Dienstag. 4-März Ml Annahme von Anzeige« für die MittagSnummer bis 8'/, Uhr desBornuttagS An-etgensPreiser Anzeigenteil 7 Rvf ie mm bei 22 mm Heilenbreite# Wertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm tfeilenbreite NackläNe: Wtederbolung Malltaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Plavoorschrift (oorbenge Vereinbarung) 25» mehr l-l- Jahrgang Hr.55 Erscheint täglich, anker Sonntags und rveienags Beilagen: Die Illustrierte Giekener^amilienblätter Heimat imBild DieScholle MonatS-BezugSvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte » 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern tniolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift-.„Anzeiger" Postscheck 1168k krankt. M Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen ■'ALEXANDRIA' teWARNAit RAZQARD CikPAi tPHlUPP0PEL\. ' SÄ < MMWM WMWWW WÄLLÄ ■'SÄLöNiki- \7\a/nH0T solut einheitliches Niveau gegeben ist, trotz aller hei- ‘ matbedingten und damit berechtigten Unterschiede ' und Verschiedenheiten. Man hat auch in früheren Zeiten von Schlesien Im allgemeinen und von O b e r s ch l e s i e n im besonderen als von einem „deutschen Bollwerk im Osten" gesprochen, leider wohnte dieser Feststellung aber ein starker phraseologischer* Beigeschmack inne. Denn dieses „Bollwerk" besaß weder — um in der militärischen Ausdrucksweise zu bleiben — das erforderliche Glacis zur Verteidigung, noch die unerläßliche Geschlossenheit der Verteidigungskräfte. Namentlich Oberschlesien — von ihm habe ich hier nur zu sprechen — war zum Torso geworden. Einst hatte sich der oberschlesische Raum von der Glotzer Neiße bis zu den Beskiden und in das Vorfeld von Krakau erstreckt, geographisch und geologisch gehörten vom ehemaligen Rußland das Dom- vrowaer Kohlengebiet ebenso wie die österreichischen 1 Herzogtümer Bielitz und Teschen sowie Teile Mährens hierzu. Doch selbst Friedrich der Große hatte im Berliner Frieden vom 28. Juli 1742 nicht vermocht, die Einheit Oberschlesiens sicherzustellen Und das Versailler Diktat sowie der ihm nach der Volks- abftimmung vom 20. März 1921 folgende Genfer Entscheid vom 20. Oktober des gleichen Jahres zerstückelten Oberschlesien in geradzu sinnloser Weise. Nachdem schon vorher das Diktat von Saint-Germain vom 10. September 1919 in gleicher Weise mit dem alten österreichischen Anteil verfahren war. Deutsches Zukunstsland Oberschlesien Von Gauleiter Fritz Bracht, Kattowitz. Die hierbei zu lösenden Probleme sind vielfalttg und nicht immer leicht zu meistern. Da ist zunächst das Deutschtum des Gaues dessen Größe und De- völkerungszahl sich gegenüber dem früheren preußischen Antell an Oberschlesien mehr als verdoppelt und verdreifacht hat. In seinem Wollen und Fühlen gleich, weist es doch verschiedenartige Traditionen auf, preußisch-deutsche einerseits, altösterreichische anderseits. Die jungen Generationen aber, die unter fremder Herrschaft geboren wurden und heran- wuchsen, haben zum großen Teil die Segnungen deutschen Wesens überhaupt nur aus der Ferne gesehen. Hier ist nun die dringlichste Aufgabe von Partei und Staat, den erforderlichen Ausgleich zu finden, ohne wertvolle charakterliche Eigenarten und naturgegebenes Volks- und Brauchtum zu verwischen. Es zeigt sich aber jetzt schon, daß in dieser Hinsicht keine Schwierigkeiten bestehen, im Gegenteil nur ein Gewinn durch die gegenseitige Ausrichtung im nationalsozialistischen Ideengut herauswächst. Weit komplizierter liegen die Verhältnisse auf dem Gebiet der Volkstumsarbett, die bestimmt ist, die Spuren fremden volkstumsmäßigen Einflusses zu beseitigen. Wenn auch der Großteil der polnischen Einwanderer und Ausbeuter mit dem fliehenden Po- lenheer aus den heimgekehrten Gebieten verschwand, verbleibt doch zur Erziehung der für ein deutsches Oberschlesien selbstverständlichen Homogenität eine Urtmenge sorgfältig sichtender und ordnender Arbeit im großen wie im kleinen. Zum Teil werden auch neue völkische Kraftströme dem alten deutschen Kulturgebiet zugeführt werden müssen. Dies greift bereits in den oberschlesischen Wirtschaftssektor hinüber. Immer wieder muß betont merken, daß der neue Gau deutsches Zukunftsland und in feinem natürlichen Reichtum eines der bedeutungsvollsten Reichsgebiete darstellt. Denn auf der Grundlage der mehr als 200 Milliarden Tonnen (PK.).....3. März. (DNB.) Ich stehe auf der bulgarischen Seite der Donau und schaue hinab auf den 'Fluß und auf das gegenüberliegende rumänische Land. Eine breite Pontonbrücke zieht sich vom jenseitigen Ufer zu uns herüber und em nicht endender Strom deutscher Müitärfayrzeuge fährt nun bereits seit Stunden hinein in das befreundete Bulgarien. Die Einwohner der umliegenden Dörfer sind am Ufer zusammengeströmt und begrüßen voller Freude die deutschen Soldaten, die unter den Klängen einer Militärkapelle zuerst dieses Land betreten. Seit den frühen Morgenstunden warten sie bereits und warten noch jetzt, wo die Sonne schon schräg am Himmel steht. Man fühlt in Bulgarien noch etwas von der Waffenbrüderschaft des Weltkrieges, und der Empfang der deutschen Soldaten ist hierfür der beste Beweis. Während noch kurz vorher Schnee ' und Regenstürme über das Donautal zogen und den Bau der Brücken zu einer bemerkenswerten Leistung der Pioniere machten, zieht heute strahlender Sonnenschein über das flache Land an der rumänischen und das hügelige Land an der bulgarischen Seite des Stromes. Neben der Brücke gehen eine Reihe von Kolonnen in Fähren über den Fluß. An beiden Ufern sind Fliegerabwehrkräfte eingesetzt, um gegebenenfalls einem feindlichen Angriff wirksam entgegentreten zu können. Drüben liegt das Gebäude der Donaudampfschisfahrtsgesellschafl und davor ein großer weißgestrichener Dampfer, durch das Rote Kreuz am Schornstein als Lazarettschiff gekennzeichnet. Den Strom hinauf und hinunter gehen die Fähren, an den Ufern sind Materiallager aufgestellt, ständig rollen die Kolonnen. Die Bevölkerung strömt aus nah und fern herbei, es ist ein Leben und Treiben, wie es dieses Fleckchen Erde noch niemals gesehen hat. Don unten herauf klingt die Kapelle eines Infanterieregiments. Hinter mir, in einem kleinen Bauernhaus, klingen die Telephone zu werfen. Die Ereignisse nach dem 1. September 1939 haben in alledem nun gründlich Wandel geschaffen. In raschem Siegeszuge rissen die Regimenter des Führers künstliche Grenzen nieder. Und nach fünf- vierteljähriger „Aufräumungs- und Ordnungsarbeit" ist nun auf des Führers Befehl Ober chlesien in seinen ursprünglichen geographischen Grenzen wieder geeint und seiner geopolitischen Bedeutung entsprechend gestaltet worden. Endlich kann die Entwicklung Oberschlesiens in seiner ganzen Ausdehnung nach einheitlichen nationalpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundsätzen und Richtlinien geführt werden. Nun erst kann im wahren Sie Völker am Scheideweg. Unmittelbar nach dem Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt sind deutsche Truppen als Sicherung gegen die bekannten englischen Absichten zur Erhaltung des Balkanfriedens in Bulgarien einmarschiert und dort mit spontanem Jubel begrüßt worden. Selbst Reuter muß die Tatsache der jubelnden Zustimmung der Bulgaren zu ihrem Paktbeitritt und die herzliche Aufnahme der deutschen Truppen erwähnen. Das englische, sonst in Lügen erstklassige amtliche Telegraphenbüro kann also nicht mehr die britische Propagandabehauptung aufrechterhalten, dre bulgarische Aktion erfolge gewissermaßen unter Dem furchtbaren Druck der Nazimacht.Nichts kann deutlicher die Freude zeigen, mit der das bulgarische Volk sich hinter die Entschlüsse ihrer Regierung stellt, als der Jubel darüber, daß Bulgarien nunmehr auch osft- ziell der Verbündete der Achsenmächte geworden ijt Der Paktanschluh Bulgariens hat in angelsächsischen Kreisen gewirkt, als sei ihnen plötzlich der Balkan auf den Kopf gefallen. Die Direktionslosigkeit der angelsächsischen Blätter wird an dieser Tatsache sonnenklar. Während Reuter notgedrungen der Wahrheit die Ehre gibt, ergehen sich von den „Times bis zum „Daily Herald" die englischen Gazetten tn den gewohnten infamen Verdächtigungen der Achsen» Politik, in der Unterstreichung der englischen Völkerliebe und düsteren Drohungen gegen Bulgarien. Auch die nordamerikanische Hetzpreste entlockt ihren Jerichoposaunen mißklingende Töne. Das ist also nichts Neues. Aber die Ueberrafchung wird um so sichtbarer, als sich diese Judenpresse sehr intensiv mit Lobhudeleien der von Churchill angeregten Edcn- Mission in Ankara beschäftigt hatte und Eden bereits wochenlang Weihrauch streute und ihn mit Vorschußlorbeeren bekränzte. Die plötzliche Abreise des englischen Außenministers von Ankara und seine verlegene, nichtssagende und gar nicht politisierende Erklärung vor der türkischen Presse beweisen wohl mit Sicherheit, daß selbst Edens Selbstgefälligkeit schwer getroffen ist und er sicherlich das Gefühl hat, abermals tu spät "-kommen Zu sein Nach dem Beitritt Bulgariens stehen nur noch wenige Staaten dem Kraftstrom des Dreierpaktes schlesischem Landesteil war k ..... besser. Es leuchtet ein, daß auf die Dauer — vor allem durch die massenhafte Unterwanderung aus dem ehemaligen Kongreßpolen und aus Galizien — das deutsche Bild Oberschlesiens — den ober- schlesischen Raum als Ganzes betrachtet — immer mehr fremde Züge erhielt. Und diese UeberfremDung begann infolge der starken wirtschaftlichen Verslech- tung, die sich nach Beendigung des siebenjährigen deutsch-polnischen Zollkrieges allmählich wieder an- gebahnt hatten, auch in das Reichsgebiet Schatten taler Weise das Deutschtum in den polnisch gewor- leicht noch viel länger, wird so der Strom der deut- benen Gebieten verfolgt und dezimiert wurde, auch scheu Fahrzeuge weiter über diese Brücke und Oie in den unter tschechischer Kontrolle geratenen ober- Fähren gehen. Die Kapelle hat ihre Instrumente ....... ~ es häufig nicht viel eingepackt, der Fluß ist m em rotes Licht gehüllt, - 11 ~ ' -- ! eine Kolonne leichter Flak schraubt sich gerade von der Brücke zum Hügel hinauf. Ich schaue auf die Tausende von Stahlhelmen, in deren Mitte sich Die Abwehrkanonen erheben. Drüben fährt gerade auf der Brücke eine Luftnachrichtenabteilung, voran Die Flagge. Das Keuchen ihrer Motoren höre ich noch, als ich in Dem kleinen Raum Des Bauernhauses sitze, umgeben von den ganzen Familienmitgliedern des' Bauern, sowie den Soldaten der Nachrichtenabteilung, Die diesen Bericht in Die Heimat durch- Sofia, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Seit dem Morgen Des Montag, bekanntlich eines bulgarischen Nationalfeiertages, hat sich die Bevölkerung an die Germanen", wie Die deutschen Truppen heißen, gewöhnt. Kraftwagen werden freudig begrüßt, oft den Straßen und Plätzen werden nicht nur bestaunt, schäften konnte man rührende Bilder erblicken, als dazu 5 u v fragt sie, ob wir die Kraft und die Macht haben! bol ai ebi rni Di ba !l ö ei k B Edens Wechsel auf fremdes Land. Ein Köder für die Türkei. — Englischer Durchmarsch durch Syrien? OerdeutfcheWehrmachiberichi B e r l l u, 3. März. (DRV.) Das Oberkommando der Mehrmacht gibt bekannt: Die bereits durch Sondermelduug bekanulgege- 6en, marschieren als Sicherung gegenüber den bekannt gewordenen britischen Maßnahmen in Süd- oskeuropa, nach Zustimmung, der königlich Bulgarischen Regierung, seit dem 2. März Verbände der deutschen Mehrmacht in Bulgarien ein. Oie einziehenden Truppen werden vom bulgarischen Volk lebhaft begrüht. Ein Unterseeboot meldet die Versenkung eines feindlichen Tankers von 9000 BRT. Die Luftwaffe klärte trotz ungünstiger Wetterlage über Großbritannien bis zu den Shetland-Inseln und über See auf. Sie versenkte am 2. März vor dem St. Georgskanat ein Handelsschiff von 2000 BRT., beschädigte ein größeres Handelsschiff schwer. In den Baracken eines Truppenlagers wurden Volltreffer erzielt. Fernkampfflugzeuge versenkten westlich der Hebriden ein Handelsschiff von 10 000 BRT. und trafen ein weiteres großes Schiff schwer. Einzelne Kampfflugzeuge belegten in der letzten Rächt kriegswichtige Ziele in London und die Anlagen von zwei britischen Kanalhäfen wirksam mit Bomben. In Rordafrlka richteten sich erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen die Hafenanlagen von Tobruk sowie gegen Truppenansammlungen, Kraftwagenkolonnen und Feldlager bei A g e d a b i a. Bei einem Luftkampf über Malta verlor der Feind ein Jagdflugzeug. Feindliche Luftangriffe gegen deutsche Handelsschiffe in der Rordsee brachen im Abwehrfeuer der Sicherungsstreitkräfte zusammen. Ein Flugzeug wurde hierbei von der Kriegsmarine abgeschofsen. Oer italienische Bericht Rom, 3. März. (DRV.) Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der griechischen Front haben unsere Flugzeuge feindliche Stützpunkte, Verteidigungs- anlagen und Truppeuansammlungen bombardiert. Jagdflugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben in Luftkämpfen über Malta ein Hurricane-Fluy- zeug abgeschossen. In Rordafrlka haben deutsche Flugzeuge erfolgreich die Hafenanlagen von Tobruk sowie Trup- penansammlungen, Kraftwagenkolonnen und Zeltlager bei Agedabia angegriffen. Feindliche Panzerkraftwagen, die sich Giaratz u b zu nähern versuchten, wurden durch die Ge- genwirkung unserer Truppen in die Flucht geschlagen. Unsere kleine, vom Feind seil ungefähr einem Monat belagerte Besatzung von K u f r a ist vom Feind auf Grund erneuter Angriffe überlegener Streitkräfte überwältigt worden. Teilen unserer Truppen gelang es, die Einkreisung zu durchbrechen mid in unsere Linien zurückzukehren. Während der Kampfhandlungen, die zur Eroberung von L a st e l r o s s o führten, entwickelte sich heftige Feuertätigkeit zwischen unseren Torpedobooten und feindlichen Flotteneinheiten. Ein Schnell- boot und ein Zerstörer führten einen erfolgreichen Torpedoangriff auf zwei feindliche Einheiten durch. ' Line weitere feindliche Flotteneinheit^ wurde von unseren Flugzeugen während des feindlichen Landungsmanövers auf der Insel mit einer Bombe mittleren Kalibers getroffen. Alle unsere Einheiten kehrten unbeschädigt an ihre Stützpunkte zurück, einige Mann der Besatzungen wurden verwundet. In Ostafrika Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. Im Mittelmeer haben unsere Torpedoboote mit Sicherheit zwei feindliche Unterseeboote versenkt. Im Atlantischen Ozean hat eines unserer U-Boote unter dem Befehl von. Korvettenkapitän Alberto Giovannini drei feindliche Dampfer mlt zusammen 20 000 Tonnen versenkt. S u ‘ ßu . S lt fine irrie I ouf ben tige ivei nw II tr!l * obe V 11 ■ $1 ßariö Lb iB i gtin1 ; taute ■ 6«. ; übge ' nur- r Mi > Der 6rt*J tit61 „Ich danke Eurer Exzellenz herzlichst für das freundliche Telegramm und die Glückwünsche für den Führer, die Sie mir anläßlich des Beitritts Bul- gariens zum Dreierpakt gesandt haben. Ich bin überzeugt, daß die Zusammenarbeit der im Dreierpakt vereinigten Mächte sich immer enger gestalten wird und daß die Machtentfaltung dieser miteinander schicksalhaft verbundenen Nationen die absolute Gewähr für die Erreichung der von uns in Europa und in Öftesten angestrebten hohen Ziele bietet/ 3n der neuen Phase des Krieges. Rom, 4. März. (DNB.) Zum Einmarsch deutscher Truppen in Bulgarien, der weiterhin im Mittelpunkt der römischen Presse steht, erklärt der selbst meinen kameradschaftlichen Gruß entgegen« zunehmen/ Der Kaiserlich Japanische Außen-mimster Mat- suoka hat an den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop das nachstehende Telegramm gerichtet: „Auf den Erhalt des offiziellen Telegramms über den Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt beeile ich mich, Eurer Exzellenz meine herzlichsten Glück- wünsche zu diesem triumphalen Erfolg der A ch s e n p o l i t i k auf dem Balkan auszusprechen. Es ist in der Tat ein großes Ereignis von weltweiter Bedeutung, das eine bedeutsame Auswirkung auf die gleichlaufende Diplomatie Zentraleuropas und Ostafiens ausübt. Darf ich Eure Exzellenz bitten, meine Glückwünsche Seiner Exzel- lenz dem Führer auszusprechen." Reichsaußenminister von Ribbentrop hat mit folgendem Telegramm geantwortet: auf dem europäischen Festlande fern. In vielen neutralen Ländern haben sich maßgebende Stimmen erhoben, die sich sympathisch für die großen Ziele einer Neuordnung Europas aussprechen. Die Aufgabe Großdeutschlands und Italiens, die Politik und Wirtschaft der Paktteilnehmer in Europa einheitlich auszurichten, Differenzen zu vermeiden und eine Neuordnung herbeizuführen, entspricht für Ostasien den großen Gedankengängen der japanischen Politik. Reichsaußenminister d Ribbentrop hat beim Staatsakt im Belvedere am 1. März erklärt, gerade das Lebensrecht der dem Pakt angeschlossenen Nationen werde durchgesetzt und sichergestellt gegenüber den Mächten, die im Raumüberfluß lebten, aber zu steril und unfähig seien, diesen Naumüberfluß auszunutzen, trotzdem aber den jungen Völkern gegenüber sich weigern, die Neuordnung der Räume vor- j zunehmen. Im Genfer Verein hatten England und Frankreich ein Instrument, um dieses^ alte Begehren der sogenannten Habenichts- Nationen zu er- t füllen, aber sie betrachteten den Genfer Verein als Instrument des Versailler Diktats und taten nichts, um die Forderungen gerade der kleinen Nationen auf Recht und Gerechtigkeit oder die durchaus gerechtfertigten Reoisionsforderungen zu erfüllen. Im Gegenteil, alle Anträge, und Bitten wurden abgewiesen. D/ unheilvollen Friedensdiktate der Vorstädte von Paris, u.a. auch Neuilly, wo Bulgarien sich 1919 dem brutalen Siegerwillen der Plutokra- tien unterwerfen mußte, wurden von Frankreich als unantastbar, ja geheiligt hingestellt und die englischen Plutokraten haben diese ruchlose These mit der Tat unterstützt. Jetzt sind nicht nur diese Friedensdiktate zusammengebrochen, sondern auch der Genfer Verein hat zu existieren aufgehört. Die Vergeltung trifft die Schuldigen. Eine urgesunde Reak» tion gegen die Ueberspannnngen einer Plutokraten- polttik ist im Zuge und wird auch die Machthaber in London beseitigen. Die Großmächte Europas sind in diesem Bestreben und in dieser Zielsetzung einig. Reichsaußenminister v. Ribbentrop hatte beim Paktabschluß daraus hingewiesen, daß die Machtfülle der jungen, durch den Berliner Pakt zusammengeschlossenen Völker ungeheuer ist. Sie ist die grüßte der Welt. Sie wird jetzt gegen England an» gesetzt, das zur Vernunft gebracht und zum Frieden aezwungen wird. Das tapfere Bulgarien hat mit feinem Anschluß rechtzeitig die Zeichen der Zeit Direktor des „G i o r n a l e d'J t a l i a", Zweck dieser im vollen Einvernehmen mit der Regierung von Sofia durchgeführten Maßnahme sei, Bulgarien vor den Drohungen und Machenschaften Englands zu schützen. Man befinde sich bereits inmitten der neuen politischen und militärischen Phase des Krieges der Achsenmächte, die sich im Hinblick auf den Frühling und die bevorstehenden großen Ereignisse durch ihren Dynamismus auszeichne. In dieser neuen Kriegsphase spiele bas Mi11elmeer ebenso wie der Atlantische Ozean und die britischen Inseln eine hervorragende Rolle. London, wo man das Mittelmeer als den Mittelpunkt des briti- frfjen Weltreiches und als ebenso lebenswichtige Stellung wie das Gebiet des englischen Mutterlandes betrachte, habe in der Tat imposante Streitkräfte aus allen Tellen feines Weltreiches im Mittelmeerraum konzentriert. Es fei natürlich, daß die Achse reagiere und, indem sie den Engländern ebenso viele Kräfte und ebenso viele Plane entgegenstelle, die Initiative behalte. Ebenso verschieden wie bezeichnend seien die Reaktionen des Auslandes auf das Ereignis des 1. März: Bestürzung in London, Ueberrafchung und Enttäuschung bei den Kriegshetzern der Vereinigten Staaten, die immer noch nicht Englands Isolierung in Europa sehen wollen, lebhafte Genugtuung bei den zahlreichen europäischen Verbündeten und Freunden der Achse. Die Aktion der Achse im Mittelmeerraum bestätige, so betont das halbamtliche Blatt abschließend, die Anziehungskraft der beiden verbündeten Großmächte, die, während sie neue wichtige Dinge vorbereiten, die offene oder stillschweigende Zustimmung aller Völker finden, für die das raschen Ende des Krieges und eine bessere Ordnung in Europa die Hauptziele darstellen. Bulgariens Stellung in der internationalen Politik. S o f i a, 4. März. (Europapreß.) Im bulgarischen Rundfunk wurde am Montag eine Erklärung über die Stellung Bulgariens in der internationalen Politik gegeben. Es wurde her- vorgehoben, daß 1. Bulgarien auch weiterhin eine nichtkriegführende Partei bleibe, 2. Bulgarien auch in Zukunft von seiner traditionellen Friedensliebe beseelt sein werde, und 3. Bulgarien an der Errich. tung der neuen Ordnung in Europa Mitarbeiten Tschechoslowakei, den Türken abgeknöpft haben. Aber von den Oelfeldern Mossuls hat Eden In An- tara fürsorglich geschwiegen. Von anderer Seite ist auch durchgesickert, daß sich Eden geweigert habe, seine Versprechungen'schriftlich festzulegen. Das ist auf das Wort zu glauben. Ein englischer Außenminister. der die französische Beute verteilt, ist eine wahrhaft bezaubernde Figur. Und außerdem bleibt die Frage offen, ob England die zweite Oelleitung von Mossul in türkische Hände fallen lassen will Die eine Oelleitung endet bekanntlich in dem palästinensischen Hafen Haifa, die andere Oelleitung mündet in den syrischen Hafen Tripolis. Wenn die Engländer den Türken die Oelq u eilen von Mossul nicht gönnen, werden sie ihnen dann die Oel- l e 11 u n g durch Syrien gönnen? Daß Eden glaubt, einen solchen Kuhhandel auch heute noch versuchen zu können, kennzeichnet die primitive Rückständigkeit des englischen Denkens. Die Zeiten sind längst vorbei, da die Probleme deq vorderen Orients nur unter dem Gesichtspunkt der Schaffung von Stützpunkten und Machtposittonen für das Empire betrachtet und entschieden wurden. Diese Auffassung von den Aufgaben einer europäischen Großmacht ist nicht nur entwürdigend und unmoralisch, sondern sie ist im 20. Jahrhundert, im Zeitalter der Lebensraumordnung auf natürlichen völkischen und wirtschaftlichen Grundlagen überhaupt nicht mehr haltbar. Wir verstehen ja, daß Eden an feinen und feiner Plutokratengenossen Untergang. noch nicht recht glauben will, daß er zu- mindest noch $u retten versucht, was zu retten ist, aber daß er sich gerade an der syrischen Frage die Finger verbrennen will, das hätten wir ihm doch nicht zugetraut. Der Direktor der„Dremje", Dr. G re go ritsch, schreibt, daß Großbritannien in dem diplomatischen Kampf um Bulgarien, der sehr scharf geführt worden sei, bas Spiel oerloren habe. Welche Folgen dies Ereignis auf dem Balkan zeitigen werde, sei noch nicht ganz klar zu übersehen. Ader es sei wahrscheinlich, daß die Verteidigung des bulgarischen Himmels von der deutschen Luftwaffe und Flak übernommen werde. Vielleicht werde der Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt in Wien endgültig verhindern, daß irgendwelche neue Fronten auf dem Balkan geschaffen würden und der Balkan noch einmal, wie so oft in feiner blutigen Geschichte, zum Schauplatz von Kriegen werde, die andere aus ihren egoistischen Interessen heraus— gegen die nächstliegenden Belange der Balkanvölker selbst — führten.'In diesem Zu- sammenhange findet der Hinweis Ribbentrops dankbare Würdigung, daß Deutschland nichts gegen die freie Entwicklung der kleinen Völker habe. Dr. Ho. Deutsche Panzer rollen über die Donau. Von Kriegsberichter van Bevern. (PK.) Bulgarien, 3. März. (DNB.) Samstag nachmittag hat uns der Rundfunk aus Wien die Nachricht gebracht, daß Bulgarien die Bekundung feiner herzlichen Sympathien für das Deutsche Reich durch den Beitritt zum Dreimächtepakt gefrönt hat. Damit findet die Waffenbrüderschaft, die die Preußen des Nordens und die „Preußen des Balkans", wie man die Bulgaren nennt, im vierjährigen Ringen des Weltkrieges geschmiedet haben, erneut eine männlich-soldatische Bestätigung. Männer, die gewohnt find, das Schwert zu führen, haben sich die Hände gereicht, um b e n Trieben des Balkans vor ben Engländern zu sichern und auch in biesem Raume Europas die Neuordnung des alten Erbteils zu unterbauen. Diese Neubelebung ber deutsch-bulgori- schen Wasfenbrüberschaft fand am Sonntagmorgen ihren sichtbaren Ausbruck burch das E i n r ü ck e n schneller deutscher Truppen in den bulgarischen Raum. Damit überschritten zum ersten Male feit 1918 deutsche Truppen wieder die untere Donau. Im ersten Morgengrauen — Nebelfetzen geistern noch über die trübgelben Fluten der behäbig dahingleitenden Donau — stehen wir auf dem Nordufer auf rumänischem Gebiet, und die Türme und Dächer der benachbarten bulgarischen Stadt beuten sich nur in einer oerschwimmenden Silhouette an. Lastkähne finb am Pier feftgemacht, die Aufbauten größerer Schiffe stehen wie Striche im Morgendunst. Das Überschwemmungsgebiet der Donau mit feinen umfassenden Deichbauten, die gegin die Gewalt des Wassers gesetzt sind, haben wir hinter uns gelassen und stehen nun bewundernd auf dem Meisterwerk deutscher Pioniereinheiten, die in kurzer Zeit den Strom mit großen Lastkähnen, mit männerstarken Bohlen und Streben überwunden haben. Oftmals im Laufe der Jahrhunderte hat man bie Donau burch Brückenbauten in Fesseln geschlagen. Aus ben Iahrhunberten vor unserer Zeitrechnung ragen vor allem Darius I., ber Perserkönig, unb Alexanber der Große mit ihren Heerzügen über die Donau hervor. Später waren es bie Römer, bie Ostgoten, die Türken und in ber neueren Geschichte wieder die Osmanen, die Russen, Bulgaren, Rumänen, bie kriegerische Operationen zwangen, ihren Weg über bie Donau zu nehmen. Unmittelbar in unserer Erinnerung stehen aber noch die lieber- Gänge während des Weltkrieges, vor allem ber Uebergang ber Heeresgruppe von Mackensen in ben Tagen vom 22. bis 26. November 1916 bei Svistov, und am Ende des Weltkrieges ber Uebergang ber von der mazedonischen Front zurückkehrenden deutschen Truppen bei Lom und Ruse. Allein von der Wende des 18. Jahrhunderts bis zum Weltkrieg find 25 mal Kriegsbrücken in nörb- licher und südlicher Richtung über bie Donau geschlagen worben, aber b i e f e Kriegsbrücke, die wie ein mächtiges Banb vor uns liegt, hat keine Vorgänger. Sie ist der Gipfelpunkt aller Erfahrungen, bie unsere Pioniertruppen in friebensmäßiger Schulung unb im harten Einsatz bes Westfelbzuges gesammelt haben. Und berechtigter Stolz beseelte alle biefe kernigen Männer nut ber schwarzen Litze, als gestern zum ersten Male auf dieser Kriegsbrücke über die untere Donau bie Reichskriegsflagge in feierlicher Flaggenparabe gehißt wurde unb mit ihrem sieghaften Flattern auch biefen Raum des Balkans unter ben Schutz ber deutschen Waffen nahm. Aber jetzt ist keine Zeit mehr, den Blick rückwärts zu wenden: Unsere Truppen rollen an! Pfeilschnelle Flugzeuge wirbeln über uns hinweg unb werden vom Dunst unb Nebel verschluckt. Aufklärer ziehen ihre Bahnen. Da sind bie ersten Einheiten ber Erbtruppe, Solbaten der Aufklärungsabteilung, Kradschützen, Pioniere, Panzerjäger, Männer der Schützenregimenter und der Nachrichteneinheiten, Artillerie unb nun bie Panzer aller Größen, bie dieser Kampfgruppe den Namen gegeben haben. Die Männer, die hier auf ihren Fahrzeugen Gewehr und MG. umfassen, die ihre Kräder über die Bohlen steuern, die so jugendfroh auf ihren Panzern stehen, sie haben an ihre Fahnen Namen geheftet, bie immer vorn Ruhm beutscher Waffen erzählen werben. Alle biefe entscheibenben Schlachten werben wieder in uns lebenbig, wenn bie Panzer, bie Panzergeschütze unb bie Sturmartillerie an uns vorüberrasseln. Sie rollen auf den dumpf dröhnenden Bohlen ber deutschen Kriegsbrücke über bie Donau in das oerbünbete Bulgarien, beffen Menschen uns zujubeln wie einem guten Freund, ben man nach langen Jahren wiebersieht. Ungeheurer Schwung beseelt bie Männer und bie Waffen, die neues deutsches Soldatentum verkörpern. In ihren Seelen wohnt der Sieg, der Schlag ihrer Herzen heißt Tapferkeit, und beides klingt zusammen, zu dem unbeugsamen Willen, England entscheidend zu vernichten. Der Führer hat gesagt, wir werden England da angreifen, wo es sich zeigt. Fragt diese Männer der Panzergruppe, bie im ersten Morgenlicht bes jungen März mit ihrem Marsch über die Donau eine Stellung gegen England beziehen, Das Crfolgsgeschrei der britischen Presse vor, während und nach Edens Besuch in Ankara stand von vornherein in einem merkwürdigen Gegensatz zu der völligen Inhaltsleere der politischen Erklärungen, welche ber englische Außenminister in der Türkei abgab. In London - sprach man zwar geheimnisvoll von militärischen Besprechungen und Abmachungen zwischen englischen und türkischen Generalstäblern. Aber wann hätten solche Gerüchte nicht einen festen Bestandteil der britischen Agitation gebildet? Der Korrespondent einer jugoslawischen Zeitung hat nun allerdings des Rätsels Lösung entdeckt unb bamit ber Weltpresse eine wirkliche (Sensation geliefert. Wenn es nämlich wahr ist, was bie Bel- grober „23 r e m e" in einem Eigenbericht aus Ankara zu melben weiß, dann bestand ber eigentliche Zweck der Reise Edens darin, „die politischen Voraussetzungen für die Besetzung Syriens durch englische Truppen und so die erwünschte Verbindung zwischen Aegypten unb der Türkei für ben D urch m arfch britischer Truppen zu schaffen." Interessant ist nun, wie Herr Eben sich bie Durchführung seines Planes gebucht hat. Er will nämlich, wie „Vreme" weiter berichtet, bas türkische Einverstänbnis durch bas Versprechen erlaufen, baß Syrien nach Kriegsende den Türken überlassen wird. Die Franzosen dagegen, die gegenwärtig noch Mandatsherren in Syrien finb, scheint Herr Eben entweber überhaupt nicht fragen, ober durch bas Versprechen töbern zu wollen, baß Syrien nach Kriegsenbe mieber an Frankreich zurückgegeben werbe. Denn welche Grünbe hätte Englanbs Außen- minifter sonst gehabt, die von ben Türken verlangte schriftliche Formulierung seines an die Türkei gegebenen Versprechens ausbrücklich „mit Rücksicht auf bie Rückwirkungen in Frankreich" einstweilen abzulehnen? Man sieht, es ist bie alte Gaunermethobe, bie Englanbs Politiker in ber Vergangenheit so häufig mit Erfolg (man benfe an Palästina!) angewendet haben und deren Opfer jetzt wieder ein Land des vorderen Orients werden soll; nämlich die Methode, ein bestimmtes Gebiet, das England garnicht gehört, zunächst verschiedenen fremden Anwärtern zu ver- sprechen, um es bann am Enbe weder dem einen noch dem anderen zu geben, sondern es als jüngsten „Schutzstaat" dem britischen Emvire einzuverleiben. Eden hatte die Möglichkeit gehabt, den Türken sofort ein erhebliches englisches Zugeständnis zu machen. Es wäre doch schön gewesen, wenn er ben Türken bie Delfelber von Mossul angeboten hätte, die die Englänber mit Hilfe des Völkerbundes und ... eines „Schiedsspruches" des Herrn Eduard Benesch, einstmals Präsidenten der * erkannt, und wenn unser Reichsaußenminister der Uebergeugung Ausdruck gab, oiefer Staat werde nicht ber letzte fein, ber sich bem neuen biplomali- fchen System anschloß unb freubig feinen Beitritt vollzog, bann hat biefe Hoffnung ganz bestimmte Gründe. Bulgarien ttat diesem Pakt bei, als ber Sieg noch nicht voll erfochten war, in ber sicheren Erwartung, er werbe halb zu einem Enbsieg werben. Das ist eine Hanblungsweise, bie nicht hoch genug eingeschätzt werben kann. Die noch nicht offiziell angeschlossenen europäischen Staaten aber müssen sich überlegen, baß mit der Hinauszögerung ihres Beitrittstermines auch dessen Wekl umso geringer wird, da auch in der Politik genau so wie im bürgerlichen Leben der mehr vom Leben hat, ber zur rechten Zett unb in klarer Erkenntnis etwas riskiert, statt in schwankenber Unentschlossenheit hinter ben Ereignissen herzulaufen. 8. Glückwunschtelegramme an den Führer. Berlin, 3. März. (DNB.) Seine Majestät König Boris von Bulgarien hat folgendes Telegramm an ben Führer gerichtete „Gerührt banke ich Eurer Exzellenz für Ihre warmen Begrüßungsworte anläßlich des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt, der ein neues freundschaftliches Band zwischen unseren beiden Völkern darstellt. Ich bitte Euer Exzellenz, aus demselben Anlaß meineaufrichtig st enWünsche entgegenzunehmen für Ihr persönliches Wohlergehen unb die glückliche Zukunft des großen deutschen Volkes. Boris." - Der japanische Ministerpräsident Fürst Ko,- noye hat bas folgende Telegramm an den Füh'- re r gerichtet: „Anläßlich bes Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt erlaube ich mir, Eurer Exzellenz meine vllerherzlichften Glückwünsche auszu- fvrechen. Zur gleichen Zeit bringe ich meine größte Freude über den großen Erfolg Deutschlands im Balkan zum Ausdruck. K o n o y e, japanischer Ministerpräsident." Ferner richtete der Königlich Bulgarische Ministerpräsident F i l o f f das nachstehende Telegramm an den Führer: „Im Augenblick, in welchem ich das gastfreundliche Gebiet des Großdelltschen Reiches verlasse, drängt es mich. Ihnen, Herr Reichskanzler, meinen h e r Z l i ch st e n Dank für den warmen Empfang, den ich bei Ihnen gefunden fyabe, auszusprechen. Ich bin üoerzeugt, daß der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt die freundschaftlichen Beziehungen, die immer zwischen Deutschland und Bulgarien bestanden haben, noch fester und inniger gestalten und auf diese Weise zum gemeinsamen Wohl unserer beiden Völker beitragen wird. F i l o f f. Königlich Bulgarischer Ministerpräsident." Frloff, Eiano und Matfuoka an Ribbentrop. Salzburg, 3. März. (DNB.) Bei seiner Rückkehr von Wien nach Sofia sandte der bulgarische Ministerpräsident F i I o f f folgendes Telegramm an den Reichsminister des Auswärtigen von Rib. b e n t r o p : „Bevor ich das Gebiet Großbeutschlands verlasse, wo ich eine so warme unb gastfreundliche Aufnahme gefunden habe, empfinde ich es als eine angenehme Verpflichtung, Euer Exzellenz auf das h e r z l i ch st e zu danken für die freundschaftlichen Gefühle, die Sie mir gegenüber, gezeigt haben. Die feierliche Vollziehung bes Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt, bie unter Ihrer Leitung ftattgefunben hat, stellt einen h i st o r i s ch e n A k t bar, der zweifellos eine tiefe Spur in ben Beziehungen unserer beiden Länder hinterlassen wird." Der italienische Außenminister Graf C i a n o hat beim Verlassen deutschen Gebietes folgendes Telegramm an ben Reichsaußenminister gesandt: „Im Augenblick der Rückkehr nach Italien habe ich den Wunsch, Ihnen, lieber Ribbentrop, nochmals aufs Lebhafteste für ihre zuvorkommende und freundschaftliche Aufnahme zu danken. Ich bin glücklich, erneut mit Ihnen in voller Ueberein» ft i m m u n g ber Auffassungen unb Ziele an bem Abschluß eines Aktes mitgewirkt zu haben, der eine neue und bedeutende Etappe an bem Werk barstellt, bas ber Führer unb ber Duce für eine gerechtere Neuorbnung unb ein gesichertes Zusammenarbeiten ber Nationen Europas vollbringen. Ich bitte Sie, lieber Ribbentrop, bem Führer den Ausdruck meiner Ergebenheit zu übermitteln und land kennt und würdigt den Kri-g-einlatz der Frau Aus dem Reich “ ~~ n schimmerte, sondern weit er das Habicht üb-rm Huhnerhos. Dunkel Oie ungleichen Gesichtshälsten. 4 des Todes. niuu/in unv vwhvii/ * 11 * o ., . , • < l k h einzelnen ZU ergründen ist. Es lst durchaus nicht immer die Regelmäßiakeit, die unser Entzücken her« Die Donau Im Mittelpunkt des großdeutschen Wafferstraßennehes. Abenteuer verborgen waren. Und wir priesen die Waldnähe des Hauses, nicht nur, weil wir durch das sanfte Rauschen — das unbedrohliche — in Schlaf gewiegt wurden, weil an Sommermorgen der Gesang der Vögel bis in unsere Schlafkammer hinein zu hören war, son- dern ganz insgeheim, weil er Gefahr und Aden- teuernähe war. Das Bellen der Füchse an Winterabenden liebten wir sehr, und die Spuren des Marders in unserem Garten, und den Habicht überm Hühnerhof. Ich liebe dieses Wort Hühnerhof, weil es am deutlich- ften so viele Erinnerungen an Ferienmorgen und Sommernachmittage aufsteigen läßt. Aber melletc^ klingt es ein bißchen anspruchsvoll, und so will ich hinzufügen, daß es auf diesem Hühnerhof wohl nie mehr als ein Dutzend Hühner und einen Hahn gegeben hat. Aber das war genug für viele Dutzende Abenteuer, Aengste, Hoffnungen und Belustigungen. Es war auch genug, um den Habicht aus seinem dunklen Waldnest herauszulocken, so daß er dann kam wie die Gefahr und Dunkelheit des Waldes Die schönen Formen eines Gesichtes beruhen meistens auf einem rätselvollen Zusammenklang von Flächen und Linien, dessen Eigenart nur schwer un .. . 5 große Geheimnis _ ________ machte; weil in seinem seinem Rauschen die Gefahr und das Wahrheit. Frauen an englischen Flakgeschützen. Neun ort, 4.März. (DNB. Funkspruch.) Die Leiterin des weiblichen Territorialhilfsdienstes, Lady Carlisle, teilte Associated Preß zufolge mit, daß Von Johannes Kirfchweng. Das Vaterhaus lag in der Räbe des Waldes, durch Wiese und Weiher nur von ihm getrennt. So waren wir mit ihm vertraut, kannten nicht nur die breiten Wege darin, sondern auch die ganz geheimen Pfade, die zu begehen man schmal jein und sich bücken mußte, die einem Tannennadeln ms Haar streuten ober auch einen erschrockenen Kaser, der dann plötzlich übers Gesicht hastete oder gar m (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) (II. und Schluß.) das bedeutendste Masiengut unserer Wasserstraßen, die Kohle, künftig über die Ver-bindungsknnale ihren Weg auch zur Donau finden wird. Reue Industrien werden sich dann im Donau-Raum ansie- Mn und ihrerseits der Donau-Schiffahrt weitere Verkehrsgüter bringen. Schuh gegen Schädigungen durch Röntgenstrahlen. 3n zunehmendem Maße werden Röntgenstrahlen und radioaktive Stoffe zur Prüfung von Roh- und W e r k st o f f e n und von Fertigfabrl- taten herangezsgen. Bei unsachgemäßer Handhabung können die Gefolgschaftmitglieder schweren Gesundheitsgefahren ausgesetzt sein. Deshalb hat der Reichsarbeitsminister eine Verordnung erlassen, nach der alle Röntgenuntersuchungsapparate die zur Materialprüfung gebraucht werden, einer besonderen Bauartprüfung und einer Abnahme im Betrieb unterworfen werden, so daß die Gewähr besteht, daß nur einwandfreie Apparate benutzt men den. Die Gefolgschaftsmitglieder werden jährlich zweimal durch einen erfahrenen Arzt untersucht. Weitere Bestimmungen regeln die Ausbildung des Bedienungspersonals und die Arbeitszeit. Mehrleistungen in der Krankenversicherung. Am Westrande Europas Bon unterem H. H. B.-Sonderberichterstatter. England wird seinem längst fälligen Untergang nicht entgehen, auch wenn seine verbrecherischen Macht- Haber auch noch die britischen grauen tn ben blutigen Derzweiflungskampf für bie Erhaltung ihrer Wenn bann die Mutter klagte, daß es l schönste Kücken gewesen sei, und wir selber nach einigem Forschen herausfcmben, welches fehlte, wenn wir uns erinnerten, wie das gelbe oder dunkle Tierlein noch vor einer Stunde so sicher und vertrauensselig daherspaziert war und gedarrt hatte, dann waren wir gewiß traurig aber doch auch von einer streng verborgen gehaltenen, ungeheuren Genugtuung erfüllt darüber, daß hier bei uns, dicht neben dem so warmen sicheren Vater- Haus so ungeheuerliche Dinge geschehen konnten, bah wir insgeheim auch ba noch im Wald lebten, in der Wildnis, 'und daß sie jeden Augenblick offen- ' In ber Zeitschrift „Großdeutscher Verkehr" be- > richtet Ministerialbirektor Dr.-Jng e. h. Gahrs über ben Anschluß des füdosteuropäischen Raumes an bas großbeutsche Wasserstraßennetz. Die Lebens- aber des Süboftraumes bildet der Donau ft rom. Die Ausbauarbeiten muffen hier fo erweitert wer- den, daß ber Verkehr mit Schiffen von 1000 bis 1200 Tonnen Tragfähigkeit zu jeder Zeit möglich ist. Regensburg und Wien waren Hauptum- chlagsplätze für den großdeutfchen Raum. Um dem gesteigerten Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, wurde mit dem Bau neuer Schutz-, Umschlags» und Industriehäfen, z. B. in Linz und K r e m s , begonnen. Auch an ber auslänbischen Donau werden ausreichende und neuzeitliche Umschlagsanlagen geschaffen. Die Verkehrsader wird einen gesteigerten Wert bekommen, wenn durch Ausbau der Nebenflüsse und von Verbindungskanälen die Nachbar- gebiete angeschlossen werden. Den östlichsten dieser Verbindungswege bildet der schon in Angriff genommene Oder-Donau-Kanal. Don Stettin bis zum Schwarzen Meer wirb so eine durchgehende 2900 Kilometer lange Schiffahrtsstraße entstehen. Ein wichtiger Zubringer für ben Dber-Donau-23er- kehr ist der oderschlesifche 21 b o l f - Hitler- Kanal. Eine ähnliche Bebeutung wirb die über- Weich el - Wasserstraße erhalten. Es kommt habet in Frage, ben Ober-Weichsel-Kanal in östlicher Richtung bis zum Dnjestr zu verlängern so baß das Wasserstraßennetz des Gro.ßdeutschen Reiches an das sowjetrussische Wasserstraßennetz erhalten wird. Es ist weiter auch eine Ver- binbung ber Elbe zum Donau-Raum hin geplant. Durch den in Planung begriffenen E l b e - tralität, bie ihm bie Achtung aller Staaten ein«, tragen hat. Wie befdjämenb für jene Jcbon oergef. enen „Staatsmänner" gcroiffer europäischer Staa- ten bie ba glaubten, es genüge, wenn man a u s b e rn Papier „neutral" (et. Das Portugal Salazars, bessen Machtmittel gewiß nicht großer sinb als bie bes einstigen Holland, Belgien und Norwegen hat ihnen bewiesen, daß ein kleiner Staat auch ben britischen Machthabern Mnuber seine Neutralität und eine selbstbewußte Haltung bewah "Die^Früchte dieser überlegenen, weitschauenden Politik sind nicht ausgeblichen: Portugal ist wohl bas einzige Land Europas, wo der Krieg so gut wie gar keine politischen ober wirtschaftlichen Storungen mit sich gebracht hat. Dagegen ha bie Be- beutun-g Portugals als Ausfalltor unb Umschlagplatz Europas ungeheuer zugenommen. Lissabon ist der einzige europäische Hafen, der von größeren amerikanischen Schiffen angelaufen wirb. Lissabon ist ber europäische Enbpunkt ber einzigen Flugverbinbung mit Norbamerika. Wer von Amerika nach Europa will oder umgekehrt, muß in biesen Knegszeiten leinen Weg über Portugal nehmen (abgesehen von ber transsibirischen Verbindung). Diese Zunahme ber Bedeutung Portugals findet ihren Ausdruck in ber Verstärkung ber biplomatischen Missionen aller Lander, bie in Lissabon akkreditiert sinb, unb nicht zuletzt in bem rapiben Anwachsen ber in Lissabon ansässigen Auslandsjournalisten, bie immer em zu- ! verlässiger Anzeiger für bie Bebeutung eines Lcmbes unb ber Einsatzfreubigkeit des neuen Portugal. Die Regierung hätte ja auch ihre Grenzen hermetisch sperren können; mochten bie Flüchtlinge sehen, wo unb wie sie unterkamen. Daß sie diesen bequemen Ausweg nicht gewählt hat, ist ein Zeichen dafür, baß Portugal seiner historischen Aufgabe, ein A u s» falltor Europas am 21 tlantikzu fein, gewachsen ist unb ihr treu bleibt. Irn Zeichen bes neuen Europa ist Portugal damit zugleich eine Art „Filter", indem es ben Kontinent von unerwünschten Elementen säubern hilft. Es war von vornherein klar, baß ber Strom der Flüchtlinge sich nicht auf lange Zelt in Portugal stauen konnte. Portugal konnte seine humane Ausgabe, den Obbachlosen Asyl zu gewähren, nur bann übernehmen, wenn bie Gewähr bestaub, baß bie|e bas Laub nach einer gewissen Zeit (zur Erledigung b’er Paßformalitäten) roieber verlassen wurden. Auf keinen Fall aber will es eine zweite Heimat ber Emigranten werben, etwa wie es vorher Pans war. Deshalb erhalten nur solche Flüchtlinge bie Einreiseerlaubnis, von benen festste ht, baß sie von Lissabon aus nach Amerika roeiterreifcn wer- ben. Allerdings macht man jenseits des Atlantik auch Schwierigkeiten. Trotz, aller hochtrabenden Erklärungen wollen die Vereinigten Staaten von mittellosen Flüchtlingen aus Europa (selbst wenn sie aus demokratischen Ländern stammen) nicht viel wissen. Auch die iberoamerikanischen Staaten haben schon Haare in der Suppe gefunden. Vorsichtshalber fragen sie erst einmal an, ob die Absender der Einreisegesuche etwa Juden sind. So sind im Laufe des vergangenen Jahres etwa 25 000 Flüchtlinge von Lissabon nach verschiedenen Häfen beider Amerika abgereist. Fast alle haben vor der Einschiffung mehrere Monate in Portugal gelebt. Wie groß die Zahl der jetzt noch auf die Einreiseerlaubnis Wartenden ist, läßt sich schwer sagen. Sie dürfte kaum kleiner als die obige Ziffer fein. Hieraus erhellt, welch unge- heure Arbeit bem portugiesischen Staat entstauben ist. Denn nicht alle Einreisenden sind vermögend und können ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten. Es versteht sich, daßkeinEmlgrantdleErlaub- nis erhält, in Portugal zu arbeiten, und dies wiederum macht eine strenge Kontrolle notwendig. Auch eine politische Ueberwachung dieser „Gäste" ist erforderlich; nicht umsonst hat die Regierung Salazars ben Marxismus im Lande ausgerottet unb mit allen demokratisch-par- lamentariscyen Vorstellungen gründlich aufgeräumt. Sie weiß, baß bei demokratischen Emigranten größte Vorsicht am Platze ist! Das kleine Land am Westrande Europas hat bewiesen, baß es einen unlösbaren Bestandteil des alten Erdteils bildet und daß es a um Europa ber Zukunft gehören wirb, sowie es ein we- sentlicher Faktor im Europa der Renaissance war. Die Nachkommen Heinrichs des Seefahrers, Vasco da Gomas unb bes Camoes werben auch weiterhin chren Anteil zu ben Aufgaben Europas beisteuern. ben Nacken hinein. Und nicht nur die vier Jahreszeiten des Waldes kannten wir, nicht nur sein tiefes seliges Aufatmen im Frühling, fein heißes Leben im Sommer, fein farbiges Sterben im Herbst, seine weihnachtliche Stille im Winter. Das waren nur die großen Rahmen, von denen gehalten unb auch sie überschneidend es Diele andere Zeiten noch gab, 8Kennzeichnet durch das Aufblühen einer stillen Waldblume, das Erglühen einer Beere, das Aufschießen eines Pilzes, ober durch den Schrei eines Vogels, das Aufspringen eines jungen Hasen. Wir kannten also ben Wald, waren mit ihm vertraut, waren seine Nachbarn und Freunde, Aber es war bie Freundschaft eines ganz Großen zu ganz Kleinen. Er erzählte Märchen, schenkte uns große blaue Beeren unb braune Haselnüsse. Er schenkte uns bie Sprünge ber Eichhörnchen, ben Anblick einer Rehfamilie auf einer sehr verborgenen Walbwiese, aber er schenkte boch nicht sich selber, seine Seele unb sein Geheimnis. Nur manchmal, daß wir nicht allzu übermütig wurden, ließ er es ahnen. Dann ging nach großer Stille ein ganz plötzliches Austauschen burch bie Bäume und geheimnisvolle, wehe Stimmen waren hineingemischt, ober ein großer, unsäglich fremder Tierblick traf uns, ober im Dickicht fanden wir ben vergilbten Schöbel eines Hasen ober eines Rehes, unb (onberbarer unb erschreckenber noch einen toten Bogel. Da rührte uns jebesmal bas Geheimnis des Waldes an, so daß wir erschauerten. Aber gerade darum liebten wir bann boch ben Wald, weil er nicht nur Märchen erzählte, m denen es rot unb blau von Hagebutten unb Schlehen wolle, bie ben bisher rechtlosen Völkern ihre Rechte wieder zurückgeben werde. Der Sprecher bes Rundfunks erläuterte bann bie drei Punkte mit Ausführungen aus ben Reden des Ministerpräsidenten Filoss und bes Präsidenten des Sobranje Logofetofs in der Sitzung vom Sonntag. Er führte u. a. aus, der Beifall, mit dem die Erklärungen im Sobranje begrüßt worden seien, zeige am besten, daß die Politik der Regierung den Wünschen des bulgarischen Volkes entspreche. Oer Volksentscheid in Rumänien. Das vorläufige Gesamtergebnis. Bukarest, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Eine amtliche Mitteilung gibt als vorläufiges Ge- lamtergebnis der Vo 1 ksa bst i m m u n. g in Rumänien folgende Zahlen für das ganze Abgegebene Stimmen 2 020 975, davon Ja - Stimmen 2 018 417, Nein- Stimmen 2558. Die Nein- Stimmen belaufen sich also auf etwa eins von Berlin, 3. März. (DNB.) Das amtliche eng- lische Nachrichtenbüro Reuter gibt bekannt daß „um der U-Boot-Gesahr zu begegnen der Beschluß gefaßt wurde, die m o n a 11 i ch e S ch i f f a h r t s - und Handelsübersicht nicht mehr 3 veröffentliche n". ., , . , Schlaglichtaktig erhellt diese mit s^den cheimgen Begründungen verbrämte amtliche britische 2Us- lassuna die Situation Englands. Die Einstellung der Veröffentlichung dieses Kalendariums ihres Handelsverkehrs, das die Engländer im Laufe ber ganzen eineinhalb Kriegsjahre, wenn auch mt gro- hen Fälschungen, bekanntgaben, ist ein klares Eingeständnis des Zu summe n b r u ch s ihres Lügensystems vor ben deutschen Erfolgen, bevor noch der vom Führer angekundigte verstärkte Einsatz der U-Boote ziim fragen gekommen ist. Sie ist ein schlagender Beweis dafür, daß die Verluste der britischen Hanbelsschiffahrt bereits ein b e r a r t i g e s 21 u s m a fe angenommenJjaben, daß bie britischen Machthaber alles Mögliche ver- suchen, um sie zu verschleiern, dem englischen Volk ehe Kontrollmöglichkeit zu nehmen unb eine Nachprüfung der Zahlen unmöglich zu machen. Eng- : and kapituliert damit restlos vor der Man ist sich in Portugal klar darüber, daß die Monopolstellung für den Amerika-Verkehr nur von vorübergehender Dauer ist. Dennoch hofft man, daß die Bedeutung Lissabons als europäischer Hafen unD Flugplatz auch nach dem Kriege größer sein wird als früher, wo es allzu sehr im Schatten der großen englischen Häfen stand. Nicht un- wesentlich dürften bie portugiesischen Inselgruppen der Azoren und Madeira mit ihrer günstigen Lage für den transatlantischen Flugverkehr dazu beitragen. erheblichem Maße zu der Erneuerung Spaniens bei- getragen, und vor allen Dingen, es hat m diesem Kriege seine Neutralität nachdruck- lieh z u wahren vermocht, was gewiß nicht immer leicht gewesen sein mag, roenn mir an öie exponierte Lage des Mutterlandes und der Kolonien denken und an die jahrhundertealten Bindungen an England. Wenn die englischey Politiker als Meister in ber Kunst gelten, ihre Verbündeten für sich aus- zunützen, so haben sie in bem Staatsmann S a l a - zar einen überlegenen Gegenspieler gefunden, der das in der Geschichte einmalige Meisterstück fertig- brachte, mit England verbündet zu sein und dennoch in jedem Punkte seine volle Handlungs- unb Ent- schlußfreiheit zu wahren. Ja, während England inmitten des furchtbarsten Krieges um seine Existenz steht, genießt das mit ihm verbündete Portugal Frieden unb befleißigt sich einer mustergültigen Neu- da unten zwischen ben begehrten Kücken unb 5img- Hühnern ein weit gefährlicheres zweibeiniges Wesen stand, das sein Vorhaben gewiß nicht begünstigen würde. Wenn er mehr Glück hatte, der Habicht, bann kam man eben zu spät, geriet in bas gramvollste Jammergeschrei Der Hühner hinein, aus deren Schar ber Wilde sich eines gekrallt hatte, unb vermeinte noch einen Augenblick seine scharfe Witterung einzuatmen, bie Witterung seines fernen dunklen Horstes, die Witterung • ber Gefahr unb Die Träger ber Krankenversicherung einschl. der Ersatzkassen können jetzt ohne Rücksicht auf die Höhe des Beitrages alle Mehrleistungen einführen. Ob unb in welchem Umfange, richtet sich nach ber roirt- schriftlichen Lage des Derficherungsträgers und nach den Bedürfnissen der Versicherungsgemeinschaft. Da Beitragseryöhungen nicht in Frage kommen, kann die Einführung von Mehrleistungen nur im Rahmen der vorhandenen Mittel erfolgen. Wenn diese zur Einführung aller Mehrleistungen nicht ausreichen, muß geprüft werden, ob wenigstens kinderreiche Versicherte begünstigt werden können. Im Hinblick auf bie Aus- Wirkungen auf den Arbeitseinsatz, die sich gegenwärtig aus einer Erhöhung des Krankengeldes durch Zuschläge ergeben können, ist angeordnet, daß ohne Rücksicht auf bie Höhe des Beitrags bis auf weiteres kein Versicherungsträger diese Mehrleistung neu Aber dann schrie aus seiner Tiefe eine Tierstimme, die wir noch nicht kannten, ober dicht vor uns flog stumm ein großer Vogel auf. Da gingen wir beklommen weiter. Nicht mehr sehr weit. bar werben konnte. Das Bild bes triumphierenb bavonschwebenden Raubvogels aber weckte bie Erinnerung an all die anderen Feinbe des Hühneroolkes, an Fuchs, Mar-, der unb Iltis, bie freilich im Dunkel der Nacht oder in ber Morgendämmerung auf Raub aus- zogen. Am Abend mürben alle Türen unb Luken sorgfältig geschlossen, und wir fühlten bann in ber Nacht mehr als je bie Sicherheit des Hauses unb bie Ge- »feit der Welt da draußen — unb waren aß es da draußen gefährlich war, daß es chleichende Tier gab mit mörderischen Zähnen, Raubvögel mit eisernen Krallen unb unerhörte Abenteuer. Wenn wir bann nach solchen Tagen mieber burch den Wald schritten, bann kam es uns fast an, ihm — nicht dem Märchenerzähler unb Beerenschenker, nein, bem Dunklen unb Unheimlichen — vertraulich zuzuzwinkern, weil er ja nun doch bei uns zu Hause gewesen war, auf Besuch sozusagen, in bem einfallenben Habicht. rrgn jedem Falle Geheimfitzung". Gens, 4. März, miphcf)rfftlcltpr: Dr. Wehrt cf) WOHelyt Lange. Stellvertreter bei Hauptschrtftlelters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für 'Xolitl! und Ollbet: Dr. ftr. W. Lange (verreist) L V. Ernst Blumschein für ha3 Feuilleton: Dr. Hani Thyriot: für Stadt (M'eften, Prov'nz, W> verkauf. |O77o Köhler Plockstrafte 5 III. Konlirmand.-Anziig und Heianzug zu verkauf. I O7oi Wo?sagt dieGc- schüftSst. d. G. 91. gesucht. Hch. Schomber Dachdeckermeister Gießen, Asterweg 22. Meldung lo7os über Arbeitsamt erbeten. 2 8. Dl enstag- Mietel 19 bis nach 22 Uhr Schwarzer Peter Märchenoper von Schultze Preise von RM. 1.20-4.10. |U04d Berkaufe ore? r - i 1,1 :CilW.Pekingenten I Empfehlungen I Brut 1940, HHfrm Preis 35 Mk., l Brutapparat (Frankfurt) 50 (Lier fassend, Preis 40 Mk. I Wo? sagt dieGe- I ■ schäftsst. d.G.A. ■ ’ ■ nicht nur die Zehnkampsmeisterschaft errang, sondern auch an allen fünf Geräten Einzelmeister wurde und lediglich am Längspferd den Sieg mit dem jungen Frankfurter Edelmann teilen mußte. Die Ergebnisse: Meisterschaft im Zehn- k a m p f: 1. Richard Reuther (TSG. Ludwigshafen- Oppau) 197,3 Punkte; 2. Metz (Tgd. Frankfurt- Bockenheim) 189,8; 3. Hlinetzky (BSG. Voigt 6- Häfi- ner, Frankfurt) 184,4. Einzelmeisterfchaft: Süv de« Autzendrentt werden redegewandte, zuverlässig arbeitende nOoD Damen und Herren zur Werbung in Dauerstellung und and) nn Nebenberuf bei lohnenden Bedingungen gesudit. Persönliche Meldungen erbeten am Mittwoch, beut 5. Mär» 1041, bei MgemelmMMisik, Men Noonstraste 10, von 10 biö 12 Uür sammeln und aufzubewahren. Sie sollen später, nach dem Kriege, abgerufen und dem Reichskrieger- museum emgegliedert werden. Auch für die Traditionsfahnen des NS.-Reichskriegerbundes wird genügend Platz zur Unterbringung fein. Jüdische Diebesbande In Belgrad verhaftet. Eine gefährliche j ü d i f ch e Diebesbande wurde in der Belgrader Vorstadt Semlin ausgehoben. Drei jüdische Goldarbeiter hatten in der Synagoge in Semlin Gold und Silbergeräte ge- stöhlen und mit dem Erlös sich sechs Revolver, 200 Schuß Munition und verschiedene Einbrecherwerkzeuge beschafft. Sie wollten, gut ausgerüstet, neue Einbrüche verüben, wurden dabei jedoch verhaftet. Giebener Vortragsring Goethe Bund / Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) / Volksbildungsstätte Gießen Mittwoch, den 5. Mürz 1941, abends 7.15 Uhr, Neue Aula der Universität Hans Carossa liest aus eigenen Werken Kartenverkauf Saalkasse. 896D Längspferd: 1. Reuther und Edelmann je 39 P. Barren: 1 Reuther 39,7. Seitenpferd: 1. Reuther 39,8. Bodenturnen: 1. Reuther 39,2. Reck: Reuther 39,6 Punkte. Kurze (Sportnotizen. Mit einem Skifprung über 118 ra schnitt am Sonntag aus der Riesenschanze in Planten der Thüringer Rudi Gehring (ff Arolsen) am besten ab. Der bisherige Schanzenrekord von Josef Bradl wurde noch zweimal von Paul Krauß (Johanngeorgenstadt) mit 112 und Hans Lahr (Har- rachsdorf) mit 111 m Überboten. Heini Klopfer (Oberstdorf) und Paul Schneidenbach (Aschberg) erreichten 103 bzw. 101 m. Skiweltmeister Gustl Berauer gewann bei den Salpausselkäs-Spielen in Lahti gegen stärkste finnische und schwedische Konkurrenz den Siea in der nordischen Kombination vor I. Westberg (Schweden) und Kaplas (Finnland). Der Sieg im Spezialspringen siel an den Finnen Laakso vor weiteren zwei Finnen, während Joses Weiler (Deutschland) den vierten Platz belegte. — Auch im 50-km-Dauer- lckus gab es durch M. Lahde in 3:59,29 einen Sieg der Veranstalter. Der einzige Deutsche, Vinzenz De- metz, gab1 auf. Drog. Winterholl, Kreuzplatz 9 Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69 Drog. Bornenann, Bahnhofstr. 17 Drog. Elpes, Seltersweg 66 Drog. Seibel, Frankfurter Straße 39 Lieh: Drog. Zimmer. Wohnung zum 1.April evtl, später, möglichst Stadtzentrum o. in den Anlagen, zu miet, gesucht. Schrtstl. Angeb. unt. 0754 an den Gieft.Anz. erbet. Junges Ehepaar sucht 2-3-3imnier- Wohnung evtl, mit Bad. Srhr. Ang. unt. 0705 a. d. G. A. Junges Ehepaar sucht Mol». mit Küche in Gie» sren.Schr.Ang.u. 0768 a. d. G. A. ©erufötniiite jungeDame sucht gut möbliertes 3lmmer möglichst sofort, Nähe Bismarck- strafte bevorzugt. Schr. Ang. unt. 0769 a. d. G. A. Volksempfänger (Gleichstrom) zu verkauf. [0773 Alicenstr. 22 H. bet Gerlach. Gut erhaltener KWeOekij zu verkauf. [ 0771 Wleseck Alicenstraße53. Dreisprung: 1. Decher, DfB.-R. (W.-H), 12,06 Meter; 2. Munzert, Lollar, 11,67; 3. Luh, DfB.-R., 11,39; 4. Scherg, Gießen, 11,16 Meter. Weitsprung: 1. Moll, VfB.-R., 6,13 Meter; 2. Luh, VfB.-R., 6.10; 3. Munzert, Lollar, 5,85; 4. Moos, Lollar, 5,76 Meter. Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, VfB.-R., 14,66 Meter; 2. Decher, DfB.-R. (W.-H.), 11,30; 3. Deucker, Steinbach, 11,20; 4. Munzert, Lollar, 10,86 Meter. Dreikamps: 1. Dr. Luh, DfB.-R., 2079,8 Punkte; 2. Decher, DfB.-R. (W.-H.), 1679; 3. Muw- zert, Lollar, 1643,5 ; 4. Deucker, Steinbach, 1618 P. HJ.-Klasse A. 3 0-Meter-Lauf: 1. Ankel, Dillenburg, 34 Sek.; 2. Feller, Dillenburg, 3,7; 3. Weege, Dillenburg, 3,8 Sek. Dreisprung: 1. Feller, Dillenburg, 12 Meter; 2. Weege, Dillenourg, 11,30 Meter; 3. Ankel, Dillenburg, 11,20 Meter. Weltsprung: 1. Ankel, Dillenburg. 5,83 Meter; 2. Feller, Rb. Dillenburg, 5,79; 3. Weege, Dillenburg, 5,44; 4. Parr, Post Gießen, 5,29 Meter. Kugel. Klasse B : 1. Ketterer, Mtv. Gießen, 10,58 Meter; 2. Herzberger, Lollar, 8,35 Meter; 3. Kley, DfB.-R., 8,21 Meter. Dreikampf, Klasse A : 1. Ankel, Dillenburg, 2275,5 Punkte; 2. Feller, Dillenburg, 2215,7; 3. Weege, Dillenburg, 2115,1 Punkte. hI. klasfe B. 1. Ketterer, Mtv. Gießen, 2039.7 Punkte; 2. Kley, DsB.-R., 1868,9; 3. Herzberger, Lollar, 1788,8 P. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 4. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 43 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 40 bis 45 RM., 8 Wochen alte 45 bis 50 RM. und 10 bis 12 Wochen ‘ alte 60 bis 70 RM. Der Handel war flott. BerlagLdruckerei Albin Klein, Hindenburg- wall 21. Tauhere Mm Freitag ».Samstag vormittags gesucht. 0706 Mliblstr. LV II. tamiliendrucksacner Verlobunoeanzelgen VermÄhlungeanzeirier fleburteenzeiQen bei BrUhl. Sohuletr. 1 ÄllkllläfsevONLtzW 20 v. 6. erteilen 6t< M urteberbollcn flut- lobmrn einer tlmdei [Verschiedenes Jruckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift. Überelchtiloh angeordnet und eorgfältl । gedruckt, d enen den Belangen von Mandel und Vorkehr,Induetr le und Gewerbe, Behörden, Lendwlrtechaft und Vereinigungen. Lieferung eohnell.gut । und preiswert durch Brühl’eche Druckerei | Sohuletr. 7, Ruf Mbl Bereichsmeisterschaften im Turnen ausgetragen. Die Meisterschaftskämpse im Gerätezehnkampf standen im Zeichen der Ueberleaenheit des Titelverteidigers ~ ", • (Ludwigshafen-Oppau), der Don den angesetzten Derbandsspielen kam kein einziges zum Austraa, da teilweise die Plötze unge- eignet waren. Burgsolms und Bissenberg traten nicht an, während das Spiel in Marburg den Platzoer- hältnissen zum Opfer fiel. Handball. Io. Hochelheim — Io. Sestelstadl 5:5 (4:3). Hochelheim war es gelungen, eine sehr spielstarke Einheit zusammenzustellen. Wenn es auch nur zu einem Unentschieden langte, so haben die Besucher doch die Gewißheit, daß ihre Mannschaft einen überlegenen Kampf führte und nur durch Pech um den verdienten Sieg gekommen ist. Der Torhüter der Gäste befand sich in ausgezeichneter Form, und nur ihm ist es zu danken, haß Hochelheim seine vielen Angriffe nicht besser ausnutzen konnte. Diel- leicht hätte her Sturm noch besser schießen können, einführen darf. Die Vorschrift, wonach bte Satzung den einmaligen Entbindunaskostenbettrag von 18 bis auf 25 RM erhöhen kann, gilt auch Familienwochenhilfe. folgreich wie !m letzten Länderkampf durchsetzen. Edoardo Bibbia, der Sieger von Asiago, wurde nur Dreizehnter, sein Bruder Alvio Bibbia rettete die Ehre durch einen achten Platz. In der Gesamtwertung des Achtländerkampses im Langlauf, Abfahrtslauf, Torlauf und Sprunglauf bat die Hitler-Jugend mit 285 Punkten vor Italien mit 242, der Slowakei, Ungarn, Norwegen, Bulgarien, Rumänien und Spanten einen über- legenen Sieg davongetragen. Reuther Südwest-Turnermeister. Bei starker Beteiligung von insgesamt über hundert Turnern wurden am Sonntag in Worms die Die Wetzlarer siegten verdient und konnten mal mehr beweisen, daß sie mit Recht die Tabelle der Bezirksflaste anführen. Der kleine Platz in Steindorf wurde auch der Luftwaffe zum Verhängnis. Das Resultat bedeutet eine Ueberraschung. Es ist abzuwarten, ob die Steindorfer auch gegenüber der Bereichsklasse sich behaupten können. Zwischen Naunheim und oer Luftwaffe wird in einem Entscheidungsspiel der dritte Vertreter für die Hauptrunde des Tschammer- pokals ermittelt. Die bezirksoffenen leichtathletischen Hallenwett- kämpfe am 2. März sind zu einem schönen Erfolg für den Bezirk 8 Gießen geworden. Wieder wurden gute Leistungen gezeigt, und auch mit der Teilnehmerzahl konnte man zufrieden sein. Am Start waren die Vereine: VfL. Lollar, Postsportverein Gießen, Reichsbahnsportgemeinschaft Dillenburg, DfB.-R. Gießen, Mtv. Gießen, Sportgemeinde Steinbach und die Spielvereinigung 1900 Gießen. Unter Leitung des Bezirksfachwartes für Leichtathletik, Himmelmann, wickelten sich die Wettkämpfe reibungslos ab. Bet den Kämpfen gab es gute Leistungen. Besonders in der HI.-Klasse wurden hartnäckige Kämpfe ausgetragen, in denen die Jungens aus Dillenburg sehr erfolgreich waren. Bei den Wettkämpfen der Männer fielen die gleichmäßigen guten Leistungen auf. Im 30-Meter-Lauf siegte zur allgemeinen Ueberraschung Dr. Luh vom DsB.-R. M ö l l, der ebenfalls für den DfB.-R. startete und seinen Dorlauf in der sehr guten Zeit von 3,2 Sek. gewonnen hatte, blieb in der Entscheidung am Start sitzen und fiel damit aus. Aus zwei Dorläufen hatten sich für die Entscheidung durchgesetzt: Luh und Moll, beide DfB.-R., Scherg, Universität Gießen, Moos, Lollar, und Deucker, Steinbach. Im Weitsprung siegte in Abwesenheit von Weiler M ö l l mit 6,13 Meter vor Dr. Luh, der es auf 6,11 Meter brarfjte. Gute Ergebnisse, wenn man die ungünstigen Bodenverhältnisse in der Halle berücksichtigt, brachte der Hochsvrung. Scherg, Universität Gießen, svranq 1.65 Meter und siegte damit vor Decher, DsB.-R. Der glatte Holzboden ließ größere Höhen leider nicht zu. Im Kugelstoßen siegte natürlich Dr. Luh, aber seine gewohnten Weiten konnte er nicht erreichen. Trotzdem sind seine 14,66 Meter, mit denen er überlegen gewann, gut. Die Ergebnisse. Männer. 30-Meter-Lauf: 1. Dr. Luh, DfB.R. Gießen, 3,5 Sek.; 2. Deucker, Steinbach, 3,6; 3. Moos, Lollar, 3,6; 4. Scherg, Gießen, 3,7 Sek. Hochsprung: 1. Scherg, Gießen, 1,65 Meter; 2. Decher, DsB.-R. (W.-H,), 1,57; 3. Moos, Lollar, 1,53 Meter. wenn die Kombinationen nicht bereits vor dem Strafraum abgeschlossen worden wären. In diesem Falle wäre es angebracht gewesen, bis vor das Tor zu kombinieren und erst dann den krönenden Torschuß anzubringen. Immerhin, Hochelheim hat resllos ge- fallen können, und ganz gleich, wie die Mannschaft im Rückspiel abschneiden wird, sie hgt ihre Schul- digkeit getan. 6. Winterkampfspiele der HZ. Deutscher Sieg im Jugendländerkampf. Die 6. Winterkampfspiele der Hitler-Jugend haben am Sonntag nach siebentägiger Dauer ihren Höhepunkt erreicht, der zugleich den Abschluß bedeutete. Als letzter Wettbewerb des Länderkampses der kraftvollen Jugend von acht Nationen wurde das Springen auf der kleinen Olympiaschanze durchgeführt. Während Bulgarien, Rumänien und Spa- nien auf die Teilnahme verzichteten, nahm als Gast der junge Finne Esko Kuusinen teil, der sein ausgezeichnetes Können durch einen siebten Platz bewies. Der Sprunglauf gab den Hitlerjungen noch einmal Gelegenheit, ihren hervorragenden Leistungsstand zu zeigen. Sowohl In der Weite, als auch in der technischen Ausführung übertrafen sie ihre jugendlichen Mitbewerber. Die 50-m-Marke wurde dreimal Überboten, wobei Hans Weiß (Sudetenland) und Günther Sch öd er (Berlin) tm zweiten Durchgang mit fe 51 Meter den weitesten Sprung standen. Im Sprunglauf kamen auch die jungen Norweger bester zur Geltung, besonders ihre schöne, schmale Führung der Bretter ist hervorzuheben. Da- gegen konnten die Jungfaschisten sich nicht so er- tmbrrn nur fleugnUk abldirlften hem ®e reerbunfliidirrlben bet legen I - Lichtbilder unblöfBerbunfl«untet offen müssen zur Bet Meldung von Verlusten auf der «üd'elle flamen und Anschrift bei Veweibers tragen! "Junge HibMtr und Hilf»#™ falls um, Leben gekommen, wenn nicht ein französischer Fischer unter Einsatz seines Lebens mit einem Boot zu ihrer Rettung herbeigeeilt wäre und sie im letzten Augenblick vor dem Tode des Ertrinkens gerettet hätte. Der wackere Lebensretter chlug trotz seiner bescheidenen Verhältnisse die ihm gebotene Geldbelohnung aus. Er erbat sich die Frei- assuna zweier in deutscher Kriegsgefangenschaft de- indlicher Vettern und eines Freundes. Zur großen Freude des Fischers wurde diesem Wunsche entsprochen. Schweres Erdbeben in Griechenland. Am Samstag wurde die Stadt Larissa von einer großen Erdbebenkatastrophe heimge- sucht. Sechs Erdstöße wurden verzeichnet. 10 000 Personen wurden obdachlos. Unter den zerstörten Gebäuden befindet sich das Post- und Telegraphenbüro. Ein weiterer heftiger Erdstoß wird aus der Stadt Messolongi, zwei Erdstöße werden aus Saloniki gemeldet, wo keine Schäden verursacht wurden. Schwere Stürme in USA. Bekanntmachung. Verordnung zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau. Nach tz 1 der „Verordnung zur Bekämpfung von Dlattsaugern, Schildläusen und anderen Obstbaum- schädlingen wahrend der Winterruhe" vom 22.12. 1938 sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von pbftbäumen und Sträuchern verpflichtet, diese Obstbäume und Sträucher mit Obstbaumkarbolineum zu bespritzen oder nach Maßgabe des § 2 dieser Verordnung bespritzen zu lasten. Im Einvernehmen mit dem Pflanzenschutzamt wird die Spritzung in diesem Jahre an allen Obstbäumen und Sträuchern der Gemarkung Gießen durchgeführt, die westlich der Frankfurter Straße, Scltersweg, Walltor- und Marburger Straße stehen. Im kommenden Jahre wird der östliche Teil der Gemarkung Gießen bespritzt werden. Die Spritzung soll alsbald beginnen und wird einheitlich vom Schädlingsbekämpfungsdienst Hessen- Nassau durchgeführt. Der Zeitpunkt der Spritzung wird den Nutzungsberechtigten durch das Feldschutz, personal rechtzeitig bekanntgegeben. Die Nutzungsberechtigten find verpflichtet, zu dieser Zeit ihre Gärten zu öffnen und empfindliche Unterkulturen (Spinat, Salat, Gemüse usw.) uus- reichend abzudecken. Für Schäden, die dadurch ent- stehen, daß die Unterkulturen nicht ordnungsgemäß abgedeckt oder die Gärten nicht geöffnet sind, über- nimmt weder der Schädlingsbekämpfungsoienst noch die Stadt irgendeine Haftung. Die Kosten für die Spritzung werden wie folgt festgesetzt: 10 Pf. je Beerenstrauch 10 „ je Baum, im Herbst frisch gepflanzt 25 „ je Daum, klein 35 „ je Baum, mittel 45 „ je Daum, groß. Die Nutzungsberechtigten find verpflichtet, diese Kosten auf Anforderung unverzüglich bei der Stadt- koste einzuzahlen. U05C Im Weigerungsfälle erfolgt Beitreibung. Gießen, den 3. März 1941. Der Oberbürgermeister. 3. 93.: Nicolau». Einladung Am 3., 4. und 5. Februar 1041 ist im KrtkuterhauM Jun«, Gießen, in der Mäusburg, die Fachberaterin Fran Lelbbrand-Fttll für Fragen der Gesunderhaltung von Mutter und Kind wie beide stets quicklebendig und gesund bleiben. — Deshalb sagt Ihnen unsere Beraterin, was Sie wissen müssen über Neuzeitliche Lebensweife Diät, salzfreie und andere Kuren, biologische Kosmetik, Stärkungsmittel für Kranke, Kinder, Mütter, Vitamin- * säfte ohne künstliche Zusätze, also giftfrei, u. a. Benützen Sie daher diese Sondertage für Ihre Gesundheit I gegangen. Die Stabt der Reichskriegertage sowohl wie auch der NS.-Reichskriegerbund selbst beabsich- Ligen, in Kassel ein „Reichskriegermuseum" anzulegen und es auszugestalten, sobald die Raumfrage gelost ist. Der Reichskriegerfübrer bittet schon jetzt afle Kameraden und Kameradschaften, Gegenstände, । uuu, 'cnyneejiutrnen, geimgejuqyt. uer toiurm er- die für das Museum von Wert sein könnten, zu reichte vielfach unerhörte Stärke. An der mittel- ,nmmcrM nwh <*«** atlantischen Küste sind mindestens 15 Todesopfer auf das Unwetter und seine Folgen zurückzuführen. Aus aller Welt. Die Goethernedaille verliehen. Der ftüfirer hat dem verdienten Kunstschriftsteller Hofrat Mar 0. M i l l e n k 0 0 i ch in Wien aus Anlaß der Vollendung feines 75. Lebensjahres die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Lin .^Reichskriegerrnufeum in fiaffel Das Kurhessische Heeresmuseum in Kassel, das durch den General der Infanterie von Hülsen nach dem Kriege errichtet würbe, ist durch das Entgegenkommen des Generals in Die Hande der Stadt Kastel und de» NS.-Reichskriegerbundes über« fi u bt ur 3i A m w ur ür 61 iw tt Y be Franz VogtsG. Giessen Goelhesfr. 32 Seltersweg 44 Rut: 2464 Uifhhnehr als ein fünfjigpfenniißfiitk Stadttheater I beim Olüdtsmann 1 das grosse Glück, / .55 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Dienstag, 4. Hlar$ 194t ' , W ■■•■>••• - *■■ ■■■ v W;. Wz > MZ.WW V, Nk^' 4 J F F. 7" M ki;® **«$► , H L IMU/ ' -■ '• Z^W '•/"j. ?*k«f * ' '-' . .• ,t ■ *v< ./- 1 * g ■KBOMMHi 'MWWM MU 7 j < WE^A W /-*<- ‘/--'Fv z < TF, z 7 , ?-?' / ' ' ■'*■.>7>-* <-z..- '7 -/77 . 6 -• '.s-=-;*v ,'. -'?- z' i'* Infanterie mit Granatwerfern im Angriff. ,Pak nach vorn." — (Aufnahmen |3|: „Sieg im Westen.") (Nachdruck verboten.) 4. Fortsetzung. und Ander wie ihre und Jn- scheidung im Westen. * Um die außerordentliche Leistung des folgerichtig hieran anschließenden Hauptteiles „Der Feldzug" recht zu würdigen, mag man sich der Weltkriegsfilme erinnern; es hat eine ganze Reihe gegeben, die alle hinterher gedreht, die mit vieler Mühe mehr oder minder gut gestellt waren und allenfalls einige wenige einkopierte Originalaufnahmen enthielten. Im Film „Der Feldzug" ist dagegen das vielleicht großartigste Erlebnis die Gleichzeitigkeit der Kampfhandlung und der Filmaufnahme: hier ist nichts gestellt und nichts hinterher gedreht, hier wird scharf geschossen; der Kameramann, der Bildtrupp liegen selbst im Feuer, sie gehen mit der Infanterie vor, sie kurbeln durch den Sehschlitz der Panzer, aus der Bordkanzel der Stukas, sie dringen mit den Stoßtrupps in die zerschossenen Ort- unvorsichtig. In letzter Minute könnte man dir noch Schwierigkeiten machen oder ... dich umstimmen. Solange ich noch in Oschnitz bin, kannst du wahrscheinlich keinen unbeobachteten Schritt tun." „Was also sonst?" Er beugt sich noch näher zu ihr. ,Hch fahre mor- gen früh nach Berlin und warte dort auf dich. Du läßt zwei Tage vergehen oder drei und kommst mir nach. Kein Mensch darf davon wissen, niemand etwas ahnen! Du darfst keinen ins Verttauen ziehen! Ich schreibe dir das Hotel auf, in dem du mich antreffen wirst. Komm! Ich bitte dich komm!" „Und dann?" schäften ein und begleiten die Pioniere, die auf den Schlauchbooten in schwerem Abwehrfeuer über Kanäle und Flüsse übersetzen, die Flammenwerfer, die sich an die Bunker heranarbeiten: unmittelbarer, intensiver und gegenwärtiger kann man in der Heimat den Krieg nicht erleben. Der militärisch-historische Stoff, der sich der Kamera bot, war außerordentlich. Abgesehen von der erzieherischen Wirkung des Films, von seiner Bedeutung als taktisches und strategisches Anschauungsund Ausbildungsmaterial, das sich in erster Linie an den Soldaten wendet, ist eines seiner wesentlich- ten Anliegen, die geniale operative Grundidee — besser!" Er sprach pathettsch, und wie so oft, erwachte auch jetzt ein Argwohn in ihr gegen die großen Worte, die er so liebte. Sie unterdrückte jedoch alle Zweifel. Mit zusammengezogenen Brauen sah sie an ihm vorbei. Sie war sehr blaß, und ihre Finger spielten nervös mit dem kleinen Löffel. Die verzweifelten Bitten und Beschwörungen, die er von ihr zu hören gehofft hatte, blieben aus. Er fühlte die Unsicherheit eines Schauspielers, dem nicht das richtige Stichwort gebracht wird, und der dadurch seinen ganzen Auftritt verpatzt. „Es gäbe einen Ausweg, Charlott!" flüsterte er drängend und beugte sich zu chr. „Einen letzten Ausweg, aber es gehört ein wenig Mut dazu ... Sie wußte genau, was er meinte, fragte aber dennoch: „Was für einen Ausweg?" „Du kennst ihn ja! Habe ich nicht schon oft davon gesprochen? Haben wir nicht beide schon daran gedacht?" „Flucht?" fragte sie, ohne daß ihre Lippen sich bewegten. „Ja, Flucht!" bestätigte er. ,',Ich soll morgen früh zusammen mit dir ab- reisen^" Er erhob abwehrend die Hände. „Nein, um Got- teswillen! Keine gemeinsame Abreise! Das wäre über in das Restaurant. (Fortsetzung folgt.) Der Soldat von 1940. nicht nur dem militärischen Beschauer, sondern der Gesamtheit des Volkes — verständlich zu machen: das geschieht in großen Linien mit Hilfe von Trickaufnahmen in äußerst anschaulicher und ernleuchten. der Weise. Ueber dem Grundriß des zeichnerisch lebendig gemachten Kartenbildes erhebt sich das unmittelbar gegenwärtige Bild des Kampfes an den Hauptbrennpunkten, „wie es wirklich gewesen ist . Was wir in jenen erregenden Wochen des Frühjahrs 1940 — an der Front oder in der Heimat, aus Heeresberichten und Sondermeldungen — erlebten und erfuhren, ersteht hier in unübertreffbarer Plastik und Erlebnisnähe. Natürlich konnte man nicht gut den ganzen Feldzug photographieren — so unglaublich kurz die Zeitspanne seines rasanten Ablaufes auch war. Das Oberkommando hat sich darauf beschränkt, die Höhe- und Wendepunkte darzustellen, wie sie sich etwa mit den folgenden Stichworten bezeichnen: Ueberrennung der Festung Holland; Eroberung des „unüberwindlichen" Forts Eben Emael; die Panzerschlacht; die Durchbrechung der Maginotlinie; der Stoß an die Kanalküste; dis Einkreisungsschlachten im Artois und in Flandern; die englische Katastrophe in Dünkirchen; die große Umgruppierung gegen Somme und Aisne; dann die Zertrümmerung der Weygandlinie; Uebergang über den Chemin des Dames; Kampf an der Marne; Einzug in Paris; Verdun; und endlich die Aufrollung der anschließenden Frorst auf dem linken deutschen Flügel (Saar- und Oberrheipftont). Aus Die erzieherische und aufklärende Bedeutung eines Filmes, der so gemacht ist und mit solchen Mitteln arbeitet, ist evident. Er zeigt zunächst vor allem, im Sinne Rankes, wie es wirklich gewesen ist: das Mäöd)tnayfMW Roman von Otto NenselSt. Der Heeresdokumeniarfilm „Sieg im Westen" Festliche Erstaufführung im Gießener Gloria-palast. ßafarö sagte mit leidenschaftlicher Klage: „Nein, Lolott, ich Jaun nicht länger bleiben, nicht länger warten! Dir so nah und doch ferner, als läge eine Welt zwischen uns! Zur Rolle des schmachtenden Liebhabers fehlt mir das Talent. Ich werde lächerlich vor mir selber. Nur ein paar hundert Schrttte getrennt von dir zu sein und dich doch nicht sehen dürfen, — es ist mir unerttäglich." Sie hatte ihr Gesicht, so sehr in der Gewalt, daß er nicht erkennen konnte, welchen Eindruck seine Worte auf sie machten. Ske fragte: „Wohin wirst du reifen? „Ich weiß es nicht. Irgendwohin! Je weiter je geben. Die künstlerische Gestaltung besorgten Svend Noldan und Fritz Brun sch; Musik von Herbert W i n d t. — Der Film, dessen dokumentarische Bedeutung schon vor der Erstaufführung in Siezen in unseren Spalten mehrfach unter verschiedenen Blickpunkten beleuchtet wurde, erhielt die Prädikate „Künstlerisch wertvoll", „Staatspolitisch wertvoll", „Volksbildend" und „Iugendwert". Die Einleitung — „Der Entscheidung entgegen" — beginnt mit dem eindrucksvollen Bilde einer Vereidigung junger, deutscher Soldaten. Sie zeigt dann, zusammenfassend, in Stichworten gewissermaßen, die allenthalben ins Filmische übertragen sind, die Entwicklung auf, die bis zum Ausbruch des Entscheidungskampfes führte, in dem wir heute, siegreich an allen Fronten, mitteninne stehen: sie zeigt in knappen, markanten Bildern das schöne deutsche Land im tiefen Frieden, in ruhiger Arbeit, im wachsenden Wohlstand; sie erinnert an die aus Englands Sorge um seine Weltherrschaft geborene Em- kreisung, an den Weltkrieg, den Zusammenbruch, das Schanddiktat von Versailles, das deutsche Elend der Nachkriegs- und Inflationszeit. Aber man erlebt auch in diesem filmischen Abriß unserer jüngsten Geschichte die Gründung der Bewegung, die im Hunderttausendmann-Heer eine zuverlässige Stutze fand, die große Wende des 30. Januar 1933 und den Beginn eines Weges, der ins Großdeutsche Reich führt. Der Westwall wird errichtet. Die letzte Entscheidung steht bevor; die Chronik des Film- streifens mündet in die Schicksalsstunden im Septem- ber 1939; der Feldzug der 18 Tage in Polen erfährt in einem überaus suggestiv wirkenden Kartenbilde eine filmisch sinnfällig verkürzte und sum- marische Darstellung: Polen existiert nicht mehr für uns, wir haben den Rücken frei für die große Ent- Jn einer Festvorstellung im Gloria-Palast fand gestern nachmittag in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der Partei, der Wehrmacht und der Behörden, unter außerordentlichem Zustrom erwartungsvoller Besucher die Erstaufführung des Heeres- dokumentarfilms „Sieg im Weste n" statt. Die Eingangsfront und die Bühne des Gloria-Palastes waren mit Fahnen und Blumen geschmückt. Ein Musikkorps der Wehrmacht leitete mit schneidig gespielten Weisen die festliche Aufführung ein. Der Standortälteste Gießen. Oberstleutnant Kühne, hielt eine Ansprache, in der er u. a. etwa folgendes ausführte: Auf Befehl des Herrn Kommandierenden Generals findet die Erstaufführung des Heeresdokurnentar- films in besonders festlichem Rahmen statt, denn der Film sei ein einmaliges Ereignis und für jedermann ein großes Erlebnis. Der Film, dessen Herstellung vom Oberbefehlshaber des Heeres während des Frankreichfeldzuges befohlen wurde, gebe das unverfälschte Bild des Kampfes in vorderster Linie. Jede Waffengattung werde im Kampfe gezeigt; die Waffenbrüderschaft mit den beiden anderen Wehrmachtteilen und mit der ff werde ebenso geschildert wie die Zusammenarbeit mit der Organisation Todt und dem NSKK. Man erlebe hier den heldenhaften und opferbereiten Einsatz unseres Heeres auf den Schlachtfeldern in Holland, Belgien und Frankreich; nicht allein die mechanische Kraft der modernen Waffen, sondern vor allem der Geist der Führung, Geist und Siegeswillen des deutschen Soldaten habe den glorreichsten Sieg der Geschichte erfochten. Aus solcher Erkenntnis erwachse uns in der Heimat die tiefe. Verpflichtung, es denen da draußen an Geist und innerer Haltung gleichzutun, uns würdig zu erweisen der großen Zeit und des großen Mannes, den uns ein gütiges Schicksal gegeben hat. So können auch wir dazu beitragen, die hohen Ziele zu erreichen, die der Führer sich und uns gesetzt hat: die kommende Größe und Macht unseres Vaterlandes. * Der Film gliedert sich in zwei Teile; tue Einleitung ist überschrieben „Der Entscheidung entgegen" und wurde hergestellt von der Deutschen Filmgesellschaft, Musik von Horst Hanns S j eder; der Hauptteil trägt den Titel „Der Feld- z u g" und wurde an der Front aufgenommen von den Filmberichtern der Berichterstaffel des Oberbefehlshabers des Heeres, der Propagandakompanien und Trupps, der Heeresfilmstelle. Außerdem wurden erbeutete französische und englische Filmstreifen eingebaut, um das wahrheitsgetreue und ungeschminkte Bild zu vervollständigen und eine Darstellung auch von der Gegenseite aus zu Er lehnte sich mit einem Lächeln zurück, das sie nicht zu deuten vermochte. „Dann ...?" wiederholte er in träumerischem Ton, und wiederum wurde in ihr Mißtrauen gegen ihn wach. „Dann werden wir vereint sein. Niemand kann dich mehr hindern, zu tun, was du willst. Du bist volljährig. Alle Entscheidungen liegen in deiner Hand. Nur hier, in diesem elenden Nest, unter der Aufsicht deines Vaters, kannst du keinen Schritt tun, ohne ihn zu fragen. Später ... oh, Charlott! Ein roenm Mu und die Tore zur ganzen Welt fliegen vor dir auf! Lockt es dich nicht?" Er beugte sich wieder zu ihr bin Ich liebe dich! Du wirst meine Frau sein ... in vier, fünf Wochen ... so rasch es geht. Wir werden in Genf heiraten oder in Berlin, wo du willst, wann du willst. Nur komm! Nur komm!" In verzweifelter Ungewißheit fach sie ihm in die Augen. Er hiett ihren Blick aus. Sem halbgeöffneter Mund lächelte, und langsam schob er ferne Hände zu ihr hinüber, um nach den lhren zu greifen. Sie konnte nicht antworten. Er fMterte ihr beschwörend zu: „Komm, Charlott! Was willst du hier? Du wirst zugrunde gehen! Das weiht du selbst! Auf der Fahrt hierher warst du tapferer! Du hast mir gesagt ..." ,Zch habe dir nichts versprachen! nef sie in ängstlicher Abwehr. „Nein, aber du hast mir Hoffnung gemacht Charlott! Du hast mir gesagt, daß du nnch liebtest, wie ich dich liebe! Wovor furchtest du dich? Sie ließ die angespannten Schultern sinken und sagte ratlos: „Du mußt mir Zett lassen, Henry. Ich kann nicht so besinnungslos eine Entfcheldung treffen, von der mein ganzes Leben abhangt. wahre und unverfälschte Gesicht dieses Krieges, dessen Züge prägen sich ebenso markant im griffselan eines stürmenden Stoßtrupps und zermalmenden Gewalt vorbrechender Panzer im ahnungslosen Gesang der Tommies, die Wäsche an der Siegfriedlinie trocknen wollen, im Gesicht eines englischen Soldaten, der dem ferno von Dünkirchen entronnen ist. Der Film gibt auch ein Bild davon, was der moderne Maschinenkrieg ist, aber er läßt auch erkennen, wie der Geist über die Maschine, die bloße Technik der Kampfmaschinerie triumphiert, wie der Geist einer genialen Führung, einer bewundernswert klaren Strategie, wie der unvergleichliche Angriffs- und Opfergeist der kämpfenden Truppe — im entscheidenden Augenblick des einzelnen Mannes — einen Sieg erzwingt, der ohne Beispiel in der Geschichte ist. Das Gesicht des namenlosen deutschen Soldaten unserer Zeit blickt aus diesen Aufnahmen dem Be- ücher immer wieder entgegen, und jeder, der cs anschaut, wird es mit Stolz und unerschütterlicher Zuversicht betrachten. Es ist übrigens mit Bedacht nd Geschick daraus gesehen worden, daß alle Waf- engattungen — in planvoll reibungslosem Zusammenwirken — gezeigt werden: neben Infanterie und Panzern, Pionieren und Artillerie, die hier die Hauptlast trugen, auch die Luftlandetruppen, die Nachrichter, die Reiter, die Melder und Kraftfahrer, Santtäter und Bautruppen. Neben und mit dem Heer die Luftwaffe, die Waffen--/, Arbeitsdienst, Organisation Todt und NSKK. (Ein paar knappe Zahlen geben einen Begriff davon, was beispielsweise die Nachschuborganisationen mit der Heranschaffung von Munition, Material und Verpflegung in diesem Feldzuge geleistet haben.) Wort. Ihr Herz war erfüllt von mutloser Zärtlichkeit, aber sie wagte nur, Lasards Hand zu ergreifen und festzuHalten. Er sagte: „Ich kann nicht glauben, Charlott, daß ich dich jetzt zum letzten Male sehe! Denk an Arosa! An diese wundervollen Tage! Es könnte immer und immer so sein, wenn ... wenn du Mut hättest, ein bißchen Mut zu deinem eigenen Glück! Ver. prich mir ..." Sie konnte keine Antwort geben. Eine jammer- liche Schwäche ergriff Besitz von ihr. Sie blickte Lasard an und war in diesem Augenblick bereit, sich ihm preiszugeben, sich führen und treiben zu lassen — unterzugehen, wenn es so sein sollte, und alles um seinetwillen aufzugeben, was sie hier band. Da ihr Tränen kommen wollten, preßte sie die Lider fest zusammen, machte rasch kehrt und lief davon. Lasard wartete darauf, daß sie sich noch einmal nach ihm umsehe. Sie sah sich nicht mehr um. Er zuckte die Achseln, und gleichzeitig fiel die sehnsüchtige Verliebtheit von seinem Gesicht ad wie eine Maske. Er zeigte eine fröhlich unbekümmerte Miene, als er durch das Kreuzfeuer der Blicks schritt, mit denen die Damen ihn verfolgten. War das nun ein Sieg oder eine Niederlage? fragte er sich, als er gedankenvoll eine Zigarette rauchte. Aus Gewohnheit nahm er an, daß es ein Sieg gewesen sei. Charlott würde kommen. Sie würde sich ihm ausliefern. Und was dann zu geschehen hatte, würden die Umstände ergeben. Die Oschnitzer, ihr ehrenwerter Herr Papa vor allem, würden sie nicht so leicht preisgeben. Sie zitterten hier alle vor einem Skandal. Man mußte ihnen Daumenschrauben anlegen, und sie würden zahlen, zahlen, um alles zu vertuschen und mit Schweigen zu verdecken. Weigerten sie sich — was allerdings uMvahrscheinlich war — so muhte freilich geheiratet werden, um ein noch stärkeres Druckmittel in der Hand zu haben. Ein Millionär wie Mathesius würde seine einzige Tochter nicht umkommen lassen. Je mehr Umstände er machte, um so kostspieliger würde alles für ihn werden. Lasard war mit sich zufrieden. Er erhob sich, wechselte einige Worte mit dem Kellner und sagts ihm, daß er morgen früh reifen werde. Dann schlenderte er durch den schmalen Verbindungsgang f)int „Wenn du mich liebst, kannst du i^r eine einzige Entscheidung treffen!" _ „Die ich nie mehr rückgängig machen kann! Sein Gesicht drückte tiefsten Schmerz aus. „So wenig gelte ich dir also?" „Nein, nein!" beteuerte sie. „Aber verstehe doch, um wieviel es für mich geht! Ich muß alle Brücken hinter mir abbrechen, Menschen vetlassen, zu denen ich bisher gehört habe, an denen ich hänge, es wird alles, alles hinter mir Zusammenstürzen, und dann ist niemand mehr da auf der Welt als du!" „Auch ich habe niemand als dich, Charlott! Sie senkte die Augen und schwieg lange Zeit. „Wann wirst du dich entschieden haben?" fragte er nach einer Weile. Ohne aufzublicken, antwortete sie: „Bald, sehr bald! Vielleicht heute abend schon!" ' „Gut!" Er verfiel unvermittelt in einen nüchternen Eifer. ,Zch schreibe dir hier mein Berliner Hotel auf. Sobald du in Berlin eintriffst, rufst du mich an! Ich hole dich sofort ab. Solltest du mich nicht antreffen, hinterläßt du bitte Bescheid. Es ist nur nötig, daß deine Papiere in Ordnung sind, der Paß vor allem! Und so wenig Gepäck wie möglich! Es wäre nur hinderlich. Laß mich nicht vergeblich warten, Charlott!" Sie blickte über ihn hivweg gegen Die Wand, an der sich eine abblätternde Malerei befand, die eine südliche Landschaft mit tnaügrünen Palmen und einem schwarz qualmenden Vulkan darstellte. „3a, vielleicht komme ich, Henry." Die Oschnitzer Damen beobachteten, rote Lasard feinen Kopf tief neigte und Charlottes Hände ergriff. „An diesem Vielleicht hängt nun mein Herz!" sagte er inbrünstig. „Vergiß es nicht! Ich warte auf dich! Du sollst ebenso glücklich sein wie ich, wenn ich dich wiedersehe. Du glaubst mir?" „Ja, Henry! Ich glaube dir!" Aber sie wußte nicht, ob sie damit die Wahrheit ^Ein paar Minuten später stand sie auf. Lasard begleitete sie bis zur Tür. Sie grüßte nach rechts und links die Damen, auf deren Gesichtern ein gefroren liebenswürdiges Lächeln stand, und ging hinaus. , . , Draußen blieb sie noch eine kurze Weile neben Lasard stehen und fühlte ein verzweifeltes Verlan- I gen nach einer Liebkosung, einem kleinen zärtlichen i der schlichten Aufzahlung dieser Namen wird man schon ersehen, welch eine Fülle dramatisch-filmischen Stoffes hier zusammengetragen und gestaltet wurde. Immer ist der Beschauer unmittelbar und ganz dicht dabei: er sieht die Infanterie unglaubliche Entfernungen marschieren, uneinnehmbar scheinende Stellungen niederkämpfen ^und stürmen; er wird hineingerissen in den gewaltigen Kampfrhychmus der aufeinanderstoßenden Panzerdivisionen, erlebt die nervenspannende Angriffsenergie der Stoßtrupps, die zermalmende Wucht der schweren Artillerie und den heulenden, schmetternden Absturz der Stukas, er erblickt (mit Staunen vielleicht) Kommandierende Generale in der ersten Kampflinie, er erlebt den triumphalen Schwung des Pariser Einzugsmar- sches, er sieht in den unterirdischen Labyrinthen der Dtaginotlinie die französische Besatzung verbissen und tapfer sich bis zum letzten wehren, und er steht auf den Panzerkuppeln des endgültig eroberten Forts Douaumont. Daneben fehlen die stillen, friedlichen und selbst heiteren Bilder nicht, die es auch in diesem Kriege gab. Und immer wieder Gesicht und Gestalt des deutschen Soldaten unserer Tage. Seiner Tapferkeit, seiner Opferbereitfchaft, seiner Kameradschaft ist hier ein unvergängliches Denkmal gesetzt. Man kann in einem zusammenfassenden Bericht die Fülle des Stoffes nicht erschöpfen. Den natürlichen Abschluß der Ereignisse bildet die historische Szenerie von Compiögne. Und ganz zuletzt — es wirkt wie ein. Symbol — kehrt die Kamera, den Kreis schließend, zum Ausgangsbild zurück: wenn aber» mals, indem die Fahne sich senkt, eine junge Mannschaft die Hände zum Schwur hebt. — * Das Programm der Festvorstellung wurde durch die neueste Wochenschau vervollständigt, die diesmal besonders interessant und reichhaltig ausgefallen ist: Staatsbegräbnis für Botschafter Kriebel; Göring beim Führer; Duce und Caudillo; Botschafter Oshima in Berlin; feuernde Batterien an der Kanalküste; Ausbauarbeit im Osten; SA.^Standarte 52 in Prag; Tagung der Reichsfilmkammer; Schmeling als Fallschirmjäger; unsere Luftwafie im Mittelmeerraum; deutscher Hilfskreuzer im Atlantik. — Hans Thyriot Aus der Stadt Gießen. »Mein Hut, der hat drei ßrfen!* Wie die Krone das Sinnbild der höchsten Macht auf Erden war, so war auch der Hut ein Zeichen von Rang und Würde. Außerdem war er Schutz des Hauptes. Sehr viel Erfindungsgabe ist verwandt worden, um ihn kostbar unb mannigfaltig zu gestalten. So besteht Ihr FUzhut z. B. aus Haren vom Schaf, Kaninchen oder Kamel. Bisweilen ist er noch plattiert, Dann tragen Sie Haare vom Bieber, der Bisamratte oder vom Affen stolz auf Ihrem Haupt. Dagegen besteht Ihr Panamahut aus gespaltenen Blattrippen einer südamerikanischen Kolbenpalme, während Ihr neuer Sommerhut aus Weizen- und Roggenstroh gemacht ist, das, nach dichter Aussaat durch frühzeitige Ernte gewonnen und dann gebleicht und gefärbt wurde. Seit wann der Mensch es liebt, seinen edelsten Teil, das Gehirm mit einem Hut zu bedecken, ist uns unbekannt. Wahrscheinlich war in grauer Vorzeit eine hübsche Urahnfrau, die sich zum Schutze gegen die allzu heiße Sonne ein großes Blatt auf den Kopf stülpte, die Erfinderin. Später bestanden die Kopfbedeckungen bei den Frauen aus Tüchern, Hauben oder Hüten. Natürlich, wie in allem, mußten die Frauen auch hierin übertreiben, denn eine Verordnung aus dem Jahre 1434 sagt uns, daß „die Hauben bei Strafe nicht größer fein sollten, als eine halbe Elle". Im 15. Jahrhundert trug man ein« ober mehrzipflige Kapuzen in Gelb, Grün oder Rot. Ende des 17. Jahrhunderts hören wir, daß die Form der Hüte alle paar Monate wechselt: bald werden sie hoch und spitz, wie ein Zuckerhut, getragen, bald breit und rund wie ein Holländer Käse. Nach der französischen Revolution kam eine merkwürdige Kopfbedeckung auf: der hohe Zylinderhut. Ein Bericht der „Times" aus dem Jahre 1796 über die Aufnahme des ersten Zylinders in London lautet: „John Hetherington wurde gestern wegen groben Unfugs dem Lordmayor vorgeführt. Er war auf der öffentlichen Straße mit einem Hut auf dem Kopfe erschienen, den er einen Seidenhut nannte, einem hohen Bau mit glänzendem Schein, geeignet, furchtsame Wesen in Angst zu versetzen." Später gewöhnte man sich aber schnell an feinen Anblick, und er fand allgemeine Verbreitung. Die Damen trugen zu dieser Zeit Hüte in der Form altertümlicher Helme, aber mit Federschmuck, aus denen sich bann die bekannten Schutenhüte entwickelten. Einen besonderen Abschnitt in der Geschichte des Hutes bilden die Kopfbedeckungen unserer deutschen Trachten. Wie verschiedenartig ist da Form und Stoff! Neben dem grellbunten Kopftuch der Wen- binhen finden wir Hauben, in Kegel- oder Lampenschirmform, bestehend aus Spitzen, Bändern, Stickereien oder Pelz. Bei den Hüten gibt es, neben der kiepenartigen Form, den schlesischen Schwingerhut, den ganz flachen Dierländer Rundhut und das kleine „Stillpchen", das über den zu einem „Schnatz" auf dem Wirbel zusammengesteckten Zopf „geftülpt" wird. Die Elztaler Bauernmädchen aus dem Schwarzwald tragen sogar einen hohen, glänzenden Zylinderhut, der mit breiten Bändern unter dem Kinn festgebunden wird. Bei den Männern finden mir hohe Pelzmützen mit Samtköpfen, die vom Hauensteiner Land bis nach Schlesien hinein noch bis vor 50 Jahren allgemein üblich waren. Eigenartig ist auch der Hut der Gutacherin, mit Dreien großen Wollbälleh, der mehrere Kilo wiegt. Eine ganz besondere Kopfbedeckung ist auch die Brautkrone der Dachauerin, ebenso die phantastische Hauptzierde eines Schwälmer Brautpaares, die nyr mit einigem Geschick im Gleichgewicht gehallen werden kann. Und der neue Frühjahrshut des Jahres 1941? Wie wird er fein? Mag er aussehen wie ein flacher Pfannkuchen oder wie ein schiefer Bienenkorb, einerlei! Hübsch wird er sicher sein! E. L. St. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19 bis nach 22 Mr „Schwarzer Peter". — Gloria-Palast, Selterswea: „Sieg tm Westen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Herz ?eht vor Anker". — Oberhessischer Kunstoerein: 7.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brand. Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird die Märchenoper von Norbert Schultze „Schwarzer Peter" wiederholt. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Max Schwarze vom Deutschen Theater Wiesbaden a. G. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. 23. Dienstag-Miete. Hans Carossa lieft Der Dichter Hans C a r o s s a wird im Rahmen des Gießener Vortragsringes am Mittwoch, 5. März, in der Großen Aula aus eigenen Werken lesen. Ortszeit für den 5. März. Sonnenaufgang 8.05 Uhr, Sonnenuntergang 19.10 Uhr. — Monduntergang 1.56 Uhr, Mondaufgang 11.06 Uhr. Anwärter für die Marine-Sanitätsoffiziers-Laufbahn. Das Oberkommando der Kriegsmarine stellt im Herbst 1941 Offiziersanwärter für die Marine-Sani- tätsvffiziers-Laufbahn ein. Bewerber müssen Schuler höherer ober diesen gleichzuachtender Lehranstalten sein, das Reifezeugnis besitzen oder mindestens in die 8. Klasse versetzt fein. Letztere erhallen, sofern sie ausgenommen sind, das Reifezeugnis, wenn die zuständige Schulbehörde Führung und Leistung als ausreichend anerkennt. Meldefrist bis 15. Mai 1941. Meldungen sind an die Inspektion des Bildungswesens der Marine (Einstellungsabteilung), Kiel, zu richten. Merkblätter über die Einstellung, aus denen alles Nähere hervorgeht, sind bei der Wehrmachtsdienststelle sowie bei der Inspektion des Bildungswesens der Marine in Kiel erhälllich. Eintopfgerichte am letzten Opfersonntag Der Letter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat für den Opfersonntag am 9. März in der Zeit von 10 bis 17 Uhr für alle deutschen Gaststätten folgende Eintopfgerichte zu- gelaffen: 1. Kartoffel- oder Gemüsesuppe mit Fleischeinlage, 2. Kohlrüben, Weiß- oder Wirsingkohl, gedämpft mit Fleisch, 3. Gemüsetopf nach Wahl oder vegetarisch. Aus dem Gießener Handelsregister. Im Handelsregister A des Amtsgerichts Gießen wurde eingetragen: Bei der Firma Julius Well» höfer ist der persönlich haftende Gesellschafter Julius Wellhöfer sen. infolge Todes aus der Gesellschaft ausgeschieden. Seine infolge Erbgangs in die Gesellschaft eingetretene Witwe Wilhelmine, geborene Nickel, in Gießen ist gleichfalls aus der Gesellschaft ausgeschieden, ihre seither eingetragene Prokura ist erloschen. Persönlich haftende Gesellschafter der Firma sind nunmehr Karl Wellhöfer und Julius Wellhöfer jun., beide in Gießen. — Bei der Firma Conrad Bender II. in Gießen sind Firma und Geschäft am 1. Januar 1941 auf den Sohn, Kaufmann Rudolf Bender in Gießen, übergegangen. — Bei der Firma Schunk & Ebe, Heuchelheim, ist Gesamtprokura in Gemeinschaft mit einem anderen Prokuristen weiter erteill dem Julius Schwalm, Oberingenieur in Gießen; Ernst Hermann Freitag in Heuchelheim; Georg Rauscher in Gießen; Willi Waldschmidt, Leipzig; Rudolf Kretschmer in Berlin- Britz; Gustav Fehl in Gießen. — Die Firma Hamburger Fischhandlung A. Koch Nachfolger Gießen erhält den Zusatz: Fische, Feinkost, Wild, Geflügel; Inh. Geschwister Laih. Offene Handelsgesellschaft feit 1. Januar 1939. Persönlich haftende Gesellschafter sind Margarete Laih und Johanna Laih, beide in Gießen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeder Gesellschafter allein berechtigt. Der frühere Inhaber Friedrich Laih ist aus der Firma ausgeschieden. — Die offene Handelsgesellschaft Hermann Weicker & Co., Gießen, ist aufgelöst. Kaufmann Hermann Weicker in Gießen ist feit 1. Januar 1941 Alleininhaber. — Die Firma Wilhelm Klee Nachfolger in Gießen ist erloschen. In das Handelsregister B wurde bei der Firma Jost Lemmer, Hoch- und Tiefbau G. m. b. H., Lollar, eingetragen: Vertrag über die Errichtung der Gesellschaft vom 3. Oktober 1940. Die Gesellschaft hat mindestens 2 Geschäftsführer. Zu Geschäftsführern sind bestellt Helene Lemmer Witwe, geb. Will, in Lollar und. Wilhelm Will in Sichertshausen. Diese oer- treten und zeichnen die Firma gemeinsam oder jeder zusammen mit einem Prokuristen. — Bei der Firma Deutsche Bank, Zweigstelle Gießen, ist eingetragen: die Prokura des Dr. Otto Abshagen ist erloschen.— Bei der Firma Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn A.G. in Lollar ist Otto Nuhn als Vorstandsmitglied abberufen und aus der Gesellschaft als solches ausgeschieden. — Die Firma Gesellschaft für Steuer und Wirtschaftsberatung m. b. H. ist nach beendeter Liquidation erloschen. ** 8 7 Jahre alt Am heutigen Dienstag, 4. März, kann der in Gießen und weithin in Oder- Hessen bekannte Oekonomierat Carl Hoffmann, der früher das Gitt Hof-Güll gepachtet hatte und mit großem Erfolg bewirtschaftete, um es dann, der Tradition seiner_Familie entsprechend, an feinen Sohn zu übergeben, in aller Frische feinen 87. Geburtstag begehen. Oekonomierat Hoffmann, dessen Leben und berufliches Wirken wir zuletzt vor zwei Jahren anläßlich seines 85. Geburtstages eingehend gewürdigt haben, hat sich um die Förderung der heimischen und der deutschen Landwirtschaft große Verdienste erworben, die ihm eine Reihe wohlverdienter Auszeichnungen brachten. In Jägerkreisen wird der Jubilar als eifriger Weidmann und warmherziger Freund aller Jagdinteressen sehr geschätzt. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem heutigen Geburtstage und für einen weiteren schönen Lebensabend. ** 70 Jahre alt. Am morgigen Mittwoch kann Frau Elisabeth Pfeifer Witwe, wohnhaft Steinstraße 27. in körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag begehen. Der Jubllarin unseren herzlichen Glückwunsch. ** Wieder Nähmi11el. Außerdem Sonderzuteilung auf Säuglingskarte. Die Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete gibt bekannt, daß auf den Abschnitt „Nähmittel 3" der zweiten Reichskleiderkarte nunmehr Nähmtttel im Gegenwert von 30 Rpf. Einzelhandelspreis abgegeben und bezogen werden dürfen, mit der Maßgabe, daß bei Abgabe von Nähseide und Seidenglanznähgarnen nur die Hälfte des Wertes auf den Abschnitt anzurechnen ist. Auf die SonderabschnitteVI und VII der Reichskleiderkarte für Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr dürfen bis auf weiteres wahlweise entweder je drei Windeln ober je 7,5 m Windelmull abgegeben und bezogen werden. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen A S o 11 o r, 3. März. Der B D M. Lollar veranstaltete im Saalbau „Zur Linde"einen Dorf- gemeinfd)aftsabeno, der so stark besucht war, daß der Saal die Erschienenen kaum fassen Die Sicherheit der Luffschuhräume. Die Luftschutzbereitschaft der Bevölkerung muß Immer vorhanden sein! Der Luftschutzraum hat sich als die Grundlage des gesamten Selbstschutzes erwiesen. Nach allen Erfahrungen bietet er den größtmöglichen Schutz und ist damit das wichtigste Element des Luftschutzes der Bevölkerung überhaupt. Alle Bemühungen gehen deshalb dahin, die Sicherheit des Luftschutzraumes zu erhallen und zu verstärken. Es ist notwendig, daß überall ausreichender starker S p l i 11 e r s ch u tz an den Oeffnungen vorhanden ist. Ebenso sollen die zum Teil noch nicht gemachten Brandmauerdurchbrüche burch- geführt werden. Durch Erleichterung der nachbar- licyen Hilfe und Ausweichens in die Nachbarhäuser ist der tatsächliche Schutz bedeutend erhöht. Auch längere und häufigere Fliegeralarme Dürfen/bie Arbeitskraft und die Gesundheit der Volksgenossen nicht schädigen. Deshalb iff bie wohnliche Aus- ft a 11 u n g ber Luftschutzräume wichtig. Möglichst viele Volksgenossen sollten ein Bett oder eine andere Liegemöglichkeit zum Schlafen im Luftschutz- raum haben. Der bisherige Luftschutzraum wirb ba- zu nicht immer ausreichen. Es müßten daher gegebenenfalls weitere geeignete Kellerräume hinzugezogen werden. Dabei soll möglichst auch an besondere Räume für Mütter mit Kleinkindern gedacht werden. Auch in den Frühjahrsmonaten ist die Sicherung einer richtigen Temperatur im Luftschutz- raum von Bedeutung. Untertemperaturen, aber auch Uebertemperaturen sollen vermieden werben. Man hat festgestellt, daß die ideale Temperatur für Den Luftschutzraum bei 15 Grad liegt. In den Wintermonaten haben sich vereinzelt Volksgenossen vom Aufsuchen des Luftschutzraumes abhalten lassen, von denen mancher Dann beim Luftangriff in seiner Wohnung den Tod fand. Es handelt sich hier um eine Frage, Die nicht nur für die Wintermonate Bedeutung hat. In Den Kellerräumen ist es bekanntlich geraDe dann noch besonders kalt, wenn es draußen schon warm ist. Wichtiges Gebot ist also: Im Luftschutzraum ausreichen d marm angezogen sein und bei den Liege- 'unb Sitzmöglichkeiten einen entsprechenden Abstand von Der falten Wand wahren! Um Die Källeströmung >es Bodens und des Mauerwerks zu mildern, empfiehlt sich möglichst die Isolierung des Bodens durch ifte Teppiche oder Matten, ebenso Die Isolierung ber Wände mit alten Decken, Papier, Pappe oder Brettern. Auch ber nötige Mundvorrat und warme Getränke in Thermosflaschen dürfen nicht vergessen werden! Alkohol ist ganz unzweckmäßig, weil er nur eine vorübergehende Erwärmung bringt nd die Abkühlung bann um so empfindlicher ist. Außerdem wird nur bie Einsatzfähigkett ber Luftschutzgemeinschaft beeinträchtigt. Trotz aller biefer Vorkehrungen wird man vielfach ohne eine Beheizung bes Luftschutzraums nicht auskommen. Die Beheizung kann durch transportable Kachel- ober eiferns Defen erfolgen. Für bie ausreichende Herstellung solcher Defen ist durch eine umfassende Organisation ebenso gesorgt wie für den Einbau. Die zweckmäßigste Beheizung für Die Übergangszeit bleibt jedoch Die mit elektrischen Heizkörpern, wobei zunächst auf Die in Der Luftschutzgemeinschaft vorhandenen Heizgeräte zurückgegriffen werden soll. ' ich hier ist für eine ausreichende Produktion geh ;gt Der Heizstrompreis für Luftschutzräume beträgt einheitlich 6 Rpf., die Kosten können auf alle Hausbewohner umgelegt werden. In Häusern mit Zentralheizung kann man sich häufig Damit helfen, daß man, aber nur durch den Fachmann, von den durch Den Schutzraum gehenden Rohren Teile der Isolierung entfernt. Der Reichsluftschutzhund hat genügend Luftschutzbaubearbeiter eingesetzt. Die in allen Zweifelsfragen zur Verfügung stehen. Es ist zweckmäßig, die Schutzräume auf einen Hochstand an Sicherheit unb Bequemlichkeit zu bringen, bamit ber Luftschutzraum Der Bevölkerung eine in jeDer Beziehung einwandfreie Zufluchtsstätte bietet und die Widerstandskraft des deutschen Volkes in keiner Weise beeinträchtigt werden kann. \ . Wildgemüse bereichert den Tisch An Schutz- und Wirkstoffen unb an Mineral- Nacht kühl aufbewahrt. Vor der Berardi salzen übertreffen die sog. Wildgemüse — Löwen- bas Wildgemüse kurz aber gründlich gern Verarbeitung mutz bas Wildgemüse kurz aber gründlich gewaschen werden. Langes Kochen ist zu vermeiden, damit dis Nährwerte erhallen bleib eh. Mit Salz und Essig gehe man sparsam um; Wildpflanzen haben einen starken Eigengeschmack, ber nicht beeinträchtigt werben sollte. Empfehlenswert ist es auch, verschiebens Wildgemüse zu mischen, wobei natürlich ber persönliche Geschmack ausschlaggebenb ist. Im folgenden sei je ein Grundrezept gegeben für Suppe, Oemüfe unb (Salat Für die Suppe benötigt man etwa 20 Gramm Fett, 20 bis 40 Gramm Mehl, 1 Liter Brühe (Gemüse-, Knochen- ober Fleischbrühe), 1 Taffe entrahmte Frischmilch, 1 Prise Salz und Zucker. Das Gemüse — etwa 150 Gramm — wird fein gewiegt, in Dem Fett gedünstet unb in ber Brühe mit Zucker und Salz gekocht. Das Mehl wird in der Milch verrührt und an bas Gemüse gegeben. Zur Bereitung eines Wildgemüses nimmt, man etwa 1 Kilo Blätter und Sprossen (eine Sorte ober gemischt) und im übrigen bie gleichen Zutaten wie zur Suppe, bereichert durch eine feingeschnittene Zwiebel ober Lauch- ftange, die mit den Blättern gedünstet wird. Man behalle etwa Vs des Gemüses roh zurück und gebe es Dann fein gehackt an Das gekochte Gericht, Das Dadurch im Geschmack ausgeprägter wird. — Wild* pflanzen-Salate können in verschiedenen Tunken angerichtet werden. Es eignet sich sowohl bie übliche Salattunke aus Essig ober Zitronensaft mit Del, als auch eine Tunke aus entrahmter Frischmilch, Sauermilch, Buttermilch — auch mit Frischmilch verdünnter Du arg — unb einem Säuerungsmittel (Essig ober Zitrone) dazu. Von März bis in den Juli bietet die Natur dis verschiedensten wildwachsenden Pflanzen, die sich zur - Verwertung in ber merischlichen Ernährung nicht nur eignen, sondern durch ihren Gehalt an Wirkstoffen eine gesunbhettsförbernbe Bereicherung unseres Tisches bebeuten. verarbeiten. Mit ihnen bekämpft man wirkungsvoll ben Vitaminmangel, an dem die meisten Menschen nach Der winterlichen Ernährung leiDen. Für das Sammeln von Wildgemüsen, das sich mit jedem Spaziergang ins Freie verbinden läßt, sind einige Dinge zu beachten, damit man aus, ihnen den bestmöglichen Nutzen zieht. Im allgemeinen gilt für alle Wildgemüse bie Regel, daß sie vor Der Blüte gesammelt werden müssen, weil sie dann saft- unb somit gehaltreicher sinb. Wichtig ist auch, daß sie erst gegen Abend gepflückt werden, weil bann oie Blätter durch die Sonnenbestrahlung während bes Tages am kräftigsten unb wohlschmeckenbsten sind. Um ihnen diese Vorzüge zu erhalten,, achte man darauf, sie nicht zu zerdrücken, sondern schifte sie möglichst locker in Die Tasche ober in Den Beutel, in Dem man sie nach Hause trägt. Die Verwendung von Wildgemüse ist aber volkswirtschaftlich nur Dann zu rechtfertigen, wenn die Sammelarbeit vorsichtig unb rücksichtsvoll geschieht. Man achte barauf, keinen Flurschaden anzurichten, schone Pflanzen, die noch wachsen wollen, unb nehme ihnen nicht alle Blätter. Für bas Sammeln im Walde benötigt man übrigens einen Sammelschein, ber vom zuständigen Forstamt nicht verweigert werden wird. Es ist auch nötig, vor Dem Sammeln auf Grundstücken bie Erlaubnis des Besitzers einzuholen. Hat man Die nötige Menge für eine Mahlzeit nach Hause gebracht, so werden die Pflanzen über salzen übertreffen Die sog. WilDgemüse — zahn, Brennessel, Sauerampfer, Brunnenkresse, Rapünzchen, Gartenmelde u. a. — Die Kulturge- gemüfe. Weit inehr als es im allgemeinen geschieht, sollten die Hausfrauen zu Beginn Des Frühjahres Diese Gaben Der Natur sich zu eigen machen unb mit ihnen den Tisch bereichern. Bereits im März wachsen die frühesten ihrer Art, Löwenzahn, Brenn- effel unb Sauerampfer, auf Wiesen unb an Wegrändern unb ihre jungen Blätter lassen sich zu Suppen, Gemüsen und Salaten unb als Rohkost konnte. Die Mädels hatten eine sehr abwechslungsreiche Vortragsfolge zusammen gestellt, bie sie in vortrefflicher Weise abwickelten. Besonbers erwähnenswert find bie musikalischen Darbietungen, Tänze und Theatervotfführungen, ebenso bie schönen Lieder. Der kommissarische Ortsgruppenleiter Becker erläuterte in einer Ansprache den Sinn und Die Be- Deutung Der DorfgemeinschaftsabenDe, dankte für den zahlreichen Besuch und schloß ben Abenb in der üblichen Weise. + ©rünberg, 3. März. Am Samstagabend hielt die, hiesige Kriegerkameradschaft im »Hessischen Hof" ihre Hauptversammlung ab. Kame- radschastsführe-r Albrecht Großhaus begrüßte besonders den auf Urlaub weilenden Kameraden Oberleutnant Hermann Magel. Das Andenken des im letzten Jahre verstorbenen Kameraden Schmiede- Mssister Wllhelm Schomber, wurde in ber Üblichen Weise geehrt. Den Geschäftsbericht erstattete Kamerad Valenttn Roth, Der lange Zeit für den Der- hinDerten Karneradschaftsführer Grotzhaus Die Geschäfte der KameraDschaft gelettet hatte. Er wies Darauf hin, daß in dieser Kriegszeit Das Leben eines Vereins sich anDers abfpiele als, sonst. FreuDe und Dankbarkeit müßten Das Herz jedes Kameraden erfüllen bei dem Gedanken an die Erfolge unserer Wehrmacht. Er verlas noch den Bericht über bie Versammlung im Juni vorigen Jahres, außerdem berichtete er über das Weltjudentum. Die Mitgliederzahl der Kameradschaft beträgt 84, darunter 4 Ehrenmitglieder unb 6, bie sich zur Zeit bei Der Wehrmacht befinDen. Kamerad Scheilhaas trug den-Kassenbericht vor, Der eine Einnahme von RM. 504,70 und eine Ausgabe von RM. 425,62 ergab. Kamerad Robert sprach über hie feindliche Propaganda und chre Methoden. Verschiedene Angelegenheiten, wie verstärkte Werbung für bie Kame- rabschaft, Beiteiligung bei öffentlichem Auftreten u. a. wurden noch besprochen. Vorgesehen sind für dieses Jahr mehrere Uebungsschießen. □ Laubach, 3. März. Die DAF. in Verbindung mit Der NS.-Gemeinschaft KDF., Kreis Wetterau, veranstalte im „Solrnser Hof" einen sehr gut besuchten Dariet 6-Abend unter dem Motto: Lustiges Kunterbunt. Eine 5 Mann starke Kapelle kettete den Abend mit Drei flotten Märschen ein, heiien Darbietungen erstklassiger Kräfte folgten. Reicher Beifall lohnte die Künstler, bie uns nach bes Tcrnes Arbeit so viel Freude gaben. — Die DRK.-Haupthelferin Gräfin Johanna zu Solms- La u b a ch wurde zur Bereitschaftsführerin in der DRK.-Bereitfchaft Gießen 3 ernannt. 3 Lich, 3. März. Im Saale des Lichtspiels Hauses fand ein „Musikalischer Abend" zu Gunsten des Kriegs-Winterhilfswerks statt, der außerordentlich gut besucht war. Nach einer Ansprache des Ortswaliers der NSV., Pg. Walz, in her er kurz auf Sinn und Bedeutung der Veranstaltung hinwies und insbesondere all Denen, Die sich uneigennützig in Den Dienst ber guten Sache gestellt hatten, dankte, eröffnete ber Spielmannszug der HI. mit einem schneiden Marsch bas abwechslungsreiche Programm. Es folgten zwei Pistonfoli, die Herr B. Kirsch (am Klavier Frau E. Kirsch) ausgezeichnet zu Gehör brachte. Reichen Beifall erntete auch Herr W. Hinkel für feine mit viel Hingabe gespielten Violinsoli, von Lehrer K. Stein am Klavier verständnisvoll begleitet Nicht minder gut gefielen das Akkorbeonfpiel von K. Forsch - 1 e r unb I. Heß sowie bie Märsche des Musikzuges her HI. unter Stabführung von Musikzugführer Ph. Sommer. Neben ben instrumentalen Darbietungen stauben auch die gesanglichen Leistun- aen auf beachtlicher Höhe. Lieber, von Frau A. V o l z unb Frl. H. Junker klangschön vorgetragen, wechselten mit zwei Soloquartetten (Frau M. Wagner, Frau A. Volz, Frl. E. und H. Junker, Klavierbeglettung: Frl. M. Jäger), bie von ben Zuhörern dankbar aufgenommen wurden. Großen Anklang fand schließlich auch die Singschar bes BDM., bie mit Liedern und Volkstänzen die Vortragsfolge in angenehmer Weife bereicherten. s. Lang-Göns, 4. März. Am Donnerstag, 6 März, kann Frau Anna Elisabeth Keppler Wwe., Obergasse, in körperlicher unb geistiger RÜ- ftigfeit ihren 8 4. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch. / Der einfachste Weg, um die Zähne gesund zu erhalten- die richtige Zahnpflege. Chlorodont weist ben 913cg z'Ur richtigen Zahnpflege ■