätter eine runde Summe, die eher zu klein als zu groß sein soll. Damit muß das Kind selbst wirtschaften. Ist die Summe knapp bemessen, erfordert es Ueberlegung und Einteilung, um damit auszureichen, kurzum, das Kind lernt wirtschaften. Man versäume aber nie, sich auch.über diese Ausgaben eine Verrechnung geben zu lassen, die wiederum genau stimmen muß. 'Jedoch nicht nur das Geld allein ist es, woran das Kind sparen lernen soll. Man kann .auch bereits dem Zweijährigen beibringen, daß es mit Lebensmitteln vorsichtig und sparsam umzugehen hat! Viele Kleinkinder haben die Unsitte an sich, an einem Stück Semmel oder Brot herumzukauen und — sobald sie das Knabbern satt haben — den Rest dann achtlos wegzuwerfen. Ein regelmäßiger kleiner Klaps auf die Kinderhändchen wird sie belehren, daß das unzulässig ist, daß Reste nicht verkommen dürfen. Groschengrab, der Vielfraß und unersättliche Verbündete Albions, findet darin eilte ebenso gesuchte Beute wie in Resten, die von Kin- dertellern nicht aufgegessen wurden. Und genau sc» wie das Aufefsen und Nichtwegwerfen von Kuchen- und Brotresten kann das Kleinkind auch langsam lernen, daß es mit seinem Spielzeug einigermaßen vorsichtig umzugehen hat. Es gehört nur ein gleichmäßiges Äufmerksammachen durch die Erzieher dazu. Größere Kinder lernen, daß sie durch Sauberhalten ihrer Kleidung der Mutter Arbeit und Seife sparen. Läßt man hie und da kleinere Schulpflichtige eigenhändig einen Knopf annähen, ein Loch stopfen, das sie selbst rissen, so merken sie sich das und werden vorsichtig umgehen! Es müssen gar nicht immer Mädels sein, die zu solchen Ausbesserungen herbeigezogen werden. Auch einem Jungen schadet es gar nichts, wenn er sich einen Knopf selbst annähen kann! Bei den Soldaten muß er es ja doch mal lernen, und wenn er in die HI. ein tritt, hat er seinen Kameraden in der Stopfkunst dann schon etwas voraus. gelben oder dem weißen Kleidmaterial gearbeitet sind.« Aus feiner Seide in unterbrochenem Streifenmuster (oliv-altrosa-elfenbein) ist das Nachmittagskleid recht gearbeitet. Sein Nock ist genau nach dem Streifen in feine Fältchen gebügelt, die in Hüfthöhe von links zu einem Sattel zpsammengehalten werden. Die weiten, durch ein schmales Bündchen gefaßten Aermel sind ebenfalls (auf der Oberseite) in Fältchen gebügelt. — Das Blusenteil ist g I a 11 gehalten und wird durch kleine Stoffknüpfchen geschlossen. — Ausputz sind eine Kette aus rosa Perlen und ein gebundenes, olivgrünes Samtband. H. verarbeitet. Natürlich berücksichtigen mir die Menge an Zucker, die schon zugesetzt worden war. Erdbeeren gelieren schlecht, weil sie weder genügend Pektin, noch die zum Geliervorgang notwendige Säure Haden, so daß wir oft eine Hilfe zum Gelieren anwenden müssen. Reichlich Pektin und die erforderliche Säure weisen aber unreife Stachelbeeren auf, so daß wir sie uns als Gelierhilfe sowohl für Erdbeeren als auch für Kirschen und Himbeeren zurechtmachen. Nach dem Vorrichten geben wir sie durch die Fleischmaschine, kochen sie einige Minuten lang brausend auf, füllen die Masse in gesäuberte Flaschen und sterilisieren sie 10 Minuten lang bei 90 Grad. Am besten als Verschluß eignet sich wieder der Wattepfropfen, der aber so fest in der Flasche sitzen muß, daß man diese am Pfropfen in die Höhe heben kann. Von der Stachelbeermasse setzt man den schlecht- gelierenben Obstsorten nach Geschmack zu, man kann auch zur Hälfte Gelierhilfe und zur Hälfte Stachelbeermasse nehmen. Diese Marmelade erhält eine sehr angenehme Säuerlichkeit. Oie Hefe in der Ernährung. Nichts wäre falscher als die Auffassung, daß die speziell hausfrauliche Wissenschaft, also die Wissenschaft um die bestmögliche Zubereitung der Speisen, unter gleichbleibend feststehenden Gesetzen stünde. Ganz im Gegenteil, die ernährungswissenschaftlichen Forschungen der letzten Zeit haben auch in das Reich der Hausfrau, in die Küche, einen gewaltigen Umbruch gebracht. Man denke vor allem an die richtige Erkenntnis der einzelnen Aufbau- ftoffe der Nahrungsmittel, an die Erforschung ihrer verschiedenen Werte und an zahlreiche gelöste Probleme, die sich mit der Erhaltung der Nährwerte bei der verschiedenen küchenmäßigen Behandlung der Lebensrnittel befassen. Man falle also nicht in den Fehler, die Aufgabe der Küche und des Kochens Rund um die eingemachte Erdbeere Als erste reife Frucht des Jahres wird die Erdbeere von der Hausfrau mit ganz besonderer Freude begrüßt und mit Vorliebe eingemacht. Aber sie ist eine empfindliche Dame, die mit größter Liebe und Vorsicht behandelt sein will. Mit einigen Kniffen wird es uns aber gelingen, sie auch im Einmachglas prall und voll, schön rot und ansehnlich zu erhalten. Im eigenen (Barten pflücken wir die Erd- b ec-re gleich morgens in der taufrischen Kühle, denn dann hält sie sich besser als in der Mittagshitze 'geerntet. Schon das Waschen soll vorsichtig geschehen, obwohl es auch wieder gründlich sein muh, damit kein Sand im Eingemachten zu finden ist. Wir schütten die Gröberen in ein großes Sieb und ziehen dieses durch frisches Wasser, das sich in einem großen Gefäß befindet. Die Beeren werden ganz sauber, ohne beschädigt ober gebrückt zu werben, ber Sanb fällt burch bas Sieb in bas Wasser unb wirb so entfernt. Um bie Erbbeeren richtig vorzuberei- ten, schneidet man alle schlechten Stellen aus unb knipst fobann ben Kelch vorsichtig zwischen ben Nägeln bes Daumens unb bes Zeigefingers berart av, baß ber Fruchtboben in ber Beere bleibt. Wirb dieser herausgezogest, fällt nämlich die Erdbeere beim Einmachen zusammen unb wirb unansehnlich. Ja, und trotzbem verlieren bie eingemachten Erbbeeren so leicht bie schöne rote Farbe unb fallen zusammen. Was tun? Wir legen sie über Nacht in Zucker unb etwas Salz ein. Auf je 5 kg schöne feste unb bunteirote Erbbeeren rechnen wir 1,5 kg Zucker unb 10 g feines Salz. Der Zucker wirb zuerst mit bem Salz gemischt unb bann mit ben Beeren, bie fobann an r^cht kühlem Ost über Nacht stehenbleiben. Am anberen Tag füllen wir sie in bie vorgerichteten Gläser, verteilen ben Saft gleichmäßig, geben noch bie erforberliche Menge von vorschriftsmäßig hergestelltem Zuckerwasser hinzu, verschließen bie Gläser unb sterilisieren 20 Minuten lang bei 75 Grab. Um zu verhinbern, baß ssch bie Erbbeeren oben im Glase ansammeln unb vielleicht nicht vom Safte bebertt finb, kann man auch vor dem Schließen bes Glases ein kleines Porzellan- ober Steinguttellerchen auf bie Früchte legen. Wenn vorhanben, nehme man auch etwas rötest Einmache- zucker, weil burch diesen Früchte unb Saft tiefrot gefärbt werben. Gute, aber weniger ansehnliche Früchte verarbeiten wir zu Marmelabe ober Saft Man kann aber auch leicht beibes gewinnen. Die vorgerichteten Erbbeeren werben am besten mit ben Hänben zerbrückt, um sie möglichst nicht mit bem Metall ber Maschine in Berührung zu bringen, unb mit b?m halben Gewicht an feinem Zucker vermengt. Man schichte die Masse am besten in große Steinguttöpfe unb stampft sie ab unb zu mit ber Einmache-Holzkelle (bie also zu keinem anberen Zwecke genommen wirb'), so baß sich reichlich Saft bilbet Äm anberen Tag. nimmt man vorsichtig soviel Saft oben ab, baß bie Beeren noch schön saftig bleiben. Den Saft sterilisieren wir wie üblich 10 Minuten lang bei ungefähr 90 Grab unb bie Beerenrnasie wirb zur Marmelabe weiter- Behagliche Tafelrunde. Essen ist mehr als eine rein materielle Tätigkeit. Nicht umsonst gehört zu anregenb ab gestimmter Geselligkeit bie Tafelrunde, bie sich um einfache oder reiche Schüsseln versanrrnelt Wenn wir dies wissen, wenn wir nicht mehr bas Essen als eine zwar notwendige aber unter- georbnete Tätigkeit ansehen, bann werben wir mit ganz anderem Berstänbnis die Mahlzeiten in unserem einen Heim gestalten. Wir werden beobachten, wie unsere Angehörigen, angestrengt und müde vom Beruf, nicht immer bester Laune, sich zur Mahlzeit setzen, wie sie dann am hübsch gedeckten Tisch, die Welt im Rücken lassend, gleichsam einen Ring für sich bilden und in diesem Ring zur Ruhe kommen. In den Händen der Hausfrau liegt es, die Stimmung aufzubrinqen, welche die Gemüter entspannt und erheitert. Ihre Klagen über Haushaltssorgen und die schlechte Klassenarbeit vom Fritz wird sie auf später verlegen. Sollte es gar nichts Angenehmes geben, was zu berichten wäre? Es mag allerdings vom persönlichen Temperament abhängen, solche Annehmlichkeiten zu finden. Muß das Mittagessen aus Mangel an Zeit kurz gehalten werden, so bietet vielleicht der Nachmittagskaffee ober bas Abendessen Gelegenheit zu einer gemütlichen Tafelrunde. Die zeitgemäße Gestaltung dieser einzelnen Mahlzeiten muß von Fall zu Fall von der Hausfrau entschieden werden. Klug ist sie auch, wenn sie dem Frühstück seine volle Bedeutung zukommen läßt. Steht schon diese erste Mahlzeit unter dem Zeichen der Hetze, so ist ber ganze Arbeitstag ungeschickt eingeleitet, unb sowohl Arbeit als Gemüt leiden darunter. Sind Hausherr unb Kinder nicht durch Reben von bem Sinne einer behaglichen halben Stunbe am Frühstückstisch zu überzeugen, so beweise es bie Hausfrau burch ein praktisches Beispiel. Es genügt, einmal abends bie Uhren eine halbe Stunde vorzustellen. Sind bann die langschläfrigen Familienmitglieder in aller Hast um ben Frühstückstisch versammelt, so braucht bie Hausfrau nur zu erklären: „Nur keine Ette, ihr habt noch.eine halbe Stunde Zeit, denn ..." Unb mancher Mann wirb an biefer halben Stunde soviel Erholung finden, daß er den neuen Brauch gern ein führt. Unb nicht nur ber guten Stimmung wegen sollten wir Wert auf Behagen beim Essen legen, es ist auch bekömmlicher, in Ruhe unb heiteren Gemüts bie Speisen zu sich zu nehmen, als in Hast ob^r schlechter Laune. Aerger verdirbt ben Appetit. as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Hansaplast ist quer-elastisch, d. h. seih KieiKR wärts dehnbar. Das ist das Besondere ar» g Z» diesem praktischen Schnellverband. Er folg! jeder Bewegung, zerrt und behindert nichb Die deutsche Ostfront in der neuen Wochenschau — Licht- Wandervorschläge für den Sonntag bildliche Ordnung. Das Gesamtbild der Wochenschau beherrscht bies- Gießen — Atter Steinbacher Weg — Aernewald — Ganseburg — Gießen. Diese besonders für heiße Tage empfehlenswerte Waldwanderung beginnen wir hinter dem Alten Friedhof und benutzen hierzu die blaue Punktmarkierung. Wir gehen den Alten Steinbacher Weg entlang, überschreiten später'in der Nähe des Forsthauses Hochwart die Licher Straße und gelangen alsbald in den Fernewald, ein durch seine Stille und Waldeinsamkeit beliebter Distrikt. Auf lauschigen Pfaden, die nach Laubach führenden gelben Striche kreuzend, kommen wir nach geraumer Zeit bei der Ganseburg auf die Grünberger Straße, wo wir die Zeichen, die nach Großen-Buseck führen, verlassen, um uns auf der Ganseburg eine Erholung zu gönnen. In der Nähe des Anwesens sehen wir in der Ferne die Höhen des Vogelsbergs. Wir wandern nun die hübsche Waldstraße nach Gießen zurück, kommen an zwei Wasserbehältern vorbei und genießen bei dem letzten einen überraschend schönen Blick über das Lahntal nach unseren Nachbarburg^n und dem Dünsberg. Wanderzeit 47i Stunden. Angestelltenversicherung und Handwerkerversorgung Zur Tlachentrichtung von Beiträgen. Gesunde Lugend seht sich durch Oer llsa-Zilm »Jungens"' im Gloria-palast. Tageskalender für Freitag. Gloriä-Palast, Seltersweg: „Jungens", spielhaus, Bahnhofstraße: „Maria Ilona". Die Vorschrift des § 10 des Handwerkerverfor- gungsgefetzes gibt den Handwerkern die Möglich- feit, für Die Zeit, in der sie selbständig gewesen sind, frühestens aber für die Zeit feit dem 1.1.1924, Beiträge zur Angestelltenversicherung nachzuentrichten. Besonders wichtig ist das für die Handwerker, die am 1. 1.1939, dem Tag des Inkrafttretens des Handwerkerversopffungsgefetzes, zwischen 50 und 60 Jahre alt waren und die entgegen den Vorschriften des Angestelltenversicherungsgcsetzcs an- mrftelltenverficherungspflichtig sind. Sofern sich diese Handwerker nicht durch einen Lebensverficherungs- vertrag von der Angeftelltenversicherung befreiten, müssen sie Angestelltenversicherungsbeiträge entsprechend der Höhe des Einkommens entrichten. Die Wartezeit für die Zahlung der Rente wegen Be- rufsnnfähigkeit beträgt 60 Beitragsmonate, die Wartezeit für das Altersruhegeld ISO. Beitrags- monate Der angestelltenverficderungs-pslichtige Handwerker zwischen 50 und 60 Jay re n muß daher erst 15 Jahre lang regelmäßig jeden Monat seine Beitragsmarken kleben, um in den Genuß des Altersruhegeldes zu kommen bzw. 5 Jahre, um eine Rente megeii Berufsunfähigkeit zu erhalten. Wenn er am 1. 1. 1939 kurz vor der Vollendung feines 60. Lebensjahres stand, so müßte er danach bis über fein 70. Lebensjahr hinaus Beiträge leisten, um die Wartezeit für das Altersruhegeld zu erfüllen. Aber auch für die jüngeren Handwerker, die ihre Altersversorgungspflicht durch Kleben von Ange- ftelltenverficherungsmarken erfüllen, ist dieses Recht der Nachentrichtung von Beiträgen von wesentlicher Bedeutung. Durch die Nachentrichtung verlegt der Handwerker die Wirkung des Gesetzes für sich um Jahre zurück. Er kann, sofern er die Beiträge für 15 Jahre nachentrichtet, mit einem Schlag die Wartezeit für das Altersruhegeld und für die Bemal der Panzer. Wir erleben mehrere Male etwas von der Wucht des deutschen Angriffs, der von den Panzern vorgetragen und von der Infanterie vollständig gemacht wird. Erschütternd ist auch in diesen Landstrichen der begeisterte Empfang, den die Bevölkerung der von den Sowjets unterdrückten Länder den deutschen Soldaten bereitet. Finnen und Litauer jubeln ihnen zu, helfen ihm auf den grundlosen Wegen, werfen ihm Ge- chenke zu. Alles atmet aus. Wenn im Finale Großangriffe der deutschen Luftwaffe auf Rückzugsstraßen und Truppen- ansammlungen des Gegners uns von der Totalität des deutschen Angriffs gegen die bolfchewistifche Gefahr überzeugen, dann wird die Ansicht, daß die Sowjets im Großdeutschen Reich ihren Gegner und Meister gefunden haben, zur Gewißheit, H. H. G. russunsähigkeit erfüllen. Ihm ist es ferner möglich, durch die Nachentrichtung die Anwartschaft aus einer früheren Zugehörigkeit zur Angestellten- oder Invalidenversicherung wieder hdrzustellen und dadurch über den Weg der Halbdeckung die früher geleisteten Beiträge in der Lehrlings- und Gesellenzeit für die spätere Rente nutzbar zu machen. Die Höhe der Mindestbeiträge für die Nachentrichtung richtet sich danach, ob der Handwerker voll oder halb seine Beiträge zur Angeftelltenversicherung leistet. Hat er sich voll bei der Angeftelltenversicherung versichert, so hat er für die Nachentrichtung Mindestbeiträge der Klasse C (monatlich 8 RM.) zu zahlen, hat er sich halbversichert, so muß er den Beitrag der Klasse B (monatlich 4 RM.) für die Nachentrichtung zahlen. Die Zeit für die Nachentrichtung kann er selbst bestimmen, sie darf nur 15 Jahre vor Beginn des Inkrafttretens des Handwerkerver- sorgungsgesetzes nicht überschreiten, und es muß eine Zeit sein, in der der Handwerker selbständig gewesen ist. Er kann die Nachentrichtung auch in mehreren Raten vornehmen. Das Recht, Beiträge für die Zeit bis zum 1. 1. 1924, in der der Handwerker selbständig gewesen ist. nachzuentrichten, chat jeder Handwerker und jede Handwerkerin. Es erlischt, wenn der Handwerker berufsunfähig wird, das 60. Lebensjahr vollendet oder stirbt. Das Recht der Nachentrichtung erlischt ferner in jedem Falle bei Ablauf dieses Jahres am 31. 12. 1941. Wer cs finanziell ermöglichen kann, sollte von diesem Recht der Nachentrichtung bis zum 31. 12. 1941 Gebrauch machen, um dadurch schnell die Wartezeit zu erfüllen und um erloschene frühere Anwartschaften mieber' aufleben zu lassen, sowie um die Rente aus der Angestelltenoersicherung zu erhöhen, denn für jeden geleisteten Monatsbeitrag erhält der Handwerker außer dem Grundbeitrug werden. Dagegen steht die eiserne Disziplin des deutschen Soldaten. Kein Fluß, kein Graben, fein Bunker und keine feindliche Panzerphalanr können ihn aufhalten. Ob auf dem Vormarsch auf K o w n o und Dünaburg, im Raum um Bialystok, in Grodno oder B r e st-L i t o w s k, überall herrscht der gleiche Angriffsgeist und dieselbe vor- Sr. Ley im Gau Hessen-Nassau. NSG. Am Donnerstag stattete Reichsorganisationsleiter Dr. Ley anläßlich feines Aufenthaltes im Gau Hessen-Nassau in Begleitung von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger der Firma Al- frei) Teves, Maschinen- und Armaturensabrik G. m. b. H. in Frankfurt a. M. einen Besuch ab. Dr. Ley wurde von der Gefolgschaft der Firma herzlich begrüßt. Sein besonderes Interesse galt vor allem dem neuen Dolkskühlschrank, mit dessen Entwicklung das Unternehmen beschäftigt ist Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen + Grünberg, 3. Juli. Am Donnerstag fand mit einer kleinen Feier die Uebernahme der K l e i n- kinderfchule durch die NS.-Volkswohlfahrt statt. Bürgermeister König gab einen Ueberblick über die Entwicklung der seitherigen Anstalt und dankte der letzten Diakonissenschwester Berta F i e b i g für ihre treue Arbeit. Ein Vertreter der Kreisleitung der NSV. Gießen dankte dem Bürgermeister für die Uebergabe der Schule an die NSV. und die dadurch ermöglichte Einrichtung eines NSV. - Kindergartens, deren der Kreis Wetterau bis jetzt etwa 50 aufweist. Er bat die Mütter, chre Kinder nun in derselben Weise in den Kindergarten zu seiner neuen Leiterin ,Zante Ursula" zu schicken wie seither zur Kleinkinderschule, damit schon die Kleinen im Sinne des Führers erzogen würden. Weitere Ansprachen hielten noch Ortsgruppenleiter Schütz und NSV.-Amtsleitev Mantel. Erste Kindergärtnerin ist Fräulein Ursula Hennig (Gießen), der als Helferin Fräulein Brunhilds Engel (Grünberg) zur Seite steht. Don Interesse ist bei dieser Gelegenheit ein kurzer geschichtlicher Ueberblick über die seitherige Kleinkm- derschule. Gegründet wurde sie im Jahre 1877. Die ersten zehn Jahre war sie meist im Hospital untergebracht, und erst im Oktober 1887 konnte sie ein eigenes Heim in der Frankfurter Straße beziehen. Die Kosten für das Gebäude — 8000 RM. — wurden djtrch Sammlungen, Stiftungen, eine Verlosung und Darlehen aufgebracht. Im Jahre 1894 übernahm der Armenfonds das Haus mit der noch darauf ruhenden Schuldsumme von 1700 RM., 1899 übernahm er auch die ganze Unterhaltung. Das 30jährige Jubiläum wurde 1907 durch eine größere Veranstaltung in der Turnhalle gefeiert, 1912 erhielt die Schule den Namen „Henriettenstift" zum Andenken an die Frau des Dekans Pullmann, die sich um die Entwicklung der Schule große Verdienste erworben hatte und aus deren Nachlaß ein größerer Betrag zum Bau des Hauses gestiftet worden war. Zuletzt wurde das 60jährige Bestehen im Jahre 1937 begangen. Die Schwestern, die an der Schule wirkten, kamen vom Diakonissenhaus Nonnenweier (Baden). Von 1877 bis 1901 wirkte Schwester Charlotte Kuhn, ihr folgte bis 1933 Schwester Babette Kisienberth, dann kam bis Ostern 1937 Schwester Marie Knobloch unb- von da bis jetzt war Schwester Berta Fiebig an der Schule tätig. ■ # Garbenteich, 2. Juli. Der Kaninchenzuchtverein hielt am Sonntag in der Wirtschaft Lang eine Jungtierschau her diesjährigen Zucht ab. Dem als Preisrichter bekannten Züchter H. D i e t r i ch aus Klein-Karben wurde hervorragendes Tiermaterial vorgestellt. Der Verein, der nur noch die vom Reichsnährstand anerkannten Wirtschaftsrassen züchtet, hatte die Schon sehr gut beschickt und konnte einen sehr guten Bestich verzeichnen. Die Ausstellungsleitung, die in den Händen von Karl Stumpf lag, hatte gute Werbearbeit geleistet. * Inheiden, 2. Juli. Der Kaninchen- zuchtverein Hungen veranstaltete in Inheiden eine Werbeschau von Jungtieren der anerkannten Wirtschaftsrassen mit einer Prämiierung. Das dem Preisrichter Josef W i ß n e r (Neu-Isenburg) vorgestellte Zuchtmaterial hat alle Erwartungen übertroffen. Der Verein züchtet hauptsächlich nur die Rassen Angora, Weiße Wiener und Klein- Chinchilla. Viele Tiere konnten mit hohen Auszeichnungen bewertet werden, ein Beweis für die vorbildliche Arbeit im Verein. Die Leitung der Ausstellung hatte Fritz Ledermann (Hungen). Auch Kaufgeschäfte mit Knegsaefangenen sind strafbar. LPD. Marburg, 3. Juli. Wec^n Uebertre- hmg bzw Nichtbeachtung der gesetzlichen Verordnung betreffend den Verkehr mit Krisgsaefange- nen hatten sich vor dem Amtsgericht zwei Frauen, ein jugendlicher Bursche unb ein hinges Mädchen, letzteres auch noch wegen Unterschlagung, zu per« antworten. Qie Angeklagten, die in der Schwalm- gcqenb wohnen, wurden beschuldigt, von Kriegs« gefangenen Wollsachen, die diese sich aus ihrer Hei- wat hatten schicken lassen, gekauft zu haben. Als Vermittlerin kam das junge Mädchen in Frage, dem auch zur Last gelegt wurde, den Erlös der verkauften Sachen, etwa 33 RM., dem Eigentümer nicht abgeliefert zu haben. Nach eingehender Beweisaufnahme erkannte das Gericht gegen die beiden Frauen auf je drei Wochen Gefänanis. ge- gen das junae Mädchen auf einen Monat Gefäng- ni5, während der Bursche wegen Minderjährig, keit mit einem Wochenendkarzer davonkam. Die Angeklagten hatten sich damit herauszureden versucht, daß ihnen die in Fraae kommenden Verbots nicht bekannt gewesen seien, denn Zeitungen kämen ihnen nicht zu Gesicht. Im Strafantrag sowohl wie auch bei der Urteilsbegründung mürbe in ausführlicher Weile auf das in hohem Grad-e mürb-Me *unb das Vaterland schädigende Verhalten der An- geklagten hingewiesen. Grobe Holzdiebstahle auf dem Westerwald ßpi>. Rennerod (öcfterroalb), 2. Juli. Seit emtger Zeit wurden im Walde bei Seck Diebstähle ausgeführt die zuletzt recht große Ausmaße ange- nommen haben. Einer der Diebs machte diese „dunklen Geschäfte" gleich im großen. Er brachte Holz, das für die. Papierindustrie zubereitet war, in die Limburger Gegend unb vertauschte es dort gegen Stroh. Zum Transport mürbe ein ßaftfrafb tragen benutzt. Damit aber nicht genug. Auch dicke etamme wurden verladen und in ein Sägewerk gebracht, um sie zu Brettern derarbeiten zu lasten. Wenbarmerie und Forstbehörde kamen den Dingen a uf öie ©pur und es gelang ihnen, einen Teil des Stebesflutcs Me^uMen. Die Täter sehen jetzt ihrer Aburteilung entgegen. Goldatenvezüge, die steuerfrei sind. Zur Beseitigung von Unklarheiten über die steuerliche Behandlung von Bezügen unserer Soldaten weist das Oberkommando der Wehrmacht darauf hin, daß die nach dem Einsatz-Wehrmachtgebühr- nisgesetz zuständigen Gebührnisse steuerfrei sind. Hierzu gehören: der Wehrsold, die freie Verpflegung einschließlich Geldabfindung für Verpflegung, freie Unterkunft, freie Bekleidung, Bekleidungsentschädi- gung, Einkleidungsbeihilfe, Ausrüstungsbeihilfe, freie Heilfürsorge und alle Zulagen, soweit sie bisher steuerfrei waren, einschließlich der Frontzulage und dex Fliegerzulage. Die Gebührnisse von Angehörigen des Friebensstanbes, die Gehaltsempfänger find, und des Beurlaubtenstandes, die als Festbesoldete des öffentlichen Dienstes Friedensgebüyrniffs nach § 3 Abf. 1 des genannten Gesetzes oder Kriegsbesoldung erholten, unterliegen nur in der nach Abzug des Ausgleichsbetrages oerbleibenben Höhe der Besteuerung. Nach dem für die Abgabe der Einkommensteuererklärung vorgeschriebenen Muster hat der Steuerpflichtige bei den Einkünften aus nicht selbständiger Arbeit die Roheinnahmen ohne jeden Abzug anzugeben. Im Einvernehmen mit dem Reichs- sinanzminister weist das Oberkommando der Wehrmacht darauf hin, daß zu den Roheinnahmen in diesem Sinne nicht die erwähnten steuerfreien Gebührnisse unb der erwähnte Ausgleichsbetrag gehören. Bezieher von Aufwandsentschädigungen, z. B. Ministerialzulage, müssen die Hohe der Aufwandsentschädigung an der dafür vorgesehenen Stelle des Musters der Einkommensteuererklärung besonders angeben. Welchen 3ufl kann ich benutzen? Die Reichsbahn ist mit Rücksicht auf die großen Aufgaben des Güterverkehrs insbesondere der Kriegswirtschaft, nicht in der Lage, der Oeffentlich- keit wie im Frieden besondere Züge zur Erleichterung des Ferienverkehrs anzudieten. Die Reisenden müssen sich also mit dem eingeschränkten Reisezugfahrplan abfinden. Während des Spitzenverkehrs zum Ferienbeginn werden wiederum nach näherer Bekanntgabe der Reichsbahndirektion Zulassungskarten fiir bestimmte Tage, Bahnhöfe und Züge angegeben. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Besetzung der Züge verschieden stark ist. Im Interesse der Reisenden liegt es, die Uebersüllung einzelner Züge zu vermeiden, solange in anderen Zügen vielleicht noch Platz vorhanden ist. Deshalb werden die Reisenden dringend gebeten, vor Antritt der Reise, spätestens beim Lösen einer Zulassungskarte, sich bei den Fahrkartenausgaben oder Reisebüros zu. erkundigen, welcher von den Zügen nach dem gewünschten Ziele am besten für sie geeignet ist. Hollandfahrt der HI.-Gpielschar. In der Zeit vom 7. bis 19.7. führt die Spiel- schar des HJ.'Gebietes unb des DDM.-Obergaues Hessen-Nassau unter Leitung des Leiters der Hauptabteilung III, Bannführer Dr. Bösken, eine Fahrt nach Holland durch, um durch chre Darbietungen den Soldaten einen Gruß der Heimt zu bringen. Laienspiel, Chöre, Lieder und Orchester werden eine schöne und abwechslungsreiche Dor- tragsfolge sichern. 3nnuna für baü Londmaschinen-Handwerk. Die Handwerkskammer in Darmstadt hat mit Wirkung vorn 1. Juli für das Landmaschinen-Hand- werk in Hosten zwei Innungen gebildet. Die Innung mit dorn Sitz in Gießen umfaßt das in den oberhessischen Kreisen ansässige Landmaschinen- Handwerk. Zum kommissarischen Obermeister der oberhessischen Innung wurde Schlossermeister Albert Braun in Windhausen (Kreis Alsfeld) bestellt. Die Idee zu diesem Film entstammt einem Roman von Horst K e r u 11, Oberbannsührer im Stade der Reichsjugendführung; Kerutt hat auch gemeinsam mit Otto Bernhard Wendler und dem Spielleiter R. A. (Stemmte das Drehbuch geschrieben. Der Stoff ist zeitnah, unmittelbar aus dem Lrben der Gegenwart genommen, wenn auch der Schauplatz reckt abseits liegt und nur den wenigsten aus eigener Anschauung bekannt sein dürfte: ein kleines Fischerdorf an der Kurischen Nehrung. Es ist ein armes Dorf, und es steht dort nicht alles zum Besten, bei den Erwachsenen nicht und bei der junaen Generation auch nicht. Aber eines Tages meldet sich ein junger Volksschullehrer und HI.- Führer freiwillig in die Einsamkeit da oben am Meer; er übernimmt die Schule, und alsbald weht ein neuer frischer Wind: er bekommt nicht nur die Jungens der Fischer in die Hand und macht aus ihnen, die schon ein wenig verwahrlost sind, eine ordentliche, brauchbare und fröhliche HJ.-Kamerad- schäft; er sieht auch, über seinen Schulbezirk hinaus, wo es in diesem Dorfe fehlt. Es ist da ein Wirt und Fischhändler in dem kleinen Nest, der sich durch äußerst fragwürdige Methoden eine gefährliche Machtstellung im Dorfe' geschaffen hat; er beutet die Fischer unter dem Schein des Rechtes skrupellos aus und betreibt außerdem das einträgliche „Geschäft" des Spritschmuggels. Ihm ist jedes Mittel recht, um im Trüben zu fischen, und einer der Jungens wird durch feine üblen Machenschaften in einen schweren Gewissenskonflikt gebracht. Aber die Jungens sind in der Hand iyres nichtigen Füh- Die unerschöpflichen Reserven, die Deutschland an Menschen und Kri^smaterial in diesem Kampf um die Neuordnung Europas zur Verfügung hat, kommen einem so recht erst zum Bewußtsein, wenn man den dokumentarischen Beweis für diese Tatsache durch die neue Deutsche Wochenschau (565) vor Augen geführt bekommt. Don Finnland bis Galizien in einer riesigen Ausbreitung marschieren unsere Truppen in endlosen Reihen vorwärts. Die Bilder belegen aufs eindringlichste auch die Flüssigkeit des deutschen Angriffs, der Seite an Seite mit den Dölkern vorgetragen wird, die die bolschewistisch« Gefahr für Europa erkannt haben. Besonders die Finnen nehmen begeisterten Anteil an diesem Kampfe; und wenn durch das Filmbild die Leiden in die Erinnerung gerufen werden, die dieses kleine, tapfere Volk durch den Angriff der an Zahl fast fünfzigfach überlegenen Sowjets in den Jahren 1939/40 zu erdulden hatte, dann hat der Europäer einen Vorgeschmack von der Gefahr, die das blitzschnelle Eingreifen des Führers gebannt hat. Unheimlich find die Gesichter, di« uns d« Bild- streifen von den gefangenen Sowjets ro leb ergeben. Selbst Zuchthäusler wurden befreit, um gegen die europäische Kultur losgelassen zu rers zu einer verschworenen Gemeinschaft her an- gewachsen; sie haben die Augen offen und packen zu, sie legen dem. schändlichen Burschen, der ihre Eltern tyrannisiert, das Handwerk und schaffen endlich klare und auch sozial geordnete Verhältnisse im Dorf. Der (Spielleiter R. A. Stemmte war offenbar gerade für eine solche Ausgabe der rechte Mann; er erkannte, wie dieser Film, der von den Dingen der jungen Generation handelt, angepackt und ge» dreht werden mußte: indem er nämlich die Jugend ihre eigene Sache vertreten und selber „spielen" ließ; der große Vorzug dabei war, daß die Jungens gar nicht zu spielen brauchten, sondern nur ganz natürlich das zu sein und zu tun, was sie „sonst" auch sind und tun. Sie wurden ausgewählt aus Schülern der Adolf-Hitler-Schillen in Sonthofen und waren mit Feuereifer bei der Sache, eine kleine, prächtige, namenlose Spiel gemein schäft. Sie bestimmen auch darstellerisch fast ausschließlich den Eindruck. Ihr jugendlicher Lehrer ist Albert Hehn, klar, offen, bestimmt, mit einem Wort ein pfundiger Kameradschaftsführer. Don der älteren Generation geben Eduard Wandray, der wurmstichige Gastwirt, Eduard W e n ck und Hilde Ses -- s a k markante Charakterstudien, Dom Regiestab sind ferner der Kameramann Robert B ab e rste und der bekannte Opernkomponist Werner Eg.k zu nennen, der die Musik schrieb. — Im Beiprogramm läuft mit vielen aktuellen Bildern di« aroße neue Wochenschau, die schon gesondert besprochen wurde. Hans Thyriot. Jteienfeen — Scenbadjfal — Petershainer Hof — Götzen — Schotten. Wir benutzen zu dieser genußreichen Vogelsberg» Wanderung die Bahn über Mücke oder Hungen nach Freiensten und folgen von dort der blauen Dreiecksmarkierung, die uns durch das anmutige Seenbachtal an der reizvoll liegenden Schreinersmühle (Gaststätte) bis zum' Petershainer Hof bringt. In dem höher gelegenen Gebäude ist einfache Unterkunft. Hier verlassen wir das seitherige Wegezeichen und gehen weißen Dreiecken nach, die uns teilweise durch Wald zur Betzenroder Straße bringen, wo sich uns prächtige Blicke auf den Hohen Voaelsberg und in die Wetterau bis zum Taunus erschließen. Nachdem wir eine kurze Strecke auf der hochliegenden aussichtsreichen Straße gewandert sind, verlassen wir diese, steigen auf einem Wiesenpfad abwärts, erreichen, nachdem wir das Dörfchen Götzen durchschritten haben, die Staatsstraße, die eine hübsche Aussicht in das Niddatal bietet, und gelangen bald daraus nach unserem Endziel Schotten. Dauer der Wanderung 4Vi Stunden. Aus der Stadt Gießen. Oie ersten Pilze. Vielfach ist die irrige Ansicht verbreitet, daß die Pilzzeit erst im Hochsommer beginne. Das ist wohl hauptsächlich der Tatsache zuzuschreiben, daß die bekanntesten Sorten, wie Pfifferlinge, Champignons, Perlpilze und andere, die wegen ihres nicht selten massenhaften Vorkommens auch von nicht erfahrenen Sammlern leicht gefunden werden, sollen vor August oder September auftreten. Aber zahlreichen Axien begegnen wir, obschon ihre eigentliche Zeit meist etwas später beginnt, vereinzelt bereits von Juni ab. Zu ihnen zählt u. a. auch einer unserer besten Speisepilze: der Steinpilz. Zwar finbet man auch ihn in größeren Mengen und ohne .viel Zeitaufwand erst vom späten Sommer ad, aber wer seine Standorte kennt und regelmäßig obsucht, wird, wenn er Glück hat, möglicherweise selbst schon in den nächsten Wochen einige der stattlichen Pilze mit nach Hause nehmen können. Zu den frühen Arten gehören auch einige Boviste, die wenigstens jung gut schmecken. Man muß aber diese genießbaren Sorten, wie Flaschen-, Perl- und Eierboviste von dem giftigen dickschaligen und dem unbrauchbaren dünnschaligen Kartoffelbovist unterscheiden können. Bereits vom Frühjahr ab er- scheint, wie schon sein Name besagt, in Wiesen und Gebüschen der Maipilz, ein großer gelblicher Pilz, der trotz seines Wohlgeschmacks verl)ältnismäßig selten qefammelt zu werden scheint. Kaum aber widerfährt diese Nichtbeachtung verschieldenen allgemein bekannten Arten, die bereits im Frühsommer, wenn auch vorerst meist nur spärlich, zur Stell« sind: dem Butterpilz, dem Kuhpilz und der Ziegenlippe, um nur drei Vertreter der Röhrlingsfamilie zu nennen, deren vornehmstes Mitglied der Steinpilz ist. Es braucht eigentlid) nicht ausdrücklich gefordert zu werden, daß jeder angehende Pilzsucher, bevor er ans Sammeln geht, sich gründlich schulen läßt und sich vor allem eine genaue Kenntnis der giftigen Pilzsortisn aneignet. Es genügt nicht, nur die verschiedenen Knollenblätterpilze, den Satanspilz, den Fliegenpilz und etwa noch den Hexenpilz zu fermen, um nur einige der gefährlichsten zu nennen, denn es gibt ja außerdem noch zahlreiche andere, die nicht mit sich spaßen lassen. Aber ein erfahrener und zuverlässiger Pilzsucher und die fast in allen Städten eingerichteten Beratungsstellen für Pilzsammler (in Gießen der Universitäts-Garten- infpcEtor. i. R. Rehnelt, Heyerweg 18, am soa. Professoreneck) sind gern bereit, Interessenten auf- zuklären und in Zweifelsfällen gründlich zu belehren. Auch das vorn Reichsausschuß für Volkswirtschaftliche Aufkläruna in Verbindung mit der Reichsfrauenführung perau»gegebene Pilzheft leistet gute Dienste, denn es bringt außer der Pflanzen- veschreibung und guten Abbildungen gleichzeitig Diele Rezepte, die schmackhafte Pilzspeisen' entstehen lassen. einen Steigerungsbeitrag. Ein Kleben von Marken ist bei der Nachentrichtung nicht notwendig. Die Nachentrichtung erfolgt vielmehr durch die Ueber- weisung des Geldes an die Reichsversicherungsan. statt für Angestellte in Berlin.