Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gbecheffen ernfvrechanschlust 2251 s—. <4x-i i t - s)| t« Irtirtov" Oietze«. Sch»,»ratze 7-» mrhvnfcbrift: „Anzeiger" iosnweck 11686 k^rantt^M ,gepanzerten britischen Kampfwagen schon nach ;T3cm Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf dem Es ge- i, den genden Verbänden, die Engländer gezwungen, ihre 1 Um- gut eingebauten Stellungen zu verlassen und ihren unserer Hand. Dar- stunden des 29. Mai weht über «ierende General der Insel Kreta die Hakenkreuzflagg c. In den Morgenstunden des 20. Mai traten aus J zu )ßen und das zeigt »trau lurch dien, Berlin , 2. Juni. (DNB.) Der Reichsmarschall des Großdeuffchen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erliefe folgenden Tagesbefehl: Kreta-Kämpfer, Kameraden! Eine große Ruhmestat in der Geschichte unserer jungen Waffe ist vollendet. Auf Kreta wehen unsere Siegesfahnen. Ihr, meine Fallschirmjäger und Lustlandetruppen, Ihr, meine Flieger, habt gemeinsam mit Euren Kameraden des Heeres unter Euren bewährten Führern aller Dienstgrade einmalige L e i st u n g e n vollbracht. Un- endlich stolz uiid glücklich melde ich dem Führer den Vollzug seines Befehls. Ihr habt vor aller Welt des Führers Wort bewiesen: Es gibt keine uneinnehmbaren Inseln. Ich wußte, meine todesmutige, in harten Kämpfen bewährte Luftwaffe kennt nur den Sieg. So mußte auch diese erste und kühne Operation über See wie ein Gewittersturm die Feinde in wenigen Tagen zerschmettern. Hieran haben auch wieder die italienische Kriegsmarine, Verbände der italienischen- Luftwaffe und Truppen des italienischen Heeres ihren ost bewährten Anteil. Fallschirmjäger, beseelt von "dem unbändigen Angriffsgeist, habt Ihr, ganz auf Euch angewiesen, in heldenhaftem erbittertem Kamps den überlegenen Gegner geschlagen. Wo Ihr gelandet seid, wurde ebenso heldenhaft gestürmt wie zähe gehalten. Uebermenschliches ist von Einzelkämpsern dingungslose Uebergabe seiner Truppen angeboten. In tollkühnem Angriffsgeist und harten Kämpfen haben die Fallschirmjäger, unterstützt von den flie- Wie die deutschen Truppen nach der Besetzung iraklions feststellten, haben die britischen Erste Aufnahme von der Landung der deutschen Truppen auf Kreta. Unsere Ausnahme zeigt deuffche Fallschirmjäger, die unmittelbar nach der Landung in Deckung gangen sind. (PK-Zoh-Scherl-M.) ftnri HrtDerta»: vriUstfche »«iverfttätzdrxterei B. tagt Dienstag, 3. Juni Ml thron trat r tum Anzeige» für die Mittaaönummer bis 8'/,Ubr deS LormittagS Lnzeigen-Dretse t Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Plavvorschntt t vorherige „ Vereinbarung) 25°/»mehr >ens' dien. und gute diten die eide, ßlich j ht'1 lares (ein0 Berlin, 2. Juni. (DBB.) Das Oberkommando |tr Wehrmacht gibt bekannt: Kreta ist vom Feinde frei. Die Kämpfe lad beendet. wichtigen Stützpunkt im östlichen Mittelmeer fluchtartig aufzugeben. Seit den Vormittagsstunden des 29. Mai weht über dem Ostteil der lebe der Führer! K öchi n g, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Führer und Duce am Brenner. Am Brenner, 2. Juni. (BKB.) Der Fiihrer und der Duce haben sich heute am Brenner getroffen und hatten in Gegenwart des Reichsaufeenministers v. Ribbentrop und des italienischen Aufeenministers 'Graf E i a n o eine mehrstündige Unterredung über die politische Lage. Die Aussprache war getragen von dem Geiste herzlichster, Freundschaft und ergab die völlige Uebereinstimmung der Auffassungen der Regierungschefs der beiden verbündeten Länder. impffeld liegen blieben. In kühnen Tiefangriffen iffen die deutschen Kampfflieger mit ihren Bordaffen die rollenden britischen Ungetüme an. Drei m ihnen — offenbar führerlos geworden — prall- n gegen eine BergWand. Zwei weitere Tanks tru- lten einen Abhang hinunter, während drei wsi- re in Brand gerieten. Die überlebenden Reste der efatzungen wurden gefangengenommen. Unter der Küstenbevölkerung Südkretas hat eine acherordentlich erbitterte Stimmung gegen Eng- lmd Platz gegriffen. Auf der Flucht von der Insel jibcn Truppen des britischen Besatzungskorps nicht Air alle irgendwie greifbaren Fischerboote, Schoer und Kustendampser — den einzigen Besitz der .dunen Fischerbevölkerung — entschädigungslos re- -djiriert, sondern gleichzeitig eine Anzahl Fischer ri Schisfskapitäne unter Anwendung brutalster walt zur Führung der kleinen Transportdampfer Itzwungen. In dem kleinen Hafenstädtchen Sfa- h, das feit Sonntag in deutscher Hand ist, wurden Mein 18 Fischer und Schiffskapitane, darunter 1 Familienväter, von den Engländern als Lotsen .»preßt und, wenn sie sich weigerten, mit Gewalt tts ihren Häusern auf die Schiffe geschleppt. Von tiefen in britische Dienste gepreßten Seeleuten ist bisher noch nicht ein einziger zurückgekehrt. ruppen bei ihrer überstürzten Flucht das g e - im t e Kriegsmaterial zurückgelassen, ie verlassenen Stellungen vermitteln ein Bild von r Hast, mit der die Briten geflohen sind, f riechische Gefangene, die in einem Zustand unbe- zreiblicher Erschöpfung angetroffen wurden, schil- , rn die nächtliche Flucht der Engländer, die in ! über» und Fischerbooten an Bord der ankernden H Ichiffe gingen. Während der letzten Stunden vor L r Einnahme Hiraklions, so berichten die gefange- ! .'N Griechen, sei es zu einer Panikunter Öen | ngländern gekommen. Viele der flüchtenden triten hätten infolge der rollenden Luftangriffe aus ; n Hafen ihre Sck)iffe nicht erreicht und seien mit freu Booten untergegangen. Nach Beendigung der Kampfhandlungen auf Kreta »erden jetzt noch Einzelheiten Über die vergeblichen | 'i-suche der Briten bekannt, die deutschen Vorstöße i irrt) schwere Waffen und Panzer aufzuhalten. Sa igte sich bei Elamia, als die bedrängten jütischen Truppenreste schwere Panzer gegen vor irmenbe deutsd)e Gebirgsjäger einsetzten, daß die DNB. ..31. Mai. (PK.) Im Verlaufe der Operationen gegen Kreta konnte die im Osten der Insel eingesetzte Kampfgruppe nach neuntätigem Helden- mutigem Kampfe die Stadt H e r a k l e i o n, Xam Hasen und den Flugplatz sowie die weitere Umgebung besetzen. Damit ist nicht nur die größte Stadt, sondern auch der wichtigste Stützpukt im Ostteil der Insel Kreta fest in r f -- '’nüber hinaus hat der Kommandierende ----------- griechischen Kräfte des Ostteiles. mm Kreta die be- Oer Kampf auf Kreta beendet Oie ganze Insel frei vom Feinde. Der Reichsmarschall an die Lustwaffe „Es gibt keine uneinnehmbaren Inseln." uns wirklich ein Korridor ist, stellt für die englische Flotte wirklich eine Sperrlinie dar. Zu gespenstischer Aktualität ist das Wort Churchills emporgewachsen, daß England Kreta so ober so „bis zum letzten Mann unb bis in den Tod" verteidigen werde. Und für diesen Vorsatz bot Churchill seinen Kopf zum Pfand. Dr. Ho. Türkische Stimmen zu Kreta. I st a n b u (, 3. Juni. (Europapreß.) Die türkische Presse beschäftigt sich in den letzten Tagen mit der Entwicklung der Lage auf Kreta. „Tasviri Efk- jan" schreibt, man habe nicht glauben wollen, daß den Deutschen die Besetzung Kretas gelingen könne, da England doch das Meer beherrsche. Die Besetzung Kretas durch deutsche Truppen bedeute einen tödlichen Stofe für bie Engländer im Mi11elrneer. Valtschin mufe im „Peni Sabal)" zugebcn, bafe bie Englänber auf Kreta geschlagen sind. Er schreibt bafe er nur mühsam ein Lächeln unterbrückt habe, als die ersten Meldungen von ben beutschen Luft lanbetruppen von Kreta tarnen. Aber man habe hn Belang. . ... Sehr viel beachtlicher sind die Hmweise der letzten b iden Wehrmachtberichte aus die start ein]efecnbq tätigteit der deutschen Luftwasfe in dem Raum zwischen Kreta und Afrika. Die Luftent- f-rnung zwischen Kreta und Tobruk betragt nur ewa 300 Kilometer, und man kann sich leicht vor- fallen, bafe deutsche und italienische Aufklärer ihre .Duadrate" sehr sorgsam abfliegen. Dor etwa zwei Monaten fand noch die Seeschlacht Mischen der englischen und der italienischen flotte bim Kap Matapan, der Südspitze des rmttle- rin ausgestreckten Landfingers des Peloponnes siitt. Sie wurde auf englischer Seite unter dem 'Kommando des Admirals Sir Walter Cunning- bn m geschlagen, der beim ersten Auftreten der Kutschen Luftwaffe im Mttelländischen Meer am ^ Januar den Schwur getan hatte, daß die Flak- g schütze der englischen Flotte „die deutsche und ilAlienische Fliegerpest" vom Himmel herabholen Herben. - . Run wohl! Kap Matapan ist heute für den Flot- t-nchef der englischen Mittelmeeraeschwader eine verbotene Gegend. Der Arm der deutschen Lustwaffe richt von Kreta nicht nur bis Tobruk und weit birüber hinaus in das ganze Gebiet der Cyrenaika, tnbern kontrolliert alle wesentlichen Bewegungen r britischen Flotte und Schiffahrt bis in die irmer- bn Winkel des östlichen Mittelmeerbeckens Reden brm „Luft-Korridor" Sizilien—Tripolis besteht jetzt btr zweite deutsch-italienische „Luftkorridor Kreta Tobruk. . Der Ausdruck „Luftkorridor" ist von der eng- üch-amerikanischen Presse geprägt worden. Cr iftrnrnt aber nicht ganz sinngemäß. Denn unter ! einem Korridor versteht man einen Raum, der oer Bewegung und der leichten Zugänglichkeit der Am li ger-Räume dient. Dorn deutschen Standpunkt ms kann man also mit Fug unb Recht von einem .Luft-Korribor" sprechen, mcht aber vorn englisch- rnierikanischen Standpunkt aus, denn das, was jur nicht gewußt, bafe es möglich fei, Fallschirm- truppen in solcher Anzahl z u landen. Die Deutschen hätten eine neue P H a s e in der Geschichte des Krieges eingeleitet. Seit Beginn der Feindseligkeiten im Jahre 1939 habe Deutschland immer die Initiative gehabt. Britische Einflüge in West- und Rorddeuischland Drei Flugzeuge abgeschosseu. Berlin, 3. Juni. (DNB. Funkspruch.) In der Rächt zum 3. Juni flogen britische Kampfflugzeuge in West- und Norddeutsch land ein. Rur einzelnen Flugzeugen gelang es, bis zur Reichs- Ha u p l st a d t vorzudringen und Spreng- und Brandbomben abzuwerfen. Es entstanden Gebäude- fchäden. Einige Tote und Berlefele unter der Zivil- bevölkerung find zu beklagen. Dehrwirtschaflliche Ziele wurden nicht getroffen. Drei feindliche Flugzeuge wurden ab geschossen. Zum Gedenken an Skagerrak. Ein Tagesbefehl an die Kriegsmarine. Berlin, 1. Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Roeder, hat an> läßlich der 25jährigen Wiederkehr des Tages, an dem die deutsche Hochseeflotte vor dem Skagerrak die britische große Flotte in der größten Seeschlacht aller Zeiten schlug, folgenden Tagesbefehl an die Kriegsmarine erlassen: An die Kriegsmarine! Als am Abend des 3 1. M a i 19 1 6 der deutsche Flottenchef, Admiral Scheer, in kühnem, rücksichtslosen Angriff vor dem Skagerrak die Linien der britischen Sck)lachtschiffe gesprengt hatte und am folgenden Tage zu neuem Kamps bereit war, hatte der Brite mit schweren Verlusten das Feld geräumt imö der deutschen Hochseeflotte die Nordsee überlassen. Was bei Coronel verheißungsvoll begonnen, war vor dem Skagerrak zum leuchtenden Triumph geworden: Der Nimbus der britischen U nbesiegbarkeit zur See in ar endgültig zerrissen, und D e u t \ d) l a n b hatte s i ch bas A n r e d) t n u f freie See- unb Welt- gcltung erkämpft. Die Skagerrakschlacht wurde zum Markstein in der Seekrieggcschichte, zu- gleid) aber eröffnete sie eine neue Epoche im Ringen um die Freiheit der See. Wir, die wir heute von neuem gegen Englands Seetyrannei in einem Kampf auf Leben und Tod stehen, haben im Geiste, der Männer, die vor 25 Jahren den Siegeslorbeer fid) errangen, mit fortgesetzten sdpveren Schlägen dem Feinde zugesetzt. Wir werden im Vertrauen auf unsere Kraft und unser Können ben Feinb weiter im harten Angriff treffen und unsere starken Waffen führen, bis der S i e g u n s e r i ft. Heil unserem Führer! Berlin, ben 3f. Mai 1941. R aeher, Großabmirak, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. In der Weihehalle des Marine-Ehrenmals in Laboe legte am Samstagmittag Vizeadmiral M e • w i e im Auftrage des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Großadmiral Raoder unb des Kommandierenden Admirals der Marinestation der Ost- fee Kranzspenden nieder. Weitere Kränze wurden niedergelegt für den NS.-Deutschen Marinebund vom stellvertretenden Landessührer Schmelzer und ür den Traditionsverband „Derfflingcr" von Kan- teraibmiral a. D. Harteg. verschiedenen Flugplätzen Griechenlands Einheiten der deutschen Fallschirmtruppen zum letzten Appell vor dem Einsatz an. Endlich ist es so weit! Der Kommandeur bet Gruppe menbet sich noch einmal an seine Männer. Er umreifet mit kurzen Worten bie Aufgabe, bie ber Führer bieomal der Fallschirmtruppe gestellt hat: Kreta! Es gilt, das eng- Iifd)e Bollwerk im östlichen Mittelmeer durch einen kühnen Angriff zu nehmen. Jeder dieser Männer, vom 48jährigen Oberst bis zum 18jährigen Jäger, wird dabei sein Letztes einsetzen, um die stolze Aufgabe zu erfüllen! Auf den Flugplätzen stehen die Transportmaschinen bereit. Während das Bodenpersonal die letzten Vorbereitungen trifft, werden die Ju 52 von den Fallschirmjägern ausgerüstet, die Fallschirme verteilt und angelegt. Zur allgemeinen Freude ist der Musikzug des Regiments erschienen und spielt zum Absdsied den Parademarsch unb die Hymne der Fallschirmjäger. Die zurückbleibenden Kameraden helfen beim Anlegen und Ueberprüfen der Schirme und Waffen unb rufen ein letztes „Haisund Beinbruch!" zu. Beim Anlassen der Motoren zeigen sich die Schwierigkeiten, die die griechischen Flugplätze, bie voy der Sonne ausgebörrt sind, bieten. Eine riesige Staubwolke lagert über dem Platz, aber dank dem hervorragenben fliegerischen Können ber Besatzungen hebt sich Kette auf Kette vom Boben ab. Noch einmal geht es über bie griechische Hauptstadt, bie uns mit der Akropolis begrüfet. Unb dann haben wir das Aegäische Meer erreicht und nehmen Kurs auf Kreta. Die Kampfgruppe hat den Auftrag, den Flugplatz von Herakleion und die Stadt selbst zu nehmen. Es ist bekannt, bafe sich starke britische und griechische Inippen in Herakleion befinben unb über eine gute Abwehr verfügen. Der Besitz ber Stadt Herakleion ist für den Gesamterfolg auf Kreta von ausschlaggebender Bedeutung. Mit 42 000 Einwohnern ist Herakleion die lebhafteste u-nb wichtigste Stadt der Insel. Sie ist ber Marktort bes lanb- wirtschaftlich am besten genutzten Teiles ber Insel unb liegt verkehrsmäßig besonders günstig. Herakleion ist die Hauptstadt ber gleichnamigen Provinz. Sie besitzt neben mehreren Kasernenanlagen einen Flugplatz, ben bie Engländer zu einem wichtigen Luftstützpunkt im östlichen Mittelmeer ausgebaut haben. Der Hasen hat ebenfalls eine große Bedeutung. Während bes Anfluges über das Aegäische Meer erleben wir das gleiche farbenpra'chtige Bild wie auf allen Flügen im Mittelmeerrarum. Die Inseln des Aegäischen Meeres bleiben unter uns zurück, und wir können erkennen, daß dort bereits deutsche Flugzeuge gelandet sind. Erstaunt sieht die griechische Bevölkerung zu uns herauf, beim ein derartiger Luftaufmarsch ist wohl nod) nie über sie hin- meggebrauft. In unserer Maschine herrscht gute Stimmung. Wir wissen, daß die Ausgabe, die wir zu lösen haben, nicht leicht ist. Aber mit dielen Männern, die bereits durch ihre Taten während des Holland- und des Norwegen-Einsatzes die Welt aufhorchen ließen, kann man bie kühnsten Unternehmen ansetzen. Die Einheiten fliesten jetzt ihre zugewiesenen Plötze an. Bis ins Kleinste ist der Einlatz narbe- breitet Immer wieder haben zwischen den Kommandeuren Besprechungen ftattgefunben; denn es ist die verantwortungsvolle Sorge der Führung, trotz Wie Ostkreta genommen wurde Bon Kriegsberichter Erwin Bischhans. , unter glühender Sonne auf felsigemVBoden geleistet worden. > Eure Kraft war der unbeirrbare nationalsozialistische Glaube an ben Sieg und das Wissen um die treue Hilft ber Kameraden in der Luft, die den Himmel vorn Feinde reinfegten und Xincrmüblid) Stunbe um Stunde mit Transportflugzeugen Verstärkungen heranführten. Im Bombenhagel unserer K a m p f v e r b ä n d e verstummten die Gcsd)ütze des Feindes, floh der Gegner aus feinen befestigten Stellungen, versanken und verbrannten britifdje Kriegs- und Handelsschiffe, die Hilft bringen wollten. In alter Waffen- kameradschast aus Narviks großen Tagen haben Flieger und Gebirgsjäger die Insel bezwungen und damit England aus ber wichtigsten Stellung des östlichen Mittelmeeres geworfen. Kameraden! Das ganze deutsche Volk erfüllt tiefste Bewunderung und unendliche Dankbarkeit für Euren jüngsten Sieg. Mit unserer Luftwaffe gedenkt Deutschland ergriffen unb stolz ber Helben, bie im Kampf um Kreta ihr Leben und ihre Gesundheit opferten. Vorwärts im Seifte der Sieger von Kreta! Kreta feindfrei! Von unserer Berliner Schriftleitung. 1 Oie militärischen Operationen auf ber Insel Ireta, die am 20. Mai begonnen haben, sind mit ber . Besetzung ber beiden Häfen S phakia an ber restlichen unb 5) i e r a p e t r a an ber östlichen Sud- l ste beendet: d i e I n s e l i st f e i n d f r e i. Die reich gegliederte Inselwelt des Griechischen f fliegäischen) Meeres findet mit der Jnselreihe ' Kreta—Karpathos—Rhodos ihren Abschluß. Kreta ' sä bst sind nur noch fünf Inselgruppen ober Jnse - ’.den vorgelagert, auf die sich einzelne versprengte ciglische Trupps in Sicherheit zu bringen versucht hchen. Schon dieser Tage nannte der Wehrmacht- b. richt in biesem Zusammenhang die verhaltn>ls- näfeig große Insel Gaudos und verzeichnete einen Angriff der deutschen Luftwaffe auf sie Die »eitere Klärung der Verhältnisse.auf diesen kleinen ' Mein ist nur noch eine Zeitfrage und ohne grofee- j91- Jahrgang HH29 erscheint täglich, anbei KßonntagS und Feiertags Meilagen: Die Illustrierte Miefeener Familienblätter Heimat rmPild-DieScholle »jlmatS-BezugSvreis: »ist 4 Beilagen RM.1.95 whneIllustrierte • 1.80 Uustellgebübr... „ -.25 rud) bei Nichterscheinen ron einzelnen 9tummem frfolge höherer Gewalt der schweren Abgabe den Auftrag möglichst schnell und mit den geringsten Opfern durchzuführen. Als die Küste Kretas vor uns auftaucht, wirb „Fertig zum Absprung!" befohlen. Der erste von uns steht an der offenen Türe der Ju. Eine große Spannung herrscht in der Maschine. Wir warten auf das Absprungsignal. Noch bevor aber das Hup- Signal ertönt, zischen leichte Flak-, Flak.-MG.- und MG.-Geschosse an uns vorbei. Fast alle Einheiten springen im feindlichen Feuer. Was hier an heroischem Mut, an tollkühnem Angriffsgeist und unbeugsamem Kampfeswillen von den Männren, die vor allem am Flugplatz in feindliche S t e l l ü n g e n h i n e i n landeten, geleistet worden ist, vermögen Worte nicht auszudrücken. Darrt der hervorragenden infanteristischen Ausbildung unserer Fallschirmjäger wird man nach kurzem, schwerem Kampf Herr der Lage. Von den die Stadt umgebenden Höhenzügen aus beherrschen unsere Waffen die ausfallenden Straßen der Stadt. In der Nacht belegt der Engländer ünsere Plätze und die Höhenzüge, wo er die einzelnen Einheiten vermutet, mit heftigem Artilleriefeuer. Mutig gehen unsere Spähtrupps gegen die Stadt und den Flugplatz vor und kehren mit den er st en englischen Gefangenen zurück. Wir erfahren, daß sich die Engländer in diesem unwegsamen Gelände in Höhen st ellungen gut eingebaut haben. Als der Sonnenball hervortaucht, entdecken wir, in der Ferne sichtbar, Einheiten der englischen Flotte mit Kurs auf Kreta. Beim Erscheinen von zwei deutschen Fernaufklärern drehen sie jedoch wieder ab und lassen sich nicht mehr sehen. Erst später erfahren wir, daß deutsche Kampfverbände von dieser Einheit mehrere Schiffe versenkt haben. Am zweiten Einsatztag werden wir durch die Kameraden der fliegenden Verbände unterstützt, die den Flugplatz mehrmals angreifen und dort stehende englische Maschinen vernichten. Im Laufe des Nachmittags werfen Ju 52 für uns Nachschubmaterial, unter anderem Munition und Verpflegung ab. Der Kommandeur der Kampfgruppe erteilt laufend an seine Einheiten die notwendigen Befehle und befindet sich mit seinem Gefechtsstand in vorderster Linie. Der Engländer scheint es besonders auf den Gefechtsstand abgesehen zu haben, denn tagsüber belegt er ihn laufend mit Artilleriefeuer. Die 10,5-cm-Granaten schlagen oft in bedenklicher Nähe ein, und es gibt einige Leichtverwundete. Am dritten Einsatztage erfolgt in den Morgenstunden ein großer Nachschub an Munition, Verpflegung, Sanitätsmaterial. Mit Hilfe unserer MG. lassen wir dem Engländer keine Ruhe mehr. Es gelingt ihm nicht mehr, aus dem Flugplatz ungestört zu landen oder ungehindert in seinen Kasernen umherzulaufen. So herrscht im Lause des Tages eine beiderseitige heftige Gefechtstätigkeit. In den Vormittagsstunden erleben wir aber auch noch eine Ueberraschung. Der Kommandierende General von Herakleion verlangt von einer unserer Einheiten die Uebergabe mit dem Bluff, wir feien die einzige kämpfende Truppe auf Kreta. Die Antwort war nicht nur ablehnend, sondern deutlicher in einem etwas später erfolgenden heftigen Stuka- Angriff auf die militärischen Anlagen der Stadt gegeben. — Am Nachmittag erscheinen Zerstörer, die sich in schneidigem Tiefangriff die Benzin- und Oelvorräte auf dem Flugplatz vornehmen. Die hell lodernden Brände zeigen die ganze Nacht hindurch die gute Wirkung. Laufend wird der Engländer durch unsere Spähtrupps sowie durch weitere Luftangriffe beunruhigt. In Stärke eines Zuges ver- jucht er unsere Stellungen im Rücken anzugreifen, holt sich aber durch unsere Sicherungen, die auf den Höhenzügen stehen, eine schwere Abfuhr. Nach einem kurzen Feuergefecht, bei dem der Engländer fünfzehn Tote zurückläßt, während wir zwei Kameraden verlieren, zieht er sich schnellstens zurück. Als Abschluß dieses Tages überrascht uns eine Meldung, in der uns mitgeteilt wird, daß vier englische Kreuzer gesunken, ein Schlachtschiff beschädigt und acht Zerstörer vernichtet sind. Außerdem befinden sich im Westen von Kreta, wo deutsche Gebirgsjäger aelandet sind, unsere Einheiten in fortschreitendem Angriff. In den Morgenstunden des 24. Mai greift eine Hurricane wiederholt unsere Stellungen mit ihren Bordwaffen an, jedoch ohne Erfolg. Um sieben Uhr erfolgen unsererseits harte Angriffe auf die militärischen Anlagen der Stadt und auf den Flugplatz. Kurze Zeit später erscheinen unsere braven Ju 52 und werfen zur allgemeinen Ueberraschung Schokolade, Zitronen und Selterswasser ab. Ein freudiges Ereignis bei diesem Klima! Der einzige Brunnen, der uns Wasser spendet und auf den wir schon seit Tagen angewiesen sind, schmeckt reichlich salzig, da er nahe am Meer liegt und einen sehr tiefen Grundwasserspiegel hat. Im weiteren Verlauf der Einsatztage haben unsere Vorstöße gegen den Flugplatz großen Erfolg. Unsere Spähtrupps bewähren sich außerordentlich im Nahkampf und im Bunkernehmen. Mehrere gut eingebaute englische Felsenstellungen werden in kühnem Vorstoß genommen und zahlreiche Gefangene eingebracht. Zwei englische Jäger, . die es wagen, auf dem Flugplatz zu landen, werden durch die MGs unter Feuer genommen. Während sich eine Maschine bei sofortigem Start auf den Kopf stellt, geht die andere Hurricane in Flam men auf. Am 28. Mai herrscht lebhafte deutsche Fliegertätigkeit über Herakleion. Am Nachmittag greifen starke Verbände den Flugplatz und die Stadt an. Don unserem Gefechtsstand aus beobachten wir, wie die Kampfverbände ihre Bombenlast abwerfen. Große Brände auf dem Flugplatz und in der Stadt zeigen die große Wirkung. In den späten Nachmittagsstunden erreicht uns vom Kommandierenden General der Angriffsbefehl au Flugplatz und Stadt Herakleion am 29. Mai. Au einem Bergrücken wird fieberhaft an der Herrichtung eines Landeplatzes gearbeitet. Unter dem Schutz von Zerstörern, die sich später noch einmal auf Stadt und Flugplatz stürzen, gelingt diefes Husarenstück. Die in der Frühe des 29. Mai ausgesandtcn Spähtrupps kommen mit der Meldung zurück, daß der Engländer den Flugplatz geräumt hat! Sofort wird vom Kommandeur das Vorrücken der Einheiten befohlen. Wir sind überrascht. Der Engländer hat in aller Stille den Flugplatz und auch die Stadt geräunst. Unsere schnell vorgehenden Bataillone besetzten sofort den Flugplatz und die Stadt. Die Hakenkreuzfahnen wehen jetzt über den alten venezianisch-türkischen Bastionen, und soeben landet die erste deutsche Maschine, eine Ju52. Mit dieser Maschine soll der Kriegsbericht in die Heimat gehen und soll dem deutschen Volke davon künden, daß deutschen Fallschirmjägern nichts unmöglich ist. In neuntägigem hartem Kampf haben diese Männer den Engländer von Ostkreta verdrängt und damit im östlichen Mittelmeer den wichtigsten Stützpunkt genommen. Luftlandetruppen vor dem Flug nach Kreta. Unser Bild zeigt Gebirgsjäger kurz vor ih rem Start nach Kreta. (PK.-Jesse-Schepl-M.) . • ■ V t A ■ „F '-V • Die Wehrmachtberichte. Das deutsche OKW. meldet: Am Samstag: Berlin. 31.Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Insel Kreta fetzten die deutschen Truppen die Verfolgung des geschlagenen Feindes nach Osten fort und nahmen die Verbindung mit den bei heraklion stehenden deutschen Fallschirmjägern auf. Die Vereinigung mit den von Osten her weiter vorstohenden italienischen Truppen ist nur noch eine Frage kurzer Zeit. Deutsche Kampffliegerverbände bombardierten auch gestern wieder feindliche Truppenansammlungen und Rückzugsstraßen. Besonders wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Häfen an der Südküste, aus denen die Reste der britischen Truppen zu fliehen versuchen. Südlich Kreta griffen deutsche Kampfflugzeuge einen Verband britischer S^estreitkräfte an und beschädigten einen Zerstörer so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Auf die Insel Gaudos geflohene britische Verbände wurden angegriffen, eine Signalstation zerstört. In Rordafrika wurde ein nächtlicher Ausfall- versuch des Feindes aus Tobruk abgewiesen. Durch Artilleriefeuer konnte ein größeres britisches Munitionslager zur Detonation gebracht werden. Deutsche Sturzkampffliegerverbände bekämpften britische Flakstellungen bei Tobruk, Zerstörungsflug- zeuge beschossen mit Bordwaffen feindliche Truppen- ansammlungen. Deutsche und italienische Fllegerverbände griffen mit guter Wirkung Veiriebsstoff- lager des Feindes an. Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Heinrich Liebe versenkte feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 44 000 VRT. 3n der letzten Rächt wurden Häfen an der britischen W e st k ü st e erfolgreich bombardiert. Besonders im Gebiet des Mersey und in Hafenanlagen am Bristol-Kanal entstanden zahlreiche Brände. Der Feind flog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein. Bei den Kämpfen um Lhania am 25.5. zeichneten sich die Angehörigen eines Gebirgsjägerregi- ments Oberleutnant Bauer, Oberfeldwebel Burk- Ha r t w i e f e r, Feldwebel Faltermeier, Oberjäger Kehrer durch besondere Tapferkeit aus. 3m Kampf gegen Großbritannien war die Besatzung eines Aufklärungsflugzeuges Leutnant Hofmann, Unteroffizier Racke, Unteroffizier G a b - l e r und Obergefreiter M a f u h r besonders I erfolgreich. Am Sonntag: Berlin, 1.3uni. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf Kreta schreitet die Säuberung des Südteiles der 3nsel von ben Resten britischer und griechischer Truppen gut vorwärts Bel herapetra ist gestern die Verbindung mit den von Osten vor- gestohenen italienischen Truppen hergestellt worden. Bisher wurden rund 10 0 00 Briten und Griechen gefangen genommen. Südlich Kreta griffen deutsche Kampfflieger- verbände lächle britische Seestreitkräfte an, beschä- digten einen Zerstörer durch Bombenvollstresfer schwer und schossen vier 3agdflugzeuge vom Muster Hurricane ohne eigene Verluste ab. 3m gleichen Seegebiet versenkte die deutsche Lustwaffe ein Handelsschiff von 3000 VRT. sowie einen mit Munition beladenen Küslenschoner und traf einen kleineren Truppentransporter schwer. Flugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, versenkten am gestrigen Tage im Atlantik ein britisches Unterseeboot. Kampffliegerverbände bombardierten in der letzten Rächt kriegswichtige Anlagen an der westund Südküste Englands. Besonders im hafengebiel des Mersey entstanden größere Brände. Ostwärts peterhead wurde ein großes Handelsschiff schwer beschädigt. Am 30.5. vernichteten Kampfflugzeuge ein Vorpostenboot im Hafen von Fraferburgh. Kampfhandlungen des Feindes fanden über dem Reichsgebiet weder bei Tage noch bei Rächt statt. Am Montag. Berlin, 2. 3unl (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Kampf um Kreta ist beendet. Die ganze 3nsel ist frei vom Feinde. Deutsche Truppen besetzten gestern den letzten Stützpunkt der geschlagenen Briten, den Hafen von Sfakia. Gebirgstrüppen kämpften lm Vergge- lände nördlich Sfakia den letzten britischen Widerstand nieder und brachten dabei weitere 3000 Gefangene ein. Die deutsche Luftwaffe unterstützte wirksam diese letzten Säuberungsaktionen. 3m Seegebiet zwischen Kreta und Alexandria vernichteten deutsche Kampfflugzeuge aus einem Flottenverband heraus durch drei Volltreffer einen britischen Zerstörer. 3n Rordafrika Artillerie- und Spähtrnpp- tätigkeil vor Tobruk. Deutsche und italienische Kampfflugzeuge versenkten im Hafen von Tobruk fünf kleinere Transportschiffe und beschädigten mit guter Wirkung feindliche Flakbatterien. Stärkere Kampffliegerkräfte belegten in der letzten Rächt den britischen Versorgungshafen Manchester mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben. heftige Explosionen und ausgebreitete Brände verursachten neue große Zerstörungen in ^Industriebetrieben und Lagerhäusern. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Häfen an der Süd- west- und Lüdküste Englands. Südostwärts Aberdeen und nördlich Schottlands vernichtete die Luftwaffe zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 6000 BRT. und beschädigte ein weiteres großes Handelsschiff schwer. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt. Die strategische Bedeutung von Kreta. >Alfxandrette Mer$in Ada Ha SYRIEN CYPERN ihodos: Tripoli Dema 'I irisch' CYRE NAIKA S. lessar » Fugga .KAIRO )ODEKANE$: ;(Italienisch] 100 200 300km. 2=Andros= a---M na':>;T Ü R.\K E .Aidin , -‘ x iö'dis.......=3 Ekreta Mit der Eroberung von Kreta haben die deutschen Bombengeschwader eine neue Ausgangsstellung gewonnen, die in bedrohlicher Nähe zu den Punkten liegt, die für Englunds Stellung im Nahen Osten lebensnotwendig sind. (Scherl-Bilderdienst-M^ Englands „falsche Rechnung^ innerhalb deren jede Betätigung auf einem anderen Kriegsschauplatz als auf dem Atlantischen Ozean I und in den britischen Heimatgeldässern mit empfind- l liehen Versorgungslücken bezahlt werden mußte. Eine Landung auf dem europäischen Festlande, ohne daß auch nur so umfangreiche Vorbereitungen h getroffen werden konnten wie in Griechenland, ist so gut wie völlig aussichtslos und würde einen noch OasitälienischeHauptquartter meldete: jewk -13 die fror . Mmmenh Bi Ute d Me mit 3 We 3ur n 36000 B! »Mn m Wetze zu k IE' oer Dine umz । Lisgehaii |i dies ber „ichlid sic r,3ri5, 31 ju gebiete Lg ab. x L Darlar litte ® M ilen,6 V wie sie neuen großen Schiffsraumeinsätzen, wahrend er« wiesenermaßen die Handelsflotte nicht ausreicht, um das Land mit Rohstoffen, Lobensmitteln und Kriegsgerät zu versorgen. Aus einer Denkschrift aus der Zeit des Weltkrieges wissen wir heute, bafi. Großbritannien eine Handel sschi ff stonnage von etwa 6 Millionen BRT. benötigte, um die in Flandern und Frankreich stehenden britischen Truppen mit allem Erforderlichen zu versehen. Man weiß, daß sich die eigene und die den Briten dienstbare ausländische Tonnage in diesem Kriege auf etwa 29 Millionen Tonnen belaufen und durch Neubauten vielleicht um 2,5 Millionen Tonnen vermehrt hat. Davon sind aber etwa 10 Millionen Tonnen r- . vernichtet worden; behalten die Versenkungen das f '™ ' Tempo bei, das sie im ersten Frühlingsmonat 1941, M niil u — im April angenommen haben, so ist in bezug Militoem auf den Schiffsraum bald diejenige Gtenze erreicht, ' horon ioh» nn em anderen Wen Der Meich i haflul 1 /her 25. J*? pudern - Die amtlichen Stellen in London tun immer noch so, als ob ihr Optimismus nicht zu erschüttern wäre/ Mit der Zeit werden aber die deutschen Waffen- erfolge zu Lande, zur See und in der Luft diesem „Vorspiegeln falscher Tatsachen" ein Ende bereiten. Einstweilen versucht es London immer noch mit ber- bisherigen Methode. Zunächst erhebt sich in England ein mildes Frohlocken, wenn es gelungen ist, einen neuen Kriegsschauplatz^ schaffen. Man spricht von einer neuen Zersplitterung der deutschen und italienischen Streitkräfte und über«, geht mit Stillschweigen, daß die Achsenmächte.drei- mal so viel Einwohner zählen wie Großbritannien,' ' " ‘' Zersplitterung für die Gegner Deutsch- ch gefährlicher ist als für das Reich y C .‘1 1 . .. (TD AM .. X A n V* aA AV X A V VI 1A Wisse mit nr SBombai ltze Bersi »jung verl i N 792000 ui 120 Mill W etwas iw «Änb a |!fe einem sfstn Ra (türionsgefc n in Reuki ist sowie daß also die ; lands un gleit., ... , und seinen Verbündeten. Wenn dann aber der neue Kriegsschauplatz die Szenerie eines neuen „glänzenden Rückzuges" geworden ist, preist man sich selig, daß man einen drückenden Debetposten in der .. Schiffsraumbilanz losgeworden ist. ' Wir Deutschen sehen diesem Gebaren ein^s ,Hans Mph» im Glück", der mit einem Goldklumpen loszieht und «V nach einer Reihe von Tauschgeschäften mit größten Behagen den schweren Mühlstein in den Brunnen versinken sieht und mit leeren Händen weiteraeht, mit Kopsschütteln zu. Man weiß, daß jeder Aufmarsch an einer entlegenen Küste beträchtliche Mengen Schiffsraum bindet. Selbst wenn das alleinige Ziel des Krieges die Einsparung von Schiffsraum für die heimische Versorgung Englands wäre, bann hätte es keinen Sinn, auch nur das Mittelmeer zu verteidigen. Dann bliebe die gesamte britische Kriegsflotte am besten im Atlantischen Ozean konzentriert, um die Transporte von Nordamerika nach dem britischen Jnfelreich sicher zu geleiten. Alle paar Wochen versichert ein englischer Staatsmann, daß irgendwann einmal in absehbarer Zukunft die Briten die Offensive gegen Deutsch- land ergreifen und auf dem europäischen Kontinent landen würden. Man spielt also fortgesetzt mit Am Samstag: Rom, 31. Mai. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: In d'er Nacht zum Samstag haben unsere Flugzeuge die Hafenanlagen von La Valetta» bombardiert. Auf der Insel Kreta nehmen die Operationen unserer Truppen ihren Fortgang, um in engen Zusammenwirken mit den deutschen Streitkräften die gesteckten Ziele zu erreichen. Im Aegäischen Meer wurden von englischen Flugzeugen auf eine Ortschaft unserer Besitzungen Bomben abgeworfen. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Bodenabwehr abgeschosseii. In Nordafrika bombardierten deutsche und italienische Flugzeuge, die von italienischen Jagdflugzeugen begleitet waren, feindliche Flakstellungen in Tobruk. Am 28. Mai griffen deutsche Bomber feindliche Kraftwagen in der Nähe von Tobruk an und beschädigten nördlich von Marsa Matruk eine« Dampfer größerer Tonnage schwer. In O st a f r i f a hielt der tapfere Widerstand -unserer Truppenverbänbe gegen die überlegenem feindlichen Streitkräfte an. Am Sonntag: Rom, 1. Juni. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika wurde an der Süd front von Tobruk ein feindlicher von Panzern unterstützter? Vorstoß unter Verlusten für den Gegner abgt= wiesen. Die Luftwaffe versenkte einen mit Munition 'beladenen nach Tobruk fahrenden englischen Motorsegler. Die im Wasser treibende Besatzung wurde aufgefischt. In Tobruk wurden von anderen Flugzeugen Hafenanlagen und befestigte Stellungen mit Bomben belegt und ein Munitionslager zur Explosion gebracht. In der Nacht zum 31. Mai warfen englische Flugzeuge einige Bomben auf Bengasi-. Die Operationen zur vollständigen Besetzung de« Insel Kreta nehmen. erfolgreich ihren Fortgang- Die italienischen Abteilungen, die gestern die Fühlung mit ben deutschen Streitkräften ausgenommen haben, drängen den nach dem Südteil der Insel sich zurückziehenden Engländern nach. In O st a f r i k a wurden dem Feind bei dem Kämpfen der letzten Tage bei Debarek im Gebiet von Amhara beträchtliche Verluste beigebracht- , Im Gebiet von Galla und S i d a m o leisteten unsere Trupepn in mehreren Treffen erfolgreiche« Widerstand. Am Montag. Rom, 2. Juni. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom 2. Juni hat folgenden Wortlaut:: Jn Nordafrika haben Verbände der italienischen und der deutschen Luftwaffe im Hafen von Tobruk liegende Schiffe und die Anlagen des Stützpunktes Tobruk angegriffen. Fünf kleiner« Schiffe wurden versenkt. Flakbatterien erhielte« Volltreffer. Ein Brennstofflager geriet in Brandt In der Nacht zum 1. Juni haben britische Flug" zeuge Bengasi bombardiert. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Bodenabwehr abgeschossen- Die aus fünf Mann bestehende Besatzung wurvs gefangen genommen. Auf Kreta haben die italienischen Truppen gemeinsamem Vorgehen mit ben deutschen Einheiten die festgesetzten Ziele erreicht. In Ostafrik a ist bis Lage unoeLöndert. M b»s I und de ISeeleu h hier ! !, Fra en, ob ünbeten Mal ft i Kriegs chschiff ü Tage ihre t Rren Leic jj auf die W, die t : Ne und P heimk 8 tu sicher «D, (o fr 5 Nm ei W Keser be rRofen M» nach; Wiidiy er M abtrüni Michkeit: f Slyfai S,*n s ‘.'Mw 5», f)it Msen. ....‘Nanö r s« Ä Rt' iw ^?ssen ff’Njbi I ; ' i MS Kl fp nur' LSörPl Ri?i: j töt d b lN def Är 65 QU fe’“ V n^oti Ri vermeiJHtii Ende Juni 1940 beschlagnahmt; b) 10 Schiffe iackl Ms Seeleute in Mexs-el-Kebir erklärte Sarian: Auch hier kein anderer wirklicher Grund als der in ozu, jo fragte Sarian, fetzt die britische Regie- emes an- toi* seines Kolonialreiches aufrechtzuerhallen. 36 000 BRT. wurden von den Engländern in abtrünnigen Kolonien beschlagnahmt; c) 33 ffe mit 158 000 BRT. wurden von den Englän- ter. seit dem 26. Juni 1940 zur See beschlagnahmt; len Djm l emM n rniitp. WoiÄ ereituiyil enlanb, r[ einen im d-s Roten Meeres gestattet und damit den ^gländern Transporthilfe auf dem ägyptischen st ihrem ehemaligen Verbündeten so hart zu? dieser beharrliche Wille, die Französinnen und 'ü Franzosen auszuhungern? Wozu neben diesem ;>örien nach Zerstörung unserer materiellen Macht in Wirklichkeit mit großen Kosten von London unter- Mn wird? Wozu diese häufigen Aufrufe an die .lri se unserer Soldaten, sie möchten sich in den I höfischen Kolonien gegen ihre Offiziere auf- lch-n? - ^esmal, wenn Frankreich an die Hilfe Englands silierte, hat England Frankreich allein gelassen; St wenn England seine eigenen Jnter- 'ssn verteidigen wollte, ist Frankreich an seiner gewesen. England wolle Frankreich aushungern und M seiner Kolonien und Schiffe bemächtigen, ^mlt wolle es Frankreich verbieten, an einer UL«n europäischen Ordnung teilzunehmen und v verhindern, die Einheit seines Territoriums Z7e n n ft o f f machen. Auf dem ägyptischen Kriegs- ^uplatz muffen die Briten jetzt gegen das erfolg- «Ae Vordringen deutscher und italienischer ©treib ftifte ihren Einsatz von Menschen und Material »k'größern. Saher hat die Washingtoner Regierung in nordamerikanischen Schiffen das Befahren Großbritannien hat bisher europäische Kriegs- Mplätze ausprobiert, die dem Jnselreich verhalt- Entschloffen, meine Pflicht zu erfüllen, erkläre ich nach der Bombardierung von Sfax, daß ich mehr als je entschlossen bleibe, dem Recht Frankreichs jen ch»»« | n Tenn ingen te mat 1911 » 6" 6* re! r feinüJ an unö" ruf ei--' h5 ** man fj Verstärkter Einsatz der Tlachbarschastshilfe. Zur weiteren Vertiefung der Arbeit wurde zwi- scheu dem Seutschen Frauenwerk und der NSV. ein Abkommen über die Zusammenarbeit der Hilfsstellen „Mutter und Kind" mit dem Mütterdienst und dem Hilfsdienst des Seutschen Frauenwerks getroffen. Ser Sinn der Zusammenarbeit liegt vor allem darin, daß das Wirken der Hilfsstellen „Mutter und Kind" eine Ergänzung durch den Willen zu nachbarlicher Hilfsbereitschaft findet, den neu zu wecken und zu entwickeln sich das Seutsche Frauenwerk zur Aufgabe gemacht hat. Zugendarrest als Polizeistrafe. Sas Reichsjugendgerichtsgesetz war bereits dahin geändert worden, daß in einer polizeilichen Strafverfügung gegen einen Jugendlichen auch Jugendarrest festgesetzt werden darf. Ser Reichsinnenminister hat nun bestimmt, daß die Frist für die Einlegung der Beschwerde in solchen Fällen an die nächsthöhere Polizeibehörde drei Tage betragt. Sie nächsthöhere Polizeibehörde entscheidet endgültig. arichrtftletter: Dr. Friedrich Wichet m Lange. Stellv ercreter bei ^Nettere: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Polttll unv Bilder: I. B. Ernst Biumschein, für oa3 fteuiUeton: $>r. £xut0 Zfjpnot • - rür Smv' Gießen. Lrooin», fijictdiau u. Sport: Ernst Biumichem. Prüll unv Beciag Brühl,che Unioeriimtsocullerei Lange K G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hani BeL BerantwoE tür denZnüEder Luetavu LüudorLLmorel ue, bam Meer > britis -rifo ntt 1. r Staais, >arcr £ i DeH Kontinvl eletzt r )rend tt reicht, ia Wn uj Veirkschr leute, bd afle Inw ran wri dienstbs auf I Ne m in Neukaledonien, den Gesellschaftsinseln von Uiti sowie auf die Angriffe auf Sa bar, wo sich feilleil des Goldes der Bank von Frankreich be- p, und den Mord der wehrlosen 1500 französi- n den Engländern aufgebracht und Ht, wie sie behaupten, kontrolliert und wieder fngelassen worden. Unter Nichtachtung aller gl s e tz e zur See hat sich die britische Adfni- tat, soweit es Frankreich betrifft, angewöhnt, Recht Der Kontrolle in ein Recht der Prisen- hme umzuändern und zwar sogar dann, wenn aufgehaltenen Schiffe ohne Ladung waren. 'S dies beweist nur zu gut, daß nglanb sich uns gegenüber einem Krieg der iralerie hingegeben hat, um einerseits auf un- e Kosten den ständig wachsenden lonnage- tust seiner versenkten Schiffe zu ersehen und die französische Bevölkerung auszuhungern. usammenfassend erklärte Sarian: Sie Bilanz Ml.'r Akte der Seeräuberei umfasse: a) 90 iffe mit 370 000 BRT. wurden von England t! , " U1“11 , , — '".t- ressen leiten lassen würde, ganz gleich, W-s auch die Haltung Frankreichs während des Man brauche nur an 1919 zu denken. einer siegenden angelsächsischen Welt werde t’frutireid) nur ein Dominion zweiten Ranges sein, -^Fremdkörper in einem System, wo es keine e 'krwerte Rolle spielen würde. . mit dein Marschall weigere ich mich, diese E Achtung zu akzeptieren. Von Marschall P e - n®0 ln der Politik der Wiederaufrichtung und : Diederaufbaues beauftragt, ist es erklärlich, ih der Gegenstand der britischen Wutausbrüche »ie es auch natürlich ist, daß London sich deins 9^en Frankreich die zweifelhaftesten Emi- « As :crt'"n auszuspielen. Mag man Frankreich wie ein ! in ®r’'f1 Tm?nfafe5 Irland behandeln oder w'e eine Ko- weniger wichtig; denn ich handele so, rSW;, r rantreid) wieder den Platz einer Großmacht wropa und in der Welt einnehmen kann. Las erfordert, daß es an der Konstruktion neuen Ordnung teilnimmt, das erfordert daß es so handelt um die Stunde des Kikdens zu beschleunigen. Frankreich braucht Frieden, um zu leben und zu wachsen. en Gebietes eine Erkläruno von weitgehender Be- tung ab. Zum Luftangriff der Briten auf Sfax e Sarian aus: Wenn man die letzten Monate rsehe, so sei keine Woche vergangen, in der nicht englisches Attentat auf die fran- fische Marine erfolgt sei. „Insgesamt find dem Waffenstillstand 14 3 unserer Schiffe von t'j HKjse ihre toten Kameraden beisetzten, sozusagen S ui »eren Leichen ermordet worden. Und diese Män- itr, auf die man geschossen habe, seien dieselben | |p) fen, die kurz vorher in Sünktrchen, Cherbourg, euljty il “k haore und Brest sich aufgeopfert gehabt hätten, chen 3>?1 rr, >ie Heimkehr der britischen Soldaten auf ihre und irakischen Kriegsschauplatz in Aussicht gestellt. Aber auch die Amerikaner tonnen die hierfür einzusetzende Tonnage nur aus dem einen Reservoir nehmen, das auch die britische Heimatversorgung speist. Sas Entscheidende ist, daß die Oelzusuhr nach dem Mittelmeer (aus Iran) und die Versorgung der britischen Truppen in Aegypten und im Irak auf weiteren Wegen vor sich gehen als die Versorgung der britischen Streitkräfte auf den bisherigen europäischen Kriegsschauplätzen. Sas Beispiel des Balkanfeldzuges hat gezeigt, daß ein starker .Schiffseinsatz angesichts der gegnerischen (der deutschen und italienischen) Truppen mit sehr beträchtlichen Tonnageverlusten erkauft wird. In den Gewässern um Griechenland sind im April d. I. rund 400 000 BRT. Handelsschiffsraum verloren gegangen. Aehnliches' wird von dem Schiffseinsatz an der Schwelle Afrikas und Asiens erwartet werden können. en uin Dil«., Frankreich als Seemacht zu zer- j Kör e n , obwohl wir noch am 3. Juli 1940 die I Mündeten Großbritanniens waren." )peraM I Emirat Sarian erinnerte an den Heberfall eng- in enffl ist x Kriegsschiffe auf das gestrandete französische treitkch Zy ichtschisf „Sünkircken" am 7. Juli 1940. An I ptn Tage seien 200 französische Matrosen, die m bew _ , _ „ , , „ je enej d)' 3 Schiffe mit 142 000 BRT. wurden auf Ver- manbeir; fernen der Engländer in Amerika blockiert; A r) Zchiffe mit 86 000 BRT. gingen seit Juli 1940 che Wch WrÜoci ei )uif) Bombardierungen, Torpedierungen oder frei» ölige Versenkungen angesichts der englischen Droung verloren. Im ganzen ist das ein Verlust 792 000 Bruttoregistertonnen die einen Wert ICH 120 Milliarden Franken darstellen, das heißt die etwas mehr als das, war wir nach dem Waf- senMstand an Seutfchland gezahlt haben. Vit einem weiteren Hinweis auf den e n g - ifh e n Raub der weit von den militärischen )pl:ationsgebieten liegenden französischen Besitzun- L/‘W lber«tei‘ firi 7« ix tr 7‘^ii ''«Nu Vor einem Fahr. Am 2. Juni 1940 nach vorläufigen Feststellungen 330 000 Engländer und Franzosen in Flandern und im Artois gefangen. Neue Schiffsversenkungen bei Sünkirchen. Luftangriffe bis in das Rhonetal und nach Marseille ausgedehnt. Arn 3. Juni 1940 Kampf um Sünkirchen vor dem Abschluß. -Ueberraschende Angriffe der Luftwaffe auf die Basis der französischen Luftwaffe um Paris. In Luftkämpfen 104 feindliche Flugzeuge abgeschossen, in Hallen oder am Boden 300 bis 400 Flugzeuge zerstört. Flakartillerie erzielt 21 Abschüsse. auf die freie Verfügung über seine Häfen und seine Verbindungswege Achtung zu verschaffen. Auf Gedeih und Verderb mit Marschall Pätain verbunden, ist unser geliebtes Vaterland noch reich genug an Würde, um keine gewalttätigen Verletzungen seines Bodens nach Beleidigungen seiner Flagge hinzunehmen. Französische Protestnote überreicht. Genf, 2. Juni. (SNB.) Sie Agentur OFJ. berichtet aus Madrid: Ser französische Botschafter Pietry hat dem englischen Botschafter Sir Samuel Hoare persönlich eine Protestnote der französischen Regierung gegen die Bombardierung von Sfax überreicht. Sie beiden Botschafter hatten eine lange Unterredung, in der sie die Angelegenheit ausführlich erörterten. Dritter englischer Llebersall auf Sfax. Madrid, 2. Juni. (SNB.) Aus Tunis wird gemeldet, daß om Samstagmorgen erneut drei englische Flieger den Hafen von Sfax angegriffen haben, wo das italienische Schiff „Florida" 3,5 km vom Kai entfernt von Bdmben getroffen wurde. NAHeren Schiffsrau-maufwand erfordern als die h. ‘ Irrigen britischen Invasionen in Europa. !? M 'Oroftbri....... ..... JS ermäßig nahe liegen und in denen eine zahlreiche tfänbifaje Bevölkerung als Waffengenossen und giftige Helfer zur Verfügung stand. Ser Feldzug 3 Nordostafrika und im nahen Orient jfat ungleich größere Ansprüche an den Nachschub xd damit an die Handelstonnage als. die dis- igen Feldzüge. Besonders fühlbar wird sich das der Versorgung der Flotte mit Bagdad aufgegeben. Bagdad, 1. Juni. (SNB.) Nachdem starke englische Panzerkräfte von allen Seiten die unbefestigte, durch keinerlei natürliche Hinderniffe ge- jchützte Stadt Bagdad umstellt hatten, hat der Bürgermeister die Stadt den Engländern übergeben, um unnötige Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Sie Kämpfe dicht hinter der Stadt nehmen mit unverminderter Heftigkeit ihren Fortgang. Flüchtlinge aus Bagdad melden, daß die Engländer in der irakischen Hauptstadt ein wahres Schreckensregiment errichtet haben. In den ersten 48 Stunden der Besetzung wurden über 700 Verhaftungen und eine Reihe von Erschießungen unter der Bevölkerung vorgenommen. Unter den Verhafteten befinden sich auch die Frauen und Kinder englandfeindlicher Politiker und Militärs. Ser englische Kommandant hat den Belagerungszustand verhängt, da es zu Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung und den britischen Truppen gekommen war. „Oer Kampf geht weiter.^ • Beirut, 2. Juni. (Europapreß.) Unter dem Titel „Ser Kampf geht weiter" hat das Nationalkomitee zur Verteidigung des Iraks in Samaskus einen Aufruf erlassen, in dem betont wird, daß sich die irakischen Freiheitskämpfer durch die Entwicklung in Bagdad nicht entmutigen ließen. Sie Stunde, da Großbritann jenen d- gültig weichen müsse, sei vielleicht näher als man ahne, heißt es in dem Aufruf. Frankreich erkennt das wahre England Jääj Klare Feststellungen des Admirals Oarlan. duffe baris, 31. Mai. (SNB.) Vizeministerpräsident Ad- M Sarian gab der französischen Presse des be= Widerslc ilfc tandig erneuerte moralische Angriff überlegt" l«l!ch abtrünnigen Rundfunksenders, der aber in \w* n ffiortk- iidfroM unterW egner Ä ittWj chen^ deren M »Hungen ier zur: Ulii^ Ben9^ .füglich der Ansichten, daß ein Sieg Englands rnbie i' ’’1:r-reid) wieder wie einst erstehen lasse, müsse if-enoir' ! sagen, daß man selbst in dem unwahrschein- 1 der. I1 Falle, eines englischen Sieges sehr gut wisse, 1 L r 5 n g I u n b sich nur von seinen eigenen Kuchen und So lecker ein solcher Kuchen schmeckt, so viel Mühe hat es der Hausfrau gemacht, ihn herzustellen, Butter, Zucker und Eier zu verrühren, mit Vanille, geriebener Zitronenschale, einem Schuß Rum zu würzen und mit Milch und Mehl zu kneten - eine gute Stunde lang, bis endlich der Teig richtig gemischt ist! Ja,Mischen macht Arbeit; und das richtige Mischen ist eine Kunst. Sie bringt Gunst. Die Menschen lieben ja richtig Gemischtes, auf dem Kuchenteller ^vie in der Kaffeetasse. Warum wird denn der JTornfrancfi so gern getrunken? Weil er immer richtig gemischt ist! Weil das Röstgut schon in der Fabrik so fein abgestimmt und genau ausgewogen worden ist, wie es die Hausfrau nicht könnte. Nun hat sie es leicht: sie braucht diese mundgerechte und sozusagen tischfertige Mischung nur noch richtig zuzubereiten. 1 Eßlöffel voll J&rnfrancfi auf 6 Tassen! Und nur überbrühen, nicht kochen lassen! Denn er ist sehr ausgiebig! Zum Scheuem und Putzen stets benutzen! (Weit eig tlajr den bc im 74. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Katharine Hofmann Wwe., geb. Lepper Familie Ludwig Hahn IProip-d-Chenttab. I SchneidetWiesbaden] 2461 D | Kaufgesuche 11 Verschiedenes | 2Sä Verloren! auf dem Wege IVIIUIUUi Bergstraße-Lud- n:nn Bing M Gießen, den 31. Mai 1941. 2459 D Mietgesuche | ■ Dienstag ■ 2460 D UÄ WüMtke. Ivü&uckküt Üeutldilands größte Sausparkasse Beratung durch örtliche Mitarbeiter 2457 A Stadttheater CH EM. REINIGUNGSWERKE Ein GdF.-Bausparvertrag sichert Ihnen eine günstige Gesamtsinanzierung Ihres Bau- oder Kaufvorhabens. Sonntag C a f 6 Wien. Abzug, geg. Belohnung im Cafs Wien. Familie Ludwig Oßwald Familie Wilhelm Hofmann Wolf-Albach-Retty Ursula Herking Flockina v.Platen Arbeitsbuchpflicht nun auch für ausländische Saisonarbeiter. Familie Wilhelm Kreiling und 6 Enkelkinder. Christian Gollong Elga Brink I |ögm. 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Sie wurde, dem Anträge des Anklagevertreters entsprechend, anstelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu einer G e l d st r a f e von 50 R M. verurteilt. Strafmildernd wirkte der Umstand, daß die Angeklagte bisher unbestraft ist, daß sie keine Vorstellung von dem Wert des Ringes hatte und daß das Schmuckstück der Eigentümerin zurückgegeben wurde. Straferschwerend wirkte dagegen der grobe Dertrauens- mißbrauch. Der K. Sch. in M. hatte sich wegen Unterschla- Sunb Ehebruchs, seine Ehefrau E. Sch. wegen ruchs zu verantworten. Der Angeklagte hatte im^März v. I. 72,04 RM. und im Juli v. I. 167 RM., die ihm von einer Frau zur Begleichung -von Rechnungen übergeben worden waren, für sich behalten. Beide waren auch des Ehebruchs, begangen vor ihrer jetzigen Ehe, beschuldigt. Die Angeklagten waren geständig. Der Angeklagte wurde Schreibhilfe tägl.einigeStun- den, gesucht. Bewerbungen an die 2402Ü Univ. Bibliothek. wegen Unterschlagung in zwei Fällen zu einer Gesamtgeldstrafe von 100 R M., beide Angeklagte wegen Ehebruchs zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Bezüglich der Unterschlagung wurden die seitherige Unbescholtenheit und die Notlage des Angeklagten, sowie der Umstand, daß das Geld zurückerstattet worden ist, strafmildernd in Betracht gezogen. Hinsichtlich des Ehebruchs vertrat das Gericht mit Rücksicht auf die Heiligkeit der Ehe den Standpunkt, daß die Tat mit einer Geldstrafe nicht gebüßt werden könne. Das Pulverfaß. NSG. Der Wald ist nicht nur als Stätte der Erholung, als Picknick-Platz und Aufenthaltsort für Dichter und Verliebte wichtig: Der deutsche Wald ist auch einer der wesentlichsten Teile unseres Volksvermögens und eine unserer bedeutendsten Rohstoff- guellen. Ganz zu schweigen von seiner Aufgabe als Sauerstofferzeuger, als Wetterrsgulator und Windschutz. Aber viele Volksgenossen scheinen ihn ausschließlich als Objekt des Vergnügens anzusehen. Sie spazieren darin umher — was man ihnen durchaus gönnt i— und rauchen: was aller- Witwe 35-40 Jahre, mit ein. Kind, möchte sich gerne bald wieder verheiraten. Mann zw. 35-45 Jahren erwünscht. Zuschr. unter 2467V an denGieß.Anzeig. «ft kost, °»e 30 9 IpimI 13, $ eellerik «'N 10 R SS J? Akt n PSi Einf. möbl. Zimmer sucht solider, 63i. Witwerm.Ruhe- geld. Bin Dauer- miet er. Schriftl. Angeb. ii. 01877 an d. Gieß. An;. (Andenken). Ab- mgeben gegen Belohnung Bergstraße 32. Ein froher und heiterer Ufa-Film, der auf seine eigene und unbeschwerte Art erzählt, wie Stadt und Land so verschieden sind und wie sie in der Liebe junger Menschen doch immer ____________________ zu einander finden____________________ Jteuejie &eutMic'WodienMiau Heute Dienstag Neuaufführung I Lichtspielhaus Täglich 3.30, 5.30, 8.00 Uhr Jugend ab 11 Jahre hat Zutritt! Am 1. Juni, vormittags 8*/z Uhr, verschied sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber, guter, treusorgender Mann, unser lieber, herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Heinrich Wilh. Hofmann, Rangiermeister i. R. v? Ma' ii Ln eiger ' "'Men ii) das ' »« handel b tpa ,l Wich d« dings zuviel des Guten ist. Rauchen rm trockenen Walde ist nämlich fast dasselbe wie Rauchen am offenen Pulverfaß. Das ist nicht übertrieben. Zwar pflegt der Wald nicht zu explodieren, aber der Schaden, den Raucher im Walde angerichtet haben, ist viel viel größer als der von Explosionen. Ein unscheinbarer Funke, den der Wind verwehte, ein unbeachteter Stummel, ins Gestrüpp geworfen, und es entsteht daraus ein Waldbrand, der unermeßlichen Schaden für das ganze Volt bringt. Trotz aller Strafmaßnahmen entstehen immer wieder Waldbrände durch Fahrlässigkeit. Wir wünschen nur eines: daß jeder, der dabei erwischt wird, einmal über einem offenen Pulverfaß rauchen müßte. Wetten, daß er dann geheilt wäre? Entrümpelt die Dachböden! Während die Entrümpelung der Dachgeschosse bei Krieasanfang im allgemeinen befriedigend durchgeführt war, mußte in letzter Zeit festgestellt werden, daß in den Bodenräumen Gebrauchsgegenstände wiederum in übermäßiger Menge aufgespeichert worden sind. Es kann nicht oft genug auf die Wichtigkeit gerade der Entrümpelung für eine Am heul W Ope 'iederholt. 6:r Dienst Lrwin Som ® Eonberoer ragsprogr Bitten m jfemmen S-Gem Eurelle Mimg t> ingen. ( Dh diese Ä von yers uir lch die tn Reich n Cchrif riung eir nein. 6 Radio Gleich-od.Wechselstr., gebraucht, auch defekt- KiMerfl 2 Kochstellen, o. Schiff, zu kaufen aesucht. Schriftl. Angeb. u. 01880 an o. Gieß. An;. | Empfehlungen] Achtung! Grasmäher u. sonstige Schneidewerkzeuge schleift E. Horn, Bahnhofstr. 29. Karte genügt.. Erwin Guido Menheyer liest aus eigenen Werken Die Mitglieder des Goethe-Bundes und der Kulturellen Vereinigung (fr. Kaufmann. Verein) haben auf Mitgliedsausweis (G.B. Nr. 4 und K.V. Nr. 11) bis zu drei Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben die Mitglieder des Vortragsringes der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Eintritt. Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontrollabschnitt Nr. 11 Karten zum ermäßigten Preis von 50 Pf. Mitglieder der NS.-Franensdhaft, des Land- schaftsbnndes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum Preis von 75 Pf., Nichtmitglieder zu RM. 1.25 bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltungs- rlnges der KJ. erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 30 Pf., Studenten, Militär und die übrigen HJ.- und BdM.-Angehörigen zu 40 Pf. üliöito * Ami gesucht für leichte sitzende Beschäftigung Mi- AMMlM von Wieseck bis Philosophenwald verloren. Abzugeben geg. Belohnung a. d. Jundbüro. 01878 Mündlichkönnen Sieesnurvenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Plötzlich und unerwartet verstarb am 1. Juni 1941 unser lieber Kamerad TN.-Gemeinschaftsführer Heinrich Lehrmund Führer des Bereitschaftsdienstes 06.1X 93 Gießen Inhaber der Nothelfernadel in Gold, des TN.-Ehrenzeichens 1922 des Kriegsverdienstkreuzes II. Kl. mit Schwertern und des Luftschutzehrenzeichens II. Stufe. Mit ihm ist einer unserer Besten heimgegangen. Durch seinen aufrichtigen Charakter, sein stets freundliches und hilfsbereites Wesen und seine treue Kameradschaft hat er sich ein bleibendes Andenken in der OG. gesichert. Der Führer der Technischen Nothilfe OG. IX/93 Gießen Schuchmann, Gefolgschaftsführer. . ______________________________2463 D Geburtsanzeigen bei Brühl. Gießen Verkäufe Bett mit Matratzen zu verkauf, oisve Frankfurter Straffe 75 v. wirksame Brandabwehr hingewiesen werden. Da; |Jr \L Reichsluftfahrtministerium hat die Luftgaukomman. dos angewiesen, eine sofortige Überprüfung de? Entrümpelung anzuordnen. In diese Ueberprüfung- werden auch die übrigen in den Gebäuden durchs . a führenden Brandschutzmaßnahmen einbezogen, roid. |' fljjw die Bereitstellung von Luftschutzhandspritzen, Feuer. ! ™ patschen, Wasser- und Sandvorräten usw. Al M.129 Swettes Blaff Aus der Stadt Gießen. Sorfotnmer. Hat der Mai den schönsten Blütenzauber entfacht, so führt uns. der Juni dem Höhepunkt köstlicher Entfaltung entgegen. In diesem .Monat öffnen sich die Rosenknospen, um ihre königliche Pracht zu zeigen, an der wir uns bis zum Herbst erfreuen können. Aus den Anlagen strömt der Wohlgeruch der Jasminbüsche, und von den hohen Bäumen kommt die schwere Süßigkeit des Duftes der Lindenblüten. Es ist ein einziges Jubilieren in Duft und Farbe. Dazu gesellt sich die schwellende Ueppigkeit der Graspolster und Getreidefelder und die romantische Schönheit, die jetzt unseren Wäldern eigen ist. Mitten in der schönsten Erfüllung aber wendet sich das Blatt. Die sprichwörtliche Redensart, die im alltäglichen Leben soviel wie grundsätzlichen Vandel bedeutet, verdanken mir dem Juni. Denn etwa in der Mitte des Monats wenden sich tat» ächlich die Blätter an den Bäumen, was deutlich Verdunkelungszeif 3. Juni von 21.37 bis 5.04 Uhr. Mwiuiin iiMiLmi mim -eyug kennzeichnet, daß der Höhepunkt erreicht ist. Doch nicht allein dieser Vorgang, ein weit wich- igerer tut es kund: die Sonne erreicht ihren höch- ten Stand in der zweiten Hälfte des Monats. Am !1. Juni begehen wir die Sommersonnenwende. Der Juni hat die Aufgabe eines Mittlers mischen den Jahreszeiten. Er schenkt uns die ölütenpracht in verschwenderischer Fülle, es ist ihm wch manches von dem Liebreiz lenzlicher Ursprüng- ichkeit eigen, aber er öffnet auch bereits das Tor ! ür den beginnenden sommerlichen Reigen. Warme Wuchtigkeit soll er nach den Wünschen der Bauern ringen, damit die Wachstumskräfte sich üppig ent« alten, ehe die Hitze im Juli und August den Segen des Sommers gar kochen kann. „Juni feucht nd warm, macht den Bauern nicht arm", aller „Vor mhannis (24.) bitt' um Regen, nachher kommt er ngelegen." Im allgemeinen aber ist von diesem lionat, der seinen Namen von der Göttin Juno hat, >i sagen, daß er die erquickende Luft und die ein- rucksvolle Schönheit des Vorsommers zu bescheren »eiß. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Boccaccio". - Gloria-Palast (Seltersweg) : „U-Boote west- Härte". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Hei- natland". Staditheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird zum ersten Male die fro^e Operette „Boccaccio" von Franz v. Suppe wiederholt. 32. Dienstag-Miete (letzte Vorstellung ter Dienstag-Miete). Erwin Guido Kolbenheyer lieft in Gießen. Vom Goethe-Bund miwb uns geschrieben: Als konderveranftaltung und zum Abschluß des Vortagsprogramms 1940/41 wird der Goethe-Bund Ließen im Rahmen des Gießener Vortrogsringes zu lammen mit der Volksbildungstätte Gießen der jIS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und der 'Kulturellen Vereinigung am Montag, 9. Juni, eine ßesung des Dichters Erwin Guido ^Kolbenheyer d ingen. Es bedarf keines beionderens Hinweises, iß diese Dichterlesung für unsere Universitäts- hbt von hervorragender Bedeutung ist. Kolben- yers umfangreiches dichterisches Schaffen wurde . nd) die Verleihung des Adlerschildes des Deut- hen Reiches 1938 ausgezeichnet. Der Dichter wird in Schrifttumsfreunden unserer Stadt mit seiner fung ein wertvolles literarisches Erlebnis ver- i itieln. Gießener Vochenmarklprelse. \ Gießen, 3. Juni. Auf dem heutigen Wdchen- itarft kosteten: Molkereillutter, % kg 1,80 liatte 30 Rpf., Käse das Stück 8 bis 9, Kartoffeln» ite, 5 kg 47, neue' V- kg 25, rote Rüben 10, eoinat 13, Spargel 40 bis 80, Rhabarber 15, Lauch ri, Sellerie 21, Salat 10 bis 20, Radieschen, das k und 10 Rpf. Gießener Gtadttheater. Franz von Suppe: „Boccaccio". Aus der unwahrscheinlich großen Zahl von bereiten, die Franz von Suppe (1820 bis 1895) Moen Quartetten, Symphonien, Ouvertüren („Dich- lei und Bauer") und Liedern geschrieben hat, ist kr „Boccaccio" aus dem Jahre 1879 bis heute dii mit Recht bekannteste und beliebteste geblieben: ti gutes, dankbares Repertoirestück, das immer Dieb er eine Neuinszenierung lohnend macht. Der Erfolg und die Wirkung begründen sich in der ein» htereidjen, liebenswürdig und geschmackvoll melo- diichen Partitur und in der ebenso dezenten wie llmorooUen Art, in der das Libretto von Zell unD ®enee das immerhin delikate und nicht ganz ^verfängliche Thema aus dem großen Stoffkreise h‘ italienischen Renaissance ausgenommen und vor- fragen hat: so nämlich, daß das Werk wie eine Here, in Musik aufgelöste Illustration zum „Deka- Ncrone" wirkt, zu einem Motivreigen aus des qtcaccio weltberühmter Geschichtensammlung. Eines hi galanten Abenteuer des jungen Herrn Giovanni h Florenz wurde hier in einer auch kulturgeschicht- N reizvollen Einkleidung zu neuem Leben erweckt, htem der Dichter, offen und ohne Maske oder wie h selige Harun al Raschid verkleidet und uner- hmt, durch die Straßen seiner reichen und schönen Gtebt wandert, viesfältigen Stoff und galante An- mgen für seine witzigen Geschichten findet und persönlich dabei nicht zu kurz kommt. ‘ l>err Reinhard Lehmann vom Hessischen Lan- ^:beater in Darmstadt als Gast hatte die Spiel- I'itjng; seine Inszenierung war durch eine üppige Ausstattung und bewegte Massenszenen, besonders in ersten und zweiten Akt, gekennzeichnet. Die tierischen Szenenbilder stammten von Herrn Affler. (Die Möbel von dem Ristorante im rsten Akt erschienen für unsere Auffassung ein Btr ig zu neuzeitlich.) Herr A p e l t wirkte, unter» füzt von Herrn Richters Chorführung, am lir.gentenpult; er brachte die vielfach opernhast beit instrumentierte Partitur füllig und schmieg- zum Klingen. Auch die Tanzgruppe, von Jrm- 8^> Trömel geführt, fand Gelegenheit, das Bild Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Wissenschaftler-Besuch in Ungarn. Prof. .Georg Herzog vertrat die Universität Gießen. Auf Einladung der ungarischen Regierung sand vom 2. bis 22. Mai eine Ungarn-Reise deutscher Wissenschaftler statt. Die Teilnehmer der Reise wurden namentlich mit den Einrichtungen der ungarischen Universitäten Budapest, Debreczen, Klausenburg und Fünfkirchen bekannt gemacht. Darüber hinaus wurde auch die Pußta und der Plattensee besucht. Die Reise in Ungarn geschah in einem Autobus, unabhängig von der Eisenbahn; diese Art der Reise gewährte den Teilnehmern reiche Möglichkeit, sich auch Land und Leute anzusehen, insbesondere kam man dadurch auch mit den zahlreichen Volksdeutschen Dörfern in Berührung. Allgemein war man erstaunt über die vorzüglichen Einrichtungen der Universitäten und namentlich der medizinischen Institute und Kliniken. So hat z. B. Debreczen ein Universitäts-Hauptgebäude, wie man es kaum in Deutschland findet. Dort sind die Kliniken, weitläufig in einem alten Eichenwald untergebracht und durch unterirdische Gänge verbunden, sehenswert. Besonderen Eindruck machte auf die Teilnehmer die „Bäderstadt Budapest" mit ihren zahlreichen warmen Quellen und ihren vorzüglichen baineologischen Einrichtungen. Unter den 35 Wissenschaftlern war zur Teilnahme von der Universität Gießen Professor Georg Herzog, der Leiter des Auslandsamtes der Dozentenschaft an der Universität Gießen^,aufgeforde't worden. Außerhalb des Rahmens der Ungarnreise hielt Professor Herzog am 7. Mai in Budapest vor dem Aerzteverein der hauptstädtischen Krankenhäuser in Budapest einen Vortrag aus dem Gebiet der Geichwulstpathologie. Im Herbst dieses Jahres wird auf Einladung Deutschlands ein Gegenbesuch ungarischer Wissenschaftler stattfinden. Es ist beabsichtigt, bei dieser Reise die ungarischen Gäste auch in die Universitätsstadt Gießen und in das mit der Gießener medizinischen Fakultät verbundene Bad-Nau- h e i m zu bringen. Wir sind gewiß, daß die ungarischen Gaste in Deutschland eine ebenso große Gastfreundschaft und eine ebensolche herzliche Aufnahme finden werden, wie sie eben unsere deutschen Wissenschaftler in Ungarn genießen konnten. Es gilt, in Krieg und Frieden mit den uns verbündeten und befreundeten Völkern möglichst enge Verbindungen zu unterhalten. Die Wissenschaft ist dabei in kulturpolitischer Hinsicht ein wichtiger Faktor. Schutz -er Gesundheit bei großer Hitze. 12 beherzigenswerte Gebote. Das Reichsgesundheitsamt hat folgende Ratschläge über das Verhalten bei großer Hitze zusammen- gestellt: 1. Die Kleidung sei leicht, nicht zu eng anliegend und nach Möglichkeit hell. 2. Der Kopf soll im Freien bei greller Besonnung bedeckt sein. 3. Es ist nicht ratsam, sich zum Braunbrennen stundenlang in die grelle Sonne zu legen. Stets ist stdoch der Kopf vor praller Sonnenbestrahlung zu schützen. 4. Früh und abends kühl abwaschen, nach Möglichkeit duschen ober baden. 5. Beim Baden nicht sofort ins Wasser springen, sondern erst allkühlen. Herz- und Nackengegend vorher naß machen. Vor dem Schwimmen den Kopf ganz untertauchen. 6. Die Nahrung sei flüssigkeitsreich. Kühle und fettarme Speisen sind zu bevorzugen, ebenso Obst und Fruchtsäfte. Alkoholische Getränke sind zu meiden. 7. Verderbliche Nahrungsmittel, vor allem Milch und andere Molkereiprodukte sowie Fleisch, sind kühl und fliegcnfidjer aufzubewahren. 8. Durststillend wirken unter Umständen auch warme Geträn-ke, wie dünner Tee und dünner Kaffee. Unmäßige Flüssigkeitsaufnahme ist in jedem Fall zu vermeiden, da sonst durch großen Schweißausbruch Abnahme der Leistungsfähigkeit eintritt. 9. Die Wohnungen sind nach Möglichkeit durch Vvrziehen der Dorhärrge oder Herunterlassen der Rolläden vor unmittelbarer Besonnung zu schützen und kühl zu halten. Nachts sind, wenn irgend durchführbar, die Fenster geöffnet zu halten, morgens und abends empfiehlt sich kräftige Durchlüftung der Wohnung. 10. Pflege und Ernährung des Säuglings müssen in heißen Tagen besonders sorgfältig durchgeführt werden. Zu warmes Einpacken ober Betten fördert das Auftreten des sommerlichen Brechdurchfalls. Flaschenkindern Nahrung einschränken. Durst mit allgekochtem Wasser oder leicht gesüßtem, dünnem Tee stillen. Tiermild) verdirbt leicht bei Hitze, deshalb kalt aufbewahren. Vor Verabreichung Nahrung auf Verderbnis prüfen. Säugling öfters, aber nicht kalt oder kühl abwaschen. Im Freien vor der prallen Sonne schützen. 11. Bei Hitzschlag, Sonnenstich ober sonstigem Uellelbefinden Kleider öffnen, damit freie Atmung gesichert wird. Liegt keine Ohnmacht vor, so gebe man dem Kran-ken in kleinen Schlucken Kühles zu trinken. Ratsam ist kalter Kaffee usw. Bei Ohnmacht Kölnisches Wasser riechen lassen. Kühle nasse Tücher auf den Kopf. Falls Atemnot eintritt, künstliche Atmung einleiten und ärztliche Hilfe herbeiholen. Auf jeden Fall den Betroffenen in den Schatten legen. 12. Die Kraftfahrer sollen kein zu rasches Tempo fahren, da durch Hitze und grelle Besonnung die Ausnahme- und Entschlußfähigkeit herabgesetzt sein kann und dadurch das Entstehen von Derkehrs- unfällen erleichtert wird. pfinMage der deutschen Leibesübungen. Die Pfingstveranstaltungen des NS -Reichsbundes für Leibesübungen haben großes Interesse und eine sehr gute Beteiligung gefunden. Am ersten Pfingst- feiertag begannen auf den Tennisplätzen hinter dem „Schützenhaus" Einzel- und Doppelwettkämpfe, die am zweiten Feiertag beendet wurden. Im Mittelpunkt des Interesses stand das Fußballspiel VfB.- Reichsbahn — Reichsbahn-Hanau, über das wir im heutigen Sportteil berichten. Am zweiten Pfingstfeiertaa wurden vormittags auf Oswaldsgarten die Faustballspiele ausgetragen. Auf den Tennisplätzen herrschte gleichfalls reger Betrieb, und auch auf dem Waldsvortplatz, auf dem die Leichtathleten die Vorkämpfe austrugen, herrschte einiges Leben. Neben den Aktiven war besonders die Jugend stark beteiligt. Der VfB., der Mtv. und der Tv. 1846, sowie die Wehrmacht waren dabei vertreten. Die Aktiven trugen Wettkämpfe im Kugelstoßen, Weit- und Hochsprung, sowie im 100- Meter-Lauf, die Madel der BDM.-Klasse Weit- und Hochsprung und im 75-Meter-Laus, die Männer im Hochsprung, Diskuswerfen, Speerwerfen, Weit- und Dreisprung, Hammerwerfen und Gewichtwer- •fen, sowie im 200-Meter-Lauf aus. Am Nachmittag sand zwischen Mtv. 1. Jugend und Turngemeinde Friedberg 1. Jugend ein Freundschaftsspiel im Handball statt, das 8:8 unentschieden endete. Kreisleiter Backhaus eröffnete die Veranstaltung des Nachmittags, der auch der Bezirksführer Stein beiwohnte, mit einigen Worten der Begrüßung. Unter Leitung von Jdel Hauck und Karl Reuter führte die Jugend des Mtv. und des Tv. 1846 eine bunte Spielwiese auf. Dann folgte das Fußballspiel Wehrmacht gegen Stadt- mannschast, über das wir ebenfalls im Sportteil berichten. Während der Spielpause führten die Radfahrer ein Fliegerrennen durch. Im 100-Meter-Lauf der der Ausführung durch gefällige Bewegungsakzente zu beleben und zu lockern. Die neugewonnene Kostümbildnerin Ruth Lipsert hatte eine reiche und sehr farbenfreudige Gewandausstattung beigesteuert. Die Titelpartie wurde nicht, wie man es früher meistens hörte, als Hosenrolle gegeben: Herr Neuland war ein darstellerisch gewandter und wandlungsfähiger Boccaccio, der gesanglich den Höhepunkt seiner Leistung im 'italienischen Duett des Schlußaktes erreichte; Lisel Schröter-Beckers als anmutige und 'zierlich singende Fiametta war seine Partnerin. Gabriele Possinke und Gerti Vogt waren die galanten, listigen und streitbaren Eheweiber Beatrice und Isabella. Die komischen Partien vertraten die Herren Kratz als Prinz Pietro, Brunn (Scalza), Heinz Müller (Lam- bertuccio), der sich im Schlußakt den traditionellen Sonderapplaus verdiente, und Hella H e n z k y als Peronella; Herr Burchard sang den Leonetto. * Das Haus war am ersten Feiertag nahezu ausverkauft und sehr beifallsfreudig. Hans Thyriot. „Ll-Booie westwärts!" Ein neuer Ufa-Film im Gloria-Palast. Dieser Film ist mit Unterstützung des Oberkommandos der Kriegsmarine und unter Mitwirkung des Befehlshabers der Unterseeboote, sowie von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften der U-Bootswafse gedreht worden. Fast in jedem Wehrmachtbericht und in zahlreichen Sondermeldungen ist von den Waffentaten unserer U-Boolsbesatzungen die Rede. Das hören täglich Millionen von Volksgenossen, aber verhältnismäßig wenige können sich einen Begriff davon machen, wie es auf einem U-Boot auf Feindsahrt aussieht und zugeht: wie, viel seemännische Spezialausbildung, wieviel soldatische Tüchtigkeit, welcher Angriffsgeist und Opfer-- sinn, wieviel blitzschnelle Entscheidungsfähigkeit, Geistesgegenwart und Verantwortungsgefühl sich hinter den knappen, sachlich nüchternen Sätzen der 2stehrmachtberichte verbirgt. Der Film ist geeignet, ein lebendiges Bild zu vermitteln: er wirkt wie ein photographierter PK.-Bericht und verbindet die Sad)lid)keit der Seekriegsreportage mit Elementen des aktuellen Spielfilms, wie wir sie etwa im „Wunschkonzert", das auch hier Schule gemacht zu haben scheint, und „lieber alles in der Welt" kennengelernt haben. Ein U-Boot kehrt von Fernfahrt in den Heimathafen zurück. Die Besatzung erhält den wohlverdienten Urlaub. Die dienstliche Geschlossenheit löst und lockert sich für ein paar Tage in den Individualitäten und privaten Schicksalen, Freuden und Sorgen der einzelnen Männer des Bootes. Dann ruft ein eiliger Befehl zu neuem Einsatz. Das Boot läuft wieder aus — gegen Engelland. Noch klingt in jedem einzelnen das perfönlid)c Erlebnis in der Heimat nach. Es gibt eine Ferntrauung an Bord; daheim war nicht mehr Zeit, zum Standesamt zu gehen. Man dekoisimt aber auch eine wenigstens ungefähre Vorstellung sowohl vom ungeheuer komplizierten und technisch verfeinerten Mechanismus der modernen U-Boot-Waffe als aud) von den kaum vergleichbaren Besonderheiten des Kriegsdienstes auf einem U-Boot. Die folgenden Begegnungen mit einer englischen 11= Boo—i F mirmiiTiTTi , i«—■ (Urben QU 16 16 16 16 15 16 14 14—16 13—19 10—18 6—24 10 9 7 7 6 6 4 3 6 8 7 9 8 12 3 1 2 1 2 0 68—19 53—29 52—39 32—34 40—49 ' 31—35 40—42 23—42 15—58 Watzenb.-Stbg. Naunheim 1900 VfB.-Rei'chsb. Burgsolms Luftwaffe Marburg 21—11 10—13 17—15 rung des slowakischen Schiedsrichters Bizik zum Länderkampf das Spielfeld. Die deutsche Mann« schäft hat die auf sie gesetzten Erwartungen voll« auf erfüllt. Die Abwehr hatte es nicht leicht, zumal Mittelläufer Rhode nicht ganz auf dem Posten war. In der Läuferreihe überragte Kupfer. Der Angriff zeigte zeitweise zwingendes Zusammenspiel, das jedoch oft der langsame Binder hemmte. Willimowski paßte sich großartig ein und bildete mit Kobierski den besseren Flügel. Walter lehnte sich stark an Binder an, ohne jedoch immer Verständnis zu finden, wodurch selbstverständlich auch Lehner nicht wie gewünscht zum Zuge kam. Der im Neuaufbau begriffene rumänische Fußballsport hatte es schwer, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu bringen. Die alten bekannten Außenstürmer Bogdan und Bindea waren die besten Spieler. Ein Talent ist zweifellos der junge Halb, linke Marian. Beide Außenläufer waren sehr fleißig, ein besonderes Lob verdient der Tormann Pavlovici, der an allen vier schuldlos ist. Die Mannschaft Deutschlands: Klodt; Janes, Billmann; Kupfer, Rohde, Kitzinger; Lehner, Wal- ter, Binder, Willimowski, Kobierski. Oer heimische Fußball an Pfingsten. Vezirksklasse: VfQ-7Narburg — Luftwaffe 1:2. Die Luftwaffe siegte in Marburg knapp, aber verdient und rückte dadurch auf den drittletzten wundervoll zusammen, schießen jedoch zu ungenau. Als wieder einmal der linke Flügel der Luftwaffe durch ist, kann der Rechtsaußen aus nächster Entfernung zur l:0-Führung einköpfen. Bei diesem Stande bleibt es bis zur Halbzeit. In der zweiten Halbzeit zieht Harnisch seinen Bewachern immer wieder davon, und er ist es auch, der den Ausgleich und in einem Alleingang das Führungstor erzielen kann. Bei einem plötzlichen Vorstoß der Luftwaffe fällt der Ausgleich, der vermeidbar schien. Die Stadtmannschaft drückt, scheitert jedoch immer wieder an dem Schlußmann der Luftwaffe. Mit dem Schlußpfiff trennen sich die Mannschaften unentschieden. VfB.'Reichsbahn — Reichsbahn Hanau 4:3. Um es vorweg zu nehmen: die Gäste hielten nicht das, was.man sich von ihnen versprochen hatte. Es mag daran gelegen haben, daß der Hanauer Platz bedeutend kleiner als der Waldsportplatz ist und damit die engen Kombinationen der Gäste sich nicht auswirken konnten. Die Mannschaft spielte wohl einen gefälligen Fußball, war aber nicht besser als unsere Bezirksklassenmannschaften. Die überragenden Leute bei den Gästen waren der linke Dertei- diger, der Mittelläufer und der Mittelstürmer. Die Gießener Mannschaft war den Gästen im Felde wohl überlegen, spielte aber durch ihr steiles Spiel sehr gefährlich. Als Torschütze tat sich besonders Ehmann hervor, der zwei Eckbälle zu Toren verwandeln konnte. Schiedsrichter Gerhard hatte ein leichtes Amt. Spielverlauf: Nachdem die Gäste die erste Viertelstunde sehr gefährlich sind, verschießen sie einen Elfmeter. Auf der Gegenseite kann Ehmann einen Elfmeter zur l:0-Führung einschießen. Bei zwei schweren Schüssen des Linksaußen ist die Torlatte der Retter. Eine Ecke verwandelt Ehmann direkt und stellt damit das Halbzeitergebnis her. Nach Wiederbeginn verkürzen die Gäste sofort auf 2:1 Toren. Einen erneuten Eckball durch Ehmann, und es steht 2:1. Nachdem die Gäste auf drei zu zwei Toren herangekommen sind, schießt der Linksaußen der Gießener das schönste Tor des Tages. Im Endkampf kommen die Gäste noch auf 4:3 heran, ohne jedoch den Ausgleich erringen zu können. In einem fesllichen und herzlichen Rahmen wurde am Pfingst-Sonntag in Bukarest das 4. Fußball- Länderspiel zwischen Deutschland und Rumänien abgewickelt. Diese vierte Begegnung der Nationalmannschaften der beiden in Freundschaft verbundenen Länder endete mit einem sicheren 4:1(3:0)= Sieg unserer Elf. Die Anteilnahme an diesem Spiel war in der rumänischen Hauptstadt außerordentlich groß. Schon der Empfang der deutschen Spieler auf dem Bukarester Bahnhof gestaltete sich zu einem Akt von kaum noch zu überbietender Herzlichkeit. Einen imposanten Anblick bot dann am Spieltage selbst das flaggengeschmückte Anef- Stadion mit seinen rund 40 000 Zuschauern. Einleitend gab es ein Handballspiel einer deutschen Soldatenelf gegen die Bukarester Stadtma,Inschrift, die sich in der Hauptsache aus Volksdeutschen Spielern zusammensetzte. Die wesentlich schnelleren Bukarester kamen hier mit 11:5 (4:2) zum Siege. Im folgenden Fußballspiel siegte dagegen die Mannschaft einer deutschen Jagdgruppe über die Auswahl der rumänischen Luftwaffe mit 3:2 (2:1) Toren. Unter dem stürmischen Jubel der Zehntausende betraten dann die beiden Mannschaften unter Füh- den Gerichten für 50 Gramm Fleischmarken abgegeben werden. Wenn für die 3Übereilung eines 50-Gramm-Gerichts Fett erforderlich ist, dürfen außer der Fleischmarke auch Fettmarken bis zu zehn Gramm genommen werden. .Feindselt renöen. - i| sie, do Unruhe i l bis feim iss gesieg (3t(f und rriinglid) m. Die! Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. SM., 31. Mai. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a)> 49,5 bis 50,5, b) 44 bis 46,5, c) 40 bis 41,5, Bullen a) 47,5 bis 48,5, b)42,5 bis 44,5, c) 37 bis 39,5, Kühe a) 47 bis 48,5, b) 42,5 bis 44,5, c) 36,5 bis 38,5, d) 22 bis 29, Färsen a) 48 bis 49,5, b) 44 bis 45,5, c) 40 bis 40,5, Kälber (Sonderklasse) 65 bis 70, andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 46 bis 50, d) 32 bis 40, Hämmel bl) 48 bis 51, Schafe a) 42 -bis 44, b) 38 bis 40, c)22 bis 30, Schweine a) 61, bl) 61, b2) 60, c) 58, d) 55, e) 53, gl) Sauen 61. Marktverlauf: alles zugeteilt. tlife ,?S ipre§§ s t «lich- -kill- jdjen Ul Mll »*• [im meh dürft o serfünM M wu ) des 2 an di türkisch oheten a n", dnrct chen Islam die Bel ordern; ‘ iien zu s lindern, ;den, zu chs Ma vig des t Zeit, da jien zum ki ausrief Men. ; Kreisen r ausschl pif des t derhall, d unter 70 unter 15 Jahren. In seinem Schlußwort dankte NSFK.-Obergruppenführer von Bülow den jungen Modellfliegern für ihre Begeisterung und ernsthafte Arbeit. Sieger in der Gruppemvertuna des NS.-Fliegerkorps wurde die NSFK.-Gruppe I Ostland mit 8307 Pnkten. Sie cf hielt die goldene Plakette des Korpsführers des NS.-Fliegerkorps sowie einen Wanderpreis. Den zweiten Platz belegte die NSFK.- Gruppe XIV Hochland mit 6679 Punkten vor der NSFK.-Gruppe XVI Südweft mit 6029 Punkten und NSFK.-Gruppe XII Niederrhein mit 5998 Punkten. In den Einzelwettbewerben siegte in der Klasse A der Jung genösse Hermann Schoetz, NSFK.-Gruppe IV Berlin-Brandenburg, mit 1061 Punkten. Er erhielt den Ehrenpreis des Reichsjugendführers und die silberne Plakette des Korpsführers. In der Klasse A I siegle der Hitlerjunge Ewald Weichers, NSFK.-Gruppe I Ostland, mit 1216 Punkten. Sieger der Klasse C H (nur Fliegermodelle) wurde der Hitlerjunge Georg Conrad, NSFK.-Gruppe XII Niederrhein, mit 1338 Punkten, und den ersten Platz in der Klasse D sicherte sich der NSFK.-Mann Joachim Mischte, NSFK.-Gruppe I Ostland, mit 573 Punkten. riH? g- U Heil Wehrmacht — Zlgdlmannschaft 2:2 (1:1). Man kann wohl sagen, daß die Erwartungen, die man an das Spiel gestellt halte, voll befriedigt wurden. Zwei Mannschaften kämpften mit ungeheurem Einsatz um den Sieg, ohne die Grenze des Erlaubten zu überschreiten. Wenn auch einzelne Spieler technisch noch v erb esse rungsbedürftia sind, so konnte doch auf jeder Seite die Mannschaftsleistung befriedigen. Alle Spieler setzten sich voll ein, und Versager gab es aus keiner Seite. Waren in der 1. Halbzeit die beiden rechten Flügel die treibenden Kräfte, so änderte sich dieses Bild zugunsten der linken Flügel in der zweiten Halbzeit. Beide Läuferreihen kämpften unentwegt, spielten jedoch streckenweise zu hoch. Die beiden Verteidigungen standen oft im Brennpunkt der Ereignisse und konnten mit ihren Leistungen befriedigen. Der beste Mann auf dem Felde war unstreitig der Tormann der Luftwaffe, der auch in scheinbar aussichtslosen Situationen immer wieder klärend eingreifen konnte. Die Stadtmannschast spielte ohne die Gebrüder Ziegler und Hederich. Spielverlauf: Gleich zu Beginn kommt die Luftwaffe zweimal durch Fehler des rechten Verteidigers, der den Ball übertrat, gut durch, ohne jedoch die gebotene Gelegenheit ausnutzen zu können, Auf der Gegenseite spielen Ehmann und Kraft Der Juni ist der „schwärzeste" Monat — im Jagdschein. Nur ein einziges Feld ist weiß. Aber das genügt dem Weidmann; denn es bedeutet, daß der Bock nun rot ist und ihn hinausruft ins grüne Waldrevier. Milte Mai hat der Bockabschuß schon eingesetzt mit einer Auslese der Schlechten. Sie ist schwierig und zeitraubend und muß im Juni mit Nachdruck fortgesetzt werden. Dies ist vor allem dort notwendig, wo Wald und Feld in gemischter Lage miteinander sich so abwechseln wie das in den meisten oberhessischen Revieren der Fall ist. Wenn es einmal richtig warm wird und das Getreide in den Halm schießt, dann stellt sich ein großer Teil des Rehwildes um und vertauscht den Wald mit dem Feld, wo es weniger Störung durch Menschen und blutgierige Insekten gibt. Bis dieses Wild wieder zurückkoMmt, wird es Anfang August, d. h. wird es Blattzeit, und mancher Kröpel hat sich noch einmal vererbt, der eigentlich schon im Mai aus der Decke liegen sollte. Die vielen schwarzen Felder dagegen verraten uns, daß entweder das Wild zur Zeit keine begehrenswerte Trophäe trägt ober aber daß das weibliche Wild Mutterpflichten zu erfüllen hat. So freut sich der Jäger nur des guten Anblicks, wenn er sieht, wie seine Hirsche oder Schaufler schieben. Besondere Freude aber machen ihm die Hüterinnen der Zukunft seines Reviers, das Alitier mit seinem Kalb, die Richen mit ihren Kitzen. Ihrem Schutz gilt sein ganzes Trachten. Darum achtet er auf die menschlichen Besucher seines Waldes und vor allem auf ihre Hunde oder die nächtlichen Wächter des einsamen Hofes oder des Dorfes, die es gelernt haben, dank der Unachlsamkeft ihrer Besitzer des Nachts durch Feld und Wald $u hetzen. Was Hunde für größeres Jungwild bedeuten, sind Katzen für Junghasen und junges Federwild. So steht der Jagdschutz im Juni obenan. Eine besondere Gefahr stellen gerade jetzt zur Zeit des Kleeschnittes oder der Heuernte alle Arten von Mähmaschinen dar. Leiber haben gerade die Ricken die dumme Angewohnheit, in weiten Wie- fengrünben zu setzen ober wenigstens bort ihren Einstanb zu nehmen. Die Zahl der hier mit Sense unb Maschine vermählen Kitze ist leiber sehr ins Gewicht fallenb. Es wirb vielleicht einmal nach bem Krieg dahin komme», daß gewisse einfache Dor- beugungseinrichlungen an jeder Maschine anzubringen sind, aber zunächst muß der Jäger selbst nach Wegen suchen, wie er helfen kgnn. Daß ein gutes Verhältnis zu dem Bauer dabei eine besondere Rolle spielt und am meisten verspricht, sei be- -sonders betont. Bereits im Mai wurde auf die Wichtigkeit der Auslobung v.on Belohnungen für die Erhaltung von Gelegen hingewiesen. Wo der Weg noch nicht beschritten wurde, ist es höchste Zeit dazu. Dem. so Belohnten macht es Freube, er unterzieht sich einer kleinen Mühe gern, bem Jäger aber wiegt bas erhaltene Jungwild seine Mehrkosten längst auf.. Aus Gründen der Menschlichkeit gegenüber bem Tier war in ben zurückliegenden Wochen ber Ab- Dachs zu begegnen. B^i der Auswahl der zu beschießenden Baue sei vor allem auf solche hingewiesen, die im Felb ober in Feld nähe und hier in der Nähe von Hafer- • ädern liegen. Wenn biefer Hafer etwa burch Regen vor bem Reifen umgelegt wirb, stellt sich Grimbart bestimmt ein, um bie milchigen Rispen zu „weiden" und dabei durch sein Geschleife noch mehr zu vernichten. Das> ffl ein Schaden, dem oorgebeugt werden kann, wenn man gerade diese Baue rechtzeitig besagt! Für den Jagdschutz im Walde sei noch darauf hingewiesen, daß bas Holzlesen währenb der Monat Mai unb Juni im Interesse bes Waldes ver« boten ist. Wilbäcker, bie noch nicht bestellt sinb, müssen jetzt bepflanzt werben. Vor allem bei Kuh kohl usw., ber gepflanzt wird, ist es immer unangenehm, wenn man in trockene Zeit hineinkommt unb zum Pflanzen Wasser fahren oder nachgießen muß. Verluste sind dabei trotzdem unvermeidlich. Der Juni ist der beste Monat zur Werbung von Laubheu für die Winterfütterung. Junge Sprosse von Weichhokz ober Himbeeren, im Schatten getrocknet, geben ein gern genommenes, bekömmliches Winterfutter. \ Hubertus schuß weiblicher, führender Stücke von Fuchs, Schwarzwild und Iltis verboten. Dieses Verbot endigt mit bem 15. Juni. Mit bem gleichen Tage enbigt auch bie Schonzeit bes Dachses, dessen Junge nun schon so groß sind, daß sie der Mutter nicht mehr unbedingt bedürfen. Die Vermehrung des Dachses mit drei bis vier Jungen ist so groß, daß in den^meislen Revieren ber Abschuß nicht im rechten Verhältnis bazu steht. Das Graben im Herbst verlangt Zeit unb Erbhunde, die, zumal int Krieg, nicht immer zur Verfügung stehen. Anderseits ist ein Uebermaß voft Dächsen eine Gefcchr für den Niederwildbe- 6 alle mä U, denen fc’itfdjar a 8naf)me ( <5 mhch kleit erm s im 3en nabies ein ine du t MStS Oien tzrl iese Pei Tn für d cken zu H ZU Prophet W: überrai ** Kranzniederlegung am Skager - rak-Ehrenmal. Zu Ehren ber Helben vom Skagerrak legten am Samstag Aborbnungen ber ' Marine-Kameradschaft, ber Marine-SA. unb ber Marine-HI. unter Führung bes Kamerabschasts- führers Lich einen Kranz am Skagerrak-Ehrenmal an ber Schlageterallek nieder. stand, befonbers für bas Feberwilb, bessen Eier Grimbart liebt. Darum empfiehlt es sich, jetzt bie langen, Hellen unb warmen Abende zum Ansitz am Bau zu benutzen unb dabei einen Teil der meist früh bei gutem Büchsenlichl ausfahrenden Dachse abzuschießen. Natürlich hat man auch bei der »j > m e g ( Früh- oder ber Abendpirsch oft Gelegenheit, dem Rund 270 junge deutsche Modellflieger traten an den Pfl"9sffeiertagen auf bem beutschen Flieger- berg, ber Wasserkuppe in ber Rhön, zu ihrem trabi= ttonellen Reichswettbewerb für Segelflugmodelle an. Erstmalig erschienen in den Ausscheidungswettbe-. wenden ber NSFK.-Gruppen Teilnehmer aus allen Gauen Großdeutschlands am Start. An ber Spitze ber zahlreichen Ehrengäste konnte ber Inspekteur des NS.-Fliegerkorps, Ritterkreuzträger Obergruppenführer von Bülow, General ber Flieger Kühl und Ministerialrat Arndt vom Reicysluftfahrtminfflerium begrüßen. Die dem fliegerischen Wetfftreit voraufgehenbe Bauprüfung der in vier Klassen eingeteilten Segel- flugmodelle ergab die unentwegte Vervollkommnung der Flugmodelle, wie auch den Beweis des unablässigen Forschens und Planens der jungen Konstrukteure. Wie überaus vielversprechend dieser fliegerische Nachwuchs ist und wie drängend seine Be- aeifterung und Triebkraft, bewies bann auch ber fliegerische Wettbewerb, in welchem die Flugmodelle fast ausnahmslos vorzügliche ärobynämische Eigenschaften aufwiesen, über 1200 Starts vollzogen unb Flugzeiten von über 20 Minuten erreicht wurden. Unter ben 270 Wettbewerbsteilnehmern befanden sich allein 233 Angehörige der Hitler-Jugend, bar« Tabellenplatz oor. K Nachdem Watzenborn-Steinberg zu Gunsten von Sportfreunde Wetzlar auf die Punkte verzichtet hat, ist der Tabellensland folgender: Wetzlar 05 16 12 1 3 — ' — — 1 5 1 ' 6 --- : bie also Vorbeugen ist besser als heilen y Deshalb sollte ein jeder die Forderung nach rich- n Lause' tiger Zahnpflege immer erfüllen, denn er spart sich ^nmbbt dadurch Zeit, Geld und Schmerzen und erhält sich ®i gesunde und schöne Zähne. Zur richtigen Zahn- Uk°?das pflege gehört außer der täglichen, aewrffenhaften Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Bürste eine vernünftige Ernährung, gründliches Kauen und die regelmäßige Überwachung der Zähne. ÄteNamelmPetz. Vornan von Elisabeth Holt. auf die Spitze des Berges gesetzt ist. Kempf wartete, aber es kam nichts mehr. Es folgte eine Pause. „Gehen Sie gern nach Hause?" fragte Gerda bann plötzlich. „Ja, natürlich", sagte er zerstreut, „bas heißt. „Ich kann alte Herren aut leiben." „Möglich", sagte Kempf friedlich, „aber es hat keinen Sinn, Gerda, sich zu vergraben. Wie alt ist Ihr Detter Paul?" „Dreiundbreißig", log Gerda verwirrt. .„Er flunkert gern, wie?" 33. Fortsetzung. , (Nachdruck verboten.) „Aber", sagte sie verwirrt, „wieso denn im Hause? Erstens war doch bas Fenster offen unb zweitens --." „Es gibt kein zweitens. Denken Sie nach — am Mordabend hat man alle Männer untersucht und nachher, da können Sie sich auf die Polizei ver- lassen, ist nicht einmal eine Schaufel Kehricht unkontrolliert aus bem Hause gekommen. Mühsam rechnet mit zwei Möglichkeiten) Entweder ber Täter war mit einer Frau im Bunbe, die bie Juwelen in ihren Kleibern versteckt hinausgebracht hat, oder aber, sie sinb noch im Haus. Die Möglichkeiten stehen halb zu halb. Es ist mir fein angenehmer Gebaute, baß es bem alten Birinsky eingefallen ist, gerade Sie vorzuspannen. Hätte nicht jemand anbers die Schränke ausräumen können?" „Ich tu's, gern?', sagte Gerba mit beschattetem Gesicht. Kempf warf seine Zigarette fort und roenbete sich plötzlich zu ihr. „Gerba, wer ist bei Ihnen in bem großen Haus?" Er bekam eine etwas kurzatmige Antwort, deim Gerdas Herz fing wieder an, ungebärdig zu werden. Das Hausmeifterehepaar ist noch da, die Frau kommt abenbs aus ihrer Wohnung in ben ersten Stock herauf und schlaft in einer Kammer neben ich werbe in ber nächsten Zeit überhaupt nicht in Deutschland sein — eine endlos hinausgezögerte Geschäftsreise muß jetzt endlich erledigt werden." „Ach — bleiben Sie lange fort?" „Ich rechne mit vier oder fünf Monaten. Der Winter wird mir nicht viel anhaben in Brasilien." „Schön muß das sein, so lange zu reifen", sagte Gerda konventionell und hatte dabei einen ziehenden Schmerz in der linken Brustseite. Sie sah ihn schon auf einem Schiff in tropischen Gewässern, sie sah ihn in Korkhelm und Shantung in der unerträglichen Lichtfülle einer breiten, schreienden südlichen Straße, sie sah ihn auf der mondbeglänzlen Terrasse eines grell weißen Hauses — die Phantasie einer echten Frau ist jederzeit bereit, sich zu verströmen wie Wasser aus einem geplatzten Rohr. Clemens Ksempf beachtete ihre Bemerkung nicht. Er fing noch einmal an, während er bie Hände in den Hosentaschen, mit langen, schlendernden Schritten neben ihr herging, „ich bin Ihretwegen wirklich beunruhigt, Gerda, selbst auf die Gefahr hin, daß Sie mich lächerlich finden. Natürlich will ich Sie nicht ängstlich machen, aber es wäre mir lieb, wenn Sie mir versprechen wollten, recht vorsichtig zu fein." „Ich bin gerührt, danke, Clemens Kempf." „Jedenfalls ist es gut, daß die Polizei noch Interesse für die Parkstraße sechzehn hat. Auch die kriegerische Hausmeisterin mit dem Revolver wirkt Apfelstrudel als auch ben alten Brix. „Sie werben „Ich bleibe auch nicht hier." Sie schaute zu ben , grünpatinierten Zwillingskuppeln der kleinen Kirche an Frische unb Schwung einbüßen, wenn Sie sich I auf bem Leopolbsberg hinüber, die feingebrechselt 1 mit so vieler häuslicher Altbackenheil umgeben." 1 mehr Tage beruhigenb. Aber Spaß beiseite, bleiben Sie mit niemand allein. Denken Sie an Pola Luckner." Kempf schlug vor, für den Rest des Weges einen Wagen zu nehmen. „Wir können draußen in einem netten Döblinger Restaurant miteinander essen." „Ich weiß ein sehr nettes in der Parkstraße Nummer sechzehn. Es gibt heute gesottenes Rindfleisch mit Spinat und nachher Apfelstrudel von gestern abend. Professor Brix kommt auch." Dr. Kemps lehnte sofort ab — sowohl ben alten Vetter ihres Mannes. Aber das wird nicht lange dauern. Er bleibt nur noch ein paar in Wien, bann geht er nach Bulgarien. „Unb Sie?" fragte Kempf ausdruckslos. Gerbas Zimmer. Sie ist eine kräftige, energische Person — viel jünger als ihr fahriger Gatte und besitzt sogar einen Revolver. Was will man mehr? Manchmal kommen affe Freunde zu Besuch; Pro- tfessor Brix, hie unb da auch die Altistin Kreim. Abends trinkt sie gewöhnlich den Tee mit dem „Warum?" „Wenn ich das wüßte, wäre mir wohler", sagte Dr. Kempf, 16. Kapitel. Vierzehn Tage lebten, bie Zeitungen von dem Mord, sie schalteten eine kluge Pause ein, um ihre Leser nicht zu ermüden, unb dann brüllte es eines Tages von den Litfaßsäulen, von Plakatwänden, aus den Anzeigen der Blätter: „Revolution!" Pola Luckners letzter Film--- Die Sängerin Luckner ist zeitlebens eine große Künstlerin gewesen unb eine Persönlichkeit von Format, aber ihr Tod bringt ungefähr die Wirkung eines Steines hervor, ber in tiefes Wasser fällt. Enblos laufen bie Wellenkreise ins Weite, während sich ber Wasserspiegel im Zentrum schnell und ftill geschlossen hat. Die schwache Hoffnung der Polizei auf Anwendbarkeit der Frage „Wer hat Nutzen von dem Mord?" wurde an diesem Fall zuschanden. Pola hat überhaupt keine richtigen Verwandten gehabt, in Holland saßen ein paar weitschichtige Vettern ihrer Mutter, kinderreiche, wohlhabende Spießbürger, bie durch Advokaten, mißtrauische und gierige Briefe schreiben ließen und hauptsächlich auf schnelle Auszahlung ihrer Anteile aus waren. „Schrecklich allein ist sie gewesen", sagte Gerda zu der ©ängerip Kreim, die jetzt öfters kam, weil sie in der Nähe wohnte und Polas Sekretärin gern hatte. „Gibt es denn keinen einzigen Menschen auf ber Welt, bem es wehtut, baß Pola nicht mehr ba ist — wirklich weh? Der Gebanke ist gerabezu quälenb." „Birinsky leidet, ber war gut zu ihr", sagte Frau Kreim. „Ja, er. Er hat sie geliebt, und Professor Brix auch — dem ist sie wie ein Kind gewesen. Denken Sie nur, von den vielen bleiben nur zwei alte Männer übrig, die ihr menschlich nahegestanden haben." Der Portier kam herein und wollte wissen, ob die Vorhänge im Musiksaal noch hängenbleiben sollten, sie gehörten geklopft. Der alte Mann kam im schwarzen Bratenrock, den er wohl um Pola trug, hatte entzündete Augen und sah bedrückt aus. Die Frauen sahen, daß er ehrlich trauerte. Gerda war nicht dafür, die Vorhänge abzunehmen; obwohl die Polizei vor zwei Tagen die ver- fperrten Zimmer wieder zugänglich gemacht hatte, war keine ausdrückliche Erlaubnis für Veränderungen erteilt worden. Man mußte also warten. Der Portier zog sich unzufrieden zurück. „Was geschieht mit dem allem?" fragte Frau Kreim mit einer sehr ausdrucksvollen, bühnengewohnten Gebärde. „Mit bem Haus, ben Möbeln — mein Gott, es muß boch ungeheuer viel da fein.** Sie hörte, baß alles verkauft würde, so schnell und so restlos wie nur möglich. Die Erben m Holland wollten das so, und sie hatten Baron Di' rinsky, der große hypothekarische Anrechte an ber Villa besaß, freie Hand gegeben, den Verkauf nach seinem Gutdünken in bie Wege zu leiten. Nur recht geschwind sollte es gehen. „Birinsky ist rührend", sagte Gerda kopfschüttelnd, „er ist rührend und großartig zugleich. Er hat der Derlassenschaft Polos Bühnenkostüme abgekauft, damit sie in der Oper verbleiben, er bezahlt Unsummen für ein paar Kosten voll Kleider und Wäsche, um die ihn die Dienstboten gebeten haben. Eigentlich kauft er dar alles zum zweiten Male." Gerba hat viel Arbeit mit der Abwicklung dieser Geschäfte, sie muß endlose Listen aufstellen, mit Taxatoren und Auktionshäusern verhandeln, und zweimal in der Woche geht sie am Abend in Bi- rinskys Wohnung in der Rathausstraße unb erstattet Bericht. „Und Sie?" erkundigte sich Frau Kreim erwartungsvoll. Da kam es heraus. Birinsky hatte Gerda den Zobel angeboten. Er sagte: „Ich möchte Ihnen gern etwas Wertvolles geben. Die Tote war Ihnen ZU Dank verpflichtet.!" Und bann zeigte er mit einer schlaffen Bewegung seiner geäderten Pergament- Hand nach dem Zobel, der aus dem Gerichtsmedizinischen Institut zurückgekommen war und fragte, ob Gerda das da haben wollte. Denn „das ba hatte er offenbar auch die Absicht, aus dem Nachlaß wieder zp erwerben und es Gerda bann zu schenken. (Fortsetzung folgt)