Mittwoch, 3. Dezember Roosevelts Siraiosphären-Vrücke nach Afrika Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Aggression Roosevelts erstreckt sich also au: beinahe alle Erdteile, natürlich nur, um die USA. men soll. USA.-Lllflpatroui«en entlang der Zurmastraße Größte britische Aktivität. Mobilisierung der Streitkräfte des malahischen Staatenbundes. Druck und Verlag: vrühlsche Universttatrdruckerei 8. Lauge konischen Krieg 1812 die Sicherheit der USA. bedrohte. Aber immerhin verdient die Feststellung Fletcher Pratts festgehalten zu werden. Er sagt: „3n über hundert dieser hundertfünfzig Fälle un- eres Kampfes haben unwiderlegbar Amerikaner Gebiete betreten, die anderen Mächten Der amerikanische Journalist sagt nicht, welche Mächte es waren. Es war in Wirklichkeit nur eine Macht Großbritannien, das im amerlkam- 'chen Unabhängigkeitskrieg und im englisch-ameri° Die Lage an der Ostfront ist leicht aufzugliedern । in die um Leningrad, um Moskau und am Don. Selbst englische Nachrichtenquellen müssen jetzt zugeben, daß Leningrad eingeschlossen sei und alle Ausbruchsversuche der Bolschewisten scheiterten. Immer wieder wurden diese Ausbruchsversuche unternommen, aber das Schicksal Leningrads ist nur eine Frage der Zeit, denn über kurz oder lang muß jede eingeschlossene Festung sich einmal ergeben, und die nutzlose Aufopferung der Bolschewisten zeigt nur, welche Verzweiflung bei ihnen herrscht. Im Raume von Moskau sind wir, wie der Wehrmachtbericht vom 2. Dezember mitteilt, an weiteren Abschnitten tief in das feindliche Der- teidigungssystem eingedrungen. Der Einbruch, der an einigen Stellen bereits Ende der letzten Woche erfolgte, ist also erweitert worden, und man versteht, weshalb die Sowjets nach Londoner Berichten „sehr nervös" geworden seien, denn mit einer geradezu unheimlichen Präzision überwinden unsere Truppen alle Widerstände, und die Hoffnungen der Bolschewisten, Moskau retten zu können, sind wohl endgültig geschwunden. Bei Rostow, auf dem Südabschnitt, halten die Kämpfe an. Der Versuch des Marschalls Timoschenko, dort Erfolge zu erzielen, ist im deutschen Feuer liegengeblieben, so sehr Stalin einen Prestigeerfolg gerade auf dem Südabschnitt ersehnte, um die Engländer und Ame- fitaner über Iran zu vermehrten, aber nach Lage der Dinge unmöglichen Materiallieferungen zu veranlassen. Wie sehr wir Herr des Handelns sind, beweisen am besten die Meldungen über die Vernichtung des bolschewistischen Nachschubmaterials. Ein amerikanisches Blatt hatte vor kurzem darauf hingewiesen, die Lage gerade des bolschewistischen Nachschubs sei so, daß die Verwirrung zu einem Chaos zu werden drohe. Unsere Luftwaffe hilft mit, dieses bolschewistische Chaos zu vollenden. Von der Front in Nordafrika werden im neuesten Wehrmachtbericht einige Tatsachen angegeben, die beweisen, daß das relative Schweigen unseres Führerhauptquartiers über diese Operationen nicht etwa ungünstigen Nachrichten zu verdanken war, sondern daß im Gegenteil die noch im Gang befindlichen Operationen günstig verlaufen, wenn sie auch noch kein abschließendes Ergebnis gezeitigt haben. Während die Briten zugeben, daß für sie die Lage ösllich Tobruks nicht sehr günstig sei und im Raume von Sidi Rezegh die Deutschen und Italiener mit Panzern und Infanterie sogar Erfolge erlangten, wird jetzt aus dem Fübrerhaupt- quartier gemeldet, in Nordafrika seien Versuche, eingeschlossene Kräfte zu befreien, unter starken Derlu- sten zurückgeworfen worden. Also sind Teile des britischen Nordasrikabeeres tatsächlich mit Erfolg eingeschlossen und festgehalten worden, und die bisherige Beuteziffer läßt erkennen, daß die Briten doch erhebliche Einbußen an Gesechtskraft erlitten haben. Seit Beginn der Kämpfe in Norda'rika sind mehr als 9000 Gefangene, darunter drei Generale, gemacht worden, 127 britische Flugzeuge wurden abgeschossen, vor allem aber ist auch wichtig, daß neben zahlreichen Geschützen nicht weniger als 814 britische Panzerfahrzeuge in unsere Hände fielen oder von uns vernichtet wurden. Diese Erfolge erhalten chr besonderes Gewicht, wenn man die Land'- schäft und die Umstände berücksichtigt, unter denen sie errungen wurden. Denn in diesen Wüstengebie- ten, wo der weite gleichförmige Raum mehr denn irgendwo anders die Form des Kampfes bestimmt und besondere Gesetze der Kampfführung prägt, haben europäische Maßstäbe chren Wert verloren. Der Verlust von 814 Panzerfahrzeuaen bedeutet für die Briten nicht irgendeine augenblickliche Materialeinbuße, sondern besagt, daß mehrere Divisionen ge- rabe-pi ihrer Motorisierung beraubt sind. Moton- sierunq ist aber gerade in der Wüste für Angri fs- Operationen die wichtigste Voraussetzung. Abgesehen davon sind diese Fahrzeuge infolge der Länge des Transportweaes kaum zu ersetzen. Jeder in Aftiko eingesetzte britische Panzer muß auf dem langen Schiffswege von England um die Südspitze Afrikas nach Aegypten, dann mit der Bahn nach Marsa Matruk,'von da auf der Küsienstraße und tnr dem schwer passierbaren Wüstenpisten mehrere 100 Kilometer unter dauernder Bedrohung der Achlen-Lust- waffe aus das Kamvfftld herangeführt werden. Die Verluste der britischen Kriegsmarine im Monat November sind von entscheidendem Einfluß auf die Ergebnisse auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz. Die Versenkung eines britischen Flugzeugträgers bedeutet praktisch, daß die Briten 60 bi? 70 Flugzeuge samt einem w'chiigen fahrbaren Flugplatz nicht m"hr zur Unterstützung ihrer Operationen in Libyen ein setzen können. D'e fernere Beschädigung von zwei britischen Schlachfichiffen durch deutsche Unterseeboote ist gleisch^alls ein bedeutender Ausfall für die Briten, die sie vielleicht gerne als fchwim- mende Artillerie eingesetzt hätten, um fa von der Seeseite zur Unterstützung der Kämpfe bei Tobruk und Sollum einzugreifen.' Churchill bestätigt den deutschen Rüstungsvorsprung. Stockholm, 3. Dez. (Europapreß.) Winston Churchill sprach wieder im Unterhaus. Dabei bestätigte er den deutschen Rüstungsoorsprung, er sagte, man könne den Aittbau und die Leistungen der Rüstungsproduktion etwa in folgenier Weise darstellen: Im ersten Jahre gebe es gar nichts, im zweiten Jahre sehr wenig, im dritten Jahre eine ganze Menge und t m vierten Jahre was man wolle. England stehe zur Zeit am Beginn des dritten Jahres, die Vereinigten Staaten im zwei- ten, während Deutschland schon bei Kriegsausbruch im vierten Jahre gewesen fei. Das Jahr 1942 werde weiterhin schwere Bela st u n g 5 p r o b e n für England bringen. Etappen zum Siege Von unserer Berliner Schriftleitung. Tokio, 2. Dez. (Europapreß.) Die Einrichtung nordamerikanischer ßuftpatrouitten entlang der Burmastraße findet in politischen und militärischen Kreisen Japans stärkste Beachtung. Ein besonderes Korps von Marinezivilfliegern, die früher m Diensten des USA.-Heeres standen, steht für den Pa- trouillendienst zur Verfügung. Oie Zeitung -Asahi berichtet, entlang der Burmastraße und der tn -oau befindlichen Flugplätze seien Funkstationen emge- richtet worden, die einen engen Kontakt zwischen den Militärbefehlsstellen und den Emsatzyafen sicherten. 'Annahme von Aneige« für die Miltagsnummer bis 8'/, Uhr deoVorniitragS 'An^etgen-Preite: Slmewnieil 7 Nvr ie mm bei 22 mm Seilenbrette, Wertteil 50 Nm. ie mm bei 70 mm Zellenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstafiell A bichl ü n e M en gen' la n el S Plavvor'chrift (vorherige Vereinbarung> 25"/o mehr Die Burmastraße ist der einzige W e g für USA. - Lieferungen nach Tschungkintz. Die Vereinigten Staaten regen sich daher am mci- ften über die Zustände auf, die in diesem Kriegs- gebiet Ostasiens herrschen. Diese sind tatsächlich, selbst an alten chinesischen Derhältn.ssen höchst bemerkenswert. Von 18 000 Wonnen Waren, die in der Hafenstadt Rangoon auf den Weg gebracht wurden, waren, nachdem sie die Burmastraße passiert hatten, nur noch 12 000 Tonnen übrig. Die Folge davon ist, daß Schifisladungen, di En Rangoon glücklich angekommen sind, überhaupt nicht weitergeschickt werden, weil man sie nicht auch den „Weg alles Irdischen" gehen lassen mochte und die Vereinigten Staaten sich weigern Sendungen obzuschicken, solange diese Zustände auf der Burm- iltraße anhalten. Die Lastwagen, die dort fahren, haben einen ungeheuren Verschleiß, weil die Weg katastrophal sind und Mechaniker fehlen, so Daß die Autos am Wege liegen bleiben. „Dabei ver- dienen die Fahrer mehr als erfolgreiche Politiker Sie sind aufsässig und disziplinlos. Das schreibt der USA.-Sanderberichterstatter Vincent Sheecm aus Tschungking. und die „New York Herald Tribüne druckt den Bericht ab und übernimmt auch d-.e tfor tberung, daß eine Abstellung dieser Mangel -- au^ Bestechung und mehrfache Besteuerung durch Die Vrovinzdehörden wird den „Freunden Roose -- für die Washington angeblich völlig uneigenn 8 9 Die Enthüllungen der norbamerikanischen Presie ber Roosevelts Sprung nach Iberoamerika werden •nmer sensationeller. Den Vogel schießt wohl Person in „Washington Times Herald" ab. Er hechtet, nicht die sagenhafte Fünfte Kolonne, nicht as irrsinnige Märchen von der Verteidigung Hol- indisck Guayanas gegen einen illusionären deut- hen Angriff und nicht die vorgeschobene Notwen- Lgteit, die holländischen Bauxitgruben zu besetzen nd damit den Aluminiumbedarf der Flugzeugindu- irie der Pankees sicherzustellen, sei der Grund für iese Aggression. Tatsächlich würde auf dem Pla- fau von Pacaraima der größte Flugzeug- afen Südamerikas von den Pankees erbaut nd die USA.-Soldctten, die nach Guayana geschickt jerben, seien schon vor Monaten vorsorglich gegen as Gelbe Fieber geimpft worden, woraus heroor- eht, daß alle Rooseveltschen Angaben über die Plötzlichkeit seines Entschlusses einfach Humbug sind. )a aber die amerikanischen Journalfiten von Haus cus große Schreibtischstrategen sind, kann sich Person nicht verkneifen anzugeben, der Zweck dieses cmeritanischen Flughafens auf holländischem Gebiet U, eine „Stratosphärenbrücke nach l'frifa" zu bilden, denn es liege auf der gleichen äöhe wie die afrikanische Neger-Republik Liberia, ie bekanntlich von amerikanischen Menschenfteun- ien errichtet wurde und die das größte Sumpffie- ternest ganz Afrikas ist. Und ferner gibt er ganz raio an, der Bau dieses Flugfeldes direkt an e r brasilianischen Grenze sei notwendig gewesen, da Brasilien sich beharrlich geweigert habe, schon vor dem Kriegsbeginn" USA.-Sol- aien auf brasilianischem Boden zuzulasien. Weltzer Krieg gemeint ist, das fühlt sogar ein Blinder chne Krückstock. Fast gleichzeitig meldet das größte Blatt Chicagos, Roosevelt habe den Plan, Mas - a u a als Stützpunkt Amerikas im Osten Afrikas m Roten Meer auszubauen, und damit Japan ins Bockshorn gejagt werde, wird versichert, Roosevelt habe auch südlich von Japan einen sol- hen „Stützpunkt" in Aussicht genommen und dessen llusbau angeregt. kämpft, vorgeworfen — nicht erwartet werden könne, wenn nicht Tschungking bereit sei, den Vereinigten Staaten eine Kontrolle einzuräumen. Das ist also des Pudels Kern: Roosevelt möchte sich auch von Amts wegen an der Burmastraße fest- setzen 3m übrigen ist der Bericht nur ein Beweis mehr dafür, daß überall, wo sich die Kriegsverbrecher und ihre Kreaturen breitmachen, Korrupt on, Schiebertum und heillose Unordnung herrschen. Warum soll die Burmastraße eine Ausnahme machen? Die Autofahrer, die auf der Burmastraße über Nacht reich werden, treiben im Grunde genommen genau dasselbe, wie die politischen und wirtschaftlichen Gangster in Neuyork. zum Dienstag nach Singapur zurückgekehrt. Die plötzliche Rückkehr des Generals von seiner Jnspek- tionsfahrt auf der Insel Borneo wird mit der be° onders schwierigen Lage im Stillen Ozean in Verbindung gebracht. Englische und holländische Dampfer verlassen Schanghei. Schanghai, 2. Dez. (Europapreß.) In Schanghai ist die Spannung infolge Zuspitzung der Lage im Stillen Ozean sehr groß. Britische Schiffe, die nach Schanghai unterwegs waren, haben durch Funk den Befehl erhalten, sofort nach Hongkong z u - rückzukehren. Andere Schiffe, die in Schanghai vor Anker lagen, haben den Hafen eiligst verlassen. Das gilt auch von zwei holländischen Schiffen, die in Schanghai ihre Ladung löschten; sie lichteten ihre Anker, ehe die Löschung beendet war und nahmen Kurs auf Manila. Roosevelt-Konferenz mit Hüll und Stark. Washington, 2.Dez. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hatte, wie amtlich mitgeteilt wird, am Montagabend eine lange Besprechung mit dem Chef des Admiralstabes der USA.-Marine, -Admiral Harold Stark. Der Besprechung wohnte Staatssekretär Hüll bei. angehörten, und in über 90 Prozent der Kriege haben wir einen D i ktatfrieden abgeschlos- en. Dieser Rekord kann weder vom Frankreich Ludwigs XIV. noch vom Römischen Weltreich, noa? von den Mongolen eines Dschinghis Khan und erst ‘ recht nicht von dem Deutschland Adolf Hitlers ge- ' chlagen werden." Der amerikanische Journalist 1 kommt nach zahlreichen geschichtlichen Beispielen i zu dem Ergebnis, die Welt sei inzwischen dazu übergegangen, die Amerikaner als eine auserlesene Rasse von Heuchlern zu betrachten. Auf der Liste I der gewalttätigsten und unanständigsten Haltungen, deren die USA., die Gouvernante des Weltballes, wie er sie nennt, die Militärdiktaturen bezichtigen, gebe es nicht eine, deren sich die Amerikaner nicht jelber auch schuldig gemacht hätten. Und er beweist an Hand der Geschichte, daß die USA. schuldig sind des einfeitigen Bruchs der Verträge, der Äerge- roaltigung kleiner Nachbarn mit Hilfe von Gewalt- maßnahmen oder Bedrohung durch solche, der kriegerischen Intervention in Angelegenheiten benachbarter Nationen, des unerklärten Krieges, der unverantwortlichen Gewalt gegen friedliche Bürger, der amtlich unterstützten Gewalttat im Frieden gegen diese Bürger auf Grund chres Glaubens (Pratt meint damit die Indianer) und der Gewaltmaßnahmen gegen Nichtkämpfende im Kriege. Das alles trifft Punkt für Punkt auf Roosevelt zu, der von Frieden schwätzt und seine Polypenarme in alle Erdteile ausstreckt. Verfolgt man die Stützpunktpolitik Roosevelts an Hand der verschiedensten bereits vollzogenen Tatsachen oder der sichtbar gewordenen Vorbereitungen, so erkennt man deutlich die Methoden, nach welchen Roosevelt die Umfassung der einzelnen Kontinente von den USA. aus zur Durchführung bringen will. Das Mittelstück seiner Stützpunktpolitik liegt im Karibischen Meer. Von hier aus verbreitet Roosevelt seinen Einfluß einmal über Südamerika zur Umfassung Afrikas, ein ander Mal von der jenseitigen Landenge aus und in Verbindung mit Kanada bis in den Stillen Ozean. Europa versucht er außerdem zu umfassen durch die Inbesitznahme Islands, des im Bau befindlichen nord irischen Stütz- Punktes und die wiederholt angekündigte Besetzung der Azoren und Kapverdischen Inseln. Auch auf dem asiatischen Kontinent und in der Südsee ist Roosevelt bestrebt, festen Fuß zu fassen. Als Hop- lins, der Administrator des Pacht- und Leihgesetzes, im August Verhandlungen in Moskau führte, wurden bereits Stützpunkte in Sibirien ins Auge gefaßt. Die B a h r e i n - I n f e l n im Persischen Golf stehen heute bereits unter dem Einfluß nordamerikanischen Kapitals. Es gibt wohl kaum in der Welt heute noch ein Gebiet, wo Roosevelt nicht seinen Einfluß, gegebenenfalls unter Beteiligung oder Uebernahme britischer Stützpunkte, auszudeh« nen versucht. Es zeugt von der brutalen Rücksichtslosigkeit Roosevelts, den Widerstand der um ihre. Selbständigkeit bangenden Staaten zu brechen, wenn er jetzt durch Raub von Holländisch-Guayana sich auf südamerikanischem Boden einnistet, um jederzeit in der Lage zu fein, durch starke Luftflotteneinheiten widerstrebende Regierungen gefügig zu machen. Oie „Stratosphärenbrücke nach Afrika" ist nur ein Symbol für die zynische Form einer Polittk, die I angeblich dem Frieden dienen, aber der Ausdehnung der Macht des jüdischen Weltkapitals zugute kom- K an ton, 2. Dez. (DNB.) Im ganzen Bereich des malayischen Staatenbundes ist am Montag der Staatsnotstand proklamiert worden. Die gesamten Streitkräfte einschließlich der in den lokalen 33er- teibigungsorganifationen zusammengeschlossenen Freiwilligen wurden mobilisiert. In der Bevölkerung Thailands hat die Meldung, daß 50 000 A u - ft r a l i e r eingesetzt werden, um die Einkreisung Japans zu verstärken, große Bestürzung hervorgerufen. Gleichzeitig erfährt man, daß in Indien Truppen konzentriert werden, die dann nach Burma gebracht werden sollen, um dort weitere Kriegsvorbereitungen zu treffen. Der britische Oberkommandierende auf der Halbinsel Malakka, General Sir Edward P e r c e v a l, ist in der Nacht 9L Jahrgang Ur. 287 ETicheuu ran nä) außer Sonntag! und Feiertags Beilagen: Gießener Farn lliendlätter I ximat imBlld DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......NM ILO iunellgebübr... -.25 uch bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern niolfle höherer Gewalt crittvrechanfchluß 2251 £ra l) ton icbn f t: „W n ;e fae r " i Zoitikbe^l H6N Frankl M. Die große Stunde. Seit dem Jahr 1914 — um den spätesten Termin zu nennen! — gibt es keinen Frieden mehr in der 3Velt. Tjiele unserer Volksgenossen haben als erwachsene Menschen niemals Den richtigen Frieden kennengelernt: Jenen Frieden, der wie eine Ewigkeit gegründet scheint und den Menschen das tiefe Gefühl der Ruhe und der Beständigkeit gibt, ein Gefühl, das ihnen die Sorge für Kinder, ja sogar für Enkel leichtzumachen scheint. Die Volksgenossen, die um 1914 die Volksschule verließen, sind setzt etwa 40 Jahre alt. Von jenen, die im Weltkrieg ober nachher geboren wurden, sei gar nicht gesprochen. Ihr ganzes Leben kam niemals aus dem Druck äußerer Wirrnisse heraus. Die große Gelassenheit eines Friedens haben sie nicht einmal als Kinder gesehen, ist ihnen nicht als ferne verschwimmende Erinnerung eingeprägt, deren sich die Dierzigjähri- den noch rühmen können. Die Wahrheit ist: daß die Hälfte des deutschen Volkes den wahren und beständigen, in sich selbst ruhenden, über die unmittelbare Geschlechterfolge hinausgreifenden Frieden nicht mehr kennt. Neulich ist das Erinnerungswort an den Dreißigjährigen Krieg gefallen.. Damals war es genau so. 1648 wußten die Menschen gar nicht mehr, wie sie sich in den ungewohnten Zustand des Frieden schicken sollten. Von 1914 bis 1941 sind 27 Jahre verflossen, die ausgefüllt waren von zwei großen Kriegen, die zusammen fast sieben Jahr beanspruchten, von einer Inflation und einem Vermögens- schwund, der mit hektischen Erregungen verbunden war, von einer Weltwirtschastskrisis und von der gewaltigen Anstrengung des deutschen Volkes sich aus aller materiellen und seelischen Not selbst herauszuziehen. Wir müssen zum echten Frieden kommen, sagte Dr. G o e b b e l s in seiner großen Rede in der Berliner Universität. Und darum müssen wir siege n. Was ist in diesem entscheidenden Augenblick das Notwendigste, um zu Sieg und Frieden zu gelangen? Das ist eine wesentliche und darum einfache Frage. Die Antwort ist: Die bewußten Mächte der Zerstörung müssen gebannt werden. Diese Mächte erheben sich in der Sowjetunion offen und klar; sie erheben sich in dem Hochkapitalismus der Fi- nanzplutokrattsn getarnt. Jüdische Ouerverbh'hum gen schaffen eine monströse Einheit. In der Mitte steht das deutsche Volk. Es hat sich eine neue Sozialverfassung gegeben. Diese neue SozialvErfassung ist genau so wie seine militärische Rüstung das Mittel des Durchbruchs gegen eine Umwelt, : die entweder ohne weiteres zerstören will oder einem : egoistischen Individualismus huldigt, der zersetzend ' und zerstörend wirkt. In diesem Zusammenhang : wird das Vollgewicht des Satzes aus der Rede von ■ Dr. Goebbels klar: „Wenn der Krieg die Ford führung der PoMk mit anderen Mitteln ist, so ist andererseits auch die Polittk die Fortführung des zu schützen! Die USA. ist also eine Angreifernation größten Ausmaßes ohne jeden Vorbehalt und ohne jede Einschränkung. Schon im Dezember 1938 Schrieb in der bekannten Zeitschrift „The American Mercury" der USA.-Journalist Fletcher.Pratt: „Es j braucht nur einmal ein Konflikt in Abessinien, Ikhina ober Spanien auszubrechen, und in unseren Rötungen errötet sofort die Druckerschwärze vor lintrüftung, bie eines zweiten Kreuzzuges wert wäre. Wir stellen ben Krieg als „ungesetzlich" bar inb behaupten, wir seien eine Rasse von Pazifisten, imb indem wir bas tun, verkennen wir ganz und jar unsere eigene Geschichte und unsere offenkundigen nationalen Eigenschaften. Denn in unserer Geschichte stehen die Vereinigten Staaten bis in die iinafte Zeit, als die in jeder Beziehung erfolgreichste, fauftfräftiqfte, und zweifellos auch g e - «alttätigste Macht der Weltgeschichte ia. Eine neuere Zusammenstellung zeigt, daß die Fanfaren etwa 150maI seit ber Errichtung ber USA zur Schlacht geblasen haben, b. h. also fast einmal in jebem Jahr unseres Daseins als Natron. Hur zweimal haben wir uns bei all diesen Konvikten in der Verteidigung befunden in dem Sinne, in das Gebiet, welches unbestritten Eigentum ber USA. rbar, andere Mächte eingefallen waren. Japan und die LGA Tokio, 3. Dezember. (DNB.-Funkspruch.) Der japanische Außenminister erklärte: „In unseren Verhandlungen mit ben USA. beharren mir auf bem Grundsatz, baß Japan, Mandschukuo und China auf der Basis gleicher Lebensbedingun- gen bie neue Drbnung Ostasiens Herstellen müssen. Aber die Vereinigten Staaten scheinen die aktuelle Lage in Fernost nicht verstehen zu wollen; sie versuchen geradezu phantastische Grundsätze m Anwendung zu bringen, die mit der gegenwärtigen Weltlage nicht übereinstimmen. Gleichzeitig neigen die USA. dazu, die feste Einrichtung einer neuen Ordnung zu behindern, was wir sehr bedauern. Um unser erhabenes Ziel zu erreichen, müssen wir fest entschlossen sein, allen wachsenden Schwierigierten und Hinidernisien zu begegnen." Duff Looper hott aniijapanische Hetzreden. Tokio, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Seit dem Eintreffen Duff Coopers im Fernen Osten ist erne tunebmenbe a n ti j a p a n r s ch e Agitation in Singapur festzustellen", erklärte ber bisherige japanische Generalkonsul in Singapur, Tou- rumi, der auf dem Weg nach Japan m Hanoi eintraf. Duff Cooper benutze jebe Gelegenheit, um anti- japanische Hetzreben zu halten. In Singapur, so sagte Thurumi weiter, befänden sich augenblicklich noch etwa 3000 Japaner, bie unter Mißhanblungen zu leiben hätten. Englanb betreibe in Singapur unb dem Malayengebiet erhebliche Kriegsvor- bereltungen, dazu komme eine ausgedehnte Propaganda, die vor allem gegenüber Thailand mit großem Bluff arbeite. Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejjen Krieges mit anderen Mitteln." Das eigentliche Kriegsziel macht den Ansatz von Waffengewalt not« roening, aber die Waftengewalt allein kann das Problem nicht lösen. Darum ift die Politik die stete Beglntenn der Kriegführung (im engeren Sinn), genau so wie die Unterwerfung ungebändigter Witt« scha lskräfte ein Gegenstück zu der rein militärischen Leistung ist. Das ist das, was man die totale Kriegführung (im weiteren Sinn) nennt. Das ist auch ihr revolutionärer Charakter. Revolution im geschichtlichen Sinn ist kein Radau, sondern ein völkisches Bewußtwerden. Ein solches völkisches Be- wuhlwerden kann nicht abgespeist werden mit Erzvorkommen oder Kohlengruben. Der Fall der Magr- notlinie und der Stalinlinie sind Ereignisse, in denen ein Volk, das Geschichte macht, das seine Kraft spürt, das sich reckt und streckt, das Symbol, di« Bestätigung seiner gesammelten Kraft und fernes neuen Geistes find et.-Dr. Goebbels verglich den Sturm auf die Maginotlinie mit einer Art von Volksheben, das die Ration spürt und das in ihr das Gefühl entzündet, daß m einem solchen Volksbeben über die nächsten Jahrhunderte entschieden wird. Diel tiefer als wir Deutsche empftnden die Engländer die „Totalität" dieses echt revolutionären Krieges, der di- Dolksgesamtheit als Ganzes beansprucht. Sie halten nur gute Disziplin und schwätzen kein unnützes Zeug, um ihren schwachen Punkt nicht zu verraten. Aber dieses Schweigen täuicht uns nicht. England glaubte, mit feiner Kriegsflotte, vielleicht auch noch mit seiner Luftflotte, die Ereignisse zu beherrschen Ganz im Sinn des Natwnalliedes „Britannia rules the waves“ (Die Wellen beherrscht Britannien). Allein ein Kind sieht, daß es mit dieser Herrschaft schlecht bestellt ist und daß vor England das Problem der Totalität des Krieges steht, auf die es geistig und fcelifd) nicht vorbereitet ist Darum die Frage von Dr. Goebbels: „Wie will England überhaupt siegen oder, bester gesagt, wie will es nicht besiegt werden?" Bewegende Ursache und unmittelbarer A n • l a ß eines solchen Dblkerbebens können nicht nur auseinanderfallen, sondern müssen fast zwangsläufig sehr unterschiedlich fein. 1618 wurden Vertreter des Königs von Böhmen aus hohen Burgfenstern hin- ausgestürzt und landeten unbeschädigt auf einem Misthaufen', das war der Anlaß des Dreißigjährigen Krieges. 1914 waren die Schüsse von S?ra- iewo das Signal zum Weltkrieg. 1939 wurde Deutschland das Selbstbestimmungsrecht von Danzig und der Bau von Autostraßen von Pommern nach Danzig verwehrt. Das sind die Anlässe. Sie sind lächerlich und sogar grotesk. Die Ursachen b efer Dölkerbeben liegen im Wachsen und Reifen der Völker selbst. Wir sind durch die bittere Schule der Zerrissenheit durch zweihundert Jahre, von 1648 bis 1871, gegangen. In dieser Zeit usurpierte der W"strand Europas das Recht, im Namen unseres Erdteils zu sprechen, und das russische Zarentum wurde erst eine europäische Macht. Beides, weil die deutsche Kern-landichast der europäischen M'tte schwach, in sich zerrissen und machtlos war. Das Reich Bismarcks war ewig bedroht, er selbst litt an diesem Alpdrücken bis zu seinem Tode. Der Weltkrieg war ihre Bestätigung. Jetzt wird das Schlußkapitel geschrieben. Jetzt steht Deutschlands ganze Zukunft auf dem Spiel: „Die große Stunde fordert von uns allen das Letzte, bietet der Nation aber auch das Höchste." Dr. Ho. Alters ging Salzmann bald nach Ausbruch dieses Krieges nach dem Fernen Cften zurück, wo er die Entwicklung sorgfältig beobachtete, bis ihn ein Typhusanfall im Höhepunkt der gegenwärtigen Fernostkrise aus seiner Arbeit riß. Gondar. „Ebenso heldenhaft verteidigt wie der Alkazar." N e u y o r k, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ein aus dem englischen Hauptquartier in Abessinien eintreffender Sonderbericht der „Chicago Daily News" zollt den Verteidigern Gondars höchstes Lob. Der Bericht fragt einleitend, warum die Engländer so viele Monate zur Einnahme Gondars brauchten, nachdem zunächst gesagt worden sei, daß Gondar in wenigen Tagen fallen müsse. Der Be- DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront dauern die Kampfe im Raum von R o st o w an. * 3m Kampfgebiet vor Moskau drangen die deutschen Truppen an weiteren Abschnitten tief in das feindliche Verteidigungssystem ein. Vor Leningrad wurden mehrere nach starker Artillerievorbereitung unternommene Ausbruchsversuche sowjetischer Kräfte abgcwlesen. Die Luftwaffe erzielte Bombenvolltreffer in einem Flugzeugwerk bei Rybinsk an der Wolga, bekämpfte feindliche Transportbewegun- gen auf dem Lis des Ladoga-Lees und fetzte die Zerstörung von Eisenbahnverbindungen ostwärts Tichwin fort. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt Leningrad sowie sowjetische Flugstützpunkte im Rordabschnitt der Front. 3m Seegebiet nm England versenkte die Luftwaffe einen Frachter von 2000 VRT. Zwei weitere Handelsschiffe wurden durch Bombenwurf beschädigt, weitere Luftangriffe richteten sich in der letzten Rächt gegen Hasenanlagen und Versorgungsbetriebe in Westengland. 3n Rorda frlka verliefen die wechselvollen Kämpfe südostwärts Tobruk in den letzten Tagen zugunsten der deutsch-italienischen Truppen. Bei dem Versuch, eingeschlossene Kräfte zu befreien. richterstatter antwortet, daß die Italiener in jeder Beziehung berechtigt seien, festzustellen, daß Gondar gegen eine erdrückende Uebermacht ebenso heldenhaft verteidigt worden sei, wie der Alkazar. Die Faschisten hätten prachtvoll gekämpft. Alles sei verloren worden, aber nicht die Waffen- ehre, die sie bis zuletzt entschlossen verteidigten. General Nasi habe einen ungeheuren Willen in seine Soldaten hineingelegt, für die koloniale Idee zu sterben. Die Nahkämpfe hätten sich u m n a h e z u jeden Fußbreit der Bergweiden und Kornfelder abgespielt. Jeder Hügel sei mit Maschinengewehrnestern und Artillerie besetzt gewesen. Wenn eine Position völlig unhaltbar geworden fei, so hätten die Italiener sie erst aufgegeben, nachdem sie vorher unterminiert und in die Luft gesprengt worden wäre. Ties in das Moskauer Verteidigungssystem eingedrungen. Wechselvolle Kämpfe iüdostwärts Tobruk zugunsten der deutsch-italienischen Tluppen verlaufen. - Bisher 9 000 Gefangene darunter drei Generale ein« gebracht. - Empfindliche Verluste der britischen Kriegsmarine im November. wurde der Feind unter starken Verlusten zurück- geworfen. Deutsche Kampfflugzeuge belegten die britische Rachschubbahn zur Sollum-Front mit Bomben und richteten schwere Schäden an Transportanlagen bei Sidl Barant und Marja M a - truk an. Rach den bisher vorliegenden Meldungen wurden feit Beginn der Kampfe über 9000 Gefangene, darunter drei Generale, eingebracht. Reben zahlreichen Geschützen wurden 814 britische Panzerfahrzeuge erbeutet oder vernichtet und 127 britische Flugzeuge abgeschossen. Die britische Kriegsmarine erlitt im Monat Roll ember empfindliche Verluste. 3nsgesamt wurden durch deutsche See- und Luftstreit- kräfte versenkt: 1 Flugzeugträger. 1 Kren- zer, 3 Zerstörer. 4 Schnellboote. 1 Bewacher und 1 Vorpostenboot. Außerdem wurden 2 Schlachtschiffe. 2 Zerstörer. 7 Schnellboote und 3 weitere Kriegsfahrzeuge schwer beschädigt. 3m Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im Monat Rovember 48 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 231 870 BRT. Daneben wurden 39 Schiffe zum Teil schwer beschädigt. weitere Verluste an Schiffsraum erlitt der Feind durch Mlnenunlemehmungen in verschiedenen Seegebieten. Von der großen Schlacht in Nordafrika. Erich von Gatzmann gestorben. Schanghai, 2. Dez. (Europapreß.) Der Vertreter des Auslandsdienstes Europapreß für Schanghai, Erich von Salzmann, ist im hiesigen Country-Hospital am Montagabend gestorben. Salz- mann gehörte zu den besten deutschen Auslandsjournalisten und den gründlichsten Kennern des Fernen Ostens. Er zählte zu den Journalisten, die ihren Beruf nicht vorn Abenteuer zu trennen wünschen. Vor 40 Jahren nahm Salzmann als junger Offizier an dem Boxerkriegen teil. Der Rückweg nach Europa machte ihn berühmt. Er legte den Weg von Pekina über Turkestan und das Hochland von Pamir nach Rußland zu Pferde zurück. Salzmann war einer der ersten deutschen Ausländskorrespondenten, die den aktuellen Auslandsbericht zu ihrer Lebensaufgabe aemacht haben. Im Weltkrieg kämpfte er als Hauvtmann an der Westfront. Er erhielt das E K l und wurde schwer verwundet Nach dem Weltkrieg war er zeitweise wieder in Ostasien tätig. In den lebten fahren vor Ausbruch des Krieges nahm er feine B-rich^erstattung über die englische Bol'tik in einem der kritischsten und intereffanteften Zeitpunkte von London aus wieder auf. Trotz seines ,,,r •• Seit Tagen ist in der Marmarica in Nordafrika eine Schlacht im Gange, in deren Verlauf die Engländer schwere Verluste an Panzerfahrzeugen erlitten. — Diese soeben eingetroffene Aufnahme wurde mit der Fernkamera gemacht und zeigt italienische Infanterie, die, unterstützt von Flammenwerfern, zum Angriff vorgeht. — (Scherl-Bilderdienst- jLuce-j M.)_______________________ Bomben aus Rybinsk. Wie der OKW.-Bericht meldet, erzielte die deutsche Luftwaffe Bombenvolltreffer in einem Flugzeug, werk bet Rybinsk. Rybmjk, eine Stadt von runb 140 000 Einwohnern, liegt 250 km nordostwärts von Moskau und 25 km unterhalb des Knies, an dem die Wolga ihren zuerst nordostwärts gerichteten Lauf nach Südosten umbiegt. Zwei Flusse, die Tscherernucha und Scheksna, münden bei Rybinsk in die Wolga. Die Wolga findet ihre Fortleitung nach Nordwesten durch die Mologa, die durch den Tich. winka-Kanal schließlich in den Ladoga-See mündet und dadurch die Verbindung der Wolga zur Ostsee und zum Eismeer herstellt. Durch diese Flußverbindungen und durch dtesen Anschluß an das Kanalsystem hat sich Rybinsk, das früher eine kleinere Fischerstadt war, zu einem bedeutenden Flußhafen für Getreideumschlag und Ueberrointerung entwickelt. Der Getreideurn- schlag hat wiederum eine große Mühlenindustrie hervorgerufen, die wiederum die Wolgaschiffahrt belebte. Don Rybinsk aus fahren die großen Wolgadampfer bis in das Kaspische Meer. Dank dieser begünstigten Derkehrslage, die noch durch direkte Eisenbahnverbindungen zur Strecke Leningrads- Moskau hin und über Jaroslawl zur großen Strecke Moskau—Kirow—Perm hin an Bedeutung gewinnt, konnte sich Rybinik zu einer Industriestadt entwickeln. Die Industrie nutzt das erst jüngst fertig gewordene Wasserkraftwerk mit 330000 Kilo- watt-Produktion aus. Das große Flugmotoren- roert „Awiastroj Pawlow" steht an der Spitze der großen Fabriken von Rybinsk. Es hatte 15 000 Arbeiter. Seine Produktion von Flugmotoren und Meßgeräten findet ihre Ergänzung in den Fabriken für Pulverherstelluna und in der Maschinenfabrik „Jeshow", die Artillerie- und Abwurfmunitlon, Feldminen und Torpedos produziert. Das Ritterkreuz. B e r l i n, 2. Dez. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Lichtenberger, Kommandeur eines Flakregimevts, und Major Kolb, Kommandeur einer Flakabteilung. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres an: Generalleutnant Blümm, Kommandeur einer 3n- fanteriedlvijion: Generalleutnant Gallenkamp, Kommandeur einer 3nfanteriedivijion: Generalleutnant von Tippelsklrch, Kommandeur einer 3nfanteriedlvlsion: Major Wecke, Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment; Major Schelt, Bataillonskommandeur in einem 3nfanterieregl- ment: Oberleutnant Düwetl, Kompaniechef In einem Gebirgsjägerregiment; Oberleutnant Torte y, Kompaniechef in einem motorisierten 3nfan- terieregiment; Oberfeldwebel Abel, Zugführer In einem 3nfanteriereglment, und Oberfeldwebel Ebner, Zugführer in einem Grbirgsjägerreglment. Generalfeldmarschall von Wchleben 60 Jahre alt. Am 4. Dezember begeht Generalfeldmarschall von Witzleven, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe, feinen 60. Geburtstag. Als Sohn eines Offiziers in Breslau geboren und von feinem elften Jahre ab im Kadettenkorps erzogen, wurde er Leutnant im Grenadierregiment Nr. 7 in Liegnitz. In den Weltkrieg ging er als Adjutant der 19. Neserve- Jnfanteriebrigade. Nach zweijährig. : Verwendung als Chef eines Bataillons des Reserve-Infanterie-' Regiments Nr. 6 vor Verdun, in der Champagne und in Flandern wurde er mit dem Hohenzollern- Hausorden ausgezeichnet. Ab August 1918 befand er sich in Generalstabsstellungen, 1920 nahm er an den Grenzschutzkämpfen in Schlesien teil. Als Chef des Stabes der 6. Division wurde er 1931 Oberst. Von 1931 bis 1933 war er Kommandeur des 8. (Preußischen) Infanterie-Regiments. Im Januar 1934 erhielt er das Kommando der 3. Infanterie-Division, und später das des 3. AK. Mit Ausbruch des Krieges übernahm Generaloberst von Witzleben den Oberbefehl über die zwischen Mosel und Rhein eingesetzte 7. Armee. Seine Führung hat wesentlich dazu beigetragen, daß sich die französische oberste Heresleitung während des Polenfeldzuges zu keinem »gegen den Westwall aufraffte. Seine befon- »iftung ist der Durchbruch durch die eigentliche Maginot-Linie im zweiten Abschnitt des Frankreichfeldzuges. Durch feine Jnitiattve wurde polke. Eine Kindheiis?rmnerung von Marianne Schirm. Wenn Polke, der Tischler, etwas bei uns auszubessern hatte, bann stand ich stets dabei und sah ihm zu, und wir führten lange Gespräche. Niemand nahm mich Dreikäsehoch so ernst wie Polke. Oft erzählte er mir von feiner Kindheit und von seinem Heimatdorf, in dem er sich einmal eine eigene Werkstatt einrichten wollte. Aeuherlich gesehen hätte man Pottes Kindheit karg nennen können, aber weich' Glanz lag in feinen Erzählungen über ihr! Ich glaubte, das kleine Haus sehen zu können: von knorrigen Fliederbäumen umbuscht, Vater und Mutter, hart arbeitend, den Knaben Karl, seine Sorgfalt zwischen den Heineren Schwestern teilend, die seiner Obhut anoer- traut waren, und den Ziegen, die er hüten mußte. Wenn eines be~ Kinber Geburtstag hatte, gab ihm die Mutter am Morgen einen Milchwecken. „Bleib brav!" sagte sie bazu. Wenn Polke das erzählte, erlosch der Glanz der prächtigsten Geburtstagstische davor. Städtischen Spiettram, das kannten weder Karl noch seine Schwestern Mit der Pfeife, aus dem Dusch geschnitten, dem Schiffchen, aus Borke geschnitzt, blanken Kastanien und roten Beeren vertrieben sie sich die wenige freie Zeit. Aber eines Tages hatte Karl versucht, eine Puppe zu schnitzen. Es gelang ihm über dis Maßen gut, so daß jeder eine haben wollte. Sie klebten ihnen Haare auf aus bunten ^oUreften, nähten ihnen Kleider aus bunten Flicken und liebten sie sehr. Wer will heute noch sagen, ob Pottes eindringliche Art, zu schildern, oder meine Einbildungskraft schuld waren, bah ich ben Wunsch ernpfanb, auch so eine Puppe zu besitzen. Ich vertraute es Polke schüchtern an. Der lachte, bah seine starken Zähne blitzten: „Hast doch die Leopoldine, das schöne Puppenfräuleln", sagte er, „da wär wohl die Mutter arg böse!" „Aber ich mag doch die Leopoldine nicht", beharrte ich. Diese Puppendame war mit so eindringlichen Ermahnungen, sie schonend zu behandeln, an mein Herz gelegt werden und schlief außerdem die ganze Woche hindurch im untersten Fach des großen Wäscheschrankes, das sie nur am Sonntag verlassen durfte, daß ich gar nicht erst versucht hatte, sie liebzugewinnen. Ich fürchtete mich, mein Herz an einen so empfindlichen Gegenstand zu verlieren. Nun, schließlich gab Polke nach, und bald darauf hielt ich einen Puppenknaben im Arm, der mir mit seinem braunen Wollschopf, dem verschmitzten kantigen Gesicht und den kräftigen steifen Armen und Beinen das feste Vertrauen einflößte, daß nicht eines Tages mit ihm auch mein Herz zerbrechen würde. „Anziehen mußt' ihn selbst!" sagte Polke. Vorher aber nahm ich in seinem Beisein in der Küche unter der Wasserleitung einen feierlichen Taufakt vor und gab dem Puppenknaben den Namen Polke, was Polke den Weiteren ungemein rührte. Nun nahm ich ohne Gewissensbisse der ewig schlummernden Leopoldine, die nur für Augenblicke die rosigen Augenlider aufschlug, das blaue Matrosenblüschen fort, das blanke Knöpfe hatte, und das weiße Spitzenunterhöschen, das allerdings nach damaliger Mode, nun wie soll ich das beschreiben ... jedenfalls wußte ich diesem Mangel durch zwei Sicherheitsnadeln abzuhelfen, vorne eine, hinten eine. Auch das Matrosenmützchen mit den langen Bändern mußte Leopoldine hergeben. Es war natürlich Pech, baß an dem Tage, an dem sich herausstellte, daß Leopoldine nur noch teilweise bekleidet war, gerade Besuch da war. Bis dahin hatte ich meinen Sohn verheimlicht. Nun sollte ich Leopoldine zum Bravsein auf den Arm nehmen. Da tarn die ganze Geschichte heraus. Die Verwunderung über mein mangelhaft entwickeltes Schönheitsgeiühl und meine Unbekümmertheit in Schicklichkeitsfragen war groß. Daß man meinen Puppenknaben einen rüpelhaft aussehenden Holz- balg nannte, erschütterte meine Zuneigung zu ihm nicht im geringsten. Allerdings mußte ich zugeben, daß Hose, Wams und Mütze aus bunter Wolle besser zu seiner knorrigen Gestalt paßten, als ein Spit- zenunterhöschen mit Sicherheitsnadeln. Ich mußte einen Vergleich eingehen. Leopoldine sollte mich auf Spaziergängen begleiten und wurde herausgeholt, wenn Besuch da war. Ihre rosigen Lippen lächelten bann unentwegt, ihre weißen Mausezähnchen blinkten und die dichten, allzu dich- ten Wimpern lagen züchtig auf den zarten Porzei- lanwangen. Ihre Schönheit blieb immer gleich strahlend, denn Gemütsbewegungen teilte sie nicht mit mir. Polke aber ging mit mir durch dick und dünn. Wir teilten alles, was das Leben brachte, Mus- brote und Ungemach. Von Zeit zu Zeit schrubbte ich ihn mit Seife und Bürste ab und klebte ihm neue Wollhaare auf. Dann strahlte sein treuherzig-verschmitztes Lausbubengesicht wie zuvor, und wir stürzten uns von neuem in das Leben mit all seinen Fährnissen. Römische Brunnen. Von Augusta von Oertzen. Ein Zauber geht von dieser Stadt aus, die jahrtausendelang das Becken gebildet hat, in das alle 'Ströme geistigen Lebens der Welt zusammenliefen, um befruchtet von diesem unversiegbaren Quell lebendiger Kraft zurückzufließen zu ihren Anfängen. Nicht umsonst wurde der Vergleich des Wassers gewählt, denn keine Stadt der Erde ist so erfüllt von dem Rauschen ihrer Brunnen wie Rom. Nachts, wenn der Lärm des Tages verstummt ist, erklingt für den, der zu lauschen versteht, die unsterbliche Melodie des lebendigsten Elementes, des sprudelnden, springenden Wasiers. Sie untermalt gleichsam alle Töne, die in einer so lärmenden Großstadt, wie das Rom des 20. Jahrhunderts heute geworden ist, niemals verklingen. Kaum ein Platz in Rom, den nicht ein Brunnen schmückt, verbunden mit dem Namen eines Künstlers von Rang: der reizendste Brunnen Italiens, die „Fontana delle Tartarughe“, auf der kleinen Piazza Mattei, ein Meisterwerk der Renaissance, schuf Taddeo ßanbtni; es ist benannt nach ben Schildkröten, auf denen die zierlich aufgebaute Bronzegruvpe mit vier schlanken Jünglingsgestal- ten ruht Auf die Piazza Darberini hat Bernini, der große Barockkünstler, seine „Fontana delle Tritone“ mit dem muschelblasenden Triton gesetzt. Don derselben Meisterhand entworfen plätschert der anmutige „Bienenbrunnen" am Anfang der eleganten Via Veneto, und auf der Piazza di Spagna rauscht das Wasser in einer Barke, dem Brunnen „La Barracia“, von dem gleichen Künstler komponiert. Berninis Geist lebt auch in ben Entwürfen der berühmten „Fontana Trevi“, jenem mächtigen brausenden Wasserspiel, das kein Romliebhaber verläßt, ohne seinen Obulus hineinzuwerfen, der ihn beftimmt zurücksühren soll. Einem Romantiker des 20. Jahrhunderts, dem die moderne Großstadt fremd und feindlich erscheint, offenbart sich das Gesicht der ewigen „urbs romana“ erst, wenn die Nacht kommt, wenn die versunkene Welt der Kaiser und Päpste zu erwachen scheint- Umschreitet er die grandiosen Umrisse der Ruinen, die Mussolini, weitblickend, freilegen liefe, um dem modernen Römer den Geist der Antike nahezu- bringen, so meint er den Hauch einer großen Vergangenheit zu spüren. Der Vollmond steht über Rom, die Nächte sind warm auf Palatin und Forum, auf Cölius und Esquilin, auf dem Capitol und am Aventin. In phantastisch sinnlich-greifbarer Gestalt wird altes Gemäuer lebendig, schmiegsame, fast greifbare Schatten gleiten vorbei, getleibet in oas Weiß und ben Purpur der klassischen Zeit. Volksmengen scheinen Darüber,uifluten, unb aus bem prunkvollen Atrium offener Arkaden tönt ©ejang und Saiten« spiel an das Ohr des Träumers. Es ist, als leihe das Rauschen unb Plätschern der Brunnen diesen unvergleichlichen Mondnächten in Rom den letzten Impuls geisterhafter Schönheit, Steht nicht dort am Eingangstor, verschränkt die nervig-nackten Arme,- die Hand am Schwertgriff, ben dunklen Purpur um die Schultern, steinern das Gesicht, der Prätorianer Wache, ob nicht ein Läufer brächte Cäsars Schrift?? Die Manen des größten Sohnes dieser Stadt scheinen zu erwachen, die Heimat , zu 1 grüßen .. Wenn die schwebende Schwinge der Schwalbe ihren Schatten auf die glühenden Stufen der Ivani- I scheu Treppe zeichnet, wenn ihr klingender Schrei in das azurne Blau des römischen Himmels auf' steigt, versinkt die Vision der silbrigen Mondnacht in das Traumland des Nichts. Lebendige Gegenwart strömt aus der Kehle des graziösen Vogels, i der nirgends wie hier die Intensität jubelnder Laute aus feiner Stimme zu holen vermag. I Strömende unb fpringenbe Wasser der Nacht, , Schwalben des Tages ... sie, die Urmelobien dieser i Stadt, die fein Lärm modernen Lebens zu bannen | vermag, haben Raum und Zeit überbauert. Das Spiel der Brunnen Interpretiert, wie eine unoer- i gängliche Musik, ben Zauber des ewigen Rom. Verhindert Frostschäden: 'h im Uten. Die n e s zu nürbigt-e Arturo Farinelli die Gestatt des großen Rutschen Tondichters. nacy isronorirannien au» anderes Kommando zu Plötzlich fuhr Doktor Ball herum. „Welchen Ein-s „Man nimmt immer das zuerst, was am nächsten druck hatten Sie von dem Werkmeister Möller?" < liegt. Alter Grundsatz. Keiner konnte anders Han. ___ . ,, , « ,.......... i „X- rciAÄÄv» $lT>n(!«»• »t/mnfltrn Mit* flirt „5)m, möglich. Aber das gehört weniger zu den, Tatsachen als zu subjektiven Empfindungen. Und wie kam die Sekretärin' dazu, die Zeitangabe von Chef vernommen wurde?" „Nein", saate Michel. „Fräulein Barkow wurde nach fterrn Kaspar vernommen und war bis dahin Das Manöver verfehlte aber jeden Eindruck. rckkehren, um dort em iv ernehmen. Mi, wies darauf hin, daß mit dieser Feier erneut fce enge geistige Verbundenheit Italiens mit feinem ssoßen Verbündeten zum Ausdruck komme. Dann cx«..i_____ -tu tu« Xoa nrnfepn Michel mußte sich erst sammeln, bevor er ant- warten konnte. „Einen sehr guten, Herr Kriminal» direktor. Der Mann schien aufs höchste aufgebracht zu sein, daß man ihn der Fahrlässigkeit beschuldigte. Er und sein Rechtsanwalt erklärten von Anfang an, alle von der Anklage zusammengetragenen angeblichen Indizien seien so abwegig, daß man sich frage, wie man darauf Überhaupt eine Anklage habe aufbauen können. Und ich muß zu- geben, daß Herr Möller und sein Anwalt in diesem Punkte recht hatten." „Sieh da, der junae Herr Kriminalist. 'Was sagen Sie zu dieser Beschuldigung gegen Sie?" Ball musterte Herrn Theo Kammin ein wenig belustigt. „Sie sind ja der Schuldige. Erschrecken Sie nicht, Herr Crusius! Sie konnten das nicht wissen." * Kammin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er sog an seiner Zigarre, ließ einen formvollende» ten Kringel sanft in die Luft schweben und ant- wortete gelassen: „Herr Crusius hat recht. Die Beweisstücke gegen den Werkmeister sind nicht nur Gering, sondern geradezu lächerlich. Aber versetzen Sie sich in meine Lage! Ich muß den tödlichen Unfall bearbeiten. Das Laboratorium war restlos In der Königlich Italienischen Akademie fand eine Gedenkfeier für Mozart statt, der Erziehungsmim» |rr Bottai und Botschafter von Mackensen beiwohn- In Der Vorsitzende der Akademie, Senator Feder- Raum 5. eben dem Laboratorium, in dem der Verunglückte arbeitete und nms Leben kam, zu tun als eben der tote Herr Wand und leine rechte fianb, der W^weilter Möller. Deshalb , habe ich mich an dielen Möller gehalten. Trua Wand nicht ieitt reht aik inh ent ■fr it W rtfr M IN Portugal und der Ferne Osten 2. Leitungen, die an undichten Fenstern, Türen und Ritzen liegen, neigen ebenfalls besonders zum Einfrieren. Schützt diese durch Verstopfen der undichten Stellen mit Stoffstreifen, Stroh oder Bedek- ken mit Matten! 3. Das Wasser in Leitungen, welches ruht, also nicht strömt und fließt, gefriert schneller als bewegtes Wasser. Deswegen sind alle Rohre in unbewohnten Räumen, in Leitungen mit geringer Wasserentnahme, besonders gefährdet. Stellt deswegen mcht zirkulierende Leitungen ab! Entleert die Leitungen bei starkem Frost, oder sorgt für schwachen Durchfluß! 4. Bei strengem Frost darf bei Zentralheizungen kein einziger Heizkörper abgestellt werden — auch nicht in unbenutztn Räumen! Ein einziger eingefrorener Heizkörper macht die ganze Heizanlage unbrauchbar! 5. Auch die Wasseruhr muß in frostgefährdeten Räumen gegen das Einfrieren geschützt werden! 6. Die Erfahrung im letzten Winter hat ergeben, daß es bei Außentemperaturen von minus 5 Grad Celsius auch vom Standpunkt der Kohlenersparnis vorteilhaft ist, wenn nachts durchgeheizt wird. Herabgesetzte Heiztemperaturen im Raume von 8 Grad Celsius genügen, um die Frostgefahr zu bannen. hü fr 'n 4 lin rit drei Torpedos. Der Kreuzer ging unter. * In Spalato (Dalmatien) ist die erste italienische Tageszeitung mit dem Titel „II Popolo di Spa- lito“ erschienen. In Anwesenheit des stellvertretenden General- Lektors der Reichsbahn, Staatssekretär Kleinmann, eurde in Preßburg die erste slowakisch-deutsche itremdenoerkehrsausstellung mit An- machen des slowakischen Wirtschaftsministers Me- i(fg und des deutschen Gesandten Ludin eröffnet. * Ergänzt und verschärft. Neue gesetzliche Maßnahmen gegen Versorgungesünder. rech Ns fceij >er. enm 5Ö|; r3t llch. dm elf nck efli LOt- nfai- erli Cb- ml 'en r oe, N sch dies di! . Hs ’^reu1 i34 er- vism Am n dki. n w- jenilii obedli feiner belon' eigen!' : dk! W eerei- eines elfter sew N iterie pafli» )l!env' mbn. zerstört, so gut verwüstet, wie es eine anständige Haubitze auch nicht besser hatte besorgen können. Dos einzige, was ich mit völliger Sicherheit feft- ftellen konnte, war das Vorliegen eines Erplo- sionsuncckückes mit tödlichem Ausgang Ein mageres Ergebnis, wenn m-w als Kriminalbeamter dazu an"'^?llt ift die Ursachen eines Unglückes ein- Fräulein Barkow wurde wandfrei aufzudecken. Jedermann in dem gam^en ... t.erklärte uns, niemand habe mit dem Auf der Höhe von Tobruk traf ein italienischer Irrband von Torpedoflugzeugen einen britischen sOOO.Tonnen.Kreuzer her Aurora-Klasse, der Sprengstoff stehe. Sehen Sie, darin liegt eine gewiße Fahrlässig- feit. Nitroglyzerin ist eine verdammt gefährliche Angelegenheit. Für mein Gefühl steltt man so etwas nicht einfach auf den Tisch. Natürlich denken Männer, die immer mit solchen Dingen umgehen, anders darüber, auch der Verunglückte und sein Mitarbeiter Möller. Während ich so herumtastete und versuchte, mehr zu erfahren, machte ich eine kleine Entdeckung. Daß in dem Laboratorium durch die Explosion jeder Gegenstand zertrümmert morden rmr, hatte ich gleich feststellen können. Als mir Moller nun erzählte, er habe das Nitroglyzerin auf den Tisch gestellt, ging ich noch einmal in die Werkstätte. Besagter Tisch stand in der Nordwestecke des Raumes." Das Zimmer ist acht mal sechs Meter groß, aus massivem Eisenbeton Gebaut und hat Türen und Fensterläden aus fünf Millimeter dickem Stahl, die innen verankert und von außen nicht geöffnet werden können. Der Scbrank, in dem Wand seine Papiere, Vläne im’) die Svrengstoffe einschloß, sobald er die Werkstätte verließ, steht in der Ecke, die dem Tisch genau gegenüberliegt. Allo mußte die Entfernung zwischen Flasche und Schrank mindestens neun Meter betragen haben Jedes Kind setzt voraus, daß die Verwüstungen in der Tischecke am größten fein mußten. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Nn der Schrankecke fah es viel wüster aus. Der Schrank, aus zehn Millimeter dickem Stahl be- stehend und mit einem Buchstabenschloß versehen, mnr zusammengedrückt wie eine Pappschachtel ... । Und das", Kammin blickte zuerst seinen Vorgesetzten und dann Michel eindringlich an, „das war für mich h»r Grund dafür, daß ich nicht ruhte, bis gegen Möller das Verfahren eingeleitet wurdet (Fortsetzung folgt.) Gtudentifche Ausgleichsdienstpfl'cht. Alle Abiturienten mit Stud iurnsab - sicht und Studenten, die Angehörige der Ersatz- r e s e r v e II sind, Haden vor Aufnahme bzw. Fortsetzung des Studiums ihrer sechsmonatigen studentischen Ausgleichsdienstpflicht zu genügen. Für den nächsten Einstellungstermin am 15. April 1942 haben sich die Dienstpflichtigen spätestens bis zum 31. Januar bei der Abteilung Arbeits-, Wehr- und Aus- gleichsdienst der Reichsstudentenführung, Berlin W35, Friedrich-Wilhelm-Straße 22, zu bewerben. Beizufügen ist ein beglaubigter Wehrpaßauszug. Butterschmalz. Im vorigen Jahr war das Butterschmalz für viele Hausfrauen noch etwas Neues. In einigen (Bauen kannte man es allerdings schon lange; es wurde dort schon immer zum Kochen, Backen und Braten verwandt. Inzwischen haben sich wohl alle Hausfrauen mit dem Butterschmalz angefreundet und es wegen seiner Ausgiebigkeit schätzen gelernt. Bei der Herstellung von Butterschmalz handelt es sich um das Haltbarmachen von reiner frischer Butter, die wegen Raummangel in den Kühlhäusern nicht hat gelagert werden können. Durch Erhitzen ist der Butter alles Wasser und Eiweiß entzogen worden. Ein ganz konzentriertes Fett bleibt zurück. Man verbraucht daher sehr viel kleinere Mengen als bei Butter aber Margarine. Verwendet man Butterschmalz zum Kuchen- oder Plätzchenbacken, so wird man vielleicht irw ■ Wette rau ser viel verlangten Hustenbonbons Platz greift. Wenn die Bonbons vorübergehend bei Ihrem Fachgeschäft fehlen, haben Sie bitte dafür Verständnis. werden trotz vorübergehender Verknappung über das ganze Reich hin geliefert. Es ist Fürsorge getroffen, daß eine möglichst gerechte Verteilung die- Samstag, 6. Dezember, 18.30 Uhr, im Theater 4. Veranstaltung Im 8 er-Ring 'Carmen Oper von Biz et Sonntag, 7. Dezember, 15.00 Uhr, im Theater 4. Veranstaltung im 1 Oer-Ring Jngeborg Lustspiel von Kurt Götz Eintrittskarten in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersw.60, Tel. 2141 4E I Verschiedenes! Privatsliinden in Kurzschriit nnö taJKhreta sofort gesucht. Preisangeb. unt. 04076 a.d.G.A. Wollener Kinder-Faust- Sandschuh (rot) auf dem Wege Licher Straße — Alter Jriedhof gestern abend verloren. Abzugeb. gegen gute Belohnung m der Geschäftsstelle des G. A. ... nicht irgendein Brot, sondern Studts Sveziak- voUkornbvot nach Felke essen, das ist gesunde Nahrung! 4935D Fachgeschäft für vollwertige Nährmittel Kräuterhaus JUNG, Gießen ...... ' TIHIEAVJDEiR der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, 3. Dezember 18.30—21.30 Uhr