Donnerstag, 3. April Ml Eichener Anzeiger Wir brauchen nichts über die Heftigkeit zu sagen, be» 158 727 539 620 518 Vereinigten BirßüÄJu. und r v $ 102 Staaten LlGA.-Oiplomaten im Südosten. Flucht vor dem serbischen Chauvinismus. Mit tausend Ileichsdeutschen aus Jugoslawien die Donau abwärts nach Wien. Oer Wehrmachtbericht Berlin, 2. April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Panzerkräfte des deutschen Afrikakorps nahmen am 31. Wärz bei gewaltsamer Aufklärung in Bordafrika Im Zusammenwirken mit der deutschen und italienischen Luftwaffe einen oorge- fchobenen Stützpunkt und eine ausgebaute Stellung des Feindes. Feindliche Gegenstöße blie- in die tatsächliche Notlage, die ja sonst offiziell nicht gerne zugegebssn wird. Sie besagt, daß der Mangel an Frachtraum bereits die unmittelbaren Lebensinteressen Chiles bedrohe, und daß diese Maß- prt der USA. nach Jbero- merika ....... hrt der ibero-amcrikani- ten Länder nach USA. . ^mit ist im Windel der ^Mittel- und Südamerika Es ist hier nicht der Ort, die völkerrechtliche Serie dieser Angelegenheit zu besprechen Man darf wohl mutmaßen, daß der Schritt Chiles für die USA. nicht überraschend kam, denn dort wurde er auffallend schnell kommentiert. Einen Präzedenzfall kann man immer brauchen ... und als solcher ist er auch.ausgiebig ausgeschlachtet worden. Im Zusammenhang der vorliegenden Betrachtung ist vor allem wesentlich das offizielle Eingeständnis der Bedrängnis, in welche ein südamerikanischer Staat — und nicht nur dieser eine — durch den Krieg, im besonderen durch die Blockade, gebracht wurde. Man könnte die Aeußerungen Chiles beinahe als einen „Notschrei" bezeichnen. Daß man hier den Hauptverantwortlichen, den Urheber der Blockade, England, nicht beim Namen, geschweige denn beim richtigen Namen nennt, — das gehört wieder in ein anderes Kapitel. (Scherl-Bilderdienst-M.) ben erfolglos. Es wurden Gefangene gemacht Genau vor acht Tagen bildeten sich, so berichteten die Flüchtlinge, in Belgrad die er st en ' .. .ii.. imn pm nl 1 lrhr> er St | ■Mn j iM | Wien, 3. April. (DNB. Funkspruch.) Mittwoch nachmittag legten zwei Dampfer der Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft mit rund 1000 Deutschen aus Jugoslawien an Bord, an der Reichsbrücke in Wien cm. Serbische Willkür und serbischer Vernichtungswille haben alles zerstört, was diese Deutschen sich mit vieler Mühe aufgebaut hatten. Die Flüchllinge erzählen nur in knappen Worten von den furchtbaren Tagen, die sie in Jugoslawien nach dem Staatsstreich durchmachen mußten. zahlreiche britische Panzerspähwagen und Kraftfahrzeuge im Erdkampf und durch Luftangriffe vernichtet. Der Feind zog sich in Eile auf A g e d a - b i a zurück. Die eigenen Verluste sind gering. Ein Unterseeboot unter Führung des Kapi- tänteutnants Herbert Schultze versenkte im Bord- atlantik zuch größten Teil aus Geleitzügen heraus fünf feindliche Schiffe mit zusammen 35 300 BRT. Wit der Vernichtung eines weiteren torpedierten großen Dampfers ist zu rechnen. Flugzeuge eines Kampfgeschwaders unter Führung des Majors Ulbricht vernichteten sechs s M Nh Bi$ 6ro sse Sy rte ===. KasrNum große Tankschiffe mit zusammen 42 000 BRT. am Eingang des St.-Georg-Kanals. Eine kette des gleichen Verbandes, unter Führung von Oberleutnant Münz griff — wie schon gemeldet — einen Flugplatz an der britischen Südküste mit durchschlagendem Erfolg an. Hierbei wurden Bombenvolltreffer in hallen und Unterkünften erzielt und 24 Flugzeuge mit Sicherheit am Boden zerstört. Andere Kampfflugzeuge beschädigten fünf große Handelsschiffe schwer. Weitere Bombenangriffe richteten sich gegen Flugplätze auf Bew Quay und in den Midlands. Der Feind flog weder bei Tag noch bei Rächt in das Reichsgebiet ein. ^L0 Millionen Liter Treibstoff vernichtet. Die Verluste der britischen Tankschiffahrt. Berlin, 2. April. (DRV.) Die englische Tankschiffahrt hat in den letzten Tagen außerordentlich große und bei dem jetzigen Stande des englischen Tankschiffbaues unerfehliche Verluste erlitten. Wie der Wehrmachtbericht vom Sonntag. März, meldete, versenkten Unterseeboote fünf I nkdampfer, die zum Teil aus stark ge- Geleitzügen herausgeschossen und versenkt . .. :n. Am Dienstag, 1. April, haben Teilkräfte eines deutschen Kampfgeschwaders im St.-Georg- Kanal einen englischen Tanker-Geleitzug angegriffen und fechs große Oeltransportdampfer vernichtet. Ohne Einrechnung der im Miltel- meer entstandenen Tankerverluste hat die britische Handelsflotte allein im Sperrgebiet um England in den letzten Tagen elf große Tankdampfer mit insgesamt 84000 BRT. ein- gebüßt. Die Ladefähigkeit dieser elf Tankdampfer umfaßt rund 110 000 Tonnen oder 110 Millionen Liter Treibstoff, die der britischen Wehrmacht und Kriegswirtschaft innerhalb weniger Tage verlorengegangen sind. Neue schwere britische Gchiffsverluste panzerkräste des deutschen Afrikakorps besetzten Marsa el Brega. Balkanpolitik macht. Das ist ein Kapitel für sich. Ein anderes Kapitel sind' seine Vertrauensmänner, seine Diplomaten auf dem Balkan. Honorigkeitshalber muß hinzugefügt werden, daß sie samt und sonders nicht aus der amerikanischen Berufsdiplomatie stummen. Sie sind von Haus aus die Geldkönige der Roofeveltwahlen gewesen. Sie haben den Präsidenten mit ihren Millionen „gemacht". Und nun revanchiert sich der Präsident, indem er ihnen, die er aus sozialen Gründen nicht in - JjOT W W iip’j !«r°" er als k" rn/F uni) v en. Annahme von Anzeige« für die Mttaasnummer biZ8'/,Ubr des Vormittags Anzeigen-Preiler Anzeigenteil 7 Not. te mm bei 22 mm Aeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe r Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25'/l> mehr 1 N eis, । 'ston. । iniQih tat 5J«. Nix fe I iw I unter I lat Qr I N I I r Siiii I .Ni i inh I iijtet I wenig Ergänzungsmöglichkeiten stehen. Wie stark der Mangel an Frachtraum die Abwicklung des ohnehin schon eingeschränkten Außenhandels auf diesem Kontinent beeinträchtigt, das beweist die Begründung des kürzlich unternommenen Schrittes Chiles, der Beschlagnahme dreier dänischer Schiffe, die im Hafen von Talca- huano festliegen, weil E/igland sie als Brisen erklärt hat für den Fall, daß sie aufs offene Meer kommen. Chile hat diese Schiffe in den eigenen Dienst gestellt und läßt sie unter chilenischer Flagge fahren. Die Begründung dieser Maßnahme gibt einen Einblick KasrTo Muktar^Z ÜAgheilaV AbuGreTtfi Zusammenrottungen. Juden und englische Agenten warfen Geld unter den Pöhel, kauften Alkohol in großen Mengen und verschenkten ihn an die Serben. Die Folge war, daß in der Nacht der Mob gröhlte: „Hoch England, nieder mit Deutschland". Am Donnerstagmorgen tobte sich der serbische Chauvinismus in seiner Wut gegen alles, was deutsch ist, aus. Studenten, Lehrer, Juden, Freimaurer, Offiziere und serbische Soldaten ergingen sich in Schmährufen auf Deutschland, die Polizei fand „natürlich" keinen Anlaß, diesem Toben Einhalt zu gebieten. In .den SckMen wurden die deutschen Kinder von serbischen Schulern angerempelt, ohne daß die Lehrer es für notig hielten, dagegen einzuschreiten. Als die Gewalttätigkeiten gegenüber den Deutschen immer großer wurden, erging an die Reichsdeutschen die Aufforderung, das Land zu verlassen, am Sonntagabend traten sie nun aus Belgrad, Neusatz und allen anderen Städten und Dörfern, wo Reichsdeutsche wohnten, die Rückkehr in die Heimat an. Alle sind der Ueberzeugung, daß für die unerhörten Vorfälle allein die serbischen Hetzer und die englischen Agenten verantwortlich sind. London hat mit seinen Verlockungen und Versprechungen die wildeste Zügellosigkeit bei den Serben geweckt. Oer inter amerikanische Handelsverkehr Von unterem O. R.-Berichterstatter Lebhafter Beifall in London. rrStt den besten und freundschaftlichsten Beziehungen" zum neuen Kurs in Belgrad. Stockholm, 2.April. (DNB) Wie Reuter meldet, fand Mittwoch im Unterhaus die Machtergreifung der neuen jugoslawischen Regierung eine warme Huldigung durch den Unterstaatssekretär im Außenamt Butler, der für die britische Regierung sprach. Butler, den man gebeten hatte, eine Erklärung Über die Entwicklung der Lage in Jugoslawien und auf dem Balkan im allgemeinen abzugeben, erwiderte: „Seit meiner Erklärung in der vorigen Woche hat sich die Lage durch die Machtergreifung einer neuen jugoslawischen Regierung von Grund auf geändert. Die britische' Regierung steht in den besten und freundschaftlichsten Beziehungen zu der neuen Regierung. Wie Reuter ferner meldet, fand am Mittwoch in London ein Dankgottesdienst statt, durch den die Thronbesteigung von König Peter auf den jugoslawischen Thron gefeiert wurde. König Georg von England wurde dabei von einem Brüder, dem Herzog von Gloucester, ver- tteten. Jugoslawiens Gesandter D u b b o t i c hatte sich am Dienstagmittag ins britische Außenamt begeben. Es wird erklärt, daß der Besück im Zusammenhang mit den Ereignissen in Jugoslawien stehe. Freimaurer zum Bonus von Neusatz ernannt. Belgrad, 2. April. (DNB.) Zum Bonus des Donau-Banats (Neusatz), das das Hauptfied- l u n g s g e b i et der deutschen Volksgruppe umfaßt, wurde der frühere Staatssekretär im Innenministerium Dr. Milorad D l a s ch k a l i n ernannt. Er ist Freimaurer und wurde im August 1940 von seinem Posten im Innenministerium ent- fernfc da er allzu offensichtlich deutsch» und mgs hoffte. rzu kommt eine Tatsache, die die Bedeutung der ixm Zahlen noch weiter herabmindert. Erhebliche Jrqen der Ausfuhren nach den, USA bestehen Mich aus Gütern, deren Gewinnung und Bear- nicng bereits, in Südamerika mit nordamer'.- ischen Kapitalien und unter nordameri- l(h cher Kontrolle betrieben wird, so daß also auch Jndustriegewinn aus der Herstellung nicht den kjivgungsländern, sondern den USA.-Kapitalisten Mitefommt. Anderseits geht aus den genannten Siftrn noch hervor, daß zwischen dem Ausfuhrwert )e ibery-amerikanischen Länder nach USA. und )en Ausfuhrwert der USA. nach Jbero-Amerika tue ziemlich große Differenz zugunsten der Ver- ihkten Staaten besteht. Diese haben nämlich um « TliQ. S mehr an die Südamerikaner oerruft als sie diesen ab gekauft haben. Im be- 'ök^ren Fall Chiles sind die entsprechenden . sihlm in Millionen Dollar: 1939 1940 Zunahme itali enfeindliche Umtriebe begünstigt hatte. Auch die Bank von England brannte. Genf, 3T nach Nordamerika nicht viel im Lande felbft ilima?n. Chiles größte Zeitung der 'Mercurio , I dazu kürzlich: „Solange die USA. uns Nicht I nthi obfaufen als nur Kupfer und Salveter, wor- c w der Gewinn nur in die eigenen Taimen Des ! tibi-rs stießt lo lange glauben wir, daß nur wenig Npicht auk eine ersprießliche Zusammenarbeit be- fielt oder jedenfalls daß es sehr lange dauert, bis e ir; solche in die Wege geleitet ist. Es ist ^br gut rnöil ch daß mir nad) Beendigung des europaiM>en )lr^es' sehen, wie heilsam der Friede m der Wblt hfc’ir den Fortschritt unserer Wirtschaft." |tfe A°uß°rung zeigt, wie stark das Untere fe an baldigen Frieden und an einer Wiederaus- rtfne des Handelsverkehrs mit Europa, d. h. vrak- tiftrit Krostd-utMand. ist Trostdem veriucht man '»wichen. Ausweae zu finden mittels emes er- tll rf Warenaustnufches unter den -b-ra-amersta rüh.r Ländern. Aber einmal find mcf>t t-!'möalichkeitsn gegeben, zum andern f e h 11 e s CUM Hi ein, por allem an Frachtraum. Das ,st jii. deutlich bei den Plänen sur einen 2u ' licn ch zwilchen Chile und Mexiko, tzi. i °° p i Ä ftanr. PtüTeünT; Erhabener Elefant. Von F. G. Sparwasser. (Erhabener Elefant, dies ist der höchste Ehren- n>ame, den ein Europäer im Sudan überhaupt tragen kann. Und Kapitän 21., ein großer Jäger vor dem Herrn, trug diesen Namen mit Recht. Im ganzen.Nigerkn-ie erzählte man sich von den Jagden dieses französischen Militärs, der übrigens einer der bekanntesten Saharisten ist. Wieder mal ist Kapitän 21. aus Safari, diesmal in der Gegend von Zinder. Große Empfänge waren norausgegangen am Hofe des Sultans, wobei viel gegessen und noch mehr gesprochen worden war. Das war Anstandspflicht gewesen, der sich der erhabene Elefant nur ungern unterzogen hatte, aber es gibt eben Dinge aus der Welt, denen man nicht ausweichen kann. f Endlich aber ist es soweit, daß Kapitän A. mit seinem Boy aufbrechen kann. Schwer bepackt sind beide. A. mit Gewehr und Munition, der Boy mit den übrigen Ausrüstungsgegenständen. Stundenlang streifen beide durch das hohe Gras der Steppe, das hart und scharf ist und bloßliegende Hautstellen zerschneidet. Brütend lastet die Hitze auf der unendlichen Weite, und nur selten spendet ein Daum spärlichsten Schatten. Und da -finben sie tatsächlich eine Löwengegend mit Spuren und Lagerresten. Mit erhöhtem Jagdeifer setzen sich die beiden auf die Fährte. Stunden um Stunden veraehen. Starr richten sich die Augen der beiden auf den Horizont, aber nichts ist zu sehen. Vorsichtig setzen sie Fuß vor Fuß, pirschen sich leise vor, geyen auf offenen Strecken mit weitausholendem Schritt, und darüber steht die weiße Sonne des Sudan. Da plötzlich reiht 21. das Gewehr hoch, der Schuß E'"cht hinaus ... und fünfzig Schritte weiter t ein gut ausgewachsener Löwe aus ... ver- indet im hohen Gras. Als sie an die Anschußstelle fommen, finden sie hellroten Schweiß — Lun gen schuß. Nun heißt's vorsichtig sein, damit das angeschofsene Tier sie n'cht unverhofft annimmt. Weiter geht es durch das unübersehbare Gras- feld, aus dem hie und da in weiten Abständen Tamarisken ragen. Dauernd wechselt der gespannte Balkan eine Ablösung der englischen durch amerlka- Nische Geschäftsbeziehungen vorzuschlagen. George Carle ist aber mit der amerikanischen Schwerindustrie im Staate Pennsylvanien „verheiratet". Mächtigster Mann der Kohlenindustrie in Pennsylvanien ist aber der Vater jenes William Bullitt, der als amerikanischer Botschafter In Paris schon »1939 der Mittelpunkt der Kriegstreiber gewesen ist. George Carle begann nach der ersten Wahl Roosevelts als amerikanischer Gesandter in Wien, 1933/34, machte sich dort durch ähnliche Skandalszenen in Nachtlokalen unmöglich und wurde von Roosevelt wegen seiner Beziehungen zu den Kohlenmagnaten von Pennsylvanien zum Gouverneur dieses Staates ernannt. Bei den nächsten Wahlen ... fiel er durch. Darauf folgte seine Ernennung zum amerikanischen Gesandten in Sofia. In Budapest residierte acht Jahre lang der „Käse-König von Chikago", ein gewisser Montgomery, der in den letzten Tagen von dem bisherigen amerikanischen Gesandten in Lissabon namens Pell abgelöst wurde. Der amerikanische Gesandte in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, Gunther, ist nur repäsentatives Organ eines amerikanischen Obersten namens R a t a y , dessen Eltern echte Polen gewesen sind. Dr. Ho. Mlsuokas Europareise wird ihre Früchte tragen. Oer japanische Außenminister vor der presse. Auf der Rückreise von Jtom private Besuche in Berlin und Moskau. Rom, 3. April. (Eurovapreh.) Am Mittwoch- mittag hat der japanische Außenminister Matsuoka die italienischen und die deutschen Pressevertreter in der Villa Madama empfangen. Er sei dessen sicher, so sagte er, daß feine Reise nach Europa ihre Fruchte tragen werde. Er könne erklären, daß nach dem von ihm in den Aussprachen gewonnenen Eindruck nicht die gering st e Möglichkeit von Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mächten des Dreimächtevertrages bestehen könnte, daß sie in bester Uebereinftimmung feien, wie dieser Krieg zu führen sei, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Er fei überzeugt, daß die drei Mächte sich niemals scheiden, sondern Hand in Hand und sehr eng miteinander verbunden marschieren würden. Auf den Hinweis, daß er am Dienstag den Dret- mächtevertrag als einen einzigartigen Bündnisvertrag bezeichnet habe, antwortete Matsuoka, daß natürlich jeder ein Bündnis schließende Staat die eigenen Interessen berücksichtigt wissen wolle. Das Besondere dieses einzigartigen Vertrages dieser Art sei die Präambel, in der zum Ausdruck gelange, daß das große, gemeinsame Ziel die Hauptsache sei und deshalb die eigenen Interessen jedqs Vertragsstaates in die zweite Reihe zu rücken hätten. Aus diesen Gründen besitze das Bündnis der drei Mächte nicht nur eine Grundlage für die Verwirklichung der gegenwärtigen gemeinsamen Ziele, sondern für eine Dauer von Hunderten, ja Tausenden von Jahren. lieber sein weiteres Programm befragt, teilte Außenminister Matsuoka mit, er werde sich von Rom wieder nach Berlin begeben. Sein Aufenthalt in Deutschland sei jedoch privater Natur. Er wünsche Berlin zu sehen, wozu ihm infolge der Reichhaltigkeit der Arbeit beim offiziellen Teil seines Besuches roenia Gelegenheit geboten worden sei. Er werde vielleicht auch eines der Schlachtfelder dieses Krieges besuchen. Er hoffe, daß sich ihm auch i n M o s k a u aus der Heimreise Ge- legenheit zu Besuchen bieten werde, die ebenfalls nur privaten Charakter haben würden. Eine neue Unterredung mit Mussolini. Rom, 2. April. (Europapreh.) Nach dem Emp- fang der Pressevertreter begab sich Matsuoka in Den Klub Der Wehrmacht, wo Mussolini ihm zu Ehren ein Frühstück gab. Daran nahmen außer den Regierunasmitgliedem der Senatsprä- stdent, der deutsche Botschafter und die Vertreter der dem Dreimächtepakt beigetretenen Staaten teil. Nach dem Frühstück fand zwischen dem Duce und Matsuoka eine lange und herzliche Unterredung statt. Nachmittags stattete Matsuoka auch dem Forum Mussolini einen Besuch ab, von den Akademisten sowie den aus Orvieto und Sabaudia herüberkommenden Akademistinnen und Angehörigen der Marineschule wurden ihm begeisterte Kundgebungen bereitet. Nach einer eingehenden Besichtigung des Forums in Begleitung des Außenministers Graf Ciano wohnte Matsuoka einigen improvisierten Vorführungen der Mitglieder Der beiden Akademien bei. Der japanische Botschafter in Rom, H o r i t i r i, gab am Mittwochabend zu Ehren Matsuokas einen Empfang, an dem auch der italienischen Außenminister Graf Ciano und der deutsche Botschafter von Mackensen teilnahmen. Oer japanische Außenminister > bei Papst piuS XII. Rom, 3. April. (DNB. Funkspruck.) Papst Pius XII. hat am Mittwochvormittag den japanischen Außenminister M a tf u o f a in Audienz empfangen. Anschließend stattete der japanische Außenminister dem Kardinalstaatssekretär M a*g - Hone den üblichen Besuch ab, den dieser im Lause des Vormittags erwiderte. Das Seegefecht bei Kreta. Eine amtliche italienische Darstellung. Rom, 2. April. (Eurovapreß.) Das italienische Marine Ministerium gibt eine zu- sammenfassende Darstellung des Seegefechts südlich von Kreta, die erkennen läßt, daß es sich um eine größere italienische Unternehmung zur Störung englischer Geleitzüge von Aegypten nach griechischen Häsen gehandelt hat. Schon seit einiaer Zeit fei die Zunahme des Schiffsverkehrs zwischen den ägyptischen und griechischen Häfen festgestellt worden. Zur Störung dieser Bewegungen wurden von italienischer Seite Torpedoboote, Schnellboote und 5Iug- zeuge mit den bekannten Erfolgen eingesetzt. Die Ofsensivhandlung, die in der Nacht zum 26. März begann, sollte den Gegner dazu zwingen, beschwerlichere Schutzsysteme anzuwenden und ihm natürlich außerdem Verluste beibringen. Mit dem Eindringen der neuen italienischen Sturmboote in d i e Suda-Bucht wurde diese Unternehmungs-Reihe eröffnet. In Der darauf folgenden Nacht sind dann acht italienische Kreuzer, von Torpedobootsjägern begleitet, und ein Schlachtschiff ausgelaufen. Am Morgen des 28. März erreichte diese Gruppe die Gewässer südlich von Kreta und eröffnete das Feuer gegen eine Abteilung feindlicher Kreuzer, die sich aber sofort der Gefechtsberührung entzogen. Während die italienischen Schiffe den Rückweg antraten und das Meer abharkten, entwickelte sich jene Unternehmung der Flugzeuge, die zur Torpedierung zweier englischer Kreuzer und eines Flugzeugträgers sowie einiger Handelsschiffe führte. Auch der Feind steigerte am Nachmittag des 28. März die Tätigkeit feiner Torpedo-Flugzeuge. Diese trafen kurz nach Sonnenuntergang einen italienischen Kreuzer, der wegen erlittener Schäden seine Geschwindigkeit verringern mußte. Während die Division, zu der er gehörte, in Entfernung vom Gros die italienischen Seestreitkräfte deckte, stießen sie in der Nacht mit feindlichen Streitkräften zusammen, die nach englischen Aussagen auch einige Schlachtschiffe umfaßten. Daraus ergab sich ein heftiges Gefecht. Die italienischen Schiffe haben sofort mit Feuer und Angriffen der Torpedobootsjäger reagiert, die selbst nach Aussagen des Feindes bis unmittelbar vor die englischen Schiffe vorgeprellt sind. Die italienischen Verluste, so betont der Bericht des Marineministeriums noch einmal, sind mit Einschluß des schon nach Sonnenuntergang torpedierten Kreuzers, die, welche im Wehrmachtbericht mitgeteilt worden find. Am darauf folgenden Tage haben Geschwader Der Luftwaffe bei bewaffneter Aufklärung einen weiteren englischen Kreuzer torpediert und mit Bomben einen Flugzeugträger getroffen. ie groß ist der Atlantik? Bevor wir die Frage prüfen, welche Auswirkungen der Kampf der deutschen Marine und Luftwaffe gerade im Atlantik hat, wollen wir uns kurz nut den Größenverhältnissen des Atlantik befassen, von denen man im allgemeinen in Leserkreisen ein völlig unzulängliches Bild hat. Mit rund 106 Mill, qkm Fläche (genau genommen: 106 463 000) kommt der Atlantik hinter dem 179 Mill, qkm großen Großen oder Stillen Ozean an zweiter Stelle. Europa, Afrika, beide Amerika, Australien mit den Inseln und die Antarktis u f a m m e n $ e n o m » men sind etwa ebenso groß wie dieses eine Weltmeer, bei dem vielleicht der Vergleich näher- liegenber wäre, daß es elfmal so groß wie Europa oder zweieinhalbmal so groß wie das doch riesige Asien ist. Die uns räumlich am nächsten liegende Ost- und Nordsee besitzen zusammen noch nicht einmal 1 v. H. der Fläche, die der sogenannte „Offene Atlantik" ausmacht, dessen Ausdehnung man mit 82,4 Mill. qkm. beziffert. Fragen mir vergleichsweise nach der Tiefe des Atlantischen Ozeans, so haben wir in der Ostsee eine größte Tiefe von 427 Meter, in der Nordsee am Skagerrak eine solche von 611 Meter, in der Biskaya, am Eingang zum Atlantik, rund 5100 Mete? und im Puerto Rico- graben, also auf der Höhe Mittelamerikas, eine Itefe von 8526 Meter. Welche Entfernungen haben nun Schiffe zurückzulegen, welche die Weite dieses Weltmeeres zu überbrüden haben? Die „geringste" Breite finden wir zwischen Freetown (Westafrika) und dem Kav San Roque (Brasilien) mit 1530 sm oder 2840 km. Zwischen Irland und der dem amerikanischen Kontinent vorgelagerten Insel Neufundland messen wir 1823 sm ober 3375 km, während die Entfernung von der spanischen Küste nach Neuyork rund 3000 sm oder 5500 km beträgt. Die Dauer der S ch i f f s r e i s en in normalen Friedenszeiten beträgt auf einigen der Hauptlinien zwischen Quebec (Kanada) und Liverpool 7 Tage, zwischen Colon am Panamakanal und Southampton 14 Tage, von Montevideo (Uruguay) Keine Übereilten Folgerungen. Zu dem Bericht des italienischen Marineministe- riums schreibt das „Deutsche Nachrichtenbüro": Die Bilanz der Schlacht ist noch zu ziehen. Um einen klaren Ueberblick zu gewinnen, muß man b i e schweren englischen Verluste in Betracht ziehen, bie- ihnen italienische Torpedoflugzeuge durch die Versenkung eines Kreuzers und die Beschädigung von zwei leichteren Kreuzern zufügten. Gleichfalls in Rechnung zu stellen find Die Verluste durch die Angriffe neuartiger schneller Einheiten der italienischen Kriegsmarine in der Suda- Bucht vor Kreta, denen ein Kriegsschiff und ein großer Tanker zum Opfer fielen. Um so erstaunlicher sind die Folgerungen, die man englischerseits aus dem Gefecht in der Ionischen See zieht. Die „Daily Mail" meint, die Engländer seien dadurch in die finge versetzt worden, ihre Flotte im Atlantik zu verstärken. Man wird sich noch erinnern, daß genau die gleichen überheblichen Betrachtungen nach dem Angriff englischer Torpedoflugzeuge auf die italienische Flottenbasis in T a» r e n t angestellt wurden. Jedesmal, wenn ein britisches Kriegsschiff die Bestimmung erfüllt, für das es als Glied der größten Flotte der Erde gebaut wurde, erfaßt die britische Oeffentlickkeit ein Taumel ohnegleichen. Daß Kriegsschiffe nicht nur dazu da find, in schottischen Buchten vor Anker zu liegen ober offene Stäbte, wie Genua, Oran und Dakar, zu bombardieren, sondern auf hoher See gegen den Feind operieren sollen, scheint in England eine ganz ungewöhnliche Auffassung zu sein. Wenn aus der Seeschlacht im Ionischen Meer überhaupt eine Lehre gezogen werben kann, bann allenfalls die, bah bie Englänber mit ber italienischen Seemacht alle Hände voll zu tun haben. Die Entschlossenheit und Kampfkraft ber mit wehenden Flaggen untergegangenen italienischen Kreuzer aber dürfte die britische 2lbmiralität eher veranlassen, die Mittelmeerttotte zu üerftärten, wie das durch die Entsendung eines neuen Flugzeugträgers erst kürzlich geschehen ist. , Der italienische Bericht Rom, 2. April. (DRV.) Der italienische Wehr- machtberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: bis zum gleichen britischen Hafen drei Wochen von England bis Kapstadt (Südafrika) rund 36 la» wobei eine Entfernung von 11000 sm oder 204001$ zurückzulegen ist. In der Angabe dieser räumlichen Entfernung liegt schon die Frage nach dem Sinn krieg,, rischer Handlungen im Atlantik beantrag tet. Jede Störung ber britischen Schiffahrt in ds< dem Raum hat einen Ausfall von Frachtraum ad den lebenswichtigen Derkehrsabern zur Folge, ben weiteren Schutz ber hier fahrenben Geleits müssen in immer stärkerem Maße Einheiten britischen Flotte herangezogen werben, die donit anderen militärischen Aufgaben entzogen »erbet, Durch bas Operieren deutscher Hilfskreuzer merfrn schließlich, zuminbest zeitweilig, ganze Stretf>, I lahmgelegt. So wurde beispielsweise sofort nach bj Melbuna von bem Seegefecht im Sübatlantif, 3 dessen Verlauf die „Carnarvon Castle" schwer Schäden erlitt, von den britischen Behörden in Ut> guay und Argentinien ein Auslaufverbot erlafTtii und die bereits in See gegangenen Handelssch durch Funkspruch zurückbeordert. Daß sich soltz ' Maßnahmen nicht nur wirtschaftlich, sondern mH politisch hinsichtlich des Prestiges des angetw „meerbeherrschenden Albions" auswirken, liegt «,f der Hand. Bereits im Weltkrieg haben der Kreuz< „Karlsruhe", die Hilfskreuzer Kronprinz Wilhelm', „Prinz Eitel Friedrich" und andere, schließlich bi besonders erfolgreichen „Möve" und „Wolf" in!U len des Atlantischen Ozeans wirkungsvoll Hand«!-, krieg geführt und den Briten starke Verluste q Schiffsraum und moralischem Kredit eingetragen, Ganz anders liegen die Dinge heute, da es sich niet um Einzeltaten hinausgesandter Einheiten Handes, sondern um eine planvolle Aktion, an der Sdjlafaj, schiffe, Hilfskreuzer, U-Boote und die ßuftron teilnehmen, um den Feind an seinem Sebenswi» |i zu treffen. Mit vollem Recht sprechen wir ba^i von einem Kriegsschauplatz Atlantik, auf dem be deutsche Kriegsflotte und Teile der Luftwaffe fäiu fen und siegen. F jJ An der griechischen Front nichts von & Deutung. 3n Rorbafrtfa haben italienische und dm!, sche motorisierte Truppen nach Ueberwindung ta feindlichen Widerstandes tflarfa el Vreg«, eine Ortschaft in der Lyrenaika, beseht. Unfre Flugzeuge haben Schiffe im Hafen von Venghii bombardiert und eines davon versenkt. In O st a s r i k a ging während des gestrig« Tages die Verteidigung unserer Truppen geg« die übermächtigen feindlichen Kräfte sowohl an ta Nordfront wie in der Zone des Auase-Fluss« weiter. Unsere Jagdflieger in Ostasrika haben jd hurricane und zwei feindliche Bomber abgeschossa. OaS Ritterkreuz für erfolgreichen Ll-Boot-Kommandanten. Berlin, 2. April. (DBB.) Der Führer n» Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der kriegsmariuir, Das Ritterkreuz Des Eisernen Kreuzes an fiapifit« leutnant Oeften. Lr hat als Kommandant einuf Unterseebootes insgesamt 91943 BRT. feindliche Handelsschiffsraum versenkt. Dieser glänzende &• folg, der auf verschiedenen Unternehmungen, ft, ihn bis dicht unter die englische Küste führten, g< zielt wurde, ist der Entschlossenheit und dem Ar- schick des Kommandanten, der sich jeder feindlich« Gegenwirkung zu entziehen wußte, zu verdank« portugiesische Klippfischflotte will auslaufen. Lissabon, 2. April. (Europapreß.) Die poffi? giesische Klippfischflotte macht sich zu einer Ausfchl bereit. 10 400 Seeleute auf 46 Schiffen arbeit« fieberhaft an ben letzten Reparaturen Der Fifv bampfer. Das Ziel ber portugiesischen Fischerflock sinb Die Gewässer um Gränlanb. Ein gn? her Teil ber portugiesischen Fangflotte ist bereits in Lissabon versammelt unb wirb in den nächst« Tagen auslaufen. Blick von ber Spur auf Die Umgebung, aber nirgends ist bas Tier zu sehen. Unerträglich wirb bie Hitze, unb das Gewehr lastet schwer auf ber Schulter. Nur einen Moment auf atmen können! Nach kurzem Ueb erlegen gibt A. bas Gewehr bem Boy zum Halten und richtet sich erleichtert auf, öffnet weit bas Hemb und greift zur Wasserflasche. Da ... ein wildes Fauchen unb Knurren ... ber Boy schreit entsetzt auf, rennt auf Den nächsten Baum zu, unb 21. tut im Moment bes ersten Erschreck tseins basselbe. Nun kommt etwas, worüber man Abhandlungen schreiben konnte. Es kann ein Baum noch so hoch und noch so glatt sein, es könnte auch eine polierte Marmorsäule sein, in bem Moment, wo ein an geschossener Lowe hinter einem her ist, kommt man hinauf, und zwar mit affenartiger Geschwindigkeit. Wie? Das weiß Allah, ber Allmächtige. Auf jeden Fall, sowohl ber erhabene Elefant als gpch fein Boy saßen je auf einem Baum, zwanzig Meter voneinander entfernt, unb dazwischen tobte ber wütende Lowe. „Ali, wo hast bu das Gewehr?" fragt 21. auf ben andern Baum herüber. „Bei mir!" kommt bie Antwort. „Verdammt!" zischt ber Elefant. Zu allem lieber« fluß hat er auch noch feinen Zwicker, ben er als Militär statt einer Brille trug, verloren. So kann er nicht einmal erkennen, was um ihn herum vor- geht. „Ali, was macht Der Löwe?" „Löwe läuft herum ... ist sehr böse, erhabener Elefant." e ©ine verdammte Situation. Er hier auf dem Baum, ohne Zwicker, behängt mit Patronen und bas Gewehr zwanzig Meter weg in ber Hand eines Kerls, ber es nie wagen würde zu schießen. Da hilft nur Geduld. Mal sehen, wer es länger aus- hält, wir ober ber Löwe. „Ali, was macht das verfluchte Weh?" „Löwe liegt am Daum ... leckt sich Schnauze!" Ewigkeiten verrinnen. Ab und zu streicht bas Tier wieder um bie beiden Bäume und knurrt gefährlich. Dann wirb es wieder ruhiger. Die Sonne sinkt immer mehr bem Horizont zu. Hunger und Durst wüten in den Gedärmen, unb stundenlang auf einem Daum zu fitzen, ist auch kein Vergnügen. „Erhabener Elefant!" brüllt Da Ali herüber: „Sultan kommt ... viel Leute, viel Speere ... elhambullilah ..." Undefinierbare Laute nähern sich dem Daum, auf dem 21., ohne etwas sehen zu können, sitzt. Dann sieht er plötzlich einen großen blauen Fleck unter sich. Und aus bem Fleck heraus kommt bie Stimme bes Sultans: „Steige herab vorn Baurn, erhabener Elefant, ber Lowe ist tot!" „Oh Sultan! Ich kann nicht herabsteigen, denn ich habe mein Pineenez verloren!" Ratlose Stille unten. Dann: „Erhabener Elefant, was ist ein Pincenez?" „Das sind meine Augen aus Glas, erhabener Sultan!" Unten hebt ein großes Suchen an und bauert eine Weile. Dann kommt wieber bie Stimme aus bem blauen Fleck: „Erhabener Elefant! Deine Augen aus ©las hängen an einem Ast unter Dir!" Erleichtert angelt sich A. feinen Zwicker, klemmt ihn auf bie Nafe unb steigt herab. Dann hott er sich Ali herbei unb verfohlt ihm bas Leder. Irgendwo muß er doch feine Wut auslassen. Schon auf bie Gefahr hin, daß jemand über ben erhabenen Elefanten lächeln könnte. Gloria-palast: ,<5o gefällst du mir.* Friebrich Perkonig unb Rubo Ritter schrieben bas Drehbuch für ben von Hans Thimig in Szene gesetzten Wien-Film ber Bavaria „So gefällst bu mir". Ein Schwank von reinstem Wasser: Die Verwanblung eines großstäbtischen Balletlmäbels in eine urwüchsige Bäuerin. In bas Bilb ber kleinen Tänzerin*auf bem Titelblatt eines Magazins hat sich angeblich ein, reicher Brasilianer verliebt, unb bie zuständige Bauerngemeinde gerät in Anbetracht einer zu erwartenden Schenkung aus Ueberfee in Aufregung, während bie fianbverschickung ber Tänzerin burch einen stürmischen Mißerfolg auf Der Bühne beschleunigt wirb: sie hat in einem Ballett eine Brunnenfigur barzustellen, unb ba ihr Freund ihr Juckpulver in bie KÖrperschminke gemischt hat, kann man sich vorstellen, was Dies auf unb vor ber Leinwanb für einen Heiterkeitserfolg bewirkt. In ber Lanbwirtfchaft tobt bas Mädchen noch hemmungsloser, so daß Mensch unb Vieh vor ihr Reißaus nehmen, — bis am Ende ber brasilianische Schwindel ans Licht kommt und unter dem Motto „So gefällst bu mir" Verlobung gefeiert werd« kann. Gusti Huber spielt mit grotesker Drösln bie oerroanbelte Brunnenfigur, Wolf AIbach' Retty recht wienerisch ben Liebhaber dazu, Oslos Sima einen fpefulierenben länblichen Bürg^'' meister. Die Spielleitung sparte nicht mit saftig« Effekten. Hübsche Lanbschaftsbilber begrenzen dtt Szenerie. — * Im Beiprogramm gibt es einen lehrreichen f^1-1 über bie Bekämpfung von Branbbomben. — M bie neue Wochenschau: aus ihrem Inhalt: Ungarrri Außenminister beim Führer: Tag der Wehrmacht Kulturtage in Posen: Lagebesprechung beim tReidW marschall: Vormarsch in Bulgarien: deutsches AfrD korps: Bomber gegen England. — Auf Der Sührt zeigen zwei Kunstradfahrer ihre vielseitigen Trifl- Hans Thyriot — Im Aprilheft der Monatsschrift „Die Äunfii (Verlag F. Bruckmann, München), dem eine s^! bige Wiedergabe bes Gemälbes von H Sürai| „Eichwald mit Viehherde" vorangestellt ist, R fünf neuentberfte Bilder von Caspar David Frieds Gegenstand einer ausführlichen Betrachtung Carl d. Lorck. In knappen Zügen bringt 1DI-» Stommel einen Ueberblick über bie moberne ® ? lerei der Flamen. Die Bilder lassen die Stirnnw^ skala bieser an bie Landschaft gebundenen erkennen. Carl Georg Heise hebt ben hohen ®ieS gewonnener Meisterschaft in ben Arbeiten des W ftifers Gerhard Marcks hervor. Von ber MoA Rodin-Gedächtnisausstellung in Paris berichr Carlheinz Pfitzner unter Einbeziehung prochwol- Reproduktionen der beiden Künstler. Im Teil vermittelt ein Bildbericht ben Um- und Weiterungsbau eines Gutshauses in MccklenvM von Architekt Wilhelm Kraemer. Otto Dalenr^ befaßt sich mit ber Umgestaltung eines ßanWK1^ gartens, wobei ben lanbschaftlichen Schönheiten schwäbischen Alb Rechnung getragen wird. künstlerische Arbeiten von Nora Ortlied, Stuttge^ sind in Bild unb Text bem Leser nabe geb rot* Neuere Arbeiten ber Kunstgewerblichen Werkstail» Felzer & Stahl, Berlin, sowie ber MeettvMU Zinnschmiede beschließen das viels«tti-e W* M 1-fJ re»; K:SN'ÄWW M^V Der Wert einer Zigarette wird durch dieGüte desTabaks und durch die Sorgfalt der Tabak-Pflege und Mischung bestimmt. Um ihren Millionen Freunden eine besonders hochwertige Zigarette bieten zu können. Verzichtet ECKSTEIN auf eine kostspielige Ausstattung. WWW &ut erhaltener fiotö- Sinöerroagen ;u verkauf, oneo Gienen - Wieseck Gieß. Str. 137. Verschiedenes I ■SEMmM von Stadtvost— Markt verloren. Abzuaeben geg. Belohnung olles Frtedensstr. 2 Hl r Wir haben uns verlobt Christa Carl Kurt Wenzel Wichtenbeck Grünberg/Hess. Lüneb. Heide z. Z. im Felde im März 1941 _________________________________________1628 D / Gießen (Hitlerwall 48), den 8. April 1941 Statt Karten Wir geben unsere Vermählung bekannt Dr. Otto Knauß, Stud.-Ass. und Frau Elli, geb. Kern 1630 A Gießen, Neuitadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 Edgar BORRMANN 5: ,>n. Die Schuhe halten länger und bleiben länger schönt Auf Anordnung der Reichsärztekammer habe ich die Leitung der Bäuerischen Stiftung (Prof. Dr. E. Schllephake) Gießen, Wilhelmstraße 14, übernommen Spredistunde; Vormittags von 9 bis 11 Uhr • DR. GEORG HUBERT Facharzt für Innere Krankheiten, aus Bad »Nauheim __1629 D Neueste Deutsche Wochenschau Heute Donnerstag Neuaufführung! Lichtspielhaus f Täglich 8.00,5.00,7.80, Sonntags 2.80, 4.45,7.30 Jugend, hat keinen Zutritt! 1612 A Haushalthilfe stundenweise vormittags ges. frankfurter Strafte 12 vart. | Verkäufe | Rind im Mai kalbend, zu verkauf, onei MMO n. Zu verkaufen: 1 Sofa, 1 IHtD 2 MlenWlk iLaileiilMk.! 1 große Gl oi Bleichstr. 8H.I Bekanntmachung. Betrifft: Ausahselfenkarten. Die Ausgabe der für die Monate April bis Juni 1941 gültigen Zusatzseifentarten für Kinder bis zü ! Jahren und für Kinder von 2 bis 8 Jahren er» folgt gegen Vorlage der für diese Kinder ausge» iellten II. Reichskleidertarten durch die Bezirks» Geschäftsstellen 1621C am Donnerstag, dem 3. April 1941, am Freitag, dem 4. April 1941, am Samstag, dem 5. April 1941, cweils von 8 bis 12.30 Ahr. Die Zusatzseifenkarten für Senfe und Kranken» Pflegepersonal werden an den gleichen Tagen auf Zimmer 1 ausgegeben. Gießen, den 2. April 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Wirtschaftsamt.__________________ RATSCHLÄGE DES KLUGEN proschkÖNIGS Wir sodiei lOr unser Büro eine Dame die neben allgemeinen Bürokenntnissen Schreibmaschine u. Stenographie völlig beherrscht Kanalartikel Panse Wetzlar, Bannstraße 7. 1623 D Karl Martell Attila Hörbiger Theo Lingen Ao! der Bühne eine großartige Revue, 400 Girls, unerhörte Ausstattung. Hinter der Knüste ein aufregender Kriminalfilm, erfüllt von Spannungen und Geheimnissen. - 2. Rot: In privaten Haushalt solide Haus» gehilfin gesucht. Gelegenheit Kochen zu lernen Giefteu 1*140 Seltersweg 64v. Keine Ursprungszeugnisse, onbrm nur Zeugnis abichUsten dem Br Merbungsichretben bet legen 1 — Lichtbilder undBewerbungsuntev lagen müssen zur Vermeidung von Seelüften auf der Rückfeite Rumen und Anschrift des Bewerbers tragen 1 ^oriiokovverri- Vuchbaltev(in) sofort oder später gesucht auch eventl. halbe Tage. Benner, Krumm & Sauer OöHMenMtttln@ltl)tii Sonntag, den 6. April, vormittags 9 Uhr, findet eine prMihe MmeisW im Boumldmitt durch Herrn Gartenmeister Lange statt. Treffpunkt um 9 Uhr auf der Lahnbrücke. Wir bitten um rege Beteiligung. Zweite Ausgabe der Fichtenstangen findet Mittwochs und Samstags von 14 bis 17,Uhr statt. Dritte Ausgabe des restlichen Düngers erfolgt am Montag, dem 7. Avril, von 16 bis 18 Uhr. 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Eine Kulturfilmveranstaltung von ganz besonderem Interesse! 1619A Kolonie Eismeer Ein Ausflug nach der Wunderwelt des Südpolars Mit dem Mutterschiff „Wikinger“ in die Antarktis. Deutscher Walfang im südlichen Eismeer. Riesige Meeresungeheuer bis zu 80 Meter lang. Erregender Wal fang mit der Harpune Gigantische Eisberge Lustiges mit Pinguinen Im Vorprogramm: Die , ;V V, Großgiocknerstraße Eine Symphonie der Berge in die Eisregionen der Dreitausender führt uns das Wunderwerk modernster Straßenbautechnik als eine der schönsten alpinen Straßen zu den überwältigenden Schönheiten des ßroßglocknergebietes. | Dazu die neue Wochenschau | Kommenden §ONNtSg 41 Uhr vo'-mlttaoa Einmalige Frflhverstellnng Lichtspielhaus Jugendliche zugelassen I Der Vorverkauf hat begonnen ' Film - Sondernuswerter Friedr. Voß, Dresden. Der Gefreite mit dem Ritterkreuz. Von Kriegsberichter Hans H. Henne. PK. (DNB.) Auf einem Truppenübungsplatz im Osten wurde am 1. April 1941 dem Gefreiten Hubert Brinkforth das ihm vom Führer verliehene Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes von seinem z/v* *//< Der Gefreite Brinkforth. — (Scherl-M.) - ■: z .AT W- e Divisionskommandeur überreicht. Der Gefreite stand inmitten des offenen Karrees, das die Kompanien des Schützenregiments gebildet hatten, dem General gegenüber. Der General sagte, daß er der Ban- nerträ-ger sei all jener unbekannten Soldaten dieses Krieges, deren Mut und Tapferkeit beispiellos sei. „Das Regiment und mit ihm die Division erlebt heute den stolzesten Dag: Wir wissen in unseren Reihen den ersten Gefreiten der deutschen Wehrmacht, der die höchste Auszeichnung erhält, die das Vaterland den Tapferen gibt!' Dann legte der General dem Gefreiten das Band mit dem Ritterkreuz um den Hals, und der Gefreite schritt, während die Regimentsmusik spielte, zur Rechten des Generals dre Front der Offiziere, die salutierten, und der Mannschaften, die das Gewehr präsentierten, ab. Am Südrand des Dorfes Huppy bei Abbeville liegt der Richtschütze Brinkforth, Sohn eines westfälischen Bergmanns und Bauern, der nach Volksschule, Arbeitsdienst und Bäckerlehre sich wieder freiwillig zum Heere gemeldet und auf der Tucheler Heide seine Feuertaufe empfangen hatte, im Straßengraben hinter dem Schutzschild seiner Panzerabwehrkanone: Pak und SMG haben die Aufgabe, an vier Stützpunkten eine Front von Zehn Kilometer zu halten. An einigen Stellen sind Lücken bis 1,5 Kilometer Breite. Sie liegen 6 Kilometer vor der Hauptkampflinie, sie liegen vor üen Schützenkompanien. Sie müssen durchhalten. Rach ziehen Rebel über die Weiden, noch hängen weiße Schwaden in den Hecken da und dort. Aus den Aesten des Obstbaumes, der ihre Pak nach oben tarnt, tropft der Nachttau. Irgendwo beginnt ein Vogel zu singen. Dann ist es wieder still. Plötzlich vernimmt der Richtschütze Brinkforth ein eigenartiges Summen, das anschwillt, das näherkommt. Der Feind greift an! Die Müdigkeit ist dahin. Die Zeiger seiner Uhr weisen auf 5.40 Uhr. Es rattert, braust und dröhnt. Die Luft ist voll davon. Wenn man doch über den Rand der Mulde blicken könnte, die vor ihm liegt. Aber jetzt ist es zu spät. Wauweiße Wimpel, Kommandoflaggen feindlicher Gefechtstürme, tanzen über den Rand der Mulde. UndnunbrechendieEngv- länder hervor. In Reihen, dicht hintereinander. ' Der Verschluß der Kanone ist längst abgeflogen. Die Hände der Munitionsschützen greifen um die Granaten. „Nur 'die Ruhe behalten, nur die Ruhe behalten!", flüstert der Geschützführer Krohn. Langsam hebt sich das Rohr „Eins, zwei, drei, vier", zählt Brinkforth, der hinter dem Zielfernrohr hockt. Er kommt bis dreißig. Dann gibt er es auf. Ruhe behalten! Auch wenn die Kolosse jetzt bis auf 250 Meter herangekommen sind. Nur die. Ruhe behalten! Die Panzer sind jetzt bis guf 170 Meter vor ihnen. „Feuerfrei!" befiehlt Krohn. Der erste Engländer stockt. Die Sprenggranate sitzt im Bauch seines Panzers, zerrsißt donnernd. Der Panzer brennt! Und nun rollt der zweite an ihm vorbei. Der Richtschütze arbeitet wie auf dem Uebungsplatz, so ruhig, so überlegen, so-nüchtern. „Feuerfrei" wieder ein Treffer! Ein schwerer Dreißigtonner rattert vor, will wenden, um Heimch anzugreifen. Brinkforth weiß wohin er zu zielen hat. Die rechte Raupe des Panzers zerspringt, er dreht sich wie ein Kreisel und ist erledigt. Nach 20 Minuten sind 11 Panzer erledigt. Die anderen ergreifen die Flucht. '_______________________ Kleine politische Nachrichten. Zum Abschluß einer Reise durch das Reich wurde eine Gruppe Schweizer Journalisten in München vom Stabsleiter des Reichspreffechefs, Reichshauptamtsleiter S ü n d e r m a n n , empsangen, der sich mit der Schuld befaßte, die eine gewisse internationale Presse durch die falsche Berichterstattung über das Reich auf sich geladen habe. Die Leidtragenden dieser nicht vorn Streben nach wahrheitsgemäßer Unterrichtung ihres Volkes, sondern vom internationalen Kapital gelenkten unmoralischen Pressearbeit seien die Völker selbst. Entgegen den ursprünglich viel zu niedrig gegriffenen Angaben über die Opfer bei den schweren deutschen Luftangriffen am 13. und 14. März gegen die Industrie- und Rüstungszentren am Clyde sah sich der britische' Innenminister Morrison vor dem Unterhaus zu dem Eingeständnis gezwungen, daß die Zahl der Toten 1100 und die der Schwerverletzten 1000 betragen habe. In Manila (Philippinen) traf im Flugzeug der Chef der englischen Luftstreitkräfte in Ostasien, eir Robert B o r k e - P o p h a m, mit seinem Stabschef Generalmajor E w i n g zu einer Besprechung mit dem Chef der amerikanischen Ostasienflotte ein. Die ägyptische Regierung hat, wie d'e „Südost-Nachrichten" melden, die deutschen und italienischen Staatsangehörigen, die Teilhaber ägyptischer Aktiengesellschaften sind, ihrer Rechte für verlustig erklärt. * Wegen des britischen Angriffs auf einen französischen Geleitzug in französischen Hoheitsgewässern vor der nordafrikanischen Küste hat die französische Regierung durch ihren Botschafter in Washington dem Staatsdepartement der USA. einen P r o t e st zur Weiterleitung nach London übermittelt. Er teilte gleichzeitig mit, daß er dem Staatsdepartement das Abkommen unterbreiten werüe über den Austausch von Nahrungsmitteln zwischen dem besetzten und dem unbesetzten Frankreich, er würde ferner Aufklärung über ein Vorgehen der USA.-Regierung gegen französische Schiffe in den amerikanischen Häfen verlangen. In der Leitung verschiedener belgischer Ministerien wurden Veränderungen vorgenommen. So wurde ernannt zum Generalsekretär für das belgische Innenministerium der bisherige Gouverneur der Provinz Limburg R o m s e e, einer der bekanntesten flämischen Nationalisten und Abgeordneter dieser Partei in der Kammer. Staatsrat Wohlthat, Ministerialdirektor beim Beauftragten für den Dierjahresplan, ist von seiner Tätigkeit als Kommissar bei der Niederländischen Bank entbunden worden. Er wird sich als Leiter einer deutschen Delegation nach Tokio begeben, um dort Wirtschäftsverhandlungen zu führen. * Eine afghanische Wirtschaftsabordnung wird zum Studium her japanischen Wirtschaft und zur Prüfung engerer wirtschaftlicher Zusammenarbeit in Tokio eintreffen. * Der japanische Dampfer' „N i 11 a Mar u", der am Dienstag in San Franzisko eintraf, hat die 5490 Meilen lange Strecke Yokohama—San Fran- zisko in der Rekordzeit von 11 Tagen 18 Stunden und 42 Minuten zurückgelegt. * Die japanischen Operationen gegen das chinesische 19. Armeekorps südlich von Nanchung in der Provinz Kiangsi, sind mit einer vollständigen Niederlage der Chinesen abgeschlossen worden. Die Chinesen verloren in vielen Einzelgefechten annähernd 9000 Tote und große Mengen Kriegsmaterial. In Buenos Aires wurde der Dokumentenfälfcher I ü r g e s zu zwei Jahren Gefängnis ^verurteilt. Er hatte vor zwei Jahren über die Boulevardpresse die infamste Deutschenhetze zu entfachen versucht, besonders gegen den früheren Landesgruppenleiter Alfred Müller. Ein Gerichtsverfahren hatte die völlige Haltlosigkeit dieser Anwürfe erwiesen. ♦ Nach einer Mitteilung des Reichsstudentenführers wird der Deutsche Studententag regel-- mäßig in Würzburg abgehalten werden. Würz, bürg wird die Stadt der deutschen Studententage. Schon fünfmal tagte in Würzburg die Deutsche Studentenschaft, im Jahre 1919 fand in Würzburg der erste Studententag statt. Zu den Fremdsprachen-Jnternaten des deutschen Berufsörziehungswerkes in der DAF. tritt ein neues Internat in Puchberg am Schneeberg in den Ostalpen zur Pflege des Italienischen. Die Studienwochen für Spanisch, Englisch, Russisch und Französisch werden in den schon bestehenden Internaten des Altreiches weitergeführt. Das Oberkommando der Wehrmacht hat ange- ordnet, daß Wehrmachtpflichtige, die nach behördlicher Bestätigung Väter von acht und mehr lebenden Kindern sind und diesen gesetzlichen Unterhalt gewähren, während des Krieges nur auf eigenen Wunsch zum Wehrdienst einzuberufen sind. Anderenfalls sind sie bis auf weiteres zurückzu- stellen. _________«——-----' —— * । Wer iMi hat, kennt keine Reinigungeforgen; für schmutzige Serufsklei- öung gibt cs nichts Geeigneteres. iMi löft jede Aufgabe fpfclcnö und macht die Verwendung von Seife und Wafdipulvcr überflüffig! Gemeinsame Bekanntmachung der Laudräte der Landkreise Alsfeld, Vüdinaen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Lebensmittetbewirtschastung. Nach dem Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 5. März 1941 sind die dem Verbraucher zustehenden Hebensmittel- mengen für die Zeit vom 7. April bis 4. Mai 1941 wie folgt festgesetzt worden: I. Lebensmittel nte lungen. Die laufend gewährten Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Schweine schlachtfetten, Käse, Quark, Getreidenährmitteln, Teigwaren, Kartoffelstärkeerzeug- ni'ssen, Kaffee-Ersatz und -Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver bleiben gegenüber der 21. Zuteilungsperiode unverändert. Die auf die rosa Nährmittelkarten 21 erfolgte Sonderzuteilung von Kunsthonig fällt fort. Jeder Versorgunasberechtigte erhält auch in der 22. Zuteilungsperiobe eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Reis (vgl. Ziffer V). II. Warenabgabe auf die Reichsbrotkarten. Der Verbrauch an Weizenerze u gn issen ist seit Kriegsbeginn gegenüber der Vorkriegszeit erheblich angewachsen. Damit durch eine derartige Verbrauchssteigerung die vorhandenen Weizenbestände nicht stärker als geplant in Anspruch genommen werden, ist es notwendig, durch entsprechende Gestaltung der Brotkarten eine stärkere Ausweitung des Weizenverzehrs zu verhindern. Die auf die Brotkarten ausgegebenen Gesamtrationen an Brot und Mehl bleiben jedoch unverändert. a) Zoneneinteilung. In Anlehnung an die statistisch ermittelten Verzehr sgew oh nh eiten der Vorkriegszeit ist deshalb das Reichsgebiet zum Zwecke der Derbrauchslenkung in vier Zonen mit einem unterschiedlich festgesetzten Verbrauchsverhältnis von Roggen zu Weizen ein« geteilt worden. In der ersten Zone soll der planmäßige Verbrauch etwa 70 Teile Roggen zu 30 Teilen Weizen betragen, für die zweite Zone ist ein Verhältnis von etwa 55 Teilen Roggen zu 45 Teilen weizen, für die dritte Zone ein solches von etwa 50 Teilen Roggen zu 50 Teilen Weizen vorgesehen, während das planmäßige Verbrauchsverhältnis in der vierten Zone 40 Teile Roggen zu 60 Teilen Weizen beträgt. Das Gebiet des Landes Hessen gehört zur Zone II. b) Vrolkarieneinleilung. Die in den vier Zonen geltenden Verhältniszahlen für Roggen und Weizen bilden die Grundlage für die zur Durchführung der Neuregelung erforderliche Umgestaltung der Brotkarten. Diese Umgestaltung konnte sich daraus beschränken, bestimmte Abschnitte der Brotkarten mit dem Aufdruck „R“ zu versehen, um so klarzustellen, daß sie nur zum Bezug von ' Roggenerzeugnissen berechtigen. Aus die mit einem „R“ gekennzeichneten Einzel- abschnitte dürfen nur Backwaren aus Roggenerzeugnissen und außerdem Roggenmehl dann abgegeben werden, wenn die Abschnitte auch zum Bezüge von Mehl berechtigen. Auf die nicht besonders gekennzeichneten Abschnitte kann der Verbraucher nach feiner Wahl Backwaren aus Weizen- oder Roggenerzeugnissen und, soweit es sich um „Brot- oder Mchl -Abschnitte handelt, Weizen- oder Roggenmehl beziehen. Die Einzel ab schnitte der Reichsbrotkarte B und der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren haben in keiner Zone einen ,R"-Aufdruck und berechtigen demgemäß nach wie vo» in vollem Umfange zum Bezüge von Roggen-oder Weizenerzeug- nifsen nach Wahl des Verbrauchers. c) Bezug, und Grohbezugscheine. Diejenigen Betriebe, die Brot, andere Backwaren und Mehl an Verbraucher abgeben, haben die mit dem „R"-Aufdruck versehenen Cinzelabschnitte getrennt von den übrigen Abschnitten dem Ernährungsamt (Kartenausgabestelle) zur Ausstellung von Bezugscheinen einzureichen. Die Ernährungsämter (Kartenausgabestellen) erteilen auf Grund Der mit dem „R"-Aufdruck versehenen Abschnitte Bezugscheine über „Roggenmehl", auf Grund der nicht gekennzeichneten Abschnitte Bezugscheine über „Mehl". Auf Roggenmehl lautende Bezugscheine Dürfen nur mit Roggenerzeugnisfen (Roggenmehl oder Backwaren aus Roggenmehl) beliefert werden; bei den Bezugscheinen, die über „Mehl" lauten, steht es dem Bezugfcheininhaber frei, ob er Weizen- ober Roggenerzeugnisse (Mehl ober Backwaren) beziehen will. Für Großbezugscheine gilt bie vorstehend Regelung entsprechend d) Mischbrot Peim Roggen- unb Weizenmischbrot ist bas Verhältnis ber in biefem Brot enthaltenen Roggen- unb Weizenerzeugnisse zu berücksichtigen unb bemgemäß beim Einkauf eine entsprechend Menge Abschnitte mit unb ohne „R"-Aufbruck abzugeben. Die Hauptoereinigung ber beutschen (Betreibe« unb Futtermittelwirtschaft wirb eine Anordnung barüber erlassen, in welchen Anteilen in Zukunft Roggen- unb Weizenerzeugnisse im Mischbrot enthalten fein bürfen. Sie wirb ferner bie Brothersteller unb Brotverteiler verpflichten, in ben Verkaufsstellen anzuzeigen, in welchem Verhältnis Roggen- unb Weizenerzeugnisse im Mischbrot enthalten finb unb bern- gemäß gekennzeichnete Brotkartenabschnitte abgegeben werben müssen. Da ber Verbraucher nach seiner Wahl auf bie nichtgekennzeichneten Abschnitte auch Backwaren aus Roggenerzeugnissen beziehen kann, barf Roggen- unb Weizenmischbrot auf Wunsch bes Verbrauchers selbstverständlich stets auf nichtgekennzeichnete Abschnitte abgegeben werben. e) Reise- unb Gaststättenmarken Die Reise- unb Gaststättenmarken für Brot berechtigen zum Bezüge sowohl von Roggen- als auch von Weizenerzeugnissen. I) llrlauberkarleu Die auf Brot lautenben Abschnitte ber Reichskarte für Urlauber berechtigen auch weiterhin sowohl zum Bezüge von Roggen- als auch von Weizenerzeugnissen. III. Warenabgabe auf die JRelchsfettkarten. Abgabe von Butter und Margarine. Butterschmalz kommt in ber 22. Zuteilungsperiobe nicht mehr zur Ausgabe. Demgemäß fällt ber Bestellschein mit bem Dazugehörigen Einzelabschnitt über Butterschmalz fort Zum Ausgleich wirb bie Butter- unb Margarineration ber Normalverbraucher um je Vi« Kilogramm (62,5 Gramm) erhöht, unb zwar bie Butterration von 437,5 Gramm auf 500 Gramm, bie Margarineration von 327,5 Gramm auf 390 Gramm. Kleinkinder, Kinber unb Jugenbliche (Altersstufen von 3—6, 6—14 unb 14—18 Jahren) erhalten künftig — wie in ber Zeit vor ber Butterschmalzausgabe — statt 100 Gramm Butterschmalz 125 Gramm Butter. Dasselbe gilt für bie Selbstversorger mit Schlachtfetten (Normalverbraucher, Kinder von 6—14 Jahren unb Jugenbliche von 14—18 Jahren, Reichsfettkarten SV 2; SV 4, SV 6). Die Gesamtfettmenge bleibt mithin in jebem Falle bie gleiche wie bisher. IV. Warenabgabe aus die Nährniittelkarten. Bezug von Reis Die Versorgungsberechtigten erhalten auch in Der 22. Zuteilungsperiobe eine SonDerzuteilung von 125 Gramm Reis je Person. Die Abgabe erfolat auf Den entsprechenD gekennzeichneten Abschnitt N 27 Der rosa Nährmittelkarte 22. Da Die SonDerzuteilung nicht für Selbstversorger bestimmt ist, enthalten Deren Karten Den zum Bezüge von Reis beredjtigenDen Abschnitt nicht. Die Versorgungsberechtigten müssen Den Reis von Demselben Verteiler beziehen. Der Die Vorbestellung von Hülsenfrüchten entgegengenommen unD Den Stammabschnitt Der Nährmittelkarte 17 mit feiner Firma unD bem Zusatz „28" ober „Hülsenfrüchte" versehen hat, Dieser Nachweis ist bei ber Waren - abgabe auf Verlangen bes Kleinverteilers burch ^Vorlage bes Stammabfchnitts ber Nährmittelkarte 17 zu erbringen. Nach bem Reisbezug auf ben Abschnitt N 27 der Nährmittelkarte 22 wird der Stammabschnitt der Nährmittelkarte 17 nicht weiter benötigt, da die seit dem 13. Januar 1941 erfolgende Sonderzuteilung von Reis mit Ablauf der 22. Zuteilungsperiode abgeschlossen ist. Personen ohne ständigen Aufenthaltsort können gegen Vorlage der Wanderpersonalkarte Reis auf ihre Nährmittelkarte 21 beziehen, ohne daß es der Vorlage des Stammabfchnitts der Nährmittelkarte 17 bedarf» . > Die Kleinverteiler haben die gesammelten Abschnitte N 27 Der Nährmittelkarten 22 zu ordnen unb zugleich mit ben entfpredjenben Abschnitten ber Nährmittelkarten 21 nach Ablauf ber 22. Zuteilungsperiobe an bas Ernährungsamt (Kartenausgabestelle) zur Ausstellung von Empfangsbescheinigungen einzureichen Das gleiche gilt für bie ent« geftengenommenen. Berechtigungsscheine über Reis. Die Empfangsbescheinigungen, aus benen die Anzahl ber eingereichten Abschnitte unb ber mengenmäßige Wert der Berechtigungsscheine hervorgehen muß, sind ordnungsgemäß aufzubewahren. Juben sind auch in ber 22. Zuteilungsperiobe vom Bezug von Reis ausgeschlossen. Die für Die Abgabe vorgesehenen Abschnitte N 27 ber rosa Nährmittelkarten 22 finb baher vor Der Aushänbi- gung an Juben abzutrennen unb zu entwerten. V. Karten- und Bezugscheinwefen. a) Linzelabschnitte für Butler Infolge bes Wegfalls ber Butterschmalzzuteilung beträgt Die Butterration Der KinDer von A—6 unD von 6—14 Jahren je Zuteilungsperiobe 750 Gramm. Die Abgabe erfolgt auf vier Einzelabschnitte, bie je eine Woche lang gültig finb, von denen zwei über je 125 Gramm und zwei über je 250 Gramm Butter lauten. Um den Verfügungsberechtigten, insbesondere den kinderreichen Familien, Gelegen- heit zu geben, den Einkauf der Butter möglichst gleichmäßig auf die Zuteilungsperioben zu verteilen, lauten bei der Reichsfettkarte für Kinder von 3—6 Jahren die Einzelabschnitte Bu 1 und Bu 3 (erste unb dritte Woche) über je 250 Gramm Butter, während die Reichsfettkarte für Kinder von 6—14 Jahren zum Bezüge von je 250 Gramm Butter auf die Abschnitte Bu2 und Bu 4 in Der zweiten und vierten Woche berechtigt. b) Linzelabschnitte für Quart Auf den Quarkabschnitt konnte bereits bisher entsprechend bem Gültigkeitsaufbruck während der ganzen Zuteilungsperiode Quark bezogen werden. Da der Quarkabschnitt sich auf ben Fettkarten Himer ben Käseabschnitten befanb, war bei ben Verbrauchern vielfach bie Ansicht vertreten, ber Quark könnte erst in ber vierten Woche ber Zuteilungsperiobe bezogen werben. Dies hat bazu geführt, baß der bei Den Verteilern vorhandene Quark erst am Ende der Zuteilungsperiode abgenommen wurde unb badurch an Qualität einbüßte. Aus biefem Grunbe sind die Fettkarten in ber Weife umgestaltet worben, daß der auch weiterhin während ber ganzen Zuteilungsperiode gültige Quarkabfchnitt vor ben brei Käseabschnitten angebracht ist. c) Reichsbrolkarle für Kinder bis zu 6 Jahren. Zur Erleichterung der Warenabgabe bei den Brotverteilern sind die bisher eine Woche lang geltenden Abschnitte über je 100 Gramm Brot der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren ebenso wie bei ber Reichsbrotkarte für Kinder von 6 bis 10 Jahren für bie ganze Zuteilungsperiobe aültig gestellt worben. Hierdurch haben künftig alle Brotkartenabschnitte über 100 Gramm, 50 Gramm und 10 Gramm wöhrenb ber ganzen Zuteilungsperiode Gültigkeit. d) Vrolkarlenpfücht für Waffelgewichtsware. Die Wirtschaftliche Bereinigung ber deutschen Süßwarenwirtschaft hat angeordnet, daß vom 10. Februar 1941 ab Waffelgewichtsware, lose oder gepackt, einschließlich Waffelpackungen, die gewichtsweise abgegeben werben, zu den Dauerbackwaren gehören, bie karten- unb bezugscheinpflichtig sind. Demgemäß dürfen nach bem 9. Februar 1941 nur noch Waffelstückartikel (a. B. Speiseeiswaffeln. figürliche Waffelstückartikel usw.) sowie Hippen unb Back- oblaten ohne Abgabe von Brotkartenabschnitten an bie Verbraucher abgegeben werben. VI. Abgabe der Bestellscheine für Eier und D armelade. Die Verbraucher haben bie Bestellscheine einschließlich der Bestellscheine' 22 der Reichseierkarte und der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) in der Woche vom 31. März dis 5. Aprn 1941 bei den Verteilern abzugeben. Gießen, ben 1. April 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg. Gießen. Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen: , Vr.Lotz, Donnerstag. 5. April Ml tfr.ZO Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesien) seinen Tor- ;mb hat sich „langgemacht". Wir Soldaten suhlen komm auch du zu KdF. und ziehe mit und hole Menschen in kleinen Gruppen hinaus, Fortsetzung (Nachdruck verboten.) ,Üm was für eine Familie handelt es sich? „Du Hast Nachricht von Charlotte?' .M tfnd so preiswert „Ja, ich wäre zu ihr gefahren, heute noch, aber ich habe es für meine Pflicht gehalten, mein Versprechen zu halten, das ich dir gegeben habe. Ich hätte ja auch schweigen können, hätte heimlich und hinter deinem Rücken zu ihr nach Berlin fahren können, ohne dich ins Vertrauen zu ziehen. Eine landet mein dem seinen. Dummheit begangen, und das war nicht recht von ihr. Ich bin weit davon entfernt, sie zu verteidigen, aber — du lieber Gott! — mit ^ärte macht man doch alles nur schlimmer. Ich will ja durchaus nicht nach Berlin fahren, um ihr auszurichten, daß du sie wieder mit offenen Armen erwartest: ich will nur sehen, wie es ihr geht, was sie treibt, ob sie in Not ist." „Du tätest das gegen meinen Willen und gegen „Du wünschest es selbst?" rief Gert überrascht durch diesen plötzlichen Sinneswechsel. „Ich will dir selber Gelegenheit geben, die Erfahrung zu machen, daß Charlotte deinen Besuch für überflüssig hält." „Bestimmt nicht! Sie wird sich freuen! Verlaß seinem Vater gerufen. Er war gefaßt darauf, daß die Erlaubnis zur Reise zurückgezogen werden sollte, aber ebenso entschlossen, sich an solchen Befehl nicht zu halten. Mathesius dachte indessen an keinen Widerruf. Er sprach über Gerts bevorstehende Abreise nach Bexlin wie über eine Geschäftsreise, die seine Der« Starkwirluam, gegen Zahnstein- / Ansatz, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch. tm bis3' ister verstauen, oben im Netz. Hoppla, der Zug ruckt an, und nun echter Knobelbecher ausdrucksvoll auf sber besttmmt, die schwarzen Gesellen ,Sobald wie möglich. Morgen vielleicht." ,Wir sprechen uns vorher noch," murmelte Masis bereit sei, unter ihr Abenteuer einen endgültigen Strich zu ziehen. Gert möge ihn nicht mißverstehen! Er fordere Charlotte keineswegs/auf, nach Haufe zu kommen, er lege es ihr nicht einmal nahe, sondern wünsche nur die Feststellung, daß er sie nicht abweisen werde, wenn ihr an der Heimkehr gelegen sei. „Ich darf sie wenigstens von dir grüßen, Papa?" verdunkel»in gszett 3. April von 19.58 bis 6.54 Uhr. Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß sich besonders wahrend des Krieges das KdF.-Wanoern einer immer größer werdenden Teilnehmerzahl erfreut und gute Aufwärtsentwicklung genommen hat. Durch den Ausfall der KdF.-Urlaubsreisen sowie überhaupt durch die Notwendigkeit, das Reisen den gegenwärtigen Erfordernissen entsprechend auf ein Mindestmaß zu beschränken, haben sich viele Volksgenossen entschlossen, ihre freien Stunden am Wochenende in der Natur inmitten einer frohen Kameradschaft zu verbringen, und im gemeinsamen Erleben die Schönheiten unserer engeren Heimat, an denen gerade das Rhein-Maingebiet an Zahl und Vielfalt so reich ist, kennenzulernen. Zur notwendigen Erholung bedarf es nicht unbedingt einer weiten Reise. Wir haben schon oftmals auf die Bedeutung des KdF.-Wanderns hlngewie- sen und dabei klar erkennen lassen, daß auch auf kurzen Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung Kraft durch Freude in des Wortes bester Bedeutung zu finden ist. Es braucht auch nicht Frühling oder Sommer zu sein, um die rechte Wanderlust zu verspüren. Gewiß bietet das blühende Frühjahr, der warme Sommer oder der bunte Herbst seine besonderen Reize. Aber auch schon der Monat April, der noch nicht so farbenprächtig in Erscheinung tritt, ist durchaus zum Wandern geeignet. Auch nicht so sehr auf das „Wohin", sondern auf das „W i e" kommt es bei unseren Wanderungen an. Was wissen diejenigen vom Wesen und Sinn des -Wanderns, die sagen, es würden zu oft dieselben Wege begangen, und es ließen sich schwer neue Wanderziele mehr bieten. Abgesehen davon, daß unser Gau wahre Perlen an Naturschönheiten birgt, kann auch ein Waldweg in der kühleren Jahreszeit niemals langweilig und uninteressant sein, wenn man das „Schauen" gelernt hat. Wie vielerlei Geheimnisse offenbaren Wald und Flur dem sorgfältigen Beobachter, den sie in Bann geschlagen, und der gelernt hat, mit offenen Augen zu wandern. . „Mit... diesem Menschen?"- „Nein, der scheint sie im Stich gelassen zu haben. Sie wohnt in einem kleinen Vorort an der Havel, auf dem Wege nach Potsdam, weißt du? Ich fernte „Das kann ich nicht sagen, überhaupt weiß ich gar nichts Näheres, Papa, auch Falscher weiß nichts besten, glaube ich, wenn sich einer von uns um , Lolott kümmerte. Dies wollte ich dir Vorschlägen." „Aus welchem Grunde eigentlich?" fragte Ma- chefius scheinbar befremdet. „Welche Veranlassung Woher fyaff hu, dich um Charlotte zu kümmern?" v i ..Aber ich bitte dich, Papa! Wir müssen doch it aiP behäi^ ) mehr fetzlich» nur ar len fuA jurüty Rund 2000 Gießener Kleinkinder erhielten die Diphtherie-Schutzimpfung wenn ich den Eindruck habe, daß sie doch Wort darauf legt. Du machst dir von ihr ein ganz falsches Bild. Papa! Glaube mir!" . „Wir werden sehen! Haben wir uns verstanden?" „Vollkommen!" I Am anderen Morgen fuhr Gert in seinem Zwei- dich darauf" ' ' " i sitzer in aller Herrgottsfrühe nach Berlin ab. Lis Mathesius antwortete nichts und gab durch eine und vor allem seine Mutter hatten ihm in aller Geste zu verstehen, daß er das Gespräch für be- Heimlichkeit wesentlich andere Derhaltungsmaß. endet hielt. Auch Gert hatte keine Lust, es fortzu- regeln auf den Weg mstgegeben als sein Vater, setzen. Er ging und wurde noch einmal an der Tür! (Fortsetzung folgt) die große Tube die kleine Tube 25” wissen..." „Wir wissen, daß sie es für richttg gehalten hat, jede Verbindung zu uns abzubrcchen. Hat sie dich gebeten, zu ihr zu kommen? Hat sie dich aufgefordert, dich um sie zu kümmern? Braucht sie deine Hilfe?" „Nein, aber ich sollte meinen ..." „Ich verstehe dich, ich mache dir auch keinen Vorwurf. Dein brüderliches Gefühl ehrt dich. Ich sehe jedoch keinerlei Veranlassung, von uns aus den ersten Schritt zu tun." Eine Welle schwieg Gert Er war ratlos, ärger- Aus der Stadt Gießen Oie Knobelbecher. W ritt th Nn dr: Audi», d fror. teniE , W, ■•.in die Universitäts-Kinderklinik und das Staatliche Ge- sundheitsamt Gießen in dankenswerter Weise einsetzten, mit großer Aufgeschlossenheit begrüßt haben. Damit haben die Eltern, in richtiger Erkenntnis ihrer großen Verantwortung, nicht nur ihrem eigenen Kinde, sondern auch einer für unsere Zukunft und das Volkswohl bedeutsamen Maßnahme der öffentlichen Gesundheitspflege eine wertvolle Förderung zuteil werden lassen. Die Impfung der Kleinen wurde in Gießen an mehreren Tagen hintereinander in einem geeigneten Schulzimmer der Schillerschule durchgeführt, in Wieseck und Klein-Linden wurde sie in den dortigen Schulräumen vorgenommen. Dank tatkräftiger Hilfeleistung von Frauen der NS.-Frauenschaft und von Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes sowie älteren Schulmädchen, die sich allesamt uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt haben, war es den Aerzten und Aerztinnen möglich, an einem Jmpstage jeweils in zwei Stunden etwa 200 bis 300 Kleinkinder mit der Schutzimpfung zu versehen. Die Kleinen machten dabei im allgemeinen keine Schwierigkeiten, wenn es auch manche Einoder Zweijährige gab, die sich angesichts der ungewohnten Umgebung und des lebhaften Betriebs das übliche Kindergeschrei nicht verkneifen konnten. Die Mütter taten ihr Möglichstes, um mit ihren Kleinen über die durch die Umstände bedingte teilweise Wartezeit mit Einsicht und Humor hinwegzukommen, so daß auch sie zur glatten Erledigung der öffentlichen Impftermine wesentlich beigetragen haben. Im kommenden Svätsommer ober Herbst soll die Diphtherie-Schutzimpfung aller Kinber im Alter von 6 bis 14 Jahren folgen, bamit dann auch diese Jahrgänge, ebenso wie nunmehr die Kleinkinder, in wirksamer Weise vor der tückischen Krankheit vorbeugend geschützt werden. B. Wie ich darauf komme, über die beiden schwarzen, glanzenden Burschen zu schreiben? Nun, weil ich ben braufgetreten worben bin, und zwar ziemlich iräftig. Stumpf und frech ist plötzlich ein grauer Zleck auf meiner linken Stiefelspitze. Alle Spucke vor vergebens. Aber was strecke ich auch meine Seine so lang ins Abteil, daß der Pionier, der schwer- epackt zusteigt, mal kurz und fräftig drauftreten nutz? Ich springe auf und helfe ihm ' ' MMcnauföcrWi Roman von Otto WM. $ini: Wrri il. Anschluß gegeben haben. Sie scheint sich in dem Haushalt dort zu beschäftigen. Jedenfalls ist ein ) Wk bei * lt (ongr i ®rct * hr-" *; von 5 riobe f ; l olle SraiE ungspel" ... nehmen sich ps da unten gar nicht übel. Sie sind widerstands- ihig geworden und vertragen einen Puff. So, nun sitzen wir wieder. Das Fenster hat einen Ebenen Schein, als bie untergehende Frühlings- inne noch einmal aufleuchtet. Der Kamerad schläft Darum Volksgenosse, wenn du noch fernstehst, — ... -I t-- —:t fröhlichen bisher tt b der r erden. ij ten । Aerbri? Liarf fön- periode t °ß i Ende y nb dadlN- be E orden,' «uteilo^ drei * . deM Ä S« $5, 'kz^Mitteilung'machts auf den allen Herrn kei- 0-ert machte ein verblüfftes Gesicht. J 8e;gt du das? Hast du etwa auch schon von dem Stiebe gehört?" „Von welchem ©erebe?' G-ert hätte sich am liebsten geohrfeigt. Zum Dv jloinaten war er völlig ungeeignet. „Die Sache ist »nlich die." besann er, ,chaß semand aus Ofchmtz «st-rlvtte getroffen hat, und das hat der Betreffende Ittir(id) nicht für sich allein behalten tonnen, er ht es auch nicht für das Richtigste gehalten, uns , .erständigen, iondern er hat. geschwatzt Und le es nun mal in Oschmtz ist, cs wird getufchelt. meinen Wunsch! . . v . Der Zorn in Gort wollte zum Durchbruch kommen. Haltungsmaßregeln nötig machte. Er war nahe baran, das Zimmer einfach zu oer-; Er ermächtigte Gert lediglich, sich nach Char- lassen, aber er rief sich noch einmal zur Ordnung, lattes Lebensumständen zu erkundigen und ihr mit» ' ' zuteilen, daß ihr der Heimweg offenstünde, sofern Mlt| Odj . befor. iter i 1 völlig Ahrrs W denlaii DeuH 'ürrbuiz Im Verlaufe der letzten Wochen ist in Gießen und in den Vororten Wieseck und Klein-Linden in Gemeinschaftsarbeit der Universitäts - Kinderklinik und des Staatlichen Gesundheitsamtes Gießen der erste Abschnitt der Diphtherie-Schutzimpfung der Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren durchgeführt und am gestrigen Tage abgeschlossen worden. Insgesamt erhielten rund 2000 Kinber biefe Impfung, ber nun vom Beginn ber kommenben Woche ab die zweite und zugleich letzte, also die abschließende Impfung folgen wird. Nack deren Durchführung werden unsere Kleinen im Alter bis zu 6 Jahren in wirksamer Weise vorbeugend gegen eine Krankheit geschützt fein; die in früheren Jahren und Jahrzehnten alljährlich große Opfer gefordert hat und damals als eine Geißel für die Kleinkinberjahr- gänge angesehen wurde. Wie wir auf Anfrage bei dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik Professor Dr. Keller hören, ist ber erste Abschnitt ber Diphtherie-Schutzimpfung völlig glatt verlaufen. Es hat bei den kleinen Impflingen keinerlei Komplikationen gegeben. Die Mütter, bie u. a. auch durch einige Aufsätze im „Gieße- ner Anzeiger" vbn zuständiger fachkundiger Seite über den Sinn und Zweck und die große Bedeutung dieser vorbeugenden Impfung für die Heranwachsenden Kinder aufgeklärt worden waren, kamen in großer Bereitwilligkeit mit ihren Kleinen zu den öffentlichen Impfterminen, soweit einzelne Mütter, veranlaßt durch augenblickliche Unpäßlichkeit ihres Kindleins ober wegen anberer Gesichtspunkte, nicht eine vorherige ober etwas spätere Impfung der Kinbchen in ber Kinberklinik selbst ober bei einem Arzt vornehmen ließen. Es muß hervorgehoben werden, daß die Vornahme der Schutzimpfung seitens der Kindeseltern völlig freiwillig war. Umso erfreulicher ist es, feststellen zu können, daß alle Eltern diese vorbeugende Maßnahme, für bie sich lich über sich selbst, weil er überhaupt mit seinem von seinem Vater zurückgehalten. „Wann reift bu Vater gesprochen hatte, unb schließlich wurde er alfo?"^ aufgebracht über ben Eigensinn des alten Herrn. Er blieb jeboch ruhig. „Bitte, verzeih, wenn ich ..... . - » deine Haltung nicht billigen kann, Papa. Lolott ge- thesius mit einer Miene, als sei er in Gedanken hört zu uns, sie trägt unseren Namen. Sie hat eine schon bei ganz anderen Dingen, aber Gert ließ sich ■ ' ' - ..... durch diese gespielte Teilnahmslosigkeit nicht tauschen. Er setzte seine Abreise für ben übernächsten Tag fest unb wurde tatsächlich noch am Abend zuvor zu ins alle wie in einem guten Quartier in der Bahn, immer haben mir Erwartung und Hoffnung im ibe sie endlich runteraetriegt. Nun stehen sie warm trb dampfend in der Ecke unb glotzen böse auf mich, fein, nein, ausziehen lassen sie sich nicht gern. Das fcbeutet kalt und steif werden und Falten ins Ge- fif)t bekommen. So zerknittert in die Welt schauen, ks ist nichts für unsere Stiefel. Sie wollen straff lirb stolz aussehen. Stiefel haben ein soldattsches Herz. Immer sind sb bereit. Immer haben sie Dienst. Sie stehen früh nrt uns auf und bleiben in Bewegung bis zum Ji pfenftreid). Als ick mein erstes Paar damals auf Kammer »cder abgeben mußte, weil sie „DU." geschrieben Burben, hat es mir ordentlich wchgetan. Trübe -d einsam blieben sie in einer Ecke stehen und (flauten mir, wie ein ausgedientes Pferd, traurig Ach. Ja, treu sind die Knobelbecher. Rremrn. Wieder geht die Tür auf, unb ein jun- »s Mäbchen steigt ein. Sie setzt sich, und ihbe Schühchen, mit zarten Füßchen angefüllt, kommen 1 ^gerechnet neben ben Quadratlatschen des Piotrs zu sichen, die ganz plump und hilflos drein- ! Iflrruen. Sie mären ob biefer Begegnung gewiß 1 in-otet wenn sie nicht so schwarz gewesen wären, feft hätte ich über bie beiden Tollpatsche gelächelt, Q:cr nein, jetzt schäme ich mich. Ich halte zu euch! Über Knobelbecher darf man nicht lachen. Dieter Menninger (ff-PK.) Sornnfitett. Xagesfalenber für Donnerstag. NSG. „Kraft durch Freude": 19 Uhr „Schwarzer d-ter" — Gloria-Palast, Seltersweg: „So gefällst lt mir!". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Pre° mrre" — Oberhessischer Kunsiverein unb Wmter- Silfsroerf: 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Turmhaus m Brcmb. „ i Ortszeit für ben 4. April. Sonnenaufgang 6.55 Uhr, Sonnenuntergang 20.03 Dir. — Monduntergang 2.30 Uhr, Mondaufgang 1116 Uhr | „Was tuscheln sie sich denn zu?"...... ! Ausrede hätte sich schon gefunden. Ich hab' es nicht „Daß das kleine Kind, das Lolott betreut, ihres getan, weit ich geglaubt habe, bu würbest Verständ- »Rorzoih bitte sei! Verrückt, was? Kurz unb gut, es wäre am nis für meinen Plan haben. Was mich betrifft, so . . „verzeig, h<>ff<>n nfmfbe i(h menn fi(f) einer von uns um halte ich es für richttg, Lolott aufzusuchen, unb ich erkundigte sich Gert treuherzrg, um chn auf bte werbe es tun, weil ich mich mit beinern Verbot Probe zu stellen. ........ — ......... Mathesius zauderte. „Ich glaube kaum," ant- nerlei sichtbaren Eindruck. Er hatte sich völlig in ber Gewalt. „Wer hat sie also gesehen? Und wo?" „Der junge Felscher ist ihr begegnet, und zwar in Berlin." „Er hat mit ihr gesprochen?" „Nein, das nicht. Aber es ist kein Zweifel daran: Charlotte hält sich in Berlin auf." Mathesius runzelte bie Brauen, als er fragte: 'M Wit Öert schloß hinter sich die Tür.,, $ana, baß ich dich hier störe, aber ich muß dir eine Erteilung machen, unb es ist dringend. nicht abfinben kann. Aber ich würde mich sehr, , . freuen, wenn bu mir boch noch bein Einverstcinbnis wartete er schließlich, „baß sie nach dem Abschied, ba,vi näbeft!" den sie von uns genommen hat, befouberen Wert Mathesius sah ihn einige Sefunben lang an, auf meine Grüße legt." , zuckte bann bie Achseln und sagte: „Reise also!"! „Na, bann will ich sie wenigsttns von dir grüßen. dir Kratt für bie Anstrengungen ber vor bir lie- genben Arbeitswoche! Unser Gau ist wie kaum ein anderer dafür geeignet. Eine Unmenge landschaftlich reizvoller unb abwechslungsreicher Ziele laben dich allerorten ein. Du wirst bestimmt deine Freude daran haben. Auskunft geben bir alle KdF.-Dienst- stellen sowie die KbF.-Wanber- unb KdF.-Betriebs- roarte. Tierschutz gilt für alle Vögel. Die im ganzen Reich geltende Naturschuüverorb- nung verbietet nicht nur, ben Sing- ober sonstigen Dormiegenb nützlichen ober seltenen Vögeln nachzu^ stellen, sie mutwillig zu beunruhigen, zu fangen, zu töten ober ihre Eier, Nester ober anbere Brutstätten zu beschädigen ober wegzunehmen. Auch nach menschlichen Begriffen gibt es keine Vögel, bie nur nützlich ober nur schädlich sind. Deshalb werden alle Tiere, also auch alle Vögel, gegen Quälerei geschützt. Nimmt eine Vogelart so stark unb unnatürlich über- hanb, daß, etwa durch ben Sperling, anbere Vogelarten beeinträchtigt werben, dann ist es Aufgabe staatlicher Stellen, hiergegen einzuschreiten, nicht Aufgabe einzelner Personen. Vogelnester, die sich an ober in Gebäuden störend ober belästigend bemerkbar machen, dürfen nur dann entfernt werden, wenn sie noch keine Jungvögel enthalten. Kinder und Jugendliche dürfen sich beim Beseitigen solcher Nester ober beim Vogelfang nicht beteiligen. Wenig bekannt ist es übrigens auch, daß bie Derfütterung von Brotresten an Singvögel Tierquälerei ist. Abgesehen davon, daß Brot überhaupt nicht zum Verfüttern da ist, wie ja auch der Bauer unb Landwirt die Parole kennt unb befolgt: Wer Brotge- treibe verfüttert, hilft dem Feind! Aber auch sonst ist bie Brotverfütterung an Singvögel schädlich, weil diese an Körner- ober Jnsektenfutter gewöhnt unb ihre Derdauungsorgane nur bafür eingerichtet pnb. Lernt fremde Sprachen! Viele unserer jungen Männer, bie jetzt als Soldaten in fremden Ländern weilen, haben es sich vor Ausbruch des Krieges wohl kaum vorgestellt, daß sie mit Menschen zusammenkommen würden, die verschiedene fremde Sprachen besitzen. Auch aus unserer engeren Heimat werden woyl nur wenige vor dem Kriege auf den Gedanken gekommen sein, einmal in italienischen, französischen, belgischen, holländischen, skandinavischen, rumänischen usw. Orten mit ber Bevölkerung in Berührung zu kommen, ober vielleicht auch Gelegenheit zu haben, nach dem Kriege auch andere Länder, wie etwa Rußland, Schweden, Spanien aufsuchen zu können. Mancher versucht sich jetzt mit seinem fremdsprachlichen Schulwissen so gut cs acht fortzuhelfen, andere, denen auch diese Grundlage fehlt, „kauderwelschen" und bedienen sich ber Zeichensprache. Günstigere Bedingungen für die Zukunft bestehen für bie Volksgenossen in der Heimat. Ihnen bietet die NSG. „Straft durch Freude" die Möglichkeit, fremde Sprachen in Kursen zu lernen bzw. sich in ihnen fortzubilden. Das ist für viele, namentlich für junge Menschen — nicht nur für Burschen, sondern auch für Mädchen — eine gute Gelegenheit, die bereitwillig ausgenutzt werden sollte. Auch in Gießen veranstaltet bie NSG. „Kraft burch Freube" -Hi diesem Jahre wieder fremdsprachliche Kurse für Anfänger unb Fortgeschrittene. Für das Sommerhalbjahr sind neben den Kursen für Italienisch, Französisch und Englisch auch Anfängerkurse für Russisch, Schwedisch und Spanisch in den Arbeitsplan ausgenommen. Die in diesen Fächern unterrichtenden Lehrkräfte sind sämtlich methodisch unb wissenschaftlich aufs beste oorgebilbet unb besitzen zum Teil langjährige Auslanbserfahrungen, so daß bei dem Unterricht auf ber kulturellen Seite des jeweils in Betracht kommenden Landes in genügender Weise Beachtung geschenkt werden kann. Die Leitung ber Kurse hat Studienrat Dr. Hillen- brand übernommen. Die Beteiligung an diesen Kursen kann von dieser Woche ab angemeldet werden. Nähere Auskünfte erhalten Interessenten jeweils Dienstag und Donnerstag abends in der KbF.-Dienftstelle in ber Schanzenstraße. Gebt die Ostersendungen jetzt zur Post! Man wartet nicht erst ien letzten Zeitpunkt ab, sonbern liefert seine Ostersendungen — Pakete, Päckchen unb namentlich Feldpostpäckchen — schon in diesen Tagen, aber jud)t später als am 3. Aprils zur Post, wenn sie rechtzeitig ben Empfänger erreichen sollen. Volkstümliche Wettkämpfe beim VHE.-Zubiläum. Wie wir kürzlich bereits mitteilten, finden in Verbindung mit der 6 0 - Iahrfeier des D H C. am 8. Juni in Schotten volkstümliche Wettkämpfe des NSRL. statt, die als Ersatz für das Hoherodskopfbergfeft gelten. Die vom NSRL.-Be- zirk Friedberg, dem Betteuer des Hoherodskopf- bergfestes, zur Ausschreibung gelanaenben Wettkämpfe werden auch offen sein für den Bezirk Gießen, der auch zu den Hoherodskopfbergfeften der letzten Jahre immer einen erheblichen Teil der Wettkampfe stellte. NSRL. - Dezirksführer SA.- Hauptsturmführer 011 e r b e i n (Friedberg) und stellverttetender Bezirksführer Hans Stein (Gießen) einigten sich auf die gemeinsame Durchführung. In einer Defprechung mit dem DHC. werden die Einzelheiten der Wettkampsveranstaltung feftge- legt, die voraussichtlich auf dem Bockzahl bei Schotten durchgeführt wird. Giehen-Klein-Linden. Den Eheleuten Johannes Lenz X. und Ehefrau Marie, geb. Schäfer, und Adolf Brandenburger und Ehestau Elifabeth, geb. Kinzebach, die am Sonntag goldene Hochzeit feiern konnte, wurden rrm vielen 'Seiten herzliche Glückwünsche entgeg *> Fröhliches Wandern anstatt kostspieliger Reisen Unser ed°r siijieder hin als er 'einen Sahn erkannte und redet immer noch mehr als der andere. Es ist gc- - d ^.s Was gib" es mein Junge?" fragte er rade,u lächerlich was die Leute sich .,utu,cheln." einem sehr sansten Ton. den er früher nicht ge-1 ' tont hatte. I @rar tie, bie? swei üte I W rechtiM @elegp möglB zu » ir M' 3u 1 $ 0 ®rar linder 0 @rar 14 in b Der Vererch Hessen vorbildlich im NSRL Von einer Arbeitstagung der Bereichsführung. Eine wichtige Arbeitstagung-führte der N.S.R.L.« Bereich Hessen für die Mitarbeiter der Bereichs- sührung und die Sportbezirksführer in Kassel durch. ' Der stellvertretende Bereichsführer Hans Meiste r-Kassel und der stellvertretende Bereichs- sportwart Bruno M a y-Kassel gaben eine Rückschau auf das ab gelaufene Arbeitsjahr, das den Bereich Hessen in einem Einsatz sah, der hiifter friedens- mäßiger Arbeit nicht zurückstand, sie in, Gegenteil eher übertraf. Insbesondere die von dem stellvertretenden Bereichsamtmann Karl Beuermann (jetzt bei der Wehrmacht) noch vorbereitete Aktion der Turn- und Sporttage, die in dem fast rein ländlichen Bereich rund 50 000 Männer, Frauen und Jugendliche im Wettkampf zeigten, hat sich zu einem Erfolg ausgereift, der auch außerhalb Hessens die verdiente Beachtung fand. Die Reichs- führung des N.S.-Reichsbundes für Leibesübungen bekundete ihr lebhaftes Interesse für den Gedanken, der bei den hessischen Turn- und ©portta^n verwirklicht wurde. In den führenden Zeitschriften der deutschen Leibesübung wurde das hessische Beispiel als vorbildlich für das Reich hingestellt, und nach einem Vortrag, den kürzlich der stellvertretende Bereichssportwart M a y an der Reichsakademie für Leibesübungen in Berlin vor Amtsträgern des N.S.R.L. gehalten hat, werden in diesem Jahre nun auch in anderen Bereichen nach dem hessischen Vorbild Turn- und Sporttage in den Gemeinden, Kreisen und Bezirken durchgeführt. Für Hessen lautet selbstverständlich die Parole m 1941, der Aktion der Turn- und Sporttage zu einem noch größeren Erfolge zu verhelfen. Die Vorarbeiten für die Turn- uni) Sporttage 1941 sind bereits ausgenommen worden. In manchen Bezirken, so auch in Friedberg, liegen die Termine schon fest. Die Richtlinien für die Durchführung, die die Erfahrungen des Vorjahres verwerten, werden in Kürze von der Bereichsführung herausgebracht. Im wesentlichen kann aus der im vorigen Jahre geschaffenen Grundlage wettergebaut werden. Engste Zusammenarbeit mit der Partei und ihren Gliederungen wird auch heuer Voraussetzung sein für das erfolgreiche Gelingen der Aktion. Turn- und Sporttage sollen in diesem Jahre in allen Orten, Kreisen und Bezirken veranstaltet werden. Die Kasseler Arbeitstagung behandelte weiter die wichtigen Fragen der kameradschaftlichen Zusammen- Kurze Sporlnoftzen. Der deutsche Kanusport hielt in Berlin eine Arbeitstagung ab, bei der u. a. das Arbeitsund Wettkampfprogramm für. den kommenden Sommer besprochen wurde. Die deutschen Kanumeisterschaften finden vom 1. bis 3. August tn Bromberg statt, die reichsoffene Pfingst-Regatta cuf der Weichsel bei Krakau und der Funfttädtekamps Berlin — Breslau — Danzig — Stettin — Königsberg im Juni in Memel. Eine neue Jahresbestzeit im 10X50- Meter-Brustschwimmen erzielte Westfalen Dortmund mit 6:20,1 Minuten. 16 Handball-Bereichsmeister stehen bereits für die Endspiele um die deutsche Meisterschaft bereit. Noch zu ermitteln sind die Meister der Bereiche Bayern-, Ostmark, Mitte, Sachsen unh Südwest. arbeit des N.S.R.L. mit der HI. und mit K. d. F., ferner die neuen Möglichkeiten erhöhten Arbeitseinsatzes, die sich aus den Richtlinien des Reichsinnenministers über die staatliche Sportaufpcht und Sportpflege ergeben. Es liegt an den Vereinen und Gemeinschaften des N.S.R.L, sich dieser behördlichen Förderung der Leibesübung, die der Mimster in Aussicht gestellt hat, überall da zu versichern, wo bei staatlichen Verwaltungen und Gemeinden sich der Wille kundtut, die Leibeserziehung m einer ihrer Bedeutung für das Gemeinwohl entsprechenden Weise zu unterstützen. Behandelt wurde weiter die sich jetzt schon segensreich auswirkenüe Arbeit der in fast allen Bezirken neu ins Leben gerufenen B e z i r k s s ch u l e n, die bekanntlich vom Fachgebiet Turnen begründet wurden, chre Tätigkeit in Zukunft aber auf alle Fach- gebiete ausdehnen werden. Wichtig ist auch die wieder stärkere Pflege des Kinderturnens in den Gemeinschaften, dem der Reichssportführer seine besondere Auftnerksamkett zuwendet. Das Ziel ist vier, daß nicht nur die Turnvereine, sondern möglichst alle N.S.R.L.-Derein>e Kindergruppen ein» Bereiche des N.S.R.L. haben den Auftrag, Vorführungsgruppen aufzustellen, die zu gegebener Zeit innerhalb und außerhalb des Bereiches zur Werbung für die deutsche Leibesübung zum Einsatz kommen sollen. Für die Kriegszeit setzt sich die hessische Dorführungsgruppe vorläusig zusammen aus der Bereichsriege der Turner, der Bezirksschule Kassel (Turnerinnen) und einer Kasseler und Hersfelder Kinderabteilung. Es ist geplant, im südlichen (hessen-nassauischen) Teil des Bereichs noch eine weitere Dorführungsgruppe aufzustellen. Ein fesselnder Vortrag von Studienrätin Miller- Kassel über volksdeutsche Aufgaben, der wertvolle Anregungen für die Dietarbeit im N.S.R.L. bot, beschloß die Führertagung des Bereichs, die der Arbeit auch in der Kriegszeit eine klare Ausrichtung und gewissenhafte Zielsetzung geben konnte. Die unerschöpfliche Reserve an Mitarbeitern, die immer wieder freudig eintreten, wenn Kameraden zu den Waffen gerufen werden, läßt die Organisation des NSR.L. stets intakt bleiben. Und damit ist die Voraussetzung erfüllt für stetige Weiterarbeit auch in schwerer Kriegszeit. bracht. Besonders groß war die Freude in beiden Familien über die Schreiben unseres Führers. Die Glückwunschschreiben der Hessischen Landesregierung und des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen sowie Ehrengaben von beiden Seiten, überbrachte als Beauftragter der Verwaltungsobersekretär Rudolf Jung, Leiter der Verwaltungsstelle Gießen-Klein- Linden. Herr Brandenburger, ein noch leben- ' der Gründer des Turnvereins 1889 und zugleich | dessen Ehrenvorsitzender, der 15 Jahre lang den i Verein als erster Vorsitzender geführt hatte, erfuhr ' noch eine besondere Ehrung durch diesen Verein. I Möge beiden Familien noch ein gesegneter Lebens- । abend be sch reden sein! Gießener Dochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen i sich für A-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Ware । sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger * G i e ß e n, 3. April. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rps., Käse, das Stück 7 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Weißkraut, kg 10 bis 12, Rotkraut 13 bis 14, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 5 bis 8, Meerrettich 40 bis 65, Schwarzwurzeln 20, Aepfel 30 bis 40, Feldsalat, i/io 10, Lauch, % kg 24, Sellerie 21 bis 23L Salat, 1/10 30, Blumenkohl, das Stück 45 bis 70, Endivien 15 bis 20 Rpf. »♦ Alters jubila.re. Am heutigen Donnerstag, 3. Avril, kann Frau Katharine Schneider W w e., Riegelpfad 104 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Regsamkeit ihren 84. Geburtstag begehen. Am morgigen Freitag, 4. April, kann der Oberleitungsaufseher i. R. Franz K r e u z b u r g, im Altersheim an der Licher Straße wohnhaft, in guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag feiern. Beiden Jubilaren gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag. ** Schulpersonalie. Der Studienassessor Hans Guth in Oppenheim a. Rh., geboren in Weickartshain (Kreis Gießen), wurde zum Stuüien- rat ernannt. Aus der engeren Heimat. Alsfelder Volksbank eGmbH. Alsfeld. Die Alsfelder Dolksbank e. G. m. b. H. in Als- feld, die am vorigen Sonntag ihre 62. ordentliche Generalversammlung abhielt, kann in ihrem Geschäftsbericht für 1940 eine weitere erfreuliche Ent- Wicklung des Instituts berichten. Die Bilanzsumme ist infolge des starken Zustromes von Einlagen und Spareinlagen im Berichtsjahr 1940 um 772 666 RM. - 35,2 v. H. gestiegen und betrug im Jahre 1940 2 966 187 RM. gegen 2 193 521 RM. im Jahre 1939. Der Geschäftsumsatz auf einer Seite des Hauptbuches belief sich im Jahre 1940 auf 30 854 411 Reichsmark gegen 29400 000 RM. im Jahre 1939. Die Zahlungsbereitschaft der Kreditgenossenschaft hat sich auch im Jahre 1940 wieder bedeutend erhöht und betrug Ende 1940 = 2 385 364 RM., darunter allein eigene Wertpapiere 1 688 446 RM. Die Ausleihungen in laufender Rechnung beliefen sich 1940 auf 555 866 RM. gegen 757 580 RM. im Jahre 1939. Neu gewährt wurden im Jahre 1940 Kredite im Betrage von 113 400 RM. gegen 185 450 RM. im Vorjahre, davon wurden jedoch bis Iah- resschluß nur 31 307 RM. in Anspruch genommen. Die Gesamteinlagen in lausender Rechnung, einschließlich Spareinlagen, beliefen sich im Jahre 1910 auf 2 652 451 RM. gegen 1 922 435 RM. im Jahre 1939. Die Guthaben in laufender Rechnung, Einlagen und Spareinlagen weisen im Jahre 1940 die beoeutende Steigerung von 730 015 RM. aus. Das Geschäftsguthaben der Mitglieder betrug am 31. Dezember 1940 insgesamt 117 661 RM. gegen 111 977 RM. am 31. Dezember 1939. Am Jahresende 1940 gehörten 476 Mitglieder mit 500 Anteilen der Genossenschaft an, gegen 475 Miglieder mit 497 Anteilen Ende 1939. Der Reingewinn aus dem Geschäftsjahr 1940, einschließlich 3000 RM. Gewinn- vvrtrag aus 1939, beziffert sich auf 35 680 RM. Im Hinblick aus das günstige Geschäftsergebnis wurde die Dividende auf 5 v. H., gegen 4,5 v. H. im Vorfahre, festgesetzt. Für Rückstellungen wurden 21350 RM. vorgesehen. Auf neue Rechnung wurden 5588 RM. vorgetragen. Aus Größenwahn und Gewinnsucht zum Verbrecher geworden. Fünf Jahre Zuchthaus für Fleischschiebungen. Lpd. Frankfurt a. M., 2. April. Im Vorjahre war der 67jährige Metzgermeister Fritz Abel wegen gewinnsüchtiger Urkundenfälschung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er sich durch Aenderung der Kontingent« scheine mehr Fleisch verschaffte, als ihm zustand. Die Verfehlungen des Angeklagten erwiesen sich aber als noch erheblicher und führten nun zu einer Verhandlung vor dem Sondergericht. Abel war geständig, von Oktober 1939 bis Ende März 1940 erhebliche Mengen Fleisch widerrechtlich bezogen und die Waren ohne Marken weiterverkauft zu haben. Er hatte zuletzt einen Derkaufsstand in der Kleinmarkthalle und schlachtete nicht mehr, selbst, sondern kaufte von Großschläch- tern, die er veranlaßte, feine Käufe auf Kontingentscheine nicht einzutragen und Gewichtsvermerke zu seinen Gunsten herabzusetzen. Der Angeklagte bezog auch viel Fleisch von auswärts, obwohl er nur auf dem Frankfurter Markt hätte Einkäufe machen Verein. Sodann erfolgte durch den stellv. Dereins- führer die Erstattung des Jahresberichtes für 1940, aus dem zu erkennen war, daß der Verein trotz des Krieges eine günstige Aufwärtsentwicklung genommen hat. Die Mitgliederzahl hat sich von 195 auf 200, die Zahl der versicherten Pferde von 253 auf 288 erhöht; dementsprechend ist das Dersicherungs- kapital von 241 700 RM. auf 271150 RM. gestiegen. An Entschädigungen wurde im Berichtsjahr die ansehnliche Summe von 9160 RM. für 19 Pferde ausgezahlt, die alle seit dem Jahre 1924 ausgezahlten Entschädigungen übertrifft; insgesamt wurden von 1924 bis 1940 einschl. 86 334,50 RM. Entscha- digungsgelder bezahlt. Den Bericht über den Jahresabschluß von 1940 gab der Vereinsrechner Karl Stang; danach betrugen die Einnahmen 18 649,45 RM., die Ausgaben 18095,61 RM., so daß ein Rechnungsrest von 553,84 RM. verblieb. Hierauf wurde bekanntgegeben, daß die von den Mitgliedern Detail Widmann und Bürgermeister Heid (Götzen) geprüfte Rechnung zu Beanstandungen keinen Anlaß gegeben hat, worauf die Versammlung den Antrag auf Entlastung des Vorstandes und des Rechners annahm. Bei den Wahlen wurden gewählt: Wilhelm Spanier III. zum Dereinsführer, Ortsbauernführer Heinrich Kromm zum stellvertretenden Vereinsführer und ' Ludwig Wenzel zum Beisitzer. Der neugewählte Vereinsführer schloß dann mit bem Gruß an den Führer die Dersamm- fung. Schweinemarki in Nidda. * Nkdda, 2. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 214 Ferkel und Läuferschweine zum Verkauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 30 bis 33 RM., 6 bis 8 Wochen alte 35 bis 40 RM., 8 bis 10 Wochen alte 40 bis 45 RM., 10 bis 12 Wochen alte 50 bis 55 RM., Läuferschweine 60 bis 65 RM. das Stück. Das Geschäft verlief schleppend, es verblieb Ueberftani). dürfen. Um hinter seine Schliche zu kommen, mußten Hunderte von Büchern der Großschlächter und Fleischagenten geprüft werden, denn im Wareneingangsbuch des Angeklagten waren die erworbenen Fleischmengen vielfach nicht zu finden. Bei dem Angeklagten, der von Größenwahn und Geltungsbedürfnis beseelt war (er wollte als der größte Metzger in Frankfurt angesehen sein), zeigen sich für die Zukunft bedenkliche Alterserscheinungen; er gilt jetzt als vermindert zurechnungsfähig, während er zur Zeit der Begehung der Verfehlungen gesundheitlich noch In einem anderen Zustand war. Das Sondergericht hatte keine Zweifel, daß Abel böswillig handelte, raffiniert voraing, die Bedarfsdeckung erheblich gefährdete und ihn ausfchließlich Gewinnsucht leitete. Sein schlimmstes Delikt war das Verbrechen gegen die Kriegsmirtschaftsverord- nung. Der Angeklagte wurde zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust sowie Einweisung in eine Heil« und Pflegeanstatt verurteilt. Tödlicher Unfall auf der Lokomotive. LPD. Dillenburg, 2.April. Bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof fand der Führer einer Lokomotive den Heizer bewußtlos auf dem Kohlenwagen auf. Im hiesigen Krankenhaus wurde ein Schädelbruch festgestellt, an dessen Folgen der Heizer, der aus dem Sauerland stammt unb im 31. Lebensjahr stand, inzwischen gestorben ist. Wie sich der Unfall zugetragen hat, ist noch nicht ermittelt. Landkreis Gießen. s. Lang-Göns, 2.April. Am letzten Samstag wurden in einer schlichten Feier 29 Kinder (16 Knaben und 13 Mädchen) durch ihren Klassenlehrer aus der Schule entlassen. Die Ausnahme der Sechsjährigen findet nach den Sommer- ferien statt. Kreis Alsfeld. ♦ Höingen, 3. April. Der weit Über die Grenzen seines Dörfchens hinaus bekannte Altbürgermeister und Gastwirt Dietrich Scholl, genannt der „Appelweischoll", feiert am 4. April in voller Rüstigkeit feinen 9 0. Geburtstag. Dem Jubilar gilt unser herzlicher Glückwunsch. Kreis Büdingen. Q Schotten, 2. April. Die diesjährige gut besuchte Mitgliederversammlung des Pferdever« jtcherungsoereins Schotten fand im „Darmstädter Hof" statt. Der stellv. Vereinsführer Wilhelm Spam/r III. widmete zunächst dem im letzten Jahre während der Kämpfe im Westen auf dem Felde der Ehre als Hauptmann und Batteriechef gefallenen Vereinsführer Direktor August Rausch einen warm empfundenen Nachruf und gedachte dankbar dessen großer Verdienste um den Aus -em Reich. »Maler an der Front.- In den neuen Räumen des Künstlerhause, Bellevue in Berlin wurde die vorn Oberkom- rnando des Heeres in Zusammenarbeit mit der Dienststelle des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen pnd weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, veranstaltete Ausstellung „Maler an der Front" eröffnet. Der Inspekteur des Erziehungs- und M- dungswesens des Heeres, Generalmajor Frieß. n e r, sagte, dis hier zusammengetragenen Werke seien von Künstlern geschaffen worden, die al, Soldaten am Kampfgeschehen teilnah. men. Es seien also nicht die Zeugnisse schlachten- burnrnelerischer Fronttahrten, sondern Dokumente -unmittelbaren Kriegsaesche. h e n s. Reichsleiter Rosenberg erklärte die Ausstellung dann für eröffnet. 54 Künstler sind mit .168 Gemälden vertreten. Es ist das Dekumentarifche uni die frische Unmittelbarkeit des Kampferlebnisses, was den hier gezeigten Arbeiten ihren besonderen Wert gibt. Neben der künstlerischen Spiegelung dcr Kampfes nehmen aber auch reine Landschaftsbilder einen breiten Raum ein. Treugew bel längerer Dienstverpflichtung. Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß ben DienstvLppftichteten,die auch nach einerDienft- leistung von mehr als einem Jahr aus Gründen des Arbeitseinsatzes noch nicht entpflichtek werden können, von dem Arbeitsamt ein T r eu- geld gezahlt wird. Das Treugeld wird den Dienst- verpflichteten, die von ihren Angehörigen getrennt leben müssen, nach 12 Monaten, anderen nach 18 Monaten gewährt; mehrere Dienstleistungen nach dem 1. September 1939 werden zusammengezählt. Das Treugeld wird nur auf Antrag gewährt, der vom Dienstverpflichteten an das bisherige Heimatarbeitsamt zu richten ist. Das Treugeld beträgt monatlich 26 RM. und wird für die vollen Kalendermonate, für die die Dienstleistung glaubhaft gemacht ist, vierteljährlich nachträglich an die Person gezahtt, an die auch die sonstigen Dienstpflichtunterstützungen au zablen sind. Das Treugeld wird auch den Arbeitskräften gewährt, die hinsichtlich | der Gewährung von Dienstpflichtunterstützung de« Dienstverpflichteten gleichgestellt worden sind. Auskünfte erteilen die Arbeitsämter. Kann ein Soldat sein Arbeitsverhältnis kündigen? NSG. Immer wieder taucht die Frage auf, ob ein einberufenes Gefolgschaftsmitglied während sei» * ner Zugehörigkeit zur Wehrmacht sein ziviles Ar» beitsverhältnis kündigen kann, ohne die Zustimmung des Arbeitsamtes einzuholen. Sie ist jetzß durch Erlaß des Reichsarbeitsministers vom 12. Dezember 1940 (R. Arb. Bl. I. S. 614) geklärt worden. Danach gilt folgendes: Nach § 1 der Verordnunz zur Abänderung und Ergänzung von Vorschriften auf dem Gebiete des Arbeitsrechtes vom 1. September 1939 (RGBl. I. S. 1683) wird durch die (Einberufung zum Wehrdienst ein Beschäftigungsverhältnis nicht gelöst. Nach § 2 dieser Verordnunz kann der Unternehmer ein solches Beschästigunds- verhältnis nur mit Zustimmung des Reichstreuhän- 1 ders der Arbeit kündigen. Daneben bedarf der Unternehmer au einer solchen Kündigung der Zustim- । muna des Arbeitsamtes nach § 1 der Arbeitsvlatz- wechselverordnung vom 1. September 1939 (RGBl.I S. 1685). Das zum Wehrdienst einberufene (Befolg schaftsmitglied kann das Beschäftigungsverhältm» während der Dauer des Wehrdienstes kündigen, abeir auch der Wehrmachtsangehörige bedarf hierzu bec Zustimmung des Arbeitsamtes nach § 1 der Ar- beitsplatzwechselverordnung, da danach grunbfäW alle Gefolgschaftsmitglieder für eine Kündigung bil Zustimmung des Arbeitsamtes benötigen. Keine Beschäftigung von Familienangehörigen in den besetzten Gebiete«. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht! hat die Beschäftigung von Ehefrauen oder Bräuten oder anderen Familienangehörigen als Singt- stellte in der eigenen Dienststelle und demselben Dienstort sowie ihre Unterbringung in demselben. Ort für alle Wehrmachtangehörigen und Angestellte» der Wehrmacht verboten. Nur ganz besondere Gründe können eine Ausnahme rechtfertigen, für dis dann eine dienstliche Genehmigung des Militärbt» fehlshabers im besetzten Gebiet erforderlich ist. Oer braunschweigische Kestspielmonat. Der Festspielmonat des Braunschweigischen Staats- theaters aus Anlaß feines 250jährigen Bestehen« wurde in der Burg Dankwarderode Heinrichs te« Löwen mit einer Kundgebung eröffnet. Reich?- drarnaturg Ministerialdirigent Dr. Schlosser bezeich" nete die weitsichtige Großzügigkeit des Nationalsozialismus auf kulturellem Gebiet als einen Vorgang ohne Beispiel. Aber erst wenn neben den glanzvoll wiederhergestellten Bühnen der Millionenstädte Deutschlands neue Volkstheater im Mittel-.' punkt der breitesten Massen der Bevölkerung stunden, würde die Generalprobe für das, was der M' tionalfozialismus unter Nationaltheater verstehn, anzusetzen sein. „ Heute abend 19.15 Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater August Velke im Alter von 87 Jahren. Im Namen aller Trauernden: Luise Velke, geb. Schäfer, nebst Kindern. Gießen (Hammstraße 11), den 1. April 1941. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. April, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 1622D Zwenke dran beijedem Schritt: IM Am 1 April verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Allen denen, die unseren Eltern das letzte Geleit gaben, für die Kranzspenden und die Trostworte Frau Marie Faber, geb. Fischer kurz nach Vollendung ihres 62. Lebensjahres. Im Namen der.trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Faber. Gießen (Theringstraße 10), Großen-Linden, den 2. April 1941. Die Beerdigung findet Freitag, den 4. April, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. 01184 des Herrn Pfarrers Jost danken wir herzlich. Gießen - Klein-Linden, den 3. Aprfl 1941 Fr. Jung und Frau Lina, geb. Naumann und Angehörige. x T 1 i — von 3 bis 20 vom Hundert erhalten INaeniaSSe bei mehrmaligen Verößentlkbim^