und Deutschlands strategische Position auf Kreta ia< kam t fehl in Bagdad h daraus der Moldes Der- In Nordafrika geringe Arlillerieiätigkeil vor Tobruk. Der Feind warf bei Tage mit einzelnen Flugzeugen im Schuhe tiefliegender Wolken Bomben in Schleswig-Holstein, die nur unerheblichen Schaden anrichteten. Jäger schossen dabei zwei britische Kampfflugzeuge ab. In der letzten Nacht warf der Feind an verschiedenen Orten West- und Nord- deukschlands Brand- und Sprengbomben. Einzelne Flugzeuge drangen bis Berlin vor. Die Angriffe forderten geringe Verluste an Toten und Verletzten und verursachten Gebäudeschäden in Wohnvierteln. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden entstand nicht. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. Während der Kämpfe auf Kreta zeichnete sich eine Gebirgsjägerkompanie unter Führung von Oberleutnant Walter besonders aus. Die Kompanie ftietz in den Rücken des Feindes vor, nahm eine zur Sprengung vorbereitete Brücke und sicherte sie für die anfchliehenden Verfolgungskämpfe. issen jch usw., bei n, wem 1b M m mch 4 >ung M ! Spro»! atten gt* immlichö .bertus die H afenanlagen an der Tyne- Humber-Mündung bombardiert. Die Schlacht um Kreta ist zu Ende. Das ,/kühnste Unternehmen der Kriegsgeschichte" ist mit einem Siege, wie er schöner nicht gedacht werden kann, zum Abschluß gebracht worden. Wieder haben die verschiedenen Wehrmachtteile in vorbildlichem Zusammenarbeiten den Gegner- Überall geworfen, wo sie chn antrafen und in kurzer Zeit, kaum zehn Tage, aus einer Festung Englands eine Festung Deutschlands gemacht. In England, wo man bis.in die letzten Tage hinein immer noch den Mund recht voll nahm, hat die Tatsache der endgültigen Niederlage sehr ernüchternd gewirkt. Es werden aus der Insel Stimmen laut, die zeigen, daß man die Bedeutung des deutschen Sieges auf Kreta in ihrem ganzen Umfange zu ahnen beginnt. So spricht beispielsweise die „Time s" von einer „neuen Wendung zuungunsten Englands". Und der „DL.il y Heralb" meint kleinlaut, daß die Schisfsverluste, die man im Kampfe um Kreta erlitten habe, höchstwahrscheinlich vergeblich gewesen seien. Der klarste Beweis aber, daß der Eindruck von der englischen Niederlage aus Kreta in London ein außerordentlich starker gewesen ist, ist die Tatsache, daß es den Londoner Kriegshetzern, von Churchill angefangen bis zu seinen geschwätzigen Hilfsarbeitern herab, die Sprache vollständig verschlagen hat. Die amtlichen englischen Kreise sind völlig verstummt, und man darf diese Schweigsamkeit wohl dahin deuten, daß die Herren nicht wissen, wie sie dieses große Unglück den Engländern klar machen sollen, tf)ne es in seiner ganzen Bedeutung erkennen zu lassen. Natürlich wirb, wie bisher immer, auch diesmal in London eifrig nach Gründen und Sündenböcken für diese Niederlage geforscht. Diese Suche treibt die tollsten Blüten. Da taucht vor allem einmal wieder die berühmte Wettermeldung aus. Man will den Engländern klarmachen, daß die Sache auf Kreta eigentlich nur deshalb gescheitert sei, weil die englischen-Flieger ein so fürchterlich schlechtes Wetter aehabt hätten. Die Leute, die auf diese Weise die Mohrenwäsche für Churchill vornehmen wollen, übersehen bei dieser Argumentation lediglich, daß ja dann auch die deutschen Flieger dasselbe Wetter gehabt hätten un-d nach der englischen These auch zur Niederlage verurteilt gewesen seien, wenn sie nicht erheblich wetterfester gewesen wären als die Engländer. Diese Entschuldigung für die englischen Piloten ist also nichts anderes als eine — ungewollte — Anerkennung der deutschen Fliegerleistun- gen. Dann wieder erheben sich Stimmen in London, die den deutschen Erfolg darauf zurückführen, daß die Deutschen mit Gewalt vorgegangen seien. Diejenigen, die mit solchem Geschwätz die Niederlage Encstands entschuldigen wollen, haben doch im Ernst wohl selbst nicht geglaubt, daß die Deutschen mit Bonbons und Pralinen kommen würden, um die LnglMdßL und Wr LerLündstM VLU Krettr weZ- abzu^I n * | acht Wl Seröifr i o warte'! spart fii rhält |i$ m i l M a d f a i hat die neue Regierung gebildet; diese hat folgende Zusammensetzung: Ministerpräsident Djemil Madfai, Außenminister Al Zaoudat, Finanzminister und stellvertretender Justizminister Ibrahim' Kamal, Minister für öffentliche Arbeiten und Derkehr Djalal' Banan, Erziehungsminister Ruda Phabibi, Wirtschafts- und Sozialminister Nasrat Farisi, Innenminister Mustafa Omari. In Bagdad kam es zu Zusammenstößen zwischen Arabern und Juden, weil die Juden aus naheliegenden Gründen Sympathiekundgebungen für die englischen Eindringlinge veranstalteten. Oie britische Knute in Palästina. Rom, 3. Juni. (DNB.) Die Engländer gehen, wie aus Damaskus gemeldet wird, mit neuen Repressalien gegen die Bevölkerung von Palästina vor. Englische Pattouillen haben während der Nacht erneut zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Als in Nablus eine Araber-Abord- zulocken. Krieg ist nun einmal Krieg, und wenn man, wie die englischen Kriegstreiber, einen Krieg erklärt, dann muß man sich auch damit abfinden, daß er auch wie ein richtiger Krieg geführt wird. Eine dritte Kategorie von Verteidigern der englischen Niederlage auf Kreta stellt die naive Behauptung auf, man hätte den deutschen Ansturm auf Kreta ohne weiteres aushalten können, wenn die Deutschen vierzehn Tage später damit begonnen hätten, denn dann wären die englischen Flugplätze auf Kreta fertig gewesen. Nun, dieses Pech haben ja die Engländer schon öfter gehabt, denn jedesmal — es sei nur an Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Serbien erinnert — sind die Deutschen den Engländer zu einem ungelegenen Zeitpunkt gekommen. Es fehlt nur noch, daß man in London das Verlangen stellt, der deutsche Generalstab möge gefälligst erst einmal bei Churchill und seinen Generälen anfragen, ob es ihnen paßt, daß Deutschland eine Operation beginnt. Man sieht, die Suche nach den Sündenböcken ist wieder einmal eine sehr klägliche Angelegenheit. Um aber nicht mutlos zu werden, versucht man sich wenigstens die Bedeutung der Niederlage auf Kreta zu verkleinern und sich Trostgründe zu besorgen, die über die Depression hinweghelfen. Sehr originell macht das der Erste Lord der britischen Admiralität, Mister Alexander. Er behauptet kurzerhand, die Engländer hätten gezeigt, daß sie viel besser seien als die Deutschen. Warum haben dann — muß man den Lord fragen — die Engländer die Prügel bezogen und nicht die Deutschen? Ein anderer Trost ist der, den der Londoner Rundfunk gibt. Ausgehend davon, daß die britische Niederlage auf Kreta sehr schmerzlich sei, weist er aber auf die angebliche Enttäuschung hin, die Kreta den Deutschen gebracht habe, denn Deutschland habe Kreta in zwei Tagen erobern wollen, aber zehn Tage dazu gebraucht. Es hilft dem londoner Rund- fimk nichts, daß er so tut, als ab er mit dem deutschen Generalstab auf Du und Du steht. Jeder Mensch. mag sein Urteilsvermögen noch so gering fein, wird sich sagen müssen, daß nur ein Idiot einen Landkomplex, der etwa so groß sei wie die ganze Provinz Schleswig-Holstein, in zwei Tagen aufrollen könne. Wir können dem Londoner Rund- funf nur versichern, daß uns die Frist, in der dem deutschen Oberkommando der Wehrmacht die Bezwingung Kretas gelang, exorbitant und bewundernswert kur; erscheint. Für die deutsche Wehrmacht bedeutet der Sieg auf Kreta kein Ausruhen. Nach dem alten Grundsätze, daß nach der Schlacht die Helme fester gebunden werden, hat die deutsche Wehrmacht Kreta für sich als strategische Position bereits in Ordnung gebracht. Schon hat sich die deutsche Luftwaffe feste Stützpunkte auf der Insel Kreta eingerichtet. Neue Schläge künden täglich, daß „zu neuen Ufern lockt E vLUtt Lag". EKglWd tej M teauj Neuyork, 3. Juni. (DNB.) Der Korrespondent Richard Mac Milland der Agentur United Preß gibt aus Kairo einen Bericht über die Ankunft der ersten aus K^reta geflohenen Briten. Die Soldaten seien zerlumpt, blutend mit schmutzigen Verbänden und vielfach schutzlos angekommen und hätten bittere Gesichter gezeigt. Die Deutschen hätten alle Häfen Kretas besetzt gehabt, so daß die britischen Zerstörer am offenen Strand unter dem MG.-Feuer der Stukas Soldaten aufnehmen mußten. Die Briten seien erbittert, weil die RAF. nicht zur Stelle gewesen sei und weil man Kretas Flugplätze auch nicht durch Minen für die Deutschen unbrauchbar gemacht hatte. Die deutsche Strategie, so schreibt der amerikanische Journalist weiter, sei vollkommen. Sie hätten jede Geschützstellung erkundet und solange bombardiert, bis zum Schweigen ge- Lkgcht Worden sei«, - en W senhafA id Büch !s Kaur" t Ml fjrenb !U Tage 1 Junge er nidjf n Laue im M n hafn )a bunt stellt fut iisM zu ifß noch en, dm ade dies- Oer Wehrniachiberichi. Berlin, 3. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kriegsmarine und Luftwaffe führten auch im Monat Mai den Handelskrieg gegen Großbritannien mit gutem Erfolg. Der Feind verlor in diesem Monat insgesamt 746 OOO BRT. Handelsschiffsraum. Hiervon wurden 479 000 BRT. durch die Unterseebootswaffe, 215 000 BRT. durch die Luftwaffe, der Rest durch Ueberwafferstreitkräfte der Kriegsmarine versenkt. Die Verluste des Feindes durch Minen-Unternehmungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Luftwaffe versenkte am gestrigen Tage und in der letzten Nacht bei Angriffen auf stark gesicherte Geleikzüge vor der britischen 0 ff - küste fünf Handelsschiffe mit zusammen 21100 BRT. und beschädigte fünf weitere Frachter schwer. Fernkampfflugzeuge erzielten im Atlantik westlich der Faro er-Inseln Bombentreffer auf einem großen Handelsschiff. Bei Tage wurden außerdem des Führers Euch stellt. x von Brauchitfch, Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber des Heeres. Klägliche britische Neste aus Kreta. Wie ein Amerikaner die britischen Flüchtlinge sah. ie ih" £1 Der heilige Krieg. Von Universitäts-Dozent Dr. Hans Ellenberg. Mittwoch. 4-Juni Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/-Uhr des Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Ruft ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rpf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenftafsel 8 Platzoorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr e°l°« aus. i eim Gerdas Meng' 'S »v •5 ? voll, > Wen Met ""men. femmte, bildet lehnte r Äer, t) auch “!• Der Q?jport O aus Außen! besten e halb, hr slej, vrmann xkne5, r. M daß die strategische Position, die Deutschland mit Kreta erhalten hat, auch so ausgenützt werden wird, daß England weitere schwere und schwerste Schläge zugefügt werden. E. Das ganze Heer ist stolz auf seine Kreta-Kämpfer. Tagesbefehl des Oberbefehlshabers des Heeres. (DNB.) Hauptquartier OKH., 2.Juni 1941. Tagesbefehl an die auf Kreta angesehlen Truppen des Heeres. Kreta ist fest in deutscher Hand. Ihr Gebirgsjäger, Pioniere und Kämpfer der anderen Waffen habt gemeinsam mit den Kameraden der Luftwaffe diesen wichtigen Stützpunkt des Feindes in kürzester Zeit bezwungen. Bei ungewöhnlich schwierigen Gelände- und Wetterverhältnissen hat sich in schweren Kämpfen und unter härtester Anstrengung Eure Tapferkeit, Kampfkraft und Ueberlegenheit wieder aufs Höchste bewährt. Das ganze Heer ist stolzauf seine Kreta-Kämpfer. Ich danke Euch und weiß, daß Ihr weiter Eure Pflicht erfüllen werdet überall dort, wohin der B-- Wz, für Tote, fonbern Lebende. Gott läßt nicht Waren gehen den Lohn der Gläubigen." Diese Verheißung war ein unvergleichbarer An- Iptin für die Anhänger Mohammeds, um für den Blouöen zu kämpfen. Ihr war der beispiellose Sie- Igtjauf zu danken, den der Islam nach dem Tode de; Propheten antrat, indem er die halbe damalige M überrannte und zum Islam bekehrte. Dazu kam ü? die also fanatisierten Glaubenskämpfer die ver- A Jahrgang Nr. (30 tz-cheint täglich, außer Knntags und Feiertags Beilagen: «ebener Familienblätter Himat unBild-DieScholle Bezugspreis: tätlich.......RM1.80 Mellgebühr... „ -.25 flirt) bei Nichterscheinen Hi einzelnen Nummern ürolge höherer Gewalt »jmfvrechanschluß 2251 <>rbtanschrift:,.Anzeiger" Mstscheck 11686 Franks M • Hom, Z. Juni. (DNB.) Nachdem der^ Bürger - : n: er von Bagdad die unbefestigte Stadt, um ■ Wittges Blutvergießen uhter der Zivilbevölkerung : y tmmeiben, angesichts der überlegenen feindlichen 1 JWretfräfte den Engländern übergeben ‘tek. haben die Engländer ein Kabinett von im i sÄchen Solde stehenden irakischen Politikern ge- l'ifc; und mit dieser england hörigen neuen ' ri ’ i[] d) e n Regierun g einen formellen W af- IJ -1:illstand abgeschlossen. Die Frage der Ipwiime bleibt nach wie vor offen. sIKJ. meldet über Beirut aus Bagdad: Dergin 1 si chern SoDs stchegdL UMiKe PoW^ Dj.e- 5m Freiheitskampf der arabischen Völker gegen 6« englische Gewaltherrschaft haben der in Bagdad ;i allerersten Anfängen. Es fehlte bie politische Tshlossenheit unter bem Gesichtswinkel eines ge- mfiomen Kampfes um Freiheit unb Selbstänbig- kci der arabischen Motionen. England konnte bie ram gegen bie anberen ausspielen und sich überall m bie arabischen Belange eimstischen. Heute ist es »fntlich anders. Mit der religiösen Bewegung lai’r die politische parallel, und sie gibt den Fleheitskämpfern vor allem den Auftrieb. ,De Einigungsbesttebung des Arobertums, in er- itc Linie von ber arabischen Jugendbewegung ge- ist entscheidend im Völkischen und dem Be- vistsein einer blutmäßigen Verbundenheit begrün- Möbel^i k. Der Dschihad ist nur ein Mittel, die noch stark I ba f^, iperiös eingestellten Massen mitzureißen. Nicht so | bie Verheißung des Paradieses für die in die- 6rbenr' er, Kriege gefallenen Kämpfer unb die Bekehrung Baron Ungläubigen sind der Ansporn, sondern die 23er» hte | Michung bes gemeinsamen Neals der p o liti- »rkaufn::; n Befreiung u n d Unabhängigkeit. ' rßur P; !l Lichts der Größe dieses Zieles und der Opfer, bereits seit Jahren, namentlich von den Arabern ^rens unb Palästinas, gebracht wurden, und der 'kmseittgen Anteilnahme ber islamischen Völker per v. | iirem gemeinsamen polittschen Schicksal läßt sich ?cn der Verkündigung des heiligen Krieges eine ».1 hrf? Wirkung auf den Mut und den Opfergeist der »er ■" Mschen Freiheitskämpfer erwarten. Sie dürfte IU Jffm Endes auch zur Zertrümmerung des britischen rtunfl ®:( r^e5 und ber Herbeiführung des Endsieges NWilr®8*"- Englandhöriges Kabinett je u»6 1 passenden Gelegenheit sich daran erinnern müssen, daß er seinen „Beitrag" für England abzuliefern hat. Die Engländer verlangen jedoch noch erheblich mehr von dem braven Onkel Sam. Er soll sich auch den Schmachtriemen enger ziehen und daraus einstellen, zum Wohle Englands sich den Brotkorb höher hängen zu lassen. Dies hat ihm dieser Tage ganz eindeutig und klar der britische Ernährungsminister Lord Wootton vor Augen geführt, als er in einem Appell an das Volk der Vereinigten Staaten forderte, daß die Konserven in den Vereinigten Staaten zugunsten Englands rationiert werden müßten und daß England insbesondere von den Milchkonserven, den Büchsensrüchten, dem Büchsen- slersch, dem Lachs und dem Zucker einen erheblichen Teil von den Vereinigten Staaten abbekommen müsse. Da der englische Ernährungsminister bereits Fachmann dafür ist, wie man am besten rationiert, hat er den USA-Bürgern auch gleich gute Ratschläge gegeben, wie sie es machen sollen. Er legt ihnen nahe, einmal in der Woche kein Büchsenfleisch, einmal keine Büchsenmilch, eine Woche lang überhaupt keinen Käse zu verkaufen und am besten jede Woche zugunsten Englands einen fleischlosen und einen milcylosen Tag einzusühren. Man kann verstehen, daß die Bürger der 23er» einigten Staaten von diesen Rationierungsmaß- nahmen des britischen Ernährungsministers nicht viel werden wissen wollen, und daß sie von dem Appell, der an sie gerichtet worden ist, mit mehr als gemischten Gefühlen Kenntnis genommen haben. Ähr Präsident hat aber A gesagt, nun bleibt ihnen vorderhand nichts übrig, als B zu sagen. Die Begeisterung in den USA. für die englische Sache dürste dadurch eine Abkühlung erfahren, die. in dem Maße fortschreiten wird, als die Opfer für England sich steigern werden. Der arme Onkel Sam wird es nicht leicht haben, den England-Fi nun el seines Präsidenten und die Geschäststüchtigkeit der ihn beratenden Wall-Street-Juden und Rüstungs- schieb er zu befriedigen. Erweiterte Vollmachten für Roosevelt? beschlagnahme privaten Eigentums jeder Art." Washington, 4. Juni. (Europapreß.) Eine wesentliche Erweiterungder Machtbefugnisse des USA.- Präsidenten ge-genüber der Privatwirtschaft und dem Kapital wird in einer amtlichen Verlautbarung angekündigt. Danach ersucht das Kriegsdepartement den USA.-Kongreß, ein Gesetz in die Wege zu leiten, das den Präsidenten zur Requirierung vonPrivateigentum jeder Art im Interesse der nationalen 23erteidi- gung gegen eine angemessene Entschädigung ermäch tigt. Hierzu wird in unterrichteten Kreisen erklärt, das Ersuchen des Kriegsdepartements erfolgte mit Zustimmung von Franklin D. Roosevelt und des Obersten Rüstungsrats. Das Ersuchen steht im Mittelpunkt der politischen Diskussion. Die Opposition gegen die neue Gesetzesvorlage, die eine in Friedenszeiten niemals dagewesene Erweiterung der Machtbefugnisse des Weißen Hauses gegenüber der privaten Wirtschaft darstellt, wächst stündlich. Die schärftte Kritik äußerte der demokratische Senator W h e e I e r, der u. a. erklärte: „Diese Maßnahme stellt eine direkte Bedrohung jedes einzelnen USA.« Bürgers dar. Warum sollen wir un Kampf für die Demokratien im Ausland im eigenen Lande eine totalitäre Regierung aufstellen?" — Der Vorsitzende des Senatsausschusses, der demokratische Senator Geo r g e, wies auf den vom Senat zu erwartenden Einwand hin, daß das Gesetz mir im Kriegsfall gerechtfertigt sei. Eine Annahme des Gesetzes durch den Kongreß fei nicht zu erwarten, meinte der demokratische Senator Adams (Colorado), da die USA. am Kriege nicht beteiligt feien und der Präsident derartige Machtbefugnisse deshalb auch nicht benötige. Tonnagemangel der LtGA. Schwierigkeiten im Verkehr mit Afrika. Reuyork, 4. Juni. (DRB. Funkspruch.) Die Tonnagesorgen der Vereinigten Staaten nehmen immer noch zu. So beklagte sich vor kurzem „New Port Herald Tribüne^ über außerordentlich großen Tonnagemangel auf Schiffahrtslinien zwischen Reuyork und den s ü d - und ost afrikanisch en Häfen. 50 000 Tonnen Fracht lagerten nach dem Bericht des Blattes Ende April in den Vereinigten Staaten und konnten nicht abtransportiert werden, weil kein Schiffsraum ver-, fügbar war. Zu dieser Fracht gehörten wichtige Lieferungen für die südafrikanische Union. Es beständen auch wenig Aussichten auf Besserung der Lage, da aller Schiffsraum auf diesen Linien bis SDtitte Juni bereits vorbelegt sei. Dazu kommt, wie das Blatt weiter berichtet, die große Verstopfung der südafrikanischen Häfen, die ihrer heuttgen Ausgabe nicht gewachsen seien. Infolgedessen müssen die Schiffe oft Wochen hindurch warten, bis sie ihre Fracht löschen können. Während früher die Hin- un- Rückfahrt zwischen den USA. und Südafrika im Durchschnitt dreieinhalb Monate in Anspruch nahm, werden jetzt mindestens viereinhalb Monate benötigt. Zeugnis -er englischen Rot. Reuyork, 3. Juni. (DRB.) Aus Kanada kommend traf am Pfingstmontag der britische Labour-Abgeordnete Oberst Wedgewood in Reuyork ein. In einem Interview mit der Presse ließ Wedgewood durchblicken, daß den Briten das Wasser bis zum Halse reicht, denn er trat offen für die sofortige Bildung einer Union zwischen den USA. und Großbritannien ein, die die „Demokratie retten" und die „Grundlage für einen beständigen Frieden" abgeben solle. Er wolle mindestens drei Monate in den USA. bleiben, um in einer Vortragsserie für diese Gedanken zu werben. Die Anregung hierfür müsse von den USA. ausgehen, die gegenwärtig der „Große Bruder" seien. Ehile bleibt neutral. Santiago de Chile, 3.Juni. (Europapreß.) Angesichts der Alarmstimmuna in den USA. hat der Präsident von Chile,. Pedro Aguirre Cerda, beschlossen, in einer neuen- Erklärung festzust-ellen, daß Chile fest entschlossen ist, an seiner Neutralität fest zuhalten. Dieser Beschluß wurde in einer Konferenz zwischen dem chilenischen Präsidenten und den Innen- und Außenministern getroffen. Bei dieser Gelegenheit wurde gleichzeitig die Zweckmäßigkeit betont, eine gemeinsame Haltung aller lateinamerikanischen Lander wiederherzustellen. Durch Vermittlung des nordamerikanischen Botschafters in Santiago wurde der USA.-Regierung Oie Aufzehrung der englischen Gchiffsraumreserven. Bisher 11664 000 BAT. britischen (Schiffsraums versenkt. Berlin, 3. Juni. (DNB.) 746 000 BRT. versenkten britischen Handelsschiffsraumes für den Monat Mai meldet der heutige Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. T)avon wurden durch Unterseeboote 479 000 BRT., durch die Luftwaffe 215 000 BRT., der Rest durch Ueberwasserstreit- kräfte vernichtet. Hinzu kommt noch ein 1200 BRT. großer Transportdampfer, den deutsche Panzer am 1. Mai im Hafen von Korinth versenkten. Ununterbrochen vergrößern sich die Lücken in Großbritanniens Schiffsraum, unablässig zahlt es für sein verbrecherisches Blockadevorhaoen. In welchem Umfange die Aufzehrung der englischen Schiffsraumreserven vor sich geht, zeigt folgende Zusammenstellung: Die Versenkungsziffer betrug (auf Tausend abgerundet) BRT. Dorf Kriegsbeginn bis zum 1. Nov. 1940 7 162 000 bis zum 1. März 1941 9 199 000 bis zum 1. April 1941 9 917 000 bis zum 1. Mai 1941 10 917 000 bis zum 1. Juni 1941 11664 000 Seit dem Monat Februar 1941 blieben die Verluste der britischen Handelsflotte somit in keinem Monat hinter 700 000 BRT. zurück. Im Monat April während der Flucht der britischen Expeditionsarmee aus Griechenland konnte durch die Versenkung zahlreicher Transportdampfer eine Million BRT. vernichteter Schiffsraum verzeichnet werden. Schaltet man diesen Rekordmonat aus, so liegt der Verlust der britischen Handelsflotte in der Zeit vom 1. Februar bis 1. Juni 1941 bei 7 3 0 00 0 BRT. monatlich. Diese Tonnageziffer entspricht einer Ladung von etwa 1022 Gewichtstonnen. Seit dem 1. Februar dieses Jahres sind somit Tag für Tag über 34 000 Tonnen wertvollen Kriegsmaterials, lebensnotwendiger Nahrungsmittel und unentbehrlicher Rohstoffe versenkt worden. Man bekommt eine Vorstellung von diesem täglichen Verlust, wenn man sich vergegenwärtigt, daß zum Abtransport dieser Güler jedesmal Züge von insgesamt 2260 Waggons, von denen ü'der fünfzehn Tonnen faßt, erforderlich wären. 1 e Waggons hätten aneinandergereiht eine Länge von nahezu 15 Kilometern. Dabei wäre es verfehlt, im Verlaufe eines längeren Krieges von dem versenkten Schiffsraum Tonne gleich Tonne zu setzen. Je höher die Verluste der britischen Handelsschifsahrt werden, um so spürbarer wirkt sich der Verlust jeder weiteren versenkten Tonne für Großbritannien aus. Denjenigen, der nur 50 Reichsmark besitzt, trifft der Verlust einer Reichsmark empfindlicher als denjenigen, der über 1000 Reichsmark verfügt. Bei dem vorhandenen und vorhanden gewesenen brittschen Schiffsraum, einschließlich der zur Verfügung gestellten norwegischen, holländischen und griechischen Schiffe, wie er von amerikanischen Sachverständigen geschätzt wird, wiegt nach dieser Ueber- legung jede im Monat versenkte Tonne doppelt so schwer wie eine Tonne, die im Mai 1940 versenkt wurde. „Lage her Schiffahrt sehr ernst". Stockholm, 3. Juni. (DNB.) Auf der Jahrestagung der Arbeiterpartei sagte, wie Reuter meldet, das Parlamentsmitglied S h i n w e l l, daß die Lage der Schiffahrt sehr ernst sei. „Wenn wir nicht schnell unsere Schiffe, die durch feindliche Handlungen beschädigt werden, reparieren können und die verlorenen durch unsere eigenen Anstrengungen und die Hilfe Amerikas ersetzen können, so möchte ich daran zweifeln, daß der Sieg England ist." Vor Aegyptens Küste gestellt. Englischer Truppentransporter zerbricht unter Bombentreffern. Von Kriegsberichter Anton Dietz. (PK.) ..... 3. Juni. (DNB.) Solange ein Strahl Tageslicht die Sicht des Feindes ermöglicht, sind die Aufklärer am Werk. Nur nichtdem Feind von der Pelle weichen! Jetzt erst recht, jetzt, wo englische Truppen sich wieder einmal zum „glorreichen Rückzug" aus Kreta anschicken. Wir wachen darüber und kennen unsere Aufgabe. Noch vor der Zeit des grauenden Tages liegt der Start. Als die Sonne sich als ein feurig rotglühender Ball von Osten am Horizont heraufschiebt, donnern die Motoren der braven He 111 schon hoch über das Berg- lanü Kreta. Die Nacht hat das Tun des Feindes verborgen. Jetzt gilt es die Schleier um Verborgenes zu lüften. Aus dem Meer schimmert bleich nach Westen hin der Rand der Insel Kreta herauf. Die Wasser sin- frei. In leichtem Bogen wendet da> Flugzeug auf den östtichen Kurs, streicht die Südküste der Insel ab und dreht nach Süden mit KursaufAegy fite n ab. Tief reicht heute der Dunst herab und ver- schleiert^die Sicht, aber hart liegen die Augen an den Fenstern des Flugzeuges und starren hinab auf das mit einem milchigen Hauch überzogene weite Mittelmeer. Es scheint in Grabesruhe zu liegen. Nicht ein Schiff auf dieser großen Wasserstraße heute. Die Engländer stecken in ihren Schlupfwinkeln, die ihnen noch in Aegypten geblieben find. Hunderte von Kilometern sind schon zurückgelegt. Tief hinten am Horizont im Süden, -ort, wo die flache und weite Küste Aegyptens fein muß, taucht ein heller Streifen auf, Land. Im slachexc Bogen steht es gegen das Meer, auf Sidi el B a r a n i zeigt der Kurs. Suchend greifen die Augen vom Meer in den weiten Ascher hinein und wieder zurück. Jägergefahr, das weiß jeder Flieger, der in diese Richtung vorstößt. Der Rücken ist frei, seit über Kreta das deutsche Luftfchwert beherrschensteht. Doch auch da vorn, von Aegypten 'her, rührt sich der Feind nicht. Aus der Sonne heraus hat das Auge klarere Sicht. Nach Backbord richtet sich deshalb besonders unsere Aufmerksamkeit. Da plötzlich eine Entdeckung. Der Funker schreit sie über das Bordmikrophon den übrigen Kamera- oen zu: „Drei Kähne backvoraus mit Kurs nach Oste n!" Wahrscheinlich Alexandria das Ziel. Der Flugzeugführer drückt die Michle tiefer. Hier gilt es, genau zu sehen. Engländer, wie nicht anders zu erwarten! Auf einem der kleinen Dampfer sitzen dicht an dicht englische Soldaten — ein Truppentransporter. Also nicht lange gefackelt. Än weitem Bogen steuert das Flugzeug die Kiellinie des in einem Glied fahrenden FeirÄes an. Anariff, das ist jedem klar. Die Engländern feuern schon aus Kanonen und MGs, ine auf dem Truppentransporter ballern, noch dazu mit ihren Büchsen. Sollen sie auch, bald wird es ihnen vergehen. Hart drückt das Flugzeug herab. Das Auge des Beobachters haftet gepreßt auf dem Bombenvisier. Was bekümmert in diesem Augenblick die Abwehr des Feindes. Tiefer und tiefer mit dem Doael. Jetzt geradeaus! In einer Reihe liegen die ersten Bomben. Der Truppentransporter fft das Ziel. Das Heck ist getroffen! Qualm steigt auf. Trotz allem neuer Anflug. Noch fehlt der Todesstoß. Zwei weitere Bomben fallen und treffen. Lichterloh brennt e s am Bug. Der Erfolg ist nicht schadlos erkauft. Die Burschen verstanden sich wohl zu wehren. Der rechte Motor des Flugzeuges steht, und müde geht der Vogel in die Tiefe. Zum Teufel! Rur hier nicht notlanden auf hoher See. Wie ein Alb drückt es auf alle: Ge- fanaenschaft oder gar umkommen in den weiten Wassern des Meeres.^ Fieberhaft ist die Spannung. Der Bordmechaniker öffnet die Bodenluke und wirft allen überschüssigen Ballast heraus, um das Flugzeug zu entlasten. Der Vogel halt sich! Jawohl! Mit gedrosselter Geschwindigkeit über das Wasser hinweg — schafft es über Hunderte von Kilometern. Brave gute He 111, glücklich kommt sie zu Hause an. Nur eine zerrissene Zuleitung stoppte den einen Mo- tor, ein Schaden ohne Bedeutung. Er ist des Ersol- ges wert, der heute errungen. Wieder ging einmal ein englischer Truppentransporter zu den Fischen. mitgeteilt, Chile bedauere, den USA. keine militärischen Stützpunkte zur Verfügung stellen zu können, da dies im Gegensatz zur inier» nationalen Neutralitätspolitik stehe. Kleiherkarte in England. Stockholm, 3. Juni. (Europapreß.) In England wurde am Pfingstsonntag die Kleider- farte für Männer, Frauen und Kinder eingeführt. Auch für Bestellungen, die vor dem Pfingstsonntag bei Schneidern gemacht wurden, müssen Punkte abgegeben werden, wenn die Bestellungen noch nicht ausgeführt worden sind. Es ist nicht erlaubt, Punkte auf andere Personen zu übertragen. Der australische Vorratsminister Mac Bride erklärte nach einer Meldung von Associated Preß aus Melbourne, daß die Einführung von Kleiderkarten nach britischem Muster demnächst a u ch i n Austra- l i e n zu erwarten sei. Bekanntlich ist Australien mit einem durchschnittlichen Bestand von 100 Millionen Schafen das größte Erzeugungs- und Ausfuhrland für Wolle. Beim Lesen dieser Nachricht erinnern wir uns in Deutschland lebhaft an den Spott und Hohn, mit bem die Engländer und ihre Trabanten seinerzeit die Einführung der Kleiderkarte in Deutschland ver- merkt hatten. Die Zeiten haben sich inzwischen für England etwas stark geändert ... Moskau bricht mit den griechischen Handlangern Englands. Moskau, 3. Juni. (DNB.) Dem bisherigen griechischen Gesandten in Moskau, Dia- mantopules, wurde eine Note des Außenkommissariats der UdSSR, zugestellt, worin die Sowjetregierung 'mitteilt, daß sie die diplomatischen Beziehungen mit der ftüheren griechischen Regierung nicht weiter aufrechtzuerhalten beabsichtigt. Dor einem Jahr. Am 4. Juni 1940: Dünkirchen gefallen, Schlacht in Flandern und im Artois beendet. Einer der größten Siege der Kriegsgeschichte errungen. Der italienische Bericht. Rom, 3.Juni. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Die Operationen auf der Insel Kreta sind beendet. Auf der Insel wurden unsere Gefangenen befreit Unsere Abteilungen setzen die Säuberung des ihnen zugeteilten Abschnittes fort. Ln der Nacht zum 3. Juni hat eine unserer Fliegerformationen Flugplätze der I n s e l Malta bombardiert. In Nordafrika an der Tobrukfront beträchtliche Artillerietätigkeit. Fliegerformationen haben im Hafen liegende Schiffe sowie die Hafenanlagen und Lagerhäuser dieses Stützpunktes wiederholt bombardiert. Ein Transporter wurde versenkt. Unsere Jäger haben zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein eigenes Flug- zeug ist nicht zurückgekehrt. In Ostafrika keine Neuigkeit von Bedeutung. Das schlechte Wetter behinderte die eigenen und gegnerischen Bewegungen. Nachdenkliches in der „Timest Genf, 3. Juni. (DNB.) Unter der Ueberfchrift „Die Lehre von Kreta" schreibt die „Time s" nach der Feststellung, daß es im Falle Kretas zum vierten Male im Verlauf dieses Krieges zur Zurückziehung von Empiretruppen über das Meer gekommen sei, England könne sich eine Wiederholung dieser Ereignisse nicht leisten. Der Verlust von Kreta zusammen mit dem der Cyre- naika schaffe eine neue Meerenge, durch die sich Kriegsschifte bei der Durchfahrt jede Meile erkämpfen müßten. Die Deutfd)^ hätten eine neue Seite in der Kriegsgeschichte geschrieben, indem sie zum ersten Mal die Strategie und Takttk einer Invasion ausschließlich aus der Luft darstellten. Es gebe viele Lehren, die aus dieser An- gelegenhett gezogen werden könnten, aber die wichtigste sei die Erkenntnis, die sich jetzt verstärke: näm- lich die überragende Bedeutung der Luftwaffe sowohl bei Land- wie bei (Seeoperationen. I* irachmon SM i (, ton i, km Mit Fr Reue Träger des Ritterkreuzes Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene ralfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritter. eines In« in einem Komman« Major Ens, Bataillonskommandeur Infanterie-Regiment; Berlin, 3. Juni. (DNB.) Der Führer uni Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh au Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 31. Mai. (DNB.) Der Führer und, Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert: Im Heer: Mit Wirkung vom 1. Juni zu Generalleutnanten: die Generalmajore Steuer, Lehmann, Dehmel, Straube, Roettig, Henrici, Schroeck, Kleffel, von Rintelen; zum Generalstabsveterinär : den Generaloeterinär Dr. Eckert; zu kreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalmajor Kirchheim im Generalkonk kommando des Deuffchen Aftikakorps: Generalmajor C r ü w e l l, Kommandeur einer Panzerdivision; Generalmajor von Apell, Kommandeur einer Schützenbrigade; Oberst Beukemann, Kommandeur fanterie-Regiments: nicht s u6,h*1 ».ulken. , Auch tu inen Fort^ .Die N Anstuhl •Wett i .»er T R Milli hinun J ntit dk Regel veri Hein,« Wie in ssini . Meres n j H es z. [ krbustag, Leiter hei | * fü ET, uni ■egen/ 5 limenSm ih‘, und 1 schvimmei Ilm die Meine ’ Mert fick tu, dann Ein sch viüs ist dingen is! tibÄ: tot) Bier; hitin, ni ferner. lerfauleü jmniregi Hann . Äe vie Eonnemo Michaeli I Lesonde tätigen Betterpro fertig chläsertaa K Und, fo M kühle ien wir f Segnet es ins das d . Üe S innerste nTieß Major Hoffmann-Schönborn, deur einer Srurmgeschützabteilung; Major Graf Schimmelmann von Linden- bürg, Bataillonskommandeur in einem Panzer« Regiment; Major Bolbrink er, Bataillonskommandeur in einem Panzer-Regiment; Major Kodre, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment; ---Hauptsturm sichrer Klingenberg, Kompo. nieführer in einem ^-Kradschützenbataillon. Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Konteradmiral Wolfram und KapitänleÄ nant Korth. Gedenken an die »Bismarcks-Gefallenen. Wilhelmshaven, 3. Juni. (DNB.) In der Ma. rinegedächtniskirche fand am 2. Pfingstfeiertag unter größter Anteilnahme der Bevölkerung eine Gedenkstunde für die am 27. Mai 1941 gefallene» Kameraden des Schlachtschiffes „Bismarck" statt, lieber dem Altar stand in großen Lettern dec Name des untergegangenen Schiffes. Auf dec Reichskriegsflagge lag ein großer Kranz, auf desse» Schleife die Worte standen: „Unseren gefallene» Kameraden." Bingmann, Fischer (Adolf), Rintelen, Detter, Schul« 3 en, Fischer (Gotthard), Charles de Beaulieu, Bickel, Jorg-Herbert, Winkler, Speth, Richter (Otto), Tann, von Wussow, Koehler (Viktor), Westmann; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte Dr. Hofs, mann, Dr. Schöneberg, Dr. Fenge, Dr. Kühne; zu Oberstveterinären: die Oberfeldveterinäre Dr. Flad, Dr. Brvdlinger. In der Kriegsmarine: Zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Schmidt, Hörung, Ge« befchus, Dietrich, Dipl.-Jng. Mammsen, Jerchel, Schüler, Gutknecht, Babel, Krauß: zum Kapilän : heute e' % > f“ W Ä Stärkster Feuerschutz für lebenswichtige Betriebe. Da es leider noch nicht in ausreichendem Maße gelungen ist, Brände größerer und vor allem lebenswichtiger betriebe in dem Umfange einzuschränken, wie es die Notwendigkeiten des Krieges unbedingt erfordern, nimmt der Reichs sichrer ft und Chef der Deuffchen Polizei Veranlassung, seinen Erlaß über den Feuerschutz in lebenswichtigen betrieben, der schon vor längerer Zeit ergangen mar, in (Erinnerung zu bringen und strengste Beachtung 3U fordern. Im eigenen Interesse der Betriebs« fuhrer und der besonderen, zur Aufsicht im Werk bestellten Organe liegt es, durch entsprechende Maß« nahmen, besonders auch durch ausreichende Heber« wachung der Betriebsanlagen außerhalb der Arbeitszeit, den gestellten Aufgaben nachzukommen und dadurch Schädigungen des ^Betriebes vorzu- beuaen. Andernfalls müssen sie damit rechnen, strafrechtlich und auch zivilrechtlich zur Veranttvor- kung gezogen zu werben. Die Bettiebsführer sind, wie der neue Erlaß betont, wiederholt auf diese Dorfchrist hinzuweisen, die schon im ersten Erlaß über den Feuerschutz der lebenswichtigen Betriebe enthalten war. Weiter betont die jetzt ergangene Anweisung, es empfehle sich, vor allem im'Kriege, wertvolle und lebenswichtige Bestände nicht in übergroßen Mengen an einer einzigen Stelle zu lagern, sondern nach Möglichkeit einzelne getrennte Lager anzulegen. Die Erfahrungen der Feuerlösch- Polizei zeigen ferner, daß der Fabrikationsbetrieb und die Lager der Rohstoff- und Fertigfabrikate nur insoweit in einem Gebäude vereint werben ollten, wie dies ber Fabrikationsvorgang unbedingt verlangt. Meist entstehen die Brände im Fa« drikattonsbettiebe und erfassen dann die Rohstoff- unb Fertigwarenlager, wenn sie nickst räumlich getrennt sind. Das gilt für alle Betriebe, z. B. auch ür Mühlen hinsichtlich der Lagerung von Korn und Mehl. Im übrigen werden alle lebenswichtigen Betriebe regelmäßig auf etwaige feuerpolizeiliche Mängel kontrolliert. zur See (Jng.): den Fregattenkapitän (Jng.) Lipp- mann; zum Flottenarzt: den Geschwaderarzt Pro- ZM bnn< fesfor Dr. Zschucke; zu Kapitänen zur See (W): «rn brar die Fregattenkapitäne (W.) d'Heureufe, Stegelmann; jr voller zu Ministerialräten: die Marineoberbauräte Meien- klachmvn reis, Groche, Dykmann, Breitenstein, Dr. Schmidb Ls liebe In der Luftwaffe: Zu GeneralmajorenrWimond die Obersten Kettenbeil, Hofmann, Krüger, Mentze^ A Luch tüi Grosch, Unger, Sonnenburg, Bülowius, Franz, Wi weh Starke, Laule; zu Obersten: die Dberftleutnamt &r: Freiherr von Stein-Liebenstein zu Barchfeld, Thie^ mr Ernte Mundt, Dr. Otto, Starke, Erhard, Kleinrath, Rahn,; C., '1 Frege, Dvorak, Siber, Kratz, Bühler, Grätz, Rätter, strgel, MMer, Stigell, Loebell, Ritter von Doigtländer. rirm, Mit Wirkung vom 1. April 1941: zum General- Mt Ingenieur: Oberstingenieur Bauer; zu Oberst, Ingenieuren: die Oberstabsingenieure Wendland, Schutte, Dr. ing. Repenthin. ’*«tn j Wtolcs Sr, q Men sr 8iift fei? h in I Generalmajoren. die Obersten Offenbächer, Göllnick, Habenicht, Burdach, Lieb, Runge (W:l- Helm), Fremerey, Dr. ing. Rüdiger, Rieger (Leo« ß Lrfjf pold), Hoffmann (Paul), Martinek, Demoll, Cra« molini, Ehrig, Höcker (Erich), Braumüller, Barends,! M Freiherr Raitz von Frentz, Fortner, von Befiel, A Wening, Fehn, Ebeling (Fritz), Peffch, Stubenrauch; | zu Generalärzten: die Oberstärzte Dr. Schill, Dr. Zechlin; zum Generaloeterinär: den Oberst« Ä^in veterinär Dr. Pietzsch; zu Obersten: die Obefft- leutnante von Ventioegni, Domansky, Denczek, Ott- lu Ln mann, Rohlfs, Wiese, Schmid, Freiherr von 1 5 Wechmar, Herfurth, Boehlke, Hamann, Zimmer, Aus der Siadi Gießen. | "Her, Wetter im Juni zu sagen weiß. (Ein klein wenig JJ ^Öil«!!mißtrauisch dürfen wir freilich sein!) Gleich zu Be- «tt, es Naß dem Winzerfaß"; aber: „Wenn kalt der Juni war, verdirbt er meist das ieur etnü deur einet eines 3» ro :n Krei apitänlk inen. in der üL eiertag iß t>g । eine @< wi ganze Jahr." Allerdings, mit andauernder Hitze und Trocken- Verdunkelungszeit 4. Juni von 21.38 bis 5.03 Uhr. Genera 1 Obers Wendla $rti Kapital W Lip» 5St Pr 'euzes )rer uni erlieh airj res, Gens as Ritt« eneraltoim Dom Wetter im Juni. Heute erinnern wir uns in verstärktem Maß der Wetterregeln, die alte Erfahrung des Landmanns geprägt haben. Der Meteorologe kündet uns das Wetter für höchstens zehn Ta>ge im voraus, die bäuerliche Wettervorhersage aber ist viel weit- blickender. Betrachten wir einmal, was sie vom )r?r ».sä Whi ft E^ver. ^enricj. WtabJ ert: * b°che^ oee (L e9eim, Thj >th, Rah tz, Rotte Mtmann; ' Kühne > nare Sonnenwende zer< ;v, . | Dchaeli herrschen vlie ‘ Besonders aussi roRdimii. । v - - - - — Und, so schr man sich auch bei heißem Wetter I lach kühlendem himmlischen Naß sehnen mag, müllen wir sieben Wochen lang tagtäglich singen: „Es ■gnet, es regnet, es regnet seinen Laus", so wäre 15 das doch ganz und gar nicht recht. L. B. Auch tüchtig donnern darsis in „eine Reihe von [Uten Tagen", dafür gibt es Belege gus- den Der- chiedensten Gegenden. Wir hören: „Biel Donner im uni bringt ein fruchtbares Jahr", oder „Wenn der i brav Spektakel macht, dann gibt's ein Korn n voller Pracht", oder wir vernehmen: „Bläst rachmonat ins Donnerhorn, Bläst er ins Land as liebe Korn", oder aber: „Donnert's viel im unimond, Gott es am Getreide lohnt." Auch tüchtig wehen darf es, denn: „Nordwinde im ni wehen Korn und Wein ins Land hinein", der: „Wenn im Juni Nordwind weht, das Korn Ernte trefflich steht." Einzig in ihrer Art iftr soweit ich sehen kann, eine sgel, wie die folgende: „Rosenmond feucht unb arm, kommt zu gute Reich und Arm." Mit Freuden wird der Kohlenkommisfar eine egel vernehmen, die besagt: ,/Stellt der Juni mild ch ein, wird mild auch der Dezember sein." Wie in allen anderen Monaten gibt es auch im uni ,Lostage", die für die Ernte, oas Wetter und nderes mehr ihre besondere Bedeutung haben. So eißt es z. B. vom 8. Juni:' „Wie's wettert am Me- ardustag, so bleibt's sechs Wochen lang danach." eiter heißt es vom Medardustag: „Was St. Me- art)us für Wetter hält, solch Wetter in die Ernte llt", und „Msdardi Regen, gibt der Ernte fein egen." Vom 10. Juni hören wir: ,Lat Margrit ^inen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken 'm", und vom 11.: „Regnet's auf St. Barnabas, e Oberfi, „ ...........u .f u,„uulllK,vl Mheit ist dem Bauern auch nicht gedient, denn er liebt Do*[!bine fein abgewogene Mischung, wie aus den foi- 'O^Mertszenden Wetterregeln hervorgeht: „Machfs der ■öeauliej Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 5. 6. 41 nachmittags von 15 bis 17 Uhr ii Gießen statt. sschlaggobend für das Wetter der Dachfolgenden Wochen ist nach Ansicht der ländlichen !3etterpropheten auch der 29. Juni, der S leben- V mläfertag, von dem es heißt: „Regnet's am Sieben- K chläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen I I IHIQLL ULLL| U-y V UL | C I l LU l L k) QL* V " Irr ^Ihinn hören wir: „Auf nasien Mai kommt trockener ‘to- Cri. Juni herbei." n Unö den hat der Lanümann, scheint's, -nicht un- , Kessel, । gern, denn er sagt: ,Luni trocken mehr als naß, ’ gefallen Bismar.' ; Lettern k Aus k aus defk gefallt^ hwimmen die Trauben bis ins Faß." Um die Mitte des Monats tritt angeblich eine all- emeine Wendung ein: ,S ^g^nitag auch nur leise, dann regnet es Mäuse." » Die vier Tage vor und die vier Tage nach der I, ftw । fconnennDenbe zeigen das Wetter an, das bis rm. W lT>.tz<^rtc»r-Y hprrfifaprt wird. Zrachmonat gut oder schlecht, so macht er*5 alle- nal nicht recht. Machts er's aber gut u n d schlecht, das ist gerade recht." Oder: „Brachmond warm, 3]l Katz, kühl und trocken, gibt was in die Milch zu un9- G» drocken." sbe. idem $•' vor mge Li >es KE sfühktt ung, fy chtigen» angenj; - BetE < i” £ ft 6erJ !bes < if t* S8er* fOWE t a«f» iin5 i tionE ntx s- Nomon von Elisabeth jjolt ^ Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Die Altistin fuhr auf, als habe man sie aus ihrem kehnftuhl herausgeschleudert. „Sie sind ja verrückt, lernen Sie mir s nicht übel, aber das ist doch dmplett verrückt, wenn Sie diesen Pelz ablehnen." Aber Gerda sah bockbeinig geradeaus und spürte ehe Million Ameisen den Rücken hinauf- und roie- d-r hinunterlaufen. Sie ließ sich nicht in Debatten jin mit der praktischen und vernünftigen Sängerin, ■Ober sie wußte, daß sie den Pelz einfach nicht haben ! rollte. Monatelang ist sie Zeugin jener rätselhaften, unverständlichen Gier gewesen, mit der Pola den Faunen Bälgen nachhing, sie hat den Zobel gc- ; kpen, wie er marionettenhaft an gekrallt an der »jenen Tür des Liftschachtes hing, und sie hat ihn : nf Polas Leiche erblickt, hingestreckt über den toten i Körper, als wäre er eines Widersachers Herr geworben. Nein, sie fürchtet sich vor dem Pelz.-- Mitte Dezember zieht sich der Tag auf sieben !crge Lichtstunden zusammen. Als die große Uhr i vderhallend in der teppichlosen Diele vier schlug, hipfte Gerda schon ihre Schreibtischlampe an. Dor im beschlagenen Fensterscheiben trieb dünner, gelblicher Nebel zwischen dem Strauchwerk. Als Der Hausmeister, der noch draußen im Garten zu tun bette, wieder das Haus betrat, winkte ihn Gerda ' 'n ihr kleines Arbeitszimmer. „Wie ist das eigent- 1 lich mit dem Silberbesteck — es sind verstümmelte Messer dabei, und wir müssen die Garnituren voll- ltcndig übergeben. Wahrscheinlich wird das Silber lud) Gewicht verkauft werden." Er nickte, er wird es schon in Ordnung bringen, es ist alles da bis zum letzten Salzlöffel. Ein leer- trunkenes Wasserglas vom Schreibtisch fortneh- n>nd, glitt seine Hand, eine rotgefrorene, verarbeitete Hand unter einem schwarzen Rockärmel, : Ichräg in den Lichtkreis der Lampe. Gerda hörte kWtzlich auf, von fehlenden Mestern zu reden. »Sie sind saß", jagte sie und tupfte mit ausge- Heue Bestimmungen über Ehestandsdarlehen. Erleichterte Tilgung bei Mitarbeit der Frau. Der Reichsfinan^minister hat die Bestimimungen über Ehestandsdarlehen im Interesse der Förderung des Frauenärbeitseinsatzes in einigen Punkten geändert. So werden jetzt Ehestandsdarlehen auch gewährt, wenn die Ehefrau einen selbständigen Beruf ausaeübt hat. Ferner wird auch bei Mitarbeit der Ehefrau eine erleichterte Tilgung zugelassen. Bisher war Voraussetzung für ein Ehestandsdarlehen, daß die künftige Ehefrau in den letzten zwei Jahren vor Stellung des Antrags mindestens neun Dionate lang in einem Arbeitsverhältnis gestanden hatte. Darunter wurde nur die unselbständige Ausübung einer Arbeitstätigkeit verstanden. Die Finanzämter sind jetzt angewiesen worden, Ehestandsdarlehen in allen Fällen zu gewähren, in denen die künftige Ehefrau selbständig einen Berus ausgeübt hat. Alle Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Berufen fallen weg. Es ist lediglich erforderlich, daß die künftige Eheftau in den letzten zwei Jahren vor der Eheschließung ihre Arbeitskraft überhaupt dem deutschen Volke zur Verfügung gestellt hat. Ehestandsdarlehen sind in der Regel mit 1 v. H. monatlich zu tilgen. Wenn die Ehefrau jedoch weiter arbeitet oder wieder eine Arbeitstätigkeit auf» nimmt, beträgt der Tilgungssatz 3 v. H. monatlich. Bei kleinem Verdienst der mitarbeitenden Eheftau bestand deshalb nur ein geringer Anreiz zur Ausübung einer Arbeitstätigkeit. Schon vor längerer Zeit wurde deshalb von einer Erhöhung der Tilgungsraten abgesehen, wenn die Eheftau in der Land- oder Forstwirtschaft arbeitet. Der Reichsfinanzminister hat nunmehr angeordnet, daß während der Kriegsdauer Anträge auf Herabsetzung der Tilgungsraten von 3 auf 1 v. H. großzügig behandelt werden sollen. Während des Krieges wird jede Arbeitskraft gebraucht. Diele Frauen können nur Halbtagsarbeit leisten. Der Betrag, der den Frauen zur freien Verfügung bleibt, würde bei einem Tilgungssatz von 3 v. H. so klein sein, daß fast jeder Anreiz zur Arbeit verloren geht. Ohne Rücksicht auf die sonstigen wirtschaftlichen Verhältnisse der (Regatten ist deshalb der Tilgungssatz auf 1 v. H. herabzusetzen, wenn die (Refrauen Halbtagsarbeit leisten oder der Verdienst so klein ist, daß Tilgungsraten von 3 v. H. eine fühlbare Verminderung des freien Arbeitslohns bedeuten würden. Die Herabsetzung erfolgt auf Antrag. Schpn im Jahre 1937 wurden die Finanzämter ermächtigt, Ehestandsdarlehen auch bann zu bewilligen, wenn die Voraussetzungen nicht voll erfüllt sind, aber einer der Antragsteller seinen Vater infolge des Krieges verloren hat. Diese Anordnung war ein Ausdruck des Dankes für die Opfer, die die Väter der Kriogswaisen im Weltkrieg gebracht haben. Wie in der „Deutschen Steuer-Zeitung" mitgeteilt wird, gilt diese Anordnung selbstverständlich auch für die Antragsteller, die ihren Vater infolge des gegenwärtigen Krieges verloren hab.en. Der begünstigte Perfonenkreis umfaßt die Kinder der Väter, die im Weltkriege auf deutscher ober österreichischer Seite ober im gegenwärtigen Krieg gefallen, nach Kampfhandlungen vermißt oder an den Folgen einer Verwundung ober einer hn Krieg zu- gezogenen Krankheit ober in Krisgsgefangenschäft gestorben sind. Dornottze« Tageskalender für Mittwoch. Stadtcheater: 19.30 bis M.30 Uhr „Boccaccio". — Gloria-Palast, Seltersweg: „U-Boote westwärts". — Lichtspielhaus, Bahnhofttraße: Heimatland". Professor Or. Wilhelm Zwick f. Der ftühere Ordinarius der Veterinärbygiene, Bakteriologie, Deterinärpolizei und Tiorseuchenlehre an der Universität Gießen, Dr. sc. nat. Dr. Dr. med. vet. h. c. Wilhelm Zwick ist am 28. Mai im Alter von 70 Jahren in München gestorben. Zwick wurde am 15. März 1871 in Jebenhausen bei Göppingen (Württemberg) geboren. Nach Beendigung seiner Studien wirkte er zunächst von 1897 bis 1900 als Prosektor, dann bis 1908 als Professor an der Tierärztlichen Hochschule in Stuttgart. Von 1908 bis 1913 gehörte Professor Zwick als Regierungsrat dem Reichsgesundheitsamt in Berlin an. Im Oktober 1913 folgte er einem Rufe als Ordinarius an die Tierärzliche" Hochschule in Wien, wo er bis 1919 tätig war. Im Oktober jenes Jahres kam Professor Zwick als Ordinarius der Veterinärmedizin an die Unversität Gießen, wo er eine segensreiche Lehrtätigkeit entfaltete und u. a. auch das Rektorat bekleidete. Zwicks wissenschaftliche Arbeiten sind niedergelegt in den „Arbeiten aus dem Reichsgesundheitsamt", in tierärztlichen Fachzeitschriften und in einschlägigen Sammelwerken. Außerdem hat er von dem Lchrbuche Fröhner^Zwick, „Spezielle Pacho- logie und Therapie der Haustiere" den zweiten Band der achten und neunten Auflage über Seuchenlehre bearbeitet. Die Universität Gießen ernannte den Gelchrten, der sich in weiten Bevölkerung streif en großer Wertschätzung erfreute, zum (Ehrendoktor der Deterinärmedezin. Am 1. April 1936 trat er in den Ruhestand, den er zunächst in Gießen verlebte, bis er später nach München verzog. Das Andenken an den Verstorbenen wird in Gießen in bester Erinnerung bleiben. Oie Straßenbahnlinie Bahnhof— Schützenbans ist stillgelegt. Die sog. „Rote" Linie der Straßenbahn auf der Strecke Bahnhof—Marktplatz—Schützenhaus ist nun« mehr endgültig ftittgefegt morden. Mit der Entfernung des Schienen- und Leitungsmaterials ist in der Licher Straße begonnen worden. Einstweilen sind zur Befriedigung des Berufsverkehrs städtische Omnibusse je nach den Erfordernissen des Fahrgastzuspruchs bereitgestellt worden, die vor allem morgens und gegen Abend die Fahrten für den Berufsverkehr ausführen. Soweit die Raumverhält- niffe es zulassen, können bei diesen Berufsfahrten auch andere Fahrgäste den Omnibus benutzen. Dieser Notbehelf wird aber voraussichtlich nicht allzu lange dauern, denn etwa von der Mitte dieses Monats ab dürfte der Obus den Derkehrsdienst aufnehmen. Fettverbilligung für die minderbemittelte Bevölkeren;. Die von der Reichsregierunb zur Derbilligung der Speisefette für die minderbemittelte Bevölkerung getroffenen Maßnahmen werden für die Monate Juli, August und September 1941 weitergeführt. Zum drittenmal das Gaudiplom erhalten. Die Zigarrenfabrik Joh. Balch. Noll in Gießen erhielt zum drittenmal das Gaudiplom für ihren Zweigbetrieb in Alten v er s. Ferner sprach der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront der Firma für chre übrigen Betriebe in einer Urkunde Dank und Anerkennung aus. Betreuung unserer Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht veranstaltete durch die NSG. „Kraft durch Freude" in der vergangenen Woche mehrere Konzerte für unsere Verwundeten. Schüler und Lehrer der Justus-von- Liebig-Schule in Gießen musizierten in einem Lazarett unter Leitung von Musiklehrer Dietrich. Der Schülerchor sang verschiedene Lieder. Instrumentale Musik wurde durch Schüler mit Unterstützung von Lehrern geboten. Musiklehrer Dietrich sang, von Studienrat Kraus am Klavier begleitet, Lieder bon Schubert. Reger Beifall dankte für die schöne Unterhaltung. — Bei schönem Sonnenschein sang im Garten eines Lazarettes der Verein „Harmonie aus Watzenborn-Steinberg Volks- und Soldatenlieder unter Leitung feines Chormeisters Burger. Die Verwundeten und Kranken lauschten dankbar den schönen Liedern. Anschließend fang der Verein noch in einem anderen Lazarett ein Ständchen. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsführerin, Frau Wrede, wurden von den Ortsfrauen- schaften in Großen-Linden, Langgöns und Allen- dorf an der Lahn für die Lazarette in Gießen eine große Zahl schöner Kuchen gestiftet. Mit dem Auto tödlich verunglückt. Am gestrigen Dienstag ereignete sich in der Nähe von Gambach ein schweres Autounglück, das leider ein Todesopfer zur Folge hatte. Ein Perfonenkraft- wagen aus Kastelnder sich auf der Reichsautobahn unterwegs nach Frankfurt a. M. befand, kam an der Ueberführung der Autobahn an der Straße Gambach—Holzheim plötzlich von der Fahrbahn ab und stürzte die Böschung hinunter. Dabei wurde von den beiden Insassen ein Oberbaurat aus Kassel so schwer am Kopfe verletzt, daß er in der Klinik ftredtem Finger auf seinen Aermel. „Ihr Rock ist naß." „Das schadet nichts", meinte er — „das Nebel- wetter draußen, das zieht sich in die Kleider." Als der alte Mann hinausging, saß Gerda mit steif zurückgebogenem Kopf da und starrte auf einen Punkt an der Wand, wie ein Buddhist, der aus dem Nichts Erleuchtung erwartet. Um fünf Uhr klingelte das Telephon. Es ist demütigend, daß man wie ein ertapptes Kind jäh und grundlos erschrickt, wenn diese Stimme unerwartet über den Draht kommt. „Guten Abend", sagte Dr. Kempf, „ich möchte Ihnen bloß zwei dringende Fragen vorlegen. Frage Nummer eins: Sind Sie von Ihrer Arbeit sehr in Anspruch genommen?" „Meine Arbeit besteht augenblicklich in einer Reinschrift der Wäschelisten." „Frage Nummer zwei: Wollen Sie heute abend mit mir zu Abend essen?" „Ist das so dringend, Herr Doktor?" Die Stimme schwieg eine Weile still und sagte dann beherrscht: „Sie wissen es doch!" ,Zch weiß gar nichts", murmelte Gerda und war schon wieder auf der Flucht. „Wenn es Ihnen recht ist, hole ich Sie um acht Uhr ab." „Es geht heute nicht — ich kann wirklich nicht, der Abend stt schon eingeteilt. Um halb neun muß ich zu Baron Birinsky wegen verschiedener Unterschriften, auch kommt Paul zum Tee." — Hier schluckte Gerda. Was sie nachher vorschlug, klang höflich, aber unecht. „Wollen Sie nicht gleichfalls kommen? Es würde mich freuen." „Nein", sagte Clemens Kempf ohne Begründung. Wie gut sie sich ihn vorstellen konnte, wie er :n feinem Hotelzimmer neben dem Apparat stand — verdrießlich darüber nachdenkend, was er wohl nun mit dem Abend anfangen sollte. Und im Spiegel neben der Etagere erblickte sie sich selber — in ihrem alten blauen Bürokleid, das an den Ellenbogen gestopft ist, mit dem müden Gesicht und den lieblos zurückgesttichenen Haaren. Ihre Mundwinkel verzogen sich. ^Jch verdenke es Ihnen nicht, wenn Sie nicht kommen. Es ist jetzt ziemlich trostlos im Hause Luckner." „Begreiflich", fand Kempf, „aber neulich haben Sie ja schon angebeutet, daß Sie nicht mehr lange in dieser Trostlosigkeit bleiben werden." „Es hängt von Verschiedenem ab", murmelte sie — aber was wußte sie, wohin sie bann gehen sollte! „Von wem hängt es ab?" wollte der Mann am andern Ende des Drahtes wissen. Ihr fiel etwas ein. „Ich glaube, von der Polizei. Sicher wird man mich jetzt wieder jeden zweiten Tag vorladen. Ich habe nämlich etwas entdeckt." Das Telephon knisterte und knackte. „Entdeckt?" sagte Kempf. „Etwas Wichtiges?" '„Ich weiß nicht, ob es wichtig ist, die Polizei wird sich schon einen Reim drauf machen. Ich bin nämlich draufgekommen, daß der Aermel, der schwarze Tuchärmel dieses Menschen, der mit Pola aus dem Saal hinausgegangen ist, naß war." Es erfolgte keine Antwort. „Hallo", sagte Gerda befremdet, und wiederum kamen Geräusche aus dem Hörer, bevor sich Kempf meldete. Er meinte ärgerlich, es feien atmosphärische Störungen —. Vorhin hat er mit der Deutschen Lufthansa gesprochen und nur abgehackte Brocken als Antwort bekommen. „Weiß der Himmel, ob sie mir morgen einen Platz freihalten werden!" sagte er grimmig. „Wie war das vorhin? Der Aermel ist naß gewesen?" „Ja." ' Pause. „Sind Sie sicher?" fragte Kempf. „Ja. Ganz sicher!" „Und wie erklären Sie es?" Gerda suchte krampfhaft nach einer Erklärung — । bestürzt horchte sie auf ihr Herz, das wie von einem Stoß getroffen gegen die Rippen flatterte und ihr den Atem fortnahm. Er reift also! Es ist soweit, daß er reift — sie wird ihn nicht mehr sehen — sie hat seine Einladung zum Abendessen abgelehnt — sie wird bei Birinsky fitzen und Listen vorlegen und Rechnungen und eingelaufene Post. Der Mann, der im Hotel Bristol neben dem Apparat steht und dicke graue Rauchwolken aus feiner Zigarre fangt, ftürt nichts davon, daß er ihr in dieser Minute nahe ist wie nie zuvor, daß er ihr aus allen Winkeln des Zimmers entgegenkommt, ein großer, schlanker, eleganter Mensch, eine überlegene, etwas skeptische zu Gießen, wohin man ihn gebracht hatte, verstarb. Der Kraftwagerrführer kam mit leichten Verletzungen davon. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmartt) in der Diehoersteige* rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 48,5 bis 49, Bullen 47.5 bis 52, Kühe 29 bis 47,5, Färsen 43,5 bis 48,5, Kälber 38 bis 57, Schafe 32,5 bis 48 Rpf. je V- kg Lebendgewicht. Für Schweine wunden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1L0, bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e—f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08, h (Eber) 1,08 RM. Markt* verlauf: regelmäßig, alles zugeteilt. ♦ ** Ei n Siebzigjähriger. Seinen 70. Geburtstag beging der Reichsbahn-Lokomotivführer a. D. Friedrich Neumann, Tannenweg 32, Mitglied der Gießener Marinetameradfchaft. Neumann hat von 1892 bis 1895 auf dem früheren Linienschiff „Baden" gedient und trat später dem Marine- Bund bei. Für seine langjährige treue Zugshörigkeit wurde ihm das Ehrenzeichen in Gold verliehen. Außerdem ist er im Besitz des Verdiensttreuzes 2. Klasse. Neumann ist feit längerer Zeit Blockwart des Reichsluftschutzbundes. Dem Jubilar unsere herzlichen Glückwünsche. ** B e i der Arbeit verunglückt. Der 52jährige Johannes F a u l st i ch aus Kisselbach, Ge- folgschaftsmitglied der Firma Buderus in Lollar, erlitt bei der Arbeit einen Unfall und zog sich einen Oberfchenkelhalsbruch und innere Verletzungen zu. Der bedauernwerte Mann mußte von der Sanitätsbereitschaft Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden. ** Städtis che Bücherei. Im Mai sind 1971 Bände ausgeliehen nZorden. Von diesen Bänden tarnen auf: Zeitschriften 14, Gedichte und Dramen 16, Erzählende Literatur 1125, Jugendschriften 327, Länder- und Völkerkunde 146, Kulturgeschichte 3, Geschichte und Biographien 181, Kunstgeschichte 5, Naturwissenschaft und Technologie 68, Heer* und Seewesen 31, Haus- und Landwirtschaft 4, Gesund- hettslehre 1, Religion und Philosophie 6, Staatswissenschaft 37. Sprachwissenschaft 1, Sport 6 Bände. Aus der engeren Heimat. Schweinemarkt in Lich. * Lich, 3. Juni. Der heuttge Schweine- markt wies einen Auftrieb von 133 Ferkeln auf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 20 bis 25, 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 30 RM. pro Stück. Bei flottem Geschäft wurde der ganze Auftrieb verkauft. Schweinemarkt in Schotten. * Schotten, 3. Juni. Im Rahmen des Schot- tener Pfingstmarktes war der Schweinemarkt mit 320 Ferkeln beschickt. Man bezahlte für 6 bis 7 Wochen alte' Ferkel 30 bis 32, 8 bis 10 Wochen alte 35 bjs 45, 11 bis 13 Wochen alte 50 bis 61 RM. pro Stück. Das Geschäft verlief flott, so daß der Auiftrieb ausverkauft wurde. Landkreis Gießen. KSteinbach,4. Juni. Am heutigen Mittwoch, 4. Juni, kann unser Mtbürger Ludwig Pitz I., Landwirt und Fuhrmann, in guter Gesundheit seinen 7 0. Geburtstag feiern. — Am morgigen 5. Ium feiert Frau Katharina Gerhard, geb. Horn, Witwe des am 3L 1. 1928 verstorbenen Hein- Oss - Kreuz ist das Garantiezeichen für bewährte Arzneimittel, die sich die ganze Welt erobert haben, »Äoyet* - Arzneimittel werden von den Ärzten in aller Welt ver» .ordnet und von Millionen mit vertrauensvoller Zuversicht gebraucht. BAYER V E > XJLz Persönlichkeit, hinter deren Oberfläche sich aber auch Gefühle verbergen, gewiß auch Gefühle, sorgsam gehütet zwar und gebändigt, aber dennoch spürbar und verwirrend. Wie lange braucht man, um zu vergessen, daß man van Clemens Kempf geliebt worden ist? — Nein — denkt Gerda, skeptisch noch im Chaos — er hat sie nie geliebt, er ist bloß irgendwie hängengeblieben. Damals im Ring- straßenhotel, als sie den Zobel durch die weitz» golbene Tiefe des Saales trug, hat sich das Bild einer wie im Tanz schwingenden schlanken Frau, fast nackt unter dem unerhört kostbaren Pelz, in ihm festgesetzt, und er hat eine Zeitlang versucht, die Seifenblase schwebend zu erhalten. Das :st wohl alles. Aber wenn sie ehrlich ist, dann muß sie es auch mit ihren eigenen Gefühlen sein. Es ist ihr unmöglich geworden, sich gegen ihn zu wehren, sie hat ihm ihr Herz ausgeliefert, und wenn er reift---. Mit dem Telephon schien wirklich etwas los zu fein, eine ferne Stimme murmelte wie in einen Wollfack hinein, rückte dann wieder mit einem Schlag in beängstigende Nähe. Sie hörte ihn aufatmen — „sicherlich heute abend mit ihrem Detter besprechen!" meinte Dr. Kempf. Es klang abschließend. Dann räusperte er sich. ,Jetzt möchte ich Ihnen noch Adieu sagen, ich fahre morgen!" (Oh, es ist soweit?!--) „Bedauerlicherweise werde ich Sie nicht so rauf) vergessen können, wie ich möchte. Den letzten Abend habe ich mir auch anders vorgestellt. Man sagt, diese Stadt hat etwas vom Hörselberg an sich — früher habe ich darüber gelacht. Jetzt tue ich's nicht mehr " „Leben Sie wohl, Herr Doktor, und gute Reifet" sagte Gerda lahm in den Hörer. „Alles Gute, Gerda! Ich fahre nicht gerade gut gelaunt nach Brasilien." Ein dünnes Pfeifen kam aus dem Draht, und die Stimme löschte aus. Gerda Maurer preßte den Hörer ans Ohr — „Hallo — Hallo! —" Aber die Worte gingen schon unerreich- ' bar fern in einem knatternden Brausen unter- --und werde Ihnen Orchideen schicken", verstand sie noch. Dann war ein knisterndes Feuerwerk und Schluß. (Fortsetzung folgt) SJ.-fpor/ R. I. 58 Sek.; 2. MW. 59,6; 3. VfB.-R. II. 59,7. - ' igen, wc H. mann GRV. Schmarotzer an der Seife? n Wen, 2Ingr Wilhelm Weber Hanni Weber 501D Kaufe ständig gut genährte 01894 Giefaeo Wetzsteingasse 10 Telephon Ein Bogelsberg. e 14 Monate alt. verkaufen. ou»> zu verkaufen Zu erfragen in Sichertshausen, der Geschäfts^ Haus Nr. 53. des Gieb. Ans- Mittwoch 2477 D eingetroffen »Ä Carl Schunck unter 01893 an Leu Gietz. Anz. Bahnhofstraße 66 Stadttheater Meistens kennen Sie diese Schnta- roher gar nicht, und doch fressen, sie laufend an Shrerr Seifenbeständen, einerlei, ob es sich um Stückseife handelt oder um die Seife, die im Waschpulver enthalten ist. Sie selber sind daran schuld, baß die Seife immer so schnell zu Ende geht, ohne baß Sie es sich erklären können. Da ist zunächst der Schmarotzer y einen &n, am genau so gut. Del hartnäckigen Fleckei nimmt man etwas Scheuerpulver aus den Lappen. Die kostbare Seife heb! man für Gesicht und Körper auf! Heute Im Kriege heißt es für alle: mit* helfen, um durch richtiges und sinnvoll« Arbeiten im Haushalt sich selber utd unsere Wirtschaft vor Verlusten jU bewahren. Kalk. Sie wissen: erst wenn die Seife gut schäumt, kann sie auch gut reinigen! fjn vielen Städten Deutschlands, zum Beispiel in Berlin, Hannover, Braunschweig, Leipzig, Köln, Stuttgart usw.,' hemmt da» kalkhaltige Wasser die Schaumkraft. Ein großer Leis der Seifenwirkung wird vernichtet. Man hat ausgerechnet, daß bis zu % Pfund Seife in. einem mittelgroßen Wasch» lessel de» hartem Wasser verlorengeht. Wenn man hier nicht» tut, verliert man einen großen Test seiner Seifenbestände, ohne von der Seife eine Wirkung zu haben. Man muß deshalb das Wasser vor dem Waschen weichmachen, damit die Schaum» und Waschkraft der Seife entwickelt werden kann. Das geschieht mit Bleichsvda. Am Abend vor dem Waschtag verrührt nach einem guten Scheuerpuloer und schon löst sich auch der zäh Öl- und Teerschmutz wie von selb Da, wo schmutzige Hände gewasche werben, soll stets ein bewährtes Scheuen pulver. zur Hand sein. Für das Scheuern von Fußböden, Fliesen und Fensterrahmen darf mai man einige Handvoll davon im Wasch» kessel. Über Nacht wird bas Wasser wundervoll weich. Morgens merkt man dann, wieviel besser die Lauge schäumt unb um wieviel kräftiger sie reinigt. Durch Weichmachen des Wassers kann man in einem mittelgroßen Haushalt im Fahre mehr als II) Pfund Seife sparen! Es gibt Noch einen weiteren Schmarotzer an der Seife: das ist Teer, Öl, Schmier und ähnliches an den Händen. Sie haben'» sicher schon mal ausprobiert, wie lange man reiben muh, wenn man Teer und öl von den Fingern kriegen will. Immer wieder entwickelt man ein warmes Schaumbad — und der Teer bleibt doch dran! Auch das ist unnötiger Seifenoerbrauch. Ein Griff 2lr deut! Wey! broch famn K de Lin unter ngengenei DJ M.MAii oder IM zur selbständigen Führung eines frauenlos. Haushaltes gesucht. Winterbilder jetzt in Ruhe ordnen! Vergrößerungen von den schönsten nachbestellen, Bilder einkleben und Alben beschriften. Dann ist die winterliche Bilderbeute gesichert für spätere Zeiten. Es berät Sie der reich Mend Meschlch **5 alle linlice.ti« Leihgestern, Gießen, Massenheim, Großen-Linden, den 3. Juni 1941. 3. Becker, Mtv. 9,06 in. — Speerwurs: 1. Hai, ner, Mtv. 39,15 m; 2. Ketterer, Mtv. 28,20 m. Schwerathleten, Leichtgewicht. Gewichtwer, fen: 1. Klotz, VfB.-R. 13,41 m; 2. Weiler, VfB.-R. I 13,25; 3. Funk, VfB.-R. 12,95 m. — Stein, t stoßen: 1. Weiler, VfB.-R. 7,56 m; 2. Beuten Sportgemeinde Steinbach 7,22; 3. Funk, VfB.-K 6,95 m. — Schwergewicht. Gewichtwerfenj i! 1. Dr. Luh, VfB.-R. 16,51 m; 2. Roeller, DfB.-Sj | 11,90 m. — Stein stoßen: 1. Dr. Luh, VfB.-R i! 9,73 m; 2. Roeller, VfB.-R. 7,35 m. 3 Enkelkinder. Gießen (Hillebrandstr. 5), Mainz, Essen, Büdingen. Die Beerdigung hat nach dem Wunsche der Verstorbenen hier in aller Stille stattgefunden. kl.Linden Schüler — W.-Steinberg Schüler 2:0. Die technisch besser ausgebildete Schülermannschaft von Klein-Linden konnte schon in der evsten Halbzetz mit 2 Torerfolgen den Sieg sicherstellen. Die zweitz Halbzeit war ausgeglichen und verlief torlos. Frauen. 4 mal 100-m-Staffel: 1. VfVZ MLn’® T RÄ • 9 5ig 6- 3 VtB -R II 59.7. -WM"... vor Schluß der Linksaußen einen Strafstoß noih ins Tor lenkte, war der Sieg der Mannschaft sicher Klein-Linden 2. Jgd. — W.-Sleinberg 2. Jgd. 34, den Verwaltungsmitglieder einstimmig wiedergewählt wurden. Zum Schluß ergriff Ortsgruppenleiter Schmidt das Wort und lenkte die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die großen Ereignisse der Kriegführung, die ermöglicht wurden durch die eiserne Einheit der Heimat mit der Front, wozu auch in ihrem besonderen Teil die deutschen Geldinstitute beitragen würden. Dank der nationalsozialistischen Volks- und Wirstchaftsführung könne Deutschland guten Glaubens seinen Endsieg mit Gewißheit erhoffen. Die Bereitschaft zu höchster Pflichterfüllung im Staate sei Selbverständlichkeit für jeden Volksgenossen. Oer EdderSheimer Raubmörder zum Tode verurteilt. Lpd. Frankfurt a. M., 3. Juni. Von dem Sondergericht wurde am Dienstag der 30jährige Fridolin Käs aus Eddersheim wegen vollendeten Mordes in Tateinheit mit besonders schwerem Raube als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. Käs hatte in der Rächt zum 26. Mai die etwa 70 Jahre alte Witwe Margarete Jost in Eddersheim in ihrer Wohnung ermordet und aus der Kommode 45 RM. Bargeld geraubt, um bei einem Wirt in Kelsterbach seine Zechschulden zu bezahlen. Da der Angeklagte nach dem Gutachten des Sachverständigen bei Begehung der Tat im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen war, kam der § 51 nicht in Frage. Käs hat, wie die Beweisaufnahme und sein eigenes volles Geständnis beweist, die rohe Tat mit voller Ueberlegung ausgeführt und ist nach den Worten des Vorsitzenden ein wertloser asozialer Mensch, der sich durch seine Tat selber außerhalb der Volks- gemeinschaft gestellt hat. &at vc ■ Sie bei Ifl Mai zw [ mir W (F< die i .fln9epa N bei wtlinj. 32. Mittwoch-Miete! 19.30—22.30 Uhr Boccaccio Operette von Supp6. Preise von RM. 0.90 bis 3.60. I xt/ Karin Unsere zwei Jungen haben ein 3. 6.1941 Schwesterchen bekommen In dankbarer Fre ude Helene Anton, geb. Mischler Claus Anton, Kaufmann z. Z. bei der Wehrmacht Gießen, Friedrichstraße 1 p. INrie & « t> 1 trt d In Haushalt wirb alleinsteh. Iran oder äiler.lNWen gesucht. 2469D Superintendent i. R. Wieder, Liebigstr. 33. Zur Führung meines Haushaltes suche ich ein Mädchen oder Frau im Alter von 30 bis 45 Jahren, ganz ober nur tagsüber. Schr. Ang. unt. 01883a.d. G.A. Die erste Halbzeit zeigte eine Ueberlegenheit der Gäste, die, wie die Gastgeber, durch einige Leute aus der ersten Jugend verstärkt waren. Klein-Lindch hatte das Pech, zwei Eigentore zu treten. Dann fanden sich die Gastgeber wieder, und ihr KamH geist fand in 2 Toren seinen Lohn. Rach der Pa^se spielte Klein-Linden überlegen und konnte bur| einen Elfmeter den Sieg erringen. heilte auf keinen Fall Seife nehmen! delt Mit gebrauchter Waschlauge geht ti Eine Dose „Kufebe11 reicht z. B. für Kinder bis zum 6. Monat für 12 Taäe oder 60 Mahlzeiten. Die Kleinen gedeihen gut beinKufeks“ upd ditMüiisrÜwtn Mühen 1889. Klein-Linden 1. Jgd. — Watzenborn- Steinberg 5:3. Watzenborn-Steinberg trat mit Ersatz an und konnte anfangs das Spiel überlegen gestalten. Es erzielte bald den ersten Erfolg, aber Klein-Linden ließ trotz einiger Mißerfolge nicht .locker und er- zwana durch Alleingang seines Rechtsaußen den Ausgleich. Die Gäste kamen wenige Minuten später wieder in Führung, mußten aber bis zur Pause wieder den Ausgleich hinnehmen. In der zweiten Halbzeit gingen die Gäste wieder in Führung. Dann verließ sie das Glück. Die Gastgeber kamen abermals zum Ausgleich. Ihr weiterer Angriffsgeist wurde durch ein 4. Tor belohnt, und als 10 Minuten MW m AM gesucht für leichte sitzende Beschäftigung ziehen. Die Friedberaer gleichen aber sofort wieder aus. In dem nun hart entbrennenden Endkamps kann Becker die Gießener durch ein schönes Tor wiederum in Führung bringen. Die Friedberger drängen daraufhin mächtig, und es gelingt ihnen tatsächlich, noch den Ausgleichsweffer zu schießen. Kraft (1900) leitete das Spiel gut. Handball in Watzenborn. Tv. Wahenb.-Slbg. I.Jgd. — Tv. Heuchelheim 1. Jgd. 8:12 (6:6). Am ersten Pfingsttag weilte die 1. Handball- Jugendmannschaft des Tv. Heuchelheim zum Rückspiel in Watzenborn-Steinberg. Nach wechselndem Kampf, bei dem die Gäste stets eine leichte Ueber- Todesanzeige. Allen unseren Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß unsre liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Anna Fay et, geb. Noll am 11. Mai 1941 im 86. Lebensjahr hier verschieden ist. Porto Alegre (Brasilien). In tiefer Trauer: Major a. D. Karl Emrich und Frau Maria, geb. Fayet Dr. Jorge Fayet und Frau Elly, geb. de Alma, und Töchter Paul Fayet und Frau Alzira, geb. Dexheimer, und Kinder Hans Fayet und Frau Elfriede, geb. Mertens. 2479 D 2Beitfprungi 1. Lauer, VfB.-R. 4,69 m|l 2. Clarius, Mtv. 4,35; 3. Weber, VfB.-R. 4,26 m fc/ hul — Kugel st oßen: 1. Keßler, Mtv. 9,84 ms jf: l; r. Martin, Mtv, 9,46; 3. Muhl, 9,03 m. W — 10 0-m = Sauf: 1. Sauer, VfB,-R. 14,3 Sek,, h 2. E. Seim, Mtv, 14,7; 3. Marius, Mtv, 15,3 Sei, BJ®» h — Hochsprung: 1. Clarius, Mw. 1,25 m; iW . 2. Lauer, VfB.-R. 1,25; 3. M. Seim, Mw. 1,25 m. • Jugend. 75^m-Laus: L Zimmer, VfB.-R. JJ3’® 9,4 Sek.; 2. I. Rolfes, Mw. 10; 2. Mellinger. Geld, irmband (einfache starke Kette) auf dem Wege Gießen— Heuchelheim — Abenbstern verloren. Gegen gute Belohnung abzug. bei Gö dicke, Gießen, Stein- straße 15. oi884 | Kaufgesuche | Gut erhalt, mob. fiinöet' Sportrofloen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01891 a.d.G.A. |Verschiedenes| Gol-.Ring breit/M.Sternen- zeichen. in der Anlage an der Plockstraße ,01881 verloren. Abzugeb. gegen Belohnung Ludwigstr. 30 bei Knebel. kiniieriWeii Heike oetloreo Abzug, geg. Bel. Bismarckstr.lQv KleineAnzeigen Im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Lehroitti für Büro per sofort gesucht. Stoffspezialhaus Bernard LSohn Gießen Plockstr. 14—16. [Stellengesuche] . Ehrliches Mädel asts Sachsen, 20 I. alt, sucht zum 1.7.41 ob. später Stellung i.Haus- halt. Kochkenntnisse vorhanben. Schr. Ang. unt. 01885 a.b.G.A. | Empfehlungen | Adressen v. Groh-Deutsch- lanb und ben neuen Gebieten: Subetenlanbusw. sind lieferbar. 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